V8-K40… Ehesegnung, Brot und Wein & Zeremonien – Marriage Blessing, Bread and Wine & Ceremonies

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 8
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 40 – Brot und Wein in geistiger Entsprechung; von den Zeremonien

Einleitende Informationen
Der Herr befindet sich mit den Jüngern und ein paar hundert Menschen in der Herberge des Lazarus auf dem Ölberg. Jesus belehrt die Anwesenden in vielerlei Aspekten der Schöpfung, der Geister, der Gebräuche und klärt über Facetten des Aberglaubens auf – eine einzige Offenbarung…

Der Herr spricht:

1. Lazarus liess sogleich einen frischen Wein bringen und sagte: „Das Grosse und Allererhabenste, was wir nun aus Deinem Gottesmunde vernommen haben, muss auch mit einem frischen Weine bekräftigt und in unseren Herzen besiegelt werden!“

2. Sagte Ich: „Da hast du, Freund und Bruder Lazarus, recht! Alles Gute und Wahre findet im Brot und Wein seine volle Entsprechung. Darum werdet ihr nach Mir zu Meinem Gedächtnis auch beim mässigen Genusse des Brotes und des Weines stets versichert sein können, dass Ich im Geiste, so wie nun im Leibe, bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde Mich unter euch, Meinen Kindern, Brüdern und Freunden, persönlich befinden werde. Werdet ihr Mich mit euren Fleischesaugen auch gerade nicht allzeit erschauen, so wird es euch aber dennoch euer Herz sagen: ,Freuet euch; denn euer Herr, Gott und Vater ist unter euch und segnet für euch das Brot und den Wein! Seid denn fröhlich und heiter in Seinem Namen, und gedenket dabei der armen Brüder und Schwestern und besonders der Armen im Geiste!‘

3. Wenn euch euer Herz eine solche Mahnung geben wird, da denket und glaubet allzeit, dass Ich Mich persönlich unter euch befinde, und um was Gutes und Wahres fürs Leben der Seele ihr Mich da bitten werdet, das werde Ich euch denn auch allzeit bereitwilligst und wohlverständlichst geben.

4. Die Mich aber da mit grosser Liebe ihrer Herzen begrüssen werden, die werden sich auch bald mit ihren Augen überzeugen, dass Ich wahrhaft persönlich Mich unter euch befinde. Was Ich aber hier euch sage und beteuere, das gilt auch ganz gleich allen euren wahren und getreuen Nachfolgern. – Aber nun gib den frischen Wein her; denn Ich bin durstig geworden!“

5. Hierauf ward ganz frischer und bester Wein kredenzt. Ich trank, und auch alle andern tranken und lobten den Wein, der durch Meinen Willen sehr gewürzt und versüsst war.

6. Als wir uns also gestärkt hatten, da sagte abermals der Schriftgelehrte, ob Ich nun schon willens wäre, ihm das zu beantworten, um was er Mich gefragt hatte.

7. Ich aber sagte: „Freund, es gibt da noch andere Dinge, die nun nötiger sind, dass sie besprochen werden, als das Ende des Heidentums. Lassen wir erst den Morgen herankommen und die im andern Gemache ruhenden Pharisäer zuvor von hier abziehen, und Ich werde euch dann im Freien das Wie- und Wann-Ende des Welt- und Heidentums bildlich dartun. (siehe das Grosse Ev. des Johannes Band 8, Kapitel 46+47)

8. Nun aber wollen wir, wie schon bemerkt, von etwas anderem reden, das vorderhand wichtiger sein wird, als das traurig und höchst bedrängnisvoll aussehende Welt und Heidentumsende. Was dünket euch, worüber wir nun zuerst reden könnten, und was zu wissen und zu glauben euch allen recht not tut?“

9. Hier sagte einmal wieder Petrus: „Herr, ich hätte nun etwas; so auch ich nun reden dürfte – darum ich Dich bitte –, so wüsste ich an Dich eine Frage zu stellen!“

10. Sagte Ich: „So rede! Denn nun hat ein jeder von euch das Recht zu reden und zu fragen.“

11. Sagte nun Petrus: „Herr, Moses hat zur Reinigung der Sünder gewisse äussere Mittel verordnet, wie sie jedem Juden wohlbekannt sind. Sollen wir uns deren auch bedienen? Haben sie für den Menschen eine ihn heiligende Kraft, und sind sie zur Erlangung des ewigen Lebens der Seele unumgänglich notwendig?

