Lebensgeheimnis 25 … Geistiges & Materielles Wachstum – Secret of Life 25 … Spiritual & Material Growth

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flagge de  Lebensgeheimnis 25 … Geistiges & Materielles Wachstum

Wachstum

Gottfried Mayerhofer, am 13.9.1875

So spricht der Herr:

1. Schon vor geraumer Zeit wolltest du sowohl die Bedeutung dieses Wortes als den eigentlichen Begriff vom Wachsen deinen Freunden und Schwestern auseinandersetzen; allein, bald mangelte dir der Gedankenstrom, diesen Stoff so zu behandeln, wie er behandelt deinen Brüdern zum Nutzen gereichen sollte.

2. Nun, jetzt will Ich dir sowohl dieses Wort als wie den Prozess beim Wachsen in geistiger und materieller Weise erklären, und mit dieser Erklärung wieder einen Baustein zum grossen Bau der geistigen Erkenntnis hinzufügen, damit ihr wieder erkennen möget, wie viel noch von euch ungekannt ist, und wie viel, wollte man nur einzelne Vorkommnisse in der Natur betrachten, noch zu beleuchten wäre, bei Dingen, die, eben weil ihr sie alle Tage vor Augen habt, euer Interesse nicht im mindesten in Anspruch nehmen.

3. Wir fangen wieder bei der Bedeutung des Wortes selbst an, und fragen ganz einfach: Was heisst eigentlich “wachsen”?

4. Wachsen heisst zunehmen, und zunehmen will sagen: zu dem Bestehenden etwas hinzufügen, wodurch sodann in der materiellen Welt der Gegenstand an Umfang (und Gewicht) gewinnt und in der geistigen Qualität sich verbessert.

5. Nun, ihr seht um euch herum alles wachsen, und solange ihr jung seid, könnt ihr das Wachsen oder Zunehmen selbst eures Körpers an euren Kleidern beobachten; aber das eigentliche “Wachsen”, weder um euch noch in euch, versteht ihr deswegen doch nicht. Es interessiert euch auch wenig, weil ihr gewohnt seid, dieses Treiben in der Natur alle Tage vor euch zu sehen. Und doch, würdet ihr den Prozess ganz kennen, welcher vor sich geht beim Wachsen nur eines Grashalmes, ihr würdet bald bemerken, dass beim Wachsen noch bei weitem mehr dahintersteckt, als euer gewöhnlicher Weltverstand zu begreifen fähig ist.

6. Selbst eure Gelehrten können euch nicht zuviel über den Prozess des Wachsens sagen, weil auch sie, trotz aller mechanischen Mittel, doch den geistigen Apparat nicht begreifen können, der beim Wachsen eines jedwelchen Gegenstandes oder Wesens die Grundbasis ist, um so mehr, da sie beim Wachsen oder “Zunehmen” auch im nämlichen Augenblick ein “Abnehmen” bemerken könnten, welch letzteres mit der Zeit und der Lebensperiode gemäss vorherrschender wird und den Tod “des materiellen Lebens” oder Verwandlung in anderes herbeiführt.

7. Um euch nun eine schwache Idee zu geben von dem, was beim Wachsen eines Gegenstandes, sei er lebend oder leblos, vorgeht, so muss Ich euch vorerst noch eine Frage beantworten, und diese heisst:

8. “Was treibt denn jeden Gegenstand an, dass er wachsen will und muss?”

9. Sehet, hier werden die Gelehrten oder Naturforscher gleich mit der Antwort fertig sein, und diese wird so lauten: “Es ist das Gesetz der Natur, das alles Geschaffene vervollkommnen will, bis es den Standpunkt seiner höchsten Ausbildung erreicht hat!”

10. Nun, mit dem “Gesetz der Natur” mag sich ein jeder zufriedenstellen, wenn er mag; aber wer geistig sich ausbilden will, wer die Materie in ihren geistigen Geheimnissen belauschen und erforschen möchte, wie sie dort geheimnisvoll in kleinen, euch unsichtbaren Zellen, Gefässen und Wesen den Lebens-Urgrund, Mein eigenes Ich in Parzellen (Teilchen) vorerst geistig, dann körperlich zusammenwebt, dem genügt die Antwort als “Naturgesetz” nicht, denn sein Wissen möchte sicherere Beweise haben, dass eben im Kleinsten wie im Grössten Ich der Schöpfer und Vater alles Geschaffenen immer der Nämliche bin und Ich überall Meine Haupteigenschaft, die Liebe, allein wirken lasse. Und eben für solche Wissensdurstige, welche überall nur Mich suchen, in allem nur Mich erkennen wollen, eben für solche soll dieses Wort wieder als Aneiferung dienen, nicht nachzulassen, auch im Kleinsten Mich, den Grössten, wieder aufzusuchen, um Ihn noch besser verstehen und lieben zu lernen.

11. Sehet, solche Forscher, wie Ich sie hier bezeichnete, solche Forscher sind auf dem Wege auch “Meine Kinder” zu werden, weil sie nur den Gedanken als Hauptmotiv ihres Suchens haben – Mich, ihren Vater, so genau wie möglich kennenzulernen, und für sie soll auch der Schleier eines alltäglichen Lebensprozesses besser gelüftet werden, damit ihr Sehnen gestillt und aus dem Ahnen, Fühlen und Forschen eine geistige Gewissheit erwachse.

12. Sehet, in jedem Samenkorn liegt ein Trieb der Ausbildung verborgen, der dasselbe, sobald es in die rechten Verhältnisse eingetreten ist, welche seine Entwicklung begünstigen können, zur Ausbildung des in ihn Gelegten antreibt, und so seine Transformation (Umwandlung) in andere Gefässe und Organe bewirkt, beschleunigt, und so lange forttreibt, bis aus dem Samenkorn alles hervorgegangen ist, was in ihm lag, und von seinen primitiven (anfänglichen) Bestandteilen selbst nichts mehr übriggeblieben ist.

13. Dort, wo eben die ersten Anfänge sind, in dem mikroskopischen Zellgewebe des Samens, dort reagiert das grosse Lebensprinzip des Universums und bildet die Zellgewebe aus nach seinen Substanzen, welche wieder mit andern Stoffen in Verbindung gebracht, sich verhärten, sich aneinander ankleben, und so eine Zelle um die andere bilden, in welchen dann nach ihrer Ausbildung die Bildung anderer Organe wieder vorbereitet wird.

14. So sind im ersten Anfang Magnetismus und Elektrizität als Wärme-Entwickler tätig, welche durch die Wärme andere Stoffe zersetzen, sie in Verwesung bringen und durch die Verwesung des Fremden die Entstehung des Eigenen begründen.

15. Zuerst ist der geistige Trieb, der die ganze Schöpfung durchdringt, der Mein eigenes Ich ausmacht, und ewig unendlich wie Ich Selbst nur von Stufe zu Stufe vervollkommnen, ergänzen will, welcher das geistig feinste “Fluidum” in Säfte verkörpert. Diese Säfte selbst sind aber wieder nur kleinste Kügelchen, welche in feiner Haut umschlossen die ersten Anfangs-Prinzipien eines ewigen Lebens als Körperteile enthalten, welche dann, je weiter dieses Transformieren (Umwandeln) geht, von Stufe zu Stufe dichter und so nach vielen Verwandlungen erst euch Menschen mit euren Instrumenten sichtbar werden.

16. So geht der Prozess in jedem Ding fort und fort, überall dehnen sich die Zellgewebe aus, geben von dem Ihrigen etwas ab, was nicht mehr zur Erhaltung des eigenen Lebens nötig ist, und nehmen stets neue Substanzen auf, die wieder teils zum eigenen, teils für anderes Leben ihnen in jedem kleinsten Zeitpartikel zugeführt werden.

17. So verkörpert sich, was euch unsichtbar, unfühlbar und unwägbar ist, zu fester Masse, wird scheinbar flüssig, durch die Wärme zur Tätigkeit angeregt, verdichtet sich dann nach und nach ebenfalls wieder nach dem Bedürfnis des Zusammenhaltens, ob auf kurze oder längere Dauer, bis wieder eine andere Stufe erreicht ward, wo diese ersten Zellen andern komplizierteren Platz machen müssen.

