5. Die universelle Bedeutung der Geburt Jesu – The universal Significance of Jesus’ Birth

PREDIGT / SERMON 5
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flagge de  5. Predigt von Jesus… Weihnachtstag – Die Geburt Jesu

Predigten des Herrn – 5. Predigt – Lukas 2:1-14
Weihnachten – Weitere Enthüllungen *)

Geoffenbart an Gottfried Mayerhofer am Weihnachtstag 1871

*) Die Geburt Jesu

Lukas 2:1-14…
Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Cyrenius *) Landpfleger in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe, ein jeglicher in seine Stadt.

*) Cyrenius: siehe auch Links unter dem Video sowie am Ende des Filmes

Da machte sich auch Joseph auf aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger.

Und als sie daselbst waren, bekam sie ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten keinen Raum in der Herberge.

Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: “Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids! Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen!”

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: “Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen!”

1. Dieses Kapitel handelt von Meiner Geburt, einem Fest, welches ihr jedes Jahr nach kirchlichem Brauch am 25. Dezember feiert.

2. Schon früher habe Ich Worte über dieses Fest gegeben. Die Einzelheiten, welche Meine Geburt begleiteten, wißt ihr teils aus Meiner Jugendgeschichte, teils aus dem Evangelium Meiner Apostel; und doch liegt noch manch Unaufgeklärtes in diesem Akt Meiner ersten sichtbaren Erscheinung auf eurer Erde, dessen tiefere Bedeutung ihr in geistiger Entsprechung noch nicht kennt. So will Ich, veranlaßt durch den Text dieses Kapitels im Lukas, die weiteren Enthüllungen für euch und alle Meine künftig gläubigen Kinder geben, damit ihr seht, daß auch das Kleinste, was Mich und Meine Erscheinung auf Erden betrifft, eine hohe Bedeutung hat und sich geistig bei Meiner Wiederkunft auf diesen kleinen Stern, als Wohnort Meiner einst großen Kinder, wiederholen wird.

3. Wie einst durch die Verhältnisse der Erde gerade jener Zeitpunkt und jenes Volk bestimmt war, Zeuge von dem großen Gnaden und Liebesakt zu sein, welchen Ich für euch und für die ganze Geisterwelt vollzog, so werden auch bei Meinem zweiten sichtbaren Erscheinen Zeit und Land so gewählt werden, daß sie diesem Schlußakt am meisten angemessen sein werden.

4. Nicht umsonst habt ihr dieses Fest “Weihnachten” benannt. Es war eine geweihte Nacht, wo Ich Mich, euch und der ganzen materiellen Schöpfung zuliebe, als Opfer der Demut weihte, indem Ich, der unendliche Herr der Schöpfung, ein zerbrechliches, verwesliches Kleid anzog, das unter Millionen anderer lebender Wesen auf anderen Welten, was das Äußere betrifft, weit hinter der höchsten Urform eines Menschenbildes zurücksteht. Viele Bewohner sind so ausgestattet, daß der Mensch dieser Erde nur als eine schwache Nachahmung dessen erscheint, was Ich als Abbild Meines eigenen Ichs in diese Form hineingelegt habe. Obgleich die auf anderen Welten lebenden Menschen die Erdbewohner in vielem übertreffen, so sind diese doch in geistiger Hinsicht zu etwas weit Größerem bestimmt als die in den paradiesischen Welten und Sonnen Lebenden. Wenn jenen auch ein ewiger Frühling lacht und sie in glücklichen Verhältnissen leben, die sich eure Einbildungskraft nicht vorzustellen vermag, so geht ihnen doch die klare Kenntnis Meines Ichs, Meiner geistigen Schöpfung und Meiner Vaterliebe ab.

5. Sie sind gut, weil nichts Böses sie zum Gegenteil zu verleiten sucht. Sie erkennen ein höchstes Wesen, sinken vor Ehrfurcht vor Ihm nieder; aber keines von ihnen wagt zu denken, daß dieses höchste Wesen ein von Ihm Geschaffenes an Seine Vaterbrust drücken wolle und ihm den süßen Namen des Kindes geben.

6. Das ist nur jenen vorbehalten, die solch eine Stellung durch Kampf und Sieg erringen müssen, damit sie Kinder Gottes werden können. Wo also die Bildungsschule solcher Kinder ist, muß neben der größtmöglichen geistigen Erhebung auch das Gegenteil, die größtmögliche Erniedrigung, ja der Abfall vom Guten, stattfinden können. Um euch zu zeigen, daß zwischen solchen Gegensätzen ein Fortschreiten zum Besseren, ein Siegen über alle Hindernisse möglich ist, kleidete Ich Mich in die Hülle einer der letzten, unangesehensten Menschengestalten. Ich stieg selbst auf diesen finsteren Erdball hinunter, der in bezug auf Ausstattung und Größe in Meiner Schöpfung so gerechnet werden kann wie der Rang eines Infusionstierchens zwischen allen Schönheiten und Wundern eurer Erde.

7. Wie aber in Meiner ganzen Schöpfung alles mit gleicher Sorgfalt gebildet und das letzte Infusionstierchen in seiner Art ebenso vollkommen gebaut ist wie der Mensch als Herr der Erde, so zeigt euch Mein Schöpfungsprinzip, das durch alle Stufen des Geschaffenen geht, daß Ich gerade im Kleinsten am größten bin und gerade im Kleinsten als mächtiger Schöpfer und Herr dastehe. Dies war der Grund, warum Ich einen der kleinsten Weltkörper wählte, um da Meine ganze Größe zu zeigen, indem Ich Meiner Geister und Seelenwelt bewies, daß gerade im Kleinsten nur das Größte möglich, und in der größten Erniedrigung die größte Herrlichkeit zu erlangen ist, ja, daß gerade der, welcher alles hingibt, würdig ist, alles zu besitzen.

8. So fand Meine Geburt nicht in einem Palast und nicht von hochgestellten Menschen, sondern in niedriger Stellung statt. Es mußte aber doch in allen Umständen, die dort zusammentrafen, das Hohe, Geistige Meiner Geburt angedeutet werden.

9. So war es bestimmt, daß die Volkszählung durch Herodes anbefohlen wurde, und Ich nicht in einem von Menschen erbauten Haus, sondern in Meinem Haus, d.h. unter freiem Himmel in einer Höhle das Licht der Welt erblickte.

10. Zeugen Meiner Geburt waren nicht Kaiser und Könige, nicht einmal gewöhnliche Menschen, sondern nur Tiere, – Geschöpfe, die, nicht verdorben, das waren, wozu Ich sie erschaffen habe.

11. Die Volkszählung mußte dazu beitragen, daß Maria sich zur Reise nach Bethlehem aufmachte, um das zu vollführen, was dem König aller Schöpfung zur Ehre gereichte.

12. Millionen von höheren Geistern sangen Mir das Loblied: “Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!” Diese und die Tiere, wie sie aus Meiner Hand hervorgingen, waren bei Meiner Geburt gegenwärtig. Solche Zeugen gebührten Mir, dem in Windeln eingehüllten Herrn aller Heerscharen.

13. Durch die Volkszählung konnte Meine Geburt nicht unbeachtet bleiben. Auch mußte gerade der grausame Herodes als Landpfleger oder Vierfürst in Jerusalem herrschen, um Meine fernere Erziehung und Meinen späteren Lebenslauf zu erschweren. Durch Überwindung all dieser Schwierigkeiten sollte bewiesen werden, daß, obwohl Ich Mich in die niedrigste Stellung gesetzt hatte, Ich im Angesicht Meiner ganzen Geisterwelt Meine Aufgabe doch lösen werde, nämlich: außer dem Beispiel der Demut und Verleugnung aus dieser kleinen Erde eine Pflanzschule für Meine Kinder zu machen, die einst bestimmt sind, den auf den anderen Sternen und Sonnen lebenden Wesen das Bild des großen Geistes und Schöpfers aller sichtbaren Natur in das eines liebenden Vaters umzuwandeln.

14. Was Ich vor Äonen von Zeiträumen beschloß und vor mehr als tausend Jahren begonnen habe, das nähert sich jetzt der Vollendung. Meine Religionslehre, Mein Wort, das mit keinem besseren vertauscht werden kann – es mögen die Menschen noch so grübeln und denken -, Meine Liebelehre muß zur allgemeinen Geltung gelangen! Es muß die Liebe allein regieren, und alle Leidenschaften des menschlichen Herzens, die nur darum von Mir in dasselbe gelegt wurden, um durch Kampf gegen sie die Liebe zu verdienen und zu erringen, alle diese Leidenschaften des menschlichen Herzens müssen beherrscht zu den Füßen des Altars der Liebe liegen. Haß, Rache, Stolz und wie sie alle heißen, diese mächtigen Triebe des Bösen im Menschen, müssen alle zum Schweigen gebracht werden. Das Kreuz, auf welchem Ich einst angenagelt für die verirrte Menschheit um Verzeihung bat, muß als Symbol der Versöhnung von jedem geliebt, geehrt und im Prüfungsfall selbst getragen werden, zur Erinnerung an den Weg, den Ich gezeigt, und der den Menschen allein zur geistigen Höhe führen kann.

15. Wie in Meinem Lebenswandel auf Erden gegen das Ende hin die Umstände scheinbar gegen Mich arbeiteten, scheinbar Meinen Untergang und Tod herbeiführten und doch durch die Auferstehung aus der Materie und die Heimkehr in Mein geistiges Reich Meinen größten Triumph bewirken mußten, so mehren sich auch jetzt für die Menschen scheinbar die Unglücksfälle, mehren sich die Anzeichen furchtbarer Katastrophen. Der Mensch soll aus ihnen wie der Vogel Phönix aus der Asche verbrannter, weltlicher Ansichten und Vorurteile unversehrt als geistiges Produkt seines Schöpfers, als geistiges Kind eines noch höheren geistigen Vaters hervorgehen.

16. Dahin zielt alles, dahin treibt wie ein steuerloses Schiff die ganze Menschheit. Zerbrochen werden müssen alle die künstlichen Schutzwände, die der menschliche Verstand wie Eisenpanzer um das für die Liebe schlagende Herz gezogen hat. Es müssen vernichtet werden die Schranken von Geburt, von Rang, von oberflächlichem Wissen. Der Mensch muß aufhören, mit dem Verstand zu denken, und mit dem Herzen fühlen lernen. Das warme Feuer der Liebe muß zuerst seine ganze Seele erwärmt haben, dann erst kann die Weisheit, als regelnder Trieb der Liebe Schranken setzen und die Menschheit all das fühlen lassen, womit Ich sie ausgestattet und wozu Ich sie so und nicht anders erschaffen habe.

17. Sooft Ich als Christus auf der Welt Meinen Vater im Himmel anrief, war es stets die Weisheit, welche die Liebe anrief, um durch dieses Anrufen ihr unbegrenztes Wirken zu zügeln. So wie die Weisheit und Liebe nur miteinander bestehen können, ebenso war Ich als Christus mit Meinem Vater, der Liebe, verbunden nur eins, und deswegen konnte Ich sagen: “Mich kennt niemand als der Vater im Himmel, und nur Ich kenne Ihn!” oder “Ich gehe heim zum Vater!” usw. Dadurch wollte Ich sagen: Die ganze Welt ist geschaffen aus Liebe; aber die Weisheit hat ihre Bedingungen geregelt. Die Liebe schuf, die Weisheit erhält. Die Liebe als ‘Vater’ stellte das höchste Symbol der Reinheit auf, und Ich, die Weisheit, als ‘Sohn’ bewies sie durch die Tat. Und wie Liebe und Weisheit, nur vereinigt, das ganze Ich Meines eigenen Wesens ausmachen und dort im vollkommensten Abbild bestehen, so soll auch der Mensch als Abkömmling von Mir der Ausdruck der Liebe und Weisheit werden. Er soll zuerst lieben und dann weise sein lernen, um Mich, Meine Schöpfung und seine Mission ganz zu erkennen und zu begreifen.

18. Dahin zielt Mein Streben mit euch, alle die Ereignisse treiben euch dahin, die Wiedergeburt eures Jesus im Innern zu vollführen, Er möchte euch dort als Ausdruck von Weisheit und Liebe führen und leiten, bis in kurzer Zeit dieser Schöpfer alles Sichtbaren, der Herr aller Heerscharen, als Vater (Liebe) gepaart mit dem Sohne oder Christus (Weisheit), in Person wieder sichtbar auf die Erde treten und zum zweiten und letzten Mal aussprechen kann, was Er am Kreuz vor mehr als tausend Jahren ausgerufen hat, nämlich: “Es ist vollbracht, – es ist vollbracht das große Werk der Sühne!”

19. Ich habe Meinen Geistern gezeigt, wie das für sie Unmögliche möglich geworden ist. Ich bin mit dem Beispiel vorangegangen und habe nun Meine Wesen auf dieser kleinen Erde zu großen Bürgern Meines unendlichen Reichs, zu Meinen einzigen Kindern gemacht.

20. Es ist vollbracht, was Ich einst in der Wiege, in einer Höhle bei Bethlehem, als unmündiges Kind begonnen habe, was dort schon von Millionen Engelsgeistern besungen, aber von den Menschen nicht verstanden, höchstens von einigen schwach geahnt wurde.

21. Ich habe es vollbracht das Werk der Sühne, der Liebe, der Verzeihung. Gereinigt ist die Welt von allen unreinen Schlacken des Eigennutzes, und wenn auch Drangsale und Unglücksfälle die irdischen Körper der Menschen zerstören, – dem Geist und Seelenmenschen können sie nichts anhaben. Er steht hocherhaben über den Trümmern der Welt, seine Arme ausbreitend nach dem göttlichen Retter, der wie einst dort – allen zurufen wird: Kommet her, ihr alle, die ihr beladen seid, auf daß Ich euch eure Last abnehme und euch erquicke! Kommet her, ihr Kämpfer für Liebe und Weisheit, euch sei die Krone des Lebens, euch seien die Schranken der Geisterwelt geöffnet, damit ihr sehen möget, wie die Engelscharen wieder frohlocken und Loblieder singen dem Herrn, dem Vater, mit den nämlichen Worten wie einst: “Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden!” Denn Er kam in Sein Eigentum, und Seine Kinder haben Ihn erkannt. Amen.

