Julius Cäsar im Jenseits – Julius Caesar in the Beyond

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Julius Cäsar im Jenseits… Ein demütiger Bauer

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 7, Kapitel 218-220
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 218 – Ein Bericht der Geister über das Jenseits

Der Herr erzählt eine Begebenheit aus Seiner Jugend:

218,1. (Der Herr:) „Hierauf fragte der Ratsherr die ihm erschienenen Geister, ob sie Wahrheit oder nur etwa eine Täuschung seiner etwa irgend verzauberten Sinne wären.

218,2. Sagten die Geister: ,Wir sind Wahrheit, und wenn du das nicht einsiehst und nicht begreifen willst, so täuschest du dich nur selbst!‘

218,3. Sagte der Ratsherr: ,Warum kann ich euch denn nur jetzt sehen, und warum nicht auch zu anderen Malen? Warum zeigtet ihr euch mir nicht, so ich selbst schon zu öfteren Malen sehnlichst nach euch verlangte?‘

218,4. Sagten die Geister: ,Du könntest uns auch zu öfteren Malen sehen und sprechen, wenn deine Seele nicht so geblendet wäre von der Sinnenlust der materiellen Welt.

218,5. Die einfachen Urmenschen dieser Erde konnten das; als aber dann die späteren Nachkommen stets mehr und mehr in das Materielle der Welt versanken, da verloren sie auch die Fähigkeit, die abgeschiedenen Seelen zu sehen und mit ihnen zu verkehren. Dadurch aber kam über sie die Nacht der Zweifel, in der sie sogar auch den Glauben an ein Fortleben nach dem Tode des Leibes verloren und sich dann untereinander ängstlich zu fragen anfingen, ob es nach dem Leibestode wohl ein Fortleben der Seele gäbe.

218,6. Und siehe, dieser zweifelhafte Zustand der gröbstsinnlichen Menschen ist eine wahre Strafe für ihre sittliche Verderbtheit, und es ist recht also! Denn ohne diese bittere Strafe würden die Menschen sich noch mehr und noch tiefer in das Gericht der Materie versenken; so aber hält sie doch die Furcht vor dem Leibestode davon ab, weil sie nicht wissen und innewerden können, was nach dem Leibestode mit ihnen geschehen wird!

218,7. Wir haben auf der Welt in unserem Leibesleben alle die ganz gleiche Strafe empfunden und waren voll von allerlei Zweifeln; nur die wirkliche Trennung vom Leibe hat uns erst die Überzeugung gebracht, dass man nach dem Abfalle des Fleisches fortlebt. Aber es geht bei dem Fortleben nur dem wohl, der auf der Welt im Leibe gerecht war und gute Werke ausgeübt hat; den Ungerechten, Verleumdern, Harten und völlig Lieblosen aber geht es schlimm, ja tausend Male schlimmer als denen hier, die in den finsteren Kerkern schmachten.

218,8. Du bist zwar wohl ein gerechter Mann, aber dabei doch hart und unerbittlich. Wenn du zu uns herüberkommen wirst in solcher deiner Sinnesart, so wirst du auch die strenge und unerbittliche Gerechtigkeit, aber keine Liebe und Erbarmung finden. Denn keine Seele findet bei uns etwas anderes, als was sie in ihrem Gemüte mit sich gebracht hat; denn erst bei uns steht man auf seinem höchsteigenen Grund und Boden. Verstehe das, und richte dich danach, damit du wohlversorgt zu uns herüberkommst; denn du hast nun eine bessere Gelegenheit, als wir sie je gehabt haben!

