32. Weib, siehe, dein Sohn… Johannes 19:26-27 – Woman, see, your Son… John 19:26-27

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flagge de  32. Weib, siehe, dein Sohn… See, your Mother – Johannes 19:26-27

32. Kapitel – Johannes 19:26-27
»Jesus nun, der Seine Mutter sah und den Jünger dastehen, den Er lieb hatte, spricht zu Seiner Mutter: “Weib, siehe, dein Sohn!” Danach spricht Er zu dem Jünger: “Siehe, deine Mutter!” Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 16.02.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. »Jesus nun, der Seine Mutter sah und den Jünger dastehen, den Er lieb hatte, spricht zu Seiner Mutter: »Weib, siehe, dein Sohn!« Danach spricht Er zu dem Jünger: »Siehe, deine Mutter!« Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.«

2. Es ist bei euch auf der Welt ja auch üblich, so jemand seines Leibes Tod vor Augen sieht, daß er mit seinem Nachlasse irgendeine letzte Willensanordnung trifft, die bei euch unter dem Namen ,Testament’ vorkommt. Also war es ja auch bei Mir notwendig der Fall, daß Ich mit Meinem Nachlasse eine letzte Willensanordnung treffen mußte. Maria, Meines Leibes Gebärerin, war ein solcher Nachlaß, und sie mußte doch für ihre noch übrigen Lebenstage auf der Erde eine nötigste Versorgung haben.

3. Es dürfte freilich hier und da jemand fragen: »Hatte denn der Joseph gar nichts hinterlassen? Er selbst hatte ja Kinder, eigene und auch fremde, die er auferzogen hatte; konnten diese denn nicht auch sorgen für die Maria?«

4. Darauf kann erwidert werden: Joseph hatte fürs erste nie ein völliges Eigentum besessen und konnte somit auch keines hinterlassen. Seine Kinder, sowohl die eigenen, als auch die aufgenommenen, befanden sich fürs zweite selbst in der größten Armut und sind Mir zumeist nachgefolgt: und darunter war eben auch Johannes selbst, der sich viel im Hause des Joseph aufhielt und gleichsam ebenfalls ein Züchtling (Zögling) dieses Hauses war. Denn sein Vater war noch dürftiger als Joseph selbst und gab daher seinen Sohn dahin, daß er erlernen möchte die Kunst Josephs. Er erlernte sie auch und war ein recht geschickter Zimmermann und Schreiner zugleich und wußte auch mit dem Drechseln umzugehen. Zudem hatte er die Maria, sowie Mich und das ganze Haus Josephs ungemein lieb, und Maria konnte keinen besseren und getreueren Händen anvertraut werden als eben diesem Sohne des Zebedäus.

5. Sehet, das ist nun das ganz natürliche Testament, und das ist demnach auch der ganz naturgerechte Buchstabensinn dieser Meiner Worte vom Kreuze.

6. Da aber diese Worte nicht nur allein der Mensch Jesus, sondern der Sohn Gottes oder die ewige Weisheit des Vaters geredet hat, so liegt hinter ihnen freilich noch ein ganz tiefer und allerhöchst göttlich geistig himmlischer Sinn, den ihr aber freilich je ebensowenig in seiner Volltiefe werdet zu erfassen imstande sein als so manchen andern Tatengrund des Gottmenschen!

7. Ich kann euch daher nur Andeutungen aus dem Gebiete der Weisheit darüber geben. Forschet aber dann nicht zu viel darinnen; denn ihr wisset, daß sich Dinge der Weisheit nie so begreifen lassen wie Dinge, die aus der reinen Liebe hervorgehen, wie euch solches schon die Natur zeigt.

8. Ihr könnet allda wohl die leuchtenden Dinge wie die glänzenden erfassen, sie hin und her legen und betrachten von allen Seiten; könnet ihr aber wohl auch solches tun mit den freien Lichtstrahlen, die den leuchtenden Körpern entströmen?

9. Diese Strahlen führen die Abbilder von zahllosen Dingen unverfälscht mit sich, wovon euch die neuentdeckten Lichtbilder einen hinreichenden Beweis geben. Fraget euch aber selbst, ob ihr trotz alles Mühens mit euren Sinnen in den freien Strahlen solche Bilder entdecken möget! Sicher werdet ihr diese Frage verneinend beantworten müssen!

