10. Seine Eigenen nahmen Ihn nicht auf… Johannes 1:11 & 19:22 – His Own did not receive Him… John 1:11 & 19:22

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flagge de  10. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf

10. Kapitel
Johannes 1, 11: »Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf«
Johannes 19, 22: »Pilatus antwortete: was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben!«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 08.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Ihr aber könnet, wie früher, wieder einen Text wählen; tuet demnach solches frei!

2. »Er kam in Sein Eigentum, und die Seinen nahmen Ihn nicht auf.« – Pilatus antwortete: »Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben!«

3. Die Texte sind gut und richtig gewählt und bezeichnen die Sache schon in ihrer ersten Stellung – wie ihr zu sagen pfleget – auf ein Haar.

4. Wer kam in Sein Eigentum und die Seinen nahmen Ihn nicht auf? – Wer der ,Er’ ist, wird hoffentlich bekannt sein; Sein Eigentum sind die Menschen, wie sie sein sollten in der von Mir aus geschaffenen Ordnung, liebetätig nämlich gegen ihre Brüder und voll Ernst der Liebe gegen Gott, ihren Schöpfer.

5. »Aber die Seinen nahmen Ihn nicht auf.« – Die Seinen sind, die Er vom Anbeginne zumeist für Sich erzogen hatte und hat zu ihnen allezeit gesandt Lehrer und Propheten und hat sie geführt und geleitet wunderbar.

6. Warum nahmen sie Ihn denn nicht auf? – Weil Er sie die wahren Wege der tätigen Liebe zum ewigen Leben lehrte; die Seinen aber waren Freunde der Trägheit, Freunde des Wohllebens und Freunde der Herrschaft und Herrlichkeit, und diese vereinbart sich nicht mit der Lehre von der Demut und der tätigen Liebe.

7. Sie sprachen: »Wir haben Moses und die Propheten, welche wir lesen; was brauchen wir da mehr? Was brauchen wir von dir, der du den Sabbat schändest und gering achtest Moses und die Propheten, indem du ihre Satzungen nicht hältst?! Ist es nicht genug, so wir die Schrift lesen und studieren und darüber ellenlange Erklärungen schreiben? Was willst du von uns für eine andere, Gottes würdigere Tätigkeit?

8. »Ist Gott nicht ein Geist, dessen Wesen man sich unter keinem Bilde vorstellen soll?! Wie sollte man diesen wohl würdiger ehren und preisen, als wenn man Sein Wort, welches Er durch Moses und die Propheten geredet hat, fortwährend vom Anfang bis zum Ende liest und dasselbe sich selbst und anderen erklärt, damit Gott in Seinem Wollen stets klarer und klarer begriffen werde?!

9. »Was machst du aus dir selbst? – Wir haben Abraham zum Vater und haben Moses und die Propheten; bist du denn mehr denn diese?! Was willst du uns lehren, das uns diese nicht gelehrt hätten?!

10. »Was ist wohl des Menschen Liebestat vor Gott? – Sie ist nichts als ein eitler Gedanke! Der Mensch kann nichts tun; denn in Gott allein wohnt alle Tatkraft. Also bist du ein falscher Lehrer und ein falscher Prophet und bist ein Volksaufwiegler!

11. »Wir haben die Schrift vom Alpha bis zum Omega in unserm Kopfe; ist das nicht Tätigkeit genug?! Oder sollten wir etwa die Schrift nicht studieren und dadurch gering achten die heilige Gabe, welche uns der Herr Gott Zebaoth durch Moses und die Propheten beschieden hat?!

12. »Du bist einer, der dem göttlichen Willen widerstrebt und sich dennoch für einen Lehrer und Propheten Gottes ausgibt! Steht es aber nicht geschrieben, daß ein jeder falsche Prophet und Zauberer solle mit dem Feuertode bestraft werden?!

13. »Dieser gemeine Zimmermannssohn, der kaum zu lesen versteht und ebensowenig etwa imstande ist, seinen Namen zu schreiben, unterfängt sich, uns alten Schriftgelehrten eine Lehre, welche dem Geiste Mosis schnurgerade entgegenstrebt, aufzubürden!«

14. Sehet, das sind eine Menge Entgegnungen, laut welcher Derjenige, der in Sein Eigentum gekommen war, von den Seinigen nicht aufgenommen wurde.

