Der Weg zum Ewigen Leben – The Path to Eternal Life

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DER WEG ZUM EWIGEN LEBEN Jesus erlaeutert Das Grosse Johannes Evangelium Band 4-Jakob Lorber THE PATH TO ETERNAL LIFE Jesus explains The Great Gospel of John Volume 4 Jacob Lorber
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DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 4… Kapitel 78 bis 83
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Weg zum ewigen Leben – Jesus erklärt…

Kapitel 78 – Der Weg zum ewigen Leben

Der Herr spricht…

78,1. Ich aber sage zum Zorel zu seiner höchsten Überraschung und zu seinem grössten Erstaunen: “Wer seine Gebrechen reuig bekennt und Busse wirkt in der wahren, lebendigen Demut seines Herzens, der ist Mir lieber denn neunundneunzig Gerechte, die der Busse noch nie bedurft haben. Komme daher nun zu Mir, du bussfertiger Freund; denn in dir waltet nun das rechte Gefühl der Demut, das Mir lieber ist denn das der Gerechten von Urbeginn an, die da in ihren Herzen rufen: ,Hosianna, Gott in der Höhe, dass wir Deinen heiligsten Namen niemals entheiligt haben durch eine Sünde mit unserem Wissen und Willen!‘ Das rufen sie wohl und haben auch ein Recht dazu; aber darum sehen sie auch einen Sünder mit richterlichen Augen an und fliehen seine Nähe wie die Pest.

78,2. Sie gleichen den Ärzten, die selber von der vollsten Gesundheit strotzen, sich aber darum scheuen, dorthin zu gehen, wo ein Kranker um ihre Hilfe ruft, aus Furcht, etwa selbst krank zu werden. Ist da nicht ein Arzt besser und achtbarer, der keine Krankheit scheut und zu jedem Kranken hineilt, der ihn gerufen hat?! Wird er manchmal auch von einer Krankheit mitergriffen, so ärgert er sich nicht darob, hilft dennoch dem Kranken und sich selber auch. Und also ist es recht!

78,3. Komme du darum nun nur zu Mir, und Ich werde dir zeigen, was dir Mein Jünger nicht zeigen konnte, nämlich den allein wahren Weg des Lebens und der Liebe und der wahren Weisheit aus ihr!”

78,4. Auf diese Meine Worte bekam Zorel Mut und kam ganz langsamen Schrittes zu Mir.

78,5. Als er bei Mir war, sagte Ich: “Freund, der Weg, der zum Leben des Geistes führt, ist ein dorniger und schmaler! Das will soviel sagen als: Alles, was dir in diesem Leben von seiten der Menschen auch immer Ärgerliches, Bitteres und Unangenehmes begegnen kann, das bekämpfe du mit aller Geduld und Sanftmut, und wer dir Übles tut, dem tue nicht wieder dasselbe zurück, sondern das Gegenteil, so wirst du glühende Kohlen über seinem Haupte sammeln! Wer dich schlägt, dem vergelte nicht Gleiches mit Gleichem, nimm lieber noch einen Schlag von ihm, auf dass Friede und Einigkeit zwischen euch sei und bleibe; denn nur im Frieden gedeiht das Herz und des Geistes Wachstum in der Seele.

78,6. Wer immer dich um einen Dienst bittet oder um eine Gabe, dem verweigere nichts, vorausgesetzt, dass der von dir verlangte Dienst nicht den Geboten Gottes und den Gesetzen des Staates zuwider ist, was du schon gar wohl zu beurteilen imstande sein wirst.

78,7. Bittet dich jemand um den Rock, da gib ihm auch noch den Mantel hinzu, auf dass er erkenne, dass du ein Jünger aus der Schule Gottes bist! Erkennt er das, so wird er dir den Mantel lassen; nimmt er ihn aber, so ist seine Erkenntnis noch äusserst schwach, und dir sei nicht leid um den Mantel, sondern darum, dass ein Bruder noch nicht erkannt hat die Nähe des Reiches Gottes.

78,8. Wer dich bittet, eine Stunde mit ihm zu gehen, mit dem gehe zwei Stunden, auf dass ihm solche deine Bereitwilligkeit zu einem Zeugnis werde, aus welcher Schule der sein müsse, dem ein so hoher Grad von Selbstverleugnung eigen ist! Auf diese Weise werden sogar die Tauben und Blinden die rechten Winke bekommen, dass das Gottesreich nahe herbeigekommen ist.

78,9. An euren Werken und Taten wird man es erkennen, dass ihr alle Meine Jünger seid! Denn leichter ist, recht predigen als recht tun. Was nützt aber das leere Wort, wenn es nicht Leben durch die Tat bekommt?! Was nützen dir die schönsten Gedanken und Ideen, so dir das Vermögen mangelt, sie je ins Werk zu setzen?! So nützen die schönsten und die wahrsten Worte ebenfalls nichts, wenn dir selbst nicht einmal der Wille eigen ist, sie vor allem ins Werk zu setzen. Das Werk allein hat den Wert; Gedanken, Ideen und Worte aber sind wertlos, wenn sie nicht irgend ins Werk gesetzt werden. Darum soll jeder, der gut predigt, auch selbst gut handeln, – sonst ist seine Predigt nicht mehr wert als irgendeine hohle Nuss!”

Kapitel 79 – Von der Armut und der Nächstenliebe

79,1. (Der Herr:) “Es gibt in der Welt eine grosse Menge der Gefahren für die Seele. Auf der einen Seite hast du die Armut; ihre Begriffe von Mein und Dein werden desto schwächer, je mehr ein Mensch von derselben gedrückt wird. Darum lasset unter den Menschen die Armut nie zu gross werden, wollet ihr sicheren Weges wandeln!

79,2. Wer aber schon arm ist, der bitte die wohlhabenderen Brüder um eine nötige Gabe; stösst er an harte Herzen, so wende er sich zu Mir, und es soll ihm geholfen werden! Armut und Not entschuldigen den Diebstahl und den Raub nicht, und noch weniger den Totschlag eines Beraubten! Wer arm ist, der weiss nun, wohin er sich zu wenden hat.

79,3. Es ist zwar die Armut eine gar grosse Plage für die Menschen, aber sie trägt den edlen Keim der Demut und wahren Bescheidenheit in sich und wird darum auch stets unter den Menschen verbleiben; dennoch aber sollen die Reichen sie nicht mächtig werden lassen, ansonst sie sehr gefährdet werden hier und dereinst auch jenseits.

79,4. Wenn ihr unter euch Arme habt, so sage Ich es euch allen: Ihr brauchet ihnen nicht zu geben, dass auch sie reich würden; aber Not sollet ihr sie nicht leiden lassen! Die ihr sehet und kennet, denen helfet nach Recht und Billigkeit! Es wird aber noch gar viele geben auf dieser weiten Erde, die gar entsetzlich arm sind und eine übergrosse Not leiden. Allein ihr kennet sie nicht und vernehmet auch nicht ihr Jammergeschrei; darum lege Ich sie euch auch nicht ans Herz, sondern die nur, die ihr kennet und die irgend zu euch kommen.

79,5. Wer von euch ein Freund der Armen sein wird aus vollem Herzen, dem werde auch Ich ein Freund und ein wahrer Bruder sein, zeitlich und ewig, und er wird nicht nötig haben, die innere Weisheit von einem andern Weisen zu erlernen, sondern Ich werde sie ihm geben in aller Fülle in sein Herz. Wer seinen nächsten armen Bruder lieben wird wie sich selbst und wird nicht hinausstossen eine arme Schwester, welchen Stammes und welchen Alters sie auch sei, zu dem aber werde Ich Selbst kommen allzeit und Mich ihm treulichst offenbaren. Seinem Geiste, der die Liebe ist, werde Ich’s sagen, und dieser wird damit erfüllen die ganze Seele und ihren Mund. Was der dann reden oder schreiben wird, das wird von Mir geredet und geschrieben sein für alle Zeiten der Zeiten.

79,6. Des Hartherzigen Seele aber wird ergriffen werden von argen Geistern, und diese werden sie verderben und sie einer Tierseele gleichmachen, wie sie dann auch jenseits also offenbar werden wird.

79,7. Gebet gerne und gebet reichlich; denn wie ihr da austeilet, so wird es euch wieder zurückerteilt werden! Wer ein Hartherz besitzt, das wird von Meinem Gnadenlichte nicht durchbrochen werden, und in ihm wird wohnen die Finsternis und der Tod mit all seinen Schrecken!

79,8. Aber ein sanftes und weiches Herz wird von Meinem Gnadenlichte, das gar zarter und übersanfter Wesenheit ist, gar bald und leicht durchbrochen werden, und Ich Selbst werde dann einziehen in ein solches Herz mit aller Fülle Meiner Liebe und Weisheit.

79,9. Solches möget ihr wohl glauben! Denn diese Worte, die Ich zu euch nun rede, sind Leben, Licht, Wahrheit und vollbrachte Tat, deren Realität ein jeder erfahren muss, der sich danach kehren wird.”

Kapitel 80 – Von der Fleischeslust

80,1. (Der Herr:) “Also, die Armut haben wir nun durchgemacht und haben auch gesehen die feindlichen Dinge, die aus ihrer Überhandnahme zum Vorscheine kommen können; wir haben aber auch gesehen, wie ihr abzuhelfen ist und warum, und welche Vorteile dem Menschen aus der Befolgung dieser Meiner Belehrung an euch alle für jedermann erwachsen können. Und so wären wir mit dieser Plage und Ärgerlichkeit fertig und kommen nun daneben auf ein anderes Feld, das dem nun bearbeiteten zwar sehr wenig ähnlich sieht, aber dennoch mit ihm in einer nächsten Verbindung steht. Dieses Feld heisst: des Fleisches Lust.

80,2. Darin liegt eigentlich das Hauptübel für alle Menschen mehr oder weniger begraben. Aus dieser Lust entspringen nahe alle leiblichen Krankheiten und gar alle Übel der Seele schon ganz sicher und vollends gewiss.

80,3. Jede Sünde legt der Mensch leichter ab als diese; denn die anderen haben bloss nur äussere Motive, diese Sünde aber hat das Motiv in sich selbst und im sündigen Fleische. Daher sollet ihr eure Augen abwenden von den reizenden Gefahren des Fleisches auf so lange, bis ihr Meister über euer Fleisch geworden seid!

80,4. Bewahret die Kinder vor dem ersten Fall und erhaltet ihnen ihre Schamhaftigkeit, so werden sie als Erwachsene dann ihr Fleisch leicht zu beherrschen haben und nicht leicht zu Falle kommen; aber einmal übersehen, – und des Fleisches böser Geist hat vom selben Besitz genommen! Kein Teufel aber ist schwerer aus dem Menschen zu vertreiben als eben der Fleischteufel; der kann nur durch vieles Fasten und Beten aus dem Menschen geschafft werden.

80,5. Hütet euch darum, die Kleinen zu ärgern oder sie durch übermässiges Putzen und durch reizende Kleidung zu reizen und fleischlich zu entzünden! Wehe dem, der sich also an der Natur der Kleinen versündigt! Wahrlich, dem wäre es wohl erklecklicher, so er nie wäre geboren worden!

80,6. Den Frevler an der heiligen Natur der Jugend werde Ich Selbst züchtigen mit aller Macht Meines Zornes! Denn ist das Fleisch einmal brüchig geworden, dann hat die Seele keine feste Unterlage mehr, und ihre Vollendung geht schlecht vonstatten.

80,7. Welche Arbeit ist es für eine schwache Seele, ein brüchiges Fleisch wieder zu heilen und ganz und narblos zu machen! Welche Angst steht sie dabei oft aus, so sie merket ihres Fleisches, ihres irdischen Hauses Brüchigkeit und Schwäche! Wer schuldet daran? Die schlechte Überwachung der Kinder und die vielen Ärgernisse, die den Kindlein durch allerlei gegeben werden!

