14. Lebensgeheimnis… Die Würde des Menschen – 14th Secret of Life… Human Dignity

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

LG14-DIE WUERDE DES MENSCHEN-JESUS OFFENBART LEBENS-GEHEIMNISSE durch Gottfried Mayerhofer LG14-HUMAN DIGNITY JESUS REVEALS SECRETS OF LIFE through Gottfried Mayerhofer
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Liebe… Das Göttliche Gesetz
=> Prüfungen & Leiden
=> Wahre Gerechtigkeit
=> Gottes Wege & Willen verstehen
=> Werke in Barmherzigkeit & Liebe
=> Freier Wille & Gewissen
=> Innerste Absichten
=> Das Grosse Abendmahl
=> Bedeutung unseres Hochzeitstages
Related Messages…
=> Love… The Divine Law
=> Trials & Suffering
=> True Righteousness
=> Understanding God’s Ways & Will
=> Works of Charity & Love
=> Free Will & Conscience
=> Innermost Intentions
=> The Great Supper
=> Meaning of our Wedding Day

flagge de  LEBENSGEHEIMNIS 14… DIE WÜRDE DES MENSCHEN

14. Lebensgeheimnis… Würde des Menschen
Von Jesus Christus offenbart durch Gottfried Mayerhofer

Lebensgeheimnisse Kapitel 14
22. Oktober 1872

So spricht der Herr…

1. Nun, über diesen Gegenstand was eigentlich “des Menschen Würde” heisst oder bedeuten soll, da herrschen ebenso viele Ansichten, als es gebildete oder erzogene Menschen gibt; denn die wilden Völker und die rohen verwahrlosten Menschen haben ja so keine Idee, was der Name Mensch bedeuten soll, und wie sie sich dessen würdig machen könnten.

2. Nur wo der Mensch sittlich, moralisch erzogen und gebildet ist, nur da kann man annehmen, dass eine Idee von der eigentlichen Würde des Menschen zu finden sei, welche jedoch eben wieder gemäss der Erziehung, des Lebensberufes, verschieden sein muss.

3. Alle diese gangbaren und vorherrschenden Ideen über den Begriff “Würde des Menschen” aber sind nicht der Grund, warum Ich dieses Wort erklären will und warum euch sagen, in was denn eigentlich die Würde des Menschen besteht, sondern Ich will euch nur dazu verhelfen, eben Meine Lehre mit dem praktischen Leben zu verbinden, und so auf diese Art würdig zu werden, als ein Wesen zwischen zwei Welten gestellt, geistig und seelisch zugleich dem grossen Schöpfungs-Gedanken eures himmlischen Vaters zu entsprechen; denn auch ihr habt, obwohl schon vieles von Mir empfangen, doch noch nicht die rechte Idee, was eigentlich “Würde des Menschen” heissen will, da ihr eben nur zu sehr an andern seht, wie sie diesen Titel für sich wohl beanspruchen, aber auch gemäss ihren Begierden und Leidenschaften ihn zu wenden und zu erklären suchen, um nach ihren Begierden ein jeder in seiner Art ein würdiger Mensch zu sein!

4. Um nun die Würde des Menschen besser zu begreifen und das Folgende leichter zu fassen, so wollen wir wieder mit dem Begriff des Wortes beginnen, es aus der Wurzel seines Entstehens herleiten und sodann den eigentlichen Begriff und Wert desselben feststellen, wie es bei euch Gebrauch sein sollte, und wie Ich es Mir vorstelle.

5. Sehet, das Wort “Würde” kommt von “Werden” her, und das Wort “Werden” ist eigentlich ein Wort aus dem Schöpfungsgedanken, welcher als Grundlage Meines Wesens der ganzen sichtbaren Welt gegeben wurde; denn ohne das “Werden” wäre keine Sonne, kein Planet, kein grosses Welten-, kein grosses Geisterreich, da Ich nur durch den Ausspruch “Es werde!” die ganze Unendlichkeit belebte, belebte zur Seligkeit der erschaffenen Wesen, und zur Seligkeit Meines eigenen Ich, das die personifizierte Liebe ist, welcher Ausdruck “Liebe” aber nur heissen will – alles für andere tun und schaffen, und an dem Verstehen und Vervollkommnen anderer seine eigene Seligkeit, seine eigene Wonne finden.

6. Mit dem Ausspruch “Es werde!” war aber auch das Gesetz und der Weg gegeben, was ein jedes Geistes oder Seelenprodukt sein soll, oder zu welchem Grade der Vervollkommnung es bestimmt war, wo natürlich die in die materielle Welt gebundenen, gefesteten Geister einen andern Weg zu gehen hatten, als die freigestellten sich selbst bewussten Geisterheere Meiner unendlichen Geisterwelt.

7. Nun, mit dem “Werde” entstand natürlich auch die Frage, ob besonders die freigestellten, sich selbst überlassenen Geister auch das geworden sind, was sie werden sollten, das heisst, ob sie wurden, was Ich mit ihnen bezweckte.

8. Durch das Wort “Wurde” entstand ein Zustand, welcher, wenn er Meinen Absichten entsprach, dem Titel “Würde” oder “würdig” entsprach, ebenso wie bei euch auf der Welt ihr demjenigen eine “Würde” verleihet, oder ihn “würdig” heisset welcher diese Stellung oder durch seine Eigenschaften als geistiger Mensch das Prädikat “würdig” verdient hatte.

9. Was also ihr als Würde bezeichnet, drückt eigentlich aus, dass dieser Mensch, der eine Würde bekleidet oder würdig genannt zu werden verdient, jene Eigenschaften innehat, welche den Menschen als geistiges Wesen adeln – ihn zu etwas Besserem stempeln sollten, als was die übrige Anzahl seiner Mitbrüder erreichen konnte!

10. Diese Idee von Würde, die ihr im Allgemeinen habt, eben diese Idee nur in anderem Massstabe, habe auch Ich in Bezug auf die von Mir geschaffenen Geschöpfe.

11. Als Ich auf eurer Erde den ersten Menschen erschuf, setzte Ich ihn ein, wie ihr einen höher gestellten Beamten mit einer Würde bekleidet, indem Ich ihm die Macht einräumte, über vieles zu gebieten, erhabener zu sein als alles andere geschaffene Geschöpf auf Erden. Ich verlieh ihm mittels seiner geistigen Eigenschaften als Abkömmling von Mir Vollmachten, das zu sein, zu was Ich ihn nämlich machen wollte, das heisst “Herr der Erde zu werden!” So sollte er seine Fakultäten (Fähigkeiten) ausbeuten, zum Besten seiner selbst, und zum Wohle aller ihn umgebenden Welt.

12. Damit er aber auch seine eigene Würde erst in dem Sinne begreifen möge, wie Ich sie verstanden haben möchte, so liess Ich ihn frei, liess ihn alle in ihn gelegten Triebe benützen, zum Guten oder Bösen, damit er erst dadurch erkennen möge, dass die ihm von Mir übergebene Würde nur darin besteht, wenn er nicht als Maschine sondern als freies, selbsthandelndes Wesen seine Eigenschaften, Triebe und Begierden zu regeln weiss, und dass er nur in der Beherrschung seiner Leidenschaften die geistige Würde erlangen kann, wozu Ich ihm alle Mittel gegeben habe, sie zu erreichen und ein würdiges Mittelglied zwischen der gebundenen und der ganz freien Geisterwelt zu sein.

13. Ich rief ihm das “Werde!” zu, und er ward oder wurde – was – das könnt ihr jetzt überall sehen; leider nicht das, zu was Ich ihn berufen habe, sondern statt Freiherr ist er Sklave seiner Leidenschaften geworden, und hat so ganz entgegengesetzt seiner Bestimmung sich und die ihn umgebende Natur entwürdigt, missbraucht; und daher kommen auch alle Missstände, welche in geistiger und materieller Hinsicht den Menschen jetzt verfolgen mit Übeln und Leiden aller Art, weil er entgegengesetzt seiner hohen Bestimmung, statt sich Meiner würdig zu machen, sich vom Wege des Rechtes entfernt hat, “unwürdig” geworden ist, ein “Mensch” zu heissen, welchen Ich einst, ihm Meinen geistigen Odem einhauchend, zu einem Kinde Meines grossen Geisterreiches stempeln wollte, welches grosse Geisterreich er jetzt erst auf grossen Umwegen, und mit aller Art von Übeln und Leiden kämpfend, erreichen kann.

14. Nachdem nun die Menschen mit ihrer vermeintlichen Wissenschaft und Gelehrsamkeit so weit gekommen sind, sich dieses Wort “Würde des Menschen” so bequem als möglich zu machen, nachdem der Egoismus als Gegenpol Meiner Liebe und der Liebe überhaupt das Hauptsteckenpferd der jetzt lebenden Menschheit geworden ist, nachdem aber auch eben durch dieses tolle Treiben das Mass der Verirrungen auf eurer Seite und das Mass Meiner Geduld ebenfalls zu Ende zu gehen anfängt, so ist eben dieses Wort wieder euch gegeben, um noch vor dem allgemeinen Verfall so manchen zu retten, damit er nicht ganz seine Würde – seinen einzigen Anteil an der geistigen Welt verlieren möge!

15. Wohl ist dieses und alle Meine Worte, die Ich bis jetzt euch durch Meine Schreiber zukommen liess, nur für wenige erst zugänglich; aber Geduld, die Misszustände des menschlichen Lebens werden bald noch manchen in euer Lager führen, so dass er endlich, nachdem er alles vergeblich versucht hat, bei euch einkehren und euch bitten wird mit den Worten:

16. “Freunde und Brüder! Habt ihr keinen Trost, kein Labsal für meine wundgepeitschte Seele, ich fühle es, ich habe die Würde des Menschen verloren, ich habe sie mit Füssen getreten, und jetzt, wo ich Trost und Ruhe von all den Hirngespinsten verlange, die man mir als Weisheit, als religiöse Dogmen angerühmt hat, jetzt erweisen sie sich alle als unzugänglich, als nicht stichhaltig. Wie ein Nebelgebilde zerfliesst aller Traum eines rationellen, vernunftmässigen Scheinwissens; gebet mir die Würde des geistigen Menschen zurück, dass ich mich fühle als Mensch, als geistiges Wesen, welches einst rein aus der Hand eines liebenden Schöpfers hervorgegangen, jetzt wieder Seiner würdig zu Ihm zurückkehren möchte!”

17. Dann, Meine Kinder, dann sind es die Worte, welche Ich unter Heutigem euch gebe, welche dem Dürstenden Labsal und Trost bringen und ihn zu dem Rufe mit dem Blick nach oben zwingen werden: “Was bin ich, o Herr, dass Du meiner gedenkest?”

18. Das ist der Zweck, euch und allen Suchenden die “Würde des Menschen” wieder mit klaren, hell leuchtenden Zügen darzustellen, damit der Suchende, der Fehlende, der Zweifelnde erkennen möge, wie weit er von ihr abgekommen ist, und wo die Mittel der Wiedergewinnung sind, um das verlorene Paradies wiederzufinden.

19. Denn wisset, wie Adam Meinem Befehle entgegen gehandelt hatte, verlor er sein Paradies, das heisst, er verlor das Bewusstsein seiner geistigen Würde, und eben dieser Verlust stürzte seine Nachkommen bis auf den heutigen Tag in den Wirrwarr von falschen Ideen, Begriffen, Lebens und Weltansichten, welche alle nichts anders sind als das ewige Streben nach Wiedererlangung einer geistigen Würde, welche den Menschen weit über alles Materielle, über alles Sinnliche erhebt, ihn über Trümmer der Verheerung und Unglücksfälle mit einer Zuversicht nach einer andern Welt blicken lässt, wo alle diese Kalamitäten, welche am Ende doch nur das leibliche Wohl der Menschen angehen, als Null entschwinden, und ihre Zulassung klar und einfach eingesehen wird als Mittel zu dem Zwecke, den ins Materielle versunkenen Menschen wieder zum geistigen Weltbürger zu erheben, zu welchem Ich ihn einst geschaffen habe, und welches er auch wieder werden muss, wenn er gleich noch so viele Seitensprünge macht; es ist nur die Zeit verschieden, aber das Endziel bleibt sich gleich. Was Ich hergegeben habe, muss zu Mir wieder zurückkehren, denn es war Mein und muss es wieder werden!

20. Nun, nachdem Ich euch mit wenigen Worten gezeigt habe, was “Würde” ist, wie sie von Mir euch gegeben, und wie sie von euch Menschen missbraucht wurde, jetzt muss Ich euch auch beweisen und streng mit Worten festen Abschlusses vor die Augen stellen, was eigentlich Würde des Menschen nach Meiner Idee heisst, damit auch ihr einen klaren Begriff bekommt von dem, was Ich euch gab und was Ich von euch auch wiederbegehren kann, damit ihr Meinen Wünschen entsprechen mögt.

21. Nun sehet, Meine Kinder! Die menschliche Würde ist eigentlich nichts anderes, als das fortwährende Handeln, Denken und Wollen nach Meinen Liebesgesetzen!

22. Ich, der Ausdruck der Liebe, habe euch aus Liebe erschaffen, ihr also Erschaffene müsst eben diesem Schöpfer, der den Funken der Liebe in euch legte, gleich zu werden trachten, soviel es in eurer Macht steht.

23. Dies ist der eigentliche Grundbegriff der Liebe, von der Würde des Menschen, welcher, seine Leidenschaften des Zornes, des Hasses oder der Rache bezähmend, nur alles aus Liebe, nur alles für andere tut, leidet und fühlt.

24. So wird der materielle, körperliche Mensch mit seinen menschlichen Bedürfnissen durch die höhere Glut einer göttlichen Liebe geheiligt, vergeistigt, seiner eigentlichen Abstammung mehr würdig, und eher fähig, Seinen Schöpfer zu verstehen und sich Ihm zu nähern!

25. Die Würde des Menschen besteht also nur in der Unterjochung alles Unedlen, sei es in Gedanken, Wort oder Tat! – So ist der Mensch allein nur erhaben über das Tier, das doch so manche Eigenschaften mit dem Menschen gemein hat; allein eben diese Eigenschaften zu edleren Zwecken zu benützen, auch das gemeinste sinnliche Begehren geistig zu verschönern, ihm einen edleren Anstrich zu geben, ihm höhere Beweggründe zu unterlegen, das adelt den Menschen, das gibt ihm seine angestammte Würde wieder, wodurch er ein Bürger eines Geisterreiches wird, welches einst sein bleibender Aufenthalt sein wird.

26. Den Menschen adelt nicht das konventionelle Halten der Anstandsregeln und der staatlichen Gesetze. Nein! Den Menschen adelt sein eigenes Gewissen, wenn er das Bewusstsein hat, alles nur aus den edelsten, erhabensten Beweggründen getan zu haben, alles gewirkt zu haben aus Liebe, aus Liebe zu seinem Schöpfer, aus Liebe zu seinen Mitgeschaffenen.

27. Nicht die Tat stempelt den Wert, sondern das “Warum” solche Tat geschehen ist! Die Tat sieht wohl der Mensch, den Beweggrund kennen aber nur zwei – Ich und der Handelnde, wo Ich bei ihm sein lohnendes oder strafendes Gewissen repräsentiere.

28. Was sind denn “Gewissensbisse” anderes als die Unruhe, seiner geistigen Würde zuwidergehandelt zu haben? Daher, so oft ihr etwas unternehmt, so oft Gedanken euch beschleichen, seid aufmerksam auf sie, damit sie euch nicht entwürdigen; denn ein jeder trägt sein Lebensbuch in sich, und am Ende seiner Laufbahn wird er in einem Bilde erschauen können, welche Physiognomie (Gesichtsausdruck) sein geistiger Mensch beim Scheiden aus dieser Welt erhält; denn der Abglanz des weltlich gelebten Lebens wird der Ausdruck des seelischen Gewandes sein, wo die Gesamtzahl aller Gedanken, Wünsche und Begierden den geistigen Menschen so bezeichnend den andern Geistern darstellen wird, wie er nicht körperlich geformt, wohl aber geistig sich ausgebildet hat.

29. Dass natürlich diese Form des würdigsten Menschenbildes bis zur Ungestalt millionenartige Abstufungen haben muss, versteht sich von selbst. Ein jeder prägt sich das Gesicht auf, wie er gelebt hat; je mehr seiner Würde gemäss, desto reiner werden auch die äusseren seelischen Formen das innere Geistige ausdrücken! Ist ja schon jetzt, obwohl nicht jedem, doch manchem lesbar, welche Seele oft ein oder der andere Körper verbirgt, wo doch noch so viele Verstellung im menschlichen Körper möglich ist, was in der andern Welt wegfällt.

30. Deswegen sende Ich euch diese Worte und rufe euch zu:

31. Lebet eurer würdig! Lasset alles Scheinen weg, und zeiget euch auch andern als Menschen, so wie Ich einst den ersten schuf, als Menschen, welche den Funken des unsterblichen Geistes in sich tragen, als Menschen, welche gerade durch alle früheren Vorkommnisse, wie selbst Meine Menschwerdung, zu so grossen Zwecken bestimmt und erschaffen wurden!

32. Verunglimpfet nicht eure Würde, seid streng gegen eure Gedankenwelt, sie ist die erste Verführerin, welche euch so leicht über die Brücke des Schicklichen, über das Edle ins Unedle führt.

33. Die Würde des Menschen ist ja euer einziges Heiligtum, durch sie werdet ihr alles, ohne sie versinket ihr zur Tierwelt hinunter, werdet gleich Tieren materielle Geschöpfe, die nicht eines göttlichen Funkens wert sind, werdet eigentlich noch mehr (weniger) als Tier; denn wenn das Tier Handlungen begeht, die für euer Auge grausam und hinterlistig sind, so weiss es solche nicht zu beurteilen, sie liegen in seiner Natur; aber der Mensch sinkt eben deswegen unter das Tier hinab, weil er die Fakultät (Fähigkeit) hat, seine Handlungen und Gedanken zu beurteilen, abzuwägen, und wohl sich bewusst, dass er etwas ganz anderes tun sollte, doch das Entgegengesetzte vollführt, weil es seiner sinnlichen, nicht aber seiner göttlichen Natur schmeichelt.

34. Die Würde des Menschen ist das Palladium (Schutzbild), welches heiliggehalten werden sollte, und in dieser Reinheit liegt die Ruhe und der Trost bei Unglücksfällen jeder Art; denn dieses Palladium führt zum Vertrauen auf eine leitende Vaterhand, welche, wenn auch dem Anschein nach strafend, doch nur aus Liebe bessern will!

35. Diese Würde des Menschen macht die Menschen zu Engeln, so wie der Verlust derselben sie zu Teufeln in menschlicher Gestalt umwandelt.

36. Wenn nicht eben diese so viel missverstandene “Würde” eigentlich der Grundpfeiler und das Grundprinzip zu allen Gedanken und Handlungen wäre, so hätte Ich es euch nicht näher auseinandergesetzt, damit ihr etwas strenger auf euch selbst aufmerksam sein sollt und stündlich und täglich erkennen mögt – wie oft ihr eben gegen diese Würde in Gedanken, Worten und Taten fehlt oder sündigt!

37. Unbemerkt und unbelauscht gehen zwar die unlauteren Gedanken an der Mitwelt vorüber, aber an eurem Seelenmenschen bleiben sie haften. Dort werden einst andere mit Schrecken lesen, wie so mancher Würdenträger eurer Welt nicht einen Funken von Menschenwürde mehr besass, welche Ich ihm als Mein Ebenbild auf seine Lebensreise mitgegeben habe.

38. Lasset daher diese Hochgestellten ihre Sache mit sich selbst ausmachen; auch sie werden in Verhältnisse kommen, wenn nicht in dieser doch gewiss in der andern Welt, wo mit Grauen und Schrecken Wesen voreinander fliehen werden, die hier mit Freundschaft aneinander hingen.

39. Die Enttäuschung wird kommen, wenngleich spät, für die Unwürdigen aber noch immer zu früh! Bewahret daher eure Gedankenwelt rein! Dort lasset eure Menschenwürde als reine Flamme der Liebe, der Duldung und der Verehrung leuchten, und ihr werdet, wenngleich von euren Mitmenschen verkannt, den Himmel schon auf Erden geniessen, welcher hier nur flüchtig, dort einst bleibend in und um euch sein wird!

40. Sehet, Meine Kinder, wüsste Ich nicht, was euch während eures Erdenwandels noch erwartet, Ich würde euch diese menschliche Würde nicht so ans Herz legen; aber ein guter Arzt weiss, wenn er Symptome (Anzeichen) von Krankheiten sieht, schon als Vorsichtsmassregeln Mittel anzuordnen, damit wenn eine Krankheit sich einstellt, derselben vorgebeugt werden kann.

41. So auch Ich; bald werden Missgeschicke auf Missgeschicke sich häufen, der Gärungs- und Scheidungs-Prozess muss seinem Ende entgegengehen, die geistige Luft eures Erdballs ist, wie oft die materielle Atmosphäre, mit gewitterschweren Dünsten angefüllt, die Entladung muss folgen, und ebendeswegen rate Ich euch:

42. Fliehet zu Mir! Verletzet eure Menschenwürde nicht; denn nur so habt ihr Vertrauen zu Mir und nicht zu euch selbst, so nur könnt ihr allen Stürmen trotzen; denn diese geistige Würde erhebt euch über das gewöhnliche Leben, lässt euch alle noch so grossen Übel in einem andern Licht erblicken und erfüllt euer Herz mit Vertrauen und Zuversicht auf euren Vater im Himmel, der ja nur, eben weil der grösste Teil der Menschheit schon längst seine Würde eingebüsst, solche Mittel zulassen muss, um durch Elend und Not das zu erreichen, was mit Güte nicht erreichbar war!

43. Die Würde des Menschen, oder das geistige Bewusstsein – ich bin nicht von dieser, sondern von einer andern, besseren und ewigen Welt – dieses Bewusstsein erhebt den Menschen, wenn er auch unter den allgemeinen Misszuständen leiden muss, doch über diese irdische Welt hinaus, und es ergeht ihm wie einem auf einem hohen Berge Stehenden, er übersieht mit Gleichmut das Wirren und Treiben unter ihm und erfreut sich einer grösseren, weiten und schönen Aussicht. Es wird ihm dann wohl der Gedanke oft aufsteigen:

44. “O warum sind diese Menschen so blind und vergessen ob der weltlichen Dinge drunten im Schlamme der niedrigsten Leidenschaften das Wesentliche, was sie eigentlich sein sollten! Ach, wenn es ihnen an Mut nicht gebräche, wenn sie es wagten, zu Mir herauf zu klimmen, wie lächerlich, wie töricht würden sie alles das finden, was ihnen jetzt so wichtig, so unumgänglich notwendig erscheint; wie würde es sie schaudern bei dem Gedanken, dass sie alles, was sie sich errungen zu haben glaubten, nur eben durch den Verlust ihres einzigen Gutes erkauft hatten, durch den Verlust der geistigen Menschenwürde!”

45. So wird mancher denken, der über Schlamm und Schmutz der niedrigsten Leidenschaften sich hinaus gearbeitet und seine Würde wiedererlangt hat; so sollt auch ihr denken, ihr, die Ich schon seit längerer Zeit mit Gnaden und Lichtworten überschütte, damit ihr, eurer Menschenwürde bewusst, euch des erhabenen Standpunktes freuen sollt, auf welchen Ich euch gestellt habe, und stets eingedenk eurer eigenen Würde danach streben mögt, auch selbst würdig zu werden dessen, was Ich euch schon oft geheissen habe, nämlich Meine lieben Kinder! Dieser Vaterruf ist nur für die, welche ihre Menschenwürde zu wahren wissen; denn indem sie sie bewahren, erlangen sie auch stets mehr die Würde, Meine Kinder zu werden, das, was Ich bei Erschaffung des ersten Menschen wollte, dass er es werde, aber leider nicht wurde!

46. So seid streng! “Wachet und betet, auf dass ihr nicht in Versuchung fallet”, so rief Ich einst Meinen Jüngern zu. Ich wusste wohl in jener Zeit warum, und jetzt sage Ich es euch nochmals: Wachet und betet, auf dass ihr euch nie entwürdigt und stets dem getreu bleibt, was ihr durch so viele Worte von Mir leicht entziffern könntet, dass nämlich nur durch den Seelen-Adel die Menschenwürde erlangt, gefestigt und behalten werden kann, ohne welche alles Lesen und Beten nichts nützt! Der innere Mensch muss Mir gleichsehen, dann wird sein Aussenbild schon einst auch zu seiner geistigen Umgebung im Jenseits passen, und daher trachtet, mit einem geistig-seelischen Antlitz begabt in die andere Welt zu kommen; es ist besser, das hier schon vorzubereiten, als es erst dort erlangen zu wollen! Hier gehört dazu “des Menschen Würde”, dort ist “des Geistes Würde” eine andere Stufe, welche die Menschenwürde als Unterlage hat, aber ohne sie nicht erreichbar ist!

47. Ich bereite euch vor, im kurzen irdischen Lebenswandel das zu vollbringen, was dort bei weitem schwerer zu erreichen ist. Daher folget Meinen Worten, sie kommen von eurem Vater, der eben euch Seiner würdig machen möchte, welches ihr aber nicht werden könnt, bevor ihr nicht eurer selbst würdig geworden seid!

48. Dieses zur Danachachtung für euch und alle kommenden Durstigen und Hungrigen, welche bei euch wiedererlangen wollen, was sie bewusst oder unbewusst oft leichtsinnig verloren haben, das ist – ihre eigene Würde, als alleinigen einzigen Halt mitten im Leben, zwischen Kampf und Entbehrung aller Art, als Anker des Vertrauens, der Hoffnung und der Liebe! Amen!

flagge en  SECRET OF LIFE 14… HUMAN DIGNITY

Secret of Life 14… Human Dignity

Jesus Christ reveals thru Gottfried Mayerhofer
October 23rd, 1872

Thus says the Lord:

1. Well, on this topic, or what “human dignity” really means, or should mean, there prevail as many viewpoints as there are cultured or educated human beings. For primitive peoples and coarse, depraved persons have certainly no idea what the term “human” is meant to convey, and how to make themselves worthy of it.

2. Only where man is ethically, morally brought up and educated, can one expect to find a notion about the true dignity of man, which, however, must again vary in keeping with his education, his station in life.

3. However, all these current and prevailing ideas about the concept of “human dignity” are not the reason why I want to explain this word and tell you what human dignity actually consists in. I only want to help you to link My very teaching with practical life, so that you may become worthy, as a being placed between two worlds, of corresponding in spirit as well as in soul to the great creational thoughts of your heavenly Father. For although you have received much from Me, you too do not have as yet the right idea of what “human dignity” actually means, since you see it only too well in others how they, while claiming this rifle for themselves, seek to twist and expound it in keeping with their desires and passions so as to be worthy human beings after their own desires, each one in his fashion!

4. In order to better understand human dignity and to better grasp the following, let us again begin with the concept of the word, tracing it back to the root of its origin, and then determine its actual concept and value, how it should be used by you and how I envisage it.

(Note by translator: In the following text we are dealing with a play upon words which is applicable only to the German language but makes little or no sense in English. Therefore, the terms under consideration are given in both English and German. In addition to the term “dignity”, “worth”, being of Germanic origin, is used, as it facilitates comprehension somewhat.)

5. Look, the word “Würde” (dignity, worth) is derived from “Werden” (becoming), and the word “Werden” is actually a word out of the creational thought which, as the basis of My Being, was given to the entire visible world. For without the “Werden” (becoming) there would be neither a sun nor a planet, neither a great material nor a great spirit-realm, since I animated the whole of infinity solely with the word: “Es werde!” (Let there be!) for the beatitude of the created beings, and for the beatitude of My own self, which is love personified. This expression “loves, however, should mean only doing and working everything for others, and finding one’s own bliss, one’s own happiness in the understanding and perfecting of others.

6. With the word “Es werde!” (Let there be!) were also given the law and the road for every spirit or soul product, or the degree of perfection for which it was destined, where of course the incarnated spirits imprisoned in the material world had to take a different road from that of the free spirit-hosts of My infinite spirit-world in their selfawareness.

7. Well, with the “werde” (let there be) there of course also arose the
question as to whether the released spirits in particular, who were left
to their own devices, had really become what they were meant to be, in
other words, whether they knew what My goal with them was.

8. Through the word “wurde” (became) a state began which, if it corresponded to My intent, was equal to the title “würde” (dignity) or “würdig” (worthy), just as you in the world bestow on the one a “würde” (dignity, office, title) or call him “würdig” (worthy), who has deserved this office or the predicate “würdig” (worthy) owing to his attributes as a spiritual man (that means one who conforms to the idea of his office).

9. Hence, what you designate as “würde” (dignity, office, title) really expresses that this person, who holds an office or deserves to be called würdig” (worthy), possesses all those qualities which ennoble man as a spiritual being and which should mark him as something better than it was possible for his fellowman to attain.

10. This idea of dignity (würde), which you generally hold, I too have concerning the beings created by Me, only applied with a different yardstick.

11. When I created the first man on your earth, I installed him in the manner you invest a higher official with a title, by giving him the power to rule over much and to be superior to any other created being on earth. By virtue of his spiritual attributes as a descendant of Mine, I invested him with the full authority to become what I actually wanted to make him, namely, “lord of the earth”. In this way, he was to use his faculties for his own good and for the advantage of the whole world around him.

12. So that he might understand his own dignity in the sense I want the same understood, I set him free, let him use all the propensities laid into him, for either good or evil. I thereby wanted to make him realize that the dignity bestowed on him by Me consists solely in that he, as a free, independently acting being, not as a machine, knows how to regulate his character qualities, propensities and desires, and that he can only through the controlling of his passions attain spiritual dignity. All the means to attain it and become a worthy intermediate member between the bound and the totally free spirit-world were given him by Me.

13. I called to him the “werde” (become), and he became, what? You can see that now everywhere; alas, not that for which I have called him, for instead of a free lord he became a slave to his passions, thus contrary to his vocation disgracing and misusing himself and the nature surrounding him. Hence all the calamities which now spiritually and materially pursue man with evils and suffering of every kind. For, contrary to his high destiny, instead of making himself worthy of Me, he has left the right road, has become “unwürdig” (unworthy) to be called a “man”, into whom I once instilled My spiritual breath wanting to mark him a child of My great spirit-realm. This great spirit-realm he now can only reach on great detours, battling with all kinds of adversities and suffering.

14. Since mankind with their pretended science and scholarship have arrived at a point where they interpret this word “dignity of man” at their own convenience, after egotism, as the counter-pole of My love and of love generally, has become the main hobby of the presently living people, through this insane behavior the measure of errors on your part and likewise the measure of My patience are nearing their end. And so this word is again given you so as to save many a man from general decline, lest he completely lose his dignity, his sole share in the spiritual world.

15. It is true, this one, and all My words which so far I have given you through My scribes, are only accessible to few; but, patience! The calamities of human life will soon lead one or the other into your camp, so that finally he, having tried everything in vain, will call on you entreating you with the words:

16. “Friends and brothers! Have you no comfort, no refreshment for my sick soul? I feel it, I have lost the dignity of man, have trampled upon it and now that I demand comfort and peace in the face of all the bogeys that used to be praised to me as wisdom, as religious dogmas, they all prove to be faulty, not lasting. The whole dream of a rational, logical sham-knowledge evaporates like a nebulous form. Give me back the dignity of the spiritual man, so that I may feel like a true man, like the spiritual being who, once gone forth from the hand of a loving Creator, now wants to return to Him, having again become worthy of Him!”

17. Then, My children, it is the words which I am giving to you among the presently living, which bring refreshment and comfort to the thirsty one, forcing him to call out with his face turned heavenward: “What am I, o Lord, for You to remember me?”

18. It is this purpose, namely, to again show you clearly and brightly “the dignity of man”, so that the seeker, the sinner, the doubter, may realize how far he has distanced himself from it and where he has to look for the means by which to regain the lost Paradise.

19. Do understand this: When Adam had acted contrary to My command, he lost his Paradise, that means he lost the awareness of his spiritual dignity. This very loss plunged his descendants to this day into the chaos of erroneous ideas, notions, concepts about life and about the world, which are merely the eternal striving to regain a spiritual dignity which raises man far above all matter, all sensuality. It lets him look far beyond the ruins of devastation and disaster with hope to another world where all, these calamities, which after all concern only the physical welfare of man, completely disappear; where it is clearly and simply understood that they were only a means to an end, namely, to again elevate man, who was submerged in matter, to the spiritual cosmopolitan I had once created him to be, and what he must again become no matter how many capers he may cut. It is only a different time, but the final goal is the same. What has gone forth from Me must again return to Me, for it was Mine and must again become so.

20. Now that I have shown you with few words what “dignity” is, how it was given you by Me and how it was misused by you human beings, I must also prove and strictly and conclusively demonstrate to you what, according to My idea, human dignity really means, so that you too may get a clear concept of that which I gave you and which I can demand back from you so that you may conform to My wishes.

21. Now look, My children! Human dignity is really nothing else but “the constant acting, thinking and willing in accordance with My laws of love!”

22. I, love personified, have created you out of love, and so you, the created, must strive to emulate this Creator, who laid the spark of love into you as much as it is within your power.

23. This is the actual fundamental meaning of love, of the dignity of man, who, curbing his passions of anger, hatred or revenge, does, suffers and feels everything only out of love, only for others.

24. Thus the material, physical man with his human needs is hallowed, spiritualized through the sublime warmth of a divine love, more worthy of his actual descent and more capable of understanding his Creator and of drawing near Him.

25. Therefore, man’s dignity consists only in the subjugation of anything ignoble, be it in thoughts, word or deed! In this way alone man is superior to the animal, which certainly has many qualities in common with man, namely, by using these same qualities for more noble purposes, by sublimating also the coarsest sensual desire, giving it a more noble air, higher motives. This ennobles man and gives him back his innate dignity whereby he becomes a citizen of a spirit-realm which one day will be his permanent abode.

26. Man is not ennobled by the conventional adherence to social rules and state laws. Not at all! Man is ennobled by his own conscience, when he is aware of having done everything out of the most noble, most exalted motives, of having done everything out of love for his Creator and love for his fellow created beings.

27. Not the deed determines the worth, but the “Why”, why an action was performed! To be sure, man sees the action, but the motive is known only to two, to Me and the one acting, in which case I represent his approving or disapproving conscience.

28. What are “pangs of conscience” if not the uneasiness to have acted contrary to one’s spiritual dignity! Therefore, whenever you do something, whenever thoughts assail you, pay heed to them lest they debase you. For everyone carries within him his book of life, and at the end of his earthly career he will be shown in a picture the kind of physiognomy his spiritual man will assume on his demise. And so the reflection of the life as it was lived on earth will be the expression of the soul-garment, where the sum total of all the thoughts, wishes and inordinate desires will reveal the spiritual man to the other spirits, not according to his physical, but his spiritual form.

29. It goes without saying that this form of the most noble human image must have millions of gradations, even ending in caricature. Everyone stamps his own face according to the way he lived; the more in accordance with his dignity, the purer the outer soul-forms expressing the inner Spiritual! And it is true that to some people, though not to all, it is quite obvious what kind of a soul is hidden in one or the other body although so much deception is still possible in the human body. However, in the other world, this is no longer the case.

30. This is why I am sending you these words and calling to you:

31. Do live worthy of yourselves! Make no pretences and show yourselves also to others as true human beings, like the first one I created; people who carry the spark of the immortal spirit within them and who, through all the earlier events, such as My incarnation, were destined and created for such great purposes!

32. Do not revile your dignity, be strict with your world of thought; it is the first seducer that easily leads you across the bridge of propriety, from the noble to the base.

33. Human dignity is your only sanctum; through it, you achieve everything, without it, you sink back to the world of animals, become, like animals, material beings who are not worthy of even a divine spark, and actually sink below the animal. For whenever the animal commits actions that to your eyes look cruel and cunning, it cannot judge them, they are part of its nature. But man sinks below the animal because he has the faculty of judging, considers his actions and thoughts carefully and is well aware of the fact that he ought to act otherwise, but still acts contrarily because it flatters his sensual, and not his divine, nature.

34. Man’s dignity is the shrine which should be kept hallowed, and in this purity there lie quietness and solace in adversity of any kind; for this sanctum leads to the trust in a guiding Father-hand which, though seemingly punishing, only seeks to reform out of love.

35. This human dignity turns people into angels, just as its loss transforms them into devils in human form.

36. If this so often misunderstood “dignity” were not the true fundamental pillar and principle behind all thoughts and actions, I would not have explained to you in detail that you should watch yourselves a little more strictly, thereby recognizing hourly and daily how often you sin against this very same dignity in thoughts, words and actions.

37. The impure thoughts go past the contemporaries unnoticed and unheard, however, they adhere to your psychic man. There others will one day read, full of horror, how many a dignitary of your world no longer possessed a spark of the human dignity I gave him, as My image, on his life’s journey.

38. Therefore, let these notables settle their matter individually; they too will be faced with situations, if not in this, then certainly in the other world, where with dread and horror beings will flee each other who were here attached to each other in friendship.

39. The disappointment will come, though late, still too soon for the unworthy. Therefore, keep your world of thought pure! There, let your human dignity shine as a pure flame of love, tolerance and reverence, and you will, though misunderstood by your fellowman, enjoy already here on earth the heaven which is here only transient, but which will there be permanently within and around you.

40. You see, My children, if I did not know what is still in store for you during your earthly journey, I would not enjoin this human dignity on you so much. But a good physician when observing symptoms of disease knows how to arrange prophylactic means so that, if a disease does occur, it can be prevented.

41. This applies also to Me. Soon, calamity upon calamity will occur. The process of fermentation and separation must move towards an end. The spiritual air of your earth globe, as so often the material atmosphere, is filled with sultry vapors. The discharge must follow, and this is why I advise you:

42. Flee to Me! Do not violate your human dignity. Only in this way can you brave all storms. For this spiritual dignity elevates you above ordinary life, lets you see all the misfortunes however great in a different light, and fills your heart with trust and confidence in your Father in heaven, who now, because the majority of mankind long ago has lost its dignity, must allow such means so as to achieve through misery and want what was unachievable through kindness.

43. The dignity of man, or the spiritual awareness: “I am not of this world, but of another, better and eternal world,” elevates man, though he has to suffer under the general adversities, far above this earthly world and he is like one standing on a high mountain, who looks with equanimity at the hustle and bustle beneath him in the enjoyment of a greater, wider and more beautiful view when often the thought may arise in him:

44. “Oh, why are these people so blind! Down there, in the mire of their lowest passions, they forget for the sake of the worldly things what is essential, what they should really be. Oh, if they had the courage, if they dared to come up here to me, how foolish they would find all that which now appears to them so important, so absolutely essential. How they would shudder at the thought that everything they believe to have attained they have bought with the loss of their only possession, the loss of their spiritual dignity as man!”

45. This is how many a person will think who, having grappled with the mire and dirt of the basest passions, has regained his dignity. This is how you too shall think, whom I have been showering for a considerable time with words of grace and light so that you, conscious of your human dignity, may enjoy the exalted position in which I have placed you and, always remembering your own dignity, endeavor to become yourselves worthy of being that which I have so often called you, namely, My dear children! This fatherly call is only for those who are able to retain their human dignity; for by retaining it, they also attain more and more the dignity to become My children, what I wanted the first man to become when he was created, but unfortunately he failed to become!

