Das Geheimnis der Schöpfung – The Secret of Creation

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Die Haushaltung Gottes durch Jakob Lorber Jesus Christus offenbart das Geheimnis der Schoepfung The Household of God thru Jakob Lorber Jesus Christ reveals the Secret of Creation Heavenly Father
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5. Kapitel – Das Geheimnis der Schöpfung

5,1. Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar grosses Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu geniessen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die grosse Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!

5,2. Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe! Die Gottheit aber gefiel Sich in der Liebe und drängte Sich ganz zu Ihrer Liebe. Und der Liebe ward es immer heisser und heisser in Ihrer Mitte, und es drängten sich Massen und Massen der Gottheit dahin, und alle Mächte und Kräfte stürmten auf Dieselbe los.

5,3. Und siehe, da entstand ein grosses Rauschen, Brausen und Toben, und siehe, die Liebe ward geängstigt und gedrückt von allen Seiten, so dass die Liebe bis ins Innerste erbebte! Und die Liebe gewahrte es, und das Rauschen ward zum Tone, der Ton aber ward in der Liebe zum Worte, und das Wort sprach: ,Es werde Licht!” Und da loderte im Herzen die Flamme der entzündeten Liebe auf, und es ward Licht in allen Räumen der Unendlichkeit!

5,4. Und Gott sah in Sich die grosse Herrlichkeit Seiner Liebe, und die Liebe ward gestärkt mit der Kraft der Gottheit, und so verband Sich die Gottheit mit der Liebe ewiglich, und das Licht ging aus der Wärme hervor.

5,5. Und siehe, da sah die Liebe alle Herrlichkeiten, deren Zahl kein Ende ist, in der Gottheit, und die Gottheit sah, wie dieses alles aus der Liebe in Sie überging, und die Liebe sah in der Gottheit Ihre Gedanken und fand grosses Wohlgefallen an denselben. Da entzündete Sich die Liebe von neuem, und die Kräfte der Gottheit rauschten um Sie, und siehe: Die Gedanken der Liebe waren selbst Liebe und waren ohne Zahl.

5,6. Da sah die Gottheit Ihre Herrlichkeit, und die Liebe empfand Ihre Macht. Und da sprach die Liebe in der Gottheit: ,Lasset Uns die Gedanken der Herrlichkeit festhalten und heraustreten, dass sie frei werden und Uns empfinden und sehen, wie Wir sie empfinden und sehen und Wir sie empfanden und sahen, ehe noch das Licht ihre Formen erleuchtete!”

5,7. Da ging das Wort in die Gottheit über, und Sie ward überall Liebe. Und siehe, da sprach die Gottheit zum ersten Male: ,Es werde!” Und es ward ein Heer der Geister aus Gott frei, deren Zahl kein Ende hat, und die Liebe sah Sich Selbst verunendlichfältigt und sah Ihre unendliche Schönheit vollkommen.

5,8. Aber alle die Wesen waren noch nicht lebendig und empfanden noch nicht und sahen noch nicht; denn sie waren noch ausser der Liebe in der Gottheit fixierte Formen.

5,9. Und es dauerte die Liebe, und Sie regte Sich, und das Regen stieg in der Gottheit empor, und die Gottheit gab Ihre Gefangenen der Liebe, und Liebe durchdrang alles. Und siehe, da wurden die Formen lebendig und staunten sich an und wärmten sich an den Flammenströmen der göttlichen Liebe und bekamen dadurch selbständige Bewegung und Regsamkeit! Aber sie erkannten sich noch nicht.

5,10. Da sprach die Liebe abermals: ,Lasset Uns machen, dass sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!”

5,11. Da stieg wieder das Wort in der Gottheit empor, und in der Gottheit ertönte das Wort, und das Wort ward zum Gesetze, und das Gesetz war die Liebe und strömte in alle über.

5,12. Und siehe, da wurden gebildet drei, und aus ihnen gingen hervor sieben! Und die drei waren gleich der Liebe, dem Lichte und der Gottheit; und die sieben waren gleich den sieben Geistern Gottes, und sie heissen und werden ewig heissen: 1. Liebet die Liebe. 2. Fürchtet die Gottheit, welche tötet, – damit ihr nicht getötet werdet. 3. Die Liebe in euch ist heilig; darum achtet euch untereinander, wie euch die Liebe in der Gottheit achtet und Freude hat an euch. 4. Jeder ist sein Eigentum und das Eigentum der Liebe Gottes; daher werde keiner dem andern zum Raube. 5. Keiner verdecke je sein Antlitz vor dem andern, damit der andere nicht wisse, wie die Liebe ist, – damit ihr seid wie die Liebe, die euch werden hiess. 6. Euer Inneres sei auch euer Äusseres, damit keine falsche Regung in euch entstehe und ihr zugrunde gehet. 7. Euer Äusseres sei der getreue Widerschein eures inneren Spiegels, in welchem Sich die Liebe der Gottheit beschaut; sonst wird der innere Spiegel zerbrochen werden und eure Gestalt wird schrecklich werden.

