Die Dreieinigkeit in Gott und Mensch… Jesus erläutert – The Trinity in God and Man… Jesus explains

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Die Dreieinigkeit in Gott und Mensch

Das Grosse Johannes Evangelium Band 6 – Kapitel 230
Offenbart von Jesus durch Jakob Lorber

230,1. (Der Herr:) „Doch was ihr nun vernehmen werdet, das behaltet vorderhand bei euch und machet Mich nicht vor der rechten Zeit ruchbar! Wann aber dazu die rechte Zeit sein wird, das werdet ihr von Meinem Geiste, der der eigentliche Heilige Geist ist, schon in euch selbst erfahren.

230,2. Der Vater, Ich als Sohn und der Heilige Geist sind unterscheidbar eines und dasselbe von Ewigkeit.

230,3. Der Vater in Mir ist die ewige Liebe und als solche der Urgrund und die eigentliche Ursubstanz aller Dinge, die da erfüllet die ganze ewige Unendlichkeit.

230,4. Ich als der Sohn bin das Licht und die Weisheit, die hervorgeht aus dem Feuer der ewigen Liebe. Dieses mächtige Licht ist das ewige vollkommenste Selbstbewusstsein und die hellste Selbsterkenntnis Gottes und das ewige Wort in Gott, durch das alles, was da ist, gemacht worden ist.

230,5. Damit aber das alles gemacht werden kann, dazu gehört noch der mächtigste Wille Gottes, und das ist eben der Heilige Geist in Gott, durch den die Werke und Wesen ihr volles Dasein bekommen. Der Heilige Geist ist das grosse ausgesprochene Wort ,Werde!‘ – und es ist da, was die Liebe und die Weisheit in Gott beschlossen haben.

230,6. Und seht, das alles ist nun da in Mir: die Liebe, die Weisheit und alle Macht! Und somit gibt es nur einen Gott, und der bin Ich, und Ich habe nur darum hier einen Leib angenommen, um Mich euch Menschen dieser Erde, die Ich völlig nach Meinem Ebenmasse erschaffen habe aus der Ursubstanz Meiner Liebe, in eurer Persönlichkeit näher offenbaren zu können, – wie es nun soeben der Fall ist.

230,7. Dass aber auch ihr dieselbe Mir ganz ebenmässige Dreiheit in euch habt wie Ich Selbst, das soll euch sogleich ganz klar gezeigt werden.

230,8. Sehet, ein jeder Mensch hat eine Liebe in sich und infolge solcher Liebe auch einen Willen; denn die Liebe in sich ist ein Begehren und Verlangen, und in dem Begehren und Verlangen liegt ja eben der Wille. Das ist auch allen Pflanzen und Tieren und in gewisser Hinsicht auch der andern Materie eigen.

230,9. Liebe und Willen hat selbst der roheste und ungebildetste Mensch. Aber was richtet er damit aus? Er geht nur auf die Befriedigung seiner untersten und materiellsten Bedürfnisse aus, die sich instinktmässig aus seiner rohen Liebe in seinen Willen übersetzen, aus dem sein Verstand nichts als einen finsteren Dunst überkommt. Sehet auf die Wirkungen solcher Menschen, ob sie nicht um vieles schlechter sind als jene, welche die Tiere hervorbringen, deren Liebe und Verlangen durch ein höheres Einfliessen geleitet wird!

230,10. Aber ganz anders verhält es sich mit der Liebe und ihrem Willen bei jenen Menschen, deren Verstand ein helles Licht geworden ist; er durchleuchtet dann die Liebe, ihren Willen und dadurch den ganzen Menschen. Nun erst gibt die Liebe die reinen Mittel, das Licht oder die Weisheit ordnet sie, und der Wille setzt sie ins Werk. Weil aber der Mensch als Ebenmass Gottes auch solch eine Fähigkeit in sich hat, besteht er darum aus drei Menschen, oder ist er nur ein Mensch?“

230,11. Sagten alle, und besonders die alten Jünger: „Wir danken Dir, o Herr, dass Du nun einmal wieder ganz klar geredet hast; denn das ist eben nicht immer Deine Art, also zu reden und zu lehren. Nun erst wissen wir ganz, wie es mit der völligen Einheit Gottes steht, und so bist Du denn doch ganz vollkommen Gott, wie es uns schon zu öfteren Malen in den Sinn gekommen ist.“

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The Trinity in God and Man

The Great Gospel of John Volume 6 – 230
Jesus reveals thru Jakob Lorber

230,1. (The Lord:) “However, what you will hear now, for the time being keep for yourselves and do not make Me known before the right time! When the right time will come, you will be informed by My spirit, which is the actual Holy Spirit.

230,2. The Father, I as Son and the Holy spirit are distinguishable one and the same from eternity.

230,3. The Father in Me is the everlasting love and as such the primordial reason and the actual primordial substance of all things, which fills the whole of eternity.

230,4. I as the Son am the light and wisdom, which goes forth from the fire of everlasting love. This mighty light is the everlasting most perfect self-consciousness and the brightest self-recognition of God and is the everlasting word in God, through which everything there is, has been created.

230,5. But to do all this also requires the almighty will of God, which is the Holy Spirit in God, through whom these works and creatures are to be fully realised. The Holy Spirit is the great pronounced word ‘It shall be!’ – and it is what the love and wisdom in God have decided.

230,6. And see, all this is now present in Me: the love, the wisdom and the power! And therefore there only exists one God, and this is Me, and I only have taken on a body here, to reveal Myself better to you people of this earth, who I have created to My likeness, in your personality – as it is the case right now.

230,7. That you also have exactly the same trilogy in you as I Myself, will be shown to you in absolute clarity.

230,8. See, every person has love in himself and according to such love also a will; since love in itself is a desire and longing, and in this desire and longing lies the actual will. This is a property of all plants and animals and in a certain way also of all other matter.

230,9. Even the most uneducated and coarsest person possess love and will. But what does he do with it? He satisfies only the lowest and most physical needs, which instinctively translates from his raw love to his will, from which his mind obtains nothing else than a dark haze. Look at the works of such people, if they are not many times worse than those produced by animals, whose love and desire is guided by a higher influence!

230,10. However, it is completely different with the love and its will of those people, whose mind has become a bright light; it penetrates the love, its wisdom and thereby the whole person. Only now does love provides the pure means, the light or wisdom orders it, and the will turns it into action. Because man as the likeness of God also has such ability in himself, does he also consist out of three people, or is he only one person?”

230,11. Said all, and especially the old disciples: “We thank You, o Lord, that You have spoken so clearly; since this is not always Your way, to speak and teach. Only now we fully understand the total unity of God, and as such You are entirely God, how we envisioned it quite often in our mind.”

SEGEN oder FLUCH … Der Lohn des Geizes – BLESSING OR CURSE … The Reward of Stinginess

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Jesus zeigt auf… SEGEN oder FLUCH – Der Lohn des GEIZES
Die Bettelkinder von Emmaus

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 7, Kapitel 133 – 135
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Liebe Freunde, Brüder und Schwestern

Segen – oder Fluch? Dieser Beitrag enthält eine weitere Geschichte aus dem Leben Jesu. Er steht einer armen Familie bei und errettet diese vom materiellen Untergang. Zugleich zeigt er, wie sich die Menschen im Umfeld verhalten haben.

Wir müssen uns bewusst sein, dass wir durch unsere Staaten um den Segen des Herrn BETROGEN werden. Indem wir mürrisch Sozialabgaben leisten und gleichzeitig um die Aufstockung unserer eigenen Rente besorgt sein müssen, wird das Herz immer härter und kälter. Auch die Beiträge an eine Kirche werden oft gespendet, ohne den Verwendungszweck zu kennen. Wir “delegieren” die Verantwortung gegenüber den Mitmenschen an irgendwelche Organisationen – meistens aus Pflicht, und weniger aus Liebe. Was könnte der Herr hier denn segnen?

Hier ein paar Zeilen aus einem Liebesbrief (Von Jesus … mit Liebe, 23.11.2015):

Jesus sagt: “Der Feind alles Guten war bestrebt, diese Verantwortlickeit von euch zu entfernen, sehr wohl wissend um die Gnaden, die aus der Wohltätigkeit fliessen. Er hat eure Herzen gegenüber den Armen verhärtet und die Herzen der Armen gegenüber euch.

Ich beabsichtigte dies niemals so. Meine Absicht war, dass euer Ueberschuss für ihre Bedürfnisse sorgt und eines Tages ihr Ueberschuss für die Bedürfnisse Anderer. Dies ist ein Training in Heiligkeit und Satan hatte absichtlich diese Möglichkeit entfernt von euch, während er diese verletzten Seelen mit Anschuldigungen überhäuft und so Feindschaft und Spaltung in eurer Gesellschaft verursacht – Aufhetzung, Unzufriedenheit und Hass.”

Kapitel 133 – Die Bettelkinder aus Emmaus

Der Herr spricht:

1. Als wir uns nahe dem Eingangstore befanden, da kamen uns aus dem Orte sieben beinahe ganz nackte Kinder von sechs bis elf Jahren Alter entgegen und baten uns um Brot, weil sie gar sehr hungrig seien.

2. Ich aber sagte zu ihnen: „Ja, ihr Meine lieben Kleinen, woher sollen wir da auf offener Strasse Brot nehmen, um es euch zu geben?“

3. Sagte das älteste Kind, ein Knabe: „O du lieber, guter Vater, wenn du dich unser nur erbarmen wolltest, so könntest du uns schon auch hier ein Brot und auch ein Gewand verschaffen! Im Orte gibt es Brot in grosser Menge; aber so wir zu jemandem gehen und um Brot bitten, so treibt er uns mit Ruten weg und gibt uns kein Brot. Aber du und diese, die mit dir sind, sehen so gut aus, und so bitten wir euch, dass ihr uns Brot verschaffen möchtet!“

4. Sagte Agrikola: „Meine lieben Kleinen, habt ihr denn keine Eltern, die euch Brot geben?“

5. Sagte der Knabe: „Eltern haben wir, einen Vater und auch eine Mutter; aber sie sind beide sehr krank und können sich nichts verdienen, und so müssen wir für uns und für sie herum bitten gehen, damit wir und sie nicht ganz verhungern. O ihr lieben Väter, es ist wohl sehr traurig, gar so arm zu sein! Keine Wohnung, kein Brot und keine Kleidung!“

6. Sagte Agrikola: „Wo halten sich denn eure kranken Eltern dann auf, wenn ihr keine Wohnung habt?“

7. Sagte der Knabe: „Dort hinter dem Orte steht eine alte Schafhirtenhütte, die einem Bürger von hier gehört; der benützt sie nicht mehr, weil er sich eine neue erbaut hat, und er hat uns erlaubt, die alte zu bewohnen. Kommet nur mit uns und überzeuget euch selbst von unserer grossen Not!“

8. Sagte wieder Agrikola: „Aber es wohnt hier ja ein gewisser Nikodemus, der ein guter Vater sein soll! Waret ihr noch nie bei ihm?“

9. Sagte der Knabe: „Ja, den kennen wir wohl und haben schon viel Gutes von ihm gehört; aber wir getrauen uns nicht hin, weil er ein gar zu hoher und grosser Herr ist. Es befinden sich noch mehrere so grosse Herren hier, die sicher auch recht gute Väter sein werden; aber es nützt uns das nichts, weil wir uns nicht zu ihnen zu gehen getrauen.“

10. Sagte Agrikola: „Ja, wir könnten ja auch grosse Herren sein, und ihr habt euch dennoch getraut, uns anzureden!“

11. Sagte der Knabe: „Dazu hat uns der grosse Hunger getrieben und weil ihr ein sehr mildes und barmherziges Aussehen habt! Wenn wir den Nikodemus nur einmal auch auf der Strasse antreffen könnten, so möchten wir ihn schon auch anreden; aber er ist ja meistens in der Stadt, und da wissen wir seine Wohnung nicht und getrauen uns in unserer Nacktheit auch nicht in die Stadt, denn es könnte uns darin ein Leid geschehen.“

12. Sagte Ich zu den Kindern: „Seid getrost, Meine Kleinen, es soll euch geholfen werden! Führet uns aber nun zu euren kranken Eltern hin! Ich werde ihnen helfen, und wir werden auch für Brot und für eine rechte Bekleidung sorgen!“

13. Sagten alle Kinder: „Wir haben zu Gott gebetet alle Tage, dass Er uns helfen möge, und als wir heute morgen wieder gebetet haben, da kam es uns vor, als ob wir eine Stimme vernommen hätten, die da sagte: ,Heute noch soll euch geholfen werden!‘ Das erzählten wir den kranken Eltern, und diese sagten: ,Bei Gott ist alles möglich; doch uns wird nur der Tod am sichersten helfen!‘ Wir vertrösteten unsere armen Eltern, so gut wir nur immer konnten, und gingen auf unser Betteln aus. Und seht, ihr lieben, guten Väter, wir haben nicht umsonst gebetet, denn euch hat der grosse, heilige und liebe Vater im Himmel zu uns geschickt! Oh, wir müssen aber nun gleich, bevor wir noch einen Schritt zurück zu unseren Eltern tun, dem lieben Vater im Himmel danken, dass Er Sich unser so gnädig erbarmt hat!“

14. Hier knieten die Kleinen nieder und beteten mit aufgehobenen Händen also zum Himmel empor: „O Du grosser, lieber, guter und heiliger Vater im Himmel, wir danken Dir, dass Du uns in diesen uns von Dir zugesandten Vätern aus unserer Not geholfen hast! Nimm diesen unsern Dank gnädig an, o Du lieber, guter, heiliger Vater!“

15. Danach standen sie auf und baten uns, ihnen folgen zu wollen.

16. Wir gingen, selbst tief gerührt von dem kurzen Dankgebet der Kleinen, ihnen nach und erreichten bald die vorbezeichnete Hütte, die sich unter einem stark vorspringenden Felsen befand. Allda angelangt, fanden wir die beiden Alten auf dem blanken Boden zusammengekauert und beinahe bis auf die Knochen abgemagert.

17. Als Agrikola diese zwei Menschen im grössten Elend ersah, ward er ganz erregt und sagte: „Nein, so etwas findet man bei uns als hart und unbarmherzig verschrienen Heiden nicht! Hätten denn diese trägen Juden nicht so viel Zeit, sich dann und wann herauszubemühen und nachzusehen, ob sich da nicht irgendein elender und der Hilfe bedürftiger Mensch aufhält? Es gibt ja auch Hirten in der Nähe; könnten wenigstens diese nicht einmal nachsehen kommen, was diese Menschen hier machen, da sie ja doch diese Kinder oft aus und ein gehen gesehen haben müssen? Ach, so eine Gefühllosigkeit ist mir ja doch noch nie vorgekommen!“

18. Sagte Ich: „Weisst du, Freund, jetzt werden wir diesen Menschen zuerst helfen und dann erst das Weitere besprechen!“

Kapitel 134 – Der Herr bei der armen Familie

1. Hierauf wandte Ich Mich zu den Kranken und sagte zu ihnen: „Wie seid ihr in solches Elend geraten? Saget es derentwegen, die hier mit Mir gekommen sind!“

2. Sagte der von der Gicht ganz verkrüppelte Mann: „Herr, wir sind allzeit arme Menschen gewesen und verdienten uns unser Brot mit der Arbeit unserer Hände, und es ging uns dabei ganz gut; aber vor drei Jahren kamen wir zu der Gicht, ich zuerst, dann später auch dies mein Weib, weil sie sich mit der Arbeit zu sehr anstrengen musste. Bis zu den Osterfesten dieses Jahres hatten wir eine Unterkunft im Orte; aber unser Wohltäter starb, und es kam ein anderer Herr ins Haus, der uns als ihm nutzlose Menschen nicht länger im Hause behalten wollte. Wir versuchten, bei anderen Menschen eine Unterkunft zu erbetteln; aber es wollte uns niemand unserer Krankheit und der Kinder wegen nehmen. Es blieb uns nichts übrig, als diese uns eingeräumte Hütte zu beziehen, um nicht ganz im Freien zu sein und nicht einmal einen Schutz gegen Regen und andere Ungewitter zu haben. Dass sich unsere Krankheit in dieser Hütte nicht gebessert, sondern nur von Tag zu Tag verschlimmert hat, das zeigt unser Aussehen. Dass wir beinahe ganz aller Kleidung ledig sind, rührt daher, weil wir das wenige, was wir noch hatten, verkaufen mussten, um uns ein wenig Brot anschaffen zu können. Aber jetzt sind wir mit allem fertig geworden und sind dem Hungertode ausgestellt, wenn keine Hilfe kommt. Gott dem Allweisesten und Allmächtigen sei das alles aufgeopfert; Er wird es wohl wissen, warum Er uns in ein solches Elend hat kommen lassen!

3. Hiob hat nach der Beschreibung viel auszustehen gehabt, aber wir sicher noch mehr! Denn leiden haben wir schon von Kindheit an müssen und der frohen Tage wenige erlebt; und nun, da wir schon etwas älter geworden sind und mühseliger von Natur aus, sind wir erst so recht auf die höchste Stufe alles irdischen Unglücks gelangt! Wenn ihr, liebe Herren, uns nur in etwas helfen könnet, so erbarmet euch unser und helfet uns! Der Herr im Himmel wird es euch sicher vergelten.“

4. Sagte Ich: „Darum sind wir ja eben hierher gekommen, um euch die von euch ersehnte Hilfe zu bringen! Merket euch aber das: Die Gott liebhat und zu grossen Dingen bestimmt hat im Reiche der Geister, die prüft Er auch mächtiger und stärker als irgendeinen andern Menschen, den Er nur für kleine Dinge bestimmt hat.

5. Aber ihr habt nun die Zeit eurer irdischen Prüfung vollendet und sollet nun denn auch einmal glücklich sein auf dieser Erde noch und wohl erziehen eure sieben Kinder, die nun noch engelrein sind, damit sie als Männer in späterer Zeit nicht unrein werden. Mit dem aber sage Ich euch nun auch: Stehet auf und wandelt!“

6. Im Augenblick erhoben sich die beiden Eltern als ganz vollkommen gesunde Menschen und bekamen auch gleich ein ganz natürlich gutes Aussehen.

7. Sie staunten ungemein, und der Mann sagte: „O du wunderbarer Mann! Was hast du denn nun mit uns getan? Denn so gesund und kräftig waren wir ehedem ja ohnehin noch nie! Oh, wer und was bist du denn so ganz eigentlich, dass du solches vermagst? Du bist entweder ein grosser von Gott gesandter Prophet, oder du bist ein verkörperter Engel; denn das ist bisher in Israel noch nicht erhört worden. Was für Arzneien haben schon so manche Gichtbrüchige gebraucht, und es wurde ihnen dennoch nicht besser, – und du sagtest zu uns bloss: ,Stehet auf und wandelt!‘, und wir sind im Augenblick vollkommen geheilt gewesen. Oh, lobet alle den Gott Israels, dass Er einem Menschen solch eine rein göttliche Macht gegeben hat!“

8. Die sieben Kinder weinten auch vor Freude, als sie ihre Eltern so vollkommen gesund vor sich sahen wie vormals noch nie, und der älteste Knabe sagte: „O seht, ihr lieben Eltern, ich habe es ja gehört und euch auch oft gesagt: Wenn die Not am höchsten ist, dann ist auch die Hilfe Gottes für jene, die sie bei Ihm suchten, am nächsten gekommen. Und gerade heute hatte unsere irdische Not den höchsten Gipfel erreicht, – und die Hilfe von Gott ist auch schon da! Ihm, dem lieben, guten und heiligen Vater im Himmel, allen Dank, alles Lob und alle Ehre! Auf das Glück, dass unsere lieben Eltern nun wieder gesund und kräftig geworden sind, ist uns ordentlich unser früher so grosser Hunger vergangen! Oh, wenn wir jetzt noch Kleidung von der dürftigsten Art hätten, so könnten wir uns ja recht bald wieder ein gutes Stück Brot verdienen!“

9. Sagte Ich zum Knaben: „Gehe du hinter den Felsen, dessen grottenartiger Vorsprung euch bis jetzt zu einer Wohnung gedient hat! Dort wirst du drei Bündel finden; die bringe herein, und ihr werdet euch sogleich ganz gut bekleiden können!“

10. Als der Knabe das vernommen hatte, da eilte er hinaus, begleitet von seinen Geschwistern, und sie brachten drei Bündel in die Hütte herein. Die Eltern lösten sie leicht auf und fanden darin Kleider für sich und für ihre Kleinen. Da gab es des Dankes, Lobes und der Freudentränen in Hülle und Fülle, und an Verwunderung von allen Seiten hatte es auch keinen Mangel.

11. Aber diese Menschen hatten auch schon beinahe zwei Tage nichts gegessen und waren sonach hungrig.

12. Und Ich sagte abermals zu den Kindern: „Kindlein, gehet nun noch einmal dorthin, wo ihr ehedem die Bündel mit den Kleidern gefunden habt! Alldort werdet ihr nun auch Brot und Wein finden; bringet alles herein, und stärket und sättiget euch damit!“

13. Da eilten die Kleinen abermals hinaus und fanden in einem Korbe mehrere Laibe besten Brotes und mehrere Krüge voll eben auch des besten Weines. Sie brachten den Fund auch bald in die Hütte und sättigten und stärkten sich damit. Die Eltern sagten unter vielen Freudes- und Dankestränen, dass sie solch ein gutes Brot noch nie verkostet und solch einen guten Wein noch nie getrunken hätten. Es müsste Brot und Wein rein aus den Himmeln Gottes durch die Engel herbeigeschafft worden sein; denn auf Erden wachse und gedeihe so etwas rein himmlisch Gutes niemals, weil dazu die Menschen schon zu schlecht und gottvergessen seien.

14. Ich aber sagte zu ihnen: „Meine lieben Kinder, esset und trinket nun nur ganz sorglos und seid frohen Mutes; denn Gott hat euch stark geprüft, und ihr habt ohne Murren in voller Ergebung in den Willen Gottes alles, was da über euch gekommen ist, ertragen. Gott hat euch aber auch nun, wo eure Not das Vollmass erreichte, auf eine wunderbare Art schnell geholfen, und diese Hilfe wird bei euch verbleiben nicht nur zeitlich bis ans Ende eures irdischen Lebens, sondern auch über das Grab hinaus für ewig! Warum ihr aber auf dieser Erde von Gott so stark geprüft worden seid, das werdet ihr im andern Leben erst zur Einsicht bekommen.“

Kapitel 135 – Agrikola und die Hirten

1. Als Ich solches zu diesen Armen geredet hatte, da kamen einige Hirten zu der Hütte, um nachzusehen, ob die Kranken etwa schon verstorben seien.

2. Da sie aber unser ansichtig wurden, so wollten sie sich bald wieder entfernen; aber unser Agrikola trat schnell aus der Hütte, redete die Hirten an und sagte: „Habt ihr etwa diesen Armen Speise und Trank gebracht, oder wolltet ihr ihnen sonst helfen oder sie trösten?“

3. Sagten die Hirten: „Herr, weder das eine, noch das andere, sondern wir kommen als Diener unseres Herrn, der ein strenger Mann ist! Er hat uns befohlen, heute nachzusehen, ob diese Familie noch darin hause, oder ob sie etwa schon gestorben sei. In jedem Falle müsse diese alte Hütte noch heute geräumt werden, da er für den ersten Tag nach dem Sabbat schon Bauleute bestellt habe, die diese alte Hütte umbauen sollen, darum dieses arme und nackte Gesindel hinausgeschafft werden müsse.“

4. Sagte Agrikola: „Dass ihr nach dem Willen eures Dienstgebers handelt, das kann ich euch nicht verargen; aber ihr wusstet doch, welche Not diese Familie gelitten hat! Warum tatet ihr dieser armen Familie denn nie etwas Gutes?“

5. Sagten die Hirten: „Herr, wir haben für uns zu sorgen genug, um unser Leben durchzubringen! Wie sollen wir da noch für andere Arme sorgen? Unser Dienstherr ist ein zu karger Mensch, als dass er uns, seinen Dienern, so viel zukommen liesse, dass wir davon noch andern Armen etwas zukommen lassen könnten. Wir selbst haben kaum zu leben, – wie könnten wir da noch andere leben lassen?!“

6. Sagte Agrikola: „Tut mir recht leid um euch! Sieh, du Wortführer, dieser Familie ist nun auf einmal mehr denn königlich geholfen – und jedem ihrer Wohltäter wäre desgleichen für immer geholfen gewesen! Aber da ihr gleich eurem Dienstherrn harten und gefühllosen Herzens waret, so habt ihr auch von uns aus keinen Lohn zu gewärtigen. Übrigens saget das auch eurem Dienstherrn, dass ich als ein höchster, reichster und mächtigster Römer aus Rom, so er diese arme Familie besser versorgt hätte, ihm hier anstatt eine neue Hütte einen königlichen Palast hätte erbauen lassen und ihm dazu noch zehntausend Morgen Land geschenkt hätte! Nun aber mag und kann er für seine Barmherzigkeit mit euch den Lohn teilen, den ihr nun überkommen habt. Schämet euch, ihr Juden, die ihr euch ,Kinder Gottes‘ nennet, dass wir Heiden euch an der Barmherzigkeit himmelhoch übertreffen! Wie heisst denn euer sauberer Herr, und was ist er denn?“

7. Sagte ganz verdutzt der eine Hirte: „Unser Herr ist ein überreicher Bürger von Jerusalem und heisst Barabe; sonst ist er nichts.“

8. Sagte Agrikola: „Ganz gut! Saget ihm, dass diese arm gewesene Familie nun sogleich mit uns fortziehen wird, und ihr und euer schöner Herr könnet dann mit dieser Hütte machen, was ihr wollet; dass ihr aber damit kein Glück haben werdet, dafür stehe ich euch gut! Und nun wartet noch ein wenig, damit ihr die arme Familie fortziehen sehet und eurem schönen Dienstherrn die Nachricht geben könnet, dass die Hütte völlig geräumt ist!“

9. Agrikola trat nun wieder in die Hütte, und die Hirten sahen einander gross an, und einer sagte: „Da sehet nun! Ihr habt mich meines euch erzählten Traumes dieser armen Familie wegen verlacht und habt über mich noch geschmollt, als ich ein paarmal mein karg zugemessenes Brot mit den nackten Kindern geteilt habe, und habt sie später, wenn sie wieder zu mir kommen wollten, bedroht und davongetrieben. Da habt ihr’s nun! Ich habe es immer gesagt: Mit dieser Familie geschieht noch einmal ein Wunder, und es wäre gut, ihr nun etwas Gutes zu tun! Aber da lachtet ihr; und nun lache ich bloss darum, weil ihr für euren glänzenden Verstand einen so guten Lohn bekommen habt!“

10. In dieser Weise redeten die Hirten noch eine Weile, bis wir uns samt der nun ganz wohl gekleideten Familie aus der Hütte auf den Weg machten. Als die Hirten der nun ganz wohl und stattlich aussehenden Familie ansichtig wurden, da verwunderten sie sich sehr; denn es fiel ihnen die volle Genesung auf.

11. Der älteste Knabe aber ging zu dem einen gutherzigen Hirten hin und sagte: „Was du in der Hütte antreffen wirst, das gehört dir!“

12. Es verblieb nämlich in der Hütte der Korb mit noch einem Laib Brot und mit einem Kruge voll Wein, und in den Tüchern, in denen die Kleider eingebunden gewesen waren, waren etliche Goldstücke von grossem Wert eingewickelt.

13. Als wir einige Schritte fürbass waren, wollten auch die anderen Hirten in die Hütte mitgehen und mit ihm das Hinterlassene teilen.

14. Agrikola merkte das, kehrte schnell um und sagte zu den kecken Hirten: „So ihr es waget, diesem einen Gutherzigen nur einen Brosamen wegzunehmen, so lasse ich euch heute noch kreuzigen! Verstehet mich wohl! Ein Römer hält sein Wort!“

15. Als die Hirten diese Sentenz vernahmen, flohen sie von dannen.

16. Zu dem einen Hirten aber sagte Agrikola: „Nimm, was du finden wirst, und ziehe in den Ort; denn fortan wirst du nicht mehr zu dienen nötig haben!“

17. Mit dem begab sich Agrikola wieder zu uns, und wir zogen nun in den Ort. Am Tore warteten schon viele, die uns vom Ölberge nachgekommen waren, und begrüssten uns.

18. Agrikola aber sagte, gleich auf die arme Familie hindeutend: „Des Herrn Schritte sind stets voll Wunder und Wohltaten!“

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Jesus elucidates… BLESSING or CURSE – The Reward of STINGINESS
The begging Children of Emmaus

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 133 to 135
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Dear Friends, Brothers and Sisters

Blessing – or Curse? This Video contains another Story from Jesus’ Life on Earth. He assists a poor family and saves them from their material ruin. In the same time He shows, how the people in the neighbourhood behaved towards them.

We must become aware, that we have been robbed of the Lord’s Blessing by our governments and states. Since we have to pay social security contributions, and doing so in a grumpy way and at the same time have to take care for the increase of our own pension funds, the heart has grown harder and colder. The contributions to a church very often are given, without even knowing, what they are used for. We delegate the responsibility, that we have towards our fellowmen, to some institution – mostly out of obligation, and less out of love. How could the Lord bless these deeds?

Here are some lines out of a Love Letter (From Jesus… with Love, November 23, 2015):

Jesus says: “The enemy of all good has striven to remove this responsibility from you, knowing full well the graces that flow with charity. They have hardened your hearts against the poor and hardened the hearts of the poor against you.

I never intended this. I intended your excess to supply for their need, and someday their excess to provide for other’s needs. This is training in holiness and Satan had deliberately removed this opportunity from you, while hurling accusations on these injured souls, causing enmity and division in your society, fomenting discontent and hatred.”

Chapter 133 – The begging Children from Emmaus

The Lord says:

1. When we came close to the entrance gate, 7 almost naked children, from 6 to 11 years old, came from that place to meet us and were asking us for bread because they were very hungry.

2. And I said to them: “Yes, My dear children, from where, on this bare street do we have to obtain bread to give to you?”

3. The oldest child, a boy said: “Oh dearest good Father, if only You would take care of us, then also here You would be able to give us a bread and a garment. In the city, there is bread in abundance, but if we go to someone to ask for bread, they chase us away with sticks and they do not give us bread. But You and these people who are with You, look so kind and therefore we ask You to give us bread.”

4. Agricola said: “My dearest children, do you not have parents to give you bread?”

5. The boy said: “We have parents, a father and also a mother, but they are both very sick and they can earn nothing, and therefore we must beg for us and for them so that we and they would not starve completely. Oh dearest fathers, it is surely very sad to be so poor. No house, no bread and no clothes.”

6. Agricola said: “Then where are your sick parents, if you do not have a house?”

7. The boy said: “Look, there on the other side of the city there is an old hut of a shepherd, that belongs to a citizen from here. He does not use it anymore because he built a new one and he allowed us to live in the old one. Just come with us and see for yourself our great need.”

8. Again, Agricola said: “But there is still a certain Nicodemus here who must be a good father. Did you never go to him?”

9. The boy said: “Yes, him we do know and we have heard already a lot of good things about him, but we dare not go to him because he is a much too important and great lord. There are still more of those great lords here who surely also must be good fathers, but it is no use to us because we dare not go to them.”

10. Agricola said: “Yes, but we also could be important lords and still you dare to speak to us.”

11. The boy said: “We were pressed by the great hunger and you look very kind and merciful. If only we could meet Nicodemus once on the street then we also would like to speak to him. However, most of the time he is in the city and there we do not know his house and in our nakedness we dare not go into the city because something might happen to us there.”

12. I said to the children: “Be assured My children, you will be helped. Bring us now to your sick parents. I will help them and we will also provide for bread and good clothing.”

13. All children said: “We have prayed well to God every day, that He would help us, and when we were praying again this morning, it seemed to us that we heard a voice that said: ‘Even today you will be helped’. This we said to our sick parents and they said: ‘With God everything is possible, but to us only death will be the final thing to help us.’ We encouraged our poor parents as well as we could and we went on our way to beg. And see, dear good fathers, we did not pray in vain because the great, holy and lovely Father in Heaven did send you to us. Oh, before we make one step further to our parents, we must thank the lovely Father in Heaven because He has taken so mercifully good care of us.”

14. Then the children were kneeling down and prayed with their hands lifted up to the sky: “O great, loving, good and holy Father in Heaven, we thank You because You helped us out of our great need by sending these fathers to us. Kindly accept our gratitude, o You loving, good, holy Father.”

15. Then they got up and asked us to follow them.

16. Deeply moved by the short prayer of thanks of the children, we went behind them and soon we reached the previously mentioned hut that was located under a deep hanging rock. When we arrived there, we found both parents crouching against each other on the bare ground and were skinny, almost to the bones.

17. When Agricola saw the great misery of the two people he was astonished and said: “No, you will not see anything like this with us gentiles, who have the name of being hard and merciless! Do the lazy Jews not have any time to look now and then around them to see if there are no people who are in misery and in need of help? Surely, there must be shepherds in the neighborhood. Could they not check once, to see how these people are doing? For, they often must have seen these children going in and out. Oh, I have never experienced such a lack of compassion!”

133,18. I said: “You know, My friend, we will first help these people and only then we will discuss further.”

Chapter 134 – The Lord together with the poor family

1. After that, I turned to the sick and said to them: “How did you come into such a miserable state? Tell Me, for the sake of those who came with Me.”

2. The man, who was completely crippled because of gout, said: “Lord, we have always been poor people and we earned our bread with the work of our hands, and it went quite well with us. But 3 years ago we caught this gout. Me first, then later also my wife, because she had to work too hard. Until the feast of Easter of this year we had a place to live in the city, but our benefactor died, and another lord came into the house who did not want to keep us any longer as useless people in the house. We tried to beg other people to give us a place to stay, but nobody wanted us because of our sickness and the children. There was no other way except to stay in this spacious hut that was given to us, so that we did not have to stay completely outside, having no protection from the rain and other bad weather. The fact that in this hut it did not go better with us, but worse from day to day, you can see from our appearance. The fact that we almost have no clothing at all is because we had to sell the little that we still had, in order to buy some bread. But now, we have nothing anymore and we will starve when there will be no help. Let all this be sacrificed to the all-wise and almighty God. He will know why He has allowed this misery to come over us.

3. According to the description, Job had to endure a lot, but we certainly even more. Because we had to suffer even from the time when we were still a child, and we knew only few happy days. And now that we are older and that it is naturally more difficult, we came to the highest point of all the misery of the Earth. If you, dear lords, can help us in anything, do show us mercy and help us. The Lord in Heaven will surely reward you for it.”

4. I said: “That is the reason why we came here, to give you the help that you were longing for so much. But know also: those whom God loves and has appointed for great things in the Kingdom of the spirits, He gives them more and heavier trials than another person who He has appointed for only small things.

5. But the time of your earthly trials are now completed, and now also on this Earth you will be happy. And your 7 children, who now are still pure as angels, educate them well, so that later as men they would not become defiled. Hereby I also say to you: get up and walk”.

6. Immediately both parents stood up as completely healthy people and they also had a good natural look.

7. They were extremely astonished, and the man said: “O wonderful Man! What did You do with us? Because never before we were so healthy and strong as now! Oh, who and what are You really, that You can do such things? You are either a great prophet sent by God, or You are an embodiment of an angel, because until now this has not been heard of in Israel. What kind of medicine did so many people use who are suffering from gout and it did not even help them, and You simply say to us: ‘get up and walk’, and we are healed immediately. Oh, all of you, praise the God of Israel, because He has given such a pure divine power to a Man.”

8. The 7 children were also crying from happiness when they saw in front of them their parents who were now so completely healthy as never before. And the oldest boy said: “Oh look, dear parents, for I have heard it and have also told you so often: when the need is at its highest point, then also God’s help is near for those who were seeking His help. And exactly today our earthly need reached its highest point, and God’s help has also come. All thanks, praise and honor to Him, the loving, good, holy Father in Heaven. By this happiness, seeing our dear parents now again so healthy and strong, our hunger that was so great has now disappeared. Oh, if only we would now have the most necessary clothes, then we could again earn a good piece of bread.”

9. I said to the boy: “Behind that deep hanging rock that looks like a cave and that until now was used as your home, you will find 3 packages. Bring them here inside, then you will be able to clothe yourselves very well.”

10. When the boy heard that, he hurried outside, together with his little brothers and little sisters, and they brought 3 packages inside the hut. The parents quickly opened them up and they found clothes in it for themselves and for their children. After that, words of thanks and praise and tears of joy were not ceasing. So, there was continuous amazement.

11. However, these people did also not eat anything for almost 2 days, and so they were hungry.

12. And I said again to the children: “Children, go now once more to the place where you just found the packages with the clothing. There you will also find bread and wine. Bring everything here and strengthen and fill yourselves with it.”

13. Then the children were running again outside and found in a basket several loaves of the best bread and several stone bottles with wine of the best kind. They brought their discovery also directly to the hut to fill and to strengthen them with it. The parents said, under many tears of joy and gratefulness, that they never tasted such good bread and never drunk such good wine, that this bread and wine surely must have come from the Heaven of God, brought by the angels. Because such good, pure heavenly food could not grow nor flourish on Earth, because people are too wicked and ungodly.

14. But I said to them: “My dear children, eat and drink without worries and be of good cheer, because God has tested you heavily, and without grumbling and total dedication to God’s will you have suffered everything that has come over you. However, also now, when your need was at its highest point, God did help you quickly in a wonderful way, and this help will stay with you, not only during this time of your earthly existence, but also after the grave forever. Why you were so heavily tested by God on this Earth will be clear to you once you will be in the other life.”

Chapter 135 – Agricola and the shepherds

1. After I said that to the poor people, a few shepherds came to the hut to see if the sick people had already died.

2. However, when they saw us, they wanted to leave right away, but our Agricola went quickly outside, called the shepherds and said: “Did you come to bring these poor people some food and drink or did you want to help or comfort them in one way or another?”

3. The shepherds said: “Lord, not the one nor the other, but we came as servants of our lord, who is a severe man. He ordered us to see if today this family is still living here or if they had already died. In any case he wants this old hut to be evacuated even today, because he ordered some construction workers for the first day after the Sabbath to rebuild the hut, and therefore this poor naked rabble must be put out.”

4. Agricola said: “I cannot blame you for the fact that you are doing what your boss is ordaining you to do, but you surely knew how great the need of this family was. Why did you never do something good for this poor family?”

5. The shepherds said: “Sir, we already have to take care of ourselves in order to survive. How must we then still take care of other poor people? Our boss is such a thrifty man that he does not give so much to us, his servants, to be able to give also something to other poor people. We hardly survive ourselves, how could we then help other people to survive?”

6. Agricola said: “This is very sad for you. Look, spokesman, this family is now helped at once in a more than royal way, and their benefactors would also have been helped for always. But because you are equally unmerciful and heartless as your boss, you also do not have to expect any reward from us. Besides, tell your boss also that I as one of the most important, richest and most powerful Romans of Rome would have built a royal palace instead of a new hut, and even would have given him 10,000 mornings of land, if only he had taken better care of this poor family. Let him now, in exchange of his mercy, share with you the salary that you have now received. Shame on you Jews, who call yourselves ‘children of God’, that we gentiles are exceeding you sky-high in mercy. What is the name of this brilliant lord of yours anyway, and what is he?”

7. Totally astonished, one of the shepherds said: “Our lord is a very rich citizen of Jerusalem and his name is Barabe, furthermore he is nothing.”

8. Agricola said: “Very well. Tell him that this family, that was once so poor, will come with us right now. Then you and your brilliant boss can do with this hut whatever you want. However, this will not bring you any luck. That I can guarantee. And now, just wait a while until you can see the poor family leave, so that you can tell your brilliant boss that the hut has been totally evacuated.”

9. Then Agricola went again into the hut and the shepherds were staring at each other in amazement, and one of them said: “You see now. You laughed at me when I told you about my dream concerning these poor people, and you were even criticizing me when I shared my small bread a few times with the naked children, and later, when they wanted to come to me again, you threatened them and chased them away. This is now the result. I have always said it: ‘one time, a miracle is going to happen to these people, and it would be good to do something nice for them’, but then you laughed at me, and now I am laughing because you have received such a good salary for your bright intellect.”

10. In this same way, the shepherds continued their conversation for some time, until we came out of the hut, together with the now well-dressed family, and went on our way. When the shepherds saw the now rich looking family, they were astonished because they noticed that they were completely healed.

11. The oldest boy however went to the only kindhearted shepherd and said: “Whatever you will find in the hut is yours”.

12. Because in the hut remained a basket with a loaf of bread and a stone bottle full of wine, and several very expensive golden coins, wrapped in a cloth where the garments were put in.

13. When we went a few steps further, the other shepherds also wanted to go into the hut, so that they could share with him what was left behind.

14. Agricola noticed it, went back quickly and said to the insolent shepherds: “If you dare to take away only one crumb of bread of this kind-hearted man, I will crucify you even today! Remember that well! A Roman keeps his word!”

15. When the shepherds heard this verdict they ran away.

16. However, to the one shepherd Agricola said: “Take what you will find and go to reside in the city, because from now on you will not have to be a servant anymore.”

17. Then Agricola came back to us again and we went to the city. Many of those who followed us from the Mount of Olives were waiting at the gate and welcomed us.

18. And Agricola said, pointing at this poor family: “The ways of the Lord are always full of wonders and good deeds!”

Jesus lehrt über Sein Fleisch und Blut & Das Brot des Lebens – Jesus teaches about His Flesh and Blood & The Bread of Life

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flagge de  Jesus lehrt über Sein Fleisch und Blut & Das Brot des Lebens

Jesus lehrt über Sein Fleisch und Blut & Das Brot des Lebens
Johannes 6, 30-70

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 6, Kapitel 43-46
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 43 – Das Brot des Lebens (Joh. 6,22-35)

1. Des andern Tages aber, als wir nach dem Morgenmahle ins Freie hinausgingen, um uns da umzusehen, was es da gäbe, da trafen wir am Ufer eine grosse Menge Volkes, das uns von Tiberias noch in der Nacht mit grossen Beschwerden nachgefahren war. Es war aber das eben dasselbe Volk, das gestern abend jenseits des Meeres am Ufer stand und wohl sah, dass die Jünger ohne Mich allein übers Meer hinwegfuhren. Und diese Menschen sahen nun auch, dass ausser ihren wohl kennbaren Schiffen kein anderes Schiff da war als allein das, in welchem sie die Jünger allein wegfahren sahen, wie auch, dass Ich durchaus nicht mit ihnen bei der Abfahrt in das Schiff getreten war, sondern dass ganz allein nur Meine Jünger weggefahren waren. (Joh.6,22)

2. Als wir aber also da am Ufer umhergingen, da kamen noch andere Schiffe an, die erst frühmorgens von Tiberias abgefahren waren. Sie fuhren aber zuerst noch an die Stelle hin, stiegen aus und besuchten noch die Stätte, wo sie durch Meine Danksagung das Brot gegessen hatten, um sich zu überzeugen, ob Ich etwa doch noch da wäre. (Joh.6,23) Da sie aber weder Mich noch die Jünger allda fanden, so eilten sie schnell zurück zu den Schiffen, die ihrer harrten, und fuhren bei gutem Winde nach Kapernaum; denn sie wussten es, dass die Jünger nach Kapernaum gefahren waren. Als sie gen Mittag hin in Kapernaum ankamen, so suchten sie sogleich die Jünger und vor allem Mich, ob Ich wohl allda wäre. (Joh.6,24)

3. Und als sie Mich nach längerem Suchen fanden, und zwar in einer Schule zu Kapernaum, wie davon noch später eine Erwähnung gemacht wird, und nun offenbar sahen, dass Ich von Tiberias nach Kapernaum auch offenbar übers Meer habe kommen müssen, da Ich auf dem weiten Umwege zu Lande über die vielen Berge und Gräben wohl gut ein paar Tage dazu benötigt hätte, bis Ich nach Kapernaum käme, da fragten sie (die Nachgereisten) Mich und sagten: „O Rabbi (Meister), wie bist du denn übers Meer gekommen?“ (Joh.6,25)

4. Ich aber gab schnell den Jüngern einen Wink, dass sie dieses niemandem sagten, da Ich es Mir vornahm, diesen Königshelden eine Lehre zu geben, die ganz geeignet sein werde, die Spreu von dem reinen Weizen zu fegen.

5. Und Ich sagte darum zu den Fragenden: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage es euch: Ihr suchet Mich nicht darum, weil ihr die vielen Zeichen, die Ich gewirket habe, gesehen habt, sondern nur darum, weil ihr als Hungrige auf dem Berge das Brot gegessen habt und davon recht satt geworden seid! (Joh.6,26) Ihr habt Mich deshalb aus Dank auch einen grossen Propheten genannt und wolltet Mich endlich gar zu eurem Könige machen, dieweil ihr bei euch dachtet: ,Siehe da, der hat Macht genug wider unsere Feinde, derentwegen wir zuallermeist arbeiten müssen, und dazu kann er uns stets also Brot verschaffen, und wir haben dann nicht mehr nötig zu arbeiten!‘

6. Ich aber sage es euch: Die Speise, die wirket nicht zum geistigen Leben der Seele, sondern nur zum vergänglichen Leben des Fleischleibes. Ich – als nun auch des Menschen Sohn aber will und werde euch eine andere Speise zeigen und geben, die da bleibet und wirket für ewig in der Seele. Denn dazu hat der Vater im Himmel Mich gesiegelt und bestimmt. (Joh.6,27) Und diese Speise besteht darin, das ihr wahrhaft Gottes Willen und dadurch auch Gottes Werke verrichtet.“

7. Da sagten die Frager zu Mir: „So sage uns denn, was wir tun sollen, dass wir nach deinem Worte Gottes Werke wirken! (Joh.6,28) Wir sind nur Menschen und keine Propheten und können nur nach dem Gesetze Mosis leben.“

8. Sagte Ich: „Ja, so ihr das Gesetz Mosis hieltet, so hättet ihr Mich schon lange erkannt! Aber ihr haltet aus Furcht vor den weltlichen Strafen mit geheimem Grimm die Satzungen der Welt und erkennet Mich darum nicht, trotz dem, dass Ich solche Zeichen vor euren Augen gewirkt habe, die noch nie ein Mensch vor Mir gewirkt hat.

9. Ich will euch aber nun sagen, was von jetzt an Gottes Werk ist. Das ist von jetzt an Gottes Werk, das von euch dadurch gewirkt werden kann, dass ihr an Mich als an Den glaubet, den Gott durch die Propheten verheissen und nun zu euch in diese Welt gesandt hat!“ (Joh.6,29)

10. Da machten sie alle grosse und verblüffte Augen und sagten: „Was wirkest denn hernach du noch für Zeichen über die von uns gesehenen? Sage und zeige sie uns, auf dass wir sie auch sehen und dir dann glauben das, was du von dir aussagest! Also, welche andern Zeichen wirkest du noch? (Joh.6,30) Bis jetzt wissen wir nur, dass du allerlei Kranke geheilt hast, und dass du uns wahrlich wunderbarerweise mit viel Brot aus den wenigen Broten auf dem Berge ganz satt gespeiset hast. Allein, ähnliche und mitunter sogar grössere Zeichen haben auch, von Moses an, andere Propheten gewirkt. Haben nicht unsere Väter in der Wüste Manna gegessen, wie es geschrieben steht: ,Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.‘?!“ (Joh.6,31)

11. Darauf sagte Ich zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich! Moses hat euch nicht Brot vom wahren, sondern nur vom sichtbaren, irdischen Himmel aus der Luft gegeben (Joh.6,32); nur Mein Vater im wahren, geistigen Himmel gibt euch nun durch Mich das wahre Brot vom Himmel! Denn dies ist das wahre Brot vom Himmel in Mir, das der Welt das Leben gibt!“ (Joh.6,33)

12. Sie aber verstanden nicht, dass Ich unter dem wahren Brote, das der Seele das ewige Leben gibt, nur Mein Wort und Meine Lehre, die aus der ewig lebendigsten Liebe und Weisheit Gottes hervorgeht und dadurch selbst Leben und Weisheit ist und der Seele das wahre Leben gibt, verstanden und gemeint habe.

13. Darum sie, weil sie darunter nur ein Brot, das sie am Berge gegessen hatten, verstanden, denn auch sagten: „Herr und Meister, so gib uns allewege solches Brot zu essen, und wir verlangen nichts Weiteres!“ (Joh.6,34)

14. Darauf sagte Ich: „Was redet ihr, und was verlanget ihr? Habt ihr denn nicht verstanden, was Ich sagte? Ich Selbst bin das wahre Brot des Lebens! Wer zu Mir kommt, den wird es nicht hungern, und wer an Mich glaubt, den wird es nimmerdar dürsten!“ (Joh.6,35)

15. Da sagten sie: „Herr, sind wir nun doch bei dir! Und da wir seit heute morgen nichts zu uns genommen haben, so fängt es uns an dennoch zu hungern und auch zu dürsten, obwohl wir glauben, dass du ein grosser Prophet bist, vielleicht grösser denn Moses, von dem man nicht einmal mehr mit grosser Bestimmtheit sagen kann, dass er wahrhaft einmal da war. Moses haben wir nie gesehen; dich haben wir gesehen und sehen dich noch, und so bist du uns auch offenbar mehr denn Moses und alle alten Propheten. Aber dennoch sind wir nun schon recht hungrig und durstig. Wie ist denn hernach dein Wort zu deuten?“

16. Sagte Ich geheim zu Johannes: „Siehst du, was Ich dir gestern geheim am Berge sagte, war es nicht wahr?! Diese Menschen sind noch ganz auf der Stufe der Tiere, und Ich rede darum also verdeckt, auf dass sie ganz unsinnig werden und sodann sich entfernen von Mir; denn ihre Zeit ist noch lange nicht da.“

Kapitel 44 – Des Herrn Mission auf Erden. Das Fleisch und das Blut des Herrn (Joh. 6, 36-58)

1. Hierauf wandte Ich Mich wieder zu den Menschen und sagte: „Aber was redet ihr?! Habe Ich denn je gesagt, dass ihr Mich nicht gesehen habt?! Ich Selbst weiss, sage und sagte es euch, dass ihr Mich und Meine Zeichen gesehen habt, und dennoch glaubet ihr nicht (Joh.6,36), dass alles und jedes, was Mein Vater im Himmel Mir gibt, zu Mir kommt, und dass Ich den, der zu Mir kommt, sicher nicht hinausstossen werde. (Joh.6,37)

2. Merket es denn, was Ich euch sage: Ich bin nicht gleich euch von dieser Welt, sondern Ich bin vom Himmel herab gekommen, – aber nicht darum, dass Ich gleich euch täte Meinen eigenen Willen, sondern nur den Willen Dessen, der Mich hierher in diese Welt gesandt hat.“ (Joh.6,38)

3. Da fragten sie und sagten: „Was ist denn hernach der Wille dessen, der dich vom Himmel aus zu uns in diese Welt gesandt hat?“

4. Sagte Ich: „Für taube Ohren ist schwer predigen und für die Blinden schwer schreiben. Das aber ist der Wille des Vaters, der Mich gesandt hat: dass Ich nichts verliere von allem, was Er Mir gegeben hat, sondern dass Ich alles wiederbringe und zum Leben auferwecke am Jüngsten Tage.“ (Joh.6,39)

5. Da sagten etliche: „Der Mensch redet sonderbar; uns deucht es, dass er verwirrt ist.“

6. Andere aber sagten: „Rede klar und erkläre dich deutlich! Was ist da mit dem Jüngsten Tage?“

7. Sagte Ich: „Wenn ihr Mich erkennen und an Mich glauben werdet, dann wird ein jüngster, wahrer Tag in eurer Seele werden, an dem Ich euch durch die Macht der Wahrheit Meiner Lehre auferwecken werde. So ihr aber an Mich nicht glaubet und Mich nicht erkennet, so wird in eurer Seele wohl schwerlich je ein jüngster Tag werden.“

8. Sagten abermals die Menschen: „So sage uns denn klar, was da ist der Wille des Vaters!“

9. Sagte Ich: „So höret denn! Das ist der Wille des Vaters, der Mich gesandt hat, dass der, welcher den Sohn sieht, an Ihn glaubt und Ihn erkennt als den wahren Messias der Welt, das ewige Leben habe, – und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage! (Joh.6,40) Was der jüngste Tag aber ist, das habe Ich euch schon gezeigt.“

10. Auf das fingen die Juden an, besonders darob zu murren, dass Ich gesagt hatte: ,Ich bin das Brot des Lebens, das vom Himmel gekommen ist.‘ (Joh.6,41)

11. Und sie sagten: „Ist dieser etwa nicht der Zimmermann Jesus, des Zimmermanns Joseph Sohn?! Wir kennen doch ihn, den Vater und die Mutter nur zu gut! Wie kann dieser hernach sagen, dass er vom Himmel gekommen sei?! (Joh.6,42) Sein Verstand und seine sonstigen seltenen Eigenschaften können ihm allerdings vom Himmel aus gegeben sein, da ohne einen göttlichen Anhauch kein grosser und berühmter Mann noch jemals irgendwo existiert hat; aber er selbst für seine Person kann vor uns doch nicht festweg behaupten, dass er sogar als ein wahrstes Nährbrot zum ewigen Leben vom Himmel herab zu uns gekommen sei!“

12. Sagte Ich: „O murret nicht untereinander! (Joh.6,43) Ich sage es euch noch einmal: Es kann niemand zu Mir kommen (Mich erkennen), es sei denn, dass ihn ziehe der Vater (die Liebe aus Gott und zu Gott), der Mich gesandt hat, und nur Ich (Mein Wort und Meine Lehre) werde ihn auferwecken am jüngsten Tage! (Joh.6,44)

13. Es steht aber sogar geschrieben in den Propheten: ,In jener Zeit aber, die da kommen wird – und nun da ist –, werden sie alle von Gott gelehret sein!‘ Und Ich sage es euch nun eben darum: Wer es nun lernet vom Vater (Gottes Liebe), der kommt zu Mir (der auch wird Mich wohl erkennen). (Joh.6,45)

14. Ich sage euch aber das nun nicht etwa unter der Voraussetzung, als habe von euch jemand je den Vater gesehen, – sondern eben allein Ich, der Ich vom Vater ausgegangen bin, habe den Vater gesehen zu aller Zeit. (Joh.6,46) Darum sage Ich euch trotz eures Murrens: Wahrlich, wahrlich, wer an Mich glaubt, der hat schon in sich das ewige Leben (also Meine volle Erweckung am jüngsten Tage)! (Joh.6,47) Und Ich Selbst bin vollwahr das Brot des Lebens! (Joh.6,48)

15. Eure Väter haben wohl Manna in der Wüste (sinnliches Fleischleben) gegessen, aber sie sind gestorben, ihrer gar viele auch in ihren Seelen. (Joh.6,49) Dies Brot aber, das Ich in Mir Selbst vorstelle, und das wahrhaft vom Himmel alles Seins und Lebens gekommen ist, wirket, dass jeder, der davon isset (die Lehre gläubig annimmt und danach tut), nimmerdar sterbe. (Joh.6,50)

16. Wahrlich! Ich bin als das lebendige Brot vom Himmel gekommen! Wer von diesem Brote essen (die Lehre werktätig annehmen) wird, der wird fortan leben in Ewigkeit! Und sehet, das Brot, das Ich geben werde, ist Mein Fleisch, das Ich geben werde für das Menschenleben dieser Welt!“ (Joh.6,51) (Darunter ist zu verstehen die äussere, materielle Umhülsung Meines Wortes, innerhalb dessen sich das lebendige, geistige Wort befindet wie der lebendige Keim in seiner toten Umhülsung.)

17. Das war nun für die von einem geistigen Sinne nicht den geringsten Begriff habenden Juden zu viel, und sie fingen an, förmlich zu zanken unter sich.

18. Ein Teil sagte: „Lassen wir ihn doch reden, und am Ende werden wir schon sehen, was da noch alles herauskommen wird!“

19. Die weniger Gemässigten aber sagten: „Ei was, das sieht und merkt man nun ja auf den ersten Blick, dass der Mensch von Sinnen ist! Früher war er doch noch ein Brot aus den Himmeln, das wir essen sollen, um das ewige Leben zu erlangen; jetzt verlangt er gar, dass man sein Fleisch essen solle! Narrheit! Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben? (Joh.6,52) Und wie viele würden sich an seinem Fleische wohl ins ewige Leben hinein sättigen können?! Wenn das die Bedingung zur Erlangung des ewigen Seelenlebens ist, da werden blutwenige dasselbe erlangen!“

20. Sagte Ich: „Ihr möget streiten und zanken, wie ihr wollet, und es ist dennoch also, wie Ich es euch gesagt habe. Und Ich sage euch nun noch bei weitem mehreres: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken Sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch!“ (Joh.6,53) (Was das Fleisch bedeutet, ist bereits gezeigt worden; das Blut als das eigentlich physische Lebensfluidum, das dem Leibe das Leben gibt, ihn erhält, ernährt und ihm den fortpflanzenden Lebenskeim gibt, ist das eigentliche, innere Lebensgeistige im äusseren Buchstabenworte.)

21. Jetzt war es bei einigen Juden noch mehr aus.

22. Einige fingen ordentlich an zu lachen, die Gemässigteren aber sagten: „So lasset ihn doch ausreden! Wer weiss, was da am Ende noch alles herauskommen wird! Wir wissen es ja, dass er sonst oft gar recht weise geredet hat.“ Und sie wandten sich an Mich und sagten: „Lieber Meister, wir ersuchen dich, dass du vernünftig redest!“

23. Sagte Ich: „Wie kann Ich das wohl?! Ich rede nun als das, als was ihr Mich erkanntet am Berge; Ich rede denn vor euch als ein grosser Prophet! Zeiget Mir aber einen Propheten, der je auf eine andere Weise zum Volke geredet hätte! Und Ich sage euch darum noch einmal: Wer Mein Fleisch isset und trinkt Mein Blut, der hat das ewige Leben, und Ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. (Joh.6,54) Denn Mein Fleisch ist die rechte Speise, und Mein Blut ist der vollrechte, belebende Trank. (Joh.6,55)

24. Noch sage Ich euch zu dem allem hinzu: Wer da Mein Fleisch isst und Mein Blut trinkt, der bleibt in Mir und Ich in ihm. (Joh.6,56) Wie Mich aber wahrhaft gesandt hat der ewig lebendige Vater und Ich derzeit hier lebe um des Vaters willen, desgleichen wird also auch derjenige, der Mich isst, leben um Meinetwillen. (Joh.6,57) Und eben dies ist dasjenige Brot, das vom Himmel, wie schon früher gesagt, gekommen ist, das nicht die Eigenschaft hat wie das Manna in der Wüste, das eure Väter gegessen haben und gestorben sind, wie Ich schon früher gezeigt habe, sondern wer dieses Brot essen wird, der wird leben in Ewigkeit.“ (Joh.6,58)

Kapitel 45 – Urteile des Volkes über die Rede des Herrn (Joh. 6, 59-64)

1. Da Ich solches geredet in einer Schule zu Kapernaum (Joh.6,59), so waren natürlich nebst Meinen nun vielen Jüngern und nebst der grossen Menge Mir von Jerusalem gefolgten Volkes auch noch eine Menge Juden zugegen, und so machte diese auch von Meinen ersten Jüngern nicht verstandene Lehre vieles und wunderliches Aufsehen und gab zu vielen Disputationen Anlass.

2. Einige sagten: „Er kann da seines Leibes Fleisch und Blut nicht gemeint haben.“

3. Andere wieder sagten: „Ja, was anderes sollen wir denn darunter verstehen? Wenn er ein Weiser ist und das Volk belehren will – in einer öffentlichen Schule auch noch dazu –, so rede er zu den Menschen also, dass sie ihn verstehen können; denn wir Menschen sind nun einmal Menschen und keine Geister, und ein rechter Weiser muss das wohl wissen und klar einsehen, mit welchen Zuhörern er zu tun hat. Aber das war ja eine derart unsinnig harte Lehre, die wahrlich kein menschlich vernünftiger Mann anhören kann! (Joh.6,60) Uns hat es nur gewundert, wie ihn viele so lange haben anhören können. Hätte er diese Lehre in der indischen Zunge vorgetragen, so hätten wir den gleichen Nutzen davon gehabt!“

4. Sagten wieder die Gemässigteren: „Das ist vorderhand wohl wahr, aber wir sind denn doch der Meinung, dass dahinter ganz etwas anderes steckt, und dass er vielleicht nur geflissentlich also geredet hat, um unsere Seelen in ein regeres und tieferes Denken zu nötigen, – und so wir ihn um eine nähere Aufklärung dessen bäten, vielleicht gäbe er sie uns?!“

5. Sagten die andern: „Haben wir das etwa nicht getan?! Als er uns näher hätte erklären sollen, wie er denn, als ein wahres Brot vom Himmel herkommend, zu verstehen sei, da kam er dann gar auf sein eigenes Fleisch und Blut, das man essen und trinken solle, um das ewige Leben zu bekommen! Das sind entweder geflissentlich so artig gegebene Rätsellehren, die kein Mensch je verstehen soll, oder der sonst gute Mensch hat sich mit uns auch einmal einen Scherz erlaubt. Sei ihm nun aber, wie ihm wolle, so kann eines wie das andere für uns keinen Wert haben! Wer aber so gesunder Vernunft ist wie wir, der folge uns und gehe seine Wege!“

6. Darauf gingen viele aus der Schule, und es blieben nur noch die vielen Jünger, wie natürlich auch die zwölf erwählten Apostel; denn diese harrten noch auf eine nähere Erklärung. Aber unter sich murrten auch diese und sagten: „Es ist doch sonderbar mit Ihm! Heute hätte Er mit einer klaren und der Menschenvernunft angemessenen Lehre Tausende zu festen Anhängern Seiner Lehre machen können; so aber hat Er Sich auf langehin geschadet! Denn wer wird Ihn von nun an noch länger anhören und ertragen können?!“

7. Auch die Judgriechen sagten unter sich: „Das ist ein gewaltiger Sprung und Unterschied zwischen den Lehren in Bethania und nun dieser hier! Die Juden, die nun fortgegangen sind, haben die Sache, wie sie nun steht, ganz richtig beurteilt. Aber vielleicht wird Er Sich später einmal darüber doch noch klarer ausdrücken, – und jetzt sind die alle weg, die Ihn am Berge zu einem Könige haben machen wollen, und so wird Ihn jetzt weniger mehr etwas behindern, mit uns ein offenes Wort zu reden.“

8. Da Ich aber das bei Mir wohl merkte, dass sich darob auch viele Jünger ärgerten und untereinander murrten, so sagte Ich zu ihnen: „Wie mag denn euch das ärgern?! (Joh.6,61) Sagte Ich denn nicht zu einem Meiner Jünger, dass diese Menschen noch lange nicht reif sind zur inneren Aufnahme des Reiches Gottes?! Ich aber habe nun allen einen guten Stoss versetzt, der sie nun viel beschäftigen und sie reifer machen wird für die Folge. Denn Ich muss Mir die Menschen ja erst zurichten, damit sie in der Folge die tieferen Geheimnisse des Reiches Gottes desto leichter sollen zu fassen imstande sein. Ich frage euch nun nur, was ihr denn dann dazu sagen werdet, so ihr Mich als den nun vor euch seienden Menschensohn wieder dahin auffahren sehen werdet, wo Er von Ewigkeit zuvor war?“ (Joh.6,62)

9. Sagten die Jünger: „Ja, ja, das kann alles sein und wird auch sicher sein; denn dafür sprechen Deine zu wunderbaren Zeichen. Aber dass man zur Gewinnung des ewigen Lebens, Herr und Meister, Dein Fleisch essen und Dein Blut trinken soll, das ist doch selbstverständlich ein Etwas, das nach der Art Deines Vortrages rein unausführbar ist! Uns allen liegt sicher sehr viel daran, dem Tode zu entgehen – und wenn es sich nur allein um das sofortige Seelenleben handelt, weil der Leib ohnehin Erde und Staub ist, der schwerlich je wieder belebt wird –; aber wenn solches nur auf Unkosten Deines Leibesfleisches und -blutes möglich ist, das ohnehin nur für sehr wenige hinreichen würde, so verzichten wir auch auf das ewige Leben der Seele und wollen so als ehrliche Menschen unser Leben für ewig auf dieser Erde beschliessen. Verstehst Du aber etwas anderes darunter, so würdest Du wahrlich wohl daran tun, so Du uns darüber ein näheres Lichtlein gäbest. Wenn Du jüngst einmal gar wieder dahin auffahren wirst, von wo Du nach Deiner Aussage gekommen bist, wo und wie wird man denn dann Dein Fleisch und Blut haben können? Also, mit dieser heutigen Lehre ist es ohne eine nähere Beleuchtung offenbar vollkommen nichts!“

10. Sagte Ich: „Habe Ich denn nicht gesagt, dass für die Tauben schwer zu predigen und für die Blinden schwer zu schreiben ist?! Ist es denn nicht nur der Geist, der lebendig macht, während das Fleisch nichts nütze ist?! Die Worte aber, die Ich zu euch geredet habe, sind Geist und Leben und nicht ein irdisch Fleisch und Blut. (Joh.6,63)

11. Aber Ich sage es euch nun auch ganz offen, dass es mehrere unter euch gibt, die entweder keinen oder nur einen sehr geringen Glauben haben, und es gibt sogar unter Meinen ältesten Jüngern noch welche, die Ich vom Anfange kannte, dass sie wenig Glauben hatten, und einer darunter ist gar ein Geizhals, ein Dieb und ein Verräter!“ (Joh.6,64)

Kapitel 46 – Eine Prüfung für die Jünger des Herrn (Joh. 6, 65-70)

1. Das wirkte wie ein Donnerschlag, so dass sich darob viele sehr entsetzten, und etliche sagten: „Herr, warum sagtest Du denn das nicht schon lange früher?! Wahrlich, wir hätten solch einen Unwürdigen unter uns schon lange entdeckt und für immer von uns entfernt, so Du in Deiner grossen Geduld schon nicht Selbst an ihn Deine Hände legen wolltest!“

2. Sagte Ich: „Ich habe es euch schon oft gesagt, dass auf dieser Welt alles seine Zeit und sein Mass hat. Zur Zeit der Ernte aber wird kein kluger Hauswirt das Unkraut mit dem reinen Weizen einsammeln, sondern allein die reinen Weizenähren, und er wird alles Unkraut, das auch wucherisch unter dem Weizen aufwuchs, von seinen Knechten in Bündeln zusammensammeln lassen, um es dann zu verbrennen zum Düngen des Ackers.

3. Ich sagte es euch aber ja eben darum früher schon, dass wahrhaft niemand zu Mir kommen kann, ausser es ist ihm solches gegeben vom Vater (Joh.6,65), welcher ist die Liebe und das Leben und die Wahrheit in Sich also, wie Ich es bin vom Vater aus und also im gleichen auch von Mir aus, da Ich im Vater und der Vater in Mir ist.

4. Glaube ja niemand von euch, dass jemand darum schon wahrhaft bei Mir ist, weil er mit Mir nun umherzieht, Meine Worte hört und Meine Zeichen bewundert, – sondern nur allein der ist wahrhaft bei Mir, den eine innere, ganz reine Liebe zu Mir zieht, und der ohne alles Bedenken das vollauf glaubt, was Ich lehre, und dass Ich als nun zeitweiliger Menschensohn vom Vater ausgegangen bin und im Geiste eins bin mit Ihm.“

5. Da sagten die Jünger, bis auf die Judgriechen inbegriffen und bis auf die Zwölfe: „Ja, wenn so, da nützt uns unser Umherziehen mit Ihm so wie so nichts! Das Harte und Unglaubliche verstehen wir nicht – und können es darum auch nicht glauben. Ihn vollauf ganz rein lieben ist auch so eine Sache, da Er Sich gegen uns nun fürwahr auf eine Art benimmt, die uns wenig Neigung für Ihn einflössen kann. Daher ziehen wir uns nur fein wieder zu unserem Moses zurück; denn der ist uns klarer und verständlicher. Gott lieben aber heisst ohnehin nur, Seine Gebote halten, und so hoffen wir, dereinst auch ohne den Glauben an diese rätselhaften Lehren selig zu werden.“

6. Darauf gingen dann viele hinter sich und wandelten hinfort nicht mehr mit Mir, obwohl sie später viel über solche Meine Worte nachdachten. (Joh.6,66) Da Ich aber zu niemandem der Fortgehenden ein Wort sagte, dass er etwa bleiben und Geduld haben solle, so fingen auch die Gebliebenen an, ganz betrübte Gesichter zu machen, und wussten nicht, wie sie daran waren, – ob auch sie gehen oder bleiben sollten.

7. Da sagte Ich zu ihnen in einem freundlich-fragenden Tone: „Wollt denn auch ihr nun weggehen? (Joh.6,67) Ihr seid von Mir aus ebenso frei wie ein jeder Mensch auf dieser Erde.“

8. Da sagte zu Mir Simon Petrus: „Herr, wohin sollen wir nun gehen? Du allein nur hast ja Worte des Lebens, wenn wir sie auch nicht sogleich in aller ihrer Tiefe zu fassen imstande sind. (Joh.6,68) Zur rechten Zeit wirst Du sie uns schon wieder näher beleuchten, wenn wir Deines höheren Lichtes würdiger sein werden denn jetzt. Und dazu haben wir ja gleich anfangs geglaubt und erkannt, dass Du Christus und der lebendige Sohn Gottes bist, und da können wir dich, o Herr, ja unmöglich mehr verlassen! (Joh.6,69) Herr, verstosse nur Du uns nicht, und habe Geduld mit unseren noch immer grossen Schwächen!“

9. Sagte Ich: „Also ist es gut und recht, und also bleibe es auch! Aber da wir noch hier in dieser offenen Musterschule zu Kapernaum weilen, so kann Ich nicht umhin, euch noch etwas zu entdecken. Ihr wisset, wie Ich vorigen Jahres in dieser Gegend aus den vielen Jüngern euch Zwölfe erwählt habe, – und sehet, dennoch ist unter euch einer ein Teufel!“ (Joh.6,70)

flagge en  Jesus teaches about His Flesh and Blood & The Bread of Life

   

Jesus teaches about His Flesh and Blood & The Bread of Life
John 6:30-70

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 6, Chapter 43 to 46
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 43 – The bread of life (John 6,22-35)

1. But the next day, when we went out into the open after breakfast in order to look around at what was there, we met a great number of people at the shore who had followed us in the night from Tiberias with great difficulties. But they were the same people who had stood yesterday evening on the other side of the sea on the banks and indeed observed that the disciples had sailed away alone over the sea without Me. And these people now also saw that no other ship was there apart from their own recognizable ships and the one in which the disciples had sailed away alone, as well as that I did not enter the ship at its departure at all, and that My disciples had sailed away alone. (John 6:22)

2. But when we were walking up and down along the shore, other small boats arrived which had only left Tiberias early in the morning. They had first sailed to the place, got out and visited the place where they had eaten the bread through My benidiction in order to convince themselves that I was no longer there. (John 6:23) But since they had not found neither Me nor My disciples there, they hurried quickly back to the ships which were waiting for them and sailed back to Capernaum with a good wind; for they knew that the disciples had gone to Capernaum. When they arrived in Capernaum at midday, they immediately sought the disciples, and above all Me, to see if I was there. (John 6:24)

3. And when they found Me after a long search, namely in a school in Capernaum, as will be shown later, and now saw clearly that I must obviously have come across the sea from Tiberias to Capernaum, since I would have needed a good few days to make the long trip by land over the many mountains and valleys to get to Capernaum, they (those who had followed) asked Me and said: “Oh Rabbi, (Master) how did you get across the sea?” (Joh.6,25)

4. But I quickly gave the disciples a sign not to tell this to anyone, for I was intending to teach these heroes of the old faith a lesson that would be quite suitable to separate the chaff from the wheat.

5. And so I said to the inquirers: “Truly, truly, I say to you all: You seek Me not because you saw the many signs which I have performed but because as hungry people on the mountain you ate of the loaves and were satiated. (John 6:26) You therefore have called Me a great prophet out of thanks and finally wanted to even make Me your king, because you thought to yourselves: ‘Behold, he has sufficient power over our enemies, for whom we have to work and in addition he can also always provide us with bread and we will then no longer have to work!’

6. But I say to you all: The food does not work for the spiritual life of the soul, but only for temporal life of the fleshly body. I, as now the Son of Man, however, want and will show and give you all another food which remains and works for eternity in the soul. Since for that the Father in heaven has sealed and destined Me. (John 6:27) And this food consists of truly performing God’s will and thereby also doing God’s work.”

7. Then the inquirers said to Me: “Then tell us what we should do that we may effectuate the works of God? (John 6:28) We are only people and not prophets and can only live according to the laws of Moses.”

8. I said: “Yes, if you had kept the law of Moses, you would have recognized Me long ago! But out of fear of worldly punishment you hold on to the statues of the world with secret fierceness and therefore do not recognize Me, despite the fact that I have performed such signs before your eyes which never ever before have been performed by any other person.

9. But I now want to tell you what the work of God is from now on. This is the work of God from now on, which can be effectuated by you thereby, that you believe in Me as in Him whom God prophesied through the prophets and now has sent to you all into this world!” (John 6:29)

10. Then all of them widened their eyes in amazement and said: “What other signs do you then perform beyond those already seen by us? Tell us and show us, that we may see, and believe what You say about Yourself! Thus which other signs do you perform? (Joh.6,30) Until now we only know that you have healed all kinds of illnesses and that you really have fed us in a truly miraculous way until we were satiated with a lot of bread from the few loaves on the mountain. However other prophets from Moses onwards have also performed similar and also even greater signs. Did not our fathers eat the manna in the wilderness, as it is written: ‘He gave them bread out of heaven to eat.’ (John 6:31)

11. At this point I said to them: “Truly, truly! It is not Moses who has given you bread from true heaven, but only from the visible, earthly sky out of the air; but it is My Father in the true, spiritual heaven who now gives you the true bread out of heaven through Me. (John 6:32) For the bread of God is which comes down out of heaven in Me and gives life to the world!” (John 6:33)

12. But they did not understand that, when referring to the true bread which gives the soul eternal life, I only meant My word and My teaching, which goes forth out of the eternally most living love and wisdom of God and thereby is life and wisdom itself and gives the soul true life.

13. Therefore, because they understood this only to be the bread that they had eaten on the mountain, they also said: “Lord and master, give us then this bread to eat evermore, and we will demand nothing further!” (John 6:34)

14. I then said: “What are you saying and what are you demanding? Have you then not understood what I was saying? I am the true bread of life! He who comes to Me shall not hunger and he who believes shall never thirst!” (John 6:35)

15. They then said: “Lord, we are still with you! And since we have had nothing to eat since this morning, we are nonetheless beginning to be hungry and thirsty, although we believe that you are a great prophet, perhaps greater than Moses, about whom one can no longer say with great certainty that he truly once existed. We have never seen Moses; but we have seen you and still see you, and so you are obviously more than Moses and all the old prophets. But nonetheless we are already quite hungry and thirsty. What then does your word mean?”

16. I said to John quietly: “Do you see, what I secretly told you yesterday on the mountain, was it not true?! These people are still on the level of animals, and I am therefore speaking concealed so that they will become quite senseless and leave Me; for their time is not yet here.”

Chapter 44 – The Lord’s Mission on Earth. The Flesh and Blood of the Lord (John 6,36-58)

1. At this point I turned back to the people again and said: “But what are you saying? Have I ever said that you have not seen Me?! But I know and I say and have said to you that you have seen Me and My signs and yet do not believe (John 6:36), that all and everything what the Father in heaven gives to Me shall come to Me; and the one who comes to Me I will certainly not cast out (John 6:37).

2. Remember what I say to you: I am not like you of this world. For I have come down from heaven not to do My own will but the will of Him who sent Me.(John 6:38)

3. Then they asked and said: “What is then the will of he who sent you from heaven to us into this world?”

4. I said: “For deaf ears it is hard to preach and for the blind it is difficult to write. And this is the will of Him who sent Me, that of all He has given Me, I lose nothing, but I bring it back and awaken it to life again on the youngest day. (John 6:39)

5. Then many said: “The man speaks strangely; it seems to us that he is crazy.”

6. But others said: “Speak plainly and explain yourself clearly! What is it about the youngest day?”

7. I said: “If you recognize Me and believe in Me, then a youngest, true day will rise in your soul, in which I will awaken you all through the power of the truth of My teaching. But if you do not believe in Me and do not recognize Me, there hardly will ever be a youngest day in your soul.”

8. The people said once again: “So tell us then clearly what the will is of the Father!”

9. I said: “Thus listen! For this is the will of My Father who sent Me, that everyone who beholds the Son and believes in Him and acknowledges Him as the true Messiah of the world may have eternal life; and I Myself will awaken him on the youngest day. (John 6:40) But what the last day is, I have already shown to you.”

10. At this the Jews began to grumble, particularly since I had said: ‘I am the bread of life that came down from heaven.’ (John 6:41)

11. And they said: “Is he not the carpenter Jesus, the son of Joseph the carpenter?! We know him, his father and his mother only too well, don’t we? How thus can he say that he has come down from heaven? (John 6:42) His reason and his otherwise rare characteristics could in any case have been given to him from heaven, since without a divine breath no great and famous man has ever existed anywhere; but he himself cannot claim before us firmly that he has come to us from heaven even as a truest bread for eternal life!”

12. I said to them: “Do not grumble among yourselves. (John 6:43) I tell you all once again: No one can come to Me (recognize Me) unless the Father (the love from God and for God) who sent Me draws him closer; and I (My word and My teaching) will awaken him on the youngest day. (John 6:44)

13. It is even written in the prophets: ‘At that time which will come – and which is here now – they all will be taught by God!’ And therefore I say to you now: Who has learned it from the Father (God’s love), comes to Me (he will also recognize Me indeed). (John 6:45)

14. But I do not say that to you now as if any one of you has ever seen the Father except for Me, the One who is from God; I have seen the Father. (John 6:46) Therefore I say to you all despite your grumbling: Truly, truly, who believes in Me already has eternal life (thus My full resurrection on the youngest day) in him. (John 6:47) I Myself am truly the bread of life! (John 6:48)

15. Your fathers indeed ate the manna in the wilderness (sensual fleshly life), and they died, many even in their souls. (Joh.6,49) However, this bread, which I represent in Myself, and which has truly come down from heaven of all being and life, effectuates, that everyone who eats from it (accepts the teaching in faith and acts accordingly) will never die. (Joh.6,50)

16. Truly, I have come down from heaven as the living bread! Whoever eats from this bread (accepts the teaching in practice) will live in eternity! And behold, the bread which I will give is My flesh, which I will give for the human lives of this world!” (John 6:51) (By this is to be understood the external, material clothing of My word, within which the living, spiritual word is found like the living seed in its dead shell.)

17. That was now too much for the Jews, who did not have the slightest conception of a spiritual sense, and they began to bicker among one another.

18. One group said: “Let’s allow him to speak, and in the end we will indeed see what will come of it all!”

19. However, the less moderate said: “Oh, what! You can see and notice at first glance that the man is not in full possession of his senses! Previously he was still only bread from heaven that we should eat in order to receive eternal life; but now he even demands that we should eat his body! Craziness! How can this man give us His flesh to eat? (John 6:52) And how many will indeed be able to satiate themselves by eating his flesh to enter eternal life?! If that is the condition for attaining eternal life of the soul, then precious few will achieve it!”

20. I said: “You may fight and bicker as much as you like, nonetheless it is as I have said to you. And I now say to you even more than that: unless you eat the flesh of the Son of Man and drink His blood, you will have no life in yourselves. (John 6:53) (What the body means has already been shown; the blood as the actual physical fluid of life which gives life to the body, maintains it, feeds it and gives it the reproductive seed of life, is the actual inner spirit of life in the external letter words.)

21. Now some of the Jews were even more incensed.

22. Some of them even began to laugh, but the more moderate said: “Let him speak! Who knows what will come out of it all in the end! We indeed know that he has otherwise often spoken very wisely.” And they turned to Me and said: “Dear master, we beg you to speak sensibly!”

23. I said: “How can I do that?! I am now speaking as He whom you recognized on the mountain; I speak before you all as a great prophet! But show Me a prophet who has ever spoken in any other way before the people! And thus I say to you all one more time: He who eats My flesh and drinks My blood has eternal life, and I will awaken him on the youngest day. (Joh.6,54) For My flesh is true food, and My blood is the true animating drink. (John 6:55)

24. In addition I say to you all: He who eats My flesh and drinks My blood abides in Me, and I in him. (John 6:56) As the eternally living Father truly sent Me, and I live for the sake of the Father, likewise he who eats Me, will also live for the sake of Me. (John 6:57) And it is exactly that bread which has come from heaven, as has already been said, which does not have the effect of the manna in the desert which your fathers ate and then died, as I have already shown you, but instead whoever eats this bread will live in eternity. (John 6:58)

Chapter 45 – The people’s opinions on the speech of the Lord (John 6,59-64)

1. Since I have said this in a synagogue in Capernaum (John 6:59), where there were besides My now many disciples and besides the large number of people who had followed Me from Jerusalem, also a number of Jews present, and this teaching of Mine that even My first disciples did not understand, caused a lot of amazement and great commotion and gave rise to many disputes.