46. So be strict, “watch and pray, that you enter not into temptation”, as I once called to My disciples. At that time I knew why, and now I am telling you again: Watch and pray that you do not ever debase yourselves. And always remain faithful to that which by so many words from Me you could easily fathom, namely, that only through nobility of the soul can human dignity be attained, consolidated and retained. Without it, all reading and praying is of no benefit! The inner man must be in My likeness, then his outer image will one day correspond to his spiritual surroundings in the beyond. And so endeavor to enter the other world endowed with a spiritual-psychic countenance. It is better to prepare for this already here, instead of trying to attain it only there. Here, what is required is “the dignity of man”, there, “the dignity of spirit” is another level for which human dignity serves as basis and which is unattainable without it.

47. I prepare you to achieve within a short earthly life that which is there by far more difficult to attain. Therefore, heed My words, they come from your Father, who wants to make you worthy of Him. However, you cannot achieve this unless you have become worthy of yourselves.

48. This for you and all who come and are thirsty and hungry to act accordingly, who try to regain with you that which, consciously or unconsciously, they have often thoughtlessly lost, namely, their own dignity, as the sole anchor in life, in the midst of conflict and privation of every kind, as anchor of trust, hope and love! Amen.

11. Lebensgeheimnis… Die Sprache – 11th Secret of Life… Language

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

11 Jesus offenbart Lebensgeheimnisse - Die Sprache - Durch Gottfried Mayerhofer 11 Jesus reveals Secrets-of-Life - Language - Through Gottfried Mayerhofer
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

flagge de  11. Lebensgeheimnis – Jesus erläutert das Thema ‘Sprache’

11. Lebensgeheimnis – Jesus erläutert das Thema ‘Sprache’

Durch Jesus Christus offenbart an Gottfried Mayerhofer, 30. Januar 1871

1. Gestern Abend besprachen sich zwei deiner Brüder über den Stil oder die Art der Wortfügung, die in Meinen Diktaten an euch öfters herrscht, und gemäß ihren Ideen der deutschen Grammatik nicht immer angemessen ist.

2. Dein Bruder M-ch brachte zuerst die kritische Bemerkung, daß es ihm mehrmals begegnet, wo er ändern wollte, daß er doch wieder zu der von Mir gesetzten Reihenfolge der Worte zurückkehren mußte, worauf ihm dein Bruder L. ganz gut antwortete: “man soll Meine Worte nicht mit dem Kopfe, sondern mit dem Herzen lesen, dann wird der Sinn stets klar sein!”

3. Da nun letzterer so recht den Nagel auf den Kopf getroffen hat durch seine Bemerkung, so will Ich dir hier überhaupt über die Art und Weise sich auszudrücken, über die rechte Wortfügung und endlich über eine Grundwahrheit den Aufschluss geben, welche sich durch Meine ganze Schöpfung hindurch zieht, und von dem eben angeregten Zweifel deines Bruders Mch anfängt und bei dem großen Geistesmenschen aufhört.

4. Bevor wir uns aber so ganz in die nähere Erklärung dieser Frage, warum Mein Stil oft sich von dem eurigen unterscheidet, einlassen, müssen wir, wie überall, bei dem eigentlichen Grund anfangen und sagen:

5. “Was ist die Sprache? Wie entstand sie? Und wer war der eigentliche Leiter, welcher die Reihenfolge der Wörter so festsetzte, wie ihr es jetzt gewohnt seid zu lesen, zu schreiben und zu denken?”

6. Stets von dem Einfachsten ausgehend – kommt man am leichtesten zu einem wahren und wahrhaft tauglichen Schluss, der dann auf soliden, einfachen und festen Grund gebaut, als wie ein auf Felsen fest gebautes Haus auch nimmer umzustoßen ist.

7. Um nun also bei der allerersten Frage “Was ist die Sprache?” anzufangen, so müssen wir antworten:

8. Die Sprache ist eine Zusammensetzung von verschiedenen Lauten, die durch Mundwerkzeuge hervorgebracht werden, und in ihrer Verschiedenheit, oft einzeln, oft zusammenhängend, ein Wort und das Wort einen Begriff ausdrücken.

9. Je niederer ein Volk auf der geistigen Bildungsstufe steht, desto weniger Bedürfnisse hat es und braucht auch deswegen desto weniger Worte, um seine Bedürfnisse und sonstigen Gegenstände zu bezeichnen.

10. Die Sprache also entstand, indem man durch die artikulierten Laute und hervorgebrachten Töne entweder den Laut gewisser tönender Dinge nachahmen wollte, oder eigentliche Laute erfand, die das eine oder andere Bedürfnis, sei es des Körpers oder der Seele, ausdrücken sollten: so wie ihr es auch jetzt noch in der Kindersprache findet, wo in jeder Familie vom ersten Lallen des Kindes bis zur besseren Verständigung jedes Kind seine eigene Art hat, kundzugeben, was es eigentlich will.

11. Was ihr bei den Kindern täglich seht, das war auch einst bei den ersten Menschen, wo auch sie viele Worte sich selbst erfinden mussten, viele andere aber durch die innige Verbindung mit Meiner Geisterwelt von dieser erlernten, Worte, die stets in Entsprechung den betreffenden Gegenstand geistig bezeichnen.

12. Nach Vermehrung der Menschen, nach dem Falle des ersten Menschen schon, wodurch die Geistergemeinschaft abgeschnitten wurde, bis auf eure Zeit haben sich Sprachen und untergeordnete Mundarten zu Tausenden ausgebildet; die Menschen verstehen sich nicht mehr, und es müssen die Sprachen der Völker erlernt werden, mit denen man sich in Verbindung setzen will, weil sonst ein Sich-Verständigen nicht möglich ist.

13. Diese mehrere Tausende jetzt bestehender Sprachen haben auch natürlich von ihrem Ursprung an bis auf die Jetztzeit viele Änderungen erlitten; manche sind vorwärts, manche rückwärts gegangen, je nach dem Kulturstand und der geistigen Bildung der Völker selbst.

14. Überall aber, wo eine Sprache besteht oder bestand, war eines ihrer charakteristischen Merkmale, außer den der Sprache eigentümlichen Benennungen der Gegenstände und Begriffe, auch die Art, die Worte zu einem Satz zusammenzufügen, und endlich noch die Art – dieselben schriftlich oder bildlich aufzuzeichnen.

15. Bei der Wortfügung, wo eben deine beiden Brüder auch über die von Mir übliche Art ihre Gedanken austauschten, ist die erste Frage: “wie soll dieselbe eigentlich richtig gehandhabt werden?”

16. Sehet nun, hier sind wir bei dem angekommen, wo Ich eben entgegen der euch angewöhnten Art zu schreiben, öfters Mich anders ausdrücke.

17. Um euch dieses zu erklären, wollen wir uns in eine Diskussion einlassen und vorerst fragen: “Was ist ein Satz?” Ein Satz ist der Ausdruck eines Gedankens, dem entweder die Erklärung eines Begriffes oder die einer Handlung zugrunde liegt.

18. Wenn ich also eine Handlung erklären will, so sollte eigentlich im Satz zuerst das handelnde Zeitwort, als Willensäußerung des Handelns, und dann erst das die Handlung bezeichnende Wort folgen.

19. Wenigstens in der Sprache eines jeden Geistes setzt sich vorerst der Grundgedanke fest – ich will etwas tun, und dann kommt – was ich tun will.

20. So zum Beispiel heißt es in der Bibel: “Und Er schuf das Licht!” und nicht: “Er hat das Licht geschaffen”, wie ihr gewohnt seid zu schreiben; es geht das Wort “schaffen” dem des Lichtes voraus.

21. Nun, in Meinen Diktaten findet sich sehr oft ebenfalls diese nämliche Wortsetzung, und L. hatte ganz recht: Mit dem Herzen, das heißt geistig gelesen, ist es recht, wie Ich es diktierte, und wie es beinahe in allen alten Sprachen des Morgenlandes und Asiens und auch noch in einigen neueren der Brauch ist, in der eurigen aber gerade vermieden wird, indem das Nennwort zwischen dem Hilfs und Haupt-Zeitwort eingeschaltet zu werden pflegt, ja oft ganze Sätze so eingeschoben werden, daß erst am Ende das eigentliche Zeitwort kommt, welches bezeichnet, was eigentlich geschehen soll.

22. Nachdem nun allem ein geistiges “Warum” zugrunde liegt, so ist es auch hier wieder das Geistige, welches Meine Wortfügung rechtfertigt, und “geistig” mit “Herz” vertauscht so viel sagen will, als – wenn ihr euer Verstandesleben beiseitelasst, und mit dem Herzen wie Meine Geister denkt, so wird euch Meine Wortfügung ganz recht sein, sobald ihr aber von der inneren Seelensprache abgeht und zum Gehirn oder Aussenleben übergeht, so verliert ihr auch diese Ordnung, wie solches auch bei dem Schreiben der Sprachen geschehen ist.

23. Die alten Sprachen Asiens und Afrikas sind alle wie die allgemeine Geistersprache! Diese sollte von der Rechten zur Linken nur lesbar geschrieben werden, während bei euren jetzigen der nach außen oder dem Verstande lebenden Menschheit gerade das Gegenteil ausgeübt wird, das heißt von der Linken zur Rechten.

24. Auch dieses Verkehren deutet wieder auf den nämlichen Unterschied hin, wie Materielles und Geistiges.

25. Im Materiellen, wie zum Beispiel im menschlichen Körper, ist die linke Seite die Herz-Seite, von wo das Blut in den ganzen Körper ausströmt, sie ist die positive oder die geistige Seite; die rechte aber, wo das Blut zur Lunge und später wieder dem Herzen zurückgebracht wird, ist die negative und materielle Seite.

26. Was durchs Ohr zum Gehör und Gefühlsorgan der Seele, oder dem geistigen Menschen von der Außenwelt mitgeteilt wird, ist die negative, und was die Seele durch ihre Bewegungs-Werkzeuge der Außenwelt kundgibt, ist die positive Seite.

27. Ein jedes Ding hat ebenfalls zwei Seiten, eine rechte und eine linke, eine negative und eine positive, eine innere und eine Außenseite.

28. Die menschliche Haut ist innerlich linke Seite positiv, Außenseite rechts – negativ! Sie scheidet aus als positiv, wechselt dann die Pole, und saugt ein als negativ; was in jedem Augenblicke zahllose Male vor sich geht; denn Abstoßen und Anziehen, Reibung und erzeugte Wärme, Zerstören und Neuschaffen ist erstes Prinzip des Lebens! (Positiv ist auch “männlich”, negativ ist auch “weiblich”)

29. Das Auge, als Aufnahmeorgan der Eindrücke von außen, ist negativ, aber als Spiegel des Innern positiv.

30. Was hier als “positiv” und “negativ” bezeichnet wird, ist auch im Geisterleben, mit andern Worten gesagt, ein Annähern oder ein Entfernen von Mir und Meinen Gesetzen!

31. In den ersten Zeiten, wo die Menschen und Völker noch mehr dem Geisterleben näherstanden, erfanden sie ihre Sprachen ihrem geistigen Zustande gemäß; so war ihre Wortsetzung, so ihre Schreibart; wie sie aber mit der Zeit von dem großen Naturgesetz abfielen und den verkehrten Weg einschlugen, so wurden auch ihre Ausdrucks und Schreibweisen verkehrt, deswegen die meisten neueren Sprachen verkehrten Stil und verkehrte Schreibart haben.

32. Die Menschen vertauschten die Herzens-Geistersprache mit der Verstandes-Gehirn-Sprache, sind von Mir und ihrer eigenen Mission abgefallen, und deswegen scheint ihnen auch in der Natur manches ganz verkehrt, was den einst einfacher lebenden Naturmenschen gerade richtig erschien.

33. Ihr seht also, wie da vom Herzen, zum Herzen, oder durchs Herz, oder durch den Verstand ein Ab und Zu, ein Nahen und Entfernen, ein Bessern und Verschlechtern ist.

34. Was Ich euch früher von der Haut sagte, das gilt von jeder Frucht, von jedem Baum und von jedem Ding, überall sind es zwei Dinge, wodurch die Intelligenz des Innern sich der Außenwelt kundgibt oder von der Außenwelt Eindrücke erhält, überall positiv – negativ, überall rechts – links, überall Annähern und Entfernen, Ausscheiden und Einsaugen, gerade oder verkehrt.

35. So geht es fort in der ganzen Schöpfung – bis zum großen Weltenmenschen, dessen Eingeweide lauter Sonnen, Kometen und Planeten, und bis zum noch endlos größeren Geist-Welten-Menschen, dessen innere Einrichtungen lauter Himmel der verschiedensten Arten und Seligkeiten sind.

36. Auch diese saugen zu ihrem Bestande von außen ein, was sie dann in sich zu Geistigem verkehren, und geben oder stoßen hinaus, was dem Weltenmenschen an Geistigem gebricht.

37. Dort herrscht auch die rechte Ordnung, dort ist das Herz Mein Himmel im Zentrum der große positive Pol, der alles Gute hinausströmen läßt, und die Geister in der materiellen Welt – der negative Pol, welcher Mir wieder alles Geistige gereinigt zurückbringt, wo es sich aber vorerst vom negativen in positiven Pol verändert haben muß, wodurch der Wechsel von neuem beginnt.

38. Dieses ist das große Grundgesetz der Schöpfung, Ich, die Liebe – positiver Pol, und ihr und Meine Geister und Engel, als aufsaugende Teile – der negative Pol, bis nach vielem Aufsaugen und Abstoßen, was der Bewegung oder dem Leben gleichkommt, endlich Mein positiver Pol, als geistig ewig und unveränderlich bestehend, allein dastehen wird, und alles Aufgesaugte vergeistigt Mir gleich dann ewigen Frieden und Seligkeit genießen wird, wo nur stets sanfte Anziehung, aber kein Abstoßen mehr sich ereignen kann! (Siehe das Kapitel “Elektrizität” in dem Buch “Schöpfungsgeheimnisse”)

39. Äonen und Äonen von Zeiträumen werden zwar wohl bis dahin verrinnen, aber geschehen wird es doch einmal, wo Geist und Materie so gereinigt und vergeistigt ihre als ersten Impuls gegebenen Prinzipien verleugnen, und ruhig neben und ineinander leben wird, was einst nur durch Kampf und Auflösung sein Fortbestehen sichern mußte, und wo also Einigung zwischen allem bestehen wird.

40. Nun, seht ihr, Meine lieben Kinder, von der kleinen Frage und der Antwort Lks. angefangen bis zum Geistesmenschen das nämliche Band geschlungen und in alle Schöpfungen verflochten; dort als kleine Frage der Wortfügung in eurer Sprache, und hier in ungeheuren euch nicht denkbaren Entfernungen als Attraktions- und Repulsionskraft (Anziehungs- und Abstossungskraft) gegründet.

41. Ihr mögt aus dem ersehen, wie wenig dazu gehört, um eine ganze große Wahrheit, ein großes Grundgesetz Meines göttlichen Haushalts zu entdecken und zu erklären; freilich gehört aber eben auch Der dazu, Der es euch erklären kann; Der all diesen großen und kleinen Welten, all diesen Produkten, seien es geistige oder materielle, den nämlichen Weg verzeichnet hat; es gehört dazu euer Vater, Der euch solch große Wunder in kleinen Fragen erläutern und wieder dadurch zeigen will, wie viel und wie wenig dazu gehört, erstens Meine Größe, und zweitens Meine Liebe zu begreifen und dieselbe schätzen zu lernen! Amen!

flagge en  11th Secret of Life – Jesus elucidates the topic ‘Language’

11th Secret of Life – Jesus elucidates the topic ‘Language’

Jesus Christ reveals thru Gottfried Mayerhofer on January 30th, 1871

1. Last night two of your brothers discussed the style, or the kind of syntax, often prevailing in My dictates to you which is not always in accordance with their concepts of German grammar.

2. The first critical remark by your brother M. was that sometimes in his attempts to change it he still had to return to the sequence of words as set by Me, whereupon your brother L. gave him the good answer, saying that one shall not read My words with the head, but with the heart, and their meaning will always be clear.

3. Since the latter hit the nail on the head through his remark, I will elucidate for you the manner in which one should express oneself, the right syntax and, finally, a fundamental truth which applies to My entire creation, beginning with the just suggested doubt of your brother M. and ending with the great spiritual man.

4. Before entering fully into a more detailed explanation of your question, namely, why My style often differs from yours, we must as always begin with the basics and ask:

5. “What is language? How did it come into being? And who was the actual head who set down the sequence of words in the way you now read, write and think?”

6. Always proceeding from the most simple, one arrives most easily at the right and truly valuable conclusion which, built on solid, simple and firm ground, is like a house firmly built on rock, which cannot ever be destroyed.

7. To start with the very first question: “What is language?”, we have to answer:

8. Language is a combination of different sounds produced by parts of the mouth, which in their diversity, often singly, often in association, express a word, and the word, a concept.

9. The lower the spiritual level of a people, the fewer requirements it has and therefore requires fewer words to express its needs and to mark various objects.

10. Thus, language came into being when through articulating sounds and uttered tones one either wanted to imitate the notes of certain sounding objects or invented actual sounds meant to express one or the other need, be it of the body or of the soul; such as you still find in baby language, where in every family from a child’s first babble to a better communication every child has its own peculiar way of expressing its need.

11. What you observe daily with children was also once the case with the original people, who had to invent many words themselves, but many others they learned from My spirit-world through their intimate contact with the same, words which always in correspondence denote the object in question spiritually.

12. When mankind increased in numbers, indeed already after the fall of the first man, whereby communication with the spirits was severed until your time, language and minor dialects have formed by the thousands. People no longer understand each other and the languages of the nations one wants to contact have to be learned, otherwise a mutual understanding is impossible.

13. Of course, these several thousands of languages now existing underwent many changes from the time of their origin to the present. Some have progressed, some regressed, in keeping with the cultural level and the spiritual development of the peoples as such.

14. But wherever a language exists, or existed, one of its characteristics, apart from the names of objects and concepts peculiar to the language, was also the way of combining the words into a sentence and, finally, also the way of recording them either in script or pictorially.

15. As for syntax, where your two brothers have just exchanged their thoughts on the method used by Me, the first question is: “How actually is the same to be handled properly?”

16. Look, here we have arrived at that point where, in contrast to the way you are accustomed to write, I often express Myself differently.

17. In order to explain this to you, let us enter into a discussion and first ask: “What is a sentence?” A sentence is the expression of a thought at the bottom of which is the explanation of either a concept or an action.

18. Therefore, if I want to explain an action, the sentence should first contain the acting verb, as the expression of the will to act, and should only then be followed by the word describing the action.

19. At least in the language of every spirit the first fundamental thought is: I want to do something, followed by what I want to do.

20. Thus it says in the Bible: “And He created the light”, but not: “He has the light created” (this is typically German syntax), as you are used to write; the word “create” precedes the word “light”.

21. Well, in My dictates this same syntax is often found and L. was quite right. Reading it with the heart, namely spiritually, it is right as I dictated it and as it is customary in almost all the old languages of the Orient and Asia, and also in some newer ones. However, in yours (the German language) it is avoided by inserting the noun between the auxiliary and the main verb, even whole sentences in such a way as to make the actual verb stating what is really going to happen, appear at the end.

22. Since at the basis of everything there is a spiritual “Why”, also here it is again the Spiritual which justifies My syntax and replacing “Spiritual” with “heart”, it means as much as: If you leave aside your intellect and, like My spirits, think only with the heart, you will readily accept My syntax, as soon as you abandon the inner language of the soul and go over to an intellectually orientated, or outer life, you lose also this order, as happened with the recording of the languages.

23. All the ancient languages of Asia and Africa are like the universal spirit-language. It should be written down to be read only from right to left, whereas with the languages of your present mankind which lives only outwardly, or according to the intellect, the exact opposite is practiced, that means from left to right.

24. This inversion, too, points to the said difference, namely, material versus Spiritual.

25. In the material sphere, as for instance in the human body, the left side is the side of the heart from where the blood flows into the whole body; it is the positive or spiritual side, while the right side from where the blood is transported to the lungs and later back to the heart, is the negative, material side.

26. What is conveyed through the ear to the soul’s organ of feeling and emotion, or to the spiritual man, from the outer world, is the negative aspect, and what the soul tells the outer world through its motive tools, the positive aspect.

27. Every thing has also two sides, a right and a left, a negative and a positive, an inner and an outer aspect.

28. The human skin is inside, on the left side, positive, on the outside or right side, negative. In its positive aspect it eliminates, whereupon it changes its poles and absorbs, being negative. This happens countless times at every moment. For repulsion and attraction, friction and generated warmth, destruction and newly creating are the first principle of life.

29. The eye, as the receptive organ for the outside impressions, is negative, but as mirror of within, positive.

30. What here is designated as “positive” and “negative” is, expressed in different terms, in the spirit-life a drawing to, or a distancing from, Me and My laws.

31. In the early times, when the people and the nations were still closer to the spirit-life, they invented their languages according to their spiritual state; accordingly their syntax and script. However, when gradually they turned away from the great natural law, taking the wrong path, also their ways of expression and writing became perverted, so that the majority of newer languages have a wrong style and a wrong manner of writing.

32. People have exchanged the spirit-language of the heart for the brain-language of the intellect and have turned away from Me and from their own mission. For this reason, many a thing in nature appears to them quite wrong which once appeared just right to primitive people living a simple life.

33. Thus you see that there is from heart to heart, or through the heart or through the intellect a to and from, a drawing near and distancing, a betterment and a worsening.

34. What I told you earlier about the skin, applies to every fruit, every tree and to every object; everywhere there are two aspects by which the intelligence of the within manifests to the outer world, or receives impressions from the outer world, and they are everywhere positive – negative, right – wrong, everywhere a drawing near and a distancing, eliminating and absorbing, straightforward or reversed.

35. Thus it continues in the entire creation – up to the great cosmic man, whose viscera consist in nothing else but suns, comets and planets, and up to the still endlessly greater spiritual cosmic man, whose inner arrangements are all heavens of the most diverse kinds and beatitudes.

36. These too absorb for their sustenance from without what they then change within into Spiritual, ejecting or expelling what the cosmic man requires in spiritual substance.

37. There, the right order prevails, there, My heaven is the heart in the center and the great positive pole which lets all the goodness emanate; and the spirits in the material world are the negative pole which returns to Me all the Spiritual purified, having first to change from the negative into the positive pole, whereby the change is initiated anew.

38. This is the great fundamental law of creation: I, Love, am the positive pole and you and My spirits and angels, as absorbing components, are the negative pole until, after much absorbing and repelling, which is equivalent to movement, or life, finally My positive pole, as Spiritual forever and immutably existing, will alone remain and all that was absorbed, spiritualized like Me, will enjoy eternal peace and bliss and only gentle attraction, but no repulsion can occur any longer.

39. Of course, eons upon eons of time will pass until then, but it will happen that spirit and matter, thus purified and spiritualized, will renounce their principles given them as first impulse and what once could only secure its permanence through conflict and dissolution, will be living peacefully side by side and within each other, so that there will be unity among all.

40. Now you see, My dear children, beginning with the minor question and L.’s answer and ending with the spirit-man, the same bond linking them with all the creations; there as a minor question as to the syntax in your language, and here in immense, for you unthinkable distances as power of attraction and repulsion.

41. From this you may learn how little is required to discover and elucidate a whole great truth, a great fundamental law of My divine Household. Of course, it requires also Him who can explain it to you; who has ordained the same way to all these great and small worlds, to all these objects, be they spiritual or material. It requires your Father, who wants to explain to you such great miracles in minor questions, thereby showing you how much and how little is needed to understand, firstly, My magnitude and, secondly, My love, and learn to value the same! Amen.

 

10. Lebens-Geheimnis… Glaube, Vertrauen & Zuversicht – 10th Secret of Life… Faith, Trust & Confidence

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

10 Jesus offenbart Lebensgeheimnisse - Glaube Vertrauen Zuversicht - durch Gottfried Mayerhofer 10 Jesus reveals Secrets of Life - Faith Trust Confidence - through Gottfried Mayerhofer
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Felsenfestes Vertrauen & Glaube
=> Reiner, unverdorbener Glaube
=> Der Glaube ohne Werke ist tot
=> Erwartet Erfolg…
=> Wenn ihr im Glauben hinaustretet
=> Glaube, Wahrheit & Erkenntnis
=> Ein Schilfrohr, wiegend im Wind
=> Der kluge & unkluge Bauherr
=> Die Jahreszeit der Ernte
Related Messages…
=> Steadfast Faith
=> Pure, undefiled Faith
=> Faith without Works is dead
=> Expect Success…
=> When you step out in Faith
=> Faith, Truth & Understanding
=> A Reed swaying in the Wind
=> The wise & unwise Builder
=> The Season of the Harvest

flagge de  10. Lebensgeheimnis… Glaube, Vertrauen und Zuversicht

Durch Jesus Christus offenbart an Gottfried Mayerhofer, 4. Oktober 1870
10. Lebensgeheimnis… Glaube, Vertrauen & Zuversicht

1. Nachdem du gestern diese drei Worte in einem spiritistischen Buche (Adelma, “Betrachtungsbuch”, Wien 1857) gelesen hast und sie dir nicht aus dem Kopfe gehen, so will Ich auf deine Bitte dir auch einige Worte über diese drei wichtigen Eigenschaften geben, die für dich besonders und auch für deine ganze Gesellschaft sehr notwendig sind; denn es mangelt auch bei ihr am Glauben, noch mehr an Vertrauen, und Zuversicht ist fast gar keine da. So höre denn:

2. Der Glaube, dieses schöne und edle Wort, welches ausdrückt, daß der Mensch oder sein geistiges Wesen sich ganz dem hingibt, was er als Wahrheit erfasst hat, und darauf seine fernere Handlungsweise baut, seinen Frieden daraus erhält und seine zukünftige Seligkeit darauf gründet – dieser Glaube, wie wenige haben ihn, und wenn er auch bei einzelnen vorkommt, wie gering ist seine Dosis!

3. Der Glaube ist die Grundbasis in allem, wie Ich es erst vor kurzem in Meinen Worten an deinen zweifelnden Freund gesagt habe. Ohne Glauben gibt es nichts, was geistig begründet werden sollte. Der Glaube ist mit den ersten Begriffen des Kindes das erste Band, das es an seine Mutter und an die Welt kettet. Was die Mutter dem Kinde, das heißt seinem aufstrebenden Geiste vertrauensvoll ins Herz legt, gläubig nimmt es das auf; es ist überzeugt, daß seine Mutter ihm nur Wahrheit sagt, es hat diese feste Überzeugung – durch die geistigen und körperlichen Bande geknüpft – als die einzige angenommen, durch welche es mit der Mutter und mit der umgebenden Welt in Verbindung steht; der Glaube an diese ersten eingeprägten Wahrheiten ist oft so anhaltend, was seine Stärke beweist, wenn er rein und aufrichtig ist, daß auch in den letzten Tagen des Greises der Mensch die Wirkungen nicht vergisst, welche ihm die ersten eingeprägten Lehren der Jugendjahre machten, welche er so ganz im Vollmass als von seiner Mutter kommend kindlich annahm, und sie als die ersten geistigen Schätze in seinem Herzen aufbewahrte.

4. So mancher von euch Menschen wird oft ausrufen: “O schöne Zeit der ersten Jugendtage, wo ich als unmündiges Kind den lehrenden Erzählungen meiner Mutter horchte, und alles für wahr, ja nicht anders möglich seiend, annahm, was sie mir damals ins Herz legte, und das noch jetzt, trotz allen Widerwärtigkeiten des Lebens und entgegengesetzten Erfahrungen, dennoch nicht aus dem Herzen zu verwischen ist.”

5. Ja, der Glaube, diese Tugend, mit kindlicher Einfalt an dem zu hängen, was man als Wahrheit erkennt, eben dieser Glaube ist der erste Grund, der den Menschen in den Friedenstempel einführen und ihm als Stütze dienen sollte gegen alle auf ihn einstürmenden Zweifel.

6. Wenn ich nun den Glauben im religiösen Sinne anwende, was sollte er erst da noch sein! – Die heilige Fahne, zu welcher der begeisterte Mensch schwört, sie nie mehr zu verlassen, als Fundament aller Lehren und Wahrheiten, die euch von Mir einst sichtbar und jetzt unsichtbar durch geistiges Einfließen gegeben werden!

7. Manche schon haben zu dieser Fahne geschworen, sie bis zum letzten Atemzug verteidigt, und sie auch öfters mit dem eigenen Blut besiegelt. Aber wie viele andere haben sie verlassen und sind zu ihr nie mehr zurückgekehrt. Und wie viele haben auch nebenbei ihren schönen Eifer des Glaubens in fanatische Wut ausarten lassen, welche dann zu Schändlichkeiten führte, wie sie die Geschichte des Priestertums bis auf den heutigen Tag in Unzahl aufweisen kann.

8. So ist es mit dem Glauben wie mit dem Feuer; das Feuer, ein so wohltätiges und nützliches Element es ist für den, der es weise gebraucht, so furchtbar ist es für den, welcher die Wirkungen desselben missachtet und vernachlässigt, und welchem es am Ende, statt ihm nützlich zu sein, den größten Schaden zuzufügen imstande ist.

9. Alles, was Ich geschaffen habe, hat zwei Seiten, eine gute und eine schlechte; ebenso der Glaube. Als reines Hingeben in den göttlichen Willen, welche sanfte Wärme verbreitet er über das menschliche Herz, – und wie brennend, wild und auflodernd, intolerant ist er, wenn von schlechter Hand benutzt, er dem Frieden suchenden Menschen, statt ein kleines Lämpchen als Wegweiser ihm eine Brandfackel in die Hand drückt!

10. Deswegen, Meine Kinder, hütet euch vor den Extremen, besonders in jetziger Zeit; nehmet den Glauben als heilenden Balsam und achtet wohl darauf, daß er nicht für euch ein verzehrendes Gift wird!

11. Um in allem sicherzugehen, glaubet nur Mir, höret nur auf Meine Stimme in eurem Herzen, die trügt nicht, und lasset euch nicht betören durch schlaue, nur ihrem eigenen Interesse folgende Ausleger Meines Wortes. Hier gilt das Wort: “Was ihr hört und leset, das prüfet; das Gute behaltet, und das Schlechte entfernt!”

12. Wenn ihr diese Regel in eurem Leben stets treu beachten werdet, so wird die Fahne des Glaubens euch stets das heiligste Palladium (Schutzbild) sein, mit welchem ihr den Weg zu eurer Seligkeit und zu Meinem Herzen gewiß sicher finden werdet.

13. Damit ihr aber auch euren Glauben stets mehr festiget, so müsst ihr auch das zweite Wort im höchsten Grade besitzen, das heißt, ihr müsst unbedingtes Vertrauen in Meine Worte legen, und wenn ihr es eigentlich genau nehmt, so ist Glaube und Vertrauen beinahe dasselbe.

14. Der Glaube ist die feste Annahme der Wahrheit, und das Vertrauen besagt ebenfalls nichts anderes, als die innigste Überzeugung, daß das Gesagte und gläubig Angenommene nicht anders sein kann, und nur zu dem Endziel führt, welches man wünscht, indem man festes Vertrauen darauf hat, daß so oder so handelnd das Geglaubte durch die Tat bestätigt werden muß.

15. Um euch diese beiden Begriffe bildlich näher zu bezeichnen, so setze Ich den Fall, ein Mann hat sich in einem Walde verirrt, er weiß keinen Ausweg mehr, da begegnet ihm (wie) zufällig ein anderer, der, um Holz zu sammeln, in den Wald gegangen war; der Verirrte fragt den andern um den Weg, welchen er einschlagen soll, um aus dem Walde zu kom¬men; der Holzsammler bezeichnet ihm genau die Richtung, die er zu nehmen hat. Der Verirrte glaubt den Aussagen des Holzsammlers, ver¬folgt den bezeichneten Weg, fest vertrauend, daß er ihn aus dem Walde führen wird.

16. Hier habt ihr den Unterschied zwischen Glauben und Vertrauen bildlich dargestellt; wollt ihr nun dieses Bild auf euer eigenes Leben, auf das Bekenntnis Meiner Lehre und auf das praktische Ausführen derselben anwenden, so muß Ich euch sagen, daß ihr so manches von Mir Gesagte glaubt, aber nicht das feste Vertrauen habt, daß beim Anwenden und leben danach das gewünschte und vorausgesagte Resultat die Folge davon sein wird.

17. Es geht aus dem hervor, daß wenn ihr zwar dem Anschein nach glaubt, was Ich in Meinen Evangelien und in Meinen nun euch gegebenen Worten sage, ihr (aber) doch nebenbei nicht das unbegrenzte Vertrauen auf die Unfehlbarkeit des Gesagten habt, dann geht es euch gerade so, wie dem Verirrten, den Ich früher anführte; wenn er dem Holzsammler nicht unbedingten Glauben schenkt, nicht fest überzeugt ist und ihm vertraut, daß der bezeichnete Weg der einzig wahre sei, so wird er den Ausweg aus dem Walde nicht finden, indem er unterwegs von Zweifeln geplagt unschlüssig zu werden anfängt.

18. So geht es euch gar oft, ihr glaubt, seid überzeugt, wenigstens für den Augenblick, sobald es aber an die Ausführung des Geglaubten gehen soll, so steigen leichte Nebel von Zweifeln auf, bald da bald dort ein “Warum” oder “wer weiß, wenn ich so handle, ob der Erfolg wohl der sein wird, wie man es mir vorausgesagt hat, usw.!” Es mangelt das Vertrauen, und alles noch so eifrig Geglaubte hilft nichts, oder: Die Worte ohne Tat sind leerer Schall! –

19. Es muß also zum rechten Glauben das rechte Vertrauen sich gesellen; das erste ist der Baum, der gepflanzt, das zweite die Blüte, die gezogen, und das dritte – die feste Zuversicht, die als Frucht erzielt werden soll. Wo diese drei Eigenschaften vereint in einem Herzen walten, da gilt Mein Wort, welches Ich einst zu Meinen Jüngern sprach, wo es heißt: “Wenn ihr unerschütterlich glaubt und wollt, so heben sich euch auch Berge hinweg!” Das will so viel sagen als: Habt ihr den Glauben an die Kraft des Wortes, ausgesprochen mit dem festen Vertrauen der Untrüglichkeit, so ist auch die feste Zuversicht dabei, daß das Gewollte erfolgen muß!

20. Wo aber findet sich dieses Kleeblatt von göttlichen Eigenschaften in einem von euch vereint? Überall ist seichter Glaube, wenig Vertrauen und gar keine Zuversicht. Hundertmal wiederhole ich es euch: “Tuet und lebet nach Meinen Worten, und ihr werdet Wunder ersehen!”

21. Des Glaubens schönste Eigenschaften, gekrönt durch unerschütterliches Vertrauen, werden eure himmlische Zuversicht erhöhen, daß auch ihr gleich Mir Elementen gebieten und gegen alle gewöhnlichen Gesetze der Natur Dinge ausführen könnt, die den andern als Wunder erscheinen müssen, weil sie nicht wissen, daß euer Wille gepaart mit dem Meinen das erste Gesetz ist, wovor sich alle übrigen Gesetze beugen müssen.

22. Ich weiß recht wohl, daß bei jedem Versuch euch Zweifel in Menge aufsteigen werden; denn solche Eingriffe in das Wesen Meiner Naturgesetze kann eben auch nur einer wagen, der ein Wiedergeborener geworden, und auch nur Meine Hilfe in sich anruft zu solchen Taten, wenn diese zum Besten der Menschen notwendig sind, und nicht aus Scherz, Ruhmsucht oder Eitelkeit, wo ihn auch das Gelingen im Stiche lassen würde. –

23. Ich sage euch nur, daß es möglich und schon Meinen Jüngern und andern begeisterten Menschen gelungen ist, aber nicht so leicht erreicht werden kann, wenn nicht diese drei Eigenschaften – der Glaube, das Vertrauen und die Zuversicht – im höchsten Grade bei einem Menschen ausgebildet sind.

24. Die feste Zuversicht des Gelingens ist die Frucht des Glaubens und des Vertrauens, darauf arbeitet hin.

25. Befestiget zuvor euren Glauben, daß er nicht wanke wie ein Schilfrohr, sondern fest stehe wie eine Mauer; sodann bauet auf diese Fundamentmauer das unerschütterliche Gebäude des Vertrauens, und die Vollendung des Ganzen wird euch dann die Zuversicht geben; in diesem Hause, auf solchen Grund gebaut, könnt ihr allen Stürmen von innen und außen trotzen und euren Weg der Vervollkommnung ungehindert verfolgen.

26. Dies, Meine Kinder, bedeuten diese drei Worte!

27. Auch du, Mein lieber Schreiber, leidest sehr an Mangel dieser drei Tugenden, und wenn diese Tugenden ebenfalls, wie Gottes, Nächsten- und Selbstliebe (Bedeutung der Zahl 666, als der gerechten Zahl des geistigen Menschen: 600 Teile Liebe zu Gott, 60 Teile Liebe zum Nächsten und 6 Teile Liebe für sich selbst; und beim Teufel umgekehrt) in Zahlen ausgedrückt werden sollten, so wäre das numerische Resultat für dich sehr gering und nicht zu deinem Vorteil; denn du hast wenig Glauben, noch weniger Vertrauen und beinahe keine Zuversicht, daß Meine Worte, die Ich dir gegeben, in Erfüllung gehen werden, trotzdem Ich dir tagtäglich wiederholen muß: Lass die Leute reden, bleibe bei Mir, bei Mir ist Wahrheit und keine Lüge!

28. Allein Ich kenne dein Herz und deine Gründe, welche dich zum Zweifel drängen. Es sind Prüfungen, die Ich dir sende, du wirst sie überstehen, und dann werden deine Kapitalien des Glaubens, Vertrauens und der Zuversicht schon zunehmen, damit du auch die übrigen deiner Gesellschaft mit diesen Gaben bereichern kannst, und dann – statt wie jetzt der Letzte – der Erste werden wirst. Bedenke diese wenigen Worte, es liegt viel darin, wie in allem, was aus Meinem Munde fließt. (Hier einschließlich aus Diktat vom 20. Januar 1871): “Ihr alle müsst euch aber nicht denken, daß Ich ihn wegen seiner besonderen moralischen Eigenschaften zu Meinem Schreiber gewählt habe, als sei er besser als ihr. Mitnichten, Ich wählte ihn, weil seine Verhältnisse ihm mehr Zeit lassen, seine Kenntnisse (sich) Mir mehr anpassen zur Entwicklung höherer Erklärungen, die ein anderer nicht so fassen könnte; aber wegen seines moralischen Wertes und seines Vertrauens zu Mir steht er nicht besser, als viele von euch. Ebendeswegen müsst ihr nicht glauben, wenn er in eure Versammlung tritt, daß Ich bei ihm bin, da würdet ihr ihm eine Verehrung zollen, die weit über seinen Bereich hinausgeht. Es ist da wie bei einem Vater, der seinen Kindern schreibt, nur die Feder oder der Vermittler ist er, mehr nicht! Wenn ihr einen lieben Brief empfangt, nach was sehnt ihr euch denn bei Lesung desselben? Gewiß nicht nach der Feder, mit welcher der Brief geschrieben worden, sondern nach dem Verfasser selbst.

29. So ist auch er ein Mensch, wie ihr alle, mit seinen Schwächen und Gebrechen, mit seinen Wünschen und Sorgen; er kämpft ebenfalls täglich, alles dieses loszuwerden, bittet auch oft Mich um Abrufung aus dem Jammertal, und zeigt eben dadurch, wie ihr alle, daß er ganz wenig Vertrauen zu Mir besitzt und bei weitem mehr haben sollte. Ihr seht aus allem diesem, daß überall das schwache Vertrauen der Hauptmangel bei euch und das Haupthindernis bei eurem Fortschritt ist.