80,8. Namentlich aber ist die Sittenverderbnis in den Städten stets grösser als auf dem Lande; darum machet einstens als Meine Jünger die Menschen darauf aufmerksam und zeiget ihnen die gar vielen bösen Folgen, die aus einem zu frühen Fleischbruche entstehen, so werden sich viele daran kehren, und es werden daraus gesunde Seelen zum Vorscheine kommen, in denen der Geist leichter zu erwecken sein wird, als es nun bei gar so vielen der Fall ist!

80,9. Sehet an die Blinden alle, die Tauben, die Krüppel, die Aussätzigen, die Gichtbrüchigen; sehet weiter an alle die verschiedenartig bresthaften und mit allerlei Leibesübeln behafteten Kinder und erwachsenen Menschen! Alles Folgen einer zu frühen Fleischbrüchigkeit!

80,10. Der Mann soll vor seinem vierundzwanzigsten Jahre keine Jungfrau anrühren – ihr wisset es, wie und wo es zu verstehen ist vor allem –, und die Jungfrau soll wenigstens vollkommen achtzehn Jahre zählen oder mindestens volle siebzehn; unter dieser Zeit ist sie nur notreif und soll keinen Mann erkennen! Denn vor dieser Zeit ist hie und da eine nur notreif; wird sie zu früh berührt von einem geilen Manne, so ist sie schon brüchigen Fleisches und zu einer schwachen und leidenschaftlichen Seele geworden.

80,11. Es ist schwer, eines Mannes brüchiges Fleisch zu heilen, – aber noch um vieles schwerer das einer Jungfrau, so sie vor der Zeit brüchig geworden ist! Denn fürs erste wird sie nicht leichtlich ganz gesunde Kinder zur Welt bringen, und fürs zweite wird sie darauf von Woche zu Woche beischlafsüchtiger und am Ende gar eine Hure, die da ist ein elendester Schandfleck beim Menschengeschlechte, nicht so sehr für sich selbst, als vielmehr für jene, durch deren Nachlässigkeit sie dazu gemacht wurde.

80,12. Wehe aber dem, der die Armut einer Jungfrau benützt und ihr Fleisch bricht! Wahrlich, für den wäre es auch besser, so er nie geboren worden wäre! Wer aber eine schon verdorbene Hure beschläft, anstatt durch die rechten Mittel sie von der Bahn des Verderbens abzuwenden und ihr auf den rechten Weg zu helfen, der wird dereinst vor Mir ein mehrfaches, strengstes Gericht zu bestehen haben; denn wer da schlägt einen Gesunden, der hat sich nicht so mächtig versündigt als einer, der einen Krüppel misshandelt hat.

80,13. Wer irgend beschlafen hat eine ganz reife und gesunde Jungfrau, der hat zwar auch gesündigt; aber da das dadurch angerichtete Übel von keinem besonders schädlichen Belange ist, besonders so beide Teile ganz gesund sind, so steht darauf nur ein kleineres Gericht. Wer aber aus purer, schon alter Geilheit einer noch so reifen Jungfrau das tut etwa also, wie er es täte einer Hure, ohne Zeugung einer lebendigen Frucht in der Jungfrau Schosse, der soll ein doppeltes Gericht zu bestehen haben; wenn er aber solches tut mit einer Hure, so soll er auch ein zehnfaches Gericht zu bestehen haben!

80,14. Denn eine Hure ist eine in ihrem Fleische und in ihrer Seele vollkommen zerrüttete und zerbrochene Jungfrau. Wer ihr hilft aus solcher ihrer grossen Not aus redlichem und Mir getreuem Herzen, der wird gross sein in Meinem Reiche dereinst. Wer eine Hure um einen schnöden Sold beschläft und sie noch schlechter macht, als sie früher war, der wird dereinst mit dem Lohne belohnt werden, mit dem ein jeder böswillige Totschläger belohnt wird im Pfuhle, der allen Teufeln und ihren Dienern bereitet ist.

80,15. Wehe dem Lande, wehe der Stadt, wo die Hurerei getrieben wird, und wehe der Erde, wenn dies grosse Übel auf ihrem Boden überhandnehmen wird! Über solche Länder und Städte werde Ich Tyrannen zu Herrschern setzen, und diese werden den Menschen unerschwingbare Lasten auferlegen müssen, auf dass alles Fleisch hungere und ablasse von der frevelhaftesten Handlung, die nur immer ein Mensch an seinem armen Mitmenschen begehen kann!

80,16. Eine Hure aber soll verlieren alle Ehre und Achtung sogar bei denen, die sie um den Schnödsold gebraucht haben, und ihr Fleisch soll in der Folge dazu noch behaftet werden mit allerlei unheilbarer oder wenigstens schwer heilbarer Seuche. Wenn sich aber eine ordentlich bessert, so soll sie bei Mir wieder in Gnaden angesehen werden!

80,17. So aber irgendein Geiler zu anderen Befriedigungsmitteln greift ausserhalb des von Mir im Schosse des Weibes gestellten Gefässes, der wird schwerlich je zur Anschauung Meines Angesichtes gelangen! Moses hat zwar dafür die Steinigung angeordnet, die Ich zwar darum nicht völlig aufhebe, weil sie eine harte Strafe für dergleichen schon ganz dem Teufel verfallene Verbrechen und Verbrecher ist, sondern Ich erteile euch nur den väterlichen Rat, solche Sünder von den Gemeinden zu entfernen, sie vorerst einer grossen Not an einem Orte der Verbannung preiszugeben und erst, wenn sie nahe nackt an die Grenzen des Heimatlandes kommen, sie wieder anzunehmen, sie dann in eine Seelenheilanstalt zu bringen und sie diese nicht eher verlassen zu lassen, bis solche Menschen in die vollste Besserung übergegangen sind. Wenn sie, vielfach erprobt, ihr Bessersein vollkommen an den Tag legen längere Zeit hindurch, so können sie zur Gesellschaft wieder zurückkehren; lassen sich aber nur irgend noch die allergeringsten Spuren von sinnlichen Anfechtungen erkennen, so bleiben sie lieber unter Gewahrsam ihr Leben lang, was um vieles besser und heilsamer ist, als so die unverdorbenen Menschen einer Gemeinde durch sie verpestet würden.

80,18. Du, Zorel, warst in solcher Hinsicht eben auch nicht ganz rein; denn schon als Knabe warst du mit allerlei Unlauterkeit behaftet und warst ein ärgerliches Beispiel für deine Jugendgefährten. Aber es kann dir solches dennoch zu keiner Sünde gerechnet werden; denn du hattest keine jener Erziehungen bekommen, aus der du zu irgendeiner reinen Wahrheit gelangt wärst, die dir gezeigt hätte, was da nach der Ordnung Gottes vollkommen Rechtens ist. Das Bessere hast du erst einzusehen angefangen, als du bei einem Advokaten die Rechte der Bürger Roms kennengelernt hast. Von da an warst du zwar wohl kein Tiermensch mehr, aber sonst ein Gesetzesverdreher erster Klasse und betrogst deine Nächsten, wo es nur immer möglich war. Doch alles das ist vorbei, und du stehst nun nach deiner gegenwärtigen Erkenntnis als ein besserer Mensch vor Mir!

80,19. Aber alles dessenungeachtet merke Ich dennoch, dass in dir noch viel fleischliche Geilheit vorhanden ist. Auf diese mache Ich dich besonders aufmerksam und rate dir, dass du dich in diesem Punkte sehr in acht nehmen sollst; denn wenn du einmal in einem etwas bessern Leben stecken wirst, so wird sich dein noch sehr durchlöchertes Fleisch in seiner noch lange nicht geheilten Brüchigkeit zu rühren anfangen, und du kannst dann deine Not haben, dasselbe zu beruhigen und endlich an selbem die alte Brüchigkeit völlig zu heilen. Hüte dich darum vor aller Übermässigkeit; denn in der Un- und Übermässigkeit ruht der Same der fleischlichen Wollust! Sei daher in allem mässig, und lass dich niemals zur Unmässigkeit im Essen wie im Trinken verleiten, ansonst du dein Fleisch schwer wirst bezähmen können!

80,20. Und so haben wir nun denn auch das Feld des Fleisches so ein wenig durchgemacht, insoweit es nun für dich notwendig ist. Und nun wollen wir uns auf ein anderes Feld begeben, das bei dir auch als ein starkes bezeichnet werden kann!”

Kapitel 81 – Vom rechten, gottgefälligen Geben

81,1. (Der Herr:) “Dieses besteht in dem reinen Begriffe über Mein und Dein. Moses sagt: ,Du sollst nicht stehlen!‘ und wieder: ,Du sollst kein Verlangen tragen nach allem, was deines Nächsten ist, ausser ein solches, das aller Gerechtigkeit entspricht!‘

81,2. Du kannst deinem Nächsten wohl ganz redlich etwas abkaufen und es dann gerecht und vor allen Menschen ehrlich besitzen; aber jemandem wider seinen Willen geheim etwas entwenden, ist Sünde wider die von Gott durch Moses den Menschen gegebene Ordnung, weil so eine Handlung offenbarst gegen alle Nächstenliebe streitet. Denn was dir rechtlichermassen unangenehm sein muss, so es dir ein anderer tut oder täte, das tue auch du deinem Nächsten nicht!

81,3. Der Diebstahl entspringt zumeist der Eigenliebe, weil daraus hervorgehen die Trägheit, der Hang zum Wohlleben und zur Tatlosigkeit. Aus dem geht hervor eine gewisse Mutlosigkeit, die mit einer hochmütigen Scheu umlagert ist, der zufolge man sich zwar nicht zur etwas lästigen Bitte, aber desto eher zum geheimen Stehlen und Entwenden bequemt. Im Diebstahl ruhen sonach eine Menge Gebrechen, darunter die zu sehr emporgewachsene Eigenliebe der offenbarste Grund von den andern allen ist. Durch eine recht lebendige Nächstenliebe kann diesem Seelenübel am meisten entgegengewirkt werden zu allen Zeiten.

81,4. Du denkst nun erklärlicherweise in deinem Gehirne: ,Nächstenliebe wäre leicht geübt, wenn man nur immer die Mittel dazu besässe! Aber unter hundert Menschen gibt es stets kaum zehn, die so gestellt sind, dass sie diese herrliche Tugend üben können; die neunzig sind zumeist solche, an denen diese Tugend von den zehn Vermögenden ausgeübt werden soll. So man aber nur durch die Ausübung der Nächstenliebe dem Laster der Dieberei kräftigst begegnen kann, da werden die neunzig Armen sich schon schwer ganz davor verwahren können; denn denen fehlen die Mittel, diese Tugend kräftigst zu üben.‘

81,5. Du hast verstandesgemäss ganz richtig gedacht, und niemand kann dir mit dem Weltverstande etwas einwenden. Aber im Verstande des Herzens liesest du eine andere Sprache, und diese lautet: Nicht mit der Gabe nur werden die Werke der Nächstenliebe geübt, sondern vielmehr durch allerlei gute Taten und ehrliche und redliche Dienste, bei denen es am guten Willen natürlich nicht fehlen darf.

81,6. Denn der gute Wille ist die Seele und das Leben eines guten Werkes; ohne den hätte auch das an und für sich beste Werk gar keinen Wert vor dem Richterstuhle Gottes. Hast du aber auch ohne alle Mittel den lebendig guten Willen, deinem Nächsten, so du ihn in irgendeiner Not erschauest oder triffst, so oder so zu helfen, und es wird dir darum schwer ums Herz, so du solches nicht vermagst, so gilt dein guter Wille bei Gott um sehr vieles mehr als das Werk eines andern, zu dem man ihn durch was immer erst hat verlocken müssen.

81,7. Und hat ein Reicher eine ganz verarmte Gemeinde darum wieder auf die Füsse gestellt, weil die Gemeinde ihm, so sie wieder wohlständig wird, den Zehent und eine gewisse Untertänigkeit zugesagt hat, so ist sein ganzes gutes Werk vor Gott gar nichts; denn er hat sich seinen Lohn schon genommen. Was er getan hat, das hätte des Gewinnes wegen auch ein jeder noch so wucherische Geizhals getan.

