V1-K125-126… Menschenfreundlichkeit, Nächstenliebe und Gottes Segen – Philanthropy, Charity and God’s Blessing

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​DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Kapitel 125 & 126 – Menschenfreundlichkeit und Gottes Segen

Einleitende Informationen
GEJ1, Kapitel 120 bis 126, “Beim Zöllner Matthäus”
Ausführlicher Bericht über die Begebenheit im Evangelium Matthäus 9,9-13 (siehe auch Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32)
“Die Berufung des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern
9,9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
9,10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.
9,11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?
9,12 Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): «Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.» Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.”

125. Kapitel – Der Herr bespricht sich mit den Johannesjüngern über die Essäer. Das Haus des Zöllners Matthäus als Beispiel der Menschenfreundlichkeit.

1. Sagen die Jünger Johannis: „Tun wir denn unrecht, so wir nach der Lehre Johannis leben? Johannes war doch sicher ein strenger Prediger, aber solche Lehre hat er uns nicht gegeben!

2. Siehe, der Orden der Essäer, den wir kennen, ist auch strenge, und Wahrhaftigkeit ist unter ihnen das erste Gesetz; aber was nützt ihnen alle ihre Wahrhaftigkeit und was ihre sonstigen strengen Regeln?! Wer achtet sie?! Sie gelten weder bei den Griechen noch bei uns Juden etwas, nur unter den Römern sollen sie einige wenige Anhänger haben. Möge ihre Lehre, nach der sie leben, an und für sich noch so gut und rein sein, so ist sie wohl für wenige Menschen, die sich von aller Welt zurückgezogen haben, sicher ganz vortrefflich, aber für die gesamte Menschheit völlig untauglich!

3. Was nützen uns alle noch so schönen und kräftigen Worte für die Sache des allgemeinen Brudersinnes?!

4. Sieh, dies Haus ist ein großes Haus, ist ein gastfreundliches Haus und ist ein Haus, das in der schönen Sache des Brudersinnes seinesgleichen sucht; kannst Du es ihm aber vernünftigermaßen zumuten, daß es stets bereit sein solle, alle Menschen, die doch sicher unsere Brüder sind, aufzunehmen und zu versorgen?! Wenn es dazu auch den besten Sinn und den besten Willen hätte, so fehlt es ihm doch sicher an den dazu erforderlichen Mitteln, wie am Raume, an Eßwaren und an dergleichen mehr.

5. Wenn ferner ein paar arme Menschen sich zur größten Not irgendeine Hütte erbaut und für den Winter einen sehr spärlichen Mundvorrat gesammelt haben, mit dem sie selbst nur mit der genauesten Not auslangen können bis dahin, daß die Erde wieder Früchte zu tragen beginnt, und es kommen nun aber zehn Menschen zu ihnen, das heißt zu den zweien, die selbst kaum Raum zur Genüge haben in ihrer Hütte, und diese zehn verlangen Einlaß, Herberge und Verpflegung, sage: kann irgend eine Lehre diesen zweien gebieten oder auch nur raten und sagen, daß es gut und segenvoll sei, dem Begehren der zehn Angekommenen zu willfahren und sich selbst dadurch bis zum letzten Lebenstropfen zugrunde zu richten?!“

6. Sage Ich: „Ein jeglicher Vogel singt und zwitschert, wie ihm der Schnabel gegeben ist, und ihr redet nach eurem Weltverstande und könnet nicht anders reden, weil ihr’s nicht anders verstehet! Und das ist aber auch schon alles, was Ich euch darauf antworten kann. Denn würde Ich euch schon auch etwas Höheres und völlig Wahres aus den Himmeln sagen, so würdet ihr Mich dennoch nicht verstehen; denn euren harten Herzen fehlt dazu der Verstand!

7. Ihr Toren! Wer läßt denn die Früchte wachsen und reif werden auf der Erde! Wer erhält sie selbst und gibt ihr fortwährend die Kraft dazu?! Glaubt ihr denn, Gott kann oder will nichts vergelten dem, der sich selbstverleugnend seinen dürftigen Brüdern opfert? Oder meinet ihr, daß Gott ungerecht ist und von den Menschen das Unmögliche verlangt?!

8. Aber Ich meine, ein wahrhaft redlich guter Wille und der sehnsüchtige Wunsch, womöglich dem armen Bruder Gutes zu tun, ist jedermann gar wohl möglich!