5,13. Da donnerte die Gottheit in den unendlichen Räumen den Übertretern ein fürchterliches Strafgericht, und so ward die Anbetung der Gottheit in der allerhöchsten Furcht ihnen geboten, und es ward ihnen geboten die Liebe der Liebe. Und sie wurden hinausgestellt in der höchsten Freiheit und konnten tun, was sie wollten, und nichts soll sie hindern in ihrer Freiheit und bis zur Zeit, da sie sich werden erkannt haben in ihrer Freiheit und ihrer Demut, damit das Gesetz ihr eigenes werde und sie dann vollkommen frei würden.

5,14. Allein nun erkannten sie sich in ihrer grossen Macht und alles überstrahlenden Herrlichkeit und Majestät, und der Oberste der drei, gleich dem Lichte der Gottheit, entzündete sich in seiner Begierde, um sich der Gottheit vollends zu bemächtigen. Durch ihn entzündete sich ein grosser Teil der Geister, die durch ihn wurden; und durch sie erbrannte auch die Gottheit in Ihrem Grimme gleich den zwei niederen Geistern der drei und schleuderte die böse Rotte in die Tiefe der Tiefe ihres Zornes.

5,15. Und die zwei und die aus ihnen hervorgingen und die sieben, deren Zahl gerecht war, wurden gefunden in der Treue ihrer Demut und wurden aufgenommen in die Kreise der Macht Gottes; und die Liebe sah, dass sie rein waren befunden, und freute Sich in ihrer Vollendung. Und siehe, die Kraft der Gottheit in der Liebe stieg empor, und die Gottheit bewegte Sich, und die Geschaffenen nahmen wahr die Bewegung der Gottheit, und die Gottheit bewegte Sich zu Ihrer Liebe, und den Geschaffenen wurden die Augen eröffnet, und sie sahen zum ersten Male die ewige Liebe.

5,16. Da staunten die Heere der Zahllosen, und es entstand ein grosser Jubel und eine grosse Freude unter ihnen; denn sie sahen die Macht Gottes in der Liebe und sahen die Liebe in sich und auch die Kraft, die sie werden hiess, und erkannten sich und erkannten die Liebe und erkannten Gott.

5,17. Nun bewegte Sich die Gottheit, und die Geschaffenen fürchteten sich vor der Gottheit, und die Liebe sah ihre Furcht und sah, dass ihre Furcht gerecht war, und die Furcht ward ihnen zum Gehorsam, und der Gehorsam war die Demut, und die Demut war ihre Liebe, und die Liebe ward ihr Gesetz, und das Gesetz ihre ewige Freiheit, und die Freiheit ward ihr Leben, und das Leben ihre Seligkeit ewiglich.

5,18. Nun siehe, die ewige Liebe redete sie an, und sie verstanden das Wort! Da lösten sich ihre Zungen, und das erste Wort, das ihren Lippen entschwamm, war Liebe. Und es gefiel der Gottheit der Ton ihrer Rede; und die Gottheit ward bewegt durch die Liebe, und die Bewegung formte sich in den Geschaffenen, und die Form wurde zum Tone, und der Ton war das zweite Wort und hiess – Gott.

5,19. Und nun erst waren die Geschaffenen vollendet. Und die Liebe sprach zu den Geschaffenen: ,Der Erste unter euch ging verloren; daher übernehme Ich seine Stelle und werde sein unter euch ewiglich!”

5,20. Da lösten sich von neuem ihre Zungen, und ihre Knie beugten sich, und sie beteten die Liebe an.

5,21. Nun sieh weiter, was alles die Liebe tat, und Gott in der Liebe, und die Liebe in Gott! – Und es dauerte die Liebe der Verlorenen; aber die Gottheit erbebte in Ihrem Grimme, und es ward gehört in allen Räumen der Unendlichkeit Gottes ein grosser Donner. Und der Donner drang bis zum Innersten der ewigen Liebe, und die Liebe allein verstand den Donner der Gottheit, und der Donner ward in Ihr zum Worte und sprach: ,Alle Macht sei Dir untertan; tue nach Deinem Gefallen und sprich ,Es werde!`, und es wird sein!”