10. Daher gilt auch der frühere Wink, daß ihr über gegebene Dinge aus der Weisheit nicht zu viele Spekulationen machen sollet; denn ihr werdet da noch weniger ausrichten als bei der allfälligen Beschauung der Gebilde in den freien Lichtstrahlen.

11. Ihr könnet zwar optische Vorrichtungen machen, durch die der freie Strahl genötigt wird, sein getragenes Bild eurer Beschauung auszuliefeen; habt ihr aber auch eine optische Vorrichtung, durch welche die Bilder der Strahlen aus dem Urlichte in ihrer Tiefe abgeprägt werden können?

12. Ja, ihr habt wohl eine solche geistig optische Vorrichtung in euch, – aber diese fängt erst dann an wirksam zu werden, wenn ihr des Weltlichtes völlig ledig werdet. Die Welt muß eher in die volle Finsternis übergeben, bevor das Licht des Geistes seine getragenen Bilder in euerm Geiste wohlbeschaulich abgibt. Eure eigenen Träume geben euch davon einen gültigen Beweis, und die Gesichte der Verzückten oder nach euerm Ausdrucke der Somnambulen liefern einen noch haltbareren und klareren Beweis.

13. Diese Vorerinnerung war notwendig, und so können wir zu den betreffenden Andeutungen über diese Worte am Kreuze übergeben!

14. »Weib, siehe deinen Sohn!« und: »Sohn, siehe deine Mutter!« heißt tiefer soviel als: »Du, Welt, siehe des Menschen Sohn, und du, Menschsohn, siehe an die Welt, und richte sie nicht, sondern erweise ihr Liebe!«

15. Tiefer gesprochen: »Du, göttliche Weisheit! Neige dich hin zu deinem ewigen Urgrunde, und du, ewiger Urgrund, siehe an und nimm auf zur Einswerdung deinen ausstrahlenden Sohn!«

16. Weiter: »Du Eine, die du einst das Allerheiligste trugst, siehe an den Tod deines Werkes, und Du Getöteter, so Du auferstehen wirst, gedenke der, die einst das Allerheiligste, das Licht der ewigen Liebe nämlich, trug!«

17. Sehet, in diesen kurzen Andeutungen liegt die unendliche Tiefe, die kein geschaffenes Wesen je völlig erfassen wird, weil der Inhalt dieser Tiefe an und für sich schon unendlich ist und sich dazu noch in einem jeden Augenblicke verunendlichfältigt!

18. So viel aber sagte Ich euch darüber darum, auf daß ihr daraus ersehen sollet, daß Derienige, der solches vom Kreuze herab geredet hatte, mehr war als nach der Meinung vieler ein bloß einfacher israelitischer Delinquent unter dem Scharfgerichte Roms, weil Er als ein Volksaufwiegler und Rebell gegen Rom angeklagt ward.

19. Das ist demnach der tiefere geistige Sinn. Ihr aber bleibet für euch bei dem natürlichen Testamente! Denn auch ihr seid Meine Jünger, und die Armen der Welt sind Meine Mutter. Und so sage Ich auch zu dieser Mutter: »Siehe, deine Söhne!« Und zu euch sage Ich: »Sehet, eure Mutter!«

20. Wahrlich, wenn ihr da tun werdet gleich dem Johannes, so sollet ihr auch seinen Lohn haben ewig! Amen.

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32. Woman, see, your Son… See, your Mother – John 19:26-27

Scripture Explanations
Jesus’ exposition of several different bible passages

Chapter 32 – John 19:26-27
“Woman, see, your son!”

Written down through Jacob Lorber on the 16.02.1844
Translated and spoken by Pascal

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. Jesus seeing His mother and the disciple, whom He loved, standing by, He said to His mother… ‘Woman, see, your son!’ Then He said to the disciple… ‘See, your mother!’ And from that hour that disciple took her to his own home.