9. So ein jeder mit dem durch und durch beseelt wäre, da würde es auf der Erde auch keine so ärmliche Hütte mehr geben, die nur von zwei Menschen bewohnt werden kann.

10. Sehet, dies Haus Meines Freundes Matthäus hat heute viele Menschen gesättigt und gab seinen ganzen Vorrat aus wahrem, guten Herzen her, und so ihr es nicht glaubet, da gehet hinaus in die Speisekammer und gehet auf den Kornboden, und ihr werdet keinen Vorrat finden! Hier aber steht der Hausherr; fraget ihn, ob Ich die Unwahrheit rede!“

11. Matthäus bestätigt vollkommen Meine Aussage und spricht: „Herr, es ist heute leider also, und ich weiß nicht, woher ich für morgen die Gäste versorgen werde. Aber es ging mir schon oftmals so, und ich vertraute auf Gott, – und sieh, es kam doch wieder in Fülle, daß ich die Gäste gar wohl versorgen konnte!“

12. „Sehet“, sage Ich darauf, „so denkt und handelt ein rechter Mensch auf dieser Welt und beklagt sich nicht, daß ihn je Gott verlassen hätte! Und also ist es auch allzeit gewesen und wird ewig also sein!

13. Der auf Gott vertraut, dem traut auch Gott und verläßt ihn nicht und läßt ihn nicht zuschanden werden! Aber jene, die, wie ihr, wohl an Gott glauben, daß Er einer ist, aber sie trauen Ihm nicht völlig, weil ihnen ihr eigenes Herz sagt, daß sie einer Gotteshilfe unwert sind, diesen hilft Gott auch nicht; denn sie haben ja kein Vertrauen auf Gott, sondern allein auf ihre eigenen Kräfte und Mittel, die sie für förmlich heilig und unverletzlich halten und sagen: ,Mensch, willst du, daß dir geholfen sei, so hilf dir selbst; denn ein jeglicher Mensch ist sich selbst der Nächste und sorgt zuerst für sich!‘ Und bis er sich versorgt hat, geht der Hilfsbedürftige zugrunde!

14. Aber Ich sage: So ihr zunächst für euch sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst so über alles sichern Hilfe! Denn Gott hat die Menschen nicht aus Selbstsucht, sondern aus purer Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab, in allem völlig entsprechen!

15. So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebt und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch freiwillig in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch dann am Ende auch den verdienten Lohn nicht vorenthalten wird, der da heißt der Tod im Zorne Gottes!

16. Ihr sagtet auch, daß die Essäer, die nach des Pythagoras Schule leben, wegen ihrer reinen Philanthropie von niemandem wohl gelitten werden, außer von einigen wenigen Römern.

17. Auch Ich achte sie nicht, da sie die Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen; aber dennoch ist der Schlechteste unter ihnen besser als der Beste unter euch!

18. Ich sage euch nun offen: Unter allen, die seit dem Beginn der Welt aus Weibern sind geboren worden, ist nie ein Größerer hervorgegangen denn Johannes; aber wer von nun an der Kleinste sein wird unter Meinen Jüngern im wahren Gottesreiche, der wird größer sein um vieles denn Johannes, den ihr euren Meister nennt, ihn aber noch nie verstanden habt! Denn er zeigte euch den Weg zu Mir und ebnete den Weg vor und zu Mir, aber die Welt in euch hat eure Herzen verblendet; darum auch möget ihr Mich nicht erkennen, ob ihr euch auch schon bei Mir befindet!

19. Gehet denn hin und sorget für eure Welt, für eure Weiber und Kinder, auf daß sie ja nicht nackt herumwandeln dürfen und kein Hunger und Durst je ihren Bauch beschleiche; es soll sich aber jedoch in Kürze zeigen, was für Gutes ihr ihnen dadurch verschafft habt! Das sage Ich euch, daß Gott für sie nicht sorgen wird! Und Ich kann euch das mit dem vollsten Rechte und in der tiefsten Wahrheit sagen:

