Mose & Der brennende Dornbusch – Moses & The burning Thorn Bush

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Mathael erklärt… Moses und der brennende Busch

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 3, aus Kapitel 48 & 49
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

48,9. Sagt Mathael: „Was leuchtet wohl so wunderhell aus einem an einer Grasspitze hängenden Tautropfen?

48,10. Seht, es ist das Bild der Sonne, das aus dem klaren Tropfen so wundersam hell schimmert! Aber das Bild der Sonne schimmert nicht nur, sondern es wirkt auch! Im Zentrum des Tropfens verdichtet sich das Licht des Sonnenbildes, der Tropfen geht in seinem Zentrum in eine grosse Lebenswärme über, löst sich in dieser Lebenswärme selbst am Ende ganz in das Element des Lebens auf und belebt also das mit dem Tode ringende Pflänzchen; aber darum ist das Bild im Tropfen noch lange nicht die Sonne selbst, sondern nur ein Ebenbild derselben, versehen mit einem Teilchen derselben Kraft und Wirkung, welche in der wirklichen, grossen Sonne selbst zu Hause ist!

48,11. Und siehe, solch ein Unterschied ist denn auch zwischen mir und dem Heiland aus Nazareth! Er ist die Lebenssonne selbst, und in mir als einem Tautröpfchen waltet nur wundersam hell das kleine Abbildchen jener ewig- wahren, grossen Sonne, aus der zahllose Myriaden solcher Tröpfchen, wie wir, ihre heilige Lebensnahrung saugen. – Verstehst du solches?“

48,12. Spricht Suetal: „O Gott, ist das eine heilig-grosse Sprache! Freund, du bist schon mehr denn ein Tropfen, du bist ein ganzes Meer! Oh, so weit werden wir alle es nie bringen; es ist zu ergreifend gross, heilig und erhaben! Aber bei solchen Umständen und zu sehr göttlichen Verhältnissen getrauen wir als noch gar zu grobe Sünder uns nicht, hier zu verweilen; denn dieser Ort fängt an, stets heiliger und heiliger zu werden!“

48,13. Auch die andern elf fangen darauf an, eine sehr demütige Sprache zu führen, und wollen sich auch irgend weiter von da wegziehen; aber Julius lässt solches nicht geschehen.

48,14. Suetal aber sagt: „Herr, als einst Moses auf dem Berge zum flammenden Dornbusche ging, um zu erfahren, was das sei, da sprach eine helle Stimme aus der Flamme: ,Moses, ziehe aus deine Schuhe; denn der Ort, da du stehest, ist heilig!‘ Hier ist nach der handgreiflich klaren Aussage das, was Moses auf dem Berge antraf; also ist auch dieser Ort heilig, und wir Sünder sind nicht wert, ihn zu betreten!“

Kapitel 49 – Erklärung der äusseren Vorgänge bei Moses

49,1. Sagt der nebenstehende Mathael auf Verlangen des Julius, der dem Suetal nichts Besonderes zu entgegnen wusste: „Wer sagt es euch denn, ob ihr wert seid, diesen Ort zu betreten, oder ob ihr das nicht wert seid? In welchem Buche irgendeiner Weisheit steht es denn geschrieben, dass je irgendein Kranker seines Arztes nicht wert sein soll? Wisst, solch eure Annahme kommt von der Lämmelweisheit des Tempels, die auch dem die Hände am Feuer braten lässt, der sich mit ungeweihter Hand irgend vergriffe an der Türschwelle, die ins Allerheiligste führt! Wenn aber die hohen Pharisäer gegen gute Bezahlung die Fremden alle Tage heimlich dahin führen und ihnen alles zeigen und geschichtlich erklären, so werden darauf den Fremden die Hände sicher nicht am Feuer gebraten werden!

49,2. Was wollte denn Gott eigentlich dem Moses dadurch sagen, dass Er ihn die Schuhe ausziehen hiess?

49,3. Seht, Gott sagte dadurch zu Moses: ,Ziehe aus dein Materiell-Sinnliches, schaffe von dir durch deinen Willen den alten Fleischadam und stehe als ein rein geistiger Mensch vor Mir, ansonst kannst du Meine Stimme nicht verstehen, und Ich kann dich nicht zum Führer Meines Volkes machen!‘

49,4. Was besagte aber die Besteigung des Berges?

49,5. Seht, Moses flüchtete sich vor der Verfolgung des Pharao wegen Ermordung eines hohen Beamten des Königs, welcher Beamte auch so gut wie ein Sohn des Königs war.

49,6. Moses galt zwar sehr viel beim Pharao, so dass es noch sehr zweifelhaft war, ob er nicht einmal gleich einem Joseph die Herrschaft Ägyptens auf sich bekäme und so sein Volk erhöbe.

49,7. Solches Emporstreben zeigte ihm Gott in der Wüste durch die Besteigung des Berges, dessen Spitze er aber dennoch nicht erreichen durfte; denn daran war er durch den flammenden Dornbusch verhindert.

49,8. Und es hiess da ferner nach unserem Sprachverständnisse: ,Du sollst wohl der Retter Meines Volkes werden, aber nicht auf die Art, wie du es glaubst, sondern wie Ich, dein Gott und dein Herr, es dir vorzeichnen werde!

49,9. Du sollst nicht König von Ägypten werden und Mein Volk, das Ich bisher in der Demut Mir erzogen habe, sinnlich, eigenliebig und hoffärtig machen, sondern das Volk muss dies Land verlassen und mit dir in diese Wüste ziehen! Da werde Ich dem Volke Gesetze geben, und Ich Selbst werde dieses Volkes Herr und Führer sein; und so es sich Mir treu erweisen wird, werde Ich ihm geben das Land Salems, in dessen Bächen Milch und Honig fliesst!‘

49,10. Seht, mit solchem Sinne in der Bildsprache damaliger Zeit wollte Gott dem Moses durchaus nicht sagen, dass er wirklich seine Fussbekleidung ausziehen solle, sondern den alten Adam nur oder die Begierlichkeit des äusseren sinnlichen Menschen, die sich zum eigentlichen Lebensmenschen gerade also verhält, wie die Schuhe an den Füssen eines Menschen, die auch das unterste, äusserste, letzte und am ehesten entbehrliche Kleid sind.

49,11. Der Ort aber, den Gott heilig nennt, ist nur ein demütigster Zustand der Seele, ohne den sie im Angesichte der ewigen Liebe, die ein wahrstes Lebenselementfeuer ist, nicht bestehen kann.

49,12. Der Dornstrauch aber, der da brennt, ist ein Zeichen, dass die Bahn des Propheten eine eben sehr dornige sein wird; aber seine grosse Liebe zu Gott und zu seinen Brüdern, die sich als Flamme über und durch den ganzen Dornstrauch zeigt, wird den Dornen des Strauches die Stacheln versengen und am Ende alles Dorngestrüppe verzehren und eine dornlose Bahn machen.

49,13. Sieh, das ist der Sinn dessen, was du ehedem angeführt hast! Wenn aber unfehlbar also, wie kannst du demnach irgendeinen irdischen Ort für mehr oder weniger heilig halten?

49,14. Ziehet auch ihr vollends eure Weltschuhe aus und demütiget euch in allen Stücken des Lebens, so werdet ihr auch uns allen gleich würdig hier stehen; denn wir alle sind als Menschen hier vor Gott und dem Einen, der hier ist, ganz gleich, und es hat keiner einen Vorzug vor dem andern!“

49,15. Als Suetal von Mathael solche Rede vernimmt, sagt er: „Ja, wenn man einmal mit einem solchen Übermasse von aller Weisheit erfüllt ist, dann kann man freilich leicht ohne Furcht sein; denn ein Sehender hat leicht vorwärts schreiten, aber ein Blinder muss stets vorher forschen, ob sein nächster Schritt wohl ein sicherer sein wird, und bei aller Vorsicht und treu forschenden Behutsamkeit stösst man sich dennoch immer irgendwo an. Aber wenn man einen Wegweiser hat, wie du, lieber Bruder Mathael, einer bist, so kann man auch als Stockblinder noch vorwärts kommen! Oh, nun bleiben wir schon und freuen uns über alle Massen, ehest den näher kennenzulernen, dem du aus handgreiflich, klaren Gründen ein so grosses Zeugnis gegeben hast!“

49,16. Sagt Julius, den Mathael freundlichst bei der Hand drückend: „Ewig Dank dem Herrn, der dich und deine vier Brüder also mächtig geheilt hat! Was habe ich nun schon alles von dir gelernt, und nur so klar und leicht fasslich, und ich merke es bei mir, dass es nun in meiner Seele ganz bedeutend zu tagen beginnt; und geht das so fort, hoffe ich in kurzer Zeit auch in deine Fusstapfen zu treten!“

49,17. Sagt Mathael: „Kann ja auch gar nicht anders sein! Denn es gibt ja nur einen Gott, ein Leben, ein Licht, eine Liebe und nur eine ewige Wahrheit; unser diesseitiges Erdenleben ist der Weg dazu. Aus der Liebe und aus dem Lichte sind wir durch den Willen der ewigen Liebe in Gott hervorgegangen, um eine selbständige Liebe und ein selbständiges Licht zu werden; das können wir, das müssen wir!

49,18. Wie aber? Sieh, hoher Bruder: allein durch die Liebe zu Gott und durch ihre nimmer rasten könnende Tätigkeit! Denn unsere Liebe zu Gott ist ja die Liebe Gottes Selbst in uns und leitet unsere Seele in die stets erhöhte Tätigkeit des wahren, ewigen Lebens, das da in sich ist die vollste Wahrheit und das hellste Licht. Wenn es demnach in einer Menschenseele zu tagen beginnt, dann ist sie dem ewigen Lebensziele schon sehr nahe und kann nicht möglich mehr anders, als erreichen das Ziel des ewigen Lebens, das da in sich ist alles in allem, was das vollendete Leben in aller Freiheit und in der vollsten Selbständigkeit ewig je erreichen kann!

49,19. Darum sei froh und heiter, hoher Bruder, bald wird auch deine Seele zu schauen bekommen, was nun die meine in stets klarerem Lichte schaut! Am vollen Tage deiner Seele erst wirst du die Grösse Dessen begreifen, den du noch mit einiger Scheu den ,Heiland von Nazareth‘ nennst.

49,20. Als Mensch wohl ist Er dir und mir gleich – aber Sein Geist! Der durchdringt mit Seiner Kraft und mit Seinem Licht die ewige Unendlichkeit! – Hast du, hoher Bruder, mich wohl verstanden?“

49,21. Sagt Julius, ganz zu Tränen gerührt: „Ja, lieber und eigentlich viel höher als ich stehender Bruder; wahrlich, vor Liebe könnte ich dich gerade erdrücken, und den Heiland Jesus aus Nazareth kann ich nun ohne Liebetränen gar nicht mehr ansehen und begreife nun erst die grosse Liebe jenes Mägdleins, das eigentlich gar nicht mehr von Seiner Seite zu bringen ist!“

49,22. Sagt Suetal: „Gottlob, nun wird er für uns nicht mehr schwer zu erkennen sein! Wir dürfen nun nur darauf sehen, an wessen Seite das gewisse Mägdlein wandelt; der wird es auch sein!“ – Darauf gaben sie acht.

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Mathael elucidates… Moses and the burning Thorn Bush

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 3, Chapter 48 & 49
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

48,9. Mathael says, “What glistens so wonderfully brightly in a drop of dew hanging on a blade of grass?

48,10. You see, it is the image of the sun which shimmers so wonderfully brightly on the clear drop! But the image of the sun does not only shimmer, but it acts too! In the centre of the drop the light of the image of the sun condenses, the drop in its centre turns into a great warmth of life, in this warmth of life it turns into the element of life in the end and enlivens the little plant which is fighting with death; but the image in the drop is by no means the sun itself, but only a representation of the same, equipped with a little part of the same power and effect which is natural to the real, great sun itself!

48,11. And see, there is also such a difference between me and the Savior of Nazareth! He is the sun of life itself, and in me just as in a drop of dew the small image of the eternally true, great sun rules wonderfully brightly, out of which countless myriads of such drops as us suck their holy food of life. Do you understand that?”

48,12. Suetal says, “Oh God, that is a great and holy language! Friend, you are already more than a drop, you are a whole sea! Oh, we will never get so far; it is too movingly great, holy and eminent! But in such circumstances and in very divine circumstances we as very crude sinners do not dare to remain here; for this place begins to become holier and holier!”

48,13. The other eleven also begin to speak very humbly and also want to move away from there; but Julius does not allow this to happen.

48,14. But Suetal says, “Lord, once when Moses went to the burning thorn bush on the mountain to find out what was happening, a clear voice spoke from out of the flames: Moses, remove your shoes from your feet; for the place on which you are standing is holy ground! Here according to the tangibly clear statement is what Moses encountered on the mountain; therefore this place is holy and we sinners are not worthy to set foot on it!”

Chapter 49
Explanation of the outer occurrences with Moses

49,1. Mathael, standing nearby, says at the demand by Julius, who didn’t know how to respond to Suetal with anything special, “Who told you then whether you are worthy to set foot on this place, or whether you are not worthy? In which book of wisdom is it written then that any sick man is not worthy of his doctor? You know, such an assumption by you comes from the woolly wisdom of the temple which allows to be burned on the fire the hands of he who reaches with an unordained hand for the threshold which leads to the Holiest of Holies! But if the high Pharisees secretly lead the foreigners there every day for a good payment and show them everything and explain cleverly, the hands of the foreigners will certainly not be burnt on the fire!

49,2. What did God actually want to say to Moses in that he called him to take off his shoes?

49,3. You see, God said to Moses: Take off your material and sensual elements, cleave from yourself the old flesh-Adam through your will and stand as a purely spiritual person before Me, otherwise you cannot understand My voice and I cannot make you the leader of My people!

49,4. But what does the ascension of the mountain imply?

49,5. You see, Moses was fleeing from the persecution of Pharaoh because of the murder of a high official of the king, an official who was as good as a son to the king.

49,6. Moses also meant a lot to Pharaoh, so that it was still very doubtful whether he would not someday receive the reign over Egypt like Joseph and so would lift up his people.

49,7. God showed him such ambition in the desert through the ascension of the mountain, whose peak, however, he was not allowed to reach; for he was prevented in it by the burning bush.

49,8. And further it was said according to our linguistic understanding: You will become the savior of My people, but not in the way you believe, but as I, your God and your Lord, will describe to you!

49,9. You shall not become king of Egypt and make My people, who I have raised in humility before Me, sensual, self-loving and haughty, instead the people must leave this land and move into the desert with you! I will give the people laws and I Myself will be the Lord and leader of these people; and if they prove themselves true to Me, I will give them the land of Salem, in whose streams flow milk and honey!

49,10. You see, with such meaning in the picture language of that time God did not want to say to Moses that he should really take off his footwear, but the old Adam or the greed of an externally sensual person, which fulfils the same function to an actual man of life as the shoes to the foot of a person which are the lowest, most outer, last and most dispensable clothing.

49,11. But the place which God calls holy is only a humble state of the soul, without which in respect of eternal love, which is the truest fire of the element of life, it cannot exist.

49,12. But the thorn bush which is burning there is a sign that the way of a prophet will be a very thorny one; but his great love for God and for his brothers, which shows itself in flames over and through the whole bush, will scorch the thorns of the bush and in the end will consume it whole and make a thorn-less path.

49,13. You see, that is the meaning of what you mentioned before! But if it is unmistakably so, how can you then consider any earthly place to be more or less holy?

49,14. If you also completely take off your worldly shoes and humble yourselves in all aspects of life, you will also stand here as worthy as all the rest of us; for we as people are all quite equal before God and the One who is here, and no one has an advantage over the others!”

49,15. When Suetal hears such a speech from Mathael, he says, “Yes, once one is filled with such an abundance of all wisdom, one can then easily be without fear; for a seeing person can easily move forward, but a blind man must constantly feel beforehand whether his next step will be a safe one, and despite all care and faithfully investigating caution one nonetheless always collides with something. But if one has a guide such as you, dear brother Mathael, even a blind man can still move forward! Oh, now we will remain and are exceptionally excited about getting to know for what tangible and clear reasons you have given such a great testimony!”

49,16. Julius, who grasps Mathael’s hand in a most friendly manner, says, “Eternal thanks to the Lord, who has powerfully healed you and your four brothers! I have learnt so much from you, and it was so clear and easy to understand, and I notice that it is beginning to dawn in my soul; and if that continues I hope to walk in your footsteps very soon!”

49,17. Mathael says, “It cannot be otherwise! For there is only one God, one life, one light, one love and only one eternal truth; our present life on Earth is the path to it. We have proceeded out of love and out of light through the will of the eternal love in God in order to become an independent love and an independent light; we can do it, we must do it!

49,18. But how? You see, high brother, alone through love for God and through its never-resting activity! For our love for God is the love of God itself in us and directs our soul to the constantly rising activity of the true, eternal life, which is in itself the fullest truth and the brightest light. If accordingly it begins to dawn in a human soul, then it is already very near to the eternal goal of life and can impossibly do anything other than to achieve the goal of eternal life, which is all in all what the completed life in all freedom and in the fullest independence can ever achieve eternally!

49,19. Therefore be glad and cheerful, high brother, soon your soul will also get to see what mine now sees, in an ever clearer light! On the full day of your soul you will understand the greatness of Him whom you with some shyness still call the “Savior of Nazareth”.

49,20. As a person He is probably the same as you or I – but His spirit! It penetrates eternal infinity with His power and His light! Have you, high brother, understood me well?”

49,21. Julius says, quite moved to tears, “Yes, dear brother, you really stand much higher than I; truly, I could just squeeze you to death out of love, and I can now no longer look at the Savior Jesus of Nazareth without tears of love, and I understand only now the great love of the maiden who can actually no longer be led away from His side!”

49,22. Suetal says, “Praise the Lord, now he will no longer be difficult to recognize for us! We must only see at whose side this certain maiden walks; and it will be him!”

Das lebendige Wasser & Anbetung in Geist und Wahrheit – The Living Waters & Worship in Spirit and Truth

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flagge de  Das lebendige Wasser & Anbetung in Geist und Wahrheit

Jesus beschreibt… Das lebendige Wasser & Anbetung in Geist und Wahrheit
(Johannes 4, 7-24)

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 1, Kapitel 26+27
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Herr und das Weib am Jakobsbrunnen
Des Herrn Worte vom lebendigen Wasser
(Johannes 4,7-16)

Die Bibelstellen sind zum Nachlesen angegeben. Hier wird die vom Herrn offenbarte originale Begebenheit wiedergegeben.

(Ev.Joh.4,7.8)
1. Als Ich noch immer vergeblich auf ein Gefäß aus dem Dörfchen harre, da kommt wie gerufen eine Samariterin aus Sichar mit einem Kruge, sich für den heißen Tag aus dem Jakobsbrunnen, dessen Wasser sehr frisch war, einen köstlichen Labetrunk zu holen. Als sie, auf Mich anfangs gar nicht achtend, ihren Krug voll Wassers aus dem Brunnen an einer Schnur gezogen hatte, da erst rede Ich sie an und sage: „Weib! Mich dürstet es sehr, gib Mir zu trinken aus deinem Kruge!“

(Ev.Joh.4,9)
2. Das Weib macht große Augen, da es an Mir einen Juden erschaut, und sagt nach einer Weile: „Du bist doch auch einer von denen, die mir zur Stadt hinein begegneten und fragten, wo man darinnen Speise zu kaufen bekäme? Das waren stolze Juden; du bist sicher auch ein Jude, wie dich deine Tracht verrät, und ich bin ein samaritisches Weib! Wie verlangst du von mir, daß ich dir Wasser zu trinken gebe?! Gelt, ihr stolzen Juden, in der Not wäre ein armes samaritisches Weib euch auch gut genug, aber sonst habt ihr keine Augen und Ohren mehr für uns! Ja, so ich es vermöchte, mit diesem Kruge Wassers ganz Judäa zu ersäufen, so gäbe ich dir mit großem Vergnügen aus diesem Kruge das verlangte Wasser zu trinken; sonst aber möchte ich dich lieber sterben sehen vor Durst, als dir darreichen auch nur einen Tropfen Wassers aus diesem Kruge!“

(Ev.Joh.4,10)
3. Sage Ich: „Weil du blind bist in deiner Erkenntnis, darum redest du also; wärest du offensehender Erkenntnis und erkenntest die Gabe Gottes und Den, der zu dir spricht und gesagt hat: ,Weib, gib Mir zu trinken!‘, da würdest du niederfallen vor Ihm und Ihn bitten um ein rechtes Wasser, und Er gäbe dir zu trinken lebendiges Wasser! Ich sage es dir, wer Mir aber glaubt, das Ich zu ihm sage, aus dessen Leibe werden Ströme des gleichen lebendigen Wassers fließen, wie solches geschrieben steht im Jesajas 44,3 und im Joel 3,1.“

(Ev.Joh.4,11)
4. Spricht das Weib: „Du scheinst in der Schrift wohl bewandert zu sein! Aber, wie ich es erkenne aus deiner Bitte um einen Trunk Wassers aus meinem Kruge, und wie du ganz sicher kein Gefäß hast, mit dem du dir ein Wasser aus diesem Brunnen schöpfen könntest, und mit der Hand das Wasser nicht erreichen kannst, da der Brunnen tief ist und niemand mit der Hand bis zum Wasser langen kann, so möchte ich wohl deine Kunst wissen, mit der du von irgendwoher es dir verschaffen könntest!? (Oder willst du etwa gar verdeckt mir zu verstehen geben, daß es dich gelüste, eine Sache mit mir zu haben? Jung wohl bin ich noch genug und reizend auch, denn ich zähle noch nicht dreißig Jahre! Solch ein Begehren aber würde von der Seite eines Juden an eine allerverachtetste Samariterin doch ein zu großes Wunder sein, indem euch die Tiere lieber sind als wir samaritische Menschen! Wahrlich, zu dem würdest du mich wohl nie bereden!)“

(Ev.Joh.4,12)
5. „Wer und was bist du denn, daß du also mit mir zu reden dir getraust? – Bist du etwa gar mehr als unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben hat, aus dem er, seine Kinder und sein Vieh getrunken haben?! Was machst du aus dir? – Sieh, ich bin ein armes Weib; denn wäre ich reich, so käme ich in dieser Hitze nicht selbst, mir einen Labetrunk zu holen. Möchtest du als Jude mich wohl noch elender machen, als ich es ohnehin schon bin?! Siehe an meine Kleider, die kaum hinreichen, meine Scham zu bedecken, und dir wird es doch klar sein, daß ich sehr arm bin! Wie magst du von mir verlangen, daß ich als ein armes, elendes Weib dich sogar noch bitten solle, um dir, einem stolzen Juden, in der Lust dienen zu dürfen?! Pfui, wenn dahin dein Sinn gerichtet wäre! Aber du siehst mir dennoch nicht darnach aus; darum will ich das auch nicht im vollsten Ernste zu dir gesagt haben! Aber da du schon mit mir zu reden begannst, so erkläre dich deutlich, was du mit deinem lebendigen Wasser meinst!“

(Ev.Joh.4,13)
6. Sage Ich: „Ich sagte dir es ja, daß du in deiner Erkenntnis blind bist, und so ist es denn auch wohl begreiflich, daß du Mich nicht verstehen kannst und magst. Sieh, Ich sagte dir auch: Wer Meinem Worte glaubt, aus dessen Lenden werden Ströme des lebendigen Wassers fließen! Siehe, Ich bin schon dreißig Jahre in dieser Welt und habe noch nie ein Weib berührt; wie sollte Ich nun auf einmal dich begehren wollen?! O du blinde Törin! Und so Ich mit dir eine Sache machen würde, so würdest du doch sicher wieder durstig werden und trinken müssen, um dir zu löschen den Durst; so Ich dir aber ein lebendiges Wasser anbot, so ist es ja klar, daß Ich dir damit den Durst des Lebens für ewig stillen wollte! Denn sieh, Mein Wort, Meine Lehre ist solch ein Wasser!“

(Ev.Joh.4,14)
7. „Denn wer das natürliche Wasser dieses, wie auch eines andern Brunnens trinkt, den dürstet es in kurzer Zeit wieder. Wer aber das geistige Wasser (Meine Lehre) trinkt (gläubig in sein Herz aufnimmt), das nur Ich allein geben kann, den dürstet es ewig nimmer wieder; denn das Wasser, das Ich jemandem gebe, wird in ihm zu einem Wasserbrunnen, dessen Wasser ins ewige Leben hinüberquillt.

8. Sieh, du hältst Mich für einen stolzen, hochmütigen Juden, und sieh, Ich bin von ganzer Seele sanftmütig und durch und durch voll der tiefsten Demut. Mein lebendig Wasser aber ist eben diese Demut selbst; wer demnach nicht also demütig wird, wie Ich Selbst es bin, wird am Reiche Gottes, das nun zur Erde herabgekommen ist, keinen Teil haben.

9. Zugleich aber ist das dir angebotene Lebenswasser auch die einzig wahre Erkenntnis Gottes und des ewigen Lebens aus Gott, quillt also aus Gott, dem Leben alles Lebens, in den Menschen als das ewige Leben, wird da zu einem unversiegbar ewig bleibenden Leben, das da in das Leben Gottes zurückquillt und in Gott ein und dasselbe freitätigste Leben bewirkt. Siehe, ein solches Wasser biete Ich dir; wie magst du Mich gar so falsch verstehen?!“

(Ev.Joh.4,15)
10. Spricht das Weib: „So gib mir denn ein solches Wasser, auf daß es mich nimmer dürsten solle und ich nicht mehr nötig hätte, hierher zu kommen den beschwerlichen Weg, um mir ein Wasser aus diesem Brunnen zu schöpfen! Denn sieh, ich wohne am andern Ende der Stadt und habe sonach einen recht weiten Weg bis hierher!“

(Ev.Joh.4,16)
11. Sage Ich: „O Weib, du bist überaus dumm, mit dir ist nichts zu reden, da du von geistigen Dingen keine Ahnung hast! – Gehe aber hin in die Stadt und rufe deinen Mann und komme mit ihm wieder hierher; mit ihm will Ich reden, der wird Mich sicher besser verstehen als du! Oder ist dein Mann auch also beschaffen wie du, daß er sich auch stillen möchte mit dem geistigen Wasser der Demut seines Leibes natürlichen Durst?“

Anbetung Gottes im Geiste und in der Wahrheit (Johannes 4,17-24)

(Ev.Joh.4,17)
1. Das Weib erwidert darauf ganz schnippisch: „Ich habe keinen Mann!“, worauf Ich dann mit einer etwas lächelnden Miene zu ihr sage: „Kurz, gut und richtig, also völlig recht hast du nun geredet.“

(Ev.Joh.4,18)
2. „Denn sieh, Meine Liebe, fünf Männer hast du bereits gehabt, und da deine Natur ihrer Natur nicht entsprach, so wurden sie bald krank und starben; denn über ein Jahr hielt es keiner aus mit dir. In deinem Leibe ist ein arges Gewürm, und wer mit dir zu tun bekommt, der wird von deinem Gewürm bald getötet. Der Mann aber, den du nun hast, ist nicht dein Mann, sondern nur dein Buhlknecht – zu seinem und deinem Verderben! Ja, ja, also hast du vor Mir nun freilich wohl recht geredet.“

(Ev.Joh.4,19)
3. Hier erschrickt das Weib in ihrem Gemüte, will sich jedoch nicht verraten, sagt aber nach einer Weile dennoch: „Herr, ich sehe, daß du ein Prophet bist! Da du so viel weißt, so weißt du vielleicht auch, was mir hülfe!?“

(Ev.Joh.4,20)
4. „Wohl weiß ich’s, daß in derlei nur Gott allein helfen kann; aber wie und wo soll man Ihn darum anbeten? Unsere Väter sagen, auf dem Berge Garizim, allwo schon die ersten Erzväter Gott angebetet haben, müsse man Gott anbeten. Ihr aber saget, zu Jerusalem sei die rechte Stätte, da man Gott anbeten solle! So aber du sichtlich ein Prophet Gottes bist, da sage mir, wo man eigentlich wirksam Gott anbeten soll! Denn sieh, ich bin noch jung, und die Menschen sagen, ich sei ein wunderschönes Weib; es wäre ja doch etwas Entsetzliches, so mich meine Würmer bei lebendigem Leibe auffressen sollten! O ich armes, elendes Weib!“

(Ev.Joh.4,21)
5. Sage Ich: „Weib, Ich kenne wohl deine Armut, deine Not und deinen schlechten Leib; aber Ich kenne auch dein Herz, das gerade nicht das beste, aber auch nicht schlecht zu nennen ist, und sieh, das ist der Grund, daß Ich nun mit dir rede. Wo aber das Herz nur einigermaßen gut ist, da ist auch noch jegliche Hilfe möglich! – Aber da bist du ganz irrig daran, so du zweifelst, wo man Gott würdig und wirksam anbeten solle!

6. Sieh, Ich sage es dir, glaube es Mir: es kommt die Zeit, und sie ist schon da, daß ihr weder auf dem Berge noch zu Jerusalem den Vater anbeten werdet!“

7. Hier erschrickt das Weib und sagt: „Weh mir, wehe dem ganzen Volke! Was wird dann aus uns werden?! Also müssen wir so wie die Juden gräßlich gesündigt haben?! Aber warum sandte uns denn Jehova diesmal keinen Propheten, der uns ermahnt hätte? Du bist nun freilich zu uns gekommen als ein wahrer Prophet; aber was nützt uns nun das, so du mir sagst: Gott werde man in der Zukunft weder auf dem Berge noch zu Jerusalem anbeten? Will das nicht soviel heißen – was ich aus deinem auf einmal sehr bedenklich ernst gewordenen Gesichte las – als: Gott werde Sein altes Volk ganz verlassen und Seine Wohnstätte bei einem andern Volke nehmen? Wo des Orts auf der Erde wird das doch sein? O sage es mir, auf daß ich dann hinziehe und dort als eine rechte Büßerin Gott den Vater anbete, daß Er helfe mir Elenden und nicht ganz verlasse mein Volk!“

8. Sage darauf Ich: „Höre Mich recht und verstehe, was Ich dir sage! – Was zweifelst und bebst du denn? Meinst du denn, Gott ist auch so ungetreu in der Haltung Seiner Verheißungen wie die Menschen gegeneinander?!“

(Ev.Joh.4,22)
9. „Ihr besteiget wohl den Berg und betet daselbst, aber ihr wisset es nicht, was ihr da betet, und wen ihr anbetet. Desgleichen ist es auch bei denen, die zu Jerusalem anbeten; sie laufen wohl in den Tempel und machen da ein gräßliches Geplärre, aber sie wissen es auch nicht, was sie tun und was sie anbeten!

10. Aber dennoch, wie Gott durch den Mund der Propheten geredet hat, kommt das Heil nicht von euch, sondern von den Juden! Lies nur den dritten Vers im zweiten Kapitel des Propheten Jesajas, und du wirst es finden!“

11. Sagt das Weib: „Jawohl, ich weiß es wohl, daß es dort steht also, daß das Gesetz von Zion ausgeht, dieweil es auch dort verwahrt ist in der Lade; aber wie sagst du dann: ,Weder auf dem Berge noch zu Jerusalem‘?!“

(Ev.Joh.4,23)
12. Sage Ich: „Du hast Mich noch immer nicht verstanden. Sieh, Gott der Vater von Ewigkeit ist ja weder ein Berg, noch ein Tempel, noch die Lade, und ebenalso weder auf dem Berge, noch im Tempel und ebensowenig in der Lade zu Hause! Darum sagte Ich dir: Es kommt die Zeit und sie ist nun schon da vor deinen Augen, in der die rechten Anbeter (wie du sie hier unter den Bäumen in großer Anzahl ruhen siehst und dir schon einige in der Stadt begegneten, Speise zu kaufen) Gott den Vater im Geiste und in der Wahrheit anbeten werden; denn also will es von nun an der Vater Selbst, daß Ihn die Menschen also anbeten sollen!“

(Ev.Joh.4,24)
13. „Denn siehe, Gott ist ein Geist, und die Ihn anbeten, müssen Ihn im Geiste und in der Wahrheit anbeten!

14. Und sieh, dazu braucht es weder einen Berg noch irgend einen Tempel, sondern lediglich ein möglichst reines, liebevolles, demütiges Herz! Ist das Herz das, was es sein soll, nämlich ein Gefäß der Liebe zu Gott, ein Gefäß voll Sanftmut und Demut, dann ist volle Wahrheit in solch einem Herzen; wo aber Wahrheit ist, da ist Licht und Freiheit, denn das Licht der Wahrheit macht jegliches Herz frei. Ist aber das Herz frei, so ist auch frei der ganze Mensch.

15. Wer demnach mit solch einem Herzen Gott liebt, der ist ein rechter Anbeter Gottes des Vaters, und der Vater wird sein Gebet stets erhören und wird nicht sehen auf den Ort, an dem nichts gelegen ist, ob Berg oder Jerusalem, da die Erde überall gleich Gottes ist, sondern allein auf das Herz jegliches Menschen! Ich meine, daß du Mich nun wohl verstanden hast.“

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Jesus describes… The Living Waters & Worship in Spirit and Truth
John 4:7-24

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 1, Chapter 26 to 27
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord and the woman at Jacob’s well
The Lord’s Word about the living Waters
(John 4:7-16)

The biblical passages are given for your reference. Here the original story revealed by the Lord is portrayed.

(John 4,7-8.)
26,1. While I am still waiting in vain for a vessel from the little village, a Samaritan woman from Sychar comes with a vessel just at the right moment on this hot day to draw a delicious, refreshing drink from Jacob’s well. Only after she has drawn up on a cord the vessel filled with water, without taking any notice of Me, I address her saying:, ‘Woman, I am very thirsty, let Me have a drink from your water jar.’

(John 4,9.)
26,2. The woman, seeing that I am Jew, is quite astonished and says after a while: ‘Are you not one of those whom I met as they were entering the city and asking where one could buy food? They were proud Jews. Judging by your clothing, you must be a Jew too, and I am a Samaritan woman. How is it that you ask me for a drink of water? Yes, yes, you proud Jews, when help is needed, even a Samaritan woman is good enough for you, but otherwise you no longer pay any attention to us. If I were able to drown the whole of Judaea with this vessel of water, I would be only too pleased to let you drink the desired water from this jar. But otherwise I would rather watch you die of thirst than offer you even a drop of water from it.

(John 4,10.)
26,3. I say: ‘You speak like that because you are blind in your perception. If you were seeing and recognized the gift of God and who the one is who is speaking to you and has said: ‘woman, let Me have a drink’, then you would ask Him on your knees for true water, and he would give you a drink of living water. I tell you: whosoever believes what I say to him, from his body will be flowing streams of the same living water as is written in Isaiah 44:3 and Joel 3:1.’

(John 4,11.)
26,4. Says the woman: ‘You seem to be well versed in the Scripture. But as I recognize from your request for a drink of water from my jar that you have certainly no vessel to draw water from this deep well, where no one could reach the water with his hand, I would like to know how you could manage to procure it from somewhere? Or do you wish to let me know in a veiled way that you desire to have an affair with me? I am still young and attractive enough being not yet 30 years of age. But such a proposition on the part of a Jew to a most despised Samaritan woman would be much too surprising since you prefer animals to us Samaritan people. There is not a chance that I could be persuaded to do this.’

(John 4,12.)
26,5. Who and what are you that you dare speak to me like this? Are you maybe more than our ancestor Jacob, who gave us this well and drank form it himself, and so did his children and his cattle? What are you pretending to be? Look, I am a poor woman, for if I were rich I would not come myself in this heat to get a refreshing drink. Do you, as a Jew, want to make me even more miserable than I already am? Look at my clothes, which are hardly sufficient to cover my nakedness, and it will be clear to you that I am very poor. How can you demand of me, a poor, miserable woman, to even ask you, a proud Jew, to be allowed to serve you in lust? Shame on you, if you are thinking of this. But actually you do not look as if you were like that and, therefore, I do not really mean what I just said to you, but since you did start to talk to me, tell me in plain language what you mean by your living water.’

(John 4,13.)
26,6. Say I: ‘I already told you that you are blind in your perception, and so it is understandable that you cannot and will not grasp the meaning of My words. See, I also told you: whosoever believes in My words, from his loins streams of living water will be flowing. See, I have already been in this world for 30 years and have never yet touched a woman, why should I now suddenly desire you? Oh you blind, foolish woman, And even if I wanted this with you, you would surely get thirsty again and need a drink to quench your thirst. If I offered you a living water, it is obvious that with this I wanted to quench your life’s thirst forever. For, see, My Word, My teaching is such a water.

(John 4,14.)
26,7. For whoever drinks the natural water of this or any other will soon be thirsty again. But the one who drinks (accepts with faith into his heart) the spiritual water (My teaching), which only I can give, will not ever be thirsty again, for the water I give to anyone becomes an inner spring for him welling up into everlasting life.

26,8. You take Me to be a proud, arrogant Jew, but see I am meek with all My soul and full of the deepest humility. Thus, who does not become as humble as I am will not participate in the Kingdom of God which has now descended to the Earth.

26,9. At the same time the living water offered to you is the sole true cognition of God and eternal life out of God, thus welling from God, the life of all life, into man as eternal life where it becomes an inexhaustible, ever-present life, flowing back into God’s life and producing in God one and the same freely active life. See, such water is what I am offering you. How could you misunderstand Me so much?’

(John 4,15.)
26,10. Says the woman: ‘Then give me that water, so that I may never be thirsty and need no longer go to all the trouble to come here to draw water from this well. For I live at the other end of the city and have to walk quite a distance to come here.’

(John 4,16.)
26,11. I say: ‘O woman, you do not understand. There is no point in talking to you since you are quite ignorant of spiritual things. Go back to the city, call your husband and return to Me with him. I will speak to him, he will surely understand Me better than you do. Or is your husband also like you that he would like to quench his natural physical thirst with the spiritual water of humility?’

About true worship of God in spirit and in truth (John 4:17-24)

(John 4,17.)
27,1. The woman replies to that quite snappy: ‘I have no husband’, whereupon I say to her with a smile: ‘That was brief, good and correct. Now you have really spoken the truth.

(John 4,18.)
27,2. For see, My dear (woman), you have already had 5 husbands and, since your nature was not in accord with theirs, they soon fell ill and died, for not one could last more than a year with you. You have bad vermin in your body, and your vermin soon kills anyone who sleeps with you. The man you have now is not your husband, but only your lover towards his and your ruin. Yes, yes, you have really told Me the truth.’

(John 4,19.)
27,3. Here the woman is startled, but does not want to commit herself and says after a while: ‘Sir, I see that you are a prophet. Since you know so much, you may also know what could help me?

(John 4,20.)
27,4. I am aware that in such things God alone can help, but how and where should He be worshipped? Our fathers say that God must be worshipped on mount Gerizim where already the first patriarchs worshipped Him. But you say that Jerusalem is the right place where God should be worshipped. Since you are obviously a prophet of God, tell me where one should really worship God effectively. For look, I am still young and people say that I am very beautiful. It would be terrible if my vermin were to consume me while I am still alive. Oh what a poor, miserable woman I am.’

(John 4,21.)
27,5. I say: ‘Woman, I know your poverty, your misery and your sick body, and I know also your heart which is not really the best, but also not too bad. See, that is the reason why I am now speaking to you. Where the heart is still reasonably good, there is every possibility of help. But you are quite wrong in that you are in doubt as to where God should be worshipped worthily and effectively.

27,6. Believe Me when I tell you: the time is coming and it is already here when you will worship the Father neither on the mountain nor in Jerusalem.’

27,7. Here the woman is alarmed and says: ‘Woe upon me, woe upon the whole nation! What will then become of us? Then we must have sinned terribly, just like the Jews? But why did Jehovah not send us a prophet this time who would have warned us? Although you have come to us as a true prophet, what is the use now if you say: In future God will be worshipped neither on the mountain nor in Jerusalem? Does not that mean as much as – which I could read from your suddenly very serious face – God will forsake His people completely and take residence with another nation? Where on Earth may this be? Oh do tell me, so that I may go there to worship God the Father as a true penitent, asking Him to help me, a wretched woman, and not to forsake my people completely.’

27,8. To that I reply: ‘Now listen to Me carefully, so that you may understand what I am saying. Why are you full of doubt and fear? Do you think God is as faithless concerning the keeping of His promises as men are toward each other?

(John 4,22.)
27,9. You do climb the mountain there to worship, but do not know what or whom you worship. The same applies to those who worship in Jerusalem. They do run into the temple and they are wailing there horribly but they do not know either what they are doing or what they are worshipping.

27,10. Nevertheless, as God has pronounced through the mouth of the prophets, salvation does not come from you, but from the Jews. Just read the third verse in the second chapter of the prophet Isaiah, and you will find it.’

27,11. Says the woman: ‘Yes, I do know that there it is written that the law goes forth from Zion, since it is also kept there in the Ark of the Covenant. But why do you say then: ‘neither on the mountain nor in Jerusalem?’

(John 4,23.)
27,12. I say: ‘You still have not understood Me. See, God the Father from eternity is neither a mountain nor a temple nor the Ark of the Covenant and thus does not dwell on the mountain or in the temple or in the Ark of the Covenant. Therefore I told you: The time is approaching, and indeed is already here before your eyes, when the true worshippers (as you can see them here resting under the trees in great numbers, some of whom you already met in the city on their way to buy food) will worship God the Father in spirit and in truth, for from now on the Father wants to be worshipped by men in this way.’

(John 4,24.)
27,13. ‘For see, God is a spirit and those who worship Him just worship in spirit and in truth.

27,14. And for that neither a mountain nor any temple is needed, but only a loving, humble and as pure as possible heart. If the heart is what it is meant to be, namely a vessel for the love of God, a vessel full of meekness and humility, then such a heart holds the full truth. And where there is truth, there is light and freedom, for the light of truth liberates every heart. Once the heart is free, the whole person is free too.

27,15. Therefore, he who loves God with such a heart is a true worshipper of God the Father, and the Father will always grant his prayer. He will only look at a man’s heart and take no notice of the place of worship which is quite unimportant, be it the mountain or Jerusalem, for the Earth belongs to God everywhere. I think you should have understood Me now.’

Jesus erklärt die menschliche Ungeduld & Gottes Langmut – Jesus explains man’s Impatience & God’s Forbearance

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Jesus erklärt im Tempel die menschliche Ungeduld und Gottes Langmut

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 7, Kapitel 202

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Herr belehrt im Tempel das Volk und die Pharisäer

202,1. Sagte einer aus dem Volke, der in der Schrift auch bewandert war: „Herr und Meister, es gibt unter uns viele, die Deine Lehren gehört und Deine vielen Zeichen gesehen und tiefst bewundert haben, und es entstand unter uns die Rede: ,Wenn dieser Mensch bei aller seiner noch nie dagewesenen Weisheit und bei aller der ersichtlichen, völlig gottähnlichen Wundertatsmacht und ebensolcher Kraft, vor der sogar der starre Tod sich beugen muss, noch nicht der verheissene Messias sein soll, da fragen wir ernstlich, ob möglicherweise der rechte Messias, so Er kommen würde, wohl grössere Zeichen tun könnte! Wir glauben das nicht und werden es auch nicht glauben! Denn der Mensch, der ohne irgendein Mittel, sondern lediglich nur durch sein Wort alle noch so harten Krankheiten heilt, sogar abgängige Glieder wieder ersetzt – wie wir das bei Bethlehem gesehen haben –, tote Menschen zum Leben erweckt, den Winden und Stürmen gebietet und seinen Willen auch an der Sonne, am Monde und an allen Sternen sichtbar macht, – ist ein Gott und kein Mensch mehr!‘

202,2. Siehe, Herr und Meister, solche Rede ist nun unter uns gang und gäbe, und wir glauben darum, dass Du nicht nur einer der allergrössten Propheten, sondern wahrlich der Herr bist!

202,3. Du hast zwar wohl auch einen Leib wie wir, aber in solchem Deinem Leibe ist die Fülle der Gottheit verborgen, und Deine Worte und Taten sind Zeugen von ihrem wunderbaren Dasein in Dir. Das glauben wir nun einmal fest und werden uns von den argen Tempelwüterichen nicht mehr irreführen lassen.

202,4. Wir aber haben eine Bitte an Dich, o Herr! Verkürze doch Deine heilige Geduld, und strecke einmal vollends Deine unverbesserlichen Feinde unter den Schemel Deiner Füsse, und züchtige sie mit der Rute, die sie sich lange wohl verdient haben!“

202,5. Sagte Ich (der Herr): „So ihr an Mich wahrhaft glaubet, so müsset ihr Mir in der Weisheit, die alle Dinge in der Welt leitet und schlichtet, auch nicht vorgreifen, sondern eure Geduld mit der Meinen vereinen und euch denken: In dieser Lebensfreiheitsprobewelt ist die Ordnung ein und für alle Male so gestellt, dass da ein jeder Mensch tun kann, was er will; denn nur durch die vollste Freiheit seines Willens kann er sich das wahre, ewige Leben seiner Seele erkämpfen. Wie er aber einen freien Willen hat, so hat er auch eine rechte Vernunft und einen freien Verstand, durch den er alles Gute und Wahre wohl erkennen und beurteilen kann, und da ihm die Kräfte danach reichlichst verliehen sind, so kann er auch völlig danach handeln.

202,6. Erkennt der Mensch das Gute und das Wahre, handelt aber dennoch freiwillig dawider, so baut er sich selbst das Gericht und seine eigene Hölle und ist darum schon in dieser Welt ein vollkommener Teufel. Und sehet, das ist dann die Strafe, die sich ein Mensch ohne Mein Wollen selbst antut!

202,7. Darum kümmert euch nicht um Meine grosse Geduld und Liebe zu den Menschen, ob sie gut oder böse sind! Ich ermahne sie nur, wenn sie durch ihre eigene Schuld auf Abwege geraten sind; aber Ich kann sie mit Meiner Allmacht dennoch nicht ergreifen und zurücksetzen auf die rechten Wege des Lebens, weil das soviel hiesse wie ihnen die Freiheit ihres Willens nehmen, was soviel wäre wie ihnen das Leben der Seele und des Geistes in ihr nehmen.

202,8. Darum gehe ein jeder, wie er gehen will! Es ist für den Menschen mehr als genug, dass er die Wege kennt und die sicheren Folgen, die er erreichen muss, ob sie gut oder böse sind. Denn ein jeder Mensch, wenn er zum Gebrauch seiner Vernunft und seines Verstandes kommt, weiss es, was nach den Offenbarungen aus den Himmeln recht und gut – oder auch, was da unrecht und böse ist. Die Wahl, danach zu handeln, ist seinem freien Willen völlig anheimgestellt.

202,9. Wenn ihr das recht erkennet, so dürfet ihr nicht klagen über Meine Geduld und Langmut; denn es muss einmal auf dieser Erde, die ein Erziehungshaus für werdende wahre Kinder Gottes ist, also und nicht möglich anders sein.

202,10. Wo die Menschen aber berufen sind, völlig gottähnliche Geister und Wesen zu werden, da muss ihre Willensfreiheit auch umgekehrt dahin den ins Endloseste gehenden freiesten Spielraum haben, sich zu einem vollendetsten Teufel zu gestalten, der aber dann freilich als selbst schuldig der elendeste Träger dessen sein wird, was er sich durch seinen Willen selbst bereitet hat.

202,11. Ich werde darum niemanden seiner bösen Taten wegen durch Meine Allmacht richten und strafen, sondern er sich selbst und das unwandelbare Gesetz Meiner ewigen Ordnung, das jedem auf dem Lichtwege der vielen Offenbarungen kundgemacht worden ist schon von Anbeginn des menschlichen Seins auf dieser Erde.

202,12. So ihr das nun verstanden habt, so übet euch denn auch in der Geduld und habt auch in euch ein wahres Mitleid nicht nur mit den kranken Leibern, sondern viel mehr noch mit den kranken und blinden Seelen der Menschen, so werdet ihr am leichtesten und ehesten zur wahren und vollen Gottähnlichkeit gelangen und gleich werden den Engeln im Himmel!“

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Jesus explains in the Temple man’s Impatience and God’s Forbearance

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 202

Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Lord taught in the temple the people and the Pharisees

202,1. Someone from the crowd, who also knew the Scriptures very well, said: “Lord and Master, among us there are many who have heard Your teaching and have seen Your many signs and have admired them, so that they said: ‘If this Man with all His unknown wisdom and clear visible power and might which is completely equal to God’s, for which even the rigid death must bow, is still not the promised Messiah, then we ask ourselves if the true Messiah – if ever he would come – would be able to perform greater signs. We do not believe that and we also will not believe that. Because a Man, who without any help but only by His word heals the worst sicknesses, even replaces totally lost limbs – as we have seen near Bethlehem – brings death people back to life, who rules over the winds and storms and who makes His will known to the sun, the moon and all the stars, is a God and no more a man.’

202,2. You see, Lord and Master, this is how we speak regularly among ourselves, and therefore we also believe that You are not only one of the greatest of all prophets, but are truly the Lord Himself.

202,3. Although You have a body, just like we, but in Your body is hidden the fullness of the deity and Your words and deeds are witnesses of its wonderful existence in You. This we firmly do believe and we will no more let ourselves be deceived by those terrible tyrants of the temple.

202,4. We have to make You a request, o Lord. Shorten Your holy patience and lay Your incorrigible enemies completely and totally under Your footstool and chastise them with the rod which they have deserved for so long already.”

202,5. I said: “If you truly believe in Me, you also must not try to anticipate My wisdom, which guides and settles all things in the world, but you must unite your patience with Mine and think: in this world, where the freedom of life is being tested, order is once and for all times such that every man may do what he wants. Because only by the complete freedom of will he can fight for the eternal life of his soul. And as he has a free will, he also has a right thinking-faculty and a free intellect with which he can distinguish and evaluate all that which is good and true and he can also act accordingly, because the powers have been richly given to him.

202,6. When man distinguishes that which is good and true, but still voluntarily is acting contrary to it, he is building his own judgment and his own Hell and is therefore already here on Earth a complete devil. And look, that is the punishment which man is giving to himself, without Me willing it.

202,7. Therefore, do not busy yourself with My great patience and love for men, if they be good or bad. I only warn them when they are on the wrong path. But despite My omnipotence I cannot grab them and bring them back on the right path of life, because that would mean that I would take away their free will, which would mean the same as if I would take away the life of the soul and that of the spirit within.

202,8. Therefore, everyone has to walk as it pleases him. It is for man more than enough that he knows the ways and the fixed consequences that he can expect, if they are good or bad. Because every man who came to use his reason and his intellect knows the things which are right and good according to the revelations from the Heavens, and also that which is wrong and bad. The choice to act accordingly is completely up to his free will.

202,9. If you understand this well, you cannot complain about My patience and tolerance, because on this Earth, which is a house of education for the future true children of God, it must be so and can impossibly be otherwise.

202,10. Where people are called to become complete spirits and beings equal to God, also the opposite direction must be possible for their freedom of will to have free allowance to become a complete devil, who however by his own fault will have to bear in a miserable way that which he has caused by his own will.

202,11. Therefore, I will judge and punish no one by My omnipotence for his bad deeds, but this does the one himself and also the unchangeable law of My eternal order, which has been made known to everyone by the way of the light of the many revelations, already since the first beginning of the existence of man on this Earth.

202,12. If you have understood this now, then train yourself also in patience, and have therefore also in yourself true compassion, not only with the sick bodies, but even more with the sick and blind souls of the people. Then you will come in the least difficult and fastest way to the true and complete equality with God and become like the angels in Heaven.”

Warnung vor geistiger Trägheit… Jesus erklärt Jesaja Kapitel 2 & 3 – Warning about spiritual Lethargy – Jesus explains Isaiah Chapter 2 & 3

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Jakob Lorber Grosses Johannes Evangelium Band 7-171-Jesus erklaert Jesaja Kapitel 2 und 3-Warnung vor geistiger Traegheit Jakob Lorber-Great Gospel of John Volume 7-171-Jesus explains Isaiah Chapter 2 and 3-Warning about spiritual Laziness
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flagge de  Warnung vor geistiger TrägheitJesus erklärt Jesaja Kapitel 2 & 3

Jesus erklärt die Schrift… Jesaja Kapitel 2 und 3:
Warnung vor geistiger Trägheit

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 7, aus den Kapiteln 171 bis 176
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 171 – Der Herr erklärt das zweite Kapitel Jesajas

Der Herr spricht:

171,5. „Aber nun schaffet Mir das Buch des Propheten Jesajas her; darin muss Ich euch eine grosse Stelle beleuchten!“

171,6. Auf das brachte unser Nikodemus alsbald das Buch zu Mir. Als das Buch Jesaja durch Nikodemus herbeigeschafft war, da schlug Ich sogleich das 2. Kapitel auf und las es also allen Anwesenden laut vor:

171,7. „,Das ist es, was Jesaja, der Sohn Amoz’, sah von Juda und Jerusalem: Es wird zur letzten Zeit der Berg, darauf des Herrn Haus steht, gewiss höher sein denn alle Berge und wird über alle Höhen erhaben werden, und alle Heiden werden dahin laufen.‘“ (Jes.2,1+2)

171,8. Hier fragten Nikodemus und die beiden Pharisäer, sagend. „Herr und Meister, wo ist denn der Berg des Herrn, darauf Sein Haus steht?“

171,9. Sagte Ich: „O sehet, wie weltlich, sinnlich und wie voll Materie ihr noch seid! Bin nicht Ich der Berg aller Berge, auf dem das wahre Haus Gottes steht? Was aber ist das sehr wohnliche Haus? Das ist Mein Wort, das Ich schon durch alle die Propheten zu euch, ihr Juden, durch mehrere Jahrhunderte geredet habe und nun Selbst aus dem Munde eines Menschensohnes rede. Ich bin sonach der Berg, und Mein Wort ist das wohnliche Haus auf dem Berge, und da um uns stehen die Heiden aus allen Teilen der Erde, die hierher gekommen sind, zu besehen den Berg und Wohnung zu nehmen in seinem höchst geräumigen Hause.

171,10. Aber für die Juden, wie sie nun sind, ist das wahrlich die letzte Zeit, weil sie den Berg und sein Haus fliehen und die Hohen es sogar zu zerstören drohen. – Verstehet ihr nun diesen Vers?“

171,11. Sagten alle: „Ja, Herr, nun ist er uns wohl völlig klar; aber es hat dieses Kapitel noch mehrere Verse, die uns noch lange nicht klar sind! Herr, erkläre sie uns noch weiterhin!“

171,12. Sagte Ich: „Habt nur Geduld; denn übers Knie lässt sich kein Baum brechen!