2. Some said: “He cannot have meant the flesh and blood of his body.”

3. Others said: “Yes, what else should we then understand by this? If he is a wise man and wants to teach the people – and in a public school at that – he should speak to the people so that they can understand him; for we people are only human and not spirits, and a true wise man must indeed know that and see clearly what sort of listeners he is dealing with. But that was such a ridiculously difficult lesson that truly no humanly sensible person can listen to it! (John 6:60) We were only surprised how many people could have listened to it for so long. If he had given this lesson in Indian, we would have had the same use from it!”

4. But the more moderate said again: “That is indeed true to begin with, but nonetheless we believe that something quite different is behind it all, and that he has perhaps only spoken so intentionally in order to force our souls to think more actively and more deeply – and if we ask him for a closer explanation, perhaps he will give it to us?!”

5. Said the others: “Haven’t we done that?! When he was supposed to explain to us more closely how he is to be understood, coming down from heaven as true bread, he then mentioned even his own flesh and blood that we should eat and drink in order to receive eternal life! Those are either intentionally such craftily given riddle teachings that no man ever will understand, or the otherwise good man has permitted himself to joke with us. Let it be as he wishes, neither the one nor the other can have any value for us! But whoever has healthy reason like we do, follow us and go his own way!”

6. At this point many left the synagogue, and only the many disciples remained, as well as the twelve chosen apostles, of course; for they were still waiting for a more detailed explanation. But even they were mumbling among one another and saying: “It is indeed strange of Him! Today He could have made thousands into firm followers of His teaching with a clear lesson appropriate for human reason; but in this way He has injured Himself for a long time to come! For who will be able to listen and bear Him any more from now on?!”

7. Even the Greek Jews said to one another: “That is a huge jump and difference between the lessons in Bethany and this one here now! The Jews who have now left, have judged things, as they are now, quite correctly. But perhaps He will express Himself more clearly about it later – and now they are all away who wanted to make Him into their king on the mountain, and so there will be less to prevent Him from speaking openly to us.”

8. But since I noticed it by Myself that many disciples were also annoyed and grumbling among one another, I said to them: “How can that cause you to stumble?! (John 6:61) Did I not say to one of My disciples that these people are not mature enough by far for the inner acceptance of the Kingdom of God?! But I have dealt them all a good blow now which will occupy them quite a lot and make them more mature in future. For I must first prepare the people so that in the future they will be all the more capable of understanding the deeper secrets of the Kingdom of God.”

9. The disciples said: “Yes, yes, that can all be so and will certainly be so; since Your wonderful signs speak for this. But that we should eat Your flesh and drink Your blood in order to gain eternal life, Lord and Master, that is obviously something that is purely impossible to carry out for us according to the manner of Your speech! Certainly we all care very much about avoiding death – even if it only means the present life of the soul, because the body in any case is only earth and dust which hardly can ever be reanimated again – ; but if such a thing is only possible at the cost of Your bodily flesh and blood, which in any case would be enough for only very few, then we will do without the eternal life of the soul and will end our life for eternity on this earth as honest men. But if You mean something else by this, then You would truly do well to give us a tiny light on the subject. If You are going to ascend again soon to where You have come from according to Your claim, where and how will we then be able to have Your flesh and blood? Thus today’s lesson means obviously absolutely nothing without a closer explanation!”

10. I said: “Have I not said then that it is difficult for the deaf to preach and it is difficult for the blind to write?! It is the spirit who gives life; the flesh profits nothing; but the words that I have spoken to you are spirit and are life and not an earthly flesh and blood. (John 6:63)

11. But I now say to you all quite openly that there are some of you who either have no or very little faith, and there are even some among My older disciples whom I knew from the beginning who had only little faith and one of them is even a greedy thief and a traitor! (John 6:64)

Chapter 46 – A test for the disciples of the Lord (John 6,65-70)

1. This had a thundering effect so that many of them became quite appalled about this and said: “Lord, why did You not say this much earlier?! Truly, we would have discovered such an unworthy person among us a long time ago and got rid of him forever, if You in Your great patience did not want to lay hands on him Yourself!”

2. I said: “I have told you all often enough that everything in this world has its own time and measure. At harvest no clever farmer will reap the weeds with the pure wheat, but instead only the pure ears of wheat, and he will have all the weeds that have grown up wildly among the wheat collected into bundles by his servants in order to burn it to fertilize the field.

3. For this reason I have said to you all earlier that truly no-one can come to Me unless it has been granted to him by the Father (John 6:65), who is Love and Life and Truth in Himself, just as I am by My Father and thus also to the same degree by Me, since I am in the Father and He is in Me.

4. Surely, no one of you should believe to be already truly with Me because he moves around with Me, listens to My words and marvels at My signs – but only he alone is truly with Me who has an inner, very pure love for Me and who believes without a second thought everything that I teach, and that I, presently the Son of Man, have come from the Father and am one with Him in the spirit.”

5. Then the disciples, including the Greek Jews and the twelve, said: “Yes, if so, then our travels with Him are of no use! The difficult and the incredible we do not understand – and thus we cannot believe it. Loving Him completely quite purely is also a thing, since He now truly behaves towards us in a way that little fondness for Him can fill us. Therefore we shall now just go back to our Moses; for he is clearer and more understandable for us. Loving God in any case only means keeping His commandments and thus we hope to one day become blessed even without believing in this puzzling lesson.”

6. As a result of this many then withdrew and no longer walked with Me, although later they thought quite hard about these My words. (John 6:66) But since I did not say a word to any of those leaving, that he should stay and have patience, also those who stayed began to make very troubled faces and did not know what to do, – whether also they should leave or stay.

7. Then I said to them all in a friendly and questioning tone of voice: “You do not want to leave as well, do you? (John 6:67) You are as free before Me as every man on this earth.”

8. Then Simon Peter said to Me: “Lord, to whom shall we go? You alone have the words of life, even if we are not able to understand them immediately in all their depths. (John 6:68) At the right time You will enlighten us about it, when we are more worthy of Your higher light than now. And we have believed that from the beginning and recognized that You are the Christ and the living Son of God, and so we cannot possibly ever leave You again, oh Lord! (John 6:69) Lord, just do not send us away, and still have patience with our great weaknesses!”

9. I said: “That is good and right, and so it shall remain! But since we are remaining here in this open model school in Capernaum, I cannot avoid revealing something else to you. You all know how last year in this area I chose you twelve out of the many disciples – and behold, nonetheless there is a devil among you!” (John 6:70)

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Jesu Bergpredigt… Auszüge und Entsprechungen

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 1, Kapitel 39 bis 45
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Herr spricht:

39,5. Sage Ich: „ … also ist es: Gott ist höchst gut, höchst weise, höchst gerecht und braucht niemands Rat und Lehre, so Er etwas tun will; aber Ich sage es euch: Der Mensch dieser Erde ist nicht minder berufen, vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist! (Matth. 5,48)

39,6. Bis auf diese Zeit war das zwar unmöglich, da auf dieser Erde der Tod das Zepter führte; aber von nun an soll es jedermann möglich sein, der es sich ernstlich angelegen wird sein lassen, zu leben nach Meiner Lehre!

39,7. Ich meine aber, daß, so dies von Gott aus dem Menschen geboten wird für etwas Geringes, fürs leichte Handeln nämlich nach Meiner Lehre, so soll der Mensch aber dann wohl auch keine Mühe und Arbeit scheuen, sich dieses Höchste zu erringen!“

39,8. Sagt der Oberpriester: „Ja, Herr, für das Höchste soll der Mensch auch das Höchste wagen! Wer die Aussicht von einem hohen Berge genießen will, der muß sich zuvor das mühevolle und beschwerliche Steigen gefallen lassen. Wer ernten will, muß pflügen und säen zuvor, und wer irgend weiß, daß er etwas gewinnen kann, der muß zuvor etwas daran wagen; wer aber nichts wagt, in der Furcht, daß der Gewinn nicht kommen möchte, der wird auch unmöglich je etwas gewinnen! Daher, so uns einmal die Wege von Dir, o Herr, bekannt gegeben werden, wird es für uns auch gar nicht schwer sein, das zu erreichen, was Du uns ehedem verkündet hast, nämlich – also vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist!“

39,9. Sage Ich: „Allerdings, und Ich setze noch hinzu: Mein Joch ist sanft und Meine Bürde ist leicht! Aber die Menschen haben bisher starke Lasten zu tragen gehabt und haben nichts damit erreichen können; es fragt sich nun, wie ihr Glaube sich gestalten wird, so sie das angewohnte schwerfällige Alte für ein ungewohntes leichtes Neues umtauschen sollen. Werden sie am Ende nicht sagen: Haben wir auf dem Wege schwerer Mühe und Arbeit nichts erreicht, was werden wir dann erreichen mit der Mühe der Kinder, die sie mit ihren Spielereien haben?

39,10. Ich sage euch: Ihr werdet den alten Menschen wie einen alten Rock ausziehen müssen und dafür anziehen einen ganz neuen! Dieser wird anfangs freilich unbequem sein; aber wer sich von einer solchen Kleinigkeit nicht wird zum angewohnten Alten zurücktreiben lassen, sondern wird sich gefallen lassen eine kleine Unbehaglichkeit, der wird zu solcher Vollkommenheit gelangen, von der Ich ehedem geredet habe.

39,11. Nun aber machet euch alle bereit, Ich werde nun sogleich die kleine Reise auf den Berg antreten. Wer mit Mir ziehen will, der mache sich auf die Beine; und du, Matthäus, gehe und hole dein Schreibzeug! Komme aber bald, denn du siehst, daß Ich schon zum Gehen bereit bin!“

39,12. Sagt Matthäus: „Herr, Du weißt es, wie sehr bereit ich nun bin, Dir zu folgen! Gehe ich aber nun nach Hause, und zwar dahin, wo ich als ein Zöllner und Schreiber im römischen Sold und Amte stehe und mein Geschäft habe an den Hauptschranken vor der Stadt, so werde ich sicher wie allzeit viele Arbeit finden, und die römischen Wachen werden mich nicht eher fortlassen, als bis ich die Arbeit werde verrichtet haben. Darum wäre es mir lieber, so ich für heute hier ein genügend Schreibzeug bekäme und holte mir dann am Abende das meine, mit dem ich dann, wie schon ehedem bemerkt, volle zwei Tage auslangen könnte; denn für mehr als drei Tage bekomme ich von den Römern kein Schreibmaterial im voraus, das ich auch fast immer verbrauche.“

39,13. Sage Ich: „Mein Freund, tue du nur stets, was Ich dir sage, und du wirst stets wohl daraus kommen! Gehe nun nur, wie Ich zu dir gesagt habe, und du wirst heute keine Arbeit finden und niemanden wartend an der Schranke! Nimm aber auch noch deine anderen Schreiber mit, auf daß hier Mein Wort mehrfach geschrieben werde!“ – Sagt Matthäus: „Ja wenn so, da mag ich wohl gehen!“

39,14. Auf das geht Matthäus, der Zöllner, und findet es daheim aber auch also, wie Ich es ihm vorhergesagt habe. In aller Bälde kommt er mit noch drei Schreibern zurück, und wir machen uns mit allen, die im Hause sind, auf den Weg nach dem Berge Garizim. Und als wir nach einer Stunde Weges bei dem Berge anlangen, fragt Mich der Oberpriester, ob er hinaufgehen solle und öffnen das alte Gotteshaus.

39,15. Ich aber zeige ihm die Gegend und die vielen Menschen, die uns gefolgt sind, und sage zu ihm: „Siehe Freund, das ist das älteste und allerrechteste Haus Gottes; aber es ist sehr verwahrlost, darum will Ich es nun wieder aufrichten, wie Ich das der Irhael aufgerichtet habe! Dazu aber bedarf es des alten Hauses nicht, und es genügt diese Gegend am Fuße des Berges. Zugleich sind hier mehrere Bänke und Tische, die den Schreibern gut dienen werden. Öffnet sonach eure Ohren, Augen und Herzen und bereitet euch; denn nun geschieht das vor euren Augen, wovon der Prophet Jesajas geweissagt hat!“

39,16. Sagt Matthäus: „Herr, wir sind bereit, Dich zu vernehmen!“

39,17. Nun beginnt die bekannte Bergpredigt, die im Matthäus Kap. 5,6 und 7 ganz wohl zu lesen ist. – Es dauerte aber diese Predigt bei drei Stunden; denn Ich redete diesmal langsam der Schreiber wegen.

Kapitel 40 und folgende – Kritik der Bergpredigt durch die damaligen Priester. Der Herr gibt den Hinweis, daß man nicht die Bilder, sondern den Geist Seiner Rede erfassen soll!

40,1. Als aber die Predigt zu Ende war, da entsetzten sich viele, und vorzüglich die Priester, und einige aus ihnen sagten: „Wer kann da selig werden?! Wir Schriftgelehrten predigen doch auch recht und gerecht, so wie einst Moses vom Berge herab die Gesetze dem Volke verkündete! Aber alles das ist Tau und ein sanfter Abendhauch gegen diese strenge Lehre und allergewaltigste Predigt! Man kann da freilich wohl kaum etwas Haltbares erwidern auf solch eine Lehre; aber sie ist einmal zu scharf, und es wird sie schwer je ein Mensch bei sich in die Ausübung zu bringen imstande sein.

(Die Verse 2-8 sind ausgeblendet. Sie erläutern, wie der Verstand die Worte des Herrn interpretiert …)

40,9. Betrachte Deine gewaltige Lehre nur Selbst ein wenig genauer, und Du mußt es einsehen, daß Deine Lehre zur Gewinnung des ewigen Lebens völlig unbrauchbar ist und von niemandem je befolgt werden kann! Denn so jemand den Himmel sich also verdienen soll, da wird er wohl den Himmel stehen lassen! Denn da wäre es ja besser, nie geboren zu werden denn sich also zu verdienen einen Himmel, in den er nur als ein Verstümmelter eingehen kann! Sage mir aber vollends aufrichtig, ob Du das einsiehst, oder ob Deine Lehre Dir wirklich ernst ist!“

40,10. Sage Ich: „Du bist doch ein Oberpriester und bist blinder denn ein Maulwurf unter der Erde; was läßt sich von den anderen denken und erwarten?! Ich gab euch hier Bilder, und ihr verschlinget bloß nur ihre Materie, die euch zu ersticken droht; aber von dem Geiste, den Ich in diese Bilder gelegt habe, scheinet ihr keine Ahnung zu haben.

40,11. Glaube es Mir: So weise ihr euch dünkt, so weise sind auch wir und wissen es sehr wohl, ob sich ein Mensch verstümmeln könne und solle, um das ewige Leben zu erhalten! Aber wir wissen es auch, daß ihr den Geist dieser Lehre nicht fasset und noch lange nicht fassen werdet! Wir aber werden darum unsere Worte nicht zurücknehmen. Du hast wohl auch Ohren, aber diese hören das Rechte nicht; also hast du auch Augen, die aber gleichfort geistig blind sind, und du hörst und siehst dennoch mit offenen Ohren und Augen nichts!“

41,1. …

(weitere 7 Verse Pharisäerzweifel – die “Geistlichen” ändern sich nicht …)

41,8. Sagt der Oberpriester: „Das klingt sehr sonderbar aus Deinem Munde nun! Heute morgen hätte ich solch ein Wort aus Deinem Munde geehrt, denn da kam es mir wahrlich stark vor, daß Du im Ernste der Verheißene wärest! Aber nach dieser Deiner nun an uns ergangenen Lehre bist Du in meinen Augen zu einem Tollhäusler geworden, dem es beliebt, uns seine fixen Ideen als eine Weisheit des verheißenen Messias aufzutischen. Darum rede nun lieber erklärend über Deine harte Lehre, die ohne genügende Erklärung wohl kein Mensch je fassen und danach tätig werden kann!“

41,9. Sage Ich: „So rede denn, was dich so sehr beirret in Meiner Lehre, und Ich will es dir lösen!“

41,10. Spricht der Oberpriester: „Ich habe es Dir zwar wohl schon etliche Male gesagt; aber damit Du siehst, daß ich gewiß sehr billig und mäßig bin, so sage ich Dir nun, daß ich alle anderen Punkte Deiner Lehre als gute und weise Stücke zum Darnachhandeln annehme, aber das Augenausreißen und Hand- und Fußabhauen kann ich doch unmöglich annehmen! Bedenke doch nur Selbst, ob es wohl in der Möglichkeit liege, sich ein Auge auszureißen! Wird derjenige, der sich selbst eine Hand oder einen Fuß abhaut, nicht alsbald sich verbluten und sterben?! Und so er tot ist, welche Früchte der Besserung wird er dann bringen können?!

41,11. Sieh, das ist der unpraktischste Punkt Deiner Lehre, der unmöglich je vernünftigerweise befolgt werden kann! Und sollten sich wirklich je irgend Narren vorfinden, die solche Lehre an sich ausübten, so werden sie darob sicher nicht besser werden; denn so dabei jemand mit dem Leben davonkommt, so wird er Gott nicht loben des Elends wegen, in das ihn solche Gottes sein sollende Lehre gestürzt hat. Stirbt er aber, was am sichersten anzunehmen ist, so frage ich mit David: ,Herr, wer wird Dich im Tode loben und wer Dich preisen im Grabe?!‘ Also diesen Punkt wenigstens erkläre uns deutlicher, alles andere wollen wir als eine – freilich wohl auch auf die höchste Spitze getriebene – Humanitätslehre annehmen!“

41,12. Sage Ich: „Nun gut; dein Begehren ist billig, und Ich sage es dir: Unter allen Priestern nach Samuel bist du der weiseste, da du eines guten Herzens bist, Meine Lehre im Grunde nicht verwirfst, sondern sie nur beleuchtet haben willst; und Ich will dir darum auch ein Licht geben! Aber nicht aus Meinem Munde, sondern aus dem Munde eines Meiner Jünger soll dir Licht werden! Wende dich daher an einen Meiner Jünger, auf daß dir daraus klar wird, daß Meine Lehre schon jetzt ohne Meine Erklärung den Menschen klar geworden!“

42,1. Hier wendet sich der Oberpriester an den Nathanael und sagt zu ihm: „Nach der Weisung eures Meisters wende ich mich zufällig an dich; erkläre mir daher wenigstens nur den härtesten Punkt der Lehre eures Meisters! Aber ich bitte dich, nur klare, reine Worte! Denn mit Dunst über Dunst wird kein Gemach erleuchtet! Und so wolle denn reden!“

42,2. Spricht Nathanael: „Seid ihr denn wohl gar so verschlagenen Gemütes, daß ihr eine so klar gegebene Lehre nicht in ihrem wahren Sinne fassen möget? Haben denn nicht die Propheten nahe samt und sämtlich von Christus vorhergesagt, daß Er nur in Gleichnissen Seinen Mund auftun und nicht ohne Gleichnisse reden werde mit den Menschen?“

42,3. Sagt der Oberpriester: „Jawohl, da hast du recht; denn also steht es geschrieben.“

42,4. Spricht weiter Nathanael: „Nun gut, so du das als ein Schriftkundiger weißt, warum schiltst du dann den Herrn einen Narren, so Er nach der Schrift Seinen Mund auftut in Gleichnissen, zu deren Verständnis du den Herrn wohl um ein Licht anflehen kannst, aber deshalb nicht den Herrn einen Narren schelten sollst, so dir Seine gleichnisweise Rede unverständlich ist, indem du selbst voll Unverstandes bist in solchen Dingen Gottes?!

42,5. Siehe, die Dinge der Natur haben ihre Ordnung und können nur in dieser ihrer eigentümlichen Ordnung bestehen; und so haben auch die Dinge des Geistes ihre höchst eigentümliche Ordnung und können außer solcher Ordnung nicht bestehen, nicht gedacht und nicht ausgesprochen werden. Aber zwischen den Naturdingen und den geistigen Dingen, weil jene aus diesen hervorgegangen sind, ist und besteht eine genaue Entsprechung, die freilich wohl nur der Herr allein am allerbesten kennt.

42,6. Wenn nun der Herr uns rein Geistiges verkündet, die wir noch sämtlich in der starren Ordnung der Naturmäßigkeit uns befinden, so kann Er solches ja nur auf dem Wege der gleichnisweisen Entsprechungsbilder geschehen lassen. Um diese aber recht zu verstehen, müssen wir trachten, unsern Geist durch die Beachtung der Gottesgebote zu wecken. Erst in solcher Gewecktheit werden wir darüber ins klare kommen, was der Herr unter einem solchen entsprechenden Gleichnisbilde alles gesagt und geoffenbart hat, und eben darin wird sich Sein göttlich Wort ewig von unserem menschlichen unterscheiden.

42,7. Nun aber habe wohl acht! Was bei dem Naturmenschen das Auge ist, das ist beim Geiste das Schauvermögen in göttlichen und himmlischen Dingen, die allein dem Wesen des Geistes für seine glückseligste ewige Existenz zusagen.

42,8. Da aber der Geist zufolge notwendigster göttlicher Ordnung eine bestimmte Zeit in die Materie des Fleisches dieser Welt versenkt werden muß, auf daß er fest werde in seiner Freiheit und nahe völligen Unabhängigkeit von Gott, ohne die er Gott nie schauen könnte und noch weniger bestehen in, neben und bei Gott – (So der Geist aber eben in der Materie reift und sich festet in der Freiheit und Unabhängigkeit von Gott, steht er aber in der unmöglich vermeidbaren Gefahr, von der Materie selbst verschlungen und mit getötet zu werden, aus welchem Tode eine Erweckung zum Leben in Gott eine höchst schwere und leidende ist und sein muß) –, so sagte der Herr, wohl verstanden nicht zum Fleischmenschen, sondern zum Geistmenschen: ,So dich das Auge ärgert, da reiße es aus und wirf es von dir; denn es ist besser, mit einem Auge in die Himmel zu gehen – als mit beiden in die Hölle!‘, was soviel sagen will als: Wenn dich das Licht der Welt zu sehr verlockt, so tue dir Gewalt an und kehre dich ab von solchem Lichte, das dich in den Tod der Materie zöge! Benimm also dir selbst als Geist den leeren Genuß der Weltanschauung und wende dich mit deiner Sehe den rein himmlischen Dingen zu! Denn es ist dir besser, ohne alle Weltkunde in das Reich des ewigen Lebens einzugehen, als wie zu weltkundig einerseits und zu wenig geistkundig anderseits von dem Tode der Materie verschlungen zu werden!

42,9. So der Herr hier von zwei Augen, Händen und Füßen sprach, da bezeichnete Er damit ja nicht die zwei Augen und die zwei Hände und Füße des Leibes, sondern nur das offenbar doppelte Seh-, Tätigkeits- und Fortschrittsvermögen des Geistes und warnt nicht das Fleisch, das kein Leben hat, sondern den Geist, sich mit der Welt lieber nicht zu befassen, so er merke, daß ihn diese zu sehr anzöge, da es in dem Falle besser sei, ohne alle Weltkundigkeit in das ewige Leben einzugehen, als durch zu viel Weltkenntnis am Ende von dem notwendigen Gerichte der Welt verschlungen zu werden.

42,10. Der Geist aber soll ja wohl die Welt auch schauen und weltkundig werden, aber er soll an ihr kein Wohlgefallen finden! Fängt er aber an, zu verspüren, daß ihn die Welt anreizet, so soll er sich sogleich von ihr abwenden, weil ihm da schon Gefahr droht! Und siehe, dieses nötige Abwenden drückt das entsprechende Bild des Augausreißens aus; und Der uns ein so treffend Bild geben kann, Der muß sicher wohlbewandert sein in allen geistigen und materiellen Verhältnissen des Menschen, was nach meiner Überzeugung nur Dem möglich sein kann, durch Dessen Kraft, Liebe und Weisheit alle Dinge geistig und materiell geschaffen worden sind! Ich meine nun, du wirst mich denn doch verstanden haben und nun einsehen, wie grob du dich an Dem versündigt hast, Der dein wie unser aller Leben in Seiner allmächtigen Hand trägt!?“

43,1. Hier stutzt der Oberpriester und auch viele andere ganz gewaltig und sagt nach einer Weile: „Ja, ja, nun verstehe ich es freilich wohl! – Aber warum redete der Herr denn nicht sogleich also verständlich, wie du nun geredet hast, so hätte ich mich an Ihm sicher nicht versündigt!?“

43,2. Sagt Nathanael: „So mich also ein siebenjähriger Knabe fragen würde, da nähme mich’s nicht wunder, daß ein siebenjähriger Knabe also fragt; aber bei dir nimmt es mich hoch wunder, da du doch einer der ersten Weisen dieses Ortes bist!

43,3. Möchtest du dem Herrn nicht auch die weise Preisfrage stellen, warum Er in die Samenkörner, die doch gar nichts gleichsehen, die Gestaltungs- und Entwicklungsfähigkeit des daraus hervorgehenden Baumes bis ins Endloseste hineingelegt hat? Hätte er nicht lieber sollen alsogleich alle Früchte reif aus der Luft in den Schoß der Menschen regnen lassen?! Wozu die langweilige Entwicklung eines Baumes aus dem Samenkorne und hernach noch ein langes Warten auf die reife Frucht?! Sieh, sieh, wie blöde du noch bist!

43,4. Des Herrn Wort und Lehre ist gleich wie alle Seine Werke. Er gibt uns Seine Lehre in Samenkapseln; diese müssen wir erst säen ins Erdreich unseres Geistes, welches Erdreich da heißet Liebe, da wird der Same dann aufgehen und zu einem Baume der wahren Erkenntnis Gottes und unserer selbst werden, und wir werden von diesem Baume dann zur rechten Zeit vollreife Früchte zum ewigen Leben sammeln können.

43,5. Liebe aber ist das Erste; ohne diese gedeiht keine Frucht des Geistes! Säe in die Luft den Weizen; siehe, ob er wachsen und dir eine Frucht bringen wird! So du aber das Weizenkorn legest in ein gutes Erdreich, da wird es wachsen und dir vielfache Frucht bringen. Die rechte Liebe aber ist ein rechtes Erdreich für das geistige Weizenkorn, das uns aus des Herrn Munde erteilt wird.

43,6. Deshalb aber hob der Herr vor euch allen nunmehr das harte Mosaische Gesetz der Strafe auf, auf daß ihr in aller Bälde reicher werden sollet an gutem Erdreich in euren Herzen. Denn der da strafet nach dem Gesetz, hat wenig oder oft wohl auch gar keine Liebe; bei ihm wird der göttliche Wortsame sonach ganz schlecht gedeihen! Der aber gestraft wird, der befindet sich ohnehin im Gerichte, in dem keine Liebe ist, da das Gericht der Tod der Liebe ist.

43,7. Daher sollet ihr lieber an euren Nächsten die Fehler gar nicht sogleich ersehen, sondern mit ihnen nachsichtig und geduldig sein! Und so sie in ihrer Schwäche etwas von euch verlangen, so sollet ihr ihnen nichts vorenthalten, auf daß sich die Liebe in euch selbst und gleicherweise in euren schwachen Brüdern mehre! Wird diese einmal reichlich in euch wie in euren Brüdern vorhanden sein, so wird der göttliche Same wohl gedeihen in euch, und der Schwache wird dann in seiner Stärke euch wohl ansehen und euch vielfach vergelten, was ihr ihm in seiner Schwäche erwiesen habt.

43,8. So ihr aber karg seid und hart gegen eure schwachen Brüder, so werdet ihr selbst nie zu einer Gottesfrucht in euch gelangen, und das Gericht der Schwachen wird am Ende auch euch ins Verderben ziehen.

43,9. So der Herr sagte: ,Wer von dir verlangt den Rock, dem gib auch den Mantel hinzu!‘, da wollte Er bloß andeuten, daß ihr, die ihr reich seid und viel besitzet, den Armen, so sie zu euch kommen, auch reichlich und viel geben sollet! Denn dadurch werdet ihr dann auch sobald zu vielem Erdreich in euren Herzen kommen und sonach selig sein im Besitze solch wahren Erdreiches, und die Armen werden euch wahrhaft segnen; denn aus euren Herzen werden sie die tatkräftigste Predigt des wahren Evangeliums Gottes vernehmen und aus ihr selbst stark werden euch zur ewigen Stütze! Wann ihr aber karg gebet und rechnet, wann und wieviel ihr gebet, da nützet ihr damit weder euch noch den armen Brüdern, und diese werden euch darum nie zur Stütze werden.“

44,1. Sagt der Oberpriester, der diese Rede mit großer Aufmerksamkeit anhörte: „Es ist nun schon alles wohl und gut, und ich verstehe nun nach meinem Dafürhalten alles so ziemlich; nur eines muß ich dir noch bemerken, und das besteht darin, daß der Meister eigentlich nur vom Ausreißen des rechten Auges und vom Abhauen der rechten Hand geredet hat. Ich habe dann in meinem forschenden Eifer so per Bausch und Bogen gleich auch die Füße dazugenommen, und sieh, du aber hast mir das Abhauen der Füße nun ebenso erklärt wie von Auge und Hand, von denen allein meines Wissens der Herr geredet hat. Du aber sagtest, es bestehe Entsprechung nur im Worte des Herrn, der zum Geiste des Menschen spricht; wie kommt es denn, daß du auch in meinem Zusatz Entsprechung fandest?“

44,2. Sagt Nathanael: „Du irrst dich! Der Herr sprach auch vom rechten Fuße; nur den Schreibern gab er einen Wink, das vom Fuße auszulassen, weil bei denen, die einmal ihre innere Sehe dem Himmel zugewandt haben und ihren Liebewillen, der entsprechend unter dem linken Arm als der Hand des Herzens verstanden wird, nach dem Willen Gottes tätig machten, nachdem sie den rechten Arm oder die rechte Hand, unter der der rein weltliche Handlungstrieb verstanden wird, von sich geschafft haben, es nicht mehr nötig ist, auch den rechten Fuß eigens von sich zu schaffen. Denn so einmal das Auge im rechten Lichte und die Hand, oder besser der Wille, im rechten Handeln sich befinden, so ist der Fortschritt in die Regionen des ewigen Lebens schon von selbst da, oder der rechte Fuß, der da bezeichnet den Fortschritt in der Welt, schon von selbst abgelöst, und es bedarf da keiner besonderen Mühe mehr.

44,3. Ihr Samariter aber könntet füglich beim Fuße anfangen; denn obschon eure Sehe nun dem Göttlichen zugewandt ist und eure Hände eine rechte Tat verrichten, so ist aber dennoch euer Fuß, oder eure Fortschrittsgier, rein in die Welt hinausgerichtet! Denn ihr erwartet vom Messias ganz etwas anderes, als was ihr nach der Voraussage aller Propheten von Ihm erwarten sollt! Und das ist, geistig genommen, euer rechter Fuß, den ihr abhauen sollt, um den rechten Weg zum Reiche Gottes einschlagen zu können. Und darum hatte der Herr bloß nur euretwegen auch vom rechten Fuße gesprochen, aber solches nicht niederschreiben lassen, weil die späteren Anhänger der Lehre des Herrn wohl wissen werden, wo und worin das Reich des Messias besteht, und was man tun muß, um in dasselbe zu gelangen. Hast du nun noch irgend einen Anstand?“

44,4. Sagt der Oberpriester: „Nun ist mir wohl alles klar bis insoweit, als es mir überhaupt klar sein kann. Nur muß ich trotz allem meinem nunmaligen Verständnis hinzufügen, daß eure Lehre in der Art, wie sie gegeben wird, eine harte und schwer verständliche Lehre ist, und ihr werdet es erleben, daß sich an ihr gar viele stoßen werden!

44,5. Ich will euch zwar keinen schlechten Propheten machen; aber das sage ich euch dennoch, daß ihr damit bei den hochtrabenden Juden nicht das bewirken werdet, was ihr bei uns trotz unserer mannigfachen Dummheit bewirkt habt. Wir glauben nun, wenn auch noch wie in einem Traume; die großen Juden aber werden euch nicht also glauben! Sie werden Zeichen verlangen und werden euch am Ende noch der Zeichen wegen verfolgen; wir aber verlangten keine Zeichen von euch; ihr wirktet sie aber dennoch freiwillig.

44,6. Wir aber glauben euch nun nicht der Zeichen wegen, die auch die Menschen teilweise verrichten können, sondern rein der Lehre wegen, da ihr sie uns erläutert habt! Ihr sollt daher auch bei uns verbleiben, denn bei den hohen Juden und Griechen werdet ihr schlechte Geschäfte machen!“

45,1. Sagt Nathanael: „Bis hierher habe ich zu reden gehabt mit dir; von da weiter liegt alles in der Hand des Herrn. Was Er will, das werden auch wir wollen und tun. Denn wir alle sind geistig noch sehr arm; darum müssen wir bei Ihm verweilen, auf daß das Himmelreich unser werde. Wir wollen mit dem Herrn auch jedes Leid und jede Verfolgung tragen, auf daß wir an und in Ihm den rechten Trost haben. In Seinem Namen wollen wir sanftmütig sein in allen unseren Gedanken, Urteilen, Wünschen und Begierden und in allem unserm Tun und Lassen, auf daß wir rechte Besitzer des wahren Erdreichs werden, das da ist die reine Gottesliebe in unseren Herzen.

45,2. Wir wollen auch das Land nicht scheuen, wo es hart und ungerecht zugeht, es soll uns hungern und dürsten nach der rechten Gerechtigkeit; haben wir ja Den bei uns, Der darin wahrhaft für ewig sättigen kann!

45,3. Wir selbst aber wollen gegen jedermann, ob er gerecht oder ungerecht an uns handle, voll Barmherzigkeit sein, auf daß wir der großen Erbarmung Gottes vor den Augen des Herrn als würdiger erachtet werden mögen!

45,4. Also auch wollen wir, soviel es nur möglich ist, allerorts, so wie hier vor euch, unsere Herzen vor jeglicher Unlauterkeit verwahren, auf daß der Herr nicht von uns ziehe, so wir Ihn anschauen; denn mit einem unreinen Herzen kann man sich Gott nicht nahen und anschauen im Geiste und in aller Wahrheit Sein Angesicht und die Fülle der Wunder Seiner Werke!

45,5. Sind wir aber reinen Herzens, so müssen wir friedsam, geduldig und sanft gegen jedermann sein, da ein zornig Herz nie rein sein kann, weil der Zorn stets dem Boden des Hochmutes entstammt. Sind wir aber eines friedsamen Herzens, so können wir dann auch ganz getrost uns Dem als Kinder nahen, Der uns die Kindschaft Gottes brachte und uns zu Gott als unserem Vater Selbst beten lehrte.

45,6. Wenn wir nach eurer Meinung auch in andern Landen und Orten verfolgt werden unserer sicher allergerechtesten Sache wegen, so macht das, mein Freund, nichts; denn wir haben dafür ja Ihn und durch Ihn den Himmel der Himmel! Und so sind wir schon hier selig, überselig, ob uns die Menschen lieben oder verachten und verfolgen Seinetwegen, denn Er ist ein Herr über alle und über alles! Denn Dem alle Himmel gehorchen und zu Seinem Dienste stets bereit sind, wie wir uns gestern und schon frühere Male überzeugt haben, Dem zuallernächst dienen auch wir, und dies allein schon ist uns der höchste Lohn und die höchste Ehre! Darum sorge du dich nicht um uns, denn wir wissen und erkennen es, woran wir sind!“

45,7. Über diese Rede voll Entschlossenheit erstaunte der Oberpriester sehr und sagte: „Wahrlich, so ich nicht hier notwendig wäre und ich nicht hätte Weib und Kinder und manches andere, ich zöge selbst mit euch!“

45,8. Sagt Nathanael: „Wir aber haben Weiber, Kinder und Sachen verlassen und sind Ihm gefolgt, und unsere Weiber und Kinder leben dennoch! Ich sage dir nach meinem Dafürhalten: Wer in dieser Welt aus Liebe zu Ihm nicht verlassen kann, sei es was es wolle, der ist Seiner Gnade nicht wert! Ob dich das beleidigt oder nicht, es ist einmal also! Denn mein Herz sagt es mir, und im Herzen ist alles Wahrheit, so in selbem einmal der Geist zum lebendigen Denken in Gott erwacht ist. Er bedarf unser nicht; aber wir bedürfen Seiner.

45,9. Hast du Ihm schon je geholfen die große Sonne über den weiten Horizont emporheben und ausbreiten ihr Himmelslicht über die weite Erde? Oder hast du die Fesseln je gesehen, und noch weniger geschmiedet, die der Herr den Winden anlegt, wie Er die Blitze hält und den gewaltigen Donner und das Meer in seinen Tiefen?! Wer kann sagen, daß er dem Herrn je in irgend etwas geholfen habe?! Wenn aber also, wer, zu dem der Herr spricht, daß er Ihm folge, kann da noch gedenken seines Weibes, seiner Kinder, seiner Sachen und nicht ganz unbedingt folgen Ihm, dem Herrn alles Lebens, aller Himmel und aller Welten, auf Den wir so lange gehofft haben, daß Er kommen werde und nun gekommen ist, genau in der Art und Weise, wie da alle Propheten und Erzväter von Ihm geweissagt haben?!“

45,10. Spricht nun der Oberpriester: „Wenn ich nur nicht Oberpriester wäre, wahrlich, ich täte, was ihr alle getan habt! Aber ich bin Oberpriester; und nachdem ihr nunmehr, wie ich es vernommen habe, nur noch einen Tag bei uns verweilen werdet, so bin ich hier diesen noch Schwachgläubigen so notwendig wie das Auge zum Sehen. Daher wirst du wohl einsehen, daß ich nicht so sehr meines Weibes, meiner Kinder und meiner Sachen wegen hier verbleiben muß, als vielmehr dieser Schwachgläubigen wegen, die sich von der alteingepflanzten Idee über die Beschaffenheit des Messias und über den Zweck Dessen Auftretens noch lange nicht völlig zu trennen werden imstande sein. Es wird mir die Mühe sauer werden; aber was kann ich tun?!

45,11. Ich glaube nun einmal fest, daß euer Meister der verheißene Messias ist; aber meine Gemeinde?! Du hast es gesehen, wie sich schon während der Predigt eine Menge davonmachten! Diese sind voll ärgerlichen Unglaubens, und werden solchen nun fleißig ausbreiten, und viele, die noch hier geblieben und gestern voll Glaubens waren, sind nun auch voller Zweifel und wissen nicht, was sie glauben sollen!

45,12. Denke dir aber nun mich, der ich allen diesen ein Orakel bin, – was ich nun für eine Arbeit haben werde! Bekehre ich sie aber nicht, so bleiben sie alles, was du willst, nur das nicht, was sie sein sollen, bis ans Ende der Welt! Und siehe, darin liegt der Hauptgrund, warum ich hauptsächlich hier verbleiben muß! Und ich glaube, der Herr wird mir darum nicht ungnädig sein! Denn bin ich auch nicht in Seiner Gesellschaft leiblich, so werde ich es doch geistig verbleiben immerdar und werde Ihm als ein getreuer Knecht und Hirte Seiner Herde allergetreuest zu dienen mich bemühen, vollkommen nach Seiner hier vernommenen Lehre, und ich meine, daß es Ihm also auch recht sein werde!“

45,13. Sage Ich: „Ja, also ist es mir vollends recht und lieb! Denn du sollst Mir in dieser Gemeinde ein tüchtiges Rüstzeug sein, und dein Lohn im Himmel soll dereinst groß heißen! Nun aber ist es Abend geworden; daher lasset uns wieder nach Hause ziehen! Es sei!“

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Jesus’ Sermon on the Mount… Excerpts and Equivalents

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 1, Chapter 39 to 45
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord says:

39,5. I say: ‘Yes, indeed, you are right, so it is. God is supremely good, supremely wise, supremely just and does not need anyone’s advice and instruction when He wishes to do something. But I tell you: Also man on this Earth is called to become as perfect as is the Father in Heaven. (Matth. 5:48)

39,6. This was impossible until now, since death was ruling on this Earth. But from now on it shall be possible to everyone who will in all earnest strive to live according to My teaching.

39,7. And I think that if God offers this to man in return for a small effort, namely, for the easy complying with My teaching, man should spare no pains to reach this supreme goal.’

39,8. Says the high priest: ‘Yes Lord, man should indeed venture everything to attain to this ultimate. Whoever wants to enjoy the view from a high mountain must not shy the effort and trouble of climbing. Whoever wants to reap must plough and sow first, and whoever thinks of gain must take the risk, but whoever ventures nothing out of fear that nothing may be gained cannot possibly ever gain. Therefore Lord, once You have shown us the Ways, it shall not be hard for us to attain to what you have just proclaimed to us, namely to be as perfect as the Father in Heaven is perfect.’

39,9. I said: ‘Verily so, and I will add: My yoke is easy and My burden light. But mankind until now has had to carry heavy burdens, yet achieved nothing with that. It remains to be seen how their faith will shape up to exchanging the heavily pressing old faith that they learned for the unfamiliar new faith. Shall they not finally say: “If we achieve nothing through strenuous ways and work, what shall we achieve with child’s play?”

39,10. I say unto you: you shall have to cast off the old man like an old coat and then put on a completely new one. This shall of course be uncomfortable at first, but whoever shall not be driven back to the old, habitual by trivia, but bear up to the small discomfort, shall attain to the perfection of which I spoke.

39,11. But get ready now, all of you, for I shall shortly start on the small trip to the mountain. Let him who wants to come with Me get on his feet, and you, Matthew, go and fetch your writing utensils. But do not tarry as you can see that I am about to go.’

39,12. Says Matthew: ‘Lord, You know how ready I am to follow You. But if I go over to my house or rather to where I am employed and paid by the Romans as a tax collector and scribe, and get tied up near the main barrier before the city, I shall probably find a lot of work as usual, and the Roman guards shall not let me go until I have done the work. Therefore I would prefer it if I could obtain sufficient writing material here for today, and then go and collect mine in the evening, which would then last me for a full two days, because I cannot obtain more than three days supplies from the Romans, which I also nearly use up.’

39,13. I said: ‘Friend, just always do what I tell you, and you shall always be all right. Just go as I told you and you shall not today find any work or anyone waiting at the barrier. But bring also your other scribes with you, so that My Word shall be recorded here many times over.’ Says Matthew: ‘Well, in that case I may indeed be gone.’

39,14. At that, Matthew the tax-collector goes and finds everything exactly as I foretold him. He soon returns with three other scribes and we are on our way to Mount Gerizim, together with everyone else in the house. And as we arrive at the mountain after one hour, the high priest asks Me if he should go up and open the old house of God.

39,15. But I point to the area and the many people who followed us, and say to him: ‘See friend, this is the oldest and most appropriate house of God, but it is much neglected and I want to restore it, as I did with Irhael’s house. But for this, the old house is not needed, and this area at the foot of the mountain shall suffice. There are, besides, a few benches and tables here which will be handy for the scribes. Open your ears, eyes and hearts therefore and be ready, because now shall come to pass before your eyes what the prophet Isaiah prophesied.’

39,16. Says Matthew: ‘Lord, we are ready to hear you.’

39,17. Now follows the well known sermon on the mount, which one can read on Matthew chapters 5, 6 and 7.- This sermon, however, lasted for three hours as I spoke slowly because of the writers.

Chapter 40 and following …

The priests at that time criticize the Sermon on the Mount.

The Lord gives the hint that one should not conceive the images, but rather comprehend the spirit of His speech!

40,1. When the sermon had ended many were shocked, and mainly the priests and some of the people said: ‘Who can attain to salvation? We teachers of the law also preach properly and justly as once Moses proclaimed from the mountain the commandments to the people. But all that is like dew and a gentle evening breeze compared to this strict teaching and mightiest of sermons. There is hardly a tenable argument against such precepts, but they are too severe and hardly anyone will be able to practice them.

(The verses 2-8 are left out in the video. They explain, how the human intellect interprets the Lord’s Words – Link to the full Text is below this Video)

40,9. Just have a closer look at your mighty teaching, and you will see that your teaching is quite useless for gaining everlasting life and cannot be followed by anyone. For, if a person is to win Heaven in such a way, he is sure to forgo Heaven. It would be preferable not to have been born than thus to win a Heaven which one can enter only as a mutilated cripple. Tell me honestly whether you understand this or whether you are really serious about your teaching.’

40,10. I said: ‘You are a high priest, but you are blinder than a mole under the Earth. What can be expected of the others? I gave you images here and you swallow only their material part which threatens to suffocate you. You do not seem to have the least idea of the spirit I put into these images.

40,11. Believe Me, we are quite as wise as you imagine yourselves to be and know very well whether or not a person could and should mutilate himself to gain everlasting life. But we also know that you do not grasp the spirit of this teaching and will not be able to grasp it for quite some time. We shall not, however, revoke our words because of that. Although you have ears, they do not hear the right thing, also you have eyes, but they are spiritually blind and, notwithstanding your open ears and eyes, you do not hear and see anything.’

41,1. …

(7 more Verses of Pharisee doubts – the “Clergymen” do not change …)

41,8. Says the High Priest: ‘This now sounds peculiar from your mouth. This morning I would have revered such a word from your mouth, for then it really seemed to me that you were indeed the Promised. But after the teaching you give us you have in my eyes become a madman, whom it pleases to present his fixed idea to us as the promised Messiah’s wisdom. Therefore, you had now rather explain your harsh teaching, as without sufficient explanation no one could ever grasp it and act according to it.’

41,9. I said: ‘So tell me then what confounds you so much in My teaching, and I shall solve the problem for you.’

41,10. Says the High Priest: ‘I have already mentioned that several times, but to show you that I am very reasonable and moderate, I tell you now that I accept all the other points of your teaching as good and wise, but I cannot possibly accept the tearing out of eyes and the cutting off of hands and feet. Think it over yourself whether it is possible to tear out one’s eyes. Also, will not the one who himself cuts one of his hands or feet off soon bleed to death? And once he is dead, what fruits of betterment will he then be able to produce?

41,11. Look, that is the impracticable point of your teaching which can never be reasonably complied with and if there ever should be any fools who do comply with such teaching, they will not achieve any betterment thereby. For if someone should survive, he will not praise God because of the misery such a teaching claimed to be from God has caused him.’

41,12. I said: ‘Very well, your request is fair enough and I will tell you: Among all the priests since Samuel you are the wisest, for you have an honest heart and do not basically reject My teaching, but only wish to have it explained. Therefore, I will also give you a light. This light will not come from My mouth, but from the mouth of one of My disciples. Do now turn to one of My disciples, which will prove to you that My teaching is already understood by people without My explanation.’

42,1. Here the High Priest turns to Nathanael and says to him: ‘Following your Master’s direction, I now happen to turn to you. Will you, therefore, explain to me at least the most difficult point of the teaching of your master? But please do use only clear and pure words, for with a haze over a haze, a room cannot be illuminated. And now do speak.’

42,2. Replies Nathanael: ‘Are you of such a closed mind that you cannot grasp a clearly given teaching in its true sense? Have not practically all the prophets predicted that Christ would open His mouth to speak to the people only in parables?’

42,3. Says the High Priest: ‘Yes, you are right, that is how it is written.’

42,4. Continues Nathanael: ‘Well, since you as one versed in the Scripture know that why then do you call the Lord a fool because according to the Scripture He opens His mouth in parables? You may, of course, implore the Lord for a light to help you understand them, but not call Him a fool if you do not understand His allegorical speech, since you are still ignorant in such divine matters.

42,5. See, all things in nature have their order and can exist only in their specific order. Thus have also the things of the spirit their specific order, beyond which they cannot exist nor be imagined or expressed in words. However, between the natural and the spiritual things, since the former have gone forth from the latter, there is and exists an exact correspondence which, of course, only the Lord knows in all detail.

42,6. Thus, when the Lord tells us – who are all still within the fixed order of natural existence – of purely spiritual things, He can do so only by using images. To be able to understand these properly, we must strive to awaken our spirit through observing God’s commandments. Once this awakening has taken place, openly then shall we understand all that the Lord has said and revealed in such a corresponding parable, and that is wherein his divine Word will forever differ from our human word.

42,7. But now pay good attention. What the eye is to the natural man, is to the spirit the ability to view the divine and heavenly things, which alone suit the nature of the spirit for its most blessed, everlasting existence.

42,8. However, since the spirit, according to the most necessary divine order, has to be for a certain time imprisoned in the matter of the flesh of this world, so that it may become firm in its freedom and almost total independence of God without which it would never be able to see God, let alone exist in, beside and with God – (but when the spirit is maturing within matter and becoming firm in freedom and independence of God, it is exposed to the quite unavoidable danger of being swallowed up by matter and perishing together with it, from which death is an awakening to life in God and must be extremely hard and painful) – the Lord said, not to the physical man, of course, but to the spiritual man: “If your eye offends you, tear it out and fling it away, for it is better to enter the Heavens with one eye, than Hell with both,” which is to say as much as: If you find the light of the world too tempting, make an effort and turn away from such a light, which would draw you into the death of matter. Deprive yourself as spirit of the empty gratification that enjoyment of the world can offer and turn with your soul to the purely heavenly things, for it is better for you to enter the realm of eternal life without much worldly knowledge than be swallowed up by the death of matter – too worldly wise on the one hand and too little spiritually wise on the other hand.

42,9. If the Lord here spoke of two eyes, hands and feet, He thereby did not mean the two eyes and the two hands and feet of the body, but only the obviously dual ability of the spirit to see, act and progress. He does not warn the flesh, which has no life, but the spirit not to concern itself with the world, when it feels too attracted to it. In that case it is better to enter eternal life without knowledge of the world than be in the end swallowed up by the necessary judgment of the world because of too much worldly knowledge.

42,10. The spirit shall, of course, also see the world and get to know it, but it shall not take pleasure in it. Once it begins to feel that the world attracts it, it should promptly turn away from the world as danger is already threatening. See, this necessary turning away is expressed by the corresponding picture of the tearing out of an eye and He who is able to give us such an appropriate image must surely be well-versed in all man’s spiritual and material circumstances. In my opinion, this could be possible only to Him through whose power, love and wisdom all things spiritual and material have been created. I think you will now have understood me and realize how flagrantly you have sinned against the One who carries yours as well as all our lives in His almighty hand.’

43,1. Here the High Priest, as well as many others, is quite startled and says after a while: ‘Yes, yes, now I do understand it. But why did not the Lord speak right away as plainly as you have now spoken? Then I would surely not have sinned against Him.’

43,2. Says Nathanael: ‘If a seven year old boy would ask me that, I would not be at all surprised, but I do wonder how you, one of the principal sages of this place, could ask something like that.

43,3. Would you not also like to ask the Lord why he put into the grain of seed the limitless forming and developing ability of the tree that will be going forth from it? Why the tedious development of a tree from the grain of seed and following that the long wait for the ripe fruit? Just look how foolish you still are.

43,4. The Lord’s word and teaching is like all His works. He gives us His teaching in seed-pods. These we have first to sow into the soil of our spirit, and that soil is called love. Then the seed will sprout and grow into a tree of true knowledge of God and ourselves, and from this tree we shall then in due course be able to gather fully matured fruit for eternal life.

*43,5. Love is the principal thing. Without it no fruit of the spirit can thrive. Sow the wheat into the air and see whether it will grow and bear fruit for you, but if you put the grain of wheat into good soil, it will grow and bear multiple fruits. The right love, however, is a proper soil for the spiritual grain of wheat which we receive from the Lord’s mouth.

43,6. This is the reason why the Lord has now for all of you abolished the harsh Mosaic law of punishment, so that you may soon grow richer in good soil in your hearts. For he who punishes according to the law has little or often no love at all and the divine word-seed will, therefore, develop in him only poorly. The one who is being punished is already in the judgment in which there is no love, since judgment is the death of love.

43,7. Therefore, it is better if you do not immediately see your fellowmen’s faults, but are forbearing and patient. And if they in their weakness ask something of you, you shall not withhold it from them, so that love may keep growing in yourselves and also in your weak brothers. Once this is present in abundance in you as well as your brothers, the divine seed will thrive within you and the weak will then in their strength look upon you with good will and reward you many times over for what you did for them when they were weak.

43,8. But if you are stingy and hard where your weak brothers are concerned, you yourselves will never attain to a divine fruit within you and the judgment of the weak will in the end drag also you into destruction.

43,9. When the Lord said: “Give to the one who asks you for your shirt also the coat,” He only meant to point out that you who are rich and have many possessions should give abundantly to the poor when they come to you. Thereby you will also gain much soil in your hearts and thus be blessed with the possession of such true soil, and the poor will truly bless you, for from your hearts they will receive the most effective sermon of God’s true Gospel and thereby become strong for your own eternal support. But if you give miserly and calculate when and how much to give, you help neither yourself nor your poor brothers, and because of it these will never become a support for you.’

44,1. Says the High Priest, who has listened to this speech most attentively: ‘Everything is now in order and I think that I understand all this pretty well. There is just one thing I still want to mention: The Master actually speaks only of tearing out the right eye and cutting off the right hand. Only in my searching zeal I added also the feet, but look, you have now also explained to me the cutting off of the feet just as you did the eye and hand about which alone the Lord spoke as far as I know. You said that there existed correspondence only in the Word of the Lord who speaks to man’s spirit. How come then that you found also correspondence in my addition?’

44,2. Says Nathanael: ‘You are wrong. The Lord spoke also of the right foot, but He hinted to the scribes to omit that about the foot because those who have directed their inner vision heavenward and have activated their love-will – which corresponds to the left arm as the hand of the heart – in accordance with God’s will after getting rid of the right arm or right hand, by which the purely worldly motivation is to be understood, no longer need to rid themselves of the right foot. Once the eye is in the right light and the hand, or rather the will, is acting correctly, the progress into the regions of eternal life is automatically there or the right foot, denoting worldly progress, already automatically severed and a special effort is no longer needed.

44,3. You Samaritans could as well start with the foot, for although your sight is now directed toward the divine and your hands are engaged in the right action, your foot or your eagerness for progress is directed towards the world. You expect of the Messiah something quite different from what you should expect of Him in accordance with the predictions by all the prophets, and that, spiritually seen, is your right foot which you should sever, so that you can set out on the right road to the Kingdom of God. Only because of you the Lord had spoken also of the right foot, but did not have it recorded because the future followers of the Lord’s teaching will know very well where and wherein the kingdom of the Messiah is and consists and what has to be done to enter it. Is there anything else you wish to query?’

44,4. Says the High Priest: ‘Now everything is clear to me as far as I am able to grasp it but, notwithstanding the fact that I now do understand it, I must add that your teaching, the way it is given, is a severe and hard to understand teaching and you will find that many will be taking offence at it.

44,5. Not that I wish to make a bad prophet for you, yet I tell you that with the arrogant Jews you will not achieve what you have achieved with us, notwithstanding our stupidity in many points. We do believe now, although still as if in a dream. The prominent Jews, however, will not believe you like this. They will ask for signs and will in the end even persecute you because of the signs. We did not ask you for signs, but you nevertheless worked them voluntarily.

44,6. We do not believe you because of the signs, which partly could also be worked by men, but purely because of the teaching since it has now been explained to us. Therefore, you should stay with us, for with the proud Jews and Greeks you will have little success.’

45,1. Says Nathanael: ‘This far I had to instruct you, from here on everything is in the Lord’s hand. What He wills, we also shall will and do, for all of us are spiritually still very poor. Therefore, we must remain with Him, so that we may gain the Kingdom of Heaven. We will bear together with the Lord all suffering and persecution, so that with and in Him we shall have the proper comfort. In His name let us be meek in all our thoughts, opinions, wishes and desires, also in all our actions, so that we may be able to take real possession of the true soil which is the pure love of god in our hearts.

45,2. We shall not shun the land where conditions are harsh and unjust either, we shall be hungry and thirsty for true justice, since we have the One with us who can truly satisfy us everlastingly.

45,3. And we ourselves will be most merciful towards everyone, be he just or unjust in his dealings with us, so that in the eyes of the Lord we may be considered worthier of God’s great mercy.

45,4. We will also everywhere, just as here before you, guard our hearts as much as possible against impurity, so that the Lord may not turn away from us when we face Him. For with an impure heart one cannot approach God and in spirit contemplate in all truth His countenance and the abundant wonders of His works.

45,5. If we are of a pure heart, we must be peaceful, patient and gentle toward everyone, for an angry heart can never be pure, since anger always grows out of the ground of pride. But if we are of a peaceful heart, we may confidently approach as children the One who brought us the sonship of god and taught us Himself to pray to God as our Father.

45,6. It is of no importance, my friend, if, as you believe, we shall be persecuted in other lands and places on account of our most righteous cause, for we have Him and through Him the Heaven of Heavens. And thus we are happy already here, supremely happy, whether people love us or scorn and persecute us for His sake, because He is Lord over all and over everything. We serve Him above all, whom all the Heavens obey and are always prepared to serve, as we could convince ourselves yesterday and on earlier occasions, and this alone is our highest reward and greatest honor. Therefore, do not be concerned about us, for we know and recognize what we have to reckon with.

45,7. The High Priest was quite surprised at this speech so full of determination and said: ‘Truly, if I were not needed here and did not have wife and children and some other responsibilities, I would go with you.’

45,8. Says Nathanael: ‘We have left wives, children and other things and have followed Him, and our wives and children are nevertheless living. I tell you what I think about this: whoever cannot in this world, for the love of Him, leave whatever it may be, is not worthy of His grace. Whether it offends you or not, this is the position. My heart tells me so, and in the heart everything is truth once the spirit within it has awakened to the living thinking in God. He does not need us, but we do need Him.

45,9. Have you ever helped Him to raise the immense sun above the vast horizon and spread its celestial light across the wide Earth? Or have you ever seen, let alone forged, the shackles the Lord puts on the winds, how He constrains the lightning and the mighty thunder and the sea in its depths? Who can claim ever to have helped the Lord in anything? And if this is so, who, when he is called by the Lord to follow Him, can still think of his wife, his children and his things and not follow unconditionally – Him, the Lord of all life, of all the Heavens and all the worlds, for whom we have waited so long to come and who has now come exactly in the way all the prophets and patriarchs had predicted?’

45,10. Says the High Priest: ‘If I only were not the high priest, I would in truth do what all of you have done. But I am the high priest and since you, as I have heard, will stay here only for one more day, these people, who are so weak in faith, need me like the eye for seeing. So you will understand that I have to remain here, not so much because of my wife, my children and things, but rather because of these weak believers, who for quite some time yet will be unable to completely relinquish their set idea of old about the nature of the Messiah and the purpose of His coming. It will cost me a great effort, but what can I do?

45,11. I now believe firmly that your Master is the promised Messiah, but what about my flock? You have seen how already during the sermon many left. These are of a vexed unbelief which they will now diligently spread and many who still remained and yesterday fully believed have now their doubts, too, and do not know what to believe.

45,12. Imagine what a job I, being an oracle to all of them, shall have. But if I do not convert them, they will remain to the end of the world whatever you can imagine, but not what they are supposed to be. And look, that is the main reason why I have to stay here, and I am convinced that the Lord will not deny me His grace because of it. Even if I am not bodily in His company, I shall remain so spiritually forever and endeavor to serve Him as a most faithful servant and shepherd in full accordance with His here proclaimed teaching, and I think that He will agree to this.’

45,13. I said: ‘Yes, I would like that and it suits Me very well. You shall be an excellent tool for Me in this community and your reward in Heaven shall once be great. But now evening has come. Let us go home again. So be it.’

Jesus erklärt die Weisheit von Mose, die Entsprechungswissenschaft & Seine Wiederkunft – Jesus elucidates the Wisdom of Moses, the Science of Correspondences & His Return

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Jesus erklärt die Weisheit Mosis und Josuas,
die Entsprechungswissenschaft, Seine Wiederkunft

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 9, aus den Kapiteln 91-94
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Wie es damals war, so ist es auch heute.

Der Herr zeigt, wie die blinde Menschheit an der Nase herumgeführt wurde – und noch immer wird…

Dies geschieht in sämtlichen Bereichen des Lebens:
Regierungen, Kirchen, den Wissenschaften, der Medizin – kurz, Alles, was nicht aus der Nächstenliebe nach der Lehre des Herrn kommt, ist Blendwerk!

aus Kapitel 91
Die stufenweise Reinigung der Künste und Wissenschaften

Der Herr spricht:

91,6. Gehet (aber) hin, und lehret die blinden Menschen also, wie Ich euch belehrt habe, und ihr werdet es nur zu bald erfahren, wie schwer die Menschen von ihrem alten Wissen und von mystischen Vorurteilen abzuwenden sind!

91,7. Dazu gibt es auch eine Unzahl Menschen, die von ihren selbstsüchtigen Priestern und Beherrschern derart verdummt sind, dass sie solch eine Aufklärung im Wissen als einen niemals verzeihlichen Frevel gegen die Götter ansehen würden und einen Menschen gar übel zurichteten, der sie zu einem Frevel wider ihre Götter verleitete.

91,8. Um bei den Menschen mit der Länge der Zeiten in den Wissenschaften und den aus ihnen hervorgehenden Künsten eine volle Reinigung zu bewirken, muss ihnen zuvor Meine Lehre gepredigt sein, und die vielen Götzen samt ihren Priestern und Tempeln müssen zerstört werden.

91,9. Ist das geschehen und Mein Evangelium, wenn auch durch viele falsche Propheten, den Menschen gepredigt worden, dann auch werden sie fähig, sich nach und nach in den Wissenschaften und Künsten zu reinigen; und diese werden dann ein Blitz sein, der vom Aufgange bis zum Untergange alles hell beleuchtet, was da auf der Erde ist. Unter dem Aufgang aber versteht man das Geistige, unter dem ,Untergang‘ aber alles Naturmässige.

91,10. So ihr dieses nun verstanden habt, da fraget nicht wieder, ob dies oder jenes nicht schon jetzt möglich wäre!“

Kapitel 92
Die Weisheit Mosis und Josuas

92,1. Als die Jünger diese Meine Rede vernommen hatten, und natürlich auch der Wirt, der geheilte Knecht, der Pharisäer und der Schriftgelehrte, da sagte der Schriftgelehrte: „Ich habe aus dieser Deiner Rede, Herr und Meister, entnommen, dass Du Deinen Jüngern nicht nur das grosse Geheimnis vom Reiche Gottes auf Erden unter den Menschen enthüllt hast, sondern auch das Naturreich dieser Erde, des Mondes, der Sonne und der Sterne, und gabst mir da einen neuen Beweis, dass eben Du in Deinem Geiste der Schöpfer von all dem sein musst, ansonst Du diese endlos vielen und wundervollen Dinge Deinen Jüngern nicht hättest erklären und ihnen sogar beschaulich machen können.

92,2. Da Du aber Deinen Jüngern das tun mochtest, die doch auch nur Juden und Menschen sind, möchtest Du denn nicht auch uns in aller Kürze diese wunderbaren Dinge in der Art nur ein wenig beleuchten, dass auch wir einen helleren Begriff bekommen, was wir von dem Monde, von der Sonne und von all den Sternen, Finsternissen, von den furchtbaren Kometen und auch von den vielen Flugsternen halten und glauben sollen? Denn in diesen Stücken sind wir nicht um ein Haar besser daran als die Heiden.“

92,3. Sagte Ich: „Warum habt ihr denn das sechste und siebente Buch Mosis verworfen und für unecht erklärt und den sogar mit starken Strafen bedroht, der es zu lesen sich unterfinge? Sieh, in diesen zwei Büchern hat Moses die gesamte Naturschöpfung mit klaren Worten beschrieben!“

92,4. Sagte der Schriftgelehrte: „Herr und Meister! Ich habe wohl davon einmal reden hören, aber nie nur einen Buchstaben davon zu Gesichte bekommen. Es sollen sich diese Bücher im Tempel zu Jerusalem auch nimmer vorfinden. Darum bitte ich nun Dich, dass Du uns diese Dinge, um die Ich gefragt habe, in möglicher Kürze also beschreiben und erklären möchtest, dass wir dann auch wüssten, was und wie sie beschaffen sind.“

92,5. Auf diese Bitte des Schriftgelehrten beschrieb Ich den vieren in möglichster Kürze die Dinge also, dass sie das wohl verstehen konnten, was Ich erklärt habe.

92,6. Nach dieser Erklärung, die gut bei einer Stunde lang gedauert hatte, fragte Mich der Schriftgelehrte, ob von dem auch die Altväter schon irgendeine Kunde gehabt hätten.

92,7. Sagte Ich: „Allerdings, und das namentlich die Urbewohner Ägyptens! Sowie aber mit der Zeit sich die Menschen stets mehr und durch allerlei Sünden von dem einen, ewig allein wahren Gott entfernten und in das blinde Heidentum übergingen und sich verfinsterten, so ging auch solche Kunde zugrunde, und an ihre Stelle trat eine leere und mit allen Irrtümern erfüllte dichterische Faselei und Phantasterei.

92,8. Und so verlor sich die Erd- und Sternenkunde. Nur bei einigen gar wenigen Weisen in irgendeinem verborgenen Winkel der Erde hielt sie sich noch; aber diese wagten es nicht, damit vor den ganz verfinsterten Menschen an das Tageslicht zu treten. Und so ist diese Kunde so gut wie gänzlich zunichte geworden. Aber in den künftigen Zeiten werden die Menschen schon wieder, und das heller noch denn in der Urzeit, darauf kommen und alles berechnen; und das wird zu dem Blitz gehören, der vom Aufgange bis zum Untergange leuchtet.“

92,9. Sagte der Schriftgelehrte: „Von wem hatten denn Moses und Aaron solche Kunde?“

92,10. Sagte Ich: „Vom Geiste Gottes! Obschon er als ein angenommener Sohn des Pharao in die ägyptischen Mysterien eingeweiht war und auch von der alten Sternenwissenschaft und Erdkunde so manches kennengelernt hatte, so war aber das dennoch kaum ein trüber Wassertropfen gegen das ganze Meer seiner nachmaligen Erkenntnis, die ihm als dem erwählten Führer des israelitischen Volkes vom Geiste Gottes gegeben worden ist, wodurch er erst ein wahrer Gelehrter aus Gott ward.“

92,11. Sagte abermals der Schriftgelehrte: „Herr und Meister! Josua, als auch ein von Gott erwählter Führer des iraelitischen Volkes ins Gelobte Land, muss von all dem doch auch die genaueste Kunde gehabt haben, was Moses beschrieben hat! Wie konnte er denn zur Sonne vor Jericho sagen: ,Sonne, stehe still, bis ich alle die Feinde schlage!‘, – und die Sonne soll seinem Befehl gehorcht haben? Hätte er das zur Erde gesagt, so hätte das nach dem, was Du uns ehedem erklärt hast, einen wahren Sinn; nun wir von Dir den wahren Sachverhalt vernommen haben, da erscheint der Befehl Josuas an die Sonne als ein Etwas, das offenbar keinen Sinn hat, und es scheint, dass Josua den wahren Sachverhalt doch nicht gekannt hat, so sein Befehl eine naturgemässe Wahrheit hätte werden sollen.“

92,12. Sagte Ich: „Josua hat wohl also gesprochen, aber nicht zur naturmässigen Sonne, sondern zur Sonne des Geistes, die da bestand in der Lehre Mosis aus Gott. Diese fing im Glauben und Vertrauen des Volkes beim Anblick der grossen Übermacht des Feindes stark zu sinken an. Josua hat denn mit seinem kräftigen Ausruf nichts anderes zum verzagten und schon über Hals und Kopf murrenden Volke sagen wollen als: ,Glaubet und vertrauet doch so lange, bis ihr in Kürze den mächtig scheinenden Feind vor euch werdet völlig geschlagen erblicken! Dann möget ihr mit mir das Land, wo Milch und Honig fliesst, einnehmen oder wieder in die Wüste zurückkehren!‘

92,13. Dadurch fasste das Volk wieder Mut im vollen Glauben und Vertrauen auf Gott, der da ist, war und sein wird die wahre Sonne der Seele und ihres Geistes im Himmel und auf Erden. Und siehe, diese von Josua angeredete Sonne blieb im Glauben und Vertrauen des Volkes stehen, erleuchtete es und gab ihm Mut, Klugheit und Kraft, und der Feind wurde gänzlich vernichtet bis auf die Hure Rahab, welche den Abgesandten Josuas Barmherzigkeit erwies. – Hast du das nun verstanden?“

Kapitel 93
Über die Entsprechungswissenschaft

93,1. Sagte der Schriftgelehrte: „Ja, Herr und Meister, das haben wir nun alle wohl so ganz verstanden, dass wir es nun einsehen, dass Josua mit seinem grossartigsten Ausruf unmöglich einen andern Sinn hat verbinden können; aber warum verstanden wir das denn ehedem nicht?“

93,2. Sagte Ich: „Weil von euch schon vor der babylonischen Gefangenschaft die alte innere Entsprechungswissenschaft gänzlich gewichen ist; denn diese Wissenschaft ist nur jenen Menschen zugänglich und eigen, die im wahren Glauben und Vertrauen an den einen, wahren Gott niemals wankend und schwach geworden sind, Ihn allzeit als den Vater über alles liebten und ihre Nächsten wie sich selbst.

93,3. Denn die besagte Wissenschaft ist ja die innere Schrift und Sprache der Seele und des Geistes in der Seele. Wer diese Sprache verloren hat, der versteht die Schrift unmöglich, und ihre Sprache kommt ihm in seinem toten Weltlichte wie eine Torheit vor; denn die Lebensverhältnisse des Geistes und der Seele sind ganz anderer Art als die des Leibes.

93,4. So ist denn auch das Hören, Sehen, Fühlen, Denken, Reden und die Schrift des Geistes ganz anders beschaffen als hier unter den Menschen in der Naturwelt, und darum kann das, was ein Geist tut und spricht, nur auf dem Wege der alten Entsprechungswissenschaft dem Naturmenschen begreiflich gemacht werden.

93,5. Haben die Menschen diese Wissenschaft durch ihre eigene Schuld verloren, so haben sie sich selbst ausser Verkehr mit den Geistern aller Regionen und aller Himmel gestellt und können darum das Geistige in der Schrift nicht mehr fassen und begreifen. Sie lesen die geschriebenen Worte nach dem blind eingelernten Laut des toten Buchstabens und können nicht einmal das begreifen und dessen innewerden, dass der Buchstabe tot ist und niemanden beleben kann, sondern dass nur der innerlich verborgene Sinn es ist, der als selbst Leben alles lebendig macht.

93,6. Wenn ihr nun das begreifet, so trachtet denn auch vor allem, dass das Reich Gottes in euch lebendig und vollauf tätig werde, so werdet ihr auch wieder in die besagte Wissenschaft der Entsprechungen zwischen Materie und Geist gelangen, ohne welche ihr weder Moses noch irgendeinen Propheten je in der Tiefe der lebendigen Wahrheit verstehen könnt und dadurch in euch selbst bemüssigt seid, in Unglauben, in allerlei Zweifel und Sünden zu verfallen. Denn so ein Blinder auf einer Strasse, auf der eine Menge Steine liegen, wandelt, wird er es wohl verhüten können, dass er beim Gehen an einen und den andern Stein stösst und dabei gar oft fällt? Und kommt auf des Weges Strecke irgendein Abgrund, wie wird er sich schützen, dass er nicht mit dem nächsten Tritt in denselben stürzt und darin den unvermeidlichen Tod findet?

93,7. Darum trachtet vor allem, dass ihr im Geiste ehest wiedergeboren und sehend werdet, sonst werdet ihr tausend Gefahren, die auf euch lauern und euch zu verschlingen drohen, nicht entgehen!“

93,8. Sagte darauf der Schriftgelehrte: „O Herr und Meister, Deine Weisheit ist unermesslich, und wir Menschen sind Dir gegenüber blind wie ein Stein! Jetzt erst sehe ich ganz klar ein, worin der Grund des gänzlichen Verfalls im Glauben und Vertrauen auf Gott liegt, und ich sehe es auch ein, dass es in Zukunft mit dieser Deiner Licht- und Lebenslehre genau also gehen wird, wie es nun mit der Lehre Mosis und der Propheten geht, und dass Du im Ernste wieder auf diese Erde zu den Menschen zu kommen durch Deine Liebe und Erbarmung wirst genötigt werden. Es fragt sich nun nur, ob Du wieder so wie diesmal oder vielleicht auf eine andere, nur Dir allein bekannte Weise wiederkommen wirst! Möchtest Du uns das nicht näher andeuten?“

93,9. Sagte Ich: „Ich habe es euch ja ohnehin schon klar zur Genüge gezeigt, wie und auf welche Weise Ich wieder auf diese Erde zu den Menschen kommen werde. Wie magst du Mich um dasselbe wieder fragen?“

93,10. Sagte der Schriftgelehrte: „Wahr ist es, Herr und Meister, dass Du uns solches schon gesagt hast, – wäre ich nun schon im Besitze der Entsprechungswissenschaft, so hätte ich Deiner Rede Sinn auch ganz verstanden; aber ich bin noch ganz ausserhalb dieser Wissenschaft, und es ist mir darum nicht alles klar, was Du über Deine Wiederkunft geredet hast.

93,11. Siehe, es handelt sich nun bei dieser meiner Frage hauptsächlich nur darum, ob Du wieder als ein Mensch mit Fleisch und Blut, wie jetzt, geboren von einem reinen Weibe, oder ungeboren, mehr als Geist und doch auch sichtbarer Mensch, wiederkommen wirst, und wo, und unter welchem Volke!

93,12. Es ist das vor Deiner unergründlichen Weisheit wohl sicher eine sehr vernunftlose Frage von mir; aber ich bin ja nur erst seit ein paar Stunden ein bekehrter Mensch, und es ist mir darum nicht zu verargen, wenn ich Dir noch mit allerlei unvernünftigen Fragen zur Last falle.“

Kapitel 94
Die Wiederkunft des Herrn

94,1. Sagte Ich: „Gerade unvernünftig sind deine Fragen nicht, und du hast das volle Recht, danach zu fragen, was dir unbekannt ist; und Mir steht offenbar das Recht zu, dir zu antworten, so und so, wie Ich es für dich und für die andern zweckdienlich finde. Weil du aber nun schon gefragt hast, so will Ich dir denn auch antworten, und so höre denn!

94,2. Ich werde bei Meiner zweiten Wiederkunft nicht mehr aus einem Weibe irgendwo wieder als ein Kind geboren werden; denn dieser Leib bleibt verklärt so wie Ich als Geist in Ewigkeit, und so benötige Ich nimmerdar eines zweiten Leibes in der Art, wie du das gemeint hast.

94,3. Ich aber werde zuerst unsichtbar kommen in den Wolken des Himmels, was so viel sagen will als: Ich werde vorerst Mich den Menschen zu nahen anfangen durch wahrhaftige Seher, Weise und neuerweckte Propheten, und es werden in jener Zeit auch Mägde weissagen und die Jünglinge helle Träume haben, aus denen sie den Menschen Meine Ankunft verkünden werden, und es werden sie viele anhören und sich bessern; aber die Welt wird sie für irrsinnige Schwärmer schelten und ihnen nicht glauben, wie das auch mit den Propheten der Fall war.

94,4. Ebenso werde Ich von Zeit zu Zeit Menschen erwecken, denen Ich alles das, was jetzt bei dieser Meiner Gegenwart ist, geschieht und gesprochen wird, durch ihr Herz in die Feder sagen werde, und es wird dann das einfach Geschriebene auf eine eigene, den dermaligen Menschen wohlbekannte kunstvolle Art in einer ganz kurzen Zeit von einigen Wochen und Tagen in vielen Tausenden gleichlautenden Exemplaren können vervielfacht und so unter die Menschen gebracht werden; und da die Menschen in jener Zeit beinahe durchgängig des Lesens und Schreibens wohl kundig sein werden, so werden sie die neuen Bücher auch selbst wohl lesen und verstehen können.

94,5. Und diese Art der Ausbreitung Meiner neu und rein wiedergegebenen Lehre aus den Himmeln wird dann um vieles schneller und wirksamer zu allen Menschen auf der ganzen Erde gebracht werden können denn so wie jetzt durch die Boten in Meinem Namen von Munde zu Munde.

94,6. Wenn auf diese Art Meine Lehre unter die Menschen, die eines guten Willens und tätigen Glaubens sein werden, gebracht sein wird und zum wenigsten ein Drittel der Menschen davon Kunde haben werden, so werde Ich denn auch hie und da persönlich und leibhaftig sichtbar zu denen kommen, die Mich am meisten lieben und nach Meiner Wiederkunft die grösste Sehnsucht und dafür auch den vollen und lebendigen Glauben haben werden.

94,7. Und Ich werde aus ihnen Selbst Gemeinden bilden, denen keine Macht der Welt mehr einen Trotz und Widerstand zu bieten vermögen wird; denn Ich werde ihr Heerführer und ihr ewig unüberwindlicher Held sein und richten alle toten und blinden Weltmenschen. Und also werde Ich die Erde reinigen von ihrem alten Unflate.

94,8. Zur Zeit der neuen Seher und Propheten aber wird eine grosse Trübsal und Bedrängnis unter den Menschen sein, wie sie auf dieser Erde noch niemals da war; aber sie wird Meiner dermaligen Auserwählten wegen nur eine kurze Zeit dauern, auf dass diese an ihrer Seligwerdung nicht sollen einen Schaden erleiden.

94,9. Doch in diesem Lande, wo Ich nun schon von einem Orte zum andern von den Juden des Tempels wie ein Verbrecher verfolgt werde, und das in jener Zeit von den finstersten Heiden zertreten wird, werde Ich persönlich nicht wieder zuerst auftreten und lehren und trösten die Schwachen. Wohl aber in den Landen eines andern Weltteiles, die nun von den Heiden bewohnt werden, werde Ich ein neues Reich gründen, ein Reich des Friedens, der Eintracht, der Liebe und des fortwährend lebendigen Glaubens, und die Furcht vor dem Tode des Leibes wird nicht mehr sein unter den Menschen, die in Meinem Lichte wandeln und im beständigen Verkehr und Umgang mit den Engeln des Himmels stehen werden. – Da hast du nun eine rechte Antwort auf deine Frage.“

94,10. Sagte der Schriftgelehrte: „Asien, die alte Wiege der Menschen und der vielen Segnungen Gottes, wird sonach nicht mehr das Glück haben, Dich in Deiner Wiederkunft auf diese Erde zu sehen und zu hören? Das ist wahrlich keine freudige Kunde für diesen Weltteil.“

94,11. Sagte Ich: „Die Erde ist allenthalben Mein, und Ich weiss, woorts Meine Wiederkunft für die ganze Erde am allerwirksamsten sein wird! In jener Zeit aber, in der sich die Menschen von einem Ende der Erde zum andern so schnell, wie da fährt ein Blitz aus der Wolke, werden verständigen können, und in der die Menschen auf ehernen Strassen mit Benutzung der im Feuer und Wasser gebundenen Geister schneller die weitesten Strecken des Erdbodens werden überfahren können, als da der heftigste Sturm von einem Ende der Erde zum andern treibt, und die Schiffe mit Hilfe derselben Kräfte den grossen Ozean in einer viel kürzeren Zeit überfahren werden als nun die Römer von Rom aus bis nach Ägypten, da wird die Kunde von Meiner persönlichen Wiederkunft in einer ganz kurzen Zeit leicht über die ganze Erde verbreitet werden können, und also auch nach Asien.

94,12. Aber es fragt sich da wieder: Wird die Kunde bei den blinden und tauben Heiden dieses Weltteils auch Glauben finden?

94,13. Ich meine und sage: Schwerlich eher, als bis es durch ein grosses Weltgericht geläutert werden wird!

94,14. Es gibt ein gar grosses Land im fernen Westen, das von allen Seiten vom grossen Weltozean umflossen ist und nirgends über dem Meere mit der alten Welt zusammenhängt. Von jenem Lande ausgehend, werden die Menschen zuerst grosse Dinge vernehmen, und diese werden auch im Westen Europas auftauchen, und es wird daraus ein helles Strahlen und Widerstrahlen entstehen. Die Lichter der Himmel werden sich begegnen, erkennen und sich unterstützen.

94,15. Aus diesen Lichtern wird sich die Sonne des Lebens, also das neue, vollkommene Jerusalem, gestalten, und in dieser Sonne werde Ich auf diese Erde wiederkommen. – Und nun mehr denn zur Genüge von dem, was dereinst geschehen wird!“

94,16. Hierauf machten sogar Meine Jünger grosse Augen und sagten unter sich: „So klar und umständlich hat Er von Seiner einstmaligen Wiederkunft noch nicht geredet! Glücklich werden die Menschen sein, die in jener Zeit dort leben werden, wo Er wiederkommen wird mit aller Fülle Seiner Gnade, – aber überunglücklich jene, die an Ihn nicht glauben werden und etwa, gleichwie nun die Pharisäer, sich gegen Ihn erheben und Ihm nach dem Leben streben, sich wider Ihn setzen und ihr Heidentum schützen wollen. Denen wird Er, wie Er das schon zu öfteren Malen und auf dem Ölberge durch Zeichen am Himmel angezeigt hat, als unerbittlicher Richter entgegenkommen und ihnen geben den Lohn in der Hölle.“

94,17. Sagte Ich: „Ja, ja, da habt ihr nun die Wahrheit geredet! Und Ich sage es euch: Wahrlich, wahrlich, dieser sichtbare Himmel und diese Erde werden in der rechten Länge der Zeiten auch vergehen; aber Meine Worte, die Ich zu euch geredet habe, werden nicht vergehen!“

flagge en  The Wisdom of Moses, the Science of Correspondences & His Return

   

Jesus elucidates the Wisdom of Moses and Joshua,
the Science of Correspondences & His Return

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 9, Chapter 91 to 94
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

As it was then, so it is today.

The Lord shows how the blind humanity was led by the nose – and still is …

This happens in all areas of life:
Governments, churches, science, medicine – in short: Everything that does not come from charity, according to the teaching of the Lord, is folly!

