Vielweiberei und die Göttliche Ehe- und Zeugungsordnung – Polygamy and the Divine Order of Marriage and Procreation

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flagge de  Über Vielweiberei und die Göttliche Ehe- und Zeugungsordnung

Jesus lehrt über Vielweiberei und die Göttliche Ehe- und Zeugungsordnung

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber – Die Haushaltung Gottes
Geschichte der Urschöpfung der Geister und Materie, der Urpatriarchen von Adam bis Abraham

aus Band 3, Kapitel 63-64

Kapitel 63

1. Der Lamech aber bedachte sich nicht lange und kam bald mit folgender Frage zum Vorschein, welche also lautete:

2. „O Herr, Du allerbester, liebevollster, heiliger Vater! Da Du mir schon die grosse Gnade erwiesen hast dadurch, dass Du mich beriefst, zu reden vor Dir und Dich zu fragen nach allerlei unbekannten Dingen, so getraue ich mir denn nun auch, einen vollkommenen Gebrauch von dieser endlos grossen Gnade zu machen.

3. Siehe, gar oft habe ich so bei mir bedacht, ob es wohl recht und billig ist vor Dir, so da ein Mann mehrere Weiber nimmt!

4. Die Natur spricht zwar dafür, indem der Mann nahezu Tag für Tag zeugungsfähig ist; das Weib aber kann im Jahre im Grunde genommen doch nur einmal empfangen!

5. Wenn man dieses Verhältnis so recht beim Lichte des billigenden Verstandes betrachtet, da erscheint die Vielweiberei als vollkommen der Natur und der Sache angemessen zu sein, indem dadurch die Bevölkerung nur gewinnen, aber nie verlieren kann.

6. Aber betrachtet man dagegen wieder das stets gleiche Verhältnis hinsichtlich der Zahl der Individuen, da zeigt es sich wieder, als hättest Du es dennoch nicht also bestimmt, indem die Anzahl der Weiber hier und da nicht selten kleiner ist als die Anzahl der Männer; hier und da ist sie ganz gleich, nur sehr selten hier und da um ein ganz unbedeutendes grösser als die Anzahl der Männer.

7. Dieses Verhältnis aber widerspricht doch offenbar dem ersten, wennschon vom Verstande aus zu billigenden Bedürfnisse der Natur; denn lasse ich die Vielweiberei völlig zu, da stehen sogleich tausend Männer als weiberlos da, die aber dennoch so gut zeugungsfähig sind wie diejenigen, die da viele Weiber besitzen.

8. Lasse ich aber die Vielweiberei nicht zu, da kann gerechtermassen der nahezu tagtäglich zeugungsfähige Mann im Jahre nur einmal zeugen, was aber dennoch mit des Mannes Natur im starken Widerspruche zu stehen scheint. – O Herr, da möchte ich vor allem ein rechtes Licht haben!“

9. Der Herr aber erwiderte darauf dem Lamech: „Siehe, das ist eine recht gute und wahrhaft weise Frage, und eine vollkommene Antwort auf diese Frage darf dem wahren Führer eines so zahlreichen Volkes durchaus nicht fehlen; und so höre denn, Ich will dir auf deine weise Frage eine rechte Antwort geben:

10. Siehe, wäre die Vielweiberei in Meiner Ordnung, so hätte Ich sicher im Anfange schon, als Ich den Adam als den ersten Menschen der Erde geschaffen hatte, welcher auf der Höhe noch zur Stunde lebt und noch etliche Jahre fortleben wird, für diesen ersten Menschen dreihundert und etliche sechzig Weiber erschaffen, auf dass er sein tägliches Zeugungsvermögen hätte in die natürliche Anwendung bringen können!

11. Aber siehe, Ich erschuf ihm nur ein Weib, und in dieser Anzahl gebe Ich noch bis zur Stunde für ein männlich Wesen nur ein weibliches; und daraus kannst du alsbald gar leicht den guten Schluss ziehen, dass dem Manne von Mir aus nur ein Weib bestimmt ist trotz seiner reichhaltigeren Zeugungsfähigkeit.