Die Geburt Jesu, Jugendgeschichte: siehe auch “Kindheit und Jugend Jesu”, Jesu Offenbarungen an Jakob Lorber
(https://jesus-comes.com/index.php/category/deutsch/jakob-lorber-pdfs-deutsch/)
– Die ,Weihnachtsgeschichte’ – Jesus erzählt die Geschichte Seiner Geburt

Cyrenius: siehe auch “Das Grosse Evangelium Johannes“, Jesu Offenbarungen an Jakob Lorber

– Cyrenius adoptiert den Josoe (Band 2. Kap.80,01 ff)
– Cyrenius \ bodenrechtlicher Machtspruch desselben (Band 5. Kap.16,05 ff)
– Cyrenius findet in den Ertrunkenen seine Töchter wieder (Band 4. Kap.28,03)
– Cyrenius \ höchstes asiatisches Staatsoberhaupt (Band 2. Kap.190,05)
– Cyrenius \ Oberlandpfleger, v.Betrügern kopiert (Band 1. Kap.238,07)
– Cyrenius \ Oheim des Kaisers (Band 2. Kap.92,13)
– Cyrenius Rechtskontroverse mit Roklus (Band 5. Kap.18)
– Cyrenius residierte in Tyrus und Sidon (Band 10. Kap.117.10)
– Cyrenius \ sein Zeugnis für Jesus (Band 5. Kap.149 + 154)
– Cyrenius und sein Kaiser werden vom Herrn gelobt (Band 4. Kap.104,13)

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flagge en  5th Sermon from Jesus… Christmas Day – The Birth of Jesus

The Lord’s Sermons – Sermon 5 – Luke 2:1-14
Chistmas Day – More Revelations *)

Revealed to Gottfried Mayerhofer on Chistmas Day 1871

*) The Birth of Jesus

Luke 2:1-14…
“And it came to pass in those days, that there went out a decree from Cesar Augustus, that all the world should be taxed. (And this taxing was first made when Cyrenius *) was governor of Syria.) And all went to be taxed, every one into his own city.

*) Cyrenius: see the Link below the Video and also at the end of the movie

And Joseph also went up from Galilee, out of the city of Nazareth, into Judea, unto the city of David, which is called Bethlehem; (because he was of the house and lineage of David:) To be taxed with Mary his espoused wife, being great with child. And so it was, that, while they were there, the days were accomplished that she should be delivered.

And she brought forth her firstborn son, and wrapped him in swaddling clothes, and laid him in a manger; because there was no room for them in the inn.

And there were in the same country shepherds abiding in the field, keeping watch over their flock by night. And, lo, the angel of the Lord came upon them, and the glory of the Lord shone round about them: and they were sore afraid. And the angel said unto them, Fear not: for, behold, I bring you good tidings of great joy, which shall be to all people. For unto you is born this day in the city of David a Saviour, which is Christ the Lord. And this shall be a sign unto you; Ye shall find the babe wrapped in swaddling clothes, lying in a manger.

And suddenly there was with the angel a multitude of the heavenly host praising God, and saying, Glory to God in the highest, and on earth peace, good will toward men.”

1. This chapter deals with My birth, a day you celebrate each year on December 25th in accordance with the rites of the church.

2. You are already familiar with the events at the time of My birth*), but there are still many unclear points concerning this act of My first visible appearance on your earth, the deeper meaning of which, in its spiritual correspondence, is still unknown to you. Therefore, I shall make further revelations for your benefit, as well as that of My believing children of the future, to show you that even the smallest thing concerning Me and My coming to the earth is of the greatest significance and will repeat itself on My Second Coming to this small globe, the dwelling place of My children who will be great one day.
*) THE CHILDHOOD OF JESUS

3. As the conditions on earth once made it necessary for that particular people at that particular time to witness the great act of grace and love which I accomplished for you and all the spirit world, on My Second Visible Coming a time and place will again be chosen to suit My purpose best.

4. You were right in calling this feast “Holy Night”. It was, indeed, a hallowed night when I consecrated Myself for your sake and that of all material creation as an offering of meekness, when I, the infinite Lord of the entire creation, put on a fragile, perishable garment, which among millions of beings on other worlds, as far as its outer appearance is concerned, is far beneath the supreme archetype of a human image. Many inhabitants of other worlds are endowed so richly that man of this earth appears to be only a weak imitation of that which I put into this form as an image of My own Self. And yet, although the dwellers on other globes surpass men of this earth in many ways, spiritually the latter are destined for something infinitely greater than the dwellers in paradise-like worlds and suns. Although they enjoy an eternal spring and live in conditions you cannot even imagine, they lack a clear comprehension of Me, of My spiritual creation and My fatherly love.

5. They are good, because no evil endeavours to induce them to the contrary. They recognize a Supreme Being and kneel before Him in awe, but none of them dares to think that this Supreme Being might wish to press any of His created beings to His fatherly heart and give it the sweet name of a child.

6. Only those who have gained this position through struggle and victory are entitled to this, and they can become children of God. In the school where such children of God are educated, beside the greatest spiritual exaltation, there also has to be the opposite – the greatest possible humiliation, and they must be able to turn completely away from the good, if they so desire. In order to demonstrate to you that it is possible to make positive progress between such extremes and overcome all obstacles, I clothed Myself in one of the lowest and most unpretentious human forms and descended upon this dark globe which – as regards its endowment and size – ranks in My creation similar to infusoria compared with all the beauties and wonders of your earth.

7. But since in My creation even the minutest infusoria in their own way have been made as perfect as man, the lord of this earth, My principle of creation, on all levels of created beings, shows that I am greatest in the smallest, and particularly in this point stand forth as the mighty Creator and Lord. This was the reason why I chose one of the smallest globes to reveal My greatness, thus proving to My entire world of spirits and souls that only in the smallest is the greatest possible and that the greatest glory is gained in the greatest humilation; that he who sacrifices all is worthy to possess all.

8. Therefore, I was not born in a palace to parents of high standing, but in lowly circumstances. However, in the circumstances of My birth the sublime, the spiritual, had to be suggested.

9. Thus, the census was decreed by Herod and I was not born in a house built by men, but in My own house, that is, in the open, in a cave.

10. Neither emperors nor kings witnessed My birth, not even ordinary people, but only animals – unspoilt creatures.

11. The census was responsible for Mary’s journey to Bethlehem in order to bring about that which would honour the King of all creation.

12. Millions of superior spirits sang the hymn of praise: “Glory to God in the highest and peace on earth to all men of good will!” These and the animals, as they had gone forth from My hand, were present at My birth. Such witnesses were befitting to Me, the Lord of the heavenly hosts, wrapped in swaddling clothes.

13. On account of the census My birth could not remain unnoticed. Thus, at that time, Herod, the cruel governor and Tetrarch of Jerusalem had to rule, thereby making My further education and My later career more difficult. Through the overcoming of all these difficulties, it had to be proven that, although I placed Myself in the lowest position, I would -witnessed by My entire world of spirits – still fulfil My task, namely, besides setting an example of the greatest humility and selfabnegation, to make this small earth into a training-school for My children, who are destined one day to change, for all the beings living on other globes and suns, the image of the Great Spirit and Creator of all visible nature into one of a loving Father.

14. What I had planned aeons ago and had begun to carry out over a thousand years ago, is now nearing its completion. My religious teaching, My word, which cannot be replaced by a better one, – My teaching of love must be universally accepted. Love alone must rule; all passions of the human heart, which I have put into it so that through battling against them love could be won, all these passions must be controlled and placed before the altar of love. Hatred, vengeance, pride and whatever they may be called, these powerful impulses of evil within man, must all be silenced. The cross, nailed to which I once asked forgiveness for erring mankind, must – as a symbol of reconciliation – be loved and honoured by everyone and sometimes even carried in remembrance of the way I have shown, which is the only one that can lead men to spiritual heights.

15. As towards the end of My sojourn on earth circumstances seemed to work against Me, apparently leading to My death, but through the resurrection from matter and My return into My spiritual kingdom actually bringing about My greatest triumph, at the present, too, men seem to be afflicted by an ever growing number of misfortunes and catastrophes. However, man shall rise, like the phoenix from the ashes, out of burnt worldly opinions and prejudices, unscathed as a spiritual product of his Creator, as a spiritual child of a supreme spiritual Father.

16. Like a rudderless ship mankind is drifting towards this destination. But first all the artificial walls the human intellect has built around the loving heart, the barriers of birth, station and superficial knowledge must be pulled down. Man must cease to think with his intellect and learn to feel with his heart. Only when the warm fire of love has warmed his whole soul, can wisdom, as a regulating impulse, set limits to love and let men feel all that with which I have endowed them and why I have created them such and not otherwise.

17. Whenever I, as Christ on earth, prayed to My Father, it was Wisdom calling to Love to limit its boundless action. Just as wisdom and love can only exist with each other, I, as the Christ, was one with My Father, the Love, and therefore I could say: ‘No one knows Me, except the Father in Heaven and I alone know Him’, or ‘I go to the Father’ and so on. Thereby I meant to say: All the world was created out of love, but wisdom has regulated its conditions. Love creates, and wisdom preserves. Love, as the “Father”, was the highest symbol of purity; whereas I, wisdom, as the “Son”, proved it through the deed. Thus also man, as My descendant, shall become a manifestation of love and wisdom. He shall love first and only then shall he learn to be wise so as to comprehend fully My creation and his mission in it.

18. This is what I have in mind for you and all events are leading you in that direction, to carry out the rebirth of your Jesus within you. There, He wants to lead and guide you as an expression of wisdom and love, until, in a short time, the creator of everything visible, the Lord of hosts, as Father (love) coupled with the Son or Christ (wisdom), will step once more upon the earth in person to say for the second and last time, what He has uttered at the cross more than a thousand years ago, namely: “It is finished, – the great work of atonement is finished!”

19. I have demonstrated to My spirits how what they considered impossible has become possible. I have led with My example and have made My beings on this small earth into citizens of My Infinite Kingdom, into My sole children.

20. What I once started as a babe in a cave near Bethlehem and what was praised by millions of angelic spirits, but not comprehended by men, except vaguely suspected by a few, has now been accomplished.

21. I have accomplished the work of reconciliation, of love and forgiveness. The world is cleansed of all impure dross of selfishness. And even if afflictions and catastrophes destroy man’s physical body, they cannot harm his spirit and soul. This part of man is standing above the ruins of the world with arms outstretched towards the divine Saviour Who – as once on earth – is calling to all: “Come unto Me all ye that are heavy laden that I may take off your burden and refresh you! Come, you fighters for love and wisdom, receive the crown of life; the realm of spirits is open to you and you may see the hosts of angels rejoicing and praising the Lord with the same words as once before: “Glory to God in the highest and peace to men on earth!” For He came into His own and His children have recognized Him. Amen.

The Birth of Jesus: see also “The Childhood of Jesus“, Revelations of Jesus to Jakob Lorber
(https://jesus-comes.com/index.php/category/english/jakob-lorber-pdfs/)
– The ,Story of Christmas’ – Jesus tells the Story of His birth

Cyrenius: see also “The Great Gospel of John“, Revelations of Jesus to Jakob Lorber

Vol. 1. Chp. 238,07
Vol. 2. Chp. 80,01
Vol. 2. Chp. 92,13
Vol. 2. Chp. 190,05
Vol. 4. Chp. 28,03
Vol. 4. Chp. 104,13
Vol. 5. Chp. 16,05
Vol. 5. Chp. 149 + 154
Vol. 5. Chp. 18
Vol. 10. Chp. 117.10

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flagge italian  Predica 5 del Signore… La nascita di Gesù

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Predica 5 del Signore… La nascita di Gesù
Natale

Rivelazioni – Ricevute tramite la Parola interiore da Gottfried Mayerhofer

Luca 2, 1-14: «A quel tempo un decreto di Cesare Augusto ordinò che si facesse il censimento di tutta la terra. E questo censimento fu il primo di tutti ed accadde quando Cirenio era governatore della Siria. Ed ognuno che si fece censire, andò ciascuno nella sua città. Allora anche Giuseppe, che era della casa e della stirpe di Davide, salì dalla Galilea in Giudea, dalla città di Nazaret alla città di Davide, chiamata Betlemme, per farsi registrare con Maria sua sposa, la quale era gravida. Ed avvenne che mentre si trovavano in quel luogo, si compirono per lei i giorni del parto. Lei diede alla luce il suo figlio primogenito, lo avvolse in fasce e lo depose in una mangiatoia, poiché non c’era per loro camera nella locanda. E c’erano in quella regione alcuni pastori nei campi che vegliavano di notte facendo la guardia al loro gregge. E vedi, un angelo del Signore venne a loro e la gloria del Signore li avvolse di luce, ed essi furono presi da grande spavento. E l’angelo disse loro: “Non temete, ecco, io vi annuncio una grande gioia, gioia che sarà di tutto il popolo; oggi vi è nato nella città di Davide il Salvatore, che è il Cristo, il Signore! E questo vi sarà per segno: troverete giacere un fanciullo avvolto in fasce in una mangiatoia”. E subito apparve presso l’angelo una moltitudine dell’esercito celeste che lodava Dio e diceva: “Gloria a Dio nel più alto dei cieli e pace sulla Terra ed agli uomini di buona volontà”.»

(l’11 dicembre 1871)

1. Questo capitolo tratta della Mia nascita, una festa che voi celebrate ogni anno il 25 dicembre, secondo l’usanza ecclesiastica.

2. Già in passato Io ho parlato di questa festa. I particolari, che accompagnarono la Mia nascita, li conoscete, in parte dalla storia della Mia infanzia[1], e in parte dal Vangelo dei Miei apostoli; tuttavia ci sono ancora parecchi punti poco chiari in questo atto della Mia prima apparizione visibile sulla vostra Terra, il cui profondo significato voi non conoscete ancora nella rispondenza spirituale. Allora prendendo spunto dal testo di questo capitolo di Luca, Io voglio dare nuovi dettagli a voi e a tutti i Miei futuri figli fedeli, affinché possiate vedere che anche la minima cosa che riguarda Me e la Mia apparizione sulla Terra, ha un alto significato, e si ripeterà spiritualmente col Mio Ritorno su questo piccolo pianeta, quale dimora dei Miei figli che un giorno furono grandi.

3. Come una volta, secondo le condizioni della Terra, proprio quel momento e quel popolo erano destinati a essere testimoni del grande atto di Grazia e d’Amore che Io compii per voi e per l’intero mondo dello spirito, così anche per la Mia seconda visibile apparizione, sarà scelto il tempo e il paese che saranno più di tutti adeguati per quest’Atto finale.

4. Non per niente voi avete denominato questa festa “Notte consacrata”. Era una notte consacrata nella quale Io, per amor vostro e dell’intera Creazione materiale, Mi consacrai come Sacrificio dell’Umiltà; notte in cui Io, il Signore infinito della Creazione, indossai una corruttibile, fragile veste, la quale, tra milioni di altri esseri viventi su altri mondi, per quanto concerne l’esteriore, è di parecchio inferiore alla suprema forma originaria dell’immagine umana. Molti di quegli abitanti ne sono talmente dotati, che l’uomo di questa Terra sembra soltanto una misera imitazione di ciò che Io misi dentro questa forma, quale immagine del Mio proprio Io. E tuttavia nonostante gli uomini viventi su altri mondi superino gli abitanti della Terra in molte cose, questi ultimi, dal punto di vista spirituale, sono destinati a cose ben più grandi di quelli viventi sui mondi e sui soli paradisiaci. Anche se a loro sorride un’eterna primavera, e vivono in tali condizioni fortunate che la vostra immaginazione non può neanche immaginare, eppure a loro manca la chiara conoscenza del Mio Io, della Mia Creazione spirituale e del Mio Amore paterno.