5,22. Und siehe, die Liebe wurde gerührt bis ins Innerste, und es floss die erste Träne aus dem Auge der ewigen Liebe, und diese Träne floss aus dem Herzen der Gottheit und hiess und heisst und wird ewig heissen die Erbarmung.

5,23. Diese Träne ward zum grossen Gewässer, und das Gewässer ergoss sich in alle Räume der Unendlichkeit und ergoss sich in die Tiefe der Tiefen des Zornes der Gottheit und milderte das Feuer des Grimmes Gottes.

5,24. Und siehe, der Geist Gottes in Seiner Kraft wehte sanft über den Gewässern der Erbarmung, und die Gewässer teilten sich. Und Gott sprach aus Seiner Liebe, und Seine Liebe war das Wort, und das Wort stieg in die Tiefe der Tiefen und schwebte über den Gewässern, und die Gewässer wurden geschieden wie Tautropfen und wurden verteilt in gross und klein nach der Zahl der Verlorenen, die kein Ende hat, in alle Räume der Unendlichkeit.

5,25. Und siehe, der letzte Tropfen, der zurückblieb, der war der innerste der Gewässer und war der innerste der Erbarmung; und der wurde nicht verteilt, sondern blieb, wo er übrigblieb, und wurde bestimmt zum Mittelpunkte und zum Schauplatze der grössten der Taten der ewigen Liebe.

5,26. Und nun siehe: Dieser letzte Tropfen ward geschaffen zur Erde, die du und deine Brüder bewohnen! Und die anderen Tropfen wurden geschaffen zu Sonnen, Erden und Monden aller Art, deren Zahl kein Ende hat; und siehe, so entstanden der sichtbare Himmel mit seinen Sternen, der Sonne, dem Monde und die sichtbare Erde mit den Meeren und festem Lande!

5,27. Und nun siehe und hebe deine Augen empor, und du wirst die Wunder der ewigen Liebe begreifen! Du siehst allezeit den Glanz der Sonne, das Licht des Mondes und den Schimmer und das Geflimmer der Sterne in ihren mannigfaltigsten Stellungen, die ihr Sternbilder nennet; du siehst auch die verschiedenartigsten Formationen in allen drei Reichen der naturmässigen Erde; allein bis jetzt hat es noch niemand ergründet und recht begriffen, was und woher der Glanz der Sonne, und wie ihr dieser erteilt wurde, und das Leuchten des Mondes, und der Schimmer der Sterne und ihr Geflimmer und ihre mannigfaltigsten Stellungen, und all das Gebilde der Erde.

5,28. Denn siehe, Meine Kinder müssen in alles eingeweiht werden, was ihr heiliger, liebevollster Vater all für schöne Sachen hat zum Verschenken an Seine Kinder, die Ihn erkennen und über alles ganz allein lieben und sich untereinander aus Liebe ihres Vaters wegen.

5,29. Nun siehe: Als alle die Sonnen mit ihren Erden durch die Macht der erbarmenden Liebe des ewigen und unendlichen Gottes wurden, da hatten sie noch keinen Glanz, kein Leuchten, keinen Schimmer und kein Geflimmer, denn es war noch grosse Nacht auf den gewordenen Sonnen und Erden und Monden; aber ins Zentrum der Sonnen senkte die ewige Liebe einen kleinen Funken Ihrer Gnade und dieser Funke durchglänzte schneller denn ein grosser Blitz die finsteren Massen, und siehe, sie leuchteten den Erden, und mit grossem Glanze, wie sie noch leuchten zur Stunde und leuchten werden, solange der Gnadenfunke ihnen nicht genommen wird.

5,30. Und siehe, da erglänzten auch die Erden und Monde und wurden verteilt zu den Sonnen in gerechter Anzahl, und die Liebe hauchte sie an durch die Kraft und Macht der Gottheit, und siehe, das Licht zitterte auf den Sonnen, die Meere der Erden wogten und wirbelten in ihren Fluten, und die Lüfte und Winde schwammen und wehten über die Erden gleich dem Geiste Gottes über den Gewässern der Erbarmung! Und die Monde erhoben sich mächtig über ihre Erden, denen sie gegeben waren wie eine Frucht dem Baume, und fingen an, um dieselben zu kreisen in weiten Kreisen als stete Begleiter ihrer Entstehungen; und wo deren viele waren, wurden sie in feste Kreise vereinigt zum Zeichen der Liebe der Kinder, die unverwandt das Angesicht ihres Vaters schauen sollen wie die Monde ihre Erden, damit sie ihrer lockeren Beschaffenheit wegen nicht aus ihren Kreisen gerissen und zerstört würden.