81,8. Du siehst daraus, dass vor Gott und zum Vorteile des eigenen inneren, geistigen Lebens ein jeder Mensch, ob er reich oder arm ist, die Nächstenliebe üben kann; es kommt nur auf einen wahrhaft lebendig guten Willen an, demnach ein jeder mit aller Hingebung gerne tut, was er nur kann.

81,9. Freilich wäre da der gute Wille allein auch nichts, so du ein oder das andere Vermögen wohl besässest und es dir auch nicht am guten Willen fehlte, du nähmest aber dabei doch gewisse Rücksichten, teils auf dich selbst, teils auf deine Kinder, teils auf deine Anverwandten und teils noch auf manches andere, und tätest dem, der bedürftig vor dir steht, entweder nur etwas weniges oder mitunter auch gar nichts, weil man denn doch nicht allzeit wissen könne, ob der Hilfesucher doch nicht etwa ein fauler Lump sei, der der angesuchten Hilfe nicht würdig sei. Man täte da dann nur einen Lumpen in seiner Trägheit unterstützen und entzöge dadurch die Unterstützung einem Würdigeren! Kommt aber ein Würdigerer, so trägt man dann auch dieselben Bedenken; denn man kann es ja doch nicht mit völliger Bestimmtheit wissen, dass dieser ein völlig Würdiger ist!

81,10. Ja, Freund, wer sich beim Wohltun, selbst beim besten Willen, also besinnt, ob er etwas Erkleckliches tun solle oder nicht, dessen guter Wille ist und hat noch lange nicht das rechte Leben; darum zählen bei ihm weder der gute Wille noch die guten Werke etwas Besonderes vor Gott. Wo das Vermögen ist, müssen der Wille und die Werke gleich sein, sonst benimmt eines dem andern den Wert und die Lebensgeltung vor Gott.

81,11. Was du aber tust oder gibst, das tue und gib mit vielen Freuden; denn ein freundlicher Geber und Täter hat einen Doppelwert vor Gott und ist der geistigen Vollendung auch ums Doppelte näher!

81,12. Denn des freundlichen Gebers Herz gleicht einer Frucht, die leicht und früh reif wird, weil sie in sich eine Fülle der rechten Wärme hat, die zum Reifmachen einer Frucht von höchster Notwendigkeit ist, weil in der Wärme das entsprechende Element des Lebens, weil der Liebe, waltet.

81,13. Also ist des Gebers und Täters Freudigkeit und Freundlichkeit eben jene nicht genug zu empfehlende Fülle der rechten innern, geistigen Lebenswärme, durch die die Seele für die Vollaufnahme des Geistes in ihr ganzes Wesen mehr denn ums Doppelte eher reif wird und auch werden muss, weil eben diese Wärme ein Übergehen des ewigen Geistes in seine Seele ist, die durch solchen Übergang ihm stets ähnlicher gemacht wird.

81,14. Ein sonst aber noch so eifriger Geber und Wohltäter ist von dem Ziele der wahren innern, geistigen Lebensvollendung um so entfernter, je saurer und unfreundlicher er beim Geben und Tun ist; denn das unfreundliche und saure Gebaren beim Geben hat noch etwas materiell Weltliches in sich und ist darum vom rein himmlischen Elemente um sehr vieles entfernter denn das freudige und freundliche.

81,15. Also sollst du beim Geben oder Tun auch nicht ernste und oft bittere Ermahnungen mitgeben; denn diese erzeugen bei dem armen Bruder oft eine bedeutende Traurigkeit, und er fängt dann an, sich im Herzen sehr danach zu sehnen, von dem ihn stets mit ernster Miene ermahnenden Wohltäter ja nichts mehr annehmen zu müssen. Den Wohltäter aber machen solche unzeitige Ermahnungen nicht selten so ein wenig stolz, und der Bewohltätigte fühlt sich dadurch zu tief unter die Füsse des Wohltäters geworfen und fühlt dann erst so recht seine Not vor dem Wohlstande des Wohltäters, und da ist es, wo das Nehmen bei weitem schwerer denn das Geben wird.

81,16. Wer Vermögen und einen guten Willen hat, der gibt leicht; aber dem armen Nehmer wird schon beim freundlichsten Geber bange, so er sich durch seine Armut genötigt sieht, dem noch so freundlichen Wohltäter zur Last fallen zu müssen. Wie schwer muss ihm aber erst ums Herz werden, so der Wohltäter ihm mit einem grämlichen Gesicht entgegentritt und ihm noch vor der Wohltat mehrere weise Lehren zukommen lässt, die für den Bewohltätigten in der Zukunft zu schmerzlichen Hemmschuhen werden, in einem Notfalle noch einmal vor die Tür des Mahnpredigers zu kommen, weil er bei einem zweiten Kommen noch eine weisere, längere und somit eindringlichere Predigt erwartet, die nach seinem Verständnisse allenfalls soviel sagt als: ,Komme du mir ja nicht sobald – oder auch gar nie wieder!‘, obwohl der Geber sicher nicht und nie im entferntesten Sinne daran gedacht hat.

81,17. Eben darum aber hat ein freudiger und freundlicher Geber einen so grossen Vorzug vor dem grämlichen Mahnprediger, weil er das Herz des Nehmers tröstet und erhebt und in eine dankbare Stimmung versetzt. Auch erfüllt es den Nehmer mit einem liebevollen und gedeihlichen Vertrauen gegen Gott und gegen Menschen, und sein sonst so schweres Joch wird ihm zu einer leichteren Bürde, die er dann mit mehr Geduld und Hingebung trägt, als er sie zuvor getragen hat.

81,18. Ein freudiger und freundlicher Wohltäter ist einem armen und notleidenden Bruder gerade das, was dem Schiffer auf sturmbewegtem Meer ein sicherer und freundlicher Hafen ist. Aber ein grämlicher Wohltäter in der Not gleicht nur einer dem Sturme weniger ausgesetzten Meeresbucht, die den Schiffer wohl vor einer gänzlichen Strandung sichert, aber ihn danebst stets in einer spannenden Furcht erhält, ob nicht eine unheimliche und sehr verderbliche Springflut die Bucht nach dem Sturme, wie es dann und wann geschieht, heimsuchen könnte, die ihm dann einen grösseren Schaden bringen könnte als zuvor des hohen Meeres Sturm.

81,19. Jetzt weisst du auch vollkommen nach dem Willensausmasse Gottes, wie die wahre und die geistige Vollendung einer leicht und ehest zu bewerkstelligenden Nächstenliebe beschaffen sein muss; tue danach, so wirst du auch leicht und ehest das allein wahre Lebensziel erreichen!”

Kapitel 82 – Demut und Hochmut

82,1. (Der Herr:) “Aber nun kommt noch ein gar überaus wichtiges Lebensfeld, auf dem man dann erst so ganz zur vollen Wiedergeburt des Geistes in seiner Seele gelangen kann, was da ist des Lebens wahrster Triumph und höchstes Endziel. Dieses Feld ist der schnurgeradeste Gegensatz zum Stolz und Hochmut und heisst – Demut.

82,2. In einer jeden Seele aber liegt gleichfort ein Hoheitsgefühl und Ehrgeiz, der bei der geringsten Gelegenheit und Veranlassung sich nur zu leicht zu einer alles zerstörenden Zornleidenschaft entflammt und nicht eher zu dämpfen oder gar vollauf zu löschen ist, als bis er die ihn beleidigenden Opfer verzehrt hat. Durch diese grässliche Leidenschaft aber wird die Seele so zerstört und materievoll, dass sie für eine innerliche, geistige Vollendung noch um vieles untauglicher wird – als der grossen Wüste Afrikas glühender Sand zur Stillung des Durstes!

82,3. Bei der Leidenschaft des elenden Hochmutes wird am Ende die Seele selbst zum glühenden Wüstensand, über dem auch nicht ein elendstes Moospflänzchen erwachsen kann, geschweige irgendeine andere saftvollere und gesegnetere Pflanze. So die Seele eines Hochmütigen! Ihr wildes Feuer versengt und verbrennt und zerstört alles Edle, Gute und Wahre des Lebens vom Grunde aus, und tausendmal Tausende von Jahren werden vergehen, bis Afrikas Sandwüste sich in freundliche und segentriefende Fluren umgestalten wird. Da wird noch gar oftmals das ganze Meer seine Fluten darüber treiben müssen!

82,4. Siehe an einen stolzen König, der durch irgendeine kleine Sache von seinem Nachbar beleidigt wurde! Seine Seele gerät darauf stets mehr und mehr in den wüstesten Brand; aus seinen Augen sprühen schon lichterlohe Zornflammen, und die unwiderrufliche Losung heisst: ,Die furchtbarste Rache dem ehrvergessenen Beleidiger!‘ Und ein verheerendster Krieg, in dem sich Hunderttausende für ihren stolzen und übermütigen König auf die elendeste Weise zerfleischen lassen müssen, ist die altbekannte, traurigste Folge davon. Mit grossem Behagen schaut dann der zornentflammte König aus seinem Zelte dem tollsten Schlachten und Morden zu und belohnet stolz jeden wütendsten Krieger mit Gold und Edelsteinen, der dem bekriegten Gegenteile irgendeinen grössten und empfindlichsten Schaden hatte zufügen können.

82,5. Wenn ein solcher König seinen Beleidiger schon nahe bis aufs letzte Hemd beraubt hat mit seiner überwiegenden Macht, so ist ihm das noch viel zu wenig! Ihn selbst will er vor sich noch auf das allergrausamste martern sehen! Dagegen nützet kein Bitten und kein Flehen etwas. Und ist der Beleidiger auch vor des stolzen Königs Augen unter den peinlichsten und schmerzlichsten Martern gestorben, so wird dessen Fleisch noch dazu allergrässlichst verflucht und den Raben zum Frasse ausgestreut, und nimmer kehrt in das diamantene Herz eines solchen Königs irgendeine Reue zurück, sondern der Zorn oder die glühende Wüste Afrikas bleibt, einem jeden gleichfort den fürchterlichsten Tod bringend, der es je wagen sollte, auch nur der Stelle, wo irgend der stolze König stand, nicht die höchste Ehre zu bezeigen.

82,6. Ein solcher König hat freilich wohl auch noch eine Seele; aber wie sieht diese aus? Ich sage es dir: ärger denn die glühendste Stelle der grossen Sandwüste Afrikas! Meinst du wohl, dass solch eine Seele je zu einem Fruchtgarten der Himmel Gottes wird umgewandelt werden können? Ich sage es dir: Tausendmal eher wird Afrikas Wüste die herrlichsten Datteln, Feigen und Trauben tragen, denn solch eine Seele auch nur einen kleinsten Tropfen der himmlischen Liebe!

82,7. Daher hütet euch alle vor allem vor dem Hochmut; denn nichts in der Welt zerstört die Seele mehr als der stets zornschnaubende Hochmut und Stolz! Ein immerwährender Rachedurst ist gerade also sein Begleiter, wie der ewige und unlöschbare Regendurst der grossen, glühenden Sandwüste Afrikas steter Begleiter ist, und alles Getier, das seine Füsse auf diesen Boden setzt, wird ebenfalls nur zu bald von derselben Plage ergriffen, so wie die Dienerschaft des Stolzen am Ende selbst ganz ungeheuer stolz und auch rachedurstig wird. Denn wer dem Stolze ein Diener ist, muss ja am Ende selbst stolz werden; wie könnte er sonst dem Stolzen ein Diener sein?!”

Kapitel 83 – Die Erziehung zur Demut

83,1. (Der Herr:) “Wie aber kann sich denn ein Mensch vor dieser allerbösesten Leidenschaft verwahren, da doch in einer jeden Seele der Keim dazu vorhanden ist und schon gar oft bei den Kindern einen beträchtlichen Wucherhöhepunkt erreicht hat? Durch die Demut allein ist dieses möglich!