218,9. Sagte darauf der Ratsherr: ,Nun glaube ich, dass ihr Wahrheit und keine Täuschung seid! Saget mir aber, wer der junge Jude ist, der vor uns so wunderbare Werke verrichtet!‘

218,10. Sagten die Geister: ,Der ist Der, der Er ist, der Er war, und der Er hinfort sein wird! Ein mehreres dürfen wir dir von Ihm nicht sagen; denn das gebietet uns Sein Wille. Er aber ist ja bei euch, und du kannst Ihn selbst fragen!‘

218,11. Hierauf wandte sich der Ratsherr sonderheitlich zu Julius Cäsar und fragte ihn, sagend: ,Du warst auf der Erde ein gar kluger und mächtiger Held; unter deine Gebote musste sich alles fügen. Wie lebst du aber nun in der Welt der Geister?‘

218,12. Sagte der Geist (Julius Cäsar): ,Ich habe in der Welt schon einen bösen Lohn geerntet für das, was ich nur zu meinem Ruhme getan habe; und darum habe ich in mir auch wenig Gutes herübergebracht, und mein Lohn war darum eine grosse Armut, und mein Weltruhm glich hier einer finsteren Nacht, in der ich nur wenige Sternchen hie und da durch dichte schwarze Wolken schimmern sah.

218,13. Ich war lange so ganz allein ohne die allergeringste Gesellschaft und hatte niemanden als mich allein. Ich mochte rufen, bitten, weinen, herumgehen und suchen, wie ich wollte, und es half alles nichts. Ich rief alle Götter; aber es kam keine Antwort. Nach einer langen, traurigen, verzweiflungsvollen Dauer meines elendesten Zustandes kam mir in den Sinn, mich an den Gott der Juden zu wenden. Da ward es heller um mich, und die wenigen Sternchen wurden auch heller, und es schien, dass sie mir näher kamen. Als ich das merkte, da fasste ich mein volles Vertrauen zu dem Gott der Juden und bat Ihn inständigst, dass Er mir helfen möchte aus meiner grossen Not und Qual.

218,14. Da ward es abermals heller um mich und ein Stern senkte sich ganz in meine Nähe. Und ich erkannte bald, dass der Stern eine vollkommene Menschengestalt annahm, und dieser Mensch war einer, dem ich in der Welt einmal eine wahre Wohltat erwies, und dieser sagte zu mir: ,Wohl dir, dass du in deiner Nacht den wahren Gott der Juden gefunden hast! Verbanne deine falschen Götzen, und verbanne auch deinen eigenen grössten Götzen, deinen Cäsar-Ruhm; begib dich in die volle Demut, und ich will dich zu mir in meine Wohnung nehmen!

218,15. Da bat ich abermals den Gott der Juden, dass Er mir nähme den Ruhm und alle die falschen Götzen. Darauf kamen auch die andern Sternchen als Menschen zu mir und sagten: ,Wir sind auch wie du auf der Erde gewesen; aber wir waren arme und von deinen Priestern verfolgte Juden; du aber hast uns beschützt, beschenktest uns und halfst uns, wieder in unser Land zu kommen. Nun bist du arm und hast von allen deinen irdischen Schätzen nichts als nur das, was du uns getan hast; und so sind wir nun auch durch die Zulassung Gottes zu dir gekommen, um dir das Gute, das du uns getan hast, zu vergelten. Willst du ohne allen Ruhm mit uns wandeln, so folge uns, und du sollst bei uns eine Unterkunft finden!‘

218,16. Da ging ich und kam bald in eine gar wunderliebliche Gegend. Es war wie ein breites Tal mit einem schönen grossen See. Das Tal war in weiter Ferne eingefasst mit hohen und gar ergötzlich anzusehenden Bergen. Im Vordergrunde standen ein paar Wohnhäuschen, wie man sie auf der Welt als Wohngebäude unter dem Namen Fischerhütten in grosser Menge gar wohl kennt. In grösserer Ferne ersah ich noch mehrere ähnliche Hütten. Die Felder hatten ein üppiges Grün. Aber Bäume sah ich nur wenige; doch waren sie voll der schönsten Früchte.

218,17. In die Wohnhütte, die bei meiner Ankunft zur rechten Hand sich befand, zog ich ein, und zwar zu dem Freunde, der in meiner grössten Not zuerst zu mir kam, und fand da gleich etwas zu essen und zu trinken; doch alles war höchst einfach, erfreute mich aber dennoch um gar vieles mehr, als mich auf der Welt je meine grossen Schätze und Paläste erfreut haben.