12. Sollen auch die Heiden sich beschneiden lassen, so sie Deine Lehre annehmen werden, oder genügt bei ihnen schon die Taufe allein? Und sollen auch die andern Läuterungsmittel nebst der Beschneidung bei den zu uns bekehrten Heiden stattfinden?“

13. Sagte Ich: „Wer ein Jude ist und die Beschneidung hat, der soll sie auch gleichfort haben; aber die Beschneidung selbst für sich ist nichts und hat für niemand einen irgend geheimen und gewisserart seelenmagisch heiligenden Wert.

14. Den Menschen heiligt nichts als der lebendige Glaube und seine tätige Liebe zu Gott und zum Nächsten.

15. Wer aber gesündigt hat gegen Gott und gegen seinen Nächsten, der erkenne wahrhaft reuig seine Sünden, bitte Gott ernstlich um Vergebung, mache am Nächsten die ihm zugefügten Unbilden gut und sündige fürder nicht mehr, so ist er dann auch schon völlig gereinigt; denn dadurch, dass er die Übel gutgemacht hat und keine Sünde mehr begeht, werden ihm selbstverständlich auch die Sünden nachgelassen.

16. Wer aber das nicht tut, der bleibt in den Sünden und in ihren argen Folgen auch dann ganz gleich fort, so für ihn auch zehntausend Böcke wären geschlachtet und in den Jordan geworfen worden. Dieses und auch alle andern äusseren Reinigungsmittel bessern und heiligen den Menschen nicht im geringsten, sondern allein sein wahres und aufrichtiges Handeln nach Meiner Lehre, und dass er glaubt an den einen, wahren Gott, und also auch an Mich im Herzen.

17. Ich aber habe euch ja ohnehin gesagt, dass ihr jedermann, der lebendig und wahrhaft Meine Lehre und also auch Mich Selbst an- und aufgenommen hat, im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen sollet; dazu aber genügt die Auflegung der Hände und als ein äusseres Zeichen der wahren, inneren Reinigung durch den Geist Gottes ein Waschen mit reinem Wasser. Und das genügt für Juden und Heiden völlig.

18. Alles andere hat hinfort keinen Wert vor Mir, so wie da vor Mir auch keinen Wert hat ein äusseres und noch so langes Lippengebet. Wer da will und wünscht, dass sein Gebet bei Mir erhört werde, der bete im stillen Kämmerlein seines Herzens vollgläubig zu Mir, und Ich werde ihm geben, um was er gebeten hat.

19. Ich sage euch abermals, wie Ich das schon oft gesagt habe: Suchet in allem allein nur die Wahrheit, diese wird euch völlig frei machen!

20. Es ist ganz gut, dass der Mensch nach der Lehre Mosis rein halte auch seinen Leib. Durch Unreinigkeit kommen allerlei böse Krankheiten in das Fleisch und Blut und erzeugen Unlust und Traurigkeit in der noch schwachen Seele; aber was das Fleisch vom Schmutze reinigt, das reinigt die Seele nicht von ihren Sünden. Waschen sich doch die Juden vor und nach einem Mahle die Hände und oft auch die Füsse, und wir tun das oft nicht, und doch sind wir reiner mit ungewaschenen Händen als die strengen Juden mit allzeit gewaschenen Händen und Füssen.

