Die Erde… Eine Übungsschule für Gotteskinder – The Earth… A Training School for God’s Children

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

Das Grosse Johannes Evangelium Jakob Lorber Jesus Christus Erde Uebungsschule Gotteskinder Wiedergeburt The Great Gospel of John Jakob Lorber Jesus Christ Earth Training school Gods Children Rebirth
=> YOUTUBE  => AUDIO… => YOUTUBE  => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Das Geheimnis der Selbstgestaltung
=> Segensreiche Armut
=> Der fehlgeleitete Materialist
=> Materialismus & Spiritualismus
=> Sorgt euch nicht was ihr essen….
=> Geistige Bedeutung… Sonnenaufgang
=> Der Prozess der Wiedergeburt erklärt
=> Der Herr warnt vor weltlicher Denk…
=> Hochmut & Trägheit
Related Messages…
=> The Secret of Self-Development
=> Blessed Poverty
=> The badly guided Materialist
=> Materialism & Spiritualism
=> Do not worry, what you shall eat…
=> Spiritual Meaning of a Sunrise
=> The Process of Rebirth explained
=> The Lord warns reg. worldly Thinking
=> Pride & Sloth

flagge de  Die Erde… Übungs-Schule für Gotteskinder

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM
Band 5, Kapitel 157-160 Übungsschule Wiedergeburt

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Jesus erklärt…
– Die Erde… Übungsschule für Gotteskinder
– Erziehungsmittel
– Weltliche Tätigkeit
– Wiedergeburt

Kapitel 157 – Die Erde, eine Übungsschule für Gotteskinder

1. Sagt Cyrenius zu Mir (dem Herrn): „Herr, ich weiss zwar nun aus Deinem göttlichen Munde, warum auf der Welt alles so ist und geschieht, und kenne nun Deine göttlich weisesten Pläne in Bezug auf die Erziehung der Menschen in allen Zeiten und in allen Zonen dieser Erde; aber daneben muss ich doch ganz offen gestehen, dass irdisch genommen dieser Pharisäer grundsätzlich in seinen Ansichten viel für sich hat. Es ist dies wahrlich – von Alpha bis Omega – keine Welt der Liebe und der Wahrheit, sondern eine sehr arge Welt voll Hass, Lüge, Falschheit und Unrecht! Sie könnte wohl anders sein! Aber es ist einmal so und wird nie anders werden, und die Erde ist dazu verdammt, ein Haus des Jammers zu bleiben, und ihre Menschenkinder müssen stets verschmachten auf ihrem Boden! Aber es könnte ja anders sein!“

2. Sage Ich: „Ja, ja, es könnte wohl anders sein, so wie es auch auf zahllos vielen andern Weltkörpern anders ist; aber dann wäre diese Erde auch nicht ausersehen für die Zucht jener Menschen, die bestimmt und berufen sind, Meine Kinder zu werden!

3. Kann die wahre, mächtige Liebe sich als solche je völlig erkennen unter Menschen, die selbst pur Liebe sind?! Welchen Probierstein soll man zur Übung in der Geduld, Demut und Sanftmut den schon von Geburt an mit aller Liebe erfüllten Menschen geben?!

4. So Ich aber schon jedes Menschen Natur also gestellt hätte, dass er schon von der Geburt an in der höchsten Vollendung ohne sein Zutun dastünde, welche Übung des Lebens und Selbstfortschreitens wäre für ihn da wohl noch denkbar?!

5. Zu welcher Tätigkeit könnten schlussendlich solche Geister verwendet werden? Ich sage es dir: Da wären ja die Bäume des Waldes und die Felsen der Gebirge in der zum freien Leben allerunentbehrlichsten Selbsttätigkeit ums Vielfachste bevorzugter als ein schon von der Geburt an in jeder Beziehung ganz vollendeter Mensch!

6. Ein Mensch, der einmal physisch völlig ausgebildet wäre und stets einen gedeckten Tisch mit den köstlichsten Speisen und Getränken vor sich hätte, sodass bei ihm weder von Hunger noch Durst je die Rede sein könnte, der dazu auch ein herrliches Wohnzimmer hätte, daneben auch alle die vollendetsten Geistesfähigkeiten, alles bis ins kleinste Detail, das Nahe wie das Ferne zu schauen und zu vernehmen, wie auch zu geniessen und sich fortwährend mit allem zu verständigen, und dem nie irgendeine noch so kleine Unannehmlichkeit in die Quere kommen würde, ein solcher würde wohl sicher kaum seine Ruhestätte einen Augenblick lang verlassen!