5,31. Denn siehe, die Monde sind nicht fest, sondern sehr locker und sind gleich dem Schaume des Meeres, wenn er fester und gediegener wird, und sind kahl und ohne Wasser; und die Luft der Erde ist da wie das Wasser der Erden und die Luft gleich dem Äther zwischen Sonnen und Erden. Und sie sind bestimmt, die Weltsüchtigen aufzunehmen, und zu fassen die Geister der Materie, und zu prüfen ihre Beständigkeit und sie reif zu machen zum Empfange der Gnade.

5,32. Und das Feste der Erden ist der durch die Erbarmung gesänftete Zornteil der Gottheit und umschliesst mit festen Banden der Verirrten Geister bis zur bestimmten Zeit ihrer unbewussten Entbindung, wo sie dann in eine zartere, aber doch immer für sie genug feste Materie, und zwar einzeln gebunden, gegeben werden, aus welcher sie erst dann durch die ewige Liebe wieder erweckt hervorgehen können; und die Meere und Gewässer sind ihrer voll, damit sie gedemütigt würden, und die Luft ist ihrer voll, damit sie geläutert würden. Und die ewige Liebe ist in allem die Form; aber der Zorn der Gottheit ist nur gedämpft auf der Erde, aber deswegen nicht aufgehoben.

5,33. Dieses aber merke dir ganz besonders: In der Mitte der Sonne ruht der Gnadenfunke und gibt durch das Zornfeuer der Gottheit das Licht der Welt. In der Mitte der Erde aber befindet sich ein Zornfunke des Grimmes Gottes gleich einem Feuerdrachen und hält die bösen Rotten gefestet wie Steine, welche erst durch das Wasser der Erbarmung müssen erweicht werden, so einer wieder zu einer zweiten Probe für Freiheit und ewiges Leben soll entbunden werden. Und nun begreife das Geheimnis deines Wesens und staune über die grosse Liebe der ewigen Macht, wie oft Sie dich schon hat von neuem geboren werden lassen, um dich, der verloren war, fürs ewige Leben, für die Freiheit, fürs Gesetz, für die Liebe und fürs Licht und für die Anschauung Ihres Angesichtes wieder zu gewinnen; und siehe, dieses alles will Ich dir und dadurch auch vielen andern bekannt und zu erkennen geben, damit ihr doch endlich einmal einsehen möchtet, wie überaus gut die ewige Liebe sein muss, da Sie so unermüdet und so Vieles, so Grosses und so Wunderbares für euch Ungehorsame tut und duldet!

5,34. Siehe, so ist die Bewegung den Erden gegeben worden um ihre Sonnen und um ihre Mitte durch den Anhauch der Erbarmung der Liebe, zum Zeichen, dass die Kinder all ihr Tun sollen einrichten nach der Bewegung der Erden um die Sonnen und der Monde um die Erden, und es sollen sein die Schwachen wie die Monde, und sollen sein die Starken wie die Erde, und sollen sein die Wiedergeborenen wie die Sonne. Und sollen schauen die Schwachen die Stärke der Liebe, die sie nie fallen lässt, wenn sie wie die Monde sich unverwandt nach dem Angesichte der Liebe richten und so dieselbe nach allen Seiten umkreisen in kleineren Kreisen, aber doch durch die Kraft derselben ebenfalls in den grossen Kreis mitgezogen werden; und sollen sein die Starken gleich der Erde, selbsttätig sich wendend, um sich zum Empfange des Lichtes und der Wärme aus der Gnade der Liebe, welche erleuchtet und erwärmend belebt durch die Kraft, die in ihr ist, beständig bereitzuhalten, damit sie Früchte bringen möchten aller Art aus den Werken der Liebe, an welchen sich sättigen möchten die Schwachen und erquicken möchten die Eingeborenen und ergötzen möchten die Neugeborenen; und die Neugeborenen aus den Gewässern der erbarmenden Liebe, in denen die Gnade ist vollkommen, sollen sein gleich der Sonne, und ihr Licht soll leuchten allerorten, und ihre Wärme soll beleben die Schwachen und soll befruchten die Starken zur Nahrung der Schwachen, damit eine Gemeinschaft sei unter den Kindern eines und desselben Vaters.