15. Warum? – Weil Ihn die Seinigen, wie es auch geschrieben steht, nicht erkannt haben.

16. Warum aber erkannten sie Ihn nicht? – Weil sie nur pure Auswendiglerner, aber nie Täter des Wortes Gottes waren!

17. Auf dieselbe Weise komme Ich auch jetzt fortwährend in Mein Eigentum; aber die Meinen wollen Mich nicht aufnehmen und erkennen, daß Ich es bin!

18. Warum wollen sie denn das nicht? – Weil ihnen auch, im besten Falle sogar, das Lesen und Hören, wie auch das Angaffen Meiner Werke lieber ist als eine kleine Tätigkeit nach Meinem Worte! Daher aber wird auch der Geist in Meinem Eigentume, welches das Herz ist, nicht lebendig und erkennt Mich nicht, weil Mich Mein Eigentum nicht lebendig aufnehmen will.

19. Ich aber sage: Alle diese Schriftgelehrten werden dereinst auch sagen: »Herr! Herr! Wir haben ja in Deinem Namen aus Deinem Worte heraus geweissagt, gepredigt und gelehrt!«

20. Ich aber werde zu ihnen sagen: »Weichet von Mir; Ich habe euch noch nie erkannt! Wer euch zu Lehrern und Weisen gedungen hat, zu dem gehet auch hin, damit euch euer Lohn werde! Ich kam wohl zu euch und habe bei euch an die Türe Meines Eigentums angeklopft: aber niemand von euch sprach: »Komme herein, und belebe unseren Geist, auf daß wir tätig und kräftig werden möchten nach Deinem Worte! Ihr begnügtet euch mit den Schätzen eures Kopfes; aber Meine Scheuern in euerm Herzen habt ihr leer gelassen und habt all Mein Eigentum in euch verwirkt. Daher möget ihr nun »Herr! Herr!« schreien, wie ihr wollt, so mag Ich euch aber dennoch nicht erkennen; denn die Meinen erkenne Ich an Meinem Eigentume in ihnen. Ihr aber habt kein Eigentum aus Mir in euch; darum mag Ich euch auch nicht erkennen!«

21. Pilatus bekannte Mich auch auf diese Weise; er heftete das Zeugnis seines Bekenntnisses über den schmählich Getöteten, während er früher den Lebendigen geißeln und ans Kreuz heften ließ. Sein Bekenntnis steht auch geschrieben, und zwar ober dem Haupte des Gekreuzigten, zum Zeugnisse für alle die, welche das Bekenntnis Gottes wohl in ihrem Kopfe, aber nicht in ihrem Herzen tragen. Über ihrer Stirne steht es wohl geschrieben: »Jesus, Nazarenus, rex Judäorum« und sie beharren auch auf dieser Inschrift, welche soviel sagt als: »Herr! Herr!«; aber im Herzen ist keine Inschrift, welche da sagen möchte: »O Herr, sei mir armem Sünder gnädig und barmherzig!« »Vater unser« ist im Kopfe; aber »Lieber Vater« ist nicht im Herzen!

22. Pilatus beharrte wohl auf seiner Inschrift und wollte keine andere hinaufsetzen; denn er sprach selbst: »Was geschrieben ist, das ist geschrieben!« Warum erwies er aber dem Lebendigen früher nicht die Ehre wie hernach dem Toten?