18. So ist dieser Prozess, der unaufhaltbar in dem ganzen Geister und Weltenreich gleichmässig fortgeht, der erste Anreger alles Erschaffenen, um es seinem Ziel entgegenzuführen, und so ist dieser Trieb das, was ihr “Wachsen”, Ich aber “geistiges Leben “nenne, welches mitten im scheinbar Starren die geistige ewige Idee eines segnenden Schöpfers und Vaters festhält und so die Kette bildet, vom ersten Gedanken oder der Idee, als Bestandteil Meines Ichs hervorgegangen, die Ewigkeit, die Unverwüstbarkeit, die Unendlichkeit in sich tragend, um so am ehesten beweisend, dass selbst im harten Stein wie im letzten geistigen Engel die nämliche Macht, das nämliche Prinzip obwaltet, welches im Materiellen Gleiches zu Gleichem, auch im Geisterreich demselben Grundsatz huldigend, alles gleichzumachen strebt, damit aus allem materiell Geschaffenen Geistig-Verwandtes werde, und dort wieder weiter und weiter vorwärts gehend reiner, feiner, höher und schöner seinem Urheber sich nähernd, vervollkommnet das Ziel wieder erreichen kann, von wo aus es vor Millionen von Jahren als einzelner Lichtstrahl in die weiten Räume der Schöpfung gesendet wurde.

19. Sehet, ihr stumpfen Geschöpfe, in denen der Keim einer Unendlichkeit liegt, sehet, alle Tage geht die Sonne als Lebensträgerin über euren Häuptern auf, bringt euch Leben, Licht und Wärme, aber ihr geht gleichgültig unter ihr herum. Niemand denkt ja nur einen Augenblick an das, was wohl ein Lichtstrahl, wenn er auf eure Erdscholle auffällt, dort bewirkt. Niemand begreift, wieviel von göttlicher Lebenskraft, geistigem Material in diesem einzelnen Lichtstrahl, der aus Millionen Meilen weiter Entfernung auf die atmosphärische Umhüllung eines andern Körpers gesendet, von dort reflektiert zu euch kommt, hier chemische Verbindungen erweckt, Leben verbreitet, zur Tätigkeit alles anspornt, damit ein jedes seinen Zweck erfülle, damit das Gedeihen, das Wachsen, das Zunehmen vollführt werde, so wie Ich es in Meiner unendlichen Liebe gedacht und schon lange vorausbestimmt habe.

20. Und eben ein solcher Lichtstrahl, der Sonne geborgt von einer andern, ist auch nicht Eigentum dieser zweiten, sondern ward auch ihr von andern noch grösseren Welten gegeben, wo sodann die Wechselwirkung fortgeht bis an die Grenzen der materiellen Welt, wozu erst der Hauptfaktor alles Lebens ebensoviel Verwandlungen im Geistigen durchmachen musste, wie ihm beim Eingang ins materielle Leben noch bevorstehen.

21. Von Mir geht der Strahl des Geisteslichtes aus, durchdringt die ganze Geisterwelt, sättigt sie, belebt sie, vervollkommnet sie und geht dann in die materielle Welt von Sonne zu Sonne, von Planet zu Planet, von Komet zu Komet, überall wieder durch Zersetzung, Verwandlung neues Leben hervorbringend, welches endlich in den Welten, in ihrem Innern zur Vervollkommnung der eigenen Masse, bis zum scheinbar toten Stein verkörpert, dort durch Zersetzung nach und nach verfeinert wieder aufsteigt, durch die ganze Stufenleiter einer Vegetation, einer Tierwelt, eines Menschengeschlechts, bis im Alter die Verwandlungsperiode ihre Materie löst, und wo dann geistig erst noch vervollkommnet wird, was in Materie nicht zu lösen war.

22. So nimmt der Grashalm von der Erde in sich auf, was die Sonne durch ihr Licht und ihre Wärme in derselben für ihn zubereitet; so entwickelt er sich, wächst und geht seiner Bestimmung entgegen, um dann die Elemente und Nahrungsstoffe zu enthalten, die für andere Organismen tauglich sind.

23. So geht in seinen Wurzeln, hervorgegangen aus dem ersten Samen, der erste Prozess vor sich, der dann in doppeltem Streben sich kundgibt, im Aufsaugen von unten und im Einsaugen von oben.

24. So steht ein Grashalm, ein unbedeutendes Ding für Millionen von Menschen, zwischen zwei Welten, zwischen der Welt seiner Erdscholle, auf der er wächst, und zwischen einer Welt voll geistiger Einflüsse, die von ferne herkommend in ihm das ergänzen müssen, was von unten herauf allein nicht möglich ist; so wächst der Grashalm, so wächst jedes geschaffene Ding, jedes Tier und jeder Mensch!

25. Und was ihr hier im Materiellen seht, das ist im Geistigen individuell in jedem einzelnen Leben das nämliche; das geistige Leben eines jeden Tieres ist erstens zur eigenen Ausbildung, sodann zur Bildung anderer Leben bestimmt; fort und fort, von Stufe zu Stufe reihen sich die Geistes-Entwickelungen, die Geistesfähigkeiten fortschreitend aneinander, bis im Menschen die andere geistige Bestimmung sich noch mehr geltend macht, weil ihm auch die Mittel gegeben sind, welche allen andern Geschöpfen nur dürftig verliehen wurden, die Mittel der Mitteilung wo einer dem andern mit wohlartikulierten Worten sagen kann, welchen Eindruck die umgebende Natur auf ihn macht, und welche Eindrücke und Gefühle sich in seinem Innern regen.

26. Es ist die Sprache, die Mitteilung, obwohl noch beschränkt; denn es gibt noch andere Mitteilungen, die bei weitem besser und leichter das auszudrücken vermögen, was eine Seele in den höchsten Momenten fühlen kann, als eure irdische Wortsprache. Aber es ist nicht so leicht, dieses alles euch verständlich zu machen, weil ihr Menschen doch im Grunde nur menschlich denken könnt!

27. Eben weil beim Menschen das Hereinragen einer Geisterwelt, oder sein Hereinragen in diese, sich öfter und stärker manifestiert als bei allen Tieren, ebendeswegen ist es ihm zur Pflicht gemacht, diese Eindrücke zu benützen und sich seiner geistigen Heimat würdig zu machen!

28. Ebendeswegen, weil ein Geisteslicht, eine geistige Sonne ihn bescheint, ebendeswegen muss und soll er auch geistig wachsen, geistig zunehmen, um sich seines Schöpfers würdig zu machen, Der ihn mitten in eine Welt des Wunderbaren als selbst das grösste Wunder gestellt hat, damit er seiner Stellung sich bewusst, wie des Einflusses des materiellen Sonnenlichtes so auch des geistigen, noch intensiveren sich bewusst werde, um zu wachsen, sich zu vervollkommnen, sich würdig zu machen, bis die grosse Transformation (Umwandlung) an ihn heranrückt, die geistige Verwandlung und Abstreifung des materiellen Leibes, um einen leichten geistigen anzuziehen, der schon bei Lebzeiten aus dem materiellen Erdenleib gewoben, ihm als Umkleidungsmittel dienen solle; wo, je feiner er ist, desto leichter dann auch die grossen Strahlen einer Geistessonne durchdringen können, um auch in ihm, wie beim Grashalm auf der Erde, das in ihm Schlummernde zu wecken, und er so, das über ihm ausgebreitete Lichtmeer einsaugend, ein wahrer Bürger eines Geisterreiches werde, wo, wie die Blume auf dem Felde sich freudig nur der Sonne zuwendet, er ebenfalls nur der grossen Sonne im Geisterreiche, Mir, sich zuwenden kann, und von dort dann in vollen Zügen einschlürfen möge, was im irdischen Leibe ihm unmöglich war.

29. So soll der Mensch dann geistig wachsen, geistig zunehmen und Bürger eines Geisterreiches und Kind eines Schöpfers werden, in Dessen Behausung keine Sonne mehr untergeht, sondern das Licht der Wahrheit stets fort und fort leuchten wird!

30. Betrachtet also die euch umgebende Welt mit etwas mehr aufmerksamem Auge, erwecket euer geistiges Verständnis; es liegt noch vieles Geistige in der materiellen Schöpfung verborgen, welches aber nur ein Hellsehender, kein Blinder bemerken kann.

31. Allsehend bin Ich, wollet ihr Meine Kinder werden, so müsset auch ihr schärfere Augen haben und weit hinaus über Materie und deren Dauer den eigentlichen Grundkeim alles Wesenden, den eigentlichen Endzweck des ganzen Universums klar vor Augen haben, nur dann ist neben eurem körperlichen Wachstum, neben eurer körperlichen Vervollkommnung und neben eurer irdischen Mission ein geistiges Wachsen, ein geistiges Gedeihen und ein geistiger Himmel voll Seligkeiten erreichbar, der vorerst in eurem eigenen Innern, dann um euch sich ausdehnend bis zu Mir reichen soll, wo ihr in allem den ewig liebenden Vater erkennen werdet, Der aber nur denen die grössten geistigen Genüsse vorbehalten hat, die sich auch innerlich dazu fähig gemacht haben, sie zu ertragen und zu fassen! –

32. Wachset also, Meine Kinder, an Erkenntnis, an Einsicht in Meine materielle Schöpfung; verlieret euch nicht in eitlen irdischen Dingen, welche von kurzer Dauer sind, suchet das Unzerstörbare, das Ewige, suchet Mich, und ihr werdet bei diesem Tausch zwischen Materiellem und Geistigem nichts verlieren sondern bloss gewinnen, oder “wachsen”, so wie Ich das Wachsen im Materiellen wie im Geistigen verstanden wissen möchte! Amen!