218,18. Als ich mich so ganz selig in der Hütte befand und mich auch hinreichend gestärkt hatte, da führte mich mein Freund wieder aus der Hütte und wir ersahen einen Kahn auf dem klaren Spiegel des Sees, in welchem sich ein Mensch befand, der mit einem Handruder gegen uns zusteuerte. Ich fragte meinen Freund, wer etwa der Schiffer sein möchte. Und der Freund sagte: ,Dieser kommt über den uns unbekannt langen See dann und wann zu uns herab und zeigt uns stets mit vieler Freundlichkeit an, was wir alles für weiterhin zu tun haben werden. Danach heisst es dann wieder arbeiten. Wir begeben uns dann wieder zu der angeratenen Arbeit, arbeiten mit allem Fleisse, mit aller Freude und Lust, und unser Fleiss wird von dem Gott der Juden alle Male gesegnet. Als wir in diese Gegend kamen gleich wie nun du, da sah sie noch sehr wüst und öde aus; nur durch unseren Fleiss und Eifer ist sie in den gegenwärtigen blühenden Zustand gekommen. Also wirst auch du nun fürderhin mit uns arbeiten wollen und wirst dabei auch den Segen überkommen, den wir überkommen haben!‘
Kapitel 219 – Das Leben Julius Cäsars im Jenseits

219,1. ,Ich war darob hoch erfreut und begab mich mit meinem Freunde an das Ufer des Sees. Der Schiffer stieg alsbald ans Land und sagte: ,Da oben am Ufer des Sees, rechts landwärts, gibt es noch einen argen Sumpf, Worin sich noch allerlei arges Geschmeiss aufhält und zuweilen die Luft dieser Gegend verunreinigt. Diesen Sumpf wollet ihr austrocknen! Traget gutes Erdreich so lange hinein, bis die Sumpftiefe, die nicht bedeutend ist, ausgefüllt sein wird, und ihr werdet dadurch diese eure Gegend um ein bedeutendes verbessern und dadurch ein fruchtbares Stück Landes mehr haben!‘ Der Freund und auch ich dankten ihm mit Freuden für diesen Rat. Er fuhr darauf schnell wieder ab, und wir machten uns aber auch gleich an die wahrlich schwere Arbeit.

219,2. Im Hause fanden sich zu der angeratenen Arbeit auch gleich die nötigen Werkzeuge vor. Wir nahmen sie mit aller Lust und Freude, gingen an die bezeichnete Stelle und begannen zu arbeiten. Aber es ward mir beim Anblick des bedeutenden Sumpfes dennoch angst und bange; denn da gab es ein gar greulich aussehendes Geschmeiss aller Art und Gattung in einer solchen Menge, dass ich zum Freunde sagte: ,Höre, bis wir den Sumpf austrocknen, vergehen auf der Erde mindestens hundert volle Jahre!‘

219,3. Sagte darauf der Freund: ,Was kümmern uns da die vergangenen Jahrzeiten der Erde! Hier gibt es keine solche Zeit, denn hier dauert ein und derselbe gleiche, ewige Tag, und unsere Zeit liegt in unserem Willen. Dieser Sumpf aber ist nur eine notwendige Erscheinlichkeit deiner inneren, deinem Herzen noch anhaftenden Unlauterkeit, und es ist hier vor allem deine Aufgabe, dich davon zu reinigen durch den ernsten Willen und durch die Geduld, die du auf der Erde gar nicht kanntest. Ich aber will dir helfen, und so wird auch dieser ekelhafte Sumpf bald und leicht in ein fruchtbares Land umgestaltet werden!‘

219,4. Als ich das erfuhr, da festete ich meinen Willen und fing mit aller Geduld an zu arbeiten. Im Anfang hatte die Sache wohl das Gesicht, als wollte der Sumpf ewighin nimmer voll werden; aber nach und nach zeigte es sich doch, dass wir nicht vergeblich arbeiteten, und so ward der arge Sumpf denn auch bald mit guter Erde völlig ausgefüllt, das Geschmeiss wurde von der Erdlast erdrückt und begraben für ewighin, und wir gewannen ein gutes und schönes Stück Land und setzten auch bald eine neue Wohnhütte hin, die wir für die ankommenden Fremden in Bereitschaft halten, denen wir zumeist auf dieselbe Weise forthelfen, wie der besagte Freund mir fortgeholfen hat.