23. Der Grund liegt in dem, warum auch alle die Gelehrten lieber bei ihren Kopfbegründungen und daraus hervorgehenden toten Verehrung verbleiben, als nur in die geringste lebendige Tat der wahren Liebe eingehen wollen! Denn sie sind Zwielichtler, welche glauben oder vielmehr der Meinung sind: »Ist an der Sache etwas, so wollen wir durch unser Bekenntnis ihr nicht in den Weg treten; ist aber an der Sache nichts, so haben wir so oder so dadurch nichts verloren! Denn bringt man dem eine Ehre, das da irgend sein soll, so gewinnt man, wenn es ist, und verliert nichts, wenn es nicht ist!«

24. Desgleichen dachte auch Pilatus: »Ist der Gekreuzigte ein höheres Wesen, so habe ich ihm meine Ehre bezeigt; ist er es aber nicht, so bin ich auch gerechtfertigt; denn in dem Falle dient meine Inschrift als ein amtliches Pasquill (Schmähung), aus dem jeder ersehen kann, aus welchem Grunde dieser hier gekreuzigt ward!«

25. Meinet ihr, daß bei Mir der erste Grund gelten wird, so es mit dem zweiten seine geweisten Wege hat? – Ich sage euch: Da wird es vorzüglich darauf ankommen, daß diejenigen, die so zu Mir »Herr! Herr!« rufen, von Mir sicher nicht angehört, erkannt und angenommen werden! Denn das Bekenntnis des Kopfes wird niemanden dem ewigen Leben auch nur um ein Haar näher bringen; denn wer zu Mir will, der muß Mich vorher durch die lebendige Liebe in sich aufnehmen, und seine eigene Liebe zu Mir wird es ihm sagen, daß Ich bin und komme zu ihm und gebe ihm das ewige Leben.

26. Niemand aber kann das lieben, das nicht ist; wohl aber kann er in seinem Kopfe über alles Nicht-Seiende verschiedene Phantome aufstellen, und also auch Mich Selbst darunter. Aber da bin Ich nicht, und da wird mich auch niemand finden und wird nie zur lebendigen Überzeugung von Mir und vom ewigen Leben gelangen; denn da hänge Ich tot unter der Inschrift Pilati!

27. Nur wer da ein Täter wird sein Meines Wortes, der wird an Meinem Grabe, da er den Toten suchte, mit der Flamme seines Herzens den Auferstandenen und den ewig Lebendigen finden!

28. Ich meine, das dürfte doch auch wieder klar sein; aber darum nächstens dennoch um eine Zentralsonne weiter!

flagge en  10. He came to His own, but His own did not receive Him

Scripture Explanations
Jesus’ Interpretation of several different Bible Passages

Chapter 10 – John 1:11 / 19:22
“He came to His own, but His own did not receive Him.” / “Pilate answered: What I have written, I have written!”

Written down by Jacob Lorber on the 08.01.1844
Translated and spoken by Pascal

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. You can choose another text, just like you did before. Choose whatever you want!

2. “He came to His own, but His own did not receive Him.” – “Pilate answered… What I have written, I have written!”

3. The texts are good and chosen appropriately and they describe the matter already at its first glance – as you would say – it hits the nail on the head.

4. Who came to His own and His own received Him not? – Who the ‘He’ is, is hopefully known, His own are the people and how they should be in the order I created them, namely acting with love towards their sisters and brethren, and full of earnest Love towards God, their Creator.

5. But His own did not receive Him.” – His own are the ones, whom He had taught from the beginning, and He constantly sent teachers and prophets to them, and He had guided them wonderfully.

6. Why did they not receive Him? – Because He taught them the true path of active Love, leading to eternal life; but His own were friends of sloth, friends of good living and friends of domination and splendor, and this does not correspond with the Teaching of humility and active love.

7. They said… “We have Moses and the prophets, which we read; what else do we need? What do we need from You? You who dishonors the Sabbath and disregard Moses and the prophets, by not keeping their constitutions?! Is it not enough that we read and study the scriptures and write long explanations about them? What other ‘God worthy activity’ do you want us to do?

8. Is God not a spirit, whose being we should not imagine as a picture?! How should we honor and praise Him more worthy, than to continually read His word from start to finish – which He spoke through Moses and the prophets – and then explain it to ourselves and to others, so that God’s Will can be grasped more clearly?!

9. What do You make of Yourself? – We have Abraham as our father and we also have Moses and the prophets; are you more than those?! What do you want to teach us, what others didn’t already teach?!

10. What is man’s deed of love before God? – It is nothing but a conceited thought! Man can do nothing; because in God alone dwells all vigor. Therefore You are a false teacher, and a false prophet and You are an agitator!