The last Part from Chapter 91
The gradual cleansing of arts and sciences

The Lord says:

91,6. But just go and teach it to the blind people in the manner in which I have taught you, then you will all too soon experience how difficult it is to dissuade people from their old knowledge and their mystical prejudices.

91,7. Moreover there are numerous people who were made dumb by their selfish priests and rulers in such a way that they would consider such clarification of knowledge as an unforgivable crime against the gods, and they would seriously harm those who seduced them to commit a crime against the gods.

91,8. In order to bring about a complete cleansing of the sciences in the course of time and the resulting technologies, first My teaching should be proclaimed to them, and the many idols together with their priests and temples should be destroyed.

91,9. Once this has happened and My gospel has been proclaimed to the people – even though through many false prophets – then they also will be able to cleanse progressively their sciences and technologies, and these will then be a lightning which will brightly enlighten everything that is on the Earth, from sunrise to sunset. With ‘sunrise’ the spiritual should be understood, with ‘sunset’ all what is natural.

91,10. If you have understood this, then do not ask again if this or that will already be possible now.”

Chapter 92
The wisdom of Moses and Joshua

92,1. When the disciples, and of course also the innkeeper, the healed helper, the Pharisee and the scribe heard these words of Mine, the scribe said: “From Your words, Lord and Master, I have concluded that You have not only revealed the great mystery of the Kingdom of God on Earth among the people to Your disciples, but also the kingdom of the nature of this Earth, of the moon, the sun and of the stars, and You have given me a new proof that You in Your Spirit must be the Creator of that all, otherwise You could not have explained those endlessly many and wonderful things to Your disciples, and make it even visible to them.

92,2. Since You wanted to do this for Your disciples, who are also only Jews and men, would You not like to explain also to us very briefly those wonderful things, in such a manner that we also could have a clear image about what we should think and believe about the moon, the sun and the stars, eclipses, the frightening comets and also the many falling stars? For in this matter we are not even a bit better than the heathens.”

92,3. I said: “Then why did you reject the 6th and 7th Book of Moses and have declared them as being untrue? And those who dared to read them you have even threatened with severe punishments. Look, in those 2 books Moses has described in clear words the whole natural creation.”

92,4. The scribe said: “Lord and Master, I have heard about it once, but I have never read even one letter of it. It seems that those books cannot be found in the temple of Jerusalem anymore. That is why I am asking You now for those things that I have asked, to describe and explain them to us as brief as possible, so that we would then also know what they are and how they are arranged.”

92,5. At the request of the scribe I described those things to the 4 of them as briefly as possible, and in such a manner that they could well understand what I had explained.

92,6. After the explanation, which lasted for about 1 hour, the scribe asked Me if also the patriarchs knew about this.

92,7. I said: “Certainly, namely the very first inhabitants of Egypt. But as the people in the course of time withdrew themselves more and more from the one, eternal true God through all kinds of sins, and turned to the blind paganism, becoming more and more dark, then also this knowledge got lost, and was replaced by poetic nonsense and fantasies that are full of errors.

92,8. And so the knowledge of the Earth and the stars got lost. Only with some, very few wise men in a hidden corner of the Earth it still existed, but these did not dare to make it known to the totally darkened people. And so that knowledge became practically completely lost. But in future times the people will acquire it again, still more clear than in the ancient time, and they will calculate everything. And that will belong to the lightning that enlightens from sunrise to sunset.”

92,9. The scribe said: “From whom did Moses and Aaron actually receive that knowledge?”

92,10. I said: “From the Spirit of God. Although Moses, as a son of the Pharaoh, was initiated in the Egyptian mysteries, and did also acquire much of the old astronomy and geography, it was hardly a drop of troubled water compared to the whole sea of his later understanding, which made him the elect leader of the people of Israel, given by the Spirit of God, by which only after that he became a true scientist from God.”

92,11. The scribe said again: “Lord and Master, Joshua who was also a chosen leader of the people of Israel towards the promised land, must also have known precisely about what Moses has described. Then how could he say before Jericho to the sun: ‘Sun, stand still, until I have defeated all the enemies’, and the sun seemed to have obeyed his command? If he said that to the Earth, then this would really make sense according to what You have explained to us just now. But now that we heard from You how things really are, Joshua’s command to the sun seems to be something which is clearly senseless, and it seems that Joshua did still not know the real matter if it was his intention that his command should be executed according to the truth of nature.”

92,12. I said: “It is true that Joshua said it this way, however not to the natural sun, but to the spiritual sun which consisted in the teaching which Moses received from God. The people’s faith and trust in it began seriously to sink down when they saw the superior power of the enemy. Joshua only wanted to say with his strong crying out to the people who lacked courage and who were utterly grumbling: ‘Continue to have faith and trust until you soon will see the apparent mighty enemy completely defeated before you. Then, together with me, you will be able to occupy the land where milk and honey are flowing, or you will return again to the desert.’

92,13. By that, the people took courage again with full faith and trust in God, which is, was and will be the true sun of the soul and his spirit in Heaven and on Earth. And look, the sun that was spoken to by Joshua stood still in the faith and trust of the people, enlightened them and gave them courage, intelligence and power, and the enemy was totally destroyed, with the exception of the harlot Rahab who showed mercy to the messengers of Joshua. Did you understand this now?”

Chapter 93
The science of correspondences

93,1. The scribe said: “Yes, Lord and Master, we all have understood this very well now, so that we realize now that Joshua could have impossibly connected another meaning to his great exclamation. But why did we not understand that just now?”

93,2. I said: “Because the old inner science of correspondences left you entirely already before the Babylonian captivity, because this science is only accessible for and is typical to those people who never wavered or have become weak in the true faith and trust in the one, true God, and who have always loved Him above all as the Father and their fellowman as themselves.

93,3. Because this science is the inner scripture and the inner language of the soul and of the spirit in the soul. He who has lost this language can impossibly understand the Scripture, and in his dead worldly light it seems foolishness to him, because the life’s conditions of the spirit and of the soul are of a totally different nature than those of the body.

93,4. So also, the hearing, seeing, feeling, thinking, speaking and the writing of the spirit have a totally different character than here among the people in the natural world, and therefore what a spirit does and says, can only be made clear to natural men by way of the ancient science of correspondences.

93,5. When this science was lost for men by their own fault, they made the communication with the spirits of all the regions and all the Heavens impossible for themselves, and that is why they cannot grasp nor understand anymore the spiritual sense of the Scripture. They read the written words according to the blindly learned sound of the dead letter and cannot even understand and realize that the letter is dead and can revive no one, but that it is only the inner hidden meaning that revives everything, since it is life itself.

93,6. If you understand this now, you mostly should strife to make the Kingdom of God alive and completely active in yourselves, then you also will receive again the mentioned science of correspondences between matter and spirit, otherwise you never will be able to understand Moses or another prophet in the deepness of the living truth, and you will be forced in yourself to fall into unbelief, all kinds of doubts and sins. Because when a blind person walks on a road with a lot of stones on it, will he then be able to prevent to stumble while walking, one time against this stone, then again against another, and also falling down many times? And if there is along the way an abyss that shows up, how will he keep himself from falling into it at the next step, finding inevitably death?

93,7. So mostly strife for it that you will be reborn in the spirit as soon as possible and become seeing, otherwise you will not escape thousands of dangers that are lying in wait for you and threaten to devour you.”

93,8. On this the scribe said: “O Lord and Master, Your wisdom is immense, and if we men compare ourselves to You, we are as blind as a stone. Only now I clearly realize what the reason is of the totally shattered faith and trust in God, and I also realize that in the future, precisely the same will happen with this teaching of light and life of Yours as now with the teaching of Moses and the prophets, and that Your love and mercy will make You really return again to this Earth to the people. Now it is only the question if You will return in the same way as this time or maybe in another way in the manner that is only known to You. Would You not like to explain this further to us?”

93,9. I said: “I have shown you often very clearly how and in what manner I will return again to this Earth to the people. How can you now ask Me the same thing again?”

93,10. The scribe said: “It is true, Lord and Master, that You have already told us about this. If only I would already possess the science of correspondences I would also have completely understood the meaning of Your words, but I still do not master this science at all, and that is why everything You have said about Your return is not clear to me.

93,11. Look, my question is actually mainly if You will come back just like now, as a Man of flesh and blood, born out of a pure woman, or unborn, more like a Spirit and still also a visible Man, and where, and to which people.

93,12. This is of course a very foolish question of mine according to Your unperceivable wisdom, but I am only a converted person since a couple of hours, and that is why I can be excused when I still bother You with all kinds of foolish questions.”

Chapter 94
The return of the Lord

94,1. I said: “Your questions are not that foolish, and you have the fullest right to ask what you do not know, and I have of course the right to answer you in the manner that I consider helpful to you and to the others. But because you have already asked it now, I will also give you the answer. So listen.

94,2. At My second coming I will not be born somewhere as a child from a woman because this body will remain glorified in eternity – just as I in Spirit – and thus I do not ever need a 2nd body as you had in mind.

94,3. First I will come invisibly in the clouds of the Heavens, which means: first I will come close to men by truthful seers, wise men and newly awakened prophets, and in that time also women will prophecy and young men will have clear dreams by which they will announce My coming to the people, and many will listen to it and improve their life, but the world will call them daydreamers and will not believe them, as this was also the case with the prophets.

94,4. So I will also awaken men from time to time, to whom I will say, by means of their heart, to the pen, everything that is now happening and being discussed during My presence. What is written then, will in a short time of a few days and weeks, be multiplied in many thousands of copies in a very artful manner, which will be very well known by the people of that time, and so they can be conveyed to the people. And since the people of that time will almost generally know how to read and write, they also will be able to read and understand those new books themselves.

94,5. In this way, the spreading of My teaching will then again be given anew and pure from the Heavens to all men on the whole Earth, much faster and effective than now by messengers in My name from mouth to mouth.

94,6. Once My teaching will be brought in this manner among the people who are of good will and have a living faith, and when at least ⅓ of the people will know about it, I will also personally, visibly and bodily, come to different places, to those who love Me most and have the greatest desire for My return, and who for that reason will also have full and living faith.

94,7. And I Myself will form congregations out of them, against which no worldly power will be able to oppose or resist, for I will be their Commander-in-Chief and their eternal invincible Hero, and will administer justice to all dead and blind worldly people. And in this way I will cleanse the Earth of its old filth.

94,8. However, during the time of those new seers and prophets there will be great misery and need among the people, as has never been before on this Earth, but for the sake of My chosen ones of that time it will only last for a short time, so that their development towards bliss will not be hindered.

94,9. But in this land where I am now persecuted by the Jews of the temple as a criminal from one village to the other, and who is trampled down by dark heathens, I will personally not first act, teach and comfort the weak again. But in the lands of another continent that is now inhabited by heathens I will establish a new Kingdom, a Kingdom of peace, of unity, of love and of continuous living faith. Fear for the death of the body will no longer exist among the people who walk in My light and who will always be in contact with the angels of Heaven and associate with them. Here you have now a real answer to your question.”

94,10. The scribe said: “Thus, Asia, the old cradle of mankind and of many blessings from God, will not be fortunate anymore to see and hear You when You will return to this Earth? This is truly not a happy news for this continent.”

94,11. I said: “The Earth belongs to Me everywhere, and I know in which place My return will be most beneficial for the whole Earth. At that time however, men will be able to contact each other from one end of the Earth to the other, and this as fast as the lightning that strikes from a cloud. And through the use of the spirits that are bound in the fire and the water they will, riding on iron roads, cover the greatest distances on Earth, faster than the heaviest storms that drive from one end of the Earth to the other. And the ships will, by means of these same powers, cross the big ocean in a much shorter time than now the Romans from Rome to Egypt. So then it will be possible to spread the message of My personal return in a very short time over the whole Earth, and thus also to Asia.

94,12. But then there is again the question: will the blind and deaf heathens of this continent also believe it?

94,13. I think and say: this will hardly be possible before it will be purified by a great worldly judgment.

94,14. There is a big country, far in the west that is surrounded on all sides by the great world oceans and which is, across the sea, nowhere in connection with the old world. From that country, first the people will come to know great things, and they will also come up in the west of Europe, and from that, there will be a bright shining and a shining in return. The lights of the Heavens will meet each other, recognize and support each other.

94,15. Out of these lights, the sun of life will develop – thus the new, perfect Jerusalem – and in that sun I will come back to this Earth. And now we have talked enough about what will happen in the future.

94,16. Then even My disciples were very surprised and said among each other: “He never talked so clearly and extensively about His future return. Lucky will be the people of that time who will live there where He will return with all the fullness of His grace, but unlucky those who will not believe in Him and who will maybe just like the Pharisees now revolt against Him and want to kill Him, who resist Him and want to protect their sanctuary. For as He has shown already several times, and on the Mount of Olives by signs in the sky, He will come to meet them and relentlessly administer justice to them and give them their reward in Hell.”

94,17. I said: “Yes, yes, with that you have spoken the truth now. And I say to you: truly, truly, this visible sky and this Earth will also perish after the right length of time, but the words that I have spoken to you will not perish.”

Jesus erläutert den Jüngsten Tag, die Ewigkeit & Das Letzte Gericht – Jesus elucidates the Youngest Day, Eternity & The Last Judgment

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Jesus erläutert den Jüngsten Tag, die Ewigkeit & Das Letzte Gericht

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 10, Kapitel 153-156
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 153 – Die Frage der Auferweckung der Gläubigen am Jüngsten Tage

153,1. Sagte darauf Simon Juda, auch Petrus genannt: „Herr! Du hast zu uns zu öfteren Malen gesagt, dass nur jener Mensch, der an Dich lebendig glaubt und nach Deiner Lehre lebt und handelt, das ewige Leben überkommen wird, und Du ihn auferwecken wirst am Jüngsten Tage! Siehe, Herr, das sind aus Deinem Munde zwei Verheissungen, über die ich selbst trotz Deiner mannigfachen Erklärungen noch nicht völlig klar werden kann.

153,2. Was wird es denn mit den zahllos vielen Menschen für ein Ende nehmen, die von Dir noch lange nichts hören und vernehmen werden? Sind diese nun bloss darum auf der Erde, damit sie durch ihre Leiber den weiten Boden ebendieser Erde für ein allfällig noch besseres Menschengeschlecht düngen?

153,3. Denn bei diesen Menschen kann selbstverständlich keine Auferweckung durch Dich an irgendeinem Jüngsten Tage statthaben, indem sie – ohne ihre Schuld – an Dich unmöglich glauben und nach Deiner Lehre leben können; und dann ist ein Jüngster Tag, an dem Du alle Lebendigen und Toten erwecken willst, immer etwas sehr Hartes und Rätselhaftes in Deiner Lehre, trotz der so manchen Erläuterungen, die Du schon teilweise darüber gegeben hast. Denn bald hat er das Gesicht eines irgendwann einmal kommenden allgemeinen Tages, bald wieder das Gesicht eines speziellen für jeden ins grosse Jenseits übertretenden Menschen.

153,4. Sei ihm aber, wie ihm wolle, so begreife ich doch nicht, wozu noch eine abermalige Auferweckung für die ohnehin Lebendigen in Deinem Namen notwendig ist.

153,5. Für die eigentlichen Toten dünkte mir eine Auferweckung als notwendig; aber wann und wofür sollen sie nach der Auferweckung noch mehr tot werden, als sie vor derselben waren? Oder soll ihnen erst nach solch einer Auferweckung Dein Evangelium gepredigt werden?

153,6. Siehe, o Herr, darüber gib Du uns endlich eine vollgültige Erklärung, auf dass wir nicht immer heimlich der Meinung sein müssen, Du habest unter tausend Menschen nur einen fürs ewige Leben und die Neunhundertneunundneunzig für den ewigen Tod erschaffen!“

153,7. Und Ich sagte darauf: „Höre, du Mein Simon Juda! Ich meine, dass du in diesem Punkte deines fortwährenden Zweifelns selbst im Vollbesitze Meines Geistes nie klar werden wirst! Habe Ich euch doch schon einige Male gesagt, dass Ich euch noch gar manches und gar vieles zu sagen hätte, – aber ihr könntet es jetzt noch nicht ertragen, das heisst mit eurem Verstande begreifen und verstehen; darum werde Ich euch Meinen Geist senden und über euch ausgiessen, der wird euch erst in alle Wahrheit und Weisheit leiten!

153,8. Ich darf jetzt vor euch nur ein bisschen mit Meiner Lehre nach oben ausgreifen, und ihr saget: ,Nun hast Du schon wieder Deinen Mund in Gleichnissen und Bildern aufgetan!‘, dass ihr sie nicht zu verstehen vermöget, und nennet darum Meine Lehre hart. ,Wer kann sie fassen und begreifen?‘

153,9. Wisst ihr denn nicht, dass ihr nun in Beziehung auf Meine Lehre gleich den kleinen, unmündigen Kindern seid, die man mit Milch speist, weil sie noch keine harte und kräftige Speise zu sich zu nehmen und zu verdauen imstande sind?

153,10. So ihr nach Mir ausgehen werdet, zu verbreiten unter den Menschen Mein Evangelium, so werdet ihr dasselbe tun, was Ich nun tue mit euch und mit andern Menschen, mit denen wir zusammenkommen.

153,11. Oder wie gefiele es euch denn, so in einer Knabenschule irgendein hochweiser Schriftgelehrter aufträte und anfinge, Vorträge über die verborgensten Stellen der Propheten vor seiner jungen und schwachen Zuhörerschaft zu halten, – was natürlich keiner seiner Zuhörer verstehen könnte? Müsste der hochweise Schriftgelehrte es sich am Ende nicht gefallen lassen, dass ihm seine Zuhörer zurufen würden und sagen: ,Hochgelehrter und weiser Freund, lehre uns doch zum voraus lieber lesen, zur Not schreiben und rechnen; dann erst siehe du, ob wir von deiner hohen Weisheit etwas begreifen können oder nicht!‘?

153,12. Und sehet, eine solche Zurechtweisung müsste Ich Mir von euch selbst gefallen lassen, so Ich im rein himmlischen Lichte euch Mein Evangelium vortrüge! Denn verstehet ihr schon Dinge dieser Welt nicht, die ihr im Notfalle doch mit den Händen greifen könnet, wie würdet ihr erst dann etwas begreifen, so Ich über vollkommen jenseitige und himmlische Dinge mit euch sprechen würde?“

Kapitel 154 – Der Herr begründet Seine Gnade

154,1. (Der Herr:) „Das aber, worüber du, Mein Simon Juda, Mich soeben gefragt hast, ist eben zuallermeist vom Jenseits herübergenommen, und du magst es trotz Meiner mannigfachen Erläuterungen nicht völlig auf den Grund verstehen und beschuldigst Mich heimlich dadurch einer Art Ungerechtigkeit und tyrannenmässiger Grausamkeit, was eben nicht gar fein von dir ist, und das darum um so weniger, weil du nun wohl schon weisst, wer Ich bin, und dass Ich sicher nur aus Liebe zu euch Menschen und nicht aus Zorn und Rache euer irdisches Fleisch angenommen habe, um Mich euch Selbst persönlich in aller Meiner Tiefe und Grösse offenbaren zu können, ohne Mich des Mundes eines oder des andern Propheten bedienen zu müssen, um Meinen Willen euch Menschen kundzutun.

154,2. Meinst du denn nicht, dass Ich noch um vieles besser die Anzahl jener Menschen auf Erden kenne, die von Mir noch nie etwas haben erfahren können, jetzt nicht erfahren und noch lange nichts erfahren werden? Wie könnte Ich denn sie darum richten und verdammen, so sie ohne ihre Schuld an Mich nicht glauben können, da Ich doch, selbst unter den vielen Juden, die Mich gehört und wirken gesehen haben, noch niemanden gerichtet und verdammt habe, – ausser einige wenige dem Fleische nach, die mit frechster Hast und Gier uns ergreifen und töten wollten? Wie sollte Ich dann die Unwissenden und Unschuldigen richten und verdammen?!

154,3. Es besteht aber kein Volk auf der ganzen Erde, als von Adam abstammend, das nicht aus der Urzeit her noch eine Art Überrest von der den Urvätern geoffenbarten Lehre über den einen und wahren Gott besässe. Dass diesen einen und wahren Gott späterhin die Priester und die Weltherrscher sehr verdeckt haben aus lauter weltlichem Eigennutz und an Seine Stelle dann allerlei Götzen gesetzt haben, an die das Volk glaubte und ihnen auch opferte, ist bekannt.

154,4. Und siehe: Wenn das Volk gewissenhaft nach diesen allerlei Lehren lebt und handelt, so hat es keine oder wenig Sünde vor Mir! Es lebt wohl in der Finsternis von allerlei Irrtümern, aber so ihre Seelen nach jenseits gelangen werden und alles alldort von Mir erleuchtet finden, so wird es ihnen ebenso ergehen wie einem allhier, der in der Nacht einen Weg zu gehen hatte und auf dem Wege auf allerlei Gegenstände geriet, die er bald für Menschen, für Tiere und bald wieder für etwas anderes hielt, nur für das nicht, was sie eigentlich waren und noch sind.

154,5. Lassen wir aber diesen nächtlichen Wanderer am hellen Tage denselben Weg machen, und er wird seine in der Nacht wunderlichen Erscheinungen sicher nur als das ansehen, was sie wirklich sind, und unmöglich für etwas anderes und wird sich am Ende selbst auslachen, wie er so dumm hat sein können, irgendeinen Baumstrunk für einen allfälligen Strassenräuber und einen auf dem Wege liegenden Stein für eine Hyäne zu halten!

154,6. Aus dem wirst du aber leicht entnehmen, dass dergleichen Seelen im grossen Jenseits sich in Meinem Lichte des Lebens um gar vieles eher und leichter zurechtfinden werden als diejenigen Seelen, die von Mir treue Kunde haben und leicht sehen und begreifen können, dass Ich das Licht, das Leben und die Wahrheit bin, – aber ihr Weltsinn und ihr böser Wille lässt ihnen das nicht zu.

154,7. Lassen wir diese nach jenseits kommen, und sie werden dort das ihnen schon hier so verächtliche Licht des Lebens und der Wahrheit noch mehr fliehen und verachten denn hier!

154,8. Habe Ich dann unrecht, so Ich sage: ,Ich werde auch diese geistig Toten, so sie aus dem Fleische dieser Welt treten werden, auferwecken und sie richten und sie ihren Lohn für ihre Taten finden lassen!‘?

154,9. Ich werde sie sicher nicht persönlich richten; aber die ewige Wahrheit, die auch in ihnen ist, die sie aber über die Massen anfeinden, wird sie richten und vor Meinem Angesichte in die Flucht treiben. Wird dafür Mir eine Schuld beizumessen sein?

154,10. Sagen nicht schon die weiseren Gesetze der Römer: ,VOLENTI NON FIT INIURIA!‘? Oder sollte Ich etwa aus einer Art Liebe zu solchen Meinen Widersachern Mein ewiges Lebens- und Wahrheitslicht von Mir tun und das Kleid der Lüge und des Betruges anziehen? Das wird hoffentlich von euch doch etwa niemand wünschen? Aber selbst für derlei durch sich selbst verworfene Seelen habe Ich euch zwei tröstende Dinge gesagt, einmal in dem Gleichnis vom verlorenen Sohn und dann in dem, als Ich bei einer ähnlichen fraglichen Gelegenheit zu euch gesagt habe, dass es in Meines Vaters Hause sehr viele Wohnungen, – um Mich aber hier deutlicher auszudrücken – sehr viele Lehr- und Korrektionsanstalten gibt, in denen selbst die auf dieser Welt verworfensten Menschenteufel bekehrt und gebessert werden können.

154,11. Ich meine, aus dem wirst du, Simon Juda, wohl so ziemlich klar sehen können, wie das zu verstehen ist, worüber Ich mit euch schon so oft gesprochen habe.“

Kapitel 155 – Der Begriff der Ewigkeit

155,1. (Der Herr:) „Dass Ich aber mit euch noch nie von einem allgemeinen Erweckungs- und Gerichtstage gesprochen habe, dessen werdet ihr euch alle wohl zu erinnern wissen, – wohl aber von einem speziellen jüngsten Tage für einen jeden Menschen, und das in dem Augenblick, in dem seine Seele die fleischlich-irdische Probehülle verlassen wird. Aber freilich wird diese Erweckung nicht jedem zum sofortigen ewigen Leben verhelfen, sondern auch umgekehrt zum ewigen Tode, wobei aber wohl zu bemerken ist, dass ihr das Wort ,ewig‘ nicht als eine endlos fortdauernde Zeit betrachtet, so wie auch die Unendlichkeit Meines Schöpfungsraumes sich nicht ausschliesslich auf diesen Raum bezieht, der freilich wohl nirgends einen Anfang und ein Ende hat gleichwie Gott Selbst, von dem dieser Raum ausgeht und allenthalben erfüllt ist mit den Werken Seiner Liebe, Weisheit und der Macht Seines Willens nach allen Richtungen hin.

155,2. Die Ewigkeit entspricht wohl der Zeitendauer in den materiellen Welten; aber jenseits im Geiste ist sie das, was hier die Zeit ist. Aber es ist damit durchaus nicht gesagt, dass in ihr keine Veränderung statthaben sollte, sondern nur das ist damit angezeigt, dass die Wahrheit und das Leben ewig und unveränderlich gleich ist, und das Falsche und Unwahre bleibt denn als Gegensatz zu dem ewigen Wahrheitslichte und Leben demnach auch ewig, ohne dass ein Wesen dadurch auch gezwungen wäre, ewig in diesem Widersatze zu verbleiben. Denn ihr wisst, dass Gott als die ewige Liebe, Weisheit, Macht und Kraft auch ewig nie müssig sein kann und sein wird, sondern dass Er aus Sich ewig fort Schöpfungen hervorrufen und somit Seine Gedanken verkörpern und sie aus Seiner Liebe und Weisheit zur einstigen Selbständigkeit leiten wird, wozu in der Ewigkeit Zeit genug und im endlosen Raum Platz genug vorhanden ist.

155,3. Und solange irgendeine Schöpfung bestehen wird, wird zur göttlich reinsten Geistheit sich auch ein materieller schöpferischer Gegenstand vorfinden, der gewisserart der reinen Gottheit gegenüber den finsteren Lebensprobe- Gegenstand bildet, womit aber nicht gesagt ist, dass dieser finstere Gegenstand für die ganze Ewigkeit hin finster und böse verbleiben solle, so wenig, als diese ganze Erde und der für euch sichtbare Himmel mit seinen Sternen ewig also verbleiben werden, wie ihr das alles jetzt seht, sondern er wird vergehen und mit den Zeiten der Zeiten gänzlich aufgelöst werden, und an seine Stelle wird eine neue Schöpfung treten. Darum sage Ich zu euch schon jetzt: Sehet, Ich mache alles neu, und ihr alle werdet noch Meine neuen Schöpfungsgehilfen sein!

155,4. Ihr seid zwar hier nun sowohl zeitlich als räumlich begrenzt; aber dennoch fasset ihr Ewiges und Unendliches in euch, was ihr freilich jetzt noch nicht ganz begreift, aber einmal vollends begreifen werdet, wie dergleichen auch ein noch so kleines Sandkörnchen in sich fasst. Denn versuche einer von euch, der des Rechnens kundig ist, ein Sandkörnchen zu teilen, und er sage Mir dann, wann er mit der Teilung fertig wird! Ich meine, dass einem jeden noch so Rechnungskundigen solch eine Arbeit etwas zu langweilig werden dürfte, weil er mit ihr ewig nie zu Ende käme. Wie aber selbst in dem kleinsten Ding die Unendlichkeit vorhanden ist, so auch die Ewigkeit.

155,5. So Ich denn von der Ewigkeit und Unendlichkeit rede, so müsst ihr das auch in dem rechten Sinne verstehen, – nicht aber, wie es euch euer kurzsichtiger Weltverstand eingibt.

155,6. Sehet, hiermit habe Ich euch nun eine männliche und festere Kost gegeben, weil Ich wohl sehe, dass einige von euch schon mehr oder weniger die Fähigkeit besitzen, solch eine Kost zu verdauen!

155,7. Wenn ihr aber in Meinem Namen in die Welt hinausgehen und den Völkern Mein Evangelium predigen werdet, so werdet ihr es auch in einer Milchspeise den Kindern vorzusetzen haben. Denn so ihr mit solchen Lehren den Anfang machen würdet, da würden euch die Menschen als Irrsinnige ansehen und euch gar nicht anhören, was ihr lehren und sprechen würdet, darum ihr euch aber auch gar nicht zu kümmern habt; denn es wird euch allzeit in den Mund gelegt werden, wie und was ihr zu reden habt. Alles andere wird dann schon Mein Geist bei allen tun, die durch euch Meinen Geist überkommen und in ihm wiedergeboren werden. Und darin wird denn auch das Wahrzeichen bestehen, dass Meine Worte nicht aus dem Munde eines Menschen, sondern aus dem Munde Gottes zu euch gekommen sind. Und nun, Mein Simon Juda, bist du jetzt erleuchteter denn zuvor?“

Kapitel 156 – Über das Letzte Gericht

156,1. Sagte Simon Juda: „Herr und Meister, diesmal habe ich alles das, was Du nun erklärt hast, mit grösster Klarheit begriffen, besser als je irgendwann zuvor; aber das muss ich auch hinzugestehen, dass mich Deine zu grosse Weisheit beinahe erdrückt hätte. Dir ist es wohl ein leichtes, über derlei unendlich grosse Dinge noch leichter zu reden als ein Hausherr über sein Hausgerät, aber unser irdischer Verstand, der empfindet dabei die ganze Last Deiner endlosen Allwissenheit und seiner allernichtigsten Unwissenheit.

156,2. O Herr! Du wirst eine grosse Masse Deines ewigen Lichtgeistes über uns ausgiessen müssen, bis wir nur das verstehen werden, was Du bis jetzt uns alles geoffenbart hast! Ich danke Dir für Deine so grosse Gnade, die Du uns nun erweisest; aber das sehe ich doch ein, dass wir nicht imstande sein werden, alle die grossen Geheimnisse, die Du uns schon aus der Naturwelt, und daneben jene noch grösseren aus dem Geisterreiche, geoffenbart hast, auch unseren Jüngern wiederzugeben.“

156,3. Sagte Ich: „Ist vorderhand auch gar nicht notwendig, sondern das wird schon Mein Geist bei vielen tun, die Ich dazu berufen werde. Für die Kinder der Jetztzeit aber ist es genug, dass die Menschen an Mich glauben, dass Ich diesem Meinem Fleische nach von Gott, dem Vater, ausgegangen bin, und dass ein jeder Mensch durch solch einen Glauben zur wahren Erkenntnis Gottes, zur wahren Liebe zu Ihm und zum Nächsten und dadurch auch zum ewigen Leben übergehen wird.

156,4. Und so werdet ihr in dem die Posaune sein, welche alle hören werden, auch die, die in den Gräbern sind, und die das Meer ihrer endlos vielen Torheiten und Sünden wegen gefangenhält, und sie werden aus den Gräbern hervorgehen, und auch die, die das Meer gefangengehalten, werden frei werden und angetan werden mit dem Kleide des Lebens.

156,5. Denn wer da erweckt wird durch die Posaune, der wird nicht erweckt zum Tode, sondern zum Leben; wer aber den Schall der Posaune nicht wird hören wollen, der wird auch nicht erweckt werden, sondern verbleiben in der Nacht seines Grabes und in der Gefangenschaft des Meeres bis zur Zeit, in der diese ganze Erde aufgelöst wird durchs Feuer. Denn wie zu der Zeit Noahs werden sie freien und sich freien lassen und sich gar nicht kümmern um die Stimme Meiner Erweckten; diese werde Ich aber dann gleich in einem Augenblick von dieser Erde entrücken und jene mit allen ihren Lieblingen dem alles zerstörenden Feuer preisgeben, zu dessen Entstehung die dermaligen unbussfertigen Weltmenschen selbst das allermeiste beitragen werden.

156,6. Und sehet, das wird ein letztes Gericht auf dieser Erde sein, zu dem kleine Anfänge bald nach euch werden gemacht werden! Zudem aber müsset ihr freilich nicht denken, dass solch ein Feuer alsogleich an allen Orten und Punkten der Erde zugleich hervorbrechen wird, sondern gleich nur so nach und nach, auf dass den Menschen noch immer zur Besserung Zeit und Raum gegeben wird.

156,7. Es entsteht in euch freilich geheim wieder die Frage, was es darauf mit solchen unbändigen Seelen für eine Bewandtnis haben werde. Da denket aber nur daran, was Ich euch soeben gesagt habe, dass es in Meines Vaters Hause viele Wohnungen und Korrektionsanstalten gibt, und ihr werdet daraus leicht innewerden, was da fürderhin mit solchen Seelen geschehen wird!

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Jesus elucidates the Youngest Day, Eternity & The Last Judgment

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 10, Chapter 153-156
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber Chapter 153

The question about the resurrection of the faithful on the youngest day

153,1. On this, Simon Judah, who was also called Peter, said: “Lord, You told us several times that only the one who truly believes in You and will live and act according to Your teaching will receive eternal life, and that You will wake him up on the youngest day. Look, Lord, these are 2 promises from Your mouth which are still not quite clear to me despite Your multiple explanations.

153,2. What will be the fate of those numerous people who still by far will not hear or know anything about You? Are they only on the Earth to fertilize with their bodies the vast surface of this Earth for a possible better human race?

153,3. Because those people can obviously not receive an awakening by You on a youngest day, since they – without their fault – can impossibly believe in You and live according to Your teaching. And a youngest day is always something hard and mysterious in Your teaching, despite the many explanations that You partly gave about it. For at one time it seems to be a general day that will happen some time, and another time a special day for every person who will pass over to the great world in the beyond.

153,4. But no matter how, I still do not understand why once more an awakening is necessary for those who are already living in Your name anyway.

153,5. An awakening seems a necessity to me for those who are really dead, but once they are awakened, when and for what do they have to become more dead than before? Or will Your gospel only be preached to them after the awakening?

153,6. Look, o Lord, give us now finally a complete explanation about this, so that we not always have to secretly think that out of 1.000 human beings that You have created, only 1 was created for eternal life and 999 for eternal death.”

153,7. On this, I said: “Listen, My Simon Judah, it seems that on this point, about which you constantly doubt, you will never be able to have a clear understanding, even when being in full possession of My Spirit. I told you already several times that I still have many things to tell you, but that you cannot bear them yet – that means to perceive and understand them with your reason. That is why I will send you My Spirit and will pour it out over you all, and only that will guide you into all truth and wisdom.

153,8. I only have to reach a little higher with My teaching, and you say: ‘Now You have opened Your mouth in parables and images again’, and since you are not capable to understand My teaching, you call it hard, saying: ‘Who can grasp and perceive it?’

153,9. Do you not know that in relation to My teaching you are still like little children under age who are fed with milk because they still cannot take and digest any hard and strong food.

153,10. When after Me you will go out to spread My gospel among the people, then you will do the same to them as what I am doing now to you and to other people that we meet.

153,11. Or what would you think when in a school for children a very wise scribe would come and give speeches about the most secret parts of the text of the prophets to his young and weak listeners – who, of course, would not understand any of it? Would the very wise scribe finally not have to hear the listeners shouting: ‘Highly learned and wise friend, teach us first how to read, and if necessary to write and to count, and see only then whether we are capable to understand anything of your high wisdom’?

153,12. And look, such rebuke I finally would have to hear from you if I would represent My gospel in the pure Heavenly light. For if you already do not understand the things of this world that in case of necessity you can touch with your hands, then how would you understand anything if I would speak to you about things that are entirely from the beyond and Heavenly?

Chapter 154
The Lord explains His mercy

154,1. That which you, My Simon Judah, have just asked Me, belongs for the greatest part to the beyond, and despite My multiple explanations you cannot thoroughly understand it, and you are secretly accusing Me of a certain unjust and tyrannical cruelty. That is not very nice of you, and this all the less since you know now who I am, and that it was not out of anger or vengeance that I assumed a body from your earthly flesh to personally and profoundly reveal Myself to you in all My greatness without making use of the mouth of some prophet to make My will known to you people.

154,2. Do you not believe that I know much better the number of people on Earth who were not able to hear anything about Me, who are not able to hear and will still not hear about Me for a long time? Why should I judge and condemn them if without their fault they cannot believe in Me, while I, even among the many Jews who heard Me and saw My actions, never judged or condemned anyone, except a few for what their body is concerned who wanted to grab and kill us with brutal haste and eagerness? Then why should I judge and condemn those who are ignorant and innocent?

154,3. There is not one nation on the whole Earth – because they originate from Adam – that since the first times does not posses a remainder of the teaching that was revealed to the patriarchs about the one and true God. It is known that later the priests and worldly rulers have, only out of self-interest, greatly concealed this one and true God and put in His place all kinds of idols in which the people believed and to which they also made offerings.

154,4. And look, if the people would live and act conscientiously according to those different teachings, then to Me they would have no or little sin. It is true that they live in the darkness of all kinds of errors, but when their souls will come in the beyond and will receive My light about everything, they will be in the same position as someone here who has to go somewhere at night and stumbles against all kinds of objects along his way, whom he at one time takes for people, for animals or for something else, but not for what they really were and still are.

154,5. But when we let this nightly walker go along that same road in clear daylight, then he will certainly see those things, which seemed to him like strange appearances at night, for what they really are and it will be impossible for him to take them for something else. He finally will laugh about himself because he was so stupid to take a tree stump for possibly a street robber, and a stone laying on the road for a hyena.

154,6. From this you can easily see that such souls in that great world of the beyond will find their way much sooner and easier in My light of life than those souls who truthfully heard about Me and can easily see and understand that I am the Light, the Life and the Truth but whose worldly attitude and evil will does not allow them.

154,7. If we let them go to the beyond they will flee and despise even more the light of life and truth over there, which they already despised here so much.

154,8. So am I wrong when I say: ‘I will also awaken these spiritual dead ones when they will step out of the flesh of this world and I will judge them and will let them find the reward for their deeds’?

154,9. I certainly will not judge them Myself, but the eternal truth, which is also in them but against which they are greatly hostile, will judge them and will let them flee from My face. Can I be blamed in any way for that?

154,10. Do even the wise laws of Rome not say: ‘Volenti non fit iniuria ’? Or should I perhaps, out of some kind of love for My adversaries, dispose of My eternal light of life and truth and put on the garment of lie and deceit? Hopefully no one of you would want that. But even for such souls who reject themselves, I have told you 2 comforting things: one time in the parable of the lost son and later, on a similar controversial matter like now, when I told you that in the house of My Father are a lot of habitations – but in order to express Myself here more clearly: a lot of schools for education and correction, where even the most rejected human devils from this world can be converted and improved.

154,11. I think, Simon Judah, that from this you will quite clearly be able to see how you should understand what I told you already so many times.

Chapter 155
The notion of eternity

155,1. The fact that I never talked to you about a general day of awakening and judgment, you will all remember – but I spoke to you about a special youngest day for every person, beginning the moment his soul leaves his physical, earthly cover of testing. However, not for everyone will that awakening immediately result in receiving eternal life or reversely eternal death, and the remark has to be made that you should not consider the word ‘eternal’ as an endless time that continues. Likewise, the infinity of My space of creation is not only related to that space which has no beginning or end anywhere, just like God Himself from whom that space proceeds and which is filled in all directions of the works of His love and wisdom and the power of His will.

155,2. Eternity in the spiritual world corresponds to the period of time in the material worlds. Thus in the beyond, in the spirit, it is what we call here time. But with this, it is absolutely not said that there will be no change in it, but it is only indicated that truth and life are forever and unchangeably the same. That which is false and untrue will therefore eternally exist in contrast to the eternal light of truth and life, without anyone being forced by that to eternally remain in that contrary condition, for you know that God, as the eternal love, wisdom, might and power can and will never be inactive, and that He will, out of Himself and throughout eternity, call creations into existence, will thus embody His thoughts and will lead them from His love and wisdom to a future independent existence by which in eternity there will be time enough and place enough in the endless space.

155,3. And as long as any creation exists, a material object that is created will also exist for the divine pure spiritual, which in a certain way will, opposite to the pure deity, form the dark life’s object of test. But this does not mean that this dark object should stay dark and evil for the whole of eternity, as little as this whole Earth and the sky with its stars that are visible to you, will remain eternally the way you can see them all now, but it will perish, and in the course of the time of times it will be entirely dissolved, and instead of that will come a new creation. That is why I say to you already now: See, I make all things anew, and you all will be My helpers in the new creation.

155,4. You are limited here, in time and in space. Nevertheless, there are eternal and infinite things in you. You do not completely understand this now, but once you will entirely understand how even in the smallest grain of sand there is something similar. For let one of you, who can count, try to divide a grain of sand in little pieces, and let him tell Me when he is ready with it. I think that this work will still last too long for every counter, even for the best one, because he eternally will not be able to come to an end. However, as infinity is present in even the smallest thing, so is also eternity.

155,5. So when I speak about eternity and infinity, you also should understand its right meaning, and not as your shortsighted worldly reason inspires you.

155,6. Look, with this I have given you manly and solid food now, for I can see that some of you are already more or less capable to digest this kind of food.

155,7. When you will go out into the world in My name to proclaim My gospel to the people, you also will have to present this to the children as milk-food. For if you will begin with teachings like these, the people will think that you are madmen and they will certainly not listen to what you will teach and say, about which you should not be worried at all, for it will always be put into the mouth as to how and what you should say. Then My Spirit will do all the rest to all who received My Spirit through you and who are reborn in it. And out of this will also exist the sign that My words did not come to you from the mouth of a human being, but from the mouth of God. And now, My Simon Judah, are you more enlightened than before?”

Chapter 156
The last judgment

156,1. Simon Judah said: “Lord and Master, this time I very well understood everything that You have explained now – better than ever before. But I have to confess that I was almost crushed by Your too great wisdom. It is easy for You to talk about such endless big things, even easier than when a lord of a house talks about his household goods. But our earthly reason feels the whole weight of Your endless omniscience and its own complete insignificant ignorance.

156,2. O Lord, You will have to pour out a great deal of Your eternal Spirit of light before we will be able to understand all the things that You have revealed to us up to now. I thank You for this great mercy that You are giving us now, but I nevertheless can also see that we will not be capable to also pass on to our disciples all those great secrets that You have revealed to us about the natural world, and besides that, those that are even greater concerning the spiritual Kingdom.”

156,3. I said: “This is also not necessary for the moment. But My Spirit will do it for many whom I will call for that purpose. And for the children of this time it is sufficient that people should believe in Me that I have come from God the Father – for what concerns this body of Mine – and that every human being will, through this faith, pass over to the true knowledge of God, to the true love for Him and for his fellowman and by that also to eternal life.

156,4. And so you will be the trumpets that everyone will hear, also those who are in the graves and who are held captive by the sea because of their endless many foolishnesses and sins, and they will come out of the graves. And also those who were held captive by the sea will be freed and clothed with the garment of life.

156,5. For he who will be awakened by the trumpet, will not be awakened for death but for life. However, the one who will not want to hear the blare of the trumpet will also not be awakened but will stay in the night of his grave and in the captivity of the sea until the time when this whole Earth will be dissolved by the fire. For just like at the time of Noah they will marry and will let themselves be married and will not care about the voice of My awakened ones whom I will pull away in one moment. And the others, with all their favorite ones, I will give to the fire that destroys everything, to the existence of which those who will then be the living and not-penitent worldly people will have substantially contributed.

156,6. And look, that will be the last judgment on this Earth, which will soon have small beginnings shortly after your time. But you also should not think that this fire will breake out immediately in all places and spots of the Earth at the same time, but gradually, so that the people will still receive time and space to better their life.

156,7. Now there is in you quietly the question again as to what will happen with those unruly souls. Concerning this matter, think only about what I just told you, namely that in the house of My Father are many habitations and schools for correction, then you will without difficulty be able to see what will further happen with such souls.

 

Was ist die Auferstehung des Fleisches … Eure Werke bestimmen eure Zukunft – What is the Resurrection of the Flesh … Your Works determine your Future

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Jesu Klarstellung der Auferstehung des Fleisches

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 10, Kapitel 9
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

9,1. Da es bei dieser Gelegenheit aber schon gegen die Neige des Tages zu gehen anfing und wir schon lange Zeit unter allerlei nützlichen Besprechungen beim Tische zugebracht hatten, so fragten Mich die Jünger, ob es nicht gut wäre, auf eine Zeitlang ins Freie zu gehen.

9,2. Sagte Ich (der Herr): „Für heute ist die Arbeit, die noch in ihrem schwierigsten Teile unser harrt, wichtiger als die Freie, die hier in Genezareth nicht viel Anmutiges bietet. Wer von euch aber ins Freie gehen will, dem steht es frei; Ich aber bleibe hier.“

9,3. Als Ich Mich so geäussert hatte, da sagten die Jünger: „Herr, wo Du bleibst, da bleiben auch wir! Denn nur bei Dir ist es allzeit gut; ohne Dich ist allenthalben Gericht, Verderben und der starre Tod.“

9,4. Sagte Ich: „Also bleibet denn, wo das Gottesreich und sein ewiges Geistleben waltet; denn Ich Selbst bin die Wahrheit, das Gottesreich, die Auferstehung und das ewige Leben. Wer an Mich glaubt, der wird das ewige Leben überkommen, da Ich ihn auferwecken werde am jüngsten Tage. Wer in Mir bleibt im Glauben und in der Liebe, in dem bleibe auch Ich; in wem aber Ich bleibe, der hat schon in sich das ewige Leben und wird den Tod niemals sehen, fühlen und schmecken. Also bleibet denn hier bei und durch eure Liebe in Mir!“

9,5. Hier fragte Mich Ebal (der Wirt), sagend: „Herr und Meister, die Juden glauben zum grössten Teil an eine Auferstehung auch des Fleisches im Tale Josaphat. Diese Sache kommt mir darum denn doch ein wenig sonderbar vor! Denn erstens wird wohl nur der geringste Teil im Tale Josaphat beerdigt, und zweitens: Was wird denn dann mit jener Menschen Leiber an dem geheimnisvollen Jüngsten Tage geschehen, die von einem Tale Josaphat nie gehört haben und sonach weit woanders verstorben und zum Teil verbrannt und zum Teil vielleicht auch uns Juden gleich in die Erde verscharrt worden sind? Und endlich drittens: Was wird mit jenen am Jüngsten Tage geschehen, die das Meer und andere Gewässer verschlungen haben und oft mehrfach von den wilden Tieren aufgezehrt worden sind? Wann wird der von den Pharisäern oft so überschrecklich beschriebene Jüngste Tag nach unserer Zeitrechnung kommen?

9,6. Herr und Meister, Du siehst, dass diese Dinge der noch so reinen Menschenvernunft nicht eingehen können! Nur der finsterste und nie etwas denkende und prüfende Aberglaube der allergemeinsten und -niedrigsten Juden und auch der Heiden in ihrer Art kann auf solche Ungereimtheiten halten; dem Denker aber schaden sie und benehmen ihm den Glauben an eine rein göttliche Offenbarung, an die Unsterblichkeit der Seele nach dem Tode des Leibes und ebenso an eine einstige Auferstehung des Fleisches an dem gewissen Jüngsten Tage. – Was sollen wir nun davon halten?“

9,7. Sagte Ich: „So, wie es euch die Pharisäer lehren, gar nichts! Denn der Leib, der auf eine kurze Zeit der Seele zu einem nach aussen hin handelnden Werkzeuge dient, wird weder im Tale Josaphat noch irgendwo anders auf dieser Erde als das, als was er der Seele hier auf eine kurze Zeit gedient hat, an einem gewissen Jüngsten Tage auferweckt und mit der Seele wieder vereinigt werden.

9,8. Was die Auferstehung des Fleisches der Wahrheit nach betrifft, so sind unter dem Fleische zu verstehen die Werke, welche die Seele mit ihrem Leibe ausgeübt hat.

9,9. Das Tal Josaphat bezeichnet den Zustand der inneren Seelenruhe, so ihr Handeln stets ein gerechtes war. In dieser Ruhe, die von keiner Weltliebe und Begierde und deren Leidenschaft gestört wird, und die einem völlig ruhigen Wasserspiegel zu vergleichen ist, in dem du die Abbilder der fernen und nahen Gegenden ungetrübt erschauen kannst, besteht denn auch schon der Anbeginn des wahren Jüngsten Tages der Seele, ihrer Auferweckung durch Meinen Geist in ihr und zugleich auch ihrer Auferstehung zum ewigen Leben.

9,10. In diesem Zustande ersieht dann die Seele schon die guten Früchte ihrer Werke und fängt an, sich ihrer stets mehr und mehr zu freuen; in diesem Erschauen besteht die wahre Auferstehung des Fleisches.

9,11. Es heisst ja: Ein sterblicher und vergänglicher Leib wird in die Erde gesät, und als ein unsterblicher und unvergänglicher wird er wieder auferstehen. Wenn du das auf deinen materiellen Leib beziehst, da musst du freilich wohl in eine grosse Irre geraten; so du das aber auf die guten Werke der Seele, die ihr wahrer Leib sind, beziehst, so gelangst du dadurch zur Wahrheit. Denn siehe, ein jedes gute Werk, das eine Seele mit ihrem Leibe auf dieser Erde ihren Nächsten gegenüber ausgeübt hat, geht auch, wie alles auf dieser Erde, vorüber und stirbt schon nach der Tat; denn wenn du einen Hungrigen gesättigt, einen Durstigen getränkt, einen Nackten bekleidet und einen Gefangenen erlöst hast, da dauert die edle Tat nicht gleichfort, sondern dauert nur die kurze Zeit des Handelns hindurch! Darauf wird sie von dir oftmals vergessen und so auch von dem, dem du sie erwiesen hast, und ist somit zu Grabe getragen und als sterblich und vergänglich in das Erdreich der Vergessenheit gesät; aber an dem dir gezeigten wahren Jüngsten Tage der Seele wird sie als für ewig dauernd von Meinem Geiste in der Seele auferweckt, aber nicht mehr in der Form der vergänglichen irdischen Tat, sondern in der Form der ewig dauernden Frucht.

9,12. Wie wird aber diese dann aussehen? Siehe, die wird jenseits zur herrlichsten, mit allem best- und reichst versehenen Wohngegend für ewig der Seele werden, in der sie höchst selig von einer Vollkommenheit zur andern sich emporschwingen wird!

9,13. Wie demnach die Werke einer Seele hier beschaffen sein werden, so werden sie ihr dereinst als Wohngegenden dienen. Und siehe, darin besteht die wahre Auferstehung des Fleisches! Das glaube und halte; denn also und nimmerdar anders ist es!“

9,14. Sagte Ebal: „Ja, das klingt freilich ganz himmelweit anders, als was die blinden Pharisäer vor dem blinden Volke dahergeschwatzt haben, und damit ist auch die reine Menschenvernunft vollkommen einverstanden, und es geht ihr ein neues, grosses Licht auf. Aber von dem Fleische, das der Seele hier gedient hat, wird also auch nicht ein Sonnenstäubchen gross im Jenseits, mit der Seele vereint, zu einem ewigen Leben auferstehen?“

9,15. Sagte Ich: „Als ein Bestandteil der durch Meinen Geist ewig lebenden Seele nicht, da sie selbst zu einem puren Geiste wird ihrem Innern nach! Aber was da betrifft den Umriss ihrer äusseren Form und besonders aber ihre Bekleidung, da werden auch die Seelenätherteile ihres diesirdischen Leibes in geistiger Reinheit mit ihr wieder vereinigt werden, doch von dem groben Organleibe auch nicht ein Atom gross; denn für diesen Leib ist das bestimmt, was für alle andere Materie der Erde bestimmt ist, die auch stets und stets also in bessere Naturgeister aufgelöst wird, so wie sie auch ursprünglich aus viel minder reinen und auf einer sehr untersten Gerichtsstufe stehenden Naturgeistern zusammengefügt wird.

9,16. Die schon die grobe Materie verlassenden Naturgeister können mit der Zeit auch zu Menschenseelen werden; doch ein Näheres in dieser Sphäre wirst du erst dann einsehen, so sich deine Seele in dem gewissen Tale Josaphat befinden wird. Darum nun nichts Weiteres mehr davon!

9,17. Der Hauptmann und seine beiden Diener haben nun wohl deine Fragen und Meine dir gemachten Erklärungen mit grosser Aufmerksamkeit angehört, aber nichts von allem verstanden; daher werden sie nun bald mit ihrer Griechenweisheit uns zur Last werden, – und so wollen wir mit aller Geduld ihren Angriff auf uns ein wenig in der Ruhe abwarten!“ …

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Jesus’ clarification of Resurrection of the flesh

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 10, Chapter 9
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

9,1. Since it was almost the end of the day and we spent quite some time having all kinds of useful discussions at the table, the disciples asked Me if it would not be a good idea to go outside for a while.

9,2. I said: “The most difficult part of the work is still waiting for us, and this is more important than the environment outside which is not very attractive here in Gennesareth. But if one of you wants to go outside, he is free to do so, but I will stay here.”

9,3. When I expressed Myself like this, the disciples said: “Lord, where You stay, we stay also. For only with You it is always good. Without You there is judgment, ruin and stern death everywhere.”

9,4. I said: “Then stay where the Kingdom of God and its eternal spiritual life rule, for I Myself am the Truth, the Kingdom of God, the Revelation and the eternal Life. Whoever believes in Me will receive the eternal life when I will wake him up on the youngest day. I will also stay in the one who will stay in Me in faith and in love, and in whom I stay has already the eternal life in him and will never see, feel nor taste death. So stay here with Me, and by your love, in Me.”

9,5. Now Ebal asked Me: “Lord and Master, most of the Jews believe also in a resurrection of the flesh in the Valley of Josaphat. But I find this somewhat strange. For firstly only the smallest part of them are buried in the Valley of Josaphat, and secondly what will happen on that mysterious youngest day with the bodies of the people who never heard about a Valley of Josaphat and thus died in other, very distant places, who were partly burned and who were partly maybe just like with us Jews directly buried in the ground? And finally, thirdly, what will happen on the youngest day with those who were swallowed up by the sea and other waters and who were devoured by wild animals? When, according to our time measurement, will that youngest day come, which the Pharisees describe to us as horrible?

9,6. Lord and Master, You can see that these things cannot be accepted by even the most common human sense. Only the darkest superstition, which never thinks or searches for anything, like the most common and most inferior Jews, as well as the gentiles as such, can accept such nonsense. However, they are harmful for a reasoning human being and they remove the faith which one has in a pure godly revelation, in the immortality of the soul after the death of the body, and also in the faith in a future resurrection of the flesh on that particular youngest day. What should we think about that now?”

9,7. I said: “Certainly not like the Pharisees are teaching you. Because the body, which serves the soul as an externally acting instrument, will not be resurrected in the Valley of Josaphat, neither anywhere else on this Earth on a specific youngest day to be united again with its soul in the form that it served the soul here for a short time.

9,8. For truly, the resurrection of the flesh consists of the following: under ‘flesh’ must be understood the works that the soul has accomplished with its body.

9,9. The Valley of Josaphat means the condition of the inner rest of the soul if his actions were always justified. That rest, which is not disturbed by any worldly love or lust and the passion that goes with it, and which can be compared to a completely quiet water surface in which you can clearly see the reflection of far distant and near regions, is then already the first beginning of the true youngest day of the soul, of his resurrection by My Spirit in him and at the same time also of his resurrection to eternal life.

9,10. In that condition, the soul can then already see the good fruits of his works and rejoices in it more and more. And that seeing is the true resurrection of the flesh.

9,11. For it is written: a mortal and perishable body is sown into the earth, and it will resurrect again as immortal and imperishable. If you associate this with your material body you must of course completely come into great confusion, but if you associate this with the good works of the soul, which are his true body, then by this you will come to the truth. For look, every good work that a soul has accomplished with his body to his fellowman on this Earth will pass away and dies already after the act, just like any other thing on this Earth, because when you have satiated a hungry person, quenched a thirsty person, clothed a naked person and freed a prisoner, then this noble act does not last, but it lasts only for the short time of the action itself. After that, it will often be forgotten by you, just like by the one to whom you have done this act. And thus, it is buried, and it is sown in the earthly kingdom of forgetfulness as something mortal and perishable. But on the true youngest day of the soul, as I have shown you, that act will everlastingly be resurrected by My Spirit in the soul. However no more in the form of the perishable earthly act but in the form of the eternally lasting fruit.

9,12. And what will this look like? Well, in the beyond it will become like an eternal and most beautiful housing environment of the soul, provided with the best and richest of everything, and where in extreme happiness he will raise himself from one completion to the other.

9,13. So as this is the situation of the works of a soul here, they will later on serve him as a housing environment in the beyond. And look, this is the true resurrection of the flesh. Believe this and keep to it, for this is how it is, and absolutely not otherwise.”

9,14. Ebal said: “Yes, that sounds quite different than what the blind Pharisees were gibbering before the people. Also the sound reason of man agrees completely with this, and a new, great light is rising for it. Thus, of the flesh, which served the soul here, not the size of a sun’s particle will be united with the soul and resurrected in the beyond to eternal life?”

9,15. I said: “Not as an element of the soul who lives eternally by My Spirit, because innerly he will become pure spirit himself. But for what concerns the profile of his outer form and in particular his clothing, the soul-etheric particles of his earthly body will again be united with him in spiritual purity. But of the coarse organic body, not even the size of one atom, because the destination of that body is the same as all other matter of the Earth, as this also is dissolved in ever better nature spirits, and as it was also initially arranged with much less pure nature spirits that were on a very low level of judgment.

9,16. The nature spirits that are already leaving the coarse matter can in time also become human souls. But once your soul will be in that Valley of Josaphat you will understand more of this. Therefore, let us not say anything anymore about this now.

9,17. Although the captain and his 2 servants listened very attentively to your questions and the explanation that I gave you, they nevertheless understood nothing of it. Therefore, they soon will bother us with their Greek wisdom. So we will very patiently and quietly wait a bit for their attack on us.” …

Jesus erläutert die Gefahren des Lippengebets & der Hartherzigkeit – Jesus explains the Dangers of Lip-Prayer & Hard-Heartedness

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Jesus erläutert die Gefahren des Lippengebets und der Hartherzigkeit

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 9, Kapitel 209 und 210

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Materialistische Denkmuster sind die Feinde unserer geistigen Freiheit; sie binden uns an die Erde und wollen verhindern, dass wir ins Licht der Göttlichen Gnade treten können.

209,1. Sagte Ich (der Herr): „Freund, du hast nun ganz wohl geredet, und Mein Herz erquickte sich an dem Sinn deiner Worte! Es ist also auch recht, wenn der um etwas bittende und dankende Mensch sich dabei so verhält, wie du es nun dargestellt hast; aber dann sollte der Mensch auch stets völlig in deiner Gesinnung verbleiben, nur auf das Innere allein den wahren Lebenswert legen und das Äussere nur als gewisserart eine Last nach sich ziehen und es seiner inneren Kraft untertan machen, und es wäre also das Bitten, Danken und Verehren, wie gesagt, auch schon ganz recht und gut und Mir wohlgefällig.

209,2. Aber die Menschen bleiben nicht also, wie ihr da vor Mir nun seid, sie fangen nur zu bald an, auf die äusserlichen Gebärden einen grösseren Wert zu legen, als sie der inneren Lebenswahrheit nach sollten, und halten das allein wahre Innere in Ermangelung des Äussern für nicht genügend und am Ende gar für wertlos; und es geht mit dieser Sache dann nur zu leicht so weit, dass gewisse, wie eingeweihte und von Gott erwählte und berufene Priester das Volk dahin zu verleiten anfangen, dass es dem gemeinen Menschen genüge, nur das von ihnen vorgeschriebene Äussere zu beachten und es höchst zu verehren, denn das eigene innere, selbst an Gott entweder bittend oder dankend gerichtete Wort sei ohne allen Wert vor Gott und habe keine Wirkung, da Gott daran nicht nur nicht das geringste Wohlgefallen, sondern nur gerechtes Missfallen habe, da solch ein eigenmächtiges inneres Beten, Bitten und Danken von Gott als eine Frechheit und Gotteslästerung angesehen werde.

209,3. Was kommt da am Ende heraus? Siehe, die Menschen entfernen sich also stets mehr und mehr von Gott, anstatt dass sie sich Ihm stets mehr und mehr im Herzen und in der Liebe und im wahren, lebendigen Glauben und Vertrauen nähern sollen! Die traulich wahre und reine Liebe wird in eine gespenstische Furcht verkehrt und der lebendige Wahrheitsglaube in einen finsteren heidnischen Aberglauben, bei dem sich dann eine träge und jedes Betruges fähige Priesterkaste irdisch sehr wohl befindet, während die sogenannte gemeine Menschheit aber dabei oft ratlos in aller geistigen Not und verzweiflungsvollen Finsternis, Armut und Blindheit schmachtet und dabei auch oft der Leib sich nicht mehr die ihm gedeihliche Nahrung verschaffen kann, weil die wie die Fliegen sich vermehrenden sogenannten von Gott allein berufenen Priester voll Trägheit und Arbeitsscheu dem armen Volke unter allerlei Verheissungen von den jenseitigen himmlischen Freuden und noch häufigeren grellsten Androhungen von ewigen Höllenstrafen, Qualen und Peinen alles ordentlich vom Munde hinwegrauben und damit ihre Bäuche mästen, wie du das nun sowohl bei den Pharisäern wie auch bei allen Heidenpriestern sehen kannst.

209,4. Und siehe, das alles entsteht so nach und nach aus den anfangs freilich sehr unschuldig und sogar sittlich geziemend scheinenden äusseren Bitt-, Dank- und Gebetsgebärdungen, und Gott muss endlich wieder durch den Mund eines neuerweckten Propheten zu den Menschen rufen und schreien: ,Siehe, dieses Volk ehrt Mich mit den Lippen und eitler und toter Weltzeremonie, – aber sein Herz ist ferne von Mir!‘

209,5. Darum merket euch das, und machet es zu eurer steten Lebensleitschnur: Gott ist in Sich ein Geist, voll Liebe, Wahrheit, Weisheit und Macht unveränderlich von Ewigkeit her und kann daher auch nur im Geiste und in der Wahrheit, die inwendig im Menschen ist, angebetet werden.

209,6. So jemand denn ein Anliegen hat, dass ihm Gott als der allein wahre Schöpfer und Vater aller Menschen und Engel in diesem oder anderem helfen möchte, so gehe er mit seinem Anliegen nicht in einen Tempel oder in eine Synagoge und auch zu keinem Priester, sondern sperre sich in ein Kämmerlein, und besonders in das ganz stille seines Herzens, ein und bete darin zu Gott und bitte Ihn als den liebevollsten Vater um eine rechte Hilfe. Und der Vater, der alles im noch so Verborgenen hört und sieht, wird dem also allein recht und im Geiste der Wahrheit lebendig Bittenden allzeit gerne geben, um was er rechtlich gebeten hat, dessen ihr alle völlig versichert sein könnet. Aber auf eine offen vor den Menschen zur Schau getragene Bitte, wobei oft das Herz sehr wenig empfindet, wird der Vater im Himmel niemals Sein allmächtiges Amen aussprechen.

209,7. Dieses alles verstehet, und merket es euch überaus wohl, und tut auch danach, so ihr eure Nachkommen nicht in ein noch finstereres Heidentum übergehen sehen wollet, als es nun auf dieser Erde allenthalben unter den Menschen zu Hause ist.

209,8. Das gefällige Gebärdenmachen kann wohl vor den eitlen, blinden, stolzen und ehrsüchtigen Menschen als etwas Wertes erscheinen; aber bei Dem, der die ewige Liebe und Wahrheit Selbst ist und allzeit das Innerste und Geistlebendigwahre durchschaut, gilt die Gebärde nicht, sondern allein die lebendige innerste Lebenswahrheit.

209,9. So ihr aber den Vater um etwas bittet, da bittet Ihn nicht so sehr um die Güter dieser Erde, nach denen die blinden und törichten Heiden und auch die Gottes vergessenen Juden und Pharisäer trachten, sondern bittet Ihn vielmehr um die unvergänglichen Schätze für Seele und Geist, und sie werden niemandem vorenthalten werden. Was aber die zum zeitlichen Lebenserhalt nötigen diesirdischen Güter betrifft, so werden sie jedem, der sein Bestreben und Bitten und Suchen nur nach dem Reiche Gottes und nach dessen liebevollster Gerechtigkeit richtet, frei hinzugegeben werden.

209,10. Wer da stark im Geiste und somit im Reiche Gottes geworden ist, der wird auch ein Herr sein über die Dinge der Welt und wird niemals eine grosse Nährnot für seinen Leib zu erdulden haben; aber besser ist es auch für den im Geiste Erweckten, in den Gütern der Himmel Gottes zu schwelgen, aber dabei sich an den Gütern dieser Erde eine kleine Not gefallen zu lassen. – Das merket euch auch und beachtet es in der Tat!

210,1. Darum sammelt euch allzeit Schätze, welche die Motten nicht zernagen mögen und der Rost und die Verwesung nicht zerstören können.

210,2. Hütet euch vor den Gütern und Schätzen dieser Welt; denn in ihnen ruht der arge Geist der Versuchung zu allen Sünden!

210,3. So ihr denn zu Gott betet und im Herzen saget: ,Vater im Himmel, führe uns nicht in die Versuchung!‘, so saget, denket und wünschet, dass Er euch nicht mit vielen irdischen Gütern und Schätzen wohl versehe, sondern bittet Ihn nur um das tägliche Brot, und Er wird es euch nicht vorenthalten, da Er es wohl am besten weiss, wessen ihr bedürfet.

210,4. So ihr aber nach Meiner Lehre Gott über alles liebet und darum auch euch untereinander also, wie sicher ein jeder sich selbst liebt und nach allen Richtungen hin für sein Bestes sorgt, so werdet ihr euch untereinander nie über irgendeine Not zu beklagen haben; denn die Not und die Armut unter den Menschen auf dieser Erde erzeugt einzig und allein ihre gegenseitige Lieblosigkeit, – diese aber ist stets die Folge des Un- oder finsteren Aberglaubens. Denn wer den Glauben an den einen, ewig allein wahren Gott nicht hat, – wie sollte er Ihn dann ehren und über alles lieben und aus solcher Liebe seinen Nächsten wie sich selbst?

210,5. Es sieht zwar ein mit irdischen Schätzen bestens versehener Mensch seinen armen Nächsten; aber da er selbst keine Not zu erleiden hat, so sagt er: ,Ich bin versorgt, was gehen mich die andern an! Ein jeder sorge für sich, und er wird nicht Not zu leiden nötig haben!‘

210,6. Ich aber werde dereinst zu einem solchen sagen: ,Warum sorgtest denn du weit über die Gebühr nur für dich und entzogst darum den andern das, was von Mir aus ihnen gebührt hätte? Darum wirst du aber nun in Meinem Reiche verlassen sein und dir alle Armut und Not gefallen lassen müssen!‘

210,7. Und so er sich dann damit entschuldigen wird, dass er an Mich nicht geglaubt habe darum, weil ihm von Mir niemand eine rechte Kunde gebracht habe, so werde Ich aber zu ihm sagen: ,Wer hat denn dir hernach die Kunde gebracht von einem Recht, demnach du die Güter der Erde deinen Nebenmenschen, die ein gleiches Recht auf ihren nötigen Besitz hatten, als Stärkerer entzogen und sie für dich zusammengehäuft hast? Hättest du da nicht nach der rechten Vernunft und nach dem Recht, das vor jedermanns Augen und Ohren die Einrichtung der Erde und ihrer Natur laut verkündet, handeln sollen, da du doch das klar gewahren musstest, dass die Erde mit ihren Gütern nicht für dich allein, sondern auch für alle andern Menschen da ist und dasein muss?!

210,8. Weil du aber dessen, was dir deine Vernunft eingeben musste, nicht achtetest, so wird hier in Meinem Reiche auch deiner Seelennot und Armut nicht geachtet werden!

210,9. So du aber sagst, dass du darum an keinen wahren Gott glauben konntest, weil dir von Ihm niemand eine rechte Kunde gebracht habe, da werde Ich dir aber sagen: Siehe, wie du doch ein arger Lügner bist! Meinst du denn, dass jene vom Geiste Gottes wahrhaft erfüllten und wohlerleuchteten Menschen auch gleich den dir gleichen Weltprassern von allen Schätzen und Gütern dieser Erde strotzen? Oh, wie sehr bist du da in der grössten Irre!

210,10. Sie kamen als arme und bedürftige Menschen vor die Türe deines Hauses und wollten dir die Kunde von dem einen, allein wahren Gott überbringen, du aber liessest sie nicht vor dich kommen, aus der geizigen Furcht, dass du ihnen dafür etwas geben sollest oder am Ende sogar freiwillig gäbest, so du möglicherweise durch sie zum ungezweifelten Glauben an den einen, allein wahren Gott bekehrt würdest.

210,11. Auf dass du dich aber nicht durch deine mögliche Bekehrung je genötigt fühlen könntest, ihnen also zu geben, so liessest du dich auch lieber gar nicht bekehren und wünschtest dir deines Geizes wegen, keine wahre Kunde von dem einen, allein wahren Gott durch einen von Gottes Geiste erleuchteten Menschen zu erhalten.

210,12. Wenn aber also und nicht anders, – wie entschuldigst du dich nun vor Mir damit, dass du der armen Nebenmenschen darum nicht achten konntest, weil du in deiner Unkunde von Gott keine Verpflichtungen gegen sie gewahrtest! Also hast du im ersten Falle das Recht der Natur, an das doch alle besseren Heiden halten, aus deinem Geize mit Füssen getreten, im zweiten Falle deiner Mir vorgebrachten Entschuldigung aber bist du ein Lügner, und es soll dir hier der Lohn des Geizes und des Lügners zuteil werden, und es soll fortan deiner von Meinen Auserwählten ebenso gedacht sein, wie du in der materiellen Welt eines allein wahren Gottes gedachtest und Ihn über alles liebtest, und also auch deiner Nebenmenschen!‘

210,13. Der Same zur wahren Erkenntnis Gottes und zum lebendigen Glauben an Ihn ist vorerst die Liebe zum Nächsten, und darin auch die reine Liebe zu Gott.

210,14. Wer aber schon ein so hartes Herz hat, dass er seinem ihm wohl sichtbaren armen Nächsten nicht mit Liebe begegnen kann, – wie wird der in seiner verstockten Seelenblindheit Gott lieben können, den er unmöglich sehen und irgend gewahren kann und will?

210,15. Sehet, also wird sich dereinst vor Mir kein unbussfertiger Sünder entschuldigen können, da es einem jeden Menschen von Mir aus gegeben ist, die Wahrheit und ihr Gutes zu erkennen, dem Heiden von der Erkenntnis der vor seinen Augen liegenden Dinge und Verhältnisse im grossen Reiche der Natur, und dem Juden auf dem Wege der ausserordentlichen Offenbarung!

210,16. Darum sage Ich es euch noch einmal: So ihr den Vater in Mir in Meinem Namen um etwas bittet, da bittet Ihn vor allem nur um die unvergänglichen Schätze des Reiches Gottes, und ihr werdet sie erhalten, und mit ihnen auch das, was euch zum Leben auf dieser Erde not tut!

210,17. Wem aber auch viel von den Erdengütern verliehen worden ist, der verwalte sie nach dem Liebewillen des Vaters, und er wird dann, als ein treuer Verwalter schon auf dieser Welt über nur kleine Dinge, in Meinem Reiche über Grosses gestellt werden!“

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Jesus explains… Dangers of lip-prayer and hard-heartedness

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 9, Chapter 209 and 210

Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Materialistic thought patterns are the enemies of our spiritual freedom; they bind us to the earth and want to prevent us from stepping into the light of Divine Grace.

209,1. I said (the Lord): “Friend, you have well spoken now, and My heart feels refreshed on the good intention of your words. So it is right when a person who prays and thanks for something, will behave as you have explained it now. But then man should always have fully the same attitude as yours, and only attach importance to the inner value of life, and the outer only as if dragging it along as a burden, making it less important than his inner power. To pray, to thank and to honor in this manner would, as said, be very right and good and well pleasing to Me.

209,2. But people are not staying like you now before Me. They all too soon attach more importance to the outer gestures than they should according to the truth of the inner life, and the only true interior that does not go together with the exterior they regard as insufficient and finally even as worthless. And then it easily can come to the point that priests, who are so called initiated, and chosen and called by God, will mislead the people by saying that it is sufficient for a common person to only respect the interior as prescribed by them, and to honor it highly. For according to them the individual inner word that the people are personally directing to God in a praying or thanking manner, is without any value in God’s eyes and is useless because God is absolutely not pleased with that, and He is only justly dissatisfied since such independent inner praying, asking and thanking is considered by God as a brutality and blasphemy.

209,3. And what will finally become of all that? Look, the people are leaving God more and more, instead of coming ever closer to Him in their heart, in the love and in the true, living faith and trust. The trusting, true and pure love changes into a spooky fear, and the living faith in the truth changes into a dark heathenish superstition by which the lazy priestly caste, which is capable of every deceit, is doing very well in earthly respect. By this, the so called common people are often desperately suffocating in all kinds of spiritual need and despair, darkness, poverty and blindness by which often also their body cannot take up anymore the nourishment that it needs, for the priests, who are so called the only ones who are called by God, who multiply like flies, who are lazy and work-shy while they make all kinds of promises to the people about heavenly pleasures in the beyond and still more often horrible threats with eternal hellish punishments, torments and pains, truly rob away all things before the mouth of the common people and fatten their belly with it. And this you can see now with the Pharisees, as well as with all pagan priests.

209,4. And look, all this will gradually come from the outer gestures while asking, thanking and praying, which initially seemed of course very innocent and even morally suitable. And then God must finally call out and shout to the people again through the mouth of newly awakened prophets: ‘Look, this people honors Me with the lips and with idol and dead worldly ceremonies, but their heart is far away from Me.’

209,5. So remember the following and make it as a permanent guide for your life: God is a Spirit in Himself, full of love, truth, wisdom and power, unchangeable since eternity, and can thus only be worshipped in the spirit and in the truth that is within man.

209,6. So if someone has a request, namely if God, the only true Creator and Father of all men and angels, would like to help him in this or that, then he should not direct his request to a temple or a synagogue, and also not go to a priest, but should go alone in a little room – namely that very quiet little room of his heart – and pray there to God, and ask Him, the most loving Father, for the right help. Then the Father, who hears and sees everything, even in the most hidden place, will always gladly give what is justly asked to the one who will only actively pray in the right manner and in the spirit of truth. You can all be completely assured about that. But over an open prayer that is given as performance in the presence of people, by which the heart often feels very little, the Father in Heaven will never speak out His almighty ‘amen’.

209,7. Understand and remember this very well, and act also accordingly if you do not want to see your descendants fall into an even darker heathendom than is now common everywhere among the people on this Earth.

209,8. Making charming gestures can seem to be something valuable to the vain, blind, proud and greedy people, but to the One who is the eternal Love and Truth Himself and who always perceives what is living in the deepest and what is truthful within the spirit, the gesture does not count, but only the living, most inner truth of life.

209,9. If you ask something to the Father, then do not ask Him so much for the goods of this Earth, where the blind and foolish heathens and also the God-forsaken Jews and Pharisees strive for, but rather ask Him for the imperishable treasures for the soul and the spirit. Then these will never be refused to anyone. However, what concerns the goods that are necessary for the temporal livelihood, they will simply and freely be given on top of it to everyone whose striving and asking and seeking is only directed to the Kingdom of God and its most loving justice.

209,10. The one who has become strong in the spirit, and therefore in the Kingdom of God, will also be a lord over the things of the world and will never have to endure a great want of food for his body. But it is better – also for those who are awakened in the spirit – to revel in the goods of the Heavens of God and to endure a small lack of the goods of this Earth. Remember this also and observe it with deeds.

210,1. So always gather treasures which cannot be eaten away by the moths and cannot be destroyed by rust and decay.

210,2. Beware of the goods and treasures of this world, for in these rests the evil spirit of temptation to all sins.

210,3. If you pray to God and say in your heart: ‘Father in Heaven, lead us not into temptation,’ then say, think and wish that He would not provide you abundantly with earthly goods and treasures, but ask Him only for the daily bread. Then He will not withhold it from you since He knows best what you need.

210,4. If you love God above all according to My teaching, and thus also love one another, as every person loves himself and takes care of his own well being in all possible ways, you will never have to complain among each other concerning some need, for the need and the poverty among the people on this Earth exist simply and solely because of their mutual lack of love. And that is always the result of unbelief or dark superstition. For he who does not belief in the one, eternal only true God, then how will he honor Him and love Him above all, and from that love, his fellowman as himself?

210,5. The one who is largely provided with the treasures of the Earth, surely sees his poor fellowman, but because he himself does not have to suffer any want, he says: ‘I am provided, what do I care about the others. Let everyone take care of himself. Then he will not have to suffer any want.’

210,6. But to such person I will say later: ‘Why did you so much more take care of you than for your fellowman and have by that taken away from the others what is due to them from Me? Therefore, you will now in My Kingdom be forsaken and you will have to endure great poverty and want.’

210,7. And if he will excuse himself with the remark that he did not believe in Me because no one informed him in the right manner about Me, I will say to him: ‘Then who informed you about a right according to which you, because you are stronger, could take away the goods of the Earth from your fellowmen who had the same right to possess what is necessary, and have piled them up for yourself? Did you not have to act according to the correct understanding and the right that is proclaimed before everyone’s eyes and ears by the arrangement of the Earth and its nature, since you clearly should have noticed that the Earth with its goods are and should not only be for you alone but also for everyone else?

210,8. Since you disregarded what your understanding should have stirred you up, therefore, here in My Kingdom the need and poverty of your soul will also be disregarded.

210,9. But if you say that you could not believe in an only true God because no one informed you in the right manner, then I will say to you: ‘Now look what a terrible liar you are. Do you perhaps think that those who are really filled with God’s Spirit and are enlightened, are, just like the worldly revelers like you, overflowing in all the treasures and goods of this Earth? O, then you are terribly mistaken.

210,10. They came to the door of your house as poor and needy people and wanted to inform you of the one, only true God, but you did not want to let them come to you from greedy fear that you would have to give them something in return, or that finally you would have given them voluntarily if you possibly were converted by them to the unshakable faith in the one, only true God.

210,11. But to prevent feeling obliged to give them something after a possible conversion, you did not want to be converted at all, and because of your greediness you did not want to receive a true message about the one, only true God by means of a person that was enlightened by God.

210,12. Now if this is so and not otherwise, then how can you find excuses in front of Me by saying that you were not able to heed your poor fellowman because in your lack of information about God you did not notice any obligation to them. In this manner you have, by your greediness, in the first case trampled on the right of nature, to which even all the better gentiles are conforming themselves, but in the second case, in which you make excuses before Me, you are a liar. So here you will receive the reward of greediness and that of a liar. And from now on, my chosen ones will just as little think about you as you have thought about an only true God in the material world, and as you have loved Him above all, as well as your fellowmen.’

210,13. The seed for the true knowledge of God and the living faith in Him is in the first place the love for fellowman, and in that, also the pure love for God.

210,14. However, if someone is already so heartless that he cannot even lovingly help his poor fellowman whom he can see, then how will he, in the hard blindness of his soul, be able to love God whom he impossibly can and want to see and be aware of?

210,15. Look, in this way no unrepentant sinner can excuse himself later before Me, since it has been given from Me to everyone to come to know the truth and its goodness – for the gentile by the knowledge of the obvious things and circumstances in the great kingdom of nature, and for the Jew by way of extraordinary revelations.

210,16. Therefore, I say to you once more: when you ask the Father in Me for something in My name, then ask Him most of all for the imperishable treasures of the Kingdom of God. Then you will receive them, and together with that, also what you need to live on this Earth.

210,17. Let him, who received much earthly goods, manage them according to the will of the love of the Father. Then, being a loyal manager over small things, he will be appointed over great things in My Kingdom.”

Jesus erklärt Altern… Ein Segen für die Seele – Jesus elucidates Aging… A Blessing for the Soul

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Jesus erklärt Altern… Ein Segen für die Seele

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 9 – Kapitel 154
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Das Älterwerden ist für viele Menschen das Schlimmste…
Doch was sagt der Schöpfer dazu?

154,1. Sagte Ich (der Herr): „Höret, Meine lieben Freunde, euer Wunsch ist ein sehr löblicher wohl, aber dabei dennoch etwas eigennützig; denn als ihr noch junge, gesunde und rüstige Leute waret und nicht, so wie nun in eurem Alter, an einen bitteren Tod dachtet, da war die Welt mit ihren Schätzen euch alles, und ihr trachtetet denn auch nur nach diesen vergänglichen Erdengütern, die ihr denn durch allerlei Handel und Wandel euch in grosser Menge gesammelt habt. Daneben habt ihr denn auch allerlei Weltlustbarkeiten nicht verachtet und habt alles mitgemacht und genossen, was die Welt nur immer als vergnüglich und lustreizlich aufzubieten vermochte. In jener Zeit dachtet ihr wenig an irgendeinen Gott oder an irgendeinen Weltweisen und ebensowenig an ein tröstendes und euer Herz stärkendes und erleuchtendes Wort.