5,35. Und siehe, noch tiefer sollst du blicken, wie und warum Ich alles so bereitet habe! Siehe, der Mond hat Flecken und viel dunkle Stellen, und die Erde hat kalte aber feste Pole, und hat hohe Berge und hat niedere Täler, und hat Quellen, Bäche, Flüsse, Ströme, Seen und kleine und grosse Meere; und die Sonne hat Flecken, grosse und kleine. Nun sieh, dieses alles sind Wirkungen der Liebe und der Gnade, oder der entsprechenden Wärme und des Lichtes, welches alles die ewige Liebe und die Macht der Gottheit durch Sie ist. Daher siehe die Schwachen und den Mond, wie sie sich gleichen, und dir wird sein Wesen aufgeschlossen; betrachte die Starken nach allem ihrem Tun, und vor deinen Augen wird die Erde enthüllt liegen; und von einem Pole bis zum andern Pole muss die starre Ruhe des Geistes in der Liebe zur Liebe dasein, damit sich alles, das den Geist umgibt, in einer steten Ordnung bewegen und dadurch für den gemeinsamen Zweck der ewigen Erhaltung tätig sein kann. Denn siehe, von der Ruhe hängt alles ab; ohne diese kann nichts erreicht werden, und wer nicht ist wie die Pole der Erde, der durchdringt nicht sein Innerstes, wie die Linie zwischen den Polen das Zentrum der Erde. Und eure Liebe muss kalt sein wie das Eis der Pole, damit ihr fähig seid, alle Wärme der göttlichen Liebe aufzunehmen. Denn siehe, was warm ist, ist nicht geschickt zur Aufnahme der Wärme; aber was kalt ist in seiner Ruhe, das ist fähig, die Wärme aufzunehmen in der Fülle und ausströmen zu lassen in alle Teile des Lebens. Denn siehe, wer die Wärme aufnimmt, welche die Liebe Gottes ist, behält sie in sich fest und lässt sie nicht weiterströmen, der ist ein Geiziger und wird aufgelöst in sich und wird sich zerstören wie das Eis am Feuer; wer aber sie empfängt wie die Pole und gibt sie alsogleich wieder an alle, die um ihn sind nahe und ferne, bei dem ist die göttliche Liebe am rechten Platze und entspricht ganz dem Willen des grossen und heiligen Gebers.

5,36. Diese Liebe wird viele Früchte bringen und wird sich aufschwingen zum Lichte der Gnade und wird schauen unverwandten Blickes die unermesslichen Tiefen der Gottheit gleich den Polen, welche in die unendlichen Räume der Schöpfungen der Liebe Gottes hinausblicken, und mit weitgeöffneten Augen die sanften Strahlen aus der Unermesslichkeit aller unendlichen Räume, in welchen zahllos die Wesen der Erbarmung kreisen, jegliches nach seiner Art, in sich saugen und dadurch vor Entzückung und Wonne in ihrer Liebe zur Liebe und für die Liebe sich entzünden und gleich einer Sonne selbstleuchtend werden gleich dem Lichte der Pole der Erde.

5,37. Daher, wer beständig bleibt in der Mitte der Liebe der Erkenntnis, was die Gnade ist, dessen Lenden werden glühen vor Liebe aus Gott wie der Gürtel der Erde, und seine Augen werden leuchten vor Erkenntnis wie die Pole, und seine Arme werden sich bewegen wie die Flüsse, Bäche und Quellen, und die Handlungen werden zuströmen den Meeren der göttlichen Erbarmungen, die gesalzen sind mit der Gnade und mit den Erkenntnissen der ewigen Liebe und des ewigen Lebens.

5,38. Nun, da habt ihr den Schlüssel, um zu eröffnen und zu durchschauen die Erde, die euch trägt.

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Chapter 5 – The Secret of Creation

Thus spoke the Lord to me (Jakob Lorber), and within me for everyone, and that is true, faithful and certain:

1. He who has ears to hear, let him hear, and who has eyes to see, let him see. I will reveal a great secret to you, so that you may see how your most loving and holy Father presents Himself in a brotherly manner, enabling you to see and enjoy Him face to face. For the children must be introduced to their Father’s great household from eternity.