24. September 1875

33. Im letzten Wort erklärte Ich euch das Wachsen, was es bedeutet, und wie es sowohl in der materiellen als in der geistigen Welt vor sich geht. Ich zeigte euch bildlich sowohl im Wachstum eines Grashalmes als in der geistigen Fortschreitung des Menschen und der ganzen Geisterwelt, wie man wächst, und wie man sich stets vervollkommnend ewig fortschreitet, um seine Mission zu erfüllen.

34. Jetzt in diesem Wort will Ich euch nun wieder aus der materiellen Welt die geistige erklären, und wie bei der Pflanze, zum Beispiel beim Grashalm, das Wachsen sichtbar zu einem andern Produkte, zur Blüte oder Blume drängt, so auch selbst im Menschen, irdisch betrachtet, derselbe Prozess sich entwickelt, wobei aber auch im Geistigen dieser Prozess und das Produkt in der grossen Geisterwelt stets ebenfalls das nämliche, der Blüte oder Blume entsprechend, stattfindet, was aber nur in Entsprechung angedeutet werden kann.

35. Sehet, wenn eine Pflanze, aus dem Samenkorn sich entwickelnd, anfängt zu wachsen, sich auszubilden, sich zu entfalten, so ist ja doch die nächstliegende Frage, die man an einen Schöpfer derselben stellen könnte, diese: “Zu welchem Zweck wächst sie denn?”

36. Nun, da Ich als geistig denkender Schöpfer des ganzen Universums bei allem, was Ich schuf, einen Zweck haben musste, ebenso wie ihr, wenn ihr etwas zustande bringen wollt, so ist natürlich die Antwort auf diese Frage:

37. “Dass Ich die Pflanze nicht aus Zeitvertreib geschaffen und auch ihre ganze Einrichtung nicht aus Zufall so angeordnet habe, wie ihr bei näherer Untersuchung es leicht entdecken könnt, sondern ihr werdet bald einsehen, dass alles Drängen, Bilden und Treiben im Organismus einer Pflanze einem gewissen Zweck entgegentreibt, und dieser Zweck als nächstes Stadium ist neben der Ausbildung von Stamm und Blättern die Blüte oder Blume, wo dann in andern Formen ein anderer Organismus hervorgegangen ist, der dem früheren nicht im mindesten ähnlich ist, und der wieder in seinem Schosse noch eine Phase (Stufe) der Entwicklung anbahnt, welches das Endziel der Pflanze ist, nämlich die Frucht oder der Same zu einer neuen Pflanze ihresgleichen.

38. So beim Pflanzenreich, so beim Tierreich, und so selbst beim Menschengeschlecht, soweit es sich um Ausbildung ihres Körpers handelt, der als Werkzeug zur Vervollkommnung einer in ihm wohnenden Seele dienen soll!

39. Nun wollen wir beim Pflanzenreich vorerst den ganzen Prozess der Weiterbildung aufmerksam, nämlich geistig betrachten und dann auf das Ähnliche in den andern Reichen übergehen.

40. Sehet, ihr habt letzthin gehört, wie im Grashalm Zelle an Zelle, Faser an Faser sich anbaut, sich entwickelt, wie die (bildlich gesagt) Blutkügelchen ihre Säfte in alle Räume der Pflanze treiben, dort verwandeln, zersetzen und ausbilden; ihr habt gesehen, wie eine geistige Macht diese Bewegung leitet, sie zu etwas, was in der primitiven Bildung noch nicht ersichtlich ist, antreibt, und jetzt, wo ihr alle wisst, dass die Blüte oder Blume der zweite Ruhepunkt ist, welcher eine Neubildung genannt werden kann, jetzt wisst ihr auch, dass neben allen den Erhaltungsmitteln des Bestehenden noch andere Elemente von der Mutter Erde aufgesaugt, durch Stamm und Blätter dem Prozess des Lichtes ausgesetzt, bei vielen Pflanzen duftende Blüten hervorbringen, die mit Farbenglanz euren Augen und mit Wohlgerüchen euren Sinnen wohltun.

41. Nun, die Blüte oder Blume ist nichts anderes als das Produkt von Grobmateriellem, feinerem Seelischen und Göttlich-Geistigem. Sie ist der Zustand einer geistigen, freudigen Wonnezeit, wo nach langem Arbeiten, vom Samenkorn angefangen, durch Stamm und Blätter hindurch das Schönste, dem Lichte Nächstverwandte zu einem geschlossenen Komplex (Ganzen) verarbeitet wurde, welches ihr bildlich als den Brautstand der Pflanze ansehen könnt, wo sie sich ihrer Errungenschaften freuend, im Hochzeitskleide ganz dem Sonnen und geistigen Schöpfungslichte hingibt, nachdem sie alles Dazugehörige mit Mühe und Kampf dem Grobmateriellen abgerungen hat.

42. Sie schwelgt in dem Bewusstsein des Errungenen, wiegt sanft ihr Köpfchen zwischen leichten Lüften, stets der Sonne sich zuwendend und Duft und Wohlgeruch als Entsprechendes ihres Wesens der sie umgebenden Luft, den Pflanzen, Tieren und Menschen mitteilend.

43. Die Pflanze steht da im Brautschmuck; das Feinste, am meisten dem Lichte Verwandte, ist eingekleidet in zarte Blätter, die noch mit einer Masse kleiner Saugadern vom Lichte aufsaugen, was für ihr neubegonnenes Werk nötig ist; denn die Pflanze – ihren Brautstand errungen habend – bleibt dabei nicht stehen; vorwärts drängt es sie, höher und höher stets zu andern geistigen Zwecken; immer musste das Feinere vom Gröberen geschieden werden. So entstanden aus dem Samenkorn durch Verwesung der äussern Umkleidung die ersten Elemente, die Wurzeln, mit denen sich der innere Teil des Samenkornes mit der es umgebenden Erde in Verbindung setzte; so saugen dann die Wurzeln die ersten Elemente ein, welche zur Bildung des Stammes gehören, so aufwärts treibend verfeinerten sich die Säfte des Stammes zur Blätterbildung; und nachdem natürlich im Stamme nur das, was des Stammes, im Blatte, was des Blattes, aufgenommen werden konnte, so trieb der Organismus des primitiven Samenkorns noch andere Substanzen, andere Elemente in die Höhe, dem Lichte der Sonne, dem Lichte der ganzen Sternenwelt und des ganzen geistigen Universums zu, welches sodann als das Feinste, geistig aus Materie entwickelt, in der Blume oder Blüte eingeschlossen, das Resultat des Brautstandes, die Befruchtung, die Fortpflanzung weiterbildet, wodurch eben alles von Mir Geschaffene nur einmal ins Leben gerufen, ins Leben gerufen durch einen unendlichen Gott und Herrn, ebenfalls den Keim der ewigen Fortdauer in sich bergen musste; denn nur solche Schöpfungen sind eines Gottes, sind Meiner würdig und angemessen.

44. So wie der Brautstand die Wonnezeit eines erreichten Zieles sein sollte, so ist auch die Blütenzeit in der Pflanzenwelt das Stadium des höchsten, intensivsten Lebens, wo alle Fakultäten (Fähigkeiten) entwickelt, wo alle Nerven und Fasern gespannt mit Ungeduld dem Augenblick entgegen harren, wo die höchste Wonne ihre Befriedigung, wo der höchste Zweck erreicht und das Göttliche, Ewige seinen grössten Triumph feiert.

45. Dieser Akt ist ebendeswegen von dieser grossen Bedeutung und die Natur bei jedem kleinsten Produkt feiert denselben mit all ihren Mitteln, weil es eine Vorbereitung zu einem Schöpfungsakte ist, welcher nicht materiell, nicht bloss geistig, sondern gottverwandt ist.

46. So ist nun die Pflanze an dem Punkte angelangt, wo sie, die Geschaffene, eine Schaffende wird.

47. Begreifet ihr nun den Wert einer Blüte, einer Blume; ihr, die ihr so viel Missbrauch mit diesen höchsten geistigen Schöpfungen macht, ohne je dabei zu bedenken, wenn ihr eine Blume oder Blüte pflückt, wie geistig weh ihr einer Pflanze tut, da ihr derselben gerade den Dolch ins Herz stosset, wo sie vor Wonne, vor Seligkeit, vor Dankgefühl für ihre Existenz überfliessen möchte, weil sie ihre höchste geistige Stufe erreicht hat und der Fruchtbildung entgegengeht.