171,13. Jesajas aber spricht also weiter: ,Viele Völker werden (das heisst in der Zukunft) hingehen und sagen: Kommt und lasst uns auf den Berg des Herrn gehen zum Hause des Gottes Jakobs, dass Er uns lehre Seine Wege und wir dann wandeln auf Seinen Steigen; denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und von Jerusalem Sein Wort!‘ (Jes.2,3)

171,14. Dass hier unter Zion (Z’e on = Er will) ebenfalls der Berg, also der Herr oder Ich, und unter Jerusalem das Haus Gottes auf dem Berge, also Mein Wort und Meine Lehre zu verstehen ist für jetzt und für alle Zukunft, das wird nun wohl auch schier keinem Zweifel mehr unterliegen.

171,15. Wer aber sind nun die Völker, die da sagen: ,Kommt und lasst uns auf den Berg des Herrn, das heisst zum Menschensohne oder Gottmenschen, gehen und zum Hause des Gottes Jakobs, dass Er uns lehre Seine Wege und wir dann wandeln auf Seinen Steigen!‘?

171,16. Sehet, diese Völker sind jene Menschen, die in aller Zukunft sich zu Mir bekehren werden, sich Mein Wort aneignen und Meinen Willen tun werden; denn die Wege zum Leben zeigt ja Mein Wort, und die Steige sind Mein den Menschen durch das Wort kundgemachter Wille, dessen genaue Befolgung freilich bedeutend unbequemer ist als die pure Anhörung Meines Wortes, wie auch sicher um gar vieles bequemer auf einer breiten und ebenen Strasse zu wandeln ist, als zu gehen auf schmalen und oft sehr steilen Steigen.

171,17. Aber wer in sich selbst auf den höchsten aller Berge und da in Mein lebendiges Wort, welches ist das Haus Gottes auf dem Berge, kommen will, der muss nicht pur auf der Strasse, die zum Berge führt, wandeln und auf ihrer Fläche stehenbleiben, sondern er muss sich auch an die schmalen und oft sehr steilen Steige machen; denn nur auf diesen gelangt er vollends auf den Berg und da in das lebendige Haus Gottes.

171,18. Was dieses bedeutet, habe Ich euch nun schon erklärt, wie auch, was der Prophet eigentlich unter Z’e on und unter Jeruzalem verstanden haben will; darum sagt er denn auch, dass von Z’e on das Gesetz, also Mein Wille, und von Jeruzalem, oder aus Meinem Munde natürlich, Mein Wort komme.

171,19. Wer also Mein Wort, das Ich zu allen Zeiten durch die Propheten zu den Menschen geredet habe, hört, es annimmt und danach lebt, der kommt dadurch zu Mir und also auch zum lebendigen Wort und seiner Kraft; denn Ich Selbst bin ja das lebendige Wort und seine Kraft, und alles, was der endlose Raum fasst, ist ja auch nur Mein lebendiges Wort und seine ewige Kraft und Macht. – Habt ihr das nun wohl auch verstanden?“

171,20. Hierauf sagte einer aus der Zahl jener Pharisäer, die auf dem Ölberge zu Mir gekommen waren, und der ein Schriftgelehrter war: „Herr und Meister, Deine Erklärung über die zwei Verse war so hell wie die Sonne des Mittags, und mir wurde alles klar und einleuchtend; aber nun kommt der vierte Vers, und der lautet also:

171,21. ,Und der Herr wird richten unter den Heiden und strafen die Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiesse zu Sicheln machen; denn es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben, und die Menschen werden hinfort nicht mehr kriegen lernen.‘ (Jes.2,4)

171,22. Wer sind da die Heiden und wer die Völker, die, nachdem sie einmal bestraft sein werden, sich gegenseitig nicht mehr bekriegen dürften? Diese Völker müssen noch in einer fernsten Zukunft erst geboren werden; denn die gegenwärtigen Generationen mit ihren stolzen, hab- und herrschsüchtigen Königen werden Kriege führen bis ans Ende der Welt.“

171,23. Sagte Ich: „Du bist zwar wohl ein Schriftgelehrter, indem du die Gesetze und alle Propheten noch ganz wohl im Gedächtnis hast, doch vom Verstehen derselben im wahren Geiste war bei dir wohl noch nie eine Rede! Du betratest den breiten und ebenen Weg; aber auf den schmalen Steig, der auf den Berg der wahren Erkenntnis führt, hast du noch keinen Fuss gesetzt.

171,24. Wer durch das Handeln nach dem Gesetze nicht auf die volle Höhe des Berges des Herrn und ins Haus Gottes oder zum inneren lebendigen Worte aus Gott und zu Gottes lebendigem Worte in sich gelangt, der erkennt auch nicht den wahren, inneren, lebendigen Geist des Gesetzes und der Propheten.“
Kapitel 172 – Der Herr erklärt die Zukunftsbilder Jesajas (Jes. 2, 1-5)

172,1. Sagte der Schriftgelehrte: „Aber warum haben denn alle Propheten so verdeckt gesprochen und geschrieben? Es musste ihnen ja doch am meisten daran gelegen sein, dass ihre Worte von den Menschen verstanden würden!“

172,2. Sagte Ich: „Derlei Einwendungen sind vor etlichen Tagen auch auf dem Ölberge gemacht worden, und Ich habe euch ihren Urgrund gezeigt; somit brauche Ich hier das schon einmal Gesagte nicht mehr zu wiederholen.

172,3. Was für ein Gotteswort aber sollte das sein, das keinen inneren Sinn hätte? Oder kannst du dir wohl einen Menschen denken, der kein Eingeweide hätte, oder einen, der so durchsichtig wäre wie ein Wassertropfen, so dass man schauen könnte seine ganze innere Einrichtung, die dich trotz ihrer Künstlichkeit sicher im höchsten Grade anwidern würde?

172,4. Oh, lernet doch alle einmal wahrhaft weise denken! Ich aber werde euch nun den hier auf der Hand liegenden wahren Sinn des vierten Verses Jesaja zeigen, und so habet denn darauf wohl acht!

172,5. ,Der Herr, der Ich es bin im Worte, wird richten unter den Heiden und strafen viele Völker.‘

172,6. Wer sind die Heiden, und wer die Völker? – Die Heiden sind alle jene, die den einen, wahren Gott nicht kennen und an Seiner Statt tote Götzen und den Mammon dieser Welt anbeten und am meisten verehren. Von solchen ist das Judentum nach allen Seiten hin umlagert, und wohin ihr nun in der Welt gehen wollet – ob gen Morgen, gen Mittag, gen Abend oder gen Mitternacht –, so werdet ihr nichts als Heiden in aller Art und Gattung antreffen! Ihr wisset aber, wie nun von allen Seiten der Welt die Heiden hohen und niederen Standes und von nah und weit zu Mir gekommen sind. Sie hörten Mein Wort und sahen Meine Zeichen, wurden voll Glaubens, nahmen an Meine Lehre, und Mein Wort richtet und rechtet nun unter ihnen, wodurch sie aufhören Heiden zu sein und übergehen zu der Zahl der Gesalbten Gottes und zu der Zahl des wahren Volkes Gottes.

172,7. Aber auch sie werden nicht bleiben, wie sie nun belehrt und bestellt sind; denn es werden bald falsche Gesalbte unter ihnen aufstehen, werden auch Zeichen tun, berücken Könige und Fürsten, werden sich bald eine grosse Weltmacht aneignen und mit Feuer und Schwert die Menschen verfolgen, die sich nicht zu ihnen werden bekennen wollen, und sich am Ende in viele Sekten und Parteien spalten, und das sind eben die vielen Völker, die Ich als der Herr strafen werde ihrer Lieblosigkeit, ihrer Falschheit, ihres Eigennutzes, ihres Hochmutes, ihres Starrsinnes, ihrer Herrschsucht und ihres bösen Haders und gegenseitigen Verfolgens und Kriegführens wegen. Bis aber diese Zeit kommen wird, wird es noch eine Weile dauern, wie es von Noah an bis jetzt gedauert hat.

172,8. Wie es aber war zu den Zeiten Noahs, da die Menschen freiten und sich freien liessen, grosse Feste und Gastmähler hielten, sich gross ehren liessen und gegen jene verheerende Kriege führten, die sich vor ihren Götzen nicht beugen wollten, wo dann bald die grosse Flut kam und die Täter des Übels alle ersäufte, eben also wird es auch sein in jener künftigen Zeit. Aber dann wird der Herr mit dem Feuer Seines Eifers und Seines Zornes kommen und alle solche Täter des Übels hinwegfegen von der Erde.

172,9. Da wird es kommen, dass die verschonten Reinen und Guten und die wahren Freunde der Wahrheit und des Lichtes aus Gott aus den Schwertern Pflugscharen, aus den Spiessen Sicheln machen und die Kunst Krieg zu führen vollends aufgeben werden, und es wird dann fürder kein wahres gesalbtes Volk wider das andere mehr ein Schwert erheben, ausser den noch irgend in den Wüsten der Erde übriggebliebene Heiden; aber auch diese werden ermahnt und dann von der Erde gefegt werden.

172,10. Da wird die Erde gesegnet werden von neuem. Ihr Boden wird tragen hundertfältige Frucht von allem, und den Ältesten wird die Macht gegeben sein über alle Elemente.

172,11. Siehe, also ist dem Geiste nach für diese Erde zu verstehen der vierte Vers, den du als ein Schriftgelehrter für gar so unverständlich hieltst!

172,12. Aber innerhalb dieses naturmässig wahren, geistigen Sinnes ist freilich noch ein tieferer rein geistiger und himmlischer Sinn verborgen, den aber ihr nun mit eurem noch puren Weltverstande nicht fassen könntet, und solcher ist auch nicht mit Worten darzustellen. So ihr aber auf dem Berge des Herrn werdet in das Haus Gottes eingegangen sein und sodann kommen von diesem Hause Jakobs, wie davon der Prophet spricht im kurzen fünften Verse, dann erst werdet ihr wandeln im wahren Lichte des Geistes aus Gott. (Jes.2,5) …“
Kapitel 174 – Erklärung von Jesajas 2, 6-22. Die Gnadeneröffnungen des neuen Lichtes

174,1. Sagte Ich: „Wohl denn, und also vernehmet das Wort weiter! Des Propheten Worte aber lauten:

174,2. ,Du, Herr, aber hast zugelassen Deinem Volke, dass es fahren liess das Haus Jakobs; denn Deine Völker treiben es nun ärger denn die Fremden im Aufgange! Sie sind nun auch Tagewähler (und Zeichendeuter) wie die Philister und machen der fremden Kinder viele zu den ihrigen. Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schätze ist kein Ende; und ihr Land ist auch voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende. Auch ist ihr Land voll Götzen, und sie, die Menschen, beten an ihrer Hände Werk, das ihre Finger gemacht haben. Da bückt sich der Pöbel, und da demütigt sich der Junker. Das wirst Du, Herr, ihnen nicht vergeben. Ziehe denn hin, du treuloses Volk, zu den Felsen der Berge, und verbirg dich in die Erde aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät!‘ (Jes.2,6-10)

174,3. Diese fünf Verse gehören auf ein Feld, weil sie den elenden Zustand der Kirche oder des Hauses Gottes auf Erden anzeigen, und das bei den Juden, die vor dieser Zeit waren, sowohl, als bei denen, die nach uns sein und kommen werden.

174,4. Die Trägheit in der Ausübung der Gebote Gottes aber ist der Grund, warum Ich es zulasse, dass Mein Volk das Haus Jakobs auf dem Berge des Herrn fahren lässt und das Handeln der rohesten und trägsten Völker, die in den Morgenlanden gleich den wilden Tieren hausen, ganz getreulich nachahmt.

174,5. Und was nun die Pharisäer und die ihnen gleichen Juden tun, das werden auch unsere Nachkommen tun: Sie werden im Volke eine Menge Tage einsetzen, denen sie eine besondere Kraft und Wirkung andichten werden, und wer dagegen zeugen wird, den werden sie mit Feuer und Schwert verfolgen. Also werden sie auch sein Zeichendeuter, werden um Geld den Menschen Glück und Unglück vorherverkünden und sich dafür ganz ausserordentlich loben und bezahlen lassen; denn solch eine müssige Arbeit trägt am Ende ja doch mehr ein als die Pflugschar und die Sichel.

174,6. Damit aber ihr müssiges Einkommen desto grösser wird, so werden sie, wie nun die Pharisäer, ihre Apostel in alle Welt hinaussenden und die Fremden zu ihren Kindern machen. Diese waren schon als finstere Heiden zu nichts nütze; wenn sie aber dann des wahrsten Weltphilistertums werden, so werden sie noch ums Hundertfache ärger werden, als sie ehedem waren! Dadurch aber wird ihr finsteres Land voll Silbers und Goldes werden, und ihre Gier nach den Schätzen dieser Welt wird kein Ende und kein Ziel haben, und also auch ihre Herrschsucht und Kriegswut, – was der Prophet im Bilde durch die Rosse und Wagen in einer Unzahl ausdrückt. Aber auch ihr Herrschterritorium wird sein voll Götzen und Tempel, wie solches trotz der persönlichen Warnung Gottes schon Salomo der Weise angefangen hat, der seiner fremden Weiber wegen Götzentempel um Jerusalem errichten liess. Vor solchen Götzen werden die blinden Narren sich bücken und anbeten ihrer eigenen Hände und Finger Werk in der dummen Meinung, Gott dadurch angenehm zu werden. Und wer das nicht tun wird, der wird verfolgt werden dem Leibe nach auf Leben und Tod. Denn es werden viele Könige des grösseren Glanzes ihrer Throne wegen auf den Unsinn der Weltphilister halten und werden mit Feuer und Schwert verfolgen die stets wenigen Freunde des Lichtes und der lebendigen Wahrheit.

174,7. Und siehe, da wird kommen der Herr und wird strafen solche Völker, die unter Seinem Namen so viele Menschen berückt haben!

174,8. Da wird auf einmal von allen Seiten auftauchen das wahre, lebendige Licht, und die Freunde der Nacht werden geschlagen werden für immerhin. Sie werden zwar fliehen zu den Felsen (die Grossen und Mächtigen der Erde) und werden sich vergraben unter ihr unfruchtbares Erdreich, aus Furcht vor der Wahrheit und Majestät des Herrn; aber es wird ihnen das wenig nützen.

174,9. Denn es spricht der Prophet nun wieder weiter und sagt laut: ,Denn alle hohen Augen (Herrscherstolz) werden gedemütigt werden, und alle die hohen Leute werden sich bücken müssen; denn der Herr wird allein hoch sein zu derselbigen Zeit und dann ewig immer fort und fort (Jes.2,11). Denn des Herrn Zebaoth Tag (Licht) wird gehen über alles Hoffärtige und Hohe und über alles vor der Welt Erhabene, dass es erniedrigt werde (Jes.2,12) also auch über alle erhabenen Zedern Libanons (Priester) und über alle Eichen in Basan (Hauptstützen des Götzenpriestertums zu aller Zeit) (Jes.2,13); über alle hohen Berge (Regenten) und über alle erhabenen Hügel (alle Hoffähigen) (Jes.2,14); über alle hohen Türme (Feldherren) und über alle festen Mauern (Kriegsheere) (Jes.2,15); auch über alle Schiffe auf dem Meere (solche, die am Staatsruder sitzen) und über alle irdisch köstliche Arbeit (die grosse Staatenindustrie) (Jes.2,16). Und das wird geschehen, auf dass sich alles bücken muss, was hoch ist unter den Menschen, und sehr gedemütigt werden alle hohen Leute und der Herr allein hoch sei zu der Zeit (Jes.2,17). Mit den Götzen aber wird es dann ganz aus sein in jener Zeit (Jes.2,18). Ja, da wird man wohl auch noch in die Höhlen der Felsen gehen und in der Erde Klüfte (des Mammons Verstecke), und das aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät (das Licht der ewigen Wahrheit), so Er Sich aufmachen wird, zu schrecken (strafen) die Erde (Jes.2,19). Ja, zu der Zeit wird ein jeder hinwerfen seine silbernen und goldenen Götzen in die Löcher der Maulwürfe und Fledermäuse (Jes.2,20) – welche Götzen er sich machen liess zur Anbetung –, auf dass er sich desto leichter verkriechen könne in die Steinritzen und Felsenklüfte aus Furcht vor dem Herrn und vor Seiner herrlichen Majestät, so Er Sich aufmachen wird, zu schrecken die Erde (Jes.2,21); aber es wird das niemandem irgend etwas nützen. Darum lasset nun ab von dem Menschen, der irgendeinen Odem in der Nase hat (der Odem in der Nase bezeichnet den weltlichen Hochmut); denn ihr wisset es nicht, wie hoch er etwa in der Welt steht (Jes.2,22)!‘

174,10. Nun, da habt ihr die ganze, leicht fassliche Erklärung des ganzen zweiten, höchst beachtenswerten Kapitels des Propheten Jesaja! Die letzten Verse erklären sich von selbst, so man die Bedeutung der ersten wohl verstanden hat.

174,11. Aber Ich sage euch, dass es wahrlich auch also geschehen wird jetzt schon in jüngster Zeit und dann nach etwa gegen neunzehnhundert Jahren wieder im Vollmasse; denn es gibt selbst in Meinem Rate kein anderes Mittel, so dem Menschen die vollste Willensfreiheit belassen werden muss, als nur dies einzige, mit dem man von Zeit zu Zeit der menschlichen Trägheit fruchtbringend begegnen kann; denn sie ist die Wurzel aller Sünden und Laster! – Habt ihr das alles wohl verstanden?

174,12. Ihr werdet nun wohl weniger Freude in euch darüber empfinden, – aber eine desto grössere die künftigen Völker, so ihnen neuerdings diese Kunde gegeben wird in ihrer grossen Drangsal und in der Zeit, in welcher sich ein Volk wider das andere erheben wird, um es zu verderben. – Doch darüber soll uns noch das nächste Kapitel ein näheres Licht verschaffen!

174,13. Doch nun saget es Mir, wie ihr diese Sache von grösster Wichtigkeit aufgefasst habt! Ich sage darum ,von grösster Wichtigkeit‘, weil Ich euch das als Meinen künftigen Nachfolgern vor allem ans Herz legen will, euch selbst und alle eure Jünger vor der Trägheit zu verwahren. Und so möget ihr nun reden von dem Geiste, dem ihr im Jesajas begegnet seid; dann gehen wir leicht aufs dritte Kapitel über!“

174,14. Sagten die Jünger und auch einstimmig die andern Anwesenden: „Herr, was Du anordnest, willst und zulässest, ist sicher übergut, überweise und gerecht; denn Du als der Schöpfer und Meister der Menschen und aller Dinge in der Welt weisst es ja am allerbesten, was für die Menschen am allerbesten taugt. Wären das Silber, das Gold, die Edelsteine und die köstlichen Perlen zum pursten Nachteil Deiner Menschen, so hättest Du wahrlich derlei böse Dinge nicht erschaffen!

174,15. Wer weiss es ausser Dir, ob die Menschen ohne solche Reizmittel nicht etwa noch um vieles träger geworden wären, als sie bei allen diesen tausendmal tausend Reizmitteln ohnehin sind und mit der Zeit noch mehr werden? Wenn da aber gar viele aus zu grosser Liebe zu diesen Reizmitteln zu wahren Teufeln unter den Menschen werden, weil sie sich von dem falschen Glanze des Goldes haben blenden lassen, so hast Du ja der Zuchtmittel in endlosester Fülle Dir zu Gebote stehend, und wir sind da der Meinung, dass am Ende der Zeiten der Welt alles nach Deinem geheimsten und ewigen Ratschlusse noch gut ausgehen wird.

174,16. Wir als Deine erwählten Jünger werden sicher alles aufbieten, um die Menschen nach Deinem Ratschluss in der gerechten und wahren Tätigkeit zu erhalten und sie für solche zu begeistern und zu beleben. Ob sie aber das in der ferneren Zeitenfolge in ihren Nachkommen auch so beachten werden, das ist freilich wohl eine sehr bedeutend andere Frage! Allein, da wirst schon Du Selbst alles geschehen lassen, was zum Besten der Menschen wird am besten taugen können, ob Kriege, Pestilenz, Teuerung, Hungersnot, oder Friede, Gesundheit und gesegnete, fruchtreiche Jahre und Zeiten! Und so hätten wir nun unsere Meinung vor Dir, o Herr, offen ausgesprochen und bitten Dich um die Fortsetzung in der Beleuchtung des Propheten.“

174,17. Sagte Ich: „Diesmal bin Ich mit eurer Äusserung völlig zufrieden, und da ihr die Erklärung des zweiten Kapitels des Propheten wohl aufgefasst habt, so können wir nun denn auch kurz gefasst auf das dritte Kapitel übergehen. Und so denn höret Mich!“
Kapitel 175 – Erklärung des 3. Kapitels Jesajas. Die Zustände einer geordneten Gemeinde

175,1. (Der Herr):“ „Auch dieses folgende Kapitel hat seine weissagende Geltung für jetzt und für die Folge jener Zeiten, die Ich euch ehedem kundgegeben habe.

175,2. Also aber lautet der erste sehr bedeutungsvolle Vers des Propheten: ,Sieh, der Herr, Herr Zebaoth wird von Jerusalem nehmen allerlei Vorrat und desgleichen von ganz Juda, allen Vorrat des Brotes und allen Vorrat des Wassers!‘ (Jes.3,1)

175,3. Unter dem Ausdruck ,Jerusalem‘ verstehet hier das gegenwärtige Judentum, wie es jetzt ist und schon lange früher auch also war; unter ,Juda‘ aber verstehet die künftigen Generationen, die dann durch die Annahme Meiner Lehre zu dem Stamme Juda gezählt werden. Diese werden durch ihre grosse Trägheit auch in einem noch viel grösseren Masse dasselbe Los zu gewärtigen haben wie nun im engeren Masse die Juden.

175,4. Unter der Wegnahme des Brotvorrates verstehet die Wegnahme der Liebe und der Erbarmung, und unter der Wegnahme des Wasservorrates verstehet die Wegnahme der wahren Weisheit aus Gott, und die Folge davon wird sein, dass sie alle in grosser Irre und Finsternis der Seele wandeln werden und keiner dem andern wird raten können; und so auch einer dem andern etwas raten wird, so wird ihm der Rat- und Lichtbedürftige doch nicht trauen und wird sagen: ,Wie redest du mit mir vom Lichte und befindest dich in der gleichen Finsternis wie ich!‘ Dass dann die Menschen durch ihr eigenes Verschulden infolge ihrer Trägheit völlig hilflos dastehen werden, gibt der Prophet in den folgenden Versen treulich also kund, indem er sagt:

175,5. ,Also werden ihnen weggenommen werden Starke und Kriegsleute, Richter, Propheten, Wahrsager und Älteste (Jes.3,2); Räte und weise Werkleute und kluge Redner und Hauptleute über fünfzig, wie auch die ehrlichen Leute (3,3).‘

175,6. Ich setze hier geflissentlich die Hauptleute und die ehrlichen Leute zuletzt, statt gleich anfangs des dritten Verses, und habe schon Meinen Grund dazu. Und nun vernehmet die Beleuchtung!

175,7. Wer sind denn die Starken und die Kriegsleute? Das sind solche, wie dereinst war der David voll Glauben und Vertrauen auf Mich, und die Kriegsleute sind solche Menschen, die sich von dem Glauben und Vertrauen des Einen voll begeistern lassen, auf dass sie allzeit siegen über alle noch so vielen Feinde des Guten und Wahren aus Gott.

175,8. Wenn aber bei den Menschen der volle Mangel des lebendigen Wassers aus den Himmeln eingetreten ist und alles Fleisch mit seinen Seelen sich in der dicksten Finsternis befindet, wer wird dann unter den Menschen ein rechter und gerechter Richter sein? Wer wird da haben die Gabe der Weissagung? Und so sie auch jemand noch für sich hätte, wer wird ihm glauben ohne inneren Verstand, dass es also ist?! Wer wird für die Geistesblinden und -tauben wahrsagen können? Und wen wird die finstere Menschheit wegen hervorragender Weisheit als einen wahren Ältesten erwählen und zu ihrem Hirten machen mögen? Daher erkennet nun diese Sache recht!

175,9. Wem Brot und Wasser in ihrer geistigen Bedeutung weggenommen sind, dem ist dadurch alles genommen; denn wen Gott mit der geistigen Blindheit straft und züchtigt, der ist am meisten gestraft und gezüchtigt. Denn dem ist dadurch alles genommen, und er steht völlig rat- und hilflos da. Das ist aber dann auch schon das äusserste Mittel, mit dem der zu überhand genommen habenden Trägheit der Menschen und allen ihren vielen Lastern stets am allerwirksamsten begegnet werden kann.

175,10. Dass aber die Menschen sich mit der Wegnahme des geistigen Brotes und Wassers wahrhaft im grössten Elende befinden müssen, und was ihnen dadurch noch alles benommen ist, bezeugt der Prophet noch weiter im dritten Verse, wo er ausdrücklich sagt: Den Menschen werden genommen werden auch die Räte oder Ratgeber und weise Werkleute in allen Zweigen der menschlichen Bedürfnisse, also auch kluge Redner, die sonst mit ihrer Weisheit gar vieles Gute bewirkt haben.

175,11. Das Übelste an der Sache aber ist die miterfolgte Wegnahme der, sage, fünfzig Hauptleute! Wer sind diese, und was hat die Zahl fünfzig hier zu tun? Das werden wir nun gleich ganz wohl einsehen.

175,12. Wenn wir uns eine ganz grosse und vollkommen geordnete Gemeinde von Menschen vorstellen, so hat sie, so sie mit allem wohl versorgt sein will, in allem numerisch fünfzig Hauptzweige zu ihren Lebensbedürfnissen schon von alters her zu besorgen und zu bestellen. Was darüber ist, gehört schon der Hoffart an, und was darunter, das ist dann schon Schwäche, Mangel und Armseligkeit. Damit aber jeder einzelne Zweig der gezählten Bedürfnisse nutzwirkend versehen und gehandhabt wird, so muss er auch einen kundigen Hauptmann als Vorsteher und Leiter an der Spitze haben, der sich im Betriebe seines Werkes von Anfang bis zu Ende wohl auskennt; fehlt der und steht an seiner Stelle ein Unkundiger, so wird dieser Bedürfniszweig der ganzen Gemeinde bald schlechte oder auch gar keine Früchte mehr zu tragen anfangen.

175,13. Wie wird aber eine grosse Gemeinde erst dann bestehen, wenn sie durch ihre Trägheit und Fahrlässigkeit endlich aller fünfzig Hauptleute bar wird? Ich sage es euch: Gerade also, wie die grosse Gemeinde der Juden nun besteht, in der nur gewisse Diebe und Räuber noch etwas besitzen und sich auf Kosten der Armen mästen und für ihre Bäuche sorgen, dafür aber Tausende in der tiefsten Armut hilflos verschmachten. Denn wo ist der weise Hauptmann, der für sie sorgete und ihnen Arbeit und Brot gäbe in einem oder dem andern Erwerbszweige? Sehet, dieser ist nicht da in gar manchen Zweigen, und somit ist auch alles andere nicht da! Es gibt zwar nun wohl auch noch gewisse Hauptleute, die den verschiedenen Zweigen vorstehen, aber nicht fürs Volk, sondern für sich, und sie sind darum nur Diebe und Räuber und keine rechten Hauptleute wie zu den Zeiten Meiner Richter.

175,14. Ihr habt nun gesehen, wie das äussere und innere Wohl der Menschen einer grossen Gemeinde von den Hauptleitern in den verschiedenen Bedürfniszweigen abhängt; aber von wem hängt denn in einem Lande, das von einem Fürsten oder Könige regiert wird, eine rechte Aufstellung der besprochenen Hauptleute in einer grossen Menschengemeinde vor allem ab? Sehet, eben von einem weisen Könige!

175,15. Was sagt aber unser Prophet da, was der Herr den trägen, gottvergessenen Gemeinden noch tun wird?

175,16. Höret, seine Worte lauten ferner also: ,Ich, spricht der Herr, will ihnen Jünglinge zu Fürsten geben, und Kindische sollen über sie herrschen! (Jes.3,4) Und das Volk wird Schinderei treiben, ein Mensch wider den andern, ein jeglicher sogar wider seinen Nächsten, und der Junge wird sich stolz erheben über den Alten und ein loser, betrügerischer Mann über den Ehrlichen!‘ (Jes.3,5)

175,17. Die Worte des Propheten sind hier für sich so klar und wahr, dass sie keiner weiteren Erklärung bedürfen; nur auf die grossen und offenbar bösesten Folgen kann Ich euch aufmerksam machen, obschon sie auch leicht von selbst zu finden sind. Wenn bei einem solchen Wirrwarr in einem Lande einmal alle Lebensverhältnisse in die grösste Unordnung geraten und durch die Not alle Menschen einer Gemeinde in die grösste Unzufriedenheit gesetzt werden, dann gibt es denn auch eine schonungslose Empörung über die andere. Das Volk erwacht und steht auf und treibt Fürsten und die selbstsüchtigen Hauptleute in die Flucht oder erwürgt sie gar. Und da ist es, wo man sagt: ,Ein Volk zieht wider das andere.‘

175,18. Denn der Mensch vermöge seiner trägen Beschaffenheit lässt sich so lange noch allen Druck gefallen, wie er in seiner Blindheit noch seinen Magen mit einer noch so mageren Kost füllen kann; wenn aber einmal auch diese aufhört und er nichts als den Hungertod vor seinen Augen hat, dann erwacht er sicher und wird zu einer hungerwütenden Hyäne. Und bis dahin muss es kommen, damit die Menschheit zum Erwachen kommt.“
Kapitel 176 – Der Zusammenbruch der falschen Religionsgebäude, gedeutet aus Jesajas 3, 6-27

176,1. (Der Herr:) „Nun aber ist alles zerstört und niedergemacht. Wem nur irgendeine Schuld gegeben werden kann, dass er durch seine unbarmherzige Selbstsucht auch zum allgemeinen Völkerunglück beigetragen hat, der fällt als ein leider trauriges Opfer der allgemeinen Volksrache. Aber was dann? Die Menschen haben nun keinen, gar keinen, weder einen guten noch einen bösen, Führer mehr. Sie befinden sich in der vollendetsten Anarchie, in der am Ende ein jeder tun kann, was er will; ein anderer, Stärkerer, kann ihn aber auch strafen nach seiner Herzenslust.

176,2. Da treten dann die Weiseren zusammen und sagen: ,So geht es nicht, und so kann es auch nicht bleiben! Wir Weiseren und Mächtigeren wollen uns einverstehen und das Volk dahin stimmen, dass es mit uns wähle ein weises Oberhaupt. Und es ist ein Grosshaus, das zwei Brüder von mancher anerkannten Erfahrung innehabe! Was geschieht da und dann? Der Prophet soll es uns ganz getreulich sagen! Und was sagt da der Prophet?

176,3. Höret! Er sagt: Dann wird einer seinen Bruder aus seines Bruders Hause ergreifen und sagen: ,Du hast Kleider (Kenntnisse und Erfahrungen), sei unser Fürst und hilf du diesem Umfalle!‘ (Jes.3,6) Er aber wird zu der Zeit sagen und schwören: ,Höret, ich bin kein Arzt, und es ist weder Brot (Glaubens-Gutes) noch Kleid (Glaubens-Wahres) in meinem Hause! Setzet mich darum nicht zum Fürsten im Volke!‘ (Jes.3,7). Denn Jerusalem ist reif und fällt dahin, und Juda (die späte Zeit) liegt ebenfalls da; denn ihre Zunge und ihr Tun ist wider den Herrn, indem sie den Augen Seiner Majestät (dem Lichte Seiner Weisheit) widerstreben (Jes.3,8). Es ist das vor aller Welt offen und kundig. Ihr Wesen hat kein Hehl; denn sie rühmen ihre Sünde wie zu Sodom und Gomorra und sind frech und verbergen sich sogar nicht. Wehe ihrer Seele; denn damit bringen sie sich selbst in alles Unglück (Jes.3,9)!‘

176,4. Aber der gewählte Fürst, der allenfalls auch Ich Selbst sein könnte, sagt weiter: ,Gehet und prediget zuvor den Gerechten, dass sie gut werden, und sie werden dann die Frucht ihrer Werke essen (Jes.3,10)! Wehe aber den Trägen und Gottlosen; denn sie sind allzeit böse, und es wird ihnen vergolten werden nach ihren Werken, und wie sie es verdient haben (Jes.3,11)! Höret, darum sind Kinder Fürsten Meines Volkes, und sogar Weiber herrschen über sie. Mein Volk, deine (falschen) Tröster verführen dich (siehe Rom!) und zerstören den Weg, den du gehen sollst (Jes.3,12)!

176,5. Aber der Herr steht da, zu rechten, und ist (nun) aufgetreten, die Völker zu richten (Jes.3,13). Und der Herr kommt zu Gerichte mit den Ältesten Seines Volkes (die Schrift) und mit seinen Fürsten (die Erweckten in der jüngeren Zeit); denn ihr (Pharisäer und Römer) habt den Weinberg verderbt, und der Raub von den Armen ist in eurem Hause (Jes.3,14).

176,6. Warum zertretet ihr Mein Volk, und warum zerschlaget ihr noch mehr die Person der Elenden? Also spricht (nun) voll des höchsten Ernstes der Herr (Jes.3,15).

176,7. Und der Herr spricht weiter: Darum, dass die Töchter Zions stolz sind (die falschen Lehren der Hure Babels) und gehen mit aufgerichtetem Halse und mit geschminkten Angesichtern, treten (übermütig) stolz einher, schwänzen (gleich einem hungrigen Hunde) und tragen gar köstliche Schuhe an ihren Füssen (Jes.3,16), darum wird der Herr die Scheitel der Töchter Zions kahl machen (den Verstand nehmen), und Er wird darin noch ihr einziges und bestes Geschmeide wegnehmen (Jes.3,17).

176,8. Zu jener Zeit wird der Herr ihnen auch wegnehmen den Schmuck an den köstlichen Schuhen (die Blindgläubigen), und die Hefte (treuen Anhänger) und die Spangen (die verschiedenen Orden) (Jes.3,18), die Ketten, Armspangen und die Hauben (als das abergläubische Zunftwesen) (Jes.3,19), die Flitter, die Gebräme, all die Goldschnürlein, Bisamäpfel, die Ohrenspangen (Jes.3,20), die Ringe und Haarbänder (Jes.3,21), die Feierkleider, die Mäntel, die Schleier und die (grossen) Beutel (Jes.3,22), die Spiegel, die Koller, die Borten und die Kittel (alles die glänzende Zeremonie der Hure Babels) (Jes.3,23). Da wird dann Gestank für den guten Geruch werden, ein loses Band für den guten Gürtel, eine Glatze für ein krauses Haar (Schlangenklugheit der Hure Babels), und für einen weiten Mantel wird ihr werden ein enger Sack; und solches alles wird ihr werden an der Stelle ihrer vermeinten Schöne (Jes.3,24).

176,9. Dein Pöbel wird durch das Schwert fallen, und deine Krieger im Streite (Jes.3,25). Und ihre Tore werden trauern und klagen (weil niemand mehr durch sie wird gehen wollen), und sie wird jämmerlich sitzen auf der Erde (Jes.3,26). Es werden aber in jener Zeit die Kriege die Männer so rar machen, dass dann sieben Weiber einen Mann ergreifen werden (oder aus den sieben Sakramenten wird nur eins werden) und sprechen werden: Wir wollen uns selbst nähren und kleiden, lass uns aber nur nach deinem Namen heissen, auf dass unsere Schmach von uns genommen werde (Jes. 3,27)!‘

176,10. Und sehet nun, meine Freunde: Was der Prophet da gesagt hat, das wird so gewiss in Erfüllung gehen, als wie gewiss und wahr Ich euch das nun Selbst erläutert habe. Denn die Menschen können für eine grössere Länge der Zeit die Wahrheit nicht ertragen, werden müde und versinken allzeit wieder in ihre alte, Gericht und Tod bringende Trägheit, und es lässt sich dann wahrlich nichts anderes tun, als durch die äussersten Mittel die Menschen wieder zu erwecken und sie wieder in die alte Tätigkeit auf den Wegen und Steigen des Lichtes und Lebens zu versetzen.

176,11. Darum sage Ich es euch nun noch einmal: Warnet die Menschen vor allem vor der geistigen Trägheit; denn mit ihr treten dann alle die Übel ein, von denen der Prophet geredet hat, und Ich muss sie leider zulassen! Denket darüber nach, und wir werden in der Herberge noch ein Wörtlein darüber sprechen! – Doch nun wollen wir uns aber auch sogleich dahin begeben; denn wir werden in dieser Nacht noch manches zu tun bekommen!“ …

flagge en  Warning about spiritual Lethargy – Jesus explains Isaiah Chapter 2 & 3

   

Jesus explains the Scripture Isaiah, Chapter 2 and 3:
Warning about spiritual Lethargy

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 7, Chapter 171 to 176
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 171 – The Lord explains the second chapter of Isaiah

The Lord says:

171,5. But now, bring the book of the prophet Isaiah here. From that I have to make an important part clear to you.”

171,6. Then Nicodemus brought the book to Me and I immediately turned to the second chapter of Isaiah and read it as follows aloud to all those who were present:

171,7. “This is what Isaiah, the son of Amos, saw over Judah and Jerusalem: ‘In the last time the Mountain on which the House of the Lord stands will certainly be higher than all mountains and it will be exalted above all heights, and all the gentiles will go to it.” (Isaiah 2:1+2).

171,8. Then Nicodemus and the two Pharisees asked: “Lord and Master, where is then the mountain of the Lord on which His house is standing?”

171,9. I said: “O see how worldly your attitude is, based on your sense-organs, and how you are still full of matter. Am I not the Mountain of all mountains on which the true House of God stands? But what is the very comfortable House? That is My Word that I have already spoken by all the prophets to you, Jews, during a few centuries, and now I Myself am speaking through the mouth of a Son of Man. So I am the Mountain, and My Word is the comfortable House on the Mountain, and there around us are standing the gentiles from all parts of the Earth, who came to this place to see the Mountain and to live in His very spacious House.

171,10. But for the Jews as they are now, it is really the last time, because they are fleeing from the Mountain and from His house, and the ones at the top are even threatening to destroy it. Do you understand this verse now?”

171,11. All of them said: “Yes Lord, it is now completely clear to us, but this chapter has still more verses, which are for us still not clear at all. Lord, do explain these further to us.”

171,12. I said: “Just be patient, because a tree does not fall with the first blow.

171,13. But Isaiah continues to speak as follows: ‘Many nations will (that means in the future) go on their way and say: Come, let us go up on the Mountain of the Lord, to the House of the God of Jacob, so that He will teach us His ways, after which we can then walk on His mountain paths, because from Zion will go forth the law and from Jerusalem His Word.’ (Isaiah 2:3).

171,14. By Zion (Z’e on = He wills) is also to be understood the Mountain, thus the Lord or I, and by Jerusalem the House of God on the Mountain, thus My Word and My teaching for now and forever. Certainly there will be no more doubt about that.

171,15. But now, who are the nations who say: ‘Come, let us go up on the Mountain of the Lord’ – that means to go to the Son of Man or divine Man – ‘and to the House of the God of Jacob, so that He will teach us His ways and we can then walk on His mountain paths?’

171,16. Look, these nations are those people who in the future will be converted to Me, will make My Word their own and will do My will. Because My Word shows the ways to life, and the mountain paths are My will announced to the people by the Word, of which the strict observance is definitely more difficult than only the pure listening to My Word, just like it is also definitely much easier to go on a broad and smooth way than on narrow and often very steep mountain paths.

171,17. But whoever wants to come within him upon the highest of all mountains and there in My living Word, which is God’s House on the Mountain, must not only follow the smooth way which leads to the top and stay upon it, but must also go on the narrow, often very steep mountain paths, because only along these, will he come completely on the Mountain and there in God’s living House.

171,18. What this means, I have already explained to you, as well as what the prophet in fact wanted to make clear by Z’e on and by Jerusalem. For this reason he also says that from Z’e on will go forth the law, so My will, and from Jerusalem – or seen in a natural way, out of My mouth – My Word.

171,19. So whoever hears My Word that I have spoken to the people at all times by the prophets, accepts it and lives according to it, he will thereby come to Me and thus also to the living Word and its power. Because I Myself am the living Word and the power thereof, and everything that contains the infinite space, is also only My living Word and the eternal power and might thereof. Did you also understand this well now?”

171,20. Then someone from the group of the Pharisees, who came to Me on the Mount of Olives, and who was a scribe said: “Lord and Master, Your explanation of these two verses was so clear like the sun at noon time, and everything became clear and understandable to me. But now comes the fourth verse and that sounds like this:

171,21. ‘And the Lord will administer justice among the gentiles and punish the nations. Then they will make of their swords plowshares and of their spears sickles, because no nation will lift up a sword against another, and the people will from now on learn war no more.’ (Isaiah 2:4).

171,22. Who are those gentiles and who the nations who, once they have been punished, will make no more war against one another? Those nations must surely be born in a very far future, because the present-day generations with their proud, greedy kings, lusting for power, will make war until the end of the world.”

171,23. I said: “It is true that you are a scribe, so that you still have the laws and all the prophets very well in your memory, but to understand them in the true spirit, of that there has never been any sign with you. You were walking on the broad and smooth way, but on the narrow mountain path that leads to the top of the mountain of the true knowledge, you have never set one foot.

171,24. Whoever, by acting according to the law, will not come on the top of the Mountain of the Lord and in God’s House or to the inner living Word from God, and will come to the living Word of God within him, will also not recognize the true, inner, living spirit of the law and the prophets.”
Chapter 172 – The Lord explains Isaiah’s images of the future

172,1. The scribe said: “But why did the prophets then talk and write in such a concealed way? I suppose that the most important for them was that their words could be understood by the people?”

172,2. I said: “These kind of objections were already made a few days ago on the Mount of Olives, and I have demonstrated to you how unfounded it is. So I do not have to repeat here what has already been said.

172,3. What kind of Word of God would that be, which has no inner meaning? Or can you imagine a human being without any bowels, or one who is so transparent as a drop of water so that his whole internal body could be seen? Something that we would – despite the artfulness of it – dislike very much.

172,4. Oh, do try, all of you, to think wisely. Nevertheless, I will now explain to you the obvious true meaning of the fourth verse of Isaiah. So be very attentive.

172,5. ‘The Lord’, who am I in the Word, ‘will judge the gentiles and punish many people.’

172,6. Who are the gentiles and who the people? The gentiles are all those who do not know the true God and instead of Him are worshiping and mostly honoring, dead idols and the mammon of this world. The Jews are surrounded by such people from all sides, and wherever you now also want to go in the world – to the morning, the noon or the evening – you will find nothing but all kind of different gentiles. However, you know that now from all sides of the world the gentiles of high and low rank and from close by and from far away have come to Me. They heard My Word and saw My signs, were filled with faith and accepted My teaching, and My Word is now judging them and putting them on trial, by which they cease from being gentiles and they pass over to the number of the blessed ones of God and to the number of the true people of God.

172,7. But they also will not remain like they are now instructed and educated, because soon false anointed men will arise among them who will also perform signs, will mislead kings and princes, will soon seize a great worldly power and will persecute with fire and sword those who do not want to follow them, and will finally split into many sects and parties. And these are then the many people who I as Lord will punish because of their lack of love, their falsehood, their selfishness, their pride, their obstinacy, their lust of power and their evil quarreling and mutual persecutions and wars. However, before that time will come, it still will take a while, as it lasted from Noah until now.

172,8. But as it was during the time of Noah when men were marrying and were giving into marriage, held big parties and feasts, let themselves be highly honored and wage destructive wars against those who did not want to bow down before their idols, so that soon the great flood came that drowned all those who committed evil, so also it will be in that future time. But then the Lord will come with the fire of His zeal and His wrath, and sweep away all the evildoers from the Earth.

172,9. Then it will happen that the pure and good men and the real friends of the truth and the light out of God who were spared, will make from their swords plowshares and from their spears sickles, and will give up the art of war completely. Then after that, no truly anointed people will lift up the sword against another anymore, except still some remaining gentiles somewhere in the deserts of the Earth. But also these will be admonished and after that be swept off the Earth.

172,10. Then the Earth will be blessed again. Its soil will bear a hundredfold fruit of everything, and the elders will be given the power over all the elements.

172,11. Look, this is how, spiritually seen, the fourth verse for this Earth has to be understood, which was for you as scribe so very incomprehensible.

172,12. But behind this natural, true, spiritual meaning lies a still hidden, deeper pure spiritual and heavenly meaning, but that you, with your still pure worldly intellect cannot understand, and that also cannot be expressed into words. However, if you will be on the Mountain of the Lord and will have entered into the House of God, and then will come out of the house of Jacob – like the prophet is speaking about it in the short fifth verse – only then will you walk in the true light of the Spirit out of God. (Isaiah 2:5). Do tell Me now if you have understood this better now than at first.”
Chapter 174 – Explanation of Isaiah 2, 6-22. Mercy. Revelations of the new Light.

174,1. I said: “Good then, so listen further to the Word. The words of the prophet are as follows:

174,2. ‘You, Lord, have nevertheless permitted that Your people have abandoned the house of Jacob, because Your nations are now worse than the foreigners from the east. They also are now committing sorcery just like the Philistines, and from the children of the foreigners they are accepting many as their own. Their country is full of silver and gold, and there is no end to their treasures, and their country is also full of horses, and there is no end to their chariots. Also, their country is full of idols, and they, the people, are worshipping the work of their hands, which their fingers have made. For that, the people are bowing down and for that, the nobleman is humbling down. That, You, o Lord, will not forgive. You faithless people, go then to the rocks of the mountains and hide yourselves in the earth, for fear of the Lord and for His lovely majesty.’ (Isaiah 2:6-10).

174,3. These 5 verses belong together because they show the miserable state of the church or God’s house on Earth. And this applies as well to the Jews who were here before this time, as to those who will come after us.

174,4. The laziness in the execution of God’s commandments is however the reason why I permit that My people leave the house of Jacob on the Mountain of the Lord and is precisely doing what the most rude and laziest nations are doing, who are dwelling in the eastern countries as wild animals.

174,5. And what the Pharisees are doing, as well as the Jews, the descendants will do also. They will set up many days to which they will attribute special power and influence, and whoever will go against it, will be persecuted by them with fire and sword. They will also practice divination. For money they will predict happiness and misfortune to the people, and by that, they will let themselves be extremely honored and be paid, because such a useless work is finally more profitable than with the plowshare and the sickle.

174,6. To increase their income that they are earning with their useless work, they will, just like the Pharisees now, send out their messengers throughout the whole world, and will make the foreigners as their own children. Those were already as dark gentiles good for nothing. But when then they will adopt the real worldly doctrine of the Philistines, they will become even a 100 times worse than what they already were. For this reason, their dark country will be filled with silver and gold, and their hunger for the treasures of this world will know no end, and have no purpose, nor their lust of power and war – what the prophet is expressing in the image of the horses and the countless chariots. Also, their territory over which they are ruling will be full of idol statues and temples, like with Solomon the wise one, who also started this way. Despite the personal warning of God he let idol temples be constructed around Jerusalem for his foreign women. Before the idol statues, those blind fools will bow down, and the work of their own hands and fingers they will worship in the foolish belief that God will be pleased with it. And whoever will not do that, will be persecuted unto life and death. Because many kings, in order to give their throne more luster, will support the nonsense of the worldly Philistines, and will persecute with fire and sword the friends of Light and the living Truth of which there are always only a few.

174,7. And see, then the Lord will come and punish those nations who have seduced so many people in His name.

174,8. Then the true, living Light will suddenly appear from all sides, and the friends of the night will be defeated forever. They will flee to the rocks indeed (to the great and mighty of the Earth) and will bury themselves under their infertile soil, out of fear for the Truth and the majesty of the Lord. But this will be of little help to them.

174,9. Because now speaks the prophet further again and says loudly: ‘For, all high eyes (pride to rule) will be humiliated and all high lords will have to bow down, because in that time only the Lord will be high and continue eternally forever and ever! (Isaiah 2:11). Because the day (light) of the Lord Zebaoth will walk over all that is proud and high and most of all over all that has been exalted in the world in order to humiliate it. (Isaiah 2:12). So, also over all the proud cedars of the Lebanon (priests) and over all oaks in Basan (most important pillars of the priesthood of idolatry during all times). (Isaiah 2:13). Over all high mountains (rulers) and over all exalted hills (all courtiers). (Isaiah 2:14). Over all high towers (generals) and over all strong walls (armies). (Isaiah 2:15). Also over all the ships on sea (those who are controlling the rudder of the state) and over all the – according to worldly standards – important work (the big national industry). (Isaiah 2:16). And that will happen in order to let everything bow down what is high for the people, and to humiliate all high-ranked people, so that in that time only the Lord will be high. (Isaiah 2:17). In that time the idols will be completely finished. (Isaiah 2:18). Yes, then also, one will go into the rocky caverns and in the canyons of the Earth (hidden places of the mammon), and this out of fear for the Lord and for His lovely majesty (the light of the eternal truth), when He will prepare Himself to frighten the Earth (punishments). (Isaiah 2:19). Yes, in that time everyone will throw away his silver and golden idol statues in the holes of the moles and the bats (Isaiah 2:20) – which idol statues he made for himself to worship – to crawl away easier into the clefts of the rock and canyons out of fear for the Lord and for His lovely majesty, when He will prepare Himself to frighten the Earth. (Isaiah 2:21). But that will be of no use to anyone. Therefore, leave such man alone who has breath in his nose (breath in the nose refers to worldly pride), because you do not know how high – worldly speaking – he can be.’ (Isaiah 2:22).

174,10. Well, here you have now the easy to understand whole explanation of the second chapter of the prophet Isaiah. The last verses you easily can explain yourselves, once you have well understood the meaning of the first ones.

174,11. But I tell you that it really will happen within a short time and then again entirely after about 1.900 years, because when man will have been given a complete freedom of will then in My decree there is no other way to successfully counteract from time to time the human laziness than only this one, because that laziness is the root of all sins and vices. Did you all understand this very well?

174,12. Now this will produce less joy in you, and even less for the future nations when this message will be given to them again in their great misery and during the time when one nation will rise against the other to destroy it. But the following chapter will give us more light.

174,13. But tell Me now how you have understood this very important matter. I say ‘very important’ because as My future followers I want to especially emphasize that you and your disciples should guard yourselves against laziness. Now speak about the spirit that you have met in Isaiah. After that we will pass over without difficulty to the third chapter.”

174,14. The disciples and also the others who were present said unanimously: “Lord, whatever You order, will and permit is certainly good, wise and just, because You as Creator and Master of men and all things in the world know best of all what is best for men anyway. If silver, gold, precious stones and beautiful pearls were completely harmful for Your people then You would not have created such evil things.

174,15. Who, besides You, knows if without those exciting matters, men would not have become much lazier than they are already now with all those countless excitements, and in course of time will even become worse. However, if a lot of people, out of a too great love for these excitements, will become true devils among men because they let themselves be blinded by the false glitter of the gold, then You still have an infinite number of ways to chastise them by those that are in Your service. And so, we are of the opinion that at the end of the times of the world everything will still have a good ending according to Your secret, eternal decree.

174,16. We, as Your chosen disciples, will certainly do our utmost best, according to Your decree, to encourage the people to be active in the right way, and to inspire and to stir them up for it. If in the course of time they will also be equally careful with their descendants, is of course a very important different question. But then, You Yourself will surely let everything happen in such a way that it will be for the best of the people, be it wars, epidemics, high cost of living, famine or peace, good health and blessed fruitful years and times. And with this we now have openly expressed our opinion to You, o Lord, and we ask You to continue with the explanation of the prophet.”

174,17. I said: “This time I am completely satisfied with what you have all said, and because you have well understood the explanation of the second chapter of the prophet we simply can now also continue to the third chapter. So listen to Me.”
Chapter 175 – Explanation of the third chapter of Isaiah. The situation of an organized community.

175,1. Also in this following chapter the prophecy is for now and for the coming times of which I have spoken.

175,2. The first verse of the prophet has a deep meaning and goes like this: ‘Look, the Lord, Lord Zebaoth will take away out of Jerusalem all kinds of provisions, and also out of the whole of Judah the total provision of bread and the whole provision of water’. (Isaiah 3:1).

175,3. Here, by Jerusalem must be understood the present-day Jewry, just as it is now and already has been for a long time. By Judah must be understood the future generations that then, by accepting My teaching, will be counted to the tribe of Judah. Because of their laziness they will undergo the same fate in a much greater measure as now the Jews in a smaller measure.

175,4. By the taking away of the provision of bread you must understand the taking away of love and mercy, and by the taking away of the provision of water, the taking away of the true wisdom out of God. And the result thereof will be that all of them will come on a wrong track, and their soul will be in darkness, and nobody will be able to give counsel to another. And even if somebody would give counsel to another, then the one who needed counsel and light will still not trust him and say: ‘What are you talking to me about the light while you yourself are in the same darkness as I am.’ The fact that the people will then by their own fault – because of their laziness – become totally without help, is accurately described by the prophet with the following words:

175,5. ‘Thus will be taken away the strong ones and warriors, judges, prophets, fortunetellers and elders (Isaiah 3:2), counselors and wise workers, and eloquent orators, and headmen over 50, and also honest people (3:3).’

175,6. I am mentioning here on purpose the headmen and the honest people as last instead of in the beginning of the third verse, and I have My reason for this. Listen now to the explanation.

175,7. Who are the strong ones and the warriors? These are such people like once David was, full of faith and trust in Me, and the warriors are those people who consent to be totally inspired by faith and trust in the One, to always conquer all the enemies of what is good and true from God – even if they are so many.

175,8. When there will be a complete lack of living water out of the Heavens, and all flesh, together with its soul, are in the thickest of darkness, who will then deal with the people as a true and righteous judge? Who will have the gift of prophecy? And even if someone still possesses it for himself, who will then, without inner understanding believe that it is true? Who will be able to prophesy for the blind and deaf? And who will be chosen by dark mankind as a true elder because of his outstanding wisdom in order to make him their shepherd? Now, understand this well.