21. Und nun kurz und gut: Kein äusseres Reinigungsmittel hat für den inneren Menschen irgendeine Heiligung, sondern allein der lebendige Wahrheitsglaube, seine Liebe und seine guten Werke. – Habt ihr das nun verstanden?“

22. Sagte Petrus: „So denn wird es in der Folge auch nicht nötig sein, dass wir gleich den Tempelpriestern die Ehen einsegnen?“

23. Sagte Ich: „An und für sich ganz und gar nicht; denn das Band der Ehe schliesst genügend das gegenseitige Gelöbnis vor den Eltern oder sonstigen wahrhaftigen Zeugen. Aber so ihr in einer Gemeinde, die ihr irgend in Meinem Namen werdet gegründet haben, die Ehen einsehet und sie segnet in Meinem Namen, so wird ihnen das zum Nutzen und zur Bekräftigung ihres Bundes dienen. Es geschehe das nur von eurem guten Willen als ein Liebesdienst ausgehend.

24. Ich gebe euch aber dieses nur als einen guten Rat und nicht etwa als ein Gesetz. Und also soll auch von euch um so weniger ein Gesetz daraus gemacht werden; denn welch eine arge Wirkung Mussgesetze auf die freiwollende Seele ausüben, habe Ich euch in dieser Nacht mehr denn zur Genüge gezeigt, wie auch deren notwendige Folgen, und so sei unter euch alles nur eine freie Handlung der wahren und reinen Liebe und nie eines gebieterischen Zwanges. Daran nur wird man erkennen Meine wahren Jünger, dass sie unter sich nur das freie Gesetz der Liebe üben und sich untereinander lieben, wie nun Ich euch liebe.

25. Aber solch eine bezahlte Einsegnung der Ehe durch einen gebieterischen und überhochmutsvollen Priester in oder ausser dem Tempel hat vor Mir nicht den allergeringsten Wert, sondern nur Mein vollstes Missfallen. Was Mir aber missfällt, das ist auch sicher wider Meine Ordnung und ist ein Übel und eine Sünde, die wahrlich keinem Menschen einen Segen bringt. So ihr aber das wohl begriffen habt, da handelt auch also, und ihr werdet dabei wohl tun!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 8
Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 40 – The meaning of bread and wine; about the ceremonies

Introductory information
The Lord currently resides in the hostel of Lazarus on top of the mount of olives together with his disciples and a few hundred people. Jesus teaches those present in many aspects of creation, of spirits, of customs, and clarifies the facets of superstition – a single revelation …

The Lord says:

1. Immediately Lazarus ordered new wine and said: “The great and the very exalted teaching which we have now heard from Your godly mouth must also be confirmed by a new wine and be sealed in our heart.”

2. I said: “You are right about that, friend and brother Lazarus. All that which is good and true has its complete correspondence in bread and wine. Therefore, you can be assured that after Me when you moderately will be using bread and wine in remembrance of Me, that I will be in the spirit, as now in the body, personally among you My children, brothers and friends until the end of all times of this Earth. Surely, you will not always see Me with the eyes of your body, but then still, your heart will tell you: ‘Rejoice, for your Lord, God and Father is among you and is blessing the bread and wine for you. Therefore, be joyful and cheerful in His name, and remember by that the poor brothers and sisters, and more precisely the poor in spirit.’

3. When your heart will give you such a stimulation, remember and always believe that I will be personally among you, and whatever you will then ask Me which is good and true for the life of your soul, I will always very willingly give in an easily understandable way.

4. Thus, those who will greet Me with great love in their heart will soon be able to convince themselves also with their eyes that I really am personally among them. And what I am saying and explaining here to all of you is also fully valid for all your true and faithful followers. But give Me the new wine now, for I have become thirsty.”

5. Then a very fresh and very good wine was served. I drunk, and also the others were drinking and praised the wine that by My will had been made well savored with herbs and sweetened.

6. When we strengthened ourselves in this way, the scribe asked once more if I was now disposed to give him an answer to what he had asked Me.

7. I said however: “Friend, there are still other things which are more important to talk about than the end of paganism. First, just let the morning come, and the Pharisees who are resting in the other room will depart from here. Then in the open air I will explain to you in images the how and when of the end of all that which is called world and paganism. (see the Great Gospel of John Vol.8, Chapter 46+47)

8. But now we will, as already said, talk about something else that is more important for the moment than the sad and extremely distressed end of all that which is worldly and paganism. About what should we, according to you, talk firstly now, and of what are you all in real need to know and to believe?”