154,2. Als ihr aber nahe die fünfzig Jahre Alters zu zählen begannet und eures Leibes Lebenskräfte matter zu werden begannen und ihr gar manchen eurer guten Freunde und Bekannten aus diesem Leben verschwinden sahet, und manchen unter vielen und bitteren Schmerzen und Qualen, da ward es euch ernster im Gemüte, und ihr fragtet euch: ,Wie lange kann es denn mit uns noch dauern? Gibt es nach diesem Leben nach unserer Priester Lehre wohl ein anderes, entweder besseres oder auch noch schlechteres Leben, oder gibt es keines? Wer in der Welt kann uns darüber einen haltbar sicheren Beweis liefern?‘

154,3. Andere, die das Leben nicht von einer so ernsten Seite betrachteten und sich um das leidige Sterben auch weniger kümmerten als ihr, sagten euch: ,Leset den Plato, den Aristoteles, den Pythagoras, da werdet ihr schon ins klare kommen, wie es mit dem jenseitigen Leben aussieht!‘

154,4. Ihr tatet das mit vielem Eifer, aber es wollte in euch dennoch zu keiner Klarheit kommen. Ihr wandtet euch an die Orakel, die euch noch weniger befriedigten. Ihr erfuhret dabei, dass in dieser Hinsicht die wahre Weisheit bei den Essäern und in den Schriften und Büchern der Altjuden daheim sei. Ihr reistet darum nach Essäa und fandet das Gesuchte auch nicht also, wie ihr es zu finden hofftet. Ihr verschafftet euch darauf der Juden Schriften, laset sie durch und durch, konntet aber daraus auch nicht klug werden, weil ihr sie nicht verstehen konntet; nur das habt ihr dabei gewonnen, dass ihr von euren Vielgöttern abkamet und an das mögliche Dasein nur eines Gottes zu halten anfinget.

154,5. Bei solchem eurem Suchen, das nun schon beinahe an die zwanzig Jahre dauert, da ihr schon bei siebzig Lebensjahre zählt, wurdet ihr schwach, mühselig und von allerlei Seelen- und Leibeskrankheiten befallen, habt allerlei Heilanstalten und nun auch diese hier, von der ihr viel Rühmliches vernommen habt, besucht, um da des Leibes Gesundheit insoweit nur wieder zu erreichen, um mit einem heitereren Sinn dem Wesen des Lebens nachforschen zu können.

154,6. Ihr bestieget mit uns auf Mein Anraten nun diesen Berg und fühlet jetzt nach eurem eigenen Geständnisse, dass es euch um vieles wohler ist als ehedem unten in der Ebene. Und weil es euch wohler geworden ist, so möchtet ihr aus Meinem Munde jenes vernehmen, das ihr in eurer stets wachsenden Bedrängnis volle zwanzig Jahre hindurch trotz aller eurer Mühe nicht habt in der vollen Klarheit vernehmen können.

154,7. Ja, wer da sucht mit allem Ernste in seinem Alter, was er in seiner Jugend mit einer viel geringeren Mühe leicht hätte finden können, so ihn die lustvolle Welt und sein Leichtsinn daran nicht gehindert hätten, der soll es auch noch finden, – aber erst dann, wenn er seine Seele von allen materiellen Schlacken und Flecken gereinigt hat!

154,8. Ginge es dem Menschen auch bis in sein möglich höchstes Alter gleichfort so recht jugendlich frisch, munter und heiter, so würde das, was ihr schon vor zwanzig Jahren zu suchen begonnen habt, ihm auch so gleichgültig sein und verbleiben, wie es euch in euren jungen Jahren war; aber das stets mühseliger werdende Alter und damit das stete Näherrücken dem Ende des Leibeslebens nötigt die das Leben liebende Seele, sich um das weitere Wesen eben des Lebens zu kümmern anzufangen und zu fragen hie und da, was es mit dem blinden Volksglauben für eine Bewandtnis habe.

154,9. Die dunklen und zweifelhaften Antworten, die ihr bei ihrem Suchen und Forschen zuteil werden, reinigen sie durch die in ihr erweckte Angst vor dem Leibestode von der sie gefangenhaltenden und blind und taub machenden Weltliebe; sie fängt an, die ihr einst so wohlschmeckenden Güter dieser Welt zu verachten und zu fliehen und reinigt sich eben dadurch von dem, was sie im Gefühle des Gerichtes und des Todes der Materie gefangenhielt.

154,10. Aber würde die Seele ihres Leibes vergängliche Materie durch irgendein Arkanum auch im Alter wieder verjüngen können, so bliebe sie abermals in ihrem wandelnden Grabe ganz vergnügt ruhen und würde sich nicht um ihr eigenes Leben kümmern. Darum aber hat Gott dieses irdische Willensfreiheitsprobeleben aus Seiner ewigen Liebe schon gerade also eingerichtet, dass der Mensch älter, schwächer und mühseliger werden muss, und das besonders jener, der in seiner Jugendzeit zu sehr an der Materie dieser Zeitwelt hing, auf dass sich endlich auch seine so lange vom Tode gefangengehaltene Seele zum sicheren ewigen Leben emporrichten kann.

154,11. Hat sich die Seele so mit der Hilfe ihres ihr verborgenen Schöpfers und Herrn von dem Gerichte der Materie losgemacht und sich durch ihr reges Streben in dem inneren Lebenslichte selbst gefunden, dann ist sie auch ein Herr über ihre Materie und über deren Tod, den sie nicht mehr so fürchtet wie ehedem, geworden und kümmert sich wenig mehr um des Leibes Alter und Schwäche; denn sie selbst ist ja gesund, kräftig und in sich voll Trostes geworden.

154,12. Darin aber besteht auch das, was ihr gesucht und hier denn auch gefunden habt! Denn wer da ernstlich sucht, der soll das Gesuchte auch finden. Wer an die Tür pocht, dem wird sie auch rechtzeitig aufgetan, und dem, der da bittet, wird das Erbetene auch gegeben werden.

154,13. Wie ihr aber das so lange und bange Gesuchte eben nun hier endlich einmal gefunden habt, das wird euch die Folge erst hell und klar machen. Doch nun kommt es abermals an euch, hier offen euch vor uns zu äussern, wie ihr das von Mir euch Gesagte verstanden habt. Denn man kann ein Haus, das man neu aufbaut, nicht eher vollenden, bis der Grund, der das Haus zu tragen hat, seine vollste Festigkeit erreicht hat…“

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Jesus elucidates Aging… A Blessing for the Soul

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 9 – Chapter 154
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Aging is for many people the worst …
But what does the Creator say?

154,1. I (the Lord) said: “Listen, My dear friends, although your wish is very praiseworthy, it is still somewhat selfish. For when you were still young, healthy and strong men, and were not thinking of a bitter death like now at your age, the world with all its treasures meant everything to you. And at that time you were only striving for the perishable earthly goods that you have gathered in great quantities by your way of living. Besides, you also did not despise all kinds of worldly amusement, and you participated and enjoyed in whatever the world could offer you and which was pleasing and desiring. At that time you thought only little about one or the other God or one or the other philosopher, neither about a word that could strengthen and enlighten your heart.

154,2. But when you were close to 50 years, and the life’s powers of your body became weaker, and you saw many good friends and acquaintances depart from this life, and some of them under much bitter pain and torment, you became more serious and asked yourselves: ‘How long will we still last? Is there really another life after this life, according to the doctrine of our priests, better or still worse, or is there none? Who in the world can give us a conclusive and certain proof on this?’

154,3. Other people, who did not look upon life so seriously, and who were also less worried about the misery of dying than you, told you: ‘Read Plato, Aristotle, Pythagoras. Then it will be clear to you what the life is like on the other side.’

154,4. That is what you did with great zeal, but it still was not clear to you. You turned to the oracles, which could satisfy you even less. Besides that, you came to know that the true wisdom could in that respect be found with the Essenes and in the Scriptures and books of the old Jews. That is why you traveled to Essaea. There you also did not really find what you had hoped for. After that, you acquired the Scriptures of the Jews, read those throughout, but this could also not make you wiser because you could not understand them. The only thing you gained by it, is that it made you give up your belief in many gods and made you believe in the possibility of the existence of only 1 God.

154,5. During your search, which lasts now almost 20 years, since you are almost 70, you became weak and tired and you caught all kinds of sicknesses of the soul and the body. You went to all kinds of health resorts, and also this one here, about which you heard many commendable things, to obtain there your physical health back again, so that you could search again with a clear mind for the nature of life.

154,6. On My advice you have now climbed this mountain with us, and as you admitted yourself, you feel much better now than before, down below. And because you are better, you want to hear from My mouth, that which you, in your ever increasing affliction, did not succeed to know in full clarity for 20 full years, and this despite all your efforts.

154,7. Yes, he who is old and seeks very seriously what he easily could have found with much less effort when he was young if the world with all its sensual pleasure and frivolity would not have hindered him, will still find it, but only after he has cleansed his soul of all material dross and spots.

154,8. Suppose man – also when he is very old – would always feel as youthful and in perfect health, being joyful and cheerful, then, what you began to search already 20 years ago, would be, and stay, as indifferent to him as it was to you when you were young. But the age that becomes more and more difficult, and the end of life that comes ever closer, forces the soul, who loves life, to worry about the further nature of life, and will ask now and then about the things concerning the blind faith of the people.

154,9. The dark and doubtful answers that he receives during his seeking purify him by the fear for the death of the body that has awakened in him, which is caused by the love for the world that keeps him imprisoned and that makes him blind and deaf. He starts to despise and to escape the goods of this world, which were once so tasteful to him, and purifies himself by that of what imprisoned him in the judgment and the death of matter.

154,10. But if the soul, also when he is old, would be able to make the perishable matter of his body young again by one or the other secret healing medicine, then he once more would very pleasantly continue to rest in his walking grave and would not be concerned about his own life. But God, out of His eternal love, has arranged this earthly life – which serves for the trial of the free will – exactly in such a way that man has to become older, weaker and more tired, and especially him who in his youth was too much attached to the matter of this timely world, so that finally also his soul, who was kept imprisoned by death, can lift himself up to the sure, eternal life.

154,11. Once the soul, with the help of his hidden Creator and Lord, has detached himself from the judgment of matter and has found himself in his inner light of life through his active striving, then he also has become lord over his matter and its death, which he does not fear as much as before, and he is not that much concerned anymore about the age and weakness of his body, for he himself has become healthy, strong, and full of comfort in himself.

154,12. This is what you have sought, and what you have also found here. For he who will seriously seek, will also find that which was sought. To him who knocks at the door, will be opened at the right time, and to him who asks, will also be given that which was asked.

154,13. But to know how you have now finally found here what you scarily have sought for so long, will only later become clear and understandable to you. Now it is again your turn to say openly to us how you have understood what I have told you. Because a house that has to be reconstructed cannot be finished before the ground, which must support the house, has received its full strength…”

Gottes Revision – Ägyptomanie … Die Pyramiden – God’s Revision – Egyptomania … The Pyramids

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Gottes Revision – Ägyptomanie … Die Pyramiden
Eine Sammlung von Aussagen des Herrn

Vorwort

Jakob Lorber, der “Schreiber” Gottes, zeichnete nach des Herrn Diktat einige Erläuterungen bezüglich der altägyptischen Kultur auf. Es sind Nebenschauplätze in der Lehrtätigkeit Jesu, doch Unkenntnis und Aberglauben – welche es auszumerzen galt – waren bereits in jener Zeit weit verbreitet; immerhin trennten schon damals die Zeit von Shivinz, dem siebten Hirtenkönig Altägyptens bis Jesus über 3 Jahrtausende…

Raphael sagt: “Ägypten war also von Gott aus zu einer Vorschule bestimmt, und die Bewohner dieses ältest bewohnten Landes der Erde waren schon vor ururalters mit vieler Weisheit begabt…” (GEJ04,204-Vers 5)

Überlieferte Worte und deren
ursprüngliche Bedeutung:

Sphinx:
Shivinz, siebenter Hirtenkönig der Urägypter
= “der Lebhafte, der Unternehmende”,
irrig ,Sphinx‘ (GEJ04-202)

Pyramide:
Pira mi dai = “Gib mir Weisheit!” (GEJ05,72)

Abu Simbel:
Ja bu, sim, bil
das heisst: ,Ich war, bin und werde sein‘
(GEJ04-193)

Memnonsäulen oder -kolosse:
Me Maine Oni
(schlechte Überlieferung Memnon)
= “Die Namenlosen” (GEJ04-202)

Obelisken:
Ou belo iska, “Der Reine sucht das Erhabene, Schöne, Reine”
(,Belo‘ = ,weiss‘; auch das Erhabene, Reine und Schöne)
(GEJ04,206)

Pharao(n):
Varion = fremder Hüter (GEJ04-207)

Katakomben:
Kai-tu comba = “verborgenes Gemach”
(GEJ04-203)

Sarkophag:
Sarko = “glühend”,
vaga (vascha) = ein “Schwerdeckel”
(GEJ04-203)

Mumie:
Mum, Muma, Mumie = Erdharz, Erdbalsam
(GEJ04-203)

Zodiacus:
Sa diazc = “für die Arbeiter” (GEJ04-204,16),
auch Za diaia kos = “Einteilung der Arbeit” (GEJ03-107,2)

Kairo – Kahiro = “Horn des Kahi” (GEJ04-204,4)
Theben – Thebai, auch Thebsai = “Narren-Haus” (GEJ04-204,4)
Diathira – Dia daira = “Ort des Frondienstes” (GEJ04-204,4)
Elephantine – El ei fanti = “die Nachkommen der Kinder Gottes” (GEJ04-204,4)

Hierogplyphen:
“Schrift der Gottesworte” (Wikipedia)

Die Grundidee der Pyramidenform entstammt dem Muster der “Gehirn-Zellen”

GEJ05,72
72,3. Der Herr: “Dass unter dem Buchstaben ‘A’ aber solches zu verstehen ist, bezeiget die Form der alten ägyptischen Pyramiden, die eine grossmassstäbige Nachbildung der Gehirnpyramiden sind, und deren Bestimmung es war, den Menschen zu Weisheitsschulhäusern zu dienen, wovon noch heutzutage ihr Name und ihre innere Einrichtung Zeugenschaft geben. Denn Pira mi dai heisst doch offenbar: ,Gib mir Weisheit!‘ Und die innere Einrichtung war auch also bestellt, dass der Mensch, darin von der Aussenwelt ganz abgeschlossen, in sein Inneres hat zu schauen anfangen müssen und finden sein innerstes Lebenslicht. Darum war es in den weiten inneren Gängen einer solchen Pyramide stets kohlpech- und rabenfinster, und es ward nicht eher helle, als bis der Mensch mit seinem innern Lebenslichte alles zu beleuchten anfing.”

GEJ04,232
232,12. Cyrenius kann sich vor lauter Staunen gar nicht erholen und sagt endlich: „Ah, nun geht mir ein Licht auf! Die Urägypter, die zuerst ihre Schulhäuser in der Gestalt der Pyramiden erbaut haben, waren sicher noch urvollkommene Seelenmenschen, also von innen voll Lichtes, und konnten beschauen ihres Leibes organischen Bau! Denen werden diese Pyramidalformen, als für das Erkennen des Menschen die wichtigsten, sicher auch beschaulich gewesen sein, und sie haben hernach denn auch diese Form bei der Erbauung ihrer grossartigsten Schulhäuser gewählt. Ja, sie werden auch den Bau einer jeden einzelnen Gehirntafelpyramide möglichst genau durchschaut und durchmustert und dann einer jeden Pyramide auch innerlich eine solche Einrichtung im grössten Massstabe gegeben haben, als wie organisch eingerichtet sie eine Gehirntafelpyramide gefunden haben!

232,13. Darum hat so eine Pyramide innerlich eine solche Menge von allerlei Gängen und Gemächern, bei und mit denen sich ein nun auch schon allervernünftigster Mensch unmöglich mehr auskennen kann, wofür das eine oder das andere gut war! – Herr, habe ich nun wohl so ganz recht geurteilt?!”

232,14. Sage Ich: “Ganz vollkommen recht und richtig; denn also war es, und die Ägypter haben denn auch die Flächen der Pyramiden besonders von innen mit allerlei Zeichen und Schriften und Bildern bemalt, die entsprechend alles mögliche anzeigten, was ein Mensch auf dieser Erde in seinem Fleische durchzumachen und zu erkämpfen hat, wie er sich selbst zu erkennen hat, und wie die wahre Liebe der Mittelpunkt alles Lebens ist.”

Haltbarkeit: Jahrtausende

GEJ4-102
102,7. Hätten die alten Pharaonen nicht lange genug nachgedacht, solche Gebäude als Bewahranstalten für ihre Geheimkünste und Wissenschaften zu erbauen, die der Zahn der Zeit Jahrtausende hindurch nicht zerstören solle, so ständen diese Pyramiden nimmer als Denkmäler der Urbaukunst; aber weil die Erbauer zuvor ihre einmal gefasste und in eine volle Form übergegangene Idee jahrelang genährt und auf diese Weise zu einer Reife gebracht haben, so ist es denn auch begreiflich, warum ihre in die Materie übersetzte Idee noch heute den Wanderer mit Staunen erfüllt.

Die 7 Perlen vom Nil – Raphael lehrt über Ägyptens Urgeschichte

GEJ4-202
202,8. Auf der Oberfläche dieser Wunderperle waren Hieroglyphen und andere Zeichen eingraviert. Unter andern war auch eine ganz gute Zeichnung des Tempels von Ja bu sim bil im Baumomente, und zwar in jenem ersichtlich, wo die vier riesenhaften Figuren nach einer hundertsiebzigjährigen Arbeit voll Schweiss und mancher Aufopferung beendet worden waren und man noch an den Simsungen lebhaft arbeitete und durch die Skulptierung riesige Schriften und sonstige Zeichen in die platten, grossen Flächen eingravierte und zugleich aber auch das Tor in der Mitte der je zwei Riesenfiguren aufzureissen begann. Wer sich diese Zeichen und Schriften, die ganz deutlich zu sehen waren, entziffern konnte, der hatte den Ursprung dieses Tempels vor sich und den Grund, warum er von den damaligen Ägyptern errichtet worden ist, und zwar knapp am Nilstrome.

202,13. Hier nahm der Engel die zweite Perle und befreite sie auf die frühere Art und Weise von ihrer Kruste. Auch sie war voller Zeichen und Schriften. Auf einer der glattesten Flächen war der kleine Tempel von Ja bu sim bil ganz gut eingraviert und daneben ein Kopf, ähnlich dem der grossen Sphinx. Und der Engel ward abermals bestürmt, all diese Zeichen und Schriften zu erklären.

202,14. Und er (der Engel) sagte: „Freunde, ohne die volle Erwecktheit des Geistes in der Seele vermag das von den jetzt lebenden Menschen wohl niemand zu entwirren, was alles das besagt, was da auf dieser Perle geschrieben und gezeichnet ist!

202,15. Obwohl diese Perle so alt ist wie die erste und grösste, so ist sie aber dennoch um hundert Jahre später also beschrieben und bezeichnet worden, und zwar um die Zeit der Beendigung des kleinen Felsentempels, in der aber das Innere des grossen Tempels noch nicht völlig beendet war. Darum ist hier auch der kleine Tempel schon als völlig beendet dargestellt.

202,16. Der Kopf stellt den des damalig schon siebenten Hirtenkönigs dar, der sich den Namen Shivinz (irrig ,Sphinx‘) der Lebhafte, der Unternehmende, gab. Er hatte ein Alter von nahe dreihundert Jahren erreicht, und man hatte seinen Kopf höchst kolossal aus einem grossen Granitfelsen gemeisselt, der noch heutzutage, ziemlich gut erhalten, zu sehen ist.

202,17. Dieser Shivinz hatte grosse Verbesserungen in den Schulen, wie auch in der Viehzucht und Landeskultur eingeführt und genoss von seinem Volke aber auch eine nahezu göttliche Verehrung. Die Zeichen und Schriften besagen aber eben das viele Gute, was er mit seinem höchst regen Geiste alles für Verbesserungen in diesem Lande eingeführt hatte.

202,18. Er hatte den grossen Tempel nicht zu meisseln begonnen, denn das haben zwei seiner dem unsichtbaren Geiste Gottes sehr ergebene Vorfahren getan; aus grosser Achtung aber liess er sie unweit vom grossen Tempel auf einer schönen Ebene in sitzender Stellung aus Stein in einer höchst kolossalen Grösse meisseln und zum ewigen Gedenken nahe am Nile aufstellen. Und da die beiden keinen Namen hatten und auch aus purer Bescheidenheit irgendeinen Namen nicht führen wollten, so benannte er sie und gab ihnen den Namen ,Die Namenlosen‘ (ME MAINE ONI, schlecht in der späteren Zeit ,Memnon‘), welche beide Bildsäulen auch noch bis an den heutigen Tag recht gut erhalten zu sehen sind.“

202,19. Sagt der Anführer: „Ja, ja, das haben wir alles gesehen und hoch bewundert! Aber wie alt mögen nun diese ausserordentlichen Sachen wohl sein?“

202,20. Sagte der Engel: „Nahe an dreitausend Jahre, und die nächstkommenden dreitausend Jahre werden ihre Spuren nicht ganz verwischen! – Wartet nun aber ein wenig, wir werden nun die dritte Perle enthüllen; an deren Oberfläche werdet ihr nebst den zwei Vorfahren des Shivinz schon als Statuen noch eine ganz andere grosse Denkwürdigkeit graviert ersehen, die euch sehr nachdenken machen wird!“

Kapitel 203 – Das Geheimnis der dritten Perle: Die sieben Riesen und die Sarkophage

203,1. Hier nahm Raphael die dritte Perle in die Hand und befreite sie von ihrer Kruste.

203,2. Als sie nun nackt da war, machte Raphael die vor Wissbegierde ordentlich Brennenden sogleich auf die ganz gut gravierten Memnonstatuen aufmerksam und sagte: „Sehet, da sind sie schon, die beiden Namenlosen! Aber da oberhalb erschauet ihr, als vor den Namenlosen, sieben riesige Figuren in bekleideter Menschengestalt, und um sie her erschauet ihr eine Menge ganz kleiner Menschenfigürlein! Was hat denn der weise Shivinz, der die Perlen alle eigenhändig gezeichnet hat, damit andeuten wollen?

203,3. Hört! Es ist in derselben Zeit, etwa hundertsieben Jahre vor dem ersten der zwei namenlosen Vorfahren, ein sehr grosser Erdball im tiefen Schöpfungsraume durch die Zulassung des Herrn in viele Stücke zerstört worden. Gar viele und gar riesenhaft grosse Menschen bewohnten ihn.

203,4. Bei der plötzlichen, von niemand vorgesehenen Zerstörung, obwohl sie jenen Menschen zu öfteren Malen angekündigt ward, kam es, dass sieben von den erwähnten Erdballsmenschen in Oberägypten auf mehreren offenen Plätzen des grossen Landes niederfielen und durch ihren schweren Fall eine sehr starke Erderschütterung verursachten.

203,5. Dieser Menschenregen dauerte über zehn Tage lang, das heisst vom Erstgefallenen bis zum Letzten. Die Bewohner des Landes haben dabei viel Angst und grossen Schrecken zu bestehen gehabt; denn sie fürchteten sich besonders in der Nacht, dass ein solcher Riese über sie fallen und sie allesamt gar übel erdrücken werde. Darum starrten sie beklommensten Herzens stets den Himmel an, ob nicht wieder irgendein solcher ungeladener Gast ihnen aus den Wolken einen höchst unwillkommenen Besuch abstatten möchte.

203,6. Gut bei zehn Jahre lang wurden bleibende Wachen aufgestellt, um zu sehen, ob nicht wieder so ein ganz entsetzlicher Reisender aus der Luft ankäme; aber da davon nach den zehn Tagen keine Spur mehr zu entdecken war, so wurden die Gemüter der Menschen nach und nach wieder ruhiger, und sie wagten sich sogar zu den grossen, ganz vertrockneten Riesenleichnamen, die bis zu ein viertel Tagereisen weit voneinander zerstreut herumlagen.

203,7. Die Weisen unter jenen Urmenschen Ägyptens meinten wohl, dass es die etwa vom Geiste Gottes bestraften Riesen eines grossen, weit entlegenen Landes seien und gegen Gott gefrevelt haben dürften, und Gott habe sie dann in Seinem gerechten Zorne von der Erde durch Seine mächtigen Geister aufheben und hierher schmeissen lassen, um den Ägyptern zu zeigen, dass Er auch der mächtigsten Riesen nicht schone, so sie wider Seinen Willen handelten. Kurz und gut, man fing endlich gar an, diese toten Riesen stückweise zu verbrennen, und in fünfzig Jahren war von diesen toten Riesengästen keine Spur irgend mehr zu entdecken.

203,8. Was die Ägypter aber sich von diesen riesigsten Menschengestalten dennoch merkten, war das, dass sie aus den ihnen gar sehr im Gedächtnisse gebliebenen Riesen in einen kolossalen Sinn für alles übergingen, wovon ihre ersten Skulpturen mehr als einen handgreiflichen Beweis liefern.

203,9. Im Tempel zu Ja bu sim bil wurden in jeder der drei Abteilungen sieben Riesen als gewisserart Träger der Decke abgebildet, das heisst in Stein gehauen, und zwar in jener Tracht, in der die grossen Reisenden aus der Luft angekommen sind; und die Ägypter, die vormals nahe ganz nackt herumwandelten, haben angefangen, sich auch in solcher Art zu kleiden, – aus welchem Grunde man denn auch bis auf den heutigen Tag alle die alten Überreste also bekleidet erschaut. Ihre Mumien und Sarkophage sind voll von derartigen Verzierungen.“

203,10. Fragt der Anführer, was denn die alten Ägypter so ganz eigentlich unter den Sarkophagen verstanden und warum sie die grossen und auch kleineren sehr massiven Särge also benannt haben.

203,11. Sagt Raphael: „Das sollet ihr sogleich und ganz gründlich vernehmen! Ihr wisst, dass es mit dem Begraben der Leichname in diesem Lande zum grössten Teile seine sehr geweisten Wege hat, da in dem trocknen Boden ein Leichnam schwerlich in eine Verwesung übergeht und die Fäulnis ihn nicht zerstören kann. In der feuchteren Nilnähe wollte man die Toten aus dem sehr weisen Grunde auch nicht begraben, um des Stromes Wasser nicht zu verunreinigen. Die Leichname also liegenlassen oder sie gar den Wildtieren zum Frasse vorwerfen, dazu waren besonders die alten Ägypter zu viel Mensch und achteten auch die Leichname der verstorbenen Brüder zu hoch, als dass sie ihnen eine solche Unehre hätten antun können. Was war denn aber sonst zu machen?

203,12. Seht, sie kamen auf einen sehr gescheiten Einfall! Sie meisselten aus Stein zum Teil sehr grosse und später aber auch ganz kleine Särge, in welchen höchstens ein, zwei bis drei Leichname ganz bequem Raum hatten. Ein jeder Sarg ward mit einem verhältnismässig grossen und schweren Deckel versehen. Wenn dann in einen solchen Sarg ein oder mehrere Leichen hineingelegt wurden, nachdem sie zuvor mit Mum (Muma, auch Mumie, = Erdharz, Erdbalsam) gut eingesalbt wurden, so ward dann der Deckel ganz glühheiss gemacht und der Sarg mit dem glühheissen Deckel sozusagen für ewige Zeiten zugedeckt. Dadurch wurden die Leichname im Sarge ganz vertrocknet und bei sehr erhitzten grossen Deckeln manchmal auch ganz verkohlt oder gar bis zu Asche verbrannt.

203,13. Es gab in den grösseren Orten und Gemeinden aber auch allgemeine Särge, die alle sieben Jahre wieder zum Teil aufgedeckt wurden. Diese wurden dann wieder mit Leichnamen nach und nach gefüllt und ganz zugedeckt, worauf dann über dem Deckel ein tüchtiges Feuer angemacht ward, wodurch die Leichname im grossen Sarge natürlich zu Asche wurden. War ein solcher Sarg voll Asche, so ward er dann nicht mehr eröffnet, sondern blieb zum Gedächtnisse an die Vergänglichkeit alles Irdischen als ein verehrliches Monument stehen.

203,14. Mit der Zeit baute man Gewölbe und Pyramiden darüber, darum man noch heutzutage in der Gegend der Pyramiden eine Menge solcher Särge in manchmal sehr engen und manchmal in weiteren Gewölben (Kai-tu comba, das heisst verborgenes Gemach) findet. Diese nun euch klar beschriebenen Särge hat man denn darum Sarkophage genannt, weil nach der Urzunge der Ägypter Sarko ,glühend‘ und vaga (Vascha) ein ,Schwerdeckel‘ heisst.

203,15. Da hast du nun deine Sarkophage; aber nun schreiten wir zur Enthüllung der vierten Perle und wollen sehen, was uns diese alles enthüllen wird!“

Kapitel 204 – Raphael erklärt die Sternbilder auf der vierten Perle

204,1. Der Engel nimmt sie ganz behutsam in die Hand und entkrustet sie.

204,2. Hier fragt der Anführer den Engel und sagt: „O Wunderjunge, du dienstbarer Finger des Allerhöchsten, sei nicht ungehalten, so ich dich mit einer Zwischenfrage belästige! Siehe, mich drückt bei deiner sonstigen Wundermacht der Hammer! Ist er dir abolut notwendig, oder bedienest du dich dessen bloss nur, um dich uns in einer grösseren Natürlichkeit zu zeigen, auf dass wir dir etwa furchtloser und ruhiger zusehen und zuhören mögen!“

204,3. Sagt der Engel: „Keines von beiden, – sondern das tue ich bloss darum nur, um euch zu zeigen, wie ihr bei ähnlichen Vorkommnissen mit solchen Steinen zu verfahren haben sollet, um sie zu enthüllen, so ihr irgend wieder welche vorfinden dürftet! Denn besonders in Ober- und Mittelägypten finden sich eine grosse Menge solcher inkrustierter Steine vor, und zwar in die Wüsten hin höchst verstreut; freilich werden solcher Perlen wenige mehr darunter sein. Aber auch die andern Steine sind mit allerlei Zeichen, Schriften und Abbildungen versehen; denn die alten Ägypter hatten noch lange kein Papier zum Schreiben. Darum wurden Steinflächen benutzt, um gar anfangs mit beinernen und später mit ehernen Griffeln allerlei zum Gedächtnisse hineinzugraben.

204,4. Die urersten Aufzeichnungen haben freilich wohl wenig anderes aufzuweisen als die ganz einfachen Begebenheiten ihrer Herden; aber die späteren enthalten dann schon, so wie diese Perlen, grosse und bedeutungsvolle Begebenheiten, nicht nur für dieses grosse Land und Volk, sondern gleich für die ganze Erde. Denn der Herr wollte es, dass dieses Land eine ganz tüchtige Vorschule für Seine Darniederkunft sei, darum Er denn auch Sein innigst erwähltes Volk, die Hebraemiten in eine lange anhaltende Schule nach Ägypten gesandt hat. Und Moses, der grosse Prophet des Herrn, hatte im Horn des Kahi (Kahiro), in Theben (Thebai, auch Thebsai, = Narren-Haus, später freilich eine grosse, volkreiche Stadt), in Kar nag zu Korak und in den ältesten Städten Memphis, Diathira (Dia daira = Ort des Frondienstes) und zu Elephantine (El ei fanti = die Nachkommen der Kinder Gottes) seine Schulen durchgemacht und ward vom Geiste Gottes zu einer höchsten Weihe erst in einem Alter von siebenundfünfzig Jahren zum Madan über den Sues, als flüchtig vor einem grausamen Varion (Pharao), geführt, von wo aus ihr seine spätere Geschichte in der Schrift lesen könnet.

204,5. Kurz, Ägypten war also von Gott aus zu einer Vorschule bestimmt, und die Bewohner dieses ältest bewohnten Landes der Erde waren schon vor ururalters mit vieler Weisheit begabt und trieben auch Handel und Wandel mit nahezu allen besseren Völkern der Erde. Ihr werdet es nun auch begreifen, wie und warum eben in diesem Lande alles, was da vorgefunden wird, eine oft sehr tiefgreifende Bedeutung hat.

204,6. Und nun zu unserer enthüllten vierten Perle!

204,7. Da erschauen wir mehrere Abgebilde von Jägern mit Köcher, Bogen und Pfeil und eine grosse Herde, die von Löwen umgeben ist. Dies bedeutet einen grossen Kampf der Ägypter mit den Löwen, die zu Zeiten in grosser Anzahl die fetten Herden Ägyptens heimsuchten.

204,8. Und seht, mehr rechts von dieser Szene ersehet ihr die Triften schon mit Mauern umfangen, und auf ihnen liegen Stierköpfe, mit den Hörnern bald auf-, bald ab- und bald seitwärts gewendet, was alles darauf hindeutet, dass die Herden vor den gewaltigen Einfriedungen der grossen Weidetriften stets in grosser Gefahr ganz wehrlos sich befunden haben. In den Ecken der Mauern ersehet ihr auch einen grossen Hund, wie zum Kampfe bereit, bald stehen, bald liegen; sein Name, den diesem wachsamen Tiere die alten Ägypter gaben, heisst Pas, auch Pastshier (Hüter der Weide).

204,9. Hier, noch weiter rechts, ersehet ihr wieder den Hirtenkönig Shivinz (Sphinx), an seiner Seite einen riesenhaft grossen Hund, und vor dem Hunde mehrere Stücke von dem Löwen. Noch mehr rechts aber, mehr in der Höhe, ersehen wir denselben Hund, unter ihm das Bild der Sonne und des Mondes. Was besagt das?

204,10. Hört! Unser Shivinz hatte als ein König der Hirten im Ernste einen der grössten Hunde, vor dem kein Löwe und kein Panther seines Lebens sicher war. Dieser Hund hütete lange Zeit die Herden des Shivinz. Als aber mit der Weile der Hund durch sein Alter umstand (verendete), bestimmte Shivinz, aus Achtung und zum Andenken, sich dieses Tier mit einem Sternenbilde am südlichen Himmel allzeit zu versinnbildlichen. Er benannte das Sternbild mit dem bestimmenden Namen des grossen Hundes, der jahrelang des Königs Herde treu gehütet hatte. Dass der König seinen Hund unter die Sterne versetzte, ist daraus ersichtlich, dass unter des Hundes Bauche Sonne und Mond ersichtlich werden. Alles, wo unterhalb Sonne und Mond ersichtlich stehen, befindet sich unter den Sternen sinnbildlich zum Andenken an etwas von grosser und gewichtiger Bedeutung.

204,11. Ein sehr grosser und wachsamer Hund ist heutzutage – besonders hierzulande, wo es nahezu gar keine reissenden Tiere gibt – wohl nicht von irgendeiner besonderen Bedeutung; aber im alten Ägypten, wo es ganze Herden von reissenden Bestien gab und teilweise noch gibt, war ein grosser, starker und mutiger Hund ein überaus grosses Bedürfnis. Denn fürs erste war ein solcher Hund der treueste Hüter der Herden. Seine Erhaltung war eine ganz leichte, weil diese grosse Hunderasse sich gewöhnlich von den unzählbar vielen Erdmäusen, an denen dies Land noch nie einen Mangel gehabt hatte, nährte; auch frassen sie die grossen Heuschrecken in einem Tage zu Tausenden. Nur einmal des Tages bekamen sie etwas Milch, und das machte, dass sie der Herde getreu blieben.

204,12. Nebst den grossen Hunden aber waren bei den alten Ägyptern auch eine Art kleinerer Hunde gut gelitten; ihr Name war Mal pas (kleiner Hund). Das waren die Lärmmacher; Poroshit heisst nach der alten Zunge ,Zeichen-‘ oder ,Lärmmacher‘. Wenn etwas Fremdes sich einem Hause oder einer Herde nahte, so fingen die kleinen Hunde schon an zu bellen; das machte die grossen aufmerksam, und diese fingen dann mit ihrem gewaltigen Gebelle an, die Gegend für die wilden Bestien mit Respekt zu erfüllen, worauf sich diese auch zurückzuziehen begannen.

204,13. Die kleinen Hunde waren vielfach auch Hüter der Hühner und der Brut, wozu sie eigens abgerichtet wurden. Das alles war eine Erfindung des Shivinz, der diese Vögel erst zu gar nützlichen Haustieren gemacht und den Ägyptern gezeigt hatte, wie gut ihr Fleisch und wie gar gut ihre gebratenen und gekochten Eier schmecken. So lehrte er die damals schon sehr grosszählig gewordenen Einwohner dieses grossen Landes neue Nährmittel und neue Herden kennen, deren Braten und Eier später gar nur zu gut schmeckten, – ansonst nicht späterhin einmal ein ordentlicher Hühnerkrieg ausgebrochen wäre, dessen sogar der griechische Geschichtsschreiber Herodot mythischer Weise erwähnt.

204,14. Unser Shivinz, der den grossen Hund an den Himmel heftete, verschaffte auch dem kleinen eine Stelle unter den Sternen und gab ihm den Namen Porishion (Prozion). In seiner Nähe befindet sich die alte Kokla (Gluckhenne); später hat dies Sternbild auch den Namen Peleada, auch Peleadza, und unter einer falschen Sage der Griechen von den Griechen den Namen Plejaden erhalten.

204,15. Hier ganz zuoberst an der Perle sehet ihr auch das ganz gut aufgezeichnet und könnet daraus erkennen, was unser Shivinz für ein heller Kopf war. Ihm war es nicht so sehr darum zu tun, um durch die leicht erkennbaren Sternbilder seine Hunde und Gluckhühner seinen Jüngern stets ins Gedächtnis zu rufen, sondern sie nach den Sternen den Gang der Zeit kennen zu lehren.

204,16. Der Shivinz war es auch, der zu Diadaira (Diathira) den ersten Zodiacus (Sa diazc = für die Arbeiter) errichtet hatte, ihn am Firmamente zuerst erfand und den Sternbildern nach den gleichzeitigen Erscheinungen und Landesvorkommnissen den Namen gab, wie wir solches sogleich an der enthüllten fünften Perle sehen werden!

Kapitel 205 – Die Einteilung der Zeit auf der fünften Perle

205,1. (Raphael:) „Gebet nun recht acht; da ist schon die fünfte Perle! Wie man derlei aufgefundene Urzeitreliquien zu benützen hat und eigentlich wie zu enthüllen, habe ich euch nun schon gezeigt, und so will ich die noch übrigen drei bloss durch meine Willensmacht enthüllen, und sehet, – da haben wir schon die fünfte Perle enthüllt vor uns!

205,2. Sehet gleich hier einen Zodiacus von Diathira vor uns auf der Perle schönster und grösster Fläche gezeichnet! Da ist ein kolossaler Tempel; 365 Säulen von der massivsten Art tragen einen ebenso massiven Bogen aus rötlichen Granitquadern, überaus baukunstgerecht und höchst fest konstruiert. Die höchste Bogenspannung ist vom Boden bei 66 Mannslängen hoch erhoben. Der ganze Bogen hat genau 365 Öffnungen, die genau so angebracht sind, dass während der Dauer eines Himmelszeichens, unter dem die Sonne sich befindet, ihr Licht auf den Mittelpunkt einer in der Mitte des Tempels aufrecht stehenden Säule genau um die Mitte des Tages fallen musste. Das Licht durch die anderen fiel zwar auch auf den Altar zu den verschiedenen Tageszeiten, ging aber schon nimmer durch den Mittelpunkt, sondern einen oder mehrere Grade seitwärts.

205,3. Dieser äusserst sinnreich konstruierte Bogen besteht auch noch heutigentags, wenngleich durch den Zahn der Zeit etwas zernagt, und wird noch lange bestehen und den Sternkundigen zur Richtschnur dienen.

205,4. Ihr fraget, zu welchem Nutzen denn so ganz eigentlich der grosse Shivinz diesen Bogen sicher mit der grössten Mühe von der Welt aufgestellt habe? – Vordem bestand keine bestimmte Zeiteinteilung. Das wenige Kürzer- oder Längerwerden des Tages merkte man kaum. Der Mond war noch der sicherste und verlässlichste Zeiteinteiler. Zu Diathira, als der Stadt der aus Zucht gemüssigten Arbeiter, musste man eine bestimmte Zeiteinteilung haben bei Tag- wie zur Nachtzeit, und zu dem Behufe und der genaueren Ordnung halber hatte unser Shivinz denn auch diesen Bogen gemacht, hatte daran aber zehn volle Jahre hindurch mit hunderttausend Arbeitern zu tun gehabt.

205,5. Der Bogen war natürlich sehr breit, und zu je 30 und 31 Rundöffnungen mit dem Symbole eines der zwölf Himmelszeichen bemalt, über welchem gewöhnlich rotem Gemälde die Sterngruppe weiss und ganz getreu aufgetragen war. Ihr sehet hier auf der Perle das Innere des Bogens ganz gut mit feinen Linien, die dann mit einer dunkelroten Farbe eingerieben wurden, gezeichnet, und ihr könnet euch nun wohl vorstellen, welch ein geweckter Geist unser Shivinz war, und welch eine unbegrenzte Achtung die Völker Ägyptens vor ihm hatten! Die Folge davon aber war auch eine derartige, dass er nur zu winken brauchte, und Hunderttausende von Menschen fingen an, sich mit aller Energie zu regen, und ein grossartigstes Werk wurde dem Boden der Erde entzaubert!

205,6. Die Weisesten aus dem Volke machte er zu Lehrern und Priestern und errichtete allenthalben Schulen für alle möglichen Fächer des menschlich nützlichen Tun und Treibens. Die höchste Gottesgelehrtheit aber war nur in Kar nag zu Korak und am Ende zu Ja bu sim bil im geheimen durch viele und harte Proben zu gewinnen.“

205,7. Hier fragte der alte Wirt Markus, den Engel in seiner Erklärung unterbrechend: „Höchst lieblichster Freund, weil du schon einmal in der Enthüllung deiner Perlen begriffen stehest, möchtest du uns denn nicht auch erklären, was es denn mit jener höchst sonderbaren Sphinx für eine Bewandtnis hat, die als Halbweib und als Halbtier den Menschen das berühmte Rätsel stets auf Leben und Tod aufgab: was nämlich das für ein Tier sei, das morgens auf allen vier, mittags auf zwei und abends auf drei Füssen einhergehe? Wer das Rätsel nicht zu lösen vermochte, wurde von der Rätselsphinx getötet; wer es aber lösen würde, von dem werde sich die Sphinx töten lassen! – Ist daran wohl etwas faktisch Wahres oder nicht?“

Kapitel 206 – Das Rätsel der sechsten Perle: Die Darstellung der Pyramiden, Obelisken und der Sphinx

206,1. Sagt Raphael: „Siehe da, diese sechste Perle wird dir deine Frage beantworten! Dahier hast du sie enthüllt; was erschauest du auf den ersten Blick?“

206,2. Sagt Markus: „Da sehe ich abermals das kolossale Ebenbild des Shivinz und etliche Pyramiden; vor der grössten stehen zwei Spitzsäulen, Oubeliske genannt, und seitwärts der grossen Pyramide, in der Wirklichkeit vielleicht ein paar hundert Schritte entfernt, was man aus dem Bilde wohl kaum bestimmen kann, ist ebenfalls wieder eine ziemlich kolossale Statue ersichtlich. Diese hat einen Weibskopf, weibliche Hände und eine weibliche, starke Brust. Wo die Brust aufhört, an der Stelle des Bauches, fängt ein ganz unbestimmbarer Tierleib an. Hinter dieser sonderbaren Statue ist weit gedehnt eine Kreismauer, durch die eine grosse Weidetrift eingeschlossen ist. Das scheint ein Ganzes und Zusammengehörendes auszumachen. – Was besagt das alles?“

206,3. Sagt Raphael: „Das kolossale Brustbild ist eben der Shivinz, das das Volk, um den grossen Wohltäter zu ehren, aus eigenem Antriebe von den besten Meisslern und auch Maurern auf höchst eigene Kosten hat ausführen lassen. Die grosse Pyramide mit den zwei Obelisken war ein ,Mensch, erkenne dich selbst!‘-Schulhaus. Sie hatte im Innern grosse Gemächer und weithin laufende Gänge nach allen Richtungen, in denen allerlei sonderbare Einrichtungen für die Selbsterkenntnis und daraus für die Erkenntnis des allerhöchsten Geistes Gottes sich vorfanden. Die Einrichtungen sahen mitunter gar grausam aus; aber sie verfehlten nur äusserst selten ihren Zweck. Die andern Pyramiden sind zumeist nur Zeichen jener unterirdischen Stellen, allwo sich eine Menge Sarkovage befanden, die übermauert worden sind, wie solches schon ehedem gezeigt wurde.

206,4. In dieser Zeit aber finden sich im weiten und überaus langen Niltale noch eine Menge von Pyramiden und allerlei Tempeln vor, die viel später unter den Pharaonen zu Abrahams, Isaaks und Jakobs Zeiten entstanden sind; von denen ist hier nicht die Rede, sondern allein von jenen nur, die unter Shivinz gebaut wurden.

206,5. Piramidai war der eigentliche Urname und besagte soviel als: ,Gib mir Weisheit!‘, und die beiden Spitzsäulen besagten mit dem Namen Oubeloiska: ,Der Reine sucht das Erhabene, Schöne, Reine‘. ,Belo‘ hiesse eigentlich ,weiss‘; aber weil die ganz weisse Farbe bei den alten Ägyptern als ein Zeichen des Reinen, Erhabenen und Schönen galt, so bezeichnete man damit auch das Erhabene, Reine und Schöne.

206,6. Die gute Wirkung solcher Schulen wurde bald weit und breit ruchbar, und es kamen bald Fremde zum Besuche solcher Schulen, und derer waren so viele, dass sie nicht untergebracht und versorgt werden konnten. Da ersann unser Shivinz in seiner letzten Regierungszeit ein etwas ominöses Mittel, um die Fremden abzuhalten, damit sie nicht zu häufig kämen zum Besuche der von ihm errichteten Schulen. Worin bestand aber eben dieses Mittel?

206,7. Hier auf dieser Perle seht ihr die halb menschliche und halb tierische Statue. Sie war hohl, und inwendig konnte ein Mensch auf einer Wendeltreppe in ihren Kopf gelangen und aus dem Munde der Statue, der nach abwärts trichterförmig ausgehöhlt war, ganz stark und wohl vernehmlich reden, und es hatte der starken Stimme wegen auch den Anschein, als hätte im Ernste die kolossale Statue geredet.

206,8. Wenn nun die Fremden dahin kamen und in die Schule aufgenommen zu werden verlangten, so wurden sie von einem Diener dieser Statue darauf aufmerksam gemacht, dass sie sich vor die erhabene Statue, die aussen tot, aber inwendig lebendig sei, auf einen bestimmten Platz hinzustellen hätten, und zwar einer nach dem andern. Da bekam ein jeder, der ein Jünger der Pyramiden werden wollte, von dem erhabenen Shivinz eine rätselhafte Frage auf Leben und Tod. Hatte der Befragte das Rätsel gelöst, so wurde er aufgenommen, und es war ihm mit der Aufnahme das Gegenrecht erteilt, auch der Statue eine Gegenfrage zu stellen und im Falle, so die Statue ihm keine befriedigende Antwort zu geben imstande wäre, dieselbe zu zerstören und gewisserart zu ermorden.

206,9. Die Frage aber ward drei Tage vorher den Klienten zum Nachdenken bekanntgegeben; am dritten Tage aber, wo sie dieselbe Frage aus dem Munde der Statue auf Leben und Tod zu bekommen hatten, liess es sicher keiner darauf ankommen, sondern zog sich ganz bescheiden zurück, zahlte die verlangte Vorfragetaxe und reiste in seine oft sehr ferne Heimat.

206,10. In eine spätere Zeit fallend, sagt eine Mythe, dass es einem Griechen gelungen sei, das alte Rätsel zu lösen; allein dies ist mit hunderttausend anderen wohl eine Fabel und entbehrt jeder Wahrheit! Denn das berühmte Rätsel hat Moses gelöst, aber darum die Statue nicht zerstört, indem auch diese Statue, wenn auch etwas zernagt durch den Zahn der Zeit, noch heutigentags zu sehen ist.

206,11. Freilich kann nun die innere Einrichtung nicht mehr aufgefunden werden, weil sie ganz versandet und verschlammt ist; denn der Nil tritt gewöhnlich alle hundert, manchmal auch nach zweihundert Jahren ganz ungewöhnlich stark aus, so dass er in den engeren Talgegenden seine Wogen über dreissig Ellen hoch über den gewöhnlichen Wasserstand hinwegtreibt. Dadurch wird vieles verwüstet und unbrauchbar gemacht, weil da eine Menge Gerölles und Sandes und Schlammes über die früher schönsten Fluren abgelagert wird.

206,12. Es hat nach der Zeit des Shivinz zwei Nilfluten gegeben, deren Wogen hoch über die Spitzen der Pyramiden hinwegtrieben. Eine solche Flut fand auch, von jetzt an gerechnet, vor 870 Jahren statt, durch die der Tempel von Ja bu sim bil nahezu bis zur Hälfte versandet und verschlammt worden ist, und man hat ihn und viele andere Denkmäler seit der Zeit nicht mehr ganz vom Sande und Schlamme zu reinigen vermocht. Und so steht es nun auch mit unserer rätselhaften Statue; sie ist inwendig voll verhärteten Schlammes und Sandes, den wohl niemand mehr ausräumen dürfte! So, mein lieber Markus, verhält es sich in Wahrheit mit der rätselhaften Sphinx! – Bist du nun darüber im klaren?“

206,13. Sagt Markus: „Hat es denn wohl im Verlaufe von etwa tausend Jahren kein Beherzter gewagt, sich auf Kosten seines Lebens von der Sphinx das bekannte Rätsel vorsagen zu lassen? Und so er es getan hätte, was wäre ihm begegnet, wenn er ganz begreiflichermassen das Rätsel nicht gelöst hätte?“

206,14. Sagt Raphael: „Da war auf dem Platze, auf den der Befragte zu stehen kam, eine Versenkung angebracht, mittels welcher er in einen Brunnen schnell hinabzuversenken gewesen wäre; und wäre er einmal unten, da hätten ihn dann etliche Diener ergriffen, ihn durch unterirdische Gänge wegen seines Mutes, wenn er auch das Rätsel unrichtig gelöst hatte, in die Schule gebracht, von der er nicht eher weggekommen wäre, als bis er ein vollendeter Mensch geworden wäre. Aber es ist nie dazu gekommen; und zu den Zeiten, als das Rätsel gelöst wurde, war diese uralte Einrichtung schon derart verschlammt und versandet, dass sie völlig unbrauchbar war, und die ersten Hirtenkönige und ihr Volk sind bis dahin schon lange von einem phönizischen Volke gewisserart besiegt worden, und die Varaonen selbst zu Abrahams Zeiten waren schon Phönizier.

206,15. Nun weisst du auch darüber einen kurzen Bescheid, und wir gehen nun darum zur Enthüllung der siebenten und letzten Perle über!

Kapitel 207 – Die Sternbilder der siebenten Perle. Der Verfall der ägyptischen Kultur. Die Geschichte der sieben Perlen

207,1. (Raphael:) „Sehet, da ist sie schon! Was erschauet ihr darauf? – Ihr erschauet wohl etwas, aber ihr kennet euch dabei nicht aus; es sind auf dieser sehr schönen Perle alle die Sternbilder gezeichnet, und mit einer braunroten Farbe eingerieben, und sie blieben unter der Kruste bis zur heutigen Stunde wohl erhalten.

207,2. Aus dieser Perle lernen wir sonst nicht vieles und gar zu Besonderes; aber das entnehmen wir immerhin daraus, dass unser Shivinz sich am gestirnten Himmel auskannte und er ganz sicher der erste war, der die Sternbilder in ein gewisses System gebracht hat. Und wie er die Sternbilder benamste, so werden sie noch bis auf die heutige Stunde benamst!

207,3. Vor seiner Leitung sah es bei den alten Ägyptern noch so ziemlich mager aus, sowohl mit dem Zeichnen und dem daraus hervorgegangenen Schreiben, als auch mit einer richtigen Erkenntnis seiner selbst, und noch magerer mit der Erkenntnis Gottes. Aber unser Shivinz hat mit vieler, unsäglicher Mühe das alles geordnet und aus dem früheren wilden Nomadenvolke eines der gebildetsten und weisesten Völker der ganzen Erde gemacht, was ihm freilich mit der Zeit viele Neider erzeugte. Denn die Fremden fanden nur zu bald ein zu grosses Wohlgefallen an solch einer grossartigsten Landes- und Volkskultur; alles, was sie ansahen, kam ihnen gar himmlisch wundersam vor, so dass sie sich, einmal dahin gelangt, nicht mehr davon trennen konnten.

207,4. Je mehr dahin zu wallfahrten anfingen, desto mehr siedelten sich auch mit der Zeit da an, und so geschah die erste Unterjochung der Urvölker und ihrer Regenten zumeist auf einem ganz friedlichen Wege.

207,5. Die Nachkommen des Shivinz wurden stets zartere und verweichlichtere Menschen, liessen sich’s gut geschehen, pochten auf den Ruhm ihres Ahnvaters und liessen das Regierungsgeschäft einen guten Mann sein. Die Folge davon war, dass dann bald und leicht die eingewanderten Fremden, die da sehr viel Haare auf den Zähnen hatten, von den Eingeborenen sogar zu Leitern und Führern erwählt und eingesetzt wurden, und das alles ohne Schwert.

207,6. Das war zwar in einer Hinsicht ganz gut und recht, aber die Ureingeborenen haben bei diesem Wechsel dennoch nicht gar zuviel gewonnen. Denn die fremden Hüter (Varion; schlecht Pharaon) bildeten nur zu bald eine bewaffnete Macht und wurden zu wahren Tyrannen und Volksbedrückern. Die Schulen wurden nur wenigen mehr zugänglich, und was da noch gelehrt wurde, war himmelweit verschieden von dem früher Gelehrten, warum und aus welchem Grunde sich dann auch bald aus der vormals reinsten Wahrheit die absurdesten Götzereien, verbunden mit der dicksten Finsternis, herausgebildet haben, hinter denen die Urkultur dieses Landes wohl kaum – selbst für grosse Weise – herauszufinden war.

207,7. Es sind darum diese sieben Perlen von einem so unschätzbar grossen Werte, weil sie noch aus einer Zeit stammen, in der Ägypten in seiner höchsten geistigen Blüte stand, und sie können darum nicht gut genug aufbewahrt werden!“

207,8. Fragt der Mohren einer, bei welcher Gelegenheit diese Perlen denn hernach in den Sand des Nils gekommen seien und sich in des Stromes Sand verloren hätten.

207,9. Sagt Raphael: „Habe ich euch ja doch gezeigt, wie der Nilstrom in gewissen Zeiten zu einer wahren Sündflut anwächst! Ungefähr 567 Jahre nach Shivinz bekam unser Nil eine rätselhafte Höhe; in den Engen ging er über hundertsechzig Ellen über seinen gewöhnlichen Wasserstand. Alle mehr in der Taltiefe liegenden Städte waren von der Flut auf fünf Wochen gänzlich überspült, und bei dieser Gelegenheit wurden die Perlen samt den Häusern, in denen sie aufbewahrt waren, von der Gewalt der Wogen fortgetragen und gleich den Quadern, aus denen die Gebäude erbaut waren, vom Schlamme und Sande bedeckt.

207,10. In den nahe dreitausend Jahren ihres Begrabenseins hat sich denn auch eine solche Kruste herumgebildet, wie ihr sie gefunden habt, und von welcher ich sie nun vor euch anfangs auf eine ganz natürliche und nun später auf die mir mögliche wunderbare Art enthüllt habe.

207,11. Nun wisset ihr auch dies und habt an diesen sieben Perlen sieben Bücher, die euch nun und für alle Zeiten eine ganz tüchtige Belehrung über das Land, welches zum Teil auch ihr bewohnet, geben können und auch immer geben werden. Bewahret sie darum wohl auf; denn da ist eine jede dieser Perlen viel mehr denn ein grosses Königreich wert!

207,12. Vorderhand soll sie der Oubratouvishar, als der offenbar Weiseste aus euch, in die Verwahrung nehmen; und wird er einst diese Erde verlassen, so soll er bestimmen, wer fürderhin würdig sein soll, diesen unermesslichen Schatz in die Verwahrung zu nehmen. Wehe einem Unwürdigen, der sich etwa aus Habsucht seiner bemächtigen wollte!

207,13. Ich, als ein Bote und Willensausrichter Dessen, der dort sitzet, glaube zur Belebung eures Glaubens nun des Wunderbaren zur Genüge getan zu haben; genügete euch das noch nicht, so würde euch ein mehreres und weiteres auch nicht genügen! Glaubet ihr nun, dass jener dort Sitzende Der ist, für den der grosse Shivinz und seine zwei Vorfahren den grossen Felsentempel von Ja bu sim bil errichtet haben?“

207,14. Sagen alle: „Ja, ja, ja, dir, du wundermächtiger Bote des Herrn, sei es hiermit vollends bestätigt aus dem tiefsten Grunde unseres Lebens!“

207,15. Mit dem verliess sie der Engel, und Cyrenius fragte Mich, ob diese eigentlich ganz rein historische Darstellung Ägyptens denn im Bereiche des Evangeliums aus Meinem Munde auch eine Notwendigkeit sei.

207,16. Und Ich sagte zu ihm: „Eine der grössten! Denn es werden nach mehreren Jahrhunderten Forscher aller Art aufstehen und dies Land klein durchsuchen, und sie werden vieles noch vorfinden, von dem nun durch des Raphael Mund die Rede war. Das wird sie sehr verwirren, wie es euch und schon eure nächsten Nachkommen auch sehr verwirren würde; aber diese vollwahre Offenbarung wird euch auch hierin in allem zurechtweisen. In der späteren Zeit aber werde Ich schon wieder Männer erwecken, die den Menschen, den Suchenden und Forschenden, diese alten Rätsel abermals enthüllen werden.”

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God’s Revision – Egyptomania … The Pyramids
A collection of statements of the Lord

Short preface

Jacob Lorber, the “writer” of God, recorded a few elucidations, dictated by the Lord, regarding the culture of the primordial egyptians. They are sideshows during the teaching activity of Jesus, but ignorance and superstition, which were to be eradicated – were already in that time quite common; after all, the time between Shivinz, the seventh shepherd king of primordial Egypt, and Jesus was 3000 years…

Raphael says: “Egypt was destined by God to become a preparatory school. The inhabitants of this, the oldest inhabited land on earth, were already endowed from ancient times with considerable wisdom…” (GGJ04,204-Vers 5)

Traditional words and their original meaning:

Sphynx:

Shivinz, seventh shepherd king of the primordial egyptians
= ‘the lively one’ ‘the entrepreneur’, (wrongly ‘Sphinx’)
(GGJ04-202,16)

Pyramid:

Pira mi dai = “Give me wisdom!”
(GGJ05,72)

Abu Simbel:

Ja bu, sim, bil
(meaning: I was, am, and will be)
(GGJ04-193)

Colossi of Memnon:

Me Maine Oni (poorly passed down as “memnon”)
= “The nameless” (GGJ04-202)

Obelisks:

Ou belo iska, “The pure searches for the exalted, beautiful, and pure”
(,belo‘ = ,white‘; also the exalted, beautiful, and pure)
(GGJ04,206)

Pharaoh:

Varion = foreign guardian
(GGJ04-207)

Catacombs:

Kai-tu comba = “hidden chamber”
(GGJ04-203)

Sarcophagus:

Sarko = “glowing”, vaga (vascha) = a “heavy lid”
(GGJ04-203)

Mummy:

Muma = earth resin, earth balsam
(GGJ04-203)

Zodiac:

Sa diazc = “for the workers” (GGJ04-204,16),
also Za diaia kos = “Division of work” (GGJ03-107,2)

Cairo – Kahiro = “Horn of the Kahi” (GGJ04-204,4)
Thebes – Thebai, also Thebsai = “House of fools” (GGJ04-204,4)
Diathira – Dia daira = “place of work” (GGJ04-204,4)
Elephantine – El ei fanti = “the descendants of the children of God” (GGJ04-204,4)

Hierogplyphs:

“Scripture of the divine words” (Wikipedia)

The original idea for the shape of the pyramids
came from the pattern of “brain cells”

GGJ05,72
72,3. The Lord: “The shape of the ancient Egyptian pyramids proves that this is the way the letter A has to be understood. The pyramids are large-scale copies of the brain pyramids and, as their name and their inner structure implies, used to serve the people as wisdom schools. For the meaning of Pira mi dai is obviously: `Give me wisdom!’ Their inner structure was such that it forced the man who was completely isolated from the outside world to contemplate his within, thus finding his innermost life-light. This is why it was always pitch-dark in the wide inner passages of such a pyramid, and not until man began to light up everything with his inner life-light did it become illuminated.”

GGJ04,232
232,12. Cyrenius is so amazed that he is not able to regain his composure and finally says: “Ah, I now understand! The ancient Egyptians, who built their schools in the shape of pyramids, were most probably still primordially perfected people in their souls and therefore enlightened with the result that they could see their body’s organic construction! These pyramid shapes, which are so important for people to recognize therefore had to be visible and this is why they chose this shape for their extraordinary schools. Of course, they also would have seen and studied the construction of each brain cell pyramid in great detail, and would also have given the interior of each pyramid the same design with the largest scale, just as they visualised the organic construction of the brain cell pyramids!

232,13. Therefore a pyramid in its interior has a very large number of various passageways and chambers so that even a very erudite person could not possibly work out the purpose for which any one of them was designed! Lord, have I judged this correctly?!”

232,14. I say: “Completely right and correct; that is how it was. The Egyptians therefore also decorated the interiors especially with all kinds of symbols, scriptures and pictures on the walls. These appropriately represented all kinds of things which man in the flesh has to survive or fight for on this earth and how he has to get to know himself and how it is true love that is the focal point of all life.”

Preservability: Millenniums…

GGJ04,102
102,7. If the old pharaohs had not pondered for long enough, how to build these structures as institutions to preserve their secret arts and sciences – buildings which were not be destroyed by the ravages of time for thousands of years – those pyramids would not now stand as monuments of the primordial skills of their constructors; but because these men did nurture their original concepts for years before they were transformed into a final design and brought it to maturity in this way, it is therefore understandable how these ideas were consolidated and given reality so that the traveller is filled with amazement to this day.

The 7 pearls of the Nile – Raphael teaches about Egypts primordial history

GGJ04-202
202,8. On the surface of this amazing pearl, hieroglyphs and other symbols were engraved, including quite a good drawing of the temple Ja bu sim bil during its construction just when the four gigantic figures had been completed after a hundred and seventy years of sweaty toil and many sacrifices. People still were working assiduously on the facades, sculpturing and engraving gigantic inscriptions and symbols into the smooth broad surfaces. At this time they were beginning to create the gate situated between the gigantic figures. Anyone able to decipher these symbols and scriptures, which were clearly visible, had the story of the origin of this temple in his hands and could also see the reason why it was built there by the ancient Egyptians, which was to be near the River Nile.

202,13. The angel then took the second pearl and freed it in the same way from its incrustation as the first one. It was also covered with symbols and inscriptions. On one of the most polished surfaces the little temple of Ja bu sim bil was engraved and next to it there was a head similar to that of the great Sphynx. And the angel was again implored to explain all the symbols and inscriptions.

202,14. The angel said: “My friends, unless the spirit within his soul is in a perfect state of awareness not one person currently living will be able to interpret everything that is written or engraved on this pearl!

202,15. Although this pearl is as old as the first larger pearl, it was only engraved and inscribed about a hundred years later. That was just at the time when the smaller rock temple was completed while, on the other hand, the interior of the larger temple was still unfinished. Therefore the representation of the smaller temple shows construction to be complete.

202,16. The head represents the man who was already the seventh shepherd king at the time and who gave himself the name Shivinz (wrongly ‘Sphinx’), ‘the lively one’ ‘the entrepreneur’. He had almost reached the age of three hundred and his colossal head was chiselled from a large granite rock which can even today still be seen in quite a good state of preservation.

202,17. This Shivinz initiated major improvements in the schools as well as in dairy farming and in agriculture. He was also revered by his people almost as a god. The symbols and inscriptions illustrate the many good things and improvements which he introduced to this country with his extremely fertile mind.

202,18. He did not start to hew out the large temple as that work had already been done by two of his ancestors who were very much devoted to the invisible spirit of God. However, out of his great respect for them, he had them sculpted on a colossal scale in a sitting position on a rocky cliff face not far from the great temple on a beautiful plain near the Nile, to serve as an everlasting memorial to them. As the two of them had no names and their modesty forbade them from wishing to carry names, he nevertheless called them ‘The Nameless Ones’ (Me maine oni, = badly translated in later times: ‘Memnon’). Both the sculptured columns or colossi are still quite well preserved and very visible to this day.”

202,19. The leader says: “Yes, yes, we have seen and admired all these things! But how old would all these extraordinary monuments be?”

202,20. The angel says: “Nearly three thousand years have elapsed, and the passage of the next three thousand years will not completely obliterate all traces of them! – Just wait a little and we will now reveal the third pearl. On its surface, next to Schivinz’ two ancestors represented as statues, you will see other important engravings which will give you serious cause to reflect!

Chapter 203 – The secret of the third pearl: The seven giants and the sarcophagi

203,1. Raphael now took the third pearl in his hand and removed its crust.

203,2. When it was uncovered, Raphael drew the attention of the onlookers, who were excited and consumed by their thirst for knowledge, to the quite clearly engraved colossi of Memnon and said: “Look, there they are already, the two Nameless Ones! Above them and in the foreground you can however see a depiction of seven gigantic robed figures of humans, surrounded by many tiny human shapes! What did the wise Shivinz, who himself inscribed all the pearls, intend us to understand from this?

203,3. Listen carefully! It was at about the same time, some one hundred and seven years before the reign of the first of the two ‘nameless’ forefathers, that a large planet in deep space was fragmented into many pieces with the approval of the Lord. Many people of gigantic proportions lived on it.

203,4. As a result of this sudden cataclysm, which was not foreseen although its coming had often previously been foretold to these people, it so happened that seven of these earthlings landed in upper Egypt in several open places throughout that large country and the heavy impact caused a major earth tremor.

203,5. This human rain lasted for more then ten days, which was the period from the first to the last of these impacts. The inhabitants of this country had to endure considerable anxiety and were greatly shocked; especially at night, when they were terrified that one of the giants would fall on them and totally obliterate them. It was therefore with fear in their hearts that they looked constantly skywards to see whether another uninvited guest from the clouds would pay them a very unwelcome visit.

203,6. For nearly ten years they posted a permanent watch to see whether another gruesome traveller might land in their midst but after ten days there were no more. In time the people calmed down and they even dared to approach the giant, completely desiccated corpses which were scattered over a wide area and lay several hours’ walk away from each other.

203,7. The seers among those ancient Egyptians deduced quite correctly that these were giants from a large, distant country who were being punished by the spirit of God because they must have sinned against Him. God in His just anger was said to have picked them up and hurled them here, just to show the Egyptians that He does not spare even the most mighty giants if their actions are contrary to His will. In short, they finally began to burn the bodies piece by piece and fifty years later there was no longer any evidence of the giant visitors..

203,8. However the Egyptians’ remembrance of these gigantic human figures caused them to regard everything in colossal terms as they were influenced by the image of these giants imprinted on their minds and their first sculptures were more than tangible proof of this.

203,9. In the temple of Ja bu sim bil, in each of its three divisions, seven giants were shown as supporting the roof to some extent and they were chiselled into the stone, notably wearing the garments in which the travellers fell from the skies. The Egyptians, who had previously walked around almost completely naked, started to dress in the same manner – which is the reason why even nowadays we see the remains of their ancestors dressed in this way. Their mummies and sarcophagi are full of this kind of adornment.”

203,10. The leader asks about the true significance of the sarcophagi to the ancient Egyptians and why they gave this one name to both larger and smaller versions of these heavy coffins.

203,11. Raphael says: “This you will hear right now and in some detail! You know that in large areas of this country it is not so easy to bury corpses as, in dry ground, a body decomposes very slowly and therefore does not begin to rot. In the more moist ground near the Nile they wisely did not wish to bury the dead and thus pollute the river. The alternatives of just putting the corpses on the ground or throwing them to wild animals as food were both unacceptable especially to the ancient Egyptians who were much too civilised and respected even the corpses of their dead brothers too much to treat them so disrespectfully. But what else could they do?

203,12. They then had a very clever idea! They hewed from stone sometimes very large but later also very small coffins, in which there was comfortably enough space to accommodate one, two or at most three corpses. Each coffin was provided with a relatively large and heavy lid. When one or more corpses had been placed in a coffin, after the skin had been rubbed thoroughly with mum (Muma, also mummy, = earth resin, earth balsam), the lid was heated until it glowed and the coffin was then covered ‘for all time’, in a manner of speaking, with this glowing hot lid. Using this process the corpses completely dried out and with very large, well heated lids they were sometimes charred or completely burned to ash.

203,13. However, in the bigger towns and communities there were also communal coffins, which were opened every seven years. They were then gradually re-filled with corpses and completely enclosed and a substantial fire was ignited on top of the lid with the result that the corpses were of course reduced to ash. When one of these coffins was full of ash, it was not opened again but was left to stand as a respectful reminder of the transitory nature of everything on earth.

203,14. In time vaults and pyramids were built around and above them and this is the reason why many of these coffins are still to be found today in the vicinity of the pyramids in sometimes very narrow and sometimes very wide vaulted chambers (Kai-tu comba, which means hidden chamber). These coffins which have now been described to you in detail were then called sarcophagi, as in the tongue of the ancient Egyptians, sarko means ‘glowing’ and vaga (vascha) means ‘heavy lid’.

203,15. These then are your sarcophagi; but now let us proceed to the fourth pearl and see what secrets it has to reveal to us!”

Chapter 204 – Raphael explains the signs of the zodiac on the fourth pearl

204,1. Carefully the angel picks it up in his hand and removes the incrustation.

204,2. At that moment the leader asks the angel: “Young miracle worker, in your capacity as the hands-on servant of the Almighty, please do not be annoyed if I burden you with a question! Considering your miraculous power in other respects, I am troubled by the hammer! Is it absolutely necessary or are you using it only to reveal yourself to us in a more natural way so that we can watch and listen to you more fearlessly and calmly?”

204,3. The angel replies: “Neither of these reasons – I only do this to show you how to handle stones like these if you should chance to find any and wish to reveal their secrets! Especially in upper and middle Egypt these encrusted stones are to be found in large numbers over wide stretches of the desert, but there will of course only be few pearls like these hidden in them. However, other stones too may be decorated with all manner of signs, inscriptions and illustrations as the old Egyptians still did not have paper to write on for a long time. Therefore they used stone tablets, initially engraving on them with bone tools and later with iron styluses, all kinds of material they wished to commit to memory.

204,4. The very first drawings of course only recorded very simple facts concerning their flocks and herds; but the later ones record, like these pearls, great and significant events affecting not only this large country and its people but also the whole world. The Lord wished it offer suitable preparatory background for His Coming and this is also the reason why He sent His most favoured chosen people, the Hebrews, to Egypt for long-term instruction. Moses, the great prophet of the Lord, completed his schooling at the Horn of the Kahi (Kahiro), in Thebes (Thebai, also Thebsai, = house of fools, later of course a large, populous city), in Kar nag at Korak and in the oldest cities like Memphis, Diathira (Dia daira = place of work) and Elephantine (EL ei fanti = the descendants of the children of God) and was led by the spirit of God to his ordination at Madan over the Suez at the late age of fifty-seven, while fleeing from a cruel Varion (Pharaoh). You can read about his later history in the scriptures.

204,5. In a word, Egypt was destined by God to become a preparatory school. The inhabitants of this, the oldest inhabited land on earth, were already endowed from ancient times with considerable wisdom and they traded and dealt with nearly all the more advanced nations in the world. You will now therefore understand, how and why and particularly in this country, everything which is found here very often has a very deep rooted significance.

204,6. And now let us look at our exposed fourth pearl!

204,7. There we see several illustrations of hunters with quivers, bows and arrows and a large herd surrounded by lions. This signifies the major problem which the Egyptians had in combating the lions which were at that stage attacking the large number of rich herds owned by the Egyptians.

204,8. Look more to the right of this scene and you will see the pastures already enclosed with walls on which lie the heads of bulls, some with the horns pointing upwards, some downwards and some sideways, all signifying that the herds, before the large pastures were enclosed, were always in great danger and were completely defenceless. At each corner of the walls you see a large dog, ready to fight, sometimes standing, sometimes lying down. The name given by the ancient Egyptians to this guard dog was Pas, also Pastshier (guardian of the pasture).

204,9. Even farther to the right, you again see the shepherd king Shivinz (Sphinx) with a gigantic dog at his side and, in front of the dog, the remains of a lion. More to the right but a little higher up, we see the same dog with images of the sun and the moon below him. What does this mean?

204,10. Listen! Our Shivinz was king of the shepherds and had in fact one of the largest dogs. No lion or panther could be sure of escaping him alive. For a long time this dog protected Shivinz’ herds but when the dog died of old age, the king, out of respect and his wish to preserve his memories of him, decided to immortalise his dog by naming a constellation in the southern sky after him. He christened the constellation the Great Dog, in memory of his loyal service in guarding the king’s herds for many years. The fact that the king gave his dog a place among the stars is indicated by the sun and the moon positioned underneath the belly of the dog. Every cluster of stars under which the sun and the moon can be seen, serves as a symbolic reminder in the night sky of some great or important event.

204,11. Nowadays a very large, watchful dog – especially in this country where there are almost no ferocious wild animals left – is no longer of special importance, but in ancient Egypt, where there were large packs of rapacious beasts and even in some parts of present-day Egypt where there still are a few, a large, strong, courageous dog was a prime necessity. Firstly a dog like that was a very loyal guardian of the flocks and herds. His sustenance was very simple to provide as this large canine breed fed on the countless mice and they were never in short supply in this land. They also consumed large grasshoppers by the thousands every day. Just once a day they did receive some milk and this gesture ensured that the dogs remained faithful to the herd.

204,12. Besides the large dogs, a race of smaller dogs, called Mal pas (small dog), was also well accepted by the ancient Egyptians. These were the noisy ones, as Poroshit means in their ancient tongue ‘alarm or noise maker’. If any intruder came close to a house or a herd, the small dogs began to bark which alerted the large ones so that they then filled the air with intense barking. The wild animals respected them and promptly left the scene.

204,13. Quite often small dogs also guarded the poultry and their chicks, a task for which they were specially trained. Poultry-keeping was an innovation of Shivinz who domesticated the birds, showing the Egyptians how tasty their meat and their grilled or boiled eggs were. In this way he taught the already very large population about new foods and species, whose roasted meat and eggs tasted very good – otherwise there would not have been a ‘chicken war’ later – this was even mentioned by the Greek historian Heroditus in a mythical way.

204,14. Our Shivinz, who immortalised the great dog in the skies, also gave the Little Dog a place among the stars, giving it the name Porishion (Procyon). Close by you also find the old Kokla (lucky hen); later this constellation received the name Peleada, also Peleadza, and based on a Greek fable was given the name Pleiades by the Greeks.

204,15. Here at the very top of the pearl you can see the detail quite well engraved, and you can consequently judge how intelligent our Shivinz was. It was not his main purpose to remind his followers constantly about his dogs and chickens using easily recognizable constellations but rather to teach them to use the stars to measure the passage of time.

204,16. It was also Shivinz who at Diadaira (Diathira) set down the first zodiac (Sa diazc = for the workers), he was the first to discover it in the firmament and gave the constellations names according to currently visible phenomena or events taking place in his country at a particular time – as we shall soon see revealed when we examine the fifth pearl!”

Chapter 205 – The division of time on the fifth pearl

205,1. (Raphael:) “Just pay attention; here is the fifth pearl! I have already shown you how these ancient relics should be handled and how they should be removed from their crust. I therefore intend to reveal the last three pearls just by using my will power. Look! – The fifth pearl is already revealed to us!

205,2. Look here at the zodiac of Diathira as it is engraved on the pearl’s most polished and most expansive surface! There is a colossal temple; 365 massively dimensioned columns carry an equally massive arch of reddish granite ashlars, constructed most skilfully with great precision and very strongly in accordance with the best building practice. The highest point on the arch is at a height equivalent to sixty-six men. The whole arch has exactly 365 apertures, which are so precisely positioned that during a period of dominance of any one constellation where the sun is present that its light falls precisely at the mid-day onto the centre line of a column standing vertically in the centre of the temple. The light coming through the other apertures also fell onto the altar at different times during the day, but it did not cut the centre line, being one or more degrees to one side or the other.

205,3. This most meaningfully constructed arch still stands, although somewhat ravaged by the tooth of time. It will stand for a long time yet and serve astronomers with its guidelines.

205,4. You ask: What actual use did the great Shivinz have in mind when he built this arch with the utmost precision in the world? – Previously there had been no system for keeping time. The small difference in shorter or longer days was hardly noticed. The moon was still the most reliable time keeper. In Diathira, the town where the workers became lethargic due to hard discipline, it was necessary to have a reliable time-keeping system both day and night. Our Shivinz made this arch for that purpose and to ensure an orderly way of life. It did, however, take him ten years and a hundred thousand workers to complete.

205,5. The arch was of course very wide and at intervals of every 30 or 31 round apertures the symbol of one of the twelve star signs was painted on it normally in red. Above each, the constellation was faithfully depicted at the top in white. You can see here on the pearl that the internal outline of the arch has been clearly and finely engraved then rubbed with a dark red colour. You can now just imagine what an energetically motivated spirit our Shivinz was and the unlimited respect the peoples of Egypt had for him! In consequence, he only had to make a signal and hundreds of thousands of people would begin to busy themselves. The most extraordinary work was then raised from the ground as if by magic!

205,6. The wise people in the nation he made into teachers and priests. He established schools everywhere to teach all manner of subjects which were useful to the people in their work and their ambitions. The supreme scholarship of divinity could, however, only be undertaken in Kar nag at Korak and finally, in secrecy, the ultimate test, at Ja bu sim bil.”

205,7. Then the old innkeeper Marcus asked the angel, interrupting his explanation: “Dearest friend, while you are in full flow explaining your pearls, could you not also tell us the strange background to the Sphynx which, half woman and half animal, gave mankind on pain of life or death its famous riddle – namely, which animal is it that walks in the morning on all fours, at midday on two feet and in the evening on three? A man who could not solve the riddle was slain by the sphynx; while, on the other hand, someone who could solve it was allowed to kill the sphinx! – Is there any part of this that is in fact true or not?”

Chapter 206 – The secret of the sixth pearl:
The depiction of the pyramids,
obelisks and the Sphynx

206,1. Raphael says: “Look at this, the sixth pearl here will answer your question! Here we have it fully revealed; what do you see when you first look at it?”

206,2. Marcus says: “Again I see the colossal image of Shivinz and some pyramids. In front of the most imposing one are two pointed columns, called obelisks. At the side of the great pyramid, in reality perhaps a few hundred paces away from it – impossible to determine precisely from the engraving – there is again a quite colossal statue to be seen. It has the head and hands of a woman, as well as well defined female breasts. Where the chest ends at the stomach, the indistinct body of an animal begins. Behind this strange statue there is an extended circular wall enclosing the whole vast meadow. It appears to form a complete integral unit. – What does all this mean?”

206,3. Raphael says: “The colossal image with breasts represents the very same Shivinz, which the people, to honour their great benefactor, erected of their own initiative using the best stone-masons and builders and also at their own very considerable cost. The great pyramid with the two obelisks bore the teaching – ‘Man, know thyself!’. The interior had large chambers and long passages running in all directions, which contained all kinds of odd devices to facilitate self-knowledge and, as a result, a true appreciation of the supreme spirit of God. Sometimes these devices looked quite gruesome but they very rarely missed the mark. The other pyramids are mainly only sign-posts to the underground places containing many sarcophagi, These were permanently walled off, as was explained earlier.

206,4. Built at that time, however, there are still many pyramids and all kinds of temples along the exceedingly long Nile valleys, which were built very much later by the Pharaohs during the times of Abraham, Isaac and Jacob. These are not recorded here, only those which were built under Shivinz’ rule.

206,5. Piramidai was the original ancient name and means: ‘Give me wisdom!’ and the two pointed columns called oubeloiska signify that ‘the pure seek to find the exalted, the beautiful and the pure’. ‘Belo’ actually means ‘white’ but, because the completely white colour signified for the ancient Egyptians ‘pure, exalted and beautiful’, its use was also intended to indicate ‘exaltation, purity and beauty’.

206,6. The positive influence of these schools soon became known over a wide area and foreigners began to attend them. There were so many strangers that they could not be accommodated and supplied with their needs. As a result our Shivinz, towards the end of his reign, hatched an ominous plan to keep the foreigners away and ensure that fewer of them would attend the schools he had established. But what was his method?

206,7. Here on this pearl you see the half-person, half-animal statue. It was hollow and inside it a man could climb a spiral staircase, enter the head and speak loudly and clearly through its funnel-shaped mouth, which was directed downwards. The strength of the voice was such that it seemed in all seriousness as if the colossal statue could talk.

206,8. Now when the foreigners came there to be accepted into the school, they were directed by a servant to stand, one by one, at a certain place in front of the statue, which was said to be dead on the outside but alive on the inside. Everyone who wanted to become a disciple of the pyramids received a puzzling question about life and death from the exalted Shivinz. If the visitor was able to solve the riddle he was to be accepted and then also allowed to ask the statue a counter-question. If the statue could not give him a satisfactory answer, the visitor was then allowed to destroy it and, so to speak, murder it.

