42. Vergeistigt euch selbst, eure Taten & Worte… Die wahre Sabbatfeier – Spiritualize yourself, your Deeds & Words… The True Observance of the Sabbath

PREDIGT / SERMON 42
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Predigt 42… Die wahre Sabbatfeier
Geoffenbart an Gottfried Mayerhofer am 23. April 1872

Lukas 14, 1-6
Und es begab sich, dass Jesus in ein Haus eines Obersten der Pharisäer kam auf einen Sabbat, das Brot zu essen; und sie hatten acht auf ihn.

Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern und sprach: “Ist es auch recht, am Sabbat zu heilen?” Sie aber schwiegen stille.

Und er griff ihn an und heilte ihn und liess ihn gehen. Und er sprach zu ihnen: “Welcher ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den Brunnen fällt und der nicht alsbald ihn herauszieht am Sabbattage?” Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben.

So spricht der Herr…

1. Der Anfang dieses Kapitels spricht von der Heilung eines Wassersüchtigen, und zwar im Hause eines Obersten der Pharisäer und an einem Sabbat, an dem nach den strengen Vorschriften der Juden nichts weiter getan werden sollte, als den kirchlichen Gebräuchen und Zeremonien nachzukommen.

2. Dass diese Heilung unter den angeführten Umständen vorgenommen wurde, hatte seinen guten Grund. Dieser Oberste war zwar ein Anhänger Meiner Lehre, jedoch fasste er die Satzungen des Tempels nur im buchstäblichen Sinne auf; auch hörte er Mich gern an, wenn Ich nur nichts unternahm, was gegen seine Ansichten und gegen seine Würde als Pharisäer verstiess. Ich liess es daher zu, dass, während Ich am Tisch bei ihm sass, ein mit der Wassersucht behafteter Mann ins Zimmer trat und Mich um Heilung seiner Krankheit anflehte.

3. Dass Ich ihn heilte, bezeugt das Evangelium. Aber weil Ich ihn gerade an einem jüdischen Sabbat heilte, war das ein Stein des Anstosses. Gerade dadurch wollte Ich den Pharisäern klar zeigen, wie schlecht sie ihre eigenen Satzungen verstehen, und wie falsch sie diese dem Volk beibringen. Daher der Einwurf, indem Ich sagte: “Wenn euch ein Ochse oder ein Esel am Sabbat in den Brunnen fällt, so ziehet ihr ihn doch heraus, weil es eben euer eigenes Interesse verlangt; aber am Sabbat ein gutes Werk an anderen oder für andere zu verrichten, das haltet ihr für Sünde!”

4. Ich wollte ihnen dadurch beweisen, dass Wohltaten und gute Handlungen nicht den vorgeschriebenen Feiertag oder Sabbat entheiligen, sondern ihn eher heiligen als viele nutzlose Gebräuche und Zeremonien, welche gedankenlos vollführt werden.

5. Bei dem jüdischen Volke gab es derlei Missstände in Menge. Obwohl sie die Gesetze Mosis und die Propheten hatten, so wussten sie doch ihren Wortlaut nicht geistig zu deuten. Sie wurden von den Pharisäern und Schriftgelehrten im Wahne buchstäblicher Auffassung bestärkt, weil den letzteren sehr viel daran lag, die Gesetze so auszulegen, und dass es nicht viel Mühe kostete, ein Jude im Buchstabensinn zu sein.

6. Daher Mein Darniederkommen gerade inmitten dieses Volkes, welches schon lange eine Religion besass, die als Unterbau zu Meiner Lehre am ehesten tauglich war. Es kam nur darauf an, die alten Gesetze nicht umzustossen, sondern sie dem Judenvolk gereinigt wiederzugeben, geistig zu erklären und auf diese Weise die Menschenwürde zu retten, welche nahe daran war, in lauter zeremoniellen Gebräuchen des Tempels und in egoistischen Weltgenüssen unterzugehen.

7. Während Meiner drei Lehrjahre verfolgte Ich stets diesen Zweck. Ich suchte Gelegenheiten auf oder liess solche zu, welche den Anlass gaben, gegen die falschen Ansichten und Vorurteile der Juden anzukämpfen.

8. So war auch die Feier des Sabbats eine Frage, die Ich als Stifter Meiner göttlichen und einzig wahren Religion nicht gleichgültig übergehen konnte. Um diese Vorurteile auszumerzen, fing Ich gerade im Hause eines Obersten der Pharisäer an, dagegen zu handeln, damit diese Handlung einen Grund zur Aussprache geben sollte. Weil nun die Pharisäer die ersten sein und alles besser wissen und verstehen wollten, darum mussten auch sie zuerst von ihren irrigen Begriffen gereinigt werden, wenn je dem Volk reiner Wein eingeschenkt werden sollte. Deshalb wirkte Ich diese Heilung gerade vor ihren Augen und antwortete ihnen, dass sie verstummen mussten, wie die Verse 5 und 6 bezeugen.

9. Die Obersten des Tempels hatten vom Wohltaten erweisen eine ganz andere Ansicht, so dass Ich Mich oftmals genötigt sah, ihnen die Worte von der Nächstenliebe in Beispielen und Gleichnissen näher auseinanderzusetzen; denn nach ihrer Ansicht waren Wohltaten nur dem Tempel und ihrer Person zu erweisen. Alles andere, das an Menschen getan wurde, war für sie nicht der Beachtung wert.

10. Schon in jener Zeit wurde die Feier des Ruhetags jede Woche falsch aufgefasst; und heutzutage wird dieser Tag ebensowenig richtig gefeiert oder – mit anderen Worten gesagt – der geistigen Erziehung gewidmet wie damals. Es ist deshalb wohl auch jetzt nicht unrecht, wenn Ich, anschliessend an diesen Heilungsakt am Sabbat, über die Feier dieses Tages einige Bemerkungen anknüpfe und euch zeige, dass auch ihr noch sehr weit davon entfernt seid, diesen Tag so zu feiern, wie es Moses gemeint hatte und Ich selbst es verstanden wissen möchte!

11. In der Welt, wie sie war und noch ist, gibt es stets Befehlende und Gehorchende. Es war von jeher der Fall, dass die Befehlenden, nur ihren eigenen Nutzen im Auge behaltend, oft die Gehorchenden und ihre Arbeitskraft missbrauchten, ihnen wenig Ruhe, wenig Zeit gönnten, um auch nur wenigstens einmal in der Woche das Zeitliche beiseitesetzen und entweder ein Wort geistigen Sinnes vernehmen oder eine Betrachtung höherer Art anstellen zu können über den wahren Grund ihrer eigenen Existenz, darüber, was sie als Menschen sind oder als mit göttlichem Geist begabte Wesen werden sollen.

12. Dies war der Grund, warum Moses in seinen Gesetzen das, was die Mächtigen nicht freiwillig wollen, als von Gott anbefohlen hinstellte. In der bildlich dargestellten Schöpfungsgeschichte liess er den obersten Herrn und Schöpfer selbst nach sechstägiger Arbeit den siebenten Tag als den Tag der Ruhe einsetzen.

13. Diese Anordnung, die zur Bewahrung der moralischen Würde des Menschen notwendig war, ist auch von anderen Völkern angenommen worden und besteht jetzt fast überall. Wenn auch die damalige Woche anders eingeteilt war, als es eure jetzige Zeitrechnung tut, so ist doch immer ein Tag in der Woche festgesetzt, der zum Ausruhen von körperlicher Anstrengung, zur Einkehr in sich selbst und zum Nachdenken über die geistige Mission des Menschen bestimmt ist.

14. Was die Juden zuviel taten, indem sie durch buchstäbliche Auffassung ihrer Satzungen zu weit gingen, das ist bei den christlichen Völkern schon seit langer Zeit umgekehrt der Fall. Während bei jenen als strenges Gebot die Heiligung des ganzen Tages anbefohlen war, genügt bei den Christen zeitweiser Kirchgang; die übrige Zeit wird mit Vergnügungen, Prassen und Schlemmen zugebracht. Am Sonn und Feiertag wird im ganzen mehr Schlechtes getan als während der ganzen Woche, wo wegen Beschäftigung und Mangel an Mitteln die nötige Zeit und Gelegenheit fehlt.

15. Was bei den Juden die Pharisäer taten, das befolgten später die christlichen Priester. Sie dachten nur an ihr eigenes Ansehen und ihre Macht. Die Pharisäer setzten den Tempel als erstes voran, und die Priester der Christen ihre Kirche. Bei den ersten dehnte sich die Weihe des Feiertages auf 24 Stunden aus – auch ausserhalb des Tempels musste der Feier des Tages noch gedacht werden -, bei den Christen beschränkt sie sich nur auf einige Stunden in der Kirche. Die meisten Menschen glauben, sich mit Mir abgefunden zu haben, indem sie ein paar Stunden in einer Kirche sassen, standen oder träumten, nichtssagende Gebete herunterplapperten oder gemütlich einschlafend den Predigten der Priester ein natürliches Stillschweigen entgegensetzten. Damit ist freilich dem Ehrgeiz der Priester geschmeichelt, sehen sie die Kirchen voll menschlicher Leiber; aber die Seelen derselben beschäftigen sich entweder mit gar nichts oder mit etwas ganz anderem als mit dem, was die Kirche oder Meine von Mir gestiftete Religion erheischt.

16. So greift der Missbrauch immer mehr um sich, und jetzt fängt man sogar an, auch diesen Tag nicht mehr als Ruhetag gelten zu lassen, da man das Gewissen der gehorchenden durch Geld zu beschwichtigen weiss und ihnen das wenige, was sie noch glauben, hinwegdisputiert, ohne ihnen dafür etwas Besseres zu geben.

17. So geht der Verfall von Stufe zu Stufe fort. Die Befehlenden glauben dadurch einen Gewinn erreicht zu haben, dass ihr Eigennutz nun freiwillig von der arbeitenden Klasse, die ebenfalls wieder aus Eigennutz schafft, unterstützt wird. Doch sie irren sich gewaltig! Sie werden sehen, wohin es führen wird, wenn man dem Minderbegüterten die wenigen geistigen Elemente, die auch den Mächtigen ganz fremd geworden sind, entzieht und ihm durch Vermehrung des Gewinns seine Laster vermehrt. Sie verachten alles, was sich auf Mich und Meine Lehre bezieht. Und dieses Beispiel wird auch von den Untergebenen gewissenhaft befolgt. So siegt endlich das Materielle über das Geistige, bis Ich die Verhältnisse so stellen werde, dass die Machthabenden die Früchte ihres Egoismus – welche ganz anders ausfallen werden, als sie es sich erträumen – ernten müssen.

18. Der Sonn und Feiertag soll ein gewisser Hemmschuh sein; er soll der Tag sein, an dem die Mächtigen den Niederen eine Anerkennung für das Geleistete zu geben haben. Und für die Gehorchenden soll der Sonn und Feiertag der Tag sein, an dem sie sich daran erinnern sollen, dass ein Tag zu Betrachtungen über seine eigene geistige Bestimmung nicht zuviel ist; er soll der Tag sein, an dem die Geschäfte zu ruhen haben.

19. An diesem Tag spricht Meine Natur ihre ewig gleiche Sprache zu allen Herzen: “Vergesst über all euren Arbeiten den Schöpfer nicht, der so viel Wunderbares und Herrliches auf dieser Erde geschaffen hat, um euch stets daran zu erinnern, dass ihr nicht für diese Welt allein bestimmt seid, dass eure Arbeit nicht immer materiell, sondern auch geistig sein soll! Erkennt Den, der mit so viel Liebe und Geduld euch schwache Kinder führt, und der euch mitten unter die Herrlichkeiten setzte, die wenigstens an einem Tage der Woche euch eure schwere Arbeit vergessen machen möchten!”

20. Ich selbst als Schöpfer setzte den Tag der Ruhe nach Moses Schöpfungsgeschichte am siebenten Tag ein. Er war gleichsam das Bild dafür, dass Ich, nachdem Ich Mich mit Materie beschäftigt hatte, am siebenten Tag in die bis dahin starre Hülle den Geist eintreten liess. Und dieser Tag, an dem Ich die Materie zu etwas Geistigem erhob, war der Tag der Feier oder der Weihe. Daher soll er auch vom Menschen gefeiert werden, wenn er – gleich Mir – sechs Tage geschafft und gearbeitet hat.

21. Am siebenten Tag soll der Mensch sein Werk betrachten, um darin die geistige Idee wahrzunehmen, welche ihn leitete, solches hervorzubringen. Es soll dieser Tag ein Tag der Feier in geistiger Hinsicht werden, an dem er erkennen soll, dass sein wöchentliches Schaffen und seine eigene Existenz nicht eine materielle, sondern eine geistige Grundlage hat, deren er sich eben an diesem Tag mehr als an anderen erinnern soll. An diesem Tag, wo keine Pflicht, keine Arbeitsstunde ihn zum materiellen Handwerk zwingt, soll er sich Meiner Schöpfung, Meiner Lehre, Meiner Liebe und Meiner Aufopferung für ihn im einzelnen, wie für die ganze Menschheit erinnern.

22. Dieser Tag soll ihm deswegen ein Tag der Weihe werden, weil er an ihm das Materielle abstreifend sich mehr dem geistigen, hehren und erhabenen Ziel nähern kann, zu welchem er und die Gesamtschöpfung gelangen sollen.

23. So soll ein jeder Mensch den Sonntag feiern als einen Erinnerungstag Meiner Liebe und zum Andenken an alles, was Ich für ihn getan habe. Dann wird dieser Tag für alle Werktage ein sanftes, religiöses Gefühl zurücklassen, durch welches auch die materiellste Arbeit geheiligt wird. So kann der Mensch allem, was er tut und leistet, den Stempel seiner eigenen Göttlichkeit aufdrücken.

24. So soll der Sonn oder Ruhetag von euch verstanden und gefeiert werden. Ihr sollt euch stets erinnern, dass es einst einen solchen Tag für Mich gegeben hat, und dass ein jeder einen solchen Festtag dann erleben wird, wenn er, der materiellen Hülle ledig, in der anderen, ewigen Welt als vergeistigter Seelenmensch ankommt und als Erinnerung das Bewusstsein mitbringt, allen seinen materiellen Beschäftigungen den Stempel eines grossen Menschengeistes, der ihn adelte und dessen er würdig war, aufgedrückt zu haben.

25. Daher haltet auch ihr diese Ruhetage in einem höheren, geistigen Sinn! Seht durch des Buchstabens harte Rinde das Geistige hindurchleuchten! Dieses ist, was beseligt. Vergeistigt alles, eure Umgebung, euch selbst, eure Taten und Worte!

26. Nicht allein der siebente, sondern ein jeder Tag, an dem ihr geistig vorwärtsschreitet, wird dann für euch ein Sonn und Feiertag sein, der – wie die Sonne, nach welcher dieser Tag bei euch benannt ist – Licht, Wärme und Leben über euch und eure Umgebung ausströmen wird. Jeder Tag wird ein Tag der Feier oder der Wonne werden, wenn ihr eures Schöpfers würdig und euer Ziel klar erkennend – von Stufe zu Stufe vorwärtsschreitet, bis euch der ewige, nie endende Feiertag, der Tag der Feier der ewigen Seligkeit in jenen Räumen zuteil wird, in denen jeder Tag ein Tag der Weihe und des Friedens ist, wie ihn ein liebender Vater Seinen Kindern schon von unendlichen Zeiten her bereitet hat. Amen.

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Sermon 42… The True Observance of the Sabbath

Revealed to Gottfried Mayerhofer on April 23rd, 1872
spoken by Pascal

Luke 14:1-6
And it came to pass, as he went into the house of one of the chief Pharisees to eat bread on the sabbath day, that they watched him.

And, behold, there was a certain man before him which had the dropsy. And Jesus answering spake unto the lawyers and Pharisees, saying, Is it lawful to heal on the sabbath day? And they held their peace.

And he took him, and healed him, and let him go; And answered them, saying, Which of you shall have an ass or an ox fallen into a pit, and will not straightway pull him out on the sabbath day? And they could not answer him again to these things.

Thus says the Lord…

1. The beginning of this chapter speaks of the healing of a man from dropsy, which took place in the house of a chief Pharisee and on a Sabbath, on which day, according to the strict laws of the Jews, any activity beyond the performing of religious rites and ceremonies is inadmissible.

2. There was a good reason for this healing to be effected under the mentioned circumstances. Although this chief was an adherent of My teaching, he understood the dogmas of the temple in their literal sense; he also liked to listen to Me as long as I did not do anything that contradicted his views and offended against his dignity as a Pharisee. Therefore, I let it happen that while we were sitting at his table, a man suffering from dropsy entered and entreated Me to heal him.

3. The Gospel states that I did heal him. However, since I healed him on a Jewish Sabbath, this caused annoyance. Thereby I wanted to point out to the Pharisees how badly they understood their own laws and how incorrectly they taught them to the people. That is why I said: “Which of you shall have an ass or an ox fallen into a pit, and will not straight away pull him out, because it is in his own interest? But to do a good work on others or for others, that you regard as a sin!”

4. Thereby I wanted to prove to them that charitable and good deeds do not desecrate the prescribed holidy or Sabbath, but are more likely to hallow it than many useless rites and ceremonies thoughtlessly performed.

5. As far as the Jewish people were concerned, there were plenty of abuses. Although they had the laws of Moses and the prophets, they did not know how to interpret them spiritually. The Pharisees and scribes encouraged them to stick to the literal meaning, since it was important to them to have the laws interpreted in such a way that to be a Jew in the literal sense was not too much trouble.

6. Therefore, I came into the world in this particular nation which had for a long time possessed a religion that was the most suitable to serve as a basis for My teaching. The old laws did not have to be abolished, but rendered to the Jewish people cleansed. They had to be interpreted spiritually thus to save the human dignity which was on the point of being lost altogether in all the ceremonial rites of the temple and egotistical worldly pleasures.

