Anvertraute Pfunde, verschiedene Anlagen im Kind und entsprechende Erziehung; Erweckung des Geistes – Entrusted pounds, different Talents and according Education of the Children; Awakening of the Spirit

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Anvertraute Pfunde, verschiedene Anlagen im Kind
und entsprechende Erziehung; Erweckung des Geistes

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – Band 7, Kapitel 125 & 126
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen

Der Herr befindet sich mit den Jüngern und ein paar hundert Menschen in der Herberge des Lazarus auf dem Ölberg und hat soeben das Gleichnis vom König, den Knechten und den anvertrauten Pfunden gelehrt. Danach fragt er einen der Gäste, einen indischen Magier, ob er dies verstanden habe und mit der Handlungsweise des Königs einverstanden sei…

Kapitel 125 – Des Magiers Kritik an dem Gleichnis von den anvertrauten Pfunden

1. Sagte der Magier: „Herr, da bin ich nun auf einem Punkte, bei dem der Verstand einem Menschen die Dienste versagt und sich sogar dem Geduldigsten die Haare gen Berge zu sträuben anfangen! Du bist doch der König nicht, der da als ein Tyrann nimmt, dahin er nichts gelegt, und ernten will, wo er nicht gesät hat?! Denn mir kommt es nun vor, dass eben von Dir alles herstammt, und dass eben Du allenthalben gesät hast und darum auch überall nehmen und ernten kannst, weil alles Dein ist und auch Dein sein muss.

2. Dass die Frevler gezüchtigt werden, das finde ich ganz in der besten Ordnung; denn es ist da eben die göttliche Langmut unerträglich, durch die der Böse immer mehr Zeit und Raum für die Zustandebringung seiner Greuel gewinnt, während der ganz ordentliche Mensch in ein stets grösseres Elend versinkt, am Ende allen Glauben verliert und genötigt ist, das ihm anvertraute Pfund im Schweisstuche seiner Not dem strengen und unbarmherzigen Herrn unbeschädigt und ehrlich wieder zurückzustellen. Ja, in solcher Hinsicht und Beziehung ist es freilich wohl besser, ein Berufener denn ein Knecht zu sein!

3. Es ist schon ganz recht, dass der tätige Knecht auch nach seiner Tat belohnt wird; aber dass der etwas trägere und furchtsamere Knecht für die unbeschädigte Rückgabe seines Pfundes ganz leer ausgehen muss, das kommt mir von Deinem Könige sehr hart vor!

4. Ich bin ein Menschenfreund und kann niemanden leiden sehen, besonders wenn er seine Leiden nicht als irgendein Erzbösewicht wohl verdient hat. Der Knecht mit dem einen Pfunde, der es im Schweisstuche wieder also dem Herrn anheimstellte, wie er es empfangen hatte, hat offenbar nicht die Einsicht und den Verstand des ersten gehabt, auch nicht einmal des zweiten, der mit dem einen Pfunde die fünf Pfunde gewonnen hat. Denn hätte auch er den gleichen Verstand gehabt, so hätte auch er zehn oder wenigstens fünf Pfunde gewinnen können; aber aus Mangel an Licht, an rechtem Verstande und am dazu geeigneten Mute hat er sich aus dem einen Pfunde nichts anderes zu machen getraut, als es seinem Herrn ganz unversehrt wieder zurückzustellen. Ich finde in diesem Handeln wahrlich noch nichts Verbrecherisches, und ich möchte Dich sehr fragen, was dann weiter mit diesem Knechte, den sein König einen Schalk nannte, geschehen ist.“

5. Sagte Ich (der Herr): „Der blieb denn, was er ehedem war: ein ganz einfacher und gewöhnlicher Knecht, weil er aus sich heraus für eine höhere Dienstaufgabe keine Fähigkeit besass! Denn auch ein Auserwählter bekommt nur gleich einem jeden andern Menschen die Fähigkeit oder das Talent, das er dann selbst auszubilden hat, damit sein freier Wille keinen Schaden leide.

6. Wer ein solches ihm verliehenes Talent mit allem Fleisse ausbildet, der hat dann auch den rechten Schatz, zu dem ihm noch immer mehr hinzugegeben wird; wer es aber nicht ausbildet und sich von seiner Trägheit nicht losreissen will, der hat es sich dann nur selbst zuzuschreiben, wenn er am Ende samt seinem im Schweisstuch aufbewahrten Pfunde noch dümmer wird als jene, die da nicht wollten, dass der König des Lichtes über sie herrsche.