219,5. Der Schiffer aber ist seitdem schon mehrere Male bei uns gewesen und hat uns stets wieder neue Arbeiten angezeigt, die wir auch verrichteten und dadurch unsere Gegend in ein wahres Eden umwandelten. Ich wohne noch daselbst und verlange für mich auch nichts Höheres, Schöneres und Besseres. Lasse du demnach auf dieser Welt ab von allem, was da irdisch gross und wertvoll ist; denn bei uns hüben haben nur die wahrhaft edlen und guten Werke und Taten einen Wert!‘

219,6. Sagte hierauf ganz verblüfft der gestrenge hohe Ratsherr zum Geiste des Julius Cäsar: ,Wo befindet sich denn irdisch die von dir nun treulich beschriebene Gegend?‘

219,7. Sagte Julius Cäsar: ,Auf dieser Erde befindet sich die beschriebene Gegend wohl nirgends, kann aber örtlich dennoch auch überall vorhanden sein; denn wo ich bin, da ist auch die Gegend. Ich habe nach und nach das wohl kennengelernt, dass der Ort, die Gegend und alles, was mich in unserer Welt als scheinbar leblose Materie umgibt, aus mir – gewisserart wie ein Baum aus der Erde – hinausgewachsen ist, oder: ich selbst bin der Schöpfer der Welt, die ich bewohne. Ich und meine Freunde, weil wir von einer gleichen Liebe, vom gleichen Willen und somit auch von einer gleichen Denkweise sind, bewohnen darum auch eine gleiche Landschaft; aber es können auf demselben Punkte auch noch zahllos viele andere Geister wohnen, und ein jeder in einer anderen Gegend. Das ist der grosse Unterschied zwischen uns Geistern und euch noch irdischen Menschen.‘

219,8. Sagte der Ratsherr: ,Das verstehe ich nicht! Wie können denn auf ein und demselben Punkte mehrere Gegenden und Landschaften vorhanden sein?‘

219,9. Sagte Julius Cäsar: ,Oh, ganz leicht, und am Ende sogar ganz natürlich auch noch dazu! Siehe, in ein und demselben Gemach schlafen zum Beispiel hundert Menschen, und alle träumen! Der eine ist in Rom, der andere in Athen, ein dritter in Jerusalem, ein vierter in Alexandria und so fort, ein jeder ganz woanders, und das so lebhaft, dass er am Tage nicht genug davon erzählen kann. Ja, wie möglich kann denn das wohl sein? Alle hundert in ein und demselben Schlafgemach – und doch ein jeder in einer ganz anderen Gegend?! Ja, wie ist denn aber das, wenn auf einem Felde sich Tausende von Menschen befinden und ein jeder in ein und demselben Momente etwas anderes sieht?

219,10. Siehe, also aber stehen ungefähr die Dinge und Sachen in der andern, oder besser, in unserer Geisterwelt! Der Unterschied zwischen unserer und dieser eurer Welt besteht bloss darin: Wir Geister wohnen so ganz eigentlich in unserer völlig eigenen Welt, ihr aber wohnet in der Gotteswelt. Denn unsere Welt ist das Werk unserer Gedanken, Ideen, Begierden und unseres Willens; diese Welt aber ist das Werk der Liebe, der Gedanken, der Ideen und des Willens Gottes.

219,11. Darum ist der Mensch das Ebenmass Gottes, hat in sich die schöpferische Eigenschaft und kann sich im reingeistigen Zustande seine Welt selbst erschaffen und sonach in seinem vollkommenen Eigentume wohnen. Dieses wirst du nun doch verstanden haben?!‘

219,12. Sagte der Ratsherr: ,Dann sind die Menschen, die dich umgeben und mit dir umgehen, ja auch nur deine Werke und dein Eigentum in der Welt, die aus dir wie ein Traumbild hervorgegangen ist!‘