5. Essi sono buoni, perché nulla di male li induce a essere il contrario. Riconoscono un Essere supremo, si prostrano pieni di venerazione dinanzi a Lui, però nessuno di loro osa pensare che quest’Essere supremo vorrebbe stringere al Suo petto paterno una Sua creatura, e vorrebbe dargli il dolce nome di figlio.

6. Questo è riservato solo a coloro che vogliono conquistarsi una tale posizione con lotta e vittoria; con ciò essi possono divenire figli di Dio! Quindi, dove c’è la scuola di formazione di tali figli, deve esserci, accanto alla massima possibilità di elevazione spirituale, anche l’opposto, la massima possibilità di umiliazione, anzi la caduta dal bene. E per mostrarvi che, nel mezzo di tutte queste avversità, è possibile un progresso verso il miglioramento, una vittoria su tutti gli ostacoli, Io Mi vestii dell’involucro di una delle ultime inconsiderate figure umane. Io stesso scesi qui su questo tenebroso globo terrestre che, riguardo a dotazione e grandezza, nella Mia Creazione, può essere annoverato al rango di un animaletto infusore nel mezzo di tante bellezze e meraviglie della vostra Terra.

7. Come però nella Mia intera Creazione ogni cosa è formata con la medesima cura e l’ultimo animaletto infusore, nella sua specie, è altrettanto perfettamente formato come l’uomo, quale signore della Terra, così il Mio Principio creatore, che pervade tutti i gradi della Creazione, vi dimostra che Io sono il massimo, proprio nel più piccolo, e proprio nel piccolo sto lì come potente Creatore e Signore. Questo fu il motivo perché Io scelsi uno dei più piccoli corpi mondiali, per manifestare lì tutta la Mia Grandezza, dimostrando al Mio mondo spirituale e animico, che proprio solo nel più piccolo è possibile il massimo e, nella massima umiliazione, si può conseguire la massima magnificenza; anzi, che proprio colui che dà tutto, è degno di possedere tutto!

8. Così, la Mia nascita non avvenne in un palazzo, e neanche da genitori altolocati, bensì di basso rango. Ma in tutte le circostanze che lì concorrevano, doveva essere accentuata la sublimità e la spiritualità della Mia nascita.

9. Così fu destinato che il censimento fosse ordinato attraverso Erode, e che Io vedessi la luce del mondo, non in una casa costruita dagli uomini, bensì nella Mia casa, ossia in una grotta a cielo aperto.

10. Testimoni della Mia nascita non furono imperatori e re, neanche uomini comuni, bensì solo animali, creature che, non corrotte, erano tali e quali come Io le avevo create.

11. Il censimento doveva inoltre contribuire a che Maria si mettesse in viaggio per Betlemme, per adempiere ciò che contribuiva all’Onore del Re di tutta la Creazione.

12. Milioni di spiriti superiori Mi cantarono l’inno di lode: «Gloria a Dio nelle Altezze e pace agli uomini sulla Terra!». Questi, e gli animali, com’erano usciti dalla Mia mano, erano presenti alla Mia nascita. Tali testimoni onorarono Me, il Signore di tutte le schiere, avvolto in fasce.

13. A causa del censimento, la Mia nascita non poteva restare inosservata. Doveva proprio anche regnare il crudele Erode come governatore o tetrarca di Gerusalemme, per rendere più difficili la Mia futura educazione e il Mio seguente percorso di vita. Col superamento di tutte queste difficoltà si doveva dimostrare che, nonostante Io Mi fossi posto nelle condizioni più basse, avrei comunque assolto, al cospetto del Mio intero mondo dello spirito, il Mio compito, vale a dire: oltre a dare esempio di umiltà e abnegazione, fare di questa piccola Terra una scuola per i Miei figli, i quali sono destinati un giorno, a trasformare l’immagine del grande Spirito e Creatore di tutta la natura visibile, in quella di un Padre amorevole, agli esseri viventi sulle altre stelle e soli.

14. Ciò che Io prestabilii eoni di tempi fa, e che iniziai più di mille anni fa, si avvicina ora al compimento. La Mia Dottrina religiosa, la Mia Parola, che non può essere sostituita da una migliore – per quanto gli uomini si possano scervellare e pensare – e la Mia dottrina d’Amore, dovranno giungere alla validità universale! Solo l’Amore dovrà regnare, e tutte le passioni del cuore umano, che da Me furono messe al solo scopo di conquistare e guadagnare l’Amore attraverso la lotta contro di loro, tutte queste passioni dovranno essere dominate e deposte ai piedi dell’altare dell’Amore. Odio, vendetta, orgoglio e, comunque essi si chiamino, questi potenti impulsi del male nell’uomo, dovranno essere tutti messi a tacere. La croce, sulla quale Io fui un giorno inchiodato chiedendo perdono per l’umanità smarrita, dovrà essere amata, onorata da ognuno come simbolo di riconciliazione e, se qualcuno sarà messo alla prova, dovrà portarla a ricordo della Via che Io vi mostrai, e che è l’unica che possa guidare l’uomo alle Altezze spirituali.

15. Come alla fine del Mio cammino sulla Terra le circostanze sembravano lavorare contro di Me, provocarono, apparentemente, la Mia caduta e morte e, tuttavia, con la Resurrezione dalla materia e il ritorno a casa nel Mio Regno spirituale, causarono il Mio massimo trionfo, così per gli uomini anche adesso si moltiplicano apparentemente le sciagure e si moltiplicano i segni di terribili catastrofi. L’uomo dovrà uscire incolume da queste, come la fenice dovrà risorgere dalle ceneri delle bruciate opinioni e dei pregiudizi mondani, quale prodotto spirituale del suo Creatore, quale figlio spirituale di un ancor più sublime Padre spirituale.

16. Tutto tende in quella direzione! Lì spinge l’intera umanità come una nave senza timone. Tutti i muri protettivi artificiali, che l’intelletto umano ha eretto come corazze di ferro attorno al cuore battente per l’Amore, devono essere abbattuti. Devono essere distrutte le barriere di nascita, di rango e di sapere superficiale. L’uomo deve smettere di pensare con l’intelletto e imparare a percepire col cuore. Il caldo fuoco dell’Amore deve aver prima riscaldato tutta la sua anima, e soltanto in seguito la Sapienza, quale impulso regolatore dell’Amore, potrà mettere delle barriere e far sentire all’umanità tutto ciò di cui Io l’ho provveduta, e a quale scopo l’ho creata così e non diversamente.

17. Ogni qual volta Io, quale Cristo sulla Terra, invocavo il Padre Mio nel Cielo, era sempre la Sapienza che invocava l’Amore, per tenere a freno con quest’invocazione il suo operato illimitato. Così come la Sapienza e l’Amore possono sussistere solo insieme, altrettanto Io, quale Cristo, con Mio Padre, l’Amore, ero unito in Uno, e per questo potevo dire: «Nessuno Mi conosce all’infuori del Padre in Cielo, e solo Io conosco Lui!», oppure «Io vado a casa al Padre!» ecc. Con ciò Io volli dire: “L’intero mondo è creato dall’Amore; ma la Sapienza ha regolato le sue condizioni”. L’Amore creò, la Sapienza conserva. L’Amore quale ‘Padre’ rappresentava il massimo simbolo della Purezza, ed Io, la Sapienza, quale ‘Figlio’ la dimostrai con i fatti. E come Amore e Sapienza, solo se uniti, costituiscono l’Io completo della Mia propria Essenza e lì sono presenti nell’immagine più perfetta, così anche l’uomo, quale derivato da Me, deve essere l’espressione dell’Amore e della Sapienza. Egli deve innanzi tutto amare, e poi imparare a essere savio, per riconoscere e comprendere completamente Me, la Mia Creazione e la sua missione.

18. Qui tende la Mia aspirazione con voi: tutti gli avvenimenti v’incitano lì, a compiere nell’interiore la rinascita del vostro Gesù. Egli vorrebbe condurvi e guidarvi lì, come espressione di Sapienza e Amore, finché in breve tempo questo Creatore di tutte le cose visibili, questo Signore di tutti gli eserciti celesti, quale Padre[2] unito col Figlio, ovvero il Cristo[3], possa di nuovo metter piede sulla Terra personalmente visibile e pronunciare per la seconda ed ultima volta, ciò che Egli esclamò più di mille anni fa sulla croce, vale a dire: “È compiuto! – La grande opera di espiazione è compiuta!”.

19. Io ho mostrato ai Miei spiriti, come sia possibile ciò che per loro era impossibile. Io li ho preceduti con l’esempio, e ora, dei Miei esseri su questa piccola Terra, ne ho fatto grandi abitanti del Mio Regno eterno, e li innalzo ad unici figli Miei.

20. È compiuto, ciò che Io iniziai un giorno come fanciullo innocente nella culla in una grotta presso Betlemme, ciò che fu là magnificato dal canto di milioni di spiriti angelici, ma non compreso dagli uomini, tutt’al più da alcuni vagamente presentito.

21. Io ho compiuto l’Opera di Espiazione, d’Amore e di Perdono. Purificato è il mondo da tutte le scorie impure dell’egoismo, e anche se tribolazioni e sciagure distruggono i corpi terreni degli uomini, esse non possono danneggiare l’uomo spirituale e animico. Egli sta sopra le macerie del mondo, le sue braccia protese verso il Salvatore divino, il Quale come già avvenne un giorno, esclamerà a tutti: «Venite qua, voi tutti che siete aggravati, affinché Io possa togliervi il vostro peso e vi possa ristorare». Venite qua, voi combattenti per l’Amore e per la Sapienza, a voi sia la corona della Vita, a voi siano aperti i cancelli del mondo dello spirito, in modo che possiate vedere come giubilano di nuovo le schiere angeliche e intonano canti di lode al Signore, al Padre, con le medesime parole di allora: «Gloria a Dio nelle Altezze e pace agli uomini sulla Terra!». Egli, infatti, è venuto nella Sua proprietà, e i Suoi figli Lo hanno riconosciuto. – Amen!

[1] Il “Vangelo di Giacomo” detto anche “L’Infanzia di Gesù” di Jakob Lorber.
[2] L’Amore in Dio, quale Sua prima e fondamentale caratteristica.
[3] La Sapienza in Dio, quale Sua seconda caratteristica derivata dall’Amore.

Copia da http://www.legamedelcielo.it/mayerhofer/prediche/predica_5.htm
4. August 2016 – hes – jesus-comes.com

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Flag-chinese-standard-mandarin-270x180px  主的布道-布道5 -路加福音2:1-14 – 敬上日-更多启示

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主的布道-布道5 -路加福音2:1-14 – 敬上日-更多启示

透露,戈特弗里德Mayerhofer上敬上日1871年

耶稣的诞生

路加福音2:1-14

…“它来在那些日子里传递,有出去来自Cesar奥古斯都的法令,所有的世界应该征税。是叙利亚的州长(当Cyrenius *此征税被首次提出)。)所有人俱被征税,为自己的城市。
Cyrenius:参见下面的视频以及在电影年底链接

约瑟也从加利利上去,出城拿撒勒的,到了犹太,对大卫城,被称为伯利恒; (因为他是家和大卫血统的:)要与玛丽他所聘之妻征税,她有孕是大的孩子。因此,这是,他们在那里,日子已满,她应生產。

她生了头胎的儿子,把他裹在襁褓,并奠定了他在马槽里;因为客店里没有地方。
并有在同一个国家牧羊人居住在田间,夜间看守羊群。忽然有主的使者站在他们旁边,主的

荣光四面照着他们,他们就害怕。天使对他们说,不要害怕,看,我给你们大喜,这应是所有的人的好消息。为你们这一天出生的救主在大卫城,就是主基督。这应是你们的标志;你们要找到裹在襁褓寶贝,卧在马槽里。

忽然有那众多天使天兵的赞美神,荣耀与上帝在最高和在地球上的,和平的,善意的人”

1.本与我的生日,你庆祝的一天章论述每年的12月25日在按照教会的仪式。

2.你已经熟悉了我的生日*)时发生的事件,但也有关于我的第一次可见的外观在你地球上的这种行为,更深层的意义,其中,在其精神对应仍然有很多不清楚的地方,仍然是您不知道的。因此,我会为了你的利益作进一步的启示,以及相信我的孩子的未来,给你显示,即使是最小的事情关于我,我来到地球是最大意义,并会重演在我第二次来到这个小地球,我的孩子们的居所,有一天他們将会伟大。
耶稣的童年

3.在地球上的条件一旦做出有必要在那个特定的时间来见证的恩典和爱,我為你和神界完成所有的重大举措特定见证的恩典和爱,我的第二个可见即将时间和地点将再次选择在适合我的最好目的。

4.你是对的,稱此宴“圣夜”。这的确是一个神圣的夜晚,当我奉献我自己为了你的缘故,所有的材料创作的产品,当我,整个创作的无限主,穿上脆弱,易腐烂服装,在数以百万计的其他星球上的生命,就其外观而言,是一个人的形象的最高原型的远之下。其他世界的许多居民都被赋予如此丰富,这地球人的似乎是唯一的,是我投入这个形式,我自身的图像的弱模仿。然而,虽然对其他的地球的居民在许多方面超过这个地球上的人,精神上后者是注定的东西远比在仙境般的世界和太阳的居民更大。虽然他们享受永恒的春天,住在你甚至无法想象的条件下,他们没有我的精神创造和也没有明确的理解我的父爱。
5.他们是很好的,因为没有邪恶努力诱使他们相反。他们认识到一个至高无上的并敬畏的在他面前下跪,但没有人敢想想这至高无上的存在,可能希望任何他的创造物按在他的慈父心,并给它一个“孩子”的甜蜜的名字。

6.只有那些在斗争和胜利获得了这个位置有权这样,他们可以成为神的儿女。在这些学校上帝的孩子得教育,最大的是精神提高,也必须是相反的-最大可能的謙卑,否則,他们可能从善彻底远离,如果他们太要精神提高。为了证明给你,这是有可能取得积极进展在这样极端之间,克服所有的障碍,我穿着自己在最低和最谦逊的人的一种形式,降临在这个黑暗的地球这-就其禀赋和大小-排在我的创作类似于所有的美女和你的地球奇观相比,一個細胞。