30. Noch habt ihr alle nicht begriffen, warum Ich euch alle Tiefen Meiner Schöpfung, alle innersten Falten Meines göttlichen Ichs aufdecke und erkläre. Seht, Meine Lieben, alles dieses geschieht, um euch gerade eben das einzuflößen, was euch allen mangelt, das ist das Vertrauen zu Mir. Denn, wenn ihr mit Mir die unermesslichen Räume Meiner Unendlichkeit durchfliegt, wenn Ich euch Meine geistigen Himmel eröffne, euch ahnen lasse, was dort alles noch für euch aufbewahrt und bereitet ist; wenn Ich euch Mein eigenes Ich erkläre, das nur Liebe ist – und Liebe nur wieder will; wenn Ich euch bis in die kleinsten Atome beweise, daß Ich als Schöpfer und Vater alles mit gleicher Liebe erhalte, so will Ich damit doch nichts anderes als euch beweisen, daß ein Wesen mit dieser Macht und Kraft ausgestattet, wie Ich Mich euch zeige, doch des Vertrauens wert sein sollte, und daß im Gegensatz zu Meiner Allwissenheit und Allmacht euer Wirken und Treiben auf weniger als null heruntersinken muß.

31. Bedenket diese wenigen Worte, es liegt viel daran, wie in allem, was aus Meinem Munde fließt; vertiefet euch alle in den Sinn des Gegebenen, und ihr werdet nicht allein Trost und Frieden, sondern, was die Hauptsache ist, ihr werdet euren Standpunkt stets mehr und mehr erkennen, wo ihr dann das Wankende befestigen und so Mir näherkommen könnt.

32. Kein Wort, das Ich euch durch Meinen Knecht sende, war und ist noch ohne seine eigenen Zwecke; auch diese drei Worte führte Ich Meinem Schreiber eben jetzt vor die Augen, weil gerade jetzt es anfängt, in eurer Gesellschaft etwas wankend zu werden; es ist kein rechtes geistiges Leben da, – viele von euch leben wieder nur ihren Geschäften und Lieblingsideen, vergessen Mich und Meine Lehre fast ganz und denken nur an sie, wenn zufällig ein oder der andere eine Ansprache in diesem Sinne gehalten hat.

33. Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung fallet! Treibet nicht Scherz mit Meiner Gnade! Ich gebe sie nicht so wie manche glauben denjenigen, welche sich mit Mir und Meiner Lehre nur beschäftigen, wenn sie sonst nichts anderes zu tun haben. Sie sollten sich in acht nehmen, es könnte ein Blitz aus heiterem Himmel sie erschrecken, und dann sie zwingen aus Not einzusehen, daß sie das als Nebensache betrachtet haben, was eigentlich die Hauptsache sein sollte!

34. Wer von Meiner Lehre nichts weiß und dagegen sündigt, ist nicht so strafbar; wer aber Meine Lehre gelesen, sie so halb glaubt, aber kein rechtes Vertrauen in Bezug der Ausführung zeigt und an die Erreichung des eigentlichen Zweckes mit keiner Zuversicht denkt, da werde Ich wohl genötigt sein, durch einen direkten Rüttler ihn aufzuwecken, damit er nicht in den Schlaf der weltlichen Dinge verfalle und Meine geistige Schule dabei vergesse! Heute mahne Ich noch, wer außer Mir weiß, was Ich morgen tun werde? Eure Erdscholle, worauf ihr lebt und ruhig darauf herum wandelt und euch eures Lebens freut, ist unter euren Füßen hohl, furchtbare Abgründe bedeckt diese dünne Schale, und ihr mit dem festen Glauben und dem festen Vertrauen blickt ja mit großer Zuversicht zu Mir auf in der Hoffnung, Ich werde diese dünne Schale nicht einsenken und so euch alle unverhofft den Tod schmecken lassen! Ruhig legt ihr euch über diesen Abgründen nieder, während vielleicht unter euren Füßen euch unbegreifliche Kämpfe der Elemente stattfinden, legt euch nieder mit festem Vertrauen und Zuversicht, des andern Tages wieder gesund und gestärkt aufzustehen. Warum habt ihr denn diese Zuversicht in diesem Falle und in geistigen Dingen nicht? Seht, weil ihr glaubt, Ich werde es nicht tun! Und warum werde Ich es nicht tun? Weil ihr auf einen liebevollen Vater vertraut, der Seine Kinder nicht ohne Grund mit der Vernichtung strafen wird. Was ist also eure Zuversicht? Sie ist, daß das Gehoffte, nämlich die stete Angedeihung Meiner Gnade gegen euch, nicht wanken wird!

35. Nun, wenn ihr in diesem Punkte so festen Glauben, Vertrauen und Zuversicht in Mich habt, so erlaubet doch auch Mir, von euch – wenn auch nicht in diesem Maßstabe göttlicher Langmut, doch in menschlicher Nachsicht – zu fordern, daß ihr in geistigen Dingen ebenfalls mehr festen Glauben, stärkeres Vertrauen und größere Zuversicht haben mögt; daß ihr begreifen sollt, daß alles, was Ich euch schon gegeben habe, nur zu eurem Besten und nicht etwa für Mich zur Unterhaltung, sondern nur deswegen geschehen ist, um euch die Ehre angedeihen zu lassen – Meine Kinder werden zu können.

36. Ihr fordert von Mir unbegrenzte Gnade, und Ich fordere von euch unbegrenzte Liebe. Beim Austausch dieser beiden Bedingungen gewinnt bloß ihr, indem Ich euch mit einer Macht ausstatten will, die euch zu Herren alles Geschaffenen machen soll!

37. Wenn Ich also solch große Gnaden euch in Aussicht stelle, so ist es doch auch Mir erlaubt, diejenigen, welche einmal auf dem Wege zu Mir sind, falls sie während des Gehens vom Schlafe befallen werden würden, durch sanfte Stöße aufzuwecken, wie Ich es jetzt mit euch tue, damit ihr merken sollt, daß man Meine Wege nicht mit geschlossenen Augen wandeln, sondern Aug und Ohr wohl offen erhalten muß, um den rechten Weg nicht zu verfehlen und nicht auf Abwege zu geraten.

38. Also nochmals, bedenket alle, was Ich euch hier gebe! Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung fallet! – Dies sei euer Wahlspruch zum steten Wachstum im festen – Glauben, Vertrauen und in der Zuversicht! – Amen!

flagge en  10th Secret of Life… Faith, Trust and Confidence

Jesus Christ reveals thru Gottfried Mayerhofer on October 4th, 1870
10th Secret of Life… Faith, Trust and Confidence

1. Since you have read yesterday these three words in a spiritistic book (Adelma, “Book of Contemplation”, Vienna 1857), which you cannot dismiss from your memory, upon your request I too will give you some words on these three important qualities that are very necessary, particularly for you, and also for your whole company. For also they are lacking in faith, even more in trust, and there is hardly any confidence. So listen:

2. Faith, this beautiful and noble word which expresses that man, or his spiritual being, surrenders totally to that which he has grasped as truth and, basing his future actions on it, derives his peace from, and founds his future happiness on, the same, how few have it and even if it occurs with individual people, how minute its dose is!

3. Faith, as I have only recently said in My words to your doubting friend, is the fundamental basis of everything. In the absence of faith, there is nothing that has to be spiritually substantiated. Faith, together with the infant’s first comprehension, is the first bond binding it to its mother and to the world. What the mother trustingly lays into the heart of the child, that is, of its awakening spirit, it accepts faithfully. It is convinced that its mother tells it only the truth; it has arrived at this firm conviction, achieved through spiritual and physical bonds, as the only one binding it to the mother and the surrounding world. The faith in these first imprinted truths is often so lasting and, if pure and sincere, so strong that even in his last days on earth, man does not forget the effect the first impressed precepts of his early years, coming from his mother, which he accepted, childlike, in their entirety, preserving them as the first spiritual treasures in his heart.

4. Many a person among you will often exclaim: “Oh glorious time of the first days of youth, when as a dependent child I listened to the instructive tales of my mother and accepted everything as truth, and nothing but the truth, which at that tune she laid into my heart and which even now, despite all the vicissitudes of life and all the negative experiences, cannot be blotted out from the heart!”

5. Indeed, faith, this virtue of adhering with childlike faith is the first support which should lead man into the temple of peace and serve him as prop against all doubts assailing him.

6. When I now apply faith in the religious sense, how much more it should then be! The holy banner which the inspired man swears never to forsake, as basis of all precepts and truths once given you by Me visibly, and now invisibly through spiritual influence!

7. Many have sworn by this banner, defending it to their last breath and often sealing it with their own blood. But how many others have left it without ever returning to it. And how many have incidentally allowed their fine religious zeal to be perverted into fanaticism, which then led to the immense number of abominations as witnessed by the annals of the priesthood to this very day.

8. Thus, faith can be likened to fire. Although fire is such a beneficial and useful element for the one who uses it wisely, it is terrifying for the one who disregards and neglects its effect and to whom in the end it can do the greatest damage instead of being useful to him.

9. Everything I have created has two aspects, a good and a bad one. This applies also to faith. As total surrender to the divine will, what gentle warmth it spreads all over the human heart, and how burning, wildly blazing and intolerant it is if, used by the wrong hand, it presses a firebrand instead of a small lamp as a road-sign into the hand of the man seeking peace!

10. Therefore, My children, beware of extremes! Particularly in our time; use faith as healing balm and take good care lest it become a consuming poison for you.

11. So as to be on the safe side, believe only Me, listen only to My voice in your hearts, which does not deceive, and do not let yourselves be deluded by clever, sell-seeking interpreters of My Word. Here the word holds good: “Examine what you hear and read; adhere to the good and eliminate the bad.”

12. If you will always faithfully observe this rule, the banner of faith will at all times be for you the most sacred palladium (sanctuary) by which you will surely and safely find the road to your bliss and to My heart.

13. In order to consolidate your faith more and more you must also possess the second word in the highest degree, that means you must have implicit trust in My words; for, strictly speaking, faith and trust are almost one and the same.

14. Faith is the firm acceptance of truth and trust likewise signifies merely the innermost conviction that what was said and faithfully accepted can be nothing else and leads to the desired goal only through the firm trust that no matter what the action, what is believed has to be confirmed through it.

15. In order to metaphorically elucidate for you these two concepts, let us presume a man has completely lost his way in a forest. By chance he meets another man who has gone into the forest to gather wood. The one lost asks the other about the right path to take. The wood gatherer gives him precise instructions as to the direction to be followed. And the one lost believes the explanations of the wood gatherer and proceeds on the described path, firmly trusting that it will lead him out of the forest.

16. Here you have the difference between faith and trust metaphorically presented. If you want to apply this picture to your own life, to the confession of My teaching and the practical application of the same, I must tell you that you believe many a thing spoken by Me, but lack the firm trust that its application and the living according to it will be followed by the desired and predicted result.

17. Hence it follows that although you seemingly believe in everything I say in My Gospels and in My words now being given to you, you still lack the unlimited trust in the infallibility of what has been said. You will then fare like the aforementioned lost one: Unless he absolutely believes the wood gatherer, is firmly convinced and trusts that the described path is the only true one, he will not find the way out of the forest, for he will on the way, plagued by doubts, begin to waver.

18. This is often the case with you. You believe, are convinced, at least for the moment, but as soon as it is a matter of carrying out what you believe, slight mists of doubts arise, here and there a “Why, or: “who knows if the success of my action will be as predicted!” etc. What is lacking is trust, and nothing however zealously believed helps, or, in other words: The words without action are an empty sound.

19. Thus the right faith must be coupled with the right trust. The former is the tree that is to be planted; the second is the blossom to be cultivated, and the third, the firm confidence that is to be harvested as fruit. Where these three qualities are united together in a heart, My Word is valid which I once spoke to My disciples, where it says: “If you believe and will it unwaveringly, you will even move mountains!” – which means as much as: If you have the faith in the power of the word, uttered with the firm trust in its truth, also the firm confidence is present that the desired result will follow!

20. But where is this trio of divine attributes united in any of you? Everywhere there is shallow faith, little trust and no confidence at all. A hundred times I repeat it to you: “Act and live in accordance with My words, and you will see miracles!”

21. Faith’s most beautiful attributes, crowned by unshakeable trust, will enhance your heavenly confidence that also you, like Me, can rule the elements and perform deeds contrary to all ordinary laws of nature which to others must appear as miracles because they do not know that your will, coupled with Mine, is the foremost law to which all other laws are subservient.

22. I know quite well that at every attempt, numerous doubts will arise in you. For such invasions into the essence of My natural laws can only be attempted by one who has become reborn and who invokes only My help for such actions, provided they are necessary for the benefit of mankind, and not as a joke or out of ambition or vanity, when his action would result in failure.

23. I only tell you that it is possible and has been achieved already by My disciples and by other inspired men, although it cannot be easily attained unless these three qualities – faith, trust and confidence – are present in the highest degree in a human being.

24. A firm confidence in the success is the fruit of faith and trust; do strive after that.

25. First strengthen your faith lest it wavers like a reed, but stands fast like a wall. Then build on this foundation wail the unshakeable edifice of trust, and the completion of the whole will then lend you confidence. In this house, built on such ground, you can weather all storms from within and without and proceed unimpeded on your path to perfection.

26. This, My children, is meant by these three words!

27. Also you, My dear scribe, are greatly lacking in these three virtues; and if also these virtues should be expressed in numbers, as are the love of God, the love of the fellowman and the love of self (significance of the number 666, as the just number of the spiritual man: 600 = love for God, 60 = love for fellowman, 6 = love for self – with the devil in the reverse order), the numerical result for you would be very low and not in your favor. For you have little faith, still less trust and almost no confidence that My words which I gave you will be fulfilled, although day in and day out I keep telling you: Let people talk, stay with Me, for with Me there is trust and no falsehood!

28. However, I know your heart and the reasons that urge you to doubt. It is the tests which I am sending you; you will pass them and then your capital of faith, trust and confidence will surely increase so that you will be able to enrich the rest of your company with these gifts and will then become the first, instead of the last, as now. Ponder these few words; much is contained in them, as in everything issuing from My mouth. (Including the dictate from January 20th, 1871): “All of you, however, must not think that I chose him as My scribe on account of his special moral qualities, considering him better than you. By no means. I chose him because his circumstances leave him more time to adapt his knowledge to Me for the reception of sublime explanations another could not grasp so readily. However, as for his moral worth and his trust in Me, he is not any better than many of you. For this reason you must not think that I am with him whenever he enters your gathering; there you would accord him a veneration far exceeding his due. The situation is that of a Father who writes to His children, but he is only the pen or the agent, nothing more. When you receive a kind letter, what do you long for when reading it? Certainly not for the pen with which the letter was written, but for the author himself.

29. Thus he too is a man like all of you, with his weaknesses and shortcomings, his desires and worries. He too baffles daily to be rid of all this and often begs Me to release him from the vale of tears, thereby showing, like all of you, that he has very little trust in Me and ought to have far more. From all this you see that the main shortcoming with you and the main obstacle with your progress is everywhere the weakness in trust.

30. None of you have as yet understood why I uncover and explain to you all the depths of My creation, all the innermost aspects of My divine self. Behold, My dear ones, the reason for all this is, to instill into you the very thing lacking in all of you, meaning, the trust in Me. For when together with Me you traverse the immeasurable spaces of My infinity, when I open up to you My spiritual heavens, giving you an inkling of what is there being kept and prepared for you; when I reveal to you My own self, which is nothing but love and in return wants only love; when I prove to you down to the smallest atoms that I, the Creator and Father, sustain everything with the same love, I only want to prove to you that a Being possessed of this might and strength, as which I am showing Myself to you, should surely be worthy of trust and that, compared to My omniscience and omnipotence, all your activity and behavior must be considered as below the level of Zero.

31. Ponder these few words; they are very important, like everything flowing from My mouth. Enter deeply into the meaning of that which all of you were given, and you will not only find consolation and peace but, and this is the main thing, you will more and more realize your own standpoint and then, consolidating what is unstable, be able to draw closer to Me.

32. Not a word I send you through My servant was, and still is, without its own purpose. Also these three words I was just now bringing before the eyes of My scribe because right now it is beginning to be somewhat unstable in your company. There is no true spiritual life present. Many of you are again living only for their businesses and pet interest, almost wholly forgetting Me and My teaching and only remembering it when by chance one or the other has made a speech to that effect.

33. Be watchful and pray, lest you fall into temptation. Do not make fun of My grace! I do not, as some believe, bestow it on those who only concern themselves with Me and My teaching when they have nothing else to do. They should take care, for they may be struck by lightning out of a blue sky and be forced to realize that they had considered as a matter of secondary importance that which really should be their main concern.

34. Whosoever knows nothing of My teaching and sins against it, is not so culpable. However, if someone has read My teaching and, half believing, shows no true trust in its activation and no confidence in the attainment of the actual purpose, I shall be forced to wake him up through a direct jolt lest he drop off to the sleep of worldly things, thereby forgetting My spiritual school. Today I still admonish; who, apart from Me, knows what I shall do tomorrow? The piece of ground on which you live and peacefully walk about enjoying your life, is hollow under your feet. This thin shell covers terrible chasms and you with firm faith and trust look up to Me with great confidence and hope that I shall not let this thin shell give way, thereby letting all of you taste death unawares. Calmly you lie down above these chasms with the firm trust and confidence of again rising the next day hale and strengthened while perhaps under your feet to you incomprehensible baffles of the elements are taking place. Why do you have such trust in this case and not in spiritual matters? You see, because you believe I shall not do it! And why shall I not do it? Because you put your trust in a loving Father, who will not without reason punish His children with destruction. What, then, is your confidence? It is that, what you hope for, namely, the constant granting of My grace to you, may not waver.

35. Now, since in this respect you put such firm faith, trust and confidence in Me, do allow also Me to demand of you, if not at this rate of divine forbearance, then with human indulgence, to have also in spiritual matters a firmer faith, greater trust and greater confidence; and to understand that all I have already bestowed on you happened only for your benefit and by no means for My entertainment, but only in order to confer on you the honor of being able to become My children.

36. You demand of Me unlimited grace, and I demand of you unlimited love. With the exchange of these two conditions it is only you who gain, since I want to accord you a might that shall make you lords of all that was created!

37. Since I promise you such great graces, I am also allowed to wake up those on the road to Me, should they fall asleep while walking, through gentle nudges as I am now doing to you. Then you will realize that one must not walk My paths with one’s eyes closed, but with open eyes and ears so as not to miss the right way and go astray.

38. So again, let all of you consider what I am giving you here. Be watchful and pray, lest you fall into temptation! Let this be your device towards a steady growth in firm faith, trust and confidence! Amen.

 

7. Lebens-Geheimnis… Die vier Epochen der Welten- & Erden-Schöpfung – 7th Secret of Life… The 4 Periods of Creation of Worlds & Earths

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

JESUS offenbart LEBENS-GEHEIMNISSE... 7. Die vier Epochen der Welten- und Erden-Schoepfung LG07EN-Secrets of Life revealed through Gottfried Mayerhofer - The 4 Periods of Creation
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Alles war bestimmt von Anfang an
=> Erwachen des inneren Geistes
=> Knabe, Junge, Mann & Greis
=> Andere Welten
=> Der Mensch, die erste geistige Stufe
=> Zum Ruhm Gottes… Entworfen in…
=> Sieg des Geistwerkes Christi
=> Die Geistige Heimat
=> Winter, Frühling, Sommer & Herbst
Related Messages…
=> All was ordained from the Beginning
=> Awakening of the inner Spirit
=> Boy, Youth, Man & Old Man
=> Other Worlds
=> Man, the first spiritual Level
=> For God’s Glory… Designed in…
=> Triumph of Christ’s spiritual Work
=> The Spiritual Homeland
=> Winter, Spring, Summer & Autumn

flagge de  7. DIE 4 EPOCHEN DER WELTEN- & ERDEN-SCHÖPFUNG

7. Lebens-Geheimnis – DIE 4 EPOCHEN DER WELTEN- & ERDEN-SCHÖPFUNG

Durch Jesus Christus offenbart an Gottfried Mayerhofer, 29. Juli 1870

1. Da alles, was Ich tue, stets nur nach ein und demselben Grundprinzip geschieht und als ein Schöpfungsakt bestimmt ist, etwas Zweckentsprechendes hervorzubringen, und diesen Grundprinzipien gemäß alles stufenartig nacheinander entwickeln und es vervollkommnend alles wieder zu Mir zurückführen muß, so ist auch in dieser Hinsicht der innigste Zusammenhang zwischen den beiden früher angeführten Abschnitten und dem jetzigen, wo Ich euch dasselbe wieder zeigen werde, was zuvor in den vier Perioden des Menschenlebens, dann in den vier Jahreszeiten oder Entwicklungs- und Ausreifungs-Epochen ebenfalls vorgeführt wurde. Hier ist solches nur in größeren Dimensionen und in Ponen und Äonen von Zeitläufen vollführt worden, ehe die früher angeführten Stufen ins Leben treten konnten.

2. Ich sandte die anderen Abschnitte voraus, weil sie euch näherstehend euch leichter begreiflich waren, und ihr dann in dieses dritte Problem eher eingehen, und euch so besser zurechtfinden könnt.

3. Wie ihr im Kindesalter das geistig-seelisch einst zu großen Dingen sich entwickelnde Leben gesehen habt, und wie im Winter unter der Decke des Schnees alles Lebende und Vegetierende seiner Erlösung harrt, so war auch einst im unendlichen Raum alles vermengt, gemischt und im untätigen Zustande ruhig verharrend, bis Mein Machtwort es aus seinem Schlafe zur Tätigkeit erweckte.

4. Meine Ideen und Gedanken der Schöpfung, die vom Einfachsten ausgehend, wieder in jedes einfachste Ding die Fähigkeit legten, aus demselben zahllose seinesgleichen zu erzeugen, sie waren es, die der unendlichen Äthermasse den ersten Anstoß gaben, wo bisher alles ruhig beisammen wohnte, ohne Anziehungs- noch Abstossungs-Gelüste, – und als Mein Wille den ersten Impuls dazu gab, so begann das Werden, das sich Zusammengesellen des Gleichen zum Gleichen, und das Abstoßen des Fremdartigen.

5. Es schieden sich die einzelnen Elemente, getrieben durch geistige Kräfte, oder es vereinten sich solche unter gewissen Meinen Gesetzen entsprechenden Ordnungen; es begann das Lebens, das Sichgestalten; was früher noch aufgelöst, ohne Grenzen der Breite, Länge und Tiefe im Äther ruhte, begann sich zu formen, zu bilden. Es begann auch hier der entsprechende Prozeß des Kindesalters oder der Kampf der Elemente unter der Schneedecke, sobald der erste Strahl des geistigen Triebes die Kindesseele erweckte, oder der erste Strahl der leben bringenden und erwärmenden Sonne die eisige kalte Schale des Schnees zerbrach, worunter Millionen von gefesselten Leben ihrer Erlösung entgegen harrten.

6. Der große Frühling des kosmischen Werdens nahm seinen Anfang, und die Welten, Hülsengloben und Sonnen traten in das Jünglingsalter, wo noch nicht alles geschieden, wo noch Gärungsprozesse ihre unruhigen Teile von der Haupt oder Zentralsonne ausschieden, welche dann wieder durch den nämlichen Prozeß zu kleineren Sonnen, und diese erst nach langem Zerstückeln und Lostrennen einzelner noch kleinerer Teile zu den wie Kinder sie umkreisenden Erden wurden.

7. Die Weltensonnen in ihrer ungeheuren Größe mussten, bildlich gesagt, ganz den Jünglingsstand durchmachen. Nicht ruhig, sondern durch heftige Störungen mussten sie ihren Entwicklungsgang voranschreiten, machten Revolutionen in ihrem Innern wie an ihrer Oberfläche durch, welche ihr Inneres wie ihr Äußeres stets veränderten, wie beim Jüngling die mächtigen Leidenschaften in seiner jugendlichen Natur in seinem Innern geistige und im Äußeren körperliche Spuren zurücklassen.

8. So ging der Kampf fort, unter Zerstörung manches Gewordenen und dessen Erneuerung in einer höheren Stufe, – alles vorwärts drängend, bis endlich ein Gleichgewicht zwischen innen und außen hergestellt wurde, und die Welten wie die Nebensonnen und deren Erden in ihr Mannesalter traten, wo geregelter Verlauf ihres Lebensprozesses eintrat, und die gewaltsamen Umwälzungen und Zerstörungen nach und nach einer gesetzmäßigen Ordnung Platz machen mussten, und von wo aus, stets den Trieb nach Vervollkommnung in sich tragend, alles Geistige, durch die Materie Gebundene, in den Welten und Sonnen nach und nach deren Formen und Hüllen veränderte und so durch viele Millionen von Stufen es seinem geistig höheren Ziel entgegenführte.

9. Auf diese Weise werden auch die Welten, Sonnen und Erden nach langen großen Zeiträumen wieder ins Greisenalter treten, wo dann die meiste Lebenskraft verbraucht und in geistige Elemente verwandelt sein wird, die Materie verändert – ähnlich wie beim Baum, wenn nur noch sein Skelett ohne Blätter und Früchte, und beim Menschen der abgenutzte Körper seiner vorgeschrittenen Seele nicht mehr als Wohnhaus und Werkzeug dienen kann, indem das starre Materielle dem verfeinerten Geistigen nur hinderlich ist.

10. So geht es also mit den Welten, Sonnen und Erden; haben sie einst ihre Tätigkeit so weit gesteigert, daß am Aussenkleid derselben alles verbraucht, und nur der große und mächtige Trieb im Innern geblieben ist, der noch mehr zum Weiterschreiten zwingt, dann wird auch dieser innere Geistes-Komplex der großen Welten, wie die Seele beim Menschen, die untauglich gewordene Schale zersprengen, die ihr bisher als Umkleidung und Organ der Tätigkeit gedient hat, und wird vergeistigt und vervollkommnet ein höheres Welten, Sonnen und Erden-System daraus begründet werden, wo im Vergleich damit die jetzige Schöpfung sich zu der künftigen verhalten wird, wie die Schlacke zum Eisen, welches die erstere aus sich ausgeschieden hat, da solche in Bezug auf das Eisen und dessen Verwendung zu nichts mehr zu gebrauchen ist.

11. Das sind die großen Schöpfungsepochen, wie sie im unendlichen Raume von Ewigkeit her vor sich gehen, und was sie ihrem Zweck getreu vollführen werden nach Zeiträumen, für deren Dauer ihr keine Zahl habt, und für welche auch keine für euch denkbar ist, während welcher Mein Wille sich vollführen wird.

12. Der jetzigen materiellen Schöpfung folgt eine geistige, wie dem irdischen Menschenleben ein geistiges, wo auch die Produkte und Lebewesen nach solcher Veränderung eine auf höherer Stufe gebauten Welt entsprechende Existenz haben werden.

13. Jetzt will Ich euch noch eine andere, noch höhere geistige Stufenleiter als die früheren, zeigen, und diese Stufenleiter des Geistigen und Höchsten bis zu Mir Selbst heißt:

Geistesleben, Seelenleben, Engelsleben und Gottesleben

Mehr dazu im nächsten Kapitel…

flagge en  7. THE 4 PERIODS OF CREATION OF WORLDS AND EARTHS

7th Secret of Life – THE 4 PERIODS OF CREATION OF WORLDS AND EARTHS

Jesus Christ reveals thru Gottfried Mayerhofer on July 29th, 1870

1. Since all that I do always happens in accordance with one and the same fundamental principle, as a creational act is destined to produce something expedient and according to these fundamental principles has to develop everything in successive stages, perfect it and lead it back to Me, there exists also in this respect the most intimate connection between the earlier two sections and this one, where I shall again show you what first in the four periods of human life was demonstrated and then repeated in the four seasons or the developmental and maturing epochs. Here this was achieved only on a larger scale and in the course of eons upon eons of time, before the aforementioned stages could become effective.

2. I began with the other sections because they, being more closely connected with you, could be better grasped by you so that you might then more easily enter into this third problem and thus manage it better.

3. As you have seen in childhood how the spiritual-mental life one day develops into great things and how in winter under the blanket of snow all that lives and vegetates waits for its deliverance, thus also in the endlessness of space everything was once intermingled, mixed and in a dormant state waiting for My mighty Word to waken it from its sleep into activity.

4. It was My ideas and thoughts of creation which, proceeding from the simplest, endowed every thing however simple with a reproductive capacity which gave the first impetus to the infinite ether-mass where up until then everything had been dwelling together in peace, without a desire to attract or repel one another; and when My will added the first impulse for it there began the coming-into-being, the joining of like and like, and the repelling of the dissimilar.

5. The individual elements, driven by spiritual forces, separated or combined according to a certain order corresponding to My laws. There began life, the taking on of forms. What hitherto, still dissolved, unlimited by width, length and depth, had reposed in the ether began to take on form, to structure itself. Also here there began the corresponding process of childhood or the conflict of the elements under the blanket of snow as soon as the first ray of spiritual urge awakened the childís soul, or the first ray of the life-giving and warming sun burst asunder the icy-cold shell of the snow underneath which millions of shackled lives were hoping for their redemption.

6. The great spring of the cosmic coming-into-existence began and the worlds, shell globes and suns entered the age where not everything is separated but where through fermenting processes unruly parts are eliminated from the main or central sun and again through the same process become smaller suns which, after a long process of dividing and severing still smaller single parts became earths circling them like children.

7. Metaphorically speaking, the cosmic suns in their immense magnitude had to go through the whole phase of youth. They had to proceed on their road of development not peacefully, but through violent disturbances, living through revolutions in their interior and on their surface which always changed both, just as in the case of the youth the mighty passions in his youthful nature leave spiritual traces in his inner nature and physical traces in his outer appearance.

8. Thus the conflict continued, with the destruction of many a thing that had come into existence and its renewal on a higher level, everything pressing ahead until, finally, the equilibrium between the interior and the exterior was restored. The great and smaller suns and their earths entered their age of manhood where their life proceeded in an orderly fashion and the violent revolutions and destruction gradually had to make room for a lawful order, and from there, always carrying the urge for perfection within, all the spiritual, bound through matter, gradually in the worlds and suns changed the form and outer coverings of the same, thus through millions of gradations leading it towards its spiritually higher destination.

9. In this way also the worlds, suns and earths will after eons of time again enter old age, when most of the vitality will be spent and transformed into spiritual elements, and matter will be changed similarly as with the tree, where only its skeleton – without leaves and fruits, and with man the worn-out body can no longer serve his advanced soul as a dwelling and tool since the rigid material is only an obstacle to the purified spiritual.

10. This is how matters stand with the worlds, suns and earths. Once they have accelerated their activity to such an extent that in their outer covering everything is used up and only the great and mighty urge in the interior is left which forces to even more progress, also this inner spirit-conglomerate of the great worlds, like the human soul, will burst the now useless shell which hitherto had served it as envelopment and organ of activity; and from it a higher world, solar and earth system will be founded, spiritualized and perfected. In comparison, the present creation will be to the future one like slag compared to iron which the former has eliminated since it is no longer of any use as far as iron and its utilization are concerned.

11. There are the great creational epochs as they have been occurring from eternity in infinite space and what, true to their destiny, they will achieve after eons of time for the duration of which you have no number and are incapable of imagining a length of time during which My will is to fulfill itself.

12. The present material creation is followed by a spiritual one, just as the earthly human life is followed by a spiritual one where also the products and living beings after such a change will have an existence corresponding to a world built on a higher level.

13. Now I will show you another, still higher, spiritual gamut than the preceding ones, and this gamut of the Spiritual and most Sublime up to Myself is called:

Spirit Life,  Soul Life, Angelic Life & DIVINE LIFE

More on this in the next chapter …

 

6. Lebens-Geheimnis… Winter, Frühling, Sommer & Herbst – 6th Secret of Life… Winter, Spring, Summer & Autumn

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

LG06-WINTER FRUEHLING SOMMER HERBST JESUS OFFENBART LEBENS-GEHEIMNISSE durch Gottfried Mayerhofer LG06EN-WINTER-SPRING-SUMMER-and-AUTUMN-JESUS-REVEALS-SECRETS-OF-LIFE-through-Gottfried-Mayerhofer
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

flagge de  6. Lebens-Geheimnis… WINTER, FRÜHLING, SOMMER & HERBST

6. Lebens-Geheimnis… WINTER, FRÜHLING, SOMMER & HERBST

Durch Jesus Christus offenbart an Gottfried Mayerhofer, 28. Juli 1870

1.Es wird da so mancher fragen, wie kann wohl der Winter, wo die Natur eher mit dem Tode zu vergleichen ist, wie kann man den Winter, wo statt Wärme, als Quelle alles Lebens, die Kälte, gleichbedeutend mit dem Tode, herrscht, – wie kann der Winter mit der beweglichen Natur eines Kindes verglichen werden, wo alles Leben zeigt und alles von Leben strotzt?

2. Und doch, Mein lieber Zweifler, gibt es kein schöneres Beispiel, das Kindesleben mit dem Winter und seinem Leben zu vergleichen, als eben dieses, welches durch ein geistiges Band verbunden, das Nämliche in seinem Wesen zeigt.

3. Warte nur ein wenig, Mein Freund, und Ich werde dir den so tot vorkommenden Winter so lebendig, so warm darstellen, wie das Leben des Kindes ist; nur wollen wir die Sache nicht von dem Standpunkt der gewöhnlichen Darstellungsweise eurer Dichter und Poeten auffassen, sondern von dem Standpunkt, von welchem Ich es für gut finde, dieselbe nach Meiner Manier (Art) zu betrachten. Nun, so höre denn:

4. Siehe, Mein Freund, wenn du das ganze vegetative Leben des Kindesalters und sein Seelenleben damit vergleichst, so ist es, wie Ich im Anfang gesagt habe, ein Traumleben, ein Leben, wo alles Gute und Schlechte, alles Rechte und Unrechte noch den festen Schlaf des Sich-nicht-Bewusstseins unter der Decke der Unschuld schläft; denn Unschuld nennt man nur diesen Zustand, wo man keiner Schuld sich bewusst ist, aber auch keine kennt, denn mit der Erkenntnis der Unschuld hat dieselbe aufgehört.

5. Wie dieses Traumleben des Kindes, wo wie in einem Embryo alle Leidenschaften und alle andern Triebe verdeckt ruhig nebeneinander schlafen und nur den bessern Zustand ihres sie umschließenden Leibes erwarten, um dann zu erstarken und sich entwickeln zu können, ebenso – siehe, Mein lieber Freund, welch passender Vergleich und wie geistig nahe! – ebenso liegt unter der weißen Decke des Schnees (Weiß ist ja die Farbe der Unschuld) die ganze künftige Existenz eines Teiles des Erdballs im Schlafe begraben, nur wartend, bis eine höhere Macht, die Wärme der Sonne, diese Decke der Unschuld lüftet, dieselbe vernichtet, und den tausend und tausenderlei Leben ihren freien Lauf läßt, damit jedes gemäß seiner Bestimmung wirken und seinen Daseinszwecken nachzukommen vermöge.

6. Wie beim Kinde gute und schlechte Eigenschaften mit der Ausbildung des Körpers sich mehr manifestieren (zu erkennen geben), so zeigt sich im Erdenleben bei aufwachender Natur ebenfalls der Einfluß friedlicher und feindlicher Einwirkungen; anfangs, wie die Leidenschaften beim Kinde, ruhig unter der eisigen Decke des Schnees beisammen wohnend, trennen sie sich dann kämpfend und streitend, und so in stetem Kampfe gehen sie dem Frühling oder einer besser entwickelten Zeit entgegen, wo schon alles Lebende auf dieser Erde mehr erstarkt, auch im Kampf der Elemente und sonstiger Einflüsse widerstehen und denselben siegreich ertragen kann.

7. Im Frühjahre drängt alles unbewusst seiner Bestimmung entgegen; das Pflänzchen wird ein Bäumchen, bereitet alles vor, um einst als Baum seinen Zweck zu erfüllen, und Tiere bauen Wohnungen für ihre Brut, von der sie noch nicht wissen, woher sie kommt. – Alles schafft und webt; Zerstörung und Neuaufbauen, Formwechsel und Neugeburt sind des Erdballes Aufgabe; es ist ihre Jünglingszeit, welche oft Missarten und Afterbildungen (Nachbildungen), die nicht in den Kreis des Gewöhnlichen hineingehören und später wieder ausgeschieden werden, hervorbringt, wie bei dem Jünglinge seine dummen Streiche und leichtsinnigen Fehler.

8. So bekränzt die Natur im aufgewachten Frühling sich mit den schönsten Blumen, wie der Jüngling mit rosigen Wangen, und geht langsam dem Mannesalter entgegen, der Periode der Reife der Früchte, welche aus dem Treiben und Drängen des Frühlings hervorgehen soll, ganz im Sinne des Schöpfers.

9. Der Sommer oder das Mannesalter ist auch schon heißer, dem Manne rinnt der Schweiß von der Stirn bei Gewinnung seines täglichen Brotes; dem fruchttragenden Baum fehlt oft das Wasser oder die Feuchtigkeit, seine Kinder, die Blätter und Früchte, zu ernähren und letztere auszureifen.

10. Ebenso hoffnungslos steht der Mann oft da, läßt seine ermüdeten Arme sinken, wie der Baum seine Blätter; ein Sturmwind, ein Hagel entreißt ihm seine Kinder, die nur mit Mühe hervorgebrachten Früchte.

11. Dem Manne rauben Krankheiten seine Sprösslinge, seine Gefährtin; und wo beide, Mann und Baum, keinen Trost und keine Hilfe mehr erwarten, da türmt oft eine Windsbraut Wolken des Segens und Regens auf; letzterer ergießt sich in Strömen über die dürstenden Felder und Wiesen, befruchtet und befeuchtet die verschmachtende Natur, reinigt die Lüfte, und siehe, die ewig nie verlorene Naturkraft belebt wieder alle Wesen von neuem; der Sturm ist überstanden, manches wohl verloren, aber dafür tausend anderes ersetzt worden.

12. Beim Manne, wenn vom Unglück gebeugt er keine Hilfe mehr weiß, wenn das Ganze, vielleicht von Jugend auf erbaute Religionsgebäude mit dem Sturm des Schicksals zusammenbrach, da glimmt im Osten ein lichter Funke auf; es ist anfangs ein kleiner Stern, er steigt höher und höher, vergrößert sich, wird zur Sonne, zur Gnadensonne mit Meinem Bilde in der Mitte und mit Meiner Lehre als Strahlenbündel umwebt, beleuchtet das zerrissene Gemüt des Mannes, gießt sanften Trost und Licht in sein Herz, läßt den Tiefgeprüften, vielleicht zum ersten Male, den geistigen Vorgeschmack eines Himmels, das Vorgefühl einer göttlichen Liebe fühlen!

13. Der Mann richtet sich auf, begreift die Huld seines Vaters und segnet die Schicksalsschläge, die ihn getroffen und endlich keinen andern Zweck hatten, als ihn in die Arme Dessen zu führen, Der sie schon längst ausgebreitet hatte, ihn zu empfangen, und nur keine andere Art wusste, dieses zu bewerkstelligen, als durch ein dem Anschein nach vermeintliches Missgeschick.

14. So wird der Mann dann reif zum Greisenalter, wie der Baum seine Früchte ausreift zur Herbstzeit. Endlich kommt der Herbst, die Naturkraft, die während des Winters ruhig unter der Decke des Schnees schlief, die im Frühling alles zu neuem Leben weckte, im Sommer tätig war, alles seiner Bestimmung zuzuführen, hat gegen den Herbst sich ausgebraucht, ist müde geworden, hat ihren Zweck erfüllt und geht wieder schlafen.