48. Stumpf seid ihr Menschen alle, ihr wisset nicht, was im geringsten Prozesse der lebenden Natur vorgeht, ihr kennt nur eure eigenen Gefühle, achtet wenig oder gar nicht die der ganzen Tierwelt, und von dem geistigen Leben einer Pflanzen oder Steinwelt habt ihr keinen Begriff. Und doch sage Ich euch, dass alles, was Ich erschuf, geistiges Leben hat, ein Leben der Unendlichkeit, ein unzerstörbar Ewiges, das, wenngleich von euch verleugnet, doch existiert, aber als zartes geistiges Leben auch nur einer zarten, höchst fein gebildeten Seele zu begreifen möglich ist, aber nicht Geschöpfen, die, obwohl hochgestellt im Schöpfungsplan, doch noch bis über die Ohren im Schlamme der niedrigsten Leidenschaften stecken.

49. Daher die vielen Beleuchtungen von verschiedenen Naturprodukten, von Naturgesetzen und Einrichtungen der ganzen geschaffenen Welt, welche Ich euch gegeben habe, damit ihr eure geistigen Augen weit auf machen sollet, um die grosse Geisterwelt zu erkennen, welche weit über die Materie hinaus in alles eingreift, überall schafft und webt, und überall, selbst in dem anscheinlich Materiellsten, den grossen geistigen Schöpfungsgedanken der ewigen Liebe in Millionen von verschiedenen Formen euch vor Augen gestellt hat.

50. Was vom Pflanzenreich, vom Grashalm, von seiner Blüte, von seiner Frucht gesagt wurde, das gilt ebenfalls vom Tier und Menschengeschlecht.

51. In der Bildung des tierischen oder menschlichen Körpers ist es ebenfalls ein in eine kleine Zelle eingeschlossener göttlicher Funke Meines Geistes, der von dort angefangen den Körper, das Nerven und Blutsystem bildet, und wie die Pflanze zur Blüte, so auch beim Menschen und Tier am Ende seines Knochenbaues, als gleichsam Blume, als Blüte, die Gehirnmasse aufbaut, wo alle Intelligenz, alles Geistige sich konzentriert, was zum Leben, zur Aus und Fortbildung des Geschlechtes nötig ist.

52. Beim Tier sind diese Blütenperioden oft durch heftige Kämpfe, grosse Erregungen im ganzen Nervensystem bezeichnet. Das Tier wird noch an Meiner Hand geführt, und nur wenn es Zeit ist zur Begattung, fühlt es Meine Macht im höchsten Grade, welche es zu etwas treibt, was es wohl oft ahnt, aber nicht gewiss weiss.

53. Kein Schöpfungsakt kann ungestört (das heisst ohne mächtige Erregung) vollzogen werden; es ist derselbe ein erlaubtes Eingreifen in Meine Macht, und da muss natürlich der Prozess alle Lebensorgane so in Anspruch nehmen, damit, obwohl nur Gemisch des Materiellen, doch wieder Geistiges sich entbinde, das aber wieder in der Materie gebunden doch so viel Kraft besitze, sich selbst nach und nach zu entwickeln und einer geistig höheren Stufe entgegengehen zu können.

54. So wie beim Tier meistens schon die Stirn mehr nach oben gewendet, ist beim Menschen auch das Gehirn mit seinem gallenartigen Stoff, mit seinen Windungen der Sitz aller geistigen Eigenschaften, welche die Seele nötig hat, erstens, um sich in steter Verbindung mit der Aussenwelt zu halten, und zweitens, um eben dort durch Ausbildung, Vergeistigung des Materiellen den geistig-seelischen Menschen als Bewohner eines ewigen Jenseits vorzubereiten, um sich zu vervollkommnen und Mir ähnlich zu werden, soweit es sein Organismus und seine geistigen Fähigkeiten schon auf Erden erlauben.

55. Was beim Tier “Instinkt”, bei der Pflanze “Gesetz”, das ist beim Menschen “frei” ihm gegeben zur Benützung, damit, obwohl der höchsten Erregungen fähig, er sich selbst beherrschen lerne, auf dass er so ein Mir ebenbürtiges Wesen werde, welches frei ohne Zwang die Schranken des moralischen Gesetzes nie überschreiten sollte, was aber leider nun bei den meisten doch geschieht, jedoch müssen die Folgen eben von ihnen selbst auch getragen werden.

56. Sehet, beim Menschen ist es das Gehirn, da alles Erhabene gedacht und gefühlt wird. Das Gehirn ist der Sitz der geistigen Eigenschaften; aber das Gehirn allein könnte für sich selbst nicht bestehen, würde es nicht durch einen andern Nervenkomplex stets in Tätigkeit erhalten, wie alle anderen Organe, und dieser Nervenkomplex ist euch bekannt unter dem Namen “Sonnengeflecht” oder Nerven-Zentrum der unwillkürlichen Bewegungen; dort ist eigentlich der Sitz der Seele, von dort aus bildet sie, webt sie den Leib, erhält und verbessert, wo Schaden ist, von dort aus bewegt sie das Herz in rascheren Schlägen, bei Gemütsbewegungen, bei Leid und Freud.

57. Von dort gibt sie durch Sprache und Blick der Aussenwelt kund, was im Innern vorgeht, und dort wird geistig verdaut, was durch Ohr und Auge ins Innere gedrungen ist.

58. So wie die Pflanze durch das Licht, seine Wirkung und seine Strahlen, mit der ganzen geistigen Welt in Verbindung stehend, ihre Wonnezeit, ihren Brautstand geniesst, so geniesst der Mensch ebenfalls bei Annäherung seiner Blütezeit diesen Einfluss der höheren Geisterwelt, die ihn umgibt und die in ihm und ausser ihm lebt, webt und alles erhält, so wachsen die Gefühle der ersten Liebe, des Erwachens eines Zustandes, welcher das materielle Leben ganz zurückdrängen möchte, und den bei euch einst ein griechischer Weltweiser als höchstes Stadium des Menschen hingestellt hat, und der euch noch unter dem Namen “platonische Liebe” bekannt ist.

59. Ja, so sollte diese erste Liebe auch aufgefasst werden; denn es ist die Blütenzeit der menschlichen Natur, die zum Schöpfungsakte der Zeugung eines neuen Wesens drängt, welches aber ebenfalls nicht ein materielles, sondern ein geistiges Produkt werden sollte.

60. Dass durch die Berührung der Körper die schönsten Illusionen wieder vergehen müssen, ist ja natürlich; denn Ich habe in euch nicht körperlose Geister (siehe Predigt 49), sondern irdische Menschen geschaffen, welche ebenfalls das, was sie als geistige Wesen gekostet hatten, als irdische Wesen, als Keim in ein neues zu werdendes Wesen niederlegen sollten!

61. Diese Liebe, dieses Wonnegefühl, diese Seligkeit, die beide Geschlechter zueinander führt, diese Liebe soll nur der Impuls sein zur Erschaffung eines Wesens, das ebenfalls einst Mir ähnlich werden sollte!

62. Um solche Wesen zu zeugen, gehört eben vorerst selbst die höchste geistige Würde dazu, damit das Ergebnis seines Schöpfers würdig sei! –

63. Eure sozialen Zustände, eure niederen Leidenschaften haben meist verhindert, dass diese erste Liebe auch auf Erden die letzte geworden ist, und eure Genusssucht hat längst schon durch Missbrauch eurer Triebe eine Welt geschaffen, deren Bewohner, kaum geboren, schon wieder dem Tode entgegeneilen, nachdem die meisten Menschen beiderlei Geschlechtes mit Not, Elend und Enttäuschung gekämpft, aus Langeweile Kinder gezeugt haben, welche den Eltern gleichen, in allem ihnen nachfolgen werden, und am Grabe angekommen, ebensowenig wie sie, ihre Eltern, wissen werden, warum sie geboren wurden und warum sie sterben müssen.

64. Seid versichert, Meine lieben Kinder, Ich habe die Welt ganz anders erschaffen, als ihr sie jetzt seht. Ich habe dem Menschen die schönsten Formen gegeben, Ich habe ihn mit seiner Blume oder Blüte (das Gehirn), dem ganzen Universum entgegengestellt, ihm die Fähigkeit eingehaucht, mit dem Gedankenflug über alle weltlichen Räume hinweg bis zu Mir zu dringen. Ich habe ihm Organe gebaut, die es erlauben, trotz Materie ihn eine geistige, grosse erhabene Welt fühlen zu lassen, die, wenngleich weit über ihm, doch nur in ihm selbst ist. Ich habe ihm die Sinne gegeben, das Auge, Meine Wunder zu betrachten, das Ohr, Meine Harmonien zu hören, und die Sprache, um seinen Mitmenschen sein ganzes grosses geistiges Inneres aufzuschliessen, denn was wäre alles Geschaute, alles Gehörte ohne Mitteilung?