7. Darin liegt dann der Grund, dass solche trägen Knechte nicht weiterkommen und die berufenen Diener in ihrer Nacht liegenbleiben und es für sie am Ende nichts Ärgeres geben kann, als wenn sie der Lärm des hellsten Tages aus ihrem trägsüssen Schlafe weckt. Oder sollte etwa die Sonne vorher Boten zu den Langschläfern senden und sie fragen, ob es ihnen angenehm sei, dass sie über die Berge heraufsteige?! Sieh, das wird die Sonne infolge der allgemeinen die Welten erhaltenden Ordnung ebensowenig tun, als es der König des Lichtes und des Lebens tun wird!

8. Wer das Pfund überkommt, der hat schier auch die Ordnung des Königs überkommen. Das Sich-danach-Richten liegt im freien Willen des Knechtes, und der König ist da nicht schuld an der Trägheit des Knechtes, sondern der Knecht selbst, weil der König des Lichtes es nur zu gut weiss, welche Fähigkeiten er einem Knechte verliehen hat. Und so ist da allzeit der König und nie ein fauler und träger Knecht in seinem wahren und durchaus nicht etwa eingebildeten Rechte.

9. Denke du nun darüber reiflich nach, fasse das Bild wohl auf und sage Mir dann, ob der König hernach noch ein unbarmherziger Tyrann ist! – Hast du Mich aber nun auch wohl verstanden?“

10. Sagte der Magier: „Ja, das o Herr, habe ich nun wohl verstanden, und Dein aufgestelltes Gleichnis hat dadurch eine volle Lichtseite erhalten, während es als ein pures Bild schwer zu verstehen war. Wer demnach irgendein besonderes Talent in sich verspürt, der soll es mit allem Fleiss ausbilden, und das einmal wie durch und aus sich selbst. Hat er das getan, so wird er das Weitere schon von dem Könige des Lichtes erhalten und wird sodann ein wahrer Lehrer vieler Menschen, die Du als Berufene bezeichnet hast, werden können. Denn wer einmal schon für sich ein rechter Lehrer war, der wird es dann auch für viele andere leicht werden und sein; wer aber schon für sich selbst träge war, der wird es dann auch um so mehr für andere sein, und er wird auch nichts haben, was er seine Nebenmenschen irgend lehren könnte, und es ist darum höchst wahr und richtig, dass dem, der da hat, noch vieles hinzugegeben wird, auf dass er dann in der Fülle habe. Wer aber nicht hat, dem wird auch noch das, was er hatte, genommen werden. Das ist mir nun völlig klar, – doch steckt dahinter noch ein gewisses Etwas, das mir noch nicht so recht einleuchten will, und ich nehme mir darum die Freiheit, vor Dir, o Herr, solchen meinen noch dunklen Anstand auszusprechen.

11. Siehe, es ist der rechte Fleiss und Eifer in allem Guten und Wahren eine nie genug zu lobende Tugend und die Trägheit ein Fundament aller möglichen Laster! Aber wer gibt einem Menschen den Fleiss und den Eifer und wer einem andern die Trägheit? Ich meine, dass weder das eine noch das andere vom Menschen selbst errungen, sondern ihm das nur von einer höheren, göttlichen Willensmacht gegeben werden kann.

12. Ich selbst habe mehrere Kinder und habe bei ihnen die Erfahrung gemacht, dass ein paar unter ihnen, und das mein ältester Sohn und eine Tochter, ohne mein Antreiben im Erlernen der Künste und Wissenschaften aussergewöhnlich fleissig sind, während die anderen Kinder faul und träge sind und zum Lernen mit allem Ernste angehalten werden müssen. Es sind das ja doch Kinder von gleichen Eltern, haben alle eine gesunde Natur, geniessen auch den gleichen Unterricht, und dennoch ist sowohl in ihren Talenten und noch mehr in ihrem Erlernungseifer ein grosser Unterschied. Wo liegt denn da der Grund? An uns Eltern kann es nicht liegen, weil wir ein jedes unserer Kinder ganz gleich behandeln und keines irgend verzärteln; an unserer und der Kinder natürlichen Leibesgesundheit kann es auch nicht liegen, denn – nur Dir, o Herr, allen Dank! – wir sind vollkommen gesund und kräftig, und wir alle geniessen auch stets die gleiche Kost: und doch diese sehr merklichen Unterschiede in ein und derselben Familie! Wie soll ich mir nun das erklären?“

Kapitel 126 – Die richtige, den unterschiedlichen Anlagen entsprechende Erziehung der Kinder und die Wichtigkeit der inneren geisterweckenden Bildung

1. Sagte Ich: „Nichts leichter als das, und das daraus, was Ich dir früher gezeigt habe, dass es nämlich unter den Menschen allerlei Unterschiede geben muss, damit einer dem andern notwendig wird und einer dem andern in diesem oder jenem dienen kann.