2. The Divinity was, from eternity, the power permeating all endlessness of infinity, and It was and is and will forever be infinity itself. In the center of Its depth I was, from eternity, the Love and the very life within It; but behold, I was blind, like an embryo within the womb. The Divinity, however, took pleasure in Its Love and pressed hard towards it. The Love felt ever more ardent in its center, masses upon masses of the Divinity assailed it, and all powers and forces stormed towards it.

3. Then there arose a great hum, a storming and roaring, and, behold, Love became fearful and was pressed hard from all sides, so much so that it trembled deep within. Love became aware of it all, and the hum became a sound, and the sound within Love became a word, and the word spoke: “Let there be light!” And within the heart, the flame of the ignited Love began to blaze, and it became light in all the spaces of infinity.

4. God saw the great glory of His Love within Him, and Love was strengthened with the power of the Divinity, and thus It united with Love forever, and the light issued from the warmth.

5. And lo, Love saw within the Divinity all the glories, whose number is endless, and the Divinity saw how all this flowed into It from Love, and Love saw its thoughts within the Divinity and found great pleasure in them. Thereupon Love ignited anew, and the powers of the Divinity moved around it, and behold: The thoughts emanating from Love were themselves love, countless in number.

6. There the Divinity saw Its glory, and Love felt Its power. And the Love within the Divinity spoke: “Let us hold the thoughts of glory and cause them to go forth, so that they may become free, perceiving Us and becoming aware of how We perceive and see them, how We perceived and saw them before the light illuminated their forms!”

7. Then the Word passed into the Divinity and It became Love throughout. And lo, the Divinity spoke for the first time: “Let there be!” And a host of spirits, countless in number, was set free from the Divinity, and Love saw Itself endlessly multiplied, beholding Its infinite beauty in perfection.

8. However, all the beings were not yet alive and did not yet perceive and see, for they were still fixed forms in the Divinity, outside of Love.

9. Love felt compassion and began to stir, and the motion rose within the Divinity, and the Divinity gave Its captives to Love, and Love permeated all. And lo, the forms became alive and looked at each other in amazement, warming themselves at the flames streaming from the divine Love, thereby receiving independent movement and activity. But they did not recognize themselves yet.

10. Then Love spoke again: “Let Us make them recognize themselves, so that they may know Me, and through Me also You.”

11. Once again the Word arose within the Divinity, and the Word resounded within the Divinity, and the Word became law, and the law was Love, flowing into all.

12. And behold, there were made Three, and from them came forth Seven! And the Three equaled the Love, the Light and the Divinity, and the Seven equaled the seven spirits of God. They are and shall forever be called: 1. Love the Love. 2. Fear the Divinity that slays, lest you be slain. 3. The love within you is holy; so respect one another, as the Love within the Divinity respects you and is pleased with you. 4. Everyone belongs to himself, as well as to the Love of God. Therefore, let no one be prey to another. 5. Let no one ever hide his face from the other, to prevent him from knowing what love is like, so that you may be like the Love which called you into existence. 6. Let your innermost be like your outermost, so that no false emotion may arise within you and you perish. 7. Your outermost shall be the true reflection of your inner mirror, in which the Love of the Divinity gazes upon Itself; otherwise the inner mirror will break to pieces, and your form become hideous.

13. Then the Divinity thundered in the infinite spaces a dreadful judgment to the transgressors, and they were bidden to worship the Divinity in the greatest fear and love of the Love. They were expunged from the Divinity into the greatest freedom and could do as they pleased, and nothing shall impede their freedom until the time when they will have recognized themselves in their freedom and their humility, so that the law may become their own, and they be completely free.

14. However, now they became aware of their great might and their all-outshining splendor and majesty, and the first of the three, akin to the light of the Divinity, ignited himself in his desire to fully overpower the Divinity. Through him were also kindled a great part of the spirits he had created. Thereupon the Divinity was kindled in its anger, as were the remaining two of the three spirits, and cast the evil horde into the most profound depth of Its wrath.

15. The two remaining, and those who had come forth from them, and the seven, whose number was just, were found faithful in their humility and were admitted into the spheres of the might of God. And Love saw that they had been found pure and rejoiced in their perfection. And behold, the power of the Divinity rose within the Love, and the Divinity moved, and the created noticed the movement of the Divinity. The Divinity moved towards Its Love, and the eyes of the created were opened, and they beheld eternal Love for the first time.

16. The hosts of countless beings were amazed, and there was jubilation and great joy among them, for they saw the might of God within Love, as well as the love within themselves, and the power that had called them into existence. They recognized themselves, the Love, and God.