9. Now Peter spoke once more: “Lord, I still have something – if ever I may speak also – and this I am asking You. Then I indeed have a question to ask You.”

10. I said: “Then speak, for everyone of you has now the right to speak and to ask.”

11. Now Peter said: “Lord, Moses has prescribed for the purification of sinners certain outer means that are well known to every Jew. Must we also make use of them? Do they have for man any power that is hollowing him, and are they absolutely necessary for the attainment of the eternal life of the soul?

12. Must also the gentiles be circumcised if they accept the teaching, or is for them baptism sufficient? And besides the circumcision, must also the other means of purification be applied with the gentiles who have been converted to us?”

13. I said: “He who is a Jew and is circumcised will also always remain circumcised, but circumcision in itself is nothing and has for nobody any secret or particular magical hollowing value for the soul.

14. Man is hollowed by nothing else except by the living faith and its actual love for God and the fellowman.

15. However, he who has sinned against God and against his fellowman should acknowledge his sins with true repentance, ask God seriously for forgiveness, make up for the injustice that he has caused to his fellowman, and further stop from sinning. Then subsequently he is fully purified. For when he makes up for the evil and refrains from sinning, it is evident that also his sins are forgiven.

16. However, he who will not do that, will continuously remain entirely in all his sins and its bad consequences, even if 10.000 goats would be slaughtered and be thrown into the Jordan. This and also all the other outer means of purification do not improve nor hollow man in the least, but only his true and sincere acting according to My teaching, and the belief in his heart in the one, true God, and thus in Me.

17. I have already told you that you should baptize in the name of the Father, the Son and the Holy Spirit all those who earnestly and truly accept and are answering to My teaching and thus also Myself. For that, the laying-on of hands is sufficient, and as an outer sign of true, inner purification by God’s Spirit a washing with clean water. And this is truly sufficient for Jews and gentiles.

18. All the rest has from now on no more value in My eyes, just like an outer prayer with the lips – no matter how long it is – has no value for Me. He who wants his prayer to be answered must go into the quiet chamber of his heart and pray to Me in full faith, then I will grant him what he has asked for.

19. I say to you once more, just as I have said already so many times before: search in everything only the truth, this will set you completely free.

20. It is very good when man is keeping his body clean according to the teaching of Moses. Through uncleanness all kinds of malicious diseases will come in the flesh and in the blood, and these are causing dislike and grief in the still weak soul. But that which is cleaning the flesh from the dirt does not clean the soul from his sins. The Jews are indeed washing their hands before and after a meal and often also their feet, and we are often not doing that, and still we are cleaner with unwashed hands than the strict Jews with always washed hands and feet.

21. And now, short and good: no outer way of purification has a hollowing effect on the inner man, but only the living faith in the truth, and the love and the good works thereof. Did you understand this now?”

22. Peter said: “Then it is also not necessary anymore in the future that we should bless the marriages like the temple priests?”

23. I said: “As such, not at all, because the marriage bond is sufficiently sealed by the mutual promise in the presence of the parents or other true witnesses. However, if in a community that you will have established in My name, you have marriages that you have recognized as good and will bless them in My name, then this will be beneficial as a confirmation of their commitment. This need only to be done as a service of love based on your good will.

24. I am only giving you this as a good advice and not as a law. And therefore, you also should not make a law of it, because tonight I have shown you more than sufficiently what kind of negative influences that coercing laws have on souls with a free will, as well as its inescapable consequences. And therefore you should only act freely out of true and pure love and never out of a coercing commandment. Only from this, will My true disciples be recognized, namely from the fact that among one another, they only practice the free law of love, and are loving one another mutually, just as I am now loving you all.

25. But such a paid blessing of a marriage by an authoritarian and proud priest in or outside the temple has for Me not the least of value, but only My greatest displeasure. And whatever is displeasing to Me is certainly also in contradiction with My order and is an evil and a sin that truly will bring no blessing to anyone. If you have well understood this, then do also act like it, then you will do well.”