2. Wenn alle Menschen gleich fleissig wären und auch die gleichen Talente hätten, so würden sie sich gegenseitig bald völlig entbehrlich werden; aber so haben schon Kinder ein und desselben Elternpaares verschiedene Talente und verschiedene Fähigkeiten. Der Erzieher aber muss sie wohl beurteilen können und dann den Kindern auch nach ihren Talenten und Fähigkeiten den Unterricht erteilen, und sie werden dann alle dem rechten Ziele zugeführt werden.

3. Aber wenn du bei den verschiedenen Talenten und Anlagen deiner Kinder willst, dass sie zum Beispiel lauter Kleidermacher oder lauter Weber werden sollen, da wirst du freilich nur bei jenen einen rechten Fleiss und Eifer gewahren, die zu dem, was sie lernen, auch ein Talent haben. Die dafür wenig oder gar kein Talent haben, die werden dafür auch wenig Eifer zeigen. Solche Kinder werden, wenn sie später zu selbständigen Menschen werden, auch wenig Erspriessliches zum Wohle ihrer Nebenmenschen leisten, weil sie ohne das rechte Talent das mühsam Erlernte nie so recht gründlich und fertig innehaben können wie jene, die eben für das Erlernte schon von Geburt an ein rechtes Talent haben.

4. Also der Grund des grösseren oder geringeren Eifers der Kinder liegt sonach – was mit Händen zu greifen ist – hauptsächlich bei den Eltern und anderen Lehrern der Jugend. Die Rebe bringt die Traube und der Feigenbaum die Feige als Frucht hervor, und beide Früchte schmecken süss; aber so du den Feigenbaum ebenso behandelst wie den Weinstock, da wird dir der Feigenbaum wenig Früchte tragen, und lässt du den Weinstock so unbeschnitten fortwachsen, wie da der Feigenbaum fortwächst, so wird der Weinstock bald verkümmern und dir wenig Trauben geben. – Hast du das nun wohl verstanden?“

5. Sagte nun der Magier: „O Herr, ich danke Dir für diese grosse und gar überherrliche Aufklärung! Ja, da kann der Mensch erst erkennen, wie blind und dumm er bei aller seiner angemassten Weisheit ist! Was bildet sich so mancher Weltweise ein und sieht am Ende doch den Wald vor lauter Bäumen nicht! Es liegt das dem Menschen, wenn er nur ein wenig die Augen aufmachen wollte, gar so nahe! Jedes Kind hat offenbar eine andere Gestalt; eins ist oft grösser als ein anderes, das eine ist schroffer, ein anderes ganz sanft und zart, und so gibt es ja unter den Kindern ein und desselben Elternpaares gar grosse Unterschiede schon äusserlich. Welche Unterschiede wird es dann erst innerlich geben!

6. Sollten die äusseren Merkmale denn einem denkenden Menschen nicht genügen, nach ihrer Verschiedenheit auch auf die Verschiedenheit der im Menschen vorhandenen Talente und Fähigkeiten zu schliessen, damit ein weise sein sollender Lehrer und Meister den Menschen auf seine Talente aufmerksam machen würde und ihm mit Rat und Tat behilflich wäre, die vorhandenen Talente auf eine edle und erfolgreiche Weise auszubilden? O nein, das genügt dem blinden Weisen, so wie ich selbst einer war und noch bin, durchaus nicht! Er will die Menschen alle gleich haben; sie sollen alle denken und handeln wie er und sollen sich willig Lasten aufbürden, zu deren Tragung ihnen die Kraft mangelt, und so werden die Menschen nicht selten statt zu wahren Weisen nur zu Narren gebildet, die weder sich noch jemand anderem einen Nutzen zu bereiten imstande sein können. Für diese Belehrung danke ich Dir, o Herr, nochmals aus dem tiefsten Grunde meines Herzens; denn diese werden wir zuerst bei unseren Kindern in eine sicher fruchtbare Anwendung bringen.“