15. Die Blätter fallen ab, der Baum, sonst in üppiger Fülle dastehend, verliert seine äußere Form, und bald als Gerippe und Skelett zeigt er zwar das Grundfundament, welches all das Hervorgebrachte getragen hat, aber die schöne Farbe, die Lebensfrische ist dahin; der Baum ruht, um in einem andern Jahre seine nächste Bestimmung anzutreten, entweder vollkommener als in dem Vergangenen, oder aber auch umgekehrt, der Zersetzung in andere Elemente sich nähernd.

16. So ist es ebenfalls mit dem Manne, nach und nach geht es dem Greisenalter zu; die Tatkraft, das schnelle Entschließen fängt an sich zu mildern, die Farbe des Gesichtes ändert sich, das Ergrauen der Haare (Zurückziehen des Eisens im Blut anzeigend, als Träger der Tätigkeit) wird immer bedeutender. Die Außenwelt schließt sich immer mehr, und der Greis beginnt ein inneres Leben, wie der Baum im Herbst, wo auch bei ihm die Zirkulation der erneuerten Säfte aufhört, und ein langsameres inneres Wirken, den menschlichen Blicken entzogen, sich fortsetzt.

17. So erwartet der Baum seine Bestimmung fürs nächste Jahr, gemäß seiner Tätigkeit, ob er als Brennholz dem Feuer übergeben oder zu anderen Zwecken dienen soll, oder ob er als Baum, vielleicht veredelt, bessere und schönere Früchte bringend, dem Menschen wieder körperliche und geistige Genüsse verschaffen soll, körperliche durch seine materiellen Produkte, und geistige durch sein Betrachten in Bezug auf den allgütigen Schöpfer und Herrn.

18. Alle Früchte und Produkte der ganzen Natur, die den lebenden Wesen zur Nahrung dienen, gehen durch ihre verschiedene Verwendung in eine höhere geistige Stufe über, indem sie zur Erhaltung von höher stehenden Wesen dienen, deren Körperliches befördern und das Geistige vervollkommnen helfen.

19. Was die Früchte bei den Erdprodukten, das sind bei den Menschen die Taten, sie helfen dem am Rande des irdischen Lebens Stehenden sein geistiges Ich aufbauen, um auch ihn zu einer höheren Stufe zu führen.

20. Was Ich euch hier gesagt, das Pflanzen und Tierreich sowohl als den Menschen in seinen vier Lebensperioden betreffend, das hat ebenfalls seine nämliche Bewandtnis bei ganzen Völkern und Nationen.

21. Auch sie haben ihre Kinder, Jünglings, Mannes und Greisenperiode; werden von Mir nach und nach auf den Weg zur Erkenntnis, durch Unglücke, Kriege, verheerende Krankheiten und durch sonst allerlei geführt, bis auch sie dann ihre geistige Höhe errungen, einzeln als Individuen oder im Ganzen als Nationen in höhere Sphären übergehen können; je nachdem ihre Neigung war, Meine Ratschläge und Mahnungen zu beachten, wo dann das eine Volk früher, das andere später zur Reife gelangen wird.

22. Hier habt ihr die zweite Reihe unserer Titelworte – Winter, Frühling, Sommer und Herbst -; jetzt wollen wir uns auf einen höheren Standpunkt schwingen und von da gleich Mir Meine Schöpfung in ihrem stufenweisen Wirken betrachten, wo ihr dann wieder Meine Liebe und Meine, nur auf das Glück Meiner geschaffenen Wesen bedachte Weisheit noch klarer erschauen möget!

flagge en  6th Secret of Life… WINTER, SPRING, SUMMER & AUTUMN

6th Secret of Life… WINTER – SPRING – SUMMER & AUTUMN

Jesus Christ reveals thru Gottfried Mayerhofer on July 28th, 1870

1. Many a one will ask: How can winter, when nature can rather be likened to death, where instead of warmth as the source of all life, cold, synonymous with death, prevails, how can winter be likened to the lively nature of a child who overflows with life?

2. And yet, my dear doubter, there is no better example than this one comparing the child’s life with winter which shows, linked through a spiritual bond, the corresponding trait in the child’s nature.

3. Just wait a little, My friend, and I shall describe to you the seemingly dead winter as very much alive, as warm as the child’s life. However, we will not consider the matter from the standpoint usually adopted by your winters and poets but from My standpoint from which I prefer to consider it after My own manner. So listen:

4. Look, My friend, when you compare with it the entire vegetative life of childhood and its soul-life, it is, as I said, a dream-life, a life where the good and bad, all that is right and wrong still sleeps the sound sleep of unawareness of Self under the cover of innocence. For only that condition is called innocence where one is unaware of having committed a sin and also knows none; for with the realization of innocence the same has ceased to exist.

5. Just as in this dream-life of the child where, as in an embryo, all the passions and other urges, covered up, are peacefully sleeping together only waiting for the better condition of the body enveloping them so that they may grow strong and develop – look, My dear friend, what an apt comparison and how close spiritually! – there lies asleep, buried under the white covering of the snow (for white is the color of innocence) – the whole future existence of part of the earth. It is only waiting for a higher power, the warmth of the sun, to lift and destroy this covering of innocence, freeing the thousands upon thousands of life forms so that every one of them can operate according to its purpose and fulfill its destiny.

6. Just as with the child’s physical development good and bad qualities become more apparent, so when nature awakens on earth, the effect of peaceful and hostile influences shows. At first, like the child’s passions, dwelling peacefully together under the icy cover of the snow, they separate, fighting and quarrelling, and amid constant conflict face spring or a better time where everything alive on this earth grows stronger and able to resist the battle of the elements and other influences, bearing the same victoriously.

7. In spring everything unconsciously hastens to meet its destiny. The little plant grows into a little tree and prepares everything so as to one day fulfill its purpose as a tree and animals build dwellings for their brood without knowing where it will come from. Everything is active and working; destruction and new beginning, change of form and new birth are the task of the earth globe. It is its time of youth which often produces monsters and secondary growths which do not belong to the normal cycle and are later eliminated, just as in the case of the youth his silly pranks and frivolous mistakes (the so-called “teens’).

8. Thus in the awakening spring, nature, like the youth with rosy cheeks, garlands itself with the most beautiful flowers and slowly moves towards manhood, the period of the maturing of the fruits, which, according to the intent of the Creator, is meant to result from the pressing up and urging of the spring.

9. Summer, or the age of manhood, is already hotter. Man’s brow drips with sweat as he works for his daily bread. The fruit-bearing tree often lacks the water or the moisture to nourish its children, the leaves and fruits, and mature the latter.

10. Often man, just as hopeless, drops his tired arms like the tree drooping its leaves; a gale, a hailstorm snatches away its children, the laboriously produced fruits.

11. Man is robbed through illnesses of his offspring, his helpmate. And where both, man and tree, no longer expect comfort and help, often a gale piles up clouds of blessing and rain. The latter pours down in streams onto the thirsty fields and meadows, fructifies and moistens the languishing nature and cleanses the air, and look, the never-lost vitality of nature again enlivens all beings. The storm is weathered; many things are lost and have to be replaced by a thousand other things.

12. When man, bent down by disaster, no longer knows what to do, when the whole religious edifice built perhaps from youth on has broken down with the storm of fate, a light spark begins to gleam in the east. At first it is a little star, then it rises higher and higher, grows bigger, becomes a sun, the sun of grace with My image in the center and surrounded by My teaching in the form of a pencil of rays, illuminates the unhappy heart of the man, pouring gentle comfort and light into his heart and allows perhaps for the first time the sorely tried to feel the spiritual foretaste of heaven, of a divine love.

13. The man stands up, understands the graciousness of his Father and blesses the blows struck him by fate, which after all had no other purpose but to lead him into the arms of Him who long ago opened them wide to receive him but who knew no other way of achieving it than by a seeming misfortune.

14. Thus the man matures towards old age, just as the tree ripens its fruits in autumn. Finally, autumn arrives. The forces of nature, during the winter dormant beneath the blanket of snow, which in spring wakened everything to a new life, in summer were active to lead everything towards its destiny, towards autumn have spent themselves, have become tired after having fulfilled their purpose and again go to sleep.

15. The leaves are falling, the tree, usually standing in luxuriant profusion, loses its outer form and, soon but a framework and skeleton, it shows the foundation which had borne all that it had brought forth, but the beautiful color, the freshness of life is gone. The tree is at rest so as to take up its next task in another year, perhaps in greater perfection than in the preceding one or, conversely, approaching its dissolution into other elements.

16. This applies likewise to the man, and gradually he approaches old age. His energy and the ability to make quick decisions begin to wane, the facial color changes, the graying of the hair (indicative of a withdrawal of the iron in the blood, as a carrier of activity) becomes increasingly pronounced. The outer world becomes more and more closed and the old man begins an inner life, like the tree in autumn, whose circulation of the renewed saps also stops, followed by a slower inner activity hidden from the human eye.

17. So the tree awaits its designation for the following year, depending upon its task, namely, whether it shall be burnt as firewood, serve other purposes or, perhaps grafted, as a tree yielding better and finer fruits, shall again provide man with physical and spiritual pleasures, the physical through its material products and the spiritual through his contemplation of the immensely good Creator and Lord.

18. All the fruits and products of the entire nature, serving the living beings as food, pass through their various uses to a higher spiritual level, for they serve towards the preservation of higher beings, enhance their material-physical nature and help to perfect their Spiritual.

19. What fruits are with the products of the earth, are with men their actions. They help the one standing at the close of his earthly life to build his spiritual self and to guide him to a higher level.

20. What I have told you here concerning the kingdoms of plants and animals as well as man in his four periods of life can also be applied to entire peoples and nations.

21. They too have their phases of childhood, youth, manhood and old age and are gradually led by Me through disasters, wars, devastating sicknesses and various other events until, having reached their spiritual pinnacle, they can singly as individuals or as whole nations pass to higher spheres. This depends on their propensity to follow My advice and admonitions whereby one people will mature earlier, another later.

22. Here you have the second row of our title – winter, spring, summer and autumn. Now we will rise to a higher standpoint and from there, like Me, contemplate My Creation in its graded working where you may again still more clearly behold My love and also My wisdom, which is only concerned with the happiness of My created beings!

flagge fr  HIVER, PRINTEMPS, ÉTÉ ET AUTOMNE

<= en arrière

HIVER, PRINTEMPS, ÉTÉ ET AUTOMNE
Secret de la Vie 6

28 juillet 1870 – Révélations du Seigneur reçues par Gottfried Mayerhofer

Beaucoup demanderont : Comment l’hiver, alors que la nature fait plutôt penser à la mort car le froid, synonyme de mort, y a remplacé la chaleur comme source de toute vie, comment donc l’hiver peut-il être assimilé à la nature vive d’un enfant qui déborde de vie ?

Et pourtant, mon cher incrédule, il n’est pourtant pas de meilleur exemple que celui-ci qui nous montre la correspondance avec la nature de l’enfant, en comparant la vie de l’enfant avec l’hiver durant lequel la nature est contrainte par une obligation spirituelle.

Attendez juste un peu, Mon ami et Je vais vous décrire l’hiver apparemment mort comme étant bien vivant, et aussi chaud que la vie de l’enfant. Cependant, nous ne considérerons pas cette question du point de vue habituellement adopté par vos écrivains et poètes, mais de Mon point de vue et selon Ma propre façon. Écoutez donc :

Regardez, Mon ami, quand vous comparez cela à la vie entière végétative de l’enfance et à la vie de l’âme, c’est, comme Je l’ai dit, une vie en rêve, une vie où le bon et le mauvais, tout ce qui est juste et faux dort encore d’un sommeil profond du fait que l’enfant, sous la couverture de l’innocence, est inconscient de Moi. Seul cet état, où on est inconscient d’avoir commis un péché et où on n’en connaît aussi aucun, est appelé l’innocence ; car avec la prise de conscience de l’innocence elle cesse d’exister.

De la même façon que dans cette vie-rêve de l’enfant où, comme dans un embryon, toutes les passions et autres fortes envies dissimulées dorment paisiblement ensemble attendant seulement une meilleure condition du corps les enveloppant pour pouvoir devenir fortes et se développer, – regarde, Mon cher ami, combien cette comparaison est opportune et proche spirituellement – l’existence entière future d’une partie de la terre se trouve là endormie, enterrée sous la couverture blanche de la neige (le blanc est la couleur de l’innocence). Elle attend seulement une puissance plus haute, la chaleur du soleil, pour soulever et détruire cette couverture de l’innocence, et libérer des milliers de milliers de formes de vie pour que chacune d’entre elles puisse fonctionner selon son but et accomplir son destin.

De même qu’avec le développement physique de l’enfant les bonnes et mauvaises qualités deviennent plus apparentes, de même quand la nature se réveille sur la terre, les effets des influences paisibles et hostiles sont plus visibles. D’abord, les passions de l’enfant, demeurent paisiblement ensemble sous la couverture glaciale de la neige, puis elles se séparent, en se battant et se disputant, et au travers de conflits constants affrontent le printemps ou un temps meilleur durant lequel tout vivant sur cette terre devient plus fort et capable de résister à la bataille contre les éléments et d’autres influences, et est même capable de les vaincre.

Au printemps tout s’empresse inconsciemment de rencontrer son destin. Les petites plantes croissent en petits arbres et préparent tout afin qu’un jour ils accomplissent leur but en tant qu’arbres où les animaux construiront des logements pour leur couvée sans savoir d’où il vient. Tout est actif et au travail ; la destruction et la reconstruction, le changement de forme et la nouvelle naissance sont la tâche du globe terrestre. C’est au temps de la jeunesse que sont souvent produits les monstres et les croissances secondaires qui n’appartiennent pas au cycle normal et devront être postérieurement éliminés, de même que les sottises idiotes et les erreurs frivoles d’un jeune homme (les prétendus “adolescents”).

Ainsi avec le réveil du printemps, la nature, comme un jeune homme avec des joues roses, s’orne elle-même des plus belles fleurs et se déplace lentement vers la virilité, c’est-à-dire la période de maturation des fruits, qui, selon l’intention du Créateur, a été conçue comme la conséquence de la pression et de la forte envie du printemps.

L’été, ou l’âge de la virilité, est déjà plus chaud. Le sourcil de l’homme goutte de sueur lorsqu’il travaille pour gagner son pain quotidien. L’arbre qui porte des fruits manque souvent d’eau ou d’humidité pour nourrir ses enfants, les feuilles et les fruits et de ce fait arrive à maturité en dernier.

Souvent l’homme, désespéré, laisse tomber ses bras fatigués comme l’arbre laisse s’affaisser ses feuilles; une tempête, une averse de grêle survient et arrache ses enfants, les fruits laborieusement produits.
L’homme est privé de sa progéniture, de son épouse par les maladies. Et lorsque tous les deux, l’homme et l’arbre, n’attendent plus ni confort ni aide, souvent une tempête accumule des nuages de bénédiction et de pluie. Ces derniers déversent leurs flots sur les champs assoiffés et les prés, humidifiant et faisant ainsi fructifier la nature languissante tout en nettoyant l’air et la vue, alors la vitalité jamais perdue de la nature anime de nouveau tous les êtres. La tempête a été essuyée ; beaucoup de choses sont perdues et doivent être remplacées par mille autres.

Quand l’homme, accablé par le désastre, ne sait plus que faire, quand l’édifice religieux entier construit péniblement depuis la jeunesse a été détruit avec la tempête du destin, une étincelle légère commence alors à briller à l’Est. D’abord c’est une petite étoile, puis elle monte de plus en plus haut, grandit, devient un soleil, un soleil de grâce avec Mon image en son centre entouré par Mon enseignement sous la forme d’un faisceau de rayons, illumine le cœur malheureux de l’homme en versant le réconfort et la lumière dans son cœur et en permettant ainsi peut-être pour la première fois, bien que sous la forme d’un essai douloureux, de sentir l’avant-goût spirituel du ciel et de l’amour divin.

L’homme se lève, comprend la bienveillance de son Père et bénit les coups du destin qui l’ont frappé, et qui n’avaient, après tout aucun autre but, que seulement de le mener dans les bras de Celui qui, depuis longtemps, les a ouverts largement pour le recevoir, mais qui n’avait aucune autre voie pour réaliser cela qu’un passage par de tels malheurs.

Ainsi l’homme mûrit vers la vieillesse, de même que l’arbre mûrit ses fruits en automne. Finalement, l’automne arrive. Les forces de la nature, inertes sous la couverture de neige durant l’hiver, se sont réveillées pour une nouvelle vie au printemps, se sont activées en été pour mener le tout vers son destin, et jusqu’a l’automne se sont dépensées, puis après avoir accompli leur but, la fatigue est survenue et un nouvel endormissement survient.

Les feuilles tombent, l’arbre, d’habitude debout dans une profusion luxuriante, perd sa forme extérieure pour prendre bientôt une structure squelettique, il montre sa fondation qui avait porté tout ce qu’il a mené à maturité, mais les belles couleurs, la fraîcheur de la vie sont parties. L’arbre est au repos afin de préparer sa tâche suivante une autre année, peut-être dans une perfection plus grande que la fois précédente ou, au contraire, en s’approchant de sa dissolution dans d’autres éléments.

Cela s’applique de même à l’homme qui graduellement s’approche de la vieillesse. Son énergie et sa capacité de prendre des décisions rapides commencent à s’affaiblir, les couleurs de sa face changent, ses cheveux deviennent d’un gris de plus en plus prononcé (indicatif d’un retrait du fer dans le sang, en tant que transporteur d’activité). Le monde extérieur devient de plus en plus fermé et le vieil homme commence une vie intérieure, comme l’arbre en automne, dans lequel la circulation de la sève renouvelée s’arrête aussi, suivi par une activité intérieure plus lente et cachée à l’œil humain.

L’arbre attend alors son destin pour l’année suivante, selon sa tâche, à savoir, s’il sera brûlé comme bois de chauffage, ou servira à d’autres buts ou sera peut-être greffé pour rapporter plus de fruits et de meilleurs, fournissant ainsi de nouveaux plaisirs physiques et spirituels à l’homme : plaisirs physiques par ses produits matériels et plaisirs spirituels par la contemplation de l’immensément bon Créateur et Seigneur.

Tous les fruits et les produits de la nature entière servent les créatures vivantes au travers de l’alimentation, ou en passant par des utilisations diverses à un niveau spirituel plus haut ; ils servent ainsi à la conservation d’êtres plus hauts, en augmentant leur nature matérielle-physique et en aidant à leur perfectionnement Spirituel.

Ce que les fruits sont avec les produits de la terre, les actes le sont avec les hommes. Ils aident celui-ci à être debout à la fin de sa vie terrestre, à construire son moi spirituel et à le guider à un niveau plus haut.
Ce que Je vous ai dit ici concernant les royaumes végétal et animal aussi bien que l’homme dans les quatre périodes de sa vie peut aussi être appliqué aux peuples entiers et aux nations.

Ils ont aussi leurs phases d’enfance, d’adolescence, de virilité et de vieillesse et sont graduellement menés par Moi au travers des désastres, des guerres, des maladies dévastatrices et de divers autres événements, jusqu’à atteindre leur pinacle spirituel et ils peuvent dès lors, soit séparément comme des individus, soit comme des nations entières, passer à des sphères plus hautes. Cela dépend de leur propension à suivre Mon conseil et Mes remontrances par lesquels certaines personnes mûriront plus tôt, d’autre plus tard.

Ici vous avez le deuxième groupe de mot de notre titre : l’hiver, le printemps, l’été et l’automne. Maintenant nous nous élèverons à un point de vue plus haut et de là, avec Moi, contemplerons Ma Création dans son travail progressif où vous pouvez de nouveau toujours plus clairement contempler Mon amour et aussi Ma sagesse, qui n’a qu’un seul but : le bonheur de Mes êtres créés!

<= en arrière

flagge italian  INVERNO, PRIMAVERA, ESTATE ED AUTUNNO

<= indietro

INVERNO, PRIMAVERA, ESTATE ED AUTUNNO
Segreto della Vita 6

28 luglio 1870 – Rivelazioni di Gesù Cristo – Comunicazioni ricevute da Gottfried Mayerhofer attraverso la Parola interiore nel 1870-1877

1. Qualcuno qui domanderà, come può l’inverno, dove la natura è piuttosto da paragonare alla morte, come può l’inverno, dove invece del calore, quale fonte di ogni vita, domina il freddo, sinonimo di morte, come può l’inverno essere paragonato alla vivace natura di un fanciullo, dove tutto manifesta vita e tutto abbonda di vita?

2. Eppure, miei cari dubbiosi, non esiste esempio più bello che paragonare la vita del fanciullo con l’inverno e la sua vita, come proprio questo, la cui vita collegata attraverso un vincolo spirituale, mostra la medesima nella sua essenza.

3. Aspetta solo un poco, amico Mio, ed Io ti presenterò l’inverno creduto così morto, tanto vivente e tanto caldo come è la vita del fanciullo; soltanto non vogliamo afferrare la cosa dal punto di vista della solita maniera di esporre dei vostri poeti e letterati, bensì dal punto di vista dal quale Io lo ritengo buono di considerare la stessa alla Mia maniera. Ebbene, così ascolta dunque:

4. Vedi, amico Mio, se tu confronti l’intera vita vegetativa dell’infanzia e la sua vita animica, allora è, come ho detto all’inizio, una vita da sogno, una vita in cui tutto il bene ed il male, tutto il giusto e l’ingiusto, dorme ancora il profondo sonno dell’incoscienza sotto il manto dell’innocenza; perché innocenza è soltanto quello stato in cui non si è coscienti di nessuna colpa, ma anche non si conosce niente, infatti, con il riconoscimento dell’innocenza la medesima ha cessato di essere.

5. Come questa vita da sogno del fanciullo, in cui come in un embrione tutte le passioni e tutti gli altri impulsi nascosti dormono uno accanto all’altro tranquilli ed aspettano solo la condizione migliore del suo corpo che li racchiude, per potersi poi fortificarsi e svilupparsi, – vedi, Mio caro amico, quale opportuno paragone e quanto spiritualmente è vicino! – tale e quale giace sotto il manto di neve (bianco è appunto il colore dell’innocenza) tutta l’esistenza futura di una parte del globo terrestre sepolta nel sonno, aspettando solamente finché un potere superiore, il calore del Sole, sollevi questo manto dell’innocenza, distrugga lo stesso, e lasci libero corso a migliaia e migliaia di forme di vita, affinché ognuno possa, secondo la sua destinazione, agire e conseguire lo scopo della sua esistenza.

6. Come nel fanciullo si manifestano buone e cattive caratteristiche con la formazione del corpo, così si manifesta altrettanto nella vita terrena con la natura risvegliante, l’influsso pacifico ed influenze ostili; all’inizio, come le passioni nel fanciullo, dimorando tranquillamente insieme sotto il manto gelido della neve, si separano poi lottando e combattendo, e così in continua lotta vanno incontro alla primavera oppure ad un tempo di sviluppo migliore, dove già tutto il vivente su questa Terra si rinvigorisce di più, resistendo anche alla lotta degli elementi ed altri influssi e può sopportare la stessa vittoriosamente.

7. In primavera tutto preme inconsapevole incontro alla propria destinazione; la pianticella diventa un albero, prepara tutto per adempiere un giorno come albero il suo scopo, e gli animali costruiscono dimore per la loro nidiata, di cui non sanno ancora da dove essa venga. – Tutto lavora e tesse; distruggere e riedificare, cambiar forma e rinascita sono compiti del globo terrestre; è la sua epoca giovanile che spesso produce deformità e formazioni anomale che non hanno posto nel circuito dell’ordinario e più tardi vengono di nuovo eliminati, come nel ragazzo le sue stupide burle ed errori fatti con leggerezza.

8. Così la natura s’inghirlanda nella primavera risvegliata con i fiori più belli, come il ragazzo con le guance rosse, e va incontro lentamente all’età adulta, il periodo della maturazione dei frutti che devono venir fuori dai germogli della primavera, perfettamente nell’intenzione del Creatore.

9. L’estate o l’età virile è già molto calda, all’uomo scorre il sudore dalla fronte per il guadagno del suo pane quotidiano; all’albero che porta frutto manca spesso l’acqua o l’umidità, per nutrire i suoi bambini, le foglie ed i frutti e portare questi ultimi a maturazione.

10. Proprio così sta qui l’uomo spesso disperato, lascia cadere le sue braccia stanche, come l’albero le sue foglie; una bufera, una grandine gli strappa i suoi figli, i frutti prodotti solo con fatica.

11. All’uomo le malattie rubano i suoi rampolli, la sua compagna; e dove entrambi, uomo ed albero, non si aspettano più nessun conforto e aiuto, là spesso una bufera ammassa nuvole di benedizione e pioggia; quest’ultima si riversa in torrenti sui campi e prati assetati, feconda ed umetta la natura morente, purifica l’aria e, guarda, l’eterna forza mai perduta della natura ridesta ancora tutti gli esseri di nuovo; la tempesta è superata, parecchie cose perdute, ma in compenso con mille altre sostituite.

12. Nell’uomo, quando piegato dalla disgrazia non sa più trovare aiuto, quando il tutto, forse l’edificio della religione edificato dalla giovinezza è crollato con la tempesta del destino, allora comincia a sorgere in oriente una chiara scintilla; all’inizio è una piccola stella, essa sale sempre più in alto, s’ingrandisce, diventa sole, Sole di Grazia con la Mia Immagine nel centro e, circondato col Mio Insegnamento come fascio luminoso, illumina l’animo lacerato dell’uomo, versa nel suo cuore dolcemente conforto e Luce, fa sentire al profondamente provato, forse per la prima volta, l’assaggio spirituale di un cielo, il presentimento di un Amore divino!

13. L’uomo si rialza, comprende la Grazia del Padre suo e benedice i rovesci del destino che l’hanno colpito ed alla fine non avevano nessun altro scopo che condurlo nelle Braccia di Colui che le aveva già aperte da lungo tempo per accoglierlo, e solamente non conosceva nessun altro modo per attuare questo, se non con un’apparente presunta sfortuna.

14. Così l’uomo diventa poi maturo per la vecchiaia, come l’albero matura i suoi frutti per la stagione autunnale. Alla fine arriva l’autunno, la forza della natura che durante l’inverno dormiva tranquilla sotto la coltre di neve ed in primavera risvegliò tutto a nuova vita, vita che era attiva in estate per portare tutto alla sua destinazione, si è consumata verso l’autunno, è divenuta stanca, ha compiuto il suo scopo e va nuovamente a dormire.

15. Le foglie cadono, l’albero, che di solito stava in pienezza rigogliosa, perde la sua forma esteriore, e presto, come scheletro e carcassa, mostrerà in verità le fondamenta di base che portarono tutto il prodotto, mentre il bel colore, la freschezza vitale è passata; l’albero riposa, per riprendere in un altro anno la sua prossima destinazione, o perfetto come nel passato, oppure anche all’opposto, avvicinandosi alla decomposizione in altri elementi.

16. Così è altrettanto con l’uomo; un po’ alla volta va incontro alla vecchiaia; l’energia, la decisione veloce comincia a mitigarsi, il colore del volto si modifica, l’incanutire dei capelli (annunciando il ritiro del ferro nel sangue, quale portatore di attività) diviene sempre più considerevole. Il mondo esterno si chiude sempre di più, ed il vecchio comincia una vita interiore, come l’albero in autunno, quando anche in esso cessa la circolazione degli umori rinnovati e procede un lento agire interiore, sottratto allo sguardo umano.

17. Così l’albero attende la sua destinazione per l’anno successivo a seconda della sua attività, se passarlo come legna per il fuoco oppure deve servire per altri scopi, oppure se, come albero, forse nobilitato, portando frutti migliori e più belli, deve procurare all’uomo nuovamente piaceri fisici e spirituali, fisici con i suoi prodotti materiali, e spirituali con la sua contemplazione in riferimento all’onnibuon Creatore e Signore.

18. Tutti i frutti e prodotti dell’intera natura che servono per nutrimento agli esseri viventi, passano con i loro differenti usi ad un gradino superiore più spirituale, essi servono alla conservazione di esseri più elevati, aiutano a favorire la loro parte corporea ed a perfezionare la parte spirituale.

19. Ciò che sono i frutti con i prodotti della terra, lo sono con l’uomo le azioni, esse aiutano colui che si trova al limite della vita terrena a costruire il suo io spirituale, per portare anche lui ad un gradino più elevato.

20. Ciò che qui vi ho detto, concernente il regno vegetale ed animale, tanto quanto l’uomo nelle sue quattro stagioni di vita, ha parimenti il suo medesimo stato presso tutti i popoli e nazioni.

21. Anch’essi hanno i loro periodi infantili, giovanili, virili e vetusti; sono guidati da Me un po’ alla volta sulla via della conoscenza, attraverso sventure, guerre, malattie devastanti ed ogni genere d’altro, finché anch’essi raggiungano la loro altezza spirituale e possano passare singolarmente come individui oppure nell’insieme come nazioni in sfere superiori, secondo com’era la loro inclinazione nell’osservare i Miei Consigli ed Ammonimenti, dove poi un popolo giungerà prima alla maturità, l’altro più tardi.

22. Qui avete la seconda serie di Parole del nostro titolo – inverno, primavera, estate ed autunno –; adesso vogliamo slanciarci ad un punto di vista superiore e da lì al par di Me osservare la Mia Creazione nella sua azione, gradatamente, da dove potete contemplare più chiaramente di nuovo il Mio Amore e Sapienza che mira solamente alla felicità dei Miei esseri creati!

<= indietro

5. Lebens-Geheimnis… KNABE, JÜNGLING, MANN & GREIS – 5th Secret of Life… BOY, YOUTH, MAN & OLD MAN

<= Zurück zur Übersicht – Back to Overview

LG05-KNABE JUNGE MANN und GREIS JESUS OFFENBART LEBENS-GEHEIMNISSE durch Gottfried Mayerhofer-1280 Jesus reveals Secrets of Life through Gottfried Mayerhofer 05 Boy Youth Man Old Man
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

flagge de  5. Lebens-Geheimnis… KNABE, JÜNGLING, MANN & GREIS

5. Lebens-Geheimnis… KNABE, JÜNGLING, MANN & GREIS

Jesus Christus offenbarte am 28. Juli 1870 durch Gottfried Mayerhofer

1. Hier hast du vier Worte aus dem menschlichen Leben sowie Worte aus dem Erden und Worte aus dem Schöpfungs-Leben. Alle diese Worte sind für sich in Zeitabschnitte abgeteilt. Die ersten bedeuten die vier Phasen (Werdestufen) eines Menschen, oder seine Lebensperioden, in bezug auf seine körperliche und geistige Entwicklung.

2. Was nun hier vom Menschen gesagt werden wird, das gilt in seiner Art auch für die Völker, die diese vier Perioden in ihrer geistigen Erziehung durchlaufen müssen, so wie die großen Abschnitte im Erziehen der gesamten Menschheit.

3. Um hier mit diesen vielen Bedeutungen und Erklärungen regelrecht anzufangen und auch vernunftgemäß zu enden mit dem einen, dann sich an das andere wendend, um es zu erklären, seinen geistigen Zusammenhang mit dem ersten zeigend, ferner auf das dritte übergehend, der nämlichen Folgenreihe nach, dann euch in Meine Werkstätte einführend, und endlich noch vier andere geistig große Worte in ihrer höchsten Bedeutung beleuchtend, damit ihr das Ganze dann in harmonischer Übersicht erblicken könnt, – so wollen wir dieses große Wort, das Ich dir hier gebe, in mehrere Abschnitte einteilen und also mit dem ersten, das heißt mit Erklärung der ersten vier Worte, das Natürliche vorausschicken; und so harret denn, Meine lieben Kinder, auf das, was der Vater hier wieder Schönes für euch entwickeln wird!

4. Knabe, Jüngling, Mann und Greis Hier seht ihr vor euch den Stufengang eines Menschen, auf und abwärts, während seines Lebenswandels auf dieser Erde. Körperlich geht es auf und abwärts auf dieser Stufenleiter, geistig sollte es nur aufwärtsführen.

5. Der Knabe oder das Kind, unbehilflich geboren, seine Seele in einem Traumleben befangen, weiß und erkennt nichts, muß alles erst lernen, selbst seine Gedanken, die mit dem Entwickeln seines Ich sich vermehren, in eine Sprache einkleiden, welch letztere anfangs mangelhaft, dann stets klarer und bezeichnender wird, je mehr der Körper und das Begriffsvermögen voranschreiten.

6. Der Geist, als Funke von Mir, verhält sich ruhig, in das Innerste des Herzens eingeschlossen, treibt nur hie und da die Seele an, auf die gesetzmäßige Weise ihren Körper auszubilden, um denselben als tüchtiges Werkzeug gebrauchen zu können, und um den aus dem regelmäßig ausgebauten Körper sich entwickelnden Seelenleib für ein anderes Leben mit ins Jenseits hinüberzunehmen, wenn der irdische Leib als die Umhüllung der Seele für sie nicht mehr brauchbar ist und sie eines anderen bedarf.

7. Im Knaben oder Kinde schlafen noch alle Leidenschaften, höchstens der Eigensinn und der Zorn sind es, die sich kundgeben; es sind dies die ersten Schmarotzerpflanzen, die sich um den jugendlichen Lebensbaum ranken, sich an ihn anklammern und, wenn nicht frühe Hilfe zur rechten Zeit dazutritt, den ganzen Baum seiner Kräfte berauben, seine Säfte und Kräfte in die der beiden Unkrautpflanzen verwandeln und dann den mit diesen Eigenschaften aufwachsenden Menschen gänzlich verderben, indem er als Sklave dieser Leidenschaften beinahe auf allen geistigen Fortschritt Verzicht leisten muß und viele Unannehmlichkeiten sich und auch anderen bereitet, die mit ihm in Berührung kommen.

8. Eigensinn und Zorn sind einige der mächtigsten Eigenschaften der satanischen Natur; denn des ersten wegen will der Satan nicht auf den Weg zu Mir einlenken, und wegen der zweiten Eigenschaft kann er keiner leisesten Spur von Liebe in seinem Herzen Eingang geben, die ihn, statt wilder, sanfter machen würde.

9. So geht es dem Knaben, da gar oft dumme Eltern, statt diese beiden Eigenschaften mit aller Gewalt zu bekämpfen, diese noch unterstützen, glaubend, wenn man dem Kinde nicht gibt, was es will, man ihm an der Gesundheit schade, oder mit der leichtfertigen Ausflucht gleich bereit sind: “das Kind versteht ja nicht, was es will; wenn es größer wird, wird es schon anders werden!”

10. Törichte Eltern! Ja, es wird anders werden; das, was es als Kind mit Tränen und unartikulierten Lauten ausdrückte, wird sich später in lieblose und kränkende Wone gegen euch verwandeln, dann mit dem Wachsen des Kindes und eurem Abnehmen vielleicht in tätliche Handlungen ausarten, wo ihr eure schöne Aussaat wieder zurückbezahlt erhalten werdet, wie ihr es verdient habt.

11. Das Kind, welches wie eine Pflanze sich nach und nach entwickelt und immer mehr seine Arme von der Mutterbrust in die weite Welt hinausstrecken will, um gerade das zu erfassen, was von ihm am weitesten entfernt liegt, das Kind wächst mit der Erkenntnis, und mit der Erkenntnis wachsen die Leidenschaften, und mit den Leidenschaften wächst die Begierde, diese zu befriedigen.

12. So angekommen in einem Alter, wo dieser Strom geistiger, seelischer und körperlicher Triebe, noch wie untereinander vermischt, geläutert werden muß, tritt das Bedürfnis des Lernens und der Schule heran, das Kind muß einen Begriff bekommen, was gut, was schlecht, was erlaubt, was verboten, was Tugend und was Sünde ist.

13. Hier, in diesem Stadium der Läuterung aller jugendlichen Begierden und Wünsche, müssen Eltern und Lehrer alles aufbieten, den von jugendlichem Übermut beinahe überflutenden Strom aller Wünsche, Leidenschaften und Begierden in ein streng abgeschlossenes Bett einzurahmen, ihm Dämme zu setzen, “damit er nicht aus seinen begrenzten Ufern heraustritt”.

14. Hier fängt die Seele an zu lernen, das heißt das erste ernste Wort des geistigen Menschen; es ist die Bezähmung seiner Leidenschaften, die Kraft, seinen Wünschen ein Ziel und seinen Eingebungen und Einflüsterungen ein gerechtes Ja oder Nein entgegenzusetzen.

15. Mit der Schule und dem Beispiel der Eltern als erste Führer in ein weiteres Feld eintretend, gleitet das Lebensschiffchen des Knaben zwischen Spiel und Lernen, Belehrung und Bestrafung in das Jünglingsalter, mehr schon aufgeweckt in Geist und Seele; sowohl mit andern ihm Gleichstehenden als Höheren oder Älteren in Berührung kommend, drängt es die jugendliche Seele zu fragen über Dinge, die sie zwar willenlos als Kind angenommen, aber nicht aus Überzeugung in ihrem Innern zur Vergeistigung ihres eigenen Ich gemacht hat.

16. Mit dem Eintritt in eine höhere Lebenssphäre (Lebensstufe), die zwar auch noch voll von Trugansichten ist, fängt das Fragen an: “aber warum dieses, warum jenes? -! -?”

17. Gemäß der Aufklärung baut sich dann der geistige Mensch im Innern auf, es regen sich im Jüngling endlich auch die geschlechtlichen Triebe, er sieht sich zum weiblichen Geschlecht hingezogen, das ihm in seinen Schuljahren gleichgültig, oft sogar verächtlich war.

18. Dieser Trieb, so gefährlich für die entfesselte Natur, ist doch einer der heilsamsten, denn er zähmt oft die rohesten Leidenschaften eines verdorbenen Kindes; und was Mutter, Vater und Lehrer nicht möglich war, das bezähmt ein Blick aus einem Auge voll Liebe und Seelenglück eines sich dessen nicht bewußten Mädchens, welches in dieser geistigen Magnetisierung etwas vollbringt, das nur in den Himmeln begriffen, dort einst seine rechte Aufklärung finden (wird) und hier auf dieser Erde nur einen leisen, leider nicht bleibenden Nachklang zurückläßt.

19. Mit dem Eintritt dieses Wendepunktes im Jünglingsleben ist der erste Schritt getan zum Mannesalter; die Liebe, die den Jüngling mit Rosen bekränzt, die ihm einen Himmel offen zeigt, den er noch nicht begreifen und fassen kann, diese Liebe, zuerst nur dem Gegenstand seiner Neigung zugewendet, leitet ihn dann zum Bewußtsein des Mannes und seiner ernsteren Pflichten.

20. So geht der ungestüme Jüngling in den bedächtigeren Mann über, wo die Lebensverhältnisse ernster werden, und der Mann, nicht mehr allein lebend, sondern eine Lebensgefährtin suchend, von dem Einzelleben in das der Familie eintritt, wo er seine Leidenschaften mehr bekämpfen muß, ein ernsteres Anschauen seines eigenen Lebens, um sich und die Seinen zu erhalten, ihm Pflichten auferlegt, von denen er als Knabe keine Ahnung, als Jüngling keinen Begriff hatte, und deren ganze Tragweite er jetzt erst als Mann erfassen kann.

21. Wie ein lustiger, frischer Wildbach sprang der Knabe über Stock und Stein; in der Ebene angekommen, noch von seiner Gefällsgeschwindigkeit zwischen den Bergen in sich habend, rauscht er als Lebensstrom lustig zwischen blumigen Ufern fort, doch stets mehr seine Geschwindigkeit verlierend und in der Ebene sich mehr und mehr ausbreitend, gleitet er ins Mannesalter hinüber.

22. Als Mann tritt er mit seinen neuen Lebensbedürfnissen, neuen Lebenssorgen und neuen Verpflichtungen gegen seine Familie schon in ein Stadium, wo der geistigseelische Mensch in ihm, mehr und mehr nach einem gewissen Gesetze formiert (geformt), entweder die Tendenz (das Streben) zum Guten, das heißt den Weg zu Mir, oder die entgegengesetzte, das heißt weg von Mir, angebahnt hat.