17. Now the Divinity moved, and the created were afraid. Love saw their fear and that it was just. Their fear became obedience, and obedience was humility, and the humility was their love, and love became their law, and the law their eternal freedom, and the freedom became their life, and the life their eternal bliss.

18. And lo, eternal Love spoke to them, and they understood the Word! Then their tongues were loosened, and the first word that flowed from their lips, was love. The Divinity was pleased with the tone of their speech and moved by love, and the movement took form within the created, and the form became sound, and the sound was the second word – God.

19. And only now were the created perfected. Love spoke to them: “The first among you was lost. Therefore, I am taking his place and shall be among you forever!”

20. Once more their tongues were loosened, they bent their knees and worshipped Love.

21. Now behold, all that Love did, and God within Love, and Love within God. Love felt compassion for the lost, but the Divinity quaked in Its wrath and a great thunder was heard in all the spaces of God’s infinity. The thunder penetrated the innermost of eternal Love, and Love alone understood the thunder of the Divinity. The thunder became a word within It, speaking: “Yours shall be all the might; do whatever pleases You and speak: ‘Let there be’ and it shall be!”

22. And lo, Love was stirred to Its innermost, and the first tear flowed from the eye of eternal Love, and this tear flowed from the heart of the Divinity and was, is, and shall forever be called MERCY.

23. This tear became a great body of water, flowing into all the spaces of infinity and into the deepest depths of the wrath of the Divinity, appeasing the fire of God’s anger.

24. And lo, the Spirit of God, in its power, moved gently over the waters of mercy, and the waters parted. God spoke out of His Love, and His Love was the Word, and the Word descended into the deepest depths and hovered above the waters, and the waters became separated like dew-drops, were spread out in all the spaces of infinity, as large and small drops, according to the number of the lost, endless in truth.

25. And lo, the last drop that remained was the innermost of the waters, and the innermost of mercy; it was not spread out, but remained where it had been left and was destined to be the center and the stage for the greatest deeds of eternal Love.

26. And now behold: This last drop became the planet earth, which you and your brothers inhabit. The other drops were formed into countless suns, planets and moons of all kinds. And lo, thus came into existence the firmament, with its stars, the sun, the moon, and the visible earth, with its oceans and solid land.

27. Now lift up your eyes and see, and you shall comprehend the wonders of eternal Love! You always see the radiance of the sun, the light of the moon and the shimmer and glitter of the stars in their varied constellations, which you call the signs of the Zodiac. You see also the great variety of formations in all the three kingdoms of nature of the natural earth. However, to this day no one has fathomed and properly comprehended the nature and source of the sun’s radiance and how it has come about, the shine of the moon, the shimmer and glitter of the stars and their most varied constellations, and the structure of the earth.

28. For behold, My children must be introduced to all the beautiful things their holy, most loving Father has available as gifts for His children that recognize Him, love Him alone above all and love each other out of love of their Father.

29. And behold: When all the suns with their planets came into existence through the might of the eternal, infinite God’s merciful love, they had as of yet no radiance, shine, shimmer or glimmer, for there was still dark night upon the created suns, earths and moons. But into the center of the suns eternal Love sank a small spark of Its grace, and this spark – faster than lightning – illuminated the dark masses, and lo, they shone upon the earths with a great radiance, are still shining and will do so as long as the spark of grace is not taken from them.

30. And behold, the earths and moons also began to shine, and they were allocated to the suns in just numbers, and Love breathed upon them through the power and might of the Divinity, and lo, the light vibrated upon the suns, the seas on the planets heaved and whirled the floods, and the air currents and winds floated and blew over the earths like the Spirit of God over the waters of mercy. The moons rose mightily above the earths to which they had been given, like fruit on a tree, and began to revolve around them in wide circles as constant companions. And where there were many of them they were united in fixed orbits as a sign of the love of the children who are to constantly behold the face of their Father, as do the moons their earths, to prevent them from being torn from their orbits and destroyed on account of their loose structure.

31. For behold, the moons are not solid, but porous, similar to the foam of the sea when it grows firmer and more solid, and they are barren and without water. The air of the earth is as the water of the moons, and their air is like the ether between the suns and earths. The moons are destined to receive those clinging to the world, to hold the spirits of matter, to probe their constancy and mature them for the reception of grace.

