6. Ihr Petrusse… Liebt ihr Mich? Einige aber zweifelten… Matthäus 28:17 – You Peters… Do you love Me? But some doubted… Matthew 28:17

<= Zurück zur Übersicht                                                                Back to Overview =>

Schrifttexterklaerungen Jakob Lorber-06-Matthaeus-28-17 einige aber zweifelten Petrus liebst du mich Scripture Explanations Jakob Lorber Matthew-28-17 but some doubted Peter do you love me
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Vernichtet in Meiner Liebe
=> Liebe ohne Bedingung
=> Taube & Blinde unter uns
=> Viele sind gerufen, Wenige erwählt
=> Felsenfestes Vertrauen
Related Messages…
=> Destroyed in My Love
=> Love without Condition
=> Deaf & Blind Ones among us
=> Many are called, Few are chosen
=> Steadfast Faith

flagge de  Und da sie ihn sahen, beteten sie ihn an; einige aber zweifelten

6. Kapitel – Matthäus 28:17

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 29.12.1843

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Auch hier habt ihr wieder die freie Wahl eines Textes; wählet daher, und wir wollen sehen, ob er auch als Zentralsonne für diese unsere vorliegende Sache taugt!

2. »Und da sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an; einige aber zweifelten.«

3. Ihr habt diesen Text bestimmt und habt damit auch schon wieder den Nagel auf den Kopf getroffen; fürwahr, es könnte dieser Text für eine Hauptzentralsonne angesehen werden!

4. »Als sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an.« – Wen sahen sie denn, und womit sahen sie Ihn, und wie beteten sie Ihn an?

5. Sie sahen Mich, den Herrn. Womit denn? Mit ihren Augen. Und wie beteten sie Mich an? Mit ihrem Munde. Warum beteten sie Mich denn an? Weil sie durch das Wunder wußten, wer Ich bin; sie wußten nämlich, daß Ich der Herr bin. Woher wußten sie aber das? Sie wußten das durch Meine Lehre, durch Meine Taten und durch das Wunder Meiner Auferstehung.

6. Nun wollen wir sehen, ob ihr nicht desgleichen tuet!

7. Ihr sehet Mich zwar nicht mit euren Augen, – aber desto mehr sehet ihr Mich mit euren Ohren und mit den Augen der Seele, welche da sind euer gutes Verständnis; denn das Sehen mit den Augen ist wohl das wenigste, weil die Bilder, die in dasselbe fallen, sehr flüchtig sind und keinen Bestand nehmen. Das alte Sprichwort ist richtig: »Aus den Augen, aus dem Sinn!«

8. Aber was ihr wahrnehmet mit den Ohren, ist schon bleibender; denn ein vernommenes Wort könnet ihr zu jeder Zeit so getreu wiedergeben, wie ihr es vernommen habt. Aber versuchet dasselbe auch mit einem geschauten Objekte! Selbst einem sehr gewandten Bildner oder Maler wird es nicht leichtlich gelingen, ein geschautes Objekt so getreu wiederzugeben, als wie er es geschaut hat!

9. Aber Objekte, Bilder und Begriffe, die das Ohr aufgenommen hat, bleiben haften, und das überaus getreu; und dieser Treue zufolge könnet ihr reden, und das in verschiedenen Zungen, und könnet das einmal Gehörte oder Gelesene, ja selbst das Geschaute genau wiedergeben, wie ihr es gehört, gelesen und geschaut habet, und das nach längeren Zeiträumen noch ohne die geringste Verwischung des Eindruckes, – während ihr zufolge eures Augenlichtes nicht einmal ein vor euch liegendes Bild also getreu nachzuzeichnen imstande seid, wie ihr es erschauet.

10. Daraus aber geht doch klar hervor, daß das Schauen mit dem Ohre ums unvergleichliche bei weitem höher steht als das Schauen mit dem Auge. Also steht das auch viel höher, den Ton eines Wortes verständlich zu hören, als die äußere Form eines Bildes zu beschauen.

11. Ein Blinder kann gar wohl ein Weiser sein, – aber ein Stummer wird es nicht leichtlich dahin bringen; denn die Stummheit ist die gewöhnliche Folge der Taubheit. Und dennoch haben die Stummen gewöhnlich ein viel schärferes Auge als die, die da hören und darum nicht stumm sind!