20. Wer immer da hat ein Vermögen und einen Besitz und hat ein Gewerbe, das ihm vielen Gewinn verschaffen kann, spart aber den Gewinn für sich und seine Kinder und schaut mit bittergesinnten Augen und Herzen herab auf die armen Brüder und scheut sich vor den armen Kindern, die aus Mangel an allen irdischen Besitztümern Hunger, Durst und Kälte leiden, und schafft sie von sich, so sie zu ihm kommen und ihn bitten um ein Almosen, und wer da sagt zu einem Bruder: ,Komme in einigen Tagen oder Wochen zu mir, und ich werde dir da tun dies und jenes!‘, so aber dann der hoffende und darauf rechnende Bruder kommt und erinnert den Verheißer, daß er nun da sei, darum er bestellt ward, und der Verheißer entschuldigt sich, daß er auch nun nichts zu tun imstande sei, hat aber geheim doch das Vermögen dazu, wahrlich, wahrlich, sage Ich euch: der ist ein Feind Gottes! Denn wie will er Gott lieben, Den er nicht sieht, da er doch seinen Bruder nicht liebt, den er sieht vor sich und kennt dessen Not!?

21. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer seinen Bruder in der Not verläßt, der verläßt in einem – Gott und Himmel! Und Gott wird ihn verlassen, ehe er sich’s versehen wird!

22. Wer aber seine armen Brüder nicht verläßt, auch dann nicht, so ihn Gott in eine Prüfung zöge, der soll aber denn auch gesegnet werden, ehe er sich’s versehen wird, reichlicher zeitlich und ewig, als nun unseres Gastfreundes Speise- und Kornkammern gesegnet worden sind!“

23. Sagen die Jünger Johannis: „Das glauben wir recht gerne! Denn diese sind völlig leer!“

126. Kapitel – Ein Wein- und Speisewunder. Von der Treue und Unveränderlichkeit Gottes und von Seinem Segen.

1. Da kommt die Küchenmagd ganz außer Atem und sagt zum Matthäus: „Herr, Herr, komme und schaue! Soeben kamen eine Menge junger Männer und brachten allerlei Mundvorräte in solcher Menge, daß wir es in einem Jahre kaum verzehren werden! Und alles sieht so frisch und gut aus! Auch die Kornkammern sind von oben bis unten angefüllt, und die Schläuche im Keller sind voll des besten Weines! Herr, Herr, woher kam denn nun heute am Sabbate der Juden das alles?“

2. Matthäus und alle im Zimmer sind ganz wie von Sinnen über diese Kunde, und die Jünger Johannis, von denen sich ein paar früher völlig überzeugt hatten, daß die Speisekammern leer waren, fragten sogleich den Matthäus, ob er irgend dergleichen Alimente (Nahrungsmittel) bestellt habe.

3. Sagt Matthäus: „Ich nicht; denn da müßte natürlich ich ja vor allem davon etwas wissen. Und mein Weib auch nicht; denn diese ließ mir früher eben durch diese Magd sagen, daß unser geringer Vorrat so gut wie vollends aufgezehrt sei. Denn ich habe außer einem Garten und einigen gepachteten Äckern keinen Grund zum Anbau von Früchten in großer Menge und hätte zu diesem Geschäfte auch wenig Zeit, da ich fürs erste mit dem Zoll viel zu tun habe und daneben fürs zweite hier in diesem meinem Gasthause für die Bewirtung der Gäste sorgen muß. Ich habe daher gewöhnlich von Woche zu Woche dies mein Gasthaus mit Mundvorrat versehen und ließ mir diesen zumeist ums Geld von Kapernaum bringen, und mit Fischen habt ihr mich zumeist versehen; Wein und Getreide aber kaufte ich zumeist von meinen bisherigen Glaubensgenossen, den Griechen. Das ist in Kürze die Art und Weise, wie ich bisher mein Haus versah mit dem Nötigen; aber von dieser Bestellung weiß ich und mein Haus keine Silbe!

4. Es müßte denn sein, daß solches mir ein unbekannter großer Freund getan hätte, ansonst ist und bleibt es ein offenbares Wunder! Wo aber und wer dieser Freund ist, das natürlich weiß ich so wenig als ihr. Ich will aber nun alle meine Leute hereinrufen und sie vor euch fragen, ob sie von den Trägern wohl niemanden gekannt haben!“