23. So treibt sein Lebensstrom fort, suchend, zweifelnd, aus dem Gefundenen sich ein eigenes Ich aufbauend, vielleicht stets mehr und mehr ruhiger werdend, glorreich aus allen Kämpfen und Zweifeln heraustretend, endlich als ruhiger Fluß dem Greisenalter entgegenschleichend, wo die Bewegung beinahe aufhört und – eigentlich wie der Hamster vom zusammengetragenen Kapital während der Lebenssommerzeit, von selbem gelebt werden muß, da Neues schwerlich hinzukommt, und alles, was die menschliche Laufbahn betrifft, durchgemacht ist, ihre Täuschungen, ihre Freuden – nun endlich die Ernte der vollbrachten Taten einzuheimsen ist.

24. So steht der Greis am Rande eines sichtbaren Körperlebens, hinter sich eine Vergangenheit, die nie zurückkehrt, vor sich eine unklare Zukunft, zwischen zwei Welten, einer sichtbaren und einer unsichtbaren, den Augenblick abwartend, wo seine Lebensuhr abläuft, und das so oft bewegte Pendel seines Körpers, das Herz, stillesteht!

25. Wohl dem Greise, der am Ende, nach heftigen Kämpfen und vielfachen Störungen, wenigstens doch so viel sich gerettet hat, daß das Kleid seiner Seele dem Urtypus (Urbild) Meines Ebenbildes, wenn nicht gleich, doch sich ihm genähert hat; wohl ihm, wenn er, sei es auch erst spät, doch seine Mission auf dieser Erde, seinen Gott und Herrn und die andere Welt richtig erkannt hat; er wird den Scheideaugenblick ruhig erwarten, wo die Kleider gewechselt werden, er wird die Welt ohne Scheu und ohne Reu verlassen, denn er hat, wenngleich spät, seinen Schöpfer, seinen Vater gefunden, Der ihm, dort oben, seinem stets jugendlich gebliebenen Herzen gemäß, gewiß auch ein jugendlich frisches Kleid anziehen wird, damit er dort als ewig schöner und stets geistiger werdender Jüngling auf der Stufe der Vervollkommnung immer mehr und mehr sich Mir nähern kann, um des Namens – “Gottes Kind” ganz würdig zu werden!

26. Hier habt ihr den Weg des Kindes, des Jünglings, des Mannes und des Greises, in wenig Umrissen dargestellt vor euch.

27. Jetzt wollen wir sehen, wie diese Lebensepochen analog (entsprechend) mit den Jahreszeiten eures Erdballs übereinstimmen, und inwieweit Winter, Frühling, Sommer und Herbst mit dem Kinde, Jüngling, Mann und Greis in ähnlicher Weise das nämliche geistig aussprechen, was ihr im darauffolgenden Kapitel in einem noch höheren Sinne vernehmen sollt!

flagge en  5th Secret of Life… BOY, YOUTH, MAN & OLD MAN

5th Secret of Life… BOY, YOUTH, MAN & OLD MAN

Jesus Christ revealed on July 28th, 1870 through Gottfried Mayerhofer

Here you have four words from human life as well as words pertaining to the life of the earth and the life of creation. All these words are divided into phases. The first signify the four phases of man or the periods of his life in relation to
his physical and spiritual development.

What will be said here about man, in its own way has also validity for the nations who in their spiritual education have to pass through these four periods, as well as for the great epochs in the education of mankind as a whole.

In order to begin systematically with these many meanings and explanations, rationally ending with the one before turning to the other to explain it and show its spiritual connection with the former, we will in due course pass to the third. Then, admitting you to My workshop and finally elucidating another four spiritually great words in their highest meaning so that you can see the whole in a harmonious summary, we will divide this great word I am giving you into several sections, beginning with the natural explanation of the first four words. And so, My dear children, wait for the fine thing the Father will again develop for you!

1. BOY – YOUTH – MAN AND OLD MAN
THERE you see before you the stages of a human being’s development up and down, during his life on this earth. In a physical sense it is an up and down on this gamut; spiritually it should only be an upward move.

The boy or the child, born helpless, his soul engrossed in a dream life, knows and recognizes nothing, and must learn everything, even how to clothe his thoughts, which increase with the development of his personality, in a language, which is at first faulty, then becomes progressively clearer and more accurate the more the body and the mental capacity develop.
The spirit, as a spark out of Me, behaves quietly, encased in the innermost of the heart; here and there it merely urges the soul to develop its body according to certain laws so that it can use it as a good tool and take the soul-body, developing out of the orderly constructed body, along to the beyond for a different life once the earthly body and envelopment of the soul are no longer useful for the soul and it requires a different one.

In the boy or child all the passions are still dormant and it is at most obstinacy and anger which manifest. These are the first parasitic plants sending forth their tendrils around the youthful tree of life and hanging on to it. If early help is not given at the right time the whole tree is deprived of its strength and its saps and vigor change into those of the two weeds, completely spoiling the man who grows up with these qualities. For he, being a slave to these passions has to forgo almost every spiritual progress, thereby causing great trouble to himself and others who come into contact with him.
Obstinacy and anger are some of the mightiest attributes of the satanic nature. Because of the former, Satan refuses to take the road to Me and, because of the second attribute, he cannot allow the slightest trace of love to enter his heart, which would render him softer, instead of more unruly.

This is the case with the boy since often foolish parents, instead of fighting these two qualities more forcefully, even support them in the belief that, failing to give the child what he wants, one harms his health; or they are ready with the frivolous excuse: The child does not know what he wants; once he is bigger, things will be different.’

Foolish parents! Yes, it will become different. What he now, as a child, expressed with tears and inarticulate sounds, later on will change into unkind and hurtful words against you, then, with the child’s growing up and your decline it will perhaps end in physical acts where you will harvest what you have so nicely sown, just as you have deserved.

The child, developing gradually like a plant, and more and more trying to stretch out its arms from the mother’s breast towards the wide world in order to grasp especially what is most distant, grows with its cognition, and with the cognition grow the passions, and with the passions grows the inordinate longing to gratify them.

Thus having reached an age when this stream of spiritual, mental and physical urges, which are still as if mixed together, must be purified, the need for learning and schooling arises and the child must acquire an understanding about what is good and what bad, what is allowed and what forbidden, what is virtue and what is sin.

During this phase of purification of all youthful inordinate longings and desires, parents and educators must do everything to check the stream of all desires, passions and inordinate longings, which is almost overflowing with youthful high spirits, damming it up so that it cannot rise beyond its limiting banks.’

Here the soul begins to learn the first earnest word of the spiritual man. It is the curbing of his passions, the strength to counter his desires with a purpose and his inspirations and insinuations with a straight yes or no.

At first guided by the school and the example of the parents, the boy’s little vessel of life, entering a wider sphere, glides along between play and study, instruction and punishment into the age of youth, already more alert in spirit and soul. Coming into contact with his peers as well as with those above him or with older persons, the youthful soul feels the urge to question things that as a child be had accepted involuntarily, without making them out of conviction his own for the spiritualization of his own Self.

With the entering into a higher life-sphere which, to be sure, is also full of erroneous ideas, the questions begin: “But why this, why that?’

In accordance with the enlightenment received, the spiritual man within is then developing; finally, in the youth also the sexual drive awakens, he is attracted to the female sex which in his school years used to be a matter of indifference and often even scorn to him.

This urge, so dangerous for the uncontrolled nature, is nevertheless one of the most salutary, for it often curbs the coarsest passions of a spoilt child and what the mother, father and teacher could not achieve, an unconscious look from a girl’s eye full of love and inner happiness does. With this spiritual magnetizing she accomplishes something that will only be understood and once fully explained in the heavens, but which here on this earth leaves only a faint, unfortunately transient echo.

With the appearance of this turning point in the life of the youth the first step is made towards manhood; love wreathes the youth with roses, opening up for him a heaven he cannot as yet understand and grasp. This love, at first turned only towards the object of his affection, then guides him to the awareness of a man and his more serious duties.

Thus the impetuous youth makes the transition to the more prudent manhood where life becomes more serious and the man, no longer living alone but looking for a life’s companion, steps from a single life into that of a family. There, he has to curb his passions more, and a more serious look at his own life in an attempt to support both himself and his loved ones imposes duties on him of which as a boy he had no inkling, as a youth no idea, and the full significance of which he can only now, as a man, grasp.

Like a merry, fresh mountain torrent the boy sprang up hill and down dale. Arrived on the plain, still retaining some of his downward speed in the mountains, be rushes on merrily between banks covered with flowers, however, losing more and more of his speed and more and more spreading out on the plain, he makes the transition to manhood.

As man with his new demands of life, new problems and new obligations towards his family, he enters already into a phase where the spiritual-mental man in him, more and more formed according to a certain law, has either taken the direction towards what is good, namely, the road to Me, or the opposite one, away from Me.

Thus the stream of his life flows on, seeking, doubting, building his own Self from what he has found, perhaps calming down more and more, emerging gloriously from all conflicts and doubts and finally, as a quiet river, creeping towards old age. There movement almost ceases and one must really, like a hamster, live off the capital accumulated during a lifetime. For hardly anything can be added to it and the entire course of human life has been lived through with its deceptions, its joys, and at long last the harvest of accomplished deeds is to be reaped.

Thus the old man stands at the end of his visible physical life, behind him a past which never returns, ahead of him an obscure future, between two worlds, a visible and an invisible one, waiting for the moment when his life’s clock stops and the busy pendulum of his body, the heart, stands still.

Happy the old man who, finally, after great conflicts and manifold disturbances, has at least secured for himself so much that the garment of his soul has approached the archetype of My image, even though not completely. Happy he if he, albeit late, has properly recognized his mission on this earth, his God and Lord and the other world. He will calmly await the moment of departure when the garments will be changed; he will leave the world without fear and regret, for, although late, he has found his Creator, his Father, who will Up There in keeping with his still youthful heart surely invest him with a new, youthful garment. Then, constantly becoming more handsome and more spiritualized, he can, on the level of perfection, keep drawing closer to Me in order to become quite worthy of the name of God”.

Here you have the road of the child, the youth, the man and the old man, in few outlines before you.

Now we will see the analogy of these life’s phases with the seasons of your earth, and how far winter, spring, summer and autumn express spiritually in a similar way the same thing, which in the following chapter you shall learn in a still higher sense.

flagge fr  GARÇON, JEUNE HOMME, HOMME ET VIEIL HOMME

<= en arrière

=> VIDEO

GARÇON, JEUNE HOMME, HOMME ET VIEIL HOMME
Secret de la Vie 5

28 juillet 1870 – Révélations du Seigneur reçues par Gottfried Mayerhofer

Ici vous avez quatre mots de la vie humaine mais ils pourraient aussi bien se rapporter à la vie de la terre ou à celle de la création. Ils divisent la vie en phases. Dans leur première acception ils divisent la vie de l’homme en quatre phases ou plus exactement en périodes de sa vie par rapport à son développement physique et spirituel.

Ce qui sera dit ici de l’homme, quant à la façon dont il construit sa propre voie, est aussi valable pour les nations quant à leur éducation spirituelle; elles doivent passer par ces quatre périodes, de la même façon que l’humanité dans son ensemble doit aussi traverser quatre grandes époques quant à son éducation.

Nous commencerons méthodiquement par ces diverses significations et explications, nous en finirons rationnellement avec l’une avant de passer à l’autre, nous expliquerons et montrerons son rapport spirituel avec la précédente, puis nous passerons en temps utile à la troisième. Alors, si vous acceptez Ma façon de faire, vous en arriverez finalement à découvrir, à partir de ces quatre grands mots – spirituellement parlant – une signification plus haute afin que vous puissiez voir le tout dans un résumé harmonieux. Nous diviserons ce grand développement que Je vous donne en plusieurs sections, nous commencerons par l’explication naturelle des quatre premiers mots. Ainsi donc, Mes chers enfants, recherchez les choses profondes que le Père va développer de nouveau pour vous!

Là vous ne voyez devant vous que les étapes du développement d’un être humain vers le haut et vers le bas, pendant sa vie sur cette terre. Dans un sens physique, ce processus comprend une montée puis une descente ; mais dans un sens spirituel cela doit seulement être un mouvement ascendant.

La vie de l’enfant ou du garçon à peine né, commence dans son âme comme dans un rêve, il ne reconnaît rien, il doit tout apprendre, et même comment habiller ses pensées, qui deviendront plus nombreuses et plus claires au fur et à mesure de la croissance de sa personnalité pour devenir un langage, qui de faible au début deviendra de plus en plus clair et expressif avec sa croissance corporelle.

L’esprit, en tant qu’étincelle divine issue de Moi, repose sereinement, enfermé au plus profond du cœur ; il active seulement de temps à autre l’âme pour le développement et à la croissance du corps physique, en accord avec certaines lois, afin qu’il devienne un instrument parfait à son service, à partir duquel se développera le corps spirituel de l’âme pour une autre vie dans l’au-delà lorsque le corps physique sera usé et inutilisable et que l’âme aura besoin d’un autre corps pour continuer son épanouissement.

Dans l’enfant garçon, toutes les passions dorment encore ; le plus souvent ce sont la colère et l’opiniâtreté qui se manifestent en premier, tout comme au printemps les premières plantes parasites enroulent leurs vrilles le long d’un jeune arbre vivant et s’accrochent à lui. Si une aide rapide ne lui est pas donnée à temps, il sera privé de la sève nourricière et sa vigueur sera changée en ces deux mauvaises herbes, de même l’homme qui grandit avec ces défauts sera complétement corrompu. Car l’homme, devenu esclave de ses passions, annihile tout progrès spirituel et se prépare de nombreux désagréments, non seulement à lui-même, mais également à tous ceux qui sont en relation avec lui.

L’opiniâtreté et la colère sont les défauts les plus abominables de la nature satanique; car avec le premier défaut, Satan barre le chemin qui conduit à Moi, et avec le second défaut, il ne laisse pénétrer dans le cœur pas le moindre amour qui aurait pu l’adoucir et le rendre plus humain.

C’est ainsi que l’enfant grandi dans l’indifférence des parents sots et aveugles spirituellement, qui au lieu de combattre ces deux qualités sataniques les renforcent encore davantage en accordant à leur enfant soit ce qu’il désire sous prétexte de ne pas nuire à sa santé, soit, au moindre refus ou subterfuge de l’enfant, disent : « Il ne comprend pas maintenant, mais quand il sera plus grand, ce sera tout à fait différent »!
Oui ce sera différent, pauvres parents sots et stupides, car ce que l’enfant exigeait avec des larmes et des trépignements de pieds, il vous l’extorquera avec des gros mots et des menaces, d’autant plus qu’avec l’âge il deviendra plus fort et vous deviendrez plus faible, ce qui ne sera que justice, car vous récolterez ce que vous avez semé.

L’enfant, tout comme une plante, se développe lentement et progressivement, et depuis le sein maternel essaie de plus en plus d’étendre ses bras vers le monde lointain, en vue d’atteindre ce qui est justement le plus éloigné de lui, c’est ainsi que l’enfant grandi en faisant de plus en plus de découvertes, et avec les découvertes croissent les passions, et avec les passions les désirs de les assouvir.

C’est ainsi que l’enfant parvient à un certain age, où le courant de l’esprit, de l’âme et du corps sont mélangés entre eux et doivent s’affiner, vient ensuite le besoin d’apprendre, d’aller à l’école pour avoir des notions de ce qui est bon et de ce qui est mauvais, de ce qui est permis et de ce qui ne l’est pas, de ce qu’est la vertu et de ce qu’est le péché.

A ce stade il doit apprendre à contrôler ses souhaits et ses désirs, c’est alors que les parents et les enseignants doivent tout mettre en œuvre pour les canaliser et mettre des limites à ne pas dépasser.

Ici l’âme commence à apprendre la première parole sérieuse de l’homme spirituel; c’est-à-dire de maîtriser ses passions et sa force, et donner un but bien déterminé à ses idées et à ses souhaits par un franc oui ou non.

D’abord guidé par l’école et par l’exemple des parents, le petit navire de la vie du garçon, en pénétrant dans une sphère plus large, glisse, entre le jeu et l’étude, l’instruction et la punition, jusqu’à l’âge de jeune homme, déjà plus alerte dans son esprit et son âme. En entrant en contact avec ses pairs, aussi bien qu’avec ceux qui sont au-dessus de lui ou avec des personnes plus vieilles, la jeune âme ressent une forte envie quant aux choses matérielles qui, suivant comme l’enfant est, ont été acceptés involontairement, sans qu’elles aient été extraites de ses propres convictions pour la spiritualisation de son propre Moi.

Avec l’entrée dans une sphère de vie plus haute qui, sans aucun doute, est aussi pleine d’idées fausses, les questions commencent : “mais pourquoi ceci, pourquoi cela ?”

D’après les explications données, l’homme spirituel commence à se former de l’intérieur ; avec la jeunesse, s’éveillent aussi les organes génitaux, ce qui fait qu’il se sent attiré par le genre féminin, alors que pendant les années scolaires il était complètement indifférent, voire même souvent méprisant.

Cette poussée instinctive, si dangereuse pour la nature déchaînée, est pourtant une des plus salutaire, car elle jugule souvent les passions les plus violentes d’un enfant pervers, et ce qui est souvent impossible à des parents ou à des enseignants, est possible grâce au regard d’une jeune fille rayonnante d’amour, qui par son regard magnétique accompli ce qui ne sera compréhensible et complètement expliqué qu’uniquement au ciel, et qui ne laissera malheureusement sur cette terre, qu’un très faible échos à peine perceptible.

Avec l’apparition de ce tournant dans la vie du jeune homme le premier pas est fait vers la virilité; l’amour tresse au jeune homme une couronne de roses, en ouvrant pour lui un ciel qu’il ne peut pas encore comprendre ni atteindre. Cet amour, au départ est tourné seulement vers l’objet de son affection, mais ensuite, il guide l’homme dans la prise de conscience de ses devoirs plus sérieux.

Alors le jeune homme impétueux opère une transition vers une virilité plus prudente où la vie devient plus sérieuse et l’homme ne vit plus seul, mais cherche la compagne d’une vie, passant ainsi du célibat à la vie de famille. Là, il doit refréner plus ses passions et porter un regard plus sérieux à sa propre vie en essayant de se soutenir lui-même ainsi que ceux qu’il aime, ce qui lui impose des devoirs dont le jeune garçon n’avait aucun soupçon, de même que le jeune homme, et dont la pleine signification ne pourra être saisie qu’une fois seulement qu’il sera devenu un homme.

Comme un torrent de montagne joyeux et frais le garçon prend brusquement conscience de la colline et en bas de la vallée. Arrivé dans la plaine, alors qu’il conserve toujours une partie de la vitesse qu’il avait au bas des montagnes, il bondit joyeusement entre des banques couvertes de fleurs, perdant cependant de plus en plus de sa vitesse et en se répandant de plus en plus dans la plaine, il fait ainsi la transition avec la virilité.

L’homme a de nouvelles exigences de vie, de nouveaux problèmes et de nouvelles obligations envers sa famille, il entre déjà dans une phase où, l’homme intello-spirituel en lui, de plus en plus formé selon une certaine loi, a ou bien pris la direction vers ce qui est bon, à savoir, la route vers Moi, ou la route opposée, loin de Moi.

Ainsi le flot de sa vie coule en cherchant, en doutant, en construisant son propre Moi avec ce qu’il a trouvé, en se calmant peut-être de plus en plus, en surmontant glorieusement tous les conflits et les doutes et finalement, comme une rivière calme, en coulant doucement vers la vieillesse. Là le mouvement cesse presque totalement et il faut vraiment, comme un hamster, vivre sur le capital accumulé pendant toute la vie.

Malheureusement rien ne peut y être ajouté et le cours entier de vie humaine a été dépensé avec ses tromperies, ses joies et à la fin seulement la moisson des actes accomplis doit être récoltée.

Ainsi le vieil homme se retrouve à la fin de sa vie physique visible, laissant derrière lui un passé qui ne revient jamais, et devant lui un avenir obscur, entre deux mondes, un visible et un invisible, attendant à tout instant l’arrêt de l’horloge de sa vie et du pendule affairé de son corps, autrement dit que son cœur s’arrête.

Heureux sera le vieil homme qui, finalement, après de grands conflits et des perturbations variées, aura au moins garanti pour lui que le vêtement de son âme s’est approché de l’archétype de Mon image, bien qu’incomplètement. Heureux est-il s’il a, bien que tardivement, correctement reconnu sa mission sur cette terre, son Dieu et Seigneur et l’autre monde. Il attendra calmement le moment de son départ ainsi que la dépose de son vêtement actuel; il laissera le monde sans crainte et sans regret, puisque bien que tard, il a trouvé son Créateur et Père, qui, conformément à son cœur toujours jeune le couvrira sûrement à son arrivée d’un nouveau vêtement. Alors, devenant constamment plus beau et plus spiritualisé, il pourra en se perfectionnant toujours, continuer à se rapprocher de Moi pour devenir tout à fait digne du nom : “d’Enfant de Dieu”.

Ici vous avez de décrit devant vous en peu de mots la route suivie par l’enfant, le jeune homme, l’homme et le vieil homme.

Maintenant nous allons étudier l’analogie des phases de cette vie avec les saisons de votre terre et comment l’hiver, le printemps, l’été et l’automne expriment spirituellement d’une façon semblable la même chose, et dans le chapitre suivant vous l’apprendrez dans un sens toujours plus haut.

<= en arrière

flagge italian  FANCIULLO, RAGAZZO, UOMO & VEGLIARDO

<= indietro

=> VIDEO

FANCIULLO, RAGAZZO, UOMO & VEGLIARDO
Segreto della Vita 5

28 luglio 1870 – Rivelazioni di Gesù Cristo – Comunicazioni ricevute da Gottfried Mayerhofer attraverso la Parola interiore nel 1870-1877

1. Qui tu hai quattro Parole dalla vita umana nonché Parole dalla vita della Terra e dalla Creazione. Tutte queste Parole sono suddivise tra di loro in periodi. Le prime significano le quattro fasi (gradi del divenire) di un uomo, oppure i suoi periodi di vita, in riferimento al suo sviluppo corporeo e spirituale.

2. Ciò che ora verrà qui detto dell’uomo, questo vale nella sua maniera anche per i popoli, i quali devono passare questi quattro periodi nella loro educazione spirituale, così come i grandi periodi nell’educazione di tutta l’umanità.

3. Per iniziare qui regolarmente con questi molti significati e spiegazioni ed anche per terminare ragionevolmente con l’uno, poi rivolgersi all’altro per spiegarlo, mostrando col primo il suo rapporto spirituale, passando poi al terzo secondo la giusta conseguenza, introducendovi poi nel Mio laboratorio ed alla fine esaminando ancora altre quattro grandi Parole spirituali nel loro sublime significato affinché possiate scorgere il tutto in una panoramica visione d’insieme – allora vogliamo suddividere queste grandi parole che Io qui do in più capitoli, e così con il primo, cioè con la spiegazione delle prime quattro Parole, premettere il lato naturale; perciò Miei cari figlioli siate pronti su questo, ad accogliere ciò che di bello il Padre svilupperà qui ancora per voi!

4. Qui vedete dinanzi a voi il percorso a gradi di un uomo, in su ed in giù, durante il suo percorso vitale su questa Terra. Fisicamente va su e giù su questa scala, spiritualmente dovrebbe solamente andare in su.

5. Il bimbo o il fanciullo, nato indifeso, occupa la sua anima in una vita di sogno, non sa e non riconosce nulla, deve prima imparare tutto, perfino i suoi pensieri che con lo sviluppo del suo io si moltiplicano, deve rivestire in un linguaggio, ciò che inizialmente è manchevole, poi man mano che procede il corpo e la facoltà di comprensione – esso diventa sempre più chiaro e caratteristico.

6. Lo spirito, quale Scintilla proveniente da Me, rimane tranquillo, racchiuso nel più interiore del cuore, stimola solo qua e là l’anima a perfezionare secondo la legge il suo corpo per poterlo usare come strumento capace e per portare per un’altra vita nell’aldilà il corpo dell’anima, sviluppatosi regolarmente dal corpo trasformato, allorquando questo corpo terreno non è più servibile all’anima come involucro ed essa ne ha bisogno di un altro.

7. Nel bimbo o fanciullo tutte le passioni dormono ancora, quelle che si rivelano al massimo sono il capriccio e l’ira; queste sono le prime piante parassite che gettano i tralci intorno al giovane tronco della vita, vi si aggrappano e, se non arriva presto un aiuto al tempo giusto, derubano l’intero albero delle sue forze, trasformando i suoi umori e forze in queste due malerbe e crescendo con queste caratteristiche guastano poi l’uomo completamente, dovendo egli, come schiavo di queste passioni, rinunciare quasi del tutto ad ogni progresso spirituale, e procurano molti dispiaceri a sé ed anche agli altri che vengono con lui in contatto.

8. Capriccio ed ira sono alcune delle caratteristiche più potenti della natura satanica; infatti a causa della prima Satana non vuole prendere la via che conduce a Me, ed a causa della seconda caratteristica non può concedere accesso nel suo cuore alla pur minima traccia d’amore che lo renderebbe, invece di selvaggio, più morbido.

9. Così avviene al fanciullo, perché spesso degli sciocchi genitori, invece di lottare contro queste caratteristiche con tutte le forze, ancora le sostengono, credendo che, se non si dà al fanciullo ciò che egli vuole, lo si danneggi nella salute, oppure sono subito pronti con la sconsiderata scappatoia: “Il fanciullo non comprende ciò che vuole; quando sarà più grande, sarà già tutto diversamente!”

10. Stolti genitori! Sì, sarà tutto diversamente; ciò ch’egli come fanciullo esprimeva con lacrime e suoni inarticolati, si trasformerà più tardi contro di voi in durezza e ferenti parole, poi con la sua crescita e con la vostra diminuita, forse degenererà in azioni manesche, dove riceverete indietro in pagamento la vostra bella semina come l’avete meritata.

11. Il fanciullo, che si sviluppa a poco a poco come una pianta e vuole stendere sempre di più le sue braccia fuori dal seno materno nel vasto mondo per afferrare proprio ciò che sta più lontano da lui, cresce con la conoscenza, e con la conoscenza crescono le passioni, e con le passioni cresce la voglia di soddisfarle.

12. Arrivato così ad una età in cui questi impulsi di energia spirituale, animica e fisica, ancora come mescolati l’un l’altro, devono essere purificati, si avvicina la necessità dell’insegnamento e della scuola, il ragazzo deve ricevere un concetto su cosa è bene, cosa è male, cosa è permesso, cosa è proibito, cosa è virtù e cosa è peccato.

13. Qui, in questo stadio di purificazione di tutte le voglie e desideri giovanili, genitori ed insegnanti devono mobilitare tutto per arginare in un severo letto sbarrato, il torrente della baldanza giovanile quasi straripante di tutti i desideri, passioni e brame, porre a lui ostacoli, “affinché non esca fuori dai suoi argini delimitati”.

14. Qui l’anima comincia ad imparare la prima serissima parola dell’uomo spirituale, essa è il freno delle sue passioni, la forza di opporre ai suoi desideri uno scopo ed alle sue ispirazioni ed insinuazioni un giusto sì oppure no.

15. Con la scuola e con l’esempio dei genitori, quali prime guide, entra in un campo successivo, la navicella della vita del fanciullo sguscia tra gioco e studio, istruzioni e punizioni nell’adolescenza già più risvegliato nello spirito e nell’anima; venendo in contatto tanto con altri a lui pari quanto più elevati o più anziani, la giovane anima viene spinta a fare domande su cose che per vero ha ben accettato da bambino senza volontà, ma non l’ha fatto per convinzione nel suo interiore per la spiritualizzazione del suo proprio io.

16. Con l’ingresso in una più elevata sfera della vita, che in verità è ancor anche piena di opinioni ingannevoli, cominciano le domande: “Ma perché questo? Perché quello? – ! – ?”

17. Conforme alle spiegazioni, nell’interiore si costruisce l’uomo spirituale, nel giovane si muovono alla fine anche gli impulsi sessuali, si sente attratto dal sesso femminile che nei suoi anni scolastici gli era indifferente, spesso perfino ripugnante.

18. Quest’impulso, così pericoloso per la natura liberata dalle catene, è certo uno dei più salutari, infatti esso ammansisce spesso le passioni più brutali di un ragazzo depravato, e ciò che non era possibile alla madre, padre ed insegnante, lo contiene uno sguardo da un occhio pieno di amore e felicità d’animo di una fanciulla, la quale non è conscia che in questa magnetizzazione spirituale compie qualcosa che è compreso solo nei Cieli e là troverà un giorno la sua giusta spiegazione, e qui su questa Terra lascia dietro solo una reminiscenza lieve, purtroppo non permanente.

19. Con l’ingresso di questo punto di svolta nella vita giovanile è fatto il primo passo verso l’età adulta; l’amore, che il giovane inghirlanda con rose, che gli fa vedere un cielo aperto che egli non può ancora comprendere né afferrare, questo amore, dapprima rivolto solo all’oggetto della sua affezione, lo guida poi alla consapevolezza dell’uomo e dei suoi assai gravosi doveri.

20. Così il giovane impetuoso si trasforma in uomo avveduto, dove le condizioni di vita diventano più serie, e l’uomo, non vivendo più da solo, bensì cercando una compagna per la vita, dall’esistenza di singolo entra in quella della famiglia, nella quale deve combattere di più le sue passioni per un concetto più serio della propria vita, e per mantenere se stesso ed i suoi gli si impongono dei doveri di cui da fanciullo non aveva nessun presentimento, da giovane nessun concetto, e dei quali come uomo può comprendere solo adesso tutta la portata.

21. Come un giocondo, fresco torrente, saltava il ragazzo su tronchi e sassi; arrivato in pianura, avendo in sé ancora della propria velocità dal pendio fra i monti, scroscia via allegro come torrente della vita tra rive infiorate, ma sempre più perdendo la sua velocità e diffondendosi sempre più nella pianura scorre verso l’età adulta.

22. Come uomo, con i suoi nuovi bisogni vitali, nuove preoccupazioni e nuovi doveri verso la sua famiglia, entra già in uno stadio dove l’uomo spirituale-animico in lui, formato sempre più secondo una determinata legge, ha avviato la tendenza o verso il bene, vale a dire la via a Me, oppure l’opposta, questo significa via da Me.

23. Così il suo torrente della vita prosegue, cercando, dubitando, costruendosi un proprio io dall’incontrato, diventando sempre più quieto, uscendo glorioso da tutte le lotte e dubbi, alla fine da fiume tranquillo va incontro lentamente alla vecchiaia, dove il movimento quasi cessa, e – veramente come il criceto dovrà vivere da sé del capitale raccolto durante la stagione estiva della vita, perché difficilmente sopraggiungerà del nuovo, e tutto ciò che riguarda il corso della vita umana è compiuto, le sue illusioni, le sue gioie – ora finalmente è da intascare il raccolto delle azioni compiute.

24. Così il vegliardo si trova al margine di una vita corporea visibile, dietro di sé un passato che mai più ritornerà, dinanzi a sé un futuro poco chiaro, fra due mondi, uno visibile e l’altro invisibile, aspettando il momento in cui il suo tempo di vita scade, ed il pendolo del suo corpo, il cuore, così spesso agitato, si arresta!

25. Ben per il vecchio che alla fine, dopo violente lotte e molteplici disturbi, si è per lo meno salvato così tanto che la veste della sua anima, anche se non simile, si è certo avvicinata al prototipo dell’Immagine Mia; ben per lui, se egli, anche se tardi, ha ugualmente ben riconosciuto la sua missione su questa Terra, il suo Dio e Signore e l’altro mondo; egli aspetterà tranquillo il momento della separazione in cui verranno scambiati gli abiti, egli lascerà il mondo senza timore e senza rimorsi, perché egli ha, anche se tardi, trovato il Padre suo, il suo Creatore che gli metterà lassù, conforme al suo cuore rimasto sempre giovanile, certamente anche una fresca giovanile veste, affinché là, quale giovane eternamente bello e diventando sempre più spirituale, si possa avvicinare sempre di più a Me, sul gradino del perfezionamento per diventare del tutto degno del Nome – “figlio di Dio”!

26. Qui avete la via del fanciullo, del ragazzo, dell’uomo e del vegliardo, rappresentatovi in pochi contorni.

27. Adesso vogliamo vedere come corrispondono queste epoche di vita analogamente con le stagioni del vostro globo terrestre, e fino a qual punto l’inverno, primavera, estate ed autunno esprimono nella medesima maniera lo stesso spirito con il fanciullo, giovane, uomo e vegliardo; questo è ciò che dovete apprendere nel seguente capitolo in un senso ancora più alto!

<= indietro

48. Predigt des Herrn… Haltung Jesu zur Obrigkeit – 48th Sermon of Jesus… The Lord’s Attitude Towards the Authorities

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

48. PREDIGT von JESUS... Haltung Jesu zur Obrigkeit - Matthaeus 22_15-22 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 48th Sermon of Jesus... The Lord's Attitude towards the Authorities
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

48. Predigt des Herrn… Haltung Jesu zur Obrigkeit
29. April 1872

Matthäus 22:15-22
Da gingen die Pharisäer hin und hielten einen Rat, wie sie Jesus fingen in seiner Rede. Sie sandten zu ihm ihre Jünger samt des Herodes Dienern und sprachen: “Meister, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und lehrst den Weg Gottes recht und fragst nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen. Darum sage uns, was dünkt dich? Ist es recht, daß man dem Kaiser Zins gebe oder nicht?” Da nun Jesus ihre Schalkheit merkte, sprach er: “Ihr Heuchler, was versuchet ihr mich? Weist mir die Zinsmünze!” Und sie reichten ihm einen Groschen dar. Und er sprach zu ihnen: “Wes ist das Bild und die Überschrift?” Sie sprachen zu ihm: “Des Kaisers.” Da sprach er zu ihnen: “So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!” Da sie das hörten, verwunderten sie sich, ließen ihn und gingen davon.

01. Dieses 22. Kapitel ist voller Gleichnisse, die Ich den Pharisäern und Schriftgelehrten vortrug, um allen ihren Einwürfen richtig zu begegnen.

02. Die obigen Verse behandeln eine jener Fallen, welche Mir die Pharisäer legten, um Mich durch eine unvorsichtige Antwort der Obrigkeit überliefern zu können.

03. Die Römer, als ihre Herren, kümmerten sich um nichts anderes als um ihre Oberherrschaft im Judenland; was aber die Religion der Juden und ihre Reformatoren – seien es Propheten oder Prediger, wie Mein Vorläufer Johannes oder gar der erwartete Messias, wie Ich ihn vorstellte – betrifft, so war ihnen dies ganz gleichgültig, solange diese Neuerungen auf
kirchlichem Gebiet blieben und nicht ins Politische hinüberreichten. Deswegen war es den Pharisäern hauptsächlich darum zu tun, eine Frage zu finden, bei deren gewissenhafter Beantwortung Ich unmöglich das Politische umgehen konnte.

04. So sandten denn die Pharisäer ihre Jünger samt einigen Dienern des Herodes zu Mir mit der zweideutigen Frage: “Ist es recht, dem Kaiser den Zinsgroschen zu entrichten?”

05. Es war dies eine Frage, bei der sie vermuteten, daß Ich ihnen zur Antwort geben würde, vor allem gehe das Opfer des Tempels vor, und die Steuer für den Kaiser sei eine ungerechte, durch die Macht des Schwertes aufgedrungene Last. – Indem sie durch solch eine Antwort die schlagendsten Beweise dafür in der Hand hätten, daß Ich das Volk mit schlechten Erklärungen betöre und es feindlich gegen die Regierung stimme, glaubten sie, Mich mit der Obrigkeit verwickeln zu können. Damit aber nicht der Schein auf sie fiele und sie im Falle des Leugnens Meinerseits auch Zeugen hätten, schickten sie Diener des Herodes mit, welche Meine von ihnen erwarteten Aussagen bestätigen sollten.

06. Ich muß gestehen, die Frage war verfänglich. Da die Römer nicht die rechtmäßigen Herren, sondern nur die durch die Umstände aufgedrungenen Besitzer dieses Landes waren, vermuteten die Pharisäer, daß Ich als geborener Jude die Fremdherrschaft verachten und derselben entgegentreten werde. Ich aber, der Herzen und Nieren der Menschen erforscht und wohl wußte, was die Pharisäer wollten, antwortete ihnen mit wenigen Worten so, daß eine weitere Frage ihrerseits unmöglich wurde. Denn in der Antwort: “Gebet dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist!” lag schon die ganze Erklärung, die nur Ich als Der, welcher Ich war, geben konnte, – die aber eben nicht die von ihnen erwartete Antwort war.

07. Da Ich ihnen auf der Mir dargereichten Münze das Bildnis des Kaisers und seine Überschrift gezeigt hatte, konnte Ich nicht anders sprechen als: “Dieses Bildnis auf der einen Seite der Münze zeigt euch, wessen Untertanen ihr seid; und wenn ihr die Bedeutung des Bildnisses nicht verstehen wollt, so beweist es euch die Aufschrift auf der andern Seite noch besser. Diese Münze ist eine Scheidemünze, mit welcher ihr Handel und Wandel treiben und damit eure weltlichen Bedürfnisse befriedigen könnt; das Geistige aber ist erhaben über alle Münzen sie mögen von Gold oder sonstigem Metall sein -, das Geistige hat einen anderen Anfang, einen anderen Grund und ein anderes Ziel!” Damit schied Ich streng den pflichtmäßigen Tribut der weltlichen Macht gegenüber dem der geistigen.

08. Meine an sie gerichtete Antwort sollte ihnen sagen: “Mit den Abgaben an den Kaiser erkauft ihr euch eure weltliche Ordnung, Ruhe und Sicherheit; mit den geistigen Opfern aber verschafft ihr euch Ordnung in eurem Innern, die Ruhe eines reinen Gewissens und die Sicherheit im Handeln, so daß ihr wißt, was und warum ihr etwas tut. So erlangt ihr auf beiden Wegen das gleiche Ziel, hier im Geistigen und dort im Weltlichen. Beide müssen bestehen; denn ohne sie ist kein Zusammenleben mehrerer möglich, und ohne sie ist nicht klar ausgesprochen, was eigentlich das Wichtigere ist: die Schätze der Welt oder die Schätze des Geistes.

09. Was Ich zu den Pharisäern sprach, das hat auch für alle späteren Zeiten seine Geltung gehabt und wird sie noch ferner haben, solange Menschen in Städten und Dörfern beisammenleben, und solange noch Religion und Glauben an ein höchstes Wesen in ihren Herzen leben. So gut wie ein Herrscher als weltliches Oberhaupt nötig ist, ebensogut ist auch ein Gott nötig, der das ganze Universum zusammenhält. Beide sind Ordnungsstifter, Ordnungserhalter und darum auch die alleinigen Gesetzgeber. Die weltlichen Herrscher mögen heißen wie sie wollen, stets wird die Exekutivgewalt nur einem einzigen übertragen werden; ebenso kann es auch in geistiger Beziehung nur einen Regenten und nicht mehrere Götter geben.

10. Daß es immer Menschen gegeben hat, welche als Herrscher ihre Gewalt mißbrauchten und andere, die keine Macht über sich anerkennen wollten, ist ebenso natürlich, wie es Menschen und Völker gegeben hat, denen ein Gott nicht genügte, und die sich ein ganzes Heer von Göttern und Göttinnen schufen, um bequem ihren weltlichen Leidenschaften leben zu können, – in welchem Falle aber auch wieder jede Tat durch einen göttlichen Beschluß sanktioniert war. Ebenso gab und gibt es noch Menschen, die gar keinen Herrscher, gar keinen Gott haben wollen – als nur ihr eigenes Ich.