206,9. The question was however given to each client three days earlier to ponder over. On the third day however, when they received the same question delivered by the mouth of the statue on pain of life and death, it is certain that nobody dared to reply. They all humbly withdrew, paid the fee required and travelled back to their often quite far distant homeland.

206,10. Some time later, as a myth has it, a Greek was successful in solving the old riddle; but for a hundred thousand others this is a fable which deserves no credibility! The famous riddle was solved in fact by Moses, who did not however destroy the statue as, although it is somewhat ravaged by the passage of time, it can still be seen today.

206,11. Of course, the interior design can no longer be inspected as it is completely full of sand and mud because the Nile severely breaches its banks normally every hundred years but sometimes even after two centuries have elapsed. The result is that in the narrow canyons the waves rise more than thirty metres above the normal water level. Much land is laid to waste and made infertile as a huge amount of gravel, sand and mud is dumped on top of once beautiful pastures.

206,12. After the reign of Shivinz there were two Nile floods when waves covered the peaks of the pyramids. There was a similar flood, 870 years ago, when the temple of Ja bu sim bil was nearly half hidden in sand and silt with the result that it has since been impossible to cleanse it and some other memorials of all the sand and mud. The same is true for our puzzling statue; on the inside it is full of solidified mud and sand nobody can remove! So, my dear Marcus, that is the truth about the puzzling sphinx! – Are you now clear about it?”

206,13. Marcus says: “As the two thousand years passed, did nobody have the courage to allow the sphinx to ask him the prepared question at the risk of his life? If he were to have been asked, what would have happened if he, quite understandably, could not solve the riddle?”

206,14. Raphael says: “At the spot where the applicant was standing, there was a pit into which he would quickly fall under the ground. Once at the bottom some servants would have taken him to the school by underground passageways as a reward for his bravery, even though he had not solved the riddle correctly. He would not then escape again until he had been perfected as a person. However, that never happened and at times when the riddle was solved, that ancient escape route silted and sanded up so that it became completely unserviceable. In any case the first shepherd kings and their peoples had long since been defeated by a Phoenician nation so that the pharaohs, even in the time of Abraham, were already Phoenicians.

206,15. No more about that. We shall now move on to the seventh and last pearl!”

Chapter 207 – The signs of the zodiac of the seventh pearl.
The decline of Egyptian culture.
The history of the seven pearls

207,1. (Raphael:) “Look, there it is! What do you see on it? – You see something, but you do not know what it is; on this very beautiful pearl all the constellations have been drawn and rubbed with a brownish red pigment. It has been well preserved in its crust until now.

207,2. We can not learn too much from this pearl which is of great significance but we can still infer from it that our Shivinz knew the stars in the firmament well and that he was certainly the first to arrange the constellations into a proper system. He also gave names to the signs of the zodiac which are still used to this day!

207,3. Before his reign the ancient Egyptians seemed to be quite unskilled in making drawings and writing descriptions. They also lacked self-knowledge and were even more deficient in their knowledge of God. However, our Shivinz made an incredibly forceful effort to bring order into all this and, out of what had previously been a wild nomadic tribe, he created one of the most educated and supremely wise nations on this whole earth, a fact that of course made many other people envious as time went by. Because foreigners were greatly enamoured of the extraordinary hold this culture had over that country and its people, everything they saw seemed to be wonderful to them in a heavenly way so that once they had arrived there, they could not bear to leave again.

207,4. The more they began to travel to Egypt, the more they settled there. Thus the early subjugation of the ancient people and their rulers mainly took place quite peacefully.

207,5. Shivinz’ heirs were increasingly softer and more spoilt people. They lived a life of luxury, sheltered by the fame of their forefathers and to a large degree left the business of governance to its own devices. The result of this was that soon the immigrants, who were tougher in character, were readily elected by the natives as the leaders chosen to rule over them – all of this without bloodshed.

207,6. To some extent this was all well and good but the native peoples did not gain any great advantage from this change as the foreign rulers (‘varion’; poorly passed down as pharaohs) very soon became militant and true tyrants in oppressing the people. Only a few people had access to the schools and the lessons still being taught there were a far cry from earlier teachings. This was also the reason why the former purity of truth developed into the most absurd idolatry shrouded by impenetrable darkness, obscuring the ancient culture of the country, so that – even for men of great wisdom – it was almost impossible to discover it.

207,7. The reason why these seven pearls are of such incalculable value is that they originate from an era when Egypt had reached the peak of its spiritual development. It is therefore impossible to cherish them too highly!”

207,8. One of the Moors asks how it happened that these pearls ended up being lost in the sands of the River Nile.

207,9. Raphael says: “I have already told you how the Nile, at certain times, floods catastrophically! About 567 years after Shivinz, the level of our river rose to an inexplicable height, in narrow places reaching more than one hundred and sixty metres above its normal maximum! All the cities at the bottom of valleys were completely inundated for five weeks and it was then that the pearls, including the buildings where they were kept, were swept away by the force of the waves and were buried by sand and mud of the same kind as the blocks from which the buildings had been constructed.

207,10. During the period of nearly three thousand years when they were buried in the sand, they became incrusted as you first saw them. I removed the crusty shells, initially in quite a normal way and later in a miraculous manner which is only possible for me.

207,11. Now you also know this and you have in these seven pearls seven books, which can now and for all time offer you quite a complete description of this country which is also partly inhabited by you yourselves. Therefore keep them safe as each of these pearls is worth much more than a vast kingdom!

207,12. For the time being Oubratouvishar, as the wisest one in your company, should have them in his safe keeping. When he departs this world, he must choose someone who is worthy to protect this incalculable treasure. Woe to any unworthy scoundrel who tries to acquire them for himself out of avarice!

207,13. I, as the messenger and executor of the will of the One seated there, believe I have performed enough miracles to strengthen your belief. If they are not enough, nothing further could ever suffice! Do you now believe that it is that One sitting there in whose name the great Shivinz and his two ancestors built the vast rock temple at Jabusimbil?”

207,14. All of them say; “Yes, yes, yes, you miracle worker and messenger of the Lord, we confirm our belief with our lives and with the utmost conviction!”

207,15. With that the angel left them and Cyrenius asked Me if this really quite factual history of Egypt were also a necessary feature of the gospel coming from My mouth.

207,16. I said to Him: “One of the most important! After a few centuries all kinds of investigators will appear and research every aspect of this land. They will find many things which Raphael spoke about. This will confuse them a great deal, just as it would also greatly confuse you and even your offspring. This completely true revelation will however point you in the right direction. At some time in the future I will again inspire followers to reveal these ancient riddles to people of an inquiring mind.”

Die Erscheinung vom alten und neuen Jerusalem – The manifestation of the old and new Jerusalem

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Die Erscheinung vom alten und neuen Jerusalem

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 7, aus den Kapiteln 49, 54 und 55
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 49

Der Herr spricht:

49,1. Als nun alle ihre Augen nach oben richteten, da wurde der Himmel glühend und blutrot gefärbt, und man ersah die Stadt Jerusalem auf dem glühenden Grunde, belagert von römischen Kriegern, und aus den Toren der Stadt floss Blut. Bald darauf aber stand die Stadt in hellen Flammen, und ein dicker Qualm umzog den ganzen weiten Horizont. Bald darauf ersah man keine Stadt mehr, sondern nur noch einen dampfenden Schuttberg. Zuletzt verschwand auch dieser, und man ersah eine unfruchtbare Wüste, auf der sich wilde Horden eine Stätte zur Wohnung erbauten. Nach dem verschwand diese Erscheinung, und man vernahm aus der Stadt ein grosses Angstgeschrei, und Nikodemus meinte, dass nun in der Stadt offenbar eine Emeute (Aufstand) losgehe.

49,2. Ich aber beruhigte ihn und sagte: „Das ist noch ferne; aber von jetzt an zwischen vierzig und fünfzig Jahren wird es in diesem Lande also geschehen und dieser Stadt, weil sie die Zeit ihrer grossgnädigen Heimsuchung nicht hat erkennen wollen, ein voller Garaus gemacht. – Nun aber wartet noch auf die letzte Sache! Darauf erst wollen wir ins Haus gehen und uns darüber besprechen. Doch jetzt gebet noch weiter acht darauf, was ihr sehen werdet!“

49,3. Auf diese Meine Beheissung sahen alle wieder nach dem Firmamente, und es senkte sich die Lichtsäule abermals aus den Höhen zur Erde nieder, doch nicht mehr an jener Stelle, wo sie ehedem aus zwölf einzelnen Säulen entstand, sondern am ganz entgegengesetzten Orte gen Westen hin, und leuchtete nun aber um vieles stärker denn ehedem. Bald darauf zerteilte sie sich, doch nicht mehr in zwölf Säulen, sondern aus ihren zahllos vielen Teilen bildete sich eine übergrosse Stadt, deren Mauern aus den zwölf Hauptedelsteingattungen bestanden und einen höchst mannigfaltigen Lichtglanz nach allen Seiten hin verbreiteten. Und also hatte diese Stadt auch sichtlich zwölf Tore, durch welche zahllos viele Menschen aus allen Teilen der Erde höchst wonniglich aus und ein wandelten.

49,4. Über der Stadt hoch in den Lüften aber stand, wie von Rubinen und Smaragden gebildet, eine Schrift nach der alten hebräischen Art, und deren Worte lauteten: ,Dies ist die neue Stadt Gottes, das neue Jerusalem, das dereinst aus den Himmeln niedersteigen wird zu den Menschen, die reinen Herzens und eines guten Willens sein werden; darin werden sie mit Gott wohnen ewig und lobpreisen Seinen Namen.‘ Diese Schrift, wie auch diese ganze Erscheinung, aber sahen nur alle die, so bei Mir auf dem Berge waren, und sonst niemand im ganzen Lande.

49,5. Nachdem aber alle Anwesenden in einen Wonnejubel ausgebrochen waren und anfangen wollten, Mich förmlich laut anzubeten, da verschwand die Erscheinung, und Ich ermahnte alle, dass sie Gott anbeten sollen in der Stille ihres Herzens und nicht mit lauten, lärmenden Worten gleich den Pharisäern, was vor Gott keinen Wert hat.
Kapitel 54 – Die Erklärung der dritten Lichterscheinung

54,1. Sagte Nikodemus: „Herr und Meister, das verstehe ich nun und danke Dir inbrünstigst für diese Deine so hochwichtige Belehrung! Aber da Du uns nun die zwei Erscheinungen erklärt hast, so möchte ich Dich wohl bitten, uns noch die dritte Erscheinung zu beleuchten; denn hinter der muss etwas gar Grosses verborgen sein.“

54,2. Sagte Ich: „Ja ja, Ich werde euch die dritte Erscheinung wohl beleuchten; doch ihr werdet sie nicht wohl verstehen; denn was die noch ferne Zukunft bringen wird, das werdet ihr erst dann klarer einsehen, so ihr im Geiste wiedergeboren sein werdet. Aber Ich will euch dennoch darüber etwas sagen, und so höret denn!

54,3. Die aus den Himmeln auf die Erde zurückgekehrte Lichtsäule bin Ich im Geiste Meines lebendigen Wortes, das Ich in der Zukunft in die Herzen jener Menschen legen werde, die Mich lieben und Meine Gebote halten werden; zu denen werde Ich Selbst kommen und werde Mich ihnen offenbaren. Und also werden sie alle von neuem von Gott belehrt sein.

54,4. Die Zerteilung der Säule in zahllos viele Teile bedeutet die Enthüllung des innern, geistigen Sinnes aller Meiner Worte und Lehren, die Ich seit Beginn des Menschengeschlechts den Menschen durch den Mund der Urväter, der Propheten und Seher und nun Selbst gegeben habe.

54,5. Aus solchen vielen Teilenthüllungen des innern, geistigen Sinnes des Wortes Gottes wird sich dann erst eine wahre und grosse Licht- und Lebenslehre zusammenformen, und diese Lehre wird dann sein das grosse und neue Jerusalem, das aus den Himmeln zu den Menschen herniederkommen wird. Und die in der neuen Lehre sein und leben werden, die werden wandeln im neuen Jerusalem und werden darin wohnen ewig, und ihrer Seligkeiten über Seligkeiten wird ohne Mass und Ziel nimmer ein Ende sein. Denn Ich Selbst werde bei ihnen sein, und sie werden schauen alle die zahllosen Herrlichkeiten Meiner Liebe, Weisheit und Allmacht.

54,6. Es wird aber vom Untergange dieser alten Stadt Jerusalem an bis in die Zeit der neuen Stadt Gottes auf Erden wenig Licht unter den Menschen auf Erden geben; denn es werden sich nur zu bald eine Menge falscher Propheten und Priester in Meinem Namen erheben und werden falsche Wunder wirken und die Menschen betören und blind machen, ja der Antichrist wird solche Dinge mit Hilfe der Könige der Erde tun, dass sogar Meine Auserwählten, so Ich es zuliesse, verlockt werden könnten, ihre Knie vor dem neuen Baal zu beugen. Aber Ich werde dann wieder eine grosse Drangsal unter die Menschen kommen lassen, wie sie noch nicht war unter der Sonne. Da wird der Baal gleich der grossen Hure Babels gestürzt werden, und das Licht des lebendigen Wortes in den Herzen vieler Menschen wird dann kommen und aufrichten und erlösen die Bedrängten und Gebeugten, und sie werden sich alle freuen in dem neuen Lichte und lobpreisen Meinen Namen.

54,7. In jener Zeit werden die Menschen vielfach Umgang haben mit den reinen Geistern Meines Himmels, und diese werden ihre Lehrer sein und sie unterweisen in allen Geheimnissen des ewigen Lebens in Gott, wie euch solches in der dritten Erscheinung auch dadurch gezeigt wurde, dass ihr durch die zwölf Tore Menschen aus- und eingehen sahet.

54,8. Die zwölf Tore bezeugten nun aber nicht mehr, dass die neue Stadt erbaut sei aus den zwölf Stämmen Israels, sondern aus den zwölf Hauptgrundsätzen Meiner Lehre, und diese sind enthalten in den zehn Geboten Mosis und in Meinen neuen zwei Geboten der Liebe; denn diese sind die Tore, durch die künftig die Menschen in die neue, licht- und lebenvolle Stadt Gottes eingehen werden.

54,9. Nur wer diese Meine Gebote halten wird, der wird auch in diese Stadt eingehen, und es wird ihm Licht und Leben gegeben werden; wer aber die Gebote nicht halten wird, der wird in diese neue Stadt auch nicht gelangen. Also bezeichneten auch die zwölf Edelsteingattungen wieder dieselben zwölf Gebote, aus denen die Mauer um die grosse Stadt erbaut war.

54,10. Diese zwölf Gebote sind für den Menschen sonach nicht nur die Eingangstore zum Licht und zum Leben, sondern sie sind auch dessen unzerstörbarer Schutz und Schirm, den die Pforten und Mächte der Hölle oder das materielle Welttum nimmer zerstören und besiegen können.

54,11. Zugleich aber habt ihr bei der Erscheinung auch bemerkt, wie die Steine der Mauer auch ein starkes Licht in allen ihren Farben von sich gaben. Das zeigte euch an, dass in den euch gegebenen zwölf Geboten auch alle Grade der göttlichen Weisheit enthalten sind, und es kann sonach der Mensch nur durch die Haltung der zwölf Gebote zur vollkommenen Weisheit gelangen. Denn in den Geboten ist alle Weisheit aus Gott enthalten, und weil darin alle Weisheit Gottes enthalten ist, so ist darin auch alle göttliche Macht und Kraft enthalten, und das darum, weil in diesen Geboten der allweiseste und allmächtige Wille und durch diesen die höchste Freiheit enthalten ist.

54,12. Wer sich sonach den Willen Gottes durch die Haltung der Gebote zu eigen gemacht hat, der hat sich auch zu eigen gemacht die göttliche Macht und die göttliche Freiheit und hat den Zustand der wahren Wiedergeburt des Geistes erreicht und ist als ein wahres Kind Gottes so vollkommen wie der Vater im Himmel Selbst.

54,13. Und Ich sage euch denn nun allen, dass ihr euch eben durch genaue Haltung der Gebote vor allem bestreben sollet, schon hier auf Erden also vollkommen zu werden, wie der Vater im Himmel vollkommen ist, so werdet ihr auch das und noch Grösseres zu tun imstande sein als Ich Selbst nun. Und werdet ihr euch in diesem Zustande befinden, dann werdet auch ihr schon zum voraus Bürger des neuen Jerusalem sein. Das ist demnach der Sinn der dritten Erscheinung. – Habt ihr das alles wohl aufgefasst und begriffen?“

54,14. Auf diese Meine Erklärung der dritten Erscheinung machten alle grosse Augen und dachten eine Weile sehr nach, wussten aber doch nicht recht, inwieweit sie diese letzte Erklärung recht und wieder etwa doch nicht ganz recht verstanden hatten.
Kapitel 55 – Die rechte Erkenntnis der Weisheit Gottes durch die Wiedergeburt

55,1. Nikodemus sagte nach einer Weile tieferen Nachdenkens: „Herr und Meister, übergross und tief ist das, was Du uns nun ganz lichtvoll gezeigt hast, und ich werde Dir wohl ewig dafür nicht zur Genüge danken können; aber weil das von Dir nun Gesagte und Gezeigte so übergross und übertief ist, so habe ich, wie vielleicht auch mancher andere, diese Sache nicht so ganz aus dem Fundamente lichtvoll begreifen können. Ich sehe es aber wohl ein, dass mir diese Sache auch eine weitere Erklärung nicht klarer machen würde, und so sage ich denn auch nicht: Herr, mache mir das noch klarer und begreiflicher!“

55,2. Sagte Ich: „Da hast du auch ganz vollkommen recht. Diese Sache lässt sich für dich und auch für manchen andern nicht klarer darstellen; das alles und noch zahllos mehr aber wirst du erst dann fassen, wenn du im Geiste wiedergeboren sein wirst.

55,3. Mein Wort und Meine Predigt an euch kann nicht in der gewissen weltvernünftigen Redeweise der Menschen und ihrer Weltweisheit gegeben werden, sondern sie besteht in der Beweisung des euch völlig unbekannten Geistes und seiner Kraft, damit euer Glaube und euer zukünftiges Wissen nicht auf der Weisheit der geistig blinden Menschen, sondern auf der wunderbaren Kraft des Geistes aus Gott beruhe.

55,4. Nun, diese Meine Lehr- und Redeweise erscheint vor den Augen der Weltweisen als eine Torheit, weil sie vom Geiste und seiner Kraft nichts wissen und nichts wahrnehmen mit ihren groben Sinnen; aber Meine Lehre ist dennoch eine Weisheit tiefster und höchster Art, nur vor den Augen, Ohren und Herzen der vollkommenen Menschen, die eines guten Willens sind und die Gebote Gottes allzeit beachtet haben. Aber für die Weisen und Obersten dieser Welt, die vergehen wie ihre Weisheit, ist Meine Lehre freilich wohl das nicht.

55,5. Ich rede zu euch von der verborgenen Weisheit Gottes, die Er schon vor der Erschaffung dieser materiellen Welt verordnet hat zu eurer ewigen Lebensherrlichkeit, welche verborgene Weisheit noch kein Pharisäer, kein Ältester und Schriftgelehrter und Tempeloberster nach seiner Weltvernunft aus der Schrift erkannt hat; denn würden sie diese verborgene Weisheit jemals erkannt haben, so würden sie nicht in einem fort Rat halten, wie sie Mich, den Herrn von Ewigkeit, töten und verderben könnten. Doch lassen wir sie nur trachten und Rat halten; denn wie ihr Tun, so wird auch ihr Lohn sein!

55,6. Euch aber sage Ich, wie es geschrieben steht: ,Kein Menschenauge hat es je gesehen, kein Ohr gehört, und in keines Menschen Herz ist es gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben und Seine Gebote halten!‘

55,7. Was Ich euch nun offenbare, das offenbart der Geist Gottes eurem Geiste, auf dass auch euer Geist erforsche und erkenne die Tiefen in Gott. Denn nur der Geist durchschaut und durchforscht alle Dinge und, dadurch geläutert, auch die Tiefen in Gott. Und also bekommet ihr von Mir nun nicht den Geist der Welt, dessen ihr nimmerdar bedürfet, sondern den Geist aus Gott, auf dass ihr durch diesen Geist erst völlig fassen und begreifen könnet, was euch von Mir als von Gott gegeben ist.

55,8. Ich kann denn darum mit euch davon nicht nach Art der Menschenweisheit reden, sondern nur mit Worten, die der Geist Gottes lehrt, und alle Dinge geistig richtet, und ihr vermöget Mich darum auch nicht völlig zu verstehen, weil euer Geist noch nicht ganz durchdrungen hat eure Seele. Wenn aber eure Seele ganz sich mit aller Liebe und freiem gutem Willen im Geiste aus Gott, den ihr nun bekommet, befinden wird, dann werdet auch ihr aus euch heraus alle Dinge geistig richten und wohl erkennen und verstehen alles, was euch nun noch dunkel und unverständlich erscheint.

55,9. Ihr vernehmet aber nun doch schon etwas vom ewig wahren Geiste Gottes und könnet auch schon gar manches geistig richten. Doch der ganz natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geiste Gottes in sich, und wenn man davon zu ihm redet, so ist ihm das eine Torheit, weil er das nicht in sich hat, was seine Seele geistig richten könnte. Denn so ein Mensch Geistiges fassen und begreifen will, so muss zuvor seine Seele und alles völlig geistig gerichtet sein; denn alles Leben und alles wahre Licht und alle wahre Kraft ist nur im Geiste, der allein alles richtet und von niemandem etwa entgegen gerichtet werden kann.

55,10. Der natürliche, noch geistlose Mensch aber ist Materie in ihrem Gerichte, und sein Naturleben ist ihm vom Geiste Gottes aus nur als ein Mittel gegeben, dass er sich durch dasselbe das wahre, geistige Leben in sich erwecken kann, so er will. Und so kann er mit seinem Naturverstande die Gebote Gottes schon als solche wohl erkennen und dann den Willen fassen, sie auch zu beachten und nach ihnen zu leben und zu handeln. Und tut er das, so dringt der Geist Gottes schon auch insoweit in seine Seele, inwieweit diese in der Beachtung der Gebote Gottes und im Glauben an den einen Gott und in der Liebe zu Ihm und zum Nächsten vorwärtsgedrungen ist.

55,11. Wenn die Seele es aber darin zu einer nimmer möglich rückfälligen Stärke gebracht hat, so ist das dann schon ein sicherer Beweis, dass der Geist aus Gott sie ganz durchdrungen hat und in ihr all ihr Erkennen und Wissen geistig richtet, und solch eine Seele hat dadurch ihre früher tote Materie völlig überwunden und ist mit dem Geiste Gottes, der sie durchdrungen hat, ein Geist, eine Kraft, ein Licht und ein wahres, nimmer verwüstbares Leben geworden, das von niemand mehr gerichtet werden kann.

55,12. Darum suchet ihr alle vor allem das wahre Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, alles andere wird euch dann von selbst hinzugegeben werden; denn das wird dann der Geist Gottes in euch tun. Sorget euch gar nicht um irdische Dinge, nicht einmal darum, was ihr am kommenden Tage essen und trinken und womit ihr euren Leib bekleiden werdet; denn um das alles sorgen sich die Heiden und andere Weltmenschen, die den wahren Gott noch nie erkannt haben. Wenn der wahre Geist in euch seine volle Wiedergeburt erreicht haben wird, so werdet damit auch ihr alles erreicht haben, was euch not tut.

55,13. So ihr auf Meinen Wegen wandeln und bleiben werdet, wie Ich euch das lehre und gelehrt habe, so werdet ihr auch in Mir sein und Mein Geist in euch, und mit dem werdet ihr alles tun und bewirken können, was seine Weisheit euch sagen und sein Wille in euch wollen wird. Und damit ist euch jede nötige weltliche Versorgung für die Zeit eures Erdenlebens auch im allerreichlichsten Masse gegeben.

55,14. Ihr habt nun bei Mir erfahren, was dem Geiste alles möglich ist; was aber Meinem Geiste möglich ist, das wird auch eurem Geiste möglich sein, wenn er eins wird mit Mir. Wie er aber mit Mir eins werden kann, das habe Ich euch schon zu vielen Malen gezeigt, und so tut denn danach, und ihr werdet diese Meine Verheissung in euch in die volle Erfüllung gehen sehen!

flagge en  The manifestation of the old and new Jerusalem

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 49, 54 and 55
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The manifestation of the old and new Jerusalem

Chapter 49

The Lord says:

49,1. When all directed their eyes upwards, the sky became glowing and blood-red and one could see the city Jerusalem on the glowing ground, besieged by Roman warriors, and out of the gates of the city flowed blood. Soon afterwards the city stood in bright flames and a dense smoke was lying over the whole wide horizon. Soon afterwards the city could not be seen anymore, but only a steaming mountain of rubble. In the end this also disappeared and one could see an infertile desert, where wild hordes built a place to live. After this the manifestation disappeared and terrible screams of fear could be heard from the city, and Nicodemus thought that an uprising was apparently going to take place in the city.

49,2. But I calmed him and said: “This is still far away; but from now on between forty and fifty years it will happen that this country and this city, since it did not want to recognize the time of its great merciful trial, will be completely destroyed. – But now wait for the last event! Only then will we go into the house and discuss it. But for now pay further attention to what you will see!”

49,3. Upon this My directive all looked again to the firmament, and the column of light once more came down from the sky to the earth, but not at the place where it originally arose out of the twelve columns, but on the opposite side towards the west, and the light was now many times brighter than before. Soon afterwards it started to divide, but not into the twelve columns, but out of the countless many parts a very large city was formed, whose walls consisted of the twelve main types of precious stone and spread an extremely manifold light lustre to all sides. And this city had twelve gates visible, through which countless many people from all parts of the world strolled joyfully in and out.

49,4. High in the air above the city, as if of rubies and emeralds a script was formed according to the old Hebrew style, and read as follows: ‘This is the new city of God, the New Jerusalem, which will descend from the heavens to the people, who have a pure heart and a good will; they will live there together with God and for ever praise His name.’ This script, as well as this whole appearance, could only be seen by those who were with me on the mountain, but by no one else in the whole country.

49,5. After all present erupted with cheers of delight and started to formally worship Me loudly, the appearance vanished and I admonished everybody, that they should worship God in the silence of their hearts, and not with loud, noisy words like the Pharisees, which do not have any value before God. They stopped it and contemplated in the silence of their hearts.

Chapter 54 – The explanation of the third light phenomenon.

54,1. Said Nicodemus: “Lord and Master, I understand this now and thank you most fervently for this, Your so extremely important teaching. But since you have explained to us the two phenomenon, I would like to ask You to also explain the third one to us; because there must be something great hidden behind it.”

54,2. Said I: “Yes, yes, I certainly will give you some insight into the third phenomenon; but you will not understand it very well; since what the distant future will bring, you will only then see more clearly, once you have been reborn in the spirit. Nevertheless, I will tell you something about it, and thus listen!

54,3. The light column returning from the heavens back to earth is Me in the spirit of My living word, which I will place in future into the hearts of those who will love Me and keep My commandments; I will come to them Myself and shall reveal Myself to them. And thus they will anew be taught by God.

54,4. The division of the column into countless many parts means the unveiling of the inner, spiritual sense of all My words and teachings, which I have given to mankind since the beginning of man through the mouth of the ancient patriarchs, the prophets and seers and now Myself.

54,5. From these many separate disclosures of the inner, spiritual sense of the word of God, will only then a true and great teaching of light and life be formed, and this teaching will then be the great and new Jerusalem, which will descend down from the heavens to the people. And those who will be and live in the new teaching, will walk in the new Jerusalem and will live therein forever, and their bliss will be never ending and boundless. Because I Myself will be with them, and they will see all the countless glories of My love, wisdom and omnipotence.

54,6. However, from the annihilation of this old city Jerusalem until the time of the new city of God on earth, only very little light will prevail among the people on earth; since soon many false prophets and priests will rise and will perform false miracles in My name, will mislead the people and will make them blind, yes the antichrist will do such things with the help of the kings of the earth, so that even My chosen ones, if I would allow it, could be enticed to bend their knees before the new Baal. But I will again let great hardship come among the people, as has never been before. Then Baal will be brought down just as the great whore of Babel, and the light of the living word in the hearts of many people will come and raise and release the oppressed and afflicted, and all will be glad in the new light and will praise My name.

54,7. During that time the people will often have contact with the pure spirits of My heavens, and they will be their teachers and instruct them in all the secrets of the eternal life in God, as was shown to you in the third phenomenon, where you saw people walking in and out through the twelve gates.

54,8. But the twelve gates no longer indicate that the new city is built out of the twelve tribes of Israel, but out of the twelve main principles of My teachings, which are contained in the ten commandments of Moses and My two new commandments of love: since they are the gates through which the future people will come into the new city of God full of light and life.

54,9. Only those who will keep these My commandments, will come into the city, and light and life will be given to him; but those who will not keep the commandments, will not have access to this new city. Similarly, the twelve types of precious stones signify the same twelve commandments, from which the wall around the great city was built.

54,10. These twelve commandments are thus not only the entrance gates to the light and life for the people, but they are also their indestructible protection and shield, which the gates and powers of hell or the material worldliness will never be able to defeat and destroy.

54,11. At the same time you have noticed in the phenomenon, how the stones of the wall gave a strong light in all their colours. This signifies, that the twelve commandments given to you, contain all degrees of the divine wisdom, and therefore a person can only reach perfected wisdom by keeping the twelve commandments. Because in the commandments are contained all the wisdom out of God, and because all the wisdom of God is contained therein, also all divine power and strength is contained therein, and this therefore, because in these commandments the all-wise and almighty will and thereby the highest freedom is contained.

54,12. Whoever thus made the will of God his own through keeping the commandments, has also adopted the divine power and the divine freedom and has reached the state of the true rebirth of the spirit and is as a true child of God as perfect as the Father in Heaven Himself.

54,13. And I say now to you all, that you should strive already here on earth to become as perfect as the Father in Heaven is perfect by keeping the commandments precisely, then you will be able to do greater things than I have done now. And if you have reached this state, then you will already in advance be a citizen of the new Jerusalem. This is thus the meaning of the third phenomenon. – Have you all understood and comprehended this well?”

54,14. On this My explanation of the third phenomenon all eyes widened and they thought about it for a while, but were not quite sure to what extend they did understand this last explanation.

Chapter 55 – The right cognition of God’s wisdom through rebirth.

55,1. After a while of deeper reflection, Nicodemus said: “Lord and Master, extremely great and deep is what You just have so clearly told us, and I will forever not be able to thank You sufficiently; but because what You have said and shown to us is so extremely great and deep, I and perhaps a few others, have not so clearly comprehended this matter in its foundation. But I also realize that an additional explanation will not make this matter any clearer, and therefore I do not say: Lord, make this even more clearer and more comprehensible to me!”

55,2. Said I: “In that you are completely right. This matter cannot be made clearer for you and a few others; all this and countless more you will only understand if you have been reborn in the spirit.

55,3. My word and My sermons to you cannot be given through the normal manner of human speech and mankind’s worldly wisdom, but it consists in the proof of the spirit and its power which is completely unknown to you, so that your faith and your future knowledge is not based on the wisdom of spiritually blind people, but on the miraculous strength of the spirit out of God.

55,4. Now, this My manner to teach and to speak appears before the eyes of wise of the world as a folly, because they know nothing of the spirit and its strength and cannot observe it with their coarse senses; but My teaching is nevertheless the deepest wisdom of the highest level, but only before the eyes, ears and hearts of the perfected people who are of a good will and who keep the commandments of God at all times. But for the wise and famous of this world, who perish as their wisdom, My teaching is of course not that.

55,5. I speak to you about the hidden wisdom of God, which He already before the creation of this material world has prescribed for your eternal glory of life, which hidden wisdom has not been recognized by any Pharisee, no elder and scribe and senior of the temple by means of their worldly reason in the scriptures; because if they ever had recognized this hidden wisdom, they would not continuously contemplate on how they could kill and destroy Me, the Lord from eternity. But let them make plans and hold meetings; since like their activities, so will be their remuneration!

55,6. But to you I say, as it is written: “No human eye has ever seen, no ear heard, and in no human heart is it given, what God has prepared for them, who love Him and keep His commandments!”

55,7. What I reveal to you now, is revealed by the spirit of God to your spirit, so that also your spirit investigates and recognizes the depths in God. Since only the spirit sees through and explores all things and, thereby purified, also the depths of God. And therefore you do not receive from Me the spirit of the world, which you never need, but the spirit out of God, so that you out of this spirit can comprehend and understand completely, what is given to you by Me as from God.

55,8. I can therefore not talk to you about this in the manner of human wisdom, but only with words, which are taught by the spirit of God that judges all things spiritually, and thus you will not be able to completely understand Me, because your spirit has not yet fully filled your soul. But when your soul with all love and good free will, will be totally in the spirit out of God, which you receive now, then also you will judge all things out of yourself spiritually and recognize and understand everything, what still appears somewhat dark and incomprehensible to you.

55,9. Nevertheless, you already perceive something from the eternal true spirit of God and can also already judge a few things spiritually. But the completely natural person does not perceive anything from the spirit of God in him, and if you talk to him about it, it is a folly to him, as he does not have it in him, what his soul could judge spiritually. Because if a person wants to understand spiritual matters, his soul and everything must be completely spiritually orientated; since all life and all true light and all true strength lies only in the spirit, which alone judges everything and no one can oppose its judgement.

55,10. But the natural, still spiritless person is matter in judgement, and his natural life is given to him by the spirit of God as a means, so that through it he can awaken the true, spiritual life in him, if he wanted to. And so with his natural mind he can as such recognize the commandments of God and exercise the will to also keep them and live and act accordingly. And if he does this, the spirit of God penetrates his soul to such an extend as the soul has advanced with keeping the commandments of God and in the faith to the one God and the love to Him and his neighbour.

55,11. When a soul has strengthened itself therein to such an extend that it is impossible for it to fall back, then this is already proof that the spirit out of God has penetrated it fully, and has orientated its recognition and knowledge spiritually, and such a soul has thereby completely overcome its earlier dead matter and has become with the spirit of God which penetrated it, one spirit, one strength, one light and a true indestructible life for ever, which can never longer be judged by anyone.

55,12. And therefore you should above all search for the true Kingdom of God and its righteousness, everything else will given to you for free; since this will be done by the spirit of God in you. Do not at all worry about earthly things, not even about what you will eat and drink and with what you will clothe your body the coming day; because the heathens and other worldly people worry about this, who have never recognized the true God. If the true spirit in you has reached its full rebirth, so will you have reached everything what you require.

55,13. If you will walk and stay on My ways, as I am teaching and have taught you, you will also be in Me and My spirit in you, and with it you will be able to do everything, what its wisdom will tell you and its will in you wants. And thereby every necessary worldly care for the time of your earthly life has been given to you in the fullest measure.

55,14. Now you have learned from Me, what is possible for the spirit; but what is possible for My spirit, will also be possible for your spirit, if it becomes one with Me. But how it can become one with Me, I have told you many times before, and therefore do accordingly, and you will see this My promise becoming fully fulfilled within you!

Jesus erklärt die 4 Feuer der Läuterung – Jesus explains the 4 Fires of Purification

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flagge de  Jesu Voraussage über Die 4 Feuer der Läuterung

Jesu Voraussage über Die 4 Feuer der Läuterung

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8, aus den Kapiteln 185 bis 187
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Wir stehen schon mittendrin …

Kapitel 185 – Die beiden ersten Arten der Läuterungsfeuer

Der Herr spricht:

185,1. Darauf erhob sich der Wirt, der Vater des Kado, und sagte: „O Herr und Meister, wie wird es denn in jener Zeit aussehen, von der Du gesagt hast, dass in ihr die Menschen vor Deiner abermaligen Ankunft durchs Feuer würden geläutert werden, und was für ein Feuer wird das wohl sein?“

185,2. Sagte Ich: „Ja, Freund, das Feuer wird heissen grosse und allgemeine Not, Elend und Trübsal, wie die Erde eine grössere noch nie gesehen hat. Der Glaube wird erlöschen und die Liebe erkalten, und alle armen Geschlechter werden klagen und verschmachten, aber die Grossen und Mächtigen und die Könige dieser Welt werden den Bittenden dennoch nicht helfen ob des zu grossen Hochmutes und daraus auch ob der zu grossen Härte ihres Herzens!

185,3. Also wird auch ein Volk sich erheben wider das andere und wird es bekriegen mit Feuerwaffen. Dadurch werden die Herrscher in grosse, unerschwingbare Schulden geraten und werden ihre Untertanen mit unerschwingbaren Steuern quälen. Es wird dadurch entstehen eine übermässige Teuerung, Hungersnot, viele böse Krankheiten und Seuchen und Pestilenz unter den Menschen, Tieren und sogar Pflanzen!

185,4. Auch werden da sein grosse Stürme auf dem trockenen Lande und auf dem Meere, und Erdbeben, und das Meer wird an vielen Orten die Ufer überfluten, und da werden die Menschen in grosse Furcht und Angst versetzt werden vor Erwartung der Dinge, die da über die Erde kommen werden!

185,5. Das alles wird darum zugelassen werden, um die Menschen von ihrem Hochmut und von ihrer Selbstsucht und von ihrer grossen Trägheit abzuwenden. Die Grossen und sich mächtig Dünkenden werden mit der Langweile gezüchtigt werden und werden durch sie, um diese Qual loszuwerden, zur Tätigkeit sich anzuschicken genötigt sein.

185,6. Und siehe, das ist die erste Gattung des Feuers, durch das die Menschen für Meine abermalige Ankunft werden geläutert werden.

185,7. In derselben Zeit aber wird auch das natürliche Feuer einen gewaltigen Dienst zu versehen überkommen. Das Feuer wird die Schiffe auf allen Meeren mit mehr denn der Schnelligkeit der Winde umhertreiben; auch werden die Menschen durch ihren scharfen Verstand eherne Wagen und Strassen machen, und statt der Zugtiere werden sie Feuer vor den Wagen einspannen und mit seiner Gewalt schneller denn ein abgeschossener Pfeil über die Erde weit hinfahren.

185,8. Also werden sie auch den Blitz zu bannen verstehen und denselben zum schnellsten Überbringer ihrer Wünsche und ihres Willens von einem Ende der Erde zum andern machen. Und so sie, die stolzen und habgierigen Könige, miteinander Krieg führen werden, so wird dabei das Feuer auch den entscheidendsten Dienst zu versehen bekommen; denn durch seine Gewalt werden eherne Massen in Kugelgestalt von grosser Schwere in Blitzesschnelle gegen den Feind, gegen die Städte und Festungen geschleudert werden und grosse Verheerungen anrichten.

185,9. Und die erfinderischen Menschen werden es mit diesen Waffen so weit treiben, dass dann bald kein Volk gegen das andere mehr einen Krieg wird anfangen können. Denn werden zwei Völker mit solchen Waffen sich anfallen, so werden sie sich auch leicht und bald bis auf den letzten Mann aufreiben, was gewiss keinem Teile einen wahren Sieg und Gewinn bringen wird. Das werden die Könige und ihre Heerführer bald einsehen und werden sich daher lieber im Frieden und guter Freundschaft vertragen; und wird sich irgend ein höchst stolzer und ehrgeizigster Störenfried erheben und gegen seinen Nachbarn ziehen, so werden sich die Friedliebenden vereinen und ihn züchtigen. Und auf diese Weise wird sich denn dann auch nach und nach der alte Friede unter den Völkern der Erde einstellen und dauernd befestigen.

185,10. So man nach dieser Meiner Gegenwart eintausend, achthundert und nahe neunzig Jahre zählen wird, da wird es nahe keinen Krieg auf der Erde mehr geben, – und um diese Zeit herum wird auch Meine persönliche Ankunft auf dieser Erde statthaben und die grösste Klärung der Menschen anfangen.

185,11. Unter den noch mehr wilden Völkern der Erde werden wohl noch Kriege vorkommen, aber sie werden auch unter ihnen dann bald zur Unmöglichkeit werden. Ich werde sie durch Meine gerechten und mächtigen Könige und Heerführer zu Paaren treiben und unter sie Mein Licht ausschütten lassen, und sie werden dann auch zu friedlichen und lichtfreundlichen Völkern umgewandelt werden.

185,12. Und sieh, das ist die zweite Art des Feuers, durch das die Menschen werden geläutert werden!“

Kapitel 186 – Das dritte und vierte Feuer der Läuterung

186,1. (Der Herr:) „Eine dritte Art Feuer aber wird darin bestehen, dass Ich schon etliche hundert Jahre vorher stets heller erleuchtete Seher und Propheten und Knechte erwecken werde, die in Meinem Namen die Völker allerorten ebenso klar und wahr über alles belehren und dadurch befreien werden von allerlei Trug und Lüge, die sich durch die falschen Propheten und Priester sogar in Meinem Namen den Weg bahnen werden zu ihrem Untergange – und damit den bösen Anfang in nicht gar zu langer Zeit beginnen werden und hie und da schon in dieser Meiner Zeit begonnen haben.

186,2. Diese werden falsche Zeichen und Wunder gleich den heidnischen Priestern tun und werden viele Menschen verführen und sich dabei grosse irdische Schätze, Reichtümer, Macht und ein grosses Ansehen bereiten; aber durch das dritte Feuer und sein hellstes Licht werden sie um alles kommen und völlig zugrunde gerichtet werden. Und die Könige und Fürsten, die ihnen werden helfen wollen, werden dabei um alle ihre Macht, um ihr Vermögen und um ihre Throne kommen; denn Ich werde da Meine Könige und Heerführer wider sie erwecken und ihnen den Sieg verleihen, und so wird die alte Nacht der Hölle und ihrer Boten auf der Erde unter den Menschen ein Ende nehmen.

186,3. Wie aber diese Nacht nun in der heidnischen, blinden und sinnlosen Zeremonie, die man Gottesdienst nennt, besteht, so wird sie auch in jenen Zeiten bestehen, aber durch die dritte Art des Feuers aus den Himmeln gänzlich zerstört und vernichtet werden! Denn die Lüge wird den Kampf mit dem Lichte der Wahrheit aus den Himmeln ebensowenig siegreich zu bestehen imstande sein, wie die natürliche Nacht der aufgegangenen Sonne Trotz bieten kann! Sie muss fliehen in ihre finsteren Höhlen und Tiefen, und die einmal im Lichte stehen, werden die Nacht nicht mehr aufsuchen gehen.

186,4. Ich habe dir nun die dritte Art des auf die Finsternis der Menschen höchst zerstörend einwirkenden Feuers gezeigt, und so will Ich dir denn auch noch eine vierte Art des Feuers zeigen, durch das die Erde und die Menschen und die gesamte Kreatur bei Meiner zweiten Ankunft geläutert werden sollen; und diese Art Feuer wird bestehen in grossen natürlichen Erdrevolutionen aller Art und Gattung, und zwar namentlich an jenen Punkten der Erde, auf denen sich die Menschen zu grosse und prachtvolle Städte werden erbaut haben, darinnen herrschen wird der grösste Hochmut, die Lieblosigkeit, böse Sitten, falsche Gerichte, Macht, Ansehen, Trägheit, dabei die grösste Armut, allerlei Not und Elend, herbeigeführt durch das zu hoch emporgewachsene Epikureertum der Grossen und Mächtigen.

186,5. In solchen Städten werden aus übertriebener Gewinnsucht auch allerlei Fabriken im grössten Massstabe errichtet werden, und es werden in ihnen an Stelle der Menschenhände arbeiten Feuer und Wasser im Verbande von tausenderlei kunstvollen, aus Erz angefertigten Maschinen. Die Feuerung wird mittels der uralten Erdkohlen bewerkstelligt werden, welche die derzeitigen Menschen sich in übergrossen Massen aus den Tiefen der Erde verschaffen werden.

186,6. Wenn solches Tun und Treiben durch die Gewalt des Feuers einmal seinen höchsten Punkt wird erreicht haben, da wird denn auf solchen Punkten die Erdluft auch zu mächtig mit den brennbaren Ätherarten erfüllt werden, die sich dann bald da und dort entzünden und solche Städte und Gegenden in Schutt und Asche verwandeln werden samt vielen ihrer Bewohner; und das wird dann wohl auch eine grosse und wirksame Läuterung sein. Was aber das auf diese Art bewirkte Feuer nicht erreichen wird, das werden andere grosse Erdstürme aller Art und Gattung dort erreichen, wo es von selbst verständlich nötig sein wird; denn ohne Not wird da nichts verbrannt und zerstört werden.

186,7. Dadurch aber wird dann auch die Erdluft von ihren bösen Dünsten und Naturgeistern befreit werden, was dann auf alle andere Kreatur der Erde einen segensreichen Einfluss ausüben wird, und was dann auch der natürlichen Gesundheit der Menschen dahin dienen wird, dass alle die vielen und bösen Leibeskrankheiten aufhören werden und die Menschen ein gesundes, kräftiges und hohes Alter werden erreichen können.

186,8. Weil die also geläuterten Menschen in Meinem Lichte stehen und lebendig und wahr die Gebote der Liebe für immerdar beachten werden, so wird der irdische Grundbesitz auch so verteilt sein unter den Menschen, dass da jedermann so viel haben wird, dass er bei einem rechten Fleisse nie eine Not zu leiden haben wird; und die Vorsteher der Gemeinden sowie die Könige werden, als völlig unter Meinem Willen und Lichte stehend, dafür sorgen, dass in einem Lande bei einem Volke nie ein Mangel eintreten soll. Und Ich Selbst werde bald da und bald dort die Menschen besuchen und sie stärken und aufrichten, wo immer die Menschen die grösste Sehnsucht nach und die meiste Liebe zu Mir haben werden.

186,9. Und mit dem hast du denn nun auch eine für euch Griechen wohlverständliche Antwort auf deine Frage. Sie ist freilich eine Weissagung für eine noch ziemlich ferne Zukunft, die aber nicht unerfüllt bleiben wird; denn alles kann eher vergehen, selbst diese Erde und der ganze sichtbare Himmel, als dass eines Meiner Worte und Verheissungen unerfüllt bliebe. – Hast du das nun wohl verstanden?“

Kapitel 187 – Die Bedingungen zur Wiederkunft des Herrn

187,1. Sagte der alte Wirt: „Ja, Herr und Meister, das haben wir alle sicher ganz wohl verstanden! Es ist, was die vier Arten des Feuers zur Läuterung der Menschen und der gesamten Erde betrifft, zwar wohl nichts Erfreuliches und Angenehmes, und man könnte da füglich fragen, warum von einem höchst weisen und höchst guten Gott so etwas zugelassen wird. Aber weil Gott eben höchst weise und höchst gut ist, so wird Er auch wohl am besten wissen, warum Er solches alles zulässt. Wir aber danken Dir dennoch für die Enthüllung der Zukunft und sind nun gar sehr froh darob, dass wir jetzt schon auf dieser Erde leben bei Deiner diesmaligen ersten Ankunft; denn soviel es mir nun ganz klar vorkommt, so ist in dieser Zeit denn doch alles noch um ein Bedeutendes und Grosses besser unter den Menschen auf der Erde, als es bei Deiner abermaligen zweiten Ankunft sein wird.

187,2. Ich kann mir wohl freilich nun keine Vorstellung von dem machen, wo und welche grossen Städte die Menschen mit der Zeit noch erbauen werden, und wie sie die Kraft der Elemente und sogar die der Blitze zu ihrem Gebrauche regeln und zügeln werden, – allein ich und sicher wir alle sind froh, dass wir das nicht begreifen und die Kraft der Elemente noch von Deiner Weisheit und Macht leiten sehen; denn verstünden wir das nun schon, so würde die arge Zeit der Läuterung durch die vier Arten Feuer sicher noch eher eintreten, als Du, o Herr und Meister, sie uns nun angekündigt hast.

187,3. Aber da Du nun schon so gnädig warst und hast uns als für vollends bestimmt zum voraus angezeigt, dass Du noch ein zweites Mal persönlich auf diese Erde zu den Menschen für bleibend kommen werdest, so könntest Du uns ja auch noch hinzu sagen, wo Du auf diese Erde zu den Menschen wiederkommen wirst! Wie wird das Land, der Ort und das glückliche Volk heissen?“

187,4. Sagte Ich: „Freund, auf diese deine Frage kann Ich dir nun wohl keine für euch verständliche Antwort erteilen, denn es werden in jener Zeit gar viele neue Orte, Länder und Völker entstehen, die jetzt noch keinen Namen haben; dass Ich aber nur in einem solchen Lande und an einem solchen Ort wieder zur Erde kommen werde, wo unter den Menschen noch der meiste und lebendigste Glaube und die meiste und wahrste Liebe zu Gott und zu den Nächsten bestehen wird, das kannst du als ganz sicher und vollwahr annehmen und glauben.

187,5. Doch so Ich kommen werde, da werde Ich nicht allein kommen, sondern all die Meinen, die schon lange in Meinem Himmelreiche bei Mir sein werden, werden mit Mir in übergrossen Scharen kommen und stärken ihre noch auf der Erde im Fleische wandelnden Brüder, und es wird so eine wahre Gemeinschaft zwischen den schon seligsten Geistern der Himmel und den Menschen dieser Erde bestehen, was den derzeit lebenden Menschen sicher zum grössten Troste gereichen wird.

187,6. Und nun wisset ihr alles, was euch zu wissen nötig war. Tut danach, so werdet ihr das ewige Leben ernten; denn Ich werde euch erwecken am jüngsten Tage!“

187,7. Da sagte Kado: „O Herr und Meister, das geschähe dann ja schon morgen? Denn ein jeder neue Tag ist für uns ein jüngster!“

187,8. Sagte Ich: „Ich meine da keinen diesirdischen Tag, sondern einen geistigen im Jenseits. Wenn du den Leib wirst verlassen haben und eintrittst in das Reich der Geister, dann auch wird das dein jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gerichte der Materie erlösen, und dies ist das Erwecken am jüngsten Tage.“

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Jesus’ prediction about… The 4 fires of Purification

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 8, Chapter 185 to 187
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

We are already in the middle of it …

Chapter 185 – The first 2 kinds of Fire of Purification

The Lord says:

185,1. Then the innkeeper, the father of Kado, stood up and said: “O Lord and Master, then how will it look like in the time of which You have said that the people will then be purified by fire before Your return, and what kind of fire will it then be?”

185,2. I said: “Yes, friend, that fire will be: great and general need, distress, misery and sadness, of a greater magnitude than the Earth has ever seen. Faith will extinguish and love will cool of, and all poor races will lament and languish, but still, the great and mighty and the kings of this world will not help the supplicants because of their great pride and by that also because of a too great hardness of their heart.

185,3. So, one people will rise up against another and will attack them with weapons of fire. Because of that, the rulers will come into great debts that cannot be paid off and will afflict their citizens with unaffordable high taxes. Because of that, there will be an excessive high cost of living, famine, many malicious diseases and epidemics and pestilence among the people, the animals, and even the plants.

185,4. There will also be heavy storms on the mainland and on sea, and earthquakes, and the sea will flood its shores in many places, and then the people will come into great fear and anguish because of the expectation of the things which will then come over the Earth.

185,5. All this will be allowed in order to turn the people away from their pride and their selfishness and their great laziness. The great and those who think of themselves to be mighty will be chastised with boredom and will by that be forced to come into action to free themselves from this torment.

185,6. And look, this is the first kind of fire by which the people will be purified for My return.

185,7. And in that same time, also the natural fire will play an extremely important role. The fire will drive on the ships over all the seas with the speed greater than that of the wind. Also, men will make with their sharp intellect iron cars and roads, and instead of pack animals they will harness fire to the cars, and with its great power they will drive off far over the Earth, faster than an arrow that has been shot off.

185,8. In this manner they also will be able to control the lightning and make it the fastest transmitter of their wishes and will from one extreme of the Earth to the other. And if they – the proud and greedy kings – will war against each other, the fire will render a great and decisive service, for by its great power, iron masses in the form of a sphere with a heavy weight will be flung with the speed of lightning to the enemy, the cities and strongholds and cause great destructions.

185,9. With these weapons the inventive people will come to the point when soon no nation will be able to start a war against the other, for when two nations should attack each other with such weapons then they easily and quickly will exterminate each other up to the last person, which would certainly not give a true victory and gain for neither one of them. Those kings and their generals will soon realize that, and that is why they will rather tolerate each other in peace and good friendship. And if somewhere a very proud and ambitious disturber of the peace should rise and would attack his neighbor, then the peaceful ones will unite themselves and chastise him. And in this way the ancient peace will be set for the people on Earth and will be established durably.

185,10. If one will count, from this My actual presence, almost 1890 years, there will hardly be any more war on Earth, and more or less in that time, also My personal coming on this Earth will take place, and the greatest enlightenment of men will begin.

185,11. Although there still will be wars among the more primitive peoples of the Earth, but these will also soon become impossible among them. I will drive them together with the help of My righteous and mighty kings and generals and let them pour out My light among them, and then they also will be changed into peaceful nations dedicated to the light.

185,12. Look, this is the 2nd kind of fire by which the people will be purified.”
Chapter 186 – The 3rd and 4th fire of purification.

186,1. A 3rd kind of fire will consist in the fact that I will awake already a few 100 years earlier ever clearer enlightened seers, prophets and helpers who will in My name, just as clear and truthful, teach the peoples everywhere about everything and will thus free them from all kinds of lies and deceit. They will clear the way for the downfall of false prophets and priests, even in My name. The latter will start, in a not too distant future, their evil beginning, and here and there they have started it in this My time already.

186,2. They will, just like the pagan priests, perform false signs and wonders and will deceive many people by which they will provide themselves with great earthly treasures, riches, might and great prestige, but by the 3rd fire and its most bright light they will lose everything and go completely to ruin. And the kings and princes who want to help them will by that lose all their might, their wealth and their thrones, for I will awaken My kings and generals against them and will give them the victory, and so the ancient night of Hell and its messengers among the people on Earth will come to an end.

186,3. As this night now consists in the pagan, blind and useless ceremony, which they call divine service, it will also exist in those times, but by the 3rd kind of fire from the Heavens it will be entirely devastated and annihilated because the lie will not be able to stand victorious in the battle with the light of the truth from the Heavens, as less as the natural night can stand before the risen sun. It must flee in its most dark holes and depths, and those who stand in the light will search no more for the night.

186,4. I have shown you now the 3rd kind of fire that has an extremely destroying effect on the darkness of men, and so I also will show you a 4th kind of fire by which the Earth, the people and all creatures will have to be purified by My 2nd coming. This kind of fire will consist of all kinds of great natural upheavals of the Earth, more precisely on those places of the Earth where men have built too big and beautiful cities in which the greatest pride, lack of love, bad morals, false administration of justice, power, prestige, laziness and with that also the greatest poverty and all kinds of need and misery will prevail, caused by a too strongly grown-out Epicurism of the great and mighty.

186,5. In such cities, through excessive pursuit of profit, all kinds of factories will be built on a large scale, and instead of human hands the work will be done by fire and water, together with a thousand different kinds of artful machines that are made of metal. The heating will be done by means of the ancient coals of the Earth that men will acquire in extremely great quantities from the depths of the Earth.

186,6. Once such activity will have attained its highest point by the force of the fire, the air of the Earth will become too strongly saturated on such places of the Earth with combustible kinds of ether, and these will soon ignite here and there and transform such cities and regions together with their many inhabitants into ruins and ashes, and that will then also be a great and effective purification. But whatever the produced fire will not have accomplished all kinds of great storms on Earth will accomplish where this will be necessary, for without necessity nothing will be burned or destroyed.

186,7. By that, the air on the Earth will be freed from its bad vapors and nature spirits as well. This will have a blissful influence on all other creatures on Earth and which will also benefit the physical health of the people, because the many malicious bodily diseases will cease to exist and the people will be able to reach a healthy, strong and old age.

186,8. Because the thus purified people will be standing in My light and will lively and truly keep forever the commandments of love from within, the earthly landed property will also be spread among the people in such a way that everyone will have so much that, with the right kind of zeal, he never will have to suffer need. The heads of the communities and also the kings, being entirely submitted to My will and standing in My light, will take care that there will never exist any need among the people. And I Myself will once again here and there visit the people and strengthen and establish them in those places where the people will have the strongest desire for Me and possess the greatest love for Me.

186,9. And with this you have received now for you Greeks a very understandable answer to your question. Although it is a prediction for a still quite faraway future, but it will not remain unfulfilled, for everything can perish sooner, even this Earth and the whole visible sky, rather than 1 of My words and predictions would remain unfulfilled. Did you well understand this now?”
Chapter 187 – The conditions for the return of the Lord.

187,1. The old innkeeper said: “Yes, Lord and Master, we surely have all understood this very well. It is, what concerns the 4 kinds of fires of purification for men and the whole Earth, certainly not rejoicing or pleasant, and one could rightly ask why this is allowed by a supremely wise and supremely good God. But precisely because God is supremely wise and supremely good, He also will know best why He allows all these things. But we still do thank You for this prediction of the future and we are now very glad that we live already now on this Earth during Your 1st coming, for as far I have understood it now, it is in this time still considerably much better among men of the Earth than it will be during Your 2nd coming.

187,2. I certainly cannot have any idea where or what kind of great cities men will build in course of time and how they will use the power of the elements and even regulate and control the lightning. However, I and certainly all of us are glad that we do not understand it and that we even can see that the power of the elements are guided by Your wisdom and might, for if we would already understand it, then the terrible time of purification by the 4 kinds of fire would certainly come sooner than You, o Lord and Master, have announced to us now.

187,3. But since You were now so merciful to inform us beforehand as a sure fact that You personally and lastingly will come to men for a 2nd time to this Earth, then You still could tell us where on this Earth You will come back to men. What will be the name of that country, the place and that happy people?”

187,4. I said: “Friend, on your question I cannot give you an answer that you would understand, for in that time many new places, countries and peoples will arise that still do not have a name now. But the fact that I will come back to Earth to that country and in that place where among the people there will still be the most and greatest living faith and the most and greatest true love for God and fellowman, that you can accept and believe as completely sure and fully true.

187,5. However, when I will come, I will not come alone, but all those who belong to Me, who were already for a long time with Me in My Kingdom of Heaven, will come with Me in multitudes and will strengthen their brothers who are still walking in the flesh on the Earth. And so there will be a true communion between the already blissful spirits of Heaven and the people of the Earth, which will really mean a very great comfort to the people of that time.

187,6. And now you know everything that was necessary for you to know. Act accordingly, then you will reap eternal life, for I will awaken you on the youngest day.”

187,7. Then Kado said: “O Lord and Master, will this then already happen tomorrow? Because every new day is for us the youngest day.”

187,8. I said: “I do not mean an earthly day, but a spiritual one in the beyond. When you will have left your body and will enter into the Kingdom of the spirits, then this also will be your youngest day, and I will free you from the judgment of matter, and this is the awakening on the youngest day.”

Jesus erklärt die Erdgeschichte – Jesus elucidates the History of the Earth

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Jesus erklärt… Die Erdgeschichte

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8, aus den Kapiteln 69 bis 75
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Wann wird die Wissenschaft endlich den Herrn als Schöpfer erkennen?

Kapitel 69 – Der Römer Markus frägt nach der Erdgeschichte

Der Herr spricht:

69,1. Da wir aber nun ganz in aller Ruhe wohlgemut beisammensassen, da sagte der Römer Markus, den wir schon als einen tiefen Denker haben kennengelernt, zu Mir: „Herr und Meister, erlaubst Du es mir, weil wir gerade Musse haben, an Dich noch eine Frage zu stellen? Es drückt mich noch etwas, und ich möchte darüber eine noch nähere Aufklärung haben, als Du sie uns auf dem Ölberge hast zukommen lassen.“

69,2. Sagte Ich: „Rede und frage du nur immer zu, denn in dir wohnt eine helle Seele! Ich weiss zwar wohl, was du noch hast, aber Ich habe der andern wegen gern, dass eben du redest und fragst, auf dass auch sie wissen, um was es sich handelt; denn es ist das stets ein grosser Fehler bei den Menschen, dass nur wenige in sich merken, was und wo es ihnen fehlt. Denn würden die Menschen das merken und fühlen, so würden sie auch mit grossem Fleiss und Eifer das Abgängige suchen und zu finden trachten und würden auch vieles finden. Weil sie aber träge sind und nicht wissen und fühlen, was ihnen noch mangelt, so suchen sie das Mangelnde auch nicht und finden es auch nicht. Wer aber sucht, der findet, und wer da bittet, dem wird gegeben, und wer da anklopft, dem wird aufgetan! Und so sage du nun nur, über was du noch ein helleres Licht haben möchtest, als es euch auf dem Ölberge gegeben worden ist!“

69,3. Sagte nun unser Römer Markus: „Siehe, Herr und Meister, Du Selbst hast es laut gesagt, dass der Mensch Gott nicht völlig über alles lieben könne, der Ihn nicht, soweit es ihm nur immer möglich ist, zu erkennen trachtet; und da habe ich nun nach längerem Nachdenken gefunden, dass mir noch gar manches mangelt!

69,4. Siehe, ich habe in Illyrien und auch in unseren weiten Länderstrichen mehrere Bergwerke und gewinne da allerlei Metalle, wie Gold, Silber, Blei und eine grosse Menge Eisen, das wir gar wohl gebrauchen können!

69,5. Aber beim Baue in den Bergen habe ich schon so Seltsames und Denkwürdiges aufgefunden, und das sehr tief unter dem gewöhnlichen Erdboden. Es waren das Knochen und Gerippe von einst auf der Erde lebenden riesenhaft grossen Tieren. Wann haben diese die Erde bewohnt, und wie konnten sie so tief unter – sage – sogar hohe Berge geraten? Also fand man in Ägypten und auch in Hispania sogar Knochen und Gerippe, die mit denen eines Menschen eine grosse Ähnlichkeit hatten; nur waren sie auch wenigstens ums Vier- bis Fünffache grösser und stärker als die eines jetzigen Menschen. Also fand ich noch gar manche Seltenheiten, deren ich hier näher zu gedenken nicht für nötig finde.

69,6. Du hast uns auf dem Berge wohl ganz kurz eine Erwähnung davon gemacht, dass es vor Adam auf der Erde schon gar lange eine Art Menschen gegeben habe, die aber noch wenig freien Willen hatten, sondern sich mehr den Tieren ähnlich instinktmässig bewegten und auch nach dem Instinkte handelten. Erst vor etwa viertausend Jahren erscheint nach der Juden Schrift der erste Mensch Adam mit einem vollends freien Willen und mit einem auch ebenso freien Verstande und gibt selbst aus sich seinen Nachkommen weise Gesetze und Anordnungen.

69,7. Hier wage ich eine grosse Frage zu stellen, und diese besteht darin: War diese Erde zur Zeit Adams hie und da noch von den Vormenschen bewohnt, und hat sich dieses Geschlecht vielleicht auch irgendwo an gewissen Punkten der Erde bis auf unsere Zeiten erhalten, und wird es sich vielleicht auch noch länger forterhalten? Und wie kamen die Knochenüberreste der Vorwelttiere sogar unter die Grundfesten der Berge und ebenso auch die riesigen Überreste der Präadamiten?

69,8. Herr, darüber gib mir noch einen näheren Aufschluss; denn was wir forschenden Römer bis jetzt schon aufgefunden haben, das und sicher noch ein mehreres werden unsere Nachkommen finden.

69,9. Die uns bekannten Bücher Mosis geben uns über die Bestandsverhältnisse der Erde vor Adam gar keinen Aufschluss. Moses beginnt gleich mit der höchst mystischen Schöpfungsgeschichte, die aber mit dem, was wir nun auf der Erde finden, in gar keinem Zusammenhang steht, – ja, nur die höchsten Widersprüche aufstellt.

69,10. Wenn Du uns über das nun kein höheres Licht zukommen lässt, so wird das besonders bei den späteren Nachkommen grosse Wirrnisse erzeugen, und Deine Lehre wird grossen Spaltungen unterworfen werden. Denn Deine Lehre ruht auf der mosaischen; ist aber jene in irgend etwas dunkel, so kann Dein Licht nicht zur vollen Helle auf der Erde kommen. Darum gib Du uns auch da noch einen helleren Aufschluss; wir bitten Dich darum!“
Kapitel 70 – Vom naturwissenschaftlichen Inhalt des 6. und 7. Buches Mosis. Das Alter der Erde

70,1. Sagte Ich: „Höre, du Mein Mir sehr liebgewordener Markus! Gar vieles habe Ich euch schon gesagt und gezeigt und werde euch auch noch das sagen und zeigen; aber alles das euch nun Gesagte und Gezeigte wird nicht viel über eure nächsten Nachkommen hinauskommen, weil die Weltmenschen das nicht fassen, nicht begreifen und somit auch nicht glauben werden. Du hast wohl einen ganz guten Grund aufgestellt, demzufolge eine von dir beanspruchte Erklärung über die Dinge und Bestandsverhältnisse dieser Erde zur wahren Festigung des Glaubens der Menschen an Meine Lehre besonders als notwendig erscheint. Doch habe Ich es euch aber auch gesagt, dass über alles in Meiner Schöpfung Vorkommende einem jeden, der im Geiste wiedergeboren wird, eben der Geist es offenbaren wird. Wem es aber der Geist offenbaren wird, der wird es dann auch im wahren Lichte lebendig begreifen, wie sich alle die dir nun noch so unbegreiflich scheinenden Dinge verhalten.

70,2. Was Ich euch aber nun mündlich darüber sagen werde, das werdet ihr Mir wohl glauben, weil Ich es euch sage; aber in der Tiefe begreifen werdet ihr es auch nicht, und noch weniger werdet ihr imstande sein, den andern nun im Geiste noch völlig blinden Menschen einen rechten Begriff davon beizubringen. Und so werden die Menschen noch lange zu warten haben, bis für sie alle die sogenannten grossen Fragen werden beantwortet werden können, auf eine solche Weise, dass sie ihnen verständlich werden.

70,3. Siehe, auch die Juden sind als einst das erleuchtetste Volk der Erde, abgesehen, dass ihnen Moses selbst alles erklärt hatte durch den Mund seines Bruders Aaron in zwei nachgetragenen Büchern, nun dahin gekommen, dass sie von allen dergleichen urweltlichen Dingen rein nichts mehr wissen und verstehen. Alles, was sie irgend von solchen Urüberresten finden, bezeichnen sie als eine Wirkung der von ihnen nicht mehr verstandenen noachischen Sündflut. Lehre sie etwas anderes, so werden sie dich als einen Ketzer verdammen!

70,4. Ihr Heiden habt in eurer Götterlehre die mythische Kunde gleich von zwei grossen Erdüberflutungen und schreibt ihnen zunächst den ursächlichen Grund der Erscheinungen zu, und das Volk hängt fest daran. Saget ihm nun die Wahrheit, so wird es euch verlachen und, wenn es gut geht, dazu sagen: ,Ei, wer kann das wissen? Das wissen nur die Götter!‘ Was könnet ihr ihm dann entgegnen? Sieh, darum werden die Menschen in dieser Hinsicht erst dann die Wahrheiten zu fassen imstande sein, wenn sie erstens in allerlei Wissenschaften werden bewandert sein, und zweitens, so es ihnen ihr geweckter Geist offenbaren wird!

70,5. Euch aber will Ich nun gleichwohl einige Winke geben, wie sich die Sachen etwa verhalten, obschon Ich es nur zu klar einsehe, dass ihr das alles mit eurem gegenwärtigen Verstande nicht fassen werdet, weil fürs erste euch dazu der Begriff von überaus grossen Zahlen mangelt, und weil ihr fürs zweite von den Sternen und ihren Grössen, Entfernungen und Bewegungen nun nur das wisset und glaubet, was Ich euch darüber gesagt habe; aber es ist alles das so lange auch bei euch nur ein äusseres Wissen, bis es sich in eurem Geiste als eine selbständige und selbstgeschaffene lichtvolle Wahrheit gestalten wird.

70,6. Dass diese Erde ein derartig hohes Alter hat, dass ihr die Zahl ihrer Bestandjahre gar nicht fassen könntet, wenn Ich sie euch auch darstellen würde, das habe Ich euch schon auf dem Ölberge gezeigt. Kurz aber und gut, die Erde besteht als ein Weltkörper für eure Begriffe schon nahezu unendlich lange und hat viele Veränderungen auf ihrer Oberfläche zu erleiden gehabt, bis sie zu ihrer gegenwärtigen Gestalt gediehen ist. Feuer, Wasser, Erdbeben und andere grosse Stürme, besonders in ihren Urzeiten, waren die Handlanger, die aus ihr nach Meinem Willen das gemacht haben, was sie nun ist. Und damit sie fortbesteht und zur zeitweiligen Ernährung von noch viel mehr Menschen und anderen Kreaturen noch fähiger wird, so müssen Feuer, Fluten, Erdbeben und kleine und grosse Stürme noch in ihr, auf ihr und über ihr nach rechtem Bedarf tätig sein.“
Kapitel 71 – Die ersten beiden Erdbildungsperioden

71,1. (Der Herr:) „Als die Erde in ihren Urzeiten nur so weit gediehen war, dass sich über ihren Gewässern nur einige grössere und kleinere Inseln erhoben, die mit dem Meeresschlamme überdeckt waren, da legte Ich auch bald aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen allerlei Pflanzensamen in den fruchtbaren Schlamm. Und siehe, da wurden solche Inseln denn auch bald bepflanzt, und zwar zuerst mit allerlei seltenen Gräsern, Kräutern und kleinen und später auch überaus grossen Bäumen!

71,2. Als solche Inseln also bewachsen waren, da legte Ich dann auch Eier oder Samen zur Bildung einer für jenen Erdzustand tauglichen Tierwelt, die zuerst nur in allerlei kleinen und dann grösseren Würmern bestand und im Verfolge aus Insekten und endlich, als der trockener gewordene Boden schon des Futters in grosser Fülle hatte, auch aus riesig grossen Tieren, deren Aufgabe es war, sich mit den noch sehr rohen Kräutern und Baumästen zu nähren und mit ihrem Kote den Boden mehr und mehr zu düngen, und endlich auch mit ihren umgestandenen (verendeten) riesig grossen Leibern, von deren Knochen ihr auch noch in den tiefen Höhlen und Schächten der Erde Überreste finden möget.

71,3. Aus der Verwesung solcher Tiere entwickelten sich nach Meinem Willen auch wieder eine Menge neuer Tiere in der Gestalt von kleineren und grösseren Würmern und aus ihnen allerlei Insekten.

71,4. Nennen wir nun das einen Erdbildungsabschnitt. Es versteht sich aber schon von selbst, dass der Erdkörper vordem schon beinahe zahllose Male allerlei Vorveränderungen unterworfen werden musste, weil dieser Zustand ohne jene Vorgänge nie hätte stattfinden können. Allein alle solche Vorgänge gehen euch ebensowenig etwas an wie jene zum Beispiel eines ins Erdreich gelegten Weizenkornes bis dahin, wo endlich aus dem Keime eine vollreife und sehr gesegnete Frucht zum sicher sehr brauchbaren Vorschein kommt. Kurz, Ich habe euch nun die Erde in ihrer ersten Befruchtungsblüte gezeigt, wo in ihrem Oberboden allerlei Samen für Kräuter und Bäume gelegt worden sind und Eier für allerlei Getier, für was alles schon lange zuvor im Wasser der Grund gelegt worden ist; denn gewisse und sehr verschiedenartige Wasserpflanzen und -tiere sind offenbar in allem um sehr vieles älter als die Tiere der festen Erde und die Tiere der Luft.

71,5. Ihr habt nun einen ersten Abschnitt der ersten Fruchtbodenbildung der Erde in Meinen Worten angeschaut und habt dabei euch selbst denken müssen, dass auf diesem Urfruchtboden für ein besseres Getier, geschweige erst für einen Menschen, ein Sein nicht stattfinden konnte. Aber es war dieser sauere Zustand dennoch notwendig, da ohne ihn kein zweiter und vollendeterer hätte folgen können, so wenig, als ohne die vorgängige Magersauerknospe je auf einem Baume eine reifere und endlich ganz reife Frucht zum Vorschein kommen kann.

71,6. Zum Vollreifwerden einer Baumfrucht aber gehören nach dem Magersauerknospenbilden doch sicher noch eine Menge Vorgänge, die freilich nur Mein Auge ganz genau beobachten kann; und das ist sicher bei der Reifebildung eines Weltkörpers noch um so mehr der sehr bedingt notwendige Fall.

71,7. Wir haben nun die Erde in ihrer Magersauerknospengestaltung gesehen. Was geschieht denn bei einem Baume im ersten Frühjahre, wenn die Magersauerknospe so recht geschwollen und grünsaftig wird? Sehet, sie springt, von innen gedrängt, auf, wirft ihre erste Umhüllung gewisserart über Bord ins Meer der Vergänglichkeit und Auflösung und entfaltet sich zu einer grösseren Vollkommenheit, damit aus ihrer Mitte sich dann die Blätter als die notwendigen Begleiter der nachfolgenden Blüte zur Entwicklung der Frucht entfalten können. Obschon aber, wie schon bemerkt, ein Baum nur ein höchst magerer Vergleich zur Entwicklung eines Weltkörpers ist, so kann er euch aber dennoch als ein gutes Bild dienen, dem ihr in einem sehr verjüngten Masse entnehmen könnet, wieviel dazu gehört, bis ein Weltkörper tauglich wird, um Menschen eurer Gattung zu tragen und zu ernähren.

71,8. Diese erste Periode oder der erste Abschnitt der Erdbefruchtung in der noch allerrohesten und unkultiviertesten Art geht nach sehr vielen tausendmal tausend Jahren, wie sie nun auf dieser Erde gerechnet werden, unter; denn damals gab es für diese Erde noch keine bestimmten Jahreszeiten, und die schon da waren, die dauerten ein wenig länger als die nunmaligen.

71,9. Was wir in der ersten Periode gesehen haben, das ging durch zugelassene und, noch besser, fest angeordnete Feuerstürme aus dem Innern der Erde unter, und nach einer grossen Anzahl von jetzigen Erdjahren erhoben sich grössere Landstrecken, schon mit Bergen geziert, aus den grossen Tiefen der Meere der Erde, mit einem schon um vieles fruchtbareren Schlamme überdeckt.

71,10. Zur rechten Zeit wurden aus Meiner Weisheit und aus Meinem Willen vollkommenere Sämereien in diesen Schlamm gelegt, und bald ward es eines schon gar üppigen Aussehens auf den grösseren Länderstrecken der noch immer jungen Erde.

71,11. Als es nun abermals des Futters in grosser Menge auf den verschiedenen grösseren Länderstrecken gab, da ward von Mir aus auch gleich in der weisesten Ordnung für eine grössere und schon vollkommenere Anzahl der kleinen und grossen Konsumenten gesorgt. Da ward das Wasser zwischen den Länderstrecken von grösseren Tieren belebt, und die grösseren Länderstrecken hatten ihre grossen Verzehrer dessen, was ihr Boden an neuen Pflanzen, Kräutern und Bäumen bot.

71,12. Gräser, Pflanzen, Kräuter, Gesträuche und gar riesige Bäume erzeugten teilweise schon Samen und konnten sich fortpflanzen; doch der grössere Teil wuchs immer noch den Pilzen gleich aus dem fruchtschwangeren Boden der Länderstrecken, und die Tiere entstanden auf nahezu die Art und Weise wie die euch bekannten Drachen des Nilstromes in Ägypten, nämlich aus den Eiern, und konnten in der Luft wie auch im Wasser leben und sich auch nähren von Pflanzen im Wasser und auf den Länderstrecken, auf denen es aber auch noch lange nicht irgend zu trocken aussah.

71,13. Denn in dieser gewisserart für das fruktitive Pflanzen- und Tierleben fortschreitenden Bildungsperiode der Erde konnte es ebensowenig wohnlich trocken aussehen wie bei den sich mehr und mehr entfaltenden Baumknospen; denn so es bei diesen ein trockenes Aussehen hat, dann sieht es mit der Blüte und mit der nachfolgenden Frucht sicher eben nicht am besten aus.“
Kapitel 72 – Die Entwicklung der Erde bis zu den Voradamiten

72,1. (Der Herr:) „Die zweite Vorbildungsperiode dauerte wieder eine für euch nicht aussprechbare Zeit von jetzigen Erdjahren. Aber die Erde war noch lange nicht tauglich, warmblütige Tiere, geschweige Menschen von noch so unterer Art, zu tragen; daher ging sie auch wie die erste unter, und es dauerte dann wieder lange, bis eine dritte Vorbildungsperiode zum Vorschein kam.

72,2. Natürlich gingen zwischen einer und der andern Hauptvorbildungsperiode eine Menge auch sehr stürmischer Zwischenperioden vor sich, deren Bedeutung zunächst nur Ich als der Schöpfer am besten kenne und endlich auch der Geist, dem Ich es offenbaren will.

72,3. Es entstand aus den vielen notwendigen Vorgängen wieder eine dritte Periode. Nun treten schon gar bedeutend grosse Länder aus dem Meere hervor, getrieben durch das innere Feuer der Erde, natürlich nach Meinem Willen. Die Vegetation wird noch um vieles reichhaltiger und immer noch riesiger Art; die Tiere ebenso wie die Vegetation. Aber auch diese Periode, die ebenfalls überaus lange angedauert hat, und die man gewisserart mit der Blüte eines Baumes vergleichen könnte, war so wie die beiden früheren noch lange nicht geeignet, dem Menschen zu einem Wohnorte zu dienen; daher ging auch diese unter und begrub so wie die erste und zweite ihre Produkte sowohl in der vegetabilen wie in der animalischen Sphäre, nur nicht so tief wie die erste.

72,4. Darauf gab es wieder eine Menge Zwischenperioden, und es kam nach langen Zeiten eine vierte Vorbildungsperiode zum Vorschein. Die Landteile wurden wieder um vieles grösser, die Vegetation abermals auch um vieles üppiger, und es fing an, im Wasser, auf den schon trockeneren Landen, wie auch in der Luft von allerlei kleinen und daneben auch von grösseren Tieren sehr lebendig zu werden, und es gab darunter schon sogar warmblütige Säugetiere, die nicht mehr mittels der Eier in diese Welt kamen, sondern auf dem Wege der natürlichen Zeugung, und sonach lebendige Junge zur Welt brachten, mit Ausnahme der Wassertiere, einiger grosser Amphibien, der Vögel, Würmer und Insekten.

72,5. Diese vierte Hauptvorbildungsperiode dauerte ungemein lange, und der Boden der Erde wurde da schon von Zeit zu Zeit von den Strahlen der Sonne beleuchtet, und an einigen Bäumen fing sich schon eine Frucht zu zeigen an, die euch aber freilich eben noch nicht besonders gemundet hätte; aber sie diente der damaligen Tierwelt doch zu einem guten Futter.

72,6. Auch in dieser vierten Vorbildungsperiode gab es noch nichts Menschenähnliches auf der Erde.

72,7. Es kamen wieder grosse Erdumwälzungen und begruben auch zum grössten Teil alles, was ihr damals als eine Kreatur benamset hättet, und ihr findet aus dieser Periode auch gar vieles und manches unter dem Boden der Erde begraben, das sich aber von den Produkten der ersten drei Perioden hier und da schon sehr wesentlich unterscheidet.

72,8. Nach langen Zeiten, in deren Verlauf nun auf der Erde schon eine grössere Ruhe und Ordnung eintrat, und nach vielen noch immer sehr grossen Erdstürmen sehen wir nun eine fünfte Erdvorbildungsperiode auftauchen. Aus dem tiefen Meeresgrunde erheben sich von neuem grosse Länder, schliessen sich an die aus den früheren Perioden schon bestehenden an und bilden schon ordentliche Festlande.

72,9. In dieser fünften Periode entstehen die meisten und höchsten Berge der Erde. Ihre überhohen Spitzen werden von den Blitzen zertrümmert und dann durch gewaltige Erdbeben und durch mächtige Wolkenbrüche entstandene Strömungen in die tiefen Täler und Gräben der Erde geschoben. Dadurch werden weitgedehnte Ebenen und minder breite Täler und Triften gebildet, auf denen dann alles besser gedeihen kann.

72,10. Mit dem Beginn dieser Periode wird die Erde auch in eine geordnete Umbahnung um die Sonne gebracht. Tag und Nacht wechseln schon regelrecht, auch des Jahres Zeiten, obschon noch unter allerlei Veränderungen, weil die Schwankungen der Erdpole noch immer bedeutend sind und in dieser Periode auch noch sein müssen.

72,11. In dieser Periode, in der sich schon ein bleibendes Festland gebildet hat, beginnen die regelmässigen Meeresströmungen von 14000 zu 14000 Erdjahren. Durch diese wird nach und nach einmal die südliche Erdhälfte und darauf wieder die nördliche vom Meer überschwemmt zur weiteren Fruchterdbildung über die oft sehr weitgedehnten Steingeröllwüsten. Denn nach ungefähr 14000 Jahren hat das Meer so viel fruchtbaren Schlamm über die wüsten Steingeröllflächen und Täler gelegt, dass sie dann, so das Meer wieder zurücktritt und der zurückgelassene Schlamm zu einem gediegeneren Boden wird, überaus fruchtbar sind.

72,12. Es bedurfte bei dieser fünften Periode wohl mehr denn tausendmal tausend Jahre, bis aller gut gelegene Erdboden vollends für eine neue Schöpfung von einer grossen Anzahl der verschiedenartigsten Pflanzen, wie Gräser, Kräuter, Sträucher und Bäume, und dann auch für allerlei Tiere und voradamitische Menschen geeignet war.