5. Nun werden Weib und alle Mägde und Knechte gerufen und befragt, aber alle legen einstimmig das Zeugnis ab, daß sie niemanden auch nur von ferne hin gekannt hätten: „Die Männer sahen aus wie zartgebaute Jünglinge; denn nicht bei einem einzigen war irgend ein Bart wahrzunehmen gewesen, wohl aber hatten alle ein schöngelocktes langes Haar, und ihre Tracht glich mehr der römischen als der jüdischen. Ihrer waren viele gewesen, gleich in den Speisekammern wie auf dem Schüttboden und im Keller. Sie legten das Gebrachte schnell nieder und sagten: ,Dies ist eine Gabe an den Zöllner Matthäus, den heute der große Meister berief!‘ Dann entfernten sie sich eiligst, und wir sahen nicht, wohin sie sich vom Haus gewendet haben.“

6. Sagt dazu ein Pharisäer: „Die Sache klingt ganz ungewöhnlich seltsam und ist doch wahr!? Da wären wir wirklich sehr dafür, dieser Begebenheit auf den Grund zu kommen!“

7. Zum Matthäus gewendet spricht derselbe Pharisäer weiter und sagt: „Wirt, laß uns von den Weinen eine Kost bringen, und wir werden dir sagen, woher sie sind; denn wir wissen es aus dem Geschmack und aus der Farbe, wo er gewachsen ist!“

8. Man geht sogleich in den Keller und bringt alle Trinkgefäße voll. Und als die Pharisäer und Schriftgelehrten die Weine verkosten, sagen sie voll Staunens: „Nein, solch einen Wein, wie dieser ist, haben wir noch nie verkostet! Er ist von unbeschreiblicher Güte und Lieblichkeit! Wir haben doch alle Weine, die nur irgendwo auf der uns bekannten Erde wachsen, getrunken, die mitunter auch sehr gut und wohlschmeckend waren, aber gegen diesen Wein wären sie kaum ein laues Wasser zu nennen! Das ist sonach ein Rätsel und bleibt ein Rätsel!

9. Da du aber nun einen großen Vorrat von diesen unübertrefflich herrlichen Weinen hast, möchtest du denn uns nicht gegen Geld und gute Worte einige Schläuche zukommen lassen? Da würde es sich wahrlich der Mühe lohnen, dem Hohenpriester nach Jerusalem eine Sendung zu machen!“

10. Sagt Matthäus: „Umsonst habe ich’s empfangen und gebe es auch wieder also; aber dem Hohenpriester nach Jerusalem nicht einen Tropfen! Außer er käme zufällig als ein Gast hierher, so soll er bedient werden wie jeder andere; aber wohlgemerkt, nur als Mensch jedem andern gleich, nie aber als jüdischer Oberpriester, der für mich ein Greuel aller Verwüstung ist und ein Mörder des Geistes der Menschen, die seines Glaubens sind!“

11. Sagt ein Schriftgelehrter: „Freund, da beurteilst du den Oberpriester von Jerusalem wohl ganz falsch und hast keine Kenntnis von seinem Wesen und seinem Amte!“

12. Sagt Matthäus: „Lassen wir diese Sache ruhen, weil sie mich am ersten in eine wahrste und gerechteste Zornhitze bringt! Ihr seid seine Augen und sehet daher das am wenigsten, was euch am nächsten steht, nämlich die eigene Nase, Stirn und das ganze Gesicht; wir, die wir euch gegenüberstehen, sehen das alles nur zu gut und genau! Aber nun nichts Mehreres und Weiteres davon, sonst käme ich in die Hitze und möchte euch als nun meine gleichrespektierten Gäste nicht beleidigen!“

13. Sagt ein mehr gemütlicher Pharisäer: „Nun, nun, so lassen wir diese Sache ruhen und besprechen uns darum lieber mit dem Meister Jesus, der wird uns über diese Begebenheit vielleicht den besten Aufschluß zu geben imstande sein; denn er überragt uns alle hoch mit aller Wissenschaft und Weisheit!“ Zu Mir sich wendend: „Was sagst denn du zu dieser Geschichte? Denn du scheinst darüber wohl irgend einen Wind zu haben, weil dein vorheriges Gespräch mit den Jüngern Johannis nahe darauf hinzudeuten scheint. Denn nahe im selben Momente, als du den Jüngern Johannis sagtest, wie Gott für die sorge, die Ihn wahrhaft lieben und ganz lebendig auf Ihn vertrauen, und wie du die Häßlichkeit und Verwerflichkeit der Selbstsucht so recht durchstäuptest, geschah das, und so kommt es mir ganz heimlich vor, daß du darüber von irgendwoher Kunde eingezogen hast oder heimlich gar selbst der Urheber bist!“

14. Sage Ich: „Gut! So ihr das von Mir vermutet, so wendet eure Vermutung auch dahin, was Ich den Jüngern Johannis gesagt habe, und bekennet es in euren Herzen, daß Ich die vollste Wahrheit geredet habe!