7.但由于在我的创作,甚至以自己的方式最微小的一個細胞已经做出完美如男人,这个世界的主人。我的创作原则,对创造物的各个层次,表明我是最大的在最小的,特别是在这一点上站出来为强大的创造者和主。这就是为什么我选择了最小的地球,露出我的伟大,从而证明我的整个世界的精神和灵魂,只有在最小的是最大可能的理由,而且最大的荣耀是從最大的謙卑裡获得的;他牺牲一切是值得拥有一切。

8.因此,我不是出生在宫殿的崇高地位的父母,但在低下的情况下。然而,在我的生日崇高,精神的情况下,只好建议。

9.因此,人口普查希律王下旨,我不是出生在人类所建造一所房子,但在我自己的房子,那就是,在开放,在一个摩槽。

10.无论是皇帝还是天王目睹了我的生日,连普通的人,但只动物-未受污染的生物。

11.人口普查负责玛丽的旅程到伯利恒,以使有关这将兑现所有创造的国王。

12.百万上级精神唱了一首赞美的赞美诗:“荣耀归于上帝在最高和和平在地球上,所有善良的人!”这宇宙和动物,因为他们已经从我手中发出,在我的生日出席。这些证人相称对我来说,天上的万军之耶和华,裹在襁褓。

13.在考虑到普查的我的生日不能被忽视。因此,在那个时候,希律王,残酷的州长和耶路撒冷的分封不得不治,从而使我进一步的教育和我后来的职业生涯更加困难。通过所有这些困难的克服,它必须证明,尽管我把自己在最低的位置,我会用我整个世界的灵魂-見 证 -仍然完成我的任务,即,除了设置最大谦卑的例子和自我否認,使这个小小的地球变成一个培训学校为我的孩子们,谁注定有一天能改,对所有生活在其他星球的和太阳的,所有可见大自然的伟大精神和创建者为一个形象的众生的一个慈爱的父亲。

14.我有亿万年前的计划,并已开始超过一千多年前开展,目前已接近竣工。我的宗教教义,我的字,不能用一个更好的替代, -我的爱的教学必须宇宙普遍接受。只有爱一定要統治人的心脏的所有激情,我已经通过作战对他们的爱投入到它,这样爱可以赢得所有这些激情,这些激情必须加以控制,并放在爱的祭坛前。仇恨,复仇,骄傲,无论他们可能被称为邪恶的人在这些强大的冲动,都必须保持沉默。在十字架上,钉在我曾经原谅犯错误的人类,必须-作为和解的象征-被爱的和被大家尊敬的,有时甚至在我展示的方式,这是唯一一个可以导致男性的记忆我的道和进行精神上的高升。
15.对我在地球上的情况下逗留的末日,因为似乎作工反对我,显然是导致我的死亡,而通过从物质复活和我回到我的精神王国实际上带来我的最大的胜利,在目前是如此,男人似乎是由数量不断增长的不幸和灾难的折磨。然而,人必從生,像从灰烬中出鳳凰,从烧焦的世俗观点和偏见,如毫发无损他的创造者的精神产品的凤凰,作为最高精神父亲的精神的孩子。

16.像群龙无首人类漂流朝着这个目标。但首先,人造城墙,人类智慧,已经围绕着爱的心脏建,出生的情況和膚淺的知識,這障碍将被拆掉。男人必须停止思考,他的智力,学著用他的心感受。只有当爱的温暖的火温暖了他的整个心灵,智慧可以作为一个调节的冲动,设限制的爱,让男人感受一切与我所赋予他们的,我为什么创造了他们这样的而不是别的。

17.每当我作为基督在地上,祈祷我的父亲,这是智慧打电话给爱以限制其无限的行动。正如智慧和爱只能互相存在,我,是基督,与我父亲是一个,是爱,所以我可以说:“没有人知道我,除了父亲在天堂的,我独自知道他” ,或“我到父那里去”等。这样,我的意思是说:整个世界用爱情被创造出来的,但智慧调节它的条件。爱创造和智慧保留。爱,作为“父亲”,是纯度最高的象征;而我,智慧与我父亲,为“儿子”,证明了通过契税。因此人,作为我的后代,将成为爱和智慧的体现。他要爱先,然后才将学会明智,以便充分理解我的创作和他在它的使命。

18.这是我心里有你和所有的事件都导致你向那个方向行,内在的你履行你的耶稣的重生。在那里,他要带领并指导您作为智慧和爱的表达,直到,在很短的时间,一切的创造者可见,再加上儿子或基督(智慧)主,萬物的主,为父亲(爱)将再次來到地球上说第二次和最后一次呢,他已经在十字架上千余年前,即说出:“这是结束, -赎罪伟大的工作完成”。

19我已经证明了我的精神,怎么他们认为不可能成为了可能。我曾经领导我的榜样,做了我的生命在这个小地球,到我的无限王国的公民,变成我唯一的孩子。

20.我曾經开始作為宝贝在伯利恒附近的一个山洞,宝贝是由几百万天使的精神称赞,但不被男人理解,除非少数隐约怀疑,现在已经完成。

21.我已经完成和解的工作,爱和宽恕的。世界正在清洗自私的所有不纯的糟粕。即使痛苦和灾难摧毁人的身体,也无法伤害他的精神和灵魂。男人的这一部分是站在世界的废墟上面向着神圣的救世主是谁张开双臂-在地球上,因为一旦-呼吁所有的:“到我这里来一切你们要担重担,我可以脱掉你的负担,并刷新您!来吧,你爱和智慧的战士,获得生命的冠冕;精神境界是开放给你的,你可以看到天使的主人欣喜和以前相同的话赞美主,因为一旦:“荣耀归于上帝在最高的和和平的人在地球上的”,因为他来到自己的和他的孩子已经认出了他。阿门。

Jesus erzählt die Geschichte Seiner Geburt – DIE GEBURT VON JESUS… Die Weihnachtsgeschichte Teil 1

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Auszug aus dem Jakobus-Evangelium über die Kindheit und Jugend Jesu

Dies offenbart Jesus Christus durch Jakob Lorber
zwischen dem 22. Juli 1843 und 9. Mai 1851

(Nähere Informationen bezüglich des Jakobus-Evangeliums sind zu Beginn des gesamten Werkes „Kindheit und Jugend Jesu“ durch den Herrn selbst gegeben.)

Vorgeschichte: Wie die Tempelschülerin Maria in Josephs Obhut kam

1,3. Maria aber, die im Tempel auferzogen ward, ist reif geworden, und es war nach dem Mosaischen Gesetze not, sie aus dem Tempel zu geben.

1,4. Es wurden darum Boten in ganz Judäa ausgesandt, solches zu verkünden, auf daß die Väter kämen, um, so jemand als würdig befunden würde, das Mägdlein zu nehmen in sein Haus.

1,6. Als sich aber nach Ablauf von drei Tagen die sich darum gemeldet Habenden wieder am vorbestimmten Orte versammelt hatten und ein jeder Bewerber um Maria einen frischen Lilienstab so bestimmtermaßen dem Priester dargereicht hatte, da ging der Priester alsbald mit den Stäben in das Innere des Tempels und betete dort.

1,7. Nachdem er aber sein Gebet beendet hatte, trat er wieder mit den Stäben heraus und gab einem jeglichen seinen Stab wieder.

1,8. Alle Stäbe aber wurden sobald fleckig; nur der zuletzt dem Joseph überreichte blieb frisch und makellos.

1,9. Es hielten sich aber darob einige auf und erklärten diese Probe für parteiisch und somit für ungültig und verlangten eine andere Probe, mit der sich durchaus kein Unfug verbinden ließe.

1,10. Der Priester, darob etwas erregt, ließ sogleich Maria holen, gab ihr eine Taube in die Hand und behieß sie treten in die Mitte der Bewerber, auf daß sie daselbst die Taube frei solle fliegen lassen

1,11. und sprach noch vor dem Auslassen der Taube zu den Bewerbern: »Sehet, ihr Falschdeuter der Zeichen Jehovas! Diese Taube ist ein unschuldig reines Tier und hat kein Gehör für unsere Beredung,

1,12. sondern lebte allein in dem Willen des Herrn und versteht allein die allmächtige Sprache Gottes!

1,13. Haltet eure Stäbe in die Höhe! – Auf dessen Stab diese Taube, so sie das Mägdlein auslassen wird, sich niederlassen wird und auf dessen Haupt sie sich setzen wird, der soll Maria nehmen!«

1,14. Die Bewerber aber waren damit zufrieden und sprachen: »Ja, dies soll ein untrüglich Zeichen sein!«

1,15. Da aber Maria die Taube auf Geheiß des Priesters freiließ, da flog dieselbe alsbald zu Joseph hin, ließ sich auf seinen Stab nieder und flog dann vom selben sogleich auf das Haupt Josephs.

1,16. Und der Priester sprach: »Also hat es der Herr gewollt! Dir, du biederer Gewerbsmann, ist das untrügliche Los zugefallen, die Jungfrau des Herrn zu empfangen! So nimm sie denn hin im Namen des Herrn in dein reines Haus zur ferneren Obhut! Amen.«

1,17. Als aber der Joseph solches vernommen hatte, da antwortete er dem Priester und sprach: »Siehe, du gesalbter Diener des Herrn nach dem Gesetze Mosis, des getreuen Knechtes des Herrn Gott Zebaoth, ich bin schon ein Greis und habe erwachsene Söhne zu Hause und bin seit lange her schon ein Witwer; wie werde ich doch zum Gespötte werden vor den Söhnen Israels, so ich dies Mägdlein nehme in mein Haus!

1,18. Daher laß die Wahl noch einmal ändern und laß mich draußen sein, auf daß ich nicht gezählt werde unter den Bewerbern!«

1,19. Der Priester aber hob seine Hand auf und sprach zum Joseph: »Joseph! Fürchte Gott den Herrn! Weißt du nicht, was Er getan hat an Dathan, an Korah und an Abiram?

Zeugnis Gottes über Josephs Gerechtigkeit und Integrität

1,24. Der Priester aber ging hinein und betete für Joseph vor dem Allerheiligsten, und der Herr sprach zum Priester, der da betete:

1,25. »Betrübe Mir den Mann nicht, den Ich erwählt habe; denn gerechter als er wandelt wohl keiner in Israel, und keiner auf der ganzen Erde, und keiner vor Meinem ewigen Throne in allen Himmeln!

1,26. Und gehe hinaus und gib die Jungfrau, die Ich Selbst erzogen habe, dem gerechtesten der Männer der Erde!«

1,27. Hier schlug sich der Priester auf die Brust und sprach: »O Herr, Du allmächtiger, einiger Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, sei mir Sünder vor Dir barmherzig; denn nun erkenne ich, daß du Dein Volk heimsuchen willst!«

1,28. Darauf erhob sich der Priester, ging hinaus und gab segnend im Namen des Herrn das Mägdlein dem geängstigten Joseph

1,29. und sprach zu ihm: »Joseph, gerecht bist du vor dem Herrn, darum hat Er dich erwählt aus vielen Tausenden! Und so magst du im Frieden ziehen! Amen.«

1,32. Es wartete aber die nötige Arbeit des Joseph; daher machte er in seiner Behausung diesmal auch nicht Säumens und sprach daher zur Maria:

1,33. (Joseph): »Maria, siehe, ich habe dich nach dem Willen Gottes zu mir genommen aus dem Tempel des Herrn, meines Gottes; ich aber kann nun nicht bei dir verbleiben und dich beschützen, sondern muß dich zurücklassen, denn ich muß gehen, um meinen bedungenen Hausbau zu besorgen an der Stelle, die ich dir auf der Reise hierher gezeigt habe!

1,34. Aber siehe, du sollest darum nicht allein zu Hause sein; ich habe ja eine mir nahe anverwandte Häuslerin, die ist fromm und gerecht; die wird um dich sein und mein jüngster Sohn, und die Gnade Gottes und Sein Segen wird dich nicht verlassen!

1,35. In aller Bälde aber werde ich mit meinen vier Söhnen wieder nach Hause kommen zu dir und werde dir ein Leiter sein auf den Wegen des Herrn! Gott der Herr aber wird nun über dich und mein Haus wachen, Amen.«

* * * * *

Erneuerung des Vorhanges im Jerusalemer Tempel durch Maria

2,1. Es war aber zu der Zeit noch ein Vorhang im Tempel vonnöten, da der alte hier und da schon sehr schadhaft geworden ist, um zu decken das Schadhafte.

2,5. Rufet mir aber dennoch sieben unbefleckte Jungfrauen aus dem Stamme Davids, und wir wollen dann eine Losung halten, wie da die Arbeit ausgeteilt sein solle!«

2,9. Als aber die Jungfrauen in der Vorhalle versammelt waren, da kam alsbald der Hohepriester und führte sie allesamt in den Tempel des Herrn.

2,10. Und als sie da versammelt waren in dem Tempel des Herrn, da sprach sobald der Hohepriester und sagte:

2,11. »Höret, ihr Jungfrauen aus dem Stamme Davids, der da verordnet hat nach dem Willen Gottes, daß da die feine Arbeit am Vorhange, der da scheidet das Allerheiligste vom Tempel, allezeit solle von denen Jungfrauen aus seinem Stamme angefertigt werden,

2,12. und solle nach seinem Testamente die mannigfache Arbeit durch Verlosung ausgeteilt werden, und solle dann eine jede Jungfrau die ihr zugefallene Arbeit nach ihrer Geschicklichkeit bestens verfertigen!

2,13. Sehet, da ist vor euch der schadhafte Vorhang, und hier auf dem goldenen Tische liegen die mannigfachen rohen Stoffe zur Verarbeitung schon bereitet!

2,14. Ihr sehet, daß solche Arbeit not tut; daher loset mir sogleich, auf daß es sich herausstelle, diewelche aus euch da spinnen solle den Goldfaden und den Amiant (eine Art Asbest) und den Baumwollfaden,

2,15. den Seidenfaden, dann den hyazinthfarbigen, den Scharlach und den echten Purpur!«

2,16. Und die Jungfrauen losten schüchtern, da (als) der Hohepriester über sie betete; und da sie gelost hatten nach der vorgezeichneten Ordnung, hatte es sich herausgestellt, wie die Arbeit verteilt werden sollte.

2,17. Und es fiel der Jungfrau Maria, der Tochter Annas und Joachims, durchs Los zu der Scharlach und der echte Purpur.

2,18. Die Jungfrau aber dankte Gott für solche gnädige Zuerkennung und Zuteilung solch rühmlichster Arbeit zu Seiner Ehre, nahm die Arbeit und begab sich damit, vom Joseph geleitet, wieder nach Hause.

2,19. Daheim angelangt machte sich Maria sogleich an die Arbeit freudigen Mutes; Joseph empfahl ihr allen Fleiß, segnete sie und begab sich sodann gleich wieder an seinen Hausbau.

2,20. Es begab sich aber dieses zur selbigen Zeit, als der Zacharias, da er im Tempel das Rauchopfer verrichtete, zufolge seines kleinen Unglaubens ist stumm geworden, darum für ihn ein Stellvertreter ward erwählt worden, unter dem diese Arbeit ist verlost worden.