12. Aus dem geht wieder hervor, daß das Schauen mit dem Ohre bei weitem höher steht als das Schauen mit dem Auge. Das Schauen mit dem Auge kann jemanden wohl entzücken und überraschen, besonders wenn Objekte von großer Seltenheit zum Vorschein kommen; aber die Lehre nimmt nur das Ohr auf.

13. Aus dem geht also wieder hervor, daß es besser ist, zu hören, als zu sehen. Denn was durch das Gehör eingeht, das erleuchtet und ordnet den Verstand; was aber durch das Auge eingeht, das verwirrt denselben nicht selten gar gewaltig.

14. Wenn z.B. das weibliche Geschlecht nur von ferneher von einer neuen Modekleidertracht etwas hören würde, aber davon nie etwas zu Gesichte bekäme, da bliebe der Sinn geordnet, und es ließe sich nicht leichtlich ein Frauenzimmer eine neue törichte Mode auf den Leib hängen; wenn sie aber dazu Bilder zu Gesichte bekommt, so verwirren diese den guten, einfachen Sinn und machen aus dem Weibe gar bald eine eitel-törichte Putzdocke (Puppe), die Mir ärgerlicher ist als zehntausend Tollhäusler.

15. Aus dem geht wieder hervor, um wie vieles in jeder Hinsicht das Hören besser ist als das Sehen.

16. Also aber sehet ihr Mich auch täglich, und das durch das Ohr eures Leibes, so ihr Mein Wort leset, und durch das Ohr eurer Seele, weiches ist euer besseres Verständnis; und weil ihr Mich also sehet, wie Ich auch bei euch auferstehe, so erkennet ihr Mich gar wohl und betet Mich auch an, und das mit eurem Verständnisse und darnach auch mit eurem Munde.

17. Nun aber frage Ich: War das von Seite derjenigen, die Mich da nach der Auferstehung sahen und anbeteten, auch schon genug, um dadurch das ewige Leben zu überkommen?

18. Die drei Fragen, welche Petrus von Mir empfing, ob er Mich liebe, zeigen mehr als hinreichend, daß das alleinige Sehen und das Anbeten darnach noch nicht genügt, einzunehmen Mein Reich und das ewige Leben mit ihm, – so wie es nicht genügt, allein zu sagen: »Herr! Herr!«

19. Geradeso aber schauet auch ihr Mich, so ihr Mein Wort leset, und betet Mich auch an durch das Verständnis und durch die Aufmerksamkeit, mit welcher ihr Mein Wort leset. Also könnet auch ihr sagen: »Wir sehen Dich und beten Dich an!«

20. Aber Ich erscheine noch einmal und frage euch Petrusse nicht nur dreimal, sondern zu öfteren Malen: »Liebet ihr Mich?« – Da sagt euer Mund: »Ja!«; aber wenn Ich so recht genau in euer Herz blicke, da erschaue Ich dasselbe gar nicht selten wie einen verdrießlichen Herbsttag in allerlei schmutzige Weltnebel verhüllt, und Ich mag dann vor lauter Nebeln nicht erschauen, ob dieses Ja wohl im Ernste im Grunde eurer Herzen geschrieben steht mit glühender Schrift. Es mag ja sein, daß es darinnen geschrieben ist; aber warum so viele Nebel, die das Herz nicht selten so sehr verdüstern, daß man diese lebendige Inschrift der Liebe zu Mir nicht wohl ausnehmen kann?!

21. Weg also mit diesen Nebeln! Weg mit der alleinigen Anschauung und Anbetung, damit diese Inschrift, welche ein Werk der Tätigkeit nach dem Worte ist, vollends lebendig ersichtlich wird und Ich Selbst am Ende zufolge des stets heller werdenden Lichtes dieser geheiligten lebendigen Inschrift in eurem Herzen!

22. Was nützt sonach das viele Lesen und Verstehen, wenn die Tat ausbleibt? Was nützt Sehen und Anbeten, aber sich dabei fortwährend fragen lassen: »Petrus, liebst du Mich?«

23. Magdalena sah Mich auch; aber Ich fragte sie nicht: »Magdalena, liebst du Mich?« Ich mußte sie vor lauter Liebe nur abhalten; denn nur gar zu mächtig erwachte sofort beim ersten Anblick ihre Liebe zu Mir. »Rühre Mich nicht an!«, mußte Ich zu ihr sagen, deren Herz beim ersten Anblick in den hellsten Flammen aufloderte!