11. We know the scripture from alpha to omega; is that not enough activity?! Or should we not study the scriptures and thereby disregard the sacred gift, which God, the Lord of hosts, has given us through Moses and the prophets?!

12. You’re one, who resists the Divine Will and yet impersonate yourself as a teacher and prophet of God! Is it not written, that every false prophet and wizard should be punished with a fiery death?!

13. This common carpenter’s son, who barely knows how to read, and also can hardly write his own name, presumes to impose on us ancient scribes a teaching, which opposes the spirit of Moses straight ahead!

14. Behold, these are a lot of objections, according to which the one, who had come to His own, was not received by His own.

15. Why? – Because His own, just like it is written, did not recognize Him.

16. But why did they not recognize Him? – Because they did only memorize the Word, but they were never doers of God’s Word!

17. In the same way, I continually come to My own; but My own do not want to receive and recognize Me, that it truly is Me!

18. Why do they not want that? – Because in the best case, they rather read and listen as well as staring at My works, than doing a little deed according to My Word! Therefore, the spirit within My own, which is the heart, will not become alive and not recognize Me, because My own do not want to receive Me in a living way.

19. But I say… All these scribes will say one day… ‘Lord! Lord! We have prophesied, preached and taught in Your name out of Your words!’

20. But I will say to them… “Depart from Me – I never knew you! Whoever hired you as teachers and wise ones, go back to them, so you will receive your reward! I indeed came to you and I knocked at the door of My own. But none of you said… ‘Come in, and revive our spirit, so that we wish to become active and vigorous according to Your Word! You were satisfied with the treasures of your head, but you have left My barn in your heart empty, and you have forfeited all of My possession within you. Therefore, you may cry ‘Lord! Lord!’ now as much as you want, but I still cannot recognize you. Because I recognize My own on account of Myself within them. But you do not have any possession of Me within you; therefore I also cannot recognize you!

21. Pilate has acknowledged Me in the same way; he tacked the testimony of his confession above the shamefully killed one, while he whipped the living one before and nailed him to the cross. His confession is written, namely above the head of the Crucified, as a testimony for all those, who carry the confession of God in their heads, but not in their hearts. Above their foreheads it is clearly written… ‘Jesus, Nazarene, rex Judaeorum’ and they insist on this inscription, which says as much as… ‘Lord! Lord!’. But there is no inscription in their heart, which would like to say… ‘O Lord, be merciful and compassionate to me, I am a poor sinner!’ ‘Our Father’ is in the head, but ‘Dear Father’ is not in the heart!

22. Pilate insisted on his inscription and did not want to add any other; for he said to himself… ‘What is written, is written!’ Why did he not honor the living one as he did the dead one?

23. That’s the reason why all scholars rather remain with the justifications of their head, and with the dead worship, which follows, than to respond to the slightest living deed of true love! They are shifty ones, who believe, or rather are of the opinion that… ‘If there is something to it, we do not want to get in its way by our creed; but if there is nothing to it, we have lost nothing either! Because if we honor that, which should be, we win if it is so, and we lose nothing, if it is not!

24. Pilate thought the same… ‘If the Crucified is a supreme being, I testified my honor to him; but if he is not, I am also justified; because in that case, my inscription serves as an official lampoon (insult), in which everybody can see, for what reason he was crucified!’

25. Do you think that the first reason is valid for Me, if the second is not correct anyway? – I tell you, this will certainly be the case with those, who call to Me ‘Lord! Lord!’, they will not be heard, recognized and accepted by Me! For the confession of the head will not bring anyone one bit closer to eternal life, for whoever wants to come to Me, must first receive Me through the living love, and his own love for Me will tell Him that I am and come to him and give him eternal life.

26. But no one can love that, which does not exist; but he may establish different phantoms in his head about everything, that is non-existent, and therefore also of Myself. But I’m not there, and no one will ever find Me there and he will never reach the living conviction of Me and of eternal life, for I am hanging there, dead, below the inscription of pilate!

27. Only those, who are doers of My Word, will find at My grave the Resurrected and eternally Living One, because they were looking for the dead one with the flame of their heart!

28. I mean, this should also be very clear again. And therefore soon again another central sun!