2,21. Maria aber war verwandt sowohl mit Zacharias, wie mit dessen Stellvertreter, darum sie denn auch ums Doppelte ihren Fleiß vermehrte, um ja recht bald, ja womöglich die erste, mit ihrer Arbeit fertig zu werden.

2,22. Aber sie verdoppelte ihren Fleiß nicht etwa aus Ruhmlust, sondern nur um nach ihrer Meinung Gott dem Herrn eine recht große Freude dadurch zu bereiten, so sie baldmöglichst und bestmöglichst ihre Arbeit zu Ende brächte.

2,25. In kurzer Frist von drei Tagen ward Maria mit dem Scharlach zu Ende und machte sich sodann alsogleich über den Purpur; da sie aber diesen stets annetzen mußte, so mußte sie während der Arbeit öfter den Krug nehmen und hinausgehen, sich ein Wasser zu holen.

* * * * *

Schilderung der Empfängnis Marias

3,1. An einem Freitage morgens aber nahm Maria abermals den Wasserkrug und ging hinaus, ihn mit Wasser zu füllen, und horch! – eine Stimme sprach zu ihr:

3,2. »Gegrüßet seist du, an der Gnade des Herrn Reiche! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeite (Gesegnete, Seligzupreisende) unter den Weibern!«

3,3. Maria aber erschrak gar sehr ob solcher Stimme, da sie nicht wußte, woher sie kam, und sah sich darum auch behende nach rechts und links um; aber sie konnte niemanden entdecken, der da geredet hätte.

3,4. Darum aber ward sie noch voller von peinigender Angst, nahm eiligst den gefüllten Wasserkrug und eilte von dannen ins Haus.

3,5. Als sie da bebend anlangte, stellte sie alsbald den Wasserkrug zur Seite, nahm den Purpur wieder zur Hand, setzte sich auf ihren Arbeitssessel und fing den Purpur wieder gar emsig an fortzuspinnen.

3,6. Aber sie hatte sich kaum so recht wieder in ihrer Arbeit eingefunden, siehe, da stand schon der Engel des Herrn vor der emsigen Jungfrau und sprach zu ihr:

3,7. »Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast eine endlos große Gnade gefunden vor dem Angesichte des Herrn; siehe, du wirst schwanger werden vom Worte Gottes!«

3,8. Als aber Maria dieses vernommen hatte, da fing sie an, diese Worte hin und her zu erwägen, und konnte nicht erfassen ihren Sinn; darum sprach sie denn zum Engel:

3,9. »Wie soll denn das vor sich gehen? Bin ich doch noch lange nicht eines Mannes Weib und habe auch noch nie dazu eine Bekanntschaft mit einem Manne gemacht, der mich sobald nähme zum Weibe, auf daß ich gleich anderen Weibern schwanger würde und dann gebäre ihnen gleich!«

3,10. Der Engel aber sprach zur Maria: »Höre, du erwählte Jungfrau Gottes! Nicht also soll es geschehen, sondern die Kraft des Herrn wird dich überschatten!

3,11. »Darum wird auch das Heilige, das da aus dir geboren wird, der ‘Sohn des Allerhöchsten’ genannt werden!«

3,12. »Du sollst Ihm aber, wann Er aus dir geboren wird, den Namen Jesus geben; denn Er wird erlösen Sein Volk von all den Sünden, vom Gerichte und vom ewigen Tode.«

13. Maria aber fiel vor dem Engel nieder und sprach: »Siehe, ich bin ja nur eine Magd des Herrn; daher geschehe mir nach Seinem Willen, wie da lauteten deine Worte!« Hier verschwand der Engel wieder und Maria machte sich wieder an ihre Arbeit.

* * * * *

Fragen und Probleme der 14-jährigen Maria hinsichtlich ihrer Schwangerschaft

4,1. Als aber darauf der Engel alsbald wieder verschwand, da lobte und pries Maria Gott den Herrn und sprach also bei sich in ihrem Herzen:

4,2. »Oh, was bin ich denn doch vor Dir, o Herr, daß Du mir solche Gnade erweisen magst?!

4,3. Ich solle schwanger werden, ohne je einen Mann erkannt zu haben; denn ich weiß ja nicht, was Unterschiedes da ist zwischen mir und einem Manne!

4,4. Weiß ich denn, was da so in der Wahrheit ist: ‘schwanger sein’?! O Herr, siehe, ich weiß es ja nicht!

4,11. Aber wann, wann wird das geschehen, und wie? Oder ist es schon geschehen? Bin ich schon schwanger, oder werde ich es erst werden?«

4,12. »O Herr! Du ewig Heiliger Israels, gib mir, Deiner armen Magd, doch ein Zeichen, wann solches geschehen wird, auf daß ich Dich darob loben und preisen möchte!«

4,13. Bei diesen Worten ward Maria von einem lichten Ätherhauche angeweht, und eine gar sanfte Stimme sprach zu ihr:

4,14. »Maria, sorge dich nicht vergeblich; du hast empfangen, und der Herr ist mit dir! Mache dich an deine Arbeit, und bringe sie zu Ende, denn fürder wird für den Tempel keine mehr gemacht werden von dieser Art!«

4,15. Hier fiel Maria nieder, betete zu Gott und lobte und pries Ihn für solche Gnade. – Nachdem sie aber dem Herrn ihr Lob dargebracht hatte, erhob sie sich und nahm ihre Arbeit zur Hand.

* * * * *

Überbringung des fertigen Tempelvorhanges nach Jerusalem

5,1. In wenigen Tagen ward Maria auch mit dem Purpur fertig, ordnete ihn dann und nahm den Scharlach und legte ihn zum Purpur.

5,2. Darauf dankte sie Gott für die Gnade, daß Er ihr hatte lassen ihre Arbeit so wohl vollenden, wickelte dann das Gespinst in reine Linnen und machte sich damit nach Jerusalem auf den Weg.

5,3. Bis zum Hausbau, da (wo) Joseph arbeitete, ging sie allein; aber von da an begleitete sie wieder Joseph nach Jerusalem und daselbst in den Tempel.

5,4. Da angelangt, übergab sie sobald die Arbeit dem Hohenpriester.

5,5. Dieser besah wohl den Scharlach und den Purpur, fand die Arbeit allerausgezeichnetst gut und belobte und begrüßte darum Maria mit folgenden Worten:

5,6. »Maria, solche Geschicklichkeit wohnt nicht natürlich in dir, sondern der Herr hat mit Seiner Hand gewirkt!

5,7. Groß hat dich darum Gott gemacht; gebenedeit wirst du sein unter allen Weibern der Erde von Gott, dem Herrn, da du die erste warst, die da ihre Arbeit dem Herrn in den Tempel überbracht hat!«

5,8. Maria aber, voll Demut und Freude in ihrem Herzen, sprach zum Hohenpriester:

5,9. »Würdiger Diener des Herrn in Seinem Heiligtume! O lobe mich nicht zu sehr, und erhebe mich nicht über die andern; denn diese Arbeit ist ja nicht mein Verdienst, sondern allein des Herrn, der da meine Hand leitete!

5,10. Darum sei Ihm allein ewig alles Lob, aller Ruhm, aller Preis und alle meine Liebe und alle meine Anbetung ohne Unterlaß!«

5,11. Und der Hohepriester sprach: »Amen, Maria, du reine Jungfrau des Herrn, du hast wohl geredet vor dem Herrn! So denn ziehe nun wieder hin in Frieden; der Herr sei mit dir!«

5,12. Darauf erhob sich Maria und ging mit Joseph wieder bis zur Baustelle hin, allda sie eine kleine Stärkung, bestehend aus Brot und Milch und Wasser, zu sich nahm. –

5,13. Es wohnte aber bei einer halben Tagesreise weit vom Bauplatze, über einem kleinen Gebirge, eine Muhme (Tante) Mariens, namens Elisabeth, diese möchte (wollte) sie besuchen und bat Joseph darum um die Erlaubnis.

* * * * *

Umstände der Ankunft Marias bei Elisabeth

6,1. Bei der Elisabeth angelangt, d.h. bei ihrem Hause, pochte sie gar bald schüchternen Gemütes an die Türe nach dem Gebrauche der Juden.

6,2. Als aber Elisabeth vernommen hatte das schüchterne Pochen, gedachte sie bei sich: »Wer pocht denn da so ungewöhnlich leise?

6,3. Es wird ein Kind meines Nachbars sein; denn mein Mann, der da stumm noch ist im Tempel und harrt der Erlösung, kann es nicht sein!

6,4. Meine Arbeit aber ist wichtig; solle ich sie wohl weglegen des unartigen Kindes meines Nachbars wegen?

6,5. Nein, das will ich nicht tun, denn es ist eine Arbeit für den Tempel, und diese steht höher denn die Unart eines Kindes, das da sicher wieder nichts anderes will, als mich bekanntermaßen necken und ausspötteln!

6,6. Daher werde ich fein bei der Arbeit sitzen bleiben und das Kind lange gut pochen lassen!«

Reaktion des Johannes im Mutterleib auf Ankunft der schwangeren Maria

6,7. Maria aber pochte noch einmal, und das Kind im Leibe der Elisabeth fing an vor Freude zu hüpfen, und die Mutter vernahm eine leise Stimme aus der Gegend des in ihr hüpfenden Kindes, und die Stimme lautete:

6,8. »Mutter, gehe, gehe eiligst; denn die Mutter meines und deines Herrn, meines und deines Gottes ist es, die da pocht an die Türe und besucht dich im Frieden!«

6,9. Elisabeth aber, als sie das gehört hatte, warf sogleich alles von sich, was sie in den Händen hatte, und lief und öffnete der Maria die Türe,

6,10. gab ihr dann nach der Sitte sogleich ihren Segen, umfing sie dann mit offenen Armen und sagte zu ihr:

6,11. »O Maria, du Gebenedeite unter den Weibern! Du bist gebenedeit unter allen Weibern, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes!«

6,12. »O Maria, du reinste Jungfrau Gottes! Woher kommt wohl mir die hohe Gnade, daß mich die Mutter meines Herrn, meines Gottes, besucht?!«

6,13. Maria aber, die nichts von all den Geheimnissen verstand, sagte zur Elisabeth:

6,14. »Ach, liebe Muhme, ich kam ja nur auf einen freundlichen Besuch zu dir! Was sprichst du denn da für Dinge über mich, die ich nicht verstehe? – Bin ich denn schon im Ernste schwanger, daß du mich eine Mutter nennst?«

6,15. Elisabeth aber erwiderte der Maria: »Siehe, als du zum zweiten Male pochtest an die Türe, da hüpfte alsbald das Kindlein, das ich unter meinem Herzen trage, vor Freude und gab mir solches kund und grüßte dich in mir schon zum Voraus!«

Dreimonatiger Aufenthalt Marias bei Elisabeth

6,18. Elisabeth aber sprach: »O Maria, du Erwählte Gottes, tritt in mein Haus und stärke dich; da wollen wir uns besprechen und gemeinschaftlich Gott loben und preisen aus allen unseren Kräften!«

6,19. Und die Maria folgte alsbald der Elisabeth in ihr Haus und aß und trank und stärkte sich und ward voll heiteren Mutes.

6,32. Also verbrachte aber Maria noch volle drei Monate bei der Elisabeth und half ihr wie eine Magd alle Hausarbeit verrichten.

Marias Rückkehr; Reaktion Josephs

6,33. Mittlerweile hatte aber auch unser Joseph seinen Bau beendet und befand sich mit seinen Söhnen wieder zu Hause und besorgte da seinen kleinen, freilich nur gemieteten Grund.

6,34. Eines Abends aber sagte er zum ältesten Sohne: »Joël, gehe und rüste mir für morgen früh mein Lasttier, denn ich muß Maria holen gehen!

6,35. Das Mädchen ist nun schon bei drei Monaten aus meinem Hause, und ich weiß nicht, was da mit ihr geschieht.

(…Maria steht bereits vor der Tür)

6,42. Obschon der Joseph die Maria gerne ein wenig ausgezankt hätte ob ihres langen Ausbleibens, so konnte er aber solches doch nicht über sein Herz bringen; denn fürs erste hatte die Stimme Mariens sein edelstes Herz zu sehr gerührt, und fürs zweite sah er sich selbst als Schuldigen an, da er Maria so lange nicht durch einen Boten hatte holen lassen.

6,46. In der Zeit aber vernahm Joseph plötzlich, als würden Psalmen gesungen vor seinem Hause.

* * * * *

Sichtbarkeit von Marias Schwangerschaft; Argwohn Josephs

7,1. Joseph aber ward voll hoher Ahnungen erfüllt und sprach zu Maria: »Kind des Herrn! Viel Freude ist meinem Hause in dir gegeben, meine Seele ist von hohen Ahnungen erfüllt!

7,15. Tag für Tag aber ward der Leib Marias voller; da sie solches wohl merkte, so suchte sie ihre Schwangerschaft vor den Augen Josephs und seiner Söhne so gut als nur immer möglich zu verbergen.

7,16. Aber nach einer Zeit von zwei Monaten half ihr ihr Verbergen nichts mehr, und Joseph fing an, Argwohn zu schöpfen und beriet sich insgeheim mit einem seiner Freunde in Nazareth über den sonderbaren Zustand Mariens.

* * * * *

Vorwürfe und Verhör Marias durch Joseph

8,1. Der Freund Josephs aber war ein Sachkundiger; denn er war ein Arzt, der da die Kräuter kannte und bei gefährlichen Geburten nicht selten denen Wehmüttern beistand.

8,2. Dieser ging mit Joseph und besah insgeheim Maria; als er sie beschaut hatte, sprach er zu Joseph:

8,3. »Höre mich an, Bruder aus Abraham, Isaak und Jakob! Deinem Hause ist ein großes Unheil widerfahren; denn siehe, die Magd ist hochschwanger!«

8,5. Joseph aber antwortete: »Siehe, Maria war unter der Zeit kaum drei Wochen in einem fort zu Hause, und das im Anfange, da sie in mein Haus kam; dann brachte sie volle drei Monde bei ihrer Muhme Elisabeth zu!

8,10. Ich aber weiß nun, was ich tun werde, um der Wahrheit der Sache auf die rechte Spur zu kommen! Du, Freund, magst nun wieder in Frieden ziehen, und ich werde mein Haus einer starken Prüfung unterziehen!«

8,11. Josephs Freund verzog nicht und ging alsbald aus dem Hause Josephs; Joseph aber wandte sich alsbald zu Maria und sprach zu ihr:

8,12. »Kind, mit welcher Stirne soll ich nun aufschauen zu meinem Gott? Was soll ich nun sagen über dich?