72,13. In dieser Periode sehen wir schon eine grosse Menge von allerlei Fruchtbäumen und anderen Fruchtgewächsen aller Art und Gattung für Tiere und für die damaligen Vormenschen. Doch von einem Ackerbau ist da noch keine Rede, wohl aber benutzen die Vormenschen schon gewisse Tierherden und führen ein rohes Nomadenleben, haben kein Gewand und bauen sich auch keine Häuser und Hütten; aber auf den dicken Baumästen errichten sie sich den Vögeln gleich gewisse feste Wohn- und Ruhenester und schaffen sich Vorräte von Nahrungsmitteln, die sie nach und nach verzehren. Ist der Vorrat aufgezehrt, so gehen sie wieder scharenweise auf neue Jagd nach Nahrungsmitteln aus. Wenn es frostig wird, weil in dieser Periode auch der Schnee zum gedeihlichen Vorschein kommt, so ziehen diese Menschen samt ihren Haustieren, die in Mammuts, grossen Hirschen, Kühen, Ziegen und Schafen bestehen – auch der Elefant, das Nas- und Einhorn, allerlei Affen und auch Vögel gehören dazu –, in wärmere Gegenden.

72,14. Mehr gegen das Ende dieser Periode erscheint auch der Esel, das Kamel, das Pferd und das Schwein, welche Tiere auch von diesen Vormenschen beherrscht werden. Denn so viel höheren Vernunftinstinkt besitzen sie, dass sie die benannten Tiere beherrschen und auch gebrauchen können teils zum Tragen, teils zur Jagd und teils zur Gewinnung der Milch und der Wolle, mit der sie sich ihre Nester wohl auslegen und sich so ein weiches Lager bilden.

72,15. Sprache haben sie eigentlich in der Art, wie sie nun unter Menschen gang und gäbe ist, keine; aber sie haben dennoch gewisse artikuliertere Laute, Zeichen und Gebärden als selbst die vollkommensten Tiere und können sich gegenseitig verständigen, was sie für ein Bedürfnis haben, und kommen dann auch einander zu Hilfe. Wird jemand krank, gewöhnlich wegen hohen Alters, so kennt er schon das Kraut, das ihm hilft; kann er nicht mehr gehen und es suchen, so tun das die andern für ihn.

72,16. Nur ein Feuer machen und es benutzen, das können sie nicht; so sie es aber hätten sehen können, wie es die Adamiten später machten, so würden sie es ihnen nachgemacht haben, weil bei ihnen der Nachahmungstrieb ein sehr vorherrschender ist und ihre Intelligenz mit einem gewissen Grade des freien Willens schon weit über die Intelligenz eines noch so vollkommenen Affen ragt. Also würden sie auch reden erlernen können nach unserer Weise, doch aus sich nie eine weise Rede erschaffen.

72,17. Als Menschen aber waren sie riesig gross und überaus stark und hatten auch ein so starkes Gebiss, dass sie sich dessen statt der Schneidewerkzeuge bedienen konnten. Ebenso hatten sie auch einen höchst starken Geruchs- und Gefühlssinn und gewahrten schon von weitem, wenn sich ihnen etwas Feindliches nahte; mit ihren Augen und mit ihrem Willen bändigten sie die Tiere und mitunter auch die Naturgeister.

72,18. Obschon aber diese fünfte Vorbildungsperiode gar sehr viel tausendmal tausend Jahre währte, so war unter diesen Menschen doch keine wie immer geartete Fortschrittskultur bemerkbar, sondern sie lebten ihr einförmiges Nomadenleben fort und waren somit nur eine Vordüngung der Erde fürs gegenwärtige Mir in allem völlig ähnliche Menschengeschlecht.

72,19. Die Farbe ihrer noch ziemlich behaarten Haut war zwischen dunkel- und lichtgrau; nur im Süden gab es auch haarlose Stämme. Ihre Form hatte eine bedeutende Ähnlichkeit mit den Mohren der Jetztzeit. Sie pflanzten sich bis zu Adam in den Niederungen und dichten Wäldern fort; aber auf die Berge verpflanzten sie sich niemals.“
Kapitel 73 – Die beiden letzten Entwicklungsperioden der Erde

73,1. (Der Herr:) „Zu den Zeiten Adams, mit dem die sechste Periode beginnt, hatte die Erde wieder teilweise grosse Umwälzungen zu bestehen durchs Feuer und durchs Wasser, und da ging bei dieser Gelegenheit das beschriebene Voradamitengeschlecht samt ihren Haustieren nahezu ganz unter, so auch die vielen Wälder und deren andere Tiere, die nicht zu den Haustieren zu rechnen sind; nur einige Gattungen der Vögel blieben, wie auch die Tiere der Berge und der Gewässer der Erde.

73,2. Es erhielten sich hier und da die beschriebenen Vormenschen wohl noch, aber höchst schütter mit den Adamiten bis in die Zeiten Noahs in Asien; aber sie verkümmerten nach und nach, weil sie keine ihnen entsprechende Nahrung in rechter Genüge mehr fanden. Doch in einigen tiefen Gegenden des südlichen Afrika und auf einigen grösseren Inseln der weiten Erde sind noch einige verkümmerte Nachkommen aus der fünften Periode anzutreffen. Sie sind aber noch ganz wild; nur haben sie sich von den Nachkommen Kains doch hier und da eine etwas grössere Kultur angeeignet. Sie können zu verschiedenen Arbeiten abgerichtet werden, aber aus sich im Grunde doch nichts erfinden. Ein Teil steht ja etwas besser, weil er aus der Vermischung der Kainiten und später auch der Lamechiten hervorging; aber auch dieser Teil ist zu einer höheren und tieferen Geistesbildung nicht geeignet.

73,3. Diese Art von Menschen aber wird sich alldort, wo sie nun ist, noch lange forterhalten und fortpflanzen und nach und nach von den Adamiten auch noch mehr Bildung annehmen, aber dabei doch nie zu einem grossen Volke werden. – Da habt ihr nun die Präadamiten aus der fünften Erdvorbildungsperiode.

73,4. Bei deren Beginn hatte diese Erde auch den Mond zu ihrem Begleiter und Regulator ihrer Bewegung um die Sonne und um ihre eigene Achse bekommen; freilich hatte auch der Mond nicht sogleich die Gestalt, die er jetzt hat. Bis er zu dieser kam, hatte er auch für ihn grosse und sturmvolle Perioden durchzumachen, die freilich wohl nicht so lange andauerten wie die der Erde.

73,5. Fraget Mich aber nun nicht, warum denn das Ausbilden eines Weltkörpers eine so undenkbar lange Zeit vonnöten hat, denn das liegt in Meiner Weisheit und Ordnung. Wenn aber der Herr eines Weinbergs alle Arbeit in einem Augenblick könnte fertig haben, was würde er dann das ganze Jahr hindurch tun? Der kluge Weinbergsbesitzer aber teilt sich die Arbeit ein, hat alle Jahre etwas zu tun, und diese tägliche Tätigkeit bereitet ihm auch stets eine neue Seligkeit. Und sehet, also ist es auch bei Mir der Fall; denn Ich bin in der ganzen Unendlichkeit ewig das allertätigste, aber darum auch das allerseligste Wesen.

73,6. So im Frühjahre die Kinder eines Hausvaters im Garten die Kirschen, Pflaumen, Birnen und Äpfel blühen sehen, so haben sie wohl zwar auch eine Freude darüber, aber sie möchten doch schon gleich die reifen Früchte sehen und geniessen, als sich pur nur an den schönen Blüten ergötzen. Aber der weise Vater sagt zu den noch sehr von der Ungeduld befangenen Kindern: ,Nur Geduld, meine lieben Kinder! Alles in dieser Welt hat nach der Anordnung Gottes seine Zeit, und alles kommt in ihr zu seiner Reife! Darum habet auch ihr nur Geduld; auch diese nun blühenden Bäume werden in wenigen Monden mit reifen und süssen Früchten voll behangen dastehen, und wir werden sie dann mit dem Vater im Himmel geniessen!‘ Das beruhigt dann die Kinder.

73,7. Und so möget auch ihr beruhigt sein, wenn ihr auch nicht schon allenthalben auf dieser Erde die vollreifen Früchte Meiner Lehre erschauet; zur rechten Zeit werden sie schon zur Reife gelangen. Denn das könnet ihr euch wohl denken, dass Ich nicht umsonst und vergebens den lebendigen Samen Meines Wortes unter euch ausgestreut habe. Von heute aber bis morgen kann die Vollreife noch nicht erfolgen.

73,8. Und sehet, was schon bei einem Baume eine gewisse Zeit braucht nach Meiner Ordnung, das benötigt es nach derselben sicher um so mehr bei einer Erde! Denn es ist da nicht hinreichend, dass eine Welt nur als ein übergrosser Klumpen von Steinen, Erde und Wasser im grossen Ätherraume sich befindet, denn ein solcher Klumpen wäre völlig tot, und es könnte auf ihm nichts wachsen und leben. Eine Welt aber, die Lebende tragen und ernähren soll, muss zuvor selbst lebend werden. Dazu aber gehört, dass sie zuvor unter allerlei Einflüssen und Prozessen innerlich gleich einem grossen Tier organisch völlig ausgebildet wird.

73,9. Es hat zwar jeder werdende Weltkörper, gleich wie ein Embryo im Mutterleibe, schon alle Anlagen zu einer vollkommenen tierisch-organischen Lebensform, aber sie liegen im Anfange der Bildung wie chaotisch untereinandergemengt; erst nach und nach ordnen sie sich und werden dann zu einem organisch lebenden Ganzen. Wie aber dieses Ordnen vor sich geht, das weiss Ich, weil Ich allein in allem der Grundordner bin. Wenn ihr aber selbst im Geiste werdet vollendet sein, da werdet es auch ihr einsehen, wie dieses Ordnen vor sich geht.

73,10. Nach und aus den euch nun so einfach und klar als möglich dargestellten Bildungsperioden könnet ihr aber noch etwas entnehmen, und zwar den eigentlichen Urgrund, aus dem der Prophet Moses die Schöpfung in sechs Tage eingeteilt hat.

73,11. Diese sechs Tage sind demnach die euch gezeigten sechs Perioden, die ein jedes geschaffene Wesen einmal naturmässig und dann, wie es bei euch Menschen der Fall ist, auch seelisch und geistig zu seiner Reife und Vollendung durchzumachen hat.

73,12. Nach diesen erst kommt die siebente Periode der Ruhe, welche ist das seligste, ewige Leben. Ruhe aber heisst die siebente Periode darum, weil den vollendeten Geist kein Zwang, kein Gericht und keine ängstliche Sorge mehr drückt, sondern sein Sein in die vollste Wissenserkenntnis- und freieste Willensmacht übergeht für ewig.

73,13. Und nun sage du, Mein lieber Markus, Mir, wie du nun diese Meine Erklärung verstanden hast!“
Kapitel 74 – Die seelische Entwicklung der Voradamiten

74,1. Sagte Markus ganz voll Staunens: „Herr und Meister von Ewigkeit! Ich und hoffentlich auch alle die andern haben Deine gnädige Erklärung wohl aufgefasst, von einem durchdringenden Vollverständnisse aber kann bei uns nun darum sicher keine Rede sein, weil uns eben das mangelt, was Du Selbst uns angezeigt hast. Aber wir sind in uns dennoch dahin zu einer klaren Anschauung gelangt, dass wir erstens nun wissen, für was wir die in den Tiefen der Erde aufgefundenen Reliquien zu halten haben, und wie sie durch die mehrfachen periodischen Umwälzungen der Erde und ihre nachherigen Meereswanderungen in solche Tiefen gekommen sind, und zweitens erkannte zum wenigsten ich, was der grosse Prophet Moses mit seinen sechs Schöpfungstagen so im Hinterhalte angedeutet hat. Und das genügt uns vorderhand, und wir können ganz ruhig nun abwarten, bis wir durch unsere eigene geistige Vollendung ein Weiteres erfahren werden. Aber das sehe ich auch ein, dass das nur eine Lehre für wenige ist und auch bleiben wird.

74,2. Nur eine Frage ist mir, wenigstens für mich, noch übriggeblieben, und Du, o Herr und Meister, wirst es mir gnädigst erlauben, Dir damit noch einmal zur Last zu fallen?“

74,3. Sagte Ich: „Du weisst es ja, dass Ich dich gern vernehme, und so magst du wohl reden!“

74,4. Sagte der Römer Markus: „Herr und Meister! Die besprochenen Voradamiten, obschon nur mit einer instinktartigen Intelligenz und mit nur wenig freiem Willen begabt, hatten ja doch auch Seelen, die als solche nicht sterblich, obwohl vielleicht wandelbar sein können. Was hat es nun mit diesen Seelen für eine Bewandtnis? Wo und was sind sie nun in dieser sechsten Erdperiode, und was wird etwa noch fürder aus ihnen werden? Man könnte das freilich wohl schon eine anmassende und frevelhafte Frage nennen; aber da ich noch immer ein wissbegieriger Römer und kein schläfriger Jude bin, so magst Du mir diese Frage auch noch zugute halten und mir darüber eine ganz kurze Antwort geben!“

74,5. Sagte Ich: „O ja, warum sollte Ich das nicht? Haben wir ja doch der Zeit noch zur Genüge dazu, und so magst du Mich nun wohl anhören! Siehe! So sogar die Stein-, Pflanzen- und Tierseelen fortleben und in ihrem von der Materie freien Zustande durch die Einung schon in – sage – Menschenseelen übergehen und dann im Leibe eines Menschen zu wahren Menschen werden können, so werden die Seelen der Voradamiten doch auch ein Fortleben haben, gleichwie auch die Seelen der Menschen aller anderen Welten im endlosen Schöpfungsraume ein ewiges Fortleben haben.

74,6. Als im Reiche der Geister fortlebende Seelen aber werden sie auf irgendeinem grossen Weltkörper, das heisst auf seinem entsprechenden geistigen Boden, in tiefere Erkenntnisse über Gott und Seine Macht und Weisheit geleitet, leben so auch ganz selig fort und können auch noch immer seliger werden. Doch wo sich in dieser Hülsenglobe solch ein grosser Weltkörper befindet, das wäre wohl sehr unnütz, so Ich dir auch das anzeigte, weil du solch einen Weltkörper mit deinen Sinnen nicht wahrnehmen könntest, und von einer Überzeugung dessen, ob es dort wohl also aussehe, wie Ich es dir beschriebe, könnte bei deinen Leibeslebzeiten ohnehin so lange keine Rede sein, solange du in deinem Geiste nicht völlig wiedergeboren werden würdest; und so musst du dich bis dahin nun schon mit dem begnügen, dass Ich dir sage: In Meines Vaters Hause gibt es gar viele Wohnungen! Einst in Meinem Reiche wird euch allen alles klar werden. – Hast du Mich verstanden?“

74,7. Sagte Markus: „O ja, Herr und Meister! Aber nun noch etwas, weil da eins so das andere gibt!

74,8. War zur Zeit der Voradamiten diese Erde auch schon das gewisse Lebenskämmerlein im Herzen des Grossen Schöpfungsmenschen?“

74,9. Sagte Ich: „Wenn auch nicht völlig in der handelnden Wirklichkeit, so doch in der Bestimmung dazu; als handelnd war in jener Vorzeit ein anderer Weltkörper, dessen Menschen aber zu sehr in den grössten Hochmut und in die vollste Gottvergessenheit übergingen, und die noch an einen Gott glaubten, die achteten Seiner nicht, boten Ihm Trotz und suchten Ihn in ihrer Blindheit gewisserart vom Throne Seiner ewigen Macht zu stürzen. Sie suchten Ihn, und arge Weltweise sagten, dass Gott im Zentrum ihrer Erde Wohnung habe; man müsse dahin Minen machen und Ihn dort gefangennehmen. Sie gruben denn auch entsetzlich tiefe Löcher in jene Erde, wobei gar viele zugrunde gingen.

74,10. So Ich zu ihnen Boten sandte und sie warnte, so wurden diese allzeit erwürgt, und die Menschen besserten sich nicht. Und siehe, da liess Ich zu, dass jene Erde von innen aus in viele Stücke zerrissen wurde! Und das geschah zu Anfang der sechsten Periode dieser Erde, und diese Erde ward zum Lebenskämmerlein. Wo aber jene Erde sich auch um diese Sonne kreisend befand, darüber wollen wir noch etwas Näheres bestimmen. Aber lasse du, Lazarus, einen frischen Wein bringen; dann wollen wir weiterreden!“
Kapitel 75 – Vom Weintrinken. Die Belehrung über den zerstörten Weltkörper

75,1. Lazarus ging nun mit einigen Dienern und brachte frischen Wein, der von einem ganz besonders guten Geschmack war. Mit diesem wurden die Becher wieder angefüllt, und wir tranken alle davon und wurden gestärkt im ganzen Leibe, und alle wurden voll des besten Mutes und priesen Mich, dass Ich so gute und stärkende Dinge auf diese Erde gesetzt habe.

75,2. Ich aber sagte: „Ja, ja, es ist solch ein Wein ein stärkendes Getränk, aber nur dann, so er mit Mass und Ziel getrunken wird! Wer den Wein aber unmässig zu sich nimmt und sich berauscht, für den ist er dann kein stärkendes, sondern ein sein ganzes Wesen schwächendes Getränk. Darum geniesset dieses Getränk allzeit mässig in Meinem Namen, so wird es euch stärken auch zum ewigen Leben der Seele; im übermässigen Genusse dieses Getränkes aber ruht der arge Geist der Geilheit und der Unzucht. Dieser Geist aber belebt die Seele nicht, sondern tötet sie für den wahren Lebensgeist aus den Himmeln und macht auf dieser Erde die geistige Wiedergeburt der Seele in dem Geiste aus den Himmeln nahe zu einer Unmöglichkeit. Dieses merket euch auch!“

75,3. Ich sagte aber das nun eben nicht der guten Wahrheit willen allein, da Ich solches schon mehrere Male gesagt hatte, sondern weil Judas Ischariot zu gewaltige Züge tat und dem vollen Berauschtwerden nahestand. Er merkte das wohl, stand vom Tische auf und zog sich ins Freie und besichtigte das Städtchen Bethanien.

75,4. Als er draussen war, sagte der Jünger Andreas: „Bin recht froh, dass der unheimliche Mensch sich entfernt hat; denn er kommt mir seit einiger Zeit immer verdächtiger vor, und Deine Lehren und grossen Zeichen machen auf ihn keinen Eindruck. Er gewinnt sonach nichts und doch will er uns nicht verlassen! Wenn ich, o Herr, Deine Macht hätte, da wäre der schon lange nicht mehr in unserer Gesellschaft!“

75,5. Sagte Ich: „Er hat aber auch einen freien Willen, und demzufolge kann er auch bleiben oder gehen, wie und wann er will. Ihr habt aber gesehen, dass Ich sogar den Teufeln nach ihrem Willen gestattete, in die Säue zu fahren, und so gestatte Ich auch diesem Menschen, der unter euch auch ein Teufel ist, zu bleiben oder zu gehen; denn von Mir aus ist jeder Mensch und Geist vollkommen frei. Ein jeder aber wird sich durch sein Handeln auch seinen Lohn bereiten. Will er ein Engel werden oder ein Teufel, das steht jedem frei. – Doch nun nichts mehr von dem, denn wir haben über andere Dinge noch viel zu reden!

75,6. Wir hatten zu Anfang der sechsten Periode gesehen, wie ein Weltkörper von innen aus zerstört, und wie mit Adam diese Erde zum Lebenskämmerlein im Grossen Schöpfungsmenschen wurde. Ich aber werde euch nun den Stand jener zerstörten Welt zeigen, und zwar wie sie früher war, und wie sie jetzt aussieht; dann aber werde Ich euch auch zeigen, in welchem Verhältnisse diese Erde ehedem zum Grossen Menschen stand, das heisst, nur in geistiger Entsprechungsweise, aber nicht in der materiellen Wirklichkeit. Da euch aber solches ohne eine bildliche Versinnlichung mit puren Worten nicht gezeigt werden kann, so werde Ich euch nun durch Meinen Willen die Sonne mit allen ihren Planeten in einem kleinen Massstabe darstellen, und ihr werdet bei dem Anschauen solch eines Bildes Meine Worte bald und leicht fassen, und so denn habet nun alle wohl acht!“

75,7. Als Ich solches ausgesprochen, da entstand im freien Luftraume eine Kugel von einer Handspanne Durchmesser; diese stellte die Sonne vor. In möglich annähernd guten Verhältnissen der Grössen und Entfernungen – für welch letztere der Saalraum freilich zu klein war, um sie in voller verhältnismässiger Richtigkeit darzustellen – wurden auch alle Planeten mit ihren Monden dargestellt, und zwar so wie damals, als der zu Anfang der sechsten Periode zerstörte Planet mit seinen vier Monden noch nicht zerstört war. Ich erklärte allen die Stellungen der Planeten, benannte sie sowohl in der jüdischen wie auch in der griechischen Sprache, und sie sahen den Planeten, von dem nun die Rede ist, zwischen Mars und Jupiter schweben und seine vier Monde um ihn kreisen. An Grösse kam er dem Jupiter gleich, nur hatte er mehr Festland als der Jupiter und auch einen höheren Luftkreis über sich und eine stärkere Polneigung und darum auch eine schiefere Bahnlinie um die Sonne.

75,8. Als alle das nun wohl begriffen hatten, da sagte Ich weiter: „Sehet, also stand die Ordnung von jetzt an zurückgezählt vor ungefähr viertausend Jahren. Dann aber geschah die euch angezeigte Zerstörung dieses Planeten. Wie und warum sie geschah, das habe Ich euch schon gesagt. Nun aber sehet, wie es mit dem Planeten nach der erfolgten Zerstörung aussieht!“

75,9. Alle sahen nun nach dem Planeten, der sich nun in viele grössere Stücke auseinanderteilte. Nur die vier Monde blieben ganz; da sie aber ihren Zentralkörper verloren hatten, so gerieten sie in Unordnung, und sie entfernten sich voneinander mehr und mehr auch aus dem Grunde, weil sie durch die Berstung des Hauptplaneten einen sehr merklichen Stoss erhalten hatten.

75,10. Die Stücke des Planeten aber zerteilten sich in dem sehr breiten Raume zwischen der Mars- und Jupiterbahn. Eine grosse Menge kleinerer Trümmer entfernte sich auch über die beiden angezeigten Bahnen, und es fielen etliche in den Jupiter, etliche in den Mars, etliche sogar auf diese Erde, in die Venus, in den Merkur und auch in die Sonne.

75,11. (Der Herr:) „Ja sogar die körperlich sehr riesenhaft grossen Menschen wurden bei der Berstung des Planeten in grosser Anzahl in den freien Himmelsraum hinausgeworfen, gleichwie auch die anderen Kreaturen. Einige verdorrte Leichname schweben noch im weiten Ätherraume umher, einige sitzen und liegen tot und ganz verdorrt in ihren Häusern, die auf den grösseren Planettrümmern noch bestehen; etliche von jenen Menschenleichen fielen sogar auch auf diese Erde, auf der sie aber schon nach etlichen hundert Jahren aufgelöst wurden, und so auch in andere Planeten.

75,12. Dieses Planeten grosse Meere verteilten sich bei der Berstung auch mit ihren Einwohnern aller Art und Gattung in grössere und kleinere Tropfen, von denen einige viele Stunden Durchmass haben, auch festeres Erdreich in sich bergen und auch von manchen Tieren noch bewohnt werden. Auf den vier Monden aber leben noch die früheren Geschöpfe, nur in einem schon mehr verkümmerten Zustande, also auch auf etlichen wenigen grössten Stücken des Planeten, aber in einem noch mehr verkümmerten Zustande; auf den kleineren Trümmern aber waltet kein organisches Leben ausser dem der Verwitterung und langsamen Auflösung.“

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Jesus elucidates… The History of the Earth

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 8, Chapter 69 to 75
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

When will science finally recognize the Lord as Creator?

Chapter 69 – The Roman Marcus asks about the History of the Earth

The Lord says:

69,1. When we were sitting very quietly and cheerfully together, the Roman Marcus, who we already came to know as a deep thinker, said: “Lord and Master, do You allow me, now that we have the opportunity for it, to ask You still another question? There is still something bothering me, and I gladly would like to receive some explanation about this, more than what You have given us on the Mount of Olives.”

69,2. I said: “You just can always speak and ask as you wish, for within you lives a soul of light. Although I know what you still want to ask, but for the sake of the others I like you to speak and ask, so that also they will know what it is all about, for it is always a big mistake with people when only a few perceive in themselves what they are lacking. If people would notice and feel this, then they also would search for it with great diligence and zeal and try to find it, and they also would find many things. But because they are lazy and do not know and feel what they are lacking, they are also not searching what is lacking and do not find it. However, the one who searches will find, to the one who asks will be given and for the one who knocks will be opened up. Thus, just say about which you still want to have a clearer light than what was given to you on the Mount of Olives.”

69,3. Now our Roman Marcus said: “Look, Lord and Master, You Yourself have explicitly said that man cannot love God completely above all if he will not try to know Him – as far as this is possible to him – and then, after that I thought about it for a long time, I discovered that I am still lacking a lot.

69,4. Look, in Illyria and also in our faraway regions I possess several mines and from these I attain all kinds of metals, like gold, silver, lead and a great quantity of iron of which we can make very good use.

69,5. But by digging into such a mine in the mountains I have already found very rare and remarkable things, and this was very deep under the usual surface of the Earth. These were bones and skeletons of gigantic animals that one time lived on the Earth. When did they live on the Earth and how could they end up so deep under – let us say – such high mountains? So also, they have even found bones and skeletons in Egypt and Spain that had great resemblance with those of a man – only they certainly were 4 to 5 times as big and strong as those of a man now. And so I also have found many remarkable things of which I do not find it necessary here to name more in detail.

69,6. Although, on the mountain You have told us briefly that before Adam there was a kind of people that existed for a long time who still had little free will, but who lived just like the animals more instinctively and also acted according to that instinct. Only about 4.000 years ago, according to the Scripture of the Jews, appears the first man, Adam, with a complete free will and with an equally free reason, and giving from himself wise laws and regulations to his descendants.

69,7. I would like to ask now an important question, and that is: was this Earth during the time of Adam here and there still inhabited by those earlier men, and does that generation continue to exist, perhaps somewhere on certain places on the Earth up to our time, and will they perhaps still continue to exist for a longer time? And how did those remains of bones of the prehistoric animals end up even under the foundations of the mountains, just like the gigantic remains of the pre-Adamites?

69,8. Lord, please give me still some further explanation about this, for what we, searching Romans, have discovered until now, that – and certainly still more than that – will be discovered by our descendants.

69,9. The books of Moses that are known to us do not give us an answer at all about the conditions of life on Earth before Adam. Moses begins immediately with the extremely mysterious story of creation, which however is in no way connected with what we are discovering now on the Earth – it only brings forward great contradictions.

69,10. If You will not give us a higher light about this now, it will cause great confusion, namely with the later descendants, and Your teaching will be hit by great divisions. For Your teaching is based on that of Moses. When he however, is obscure in this respect, then Your light cannot come to full clarity. Therefore, give us also in this respect still a clearer explanation. We please ask You for this.”
Chapter 70 – About the natural scientific content of the 6th and the 7th book of Moses. The age of the Earth

70,1. I said: “Listen, My Marcus, who have become very lovable to Me. I have told and shown you already many things, and I will tell and show you also that, but all what I have said and told you now will not go further than your first generation, because the worldly people will not grasp it, will not understand it and will therefore also not believe it. You have brought forward a very good reason why your desired explanation about things and life’s circumstances of this Earth seem to be especially necessary to make the people believe more firmly in My teaching. But I also have told you that the Spirit of all things which is present in My creation, will reveal it to all those who will be reborn in the spirit. The one to whom the Spirit will reveal it, will then also really understand in the true light about the things which are now still incomprehensible to you.

70,2. You surely will accept from Me what I will now say about it by word of mouth, because I tell you so, but the full depth of it, you will not understand, and you will even less be capable to give an exact idea to the other people who are now still completely blind in spirit. And therefore, the people will still have to wait a long time until they can be given an answer to all so-called important questions, in such a way that they can understand it.

70,3. Look, the Jews were once the most enlightened people on Earth, apart from the fact that Moses himself has explained everything through the mouth of his brother Aaron in 2 books that were added later. Now it has already come that far with them that they know or understand absolutely nothing anymore of such prehistoric matters. All such remnants that they find, they call it the result of the deluge of Noah which they do not understand anymore. And if you will teach them anything else, they will curse you as a heretic.

70,4. You gentiles have in your mythology a myth of actually 2 great deluges of the Earth, and they attribute to it in the first place the cause of the remnants, and the people believes it firmly. If you will tell the people the truth now, they will laugh at you and at best they will say: ‘Ah, who can know that? Only the gods know.’ Then what can you answer them? Look, that is why the people will only be capable to grasp these kind of truths when they firstly will be skilled in all kinds of science and secondly when their awakened spirit will reveal it to them.

70,5. But to you, I surely want to give some indications about how these things are, although I know all too well that with your present ability of understanding you will not be able to grasp all of it. In the first place because you are lacking the concept of extremely big numbers, and in the second place because you only know and believe what I have told you about the magnitude, the distance and the movements of the stars. But also this, remains for you only external knowledge until it will take form in your spirit as an independent and self-created lightened truth.

70,6. The fact that this Earth has such a high age that you would not be able to grasp the number of years – even if I would tell you – I have shown you already on the Mount of Olives. But to make it short: as a celestial body, the Earth exists for your concepts already almost for an endlessly long time and had to endure many changes on its surface until it adopted its present-day form. Fire, water, earthquakes and other great storms, especially in its beginning, were the helpers that, according to My will, made it what it has become now. And in order that it may continue to exist and will become still more suitable for the temporary nourishment of still a lot more people and other creatures, fire, floods, earthquakes and little and great storms must continue upon and above it whenever it is necessary.”
Chapter 71 – The first 2 periods of development of the Earth.

71,1. When the Earth in its beginning was only that much developed that above its waters only a few bigger and smaller islands were beginning to rise up, which were covered with the mud of the sea, I soon, from My wisdom and My will, placed all kinds of seeds of plants in the fertile mud. And look, then such islands became then also soon overgrown, first with all kinds of rare grass, herbs, and with small and later also extremely big trees.

71,2. When those islands were overgrown, I then put also eggs or seeds in it for the formation of an animal world that was suitable for the Earth in that condition, which first only existed of all kinds of little and later bigger worms, then of insects and finally, when the dried soil contained already food in abundance, also of gigantic animals. Their task was to feed themselves with the still very coarse herbs and branches of the trees, and to fertilize the soil more and more with their manure, and finally also with their deceased gigantic bodies, of which the bones are still remnants that can be found in the deep holes and shafts of the Earth.

71,3. From the decay of such animals developed, according to My will, again a large number of new animals in the form of smaller and bigger worms and from that, again in the form of all kinds of insects.

71,4. Let us call this now a separate period of development of the Earth. But it is of course obvious that before that, the earthly body underwent already numberless times all kinds of changes, because this condition could never be possible without those processes. But all such events are as little your concern as for instance those of a grain of wheat that has been put into the soil until the moment when finally a very useful, completely ripe and blessed fruit will come out of the seed. In short, now I have shown you the Earth in its 1st period of fertilization and blossom in which all kinds of seeds for herbs and trees were put in the upper layer of its soil, and eggs for all kinds of animals. And for all that, the foundation was laid in the water already a long time ago, because certain and very diverse water plants and water animals are in every respect clearly a lot older than the animals of the continent and the animals of the sky.

71,5. Through My words you have now seen the first formation of a fertile soil, and by that you had to imagine that for better animals, and even less for human beings – there was no possibility to exist on this early fertile soil. But this sour condition was nevertheless necessary, for without this condition, no second and more perfect one could follow, no more than when a riper and finally completely ripe fruit on a tree can never come out without the preceding meagre sour bud.

71,6. But for the ripening of a fruit on a tree there are, after the formation of the meagre sour bud, certainly still a number of stages of development needed, which of course only My eye can detect with precision – and this is also absolutely necessary for the ripening process of a celestial body.

71,7. Now we have seen the development of the Earth unto the stage of a meagre sour bud. What is exactly happening with a tree in the early springtime when the meagre sour bud swells up completely and becomes green and juicy? Look, it bursts open, urged from the inside, throws away its covering so to speak overboard into the sea of transition and dissolution, and deploys itself to a greater perfection, so that then, from its centre, the leaves can unfold as necessary companions of the next blossom, leading to the development of the fruit. Even if a tree, as already observed, is only a meagre comparison for the development of a celestial body, it still can give you a good image from which you, in a very simplified form, can deduce how much is needed before a celestial body becomes suitable to carry and to feed people of your kind.

71,8. This 1st period or the first stage of the still coarse and uncultivated manner to fertilize the Earth comes to an end after many thousands of years as they are now calculated on Earth, for at that time no specific seasons existed for this Earth, and those that existed already, lasted a little longer than those of now.

71,9. This 1st period which we have seen, perished by storms of fire from the interior of the Earth that were allowed or rather carefully determined, and after a great number of earthly years as we know them now, bigger parts of land raised up from the depths of the seas of the Earth, already provided with mountains and covered with an already very fertile mud.

71,10. From My wisdom and My will, more perfect seeds were put into this mud at the right time, and soon it looked already luxuriant on the bigger parts of land of the still young Earth.

71,11. Now, when there was again a great amount of food on those different bigger parts of land, in the wisest order I immediately provided for a greater number of already more developed, little and big consumers. Bigger animals inhabited the water between the parts of land, and the bigger parts of land had their big animals that ate the new plants, herbs and trees that grew on the bottom.

71,12. Various grasses, plants, herbs, bushes and gigantic trees still produced the seed and could reproduce, but the greatest part grew still out of the fertile soil of the parts of land, just like the mushrooms. The animals came into being in nearly the same way as the Nile crocodiles in Egypt, more precisely from eggs. They were able to live in the air as well as in the water and could also feed themselves with water plants and the plants on the parts of land where it still was by far not dry enough.

71,13. In this progressing period of development of the Earth that was in a certain way important for the fruit bearing plant life and animal life, it could not look pleasantly dry, just as little as with the more and more unfolding buds of the tree, for if they would be dry, then this would not be good for the blossom and the following fruit.”
Chapter 72 – The development of the Earth untill the pre-Adamites

72,1. The 2nd prehistoric period of development lasted again – calculated in present-day earthly years – for a to you unspeakably long time. But the Earth was by far still not fit to carry warm-blooded animals, not to mention human beings, no matter how inferior they may be. Therefore, also this one perished, just like the first one, and after that, it lasted again a very long time before there was a 3rd preparatory period of development.

72,2. Of course, between the one and the other prehistoric main period, there were also a few very stormy intermediate periods of which in the beginning only I as Creator know best the meaning and finally also the spirit to whom I want to reveal it.

72,3. Out of the many necessary processes of development came forth a 3rd period. Now already very big lands are rising up from the sea, driven by the inner fire of the Earth – this of course according to My will. The vegetation becomes even more richly diverse and is still of a gigantic kind, and this is the same with the animals. But also this period, which lasted also extremely long and which we could compare in a certain way with the blossom of a tree, was just as the other 2 preceding periods still by far not fit to serve man as a habitation. Therefore, also this one perished and buried its proceedings, just as the 1st and 2nd period in the vegetable as well as in the animal sphere, but not as deep as the first one.

72,4. After that, there were again a few intermediate periods, and after a long time a 4th preliminary period of development broke out. The pieces of land became again much larger, the vegetation became also again much luxuriant, and in the water, on the already drier lands and also in the air it became very lively with all kinds of little as well as larger animals. There were even already warm-blooded mammals that did no more come into this world by means of eggs but by way of natural procreation, and consequently they gave birth to living young ones, with the exception of the water animals, some large amphibians, the birds, worms and insects.

72,5. This 4th prehistoric main period lasted extraordinarily long. Already then, the sun shone from time to time on the surface of the Earth, and on a few trees there was already a fruit that became visible, which however you would not have found so tasteful, but for the animal world of that time it served nevertheless as a good food.

72,6. Also in this 4th prehistoric period of development, there was nothing on this Earth that looked like a human being.

72,7. Again, great transformations came upon the Earth and these buried for the greatest part everything what in that time you would have called a creature, and from this period you have found a lot of what is buried under the surface of the Earth, but much of it was fundamentally different in many ways from the products of the first 3 periods.

72,8. After a very long time, while there was already a greater rest and order on the Earth, and still after many very big storms on the Earth, we can see now a 5th period that comes along in which the Earth will be prepared. Again, out of the depth of the sea, great pieces of land are rising up that joins the pieces of land, which already existed from the preceding periods, and formed in this way already complete continents.

72,9. In this 5th period, the most and highest mountains on Earth come into existence. Their very high tops are destroyed by lightning, and then, enormous earthquakes and streams of water that come from mighty cloudbursts push them into the deep valleys and clefts of the Earth. By that, extensive plains and less broad valleys and flat pieces of land are formed on which everything can grow better.

72,10. With the beginning of this period, the Earth is brought into a regular orbit around the sun. Day and night and also the seasons are changing regularly, although still with all kinds of deviations, because the fluctuations of the poles of the Earth are still – and still have to be – very great during this period.

72,11. In this period, during which a lasting continent had already been formed, the regular cycles of ocean currents alternating about every 14 000 years are beginning. These currents alternately flood step by step the southern half of the Earth and then the northern half, to form fertile soil over the often extensive stony deserts. For after about 14.000 years the sea has put so much fertile slab on the waste plains of gravel and the valleys that then, when the sea retreats again and the mud is left behind to become a more firm soil, they are extremely fertile.

72,12. During this 5th period, more than a 1.000 times a 1.000 years were needed before all the well-situated pieces of the surface of the Earth were completely suitable for a new creation of a great number of the most various plants, like grasses, herbs, bushes and trees, and furthermore also for all kinds of animals and pre-Adamic human beings.

72,13. During this period we can already see a great variety of fruit trees and other fruit-bearing vegetation for all kinds for animals and for the at that time prehistoric human beings. But there is still no question of agriculture, although the prehistoric human beings are using already herds of certain animals and live a rough nomad existence, have no clothing and built no houses or huts, but they built certain strong habitations and resting nests on the thick branches of the trees, just like the birds, and they make provisions of food of which they eat something every now and then. When the supply is consumed, they go in groups hunting for food again. When it becomes real cold – because during this period, also the snow appears in considerable amounts – these people travel together to warmer regions with their animals that consist of mammoths, big deer, cows, goats and sheep, and also the elephant, the rhinoceros and the unicorn, all kinds of apes and also birds belong to it.

72,14. More at the end of this period comes the donkey, the camel, the horse and the pig, and these prehistoric human beings can also control these animals, for they possess so much instinctive reason that they have a say over the named animals and they also can use them, partly as pack animals, partly for hunting and partly for obtaining milk and wool with which they can well cover their nests and can make for themselves a soft place to lay down.

72,15. They actually do not have a language in the manner as it is spoken now among the people, but they still have – since they are very perfected animals – certain articulated sounds, signs and gestures, and they can make themselves understand mutually to make clear what they need, and they also help one another. When someone becomes sick – usually because of old age – then he surely knows the herb that will help him, and if he cannot go and search it anymore, the others will do it for him.

72,16. But starting a fire and using it, that they cannot do. If however they would have seen how the Adamites did it later on, they would have imitated it because the urge to imitate prevails with them, and their intelligence with a certain measure of free will is already largely above the intelligence of an ape, no matter how perfect he may be. Thus, they also could learn to speak in our manner, but they never could invent wise words out of themselves.

72,17. As human beings however, they were gigantic and extremely strong, and they had also such strong teeth that they could use them as cutting instruments. So also, they had a very strongly developed sense of odour and feeling and they could sense already from afar when something hostile was coming to them. With their eyes and their will they restrained the animals, and now and then, also the nature spirits.

72,18. Although this 5th prehistoric period of development lasted for many 1.000 times 1.000s of years, among these human beings there was still not any progress noticeable in their culture, but they continued to live their monotonous nomad life, and therefore, they only were a preliminary manure for the present-day human generation that resembles Me in every respect.

72,19. The colour of their rather still densely haired skin was between dark and light gray. Only in the south there were also races without hair. Their outer appearance was very similar with that of the black people [blackamoors, translator] of our time. Until Adam, they reproduced and spread in the lowlands and dense forests, but they never settled on the mountains.”
Chapter 73 – The 2 last periods of development of the Earth

73,1. During the time of Adam by which the 6th period begins, the Earth needed again to go partly through great changes by fire and water, and during this occasion, the described pre-Adam generation, together with their domestic animals perished almost completely, as well as the many forests and other animals that were in it, which could not be considered as domestic animals. Only a few species of birds survived, as well as the animals in the mountains and in the waters of the Earth.

73,2. The described prehistoric men survived here and there, but only few in number, and they lived with the Adamites until the time of Noah in Asia. However, they regressed slowly because they could not find sufficient food that was suitable for them. But still, in a few regions deep in the south of Africa and on a few greater islands of the vast Earth, a few declined descendants of the 5th period can be found. They are however still totally wild, although here and there they adopted a somewhat higher civilization from the descendants of Cain. They can be trained for different kinds of tasks, but actually they cannot think anything out of themselves. Some of them are better off, because they proceeded from a mixture with the Cainites and later also the Lamechites, but also they, are not fit for a higher and deeper spiritual development.

73,3. This kind of people will still remain there for a long time on the place where they are now and will reproduce, and gradually they will also adopt more civilization from the Adamites. But by that, they still will never become a great people. These are now the pre Adamites from the 5th preparatory period of development of the Earth.

73,4. At the beginning of this period, the Earth received also the moon as companion and regulator of its movement around the sun and around its own axis. Of course, the moon did not have immediately the shape as it has now. Before it received that shape, it also had to go through great stormy periods, which however did not last as long as those of the Earth.

73,5. But do not ask Me now why for the development of a celestial body such an unimaginable long period of time is needed, because that lies determined in My wisdom and order. If the lord of a vineyard could finish all the work in one moment, then what would he do during the whole year? The intelligent owner of a vineyard divides the work for himself, is busy every year, and his daily activity gives him also always a new joy. Look, that is with Me also the case, for I am in the whole of infinity eternally the most active, and therefore also the most happy Being.

73,6. When in springtime, the children of a father of a family are seeing the blossom of the cherry, prune, pear and apple trees in the garden, then they rejoice indeed about it, but they would like to see and taste immediately the ripe fruit instead of only rejoicing at the beautiful blossom. But a wise father says to his still impatient children: ‘Just be patient, my lovely children. Everything in this world needs its own time according to God’s order, and everything ripens in it. So you also be patient. Also these now blossoming trees will be full of ripe and sweet fruits within a few months, and we will then consume them with the Father in Heaven.’ This will then reassure the children.

73,7. And so, you also can be reassured, even if you still cannot already see everywhere on this Earth the completely ripe fruits of My teaching. At the right time they surely will become ripe. For you surely can imagine that I did not straw the living seed of My Word among you for nothing and in vain. However, there still cannot be a complete ripening in one day.

73,8. Look, when according to My order, already for a tree a certain time is needed, then this is certainly even more needed for an earth according to this same order. For it is not enough that a planet is present in the big space of ether as a very big mass of stone, soil and water, for such a mass would be completely dead, and nothing could grow and live on it. But a planet that must carry and feed living things must first become alive itself. And what is again necessary for that is first – just like a big animal – that it will internally organically be completely developed by means of all kinds of influences and processes.

73,9. Although, in every developing celestial body – just like in an embryo in the body of the mother – everything is already present for the complete perfect animal-organic life form, but at the beginning of the development, everything lies as if chaotically mixed up. Only gradually, order comes, and next an organic living whole. How this order works, I know, because I as the only One, am installing the fundamental order in everything. However, when you will be completed in spirit, you also will perceive how this order works.

73,10. From these periods of development, which I have now explained to you as simple and as clearly as possible, you can still conclude something else from it, more precisely what the actual cause is, why the prophet Moses divided the creation in 6 days.

73,11. Thus, those 6 days are the 6 periods that were shown to you, which every created being has to go through, firstly naturally and further – like is the case with you human beings – also for the ripening and perfecting of his soul and his spirit.

73,12. Only after that, comes the 7th period of rest, and that is the happiest eternal life. That 7th period is called ‘rest’ because there is no more compulsion, no more judgment and no more frightening worries that are pressing on the perfected spirit. But his existence changes eternally into the fullest might of knowledge, insight and the completely free will.

73,13. And say now, My dear Marcus, how you have understood this explanation of Mine.”
Chapter 74 – The development of the soul of the pre-Adamites

74,1. Being fully amazed, Marcus said: “Lord and Master from eternity, I and hopefully also all others, have well understood Your kindhearted explanation. But with us, there is still absolutely no complete penetrating understanding, because we lack exactly that which You have pointed out to us. But still, we have received in us such clearness that we in the first place know now what we have to think about the remnants that were found in the depths of the Earth and how they came there at such great depth, namely by the frequent periodical processes of change of the Earth and the following movement to and fro of the sea, and secondly, at least I have understood what the great prophet Moses has pointed out with his veiled 6 days of creation. And this is sufficient for us for the moment, and we can now quietly wait until we will learn more by our own spiritual perfection. But I also understand that it is and will also remain a teaching for only a few.

74,2. There still remains one question – at least with me – and, o Lord and Master, please be so merciful that I still may bother You with this one more time.”

74,3. I said: “You know that I gladly like to listen to you. So you can simply say it.”

74,4. The Roman Marcus said: “Lord and Master, although the mentioned pre-Adamites were only gifted with a kind of instinctive intelligence and with only little free will, they also had souls who as such were not mortal, but could maybe be changeable. Now, what about those souls? Where and what are they now in this 6th period of the Earth, and what may happen to them next? Of course, we could say that this question is reaching too far and is objectionable, but because I still am a Roman who is eager to learn and am not a sleepy Jew, I am asking You to consider also this question as positive and to give me a short answer on this.”

74,5. I said: “Oh yes, why would I not do that? We still have time enough for it. So you can easily listen to Me. Look, if already the souls of stones, plants and animals continue to live, and in the state wherein they are free of matter they can, let us say, already change into human souls by uniting with one another, and can then become true men in the body of a human being, then the souls of the pre-Adamites will surely also have a continuous life, just like the souls of the human beings of all other worlds in the endless space of creation will continue to live eternally.

74,6. As souls who are living in the spirit kingdom, they are brought, on one or the other big celestial body – that means on a place that corresponds to them spiritually – to a deeper knowledge about God and His power and wisdom. And so, they continue to live very happily and can also become more and more happy. But it would be meaningless to tell you also where in this shell globe such a big celestial body exists, because you cannot see such a celestial body with your sense-organs, and as long as you are not fully reborn in your spirit there is no way during your physical life that you could convince yourself that it looks indeed like I would describe it to you. Thus, until that time, you should be satisfied with what I say to you: in the house of My Father are a lot of habitations. When you will be in My Kingdom, everything will become clear to you. Did you understand Me?”

74,7. Marcus said: “O yes, Lord and Master. But now I still have something else, because from one thing comes another.

74,8. Was during the time of the pre-Adamites this Earth already that certain life chamber in the heart of the great Man of Creation?”

74,9. I said: “Not yet completely in the active reality, but certainly in the destination thereof. During that prehistoric time, another planet was active. However, those people fell into the greatest pride and total God-forsakenness, and those who still believed in a God, did not pay attention to Him, defied Him, and in their blindness they tried to push Him so to speak from His throne of eternal power. They were looking after Him, and evil philosophers said that God lived in the center of their earth. They should dig mine tunnels unto that place and capture Him. So they dug terribly deep holes in that earth by which many of them died.

74,10. When I send messengers to them and warned them, they were always strangled, and the people did not improve their life. And see, then I allowed the earth to rip open from the inside into many pieces. Now this happened at the beginning of the 6th period of this Earth, and this Earth became the life chamber. About where that earth was situated – also in an orbit around this sun – we still will look more into it. But you Lazarus, let them bring new wine. Then we will talk further.”
Chapter 75 – Drinking wine. The explanation of the destroyed celestal body

75,1. Now Lazarus went with a few servants to bring new wine that tasted particularly well. So the cups were filled again. We all drunk of it and our body was strengthened by it. All became very cheerful and praised Me because I had placed such good and strengthening things on this Earth.

75,2. But I said: “Yes, yes, such a wine is a strengthening drink, but only when it is taken with moderation and on time. But for those who are immoderate in drinking wine and get drunk, it is then no more a strengthening drink but a drink that weakens his whole body. Therefore, always drink this drink with moderation in My name, then it will also strengthen you for the eternal life of the soul. But in the immoderate usage of this drink, the evil spirit of lewdness and fornication lays hidden. This spirit does not awaken the soul to life, but makes him dead for the true spirit of life from the Heavens and makes the spiritual rebirth of the soul in the spirit from the Heavens nearly impossible on this Earth. Do also remember that.”

75,3. I said this on that moment not only for the sake of the truth, since I had said that already oftentimes, but because Judas Iscariot took too big gulps and was on the point of getting drunk. He surely noticed that and stood up from the table, went outside and visited the little town Bethany.

75,4. When he was outside, the disciple Andreas said: “I am truly glad that this nasty man has gone away, because for some time he seems more and more suspicious to me, and Your teachings and great signs do not impress him. So he does not gain anything, and still he does not want to leave us. If I, o Lord, had Your power, he would not be in our company already for a long time.”

75,5. I said: “But he also has a free will, and therefore, he can also stay or go, how and when he wants. And you have seen that I even allowed the devils, according to their will, to move into the swine. And so, I also allow this man, who among you is a devil, to stay or to go, because as far as I am concerned, every human being and spirit is completely free. But by his actions, everyone takes also care of his own reward. If one wants to become an angel or a devil, is free to everyone. But let us cease about this, for we still have to discuss many things.

75,6. At the beginning of the 6th period we have seen that there was a planet that was destroyed from the inside, and that with Adam this Earth became the life chamber in the great Man of Creation. I will now show you the condition of that destroyed world, more precisely as it was before, as well as how it looks now. And after that, I will also show you how this Earth was related to the great Man, that means, only spiritually speaking, but not according to the material reality. Since such a thing cannot be shown to you with words alone, without a visible image, I will now by My will show you the sun with all its planets on a small scale. Then, while seeing this image, My words will soon be easily understood. Now, be all very attentive.”

75,7. When I had said that, a ball with a diameter of a handbreadth came into existence. This one represented the sun. With a size and distance that were proportionally represented as good as possible – although the space of the hall was of course too small to show them completely in their exact mutual proportion – also all the other planets with their moons were shown as they existed when at the beginning of the 6th period the destroyed planet with its 4 moons was not yet destroyed. I explained to them all the positions of the planets, named their moons, in the Jewish as well as in the Greek language, and they saw the planet in question floating between Mars and Jupiter and its 4 moons circling around it. As far as its size is concerned it looked quite similar to Jupiter, except for the fact that it had more continents than Jupiter and also a higher atmosphere above it and a greater inclination, and therefore also a more inclined orbit around the sun.

75,8. Now, when all of them well understood this, I said further: “Look, this was the order about 4.000 years ago, counted from now. However, then came the destruction of that planet of which I was talking about to you. How and why this took place, I have already told you. But see now how the planet looks like after the destruction took place.”

75,9. All of them looked at the planet that broke up now into many big pieces. Only the 4 moons remained complete, but because they lost their central celestial body, their order was disrupted and they separated from each other more and more, also because they received a forceful push by the bursting of the central planet.

75,10. The pieces of the planet continued to brake up in the very broad space between the orbits of Mars and Jupiter. A great number of smaller fragments disappeared also over the 2 indicated orbits, and some of them fell on Jupiter, some on Mars, and some even on this Earth, on Venus, on Mercury and also on the sun.

75,11. And even the people, who were, as far as their body is concerned, gigantic in size, were during the bursting of the planet slung in great numbers into free space, as well as the other creatures. Some dried-up bodies are still floating around in the wide ether space, others are sitting and lying dead and completely dried-up in their houses, which still exist on bigger fragments of the planet. Some of those bodies fell even also on this Earth, where they decomposed already after a few hundred years, and this also happened on other planets.

75,12. During the bursting, the big seas of this planet – together with their inhabitants of all kind – separated themselves also as greater and smaller drops, of which a few had a diameter of many hours of walking. They carry also firm land in themselves and are also still inhabited by some animals. On the 4 moons, earlier creatures are still living, but only in an already very withered condition, just like this is also the case on a few very big pieces, but in a still more withered condition. On the smaller fragments there is however no organic life, except that of disintegration and slow decay.”

Gericht & Zukunft… Ende des modernen Heidentums & Friedensreich – Judgment & Future… End of the modern Paganism & The Millennium

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Gericht & Zukunft…
Das Ende des modernen Heidentums und das Friedensreich Christi

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8 – Kapitel 46 – 49
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 46 – Das Gericht des Heidentums

Der Herr spricht:

46,1. Hier sagten Meine alten Jünger: „Herr und Meister, Du hast uns ja verheissen, noch hier ein Näheres darüber kundzutun, und so tue nun das, da nun wohl die schicksamste Gelegenheit dazu wäre!“

46,2. Sagte Ich: „Wann dazu die schicksamste Gelegenheit ist, das weiss wohl Ich am besten, und dann habe Ich eben euch schon gar vieles davon kundgegeben, was auch sicher also kommen wird, weil Ich an dem freien Willen der Menschen nichts ändern darf – und ihr es nicht ändern könnet!

46,3. Aber es hat mit Meiner Geburt das Gericht der Heiden allerorten schon begonnen und dauert nun in stets erhöhterem Masse fort und wird noch bis zum Vollichte unter den Menschen auf dieser Erde fortdauern nahe an 2000 Jahre.

46,4. Wie ihr aber nun in der Morgengegend allerlei Wolken sich bilden und sich am Horizonte hinlagern sehet, als wollten sie sich dem Aufgange der Sonne hinderlich entgegenstellen, also wird sich gegen den einst kommenden grossen Aufgang der geistigen und ewigen Wahrheitssonne auch eine grosse Masse von allerlei Hinderungswolken aufzutürmen anfangen und unter den Menschen vielen Schaden anrichten, aber den endlich grossen Aufgang der Wahrheitssonne doch nicht verhindern können.

46,5. Ihr habt ehedem noch recht viele schöne Sterne am Himmel leuchten sehen, und am Untergange sahet ihr auch Sterne, die in der tiefen Nacht geleuchtet haben. Sehet, die gingen als gute Boten den noch sichtbaren Morgenboten voran und wirkten in der Nacht; und das ist nun euer Beruf!

46,6. Wenn aber am geistigen Morgenhorizonte aufgehen werden die noch helleren Morgenboten, so wird das ein Zeichen sein, dass ihnen bald die grosse und allgemeine Lebens- und Wahrheitssonne folgen wird. Ihr hellstes Licht wird ein unerbittliches Gericht sein aller Lüge und alles Truges, und sie wird samt ihren Jüngern und Verehrern und samt ihrem grossen Weltpompe hinabgeschleudert werden in den Abgrund der Verachtung, des gerechten Zornes und der Vergessenheit. Denn dann werden die erleuchteten Menschen nicht mehr gedenken des Truges und des lange gedauert habenden Gerichts.

46,7. Wie ihr aber nun wohl schon gut merken könnet, dass das ehedem so drohend schwarz aussehende Gewölk anfängt, golden leuchtende Säume zu bekommen, so werdet ihr es in jener Zeit auch merken, wie die Menschen, die vor kurzem noch ganz finster und wahre Feinde des Lichtes der Wahrheit waren, von allen Seiten von den Lichtstrahlen der Wahrheit stets mehr und mehr und heller und heller erleuchtet und dann auch als selbst leuchtend zu Feinden der alten Lüge werden. Und solches Erleuchten von der dem vollen Aufgange sich nähernden Wahrheitssonne aus den Himmeln wird sein Mein Menschensohnszeichen allen Wahrhaftigen auf der Erde und das beginnende grosse Gericht über die Hure des neuen Babels.

46,8. Da werden die Liebhaber der Wahrheit hoch aufzujubeln anfangen und werden Mich loben, dass Ich ihnen schon zum voraus gesendet habe Meines Aufgangs Zeichen am Himmel des inneren Geistestages. Aber die Feinde der Wahrheit werden zu heulen und mit den Zähnen sehr zu knirschen anfangen und werden sich, soviel noch irgend möglich, in finstere Winkel zu verbergen suchen mit ihren stets weniger werdenden Getreuen, was ihnen aber nichts nützen wird; denn so dann die volle Wahrheitssonne aufgegangen sein wird, so wird ihr Licht alle noch so finsteren Löcher und Winkel und Höhlen durchleuchten, und die Feinde des Lichtes werden auf der ganzen neuen Erde keine Zufluchtsstätte mehr finden.

46,9. Ich Selbst aber werde als die ewige Wahrheit in jener Sonne sein und durch ihr Licht bei den Menschen als Herrscher und Leiter ihres Lebens und ihrer zeitlichen und geistigen und ewigen Geschicke.

46,10. Und somit habe Ich euch nun der vollen und leichtbegreiflichen Wahrheit nach das grosse Gericht des neuen und alten Heidentums gezeigt. Aber Ich werde euch später für die Menschen noch ein Bild geben, das ihr dann auch den Menschen mitteilen könnet, aber nicht ohne die wahre Erklärung. – Nun aber betrachten wir die Morgenszene wieder ruhig weiter!“
Kapitel 47 – Die Zukunft Roms und des Antichristen

47,1. Nach der Zeit von einer Viertelstunde, in der wir alle die Morgenszenen mit vieler Aufmerksamkeit betrachteten, sagte Ich wieder zu allen Anwesenden: „Nun erst habet wohl acht darauf, was sich alles noch vor dem vollen Aufgange der Sonne ordentlich bildlich zeigen wird; denn Ich will es, dass auch ihr mit euren Augen schauen sollet, wie sich in der letzten Zeit des neuen Heidentums alles gestalten wird!“

47,2. Nun richteten alle mit verdoppelter Aufmerksamkeit ihre Augen nach dem Osten. Es war bis zum vollen Aufgange noch eine gute halbe Stunde Zeit, und es konnte somit noch so manches Bild sich vor den Augen der beobachtenden Jünger entwickeln.

47,3. Zuerst ersah man einen dichten und völlig schwarzen Nebel weithin von dem Horizonte aufsteigen. Als dieser Nebel die ungefähr siebenfache Höhe der fernen Gebirge des Horizonts erreichte, da wurde er bald wie glühend; denn er ward von einer Unzahl von Blitzen durchzuckt, dass darum alle die Anwesenden meinten, dass dort nun ein grässliches Gewitter wüten werde.

47,4. Ich aber sagte: „Sorget euch um etwas anderes, denn von dieser Erscheinung sieht ausser uns niemand etwas nur im geringsten!“

47,5. Es ward darauf weiterhin wieder mit aller Ruhe beobachtet, was da alles nachkommen werde.

47,6. Und siehe, auf dem obersten schwarzen und von den vielen Blitzen durchglühten Rande des Genebels zeigte sich eine grosse Stadt!

47,7. Und Ich sagte: „Sehet an das Bild des neuen Babels!“

47,8. Da sagte Agrikola: „Herr, das hat mit unserem Rom eine bedeutende Ähnlichkeit! Nur bemerke ich eine Menge Ruinen ringsherum, doch in der engeren Stadt nebst den alten mir nur zu wohl bekannten Gebäuden wohl auch eine Menge neuer Gebäude und Tempel, deren Giebel sonderbarerweise mit Kreuzen verziert sind. Was bedeutet nun das wohl?“

47,9. Sagte Ich: „Siehe, das ist der Untergang des alten und zugleich der Anfang des neuen Heidentums! Etwa schon in 500-600 Jahren, von nun an gerechnet, wird es alldort buchstäblich so aussehen. Beobachtet aber das Gebilde nun nur weiter!“

47,10. Wieder richteten alle ihre Aufmerksamkeit auf das Gebilde, dessen Szenen sich schnell nacheinander entwickelten. Und siehe, man ersah grosse Völkerzüge und viele arge Kämpfe und Kriege, und in der Mitte der Stadt ersah man etwas sich hoch erheben wie einen Berg! Auf dem Berge stand ein hoher und grosser Thron, aussehend, als wäre er von glühendem Golde. Auf dem Throne sass mit einem Stabe, dessen oberstes Ende ein dreifaches Kreuz zierte, ein Herrscher mit einer dreifachen Krone auf dem Haupte. Aus seinem Munde gingen zahllose Pfeile, und aus seinen Augen und aus seiner Brust zuckten ebenso zahllos viele Blitze des Zornes und des höchsten Hochmutes. Und es zogen ihm Könige zu, von denen sich viele vor ihm tiefst verneigten. Die sich vor ihm also verneigten, die sah er freundlich an und bestätigte ihre Macht; die sich aber vor ihm nicht verneigten, die wurden von seinen Pfeilen und Blitzen arg verfolgt und zugerichtet.

47,11. Hier sagte Agrippa: „Herr, das gibt kein gutes Vorbild für die späteren Beherrscher des neuen Babels! Es scheint wohl, dass ihre Macht eine noch grössere, aber auch eine um vieles grausamere sein wird, als sie nun ist. Denn jetzt werden nur die ärgsten Verbrecher mit dem Kreuze bestraft, aber nur mit dem einfachen; der aber hält gar ein dreifaches in seiner Herrscherhand sogar allen andern Königen entgegen! Herr und Meister, erkläre uns das nur ein wenig!“

47,12. Sagte Ich: „Das stellt keinen besonderen Herrscher über viele Länder und Völker vor, sondern nur die sichtliche Persönlichkeit des Antichristen. Das dreifache Kreuz aber bezeichnet Meine Lehre, die daselbst eben dreifach verfälscht den Königen und ihren Völkern aufgedrungen werden wird: falsch im Wort, falsch in der Wahrheit und falsch in der lebendigen Anwendung.

47,13. Die Könige aber, die sich vor ihm nicht beugen, und die er verflucht, die sind es, die noch mehr oder weniger in der Wahrheit der alten Lehre verbleiben. Es erreichen sie wohl seine Pfeile und Blitze, aber sie können ihnen dennoch keinen Schaden von einiger Erheblichkeit zufügen. – Aber beobachtet nun das Gebilde weiter; denn Ich kann euch durch dasselbe nur die Hauptmomente zeigen!“

47,14. Nun sahen wieder alle mit erhöhter Aufmerksamkeit hin.

47,15. (Der Herr:) „Und siehe, es sammeln viele Könige, die sich zuvor noch vor dem, der auf dem Throne sitzt, tiefst verneigt hatten, ihre Kriegsscharen und ziehen gegen ihn! Seht, das gibt einen erbitterten Kampf, und es sinkt sein erhabener Thron schon sehr bedeutend tief ganz zur Stadt herab, und ihr sehet nur etliche Könige, die sich, so pro forma nur, vor ihm verneigen, während aber von den vielen andern von ihm abgefallenen Königen nun gar viele Pfeile und Blitze auf ihn zurückgesandt werden. Aber nun ist von ihm beinahe gar nichts mehr zu sehen, und das wird geschehen schon nach 1000 bis 1500 bis 1600 und 1700 Jahren.

47,16. Aber nun sehet abermals hin! Sehet, er macht Versuche, sich abermals zu erheben, umgeben mit schwarzen Rotten, und einige Könige reichen ihm die Hände, um ihm zu helfen; aber sehet, die das tun, die werden alsbald ganz ohnmächtig, und ihre Völker reissen ihnen die Kronen vom Haupte und geben sie den starken Königen! Und sehet! Nun sinkt sein Thron, und die starken Könige eilen herbei und zerteilen ihn in mehrere Teile, und so geht für ihn nun alle seine Macht, Höhe und Grösse unter! Wohl schleudert er noch Pfeile und matte Blitze um sich, aber sie beschädigen niemanden mehr; denn die allermeisten kehren auf ihn selbst zurück und verwunden ihn und seine matten und finsteren Horden.“
Kapitel 48 – Vom tausendjährigen Reich

48,1. (Der Herr:) „Aber nun sehet, wie die Sonne bereits alles mit ihrem Lichte zu durchdringen anfängt, und ihr sehet die finsteren Horden nach allen Seiten hin fliehen, nur dahin nicht, von woher die Sonne kommt! Vor ihrem Lichte schwindet nun alles und sinkt in das Reich der Vergessenheit.

48,2. Nun aber sehet noch einmal hin, und ihr ersehet, wie aus den lichten Wölklein sich eine neue Erde bildet! Was wohl stellen die lichten Wölklein dar? Es sind das Vereine von lauter solchen Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind. Und sehet, nun rücken diese Vereine enger und enger zusammen und bilden so einen grossen Verein, und sehet, das ist eben die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel ausbreitet voll Licht und Klarheit!

48,3. Ihr müsset aber dabei nicht etwa der Meinung sein, als würde dann diese natürliche Erde vergehen und in eine neue umgewandelt werden, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern in Meinem Namen unter sich eine neue geistige Erde schaffen.

48,4. Auf dieser neuen Erde werde Ich Selbst dann sein und herrschen unter den Meinen, und sie werden mit Mir Umgang pflegen und Mich nimmerdar aus ihren Augen verlieren.

48,5. Aber betrachtet nun auch nebenbei die alte Erde! Seht, wie aus der neuen Erde in stets dichteren Strömen Lichter hinab auf die alte Erde schweben und diese so entzünden, dass sie wie in vollen Flammen zu stehen scheint! Da sehet ihr gar viele Tote wie aus den Gräbern hervor ans Licht gehen, und wie sie auch bald bekleidet werden mit dem Gewande der Wahrheit und dann auch aufwärtsschweben in das Reich der neuen Erde.

48,6. Aber zugleich merket ihr auch, wie noch ein gar grosser, finsterer Teil sich auch bestrebt, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen und daraus und damit aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen; aber Ich Selbst lasse Meinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Meiner Wahrheit, und Meine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung.

48,7. Dies ist dann das allerletzte und grösste Gericht um tausend Jahre später. Diese Zeit wird genannt werden Mein tausendjähriges Reich auf Erden, das durch dies allerletzte Gericht auf eine ganz kurze Zeit noch einmal eine kriegerische Unterbrechung haben wird; aber der Sieg wird ein baldiger und für alle künftigen Zeiten ein gänzlicher sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden. Der Hirt werde wie allzeit Ich sein, und die Herde werden die Menschen auf Erden ausmachen im vollen Vereine mit den Seligen in Meinen Himmeln.

48,8. Denn diese Letztgenannten werden wieder so, wie es in den Urzeiten der Menschen auf dieser Erde war, sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren. Aber bevor das geschehen wird, wird auch die natürliche Erde ganz mächtige Umgestaltungen erleiden. Grosse Länder und Reiche, die jetzt noch das grosse und tiefe Meer bedeckt, werden zum fruchtbarsten Boden emporgehoben werden, und gar viele jetzt noch sehr hohe Berge werden erniedrigt und mit ihren zerbröckelten Spitzen gar viele tiefe Gräben und Täler ausgefüllt werden und ein fruchtbares Land bilden.

48,9. Da in jener Zeit die Menschen nicht mehr nach irdischen und vergänglichen Schätzen gieren und geizen werden, so werden auf der Erde auch hunderttausendmal so viele Menschen, als nun auf derselben leben, gar wohl versorgt und glücklich leben können. Zugleich aber werden in jener Zeit auch alle die bösen, das Fleisch mächtig quälenden Krankheiten von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können, und niemand wird eine Furcht vor dem Tode des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.

48,10. Die Hauptsache im Wohltun wird in jener Zeit in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und dass der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird.

48,11. Es werden aber auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen werden, aber also wie im Himmel nach Meiner Ordnung, und es werden auch Kinder gezeugt werden in grosser Anzahl, aber nicht auf dem Wege der puren Geilsucht, sondern auf dem Wege des wahren Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.

48,12. Da habt ihr nun ein treues Bild von dem letzten Gerichte über alle Heiden auf der ganzen Erde, das ihr auch ganz leicht und wohl verstehen könnet!“
Kapitel 49 – Die Mission der Gotteskinder im Jenseits. Die Dauer der Erde

49,1. Hier fragten Mich die Jünger: „Herr und Meister! Werden wir aus dem Reiche der Geister das auch alles mit anschauen und mit empfinden können? Und wie lange wird dann die glückliche Erde noch fortbestehen bis zum vollen Ende ihrer Zeiten?“

49,2. Sagte Ich: „Was eure erste Frage betrifft, so versteht es sich ja ohnehin von selbst, dass ihr aus den Himmeln das alles nicht nur allerklarst sehen, hören und fühlen werdet, sondern ihr werdet die Hauptleiter daselbst und zu allen Zeiten sein, – aber nicht nur auf der neuen Erde, sondern über den ganzen Grossen Schöpfungsmenschen, wie auch über alle endlos vielen Vereine aller Himmel, die ewig nirgends begrenzt sind.

49,3. Darum sage Ich es euch abermals, dass es kein Mensch je geschaut, noch gehört und in keines Menschen Sinn jemals empfunden worden ist, was Gott denen bereitet hat, die Ihn wahrhaft lieben.

49,4. Ich könnte euch sogar jetzt noch vieles sagen und auch schon zeigen, aber ihr könntet das jetzt noch nicht ertragen; wenn aber der Geist aller Wahrheit und alles Lebens über euch kommen wird und ihr in ihm wiedergeboren sein werdet, so wird er euch in alle Tiefen Meines Lichtes leiten und erheben. Dann erst werdet ihr es begreifen und einsehen, welche grossen Worte Ich nun zu euch und also auch durch euch zu allen Menschen geredet habe.

49,5. Was aber eure zweite Frage betrifft, so ist sie wahrlich noch sehr albern; denn unsere Rechnung hat gar keine Zahl, durch die man die übergrosse Vielheit der Erdjahre bestimmen könnte, die bis zu ihrem Zeitende verrinnen werden, und wäre selbst das irgend möglich, so kann das denen, die im Geiste ewig fortleben werden, wohl nur ganz ein und dasselbe sein.

49,6. Ich sage es euch: Von solch einer irgend bestimmten Zeit und Stunde weiss auch kein Engel im Himmel; das weiss allein der Vater im Himmel! Denn die ganze Schöpfung ist Sein grosser Gedanke, der aber kein Zeitgedanke, sondern ein ewiger ist wie sein allmächtiger Träger und Festhalter. Ich habe es aber ja ohnehin erst unlängst gezeigt, wie endlich einmal alles Materielle ins rein Geistige, aber wie selbständig Seiende verwandelt wird, und es ist sonach wohl nicht mehr nötig, euch noch ein mehreres darüber zu sagen.

49,7. Sehet und betrachtet nun lieber die herrliche Morgennatur des Tages, und wie das stets kräftiger werdende Licht der Sonne alle Dünste und Trübnisse der Erde verscheucht, und lernet daraus, wie in der Folge das geistig auch euer Geschäft sein wird, und ihr werdet besser daran tun, als so ihr euch zu emsig um das erkundiget, was euch nun noch lange hin nichts angeht!

49,8. Um was ihr euch zu sorgen habt, das habe Ich euch schon gar oft gezeigt; um alles andere aber habt ihr euch gar nicht zu sorgen! Ja, Ich sage euch, dass es sogar unnötig und eitel ist – so ihr lebendig an Mich haltet im Glauben und in der Liebe –, dass ihr euch sorget um den kommenden Tag, was ihr essen und trinken und womit ihr euren Leib bekleiden werdet!

49,9. Bekommt man auf dem Markte nicht hundert Sperlinge um einen Pfennig? Wie gering ist also ihr Wert vor den Menschen, und dennoch sorgt der Vater im Himmel für sie und bekleidet sie wohl! Ihr seid als Menschen aber doch sicher mehr wert als die Sperlinge?

49,10. Betrachtet da diese Feldblumen und Lilien! Salomo in aller seiner Pracht war nicht so herrlich bekleidet, wie sie da sind. Wer sorgt denn da für ihr Gewand? Darum ist alle derlei Sorge eitel von euch, und noch eitler die ums einstige völlige Zeitenende dieser Erde! – Habt ihr alle Mich nun wohl verstanden?“

49,11. Alle bejahten dies bis auf Judas Ischariot. Dieser meinte, dass es ihm nicht ganz klar wurde, was Ich da auf dem Berge von dem letzten Heidengerichte geweissagt habe.

49,12. Ich aber sagte zu ihm: „So wende dich an jene, denen es klar geworden ist! Was die Römer als Heiden fassen, das sollte nun dir als einem Juden und einem alten Jünger wohl auch schon fassbar sein!“

49,13. Hierauf sagte er nichts mehr, denn er hatte es wohl gemerkt, warum Ich ihm solch eine Antwort gegeben hatte, und zog sich wieder zurück.

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Judgment & Future… The End of modern Paganism & The Kingdom of Peace

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 8 – Chapter 46 to 49
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 46 – The judgment on paganism

The Lord says:

46,1. Now My old disciples said: “Lord and Master, You have promised us that, while we are here, You would tell us more about it. Thus, do it now, since it probably is now the best moment for it.”

46,2. I said: “When it is the best moment, I surely will know best. And besides, I already have told you a lot about it, what will certainly also happen, for I may change nothing to the free will of man – and you cannot change it also.

46,3. However, with My birth, the judgment of the heathens has already begun everywhere. It now continues increasingly and will still continue for almost 2.000 years until the full light among the people on this Earth.

46,4. As you can see now in the morning sky how all kinds of clouds are forming and are piling up at the horizon as if they want to stop the rising of the sun, so also great numbers of all kinds of obstructing clouds will rise up sky high against the coming great rise of the eternal and spiritual sun of truth, and will do great harm among the people. But they finally will not be able to stop the great rise of the sun of truth.

46,5. You just have seen many beautiful stars shining in the sky, and also in the west you have seen stars that were glittering deep into the night. Look, these preceded as good messengers the still visible messengers of the morning and worked during the night. And that is now your task.

46,6. However, when brighter morning messengers will come up at the spiritual morning horizon, then this will be a sign that the great and general sun of life and truth will soon follow. Its very bright light will be a relentless judgment for all lies and deceit that together with its followers and worshippers and its great worldly pomp will be slung into the abyss of contempt, righteous wrath and forgetfulness. For then, the enlightened people will not think back anymore about the deceit and the judgment that lasted so long.

46,7. But already now you can observe quite well that the mass of clouds that looked so threatening black is having golden edges that are lightening up. So you also will notice during that time that the people who shortly before were still totally dark and true enemies of the light of truth, are from all sides more and more enlightened and are becoming brighter by the light rays of the truth. And further also, radiating themselves, they become enemies of the old lie. And such enlightening by the sun of truth out of the Heavens which is drawing near to its full rise, will be My sign of the Son of Man for all true people on Earth and the beginning of the great judgment on the harlot of the new Babylon.

46,8. Then those who love the truth will burst out for joy and will praise Me, for I already have sent them before the sign of My rise at the sky of the inner spiritual day. But the enemies of the truth will start to wail and gnash their teeth, and they will – as far as this will still be somehow possible – try to hide themselves into dark corners, together with their continuously decreasing number of followers, which will however be of no use to them, because when at that time the full sun of truth will have risen, its light will totally enlighten all dark corners and holes, and the enemies of the light will no more find, nowhere on the whole Earth a place of refuge.

46,9. I Myself will however be in that sun as the eternal Truth, and by means of its light I will be ruler and leader of the people’s life and of their temporary, spiritual and eternal destiny.

46,10. And by this I have shown you now the full and well understandable truth about the great judgment of the new and the old paganism. But for the sake of the people I will give you another image that you also can tell the people, but not without the right explanation. Let us now quietly continue to view this morning scene.”
Chapter 47 – The future of Rome and of the antichrist

47,1. After about a quarter of an hour when we all were looking with great interest at the morning scenes, I said again to those who were present: “Be attentive now to all the images that will appear before the full rise of the sun, because I want that you also will see with your eyes how everything will develop during the last time of the new paganism.”

47,2. Now all of them were turning their eyes with doubled attention to the east. It was still quite half an hour before the full sunrise, and thus still many images could develop before the eyes of the disciples who were watching.

47,3. Firstly one could see in the distance a thick and completely black mist arising from the horizon. When this had reached about 7 times the height of the faraway mountain range at the horizon, it soon seemed to glow, because countless flashes of lightning were shooting through it, so that all those who were present, thought that a terrible storm was now raging there.

47,4. However, I said: “You may worry about something else, for apart from us, no one can see anything of this phenomenon.”

47,5. Then they all continued to look on to see what else would follow.

47,6. And look, on the upper black edge of the mass of mist that was completely glowing by the many lightning appeared a big city.

47,7. And I said: “Look at the image of the new Babylon.”

47,8. Then Agricola said: “Lord, that looks very much like Rome. I merely can see a great number of ruins around the city, and in the city itself, besides those buildings that I know very well, there are also a great number of new buildings and temples of which the front is strangely decorated with crosses. What does all that mean?”

47,9. I said: “Look, that is the fall of the old and at the same time the beginning of the new paganism. Already within approximately 500 to 600 years, counted from now on, this is how it literally will look. However, keep on looking at the image now.”

47,10. Again all of them were looking attentively at the image of which the scenes were quickly developing one after another. And look, one could see great migrations of the nations and many fierce battles and wars, and in the middle of the city one could see something that was arising as high as a mountain. On the mountain stood a high and big throne that looked like as if it was made of glowing gold. On the throne sat a ruler with a triple crown on the head and with a staff of which the top end was decorated with a triple cross. Out of his mouth came countless arrows, and out of his eyes and out of his chest countless flashes of lightning of anger and very great pride was also shooting out. And kings came to him of whom many bowed deeply before him. He looked friendly at those who were bowing like that before him and he confirmed their power, but those who did not bow before him were persecuted and greatly harmed by his arrows and lightning.

47,11. Now Agricola said: “Lord, this does not look too good for the later rulers over the new Babylon. It seems that their power will be greater but also much more cruel than it is now. Because now, only the worst criminals are punished with the cross, but only with a single cross, but he there is actually holding before all kings not less than a triple cross in his ruling hand. Lord and Master, do explain this somehow to us.”

47,12. I said: “This does not represent a special ruler over many nations and people, but only the visible personality of the antichrist. That triple cross stands for My teaching, which during that time will be imposed triply falsified before the kings and their people. False in the word, false in the truth and false in the real application of it.

47,13. However, the kings who do not bow before him and whom he curses are those who are still more or less possessing the truth of the old teaching. His arrows and lightning are indeed reaching them, but these cannot do much harm to them. But continue to look at the image, for I only can show you therein the most important moments.”

47,14. Now all continued to look on with great attention.

47,15. (The Lord): “Look, many kings, who earlier bowed very deeply before the one who sits on the throne, are gathering their armies and are marching against him. Look, it leads to an embittered battle, and his exalted throne is sinking already quite a long way down completely into the city, and you only can see a few kings who so to say are only bowing before him for form’s sake while now there are a lot of arrows and lightning that are send back by the many other kings who have become unfaithful to him. But now, almost nothing can be seen of him, and this will happen after 1.000 to 1.500 to 1.600 and 1.700 years.

47,16. But look again now. Look, he is trying to exalt himself once more, surrounded by black gangs, and a few kings are stretching out their hand to help him, but look, those who are doing that are soon becoming powerless, and their nations are pulling off the crowns from their heads and are giving them to the strong kings. And look. Now his throne sinks down, and the strong kings are hurrying towards the place and are dividing it up into several pieces. And so, all his might, pride and greatness is going to ruin. Although he still slings arrows and weak lightning all around him, but those are harming no one anymore because most of the time they are returning to him and are injuring him and his weak and dark troops.
Chapter 48 – About the 1.000-year Kingdom

48,1. But you can see now that the sun is already penetrating everything with its light, and you can see the dark troops fleeing in all directions, but not to the place from where the sun is coming. Everything disappears now for its light and sinks into the kingdom of forgetfulness.

48,2. But look now again, then you can see how out of the little clouds a new Earth is developing. What do those little clouds mean? Those are the people who have united together who are totally enlightened by the godly truth. And look, now these communities are coming closer and closer to one another and in this way they are forming one great community. That is the new Earth above which a new Heaven is spreading out with full light and clearness.

48,3. You must however not think that by that this natural Earth will perish and would be changed into a new one, but only the people will create with each other in My name a new spiritual Earth, because they are accepting completely the godly truth as true brothers and sisters.

48,4. Then I Myself will be and rule on this new Earth among those who are Mine, and they will fellowship with Me and will never more lose sight of Me.

48,5. But now look in the mean time also to the old Earth. See how from the new Earth more and more dense streams of lights are floating downwards to the old Earth, and so they are igniting it in such a way that it looks like to be in a blaze. There you can see a lot of dead people who are coming as it were out of their graves and are going to the light. See how they soon are clothed with the garment of truth and are then floating upwards to the Kingdom of the new Earth.

48,6. But at the same time you can notice also that still a very great dark part of it is also making effort to put on the garment of light above their black garment to make from it and with it again a new anti-Christian paganism out of self-interest and lust of power. But I Myself am letting My wrath – that means the fire of My truth – to break loose, and My angels of the new Earth are throwing themselves as it were with flaming swords on them and are chasing every further dark attempt on the run into the abyss of total destruction.