15. Wer aus euch also handeln wird aus dem Grunde seines Herzens, der wird von Gott aus auch allzeit das erfahren, was nun unser Freund und Bruder Matthäus erfahren hat!

16. Denn glaubet es Mir: Gott bleibt Sich stets gleich in Seinem Herzen! Wie Er war, als am Firmamente noch lange keine Sonne, kein Mond und keine Sterne leuchteten, so ist Er noch in diesem Augenblicke und wird ewig also verbleiben!

17. Wer am rechten Wege Ihn sucht, der wird Ihn auch finden und wird gesegnet in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten!“

18. Diese Worte gehen allen tief zu Herzen, und die Jünger Johannis fangen an, sehr in sich zu gehen und sagen: „Er muß denn doch ein bei weitem größerer Prophet sein, als da war unser Johannes! Denn wir waren zehn volle Jahre um ihn, aber so was haben wir an seiner Seite nicht erlebt! – Der Pharisäer hat recht, so er behauptet, dieser Nazaräer wisse davon! – Ich aber möchte nahe behaupten, daß das alles von und durch ihn auf einem uns unbekannten Wege herrühre, und das Ganze ist ein handgreiflicher Beweis gegen unsere nun ersichtliche Blindheit samt unserem großen Meister Johannes!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1
Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber
Chapter125./126. – Philanthropy and God’s blessing

Matthew 9:9-13: “Matthew the Tax Collector”

9 As Jesus passed on from there, He saw a man named Matthew sitting at the tax office. And He said to him, “Follow Me.” So he arose and followed Him.

10 Now it happened, as Jesus sat at the table in the house, that behold, many tax collectors and sinners came and sat down with Him and His disciples.

11 And when the Pharisees saw it, they said to His disciples, “Why does your Teacher eat with tax collectors and sinners?”

12 When Jesus heard that, He said to them, “Those who are well have no need of a physician, but those who are sick.

13 But go and learn what this means (Hosea 6, 6): ‘I desire mercy and not sacrifice.’ For I did not come to call the righteous, but sinners, to repentance.”

Chapter 125

1. Say John’s disciples: ‘Are we then doing wrong by living in accordance with John’s teaching? John surely was a severe preacher, yet he never gave us such teaching.

2. See, the Essene Order, with which we are familiar, also is strict and the first law among them is truthfulness, but of what use to them their truthfulness and their other strict rules? Who takes any notice of them? They are regarded by neither the Greeks nor us Jews and are supposed to have just a few adherents among the Romans. May the teaching by which they live be ever so good and pure, being excellent for those few who have separated themselves from the world, yet it is totally unfit for mankind at large.

3. Of what benefit to us ever so many nice and forceful words about the brotherhood of man?

4. See, this house is a big house, a hospitable house and second to none in the brotherhood spirit, but can you seriously expect of same to be at all times ready to receive and care for all men, who surely are our brethren as well? Even with the best of spirit and will, it surely lacks the necessary means, such as space, food and the like.

5. Furthermore, suppose some poor people struggled to build themselves a hut and gather a most meager provision for winter, barely sufficient for their own needs and 10 people suddenly come to this couple, who hardly have enough room to themselves, asking for admission, lodging and provision. Say, can any teaching demand of these two, or even advise them that it is good and a blessedness to meet the demands of the 10 newcomers, therewith to be ruined good and proper?’

6. I (Jesus) said: ‘Every bird sings and chirps in accordance with its beak and you talk in accordance with your worldly sense and cannot do otherwise, as you don’t know how to. Because even if I were to tell you something higher and fully true from the Heavens, you would still not understand Me, because your hard heart lacks the intellect.

7. Fools. Who is it that lets the fruit grow and ripen upon the Earth? Who maintains them constantly and gives them their consistency. Do you think that God cannot or will not reward him who sacrifices unselfishly for his brethren’s sake? Or do you think that God is unjust, demanding of man the impossible?