219,13. Sagte Julius Cäsar: ,Auch das zum Teil; aber ich könnte ohne ihr Wollen sie mir nicht vergegenwärtigen und noch weniger mit ihnen umgehen, sie sehen, hören und sprechen. Es hat aber das auch eine sehr bedeutende Ähnlichkeit mit dem diesirdischen Sehen, Hören und Fühlen der Nebenmenschen. Denn du siehst den wirklichen Menschen auch nicht, sondern nur sein Abbild in dir, fühlst ihn nur durch dein eigenes Gefühl und hörst den Ton seiner Rede in deinem Ohr, das also eingerichtet ist, dass es die durch die Luft zu ihm gelangenden Töne nachahmt. Bist du aber blind, taub und gefühlsstumm, so besteht für dich kein Nebenmensch, wenn er sich auch in deiner nächsten Nähe befände. Wenn du aber auch hörst, siehst und fühlst und dir in deiner Idee auch noch so viele Menschen vorstellst, so wirst du aber, wenn kein Mensch da ist, dennoch keinen sehen, hören und fühlen.

219,14. Und so muss auch in der Geisterwelt der Geist, mit dem du verkehren willst, dasein – zum wenigsten mit seinem Willen, seiner Liebe und seinem Erkennen. Ohne das bist du allein, oder die Menschen, die du auf Augenblicke siehst, sind nichts als Phantome deiner Phantasie, haben für sich kein Sein, keine Realität und können sonach mit dir auch in keinen Wechselverkehr treten; denn all das Ihrige bist du selbst.

219,15. Darin aber besteht auch der ewig gleiche und endlos grosse Unterschied zwischen Gott und uns Ihm ähnlichen Menschen, dass nur Gott allein aus Seinen grossen Gedanken Menschen ins vollkommene, selbständige und ganz freie Dasein rufen kann, während wir Geister wohl Phantome, aber keine Realitäten ins erscheinliche Dasein stellen können. So ist auch die Welt, die ein Geist bewohnt, nur mehr ein Phantom denn eine Wirklichkeit; denn es haben mich vollkommenere Geister auch ihre Welt sehen lassen auf ein und demselben Flecke, und solche Welt hatte ein ganz anderes Aussehen denn die, welche ich bewohne. Doch das wirst du erst dann völlig verstehen und einsehen, wenn du selbst ein Bewohner deiner inneren Geisteswelt werden wirst.

219,16. Jetzt aber habe ich dir zur Genüge gezeigt, wie es mit dem Leben nach dem Abfall des Leibes steht; darum frage du uns nun um nichts Weiteres mehr!‘“
Kapitel 220 – Vom Glauben und Schauen

220,1. (Der Herr:) „In diesem Momente nahm Ich dem Ratsherrn die innere Sehe, und er sah keinen Geist mehr. Aber er fragte Mich darauf ganz ängstlich, wohin denn nun die Geister gezogen seien, da er keinen mehr sehen, hören und sprechen könne.

220,2. Sagte Ich: ,Sie sind nun noch ebenso da, wie sie zuvor da waren; aber du kannst sie nun nicht mehr sehen, hören und sprechen, weil deine Seele noch zu sehr mit deinem Fleische und noch gar nicht mit dem Geiste Gottes in ihr vereint ist. Wenn du dich aber bestreben wirst, dich mit dem Geiste in dir zu einen, so wirst du auch die Geister, die um dich sind, allzeit sehen, fühlen und sprechen können. – Hast du das nun wohl begriffen?‘

220,3. Sagte der Ratsherr: ,Jawohl, – aber mir geht es nun wie einem Betrunkenen, der auch manchmal ganz gescheit und gleich darauf auch wieder ganz dumm ist und spricht: Da werde ich Jahre brauchen, bis ich darüber in mir zu einer vollen Klarheit gelangen werde!‘

220,4. Sagte Ich: ,Wer da eifrig sucht, der wird auch das finden, was er sucht. Es kann sich aber ein Mensch – wie das nur zu allgemein und häufig geschieht – sein Leben durch lange hin abmühen, dass er verderbe seinen Leib und noch mehr seine Seele; so kann er im Gegenteile sich ja auch abmühen zum ewigen Vorteile seiner Seele.

220,5. So die Menschen so vieles wagen zum Vorteil ihres Leibes, der sterben wird in kurzer Zeit, – warum denn nicht um so mehr für die Seele, die ewig zu leben bestimmt ist? Und so sei auch du in der Zukunft tätiger für die Wohlfahrt deiner Seele denn für die Wohlfahrt deines Leibes, und es wird dann schon heller und klarer in dir werden! –‘ …“

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Julius Caesar in the Beyond… A humble farmer

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 218 to 220
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 218 – The spirits explain about the world in the beyond.