7. Ich sage es dir: Solch einem Menschen würden selbst Meine grössten Wunderwerke ebenso gleichgültig sein wie der Schnee, der zu Adams Zeiten die Berge mit dem Kleide der ewigen Unschuld umhüllte! Oder meinst du, dass Mir Selbst Meine unendlichste, ewige Lebensvollendung zu etwas frommte und Mir eine Seligkeit abgäbe? Wahrlich nicht!

8. In dem zahllos vielen Mitwachsen in Meinen natürlich ebenso zahllos vielen unvollendeten Kindlein, in ihrem zunehmenden Erkennen und Vollkommenerwerden und in ihrer daraus wachsenden Tätigkeit liegt auch Meine eigene höchste Seligkeit. Ihre Freude über eine mühsam errungene, vollendetere Fähigkeit ist auch Meine stets jüngste Freude, und Meine unendliche Vollkommenheit bekommt ja erst dadurch den unschätzbarsten Wert, so sie von den noch unmündigen Kindlein stets mehr und mehr angestrebt wird und sich teilweise auch in ihnen unverkennbar wachsend zu erkennen gibt. Du verstehst Mich, was Ich dir damit sagen will?!

9. Wäre es nicht so, meinst du, dass Ich je eine Welt und irgendein lebendes Wesen auf ihr gestaltet hätte? Alles das war Mir schon von Ewigkeiten her ein unerlässliches Bedürfnis gewesen, ohne welches nie eine Erde erschaffen und mit allerlei Wesen belebt worden wäre.

10. Wie es also ist, so muss es bleiben! Ich bin nicht gekommen, um der Erde den Frieden und eine tote Ruhe, sondern das Schwert, den Kampf im höheren Tätigkeitsmasse zu geben. Denn erst dem Hass gegenüber wird die Liebe zur wahren und lebendigen Tatkraft, und der ruhige Tod muss fliehen vor ihr. Die die Menschheit verfolgende Not macht sie tätig, mit der Zeit geduldig, sanft und in Meinen Willen ergeben. Gäbe es keine Lüge mit ihren bitteren Folgen, welchen Wert hätte da die Wahrheit für sich?! Wer zündet sich am Tag ein Licht an, und wer achtet den Wert einer brennenden Öllampe im Sonnenlicht?!“

Kapitel 158 – Die Not als Erziehungsmittel

1. (Der Herr:) „Alles, was demnach als zugelassen einmal da ist, muss dasein als ein Triebkeil zum Besserwerden der Menschen. Jedes Werden aber setzt eine Tätigkeit voraus und diese den Beweggrund und den Hebel, der aber natürlich der Art und Weise der Tätigkeit jederzeit völlig entsprechen muss.

2. So ist demnach alles, was man als moralgesetzwidrig, also auch als arg und schlecht bezeichnet, nur als ein zugelassenes Hebelwerk zu betrachten, und ebenso ist dem Reinen alles rein und gut. Dem Schwachen und Unreinen hingegen ist und muss es anders sein, weil er noch so manches Tätigkeitshebels benötiget.

3. Als die Kinder Abrahams zu den Zeiten von Moses, Aaron, Josua und noch unter den ersten Richtern sich einer sichtbaren Gottesführung, einer unbegrenzten Weisheit und dabei eines allergrössten irdischen Wohlstands erfreuten, wurden sie träge wie die Polypen und Austern auf dem Meeresgrund. Sie wurden von Mir aus durch den Mund der Propheten oft zur Tätigkeit und Wachsamkeit aufgemuntert und sogar aufgefordert; aber ihre Antwort war: ,Tun wir etwas, so könnten wir ja eine Sünde begehen, die dann alles von uns gut getane verzehrt; tun wir aber nichts, so können wir auch nicht sündigen und stehen dann als sündefrei gerecht vor Dir, o Herr!‘ – Also philosophierten sie sich immer mehr in manche Trägheit hinein. Die Folge davon war eine zunehmende Not und mit der Weile die physische und endlich auch moralische Schwäche.

4. In solchem Zustand wandten sie sich dann schon wieder an Mich und gelobten Mir, in der rechten Lebensordnung tätig zu sein. Eine Zeitlang ging es auch wieder recht gut und recht vorwärts; als sich aber da wieder der gesegnete Wohlstand als Frucht der Tätigkeit einstellte, da fing der alte Trägheitstanz gleich wieder von vorne an. Man war reich an allem und wollte glänzen und verlangte einen irdischen König als den Repräsentanten des physischen Reichtums und Wohlstandes.