83,2. Und es ist auf dieser Erde eben darum die Armut so überwiegend gross vor der Wohlhabenheit der Menschen, um dadurch den Hochmut gleichfort am scharfen Zügel zu haben. Versuche du, einem ärmsten Bettler eine Königskrone aufzusetzen, und du wirst dich alsbald überzeugen, wie seine frühere Demut und Geduld mit mehr denn Blitzesschnelle verdampft sein wird. Und es ist darum sehr gut, dass es sehr wenig Könige und sehr viele demütige Bettler gibt.

83,3. Eine jede Seele hat, angestammt von Gott aus, dessen Idee und Wille sie ist, ein Hoheitsgefühl, dessen Dasein man schon an der Kinder Schamhaftigkeit gar wohl merken kann.

83,4. Das Schamhaftigkeitsgefühl der Kinder ist eine Empfindung der Seele, sowie sie sich einmal zu fühlen anfängt, durch die sich stumm die Unzufriedenheit kundgibt, da sich die Seele als ein Geistiges mit einem plumpen und ungefügigen Fleische umkleidet sieht, dessen sie ohne Schmerzen nicht los werden kann; je zarter und sensitiver der Körper einer Seele ist, desto stärker wird auch ihr Schamhaftigkeitsgefühl sein. Wenn nun ein rechter Erzieher der Kleinen es versteht, dieses unvertilgbare Gefühl zur rechten Demut zu lenken, so schafft er aus diesem Gefühle dem Kinde einen Schutzgeist und stellt es auf den Weg, auf welchem fortwandelnd es leicht zur frühen geistigen Vollendung gelangen kann; aber eine nur ein klein wenig schiefe Leitung dieses angestammten Gefühls kann sogleich auf den Hochmut und Stolz hinüberlenken.

83,5. Das Schamhaftigkeitsgefühl in den sogenannten Kinderehrgeiz hinüberzulenken, ist schon hoch gefehlt; denn da fängt ein Kind gleich an, sich als ein vorzüglicheres zu denken denn ein anderes. Es wird leicht beleidigt und gekränkt und weint darum ganz bitterlich; in diesem Weinen gibt es klar und deutlich kund, dass es in seinem Hoheitsgefühle von jemand verletzt worden ist.

83,6. Suchen nun schwache und sehr kurzsichtige Eltern das beleidigte Kind dadurch zu besänftigen, dass sie, wenn auch nur zum Scheine, den Beleidiger des Kindes zur Verantwortung und zur Strafe ziehen, so haben sie bei dem Kind schon den ersten Keim zur Stillung des Rachedurstes gelegt; und so die Eltern ihr Kind gleichfort auf dieselbe Weise besänftigen, so erziehen sie aus demselben nicht selten einen Teufel für sich und für viele andere Menschen. Wo aber die Eltern klug sind und dem Kind schon frühzeitig stets den grösseren Wert in den andern Menschen und Kindern erschauen lassen und so das Schamhaftigkeitsgefühl in eine rechte Demut hinüberlenken, da werden sie aus ihren Kindern Engel ziehen, die später als wahre Lebensvorbilder den andern, gleich den schönsten Sternen in der Nacht des Erdenlebens, voranleuchten und sie erquicken werden mit ihrer Sanftmut und Geduld.

83,7. Da aber Kinder nur selten eine solche Erziehung erhalten, durch die ihr Geist in ihrer Seele erweckt würde, so hat dann der erwachsene und zur reineren Erkenntnis gelangte Mensch vor allem darauf zu sehen, dass er sich der wahren und rechten Demut befleissige aus allen seinen Kräften. Bevor er nicht den letzten Rest eines Hochmutsgefühles getilgt hat, kann er weder hier noch jenseits in eine völlige Vollendung des rein geistigen Himmelslebens übergehen.

83,8. Wer da sich selbst erproben will, ob er in der Demut ganz vollendet ist, der frage sein Herz, ob er noch durch irgend etwas beleidigt werden kann, und ob er seinen grössten Beleidigern und Verfolgern leicht aus vollem Herzen vergeben kann und Gutes tun denen, die ihm Arges zugefügt haben, ob er gar keine Sehnsucht nach irgendeiner Weltherrlichkeit dann und wann fühlt, ob es ihm angenehm ist, als der Geringste unter den Geringen sogar sich zu fühlen, um jedermann in allem dienen zu können! Wer das alles ohne Trauer und Wehmut vermag, der ist schon hier ein Einwohner der höchsten Himmel Gottes und wird es bleiben in Ewigkeit; denn durch solch eine gerechte Demut wird nicht nur die Seele völlig eins mit ihrem Geiste, sondern auch zum grössten Teile der Leib.

83,9. Daher wird solch ein Mensch den Tod des Leibes auch nie fühlen und schmecken, weil der gesamte ätherische Leibesteil – als der eigentlich naturlebige – schon diesseits mit der Seele und ihrem Geiste unsterblich geworden ist.

83,10. Durch den physischen Tod wird nur das gefühl- und leblose Schattenwerk von der Seele abgelöst, was der Seele kein Bangen und keinen weiteren Schmerz verursachen kann, weil alles Gefühlslebendige des Leibes sich schon lange ganz mit der Seele geeinigt hat; und alsonach kann ein so vollendetgestaltiger Mensch denn auch den Abfall des ohnehin immer gefühllosen und somit toten, äussern Schattenleibes ebensowenig verspüren, als so man seinem Leibe bei dessen vollen Naturlebzeiten die Haare abschneidet oder die Nägel, wo sie übers Fleisch hinausgewachsen sind, oder den Wegfall einer Hautschuppe, die sich hie und da von der ohnehin unfühlbaren Oberhaut des Leibes ablöst. Denn was am Leibe nie ein Gefühl hatte, das kann auch beim gänzlichen Austritt der Seele aus dem Leibe keine Empfindung haben, weil alles Empfindsame und Lebendige des Leibes sich zuvor schon ganz mit der Seele vereinigt hat und mit ihr nun ein Wesen ausmacht, das nimmer von ihr getrennt wird.

83,11. Du sahst jetzt, was die rechte Demut ist, und was sie bewirkt, und so wirst du dich in der Folge dieser Tugend befleissigen! Wer nun dies dir von Mir Gesagte getreust befolgt, der wird sich in sich selbst überzeugen, dass diese leichtfasslichen Worte, wenn auch ohne allen rednerischen, leeren Prunk gegeben, nicht von einem Menschen, sondern von Gott herkommen. Und wer danach lebt und handelt, der wandelt auf dem rechten Wege zur wahren innersten, geistigen Lebensvollendung. – Nun aber sage du Mir auch, ob dir das alles wohl so ganz klar und einleuchtend geworden ist!”

flagge en  The Path to Eternal Life… Jesus explains

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 4… Chapters 78 to 83
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Path to Eternal Life Jesus explains…

Chapter 78 – The path to eternal life

The Lord says…

78,1. To Zorel’s great astonishment I now say to him: “Whoever remorsefully confesses his weaknesses and repents in the true, living meekness of his heart is dearer to Me than ninety-nine righteous men who have never needed to do penance. Therefore, come to Me, My penitent friend, for the correct feeling of humility now dominates you, and I prefer this to the attitude of the righteous ones who, from the beginning of time, have called out in their hearts: ‘Hosanna, God on high, as we have never desecrated Your holy name by knowingly and willingly committing a sin!’ They do say that and have the right to do so; but they also look down upon a sinner with judgmental eyes and flee from his presence like the plague.

78,2. They may be compared to physicians who enjoy perfect health but who are reluctant to attend a sick person calling for help for fear of catching the disease themselves. Is it not true that a physician who is not afraid of any disease and hurries to every sick person who calls him, is to be preferred and is more worthy of respect? Even if he occasionally catches a disease, he is unconcerned and continues to help the sick as well as himself. This is how it should be.

78,3. Therefore, come to Me now and I shall show you what My disciple could not, namely, the sole, true way of life and love as well as the true wisdom which flows from love.”

78,4. Encouraged by My words, Zorel took heart and walked slowly towards Me.

78,5. When he was standing before Me, I said: “My Friend, the path leading to the life of the spirit is beset with thorns and narrow. This means that you must bear with patience and meekness all the hurtful, bitter and disagreeable things that people will do to you in this life; and if someone wrongs you, you must not repay him in the same way, but turn the other cheek and you will, in so doing, pile up glowing embers above his head. If a man strikes you, do not pay him back in the same coin, but rather accept another blow from him, so that there is and will be peace and harmony between you for the heart can only develop and the spirit can only grow within the soul where there is peace.

78,6. Do not refuse anyone a service or a gift, provided that the request does not conflict with God’s commandments or the laws of the state, a judgment you will be quite capable to make.

78,7. If someone should ask for your coat, let him also have your cloak so that he may recognize you as a disciple of the school of God. If he does recognize this, he will leave you the cloak; if he takes it, his cognition is still extremely weak and you should not be sorry about the cloak but rather regret that a brother has not yet recognized that the proximity of the Kingdom of God is a reality.

78,8. With one who asks you to walk for an hour with him, walk for two, so that your willingness may testify to the school from which one must come who possesses such a high degree of self-abnegation. In this way even the deaf and blind will receive he correct signals to be able to realize the impending approach of the Kingdom of God.

78,9. The fact that you are all My disciples will be recognized from your works and actions, for it is easier to preach than to do the right thing. But what use is the idle word if it is not given life by a deed? What use are the finest thoughts and ideas to you if you lack the capacity ever to put them into practice? Thus, the finest and truest words are useless if you do not even have the will to express them in deeds. Action alone is of value while thoughts, ideas and words are worthless unless they are put to practical use in some way. Therefore, everyone who can preach well must also act in the right way, or his preaching is as worthless as an empty nutshell.”

Chapter 79 – On poverty and brotherly love

79,1. (The Lord:) “There are in this world a great many dangers which beset the soul. On the one hand, you have poverty and conceptions of “mine” and “thine” become progressively more ill-defined the more someone is oppressed by it. Therefore, never allow poverty to spread among the people if you wish to walk in safety.

79,2. He who is already poor should ask his more prosperous brothers for help if necessary. If he finds them to be hard-hearted, let him turn to Me and he shall be helped. Poverty and deprivation are no excuse for theft and robbery and even less for killing the victim of a robbery. He who is poor, now knows where to turn.

79,3. Although poverty greatly plagues people’s lives, it nevertheless shelters within it the noble germ of meekness and true modesty and will therefore always remain among mankind Even so, the rich should not let it grow too powerfully or they will be in great danger here as well as one day in the hereafter.

79,4. As for the poor in your midst, I say this to all of you: You need not give them so much that they, too, become rich, but you must not let them suffer want. Help those whom you see and know, fairly and according to their needs. There will still be many in this wide world who will be terribly poor and suffer extreme want. However, you do not know them and do not hear their cries of anguish. I do not therefore make you responsible for them, only for those whom you know and who might come to you for help.

79,5. Anyone among you who will befriend the poor from the depth of his heart, will also find me to be a friend and a true brother who gives well-timed and lasting help and he will not have to learn inner wisdom from another wise man, as I shall pour it in abundance into his heart. He who loves his nearest poor brother as himself and does not cast out a poor sister regardless of her race or age, will find that I shall always come to him and reveal Myself faithfully to him. I shall speak to his spirit, which is love, and My words will fill his entire soul. Whatever he may then in future say or write will have been spoken or written by Me for the rest of time.

79,6. The soul of a hard-hearted man will, however, be seized by evil spirits who will destroy it and transform it like the soul of an animal. This is how it will then appear in the hereafter.

79,7. Give willingly and generously, for as you give so shall you also receive. A hard heart will not be penetrated by the light of My grace, but darkness and death with all its terrors shall dwell within it.

79,8. However, a gentle and soft heart will easily be penetrated by the light of My grace which is of an extremely delicate and gentle nature. Then I Myself shall enter such a heart with the abundance of My love and wisdom.

79,9. This you should well believe. For the words that I am now speaking to you are life, light, truth and completed actions. Their reality is obvious to anyone who turns to them.”

