37. Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch… Johannes 5:42 – You do not have the Love of God within you – John 5:42

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SCHRIFTTEXT-ERKLAERUNGEN Jakob Lorber-37-Johannes-5-42 Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch-Diamanten und Kieselsteine SCRIPTURE EXPLANATIONS JACOB LORBER-37-John-5-42 you do not have the love of God within you thus you cannot recognize Me
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flagge de  37. Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch – Johannes 5:42

37. Kapitel – Johannes 5:42
Aber Ich kenne euch; die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch!

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 27.02.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Aber Ich kenne euch; die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch!« – Dieser Vers paßt genau, wie gemessen auf den Schluß des Nachtrages.

2. Solches aber habe Ich zu den Juden geredet; denn in ihnen war der tote Buchstabe des Gesetzes. Das Werk der Zeremonie, das Werk des Scheines galt ihnen mehr als der Lebendige Selbst, der solches zu ihnen geredet hatte.

3. Darum aber waren sie auch mit Blindheit geschlagen und sahen in Dem, der ewig lebendig war, nichts als einen gewöhnlichen, ganz ordinären Menschen und wunderten sich höchstens über eine auffallende Wundertat, manchmal auch über ein weises Wort, wenn sie gerade zugegen waren, da solches geschah oder gesprochen ward; und waren sie nicht zugegen, so glaubten sie es nicht, daß Ich dieses oder jenes gewirkt oder gesprochen habe, und suchten auf alle mögliche Weise die Sache zu verdächtigen. Wo sie mit der Vernaturalisierung oder auch mit der gänzlichen Verleugnung nicht auslangten, da mußte Ich ein Besessener sein und durch die Macht des Teufels wirken.

4. Warum aber erkannten sie den Herrn des Lebens nicht, indem es doch der Wille und die Absicht des Herrn war, daß sie Ihn hätten erkennen sollen? – Der Grund liegt im Texte, der da spricht: »Und die Liebe ist nicht in euch!«

5. Warum kann man denn ohne die Liebe den Herrn nicht erkennen? – Das kann man ohne die Liebe aus demselben Grunde nicht, aus welchem ein Blinder nicht sehen kann, was ihn umgibt, und ein Tauber nicht hören kann die Stimme seines Freundes!

6. Denn die Liebe ist das Leben; das Leben aber kann ganz allein für sich nur sehen und hören, – denn der Tod vermag solches nicht. Also konnten denn auch die Juden den Herrn des Lebens unter sich nicht erkennen, weil sie kein Leben der Liebe in sich hatten, welches Leben da ist ein freies Leben aus Gott, während alles andere Leben nur ein gerichtetes ist, welches aber ist im Gegensatze des wahren Liebelebens der barste Tod.

7. Denn wer kein Liebeleben hat, der ist nichts als eine eitle Maschine, die lediglich von den Welttrieben in Bewegung gesetzt wird, und sein Schauen, Hören und Empfinden ist eitel mechanisch und kann sich nie über die gerichtete Sphäre der gerichteten Beschränkung erheben. Nur das wahre Liebeleben ist ein selbständig freies und kann darum aus sich heraus alle Schranken zertrümmern und sich zu Dem emporschwingen, der sein inwendigster Grund ist.

8. Niemand kann in seiner natürlichen Sphäre etwas erschauen, was er nicht ehedem in sich hat; wie könnte aber jemand Mein Wesen erschauen und erkennen, wenn er nichts davon in seinem Herzen birgt?!

9. Daher sage Ich zu euch: Lasset alles fahren, – allein die Liebe behaltet, so werdet ihr erkennen, was die Juden nicht erkannt haben, und erschauen, dafür ihre Augen keinen Schein hatten!

10. Es gibt jetzt ebenfalls gar viele in der Welt, in denen die Liebe nicht ist! Daher aber halten sie auch den Schatten, der nichts ist, für Wirklichkeit; Mich aber, der Ich unter ihnen allezeit bin und wandle, erschauen und erkennen sie nicht, weil sie keine Liebe haben!

11. Also gibt es auch unter euch welche, die da suchen, wo nichts zu finden ist; wo es aber lebendig vor ihnen einhergeht und leuchtet, mögen sie nicht erschauen und erkennen!

12. Diese wägen noch immer die Diamanten zugleich mit den Kieseln in einer Wagschale! Wozu aber des Kiesels Gewicht neben dem Diamanten? Warum den Mist aus der Ferne anstaunen und vor dem Gold im eigenen Hause gleichgültig vorüberzieben?

13. Es ist nicht genug, daß man den Goldwert kennt, – sondern man muß das Gold auch vor dem Miste, wenn er auch aus der Ferne kommt, lebendig zu würdigen verstehen! Das kann nur der, der die Liebe hat vollkommen; wer aber zwischen dieser hin und her schweift, der kann das noch nicht und wird es auch noch lange nicht können. Darum aber wird es ihm auch gehen wie den Juden, die den Herrn auch von einem ganz gewöhnlichen Menschen nicht zu unterscheiden vermochten.

