24. Predigt von Jesus… Richtig beten – 24th Sermon of Jesus… The Proper Supplication

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24. Predigt von Jesus… Richtig beten
(19.03.1872)

Johannes 16:23
“Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er’s euch geben!”

01. Dieser Vers, der im katholischen Kirchenjahr für diesen Sonntag bestimmt ist, sagt euch, wie Ich Meinen Jüngern als Trost für den Verlust Meiner Person die Hoffnung gab, daß sie, wenn es nötig sein werde, von Meinem Vater im Himmel alles erhalten würden, um was sie bitten. Ich stelle ihnen diese Freude in Aussicht, weil sie dadurch in geistiger Gemeinschaft mit Mir verbleiben konnten, indem Ich, wenn ihnen auch nicht mehr sichtbar, doch ihre Bitten vernehmen und auch erfüllen helfen würde.

02. Der Satz, so wie er in der Bibel aufgezeichnet ist, hat nicht viel Schwieriges, um verstanden zu werden. Und doch liegt etwas bei weitem Tieferes darin, sobald ihr ihn nur ernstlich betrachten wollt!

03. Um euch näher in seine geistige Entsprechung und Deutung einzuführen, müssen wir vorerst die Frage: “Was ist denn eigentlich eine Bitte?” beantworten.

04. Sehet, es wird von euch – wie Ich schon öfters gesagt habe – so manches Wort ausgesprochen, ohne daß ihr nur im mindesten eine Ahnung davon habt, was es eigentlich bedeutet! Dies ist ein Zeichen, wie wenig ihr die Tiefe, Kraft und Gewalt des Wortes, als Ausdruck eines Gedankens kennt. Deswegen bin Ich öfters gezwungen, euch vorher auf die einzelnen Worte, aus denen ein aus der Bibel angeführter Satz besteht, aufmerksam zu machen, um euch so nach und nach in ihr Verständnis einzuführen. Solange ihr die Zerlegung der Worte und ihre entsprechende Deutung nicht kennt und zu finden vermögt, solange ist von einem eigentlichen Verstehen der Bibelstellen, auch der einfachsten, keine Rede. Die Bibel mit all dem in ihr niedergelegten Weisheitsschatz bleibt dann für euch unverständlich; höchstens gewährt sie, wenn man sich mit dem oberflächlichen Buchstabensinne begnügt, dem einen oder andern in schweren Momenten des irdischen Lebens einigen Trost und Frieden.

05. Um auf unseren Satz des Evangeliums Johannes zurückzukommen, wollen wir vorerst die Frage beantworten, was eine Bitte ist, und auf die geistige Bedeutung übergehen, wie eine Bitte zu nehmen ist, wenn sie an Mich als allwissenden Herrn und Schöpfer gerichtet wird.

06. Nun seht, eine Bitte ist ein Flehen um Hilfe bei einem Mächtigeren oder Stärkeren, wenn die eigenen Kräfte nicht ausreichen. Es ist ein Ansuchen um tätigen Beistand entweder für sich selbst oder für ein anderes Wesen, das der Unterstützung oder Hilfe bedarf.

07. Was bezeugt nun dieses Anflehen? Es bezeugt die eigene Ohnmacht; diese veranlaßt zum Bitten, da man nicht befehlen kann.

08. Wenn nun ein Bittsteller eine Bitte an jemand stellt und sich dabei auf andere, wohlwollende oder befreundete Menschen bezieht und mittels der Nennung ihres Namens oder mittels der Fürsprache der Person selbst bei Einflußreicheren einen günstigen Eindruck machen will, so bezeugt dies wieder, daß der Bittsteller durch die Anrufung eines Namens, der auch dem Dritten teuer und angenehm ist, ihn um so eher zu bewegen hofft, dem angesuchten Begehren zu willfahren.

09. Wenn ihr also diese einfache Bemerkung erwägt, so begreift ihr leicht, warum Ich als Jesus Meinen Jüngern anempfohlen habe, in Meinem Namen den Vater im Himmel zu bitten, und warum Ich ihnen im voraus versprochen habe, daß keine ihrer Bitten unerfüllt bleiben werde. Ich wollte sie dadurch stets an ihre eigene Ohnmacht erinnern, ihnen zu Gemüt führen, daß sie aus sich selbst nichts zu verrichten vermögen, und wollte dabei auch nebenbei die Erinnerung an Mein Wirken und Leben unter ihnen wach erhalten, weil sie nur so – dem geistigen Streben mehr zugewendet – das Weltliche nach seinem eigentlichen Wert einschätzen und daher nie mißdeuten würden.