65. Ich habe ihn, den Menschen, wie zum Beispiel hier auf eurer kleinen Erde, zum Herrn dieses Erdballes hingestellt, damit er sich nicht beklagen könne, Ich hätte ihn stiefmütterlich behandelt, Ich habe ihm durch Mein einstiges Darniedersteigen eine Lehre gegeben und zurückgelassen, die allein schon genug ist, auf ewige Zeiten der ganzen Menschheit ihre Würde stets ins Gedächtnis zu rufen.

66. Ich habe ihn mit Geistesgaben ausgerüstet, sich alles auf dieser Erde zum materiellen Leben zunutze zu machen, damit das materielle Leben kein Hemmschuh in der Ausbildung des geistigen sein möge.

67. Ich liess ihn frei, selbst kann er handeln, selbst urteilen und wählen, wie er will!

68. Ich habe ihn hingestellt, für diesen Erdball als gleichsam den Alleinherrn, und wie hat er alles missbraucht, seinen Körper, seine Umgebung und seine unter ihm stehende Pflanzen und Tierwelt! Und jetzt erschloss Ich ihm sogar noch das Geisterreich, zeigte ihm, noch lebend, was er erst nach seinem Hinscheiden erfahren sollte, und doch alles vergebens!

69. Wie ein Wütender raset er fort; nur seinen niedrigsten Leidenschaften gehorchend, nur weltlichen Interessen frönend, leugnet er Mich, Meine Gesetze, tritt selbst die Menschenwürde mit Füssen, und wird auf diese Art die Folgen sich selbst zuzuschreiben haben, welche daraus erwachsen müssen.

70. Ich erschuf diese kleine Erde, so wie die grossen Sonnen und Weltkörper, zu ganz anderen Zwecken, als wie die Menschen es glauben.

71. Ich erschuf Mein ganzes Universum zu einer grossen Sphären-Harmonie, wo alles Liebe atmen, aber nicht mit Hass und Neid einer den andern verfolgen sollte, oder wo einer Tausende seiner Mitbürger zu egoistischen Zwecken knechtet und hinschlachtet.

72. Nein, diese schönen Gefühle, die Ich euch in der Pflanze, im Wachsen, im Blühen und im Fortpflanzen entwickelte und selbst bei Menschen und Tieren nachgewiesen habe, sie sind nicht umsonst in aller Brust gelegt; so muss und so wird Meine Welt wieder werden; denn was gegen Meine Gesetze anstrebt, straft sich von selbst; und wenn Ich Selbst jetzt sogar direkt mit euch wenigen verkehre, so geschieht es ebenfalls bloss deswegen, weil zwischen Meinem Wort und dem Worte der Menschen ein grosser Unterschied ist, und weil erst, wenn die Menschheit durch eigenes ungeschicktes Verfahren sich selbst viele Trübsale zuzog, sie so mürbe geworden ist und fähig, Besseres aufzunehmen, damit dann das Material schon fertig daliegt, mittels welchem der alte, längst vergessene, zerrüttete Bau des geistigen Menschenlebens wieder aufgebaut werde, und zwar nicht vorübergehend, sondern bleibend!

73. Dann wird ein anderes Geschlecht (Generation) auch andere Kinder zeugen, wird wieder die Liebe fühlen, wie Ich sie in ihr (der Menschen) Herz gepflanzt hatte, und wird aber auch eingedenk seiner eigenen Würde, von keiner Eigenschaft, die Ich dem Menschen gegeben habe, Missbrauch, sondern nur den rechten Gebrauch machen.

74. Die Erdwelt wird wieder werden, was sie einst war, ein Paradies, wo nur diese Eigenschaft die vorherrschendste ist, welche Mein ganzes Ich allein ausmacht; es wird “Liebe” gegeben, “Liebe” empfangen, und so der Erde und ihren Einwohnern das rechte Mass gegeben werden, gemäss welchem sie in der grossen Kette all Meiner Schöpfungen eine solche geistig bedeutende Stellung stets eingenommen hat.

75. Wachset also, Meine Kinder! Öffnet eure Augen; nicht allein materiell, sondern geistig, und erkennet, wie um euch herum alles – selbst die Pflanze oder der Grashalm, welche ihr oft gedankenlos mit Füssen tretet – ein geistiges Leben hat, und dass hinter dieser scheinbaren Hülle auch des kleinsten Dinges ein unbekanntes Etwas stets ohne Unterlass geschäftig ist, zum grossen Vervollkommnungsplan beizutragen und Mir alle Meine kleinsten Partikel wieder zurückzubringen, welche Ich einst zur Prüfung vor Äonen von Jahrtausenden ausgesandt habe.

76. Jede Sekunde gehen Millionen von Wesen und Dingen ins Geistige über, und jede Sekunde werden wieder Millionen von Wesen ins Materielle einverleibt. Alles ist eine Kette, wie in einem Ziehbrunnen der eine Eimer herauf, der andere hinabgeht, so im Schöpfungsraum Vergehen und Kommen sich stets die Hand bieten!

77. Es gibt auf eurer Erde keinen Ort, wo es ewig Nacht oder ewig Tag ist. Der Sonnenuntergang einer Gegend ist der Aufgang für eine andere; hier legen die Menschen arbeitsmüde sich zur Ruhe, dort erweckt der nämliche Sonnenstrahl, welcher euer müdes Auge trifft, den Schlaftrunkenen zu neuer Arbeit. So ist es in Meiner Schöpfung, – stets im Wachsen, stets im Blühen, stets im Neu-Erschaffen geht die Zeitenuhr ihren Lauf; aber nur der geistige Mensch kann sich dieses ewige Streben nach dem höchsten Ziel begreiflich machen, und nur dem geistigen Forscher und aufmerksamen Beobachter Meiner sichtbaren Natur kann der Schlüssel gegeben werden, um auch hinter dieser materiellen Verwandlung den grossen geistigen Prozess zu entdecken, der eigentlich die Hauptsache, das Urprinzip und das Endziel alles Geschaffenen sein wird!

78. Immer und immer sage Ich euch und rufe es euch zu:

79. Erhebet euch von euren irdischen Welt- und Verstandes-Kenntnissen! Lasset euch nicht für Augenblicke bloss begeistern von Meinen Worten, sondern behaltet sie stets im Herzen; wo ihr geht, wo ihr steht, möge euch der Gedanke begleiten, dass nicht alles das ist, was es scheint, und dass es “Gesetze” gibt, gegen welche man nicht ungestraft handeln kann!

80. Begreifet diese Gnade Meiner direkten Mitteilung! Sie ist weit ernster zu nehmen, als ihr es meistens tut; denn jede Vernachlässigung, jedes Lauwerden wird sich an euch selbst strafen.

81. Schon vor mehr als tausend Jahren rief ich Meinen Jüngern zu: “Wachet und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallet!” Auch heute sage Ich es euch wieder: “Wachet und betet”, damit euch nicht eure eigenen Leidenschaften ins Schlepptau nehmen und euch zu Sklaven machen, während ihr zu Herren geboren worden seid!

82. Es ist ja bei euch die Sklaverei so verhasst, ein jeder will frei sein, überall hört man über Knechtung, über Tyrannei schimpfen, und doch, wer ist denn der jetzigen Menschheit grösster Tyrann, als ihre eigenen Leidenschaften selbst!

83. Die Menschen sind schon längst von dem Herrscherthron heruntergestiegen, auf welchen Ich sie alle gestellt habe; nur einzelne begreifen noch, was Ich mit dem Menschen wollte, jedoch noch sind sie zu schwach und zu wenig, um massgebend auf die Schicksale der ganzen Menschheit einwirken zu können; aber Geduld! Auch hierin wird sich ein Wachsen und ein Blühen zeigen, die Knospe der geistigen Erkenntnis wird ebenfalls noch sich entfalten, und wie eine Blume einer anderen Welt (Tierwelt) als Nahrungssaft ihren Honig gibt, so wird auch diese Knospe im herrlichsten Lichte und mit den schönsten Farben strahlend, ebenfalls Tausende die Süsse ihres Inhalts fühlen lassen, wenn des Bitteren genug zuvor genossen wurde.

84. So, Meine Kinder, nehmet auch dieses Wort als Fortsetzung des letzteren und machet es euch eigen; nicht bloss zum Durchlesen habe Ich es euch gegeben, sondern zum Danach handeln!

85. Bedenket, die Zeit flieht, und – weit schneller als ihr es ahnet – die Stunden, die Tage, die Jahre verrinnen, und so mancher wird am Ende seiner Laufbahn bei weitem früher stehen, als er glaubte.

86. Trachtet, dass es nicht zu spät ist und ihr nicht in der andern Welt mit Mühe erst erringen müsset, was euch hier in Fülle in den Schoss geschüttet wurde!

87. Dieses als Mahnungs- und Danachachtungs-Wort! Amen!

flagge en  Secret of Life 25 … Spiritual & Material Growth

Growth

Gottfried Mayerhofer, September 13 & 24, 1875

Thus says the Lord:

1. Already quite some time ago you wanted to explain the meaning of this word as well as the actual concept of growth to your friends and sisters. However, you soon lacked the clarity of thought to treat this topic for the full benefit of your brothers.