Chapter 80 – On carnal lust

80,1. (The Lord:) “We have now looked at poverty and the dangers that may arise if it is allowed to gain too much ground; but we have also seen what can be done to prevent this and what advantages a person can gain who follows My advice to you all. Now this nuisance and annoyance has been dealt with, we shall proceed to another field which, although quite different, is still closely connected with the former. It is the lust of the flesh.

80,2. This is more or less the main evil for all of mankind. Nearly all physical ailments originate from this lust and definitely all the maladies of the soul.

80,3. Man finds it easier to abstain from any other sin but this one as the other sins have only external motivation whereas this sin has the compulsion within itself as well as in the sinful flesh. You should therefore avert your eyes from the tempting dangers of the flesh until you can exercise control over your own flesh.

80,4. Protect your children from the first fall from grace so that they may keep their chastity, and they will easily master their flesh as adults. However it only takes one small oversight and the evil spirit of the flesh will have taken possession. No devil is harder to drive out than the devil of the flesh. This end can only be achieved through an excess of fasting and praying.

80,5. Therefore, beware of exciting the little ones and of arousing their flesh by adorning them in too much finery. Woe betide anyone who offends in this way against their nature! Truly, it would be better for him if he had never been born at all!

80,6. I Myself shall punish offences against the sacred nature of the young with all the power of My wrath. For, once the flesh has been weakened, the soul lacks a firm foundation and it can not progress satisfactorily towards perfection.

80,7. What a major task it is for a weak soul to heal its fragile flesh and make it whole and unscarred again! How much fear it must often withstand when it realizes the fragility and weakness of its flesh, its earthly dwelling. Where does the responsibility lie? Insufficient control of the children and the many distractions the little ones are subjected to in various ways.

80,8. The deterioration of moral standards is always worse in the cities than it is in the country. As My disciples you must draw people’s attention to this and point out to them the many evil consequences that will follow if the citadel of the flesh is breached too early in life. Many will heed your warning, and as a result there will be healthy souls in which the spirit can be awakened much more easily than is now the case in many instances.

80,9. Consider the blind, the deaf, the cripples, the sufferers from leprosy and palsy, and look also at all the children suffering from every kind of affliction, all of them as a result of a premature loss of bodily inhibition!

80,10. A man should not touch a virgin before he is twenty four years old – you know how this is mainly to be understood – and the virgin should be eighteen, or at least a mature seventeen. Before this time she is not properly developed, and if she is touched too early by a lustful man, her flesh loses its resolve, her soul weakens and fills with passion.

80,11. It is hard enough to heal the damage to the flesh of a man, but very much more difficult to restore a maiden if her flesh has been broken before its due time. Firstly, she will not easily bear completely healthy children and, secondly, her desire for intercourse will grow week by week and she may easily end up as a wanton, a disgrace to the human race, reflecting badly not so much on the woman herself but rather on those whose carelessness has brought her to this sorry state.

80,12. Woe betide the man who takes advantage of a virgin’s poverty to invade and break her flesh! It would certainly be better for him, too, if he had not been born. Even he who sleeps with an already corrupt wanton instead of trying to turn her away from her ruinous path and to help her return to the right one, I will one day subject to severe judgment on many counts; to attack a healthy person physically is by no means as sinful as to mistreat a cripple.

80,13. A man who has slept with a fully mature and healthy maiden has also sinned, but there is not much harm done, especially if both partners are in good health, and the punishment in such a case is a lesser one. But if a man does this purely out of lust – even if the virgin is fully mature – without begetting a child, as he would do with a harlot, then he will be sentenced to twice the punishment. To do that with a harlot, however, incurs a punishment which is ten times as severe.

80,14. For a harlot is a maiden who is completely ruined and broken in her flesh as well as in her soul. Whoever tries to help her out of her great misery with an honest heart that is faithful to Me, he shall one day be great in My Kingdom. But anyone who sleeps with a harlot for money, thus making her even worse than she was before, shall one day receive the reward that every malicious killer is destined to receive in the bottomless pit that has been prepared for all the devils and their servants. {Rev. 21 8}

80,15. Woe betide the land and the city where prostitution is practiced, and woe betide the world where this great evil has gained ground! I shall set up tyrants to rule these countries and cities, and they will be instructed to oppress people with burdens in excess of their powers so that their flesh will suffer starvation and be compelled to refrain from the most heinous act a man can commit against a fellow human being.

80,16. However, a harlot shall lose all honour and respect, even with those who have contemptibly used her for money, and her flesh shall be inflicted with all kinds of diseases which are either incurable, or at least difficult to cure. If one of them should, however, mend her ways, I shall once more show mercy to her as well.

80,17. Furthermore, if a lewd person resorts to any other, unnatural means for the gratification of his desires, he will hardly ever be able to obtain satisfaction. Moses ordered death by stoning, and I do not completely reject this most severe punishment for such offences if committed by culprits who have fallen into the hands of the devil. My fatherly advice is howeverto remove these sinners from their communities, let them first of all suffer great misery at their place of banishment, and only when they return to the border of their homeland almost naked, take them back and place them in an institution devoted to the healing of souls. When they have proved their worth for some time, they may then re-enter their community; but if there remains the slightest trace of sensual inclinations, it is better to keep them under control for the rest of their lives, otherwise the decent people in a community may be corrupted by them.

80,18. You, Zorel, were not quite pure in this respect either; for even as a boy you were a shady character in many ways and set a bad example to your young companions. However, you cannot be made responsible for this because you did not receive an upbringing that would have guided you to the pure truth and would have shown you what is right according to God’s ordinance. You only began to understand what is right when, working in an advocate’s office, you became acquainted with the rights enjoyed by the citizens of Rome. From that time onward you were no longer an animal of a man, but you had a first-class ability to misconstrue the law so as to deceive your fellow man wherever possible. However, all that is now in the past and with your present mind-set you now stand before Me as a better man.

80,19. Nevertheless, I still notice a good deal of lewdness within you. I particularly draw your attention to this and advise you to take very good care in this respect. Once you have somewhat improved your circumstances, your very weak flesh, that has not as yet been cured of its fragility by a long way, will begin to stir and you will have considerable trouble in calming it down and finally, in healing its affliction completely. Therefore, be moderate in all things, for the seed of all lasciviousness lies in excess and intemperance! Do not be immoderate, avoid intemperance in eating and drinking, otherwise it will hardly be possible for you to keep control over your flesh.

80,20. We have therefore now covered the subject matter of the flesh, as far as is necessary for you. We now wish to enter another area in which you can also be considered an important player.

Chapter 81 – On right giving that is pleasing in the sight of God

81,1. (The Lord:) “This concerns the pure concept of what is mine and what is thine. Moses says: ‘You shall not steal!’ and again: ‘You shall not covet that which belongs to your neighbour, except when it is lawful to do so!’ {Ex. 20 15} {Ex. 20 17}

81,2. If you honestly purchase something from your neighbor, it is then your lawful possession before all men. But to take something secretly from a person against his will is an offence against God’s ordinance as handed down to the people through Moses, as such an action is clearly in conflict with love of one’s neighbor. What you would not wish another to do to you, you should equally not do to your fellow man.

81,3. Theft usually originates from self-love which encourages indolence, a taste for good living and inactivity. From this point a certain despondency develops, cloaked by a kind of arrogant shyness, which does not allow one to agree to a somewhat embarrassing request, but is more comfortable with secret larceny or theft. Thus, there are a great many character faults which support theft, the most obvious of which is overdeveloped self-love. This malady of the soul can always best be counterbalanced by active love for one’s fellow-men.

81,4. It is understandable that you are now thinking: ‘It would be easy enough to practice love for your fellow man if only you always had the necessary means to do so. But in every hundred people there are seldom more than ten whose circumstances would allow them to exploit this splendid virtue; the other ninety are usually those on whom the wealthy are supposed to practice their benevolence. However, if stealing can only be successfully curbed by the active love of one’s fellow men, the ninety poor folk will hardly be able to refrain from it completely since they lack the means to use this virtue in a very effective way.’

81,5. From an intellectual viewpoint your thinking is quite correct and no one can object to it on rational grounds. However, the heart speaks a different language, and this says: Charity is not only evidenced by gifts, but rather by all kinds of good deeds and honest services which must not, of course, lack good-will.

81,6. Good-will is the life and soul of a good deed; without it even the most positive one would be valueless before the tribunal of God. However, if you do not possess any means, but have the honest good-will to wish to help your neighbour when you see or find him in some difficulty and your heart is troubled because you are unable to help him, then your good-will is worth much more before God than some other person’s deed which he has had to be enticed in one way or another to perform.

81,7. If a rich man has helped an impoverished community to regain its feet because it has promised to pay him tithes or show him subservience once it has financially recovered, his good deed is worth nothing before God, for he has already reserved his reward for himself. What he has done, any usurious miser would have done for profit.

81,8. This example shows you that anyone, rich or poor, can act charitably before God and to benefit his own inner, spiritual life. The important factor is the existence of true positive good-will so that the donor is unreservedly prepared to do whatever he can.

81,9. However, good-will alone would not be worth much if you were quite wealthy, were not lacking in good-will, but had too much regard partly for yourself, partly for your children, other relatives or other contingencies. If you therefore were to fail to help the one needing charity sufficiently, or perhaps not at all, for one of these reasons or simply because one can not always know whether or not the supplicant might be a lazy scamp unworthy of the help required. Thus, one would only be supporting an idle scoundrel while a more worthy person might not receive support. If a more eligible one should appear you would have the same doubts, for it is impossible to know for certain whether one or the other is truly worthy of help.

81,10. Yes, my friend, a man of good-will who even with the best intentions has doubts whether or not to do some unusual good work does not yet enjoy a proper life style by a long way. In his case therefore neither his good will nor his good deeds count for very much before God. Where there are the means, the good will and the deeds must be in balance, or the one reduces the value of the other and the validity of both before God.

81,11. Whatever you do or give should be done or given with a joyful heart as a kind giver or helper is worth twice as much before God and is that much nearer to his spiritual perfection.

81,12. For the heart of a kind benefactor is comparable to a fruit which ripens easily and before its time because it contains an abundance of warmth within it. This is essential for the ripening of a fruit, since warmth holds the element of life, which is love.

81,13. The willingness and kindness of the giver and helper therefore represents that highly commendable full development of the correct inner, spiritual warmth of life thanks to which the soul matures more than twice as quickly to achieve total spiritual integration into its being. This must be so, since it is this very warmth that represents the migration of the eternal spirit into the soul and this relocation in turn results in a progressive increase in their similarity.

81,14. The most dedicated giver and benefactor is the more distant from true, inner spiritual perfection of life, the more surly or lacking in compassion he is when giving or helping. Such an unkind and surly attitude still reveals materialistic, worldly elements and is therefore much more remote from the pure heavenly element than a joyful and friendly one.

81,15. Nor should you accompany your charity with admonitions which are serious and may often be bitter. These words may cause the poor brother great sadness and a longing not to be obliged to accept any more charity from a benefactor who keeps reprimanding him with a serious face. Besides, such ill-timed words of censure often make the benefactor feel a little superior and the recipient is humiliated and even more conscious of his own poverty by comparison with the benefactor’s wealth. Under such circumstances it becomes far harder to receive than to give.

81,16. He who has wealth together with good-will gives easily but the poor recipient of his charity is, even with the most friendly of donors, afraid to be a burden to his benefactor because of his poverty. How much more must he be troubled if the benefactor adopts a sullen face and offers a string of wise reprimands before his act of generosity. His manner could make any future approach much more difficult because the second time round the recipient could expect even wiser, more prolonged and more emphatic censure, as much as to say: ‘Be sure not to return here too soon – or even ever again!’, although the benefactor may not even have remotely thought this way.

81,17. A willing and friendly giver is by far preferable to a sullen preacher because he comforts and gladdens the heart of the poor person and makes him feel grateful. It also fills him with loving and wholesome trust in God and in people, and his otherwise heavy yoke becomes a much lighter burden which he can then bear with more patience and resignation than before.