175,9. The one from whom – spiritually speaking – has been taken away bread and water, has lost by that everything, because the one who has been punished and chastised by God with spiritual blindness, has been punished and chastised the most severely. Because by that he has lost everything, and he is completely in despair and helpless. This is then also the ultimate means by which the laziness of the people that took a too great dominion, and all their vices can be fought against in the best way.

175,10. The fact that the people will be in the greatest misery by the taking away of the spiritual bread and water, and by that, the things that still will be taken away from them, the prophet explains further in the third verse, where he explicitly says: ‘By that, the people will have to miss the counselors’ or those who give counsel, ‘and wise workers’ in all branches of human necessities, thus also intelligent speakers, who otherwise would have accomplished a lot of good with their wisdom.

175,11. However, the worst of all that, is the taking away of the, say, 50 headmen which is taking place at the same time. Who are the 50 and what has the figure 50 to do with it? This we will perceive right away.

175,12. If we imagine a big and completely organized community of people, then since ancient times it has – if it wants to be well taken care of in everything – in total 50 main regions where it has to provide in their necessities of life. Whatever is above that, stands already for pride, and everything that is less stands for weakness, need and poverty. However, in order to provide efficiently and to take care of each separate branch of these life necessities there must also be a clever captain as foreman and leader in charge, who from A to Z must be well acquainted with everything that is necessary in the whole system. If such a one is not present and someone incompetent stands in his place, then the whole branch of life necessities will soon carry bad or even no more fruits at all for the community.

175,13. How then will a big community be able to stand if by its laziness and negligence finally has lost all of the 50 headmen? I tell you: in the same manner as the community of Jews nowadays, where only certain thieves and robbers are still possessing something and who fatten and enrich themselves at the expense of the poor, but where thousands are helplessly pining away in the deepest of poverty. Because where is the wise captain who would take care of them and who would give them in one way or another a certain job and bread? Look, in a lot of areas a head is missing, and so also all the other things are not present. There are still certain headmen to direct different areas, but this they are not doing for the people but for oneself, and therefore they are only thieves and robbers and no real headmen like at the time of My judges.

175,14. Now you have seen how the outer and inner well being of the people of a big community depends on the head leaders in the different areas of life necessities. But on who then depends in the first place the right organization of the named head leaders in a big community of people, in a country that is governed by a prince or king? Look, it only depends on a wise king.

175,15. But then, what does our prophet say? What will the Lord do further on with the lazy, god-forsaken communities?

175,16. Listen, his words are as follows: ‘I, says the Lord, will give them young men to be their princes, and silly men will rule over them. (Isaiah 3:4). And among the people one will suck out the other. Everyone, even his neighbor, and the young one will exalt himself above the elder and a worthless, dishonest man above an honest one.’ (Isaiah 3:5).

175,17. The words of the prophet are here of itself so clear and plain that they do not need another explanation. I can only show you the great and clear visible very bad results, although these also can easily be discovered by itself. Once all life-conditions will come into the greatest disorder by such confusion, and when, because of the need, all the people of the community will become very discontented, then also will arise one merciless rebellion after another. The people will awaken and stand up, and are chasing away the princes and selfish headmen, or even strangle them. And this is what is meant when one says: ‘One nation wars against another’.

175,18. Thanks to his lazy nature, man permits any pressure as long as he, in his blindness, can still fill his stomach, no matter with what kind of meager food, but once also this is ceasing and he is facing only starvation, then he wakes up and turns into a starved enraged hyena. And it must come to that point, so that mankind will wake up.”
Chapter 176 – The downfall of the false religious systems explained from Isaiah 3, 6-27.

176,1. But then everything is destroyed and thrown down. Whosoever can be falsely accused that he also – by his own merciless selfishness – has contributed to the general misfortune of the nations, will unfortunately fall victim to the revenge of the common people. But then what? Then the people have no leader at all, not a good one nor a bad one. They are in total anarchy, where ultimately everybody can do what he wants. However, another one, who is stronger, can also punish him at his heart’s desire.

176,2. Then the wise men come together and say: ‘This cannot be, it cannot continue like that. We, who are wiser and mightier men will work together and bring the people to vote for a wise chief. And it will be an exalted house that will accommodate two brothers with much recognition and experience.’ What will happen next? The prophet will tell us precisely. And what does the prophet say?

176,3. Listen. He says: ‘Then one brother will grab the other out of his brothers’ house and will say: ‘You have clothes (knowledge and experience), be you our ruler and help us during this downfall.’ (Isaiah 3:6). But then he will say and swear: ‘Listen, I am no doctor, and there is no bread (the goodness of faith) or clothing (true faith) in my house. Therefore, do not make me a ruler of the people.’ (Verse 7). Because Jerusalem is ripe and falls down, and Judah (the later time) is also fallen. Because their language and their deeds are against the Lord, because they oppose the eyes of His majesty (the light of His wisdom). (Verse 8). That is visible and known to everybody. Their nature is not hidden because they are boasting about their sin, just like in Sodom and Gomorrah, and they are brutal and they do not even hide. Woe unto their souls! Because with that, they have thrown themselves completely into their ruin.’ (Verse 9).

176,4. But the chosen Prince – who could also possibly be I Myself – says further: ‘Go and preach first to the righteous, so that they may become good, then they will eat the fruit of their works. (Verse 10). However, woe unto the lazy and ungodly, because they are wicked at all times, and unto them will be rewarded according to their works and as they have deserved it! (Verse 11). Listen, for this reason, children are the princes of My people, and even women are ruling over them. My people, your (wrong) comforters are misleading you (think about Rome) and are destroying the way that you have to go. (Verse 12).

176,5. But the Lord stands there to pronounce justice and has now come up to judge the people. (Verse 13). And the Lord comes to administer justice with the elders of His people (the Scriptures) and with His princes (those who, in the last time, have been awakened for life). For you (Pharisees and Romans) have destroyed the vineyard, and what has been robbed from the poor is in your house. (Verse 14).

176,6. Why do you trample down My people, and why do you mistreat all those who are miserable? Thus speaks the Lord now with great seriousness. (Verse 15).

176,7. And the Lord continues to speak: Because the daughters of Zion are proud (the false teaching of the whore of Babel) and walk with a stretched-out neck and a face with make-up, walking proudly (haughty), wag the tail (like a hungry dog), wearing at their feet expensive shoes (verse 16), the Lord will shave the crown of the head of the daughters of Zion to baldness (take away the reasoning), and with that, He will take away their only and best jewel. (Verse 17).

176,8. In that time the Lord will take away the jewelry of their expensive shoes (those who believe blindly), and the ribbons (faithful followers), and the buckles (the different assemblies) (verse 18), the chains, the bracelets and the caps (the superstitious craft-guilds) (verse 19), the tinsels, the ornamental borders, all golden strings, musk, earrings (verse 20), rings and hair ribbons (verse 21), feast clothes, coats, veils and the (big) purses (verse 22), mirrors, capes, laces and the blouses (all of the glittering ceremony of the whore of Babel). (Verse 23). Then the sweet smell will become a stench, the good girdle a loose string, curled hair (serpent-like cunning of the whore of Babel) a baldhead, and her wide coat will become a narrow sack. And all this will come instead of the presumed beauty. (Verse 24).

176,9. Your mob will fall by the sword, and your warriors will fall in battle. (Verse 25). And her gates will weep and lament (because nobody wants to go inside anymore), and she will sit pitifully upon the ground. (Verse 26). Then, in that time, men will be so few that 7 women will take hold of 1 man (or out of the 7 sacraments there will be only 1) and they will say: We will feed and clothe ourselves, but let us carry your name, so that our dishonor will be taken away from us.’ (Verse 27).

176,10. And look, My friends. What the prophet has said, will certainly be fulfilled, as sure and true as I have told you now Myself. Because the people cannot bear the truth for a longer time, become tired and always sink back again into their old judgment and death-bringing laziness. And then there is truly nothing else that can be done but, through the most extreme ways, awaken the people again and of old, bring them once more upon the ways and mountain paths of light and life.

176,11. Therefore, I am saying to you once more: above all, warn the people against spiritual laziness, for with this will start all evil things of which the prophet has spoken, and I must unfortunately permit them. Think about it, then we will talk about it again in the inn. And now we soon will also go to that place, because we still will have a lot of things to do this night.”

Jesus erklärt… Leben & Seelenentwicklung nach dem Tod – Jesus explains… Life & the Development of the Soul after Death

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Jesus erklärt… Leben & Seelenentwicklung nach dem Tod

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 4, die Kapitel 90 bis 93
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 90 – Seele und Leib

Der Herr spricht:

90,3. Sage Ich: „ … Ich meine, so eine recht zuversichtliche Einsicht in das Fortleben der Seele nach dem Tode des Leibes dürfte für euch alle wohl von der grössten Wichtigkeit und Notwendigkeit sein; daher werden wir diese Sache ein wenig näher in den Augenschein nehmen!

90,4. Ich habe es euch durch Worte schon zu mehreren Malen gezeigt, worin der eigentliche Tod des Leibes besteht und auf welch eine verschiedene Art er vor sich gehen kann, und was seine Folgen für die Seele und ihren Geist sind und sein müssen. Sollte Ich euch aber das durch lange theoretische Sätze erklären, so würden wir damit in einem vollen Jahre nicht zu Ende kommen. Ich werde euch zu eurem gründlichen Erkennen die Sache mit Wort und Tat zeigen, und ihr werdet es dann begreifen.

90,5. Bevor wir aber zur eigentlichen Sache kommen, muss Ich dennoch das voranschicken, wie die Seele mit dem Leibe zusammenhängt.

90,6. Und so höret Mich: Die Seele als ein Gemengtes und sich ergreifend Zusammengesetztes ist durch und durch ätherisch-substantieller Beschaffenheit. Da aber der Leib in seinem Wesen auch im Grunde Ätherisch-Substantielles in sich fasst, so ist solches verwandt mit der substantiellen Wesenheit der Seele. Und dieses Verwandte ist das Eigentliche, das da die Seele mit dem Leibe so lange verbindet, solange es nicht mit der Zeit zu sehr in das pur Materielle übergegangen ist, woselbst es dann mit der seelischen Bestandwesenheit eine zu geringe und oft aber auch gar keine Verwandtschaft mehr hat, – und wenn schon noch welche vorhanden ist, so muss diese erst durch den Verwesungsprozess aus dem Körper geschieden und jenseits der gewisserart nackten Seele zugeführt werden.

90,7. Hat aber die Seele selbst am Ende zu viel Materielles aus ihrem Leibe in sich aufgenommen, so erreicht der Leibestod auch sie, und sie muss mit dem Leibe verwesen und dann erst nach mehreren Erdenjahren als natürlich höchst unvollendet erwachen, wo es ihr dann sehr schwer wird, sich in ein höheres Licht emporzuschwingen, weil ihr alles ein finsteres Erdending ist, in dem wenig Leben und viel Finsternis in allen Winkeln rastet.

90,8. Von einer Geisteserweckung in ihr kann so lange keine Rede sein, bis die Zeit, die Not und allerlei Demütigungen das weltdinglich Finstere und Grob- oder gewisserart Leiblich-Substantielle aus der Seele geschieden und hinausgefegt haben; und das geht jenseits um vieles schwerer denn hier, weil die Seele jenseits so lange in einer gewissen Abödung für sich allein dastehen muss, um nicht als ein zu nacktes und gewisserart noch haut- und kleidloses Wesen von einer andern Wesenheit, die schon voll des höhern Lebensfeuers in voller Kraft dasteht, verschlungen und wie ein Wassertropfen auf glühendem Erze vernichtet und verzehrt zu werden. Denn für jede noch sehr unvollkommene Seele gilt gegenüber einem schon vollendeten Geiste das, was Ich dereinst zu Moses sagte, als er Mich zu sehen verlangte: ,Gott kannst du nicht schauen und leben!‘

90,9. Je höher potenziert ein Leben einmal für sich dasteht, desto kräftiger, mächtiger und schwerer steht es für sich da, und alles Leben, das da noch auf einer sehr niedern Stufe steht, kann sich einem potenzierten Leben gegenüber nie behaupten, ausser in gewissen Entfernungen. Was ist eine Mücke gegen einen Elefanten, was eine Fliege gegen einen Löwen?! Was ist ein zartestes Moosschimmelpflänzchen gegen eine mehrere Jahrhunderte alte Zeder auf Libanon, was diese Erde gegen die grosse Sonne?! Was ist ein Tropfen Wassers gegen ein mächtiges Feuer?! – Wenn jemand von euch auf einen Elefanten tritt, so wird das einem Elefanten wohl gar nichts machen; tritt aber jemand von euch auf eine Ameise, so ist es mit ihrem Naturleben vollkommen zu Ende.

90,10. Was aber schon in der äusseren Natur, sogar mit Händen zu greifen, sich zeigt, das steht im Reiche der Geister desto ausgebildeter und ausgeprägter wahr da. In jedem schon für sich bestehenden Leben steht das unersättliche Bedürfnis da, stets mehr Leben in sich zu vereinen; das Einswerdungsprinzip aber ist im Grunde des Grundes die Liebe. Wäre dieses Prinzip aber einem Leben nicht vor allem inne, so gäbe es weder irgendeine Sonne im endlosen Raume noch eine Erde, und ebenso auch keine Geschöpfe auf derselben und in derselben.

90,11. Weil aber eben im Leben selbst das Lebeneinungsprinzip besteht und jedes freie Leben in einem fort bemüht ist, mit einem andern ihm ähnlichen und verwandten Leben sich zu vereinen, so wird aus vielen Sonderleben und Sonderintelligenzen am Ende nur ein Leben und eine vervielfachte und darum weit ausgreifende Intelligenz, und dadurch auch aus den mit wenig Vernunft begabten vielen Weslein ein mit viel Vernunft und mit vielem Verstande ausgerüstetes Wesen.“

Kapitel 91 – Die Fortbildung armer Seelen im Jenseits

91,1. (Der Herr:) „Wenn nun laut dieses fürs Sein und Leben nötigsten und unwandelbaren Prinzips eine sogenannte arme und nackte Seele drüben sogleich mit einem Geiste, wie zum Beispiel unser Raphael hier einer ist, zusammenkäme, so würde sie von ihm sogleich also verschlungen, wie da verschlingt das Meer einen einzelnen Wassertropfen. Es ist darum von Mir aus die Fürsorge durch die ganze Unendlichkeit getroffen, dass ein kleines, schwaches und noch sehr blödnacktes Leben immer also exponiert wird, dass es wie einzeln für sich dasteht und sich ihm nur solche Lebenspotenzen nahen dürfen, die sicher nicht in irgend etwas um vieles stärker sind als das einzeln für sich in seiner Abödung und Nacktheit dastehende Leben.

91,2. Solche Lebenspotenzen können sich nicht verschlingen, weil die einzelnen Ichheiten von gleicher Kraft und Stärke sind; aber sie bilden dennoch Vereine unter sich und halten Rat, aus dem aber nie viel Erspriessliches herauskommen kann, weil die Weisheit von einem jeden Einzelwesen nahe auf ein Haar die gleiche ist. Stellet euch einen Ratsverein von lauter blitzdummen Menschen vor, die etwas recht Weises beschliessen und endlich mit vereinten Kräften ausführen möchten! Was wohl wird aus ihren Beratungen hervorgehen? Nichts als dummes Zeug!

91,3. Wir haben auf dieser Erde, und zumeist auf ihren Inseln, noch heutzutage Völkerschaften, die ihre Inseln ganz ungestört seit Adams Zeiten bewohnen; es sind das Kains Nachkommen, die heute noch auf derselben Kulturstufe stehen, auf der sie vor zweitausend Jahren gestanden sind. Ja, warum haben sie denn in ihrer Kultur gar keinen Fortschritt, sondern nur eher einen Rückschritt gemacht mit allen ihren häufig vorkommenden Rathaltungen? Weil unter ihnen der Weiseste dümmer und blinder ist denn hierzulande ein noch so blöder Schweinehirt! Wenn aber der Weiseste schon nichts weiss, was sollen dann erst die andern wissen, die sich bei ihm Rates erholen?!

91,4. Man wird freilich hier fragen und sagen: ,Ja warum hat Gott denn zu solchen Völkern keine von Seinem Geiste erfüllte Propheten gesandt?‘ Da sind wir nun eben zu dem Hauptpunkte gekommen!

91,5. In diesen Völkern wohnen noch viel zu unreife und nackte Seelen. Eine höhere Offenbarung würde sie verschlingen und verpanzern mit einem Gerichte, aus dem sie nimmer frei zu machen wären. Die höchste und reinste Wahrheit würden sie in den dicksten Aberglauben umwandeln und sich darin derart begründen, dass dann am Ende Ich Selbst sie durch kein Mittel mehr daraus erlösen könnte.

91,6. Es ist daher notwendig, dass sie noch bei tausend Jahre lang also, wie sie sind, verbleiben. Nach dieser Zeit erst sollen sie Besuche von pur verstandesgeweckten Menschen bekommen und von diesen aber noch lange keinen Unterricht, sondern nur ein sie nur ein wenig weckendes Beispiel bekommen. Sonach soll ihnen von Zeit zu Zeit zu öfteren Malen eine solche sie weckende Überraschung zuteil werden. Wenn das ein paar Jahrhunderte hindurch geschieht, dann werden solch nackte Völker etwas mehr bekleidet werden, leiblich und seelisch, und sodann erst nach und nach für eine höhere Offenbarung reif sein.

91,7. Und gerade also, und noch um ein bedeutendes mühsamer, geht im grossen Jenseits die Fortbildung und Lebensvollendung einer ganz nackten Naturseele vor sich. Sie muss so lange in aller Lichtlosigkeit für sich dastehend belassen werden, bis sie, durch die eigene Not gedrungen, sich aus ihrer mehr denn noch halbmateriellen Lethargie aufrüttelt und so über was immer bestimmtere Gedanken in ihrem Herzen zu denken beginnt.

91,8. Werden die Gedanken immer ausgeprägter und bestimmter umrissen, so fängt es in einer solchen Seele dann ganz leise zu dämmern an, und sie beginnt einen Grund zu bekommen, auf dem sie ein wenig stehen und nach und nach auch ein wenig umhergehen kann. Dieses Umhergehen entspricht dann dem Übergehen eines Gedankens in einen andern und einer Empfindung in die andere. Es ist das ein Suchen, und dem Suchen muss irgendein Finden folgen, weil sonst der Sucher, so er zu lange gar nichts finden möchte, am Ende infolge seiner fruchtlosen Mühe erlahmen und also zurückfallen müsste in die alte Lethargie.

91,9. Aber wie die emsig zu suchen anfangende Seele nur irgend etwas findet, so gibt ihr das einen neuen und erhöhten Impuls zu einem noch weiteren und emsigeren Suchen und Forschen, und wenn sie gar Spuren vom Dasein ihresgleichen findet, so jagt sie diesen gleich einem Spürhunde nach und ruht nicht eher, bis sie etwas gefunden hat, das ihr wenigstens ein nahes Dasein von ihresgleichen bezeugt.

91,10. Durch dieses stets potenziertere Suchen wird sie aber auch reifer und sucht sich zu sättigen mit allem, was sie irgend wie zufällig zur Umhüllung ihres substantiellen Seelenleibes findet. Hie und da findet sich auch etwas, wenn auch noch so Mageres, zur Füllung ihres Magens und zur Stillung ihres oft brennenden Durstes. Denn wird es in einer Seele einmal so recht begierlich infolge des inneren, stets lebendiger werdenden Lebensfeuers, da findet sich dann stets ein mehreres irgend vor, für das in der Seele irgendein Bedürfnis wach wird.“

Kapitel 92 – Die Führung im Jenseits

92,1. (Der Herr:) „Da muss von seiten eines Geistes, der wie von einer gewissen Ferne eine solche Seele leitet und führt, aber wohl die grösste Vorsicht gebraucht werden, damit sie auf dem Suchpfade ja nur das findet, was sie in ihrer Lebensvollendung weiterbringen kann.

92,2. Mit der Zeit erst kann sie eine auch ihr ähnliche Seele, von nahe gleichen Bedürfnissen bedrückt, finden, mit der sie dann natürlich alsogestaltig sogleich in eine Korrespondenz tritt, wie in dieser Welt zwei Menschen, die von einem und demselben Schicksale verfolgt worden sind. Sie fragen sich gegenseitig aus, bedauern sich und fangen nach und nach an, Rat zu halten, was da zu tun wäre, um ihr Los in irgend etwas erträglicher zu machen.

92,3. Es versteht sich von selbst, dass die zweite Seele nur eine scheinbare Ähnlichkeit mit der ersten, erst aus der vollen Abödung getretenen, haben muss; denn sonst würde ein Blinder einem Blinden als Führer gegeben, wobei dann nur zu leicht beide in eine Grube fallen könnten und sich dann in einem ärgeren Zustande befänden, als da war der frühere in der Abödungsperiode.

92,4. Der wie zufällig zu der jungen suchenden Seele stossende, in sich vollendete Geistmensch aber darf von seiner Vollendung ja nichts merken lassen, sondern muss anfänglich ganz das sein, was die junge Seele ist. Lacht sie, so lache er mit ihr; und weint sie, da weine er mit! Nur so die Seele ärgerlich wird über ihr Schicksal und schimpft und flucht, da tue der Geist das wohl nicht mit, sondern tue anfänglich zwar auch, als wäre er selbst etwas ärgerlich über sein (zum Scheine) ähnliches Los, spiele aber dabei stets den Gleichgültigen, dem es nun schon alles eins ist, ob’s ihm so oder so geht! Will’s durchaus nicht besser werden, nun, so bleibe es denn, wie es wolle! Dadurch wird die junge Seele gefügiger und wird sich zufriedenstellen schon mit einem kleinen Vorteile, der sich wieder irgend wie zufällig hat auffinden lassen.

92,5. Wenn solch eine Seele im Jenseits dann irgendein Plätzchen gefunden hat, so lasse man sie dort so lange, als sie selbst kein Bedürfnis in sich verspürt, ihr Los zu verbessern; denn solche Seelen gleichen hier solchen Menschen, die mit einer ganz kleinen Besitzung insolange ganz zufrieden sind, wenn sie ihnen nur knapp so viel einträgt, dass sie dabei notdürftig bestehen können. Alles Höhere und Vollendetere und Bessere geht sie nach ihrer Sehnsucht gar nichts an, und sie bekümmern sich dessen auch gar nicht. Was liegt ihnen an der grossen Beschäftigung eines Kaisers oder irgendeines Feldherrn?! Wenn sie nur etwas zu essen und die liebe Ruhe haben, so sind sie dann aber auch schon ganz glücklich und wünschen sich ewig nichts Besseres mehr.

92,6. Ebenso steht es dann in einem zweiten Stadium mit einer Seele, die, wie gezeigt, aus ihrer Abödung getreten und nun durch ihre Mühe irgend dahin versorgt worden ist, dass sie ihren Zustand als einen erträglichen ansieht und sich um nichts weiteres mehr bekümmert, ja sogar eine Furcht und Scheu davor hat, weil sie alles, was ihr irgendeine Mühe machen könnte, verabscheut.

92,7. Wir haben eine Seele im Jenseits nun dahin versorgt, dass sie zum Beispiel entweder bei so ziemlich guten Leuten einen Dienst gefunden hat, der sie mit dem Nötigsten versieht, oder sie hat irgendein Häuschen mit einem reichlich besetzten Obstgarten und ein paar Melkziegen als ein verlassenes Gut zum Eigentume mit etwa noch einem Diener oder einer Dienerin bekommen, oder besser auch gefunden; da hat dann der leitende Geist vorderhand nichts anderes zu tun, als eine solche Seele eine Zeitlang in solchem Besitze ganz ungestört zu belassen.

92,8. Er entferne sich auch zeitweilig von ihr und tue, als ginge er selbst etwas Besseres suchen, komme dann wieder und rede davon, dass er wohl Besseres gefunden habe, – aber es sei jenes Bessere um vieles schwerer zu bekommen, und man müsse es sich durch viele Mühe und Arbeit verdienen! Die Seele wird darauf sicher fragen, worin die Mühe und die Arbeit bestände; dann erkläre der Führer das der fragenden Seele. Fühlt sich die Seele dazu geneigt, so führe er sie dahin; im Gegenteile aber belasse er sie, sorge aber dafür, dass der Garten in seinen Erträgnissen stets magerer wird und am Ende nicht einmal mehr das Allernotdürftigste erträgt!

92,9. Die Seele wird nun wohl allen Fleiss anwenden, um den Garten zu einem reichlicheren Erträgnisse zu bringen; aber der Führer darf es nun nicht zulassen, dass die Seele ihren Wunsch erreicht, sondern muss machen, dass die Seele endlich das Fruchtlose aller ihrer Mühe einsieht und den Wunsch äussert, diese ganze Behausung aufzugeben und einen Dienst anzunehmen, bei dem sie, bei sicher nicht mehr Mühe und Arbeit, doch eine erträgliche Versorgung finde.

92,10. Hat sich in einer Seele solch ein Wunsch lebendig zur Genüge ausgesprochen, so werde sie weitergeführt und in einem Dienste mit vieler Arbeit untergebracht. Da verlasse sie dann der Führer wieder unter irgendeinem Vorwande, als hätte er auch an irgendeinem andern Orte einen zwar sehr beschwerlichen, aber sonst gut dotierten Dienst bekommen. Die Seele wird nun zur Arbeit gewiesen, die sie genaust zu verrichten hat. Man sage es ihr und lege es ihr ans Herz, dass da jede Vernachlässigung mit entsprechender Entziehung des bedungenen Liedlohnes bestraft, dagegen ein freiwilliges Mehrtun übers Bedungene hinaus sehr löblich berücksichtigt werde.

92,11. Nun wird die Seele entweder das Bedungene genau und noch manches darüber leisten, oder sie wird sich die Mühe zu sauer werden lassen, wird träge werden und darum in eine noch grössere Not verfallen. Im ersten Falle werde sie dann erhoben und in einen freieren und schon bedeutend angenehmeren Zustand versetzt, allwo sie mehr zu denken und mehr zu fühlen bekommt. Im zweiten Falle aber überlasse sie der Führer einer bedeutenden Not, lasse sie zu ihrem früheren mageren Besitze zurückkehren, etwas Weniges, aber bei weitem nicht Genügendes finden.

92,12. Nach einer Zeit, wenn sich eine dringendste Not eingestellt hat, komme der nun viel besser aussehende Führer schon als ein Herr und Selbstbesitzer von vielen Gütern und frage die Seele, was ihr denn eingefallen sei, den guten und aussichtsvollsten Dienst so fahrlässig zu behandeln. Die Seele wird nun sich mit der für ihre Kräfte zu grossen und zu anstrengenden Mühe ausreden und entschuldigen; da werde ihr aber gezeigt, wie ihre Mühe und Anstrengung hier auf dem magersten Kleinbesitze eine noch viel grössere sei und doch sei da keine Aussicht vorhanden, je nur zu einem notdürftigsten Vorteile zu gelangen.

92,13. Auf diese Weise wird so eine Seele zur Einsicht gebracht, wird abermals einen Dienst annehmen und nun sicher mehr guttun denn vorher. Tut sie nun gut, so werde ihr in Kürze ein wenig vorwärtsgeholfen, – aber noch ist sie bei dem Gefühle zu belassen, als sei sie leiblich noch nicht gestorben; denn dies fühlen materielle Seelen lange nicht und müssen davon erst auf einem geeigneten Wege unterwiesen werden. Die Kunde davon wird für sie erst dann erträglich, wenn sie als ganz nackte Seelen zu einer mit schon gutem Gewande bekleideten, gewisserart seelenleiblichen Festigkeit gediehen sind. In solchem festeren Zustande sind sie dann auch irgend kleiner Offenbarungen fähig, weil ihres Geistes Keim sich in ihnen zu regen beginnt.

92,14. Ist eine Seele einmal so weit gediehen und hat sie einsichtig angenommen, dass sie sich nun in der Geisterwelt befindet und von nun an erst ihr ewiges Los ganz allein von ihr abhängt, so werde ihr der allein rechte Weg der Liebe zu Mir und dem Nächsten gezeigt, den sie ganz aus ihrem völlig freien Willen und aus ihrer ganz freien Selbstbestimmung zu wandeln hat.

92,15. Ist ihr das gezeigt worden nebst dem, was sie in jedem Falle ganz bestimmt zu erreichen vor sich hat, da verlasse sie der Führer abermals und komme erst dann wieder zu ihr, wenn sie ihn allerernstlichst berufen wird in ihrem Herzen. Beruft sie ihn aber nicht, dann wandelt sie ohnehin auf dem rechten Wege; ist sie aber von dem abgewichen und hat einen schlechten betreten, so lasse er sie wieder in ein entsprechend grosses Elend kommen. Wird sie ihren Fehltritt einsehen und den Führer herbeiwünschen, so komme er und zeige ihr das vollauf Nichtige ihrer Mühen und Bestrebungen.

92,16. Hat sie darauf den Wunsch, sich wieder zu bessern, so bringe er sie abermals in einen Dienst, und so sie da erfüllt ihre Pflichten, so werde sie wieder befördert, aber nicht so bald wie ein erstes Mal, weil sie da gar leicht wieder in ihre alte, materielle Lethargie zurückverfiele, aus der sie viel schwerer zu befreien wäre denn aus der allerersten, weil sie sich bei jedem Rückfalle stets mehr und mehr wie ein wachsender Baum verhärtet und von Jahr zu Jahr sich auch schwerer beugen lässt denn in den ersten Wachstumsperioden.“

Kapitel 93 – Der Fortschritt der Seele auf der Erde und im Jenseits

93,1. (Der Herr:) „Es versteht sich schon von selbst, dass hier von einem sonderheitlichen Falle nicht die Rede sein kann, sondern nur von einer Grundnorm, nach der, sowohl bei der diesseitigen und ganz besonders bei der jenseitigen Führung, eine Seele aus ihrer lebenshemmenden Materialität zu heben ist.

93,2. Es gibt daneben noch zahllos viele Abweichungen, von denen eine jede ein wenig anders zu behandeln ist; aber alles dessen ungeachtet muss es dennoch eine Grundnorm geben, nach der sich endlich alle andern zu richten haben, so wie das Erdreich mit einem Regen befruchtet werden muss, damit im selben der ausgesäte Samen zu keimen beginnen kann. Wie aber dann die verschiedenartigen Samen, die im Erdreiche zur Belebung ruhen, das ihnen Zusagende aus dem Regentropfen an sich bringen, das ist eine Sache der speziellen Intelligenz der Geister, die die Keime bewohnen und für ihr Haus gar wohl zu sorgen verstehen.

93,3. Ich sage euch dies darum, damit ihr einsehen sollet, wie schwer und mühsam es jenseits vor sich geht mit und auf dem Wege zur Vollendung des innern Lebens, und wie leicht und ungebunden hier, wo die Seele noch den materiellen Leib um sich hat, in den sie zu allernächst alle ihre vorhandene Materialität ablagern kann, wie und wann sie solches nur immer will; aber jenseits ist das nicht so leicht möglich, weil die Seele eben keinen materiellen Leib mehr hat und mit ihren Füssen auch nicht mehr über einen materiellen Boden gleitet, sondern über einen geistigen, aus der Seele Gedanken und Ideen erbauten, der aber durchaus nicht geeignet ist, das aus der Seele geschiedene Materielle aufzunehmen und in sich für ewig zu begraben.

93,4. Denn was da auch aus der Seele auf ihren Boden fällt, das gilt nahe soviel, als so man einen Stein nähme und ihn ganz von dieser Erde hinweg in den endlosen Raum hinausschleudern wollte. Ja, wer die Kraft besässe, einen Stein mit einer solchen Schnellkraft empor- oder von dieser Erde hinwegzuschleudern, dass sie die Schnelle eines abgeschossenen Pfeiles ums dreissigtausendfache überträfe, der würde den Stein schon ganz sicher derart von der Erde entfernen, dass er nimmer zurückfiele; aber jede mindere Schnellkraft würde solch eine Wirkung nie zustande bringen. Sie würde den Stein wohl mehr oder minder weit von der Erde hinaustreiben; aber so die dem Steine mitgeteilte Wurfkraft zufolge der beständig weithinaus wirkenden Anziehungskraft der Erde dann minder und notwendig schwächer würde, so würde der Stein wieder umkehren, und auf den Boden der Erde jählings zurückfallen.

93,5. Und sehet, ebenso steht und also verhält sich’s mit den der Seele im Jenseits noch anhaftenden materiellen Sündenbrocken! Entfernt die Seele solche auch aus sich und wirft sie hin auf ihrer Welt Boden, so nützt ihr diese Mühe wenig, ja dann und wann gar nichts, weil der Boden der Seele, auf dem sie in der Geisterwelt steht und sich bewegt, ebenso ihr höchst eigener Anteil ist, wie da irdisch die Anziehungskraft dieser Erde, und ob sie noch soweit hinausreicht, ein Anteil eben der Erde ist und nicht ein Atom sich von ihr entfernen lässt.

93,6. So dann jenseits die Seele alles Grobe und Materielle aus sich entfernen will, muss eine höhere Kraft in ihr wirksam werden; und das ist die Kraft, die in Meinem Worte und in Meinem Namen liegt! Denn es steht, aus dem Munde Gottes kommend, geschrieben: ,Vor Deinem Namen werden sich beugen alle Knie im Himmel, auf der Erde und unter der Erde!‘ Darunter sind zu verstehen alle Menschengeschöpfe der zahllos vielen anderen Welten im endlosesten Schöpfungsraume; denn im Himmel wohnen die schon für ewig vollendeten Gotteskinder, – auf dieser Erde, wohl verstanden, einzig und allein die werdenden Kinder Gottes. So aber nur dieser Erde der hohe Vorzug eingeräumt ist, so steht sie in der Würde vor Gott über allen anderen Weltkörpern; diese stehen dann moralisch unter ihr und daher auch ihre Bewohner, die denn auch unter dem ,die da wohnen unter der Erde‘ zu verstehen sind.

93,7. Also durch Mein Wort und durch Meinen Namen kann die Seele erst ganz geläutert werden. Aber es geht dies jenseits nicht so leicht, als man sich’s etwa wohl vorstellen mag; da gehören grosse Vorbereitungen dazu! Die Seele muss zuvor in aller möglichen Selbsttätigkeit vollauf geübt sein und muss schon eine ganz tüchtige Kraft fest in sich haben, bevor es ihr möglich sein kann, Mein Wort und endlich gar Meinen Namen anzunehmen.

93,8. Ist aber eine Seele einmal des imstande, dann wird es ihr ein leichtes sein, auch das letzte materielle Atom aus ihrem ganzen Territorium derart zu entfernen, dass es ewig nimmer in sie zurückfallen kann. Wie und Warum, soll sogleich gezeigt werden!“

flagge en  Jesus explains… Life & The Development of the Soul after Death

   

Jesus explains… Life & The Development of the Soul after Death

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 4, Chapters 90 to 93
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Chapter 90 – Soul and body

The Lord speaks to the disciples and followers (nearly 2,000 years ago):

90,3. “… I think, a truly reliable insight into the survival of the life of the soul after the death of the body, must be for you all a matter of the greatest importance and necessity. We will therefore investigate this topic a little more closely!

90,4. When speaking to you I have already shown you several times, what happens when the body actually dies, which different forms death can take as well as what the consequences for the soul and its spirit are and must be. If I were to explain this to you in long theoretical sentences, we would not be able to reach a conclusion in a whole year. To ensure your thorough understanding of this subject, I will illustrate it to you in words and actions and you will then grasp it.

90,5. “Before going into detail, let Me first tell you how body and soul are inter-related.

90,6. Listen carefully therefore. The soul as a composite entity and an agglomeration whose various elements combine with each other, is structured through and through as an ethereal substance. However the body too contains basic ethereal substances in its composition and is therefore related in essence to the character of the soul. This relationship is the property which actually binds the soul to the body, provided that it has not gradually and in the fullness of time migrated excessively to the purely material. Should that be the case, it would then bear only little or, in many cases, no resemblance whatsoever to the composition of the substance of the soul. If in fact any resemblance remains, the ethereal substance must first be separated from the body by the process of decay so that it can link with the, as it were, naked soul in the beyond.

90,7. But the soul that has absorbed too much that is material from its body must die just as the physical body, decay together with it and only after several earth years will it awaken, of course in a highly imperfect state. It will then be very difficult for the soul to force itself upwards to reach a higher sphere of light – because to this soul everything is tainted by the gloomy termination of its time on earth, with little life and great darkness lurking in every corner.

90,8. There can be no talk of awakening the spirit until time, hardship and all kinds of humiliation has detached and swept away the worldly darkness and the coarse or, in a certain way, bodily-substantial elements from the soul. In the hereafter this is much more difficult than on this earth, because there the soul must be kept in a certain isolation for a long time. The reason is that it is still too exposed, as it is so to speak a being without a skin and unclothed, not be consumed by another being, standing there at the height of his power and fired up by his higher life – in the same way as a droplet of water is destroyed and consumed on a glowing hot-plate. The words which I spoke to Moses when he asked to see Me, apply equally to any very imperfect soul in contrast to an already perfected spirit: ‘You cannot see God and live!’

90,9. The more highly charged a life has become, the more powerful, more mighty and more weighty it is as it stands on its own, and all life still suppressed at a lower level can never assert itself to attain a higher life, except at a certain distance. What is a mosquito against an elephant, or a fly against a lion?! What is a very tender mossy mildew against a Lebanese cedar more than a hundred years old. What is this earth against the great sun?! What is a drop of water against an intense fire?! – If one of you should step on an elephant, it will probably do nothing to the elephant; but if someone should step on an ant, its physical life is over.

90,10. However, whatever there is out in the natural world that we can already grasp with human hands, exists in an even more developed and impressive form in the kingdom of spirits. In every already independent life the insatiable need is present to integrate even more life into itself. However, the principle of integration is firmly based on love. If this principle above all were not to be part of a life, there would be no sun in infinite space nor any earth, and likewise no creatures on them or within them.

90,11. According to this principle, every independent life incessantly seeks to link with another similar and kindred life, and many individual lives and intelligent minds finally combine to form just one life and one complex and, therefore, more investigative intellect. In this way, many lesser beings of limited intelligence combine to create a being endowed with great common sense and much understanding.”

Chapter 91 – The further development of poor souls in the world to come

91,1. (The Lord:) “According to this vital and unalterable principle of being and life, if a supposedly poor and naked soul entering the hereafter should immediately confront a spirit, as for example our Raphael here, it would at once be devoured by him, as the sea consumes a single drop of water. I have therefore taken care throughout infinity, that a small, weak life, still naked in its stupidity, is always kept in isolation so that it can exist in its own individuality. Only those life forces are allowed to approach it, which are not appreciably stronger than the individual life as it stands there alone in its devastated and naked state.

91,2. These life forces can not consume each other because their individual egos are identical in power and strength. They still form associations and hold meetings, the outcome of which is never very positive since the quality of the wisdom possessed by each individual is identical to within a hair’s breadth. Imagine a council consisting of a group of very stupid people who wish to reach some wise conclusion and to combine forces to give it effect! What will be the outcome when they confer? Nothing but stupidity!

91,3. Even today we still have communities on this earth, mainly living on the islands, who have remained there undisturbed since the time of Adam. They are descendants of Cain and their cultural development is unchanged from the level it had already reached two thousand years ago. Yes, why does their culture not progress but has even taken a backward step as a result of all their many council meetings? Because the wisest among them was more stupid and more blind than any witless swineherd in this land! However, if the wisest among them knows nothing, what will the others learn who come to him for advice?!

91,4. One can of course now ask: ‘Now then, why did God not send any prophets blessed with His spirit to these nations?’ That brings us to the main point!

91,5. In these nations too many immature, naked souls still remain. A major revelation would consume them and would imprison them in an iron-clad judgement, from which it would never be possible to free them. They would transform the most noble and pure truth into impenetrable superstition and they would become so indoctrinated by it, that in the end even I Myself would not be able to find a way to free them from it.

91,6. It is therefore necessary that they stay as they are for another thousand years. Only after that time has elapsed will they receive visits from men whose cognition has been nurtured in a pure way; however, the intention is not to give them teaching for quite some time, but only to make them more aware by example. In so doing they will from time to time more and more frequently receive surprises which will stimulate them. If this continues to happen for a few hundred years, then these exposed communities will become rather better equipped in both mind and body but only then gradually become mature enough to receive a revelation from above.

91,7. And in exactly the same manner, but with significantly more care, the development and the perfection of the life of a naked soul of nature progresses in the life hereafter. It must be left by itself in complete darkness for as long until, driven by its own needs, it shakes itself free from its still partly materialistic lethargy and starts to ponder ever more specific thoughts within its heart.

91,8. If these thoughts become increasingly more insistent and more clearly defined, a new dawn starts to break within this soul. It begins to find a base on which it can stand a little and even in time gradually begin to explore a little. This ‘exploration’ implies the transition from one thought to the next or from one emotion to another. This is a search process, and every search must end in discovery as otherwise the seeker, if he finds nothing for too long a time, will finally grow weary of his fruitless quest and revert to his earlier state of lethargy.

91,9. But if the soul starts to find something in its diligent search, the discovery will give it a fresh and more determined drive to seek and inquire even more industriously, and if it then finds the scent of a being similar to itself it will follow this like a tracker dog and will not rest until it has found some evidence which at least proves the close presence of a kindred being.

91,10. The constantly increasing intensity of this search matures the soul which tries to satisfy its hunger using anything that it finds by chance to cloak the material body of the soul. Here and there the soul will even find something, no matter how meagre, to fill the stomach and satisfy the burning thirst. If the inner fire of life, as it constantly develops, generates intense cravings within a soul, there is always something extra which emerges to awaken some need for the soul to acquire it.”

Chapter 92 – Guidance in the world to come

92,1. (The Lord:) “The spirit which is giving guidance and leadership to a naked soul from some distance, must take the greatest care that, along the path chosen for the search, the soul will only find those things which will contribute positively to its perfection in life.

92,2. In time it may also find a similar soul, also driven by the same needs, with whom it will of course immediately start to communicate, just like two persons in this world who are dogged by one and the same fate. They question each other endlessly, feel sorry for each other and in time each gradually begins to seek the other’s counsel as to what they might do, to make their destinies somewhat more tolerable.

92,3. It goes without saying that the second soul need only appear to be similar to the first soul which has only recently left its total isolation. Otherwise it would be as if a blind man were to be given to anther blind man as his guide, creating a situation in which it would be only too easy for both to fall into a pit. They would then find themselves in a worse condition than the one they were in during the time of their total exposure..

92,4. The person perfected in spirit who meets a young searching soul as if by chance, must be careful not to reveal anything of his perfection, but must in the beginning present himself as a kindred young soul. If the soul laughs, he laughs with it; if it weeps, he weeps with it! However if the soul becomes angry about its fate, complaining and cursing, the spirit does join in as if he himself was somewhat angry about his (apparently) similar fate, but must always adopt an attitude of indifference, as if it was all the same to him which way things went! If things simply do not want to improve, then let them stay as they are! The result is that the young soul becomes more compliant and will be content with even a small advantage, which will again as if by chance, present itself.

92,5. If the immature soul has found a niche in the hereafter, it should be left there for as long it does not feel any desire to improve its fate; in fact, these souls resemble those people here who are content with only a very small piece of land which barely yields them enough to subsist on. Their desires do not include a longing for anything more noble, more perfect or even superior. None of it concerns them. In what way does the busy life of a king or a general matter to them?! As long they have something to eat and they sleep well at night, they are already very happy and never wish to have anything better for themselves.

92,6. The position is similar for a soul in the second stage, which, as I have shown, has left behind its state of naked exposure and has by its own efforts succeeded in being cared for in some way, so that it regards its circumstances as tolerable and has no further concern about anything. Indeed, it even fears and shies away from its desires, because it abhors everything which could involve it in any kind of trouble.

92,7. We now have made provision for a soul in the hereafter so that, for example, it has found employment with quite good people who supply its daily needs; or perhaps it has obtained somewhere, or even better found, an abandoned property with a little house and a well stocked orchard and a few milking goats, perhaps even a male or female servant. In that event, the guiding spirit then has nothing else to do for the time being than to leave that soul undisturbed in its home.

92,8. He should even leave the poor soul for a time, pretending that he is going to search for something better, which he says he has found when he returns. However this ‘better’ place is much more difficult to obtain and can only be earned by a great deal of trouble and hard work! The soul will then surely inquire about the nature of the trouble and the work and the guardian will answer the soul’s questions. If the soul feels so inclined, the spirit will take it to the place. However if the response is negative, the spirit will leave the soul in place and ensure that the garden produce is progressively reduced, until in the end it will not even yield the minimum that is absolutely necessary for survival!

92,9. The soul will now diligently apply all its efforts to making the garden deliver a greater yield; but the guardian must not allow the soul to reach this goal. The spirit must rather ensure that the soul recognises the futility of its endeavours, finally expressing the desire to give up the whole property and again take on employment, where the soul feels it can surely be satisfactorily cared for with fewer problems and less work.

92,10. If this desire is sufficiently forcibly expressed by the soul, it will receive further guidance and will be given employment with a heavy work load. The guardian will then go away again with some excuse, as if he had also found very hard, but otherwise quite well rewarded, work at another location. The soul will now be given employment which it has to carry out very precisely. It is explained and impressed on the soul that each and every negligent act will be punished by deduction from the negotiated wage, while voluntary work above the specified requirements will be substantially rewarded.

92,11. The soul will now either do what is required or even achieve more, or it will be unhappy about the work load, become lazy and as a result experience even greater suffering. In the first case the soul will be promoted and moved to less restricted and considerably more pleasant surroundings where there will be better prospects for its thoughts and feelings. In the second case the guardian will leave the soul in significant deprivation, allow it to return to its earlier humble abode where it will find a little something but significantly less than enough.

92,12. After a time, if some very pressing need might arise, the guardian, now greatly improved in his appearance and already the lord and owner of many properties, will come and ask the soul why the good job with its excellent prospects had been performed so neglectfully. The soul will now make excuses about the work being too hard and beyond its strength; but the spirit will then point out that all the efforts and trouble involved in running the meagre smallholding would be much greater without there being any prospect of ever achieving more than very basic results.

92,13. In this manner a soul will be brought to its senses, will again take on work and surely do better than before. If the soul does well, it will soon be helped to progress – but the feeling that it has not yet died bodily will be left unchanged. Material souls retain this feeling for quite some time and must be given instruction in a suitable manner. This knowledge only becomes tolerable however, once the soul in its completely naked state has achieved stability in the body of its soul and is already well dressed. In this more stable condition the soul is able to accept smaller revelations as the germ within its spirit will have begun to stir.

92,14. Once a soul has progressed so far and has recognised that it now lives in the spirit world and that its future fate solely depends on itself for all time, only then will the proper path to love of Me and of one’s neighbour be revealed. This path the soul must then walk of its own absolutely free will as selected completely freely by its own self-determination.

92,15. If this path is shown to the soul as well as an explanation given of the goal it definitely must reach, the guardian will leave it again and will only return if the soul very seriously reaches out to him in its heart. If it does not call him then the soul is certainly following the right path. However, if the soul should deviate from it and take a wrong turning, the spirit will ensure that it experiences misery on a suitable scale. If the soul recognises its mistake and calls for its guardian, he will come and show it the complete futility of its efforts and endeavours.

92,16. If the soul again expresses the wish to better itself, it is again given employment, and if it fulfils its duties, it will be promoted again, but not as quickly as the first time, as it could easily fall back into its former material lethargy, from which it will be much more difficult to release it than it was the very first time. With every relapse the soul hardens progressively like a growing tree which, as the years pass, becomes more difficult to bend than it was during early growth.”

Chapter 93 – The progress of the soul on earth and in the afterworld

93,1. (The Lord:) “Here it goes without saying that there can be no talk of special cases, but only of the basic norm that during guidance here and more particularly hereafter, a soul is lifted out of its life-restraining materialism.

93,2. There are also countless variations, each one treated a little differently. There must nevertheless be a basic norm, to which all the others must conform, just as the earth must be fertilized by rain so that the seed that is sown in it can start to germinate. But how can the various types of seeds which are at rest in the earth waiting to become alive, extract the appropriate stimulus from the raindrops? This depends on the specific intelligence of the spirits within the seeds each of which knows quite well how to provide for its own dwelling.

93,3. I am explaining this to you so that you shall recognise how difficult and troublesome it is to progress to perfection of the inner life in the hereafter, and how easy and unrestricted it is here, when the soul still has its bodily substance around itself, when it can dispose of all its existing materialism as a priority, whenever and in whatever way it wishes. In the hereafter, however, this option is no longer readily available because the soul no longer has a material body and can not use its feet to glide over a material earth. There is only a spiritual plane which is composed of the thoughts and ideas of the soul, but this is certainly not suitable to adsorb and bury forever the materialistic elements which have been expelled by the soul.

93,4. Whatever falls to earth from the soul as a result has almost the same significance as taking a stone and hurling it into infinite space. Indeed, anyone who might have the strength to hurl a stone upwards or away from this earth sufficiently quickly and powerfully to exceed the speed of an arrow in flight by thirty thousand times, would most probably be able to reach a distance so far away from earth, that the stone would never fall back again. Any slower, less powerful throw would never achieve this result. Even if the stone is propelled some great distance from the earth the power of the throw is constantly diminished due to the continuous, far-reaching gravitational forces exercised by the earth and the stone will eventually turn around and fall back to its surface.

93,5. Furthermore, the same happens with the remnants of material sin still attached to the soul in the hereafter! Even if the soul expels them and casts them aside onto the surface of its world, the effort is of little value to her, even in some cases totally worthless, because the surface of the soul, on which it stands and moves in the spiritual world, is very much part of its being. In the same way in the physical world the gravity of this earth is an integral part, however far it may reach out, and it will not allow even one atom to escape from its pulling power.

93,6. If the soul in the hereafter wishes to rid itself of everything crude and material, a higher power must awaken within it and this is the power which abides in My word and in My name! For it is written in the record of God’s words: ‘Before Your Name, every knee shall bow in heaven, on earth and underneath the earth!’ {Isaiah.45 23; John 05 23; Phil.02 10; Rev.05 12}. This is intended to mean all the human creatures in the countless other worlds in the infinite scope of creation as the children of God, already perfected for ever, dwell in Heaven – but note carefully that on this earth there are exclusively God’s children-to-be. Since great preference is given only to this earth, this implies that in God’s eyes its worth exceeds that of all other world bodies. Morally they therefore rank beneath this earth, as do their inhabitants – a term which must be taken to mean ‘those who are living underneath the earth’.

93,7. A soul can therefore only be completely purified through My word and through My name. But this can not be achieved in the hereafter as easily as one might imagine as much preparatory work is required! The soul must previously be fully practised in all possible self-motivation and must have stable and substantial inner strength, before it is possible for it to accept My word and finally even My name.

93,8. Once a soul is able to do this, it will be easy for it to discard even the last remnant of materialism from its entire domain with the result that back-sliding is an impossibility for ever more …”

Jesu belehrt über Wein & Besessenheit… Das rechte Mass – Jesus teaches about Wine & Obsession… The right measure

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Jesu belehrt über Wein & Besessenheit – Das rechte Mass

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 6… Kapitel 187
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Über die Wirkung des Weines

Der Herr spricht:

187,1. Ich aber sagte zu ihnen: „Meine lieben Freunde und Brüder, es ist der Wein, im rechten Masse genossen, eine rechte Stärkung und macht des Leibes Glieder kräftig und gesund; aber so er zu übermässig getrunken wird, dann erweckt er die bösen Geister des Fleisches und betäubt die Sinne. Die bösen Geister aber erwecken dann des Fleisches Lust, die da heisst Unkeuschheit und Unzucht, durch die dann die ganze Seele auf langehin unrein, darauf auch unmutig, zänkisch, träge und oft nahe wie völlig tot wird. Darum beachtet auch im Trinken des Weines ein gerechtes Mass, und ihr werdet Ruhe haben in eurem Fleische!“

187,2. Sagte Petrus: „Herr, sind denn auch wir besessen, da Du von den bösen Geistern in unserem Fleische nun geredet hast?“

187,3. Sagte Ich: „Allerdings; denn das Fleisch und das Blut eines jeden Menschen sind voll natürlicher böser Geister, die darum böse genannt werden können, weil sie im Gerichte stehen; und stünden sie nicht im Gerichte, so wären sie nicht euer Fleisch und Blut. Wenn aber der Leib von euch genommen wird, so wird er auch alsbald darauf aufgelöst werden, und seine Geister werden dann schon einer freieren Bestimmung zugeführt werden.

187,4. Aber nicht nur in eurem Fleische, sondern auch in allen Elementen sind solche Geister, die man noch lange nicht gut wird nennen können. Allein für den, der schon durch Mich rein geworden ist, ist dann alles rein und gut durch die Bestimmung, die es von Gott aus in sich birgt.

187,5. Sehet, ein Stein, der ganz tot da am Boden liegt, ist eigentlich nur scheintot! Beleidiget ihn nur durch ein gewaltiges Schlagen und Reiben, und er wird euch durch Funkensprühen schon kundtun, dass er pur aus gerichteten Geistern besteht! Und leget ihr ihn in eine grosse Glut, so wird er weich werden und zu fliessen anfangen. Und wäre das nicht, wovon würden die Menschen sonst wohl ihr teures Glas bereiten?

187,6. Also, der bösen und ungegorenen Naturgeister gibt es allenthalben, wie es Körper, Wasser und Luft gibt, und das irdische Feuer ist nichts anderes als eine Erlösung der schon reifer gewordenen Geister, die darauf schon wieder einer höheren Bestimmung zugeführt werden.

187,7. Aber es ist dennoch ein grosser Unterschied zwischen jenen bösen Geistern, von denen oft Menschen besessen werden, und den ungegorenen Naturgeistern, aus denen die ganze Erde in allen ihren Teilen und Elementen besteht; aber diese Verwandtschaft und gegenseitige Beziehung haben sie doch, dass ein Mensch, der seines Leibes Naturgeister nicht irgend zu sehr erweckt, auch nicht leichtlich dem Leibe nach von den wirklichen bösen Menschenseelengeistern besessen wird.