The Lord tells a story from His youth:

218,1. (The Lord:) „After that, the counselor asked the spirits who appeared to him if they were real or maybe an illusion of his perhaps bewitched senses.

218,2. The spirits said: ‘We are truth and if you cannot see that and do not want to understand, you are only fooling yourself.’

218,3. The counselor said: ‘Then why can I only see you now and why not also during other times? Why did you not make yourselves visible to me when I desired even fervently so many times to see you?

218,4. The spirits said: ‘You also could see and speak to us more often if your soul were not blinded by the love of pleasure of the material world.

218,5. The simple first men of this Earth could do that, but when the following descendants sunk still further down into the materialism of the world, they also lost the ability to see the separated souls and to deal with them. Because of that, the darkness of doubt came over them, in which they also lost the belief in a continuance of life after the death of the body and were anxiously wondering among themselves if after the death of the body the soul would continue to live.

218,6. And look, this condition full of doubt of the very sensual human beings is a true punishment for their moral perversion, and so it is good. Because without this bitter punishment men would still sink further down into the judgment of matter. And so, the fright of the death of the body are keeping them from it, because they do not know and realize what will happen with them after the death of the body.

218,7. In the world during our life in the body we all have gone through this same punishment and we were full of doubt about all kinds of things. Only the real separation of our body has convinced us that after the falling away of the flesh, one continues to live. And during this continuance of life, only those are doing well who were righteous and performed good deeds, but slanderers and those who were not righteous, hard and completely loveless, are in a bad situation, even a 1.000 times worse than those who are languishing here in the dungeons.

218,8. It is true that you are a righteous man, but you are still hard and relentless. When you will come to this world with those qualities, you also will find this strong and relentless justice. But no love and compassion, because not any soul will find anything else here than what he has brought with him in his mind, for one stands on his very own ground here. Do understand this and take it into account, so that you may pass over to us well prepared, because now you have a better opportunity than we ever had.

218,9. Then the counselor said: ‘Now I believe that you are real and not an illusion. But just tell me who that young Jewish Man is who performs such wonderful works before our eyes.’

218,10. The spirits said: ‘He is the One who He is, who He was and who He always will be. We may not say more about Him, because His will is commanding us. However, He is with you, you can ask Him yourself.’

218,11. After this, the counselor turned especially to Julius Caesar and asked him: ‘On Earth you were a very intelligent and mighty hero. All and everybody had to comply with your commands. But how do you live now in the world of the spirits?’

218,12. The spirit (Julius Caesar) said: ‘Already in the world I had to reap a terrible reward for the things I did for the sake of my glory. That is why I did not bring much good within me to this place and that is why my reward was great poverty and my worldly glory was here like a dark night in which I only was able to see here and there a couple of stars flickering through the thick black clouds.

218,13. I was alone for a long time without any company, and I had nobody else except myself. No matter how I shouted, cried, walked around and searched, it was all of no use. I called upon all the gods, but there was no answer. After a long, sad, desperate time in my terrible situation, I came to the idea to turn to the God of the Jews. Then it became lighter around me, and those couple of stars became also lighter, and it seemed as if they were coming closer. When I noticed that, I put my full trust in the God of the Jews and asked Him fervently to help me out of my great need and misery.

218,14. Then there was still more light around me, and a star came down, close to me. And soon I discovered that the star took a human form and this man was someone for who in the world I once performed a real good deed. He said to me: ‘Hail you, that during your night you have found the true God of the Jews. Banish your false gods and banish also your own greatest idol, your Caesar glory. Become entirely humble, then I will take you to my house.

218,15. Then I turned to the God of the Jews again and asked Him to take away my glory and false idols. After that, also the other stars came as human beings towards me and said: ‘Also we have been on the Earth just like you, but we were poor Jews who were persecuted by your priests, but you have protected us, gave us presents and helped us to return to our country again. Now you are poor, and of all earthly treasures you have nothing except that which you have done for us, and therefore, because God allowed us, we came to you to reward you the good that you have done for us. If you want to come with us without any glory, then you will find shelter with us.’