7. During the three years of My ministery I kept pursuing this purpose. I sought opportunities or allowed events to take place which gave cause to fight against the Jews’ false notions and prejudices.

8. Thus, also the observance of the Sabbath was a subject which I, as the originator of My divine and sole true religion, could not ignore. To eliminate these prejudices, I began to take action in the house of a chief of the Pharisees to give rise to a discussion on this subject. Since the Pharisees always wanted to be the first, claiming to know and understand everything better, they were also the first ones that had to be cleansed of their false notions if ever the people were to be taught the truth. For this reason, I performed this healing before them and gave them an answer which silenced them, as is witnessed by verses 5 and 6.

9. The temple chiefs had quite different notions of charitable deeds, so that I often felt obliged to explain to them in more detail, through examples and parables, the texts about the love of one’s neighbour; for they were of the opinion that good deeds were only due to the temple and their own person. Everything else that was done for other people did not count with them.

10. Already in those times, the observance of the day of rest every week was misinterpreted, and the same applies to the present time, when this day is not observed in the right way; in other words, it is not devoted to spiritual education. Therefore, I shall now, after the healing on the Sabbath, also discuss the observance of this day and show you that you, too, are still far from celebrating this day the way Moses meant it and I Myself want it understood.

11. In the world, as it was then and still is today, there are always people who give orders and others who obey. Those in charge have, at all times, had their own interests at heart and have often misued their subordinates and their work, allowing them little rest and little time to, at least once a week, put aside the temporal and either listen to words of spiritual meaning or think about higher things, like the true reason for their own existence and what they actually are as men, or meant to become as beings endowed with the divine spirit.

12. This was the reason why Moses in his laws stated, as ordered by God, that which the mighty would not grant voluntarily. In the metaporically presented story of creation, he let the Lord and Creator Himself, after six days of work, institute the seventh day as the day of rest.

13. This arrangement, which was necessary for the sake of man’s moral dignity, was also adopted by other nations and now exists practically everywhere. Even if now the week is arranged differently from what it used to be in those days, there is still one day during the week destined for taking a rest from physical effort, for contemplation and reflections on man’s spiritual mission.

14. Where the Jews exaggerated by overdoing things through literal conception of their laws, the Christian nations have already for a long time gone to the other extreme. Whilst with the former a strict law demanded the hallowing of the whole day, the Christians are satisfied with a visit to church at certain times; the rest of the day being spent with amusements, feasting and gormandizing. Generally, on Sundays and holidays more evil is done than during all the week, where due to work and limited means the necessary time and opportunity is lacking.

15. The Christian priests followed the original practice of the Pharisees. They considered only their own reputation and power. The Pharisees put the temple before all else, and the priests of the Christians, their church. With the former the hallowing of the holiday extended for 24 hours – also outside the temple the Sabbath had to be observed – whereas with the Christians, this was limited to a couple of hours at church. Most people believe they have done their duty towards Me when they have spent some hours at church, sitting, standing or dreaming, rattling off meaningless prayers or comfortably asleep meeting the priest’s sermon with a natural silence. Seeing the church filled with human bodies naturally flatters the priest’s ambition; but the respective souls are either quite listless or occupied with something altogether different from what the church or the religion I have founded requires.

16. Thus the abuse keeps spreading, and there is already a tendency for people to no longer accept this day of rest since the conscience of those who have to obey can be appeased with money and the little they still believe is disputed away without giving them something better in its place.

17. The decline progresses step by step. Those in charge believe that their self-interest is now voluntarily supported by the working class who are working for selfish reasons, too. However, they are so very wrong! They will see where it leads to deprive the poorer people of the few spiritual elements, which are no longer familiar to the mighty either, and by increasing their earnings to increase also their vices. They look with contempt upon everything that concerns Me and My teaching, and their example is followed conscientiously by their subordinates. Thus, finally, the material conquers the spiritual until I shall arrange things in such a way that the mighty will have to reap the fruits of their egoism, which will turn out quite different from what they are expecting.

18. The Sunday and holiday is meant to be a certain obstacle; it is meant to be a day on which the mighty have to give their subordinates acknowledgement of their work. And for the latter, this is to be a day on which they should remember that one day for contemplation about one’s spiritual destination is not too much to give. This shall be the day when business must pause.

19. On this day, nature speaks to all hearts in its never changing language: “With all your work do not forget the Creator Who has created so many wondrous and magnificent things on this earth, to keep reminding you that you are not destined only for this world, that your work shall not always be of a material nature, but also spiritual. Recognize Him Who guides you weak children with so much love and patience, Who set you down among all this splendour, and Who, at least once a week, wants to help you forget your hard work!”

20. I Myself as the Creator instituted the day of rest on the seventh day, according to Moses’ Genesis. This was, as it were, a correspondence to My planting the spirit in the so far lifeless hull on the seventh day after I had been occupied with matter. And this day, on which I raised matter to something spiritual, was the day of celebration or consecration. Therefore, it is to be observed also by man after he has – like Me – worked and been active for six days.

21. On the seventh day, man is to contemplate his work to perceive in it the spiritual idea that guided him to accomplish such work. This day is to become a day of celebration in a spiritual sense, when he shall recognize that his work during the week and his own existence do not have a material but a spiritual basis which he should remember on this day more than on others. On this day, where no duty, no working hours force him into a material trade, he shall remember My creation, My teaching, My love and My sacrifice for him individually as well as for all mankind.

22. Therefore, this day shall become for him a day of consecration, for then, freeing himself of the material, he can draw closer to the spiritual, sublime goal, which he and all creation are destined to attain.

23. Thus everyone shall celebrate the Sunday as a day of remembrance of My love and of all that I have done for him. Then this day will leave behind for all the days of work a gentle, religious feeling through which also the material work is consecrated. Thus man can put the stamp of his own divinity on everything that he does and achieves.

24. This is how the Sunday and rest day should be understood and observed by you. You shall always remember that once there had been such a day for Me and that everyone will experience such a holiday when, free from his material hull, he will arrive in the other, eternal world as a spiritualized soul, bringing with him as a memory the conviction to have impressed on all his material activities the seal of his own divinity.

25. Because of this you, too, should observe this day of rest in a higher spiritual sense. Notice the spiritual shining through the hard crust of the letter. This is what makes true happiness. Spiritualize everything, your surroundings, yourselves, your actions and your words.

26. Not only the seventh day, but every day on which you make spiritual progress will then be a Sunday and holiday for you – a day like the sun after which this day is called by you – and it will pour light, warmth and life over you and all around you. Every day will become a day of celebration or delight when you – worthy of your Creator and with a clear knowledge of your goal – progress from stage to stage, until you attain the eternal, never ending holiday, the holy day of eternal bliss in those regions where every day is a day of consecration and peace, prepared by a loving Father for His children from time immemorial. Amen.

 

53. Predigt von Jesus… Die Endzeit – 53rd Sermon of Jesus… The Latter Days

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53. Predigt von Jesus - Die Endzeit - Matthaeus 24, 15-28 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer

53rd Sermon of Jesus... The latter Days
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53. Predigt von Jesus… Die Endzeit
04.05.1872

Matthäus 24:15-28
Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er steht an der heiligen Stätte, alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat! Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie sie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her und auch nicht mehr werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig: aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: “Siehe, hier ist Christus!”, oder: “da!”, so sollt ihr’s nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in den Irrtum, wo es möglich wäre, auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt! Darum, wenn sie zu euch sagen werden: “Siehe, er ist in der Wüste!”, so gehet nicht hinaus, – “Siehe, er ist in der Kammer!”, so glaubet nicht! Denn gleich wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des
Menschensohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

01. Dieses Wort ist das letzte Evangelium, welches Ich euch erklären will. Es behandelt die letzte Zeit des Judentums, sowie die letzten Zustände der Menschheit und endlich sogar die letzten Ereignisse am Ende der sichtbaren Welt, welche wieder, in andere Formen und in höhere Stufen übergehend, einen neuen Kreislauf beginnen wird.

02. Einst sagte Ich Meinen Jüngern den Untergang des Tempels in Jerusalem voraus, den ersten Akt des Endes der Juden als Volk. Sie hatten damals als solches ihre Rolle ausgespielt und waren nicht weiter wert, im Verbande miteinander auf diesem Erdboden ein Reich zu bilden, nachdem sie das größte Reich, welches es je gegeben, Mein ewiges, geistiges Reich zerstören wollten. So wie sie vom Anfang an auserkoren waren, durch ihre Religion und ihre Propheten dasjenige Volk zu sein, in dessen Mitte Ich Mein Darniederkommen auf diese eure Erde bewirken konnte, so untauglich zeigten sie sich später, diese Meine Lehre anzunehmen und weiterzuverbreiten.

03. Nur Meinen Jüngern und wenigen Auserwählten dieses Volkes ward das Licht der Wahrheit gegeben. Die übrigen verschmähten es und zogen ihm die Finsternis und das Festhalten am toten Buchstaben vor, eine Eigenschaft, die sie, obwohl sie unter allen Völkern zerstreut leben müssen, heutzutage noch nicht abgelegt haben.

04. Die Geschichte erzählt euch deutlich, daß alles, was Ich voraussagte, wirklich eingetroffen ist, und zwar kurze Zeit nach Meinem Hingange in Mein Reich. So endete mit dem Tempel, der geistig zwar schon längst zerstört war, auch die Geschichte eines Volkes, welches Ich aus vielen auserwählt hatte, Träger und Förderer Meiner ewigen Wahrheit zu werden.

05. Ich sagte Meinen Jüngern auch voraus, wie in der Folge Meine Religion, Meine Lehre, im Kampf mit dem Judentume sich nach und nach stets kräftigen und stets vorwärtsschreitend auch ihre Verehrer stets mehr fördern werde, während das Judentum mit seinem Kultus bis auf eure Zeiten, statt vorwärtszugehen, stehengeblieben ist und die an ihm Hängenden noch heute ihren Messias mit denselben weltlichen Ideen wie vor mehr als tausend Jahren erwarten. Über die Unrichtigkeit ihrer Vorstellungen suchte Ich sie schon damals aufzuklären; aber an der Halsstarrigkeit der Juden hatte Ich den größten Gegner.

06. Alles in Meiner Schöpfung schreitet vorwärts. Alles verändert sich und vervollkommnet sich in der Veränderung. Nur die Juden wollten keine Neuerung, keine Veränderung, und so müssen sie ihr jetziges Los sich selbst zuschreiben, indem sie, nur dem Niedrigsten auf Erden, dem Mammon allein huldigend, von allen andern Völkern verachtet sind. So straft sich, wer nach dem Materiellen und nicht nach dem Geistigen strebt; denn Mein Reich, obgleich es sichtbar Materie zu sein scheint, ist doch nur Geist und nicht Materie.

07. Was den Juden zur Zeit der Zerstörung Jerusalems begegnete, das wird sich auch als Ende der jetzt lebenden Menschheit wiederholen; denn die Greuel des Krieges und der Zerstörung werden wieder auftreten, nur in anderen Formen. Und wie in jenen Zeiten nur die wenigen, die an Mich glaubten, entweder ein besseres Los hatten, oder wenn es schon hart war, es leichter zu ertragen vermochten, weil sie im Glauben und im Vertrauen auf Mich nicht wankten, so wird es auch in der Zeit sein, die Meiner Wiederkunft vorausgeht. Auch dann werden Treue und Glauben auf Erden verschwunden sein, da die Menschheit oder wenigstens der größte Teil der Menschen; der Materie, der Welt und ihren Genüssen huldigt, wie ihr es jetzt schon überall bemerken könnt.

08. So muß die Reinigung und Läuterung des geistigen Seelenreichs vorgenommen werden, wie Ich es im Evangelium vom Feigenbaume sagte. Wenn er anfängt, seine Blätter zu treiben und saftig zu werden, so ist das die Vorzeit des Sommers, die Vorzeit der Entwicklungs und Fruchtbildungsperiode, welche uns geistig an die Scheidungs und Prüfungszeit erinnert, in der Rechenschaft über das den Menschen anvertraute geistige Gut gefordert werden wird.

09. Die Elementarereignisse, die Unglücksfälle und Krankheiten, welche dieser Zeit vorangehen, sind die letzten Versuche, noch zu retten, was zu retten möglich ist, damit nicht alle im Schlamm des Egoismus ersticken. Nur durch Unglüek und herbe Schicksalsschläge wird das stolze Menschenherz mürbe.

10. Die Wahrheit muß sich wie die Wirklichkeit nackt zeigen, damit keine Illussion sie verschönt. Nur so wirkt sie heilend. Und wenn die materielle Welt sich in ihrem eigentlichen Gewand der Vergänglichkeit und des Truges zeigt, wenn sie den Menschen mit Hohn zurückstößt und ihm, der sie liebkosen wollte, mit Verachtung den Rückcn wendet, dann erst – meist leider nur zu spät – beginnt das Geistige seinen Einfluß auszuüben, dann erst erwachen bessere Gedanken und reinere Gefühle. So muß Ich als liebender Vater den Menschen führen, damit er den wahren Wert der Dinge erkennt und Den findet, der die stete Ruhe ist.

11. Daß gegen diese sich steigernden Versuche, den Menschen in die Enge zu treiben, mit allen möglichen Mitteln gearbeitet wird, daß Spott, Rache und Verfolgung die Gläubigen treffen, daß falsche, aber auch wahre Propheten das Volk zu belehren suchen werden, daß am Ende bei den meisten eine gänzliche Verwirrung der Begriffe eintreten wird – das versteht sich von selbst. Alle Meine Mahnungen werden, wie vor der Sündflut, bei vielen fruchtlos bleiben, und nur wenige werden sich bekehren. Wenn die Ereignisse sich aber überstürzen, so wird doch die Mehrzahl geistig gerettet werden (krit. Anmerkung d. Hrsg.), und sie werden Mir danken, daß Ich sie durch solche strengen Mittel der allgemeinen Verderbnis entrissen habe.

12. Wenn all diese unglücklichen Ereignisse über die Menschheit hereinbrechen werden, wie einst bei den Juden die Zerstörung des Tempels und Jerusalems – wer ist dann schuld daran? Bin Ich ein Rachegott, der das Blut und das Elend von so vielen Tausenden will? Oder sind sie es nicht vielmehr selbst, die alles unter ihren Sinn beugen und selbst die großen Gesetze der materiellen und geistigen Welt – wenn es nur möglich wäre! – umstoßen möchten?

13. Seht, Ich lasse es hier niederschreiben, damit alle Welt es weiß! Wie Ich einst den Verfall des Judenvolkes voraussagte und derselbe auch wirklich eintraf, so habt ihr hier in 53 Predigten der Mahnungen und Voraussagungen genug, in denen Ich euch deutlich gesagt habe, was kommen wird, wie und wann es eintreffen muß, um Meine verirrten Kinder auf den rechten Weg zu bringen. Schon in jener Zeit sagte Ich zu Meinen Jüngern: “Es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reiche Gottes in der ganzen Welt!”, und dieses Evangelium ist dieses Werk, das Ich euch hier als Zeichen Meiner Liebe und Gnade überlasse.

14. Die Zeit der Greuel und der Verwüstung ist mehr geistig als materiell zu verstehen; denn was im Evangelium steht, wie z.B.: “Wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder!” usw., dies alles besagt: Laßt das Weltliche fahren und haltet euch an das Unverwesliche, Geistige! Dort ist der Anker, der euer Lebensschiff in den Stürmen des materiellen Unglücks und der geistigen Not festhalten kann! Ohne diesen Anker findet ihr keine Ruhe, keinen Frieden!

15. Deswegen sammelt euch um Mich und haltet fest an Mir und Meiner Lehre! Denn – wie geschrieben steht -: “Himmel und Erde werden vergehen!” Ja, Himmel und Erde werden vergehen; sie werden sich in andere Elemente auflösen, und aus ihnen werden andere Formen und andere Welten hervorgehen. Die ganze Schöpfung wird den gleichen Prozeß durchmachen, den auch das Judenvolk, welches mit seinen Traditionen und mit seiner Religion die Grundlage Meiner Lehre war, durchzumachen hatte.

16. Ich habe bei der Schöpfung in alles, auch in das geringste Atom, Meinen Geist hineingelegt, um die Materie fähig zu machen, sich zu etwas Größerem und Höherem zu entwickeln. Ebenso war das Judenvolk das geeignete Element, in welchem Ich Meine Darniederkunft bewerkstelligen und – ähnlich wie in der ganzen sichtbaren Schöpfung – Mein großes Geisteswerk vollenden konnte. Jedoch wie das Judenvolk nach seier Mission aufhörte ein Volk zu sein, und wie die Menschheit nach ihrer Läuterung aufhören wird, Träger aller egoistischen Leidenschaften zu sein, weil Besserem Platz gemacht werden muß, ebenso wird die ganze Schöpfung, die bis jetzt noch die Grundlage Meiner Liebe zu allen geschaffenen Wesen ist, einst auch aufhören müssen, der Ausdruck Meiner göttlichen Gedanken zu sein.

17. Wenn die Wesen der Schöpfung, der Vergeistigung reif, an dem Punkt angekommen sein werden, wo auch die feinste Materie noch als grob erscheinen muß, dann ist diese, mit so vielen Wundern und Schönheiten ausgestattete Welt ein zu grober Träger für das Rein-Geistige, und es muß dann die ganze Schöpfung als Wohnort den Wohnenden gemäß eingerichtet werden, was die Auflösung bedingt. Zu dieser Zeit wird der Menschensohn in aller Herrlichkeit erscheinen – wie Ich einst sagte -, weil auch die geschaffenen Wesen in einem geistigen Verfassungszustand sein werden, diesen Glanz und diese Herrlichkeit ertragen zu können. Dann werden die höchsten Geister und Engel die Auserwählten aus allen vier Winden und von einem Ende des Himmels zum andern sammeln.