24. Aber zum Thomas mußte Ich sagen: »Lege deine Hände in Meine Wundmale!«, und den Petrus mußte Ich fragen, ob er Mich liebe. Da wäre das »Rühre Mich nicht an!« nicht wohl angewendet gewesen; denn weder im Petrus und noch weniger im Thomas pochte ein Herz Magdalenens Mir entgegen.

25. Ebenso brauche Ich auch zu euch nicht zu sagen: »Rühret Mich nicht an!«, sondern Ich sage zu euch mehr noch wie zu einem Thomas: »Leget gleichsam nicht nur eure Hände in Meine Wundmale, sondern leget eure Augen, Ohren, Hände und Füße in alle Meine Schöpfung, in alle Meine Himmel und in alle Meine euch enthüllten Wunder des ewigen Lebens, und glaubet dann, daß Ich es bin, der euch solches gibt, und Ich verlange darum nichts, als daß ihr Mich liebet!«

26. Aber da sehe Ich denn immer noch den Petrus am Ufer des Meeres in euch, der sich fortwährend fragen läßt: »Petrus, liebst du Mich?« Denn Petrusse seid ihr wohl in euerm Glauben, aber noch lange keine Magdalenen und keine Johannesse, den Ich auch nicht fragte, ob er Mich liebe; denn Ich wußte wohl, warum er Mir folgte, wenn Ich auch zu ihm nicht sagte wie zum Petrus: »Folge Mir!«

27. Petrus folgte Mir, weil Ich ihn Mir folgen hieß; Johannes aber folgte Mir, weil ihn sein Herz dazu trieb. – Was wohl dürfte hier besser sein?

28. Petrus ward eifersüchtig auf Johannes, weil er ihn für geringer achtete als sich selbst; Johannes aber ward von Mir verteidigt, und ihm ward auch in demselben Momente das Bleiben zugesichert, – und das ist mehr als das »Folge Mir!« Denn besser ist, zu dem Ich sage: »Bleibe, wie du bist!«, als daß Ich ihm gebiete, Mir zu folgen.

29. Ebenso ist auch die wahre, tätige Liebe besser als Glauben, Schauen und Anbeten und besser als von Mir viel lesen, aber dafür wenig lieben!

30. Ich meine, das wird auch wieder klar sein; aber darum dennoch nächstens der Zentralsonnen mehr!

flagge en   And when they saw him, they worshipped him; but some doubted

6. Chapter – Matthew 28:17

Scripture Explanations – Jesus’ Interpretation of several different Bible Passages
Written down by Jacob Lorber on the 29.12.1843

(Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.)

1. “Here you have again the free choice of a text; therefore, choose, and then we want to see, if this text also suits as a central sun for the current matter!”

2. “And when they saw him, they worshipped him; but some doubted.”

3. “You have chosen this text and have thus again hit the nail on the head; indeed, this text could definitely be seen as a main central sun!”

4. “When they saw Him, they worshiped Him.” – Who did they see, and whereby did they see him, and how did they worship Him?”

5. “They saw Me, the Lord. What with? With their eyes. How did they worship Me? With their mouth. Why did they worship Me? Because they knew through the miracle, who I am; they knew, namely, that I am the Lord. But from where did they know that? They knew that through My Teaching, through My Deeds and through the miracle of My Resurrection.”

6. “Now let’s see if you are not doing the same!”

7. “Indeed, you do not see Me with your eyes – but the more you do see Me with your ears and the eyes of the Soul, which are your good understanding; because seeing with the eyes is probably the least, because the images, which are seen with the eyes, are very fleeting and do not last. The old proverb is true: ‘Out of sight, out of mind!'”

8. “But whatever you perceive with your ears, is more lasting; because a heard word, you can faithfully recite at any time, as you have heard it. But try the same with a seen object! Even for a very skilled sculptor or painter, it will not be easy, to reproduce a seen object, as he has perceived it!”

9. “But objects, images and terms which the ear has heard, stick, and very accurately at that. And according to this constancy you can talk, and that in all kinds of different tongues. You can even reproduce the once heard or read, and even that which was seen exactly how you heard, read and saw it, even after long periods of time – without the slightest blurring of the impression – while according to your eyesight, you can’t even reproduce a picture, that lies before you, as accurately as you see it.”

10. “Yet from that, we can clearly see, that the perceiving with the ears is far more important than beholding something with the eye. Therefore, it is also much more important to clearly hear the tone of a word, as to behold the exterior form of a picture.”

11. “A blind man may very well be a wise man – but a mute man will not reach wisdom easily; because the muteness is the ordinary consequence of deafness. But however, the mute ones usually have a much sharper eye than those who hear and therefore are not mute!”