187,8. Eben darum aber warne Ich euch denn auch vor aller Leidenschaftlichkeit, denn sie ist in sich eine Folge der Wachrufung der verschiedenartigen Fleisch- und Blutgeister. Sind diese einmal zu wach, so gesellen sich dann auch bald die sich sehr häufig noch in dieser unteren Erdregion aufhaltenden noch unreinen Seelen verstorbener Menschen zu ihnen; und geschieht das, dann ist ein solcher Mensch im vollsten Ernste besessen. – Verstehet ihr das?“

187,9. Sagten die Jünger: „Ja, Herr; denn solche Dinge hast Du uns ja schon zu öfteren Malen erklärt, aber doch niemals so unverhohlen klar wie eben jetzt, und wir müssen Dir darum sehr danken und werden in dieser Nacht auch keinen Wein mehr trinken.“

187,10. Sagte Ich: „Tuet das, so wird es euch wohltun am Morgen; denn ein nüchterner Leib bewahrt eine gesunde Seele, und eine gesunde Seele ist der beste Arzt für einen kranken Leib!“

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Jesus teaches about Wine and Obsession… The right measure

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 6… Chapter 187
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

On the effects of wine

The Lord says:

187,1. But I said to them: “My dear friends and brothers, wine, enjoyed in the right measure, is a proper strengthening and makes the body limbs strong and healthy; but if drunk excessively, it awakens the evil spirits of the flesh and dazes the senses. The evil spirits then awaken the desire of the flesh, which is called lewdness and bawdy, whereby the soul becomes impure for a long time, also ill-humoured, argumentative, sluggish and often nearly like dead. Therefore also in drinking wine keep the right measure, and you will have peace in your flesh!”

187,2. Says Peter: “Lord, are we possessed too, since You have spoken of evil spirits in our flesh?”

187,3. Said I: “Indeed; since the flesh and the blood of every person are full of natural evil spirits, which are called evil, because they are still standing in judgment; and if they would not have been in the judgment, they would not have been your flesh and blood. When however your body will be taken away from you, it soon afterwards will be dissolved, and its spirits will then be guided towards a more freer destination.

187,4. However, not only in your flesh, but also in all elements are such spirits, which for a long time to come cannot be called good. Only for him who already became clean through Me, for him everything is clean and good through the destination it carries in itself from God.

187,5. See, a stone which lies totally dead on the ground, is only seemingly dead! Just offend it by immense hitting and rubbing, and by flying sparks it will tell you that it consists of purely judged spirits! And if you place it in a hot fire, it will become soft and start to flow. And if not so, how otherwise would people produce their expensive glass?

187,6. Thus, the evil and unfermented nature spirits exist everywhere, like there exist bodies, water and air, and the earthly fire is nothing else than a redemption of the already riper spirits, which thereupon are already guided again towards a higher destination.

187,7. Nevertheless, there exists a great difference between those evil spirits who often possess people and the unfermented nature spirits, of which the whole earth in all its parts and elements consists of; however, they still have this relationship and mutual relation, that a person, who does not awaken the nature-spirits of his body too much, is also not that easily possessed by real evil human soul spirits, regarding his body.

187,8. However, therefore I warn you to be aware of all passions, since they are in itself a result of the awakening of the various flesh- and blood spirits. Once they are too awake, then soon they are joined by still unclean souls of deceased people who are quite often present in the lower regions of the earth; and if that happens, then such a person is in all seriousness possessed. – Do you understand this?”

187,9. Said the disciples: “Yes Lord; because such matters you already have explained to us quite often, but never so openly clear than today, and we therefore must thank You a lot and will not drink wine anymore for the rest of the night.”

187,10. Said I: “Do this, and you will feel good in the morning; since a sober body preserves a healthy soul, and a healthy soul is the best doctor for a sick body!”

Jesus erklärt die priesterliche Sündenvergebung – Jesus elucidates the Forgiveness of Sins by Priests

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flagge de  Jesus erklärt die priesterliche Sündenvergebung

Himmelsgaben… Jesus offenbart durch Jakob Lorber am 28. März 1843

Jesus erklärt die priesterliche Sündenvergebung und wie Sündenvergebung richtig funktioniert

1. Du möchtest wohl der ältesten Tochter Marie des A. H.-W. zum leiblichen Namensund Geburtstage von Mir etwas geben? – Ja, Ich möchte ihr ja auch etwas geben, so sie nur ernstlich etwas möchte. Aber sie hat eben nicht das grösste Zutrauen zu uns, sondern hängt noch am stärksten an der „Mauer Roms“. Daher ist es auch etwas schwer, ihr etwas Rechtes zu geben, also, dass sie daran ein lebendiges Wohlgefallen fände.

2. Damit sie aber sehen möge, was da an der „Mauer Roms“ liegt, so will Ich sie auf den mächtigsten Stützpunkt, worauf Rom fusst, bedeutlich aufmerksam machen. Es ist der 18. Vers des 18. Kapitels aus Matthäus und gleichlautend und -bedeutend auch der 23. Vers im 20. Kapitel aus Johannes.

3. Dass aber dieser Stützpunkt ein ganz fälschlicher ist, steht ja doch gar deutlich im ganzen 18. Kapitel des Matthäus und besonders vom 14. bis zum 35. Vers, und noch deutlicher im Vaterunser. Denn da heisst es doch: „Vergib uns unsere Schuld, also wie wir unseren Schuldigern vergeben“ – und stehet nicht: „Vergib uns unsere Schuld, wie uns dieselbe die Priester vergeben!“

4. Also besagt auch der römische Stützpunkt, der 18. Vers im 18. Kapitel des Matthäus, keineswegs die Sünden vergebende Macht von Seite eines Priesters, sondern die gegenseitige menschliche und brüderliche Liebepflicht, dass einer dem andern alle Schuld vergeben solle.

5. So die Menschen sich gegenseitig alles vergeben, dann wird ihnen auch von Mir alles vergeben. So sie sich aber gegenseitig ihre Schulden unter sich behalten (Orig. vorenthalten), da werde denn Ich sie ihnen auch behalten (Orig. vorenthalten)! (Das im Original verwendete Wort “vorenthalten” bedeutet im heutigen Sprachgebrauch das Gegenteil – galt und gilt jedoch auch als Synonym für “aufbewahren” = “behalten”)

6. Das ist die rechte Bedeutung dieser lang überaus stark verkannten und ebenso stark gemissbrauchten Stelle, und es gibt für Mich keine andere gültige! – Wer nach dieser Bedeutung leben wird, der wird zu Mir kommen; wer aber nicht, der wird draussen bleiben, und wenn er mit tausend priesterlichen Sündenvergebungen versehen wäre.

7. Solches solle denn auch die M. H. bedenken, so wird sie bald einsehen, dass Ich auch ohne Skapuliere und Brevets Sünden vergeben kann. Amen.

GEJ6-19 – Die Reinigung von der Sünde

19,1. Sagte ein Bürger: „O Herr, das wäre also wohl schon alles recht, wenn wir nur in unserem ganzen Leben nie gesündigt hätten! Die Sünden brennen uns nun in unseren Herzen vor Dir, der Du unsere Herzen und Nieren durchschauest und heilig bist durch und durch, und wir sind aber gerade das Gegenteil! Daher ist es für uns schwer, nun so ganz heiter und fröhlich zu sein!“

19,2. Sage Ich: „Glaubt ihr denn, dass Ich das früher nicht gewusst habe, als Ich euch angenommen habe?! Ich aber habe euch eure Sünden vollkommen erlassen, dieweil ihr euch selbst von aller Sünde abgewendet habt und hinfort nimmer sündigen wollet und auch sicher nicht werdet, und so seid ihr keine Sünder mehr, sondern nun vollkommen frei von aller Sünde, und so meine Ich, dass ihr desto mehr Grund haben solltet, aus ganzem Herzen fröhlich zu sein!“

19,3. Sagte einer von den Bürgern: „Herr, was ist denn mit den Sündenflecken an der Seele? Denn wir haben gehört, dass, so jemand einmal gesündigt hat und ihm bei seiner Besserung durch Busswerke die Sünde auch erlassen ward, an seiner Seele noch immer ein schwarzer Fleck haften bleibt, durch den sie gebrandmarkt wird dahin, dass ihr dann ob des Fleckes jede ganz reine Seele im andern Leben ausweicht und keine Gemeinschaft mit ihr pflegt, und dass eine solche befleckte Seele so lange nicht zur Anschauung Gottes gelangen kann, bis sie den Fleck im schlimmen Hadesfeuer (Scheol, Hölle) ganz verloren hat.“

19,4. Sagte Ich: „Ja, ja, der Fleck bleibt so lange an der Seele, bis der Mensch der Sünde völlig entsagt hat! Wer aber der Sünde vollernstlich darum entsagt hat, weil sie böse ist und den Menschen verdirbt und von Gott und von allem Guten und Wahren abwendet, der hat auch gar keinen Fleck mehr an seiner Seele und hat Scheols schlimmes Feuer gar nicht mehr zu fürchten. So ihr aber vor euren Seelensündenflecken so einen Respekt habt, wie möglich konntet ihr denn Mich anschauen, da ihr doch nun auch wisset, wer hinter Mir und eigentlich in Mir ist?! Sehet darum, wie schwach und albern ihr noch seid!

19,5. Ich sage es euch: So ihr Meine Jünger sein wollet, da müsset ihr euren alten Menschen ganz ausziehen wie ein altes Kleid und einen ganz neuen anziehen; denn Ich und die überaus zerlumpten und verrosteten Tempellehren dieser Zeit taugen durchaus nicht mehr füreinander. Dieses beachtet, und seid vernünftig, edel, heiter und voll guten Mutes!“

flagge en  Jesus elucidates the Forgiveness of Sins by Priests

Heavenly Gifts… Jesus reveals thru Jacob Lorber on March 28th, 1843

Jesus elucidates the Forgiveness of Sins by Priests and how Forgiveness of Sins truly works

1. So you want to give something to the eldest daughter of A. H.-W. from Me, for her birthday? – Yes, I want to give her something too, if she truly would want something. But she doesn’t really trust us. Instead, she still holds ever so tightly onto the “walls of Rome”. For that reason it a bit difficult to give her something, that she will truly appreciate and be joyful about in a living manner.

2. But for her to see what the ‘wall of Rome’ is all about, I want to draw her attention to the mightiest strongpoint, upon which Rome is based. It is in Matthew, chapter 18 verse 18, equivalent in sound and meaning to John, chapter 20 verse 23.

3. But that this strongpoint is completely false, this is written ever so clearly in the entire 18th chapter of Matthew, especially from verse 14 to 35, and even more clearly in the “Our Father”, for there it says… “Forgive us our debts, as we forgive our debtors” – and it doesn’t say… “Forgive us our debts, as the priests forgive us for them!”

4. Thus, the roman strongpoint, written in Matthew, chapter 18 verse 18, does not signify the priestly power to forgive sins, but the duty of mutual human and brotherly love, that one person should forgive another all their iniquities.

5. If all men forgive each other everything, then I will forgive them everything as well. But if they continue to mutually retain their iniquities among themselves, then I will retain them as well!

6. This is the correct meaning of this immensely misunderstood and equally strong misused Scripture text, and there is no other valid meaning for Me! – Whoever will live according to this meaning will come to Me; but whoever does not, will remain outside, even if they would be equipped with a thousand forgiveness of sins by priests.

7. M. H. should consider these things as well. In this way, she will soon realize that I can forgive sins without scapular and brevets. Amen.

The Great Gospel of John, Volume 6 – Chapter 19
The purification from sin

19,1. Says one citizen: “0 Lord, all this would be quite all right if only we had never sinned in our whole life. The sins are now tormenting us in our hearts as we are before You, Who looks through our heart and kidneys and is holy throughout, whereas we are exactly the opposite. Therefore, we now find it difficult to be quite happy and cheerful.”

19,2. Say I: “Do you think I did not know this before I accepted you? Yet I completely remitted your sins because you yourself have turned away from all sin and, no longer wanting to sin, will surely not do it. Therefore, you are no longer sinners but completely free of all sin, and so I think you should have all the more reason to be joyful with all your heart. ”

19,3. One of the citizens said: “Lord, what happens then to the sinful spots on the soul? For we have heard that, if someone has once sinned and is released from his sins by improvement through atonement, still a black spot remains on his soul, through which it is branded so that every quite pure soul avoids it in the other life because of this spot and cannot create unity with it, and that such a marked soul cannot reach comprehension of God until it has completely lost this spot in the worst fire of Hades (Sheol).”

19,4. I said: “Yes, yes, the spot remains on the soul until the person has fully denied sin! But whoever has thus fully seriously denied sin because it is evil and destroys the person and turns away from God and from everything good and true, has no spot any longer on his soul and no longer needs to fear Sheol’s terrible fire. But if you have such a respect for your spot of sin on your soul, how can you possibly look at Me, since you now know who is behind Me and is actually in Me?! Therefore see how weak and foolish you are still!

19,5. I tell you all: If you want to be My disciples, you must take off your whole old man like an old dress and put on a very new one; for I and the extremely scruffy and tattered Temple teachers of this time are no longer suitable for each other. Observe this and be sensible, noble, cheerful and full of good spirit!”

Der Zorn Gottes… Jesus erläutert – The Wrath of God… Jesus elucidates

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Der Zorn Gottes-Jesus erklaert-Das Grosse Johannes Evangelium Jakob Lorber-Band 4 Kapitel 141-145 The wrath of God-Jesus explains-The Great Gospel of John Jacob Lorber-Volume 4 Chapter 141-145
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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 4, die Kapitel 141 bis 145
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Zorn Gottes… Jesus erläutert…

Kapitel 141 – Der Zorn Gottes

141,1. Sagt Cyrenius, etwas verlegen: „Herr, es hat Dich ausser mir doch niemand um irgend etwas gefragt, und es hat den Anschein, als ob Du mir darum als Gott, als mein Herr und mein Erhalter gram geworden wärest!“

141,2. Sage Ich (der Herr): „Wie magst du Mich also verkehrt verstehen?! Wie kann Ich dir gram sein, so Ich dir vollernstlich und für ewig wahr zeige, was euch allen und jedem Menschen zum Leben das Notwendigste ist? Siehe, siehe, wie sehr kurz noch deine Urteilskraft ist! Wann wohl wird sie das rechte Mass erhalten? Wem kann die reinste Urliebe aller Liebe in Gott je gram werden?

141,3. So ihr leset von einem Zorne Gottes, da sollet ihr darunter verstehen den ewig stets gleichen und festesten Ernst Seines Willens; und dieser Ernst des Willens in Gott ist aber ja eben der innerste Kern der allerreinsten und allermächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und alle Werke in ihr wie die Küchlein aus dem Ei hervorgegangen sind, – und diese kann doch ewig niemandem gram werden! Oder meint aus euch wohl jemand, dass Gott gleich wie ein dummer Mensch zürnen könne?“

141,4. Tritt hier der alte Oberste Stahar einmal wieder zu Mir und sagt: „Herr, vergib es mir, so ich mir hier auch eine Bemerkung im Punkte des Zornes Gottes erlaube!

141,5. Wenn man, verbunden mit einem festen Glauben an Gott, die alte Welthistorie betrachtet, so kann man sich’s denn doch nicht ganz verhehlen, dass Gott zu Zeiten den Menschen, die zu unbändig geworden sind, Seinen Zorn und Seine Rache auf ganz besonders unerbittlich strenge Weise hat fühlen lassen.

141,6. ,Der Zorn ist Mein, und die Rache ist Mein!‘ spricht der Herr durch den Mund des Propheten. Dass es aber wohl also ist, beweisen die Vertreibung Adams aus dem Paradiese, die Sündflut zu den Zeiten Noahs, die Billigung des Fluches des Noah über einen seiner Söhne; später der Untergang von Sodom, Gomorra und der umliegenden zehn Städte, auf dem Punkte, da wir heute das Tote Meer bewundern; noch später die Plagen Ägyptens und die der Israeliten in der Wüste; dann die von Gott befohlenen allermörderischesten Kriege gegen die Philister, die babylonische Gefangenschaft und nun endlich die volle Unterjochung des Volkes Gottes durch die Macht der Heiden!

141,7. Herr, wer nun dieses Benehmen Jehovas gegen die Sünder, die niemand anders als eben wir Menschen sind, nur ein wenig ins Auge und ins Gemüt fasst, der kann ja doch unmöglich etwas anderes herausfinden als einen förmlichen Zorn und eine vollkommenste Rache Jehovas!

141,8. Freilich könnte man sagen: Also erzieht Gott mit dem vollsten Ernste Seine Menschen und ganze, grosse Völker mit der gehörigen Zuchtrute in der Hand! Aber die Hiebe und Schläge haben durchaus nicht das Ansehen, als kämen sie aus der Hand eines liebevollsten Vaters, sondern da schaut überall ein ganz entsetzlich zorniger, wenn auch in einer gewissen Hinsicht höchst gerechter Richter auf Leben und Tod und auf Pestilenz und Brand heraus!

141,9. Dies ist so meine Ansicht, das heisst, wenn die Welthistorie uns eine volle Wahrheit verkündet; sind aber alle die traurigen Aufzählungen dessen, was Gott gewirkt hat, nur eine Fiktion, dann mag das, was man Zorn und Rache Gottes nennt, immerhin der Kern Seiner ewigen und reinsten Liebe sein. Ich habe nun das nur so vorgebracht, da Du, o Herr, ehedem Selbst den Zorn und die Rache angezogen hast!

141,10. Es wird wohl immerhin schon also sein, wie Du, o Herr, es zuvor gesagt hast; aber merkwürdig bleibt es immer, dass mit dem angekündigten Zorne Gottes in den alten Zeiten, wenn die Menschheit sich nicht gebessert und wahre Busse gewirkt hat, auch die allermartialste Strafe erfolgt ist, und das im Grossen wie im Kleinen, und im Allgemeinen wie im Besonderen, ohne alle Schonung! Nun, wie sich dieses mit der allerreinsten, zorn- und rachelosesten Liebe vereinbart, das wäre wahrlich auch der Mühe wert, so es bei dieser Gelegenheit ein wenig näher beleuchtet werden wollte!“

Kapitel 142 – Vom ersten Menschenpaar

142,1. Sage Ich: „So wie du, Freund, nun geredet hast von Gottes Zorn und Rache, Gerechtigkeit und Liebe, ebenalso urteilt auch ein Stockblinder von der harmonischen Pracht der Farben im Regenbogen!

142,2. Hast du denn noch nicht aufgefasst, wie da alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten, Davids und Salomos Schriften nur auf dem Wege der inneren geistigen Entsprechung verstanden und begriffen werden können?!

142,3. Meinst du denn im Ernste, dass Gott den Adam aus dem Paradiese durch einen Engel, der ein flammendes Schwert als Vertreibungswaffe in seiner Rechten führte, vertreiben liess? Ich sage es dir: mag das auch dem Adam als Erscheinung vorgestellt worden sein, so war es aber nur eine Entsprechung von dem, was eigentlich in Adam selbst vorgegangen ist, und gehörte eben also zum Akte seiner Erziehung und zur Gründung der ersten Religion und Urkirche unter den Menschen auf Erden.

142,4. Auf der Erde aber gab es nirgends ein materielles Paradies, in dem dem Menschen die gebratenen Fische in den Mund geschwommen wären, sondern er musste sie so wie jetzt erst fangen und braten und dann erst mit Mass verzehren; war der Mensch aber tätig und sammelte sich die Früchte, die die Erde ihm trug, und hatte sich dadurch einen Vorrat erzeugt, so war jede Gegend der Erde, die der Mensch kultiviert hatte, ein rechtes irdisches Paradies!

142,5. Was wäre auch aus dem Menschen und seiner Geistesbildung geworden, wenn er in einem wahren Müssiggangs- und Fressparadiese sich um gar nichts zu kümmern und zu sorgen gehabt hätte, wenn ihm, wie gesagt, die besten Früchte in den Mund hineingewachsen wären, wenn er sich, auf weichstem Rasen liegend, nur hätte wünschen dürfen, und alles wäre schon da, so dass er nur den Mund aufzusperren brauchte, und die besten Bissen schöben sich ihm schon in den Mund?! Wann würde der Mensch bei solch einer Erziehungsweise denn zur bedingten Lebensselbständigkeit gelangen?! Ich sage dir, dass der Mensch nach deinem Begriffe vom Paradiese bis zur Stunde nichts anderes wäre und wüsste als ein ganz wohlbestellter Fressochse oder als ein Fresspolyp auf dem Meeresgrunde.

142,6. Was stellt demnach die Erscheinlichkeit des Engels mit dem Flammenschwerte vor? Was besagt dies Wortbild? Der Mensch war nackt; denn bis jetzt ist noch kein Mensch mit einem Kleide in die Welt getreten. Hatte er auch, ebensowenig wie diese Eselin hier (siehe Band 4, Kap.120), keine Kindheit dem Leibe nach durchzumachen gehabt, da er dem Leibe nach ebenso entstanden ist wie diese Eselin, und hatte er auch eine Grösse von mehr denn zwölf Schuhen, wie nicht viel minder auch die Eva, so war er aber in der ursprünglichen Erfahrung über die Beschaffenheit der Erde ja dennoch ein Kind und musste erst klug werden zumeist durch die Erfahrung.

142,7. Im warmen Frühjahre, Sommer und Herbste konnte er es schon mit der nackten Haut aushalten; aber im Winter fing er an, die Kälte sehr zu fühlen, und er selbst fragte sich in seinem Gefühle, das Gott in ihm stets mehr und mehr erweckte durch geistiges und naturmässiges Einfliessen: ,Wo bin ich denn? Was ist mit mir vorgegangen? Es war mir zuvor so angenehm, und nun friert es mich, und die kalten Winde tun wehe meiner Haut!‘ Offenbar musste er sich um eine vor dem Winde geschützte Wohnung umsehen und seinen Leib mit allerlei Laub der Bäume zu überdecken anfangen. Durch diese gezwungene Arbeit ward das Denken reger und ordnete sich auch bald.

142,8. Aber es fing ihn auch zu hungern an; denn gar viele Bäume und Gesträuche hatten leere Zweige. Er ging weit aus und suchte Nahrung und fand noch volle Bäume; er sammelte die Früchte und trug sie in die Grotte, die er als eine gute Wohnung auffand. Da sagte ihm sein schon mehr erfahrenes Gemüt abermals: ,In dieser Zeit liegt die Erde in einem Fluche, und du Mensch kannst dir nur im Schweisse deines Angesichts deine Kost sammeln!‘

142,9. Nachdem aber der erste Mensch dieser Erde einmal in der Grotte überwintert hatte auf den Höhen, die da begrenzen den nordöstlichen Teil des Gelobten Landes, zu dem auch unser Galiläa gehört, da hatte er Musse, mit seinem Weibe tiefer in sich hinein zu forschen und zu schauen. Da fand er auch ein Bedürfnis nach einer grösseren Gesellschaft. Im Traume ward er belehrt, was er zu tun hätte, um zu einer solchen, das heisst grösseren Gesellschaft zu gelangen, und nach solcher Belehrung fing er an, zu zeugen den Kain und dann bald darauf den Abel und den Seth.

142,10. Das Weib aber war es, das ihm den ersten Einschlag zur Zeugung gab; denn dem Weibe kam zuerst im Traume ein Gesicht, wie die Zeugung zu geschehen habe. Weiter wollen wir diese Sache nicht verfolgen, und Ich sage nun dir, Mein Freund Stahar: alles ging ganz natürlich zu, und es gab da nirgends etwas Widernatürliches. Aber Moses sah es dennoch, dass dies alles nur nach dem Wollen Jehovas geschehen konnte; er erkannte durch Gottes Geist, dass alle diese ganz natürliche Führung auf dem Wege gemachter Erfahrungen durch Mich, das heisst durch Meinen Geist, geleitet ward und stellte darum Gott durch entsprechende Bilder stets an die Seite dieses ersten Menschenpaares und personifizierte aber auch Meine Einwirkung in den kürzesten, aber doch entsprechendsten Bildern, wie sie damals allgemein üblich waren und auch sein mussten, weil überall zur Leitung des Volkes und der Völker solche Bilder notwendig waren.

142,11. Übrigens aber versteht es sich von selbst, dass Gott und die Engel es wohl wussten und auch verstanden, das erste Menschenpaar in einer der fruchtbarsten Gegenden der Welt werden und entstehen zu lassen.

142,12. Wenn spätere und eigens zugelassene Naturereignisse die ersten Menschen nötigten, ihren ersten Nährgarten zu verlassen und sich auf der Erde weiter umzusehen, so geschah das auch nicht etwa aus einer Art göttlichen Zornes, sondern nur aus Liebe zum Menschen, auf dass er von seiner träge gewordenen Sinnlichkeit wieder aufgeweckt würde und überginge zur Tätigkeit, und dass er mache ausgedehntere Erfahrungen.

142,13. Als Adam und sein Weib und seine Söhne es wahrnahmen, dass es auf der weiten Erde nahe überall etwas zu essen gab, fingen sie an, grössere Reisen zu unternehmen, wodurch sie mit Asien und Afrika so ziemlich vertraut wurden. Das bereicherte sie wieder mit allerlei Erfahrungen. Geheim vom Gottesgeiste geleitet, kamen sie in ihr erstes Eden zurück und blieben daselbst, von wo aus denn auch die Bevölkerung der ganzen Erde erging.

142,14. Sage Mir in deinem Gemüte: Schaut da irgendein Zorn oder eine Rache Gottes heraus?!

Kapitel 143 – Die Sündflut

143,1. (Der Herr:) „Ja, Gottes Weisheit kann wohl widerwillig werden, so schon gebildete und wenigstens zur Hälfte reif gewordene Menschen mutwillig und auch böswillig gegen die Ordnung Gottes sich auflehnen; aber dafür ist wieder die Liebe Gottes da, die in ihrer grossen Geduld stets jene tauglichen Mittel den verkehrten Bestrebungen der Menschen entgegenzustellen weiss und sie wieder auf den rechten Weg bringt, wodurch dann am Ende Mein Endzweck mit der Menschheit doch immer erreicht werden muss, ohne dass der Mensch durch irgendeine allmächtige Rache Gottes dazu gleich einer Maschine genötigt wird.

143,2. Aber selbst diese Mittel sind nicht als eine Folge der göttlichen Zornmacht anzusehen, sondern rein nur als eine Folge der verkehrten Handlungsweise der Menschen. Ja, die Welt und die Natur hat von Gott aus ihre notwendigen und unwandelbaren Mussgesetze, und zwar in der rechten Ordnung; dergleichen Gesetze aber hat auch der Mensch seiner Form und seinem leiblichen Wesen nach. Will der Mensch nun irgend wider diese Ordnung sich auflehnen und die Welt umgestalten, so wird er darum nicht von einem freiwilligen Zorne Gottes gestraft, sondern von der beleidigten, strengen und fixierten Gottesordnung in den Dingen selbst, die so sein müssen, wie sie sind.

143,3. Du sagst nun bei dir und fragst dich, ob die Sündflut auch als eine natürliche und notwendige Folge der verkehrten Handlungsweise anzusehen wäre. Und Ich sage es dir: Ja, das war sie! Mehr denn hundert Seher und Boten habe Ich erweckt und habe die Völker vor ihren natur- und gottesordnungswidrigen Handlungen gewarnt, und habe sie mehr denn hundert Jahre hindurch auf die für sie daraus notwendig entstehenden und leiblich und seelisch schrecklichen Folgen sehr ernstlich aufmerksam gemacht; aber ihr boshafter Mutwille ging so weit, dass sie in ihrer Blindheit die Boten nicht nur verhöhnten, sondern viele sogar töteten und mit Mir also einen förmlichen Kampf unternahmen. Aber darum ergrimmte Ich dennoch nicht vor Zorn und Rache, sondern liess sie handeln und die traurige Erfahrung machen, dass die Unvernunft und die Unkunde – als selbst schuld an dem, was sie sind – mit der grossen Natur und Ordnung Gottes durchaus nicht alles machen dürfen, was ihnen in ihrer Blindheit beliebt.

143,4. Siehe, es steht dir ja frei, auf jenen von hier gegen Süden gelegenen und bei fünfhundert Mannslängen hohen Felsen zu steigen und dich dann mutwillig häuptlings über die hohe Wand hinabzustürzen! Nach den notwendigen Gesetzen der Schwere aller Körper wird dir solch ein Mutwille doch offenbar sicher das Leben des Leibes kosten. Frage dich, ob dir das aus Meinem Zorne und aus Meiner Rache zugekommen ist!

143,5. Dort gegen Osten ersiehst du hohe Gebirgszüge, die ganz fest und dicht bewaldet sind. Gehe hin mit zehnmal hunderttausend Menschen, lege Feuer an und verbrenne alle die Wälder, dann werden die Berge ganz kahl dastehen! Was wird aber davon die Folge sein? Die vielen dadurch tatlos und nackt gewordenen Naturgeister werden dann in der freien Luft zu wüten und zu toben beginnen. Blitze in Unzahl, Wolkenbrüche von der fürchterlichsten Art und ein unausgesetzter Hagelschlag werden darauf die ganzen und weiten Umgegenden verheeren. Das alles ist eine ganz natürliche Folge jener waldverheerenden Handlung. Sage, ob auch da wieder der Zorn Gottes herausschaut und Seine Rache!

143,6. Wenn aber zehnmal Hunderttausende von Menschen sich ernstlich bestreben, Berge abzugraben und grosse Seen auszufüllen oder die allerbreitesten Heerstrassen anzulegen, um leichter Kriege zu führen; wenn Menschen ganze Bergketten tagereisenweit skarpieren auf vierhundert bis fünfhundert Mannslängen hoch oder stechen zweihundert bis dreihundert Mannslängen tiefe Gräben um die Berge und eröffnen dadurch der Erde inwendige Wasserschleusen, dass die Berge zu sinken beginnen in die leer gewordenen grossen Wasserbecken und das Wasser also zu steigen beginnt, dass es in Asien nahe über der höchsten Berge Spitzen wie ein Meer dahinzuwogen beginnt – dazu kommt noch, dass bei diesen grossen Bergezerstörungen viele hunderttausendmal Hunderttausende Morgen der kräftigsten Waldungen mit zerstört wurden, bei welcher Gelegenheit zahllose Myriaden von Erd- und Naturgeistern, die früher mit der schönsten und üppigsten Vegetation vollauf zu tun hatten, nun auf einmal frei und tatlos geworden sind –, frage dich selbst, welch einen Aufruhr die Geister in den Luftregionen mögen angefangen haben! Welche Stürme und welche massenhaften Wolkenbrüche, welche Hagelmassen und welch eine Unzahl von Blitzen hat es dadurch mehr denn vierzig Tage lang aus den Wolken auf die Erde herabgeschleudert, und welche Wassermassen werden sich da nahe über ganz Asien erhoben haben, und das alles aus lauter natürlichen Gründen! Sage, war das wieder Gottes Zorn und Seine nie versöhnbare Rache?!

143,7. Moses beschrieb diese Historie so wie alles andere in der damals üblichen Schreibweise, das heisst in Bildern, in denen er nach der Eingabe des göttlichen Geistes stets Meine Vorsehung vorwalten liess, was nur auf dem Wege echter und wahrer Entsprechungen herauszubringen ist.

143,8. Ist aber darum Gott ein Zorn- und Rachegott, so du und gar viele Seine grossen Offenbarungen noch nie verstanden haben?“

Kapitel 144 – Die Ursachen der Katastrophen

144,1. (Der Herr:) „Ich sage es dir: Nur fünfzig Jahre lang leben in der rechten Ordnung Gottes, – und ihr werdet von keiner Kalamität je etwas zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu geniessen bekommen!

144,2. Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, grosse, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, grosse Stürme, grosse Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!

144,3. Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu grosse Kälte oder eine zu grosse Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu grosse Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstrassen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer grossen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, – ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!

144,4. Geizige und habsüchtige Menschen legen vor ihren Scheunen Schloss und Riegel an und obendrauf noch scharfe Wächter zu ihren über allen Überfluss steigenden Schätzen und Reichtümern, und wehe dem, der sich ihnen unbefugt nähern möchte; wahrlich, der bekäme augenblicklich einen scharfen Prozess!

144,5. Ich will damit nicht sagen, als sollte jemand sein mühsam erworbenes Eigentum nicht beschützen; Ich rede hier vom höchst unnötigen, ins Ungeheure gehenden Überfluss. Wäre es denn da nicht tunlich, auch solche Scheuern zu errichten, die da offen stünden für jeden Armen und Schwachen, wennschon unter der Aufsicht eines weisen Spenders, auf dass kein Armer sich mehr nähme, als was er für seine Nahrung bedarf? Würden sogestaltig die Habsucht und der Geiz von der Erde verschwinden, so würden auch – höret Mich wohl! – alle mageren Jahre von der Erde den Abschied nehmen.

144,6. Du fragst, wie solches denn möglich sei. Und Ich antworte darauf: Auf die natürlichste Art von der Welt, das heisst: wenn man auch nur ein wenig im innern Wirken der gesamten Natur bewandert ist, so muss man das nicht nur bald einsehen, sondern sogar mit Händen und Füssen begreifen!

144,7. Da stehen vor uns noch die Heilpflanze und dort, etwas weiter voran, die äusserst schädliche Giftpflanze! Nähren sich nicht beide vom ganz gleichen Wasser, von der ganz gleichen Luft, vom ganz gleichen Lichte und von dessen ganz gleicher Wärme? Und dennoch ist diese Pflanze voll Heilstoffes und die andere voll tödlichen Giftes!

144,8. Ja, warum denn also? Weil die Heilpflanze vermöge ihres innern wohlgeordneten Charakters alle die sie umgebenden Naturlebensgeister nach ihrer guten Art stimmt und diese sich darauf ihr in aller Freundlichkeit und Friedsamkeit, sie ernährend, anschmiegen von aussen her, wie von innen heraus, und es wird dadurch dann alles Heilsamkeit in der ganzen Pflanze, und am Tage im Sonnenlichte wird ihre Ausdünstung und die sie recht weithin umgebenden Naturlebensgeister auf den Menschen wie auch auf viele Tiere einen ungemein heilsamen Einfluss ausüben.

144,9. Bei der Giftpflanze dort, deren Inneres einen höchst selbstsüchtigen und grimmig zornigen Charakter in sich fasst und einschliesst, aber werden die gleichen Naturlebensgeister vom selben Charakter ergriffen und somit total verkehrt; sie schmiegen sich dann ebenfalls, die Pflanze ernährend, ihr an, und ihr ganzer Charakter wird darauf ganz homogen mit dem ursprünglichen der Pflanze. Aber auch ihre Umgebung und gleichsam Ausdünstung ist giftig und der menschlichen Gesundheit schädlich, und die Tiere gehen ihr mit ihren reizbaren Nüstern nicht in die Nähe.

Kapitel 145 – Der Einfluss des Schlechten auf das Gute

145,1. (Der Herr:) „Eine ganz ausserordentlich grosse und weitaus wirkende Giftpflanze ist aber um so mehr ein geiziger und habgieriger Mensch. Seine ganze weithin reichende naturlebensgeistige Umgebung, seine Aushauchung, sein ganzer Aussenlebenskreis wird mit seinem Innern gleichen Charakters; seine schlecht gewordenen ihn umgebenden Naturlebensgeister aber verkehren stets von neuem die ihnen zuströmenden noch guten Naturlebensgeister in ihr Schlechtes, Geiziges und Habsüchtiges.

145,2. Da aber diese Naturlebensgeister nicht nur allein mit dem Menschen, sondern auch mit den Tieren, mit den Pflanzen, mit dem Wasser und mit der Luft in fortwährendem Konflikte stehen, so geben sie auch stets viel Anlass zu allerlei Kämpfen, Reibungen und unnötigen Bewegungen in der Luft, im Wasser, in der Erde, im Feuer und in den Tieren.

145,3. Wer dies so recht praktisch erfahren will, der gehe zu einem sehr guten Menschen, und es werden bei ihm auch alle Tiere einen viel sanfteren Charakter haben. Am ehesten merkt man das an den Hunden, die in kurzer Zeit ganz den Charakter ihres Herrn annehmen. Der Hund eines Geizigen wird sicher auch eine geizige Bestie sein, und wenn er frisst, wird es nicht ratsam sein, ihm in die Nähe zu treten. Gehe aber hin zu einem freigebigen, sanften Menschen, und du wirst merken, wenn er einen Hund hält, dass dieses Tier ganz gutmütigen Charakters sein wird; es wird eher von der Frassschüssel abstehen, als sich etwa mit einem ungeladenen Gaste in einen bissigen Kampf einzulassen. Auch alle anderen Haustiere einer sanften und gutherzigen Herrschaft werden um ein bedeutendes sanfter sein, ja sogar an den Pflanzen und Bäumen wird ein Scharffühler einen gar nicht unbedeutenden Unterschied wahrnehmen.

145,4. Betrachten wir aber auch die Dienerschaft eines Geizhalses, ob sie nicht zumeist auch knickerisch, neidisch und geizig und zu dem Behufe hinterlistig, falsch und betrügerisch wird! Selbst ein sonst ganz guter und freigebiger Mensch, wenn er längere Zeit in der Nähe eines Geizhalses ist, der im Golde und Silber bis über den Hals steckt, wird am Ende in ein recht sparsames System übergehen und im Ausüben der Wohltaten viel bedenklicher werden.

145,5. Nun kommt es auf der Erde aber auch noch darauf an, dass alles Schlechte das Gute mit viel geringerer Mühe in das seinige umwandelt, als das Gute etwas Schlechtes in sein Gutes!

145,6. Sehet einen so recht zornigen Menschen an, der alles um sich nur gleich aus lauter Grimm und Wut umbringen möchte! Tausend ganz gute Menschen, die ihn beobachten, werden am Ende selbst ganz grimmzornig und möchten sich gleich alle an dem einen Zornigen vergreifen und ihm seinen Zorn austreiben, wenn sie nur alle mit ihren scharf tatsüchtigen Händen Platz fänden an seiner Haut. Warum erregt hier ein Glühzorniger Tausende zum Gegenzorn, und warum nicht die tausend Gutmütigen an der Stelle den einen Glühzornigen zu der eminentesten Gutmütigkeit?

145,7. Alles auf Grund dessen, weil besonders auf dieser Erde, der Erziehung der Kinder Gottes wegen, der Reiz zum Schlechten und Bösen ein bei weitem grösserer ist, und auch sein muss, als wie zum Guten. Den Grund davon im allgemeinen habe Ich euch schon ehedem einmal gezeigt und brauche ihn hier nicht noch einmal zu wiederholen.

145,8. Da sehet euch noch einmal diese beiden Pflanzen an, und stellet euch einen sehr grossen ehernen Kessel vor! In diesem Kessel wollen wir tausend solcher Heilpflanzen zu einem heilsamen Tee sieden, und wer aus der Sphäre der Brustkranken davon trinken würde, der würde auch bald eine heilsame Wirkung davon wahrzunehmen anfangen; denn die guten Naturlebensgeister möchten die wenigen schlechteren in seiner Brust schon bald zurechtbringen.

145,9. Aber nehmen wir darauf diese besondere Giftpflanze und werfen sie auch in den Kessel, in welchem tausend Stück von der Heilpflanze zu einem Heiltranke kochen! Sehet, diese einzige Giftpflanze wird den ganzen Heilstoff in ihren tödlichen Giftstoff verkehren, und wehe dem Kranken, der es wagen würde, von dem Tee einen Trunk zu nehmen! Wahrlich, es würde ihn das unfehlbar das Leben kosten, und es könnte ihm auf natürlichem Wege nicht geholfen werden!

145,10. Nehmen wir aber nun den umgekehrten Fall! Kochen wir tausend Stück dieser Giftpflanzen im selben Kessel zu einem Tee zum Tode und legen am Ende nur eine von diesen Heilpflanzen in den Kessel zu den tausend Giftpflanzen! Oh, wie schnell werden alle ihre guten und heilsamen Naturgeister in das tödlichste Gift der tausend Giftpflanzen verwandelt sein!

145,11. Aus dem aber geht ja wieder sonnenhell hervor, dass eben auf dieser Erde aus dem bekanntgegebenen Grunde das Schlechte das Gute um vieles eher in sein Schlechtes zu verkehren imstande ist, denn umgekehrt.

145,12. Stelle dir nun eine Menge allerlei schlechter Menschen in einer Gegend vor, oder in einem ganzen Lande, und frage dich nach dem bereits Vernommenen, ob es da im Ernste von einem Gotteszorne abhängt, wenn so allerlei Übel über dasselbe kommen! Ich sage es euch, und besonders dir, Freund Stahar, dass alles das allein und lediglich von den Menschen, ihren Handlungen und Lebensweisen abhängt, und Gottes Zorn und Seine Rache hat damit ewig nichts zu tun, ausser das, dass Ich eine solche Ordnung in die Natur der Dinge gelegt habe, die natürlich, solange die Erde besteht, umwandelbar bleiben muss, ansonst sich die Erde auflösen würde und dem Menschen keine Wohnstätte für sein Probeleben bieten könnte.

145,13. Darum heisst es nun, all das Gute mit allem Ernste, mit aller Gewalt und aller Kraft an sich zu reissen, so man von dem vielen Schlechten nicht verschlungen werden will.

145,14. Suchet daher euer inneres Leben durch die tatsächliche Befolgung Meiner Lehre zu vollenden, so werden euch die Gifte der Welt keinen Schaden mehr zuzufügen imstande sein!“

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flagge en  The Wrath of God… Jesus elucidates

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 4, Chapters 141 to 145
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Wrath of God… Jesus elucidates…

Chapter 141 – The wrath of God

141,1. Then Cyrenius said, somewhat embarrassed: “Lord, I am the only one who has asked You anything, and it looks as if You, as My God, Lord and Creator, have some grudge against me as a result.”

141,2. I say (the Lord): “How can you misunderstand My words to this extent? How can I bear you a grudge when I continue to describe to you very seriously and very truthfully the essential things in life that all of you and every other human being should know? Consider just how limited your power of judgment is even now. When will it fully develop? How can the purest original love of all loves, which is in God, ever harbour a grudge?

141,3. Whenever you read about the wrath of God you should take these words to mean the eternally unchanging and inflexible seriousness of His Will; and this resolute will-power in God is the innermost core of that same very pure and mighty love which is the source of infinity and all its works in the same way that a baby chick hatches from an egg – surely, this love can never ever bear anyone a grudge in all eternity! Or does one of you think that God could be consumed by his anger, as a foolish man would be?”

141,4. The old senior chief Stahar comes to Me, saying: “Lord, forgive me if I permit myself to comment on one point regarding the wrath of God!

141,5. If a man endowed with a firm belief in God studies early world history, he could not completely escape the conclusion that God let mankind feel His wrath and His vengeance with quite pitiless severity if man broke the rules.

141,6. ‘Wrath and vengeance are Mine!’, says the Lord through the mouth of the prophet. That this is so, is amply demonstrated by Adam being cast out from Paradise, by the Great Flood in Noah’s time, God’s approval of Noah’s curse on one of his own sons as well as the later destruction of Sodom, Gomorrah and the ten cities at that locality which today we call the Dead Sea. At an even later date there were the plagues which befell the Egyptians and the Israelites in the desert; also the bloody wars ordained by God against the Philistines, the captives in Babylon and, finally, the total subjugation of the People of God under the thumb of the gentiles!

141,7. Lord, any one who even devotes a little of his attention and his mind to a consideration of God’s behaviour towards sinners, who are after all exactly as we are, can only reach one conclusion – than Jehovah has empowered Himself to exercise wrath and the utmost vengeance in the fullest measure!

141,8. Of course it could be said: This reflects the serious attitude which God adopts regarding His people’s upbringing and even entire nations, as He holds His disciplinary rod in His hand! These beatings and blows certainly do not appear to come from the hand of a very loving father, but rather seem to be inflicted by a punctilious judge granted power over life and death as well as pestilence and fire, even if the reproaches are in some ways quite justifiable!

141,9. This is just my opinion and its validity depends on whether world history tells us the full truth. However, if all the distressing stories of God’s deeds are only fictional, than this aspect we call “the wrath and vengeance of God” can indeed be at the core of His everlasting and most untarnished love. I only put this point forward since You Yourself, My Lord, have earlier drawn attention to the topic of wrath and vengeance!

141,10. It will most likely be as You, My Lord, have told us earlier. It is however strange that it frequently happened in times gone by if the wrath of God was predicted but people did not improve themselves and did not repent their sins, that the most merciless martial punishment was inflicted at both national and local levels, not just in a general way but in specific instances too. Now it would surely be helpful for us to be enlightened at this time as to how these actions can be reconciled with very pure love, devoid of wrath and vengeance!”

Chapter 142 – On the first human couple

142,1. I say: “My friend, the way you have just spoken about wrath and vengeance, justice and God’s love, is similar to the way a completely blind man speaks about the harmony and splendour of the colours of the rainbow!

142,2. “Have you really not yet understood that all five of the books of Moses, as well as all the prophecies and the writings of David and Solomon can only be understood and grasped by inner spiritual comparison?!

142,3. Do you seriously think that God drove Adam out of Paradise using an angel carrying a blazing sword in his right hand as a weapon to ensure his expulsion? I say to you that even if this was the spectacle which confronted Adam as an apparition, it was merely a comparative reflection of what actually took place in Adam’s own mind. It therefore amounted to a step in his upbringing as well as a move towards the establishment of the first religion and the primordial church of mankind on this earth.

142,4. However, on earth there was never a material Paradise where grilled fish swam into people’s mouths. Then as now they had first to be caught, cooked and only then eaten, but with moderation. However if man was industrious and collected the produce which the earth offered and retained the surplus in his storehouse, then every place which was cultivated by man was truly a Paradise on earth!

142,5. What would have been the outcome for the spiritual development of man, if he were to have lived in a truly lethargic, gastronomic paradise with no worries at all. The best fruit would fall into his mouth while he lay on the softest lawn and he would only have to wish and all his desires would immediately be granted. He had only to open his mouth and the tastiest morsels would drop into it?! When would a man with this upbringing reach his necessary independence in life?! I say this to you: According to your idea of paradise mankind until now would be nothing else and know nothing more than a herd of sizeable greedy oxen or a shoal of voracious polyps at the bottom of the sea.

142,6. What was therefore represented by the apparition of the angel with the flaming sword? What does this word picture mean? Man was naked and up to now no man has ever entered this world wearing clothes. Even if he, like this donkey here, had not lived through childhood years during which his body would develop and even if he was quite tall – Eve herself was not small in stature – he nevertheless remained a child regarding direct experience of the natural world on this earth and was therefore mainly taught by the lessons of life as he lived it.

142,7. During the warmer days in spring, summer and fall he was able to endure the weather in his nakedness but in winter he started to feel the cold, and he asked himself within his heart which God was increasingly arousing in him using both His spiritual and physical influence: ‘Where am I? What has happened to me? Earlier I felt so comfortable and now I am cold and the cold winds are painful to my skin!’ Obviously he had to look for shelter to protect his body from the winds and he began to cover himself with all kind of foliage from the trees. This enforced activity stimulated his thought processes and they progressively became more logical.

142,8. However, he also became hungry as the branches of many of the trees and bushes were now bare. He walked long distances as he searched for food and found trees which still offered plentiful supplies of food. He gathered the fruit and carried it to the cave which he had selected to be his home. He thought to himself with his greater fresh experience of life ‘At this time the earth is cursed and you as a man can only gather food by the sweat of your brow!’

142,9. However, after the first human being on this earth had endured one winter in the cave on these heights forming the north-easterly border of the Promised Land to which our Galilee also belongs, he and his wife found time to probe their own minds and examine themselves more closely. He felt the need for more companionship and in a dream he was told what to do and afterwards he began by fathering Cain and soon afterwards Abel and Seth.

142,10. It was Adam’s wife who first gave him the incentive to procreate as it was Eve who had a vision regarding the procedure. We do not wish to pursue this subject but I can tell you, My friend Stahar; that everything progressed quite normally and nothing supernatural occurred. Moses however still perceived that everything that had happened only took place because that was Jehovah’s wish. God’s spirit showed him that all the completely natural guidance in travelling along the path of experience was provided by Me and that means by My spirit. Moses therefore chose suitable images to illustrate that God was constantly at the side of the first pair of human beings and also personalized My influence by selecting very focussed, but nevertheless pertinent images, as was customary at that time but was also essential as these images offered necessary guidance to this nation and to mankind generally.

142,11. It is moreover readily understandable that God and the angels realized and fully appreciated that the first human couple should live and further the development of their lives in one of the most fertile places on earth.

142,12. When later natural phenomena, which were specifically planned, forced the first humans to leave their first garden to look for food supplies elsewhere on earth, this also did not happen as a result of any kind of divine wrath. The only motivation was love of humankind, and the effect was that man was again aroused from his increasingly lethargic sensuality so that he became active once more and went in search of wider experience.

142,13. When Adam and his wife and his sons discovered that nearly everywhere on earth there was some source of food, they started to journey further afield and in so doing became quite familiar with Asia and Africa. This enriched them by adding a wealth of experience in all aspects of their lives. Secretly guided by the spirit of God they returned to their first Garden of Eden remaining there as it became the starting point for the process of populating the world..

142,14. Tell Me from your heart: Do you detect any sign of the wrath or vengeance of God in all this?”

Chapter 143 – The Flood

143,1. (The Lord:) “God in His wisdom can certainly display antipathy if already fully grown and partially mature people should wantonly and wilfully rebel against His ordinances. However the love of God is again there to serve a specific purpose and with great patience love knows how to find suitable ways of opposing mankind’s perverse ambitions and how to guide men back to the path of righteousness. This means that My final goal for mankind must always remain attainable and there is no compulsion for man to react like a machine in his initial response to some almighty act of vengeance by His God.

143,2. Even these measures should not be regarded as a consequence of divine wrath, as they are only caused by man’s inappropriate behaviour. Yes, God set down for the world and for nature their necessary and incontrovertible “must” laws in His ordinances but man also has similar laws which govern his behaviour and his physical presence. Whenever man tries to rebel against this order of life and change the world, he is not punished by the spontaneous wrath of God, but by the stringent and rigid divine ordinances which he has failed to observe and which cover the very things which must remain as they are.

143,3. You are now asking yourselves whether the Great Flood should also to be regarded as a natural and necessary consequence of inappropriate behaviour. I tell you that it should! I instructed more than a hundred prophets and emissaries to warn the people not to act in any way which might conflict with natural or divine laws. For more than a hundred years I earnestly pointed out the terrible consequences of inappropriate behaviour in the flesh or in the spirit. Their wicked wantonness went so far that in their blindness they not only mocked the messengers but even killed many of them and so they formally declared war on Me. However, I did not become angry or vengeful as a result but merely allowed them to continue to follow their chosen course of action and in that way experience the sad fact that unreasonableness and ignorance – both in themselves responsible for what they are – can in no way oppose the greatness of nature and God’s ordinances if, in their blindness, they see fit to do so.

143,4. Look, you are free to climb the rock located there towards the south which is the height of five hundred men and then deliberately throw yourself head first over the edge! In accordance with the essential laws of gravity affecting all bodies, this impetuous act will most probably cost you your life. Ask yourself if that fate would befall you as a consequence of My wrath and My vengeance!

143,5. Over there towards the East you see high, densely wooded rock-strewn mountains. Take an army a million men strong and set fire to the trees, burn down all the forests so that the mountains will then be completely bald. What will the consequence be? The many spirits of nature that will now be naked and deprived of their active lives will begin to display their anger and go berserk in the free air. Innumerable flashes of lightning, very violent cloudbursts and incessant hailstorms will ravage the land far and wide. All this naturally follows deforestation. Tell me whether there is any evidence of the wrath and the vengeance of God!

143,6. When a million men seriously endeavour to level mountains or to fill in great lakes or to construct broad highways to facilitate warfare; when people clear the slopes of whole mountain ranges, over a distance that can only be covered in several day’s travel, to a height of a thousand metres or dig four to five hundred metre deep moats around the base of mountains, and in so doing tap into the earth’s hidden reservoirs so that the mountains begin to subside into the vast cavities which are now drained and the water begins to rise so that in Asia it rages like the sea, almost engulfing the highest summits – add to this the fact that, along with the mountains, many hundred thousand acres of the healthy forest land are destroyed, releasing myriads of earthly and natural spirits formerly fully occupied caring for beautiful, lush vegetation but now suddenly free and with no tasks to perform – ask yourself what an uproar there would be among the spirits in the air space above. What storms and what enormous cloud-bursts, what deluges of hailstones and what innumerable flashes of lightning were therefore discharged from the heavens onto the earth below for more than forty days, and what enormous quantities of water must have flooded nearly the whole of Asia – all of this for natural reasons! I ask again, was that also God’s wrath and His implacable vengeance?

143,7. Moses described this event, as he did everything else, in the manner then commonly used, that is, by way of pictorial images. In selecting these he was inspired by the Holy Spirit and always allowed My divine foresight to prevail but this can only be done by drawing genuine and tangible comparisons.

143,8. Can you continue to call God a God of wrath and vengeance, because you and many others have never understood His many important revelations?

Chapter 144 – The causes of catastrophies

144,1. (The Lord:) “I say this to you: Just live for fifty years always correctly respecting God’s divine ordinances – and you will never again have to see, hear, taste or endure any calamity!

144,2. I am telling you this: All calamities, epidemics, all manner of disease among humans and animals, bad weather, lean and unproductive years, devastating hailstorms, widespread destructive floods, gales, great storms, plagues of locusts and the like are merely consequences of inappropriate behaviour by mankind!

144,3. If man were, as far as possible, to live within the rules of the ordinances set down, he would not have any reason to expect any of these disasters. The years would pass by like a string of pearls, each one as blessed as any other. The habitable regions on earth would never be afflicted by too much cold or too much heat. However, there are always clever and exceedingly shrewd people who undertake projects far in excess of their needs, for instance, by erecting buildings which are too large, or undertaking unwarranted improvements, or levelling whole mountains in order to construct highways to make war, or destroying hundreds of thousands of acres of the finest forest land, or digging too far into mountains to extract gold or silver or, lastly, living in continual dispute and discord with each other, while, in contrast, they are constantly surrounded by hordes of intelligent natural spirits who take responsibility for the weather as well as for the purity and wholesomeness of the air, the water and the soil on earth. Is it then any wonder if this earth is visited more and more by an infinity of evils of every type and description?

144,4. Miserly and avaricious people fit locks and bolts to their barns and even keep armed guards who watch over their surfeit of treasures and possessions. Woe to the intruder who might approach them without any authorisation as he would certainly be punished immediately in a vicious way!