18. Ja, so wird es noch oft geschehen, stets auf höheren Stufen und verbunden mit größeren Seligkeiten. Ich kann Mich Meinen Geistern immer nur so zeigen, wie sie Mich fassen können. Da Ich aber unendlich bin, so sind auch die Auffassungen von Mir unendlich, und Mein Reich wäre kein unendliches, wenn nicht eine stete Steigerung der geistigen Potenzen möglich wäre.

19. Dies alles sagte Ich in jener Zeit Meinen Jüngern in Bildern voraus, nicht nur damit sie es wissen, sondern damit bewiesen werde, daß Meine Worte nie vergänglich sind und stets wahr bleiben werden! Glaubt ja nicht, daß Ich für euch allein auf die Welt kam, daß Ich alles der kleinen Erde und ihrer Bewohner wegen erduldete, nein, Meine Taten sind Taten der Unendlichkeit! Auch die Bibel, worin zum Teil Meine Worte, die Ich während Meiner Erdenjahre sprach, geschrieben stehen, ist nicht für euch allein – sie gehört der ganzen Schöpfung.

20. Und wenn Millionen von Welten von Meiner Existenz bis jetzt noch nichts wissen, so wird doch die Zeit kommen, wo auch diese Worte Gottes zu ihnen dringen und von ihnen, entsprechend ihrer geistigen Bildung, verstanden werden. Dann wird bei den geistig vollkommen Wiedergeborenen die harte Rinde des Buchstabens und die wörtliche Auffassung verschwinden, und es wird der reine und tiefe Sinn der Worte Gottes, der Worte eines liebenden Vaters, klar und helleuchtend, der ganzen Schöpfung verständlich, allen zurufen: “Liebet, o liebet nur alle einander!” Denn aus Liebe habe Ich die Welt erschaffen, aus Liebe den größten Akt der Demut auf eurer Erde vollführt, aus Liebe die Menschheit geläutert durch Drangsale und Leiden, damit Meine Worte, die Ich einst sprach und in diesem Evangelium erklärte, stets wahr bleiben! Sie haben keinen anderen Zweck, als Meine Kinder wirklich zu dem zu machen, was viele nur dem Namen nach waren.

21. So soll nach dem Greuel der Verwüstung, wie nach Gewitter, Regen und Sturm, allen wieder die Gnadensonne in ihrem ganzen Glanze leuchten! Wenn die geistige Luft von allen schlechten Giften gereinigt sein wird, dann bereitet sich, wie die erfrischte Erde nach einem Gewitter, alles zu einem neuen, tätigen Leben vor. Amen.

*******

53rd Sermon of Jesus… The Latter Days
(May 4, 1872)

Matthew 24:15-28
“When ye therefore shall see the abomination of desolation, spoken of by Daniel the prophet, stand in the holy place, (whoso readeth, let him understand:) Then let them which be in Judaea flee into the mountains: Let him which is on the housetop not come down to take any thing out of his house: Neither let him which is in the field return back to take his clothes. And woe unto them that are with child, and to them that give suck in those days! But pray ye that your flight be not in the winter, neither on the sabbath day: For then shall be great tribulation, such as was not since the beginning of the world to this time, no, nor ever shall be. And except those days should be shortened, there should no flesh be saved: But for the elect’s sake those days shall be shortened. Then if any man shall say unto you, Lo, here is Christ, or there; believe it not. For there shall arise false Christs, and false prophets, and shall shew great signs and wonders; insomuch that, if it were possible, they shall deceive the very elect. Behold, I have told you before. Wherefore if they shall say unto you, Behold, he is in the desert; go not forth: behold, he is in the secret chambers; believe it not. For as the lightning cometh out of the east, and shineth even unto the west; so shall also the coming of the Son of man be. For wheresoever the carcase is, there will the eagles be gathered together.”

This is the last Gospel I shall explain to you. It deals with the latter days of Judaism, also the final conditions among mankind and even the last events at the end of the visible world which, transformed and rising to higher levels, will commence a new cycle.

I once predicted to My disciples the destruction of the temple in Jerusalem, the first act of the end of the Jews as a people. They had then lost their importance as a people and were no longer worthy of living together in a country of their own on this earth, after having endeavoured to destroy the greatest kingdom that has ever existed, My everlasting Spiritual Kingdom. They had been chosen from the very beginning through their religion and their prophets to become that nation into the midst of which I could descend to the earth, but afterwards they proved themselves quite unsuited to embrace and spread My teaching.

The light of truth was conveyed only to My disciples and a few elect of that nation. The others rejected it and preferred the darkness and sticking to the dead letter, a trait they have not got rid of to this day, altough they are compelled to live dispersed among all the other nations.

History tells you clearly how everything I predicted really came true soon after My ascension to My Kingdom. Thus ended with the temple, which spiritually had already been destroyed long ago, the history of a people I had chosen from among many to be the carrier and promoter of My eternal truth.

I had also predicted to My disciples how, in the course of time, My religion, My teaching, would keep growing stronger in its fight with Judaism, in its progress benefitting its followers more and more, whilst Judaism with its cult, instead of progressing, has remained stagnant and its followers are still today waiting for the Messiah with the same worldly ideas as they did almost two thousand years ago. Already then I had endeavoured to englighten them with regard to their wrong concepts, but their obstinacy was My greatest opposition.

Everything in My creation keeps progressing. Everything changes and in this change perfects itself. Only the Jews did not want any innovation or change, and so they can blame only themselves for their lot – being despised by all nations -since they serve only that which is the most inferior thing on earth, mammon. Thus he who strives after material instead of spiritual values punishes himself, for My Kingdom, even though it appears to be material in its visible form, is only spirit and not matter.

What happened to the Jews at the time Jerusalem was destroyed will happen again at the end of today’s mankind. There will again be the horrors of war and destruction, only in a different form. And just as in those times the few that believed in Me had a better lot or, if it was hard, were better able to bear it thanks to their firm faith in Me, thus it will be in the time preceding My Second Coming. Then, too, faith and trust will have disappeared on earth because mankind, or at least the majority of men, will be favouring the world and its pleasures, as can already be noticed everywhere.

Therefore, the purification of the spiritual sphere of the soul must be undertaken in accordance with what I said of the figtree in the Gospel. When it starts to come into leaf and develop sap, it is the time preceding the summer, the time prior to development and fructification, which spiritually compares with the time of testing and separation, when man has to account for the spiritual values entrusted to him.

Natural events, accidents and illnesses preceding this time are the last efforts to save whatever can be saved, that not all may suffocate in the mire of selfishness. The arrogant human heart can only be made pliable through misfortune and blows of fate.

Like reality, truth must present itself in a naked form, unembelished by illusions. Only thus can it have a healing effect. And when the material world presents itself undisguised in its transient and deceptive nature, when it rejects a man mockingly, scornfully turning its back on him who wanted to caress it, only then – usually too late – can the spiritual begin to effect its influence; only then are better thoughts and purer emotions awakened. Thus I, as a loving Father, have to guide man towards recognition of the true value of things so that he may find Him Who is permanent peace. It is obvious that these ever-increasing efforts are being opposed with all available means, that believers have to put up with ridicule, revenge and persecution, that false as well as true prophets will endeavour to teach the people and that, in the end, most will be totally confused. As it was before the deluge, My admonitions will be futile with many, and only few will mend their ways. However, when events precipitate, most people will be saved spiritually, and then they will thank Me that I have saved them through such severe measures from the general destruction.

When all these unfortunate happenings will befall mankind, as once happened to the Jews with the destruction of their temple and Jerusalem, – whose fault will it be? Am I a God of revenge, Who wants the blood and misery of so many thousands? Or are not they responsible who want to bend everything to their own will and would like – if at all possible -to upset even the great laws of the material as well as the spiritual world?

I have it written down here for all the world to know! As I once predicted the downfall of the Jewish people, which also came to pass, you have here in 53 sermons plenty of admonitions and predictions wherein I have made it quite clear to you what is going to happen, and how and when it will take place, in order to guide My erring children onto the right path. Already at that time I told My disciples: “The Gospel of the Kingdom of God will be preached in all the world!” – and it is this work which I now give you as a token of My love and grace.

The time of abomination and desolation is to be understood in a spiritual rather than a material sense, for what is said in the Gospel as, for instance: “Let him which is on the housetop not come down!” and so on, means: Let go all that is worldly and stick to that which is imperishable, spiritual! There you find the anchor that can securely hold the vessel of your life in the storms of material misfortune and spiritual distress! Without this anchor you will find no rest, no peace! Therefore, gather around Me and hold fast to Me and My teaching! For, as is written: “Heaven and earth shall pass away.” Yes, heaven and earth will pass away; they will dissolve into orther elements from which other forms and other worlds will arise. The whole of creation will go through the same process as the Jewish people, which with its traditions and its religion was the basis for My teaching.

I have put My Spirit into everything in creation, even the smallest atom, to enable matter to develop into something greater and higher. Thus the Jewish people was the best suited element within which I could descend to the earth and – as in the entire visible creation – complete My great spiritual task. However, just as the Jewish people, after its mission, ceased to be a nation and as mankind, after its purification, will cease to be a carrier of all the selfish desires, because there has to be made way for something better, the whole of creation, which so far is still the basis of My love for all created beings, also will one day have to cease being the manifestation of My divine thoughts.

When the created beings will have matured to a stage of spiritualization where even the finest matter must appear gross, then this world, so rich in wonders and beauty, will be too gross a carrier for the pure spiritual and must be dissolved. The entire creation must be adapted to those dwelling in it. At that time the Son of man will appear in glory – as I once stated – because also the created beings will have attained a spiritual condition that will make it possible for them to bear this brilliance and glory. Then the highest spirits and angels will be gathering the elect from the four winds and from one end of the universe to the other.

This will happen repeatedly, each time on a higher level involving greater beatitudes. I can reveal Myself to My spirits only to a point comprehensible to them. However, since I am infinite, conceptions of Me are infinite, too, and My Kingdom would not be infinite if a constant enhancement of the spiritual potencies were not possible.

All this I predicted to My disciples using parables, not only that they might know it, but to provide proof that My words are not transient and will remain true forever. Do not think that I came into the world for you alone and suffered only for the sake of the small earth and its inhabitants. My deeds are deeds of infinity! Also the Bible, which partly contains My words spoken during My years on earth, is not just for you, but belongs to all creation.

Even if millions of worlds do not yet know of My existence, the time will come when these words of God will reach them and be comprehended according to their spiritual level. Then those who are fully reborn in the spirit will shed the hard shell of the letter and literal interpretation, and the pure and profound meaning of God’s words, the words of a loving Father, will speak to all creation, clearly comprehensible: “All of you love, oh love one another!” For I created the world out of love, and out of love I performed the greatest act of meekness on your earth; out of love I am purifying mankind through distress and suffering, so that My words, which I once spoke and have now explained in this Gospel, shall remain true everlastingly. They have no other purpose than to make My children into that which many have been only in name.

As after a thunderstorm, so it will be after the abomination of desolation, and the sun of grace shall shine again for all in its full brilliance. As the spiritual atmosphere will have been cleansed from all the poisons, everything will be ready for a new, active life, just like the refreshed earth after a thunderstorm. Amen.

37. Tuet eure Ohren auf… Heilung eines Taubstummen – Open your Ears… The Healing of a Deaf-Mute

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flagge de  37. Tuet eure Ohren auf… Heilung eines Taubstummen

37. Predigt von Jesus… Heilung eines Taubstummen
17.04.1872

Markus 7:32-37
Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und baten ihn, daß er die Hand auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die Ohren und spützte und rührte seine Zunge und sah auf gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: “Hephata!”, das ist: ,Tu dich auf!` Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward los, und er redete recht. Und Jesus verbot ihnen, sie sollten`s niemand sagen. Je mehr er aber verbot, desto mehr sie es ausbreiteten, und das Volk wunderte sich über die Maßen und sprach: ,Er hat alles wohl gemacht; die Tauben macht er hörend und die Sprachlosen redend!”

01. Die schnelle Heilung eines Taubstummen, von der diese Verse erzählen, war eine von jenen Taten, mit welchen Ich von Zeit zu Zeit Meine Lehre bekräftigen mußte, damit Meine Jünger, sowie das Volk, welches Mir nachfolgte, auch durch Taten überzeugt wurden, daß Meine Worte göttlicher Abstammung sind. Diese Taten sollten auch Mein Dasein auf eurer Erde als eine höhere Mission als die eines Propheten und Sehers begründen und beweisen. Denn das Volk, durch scheinbare Wunderwerke der Magier und Essäer daran gewöhnt, Dinge vor seinen Augen verrichtet zu sehen, welche es nicht begreifen konnte, legte nur zu leicht dem einen oder dem andern einen Namen oder eine Kraft bei, die ihm nicht eigen war, weswegen Ich hauptsächlich nur Heilungen oder solche Wunder vollführte, die jenen Gauklern und Magiern nicht zu verrichten möglich waren.

02. Was den Akt der Heilung selbst betrifft, so wie Ich ihn verrichtete, hat er einen tieferen, geistigen Sinn als nur den, daß Ich einen Taubstummen heilte, damit er dann von Mir und Meiner Wunderkraft reden sollte. Ich hatte derlei Anpreisungen nicht nötig, ja – wie einer der Verse deutlich sagte – Ich verbot dem Geheilten sowie den Zeugen, von dieser Tat weiter zu reden. Dies wurde aber nur selten befolgt; denn eben durchs Verbot erwacht der Drang zum Sündigen noch stärker. Auch Mein Jünger Paulus empfand dies, indem er seufzend sagte: “Wäre nicht das Gesetz, so wäre nicht die Lust, dagegen zu sündigen!” Er bekannte in diesen Worten die Schwäche der menschlichen Natur und warnte zugleich vor der zu großen Sicherheit, eine gewisse Stärke erlangt zu haben, damit man nicht unverhofft desto tiefer falle.

03. Was das Verständnis der geistigen Bedeutung dieser Heilung des Taubstummen für euch alle betrifft, so müßt ihr die Worte ,taub` und ,stumm` recht ins Auge fassen und dann aus der gegebenen Erklärung die geistigen Schlüsse herausfinden.

04. Die Handlung wurde einer Sonntagspredigt deshalb zugrunde gelegt, um euch Mir näherzurücken. Denn ihr müßt wissen, daß in jedem Wort, das Ich sprach, und noch mehr in jeder Handlung, die Ich während Meines Erdenwandels verrichtete, die Hauptsache bei weitem mehr das Geistige war als der Akt der Tat, die Gelegenheit oder die Umstände, bei welchen Ich Meine Lehre dem Mir nachfolgenden Volk kundgab. Jedes Meiner Worte hatte einen weittragenderen Sinn, als jene Zuhörer ahnten und auch heutzutage noch die meisten Bibelerklärer und -forscher gefunden haben.

05. Deswegen muß Ich auch hier diese beiden Worte ,taub` und ,stumm` etwas näher erklären, damit wir durch geistige Entsprechung leichter herausfinden können, was jetzt zu Meinem Zwecke paßt, und was schon in jener Zeit in Meinem Wort ,Hephata` und in der Handlung, wie auch in der Person, an welcher Ich die Handlung vollzog, lag. Denn es war kein Zufall, daß ein Taubstummer auf diese besondere Art von Mir geheilt werden mußte, während Ich bei anderen Gelegenheiten Blinden, Lahmen, Aussätzigen und anderen nur durch Mein Wort oder durch Auflegen Meiner Hände die Gesundheit wiedergab.

06. Seht, um dies alles geistig aufzufassen und zu begreifen, müssen wir diese beiden Worte ,taub` und ,stumm` näher betrachten, woraus sich das Weitere dann von selbst erklären wird.

07. ,Taub` sein ist ein Zustand, bei dem der innere Geistesmensch, um einen Sinn ärmer, so manches von den Annehmlichkeiten und geistigen Einflüssen der Außenwelt entbehren muß, was dem gesunden Menschen durch das Gehör von allen Seiten zuströmt. Letzterem wird dadurch bewiesen, daß selbst in dem Vibrieren der Materie, das den Schall bewirkt, weit Größeres, Geistigeres liegt, als er wähnte; denn die Eindrücke des Schalls bilden, vom leisesten Geräusch bis zur höchsten Harmonie der Musik oder bis zum noch höheren Ausdruck aller geistigen Begriffe im Wort, eine große Stufenreihe von Genüssen, Erklärungen und Kundgebungen Meiner Göttlichkeit und Ewigkeit in der ganzen materiellen Schöpfung, welche alle dem Tauben fremd und nicht erklärbar sind, sowenig wie dem Blinden die Farben, zumal wenn diese Mängel von Geburt an bestehen.

08. ,Stumm` ist wieder das Entgegengesetzte von ,taub`. Während nämlich im Tauben der innere Mensch tausender Einflüsse von außen durch das Nichthören beraubt wird, so muß umgekehrt der Stumme, des Mittels der Sprache beraubt, den Mangel fühlen, die Einflüsse, welche die ihn umgebende Außenwelt auf ihn ausübt, nicht kundgeben und die durch das Äußere in seinem Innern sich abspiegelnde Welt anderen durch das größte und umfassendste Werkzeug, durch die Stimme und Sprache, nicht mitteilen zu können. Es stehen ihm im besten Falle neben Gebärden und Zeichen unartikulierte Laute zu Gebot.

09. Wie Ich in einem anderen Wort an euch schon sagte, daß gegenseitige Mitteilungen ein Hauptbedürfnis, ja ein notwendiges Mittel zum Fortschritt auf dem geistigen Wege sind, so versteht es sich von selbst, daß derjenige, welcher stumm ist, eine ungeheure Menge von Genüssen entbehren muß, was ihm erst dann zum Bewußtsein kommt, wenn er das von außen Empfangene wieder durch Mitteilung zurückstrahlen möchte.