2. Well, I will now explain this word to you as well as the growing process in its spiritual and material aspect, adding with this explanation another building block towards the great edifice of spiritual cognition. Thereby you may again realize how much is still unknown to you and how much, if one would contemplate only a few occurrences in nature, would still have to be elucidated concerning things which fail to claim your attention in the least because you see them every day.

3. We begin again with the meaning of the word as such, asking quite simply: “What does it actually mean, to grow?”

4. To grow means to increase, and to increase means: to add something to the existing, whereby in the material world the object gains in size (and weight) and is enhanced in its spiritual quality.

5. Well, you see everything around you in the process of growing. While you are young, you can observe even the growing bigger or heavier of your body from your clothes. However, you still fail to understand the actual “growing” around and within you. You take no interest in it because you see this process in nature going on around you every day. And yet, if you knew the whole process going on during the growth of just a single blade of grass, you would soon realize that growing implies far more than what your ordinary worldly intellect is able to grasp.

6. Even your scientists cannot tell you too much about the process of growth. They too, despite all technical means, cannot understand the spiritual apparatus at the bottom of the growth of every object or being, particularly since they could also notice during the growing or “gaining weight” a simultaneous “decrease in weight” (as processes of the socalled “metabolism”). This decrease gradually becomes more prevalent with advancing age, and causes the death “of the physical life”, or the transformation into something else.

7. So as to give you a vague idea of what goes on during the growing process of an object, whether alive or inert, I must first answer a question for you, namely:

8. “What exactly prompts every object that it will, and must, grow?”

9. Look, here the scholars or natural scientists will be instantly ready with an answer, which will be as follows: “It is the law of nature, which wants to perfect everything created to the point of its highest development!”

10. Well, anyone may be satisfied with the “law of nature” if it pleases him. However, he who wants to develop spiritually, trying to listen to and investigate the spiritual secrets of matter as, mysteriously in tiny for you invisible cells, vessels and beings it weaves together into parcels, at first spiritually and then physically, the First Cause of all existence, My own self, is not satisfied with “natural law” for an answer. For his knowledge demands more reliable proofs, namely, that in the smallest as well as the greatest, I, the Creator and Father of everything created, am always the Same, and that everywhere I let work only My main attribute, Love. And it is for such people with a thirst for knowledge, who strive to look everywhere only for Me, to recognize in everything only Me, that this word in particular shall again serve as a stimulus not to relax their efforts to again look for Me, the Creator, also in the smallest, so as to learn to understand and love Me even better.

11. You see, such scientists as I have just described them are also on the way to becoming “My children”. For they have only one thought motivating their search, namely to come to know Me, their Father, as well as possible. For them the veil of an everyday life-process shall be lifted more thoroughly, so that their longing may be stilled and a spiritual certainty grow out of the foreknowledge, feeling and investigating.

12. You see, in every grain of seed an urge for development is hidden which, as soon as it has entered the right conditions favorable for its development, urges the same to develop what has been laid into it. In this way it effects its transformation into other vessels and organs, accelerating and continuing it until everything that was hidden in the grain of seed has gone forth from it and nothing is left of its primitive constituents as such.

13. Where the first beginnings are, in the microscopically small cell structure of the seed, the great life-principle of the universe is at work, forming the cell structures in conformity with its substances. These, again combined with other substances, solidify, adhere to one another, thus forming one cell after another in which, after their development, the formation of other organs in turn is prepared.

14. Thus, in the first beginnings magnetism and electricity as generators of warmth are active. These, through the warmth, break up and decompose other substances, giving rise, through the decomposition of what is alien, to the development of its own substance.

15. First there is the spiritual urge, which permeates the entire creation and constitutes My own self. This urge, eternal and infinite like I Myself, only seeks to perfect and complement from level to level and embodies the spiritually most subtle “fluid” in fluids. These fluids as such are again only minutest globules surrounded by a fine membrane. They contain the first initial principles of an eternal life as body parts which, the further this transformation progresses, from level to level reach more density. Thus they become visible to you people with your instruments only after many transformations.

16. And so the process goes on and on in everything. Everywhere the cell structures expand, casting off something of their substance no longer needed for the preservation of their own life and continually absorbing new substances. The latter are fed to them in every infinitesimally short time period partly for their own, partly for another life.

17. Thus, what to you is invisible, imperceptible and imponderable, solidifies into a dense mass and, stimulated to activity by warmth, becomes apparently liquid. Then, gradually, it condenses again in conformity with the need for cohesion for a shorter or longer period, until another level has been reached where these initial cells have to make way for other, more complicated ones.

18. Thus this process, which irresistibly and constantly is going on in the entire spiritual and worldly realm, is the first stimulus of all that is created to lead it towards its goal. And this urge is that which you call “growing”, but I call “spiritual life”, which, in the midst of the apparently inert, holds fast to the spiritual, eternal idea of a blessing Creator and Father. Thus it forms the chain, gone forth from the first thought or the idea, as a constituent part of Myself, earning within it eternity, indestructibility, infinity. In this war it most readily proves that even in the hardest rock, just as in the last spiritual angel, the same power, the same principle prevails. In the material realm this power attracts like to like and, following the same principle, it also strives in the spirit-realm to equalize everything, so that from all the materially created, something spiritually related mar go forth. Then, further and further progressing, purer, more subtle, more sublime and beautiful, it draws near its Originator, perfected. And so it can again reach the goal from where, millions of years previously, it has been sent forth as a single ray of light into the vast spaces of creation.

19. Look, you dull created beings, in whom the germ of an infinity rests, every day the sun rises above your heads as a carrier of life, bringing you life, light and warmth. But you walk about under it indifferently. No one thinks even for a moment what a ray of light falling onto your soil may accomplish there. No one understands how much of divine vital force, of spiritual material in this single ray of light, sent from a distance of millions of miles away onto the atmospheric cover of another globe, comes to you from there reflected. Awakening new chemical combinations and spreading life, it stimulates everything to activity, so that it may fulfill its purpose and the thriving, the growing, the increases can take place, as I, in My infinite love, have been thinking and long ago pre-ordaining.

20. And such a ray of light, lent to the sun by another, is also not the property of the latter. For it was also given to it by other, still greater worlds, with the mutual effect continuing to the limits of the material world. This is why the main factor of all life had to undergo as many transformations in the spiritual realm as are ahead of it at its entry into the material life.

21. From Me the ray of spirit-light goes out, permeates the entire spirit-world, saturating, enlivening, perfecting it. Then it goes into the material world, from sun to sun, from planet to planet, from comet to comet, bringing forth again new life everywhere through decomposition, transformation. Finally, in the interior of the worlds, for the perfecting of their own mass, materialized as seemingly dead rock, it gradually rises again, refined through decomposition, throughout the whole gamut of vegetation, an animal world, a human race. At last, in old age, the period of transformation, its matter dissolves and what could not be dissolved in it will be spiritually perfected.

22. Thus the blade of grass absorbs from the earth what the sun through its light and its warmth prepares for it in the same. And it develops, grows and fulfills its destiny namely, to contain the elements and foodstuffs that are useful for other organisms.

23. And so in its roots, sprouted from the first seed, the first process takes place, which manifests in a twofold endeavor, a sucking up from below and an absorbing from above.

24. Hence a blade of grass, an insignificant thing for millions of people, stands between two worlds, the world of its soil on which it grows and a world full of spiritual influences. These, coming from afar, have to complete in it what from below alone was not possible. Thus grows the blade of grass, thus grows every created thing, every animal and every human being.

25. And what you see here in the material, is in every individual life the same spiritually. The spiritual life of every animal is destined, firstly, for its own development and, secondly, for that of other lives. On and on, from level to level, the spiritual development, the spiritual aptitudes follow progressively until, in man, the other spiritual destiny comes even more to the fore. For man was also endowed with the means given only scantily to all other created beings, namely, the means of communication. Thereby one can tell another with wellarticulated words what impression the surrounding nature makes on one and what the impressions and feelings are which stir one’s heart.

26. Language, communication, is still limited though. For there are still other communications that can far better and more easily express what a soul can feel in the most sublime moments than your earthly language can with words. However, it is not so easy to make all this comprehensible to you, because you human beings can actually only think in human terms.

27. Due to the fact that the intrusion of a spirit-world, or his intrusion into the same, manifests more frequently and more strongly in man than in all the animals, he was charged with the duty of utilizing these impressions and making himself worthy of his spiritual homeland.