11. Und doch – die Menschen mögen es machen, wie sie wollen, den Zinsgroschen müssen sie überall zahlen! Sie müssen dem weltlichen Herrscher einen Teil ihres Erwerbs und dem geistigen Herrscher, nämlich Gott, alle weltlichen Leidenschaften opfern, wollen sie bei ersterem in gutem Ansehen stehen und bei letzterem das Ziel erreichen, das Er ihnen gesetzt hat.

12. Überall droht Strafe beim Nichtbezahlen – hier weltliche, dort geistige -, und so hatte Ich wohl recht, wenn Ich den Pharisäern sagte: “Gebet dem Kaiser, was des Kaisers, und Gott, was Gottes ist!”; das heißt: “Erfüllt eure sozialen Pflichten so gut wie die geistigen! Erkennt eure Stellung als Menschen zu euren Nächsten und zu dem weltlichen Herrscher! Vergeßt aber dabei eure Verpflichtungen nicht, die ihr gegen Den habt, der euch in die Welt setzte und euch Talente oder Pfunde gab, von denen Er einst den Zehent oder Zinsgroschen fordern wird! Vermengt beide Pflichten nicht und trachtet nicht danach, auf einem Weg beide zufriedenstellen zu wollen, was nicht möglich ist; denn ihr könnt euch des Weltlichen sowenig wie des Geistigen ganz entledigen!”

13. Was für euch aus diesem Spruch an die Pharisäer erhellt, ist, daß auch ihr der Welt den Zinsgroschen nicht verweigern sollt, ohne jedoch das Geistige eures Wesens dabei einzubüßen, ohne aber auch dabei ganz Geist sein zu wollen, solange ihr noch in der Körperhülle diesen Erdball bewohnen müßt! Es ist so nötig, sowohl hier im irdischen Leben, wie auch jenseits im höchsten Geistleben die rechte Mittelstraße zu kennen, damit niemand in die Extreme verfällt, in welchen er niemand nützen kann, sondern sich und andern nur schadet.

14. Daher beachtet auch ihr dieses Wort an die Pharisäer, dessen tiefer Sinn euer ganzes irdisches und künftiges Leben beleuchtet, damit nicht eine falsche Auffassung verkehrte Resultate hervorbringe! Wie Ich sagte, daß die Liebe, als Liebe allein, dem Liebenden wie dem Geliebten nur verderblich wäre, würde sie nicht durch die Weisheit geleitet und gemildert, ebenso kann eine jede Tugend – auch die beste – verderblich werden, sobald sie über die Grenzen des Möglichen hinauswill.

15. Vergeßt nie in eurem ganzen irdischen Lebenswandel, der Welt das zu geben, was sie von euch zu verlangen berechtigt ist!

16. Gebt der Welt, was der Welt ist, laßt aber nicht weltliche Triebe ins Geistige hinüberschweifen! Vergeistigt, wenn ihr wollt, alle möglichen Beschäftigungen, aber verweltlicht nicht eure heiligen, geistigen Eigenschaften, die für länger als für dieses kleine Pilgerleben dauern sollen! Gebt Gott, was Gottes ist! Betrachtet auch die weltlichen Güter als Geschenke des Himmels; vergeßt aber ob der vergänglichen, weltlichen Glücksgüter die ewigen, bleibenden nicht! Obwohl Welt und Gott dem Anscheine nach zwei verschiedene Dinge sind, die verschiedene Ziele verfolgen, so ist es doch möglich, beiden nicht nur zu genügen, sondern sie auch zu vereinen, insofern als auch die Welt von Gott als Mittel erschaffen wurde, die geistigen Eigenschaften Seiner Wesen zu steigern und zu kräftigen und so auf diese Art das Weltlich-Grobe oder Materielle wieder zu seinem Ursprung zurückzuführen, von dem es ausgegangen ist.

17. Der Tribut oder Zinsgroschen muß der Welt gegeben werden; denn sie ist die Führerin zum Geistigen. Wie man das Licht nur deswegen schätzt, weil man die Finsternis kennt, so wird man auch das Unvergängliche dann höher schätzen, wenn man das Vergängliche, das Weltliche kennt. Der Zinsgroschen, den ihr der Welt geben müßt, besteht in der Bekämpfung ihrer Versuchungen, ferner in der klaren Ansicht über den eigentlichen Wert ihrer Güter, welche nur dann gut verwertet sind, wenn sie ein geistiges Produkt der Liebe liefern können. Auch der materielle Zinsgroschen an den Kaiser gibt dem Menschen, dem Untertan die Ruhe, seinen friedlichen Arbeiten nachzugehen und dadurch für sich und das Wohl seiner Familie sorgen zu können. So sorgt der Richter fürs allgemeine und der Bürger fürs eigene Wohl.

18. So ist das irdische Leben nur der Grund eines höheren Baues, welcher auf den rohen Steinen der materiellen
Wirklichkeit angefangen, in den letzten, geistigen Lichtelementen einer anderen, höheren Welt enden soll. Um das höhere Leben zu erreichen, muß der weltliche Zinsgroschen reichlich fließen, damit er viel Gutes und Erhabenes im Geistigen erwirkt. Auf diese Art kann das, was des Kaisers ist, und das, was Gottes ist, vereinigt werden. Dies kann das geistige Leben der einzelnen Menschen nur fördern und entspricht dem eigentlichen Zweck, warum Ich euch in die Welt setzte und mit so vielen, verschiedenen Eigenschaften – guten sowohl wie schlechten – ausrüstete. Die letzteren bekämpft, sie sollen zur Stärkung der ersteren beitragen und werden euch zu Meinem geistigen Ebenbild gestalten.

19. Beachtet daher dieses Wort, das Ich euch in diesem Evangelium gegeben habe; auch in ihm liegt des Tiefen viel, woraus der Verständige und Umsichtige Regeln für sein ganzes Leben ziehen kann! Er wird dann nicht Extreme von sich, von seinem Nächsten und von der Welt verlangen, sondern den rechten Mittelweg wandeln, indem er durch Zahlung des Zinsgroschens seinem Nächsten das Beibringen des Tributs erleichtert. So wird er seine Mission und Meinen Zweck erfüllen, deswegen Ich überhaupt Geister und Materie erschuf, welch letztere, das Bindungsmittel der ersteren, am Ende auflösen und das wiedervereinigen soll und muß, was Ich getrennt in den großen Weltschöpfungsraum hinausgestellt habe.

20. So wollt auch ihr, indem ihr den Mittelweg geht, dazu beitragen, daß das Materielle vergeistigt werde, damit Mein Wiederkommen auf eurer Erde durch eure und der Menschheit Vergeistigung gerechtfertigt werde. Dann wird es sich herausstellen, was ihr dem Kaiser, und was ihr Gott gegeben habt, und inwieweit in diesem Geben das rechte Maß und das rechte Gewicht vorherrschte. Nur wenn ihr fähig geworden seid, auch das geringste Meiner Worte im rechten, tiefen und geistigen Sinn aufzufassen, ist eine Vereinigung mit Mir und Meiner Geisterwelt möglich. Ich unterlasse zu diesem Zweck kein Mittel, euch zu zeigen, was der Welt oder des Kaisers ist; Ich erinnere euch aber auch stets daran, was Gottes oder Mein ist, und wie beides, obwohl getrennt, doch vereint werden kann, wenn zum rechten Verständnis auch die rechte Ausführung kommt. Amen.

*******

48th Sermon of Jesus… The Lord’s Attitude Towards the Authorities
April 29, 1872

Matthew 22:15-22
“Then went the Pharisees, and took counsel how they might entangle him in his talk. And they sent out unto him their disciples with the Hero-dians, saying, Master, we know that thou are true, and teachest the way of God in truth, neither carest thou for any man: for thou regardest not the person of men. Tell us therefore, What thinkest thou? Is it lawful to give tribute unto Caesar, or not? But Jesus perceived their wickedness, and said, Why tempt ye me, ye hypocrites? Shew me the tribute money. And they brought unto him a penny. And he saith unto them, Whose is this image and superscription? They say unto him, Caesar’s. Then saith he unto them, Render therefore unto Caesar the things which are Caesar’s; and unto God the things that are God’s. When they had heard these words, they marvelled, and left him, and went their way.”

This chapter contains a number of parables which I gave to the Pharisees and scribes in order to obviate all their objections in the best possible way.

The above verses deal with one of those pitfalls the Pharisees used to set for Me, hoping to be able to hand Me over to the authorities if I gave an unwary answer.

The Romans, as their rulers, were only concerned with their own supremacy in the land of the Jews and were quite indifferent to the Jewish religion and its reformers – be they prophets or preachers, like My predecessor John, or the expected Messiah as represented by Me, – so long as any innovations concerned only the domain of religion and did not reach into the political field. Therefore, the Pharisees were anxious to find a question where, if answered conscientiously, I could not possibly evade politics.

So the Pharisees sent their followers to Me, together with some servants of Herod, with the ambiguous question: “Is it lawful to give tribute unto Caesar, or not?”

They had assumed that My answer would be that the offering to the temple came first and the tribute to the emperor was an unjust burden forced upon them by the might of the sword. Through such an answer they would have had the most conclusive evidence that I misled the people with bad interpretations, making them hostile to the government, and they believed thus to be able to involve Me with the authorities. However, so that they would not appear responsible and in case I denied the claim they would have witnesses, they sent also servants of Herod along, who were to confirm the statement they expected to hear from Me.

I must admit that this question was insidious. Since the Romans were not the lawful rulers, and only circumstance had forced them upon this land as its possessors, the Pharisees believed that I, as a native Jew, must despise the foreign rule and oppose it. But I, who search into the human heart, was quite aware of the Pharisees’ intentions and gave them, with only a few words, an answer that made a further question on their part impossible. For the answer: “Render unto Caesar the things that are Caesar’s; and unto God the things that are God’s!” already contained the whole explanation, which only I, being the One Who I was, could give, – although this was not the answer they had expected.

Since I had shown them on the coin they handed to Me the image of the emperor and its superscription, I could not say anything else but: “This image on the one side of the coin shows you whose subjects you are; and if you do not want to understand the meaning of the image, the superscription on the other side proves it even more clearly. This is a small coin with which you trade and are able to satisfy your worldly needs. The spiritual, however, is above all coins – be they of gold or other metals -; it has another origin, another cause and another goal!” Thereby I made a strict distinction between the tribute due to the worldly power and that due to the spiritual.

The answer I gave was to tell them: “With the taxes paid to the emperor you purchase your worldly order, peace and security; with the spiritual offerings you obtain for yourselves order within, the peace of a clear conscience and the security in your actions, so that you know what you are doing and why. Thus you reach the same goal on both roads – here spiritually and there materially. Both must exist, for without them a coexistence of people is impossible, and without them it does not become clear which is the more important: The treasures of the world or the treasures of the spirit.”

What I said to the Pharisees was also valid for all later times and will be so in the future as long as people live together in towns and villages and as long as religion and belief in a Supreme Being still dwell in their hearts. Just as a ruler is needed as a wordly sovereign, also a God is needed Who holds together the entire universe. Both are promoters and upholders of order and, therefore, also the sole lawgivers. Whatever the worldly rulers may be called, the executive power will always be assigned to one person only; and so also spiritually there can only be one ruler and not several gods.

There have, of course, always been sovereigns who misused their power and others who would not accept any power above them, just as there have been individuals and nations who were not satisfied with one God, but created for themselves a multitude of gods and goddesses to enable them to follow their worldly passions comfortably. But also in such a case every action was sanctioned through divine decree. Thus there were, and still are, people who want no ruler, no God, except their own self.

Still, whatever people’s attitude, they have to pay tribute everywhere. If they want to be respected in their worldly life they have to give the worldly ruler part of their earnings, and to the spiritual ruler – GOD – they have to sacrifice all worldly passions, if they want to reach the goal He has set them.

Everywhere punishment threatens if payment is not made -here worldly, there spiritual -, and so I was quite right when I told the Pharisees: “Render unto Caesar the things that are Caesar’s and unto God the things that are God’s”, which means: “Fulfil both – your social and your spiritual obligations. Recognize your attitude as humans towards your fellowmen and the worldly ruler. However, do not forget what you owe to Him Who set you into the world and endowed you with talents of which He will one day demand the tithe or tribute – money. Do not mix both obligations trying to satisfy both in the one way, which is not possible. Neither of the worldly nor of the spiritual can you rid yourselves completely.

The meaning you should derive from these words to the Pharisees is that you should not refuse to pay the tribute-money due to the world; however, this should be done without forfeiting that which is spiritual in your being and also without wishing to be all spirit while you still have to live on this earth globe in a physical body. It is of the greatest importance, both here in the earthly life as well as in the highest spirit life, to know the happy mean, so that a person may not go to extremes, which would be of no use to anybody, but only harm him and others.

Therefore, you, too, should heed these words to the Pharisees, the deep meaning of which illuminates your earthly as well as your future life, so that a wrong conception may not bring forth absurd results. As I already explained, love as such would only be ruinous to the loving as well as to the beloved if it were not guided and tempered by wisdom. Thus any virtue -even the best – can become destructive when it strives beyond the bounds of feasibility.

Do not ever forget in your earthly life to give the world what it is entitled to demand of you.

Give to the world what is the world’s, but do not allow worldly desires to penetrate the spiritual. Spiritualize, if you wish, all kinds of activities, but do not allow your sacred, spiritual qualities to become worldly since they have to last longer than just for this short pilgrim life. Give God what is God’s. Do regard also your worldly possessions as gifts from heaven, but do not forget the eternal, permanent treasures on account of the worldly ones. Although world and God appear to be two quite different things with different objectives, it is still possible not only to satisfy both, but even to combine them, bearing in mind that the world was also created by God as a means of enhancing and fortifying the spiritual qualities of His beings thereby to lead back to its origin what is worldly gross or material.

The world must be given its tribute, for it is a guide to the spiritual. As light is only appreciated when darkness is known, so the everlasting will be valued much more when one is familiar with the perishable, the world. The tribute-money you have to give the world consists in fighting its temptations, and besides, in the clear understanding of the real worth of its treasures, which can be used to advantage only if they can yield a spiritual product of love. And the material tribute to the emperor enables his subject to perform his work in peace thereby providing for his own and his family’s welfare. Thus the judge looks after the common welfare and the citizen after his own. Therefore, temporal life is only the foundation for a higher structure, commenced on the rough stones of material reality and to be completed in the ultimate spiritual light elements of another, higher world. In order to reach the higher life, the worldly tribute-money must flow abundantly so that it may achieve a lot of good and sublime spiritually. In this way, that which is the emperor’s, and that which is God’s can be combined. This can only promote people’s spiritual life and it corresponds to the true purpose for which I set you into the world equipped with so many diverse qualities – good and bad. Control the latter, they are meant to contribute towards strengthening the former and will make you into My spiritual image.

Do heed the lesson which I have given you in this Gospel! There is a deep significance in it, from which the circumspect can gain rules for his whole life. He will then not demand extremes, neither of himself nor of his fellowman nor of the world, but will take the proper middle course and in paying the tribute-money will make it easier for his fellowman to produce the tribute. Thus he will fulfil his mission and My purpose for which I created spirits and matter; the latter, being the binding agent for the former, shall and must in the end dissolve and reunite what I set separately into the vast expanses of creation.

By taking the middle course you, too, should strive to contribute towards spiritualizing the material, so as to justify My returning to the earth by your own and mankind’s spiritualiza-tion. Then it will show what you have given to the emperor and what to God, and to what extent the proper measure and proper weight have prevailed. A union with Me and My spirit world can only take place when you have become capable of apprehending even the least of My words in its true, profound spiritual meaning. To achieve this, I use every possible means of showing you what is the world’s or the emperor’s. However, I also keep reminding you of what is God’s or Mine, and how both, although separate, can be combined when proper understanding is followed by the right realization. Amen.

47. Predigt von Jesus… Gleichnis vom Schalksknecht – 47th Sermon of Jesus… The Parable of the Unfaithful Servant

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

47. PREDIGT von JESUS... Gleichnis vom Schalksknecht - Matthaeus 18_23-35 - aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 47th Sermon of Jesus... The Unfaithful Servant
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

47. Predigt von Jesus… Gleichnis vom Schalksknecht

Matthäus 18:23-35
Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er’s nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn, sein Weib, seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an, und sprach: “Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen!” Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, würgte ihn und sprach: “Bezahle mir, was du mir schuldig bist!” Da fiel sein Mitknecht nieder, bat ihn und sprach: “Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen!” Er wollte aber nicht sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldi war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: “Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe?” Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. – Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.

01. Schon öfters habe Ich euch gesagt, daß Ich Meinen Jüngern und sonstigen Anhängern alles einzeln auslegen mußte, was in Meinen zwei Liebesgeboten gesagt und in den zehn Geboten Mosis noch deutlicher erklärt ist. Allein, da Ich mit Leuten zu tun hatte, die gern ausführliche Gebote wollten, damit sie genau wüßten, wie sie sich in verschiedenen Fällen zu benehmen hätten, so war Ich gezwungen, dieser Neigung wegen alles zu erläutern, ihnen bei allen Gelegenheiten die Gebote entweder durch nähere Erklärungen oder durch Gleichnisse so darzustellen, daß sie für jeden vorkommenden Fall im Leben einen Anhaltspunkt boten.

02. So findet ihr in diesem Kapitel vom Anfang bis zum Ende Verhaltungsmaßregeln, teils klar, teils in Bildern und Gleichnissen ausgesprochen, um Meine Jünger und künftigen Anhänger Meiner Lehre nicht im Zweifel zu lassen, wie sie sich bei allen vorkommenden Fällen benehmen sollten, und wie sie auch andere erfolgreich darüber belehren könnten.

03. Meine Jünger waren noch wie unmündige Kinder, die anfangs von Mir und Meinem Reich nicht die hohen Begriffe fassen konnten wie später nach dem Überkommen Meines Geistes. So findet ihr oft Fragen, so unschuldig und einfach, daß es zum Verwundern ist. Wie konnten Meine Jünger, stets unter dem Einfluß Meiner Gegenwart, Meiner Worte und Taten, noch fragen: “Wer ist der Größte im Himmel?” Wenn nun Meine Jünger noch so fragen konnten, so könnt ihr euch denken, wie erst die andern, minder Eingeweihten dachten. Deswegen ist auch die Antwort, die Ich ihnen darauf gab, und das Folgende in den anderen Versen einfach.

04. Ich verglich die Einfalt des Kindes mit dem Engelsinn Meiner Mir am nächsten stehenden Wesen. Wie Meine Engel nicht beleidigt werden sollen, so sollen auch die an Kindeseinfalt reichen Gemüter nicht erzürnt werden, weil in ihnen kein Falsch ist und die Kinder im allgemeinen mit vollem Vertrauen einem jeden entgegenkommen, der sich ihnen nähert. Deswegen ist es die größte Sünde, dieser Einfalt mit Falsch, Hohn, Spott und Haß entgegenzutreten. Darauf beziehen sich die andern Verse, in denen bildlich gesagt ist, daß, wenn eine Leidenschaft die Seele eines Menschen beherrscht, es besser ist, diese zu überwinden zu suchen, als daß die ganze Seele durch diese einzige Leidenschaft verlorengehe.

05. Diese Beispiele und Gleichnisse sind in Bildern der Sprache jener Zeit gegeben, wie auch heute noch im Orient die Bildersprache gang und gäbe ist.

06. Nachdem Ich Meinen Jüngern vorgestellt hatte, daß es besser sei, einen Teil des Ichs anstatt den ganzen Seelenmenschen zu opfern, deutete Ich ihnen in den nachfolgenden Versen die Freude an, die Ich als Schöpfer habe, wenn nichts verlorengeht, was Ich in die Welt hinausgesetzt habe, sondern alles einst gereinigt und vergeistigt zu Mir zurückkehrt. Das ist in den Gleichnissen vom Hirten und dem verlorenen Schaf zur Genüge ausgedrückt.

07. Um die Verlorenen zu gewinnen, gab Ich – wie die weiteren Verse berichten – Meinen Jüngern die Mittel an, wie sie die Verirrten und Fehlenden, ohne ihrer Eigenliebe zu nahe zu treten, bessern könnten. Ich gab ihnen Ratschläge, was bei verstockten Sündern oder minder hartnäckigen zu tun sei. Ich gab ihnen ferner die Versicherung, daß wenn zwei sich vereinigt haben, in ihren Ansichten eins geworden sind und Mich um Meinen Segen bitten, Ich ihnen diesen nie verweigern werde. Ich sagte ihnen, daß, wo zwei in Meinem Namen versammelt sind, Ich als Dritter, als Vereinigungs und Friedensgeist mitten unter ihnen sein werde. Ich stellte ihnen vor, daß dem reuigen Bruder seine Fehler nicht nur einmal, sondern unendliche Male vergeben werden sollen, um seine Besserung zu ermöglichen. Ich sagte ihnen auch: wenn sie, mit der Tugend der Duldung ausgerüstet, einem Bruder seine Fehler vergeben, so würden sie ihm auch von Mir vergeben und vergessen werden.

08. Ich führte ihnen das gleichnis vom Schalksknecht vor Augen. Mit diesem Gleichnisse wollte Ich sagen, was Ich schon in dem ihnen von Mir hinterlassenen Gebet lehrte, in welchem es heißt: “Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!”, – daß sie in hartnäckigen Fällen nicht die Geduld verlieren, nicht verdammen, wo sie verzeihen, nicht fluchen, wo sie segnen sollten.

09. Ich stellte das Beispiel des Schalksknechts deshalb in so grellem Licht dar, damit sie keinen Grund finden sollten, hart zu sein – auch nicht in einzelnen Worten -, sei es aus übertriebenem Eifer, sei es aus wirklicher, falscher Beurteilung und Intoleranz gegenüber den menschlichen Fehlern. So lehrte Ich sie Meine Langmut und Meine unbegrenzte Geduld begreifen, so bewies Ich ihnen, warum Ich Meine Sonne über Gute und Böse aufgehen lasse, weil eben Mein Ich nur Liebe ist und Liebe nicht strafen, sondern nur bessern will.

10. In diesem Kapitel findet ihr das ganze menschliche Leben geschildert, wie es sein sollte: wie der Mensch, nur durch Liebe geleitet, vorerst wie ein Kind vertrauensvoll auf Mich blicken, alles ohne Falsch und ohne Hintergedanken tun und keinen andern Zweck im Auge haben soll, als nur Mir, seinem Vater, zu gefallen um so des Namens ,Mein Kind` würdig zu werden. Ferner wird gezeigt, wie der Mensch mit Kindeseinfalt stets wieder Liebe erwecken soll und es böse wäre, einem solchen mit aller Einfalt und Zutrauen entgegenkommenden Menschen das Gute, das er will, mit Bösem zu vergelten. Es wird gezeigt, wie der Mensch die Nächstenliebe verstehen und höchst zart und sanft versuchen soll, seinen Bruder auf seine Fehler aufmerksam zu machen und nur in den schlimmsten Fällen zu strengen Mitteln greifen, aber stets verzeihen, vergessen und sogar am Ende Böses mit Gutem vergelten soll.

11. In diesem Kapitel liegt die ganze geistige Mission des Menschen, wie er sich selbst zu dem Kinde erziehen soll, wie Ich es wünsche, und wie er auf seine Mitwelt einwirken soll, um auch sie Mir in die Arme zu führen, um dann im Jenseits als das dazustehen, was Ich bei Erschaffung des ersten Menschen gewollt habe, nämlich als Mein würdiges Ebenbild.

12. So sollt ihr Meine Evangelien lesen und auffassen, dann wird euch das Gnadenlicht erleuchten, und ihr werdet in den Gleichnissen nicht die harte Rinde des Lebensbaumes, sondern den hinter ihr versteckten Kern der göttlichen Wahrheit erkennen. Um dieses zu vermögen und zu verstehen, was dem profanen Auge verborgen ist, dazu gehören geistige Augen und ein tiefes Verständnis.

13. So wird die Bibel eine Fundgrube und eine Lichtquelle für alle menschlichen Verhältnisse, und der verständige Leser wird finden, daß schon seit mehr als tausend Jahren die höchsten Schätze in diesem Buch aufbewahrt liegen, um der Menschheit einziger Führer und Leiter zu sein, und ihr zu zeigen, wie Ich schon in jenen Zeiten gesorgt habe, daß nichts von dem verlorengehe, was für alle Zeiten und Ewigkeiten gesagt wurde.

14. Jetzt, da bald die Zeit herannaht, wo die Menschen strenger gefragt werden, ob sie denn eigentlich wissen, wozu sie auf der Welt sind, und ob sie auch wissen, warum Ich auf diese Erde kam, jetzt ist es an der Zeit, die Rinde des Buchstabens und Wortlauts Meiner Evangelien wegzunehmen und den Menschen unter dieser scheinbar harten Rinde den glänzenden Strom des göttlichen Lichts zu zeigen, damit sie in dieser letzten Zeit noch das Versäumte an sich und an anderen einholen und so ihre Mission erfüllen können. Deswegen Meine vielen Erläuterungen und Erklärungen an euch, deswegen diese ganze Reihe von Sonntagspredigten, damit ja niemand sagen kann, dieses oder jenes habe er nicht gewußt, nicht verstanden.

15. Ich bin der Gott des Lichts, der Liebe und der Weisheit. Wenn Ich einst wiederkomme, kann keine Finsternis neben Mir bestehen. Es muß deshalb in den Herzen aller Menschen Licht werden. Sie müssen alle lieben lernen, um diese Liebe, mit Weisheit verbunden, an ihren Nächsten anzuwenden.

16. Der Grund Meiner Worte, die Ursache Meiner Mahnungen und das Endziel Meines Strebens ist, euch auf diese Art zu Meinen Kindern zu machen und die Welt wieder in ein Paradies zu verwandeln, wie sie zur Zeit der ersten Menschen war, in dem kein Haß, kein Zorn, kein Spott, sondern Liebe, Friede und Ruhe alle Geschöpfe beseelte und der Mensch, das letzte Schöpfungswerk der Erde, alle die göttlichen Eigenschaften in sich vereinte.

17. So muß es kommen, und dahin muß alles streben! Trachtet danach – ihr und alle Menschen -, eure Mission zu erfüllen, indem ihr so gut als möglich werdet! Tragt aus allen Kräften dazu bei, euren Mitmenschen den Weg zu dem gleichen Ziel zu zeigen, dann sind Meine Worte an euch nicht verschwendet, und ihr werdet, des Namens Meiner Kinder würdig, auch den Vater im Jenseits finden, der hier schon mit so viel Liebe und Geduld Seine verirrten Schafe zu retten sucht! Amen.

*******

47th Sermon of Jesus… The Parable of the Unfaithful Servant
April 28, 1872

Matthew 18:23-35
“Therefore is the kingdom of heaven likened unto a certain king, which would take account of his servants. And when he had begun to reckon, one was brought unto him, which owed him ten thousand talents. But forasmuch as he had not to pay, his lord commanded him to be sold, and his wife, and children, and all that he had, and payment to be made. The servant therefore fell down, and worshipped him, saying, Lord, have patience with me, and I will pay thee all. Then the lord of that servant was moved with compassion, and loosed him, and forgave him the debt. But the same servant went out, and found one of his fellow- servants, which owed him an hundred pence: and he laid hands on him, and took him by the throat, saying, Pay me that thou owest. And his fellowservant fell down at his feet, and besought him, saying, Have patience with me, and I will pay thee all. And he would not: but went and cast him into prison, till he should pay the debt. So when his fellowservants saw what was done, they were very sorry, and came and told unto their lord all that was done. Then his lord, after that he had called him, said unto him, O thou wicked servant, I forgave thee all that debt, because thou desiredst me: Shouldest not thou also have had compassion on thy fellowservant, even as I had pity on thee? And his lord was wroth, and delivered him to the tormentors, till he should pay all that was due unto him. So likewise shall my heavenly Father do also unto you, if ye from your hearts forgive not every one his brother their trespasses.”

On many occasions I mentioned to you that I had to interpret in detail for My disciples and other followers all that is said in My two commandments of love and explained even more clearly in the ten commandments of Moses. But since I was dealing with people who wanted detailed directions, so that they would know how to behave in various situations, I had to take every opportunity to either give full explanations of the commandments or illustrate them through parables in such a way that they could serve as a basis in all situations.

Therefore, you find in this chapter, from beginning to end, rules of conduct, partly clearly explained, partly in metaphors and parables, so as to make sure that My disciples and the future followers of My teaching would know beyond doubt how to behave in different situations and also how to successfully teach others about it.

In the beginning, My disciples were still like young children and unable to comprehend the high concepts concerning Me and My Kingdom as they did after I had poured out My Spirit over them. Thus you often find them asking surprisingly innocent and simple questions. How could My disciples, who were at all times under the influence of My presence, My words and deeds, still ask: “Who is the greatest in the Kingdom of Heaven?” If My disciples could still ask such questions, you can imagine how the others were thinking, who knew even less. Therefore, My answer and what is said in the following verses is plain.

I compared the simplicity of a child with the angelic minds of the beings closest to Me. Just as My angels should not be insulted, thus also those with the simple mind of a child must not be offended, since they are guileless, and children generally trust all who approach them. Therefore, it is the greatest sin to meet this simplicity with deceit, scorn, ridicule and hate. This is also referred to in the following verses, where it says allegorically that if a person’s soul is governed by a passion, it is better to make every effort to overcome it than to have the soul perish through this one passion.

These examples and parables are presented in the allegories of the language of that time, which is still today widely used in the orient.

After having pointed out to My disciples that it is better to sacrifice a part of one’s self than one’s whole soul, I told them in the subsequent verses about the joy I, as the Creator, experience if nothing of what I once set into the world is lost but everything eventually returns to Me, purified and spiritualized. This is clearly expressed in the parables about the shepherd and the lost sheep.

I also told My disciples how the lost can be saved by helping to better the erring and sinners without hurting their self-love. I gave them advice for the handling of the stubborn sinners as well as the not so stubborn. I further assured them that if two people who have become of one mind should ask for My blessing, I would never deny it to them. I told them that where two were together in My name I would be with them as the third, as the spirit of peace and unity. I pointed out to them that the penitent brother must be forgiven his sins, not just once but countless times to make his betterment possible. I told them that if they forgave a brother his sins in the spirit of tolerance, I, too, would forgive and forget them.

I gave them the parable of the unfaithful servant. With this parable I wanted to emphasize what I had already taught in the prayer I left them, wherein it says: “Forgive us our debts, as we forgive our debtors” – so that in the case of stubborn sinners they might not lose patience and condemn where they should forgive, or curse where they should bless.
I chose this extreme example of the unfaithful servant to prevent them from finding any excuse for being hard – not even with a single word, be it out of exaggerated zeal or genuine wrong judgment and intolerance where human errors are concerned. Thus I taught them to understand My forbearance and My boundless patience, proving to them why I let My sun rise above the good and the bad, because I am the essence of love and love does not want to punish but only to better.

In this chapter you find a full illustration of human life as it is meant to be: How man, guided solely by love, should look up to Me with childlike trust, act always without deceit and mental reservation, with no other purpose in mind than to please Me, his Father, thus to become worthy of being called “My child”. It is also shown how a person should keep awakening love with a child’s simplicity, and that it would be a sin to repay with evil the good intended by a person who approached you with simplicity and trust. It also demonstrates how the love of one’s neighbour is to be understood and how a person should endeavour to draw a brother’s attention to his errors very gently, resorting only in the worst cases to strict measures, but always forgive, forget and, finally, even return good for evil.

This chapter presents the entire spiritual mission of man, how he is to educate himself to become the child I want him to be, and how he is to influence his fellowmen and guide them to Me, so that in the beyond he will be what I had intended when I created the first man – My worthy image.

In this way you should read and understand My Gospels; then My grace will enlighten you, and in the parables you will not see the hard bark of the tree of life but recognize the core of divine truth concealed behind it. In order to achieve this and comprehend what is concealed from the profane eye, it requires spiritual vision and deep insight.

In this way the Bible becomes a source of help and light in all human circumstances, and the enlightened reader will find that for over a thousand years this book has preserved the greatest treasures to be mankind’s sole guide and prove how I had already made provision in those times, that nothing would be lost of what was said for all times and eternities.
Before long, people will be asked with greater severity whether they actually know what they are here for and whether they know why I came to this earth. Now the time has come to remove the “bark” of the letter and phrasing of My Gospels and to show men the brilliant stream of divine light under this seemingly hard bark, so that in these latter days they might still make up for their neglect of themselves and others to enable them to fulfil their mission. This is the reason for My numerous explanations and interpretations and for all these Sunday sermons, so that no one can say he had not known or undertood this or that.

I am the God of light, love and wisdom. One day, when I shall return, no darkness will be able to exist beside Me. Therefore, it must become light in the hearts of all men. They must all learn to love in order to be able to use this love, combined with wisdom, on their fellowmen.

The reason for My words, the purpose of My warnings and the ultimate goal of My striving is to make you into My children and change the world once more into a paradise -as it was at the time of the first men – where there is neither hate nor anger or mockery, but only love, peace and tranquility among all beings; and where man, the ultimate work of creation on earth, combines within him all the divine attributes.

Thus it shall be, and everything has to strive towards this! Aspire to fulfil your mission – you and all men – by perfecting yourselves as much as possible! Do all you can to direct also your fellowmen to the same goal, then My words will not be wasted on you and you shall become worthy of being called “My children” and in the world beyond find the Father Who is endeavouring with so much love and patience to save His lost sheep, already here! Amen.

45. Predigt von Jesus… Gleichnis von der königlichen Hochzeit – 45th Sermon of Jesus… Parable of the Marriage Feast

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

45. PREDIGT von JESUS... Gleichnis von der königlichen Hochzeit - Matthäus 22_01-14 - Gottfried Mayerhofer 45th Sermon of Jesus... The Parable of the Marriage Feast - Matthew 22_1-14
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

45. Predigt von Jesus… Gleichnis von der königlichen Hochzeit
26. April 1872

Matthäus 22:1-14
Jesus antwortete und redete abermals durch Gleichnisse zu ihnen und sprach: “Das Himmelreich ist gleich einem Könige, der seinem Sohn Hochzeit machte. Und er sandte Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit riefen, und sie wollten nicht kommen. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: ,Saget den Gästen: Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh ist geschlachtet, und alles bereit; kommt zur Hochzeit!` Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der andre zu seiner Hantierung. Etliche aber griffen seire Knechte, höhnten und töteten sie. Da das der König hörte, ward er zornig, schickte seine Heere aus, brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: ,Die Hochzeit ist zwar bereit; aber die Gäste waren’s nicht wert. Darum gehet hin auf die Straßen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet!` Und die Knechte gingen aus auf die Straßen und brachten zusammen, wen sie fanden: Böse und Gute; und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu besehen, und er sah allda einen Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an. Er sprach zu ihm: ,Freund, wie bist du hereingekommen und hast doch kein hochzeitlich Kleid an?` Er aber verstummte. Da sprach der König zu seinen Dienern: ,Bindet ihm Hände und Füße und werfet ihn in die Finsternis hinaus! Da wird sein Heulen und Zähneklappern. Denn viele sind berufen; aber wenige sind auserwählt.”

01. Hier liegt das Gleichnis einer Hochzeit vor euch, mit dem Ich den Pharisäern ihre eigenen Umtriebe und deren Folgen begreiflich machen wollte; denn sie lebten stets in dem Wahne, daß niemand ihre Schliche durchschaue. Ich aber, dem an ihrer Besserung gelegen war, verhüllte bei vielen Gelegenheiten Meine Worte und Mahnungen, welche Ich an sie richtete, durch Gleichnisse, welche den Pharisäern wohl, aber dem Volk nicht immer verständlich waren. Ich wollte ihre Autorität, ihr Ansehen beim Volk nicht ganz vernichten, solange sie noch einer Besserung fähig waren. Weil Ich aber stets den Nagel auf den Kopf traf, so war ihr Ingrimm gegen Mich stets im Wachsen, bis ihnen endlich, wie es bestimmt war, Gelegenheit und Macht erteilt wurde, an Mir zu erfüllen, was die Propheten schon längst vorhergesagt hatten, und was auch Ich Meinen Jüngern als Mein künftiges Schicksal und Ende prophezeit hatte.

02. Hier nun, in diesem Gleichnis, verglich Ich das Himmelreich oder den Vater im Himmel mit einem König, der zum Festmahl seines Sohnes Einladungen an Freunde und Bekannte ergehen ließ, jedoch überall eine ausweichende oder abschlägige Antwort erhielt. Der König, darüber erzürnt, rächte sich an ihnen, indem er ihnen Hab und Gut verbrannte und sie selbst töten ließ.

03. Bei der zweiten Aussendung seiner Knechte ließ er alle einladen, die sie auf den Straßen und Plätzen finden würden, und die Knechte brachten Gute und Böse zum Tisch des Herrn. Unter diesen hereingebrachten Gästen befand sich auch einer, der kein hochzeitliches Kleid anhatte. Als er nichts zur Entschuldigung antworten konnte, wurde er hinausgewiesen in die äußerste Finsternis, um dort seinen Fehler zu büßen. Und das Ende des Gleichnisses waren die gewichtigen Worte: “Viele sind berufen, aber wenige sind erwählt!”

04. Das ist der Inhalt dieses Gleichnisses. Um es aber geistig auffassen zu können, müssen wir alle in ihm angeführten Umstände genau prüfen, bis wir zu dem eigentlich geistigen Sinn des Gleichnisses kommen und seine Anwendung auf jene, sowie auch auf die jetzige und künftige Zeit deutlich finden. Ihr müßt immer bedenken, daß in den Worten aus Meinem Mund eine größere Bedeutung liegt, als es die Zuhörer in jener Zeit ahnten und es auch viele Leser der jetzigen und künftigen Zeit vermuten werden. Wir wollen also vorerst mit der Form dieses Gleichnisses anfangen, damit ihr seht, wie alles seine tiefe, geistige Bedeutung hat, wenn es geistig beleuchtet vor das innere Auge des Seelenmenschen gestellt wird.

05. Ich verglich das Himmelreich mit einem König, der seinem Sohn ein Hochzeitsmahl geben wollte. Nun seht, dieser Vergleich bedeutet im höchsten Sinne die einstige, gänzliche Vermählung oder Vereinigung des Materiellen mit der Geisterwelt oder die Auflösung der Materie und die Befreiung des in der Materie eingeschlossenen Geistes, um ihre Vereinigung mit dem Höherstehenden zu verwirklichen.

06. Das erste Bild – eine Hochzeit – bedeutet die Vereinigung zweier zu einem geistigen Wesen, wenn auch getrennt in zwei Körpern. Die Hochzeit ist das Bild der hohen oder höchsten Zeit, in der Gleichgesinntes sich findet und vereint das vollführt, was dem einzelnen nicht möglich gewesen wäre.

07. Zu dieser Vereinigung oder Hochzeit, welche – wie gebräuchlich auf Erden mit einem Hochzeitsschmause gefeiert wird, waren alle geladen, die solcher Teilnahme für würdig befunden wurden; das Gleichnis aber sagt, daß die Eingeladenen ihre Teilnahme an dem Hochzeitsmahle verweigerten.