10. Nachdem Ich euch die Bedeutung dieser beiden Worte und die Nachteile des Verlustes der einen oder der andern Eigenschaften näher erklärt habe, so könnt ihr euch einen rechten Begriff von denjenigen Geschöpfen und Menschen machen, welche nicht nur den einen oder den andern Sinn, sondern beide entbehren müssen.

11. Das Fühlen oder die Aufnahme der von außen kommenden Harmonien und das Wiedergeben der durch dieselben auf den Innenmenschen hervorgebrachten. Eindrücke fehlen. Es liegt in diesem Mangel ein ungeheurer Hemmschuh des Fortschritts im Geistigen; denn wer nur durch andere Mittel als durch das Gehör das außer ihm Liegende aufnehmen und das Aufgenommene notdürftig wieder mitteilen kann, der entbehrt in Meiner großen Schöpfung vieles, was anderen, ohne es zu wissen, in vollem Maße in den Schoß fällt.

12. Nicht ohne Grund bat Mich in jener Zeit das Volk, diesen Taubstummen zu heilen. Es war von dem Gedanken geleitet, daß auch er Meine Worte vernehmen sollte, und daß er so, wenn sein Inneres mit einem großen Reichtum von nie geahnter Geistesfülle genährt sei, seine und auch Meine Mission auf Erden begreifen könne.

13. Wie viele Menschen haben noch jetzt ihr geistiges Ohr Meiner Schöpfung und Meinen Lehren verschlossen, und wie vielen ist noch bis jetzt Meine ganze Schöpfung ein stummes, zusammengeworfenes Gemisch von Stoff und Materie, dessen Gesetze nach ihrer Meinung nur dem Zufall entstammen. Wie vielen rufe Ich zu: “Hephata!”, d.h.: “Tuet auf eure Ohren, vernehmt den Jubelgesang der ganzen Natur, die vom letzten Atom bis zur größten Zentralsonne nur Liebe predigt! Macht auf eure Ohren und vernehmt das geistig Tiefe, welches euch in Meiner Lehre gegeben wurde, um euch zu etwas Höherem, zu etwas Größerem zu erziehen als zu vegetierenden kräuter- und fleischfressenden Tieren, die nur mit größerer Intelligenz als die anderen begabt sind!”

14. Wie vielen rufe Ich dieses alle Tage, jede Stunde, ja jeden Augenblick zu, und jede Gemütsbewegung, jede Idee, die doch nicht Produkt des Stoffes oder der Materie sein kann, zeigt ihnen deutlich, daß in dem körperlichen Tiermenschen ein geistiger, höherer Mensch verborgen liegt, der den äußeren Menschen so vergeistigen sollte, daß er eine würdige Umkleidung des Innern und ein Geschöpf werde, das seinem Schöpfer Ehre macht.

15. Und seht, Tausende haben sich selbst zur Taubstummheit verdammt. Sie begreifen nicht, welch großer Schatz geistiger Seligkeiten in Meiner Natur auf sie einwirken will; sie sind kalt oder stumm bei diesen Eindrücken. An ihren Ohren gehen alle geistigen Harmonien unbeachtet vorüber, und ihr Inneres ist leer oder nur von Eindrücken angefüllt, die aus der niedersten Sphäre der Materie oder der Sinnlichkeit herrühren und sie vom Menschen zum Tier herabdrücken.

16. Ihr Inneres ist leer, und weil sie nichts Geistiges geben können, empfangen sie auch von andern nichts. Für sie herrscht nur die Materie, und Geistiges ist ein Erzeugnis eines verrückten Gehirns.

17. Durch dieselben Worte, welche Ich euch schon seit mehreren Jahren zukommen lasse, rufe Ich Meinen verirrten Kindern das ,Hephata!` zulege Meine Finger in ihre Ohren, um sie noch zu retten, solange es möglich ist und ehe noch die ganze Natur mit Posaunentönen, statt mit sanften Harmonien, ihnen ins Ohr tönen wird, was sie auf friedlichem Wege nicht verstehen wollen.

18. Ich habe die Menschen nicht erschaffen, daß sie gegen alle Meine Werke taub seien, und habe Meine Schöpfung nicht mit so vielen Wundern ausgerüstet, daß sie Meinen geistigen Wesen ein stummes Buch sein solle.

19. Taubstumm ist und soll nichts sein in Meiner gesamten Natur! Alles, was lebt, soll die Sprache seines Schöpfers, seines Vaters vernehmen. Denn Er will mit den Eindrücken Seiner Schöpfungen die Seele der geschaffenen Wesen so erfüllen, daß in der Mitteilung des Geschauten, Gefühlten und Gehörten die ganze Wonne des Daseins liegt.

20. Nicht stumm soll Meine Natur sein; denn ,stumm` ist soviel wie ,geistig tot`. Jubelnd soll alles bezeugen, daß es lebt, daß es sich des Lebens freut, und daß es in allen Schöpfungen der Außenwelt seinen Schöpfer, seinen liebenden Vater wieder erkennt! So soll die materielle Schöpfung die Unterlage des Geistigen sein und die geistige Schöpfung das Materielle vergeistigen!

21. Taub oder stumm ist und soll nichts sein in der Welt, am wenigsten der Mensch, der als letztes Produkt der materiellen Schöpfung auf dieser Erde Mein geistiges Ebenbild in sich trägt!

22. Wie Ich dem Taubstummen das Gehör wiedergab, damit er höre, was und wie alles in der Natur Mich lobt und preist, so sollte er auch nicht mehr stumm sein, damit er in diesen Jubelgesang mit einstimmen könne und Mich als seinen Herrn, aber auch als seinen liebenden Vater erkennen möge.

23. Wie Ich jenen Taubstummen heilte, so laßt auch ihr euch heilen, damit ihr, nicht taub gegen Meine Worte, den andern laut
mit der Macht der Stimme voller Überzeugung verkünden könnt, daß jene Taten und Wunder, vor mehr als tausend Jahren von Mir verrichtet, geistig nur andeuten wollten, was Ich mit der ganzen Menschheit im Sinne hatte, als Ich sie schuf, und als Ich euch Menschen auf dieser Erde zu Herren einsetzte!

24. Ich wollte nicht Taube und nicht Stumme, sondern Wesen für Mein Reich erziehen, die offene Geistesohren und beredte Zungen haben sollen, Mich und Meine Schöpfung zu vernehmen und laut zu verkünden: “Hosianna in der Höhe! Heil Ihm, der uns diese außerordentliche Gnade gab, Ihn zu vernehmen, und uns nebenbei auch die Mittel verlieh, das Vernommene wiederzugeben, damit es nicht für uns allein, sondern für alle diejenigen ein Gemeingut werde, die Seine Kinder werden wollen!”

25. So wünsche Ich, daß ihr Mir den täglichen Lobgesang darbringt, damit ihr der ganzen Welt durch Wort und Tat beweist, daß ihr während Meiner Lehrzeit weder taub noch stumm gewesen seid!

26. Dies beachtet zu eurem Heil, wie auch zum Besten eurer Nächsten! Amen.

flagge en  37. Open your Ears… The Healing of a Deaf-Mute

37th Sermon Jesus… The Healing of a Deaf-Mute

Received from the Lord through Gottfried Mayerhofer
April 17th, 1872

Mark 7:32-37
“And they brought unto him one that was deaf, and had an impediment in his speech; and they beseeched him to put his hand upon him. And he took him aside from the multitude, and put his fingers into his ears, and he spat, and touched his tongue; And looking up to heaven, he sighed, and saith unto him, Ephphatha, that is, Be opened. And straightway his ears were opened, and the string of his tongue was loosed, and he spake plain. And he charged them that they should tell no man: but the more he charged them, so much the more a great deal they published it: And were beyond measure astonished, saying, He hath done all things well: he maketh both the deaf to hear, and the dumb to speak.”

The prompt healing of a deaf-mute described in these verses was one of those acts with which, from time to time, I had to corroborate My teaching so that My disciples and the people who followed Me could also through acts be convinced of the divine origin of My words. These acts were also meant to substantiate and prove My presence on your earth as a higher mission than that of a prophet and seer. Through apparent miracles of the magicians and Essenes the people were used to seeing things done before their eyes which they could not understand, attributing to one or the other a name or power he did not possess. Because of this I mainly performed healings or such miracles those conjurers and magicians could not possibly accomplish.

Concerning the healing act as such and the way I performed it, this had a deeper spiritual meaning than just healing a deaf-mute that he might speak about Me and My miraculous power. I did not need to be praised; actually – as one of the verses clearly states – I forbade the healed and the witnesses to speak about these acts to others. However, this, My command, was only seldom complied with, for forbidding only strengthens the urge to sin. My disciple, Paul, felt this when he sighed: “If it were not for the law there would be no urge to offend against it!” With these words he owned up to the weakness of human nature and at the same time warned people not to feel too sure of having attained a certain strength, so that they may not unexpectedly fall all the deeper. To enable all of you to comprehend the spiritual significance of this healing of the deaf-mute, concentrate on the words “deaf” and “mute” and then find the spiritual key from the given explanations.

This act was taken as a basis for a Sunday sermon in order to bring you closer to Me. For you must realize that in every word I spoke and even more so in every act I performed during My life on earth, the spiritual significance behind it was by far more important than the actual act, the occasion, or the circumstances under which I proclaimed My teaching to the people following Me. Every one of My words had a much more far-reaching meaning than My listeners suspected and most of today’s Bible students have found.

Therefore, I will now explain the two words “deaf” and “mute” in more detail so that it will be easier for us to find out through spiritual correspondences what suits My purpose now and what already then was underlying My word “Ephphatha”, and the act, as well as the person on whom this act was performed. It was not incidental that a deaf-mute had to be healed by Me in this particular way, whereas on other occas-sions the blind, the lame, the lepers and others were restored to health merely through My word or the laying on of My hands.

Behold, in order to comprehend this spiritually we have to take a closer look at the two words “deaf” and “mute”, whereupon what follows will explain itself.

To be “deaf” is a condition in which the inner spiritual man lacks one of the senses and is deprived of many a comfort and spiritual influences of the external world which flow to the healthy person from all sides through his hearing. This proves to him that even in the vibrating of matter, which brings about the sound, there is something much greater and more spiritual than he thought; for the impressions of sound – from the slightest stir to the highest harmony of music or the even higher expression of all the spiritual ideas in the word – form a great gamut of enjoyments, explanations and manifestations of My Deity and eternity in all material creation, all of which are unknown and obscure to the deaf, just as colours to the blind, particularly when this condition exists since birth. “Mute” again is the opposite of “deaf”. Whereas in the deaf the inner man is, through the lack of hearing, deprived of thousands of effects from the external world, the mute, on the contrary, deprived of the aid of speech, must suffer from his inability to communicate through the greatest and most comprehensive organ, the voice and speech, the impressions received from the external world reflected in his inner self. At the most, besides gesticulation and signs, he has at his disposal inarticulate sounds.

As I already told you in another message, mutual communication is an essential need, a necessary means of progression on the spiritual path. Therefore, it is obvious that he who is mute must be deprived of a great many pleasures of which he becomes only aware if he wants to reflect through communication what he has received from the external world.

Now that I have explained to you in detail the meaning of these two words and the disadvantage of the loss of one or the other ability, you can form for yourselves an idea about those creatures and humans who lack not only one of these senses, but both.

There is no feeling or reception of the harmonies coming from the outside nor a reflecting of their impressions on the inner man. This lack presents a colossal impediment for spiritual progress; for he who can receive external impressions only through other means than his hearing and communicate what he has received only by makeshift means, misses out on a lot in My great creation which others, without realizing it, receive freely and abundantly.

There was every reason why the people at that time asked Me to heal this deaf-mute. They were guided by the thought that he too was to hear My Word and be able – once his inner self had been nourished with a never-suspected spiritual abundance – to comprehend his own and also My mission on earth.

So many people still, even now, shut their spiritual ear against My creation and My teaching and to many to this day My entire creation is a dumb conglomerate of substance and matter, the laws of which, in their opinion, have come into existence by chance. To so many I call: “Ephphatha!”, that is, “Open your ears and listen to the song of rejoicing of all nature, which preaches nothing but love from the last atom to the vastest central sun! Open your ears and listen to the deep spiritual knowledge that was given you in My teaching in order to educate you to something higher, something greater than just herbivorous and carnivorous animals that are endowed with greater intelligence than the others!”

To so many I call every day, every hour, even every moment. Thus every emotion, every idea, which cannot possibly be the product of stuff or matter, shows them clearly that in every corporeal bestial man there is hidden a spiritual, higher man who is meant to spiritualize the external person to make him a worthy encasement for the inner man and a created being which is a credit to the Creator.

And behold, thousands have condemned themselves to being deaf and dumb. They do not understand what a vast treasure of spiritual beatitudes in My nature wants to have an effect on them; they are cold or dumb when they receive these impressions. All spiritual harmonies go unnoticed past their ears and their inner self is empty or filled only with impressions from the lowest sphere of matter or sensuality, degrading them from the human level to that of the beast. Their within is empty, and because they are unable to give anything of spiritual value, they also do not receive this from others. For them there exists only matter and everything spiritual is the product of a deranged brain.

Through the words I have already been giving you for some years, I am calling the “Ephphatha!” to My erring children, putting My fingers in their ears so as to save them while it is still possible, before the whole of nature will be sounding in their ears with the sounds of trumpets, instead of soft harmonies, the things they do not want to understand when taught in a friendly way.

I did not create men to be deaf against all My works nor did I endow My creation with such an abundance of wonders that it should be a silent book for My spiritual beings.

Nothing in My entire nature is or shall be deaf and dumb! Everything that is alive shall hear the voice of its Creator, its Father. For he wants to fill the souls of His created beings with the impressions of His creations in such a way that all the delight of existence is contained in the communication of that which has been seen, felt and heard.

My nature shall not be dumb; for “dumb” is as much as “spiritually dead”. With shouts of joy everything shall testify to being alive, to enjoying life, and to recognizing its Creator, its loving Father, in all creations of the external world. Thus material creation shall be the foundation for the spiritual and spiritual creation spiritualize all that is material.
Nothing in the world shall be deaf or dumb, least of all man who, as the “ultimate product of material creation on this earth, carries within him My image!

As I restored his hearing to the deaf-mute so that he could hear how everything in nature praises Me, he also was no longer to be dumb, to enable him to join in the song of rejoicing and recognize Me as his Lord, but also as his loving Father.
You, too, should allow yourselfes to be healed, as I healed that deaf-mute, so that you – no longer deaf to My words -can loudly proclaim to the others, with the might of your voice full of conviction, that the acts and miracles performed by Me almost two thousand years ago were only to intimate spiritually what I had in mind with all mankind when I created it and when I set you humans to be lords of this earth!

I did not intend My beings to be deaf and dumb, but wanted to educate them for My Kingdom with open spiritual ears and eloquent tongues to hear Me and My creation and proclaim openly: “Hosanna on high! Hail Him who granted us this extraordinary grace to hear Him and at the same time gave us also the means of communicating to others what we had heard, that it may not only be our own, but may become a mutual possession for all who want to become His children!” Therefore, I want you to offer Me your daily praise in order to prove to all the world by word and deed that you, during My ministry, have been neither deaf nor dumb!

Heed this for your salvation as also for the benefit of your fellowmenl Amen.

 

36. Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner… Lukas 18:9-14 – The Parable of the Pharisee and the Publican… Luke 18:9-14

PREDIGT / SERMON 36
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PREDIGTEN DES HERRN-36-LukAS-18_9-14 Pharisaer und Zoellner-Hochmut und Demut-Gottfried Mayerhofer-1280 THE LORDS SERMONS-36-Luke-18_9-14 Pharisee and the Publican-Pride and Humility-Gottfried Mayerhofer-1280
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flagge de  36. Predigt… Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

Predigten des Herrn – Predigt 36
Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

Geoffenbart an Gottfried Mayerhofer (April 1872)

Lukas 18:9-14…
Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: “Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten; einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.

Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: ,Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.`

Und der Zöllner stand von ferne, wollte seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: ,Gott, sei mir Sünder gnädig!`

Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.”

So spricht der Herr:

1. In mehreren Evangelien, die Ich bis jetzt erklärt habe, waren Gleichnisse, durch deren Vorkommnisse im gewöhnlichen Leben Meine Lehre oder eigentlich nur Meine zwei Liebesgebote erläutert wurden, und von denen noch mehrere folgen werden.

2. Diese Erklärungen haben vor allem den Zweck, anderen Deutungen vorzubeugen, wie auch Moses Meine Gebote in zehn anderen näher bezeichnete, weil die Menschen sich nur zu oft bloß an den Buchstaben haltend, des Wahnes sind und auch waren: was in den Gesetzen nicht besonders erwähnt werde, sei auch nicht verboten.

3. Da Ich während Meines Erdenwandels als Lehrer die Beschränktheit der Begriffe Meiner Jünger und sonstiger Zuhörer wohl kannte, wählte Ich öfters Beispiele, Gleichnisse und Vergleichungen von materiell Bestehendem mit geistig Unsichtbarem, um niemand in Zweifel zu lassen, wie er Meine Lehre auffassen und wie er die ihm schon früher gegebenen kirchlichen Gebote verstehen solle.

4. Hier in diesem Evangelium seht ihr wieder, wie Ich besonders den Pharisäern, welche stets im Eigendünkel lebten, als seien sie besser als das andere Volk, ein Gleichnis gab, welches ihre Fehler berührte; denn sie glaubten, wenn sie nur die religiösen Gebräuche hielten, so sei alles getan, und der Gott ihrer Religion könnte sich damit zufrieden geben.