218,16. Then I went and came at once in a wonderful lovely environment. It seemed like a broad valley with a big beautiful lake. The valley was very extended and surrounded with high mountains, which were beautiful to see. Before me stood a couple of houses, just like so many of them that are well known on this world that are called fishermen’s huts. Farther away I still saw more of those huts. The fields were luxuriously green. There were only few trees but they were full of the most beautiful fruits.

218,17. At my arrival I found in the hut – located at the right side – shelter with a friend who in my greatest need was the first to come to me, and there I also found immediately something to eat and to drink. Everything was extremely simple but still it gave me much more pleasure than my great treasures and palaces in the world had ever given me.

218,18. When I felt so happy in the hut and had also strengthened myself sufficiently, my friend took me outside again where we discovered a boat on the clear surface of the water of the lake. There was someone in it and with his hand on the rudder he came in our direction. I asked my friend who that skipper might be. And he said: ‘He comes now and then to us over this lake of which we do not know how long it is, and he always makes known to us in a very friendly way what we have to do next. After that, we have to go to work again. We take up the work again that is advised to us. We work with full dedication and with pleasure and delight, and our effort is blessed every time by the God of the Jews. When we came to this environment, just like you now, it still looked barren and deserted. Only by our diligence and zeal it turned into such a flourishing state. Also you will from now on want to work with us and thereby also receive the blessing that we have received.

Chapter 219 – The life of Julius Caesar in the beyond.

219,1. This was very pleasing to me and I went with my friend to the shore of the lake. The skipper landed soon and said: ‘Over there on the shore of the lake, on the right, into the land, is still a dreadful pool in which there are still all kinds of terrible vermin, which is now and then polluting the air of this environment. You must drain this pool. Throw good earth into it until the pool, which is not very deep, is filled up. Then you will improve your environment a lot and gain another fruitful piece of land.’ My friend and also I thanked him with gladness for this advice. He quickly sailed away again and we immediately started the real heavy work.

219,2. The necessary tools for the work that was advised to us were in the house. We cheerfully and gladly took them, went to the place that was mentioned and started to work. But still, I became fearful and afraid when I saw how big the pool was, because there was such an enormous quantity of terribly looking vermin, and I said to my friend: ‘Listen, before we will have drained the pool, at least a full 100 years on Earth will have passed by.’

219,3. Then my friend said: ‘What difference does it make to us how many years will have passed by on Earth. Such a time does not exist here, because there is only one and the same eternal day here, and our time lies in our will. And this pool is only a necessary image of the filth that is still within your heart, and here it is especially your duty to purify yourself of it by a firm will and by patience that was totally strange to you. But I will help you, then this dreadful pool will soon and without too much trouble be changed into a fruitful piece of land.’

219,4. When I heard that, I strengthened my will and started to work with great patience. In the beginning it seemed as if the pool would never be filled up, but slowly it became visible that we did not work in vain, and so this terrible pool was soon completely filled up with good earth, the vermin died under the weight of the earth and was buried forever and we won a good and nice piece of land. And immediately we placed a new hut on it, which we put at the disposal of the arrived novices, because we usually are helping them, just like the friend, of whom I am talking, has helped me in my progress.

219,5. Since that time the skipper came to us already several times and each time he has given us new work to do, so that our environment changed into a true Eden. I still live there and desire for myself nothing higher, more beautiful or better. Therefore, do not be concerned with anything in this world which is from a worldly viewpoint great and precious, because here, only the works and deeds that are truthfully good and noble have any value.’

219,6. Totally astounded the severe highly ranked counselor said to the spirit of Julius Caesar: ‘In relation to the Earth, where is this region that you have described so faithfully now?

219,7. Julius Caesar said: ‘The described region is surely not to be found on this Earth, but still it is so that it can be located anywhere, because where I am, is also the region. Slowly I have come to learn that the place, the region and everything that is surrounding me in our world as apparently lifeless matter, grew out of myself. Just like in a way a tree on Earth, or in other words: I myself am the creator of the world wherein I am living. I and my friends are living therefore in the same scenery because we have the same love, the same will and consequently also the same way of thinking. But also a lot of other spirits can live on the same spot, and each one of them in another region. This is the great difference between us, spirits, and you, still earthly human beings.’