5. Es wurde ihnen ein König gegeben und gesalbt. Aber auch der Vertrag zwischen König und Volk blieb nicht unterm Wege; und so war das Übel, das das Volk verlangte und erhielt, wieder nichts anderes als ein fürs Volk schmerzlicher Hebel zur neuen und erhöhteren notgedrungenen Tätigkeit.

6. Als bald darauf der König samt dem Volk in eine Lethargie verfiel, war es dann notwendig, ihm äussere, sehr drohend aussehende Feinde in den roh und mächtig gewordenen Philistern zu erwecken. Da drang Krieg und manche begleitende Not ins Land Meines Volkes, weckte es, machte es tätig und dadurch stark.

7. In der grossen Not und Bedrängnis fand es wieder den Weg zu Mir und nahm zu an Gnade, Weisheit und Wohlstand im kaum denkbaren Masse. Dieser aber bewirkte schon zu der Regierungszeit Salomos eine starke Abspannung der früheren Tätigkeit, und das Reich ging unter den ersten Nachkommen Salomos förmlich in Trümmer. So musste dieses Volk stets durch manches Elend und manche Not fort und fort bedrängt werden, damit es sich nur einigermassen in Tätigkeit erhielt.

8. Nun ist es ganz allgemein erneut tief unter dem Tierreich, besonders der Priester- und Lehrstand. Darum bin Ich nun Selbst im Fleisch gekommen, um dem allerträgsten Teil des Volkes die grösste Verlegenheit und Verwirrung zu bereiten; und sie versuchen darum auch, Mich zu fangen und zu töten, weil sie fürchten, durch Mein regstes Tun und Treiben ihres Faulbrotes los zu werden. Aber ihre Mühe ist natürlich vergeblich.

9. Der Keim zur völligsten Trägheit ist schon zu stark wurzelnd geworden. Daher muss ihnen das Trägheitsgefühl erst genommen werden, und sie müssen sich in alle Winde zerstreuen und ein Wanderleben führen – oder in den neuen, von Mir nun gegründeten Lebens- und Tätigkeitsbund treten, in dem niemand seine Hände faul im Schoss wird halten dürfen, um leben zu können.

10. Wer es nicht tun wird, der wird hungern und dürsten und in den wertlosesten und schmutzvollsten Lumpen, auf einen Bettelstab gestützt, einhergehen müssen, und man wird ihm hartherzig zurufen: ,Wer nicht arbeitet, der soll auch nicht essen!‘ Denn ein jeglicher Arbeiter ist seines Lohnes wert.

11. Oh, da wird sich dann schon ein jeder bestreben, so tätig als möglich zu sein! Wird jemand aber dennoch träge und faul, so wird er – zum Muster für viele andere – die Zuchtrute sogleich zur Schau zu tragen anfangen.

12. Und Ich sage es dir: Jedes träg gewordene und verweichlichte Volk wird, so wie ein jeder Mensch für sich, die bleibende Zuchtrute über den Rücken zu tragen bekommen und für immer seinen Namen aus dem Buche des Lebens verlieren, zusammen mit seiner Grösse, Macht und seinem Ansehen! Das wird die Menschen stets mehr und mehr stutzig machen und sie antreiben zu manch ordentlichen Taten, was gut sein wird. – Hast du dieses alles nun wohl verstanden?“

Kapitel 159 – Die wahre und die falsche Art weltlicher Tätigkeit

1. Sagt Cyrenius: „Jawohl, Herr und Meister von Ewigkeit; aber eines fragt sich noch, und dies ist: So die Menschen so recht tätig und arbeitsam werden in den vielen Zweigen des mit tausend Bedürfnissen versehenen Lebens, da ist aber auch wohl einsichtlich, dass sie dadurch von den geistigen, in sich nur beschaulichen Lebenswegen zu sehr in den puren Weltmaterialismus übergehen werden, und da wird von einer Wiedergeburt des Geistes kaum mehr die Rede sein.

2. Zugleich aber habe ich aus Dir die Lehre, derzufolge man sich nicht sorgen soll ums Fortkommen des irdischen Lebens nach der Art der Heiden, sondern man suche vor allem das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, – alles andere werde dann schon von selbst hinzukommen.