8,13. Habe ich dich nicht als eine reine Jungfrau aus dem Tempel empfangen, und habe ich dich nicht getreulich gehütet durch mein tägliches Gebet und durch die Getreuen, die da sind in meinem Hause?!

8,14. Ich beschwöre dich darum, daß du mir sagest, wer es ist, der es gewagt hat, mich zu betrügen und sich also schändlich zu vergreifen an mir, einem Sohne Davids, und an dir, die du auch demselben Hause entsprossen bist!

8,17. Also antworte mir auf meine Frage! Gehe aber, und fasse dich; denn dir soll es nicht gelingen, mich zu täuschen!« – Hier warf sich Joseph vor Gram auf einen mit Asche gefüllten Sack auf sein Angesicht und weinte.

8,18. Maria aber zitterte vor großer Furcht, fing an zu weinen und zu schluchzen und konnte nicht reden vor zu großer Furcht und Traurigkeit.

8,19. Joseph aber erhob sich wieder vom Sacke und sprach mit einer etwas gemäßigteren Stimme zu Maria:

8,20. »Maria, Kind Gottes, das Er Selbst in Seine Obhut genommen, warum hast du mir das getan? Warum hast du deine Seele so sehr erniedrigt und vergessen deines Gottes?!«

8,22. Hier ermannte sich Maria und sprach: »Vater Joseph, du gerecht harter Mann! Ich sage dir: So wahr ein Gott lebt, so wahr auch bin ich rein und unschuldig und weiß bis zur Stunde von keinem Manne etwas!«

8,23. Joseph aber fragte: »Woher ist denn hernach das, was du unter deinem Herzen trägst?«

8,24. Und Maria erwiderte: »Siehe, ich bin ja noch ein Kind und verstehe nicht die Geheimnisse Gottes! Höre mich aber an und ich will es dir ja sagen, was mir begegnet ist! – Solches aber ist auch so wahr, als wie da lebt ein gerechter Gott über uns!«

* * * * *

Bericht Marias über geistige Zeugung und Unschuldsbeteuerung

9,1. Und Maria erzählte dem Joseph alles, was ihr, da sie noch am Purpur arbeitete, begegnet ist, und schloß dann ihre Erzählung mit dieser Beteuerung:

9,2. »Darum sage ich dir, Vater, noch einmal: So wahr Gott, der Herr Himmels und der Erde, lebt, so wahr auch bin ich rein und weiß von keinem Manne und kenne auch ebensowenig das Geheimnis Gottes, das ich unter meinem Herzen zu meiner eigenen großen Qual, nun tragen muß!«

9,3. Hier verstummte Joseph vor Maria und erschrak gewaltig; denn die Worte Mariens drangen tief in seine bekümmerte Seele, und er fand bebend seine geheime Ahnung bestätigt.

9,4. Er aber fing darum an, hin und her zu sinnen, was er da tun solle, und sprach so bei sich in seinem Herzen:

9,5. »So ich ihre vor der Welt, wie sie nun ist, doch unwiderlegbare Sünde darum verberge, weil ich sie nicht als solche mehr erkenne, so werde ich als Frevler erfunden werden gegen das Gesetz des Herrn und werde der sicheren Strafe nicht entgehen!

9,6. Mache ich sie aber wider meine innerste Überzeugung als eine feile Sünderin vor den Söhnen Israels offenbar, da doch das, was sie unter ihrem Herzen trägt, nur – nach ihrer unzweideutigen Aussage – von einem Engel herrührt,

9,7. so werde ich ja von Gott, dem Herr, erfunden werden als einer, der ein unschuldiges Blut überliefert hat zum Gerichte des Todes?!«

Ein Engel verhindert Josephs Pläne, Maria zu verlassen und bestätigt geistige Zeugung

9,8. »Was soll ich also mit ihr beginnen? – Soll ich sie heimlich verlassen, d.h. soll ich sie heimlich von mir tun und sie irgend verbergen im Gebirge, nahe an der Grenze der Griechen? Oder soll des Tages des Herrn ich harren, auf daß Er mir am selben kundtue, was ich da tun solle?«

9,12. Joseph aber versank über seinen mannigfachen Gedanken ebenfalls in einen Schlummer; und siehe, ein Engel des Herrn erschien ihm im Traume und sprach zu ihm:

9,13. »Joseph, sei nicht bange ob der Maria, der reinsten Jungfrau des Herrn! – Denn was sie unter dem Herzen trägt, ist erzeugt vom heiligen Geiste Gottes, und du sollst Ihm, wann Es geboren wird, den Namen ‘Jesus’ geben!«

9,14. Hier erwachte Joseph vom Schlafe und pries Gott den Herrn, der ihm solche Gnade erwiesen hatte.

* * * * *

Meldung von Marias Schwangerschaft

10,1. Es ist aber zwei Wochen lang nach diesem Begebnisse ein großer Rat in Jerusalem gehalten worden, und zwar darüber, da man von einigen in Jerusalem wohnenden Römern vernommen hatte, daß der a Kaiser werde das gesamte jüdische Volk zählen und beschreiben lassen.

10,3. Darum berief der Hohepriester zu dem Behufe eine große Versammlung zusammen, zu der alle Ältesten und Kunstmänner, wie da auch der Joseph einer war, erscheinen mußten.

10,4. Joseph aber hatte gerade eine kleine Reise ins Gebirge wegen Bauholz unternommen und blieb etliche Tage aus.

10,6. Joseph aber kam schon am nächsten Tage morgens wieder nach Hause. Der Sohn Joses benachrichtigte ihn sogleich davon, was da gekommen ist aus Jerusalem.

10,7. Joseph aber sagte: »Nun bin ich fünf Tage lang im Gebirge herumgestiegen und bin daher überaus müde geworden, und meine Füße würden mich nimmer tragen, so ich nicht zuvor ein paar Tage werde geruht haben; daher bin ich diesmal genötigt, dem Rufe Jerusalems nicht zu folgen.

10,8. Übrigens ist diese ganze große Versammlung keiner hohlen Nuß wert; denn der mächtige Kaiser Roms, der sein Zepter nun schon sogar über die Länder der Skythen schwingt, wird wenig Notiz nehmen von unserer Beratung und wird tun, was er will! Daher bleibe ich nun fein zu Hause!«

10,9. Es kam aber nach drei Tagen ein gewisser Annas aus Jerusalem, der da ein großer Schriftgelehrter war, zu Joseph und sprach zu ihm:

10,10. »Joseph, du kunstverständiger und schriftgelehrter Mann aus dem Stamme Davids! – Ich muß dich fragen, warum du nicht in die Versammlung gekommen bist!?«

10,11. Joseph aber wandte sich zum Annas und sprach: »Siehe, ich war fünf Tage lang im Gebirge und wußte nicht, daß ich berufen ward!

10,12. »Da ich aber nach Hause kam, und durch meinen Sohn Joses die Nachricht erhielt, war ich zu müde und schwach, als daß es mir möglich gewesen wäre, mich alsbald gen Jerusalem auf die Beine zu machen! Zudem aber ersah ich ja ohnehin auf den ersten Blick, daß diese ganze große Versammlung wenig oder gar nichts nützen wird.«

10,13. Während aber Joseph solches gesprochen hatte, sah sich der Annas um und entdeckte unglücklicherweise die hochschwangere Jungfrau.

10,14. Er verließ daher auch wie ganz stumm den Joseph und eilte, was er nur konnte, nach Jerusalem.

10,15. Allda ganz atemlos angelangt, eilte er sogleich zum Hohenpriester und sagte zu ihm:

10,16. »Höre mich an, und frage mich nicht, warum der Sohn Davids nicht in die Versammlung kam; denn ich habe unerhörte Greueldinge in seinem Hause entdeckt!

10,17. »Siehe, Joseph, dem Gott und du das Zeugnis gabst dadurch, daß du ihm die Jungfrau anvertraut hast, hat sich unbeschreiblich tief und grob vor Gott und dir verfehlt!«

10,18. Der Hohepriester aber war ganz entsetzt über die Nachricht Annas’ und fragte ganz kurz: »Wieso, wie das? Rede mir die vollste Wahrheit, oder du bist heute noch des Todes!«

10,19. Und Annas sprach: »Siehe, die Jungfrau Maria, die er laut des Zeugnisses Gottes aus diesem Tempel des Herrn zur Obhut erhielt, hat er weidlichst geschändet; denn ihre schon hohe Schwangerschaft ist ein lebendiges Zeugnis davon!«

10,20. Der Hohepriester aber sprach: »Nein, Joseph hat das nimmer getan! – Kann auch Gott ein falsches Zeugnis geben?!«

10,21. Annas aber sprach: »So sende deine vertautesten Diener hin, und du wirst dich überzeugen, daß da die Jungfrau im Vollernste hochschwanger ist; ist sie es aber nicht, so will ich hier gesteinigt werden!«

* * * * *

Gottesurteil an Joseph und Maria durch das Fluchwasser; Zwangsverheiratung

11,1. Der Hohepriester aber besann sich eine Zeitlang und sprach also bei sich: »Was soll ich tun? Annas ist voll Eifersucht ob der Wahl der Jungfrau, und man soll nie nach dem Rate eines Eifersüchtigen handeln.

11,3. Ich will daher dennoch insgeheim Diener hinsenden zu Joseph, die, falls sich die schlimme Sache bestätigen solle, die Jungfrau samt Joseph sogleich hierher ziehen sollen!«

11,4. Also ward es gedacht und beschlossen; der Hohepriester berief insgeheim vertraute Diener und gab ihnen kund, was sich im Hause Josephs zugetragen habe!, und sandte sie dann sobald zu Joseph hin mit der Bestimmtheit, wie sie zu handeln haben, falls sich die Sache bestätigen sollte.

11,5. Und die Diener begaben sich eiligst hin zu Joseph und fanden alles also, wie es ihnen der Hohepriester bezeichnet hatte.

11,6. Und der älteste von ihnen sagte zu Joseph: »Siehe, darum sind wir aus dem Tempel hierher gesandt worden, auf daß wir uns überzeugen sollen, wie es mit der Jungfrau steht, da von ihr üble Gerüchte zu den Ohren des Hohenpriesters gelangt sind!

11,7. Wir aber fanden die traurige Mutmaßung leider bestätigt; daher laß dir keine Gewalt antun und folge uns mit der Maria in den Tempel, allda du aus dem Munde des Hohenpriesters das gerechte Urteil vernehmen sollst!«

11,8. Und Joseph folgte mit Maria alsbald ohne Widerrede den Dienern vor das Gericht in den Tempel.

11,9. Als er da vor dem Hohenpriester anlangte, fragte der erstaunte Hohepriester alsbald die Maria, in ernstem Tone redend:

11,10. »Maria! Warum hast du uns das getan und hast mögen gar so gewaltig erniedrigen deine Seele?«

11,13. Maria aber fing an, bitterlich zu weinen, und sprach unter gewaltigem Schluchzen und Weinen: »So wahr Gott, der Herr Israels, lebt, so wahr auch bin ich rein und habe noch nie einen Mann erkannt! – Frage den von Gott erwählten Joseph!«

11,14. Und der Hohepriester wandte sich darauf zu Joseph und fragte ihn: »Joseph, ich beschwöre dich im Namen des ewig lebendigen Gottes: sage mir es unverhohlen, wie ist das geschehen? Hast du solches getan?«

11,15. Und Joseph sprach: »Ich sage dir bei allem, was dir und mir heilig ist, so wahr der Herr, mein Gott lebt, so wahr auch bin ich rein vor dieser Jungfrau, wie vor dir und vor Gott!«

11,16. Und der Hohepriester erwiderte: »Rede nicht ein falsches Zeugnis, sondern sprich vor Gott die Wahrheit! Ich aber sage dir: Du hast erstohlen dir deine Hochzeit, hast nicht Kunde gegeben dem Tempel und hast nicht zuvor dein Haupt gebeugt unter die Hand des ewig Gewaltigen, auf daß Er gesegnet hätte deinen Samen! Daher rede die Wahrheit! …

11,27. Wohl denn, da du vor Gott deine laute Schuld bekämpfst, so will ich euch beide trinken lassen das Fluchwasser Gottes, des Herrn, und es werden offenbar werden eure Sünden in euren Augen und vor den Augen alles Volkes!«

11,28. Und alsbald nahm der Hohepriester das Fluchwasser und ließ davon den Joseph trinken und sandte ihn dann nach dem Gesetze in ein dazu bestimmtes Gebirge, das da nahe an Jerusalem lag.

11,29. Und desgleichen gab er auch solches Wasser der Jungfrau zu trinken und sandte sie dann ebenfalls ins Gebirge.

11,30. Nach drei Tagen aber kamen beide gänzlich unverletzt zurück, und alles Volk wunderte sich, daß an ihnen keine Sünde war offenbar gemacht worden.

11,31. Der Hohepriester aber sprach dann selbst ganz über alle Maßen erstaunt zu ihnen: »So Gott der Herr eure Sünde nicht hat offenbar machen wollen, da will auch ich euch nicht richten, sondern spreche euch für schuldlos und ledig!«

11,32. Da aber die Jungfrau schon schwanger ist, so soll sie dein Weib sein zur Buße, darum sie mir unbewußtermaßen ist schwanger geworden, und soll fürder nimmer einen andern Mann bekommen. so sie auch eine junge Witwe würde! Also sei es! – Und nun ziehet wieder in Frieden von dannen!«

11,33. Joseph aber nahm nun Maria und ging mit ihr in seine Heimat und ward voll Freuden, und lobte und pries seinen Gott. Und seine Freude war nun um so größer, da nun Maria sein rechtmäßiges Weib ist geworden.

* * * * *

Römische Volkszählung zur Zeit der nahen Entbindung Marias

12,1. Und Joseph verbrachte nun ganz wohlgemut mit Maria, die nun sein Weib war, noch zwei Monate in seinem Hause und arbeitete für den Unterhalt Mariens.

12,2. Als aber diese Zeit verstrichen war und Maria der Zeit der Entbindung nahe war, da geschah ein neuer Schlag, welcher Joseph in eine große Bekümmernis versetzte.

12,3. Der römische Kaiser Augustus ließ nämlich in allen seinen Landen einen Befehl ergehen, demzufolge alle Völker seines Reiches sollten beschrieben und gezählt und der Steuer und Rekrutierung wegen klassifiziert werden.

12,4. Und so waren auch die Nazaräer von diesem Gebote nicht ausgenommen, und Joseph ward genötigt, sich auch nach Bethlehem, der Stadt Davids, zu nahen, in welcher die römische Beschreibungskommission aufgestellt war.

12,5. Als er aber dieses Gebot vernahm, dessentwegen er schon ohnehin zu einer Versammlung nach Jerusalem ist berufen worden, da sprach er bei sich selbst:

12,6. »Mein Gott und mein Herr, das ist ein harter Schlag für mich gerade zu dieser Zeit, da Maria der Entbindung so nahe ist!