12. “From this, we can conclude, that perceiving with the ear is far more important than beholding with the eye. Viewing with the eye can delight and surprise someone, especially when objects of great rarity appear. But the Teaching can only be absorbed with the ear.”

13. “From this, we can conclude also, that it is better to hear than to see. Because what enters through the ear, illuminates and arranges the mind. But what enters through the eye, very often confuses the mind tremendously.”

14. For example, when the females would only hear something about a new fashion dress from afar, but never actually would get to see it, the mind would remain orderly, and there would not easily be found a woman, who would put a new, silly fashion on her body, but if she gets to see a picture of it, that confuses the good and simple mind and this very soon forms the woman into a vain and foolish fashion doll (chick), which is more annoying to Me than ten thousand madmen.

15. “From this, we can conclude, how much better it is to hear than to see.”

16. “You also see Me like that, every day, through the ear of your body, if you read My Word, and through the ear of your soul, which is your better understanding; and because you also see Me like that, as I arise in you, you recognize Me very well and you also worship Me with your understanding and thereafter also with your mouth.”

17. “But now I ask you… Was that, which came from those, who saw Me after the Resurrection and then worshipped Me, already enough to gain eternal life by that?”

18. “The three questions, which Peter has received from Me, if he loves me, show more than enough, that the mere seeing and worshipping thereafter, is not enough, to take hold of My kingdom and of the eternal life by it – just as it is not enough to only say… “Lord! Lord!”

19. “You behold Me exactly the same way, when you read My Word and worship Me through the understanding and attention, with which you read My Word. You could say… ‘We see You and worship You!'”

20. “But I appear once again and ask you Peters not only three times, but many more times… “Do you love Me?” – Then your mouth says… “Yes!” – But when I take a close look into your heart, it is not a rare thing, that I perceive it like an annoying day in autumn, shrouded with all sorts of filthy fogs of the world, and I am not able to behold, on account of the fogs, if this ‘Yes’ is earnestly written in your heart with a glowing inscription. It may very well be written therein, but why is there so much fog, which often darkens the heart so much, that one cannot recognize this living inscription of Love for Me?!”

21. “Remove those fogs therefore! Do away with the sole contemplation and worship, so that this inscription, which is a work of deeds according to the word, will be fully alive and visible and I Myself at the end too, on account of the constantly dawning light of this hallowed living inscription in your heart!”

22. “What good does all the reading and understanding do, if the deed never happens? What does the vision and worship avail, if you let yourself be asked continually… ‘Peter, do you love Me?'”

23. “Magdalena did see Me also; but I did not ask her… “Magdalena, do you love Me?” I had to keep her away on account of her love, because her Love for Me awoke immediately and in a very powerful way, as she beheld Me the first time. “Do not touch me!” I had to tell her, whose heart was on fire with the brightest flames at the first sight!”

24. “But to Thomas I had to say… “Put your hands in My scars” and I had to ask Peter, if he loves me. There – the “Do not touch Me!” – would not have been applied very well! For neither in Peter and even less in Thomas pounded a heart like Magdalena’s towards Me.”

25. And in the same way, I also do not need to tell you… “Do not touch Me!” – but rather I tell you even more than I told Thomas… “Put not only your hands on My scars, but put your eyes, ears, hands and feet in all of My creation, in all of My heavens and in all of My revealed miracles of eternal life, and then believe, that it is I, who gives you all of this, and I do not demand anything else, than that you love Me!”

26 “But I still see Peter within you – standing at the seashore – who continually lets himself ask… ‘Peter, do you love Me?’ For you are all Peters in your faith, but still nowhere near from being Magdalenas and Johns, whom I also didn’t ask, if he loves Me; because I knew well, why he followed Me, though I did not tell him like I did to Peter… ‘Follow Me!'”

27. “Peter followed Me, because I called him to follow Me, but John followed Me, because his heart told him so. – Which of these two ways may be the better way?”

28. “Peter became jealous of John, because he thought less of John than of himself. But John was defended by Me, and to him it was also assured in the same moment, that he can stay – and that is more than the ‘Follow Me!’. Because it is better, when I say to someone… ‘Stay as you are!’ instead of telling someone to ‘follow Me.'”

29. “Likewise, the true, active Love is better than Faith, Vision and Worship and better as reading a lot about Me, but therefor loving less!”

30. “I mean, this again is going to be very clear; but nevertheless some more central suns soon!”