5. Ich erzählte ihnen von zwei Menschen, von denen der eine, welcher die Satzungen seiner Religion in den verschiedenen Gebräuchen dem Anscheine nach hielt, so ganz mit Hochmut und Verachtung auf einen andern herabsah, welchen er weit unter sich glaubte, weil sein Lebensberuf einer von denjenigen war, die in jener Zeit nicht im besten Rufe der Redlichkeit standen.

6. Nun, dieser Vergleich des einen, der in seinem übermütigen Stolze glaubte, nie oder nur wenig gesündigt zu haben, mit dem andern, der in vollster Demut sich seiner Vergehen, die von der menschlichen Natur oft nur zu leicht begünstigt werden, bewußt ist, – dieser Vergleich war geeignet, den unbändigen Stolz der Pharisäer zu demütigen. Er gab auch Meinen Jüngern und Zuhörern über manche Meiner Taten, die gegen die gewöhnlichen Gebräuche der Juden verstießen, eine Aufklärung, damit sie alle erkennen sollten, was für ein Unterschied es ist, ein Gesetz dem Worte oder Buchstaben nach zu halten oder es im geistigen Sinne zu verstehen und zu befolgen.

7. Als Erklärung dieses Beispiels sagte Ich Meinen Jüngern: “Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!”

8. In den folgenden Versen dieses Kapitels ist zum Ausdruck gebracht, daß ,gut` niemand genannt werden kann als nur Gott, wobei Ich Mich, als Menschensohn, selbst nicht ausnahm. Ich tat dies geflissentlich, damit sie alle hören und begreifen sollten, daß das Wort ,gut` als Eigenschaft nicht so leicht zu erwerben und zu verdienen ist, und daß viel, ja sehr viel dazu gehört, um auf eine solche Benennung Anspruch machen zu können; denn das Wort ,gut` hat hier auch die Bedeutung des Begriffes ,sündenfrei`.

9. In der weiteren Folge dieses Kapitels sagte Ich bei der Gelegenheit, als man die Kindlein zu Mir brachte, daß die Menschen, wollen sie auf Mein Reich Anspruch machen, den Kindern gleichen müssen in bezug auf die Einfalt ihres Herzens, ihre Unschuld und das unbeschränkte Vertrauen zu ihren Eltern. Denn nur derjenige, der diese Eigenschaften des Kindes besitzt, wird durch Beten und Bitten den Eingang in Mein Reich erzwingen können, – weswegen der erste Vers dieses Kapitels sagt, daß man stets beten und nicht davon ablassen, d.h. daß man alles im Hinblick auf Mich und Meine zwei einzigen Gebote vollführen solle. Um das aber tun zu können, muß man auch fähig sein, seine Lieblingsgewohnheiten, das am schwersten Entbehrliche nötigenfalls zu opfern, was Ich durch den Vorfall mit dem Obersten näher erklärte; denn von diesem Manne verlangte Ich gerade die Opferung dessen, was ihm am meisten ans Herz gewachsen war.

10. Das Gleichnis, daß ein Kamel (Schiffstau) leichter durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in den Himmel komme, will besagen, daß das erstere leichter zu bewirken sei – obwohl es zu den Unmöglichkeiten gehört -, als daß ein Mensch, der noch an weltlichen Dingen hängt, in Mein Reich des Geistes gelangen könne; denn nur, wenn alles Weltliche dem geistigen Zwecke untergeordnet wird, ist von der Stufe des Weltlichen ein Aufschwung ins Geistige möglich.

11. Das, was Petrus bei diesem Vorfall mit dem Obersten zu dem Schlusse veranlaßte, sie seien Meine Jünger, eben weil sie alles verlassen hätten und Mir nachgefolgt wären, zeigt klar, wie leicht die Menschen ihre gebrachten Opfer überschätzen und schon auf dieser Erde die Belohnung dafür erwarten, während diese ihnen vielleicht erst im Jenseits, in dem Bewußtsein erfüllter Pflicht, zuteil wird. Meine Jünger hatten davon deshalb eine andere Auffassung, weil sie alle noch sehr unter dem Einfluß Meiner sichtbaren Persönlichkeit standen und daher nicht zur eigenen Reife gelangen konnten. Ja, als Ich ihnen Meine Leidensgeschichte voraussagte, begriffen sie es nicht; denn sie glaubten, wenn ihnen schon wegen ihrer materiellen Aufopferungen hier und dort Seligkeiten versprochen würden, umsomehr müßte Ich, der sündlos und rein vor ihren Augen einherwandelte, deren teilhaftig werden.

12. Sie waren blind wie der Blinde am Wege gen Jericho, sie hörten Mich wohl, aber sie verstanden nicht den Sinn Meiner Worte. Und wie Ich diesen Blinden sehend machte, weil er fest an die Möglichkeit der Heilung durch Meine Hand glaubte, so ward auch ihnen mit der Ausgießung Meines Geistes über sie der geistige Star gestochen, und sie begriffen dann erst ganz und sahen im hellsten Licht, was Ich ihnen in vielen Gleichnissen und Bildern während Meiner dreijährigen Lehrzeit gesagt hatte. Da erst begriffen sie, wer Ich war, was Meine Lehre zu bedeuten habe, und was ihre eigene Mission sei.

13. Seht, dieses Evangelium sagt euch vom Anfang bis zum Ende mit wenig Worten immer das gleiche! Es sagt euch, wie im praktischen Leben das ,gut` oder ,ohne Sünde sein` so schwer ist, und wie die Aufopferungsfähigkeit so viele tausend verschiedene Abweichungen hat. Der Buchstabe des Evangeliums drückt eben nicht nur das vermeinte Eine aus, sondern der Sinn des Evangeliums zielt im ganzen darauf hin, den menschlichen Dünkel, man sei besser als der andere, herabzustimmen. Daher der Hinweis auf die Demut, wie sie im Zöllner als Tugend, dann beim Obersten als höchst Gefordertes, in den Kindlein als unbewußte Unschuld versinnbildlicht, Meinen Jüngern als künftige Belohnung verheißen und von Mir als irdischer Mensch auf Meinem letzten Leidensgange als höchstes Beispiel ausgelebt worden ist!

14. So seht ihr die Stufen der Demut vor euch, das Herabwürdigen der eigenen Natur vor dem zu erreichenden geistig höchsten Standpunkt, den Ich euch als Mensch als ewiges Beispiel zeigte.

15. Beachtet dieses Evangelium, in welchem der Lehren tiefste in Worten und in Meinem eigenen Lebensgang vor euren Augen stehen! Glaubt nicht, als wäret ihr schon etwas Besseres, weil euch Mein Wort vor vielen anderen zuteil wird und ihr gleichsam aus Meinem eigenen Munde erfahret, wie man es auffassen und im Leben ausüben soll!

16. Auch unter euch sind noch viele wie der Oberst. Wenn für euch die Stunde heranrücken wird, wo auch ihr dem Teuersten dieser Welt, welches ihr bis jetzt mit so vieler Ängstlichkeit bewahrt habt, entsagen müßt, da seid versichert, daß viele von euch traurig sein und sich von dannen schleichen werden wie der Oberste. Dann wird der Probierstein an eure menschliche Natur gesetzt, wieviel des Geistigen ihr aus Meinem euch so vielfach gespendeten Himmelsbrote mit eurem eigenen Ich vermischt und euch angeeignet habt. Deswegen geht auch an euch der Ruf des ersten Verses dieses Evangeliums: Betet und lasset nicht ab, damit euch stets Kraft genug bleibe, unter allen Umständen und Verhältnissen nicht zu wanken, sondern fest bei Mir zu stehen; denn nur den Ausharrenden werden im Jenseits ihre weltlichen Verluste vergütet werden, den Schwankenden und Zweifelnden aber nicht!

17. Betet ohne Unterlaß, daß euch in jeder Beziehung der Hochmut oder der Stolz verlasse, und zieht das Kleid der Demut an! Werdet wie die Kindlein! Glaubt vertrauensvoll an Meine Verheißungen; denn das, was Ich euch jetzt sage, ist ja nichts Neues! Schon vor mehr als tausend Jahren wurde es von Mir Meinen Jüngern und gläubigen Zuhörern gegeben! Schon lange liegt es, wie ihr sagt, schwarz auf weiß vor euren Augen; aber blind wie der Bettler von Jericho seht ihr nicht das Licht, das aus diesen Worten strahlt. In eurem Herzensdrange rufet auch ihr oft zu Mir: “O Herr, mach mich sehend!” Und es ergeht auch denjenigen unter euch, die vertrauensvoll wie der Blinde von Jericho sich Meinen Händen anvertrauen, so, wie es in diesem Evangelium heißt: “Wer ohne Unterlaß betet und bittet, den werde Ich erhören!”; denn auch ihnen wird ihr Glaube, wie jenem Blinden der seine, helfen.

18. Ihr bekommt jetzt in diesen Sonntagspredigten so viel Licht aus Meinen Himmeln, daß es unmöglich scheint, daß ihr über den eigentlichen Sinn Meines Wortes, wie es einst gesprochen wurde, noch Zweifel hegen könnt, ferner darüber, wie es ausgeführt werden soll, und daß es jetzt selbst in der sozialen und politischen Entwicklung eures gesamten Weltteils, dem Endresultat, der endlichen Vergeistigung der menschlichen Seele entgegengeht.

19. Ich sagte Meinen Jüngern Meine Leiden und Meinen Tod voraus, sagte ihnen aber nicht, daß eben diese Leiden und dieser Tod der größte Triumph, der größte Sieg des Geistigen über die menschliche Natur seien und bleiben würde. Ich verschwieg es, weil sie Mich nicht verstanden hätten; aber nun sage Ich es frei heraus, daß alles dahin drängt, zur Reife zu bringen, was Ich in jenen drei Lehrjahren als Samen ausgesät habe. Meine Lehre wird trotz aller blutigen und scheußlichen Vorgänge, denen sie in vielen Jahrhunderten als Deckmantel dienen mußte, am Ende doch siegend hervortreten, wenn die Menschheit durch Leiden und Trübsale gezwungen sein wird, sich all des Unflats zu entledigen, welcher ihr noch anklebt.

20. Was Mir in jenen Zeiten geschah – die Leiden und Kämpfe und selbst der Tod, der aber durch die Auferstehung und Himmelfahrt zum Sieg gekrönt wurde -, das geht jetzt mit der Menschheit vor. Was Ich damals als Mensch litt, wird jetzt die Menschheit leiden müssen.

21. Das Weltliche muß verspottet, verachtet, gekreuzigt werden, soll das Geistige im Menschen auferstehen, soll eine Annäherung mit Meinem Geisterreich möglich werden!

22. Ich ging in jener Zeit mit dem Beispiel voran, und die Menschen müssen jetzt nachfolgen. Wohl dem, der schon früh Hand anlegt und abstreift, was als weltlicher Ballast sein Aufschwingen in höhere Geistesstufen hindert! Er gewinnt viel im voraus, und die zu tief in der Materie stecken und Meinen Ruf zum Erwachen nicht vernehmen wollen, denen wird es ergehen wie den Mauern von Jericho, welche bei den Trompetenstößen einstürzten. Sie werden ihrer Vernichtung ebenfalls nicht entkommen, weil sie, nur Materie, in das Geistige Reich nicht aufgenommen werden können.

23. Nicht umsonst sind diese dreiundfünfzig Predigten für die Menschheit kundgegeben. Für euch und für alle die, welche einst durstig nach Lebenswasser lechzen werden, sind sie gegeben. Alle sollen sehen, welche Fülle von Liebe, Wahrheit und Lebenswärme in den von Meinen Jüngern aufgezeichneten Evangelien verborgen liegt, für welche aber bis jetzt noch das geistige Verständnis bei der Mehrzahl fehlte.

24. Um euch also die Evangelien, mit mehr als sieben Siegeln verschlossen, zu öffnen und durch diese Bücher den Weg zu Mir und Meinen Himmeln anzubahnen, sende Ich euch diese Erklärungen. Sollen sie Nutzen bringen, müssen sie nicht allein gelesen, sondern im Leben ausgeübt werden, damit Ruhe, Frieden und Trost denjenigen im vollsten Maße werde, welche es sich zum Ziel gesetzt haben, Meine Kinder zu werden. Amen.

flagge en  Sermon 36… Parable of the Pharisee and the Publican

The Lord’s Sermons… Sermon 36 – Luke 18:9-14
The Parable of the Pharisee and the Publican

Revealed to Gottfried Mayerhofer
(April 1872)
spoken by Pascal

Luke 18:9-14…
“And he spake this parable unto certain which trusted in themselves that they were righteous, and despised others: “Two men went up into the temple to pray; the one a Pharisee, and the other a publican.

The Pharisee stood and prayed thus with himself, God, I thank thee, that I am not as other men are, extortioners, unjust, adulterers, or even as this publican. I fast twice in the week, I give tithes of all that I possess.

And the publican, standing afar off, would not lift up so much as his eyes unto heaven, but smote upon his breast, saying, God be merciful to me a sinner.

I tell you, this man went down to his house justified rather than the other: for every one that exalteth himself shall be abased; and he that humbleth himself shall be exalted.”

Thus says the Lord…

1. A number of the Gospels which I have so far explained contained parables depicting events in everyday life through which My teaching, or rather My two commandments of love, are interpreted.

2. The main object of these explanations is to guard against other interpretations, since men, too often sticking only to the letter, think that what is not specifically mentioned in the commandments, is also not forbidden.

3. Since during My ministry on earth I was well aware of the narrowness of My disciples’ and other listeners’ concepts, I frequently chose examples, parables and analogies of material things with that which is spiritual and invisible, so as to leave no doubt in people’s minds how My teaching and the earlier religious commandments they had been given were to be understood.

4. This Gospel shows how I gave to the Pharisees, who in their self-conceit always considered themselves better than the others, a parable especially dealing with their faults; for they believed that as long as they observed their religious customs, they had done all that was required and their God could be satisfied with them.

5. I told them about two people, one of whom, seemingly observing the various laws and customs of his religion, looked down upon the other with pride and contempt as if he were far beneath him, because that man had an occupation which in those days was regarded as not particularly honest.

6. This comparison of the one, who in his arrogance thought he had not sinned or only very little, with the other, who in deep humility was quite conscious of his sins, as the result of human weakness, was apt to humble the mighty pride of the Pharisees. It also explained to My disciples and other listeners some of My actions that offended against the accepted customs of the Jews, showing them the difference between fulfilling a law according to the letter or understanding its spiritual meaning and observing it accordingly.

7. As an explanation of this example I said to My disciples: “For everyone that exaltheth himself shall be abased; and he that humbleth himself shall be exalted.”

8. In the following verses of this chapter, it is pointed out that no one may be called “good” except God, whereby I even did not make an exception of Myself as the Son of man. I did this to make them realize that the word “good” as an attribute is not easy to achieve and deserve, and that much, very much, is required to be able to lay claim to such a description; for in this case the word “good” would also mean “free from sin”.

9. Further in this chapter, when the children were brought to Me, I pointed out that men, if they want to claim My Kingdom, must be like children as regards the simplicity and innocence of heart and complete trust. For only he who possesses these characteristics of children will be able to force his way into My Kingdom with prayer. Therefore, the first verse of this chapter says that one should keep praying and persevere with it, which means that everything should be done with Me and My two sole commandments in mind. And to be able to do that, one must be capable of sacrificing if necessary one’s favourite habits, that which is hardest to do without. This I explained in the event with the ruler, for I asked of him to sacrifice that which was nearest to his heart.

10. The parable that it would be easier for a camel (a mooring rope) to go through a needle’s eye than for a rich man to enter into the Kingdom of God, means that it is impossible for a man who is still attached to worldly things, to enter My Kingdom of the spirit. For to rise from the material level to the spiritual is only possible when all worldly things are subordinated to the spiritual goal.

11. That Peter on this occasion drew the conclusion that because they had left everything they were My disciples, only shows how easily men over-estimate their sacrifices, expecting a reward already on earth, whereas they may receive this only in the other world in the consciousness of duties fulfilled. My disciples did not yet have the right understanding of this, because they still depended very much on My visible person and therefore had been unable to mature. When I talked to them about My impending suffering, they did not understand for they believed that if they had already been promised beatitudes here and in the beyond because of their material sacrifices, this would apply all the more to Me who walked before them free from sin and pure.

12. They were as blind as the blind man on the road to Jericho; they did listen to Me, but did not understand the meaning of My words. And as I gave the blind man his eyesight because he believed firmly that My hand could heal him, thus when I poured My spirit over My disciples, their spiritual blindness was cured and only then did they fully comprehend and see in the brightest light what I had told them in parables and analogies during the three years of My teaching ministry. Only then did they comprehend who I was, what My teaching meant, and what their own mission was.

13. This Gospel tells you from beginning to end, in a few words, always the same thing. It tells you that in practical life the “being good” or “being without sin” is so very difficult and that the capability for sacrifice is so varied. Generally this Gospel aims at abasing the human self-conceit of being better than others. Therefore, the reference to humility. In the publican it revealed itself was a virtue, in the ruler it was demanded as a supreme sacrifice, in the little children it was evident as unconscious innocence, promised to My disciples as a future reward, and demonstrated by Me in My life on earth as a supreme example in My final suffering.

14. Here you can see the various stages of humility, the mortification of one’s own nature to achieve the highest spiritual perfection as demonstrated by Me as an eternal example.

15. Take heed of this Gospel wherein the most profound precept has been brought to your attention in words as well as in the example of My own life. Do not imagine yourselves to be something better because you are receiving My Word before many others, and you learn as if from My mouth how it is to be understood and practised in life.