144,5. By this, I do not mean to imply that nobody should be allowed to protect his hard-earned property; I am speaking here of instances where there is an unnecessary or excessive surplus. Would it not be preferable to build barns which are open to all the poor and the weak, even if they were to be supervised by their wise benefactor to prevent anyone taking more than enough for his needs? If, in this way, avarice and acquisitiveness were to disappear from the earth – listen well to what I am saying – all the lean years would similarly vanish from our world.

144,6. You ask how this is possible. My answer is: In the most natural way in the world. Anyone in the least familiar with the inner workings of the whole of nature’s kingdom will not only quickly have the insight but will also grasp the facts with both hands.

144,7. There in front of us, we still have the health-giving plant and there, a little further on, the very harmful poisonous one. Do not both of them obtain their nourishment from the very same water, the very same air, the very same light and its warmth? And yet, one plant is full of healing properties and the other full of deadly poison!

144,8. Why is that so? Because the medicinal plant, with its well-ordered inner nature, is consistent with its own good qualities and influences all the adjacent natural spirits in such a way that they, in peace and harmony, nourish it and conform to it both within and without its being. In this way, the whole plant develops both wholesome and healing properties, and in the sunlight during the day the vapours which it gives off and the natural spirits which surround it for some distance, both exert a most beneficial influence on humans and animals.

144,9. With the poisonous plant, whose nature is of a selfish and desperately angry character, the surrounding natural spirits are contaminated by the same traits and become totally perverse. They then conform to the plant in a similar fashion and give it nourishment, their whole nature then becoming homogeneous with the plant’s original character. The surroundings and the vapours it exudes are also poisonous and harmful to man while animals, with their sensitive nostrils, keep away from them.”

Chapter 145 – The influence of evil on good

145,1. (The Lord:) “To an even greater extent, an avaricious and greedy man is an exceedingly large poisonous plant which has far-reaching influence. All the natural life spirits surrounding him for some great distance, the vapours exuding from his body and his whole external life sphere will conform to his inner nature. The corrupted natural life spirits around him will seek to convert to their own evil, avaricious and greedy ways, the natural life spirits which venture into their vicinity and are still untainted.

145,2. Since these natural life spirits remain in constant conflict, not only with man, but also with the animals and the plants, the water and the air, they invariably cause much friction, many disputes and unnecessary jockeying for position in the elements – air, water, earth and fire – and in the animal kingdom.

145,3. Anyone who wishes to consider a practical example of this should go to a very good man. All the animals surrounding that man will have much gentler natures. Dogs are the best example as within a short time they will fully adopt the character of their master. The dog owned by an avaricious man will certainly also be avaricious and when it is feeding it is not a good idea to approach it. Go to a generous, gentle person and you will notice, if he keeps a dog, that this animal will be very good-natured and it will prefer to abandon any claim to the food bowl rather than involve itself in a vicious battle with an uninvited guest. All the other domestic animals belonging to a gentle and kind-hearted owner will be significantly more compliant and, indeed, even with the plants and trees which he owns, other people with sharp senses will observe a significant difference.

145,4. On the other hand, consider the servants of a miser and judge whether or not they are in general becoming greedy jealous and parsimonious and for that matter back-stabbing, false and deceitful! Even an otherwise good, generous person, if he spends a long period in the company of a miser who is up to his ears in gold and silver, will finally also be convinced of the necessity to save money and start to think deeply before performing any charitable deed.

145,5. Add to this the fact that, on this earth, the effort required by the bad to change something that is good to conform to its own nature is much less significant than the other way round!

145,6. Consider a rather bad-tempered man who wants to destroy everything in his vicinity in his fury and anger! Thousands of quite placid people looking at him might finally become enraged themselves and begin to wish to take hold of the ill-tempered man and shake the anger out of him – if only their sharp, clutching fingers could find some place to grab his skin. Why does one furious person incite thousands of others to violent opposition and why are the thousands of well disposed people unable to influence the one exception to become eminently good-natured?

145,7. All of this is due to the fact that, especially on this earth with regard to the upbringing of children, the temptation to succumb to bad and evil influences is much greater than vice versa – and this must always be the case. The reason for that I have already explained to you in general terms and I do not need to repeat Myself.

145,8. Look again at these two plants and imagine that you have a very large brass cauldron in which you intend to prepare a brew of a health-giving tea using a thousand of these medicinal plants. The intention would be that anyone suffering from a chest complaint who drank from it would soon start to feel the beneficial effects as the good natural life spirits would soon put to rights the small number of evil ones in his body.

145,9. However if we take this particular poisonous plant and throw it into the cauldron where a thousand plants are being boiled to make a health drink, the effect is that this single poisonous plant will turn the entire remedial infusion into a deadly poisonous brew. Woe betide the invalid who dares to take a sip of this tea! The truth is that it would certainly cost him his life, and he would be beyond help in any natural way!

145,10. Consider also the opposite case! If we boil a thousand of the poisonous plants in the same cauldron to make a deadly tea and finally add just one of the remedial herbs to the brew with the thousand poisonous plants! How quickly all the good remedial natural spirits will be converted to the deadly toxicity of the other thousand!

145,11. The conclusion from all that is as clear as sunlight. On this earth it is true that,for the reasons given, evil much more frequently overturns good so that it conforms to its own evil nature than vice versa.

145,12. Imagine now a large number of bad people in a region, or even in a whole country, and ask yourself, bearing in mind what you have already heard, if in all seriousness it really depends on God’s wrath, if there are all kind of evil influences at work! I say to you, especially to my friend Stahar, that all of this uniquely depends on the way of life and the behaviour of the people in that place. The wrath and vengeance of God has nothing to do with it at any time, except that I have ordained the nature of things and that order must of course remain unaltered, as long as this earth exists. Otherwise our earth will dissolve and be unable to provide mankind with a place in which to dwell in his trial life.

145,13. The solution is therefore to embrace all the good things in life with serious intent and with all our power and strength, so that there is no way we can be swallowed up by the proliferation of evil.

145,14. Try therefore to perfect your inner life by the faithful observance of my teachings, so that the poisons of the world are no longer able to harm you!”

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V3/K101… Sternbilder erläutert – Zodiac Signs explained

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flagge de  STERNBILDER ERLÄUTERT

Gottes Revision – Die Sternbilder

Synonyme: Sternzeichen, Tierkreiszeichen, Zodiak

Im Beisein des Herrn, der Jünger und etlichen hundert Nachfolgenden erklärt Mathael an die noch tief abergläubischen Griechen Ouran und dessen Tocher Helena, woher die Namen der Sternbilder stammen und was sie ursprünglich bedeuteten. Diese wichtige Belehrung soll helfen, die Bindungen an “Mysterien” abzulegen …

… aus “Das Grosse Evangelium des Johannes”, Band 3, aus den Kapiteln 101 bis 105 und 107 (Jakob Lorber)

101,8. Helena frägt Mathael: “… Wer entdeckte zuerst den Zodiakus und gab den zwölf Bildern die Namen? Warum bekamen sie gerade diese Namen, die wir kennen, und warum keine andern nicht so sonderbarer Art und Gattung? Was hat der Löwe mit einer Jungfrau zu tun, was ein Krebs mit den Zwillingen, was ein Skorpion mit einer Waage, was ein Steinbock mit dem Schützen? Wie kommen ein Stier und ein Widder ans Firmament, wie ein Wassermann mit den Fischen?

101,9. Es ist überhaupt merkwürdig, dass sich im Tierkreise auch vier Menschenbilder und das Bild einer Sache befinden. – Kannst du mir davon irgendeinen Grund angeben, so wirst du mich dir sehr verbindlich machen!“

101,10. Sagt Mathael: “O holdeste Helena, nichts leichter als das! Habe du nur eine kleine Geduld während meiner Erklärung, und es wird dir die Sache hernach ganz klar sein!”

102,1. (Mathael:) „Die Erfinder des Zodiakus waren offenbar die Urbewohner Ägyptens, die fürs erste ein viel höheres Alter erreichten als wir, fürs zweite einen stets allerreinsten Himmel hatten und die Sterne viel leichter und anhaltender beobachten konnten als wir bei unserem öfters dichtumwölkten Himmel, und fürs dritte schliefen den heissen Tag hindurch fast die meisten Menschen und begaben sich erst abends ins Freie und verrichteten ihre Arbeiten die kühle Nacht hindurch, wo sie dann stets die Sternbilder im Angesichte hatten, sich die unveränderlichen Figuren derselben denn auch bald merkten und ihnen auch Namen gaben, die mit irgendeiner in einer bestimmten Zeit eintretenden Naturerscheinung oder mit einer Verrichtung dieses Landes übereinstimmten.

102,2. Vielfaches Betrachten des Zodiakus führte die Betrachter bald auf die Wahrnehmung, dass der Zodiakus ein grosser Kreis ist, der in zwölf nahe gleiche Teile geteilt, in jedem dieser Teile ein für sich stehendes Sternbild hat.

102,3. Schon die ältesten Menschen hielten die Sterne von der Erde entfernter als die Sonne und den Mond und liessen darum die Sonne samt dem Monde innerhalb des grossen Tierkreises bahnen.

102,4. Aber der Tierkreis bewegte sich auch also, dass die Sonne, die zwar alle Tage um die Erde kam, durch die grosse Tierkreisbewegung in dreissig Tagen unter ein anderes Zeichen zu stehen kam. Dass aber auch der Mond in ein paar Tagen stets unter ein anderes Zeichen kam, erklärten sie aus seinem langsameren täglichen Laufe um die Erde, wodurch er nie zur selben Zeit wie die Sonne auf dieselbe Stelle wieder kam, – daher man den Mond denn auch oft ,das saumselige Gestirn‘ nannte.

102,5. Es gab aber einige Weise, die vom Monde gerade das Gegenteil behaupteten; doch war die Lehre von des Mondes Saumseligkeit vorwiegender.

102,6. Sieh, so entstand der alte Zodiakus, und nun sollst du auch in aller Kürze noch erfahren, wie die bekannten zwölf Sternbilder zu ihren sonderbaren Namen kamen!

102,7. In der Jahreszeit der kürzesten Tage, die besonders in Ägypten stets vom Regen begleitet wird (und mit dieser als einer dadurch leicht merkbaren Zeit von dreissig Tagen liess man stets auch ein neues Jahr beginnen), befand sich nach der Rechnung der Alten die Sonne gerade unter dem Sternbild, das uns als ,Wassermann‘ bekannt ist; darum gab man dem Sternbild fürs erste eine Gestalt der eines Hirten ähnlich in dem Moment, so er mit seinem Wassereimer zum zur Tränke der Haustiere angefertigten Wasserkasten kommt und den vollen Wassereimer in den Tiertränkkasten ausschüttet. Die Alten nannten solch einen Menschen einen Wassermann (Uodan), und so benannten sie fürs zweite das Sternbild also und fürs dritte auch diese Zeit. Später machte die eitle Phantasie der Menschen auch bald einen Gott aus diesem an und für sich recht guten Sinnbild und erwies ihm eine göttliche Verehrung, weil er als der Beleber der verdorrten Natur angesehen ward. – Siehe, holdeste Helena, also bekamen das bewusste erste Sternbild und die erste dreissigtägige Regenzeit ihren Namen. Gehen wir nun zum zweiten Zeichen über, das man die ,Fische‘ nennt!“

102,8. Als Mathael dies zweite Zeichen zu erklären begann, sagte Simon Juda zu den andern Jüngern: „Des Mathaels Erläuterungen werden sehr belehrend, wir wollen sie näher behorchen!“

102,9. Sage Ich (der Herr): „Gehet hin und höret; denn Mathael ist einer der ersten Chronisten in dieser Zeit!“

102,10. Darauf drängen sich alle Jünger in die Nähe Mathaels hin, was den Mathael anfänglich ein wenig verlegen machte; aber Simon Juda sagte zu ihm: „Lieber Freund, fahre du nur fort! Denn wir kamen dir nur näher, um von dir etwas recht Nützliches zu erlernen!“

102,11. Sagt Mathael ganz bescheiden: „Für euch, meine lieben allweisesten Freunde dürfte meine Weisheit wohl noch ein wenig zu schwach sein; denn ihr seid schon alte Jünger des Herrn, und ich bin erst kaum sechzehn Stunden lang unter euch!“

102,12. Sagt Simon Juda: „Das beirre dich nur nicht; denn du hast schon Proben abgelegt, durch die wir in mancher Hinsicht schon sehr in den Hintergrund gestellt sind. Das aber kommt alles also vom Herrn. Was Er oft einem gibt in einem Jahre, das kann Er einem andern geben in einem Tage. Darum fahre du nur fort mit deiner Erklärung des Tierkreises!“

102,13. Sagt Mathael: „Mit eurer grossen Geduld und unter eurer ebenso grossen Nachsicht will ich gleichwohl fortfahren; und so vernimm mich denn weiter, du liebholdeste Tochter des Pontus (Helena)!

102,14. Nach dreissig Tagen hat der starke Regen in Ägypten gewöhnlich ein Ende, und es befinden sich da im noch stark angeschwollenen Nil sowie in den Seitenlehnen (Wasserläufe) stets eine grosse Menge von Fischen, die um diese Zeit gefangen werden müssen, wovon ein grosser Teil sogleich verzehrt, ein noch grösserer Teil aber eingesalzen und in der Luft, die in dieser Zeit in Ägypten stets heftig weht, getrocknet und also fürs ganze Jahr aufbewahrt wird.

102,15. Diese Manipulation mit den Fischen ist in dem erwähnten Lande von der Natur geboten und muss gehandhabt werden, bevor der Nil zu sehr sinkt und die vielen bedeutenden Seitenlehnen vertrocknen, wobei da eine grosse Masse von Fischen in die Verwesung übergehen müssten und dadurch die Luft mit dem übelsten Geruche verpesten würden.

102,16. Was in Ägypten noch jetzt Sitte ist, das war als eine Notwendigkeit schon bei den ältesten weisen Bewohnern dieses gesegneten, grossen Landes. Da aber solche Zeit schon im Anfange der Bewohnung dieses Landes zum Fischen verwendet ward und die Sonne gerade zu Anfang dieser Fischzeit unter ein neues Sternbild zu stehen kam, so nannte man dieses Sternbild das Zeichen der ,Fische‘, und man nannte dann auch die Zeit also und benamste sie Ribar, auch Ribuze.

102,17. Da aber die Menschen in dieser Zeit auch sehr leicht vom Fieber befallen wurden, teils wegen des Genusses der sehr fetten Fische, und teils auch infolge der mit vielen unreinen Dünsten geschwängerten Luft, so war diese Zeit späterhin auch die ,Fieberzeit‘ genannt, und die eitle Phantasie der Menschen machte aus dieser Zeitbeschaffenheit denn auch bald eine Göttin und erwies ihr für die Abwehr dieser Magenkrankheit gleich auch wieder eine Art von göttlicher Verehrung. – Nun hast du denn auch die ganz natur- und wahrheitsgetreue Geschichte von der Benamsung des zweiten Tierkreiszeichens; und so gehen wir nun zum dritten über!

102,18. Dies Zeichen heisst der ,Widder‘. Auf die Fischzeit wandten die Urbewohner dieses Landes die Sorge auf die Schafe. Die Männlein wurden lebendig, und es war Zeit, die Schafe zu scheren, man nahm ihnen die Wolle. Gut bei dreissig Tagen dauerte im ganzen hauptsächlich diese Arbeit. Natürlich verrichtete man in der Zwischenzeit auch manche andere tägliche Arbeit; aber die vorerwähnte war für die bezeichnete Zeit eine Hauptarbeit, und weil die Sonne da wieder unter ein neues Zeichen zu stehen kam, so nannte man dieses Zeichen den ,Widder‘ (Kostron).

102,19. In der Folge aber weihte man wegen der meisten Stürme in dieser Zeit, wo alles in einem Kampfe, ein Element gegen das andere und die Hitze gegen die Kälte oder besser Kühle dieses Landes sich befindet, diese Periode dem Kampfe, für dessen Erregung die menschliche Phantasie bald ein Sinnbild ersann, dem man später auch bald eine göttliche Verehrung erwies und es in den noch späteren Kriegszeiten gar zu einem Hauptgott machte. Zerlegen wir aber den Namen ,Mars‘, und wir bekommen das uralte Mar iza, auch Maor’ iza. Was besagt aber das? Nichts anderes als: Das Meer erwärmen.

102,20. In den vorhergehenden zwei Zeichenzeiten wird das Meer abgekühlt, was die Küstenbewohner gar wohl merken mussten; aber durch die grössere Kraft der Sonne, durch den Kampf der warmen Südluft mit der kalten Nordluft, dann durch die in dieser Zeit zumeist wach werdenden Vulkane und unterseeischen Feueradern wird das Meer nach und nach wärmer. Und weil dies als eine Folge der zu dieser Zeit vorkommenden Stürme angesehen ward, so bedeutet der Ausdruck maor izat auch so viel als ,kämpfen‘; und diese Zeit war, wie gezeigt, sinnbildlich dann auch als ein geharnischter Krieger dargestellt, den man später gar zu einem Gott machte. – Da hast du nun das dritte Himmelszeichen und kannst daraus klar entnehmen, was da hinter eurem Kriegsgott Mars steckt.“

103,1. (Mathael:) „Gehen wir nun aber zum vierten Zeichen über! Wieder sehen wir ein Tier, nämlich einen recht mutigen ,Stier‘. Nach der Besorgung der Schafe lenkten die alten Hirtenvölker ihre Sorge vor allem auf das Rindvieh. In dieser Zeit fingen die Kühe meist an zu mannen, und man schied da das Starke vom Schwachen und trug die Hauptsorge um eine gute Zucht.

103,2. Der Stier, der dem Ägypter über alles galt, ja sogar sein Schreibmeister war durch seine Natureigenschaft, weil er durch sein Blasen oft verschiedene Figuren in dem lockeren Sande formierte, ward in einer sehr mutigen Stellung, nahe auf den zwei Hinterbeinen stehend, dargestellt; und was war da natürlicher, als dass man das Sternbild, unter das die Sonne um die vorbenannte Zeit trat, und das dazu noch so ziemlich die äussersten Umrisslinien einer Stiergestalt vorwies, ,Stier‘ nannte!?

103,3. Selbst der römische Taurus stammt von da ab und ist durch Zeitenfolge nur abgekürzt von dem uralten T a our sat, oder Ti a our sat, was soviel besagt als: Des Stieres Zeit (sat) = auf den Hinterbeinen zu stehen.

103,4. Man nannte später diese Zeit, namentlich bei den Römern, auch Aprilis, was aber nach der altägyptischen Zunge wieder nichts anderes heisst als: A (der Stier) uperi (tue auf) liz oder lizu (das Gesicht), auch: ,Stier, öffne das Tor!‘ – der freien Weide nämlich. Dass mit der Zeit auch der alte Stier der Ägypter zu einem Gott ward, braucht kaum näher mehr noch durch etwas gezeigt zu werden. – So hätten wir nun auch die Entstehung des vierten Tierkreiszeichens naturgetreu und wahr vor uns, und wir wollen nun sehen, wie denn das fünfte Zeichen unter dem Namen und unter der Gestalt der ,Zwillinge‘ als Castor und Pollux entstanden ist!

103,5. Dieses wird sich sehr leicht verständlich dartun lassen, so wir bedenken, dass das alte Hirtenvolk Ägyptens mit der Besorgung des Rindviehes des Jahres Hauptsorge und Mühe hinter dem Rücken hatte. Nach dieser Zeit traten die Häupter der Gemeinden zusammen und wählten einen oder zwei Sachkundige und möglich verständigste Beurteiler und gleichsam Richter auf diese Zeit hindurch, die sich umzusehen und zu prüfen hatten, ob alle bisherige Mühe auch allenthalben gut und segenbringend vollbracht ward. Nach dem Amte war denn auch so ein Erkundiger benennet. ,Ka i e stor’?‘ war die Frage und hiess verdolmetscht: ,Was hat er getan?‘ Darauf folgte die ernste Mahnung mit dem gebietenden Satze: ,Po luxe men!‘ – auch ,Poluzce men!‘ – ,Gib mir darüber Licht, Aufklärung!‘

103,6. Daraus sind die späteren ,Zwillinge‘ entstanden; im Grunde aber waren die Zwillinge nur zwei Sätze, nämlich ein Fragesatz und darauf der Aufforderungssatz. Gingen auf solche Erkundigungen zwei solche Amtsboten in die Gemeinden aus, so hatte einer den Fragesatz und der andere den Aufforderungssatz zu stellen, natürlich nicht nur bloss dem Worte, sondern der Tat nach.

103,7. Da aber eben um solche Erkundigungs- und Nachsehezeit die Sonne gerade unter das bekannte Zweisternbild trat, so nannte man es auch ,Zwillinge‘ und nach römischer Zunge Gemini oder auch Castor et Pollux, die natürlich später durch die eitle Phantasie der Menschen ebenfalls vergöttert worden sind. –

103,8. Wir hätten nun das fünfte Tierkreisbild abermals ganz wie die früheren treu und wahr erläutert vor uns; aber nun kommen wir zum sechsten Zeichen, und da erblicken wir auf einmal den ,Krebs‘! Wie kam denn der in den grossen Gestirnkreis? Ich sage euch, ganz leicht und natürlich so wie die früheren!

103,9. Seht, in dieser Zeitperiode hat der Tag seine höchste und längste Dauer bekommen; darauf fängt er an, in seiner Dauer rückgängig zu werden, und die Alten verglichen diese rückgängige Dauer des Tages mit dem Gange eines Krebses. Zugleich aber war es diese sechste Zeitperiode von dreissig Tagen, in der zur Nachtzeit der Tau in diesem Lande besonders in der Nähe des Stromes sehr mächtig wird. In solcher Zeit entstiegen die Krebse zur Nachtzeit ihren Sumpflöchern und statteten den nahen gras- und taureichen Wiesen einen sie sehr erquickenden und nährenden Besuch ab. Das haben ganz leicht und natürlich die alten Einwohner des Landes am Nil bald bemerkt und waren anfangs bemüht, die ungeladenen Gäste von den fetten Wiesen zu vertreiben, was besonders für die ersten Bewohner dieses Landes keine leichte Arbeit war, da in der Zeit die Anzahl dieses grossen Schlamminsektes ins Zahllose überging. Mit Feuerbränden begegnete man ihnen zuerst, sammelte sie haufenweise und verbrannte sie, was aber für die grosse Menge dieser Tiere nichts ausgab. Beim Verbrennen gab es aber stets einen recht guten und sehr einladenden Geruch ab, und es meinten schon die Alten, dass die Tiere vielleicht gar zu essen wären. Aber es wollte dennoch keiner mit solchem Bratengenusse den Anfang machen.

103,10. Später siedete man sie in grossen Töpfen und fand die Brühe recht köstlich; aber es wollte sich doch niemand daran wagen. Man gab sie den Schweinen, die auch von den Alten schon gezüchtet wurden, und diese delektierten (ergötzten) sich daran und wurden sehr fett, was den alten Ägyptern eine sehr willkommene Erfindung war, denn sie benützten sehr das Fett dieser Tiere, sowie die Häute und die Gedärme; das Fleisch aber genossen sie nicht und gebrauchten es zum abermaligen Futter für die Schweine.

103,11. Als aber mit der Zeit arbeitsscheue Menschen anfingen auszuarten und sich zu versündigen an alten und weisen Gesetzen, die noch vom vorsündflutlichen Gotteslehrer Henoch herrührten, da erbaute man bald mächtige Gefängnisse und steckte die Übeltäter hinein. Diese wurden mit gesottenen Krebsen und abwechselnd mit gesalzenem und gebratenem Schweinefleisch und danebst nur mit wenig Brot gespeist. Man merkte aber, dass sich die Verbrecher bei dieser Kost sehr wohl befanden, und in einem schlechten Jahre versuchten später auch die freien Menschen die schrecklich scheinende Arrestantenkost und fanden, dass sie besser schmeckte als ihre altgebräuchliche Hauskost. Diese Wahrnehmung war dann bald Ursache, dass die ehemals so ungeheure Anzahl der grossen und fetten Nilkrebse sich bald sehr verringert hatte, da man auf sie zu viel Jagd machte.

103,12. Später assen auch die Griechen und die Römer dieses Schlamminsekt und befanden sich sehr wohl dabei; nur die Juden essen es noch bis zur Stunde nicht, obschon es ihnen Moses nicht gerade untersagt hat.

103,13. Aus alledem aber geht nun schon sicher mehr als handgreiflich hervor, dass die alten Ägypter für das Himmelszeichen dieser sechsten Zeitperiode von dreissig Tagen sicher kein besseres Sinnbild wählen konnten als eben dasjenige Tier, das ihnen in dieser Zeitperiode gar soviel zu schaffen machte. Es lässt sich auch bei dem Bilde von selbst denken, dass es mit der Zeit eine Art göttlicher Verehrung erhielt. Griechen und Römer weihten später diese Zeitperiode der Göttin Juno und benannten ihr zur Ehre auch diese Zeit also.

103,14. Aber es fragt sich nun, wie denn so ganz eigentlich diese Göttin erfunden worden ist, und wie sie zu ihrer göttlichen Persönlichkeit kam. Darüber bestehen bei den Weisen verschiedene Ansichten, die im Grunde eben nicht ganz ohne sind. Aber der eigentliche Grund ist dennoch der, welcher mit der Zeit ebenso wie die Persönlichkeiten des Castor et Pollux ausgeheckt wurde.

103,15. Eben um die Zeit der Krebse ward es für materielle Arbeiten schon zu heiss, und man schenkte darum diese Zeit geistigen Forschungen in grossen schattigen Tempeln, von denen etliche schon von den Urbewohnern dieses Landes erbaut worden sind.

103,16. Eine Hauptfrage des Beginnens aller geistigen Forschung bestand darin, ob die reine Gottheit auch irgend in einem materiellen Verbande zu suchen sei.

103,17. Wie alle Fragen der Weisen nur ganz kurz waren, aber eine sehr lange Antwort brauchten, so war es auch mit dieser gewichtigsten Frage der Fall. Sie lautete: ,Je U ∩ (un) o?‘ Verdolmetscht: ,Ist das einmal in sich getrennte Göttliche, so man es nebeneinander stellt, noch ein Ganzgöttliches?‘

103,18. Ihr fraget: Wie konnten denn diese einfachen Buchstaben den ausgesprochenen Satz bedeuten? Gleich sollet ihr den ganz natürlichen Grund davon erfahren! – Das U ward bei den alten Ägyptern mittels einer oben offenen und an diesen Enden gestreckten Halbkreislinie dargestellt (U) und bezeichnete auf diese Weise zugleich ein Aufnahmegefäss für alles Göttliche, das von oben zu den Menschen auf die Erde kommt. Es versteht sich von selbst, dass die weisen Alten darunter hauptsächlich geistige Gaben des Lichtes für die Seele des Menschen verstanden.

103,19. Das “n” ward durch einen ähnlichen, aber nach unten gekehrten Halbkreis (∩) dargestellt und bezeichnete die tote, an und für sich gänzlich geist- und lichtlose Materie. Die Runddächer so mancher Häuser und besonders der Tempel hatten darum die Gestalt eines umgekehrten Halbkreises und zeigten an, dass in solchen Orten das Göttliche sich mit der Materie verbindet, in ihr ein zeitweises Leben schafft und dem Menschen sich auf Momente offenbart. Daraus formulierte sich denn auch die alte, wichtige Frage: ,Je U ∩ o?‘, weil das O die volle Gottheit in ihrer Reinheit darstellte.

103,20. Die Antwort auf diese alte, gewichtige Frage lautete dahin, dass sich alle geschaffene Materie zu Gott nahe so verhalte wie ein Weib zu ihrem Manne und Gebieter. Gott zeugete in und durch die Materie in einem fort Seine Myriaden Kinder aller Art. Er befruchtete die Materie in einem fort mit Seinem göttlich- geistigen Einflusse, und die Materie gebärt Ihm dann in einem fort die zahllos in sie eingezeugten Kinder. – Das war doch sicher ein sehr erhabener Gedanke, den die alten Weisen auf die bekannte, gewichtige Frage als Antwort aufgestellt hatten!

103,21. Mit der Zeit, besonders bei den späteren nach aller Sinnlichkeit lüsternen Nachkommen, blieb kaum mehr ein Dunst von der alten ägyptischen Weisheit, und man machte aus dem Fragesatze Je un o und aus der erklärten Weiblichkeit aller Materie gleich lieber ein persönliches Gottweib und gab demselben gleich dumm und finster zur Genüge den Namen anfangs Jeu no, später bloss Juno, und vermählte sie mit dem ebenso nichtigen Gott Zeus.

103,22. Die alten Weisen hielten aus wohlweisen und ganz natürlichen Gründen die Materie für hart, unbeugsam, ungefügig und meinten, man könne ihr nur durch grossen Fleiss und durch grosse Mühen etwas abgewinnen. Die alten von den alten Weisen an der Materie entdeckten Unvollkommenheiten unterschoben die späteren Nachkommen dem Gottweibe Juno, mit dem darum Zeus stets seine Not hatte. – Begreift ihr nun eure Göttin Juno?“

103,23. Sagt Helena: „Ich bitte dich, du mein allerliebster Mathael, fahre du nur fort; ich könnte dich also tagelang ohne Unterbrechung anhören! Deine Erzählung ist zwar nicht so bilderreich und geschmückt wie die eines Homer; aber sie ist weise und wahr, und das ist mehr wert und anziehender um tausend Male als alle die zauberhafte Blumenschminke der grossen Volkssänger! Darum fahre du nur ungestört fort in deiner Erzählung!“

103,24. Sagt Mathael: „Sagst du mir doch keine Schmeichelworte!? Denn sieh, die Wahrheit will verstanden, aber nie geschmeichelt sein! Aber ich weiss es, dass du nicht mir, sondern nur der Wahrheit schmeichelst, die nicht von mir, sondern von Gott kommt, und so kann ich schon wieder fortfahren.“

104,1. (Mathael:) „Höre denn! Nach dem Krebse ersehen wir den ,Löwen‘ im grossen Zodiakus. Wie kommt denn diese wilde Bestie unter die Himmelszeichen? Ganz ebenso natürlich wie alles andere, das wir bis jetzt haben kennengelernt!

104,2. Nach der Krebsjagd, die ihre dreissig Tage anhielt und manchmal auch einen oder zwei Tage darüber – weil bei den alten Ägyptern nicht der Fischmonat (Februar), sondern der Krebsmonat (Juni) als Ausgleichungsmonat bestimmt war –, fing eine andere Kalamität an, die den Alten sehr viel Sorge und Kummer machte. Um diese Zeit werfen die Löwen gewöhnlich ihre Jungen und sind da, voll Hungers, am meisten auf den Raub bedacht und ziehen weit und breit über Wüsten, Berge und Täler in Gegenden hin, wo sie irgend fette Herden wittern.

104,3. Da des Löwen Vaterland eigentlich das heisse Afrika ist, auch das Hinterägypten schon häufig von diesem Tierkönige beherrscht wurde, so ist es begreiflich, dass es ihm gar nicht schwer war, bis nach Mittel- und Unterägypten vorzudringen, und dort Verheerungen unter den friedlich weidenden Herden anzurichten. Wie die Wölfe eine grosse Kälte in die von Menschen bewohnten Gegenden treibt, ebenso treibt des Julius (Juli) grosse Hitze den Löwen in die etwas kühleren nördlicheren Gefilde, wo es für ihn eine Beute abgeben kann.

104,4. In diesem Monate aber wird in Oberägypten die Hitze am stärksten und am unerträglichsten und treibt darum den Löwen oft bis zum Mittelmeere nordwärts, wo es da offenbar kühler ist als im Bereiche der glühheissen Sandwüsten. Kurz zu Anfang dieser Zeit bekommen die Bewohner Ägyptens stets Besuche von diesen gefürchteten Gästen und mussten sich gegen sie ganz tüchtig rüsten, um sie von den Herden abzuhalten. Und da die Sonne in dieser Zeit gerade unter ein Sternbild trat, das so wie jenes des Stieres mit seinen Sternen so ziemlich die Gestalt eines ergrimmten Löwen darstellt, so benamsten die Alten dieses Gestirn denn auch mit dem Namen eines Löwen, und in Ägypten nannte man diese Zeit auch mit den Namen: ,der Löwe‘ (Le o wa), Le der Böse oder des Bösen Abstämmling, im Gegensatze zum El der Gute oder des Guten Sohn, O die Gottessonne, wa, auch wai flieht; Le o wai heisst demnach: Der Arge flieht die Sonne.

104,5. Die Römer benannten ihrem Helden Julius Cäsar zu Ehren erst vor wenigen Dezennien diese Zeit mit dessen Namen, weil er so schlau und mutig zu kämpfen verstand wie ein Löwe. – Da habt ihr nun das siebente Himmels- oder Tierkreisbild, das bei den späteren Nachkommen ebenfalls in eine Art Vergöttlichung geriet.

104,6. Aber auf den Löwen sehen wir eine ,Jungfrau‘ folgen; das scheint auf das Frühere denn doch nicht so ganz zu passen?! O ja, es passt ganz und recht natürlich darauf! Mit der Besiegung der Löwenzeit waren die Hauptbeschwerden des Jahres gewisserart beendet, und man ergab sich hier einer grösseren Heiterkeit und veranstaltete Feste, die besonders dazu dienten, den braven und sittlich reinen Jungfrauen Geschenke zu machen, um sie dadurch zur ferneren Sittlichkeit anzueifern; auch war es in dieser Zeit Sitte, Hochzeit zu begehen. Nur eine als rein befundene Jungfrau konnte zum Weibe genommen werden; eine aber, die ihre Jungfräulichkeit nicht wohl bewahrt hatte, ward von der Ehe ausgeschieden und konnte im äusserst günstigen Falle nur mehr ein Kebsweib irgendeines Mannes, der schon ein oder mehrere ordentliche Weiber hatte, werden, – sonst aber blieb nur der verächtliche und niedere Sklavenstand übrig. Und so hatte diese Zeit eben auch eine gar gewichtige Bedeutung, und weil um diese Zeit wieder ein recht nettes Sternbild des Zodiakus über der Sonne zu stehen kam, so benannte man es die ,Jungfrau‘. Aber erst vor wenigen Jahren gaben die eitlen Römer, ihrem Kaiser Augustus zu Ehren, dieser Zeit auch des Kaisers Namen. – Und so weisst du, liebe Helena, nun auch, wie nach dem Löwen eine Jungfrau unter die Sterne kam. – Aber nun weiter!

104,7. Wir haben nun gesehen, wie da auch eine Jungfrau unter die Sternbilder des Zodiakus kam; aber nun kommt gar eine Sache hinein, wie wir das sogleich sehen werden. Eine ,Schalwaage‘ ersehen wir, wie sie die Krämer und Apotheker zum Abwiegen ihrer Spezies und Arzneien brauchen. Wie kam denn dieses Gewichtserprobungsinstrument unter die Sterne? Ich sage es euch: Ganz leicht und eben wieder also natürlich wie alle die früheren!

104,8. Seht, nach der Zeit der Jungfernerprobung und der Hochzeiten, durch die diese vorhergehende Zeit am meisten und ordnungsmässig ausgezeichnet war, kam die Zeit der Erprobung der meisten Ernte, des Getreides – dessen Anbau schon die ältesten Einwohner dieses Landes stark betrieben haben, natürlich neben der Viehzucht –, der Früchte, als der Feigen, der Datteln, des Öles, der Granatäpfel, der Orangen und dergleichen mehr.

104,9. Jede Gemeinde hatte ihren Ältesten zum Vorstande und Leiter aller Geschäfte und ebenso einen Priester, der sich bloss mit dem Geistigen zu beschäftigen hatte und zu unterrichten das Volk an den bestimmten Tagen und zu weissagen bei wichtigen Angelegenheiten. Dass sich der Priesterstand bald sehr vermehrte, braucht kaum näher erwähnt zu werden, wie auch, dass dieser Stand sich mit der groben, materiellen Arbeit eben nicht sehr abgab, ausser mit neuen Versuchen und Verbesserungen in jeder möglichen Hinsicht.

104,10. Der Priesterstand war es auch, der die Metalle der Erde erforschte, sie sammelte und zum Gebrauche tauglich machte. Zu allen den vielen technischen Dingen aber brauchte er auch viele Handlanger und wohlunterrichtete Werkführer, die alle keine Zeit hatten, sich mit dem Ackerbau und mit der Viehzucht abzugeben, und es mussten daher alle solche Menschen von den Gemeinden erhalten werden. Wie aber sollte das bemessen werden, auf dass ein jedes Gemeindeglied eine seiner Ernte entsprechende Gabe an die Priesterschaft und deren Helfer verabreiche?

104,11. Man bestimmte den Zehent, und jedes Gemeindeglied musste den zehnten Teil aller Ernte dem Priesterstande abliefern. Wie bemass man aber den Zehent? Ganz einfach: mit der Waage! Man hatte zu dem Behufe grosse und kleine Waagen in der Art, deren schon früher erwähnt wurde. Jede Gemeinde besass mehrere solche Waagen, und unter den Augen des Gemeindevorstandes wurde alle Ernte genau abgewogen in der Art, dass da stets beide Schalen vollgefüllt wurden; neunmal wurden die gefüllten Waagschalen in den Kasten des Gemeindegliedes ausgeleert, das zehnte Mal aber in den Kasten der Priesterschaft. Der Oberpriester war zugleich auch des ganzen Volkes Hüter oder Hirte mit dem Ausdruck Vara on (,er hütet‘ oder: ,er ist der Hirte‘). In der späteren Zeit wurden die Varaonen wirkliche Könige des Landes, unter deren Botmässigkeit auch das Priestertum stand.

104,12. Wir aber ersehen nun aus dieser geschichtlich wahren Darstellung, dass die Zeitperiode, als erste nach der der Jungfrau, hauptsächlich zum Abwiegen der Ernten wegen der Zehentabgaben an das Priestertum bestimmt war; und weil gerade um diese Zeit die Sonne abermals unter ein neues Zeichen trat, so nannte man dieses Zeichen im Zodiakus die ,Waage‘. Das wird jedermann einleuchtend sein, der nur einigermassen mit den Sitten und Gebräuchen der alten Ägypter ein wenig vertraut ist.

104,13. Dass man mit der Zeit der Waage allerlei entsprechende Bedeutungen beilegte, sie auch als Symbol der göttlichen wie der weltlichen Gerechtigkeit benützte, ja, dass man sie bei einigen noch tief unten stehenden Völkern sogar auf eine gleiche Weise anbetete, wie die Indier hie und da den Pflug, braucht wohl kaum näher beleuchtet zu werden. Die Phantasie der Menschen einesteils und die stets wachsende Gewinnsucht der sich immer mehrenden Priester und Volkslehrer andernteils vergöttlichte mit der Zeit, was ihr nur immer irgend altehrwürdig und für die gesamte Menschheit als nützlich vorkam. –

104,14. Wir hätten sogestaltig nun gesehen, wie auch ein menschliches Werkzeug in den grossen Zodiakus kam, und wollen darum auch weiter sehen, wie denn das höchst unansehnliche Insekt ,Skorpion‘ in den grossen Zodiakus kam!“

105,1. (Mathael:) „Nach der Zeit der Waage kam eine sozusagen recht müssige Periode. Die Herden begaben sich mehr und mehr zur Ruhe, das heisst, sie weideten wohl, sprangen aber auf den Weideplätzen nicht mehr also mutig herum wie im Frühjahre; auch die Fruchtbäume zeigten keine solche Tätigkeit mehr, als das im Frühjahre der Fall war; die Äcker lagen brach, und so hatten da auch die Menschen eine gewisse Arbeitsvakanz (Ferien, Ruhezeit). Sie würden da dem lieben Nichtstun sicher noch mehr gehuldigt haben, wenn der Herr Himmels und der Erde gerade in dieser Faulzeit sie nicht durch ein äusserst lästiges Insekt, dessen Heimat hauptsächlich Ägypten ist, ein wenig aufgestachelt hätte.

105,2. Die Skorpione fingen gleich zu Anfang dieser Zeit an, sich allenthalben zu zeigen und vermehrten sich bis gegen die Mitte dieser sonst faulen Zeit wie die Fliegen in einem Speisesaale. Bekanntlich aber ist der Schweifstich dieses Insektes nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch recht gefährlich, wenn man nicht sobald nach dem Stiche mit dem rechten Gegenmittel bei der Hand ist.

105,3. Da die alten Ägypter aber sowohl die Schädlichkeit als auch die Lästigkeit dieses Tierleins nur zu bald mussten kennengelernt haben, so fehlte es auch nicht, auf Mittel zu sinnen, durch die sie dieses Wesens wenigstens einigermassen Meister werden konnten. Allerlei Vertreibmittel wurden versucht; aber sie halfen alle zusammen wenig, bis man endlich auf die Rinde eines Nilgesträuchs kam, sie kochte und mit deren Dampf wenigstens die Zimmer von diesem stachligen Schmarotzer befreite. Auch befeuchtete man die Rinde des erwähnten Gesträuchs, streute sie am Boden aus und legte sie in die Betten, hielt dadurch das stachlige Geschmeiss fern und tötete es damit auch.

105,4. Nach diesem dies Insekt vertreibenden und tötenden Mittel nannte man auch das Insekt selbst, das natürlich früher keinen Namen hatte, Scoro (= Rinde) pi oder pie (= trinkt) on (= er).

105,5. Man machte durch diesen Namen die Nachkommen gleichsam wie durch ein Rezept aufmerksam, durch welches Mittel man dieser Plage am wirksamsten begegnet. Noch heutzutage bekommen wir sowohl aus Ägypten, aus Arabien und Persien ein Pulver, durch das man ohne den geringsten Schaden für die Gesundheit des Menschen nicht nur die Skorpione, sondern fast alle andern sehr lästigen Insekten vertilgen kann; und dieses Pulver wird nebst noch einigen Beigaben hauptsächlich aus der obberührten Rinde angefertigt. – Und nun wieder zu unserer Hauptsache!

105,6. Beim ersten Auftauchen des Skorpions in dieser Faulzeit trat die Sonne unter ein neues Sternbild im grossen Kreise, und man nannte es wie das lästige Insekt, das sich gerade in dieser Zeit am meisten ausbreitete und Vieh und Menschen belästigte. Diesem Zeichen erwies man bis jetzt noch am wenigsten irgendeine Verehrung, ausser dass man es gewisserart als ein altes Rezept gegen dies lästige Insekt stets als wirksam ehrte.

105,7. Die Faulenzzeit ging mit der Vertilgung der Skorpione zu Ende, auch die in dieser Zeitperiode in Ägypten häufig vorkommenden Donnerwetter, vor denen die Ägypter stets einen grossen Respekt hatten; denn sie sagten: ,Das Geschoss des Zeus ist schneller und sicherer treffend denn das elende der Menschen!‘

105,8. Um die Zeit nach dem Skorpion fing auch allerlei Wild an, sich in die Täler von den Bergen herabzumachen, darunter aller Art reissende Tiere, jedoch nicht von der schlimmsten Art.

105,9. Diese Erscheinung forderte die Menschen, und namentlich die Männer auf, den Bogen zu spannen und sich auf die Wildjagd zu begeben. Kaninchen, Hasen, Gazellen, kleine Bären, Dachse, Füchse, Panther, eine Menge Geier und Adler, auch das Krokodil und das Nilpferd (Hippopotamos; altägyptisch Je pa opata moz = das Nilpferd fängt an, seine Gewalt zu entfalten), fingen an sich zu rühren, und darum war da für die Jagd keine Zeit mehr zu verlieren; zur Vertilgung möglichst vieler Krokodile war auch ein ganz bedeutender Preis ausgesetzt.

105,10. Es gehört hier gar nicht weiter zur Sache, wie da die allerlei Jagden geführt wurden, sondern es genügt hier ganz vollkommen zu wissen, dass in Ägypten um diese Zeit allerlei Jagden geführt worden sind, und wir wissen alles, was wir zu wissen benötigen.

105,11. Um diese Jagdzeitperiode trat die Sonne schon wieder in ein neues Sternbild im grossen Zodiakus, und man nannte es den ,Schützen‘, weil diese Zeit eben den Schützen die meiste Beschäftigung bot. Dem Schützen ward mit der Zeit wohl auch eine Art göttlicher Verehrung zuteil, aber keine gar zu grosse, ausser dem Apollo, der auch als ein Gott der Jagd verehrt ward. –

105,12. Mit dem Schützen wären wir sonach auch fertig und kommen nun zum eigentlich seltensten Himmelszeichen im grossen Zodiakus! Siehe, ein Steinbock, der Bewohner der höchsten Felsspitzen, schimmert im südlichsten Teile des grossen Kreises! Wie kam denn dieser Bewohner der Hochgebirge in den grossen Sternenkreis? Ich sage es euch, eben also wie alle die früheren auf eine ganz natürliche Weise!

105,13. In dieser eines Jahres letzter Periode sucht alles Wild einmal die Täler heim, um da ein gewisses Nährfutter zu suchen, nach dem seine Natur ein Verlangen trägt.

105,14. Der Steinbock war für die Ägypter etwas zu Kostbares, als dass sie ihn so mir und dir nichts seinen kecken Talbesuch hätten gewähren lassen können! Kurz, da wurden allerlei Wachen ausgestellt, wie sich nur die Zeit zu nahen begann, in der dies Tier schon in früheren Zeiten öfter auf den einsamen Triften weidend und umherspringend entdeckt worden war. Sowie nur einer irgend bemerkt ward, da war nach den empfangenen Zeichen alles, was nur Füsse hatte, auf den Beinen.

105,15. Es war aber das kein leichtes Stück Arbeit, so einen Steinbock zu fangen, und es gab da manche Steinbockperiode, in der kein Steinbock gefangen worden war; wurden aber in einer günstigen Zeit etliche gefangen, so war das ein förmlicher Triumph für ganz Ägypten! Denn von so einem Steinbock war alles als eine wunderbarste Arznei angesehen, und man heilte mit einem Minimum schon einmal alle Krankheiten, und die Hörner waren selbst des Königs von Ägypten erste und kostbarste Zierde, mehr denn Gold und Edelgestein. Ja in der Urzeit taxierte man sogar den Wert eines Varaon nach der Anzahl der Steinbockhörner, die selbst die Oberpriester später zum Zeichen ihrer Hochweisheit und obersten Macht vergoldet bei sich trugen.

105,16. Da aber der Steinbock bei den Ägyptern in einem so grossen Ansehen stand, wie man sich in diesem Lande noch heutigentags überzeugen kann, so ist es wohl auch mehr als begreiflich, dass die alten Ägypter schon diese Zeitperiode, in der sie Besuch vom Steinbock bekamen, zuerst dem kostbaren Tiere weihten, sie auch danach benannten, sowie auch das Sternbild, unter das die Sonne in dieser Zeitperiode trat.

105,17. Und wir haben nun auf diese Weise alle zwölf Zeichen des grossen Zodiakus durchgesehen und nirgends etwas anderes als nur etwas ganz Natürliches gefunden, und haben danebst aber auch gesehen, wie und auf welche Art alle die vielen Heidengötter entstanden sind, und dass da hinter ihnen gar nichts steckt ausser das ganz Natürliche, das wir eben gesehen haben.

105,18. Und so wird es denn hoffentlich fürder nimmer schwer sein, den wahren Gott allein im rechten und wahrsten Lichte zu erkennen. Nie hat irgendeine erdichtete Gottheit etwas von all den Wunderdingen geleistet, die man ihr unterschob, und die wenigen weisescheinenden Worte, die von den Göttern an die Menschen sollen zu Zeiten gesprochen worden sein, haben die alten Weisen des grösseren Gewichtes wegen den nichtigen Göttern in den Mund geschoben.

105,19. Hier aber sind Taten zu sehen und Worte zu hören, die zuvor in der Wirklichkeit nie erlebt worden sind, – und da auch sind wir endlich einmal auf dem Platze angelangt, den wahren Gott in Hülle und Fülle kennenzulernen. …”

107,2. Mathael: “Nach altägyptischer Zunge bezeichnet die Silbe Zo oder Za soviel als ,für‘, dia auch diaia ,Arbeit‘ und kos ,ein Teil‘, auch die ,Teilung‘; und heisset ganz gut verdolmetscht Za diaia kos (auch kose) einmal wörtlich: für die Arbeit die Teilung, oder: Einteilung der Arbeit.

107,3. Du siehst nun, dass die Sache sich nie anders im Anfange hat verhalten können, und so muss meine dir nun gemachte Erklärung des Zadia-kos (Zodiakus) eine vollkommen richtige sein! Denn anfangs teilten die Alten den grossen Kreis nach dem periodischen Vorkommen ihrer Arbeiten ein; bei den späteren Nachkommen aber bestimmte hernach der schon eingeteilte Kreis die Arbeiten; denn jedes darin vorkommende Sternbild mahnte die Ägypter schon zum voraus, mit welcher Arbeit sie sich in der nächsten Periode würden zu beschäftigen haben. Und somit war die Benennung dieses Kreises auch eine ganz richtige, – aber nur nicht im falschen Sinne der Griechen und Römer.

107,4. So wie aber die Weisen diesen Kreis und seine Bilder ganz richtig benannten, also benannten sie auch viele, wenn auch nicht gar alle andern Sternbilder und waren auch die ersten Entdecker von den dir bekannten Planeten ausser dem Monde und der Sonne, die im Grunde, wenigstens für unsere Erde, durchaus kein Planet ist, indem nicht die Sonne sich um die Erde, sondern die andern Planeten samt der Erde sich nur um die grosse Sonne in verschiedenen Zeiträumen bewegen, darunter aber nicht die scheinbar tägliche Umlaufszeit, die von der Umdrehung der Erde selbst um ihre Mittelachse herrührt, zu verstehen ist, sondern jene, die die Erde binnen einem Jahre durchmacht, die Venus und der selten sichtbare Merkur in einer noch kürzeren Zeit; Mars, Jupiter und Saturn aber brauchen zu ihrem Umlaufe eine längere Zeit als die Erde.

107,5. Der Mond aber gehört ohnehin der Erde an und bewegt sich mit derselben im Jahre einmal um die Sonne, während er als steter Begleiter unserer Erde noch dazu alle 27 bis 28 Tage einmal um die Erde in einer Entfernung von einhunderttausend Stunden Weges sich bewegt.”

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flagge en  ZODIAC SIGNS EXPLAINED

God’s Revision – Zodiac Signs

…also known as Star Signs, Constellations, Zodiac

In the presence of the Lord, the disciple and several hundred successors, Mathael explained to the still superstitious Greeks Ouran and his daughter Helena, whence the names of the constellations originate and what they originally meant. This important instruction should help to remove the bonds to “mysteries” …

… From “The Great Gospel of John,” Volume 3, from Chapters 101 to 105 and 107 (Jacob Lorber)

101,8. Helena asks Malthael: “Who discovered first the zodiac and gave the twelve pictures their names? Why did they receive exactly these names that we know, and why no others of a particular type and sort? What has a lion to do with a virgin, a crab with the twins, a scorpion with a balance scales, an ibex with an archer? How do a bull and a ram get into the firmament, how a fisherman with the fish?

101,9. It is very strange that in the animal world there are also four human images and the image of an object. If you can give me some reason for this you will make me very connected to you!”

101,10. Mathael says, “Oh, most blessed Helena, nothing easier than this! Just have a little patience during my explanation and the issue will become quite clear to you!”

102,1. (Mathael:) “The discoverers of the zodiac were obviously the native residents of Egypt, who for one reached a much higher age than we do, secondly had always a most pure sky and could observe the stars much more easily and constantly than we with our often thickly clouded sky, and thirdly most people slept the whole hot day through. Only in the evenings did they go out into the open and completed their work in the cool of night. There they had constantly the constellations in sight, soon noticed the unchangeable figures and gave them names which corresponded with some natural event occurring at a particular time or with a duty of the land.

102,2. Multiple observance of the zodiac led the watchers soon to the belief that the zodiac is a great circle, which is divided into twelve almost equal parts. In each of these parts there is an individual constellation.

102,3. Even the peoples of antiquity considered the stars of this Earth to be further away than the sun and the moon and therefore they let the sun along with the moon move on a path inside the great zodiac.

102,4. But the zodiac also moved in a way that the sun, which rounds the Earth every day, stopped in another sign after thirty days due to the great movement of the zodiac. But that the moon always came into another sign every couple of days, they explained from its slower daily course around the Earth, by which it never comes to the same place at the same time like the sun – therefore they often called the moon the “tardy star”.

102,5. But there were some wise men who claimed exactly the opposite of the moon; yet the teaching of the tardyness of the moon prevailed.

102,6. You see, that’s how the zodiac was created, and now you should also soon learn how the twelve constellations got their peculiar names!

102,7. In the season of the shortest days, which especially in Egypt is always accompanied by rain, (and with this easy to remember time of thirty days one always let a new year begin) according to the calculations of the elders the sun was situated exactly under the constellation that is known to us as Aquarius; therefore the constellation was first given the form of a shepherd when he comes with his water bucket to the trough created to give the domestic animals something to drink and pours the whole bucket into the drinking trough. The elders called such a person the water sprite (Uodan) and secondly they named the constellation thus and thirdly also this time. Later the vain fantasy of people soon made a god out of this good image and gave him divine honor, because it was seen to revive the withered nature – See, most blessed Helena, thus the familiar first constellation received its name and the first thirty days of rain. Let’s go to the second sign that is called Pisces!”

102,8. When Mathael began to explain this second sign, Simon Judas said to the other disciples, “Mathael’s explanations are becoming very informative, we should listen to them more closely!”

102,9. I say (the Lord), “Go there and listen; for Mathael is one of the top chroniclers of this age!”

102,10. At this all the disciples pressed towards Mathael, which at the beginning made Mathael a little embarrassed; but Simon Judas said to him, “Dear friend, just carry on! For we only came closer to you to learn something very useful from you!”

102,11. Mathael says, very modestly, “For you, my dear very wise friends my wisdom must be a little weak; for you are already older disciples of the Lord, and I have hardly been with you for sixteen hours!”

102,12. Simon Judas says, “Do not let that confuse you; for you have already passed tests through which we have been placed somewhat in the background. But everything comes like this from the Lord. What he often gives one person in a year, He can give to another person in a day. Therefore just continue with your explanation of the zodiac!”