81,18. A safe and inviting harbour is to a seaman on a stormy sea the same as a cheerful and kindly benefactor is to a poor, needy brother. A sullen benefactor is however like a partly sheltered bay that protects the ship from running aground, but keeps the skipper in a state of anxious tension wondering whether, after the storm abates, the bay might possibly be swamped by a dangerous spring tide that could cause more damage than the storm on the high seas.

81,19. You now know all that God wishes you to know about the scope of God’s will regarding the attainment of true spiritual perfection, readily achievable through love for one’s fellow men. Act accordingly and you will reach the only true goal of life easily and without delay.”

Chapter 82 – Humility and arrogance

82,1. (The Lord:) “There is another most important attribute in life through which the clearest victory and the supreme goal of life can be achieved, namely, the full rebirth of the spirit within its soul. This attribute is the direct opposite of pride and arrogance and is called humility.

82,2. Every soul harbours a feeling of superiority and ambition which may, at the least provocation, produce an all-consuming inferno of passionate anger that can not be smothered or completely extinguished until it has even engulfed its source. This ugly passion destroys the soul and makes it materialistic to such an extent that it becomes more unfit as a vehicle to reach inner, spiritual perfection than the hot sand of Africa’s great desert is unsuitable to quench a thirst.

82,3. Because of the passion generated by miserable arrogance, the soul finally becomes like hot desert sand in which even the most primitive moss plant can not grow, let alone any other juice-laden or more desirable plant. So it is with the soul of an arrogant person. Its raging fire scorches, consumes and destroys from the ground up, all that is noble, good and true in life. A thousand times a thousand years will elapse before Africa’s sand desert is transformed into friendly, richly blessed pastures. The sea will need to flood it repeatedly before that can happen.

82,4. Consider the example of a proud king who has been offended by his neighbour in some small way. His soul begins to burn intensely, flames of wrath shoot from his eyes, and his irrevocable solution is: “The most terrible revenge against the disrespectful offender.” The familiar very sad consequence is a devastating war in which hundreds of thousands must suffer because of their proud, overwrought king. The enraged ruler watches the slaughter and murder with great satisfaction and ostentatiously gives gold and gems as a reward to the most frenzied of his warriors who have caused his enemy particularly great and grievous harm.

82,5. Even if the king has robbed his critical opponent of nearly everything he possesses by exercising his overwhelming power, it is by no means enough for him! He insists on seeing him martyred in his presence in the most gruesome manner! No imploring or begging is of any use. And even if the offender has died in front of the king’s proud eyes under the most painful tortures, his flesh will then still be cursed in the most horrible manner and scattered as food for the ravens. Never will remorse touch the diamond heart of the king, while his rage persists or the African desert remains aglow. He will ever after inflict the most fearsome death on whoever should dare not to show the highest respect even for the place where the arrogant king is standing.

82,6. A king like this still has of course a soul; but what is it like? My response to you is: “Worse than the most fearsome place glowing in the sand of the great African desert! Do you consider that such a soul can ever be transformed into an orchard in God’s heaven? I say to you: “The desert in Africa will produce the most marvellous dates, figs and grapes a thousand times sooner than a soul like that will receive even the smallest droplet of divine love!

82,7. All of you should therefore beware of arrogance above all. Nothing in the world is more destructive of the soul than arrogance and pride constantly snorting with rage! An ever-present thirst for revenge is its companion, just as the everlasting and unquenchable thirst for rain is the constant companion of the great, glowing African desert where all the animals who walk on its surface are also quickly attacked by the same torment. In the same way, the servants of the arrogant king will finally also become immensely proud and thirsty for revenge. One who serves an arrogant master, must in the end become arrogant himself; how otherwise could he be his servant?!”

Chapter 83 – Education for humility

83,1. (The Lord:) “But how can a person protect himself against this most evil of all passions, since its seed is present in every soul and it quite often becomes noticeably excessive in children? Only through humility is this possible!

83,2. This explains why there is predominantly much more poverty than wealth among mankind on this earth with the effect that arrogance is kept on a tight rein right from the start. Just try to crown the very poorest beggar as king and you will be convinced that his former humility and patience have evaporated with the speed of lightning. It is therefore wise that there are only very few kings and very many humble beggars.

83,3. Every soul which has its origin in God as His concept and His will, possesses a feeling of majesty, the presence of which can already be seen in a child’s bashfulness.

83,4. The shyness in children stems from their soul, as it begins to become conscious of itself, and it is through it that it reveals its unspoken dissatisfaction at finding itself as a spiritual being clothed in heavy and cumbersome flesh from which it can not free itself painlessly. The more tender and sensitive the nature of a soul, the greater will be its feeling of bashfulness. If someone experienced in children’s upbringing knows how to channel this indestructible emotion into proper humility, he creates in this attribute a guardian angel for the child and sets it on the right path. By following that path it can then easily attain early spiritual perfection. However, the smallest deviation in the path taken by this inherited emotion can immediately lead to arrogance and pride.

83,5. It is already a great mistake to convert this feeling of bashfulness into so-called childish ambition, as it makes a child regard itself as someone who is better than others. The child is easily hurt and offended and cries bitterly, its tears clearly revealing that somebody has offended its sense of dignity.

83,6. If weak and short-sighted parents then seek to appease the hurt child even only by a pretence of allocating responsibility and punishment to the person who hurt it, they thereby plant in their child the first seed requiring it to gratify a thirst for revenge. If the parents then continue to appease their child, they frequently create a devil to plague themselves and many others. Where, however, the parents are wise and start early to show their child the greater value in other people and other children, thus channeling the feeling of bashfulness into proper humility, they will then raise their children as little angels who will stand out as true examples to others, like beautiful stars in the night sky, and will be a comfort to them with their gentleness and patience.

83,7. However, as it seldom happens that children are brought up in such a way that the spirit is awakened within their soul, a person, when he has grown up and gained pure cognition, must above all strive to attain true humility. Unless he has rid himself of the last trace of arrogance, he will be unable to achieve, whether in this world or in the next, the full perfection of pure spiritual heavenly life.

83,8. Whoever may wish to examine himself as to whether he is already perfected in his humility, let him ask his heart if he can still be offended by anything at all; or if he could easily and from the depth of his heart forgive his greatest critics and enemies and do good to those who have harmed him; or if he does not now and then long for some worldly status; or finally if he enjoys feeling himself to be the lowest of the low so as to be able to serve everybody in every way. He who is able to do all that without regret or sorrow is already, here in this world, dwelling in God’s highest Heaven and will remain in this state for ever. For through such humility not only does the soul unite completely with its spirit but also for the most part with the body.

83,9. Such a person will therefore never feel or taste the death of his body, for all the ethereal part of his body – the part which has true natural life – has already become immortal on this earth together with the soul and its spirit. {John 8 52}

83,10. Physical death will only separate the senseless and lifeless shadow substance from the soul, a process which can not cause the soul any fear or further pain, because everything which feels alive in the body has long ago become united with the soul. Therefore a perfected person can not feel anything at all after discarding the outer shadow substance, which is anyway always insensitive and therefore dead, just as a living person can not feel anything when his hair or fingernails are cut on his body where they grow from the flesh; or if he loses a scale from his skin, which may have become detached from the outer surface and is already without feeling. Those parts of the body which have never possessed a sense of feeling, can also not have feelings when the soul completely exits the body, because everything within the body which is alive and endowed with feelings, has already become completely united with the soul with which it now forms one entity which can never again be split asunder.

83,11. You have now seen what true humility is like and what it accomplishes; and so you will strive to acquire this virtue for the future. One who conscientiously follows my teaching will convince himself that these simple words, delivered without empty oratorical show, are not those of a man, but that they come from God. He who lives and acts accordingly will find himself on the right path to the true inner, spiritual perfection of life. However, tell Me now whether all that is clear and enlightening.”

Flag-chinese-standard-mandarin-270x180px  耶穌說… 這是我目前對你萊瑪 – 的永生之路

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耶穌說… 這是我目前對你萊瑪
的永生之路

約翰福音第四卷第七十八至八十三章

從耶和華透過內心的話向雅各伯

顯示耶穌解釋永生的道路耶穌解釋……

第七十八章通往永生的道路

耶和華說……

78,1。對於卓雷爾的驚訝,我現在對他說:“任何懺悔自己的軟弱和悔恨的人,在他心中的真正溫和的溫柔中,比從未需要懺悔的九十九個義人更重要。因此,我的懺悔的朋友,因為謙卑的正確感覺現在支配著你,所以我喜歡這樣的態度,從一開始,他們就從內心呼喚出了這樣的正義者:’讚美,神因為我們從來沒有褻瀆過你的聖名,因為他們明知並願意犯罪!他們確實這樣說,並有權這樣做;但他們也用藐視的眼光瞧不起一個罪人,像瘟疫一樣逃離他的存在。

78,2。他們可能與那些享有完美健康,但不願意去看病的人呼籲幫助,因為害怕自己感染這種疾病相比。是不是真的,一個不怕任何疾病的醫生,並且每一個呼喚他的病人都會受到歡迎,而且更值得尊重?即使他偶爾會感染一種疾病,但他並不關心,並會繼續幫助病人。這是應該的。

78,3。因此,現在到我這裡來,我將告訴你我的門徒所不能做到的,即唯一的,真實的生活方式和愛,以及從愛流出的真正的智慧。“

78,4。受到我的鼓舞,Zorel帶著自己的心向我慢慢走去。

78.5。當他站在我面前時,我說:“我的朋友,通向精神生命的道路是荊棘狹窄的。這意味著你必須耐心忍耐所有人會在今生對你做的傷害,痛苦和不愉快的事情;如果有人欺騙了你,你不能以同樣的方式報答他,但轉過去另一個臉頰,你會這樣做,在他頭上堆滿發光的餘燼。如果一個男人擊中了你,不要用同一枚硬幣支付他,而是接受他的另一個打擊,這樣你就會有和將會有和平與和諧,因為心只能發展,精神只能在有和平的靈魂。

78,6。不要拒絕任何人提供任何服務或禮物,前提是這項請求不與上帝的誡命或國家的法律相抵觸,這是一種你很有能力做出的判斷。

78.7。如果有人要求你的外套,讓他也有你的外套,以便他可以承認你是上帝的學校的門徒。如果他確實認識到這一點,他會給你披上斗篷;如果他接受了,他的認知能力仍然非常弱,你不應該為這件斗篷感到遺憾,但是遺憾的是,一個兄弟還沒有意識到上帝王國的鄰近是一個現實。
78.8。有一個人要你跟他走一個小時,走兩步,這樣你的意願就可以證明那個擁有如此高度自我禁錮的人必須來的學校。這樣,即使聾啞人也會接受他正確的信號,以便能夠實現上帝王國即將來臨的進路。

78,9。你們都是我的門徒這一事實將從你們的作品和行為中得到承認,因為傳道比做正確的事更容易。但是,如果它沒有被行為賦予生命,那麼閒置的詞有什麼用呢?如果你缺乏實施這些能力的能力,對你來說最好的想法和想法有什麼用?因此,如果你甚至沒有意願來表達他們的行為,那麼最好的和最真實的話是無用的。只有行動是有價值的,而思想,想法和言語是毫無價值的,除非它們以某種方式得到實際應用。因此,任何能夠傳道的人都必須以正確的方式行事,否則他的講道就像一個空洞的一樣毫無價值。“

第79章 – 關於貧窮和兄弟之愛

簡陋小說79,1。(主:)“在這個世界上有許多危險困擾著靈魂。一方面,你有貧窮,而“我的”和“你的”的概念越來越模糊,越是有人受到它的壓制。因此,如果你想走上安全的道路,絕不能讓貧窮在人民中間傳播。

79.2。如果有必要,那些已經貧窮的人應該問他更富裕的兄弟們。如果他發現他們心地善良,讓他轉向我,他會得到幫助。貧困與貧困不是盜竊和搶劫的藉口,更不是殺害搶劫的受害者。貧窮的人現在知道該往哪裡轉。

