Geduld und Langmut Gottes & Die Notwendigkeit des freien Willens – God’s Patience and Forbearance & The Necessity of Free Will

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Himmelsgaben

Geduld und Langmut Gottes & Die Notwendigkeit des freien Willen’s

23. Juni 1843

O Herr und allerbester, heiliger Vater! – Ich erfuhr gestern durch Deinen und meinen Freund A. H.-W., dass eine Mutter ihr Kind über eine Hyäne grausam gemisshandelt hat – und bedenke aber nun auch dabei, dass dergleichen schändlichste Grausamkeiten im noch viel potenzierteren Masse da und dort ausgeübt werden.

Sage mir doch, ob denn Du, als der allgerechteste und allmächtige Gott des Himmels, der Erde und aller Menschen solches achtest oder nicht?

Denn siehe, wenn man so die grossen Zornschändlichkeiten der Menschen betrachtet, wie sie so ganz ungestraft verübt werden können, da kommt man beim besten Willen auf wenigstens den halben Gedanken, als möchtest Du Dich nicht im geringsten mehr um die Menschheit der Erde im allgemeinen wie im sonderlichen kümmern.

Sage mir daher doch, wie verhält es sich denn mit derlei scheusslichen Erscheinungen? Nimmst Du davon Kenntnis, oder lässt Du alles so ganz unbekümmert dahingehen, gehe es, wie es gehe? Oder geschieht das notwendig, und muss es also geschehen? – Was soll ich davon halten? – O Herr, und allerliebevollster, heiliger Vater aller Menschenkinder auf Erden, gebe mir darüber doch einen hinreichenden Bescheid! – Dein Wille geschehe! Amen.

Der Herr sagt:

1. Zuerst muss Ich dir sagen, dass deine Frage ganz überflüssig und dazu noch sehr dumm ist. Denn so du einen Mir gleichen Gott der Liebe ahnest, wenn auch noch nicht auf Ihn vollkommen vertrauest und hoffest und Ihn liebest, so sollte dir schon bei der Ahnung kaum eine so törichte Frage in den Sinn kommen, geschweige erst in deinem Zustande, wo du nun schon über drei Jahre mit Mir in beispielloser Weise zu jeder Sekunde reden kannst wie mit einem Menschen deinesgleichen!

2. Fürs zweite aber habe Ich dir schon zu öfteren Malen die endlose Notwendigkeit des freien Willens der Menschen gezeigt und dir erklärt, wie davon ganz allein das ewige Leben des Geistes im Menschen abhängt und dass Ich, so Ich es erhalten will, eher Selbst sterben muss, als eben diesen freien Willen mit Meiner Allmacht nur im geringsten anzutasten. Denn die allerleiseste Berührung der Freiheit des menschlichen Willens mit Meinem Willen kostet jeden Menschen ja augenblicklich das Leben!

3. Solches alles habe Ich dir schon – wie oft! – gezeigt. Und doch kannst du Mich, den du doch schon kennen solltest, so entsetzlich dumm fragen?!

4. Siehe an das Weib Loths! Sie wurde ergriffen von Meines Willens Macht. Was aber ist aus ihr geworden?! – Zur Zeit Noahs ergriff Mein Wille die Erde. Wohin kam aber dadurch ihre Bevölkerung, und was musste Ich darauf tun, um den Toten, den Vernichteten wieder das Dasein und das Leben zu bringen?! – Soll Ich Mich denn nun bei jeder Zornsünde der Menschen wieder von neuem totschlagen lassen, um ihnen dadurch ein neues Leben zu verschaffen?

5. Wie aber liebst du Mich denn, so du Mich fragst, warum die Menschen in ihrer Freiheit so ungestraft Arges tun – und möchtest Mich lieber zu einem Zuchtmeister als zu einem überguten Vater haben – und Mich also von neuem wieder bringen ans Kreuz?! – Hast du schon mit Menschen ein gerechtes Mitleid, wie kommt es denn, dass Ich von dir keines verdiene? Soll Ich Mich denn täglich ans Kreuz schlagen lassen?!

6. Wenn du eine törichte Mutter oder einen unsinnigen Vater sein Kind misshandeln siehst, da bist du gleich im Harnisch und möchtest sogar hadern mit Mir, dem liebevollsten Vater, und sagst gleich keck heraus: „Aber Herr, wenn Du irgend einer bist, wie kannst Du solche Greuel ansehen?!“ – Ich aber sage dir: Gerade das garstige Weib soll dir ein Evangelium sein! Denn es hat dein Gemüt empört, und du hättest sie sogleich mit höllischem Feuer bestrafen, sie also mit einem endlos grösseren Tormente züchtigen mögen, als womit sie ihr Kind gezüchtiget hat!