10. Diese Art zu bitten sollte ein stetes Wachsen des Vertrauens zu Mir bewirken, der Ich, obwohl nicht mehr sichtbar, doch geistig stets um sie war. Sie glaubten dadurch auch mehr an Meine Abkunft von oben und konnten anderen diesen unerschütterlichen Glauben an die Führung eines höchsten Wesens als Schöpfer, Erhalter, Herr und Vater beibringen.

11. Daß Ich als Gott ihre Bitten nicht nötig hatte und schon seit Äonen von Zeiten vorauswußte, wessen sie bedurften, und was zu ihrem Besten war, das versteht sich von selbst. Das Bitten hatte nur den Zweck, in ihnen, wie in den Menschen überhaupt, das Zutrauen zu Mir als höchstem Wesen zu erwecken, daß Ich nicht ein Gott bin, vor dessen Größe der winzige Mensch erzittern soll, sondern daß Ich – wohl ein Gott und ein höchstes Wesen – als liebender Vater Meinen Kindern und erschaffenen Wesen zugänglich bin, und zwar durch demütiges Annähern, durch inbrünstiges Bitten oder Gebet, welches nur von einem liebenden Vater, aber nicht von einem streng richtenden Gott erhört werden kann.

12. Daß Ich Mich als Jesus zum Fürbitten anbot, daß Ich sagte: “Was ihr in Meinem Namen bittet, wird euch der Vater im Himmel gewähren!”, das geschah deswegen, weil sie während Meines Lebenswandels Meine Liebe, Meine Duldung und Geduld mit den Fehlern anderer gesehen und begriffen hatten und sich so in schwachen Umrissen eine Vorstellung von dem Vater machen konnten, der einem solchen Sohne, wie Ich es als Jesus war, bei allen Gelegenheiten Seine Liebe bewies. Nur so wurde ihnen der unzugängliche Gott Jehova zugänglich, nur so faßten sie Mut, ihr Herz zu Mir zu erheben, und nur so vertrauten sie auch darauf, daß, wenn sie in Meinem Namen beteten oder um Erhörung ihrer Bitten flehten, sie auch ein geneigtes Ohr bei Mir finden würden.

13. Auf diese Art ward die geistige Verbindung, welche Mich als Jesus früher mit ihnen einerseits und mit Meiner Liebe oder dem Vater anderseits verbunden hatte, nie gestört. Nur so gingen Meine Jünger getrost in die Welt hinaus, lehrten und predigten Mein Evangelium, taten Wunder und opferten sogar ihr eigenes Leben, weil ihre Verbindung mit Mir, die nie abgebrochen worden war, sie stets von der materiellen Welt ab und zur geistigen hinzog.

14. So gaben sie ein ewiges Beispiel von der Gewalt des Glaubens, des Gebetes, wenn es, aus reinem Herzen quellend und nur Geistiges verlangend, sich zu Mir erhebt und Mir den Dank vorauszahlt für Wohltaten, welche Ich Meinen Kindern auch dann nicht entzogen hätte, wenn sie nicht darum gebeten hätten.

15. Seht also, Meine Kinder, was hinter dem Wort ,Bitte’ steckt, wie groß seine Bedeutung, sein dem bittenden Herzen zugelassener Genuß ist! Und wie im Weltleben oft ein Bittender sich der süßen Hoffnung hingibt, daß das Erflehte ihm gewährt werde, und schon im voraus die Freude genießt, welche das Zutrauen zu dem Angeflehten erhöht, die Liebe zu ihm vergrößert, ebenso ist im geistigen Maßstabe das Annähern an Mich als Vater alles Geschaffenen der einzige Trost und die einzige Beruhigung, daß ein gerechter, alles mit Liebe umfassender Gott sicher nur das Rechte und Gute will und jede Bitte, wenn sie gerecht ist, auch gewiß erfüllen wird.

16. So ist die Verbindung zwischen Geschöpf und Schöpfer stets vorhanden. Sie ist nicht gegründet auf Furcht, auf Kriechen vor dem Throne eines allmächtigen, zürnenden und streng richtenden Gottes, nein, sie ist gegründet auf Zutrauen, auf Liebe, welche ein unmündiges Kind für seinen mächtigen Beschützer, für seinen Vater hegt.