12. Was aber diese betrifft, so ist sie nicht gegeben der Vielzeugerei, sondern nur der kräftigen Zeugerei wegen; und so kann ein Mann mit einem Weibe zwar wenigere, aber dafür desto kräftigere Kinder zeugen, während bei der Vielzeugerei nur die grössten und unreifsten Schwächlinge zum Vorscheine kommen können.

13. Denn jeder Same wird eine schlechte oder gar keine Frucht erwecken, so er nicht vorher zur vollen Reife gelangt ist.

14. Also ist es auch bei dem Menschen um so mehr der Fall, wo es sich doch um die Erweckung der alleredelsten Frucht handelt.

15. Also bleibe es bei einem Weibe, und dieses tut genug, wenn es alle drei Jahre nur eine Frucht ausreift. – Verstehst du solches?“

Vom Verlangen des Mannes nach dem Besitz vieler schöner Weiber und die Ausreifung der Gefühlskräfte des Menschen in der Liebe zu Gott

Kapitel 64

1. Und der Lamech, überaus erfreut über diese gar wichtige Belehrung, fragte weiter und sagte zum Herrn:

2. „O Herr und Vater, solches muss richtig sein; ich sehe es nun ganz klar ein, dass da Deiner heiligen Ordnung gemäss ein Mann nur ein Weib haben soll.

3. Aber während Deiner heiligen Belehrung ist mir ein neuer Punkt eingefallen, der wenigstens scheinbarer Weise von einer gewissen geistig-moralischen Seite her betrachtet bei so manchem den Grund für die Vielweiberei setzen möchte.

4. Ich als ein von Dir gestellter Führer aber hätte dafür aus der beschränkten Sphäre meiner Erkenntnis fürwahr kein Wort, um diesen Grund als gänzlich falsch zu bezeigen! Darum will ich Dir diesen gefährlichen Punkt ganz ohne den geringsten Vorhalt kundgeben; denn Du hast es mir ja allergnädigst erlaubt zu reden, und so will ich denn nun auch reden vor Dir, was mir nur immer meine geringste Erkenntnis geben wird!“

5. Und der Herr sagte da, den Lamech ein wenig unterbrechend: „Du hast recht, so du solches tust, aber nur mache nicht zu viele Worte und Vorentschuldigungen, denn die Zeit ist kostbar, und Ich bin dazu ja nicht wie ein törichter Mensch, zu dem man mit tausend Vorworten kommen muss, bis er etwas fasst!

6. Daher mache keine Umstände und komme nur allzeit sogleich mit der Hauptsache heraus; denn ich weiss ja schon seit gar lange her, um was du Mich nun fragen wirst! Daher hast du es ja leicht, zu reden, da du das bei Mir doch sicher voraussetzen kannst, dass Ich dich sicher ganz vom Grunde aus verstehen werde.

7. Und so gib Mir denn kund deinen noch bedenklichen Punkt, – aber ohne erläuternde Umstände, deren Ich wenigstens nicht vonnöten habe, um einen Vortrag zu fassen! Und so rede denn nun mutig darauf los!“

8. Und der Lamech, ein wenig gedemütigt durch diese kurze züngliche Zurechtweisung, gab alsbald ganz kurz seinen fraglichen Punkt von sich, welcher also lautete:

9. „Der Mann aber hat ein Gefühl, demzufolge er nicht nur ein, sondern viele Weiber ergreift; und dieses Gefühl ist ein wahrer Nimmersatt. Denn so da schon jemand hätte zwei, drei und noch mehrere der schönsten Weiber, käme aber dann an einen Ort, da es noch hundert wieder anders geformt schöne Weiber gibt, siehe, da drängt es ihn alsbald gewaltigst, dass er sich auch in den Besitz dieser hundert setzen möchte!

10. Da aber anderseits nicht der Mensch sein Schöpfer, sondern nur Du es bist, warum denn solch ein Trieb dann in ihm, der Deiner Ordnung zufolge nicht realisiert werden darf? Hat doch der Mensch sich solch einen gefährlichen Trieb nicht selbst gegeben?!“

11. Und der Herr erwiderte darauf: „Siehe, da verhält es sich mit dem Gefühlsreichtume gerade also, wie es sich verhält mit der reichen Ausstattung der Zeugungsfähigkeit.