3. Wie verhält sich nun diese Lehre mit dieser Deiner neuen, nach der man stets alle Hände voll zu tun haben soll? Siehe, Herr, dieses kann ich in mir nicht so recht unter ein und dasselbe Dach bringen! Es wäre demnach gut, so Du, o Herr, mir das ein wenig begreiflicher machen möchtest.“

4. Sage Ich: „Noch haben wir eine und eine halbe Stunde Zeit, und Ich kann dir diese Frage wohl beanworten. Merke aber wohl auf das, was Ich dir hierüber in einem Bilde sagen werde!

5. Sieh, zwei Menschen gingen hin zu einem Meister einer überaus nützlichen und schönen Kunst! Der A tat das, um die Kunst zu erlernen, um sich durch sie mit der Zeit selbst sein Brot zu verdienen. Er lernte fleissig und hatte wohl acht auf alles, was zur Handhaftwerdung der Kunst erforderlich war, und war endlich über die Massen froh, als er vom Meister ein Zeugnis erhielt, in welchem es geschrieben stand, dass er nun die Kunst vollends erlernt habe und nun selbst ein Meister sei. Es gab zwar wohl noch so manche Geheimnisse in der Kunst, von denen er nichts wusste. Allein, das kümmerte ihn nun wenig mehr; denn er hatte nun das Zeugnis, durch das er zu gutem Brote ohne grosse Mühe gelangen wird und muss.

6. Der Beweggrund aber, der den B zum Meister trieb, war ein ganz anderer und musste daher bei diesem auch eine ganz andere Wirkung zur Folge haben. Dem B lag es nicht am Brote, an das er gar nicht dachte, sondern lediglich an der Kunst, um ihrer selbst willen. Sein alles andere hintansetzendes Streben war nur, mit allen Geheimnissen der zu erlernenden Kunst auf das allerinnigste vertraut zu werden.

7. Der Meister aber, der da sah, dass es diesem Schüler durchaus nicht ums Brot, sondern pur um die volle Kenntnis der göttlichen Kunst zu tun war, hatte selbst eine grosse Freude an diesem Schüler, nahm sich mit ihm alle Mühe und führte ihn gründlichst in alle möglichen Geheimnisse der Kunst ein. Und die Folge war, dass der B nachher als ein vollendetster Meister der Kunst ein derartig unübertreffliches Kunstwerk zustande brachte, dass davon der Ruf und das Lob sogar zu den Ohren eines Königs kam und der König dann den Künstler berief, dass er auch ihm sein Kunstwerk zeige. Der Künstler tat das aber nicht etwa des anzuhoffenden Gewinnes wegen, sondern um dem König dadurch eine sicher recht grosse Freude zu machen.

8. Als der König dann das grosse Kunstwerk zu sehen bekam und sich von dessen hohen Zweckdienlichkeit überzeugte, da sagte er: ,Was willst du, grosser Meister, dass ich dir tun soll? Verlange einen Lohn von mir, und er soll dir nebst dem werden, dass du von nun fortan ein Günstling meines Hofes verbleibst und hier deine Kunst ausübst!‘

9. Und der Künstler sprach, tief gerührt von des Königs Gnade: ,Höchster Herr und weisester Herrscher und Gebieter! Deine Gnade und dein Wohlgefallen an diesem meinem Kunstwerke sind mir schon der höchste Lohn! Denn nicht aus irgendeiner Gewinnsucht, nicht einmal des täglichen Brotes wegen, sondern pur aus reiner Liebe zu dieser Kunst habe ich sie mit allen meinen Kräften so recht in die Seele hinein erlernt und habe nun die höchste Freude und den höchsten Lohn, dass sie nun auch vor den Augen des weisesten Königs eine so ausgezeichnete Anerkennung gefunden hat.‘

10. Was meinst du wohl, was nun der noch mehr erfreute König darauf mit dem Künstler tat? – Sieh, er sprach: ,Jetzt sehe ich, dass du ein richtig vollendeter Künstler deines Faches bist! Denn hättest du diese an sich noch so herrliche Kunst bloss des Verdienstes und des Brotes wegen erlernt, so hättest du es darin nie zu einer solchen Vollendung gebracht. Denn wer etwas lernt, um dabei sein Fortkommen zu finden, der denkt immer nur ans Fortkommen und begnügt sich bald mit dem seicht und wenig Erlernten und berechnet danebst nur, wie er wohl das mangelnde Wissen mit einem falschen Schein bedecken könnte, damit die Menschen seine Schwäche nicht bemerkten und ihn dennoch für einen grossen Meister hielten. In der Folge wird ihm das aber wenig nützen; denn gerade seine schlechten und mangelhaften Werke werden seine Verräter sein.