8. Yet I say that a truly honest goodwill and a keen desire to do a poor brother some good is easily possible for all.

9. If everyone were thus imbued through and through, then there also would be no more such meager huts upon Earth, inhabitable by just two people.

10. See, this My friend Matthew’s house has fed many people today and gave away its entire store from true goodness of heart, and if you don’t believe it, then go and see the larder and the granary and you shall find no provisions. Here however stands the landlord. Ask him whether I speak untruthfully.’

11. Matthew fully supports My statement, saying: ‘Lord, it unfortunately is so today and I don’t know how I shall sustain the guests tomorrow. But I have often fared that way and I trusted in God, and see, it was fully replenished, so that I could quite well provide the guests.’

12. ‘See,’ say I thereto, ‘thus acts a righteous person in this world and does not complain that God abandoned him. And so it has always been and eternally shall be!

13. If a person trusts in God, he is trusted also by God who does not forsake him and does not let him be confounded. But those who like you do believe in God’s existence, but do not fully trust Him because their own heart tells them that they are unworthy of His help, are not helped by God either, for they have no trust in God. They trust only their own powers and means, which they regard as holy and inviolable as it were, and say: “Man, if you wish to be helped, help yourself, for charity begins at home and thus you have to look after yourself first.” And by the time he has provided for himself, the one who needs help has perished.

14. But I say: If you provide for yourselves first, you are abandoned by God and are without His blessing and His otherwise so certain help. For God did not create men for selfish reasons, but out of pure love and, therefore, men must in everything fully correspond to the love that gave them their existence.

15. If, however, you live and act without love and trust in God, you voluntarily reverse the heavenly element within you into a hellish one, turn away from God and become servants of Hell, which in the end will not fail to give you the reward you have deserved, which is death in the wrath of God.

16. You also state that the Essenes, who live in accordance with Pythagoras’ school, are not with all their philanthropy, given any regard, other than by a few Romans.

17. I don’t have any regard for them either, because they don’t acknowledge the immortality of the soul, yet the meanest among them is better than the best among you.

18. I now say unto you openly: among all who were born of woman since the beginning of the world, no greater emerged than John, but from now on, the least of My disciples in the true Kingdom of God shall be greater by far than John whom you call your master, yet whom you have never understood. Because he showed you the way to Me and made straight the way before and to Me, but the world in you has blinded your heart, wherefore you are not capable of recognizing Me when you already find yourselves with Me.

19. Therefore go and care for your world, for your women and children, so that they would not go naked and not ever be plagued by hunger or thirst. But it shall soon emerge how well you provided them therewith. This I can tell you, by fullest right and deepest truth:

20. Whoever possesses property and has a trade which can give him a good profit, but saves the profit for himself and his children and looks with unkind eyes and heart down at the poor brothers and avoids the poor children who, because they lack all earthly goods, suffer hunger, thirst and cold and sends them away if they come to him asking for alms, and who says to a brother: “Come to me in a few days or weeks and then I will do this or that for you” and when the hopeful, on help relying brother comes and reminds the one who promised of his promise, the latter excuses himself that also now he could not possibly help, while actually having the means to do it, in truth, I tell you: that one is an enemy of God, for how will he love God whom he does not see if he does not love his brother whom he sees before him and is aware of his misery?

21. In truth, in very truth I tell you: whoever forsakes his brother in need simultaneously forsakes God and Heaven also. And God will forsake him in the twinkling of an eye.

22. However, who does not forsake his poor brothers, not even if God sent him trials, shall be unexpectedly blessed temporally and eternally more richly than here our host’s larder and granary have been blessed.’

23. Say John’s disciples: ‘This we should believe for sure. They are totally empty.’

Chapter 126

1. Here the kitchen-maid comes breathlessly, saying to Matthew: ‘Lord, lord, come and see! Lots of young men just came and brought all kinds of foodstuffs in such amounts that we would hardly consume them in a year! And everything appears so fresh and good! The granaries also are filled from top to bottom and the skins in the cellars filled with the best wine. Lord, lord, where did this come from today, on a Sabbath for the Jews?’

2. Matthew and everyone in the room are quite beside themselves and John’s disciples, of whom two had previously convinced themselves that the larders were empty, at once asked Matthew whether he had ordered such foodstuffs.