12. Das Gefühl, welches sich als ein mächtiger Zug oder Trieb im Herzen ausspricht, ist ebenfalls eine reiche Zeugungsfähigkeit, im Geiste aber nur.

13. Wenn aber der Mann ein geiler ist und seinen Samen auf den Gassen und Strassen verstreut, sage Mir, wird so ein grundgeschwächter Mann wohl je mit seinem aus- und durchgewässerten Zeugungsvermögen selbst mit einem wohl fruchtbaren Weibe mehr eine Frucht von gerechtem Masse zu zeugen imstande sein?

14. Siehe, das wird er nicht! Denn aus den Trebern presst man keinen geistigen Saft mehr.

15. Also aber steht es auch mit dem Gefühlsreichtume: Der Mann sammle nur sein Gefühl im Herzen und kehre es dann zu Mir; und wenn es die gerechte Kraftreife wird erlangt haben, dann wird er in Mir, dem Urgrunde aller Dinge und somit auch aller noch so schönen Weiber, den allergenügendsten und allerbefriedigendsten Ersatz finden und wird dann mit diesem kraftvollsten Gefühle ein Weib in aller gerechten Kraft lieben können, und es wird ihn das Weib seines Nachbars auch nimmer anfechten.

16. Solches also aber wisse, dass auf dieser Welt alles im Menschen nur eine auszubildende Anlage ist für einen endlos erhabenen ewigen Zweck; daher soll er von den in sich wahrgenommenen Kräften nicht eher einen Gebrauch machen, als bis sie zur Vollreife gelangt sind.

17. Wie aber die Früchte der Erde nur im Lichte der Sonne reifen, also reifen auch die geistigen Kräfte des Menschen in Meinem Lichte nur.

18. Daher soll jeder Mensch seine Kräfte auf Mich hinwenden, so wird er ein vollkommen reifer, mächtiger Mensch werden in Meiner Ordnung. Wer aber das nicht tut, der ist selbst schuldig an seinem Tode. – Verstehst du das?“

flagge en  On Polygamy and the Divine Order of Marriage and Procreation

Jesus teaches on Polygamy and the Divine Order of Marriage and Procreation

Jesus Christ reveals thru Jacob Lorber – The Household of God
History of the primal creation of spirits and matter, the first patriarch from Adam to Abraham.

Volume 3, Chapters 63-64

Chapter 63

1. But Lamech did not think on it for long and soon came up with the following question, which went as follows:

2. “O Lord, most excellent, most loving, most holy Father! Since You have already granted me great grace by calling me to speak before You, and to inquire You about all manner of unknown things, I now dare to make perfect use of this infinitely great grace.

3. Behold, on many an occasion have I considered whether or not it is right and just before You for a man to take for himself several wives.

4. Nature might be in favour of this, in that the man is capable of procreation on an almost daily basis; but the woman can only truly conceive once a year!

5. If we inspect this relationship in the light of a reasonable mind, polygamy appears to be perfectly appropriate to nature and to the cause at hand, in that the population can only gain from it, and never lose anything.

6. However, on the other hand, if we were to consider the always equal proportion with regard to the number of individuals, once again it appears as if You had not determined it to be this way, for the number of women here and there is not seldom smaller than the number of men. Occasionally it is quite equal, and only rarely is there an insignificantly larger number of women than men.

7. But this relationship evidently contradicts the first desire of nature, which, however, is to be approved by reason; for if I allow polygamy altogether, a thousand men will immediately be left without a wife, who are nevertheless just as capable of procreation as those who would possess many wives.

8. But if I would not allow polygamy, then a man capable of procreation almost every day may only really do so once a year, which nevertheless appears to be contradicting man’s nature. – O Lord, above all else I would like to be illuminated properly!”

9. But the Lord answered Lamech: “Behold, this is a very good and truly wise question, and the true leader of such a numerous people must not lack a perfect answer to this question; and so hear, I will give you a proper answer to your wise question:

10. Behold, if polygamy were part of My order, in the beginning I would certainly have created three hundred and some sixty wives for Adam, the first man of this Earth, so he could have made proper natural use of his daily procreative capacity! Adam still lives on high to this very day, and will continue to live for many years to come.