11. Du aber, der du die Kunst um ihrer selbst willen erlernt hast, hattest nur gerechnet, wie du in alle ihre noch so grossen und tiefen Geheimnisse eindringen könntest. Dir lag es an der vollsten Wahrheit der Kunst, und du bist eben darum auch ein seltener, wahrer Künstler geworden, den ich brauchen kann. Und da du dich nicht gesorgt hast bis zur Stunde um Brot und Verdienst, so sollst du aber nun denn bei mir ein wahres, bestes und bleibendstes Brot und Verdienst bekommen! Denn für wahre Künstler und für wahre Gelehrte und Weise habe ich als König stets der Stellen und des damit verbundenen Brotes und Verdienstes in Menge.‘ – Da hast du nun die handgreifliche Erklärung deines Einwurfs.“

Kapitel 160 – Der egoistische Streber nach der Wiedergeburt

1. (Der Herr:) „Das ausschliessliche Streben nach dem Reiche Gottes setzt die grösste Tätigkeit voraus. Hat dann ein wahrer Jünger sich dasselbe vollends zu eigen gemacht, so wird sich schon auch jener König finden, der das wahre Verdienst auch wahrhaft belohnen wird, und so bleibt es durch alle die guten Sphären des menschlichen Lebens wahr, dass – wo immer und in was immer ein Mensch das Gute und das Wahre des Guten und Wahren selbst wegen tut und darin nach der wahren Vollendung streben wird – ihm die gerechte Anerkennung und das Verdienst von selbst hinzukommen wird und muss.

2. Es ist zum Beispiel ein Mensch, dem es daran liegt, nach Meiner Lehre die Wiedergeburt des Geistes zu erreichen, die wahrlich für niemanden unterm Wege verbleiben wird, der ihr wahrhaft mit allem Eifer und gerechter Liebe nachgestrebt hat. Dieser Exempelmensch weiss es, dass die Liebe zu Gott und zum Nächsten dazu der einzige und alleinige Weg ist. Er hält nun alle Gebote Gottes streng, liebt in seinem Herzen nach Möglichkeit Gott, erweist allen nach seinen guten Kräften nur Gutes und unterstützt die Armut reichlich, und wo er einen wahrhaft Gottesweisen weiss, begibt er sich zu ihm, unterstützt ihn reichlich und macht sich ihn zum Freunde.

3. Er tut das jahrelang; aber die verheissene und täglich mehr erhoffte, verlangte Wiedergeburt des Geistes erfolgt dennoch nicht. Er merkt wohl hie und da lichte Momente, aber es sind das nur Blitze, deren Leuchten keinen Bestand fassen will. Da spricht der jahrelang eifrige Bewerber um des Geistes Wiedergeburt: ,Nun fange ich aber an, die ganze Sache von der Wiedergeburt des Geistes für eine reine Fabel zu halten! Zwanzig volle Jahre habe ich nun bis zur Stunde alles getan, was nur immer die Lehre von mir verlangte, und dennoch stehe ich auf demselben Flecke, auf dem ich angefangen habe, danach zu leben und zu streben! Zu erreichen ist dabei – wie die Erfahrung zeigt – nichts; also ist es am allergescheitesten, ich lebe als ein ordentlicher Mensch wieder weltlich fort und ziehe mich von allen den trüglichen geistigen Verbindungen zurück!‘

4. Nun kommt hier die Hauptfrage: Ja, warum konnte denn dieser recht ehrlich strebende Mensch nicht zur Wiedergeburt des Geistes gelangen? – Eben darum, weil er alles Gute nur deshalb tat, um sie zu erreichen!

5. Wer Gott und den Nächsten eines anderen Motives wegen als Gott um Gottes und den Nächsten um des Nächsten willen liebt, der kommt nicht zur völligen Wiedergeburt, weil diese ein allerunmittelbarster Verband zwischen Gott und dem Menschen ist.

6. Durch ein solches Motiv setzt der Mensch stets eine wenn auch noch so dünne, aber dennoch das geistige Licht nicht durchlassende Scheidewand zwischen sich und Gott und kann darum nicht völlig eins werden mit dem Geiste Gottes. Solange aber diese Einung nicht vor sich geht, kann von der völligen Wiedergeburt keine Rede sein.