17. Es ist die Liebe und nicht die Furcht, welche das Herz in höchster Bewegung erhält und es mit freudigen Schlägen dem ewigen, sich stets gleich bleibenden Vater aller Kreatur entgegenwendet. Es ist das schönste Band, das die Natur aufweisen kann, das Band der Kindes- und Vaterliebe, deretwegen die ganze Schöpfung erschaffen, erhalten und vervollkommnet wird, und welches Band nur das einzige sein kann, das einem Geist wie Mir entspricht, und das einem Menschen oder geschaffenen Wesen seinen geistigen Adel verschaffen kann.

18. Daher begreift, Meine Kinder, was es heißt: ,bitten, was es heißt: ,beten`, was es heißt, zu Mir im Namen Jesu sich zu wenden. Der Name ,Jesus` schließt Meinen größten Akt, Meine größte Tat, Mein größtes Opfer ein, welches Ich euch und allen Geistern zulieb vollbrachte.

19. In Erinnerung an Mein Dulden könnt ihr nicht stolz sein, in Erinnerung an Meine Liebe könnt ihr nicht hassen, und in Erinnerung an Mein Opfer könnt ihr nicht geizig sein, sondern nur bei Anrufung Meines Erdennamens allen diesen Tugenden nachstreben, die Ich persönlich während Meines Erdenlebens ausgeübt habe.

20. Die Bitte zu Mir soll euch erheben über alles Weltliche, soll euch in Mein geistiges Reich führen, in welchem Ich dem Bittenden gerne gewähre, was in geistiger Hinsicht ihm oder seinem Nächsten zum Besten dient.

21. Wenn ihr nun wißt, was ,bitten` heißt, wenn ihr wißt, wen ihr bitten müßt, so ist noch ein zweiter Punkt in Betracht zu ziehen, nämlich: um was ihr bitten könnt, um wenigstens im mindesten eine Gewährung zu erhoffen.

22. Hier nun in diesem zweiten Punkt wird von vielen am meisten gefehlt. Viele bitten erst, wenn die Not sie dazu zwingt, und viele andere wieder dann, wenn es sich um weltliche Vorteile oder sonstige unbedeutende Dinge handelt.

23. Aus dem Vorhergegangenen mögt ihr ersehen, was eigentlich eine Bitte, und zwar eine Bitte an Mich, ist. Ihr mögt euch dabei erinnern, daß Ich öfters sagte: “Mein Reich ist nicht von dieser Welt!, und: “Wer zu Mir beten will, muß im Geist und in der Wahrheit beten!”

24. Seht, diese Sätze beweisen euch genau, daß es sich nicht um weltliche Dinge handelt, und daß es von wenig Achtung und wenig Liebe eurerseits zeugt, wenn ihr Mich für so einen gewöhnlichen Richter oder Monarchen haltet, an den man nur Bittschriften einzureichen braucht, und bei dem man dann durch gewisse Fürsprache seinen Zweck leichter erreichen zu können vermeint.

25. Seht die Welt an, wieviel Unsinn wird da von Mir verlangt! Wie viele eingebildete Fürsprecher und Fürsprecherinnen werden angerufen, die bei Mir zugunsten der Bittenden fürsprechen sollen. Wenn die Menschen nur ein wenig nachdächten über ihr eigenes Gebaren, so müßten sie sich ihrer eigenen Kurzsichtigkeit schämen und müßten erröten, wie sie Gott, den Schöpfer und Herrn der Unendlichkeit, zu nichtssagenden Dingen ins kleinliche Weltleben herunterziehen möchten. Sie bedenken nicht, daß die meisten Übel und Unglücke nicht von Mir, sondern von dem Verhalten der Menschen selbst herrühren.

26. Wenn Ich die Menschen tun lasse, was sie wollen, und sie sich Krankheiten und Unglücksfälle zuziehen, aus denen sie in der Folge geistigen Nutzen erreichen sollen, warum soll Ich das verhindern, was gerade zum Besten der Menschen, zu ihrem geistigen Heile dient? Ich kann doch nur das geistige Fortschreiten, aber nicht das weltliche Wohlleben jedes einzelnen als Hauptzweck seines Erdenwandels im Auge haben! Wie sollte Ich Meinen Kindern das angedeihen lassen, was gerade zu ihrem Schaden wäre?