16. Also among you there are still many like the rich ruler. For you, too, the hour will come when you have to renounce that which has been dearest to you in this world and which so far you have guarded anxiously. Then you may be sure that many of you will be sorrowful and go their way like the rich ruler. Then the touchstone will be used on your human nature to see how much spiritual you have absorbed from the bread of heaven with which I have so generously supplied you. Therefore, the words of the first verse “to pray and not to faint” are also addressed to you, that you might always have sufficient strength not to waver under the most difficult conditions, but to stand firmly by Me. For only those who persevere will be recompensed for their worldly losses in the beyond, and not those who have wavered and doubted.

17. Pray continuously that every trace of arrogance and pride may be eliminated from you and do put on the garment of humility! Become as little children! Have trust in My promises, for what I am telling you now is nothing new. Almost two thousand years ago I told this to My disciples and believers. It has been before your eyes – black on white as you would say -for a long time; but you are as blind as the beggar of Jericho, and you do not see the light that shines from these words. In the distress of your heart you often call to Me: “O Lord, make that I can see!” And those who trustingly give themselves into My care do experience that “to those who pray incessantly I will grant their requests”, for their faith will help them as the blind man’s faith helped him.

18. In these Sunday sermons, you are now receiving so much light that you can no longer have any doubts regarding the meaning of the words I once spoke, nor how they should be applied, and that the social and political development in your part of the world is leading towards the ultimate goal, the eventual spiritualization of the human soul.

19. I told My disciples of My imminent suffering and death, but I did not tell them that this suffering and death would be and remain the greatest triumph of the spiritual over human nature. I did not tell them, because they would not have understood Me; but now I say it openly that everything presses on to bring to maturity the seeds that I sowed in those three years of My ministry. Notwithstanding all the bloody and abominable happenings which it served as a pretence over the centuries, My teaching will in the end beb victorious when man will be compelled through suffering and distress to rid himself of all the filth still attached to him.

20. What happened to Me in those days – the suffering, struggles and even death, which became a victory through resurrection and ascension – is also happening with mankind at the present time. What I then suffered as a man, now also mankind will have to suffer.

21. What is worldly must be mocked, despised, crucified, if the spiritual within man is to rise and mankind is to become able to draw closer to My spiritual kingdom.

22. In those days I led the way with My example and today men must follow it. Happy is he who starts early to rid himself of all worldly ballast which impedes his rising to higher spiritual levels! He has a good start, but those who are too deep in matter and do not want to hear My call to awake, they will fare like the walls of Jericho which collapsed at the sound of the trumpets. They will not escape their annihilation since they, as matter only, cannot be received into the spiritual kingdom.

23. These 53 sermons have not been given in vain. They have been given for you and all those who will one day be thirsting for the water of life. Everyone should realize what a wealth of love, truth and warmth of life is concealed in the Gospels once recorded by My disciples, for which, so far, the spiritual comprehension is still lacking with most people.

24. In order to reveal to you the Gospels which were sealed with more than seven seals and to build a road to Me and My heavens through these books, I am giving you these explanations. If they are to be of benefit they must not only be read but practised in life, so that the greatest measure of inner calm, peace, and comfort may come to those who aim at becoming My children. Amen.

 

35. Trauer Jesu & Das Einstürzen der alten Mauern… Lukas 19:41-46 – Jesus’ Grief & The Collapsing of the old Walls… Luke 19:41-46

PREDIGT / SERMON 35
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flagge de  35. Predigt von Jesus… Trauer Jesu über Jerusalem

35. Predigt von Jesus… Trauer Jesu über Jerusalem
(12.04.1872)

Lukas 19:41-46
Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinte über sie und sprach: “Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten; und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, darum daß du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist.” Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darin verkauften und kauften, und sprach zu ihnen: “Es steht geschrieben: ,Mein Haus ist ein Bethaus`; ihr aber habt`s gemacht zur Mördergrube!”

01. Schon in den Mitteilungen über ,Die geistige Sonne` findet ihr erklärt, was es heißen will: “Und Jesus weinte!”

02. Dort ist euch gezeigt, daß diese Worte in geistiger Beziehung den tiefsten Schmerz Gottes ausdrücken, welcher Seinen Kindern Sein ganzes Himmelreich auf ihre Erde brachte, ja ihnen ihren Schöpfer und Herrn aller Welten in sichtbarer Gestalt zeigte, und wie die Verblendeten trotz alledem Ihn, den Ausdruck der höchsten Liebe, Demut und Gnade nicht erkannten. Sie verübten an Ihm was nur Verächtliches und Schmerzliches an einem Menschen geschehen kann, wie sie auch Seine Lehre, die Lehre der Liebe, der Versöhnung und des Vergessens, mit Füßen traten. Eben diese große Verblendung der meisten Seiner Zeitgenossen war es, welche dem großen Schöpfer, sichtbar als Jesus verkörpert, die Wehmutstränen auspreßte. Er weinte über den Verfall der Hauptstadt des Judenvolkes und sah dessen gänzliches Aufhören als selbständige Nation voraus, woran sich bis in ferne Zukunft auch die entgegengesetzte Geistesrichtung knüpfte, welche diese einst von Mir zum Größten ausersehene Nation bis auf den heutigen Tag verfolgt hat.

03. Das Frohlocken Meiner Jünger, welche in Meinem Einzug in Jerusalem den Gipfel Meiner Mission zu erkennen wähnten, war den Pharisäern und Schriftgelehrten nicht recht, und auf die Forderung, Meinen Jüngern eine Zurechtweisung zukommenzulassen, antwortete Ich: “Lasset sie frohlocken; denn wenn sie schweigen, werden die Steine reden!”

04. Ich wollte diesen betörten Menschen damit sagen, daß wenn das Frohlocken Meiner Jünger sich in Trauer verwandeln wird, kurze Zeit darauf die Steine der zerstörten Mauern ihrer Stadt und ihres Tempels ihnen zeigen werden, daß sie Mich nicht erkannt haben, der Ich in ihre Mauern mit der Friedenspalme einzog. Sie erkannten weder den göttlichen Lehrer, noch Seine himmlische Lehre, und sehnten sich nur nach weltlichem Glanz und Prunk und nach einem weltlichen Messias, der sie in ihrem Wohlleben und unlauteren Genuß noch mehr bestärken und festigen solle.

05. Keine fünfzig Jahre waren nach Meinem Tod vergangen, und Mein Mahnruf ging schon in Erfüllung. Das auserwählte Volk hatte aufgehört, als selbständiges Volk zu existieren. Wie Ich einst im Tempel die Verkäufer und Käufer austrieb, die aus dem Bethaus eine Marktbude gemacht hatten, so wurden später die Juden aus Jerusalem vertrieben, weil sie, was früher im Tempel geschehen war, auch in der Stadt fortgesetzt hatten, d.h. sie hatten das geistige, höhere Leben des Menschen gänzlich vergessen und nur weltlich gesinnt nach Genüssen, nach Macht und Reichtum getrachtet. So erfüllten sie selbst Meine Weissagung, die Ich vom Schmerz betrübt über die Mauern Jerusalems und ihren Tempel aussprach.

06. Wie Ich in jener Zeit den verirrten Menschen Meine Klageworte zugerufen habe, so möchte Ich sie auch jetzt dem lebenden und kommenden Geschlecht wieder zurufen; denn Ich bin nun ebenfalls betrübt über das Schicksal so mancher Seelen, die Ich selbst als Gott nicht retten kann, weil Ich ihnen ihre Freiheit des Handelns nicht nehmen darf.

07. So sehe Ich auch jetzt, wie das Schiff der Menschheit mit vollen Segeln gegen Felsen und Klippen steuert, sehe das Zerschellen aller ihrer Hoffnungen und geträumten Glückseligkeiten voraus, sehe, wie viele Tausende und aber Tausende erst spät, ja zu spät erkennen werden, was sie hätten tun sollen, aber doch nicht getan haben. Auch zu ihnen möchte Ich, wie einst zu Jerusalem und seinen Einwohnern, sagen: “Möget ihr doch bedenken, was euch zum Frieden dient; denn es wird die Zeit kommen, wo ihr alle bitter fühlen werdet, was ihr nicht erkannt habt zu der Zeit, als ihr durch Meinen Segen und Meine Gnade heimgesucht worden seid!”

08. Die Wehklagen über Jerusalems unausweichbares Schicksal könnte Ich auch heute wiederholen; denn die törichte Menschheit erkennt auch heute nicht ihre Mission, den Zweck ihres Geschaffenseins und den Zweck des jetzigen und künftigen Lebens. So muß denn auf ganz natürlich- geistigem Wege die Reaktion eintreten, welche, Meinen göttlichen Gesetzen gemäß, die Geister, Seelen und Wesen wieder in jene Schranken zurückweist, in welchen sie allein den Grad der Vervollkommnung erreichen können, den Ich ihnen als höchstes Ziel gesetzt habe.

09. Traurig ist es oft für einen irdischen Vater, wenn er sieht, wie seine Kinder trotz aller Aufopferung, Liebe und Sorgfalt, die er für ihre geistige und moralische Erziehung verwendet hatte, doch mißraten und den verkehrten Weg einschlagen, statt einst der Trost und die Freude seiner alten Tage zu werden, wie sie ihm mit Gram, Sorgen und oft mit Schande vergelten, was er aus Liebe für sie getan hat. Aber was bleibt ihm, dem Enttäuschten, übrig? Er kann die Individualität seiner Kinder nicht beherrschen; sie sind geistig frei und können denken und tun, was sie wollen. So sieht ein Elternpaar oft all seine so schön aufgebauten Hoffnungen eine nach der andern verschwinden, wie Luftschlösser zusammensinken, ohne im mindesten helfen zu können.

10. Was hier den weltlichen Eltern geschieht, das geschieht in noch intensiverem Grade auch Mir. Ich, der Schöpfer des ganzen Universums, muß sehen, wie Meine Geschöpfe, von Mir zur höchsten geistigen Würde erschaffen, gerade den verkehrten Weg gehen, statt – eingedenk ihrer hohen Abkunft – dem Geistigen entgegenzueilen; Ich muß sehen, wie das Geistige mit Füßen getreten, höhnisch verlacht und als Hirngespinst verrückter, fanatischer Frömmler hingestellt wird, während man den grobmateriellen Genuß des weltlichen Lebens als Höchstes preist; Ich muß sehen, wie gerade das äußere Kleid als Hauptsache und der geistige Inhalt, welcher unter dieser Umkleidung steckt, als Nichts betrachtet wird.

11. Auch hier gilt, was Ich einst zu den Pharisäern sagte: Wenn auch Meine Jünger und Meine Anhänger schweigen, so werden doch die Steine – d.h. das ganze, materielle Naturreich – reden und dem Menschen überall zurufen: “Wache auf, Mensch, aus deinem weltlichen Taumel! Vergebens suchst du deine Bestimmung und deinen Schöpfer wegzuleugnen! Wenn du auch Seinen hinterlassenen Lehren aus der Zeit Seines sichtbaren Lebenswandels keinen Glauben schenken willst, wenn du auch die Stimme in einem eigenen Herzen übertäuben willst, die dir als etwas ,Gewisses` doch immer wieder zuruft und dich ermahnt, wenn du all dieses ableugnen willst, – so betrachte die Natur!

12. Die eifrigsten Grübler, Naturforscher und Untersucher der Materie, alle kommen am Ende dazu und müssen trotz ihres Sträubens dazu kommen, daß hoch über der Materie ein großer Geist lebt, der die kleinsten Atome wie auch die großen Welten zu einem Ganzen vereinigt, und der, wie aus allen Werken zu ersehen ist, nur ein Gott der Liebe, der Gnade und der Langmut sein kann, der – wie einst im Beispiel vom verlorenen Sohn gesagt wurde – über einen Wiedergefundenen mehr Freude hat als über neunundneunzig Gerechte, die des Trostes nicht bedürfen.

13. ,Es ist ein Gott!` Dieser Ruf tönt aus allem hervor. Selbst die Verkettung der politischen und sozialen Verhältnisse zeigen dem aufmerksamen Beobachter deutlich genug, daß nicht immer geschieht, was der Mensch bezwecken will, sondern daß sowohl beim einzelnen Menschen, wie auch bei ganzen Völkern die Ergebnisse des Angestrebten oft ganz andere als die erhofften sind. Überall zeigt sich diese Macht der Gottheit – liebend den Liebenden, zürnend den Zürnenden, versöhnend den Versöhnenden.

14. Und wie Ich einst über die Blindheit der Bewohner Jerusalems Tränen des göttlichen Schmerzes vergoß, weil Ich voraussah, wie diese verirrten Kinder sich zuerst an Mir – körperlich -, dann an Meiner Lehre – geistig – vergehen würden, und wie sie endlich selbst den Tod erleiden würden, als Nation für immer aufzuhören, weil sie es selbst nicht anders gewollt hatten, so füllt sich auch jetzt Mein Herz ob der Blindheit des Menschengeschlechts mit Trauer.

15. Überall lasse Ich Funken Meines Himmelslichts ausstreuen, überall ertönt Mein Vaterruf: ,Kehrt um, ihr Betörten! Vernehmt Meinen Ruf, vernehmt die Stimme eures himmlischen Vaters, der euch mahnt, ehe die große Katastrophe heranrückt – wie einst über Jerusalem und seine Einwohner! Vernehmt die Stimme, die euch die Augen öffnen und euch zeigen möchte, wie leichtsinnig ihr alle am Abgrund der Ewigkeit wie Betrunkene umhertaumelt und jeden Augenblick in Gefahr seid, auf lange Zeit von diesem verschlungen zu werden. Unreif, unzeitig werdet ihr dann in jenen zeitlosen Räumen nur unter vielen Beschwerden und mit großen Mühen das erreichen können, was hier in diesem irdischen Probeleben mit so leichter Mühe zu gewinnen ist!`

16. So wie damals die Zerstörung Jerusalems nur kurze Zeit nach Meinem Hingang erfolgte, so wird es auch jetzt nicht mehr lange währen, bis eure sozialen Verhältnisse, von denen ihr glaubt, sie bestünden für immer, zusammenstürzen werden.

17. Damals galt die Zerstörung einer Stadt und einem Volke, jetzt gilt sie vielen Städten und vielen Nationen, sie gilt der ganzen Erde und der darauf lebenden Menschheit.

18. Damals hörte nach der Zerstörung Jerusalems der jüdische Kultus im großen und ganzen auf, und Meine Lehre fing an unter den Heiden statt unter Meinem Volk, den Juden, die ersten Früchte zu tragen. Ebenso werden jetzt die sogenannten Vertreter Meiner Lehre aufhören, ihr sündiges Spiel mit Meinen Worten und Meiner Lehre zu treiben. Dort fielen die Mauern des Tempels, welche gleichsam das Volk vom Heiligtum trennten; jetzt fallen die geistigen Mauern. Was bis jetzt Eigentum einer Kaste
war, wird nunmehr Gemeingut werden. Vom Tempel blieb kein Stein auf dem andern, Verwüstung und Greuel nur bezeichneten die Stätte, an der der große Gott, aber falsch und unverstanden, verehrt wurde. Die zerstörten Ringmauern der Stadt waren die einzigen Überreste, welche andeuteten, daß dort die Hauptstadt eines Volkes stand.

19. Ebenso wird es jetzt im Geistigen werden. Man wird nur mit Mühe erkennen können, wo einst unter lauter Lügengeweben die reine Wahrheit verborgen und vergraben lag. Die Finsternis wird schwinden, und nicht die trübe Lampe eines Tempelgewölbes, sondern die allmächtige Sonne des geistigen Lichts wird alles erleuchten und alles erwärmen. Auf den Ruinen des Wahns und des Truges wird man den ewig grünenden Baum der Hoffnung pflanzen, welcher – stets nach oben, nach dem nie vergehenden Himmelreich strebend – ein Symbol des Wegs für die übriggebliebene Menschheit sein wird.

20. Daher, Meine Kinder, weil Mein Gnadenlicht auf die große Masse der Verirrten umsonst scheint, was Ich mit betrübten Augen und bekümmertem Herzen erkennen muß, so nehmt ihr das Gnadenlicht auf, und bedenkt, daß Ich euch unter so vielen Tausenden deshalb auserwählt habe, um einst nach dem zerstörten Wahngebäude des Truges die ersten festen Bausteine des neuen Tempels eines neuen Jerusalems zu sein!

21. Einst wandelte Ich sichtbar unter Meinen Kindern, und sie erkannten Mich nicht; jetzt aber, wo ihr Mich erkennt oder wenigstens die Gelegenheit dazu habt – sei es durch Meine Worte, sei es durch Meine Werke -, Mich als liebenden Vater zu erfassen, jetzt trachtet doch wenigstens ihr danach, euch vom allgemeinen Verfall zu retten, damit ihr, wenn die Mauern des Alten, Angewöhnten einstürzen, aufrecht stehen bleibt! Beweist durch eure Ausdauer und euer Vertrauen, daß, wenn Ich auch jetzt wieder über viele Verlorene Tränen des Schmerzes vergießen muß, es doch noch einzelne gibt, die den Liebesblick des Vaters zu begreifen und zu verstehen wissen und die, trotz des vielen Traurigen, ein Anhaltspunkt einer künftigen, nie versiegenden Freude werden können!

22. Wenn andere Tränen des Mitleids verdienen, so trachtet ihr danach, daß in Meiner Geisterwelt über euch, euer Verhalten und eure Ausdauer Tränen der Freude und der Wonne vergossen werden, welche die größten Beweise eures Sieges sein sollen! Amen.

flagge en  35th Sermon of Jesus… The Lord’s Grief over Jerusalem

35th Sermon of Jesus… The Lord’s Grief over Jerusalem
(April 12, 1872)

Luke 19:41-46
“And when he was come near, he beheld the city, and wept over it, Saying, If thou hadst known, even thou, at least in this thy day, the things which belong unto thy peace! But now they are hid from thine eyes. For the days shall come upon thee, that thine enemies shall cast a trench about thee, and compass thee round, and keep thee in on every side, And shall lay thee even with the ground, and thy children within thee; and they shall not leave in thee one stone upon another; because thou knewest not the time of thy visitation. And he went into the temple, and began to cast out them that sold therein, and them that bought; Saying unto them It is written, My house is the house of prayer: but ye have made it a den of thieves.”