7. Ich sage es dir: Es muss aus der Seele jede Art irgendeines Eigennutzes weichen, und der Mensch muss als vollkommen frei dastehen, erst dann kann er das Höchste erreichen!“ …

flagge en  The Earth… Training School for God’s Children

THE GREAT GOSPEL OF JOHN
Volume 5, Chapter 157-160 Training School Rebirth

Revealed by the Lord thru the Inner Word to Jakob Lorber

Jesus elucidates…
– The Earth… Training School for God’s Children
– Educational Methods
– Worldly Activity
– Rebirth

Chapter 157 – The Earth, a training school for the children of God

1. Cyrenius says to Me (the Lord): “Lord, I now know from Your divine mouth why everything in the world is as it is and happens as it does, and I now understand Your divinely wise plans regarding the education of humanity in all ages and in every region of this Earth; but I must also confess quite openly that, from an Earthly perspective, this Pharisee is fundamentally quite right in his views. This is truly, from Alpha to Omega, not a world of love and truth, but a very wicked world full of hatred, lies, falsehood, and injustice! It could very well be different! But it is as it is and will never change, and the Earth is doomed to remain a house of sorrow, and its human children must always languish upon its soil! But it could indeed be different!”

2. Say I: “Yes, yes, it could very well be different, just as it is different on countless other celestial bodies; but then this Earth would not have been chosen to be the training ground of those who are destined and called to become My children!

3. Can true, mighty love ever fully reveal itself as such among people who are themselves pure love?! What test should one give to those who are already filled with love from birth, to practice patience, humility, and gentleness?!

4. But if I had already constituted every human being’s nature in such a way that he would stand in the highest perfection from birth without any effort on his part, what kind of practice of life and self-improvement would still be conceivable for him?!

5. To what activity could such spirits ultimately be put to use? I will tell you: The trees of the forest and the rocks of the mountains would be far more favored in the self-activity most indispensable to the free life of all than a human being who is already, from birth, completely perfected in every respect!

6. A man who was once physically fully developed and always had a table set before him with the most delicious foods and drinks, so that neither hunger nor thirst could ever be an issue for him, who would also have a magnificent living room, along with all the most perfect mental faculties, the ability to see and hear everything down to the smallest detail, both near and far, as well as to enjoy and continually communicate with everything, and who would never be hindered by even the slightest inconvenience, such a person would surely hardly ever leave his resting place for a single moment!

7. I tell you: To such a person, even My greatest miracles would be as indifferent as the snow that, in Adam’s time, cloaked the mountains in the garment of eternal innocence! Or do you think that even My most infinite, eternal perfection of life would serve any purpose for Me or bring Me any bliss? Truly not!

8. My own greatest bliss is felt when I take part in the inner growth of My innumerable imperfect children and lies in their growing cognition and perfection and resulting activity. I always share their joy over painfully achieved progress, and it is only when My boundless perfection is more and more imitated and becomes partly visible within them that it acquires its immense value. You know what I hereby wish to tell you?

9. If it were not so, do you think I would ever have created a world and any living beings upon it? All of this has been an indispensable need of Mine since time immemorial, without which an Earth would never have been created and brought to life with all manner of beings.

10. So let it remain as it is! I have not come to bring peace and a lifeless calm to the Earth, but the sword, the struggle in the higher sphere of activity. For it is only in the face of hatred that love becomes a true and living force, and quiet death must flee from it. The hardship that afflicts humanity spurs it into action, and in time makes it patient, gentle, and submissive to My will. If there were no lies with their bitter consequences, what value would the truth have in and of itself?! Who lights a lamp during the day, and who appreciates the value of a burning oil lamp while the sun is shining?!”

Chapter 158 – Affliction as a means of education

1. (The Lord:) “Everything that is permitted must therefore exist as a driving force for the betterment of humanity. But every process of becoming presupposes an activity, and this activity presupposes a motive and a lever; the latter, however, must naturally correspond completely to the nature of the activity at all times.

2. Thus, everything that is deemed contrary to moral law, and therefore also evil and bad, must be regarded merely as a permitted lever, and likewise, to the pure, all is pure and good. To the weak and impure, however, it is and must be different, because they still require many such levers of activity.