27. Kurzsichtige, leichtgläubige Menschen! Ihr kommt Mir oft vor wie Kinder, die mit Gewalt ihre Hände ins Feuer stecken wollen, weil sie noch nicht die Erfahrung gemacht haben, daß das Feuer nicht allein leuchtet, sondern auch brennt.

28. Wie viele Fälle könnte Ich euch aufzählen, um was alles gebeten wird! Da will einer Geld, der andere Gesundheit, der dritte Gelingen seiner Unternehmungen, der vierte jammert, weil der Tod Lücken in seine Familie gerissen hat, der fünfte möchte seine Kinder in Luxus und Wohlleben so ganz der Hölle zueilen sehen usw.; aber alle bedenken nicht, daß beim Gewähren ihrer Bitten das geistige Wohl und Wehe der Beteiligten oft noch ärger, noch schlechter würde. Sie bedenken nicht, daß gerade Leiden und Unglücke die Ecksteine sind, an welchen sich die Taumelnden stoßen, wenn sie dem weltlichen Treiben huldigen und das geistige Fortschreiten ganz beiseitesetzen möchten.

29. Ihr Familienväter und Mütter, ihr wollt für eure Kinder alles Gute haben, Gesundheit, Reichtum, langes Leben und hohe Stellung in der Welt. Nun, was ihr wollt als winzige Kreatur in Meiner Schöpfung, wird wohl Mir, glaube Ich, auch erlaubt sein! Es wird wohl Mir auch erlaubt sein, Meine Kinder so zu ziehen, daß sie alles Gute und Schöne, was Ich in Meiner Schöpfung, und zwar nur für sie, aufgehäuft habe, im vollsten Maße genießen, daß sie geistig gesund, an Liebe reich und Mir nahe über Großes gesetzt werden können.

30. Seht, Ich will nichts, als was ihr selbst wollt; und nur der Unterschied besteht, daß ihr Menschen, um Meine Kinder zu werden, andere Schulen durchmachen müßt, als ihr eure Kinder besuchen lassen wollt. Hier gehen also unsere Ansichten auseinander.

31. Noch muß Ich nebenbei bemerken, daß ihr euch nur um eine kurze Spanne Zeit bekümmert, in der es euren Kindern nach euren Begriffen gut gehen soll, während Ich Sorge trage, daß das ewige, künftige Leben Meiner Zöglinge voll von Seligkeiten und nie geahnten Genüssen werde.

32. Ihr seht aus dem, daß Ich in diesem Punkte oft den Unerbittlichen spielen und eure Narrenbitten in den Sand schreiben muß, damit sie der nächste Luftzug wieder verweht, während Meine Anordnungen in nie vergehenden Steinen der Ewigkeit als Gesetze geschrieben stehen. Daher bedenkt wohl eure Bitten und verlangt von Mir nicht den Ruin Meiner Kinder! Ich habe sie fürs ewige Leben, fürs Geister-, fürs Engelleben erschaffen und nicht für das Wohlleben in weltlichem Schmutz, um Mir vielleicht einst eine befleckte Seele zu überbringen.

33. Wenn ihr also bittet und Meinen Beistand anruft, so bedenkt, daß Ich wohl schon im voraus weiß, um was ihr Mich bittet, und daß ihr Mir nichts Neues sagen könnt! Bedenkt, daß die Menschen, wenn es nicht Mein Wille gewesen wäre, sie durch ihre eigenen Fehler zu witzigen, nicht in diese bitteren Verhältnisse geraten wären! Bedenkt, daß euer einziger Trost das Vertrauen zu Mir ist! Auch Ich hatte Vertrauen, als Ich im Garten von Gethsemane im Drange Meines größten Leidens, welches Ich dort als Mensch fühlen mußte, und bat: “Vater, nimm den bittern Kelch von Mir!” Und doch wurde der Kelch nicht von Mir genommen, sondern Ich mußte ihn leeren bis zum letzten Tropfen! Bedenkt, daß Ich dort sagte: “Nicht Mein, sondern Dein Wille, o Vater, geschehe!”