7. Sagte hierauf Agrikola: „Ja, das ist wahrlich wahr eine Goldlehre, und auch wir Römer werden sie uns zunutze machen, und ich schon ganz besonders; denn fürs erste habe ich selbst Kinder, und fürs zweite werden die jungen Menschen, die ich von hier nach Rom mitnehme, ebenso gebildet werden, wie es mir ihre Talente zeigen werden. Natürlich muss eine gewisse Grundbildung bei allen gleich vorangehen als: das Lesen der Schriften, das Schreiben und das Rechnen, wie auch das Verstehen der Sprachen, die im ganzen römischen Reiche von den Menschen gesprochen werden; denn ohne diese notwendigen Vorkenntnisse lässt sich aus den Menschen nicht viel machen. Dann aber soll ein jeder Mensch nach seinem hervorragendsten Talente gebildet werden. – Herr, ist es recht also?“

8. Sagte Ich: „Allerdings; denn es müssen alle Menschen zuvor gehen, mit den Händen greifen, mit den Augen schauen und mit den Ohren hören können, bevor sie zu irgendeiner Verrichtung einer Tat fähig werden. Und so sind die gewissen von dir angezeigten Vorkenntnisse dem Menschen auch nötig, um mit ihrer Hilfe leichter zur wahren Lebensweisheit gelangen zu können. Aber es soll dabei dennoch wohl darauf gesehen werden, dass die Menschen diese Vorkenntnisse und ihre Erlernung nicht zur Hauptsache machen und nicht ihr Leben lang sich mit dem Studieren der Schriften und Sprachen abgeben und dabei die innere, geisterweckende Bildung vergessen, in der am Ende doch ganz allein aller Wert des Lebens besteht. Denn was nützte es einem Menschen, so er alle Schriften der Welt schreiben und verstehen und aller Menschen Zungen reden könnte, an seiner Seele aber Schaden litte?!

9. Daher suchet vor allem das Reich Gottes auf Erden, suchet es in euch, – alles andere wird euch dann schon mit dem Gottesreiche in euch gegeben werden; aber ohne dasselbe hat der Mensch – und besässe er auch alle Schätze der Erde und hätte die Wissenschaften aller Weltweisen in sich – soviel wie nichts.

10. Ein Besitzer des Reiches Gottes in seinem Herzen aber hat alles. Er hat alle, und zwar die höchsten und tiefsten Wissenschaften in sich und hat das ewige Leben und dessen Kraft und Macht, und das ist doch sicher mehr als alles, was die Menschen auf dieser Welt je als gross und wertvollst anerkannt haben.

11. Ihr werdet euch morgen in Emmaus alle überzeugen, was das heisst, ein vollkommener Mensch sein. Ich sage es euch: Ein wahrhaft vollkommener Mensch vermag mehr denn alle andern unvollkommenen Menschen auf der ganzen Erde.

12. Darum befleissiget euch vor allem, dass ihr vollkommene Menschen werdet! Seid ihr das, dann seid ihr alles und habt alles.

13. Aber das sage Ich euch auch, dass die Erreichung des Reiches Gottes nun Gewalt braucht. Die es haben wollen, müssen es mit Gewalt ordentlich an sich reissen; die das nicht tun werden, die werden es auch schwerlich hier auf Erden schon vollkommen in ihren lebendigen Besitz bekommen.“

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Entrusted pounds, different Talents and according Education of the Children; Awakening of the Spirit

THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 7, Chapters 125 & 126
Revealed by Jesus Christ thru the inner Word to Jakob Lorber

Introductory information

The Lord is with the disciples and a few hundred people in the inn of Lazarus on the Mount of Olives and has just taught the parable of the king, the servants and the entrusted pounds. Afterwards he asks one of the guests, an Indian magician, if he understood this and if he agrees with the King’s way of acting…

Chapter 125 – Criticism of the magician concerning the parable of the entrusted pounds

1. The magician said: “Lord, I have come to the point now where reason has left man and will make men’s hair stand on end of even the most patient of us. You surely are not the king who, like a tyrant takes where he did not deposit anything and wants to reap where he did not sow? Because it seems to me that it is exactly from You that everything is originating and that it is precisely You who sowed everything, and therefore, You also can take and reap everywhere because everything is Yours and also has to be Yours.