3. When the children of Abraham, in the times of Moses, Aaron, Joshua, and even under the first judges, enjoyed visible divine guidance, boundless wisdom, and, at the same time, the greatest earthly prosperity, they became sluggish like the polyps and oysters on the seabed. I often encouraged and even urged them through the mouth of the prophets to be active and vigilant; but their reply was: ‘If we do something, we might commit a sin that would then consume all the good we have done; but if we do nothing, we cannot sin and will then stand before You, O Lord, as righteous and sinless!’ – Thus they philosophized themselves deeper and deeper into a state of inertia. The consequence of this was increasing hardship and, in time, physical and finally moral weakness.

4. In that state, they turned to Me once more and vowed to live according to the proper order of life. For a time, things went quite well and they made good progress; but when blessed prosperity, the fruit of their labor, returned, the old dance of indolence began all over again. They were rich in everything and wanted to shine, and they demanded an earthly king as the representative of physical wealth and prosperity.

5. A king was given to them and anointed. But the covenant between king and people was not left unfulfilled; and so the evil that the people demanded and received was, once again, nothing other than a painful lever for the people towards new and heightened, necessary activity.

6. When, shortly thereafter, the king and the people fell into lethargy, it became necessary to awaken within them external, very threatening-looking enemies in the form of the Philistines, who had become crude and powerful. Then war and many accompanying hardships invaded the land of My people, roused them, made them active, and thereby strong.

7. In the midst of great distress and hardship, they found their way back to Me and grew in grace, wisdom, and prosperity to an almost unimaginable degree. Yet this very prosperity led, even during Solomon’s reign, to a sharp decline in their former activity, and the kingdom literally fell into ruin under Solomon’s earliest descendants. Thus, this people had to be constantly beset by all manner of misery and hardship, merely to maintain a semblance of activity.

8. Now, in general, it has once again sunk deeply beneath the animal kingdom, especially the priesthood and the teaching class. That is why I have now come in the flesh Myself, to cause the greatest embarrassment and confusion to the most sluggish part of the people; and that is why they try to capture and kill Me, because they fear that My most active work and activity will rid them of their idleness. But their effort is, of course, in vain.

9. The seed of utter idleness has already taken too deep a root. Therefore, the feeling of idleness must first be taken from them, and they must scatter to the four winds and lead a nomadic life, or join the new covenant of life and activity that I have now established, in which no one will be allowed to keep his hands idle in his lap in order to live.

10. Whoever does not do so will go hungry and thirsty and will have to wander about in the most worthless and filthy rags, leaning on a beggar’s staff, and people will call out to him harshly: ‘Whoever does not work shall not eat!’ For every worker is worthy of his wages.

11. Oh, then everyone will strive to be as active as possible! But if anyone nevertheless becomes sluggish and lazy, he will, as an example to many others, immediately begin to bear the rod of discipline.

12. And I tell you: Every people that has become sluggish and effeminate will, just as every individual, be made to bear the permanent rod of discipline upon their backs and will forever have their name erased from the Book of Life, along with their greatness, power, and prestige! This will make the people increasingly wary and drive them to many righteous deeds, which will be good. Have you now understood all this well?”

Chapter 159 – The true and false kind of worldly activity

1. Cyrenius says: “Yes, truly, Lord and Master of Eternity; yet there is one more question, and it is as follows: When people in the most diverse areas of life, who have a thousand needs, become so active and diligent, then it is also clear that they are slipping too far from the spiritual path of life into purely worldly materialism, and then there can be no more talk of a rebirth of the spirit.

2. Yet at the same time, I have the teaching from Your mouth, according to which one should not worry about the progress of earthly life in the manner of the pagans, but should seek above all the Kingdom of God and His righteousness, everything else will then follow of its own accord.

3. How does that teaching fit with this new teaching of Yours, according to which one should be constantly engaged? See, Lord, I cannot quite manage that! It would therefore be good if You, O Lord, would make this a little clearer to me.”

4. Say I: “We still have an hour and a half, and I can indeed answer this question for you. But pay close attention to what I am about to tell you in a parable!

5. Behold, two men went to a master of an exceedingly useful and beautiful art! Man A did so to learn the art, so that, in time, he might earn his own living through it. He studied diligently and paid close attention to everything necessary to master the art, and was finally overjoyed when he received a certificate from the master stating that he had now fully mastered the art and was now a master himself. There were certainly still many secrets in the craft of which he knew nothing, but that no longer mattered much to him; for he now had the certificate, through which he would and must be able to earn a good living without great effort.

6. The motive that drove Man B to become a master, however, was quite different and therefore had to have a completely different effect on him. B was not concerned with a livelihood, which he did not even think about, but solely with the art for its own sake. His all-consuming pursuit was simply to become intimately familiar with all the secrets of the art he was learning.