28. It is precisely because a spirit-light, a spiritual sun shines on him, that man must and shall grow and develop spiritually so as to make himself worthy of his Creator, who placed him in the midst of wonders as man himself the greatest wonder. Here he shall become conscious of his position and the influence of the material sunlight and also of the spiritual, more intensive one, so that he can grow and perfect himself. Here he can make himself worthy until the great transformation approaches him, the spiritual transformation and the shedding of the physical body so that he can put on a light spiritual one which, woven from the material, earthly body already during his lifetime, shall serve him as a covering. And the finer it is, the more easily the great rays of a spirit-sun can penetrate and also in him just as in the blade of grass on earth, waken what is dormant in him. He will thus, sucking in the ocean of light above him, become a true denizen of a spirit-realm where, just as the flower in the field happily turns towards the sun, he too can only turn towards the great sun in the spirit-realm, to Me, to imbibe in great gulps, which was impossible for him to do while in the earthly body.

29. Thus man shall then spiritually grow, spiritually develop and become a denizen of a spirit-realm and a child of a Creator in whose house no sun sets, but the light of truth will keep shining forever.

30. So contemplate the world surrounding you somewhat more attentively. Waken your spiritual cognition. There lies still much Spiritual hidden in the material creation; however, it can only be noticed by one with clear eyesight, not by a spiritually blind person.

31. I am all-seeing. If you want to become My children, you too must have a keener eyesight and, far beyond matter and its duration, see clearly before your eyes the actual original germ of all Being, the actual ultimate goal of the entire universe. Only then is there attainable, apart from your physical growth, apart from your physical perfection and your earthly mission, a spiritual growth, a spiritual prosperity and a spiritual heaven full of bliss. This heaven, at first in your own innermost, then expanding around you, shall reach to Me, where you will recognize in everything the eternally loving Father. However, this Father has reserved the greatest spiritual enjoyment only for those who have prepared themselves in their heart to bear and to grasp it.

32. Thus, My children, do grow in cognition, in insight into My material creation. Do not lose yourselves in vain earthly things that are only of brief duration, but seek the Indestructible, the Eternal, seek Me. With this exchange between the material and the Spiritual you will lose nothing, but will only gain or “grow”, as I want growing, materially as well as spiritually to be understood. Amen.

September 24. 1875

33. In the last word I explained to you what growing means and how it occurs in both the material and the spiritual world. I showed you pictorially in the growth of a blade of grass, as well as in the spiritual progress of both man and the entire spirit-world, how growth is achieved and how one progresses forever while keeping perfecting oneself, so as to fulfill one’s mission.

34. In this word I again want to explain to you by way of the material world the spiritual one, how in the plant, for instance in the blade of grass, growth visibly pushes towards another product, towards the blossom or the flower. Then how, seen from an earthly viewpoint, the same process develops even in man, while also in the Spiritual this process takes place in the same way and the product in the great spirit-world is invariably the same, in conformity with the blossom or flower. However, this can only be indicated through correspondences.

35. You see, when a plant developing from a seed begins to grow, to develop, to evolve, the immediate question to be put to its Creator is surely this: “For what purpose does it grow?”

36. Well, since I, as the spiritually thinking Creator of the entire universe, had to have a purpose with everything I created, as have you whenever you want to achieve something, the answer to this question is of course as follows:

37. That I did not create the plant to pass the time nor decree its whole arrangement at random, you can easily discover on closer scrutiny. For you will soon realize that all urging, forming and driving in the organism of a plant pursues a certain aim, which as the subsequent stage, apart from the development of the trunk and the leaves, is the blossom or flower. Here, in another form, another organism has come into being, which does not in the least resemble the earlier one and which, in turn, prepares in its womb the way for another phase of development. It is the final goal of the plant, namely, the fruit, or the seed for a new plant of its own kind.

38. As in the plant kingdom, so it is in the animal kingdom and even in the human race, as far as the development of the body is concerned, which is meant to serve as an instrument for the perfection of a soul indwelling it.

39. Now let us first spiritually consider with great attention the whole process of further development in the plant kingdom and from there pass to the analogous in the other kingdoms.

40. Look, last time you heard how in the blade of grass, one cell adds itself to another, one fiber to another and how they develop, how (metaphorically speaking) the blood globules drive their juices into all the parts of the plant, there to transform, break up and develop them. You have seen that a spiritual power guides this movement, stimulating it to something that in its primitive formation is still imperceptible. Now that you all know that the blossom or flower is the second center of gravity, which can be called a new formation, you also know this: Apart from all the means for the preservation of the existing plant, other elements are also sucked up from Mother Earth. These, exposed through trunk and leaves to the process of light, in many plants produce aromatic blossoms, which with their iridescence please your eyes and with their scents please your senses.

41. Well, the blossom or flower is nothing else but the product of coarse material, more subtle soul-substance and divine Spiritual. It is the state where a spiritual, blissful time prevails; where, after much laboring, beginning with the seed, through trunk and leaves, the most beautiful part that is most closely related to light was processed to a whole complex. Metaphorically speaking, you can regard it as the bridal time of the plant as, delighting in its achievements, in its bridal finery it revels in the sunlight and in the spiritual-creational light, after having wrested all the ingredients needed with effort and struggle from the coarse material.

42. Reveling in the awareness of what it has achieved, it gently sways its little head in the light breeze. Always turned towards the sun, it imparts its scent and aroma, as a corresponding part of its nature, to the air, the plants, the animals and the human beings surrounding it.

43. The plant is in its bridal finery. What is most subtle and most closely related to the light is clothed in tender leaves, which with a mass of tiny sucking veins absorb as much of the light as their newly begun work requires. For the plant, having achieved its bridal status does not stop there. It is urged onward, ever higher and higher towards other spiritual purposes. Always the finer had to be separated from the coarser. Thus came into being out of the seed through the decaying of the outer covering the first elements, the roots, by means of which the inner part of the seed made contact with the soil surrounding it. Thus the roots suck in the first elements needed for the formation of the trunk and the saps of the trunk, thus driving upwards, were refined so as to form the leaves. And after only that which belongs to the trunk could be absorbed in the trunk and in the leaf only what belongs to the leaf, the organism of the primitive seed drove upwards still other substances, other elements, towards the light of the sun, the light of the entire stellar world and of the entire spiritual universe. This finest substance, spiritually developed from matter, enclosed in the flower or blossom as the result of the bridal state, effects the fructification and procreation. And this is why everything created by Me, called into existence only once by an infinite God and Lord, likewise had to carry the germ of eternal duration within it. For only such creations are worthy of and adequate for a God, for Me.

44. Just as the bridal state should be the time of rejoicing at having reached a goal, also the blossom-time in the plant kingdom is the period of the most intensive life. There all the faculties are developed and all the nerves and fibers anticipate with curiosity and impatience the moment where the highest bliss, the highest goal is reached and the divine, Eternal celebrates the greatest victory.

45. This act, celebrated in even the smallest product with all its available means by nature, is of this great significance because it is the preparation for a creational act which is not material, not only spiritual, but kindred to the divine.

46. Thus the plant has arrived at the moment where it, the created, turns creator.

47. Do you now understand the value of a blossom, of a flower, you who so greatly abuse these highest spiritual creations, without ever considering when plucking a flower or blossom how much you hurt a plant spiritually as you thrust the dagger into its heart. For this heart is trying to flow over with happiness, with bliss, with gratitude for its existence, because it has reached its highest spiritual level and is moving towards the formation of the fruit.

48. You human beings are all dull, failing to know what goes on in the least significant process of living nature. You know only your own feelings, consider little or nothing of those of the entire animal kingdom and have no notion of the spiritual life of a plant or mineral kingdom. Yet I tell you that everything I created has a spiritual life, a life of infinity, an indestructible Eternal which, though denied by you, still exists. This, however, being a tender, spiritual life, can only be understood by a tender, very subtly formed soul, but not by created beings who, though highly placed within the plan of creation, are still up to their ears in the mire of the lowest passions.

49. That is why the many elucidations of various natural products, of natural laws and arrangements in the entire created world, they were given to you by Me so that you should open wide your spiritual eyes to recognize the great spirit-world which, reaching far beyond matter, intervenes in everything, works and weaves everywhere. And everywhere, even in the seemingly most material, it has demonstrated to you the spiritual creational thought of eternal Love in millions of different forms.

50. What was said about the plant kingdom, the blade of grass, about its blossom, its fruit, holds equally true of the animal kingdom and the human race.

51. In the formation of the animal or the human body it is likewise a divine spark of My Spirit, encased in a tiny cell, which from there forms the body and the nervous and circulatory system. Similarly, as in the plant striving for the blossom, it builds also in man and the animal at the end of his bony structure, quasi as flower, as blossom, the brain mass. There all the intelligence, all the Spiritual is concentrated which is essential for life and for the formation and further development of the race.

52. In the animal, these blossom periods are often marked by violent conflicts and great excitations in the whole nervous system. The animal is still led by My hand, and only when the time comes for mating does it feel My might in the highest degree, driving it to something which it does not know for certain, although it often has a presentiment of it.