12,7. Was soll ich nun tun? – Ich muß wohl meine Söhne einschreiben lassen, denn diese sind dem Kaiser leider waffenpflichtig; aber was soll ich, um Deines Namens willen, o Herr, mit Maria machen? …

12,15. Ja, ich weiß, was ich nun wieder tun will: den Tag des Herrn will ich abwarten! An diesem wird der Herr, mein Gott, machen, was Er wird wollen, und das wird auch das Beste sein! Und also geschehe es denn!«

* * * * *

Aufbruch der Hl. Familie nach Bethlehem

13,1. Am selben Tage aber noch kam ein alter weiser Freund aus Nazareth zu Joseph und sagte zu ihm:

13,2. »Bruder, siehe, also führt der Herr Sein Volk über allerlei Wüsten und Steppen! Die aber willig folgen, dahin Er lenkt, die kommen ans rechte Ziel!«

13,5. Joseph aber verstand wohl, was der Freund zu ihm geredet hatte, und als der Freund ihn segnete und wieder verließ, da sprach der Joseph zu seinen Söhnen:

13,6. »Höret mich an! Der Herr will es, daß wir alle nach Bethlehem ziehen müssen; also wollen wir uns denn auch Seinen Willen gefallen lassen und tun, was Er will!

13,7. Du, Joel, sattle die Eselin für Maria, und nimm den Sattel mit der Lehne; und du, Joses, aber zäume den Ochsen, und spanne ihn an den Karren, in dem wir Lebensmittel mitführen wollen!

13,8. Ihr drei, Samuel, Simeon und Jakob, aber bestellet den Karren mit haltbaren Früchten, Brot, Honig und Käse, und nehmet davon so viel, daß wir auf vierzehn Tage versehen sind; denn wir wissen es nicht, wann die Reihe an uns kommen wird, und wann wir frei werden, und was mit Maria geschehen kann unterwegs! Darum leget auch frische Linnen und Windeln auf den Karren!«

13,9. Die Söhne aber gingen und bestellten alles, wie es ihnen der Joseph anbefohlen hatte.

13,19. Er nahm Maria und setzte sie so weich und bequem als nur immer möglich auf das Lasttier und nahm dann das Zügel in seine Hand und führte die Eselin.

* * * * *

Geburtswehen Marias erzwingen eine Reiseunterbrechung

14,1. Also kam unsere frömmste Gesellschaft nahe bis auf sechs Stunden vor Bethlehem hin und machte da eine Rast im Freien.

14,9. Als sie aber in die Nähe von Betlehem kamen, da sprach Maria auf einmal zu Joseph:

14,10. »Höre mich an, Joseph! – Das in mir ist, fängt mich an ganz gewaltig zu bedrängen; lasse daher stillehalten!«

14,11. Joseph erschrak völlig vor diesem plötzlichen Ausrufe Mariens; denn er sah nun, daß das gekommen war, was er eben am meisten befürchtet hatte.

14,12. Er ließ daher auch plötzlich stillehalten. Maria aber sprach wieder alsbald zu Joseph:

14,13. »Hebe mich herab von der Eselin: denn das in mir ist, bedrängt mich mächtig und will von mir! Und ich vermag dem Drange nicht mehr zu widerstehen!«

14,14. Joseph aber sprach: »Aber um des Herrn willen! Du siehst ja, daß hier nirgends eine Herberge ist; wo soll ich dich denn hintun?«

14,15. Maria aber sprach: »Siehe, dort in den Berg hinein ist eine Höhle; es werden kaum hundert Schritte dahin sein! Dorthin bringet mich; – weiter zu kommen, ist mir unmöglich!«

14,16. Und Joseph lenkte alsbald sein Fuhr- und Reisewerk dahin und fand zum größten Glücke in dieser Höhle, da sie den Hirten zu einem Notstalle diente, etwas Heu und Stroh, aus welchem er sogleich für Maria ein notdürftiges Lager bereiten ließ.

* * * * *

Geburt Jesu in einer Höhle während Josephs Suche nach einer Hebamme

15,1. Als aber das Lager bereitet war, brachte Joseph die Maria alsbald in die Höhle, und sie legte sich aufs Lager und fand Erleichterung in dieser Lage.

15,2. Als Maria aber also erleichtert sich auf dem Lager befand, da sagte Joseph zu seinen Söhnen:

15,3. »Ihr beiden Ältesten bewachet Maria und leistet ihr im Falle früher Not die gerechte Hilfe, besonders du, Joel, der du einige Kenntnis in diesem Fache dir durch den Umgang mit meinen Freunden in Nazareth erworben hast!«

15,4. Den anderen dreien aber befahl er, den Esel und den Ochsen zu versorgen und den Karren auch irgend in der Höhle, welche so ziemlich geräumig war, unterzubringen.

15,5. Nachdem aber Joseph solches alles also wohl geordnet hatte, sagte er zur Maria: »Ich will nun gehen hinauf auf den Berg und will in der Stadt meines Vaters mir eine Wehmutter in aller Eile suchen und will sie bringen hierher, dir zur nötigen Hilfe!«

15,6. Nach diesen Worten trat Joseph alsbald aus der Höhle, da es schon ziemlich spät abends war und man die Sterne am Himmel recht wohl ausnehmen konnte.

15,7. Was aber Joseph bei diesem Austritte aus der Höhle alles für wunderliche Erfahrungen gemacht hat, wollen wir mit seinen eigenen Worten wiedergeben, die er seinen Söhnen gab, als er mit der gefundenen Wehmutter in die Höhle zurückkehrte und Maria schon geboren hatte.

15,8. Die Worte Josephs aber lauten also: »Kinder, wir stehen am Rande großer Dinge! Ich verstehe nun dunkel, was mir die Stimme am Vorabende vor unserer Abreise hierher gesagt hat; wahrlich, wäre der Herr unter uns – wennschon unsichtbar – nicht gegenwärtig, so könnten unmöglich solche Wunderdinge geschehen, wie ich sie jetzt geschaut habe!

15,9. Höret mich an! – Als ich hinaustrat und fortging, da war es mir, als ginge ich, und als ginge ich nicht! Und ich sah den aufgehenden Vollmond und die Sterne im Aufgange wie im Niedergange, und siehe, alles stand stille, und der Mond verließ nicht den Rand der Erde, und die Sterne am abendlichen Rande wollten nimmer sinken!

15,10. Dann sah ich Scharen und Scharen der Vöglein sitzen auf den Ästen der Bäume; alle waren mit ihren Gesichtern hierher gewendet und zitterten wie zu Zeiten großer bevorstehender Erdbeben und waren nicht zu verscheuchen von ihren Sitzen, weder durch Geschrei noch durch Steinwürfe.

15,11. Und ich blickte wieder auf dem Erdboden umher und ersah unweit von mir eine Anzahl Arbeiter, die da um eine mit Speise gefüllte Schüssel saßen, einige hielten ihre Hände unbeweglich in der Schüssel und konnten keine Speise aus der Schüssel heben.

15,12. Die aber schon eher einen Bissen der Schüssel enthoben hatten, die hielten ihn am Munde und mochten nicht den Mund öffnen, auf daß sie den Bissen verzehreten; aller Angesichter aber waren nach aufwärts gerichtet, als sähen sie große Dinge am Himmel.

15,13. Dann sah ich Schafe, die von den Hirten getrieben wurden; aber die Schafe standen unbeweglich da, und des Hirten Hand, der sie erhob, um zu schlagen die ruhenden Schafe, bieb wie erstarrt in der Luft, und er konnte sie nicht bewegen.

15,14. Wieder sah ich eine ganze Herde Böcke, die hielten ihre Schnauzen über dem Wasser und vermochten dennoch nicht zu trinken, denn sie waren alle wie gänzlich gelähmt.

15,15. Also sah ich auch ein Bächlein, das hatte einen starken Fall vom Berge herab, und siehe, das Wasser stand stille und floß nicht hinab ins Tal! – Und so war alles auf dem Erdboden anzusehen, als hätte es kein Leben und keine Bewegung.

15,16. Als ich aber also dastand oder ging und nicht wußte, ob ich stehe oder gehe, siehe, da ersah ich endlich einmal wieder ein Leben!«

15,17. »Ein Weib nämlich kam den Berg entlang herabgestiegen gerade auf mich zu und fragte mich, als sie vollends bei mir war: ‘Mann, wo willst du hingehen so spät?’

15,18. »Und ich sprach zu ihr: ‘Eine Wehmutter suche ich; denn in der Höhle dort ist eine, die gebären will!’

15,19. »Das Weib aber antwortete und sprach: ‘Ist sie aus Israel?’ – Und ich antwortete ihr: ‘Ja, Herrin, ich und sie sind aus Israel; David ist unser Vater!’

15,20. Das Weib aber sprach weiter und fragte: ‘Wer ist die, welche in der Höhle dort gebären will? Ist sie dein Weib, oder eine Anverwandte oder eine Magd?’

15,21. »Und ich antwortete ihr: ‘Seit kurzem allein vor Gott und dem Hohenpriester nur mein Weib; sie aber war noch nicht mein Weib, da sie schwanger ward, sondern ward mir nur zur Obhut in mein Haus vom Tempel durch das Zeugnis Gottes anvertraut, da sie früher auferzogen ward im Allerheiligsten!

15,22. Wundere dich aber nicht über ihre Schwangerschaft; denn das in ihr ist, ist wunderbar gezeugt vom Heiligen Geiste Gottes!’ – Das Weib aber erstaunte sich darob und sagte zu mir: ‘Mann, sage mir die Wahrheit!’- Ich aber sagte zu ihr: ‘Komm, siehe, und überzeuge dich mit deinen Augen!’«

* * * * *

Verhüllung der Höhle durch Od-Wolke
Bestätigung der visionären Vorschau der Hebamme

16,1. Und das Weib willigte ein und folgte dem Joseph hin zur Höhle; da sie aber hin zur Höhle kamen da verhüllte sich dieselbe plötzlich in eine dichte weiße Wolke, daß sie nicht den Eingang finden mochten.

16,2. Ob dieser Erscheinung fing sich die Wehmutter hoch zu verwundern an und sprach zu Joseph:

16,3. »Großes ist widerfahren am heutigen Tage meiner Seele! Ich habe heute Morgen ein groß-wunderbarstes Gesicht gehabt, in dem alles sich also gestaltete, wie ich es jetzt in der Wirklichkeit gesehen habe, noch sehe und noch mehr sehen werde!

16,4. Du bist derselbe Mann, der mir im Gesichte entgegenkam; also sah ich auch zuvor alle Welt ruhen mitten in ihrem Geschäfte und sah die Höhle, wie eine Wolke über sie kam, und habe mit dir geredet, wie ich nun geredet habe.

16,5. Und ich sah noch mehreres Wunderbarstes in der Höhle, als mir meine Schwester Salome nachkam, der ich allein mein Gesicht am Morgen anvertraute!

16,6. Darum sage ich denn nun auch vor dir und vor Gott, meinem Herrn: »Israel ist ein großes Heil widerfahren! Ein Retter kam, von oben gesandt, zur Zeit unserer großen Not!«

16,7. Nach diesen Worten der Wehmutter wich alsbald die Wolke von der Höhle zurück, und ein gewaltiges Licht drang aus der Höhle der Wehmutter und dem Joseph entgegen, so daß es die Augen nicht zu ertragen imstande waren, und die Wehmutter sprach: »Wahr ist also alles, was ich gesehen habe im Gesichte! O Mann, du Glücklicher, hier ist mehr denn Abraham, Isaak, Jakob, Moses und Elias!«

16,8. Nach diesen Worten aber fing das starke Licht nach und nach erträglicher zu werden, und das Kindlein ward sichtbar, wie es gerade zum ersten Male die Brust der Mutter nahm.

16,9. Die Wehmutter aber trat mit Joseph nun in die Höhle, besah das Kindlein und dessen Mutter, und als sie alles auf das herrlichste gelöst fand, sagte sie:

16,10. »Wahrlich, wahrlich, das ist der von allen Propheten besungene Erlöser, der da ohne Bande frei sein wird schon im Mutterleibe, um anzudeuten, daß er all die harten Bande des Gesetzes lösen wird!

16,11. Wann aber hat jemand gesehen, daß ein kaum geborenes Kind schon nach der Brust der Mutter gegriffen hätte!?

16,12. Das bezeugt ja augenscheinlichst, daß dieses Kind einst als Mann die Welt richten wird nach der Liebe, und nicht nach dem Gesetze!

16,13. Höre, du glücklichster Mann dieser Jungfrau! Es ist alles in der größten Ordnung, darum laß mich aus der Höhle treten, denn mir fällt es schwer nun auf die Brust, da ich empfinde, daß ich nicht rein genug bin, um die zu heilige Nähe meines und deines Gottes und Herrn zu ertragen!«

16,14. Joseph erschrak völlig über diesen Worten der Wehmutter; sie aber eilte aus der Höhle ins Freie.

16,15. Als sie aber aus der Höhle trat da traf sie draußen ihre Schwester Salome, welche ihr ob des bewußten Gesichtes nachgefolgt war, und sprach sogleich zu ihr:

16,16. »Salome, Salome, komme und siehe mein Morgengesicht in der Wirklichkeit bestätigt! Die Jungfrau hat in der Fülle der Wahrheit geboren, was die menschliche Weisheit und Natur nimmer zu fassen vermag!«

16,17. Salome aber sprach: »So wahr Gott lebt, kann ich eher nicht glauben, daß eine Jungfrau geboren habe, als bis ich sie werde mit meiner Hand untersucht haben!«

* * * * *

Überprüfung der Jungfernschaft Marias durch die kritische Salome; Gottesgericht

17,1. Nachdem aber Salome solches geredet hatte, trat sie alsbald hinein in die Höhle und sprach:

17,2. »Maria, meine Seele beschäftigt kein geringer Streit; daher bitte ich, daß du dich bereitest, auf daß ich mit meiner wohlerfahrenen Hand dich untersuche und daraus ersehe wie es mit deiner Jungfrauschaft aussieht!«

17,3. Maria aber fügte sich willig in das Begehren der ungläubigen Salome, bereitete sich und ließ sich untersuchen.

17,4. Als aber Salome Marias Leib anrührte mit ihrer prüfenden Hand, da erhob sie alsbald ein gewaltiges Geheul und schrie überlaut:

17,5. »Wehe, wehe mir meiner Gottlosigkeit wegen und meines großen Unglaubens willen, daß ich habe wollen den ewiglebendigen Gott versuchen! Denn sehet, sehet hierher, meine Hand verbrennt im Feuer des göttlichen Zornes über mich Elende!!!«

17,6. Nach diesen Worten aber fiel sie alsbald vor dem Kindlein auf ihre Knie nieder und sprach:

17,7. »O Gott meiner Väter! Du allmächtiger Herr aller Herrlichkeit! Gedenke mein, daß auch ich ein Same bin aus Abraham, Isaak und Jakob!