34. Was Ich einst ausrief, worauf Ich Mich willig in Mein Schicksal ergab, das möge auch euer einziger Trost und Leitstern auf eurer irdischen Lebensbahn sein!

35. Ja, bittet! Bittet in Meinem Namen, fleht inbrünstig zu Mir! Das Flehen gibt euch Trost, gibt euch Frieden, und ihr habt eure Pflicht und Schuldigkeit gegen Mich getan. Das Erfüllen oder Nichterfüllen eurer Bitten überlaßt aber Mir! Ich sehe besser und weiter und kann nicht alles gewähren, was blinde und unmündige Kinder wünschen. Ihr gebt ja den Kindern auch nicht alles, was sie wollen, und warum? Weil ihr als erwachsene Menschen klarer seht und verständiger seid. Und was kleine Kinder in bezug auf euch sind, das seid ihr in bezug auf Mich, und noch um vieles weniger.

36. Daher vertrauet auf Mich! Ich weiß zu geben und zu nehmen, wann es an der Zeit ist. Meine Wege sind unerforschlich, und oft gerade da, wo bei euch Tränen des Schmerzes im Überfluß fließen, feiern Meine Geister und Engel ein Freudenfest.

37. Vertrauen in Meine stets liebenden Absichten war es, was Ich einst Meinen Jüngern anriet. Dasselbe Vertrauen möchte Ich auch in euch erwecken; denn ohne es könnt ihr keinen Schritt vorwärts machen, ohne es müßtet ihr an eurem Schicksal verzweifeln und bis zur Gottesleugnung gelangen. Vertrauen ist der Faden, der euch aus dem Labyrinth des Lebens sicher hinausführt in die Hand eines liebenden Vaters, der oft gerade da, wo Er euch am weitesten entfernt schien, am nächsten war.

38. Bittet und betet; aber verlangt nichts Unmögliches, nichts Weltliches! Geist seid ihr, und Geist bin Ich! Ich kann nur urteilen wie ein geistiges Wesen, und auch ihr müßt euch angewöhnen, schon während eurer Lebenszeit das Geistige in euch dem Weltlich-Materiellen vorzuziehen.

39. Dann gilt auch euch, was Ich einst Meinen Jüngern sagte: “Was ihr in Meinem Namen bittet, wird euch gewährt werden!” Dessen mögt ihr versichert sein, zumal Ich es euch nun hier selbst wiederholend verspreche! Amen.

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24th Sermon of Jesus… The Proper Supplication
(March 19, 1872)

John 16:23
“Verily, verily, I say unto you, Whatsoever ye shall ask the Father in my name, he will give it to you.”

This verse, which in the Catholic ecclesiastical year is chosen for this Sunday, tells you how, as a consolation for the loss of My person, I gave My disciples the hope that they, if necessary, would receive from My Father in heaven everything they might ask for. I held out this happy prospect to them because thus they could stay in spiritual contact with Me, for even if I was no longer visible to them, I would still hear their prayers and help to have them fulfilled.

This passage in the Bible is easy to understand, but if you look into it more carefully, you will find it holds something much more profound. In order to explain to you its analogy and interpretation, we must first answer the question: “What actually is supplication?”

As I have already often pointed out, you speak many a word without having any idea at all what it really means. This shows how little you know of the depth, force and might of the word as an expression of a thought. Therefore, I am frequently compelled to draw your attention to the individual words forming a Bible text, so as to gradually lead you to their comprehension. As long as you do not know the analysis of the words and their respective interpretation, a comprehension of even the simplest Bible text is out of the question. Then the Bible, with all the treasure of wisdom it contains, remains incomprehensible for you. If one is satisfied with the superficial literal meaning, this could at most give one or the other some comfort and peace in difficult moments of his earthly life.

Reverting to our text from the Gospel of John, let us first answer the question: What is a supplication? Then let us look at its spiritual significance when it is directed to Me as the omniscient Lord and Creator.

Well, a supplication is the imploration for help from someone mightier and stronger when a person’s own strength is insufficient. It is a request for active assistance either for oneself or another being who needs support or help.

What does this imploration prove? It proves one’s own impotence; since one cannot command, one is led to supplicate.

If a supplicant comes to someone with a request and refers to some other well-meaning person or friend with the help of whose name or personal intercession he wants to impress the influential person, this proves that the supplicant, by mentioning a name that is dear or agreeable to the third person, hopes to make him more favourably inclined to grant his request.