2. It is also common among you on earth that, if somebody bears his body’s death in mind, that he leaves behind a final decree of his will regarding his estate and assets, which is known to you as ‘Testament’. That’s why it was also necessary, that I made a final decree of will regarding My legacy. Mary, who was the woman giving birth to My body, was such a legacy, and she had to have the most necessary provision for her remaining days on earth.

3. Someone here and there might ask… ‘Didn’t leave Joseph anything behind? He had children himself, his own and strangers, which he raised; could these not have taken care of Mary as well?’

4. That can be answered this way… Firstly, Joseph never possessed a property completely, and therefore, he could not leave anything behind. Secondly… His children, his own and the ones he took in, lived in great poverty themselves and most of them followed Me. And among them was John himself, who was often in the house of Joseph and at the same time he was also a pupil of this house. For John’s father was even more poor than Joseph, and therefore, he gave John to Joseph, so that he may learn his craft. He did learn it, and became a quite skillful carpenter and he also knew how to handle woodturning. On top of that, he loved Mary, as well as Me and the entire household of Joseph very much. And Mary could not have been given into the care of better and more faithful hands than the ones of Zebedee’s son.

5. See, this is the completely natural testament, and is therefore the nature-conform and literal meaning of My words at the cross.

6. But because these words were not spoken only by the man Jesus, but by the Son of God or by the Eternal Wisdom of the Father, that’s why there also lies behind them a very deep and most high, divine, spiritual and heavenly meaning, which you will certainly never be able to completely fathom in its entirety like so many other deeds of the God-man!

7. So, I can only give you hints about it from the realm of wisdom. However, do not research too much in it; for you know, that the things of wisdom will never be comprehended like the things that come forth from the pure love, just like nature already shows you that.

8. You might be able to grasp the shining and shimmering things, move them around and contemplate them from all sides; but are you able to do that with the free rays of light, which stream out of the shining bodies?

9. These rays carry the likeness of countless things undistorted with them, of which the newly discovered light-pictures give you proof. But ask yourself, if you are able to discover such pictures in the free rays with your senses. You will surely have to answer this question with ‘no’!

10. Therefore, the earlier mentioned hint still applies, namely… that you should not make too many speculations about given things coming out of wisdom; for you will not be able to do much more good than if you would simply look at the constructs within the free rays of light.

11. You might be able to make optic devices, through which the free ray is compelled to deliver its carried picture for you to see; but do you have an optic device, through which the pictures of the rays, caming from the primordial light, can be depicted in their original depth?

12. Yes, you indeed have such a spiritual optic mechanism within you, – but it will only become operative, once you have completely rid yourself from the worldly light. The world must transition into complete darkness first, before the light of the spirit can release its images for you to see. Your own dreams give you valid proof of that, and the visions of the entranced ones or- as you call them – the somnambulists give even more legitimate and clear evidence.

13. This pre-remembrance was necessary, so that we now can move on to the hints regarding these words at the cross!

14. ‘Woman, see, your son!’ and… ‘Son, see, your mother!’ – It’s deeper meaning is… ‘You, world, look at the son of man, and you, son of man, look at the world… Do not judge it, instead, bestow love upon it!’

15. And spoken even deeper… ‘You, divine wisdom! Bow down to your eternal origin, and you, eternal origin, look at it and receive your emanating son for unification!”

16. Further… ‘You, who once carried the Holy of Holies, look at the death of your work, and You, murdered one, when You will resurrect, remember her, who once carried the Holy of Holies, namely… the light of the eternal love!’

17. Behold, within these short hints lies the infinite depth, which will never be completely fathomed by any created being, because the content of this depth is already infinite, and it becomes infinitely duplicated in each and every moment!

18. I have told you so much about it, that you should realize, that the one who has said this at the cross, was more than just an israeli delinquent under the judgment of Rome, according to the opinions of many, because he was accused of being a rebel and a national troublemaker.

19. This is according to that, the deeper, spiritual meaning. However, you stay with the natural testament. For you also are My disciples, and the poor ones of the world are My Mother. And so, I also say to this mother… ‘See, your sons!’ And to you I say… ‘Look, your mothers!’

20. Truly, if you will do as John did, you shall have his reward as well, eternally! Amen.