53. No creational act can be carried out undisturbed (that means without a mighty excitation). The same is a permitted interference with My might and, naturally, the process must affect all the vital organs in such a manner that, though only a mixture of material, some spiritual substance can be freed again. This, again bound in matter, will still possess sufficient strength to gradually develop spontaneously and strive for a spiritually higher level.

54. As in the animal, where the forehead is mostly turned upward, so also in man, the brain with its gelatinous substance, with its convolutions, is the seat of all the spiritual qualities needed by the soul. It serves him, firstly, to remain in constant contact with the outer world, and, secondly, there through the development, the spiritualization of the material, to prepare the spiritual-psychic man as the denizen of an eternal beyond. There he will perfect himself and emulate Me as far as his organism and his spiritual capabilities allow this already on earth.

55. What in the animal is “instinct”, in the plant “law”, is freely given to man for his own use so that he, though capable of the highest excitation, may learn to master his own emotions. Thus he will become a being equal to Me who freely, without coercion, should not ever transgress the boundaries of the moral law. Unfortunately, this does now happen with most people, and the consequences must also be borne by them personally.

56. Look, in man it is the brain where everything exalted is thought and felt. The brain is the seat of the spiritual attributes, but it could not exist by itself if it were not, like all the other organs, constantly activated by another nerve complex. You know this nerve complex by the term “solar plexus”, or nerve center governing the involuntary movements. It is really the seat of the soul. From there it forms and weaves the body, sustains and mends where there is damage and accelerates the heartbeat when man is moved emotionally in sorrow and joy.

57. From there it informs through speech and glance the outer world of what is going on inside, and what via the ear and the eye has reached the innermost and is spiritually digested there.

58. The plant, through the light, its effect and its rays, is in connection with the entire spiritual world, enjoying its time of bliss, its bridal state. Likewise man, approaching his time of blossom, enjoys this influence of the higher spirit-world surrounding him, which lives within and outside of him, weaving and sustaining everything. Thus grow the feelings of first love, the awakening of a state that tries to completely suppress the material life. And this state one of your Greek sages described as the highest state in man, still known to you as “platonic love”.

59. Indeed, this is how this first love ought to be understood. For it is the blossom-time of human nature, which presses forward to the creational act of begetting a new being which, however, should also not become a material but a spiritual product.

60. It is only natural that through the intimate contact of the bodies the most beautiful illusions must vanish, for I did not create you incorporeal spirits, but earthly human beings. The same should implant what they had tasted as spiritual beings as a germ into a new nascent being while in the mortal state.

61. This love, this blissful feeling, this happiness, which leads both sexes together, should be the sole impulse for the creation of a being which is also meant to one day resemble Me.

62. To create such beings, the highest spiritual dignity is required, for the result to be worthy of its Creator!

63. Your social conditions, your low passions have for the most part prevented this first love from being the last one also on earth. Your sensuality, through the misuse of your urges, has long ago created a world whose denizens, scarcely born, are already rushing towards death. Most people of both sexes, having battled with want, misery and disappointment, out of boredom have begotten children, who are like their parents and emulate them in everything. They too at deaths door will know as little as their parents why they were born and why they must die.

64. Be assured, My dear children, I created the world quite differently from the way you see it now. I gave man the finest form. I placed him with his flower or blossom the brain in comparison with the whole universe, instilled him with the capability of penetrating with his thoughts to Me, traversing the entire cosmic space. I endowed him with organs which allow him, despite matter, to feel the presence of a spiritual, great, sublime world, which, though far beyond him, is nevertheless only in his own innermost. I gave him senses, the eves with which to contemplate My wonders, the ears with which to listen to My harmonies and the language to bare his whole great spiritual innermost to his fellowmen. For, of what use would be all that is seen, all that is heard, without communication?

65. Thus I have placed man here on your small earth as lord of this earth globe lest he complain that I had treated him shabbily. Through My former descent I gave and left him a teaching, which alone is sufficient for it to be remembered for all times by the whole of mankind.

66. I endowed him with spiritual gifts to utilize everything on this earth for his material life, lest the material life be an obstacle in the development of the spiritual one.

67. I set him free; he can act and judge independently and can choose as he wishes.

68. I established him for this earth globe, as it were, as the sole lord, and how he has abused everything: his body, his environment and the plant and animal kingdoms subordinate to him! And now I have even opened the spiritual realm for him, have shown him while he is still in the flesh what he was meant to learn only after his demise, and still everything is in vain!

69. He keeps raving like a madman. Giving in only to his lowest passion, indulging only his worldly interest, he repudiates Me, My laws, trampling even on human dignity. And in this way he will have to bear the consequences necessarily arising from it.

70. I created this small earth, as well as the great solar and cosmic globes, for other purposes than those surmised by men.

71. I created My entire universe to be a great harmony of the spheres, where everything was meant to breathe love; not where one should persecute the other with hate and envy or where one enslaves and kills thousands of his fellow citizens for selfish purposes.

72. No, these beautiful sentiments, which I developed for you in the plant, in the growing, the blossoming and in procreation, proving them even in human beings and animals, were not laid into your hearts in vain. My world must, and will, again revert to this state. For what offends against My laws brings about its own punishment. And when I Myself am now even dealing directly with you few, it happens only because there is a great difference between My word and the word of human beings. Another reason is that mankind must have invited many calamities through their own wrong behavior before they become pliable and able to absorb better things. Then the material will be ready by means of which the old, long forgotten, ruined edifice of the spiritual human life can be rebuilt, not temporarily, but permanently.

73. Then another generation will beget other children, will again feel the love I Myself had planted in their hearts. But, remembering their own dignity, they will not misuse any attribute I had endowed them with, but will only use it wisely.

74. This world will again become what it once was: a paradise where only this attribute will prevail which alone constitutes My whole self. There love will be given, love will be received. This will give the right measure to the earth and its inhabitants, according to which they have always been holding such a spiritually significant place in the vast chain of all My creation.

75. Therefore, do grow, My children! Open your eyes, not only physically, but also spiritually! Realize that all around you even the plant or the blade of grass, which you often thoughtlessly trample under foot, has a spiritual life. Realize that behind this seeming envelopment of even the tiniest thing there is an unknown something. A something which is incessantly busy contributing to the great plan of perfecting and returning to Me all My smallest particles which I once sent out for their probation eons of times ago.

76. Every second, millions of beings and things pass into the Spiritual and, every second, millions of beings in turn are materially embodied. Everything forms a chain and, just as in a well where one bucket goes up, the other down, so in the space of creation where passing away and coming into existence always shake hands.

77. There is on your earth no place where it is constantly night or constantly day. Sunset in one region is dawn in another. Here, the people are going to their rest tired from work, there, the same sun-ray hitting your tired eyes is waking the one drowsy from sleep to new work. So it is in My creation. Amid growing, flowering and newly creating the clock of time always goes its course. But only the spiritual man can understand this eternal striving for the highest goal. And only the spiritual investigator and keen observer of My visible nature can be given the key with which he can discover also behind this material transformation the great spiritual process which will be the actual main point, the primordial principle and the ultimate goal of everything created!

78. Again and again I tell you and call out to you:

79. Do rise above your earthly-worldly and intellectual knowledge! Do not be content with being inspired for mere moments by My words, but keep them in your hearts always. Wherever you go, wherever you are, the thought shall accompany you that not everything is what it seems to be and that there are laws which one cannot transgress with impunity.

80. Do understand the grace lying in My direct communication! It is to be taken far more seriously than is your usual way of taking it, for every neglect, every lukewarmness will bring its own punishment for you.

81. Already more than a thousand years ago I called out to My disciples: “Rise and pray, lest you enter into temptation!” Today I tell you again: “Rise and pray,” lest your own passions take you in tow and make you slaves, whereas you were born to be lords!

82. With you, slavery is so hated, everyone wants to be free. Everywhere there is grumbling about servitude, about tyranny, and yet, who is the greatest tyrant of present humankind, if not their very own passions!

83. Mankind has long since abandoned the throne on which I had placed them all. Only single individuals still understand what I intended with man. However, they are still too weak and there are too few of them to exert a decisive influence on the fate of the whole of mankind, but patience! Also here a growing and a blossoming will show and the bud of spiritual cognition will unfold. And just as a flower gives its honey as nourishing juice to a whole mass of another world, also this bud, shining in the most glorious light and in the most beautiful colors, will impart the juices of its contents to thousands, once enough of the bitter substance has been imbibed.

84. So, My children, take also this word as a continuation of the last one and absorb it. I did not give it to you just for the sake of reading through it, but for the sake of acting accordingly.

85. Consider that time is flying, and much faster than you imagine. The hours, the days, the years are flying, and many a one will have reached the end of his life’s course much sooner than he believed.

86. Make sure that it is not too late and you do not have to obtain with difficulty in the other world what here fell into your lap in abundance.

87. This as a word of admonition and for acting accordingly. Amen.