2. The fact that the offenders are punished is totally correct to me because it is exactly the godly longsuffering that is intolerant, because in this way the wicked one wins more and more time and space to bring about his cruel acts, while the one who is behaving well comes into a still greater misfortune, he finally loses all faith and is forced to put the entrusted pound into the sweat cloth of his need and gives it honestly back to the severe, unmerciful lord. Yes, in that sense it is of course better to be a called one than a helper.

3. It is completely true that the zealous helper will also receive his reward according to his works, but the fact that the somewhat slower and fearful helper receives totally nothing for the returning of his pound, this I find very hard of Your king.

4. I love people and I do not like to see anyone suffering, especially when he did not really deserve it, because he is not an evil person. The helper who gave the 1 pound in the sweat cloth back to his lord exactly as he received it, did apparently not have the same perception and intelligence of the first helper, and also not even of the second one who with the 1 pound earned 5 pounds. Because if he had the same intelligence, then he also could have earned 10 or at least 5 pounds, but because he lacked perception, the right intelligence and therefore the necessary courage he did not dare to do anything else with the 1 pound than to leave it untouched and give it back to his lord. I really can still see nothing evil and I would like to ask You explicitly what happened further to this helper who was called a rascal by his lord.”

5. I said: “Well, that person stayed the way he was before: a very simple and common helper, because he did not possess any ability out of himself for an important task. For also a chosen one receives exactly like any other person only the ability or the talent, which he then has to develop, so that his free will would not suffer any harm.

6. The one who develops his received talent as zealous as possible, possesses then also a true treasure, and to him will be added more and more. The one however who did not develop it and did not want to pull himself away from his laziness can only blame himself, because by keeping the pound in the sweat cloth he finally becomes even more foolish than those who did not want that the king of light should rule over them.

7. For this reason, such lazy helpers do not progress and such called servants persist in their darkness, and the worst that finally can happen to them is that the noise of the bright day wakes them up from their sweet sleep. Or does the sun first have to send messengers to those long sleepers to ask if it suits them that it would rise above the mountains? Look, the sun will not do that because of the universal order that sustains the worlds. Even less will the king of light and life do that.

8. The one who receives the pound did surely also receive the command of the king. Whether the helper conforms to it, will depend on his free will, and the king is not guilty of the laziness of the helper, but only the helper himself, because the king of the light knows all too well which talents he gave to a helper. And therefore, it is always the king who is right and not the lazy and slow helper, and this is certainly not an imagined justice.

9. Think about this carefully now, consider this image deeply and tell Me then if according to you the king is an unmerciful tyrant. Did you understand Me well now?”

10. The magician said: “Yes, that o Lord, I did understand well now, and Your parable is therefore completely coming into the light while only as image it was difficult to understand. Thus, he who recognizes a special talent within him must develop it in all earnest, namely by and out of himself. If he has done this, then he surely will receive the other things of the king of light and so he will be able to become a true teacher of many people that You identify as the called ones. Because the one who was already a teacher for himself will also more easily be a teacher for others. The one however, who was already lazy for himself will all the more be lazy for others, and he also will have nothing from what he eventually could teach his fellowmen. And therefore, it is very true and just that to the one who has, will be given much more so that he will have in abundance. But from the one who has not, will also be taken away that which he had. This is now perfectly clear to me. But there is still something in it that still does not want to be clear to me, and therefore I take the freedom before You, o Lord, to speak out what is still not comprehensive to me.

11. Look, true diligence and zeal in all that is good and true is a virtue that can never be praised enough, and laziness is a cause for all possible vices. But who is the one who gives to one person diligence and zeal, and to the other laziness? I believe that neither one nor the other can be received by man himself, but that it is given to him by a higher, divine willpower.

12. I myself have some children with whom I have experienced that a few of them – namely my oldest son and a daughter – are, without my intervention, extremely zealous in developing their skills and knowledge, while the other children are lazy and slow and must always be severely urged to study. These are now children of the same parents, they are all healthy, receive also the same teaching, and nevertheless there is such a great difference in their talents and even more so in their zeal to study. What is the cause of this? It cannot be our fault because we treat all our children equally and we do not pamper either one or the other in whatever way. The cause can also not be found in the physical health of the children because we are completely healthy and strong – for this we do thank you, o Lord – and while we all are also receiving the same food, there are nevertheless these apparent differences within one and the same family. How can I make this clear?”