7. Aber du bedenkst dabei nicht, dass alle Menschen der Erde Meine Kinder sind. Und wenn du schon die schlechte Handlung von solch einer Mutter für gemütempörend fandest, da möchte Ich nicht gerne in dein Herz schauen, was dieses zu Mir sagen würde, so auch Ich ebenso unbarmherzig auf Meine irrenden Kinder bei jedem nur einigermassen namhaften Vergehen losdreschen möchte?!

8. Du willst, dass Ich die Menschen barmherzig machen solle. Ich aber soll schonungslos sogleich jedes irrende Kind totschlagen!? – Wahrlich, mit diesen Begriffen von Mir kannst du für die Zukunft schon hübsch fein zu Hause bleiben! – Meinst du denn, Ich sehe die Laster auf Erden nicht? – O du Tor!

9. Ich sehe sie wohl; aber noch ist es nicht an der Zeit, darum die Sonne am Himmel auszulöschen. Es wird diese frühzeitig genug für jedermann ausgelöscht werden!

10. Jenseits aber wird ein jeder den Lohn für seine Arbeit finden und bei ganz besonderen Gelegenheiten auch schon hier! – Das ist genug, und es braucht nichts mehr dazu!

11. Lerne Mich sonach besser kennen und zwinge Mich nicht, zu werden, wie du bist; sondern sei, wie Ich bin, so wirst du klüger urteilen und strafen. Amen.

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Heavenly Gifts

God’s Patience and Forbearance & The Necessity of Free Will

July 23, 1843

Oh Lord and most holy Father! – Yesterday I learned through your and my friend A. H. -W., that a mother has brutally abused her child – and now I am considering, that such disgraceful cruelties are practiced with an even greater potency here and there.

Please tell me, if You, as the most just and almighty God of heaven and earth and of all people pay attention to such things or not?

For look, when one observes the huge and wrathful abominations of mankind, and how they can be practiced without any kind of punishment, one might come to the conclusion, at least with a semi-thought, that You do not intend to take care of mankind on earth any longer, whether in general nor in particular.

So therefore tell me, how are things with such disgusting occurrences? Do You notice them, or do You let everything go by blithely, no matter what happens? Or must it happen necessarily, and in such a way? – What should I think of this? – Oh Lord, and most loving and holy Father of all children of men on earth, please inform me about this adequately! – Your will be done! Amen.

The Lord says:

1. First I must tell you, that your question is completely redundant, and on top of that, very foolish, for if you have an inkling of a God of love, even if you don’t yet completely trust and hope in Him and love Him, but already with such a hunch, such a foolish question should barely cross your mind, let alone in your condition, wherein you have been able to talk with Me already for more than 3 years in an unprecedented manner, every single second, just like you talk with man!

2. And secondly, I have shown and explained to you multiple times already the endless necessity of man’s free will, and how the eternal life of the spirit solely depends on it, and that I, if I want to preserve it, rather have to die Myself, than to just slightly touch this free will with My Omnipotence. For the slightest touch of the freedom of man’s will with My Will would instantly cost the life of every man!

3. All of that I have shown you how many times already? And yet you can ask Me – the One you should know by now – such foolish questions?!

4. Look at Loth’s wife! She was smitten by the might of My Will, but what happened to her?! – During Noah’s time My Will took hold of the earth. But whereto did that bring the population, and what did I have to subsequently do to give the dead and destroyed Ones their existence and life back again?! – Should I then let Myself be stricken dead again and again, whenever a sin of wrath by a man occurs, in order to provide them a new life?

5. But how do you love Me then, if you ask Me, why men can do evil in their freedom without getting punished – and you would rather have Me as a taskmaster than as an incredibly good Father – just to bring Me to the cross again?! – If you already have a just compassion with man, how come, that I don’t deserve the same from you? Should I let Myself be crucified daily?!

6. If you happen to witness a foolish mother or unreasonable father abuse their child, you instantly become furious and want to be at odds with Me, the most loving Father, and say ever so boldly… ‘But Lord, if you truly are a Lord, how can you even stand to look at such an atrocity?!’ – But I say… Especially the nasty wife shall be a gospel to you! For it has outraged your temper, and you would have punished her with a hellish fire, meaning, to chastise her with an endlessly greater torment, than she chastised her child with!

7. But you don’t take into consideration, that all people on earth are My children. And if you found the bad deeds of such a mother to be outraging, I really wouldn’t want to look into your heart and know, what it would say to Me, if I would mercilessly beat My erring children in the same way, for each more or less significant transgression they commit?!

8. You want Me to make the people compassionate, but on the other hand, I should strike every single erring child dead immediately!? – Truly, with such notions of Me you can certainly stay at home in the future! – Do you think that I don’t see the vices upon this earth? – Oh you fool!

9. I see them for sure; but it is not yet time to extinguish the sun in the sky because of it. It will be extinguished for everybody early enough!

10. However, everyone will find the reward for their work in the beyond, and on some very special occasions already here! – That is enough, and nothing more is needed!

11. Therefore, get to know Me better and don’t force Me to become as you are; instead, be as I am, and as such you will be able to judge and punish in a wiser manner. Amen.