14. Ich sage euch daher und erinnere euch, daß Ich euch viel gegeben habe; aber nur der wird es als eine reine Gabe von Mir erkennen, der die Liebe in sich hat!

15. Wer da rechnet in der Liebe und zählt, was er tut und gibt, dem will Ich desgleichen tun, – und der Rechner wird nicht frei und der Zähler nicht ledig werden so lange vor Mir, bis er das Rechnen und Zählen von sich verbannen wird! Also aber muß die Liebe frei sein und muß sich in ihrer innern Tätigkeit nicht zuvor Rates im Kopfe holen!

16. Den weisen Spender will Ich mit Weisheit belohnen; dem freien Liebespender aber werde Ich Selbst zum Lohne! Jeder aber, der nicht aus der freien Liebe tätig wird, wird das Angesicht des Herrn nicht eher erschauen, als bis er tätig wird aus der freien Liebe!

17. Das sage Ich, der ewig Getreue, der Wahrhaftige, der Erste und der Letzte, als Vater in aller Liebe zur vollkommenen Beachtung zu euch!

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37. Chapter – John 5:42
But I know you, that you do not have the love of God within you!

Written down through Jacob Lorber on the 27.02.1844

1. But I know you, that you do not have the love of God in you! – This verse fits the end of this addition perfectly.

2. This I said to the Jews, for within them was the dead letter of the law. The work of the ceremony, the work of pretence was more important to them than the Living one Himself, who was telling them such things.

3. That is why they were blinded and they saw in Him – who was living eternally – nothing else than an ordinary man and they at most marveled about a remarkable miracle, sometimes also about a wise word, if they were present to witness such things, when they happened or were spoken; and if they were not present, they didn’t believe, that I did or spoke this or that, and they tried to suspect everything one way or the other. Where it was not enough to naturalize or deny something, there I had to be a possessed one, who is working by the power of the devil.

4. Why did they not recognize the Lord of life, even though it was the will and intention of the Lord for them to recognize Him? – The reason for this lies in the text, which says… And the love is not within you!

5. Why can one not recognize the Lord without love? – One cannot recognize Him without love for the same reason, as a blind one cannot see what surrounds him, or why a deaf person cannot hear the voice of his friend!

6. For love is life, so only life itself can see and hear, because death is not able to do so. Therefore, the Jews could not recognize the Lord of life among them, because they did not have the life of love within them, the life which is a free life out of God, while every other life is only a judged life, which in comparison to the life of love is death in its purest form.

7. For whoever does not have a life of love is nothing but a vain machine, which is only set in motion by worldly desires, and its seeing, hearing and feeling is purely mechanical, and thus can never lift itself above the judged sphere of the judged limitations. Only the true life of love is an independent and free one, and it can therefore destroy all the barriers from within, so that it can swing upwards to Him, who is His innermost motive.

8. Nobody can see in their natural sphere, what they do not have withing themselves, how then could someone behold and recognize My Being, when they have nothing of Him in their heart?!

9. That is why I tell you… Let go of everything, keep the love only, then you will recognize what the Jews did not recognize, and behold, what their eyes couldn’t see!

10. There are many in this world, who don’t have love within themselves! Therefore, they think, that the shadow – which is nothing –  would be the reality. But they do not see and recognize Me, even though I am always among them, because they have no love!

11. Likewise, there are those among you, who seek, where there’s nothing to find; but where it walks in front of them in a living manner, shining, they cannot see or recognize it!

12. These people still weigh the diamonds together with the pebbles in one weighing pan! But what is the weight of the pebbles right next to the diamond? Why marvel at the rubbish from afar, and passing by the gold in one’s own house indifferently?

13. It’s not enough to only know the value of the gold, – but one must also learn to choose the gold above the rubbish, and know, how to honor it in a living manner! Only those, who have the love in its fullness, can do so; but whoever drifts back and forth, cannot do it and won’t be able to do it for a long time. Therefore, they will experience the same as the Jews did, who were also not able to distinguish the Lord from an ordinary man.

14. Therefore, I tell you and thus remind you, that I have given you a lot; but only those, who have the Love within themselves, will recognize it as a pure gift from Me!

15. Whoever calculates in the love and counts what he does and gives, to him I will do the same – and the calculator and counter will not become free before Me, until he has banned the calculating and counting from himself! In the same way, the love must be free and must not get advice from the head for its inner activities!

16. I want to reward the wise donor with wisdom; but for the free and loving donor, I Myself become the reward! But everyone, who does not become active out of free love, will not see the face of the Lord, until they become active out of free love!

17. This, I say, the eternally Faithful, the True, the First and the Last, as a Father, in all love, to your full attention!