79.3。儘管貧困極大地困擾著人們的生活,但它仍然保留著溫順和真正謙虛的高尚細菌,因此始終保持在人類中。即使如此,富人也不應該讓它過於強大地生長,否則他們將在這里處於極大的危險之中。在未來的某一天。

79.4。至於你們中間的窮人,我對你們所有人說:你們不必給他們太多,他們也會變得富有,但是你們絕不能讓他們受苦。公平地根據他們的需求幫助那些你所看到和認識的人。在這個廣闊的世界裡,仍然會有很多人會變得非常貧窮,並且遭受極度的匱乏。但是,你不了解他們,也不會聽到他們痛苦的哭聲。因此,我不會讓你對他們負責,只為那些你認識並可能會來找你尋求幫助的人。

79.5。你們中任何一個願意深入內心深愛窮人的人,也會發現我是一位朋友和一位真正的兄弟,能夠給予適時和持久的幫助,他不必從另一個智者那裡學習內在的智慧,就像我會大量地傾注在他的心中。愛自己最親近的可憐的兄弟,不管她的種族和年齡,都不會拋出一個可憐的妹妹,他會發現我會一直走到他身邊,忠實地向他展示自己。我會說出他的精神,那就是愛,我的話語將會充滿他的靈魂。無論他將來如何說或寫都會在我剩下的時間裡由我說出或寫出來。

79,6。但是,一個狠心的人的靈魂會被邪惡的靈魂抓住,他們會毀滅它並像動物的靈魂一樣轉變它。這就是它將在未來出現的方式。

79,7。願意和慷慨地給予,因為當你給予時,你也會接受。一顆堅硬的心不會被我的恩典的光所擊穿,但黑暗和死亡以及其所有的恐懼都要住在它裡面。

79.8。然而,溫柔的心靈很容易被我的恩典的光芒所滲透,這是一種非常微妙溫柔的天性。然後,我將以豐富的我的愛與智慧進入這樣一顆心。

79,9。這你應該相信。因為我現在對你說的話是生命,光明,真理和完成的行動。對於任何轉向他們的人來說,他們的現實是顯而易見的。“

第80章 – 對肉體慾望

80,1。(主)“我們現在已經看到了貧困和可能出現的危險,如果它被允許獲得太多的土地;但我們也看到了可以採取什麼措施來防止這種情況發生,以及一個人可以獲得什麼樣的優勢,誰能遵循我的建議給大家。現在討論這種滋擾和煩惱,我們將進入另一個領域,雖然它有很大的不同,但仍然與前者密切相關。這是肉體的情慾。

80.2。這或多或少是全人類的主要罪惡。幾乎所有的身體疾病都源於這種慾望,絕對是靈魂的所有弊端。

80,3。人類認為放棄任何其他的罪更容易,但是這個罪與其他的罪只有外在的動機,而這個罪本身以及罪惡的肉體都有強制性。因此,你應該避開肉眼誘惑的危險,直到你能控制自己的肉體。

80.4。保護你的孩子免受恩典的墮落,以保持他們的貞潔,並且他們很容易掌握成年人的肉體。然而,它只需要一點小小的監督,肉體的邪靈就會佔有。沒有魔鬼比肉體的魔鬼更難驅逐出境。只有通過多餘的禁食和祈禱才能達到這個目的。

80.5。因此,要小心刺激小孩,並用太多的裝飾來裝飾他們的肉體。任何以這種方式冒犯他人本性的人都會受傷!真的,如果他從來沒有出生過,那對他會更好!

80.6。我自己會用我所有的憤怒的力量來懲罰那些年輕人神聖的本性。因為一旦肉體被削弱了,靈魂就缺乏堅實的基礎,並且不能令人滿意地朝著完美的方向前進。

80,7。對一個弱小的靈魂來說,治愈它脆弱的肉體,並使它整體再次不受傷害是一項重大任務!當它意識到它的肉體,它的塵世居所的脆弱性時,它必須承受多大的恐懼。責任在哪裡?對孩子的控制力不足以及小孩子以各種方式受到的許多分心。

80,8。城市道德標準的惡化總是比國內惡化。作為我的門徒,你必須引起人們對此的關注,並向他們指出,如果肉體的堡壘在生命中過早地被侵犯,將會帶來許多惡果。許多人會聽從你的警告,結果就會有健康的靈魂,在許多情況下,精神可以比現在更容易被喚醒。

80,9。考慮盲人,聾啞人,瘸子,患麻風病和麻痺的患者,還要看所有患有各種痛苦的孩子,所有這些都是由於過早失去身體抑制的結果!

80,10。一個男人在二十四歲之前不應該碰到一個處女 – 你知道這如何主要被理解 – 處女應該是十八歲,或者至少十七歲。在這段時間之前,她沒有得到很好的發展,如果她被一個好色男人牽得太早,她的肉體失去了決心,她的靈魂就會削弱並充滿激情。

80,11。要治愈對一個男人的肉體的傷害已經很難,但如果她的肉在適當的時間之前被打破了,那麼恢復一個女人就會變得更加困難。首先,她不會輕易承受完全健康的孩子,其次,她的性交慾望將逐週增長,她可能容易成為一種肆意的,對人類的恥辱,反映的不是女人本身,而是很多而不是那些粗心大意使她陷入這種遺憾狀態的人。

80,12。禍哉,利用處女的貧窮侵犯並割斷她的肉體的人!如果他沒有出生,那對他來說肯定會更好。即使是他已經貪婪的肆意妄想,而不是試圖讓她離開她的毀滅性的道路,並幫助她回到正確的道路上,我總有一天會在很多方面受到嚴厲的判斷;在身體上攻擊一個健康的人絕不會像虐待殘廢一樣有罪。

80,13。一個和一個完全成熟和健康的少女睡在一起的男人也犯了罪,但沒有造成太大的傷害,特別是如果雙方身體健康,並且在這種情況下的懲罰更少。但是,如果一個男人完全出於慾望 – 即使處女已經完全成熟 – 完全沒有生下一個孩子 – 就像他對待妓女一樣 – 然後他將被判處兩倍的處罰。然而,如果用妓女來做到這一點,則會受到十倍以上的懲罰。

80,14。因為妓女是一個完全毀了她的肉體和靈魂的女人。無論誰試圖用忠誠於我的誠實的心幫助她擺脫她的痛苦,他總有一天會在我的王國中變得偉大。但任何人為了金錢而睡覺,使她比以前更糟,有一天會得到每個惡意殺手注定要在為所有魔鬼和他們的僕人準備的無底洞中接受的獎勵。 {啟21 8}

80,15。墮落的土地和實行賣淫的城市正在褪色,這個偉大的惡魔已經崛起的世界正在褪色!我會設立暴君來統治這些國家和城市,他們將被指示壓迫人們,使他們的權力超過他們的負擔,這樣他們的肉體就會遭受飢餓,並被迫不採取人類可能犯下的極其惡劣的行為同胞人。

80,16。然而,妓女應該失去所有榮譽和尊重,即使是那些鄙視她使用金錢的人,她的肉體也會遭受各種無法治愈或至少難以治癒的疾病。然而,如果他們中的一個人應該修補她的方式,我還會再次對她表示憐憫。

80,17。此外,如果一個猥褻者採用任何其他不自然的方式來滿足他的慾望,他幾乎永遠不會獲得滿足。摩西通過石頭砸死了死刑,我並沒有完全反對這種罪行的最嚴厲的懲罰,如果這些罪行是由落入魔鬼手中的肇事者造成的。我父親的建議是,如何將這些罪人從他們的社區中除名,讓他們首先在他們流放的地方遭受巨大的痛苦,並且只有當他們幾乎赤身裸體地返回家園的邊界時,才會把他們放回專門的機構治愈靈魂。當他們證明了自己的價值一段時間後,他們可能會重新進入他們的社區;但如果仍然有絲毫的感官傾向,最好讓他們終身受到控制,否則社區中的正派人士可能會被他們腐化。

80,18。你呢,Zorel在這方面也不是很純粹,因為即使是一個男孩,你在許多方面都是一個陰暗的角色,並給你的年輕同伴樹立了一個壞榜樣。然而,你不能對此負責,因為你沒有得到一個能夠引導你接受真理的教養,並且會根據上帝的條例向你顯示什麼是正確的。你只是開始明白什麼是正確的,當你在一個律師事務所工作時,熟悉了羅馬公民享有的權利。從那時起,你不再是一個男人的動物,但你有一流的能力來曲解法律,以便在可能的情況下欺騙你的同胞。然而,現在過去的所有事情,以及你現在的想法,你現在都站在我面前,成為一個更好的人。

80,19。儘管如此,我仍然注意到你內心有許多猥褻。我特別提請你注意這一點,並建議你在這方面非常謹慎。一旦你的情況有所改善,那麼你的肌肉很脆弱,還沒有被很長一段時間的脆弱所治愈,它就會開始激化,你將會有相當大的麻煩來平息它,最後,為了完全治愈它的痛苦。因此,萬事萬物都要溫和,因為所有淫蕩的種子都是過度的,不節制的!不要無節制,避免吃喝上的不節制,否則你幾乎無法控制自己的肉體。

80,20。因此,我們現在已經涵蓋了肉的主題,盡可能為您所需要。我們現在希望進入另一個你可以被認為是重要球員的領域。

第81章 – 在上帝看來令人高興的權利賦予

81,1。(主:)“這涉及我的什麼是純粹的概念,什麼是你的。摩西說:’你不會偷!並再次說:’你不應該貪婪地認為屬於你的鄰居,除非這樣做是合法的! {防爆。 20 15} {例。 20 17}

81,2。如果你誠實地向鄰居購買東西,那麼這是你在所有人面前合法擁有的東西。但是,違背自己的意志偷取某人的東西,違背上帝的條例,是通過摩西傳給人民的,這種行為顯然與鄰居的愛相衝突。你不希望別人對你做什麼,你同樣不應該對你的同伴做些什麼。

81,3。盜竊通常起源於鼓勵懶惰的自愛,對良好生活和閒暇的品味。從這個角度來看,某種沮喪的情緒發展起來,被一種傲慢的羞怯掩蓋著,這種羞怯不允許人們同意某種尷尬的要求,但卻更加適應秘密盜竊或盜竊。因此,有很多支持盜竊的人物故障,其中最明顯的是過度發展的自愛。靈魂的這種疾病永遠可以通過對同胞的積極愛來最好地抵消。

81,4。可以理解的是,你現在在想:“只要你總是有必要的手段去實踐對你的同胞的愛,那就很容易了。但是每百人中,很少有十多人的情況允許他們利用這種輝煌的美德;另外九十個人通常是那些富人應該為之行善的人。然而,如果偷竊只能被同胞的積極愛情成功抑制,那麼九十個可憐的民族將難以完全克制,因為他們缺乏以非常有效的方式利用這種美德的手段。

81,5。從知識分子的角度來看,你的想法是非常正確的,沒有人能夠從理性的角度反對它。然而,心臟講的是不同的語言,這就是說:慈善不僅僅是禮物,而是各種善行和誠實的服務,當然這些服務當然不缺乏善意。

81,6。善意是善行的生命和靈魂;沒有它,即使是最積極的人在上帝的審判之前也是毫無價值的。但是,如果你沒有任何方法,但有誠實的善意,當你看到或遇到困難時想幫助你的鄰居,並且因為你無法幫助他而心煩意亂,那麼你的善意在上帝面前比其他人的行為更有價值,因為他必須以這種或那種方式來誘惑他們去表演。

81,7。如果一個富人幫助一個貧窮的社會重新站立起來,因為它曾經承諾向他支付十分之一,或者在財政恢復後向他表明他的服從,那麼他的善行在上帝面前是沒有價值的,因為他已經為自己留下了獎賞。他所做的一切,任何高利貸者都會為盈利而做。

81.8。這個例子表明,任何人,無論貧富,都可以在上帝面前行事慈善,並有益於他自己內在的精神生活。重要的因素是存在真正的積極善意,以便捐助者毫無保留地準備盡其所能。