Chapter 126 – The right education of children according to their talents. The importance of the inner development for the awakening of the spirit

1. I said: “Nothing is easier than that: because – as I have shown you earlier – there must be all kinds of differences among men, so that one needs the other and one person can serve the other in various ways.

2. If all people were equally diligent and had the same talents, then very soon they would have no need at all of each other. Therefore, already children of the same parents have different talents and abilities. The educator should however be able to evaluate these correctly and then instruct the children in accordance with their talents and abilities. Then they will all be guided to the right goal.

3. But if, despite of the different talents and abilities of your children, you want all of them to become for example a tailor or a weaver, then of course you will find only true diligence and zeal with those who have a talent for that which they are learning. Later when they become independent people, such children will not be doing much for the benefit of their fellowmen since they, without the right talent, will never be able to be as efficient in what they have learnt with great difficulty as those who already from birth had the right talent for it.

4. Thus, it is understandable that the cause for the fact that one child is more zealous than the other lies mainly with the parents and other teachers of the young. The grapevine brings forth the grape and the fig tree the fig, and both fruits taste sweet, but if you treat the fig tree in the same manner as the grapevine, it will bring forth only few fruits, and if you let the grapevine grow like the fig tree without pruning it, then the grapevine will soon wither and produce only few grapes. Do you understand this well?”

5. Now the magician said: “O Lord, I thank You for this important and wonderful explanation. Yes, here man can realize how blind and ignorant he is with all his presumed wisdom. What are so many worldly wise men imagining? And at the end they do not see the forest anymore between the trees. If man would only be willing to open his eyes a little, it is so obvious. Every child has clearly a different stature. Often one is taller than the other, one is rougher, another very gentle and delicate, and so only outwardly there are already great differences between children of the same parents. Then how different will they be inwardly.

6. Should the external different characteristics not be sufficient for thinking man to conclude from this that there must be also differences in a person’s talents and abilities, so that a wise teacher and master can point out to man his talents, helping him with advice and deed to develop the present talents in a noble and successful manner? Oh no, that is not sufficient at all to the blind wise man, such as I myself have been and still am. He wants all men to be the same. They all must think and act like him and be willing to carry loads for which they have no strength. And so, it is not seldom that people are made into fools instead of wise men, who are not useful to themselves nor to anybody else. I thank you again, o Lord, from the depth of my heart for this lesson, for these we will apply first to our own children in a fruitful manner.”

7. Thereupon Agricola said: “Yes, this is indeed a golden lesson of which also we Romans will make use of, and I in particular, because first of all I have children myself and secondly the young people that I shall be taking from here to Rome will be educated as their talents will show me. Of course, a specific basic education will have to precede for all, like: reading of scriptures, writing and arithmetic, and also instruction in the languages which are spoken by people all over the Roman empire, for without this essential knowledge not much can be made of man. After that, every man must be educated according to his greatest talent. Lord, is this correct?”

8. I said: “Sure, for all men must first be able to walk, grip with their hands, see with their eyes and hear with their ears, before they are capable of performing any practical work. And so, men need the basic education that you mentioned, with the help of which it is easier to come to the true wisdom of life. But at the same time, one should pay attention that men should not make this basic education and the learning thereof as the main issue, and that they will not spend all their life studying scriptures and languages, forgetting in this way the inner development that awakens the spirit in man. Because finally, only in this lies the whole value of life. For, what would be the gain for man if he could write and understand all the scriptures in the world and could speak all languages of men, but would harm his soul?

9. Therefore, before everything, seek God’s Kingdom on Earth, seek it within you, and having God’s Kingdom within you, everything else will be given to you. But without God’s Kingdom man would have as good as nothing, even if he possessed all the treasures of the Earth and the knowledge of all the worldly wise.

10. The one who possesses God’s Kingdom in his heart has everything. He has the highest and deepest knowledge within him, and eternal life and the power and might thereof, and this is surely more than everything that men on this world have ever considered great and most valuable.

11. Tomorrow in Emmaus, you will all be witnessing what it means to be a perfect man. I tell you: a truly perfect man can do more than all the other imperfect men on the entire Earth.

12. Therefore, strive to become perfect men. If you become that, then you are everything and you have everything.

13. But I tell you also that attaining to the Kingdom of God needs violence. Those who want to possess it must literally pull it to themselves. Those who will not do that, will have it also difficult already here on Earth to fully make it as their living possession.”