This will explain to you why I, as Jesus, recommended to My disciples to ask the Father in Heaven in My name and why I promised them in advance that none of their supplications would remain unfulfilled. Thereby I wanted to keep reminding them of their own impotence, of how incapable they were of achieving things by themselves and wanted thus also to keep alive the memory of My activity and life in their midst, because only in this way – with spiritual aspirations – would they evaluate the things of this world correctly and not misinterpret them.

This way of supplication was to bring about a constant growing of faith in Me, Who – although no longer visible – was still always with them spiritually. This helped them to believe in My descent from above and to pass on to others this unshakable faith in guidance by a supreme being as a Creator, Supporter, Lord and Father.

It is obvious that I, as God, did not require their supplications and had known in advance for eons of times what they needed and what was best for them. The sole purpose of supplication was to awaken in them, as well as in people in general, confidence in Me that I am not a God Whose greatness was to make the tiny human being tremble, but that I, although a God and a Supreme Being, am accessible to My children and created beings as a loving Father through a meek approach, through ardent supplication or prayer which can only be granted by a loving Father, and not by a God who is a severe judge.

That I, as Jesus, offered Myself for intercession, saying: “What you shall ask in My name, the Father in Heaven will give you!”, was because during My life on earth they had witnessed and understood My love, toleration and patience with the weaknesses of others. This enabled them to have at least a faint idea of the Father Who at all times proves His love to such a son as I was as Jesus. Only in this way could the inaccessible God Jehovah become accessible to them; only in this way did they have the courage to lift their hearts towards Me and only in this way did they gain the confidence that if they prayed in My name or implored Me to grant their supplications, they would be given a favourable hearing.

In this way, the spiritual union that had united Me, as Jesus, with them on the one hand and with My Love, or the Father, on the other hand, was never disturbed.

My disciples confidently went out into the world, taught and preached My Gospel, performed miracles and even sacrificed their own lives because their union with Me, which had continued uninterruptedly, kept drawing them away from the material world and towards the spiritual.

Thus they set an eternal example for the force of faith, of prayer rising towards Me out of a pure heart with only spiritual aspirations expressing in advance gratitude for blessings which My children would have received in any case, even if they had not asked for them.

Behold, My children, all that is at the bottom of the word “supplication”. How great is its significance, and how much enjoyment it gives the supplicant’s heart! And, as in the world a supplicant is often full of hope that his request will be granted and already lives in happy anticipation, which enhances his confidence in the giver and increases his love, thus spiritually the drawing closer to Me as the Father of all creation is the sole comfort that a just God, Who lovingly embraces everything, is certain to want only what is right and good and, therefore, to fulfill every just supplication.
Thus, there is always a bond between created being and Creator, and it is not based on fear, on crouching before the throne of an almighty, wrathful God and severe judge. No, it is based on the faith and love a dependent child has for its strong protector, its father.

It is love and not fear that keeps the heart in motion and makes it strive with a joyful beat towards the eternal, immutable Father of all created beings. It is the most beautiful bond that exists in nature, the bond of love between a child and its father, for the sake of which everything was created, is preserved and perfected. This is the only bond adequate for a spirit like Me, and the only one that can help a man or created being attain his spiritual nobility.

Therefore, My children, you should understand what it means to “make supplication”, to pray, to turn to Me in the name of Jesus. The name “Jesus” comprises My greatest act, My greatest sacrifice which I made out of love for you and all spirits.
Remembering My suffering, you cannot be proud; remembering My love, you cannot hate; and remembering My sacrifice, you cannot be mean; but by invoking My earthly name, you should strive after all these virtues which I personally practised during My life on earth.

Your supplication to Me shall lift you above all that is worldly, shall guide you into My spiritual kingdom where I grant with pleasure what is in a spiritual sense good for the applicant or his fellowman.

If you know what supplication means, if you know whom you must ask, there is still another point to be considered, namely, what you may ask for to have a hope that at least part of it will be granted.

Most people make a mistake in this latter point. Many only make supplication when they are distressed and many others ask for worldly benefits or other unessential things.

From what has preceded this you may understand the real nature of supplication to Me. I must remind you that I have said: “My Kingdom is not of this world!” and “Whoever wants to pray to Me must do so in spirit and in truth!”