81,9。然而,如果你很富有,善意並不缺乏善意,但是對於你自己,部分是為了你的孩子,其他親屬或其他意外事件,部分是為了你自己。因此,如果因為這些原因之一,或者僅僅是因為不能總是知道請求者是否是一個不值得所需幫助的懶惰的流氓,而無法充分幫助那個需要慈善的人,或者根本沒有幫助。因此,一個人只會支持一個閒散的流氓,而一個更有價值的人可能得不到支持。如果一個更符合資格的人應該出現,你會有同樣的疑惑,因為不可能確定他或她是否真的值得幫助。

81,10。是的,我的朋友,一個善意的人,即使懷著最好的意圖懷疑是否做一些不尋常的好工作,還沒有長期享受適當的生活方式。因此,在他的情況下,他的善行和善行都不在上帝面前。凡有手段的人,善意和行為必須平衡,否則就會降低另一方的價值和兩者在上帝面前的有效性。

81,11。無論你做什麼或給予什麼都應該做,或者以一個快樂的心作為一個善良的饋贈者或幫助者在神面前價值兩倍,並且更接近他的屬靈完美。

81,12。對於一位仁愛者的心臟來說,它與一種易於成熟的水果相媲美,因為它蘊含著豐富的溫暖。這是成熟果實的關鍵,因為溫暖是生命的元素,也就是愛。

81,13。因此,給予者和幫助者的意願和善意代表了對生命正確內在的精神溫暖的高度值得讚賞的全面發展,因為靈魂的成熟速度超過兩倍,以實現精神融合。這一定是如此,因為這代表了永恆精神向靈魂的遷移,而這種遷移反過來又導致其相似性逐漸增加。

81,14。最奉獻的奉獻者和恩人與生活中真正的,內在的精神完美性相距越遠,他給予或幫助時就會表現出同情或者缺乏同情心。這種不友善和乖巧的態度仍然揭示出物質主義的,世俗的因素,因此比純粹的天堂要素更加遠離歡樂友善的要素。

81,15。你也不應該陪伴你的慈善事業,這些事情是嚴肅的,可能經常是痛苦的。這些話可能會導致這位可憐的兄弟帶來極大的悲傷,並且渴望不再需要接受一位恩人的慈善,他一直以嚴肅的面孔譴責他。此外,這種不適時的譴責話語常常使恩人感覺有點優越,而受助者則被羞辱,甚至比恩人的財富更能意識到自己的貧困。在這種情況下,接受者比接受要難得多。

81,16。富有和善意的人可以很容易地得到,但是他的慈善機構的貧窮收入者即使是最友善的捐贈者也不願因為他的貧窮而成為他的恩人的負擔。如果恩人在他的慷慨行為之前採取一個陰沉的面孔,並提供一系列明智的譴責,他還有多難受。他的態度可能會使任何未來的方法變得更加困難,因為第二次接受者可能會期待更明智,更長時間和更強硬的責難,就像說:“一定不要過早回到這裡 – 或者甚至再次! ‘,雖然恩人甚至可能沒有這樣的遠程思考。

81,17。一個願意和友善的送禮者遠比一個沉悶的傳道人更可取,因為他安慰並高興窮人的心,並使他感激不盡。這也使他充滿對上帝和人民的愛和完全的信任,而他那種沉重的枷鎖成為一個輕得多的負擔,然後他可以承受比以前更多的耐心和辭職。

81,18。一個安全而溫馨的海港是一個在暴風雨海上的海員,就像一個歡快和善良的恩人一樣,是一個貧窮,困難的兄弟。然而,一個陰沉的恩人不過是一個部分遮蔽的海灣,它可以保護船舶免於擱淺,但是卻讓船長處於緊張的緊張狀態,想知道在風暴消退之後,海灣可能會被一股危險的大潮所淹沒,比公海風暴還要多。

81,19。你現在知道上帝希望你知道上帝意志的範圍,關於達到真正的屬靈完美,通過對同胞的愛可以實現。相應地採取行動,你會毫不遲疑地輕鬆達成生活的唯一真正目標。“

第82章 – 謙遜和傲慢

82,1。(主:)“生命中還有另一個最重要的屬性,通過它可以實現最清晰的勝利和生命的最高目標,即靈魂在靈魂內完全重生。這種屬性與驕傲和傲慢直接相反,被稱為謙卑。
82,2。每個靈魂都有一種優越感和野心,至少在挑釁的時候會產生一種充滿激情的地獄般的憤怒,在它甚至吞沒了它的根源之前,它們是無法被扼殺或完全消失的。這種醜陋的激情破壞了靈魂,使其變得物質化,以至於它變得不適合作為達到內在靈性完美的工具,而非非洲大沙漠的熱沙不適合解渴。

82,3。由於可憐的傲慢所產生的激情,靈魂終於變得像炎熱的沙漠沙,即使是最原始的苔蘚植物也無法生長,更不用說其他含有果汁或更理想的植物了。所以這是一個傲慢自大的人的靈魂。它的火焰燒焦,消耗和從頭開始破壞,所有這些都是高尚的,美好的和真實的。在非洲沙漠沙漠變成友好,豐富的牧場之前,千年一千年就要過去了。在這種情況發生之前,大海需要反复淹水。

82,4。考慮一個驕傲的國王的例子,他以某種小小的方式被鄰居冒犯了。他的靈魂開始激烈地燃燒,從他眼中射出憤怒的火焰,他的不可撤銷的解決辦法是:“對不敬的罪犯最可怕的報復。”熟悉的非常可悲的後果是一場毀滅性的戰爭,數十萬人必須因為他們驕傲,過度的國王。憤怒的統治者非常滿意地看著屠殺和謀殺,炫耀地給予金子和寶石作為對他的最瘋狂的戰士的獎賞,這些戰士造成了他的敵人特別嚴重和嚴重的傷害。

82.5。即使國王已經通過行使他的壓倒性權力搶奪了他擁有的幾乎所有的關鍵對手,但這對他來說絕對不夠!他堅持要以最可怕的方式看到他在他面前殉難!沒有任何懇求或乞求是有用的。即使罪犯在最痛苦的折磨下死在國王驕傲的眼前,他的肉仍然會以最可怕的方式遭到詛咒,並成為烏鴉的食物。當他的憤怒持續或非洲沙漠仍然發光時,決不會懊悔觸摸國王的鑽石心臟。無論誰也不敢對傲慢的國王站立的地方表現出最崇高的敬意,他將永遠追求最可怕的死亡。

82,6。像這樣的國王當然還有一個靈魂;但是它是什麼樣子?我對你的回應是:“比非洲沙漠中最可怕的地方更糟!你是否認為這樣的靈魂可以變成上帝天堂的果園?我對你說:“非洲的沙漠會產生最奇妙的日期,無花果和葡萄比這樣的靈魂快上千倍,甚至會得到最小的神聖之愛!

82,7。因此,所有人都應該提防傲慢。世界上沒有任何東西比傲慢和驕傲不斷地用憤怒哼哼更加破壞靈魂!復仇的永恆渴望是它的伴侶,正如永恆不滅的渴望渴望是非凡的發光的非洲沙漠的恆定伴侶一樣,所有在其表面行走的動物也受到同樣的折磨。同樣,傲慢國王的僕人最終也會變得非常自豪和渴望報復。一個傲慢主人的人,最終會變得傲慢自大;他怎麼能成為他的僕人?!“

第83章 – 謙卑教育

83,1。(主)“但是,一個人怎樣才能保護自己免受這種最邪惡的激情,因為它的種子存在於每一個靈魂中,而且在兒童中經常變得明顯過度?只有謙虛才有可能!
83.2。這就解釋了為什麼人類在這個世界上的貧困主要遠比財富多得多,其結果是傲慢從一開始就保持在一個嚴格的控制之下。試著把最貧窮的乞丐當作國王來加冕,你會相信他以前的謙卑和耐心已經以閃電的速度蒸發了。因此,明智的是,只有很少的國王和很多卑微的乞丐。

83,3。每一個起源於上帝的靈魂都是他的概念和意志,擁有一種威嚴的感覺,這種感覺在孩子的羞怯中已經可以看到。

83,4。孩子們的羞怯源於他們的靈魂,因為它開始意識到自己,並且通過它,它揭示了它的不言自明的不滿,因為它發現自己是一個精神層面,穿著沉重而繁瑣的肉體,無法無痛地釋放自己。一個靈魂的本性越溫柔,越敏感,就會有更大的羞怯感。如果有人在兒童成長過程中有經驗知道如何將這種不可摧毀的情緒轉化為適當的謙卑,那麼他就為這個孩子創造了一個守護天使,並將其設置在正確的道路上。通過遵循這條道路,它可以很容易地達到早期的精神完美。然而,這種遺傳情感所帶來的最小偏差會立即導致傲慢和自豪感。

83,5。把這種b feeling的感覺轉化為所謂的幼稚野心已經是一個很大的錯誤,因為它使一個孩子把自己看作比別人更好的人。孩子很容易受到傷害和冒犯,痛苦地哭泣,淚水清楚地表明有人冒犯了他們的尊嚴感。

83,6。如果弱小和短視的父母繼而尋求安撫受傷的孩子,甚至只是藉口向傷害他人的人分配責任和懲罰,他們就會在他們的孩子身上種下第一顆種子,要求他們滿足復仇的渴望。如果父母繼續安撫他們的孩子,他們經常創造一個魔鬼來困擾自己和其他許多人。然而,如果父母是明智的,並且儘早開始向其他人和其他孩子展示他們的孩子的價值,從而將羞怯的感覺轉化為適當的謙卑,那麼他們就會像小天使般地將孩子培養成真正的小天使其他人的例子,如夜空中的美麗星星,並將以他們的溫柔和耐心為他們帶來安慰。

83,7然而,由於很少發生這樣的情況,即孩子們的精神被喚醒,一個人長大並獲得純粹的認知,首先必須努力實現真正的謙卑。除非他擺脫了最後一絲傲慢的痕跡,否則無論在這個世界還是在下一個世界中,他都無法實現純粹屬靈的天上生活的完全完美。

83.8。無論谁愿意考慮自己是否已經完成他的謙卑,讓他問心臟是否仍然可以被任何事物冒犯;或者如果他能夠輕鬆地並且從心底深處原諒他最大的批評家和敵人,並為那些傷害他的人做好事;或者如果他現在沒有,然後渴望一些世俗的地位;或者最後如果他覺得自己是最低的,以便能夠以各種方式為每個人服務。能夠無悔或悲傷地做到這一切的人已經在這個世界上居住在上帝最高的天堂,並將永遠保持在這個狀態。因為通過這種謙卑,不僅靈魂與靈魂完全結合,而且大部分與身體結合在一起。

83,9。因此,這樣的人將永遠不會感受或品嚐他身體的死亡,因為他身體的所有空靈部分 – 具有真正自然生命的部分 – 已經在靈魂和精神的影響下,在這個地球上變得不朽。 {約翰8 52}

83,10。身體的死亡只會將無意義的無生命的影子物質與靈魂分離開來,這是一個不能讓靈魂產生任何恐懼或進一步痛苦的過程,因為在身體中感受到活力的東西早已與靈魂團結在一起。因此,完美的人在丟棄了外面的陰影物質之後根本感覺不到任何東西,而陰影物質總是不敏感並因此死亡,就像活著的人當他的頭髮或指甲被切割在他身上的時候他們感覺不到任何東西一樣,肉;或者如果他從皮膚上失去了一層鱗片,這可能已經脫離了外表並且已經沒有感覺了。那些從未擁有感覺的身體部位在靈魂完全離開身體的時候也可能沒有感覺,因為身體內所有活著並賦有感覺的事物已經與靈魂完全結合在一起它現在形成了一個永遠不會再分裂的實體。

83,11。你現在已經看到真正的謙卑是什麼樣的,它完成了什麼;所以你會努力為未來獲得這種美德。一個認真遵循我的教導的人會說服自己,這些沒有空洞的演講表演的簡單的話,不是一個人的,而是來自上帝的。他的生活和行動將發現自己走上了真正內在的精神生活完美的道路。但是,現在告訴我,這一切是否清晰和有啟發性。“