3. Says Matthew: ‘Not me, since I would have to be the first to know about it. And not my wife either, because she was the one who notified me through this maid that our small stock had been as good as consumed. Because apart from a garden and a few rented fields, I have no ground for the planting of much fruit and would also have very little time for it, being firstly busy with the toll and having to secondly host my guests in this guest-house. Therefore I stocked my guest-house week by week with rations, having them usually purchased and delivered for my own money from Capernaum, while having the fish supplied by you. The wine and grain however I usually bought off my own co-religionists, the Greeks. This in short is the way I usually kept my house stocked with necessities, but I and my house know not a thing about this order.

4. Some great unknown friend therefore would have to have done this for me, otherwise it obviously is a great miracle. Where and who this great friend should be however I know no more than yourselves. But I shall summon all my people in here and question them in your presence as to whether they recognized any of the delivery men.’

5. His wife and all the maids and servants are called in and asked, but they all deny with one voice ever having remotely recognized anyone: ‘The men looked like delicate youths, as none of them was bearded, but all had beautifully curled long hair and their garb was more Roman than that of the Jews. There were many of them, in the larder as well as in the loft and cellar. They laid down the deliveries quickly and said: ‘This is a gift for the tax-collector Matthew, who was called by the great Master this day.’ They then departed in haste and we did not see which way they turned.’

6. Says one Pharisee: ‘This thing sounds exceptionally rare and yet is true. In that case we should be most inclined to get to the bottom of it.’

7. Turning to Matthew, the same Pharisee says: ‘You host, let them bring us samples of wines and we shall tell you where they come from, for we can tell you by the flavor and color where it was grown.’

8. They send to the cellars and bring all the drinking vessels filled. And as the Pharisees and scribes sample the wines, they say full of astonishment: ‘No! Such wine as this we never tasted before. It is indescribably good and delightful. Have we not drunk of all the wines grown upon the known Earth, among these very good and flavorsome ones indeed, but they would have to be hardly lukewarm water by comparison to these. Therefore it is and remains a riddle.

9. But since you now have a great stock of these unsurpassable superb wines, how would you like to let us have some skins for money and a bit of persuading? It would be worth sending a consignment to the High Priest at Jerusalem.’

10. Says Matthew: ‘Free it came my way and thus will I give it, but not one drop to the High Priest in Jerusalem. Unless he were to come here by chance as a guest, then he shall be served like everyone else, but understood, only as a human equal to all others, but never as a Jewish High Priest, who is an abomination of the desolation to me and a murderer of the spirits of those men who are of his faith.’

11. Says one scribe: ‘Friend, here you quite misjudged the High Priest of Jerusalem, having no knowledge of his nature and office.’

12. Says Matthew: ‘Let’s leave this subject, for it gets me into a just heat under the collar. You are his eyes and therefore see least of all what is nearest to you, namely your own nose, brow and whole face. We who are situated opposite you see it only too well and truly. But no more about it, or I could get upset and be obliged to offend you, my respected guests.’

13. Says a more sedate Pharisee: ‘Now, let us indeed give the matter a rest and instead consult with the Master Jesus. He shall be the one most likely to clear this matter up for us, because he loftily exceeds us all in knowledge and wisdom.’ Turning to Me: ‘What do you actually say to this story? Because you seem to have some hint about it, as your foregoing conversation with John’s disciples almost pointed to it. Because this was occurring almost in the same moment you were telling John’s disciples how God provides for those who truly love Him and animatedly trust Him, and after you properly flogged the ugliness and repulsiveness of selfishness. And therefore it seems to me that from somewhere you received knowledge about it, or even secretly were the instigator of it.’

14. Say I: ‘Good. If you suppose that about Me, then apply it also to what I said to John’s disciples and admit it in your hearts that I spoke the fullest truth.’

15. He who among you shall act accordingly from the bottom of his heart shall experience with God what our friend and brother Matthew has just experienced.

16. For of a truth, believe Me: God in His heart steadily remains the Self-Same. As He was when no sun, moon or stars were shining yet for a long time upon the firmament, just so is He still this moment and shall be into all eternity.

17. He who seeks Him along the right path also shall find Him and be blessed into all eternity of eternities.’

18. These words stir their hearts and John’s disciples began to ponder deeply, saying: ‘He must be a far greater prophet than our John was. For we were around him a full 10 years, yet never felt like this. The Pharisee is right in saying this Nazarene knows about it. – I would maintain that all this originates from Him, along paths unknown to us and the whole thing is blatant proof of our blindness, including our great master John.’