102,13. Mathael says, “With your great patience and under your likewise great care I will immediately continue; and so listen to me further, you most blessed daughter of the Pontus!

102,14. After thirty days the heavy rain in Egypt usually comes to an end, and in the heavy swollen Nile there are always a great quantity of fish to be found, as well as in the side streams, which have to be caught at this time, of which a great part is eaten immediately, an even greater part is salted and fried in the air which at this time blows very strongly in Egypt and is stored for the whole year.

102,15. This action with the fish is ordered in the mentioned land by nature and must be handled before the Nile sinks too much and the many significant side streams dry up, whereby a great mass of fish must rot and thereby poison the air with the most evil smells.

102,16. What is still tradition today in Egypt was a necessity for the oldest wise inhabitants of this blessed great land. But since such time was used for fishing by the inhabitants of this land right from the beginning and the sun came to stop at the start of this fishing season in a new constellation, this constellation was called the sign of the fish (pisces) and the time was also called thus, and it was named Ribar, also Ribuze.

102,17. But since the people at this time were very easily suffered from fever, partly because of the enjoyment of very fatty fish, and partly as a consequence of the air full with many impure smells, this time was later called the fevertime, and the vain fantasies of the people made from this time soon a goddess and showed her for the prevention of this stomach sickness another type of divine reverence – Now you have the whole natural and true story of the naming of the second zodiac sign, and so we progress to the third!

102,18. This sign is called Aries. After the fishing period the original inhabitants turned their worries to the sheep. The males became active and it was time to shear the sheep, their wool was taken from them. This whole task lasted a good thirty days. Naturally in the meantime one had some other daily tasks, but the previously mentioned was the main job for this time described and because the sun came to stop again under another sign, this sign was called the ram (Aries).

102,19. Later on as one has the most storms in this period, where everything was in battle, one element against another and the heat against the cold or rather the coolness of this land, this period was dedicated to battle, for whose occurrence the human fantasy soon saw a picture which was soon given a divine honor and made it into another main god in the later times of war. If we split up the name ‘Mars’ and we get the original ‘mar iza’, also ‘Maor’iza’. What does that mean? Nothing else but: warm the sea.

102,20. In the abovementioned two signs the sea cools down, which the coastal inhabitants must have noticed well; but throught the greater strength of the sun, through the battle of the warm air from the south with the cold northern air, then through the volcanoes that usually awoke in this period and the veins under the sea the sea became warmer and warmer. And because this was seen as a consequence of the storms occurring in this period, the expression ‘maor izat’ means as much as ‘to fight’, and this period was, as shown, represented in images as a harnished fighter who was later made into a god – There you have the third sign of the sky now, and you can easily see what is behind the your god of war, Mars.”

103,1. (Mathael:) “Let’s move on now to the fourth sign! Again we see an animal, namely a very courageous bull. After looking after the sheep the old shepherding tribes cared above all to the cattle. In this time the cows were mostly beginning to mate and the strong were divided from the weak and the main concern was for good breeding.

103,2. The bull, which the Egyptians valued above all, yes, even it was given the place as a scribe because he formed different figures in loose sand through his blowing, was represented standing almost on two back legs. So what was more natural than that the constellation, under which the sun entered this period and in addition the external circumference lines suggested the form of a bull, was called ‘taurus’?

103,3. Even the Roman taurus originates from this and through time was only shortened from the original ‘T a our sat’, or ‘Ti a our sat’, which means: Time (sat) of the bull = stand on the back legs.

103,4. Later this period was also called ‘Aprilis’, namely by the Romans, which however in the Egyptian tongue means nothing other than: A (the bull) uperi (open) liz or lizu (the face), also: Bull, open the gate! – of the open pasture. It hardly needs to be mentioned that in time the old bull was made into a god by the Egyptians. So we have now the creation of the fourth zodiac sign before us faithful to nature and true, and we want to see how the fifth sign was created under the name and form of the twins as Castor and Pollux!

103,5. This will be very easy to understand, if we think that the old shepherding nation of Egypt had a lot of care and effort of the year with the looking after of the cattle. After this time the heads of the community came together and chose one or two knowledgeable and possibly understanding judges and at the same time judges for this period, who had to look around and check whether all former effort was carried out uniformly well and beneficient. According to the position, an inquirer was named. ‘Ka I e stor?’ was the question and translated meant, ‘What has he done?’ Then followed the serious admonition with the demanded sentence: ‘Po luxe men!’, also ‘Poluzce men!’ – ‘Give me light on the matter, an explanation!’

103,6. These later became the twins; but basically the twins were only two sentences, namely a question and then the demand, naturally not only through words, but in deed.

103,7. But since around such a time of inquiry and checking the sun entered the familiar two-star constellation, they were called ‘twins’ and in the Roman tongue Gemini or also Castor and Pollux, which naturally later were also worshipped as gods through the vain fantasy of the people.

103,8. We have now got the fifth zodiac sign before us explained just like the previous signs faithfully and truthfully; but now we come to the sixth sign, and there we suddenly see the ‘crab’! How did it come to the great starry zodiac? I tell you, quite easily and naturally just like the previous ones!

103,9. You see, in this period of time the day lasts longest; then it begins to become shorter in length, and the elders compared this returning length of the day with the movement of a crab. But at the same time it was the sixth period of thirty days, in which the dew in this country became very strong at night, particularly near to the river. At such a time the crabs climbed out of their marshy holes at night and paid the nearby grassy and dewy meadows a very refreshing and nutritional visit. The old inhabitants of the land on the Nile noticed this very easily and at the beginning made an effort to drive the uninvited guests out of the fat meadows, which particularly for the first inhabitants of this land was no easy job, since in this time the quantity of these great mud insects went into countlessness. At first they encountered them with burning torches, collected them in piles and burned them, which did nothing to the large number, however. In burning however there was always a very good and very inviting smell, and the elders soon thought that the animals were perhaps good to eat, But nonetheless no-one wanted to begin this sampleing of the roast.

103,10. Later they were boiled in great pots and the soup was found to be very tasty; but no-one wanted to dare. They were given to the pigs that had already been raised by the elders, and these gorged themselves on them and became very fat, which was a very welcome discovery to the Egyptians, for they used much fat from the animals, as well as the skin and the intestines; but they did not enjoy the meat and used it for the additional food for the pigs.

103,11. But when in time lazy people began to degenerate and to sin against old and wise laws which had come from the pre-flood religious leader Henoch, soon huge prisons were built and the criminals were placed inside. These were fed with boiled crabs and alternately with salted and roasted pork and only a little bread. But one noticed that the criminals thrived with this food and later on in a bad year the free people also tried the terrible-seeming prison food and found that it tasted better than their old traditional food. This realisation was then soon the cause that the enormous quantity of the great and fat Nile crabs soon decreased very much, since they were hunted too much.

103,12. Later the Greeks and Romans also ate this mud insect and thrived on it; only the Jews even today do not eat it, although Moses did not exactly forbid it.

103,13. But from all of that it can be more than tangibly seen that the old Egyptians could not choose any better image for the sign of this sixth period of thirty days than this animal that gave them so much work to do in this time period. This picture also lets us think that it received a type of divine honor. Greeks and Romans later dedicated this time period to the goddess Juno and named the time thus in her honor.

103,14. But now there is the question how this goddess was actually invented and how she received her divine personality. The wise men have different opinions which are basically not badly founded. But the real reason is nonetheless that which was hatched in time just as with the personlaities of Castor and Pollux.

103,15. Around the time of the crabs it became too hot for manual activities, and one therefore devoted this time to spiritual investigation in great shady temples of which then several were built by the original inhabitants of this land.

103,16. A main question at the beginning of all spiritual investigation was whether the pure divinity could also be sought in any material conjunction.

103,17. As all questions by the wise men were only very short, but needed a very long answer, thus was it with this weighty question the same case. They said, ‘Je U ∩ (un) o?’ translated: ‘Is that separate divinty, if put next to each other, still a whole divinity?’

103,18. You ask: How could then these simple letters mean this pronounced sentence? You shall learn the very natural reason right now! The U for the old Egyptians was represented by means of an open semicircle with extended ends, and meant in this way a receptacle for everything divine that comes from above to the people on Earth. It goes without saying that the wise elders understood by this mainly a spiritual gift of light for the soul of a person.

103,19. The N was represented by a similar semicircle but turned to face downwards (∩), and described dead matter, in itself completely spiritless and lightless. The round roofs of some houses and particularly the temple therefore had the form of an up-turned semi-circle and showed that in such places the divine was joined with the material, creates a temporal life and reveals itself to the people at times. From this was created the old, important question: ‘Je U ∩ o?’, because the O represented the full divinity in its purity.

103,20. The answer to this old weighty question then meant that all created matter relates to God almost as a wife to her husband and lord. God created in one movement in and through the material His myriads of children of all types. He pollinated the material in one movement with His divinely spiritual influence, and the material bore Him then the countless children conceived in it. That was certainly a very eminent thought which the old wise men had placed as an answer to the familiar, weighty question!

103,21. In time, particularly for the later descendents who were lusting after the senses, there was no longer any idea about the old Egyptian wisdom, and the question Je un o and the defined femininity of all material was made into a personal goddess and she was given the name at first ‘Jeu no’, then simply ‘Juno’, and she was married to the likewise non-existent god Zeus.

103,22. The old wise men then considered from wise and very natural reasons the material to be hard, unbending, unsubmissive and thought that one could only gain anything from it through great hard work and great effort. The old imperfections discovered by the old wise men in matter were foisted by later descendents to the god wife Juno, with whom Zeus constantly was lacking. Do you now understand your goddess Juno?”

103,23. Helena says, “I beg you, my very dearest Mathael, just continue; I could listen to you without interruption for days! Your explanation is not as pictorial and decorated as that of Homer, but it is wise and true, and that is of a thousand times more value and more attractive than all the magical flowery adornment of the great folk singers! Therefore just continue uninterrupted in your tale!”

103,24. Mathael says, “Are you telling me what I want to hear!? For look, the truth wants to be understood, but never flattered! But I know that you are not flattering me, only the truth, which does not come from me but from God, and so I can continue.”

104,1. (Mathael:) “Listen then! After the crab we see the lion in the great zodiac. How does this wild beast then come among the signs of the sky? Likewise just as naturally as everything else that we have got to know up to now!

104,2. After the crab hunt, which lasts its thirty days and sometimes also an extra one or two – because the month of the crab (June) and not the month of the fish (February) was decided as the month of balancing out by the old Egyptians – another calamity began which created a lot of cares and worry for the elders. Around this time the lions usually give birth and are there, full of hunger, concentrating most on the hunt and move far and wide over the deserts, the mountains and the valleys into areas where they scent some fat herds.

104,3. Since the fatherland of the lions is actually hot Africa, and Asia Minor is also often conquered by these kings of the animals, it is therefore understandable that it was not difficult for them to press forward to middle and lower Egypt and there cause devastation among the peacefully grazing herds. Just as a great cold drives the wolves into areas occupied by people, so the great heat of Julius (July) drives the lions into the somewhat cooler northern fields where there is a good prey.

104,4. But in this month in upper Egypt the heat is the strongest and most unbearable and therefore often drives the lions north to the Meditterranean where it is obviously cooler than in the area of the glowing hot sandy desert. In short, at the beginning of this period the inhabitants of Egypt constantly receive visits from these feared guests and must defend themselves quite efficiently against them in order to keep them from their herds. And since the sun at this time enters a constellation that just like that of the bull represents more or less the form of a furious lion, the elders called this heavenly body with the name of a lion, and in Egypt this time was also called the name ‘lion’ (Le o wa), ‘Le the evil one’ or ‘the descendent of evil one’, in contrast to’El’ the good one or ’the son of good one’, O the sun of god, wa, also wai flees; Le o wai therefore means: The evil one flees the sun.

104,5. The Romans named their hero Julius Caesar in honor just a few decades ago this time period with his name, because he knew how to fight as cunningly and bravely as a lion. There you have the seventh heavenly or zodiac sign which also became idolised in a way by the later descendents.

104,6. But after the lion we see a “virgin” follow; that seems not to suit what has happened before?! Oh yes, it suits it completely and quite naturally! With the conquering of the time of the lions, the main worries of the year were now in a way finished, and one turned here to a greater cheerfulness and put on festivals, which particularly served to give presents to the good and demurely pure virgins, in order to encourage them to further demureness; it was also tradition in this period to celebrate marriages. Only a virgin found to be pure could be taken as a wife; one who had not kept her virginity, however, was excluded from marriage and could only in the very best case become a concubine of some man who already had one or more proper wives – otherwise the only thing left for her was the despicable and low status of slave. And so this time had a very weighty importance, and because around this time another very nice constellation of the zodiac came to stop over the sun, it was called the “virgin”. But only several years ago did the vain Romans give this period the name of the Caesar, in the honor of Caesar Augustus. And so you know now also, dear Helena, how a virgin came after the lion in the stars. But now let’s move on!

104,7. We have now seen how a virgin also came among the constellations of the zodiac; but now something enters that we will soon see. We see a balance scales, as the grocers and pharmacists use for weighing their specimens and medicines. How did this instrument for testing weight come among the stars then? I tell you: Very easily and again just as naturally as all the earlier ones!

104,8. You see, after the time of the virgins’ test and the marriages, by which this previous time was mostly characterised, came the time of the testing of the most harvest, of the grain – which the oldest inhabitants of this land had farmed, of course alongside the cattle – of the fruits, the figs, the dates, the oil, the pomegrantes, the oranges and more of the same.

104,9. Every community had its elders as representatives and leaders of all business and likewise a priest who had only to occupy himself with the spiritual and to teach the people on certain days and to prophecy at important events. It does not need to be mentioned that the status of priest soon much increased, and this status did not have much to do with coarse, physical work, except with new attempts and improvements in every possible respect.

104,10. It was also the priests who explored the metals of the Earth, collected them and made them suitable for use. But for all the many technical things they needed as well many henchmen and well trained artisans who all had no time to devote themselves to farming and cattle-breeding, and thus such people had to be supported by the community. But how should that be measured, that every member of the community should give a corresponding part of his harvest to the priests and their helpers?

104,11. The tithe was decided, and every member of the community had to give the tenth part of all their harvest to the priests. But how was the tithe measured? Quite simply: with the scale! There were larger and smaller scales available for use in the way just mentioned. Every community owned several such scales, and before the eyes of the community council all harvests were exactly measured by filling both scale pans completely; the filled pans were emptied out nine times into the box of the community member, but the tenth time into the box of the priests. The high priest was at the same time the protector of the whole tribe or the shepherd with the expression ‘Vara on’ (‘he protects’ or ‘he is the shepherd’). In later times the Varaons became the genuine kings of the land under whose dominion the priests also stood.

104,12. But now we see from this historically true representation that the period of time just after that of the virgin was attributed mainly for the weighing of the harvests for the tithe-giving to the priesthood; and because at exactly this time the sun once again entered a new sign, this sign was therefore called in the zodiac ‘the scales’ (Libra). That will be clear to anyone who is even a little familiar with the traditions and habits of the ancient Egyptians.

104,13. It hardly needs to be mentioned that in the time of the scales all sorts of corresponding meanings were laid aside and it was used also as a symbol of the divine as well as the wordly justice, yes, that it is still worshipped in a way by some yet undeveloped peoples, as the Indians do to the plough here and there. On the one hand the fantasy of people and on the other hand the constantly growing profit-seeking of the ever increasing priests and teachers idolised in time whatever seemed time-honored and useful for all humanity.

104,14. In this way we have now seen how a human tool came into the great zodiac, and we therefore also want to see further how the highly dowdy insect “the scorpion” came to the great zodiac!”

105,1. (Mathael:) “After the period of the scales came a pretty lethargic period. The herds devoted themselves more and more to rest, that is, they grazed, but they did no longer bop around the pastures as boldly as in the spring; the fruit trees as well no longer showed such activity as was the case in spring; the fields lay fallow, and so the people had also a certain rest from work. They would certainly have embraced doing nothing for much longer if the Lord of heaven and Earth had not urged them on in this lazy time with an extremely annoying insect whose home is mainly Egypt.

105,2. The scorpions began at the beginning of this period to show themselves everywhere and increased their number until the middle of this otherwise lazy period like flies in a dining hall. The sting of this insect is known to be not only very painful, but also very dangerous if one does not have the correct antidote to hand immediately after the sting.

105,3. But since the old Egyptians must have learnt only too well both the danger as well as the annoyance of this little animal, it was also not difficult to think of a means through which they could become at least in some ways master over this being. All sorts of deterent were tried; but they all together helped little, until they finally came upon the bark of a Nile plant, cooked it, and with its steam at least freed the rooms from this spiky scrounger. Also they dampened the bark of the mentioned bush, spread it on the floor and laid it in the beds, kept the spiky vermin away killing at the same time.

105,4. After this method to drive away and kill the insect they called the insect itself, which of course had previously no name, ‘scoro’ (= bark) ‘pi’ or ‘pie’ (= drinks) ‘on’ (= he).

105,5. With this name the descendents were made aware as if by a recipe through which means one could counteract this pest most effectively. Even nowadays we receive from Egypt, from Arabia and Persia a powder through which one can destroy not only the scorpion but also almost every very annoying insect without the least damage to human health; and this powder is made alongside other ingredients mainly from that ground bark. And now back to the main issue!

105,6. At the first appearance of the scorpions in this lazy time the sun entered a new constellation in the great circle and it was called after the annoying insect that was spreading most in this period and annoyed cattle and people. This sign has until now been given the least divine reverence, except that is always honored as a very effective old recipe against this annoying insect.

105,7. The lazy period ended with the destruction of the scorpions, as well as the thunder storms that often occur in Egypt in this period, for which the Egyptians always had a great respect; for they said, “The shot from Zeus is always faster and more accurate than the pitiful shots of people!”

105,8. Around the time after the scorpion all sorts of wild animals began to come down to the valleys from the mountains, among them all types of rapacious animals, although not of the very worst type.

105,9. This appearance forced people, and namely the men, to span their bows and set off on the hunt. Rabbits, hares, gazelles, small bears, badgers, foxes, panthers, a number of vultures and eagles, also crocodiles and the hippopotamus (old Egyptian ‘Je pa opata moz’ = the horse of the Nile begins to exercise its strength), began to move, and thus there was no time to be lost for the hunt; there was also a very significant prize for the killing of as many crocodiles as possible.

105,10. It doesn’t belong here to say how all sorts of hunts were carried out, instead it is enough just to know that in Egypt around this time there were all sorts of hunts, and we know everything that we need to know.

105,11. Around this hunting period the sun entered a new constellation again in the great zodiac, and it was called Sagittarius the archer, because this time provided the most work for the archer. The archer was given in time a sort of divine honor, but not too much, except for Apollo, who was also honored as a god of the hunt.

105,12. We are then finished with the archer and now come to Capricorn, actually the strangest of the signs in the whole zodiac! You see, an ibex, the inhabitant of the highest clifftops, shimmers in the southernmost parts of the great cycle! How did this inhabitant of the high mountains then get into the great zodiac? I tell you, just like all the others, in a very natural way!

105,13. In this last period of the year all the wild animals search the valleys in order to find whatever food its nature demands.

105,14. The ibex was something too valuable for the Egyptians for them to let it enjoy its cheeky visit to the valley just like that! In short, all sorts of watches were set up as soon as the time began to draw near, in which this animal was discovered in earlier times more often grazing on the lonely fields and jumping around. As soon as one was noticed, after the signal was received everything that had legs was on his feet.

105,15. But it was no easy piece of work to catch such an ibex, and there were some ibex periods when no ibex were caught; but if several were caught in a good period, it was a positive triumph for the whole of Egypt! For everything about this ibex was a most wonderful medicine, and with just a little one could heal every illness, and the horns were the first and most valuable decoration for the king of Egypt himself, more than gold and jewels. Yes, in the antiquity the value of a Varaon was even juged by the number of ibex horns that even the high priests wore gilded ones on them as a sign of their high wisdom and highest power.

105,16. But since the ibex has such a high reputation for the Egyptians, as you can convince yourself even today in this country, it is more than understandable that the old Egyptians dedicated this period of time in which they had a visit from the ibex to the valuable animal, and then called it after the animal, as well as the constellation in which the sun entered in this period of time.

105,17. And now we have looked at all the twelve signs of the great zodiac in this way, and have found nowhere anything else but something very natural, and besides we have also seen how and in which way all the many pagan gods were created, and that there is nothing behind them but the very natural that we have just seen.

105,18. And so it will hopefully never be difficult in future to recognise the true God alone in the correct and truest light. Never has any fabricated divinity done anything of all the wonders that have been ascribed to it, and the few wise-seeming words that are supposed to have been said to the people by gods have been shoved into the mouths of the non-existant gods by the old wise men for the sake of greater weight.

105,19. But here are deeds to be seen and words to be heard which before have never been experienced in reality – and there we have finally reached the place where we can recognise the true God in completion. …”

107,2. Mathael: “According to the old Egyptian tongue, the syllable Zo or Za means “for”, dia or diaia “work” and kos “a part”, also the “separation”; and Za diaia kos (also kose)means when well translated : division for work.

107,3. you see now that the thing can never behaved differntly in the beginning, and so my explanation to you of the Zadia-kos (Zodiakus) must be completely correct! For in the beginning the elders divided the great cycle according to the periodic events in their work; but the later descendents decided afterwards their work according to the already divided cycle; for every constellation that occurred warned the egyptians in advance with which work they had to occupy themselves in the next period. And in this way the naming of the cycle was also quite correct – but only not in the false sense of the Greeks and Romans.

107,4. But the way that the elders named this cycle and its images corrcetly, they also named many, even if not all the other constellations, and also were the first discoverers of the planets known to you apart from the sun and the moon, which are basically, at least for our Earth, not at all planets, in that the sun does not go round the Earth, but the other planets along with the Earth go around the great sun in different spaces of time, under which we are not to understand the seemingly daily orbital time which stems from the turning of the Earth itself around its own axis, but that which the Earth makes in a year, which Venus and the rarely seen Mercury make in an even shorter time; but Mars, Jupiter and Saturn need a longer time for their orbit than the Earth.

107,5. But the moon in any case belongs to the Earth and moves with it once in a year around the sun, while as a constant companion of our Earth it moves in addition every 27 to 28 days once around the Earth at a distance of one hundred thousand hours away.

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Das Geheimnis der Selbstgestaltung – The Secret of man’s Self-development

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 2
Kapitel 74 & 75… Das grosse Geheimnis der Selbstgestaltung des Menschen

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen
Der Herr erweckt in einer Gruft den schon eineinhalb Jahre toten Jungen Josoe. Unter den Augen von einigen Römern beginnt der bis auf die Knochen verweste Körper sich zu füllen und nach kurzer Zeit entsteigt ein kerngesunder Knabe dem Sarg.

Diese schaurige Begebenheit, welche den beherzten Heiden die Augen bezüglich der Göttlichkeit Jesu noch mehr öffnete, war nicht für die Jünger gedacht, welche dann aber umso mehr gegen ihre Neugierde ankämpfen mussten. Schlussendlich hat sich jeder mit der Tatsache abgegeben, noch nicht Alles wissen zu müssen vor der Zeit – mit Ausnahme von Judas Ischariot…

Kapitel 74. Streit zwischen Judas Ischariot und Thomas

1. Mit diesem Bescheide begnügen sich bis auf den Judas alle Jünger und loben Meine Güte und Weisheit und die Macht Gottes, die durch Mich waltet; Judas aber schmollte und sagte ziemlich laut vor sich hin: »Über Pharisäer, die den Fremden das Allerheiligste geheim ums teure Geld sehen lassen, eifert Er bis auf den Schwefelregen vom Himmel; aber so Er den Fremden Sein Heiligtum zeigt und uns einheimische Kinder ausschließt, das ist dann ganz recht und der göttlichen Ordnung völlig gemäß! Hat jemand aus uns schon so etwas erlebt? Wenn es die zu Jerusalem tun, so ist es gefehlt beim Himmel und bei der Erde; aber wenn Er für sich nahe dasselbe tut, so ist das recht und vollkommen nach der Ordnung Melchisedeks! Man kann dagegen freilich nichts tun und unternehmen; aber ärgern muß man sich denn doch!«

2. Sagt Thomas, als der noch immer auf Judas Ischariot scharf absehende Jünger: »Nun, ist dir endlich einmal schon wieder etwas nicht recht? Mich wundert es schon sehr, daß du mit dem Herrn darum nicht schon lange einen Hader begonnen hast, daß Er die Sonne so weit von der Erde gestellt hat und du deine Töpfe in ihrer sicher überheißen Nähe nicht billiger hartbrennen kannst als durch das gewöhnliche Holzfeuer!

3. Schau, wie gut wäre es, gleich Vögeln fliegen zu können! Ja, es hat sogar mich schon mehrere Male an den Achseln gejuckt, und es kam mir vor, als müßte ich mit einer Schar lustig dahinschwebender Kraniche ziehen; ich versuchte zu hüpfen und zu springen, aber der schwere Leib wollte durchaus nicht sich auch nur eine Elle über die Erde erheben!

4. Ich stellte mich aber damit bald wieder zufrieden und dachte mir: Wenn es Gott gewollt hätte, daß die Menschen gleich den Vögeln sollten fliegen können, so hätte Er ihnen ebensogut wie den Vögeln taugliche Flügel gegeben; aber Gott sah es, daß solch eine Eigenschaft dem Menschen mehr schaden als nützen würde und gab ihm daher lieber ein Paar gute und starke Füße, mit denen er sich ganz gut von einem Orte zum andern tragen kann. Auch gab Er ihm nebst den zwei starken Füßen ein Paar sehr brauchbare Hände und den über alle Sterne hinausreichenden Verstand, mittels dessen er an der Stelle eines tauglichen Flügelpaares tausend andere Bequemlichkeiten sich verschaffen kann, die ihm offenbar mehr Vergnügen bereiten können, als den Vögeln ihre Flügel; denn es steht sehr dahin, ob die Vögel ihre Flügel so zu schätzen verstehen wie der Mensch seine Füße, seine Hände und seinen Verstand!

5. Sieh, der Mensch kann auch im Wasser nur sehr schlecht fortkommen, denn er hat keine Flossen und keine Schwimmhaut zwischen seinen Zehen und Fingern; aber sein von Gott ihm verliehener Verstand lehrte ihn Schiffe bauen, mittels welchen er nun weitere Reisen im Wasser machen kann als ein Fisch, dem ein Wassertümpel ein Wohnhaus ist, von dem er sich nie gar zu weit entfernt. Und wir können mit vollster Gewißheit annehmen, daß unsere späten Nachkommen in der Schiffsbaukunst noch äußerst große Fortschritte machen werden. Wer weiß es, ob es nicht noch irgendeinem Weisen abermal gelingen wird, vermittels eines künstlichen Flügelpaares sich, den alten Indiern gleich, in die freie Luft zu erheben!«

6. Hier unterbricht Judas den Thomas und sagt etwas ärgerlich: »Habe ich dich denn je als meinen Hofmeister gedungen, daß du bei jeder Gelegenheit mir Predigten machst? Behalte du deine Weisheit für dich und deine Kinder und laß mich in der Ruhe, sonst wirst du mich nötigen, dir einmal ganz scharf über deinen Mund zu fahren! Denn darauf verstehe ich mich ganz gut, wenn ich’s will. Ich habe dir bei allen deinen, den meinen ganz gleichen freien Reden und Handlungen noch nie ein ungeschaffenes (ungeschliffenes) Wort gegeben und weiß es daher wahrlich nicht, was du an mir immer zu schnitzen und zu hobeln hast! Kehre du nur fleißig vor deiner Hausflur, für die meinige werde schon ich sorgen! Ist mir etwas nicht recht, so ist es für mich allein und braucht’s für dich ja nicht auch nicht recht zu sein; ich gehe dich nichts an, und das von jetzt an für immer! – Verstehst du solches?

7. Denke nur nach Kis zurück, wie der Herr die strittige Sache zwischen mir und dir abgemacht hat; das genüge dir und mir, und Weiteres haben wir beide mit und unter uns nicht mehr zu tun! Wenn ich dich um etwas fragen werde, so kannst du mir auf die Frage eine gute Antwort geben, – vorausgesetzt, daß du einer solchen fähig bist! Aber du wirst es am spätesten erleben, daß ich dir solch eine Ehre antun werde!«

8. Sagt Thomas: »Aber sage mir, Bruder Judas, was Arges und Beleidigendes habe ich zu dir denn nun gesagt, darum du über mich gar so aufgebracht bist? Ist es denn etwa unwahr, daß du nur zu oft, meines guten Wissens, mit Gott dem Herrn gehadert hast, daß Er die Sonne so weit von der Erde gestellt, und daß Er dir keine Flügel zum Fliegen gemacht hat gleich all den stummen Vögeln unter dem Himmel?«

9. Sagt Thomas nach einer Weile weiter, weil ihm Judas Ischariot keine Widerrede geben wollte: »Wenn du mir gram sein willst, so sei mir gram ohne Grund und Ursache! Im Angesichte des Herrn zeigt ein solches höchst unbrüderliches Benehmen sich nicht am löblichsten! Ein Gemüt wie das deine gehört auch durchaus nicht unter die Zahl der Jünger des Herrn, und du tätest tausendmal besser, so du heimzögest zu deiner Töpfemacherei, als daß du hier für nichts und wider nichts die Gesellschaft Gottes belästigst und verunreinigst mit deinem höchst gottesordnungswiderlichen Gemüte. Hast du denn schon ganz der Bergrede des Herrn bei Sichar in Samaria vergessen, wo der Herr gebietet, sogar die Feinde zu lieben, die uns Fluchenden zu segnen und Gutes zu erweisen denen, die uns Böses tun?

10. Willst du aber das Wort Gottes nicht befolgen und dich nicht bei jeder Gelegenheit üben in der Selbstverleugnung, so frage dich in Gottesnamen selbst, wozu du unsere Gesellschaft mit deiner Gegenwart belästigest!

11. Du redest mit keinem von uns auch nur ein Wort tagelang; und fragt dich jemand um etwas, so gibst du ihm entweder gar keine Antwort, oder du fährst ihn so roh und grob als nur immer möglich an, so daß er dir zum zweiten Male sicher nimmer mit einer Frage kommt. Ist denn das ein Benehmen für einen Jünger des Herrn? Pfui, schäme dich, und werde ein anderer Mensch, – ansonst packe dich zum Plunder!

12. Wahrlich, es reut mich schon mehr, als wenn ich einen Raubmord begangen hätte, daß eben ich dich zu dieser Gesellschaft brachte! Ich will den Herrn auf den Knien bitten, daß Er dich mit Seiner allmächtigen Gewalt von uns entfernt, wenn du mit Güte nicht flottzumachen sein solltest!«

13. Sagt endlich Judas mit sichtlich verbissenem Zorn, aber lächelnder Miene: »Weder du noch der Herr könnet mir schaffen (mich heißen), ob ich gehen oder bleiben soll! Denn ich bin so gut wie jeder andere aus euch ein ganz freier Mensch und kann tun, was ich will! Sieh, wüßte ich, daß ich dir weniger ein Dorn im Auge wäre, als ich es dir sicher bin, so hätte ich eure Gesellschaft schon lange verlassen und mir eine andere gesucht; aber um dich so recht nach Herzenslust zu ärgern, bleibe ich und will dir zu einem Probiersteine dienen, an dem du deine Geduld, Langmut und Feindesliebe auf die gleichfort schönste Probe stellen kannst, und will von dir die angewandte Bergpredigt Jesu erlernen und sie dann selbst ausüben! – Hast mich verstanden, du weiser Thomas?«

14. Sagt Thomas, zu Mir sich wendend: »Herr, ich und wir alle bitten Dich um Entfernung dieses räudigen Schafes! Denn neben ihm ist keine brüderliche Existenz denkbar, und wir können Deine heilige Lehre unmöglich ins Werk setzen; denn er ist und bleibt gleichfortig ein Aufhetzer und Verräter! Warum soll er denn hier unter uns sein, so er von Deiner heiligen Lehre nicht nur nichts ins Werk setzen will, sondern uns nur allzeit belächelt, so wir nach Deinen Worten zu leben und zu handeln uns die Mühe geben?«

Kapitel 75. Jesu Mahnung an Judas Ischariot

1. Sage Ich zu Judas Ischariot: »Der Bruder Thomas führt eine gerechte Klage wider dich! Ich sage es dir: Ermahne dich im Herzen und werde ein Mensch! Als Teufel bist du Mir widerlich und kannst gehen! Denn Meine Gesellschaft ist eine heilige Gesellschaft, weil sie vom Geiste Gottes durchwehet wird, und in solcher Gesellschaft kann und darf kein Teufel bestehen!«

2. Diese Worte bewirken, daß Judas sogleich vor dem Thomas auf die Knie niederfällt und ihn um Vergebung bittet.

3. Thomas aber sagt: »Freund, nicht mir gebührt die Abbitte, sondern Dem, wider dessen heilige Lehre du an mir schlecht genug gehandelt hast!«

4. Da erhebt sich Judas und begibt sich schnell zu Mir hin, fällt vor Mir auf die Knie und fängt an, Mich um Vergebung zu bitten.

5. Ich aber sage zu ihm: »Ermahne dich selbst im Herzen; denn deine Mundbitte hat ohne die innere, wahrhafte Besserung nicht den allergeringsten Wert vor Mir, da Ich dein Herz durchschaue und finde, daß es durchaus schlecht ist. Die bloß äußerlich freundliche Form gleicht einer Schlange, die durch ihre zierlichen Windungen die Vöglein des Himmels betört, daß sie ihr dann zum Fraße in den Rachen fliegen. Ich sage es dir: Nimm dich in acht, auf daß du dem Satan nicht in Kürze zur Beute wirst! Denn der läßt das, was er einmal sein nennt, nicht gerne fahren.«

6. Auf diese Worte erhob sich Judas wieder und sagte zu Mir: »Herr! Tote rufst Du aus den Gräbern, und sie leben; warum läßt denn Du mein Herz im Grabe des Verderbens zugrunde gehen? Ich will ja ein besserer Mensch werden und kann es dennoch nicht, weil ich mein Herz nicht umändern kann; daher gestalte Du mein Herz um, und ich bin ein anderer Mensch!«

7. Sage Ich: »Darin eben liegt das große Geheimnis der Selbstgestaltung des Menschen! Alles kann Ich dem Menschen tun, und er bleibt Mensch; aber das Herz ist sein eigen, das er vollkommen selbst bearbeiten muß, so er das ewige Leben sich selbst bereiten will. Denn würde Ich Selbst zuerst die Feile an des Menschen Herz legen, so würde der Mensch zur Maschine und gelangte nie zur freien Selbständigkeit; wenn aber der Mensch die Lehre bekommt, was er zu tun hat, um sein Herz für Gott zu bilden, so muß er diese auch frei befolgen und sein Herz nach ihr bilden!

8. Hat er sein Herz danach gebildet und es gereinigt und gefegt, sodann erst ziehe Ich im Geiste in dasselbe und nehme Wohnung darin, und der ganze Mensch ist dann im Geiste wiedergeboren und kann fürder ewig nimmer verlorengehen, da er dadurch eins mit Mir geworden ist, wie Ich Selbst eins bin mit dem Vater, von dem Ich ausgegangen bin und gekommen in diese Welt, um allen Menschenkindern den Weg zu zeigen und zu bahnen, den sie zu gehen haben im Geiste, um zu Gott in der Fülle der Wahrheit zu gelangen!

9. Du mußt daher, so wie jeder von euch, zuerst die Hand an die Bearbeitung deines Herzens legen, sonst bist du verloren, – und hätte Ich dich tausendmal aus den Gräbern ins Leben des Fleisches gerufen!«

10. Sagt Judas Ischariot: »Herr, da bin ich verloren! Denn ich habe ein unbändiges Herz und kann mir selbst nicht helfen!«

11. Sage Ich: »So höre die Brüder und zürne ihnen nicht, so sie dich liebfreundlich ermahnen; denn sie helfen dir ja bearbeiten dein Herz!

12. Siehe an den Thomas, der sich von aller deiner Grobheit nicht abschrecken läßt, dich zu ermahnen, wenn du deinem bösen Herzen einen zu freien Spielraum zu gewähren anfängst; horche darum auf seine um dich besorgten Mahnworte, so wird es nach und nach schon besser werden in deinem Herzen! So du dir aber gleichfort, wie es bis jetzt der Fall war, von niemandem etwas sagen läßt, so wirst du in Kürze zugrunde gehen und, wie gesagt, dem Satan zur Beute werden; denn da werde nicht Ich, sondern der Satan in deinem Herzen Wohnung nehmen.

13. Hüte dich also vor allem vor dem Zorne und vor der Habsucht, ansonst du ein Kind des ewigen Todes werden wirst! Denn die Reue und Buße über dem Grabe haben einen geringen Wert und können einer unreinen, schwarzen Seele wenig nützen. Gehe nun, und überdenke diese Meine Worte wohl!«

14. Judas tritt nun zurück, nachdenkend, faßt wohl so einen halben Entschluß, sich nach Meinen Worten zu bessern, und sagt zum Thomas: »Nun, Bruder, sollst es sehen, wie Ischariot ein ganz anderer Mensch wird, und am Ende noch euch allen zu einem Vorbilde! Denn Ischariot kann viel, wenn er will; er will es aber nun und wird daher auch vielvermögend werden!«

15. Sagt Thomas: »Bruder, wenn du dich schon im voraus rühmest, da wird die Tat wahrscheinlich im Hintergrunde verbleiben, und du wirst oder kannst dadurch auch zu einem Vorbilde werden, aber zu keinem aneifernden, sondern zu einem abschreckenden, – und es wird auf dieser Welt schwerlich je besser werden mit dir!

16. Denn siehe, so du besser werden willst, als da wir alle sind, die wir unsere großen Schwächen auch ohne deine Vorbildschaft kennen und nur zu klar einsehen, wie elend und gar nichts wert wir vor dem Herrn sind, so mußt du dich geringer dünken für alle Zeiten der Zeiten, als da sind deine Brüder vor dem Herrn, und sogar nie daran denken, uns ein nachahmungswürdiges Vorbild werden zu wollen, sondern dich stets als der Letzte und Geringste dünken; dann wirst du, ohne es sein zu wollen, das in der Tat uns sein, was du nun noch stark hochmütigerweise zu werden dir vornimmst. – Lebe also nach dieser Regel, die nicht auf meinem Grund und Boden, sondern auf dem heiligen des Herrn für dich gewachsen ist, dessen Grundlage die wahre Demut und Selbstverleugnung ist, so wirst du nach der Gottesordnung das erreichen, was du erreichen willst! – Gehe aber hin zum Herrn und erkundige dich, ob ich dich unrecht und unwahr belehrt habe!«

flagge en  The great Secret of a Man’s Self-development

THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 2
Chapter 74 & 75 – The great Secret of a Man’s Self-development!

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Introductory information
The Lord awakens the boy Josoe, who has been dead for one and a half years in a vault. Under the eyes of some Romans, the body, rotting to the bones, begins to fill and after a short time a perfectly healthy boy emerged from the coffin.

This gruesome incident opened the eyes of the encouraged Gentiles regarding the divinity of Jesus even more. However, it was not meant for the disciples who had to be strong to fight against their curiosity. Ultimately, each of them accepted the fact to not having to know everything ahead of time – with the exception of Judas Iscariot …

Chapter 74 – Judas and Thomas argue

1. With this remark all disciples are satisfied and praise My goodness and wisdom and the power of God which dwells in Me, except for Judas who grumbled and said in a quite audible tone to himself: – Against the Pharisees who secretly allow the foreigners to see the Holiest of Holy for money, He protests with sulfur rain from heaven; but if He shows to foreigners His own sanctuary and excludes us native children, then this is completely according to divine will! Did ever anybody of us experienced something similar? If they do it in Jerusalem by heaven and earth it is wrong; but when He for Himself nearly does the same, it is right and completely according to the order of Melchisedec! One of course cannot do anything about it; however, it is still very annoying!

2. Says Thomas the disciple who still keeps a sharp eye on Judas Ischariot: – Now then, finally something is not right for you? I‘m surprised that you not long ago began to rag the Lord for He placed the sun so far away from earth so that you can bake your pots more cheaply in its extreme proximity than by way of the usual wood fire!

3. See how nice it would be to fly like birds! Yes, at times it itched me in the shoulders, and I felt that I had to fly along with a flock of cheerfully floating cranes; I tried to hopple and jump, however the heavy body did not want to lift a foot above ground!

4. However, soon I was content with it and thought by myself: If God wanted that people should fly like birds, He would have given Him useful wings just like birds; but God saw that this ability would cause man more harm than good and gave him rather a pair of good and strong feet with which he can carry himself quite comfortable from one place to another. In addition to the two strong feet He gave him a pair of very useful hands and a mind reaching above all stars, by which, instead of the a pair of wings, he could produce for himself thousands of other conveniences, which apparently can provide him with more entertainment than the birds their wings; since it is quite debatable if the birds understand to appreciate their wings to the same extend than man his feet, his hands and his mind!

5. See, man also struggles to move forward in water for he does not have fins and no swim skin between the toes and fingers; but his God given mind taught him to build ships by means he can travel further over water than a fish, for whom a waterhole is a dwelling from which it never wants to wander off too far. And we can with fullest certainty assume that our later descendants will make extremely great progress regarding the art to build ships. Who knows whether any wise in future will succeed to lift off into the free air by means of an artificial pair of wings like the old Indians!

6. Here Judas interrupts Thomas and said somewhat irritated: – Did I ever recruit you as my teacher, so that you can preach to me at every occasion? Keep your wisdom for you and your children and leave me alone, otherwise you are forcing me to sharply shut your mouth! Because this I know well if I wanted to. With all your remarks regarding my equally free speeches and action I never have given you a crude word, and therefore truly do not know, why you always have to carve and plane on me! Just keep sweeping diligently in front of your own door, since for mine I will take care! If I don‘t like something, it is for me alone and not necessarily for you as well; I‘m not your concern and this from now on forever! – Do you understand such?

7. Only think back to Kis when the Lord conciliated the contentious matter between me and you; this be sufficient for you and me, and regarding anything else we have nothing to do with each other! If I ask you something you can give me a good answer to my question, – subject that you are able to do this! However, you will be the last to be honoured by me like that!

8. Says Thomas: – But tell me brother Judas, was there anything bad or offending about that which I just now have said to you, why are you so excited about me? Is it then untrue, according to my knowledge, that you only too often have quarrelled with the Lord that He has put the sun so distant from earth and that He did not give you a pair of wings to fly like the mute birds under the sky?

9. Continues Thomas after a while because Judas refused to answer him: – If you want to be cross with me, be cross with me without reason and cause! In the face of the Lord such extreme unbrotherly behaviour is not praiseworthy! A heart like yours does not belong to the group of disciples of the Lord and you would do a thousand times better if you would go home to your pottery business, and no longer bother Gods‘ society and pollute it with your profound divine-order-opposing heart. Have you already completely forgotten about the mountain speech of the Lord in Sichar, Samaria, where the Lord demands that we even should love our enemies, bless those who curse us and do good to those causing us evil?

10. But if you do not want to follow Gods‘ word and do not want to exercise your self-denial at every opportunity, ask yourself in Gods‘ name why are you bothering our society with your presence!

11. You do not speak one word with any of us for days; and if someone asks you something, you either give him no answer at all or you treat him in an utmost raw and crude manner, so that he will not put a question to you for a second time. Is this the behaviour for a disciple of the Lord? Ugh, shame on you and become another person, – otherwise go elsewhere!

12. Verily, I regret it already more than have murdered someone, for it was me who brought you to this group! I want to beg the Lord on my knees that He removes you from us with His almighty power, if you cannot be changed by goodness!

13. Says finally Judas with obvious suppressed rage but smiling face: – Not you nor the Lord can make me stay or leave! See, if I knew that I be less a thorn in your eyes as I surely am, I would long ago have left your society and searched for another; but to really annoy you wholeheartedly, and will serve you as a trial stone, where you can exercise beautifully your patience, longanimity and enemy-love, and want to learn from you the applied mountain speech of Jesus to then exercise it myself! – Have you understood me, wise Thomas?

14. Says Thomas turning to Me: – Lord, I and we all ask You to remove this wretched sheep! Since next to it no brotherly existence is thinkable, and it is impossible to apply Your holy teaching; for he stays continuously an instigator and traitor! Why should he be with us if he not only does not want to apply Your holy teaching but also always belittles us if we try to live and act according to Your word?

Chapter 75 – The Lord rebukes Judas

1. Say I to Judas Iscariot: – Brother Thomas‘ complaint concerning you is justified. I tell you: admonish your heart and become human. As a devil I find you loathsome and you may go. For My company is a hallowed company because it is pervaded by the Spirit of God, and in such a company a devil cannot and may not abide.

2. These words make Judas immediately go on his knees before Thomas begging his forgiveness.

3. But Thomas says: – Friend, the apology is not due to me, but to Him against Whose holy teaching you have wronged me badly.

4. So Judas gets to his feet, quickly walks over to me, prostrates himself before Me and begs My forgiveness.

5. And I say to him: – Admonish yourself in your heart, for without the inner true betterment your plea with your tongue only is quite worthless before Me since I see your heart and find it altogether bad. The just outwardly friendly form may be compared to a snake that by its graceful coils beguiles the little birds of the sky so that they fly into its jaws to be devoured. I tell you: Beware that you do not fall prey to Satan before long. For he does not like to let go of that which he calls his own.

6. Following these words Judas stood up again and said to Me: – Lord, You call the dead from their graves and they live; why do You allow my heart to perish in the grave of perdition? I do want to become a better man, but still cannot, because I cannot change my heart. Therefore, do reform my heart and I shall be a new man.

7. Say I: – Precisely therein lies the great secret of a man‘s self-development. I can do everything for man, and he still remains man. But his heart is his very own on which he must work completely independently if he wishes to prepare for himself eternal life. For if I first put the file to a man‘s heart, he would become a machine and never gain free independence. However, when man receives the teaching about what he has to do to shape his heart for God, he must also voluntarily observe it and shape his heart in accordance with it.

8. Once he has done that and cleansed and scoured his heart, only then do I enter it in spirit and abide in it, and the whole man is then reborn in the spirit and cannot ever again be lost since he has become at one with Me just as I Myself am at one with the Father from Whom I have gone forth and come into this world to show and pave for all human beings the way they have to walk in the spirit in order to attain to God in the fullness of truth.

9. Therefore, you have to start cultivating your heart like everybody else, otherwise you are lost, – even if I had called you a thousand times from the grave into the life of the flesh.

10. Says Judas Iscariot: – Lord, then I am lost. For I have a wayward heart and cannot help myself.

11. Say I: – So listen to the brothers and do not be angry when they admonish you in a loving and friendly way, for thereby they are helping you to cultivate your heart.

12. Look at Thomas whom all your rudeness does not deter from admonishing you wherever you begin to give too much free play to your evil heart. Do listen to his words of warning stemming from his concern for you, then your heart will gradually improve. However, if you will not accept any advice you will soon perish and, as already said, fall prey to Satan; for then not I, but Satan will be dwelling in your heart.

13. Therefore, beware above all of anger and greed, otherwise you will become a child of eternal death, for remorse and repentance beyond the grave have little value and cannot be of much use to an impure, black soul. Go now and ponder on these My words.

14. Judas now withdraws pondering, does indeed make a half-way decision to change his ways according to My words and says to Thomas: – Now you will see, brother, how Iscariot will become a new man and maybe even an example for all of you. For Iscariot is very capable provided he has the will. Now he wills it and as a result will accomplish much.

15. Says Thomas: – Brother, if you boast already in advance, the action will most likely remain in the background whereby you will or can become an example too, but not one to be followed, only a deterring one, – and there is not much chance of a betterment for you in this world.

16. For behold, if you do wish to become better than all of us are who know our great weaknesses also without your example and are fully aware of how miserable and unworthy we are before the Lord, then you would have for all eternity to regard yourself as lower before the Lord than your brothers and not ever think of wishing to become an example to be followed by us, but always regard yourself as the least and lowest. Then you will indeed be, without wishing to be, that which you now in your still considerable pride plan to become. –Therefore, live according to this precept which has grown for you not on my ground, but on the holy ground of the Lord, the foundation of which is true humility and self-denial, then you will, in accordance with the order of God, achieve that which you wish to achieve. – Do now go to the Lord and ask Him whether I have advised you properly and truthfully.

 

V1-K219-221… Die Nachtpredigt Jesu – The Night-Sermon of Jesus

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Das Grosse Johannes Evangelium - Kapitel 219-221 - Die Nachtpredigt Jesu The Great Gospel of John - Chapter 219-221 -The-Night-Sermon-of-Jesus - revealed through Jakob Lorber
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Die Nachtpredigt Jesu… Kapitel 219 – 221
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen
Diese Begebenheit wird in der Bibel nicht erwähnt. In einem Ort namens Kis heilt der Herr viele Kranke – alle zur gleichen Zeit. Die Pharisäer, welche die Kranken begleitet haben, sehen in Jesus – zumindest vorerst – einen Essäer, nicht jedoch den Herrn.

Kapitel 219. Der positive seelische Zweck von Not und Leiden

1. Nach dem Abendmahle sagte Ahab: „Herr, daß ich über Dich schon von Jesaira her in der klarsten Ordnung bin über Deine Wesenheit, das versteht sich mehr als von selbst, und es hätte meinetwegen solch ungeheurer Zeichen nicht bedurft, um mich und alle meinesgleichen zur Übergenüge zu überzeugen, daß Du Jehova Selbst bist, durch einen von dieser Erde gleichsam zur Leihe genommenen Menschenleib wirkend. Aber neugierig bin ich, ob die fünf Pharisäer aus Bethlehem, die sonst rechte Ehrenleute zu sein scheinen, davon im Ernste nichts merken sollen, wer Der sein dürfte, der ihre Kranken so überaus wunderbar geheilt hat. Wenn sie nur irgendeinen Dunst haben, so müssen sie ja doch schon nahe mit den Händen greifen, daß ein gewöhnlicher Mensch so was ewig nicht zu leisten imstande ist. Ich bin der Meinung, man solle sie so ein wenig auskosten gehen, und es würde sich da bald zeigen, was sie bei sich von Dir halten.“

2. Sage Ich: „Freund, daß Ich es ganz sicher weiß, was sie von Mir halten, daran wirst du hoffentlich auch keinen Zweifel haben; und da meine aber Ich, es sei nun gar nicht nötig, daß wir sie störten in ihren höchst eigenen Betrachtungen. Dazu ist denn ja morgen auch noch ein Tag, an dem sich noch so manches recht trefflich wird abmachen lassen. Lassen wir sie heute nacht nur recht durchgären! Denn wie beim neuen Most die Gärung nötig ist, auf daß aus dem Moste ein geistiger Wein werde, ebenalso ist jedem Menschen eine ähnliche Gärung in seinem Gemüte höchst notwendig, so er ins volle und wahre Geistige übergehen soll.

3. Sieh, so ein Mensch alles hat, was er benötigt, so fühlt er sich ganz behaglich; er sorgt sich um nichts, er arbeitet nichts, läßt sich bloß gut und bequem geschehen und fragt wenig danach, ob es einen Gott gibt, ob ein Leben nach dem Tode des Leibes, ob der Mensch mehr ist als ein Tier oder das Tier mehr als ein Mensch. Berge und Täler sind ihm einerlei, Winter und Sommer gehen ihn nichts an; denn im Sommer hat er Schatten und kühlende Bäder und für den Winter wohlerwärmende Kamine und warme Kleider.

4. Also ist ihm auch gleich, ob das Jahr fruchtbar war oder nicht; denn fürs erste ist er auf zehn Jahre mit Vorräten aller Art versehen und hat fürs zweite Geld in Menge, um sich irgend etwas Abgängiges beizuschaffen.

5. Sieh, ein solcher Mensch lebt dann gerade so gemächlich fort wie ein Mastochse im Stall und denkt auch nicht um vieles mehr als ein Ochse und ist sonach auch nichts als ein Genußtier in menschlicher Gestalt.

6. Wenn du zu einem solchen kämest, um ihm zu predigen das Evangelium vom Gottesreiche, so wird er dir gerade das tun, was der Ochs im Stalle einer Stechfliege tut, die ihn in seiner Freßbehaglichkeit stört: der Ochs schwingt seinen Schweif über den ihn störenden Gast, und dieser muß schnell Reißaus nehmen, um nicht erschlagen oder doch wenigstens stark beschädigt zu werden.

7. Und sieh, ein solcher mit keiner Sorge bedrängter Wohlfresser wird seiner Dienerschaft, die im Grunde auch nichts als des sorglosen Wohllebers Fliegen abtreibender und abwehrender Schweif ist, den Wink geben, dich fortzutreiben; du wirst offenbar so schnell als möglich das Weite suchen und wirst erst in einer bedeutenden Ferne darüber nachdenken können, welch eine Wirkung deine Evangeliumspredigt bei dem Wohlfresser gemacht hat.

8. Ich aber verstehe es, solchen Ochsen eine ganz andere Vorpredigt zu machen: Ich lasse ein irdisch Unglück ums andere über sie kommen; dadurch kommen sie in allerlei Sorgen und Angst und Furcht, fangen an zu denken, zu suchen und zu fragen, wie doch solches möglich sei, daß sie nun so von allen Seiten bedrängt werden, indem sie doch nie jemandem ein Unrecht zugefügt hätten und allzeit als ordentliche, wohlanständige Menschen gelebt haben!

9. Das geschieht ihnen aber nur der nötigen Gärung wegen.

10. Wenn solche Menschen dann so in eine rechte Gärung kommen, so sehnen sie sich nach Freunden, durch die sie wieder zu einer Ruhe gebracht werden könnten; dann gehe zu ihnen hin und predige ihnen das Evangelium, und sie werden dich hören und nimmer ihren stolzen und wütend um sich herumschwingenden Schweif wider dich erheben!

11. Und sieh, aus ebendem Grunde ist es gut, daß diese unsere Gäste durch diese Nacht hindurch so in irgendeine rechte Gärung kommen; durch diese werden sie in sich selbst geistiger, und wir werden morgen eine leichte Arbeit mit ihnen haben. Siehst du das nun ein?“

220. Kapitel – Jesu Aufforderung zur positiven Tat

1. Sagt Ahab: „O Weisheit, o Weisheit! Was für Hohes und Wahres fassest du in dir, und wie ungeheuer dumm ist unsereins dagegen! Es ist eine ewige Wahrheit, daß nirgends etwas entstehen kann, wenn zuvor nicht eine kämpfende Tätigkeit vorausgeht; und ich wollte doch nun sogleich zu den Bethlehemiten gehen und sie zu beleuchten anfangen! O ich Mittelpunkt aller Dummheit! Sagen doch die Weisen der Griechen: ,Jede Tätigkeit wird durch einen Kampf bedingt, und jeder Effekt ist die Folge dessen!‘, – und ich sah das nicht ein! Wie kommt es, daß ich’s nun einsehe?!