08. Seht, dieses Hochzeitsmahl bedeutet die ganze Periode von der Erschaffung der Menschen bis zur Sündflut. Die Erde, in ihrem Hochzeitsschmuck prangend, lud alle Menschen zur geistigen Vereinigung ein. Als materielles Abbild des freudigen Entwicklungsprozesses der ganzen Schöpfung wollte sie die geistigen Wesen, die Menschen zu diesem Freudenfeste heranziehen. Die Menschen aber, der Sinnenwelt und ihren Genüssen mehr als dem Geistigen huldigend, achteten nicht auf die Einladung und Aufforderung, sich nach oben zu richten, sondern zogen das Streben nach unten vor. Und so mußte, damit die Vereinigung Meines Geisterreiches mit der Materie doch geschehe, die Sündflut der ganzen damals lebenden Menschheit ein Ende machen, und gerade jene Menschen treffen, welche Ich mit allen Vorzügen ausgestattet hatte und durch alle möglichen Mittel belehrte und erziehen ließ.

09. Nach dieser Katastrophe erging an die übriggebliebenen Nachkommen in späteren Zeiten wieder eine Einladung, sich zum Vereinigungsfest anzuschicken, und es verlangte die damals lebende Menschheit, erschreckt vom früheren Strafgericht, als auch vom inneren Gefühl getrieben, eine Vereinigung des Geistigen, des in ihrem Körper Gebundenen mit den höheren Regionen der Geisterwelt. Dieses Verlangen war jedoch nicht klar ausgeprägt und wurde von den verschiedenen Menschen verschieden gedeutet; deswegen kamen zu diesem Hochzeitstisch – wie das Gleichnis sagt – Gute und Böse.

10. Nun – fährt das Gleichnis fort – befand sich auch ein Mensch unter diesen Geladenen, welcher das Hochzeitskleid nicht anhatte und deshalb in die äußerste Finsternis hinausgestoßen wurde. Dies will soviel sagen als: Alle, die wenigstens einen Drang nach geistiger Besserung empfanden, waren der süßen Hoffnung, ihre Wünsche, ihre Ideen erfüllt zu sehen. Sie waren alle voll freudiger Hoffnung, d.h. ein jeder zog – bildlich gesprochen – das Beste, das er hatte, als Hochzeitskleid an. So trugen die Guten ihre innere Liebe, ihr inneres, wahres Streben, stets reiner und besser zu werden, offen zur Schau, ja, selbst die weniger Guten und sogar die Bösen zierten sich nach außen hin mit den Abzeichen der Frommen, weil sie doch besser scheinen wollten, als sie in Wirklichkeit waren.

11. Nur ein einziger – wie das Gleichnis sagt – kümmerte sich weder um das Sein, noch um den Schein. Er wollte sich zeigen, wie er war, wollte aber auch an dieser Vereinigung teilnehmen, vorausgesetzt, daß sie seinen Ansichten entsprechen würde. Und dieser einzige, der Mir, dem König, so frech die Stirn bieten wollte, ist niemand anders als der von Mir längst verstoßene Geist Luzifer oder Satana, welcher als personifiziertes böses Prinzip den Gegenpol Meines eigenen Ichs ausmacht. Nun, dieser Böse, mit Willen böseste Geist, wurde in die äußerste Finsternis gestoßen, in der Heulen und Zähneklappern ist, oder – mit andern Worten gesagt – in der er, der Finsternis des eigenen Gemüts überlassen, so lange harren kann, bis eine in ihm selbst auftauchende Besserung seine Rückkehr möglich macht.

12. Was nun der Satan als Person ist, das vertritt auf eurer Erde diejenige Gattung von Menschen, die des Guten und Edlen wohl kundig ist, doch mit Willen das Böse liebt und ausübt. Mit der Bezeichnung ,Gute` und ,Böse`, die am Hochzeitstisch saßen, sind alle jene gemeint, welche sündigen, weil sie zu schwach sind, aber, teilweise ihren eigenen Schwachheiten unterliegend, doch nicht im mindesten den Trieb zum Besserwerden verloren haben, ihn weder verachten noch mit Füßen treten. Die Ärgsten, Unverbesserlichsten und die am meisten in der Schöpfung Zurückstehenden sind jene Geister und Seelen, welche,das Gute wohl kennen, aber es aus Haß gegen dasselbe nicht ausführen und womöglich andere zum Abfalle von demselben verleiten wollen. Dieses Trachten ist teuflischer Natur, weil der in alle Geister und Wesen von Mir eingelegte Trieb der Liebe sich statt dem Guten dem Schlechten zugewendet hat.

13. Daß die Pharisäer unter dem Bild des Menschen ohne Hochzeitskleid sich getroffen fühlten, das war es, was sie mit Ingrimm erfüllte. Sie merkten, daß sie aus eigener Schuld von allen künftigen Genüssen im Geisterreich ausgeschlossen seien, solange nicht freiwillige Umkehr sie würdig mache, sich Mir zu nähern. Daher lautet das Schlußwort des Gleichnisses: “Viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt!” Dies will soviel sagen als: Allen Geistern Meiner Schöpfung waren und sind die Tore Meines großen Geisterreiches offen, aber nur wenigen wird es gelingen, in jene Räume zu dringen, wo ewig Friede, Ruhe und Seligkeit herrschen. Es wird nicht eher möglich sein, als bis sie alles Weltliche und Sinnliche aus ihrem Herzen vertrieben haben. Nur dann sind sie als Auserwählte der Teilhaftigkeit an Meinem Reich fähig; nur dann kann ihr geistiges Auge – wenn aus demselben ein ähnlicher Himmelsstrahl leuchtet, der nur im Widerscheine des großen Geisterlichthimmels seine Befriedigung, seine gänzliche Sättigung finden kann und muß – den Glanz Meines Liebe und Lichthimmels ertragen.

14. Hier habt ihr die geistige Bedeutung dieses Gleichnisses, welches von der Zeit an, da es von Mir gegeben wurde, bis auf heute seine Bedeutung bewahrt hat.

15. Seit jener Zeit sandte Ich Meine Knechte aus, um alle zum Hochzeitsschmaus in Meine Wohnung einzuladen; aber unverrichteter Sache kehrten sie oft wieder zurück. Ein Jahrhundert nach dem andern rollt hinab in den Abgrund der Vergangenheit, und Ich ließ nicht ab einzuladen. Es kamen wohl Geladene; aber töricht erwarteten sie von Mir und Meinem Reich, was Ich von ihnen forderte. Sie kehrten dem Geisterreich den Rücken und zogen die lange Straße dem kürzeren, beschwerlicheren Weg vor.

16. Noch immer lasse Ich nicht ab, Boten auszusenden, die Meinen Willen verkünden, die den Menschen begreiflich machen sollen, was der eigentliche Zweck ihres Daseins ist, und daß sie trotz allen Sträubens über kurz oder lang doch dahin kommen müssen, wohin Ich sie haben will. Viele wenden ihre Ohren ab, um die Stimme der Liebe, des Friedens nicht zu vernehmen; sie sind auf lange Zeit verloren. Mit Trauern sehe Ich, wie die große Masse anfängt, Mir nach und nach den Rücken zu kehren und statt Mir zu folgen, dem folgt, das ihnen als böse bekannt ist.

17. Wie Ich einst, da Mein Einladen umsonst war, durch die Sündflut die verlorene Menschheit retten mußte, so werde Ich auch jetzt gezwungen sein, um der Guten willen und um den Zweck der Menschheit nicht aus dem Auge zu verlieren, eine ähnliche Katastrophe über die Menschheit ergehen zu lassen. Nur wird das materielle Wasser jener Zeit durch das geistige Wasser Meiner Lichtwahrheit ersetzt werden. Und wie damals die Menschen sich vor dem Steigen der materiellen Flut retten wollten, so werde Ich sie jetzt mit Licht übergießen und werde bessere Geister erwecken, daß sie dasselbe verbreiten; und wenn dann überall Licht sein wird, bleibt den Finsterlingen nichts anderes übrig, als vor dem Glanz desselben zu fliehen und sich in der äußersten Finsternis ihrer eigenen Schwächen zu verbergen.

18. So wird sich geistig erfüllen, was Ich den Pharisäern bildlich sagte. Auch jetzt werden sich manche über dieses gewaltige Licht erzürnen, weil es ihren lange im Finstern gehaltenen Bau erleuchten wird. Allein, es muß Licht werden, – und mag sich Satana noch so sträuben; denn Mein Reich ist ein Reich des Lichts! Entweder in ewiger Finsternis der eigenen Seele, der dichtesten Materie gleich, einen langen Reinigungsprozeß vor sich sehend oder mit Aufopferung und Kraftanstrengung, mit Leiden und Kämpfen den kürzeren Weg der Erkenntnis gehend: Das ist das Los der Geister und der von Mir geschaffenen Wesen, sowie der ganzen Menschheit.

19. Geladen sind sie alle als Geister; doch wehe, wer ohne Hochzeitskleid ins Reich des Lichts eindringen wollte! Es würde ihm ergehen wie dem, von dem dieses Gleichnis erzählt: er würde hinausgestoßen werden in die Finsternis, bis es in seinem Innern von selbst zu dämmern anfängt! So wie Ich in jener Zeit Meines sichtbaren Wandels auf eurer Erde durch Meine Worte alle finsteren Winkel des menschlichen Herzens erleuchten wollte, ebenso müssen auch bei Meiner nahen Ankunft alle Herzen Licht haben oder doch wenigstens für das Licht aufnahmefähig gemacht sein, damit das Hochzeitsfest gefeiert werden kann. Dann werde Ich als König und Vater dem Sohn, Meinen Geistern, den Hochzeitstisch bereiten, und wir werden, ein Herz und ein Sinn, das Jubelfest der größten geistigen Einigung feiern, deswegen Ich in jenen Zeiten das größte Beispiel der Demut und Liebe für euch alle gegeben habe. Amen.

*******

45th Sermon of Jesus… Parable of the Marriage Feast
April 26, 1872

Matthew 22:1-14
“And Jesus answered and spake unto them again by parables, and said, The kingdom of heaven is like unto a certain king, which made a marriage for his son, And sent forth his servants to call them that were bidden to the wedding: and they would not come. Again, he sent forth other servants, saying, Tell them which are bidden, Behold, I have prepared my dinner: my oxen and my fatlings are killed, and all things are ready: come unto the marriage. But they made light of it, and went their ways, one to his farm, another to his merchandise: And the remnant took his servants, and entreated them spitefully, and slew them. But when the king heard thereof, he was wroth: and he sent forth his armies, and destroyed those murderers, and burned up their city. Then saith he to his servants, The wedding is ready, but they which were bidden were not worthy. Go ye therefore into the highways, and as many as ye shall find, bid to the marriage. So those servants went out into the highways, and gathered together all as many as they found, both bad and good: and the wedding was furnishd with guests. And when the king came in to see the guests, he saw there a man which had not on a wedding garment: And he saith unto him, Friend, how earnest thou in hither not having a wedding garment? And he was speechless. Then said the king to the servants. Bind him hand and foot, and take him away, and cast him into outer darkness: there shall be weeping and gnashing of teeth. For many are called, but few are chosen.”

Here you have before you the parable of a marriage feast with which I intended to draw the attention of the Pharisees to their own machinations and their consequences; for they were under the delusion that no one saw through their games. But since I was anxious to achieve their betterment, I veiled My words and warnings to them on many occasions by parables, which the Pharisees did understand, but the people not always. I did not want to completely destroy their image with the people whilst they were still capable of betterment. However, since I always hit the nail on the head, their anger against Me kept growing until, as was ordained, they were given the chance and power to fulfil, with regard to Me, what the prophets had predicted for ages and what I, too, had prophesied to My disciples as My future fate and end on earth.

In this parable I compared the Kingdom of Heaven, or the Father in Heaven, with a king who sent invitations to the feast for his son to friends and acquaintances, but received everywhere evasive or negative replies. The king in his anger took revenge on them by having them killed and their property burnt.

When sending his servants out for the second time he made them invite all whom they would find in the streets and squares, and the servants brought the good and the bad to the table of their master. Among these guests there was also one who was not dressed for the occasion. When he had no excuse for this, he was cast into outer darkness, there to suffer for his shortcoming. And the parable ends with the significant words: “Many are called, but few are chosen!”

This is the contents of the parable, but in order to comprehend it in its spiritual sense, we have to examine all the circumstances mentioned until we discover the actual spiritual meaning of this parable and its application to that time as well as to the present and future. You must always keep in mind that there is a much deeper meaning in My words than the listeners at that time suspected and many readers now and in the future will suspect. Let us begin with the form of this parable so that you may see how everything has its deep spiritual meaning if put – spiritually illuminated – before the inner eye of the mind.

I compared the Kingdom of Heaven with a king who wanted to give a marriage feast for his son. Well, in the highest sense this comparison refers to the future marriage or complete unification of the material with the spirit-world, or the dissolution of matter and liberation of the spirit imprisoned in matter in order to realize its unification with that which is higher.

The first picture – a wedding – denotes the unification of two to one spiritual being, even if separated in two bodies. The wedding represents the great or sublime time when that which is congenial meets and jointly performs what would not have been possible to the individual.

To this unification or marriage, which usually on earth is celebrated with a wedding feast, all those who were considered worthy of taking part were invited; but the parable says that those invited refused to come.

Behold, this wedding feast denotes the entire period from the creation of man to the deluge. The earth, adorned in its wedding garment, invited all men to spiritual unification. It wanted to invite to this feast men, spiritual beings, as the material image of the joyful evolution-process of all creation. These, however, paying homage rather to the physical world and its pleasures than to the spiritual, ignored the invitation and challenge to strive upwards, but preferred to take the opposite direction. And, consequently, in order that the unification of My spiritual kingdom with matter could still take place, the deluge had to destroy the human race of that time, that is, those men whom I had endowed with great superiority and had taught and educated by every possible means. Following this catastrophe, the remaining descendants, at a later time, were again invited to the feast of unification, and actually the then living human race, alarmed by the previous judgment and also driven by an inner feeling, desired a unification of the spiritual bound in their body with the higher regions of the spirit-world. However, this desire was not sufficiently distinct and was interpreted by different people in dife-rent ways. Therefore, as the parable states, the good and bad came to the wedding feast.

Now there was – so the parable continues – among the invited guests also a man who did not have a wedding garment and, therefore, was cast into outer darkness. This means to say: All those who at least felt an inner compulsion towards spiritual growth were hopeful of seeing their wishes and ideas fulfilled. Therefore, they were full of happy anticipation, that is, every one of them – figuratively speaking – dressed in the best he had as a wedding garment. Thus the good openly displayed their inner love, their innermost, true aspiration towards becoming purer and better. Also the less good and even the bad adorned themselves outwardly with the mark of the pious, wishing to appear better than they actually were.

Only one man – as the parable states – did not bother about any pretence. He wanted to present himself as he was, but wished to take part in this unification, provided it complied with his views. And this one person who boldly defied Me, the King, is none other than Lucifer, or Satana, the spirit whom I expelled long ago and who, as the personified evil principle, represents the opposite pole to My own Self. Well, this deliberately most evil spirit was cast into outer darkness where there is weeping and gnashing of teeth or – in other words -where he may wait in the darkness of his own mind until a betterment from within will make his return possible.

That which Satan is as a person is represented on your earth by that type of people who know very well what is good and noble, but prefer the evil and do it deliberately. The “good” and “bad” at the wedding feast comprise all those who sin because they are too weak but, although they fall victim to their own weaknesses, they have never lost the desire for betterment and do not scorn or spurn it. The most evil and incorrigible spirits and souls, also the most backward in all creation, are those who do know what is good, but do not do it because they hate it and also, wherever possible, induce others to stray from it. Such aspiration is of a hellish nature because the love-impulse I have planted in all spirits and beings has turned to evil instead of good.

The Pharisees felt that the metaphor of the man without a wedding garment referred to them and became very angry. They saw that because of their own fault they would be excluded from all future pleasures in the realm of spirits until their voluntary conversion made them worthy of advancing towards Me. Therefore, this parable ends with the words: “Many are called, but few are chosen”, which means to say that the doors to My great realm of spirits were and are open to all the spirits of My creation, but only few will succeed in entering the spheres of everlasting peace, tranquility and beatitude. This will not be possible until they have expelled from their heart all that which is of the world and the senses. Only then can they be chosen to participate in My Kingdom. And their spiritual eyes will only be able to bear the brilliance of My heaven of love and light when a similar celestial ray shines from them, which can and must find complete satisfaction solely in the reflection of the great spirit-heaven of light.

This is the spiritual interpretation of this parable, which has retained its significance until this day. Since that time, I have been sending out My servants to invite everybody to the wedding feast in My house, but often they returned without having achieved their purpose. As century after century rolls down into the abyss of the past, I have never ceased to invite. Some of the invited did come, but they foolishly expected of Me and My Kingdom what I demanded of them. They turned their backs on the spiritual kingdom preferring instead the long road to the shorter, rougher one.

I still keep sending out messengers who proclaim My will and are to explain to people the true purpose of their existence and that they, notwithstanding their resistance, sooner or later must arrive at the point where I want them. Many turn a deaf ear to the voice of love and peace; they will be lost for a long time. I watch with sadness how the majority begin to turn their backs on Me and instead of following Me, follow that which they know as evil.

When My invitation was unsuccessful, I once had to save lost mankind through the deluge, and again I shall be forced, for the sake of the good and so as not to lose sight of mankind’s destination, to allow a similar catastrophe to happen. Only that the former material water shall be replaced by the spiritual water of My truth. And as once men tried to save themselves from the rising material flood, they shall now be inundated with My light, and I will awaken better spirits to spread it. And when the light will have pervaded everything, the ignoramuses will have to flee from its brilliance and hide in the outer darkness of their own weaknesses.

Thus, what I told the Pharisees in a metaphor shall be fulfilled spiritually. Now, too, some will get very angry at this mighty light, since it will be illuminating what they have held in darkness for so long. However, it must become light, irrespective of Satan’s resistance, for My Kingdom is a kingdom of light! It is the destiny of the spirits and beings I have created, including the entire human race, either to go through a lengthy purification process in the eternal darkness of their own soul, equivalent to the densest matter or, with sacrifice and great effort, with suffering and battling, take the shorter road of cognition. This is the destiny of the spirits and beings I have created as well as of all mankind.

All are invited as spirits, but woe betide him who would try to enter the kingdom of light without a wedding garment! He would fare as the one mentioned in the parable; he would be cast into outer darkness until it will begin to dawn in his heart. Just as I, during the time of My visible sojourn on earth, wanted to illuminate all the dark corners of the human heart with My words, thus at the time of My return, which is close at hand, all hearts must have light or must, at least, have been made receptive for the light, so that the wedding feast can be celebrated. Then I, as King and Father, shall prepare the wedding feast for the son, My spirits, and we shall then as one heart and one mind celebrate the feast of the greatest spiritual unification for the sake of which, in those times, I set the greatest example of humility and love for all of you. Amen.

44. Predigt des Herrn… Heilung eines Gichtbrüchigen – 44th Sermon from the Lords… The Healing of a Man Sick of the Palsy

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

44. Predigt von Jesus - Heilung eines Gichtbruechigen - Matthaeus 9,1-8 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 44th Sermon of Jesus... Healing of the Man suffering from Arthritis
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

44. Predigt des Herrn… Heilung eines Gichtbrüchigen
25. April 1872

Matthäus 9:1-8
Da trat Jesus in das Schiff, fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: “Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!” Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: ,Dieser lästert Gott.` Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: “Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sünden zu vergeben (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Stehe auf, heb dein Bett auf und gehe heim!” Und er stand auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

01. Dieses Evangelium gibt wieder mehrere Wunder kund, die Ich wirkte, und erzählt, wie Ich die Einwürfe und Bemerkungen der Pharisäer abfertigte, mit welchen sie Meine Lehr und Handlungsweise stets kritisierten.

02. Schon das erste Wunder an dem Gichtbrüchigen störte sie in ihrem priesterlichen Eifer, weil Ich, ehe das Wunder der Heilung getan wurde, zu dem Kranken sagte: “Deine Sünden sind dir vergeben!” Ich vergab dem Gichtbrüchigen die Sünden seines Glaubens bzw. seiner sicheren Überzeugung wegen, welche er und seine Verwandten und Bekannten hatten, und dann vergab Ich ihm die Sünden, weil er – so wie die meisten Kranken, die sich die Übel selbst zuziehen, weil sie sich gegen ihre Natur versündigen – nun die Folgen davon tragen mußte.

03. Die Pharisäer und Hohenpriester glaubten, nur sie hätten das Recht Sünden zu vergeben; deswegen ihre Aufregung. Allein, Ich wollte ihnen zeigen, daß Ich nicht nur die Sünden vergeben kann – und das im wahrsten Sinn -, sondern daß Ich auch die Macht besitze, die Folgen der Sünden zu heilen, was sie nicht konnten.

04. Der Grund ihres Neides und Hasses war, daß Ich das Volk durch solch schlagende Beispiele von Wundertaten für Mich gewann und es nach und nach von ihnen entfernte.

05. Es war in jener Zeit notwendig, Meine Worte durch solche Taten zu beweisen und zu bekräftigen, weil die Masse des Volkes noch nicht auf jener religiösen Bildungsstufe stand, durch geistige Beweisgründe allein auf den rechten Weg des Heils gelangen zu können. Und so seht ihr in diesem Evangeliumsabschnitt, wie Ich die geistigen Krankheiten und
falschen Ansichten Meiner Umgebung zu berichtigen suchte, und wie Ich durch Taten stets das als wahr bewies, was Ich eben gelehrt hatte. Es bestanden in jenen Zeiten unter den Priestern des Judenvolkes sehr viele Vorurteile, welche Ich erst beseitigen mußte, wollte Ich Meine Lehre allgemein machen; denn vor Mir waren alle Menschen gleich, alle hatten durch den in sie gelegten göttlichen Geist Anspruch auf Meine Kindschaft.

06. Ich mußte die falschen geistigen Ansichten durch Meine Worte widerlegen und durch die Tat die körperlichen Krankheiten zum Beweise Meiner Macht vertilgen. Daher seht ihr, wie Ich und Meine Jünger öfters gerade das Gegenteil von dem taten, was die religiösen Zeremonien der Juden vorschrieben, damit das Volk dadurch aufmerksam gemacht werde, daß die Haltung der Tempelgesetze dem Wortlaut nach noch nicht Religion, noch nicht dasjenige sei, was Moses, die Propheten und Ich wollten.

07. So arbeitete Ich daran, alle mißverstandenen Gebräuche auf ihren rechten Wert zurückzuführen, um Meiner rein geistigen Lehre Platz zu machen. Deswegen sprach Ich die Worte: “Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, aber die Kranken”. Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer!” – “Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Frommen!” – und bei dem Einwurfe wegen des Fastens: “Wie können die Hochzeitsleute Leid tragen, solange der Bräutigam unter ihnen ist? Es wird aber eine Zeit kommen, da der Bräutigam ihnen genommen wird, alsdann werden sie fasten!” – “Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Fleck von neuem Tuche!” – “Man faßt nicht Most in alte Schläuche!” usw.

08. Aus all diesem erseht ihr, wie Ich unter verschiedenen Formen, durch Worte und Gleichnisse, die alten Vorurteile bekämpfte, damit Meine Lehre als geistig anerkannt werde, und damit man einsehe, daß sie nicht durch Zeremonien und Tempellauferei zu ersetzen sei und der Spruch zur Wahrheit werde: “Wer Mich anbeten will, der muß Mich im Geist und in der Wahrheit anbeten!”

09. Auch Meine Jünger erinnerte Ich daran. Ich zeigte ihnen die vielen verirrten Kinder und sagte ihnen, daß die Ernte groß, aber wenig Arbeiter seien. Deswegen ermahnte Ich sie: “Bittet den Herrn der Ernte, daß Er Arbeiter in Seine Ernte sende!”

10. Seht, Meine Kinder! Bei der Heilung des Gichtbrüchigen sagte Ich vorher zu ihm: “Deine Sünden sind dir vergeben!” Seine Krankheit rührte von Sünden gegen seinen eigenen Organismus her. Ich vergab ihm die Sünden; denn er wußte nicht, daß er sich dieses Übel durch die Jagd nach sinnlichen Genüssen zugezogen hatte. Ich sagte auch nicht zu ihm: “Gehe hin und sündige nicht mehr!”; denn er war noch weit davon entfernt, diese Sünden zu begreifen und zu bereuen.

11. Seine plötzliche Heilung bloß durch Mein Wort sollte ihn zum tieferen Nachdenken erwecken und ihm beweisen, daß nicht das, was ihm anfangs so viel Vergnügen und später so viel Leiden verursachte, das eigentliche Leben des Menschen ausmacht, sondern daß es noch etwas Höheres, Geistigeres im Menschen gibt, welches ihn in schönere Regionen ziehen will, in denen andere Reize als bloß schnöde Sinnenreize die Hauptsache sind.

12. Mit Meinen Worten wollte Ich diesen kranken Gichtbrüchigen erhöhen und den Stolz der Pharisäer erniedrigen, damit sie ihre Ohnmacht fühlen sollten, da sie nicht imstande waren, ihren Worten solchen Nachdruck zu geben. Worte verhallen, doch die Tat spricht fort! So waren Meine Bemerkungen, welche Ich bei verschiedenen Anlässen machte, dahin gerichtet, den aufgeblasenen, stolzen Menschenverstand in seine Grenzen zu weisen, damit er sich demütig vor der hohen Macht des Geistes beuge.

13. Alles, was Ich in jener Zeit bei dieser Gelegenheit geredet und getan habe, findet jetzt und in allen Zeiten seine Anwendung. Gichtbrüchige, Blinde, Lahme, ja Tote gibt es überall, wohin das Auge sich wenden mag. Überall herrscht mehr Finsternis als Licht, höchstens Dämmerung. Auch jetzt gibt es viele, die geistig lahm oder gelähmt sind ob der falschen Richtung ihrer Seele, und die sich an Dinge vergänglicher Natur hängend, das Geistige gänzlich verachten und hintansetzen. Die Folge dieser geistigen Lähmung ist die verkehrte Ansicht über Geist und Materie. Dies sind die Sünden, die Ich ihnen tagtäglich vergeben muß, wenn der größte Teil der Menschen nicht zugrunde gehen soll.

14. Auch jetzt geschehen Wundertaten in Menge in der Welt; aber die Menschen nehmen sie nicht als solche an. Sie suchen mit dem Verstand alle Naturereignisse und alle politischen Ereignisse auf ganz gewöhnliche Ursachen zurückzuführen und bemerken dabei nicht, wie Ich ihnen selbst aus der Schlinge helfe, wenn sie sich ob ihres Eigensinns in ein Labyrinth von Hypothesen und verhängnisvollen Ereignissen verwickelt haben.

15. Allein, wie Ich einst sagte, daß Ich die Kranken und nicht die Gesunden aufsuche, so geschieht es auch jetzt. Die Kranken, Schwachen, Gichtbrüchigen, Blinden und mit allerlei Übeln behafteten Seelen suche Ich auf und bestrebe Mich, sie zu heilen, indem Ich ihre eigenen Sünden zu ihrer Schule wähle, aus welcher sie womöglich gestärkt und gekräftigt hervorgehen sollen. So manchen heile Ich, weil er festen Glauben hat. Ich bringe ihn in Verhältnisse, die ihm Zeit geben, über seine Lebensbahn und über seine Irrtümer nachzudenken und sie zu berichtigen.

16. Auch euch, die ihr in vielem schon besser erkennt, was Ich eigentlich mit dem Menschen bezwecken will, und wozu Ich ihn auserkoren habe, muß Ich oft die Sünden vergeben, weil ihr euch dessen noch nicht ganz bewußt seid, woher so manche Mißhelligkeiten, die euer Dasein verbittern, kommen. Noch kann Ich zu euch nicht, wie zu der Ehebrecherin, sagen: “Gehe hin, und sündige nicht mehr!” denn nicht alle sind so weit zur Einsicht gekommen, daß sie trotz des besten Willens und der größten Aufopferung nur unnütze Knechte sind.

17. Auch jetzt seufzt so mancher unter dem Druck der Erkenntnis seiner Schwächen. So soll er nur, wie der Kranke im Evangelium, sich Mir nahen mit dem festen Glauben, daß Ich ihn heilen werde, und er wird bald in seinem Innern die Stimme hören, die ihm zuruft: “Deine Sünden oder Irrtümer sind dir vergeben! Nimm dein Bett und gehe heim!” Das will besagen: “Verlaß dich nicht auf andere, nicht auf kommende Ereignisse und bessere Verhältnisse, sondern wirf die Schwachheiten, in deren Bett du bis jetzt gelegen hast, von dir! Nimm deine falschen Ansichten und Irrtümer auf die Schulter, trage sie und gehe festen Fußes deiner Vervollkommnung entgegen! Deine Ansichten und Irrtümer, auf denen du seither wie ein Kranker gelegen bist, sollen dich, da dir jetzt leichter ist, nicht auf dem Weg nach vorwärts hindern, und du wirst sie fortschreitend auch gänzlich loswerden! Nur muß vorher das umgekehrte Verhältnis eintreten. Früher lagst oder ruhtest du auf ihnen, jetzt mußt du sie, wohlbewußt ihrer Bedeutung, selbst auf deine Schultern nehmen, ohne daß sie dir infolge ihrer Schwere lästig werden dürfen.”

18. So sollt auch ihr, die Ich vor vielen bevorzugt und mit Meiner Lehre vertraut gemacht habe, mit der Heilung bei euch selbst anfangen. Ich schicke euch dazu die Verhältnisse, unter welchen eure Seelenstärke erprobt und geübt werden soll; denn auch jetzt muß Ich die Kranken aufsuchen. Ich muß ihnen helfen, damit sie geheilt als gutes Beispiel für andere dienen können.

19. Auch Ich kann auf ein altes Sündenkleid keinen neuen Fleck heften und keinen neuen Most in alte Schläuche bringen. Beide halten das nicht aus. Das Kleid zerreißt, und der Schlauch zerspringt. Es muß also vorerst das alte Kleid oder der alte Schlauch beseitigt, der alte Adam ausgezogen werden, soll der neue an dessen Stelle treten. Es müssen zuvor die Sünden, die Urheber des Übels, vergeben, d.h. ausgemerzt werden, – dann erst kann der frühere Kranke als geheilt rüstig seine Wege weitergehen. Zu alldem muß aber jedes Wort, jede Tat, jedes Ereignis beitragen, um die Arbeiter zu vermehren, die zur Ernte nötig sind.

20. Schon einmal sagte Ich: “Viele sind berufen, doch wenige auserwählt!” Viele Lahme, Blinde und Gichtbrüchige gibt es noch. Sie müssen alle gesunden. Dazu bedarf es tüchtiger Arbeiter in Meinem Weinberge, und diese Arbeiter, sollen sie ihren Dienst erfüllen, müssen selbst jeder Arbeit gewachsen sein. Dies ist nur dann möglich, wenn auch sie durch die Schule der Erkenntnis, die sie andern bringen wollen, gegangen sind.

21. So bildet sich für sie eine Kette von Prüfungen, Leiden und Kämpfen, die als letztes Resultat das Abstreifen des Angewohnten und die Erneuerung mit dem Kleid der göttlichen Wahrheit haben sollen, damit auch sie alle dem Ruf folgen können: “Steh auf, nimm dein Bett und gehe heim!”

22. Ihr alle wart krank, mehr oder minder gichtbrüchig. Ich habe euch die Mittel zur Heilung in Fülle dargereicht. Wenn ihr ganz geheilt sein werdet, werdet ihr die Arbeiter zur Ernte sein, die binnen kurzem in größerem Maßstab als bis jetzt betrieben werden wird.

23. Trachtet daher danach, daß ein jeder von euch seine Pflicht, wie Ich sie von ihm verlangen kann und darf, auf seinem Platz recht erfülle, da es bei euch an Heilmitteln nicht fehlt! Amen.

*******

44th Sermon from the Lord… The Healing of a Man Sick of the Palsy
April 25, 1872

Matthew 9:1-8: “And he entered into a ship, and passed over, and came into his own city. And, behold, they brought to him a man sick of the palsy, lying on a bed: and Jesus seeing their faith said unto the sick of the palsy; Son, be of good cheer; thy sins be forgiven thee. And, behold, certain of the scribes said within themselves, This man blasphemeth. And Jesus knowing their thoughts said, Wherefore think ye evil in your hearts? For whether is easier, to say, Thy sins be forgiven thee; or to say, Arise, and walk? But that ye may know that the Son of man hath power on earth to forgive sins, (then saith he to the sick of the palsy,) Arise, take up thy bed, and go unto thine house. And he arose, and departed to his house. But when the multitudes saw it, they marvelled, and glorified God, which had given such power unto men.”

This Gospel again speaks of several miracles I performed and tells how I dealt with the objections and remarks of the Pharisees with which they kept criticizing My teaching and My actions. Already the first miracle with the man sick of the palsy disturbed them in their priestly zeal because, prior to performing the miracle of healing, I said to the sick man: “Your sins are forgiven!” I forgave the sick man his sins because of his and his relatives’ faith, or firm conviction, and also because -like most of the sick who are themselves responsible for their sickness due to offences against their nature – he had now to bear the consequences of his actions.

The Pharisees and High Priests believed that they alone were entitled to forgive sins; that is why they were upset. However, I intended to show them that I not only could forgive sins – and that in the truest sense, – but that I also had the power to heal the consequences of sin which they were unable to do.

The reason for their envy and hate was the fact that through the striking examples of such miracles I won the people for Myself, thus gradually alienating them from the priests.

At that time it was necessary to prove and corroborate My words through such acts because the majority of the people was not yet on such a level of religious education that they could have entered upon the proper path to salvation solely with the help of spiritual arguments. And thus you see in this chapter of the Gospel how I sought to rectify the false ideas of the people around Me, and how I kept proving by acts the truth of what I had just taught them. In those times there existed many prejudices among the priests of the Jewish people which I had first to eliminate if I wanted to spread My teaching. For all men were equal before Me; through the divine spark within them they were all entitled to becoming My children.

To demonstrate My might, I had to prove their spiritual ideas false through My words, and I had to eliminate physical diseases by acts. And so you see how I and My disciples often acted contrary to the prescribed religious ceremonies in order to draw people’s attention to the fact that the literal observance of the laws of the temple was not yet religion in the sense that Moses, the Prophets and I meant it to be.

In this way, I endeavoured to reduce all the misinterpreted ceremonies to their true value so as to make room for My pure spiritual teaching. That is why I said: “They that be whole need not a physician, only they that are sick!” – “I will have mercy and not sacrifices!” – “I am not come to call the righteous, but the sinners to repentance!” – and to the objections regarding fasting: “Can the children of the bridechamber mourn as long as the bridegroom is with them? But the days will come when the bridegroom shall be taken from them, and then they shall fast.” – “No man putteth a piece of new cloth unto an old garment!” – “Neither do men put new wine in old bottles!” – and so on.

From all this you may see how I fought against the old prejudices in various ways, through words and parables, so that My teaching might be recognized as spiritual and people might understand that it cannot be replaced by ceremonies and the running into the temple, and that these words might come true: “Who ever worships Me, must worship Me in spirit and in truth!”

I reminded also My disciples of this, pointed to the many erring children, and said: “The harvest truly is plenteous, but the labourers are few. Pray ye therefore to the Lord of the harvest that he will send forth labourers into his harvest.”
Look, My children! Before healing the man sick of the palsy I said to him: “Thy sins are forgiven!” His sickness had been caused by sins against his own organism. I forgave him these sins, for he was unaware that he had contracted this disease through chasing after sensual pleasures. I did not say to him: “Go, and sin no more!”; for he was still far from comprehending and repenting these sins.

His sudden healing, solely through My word, was to make him ponder and prove to him that what initially gave him so much pleasure and eventually so much suffering did not constitute man’s true life, but that there is still something higher, more spiritual within man, which tends to draw him to better regions with values other than the base stimulation of the senses.

With My words I intended to exalt this sick man and to humiliate the pride of the Pharisees, to make them feel their impotence since they were unable to make their words as effective as I did Mine. Words fade away, but the deed continues to speak. Thus My remarks on various occasions were intended to show the arrogant human intellect its limitations in order to make it humble itself before the sublime power of the spirit.

Everything that I then said and did is also relevant for this and all times. Wherever you look, there are the sick of the palsy, the blind, the lame and even dead people. And everywhere there is more darkness than light, at best only twilight.
There are many who are spiritually lame or paralysed because of the wrong direction of their souls and who, hanging their hearts on transient things, completely scorn or neglect what is spiritual. The result of this spiritual palsy is the misconception regarding spirit and matter. These are the sins I have to forgive them daily if the majority of people is not to perish.

Still today, plenty of miracles happen in the world but people do not accept them as such. With their intellect they endeavour to explain all natural phenomena and political events as having quite ordinary causes, not noticing how I help them out of the noose when through their obstinacy they have got themselves entangled in a labyrinth of hypotheses and disastrous events.

However, I once said that I had come to the sick, and this still applies today. I seek out the ailing, weak, sick of the palsy, the blind and those souls that are afflicted with all kinds of maladies, and I endeavour to heal them by using their own sins as a school for them, from which they should go forth strengthened if possible. Many a person I heal because of his firm belief. I place him in circumstances that give him time to ponder his life and errors and to rectify them.

Even you, who in many ways already understand quite well what I have in mind with man and what I have chosen him for, I must often forgive your sins since you are not quite aware of what causes many a difficulty that embitters your life. I am still unable to say to you as I did to the adulteress: “Go, and sin no more!”, for not all have come to realize that they are only lazy servants, notwithstanding their good will and greatest devotion.

Also at the present time many a person sighs under the burden of realization of his weaknesses. Let him come to Me -like the sick man in the Gospel – in the firm belief that I shall heal him, and he will soon hear the voice in his heart calling to him: “Thy sins or errors are forgiven! Take up thy bed and go unto thine house!” This means to say: “Do not rely on others nor on coming events and better conditions, but cast off the weaknesses in whose bed you have been lying until now! Shoulder your wrong concepts and your errors, carry them and walk with firm steps towards your perfection. Your opinions and errors, on which you have until now been lying like a sick man, shall not hinder you in your progress now that your burden is lighter, and you shall gradually be rid of them completely. But first, the state of things has to be reversed. Formerly you lay and rested upon them, but now, well aware of their significance, you have to shoulder them without resenting their burden.”

Thus also you, whom I have preferred to many others and made familiar with My teaching, shall begin with your own healing. For this purpose I send you circumstances under which the strength of your soul is tested and trained; for now, too, I have to seek out the sick and help them so that they, when healed, may serve as a good example to others.

Even I cannot put a piece of new cloth on an old garment of sin nor can I fill new wine into old bottles. None of them could stand up to it. The garment wears out and the bottle bursts. Therefore, the old garment and the old bottle must first be put aside; the old Adam must be put off, if the new one is to replace him. Before all else, the sins which are the cause of all troubles must be forgiven, that is, eliminated. Only then can the former sick person go his way – healed. However, every word, every action, every event must also play its part in increasing the number of workers that are needed for the harvest.

Already once before had I said: “Many are called, but few are chosen.” There are still many lame, blind and sick of the palsy, and they must all become whole again. This requires efficient labourers in My vineyard and these, if they are to fulfil their duty, must be capable of any kind of work. This is only possible if they, too, have gone through the school of cognition which they want to bring to others.

Thus they have to face a chain of trials, suffering and battles which shall ultimately result in their putting off their old habits and changing into the garment of divine truth so that they, too, may follow the call: “Arise, take up thy bed and go unto thine house!”

All of you were sick, more or less sick of the palsy. I have given you plenty of aids for your healing. When you are completely healed, you will be the labourers for the harvest which will soon be followed up on a larger scale than has been up till now.

Therefore, make sure that every one of you fulfils his duty in his own field, as I can and may expect it of him, since you do not lack the remedies! Amen.