These words prove to you that not worldly things are involved and that you show little respect and love if you regard Me like an ordinary judge or monarch to whom applications have simply to be submitted and with whom it is believed to achieve a purpose more easily through a certain intercession.

Look at the world and how much nonsense is asked of Me. How many imagined intercessors are used. If people would only ponder on their own actions, they would have to be ashamed of the way they want to drag down God, the Creator and Lord of Infinity, to insignificant things of worldly life. They do not bear in mind that most evils and misfortunes do not stem from Me, but from man’s own attitudes.

If I allow men to do what they like and they thus create for themselves illnesses and accidents from which they could derive some spiritual benefit, why should I prevent what could only serve for their spiritual good? Surely I cannot consider everybody’s worldly well-being, but only the main purpose of his life on earth. How could I give My children that which would only be detrimental to them?

Oh you shortsighted and gullible people! You are like children who want at all costs to put their hands in the fire because they have not yet experienced the fact that fire not only gives light, but also burns.

I could tell you of so many things that are prayed for! One wants money, the other health, the third success in his venture, the forth complains that death has caused losses in his family, the fifth wishes to see his children in luxury and a life of pleasure rush headlong towards hell, and so on. But none of them considers that with the granting of the prayer the spiritual welfare of those involved would often considerably suffer. They do not take into account that suffering and misfortune are the corner-stones which form obstacles to the staggering ones when they indulge in worldly activities and tend to completely ignore spiritual progression.

You fathers and mothers desire for your children all the good things, as health, wealth, a long life and a high position in the world. Well, what you wish for, as tiny beings in My creation, would be allowed to Me too, I should also be allowed to educate My children in such a way that they may enjoy in the fullest measure all the good and beautiful things in My creation which I have stored up only for them, that they are spiritually sound, rich in love and can be set over great things close to Me.

Behold, I want the same you yourselves want. The difference consists only in that you humans, in order to become My children, have to go through different schools from the ones you let your children attend. This is where our opinions differ.

Besides, it is only a short period of time during which you are concerned for your children’s welfare, whereas I take care that the everlasting future life of My charges becomes one full of bliss and unimagined enjoyments.

Thus you can see that in this point I often have to be unbending and write your silly prayers into the sand to be blown away by the next breeze, whilst My arrangements are written as laws in imperishable stones of eternity. Therefore, consider your supplications well and do not ask Me for the ruin of My children! I have created them for life eternal, as spirits, as angels, and not for a life of pleasure in worldly filth to one day maybe bring Me a defiled soul.

So when you make supplication and ask for My help, bear in Mind that I already know in advance what you will ask for and that you cannot tell Me anything new. Bear in mind that men would never have got into difficulties if it had not been My will to teach them through their own mistakes. Do not forget that your only consolation is your trust in Me. I, too, had trust when in the Garden of Gethsemane, in the face of My greatest suffering which I had to bear as man, I prayed: “Father, let this cup pass from me!” But the cup was not taken away and I had to drain it to the last drop. Remember that I then said: “Nevertheless, not as I will, but as thou wilt, O Father!” These words with which I willingly submitted to My fate may serve you as your sole guiding-star in your life on earth.

Yes, make supplication in My name, entreat Me from the depth of your heart. Such entreaty will comfort you and give you peace, and with it you have done your duty towards Me. But leave the fulfilling, or otherwise, of your requests to Me.

I see better and farther and cannot grant everything that blind and immature children want. Why? Because as adults you can see clearer and are more sensible. And what small children are in relation to you, you are in relation to Me, even much less.
Therefore, trust in Me! I know how and when to give and how and when to take. My ways are inscrutable, and it often happens that when you shed many tears of sorrow, My spirits and angels rejoice.

I once told My disciples to trust in My ever-loving intentions. The same trust I would like to awaken in you, for without it you cannot progress a single step; you would despair of your fate and end up as atheists. Trust in the thread which safely guides you out of life’s labyrinth into the hands of a loving Father Who often is closest to you when He appears most distant.
Make supplication and pray, but do not ask for the impossible, for worldly things. I am spirit and so are you. I can only judge as a spiritual being and you, too, must learn already during your life on earth to give the spiritual precedence over the worldly, material things.

Then, what I once said to My disciples will also apply to you: “Whatsoever you will ask in My name shall be given to you!” Of this you may be sure, especially since I am now repeating My promise. Amen.