2. Ja, so beim Menschen in seinem Innern nicht ein rechter Kampf mit sich selbst und seinen verschiedenen Lebenselementen vorangeht, ist alles eitel, was man mit ihm von außen her vornimmt!

3. Ich bin nun völlig im klaren über die instruktiven Lebensverhältnisse des Menschen, und ich möchte hier beinahe einen Hauptlebensgrundsatz aufstellen und glaube, daß ich das Ziel eben nicht zu weit verfehlen dürfte!“ Sage Ich: „Laß ihn hören! Ich will ihn in Mir nicht eher beschauen, als bis du ihn ausgesprochen hast.“

4. Sagt Ahab: „Was sich der Mensch von seinen ihm vom Anbeginne verliehenen Eigenschaften nicht zuvor selbst gegeben hat, das kann, ohne ihn zu verderben, ihm kein Gott geben! Gott sind wohl alle Dinge möglich; aber der Mensch gewinnt dabei nichts!

5. Wer sich zuvor nicht selbst erkennt, wie soll er jemand andern und endlich gar Gott erkennen?! – Das wäre mein Grundsatz. Herr, bin ich weit vom Ziele?“

6. Sage Ich: „Nein, Freund Ahab, wahrlich, du hast nun den Nagel fest auf den Kopf getroffen; also ist es! Was sich der Mensch mit seinen ihm verliehenen Kräften nicht als selbsttätig verschafft, das kann und darf ihm auch Gott nicht verschaffen, ohne ihn zu richten!

7. Darum seid denn auch alle nicht eitel pure Hörer Meines Wortes, sondern eifrige Täter desselben, so werdet ihr erst dessen Segnungen in euch wahrzunehmen anfangen!

8. Denn das Leben ist ein Tun und kein Müßigstehen der Kräfte, durch die das Leben bedingt ist, und so muß das Leben auch durch die gleichfort währende Tätigkeit der sämtlichen Kräfte desselben sogar für ewig erhalten werden; denn in dem Sich-zur-Ruhe- Legen waltet kein bleibend Leben.

9. Das gewisse Wohlgefühl, das euch die Ruhe beut, ist nichts als ein teilweiser Tod der zum Leben erforderlichen Kräfte; wer dann stets mehr und mehr an der tatlosen Ruhe, besonders der geistigen Lebenskräfte, ein behagliches Wohlgefallen findet, der schiebt sich dadurch eben auch stets mehr dem wirklichen Tode in die Arme, aus denen ihn auch kein Gott gar zu leicht mehr befreien wird!

10. Ja, es gibt auch eine rechte Ruhe voll Lebens; aber die ist in Gott und ist für jeden Menschen ein unnennbar beseligendes Gefühl der Zufriedenheit, nach dem Willen Gottes tätig zu sein.

11. Dieses beseligendste Zufriedenheitsgefühl und die klarste Erkenntnis, wahrhaft nach der Ordnung Gottes gleichfort gehandelt zu haben, ist die bewußte rechte Ruhe in Gott, die allein voll Lebens ist, weil voll Tatkraft und Handlung darnach. Jede andere Ruhe, die in einem Aufhören der Lebenskräfte besteht, aber ist, wie schon gesagt, ein wahrer Tod insoweit, als inwieweit die verschiedenen Lebenskräfte sich der Tätigkeit entzogen haben und dieselbe nicht wieder ergreifen. – Verstehet ihr solches?“

12. Sagt Judas Ischariot: „Herr, wenn so, da sollte der Mensch den Schlaf fliehen wie eine Pestilenz; denn der Schlaf ist doch auch eine Ruhe von einer Anzahl, wennschon äußerer Lebenskräfte!“

13. Sage Ich: „Allerdings! Darum werden Langschläfer auch nie ein besonders hohes Alter erreichen. Wer seinem Leibe in der Jugend fünf Stunden und im Alter sechs Stunden Schlafruhe gönnt, der wird auch zumeist ein hohes Alter erreichen und wird lange ein jugendliches Aussehen behalten, während ein Langschläfer bald altert, ein faltiges Gesicht und graue Haare bekommt und im etwas vorgerückten Alter wie ein Schatten einhergeht.

14. Wie aber der Leib durch zu vielen Schlaf stets mehr und mehr tot wird, ebenso und noch bei weitem mehr wird es die Seele, wenn sie mehr und mehr nachläßt in ihrer Tätigkeit nach Meinem Worte und Willen.

15. Wo aber der Müßiggang sich einmal in eine Seele eingenistet hat, da nistet sich auch bald das Laster ein; denn der Müßiggang ist nichts als eine sich selbst wohltuende Liebe, die jede Tätigkeit für jemand anderen um so mehr flieht, weil sie im Grunde des Grundes nur das will, daß alle anderen zu ihren Gunsten und Nutzen arbeiten sollen!

16. Darum hütet euch auch insbesondere vor dem Müßiggang; denn dieser ist ein wahres Samenkorn für alle möglichen Laster!

17. Als Beispiel mögen euch die verschiedenen Raubtiere dienen. Sehet, diese Tiere setzen sich nur dann in eine verderbenbringende Tätigkeit, wenn sie ein brennender Hunger antreibt; haben sie einen Fraß erbeutet und ihren Hunger gestillt, so begeben sie sich alsbald wieder in ihre Höhlen und ruhen da oft tagelang, besonders die Schlangen.

18. Betrachtet nun einen Räuber und Mörder dagegen! Dieser sonst aller Arbeit scheue Mensch, eigentlich Teufel im Fleische, liegt tagelang in irgendeinem seiner Raubnester; nur wenn die Laurer ihm vermelden, daß eine reiche Karawane bei seinem Raubneste vorüberziehen werde, da erst setzt er sich mit seinen Gesellen auf die Mitlauer und fällt dann die kommende Karawane rücksichtslos an und raubt sie aus und ermordet die Kaufleute, auf daß er nicht verraten werden möchte! Und das ist eine Frucht des Müßiggangs.

19. Darum noch einmal gesagt: Hütet euch vor allem vor dem Müßiggang; denn er ist der Weg und die breite Tür zu allen erdenklichen Lastern!

20. Nach getaner Arbeit ist eine mäßige Ruhe gut den Gliedern des Leibes, aber dafür eine übermäßige schlechter als gar keine.“

221. Kapitel – Vom Segen der Aktivität

1. (Der Herr:) „So jemand einen weiten Weg zurückgelegt hat zu Fuß und erreicht endlich eine Herberge, so wird er, wenn er in der Herberge sich nicht alsobald zur Ruhe begeben wird, sondern kleine Bewegungen machen und am nächsten Tage schon vor dem Aufgange auf den Füßen sein wird, den ganzen Tag über von keiner Müdigkeit etwas verspüren, und je länger er also seine Reise fortsetzen wird, desto weniger müde wird sie ihn machen.

2. So aber jemand ebenso stark ermüdet vom Tagesmarsche auf eine Herberge kommt, sich sogleich auf ein Lager hinwirft und dasselbe gar erst am Mittag des nächsten Tages verläßt, so wird er mit völlig steifen Füßen und mit einem völlig betrunkenen Kopfe seine Weiterreise fortzusetzen anfangen und wird nach einer Strecke zurückgelegten Weges sich vor lauter Müdigkeit nach einer Ruhe sehnen, und es kann am Ende sogar geschehen, daß er am Wege liegenbleibt und allda verkümmert, so ihm niemand – was leicht möglich – zu Hilfe kommt.

3. Was aber schuldet daran? Seine eigene zu große Ruhelust und der mit derselben verbundene Wahn, daß die Ruhe den Menschen stärke.

4. So jemand in einer oder der andern Kunst, dazu Hand- und Fingergeschicklichkeit in hohem Grade erfordert werden, eine große, staunenerregende Fertigkeit erreichen will, Frage: Wird er diese erreichen, so er an der Stelle des unausgesetzten fleißigen Übens an jedem Tage seine Hände und Finger in die Taschen steckt und Tag für Tag fein müßig herumwandelt aus einer Art vorsichtiger Furcht, seine Hände und Finger nicht zu ermüden und sie für die anzustrebende Künstlerschaft ja etwa nicht zu steif und unfähig zu machen?

5. Wahrlich, da könnte Ich Selbst bei aller Meiner unbegrenzten Weisheit nicht einen Propheten machen und die Zeit festsetzen, in der solch ein Kunstjünger ein Virtuose wird! Daher, Meine lieben Freunde und Brüder, sage Ich euch wiederholt:

6. Nur Tätigkeit über Tätigkeit zum allgemeinen Wohle der Menschen! Denn alles Leben ist eine Frucht der beständigen und nie zu ermüdenden Tätigkeit Gottes und kann daher nur durch die wahre Tätigkeit erhalten und für eine ewige Dauer bewahrt werden, während aus der Untätigkeit nichts als der Tod zum Vorschein kommt und kommen muß.

7. Leget eure Hände auf euer Herz und merket es, wie es in einem fort Tag und Nacht tätig ist! Von solcher Tätigkeit aber hängt ja das Leben des Leibes alleinig ab; so das Herz aber einmal stillzustehen anfängt, da – meine Ich – dürfte es etwa mit dem natürlichen Leben des Leibes wohl gar sein!

8. Wie aber die Ruhe des leiblichen Herzens offenbar der volle Tod des Leibes ist, also ist auch die gleiche Ruhe des Seelenherzens der Tod der Seele!

9. Das Herz der Seele aber heißt Liebe, und das Pulsen desselben spricht sich in wahrer und voller Liebtätigkeit aus.

10. Die unausgesetzte Liebtätigkeit ist demnach der nie zu ermüdende Pulsschlag des Seelenherzens. Je emsiger aber das Herz der Seele pulst, desto mehr Leben erzeugt sich in der Seele, und so dadurch ein hinreichend hoher Lebensgrad in der Seele sich erzeugt hat, so daß er dem göttlichen, allerhöchsten Lebensgrade gleichkommt, so weckt solch ein Lebensgrad der Seele das Leben des göttlichen Geistes in ihr.

11. Dieser – als pur Leben, weil die unermüdete höchste Tätigkeit selbst – ergießt sich dann in die ihm durch die Liebtätigkeit gleichgewordene Seele, und das ewig unverwüstbare Leben hat in der Seele seinen vollen Anfang genommen!

12. Und sehet, das kommt alles von der Tätigkeit, nie aber von einer faulen Ruhe her!

13. Daher fliehet die Ruhe und suchet die volle Tätigkeit, und euer Lohn wird sein das ewige Leben!

14. Glaubt ja nicht, daß Ich etwa gekommen sei, den Menschen auf dieser Erde den Frieden und die Ruhe zu bringen; o nein, sondern das Schwert und den Krieg!

15. Denn die Menschen müssen durch Not und Drangsale aller Art zur Tätigkeit angetrieben werden, ansonst sie zu trägen Mastochsen würden, die sich selbst mästeten zum Fraße für den ewigen Tod!

16. Not und Drangsal bewirken im Menschen ebenfalls eine Gärung um die andere, aus welcher sich am Ende doch etwas Geistiges entwickeln kann.

17. Man könnte freilich wohl sagen: ,Durch Not und Drangsal aber werden auch Zorn, Rache, Mord und Totschlag erzeugt und Neid, Hartherzigkeit und Verfolgung!‘ Das ist allerdings wahr; aber so arg alle diese Dinge sind, so sind sie dennoch ob des Erfolges besser als die faule Ruhe, die tot ist und weder etwas Gutes noch etwas Böses bewirkt.

18. Darum sage Ich euch: Entweder sei jemand gegen Mich vollends warm oder vollends kalt; denn einen Lauen will Ich aus Meinem Munde speien!

19. Ein energischer Feind ist Mir lieber als ein lauer Freund; denn der energische Feind wird Mich nötigen zu aller Tätigkeit, auf daß Ich ihn entweder gewinne oder die rechten Wege einschlage, um ihn für Mich durch alle Zeiten unschädlich zu machen; neben einem lauen Freunde aber werde Ich Selbst lau, und wenn Mich eine Not träfe, wird Mir der laue Freund zu etwas nütze sein?!

20. Darum ist auch ein lauer Regent eine Pest für sein Volk; denn da vermodert des Volkes Geist, und aus den Menschen werden lauter Freßochsen und Lastesel! Aber ein scharfer und sogar tyrannischer Regent macht das Volk lebendig, und es ist alles voll Tätigkeit, um nur in keine Strafe zu verfallen; und treibt es ein Tyrann zu toll, so wird das Volk sich endlich in Massen erheben und wird sich von seinem Peiniger befreien.

21. Ich meine nun, über den Wert der Tätigkeit hinreichend gesprochen zu haben, und bin überzeugt, daß ihr alle diese Lehre verstanden habt. Darum, so jemand will und in sich ein Bedürfnis zur Schlafruhe seines Leibes fühlt, der suche sich ein Lager; der aber mit Mir die Nacht über wachen will, der bleibe hier!“ Da sagten alle: „Herr, so Du wachest, wie könnten wir da schlafen?! – Nur die Mutter Maria scheint der Leibesruhe zu bedürfen, und so könntest Du sie wohl schlafen heißen.“

22. Aber die Maria, obschon sie hinter Mir auf einem Lehnstuhle ein wenig schlummerte, vernahm dennoch diese Rede, richtete sich auf und sagte zu dem Redner in aller Freundlichkeit: „Freund, der du gewöhnlich deinen Mund für alle deine Mitjünger auftust, ich sage dir, daß deine Sorge um mich ein wenig eitel ist; denn sieh, ich habe meinem Herrn zuliebe wohl schon mehrere Hunderte von schlaflosen Nächten durchwacht, und ich lebe noch – und werde noch so viele durchwachen und darob das Leben nicht verlieren, so es Sein Wille ist! Daher kümmert ihr euch alle um mich nicht; es ist genug, daß Einer meiner gedenkt!“

23. Es war aber dies der Thomas, an den diese Worte gerichtet waren. Dieser aber kam zur Maria und bat sie, daß sie ihm seine gute Meinung nicht ungütig aufnähme. Maria aber tröstete ihn und war sehr freundlich ob seiner Sorge um sie, und dem Thomas ward es wieder leichter ums Herz, daß er alsbald wieder ganz beruhigt seinen Platz einnahm.

24. Es trat nun auf eine Zeit eine Stille ein. Niemand redete ein Wort; denn sie alle dachten nun viel darüber nach und fanden die Wahrheit des Gesagten stets heller und heller leuchtend.

25. Nur Matthäus sagte nach einer Weile für sich selbst: „Morgen beim ersten Tagesanbruch wird diese Lehre von der Tätigkeit und von der Ruhe, so gut es geht, niedergeschrieben auf eine eigens bloß für diese Lehre bestimmte Platte; denn diese über alles wichtige Lehre darf um keinen Preis der Welt verlorengehen!“ Und als es dann bald darauf zu tagen begann, so hielt Matthäus auch sein Wort; und es hat sich diese Lehre für sich dann lange erhalten und ist durch Jonael und Jairuth auch nach Samaria überbracht worden, ward aber mit der Zeit sehr entstellt und ging darum auch verloren. Solange sie aber noch gang und gäbe war, kursierte sie unter dem Namen „die Nachtpredigt“ im Volke.

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The Night-Sermon of Jesus… Chapter 219 to 221
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Introductory information
This incident is not mentioned in the Bible. In a place called Kis the Lord heals many sick – all at the same time. The Pharisees, which have accompanied the sick see in Jesus – at least for now – an Essene, but not the Lord.

Chapter 219 – The positive spiritual purpose of distress and suffering

1. Said Ahab, after supper: ‘It goes without saying that I am clear about Your nature since Jesaira, and there would have been no need for such immense signs for either myself or the likes of me, to convince us all abundantly that You are Jehovah Himself, acting through a physical body, borrowed as it were from this Earth. But I am curious about whether the 5 Pharisees, seemingly upright people, in all earnest do not sense who might the One who healed their sick in a truly miraculous way. If they had but the faintest clue, they would have to be capable of grasping by hand that an ordinary human could not possibly accomplish this in all eternity. In my opinion, one should go and sniff them out a little and it should quickly transpire as to what they actually make of You.’

2. I said (Jesus): ‘Friend, you will surely not doubt that I know what they think of Me. So I don’t consider it necessary to interrupt them in their deliberations. Therefore, tomorrow is another day on which a few initiatives can be taken in that respect. Let us leave them to some real fermentation overnight. Because just as cider needs fermenting to become a spiritual wine, just so every man’s emotions need fermenting, if he is to transcend to the truly spiritual.

3. See, if a man has everything that he needs, then he feels quite snug. He cares about nothing, does no work, takes it easy and inquires little about the existence of God or life after physical death, or whether man is more than the animal, or vice versa. Mountains and valleys are the same to him, winter and summer don’t concern him, for in summer he has shade and cooling baths, and in winter well-heated fire-places and warm clothing.

4. Neither does he care whether the year was plentiful or not, for he is provided firstly with all stores for ten years and secondly with plenty of money for acquiring anything he lacks.

5. See, such a person then enjoys the leisure of a fattening ox in the stable, prone to little more thought than the ox, and is therefore no more than a hedonistic animal in human form.

6. If you came to such a man to preach the Gospel of the heavenly kingdom, he would do to you what the ox in the stable does to the blowfly, swinging his tail over it to make it take off or be killed or at least suffer considerable harm.

7. And see, such carefree glutton shall direct his servants, who also are no more than the carefree hedonists’ fly chasing and repelling tail, to chase you away. You obviously shall quickly turn on your heels, and at a safe distance contemplate the effect of your gospel on the glutton.

8. But I know how to give such oxen quite a different introductory sermon. I let one terrestrial accident after another overtake them. This fills them with all sorts of troubles and fears, causing them to think, seek to find out and ask how it is possible for them to now be beset by all sorts of extremities, since they had never been unjust to anyone, having always been orderly and respectable citizens.

9. This however is only on account of the necessary fermentation.

10. When such people then undergo a proper fermentation, they long for friends who could bring them comfort. Go to them then to preach the Gospel, and they shall hear you and not raise their furiously swinging tail against you.

11. And see, for this reason it is good for these guests to undergo real fermentation this night; this shall make them internally more spiritual, and your work shall be easy with them tomorrow. Do you follow this?’

Chapter 220 – Jesus call for positive action

1. Says Ahab: ‘O wisdom, o wisdom. See your grasp of the exalted and true, and how immensely stupid the likes of us. It is an eternal truth that nothing can arise without a struggle, yet I was going to hurry over to the people of Bethlehem to start enlightening them. O, centre of stupidity that I am. Do not the Greek wise men say: Every activity is generated from struggle, and every effect its outcome. Yet I did not see this. Why do I see it now?

2. Indeed, if there is no preceding contention between the inner life-elements in man, then all external efforts with man are futile.

3. I am now in the clear about human instruction, and could almost pronounce a life-fundamental, without straying too far afield.’ I said: ‘Let it be heard. I intend not to review it within Myself until you have voiced it.’

4. Ahab says: ‘What man has not initially acquired himself from the properties given him at the outset, no God can give him without ruining him. To God, of course, all things are possible, but thereby man does not gain anything.

5. Who does not know himself first, how can he know another and, finally, even God? That would be my principle. Am I far off the mark, Lord?’

6. I said: ‘No, friend Ahab, you have in truth hit the nail firmly on the head. Thus it is. What man does not acquire for himself independently with the abilities bestowed on him, God cannot and may not provide without judging him.

7. Therefore, all of you should not be just idle hearers of My Word, but diligent doers, only then will you begin to notice its blessings within you.

8. For life is action and not stagnation of the powers on which life depends. And so life must be preserved even for eternity through the constant activity of all its powers, for in the lying-down-to-rest there is no permanent life.

9. The certain feeling of well-being you gain from rest is nothing else but a partial death of the powers needed for living. The person who then increasingly enjoys the inactive rest, especially of the spiritual life-powers, thereby also slides ever more into the arms of actual death from which no God will easily free him.

10. O yes, there does also exist a proper rest full of life, but that is in God and for everyone an indescribably blissful feeling of contentment to be active in accordance with God’s will.

11. This most blissful feeling of contentment and the clearest realization to have always truly acted according to the order of God is that proper rest in god which alone is full of life because it is full of energy and respective action. Every other rest that consists in the ceasing of the life-powers is, as already mentioned, an actual death to the point to which the various life-forces have withdrawn from activity and no longer resumed it. Do you understand this?’

12. Says Judas Iscariot: ‘Lord, if so, then man should flee sleep like the pestilence, for also sleep is a rest of a number of life-forces, although external ones.’

13. I said: ‘Certainly. Because of that late-risers will never reach a particularly great age. Whoever grants his body 5 hours of sleep in his young days and 6 hours in his old age will usually reach a great age and look youthful for a long time, whereas a late-riser soon ages, gets a lined face and gray hair and at a somewhat advanced age walks around like a shadow.

14. And just as the body gradually dies off through too much sleep, in the same way, but on a larger scale this applies to the soul if it increasingly slackens in its activity according to My Word and will.

15. Once idleness has made itself at home in a soul there soon follows also depravity. For idleness is nothing else but a self-indulging love which all the more flees any activity for someone else’s sake because it basically want only one thing, namely that all others should work for its benefit.

16. Therefore, beware particularly of idleness, for this is an actual see for all kinds of vices.

17. The various beasts of prey may serve you as an example. Look, these beasts become destructively active only when driven by burning hunger. Once they have captured their prey and satisfied their hunger, they again return to their lairs where they rest often for days, especially snakes.

18. Now look at a robber or murderer. This man who shuns all work, who is actually a devil in the flesh, lies often for days in one of his dens. Only when his pies tell him that a rich caravan is due to pass his den, he lies in wait together with his accomplices, ruthlessly attacks and robs the caravan and kills the merchants to prevent them from betraying him. And that is a fruit of idleness.

19. Therefore, I say once more: Beware above all of idleness, for it is the road and the wide door to all imaginable vices.

20. After the work has been done moderate rest is good for the limbs of the body, but excessive rest is worse than none.’

Chapter 221 – The Blessing of Activity

1. If someone has walked a long distance and finally reaches a shelter he will, if he does not go to bed immediately, but continues with small movements and on the following day is on his feet already before sunrise, not feel any tiredness all day, and the longer he will thus continue his journey the less tired it will make him.

2. If, however, someone after a day’s march arrives quite as tired at a shelter, immediately throws himself on a bed and maybe leaves it only at noon on the following day, he will be continuing his journey on completely stiff feet and with a totally drunk head. After having covered a certain distance, he will from utter exhaustion long for a rest, and it can even happen that he collapses on the road and perishes there if no one comes to his aid, which can easily happen.

3. And what has caused it? His own too great desire for rest and the delusion that rest strengthens a person.

4. If someone wished to achieve a great, amazing accomplishment in one or the other art where a high degree of skillfulness of hands and fingers is required, then I ask you: will he achieve it if instead of constant diligent practice every day he idly strolls around day by day with his hands in his pockets motivated by a kind of anxious concern not to tire his hands and fingers to prevent them from getting stiff and unfit for the striven-for accomplishment?

5. Truly, even I Myself with all My boundless wisdom could not make a prophet and determine the time when such a disciple of art will become a virtuoso. Therefore, My dear friends and brothers, I repeat:

6. Only activity upon activity for the common good of people brings you salvation. For all life is the fruit of God’s constant, never tiring activity and therefore can only be maintained and preserved for eternity through proper activity whereas nothing but death does and must result from inactivity.

7. Place your hands on your heart and feel how it is constantly active day and night. The life of the body depends solely on such activity. Once the heart stops, that would mean the end of the natural life of the body, I should say.

8. And just as the rest of the physical heart obviously constitutes the total death of the body, this same rest of the soul’s heart is the death of the soul.

9. The heart of the soul, however, is called love, and its pulsating expresses itself in true and full love-activity.

10. Thus constant love-activity is the never wearying pulse-beat of the soul’s heart. The more actively the heart of the soul pulsates, the more life is generated in the soul and once thereby a sufficiently high degree of life, this awakens therein the life of the divine spirit.

11. This spirit – being pure life because it is the untiring supreme activity itself – then flows into the soul that has become equal to it through love activity, and everlasting imperishable life has fully begun within the soul.

12. And look, all this arises from activity, but never from idle rest.

13. Therefore, shun rest and seek full activity, and eternal life will be your reward.

14. Do not imagine that I have come to bring peace to mankind on this Earth. O no, only the sword and war instead.

15. For, men must be impelled to all kinds of activity through distress and hardships or they would become lazy, fatted oxen that fatten themselves for eternal death.

16. Distress and hardship bring about fermentation upon fermentation in man from which in the end something spiritual could develop.

17. One could, of course, say: “Through distress and hardship also anger, vengeance, murder and manslaughter arise, also envy, hardheartedness and persecution.” That is indeed true, but bad as all that is, the result is nevertheless better than from idle rest which is dead and brings neither good nor bad results.

18. Therefore I tell you: let a person be really warm or completely cold where I am concerned, but a lukewarm one I will spit out from My mouth.

19. I prefer an energetic enemy to a lukewarm friend, for the energetic enemy will challenge Me to full activity, so that I may either win him over or make provision to prevent him from harming Me. Beside a lukewarm friend, however, I become lukewarm Myself and if I should get into difficulties, will the lukewarm friend be of any use to Me?

20. Therefore, also a lukewarm ruler is a pest for his people, for then the nation’s spirit decays and the people all turn into voracious oxen and beasts of burden. But a severe and even tyrannical ruler causes the people to be alive and there is activity everywhere so as not to incur punishment. And if a tyrant goes too far the people will rise in great numbers and rid themselves of their tormentor.

21. I think I have now said enough about the value of activity and am convinced that all of you have understood this lesson. Therefore, if someone wants it and feels a need for a sleeping rest for his body, let him seek a bed, but who wants to sit up with Me through the night, let him remain here.’ There they all said: ‘Lord, how could we sleep when You are sitting up? Only the mother Mary seems to need a rest for her body, and so You could send her to bed.’

22. But Mary, although she had dozed a little in an armchair behind Me, heard these words, sat up and said with great friendliness to the speaker: ‘Friend, you who usually speak for your fellow-disciples, I tell you that your concern for me is rather futile. For, see, for the sake of my Lord I have sat up for probably hundreds of sleepless nights and am still alive – and if it is His will I will again go through as many sleepless nights and not lose my life. Therefore, do not concern yourselves about me all of you, it is sufficient that One looks after me.’

23. These words had been addressed to Thomas and he came to Mary and asked her not to regard his good intention unkindly. But Mary comforted him and was very kind about his concern for her, and Thomas felt easier in his mind and soon, quite relieved, resumed his seat.

24. For a while there was now silence. No one spoke, for they all pondered on what had been said and found the truth of it shining ever brighter.

25. Only Matthew said after a while to himself: ‘Tomorrow at daybreak this teaching about activity and rest will be recorded as best as possible on a special tablet, for this so extremely important lesson must on no account be lost to the world.’ And when soon it began to dawn, Matthew kept his word, and this lesson was preserved for a long time and through Jonael and Jairuth reached also Samaria, but in the course of time was considerably distorted and, therefore, also got lost. But while it was still around the people knew it under the name of “the night-sermon.”

Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus – The Lord’s Discussion with Nicodemus

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Das Nachtgespraech von JESUS mit Nikodemus - Grosses Johannes Evangelium Band 1 - Jakob Lorber The Lords discussion with Nicodemus - The Great Gospel of John Volume 1 - Jakob Lorber
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Das Nachtgespräch zwischen Jesus und Nikodemus… Kapitel 17-22
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Einleitende Informationen

Die Begebenheit mit Nikodemus, Pharisäer und Bürgermeister von Jerusalem, also einem “Obersten unter den Juden”, beleuchtet gleich mehrere, äusserst wichtige Themen. So wird offensichtlich, wie hinderlich das materielle Denken und die menschliche Weisheit für das Erkennen Jesu und Seiner Lehre sind.

Es wird dargestellt, was die eigentliche Bedeutung des Begriffes “Wiedergeburt aus Wasser und Geist” ist. Zu guter Letzt erstaunt die Einfachheit des Weges aus dieser scheinbar ausweglosen Situation, auf welche der Herr in seiner phantastischen Weisheit gelenkt hat.

Während im Evangelium Johannes gerade mal 21 Verse des dritten Kapitels die Begegnung beschreiben, ist diese im Grossen Evangelium ganze sechs Kapitel lang, was einerseits auf die Wichtigkeit und andererseits auf die Geduld Jesu hinweist.
Nachfolgend nun eine Sammlung der Schlüsselstellen:

Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus (Kap.17-22) … Der Herr spricht …
17,3 … es kamen sozusagen bei Tag und Nacht in Masse Menschen aller Klassen aus der Stadt zu Mir. Die Armen kamen gewöhnlich am Tage, die Großen, Vornehmen und Reichen aber gewöhnlich in der Nacht, denn sie wollten sich vor ihresgleichen nicht schwach und verfänglich zeigen.

18,1 Es kam aber in der vorletzten Nacht Meines Aufenthaltes in der Nähe von Jerusalem ein gewisser Nikodemus ebenfalls in der Nacht zu Mir, weil er auch ein Vornehmer Jerusalems war; denn er war fürs erste ein Pharisäer, also ungefähr in Amt, Würde und Ansehen das, was gegenwärtig in Rom ein Kardinal ist, und fürs zweite war er als ein reichster Großbürger Jerusalems auch der Oberste der Juden in dieser Stadt; er war der oberste Bürgermeister über die ganze Stadt, von Rom aus dazu bestimmt.

18,2 (Ev.Joh.3,2) Dieser, als der Chef Jerusalems in bürgerlicher Hinsicht, kam also selbst in der Nacht zu Mir hinaus und sprach sogleich zu Mir: „Meister! Vergib es mir, daß ich so spät in der Nacht zu Dir komme und Dich störe in Deiner Ruhe; da ich aber vernahm, daß Du diese Gegend verlassen wirst schon des morgigen Tages, so konnte ich nicht umhin, Dir meine gebührende Achtung zu bezeugen. Denn siehe, ich und mehrere meines Amtes wissen es nun, nachdem wir Deine Taten beobachtet haben, daß Du als ein ganz echter Prophet, von Gott gesandt, zu uns gekommen bist! Denn die Zeichen, die Du tust, kann niemand verrichten, außer es ist Jehova mit ihm! Da Du sonach ein offenbarer Prophet bist und sehen mußt, wie sehr wir im argen liegen, uns aber dennoch durch Deine Vorgänger das Gottesreich verheißen ist, so sage mir gefälligst, wann dieses kommen wird, und so es kommt, wie man beschaffen sein muß, um in dasselbe zu gelangen?“

18,3 (Ev.Joh.3,3) Auf diese Frage des Nikodemus antwortete Ich ebenso kurz, wie es der Vers angibt, nämlich: „Wahrlich, wahrlich sage Ich dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes weder sehen und noch weniger in dasselbe kommen!“, was soviel sagen will als: „So du deinen Geist nicht durch Wege, die Ich dir mit Meiner Lehre und Tat zeige, erweckest, kannst du das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht einmal erkennen, geschweige in dessen lebengebende Tiefen eindringen!“

18,4 Daß der sonst biedere Nikodemus solche Meine Rede, wie der Verfolg es zeigen wird, nicht begriffen hat und sich an ihm alsogleich bewahrheitete, daß man nämlich das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht von ferne hin fassen kann, so man nicht geweckten Geistes ist, zeigt klar und deutlich der nächste Vers, laut dem Mich Nikodemus, ganz verblüfft ob solcher Meiner Rede, fragt und sagt:

18,5 (Ev.Joh.3,4) „Aber, lieber Meister, was Sonderbares doch sprachst Du vor meinen Ohren? Wie möglich wohl kann ein Mensch noch einmal geboren werden? Kann denn ein Mensch, der groß, alt und steif geworden ist, durch das enge Pförtchen in seiner Mutter Leib steigen und sodann daraus zum zweiten Male geboren werden?! Sieh, sieh, lieber Meister, das ist eine völlig unmögliche Sache! Entweder weißt Du vom kommenden Gottesreiche nichts oder wenigstens nicht das Rechte, oder Du weißt darum und willst es aber mir nicht sagen aus Furcht, daß ich Dich aufgreifen und ins Gefängnis werfen ließe. Oh, des sei du völlig unbesorgt; denn ich habe noch nie jemanden seiner Freiheit beraubt, außer er war ein Mörder oder ein großer Dieb. – Du aber bist ein großer Wohltäter der armen Menschheit und hast nahe alle Kranken von Jerusalem geheilt, wunderbar durch die Kraft Gottes in Dir; wie sollte ich dann mich an Dir vergreifen können?!

18,6 Aber glaub es mir, lieber Meister, mir ist es ernst um das kommen sollende Gottesreich! Darum, so Du davon etwas Näheres kennst, sage es mir auf eine Weise, daß ich’s fassen kann! Gib Himmlisches mit himmlischen und Irdisches mit irdischen Worten, aber in wohlverständlichen Bildern, sonst nützt mir Deine Belehrung noch weniger als die altägyptische Vogelschrift (Hieroglyphen), die ich weder lesen und sonach noch weniger verstehen kann. Ich weiß es nur zu bestimmt aus meinen Berechnungen, daß das Reich Gottes schon da sein muß, nur weiß ich noch nicht, wo und wie man in dasselbe kommt und in dasselbe aufgenommen wird. Diese Frage möchte ich von Dir ganz verständlich und klar beantwortet haben.“

18,7 (Ev.Joh.3,5) Auf diese abermalige Frage gab Ich dem Nikodemus genau wieder die Antwort, wie sie in vorstehendem 5. Verse (von Joh.3) vorkommt; sie ist von der ersten nur dadurch unterschieden, daß es hier näher bestimmt wird, woraus man eigentlich wiedergeboren werden muß, um ins Gottesreich zu kommen, nämlich aus dem Wasser und aus dem Geiste, was soviel sagen will als:

18,8 Die Seele muß mit dem Wasser der Demut und Selbstverleugnung gereinigt werden (denn das Wasser ist das urälteste Symbol der Demut; es läßt alles aus sich machen, ist zu allem dienstfertig und sucht sich stets die niedersten Stellen der Erde aus und fliehet die Höhen) und dann erst aus dem Geiste der Wahrheit, die eine unreine Seele nie fassen kann, da eine unreine Seele gleich ist der Nacht, während die Wahrheit eine Sonne voll Lichtes ist, die allenthalben Tag um sich verbreitet.

18,9 Wer demnach in seine durch die Demut gereinigte Seele die Wahrheit aufnimmt und diese tatsächlich als solche erkennt, den macht dann ebensolche Wahrheit im Geiste frei, und diese Freiheit des Geistes oder das Eingehen des Geistes in solche Freiheit ist dann auch das eigentliche Eingehen in das Reich Gottes.

18,10 Aber eine solche Erklärung gab Ich freilich dem Nikodemus nicht, und das darum nicht, weil er sie in seiner Erkenntnissphäre noch weniger begriffen hätte als den kurzen verhüllten Grundsatz selbst. Er fragte Mich daher auch wieder, wie solches zu verstehen wäre.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Sage Ich zu ihm: „Ich habe zu dir schon gesagt, daß du dich dessen nicht gar so wundern sollst, so Ich zu dir gesagt habe: Ihr müsset alle von neuem geboren werden!“

19,5 (Ev.Joh.3,8) „Denn sieh, der Wind wehet, wo er will, du hörest sein Sausen, aber du weißt es dennoch nicht, von wo er ursprünglich herkommt; also steht es auch mit einem jeden, der aus dem Geiste kommt und spricht dir gegenüber. Du siehst und hörest ihn wohl; aber da er in seiner geistigen Weise zu dir spricht, so fassest und verstehest du solches nicht, woher er’s hat und was er damit sagt und bezeichnet. Da du aber ein redlicher Weiser bist, so wird es dir zur rechten Zeit schon auch gegeben werden, daß du solche Dinge fassen und verstehen wirst.“

19,6 (Ev.Joh.3,9) Hier schüttelt Nikodemus bedenklich den Kopf und sagt nach einer Weile: „Da möchte ich es von Dir wohl erfahren, wie so etwas zugehen würde! Denn was ich weiß und verstehe, das weiß und verstehe ich in meinem Fleische; wird das Fleisch mir genommen, da werde ich wohl kaum mehr etwas fassen und verstehen! – – Wie, wie – werde ich als Fleisch zu einem Geist, und wie wird meinen Geist dann ein anderer Geist in sich aufnehmen und dann von neuem gebären?! – Wie, wie möglich wird das zugehen?!“

19,7 (Ev.Joh.3,10) Sage Ich zu ihm: „Aber – ein weisester Meister in Israel bist du und kannst solches nicht fassen und begreifen?! – Wenn aber du das nicht fassen kannst als ein Meister der Schrift, was soll dann erst mit vielen anderen werden, die von der Schrift kaum so viel wissen, daß es einst einen Abraham, Isaak und Jakob gegeben habe?“

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) (Der Herr:) „Sieh, niemand fährt gen Himmel als allein Der, Der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, Der gleichfort im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß auch des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben! Sage Mir, fassest du das?“

20,2 Sagt Nikodemus: „Lieber Meister! Wie sollte, wie könnte ich das?! In Dir ist eine eigene Art Weisheit; wie ich Dir schon einmal bemerkt habe, so könnte ich leichter die alte ägyptische Vögelschrift lesen als verstehen Deine Weisheit! Ich muß es Dir nun offen bekennen, daß ich, so mich nicht Deine gewaltigen Taten an Dich fesselten, Dich für einen Narren oder Streichmacher halten müßte; denn in Deiner Weise hat doch nie ein vernünftiger Mensch geredet! Aber Deine Taten zeigen, daß Du als ein Lehrer von Gott zu uns gekommen bist und in Dir eine Fülle göttlicher Macht und Weisheit vorhanden sein muß, ohne die es niemand möglich ist, solche Taten zu vollführen.

20,3 Wo aber das Eins rein göttlich ist, da muß auch das Zwei göttlich sein. Deine Taten, lieber Meister, sind göttlich, und so muß auch Deine Lehre vom Gottesreich auf Erden göttlich sein, ob ich sie fasse oder nicht! …

20,10 Sage Ich: „Du hast nun viele Worte gemacht und hast geredet wie ein Mensch, der von himmlischen Dingen keine Ahnung hat; aber es kann auch nicht anders sein, denn du bist in der Nacht der Welt und magst nicht erschauen das Licht, das aus den Himmeln gekommen ist, um zu erleuchten die Finsternis der Nacht dieser Welt. Einen Dämmerschein hast du wohl, aber dennoch erschauest du das nicht, was dir sozusagen auf der Nase sitzt!“

21,1 (Ev.Joh. 3,16) (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“

21,2 Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“

21,3 Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“

21,4 (Ev.Joh.3,17) „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“

21,11 „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten!

21,12 Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.

21,13 So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“

21,14 (Ev.Joh.3,21) „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!

21,15 Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.

21,16 Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.

21,17 Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“

22,3 Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.

22,4 Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“

22,5 Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann.

22,7 Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie ich’s in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“

22,8 Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast sein; dann sollst du alles erfahren!

22,9 Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an sie, und du wirst am Tage wandeln! …

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The Lord’s discussion with Nicodemus… Chapter 17-22
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – VOLUME 1

From Jesus Christ revealed through the Inner Word by Jakob Lorber

The Lord says …
17,3 … For a great number of people from all walks of life came to Me from the city by day and night. The poor came usually by day, the great, distinguished and rich mostly by night, for they did not want to appear weak and treacherous to their own kind.

18,1 During the last but one night of My stay in the vicinity of Jerusalem, a certain Nicodemus came to me, also by night because he was a person of high rank in Jerusalem. He was not only a Pharisee – who as far as his office, high rank and reputation were concerned could be roughly compared to what at the present time a cardinal in Rome stands for – but he was also a very rich citizen of Jerusalem and chief of the Jewish Council in this city. He was the lord mayor over the entire city, appointed for this office by Rome.

18,2 (Ev.Joh.3,2) This one, as the head of Jerusalem in civic matters, came personally to Me by night and said: ‘Master, forgive me that I come to you so late at night and disturb you in your rest, but when I heard that you will be leaving here tomorrow already, I did wish to pay my respects to you, because I and several of my colleagues, after observing your deeds, are now convinced that you have come to us as a true prophet sent by God, For no one can perform the signs you do, except Jehovah be with him. Therefore, since you are obviously a prophet and must see in what a bad way we are, although the Kingdom of God has been promised to us by your predecessors, would you be good enough to tell me when this will come and, if it does come, what will be required of one to enter it?’

18,3 (Ev.Joh.3,3) My answer to this question of Nicodemus was quite as brief as quoted in the verse, namely: ‘In truth, in very truth I tell you: unless a man has been born over again, he cannot see the Kingdom of God, least of all enter it’, which is to say: ‘If you do not awaken your spirit through ways I show you by My teaching and acts, you cannot even recognize the divine life within My Word, let alone penetrate into its life-giving depths.’

18,4 That the otherwise upright Nicodemus – as is shown in the following – did not understand My words and promptly proved them to be true, namely, that the divine life of My Word cannot be comprehended from a distance unless one’s spirit is wide-awake, is clearly and plainly shown by the next verse according to which Nicodemus asks Me, quite disconcerted by My words:

18,5 (Ev.Joh.3,4) ‘But dear Master, what a peculiar thing have you said? How is it possible for a man to be born again? Can a man who has grown tall, old and stiff enter his mother’s womb through the narrow little door and then be born a second time? This, dear Master, is quite impossible. Either you do not know anything about the coming Kingdom of God, at least not the right thing. or you know, but do not wish to tell me, fearing that I might have you seized and thrown into prison. Oh, do not fear that, for I have never yet had anyone deprived of his freedom, except a murderer or bad thief. You are a great benefactor of poor mankind and have healed almost all the sick in Jerusalem in a miraculous way through God’s power within you. How could I then lay violent hands upon you?

18,6 Do believe me, dear Master, I am, taking the expected Kingdom of God very seriously. Therefore, if you do know any details about it, tell me in a way I can understand. Present heavenly things with heavenly and earthly things with earthly words in well comprehensible pictures, otherwise your information is of less use to me than the ancient Egyptian hieroglyphs which I cannot read, let alone understand. I only know from my calculations that the Kingdom of God must already be here, but so far I do not know where and how one can enter it and be received into it. I would like you to answer this question for me quite clearly, so that I can understand it.’

18,7 (Ev.Joh.3,5) To this reiterated question I gave Nicodemus exactly the same answer as it appears in the above quoted fifth verse. It differs from the previous one only in that here it is stated out of what one must actually be reborn in order to enter the Kingdom of God, namely, out of water and spirit which means to say as much as:

18,8 The soul must be cleansed with the water of humility and self-denial (for water is the most ancient symbol of humility, it allows everything to be done with it, serves in all things and always seeks for itself the lowest places on Earth, fleeing the heights) and only then by the spirit of truth, which an impure soul cannot ever conceive. An impure soul is like the night, whereas truth is a sun full of light, which causes to be day all around it.

18,9 Therefore, whoever absorbs truth into his soul cleansed through humility and really recognizes this as such, is set free in spirit through this truth. This freedom of the spirit, or the entering of the spirit into such freedom, is then also the actual entering into the Kingdom of God.

18,10 But I did not give Nicodemus such an explanation, because in his sphere of cognition he would have comprehended it even less than the short, veiled principle itself. Therefore, he asked Me again how this was to be understood.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Say I to him: ‘I have already told you that you should not be so astonished when I say: You must all be born over again.

19,5 (Ev.Joh.3,8) For see, the wind blows where it will. You hear its sound, but you still do not know where it originally comes from. It is the same with everyone who comes from the spirit and speaks to you. You do see and hear him, but since he speaks to you in his spiritual way, you do not grasp it, nor do you understand from where he received it or what he actually says and means. But because you are an honest man of wisdom, it will be given you in due course that you can grasp and understand such things.’

19,6 (Ev.Joh.3,9) Here Nicodemus shakes his head doubtfully and says after a while: ‘Then I would like to hear from you how this is possible. For what I know and understand, I do know and understand in my flesh. Once my flesh has been taken from me, I shall hardly be able to grasp and understand anything any longer. How, oh how do I as flesh become a spirit, and how will another spirit then absorb my spirit and this be born again? How, oh how can this be possible at all?’

19,7 (Ev.Joh.3,10) Say I to him: ‘What? You are a wise master in Israel and cannot comprehend this? But if you, as a master of Scripture, cannot grasp this, what shall become of the many others who hardly know from the Scripture that there have once been an Abraham, Isaac and Jacob?

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) The Lord, ‘Behold, no one ascends to Heaven except the one who has come down from Heaven, namely, the Son of Man who resides in Heaven. And as Moses in the wilderness lifted up a serpent, thus also the Son of Man must be lifted up, so that all who believe in Him may not be lost, but have eternal life. Tell Me, do you understand this?’

20,2 Says Nicodemus: ‘Dear Master, how could I understand it? You possess a strange kind of wisdom. As I mentioned before, it might be easier for me to read the ancient Egyptian hieroglyphs than understand your wisdom. I must now honestly admit that if I were not captivated by your mighty deeds, I would have to regard you as a fool or one who likes to play tricks, for no sensible man has ever spoken the way you do. But your deeds show that you have come to us as a teacher from God, and you must possess an abundance of divine might and wisdom without which no one is able to perform such acts.

20,3 And where the ‘one’ is purely divine, also the ‘two’ must be of God. Your deeds, dear Master, are divine and so must also be your teaching about the Kingdom of God on Earth, whether I understand it or not! …

20,10 I say: ‘That was a lengthy discourse, and you have spoken like a man who knows nothing of heavenly things. But it cannot be any different, for you are in the night of the world and not inclined to see the light that has come from the Heavens to illumine the darkness of the world’s night. You do possess a slight gleam, but still do not recognize what is practically under your very nose.’

21,1 (Ev.Joh. 3,16) I say: ‘I tell you: God is love and the Son is His wisdom. And God loved the world so much that He gave His only-begotten son, that is, His wisdom, emanating from Him from eternity, into this world that all who believe in Him may not die but have eternal life. Tell Me, is this too incomprehensible to you?’

21,2 Says Nicodemus: ‘I have the feeling as if I should understand it, but then I really do not understand. If only I knew where the Son of Man fits in, then I should be all right. You also spoke of God’s only-begotten Son, whom God’s love gave into the world. Are the ‘Son of Man’ and ‘God’s only-begotten Son’ one and the same individual?’

21,3 I say: ‘Look here. I have a head, a body and hands and feet. The head, the body, hands and feet are flesh, and this flesh is the Son of Man, for what is flesh comes from the flesh. but in this Son of Man who is flesh there dwells God’s wisdom, and that is God’s only-begotten Son. Not God’s only-begotten Son, but only the Son of Man will,
like the brazen Moses-serpent in the wilderness, be lifted up, and many will be taking offence at that. Those who do not take offence but believe and will adhere to His name, to them He will give the power to be called children of God, and their life and kingdom will be everlasting.

21,4 (Ev.Joh.3,17) You must not expect some judgment of the world as for instance wars, floods or even a fire from the Heavens consuming all the heathens. For see, God did not send His only-begotten Son (divine wisdom) into the world (into this human flesh) to judge (destroy) this world, but to fully save it, that is, that also the flesh might not perish, but may rise to eternal life together with the spirit. (Under flesh in this case not so much the actual flesh of the body is to be understood, but rather the fleshly desires of the soul.) However, in order to attain to this, the material feelings of exaltation in the flesh must be eradicated by belief, namely belief in the Son of Man that He has come into the world, born from eternity out of God, so that all shall have eternal life who believe in His name and adhere to it.

21,11 See, all those who are ill-disposed and act accordingly are the ones whose works are bad. Whosoever loves and practices such acts is an enemy of the light, hates it and will do all in his power to avoid it, so that his evil works, which he knows are tabooed by the light and judged, should not in the light be recognized in their ugliness and punished.

21,12 And see, therein consists the actual judgment, but what you understand as judgment, is not the judgment, but only a punishment following the judgment.

21,13 If you enjoy walking in the night, that is already a judgment of your soul, since you prefer the night to the day. But if you then knock against something and hurt yourself badly or even fall into a hole or deep ditch, such a knocking or fall is not the judgment, but only the consequence of the judgment within you who love the night and hate the day.

21,14 (Ev.Joh.3,21) If, however, you are a friend of the light, the day and the truth out of God, you will also act in accordance with divine truth and will surely long for your works to come to the light and be revealed to everyone, for you know that your works, because they were done in the light of truth out of God, are good and righteous and thus deserve appreciation and visible reward.

21,15 Therefore, who is a friend of the light will not walk in the night but by day, and he will recognize the light immediately, because he is from the light, and this light is called – faith of the heart.

21,16 Thus, whoever believes in the Son of Man that Jew is a light out of God, has already life within him. But who does not believe, has already the judgment within him, and the judgment is the very unbelief.

21,17 I think you will have understood Me now.’

22,3 I tell you: if someone seeks the Son of Man by night, afraid to do so during the day in front of all the people, thus risking his reputation, he will not find what he is seeking, for you, as a very wise man among the Jews, will surely know that the night, whatever kind of night it may be, is not at all suitable for seeking and finding. Therefore, who seeks the Son of Man must seek him by day and not by night, then he will allow himself to be found.

22,4 Only that I tell you: go to John who because of the water is at present baptizing at Enon near Salim. He will tell you whether the only-begotten Son of God is already here or not. There you shall get to know him.’

22,5 Says Nicodemus: ‘Oh, oh, dear Master, that will not be easy, for all my days are too busy. Bear in mind that in the city and nearest surroundings there are dwelling, including aliens, over 800,000 people whom I, as there head, have in my care. In addition to that I have to attend daily to temple business which cannot be put off…

22,7 For see, a great change has taken place within me. I love, my dear Master, more than anything I have ever valued, and this love tells me in a way: You yourself are the One for whose sake you bade me to Enon to John. Maybe it is not as I feel it within me, but be that as it may, I love you with all my heart since I recognize in you a great Master of true divine wisdom. Your deeds, the likes of which no one before you has ever performed, have filled me with deepest wonder, but your great wisdom had captivated my heart even more for you, you dear Master. I love you. Do tell me whether my heart gives a right testimony about you?’

22,8 I say: ‘Have a little more patience and everything will become clear to you. In a short while I will return to you and be your guest, then you shall come to know everything.

22,9 But do follow the prompting of your heart, which will teach you in a moment more than all the five books of Moses and all the prophets. For see, nothing in man is true, except love. Therefore, adhere to it and you will be walking by day. …

 

Der reiche Jüngling – The rich Man

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JESUS OFFENBART der reiche Juengling aus dem Grossen Johannes Evangelium an Jakob Lorber The-rich-Man out of the Great Gospel of John - Volume 5 - Jakob Lorber
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Der reiche Jüngling… Kapitel 258
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 5

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber Einleitende Informationen Jesus wies durch Evangelist Johannes mehrmals darauf hin, daß die Evangelien längst nicht alle Lehren und Taten Jesu überliefern, u.a. weil die Menschen dies damals nicht verstanden und verkraftet hätten. (Johannes.20,30 | Johannes.21,25 | Johannes.16,13) Jesus verhieß aber im Johannesevangelium deutlich und klar, daß er später durch Propheten den gesamten Umfang (Johannes.14,26) seiner Lehren und Taten wiederoffenbaren werde. Es werde also eine ‘Neuoffenbarung’ erfolgen. Darauf wies u.a. auch Hildegard von Bingen hin. Diese spätere Wieder-Offenbarung der gesamten Lehre und Taten Jesu werde unverhüllt-offen (Johannes.16,25 | Johannes.14,21) geschehen und durch inneres Hören (durch wörtliche, innere Diktate) (Johannes.16,13) erfolgen. Alle diese biblischen Verheißungen Jesu über eine ‘Neuoffenbarung’ seiner ganzen Lehre und Taten treffen in vollem Umfang auf den Inhalt der 10 lebendig und spannend geschriebenen Bände des ‘Großen Evangeliums Johannes’ durch Jakob Lorber zu! Das nachfolgend wiedergegebene Kapitel 258 ist somit ein kleiner Ausschnitt mitten aus dem damaligen grossartigen Geschehen. Wer mehr wissen möchte, darf hier aus dem “Vollen” schöpfen…

258. Kapitel – Der reiche Jüngling (Matthäus 19, 16-26)
1. Als wir eine kleine Stunde Weges vom Orte, wo wir waren, entfernt waren, da kam uns ein junger Mensch aus ebendemselben Orte auf dem Wege entgegen. Er war auch am gestrigen Abende Zeuge gewesen von Meinen Taten und Lehren und war dazu für seine Jugend sogar ein ganz tüchtiger Schriftgelehrter, aber nicht von Profession. Als er Mich ersah und erkannte, da trat er Mir entgegen, hielt Mich auf und bat Mich, ihm zu erlauben, eine Frage an Mich zu stellen.

2. Ich tat das, und er sprach: „Guter Meister, was soll ich denn alles für Gutes tun, um dasjenige ewige Leben, von dem gestern deine Jünger bei dem griechischen Wirte Rauris gar soviel Wunderherrliches und sicher sehr Wahres erzählten, zu erlangen auf einem kürzeren Wege, als ihn deine Jünger bezeichneten? (Matth.19,16)

3. Ich aber sah ihn ernst an und sagte zu ihm: „Wie kannst du Mich, der Ich dir bekannt nur ein Mensch bin, als selbst ein Schriftgelehrter gut heißen? Weißt du denn nicht, daß außer Gott niemand gut ist? – So du aber zum ewigen Leben eingehen willst, da halte die Gebote!“ (Matth.19,17)

4. Hier fragte der Mensch weiter und sagte: „Welche Gebote denn?“ – Diese Frage aber stellte er darum, weil er meinte, daß Ich dafür etwa ganz neue und völlig unbekannte Gesetze habe.