17,8. Mache mich doch nicht zum Gespötte vor den Söhnen Israels, sondern schenke mir meine gesunden Glieder wieder!«

17,9. Und siehe, alsbald stand ein Engel des Herrn neben der Salome und sprach zu ihr: »Erhört hat Gott der Herr dein Flehen; tritt zu dem Kindlein hin und trage Es, und es wird dir darob ein großes Heil widerfahren!«

17,10. Und als solches die Salome vernommen hatte, da ging sie auf den Knien vor Maria hin und bat sie um das Kindlein.

17,11. Maria aber gab ihr willig das Kindlein und sprach zu ihr: »Es möge dir zum Heile gereichen nach dem Ausspruche des Engels des Herrn; der Herr erbarme Sich deiner«

17,12. Und Salome nahm das Kindlein auf ihre Arme und trug es kniend und sprach, sobald sie das Kindlein auf dem Arme hatte:

17,13. »O Gott, Du allmächtiger Herr Israels, der Du regierst und herrschst von Ewigkeit! In aller, aller Fülle der Wahrheit ist hier Israel ein König der Könige geboren, welcher mächtiger sein wird denn da war David, der Mann nach dem Herzen Gottes! Gelobt und gepriesen sei Du von mir ewig!«

17,14. Nach diesen Worten ward Salome alsbald völlig wieder geheilt, gab dann unter der dankbarsten Zerknirschung ihres Herzens das Kindlein der Maria wieder und ging also gerechtfertigt aus der Höhle wieder.

17,15. Als sie aber draußen war, da wollte sie alsbald laut zu schreien anfangen über das große Wunder aller Wunder und hatte auch ihrer Schwester sogleich zu erzählen angefangen, was ihr begegnet war.

17,16. Aber alsbald meldete sich eine Stimme von oben und sprach zu Salome: »Salome, Salome, verkündige ja niemandem, was Außerordentliches dir begegnet ist! Denn die Zeit muß erst kommen, wo der Herr von Sich Selbst zeugen wird durch Worte und Taten!«

17,17. Hier verstummte alsbald die Salome, und Joseph ging hinaus und bat die beiden Schwestern, nun wieder in die Höhle zurückzutreten nach dem Wunsche Marias, auf daß da niemand etwas merken solle, was Wunderbarstes in dieser Höhle nun vorgefallen sei. Und die beiden traten wieder demütig in die Höhle.

* * * * *

Lobgesang und Anbetung Jesu durch Engel und Hirten

18,1. Als aber alle also in der Höhle versammelt waren, da fragten die Söhne Josephs ihren Vater (den Joseph nämlich):

18,2. »Vater, was sollen wir nun tun; Es ist alles wohl versorgt! Die Reise hat ermüdet unsere Glieder; dürfen wir uns denn nicht zur Ruhe legen?«

18,3. Und Joseph sprach: »Kinder, ihr sehet ja, welch eine endlose Gnade von oben uns allen widerfahren ist; daher sollet ihr wachen und Gott loben mit mir!

18,6. Und die Söhne Josephs gingen hin und rührten das Kindlein an; das Kindlein aber lächelte sie an und streckte Seine Händchen nach ihnen aus, als hätte Es sie als Brüder erkannt.

18,7. Darob sie sich alle hoch verwunderten und sprachen: »Fürwahr, das ist kein natürliches Kind! – Denn wo hat jemand so etwas erlebt, daß jemand wäre von einem kaum geborenen Kinde gottseligst also begrüßt worden!-?

18,8. Zudem sind wir nun auch im Ernste noch obendrauf plötzlich also gestärkt worden in allen unseren Gliedern, als hätten wir nie eine Reise gemacht und befänden uns daheim an einem Morgen mit völligst ausgerastetem Leibe!«

18,9. Und Joseph sagte darauf: »Sehet, also war mein Rat gut! Aber nun merke ich, daß es anfängt, mächtig kühl zu werden; daher bringet den Esel und den Ochsen hierher! Die Tiere werden sich um uns lagern und werden durch ihren Hauch und ihre Ausdünstung einige Wärme bewirken; und wir selbst wollen uns darum auch um die Maria lagern!«

18,10. Und die Söhne taten solches. Und als sie brachten die beiden Tiere in die Nähe Marias, da legten sich diese sogleich am Hauptteile des Lagers Mariens und hauchten fleißig über Maria und das Kindlein hin und erwärmten es also recht gut.

18,11. Und die Wehmutter sprach: »Fürwahr, nichts Geringes kann das sein vor Gott, dem sogar die Tiere also dienen, als hätten sie Vernunft und Verstand!«

18,12. Salome aber sprach: »O Schwester, die Tiere scheinen hier mehr zu sehen als wir! Was wir uns noch kaum zu denken getrauen, da beten schon die Tiere an Den, der sie erschaffen hat!

18,13. Glaube mir, Schwester, so wahr Gott lebt, so wahr auch ist hier vor uns der verheißene Messias; denn wir wissen es ja, daß sich nie bei der Geburt selbst des größten Propheten solche Wunderdinge zugetragen haben!«

18,14. Maria aber sagte zur Salome: »Gott der Herr hat dir eine große Gnade erwiesen, darum du solches erschaust, davor selbst meine Seele erbebt.

18,15. Aber schweige davon, wie es dir zuvor der Engel des Herrn geboten hat; denn sonst könntest du uns ein herbes Los bereiten!«

18,16. Salome aber gelobte der Maria zu schweigen ihr Leben lang, und die Wehmutter folgte dem Beispiele ihrer Schwester.

18,17. Und so ward nun alles ruhig in der Höhle. In der ersten Stunde aber vor dem Sonnenaufgange vernahmen alle a gar mächtige Lobgesänge draußen vor der Höhle. (a Lukas.02,13)

18,18. Und Joseph sandte sogleich seinen ältesten Sohn, nachzusehen, was es sei, und wer so gewaltig singe die Ehre Gottes im Freien.

18,19. Und Joel ging hinaus und sah, daß alle Räume des Firmaments erfüllt waren hoch und nieder mit zahllosen Myriaden leuchtender Engel. Und er eilte erstaunt in die Höhle zurück und erzählte es allen, was er gesehen.

18,20. Alle aber waren hoch erstaunt über die Erzählung des Joel und gingen hinaus und überzeugten sich von der Wahrheit der Aussage Joels.

18,21. Als sie solche Herrlichkeit des Herrn gesehen hatten, da gingen sie wieder in die Höhle und gaben Maria auch das Zeugnis. Und Joseph sagte zur Maria:

18,22. »Höre, du reinste Jungfrau des Herrn, die Frucht deines Leibes ist wahrhaftig eine Zeugung des Heiligen Geistes Gottes; denn alle Himmel zeugen nun dafür!«

18,23. »Aber wie wird es uns gehen, so nun alle Welt notwendig erfahren muß, was hier vor sich gegangen ist? Denn daß nicht nur wir, sondern auch alle anderen Menschen nun sehen, welch ein Zeugnis für uns durch alle Himmel strahlt, das habe ich an vielen Hirten nun gesehen, wie sie ihre Angesichter gen oben gerichtet hielten!

18,24. und sangen mit gleicher Stimme mit den mächtigen Chören der Engel, welche nun Allen sichtbar erfüllen alle Räume der Himmel hoch und nieder bis zur Erde herab!«

18,25. »Und ihr Gesang lautete wie der der Engel: ‘Tauet herab, ihr Himmel den Gerechten! Friede den Menschen auf der Erde, die eines guten Willens sind! – Und – Ehre sei Gott in der Höhe in Dem, der da kommt im Namen des Herrn!’

18,26. Siehe, o Maria, solches vernimmt und sieht nun die ganze Welt, also wird sie auch kommen hierher und wird uns verfolgen, und wir werden müssen fliehen über Berg und Tal!

18,27. Daher meine ich, wir sollten uns sobald als nur immer möglich heben von hier und, sobald ich werde beschrieben sein – was heute früh noch geschehen soll -, uns wieder begeben nach Nazareth zurück und von dort gehen zu den Griechen über, von denen ich einige recht wohl kenne! – Bist du nicht meiner Meinung?«

18,28. Maria aber sprach zu Joseph: »Du siehst aber ja, daß ich heute noch nicht dies Lager verlassen kann; daher lassen wir alles dem Herrn über. Er hat uns bisher geführt und beschützt, so wird Er uns auch sicher noch weiter führen und gar treulich beschützen!

18,29. Will Er uns vor der Welt offenbaren, sage: wohin wollen wir fliehen, da Seine Himmel uns nicht entdecken möchten?-!

18,30. Daher geschehe Sein Wille! – Was Er will, das wird recht sein! Siehe, hier auf meiner Brust ruht ja, Dem dieses alles gilt!

18,31. Dieser aber bleibt bei uns, und so wird auch die große Herrlichkeit Gottes nicht von uns weichen, und wir können da fliehen, wohin wir nur immer wollen!«

18,32. Als Maria aber noch kaum solches ausgeredet hatte, siehe, da standen schon zwei Engel als Anführer einer Menge Hirten vor der Höhle und zeigten den Hirten an, daß hier Derjenige geboren ist, dem ihre Lobgesänge gelten!

18,33. Und die Hirten traten ein in die Höhle und knieten nieder vor dem Kindlein und beteten Es an; und die Engel kamen auch scharenweise und beteten an das Kindlein!

18,34. Joseph aber blickte mit seinen Söhnen ganz erstaunt hin nach der Maria und dem Kindlein und sprach: »O Gott, was ist denn das? – Hast Du Selbst Fleisch angenommen in diesem Kinde?

18,35. Wie wohl wäre es möglich sonst, daß Es angebetet würde selbst von Deinen heiligen Engeln? Bist Du aber hier, o Herr, was ist denn nun mit dem Tempel und mit dem Allerheiligsten?«

18,36. Und ein Engel trat hin zum Joseph und sprach zu ihm: »Frage nicht und sorge dich nicht: denn der Herr hat die Erde erwählt zum Schauplatze Seiner Erbarmungen und hat nun heimgesucht Sein Volk, wie Er es vorhergesagt durch den Mund Seiner Kinder, Seiner Knechte und Propheten!

18,37. Was aber geschieht nun vor deinen Augen, das geschieht nach dem Willen Dessen, der da ist heilig überheilig.«

18,38. Hier verließ der Engel den Joseph und ging wieder hin und betete an das Kindlein, welches nun alle die Betenden mit offenen Händchen anlächelte!

18,39. Als aber nun die Sonne aufging, da verschwanden die Engel: aber die Hirten blieben und erkundigten sich beim Joseph, wie möglich doch solches vor sich gegangen ist?

18,40. Joseph aber sagte: »Höret, wie wunderbar das Gras wächst aus der Erde, also geschah auch dieses Wunder! Wer aber weiß, wie das Gras wächst? So wenig weiß ich euch auch von diesem Wunder kundzugeben! Gott hat es also gewollt; das ist alles, was ich euch sagen kann!«

* * * * *

Bericht der Hebamme an Römer Kornelius, Leiter der Schätzkommission

19,1. Die Hirten aber waren mit diesem Bescheide zufrieden und fragten den Joseph nicht weiter und gingen von dannen und brachten der Maria allerlei Stärkungen zum Opfer.

19,2. Als die Sonne aber schon eine Stunde der Erde geleuchtet hatte, da fragte Joseph die Wehmutter:

19,3. »Höre mich an, du meine Freundin und Schwester aus Abraham, Isaak und Jakob! Siehe, mich drückt die Beschreibung ganz gewaltig, und ich wünsche nichts sehnlicher, als sie hinter mir zu haben.

19,4. Ich aber weiß nicht, wo in der Stadt sie gehalten wird; laß daher die Salome hier bei der Maria, mich aber führe mit meinen Söhnen hin zu dem römischen Hauptmann, der da die Beschreibung führt:

19,5. Vielleicht werden wir sogleich vernommen werden, so wir sicher die ersten dort sein werden.«

19,6. Und die Wehmutter sagte zum Joseph: »Gnadenvoller Mann, höre mich an! Der Hauptmann Kornelius aus Rom wohnt in meinem Hause, das schier eines der ersten ist in der Stadt;

19,7. und hat daselbst auch seine Amtsstube. Er ist zwar ein Heide, aber sonst ein guter und rechtlicher Mensch; ich will hingehen und ihm alles anzeigen bis auf das Wunder, und ich meine, die Sache wird abgetan sein.«

19,8. Dieser Antrag gefiel dem Joseph wohl, da er ohnehin eine große Scheu vor den Römern, besonders aber vor der Beschreibung hatte; er bat daher obendrauf noch die Wehmutter, solches zu tun.

19,9. Und die Wehmutter ging und fand den Kornelius, der noch sehr jung war und am Morgen gerne lang schlief, noch im Bette und gab ihm alles kund, was da notwendig war.

19,10. Kornelius aber stand sogleich auf, warf seine Toga um und sprach zu seiner Hausherrin: »Weib, ich glaube dir alles; aber ich will dennoch selbst mit dir hingehen, denn ich fühle einen starken Drang dazu!

19,11. Es ist nach deiner Erzählung nicht weit von hier, und so werde ich zur rechten Zeit noch am Arbeitstische sein! Führe mich also nur gleich hin!«

19,12. Und die Wehmutter erfreute sich dessen und führte den ihr wohlbekannten biederen, jungen Hauptmann hin, welcher ihr vor der Höhle gestand und sagte: »O Weib, wie leicht gehe ich in Rom zu meinem Kaiser, und wie schwer wird es mir hier, in diese Höhle einzutreten!

19,13. Das muß etwas Besonderes sein! Sage mir doch, ob du irgendeinen Grund weißt; denn ich weiß, daß du eine biedere Jüdin bist!«

19,14. Die Wehmutter aber sprach: »Guter Hauptmann des großen Kaisers! Harre hier vor der Höhle nur einen Augenblick; ich will hineingehen und will dir die Lösung bringen!«

19,19. Und Joseph führte den Kornelius in die Höhle. Als aber dieser das Kindlein erblickte, wie Es ihm entgegenlächelte, da erstaunte er ob solchen Benehmens des Kindleins und sagte: »Beim Zeus, das ist selten! Ich bin ja wie neu geboren, und noch nie habe ich eine solche Ruhe und Freude in mir gewahrt! – Fürwahr, heute sind Geschäftsferien, und ich bleibe euer Gast!«

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=> Weiterlesen in Teil 2…

Darauf folgen:
– ein 6-tägiger Aufenthalt in der Höhle
– Darstellung und Beschneidung Jesu im Tempel
– Greisin Hanna begrüsst Jesus
– Besuch der 3 Weisen aus Persien
– Die Flucht nach Ägypten; Kindermord des Herodes