Already in the revelations about ‘The Spiritual Sun’ you find explained what it means: “And Jesus wept.”

There you are shown that spiritually these words express the deepest sorrow of God Who brought for His children His whole Kingdom of Heaven to their earth, even showed them in a visible form their Creator and Lord of all the universes, and how the blind, in spite of all that, did not recognize Him, the manifestation of supreme love, meekness and grace. They did to Him whatever despicable and painful things can happen to a man, and spurned His teaching, the teaching of love, reconciliation and forgiveness. It was this great blindness of the majority of His contemporaries which made the great Creator, visibly embodied in Jesus, shed tears of sadness. He wept over the decadence of the capital of the Jewish people foreseeing their total end as an independent nation, followed into the distant future by the contrary line of thinking this nation, once chosen by Me for the greatest destiny, has pursued to this very day.

The exultation of My disciples, who in My entry into Jerusalem believed to recognize the climax of My mission, did not suit the Pharisees and scribes at all. When they demanded that I should rebuke My disciples, I replied: “Let them rejoice; for if they keep silent, the stones will speak!”

By this I wanted to tell these deluded people that soon after the rejoicing of My disciples will have turned to mourning the stones of the destroyed walls of their city and temple will show them that they did not recognize Me Who entered within their walls with the palm of peace. They recognized neither the divine teacher nor His teaching from the heavens, longing only for worldly glory and splendour and a worldly Messiah who was to strengthen and fortify them even more in their good living and sordid pleasures.

Not fully fifty years had passed since My death when My warning became a reality. The chosen people had ceased to exist as an independent nation. As I once cast out from the temple the sellers and buyers who had turned the house of prayer into a market, thus later on the Jews were driven out of Jerusalem because what had earlier happened in the temple, they had continued in the city, that is, they had completely forgotten man’s spiritual, higher life and in their worldly-min-dedness striven only for pleasures, power and riches. Thus they themselves fulfilled My prediction which in deep sorrow I made concerning the walls of Jerusalem and the temple.

As then I directed My words of lament to erring mankind, I also now want to do the same again for the now living and the coming generations. Now, too, I am grieved at the fate of many a soul even I, as God, cannot save because I may not interfere with man’s freedom of action.

Thus I see also now how mankind’s ship is fast approaching rocks and reefs in full sail, I foresee the shattering of all their hopes and dreams of happiness and how thousands upon thousands recognize only late, yes, too late, what they should have done, but failed to do. To them, too, I would like to say what I once said to Jerusalem and its inhabitants: “If you would only recognize what could give you peace; for the time will come when through bitter experiences you will feel what you did not recognize at the time of visitation through My blessing and grace!”

Today, too, I could repeat My lament about Jerusalem’s inevitable fate, for also today’s foolish mankind does not recognize its mission, the purpose of its creation and its present and future life. Therefore, a reaction in a completely natural-spiritual way must set in, through which, in accordance with My divine laws, the spirits, souls and beings are once more put in their place, which alone will enable them to attain to the degree of perfection I set them as their highest goal. It is often sad for a mortal father to see his children, notwithstanding all his sacrifices, love and care that was devoted to their spiritual and moral education, turn out failures and take the wrong road, instead of becoming the comfort and joy of his old days; how they repay his love with sorrow, anxiety and often disgrace! But what can he, the disappointed, do? He has no control over his children’s individuality; they are mentally and spiritually free and can think and do whatever suits them. Thus parents often helplessly see all their hopes dashed, one after the other, collapsing like castles in the air.

What here happens to mortal parents, happens also to Me to a much more intense degree. I, the Creator of all the universe, must watch My created beings, destined by Me for the highest spiritual majesty, walk in the opposite direction instead of hastening towards the spiritual in the awareness of their sublime descent. I must watch the spiritual being spurned, derided and described as the fancy of crazy, fanatical bigots, whilst the gross material pleasures of worldly life are praised as man’s most precious possession. I must watch how the external garment is regarded as the most important thing, but the spiritual essence inherent in this casing is ignored.

Here, too, applies what I once said to the Pharisees: Even if My disciples and adherents were silent, the stones – that is, all the material kingdoms of nature – would speak and call to men everywhere: “Awake, mankind, from your worldly intoxication! You seek in vain to deny your destiny and your Creator! If you do not want to believe in the precepts He left you from the time of His visible sojourn on earth, if you want to drown the voice in your own heart which as something “certain” keeps speaking to you and admonishing you, if you want to deny all this – do contemplate nature!”

The keenest over-subtle reasoners, natural scientists and explorers of matter, despite their resistance, all do and must come to realize in the end that high above matter there dwells a great spirit who unites the smallest atoms as well as the great worlds to a whole and who, as can be seen from all his works, can only be a God of love, grace and forbearance and – as was once stated in the parable of the prodigal son – He rejoices more over one regained than over ninety-nine righteous, who do not need to be comforted.

“THERE IS A GOD!” This call resounds from everything. Even the linking together of political and social circumstances shows the attentive observer clearly enough that events do not always take the turn man intended, but that in the life of the individual, as well as in that of whole nations, the results of efforts often differ considerably from what had been hoped for. The might of the Deity becomes manifest everywhere -with love for the ones who love, with anger for the angry ones, with forgiveness for those who forgive.

And as I once shed tears of divine grief over the blindness of the inhabitants of Jerusalem because I foresaw how these erring children would first assault Me physically, then offend against My teaching spiritually, eventually suffer death themselves and cease to be a nation once and for all, since they did not want it otherwise, – now also My heart is filled with grief because of the blindness of mankind.

Everywhere I cause sparks of My heavenly light to be disseminated, everywhere My fatherly call is sounding: “Turn back, deluded mankind! Hear My call, hear the voice of your heavenly Father, Who is warning you prior to the great catastrophe – as once happended to Jerusalem and its inhabitants! Hear the voice that wants to open your eyes and show you how carelessly you are staggering, as if intoxicated, close to the abyss of eternity, risking any moment to be swallowed by it for a long time. In your immaturity you will then in those timeless spaces be able to attain only with much hardship and great effort what here in this trial life on earth can be gained so easily.” As then the destruction of Jerusalem took place not long after My decease, today it will not be long either before your social system, which you believe will last forever, is going to collapse.
At that time the destruction concerned one city and one nation, but now many cities and many nations, indeed, the whole earth and mankind living on it are involved.

In those days, after the destruction of Jerusalem, the Jewish cult on the whole ceased to exist and My teaching began to bear its first fruit among the Gentiles instead of among My people, the Jews. Thus the present so-called representatives of My teaching will discontinue their sinful game with My words and My teaching. There the walls of the temple which, as it were, separated the people from the shrine, collapsed, – and now the spiritual walls are collapsing. What was previously the property of a caste will now become common property. The temple was razed to the ground, and only devastation and horror marked the place where – falsely and misunderstood -the great God was worshipped. The destroyed city walls were the sole remains indicating that there had stood the capital of a nation.

The same will now happen spiritually. One will hardly be able to recognize where once pure truth had been hidden and buried under a tissue of lies. Darkness will vanish, and not the dim lamp from the vault of a temple, but the almighty sun of spiritual light will illuminate and warm all things. Upon the ruins of error and deceit there will be planted the eternally verdant trees of hope which – ever striving upward for the never ending kingsdom of heaven – will be a symbol of the path for remaining mankind.

Therefore, My children, since My light of grace is shining in vain upon the great mass of the erring, – something I have to recognize with sad eyes and a sorrowful heart – you shall take up this light of grace and bear in mind that among so many thousands I have chosen you, so that one day you may become the first solid building-stones of the new temple in a new Jerusalem after the edifice of deceit has been destroyed.

Once I walked visibly among My children and they did not recognize Me; but now when you do recognize Me, or at least have the chance – be it through My words or through My works – to comprehend Me as a loving Father, endeavour at least to save yourselves from the general decadence, so that when the walls of the old world of habit collapse, you may remain standing erect. Prove by your endurance and trust that, although I must also now shed tears of sorrow over many that are lost, there are still some who do comprehend and appreciate the Father’s love and who, notwithstanding all that is so sad, can become a deciding factor in a future unending joy. When others deserve tears of compassion, make sure that in My spirit world tears of joy and delight are shed over you and your attitude and endurance, which shall then be the greatest proof of your victory. Amen

 

31. Wahre Gerechtigkeit & Falsche, scheinheilige Gerechtigkeit… Matthäus 5:20 – True Righteousness & Deceitful, hypocritical Righteousness… Matthew 5:20

PREDIGT / SERMON 31
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flagge de  Wahre Gerechtigkeit… Matthäus 5:20

31. Predigt von Jesus… Wahre Gerechtigkeit
(02.04.1872)

Matthäus 5:20
Wahre Gerechtigkeit (Mt.05,20): “Ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als die der Schriftgelehrten und Pharis„er, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!”

01. Hier in diesem Kapitel liegt vor euch Meine ganze Lehre als Inbegriff alles dessen, was den Menschen betrifft. Es wird euch gezeigt, inwiefern seine Leiden, seine Aufopferungen und Kämpfe einst einen geistigen Wert haben werden, und wie er sein Gewissen als die Waagschale und die Richtschnur zu allen Gedanken, Worten und Taten gebrauchen soll, wenn er einst Mein Kind genannt werden möchte.

02. Diese Bergpredigt war die gewaltigste Predigt, welche Ich während Meines Erdenwandels gehalten habe, und eben deswegen umfaßt sie alles, was Mich bewog, zu euch auf diese finstere Erde herabzusteigen und die größte Schmach zu erdulden – zu Meinem und Meiner Lehre größtem Triumph.

03. In dieser Predigt stellte Ich Meinen Zuhörern und Jüngern alle Seligkeiten in hoffnungsvolle Aussicht, welche denen zuteil werden sollen, die Meine Liebesgebote halten und ihretwegen Unbilden und Leiden ertragen. Ich stellte ihnen aber auch die Wichtigkeit ihrer Mission in bildlichen Ausdrücken dar, daß Ich Meine Lehre nicht vergebens predigen will, sondern daß jeder, der sie hört, sie auch anwenden und verbreiten soll. Es sind jene Verse, die vom Salz der Erde, von der Stadt auf dem Berg
und von dem angezündeten Licht handeln, damit es leuchte und nicht verborgen unter einem Scheffel brenne.

04. Ich sagte ihnen, sie seien das Salz der Erde, welches dem ätzenden oder anregenden Teile der geistig-seelischen Welt entspricht, da es zur Tätigkeit, zur Ausscheidung des Schlechten, zum materiellen Stoffwechsel notwendig ist.

05. Wo kein Salz oder Reizstoff ist, dort ist kein Leben, keine Bewegung, keine Wärme, kein Licht. Wo das Salz dumm wird – wie es im Evangelium heißt -, d.h. wo es verdirbt, da entstehen die umgekehrten Resultate, weshalb es ausgeschieden werden muß, damit es die Leute zertreten. Zu Staub und Sand zertreten, wird es anderen Schöpfungen auf anderer Basis zur weiteren Bildung behilflich sein, so wie das durch Menschen verübte Schlechte, ebenfalls durch Meine Fügungen am Ende zum Fortschritt, zur Besserung der geistigen Wesen beitragen muß, nur in anderer Form und unter anderen Umständen.

06. So ermahnte Ich das Volk und Meine Jünger, daß sie Mein Wort nicht bloß hören und für sich behalten, sondern daß sie es auch anderen mitteilen und es selbst in der Tat verwirklichen sollten. Ich sagte ihnen auch, daß Meine Lehre nicht neu sei, sondern daß sie nur die von Moses und den Propheten gegebenen Weisungen im wahren Licht darstelle, den Sinn der Worte erkläre und so der ganzen Menschheit zeige, wie alle diese göttlichen Vorhersagungen und Verordnungen der von Mir gesandten Männer stets denselben Zweck hatten, nämlich die Menschen ihren geistigen Wert erkennen zu lehren und sie alle auf dem kürzesten Weg vorzubereiten, ins große Geisterreich eintreten zu können, wie es Wesen geziemt, die einen göttlichen Funken von Mir im Herzen tragen. Ich versicherte allen, daß Meine Worte ewige Dauer haben, weil sie von dem ewigen, höchsten Wesen gegeben wurden.

07. Ich sagte ihnen auch, daß Ich jede Verunglimpfung dieser Meiner Gesetze bestrafen werde, hier und jenseits, weil Ich im voraus wußte, daß in späteren Zeiten Menschen Meine Gesetze der Liebe als Deckmantel benützen und, unter ihm ihren eigenen Interessen nachgehend, die Leidenschaften des Hasses und der Rache ungestört ausüben würden. Schon zu Meiner Zeit trieben die Pharisäer und Schriftgelehrten mit den Lehren Mosis und der Propheten das gleiche Spiel, weshalb Ich zu Meinen Jüngern und den um Mich versammelten Volk die Worte sprach: “Es sei denn eure Gerechtigkeit besser als die der Pharisäer und Schriftgelehrten, sonst werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen!”

08. Obwohl nur dieser Vers für diesen Sonntag gegeben ist, mußte Ich die vorhergehenden Verse desselben Kapitels zuerst erklären, damit wir folgerichtig auf diesen zwanzigsten Vers kommen und von diesem aus weiterschreiten können.

09. Weil Ich die falsche und scheinheilige Gerechtigkeit jener Kaste anführte, der in jener Zeit die Macht und das Recht gegeben ward, den Sinn, den Kultus und die Dogmen ihrer Religion dem Volke beizubringen und zu erklären, und weil Ich wußte, auf welche Weise sie es vollführten – nicht in Meinem, sondern in ihrem Sinne und nach ihren Plänen -, so ward Ich natürlich gezwungen, dem Volk und Meinen Jüngern diese schon vorhandenen Gesetze besser zu erklären und ihr Gewissen empfindlicher zu machen. Auch deshalb mußte Ich es tun, weil in jener Zeit die Priester und Gelehrten die Gesetze so erklärten, daß es sie nicht viel Mühe kostete, diese zu erfüllen, und weil ihnen dadurch ein weiter Spielraum blieb, die scheußlichsten Taten zu begehen, ohne dem Scheine nach gegen die mosaischen Religionsgesetze zu verstoßen; ja den Anschein erwecken konnten, als übten sie diese im strengsten Sinne aus.

10. Daher folgen dem zwanzigsten Vers alle anderen wahren Liebesgesetze, welche in jener Zeit gerade als Gegensätze zu dem Geglaubten betrachtet wurden; denn Wiedervergeltung, Rache, Haß und Verfolgung waren durch einzelne Sprüche der Religion dem Anschein nach gerechtfertigt. Auch deshalb sah man sie als Gegensätze an, weil es weit leichter ist, den Durst der Rache und des Hasses zu kühlen, als dem zu verzeihen, der feindlich gesinnt ist, oder den mit Wohltaten zu überhäufen, der nur Böses im Schilde führt.

11. Eben deswegen ist diese Predigt, besonders vom zwanzigsten Vers an, die wichtigste genannt worden, weil in ihr das Symbol der Liebe, die Fahne der Nächstenliebe und die Verzeihung von Mir als einzige Richtschnur für den Lebensweg aufgestellt wurden, indem Ich allen zurief: “Nur unter dieser Fahne und mit dieser allumfassenden Liebe, mit welcher Ich als Gott und Schöpfer alle Meine Wesen umfasse, nur mit dieser Liebe könnt ihr Menschen Bürger eines geistigen Reiches, Bürger Meines Himmels werden!”

12. Ich führte in den nachfolgenden Versen verschiedene Lebensverhältnisse an, in welchen der Mensch diese Bruder und Nächstenliebe ausüben soll und kann. Ich zeigte, wie weit diese Liebe gehen soll und muß, wenn ihre Taten vor Mir einen geistigen Wert haben sollen. Ich setzte den Eckstein der Aufopferungsfähigkeit, an dem sich leider in jener Zeit und bis auf den heutigen Tag viele gestoßen haben.

13. Ich sagte Meinen Zuhörern: Wie Ich als Gott die Sonne über Gute und Böse aufgehen lasse, wie Ich die Felder der Schlechten wie der Guten mit segnendem Regen befeuchte, so sollen auch Meine wahren Nachfolger – erhaben über alle menschlichen Leidenschaften, Mein Beispiel als Schöpfer und auch als Jesus stets vor Augen habend allen mit gleicher Liebe helfen, unbekümmert darum, ob ihnen je Dank zuteil wird oder nicht.

14. Ich stellte in dieser Predigt das Ideal eines geistig erhabenen Menschen auf und bewies selbst durch Meinen Lebenswandel, daß man so leben kann, wenn man will. Der Inhalt dieser Predigt, seien es die versprochenen Seligkeiten für die Leidenden, Kämpfenden und geduldig Ausharrenden, als auch, wie weit sich die Nächstenliebe erstrecken soll, hat heute noch dieselbe Geltung wie einst und wird sie auch nie verlieren, solange Ich, Meine geistige und Meine materielle Welt bestehen. Denn nur durch diese Gesetze und ihre Befolgung werden die vernünftig lebenden Wesen geadelt und werden Zeugen ihres göttlichen Ursprungs, während sie auf dem entgegengesetzten, am meisten gebräuchlichen und leider auch jetzt noch von vielen als rechtlich bezeichneten Weg, statt zur geistigen Höhe aufwärtszusteigen, zur materiellen Tiefe herabsinken.