219,8. The counselor said: ‘This I do not understand. How can there be multiple regions and scenery on one and the same spot?’

219,9. Julius Caesar said: ‘Oh, that can easily be, and finally even in a very natural way. Look, in one and the same room are sleeping for instance a 100 people and all of them are dreaming. One is in Rome, the other one in Athens, a third one in Jerusalem, a fourth one in Alexandria, and so on. Everyone is somewhere in a totally different place, and this is so lifelike that during the day he cannot stop talking about it. Well, how is this possible? All 100 of them are in one and the same sleeping room, and yet everyone in a totally different environment. Yes, how come, when thousands of people are on a field and each one of them sees something different in one and the same instant?

219,10. Look, more or less, everything is in the other, or rather in our spirit world. The difference between our world and the one of yours here, is only the following: we spirits are actually living in our very own world, but you are living in the world of God. Because our world is the work of our thoughts, ideas, desires and our will, but this world is the work of God’s love, thoughts, ideas and will.

219,11. That is why man is the image of God, has creation power in himself and in a purely spiritual state he can create his own world and consequently live in his very own property. This you surely have understood now?’

219,12. The counselor said: ‘But then those men who are surrounding you and who are dealing with you are also your work and your property in the world which has come forth out of you?’

219,13. Julius Caesar said: ‘Also that, partly, but I could not make them appear before my spirit – and even less deal, see, hear and speak with them – against their will. But this looks very much like the seeing, hearing and feeling of your fellowmen on this Earth. Because you also do not see the real human being, but only an image of him in yourself. You only can feel him by your own feeling and hear the sound of his words in your ear, which is arranged in such a way that it imitates the sound that is coming to it through the air. However, when you are blind, deaf and without feeling, the fellowman does not exist for you, even if he would be very close to you. But even if you hear, see and feel so many people and imagine them in your thoughts, then in reality you will still see, hear and feel nobody if there is nobody.

219,14. And so also in the spirit world the spirit with whom you want to associate must be there, at least with his will, his love and his awareness. Without this, you are alone, or the human beings that you can see sometimes for awhile are nothing else but phantoms of your fantasy, does not have an existence in itself, no reality and consequently they also cannot associate with you, because everything what they seem to be, is yourself.

219,15. And this is the same and infinite big difference between God and us men who are looking like Him: the fact that only God can call, out of His great thoughts complete free human beings to life, whereas we spirits can only call phantoms but no realities to life. So also, the world that is inhabited by a spirit is rather a phantom than reality, because spirits with a greater measure of perfection have shown to me their world on one and the same spot, and that world looked totally different than the world in which I am living. But this you will only understand and realize completely once you yourself will be a resident of your own inner spiritual world.

219,16. And now I have shown you enough what life is like after the falling away of the body. Therefore, do not ask us any more questions.”

Chapter 220 – About believing and seeing.

220,1. (The Lord:) „At this moment I took away the ability of inner sight and he did not see any more spirits. Then, being full of fright he asked Me where the spirits had gone now since he could no longer see, hear and speak to them.

220,2. I said: ‘They are still here, just like before, but you cannot see, hear or speak to them anymore because your soul is still too much one with your flesh and is still not completely united with God’s Spirit in him. But if you will strive to unite with the spirit in you, you will always be able to see, hear and speak to the spirits, which are around you. Did you well understand this?’

220,3. The counselor said: ‘Indeed, but I am feeling now as if I am drunk. Like someone who sometimes is of a clear mind and soon after that very foolish and says: I will need years before all this will be totally clear to me.’

220,4. I said: ‘He who searches diligently will also find what he is searching for. However, man can wear himself out during all his life – which is generally happening all too often – and in this way will spoil his body and even more so his soul. But reversed he can also make great effort unto the eternal benefit for his soul.

220,5. When people are attaching so much importance to their body, which will die after a short time, then why not even more for the soul whose destiny it is to live eternally? Therefore, be you also more zealous for the well being of your soul than for the well being of your body. Then there will be more light and it will become clearer within you.’ … “