7. But the master, seeing that this student was not at all concerned with bread, but purely with the full knowledge of the divine art, took great delight in him, went to great lengths for him, and thoroughly introduced him to all the possible secrets of the art. And the result was that B, having become a consummate master of the art, produced such an unsurpassed work of art that its fame and praise even reached the ears of a king, and the king then summoned the artist to show him his work as well. The artist did this, however, not for the sake of any hoped-for gain, but to give the king what was surely great joy.

8. When the king then saw the great work of art and was convinced of its utility, he said: ‘What do you want, great master, that I should do for you? Ask me for a reward, and it shall be yours, along with the privilege that, from now, on you shall remain a favorite of my court and practice your art here!’

9. And the artist spoke, deeply moved by the king’s grace: “Most High Lord and wisest ruler and sovereign! Your grace and your approval of this work of mine are already the highest reward for me! For it was not out of any greed for profit, not even for the sake of my daily bread, but purely out of love for this art that I have learned it with all my strength, truly taking it to heart, and now I have the highest joy and the highest reward, that it has now also found such excellent recognition before the eyes of the wisest king.”

10. What do you think the even more delighted king did with the artist in response? Behold, he said: ‘Now I see that you are a truly accomplished artist in your field! For had you learned this art, magnificent as it is in itself, merely for the sake of merit and bread, you would never have attained such perfection in it. For whoever learns something to advance his career thinks only of that advancement and is soon content with what he has learned superficially and sparingly, and besides that, he calculates only how he might cover up his lack of knowledge with a false pretense, so that people would not notice his weakness and would still regard him as a great master. In the end, however, this will be of little use to him; for it is precisely his poor and deficient works that will betray him.

11. But you, who have studied art for its own sake, have sought only to penetrate all its secrets, however great and profound they may be. You were concerned with the fullest truth of art, and that is precisely why you have become a rare, true artist whom I can rely on, and since you have not worried until now about bread and livelihood, you shall now receive from me true, greatest, and lasting bread and livelihood! For as king, I always have plenty of positions and the bread and livelihood that come with them for true artists, true scholars, and wise men.” There you have the plain and simple explanation of your objection.”

Chapter 160 – The selfish seeker of rebirth

1. (The Lord:) “The exclusive pursuit of the Kingdom of God requires the greatest effort. Once a true disciple has fully embraced this, the King who will reward true merit will surely be found, and so it remains true throughout all the good spheres of human life that, wherever and in whatever a person does, the good and the true for the sake of the good and the true themselves, and strives therein for true perfection, just recognition and merit will and must come to him of their own accord.

2. There is, for example, a man who is committed to achieving the rebirth of the spirit according to My teaching, which will truly not be denied to anyone who has genuinely strived for it with all zeal and righteous love. This exemplary man knows that love for God and for one’s neighbor is the one and only way to this end. He now strictly keeps all of God’s commandments, loves God in his heart as much as possible, does good to all to the best of his ability, and generously supports the poor; and wherever he knows a true man of God, he goes to him, supports him generously, and makes him his friend.

3. He does this for years; yet the promised rebirth of the Spirit, which he hopes for and longs for more and more each day, still has not come to pass. He does notice fleeting moments here and there, but they are merely flashes whose light refuses to endure. Then the man, who has been earnestly seeking spiritual rebirth for years, says: ‘Now I am beginning to regard the whole business of spiritual rebirth as a mere fable! For twenty full years now, I have done everything the doctrine has ever demanded of me, and yet I stand in the very same spot where I began to live and strive for it! As experience shows, there is nothing to be achieved in this; therefore, it is wisest for me to continue living as a decent person in the world and withdraw from all these deceptive spiritual connections!’

4. Now here comes the main question: Yes, why could this truly sincere seeker not attain the rebirth of the Spirit? Precisely because he did all that was good solely in order to achieve it!

5. Whoever loves God and neighbor for a motive other than loving God for God’s sake and neighbor for the neighbor’s sake, does not attain complete rebirth, because this is the most direct connection between God and man.

6. Through such a motive, a person always erects a barrier, however thin it may be, between himself and God, a barrier that does not allow the spiritual light to pass through; and therefore he cannot become completely one with the Spirit of God. But as long as this union does not take place, there can be no question of complete rebirth.

7. I tell you: Every form of self-interest must vanish from the soul, and man must stand completely free; only then may he achieve that which is highest!”