5. Ich aber sagte zu ihm: „Die, welche Moses gegeben hat, als: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst kein falsches Zeugnis geben! (Matth.19,18) Ehre Vater und Mutter; und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (Matth.19,19)

6. Hierauf fragte der Jüngling: „Wen aber soll oder kann ich als meinen Nächsten ansehen?“

7. Hierauf erzählte Ich ihm das bekannte Gleichnis vom barmherzigen Samariter, und er begriff nun, wer als sein Nächster anzusehen sei.

8. Als er aber solches von Mir vernommen und auch eingesehen hatte, da sagte er darauf: „Wenn also, da gebe ich dir die volle Versicherung, daß ich das alles schon von meinem Knabenalter an getan habe! Was fehlet mir noch?“ (Matth.19,20)

9. Und Ich erwiderte ihm: „So du aber ganz vollkommen sein willst, da gehe hin und verkaufe alle deine irdischen Güter und verteile sie unter die Armen, so wirst du dir damit einen Schatz im Himmel gründen! Darauf komme und folge Mir nach; da werde Mein Jünger und lerne von Mir die Geheimnisse des Himmelreiches kennen!“ (Matth.19,21)

10. Als der junge Mann aber solches von Mir vernommen hatte, da ward er traurig, dieweil er viele und große Güter hatte, kehrte Mir den Rücken und ging seines Weges weiter. (Matth.19,22)

11. Des wunderten sich die Jünger, und sie sagten: „Das ist aber doch sonderbar! Der Mensch schien recht gut dessen innezusein, daß aus Dir ein Gottesgeist redet; aber der eitlen Weltschätze wegen kehrte er dem allmächtigen Gottgeiste lieber den Rücken, als daß er Seiner Mahnung Folge geleistet hätte! Sonderbar, überaus sonderbar! Was ist dereinst mit einem solchen Menschen?“

12. Sagte Ich: „Ein Reicher wie dieser wird schwerlich ins Himmelreich kommen! (Matth.19,23) Habet acht darauf, was Ich euch da noch weiteres sage! Wahrlich, es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein solcher Reicher komme ins Reich Gottes!“ (Matth.19,24)

13. Da aber die Jünger auf dem Wege solches von Mir vernahmen, da entsetzten sie sich sehr und sagten: „O je, o weh, – wenn also, wer kann da ins Himmelreich kommen und selig werden?! (Matth.19,25)

14. Ich aber sah die sehr verlegen gewordenen Jünger freundlich an und gab ihnen damit einen Trost, daß Ich zu ihnen sagte: „Bei den Menschen wäre so etwas wohl freilich unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich!” … usw.

*******

The rich man – Chapter 258
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 5

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber (Matthew 19:16-26)
1. When we were a short hour’s journey from the place where we had been, a young man from the very same place came to us along the path. He had also been a witness the evening before of My deeds and teaching and had been even a very competent scribe for his young age, but not by profession. When he saw and recognized Me, he stopped Me and asked Me to allow him to ask Me a question.

2. I did that and he spoke: “Good Master, what good thing shall I do that I may obtain eternal life, of which your disciples told so many wonderful and certainly very true things yesterday at the Greek innkeeper Rauris’, and achieve it on a shorter path than the one that your disciples described?” (Mt.19:16)

3. But I looked at him seriously and said to him, “Why are you calling Me, who as far as you know am only a man, as a scribe yourself, good? Do you not know that apart from God no-one is good? But if you want to enter into eternal life, then keep the commandments!” (Mt.19:17)

4. Then the man asked further and said, “Which commandments then?” But he asked this question because he thought that I had some very new and fully unknown commandments.

5. But I said to him, “Those which Moses gave: You shall not commit murder, you shall not commit adultery, you shall not steal, you shall not bear false witness! (Mt.19:18) Honor you father and mother, and you shall love your neighbor as yourself!” (Mt.19:19)

6. Then the young man asked, “But who should or can I see as my neighbor?”

7. At this I told him the familiar comparison of the compassionate Samaritan, and he now understood who was to be seen as his neighbor.

8. But when he had heard such things from Me and also accepted them, he then said, “If it is so, then I give you the fullest assurance that I have kept these things since my childhood! What am I still lacking?” (Mt.19:20)

9. And I answered him, “If you want to be complete, go and sell all your earthly possessions and give to the poor, and you shall have treasure in heaven; and come, follow Me; become My disciple and learn from Me the secrets of the kingdom of heaven! (Mt.19:21)

10. But when the young man had heard such a thing from Me, he became grieved, because he had many and great goods, turned his back to Me and went on his way. (Mt.19:22)

11. The disciples were surprised and they said, “But that is very strange! The man seemed to be very sure that the spirit of God was speaking from You; but for the sake of the vain treasures of the world he preferred to turn his back on the all-powerful spirit of God than to obey His command! Strange, extremely strange! What will happen to such a person one day?”

12. I said, “It is hard for a rich man like this to enter the kingdom of heaven! (Matth.19,23) Pay attention to what else I will say to you all! Truly, it is easier for a camel to go through the eye of a needle than for a rich man to enter the kingdom of God!” (Mt.19:24)

13. And when the disciples heard such a thing from Me, they were very astonished and said, “Oh dear – if it is so, then who can enter the kingdom of heaven and be saved?!” (Mt.19:25)

14. But I looked at the very embarrassed disciples in friendship and gave them comfort by saying, “With men such a thing would indeed be impossible; but with God all things are possible! …etc.

Segensreiche Armut… Armut ist keine Strafe – Blessed Poverty… Poverty is no Punishment

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Das Grosse Johannes Evangelium Jakob Lorber-Segensreiche Armut-Armut ist keine Strafe-Armut ist ein Segen-1280 The Great Gospel of John Jakob Lorber-Blessed Poverty-Poverty is no Punishment-Poverty is a Blessing
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Segensreiche Armut… Armut ist keine Strafe

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES BAND 1 – Kapitel 132 & 133
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Nachfolgende Begebenheit wird in der Heiligen Schrift ganz kurz gestreift. In Matthäus 9, 36-38 ist zu lesen:
“9,36 Und als er das Volk sah, jammerte es ihn; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
9,37 Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.
9,38 Darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter in seine Ernte sende.”

Kapitel 132. Im galiläischen Hungerdörfchen

1. Es war aber ein großes Elend der unter allerlei Druck verschmachteten Menschen besonders in den Märkten und Dörfern anzusehen. Physisch und psychisch waren sie zerstreut und verschmachtet gleich Schafen unter den Wölfen ohne auch nur einen Hirten. (Matth.9,36) Da Mich solch zerrütteter Zustand der armen Völker überaus dauerte, so sprach Ich wie zu Sichar am Brunnen: „Die Ernte ist groß; aber der Arbeiter sind wenige! (Matth.9,37) Bittet darum den Herrn, daß Er Arbeiter in Seine Ernte sende! Denn diese Armen sind reif zum Reiche Gottes, und der Acker, auf dem sie stehen, ist groß. Sie schmachten und lechzen nach Licht, Wahrheit und Erlösung! Aber Arbeiter, Arbeiter! Wo sind diese?!“ (Matth.9,38).

2. Sagen die Jünger: „Herr, so Du uns für tüchtig hieltest, könnten wir uns denn nicht verteilen und nehmen ein jeglicher eine Stadt und einen Markt?“ Sage Ich: „Wir sind nun auf dem Wege nach einem ärmsten Dorfe. So wir das Dorf werden erreicht haben, werde Ich die Fähigsten und Kräftigsten aus euch erwählen und hinaussenden in die vielen Gegenden und Ortschaften, und ihr werdet sodann das alles tun, was Ich tue und getan habe vor euch. Aber nun eilen wir dem Dorfe zu!“

3. In einer kleinen halben Stunde hatten wir das Dörfchen erreicht und fanden allda ein wahrhaft beispielloses Elend. Eltern und Kinder gingen buchstäblich nackt herum und behängten mit Laubwerk zur Not ihre Scham. Als das Völkchen uns ankommen sah, eilte alles, groß und klein und jung und alt, uns entgegen und bat uns um ein Almosen; denn es war eine große Not unter ihnen. Kinder weinten und hielten ihre Hände über ihre Bäuchlein; denn sie waren sehr hungrig, da sie schon zwei volle Tage hindurch nichts gegessen hatten, und die Eltern verzweifelten, teils aus eigenem Hungerschmerz und mehr aber noch ihrer um Brot und Milch bittenden Kindlein wegen.

4. Petrus, den dieser Anblick durch und durch ergriff, fragte einen gar bieder aussehenden alten Mann, sagend: „Freund, wer hat euch denn gar so elend gemacht? Wie seid ihr in diesen Zustand gekommen? War ein Feind bei euch und hat euch alles geraubt und, wie ich’s merke, sogar eure Häuser schmählichst verwüstet? Denn ich sehe nur Wände, über denen keine Dächer und Söller sich befinden, und eure mir bekannten Kornkammern liegen im Schutte. Wie, wie ging denn das zu?“

5. Sagte der gefragte Mann mit weinender Stimme: „O ihr lieben und sicher guten Menschen! Das hat die unbegrenzte Härte und Habsucht des Pachtkönigs Herodes getan! Sein Vater war des Satans linker – und er ist dessen rechter Arm. Wir konnten die verlangten Steuern nicht aufbringen, die er vor zehn Tagen von uns verlangt hatte; seine Häscher gaben uns einen Termin von sechs Tagen. Was waren aber die sechs Tage? In dieser Zeit verzehrten die Häscher nahe allen unsern bessern Vorrat und nahmen am siebenten Tage, da wir die verlangte unerschwingliche Steuer unmöglich zahlen und entrichten konnten, alles, was wir hatten, und ließen uns mit der genauesten Not kaum noch dies nackte elende Leben! O Freunde, das ist hart, unendlich hart! Wenn uns Gott nicht hilft, so verhungern wir samt unsern Kindern heute noch! Helft uns doch, was ihr vermöget! Wenn uns die bösen Knechte Herodis nur nicht bis auf die Haut ausgezogen hätten, so könnten wir doch betteln gehen; aber wohin sollen wir in diesem Zustand gehen? Für unsere Kinder ist es nach allen Seiten hin zu weit; und wir sind, wie ihr es sehet, so nackt wie im Mutterleibe! O Gott, o Gott, warum mußten denn gerade wir gar so entsetzlich elend gemacht werden? Welche aller unserer Sünden hat uns denn vor Dir, o Jehova, solch eine Strafe zugezogen?“

6. Da trete Ich zum alten Manne und sage: „Freund! Dies hat an euch nicht eure Sünde, die vor Gott als die kleinste in ganz Israel befunden ist, sondern die Liebe Gottes getan!

7. Ihr waret zwar am meisten rein in ganz Israel; aber es klebte dennoch manch weltlich Gelüste an eurer Seele. Gott aber, der euch liebhat, sah das und wollte euch auf einmal frei machen von aller Welt, auf daß ihr nun vollends fähig sein sollet, aufzunehmen die Gnade eures Vaters im Himmel. Das ist nun geschehen, und ihr seid nun für alle Zeiten sicher vor Herodes. Bei denen nämlich seine Habsucht die volle Beraubung zuläßt, von denen hebt er dann auch nimmer Steuern ein; denn die zu Bettlern gemachten Untertanen werden aus dem Steuerbuche gelöscht.

8. Und sehet, also seid ihr denn nun mit einem Hiebe von aller Welt frei gemacht! Das ist die größte Wohltat Gottes an euch, und ihr könnt nun einmal vollernstlich pur für eure Seelen zu sorgen anfangen.

9. Ich sage euch aber: Bauet in der Zukunft keine reich aussehenden Häuser, sondern errichtet euch notdürftige Hütten, und es wird von euch niemand mehr Steuern verlangen, außer der alleinberechtigte König Roms; und der verlangt nur zwei bis drei vom Hundert. Habt ihr etwas, so könnt ihr’s geben, und habt ihr nichts, so seid ihr frei. Wir wollen aber davon später mehreres reden.

10. Nun aber geht in eure dachlosen Häuser; dort werdet ihr Speise und Kleidung finden! Stärket euch und bekleidet euch und kommet dann wieder, und Ich werde dann Weiteres mit euch verabreden!“

133. Kapitel

1. Als die Armen alle das vernehmen, eilen sie dankbarst gläubig in ihre halbzerstörten Wohnhäuser und können nicht genug erstaunen, als sie die Tische mit guter und hinreichender Speise bedeckt finden und also auch Kleider aller Art, für alt und jung, groß und klein, und das für beiderlei Geschlecht unterschiedlich. Eines fragt das andere, wie solches herging. Und keines weiß dem andern einen Bescheid zu geben.

2. Als sie aber auch ihre Speisekammern wohlbestellt finden, sagen Weiber und Kinder zu den Männern: „Das hat Gott getan! Er, der in der Wüste vierzig Jahre hindurch Manna regnen ließ und ernährte also wohl Seine Kinder über Steinen und Sand, darauf kein Gras wuchs, wie hätte Er uns nun sollen verschmachten lassen wollen, da wir nun wie allzeit zu Ihm gefleht haben!? Oh, das ist gewiß: Gott verläßt die, die zu Ihm flehen, nimmer!

3. David, der große König, flehte zu Gott, als er elend ward, und Gott half ihm aus seiner großen Not, und es ist noch nie gehört worden, daß Gott die nicht erhört hätte, die bei Ihm Hilfe suchten; es wäre aber ein nie dagewesenes Wunder, so Gott uns nicht erhört hätte in solcher unserer größten Not. Denn Gott ist ja allzeit voll Liebe für die, die zu Ihm rufen: ,Abba, lieber Vater!‘ Darum wollen wir Ihn aber von nun an auch lieben über alles, alles, alles! Er ganz allein ist unser Retter! Aus den Himmeln hat unser heiligster Vater uns das alles geschickt durch Seine heiligen Engel!“

4. Sagt der alte Mann, der gerade zu dieser Familie gehörte, und zu der immer das ganze Dorf zusammenkam, um zu vernehmen seine Weisheit; denn er war in der Schrift wohlbewandert: „Meine Kinder, Freunde und Brüder! Es heißt in der Schrift ja: ,Aus dem Munde der Kleinen und Unmündigen will Ich Mir ein Lob bereiten!‘ Und sehet, hier haben wir es vor unseren Augen und Ohren! Der liebe Vater hat uns angesehen in Seiner großen Erbarmung und hat solches an uns getan! Ihm darum alle unsere Liebe und alles Lob aus dem Munde unserer Säuglinge! Denn unseres Mundes Lob ist nicht rein genug, um dem Allerheiligsten wohlzugefallen; darum hat Er Selbst Sich den Mund unserer Säuglinge zubereitet. Aber nun gehen wir hinaus zu dem jungen Manne, der uns in unsere Häuser beschied und sicher wohl gewußt hat, was Gott an uns getan hat! Er muß ein großer Prophet sein, – vielleicht gar Elias, der noch einmal vor dem erhofften und schon seit lange her verheißenen Messias kommen soll!“

5. Sagt ein kleines Kind, das kaum zu reden angefangen hatte: „Vater! Wie, wenn dieser Mann selbst der große Verheißene wäre?“

6. Sagt der Alte: „O Kind, wer löste nun so klar deine Zunge? Denn du sprachst nun nicht wie ein Kind, sondern wie ein Weiser im Tempel zu Jerusalem!“

7. Sagt das Kindlein: „Das weiß ich nicht, lieber Vater; aber daß mir vorher das Reden schwer fiel und nun überaus leicht, das weiß ich wohl. Wie aber mag dich das nun wundern? Stehen wir doch unter lauter Wundern Gottes!“

8. Sagt der Alte, das Kindlein an sein Herz drückend: „Ja, ja, du hast recht! Es ist nun alles ein Wunder, und du hast dich sicher nicht geirrt, so du den jungen Mann gar für den Messias ansiehst. Denn für uns ist Er es sicher! Aber nun gehen wir hinaus zu Ihm und wollen auch Ihm im Namen Jehovas den pflichtschuldigsten Dank darbringen! Denn Er ist offenbar von Gott zu uns gesandt worden. Und so eilen wir nun zu Ihm hinaus!“

9. Sie eilen nun alle hinaus zu Mir, und die Kindlein sind die ersten, die zu Meinen Füßen hinstürzen und sie mit ihren unschuldigen reinsten Dank- und Freudentränen benetzen!

10. Ich aber sehe empor zum Firmamente und sage laut: „Ihr Himmel! Da schauet herab und lernet es von diesen Kindlein, wie euer Gott und Vater gelobt werden will! O du Schöpfung, wie endlos groß und alt bist du, und wie zahllos groß ist deiner weisen Bürger Menge, und doch mochtest du den Weg zum Herzen deines Schöpfers, deines Vaters, nicht finden wie diese Kindlein!“ Darum sage Ich euch: „Wer nicht wie diese Kleinen kommt zu Mir, der wird nicht finden den Vater!“

11. Darauf setzte Ich Mich und segnete und herzte die Kindlein. Und das kleine Kindlein sagte zum Alten, der da, sich gar nicht zurechtfinden könnend, ausrief: „Wie das? Wie so? Wie sollen wir das fassen?“ –: „Vater, hier ist mehr als Elias, mehr als dein Messias! Hier ist der Vater Selbst, der gute Vater, der uns gebracht hat Brot, Milch und Kleidung!“

12. Der Alte fängt an zu weinen; das Kindlein aber legt sein Köpfchen an Meine Brust, fängt an sie zu küssen und zu streicheln und sagt nach einer Weile: „Ja, ja, ich höre es; hier in dieser Brust schlägt das wahre gute Vaterherz! Oh, wenn ich es nur auch küssen könnte!“ Sagt der Alte: „Aber Kindchen, sei doch nicht unartig!“

13. Sage Ich: „Werdet alle so unartig, sonst werdet ihr dem Vaterherzen nimmer so nahe kommen wie dies liebste Kindlein!“

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Blessed Poverty… Poverty is no Punishment

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 1 – Chapter132 & 133
Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Matthew 9:36-38:
“36 But when He saw the multitudes, He was moved with compassion for them, because they were weary and scattered, like sheep having no shepherd.
37 Then He said to His disciples, ‘The harvest truly is plentiful, but the laborers are few.
38 Therefore pray the Lord of the harvest to send out laborers into His harvest.'”

Chapter 132 – In the Galilean village of Hunger

1. There was much misery to be found among the people languishing under all kinds of oppression, especially in the markets and villages. Physically and psychically they were scattered and dying like sheep among the wolves without any shepherd. (Matth.9:36) Since I deeply regretted the poor people’s desperate plight, I spoke as I did in Sychar at the well: ‘The crop is heavy, but laborers are scarce. (Matth.9:37) Therefore, beg the Lord to send laborers to harvest His crop. For these poor people are ripe for the Kingdom of God and the field where they are is large. They languish and thirst for light, truth and salvation. But laborers, laborers. Where are they?’ (Matth.9:38).

2. Say the disciples: ‘Lord, if You should consider us capable, could we not spread out and each of us take a city or a market?’ I say: ‘We are now on the way to an extremely poor village. Once we have reached it I shall select the most capable and strongest among you and send you out into the different regions and places, and then you will be doing all that which I am doing and have done in your presence. But now let us hurry towards the village.’

3. In less than half an hour we had reached the little village where we found truly indescribable misery. Parents and children were walking about literally naked, covering their nakedness with foliage. When the people saw us approaching everybody, big and small, young and old, came hurrying towards us begging for alms, for they suffered great want. Children were crying, holding their hands over their tummies, for they were very hungry having had nothing to eat already for 2 whole days. The parents were in despair, partly from their own pangs of hunger, but even more so because their little children were asking for bread and milk.

4. Peter, who was very deeply moved by this sight, asked a staunch-looking old man: ‘Friend, who has made you so extremely miserable? How did you get into this plight? Did some enemy come and rob you of everything, even disgracefully ruining your houses as I notice? For I see only walls and no roofs and lofts above them and your granaries, which I knew, are completely destroyed. How did this happen?’

5. Says the man in a tearful voice: ‘O you dear and no doubt good people. This was done by the harshness and greed of the tributary king Herod. His father was Satan’s left, and he is his right arm. We could not raise the taxes which he had demanded of us 10 days earlier. His bailiffs gave us a deadline of 6 days. But what were 6 days? During this time the bailiffs consumed almost all our better provisions and on the seventh day – since we could not possibly raise and pay the exorbitant tax – they took everything we had and we only barely escaped with this miserable life. O friends, this is hard, immensely hard. If God does not help, we shall still today die of starvation together with our children. Do help us in whatever way you can. If only the wicked servants of Herod had not taken all our clothes we could have gone begging, but where could we go in this state? For our children it is too far in all directions and as you can see we are as naked as in the womb. O God, O God, why did we have to be made so terribly miserable? Which one of all our sins before You, O Jehovah, has brought such punishment upon us?’

6. Here I step up to the old man and say: ‘Friend, the cause for this is not your sin, which before God is the most insignificant in all Israel, but God’s love.

7. You were the purest in all of Israel, but some worldly desires were still clinging to your soul. God, however, who loves you, wanted to free you all at once from the world to make you fully capable of absorbing your heavenly Father’s grace. This has now happened and you are now safe from Herod for all times, for from those who have been completely robbed by his greed he never again collects taxes because those subjects who have been made beggars are struck off the tax register.

8. And so you see, you have been freed from the world at a single stroke. That is God’s greatest blessing for you and you can now begin to care for your soul in all earnest.

9. However, I tell you: Do not in future build wealthy looking houses, but erect for yourselves scanty huts, and no one will demand taxes of you, except the exclusively privileged king of Rome. And he demands only 2 to 3 percent. If you have something, you can give it. If you have nothing, you are free. But we shall speak about that later.

10. Now go to your roofless houses. There you will find food and clothes. Refresh yourselves, put on clothes and then come back here and I shall discuss further things with you.’

Chapter 133

1. Hearing this all the poor people hurry with gratitude and faith into their half-destroyed houses and are amazed when they find the tables laden with plenty of good food and also all kinds of clothes for old and young, big and small and for both sexes separately. They ask each other how this has come about, but no one knows the answer.

2. When they find even their larder fully stocked, woman and children say to the men: ‘That has been done by God. He who in the desert had for 40 years manna rain and thus fed His children in an area of rock and sand where no grass grew. He would not have let us die since we have always prayed to Him. O, this is certain: God does not ever forsake the ones who implore Him.

3. David, the great king, prayed to God when he became wretched, and God helped him out of his great misery. God has never been known not to give a favorable hearing to those who sought His help. It would have been an unprecedented case if God had not granted our prayers in this our greatest distress, for God is always full of love for those who call to Him: “Abba, dear Father.” Therefore, let us from now on love Him above all. He alone is our deliverer. Our most holy Father sent us all this from the Heavens through His holy angels.’

4. Says the old man who happened to belong to this particular family where the whole village used to gather to listen to his wisdom, for he was well versed in the Scripture: ‘My children, friends and brothers. It is written: “From the mouth of the little ones and babes I shall have myself praised.” And look, here we have it before our eyes and ears. The dear Father has looked at us in His great mercy and had done this for us. To Him be therefore all our love and praise from the mouth of our babes, for the praise from our mouths is not sufficiently pure to be pleasing to the Almighty. That is why He has prepared for Himself the mouth of our babes. But now let us go outside to the young who sent us to our houses and no doubt knew what God had done for us. He must be a great prophet. Maybe even Elijah who is to come once more prior to the hoped-for and already long since promised Messiah.’

5. Says a little child that has only recently started to talk: ‘Father, could not this Man himself be the great Promised One?’

6. Says the old man: ‘O child, who loosened your tongue so clearly? For you did not speak like a child just now, but like a sage at the temple in Jerusalem.’

7. Says the little child: ‘I do not know about that, only that prior to this talking was so difficult for me and now so very easy, that I do know. But why should this surprise you, since we are surrounded by God’s wonders?’

8. Says the old man, pressing the little child to his heart: ‘Yes, yes, you are right. Everything here is a wonder, and you are surely not wrong if you even take the young Man to be the Messiah. For us He is certainly that. But let us now go outside to Him and dutifully render our gratitude also to Him in the name of Jehovah, for He was obviously sent to us by God. So let us hurry outside to Him.’

9. Now they all hurry outside to Me and the little children are the first to throw themselves at My feet bedewing them with their innocent, purest tears of gratitude and joy.

10. But I gaze up at the firmament and say in a loud voice: ‘You Heavens! Do look down and learn from these little children how your God and Father wants to be praised! O creation, how endlessly vast and ancient you are and how countless the number of your wise citizens, and yet you could not find the way to the heart of your Creator, your Father, like these little children! Therefore, I tell you: who does not come to Me like these little ones, will not find the Father!’

11. Thereupon I sat down and blessed and caressed the little children. And the little child said to the old man who called out in some confusion: ‘How is that? Why? How are we to understand this? Father, there is more than Elijah here, more than your Messiah. Here is the Father Himself, the good Father who brought us bread, milk and clothing.’

12. The old man begins to weep, but the little child leans his head against My bosom which he begins to kiss and caress, and after a while he says: ‘Yes, yes, I hear it, here in his bosom the true, good Father’s heart is beating. O, if I could only kiss it too.’ Says the old man: ‘But little one, do not be naughty.’

13. I said: unless all of you become that naughty, you will never come as close to the Father’s heart as this dear little child.’

 

V1-K125-126… Menschenfreundlichkeit, Nächstenliebe und Gottes Segen – Philanthropy, Charity and God’s Blessing

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​DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Kapitel 125 & 126 – Menschenfreundlichkeit und Gottes Segen

Einleitende Informationen
GEJ1, Kapitel 120 bis 126, “Beim Zöllner Matthäus”
Ausführlicher Bericht über die Begebenheit im Evangelium Matthäus 9,9-13 (siehe auch Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32)
“Die Berufung des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern
9,9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
9,10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.
9,11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?
9,12 Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): «Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.» Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.”

125. Kapitel – Der Herr bespricht sich mit den Johannesjüngern über die Essäer. Das Haus des Zöllners Matthäus als Beispiel der Menschenfreundlichkeit.

1. Sagen die Jünger Johannis: „Tun wir denn unrecht, so wir nach der Lehre Johannis leben? Johannes war doch sicher ein strenger Prediger, aber solche Lehre hat er uns nicht gegeben!

2. Siehe, der Orden der Essäer, den wir kennen, ist auch strenge, und Wahrhaftigkeit ist unter ihnen das erste Gesetz; aber was nützt ihnen alle ihre Wahrhaftigkeit und was ihre sonstigen strengen Regeln?! Wer achtet sie?! Sie gelten weder bei den Griechen noch bei uns Juden etwas, nur unter den Römern sollen sie einige wenige Anhänger haben. Möge ihre Lehre, nach der sie leben, an und für sich noch so gut und rein sein, so ist sie wohl für wenige Menschen, die sich von aller Welt zurückgezogen haben, sicher ganz vortrefflich, aber für die gesamte Menschheit völlig untauglich!

3. Was nützen uns alle noch so schönen und kräftigen Worte für die Sache des allgemeinen Brudersinnes?!

4. Sieh, dies Haus ist ein großes Haus, ist ein gastfreundliches Haus und ist ein Haus, das in der schönen Sache des Brudersinnes seinesgleichen sucht; kannst Du es ihm aber vernünftigermaßen zumuten, daß es stets bereit sein solle, alle Menschen, die doch sicher unsere Brüder sind, aufzunehmen und zu versorgen?! Wenn es dazu auch den besten Sinn und den besten Willen hätte, so fehlt es ihm doch sicher an den dazu erforderlichen Mitteln, wie am Raume, an Eßwaren und an dergleichen mehr.

5. Wenn ferner ein paar arme Menschen sich zur größten Not irgendeine Hütte erbaut und für den Winter einen sehr spärlichen Mundvorrat gesammelt haben, mit dem sie selbst nur mit der genauesten Not auslangen können bis dahin, daß die Erde wieder Früchte zu tragen beginnt, und es kommen nun aber zehn Menschen zu ihnen, das heißt zu den zweien, die selbst kaum Raum zur Genüge haben in ihrer Hütte, und diese zehn verlangen Einlaß, Herberge und Verpflegung, sage: kann irgend eine Lehre diesen zweien gebieten oder auch nur raten und sagen, daß es gut und segenvoll sei, dem Begehren der zehn Angekommenen zu willfahren und sich selbst dadurch bis zum letzten Lebenstropfen zugrunde zu richten?!“

6. Sage Ich: „Ein jeglicher Vogel singt und zwitschert, wie ihm der Schnabel gegeben ist, und ihr redet nach eurem Weltverstande und könnet nicht anders reden, weil ihr’s nicht anders verstehet! Und das ist aber auch schon alles, was Ich euch darauf antworten kann. Denn würde Ich euch schon auch etwas Höheres und völlig Wahres aus den Himmeln sagen, so würdet ihr Mich dennoch nicht verstehen; denn euren harten Herzen fehlt dazu der Verstand!

7. Ihr Toren! Wer läßt denn die Früchte wachsen und reif werden auf der Erde! Wer erhält sie selbst und gibt ihr fortwährend die Kraft dazu?! Glaubt ihr denn, Gott kann oder will nichts vergelten dem, der sich selbstverleugnend seinen dürftigen Brüdern opfert? Oder meinet ihr, daß Gott ungerecht ist und von den Menschen das Unmögliche verlangt?!

8. Aber Ich meine, ein wahrhaft redlich guter Wille und der sehnsüchtige Wunsch, womöglich dem armen Bruder Gutes zu tun, ist jedermann gar wohl möglich!

9. So ein jeder mit dem durch und durch beseelt wäre, da würde es auf der Erde auch keine so ärmliche Hütte mehr geben, die nur von zwei Menschen bewohnt werden kann.

10. Sehet, dies Haus Meines Freundes Matthäus hat heute viele Menschen gesättigt und gab seinen ganzen Vorrat aus wahrem, guten Herzen her, und so ihr es nicht glaubet, da gehet hinaus in die Speisekammer und gehet auf den Kornboden, und ihr werdet keinen Vorrat finden! Hier aber steht der Hausherr; fraget ihn, ob Ich die Unwahrheit rede!“

11. Matthäus bestätigt vollkommen Meine Aussage und spricht: „Herr, es ist heute leider also, und ich weiß nicht, woher ich für morgen die Gäste versorgen werde. Aber es ging mir schon oftmals so, und ich vertraute auf Gott, – und sieh, es kam doch wieder in Fülle, daß ich die Gäste gar wohl versorgen konnte!“

12. „Sehet“, sage Ich darauf, „so denkt und handelt ein rechter Mensch auf dieser Welt und beklagt sich nicht, daß ihn je Gott verlassen hätte! Und also ist es auch allzeit gewesen und wird ewig also sein!

13. Der auf Gott vertraut, dem traut auch Gott und verläßt ihn nicht und läßt ihn nicht zuschanden werden! Aber jene, die, wie ihr, wohl an Gott glauben, daß Er einer ist, aber sie trauen Ihm nicht völlig, weil ihnen ihr eigenes Herz sagt, daß sie einer Gotteshilfe unwert sind, diesen hilft Gott auch nicht; denn sie haben ja kein Vertrauen auf Gott, sondern allein auf ihre eigenen Kräfte und Mittel, die sie für förmlich heilig und unverletzlich halten und sagen: ,Mensch, willst du, daß dir geholfen sei, so hilf dir selbst; denn ein jeglicher Mensch ist sich selbst der Nächste und sorgt zuerst für sich!‘ Und bis er sich versorgt hat, geht der Hilfsbedürftige zugrunde!

14. Aber Ich sage: So ihr zunächst für euch sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst so über alles sichern Hilfe! Denn Gott hat die Menschen nicht aus Selbstsucht, sondern aus purer Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab, in allem völlig entsprechen!

15. So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebt und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch freiwillig in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch dann am Ende auch den verdienten Lohn nicht vorenthalten wird, der da heißt der Tod im Zorne Gottes!

16. Ihr sagtet auch, daß die Essäer, die nach des Pythagoras Schule leben, wegen ihrer reinen Philanthropie von niemandem wohl gelitten werden, außer von einigen wenigen Römern.

17. Auch Ich achte sie nicht, da sie die Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen; aber dennoch ist der Schlechteste unter ihnen besser als der Beste unter euch!

18. Ich sage euch nun offen: Unter allen, die seit dem Beginn der Welt aus Weibern sind geboren worden, ist nie ein Größerer hervorgegangen denn Johannes; aber wer von nun an der Kleinste sein wird unter Meinen Jüngern im wahren Gottesreiche, der wird größer sein um vieles denn Johannes, den ihr euren Meister nennt, ihn aber noch nie verstanden habt! Denn er zeigte euch den Weg zu Mir und ebnete den Weg vor und zu Mir, aber die Welt in euch hat eure Herzen verblendet; darum auch möget ihr Mich nicht erkennen, ob ihr euch auch schon bei Mir befindet!

19. Gehet denn hin und sorget für eure Welt, für eure Weiber und Kinder, auf daß sie ja nicht nackt herumwandeln dürfen und kein Hunger und Durst je ihren Bauch beschleiche; es soll sich aber jedoch in Kürze zeigen, was für Gutes ihr ihnen dadurch verschafft habt! Das sage Ich euch, daß Gott für sie nicht sorgen wird! Und Ich kann euch das mit dem vollsten Rechte und in der tiefsten Wahrheit sagen:

20. Wer immer da hat ein Vermögen und einen Besitz und hat ein Gewerbe, das ihm vielen Gewinn verschaffen kann, spart aber den Gewinn für sich und seine Kinder und schaut mit bittergesinnten Augen und Herzen herab auf die armen Brüder und scheut sich vor den armen Kindern, die aus Mangel an allen irdischen Besitztümern Hunger, Durst und Kälte leiden, und schafft sie von sich, so sie zu ihm kommen und ihn bitten um ein Almosen, und wer da sagt zu einem Bruder: ,Komme in einigen Tagen oder Wochen zu mir, und ich werde dir da tun dies und jenes!‘, so aber dann der hoffende und darauf rechnende Bruder kommt und erinnert den Verheißer, daß er nun da sei, darum er bestellt ward, und der Verheißer entschuldigt sich, daß er auch nun nichts zu tun imstande sei, hat aber geheim doch das Vermögen dazu, wahrlich, wahrlich, sage Ich euch: der ist ein Feind Gottes! Denn wie will er Gott lieben, Den er nicht sieht, da er doch seinen Bruder nicht liebt, den er sieht vor sich und kennt dessen Not!?

21. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer seinen Bruder in der Not verläßt, der verläßt in einem – Gott und Himmel! Und Gott wird ihn verlassen, ehe er sich’s versehen wird!

22. Wer aber seine armen Brüder nicht verläßt, auch dann nicht, so ihn Gott in eine Prüfung zöge, der soll aber denn auch gesegnet werden, ehe er sich’s versehen wird, reichlicher zeitlich und ewig, als nun unseres Gastfreundes Speise- und Kornkammern gesegnet worden sind!“

23. Sagen die Jünger Johannis: „Das glauben wir recht gerne! Denn diese sind völlig leer!“

126. Kapitel – Ein Wein- und Speisewunder. Von der Treue und Unveränderlichkeit Gottes und von Seinem Segen.

1. Da kommt die Küchenmagd ganz außer Atem und sagt zum Matthäus: „Herr, Herr, komme und schaue! Soeben kamen eine Menge junger Männer und brachten allerlei Mundvorräte in solcher Menge, daß wir es in einem Jahre kaum verzehren werden! Und alles sieht so frisch und gut aus! Auch die Kornkammern sind von oben bis unten angefüllt, und die Schläuche im Keller sind voll des besten Weines! Herr, Herr, woher kam denn nun heute am Sabbate der Juden das alles?“

2. Matthäus und alle im Zimmer sind ganz wie von Sinnen über diese Kunde, und die Jünger Johannis, von denen sich ein paar früher völlig überzeugt hatten, daß die Speisekammern leer waren, fragten sogleich den Matthäus, ob er irgend dergleichen Alimente (Nahrungsmittel) bestellt habe.

3. Sagt Matthäus: „Ich nicht; denn da müßte natürlich ich ja vor allem davon etwas wissen. Und mein Weib auch nicht; denn diese ließ mir früher eben durch diese Magd sagen, daß unser geringer Vorrat so gut wie vollends aufgezehrt sei. Denn ich habe außer einem Garten und einigen gepachteten Äckern keinen Grund zum Anbau von Früchten in großer Menge und hätte zu diesem Geschäfte auch wenig Zeit, da ich fürs erste mit dem Zoll viel zu tun habe und daneben fürs zweite hier in diesem meinem Gasthause für die Bewirtung der Gäste sorgen muß. Ich habe daher gewöhnlich von Woche zu Woche dies mein Gasthaus mit Mundvorrat versehen und ließ mir diesen zumeist ums Geld von Kapernaum bringen, und mit Fischen habt ihr mich zumeist versehen; Wein und Getreide aber kaufte ich zumeist von meinen bisherigen Glaubensgenossen, den Griechen. Das ist in Kürze die Art und Weise, wie ich bisher mein Haus versah mit dem Nötigen; aber von dieser Bestellung weiß ich und mein Haus keine Silbe!

4. Es müßte denn sein, daß solches mir ein unbekannter großer Freund getan hätte, ansonst ist und bleibt es ein offenbares Wunder! Wo aber und wer dieser Freund ist, das natürlich weiß ich so wenig als ihr. Ich will aber nun alle meine Leute hereinrufen und sie vor euch fragen, ob sie von den Trägern wohl niemanden gekannt haben!“

5. Nun werden Weib und alle Mägde und Knechte gerufen und befragt, aber alle legen einstimmig das Zeugnis ab, daß sie niemanden auch nur von ferne hin gekannt hätten: „Die Männer sahen aus wie zartgebaute Jünglinge; denn nicht bei einem einzigen war irgend ein Bart wahrzunehmen gewesen, wohl aber hatten alle ein schöngelocktes langes Haar, und ihre Tracht glich mehr der römischen als der jüdischen. Ihrer waren viele gewesen, gleich in den Speisekammern wie auf dem Schüttboden und im Keller. Sie legten das Gebrachte schnell nieder und sagten: ,Dies ist eine Gabe an den Zöllner Matthäus, den heute der große Meister berief!‘ Dann entfernten sie sich eiligst, und wir sahen nicht, wohin sie sich vom Haus gewendet haben.“

6. Sagt dazu ein Pharisäer: „Die Sache klingt ganz ungewöhnlich seltsam und ist doch wahr!? Da wären wir wirklich sehr dafür, dieser Begebenheit auf den Grund zu kommen!“

7. Zum Matthäus gewendet spricht derselbe Pharisäer weiter und sagt: „Wirt, laß uns von den Weinen eine Kost bringen, und wir werden dir sagen, woher sie sind; denn wir wissen es aus dem Geschmack und aus der Farbe, wo er gewachsen ist!“

8. Man geht sogleich in den Keller und bringt alle Trinkgefäße voll. Und als die Pharisäer und Schriftgelehrten die Weine verkosten, sagen sie voll Staunens: „Nein, solch einen Wein, wie dieser ist, haben wir noch nie verkostet! Er ist von unbeschreiblicher Güte und Lieblichkeit! Wir haben doch alle Weine, die nur irgendwo auf der uns bekannten Erde wachsen, getrunken, die mitunter auch sehr gut und wohlschmeckend waren, aber gegen diesen Wein wären sie kaum ein laues Wasser zu nennen! Das ist sonach ein Rätsel und bleibt ein Rätsel!

9. Da du aber nun einen großen Vorrat von diesen unübertrefflich herrlichen Weinen hast, möchtest du denn uns nicht gegen Geld und gute Worte einige Schläuche zukommen lassen? Da würde es sich wahrlich der Mühe lohnen, dem Hohenpriester nach Jerusalem eine Sendung zu machen!“

10. Sagt Matthäus: „Umsonst habe ich’s empfangen und gebe es auch wieder also; aber dem Hohenpriester nach Jerusalem nicht einen Tropfen! Außer er käme zufällig als ein Gast hierher, so soll er bedient werden wie jeder andere; aber wohlgemerkt, nur als Mensch jedem andern gleich, nie aber als jüdischer Oberpriester, der für mich ein Greuel aller Verwüstung ist und ein Mörder des Geistes der Menschen, die seines Glaubens sind!“

11. Sagt ein Schriftgelehrter: „Freund, da beurteilst du den Oberpriester von Jerusalem wohl ganz falsch und hast keine Kenntnis von seinem Wesen und seinem Amte!“

12. Sagt Matthäus: „Lassen wir diese Sache ruhen, weil sie mich am ersten in eine wahrste und gerechteste Zornhitze bringt! Ihr seid seine Augen und sehet daher das am wenigsten, was euch am nächsten steht, nämlich die eigene Nase, Stirn und das ganze Gesicht; wir, die wir euch gegenüberstehen, sehen das alles nur zu gut und genau! Aber nun nichts Mehreres und Weiteres davon, sonst käme ich in die Hitze und möchte euch als nun meine gleichrespektierten Gäste nicht beleidigen!“

13. Sagt ein mehr gemütlicher Pharisäer: „Nun, nun, so lassen wir diese Sache ruhen und besprechen uns darum lieber mit dem Meister Jesus, der wird uns über diese Begebenheit vielleicht den besten Aufschluß zu geben imstande sein; denn er überragt uns alle hoch mit aller Wissenschaft und Weisheit!“ Zu Mir sich wendend: „Was sagst denn du zu dieser Geschichte? Denn du scheinst darüber wohl irgend einen Wind zu haben, weil dein vorheriges Gespräch mit den Jüngern Johannis nahe darauf hinzudeuten scheint. Denn nahe im selben Momente, als du den Jüngern Johannis sagtest, wie Gott für die sorge, die Ihn wahrhaft lieben und ganz lebendig auf Ihn vertrauen, und wie du die Häßlichkeit und Verwerflichkeit der Selbstsucht so recht durchstäuptest, geschah das, und so kommt es mir ganz heimlich vor, daß du darüber von irgendwoher Kunde eingezogen hast oder heimlich gar selbst der Urheber bist!“

14. Sage Ich: „Gut! So ihr das von Mir vermutet, so wendet eure Vermutung auch dahin, was Ich den Jüngern Johannis gesagt habe, und bekennet es in euren Herzen, daß Ich die vollste Wahrheit geredet habe!

15. Wer aus euch also handeln wird aus dem Grunde seines Herzens, der wird von Gott aus auch allzeit das erfahren, was nun unser Freund und Bruder Matthäus erfahren hat!

16. Denn glaubet es Mir: Gott bleibt Sich stets gleich in Seinem Herzen! Wie Er war, als am Firmamente noch lange keine Sonne, kein Mond und keine Sterne leuchteten, so ist Er noch in diesem Augenblicke und wird ewig also verbleiben!

17. Wer am rechten Wege Ihn sucht, der wird Ihn auch finden und wird gesegnet in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten!“

18. Diese Worte gehen allen tief zu Herzen, und die Jünger Johannis fangen an, sehr in sich zu gehen und sagen: „Er muß denn doch ein bei weitem größerer Prophet sein, als da war unser Johannes! Denn wir waren zehn volle Jahre um ihn, aber so was haben wir an seiner Seite nicht erlebt! – Der Pharisäer hat recht, so er behauptet, dieser Nazaräer wisse davon! – Ich aber möchte nahe behaupten, daß das alles von und durch ihn auf einem uns unbekannten Wege herrühre, und das Ganze ist ein handgreiflicher Beweis gegen unsere nun ersichtliche Blindheit samt unserem großen Meister Johannes!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1
Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber
Chapter125./126. – Philanthropy and God’s blessing

Matthew 9:9-13: “Matthew the Tax Collector”

9 As Jesus passed on from there, He saw a man named Matthew sitting at the tax office. And He said to him, “Follow Me.” So he arose and followed Him.

10 Now it happened, as Jesus sat at the table in the house, that behold, many tax collectors and sinners came and sat down with Him and His disciples.

11 And when the Pharisees saw it, they said to His disciples, “Why does your Teacher eat with tax collectors and sinners?”

12 When Jesus heard that, He said to them, “Those who are well have no need of a physician, but those who are sick.

13 But go and learn what this means (Hosea 6, 6): ‘I desire mercy and not sacrifice.’ For I did not come to call the righteous, but sinners, to repentance.”

Chapter 125

1. Say John’s disciples: ‘Are we then doing wrong by living in accordance with John’s teaching? John surely was a severe preacher, yet he never gave us such teaching.

2. See, the Essene Order, with which we are familiar, also is strict and the first law among them is truthfulness, but of what use to them their truthfulness and their other strict rules? Who takes any notice of them? They are regarded by neither the Greeks nor us Jews and are supposed to have just a few adherents among the Romans. May the teaching by which they live be ever so good and pure, being excellent for those few who have separated themselves from the world, yet it is totally unfit for mankind at large.

3. Of what benefit to us ever so many nice and forceful words about the brotherhood of man?

4. See, this house is a big house, a hospitable house and second to none in the brotherhood spirit, but can you seriously expect of same to be at all times ready to receive and care for all men, who surely are our brethren as well? Even with the best of spirit and will, it surely lacks the necessary means, such as space, food and the like.

5. Furthermore, suppose some poor people struggled to build themselves a hut and gather a most meager provision for winter, barely sufficient for their own needs and 10 people suddenly come to this couple, who hardly have enough room to themselves, asking for admission, lodging and provision. Say, can any teaching demand of these two, or even advise them that it is good and a blessedness to meet the demands of the 10 newcomers, therewith to be ruined good and proper?’

6. I (Jesus) said: ‘Every bird sings and chirps in accordance with its beak and you talk in accordance with your worldly sense and cannot do otherwise, as you don’t know how to. Because even if I were to tell you something higher and fully true from the Heavens, you would still not understand Me, because your hard heart lacks the intellect.

7. Fools. Who is it that lets the fruit grow and ripen upon the Earth? Who maintains them constantly and gives them their consistency. Do you think that God cannot or will not reward him who sacrifices unselfishly for his brethren’s sake? Or do you think that God is unjust, demanding of man the impossible?

8. Yet I say that a truly honest goodwill and a keen desire to do a poor brother some good is easily possible for all.

9. If everyone were thus imbued through and through, then there also would be no more such meager huts upon Earth, inhabitable by just two people.

10. See, this My friend Matthew’s house has fed many people today and gave away its entire store from true goodness of heart, and if you don’t believe it, then go and see the larder and the granary and you shall find no provisions. Here however stands the landlord. Ask him whether I speak untruthfully.’

11. Matthew fully supports My statement, saying: ‘Lord, it unfortunately is so today and I don’t know how I shall sustain the guests tomorrow. But I have often fared that way and I trusted in God, and see, it was fully replenished, so that I could quite well provide the guests.’

12. ‘See,’ say I thereto, ‘thus acts a righteous person in this world and does not complain that God abandoned him. And so it has always been and eternally shall be!

13. If a person trusts in God, he is trusted also by God who does not forsake him and does not let him be confounded. But those who like you do believe in God’s existence, but do not fully trust Him because their own heart tells them that they are unworthy of His help, are not helped by God either, for they have no trust in God. They trust only their own powers and means, which they regard as holy and inviolable as it were, and say: “Man, if you wish to be helped, help yourself, for charity begins at home and thus you have to look after yourself first.” And by the time he has provided for himself, the one who needs help has perished.

14. But I say: If you provide for yourselves first, you are abandoned by God and are without His blessing and His otherwise so certain help. For God did not create men for selfish reasons, but out of pure love and, therefore, men must in everything fully correspond to the love that gave them their existence.

15. If, however, you live and act without love and trust in God, you voluntarily reverse the heavenly element within you into a hellish one, turn away from God and become servants of Hell, which in the end will not fail to give you the reward you have deserved, which is death in the wrath of God.

16. You also state that the Essenes, who live in accordance with Pythagoras’ school, are not with all their philanthropy, given any regard, other than by a few Romans.

17. I don’t have any regard for them either, because they don’t acknowledge the immortality of the soul, yet the meanest among them is better than the best among you.

18. I now say unto you openly: among all who were born of woman since the beginning of the world, no greater emerged than John, but from now on, the least of My disciples in the true Kingdom of God shall be greater by far than John whom you call your master, yet whom you have never understood. Because he showed you the way to Me and made straight the way before and to Me, but the world in you has blinded your heart, wherefore you are not capable of recognizing Me when you already find yourselves with Me.

19. Therefore go and care for your world, for your women and children, so that they would not go naked and not ever be plagued by hunger or thirst. But it shall soon emerge how well you provided them therewith. This I can tell you, by fullest right and deepest truth:

20. Whoever possesses property and has a trade which can give him a good profit, but saves the profit for himself and his children and looks with unkind eyes and heart down at the poor brothers and avoids the poor children who, because they lack all earthly goods, suffer hunger, thirst and cold and sends them away if they come to him asking for alms, and who says to a brother: “Come to me in a few days or weeks and then I will do this or that for you” and when the hopeful, on help relying brother comes and reminds the one who promised of his promise, the latter excuses himself that also now he could not possibly help, while actually having the means to do it, in truth, I tell you: that one is an enemy of God, for how will he love God whom he does not see if he does not love his brother whom he sees before him and is aware of his misery?

21. In truth, in very truth I tell you: whoever forsakes his brother in need simultaneously forsakes God and Heaven also. And God will forsake him in the twinkling of an eye.

22. However, who does not forsake his poor brothers, not even if God sent him trials, shall be unexpectedly blessed temporally and eternally more richly than here our host’s larder and granary have been blessed.’

23. Say John’s disciples: ‘This we should believe for sure. They are totally empty.’

Chapter 126

1. Here the kitchen-maid comes breathlessly, saying to Matthew: ‘Lord, lord, come and see! Lots of young men just came and brought all kinds of foodstuffs in such amounts that we would hardly consume them in a year! And everything appears so fresh and good! The granaries also are filled from top to bottom and the skins in the cellars filled with the best wine. Lord, lord, where did this come from today, on a Sabbath for the Jews?’

2. Matthew and everyone in the room are quite beside themselves and John’s disciples, of whom two had previously convinced themselves that the larders were empty, at once asked Matthew whether he had ordered such foodstuffs.

3. Says Matthew: ‘Not me, since I would have to be the first to know about it. And not my wife either, because she was the one who notified me through this maid that our small stock had been as good as consumed. Because apart from a garden and a few rented fields, I have no ground for the planting of much fruit and would also have very little time for it, being firstly busy with the toll and having to secondly host my guests in this guest-house. Therefore I stocked my guest-house week by week with rations, having them usually purchased and delivered for my own money from Capernaum, while having the fish supplied by you. The wine and grain however I usually bought off my own co-religionists, the Greeks. This in short is the way I usually kept my house stocked with necessities, but I and my house know not a thing about this order.

4. Some great unknown friend therefore would have to have done this for me, otherwise it obviously is a great miracle. Where and who this great friend should be however I know no more than yourselves. But I shall summon all my people in here and question them in your presence as to whether they recognized any of the delivery men.’

5. His wife and all the maids and servants are called in and asked, but they all deny with one voice ever having remotely recognized anyone: ‘The men looked like delicate youths, as none of them was bearded, but all had beautifully curled long hair and their garb was more Roman than that of the Jews. There were many of them, in the larder as well as in the loft and cellar. They laid down the deliveries quickly and said: ‘This is a gift for the tax-collector Matthew, who was called by the great Master this day.’ They then departed in haste and we did not see which way they turned.’

6. Says one Pharisee: ‘This thing sounds exceptionally rare and yet is true. In that case we should be most inclined to get to the bottom of it.’

7. Turning to Matthew, the same Pharisee says: ‘You host, let them bring us samples of wines and we shall tell you where they come from, for we can tell you by the flavor and color where it was grown.’

8. They send to the cellars and bring all the drinking vessels filled. And as the Pharisees and scribes sample the wines, they say full of astonishment: ‘No! Such wine as this we never tasted before. It is indescribably good and delightful. Have we not drunk of all the wines grown upon the known Earth, among these very good and flavorsome ones indeed, but they would have to be hardly lukewarm water by comparison to these. Therefore it is and remains a riddle.

9. But since you now have a great stock of these unsurpassable superb wines, how would you like to let us have some skins for money and a bit of persuading? It would be worth sending a consignment to the High Priest at Jerusalem.’

10. Says Matthew: ‘Free it came my way and thus will I give it, but not one drop to the High Priest in Jerusalem. Unless he were to come here by chance as a guest, then he shall be served like everyone else, but understood, only as a human equal to all others, but never as a Jewish High Priest, who is an abomination of the desolation to me and a murderer of the spirits of those men who are of his faith.’

11. Says one scribe: ‘Friend, here you quite misjudged the High Priest of Jerusalem, having no knowledge of his nature and office.’

12. Says Matthew: ‘Let’s leave this subject, for it gets me into a just heat under the collar. You are his eyes and therefore see least of all what is nearest to you, namely your own nose, brow and whole face. We who are situated opposite you see it only too well and truly. But no more about it, or I could get upset and be obliged to offend you, my respected guests.’

13. Says a more sedate Pharisee: ‘Now, let us indeed give the matter a rest and instead consult with the Master Jesus. He shall be the one most likely to clear this matter up for us, because he loftily exceeds us all in knowledge and wisdom.’ Turning to Me: ‘What do you actually say to this story? Because you seem to have some hint about it, as your foregoing conversation with John’s disciples almost pointed to it. Because this was occurring almost in the same moment you were telling John’s disciples how God provides for those who truly love Him and animatedly trust Him, and after you properly flogged the ugliness and repulsiveness of selfishness. And therefore it seems to me that from somewhere you received knowledge about it, or even secretly were the instigator of it.’

14. Say I: ‘Good. If you suppose that about Me, then apply it also to what I said to John’s disciples and admit it in your hearts that I spoke the fullest truth.’

15. He who among you shall act accordingly from the bottom of his heart shall experience with God what our friend and brother Matthew has just experienced.

16. For of a truth, believe Me: God in His heart steadily remains the Self-Same. As He was when no sun, moon or stars were shining yet for a long time upon the firmament, just so is He still this moment and shall be into all eternity.

17. He who seeks Him along the right path also shall find Him and be blessed into all eternity of eternities.’

18. These words stir their hearts and John’s disciples began to ponder deeply, saying: ‘He must be a far greater prophet than our John was. For we were around him a full 10 years, yet never felt like this. The Pharisee is right in saying this Nazarene knows about it. – I would maintain that all this originates from Him, along paths unknown to us and the whole thing is blatant proof of our blindness, including our great master John.’