48,7. This is the very last and greatest judgment, 1.000 years later. That time will be called My 1.000 year Kingdom on Earth, which will be once more interrupted by war for a very short time by this very last judgment. But the victory will be quick and complete for all future times. From that time on there will be for the Heavens and the Earth one Shepherd and one flock. The Shepherd will be, as always, Me, and the flock will consist of the people on Earth, completely united with the blessed ones in My Heavens.

48,8. These last mentioned ones will fellowship visibly with the people on Earth, just like it was before during the ancient times of the people on this Earth. But before that will happen, also the natural Earth will experience very drastic changes. Big countries and kingdoms, which are now still covered by the great and deep sea, will be lifted up as very fertile soil, and many mountains that are still high now will be lowered. Their tops that are crumbled off will fill up a great number of deep canyons and valleys and produce fertile land.

48,9. Since the people during that time will no more covet nor pursue perishable treasures, 100.000 times as many people as now will be able to live very well provided and happy on Earth. Together with that, every evil disease that tortures the flesh terribly will during that time also disappear from the Earth. The people will cheerfully reach a high age and will be able to do a lot of good works, and nobody will be afraid for the death of the body for he will see clearly before his eyes the eternal life of the soul.

48,10. By the performance of good works it will be essential during that time that the children will be educated in the right way and that the one who is physically strong will sustain the weak elderly people as much as he can.

48,11. On the new happy Earth there will also be marriages, but only according to My order as it is the case in Heaven, and also a great number of children will be begotten, but not by way of pure lewdness but by way of the true earnest of love, and this until the end of all times of this Earth.

48,12. Here you have now a true image of the last judgment over all the heathens on the whole Earth, which is also very easy for you to understand.”
Chapter 49 – The mission of God’s children in the beyond. The duration of existence of the Earth

49,1. Now the disciples asked Me: “Lord and Master. Will we be able to join to see and experience all this from the Kingdom of spirits? And how long will the happy Earth still continue to exist after that time till the complete end of its times?”

49,2. I said: “Concerning your first question, it is of course obvious that you not only will be able to see, hear and feel all this very clearly from the Heavens, but then and for all times you also will be the most important leaders, and not only on the new Earth but also over the whole great Man of Creation and over all infinite many unions of all Heavens, which are limited nowhere throughout eternity.

49,3. Therefore, I say to you once more that no human being has ever seen or heard, and that the spirit of no human being has ever experienced what God has prepared for those who truly love Him.

49,4. I still could tell and also show you many things but you cannot yet bear it now. However, when the Spirit of all truth and all life will come over you and you will be reborn into it, it will guide you into all depths of My light and will exalt you. Only then you will understand and perceive what great words I have spoken now to you, and through you, also to all human beings.

49,5. Concerning your second question, this is still quite silly, for our arithmetic has no figure by which one could express the more than many earthly years that will last until the end of the Earth. And even if that would be possible, this will make absolutely no difference for him who will continue to exist eternally in the spirit.

49,6. I say to all of you: of such an eventual appointed time and hour not even an angel in Heaven knows anything about it. Only the Father in Heaven knows. Because the whole creation is His greatest thought, which is however not a thought of time but it is an eternal thought, and at the same time He is the almighty carrier and preserver of it. Recently I have told you that finally all the material will be changed – but as independent being – into something purely spiritual. And so it is no more necessary to tell you anything more about it.

49,7. But rather look now at the beautiful nature at the beginning of the day, and see how the increasing intensity of the light of the sun is chasing away all the haze and darkness of the Earth, and learn from this that this will also be your work in future times, and this will be better for you than to inform too zealously after things which by far are not your concern now.

49,8. Very often I have shown you already many things about which you should be concerned. About all the rest you should not be concerned in the least. Yes, I say to you that it is even useless and fruitless – if in your faith and love you are really devoted to Me – to worry about the coming day, what you will eat and drink and with what you will clothe your body.

49,9. Does one not receive 100 sparrows for 1 penny on the market? Thus, how small is the value for the people, and nevertheless the Father in Heaven takes care of them and clothes them. You as human beings are surely more valuable than those sparrows.

49,10. See those flowers of the field and the lilies. In his entire luster, Salomon was not clothed that beautiful as they are. And who is the One who cares for their garment? Therefore, all such worries from your side are fruitless, and even more fruitless are the worries about the future complete end of times of this Earth. Did you all understand this well now?”

49,11. All of them except Judas Iscariot assent to it. He thought that it was not completely clear to him what I had predicted on the mountain about the last judgment of the heathens.

49,12. I said however to him: “Go to those to whom it has become clear. What the Romans and gentiles were able to understand, should be for you as Jew and as old disciple certainly be understandable.”

49,13. On this, he said nothing anymore and withdrew again, for he had noticed why I had given him such an answer.

Jesus rät zum Gebet für Verstorbene – Jesus advises to pray for the Deceased

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Jesus rät zum Gebet für Verstorbene

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8 – Kapitel 38
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

So spricht der Herr:

38,1. „ … Also derlei Geister eben auch nicht guter und reiner Art können einem Menschen nicht gefährlich werden, und es ist gut, für solche Seelen zu beten. Denn das Gebet einer mit wahrer Liebe und Erbarmung erfüllten Seele im vollen Liebevertrauen auf Mich hat eine gute Wirkung auf solche wahrlich armen Seelen im Jenseits, denn es bildet um sie einen gewissen Lebensätherstoff, in dem sie wie in einem Spiegel ihre Mängel und Gebrechen erkennen, sich bessern und dadurch leichter zum Lebenslichte emporkommen.

38,2. Und Ich Selbst biete euch diese Gelegenheit, damit ihr auch euren abgeschiedenen Brüdern und Schwestern wahrhaft nützlich werden könnet.

38,3. Aber wie sollet ihr für sie denn beten?

38,4. Das geht ganz leicht! Ihr sollet bei euren Gebeten nicht etwa der Meinung sein, als möchtet ihr Mich dadurch zu einer grösseren Erbarmung bewegen, da Ich wahrlich Selbst endlos barmherziger bin denn alle besten und liebevollsten Menschen der ganzen Welt zusammengenommen, sondern traget ihnen gläubig und aus dem wahren Liebegrunde eures Herzens, eben im Herzen, das Evangelium vor, und sie werden es vernehmen und sich auch danach richten! Und auf diese Weise werdet ihr auch den wahrhaft Armen im Geiste das Evangelium predigen, das ihnen von grossem Nutzen sein wird.

38,5. Alles andere Beten und Plärren aber nutzt keiner abgeschiedenen Seele auch nur im geringsten, sondern schadet ihr vielmehr, weil sie sich, so sie derlei inne wird, nur ärgert, weil dergleichen Gebete für die Seelen der Verstorbenen, wie das bei den Pharisäern vor allem sogar gesetzlich gang und gäbe ist, mit grossen Opfern bezahlt werden müssen.

38,6. Die Art und Weise, wie Ich euch nun gezeigt habe, für die Verstorbenen zu beten und für ihre geistige Armut zu sorgen, ist sicher ein fruchtbarer Segen für sie; dagegen ist ein hochbezahltes Gebet der Pharisäer ihnen ein Fluch, den sie sehr fliehen und tiefst verachten.

38,7. Dieses möget ihr euch auch als einen guten Rat, euch von Mir gegeben, wohl merken und ihn auch sehr wohl beachten; denn dadurch werdet ihr euch wahre, grosse, mächtige und sehr dankbare Freunde im grossen Jenseits schaffen, die euch, so ihr in irgendeine Not gerietet, nicht verlassen werden weder dies- noch jenseits! Solche Freunde werden dann eure wahren Schutzgeister sein und sich allzeit um das Wohl ihrer Wohltäter kümmern.

38,8. Aber ihr könnet euch diese nur erwerben, wenn ihr für sie auf die euch von Mir angezeigte Weise bekümmert und besorgt seid. Ihr brauchet da aber eben nicht auf alte Burgen und Meierhöfe zu warten, sondern das könnet ihr allzeit tun so vielen abgeschiedenen Seelen, als ihr euch solche nur immer vorstellen möget; denn euer Glaube, eure wahre Liebe und Erbarmung und die Wahrheit aus Mir reichen noch endlos weit über die grossen Sphären des euch gezeigten grossen Weltenmenschen hinaus. Denn ihr seid nicht Meine Geschöpfe nur, sondern ihr seid Mir, eurem Vater, gleich endlos mehr, und der Grosse Schöpfungsmensch ist nicht einmal ein fühlbarer Daseinspunkt im kleinsten Lebensnerv eures kleinen Fusszehens, – freilich alles das nur geistig oder vom Standpunkte der tiefsten Wahrheit aus betrachtet.

38,9. Wahrlich sage Ich euch: Euch ist ein endlos grosser Wirkungskreis zugemittelt (zugedacht), dessen Grösse ihr selbst aber erst dann vollendeter erschauen werdet, wenn ihr dereinst in Meinem ewigen Reiche in einem Vaterhause mit Mir wohnen und wirken werdet! Denn jetzt ist euch das alles nur noch so ein wunderlicher Traum, wie das auch oft bei guten Kindern frommer Eltern der Fall ist; aber was Ich euch hier sage, ist tiefe und göttliche Wahrheit.

38,10. Wie Mir Selbst alle Macht und Gewalt im Himmel und auf dieser winzigen Erde eigen ist, ebenso soll sie auch euch allen, die ihr an Mich glaubet und Mich über alles liebet, vollends eigen werden; denn die Kinder eines Vaters dürfen nicht minder vollkommen sein, als wie endlos vollkommen da ist ihr Vater.

38,11. Bei den Menschen auf dieser Erde sieht das zumeist wohl anders aus, besonders wo der Vater seine irdischen Kinder zu sehr verhätschelt; aber das ist bei Mir wahrlich nicht und niemals der Fall, denn Ich weiss es von Ewigkeit her, was da Meinen Kindern not tut.

38,12. Nun, Ich habe euch jetzt so einen kleinen Vorgeschmack gegeben, damit ihr daraus entnehmen sollet, wer Ich bin, und wer ihr seid und eigentlich noch viel mehr werden sollet. Darum tuet überall und allzeit nach Meinem Worte, und ihr werdet das auch mit einer Leichtigkeit erreichen, was ihr nach Meinen Vaterworten zu erreichen habt; denn einen sichereren und mächtigeren Bürgen, als Ich Selbst es bin, hat die ganze Ewigkeit und Unendlichkeit nicht. Aber, wie gesagt, merket euch das ja wohl im tiefsten Grunde eures Lebens, ansonst Ich umsonst solches zu euch geredet hätte!

38,13. Suchet für eure Mir dargebrachten kleinen Opfer nicht Entschädigungen in dieser Welt – denn wahrlich, da wäret ihr Meine Kinder nicht, sondern Kinder dieser Welt und Erde, die da ist ein schlechter Fussschemel Meiner Liebe und Meines Ernstes –, sondern tut alles, was ihr tut, aus wahrer, lebendigster Liebe zu Mir, eurem Vater, und Ich werde dann schon etwa auch wissen, womit Ich Meinen lieben Kindern eine wahre Gegenfreude werde zu machen haben!

38,14. Wahrlich, wahrlich sage Ich euch: Keines Menschen Auge hat es je geschaut, keines Menschen Ohr gehört und keines Menschen Sinn je gefühlt, was Ich für jene Meiner Kinder in der Bereitschaft halte, die Mich als ihren Vater wahrhaft mit einfältigem Herzen lieben!

38,15. Aber das sage Ich euch allen auch: Neben der Welt her lasse Ich Mich durchaus nicht schleppen! Denn entweder alles her oder auch alles hin; aber die gewisse Halbheit ist ein Ding der finsteren Heiden und trägt ihnen denn auch schlechte Früchte.

38,16. Was kann es denn einem Menschen nützen, so er besässe alle Schätze der Welt, aber dabei grossen Schaden litte an seiner Seele? Darum kümmert euch allzeit nur um Schätze, die die Motten nicht verzehren und der Rost nicht zerfressen kann, so werdet ihr auch allzeit bestens daran sein!

38,17. Also, diesen Rat merket euch auch wieder und befolget ihn, so werdet ihr ein gutes Sein auch schon auf dieser Erde haben und die andern Menschen, die an euch glauben werden, mit euch; alles andere aber soll schmachten, damit sein Fleisch nicht zu hochmütig werde! Denn nur Ich ganz allein bin der Herr und tue nach Meiner ewigen Weisheit allzeit, was Ich will! Die Welt möge da Zeter schreien, wie stark und mächtig sie das nur immer will und mag, und das bald über dieses und jenes, und Ich werde niemals horchen auf ihr eitles Geplärr!

38,18. Aber was Mir Meine wahren Kinder und Freunde vortragen werden, auf das werde Ich auch horchen und dem Übel leicht und bald abhelfen; doch alles, was Welt heisst und ist, soll von nun an ums hundertfache mehr gezüchtigt werden, als es je vom Anfange der Welt her der Fall war! Das ist auch Mein Wort, und die Zeiten werden es die Menschen lehren, dass Ich nun diese Worte nicht vergeblich ausgesprochen habe.

38,19. Wehe allen Weltsüchtigen und Meinem Willen Widerspenstigen! Denn diese Erde ist eine Wiege für Meine Kinder, und diese werden nicht tüchtig ohne die Zuchtrute; und helfen da sanftere Mahnstreiche nichts, so werden dann schon schärfere und sehr ernste in die volle Anwendung gebracht werden, was da Meine Sorge sein wird. …“

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Jesus advises to pray for the Deceased

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 8 – Chapter 38
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord says:

38,1. „ … Thus, such spirits – although they are not of a good and pure kind – cannot become dangerous for man, and it is good to pray for such souls. Because the prayer of a soul who is filled with love and compassion and in full trusting love in Me has a good influence on such truly poor souls in the beyond, for it forms a certain element of life’s ether around them in which they can see as in a mirror their faults and shortcomings, are improving themselves and by that they can come more easily to the light of life.

38,2. And I am offering you this possibility Myself, so that you can truly benefit your deceased brothers and sisters.

38,3. But then how should you pray for them?

38,4. This is quite easy. When you are praying, you should not be of the opinion that by that you can stir Me up to greater mercy, since I truly am endless more merciful than all the best and most loving people of the whole world together. But submit faithfully the gospel to them, out of the true foundation of love of your heart – thus in your heart. Then they will hear it and will also conform themselves to it. And in this way you will also announce the gospel to those who are truly poor of spirit, which will be a great benefit for them.

38,5. All the other kind of prayer and rattling off of prayers does not help a deceased person in the least, but will rather harm him, because he only will be offended when he hears it, since such prayers for the souls of the deceased have to be paid with great offerings, especially as this is the custom with the Pharisees according to the law.

38,6. The manner of praying for the deceased and the caring for their spiritual poverty – like I have shown you just now – is certainly a fruitful blessing for them. On the other hand, a costly paid-for prayer of the Pharisees is for them a curse, from which they quickly are fleeing away and which they deeply despise.

38,7. Do remember and observe this well as My good advice given to you, for by that you will acquire true, great, mighty and grateful friends in the great world on the other side, who will not ever leave you, neither on this nor on the other side if ever you would be in need. Such friends will then be your true protective spirits and will always be concerned for the well being of their benefactors.

38,8. But you can only acquire them when you are caring and are anxious about them in the manner that I have indicated to you. For that, you do not have to wait for old strongholds and farms, but you always can do that for as many deceased souls as you can think of, because your faith, your true love and compassion and the truth out of Me are reaching still endlessly much farther than the great spheres of the great Cosmic Man that was described to you. Because you are not only My created beings, but you are for Me – your Father – endlessly much more, and the great Man of Creation is not even a tangible point of life of existence in the smallest nerve of life of your little toe. All this is of course only spiritual or from the point of view of the deepest truth.

38,9. Truly, I say to you: a great influence is intended for you of which even you yourselves will only perfectly know the scope of when you will live and work with Me in My eternal Kingdom in one Father’s house. Because now, all this is only a wonderful dream to you, just like with children of pious parents. However, what I am telling you here is deep and godly truth.

38,10. As I am possessing all power and sovereignty in Heaven and on this tiny Earth, so also all of you who believe in Me and love Me above all should perfectly possess it, because the children of a Father may not be less then endlessly perfect, just like their Father is.

38,11. Mostly, it looks quite different with people on this Earth, especially when the father is spoiling his children too much, but truly, this is absolutely never the case with Me, for I know since eternity what My children need.

38,12. Well now, I have given you a little foretaste, so that you should know who I really am, and who you are and who you actually still have to become much more. Therefore, act always according to My word. Then you will easily reach that what you should reach according to My Fatherly words, because a surer and more powerful guarantee than what I am Myself, the whole of eternity and infinity does not have. But, as said, remember it very well from the deepest bottom of your life, otherwise I have said it to you in vain.

38,13. Do not look for any reward in this world for the little sacrifices that you are giving Me, for truly, then you would not be My children but children of this world and Earth which is a bad footstool for My love and My earnest. However, perform all the things that you do out of true, inner love for Me, your Father, then I will surely know with what I have to prepare a true joy in return for My beloved children.

38,14. Truly, truly, I say to you: no human eye has ever seen, no human ear has ever heard and no human sense organ has ever felt what I am preparing for My children who truly love Me with a simple heart as their Father.

38,15. But also this I am saying to all of you: I absolutely will not have Myself be dragged along next to this world. Because it will be completely one thing, or completely the other, for such halfway is something that belongs to the dark heathens, and therefore it also produces bad fruits.

38,16. Because what use will it be to a person if he would possess all the treasures of the world but thereby would suffer great harm to his soul? Therefore, always be concerned about treasures that cannot be eaten up by moths and cannot be corroded by rust, then that will always be the best for you.

38,17. So remember also this advice very well and observe it, then already on this Earth you will have a good existence, as well as the other people who will believe your words. All the rest has to pine away, so that the flesh would not become too proud. For I am the only One as Lord, and I am always doing what I want according to My eternal wisdom. Even if the world would scream for murder and fire, as strong and as loud as it wants, once about this and then again about that, and I will never listen to its vain bawling.

38,18. But that which My true children and friends will present Me, I will also listen to and will easily and quickly correct that which is evil. However, all that which is called and which is ‘world’ must from now on be chastised a 100 times more than has ever been the case since the beginning of the world. Also this is My word, and the time will teach the people that I have not spoken out these words in vain.

38,19. Woe to all those who are lusting for the world and are opposing My will. Because this Earth is a cradle for My children, and these cannot become capable without the rod of chastisement. And when softer warnings do not help, then sharper and more serious ones will be used, which will then be My concern. …“

Jesus erklärt die Persönlichkeit von Satan – Jesus explains the Personality of Satan

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Jakob Lorber Das grosse Johannes Evangelium Band 8-Jesus erklaert die Persoenlichkeit Satans Jakob Lorber The Great Gospel of John Volume 8-Jesus explains the Personality of Satan
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Jesus erklärt die Persönlichkeit von Satan

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 8, Kapitel 35
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

So spricht der Herr:

35,1. „Ich Selbst habe Meinen ersten Jüngern einmal den Satan in einem entsprechenden Bilde auftreten lassen, und sie entsetzten sich gewaltigst vor demselben (siehe z.B. Band 2, Kapitel 152). Desgleichen geschah auch zu öfteren Malen bei den Altvätern dieser Erde; doch damals ward keine Erklärung darum wörtlich hingesetzt, weil die Alten, aus dem Geiste Weise, die bildliche Darstellung auf dem Wege der inneren Entsprechungen wohl verstanden und darum auch sagten: Erschrecklich ist es, in die Gerichtshände Gottes zu fallen, das heisst: Erschrecklich ist es für eine Seele, die schon einmal zum vollen Selbstbewusstsein gelangt ist, sich wieder von dem nie wandelbaren Gerichtsmuss des göttlichen Willens in der Materie gefangennehmen zu lassen.

35,2. Dass dieses für die Seele als etwas Erschreckliches bezeichnet wird, das lehrt jedermann die Erfahrung eines Sterbenden, der zuvor nicht die volle Wiedergeburt im Geiste erlangt hat.

35,3. Warum fürchtet sich denn solch eine Seele gar so sehr vor dem Tode ihres Leibes? Weil sie, als noch in sein Mussgericht verstrickt, auch mit zu sterben wähnt! Dass das also der Fall ist, das könnet ihr bei allen jenen ersehen und wohl erkennen, die darum an ein Fortleben der Seele nach dem Tode des Leibes entweder gar nicht oder nur schwer glauben, weil sie auch entweder ganz oder zum grössten Teil im Gerichte ihres Fleisches steckt und somit auch dessen Tod mitempfinden muss auf so lange hin, als sie nicht von demselben durch Meinen Willen völlig getrennt wird.

35,4. Da ihr nun aber hoffentlich wohl erkennen werdet, was es mit dem eigentlichen Satan und seinen Teufeln für eine wahre Bewandtnis hat, so werdet ihr daraus auch von selbst in euch darüber klarwerden können, dass es auch mit der Hölle die gleiche Bewandtnis haben muss. Sie ist gleich dem Satan in sich das ewige Mussgericht, also Welt und ihre Materie.

35,5. Warum aber wird der Satan auch ein Fürst der Finsternis und der Lüge genannt? Weil alle Materie das nicht ist, was sie zu sein scheint, und wer sie in seiner Liebe dem Scheine nach erfasst und sich von ihr gefangennehmen lässt, der befindet sich denn auch offenbar im Reiche der Lüge und, der Wahrheit gegenüber, im Reiche der Finsternis.

35,6. Wer zum Beispiel die sogenannten Schätze aus dem Reiche der toten Materie zu sehr liebt, sie für das hält und schätzt, was sie zu sein scheinen, und nicht für das, was sie der Wahrheit nach sind, der befindet sich dadurch schon im Reiche der Lüge, weil seine Liebe als der Grund seines Lebens sich in sie wie ganz blind versenkt hat und sich höchst schwer aus solcher Nacht zum Lichte der vollen Wahrheit wieder emporschwingen kann.

35,7. Wer aber das Gold nur als eine entsprechende Erscheinlichkeit betrachtet, durch die das Gute der Liebe in Gott, wie durch das reine Silber die Wahrheit der Weisheit in Gott, dargestellt wird, der kennt denn auch den wahren Wert des Goldes und Silbers, steht somit im Reiche der Wahrheit, und seine Seele wird nicht erstickt im trüglichen Scheine und dessen Gericht.

35,8. So hatten denn bei den Alten und allen Propheten Gold, Silber und die verschiedenen Arten der Edelsteine nur allein die wahre Bedeutung; als Materie aber hatten sie keinen Wert und konnten darum einer Seele auch nicht gefährlich werden. Aus der Erkennung des wahren Wertes der Materie erkannten sie auch leicht und bald deren naturmässige Tauglichkeit und Brauchbarkeit und schöpften daraus den wahren Nutzen.

35,9. Als aber mit der Zeit die Menschen die Materie ihres Glanzes und ihres Scheines wegen zu schätzen und zu achten anfingen, da gingen sie in ihr Gericht über, wurden blind, hart, habgierig, geizig, lügnerisch, zänkisch, betrügerisch, hochmütig, böse und kriegsund eroberungssüchtig und gerieten dadurch ins Götzen- und Heidentum und somit auch in die eigentliche Hölle, aus der sie ohne Mich nicht erlöst werden konnten.

35,10. Darum musste Ich Selbst die Materie anziehen, mit ihr das Gericht, und muss es durchbrechen, damit Ich dadurch zur Eingangspforte ins ewige Leben werde für alle Gefallenen, wenn sie durch diese Pforte zum Leben eingehen wollen. Darum auch bin Ich die Tür zum Leben und das Leben Selbst. Wer nicht durch Mich eingeht, der kommt nicht zum Leben im Lichte der ewigen Wahrheit und der Freiheit, sondern bleibt gefangen im Gerichte der Materie.

35,11. Nun aber ergibt sich noch eine Frage von selbst, und diese lautet: Gibt es denn sonach im Ernste keinen persönlichen Satan und keine persönlichen Teufel?

35,12. Und Ich sage: O ja, es gibt deren schon hier, noch im Fleische wandelnd, und noch um ein Grosses mehr im grossen Jenseits, die auch fort und fort bemüht sind, einen argen Einfluss auf das Diesseits auszuüben, und das einmal durch die rohen Naturgeister, die noch in allerlei Materie weilen, der bestimmten Ausreifung wegen, und dann aber auch unmittelbar durch gewisse geheime Einflüsterungen, Anreizungen und Verlockungen. Sie merken bei den Menschen gar wohl die verschiedenen Schwächen und Anlagen zu denselben, bemächtigen sich derselben und fachen sie zu glühenden Leidenschaften an.

35,13. Ist aber eines Menschen Schwäche einmal zur glühenden Leidenschaft geworden, dann befindet er sich schon ganz in dem Zustande des Gerichtes der Materie und ihrer argen Geister, und es ist für ihn dann schwer, sich davon loszumachen.

35,14. Der Satan ist die Zusammenfassung des gesamten Materiemussgerichtes, und was seine Persönlichkeit betrifft, so ist diese an und für sich nirgends da, wohl aber ist sie als ein Verein aller Art und Gattung von Teufeln nicht nur dieser Erde, sondern aller Welten im endlosen Schöpfungsraume anzusehen, gleichwie auch nach Meiner euch schon gegebenen Erklärung alle die zahllos vielen Hülsengloben am Ende ihrer gemeinsamen Zusammenfassung einen übergrossen Schöpfungsmenschen darstellen.

35,15. Im kleineren ist freilich auch ein Verein aller Teufel eines Weltkörpers ein Satan, und im kleinsten Masse ein jeder einzelne Teufel für sich.

35,16. Solange es aber keinen Menschen auf einem Weltkörper gab, gab es auf demselben auch keinen persönlichen Teufel, sondern nur gerichtete und ungegorene Geister in aller Materie eines Weltkörpers; zur Materie aber gehört alles, was ihr mit euren Sinnen wahrnehmet.

35,17. Aber das könnet ihr auch annehmen, dass es nun wohl auf keinem Weltkörper ärgere und bösere Teufel gibt als eben in und auf dieser Erde. Wenn es ihnen zugelassen wäre, so würden sie die Erde und ihre Bewohner gar arg zurichten – aber es wird das nicht zugelassen –, und damit die Teufel das nicht tun können, so sind sie eben darum mit aller Blindheit und somit auch mit der grössten Dummheit behaftet, und ihre Vereine gleichen jenen Sicherheitsanstalten dieser Erde, in denen die argen Narren und Wahnsinnigen festgehalten werden, auf dass sie den andern Menschen nicht schaden können.

35,18. Aus dem bisher Gesagten könnet ihr alle nun wohl mit voller Vernunft und erleuchtetem Verstande einsehen, was es mit dem Satan und mit seinen Teufeln für eine Bewandtnis hat, und habt nun nicht mehr nötig, darüber um ein Weiteres zu fragen. – Und nun sage du, Schriftgelehrter, ob du das alles auch wohl verstanden hast!“

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Jesus explains the Personality of Satan

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 8, Chapter 35
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord says:

35,1. I Myself caused Satan to appear in an image for My first disciples and they were extremely frightened (see Volume 2, Chapter 152). Something similar happened also a few times with the first fathers of this Earth. But during that time no explanation in words was given because the elders who were wise from the spirit, understood very well the symbolic image by way of the inner correspondences and therefore they said: ‘It is terrible to fall into the hands of the judging God.’ That means to say: it is terrible for a soul, who has already come to complete self-consciousness to let himself be captured again by the unchangeable law of the coercing judgment of the godly will in matter.

35,2. The fact that this is described as something terrible for the soul, can be learned by everyone from the experience of a dying person who did not attain to the complete rebirth of the spirit.

35,3. Because why is such a soul so much afraid of the death of his body? Because he – still being entangled in the coercing judgment of the body – thinks that he has to die together with the body. That this is the case, you easily can see with all those who hardly believe, or not at all, in a continuance of life of the soul after the death of the body, because their soul is completely or for the greatest part in the judgment of his flesh, and consequently he also has to experience its death as long as by My will he is not completely separated from it.

35,4. Since you hopefully well understand now how things are with Satan and his devils, it will also become clear to you that things cannot be different with Hell. It is just like Satan who is in himself the eternal coercive judgment, thus the world and the matter thereof.

35,5. And why is Satan also called a prince of darkness and the lie? Because all matter is not that which it seems to be. And he who in his love will grab it and allows himself to be captured by it, is then also clearly residing in the kingdom of the lie and, regarding the truth, in the kingdom of darkness.

35,6. He who for instance loves too much the so-called treasures of the kingdom of the dead matter and keeps them for what they seem to be and not for what they truthfully are, is by that already residing in the kingdom of the lie, because his love – the foundation of his life – is as it were completely blinded and sunken down in matter and will have great difficulty to raise himself up again out of such a night towards the light of the full truth.

35,7. However, he who only considers gold as a corresponding form of expression which represents the good of the love in God, like pure silver represents the truth of the wisdom in God, knows therefore also the real value of gold and silver and is thus residing in the Kingdom of the truth, and his soul is not entangled in the treacherous appearance of the judgment thereof.

35,8. So also, with the elders and all prophets, gold, silver and the different kinds of precious stones had only the true meaning. But as matter however, they did not have any value, and for this reason they also could not become a danger for a soul. Through the discernment of the true value of the matter they discovered also easily and quickly for what it could be suitable and be useful and they derived the true benefit from it.

35,9. However, when in course of time the people bestowed any value to the matter because of their glitter and nice appearance, they passed over to its judgment, became spiritually blind, hard, greedy, stingy, untruthful, quarrelsome, deceitful, proud, malicious and lusting for war and conquest, and they therefore fell into idolatry and paganism, and consequently also in the actual Hell out of which they could not be delivered without Me.

35,10. For this reason I had to cover Myself in matter and by that in the judgment, and I have to break through it, so that by that I will become the entrance gate to eternal life for all the people who had fallen if they want to enter life through this gate. Therefore, I am also the door to life and Life itself. Whoever will not enter inside through Me, will not attain to life in the light of eternal truth and freedom, but will remain captured in the judgment of matter.

35,11. Now there is another question that comes up by itself, which sounds like this: are there really no personal Satan and personal devils?

35,12. And I say: Oh yes, they exist here indeed, still living in the flesh, and even more so in the big world in the beyond, who always intent to exert a bad influence in the world on this side, and this on one hand because of the raw nature spirits who because of their predestined ripening still remain in all kinds of matter. And further also directly by secret whisperings, arousing and enticements. They notice very well the different weaknesses with men and their inclinations, control and stimulate them to burning passions.

35,13. And once a weakness of a person has become a burning passion, he is already completely in the condition of the judgment of matter and its evil spirits, and then it is difficult for him to loosen himself from it.

35,14. Satan is the total sum of the total judged matter, and concerning his personality, strictly speaking it exists nowhere, but they have to be considered as an assembly of devils of all kinds, not only of this Earth but of all worlds in the endless space of creation, as also all the numerous many shell globes all together are finally representing an immense great Cosmic Man, according to My explanation that I already have given you.

35,15. Of course, on a smaller scale, an assembly of devils of a celestial body is also a Satan, and on the smallest scale every separate devil is it also in itself.

35,16. However, as long as there were no men on a celestial body, there also were no personal devils, but only judged and unfermented spirits in all the matter of a celestial body. Matter is everything that can be observed with your sense organs.

35,17. But you also can trust that now no devils on any other celestial body are more evil and more malicious than precisely in and on this Earth. If it would be allowed to them, they would terribly harm the Earth and its inhabitants, but they are not allowed to. And in order that the devils would not be able to do that, they are for this reason also afflicted with complete blindness and consequently also with the greatest foolishness. And their assemblies look like the guarded institutions on this Earth in which the fools and madmen are detained, so that they cannot harm other people.

35,18. From what has been said now, all of you can easily realize with your complete mind and enlightened reason how things are with Satan and his devils. And it is no more necessary for you to ask anything further concerning this. And say now, scribe, if you have well understood all this.”

Philopold… Der Grieche, der von den Sternen kam – Philopold… The Greek who came from the stars

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Philopold… Der Grieche, der von den Sternen kam…

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 1, Kapitel 212-215
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 212

212,7. Sagt Philopold: „ … Die Juden haben gewisse Weissager gehabt; diese taten ihren Mund nicht auf, außer in puren Drohungen, von denen manche in zumeist unbestimmter Zeit eingetroffen sind; die meisten aber waren allein nur in die Luft hinaus geredet; denn die Natur der Erde ist hoffentlich doch allzeit stärker gewesen als der Mund eines jüdischen Weissagers! Die Griechen sind zumeist Stoiker, und ein rechter Stoiker fürchtet nichts – und somit auch ich nichts! Denn auch ich bin ein steinfester Stoiker!“

212,8. Sagt zu Mir insgeheim der junge Matthäus, der Apostel, der ehedem Zöllner zu Sibarah war: „Herr, den kenne ich, ein überaus fataler und ärgerlicher Mensch! Der hat allzeit bei meinem Zollamte unausstehliche Anstände gemacht, sooft er mit allerlei Verkaufswaren nach Kapernaum oder nach Nazareth zog. Auf den habe ich noch gleichfort einen kleinen Ärger und hätte eine gute Lust, ihn ein wenig in die Arbeit zu nehmen.“

212,9. Sage Ich: „Laß das gut sein! Ich habe nun schon ein Pröbchen für ihn, und das wird für ihn bald in die Erscheinlichkeit treten.“

212,10. Matthäus tritt sobald zurück; aber Philopold erkannte seinen Zöllner von Sibarah und sagte zu ihm: „Na, na, du geiziger Mautschrankenreiter, wie kommt es denn, daß auch du hier bist?! Was wird jetzt deine Schranke machen, so du mit deinen Luchsaugen in alle Weltgegenden hin sie nicht überwachen kannst?! Hast eben auch nicht nötig, diesen Wunderheiland gegen mich aufzuhetzen; er wird wohl selbst wissen, was er zu tun hat, wenn ich ihm zu steif werde. Aber mit mir dürftet ihr beide auf einem ganz natürlichen Wege einen harten Kampf haben; denn ein Stoiker ist kein Strick und kein Bindfaden, den man nach Belieben beugen kann, wie man will!

212,11. Sehet, die wunderbare Heilung der zweihundert Kranken hat nahe alle Bewohner Kanas breitgeschlagen; warum denn mich nicht?! Weil ich ein echter Stoiker bin, für den die ganze Schöpfung kaum einen Nasenstüber wert ist und mein Ich samt dem elenden Leben noch weniger! Womit wollt ihr mich denn strafen? Etwa mit dem Tode? Ich sage euch: Ich wünsche ihn samt der ewigen Vernichtung; denn für dies Schandeleben bin ich wohl keinem Gott einen Dank schuldig! Oder soll man wohl jemandem für die verhaßteste aller Gaben zu einem Danke verpflichtet sein?! Ich meine, einem allmächtigen Gotte solle es eben nichts Schweres sein, einen Menschen ins lebendige Dasein zu rufen! Wer soll Gott wohl daran hindern können?! Der erst zu erschaffende Mensch wird sicher nicht gefragt, ob er erschaffen sein will, auf daß er als allein Berechtigter sein Ja oder Nein ausspräche; einen schon Erschaffenen aber geht eine Nacherschaffung eines nachkommen sollenden Menschen ebensowenig an – als einen noch gar nicht Erschaffenen! Erschaffen ist für einen Gott sonach gar nichts besonderes; aber für den Erschaffenen wohl, weil er etwas sein muß, was zu sein er nie irgendeinen Wunsch äußern konnte. Was kann denn wohl Elenderes sein, als sein müssen, ohne je sein gewollt zu haben?!

212,12. Gebt mir zu essen und zu trinken ohne meine Arbeit und Mühe, dann will ich mich wenigstens für die Zeit meiner irdischen Lebensdauer in etwas zufriedenstellen; aber für die Erhaltung dieses Seins noch unsinnig schwer arbeiten müssen, also leiden wie ein verfolgter Wolf, und dazu einem Gotte dafür noch zu Dank verpflichtet sein und gewisse, nur für den Schöpfer selbstsüchtige Gebote halten, dafür bedanke ich mich vor allen jüdischen und griechischen Ganz- oder Halbgöttern!“

212,13. Sagt Matthäus: „Solcher Menschen mehr auf der Erde, und Satan hat eine Schule, in der er selbst noch hundert Jahre lang in die Schule gehen kann! Herr, was ist mit dem zu machen? Wenn er wirklich also ist, wie er spricht, so richten alle Engel nichts mit ihm aus auf einem natürlichen Wege!“
Kapitel 213 – Die Erde als alleinige Gotteskinderschule

213,1. Sage Ich: „Laß du das nur gut sein; du wirst dich bald überzeugen, ob aus diesem was zu machen ist!“ Mich an den Stoiker Philopold wendend: „Meinst du wohl, daß du mit Gott, deinem Schöpfer, zuvor keinen Kontrakt gemacht hast und nicht eingegangen bist in alle dir oft vorgehaltenen Bedingungen, die fürs Leben auf diesem Planeten überaus nötig sind? Siehe, Tor, das ist bereits der zwanzigste Weltkörper, auf dem du leiblich lebst; dein gesamtes fleischliches Alter beträgt schon an Jahren dieser Erde eine solch große Zahl, die die Zahl des feinsten Sandes in allen Meeren der Erde bei weitem übertrifft! Welch eine, für keinen im Leibe wandelnden Menschen möglich denkbare, nahe endlose Zeitendauer aber bestandest du als ein reiner Geist im vollsten Sein und klarsten Selbstbewußtsein im endlosen Raume mit zahllosen anderen Geistern freiest lebend und das freieste Leben in aller Kraft hoch und wohl genießend!

213,2. Als du aber in der von dir im Fleische zuletzt bewohnten Sonnenwelt, der die Weisen dieser Erde den Namen Procyon geben, die auf ihrem weiten Boden aber von ihren Bewohnern den Namen Akka hat – und zwar überall mit einem und demselben Akzente, weil die Bewohner derselben nur eine Sprache reden –, den lebendigsten Wunsch an den Tag legtest, als du von einem Engel vernommen hast, daß der große, allmächtige, ewige Geist als der alleinige Schöpfer und Erhalter der Unendlichkeit und alles des in ihr Seienden auf einem der allergeringsten Planeten, die im endlosen Raume kreisen in zahllosesten Massen, Selbst Fleisch und volle Menschengestalt annehmen werde, womöglich auf denselben Planeten gesetzt zu werden, um dort zu sehen und zu hören Den, der dich erschaffen hat, da kam derselbe Engel, den du hier zu Meiner Rechten als den siebenten Menschen erschaust, der aber dennoch ein völlig freiester Geist ist, stellte dir haarklein und genau die schweren Bedingungen vor, die du zu erdulden bekommen werdest, so du ein Bewohner dieses Planeten, auf dem du nun stehst, werden wollest und auf demselben gewinnen die Kindschaft Gottes!

213,3. Du nahmst alle Bedingungen an, auch diese, daß du als ein Bewohner des erwählten Planeten aller Erinnerung an dein Vorleben in anderen Weltkörpern völlig bar sein werdest bis zur Zeit, da derselbe Engel dich dreimal bei dem Namen, den du in der Akka geführt hast, rufen werde.

213,4. Wenn die Sache sich aber also der dir freilich bis jetzt unbegreiflichen Wahrheit nach befindet, wie ungerecht sprichst du, so du behauptest, daß für dein Sein auf dieser Erde zwischen dir und deinem Schöpfer durchaus kein Kontrakt gemacht worden sei?!“

213,5. Sagt Philopold: „Was ist denn das für eine verbrannte Hirngespinsterei?! Ich soll schon in irgendeiner andern, schönern und offenbar bessern Welt als ein Mensch im Fleische gewohnt und gelebt haben?! Nein, das ist denn doch etwas zu stark! Höre, du Siebenter rechts, den der Nazaräer einen Engel nennt, wie heißest du denn, und wie heiße ich?“

213,6. Sagt der Engel: „Warte ein wenig; ich werde in aller Schnelle Kennzeichen aus deiner Vorwelt holen und werde sie dir zur Einsicht und Erkennung geben!“

213,7. Mit diesen Worten verschwindet der Engel, kommt aber in wenig Augenblicken wieder und überreicht dem Philopold eine Rolle, auf der der Name des Engels und sein Name mit vollkommen alter hebräischer Schrift deutlich gezeichnet stehen, und eine zweite Rolle, auf der alle Bedingungen geschrieben stehen, die er vor dem Übergange dem Engel angelobt hatte.

213,8. Als der Engel dem Philopold solches überreicht, sagt er: „Hier lies und erkenne es, du alter Murahel, Murahel, Murahel! Denn ich, der ich Archiel heiße, habe es für dich geholt vom selben Altare, an dem du mir das große Gelöbnis gabst! Frage aber ja nicht, wie solches nun in so wenig Augenblicken möglich war; denn bei Gott sind gar wundervollste Dinge möglich! Lies zuvor alles, und dann erst rede!“
Kapitel 214 – Philopolds geistiges Gesicht

214,1. Philopold liest die Rollen mit großer Aufmerksamkeit durch, und da dadurch die innere Sehe geöffnet wird, so sagt er nach einer ziemlichen Weile des tiefsten Staunens: „Ja, also ist es; ich sehe nun in alle endlosen Tiefen meines Lebens zurück, sehe die Welten alle, auf denen ich schon gelebt habe, und die Orte und Plätze alle in den Welten, wo ich von der Geburt bis zum Abschiede gelebt habe; ich sehe, was ich war, und was ich auf einem und dem andern Weltkörper getan habe, und sehe auch noch allenthalben meiner nächsten Verwandten Abkömmlinge, und siehe, auf der Akka (Procyon) sehe ich sogar noch meine Eltern, meine vielen Brüder und recht teuren Schwestern! Ja, ich höre sie sogar um mich besorgt untereinander reden und sprechen: ,Was ist mit Murahel? Wird sein Geist im endlosen Raume wohl schon den großen Geist in Menschengestalt gefunden haben? Er wird unser nicht gedenken, weil Archiel, der Gesandte des großen Geistes, ihm die Rückerinnerung verdeckte bis dahin, wann er ihn dreimal beim rechten Namen rufen werde!‘

214,2. Sehet! Also höre ich sie nun reden und sehe sie zugleich leibhaftig! Sie gehen nun in den Tempel, um in den Dokumenten nachzusehen die harten Lebensbedingnisse; aber sie finden dieselben nicht. Der Oberpriester des Tempels aber sagt ihnen, daß Archiel die Dokumente vor etlichen Augenblicken des Murahels wegen geholt habe, dieselben aber dennoch in aller Kürze der Zeit zurückstellen werde. Und sie harren nun im Tempel und geben ein Opfer für mich!

214,3. O Liebe, Liebe, du göttliche Kraft! Wie endlos weit streckest du deine heiligen Arme aus! Überall dieselbe Liebe! O Gott, wie groß und heilig bist Du, und welcher verborgenen Geheimnisse voll ist doch das freie Leben! Welcher Mensch auf der ganzen Erde kann die Tiefen ergründen, die ich nun schaue?! Wie gar nichtssagend geht der armselige Mensch auf dieser magersten Erde herum, streitet nicht selten um eine Spanne Erde auf Leben und Tod, während er in sich trägt, was Milliarden Erden nimmer zu fassen vermögen!“

214,4. Auf diese Worte wird Philopold stille, geht zum Engel hin und gibt ihm die beiden Rollen wieder zurück mit dem Bemerken: „Stelle sie wieder dahin, allwo sie erwartet werden!“

214,5. Der Engel aber sagt: „Siehe, ich habe auch ein Schreibzeug mitgenommen; es ist dasselbe, womit du eigenhändig im Tempel auf der Akka die Dokumente gezeichnet hast. Unterschreibe dich auf jedes Dokument doppelt, das heißt mit deinem Namen in der Akka und mit deinem Namen hier, und das Schreibzeug behalte zum Gedächtnisse!“

214,6. Philopold tut das, und der Engel nimmt dann die Dokumente und verschwindet.

214,7. Nach etlichen Augenblicken, die er zur Besprechung mit dem Oberpriester auf der Akka benötigte, ist er wieder unter uns und fragt den Philopold, wie er nun denke.

214,8. Sagt Philopold: „Als ich dir die beiden Rollen zurückgab, schwand das Gesicht, und von der Erinnerung bleibt mir kaum mehr übrig als von einem Traume, da man im wachen Leben wohl weiß, daß einem etwas geträumt hat, aber was, das bringt man mit keinem Kopfzerbrechen heraus! Ich bemerke auch, daß ich ein ganz fremdartiges Schreibzeug in meiner Linken halte; aber wie ich dazu gekommen bin, weiß ich kaum; und ich möchte darum wissen, warum man denn von so manchen Erscheinungen aus dem Bereiche des innern Lebens entweder nur eine sehr schwache, zumeist aber auch gar keine Rückerinnerung behält. Warum also denn?“

214,9. Sagt der Engel: „Weil es sich hier darum handelt, ein völlig neues Geschöpf zu werden, und das aus und in Gott. Bist du einmal geworden ein völlig neues Geschöpf aus Gott und hast erreicht die Kindschaft Gottes, so wird dir alles wiedergegeben werden!

214,10. In allen zahllos anderen Welten wirst du zu dem aus- und inwendig gestaltet, was du sein mußt; hier aber überträgt Gott die äußere Gestaltung schon der Seele, die sich ihren Leib selbst erbaut nach der Ordnung, in der sie geschaffen ist; ganz besonders aber muß jeder Geist, der in die Seele gestellt ist, vorerst die Seele bilden durch die Haltung der ihm äußerlich gegebenen Gesetze. Hat die Seele dadurch den rechten Grad der Reife und Ausbildung erreicht, so tritt dann der Geist völlig in die ganze Seele über, und der ganze Mensch ist dadurch vollendet, ein neues Geschöpf, zwar im Grunde des Grundes immer aus Gott, weil der Geist im Menschen eigentlich nichts als ein Gott im kleinsten Maße ist, weil völlig aus dem Herzen Gottes. Aber der Mensch ist das nicht durch die Tat Gottes, sondern aus seiner höchst eigenen, und ist eben darum ein vollwahres Gotteskind! Und ich sage dir das noch einmal in aller Kürze:

214,11. In allen anderen Weltkörpern müssen sich die Menschen nicht selbst gestalten, sondern sie werden von Gott, oder was eines ist, von Seinen Kindern gestaltet. Hier aber müssen sich die Menschen vollends selbst gestalten nach der geoffenbarten Ordnung, ansonst sie unmöglich Kinder Gottes werden können! Und so ist ein vollendeter Mensch auf dieser Erde als Gotteskind in allem Gott gleich; aber ein unvollendeter Mensch ist dagegen auch tief unter dem Reiche der Tiere!“
Kapitel 215 – Philopolds Kleinmut und Berufung

215,1. Fragt nun abermals Philopold den Engel: „Wer aber zeigt uns solche geheimnisvollste Ordnung?“

215,2. Sagt der Engel: „Gerade Der, der dich ehedem an mich gewiesen hat! Zu Dem gehe hin; Der wird dir sagen, was Er dir schon gesagt hat; denn also leben, wie Er zu leben lehrt, ist schon eben jene göttliche Lebensordnung, in der allein man die Kindschaft Gottes erreichen kann!

215,3. Und Er ist auch Ebenderselbe, dessentwegen du und noch viele andere die Akka verlassen haben geistig und sind auf dieser Erde des Herrn wegen eingeboren worden ins Fleisch dieser Erde.

215,4. Es ist aber in der ganzen Schöpfung – und das auf allen Weltkörpern, die irgend von vernünftigen Wesen unter menschlicher Gestalt bewohnt werden – die volle Menschwerdung des Herrn im Fleische durch uns bekanntgemacht worden; aber nur von sehr wenigen Welten ist es den wenigen Geistern gestattet worden, ins Fleisch dieser Erde zu treten. Denn der Herr kennt alle Natur aller Welten im endlosen Raume, so auch die Natur und Fähigkeit der Bewohner und deren Geister, von denen eine oder die andere Welt bewohnt wird, und weiß daher am besten, ob ein Geist in dieser Erde Fleisch taugt oder nicht.

215,5. Wo irgend etwas Taugliches war, das ist auch hierher versetzt worden; aber die Zahl der hierher Versetzten ist nur klein und übersteigt zehntausend nicht um irgendeine namhafte Zahl.

215,6. Aber unter diesen bist du einer der Glücklichen; denn so du es willst, kannst du vom Herrn als Jünger gleich allen denen, die mit Ihm hierhergekommen sind, angenommen werden.“

215,7. Sagt darauf Philopold: „Mein Archiel! Da du mir schon so viel wunderbar Gutes erwiesen hast, so tue mir nun noch das, daß du mich zum Herrn hinführst; denn nun, da ich Ihn erkannt habe, mangelt mir aller Mut, von neuem zu Ihm hinzugehen! Wenn’s auf mich selbst nun ankäme, so möchte ich nun am liebsten so schnell als nur immer möglich davonlaufen und mich irgendwo also verbergen, daß mich nie ein Mensch finden sollte! Aber weil ich schon einmal da bin und mich alle nur zu gut kennen, so kann ich so was nicht tun; denn da würde die Lache über mich wohl das ganze Tal erfüllen. Darum sei denn so gut und führe mich hin zum Herrn und mache dort einen Fürsprecher für mich!“

215,8. Sagt der Engel: „Es ist nicht nötig, solches zu tun; denn der Herr weiß, was uns beiden not tut; daher gehe du nur allein hin, und Er wird dir den Kopf sicher nicht vom Rumpfe reißen!“

215,9. Nach diesen Worten des Engels faßt Philopold endlich doch den Mut und geht ganz bedächtigen Schrittes zu Mir hin und sagt noch in einer Ferne von dreißig Schritten: „Herr, gestattest Du mir, daß ich mich Dir nahe? Wo nicht, so weiche ich wieder zurück!“

215,10. Ich aber sage: „Wer kommen will, der komme; denn durchs Zaudern ist noch nie ein Mensch weitergekommen!“

215,11. Philopold, solches vernehmend, beschleunigt seine Schritte und ist sonach auch bald bei Mir und hat also schnell erreicht, was zu erreichen viele zaudern und daher auch oft gar nicht erreichen, weil sie trotz alles Zurufens nicht vom Flecke, da sie stehen, zu bringen sind.

215,12. Denn solange jemand bei all seinem Tun und Lassen seine Schritte nicht in gerader Linie zu Mir hin richtet, ist all sein Tun und Gehen und Stehen ein vergebliches für sein Leben. Und gewönne er die ganze Welt, hätte aber Mich nicht, so nützte ihm die ganze Welt nichts; denn er ist tot! So Ich aber nun in dieser Zeit der Enthüllung des Evangeliums jemanden rufe und zu ihm sage: „Komme!“ – und er aber kommt nicht, der wird dem Tode des Geistes verfallen! Und es ist darob dieser Philopold ein rechtes Muster, nach dem sich jedweder richten soll! Wer gerufen wird, so er nach Mir fragt, der komme und zaudere nicht! Denn Ich bleibe nicht gleichfort in Kana (entsprechend: voll Gnade in dieser Welt), sondern ziehe bald weiter und wende ab Auge und Ohr von all denen, die da zaudern auf Mein „Kommet!“

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Philopold… The Greek who came from the stars…

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 1, Chapter 212 to 215
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 212

212,7. Says Philopold: ‘ … The Jews had certain seers. These never opened their mouths, except for sheer warnings of which some came true upon certain usually unspecified times. Most of them however were empty air, for the Earth’s nature surely always has been stronger than the mouth of a Jewish prophet. The Greeks are stoics in general, and a true stoic has no fear, therefore neither I, for I too am a staunch stoic.’

212,8. Says Matthew, the apostle, to Me privately, (until recently the tax-collector at Sibarah), ‘Lord, this one I know quite well, a thoroughly annoying person. This one always kicked up a fuss outside my tax office, whenever he was taking his wares to Capernaum or Nazareth. With him I am still quite annoyed and feel like working him over.’

212,9. I said: ‘Let it be. I have a little test for him, and it will shortly come about.’

212,10. Matthew stands back, but Philopold recognized his tax collector from Sibarah, saying to him: ‘Well well, you miserly turnpike jockey, how come you are here too? What is your barricade going to do without you watching it from every angle with your lynx-like eyes? No need for you to actually stir up this wonder savior against me, for he shall know what to do if I get too stiff for him. But from the natural aspect you two could have a tough fight with me, for a stoic is no rope or string that one can bend any old way.

212,11. See, the miraculous healing of the 200 sick has confounded nearly all the inhabitants of Cana. Why not me? Because I am a true stoic, to whom nearly all of creation is hardly worth a bump on the nose, and myself and miserable life even less. How would you therefore punish me? With death? I tell you I long for it, together with eternal annihilation, because I owe thanks to no god for this ignominious life. Or should one feel obliged to anyone for the most despised gift of all? Surely it isn’t much for an almighty God to call a human into being. Who could prevent God from doing so? The man still-to-be created surely won’t be asked whether he wants to be created, so that as the only one really concerned, he may utter his yes or no. Of equal unconcern to the as yet un-created one is it for the already created one as to whether or not he is followed by an as yet uncreated one. For a God therefore, the act of creating is nothing special, but indeed so for the created one, because he has to be something that he has never been able to request. What could indeed be more deplorable than having to be without ever having wanted it?

212,12. Give me to eat and drink without my work or effort, and I shall be satisfied for at least the duration of Earth-life. But having to work unreasonably hard for maintaining this being, and therefore suffer like a hunted wolf, and on top of that be obliged to thank some god for it and at the same time keep certain commandments, only for the creator’s selfish benefit, for this let me ‘thank you, not’ to all Jewish and Greek gods or half-gods.’

212,13. Says Matthew: ‘A few more such people on Earth and Satan himself has a school he can attend for a hundred years. Lord, what is to be done with this one? If he really is the way he speaks, then all the angels together can achieve nothing with him in the normal way.’
Chapter 213 – The earth as the sole school for children of God

213,1. I said: ‘Just let it be, you shall soon convince yourself that something can be done with this one.’ And turning to Philopold, the stoic: ‘Do you think that you did not enter upon a prior contract with God, your Creator, fulfilling all the oft-stipulated conditions essential for life upon this planet? See, you fool, this is already the twentieth heavenly sphere on which you live physically. Your cumulative age in the flesh in terrestrial years far exceeds the number of sand grains in all the terrestrial oceans. Yet besides that, what eons of time, hardly imaginable to men walking the Earth physically, had you already existed as a pure spirit of the fullest being and in the clearest self-consciousness within endless space, together with countless other spirits, consummating the fullest life and power.

213,2. When however, living upon your most recent solar world, called Procyon by the wise of this Earth, but named Akka by the inhabitants of its wide Earth (pronouncing it uniformly, because the inhabitants there speak only one language), you expressed the most ardent desire (after hearing from an angel that the great, almighty, eternal Spirit and sole Creator and sustainer of infinity and everything within it, is to take on the flesh Himself and the full human form upon one of the most insignificant planets orbiting within infinite space in countless numbers), that you would be set down here for the purpose of seeing and hearing Him who created you. Whereupon the same angel whom you see here as the seventh person, but who nevertheless is a fully free spirit, came to you and acquainted you in smallest detail with the difficult conditions you would have to suffer if wanting to become an inhabitant of this planet upon which you now stand, for the purpose of achieving the childhood of God.

213,3. You accepted all the conditions including the one that, in common with all the inhabitants of this planet, you be barred all retrospection to your previous existence on other heavenly spheres until such time as this same angel would call you 3 times by the name by which you were named on Akka.

213,4. If however things are of a truth just so, although of course incomprehensible to you, then how unfair is your assertion that there was no contract entered into between you and your Creator for your existence upon this Earth.’

213,5. Says Philopold: ‘What kind of raving lunacy is this? I am supposed to have already lived, in the flesh, on some nicer and obviously better world as a human? No, this is getting too thick. Listen, you seventh one on the right, referred to as an angel by the Nazarene, what do they call you and me?’

213,6. Says the angel: ‘Just wait a little, and I shall in all haste fetch evidence from your previous world, and give it to you for your greater insight and identification.’

213,7. With these words the angel vanishes, re-appearing in a few moments to hand Philopold a scroll on which, clearly inscribed in ancient Hebrew, appear the angel’s and his name, together with a second scroll in which were recorded the conditions he promised before his transfer.

213,8. Handing such over to Philopold, the angel says: ‘Here, read and understand, old Murahel, Murahel, Murahel. For I myself, named Archiel, have picked it up from the same altar where you made me the great promise. But do not now ask how such was possible in just a few moments, for with God, the most wondrous things are possible. Read it all first and speak afterwards.’
Chapter 214 – Philopolds spiritual looking

214,1. Philopold is absorbed with reading the scrolls, and as his inner vision opens therewith, he says after a good while, with the greatest astonishment: ‘Yes, it is so. I now am seeing into all the endless depths of my being, seeing all the worlds upon which I have already lived, together with the places and locations I lived from birth to departure from those worlds. I am seeing what I was and what I did on one or the other celestial spheres, seeing also all my next of kin. And see, upon Akka (Procyon) I also see even my parents, my many brothers and most dear sisters. Yes, I even hear them talk about me with concern, saying: “What could have become of Murahel? Will he have found the great Spirit in human form within endless space? He will not be thinking of us, because Archiel the messenger of the great Spirit has veiled his retrospection, until he will call him 3 times by his real name.’

214,2. See, thus I hear them speak now, even as I’m seeing them physically as well. Now they are going to the temple to look up the documents with the difficult life-conditions; yet they don’t find same. But the high priest of the temple is telling them that Archiel picked up the documents a few moments ago on behalf of Murahel, but that they shall be restored in a short while. And now they are waiting in the temple, giving a sacrifice for me.

214,3. O love, love, you divine power! How endlessly far have You stretched Your holy arm. Everywhere the same love. O God, how great and holy art You and how full of mysteries is free life. What man on Earth can probe the depths that I see now? With what insignificance miserable man walks this lean Earth, waging mortal combat not infrequently for a span of Earth, even while carrying within himself what billions of earths cannot grasp.’

214,4. With these words, Philopold falls silent, going over to the angel to return the two scrolls to him, remarking: ‘Restore them to where they are waiting for them.’

214,5. But the angel says: ‘See, I also brought a writing utensil, the very same one with which you wrote the documents in the temple up on Akka. Sign yourself doubly on each document and your name here, and keep the writing utensil for remembrance.’

214,6. Philopold does that, and the angel takes the documents and vanishes.

214,7. After many moments, which he needed to talk to the high priest on Akka, he is back among us, asking Philopold what he thinks now.

214,8. Says Philopold: ‘As I handed the two scrolls back to you, the vision disappeared, and I hardly remember more than a dream, where consciousness tells only that there was one, whose details however no amount of memory-tugging will recall. I also notice that I hold some strange writing utensil in my left hand, yet I hardly recall how I came by it. Therefore I would like to know why one retains either very little or nothing at all of the phenomena from the domain of the inner life. Why so?’

214,9. Says the angel: ‘Because here it is all about becoming a completely new creature out of and in God. Once you will have become a completely new creature out of God, and achieve the childhood of God, everything shall be added back unto you.

214,10. In all the other countless worlds, you are created externally and internally what you are to be, but here God hands the external formation to the soul, which builds its own body in accordance with its created order. But the task of the spirit placed into every soul, primarily is to develop the soul by keeping the commandments given to him. Once the soul as a result has achieved the right degree of ripeness and development, the spirit spreads into the entire soul, and the entire man is then perfected, a new being, and that fundamentally out of God, since the spirit within man is no less than a God in miniature, because fully out of the heart of God. But man is then so, not through God’s deed but through his fully own, and is for that reason a true child of God. And I repeat to you in all brevity:

214,11. In no other heavenly sphere do men have to form themselves, for they are so of God, or what amounts to it, are so through His children. But here men have to develop completely by themselves, in accordance with the revealed order, or they could not possibly become children of God. And thus a perfected man on Earth, as a child of God, is fully identical with God, although an undeveloped one, in contrast, is below the kingdom of animals.’
Chapter 215 – Philopolds pusillanimity and vocation

215,1. Philopold again asks the angel: ‘But who will show us this most mysterious order?’

215,2. Says the angel: ‘The same who referred you to me. Go to Him, He will tell you what He has already told you. Because to live as He teaches already is that divine life-style, through which alone one can attain to the childhood of God.

215,3. And He also is the same One on whose account you and many others have spiritually left Akka, and for the Lord’s sake were incarnated on this Earth, into the flesh of this Earth.

215,4. But throughout all of Creation, and that upon all celestial spheres inhabited by intelligent beings in human form, the incarnation of the Lord has been proclaimed by us, but only a few spirits from a small number of worlds were allowed to enter the flesh of this world. For the Lord is familiar with the nature of all the worlds in endless space, together with the nature and capacity of their inhabitants and spirits occupying one or the other such world. And He therefore knows best as to what spirit is capable of entering upon the flesh of this Earth.

215,5. Whoever was fit was also transferred here, and the number transferred here is not much over 10,000.

215,6. But among these you are one of the most fortunate, because if you so desire, then you can be accepted by the Lord as a disciple, like those who arrived with Him here.’

215,7. Says Philopold: ‘My Archiel, since you have already done me such great favors, please do me also the favor of taking me over to the Lord, for now that I have recognized Him, I lack the courage to go over to Him again. If it were left to me alone, I would rather run away as fast as possible and hide so that no man would find me. But since I am here now, and everybody knows me only too well, I can’t do so, for the entire valley would be filled with laughter. Therefore be so good and take me to the Lord, as my advocate.’

215,8. Says the angel: ‘It is not necessary to do so, as the Lord knows what we have need of. Therefore go to Him yourself, and He shall not pull your head off your trunk.’

215,9. Upon these words of the angel, Philopold plucks up courage and comes to Me cautiously, saying from some 30 paces away: ‘Lord, will You let me approach You? If not, then I shall make my retreat.’

215,10. But I say: ‘He who wants to come, let him come, for no man has advanced while hesitating.’

215,11. Hearing this, Philopold hastened his steps and is therefore quickly by My side, achieving what many hesitate doing and therefore frequently don’t achieve, as they are not to be moved from the spot they occupy, in spite of being called.

215,12. For as long as someone, no matter what he does, will not direct his steps to Me in a straight line, all his doing, going and standing will be futile for his life. And were he to win the whole world but not Me, then the whole world will be useless to him. And if, in this time of revealing the Gospel, I call to someone, saying “come”, but does not come, then he shall die the spiritual death. And for this reason, Philopold is a good example that everyone should follow. He who calls after Me, let him not hesitate once called. For from now on I shall not remain in Cana (meaning: filled with grace in this world) but shall move on, turning My eye and ear away from all who hesitate upon My “come”.

Julius Cäsar im Jenseits – Julius Caesar in the Beyond

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Julius Cäsar im Jenseits… Ein demütiger Bauer

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 7, Kapitel 218-220
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 218 – Ein Bericht der Geister über das Jenseits

Der Herr erzählt eine Begebenheit aus Seiner Jugend:

218,1. (Der Herr:) „Hierauf fragte der Ratsherr die ihm erschienenen Geister, ob sie Wahrheit oder nur etwa eine Täuschung seiner etwa irgend verzauberten Sinne wären.

218,2. Sagten die Geister: ,Wir sind Wahrheit, und wenn du das nicht einsiehst und nicht begreifen willst, so täuschest du dich nur selbst!‘

218,3. Sagte der Ratsherr: ,Warum kann ich euch denn nur jetzt sehen, und warum nicht auch zu anderen Malen? Warum zeigtet ihr euch mir nicht, so ich selbst schon zu öfteren Malen sehnlichst nach euch verlangte?‘

218,4. Sagten die Geister: ,Du könntest uns auch zu öfteren Malen sehen und sprechen, wenn deine Seele nicht so geblendet wäre von der Sinnenlust der materiellen Welt.

218,5. Die einfachen Urmenschen dieser Erde konnten das; als aber dann die späteren Nachkommen stets mehr und mehr in das Materielle der Welt versanken, da verloren sie auch die Fähigkeit, die abgeschiedenen Seelen zu sehen und mit ihnen zu verkehren. Dadurch aber kam über sie die Nacht der Zweifel, in der sie sogar auch den Glauben an ein Fortleben nach dem Tode des Leibes verloren und sich dann untereinander ängstlich zu fragen anfingen, ob es nach dem Leibestode wohl ein Fortleben der Seele gäbe.

218,6. Und siehe, dieser zweifelhafte Zustand der gröbstsinnlichen Menschen ist eine wahre Strafe für ihre sittliche Verderbtheit, und es ist recht also! Denn ohne diese bittere Strafe würden die Menschen sich noch mehr und noch tiefer in das Gericht der Materie versenken; so aber hält sie doch die Furcht vor dem Leibestode davon ab, weil sie nicht wissen und innewerden können, was nach dem Leibestode mit ihnen geschehen wird!

218,7. Wir haben auf der Welt in unserem Leibesleben alle die ganz gleiche Strafe empfunden und waren voll von allerlei Zweifeln; nur die wirkliche Trennung vom Leibe hat uns erst die Überzeugung gebracht, dass man nach dem Abfalle des Fleisches fortlebt. Aber es geht bei dem Fortleben nur dem wohl, der auf der Welt im Leibe gerecht war und gute Werke ausgeübt hat; den Ungerechten, Verleumdern, Harten und völlig Lieblosen aber geht es schlimm, ja tausend Male schlimmer als denen hier, die in den finsteren Kerkern schmachten.

218,8. Du bist zwar wohl ein gerechter Mann, aber dabei doch hart und unerbittlich. Wenn du zu uns herüberkommen wirst in solcher deiner Sinnesart, so wirst du auch die strenge und unerbittliche Gerechtigkeit, aber keine Liebe und Erbarmung finden. Denn keine Seele findet bei uns etwas anderes, als was sie in ihrem Gemüte mit sich gebracht hat; denn erst bei uns steht man auf seinem höchsteigenen Grund und Boden. Verstehe das, und richte dich danach, damit du wohlversorgt zu uns herüberkommst; denn du hast nun eine bessere Gelegenheit, als wir sie je gehabt haben!

218,9. Sagte darauf der Ratsherr: ,Nun glaube ich, dass ihr Wahrheit und keine Täuschung seid! Saget mir aber, wer der junge Jude ist, der vor uns so wunderbare Werke verrichtet!‘

218,10. Sagten die Geister: ,Der ist Der, der Er ist, der Er war, und der Er hinfort sein wird! Ein mehreres dürfen wir dir von Ihm nicht sagen; denn das gebietet uns Sein Wille. Er aber ist ja bei euch, und du kannst Ihn selbst fragen!‘

218,11. Hierauf wandte sich der Ratsherr sonderheitlich zu Julius Cäsar und fragte ihn, sagend: ,Du warst auf der Erde ein gar kluger und mächtiger Held; unter deine Gebote musste sich alles fügen. Wie lebst du aber nun in der Welt der Geister?‘

218,12. Sagte der Geist (Julius Cäsar): ,Ich habe in der Welt schon einen bösen Lohn geerntet für das, was ich nur zu meinem Ruhme getan habe; und darum habe ich in mir auch wenig Gutes herübergebracht, und mein Lohn war darum eine grosse Armut, und mein Weltruhm glich hier einer finsteren Nacht, in der ich nur wenige Sternchen hie und da durch dichte schwarze Wolken schimmern sah.

218,13. Ich war lange so ganz allein ohne die allergeringste Gesellschaft und hatte niemanden als mich allein. Ich mochte rufen, bitten, weinen, herumgehen und suchen, wie ich wollte, und es half alles nichts. Ich rief alle Götter; aber es kam keine Antwort. Nach einer langen, traurigen, verzweiflungsvollen Dauer meines elendesten Zustandes kam mir in den Sinn, mich an den Gott der Juden zu wenden. Da ward es heller um mich, und die wenigen Sternchen wurden auch heller, und es schien, dass sie mir näher kamen. Als ich das merkte, da fasste ich mein volles Vertrauen zu dem Gott der Juden und bat Ihn inständigst, dass Er mir helfen möchte aus meiner grossen Not und Qual.

218,14. Da ward es abermals heller um mich und ein Stern senkte sich ganz in meine Nähe. Und ich erkannte bald, dass der Stern eine vollkommene Menschengestalt annahm, und dieser Mensch war einer, dem ich in der Welt einmal eine wahre Wohltat erwies, und dieser sagte zu mir: ,Wohl dir, dass du in deiner Nacht den wahren Gott der Juden gefunden hast! Verbanne deine falschen Götzen, und verbanne auch deinen eigenen grössten Götzen, deinen Cäsar-Ruhm; begib dich in die volle Demut, und ich will dich zu mir in meine Wohnung nehmen!

218,15. Da bat ich abermals den Gott der Juden, dass Er mir nähme den Ruhm und alle die falschen Götzen. Darauf kamen auch die andern Sternchen als Menschen zu mir und sagten: ,Wir sind auch wie du auf der Erde gewesen; aber wir waren arme und von deinen Priestern verfolgte Juden; du aber hast uns beschützt, beschenktest uns und halfst uns, wieder in unser Land zu kommen. Nun bist du arm und hast von allen deinen irdischen Schätzen nichts als nur das, was du uns getan hast; und so sind wir nun auch durch die Zulassung Gottes zu dir gekommen, um dir das Gute, das du uns getan hast, zu vergelten. Willst du ohne allen Ruhm mit uns wandeln, so folge uns, und du sollst bei uns eine Unterkunft finden!‘

218,16. Da ging ich und kam bald in eine gar wunderliebliche Gegend. Es war wie ein breites Tal mit einem schönen grossen See. Das Tal war in weiter Ferne eingefasst mit hohen und gar ergötzlich anzusehenden Bergen. Im Vordergrunde standen ein paar Wohnhäuschen, wie man sie auf der Welt als Wohngebäude unter dem Namen Fischerhütten in grosser Menge gar wohl kennt. In grösserer Ferne ersah ich noch mehrere ähnliche Hütten. Die Felder hatten ein üppiges Grün. Aber Bäume sah ich nur wenige; doch waren sie voll der schönsten Früchte.

218,17. In die Wohnhütte, die bei meiner Ankunft zur rechten Hand sich befand, zog ich ein, und zwar zu dem Freunde, der in meiner grössten Not zuerst zu mir kam, und fand da gleich etwas zu essen und zu trinken; doch alles war höchst einfach, erfreute mich aber dennoch um gar vieles mehr, als mich auf der Welt je meine grossen Schätze und Paläste erfreut haben.

218,18. Als ich mich so ganz selig in der Hütte befand und mich auch hinreichend gestärkt hatte, da führte mich mein Freund wieder aus der Hütte und wir ersahen einen Kahn auf dem klaren Spiegel des Sees, in welchem sich ein Mensch befand, der mit einem Handruder gegen uns zusteuerte. Ich fragte meinen Freund, wer etwa der Schiffer sein möchte. Und der Freund sagte: ,Dieser kommt über den uns unbekannt langen See dann und wann zu uns herab und zeigt uns stets mit vieler Freundlichkeit an, was wir alles für weiterhin zu tun haben werden. Danach heisst es dann wieder arbeiten. Wir begeben uns dann wieder zu der angeratenen Arbeit, arbeiten mit allem Fleisse, mit aller Freude und Lust, und unser Fleiss wird von dem Gott der Juden alle Male gesegnet. Als wir in diese Gegend kamen gleich wie nun du, da sah sie noch sehr wüst und öde aus; nur durch unseren Fleiss und Eifer ist sie in den gegenwärtigen blühenden Zustand gekommen. Also wirst auch du nun fürderhin mit uns arbeiten wollen und wirst dabei auch den Segen überkommen, den wir überkommen haben!‘
Kapitel 219 – Das Leben Julius Cäsars im Jenseits

219,1. ,Ich war darob hoch erfreut und begab mich mit meinem Freunde an das Ufer des Sees. Der Schiffer stieg alsbald ans Land und sagte: ,Da oben am Ufer des Sees, rechts landwärts, gibt es noch einen argen Sumpf, Worin sich noch allerlei arges Geschmeiss aufhält und zuweilen die Luft dieser Gegend verunreinigt. Diesen Sumpf wollet ihr austrocknen! Traget gutes Erdreich so lange hinein, bis die Sumpftiefe, die nicht bedeutend ist, ausgefüllt sein wird, und ihr werdet dadurch diese eure Gegend um ein bedeutendes verbessern und dadurch ein fruchtbares Stück Landes mehr haben!‘ Der Freund und auch ich dankten ihm mit Freuden für diesen Rat. Er fuhr darauf schnell wieder ab, und wir machten uns aber auch gleich an die wahrlich schwere Arbeit.

219,2. Im Hause fanden sich zu der angeratenen Arbeit auch gleich die nötigen Werkzeuge vor. Wir nahmen sie mit aller Lust und Freude, gingen an die bezeichnete Stelle und begannen zu arbeiten. Aber es ward mir beim Anblick des bedeutenden Sumpfes dennoch angst und bange; denn da gab es ein gar greulich aussehendes Geschmeiss aller Art und Gattung in einer solchen Menge, dass ich zum Freunde sagte: ,Höre, bis wir den Sumpf austrocknen, vergehen auf der Erde mindestens hundert volle Jahre!‘

219,3. Sagte darauf der Freund: ,Was kümmern uns da die vergangenen Jahrzeiten der Erde! Hier gibt es keine solche Zeit, denn hier dauert ein und derselbe gleiche, ewige Tag, und unsere Zeit liegt in unserem Willen. Dieser Sumpf aber ist nur eine notwendige Erscheinlichkeit deiner inneren, deinem Herzen noch anhaftenden Unlauterkeit, und es ist hier vor allem deine Aufgabe, dich davon zu reinigen durch den ernsten Willen und durch die Geduld, die du auf der Erde gar nicht kanntest. Ich aber will dir helfen, und so wird auch dieser ekelhafte Sumpf bald und leicht in ein fruchtbares Land umgestaltet werden!‘

219,4. Als ich das erfuhr, da festete ich meinen Willen und fing mit aller Geduld an zu arbeiten. Im Anfang hatte die Sache wohl das Gesicht, als wollte der Sumpf ewighin nimmer voll werden; aber nach und nach zeigte es sich doch, dass wir nicht vergeblich arbeiteten, und so ward der arge Sumpf denn auch bald mit guter Erde völlig ausgefüllt, das Geschmeiss wurde von der Erdlast erdrückt und begraben für ewighin, und wir gewannen ein gutes und schönes Stück Land und setzten auch bald eine neue Wohnhütte hin, die wir für die ankommenden Fremden in Bereitschaft halten, denen wir zumeist auf dieselbe Weise forthelfen, wie der besagte Freund mir fortgeholfen hat.

219,5. Der Schiffer aber ist seitdem schon mehrere Male bei uns gewesen und hat uns stets wieder neue Arbeiten angezeigt, die wir auch verrichteten und dadurch unsere Gegend in ein wahres Eden umwandelten. Ich wohne noch daselbst und verlange für mich auch nichts Höheres, Schöneres und Besseres. Lasse du demnach auf dieser Welt ab von allem, was da irdisch gross und wertvoll ist; denn bei uns hüben haben nur die wahrhaft edlen und guten Werke und Taten einen Wert!‘

219,6. Sagte hierauf ganz verblüfft der gestrenge hohe Ratsherr zum Geiste des Julius Cäsar: ,Wo befindet sich denn irdisch die von dir nun treulich beschriebene Gegend?‘

219,7. Sagte Julius Cäsar: ,Auf dieser Erde befindet sich die beschriebene Gegend wohl nirgends, kann aber örtlich dennoch auch überall vorhanden sein; denn wo ich bin, da ist auch die Gegend. Ich habe nach und nach das wohl kennengelernt, dass der Ort, die Gegend und alles, was mich in unserer Welt als scheinbar leblose Materie umgibt, aus mir – gewisserart wie ein Baum aus der Erde – hinausgewachsen ist, oder: ich selbst bin der Schöpfer der Welt, die ich bewohne. Ich und meine Freunde, weil wir von einer gleichen Liebe, vom gleichen Willen und somit auch von einer gleichen Denkweise sind, bewohnen darum auch eine gleiche Landschaft; aber es können auf demselben Punkte auch noch zahllos viele andere Geister wohnen, und ein jeder in einer anderen Gegend. Das ist der grosse Unterschied zwischen uns Geistern und euch noch irdischen Menschen.‘

219,8. Sagte der Ratsherr: ,Das verstehe ich nicht! Wie können denn auf ein und demselben Punkte mehrere Gegenden und Landschaften vorhanden sein?‘

219,9. Sagte Julius Cäsar: ,Oh, ganz leicht, und am Ende sogar ganz natürlich auch noch dazu! Siehe, in ein und demselben Gemach schlafen zum Beispiel hundert Menschen, und alle träumen! Der eine ist in Rom, der andere in Athen, ein dritter in Jerusalem, ein vierter in Alexandria und so fort, ein jeder ganz woanders, und das so lebhaft, dass er am Tage nicht genug davon erzählen kann. Ja, wie möglich kann denn das wohl sein? Alle hundert in ein und demselben Schlafgemach – und doch ein jeder in einer ganz anderen Gegend?! Ja, wie ist denn aber das, wenn auf einem Felde sich Tausende von Menschen befinden und ein jeder in ein und demselben Momente etwas anderes sieht?

219,10. Siehe, also aber stehen ungefähr die Dinge und Sachen in der andern, oder besser, in unserer Geisterwelt! Der Unterschied zwischen unserer und dieser eurer Welt besteht bloss darin: Wir Geister wohnen so ganz eigentlich in unserer völlig eigenen Welt, ihr aber wohnet in der Gotteswelt. Denn unsere Welt ist das Werk unserer Gedanken, Ideen, Begierden und unseres Willens; diese Welt aber ist das Werk der Liebe, der Gedanken, der Ideen und des Willens Gottes.

219,11. Darum ist der Mensch das Ebenmass Gottes, hat in sich die schöpferische Eigenschaft und kann sich im reingeistigen Zustande seine Welt selbst erschaffen und sonach in seinem vollkommenen Eigentume wohnen. Dieses wirst du nun doch verstanden haben?!‘

219,12. Sagte der Ratsherr: ,Dann sind die Menschen, die dich umgeben und mit dir umgehen, ja auch nur deine Werke und dein Eigentum in der Welt, die aus dir wie ein Traumbild hervorgegangen ist!‘

219,13. Sagte Julius Cäsar: ,Auch das zum Teil; aber ich könnte ohne ihr Wollen sie mir nicht vergegenwärtigen und noch weniger mit ihnen umgehen, sie sehen, hören und sprechen. Es hat aber das auch eine sehr bedeutende Ähnlichkeit mit dem diesirdischen Sehen, Hören und Fühlen der Nebenmenschen. Denn du siehst den wirklichen Menschen auch nicht, sondern nur sein Abbild in dir, fühlst ihn nur durch dein eigenes Gefühl und hörst den Ton seiner Rede in deinem Ohr, das also eingerichtet ist, dass es die durch die Luft zu ihm gelangenden Töne nachahmt. Bist du aber blind, taub und gefühlsstumm, so besteht für dich kein Nebenmensch, wenn er sich auch in deiner nächsten Nähe befände. Wenn du aber auch hörst, siehst und fühlst und dir in deiner Idee auch noch so viele Menschen vorstellst, so wirst du aber, wenn kein Mensch da ist, dennoch keinen sehen, hören und fühlen.

219,14. Und so muss auch in der Geisterwelt der Geist, mit dem du verkehren willst, dasein – zum wenigsten mit seinem Willen, seiner Liebe und seinem Erkennen. Ohne das bist du allein, oder die Menschen, die du auf Augenblicke siehst, sind nichts als Phantome deiner Phantasie, haben für sich kein Sein, keine Realität und können sonach mit dir auch in keinen Wechselverkehr treten; denn all das Ihrige bist du selbst.

219,15. Darin aber besteht auch der ewig gleiche und endlos grosse Unterschied zwischen Gott und uns Ihm ähnlichen Menschen, dass nur Gott allein aus Seinen grossen Gedanken Menschen ins vollkommene, selbständige und ganz freie Dasein rufen kann, während wir Geister wohl Phantome, aber keine Realitäten ins erscheinliche Dasein stellen können. So ist auch die Welt, die ein Geist bewohnt, nur mehr ein Phantom denn eine Wirklichkeit; denn es haben mich vollkommenere Geister auch ihre Welt sehen lassen auf ein und demselben Flecke, und solche Welt hatte ein ganz anderes Aussehen denn die, welche ich bewohne. Doch das wirst du erst dann völlig verstehen und einsehen, wenn du selbst ein Bewohner deiner inneren Geisteswelt werden wirst.

219,16. Jetzt aber habe ich dir zur Genüge gezeigt, wie es mit dem Leben nach dem Abfall des Leibes steht; darum frage du uns nun um nichts Weiteres mehr!‘“
Kapitel 220 – Vom Glauben und Schauen

220,1. (Der Herr:) „In diesem Momente nahm Ich dem Ratsherrn die innere Sehe, und er sah keinen Geist mehr. Aber er fragte Mich darauf ganz ängstlich, wohin denn nun die Geister gezogen seien, da er keinen mehr sehen, hören und sprechen könne.