15. In den folgenden Kapiteln des Matthäus wird diese Lehre noch weiter dargelegt, damit sich niemand entschuldigen kann, als hätte er nicht gewußt, was Gottes und Nächstenliebe im eigentlichen Sinne sei. So findet ihr auch im 6. Kapitel das einzige Gebet, welches Ich die Meinen lehrte, und das ihr heute noch als Inbegriff aller Gebete ansehen könnt. Nur müßt ihr den tiefen, geistigen Sinn eines jeden darin enthaltenen Wortes fassen; denn wisset, etwas anderes ist es, wenn ihr mit euren eigenen Worten betet, oder wenn Ich euch Worte in den Mund lege, die ihr bei Bedrängnissen, ja wohl auch täglich an Mich richten sollt, damit Ich euch Meine hilfreiche Hand in den Wirrnissen eines jeden neuen Tages reiche, auf daß ihr nicht fallet, sondern Meine Bergpredigt stets im Sinn behaltet und als einzige Richtschnur auf dem Prüfungsweg dieses irdischen Lebens vor Augen habt, um der im Anfang unseres Kapitels verheißenen Seligkeiten teilhaftig zu werden.

16. Ja, Meine Kinder, auch an euch geht die gleiche Mahnung wie einst an jene, die Mir bei der Bergpredigt zuhörten, wo Ich sagte: “Wenn ihr nicht gerechter werdet als eure Pharisäer und Schriftgelehrten, so könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen!” Auch euch sage Ich: Wenn ihr die Begriffe Gerechtigkeit, Liebe, Demut und Verzeihung nicht strenger nehmt, als sie euch von vielen gepredigt und falsch ausgelegt werden, so könnt ihr nicht in Mein Reich kommen und könnt nicht Meine Kinder werden; denn zu Meinen Kindern können nur die gezählt werden, die Meinem Beispiel folgend willig ihr Kreuz tragen, und die wie Ich, als Beispiel der Demut und Selbstverleugnung, alle weltlichen Genüsse weit hinter die geistigen zurücksetzen und bei Meinem Hauptgrundsatz verbleiben, der in dem Spruch aufgezeichnet ist: “Mein Reich ist nicht von dieser Welt!”

17. Meine Kinder dürfen keine Weltkinder sein. Sie müssen danach streben, die höchste moralische Höhe zu erreichen, die überhaupt der Mensch erreichen kann. Sie müssen, wie Ich, ihrer Leidenschaften Meister werden und vertrauensvoll hinnehmen, was Ich ihnen zu ihrem Besten schicke. Sie sollen nicht die Welt als eine Gefahr fliehen, sondern sie müssen inmitten derselben alle ihre Eigenheiten, Genüsse und Versuchungen, damit sie diesen nicht unterliegen, dem wahren Werte nach beurteilen. Sie müssen in Gedanken, Worten und Taten reinen Gewissens dastehen, damit andere nicht allein ihren Worten Glauben schenken, sondern auch in ihren Taten den wirklichen Beweis des Gesagten ersehen können. Sie müssen, wie es im Evangelium heißt, als eine Leuchte dastehen, die weit hinaus über alle Unebenheiten des menschlichen Lebens ihr ruhiges Licht ausströmen läßt, das Licht der Liebe, des Vertrauens und der Verzeihung.

18. So nur können sie, wenn sie selbst gerechter, liebender, vertrauender als viele andere verirrte Kinder sind, jenen zur Richtschnur und als Wegweiser dienen, und nur so können sie nach vollendetem Lebens und Prüfungslaufe Anspruch
darauf machen, von Mir an Kindesstatt angenommen zu werden und in Mein ewiges, großes Geisterreich, in Meine Himmel einzugehen, wo ihnen für alles Ausgestandene und Erlittene jene Seligkeiten zuteil werden, die beim Beginn Meiner Bergpredigt verheißen werden.

19. Dies nehmt euch zu Herzen! Lest oft diese Predigt, welche Ich vor mehr als tausend Jahren Meinen Jüngern und dem Volk gehalten habe! Sie enthält große Verheißungen und Forderungen an euch und an Meine Geisterwelt.
20. Wer diesen Bedingungen nicht nachkommen will, dessen Leben gleicht einem schön eingebundenen Buche, das aber nur weiße leere Blätter enthält.

21. Trachtet daher, euer Lebensbuch voll guter Gedanken, Worte und Taten ins andere Leben mitzubringen! Ich habe euch ja in diesen Versen gezeigt, wie die Gedanken schon ein Versündigen gegen Meine Liebesgesetze sein können; denn es mangelt oft nur an der Gelegenheit, sie auszuführen. Wäre solche vorhanden, so vollführte der Wille, was nur flüchtige Gedanken blieben.

22. Daher hütet euch zuerst vor sündigen Gedanken! Sie entwürdigen euren inneren Seelenmenschen. Flieht ferner die Gelegenheit, solche Gedanken in Ausführung zu bringen! Bekämpft die Gedanken, und ihr seid des Handelns eher mächtig! Gebt ihr aber den ersteren Raum, so seid ihr schon in das Reich der Sünde verstrickt und nur ein günstiger Augenblick, – und eure Seele ist durch eine unüberlegte Tat ihres ganzen Schmucks, der Reinheit, der Ruhe und der Zufriedenheit und ihrer schönen Vorsätze beraubt!

23. Daher lest diese Verse alle und sehr oft! Es wird euch so vieles darin gezeigt, worin ihr noch so schwach seid und so oft sündigt gegen euch und gegen Mich. Dadurch seid ihr noch weit davon entfernt, einen Anteil an Meinem geistigen Himmelreich zu haben.

24. Murrt nicht, wenn Ich euch durch Verhältnisse stets Gelegenheit gebe, euch in dem zu üben, was euch noch am meisten mangelt, nämlich das Vertrauen auf Mich und das stete Wachsein über die Regungen des eigenen Herzens, um alles Böse und Schlechte gleich im Keim zu ersticken!

25. So, stets sich übend, erstarkt eure Kraft; so werdet ihr fähig, aller Versuchungen zur rechten Zeit Herr zu werden; und so, Meiner Bergpredigt eingedenk, werdet ihr auch einst den Lohn Meiner Jünger erhalten, wenn eure Mission hier auf dieser Erde beendet und der Sieg errungen ist, um dann dort mit neuer Kraft größeren Anforderungen Genüge leisten zu können; denn wer hier weniges treu verwaltet, den werde Ich dort über vieles setzen!

26. Gedenkt eures Vaters, der euch nicht umsonst alle diese Worte sendet! Gedenkt, daß Er euch zu dem machen möchte, zu dem Er euch erschaffen hat, nämlich zu Seinen geistigen Kindern und damit zu jenen Wesen, welche einst in Seinem Reich über Welten und Millionen von Wesen das Licht der Liebe und der Gnade ihres ewig liebenden Vaters ausstreuen sollen! Daß zu solchen Missionen in allem Leid und Unglück erprobte, also gestählte Wesen gehören, versteht sich von selbst, weil sie, Gedanken und Tatenreinheit als Stempel auf ihrer Stirne tragend, durch die Erhabenheit ihres Geistes die andern emporziehen können.

27. Deswegen gab Ich euch diese ausführliche Auseinandersetzung Meiner Liebesgebote, damit ihr nicht den Einflüssen eurer Eigenliebe Raum gebt, um gerade das zu entschuldigen, was bei Mir vielleicht die größte Sünde ist, nämlich die Gedankenspiele, die der Same zu allerlei unreifen und bösen Taten sind. Amen.

flagge en  True Righteousness… Matthew 5:20

The Lord’s Sermons – Sermon 31 – Matthew 5:20

True Righteousness

Revealed to Gottfried Mayerhofer
(April 2nd, 1872)
spoken by Pascal

Matthew 5:20…
“For I say unto you, That except your righteousness shall exceed the righteousness of the scribes and Pharisees, ye shall in no case enter into the kingdom of heaven.”

Thus says the Lord:

1. This chapter presents to you My whole teaching, the essence of all that concerns man. It is pointed out to you how his suffering, his sacrifices and struggles will one day have a spiritual worth and how he is to use his conscience as guidance in weighing all his thoughts, words and actions if ever he wants to be called My child.

2. The Sermon on the Mount was the most powerful sermon ever delivered by Me during My pilgrimage on earth and thus it comprises everything that made Me descend to this dark earth and to suffer the greatest humiliation – resulting in My and My teaching’s greatest triumph.

3. In this sermon I held out hopes of great beatitudes to My listeners and disciples for all who keep My commandments of love and for their sake take upon themselves hardships and sufferings. I also illustrated to them the importance of their mission, that I do not wish to preach My teaching in vain, and that everyone who hears it should also apply and spread it. I refer to those verses that deal with the salt of the earth, the city on a hill and the lighted candle that should be allowed to shine and not burn hidden under a bushel.

4. I told them that they were the salt of the earth, which corresponds to the burning or stimulating part of the spiritual world of the soul, as it is needed for activating, for the elimination of the inferior, for the material metabolism.

5. Where there is no salt or stimulant, there is no life, no motion, no warmth, no light. And where the salt has lost its savour – as it says in the Gospel -, that is, where it has deteriorated, it achieves the opposite. Therefore, it must be cast out that people may tread on it. Trodden upon into the dust and sand it will help build other creations on another basis, just as the evil committed by men must in the end, through My providence, contribute to progress, to the betterment of the spiritual beings, only in another form and under different conditions.

6. Thus I admonished the people and My disciples not just to listen to My word and keep it to themselves, but also to pass it on to others and practise it in their actions. I also told them that My teaching was not new, but that it only presented in a true light the directions received from Moses and the Prophets. I explained the meaning of the words and showed all mankind how all these divine predictions and instructions by the men I had sent had always one and the same purpose, namely, to teach people to recognize their spiritual worth and to prepare them on the shortest way for their passing into the spiritual world, as befits beings with a divine spark from Me in their hearts. I assured all that My words were everlasting because they came from the Eternal, Supreme Being.

7. I also told them that I would punish any disparagement of these My laws, here and in the hereafter, because I knew beforehand that in times to come men would use My commandments of love as a cover for following their own interests and safely practising their passions of hate and revenge. The Pharisees and scribes did the same already during My time with the teachings of Moses and the Prophets. And that is why I said to My disciples and the people gathered around Me: “For I say unto you that except your righteousness shall exceed the righteousness of the scribes and Pharisees, ye shall in no case enter into the kingdom of heaven!”

8. Although it is only this verse that is given for this Sunday, I had to explain also the preceding ones of the same chapter which lead conclusively to the twentieth verse from which we can then proceed.

9. Referring to the deceitful and hypocritical righteousness of that class which during those times had been given the power and the right to teach and interpret to the people the meaning, cult and dogmata of their religion, and knowing in what way they performed this – not according to My wishes, but according to their own ideas and plans – it was, of course, up to Me to give the people and My disciples better interpretations of the existing laws and to render their conscience more sensitive. I had to do this also because in those times the priests and scribes interpreted the laws in such a way that they were not hard to fulfil and gave them plenty of scope for committing the most abominable acts without apparently offending against the divine laws of Moses, and even giving the impression of adhering to them strictly.

10. Therefore, the twentieth verse is followed by all the other true commandments of love which in those times were regarded as contrary to what was believed, for retaliation, revenge, hatred, persecution appeared justified through some religious texts. They were also considered as inconsistent because it is much easier to satisfy hatred’s thirst for revenge than to forgive an enemy or overwhelm with favours one who has evil intentions.

11. It is because of this that this particular sermon, especially from the twentieth verse onward, has been described as the more important, for in it the symbol of love, the standard of love for the fellowman, and of forgiveness, was laid down by Me as the sole guiding principle for life’s journey, when I called out to all: “Under this banner alone and with this all-embracing love with which I, as the God and Creator, hold all My created beings, only with this love can you humans become citizens of a spiritual realm, citizens of My heaven!”

12. In the subsequent verses I mentioned various circumstances in life where man shall and can practise this love of his brother and fellowman. I showed how far this love shall and must go if its acts are to be of any spiritual value before Me. I set the corner-stone for man’s readiness for sacrifice which, unfortunately, was a stumbling-block then and still is to this day.

13. I told My audience: Justs as I, as God, make the sun rise on the evil and on the good and send the blessed rain to moisten the fields of the unjust, as well as the just, thus also My true followers – superior to all human passions, with My example, as the Creator and as Jesus, always before their eyes – shall help everybody with equal love, unconcerned whether they are ever thanked for it or not.

14. In this sermon, I set up the ideal of a spiritually superior man and proved through My own way of life that it is possible to live like that, if desired. The contents of this sermon: The promised blessings for those who suffer, those who struggle and those who endure, and also how far the love of one’s fellowman has to extend, are still valid today and will remain so as long as I, My spiritual and My material worlds are in existence. For, only through these commandments and their observance, are intelligent living beings perfected and prove their divine origin. Whereas, if they pursue the opposite road, which is the more popular one, and also today, unfortunately, by many described as the righteous road, they will sink into the depths of matter instead of rising to spiritual heights.

15. In the subsequent chapters of Matthew, this teaching is still more elaborated on so that no one can excuse himself with not having known what the love of God and the love of one’s neighbour actually means. Thus you find in the sixth chapter the only prayer I taught My followers, which you can still today regard as the quintessence of all prayers. But you have to conceive the profound spiritual meaning of every one of its words; for you must realize that it is something quite different whether you pray with your own words or whether I put words into your mouth which you should direct to Me when in trouble, and in fact daily, so that I may give you My helping hand in the troubles of every new day, that you do not fall, but always keep in mind My Sermon on the Mount as the sole rule of conduct in the trials of your journey on earth in order to qualify for the beatitudes promised at the beginning of our chapter.

16. Yes, My children, this warning, concerns you, just as it did those who listened to Me when I delivered My Sermon on the Mount, when I said: “For I say unto you, that except your righteousness shall exceed the righteousness of the scribes and Pharisees, you shall in no case enter into the kingdom of heaven.” So I am telling you, too: If you do not take the concepts of righteousness, love, meekness and forgiveness more seriously than they are preached to you and wrongly interpreted by many, you cannot enter My Kingdom and become My children. For only those can be regarded as My children who follow My example and willingly carry their cross and who, as did I, to prove their meekness and self-abnegation, put all earthly pleasures far behind the spiritual and adopt My guiding principle which is expressed in the words: “My kingdom is not of this world!”

17. My children must not be children of the world! They must aspire after the highest moral standard that man can achieve. They must master their passions as I did and accept with faith what I send them for their good. They shall not flee the world as dangerous, but judge its ways, its pleasures and temptations by their true worth, so that they do not succumb to them. In thoughts, words and deeds, they must have a clear conscience, so that others may not only believe their words, but see them proved in their actions. They must, as described in the Gospel, shine like a lamp that pours forth its tranquil light far above the difficulties of human life, – the light of love, of trust and of forgiveness.

18. Only if they themselves are more righteous, loving and trusting than many other erring children, can they serve them as guides, and only this way can they, after they have completed the course of their life and trials, claim to be adopted by Me and enter My eternal, great spiritual kingdom, My heavens, where all the blessings mentioned at the beginning of My Sermon on the Mount, will fall to their lot to make up for their sufferings.

19. Take this to heart! Read this sermon often, which I delivered to My disciples and the people almost two thousand years ago! It holds great promises and demands for you and My spirit-world.

20. The life of a person who does not wish to fulfil these conditions is like a nicely bound book that contains only blank pages.

21. Therefore, endeavour to take your book of life with you to the other world filled with good thoughts, words and deeds. In these verses I have shown you how thoughts can already constitute an offence against My commandments of love; for often it is only through lack of opportunity that they are not caried out. If this opportunity were given, the will would carry out what would otherwise have remained but fleeting thoughts.

22. So, first of all, beware of sinful thoughts! They degrade your inner mental being. Further avoid the opportunity to realize them. Fight the thoughts and you have a good chance of controlling your actions. But once you give in to these thoughts, you are already enmeshed in the reign of sin, and it needs just a favourable moment and through an ill-advised action your soul is deprived of all that adorned it – its purity, its peace and tranquility and all its fine resolutions.

23. Therefore, do read all these verses, and do it often! They draw your attention to so much wherein you are still weak and where you often sin against yourselves and against Me. Due to this you are still far from having a share in My.spiritual kingdom.

24. Do not grumble if, through various circumstances, I keep giving you an opportunity to prove yourselves in that which is still your greatest shortcoming, namely, the trust in Me and the constant watch over the emotions of your heart, so that you may nip in the bud all that is evil and bad.

25. Thus, through continuous practice, your strength will keep growing; thus you will master the temptations as they arise; and thus, keeping in mind the Sermon on the Mount, you will one day, when your mission on earth is ended and victory won, receive the award of My disciples, so that in the beyond you will, with renewed strength, be ready for greater tasks; for the one who has been faithful over a few things, I will there make ruler over many things.

26. Remember your Father who does not send you these words in vain! Remember that He wants to make you into that for which He has created you, that is, His spiritual children, beings that one day in His Kingdom are destined to spread the light of their eternal loving Father’s love and grace over worlds and millions of beings. It is obvious that for such missions only beings who have been proven and steeled in suffering and hardships are suitable because only they, pure in thoughts and actions, can lift up others through the nobility of their spirit.

27. Therefore, I gave you this detailed explanation of My commandments of love that you may not give in to the influence of your self-love and excuse that which may be the greatest sin before Me – playing with thoughts that are the seed for many immature and evil actions. Amen.

 

53 Predigten von Jesus offenbart durch Gottfried Mayerhofer

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53 Predigten von Jesus offenbart – Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer

“Die Zeichen der Zeit werden dann spurlos an euch vorübergehen,
wenn ihr euern Körper auf wenige leibliche Bedürfnisse habt beschränken lernen,
aber desto mehr auf das Aufbauen eures geistigen Seelenmenschen bedacht seid.”

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Jesus - YahuShua

Predigt 19 - 36 Predigt 37 - 53

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Predigt 19 - 36 Predigt 37 - 53