32. The solid part of the earths is the part of the wrath of the Divinity that was appeased through mercy, and holds with strong fetters the spirits of those who had strayed. They will be held until the appointed time of their unaware release when they, individually bound, are put into matter, which is softer, yet strong enough to hold them, and from which they will only be able to emerge when eternal Love has awakened them once more. The seas and bodies of water are full of them, so they may become humble therein, and the air is full of them, so that they may be purified therein. Eternal Love is the form in everything; however the wrath of the Divinity is only appeased on earth, but not abolished.

33. But know this well: In the center of the sun dwells the spark of grace and gives light to the world through the fire of God’s wrath. In the center of the earth, however, there dwells a spark of God’s wrath like a fire-dragon, keeping the evil hordes in a solid state, like stones, which must first be softened through the water of mercy if they are to be released for a second trial, to gain freedom and eternal life. Now understand the mystery of your being and marvel at the great love of eternal Might, and how often It has let you be born again in order to reclaim you who were lost, for eternal life, for freedom, for the law, for love and light, and for beholding Its countenance. Behold, all this I want to make known to you, and through you to many others too, so that you may finally understand how exceedingly good eternal Love must be when It untiringly tolerates so much and does such great and marvelous things for you disobedient beings.

34. And so, through the breath of the mercy of Love, the earths were made to revolve around their suns and rotate around their own centers, as a sign to the children, so that, in all they do, they may follow the example of the earths’ movement around the suns and the moons around the earths. The weak shall be like the moons, and the strong like the earth, and the reborn shall be like the sun. The weak shall behold the strength of Love that never forsakes them, if they, like the moons, steadfastly turn towards the face of Love, revolving around it in smaller circles, yet by its power are also drawn into the great circle. The strong shall be like the earth, rotating independently, in order to hold themselves ready at all times to receive the light and warmth from the grace of Love. Through its inner power this gives them light, warmth and life, so that they may produce fruit of all kinds from the works of love, giving food to the weak, refreshing the incarnate and delighting the reborn. And the reborn, out of the waters of merciful Love, within whom grace is perfect, shall be like the sun. Their light shall shine everywhere and their warmth shall revive the weak and stimulate the strong towards nourishing the weak, that there may be fellowship among the children of One and the same Father.

35. And behold, you shall look deeper still and see how and why I have arranged all things in this way! Lo, the moon has specks and many dark areas, and the earth has cold but firm poles, high mountains and low valleys, springs, brooks, rivers, streams, lakes, seas and great oceans; and the sun has large and small spots. Behold, all these things are effects of love and grace or, respectively, warmth and light, all of which is eternal Love and the power of the Divinity through It. Therefore, look at the weak and the moon, how alike they are, and the moon’s nature is revealed to you. Look at the strong and all their works, and the earth is revealed before your eyes. And from one pole to the other there must be the rigid stillness of the spirit within the love towards Love, so that everything which surrounds the spirit can move in a constant order and thereby be active for the common purpose of everlasting preservation. For behold, everything depends on the stillness; without it, nothing can be achieved, and he who is not like the poles of the earth does not penetrate his innermost, as does the line between the poles the center of the earth. Your love must be cold like the ice of the poles to enable you to absorb all the warmth of divine love. For behold, what is warm is not fit for the reception of warmth, but what is cold, in its stillness, is capable of absorbing the warmth completely and letting it stream forth into all parts of life. For whoever absorbs the warmth, which is the love of God, keeps it firmly within and does not allow it to flow on, is a miser who dissolves himself and is destroyed like ice at the fire. However, he who receives it like the poles and passes it promptly onto all around him, be they near or far, with him divine love is in the right place and fully corresponds to the will of the great and holy Giver.

36. This love will bring much fruit, it will rise to the light of grace and constantly behold the boundless depths of the Divinity, like the poles that look into the infinite spaces of the creations of the love of God. It will, with its eyes wide open, absorb the soft rays from the boundlessness of all the infinite spaces, where mercy’s countless beings are circling, everyone according to its kind, and will, out of delight and bliss in its love towards Love and for Love, ignite itself and become self-illuminating, like a sun or the light of the earth’s poles.

37. Therefore, whoever remains constant in the center of the love of cognition, which is grace, will have his loins be aglow with love out of God, like the girdle of the earth, and his eyes will shine with understanding like the poles, and his arms will move like the rivers, brooks and springs, and his deeds will stream towards the seas of the divine mercies, which are salted with grace and the understanding of eternal Love and everlasting life.

38. Well, here you have the key to open up and look through the earth that carries you.