220,2. Sagte Ich: ,Sie sind nun noch ebenso da, wie sie zuvor da waren; aber du kannst sie nun nicht mehr sehen, hören und sprechen, weil deine Seele noch zu sehr mit deinem Fleische und noch gar nicht mit dem Geiste Gottes in ihr vereint ist. Wenn du dich aber bestreben wirst, dich mit dem Geiste in dir zu einen, so wirst du auch die Geister, die um dich sind, allzeit sehen, fühlen und sprechen können. – Hast du das nun wohl begriffen?‘

220,3. Sagte der Ratsherr: ,Jawohl, – aber mir geht es nun wie einem Betrunkenen, der auch manchmal ganz gescheit und gleich darauf auch wieder ganz dumm ist und spricht: Da werde ich Jahre brauchen, bis ich darüber in mir zu einer vollen Klarheit gelangen werde!‘

220,4. Sagte Ich: ,Wer da eifrig sucht, der wird auch das finden, was er sucht. Es kann sich aber ein Mensch – wie das nur zu allgemein und häufig geschieht – sein Leben durch lange hin abmühen, dass er verderbe seinen Leib und noch mehr seine Seele; so kann er im Gegenteile sich ja auch abmühen zum ewigen Vorteile seiner Seele.

220,5. So die Menschen so vieles wagen zum Vorteil ihres Leibes, der sterben wird in kurzer Zeit, – warum denn nicht um so mehr für die Seele, die ewig zu leben bestimmt ist? Und so sei auch du in der Zukunft tätiger für die Wohlfahrt deiner Seele denn für die Wohlfahrt deines Leibes, und es wird dann schon heller und klarer in dir werden! –‘ …“

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Julius Caesar in the Beyond… A humble farmer

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 218 to 220
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 218 – The spirits explain about the world in the beyond.

The Lord tells a story from His youth:

218,1. (The Lord:) „After that, the counselor asked the spirits who appeared to him if they were real or maybe an illusion of his perhaps bewitched senses.

218,2. The spirits said: ‘We are truth and if you cannot see that and do not want to understand, you are only fooling yourself.’

218,3. The counselor said: ‘Then why can I only see you now and why not also during other times? Why did you not make yourselves visible to me when I desired even fervently so many times to see you?

218,4. The spirits said: ‘You also could see and speak to us more often if your soul were not blinded by the love of pleasure of the material world.

218,5. The simple first men of this Earth could do that, but when the following descendants sunk still further down into the materialism of the world, they also lost the ability to see the separated souls and to deal with them. Because of that, the darkness of doubt came over them, in which they also lost the belief in a continuance of life after the death of the body and were anxiously wondering among themselves if after the death of the body the soul would continue to live.

218,6. And look, this condition full of doubt of the very sensual human beings is a true punishment for their moral perversion, and so it is good. Because without this bitter punishment men would still sink further down into the judgment of matter. And so, the fright of the death of the body are keeping them from it, because they do not know and realize what will happen with them after the death of the body.

218,7. In the world during our life in the body we all have gone through this same punishment and we were full of doubt about all kinds of things. Only the real separation of our body has convinced us that after the falling away of the flesh, one continues to live. And during this continuance of life, only those are doing well who were righteous and performed good deeds, but slanderers and those who were not righteous, hard and completely loveless, are in a bad situation, even a 1.000 times worse than those who are languishing here in the dungeons.

218,8. It is true that you are a righteous man, but you are still hard and relentless. When you will come to this world with those qualities, you also will find this strong and relentless justice. But no love and compassion, because not any soul will find anything else here than what he has brought with him in his mind, for one stands on his very own ground here. Do understand this and take it into account, so that you may pass over to us well prepared, because now you have a better opportunity than we ever had.

218,9. Then the counselor said: ‘Now I believe that you are real and not an illusion. But just tell me who that young Jewish Man is who performs such wonderful works before our eyes.’

218,10. The spirits said: ‘He is the One who He is, who He was and who He always will be. We may not say more about Him, because His will is commanding us. However, He is with you, you can ask Him yourself.’

218,11. After this, the counselor turned especially to Julius Caesar and asked him: ‘On Earth you were a very intelligent and mighty hero. All and everybody had to comply with your commands. But how do you live now in the world of the spirits?’

218,12. The spirit (Julius Caesar) said: ‘Already in the world I had to reap a terrible reward for the things I did for the sake of my glory. That is why I did not bring much good within me to this place and that is why my reward was great poverty and my worldly glory was here like a dark night in which I only was able to see here and there a couple of stars flickering through the thick black clouds.

218,13. I was alone for a long time without any company, and I had nobody else except myself. No matter how I shouted, cried, walked around and searched, it was all of no use. I called upon all the gods, but there was no answer. After a long, sad, desperate time in my terrible situation, I came to the idea to turn to the God of the Jews. Then it became lighter around me, and those couple of stars became also lighter, and it seemed as if they were coming closer. When I noticed that, I put my full trust in the God of the Jews and asked Him fervently to help me out of my great need and misery.

218,14. Then there was still more light around me, and a star came down, close to me. And soon I discovered that the star took a human form and this man was someone for who in the world I once performed a real good deed. He said to me: ‘Hail you, that during your night you have found the true God of the Jews. Banish your false gods and banish also your own greatest idol, your Caesar glory. Become entirely humble, then I will take you to my house.

218,15. Then I turned to the God of the Jews again and asked Him to take away my glory and false idols. After that, also the other stars came as human beings towards me and said: ‘Also we have been on the Earth just like you, but we were poor Jews who were persecuted by your priests, but you have protected us, gave us presents and helped us to return to our country again. Now you are poor, and of all earthly treasures you have nothing except that which you have done for us, and therefore, because God allowed us, we came to you to reward you the good that you have done for us. If you want to come with us without any glory, then you will find shelter with us.’

218,16. Then I went and came at once in a wonderful lovely environment. It seemed like a broad valley with a big beautiful lake. The valley was very extended and surrounded with high mountains, which were beautiful to see. Before me stood a couple of houses, just like so many of them that are well known on this world that are called fishermen’s huts. Farther away I still saw more of those huts. The fields were luxuriously green. There were only few trees but they were full of the most beautiful fruits.

218,17. At my arrival I found in the hut – located at the right side – shelter with a friend who in my greatest need was the first to come to me, and there I also found immediately something to eat and to drink. Everything was extremely simple but still it gave me much more pleasure than my great treasures and palaces in the world had ever given me.

218,18. When I felt so happy in the hut and had also strengthened myself sufficiently, my friend took me outside again where we discovered a boat on the clear surface of the water of the lake. There was someone in it and with his hand on the rudder he came in our direction. I asked my friend who that skipper might be. And he said: ‘He comes now and then to us over this lake of which we do not know how long it is, and he always makes known to us in a very friendly way what we have to do next. After that, we have to go to work again. We take up the work again that is advised to us. We work with full dedication and with pleasure and delight, and our effort is blessed every time by the God of the Jews. When we came to this environment, just like you now, it still looked barren and deserted. Only by our diligence and zeal it turned into such a flourishing state. Also you will from now on want to work with us and thereby also receive the blessing that we have received.

Chapter 219 – The life of Julius Caesar in the beyond.

219,1. This was very pleasing to me and I went with my friend to the shore of the lake. The skipper landed soon and said: ‘Over there on the shore of the lake, on the right, into the land, is still a dreadful pool in which there are still all kinds of terrible vermin, which is now and then polluting the air of this environment. You must drain this pool. Throw good earth into it until the pool, which is not very deep, is filled up. Then you will improve your environment a lot and gain another fruitful piece of land.’ My friend and also I thanked him with gladness for this advice. He quickly sailed away again and we immediately started the real heavy work.

219,2. The necessary tools for the work that was advised to us were in the house. We cheerfully and gladly took them, went to the place that was mentioned and started to work. But still, I became fearful and afraid when I saw how big the pool was, because there was such an enormous quantity of terribly looking vermin, and I said to my friend: ‘Listen, before we will have drained the pool, at least a full 100 years on Earth will have passed by.’

219,3. Then my friend said: ‘What difference does it make to us how many years will have passed by on Earth. Such a time does not exist here, because there is only one and the same eternal day here, and our time lies in our will. And this pool is only a necessary image of the filth that is still within your heart, and here it is especially your duty to purify yourself of it by a firm will and by patience that was totally strange to you. But I will help you, then this dreadful pool will soon and without too much trouble be changed into a fruitful piece of land.’

219,4. When I heard that, I strengthened my will and started to work with great patience. In the beginning it seemed as if the pool would never be filled up, but slowly it became visible that we did not work in vain, and so this terrible pool was soon completely filled up with good earth, the vermin died under the weight of the earth and was buried forever and we won a good and nice piece of land. And immediately we placed a new hut on it, which we put at the disposal of the arrived novices, because we usually are helping them, just like the friend, of whom I am talking, has helped me in my progress.

219,5. Since that time the skipper came to us already several times and each time he has given us new work to do, so that our environment changed into a true Eden. I still live there and desire for myself nothing higher, more beautiful or better. Therefore, do not be concerned with anything in this world which is from a worldly viewpoint great and precious, because here, only the works and deeds that are truthfully good and noble have any value.’

219,6. Totally astounded the severe highly ranked counselor said to the spirit of Julius Caesar: ‘In relation to the Earth, where is this region that you have described so faithfully now?

219,7. Julius Caesar said: ‘The described region is surely not to be found on this Earth, but still it is so that it can be located anywhere, because where I am, is also the region. Slowly I have come to learn that the place, the region and everything that is surrounding me in our world as apparently lifeless matter, grew out of myself. Just like in a way a tree on Earth, or in other words: I myself am the creator of the world wherein I am living. I and my friends are living therefore in the same scenery because we have the same love, the same will and consequently also the same way of thinking. But also a lot of other spirits can live on the same spot, and each one of them in another region. This is the great difference between us, spirits, and you, still earthly human beings.’

219,8. The counselor said: ‘This I do not understand. How can there be multiple regions and scenery on one and the same spot?’

219,9. Julius Caesar said: ‘Oh, that can easily be, and finally even in a very natural way. Look, in one and the same room are sleeping for instance a 100 people and all of them are dreaming. One is in Rome, the other one in Athens, a third one in Jerusalem, a fourth one in Alexandria, and so on. Everyone is somewhere in a totally different place, and this is so lifelike that during the day he cannot stop talking about it. Well, how is this possible? All 100 of them are in one and the same sleeping room, and yet everyone in a totally different environment. Yes, how come, when thousands of people are on a field and each one of them sees something different in one and the same instant?

219,10. Look, more or less, everything is in the other, or rather in our spirit world. The difference between our world and the one of yours here, is only the following: we spirits are actually living in our very own world, but you are living in the world of God. Because our world is the work of our thoughts, ideas, desires and our will, but this world is the work of God’s love, thoughts, ideas and will.

219,11. That is why man is the image of God, has creation power in himself and in a purely spiritual state he can create his own world and consequently live in his very own property. This you surely have understood now?’

219,12. The counselor said: ‘But then those men who are surrounding you and who are dealing with you are also your work and your property in the world which has come forth out of you?’

219,13. Julius Caesar said: ‘Also that, partly, but I could not make them appear before my spirit – and even less deal, see, hear and speak with them – against their will. But this looks very much like the seeing, hearing and feeling of your fellowmen on this Earth. Because you also do not see the real human being, but only an image of him in yourself. You only can feel him by your own feeling and hear the sound of his words in your ear, which is arranged in such a way that it imitates the sound that is coming to it through the air. However, when you are blind, deaf and without feeling, the fellowman does not exist for you, even if he would be very close to you. But even if you hear, see and feel so many people and imagine them in your thoughts, then in reality you will still see, hear and feel nobody if there is nobody.

219,14. And so also in the spirit world the spirit with whom you want to associate must be there, at least with his will, his love and his awareness. Without this, you are alone, or the human beings that you can see sometimes for awhile are nothing else but phantoms of your fantasy, does not have an existence in itself, no reality and consequently they also cannot associate with you, because everything what they seem to be, is yourself.

219,15. And this is the same and infinite big difference between God and us men who are looking like Him: the fact that only God can call, out of His great thoughts complete free human beings to life, whereas we spirits can only call phantoms but no realities to life. So also, the world that is inhabited by a spirit is rather a phantom than reality, because spirits with a greater measure of perfection have shown to me their world on one and the same spot, and that world looked totally different than the world in which I am living. But this you will only understand and realize completely once you yourself will be a resident of your own inner spiritual world.

219,16. And now I have shown you enough what life is like after the falling away of the body. Therefore, do not ask us any more questions.”

Chapter 220 – About believing and seeing.

220,1. (The Lord:) „At this moment I took away the ability of inner sight and he did not see any more spirits. Then, being full of fright he asked Me where the spirits had gone now since he could no longer see, hear and speak to them.

220,2. I said: ‘They are still here, just like before, but you cannot see, hear or speak to them anymore because your soul is still too much one with your flesh and is still not completely united with God’s Spirit in him. But if you will strive to unite with the spirit in you, you will always be able to see, hear and speak to the spirits, which are around you. Did you well understand this?’

220,3. The counselor said: ‘Indeed, but I am feeling now as if I am drunk. Like someone who sometimes is of a clear mind and soon after that very foolish and says: I will need years before all this will be totally clear to me.’

220,4. I said: ‘He who searches diligently will also find what he is searching for. However, man can wear himself out during all his life – which is generally happening all too often – and in this way will spoil his body and even more so his soul. But reversed he can also make great effort unto the eternal benefit for his soul.

220,5. When people are attaching so much importance to their body, which will die after a short time, then why not even more for the soul whose destiny it is to live eternally? Therefore, be you also more zealous for the well being of your soul than for the well being of your body. Then there will be more light and it will become clearer within you.’ … “

Jesus erklärt… Schicksal oder Willensfreiheit – Jesus elucidates… Destiny or free will

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Jesus erklärt… Schicksal oder Willensfreiheit

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 7, Kapitel 52 und 121

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Herr spricht…

52,1. „Denket euch aber nicht, dass das etwas Derartiges sei, das die gewissen blinden Weltweisen ,Bestimmung‘ nennen, als habe Gott schon für jeden Menschen bestimmt, was er in seinem kurzen oder längeren Leben zu gewärtigen hat! Etwas Derartiges zu denken und zu glauben kann der Seele den Tod bringen, weil das eine Lehre ist, die eine heimliche Ausgeburt der Hölle ist und zu den wahren Lebensprinzipien aus Gott für die Menschen gerade das schroffste Gegenteil darstellt. Die Bestimmung machen sich die Menschen selbst durch die Verkehrtheit ihres freien Willens und dadurch, dass sie nicht erwecken wollen alle die sieben Lebensgeister in sich, wodurch sie auch nicht zu der wahren Anschauung ihres innern, wahren und unvergänglichen Lebensschatzes kommen. Dadurch kommen sie auf Abwege und wollen dann auch im Lichte der Welt das wahre, innere Licht des Lebens aufsuchen und frohen Mutes nach demselben wandeln und handeln.

52,2. Wenn eine Menschenseele aber einmal so recht in der dicksten Nacht ihres selbstgeschaffenen Weltdünkels steckt, so können ihr bei Belassung ihrer inneren Willensfreiheit auch alle Engel der Himmel keine andere Richtung geben, und es kann da dann niemand sagen: ,Siehe, das war schon also die Bestimmung für diesen Menschen!‘ Ja, es war wohl allerdings eine Bestimmung, aber nicht etwa von Gott ausgehend, sondern vom Menschen selbst.

52,3. Von Gott aus war es nur eine Zulassung, und das eben infolge des vollkommen freien Willens des Menschen. Und was Ich nun sagte von einem Menschen, das gilt denn auch von einem ganzen Volke. Es ist und bleibt der Selbstschöpfer seiner zeitlichen und seiner ewigen Schicksale.

52,4. Und so wäre es grossirrig anzunehmen, Gott habe schon gar von Ewigkeit her bestimmt, dass dies alles, was Ich euch nun durch die Erscheinungen gezeigt und mit dem Munde vorausgesagt habe, also geschehen müsse. O nein, das durchaus ganz und gar nicht! Aber es wird dennoch alles also geschehen, weil es die Menschen also wollen, weil der allergrösste und mächtigste Teil von ihnen in aller Nacht der Hölle sich gar wohlbehaglich und allerhartnäckigst freiwillig befindet und nun selbst auf Meinen allergewaltigsten Ruf diese Nacht des Todes nicht verlassen will.

52,5. Denn mehr, als was Ich Selbst nun tue, getan habe und noch tun werde, kann bei der vollen Belassung der Freiheit des menschlichen Willens unmöglich getan werden, und wem da nicht die Augen aufgehen, und wer sich danach noch nicht kehrt, dessen Blindheit und eherne Verstocktheit des Herzens heilt kein Mittel mehr, von dem jeder sagen kann, dass es ein wahres, gutes und sanftes ist. Da muss dann das Gericht kommen und als letztes Mittel wirken. Damit aber das Gericht losbreche, muss das dasselbe bewirkende Mass voll werden, was bei diesem Volke bald – wie Ich’s gesagt habe – der Fall sein wird. Und so denket nun nicht ängstlich viel darüber nach; denn nicht Ich, sondern die unbekehrbaren Menschen wollen es also!“

52,6. Sagte nun Nikodemus: „Aber Herr und Meister, da sieht es um die Menschheit ja ganz entsetzlich böse aus! Wenn Gott Selbst solchen Menschen niemals sogar wider ihren dummen Willen und Eigensinn helfen kann, ja, wer soll ihnen dann noch helfen können?“

52,7. Sagte Ich: „Ja, Freund, du verstehst gar viele irdische Dinge nicht, die du doch siehst und begreifst, – wie willst du dann rein geistige Dinge fassen und begreifen, die du nicht siehst und irgend fühlst?! Ich habe es ja gesagt, dass Gott beim Menschen in bezug auf seine innere, geistige Entwicklung mit Seiner Allmacht nicht leitend und lenkend einwirken darf, und das aus Seiner ewigen Ordnung heraus. Denn täte Gott das, so würde der Mensch in sich zur toten Maschine und könnte nie zu einer freiesten Lebensselbständigkeit gelangen.

52,8. Bringe Mir den ärgsten Raubmörder her, und Ich werde ihn plötzlich umgestalten zu einem Engel des Lichtes; aber da wird unterdessen sein Selbstisches so gut wie völlig tot sein! Sowie Ich Mich aber mit dem Geiste Meines allmächtigen Willens wieder zurückziehen werde, so wird sein Selbstisches wieder tätig, und vor dir wird der alte Raubmörder stehen. Denn seine Liebe ist Raub- und Mordlust und ist somit sein Leben; nimmt man ihm dieses, so ist er dann vollkommen tot und hat gänzlich zu sein aufgehört.

52,9. Ein solcher Mensch aber kann dennoch gebessert werden, und das durch den höchst schlimmen Zustand, in den er sich selbst durch seine böse Liebe versetzt hat. Denn des Menschen Seele fängt erst dann an, über den Grund ihres argen und unglückseligen Zustandes nachzudenken, wenn sie sich schon im schweren Gerichte aus sich selbst befindet; und fängt die Seele einmal an, den Grund zu erkennen, dann wird sie auch bald den Wunsch in sich wahrnehmen, ihres argen Zustandes loszuwerden, und wird auf Mittel und Wege nachzusinnen anfangen, wie sie sich von dem argen Gerichte irgend losmachen könnte.

52,10. Und hat die Seele einmal solchen Wunsch und Willen in sich, so ist sie auch schon fähig, ein Licht in sich aufzunehmen, das ihr von oben her durch allerlei geeignete Mittel geboten wird.

52,11. Ergreift die Seele die ihr gebotenen Mittel, so fängt ihre ehedem böse Liebe an, sich in eine gute und bessere aus und in sich selbst umzugestalten. Es wird lichter und lichter in ihr, und sie geht wie von Stufe zu Stufe zu einer höheren Lebensvollendung über, und das ist nur durch die Zulassung eines schärfsten Gerichtes möglich. Und es wird sonach denn auch über die Juden, wenn ihr Greuelmass voll sein wird, ein schärfstes Gericht zugelassen werden, und das hier und jenseits, und das wird sie sehr demütigen für alle Zeiten der Zeiten, da sie nimmer zu einer Volksbeherrschung gelangen werden.“
Kapitel 121 – Die Führung der Menschheit. Erkenntnis, Verstand und freier Wille

121,2. “…Wer noch nie eine Sonne, einen Mond, eine bewohnbare Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen erschaffen hat, der weiss auch sicher nicht, wie alle diese Geschöpfe zu leiten, zu erhalten und ihrer endlichen Hauptbestimmung zuzuführen sind. Ich aber weiss um alles das und habe eine ewige Ordnung festgestellt, ausserhalb derer niemand je etwas erreichen und bezwecken kann.

121,3. Der Mensch aber als Mein vollstes Ebenmass muss auch einen vollkommen freien Willen haben, mit dem er sich selbst in seinem geistigen Teile umgestalten, festen und von Meiner Allmacht frei machen muss, um dereinst als ein starkes, freies, selbständiges und selbstmächtiges Wesen selig neben Mir dazustehen, zu leben und zu handeln.

121,4. Siehe, alle Geschöpfe bestehen unter Meinen Mussgesetzen, und auch der Mensch seinem Leibe nach, – nur des Menschen Seele und Geist nicht, das heisst, was da betrifft den Willen und das freie Erkennen! Die Form und die Lebenseinrichtung der Seele in allen ihren Teilen ist natürlich auch ein Musswerk, von Mir ausgehend, doch aber nur also, dass sie eben durch den freien Willen im Menschen entweder sehr veredelt und befestigt oder auch sehr verunedelt und geschwächt werden kann.

121,5. Es würde aber dem Menschen der freie Wille wenig oder nichts nützen ohne die Fähigkeit eines freien Erkennens und den aus dem Erkennen abgeleiteten Verstand, der dem Willen erst zeigt, was gut und wahr und was falsch und böse ist.

121,6. Erst so der Mensch sich Erkenntnisse gesammelt und seinen Verstand geschärft und geweckt hat, kommt die Offenbarung des göttlichen Willens hinzu, die dem Menschen die rechten Wege zum ewigen Leben und zu Gott zeigt. Der Mensch kann dann eine solche Offenbarung annehmen oder nicht, da er einen vollkommen freien Willen auch Gott gegenüber haben muss, ohne den er kein Mensch, sondern ein Tier wäre, das keinen eigenen freien Willen, sondern nur einen Trieb hat, dem es nicht widerstehen kann.

121,7. Es ward im Anfange aber nur ein Menschenpaar auf die Erde gesetzt, und es hiess der Mann ,Adam‘ und das Weib ,Eva‘. Dieses erste Menschenpaar ward von Gott aus mit allen Fähigkeiten ausgerüstet. Es hatte tiefe Erkenntnisse, einen höchst klaren Verstand und einen machtvollsten freien Willen, vor dem sich alle anderen Geschöpfe beugen mussten.

121,8. Zu diesen Fähigkeiten bekam es auch aus dem Munde Gottes eine hellste und wohlverständliche Offenbarung, die ihm ganz frei und offen zeigte, was es zu tun habe, um die Bestimmung, die ihm von Gott gestellt wurde, auf dem kürzesten und leichtest wandelbaren Wege zu erreichen. Aber daneben zeigte ihm Gott auch an, dass es ganz frei sei und dem geoffenbarten Willen Gottes auch zuwider handeln könne, so es nach dem Triebe des Fleisches und der Materie der Welt handeln wolle; aber dann werde es sich dadurch selbst ein Gericht und mit demselben auch den Tod bereiten.

121,9. Ja, es ging das eine Zeitlang ganz gut; aber nur zu bald siegte die sinnliche Begierde unter dem von Moses aufgestellten Sinnbilde einer Schlange über die Erkenntnis des Guten und Wahren aus der göttlichen Offenbarung, und es übertrat das Gebot, um zu erfahren, was daraus werde.

121,10. Und siehe, was das erste Menschenpaar tat, das tun nun beinahe alle Menschen!

121,11. Gott hat es noch nie an grossen und kleineren Offenbarungen mangeln lassen, aber darum dennoch nie einen Menschen genötigt, dieselben zu beachten. Wohl aber dem, der sie beachtet und sein Leben danach einrichtet!

121,12. Das erste Menschenpaar hatte von Gott aus sicher die reinste und beste Erziehung erhalten und konnte diese auch auf alle seine Nachkommen unverfälscht übertragen; aber schaue dir die Menschen zweitausend Jahre später zur Zeit Noahs an, und du siehst sie in die bösesten Teufel verwandelt!

121,13. Haben der Erde erste Menschen etwa je Mangel an einer besten Erziehung gehabt? O nein! Haben sie solche etwa nicht auch ihren Kindern gegeben? O ja, und im stets reinsten Sinne! Aber es fühlten die Menschen in sich auch den Trieb, den Geboten Gottes zuwiderzuhandeln, weil das ihrem Fleische behagte, und sie sanken dadurch in eine grösste Lebensverderbnis und in die grösste Gottvergessenheit. Und wenn Gott ihnen Männer zusandte und sie gar väterlich ermahnte, dass sie sich zu Ihm wieder zurückkehren sollten, so wurden diese Männer alsbald geächtet, vertrieben und etliche sogar oft auf die grausamste Weise getötet.

121,14. Am Ende machten sich die von Gott abgefallenen Menschen sogar über die Zerstörung der Erde her, und da ward ihr Mass voll. Sie selbst öffneten die Schleusen der unterirdischen grossen Gewässer, die sich dann über die Frevler ergossen und sie alle ersäuften.

121,15. Das war aber nicht etwa ein aus dem Willen Gottes strikte hervorgegangenes Gericht, sondern nur ein zugelassenes, das infolge der inneren Einrichtung der Erde also erfolgen musste; denn wenn du von einer hohen Felswand herunterspringst, dich zerschellst und den Tod überkommst, so ist das auch ein über dich ergangenes Gericht, aber nicht aus dem Willen Gottes, sondern aus der Einrichtung und Beschaffenheit der Erde, woraus der Mensch infolge seines Verstandes gar wohl erkennen kann, dass alles Schwere in den Grund hinabstürzen muss.

121,16. Es ist sonach kein Mensch auf der Erde so verlassen, dass er sich nicht helfen könnte, so er nur recht wollte; aber so er das schon gleich von seinen Kinderjahren an nicht will, so muss er es sich ja doch selbst zuschreiben, wenn er in ein Elend kommt. Und was Ich da sage von einem Menschen, das gilt auch von einem ganzen Volke.

121,17. Es gibt kein Volk auf der ganzen Erde, das sich nicht ganz gut helfen könnte, wenn es nur wollte. Aber wo ist der Wille?! Ja, zum Bösen und Schlechten hat es des Willens in Übergenüge; aber zum reingeistig Guten und Wahren fehlt es ihm am guten Willen, weil dieses den Sinnen des Fleisches nicht frönt, und es geht die Seele eines solchen guten Willens baren Menschen gleich wie die Seelen eines ganzen Volkes in das Gericht und in den Tod der Materie über und kann und mag dann nichts mehr vernehmen, fassen und begreifen von dem, was da ist des Geistes, seines Lichtes und Lebens. Und so man solche Fleischseelen aus ihrem Schlafe aufrütteln will, so werden sie toll, grimmig wild, fallen über die Erwecker wie die Wölfe über die Lämmer her und erwürgen und zerreissen sie ohne alle Schonung und Erbarmung.

121,18. Ist dann etwa auch Gott schuld daran, wenn solche Menschen aus oben angeführten Gründen in die grösste und gottloseste Seelenblindheit geraten und in derselben dann Jahrtausende lang verharren? Wenn Gott über derlei Menschen ein mahnendes Gericht zulässt, so ist das gewiss väterlich gut und weise; denn nur eine grosse Not des Fleisches vermag die Seele der Materie abwendig und dem Geistigen zuwendig zu machen…”

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Jesus elucidates… Destiny or free will

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 52 and 121

Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord says…

52,1. “However, do not think that this is something which certain wise of the world call ‘destiny’, as if God had decided for every person what should happen in his shorter or longer lifespan! To think and believe this, can bring death to a soul, because this is a teaching, which is a secret product of hell, since it represents the direct opposite to the true principles of life out of God for men. People determine their own destiny by the wrongness of their free will and by the fact that they do not want to awaken the seven spirits in themselves, which is why they do not reach the contemplation of their inner, true and imperishable treasure of life. Thereby they go astray, wanting to seek for the true inner light of life in the light of the world and with joyous courage walk and act along that road.

52,2. Once, however, a human soul has properly established itself in the darkest night of its created worldly arrogance, by allowing it to keep its inner freedom of will, no angel of heaven will be capable to give it another direction, and nobody can say: ‘See, this was the destiny for this person!’ Yes, it was very much a destiny, but not originating from God, but from the person itself.

52,3. God only allowed it according to the perfectly free will of man. And what I say now about a single person, is also applicable to a whole nation. It is and stays the creator of its own temporal and eternal destiny.

52,4. And thus it would be very wrong to assume that God has from eternity determined that all this which I have shown to you by the phenomenon and predicted with the words out of My mouth, must take place. O no, absolutely not! Nevertheless everything will happen as shown, because the people want it like that, since by far the greatest and most powerful part of them live comfortably and most stubbornly willingly in the very night of hell, and even now upon My mighty call, do not want to leave this night of death.

52,5. Because I can do no more than what I have done now, have done in the past and still will do, if they are to keep their complete freedom of will, and he does not comprehend it, and who does not take note of it, his blindness and the great stubbornness of his heart cannot be healed by any means that one could say is true, good and gentle. As a last effective measure, a judgement must come. But for the judgement to break loose, the cup must be full, which will, as I have said, soon be the case with this nation. And as such do not think about it too much in fear; because not I, but the people who do refuse to change want it like this!”

52,6. Said Nicodemus: “But Lord and Master, then it looks extremely bad for mankind! If even God cannot help such people against their own stupid will and stubbornness, then who else could help them?”

52,7. Said I: “Yes, friend, there are many earthly things which you can see and touch but do not understand, so how do you want to understand and comprehend purely spiritual things which you do not see and in anyway sense?! I have explained that God, because of His eternal order, may not influence man in his inner spiritual development by guiding and directing him with His omnipotence. Since, if God would do this, man in himself would become a dead machine and could never reach the freest independence of life.

52,8. Bring Me the worst cut-throat, and I will instantly change him into an angel of light; but at the same time his individuality would be as good as dead! But as I withdraw the spirit of My omnipotent will, his individuality becomes active again, and the old cut-throat will stand before you. His love is to rob and to murder and it is therefore his life; if you take this away from him, he is completely dead and has totally ceased to exist.

52,9. But such a man can still be bettered, and this through the extremely bad state into which he has placed himself through his evil love. But the soul of a person only then starts to think about the reason of its evil and miserable state, if it finds itself in hard, self-inflicted judgement; and once the soul has started to recognize the reason, then it will soon perceive the inner desire to rid itself from its miserable state, and will start to think about the ways and means of how it can free itself from the hard judgement.

52,10. And once the soul has such a wish and will, then it is also able to absorb a light which was given it from above by any suitable means.

52,11. If the soul seizes the means offered, its previously evil love starts to change into a good and better love within and out of itself. It will become increasingly lighter in it, and it will step by step go to a higher perfection of life, and this is only possible by allowing the severest judgement. And therefore, a most severe judgement will be permitted to come also over the Jews, when their cup of atrocities is full, and this here and in the beyond, and this will humiliate them for all times of times, since they will never gain domination over a people.”

Chapter 121 – The guidance of humanity. Knowledge, intellect and free will.

121,2. “…He who has not yet created a sun, a moon, a habitable Earth, plants, animals and men, knows certainly not how all these creatures have to be guided, sustained and brought to their ultimate goal. I, however, know all this and have established an eternal order, without which nobody could achieve anything.

121,3. Man, as My complete image, must also have a perfect free will by which he has to – as far as his spiritual part is concerned – transform and strengthen himself, and make himself free from My omnipotence, so that one day he may stand next to Me and live and act as a strong, free, independent and arbitrary being.

121,4. Look, all creatures are subject to laws, which are established by Me. Also man, where his body is concerned. Only the soul and the spirit of man are not. That is, as far as his will and the freedom of learning and the realization of everything are concerned. The form and the structure of the soul in all its parts is of course also subject to laws which are established by Me, but only in such a way, that, precisely because of the free will in man, he can become either very noble and strong or very ignoble and weak.

121,5. But the free will of man would be of little or no use at all if he would not have the possibility to learn and to recognize freely, and from that, a reasoning that shows to the will what is good and true and what is wrong and bad.

121,6. Only when man has gathered knowledge and has sharpened and awakened his intellect, the revelation of the divine will is added, which shows man the true way to eternal life and God. Then man can either accept this revelation or not, since also in relation to God he must have a completely free will, or else he would not be a human being but an animal that has no free will but only an instinct which it cannot resist.

121,7. In the beginning, only one human pair was placed on Earth, and the man was called ‘Adam’ and the woman ‘Eve’. God provided this first human pair with all abilities. They had a deep understanding, a clear intellect and a very powerful free will by which all other creatures had to bow down.

121,8. In addition to these abilities they also received a clear and easy to understand revelation from the mouth of God, which showed them freely and openly what they had to do to reach the goal that has been set by God on the shortest and easiest travelable way. But besides that, God let them also know that they were completely free and could also act contrary to the will which was revealed by God, by allowing them to be seduced by the flesh and the matter of the world. However, thereby they would bring a judgment over themselves and by that also their death.

121,9. Well, this went very well for a certain period of time, but soon the sensual desire – represented symbolically by Moses in the form of a snake – became victorious over the realization gained from the divine revelation of what is good and true, and they transgressed the commandment in order to see what would be the result of that.

121,10. And look, what the first human pair did is now done by almost all human beings.

121,11. God has never failed to give great and small revelations, yet He has never forced any human being to heed them. However, blessed is the one who does heed them and directs his life accordingly.

121,12. The first human pair had surely received the purest and best education from God and would have been able to pass this on, unadulterated, to all their descendants. But just look at the people 2,000 years later at the time of Noah. Then you will see that they are changed into malicious devils.

121,13. Did the first human beings on Earth ever lack the best education? Oh no! Have they not given it also to their children? Yes, sure, and always in the purest way. However, men felt within also the impulse to go against the commandments of God, because that was pleasing to their body, and thereby their lives fell into total decay and complete ungodliness. And when God sent men to them and admonished them in a fatherly manner to return to Him, such men were soon excommunicated, expelled and some of them were even killed in a cruel manner.

121,14. Finally, those people who had turned their back to God even began to destroy the Earth, and then their measure was full. They themselves opened up the gates of the subterranean great waters, which then gushed over the evil ones by which they were all drowned.

121,15. This however, was not a judgment directly coming from God’s will, but a judgment that was allowed, that had to happen in this way because of the inner structure of the Earth. Because if you jump down from a high rock-face crashing and killing yourself, this is also a judgment that comes over you, but not by the will of God, but because the Earth is arranged in such a way that everything that is heavy certainly has to fall down, what man, by his intellect, is quite capable of knowing.

121,16. Therefore, no human being on Earth is so helpless that he could not help himself if he really wants, but if already from his childhood he does not want that, he can only blame himself if he comes into distress. And what I am saying now of one person applies also to a whole nation.

121,17. There is no nation on Earth that could not help itself quite well if it only wanted to. But where is the will? Yes there is more than enough will for doing what is evil and bad, but for the spiritual, which is purely good and true the good will is lacking because it is not according to the sensuality of the flesh. And the soul of someone who does not have such good will, as also the soul of an entire nation, goes over into the judgment and the death of matter, and then is unable and unwilling to listen, to absorb and to understand from what is of the spirit, of its light and its life. And if one wants to wake up such souls who are imprisoned in their flesh, they become mad and furious, fall upon those who are trying to wake them up, like wolves upon lambs, and strangle and tear them pitiless to pieces without any mercy.

121,18. Is that then also God’s fault if such people for the above-mentioned reasons come into the greatest and most ungodly blindness of their soul, in which state they remain for thousands of years? If God allows a warning judgment to come over such people, this is surely fatherly good and wise, for only great misery of the flesh can turn away the soul from matter and turn him toward the spiritual…”

Jesu Voraussage – Belehrung zu allen Zeiten – Kirchen & Antichrist(en) – Prediction of the Lord – Instruction at all times – Churches & Antichrist(s)

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 6, Kapitel 149 bis 151
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Jesu Voraussage – Belehrung zu allen Zeiten – Kirchen & Antichrist(en)

Kapitel 149 – Eine Voraussage des Herrn über unsere jetzige Zeit. Die Notwendigkeit göttlicher Offenbarungen

Der Herr spricht:

149,1. Sagte Ich: „Freund, wie es jetzt steht, also wird es in nahe 2000 Jahren nach uns wieder stehen, und der Anfang dazu wird schon um vieles früher dasein! Hier ist das Judentum nun um vieles ärger denn das Heidentum – denn bei den Heiden gilt doch noch die Vernunft etwas, während sie bei den Juden mit Füssen getreten wird –; in jener Zeit aber wird Meine Lehre, also das Christentum, ärger sein als jetzt das Judentum und Heidentum zusammen. Da wird dann sein eine grosse Drangsal unter den Menschen.

149,2. Das Licht des wahren, lebendigen Glaubens wird erlöschen und die Liebe völlig erkalten. Der Hochmut der wohlhabenden Menschen wird alle Grenzen übersteigen, und die Herrscher und Priester werden sich für um vieles höher halten als nun die Juden ihren ungekannten Jehova und die Heiden ihren Zeus.

149,3. Aber Ich werde dann auch von Zeit zu Zeit Männer und Mägde erwecken und ihnen geben das rechte Licht, und dieses Licht wird stets grösser und mächtiger werden und am Ende verschlingen alle Werke der grossen Hure Babels. Also wundert euch nicht, dass es nun also ist; denn es war schon oft also und ärger noch, und es wird dereinst noch ärger werden.

149,4. Die Welt wird allzeit Welt bleiben; aber Ich werde dennoch die Meinen stets führen und über die Welt Mein Gericht ausbrechen lassen, wenn sie derart arg geworden ist, dass neben ihrem Tun und Treiben kein Fünklein des wahren Lebenslichtes aus Gott mehr bestehen könnte.

149,5. Jetzt war es einmal bis auf einen solchen Punkt gelangt, dass im ganzen Judenlande ohne Johannes und ohne Mich jeder Funke der wahren Gotteserkenntnis erstickt worden wäre, und es war daher notwendig, dass Ich Selbst als ein Mensch in diese Welt kam, um allen Menschen, die noch eines guten Willens sind, das verlorene Licht des Lebens wiederzubringen und ihnen von neuem zu zeigen die Wege zur wahren Gotteserkenntnis. Es wird freilich wohl noch so manchen Kampf geben zwischen Meinen Kindern und den Kindern der Welt, weil die Zahl der Meinen auf der Erde stets kleiner sein wird als die Zahl der Kinder der Welt; aber am Ende werden doch die Meinen siegen über alle Welt, und diese wird ihnen nichts mehr anhaben können. Denn mag euch nun alle Materie noch so hart und unzerstörbar dünken, so wird sie endlich doch der Macht des Geistes weichen müssen.

149,6. Gott aber ist allein der Herr über alles und weiss es am besten, was, wie und warum Er eines und das andere zulässt, anordnet, danebst das rechte Licht unter den Menschen ausgiesst und dasselbe mit allem Ernste unter Seinen Kindern erhält, dass dann niemand sagen kann: ,So es einen allweisen Gott, der alles, was da den endlosen Raum erfüllt, erschaffen hat, gäbe, so müsste Er ja doch so viel Einsicht, mit Liebe vereint, haben, dass Er Sich Seinen vernünftigen und denkenden Geschöpfen, wie es die Menschen sind, wenigstens insoweit offenbarte und zeigte, dass sie daraus entnähmen, dass Er der wahre Grund aller Dinge ist, und was die Menschen von Ihm zu erwarten haben, und wie sie leben sollen, dass solche Erwartung an ihnen realisiert wird!‘

149,7. Würde Gott Sich den Menschen gar nie und auf gar keine Weise offenbaren, so hätten die Menschen auch ganz vollkommen das Recht, an gar keinen Gott zu glauben und jeden Menschen, der da aus sich sagte, dass es dennoch einen Gott oder auch mehrere unsichtbare Götter gäbe, niederzuschlagen und zu sagen: ,Was geht uns dein dummer Phantasiegott an?! Wenn er einer ist, so zeige er sich und gebe uns kund, was er mit uns will! Tut er das nicht, so besteht er in Wahrheit auch nirgends sonst als nur in der faulen Phantasie eines hirnverbrannten Faulenzers!

149,8. Ein sich seiner selbst voll bewusster Gott als Zentralpunkt aller Weisheit und Macht würde auf die Menschen als seine vollendetsten Werke doch insoweit eine vernunftgemässe Rücksicht genommen haben, dass er sich ihnen irgendwann selbst geoffenbart und ihnen gezeigt hätte, warum sie da sind, und was er mit ihnen irgend Weiteres vorhat. Ist aber das nicht der Fall, und kann er der vollsten Wahrheit nach schon einmal oder auch mehrere Male als daseiend nicht erwiesen werden, so ist er auch nicht, und wer immer von einem Dasein Gottes etwas redet und schreibt, verdient allerschärfst gezüchtigt zu werden.

149,9. Denn es genügt, dass der mit aller Vernunft und Einsicht begabte und seiner selbst nur zu klar bewusste Mensch alle die empörendsten Lasten des von ihm unverschuldeten Lebens tragen muss, geschweige, dass er sich für nichts und wieder nichts von einem nirgends seienden Gotte irgend harte und aller Natur widerstrebende Gesetze vorschreiben lassen soll; denn ein Gott, der sich nicht anders als durch die Zunge eines hirnverbrannten und arbeitsscheuen Narren uns Menschen offenbaren kann und will, ist entweder gar nichts anderes als ein Hirngespinst eines solchen bezeichneten Narren, oder er ist bloss irgendeine rohe, dumme und blinde Kraft, die nur so viel Selbstbewusstsein und Verstand besitzt, dass sie sich ohne Schande des Ausgelachtwerdens eben nur wieder einem sehr dummen, nichts wissenden und nichts verstehenden, leichtgläubigen Narren ganz verstohlen und geheim zu offenbaren getraut.‘

149,10. Sehet, diese Schlüsse der Gottheit gegenüber zu machen wäre jeder vernünftige Mensch berechtigt, wenn die Gottheit sich nie und nicht anders den Menschen zeigen und offenbaren würde als nur auf dem Wege des faulen und nichtswürdigen Priestertums!

149,11. Aber gehen wir zurück bis auf Adam hin, und wir werden gar viele kurz aufeinanderfolgende Zeitepochen finden, in denen sich Gott vor tausendmal tausend Menschen sicher auf eine denkwürdigste Weise geoffenbart und ihnen Seinen Willen samt Seiner weisesten Absicht mit den Menschen kundgetan hat; aber weil der Mensch ohne Belassung seines freiesten Willens gar kein Mensch wäre, so tat er auch mit dem göttlichen Worte nicht um ein Haar anders als mit dem Worte eines Menschen.

149,12. Ein kleiner Teil achtete eine Zeitlang noch darauf; aber der grösste Teil vergass dessen bald und ganz und hielt am Ende alles für eitle Erfindung und Faselei der Menschen, genoss die Weltfreuden in vollsten Zügen und hielt die Weisen für Toren und Schwärmer, die wegen eines höchst unsicheren und unerweisbaren jenseitigen Himmelreiches das wahre Himmelreich dieser Welt mit ihren Füssen treten.

149,13. Durch solche Ansichten ging der Glaube an einen wahren Gott dann einerseits ganz sicher verloren, und das um so mehr, weil anderseits der faule Priesterstand durch seine selbstsüchtigste Verfälschung des geoffenbarten Wortes Gottes die nüchternen und reif denkenden Menschen mit der Zeit denn doch darauf hatte aufmerksam machen müssen, dass ihnen mit solch einem geoffenbarten Willen Gottes noch dümmer zumute sein müsste als dem dümmsten Menschen auf Erden. Die Lehren waren lauter höchst unverständliche Geheimnisse, die aber von der ganz blinden Menschheit dennoch als heilig gehalten wurden, die sich selbst für höchst unwürdig hielt, solche hohen, tiefen und heiligsten Geheimnisse je zu verstehen.

149,14. Oder ist es heutzutage anders? Geht nicht das dumme, blinde Volk in den Tempel und betet die Schrift an? Aber was darin steht, von dem weiss es wenig oder nichts und hat auch kein Bedürfnis danach, da es sich schon damit vollkommen zufriedenstellt, dass solches der geweihte Priester Gottes versteht und der gemeine Mensch nichts anderes braucht, als was der Priester ihm sagt, und dass er das tut, was der Priester will; denn der Priester weiss schon ganz sicher warum.

149,15. Wenn es aber von seiten der Menschheit mit dem geoffenbarten Worte und Willen Gottes allzeit also geht, was Wunder, dass die Menschen schon in hundert Jahren nach einer noch so grossartigen Offenbarung der Wahrheit kaum mehr wissen und glauben als die schlafenden Kinder von dem, was sie im wachen Zustande gemacht und getan haben?! Gott aber lässt dennoch nie ab, Sich den Menschen auf die mannigfachste Art also zu offenbaren, dass der Mensch bei nur einigem Nachdenken bald finden kann, dass es da nicht mit natürlichen Dingen zugegangen ist.“

Kapitel 150
Echte und falsche Propheten und Offenbarungen

150,1. (Der Herr:) „In grösserem Masse offenbart Sich Gott durch den Mund völlig geweckter Propheten. Solche Propheten sind für den geweckteren Menschen allzeit sehr kenntlich, – erstens durch ihr geschriebenes und gesprochenes Wort, zweitens durch so manche Wundertätigkeitsbeigaben, zum Beispiel dass sie im Notfalle den Menschen zukünftige Dinge zum voraus verkünden, so dass sich die Menschen danach kehren und bessern können und Gott bitten mögen, dass Er das angekündigte Unheil von ihnen abwenden wolle, wie das zu Ninive der Fall war. Drittens können solche rechten, von Gottes Willen erweckte Propheten auch Kranke heilen durch ihr Gebet und durch die Auflegung ihrer Hände, wenn dem Kranken seine Wiedergenesung zum Seelenheile gereicht. Und viertens können sie aber auch im Vereine mit dem Willen Gottes ein Strafgericht über die unverbesserliche Menschheit verhängen, wie, im Gegenteil, auch ein Volk segnen.

150,2. Durch solche und mehrere andere Eigenschaften wohl gekennzeichnet, sind die rechten Propheten, als von Gott erweckt, von den falschen sehr leicht zu unterscheiden, und ganz besonders leicht noch dadurch, dass sie als rechte Propheten stets voll Demut und Nächstenliebe sind, während die falschen Propheten in allerlei verbrämten und noch durch anderartige Dinge bezeichneten Kleidern einhergehen, voll Hochmutes sind und voll der schreiendsten Selbstsucht, sich nur an gewissen geheiligten Stellen sehen lassen, wenig reden, und das sehr dumm und unsinnig, und zu gewissen Zeiten allerlei falsche Wunder durch ganz geheimgehaltene natürliche Mittel wirken – und wehe dem, der sie ihnen nachahmte! –, während der rechte Prophet aus seinen wahren Wundern kein Hehl macht, sondern die Menschen noch dazu anhält und aneifert, dass auch sie auf dieselbe wahre und gute Art ganz gleiche Wunder wirken können.

150,3. Da aber an dem die wahren Propheten von den falschen ganz leicht zu unterscheiden sind und ein jeder nüchterne Mensch daraus wohl entnehmen kann, dass es also im vollsten Ernste rechte und falsche Propheten gibt – welch letztere sicher nie entstanden wären, so ihnen nicht die rechten vorangegangen wären –, so können die Menschen ja daraus auch dessen ganz leicht innewerden, dass es einen wahren Gott gibt, der die Menschen niemals als ganz verwaist auf der Erde umherwandeln lässt, sondern ihnen Seinen Willen allzeit kundgibt und ihnen Seine grosse und weise Absicht mit ihnen auch stets offenbart.

150,4. Diese Art Offenbarung aber ist den Menschen, die sich danach offen kehren wollen, stets am heilsamsten, weil sie dadurch keine ausserordentliche Nötigung erleiden. Bei den nur seltenen grossen Offenbarungen gewinnen die Menschen für ihre Seelen um vieles weniger, weil solche Offenbarungen nur mehr ein Gericht für die entartete Menschheit sind denn irgendein Heil.

150,5. Als Adam im Paradiese auf dieser Erde vor Gott gesündigt hatte, dadurch, dass er als Mensch mit freiem Willen sich den ihm wohlbekannten Willen Gottes nicht wollte gefallen lassen, da erlebte er bald eine grosse Offenbarung Gottes und bereute dann seine Sünde; aber diese grosse Offenbarung war für ihn ein Gericht.

150,6. Darauf kam wegen der entarteten Kinder der Welt, die in der Tiefe wohnten, mehrere Male eine grosse Offenbarung Gottes an die Menschen; aber sie war für die Kinder der Welt stets ein Gericht.

150,7. Zu den Zeiten Noahs kam wieder eine sehr grosse Offenbarung Gottes zu den Menschen; aber sie war für die Menschen ein sehr grosses Gericht.

150,8. Zur Zeit Abrahams geschah wieder eine grosse Offenbarung, und zwar wegen der gar entsetzlich entarteten Bewohner von Sodom, Gomorra und der diese beiden Grossstädte umgebenden zehn kleineren Städte. Sie war abermals ein Gericht für diese Menschen; das Tote Meer ist heutigentags noch ein sprechender Zeuge davon.

150,9. Der Vater Jakob hatte abermals eine grosse Offenbarung Gottes; aber seine Kinder mussten sie in Ägypten büssen.

150,10. Zur Zeit Mosis war eine neue, übergrosse Offenbarung Gottes, und auf steinernen Tafeln mussten Gottes Donnerworte an die Menschen eingegraben werden. Aber welch ein furchtbares Gericht war diese Offenbarung Gottes, besonders für die zu blind, zu hochmütig und zu entmenscht gewordenen Ägypter, deren Hauptherrlichkeit da völlig gebrochen wurde; aber auch den Israeliten ward nichts nachgesehen.

150,11. Als die Israeliten unter Josua die Wüste verliessen, geschah wieder eine grosse Offenbarung Gottes, und das grosse Jericho verschwand von der Erde.

150,12. So war es zu Samuels und zu Elias’ Zeiten und auch zu den Zeiten der anderen vier grossen Propheten; und sehet nach, welche Gerichte darauf folgten! Selbst die kleinen Propheten waren nicht ohne Gericht in diese Welt gesandt worden.

150,13. Nun aber ist vor euren Augen die grösste und unmittelbarste Offenbarung Gottes an die Menschen; aber das ihr folgende übergrosse Gericht für die Juden wird nicht lange auf sich warten lassen.

150,14. Von nun an werden nahe volle 2000 Jahre hindurch zahllos viele Seher und Propheten erweckt werden, weil auch eine noch grössere Anzahl falscher Propheten und sogar höchst hochmütiger, herrschsüchtiger und aller Liebe barer falscher Christusse erstehen werden. Da werden die Gerichte aber auch gleich fortdauern, und es wird selten einen Herrscher geben, der wegen seiner Finsternis samt seinem Volke nicht ein arges Gericht zu bestehen haben wird.

150,15. Gegen Ende der angezeigten Zeit werde Ich auch stets grössere Propheten erwecken, und mit ihnen werden auch die Gerichte sich mehren und ausgedehnter werden. Da werden auch kommen grosse Erderschütterungen und sehr verheerende Stürme der Elemente, grosse Teuerungen, Kriege, Hungersnot, Pestilenz und noch viele andere Übel, und, wie Ich schon vorhinein bemerket habe, der Glaube wird – ausser bei höchst wenigen – nicht unter den Menschen sein, die im Eise des Menschenhochmutes ganz erkalten werden, und ein Volk wird ziehen wider das andere.

150,16. Es werden die Menschen auch gewarnt werden durch Seher und besondere Zeichen am Firmamente, woran sich aber nur die wenigen Meinen kehren werden, während die Weltmenschen das alles nur für seltene Wirkungen der Natur ansehen werden und ausspucken werden vor allen jenen, die noch an Mich glauben.

150,17. Aber darauf wird geschehen eine allergrösste Offenbarung durch Meine abermalige Darniederkunft auf diese Erde; aber dieser Offenbarung wird auch schon vorangehen ein allergrösstes und schärfstes Gericht und nachfolgen eine allgemeine Sichtung der Weltmenschen durchs Feuer und sein Geschoss, auf dass dann Ich Selbst eine ganz andere Pflanzschule für wahre Menschen auf dieser Erde werde errichten können, die dann dauern wird bis ans Ende der Zeiten dieser Erde.

150,18. Ich sagte euch nun dieses zum voraus, auf dass ihr Mir ja nicht der Meinung werdet, dass es nach Mir also vollkommen werden wird wie in Meinen Himmeln. Ja, wenige werden wohl Meinen Engeln gleich sein, – aber viele noch um vieles ärger, als da nun sind die Menschen zu diesen unseren Zeiten.

150,19. Aber ihr dürfet euch alles dessen wegen nicht ärgern; denn Ich habe es euch allen ja schon gar oft gesagt, dass der Mensch ohne seinen völlig freien Willen gar kein Mensch, sondern nur ein menschenähnliches Tier wäre.

150,20. Man könnte solche Menschen im höchsten Falle dann wohl gleich den Tieren zu irgendeiner Beschäftigung abrichten, aber sie nie auf den Standpunkt setzen, dass sie einsähen, dass solch eine Arbeit für den wahren Menschen und für den Tiermenschen gut und nützlich ist, auf dass sie sich dann selbst bestimmten, solche nützlichen Arbeiten zur rechten Zeit zu verrichten.

150,21. Der Mensch, der gegen das Gesetz sündigt, zeigt dadurch ebensogut an, dass er ein freier Mensch ist, wie der, welcher freiwillig das Gesetz beachtet. Daher sollet ihr auch keinen Menschen richten und verdammen, sondern ihn nur mit aller Geduld und Sanftmut belehren und dem Verirrten zeigen den rechten Weg. Will er ihn wandeln, so ist es wohl und gut für ihn; will er das aber nicht, so sollet ihr ihm darum auch keinen Zwang antun, sondern ihn höchstens aus einer besseren und reineren Gemeinde ausscheiden, – denn ein gezwungen gläubiger Mensch ist zehnmal schlechter als ein offen Ungläubiger und Abtrünniger.

150,22. Sehet an die Pharisäer! Das sind lauter gezwungen Gläubige zum Schein; aber in sich glauben sie gar nichts und tun alles, wonach es sie nur immer gelüstet.

150,23. Darum habt dann wohl acht, so ihr in Meinem Namen wieder Nachfolger für euch wählen werdet, dass ihr erstens ja niemanden dazu zwinget und zweitens niemanden annehmet, dem ihr es schon von weitem ansehet, dass er aus zeitlichen Interessen in euer Amt treten möchte.

150,24. Ihr werdet zwar solches wohl beachten; aber es werden dennoch solche in Unzahl in euer Amt treten, teils durch äusseren Zwang und teils durch die Aussicht, in eurem Amte eine gute und sorglose Verpflegung zu finden. Aber diese werden von Mir alle in das Regiment des Antichristen gezählt werden, und ihre Werke werden vor Gott ein Ekelgeruch sein und aussehen wie ein stinkendes Aas.

150,25. Wahrlich, Ich sage euch: Alle eure Nachfolger, die nicht von Mir, sondern nur von den Menschen in gewissen Weltschulen zu eurer Amtsnachfolge, zubereitet werden, werde Ich nicht ansehen; denn nur der Antichrist wird also seine Jünger qualifizieren.

150,26. Denen ihr aber die Hände auflegen und sie taufen werdet in Meinem Namen, die werden erfüllt werden mit Meinem Geiste; diese sind es auch, die Ich Selbst zu allen Zeiten als eure Nachfolger erwähle und durch die wahrhafte Erteilung Meines Geistes bestätige.

150,27. Aber in den späteren Zeiten wird es deren gar wenige mehr geben, weil der Antichrist sein Regiment zu sehr ausdehnen wird; wenn er sich aber zuallerhöchst in der Welt dünken wird, dann wird er auch gestürzt werden für immerdar! – Habt ihr das nun wohl und hell aufgefasst?“

Kapitel 151 – Die Kennzeichen der Widerchristen (Antichristen)

151,1. Sagte darauf Johannes als Mein Liebling: „Herr, da lohnt es sich wohl kaum der Mühe, solche Anstrengungen der dummen Menschen wegen zu machen! Denn so Dein nun den Menschen gegebenes hellstes Lebenslicht nur zu bald wieder verfinstert wird durch die stets siegreiche Mühe des Satans, so soll er die Menschen haben, wie sie nun sind, als ganz reif für sein höllisches Weltreich. Wozu sollen diese Menschen zuvor mit Deinem Lebenslichte begnadet werden?! Wahrlich, so das die Früchte Deiner göttlichen Lehre sein werden, so hiesse das wohl – wenn man nämlich die Weltmenschen in Deiner Lehre unterwiese – allen Schweinen der Welt Deine Lebensperle zu einem gemeinsten Frasse vorwerfen! Man gebe ihnen den edlen Stoff gar nicht, so werden sie ihn auch nicht verderben und verunreinigen können!“

151,2. Sagte Ich: „Ja, Mein Freund, um derjenigen Menschen willen, die nicht daran glauben und das, was sie von Meiner Lehre irgend hören, des weltlichen Gewinnes wegen noch verfälschen werden, wird die Lebenslehre von Mir auch nicht gegeben; denn für solcher Menschen Seelen mögliche und weitere Ausbildung habe Ich noch gar endlos viele und grosse Schulhäuser in der ganzen Unendlichkeit.

151,3. Nur für Meine wahren Kinder auf dieser Erde gebe Ich diese Lehre, und diese sind auch in der wahren Erlösung vom ewigen Tode einbegriffen. Diese aber werden diese Lehre auch stets rein erhalten und werden sich nie in die Macht des Weltbetruges fügen, sondern sie werden diamantenfest an der ewigen Lebenswahrheit festhalten.

151,4. Was liegt uns an all den Weltmenschen? Die Gelegenheit ist ihnen gegeben, auch in die Reihen der Kinder Gottes zu treten. Wollen sie das ernstlich, so sollen sie daran nicht irgend behindert werden, – und wollen sie es nicht, so sollen sie tun, was sie wollen, und ihr habt euch um sie dann auch nicht weiter zu kümmern!

151,5. Siehe, also steht die Sache! Denn Ich bin nicht gekommen, um etwa die Welt von ihren alten Gerichtsfesseln zu erlösen, sondern nur, um Meine Kinder von der Welt und ihrem Gerichte frei zu machen. Und was und wie Ich es nun tue, also werdet es auch ihr und eure Nachfolger in der Folge tun.

151,6. Was auf dieser Erde in und nach Meiner Ordnung zu lösen ist, das löset auch ihr, und was ihr also lösen werdet, das wird auch sofort bei Mir im Himmel gelöst sein; was aber nicht zu lösen ist, das lasset gebunden, oder so jemand eure Lösung nicht achtet, so lasset ihn in seinen Fesseln und bindet ihn, damit ihr dann Ruhe habt vor dem Gebundenen, – und wahrlich sage Ich es euch, der wird auch vor Mir im Himmel gebunden sein und gar langehin ein Sklave seines finsteren Weltwillens verbleiben! – Sehet, also stehen die Sachen!“

151,7. Sagte Johannes weiter: „Aber wie werden wir solche finsteren Widerchristen erkennen? Denn das sehe ich nun schon ganz gut ein, dass Deine Lehre von vielen aufgegriffen wird, und namentlich von den vielen Magiern, die damit ihre Zaubereien beschönigen werden. Oh, sage uns auch sichere Kennzeichen an, auf dass wir sie schnell erkennen mögen und dann sogleich wider sie zu Felde ziehen!“

151,8. Sagte Ich: „Ihr werdet sie gar leicht an ihren Werken erkennen! Denn auf den Dornen wachsen keine Trauben und auf den Disteln keine Feigen. Wer da etwas gibt und will dafür noch mehr zurücknehmen, der ist wahrlich Mein Jünger nicht! Denn sehet, Ich gebe alles hin für die Meinen, am Ende sogar das Leben dieses Meines Leibes, und Ich nehme dafür von niemandem ein Opfer dieser Welt, sondern will nur, dass Mich der Mensch liebe über alles, auf dass Ich ihm dann noch endlos mehr und Grösseres geben kann.

151,9. Meinet ihr, dass solches auch der Widerchrist tun wird? Oh, mitnichten! Er wird seinen Anhängern ganz entsetzlich wenig geben – etwa nichts anderes als leere, erdichtete Verheissungen im grossen Jenseits –, wird aber dafür gar grosse Opfer verlangen, so wie es nun die Templer tun, die sich für ihre mehrere Ellen langen Gebete gar vieles zahlen lassen; aber diese Gebete nützen niemand etwas, weder für diese Welt und noch weniger für die jenseitige! Und sehet, geradeso wird es der Widerchrist machen, und die Meinen werden ihn und seine Jünger und Bekenner gar leicht an diesen nichtigen und hohlen Früchten erkennen!

151,10. Was tun die Pharisäer nun mit den Sündern aller Art und Gattung? Sehet, sie nehmen eine Sündenlöse, entweder in Geld oder auch in anderen reichlichen Opfern, und geben darauf den Sündern einen Freibrief für die schon begangenen Sünden und auch schon für die, welche ein Mensch, wie es deren nun genug gibt, besonders in der reichen Welt, in Zukunft zu begehen gedenkt und sagen den Menschen: ,Es ist euch dienlicher, so ihr opfert, wenn ihr nicht das schwere Gesetz halten möget!‘ Und so heben die Templer das Gebot Gottes auf und stellen an dessen Stelle ihre selbstsüchtigsten Weltsatzungen, da ihr Sinn nur das Wohlleben der Welt auf Kosten der armen, blinden Menschheit ist.

151,11. Sehet, geradeso wird es auch der Widerchrist tun und alle seine Jünger, und ihr werdet ihn daran um so leichter erkennen! Und so dann seine Jünger in aller Welt mit weit geöffneten Mäulern schreien werden: ,Sehet, hier ist der wahre Christus!‘ oder ,Dort ist er!‘, so glaube ihnen solches niemand von den Meinen! Die echten Kinder der Welt aber lasset und rufet sie nicht, auf dass ihr Ruhe habt vor dem Drachen und seinem Anhange; denn er wird sich auf eine Zeitlang eine grosse Macht aneignen und wird seine Feinde gar übel behandeln! Aber eben damit wird er sich selbst sein Gericht und seinen Untergang bereiten.

151,12. Ich aber werde in derselben Zeit allerlei grosse Erfindungen von den Menschen machen lassen, die wie glühende Pfeile in des Drachen finstere Kammern dringen und seine elenden Trugkünste und seine falschen Wunderwerke gewaltig zerstören werden, und er wird wie nackt sogar zur Schande seiner glühendsten Anhänger dastehen, die sich bald in grossen Scharen von ihm abwenden werden.

151,13. Darum sorget euch nicht, was aus dieser Meiner Lehre mit der Zeit wird; denn Ich allein weiss es, was da in dieser Welt alles zu geschehen hat, und was da zuzulassen ist, damit es dereinst auch in der blinden Welt lebenshelle wird!

151,14. Aber so schnell, wie ihr es meinet, geht das nicht; denn Ich allein kenne die Lebenselemente in dieser Erde und weiss auch am besten, was dazu gehört, um sie mit den Zeiten einem höheren Lebenslichte zuzuführen. Darum fraget nicht weiter und seid frohen Mutes!

151,15. Sehet, Mich erwarten noch ganz sonderbar elende Begegnisse in dieser Welt, die eigentlich gar nicht lange werden auf sich warten lassen! Allein ihr werdet darum noch keine Traurigkeit an Mir gemerkt haben. Komme da, was da wolle, Ich allein bin der Herr! Über Meine Weisheit und über Meinen Willen hinaus kann nichts gehen. Was da geschieht und noch geschehen wird, ist berechnet und bestimmt von oben und hat seinen tiefst heiligen Grund; wer aber mit Mir ist im Herzen und in der Liebe und im Willen, dem wird die allerärgste Welt nie etwas anhaben können. Aber wer nur eins ist mit Mir in der Weisheit, der wird in der Welt viele und arge Kämpfe zu bestehen haben; denn die Welt wird in ihrem materiellen Verstande ewig nie einsehen, dass ihr scheinbares Etwas vor dem Geiste ein eigentliches Nichts ist. – Mit dem begnüget euch und seid nun mit Mir völlig heiteren Mutes!“

flagge en  Prediction of the Lord – Instruction at all times – Churches & Antichrist

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 6, Chapters 149 to 151
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Prediction of the Lord – Instruction at all times – Churches & Antichrist(s)

Chapter 149
A prediction of the Lord on our present time. The necessity of divine revelations

The Lord says:

149,1. Said I: “Friend as it stands now, it will be the same near to 2000 years after us and the beginning for it will start already much earlier! Here the Jewish faith is now much worse then heathendom – since with the heathens reason still counts for something, while trampled on with the feet by the Jews – in those times however, My teaching, thus Christianity, will be much worse than the Jewish faith and heathenism together. There will be a great hardship among the people.

149,2. The light of the true, living faith will extinguish and love will totally cool off. The haughtiness of the well-off people will exceed all boundaries and the rulers and priests will regard themselves as much higher as the Jews their unknown Jehovah and the heathens their Zeus.

149,3. But then I will from time to time awaken men and maidens and give them the right light, and this light will increasingly become greater and mightier and in the end devour all the works of the great whore of Babel. Thus, do not be surprised that it is like now; because quite often already it was worse and one day it still will become worse.

149,4. The world will always stay world; nevertheless, I always will guide those who belong to Me and unleash My judgment over the world when it has become so bad, that next to its activities no spark of the true life light can exist anymore.

149,5. Now it has gotten to such a point that in the whole Jewish country without John and without Me, every spark of the true God recognition would have been suffocated, and it was therefore necessary that I Myself came into this world, to again bring the lost light of life to all people who still have a good will and show them anew the ways to true God recognition. There will of course still some battles be fought between My children and the children of the world, because the number of Mine on earth will always be smaller than the children of the world; nevertheless in the end Mine will win over all the world and it will not be able to harm them anymore. Even if all matter seems indestructibly hard for you, it finally has to give way before the power of the spirit.

149,6. God alone is Lord over everything and knows it best what, how and why He allows and instructs the one and the other to happen, when to pour out the right light among the people and maintains it in all seriousness among his children, so that nobody can say: ‘If there existed an all wise God, who has created everything which fills endless space, He must have had a lot of insight combined with love, so that He at least reveals and shows that much to his reasonable and thinking creatures, the people, that they could infer from it, that He is the true reason of all things and what man has to expect from Him, and how they have to live that such expectations can be realized at them!’

149,7. If God would never and in no manner reveal Himself to man, man would have the full right, not to believe in any God and every person who says out of himself that nevertheless there exist a God or even more than one invisible gods, to knock him down and say: ‘What does your stupid phantasy God concerns us?! If there is one, he should show himself to us and tell us what he wants from us! If he does not do this, he in all truth does not exist anywhere, accept in the lazy imagination of a mad lounger!’

149,8. A of himself fully conscious God as a central point of all wisdom and power, must reasonably consider man as his most perfect creation insofar, that at some stage he must reveal himself and must show them why they are there and what are his further plans with them. However, if this is not the case, and if according to the fullest truth it cannot be proved that he once or more than once has been present, he does not exist, and whoever speaks and writes of the existence of God, deserves to be sharply punished.

149,9. Because it is sufficient that man gifted with all reason and insight and only too clearly conscious of himself, must carry all the most outrages loads of a life which he cannot be blamed for, not to mention that he for nothing and again nothing has to follow hard, all nature opposing laws, prescribed to him by a nowhere existing God; for a God, who cannot reveal himself to the people other than by the tongue of a mad and work-shy fool, or being only a raw, stupid and blind power which only possess that much self-consciousness and reason that it without disgrace of being laughed at, can only dare to reveal itself in all secrecy to a very stupid, all knowledge bare, not-understanding-anything, gullible fool.

149,10. See, every reasonable person would be entitled to draw such conclusions about the Godhead, if the Godhead would never show and reveal itself to man other than by way of the lazy and non-worthy priesthood!

149,11. But lets go back to Adam and we will find many subsequent time periods in which God before thousand times thousand people has revealed Himself in the most unforgettable manner and informed man about His will and His most wise purpose with man; but because man would not be man at all if not allowing him the freest will, man proceeded with the divine word not one hair differently than with the word of a person.

149,12. A small portion still followed for some time the will of God; but the biggest part soon forgot about it completely and finally regarded everything as a futile invention and blather of man and enjoyed the world joys to the fullest and regarded the wise as fools and utopians, who, because of a highly uncertain and unprovable kingdom of heaven in the beyond, tread the true kingdom of this world with their feet.

149,13. Through such views faith in a true God was on the one hand lost altogether, and this even more so, because on the other hand the lazy priesthood through its selfish falsification of the revealed word of God, in time made the sober and ripe thinking people become aware that with such revealed Words of God (as offered by the priests), man was even less satisfied than even the most stupid person on earth could expect. (In the original writings of Lorber there exists some confusion about the composition of the last part of this sentence. Here the understanding of the translator is given.) The teachings were a bundle of highly incomprehensible secrets, which nevertheless were regarded by the blind people as sacred, and who regarded themselves as highly unworthy to understand such high, deep and holiest secrets.

149,14. Or is it differentl today? Do not the stupid, blind people go to the temple and worship the scriptures? However, of its contents they know only a little or nothing and also do not have any need, because they are satisfied thereby that this is already understood by the consecrated priest and the common man do not need anything else than what the priest is telling him, and that he does what the priest wants; since the priest surely knows why.

149,15. If this is the way the revealed word and will of God is handled by mankind, it is no wonder that man already one-hundred years after even the biggest revelation of the truth hardly knows and believe more than sleeping children know what they have done during their awakened state?! Nevertheless God never desists from revealing Himself to the people in manifold ways, so that man by just thinking a little about it soon can discover that things did not happen according to natural means.”

Chapter 150 – True and false prophets and revelations

150,1. (The Lord:) “To the biggest part God reveals Himself through the mouth of fully awakened prophets. Such prophets are always recognizable for the awakened person, – firstly by their written and spoken word, secondly by some miracle activity additions, for example that they in an emergency can tell people future occurrences in advance, so that the people can take note of it and better themselves and ask God to stop the announced judgment of happening as it was the case with Ninive. Thirdly such real awakened prophets by the will of God can also heal the sick through their prayers and by laying on of their hands, if the healing promotes the soul salvation of the sick. And fourthly they are also able, combined with the will of God, to bring a judgment over incorrigible mankind, and on the contrary also bless a nation.

150,2. Through such and several other properties they are properly marked as real prophets awakened by God and can be easily distinguished from false prophets, especially easy thereby that they as true prophets are always full of humility and love for their neighbour, while the false prophets walk in all kinds of decorated and by other things marked clothes, are full of haughtiness and full of the most outrages selfishness, only be visible at certain holy places, speak very little, and this very stupid and senseless, and at certain times perform false miracles by of course means kept very secret – and woe him who tried to copy them! -, while the real prophet does not keep his true miracles a secret, but on top encourages people that they in the same true and good manner also can perform the same miracles.

150,3. Since thereby the true prophets can easily be distinguished from the false and every sober person can recognize from this that there in all seriousness exist true and false prophets – where the latter never would have existed if the true prophets would not have been there first -, the people also can easily infer from that, that a true God exists, who never will let the people walking around on earth as complete orphans, but also make His will known to them and reveals His great and wise purpose to them.

150,4. This type of revelation is for man who wants to take note of it, the most salutary, because thereby they are not coerced in any extraordinary manner. By the only seldom occurring large revelations, the people yield for their souls much less, because such revelations are more of a judgment for degenerated mankind than it is any salvation for them.

150,5. When Adam was sinning before God in Paradise, by not accepting the well recognized will of God with his free will, he soon experienced a great revelation by God and regretted his sin; however, this large revelation was a judgment for him.

150,6. Afterwards several large revelations of God were given to the degenerated children of the world who lived in the lowlands; however, this always was a judgment for the children of the world. (See the “Household of God”, 3 volumes by J Lorber)

150,7. During the times of Noah, again a large revelation came to man; but it was a very large judgment for mankind.

150,8. In the times of Abraham again a large revelation occurred, namely because of the terribly degenerated inhabitants of Sodom, Gomorra and the ten smaller towns surrounding these two big cities. It again was a judgment for the people; the Dead Sea is still today a speaking testimony of it.

150,9. Father Jacob again had a large revelation from God; however his children had to suffer for it in Egypt.

150,10. During the times of Moses there was an exceedingly large revelation of God and the thundering words of God to the people had to be engraved in stone boards. However, what terrible judgment was this revelation of God, especially for the Egyptians becoming too blind, too haughty and too inhuman, whose magnificence was thereby completely broken; but also the Israelites were not overlooked.

150,11. When the Israelites left the desert under Josua, again a great revelation of God took place, and the big Jericho disappeared from the earth.

150,12. The same occurred at the times of Samuel and Elijah and also during the times of the other large prophets; and look it up the judgments which followed! Even the smaller prophets were not send into this world without judgments.

150,13. But now the biggest and most direct revelation of God to the people occurs before your eyes; however the subsequent exceedingly large judgment for the Jews will not have to wait for very long.

150,14. From now on for nearly 2000 years countless many seers and prophets will be awakend, while at the same time an even bigger number of false prophets and even highly haughty, power-hungry and all love bare false Christs will rise. But also the judgments will continue and there will seldom be a ruler who because of his darkness will not together with his people, have to endure a severe judgment.

150,15. Towards the end of the indicated period, I will awaken even bigger prophets and with them also the judgments will increase and become more widespread. There will occur great earthquakes and very destructible storms of elements, prices will increase, wars, famine, pestilence and many other disasters, and as I have already remarked earlier, faith will – accept for a very few – not be among the people, and will be frozen in the ice of the people’s haughtiness, and one nation will attack the other.

150,16. The people will be warned through seers and special signs in the sky, of which only a few of Mine will take note of, while the world-people will only regard this as effects of nature and spit on those who still believe in Me.

150,17. Thereupon the greatest revelation through My repeated return to this earth will take place; but this revelation will already be preempted by the greatest and sharpest judgment and be followed by a general thinning of the world-people through fire and its projectiles, so that I Myself can establish a completely different plant-school for true people on this earth, which then will last until the end of times of this earth.

150,18. I now say this to you in advance, that you certainly should not be of the opinion, that after Me it will be perfect like in My heavens. Yes, very few will be equal to My angels, – but many even a lot worse than are the people during these our times.

150,19. Despite all this you should not become annoyed about this; because I already have told many times, that man without his free will, is not man at all, but only a human like animal.

150,20. In the best case one could train such people like animals for a certain activity, but never place them on the level, that they recognize that such work for the true person and for the animal people are good and useful, so that they then decide for themselves to perform such useful work at the right time.

150,21. Man who sins against the law, thereby also shows that he is a free man, just like the one who follows the law voluntarily. Therefore you should not judge and condemn any person, but only teach him with all patience and gentleness and show the lost the right way. If he wants to walk on it, it is indeed good for him; however, if he does not want to do it, you therefore should not coerce him in any way, but in the worst case ban him from a better and purer society, – since a coerced believing person is ten times worse than an open unbeliever and apostate.

150,22. Look at the Pharisees! They are all coerced believers for pretence; however in themselves they do not believe anything and do whatever they have a desire for.

150,23. Therefore be careful if you in My name choose successors for you, that you firstly under no circumstances force someone and secondly do not accept someone, where you can see it already from a distance that he wants to step into your office only for a temporary interest.

150,24. You will take care of such indeed; however, nonetheless countless will take your office, partially through outer compulsion and partly through the prospect to find a good and carefree life in your office. However, all these will be counted by Me to the regiment of the anti-Christ, and their works will cause a disgusting smell and look like a stinking cadaver before God.

150,25. Verily, I say to you: all your successors who are not prepared by Me, but trained only by people in certain world-schools to follow your office, will not be looked at by Me; since only the anti-Christ will qualify his disciples in this way.

150,26. Those whom you will lay your hands on and baptize them in My name, will be filled with My spirit; it is them who I Myself at all times will choose as your successors and will confirm them by the true granting of My spirit.

150,27. However, during later times there will be only a few, because the anti-Christ will expand his regiment too much; but when he thinks to be the highest in the world, he will be brought down forever! Have you understood this well and clear?”

Chapter 151 – The marks of the anti-Christians

151,1. Said thereupon John as My favourite: “Lord, then it is hardly worthwhile the trouble to make such efforts for the sake of the silly people! Since when Your most brightest life light given to the people only too soon darkens again through the always victorious efforts of Satan, then he should take the people as they are now, thus completely ripe for his hellish kingdom. Why should these people first be endowed with Your life light?! Truly, if this will be the fruits of Your divine teaching, it means – if one wanted to teach the world-people Your teaching – to throw Your life pearls to all the pigs of the world as common grub! One should not give to them the noble stuff, hence they will not be able to spoil and impurify it!”

151,2. Said I: “Yes, My friend, for the sake of those people who do not believe in it what they might hear about My teaching and falsify it for worldly profit, the teaching of life from Me is not given; since for the soul of such people and their possible and further development I still have endless many and large school houses in the whole of infinity.

151,3. Only for the true children on this earth I give this teaching and they are also included in the true redemption from everlasting death. However, they also will always maintain this teaching as purified and will never be subject to world deception, but they will stick to the everlasting life truths.

151,4. Why do we care about all the worldly people? The opportunity is given to them to also step into the rows of the children of God. If they want to do this seriously, they should not be hindered to do so, – and if they don’t, they should do what they want and you have not to worry about them any longer!

151,5. See, this is the way things stand! For I have not come to free the world from its old judgment fetters, but only to free My children from the world and its judgment. And what and how I do it now, subsequently you and your successors will do it likewise.

151,6. And what on this earth must be solved according to My order, you also will have to solve, and what you will solve, will also be solved immediately with Me in heaven; however, what cannot be solved, leave it bound, or if someone does not want to observe it, leave him in his fetters and bind him, so that you are not bothered by the bound, – and verily I say to you, he will also be bound in heaven by Me and for a very long time remain a slave of his dark world will! – See, this is how things are!”

151,7. Said John further: “But how will we recognize such dark anti-Christs? Because this I can see quite clearly now, that Your teaching will be taken up by many, especially by the magicians, who will beautify their magic by it. Oh, just tell us also the distinguishing signs, so that we can recognize them quickly and immediately start to fight them!”

151,8. Said I: “You will easily recognize them in their works! Since no grapes grow on thorns and no figs on thistles. Who gives something and wants to take more in return, is truly not My disciple! Since see, I give everything for those who are Mine, finally even the life of this My body, and in return take form no one a sacrifice of this world, but only want that a person must love Me above all, so that I can give him even endlessly more and greater things. {Mt.07,16; lk.06,44b; Gal.05,19-22; jak.03,12; 1 tim.05,24 .25;}

151,9. Do you think the anti-Christ will do the same? Oh, certainly not! He will give his followers dreadfully little – like perhaps nothing else than empty, fictitious promises of the great beyond -, but in return will ask for large offers, like done now by the clerics, who are getting paid for their several feet long prayers; however, these prayers are of no use to anyone, not for this world nor the beyond! And see, exactly the same the anti-Christ will do and mine will recognize him and his disciples and followers quite easily by these trifle and hollow fruits!

151,10. What are the Pharisees doing right now with the sinners of all kinds and types? See, they take a sin offer, either as money or as other kinds of rich offers and thereupon give the sinners a free pass for the already committed sins and also for those sins which a person, of which there are plenty, especially in the rich world, contemplate to commit in the future and tell the people: ‘It is better for you to sacrifice, if you cannot keep the law!’ And in this way the clerics lift the laws of God and instead promulgate their selfish worldly rules, for their sole purpose is a good life at the expense of poor, blind mankind.

151,11. See, the anti-Christ and all his disciples will do it precisely in this way and you will recognize them by this even more easily! And if his disciples in all the world will shout with open mouths: ‘Look, here is the true Christ!’ or ‘There he is!’ {compare with Mt.24,23 mk.13,21}, such a thing will not be believed by any of my disciples! However, leave the true children of the world and do not call them, so that you may have peace from the dragon and its followers; because for some time he will appropriate large powers to himself and will treat his enemies quite badly! But by this, he will prepare his own judgment and downfall.

151,12. During that time I will allow the people to make great inventions, which, like glowing arrows, will penetrate the dark chambers of the dragon,which will destroy his wretched deceiving arts and his false wonder works, and he will be standing naked even in front of his most fierce followers, who will soon turn away from him in large crowds.

151,13. Therefore you should not worry what will become of My teaching in time; since I alone know about all the things which have to take place in this world and what must be allowed, so that one day it will become bright in the blind world!

151,14. However, it will not happen as quickly as you think; since I alone know the life elements of this earth, and also know best, what it takes to lead them to a higher life light in time. Therefore, do not ask any further and be of cheerful courage!

151,15. See, there are still quite peculiar and wretched events waiting for Me in this world, which will actually not have to wait for very long! Because of it, you will not have noticed any sadness in Me. Whatever happens may happen. I alone am the Lord! Nothing can happen without my wisdom and my will. Whatever happens and still is going to happen, is calculated and directed from above and has its deepest holy reason; however, whoever is with Me in the heart, love and will, no worldly harm will ever come his way. However, whoever is only with me in wisdom, will have to endure many, evil battles in the world; since the world, in its material sense, never recognizes, that its apparent something, is actually nothing before the spirit. – Be content with this and have a completely cheerful disposition with Me!”