11. Yet behold, I created for him but a single wife, and to this day I grant one male but one female; and from this you can easily draw the proper conclusion that man is destined by Me to have only one wife, in spite of his more abundant procreative capacity.

12. But as for this, it is not given for the conception of an abundant offspring, but for vigorous procreation; and thus a man with a wife may beget fewer children, but all the more vigorous ones for it, whereas only the greatest and most immature weaklings may emerge from abundant conception.

13. For every seed will bring forth bad fruit or no fruit at all if it has not fully matured first.

14. So it is all the more the case with man, for it is a matter of awakening the most noble of all fruits.

15. And so, one woman shall remain the norm, and it suffices if she brings forth but a single fruit every three years. – Do you understand this?”

Of Man’s Desire to possess many beautiful Women and the Maturation of Man’s emotional Prowess in the Love of God

Chapter 64

1. And Lamech, overjoyed at this incredibly important instruction, inquired further and said to the Lord:

2. “O Lord and Father, this must be right; I see it clearly now that, according to Your holy order, a man shall have only one wife.

3. However, during your holy instruction a new point occurred to me, which, at least from a certain spiritual and moral point of view, would make polygamy appear as the right thing to do for many a person.

4. But I, a guide as appointed by You, from my limited sphere of knowledge, would certainly have no right to label this reason completely false! Therefore, I wish to make this dangerous point known to You, without the slightest reproach; for you have graciously allowed me to speak, and so I will now speak before You whatever my miniscule knowledge grants me!”

5. And the Lord said, interrupting Lamech a little: “You are right to do so, but do make it concise, and refrain from too many excuses, for time is precious, and I am not like a foolish man to whom must be rendered a thousand excuses until he grasps something!

6. Therefore, do not trouble yourself and just get to the point straight away, for I have known for a long time already what you will ask Me! And so, it is an easy thing for you to speak, for you can safely assume that I will truly understand you.

7. Now then, tell Me of this still worrying point, but without any explanatory circumstances, something I have no need of to grasp a speech! Now speak boldly, have a go at it!”

8. And Lamech, a little humbled by this brief yet sharp rebuke, uttered the point in question right away, which went as follows:

9 “But a man feels something, and accordingly he takes for himself not one, but many wives; and this feeling is a true glutton. For if a man already possessed two, three, or even more of the most beautiful wives, but then came across yet a hundred more wives of a different kind, behold, instantly he would feel a strong urge to take possession of those as well!

10. However, since man is not his own creator, a role that befits You alone, why then does such an urge exist within him, which, according to Your order, must not be realized? Is it not man that has given himself this dangerous instinct?”

11. And the Lord replied: “Behold, the richness of emotion is very much the same as the rich endowment of procreation.

12. The feeling that expresses itself as a powerful trait or instinct in the heart is a rich procreative faculty as well, but only in the spirit.

13. But if a man is a lecher and scatters his seed among the streets and lanes, tell Me, will such a fundamentally weakened individual, with his procreative capacity watered-down, ever be able to beget a fruit of proper and just measure, even with a fertile woman?

14. Behold, he will not! For no more spiritual juice can be squeezed out of the marc.

15. Yet it is the same with the richness of emotion: Let a man gather his feelings in his heart, and then turn it all to Me; and once its strength has attained just maturity, then he will find in Me, the source of all things, and thus of all women as well, however beautiful they may be, the most sufficient and most satisfying substitute. With this most powerful of feelings he will be able to love a woman with wholly righteous strength, and never will his neighbour’s wife tempt him.

16. Know this: In this world, everything within man is but a formative disposition for an infinitely sublime and eternal purpose. And so, he must not make use of the powers perceived within him until they have fully matured.

17. However, just as the fruits of the Earth only ripen in the light of the sun, so too do the spiritual powers of man only ripen in My light.

18. Therefore, may every man turn his strength to Me, so he will grow to become a perfectly mature and powerful man in My order. Yet he who will not do so is guilty of his own death. – Do you understand this?”