43. Predigt von Jesus… Das grösste Gebot – 43rd Sermon from Jesus… The greatest Commandment

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

43. Predigt von Jesus - Das grösste Gebot - Matthäus 22,34-40 - Aufgezeichnet von G. Mayerhofer 43rd Sermon of Jesus... The Greatest Commandment - Matthew 22_34-40
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

flagge de  43. Predigt von Jesus… Das grösste Gebot

43. Predigt von Jesus… Das grösste Gebot
24. April 1872

Matthäus 22:34-40
Da aber die Pharisäer hörten, daß er den Sadduzäern das Maul gestopft hatte, versammelten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach: “Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz Jesus aber sprach zu ihm: “Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüte. Dies ist das vornehmste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. In diesen beiden Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten.”

01. Über die Antwort, welche Ich dem Pharisäer auf seine Frage: “Welches ist das vornehmste Gebot?” gab, ist euch schon manches gesagt worden, und es wäre eigentlich nicht notwendig, hier über die beiden Liebesgebote: “Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!” noch weiter etwas zu sagen. Allein da es hier als eine Sonntagspredigt besonders angeführt ist, wie die Pharisäer und Schriftgelehrten Mich versuchten, um einen Anklagepunkt gegen Mich zu finden – weil ihnen Mein Treiben und Meine Wahrheiten lästig waren -, so wollen wir diese zwei Gesetze einer näheren Betrachtung unterziehen. Ich werde euch sowohl die dortige Lage der Dinge, als auch ihre analoge geistige in jetziger Zeit etwas näher auseinandersetzen, damit ihr den Zusammenhang Meiner Worte und Taten in jener Zeit mit den jetzigen Ereignissen leichter in Einklang bringen könnt.

02. Seht also, in jenen Zeiten meines Erdenwandels war die Priesterkaste ebenso ehr und habsüchtig, wie sie es in allen späteren Zeiten gewesen ist, und wer ihre Macht schmälern oder gar vernichten wollte, war natürlich ein Feind der Kirche, weil er ein Feind der Priester war und das Volk von ihnen abwenden wollte, was sie dann besonders in bezug auf ihre Macht und am meisten an ihren Geldsäcken verspürt hätten. Sobald also ein Lehrer auftrat, wie Ich es tat, dem sie wegen seiner klaren Worte wenig Widerspruch entgegensetzen konnten, waren sie nur darauf bedacht, ihn als gefährlichen Aufwiegler gegen die bestehenden politischen Einrichtungen unter irgendeinem Vorwand der Obrigkeit zur Bestrafung zu überliefern, welches ihnen auch gelang, als die Zeit Meiner Mission auf Erden zu Ende ging. So oft sie es früher versuchten, wich Ich ihren gelegten Fallen persönlich und ihren verfänglichen Fragen durch wohlbedachte Antworten aus.

03. In diesem Kapitel findet ihr verschiedene Fragen, verschiedene Versuche, Mich mit der Obrigkeit zu verwickeln, damit sie ihren Zweck erreichen könnten, ohne daß es den Anschein hätte, als wären sie die Urheber Meiner Gefangennahme, weil sie das Volk fürchteten, das Mir anhing und nachfolgte. Daher solche Fragen, wie die wegen des Zinsgroschens und mehrere andere dieser Art. Auch die Frage eines Schriftgelehrten: “Welches ist das vornehmste Gebot?” war auf einen Fang abgesehen; denn dieser Fragende erwartete von Mir eine Antwort, aus welcher eine Mißachtung der bestehenden weltlichen Gesetze herausgefunden werden könnte, worauf die Diener und Knechte des Statthalters triftigen Grund gehabt hätten, Mich den Gerichten zu überliefern. Da Ich jedoch ihre Gedanken und Absichten im voraus wußte, hütete Ich Mich wohl, ihnen vor der Zeit Anlaß zu lügnerischen Beschuldigungen zu geben. Meine Antwort fiel so aus, wie sie schon in ihren Gesetzen lag, nur war Meine Deutung dieser Gesetze von ihrer Deutung verschieden, verschieden war auch die Anwendung dieser Gesetze, also die Art und Weise, wie Ich sie befolgt haben wollte.

04. In den mosaischen Gesetzen waren die beiden einzigen und wichtigsten Gesetze ebenfalls enthalten. Doch die Deutungen und Erklärungen der Priester und Schriftgelehrten machten sie dem Volk nur von der Seite zugänglich, von welcher für den geistigen Menschen wenig herausleuchtete und es ihm schwer wurde, seine richtige Stellung zu Mir und zu seinem Nächsten, sowie zur ganzen Schöpfung herauszufinden, ein Verhältnis, welches auch jetzt noch von wenigen in dem Sinne aufgefaßt wird, wie es dem Geiste nach sein sollte. Damals hielt sich das Volk an den Buchstaben, und jetzt, nach mehr als tausend Jahren, klebt es noch immer ängstlich an demselben wie eine Fliege an einer Leimrute, welche gerne frei sein möchte, der aber die nötige Kraft fehlt, sich selbst frei zu machen.

05. Wenngleich Ich dem Pharisäer diese zwei einzigen Gebote als die größten bezeichnete, so begriff er sie ebensowenig wie die Antwort auf Meine Frage: “Was haltet ihr von Christus?” Diese Antwort war einem Psalm Davids entnommen und zeigte ihnen in Fernsicht, daß Mir als Herrn der Schöpfung am Ende doch alles untertan und zu einem Fußschemel wird, auf dessen Fläche Meine Füße ruhen werden, d.h. worauf Meine Lehre als Gebäude aufgerichtet werden wird.

06. Was es heißt: “Gott über alles lieben”, begriffen damals und begreifen heute noch viele nicht; und was es heißt: “Seinen Nächsten lieben” – ein Ergänzungsgebot des ersten -, ist vielen Menschen ebensowenig klar.

07. Seht, “Gott über alles lieben” ist ein Wort, das leicht auszusprechen, aber nicht so leicht verstanden und noch schwieriger auszuführen ist! Da muß Ich wieder zuerst fragen: “Warum sollen denn die Menschen Gott über alles lieben?” – Diese Frage muß zuerst beantwortet werden, ehe über Liebe und das Maß derselben gesprochen werden kann.

08. Nun, wenn ihr diese Frage mit kühlem Verstand betrachtet, so geht aus dieser Betrachtung eine andere Frage hervor, nämlich die: “Warum soll ich denn Gott lieben?” Hier ist nun in Betracht zu ziehen, daß der kalt urteilende Mensch so antworten wird: “Wenn ich so recht nachdenke, finde ich keinen Grund, einen Gott zu lieben, erstens, weil ich etwas Unsichtbares nicht lieben kann, und zweitens, weil ich dem Gott, der mich erschuf, nicht zum Dank verpflichtet bin. Als Er mich erschuf, hat Er mich nicht gefragt, ob es mir recht ist oder nicht! Er hat dabei nur sein Vergnügen des Erschaffens im Auge gehabt, aber nicht danach gefragt, ob ich als erschaffenes Wesen dann mit meinem Zustand und meiner Stellung, die Er mir unter den andern Wesen angewiesen hat, wirklich zufrieden bin, und ob ich mich glücklich fühle.”

09. Aus diesen Schlüssen ginge hervor, daß von seiten des Menschen gar keine Verpflichtung vorläge, seinen Schöpfer zu lieben, selbst wenn Er ihn auch in die glücklichsten Verhältnisse gestellt hätte, um so weniger aber, wenn in Betracht gezogen wird, mit welchen Drangsalen, Leiden und Mißhelligkeiten der Mensch von Geburt an bis zum Tode kämpfen muß. Deswegen sollten die Menschen Gott lieben, und dazu noch über alles? Das wäre doch etwas zuviel verlangt! So manche Menschen möchten zu ihrem Schöpfer sagen: “Wenn Du mich nicht als Mensch erschaffen hättest, könntest Du noch eher Anspruch auf meine Liebe erheben; aber unter diesen traurigen Lebensverhältnissen, gehört eine zu große Dosis Einfalt dazu, Den zu lieben, der mich im Materiellen in mancher Hinsicht unter das Tier gestellt hat, und der mir nur die Fähigkeit verlieh, meine Lage so recht beurteilen und beweinen zu können!”

10. Seht, Meine Kinder, so urteilt, und nicht mit Unrecht, der Verstandesmensch, dem die kalte Wirklichkeit – d.h. das, was er vor sich sieht, mit Händen greifen und mit seinen Sinnen wahrnehmen kann die ganze Welt ausmacht. Eine solche Denkungsweise war schon seit Entstehung des Menschen immer bei einzelnen die Basis ihrer Handlungen, und in jetziger Zeit predigen solches eure gelehrten Materialisten ohne Scheu und finden ein großes Publikum, welches ihren Ansichten ganz beistimmt und ihnen Beifall klatscht.

11. Wenn Ich also das Gebot: “Du sollst Gott über alles lieben!” in dieser Predigt wieder berühre, so geschieht es deswegen, um dem größten Teil der Menschen ihre falschen Ansichten von Mir und der Welt nebst den damit zusammenhängenden Fehlschlüssen – vor Augen zu halten, und um derer willen, die noch für etwas anderes Sinn haben, als nur Verehrer der vergänglichen Materie zu sein, und welche fühlen, daß noch etwas Besseres und Tieferes sich in ihrem Innern bewegt und sie zu geistigem Leben antreibt.

12. Wenn Ich ein Gebot gegeben habe, so muß doch ein Grund dazu vorhanden sein, warum das Gebot ausgeführt oder befolgt werden soll. So muß also auch ein Grund bestehen, warum Ich dieses Gesetz der Liebe als das vornehmste und größte in Meiner Schöpfung bezeichnete, und warum es zu deren Fortbestand, Zusammenhang und Vervollkommnung eingesetzt wurde.

13. Nun seht, bei jedem Gesetz kann leicht beurteilt werden, was der Beweggrund war, das Gesetz so und nicht anders zu geben, und ob das Gesetz aus Liebe, also zum Besten anderer, oder nur aus Eigennutz für den Gesetzgeber selbst gegeben wurde.

14. Wenn nun Ich als Schöpfer Meinen geschaffenen, Mir gleichenden Wesen als erstes Gesetz die Liebe vorschreibe, die sie gegen ihren Erschaffer haben sollen, so ist doch klar, daß man den Grund oder das Warum dieses Gesetzes auch in Meinen Anordnungen erkennen muß, und begreift, daß überall – es mag geschehen, was will – Liebe zugrunde liegt.

15. Was ist denn eigentlich ,Liebe`?

16. Seht, auch diesen Begriff müssen wir erklären, um dessen Größe besser beurteilen zu können!

17. Liebe ist nichts anderes als eine gewisse Zuneigung zu einem belebten oder unbelebten Gegenstand. Diese Zuneigung bedingt die Erhaltung dieses Gegenstandes in dem Maße, in dem er eben unsere Liebe in Anspruch nimmt. Unter lebenden Wesen ist Liebe eine Zuneigung oder ein Hingezogenwerden zu anderen Wesen, die wegen ihrer Eigenschaften mit ihren Gefühlen harmonieren. Beim Menschen kommt hinzu, daß der, der Liebe gibt, auch wieder Liebe empfängt. Der Liebende möchte mit dein geliebten Wesen im Austausch seiner Gesinnung und Gefühle bleiben und, Liebe wieder von ihm zurückerhaltend, sich gleichsam mit ihm vereinen und ein geistiges Ganzes ausmachen. Die Liebe, welche keinen andern Zweck hat, als den Geliebten so glücklich wie möglich zu sehen, ist ferner die Eigenschaft, welche uns fähig macht, dem Geliebten alles zu geben und für uns nichts zu behalten als nur das Bewußtsein, ihn so glücklich gemacht zu haben, wie es unsere Kräfte erlaubten.

18. Nun, wenn der Mensch diese Liebe von seiten seines Gottes, Schöpfers und Herrn begriffen und erfaßt hat, dann ist ihm auch das Gesetz der Liebe leicht verständlich, welches ihm gebietet, dem Gott, der alles hergegeben hat, um Seine Geschöpfe glücklich, ja ewig selig zu machen, auch aus ganzer Seele und mit aller ihm möglichen Kraft zu lieben.

19. Wie beweist aber Gott dem Menschen diese Liebe, die Er für ihn geopfert hat, um seine menschliche Liebe so anzuregen, daß sie über alles Irdische, Sichtbare und Unsichtbare hinaus den Schöpfer des großen Universums über alles lieben lernt?

20. Seht, hier gibt es zwei Wege, die dem Menschen die Liebe seines Schöpfers beweisen und klar machen können: die geistige, unsichtbare, in ihm wohnende Welt, und die materielle, sichtbare, ihn umgebende Welt. Beide Wege, obwohl verschieden in ihrer Ausdrucksweise, führen zum gleichen Ziel, d.h.: den Schöpfer als liebenden Herrn und Vater zu erkennen.

21. Betrachten wir zunächst den ersten Weg.

22. In früheren Zeiten, als man die Natur weniger kannte, wurden durch die Gelehrten so manche Anfänge des Unendlichen im Großen wie im Kleinen aufgedeckt. In jener Zeit war es der innere Mensch, der die begeisterten Gesetzgeber, wie Moses und die Propheten und Seher beschäftigte. Sie machten den Menschen auf sein Inneres aufmerksam und stellten das als Gebot hin, was eigentlich aus freiem Antrieb geschehen sollte.

23. Damals stand dieses Gesetz der Gottesliebe als Gesetz, nicht aber als Liebesgebot vor dem Menschen. Deswegen fragte auch der Pharisäer, welches das vornehmste Gebot sei, weil er dieses Gebot nicht für so wichtig hielt und vielleicht glaubte, von Mir eine Antwort zu bekommen, welche auf ein bürgerliches Gesetz hindeutete. Denn Liebe, wie Ich sie gebot, war diesem Pharisäer und auch vielen anderen Menschen in jenen Zeiten fremd, wie auch jetzt noch die Liebe, wenn sie etwas anderes bedeutet als nur Liebe für sich, Millionen Lebender trotz aller Aufklärung ein unbekanntes Ding ist.

24. Um dieses Gesetz Meiner großen Schöpfung zur Geltung zu bringen, stieg Ich selbst auf eure dunkle Erde hernieder und zeigte euch durch Wort und Tat, was Liebe zu Gott und was Liebe zum Nächsten ist. So brachte Ich den Menschen aus seiner materiellen Richtung und erhob ihn zu einem geistigen Geschöpf, das zwar die Wurzel, seine Füße auf Erden, im Materiellen, jedoch seinen Kopf oder die geistige Blume in Regionen emporhebt, welche mit der Materie nichts zu tun haben.

25. So wie Ich Meinen Mitlebenden die Gottesliebe erklärte, so zeigte Ich ihnen auch in vielen Gleichnissen, Worten und Taten, was eigentlich Nächstenliebe ist, wie sie verstanden und ausgeübt werden soll, zeigte ihnen wie das zweite Gebot, das der Nächstenliebe, nur dann erfüllt werden kann, wenn man das erste ganz im geistigen Sinne aufgefaßt hat, und wie umgekehrt die Gottesliebe nur dann echt und rein ist, wenn sie am Nächsten und an der ganzen, den Menschen umgebenden Welt als Bruderliebe ihren Ausdruck findet.

26. Der zweite Weg, die Liebe Gottes durch die Natur zu beweisen und in ihr Gottes Sprache auf jedem Schritt zu gewahren, war späteren Jahrhunderten vorbehalten, obwohl auch schon in jenen Zeiten Meines Erdenwandels und noch früher die Priesterkasten mit den Geheimnissen der Natur vertraut waren, so gut, wie es jetzt nur wenige sind. Lange blieb diese Stimme, durch welche Ich den Menschen von Meiner allumfassenden Liebe tausend und abertausend Beweise geben wollte, unbemerkt. Auch jetzt noch ist es nur einzelnen vorbehalten, diese Stimme bei ihren Forschungen zu vernehmen. Leider kennen die meisten im Gebiet der Naturwissenschaft Herumwühlenden nur die Materie und ihre von Mir ihr aufgedrungenen Gesetze, statt den leisen Ruf der Liebe zu vernehmen, der ihnen aus jedem Atom entgegenweht, weil eben in jedem Atom ein Liebeshauch Meines göttlichen Ichs verborgen liegt, der ebenfalls auf seine weitere Entwicklung nach den Liebesgesetzen wartet.

27. Es war für euch jetzt Lebenden das Fernrohr, das euch die weiten Räume über euch erschloß; es war das Mikroskop, welches euch die Wunder des Kleinsten enthüllte. Durch beide Instrumente könnt ihr die Unendlichkeit und den Unendlichen selbst wohl ahnen, aber nicht begreifen.

28. Beide Wissenschaften, Astronomie und Naturwissenschaft, sind dem Menschen gegeben, um seinen Stolz zu dämpfen, seinen Dünkel zu beseitigen und ihn doch als Geist hoch über alle Räume zu erheben, weil sie dem Endlichen die Fähigkeit gaben, das Unendliche zu erfassen und zu ahnen.

29. Beide Wissenschaften sollen zur Gottesliebe, die Gottesliebe zur Menschenwürde und die Menschenwürde zur Nächstenliebe führen, die sodann wieder zu Dem zurückführt, der alles so geordnet hat, daß jeder Funken Liebe seinen Kreislauf vollenden kann, indem er, von Mir als Gott ausgegangen, zu Mir wieder zurückkehrt.

30. So soll denn die Gottesliebe sich von selbst in den Herzen der Menschen bilden und ihren Ausdruck in der Nächstenliebe finden, indem diese auf die erstere gegründet den Kreislauf beschleunigt und sich so beide Gesetze, aus denen alles hervorgegangen ist, und zu denen alles zurückzukehren sucht, als die höchsten, aber auch die einzigen bewahrheiten. So sind diese Gesetze die vornehmsten; denn sie sind auf Liebe, auf die Hinneigung von Gleichem zu Gleichem gebaut und können nur Harmonie, d.h. Ruhe, Glückseligkeit und Wonne bereiten.

31. Wenn auch der Mensch auf seiner Lebensbahn so manche Kämpfe und bittere Leiden zu ertragen hat, sieht doch der geistige Seelenmensch darin nicht die Folge materieller oder sozialer Verhältnisse, sondern er sieht in ihnen die Schulung zu einem höheren Leben. Es müssen zuerst die Versuchungen der materiellen Welt überwunden sein, ehe die geistige in ihrer ganzen Wichtigkeit erfaßt und verstanden werden kann. So sind ihm, dem Sohn eines Gottes, Kämpfe und Leiden nur ein Ansporn zum Vorwärtsschreiten, nicht aber ein Grund zur Enttäuschung; so fühlt er sich im Kampf mit der materiellen Welt erhaben und als geistiges Kind eines ihn ewig liebenden Vaters stark genug, sie zu besiegen, wie Ich zur größeren Bekräftigung euch als Jesus ein glänzendes Beispiel gegeben habe.

32. In diesem Bewußtsein begreift der Mensch, warum er Gott über alles – d.h. weit über jede andere Neigung hinaus – lieben, die Liebe zu Gott somit als Höchstes achten und nur ihr genügen soll, und warum er seinen Nächsten, ebenfalls ein aus Gottes Hand hervorgegangenes geistiges Wesen, ebenso wie sich selbst lieben, d.h. ihn so achten soll, wie er selbst, als Gottes Ebenbild, angesehen und geachtet sein will.

33. So sollt ihr Mich als Gott lieben, und diese Liebe an dem Nächsten beweisen, damit ihr die wahren Abkömmlinge dessen seid, der allem so viele Wunder eingehaucht hat. Dann wird euch klar werden, daß eine Welt nur dann bestehen kann, wenn Liebe ihr Grundwesen, Liebe ihr Bestehungs und Vervollkommnungstrieb ist.

34. Das ist es, was Meine beiden Gesetze euch predigen, was sie euch von der Wiege bis zum Grabe in tausend Formen und Verhältnissen sagen und weit über dieses Erdenleben hinaus immer wiederholen werden, daß ohne Liebe kein Vater sein kann, aber ohne Liebe auch keine Kinder bestehen können. Amen.

flagge en  43rd Sermon from Jesus… The Greatest Commandment

43rd Sermon from Jesus… The Greatest Commandment
April 24, 1872

Matthew 22:34-40
“But when the Pharisees had heard that he had put the Sadducees to silence, they were gathered together. Then one of them, which was a lawyer, asked him a question, tempting him, and saying, Master, which is the greatest commandment in the law? Jesus said unto him, Thou shalt love the Lord thy God with all thy heart, and with all thy soul, and with all thy mind. This is the first and great commandment. And the second is like unto it, Thou shalt love thy neighbour as thyself. On these two commandments hang all the law and the prophets.”

Concerning My reply to the Pharisee’s question: “Which is the noblest commandment?” you have already been told quite a lot, and actually it would not be necessary to add any more regarding the two commandments of love: LOVE GOD ABOVE ALL AND YOUR NEIGHBOUR AS YOURSELF. However, since it is mentioned here specifically as a Sunday sermon, and since the Pharisees and scribes put Me to the test in an endeavour to find a point of accusation against Me, as My activity and My truths were annoying them, let us take a closer look at these two commandments. I shall explain to you in more detail the situation as it was then, as well as its spiritual analogy for the present time, so that you may find it easier to understand the correlation between My words and actions then and the present events.

In the days when I walked on earth the priesthood was as ambitious and greedy as it has been ever since, and anyone who wanted to limit or even destroy their power was, naturally, an enemy of the church because he was an enemy of the priests, tending to turn the people against them. This they would have felt very much where their influence was concerned, but even more so in their purse. So every time a teacher like Me appeared, whom they could not oppose very much because of the clarity of his words, they were intent on handing him over for punishment – under some pretext – to the existing political institutions as a dangerous rebel. In this they also succeeded, as the time of My ministry on earth was drawing to a close. Earlier, I had always evaded their traps, either in person or through well-considered answers to their insidious questions.

In this chapter, you find various questions and attempts to implicate Me with the authorities, so that they might achieve their purpose without its appearing as if they were responsible for My arrest, because they feared the people who were attached to Me and followed Me. Therefore, they came with questions like the one about the tribute money and other similar ones. Also the question by one of the scribes: “Which is the greatest commandment?” was intended to trap Me, for this man expected from Me an answer which could be interpreted as disregard of the existing secular laws, whereupon the servants of the governor would have had a weighty reason for handing Me over to the courts. However, since I already knew their thoughts and designs in advance, I took good care not to give them any cause for false accusations. My answer turned out in accordance with what is contained in their laws, only My interpretation of these laws differed from theirs. The application of these laws and the way I wanted them to be followed was also different.

The two sole and most important commandments were also contained in the Mosaic laws. However, the interpretation and explanation by the priests was so one-sided that the spiritual man derived little benefit from them and found it difficult to find the right approach to Me and to his fellowmen as well as to all creation, a relationship which still today is comprehended only by few as it should be from a spiritual point of view. In those times, people stuck to the letter and now, after almost 2000 years, they are still scrupulously sticking to it like flies to a lime-twig, anxious to be free, but lacking the strength to free themselves.

Although I called these two commandments the greatest, the Pharisee understood them as little as the answer to My question: “What think ye of Christ?” The answer was quoted from a psalm of David and showed them in perspective that ultimately everything will be subject to Me, the Lord of Creation, becoming a footstool for My feet to rest, which means, upon which My teaching will be erected as an edifice.

What it means to “love God above everything” only few comprehended then and only few do so now. And to many people it is not clear at all what is meant by the words “to love one’s neighbour”, a supplementary commandment to the first one.
To “love God above everything” is a phrase that is easy to say, but not so easy to understand and even harder to carry out. Here we must ask: “Why should men love God above everything?” – This question must be answered before love and its measure can be discussed.

Considering the question: “Why should I love God?” – the coldly reasoning person will answer: “Thinking about it, I actually find no reason why I should love God. Firstly, because I cannot love something invisible and, secondly, I do not owe any gratitude to the God Who created me, for He did not ask whether it suited me or not. He had only His pleasure of creating in mind and did not ask whether I, as the created being, would really be satisfied with My condition and the position He assigned to me among the other created beings, and whether I am feeling happy.”

From these conclusions it would follow that there would be no obligation for man to love his Creator, even if He had placed him in the most fortunate circumstances, and much less so considering the hardships, suffering and misfortunes man has to struggle with from birth to death. Should men love God for that, and even “above everything”? That would be asking too much! There are people who would like to say to their Creator: “If you had not created me as a human being you might still claim my love, but in these sad living conditions it would require just too much simplicity to love Him Who in some respects placed me below the animal, yet gave me the ability to be really conscious of my state and to deplore it!”

Behold, My children, this is the not unjustified opinion of the rationalist whose world is the cold reality, that is, what he sees before him, can touch with his hands and perceive with his senses. With some, this way of thinking has always been the basis for their actions, ever since men came into existence. Today your learned materialists preach this without fear, and they find a large audience that fully agrees with their views and even applauds them.

If, in this sermon, I once more touch upon the commandment: “You shall love God above everything!”, it is done to point out to the majority of people their wrong views about Me and the world, including the relevant false conclusions, -for the sake of those who are still susceptible to other things, except being admirers of transient matter, and feel that there is still something better and deeper moving in their heart inducing them towards spiritual life.

If I have given a commandment, there must be some reason why it should be observed or complied with. Thus, there must be a reason why I described this commandment as the noblest and greatest in My creation, and why it was instituted for the latter’s continuation, consistency and perfection.

With every law it is easy enough to see why it was given in a particular form and whether its motive was love and whether it was given for the benefit of others or in the law-giver’s own interests.

Now, if I as the Creator lay down love as the principle law for My created beings that are like Me, love for their Creator, it is obvious that the reason for this law must also be recognizable in My instructions and a person must understand that -whatever happens – love is at the root of everything.

What actually is “love”? We have to clarify also this concept to give us a better judgment concerning it.

Love is nothing else but a certain attachment to an animate or inanimate object. This attachment safeguards the preservation of this object to that degree to which it lays claim to our love. Among living beings love is an attachment or attraction to other beings with whom, due to their nature, there is emotional harmony. In the case of humans, the one who gives love also receives it in return. The loving person wants to remain with the loved one in a state of interchange with his thinking and feeling and, receiving love in return, as it were unite with that person to form a spiritual whole. Love which has no other goal than to see the loved one as happy as possible is also the quality that enables us to give the loved one everything, retaining nothing but the conviction of having made that person as happy as we can.

Only when a person has comprehended this love on the part of his God, Creator and Lord, can he easily understand the law of love demanding of him to love with all his heart and with the greatest possible intensity the God Who has given everything to make His created beings happy for all eternity.

But how does God prove this love which He has sacrificed for man to stimulate his human love into loving the Creator of the great universe above everything, above all that is of the world, the visible and invisible?

There are two ways that can prove and clearly demonstrate to a man the love of his Creator: First, the spiritual, invisible world within him and, second, the material, visible world around him. Both ways, although different in their expression, lead to the same goal, namely, to recognizing the Creator as the loving Lord and Father.
Let us now examine the first way.

In former times, when man’s knowledge of nature was still more limited, scientists discovered many a starting point for the infinite, on a large scale as well as on a small scale. In those times it was the inner man with whom the enthusiastic lawgivers, like Moses, the Prophets and the seers, concerned themselves. They drew man’s attention to his inner life and established as a law what men should actually do of their own accord.

In those times, this commandment of love for God was presented to men as a law, not as a commandment of love. That is why the Pharisee asked which was the greatest commandment, since he did not consider this one so important and may have believed he might receive an answer from Me referring to some civil law. For love, as I demanded it, was unknown to this Pharisee and to many other people in those times. Thus, notwithstanding these englightened times, to millions of the people living today love, which means something different from self-love, is an unknown thing.

In order to make this law of My great creation known and recognized, I Myself descended to your dark earth and demonstrated through word and deed what love for God and love for one’s fellowman actually means. Thus I turned man away from his materialistic tendency and raised him to a spiritual being with its roots, its feet, on earth in the material, but lifting its head, or the spiritual flower, into regions that have no connection with matter.

Just as I explained the love of God to My contemporaries, I showed them through numerous parables, words and deeds what the love of one’s neighbour is and how it must be understood and practised. I showed them how the second commandment of love for one’s neighbour can only be fulfilled if first the love of God has been fully conceived in its spiritual meaning and how, vice versa, the love of God can only be genuine and pure if it is expressed as brotherly love for one’s fellowmen and all the surrounding world.

The second way to prove God’s love through nature, recognizing in it His voice on every step, was reserved for later centuries, although already at the time of My life on earth, and earlier still, the priesthood was more familiar with the secrets of nature than many people are even today. This voice, through which I wanted to give men countless proofs of My all-embracing love, remained unnoticed for a long time. Even now only few hear this voice in their explorations. Unfortunately, most of those who rake about in the field of natural science know only matter and the laws imposed upon it by Me, instead of hearing the soft call of love breathing to them from every atom, since a breath of love from My divine Self is latent in every atom, awaiting its further development in accordance with the laws of love.

It was the telescope which opened up the vast expanses above for you who are living today; and it was the microscope which revealed to you the wonders of the minutest things. With the help of both instruments you may be able to guess, but not comprehend, infinity and the Infinite Himself. Both sciences – astronomy and natural science – have been given to man to dampen his pride, to eliminate his self-conceit and still raise him high above all spaces as a spirit, since they enabled the finite to guess and conceive the infinite.

Both sciences are meant to lead to the love of God, the love of God to human dignity and human dignity to the love of one’s neighbour, which again leads back to Him Who has arranged everything in such a way that every spark of love can complete its circuit by returning to Me as God from Whom it has originated.

Thus the love of God is to form spontaneously in the hearts of men and express itself in the love of one’s neighbour which -based on the former – speeds up the circuit, and in this way both laws, out of which everything has originated and to which everything seeks to return, prove to be truly the supreme and sole laws. Consequently, they are the noblest laws since they are based on love, on the inclination of like toward like and, therefore, can only give harmony, that is, peace, bliss and delight.

Even if man in the course of his life has to put up with many a struggle and bitter suffering, the spiritually inclined person does not regard this as the result of material or social circumstances, but sees in it an education for a higher life. The temptations of the material world must first be overcome before it is possible to comprehend the spiritual world in all its significance. Thus for him, the son of a God, struggles and suffering are only a spur to progress, not a cause for disappointment; thus he feels sublime in the struggles with a material world and, as a spiritual child of an eternally loving Father, strong enough to conquer them, for the corroboration of which I, as Jesus, have given you a splendid example.

In this state of awareness man understands why he should love God above all, that is, far above every other love; why he should regard the love of God as the highest and comply with its demands. He also understands why he should love his neighbour who, too, is a spiritual being, gone forth from the hand of God like himself, which means, he should respect him just as he himself, as the image of God, wishes to be regarded and respected.

Thus you shall love Me as God and prove this love on your neighbour so that you may be true descendants of Him Who has breathed His wonders into all things. Then you will realize that a world can only exist if its basic nature is love, if love is its impulse for existence and perfection.

It is this which My two commandments preach to you, what they are telling you in a thousand ways from the cradle to the grave and what they will be reiterating far beyond this life -that without love there cannot be a Father nor can there be children. Amen.

 

41. Predigt von Jesus… Erweckung des toten Jünglings zu Nain – 41st Sermon from Jesus… The Raising of the Young Man of Nain

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

41. Predigt von Jesus - Die Erweckung des toten Juenglings zu Nain - Lukas 7 - Aufgezeichnet G. Mayerhofer 41st Sermon of Jesus... The Raising of the young Man of Nain - Luke 7_11-17
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

41. Predigt von Jesus… Erweckung des toten Jünglings zu Nain
22. April 1872

Lukas 7:11-17
Und es begab sich danach, daß Jesus in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr:”Weine nicht!”, und trat hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen. Und er sprach: “Jüngling, ich sage dir, stehe auf!” Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter. Und es kam sie alle eine Furcht an, und sie priesen Gott und sprachen: “Es ist ein großer Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht.” Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegenden Länder.

01. Hier habt ihr wieder eine jener Wundertaten, die das Volk und Meine Jünger im Glauben bestärken sollten, daß Ich nicht nur ein gewöhnlicher Mensch, nicht nur ein Prophet, sondern etwas Größeres sei, damit sie alle nach und nach williger in Meine Wege eingehen sollten und sich leichter führen ließen.

02. Auch die Essäer erweckten Tote; das ,Wie` aber habe Ich euch schon in dem Großen Evangelium Johannes kundgegeben. Es war, wenn Ich ein Wunder wirken wollte, immer der Umstand zu bedenken, daß Meine Wunder auf eine andere Art gewirkt sein mußten als die Wunder anderer. Nur auf diesem Weg und nur durch die schlagendsten Beweise konnte Ich dieses in den Mosaischen Lehren und Zeremonien verrannte Volk eines Besseren belehren.

03. Eine Totenerweckung wie bei dem Jünglin, zu Nain war ihnen noch nicht vorgekommen; daher ihr gerechtes Staunen ob Meiner Macht über Leben und Tod, welche sie bei Menschen noch nicht gesehen hatten.

04. So erzog Ich Meine Jünger und viele des Volkes, auch Heiden, zu Fortpflanzern Meiner Glaubens und Liebelehre. Die Echtheit Meiner Worte und die Wichtigkeit Meiner Sendung, den Grund, warum Ich auf diese Erde kam, und was das Ziel und der Zweck Meiner irdischen Laufbahn als Mensch war, das alles bewies Ich ihnen bald durch Gleichnisse, bald durch Reden, bald durch Wunder. Wenige verstanden Mich; aber doch war der Same in ihre Herzen gelegt, der nach und nach aufging und, wenngleich spärlich, doch Früchte zu tragen anfing. Überall paßte Ich mich den Umständen an; entweder hielt Ich gewaltige Reden oder Ich wirkte Wundertaten, welche dazu beitragen mußten, den Menschensohn als das zu verkünden, was er eigentlich war.

05. Die Wundertat der Erweckung des Jünglings zu Nain ist aber, wenn sie als Predigt von Nutzen sein soll, geistig zu nehmen. Wir müssen den Akt des Natürlichen entkleiden, um seine für alle Zeiten gültige Bedeutung herauszufinden, damit ihr erkennt, daß in jeder Tat aus Meinen Lehrjahren etwas verborgen liegt, was für alle Ewigkeiten Geltung hat.

06. Hier in diesem Evangelium habt ihr ein einfaches Leichenbegräbnis vor euch, bei dem eine weinende Mutter dem Sarg ihres geliebten, einzigen Sohnes folgte. Ein gewöhnliches Vorkommnis, das euch täglich – entweder in eigener Familie oder bei Freunden und Bekannten begegnen kann. Überall werdet ihr einen starren Leichnam und weinende Nachfolgende treffen.

07. Um diesen Akt einer natürlichen Gesetzesfolge im menschlichen Leben geistig zu erklären, müßt ihr auch das, was einem Leichenbegängnisse vorangeht, geistig auffassen lernen.

08. Seht, jeder Todesfall ist ein Übergang von einem Extrem zum andern, vom Leben zum Tod, eine Verwandlung des festen Körpers in einfache Elemente, eine Scheidung des Geistigen vom Materiellen oder, wenn ihr es noch besser ausdrücken wollt, der Anfang des geistigen und das Ende des materiellen Lebens.

09. Es gibt in der Schöpfung einen materiell-scheinbaren und einen geistig wirklichen Tod. Insofern ist ein Begräbnis entweder als ein Begraben des Geistigen im Menschen oder als ein Verlassen alles Weltlichen anzusehen.

10. Hier in diesem Falle beweint eine Mutter ihren einzigen Sohn und folgt seinem Sarg. Zu dieser traurigen Schmerzensszene kam Ich hinzu. Die Mutter dauerte Mich. Ich ließ die Träger anhalten und erweckte ihren Sohn, damit er noch ferner die Stütze seiner ihn liebenden Mutter bleibe.

11. Diese Handlung, geistig aufgefaßt, will folgendes sagen: Jetzt und noch oft werden Eltern über ihre Kinder, die eine falsche Richtung eingeschlagen haben, weinen. Sie werden trauern, wenn sie sehen, wie diese – ungeachtet ihrer Mühen und Sorgen -, gleich einer materiellen Leiche nichts Geistiges mehr in sich bergend, nur der Welt und ihren Genüssen nachgehen und so dem geistigen Tod entgegeneilen.

12. Zu manchen solcher weinenden und trauernden Eltern trete Ich bei solchen Ereignissen, wo Vater und Mutter leider nur zu spät erkennen müssen, daß an dem frühen Geistestod ihres Kindes sie selbst auch Schuld tragen, hinzu und rufe die in Sünde und Laster versunkenen Kinder wieder ins Leben, ins geistige Leben zurück, indem Ich sie die Folgen ihres Lebenswandels in bitterster Weise verkosten lasse. Ich erwecke sie durch Leiden und Krankheiten, zerstöre ihre körperliche Gesundheit und ihre weltlichen Verhältnisse und gebe auf diese Weise dem zum Leichnam gewordenen Kind das Geistige wieder zurück, damit es von neuem anfangen möge, das Verlorene wiederzugewinnen, und so seinen Eltern durch reuige Umkehr die Selbstvorwürfe lindere und ihr Gewissen erleichtere.

13. Solche Leichenzüge gibt es täglich im gewöhnlichen wie auch im geistigen Leben. Auf eurer Erde ist jetzt mehr Fäulnis als geistiges Leben vorhanden; beinahe die ganze Menschheit liegt in materiellen Gelüsten vergraben, gleichsam unbeweglich im Sarge weltlicher Sorgen und Genüsse. Und die wenigen, welche noch geistiges Leben besitzen, sind die Leidtragenden, die hinter diesem Sarg einhergehen und zu Mir um Abhilfe und Rettung flehen, da sie die Toten, ihre Nächsten, bedauern, bemitleiden – und doch nicht retten können.

14. Dieser Leichenzug im Kleinen wie im Großen, wie auch das Wehklagen der wenigen Besseren veranlaßt Mich, zu diesem Sarg hinzutreten und die Schlafenden oder scheinbar Toten aufzuwecken, damit sie fürs geistige Leben nicht verlorengehen. Ich erwecke sowohl einzelne Menschen als auch ganze Völker durch Ereignisse und Unglücksfälle aller Art und lasse sie die Folgen ihres verkehrten Lebenswandels, da sie das Geistige so ganz außer acht lassen, fühlen.

15. Seht, dieser große Leichenzug bewegt sich langsam an den Ort, an dem die Zersetzung des materiellen Körpers stattfindet. Der seelische Zustand vieler Menschen, wie auch der staatliche der Völker, fängt an, in Fäulnis überzugehen, und es manifestiert sich ein allgemeiner Zersetzungs, Reinigungs und Scheidungsprozeß, wie es bei jedem Körper geschieht, der vom Leben verlassen und den natürlichen Gesetzen unterworfen, anderen Bildungen wieder als Grundlage und als Förderungsstoff dienen muß.

16. Mitten in diesem allgemeinen Auflösungsprozeß der ganzen Menschheit, die – bildlich gesprochen – leblos im Sarg der Weltgenüsse liegt, trete Ich hinzu, lasse durch Meine Boten und Schreiber neues Leben, neue Kraft, neuen Geist in die Pulsadern der menschlichen Seele strömen und rufe den eingeschlafenen Weltmenschen, wie einst dem Jüngling zu Nain, zu: “Jüngling! Ich sage dir, stehe auf!”

17. Die Menschheit, wie sie jetzt ist, gleicht mit der kurzen Dauer ihres Prüfungslebens einem Jüngling, der seine Mission noch lange nicht erfüllt hat. Auch die Menschheit muß ins Mannes und dann ins Greisenalter übergehen, damit sie reif wird und sich anschickt, ihre alten Kleider halbvermoderter Weltansichten auszuziehen und ein geistiges, nie verwesendes Kleid anzuziehen, welches über dieses kurze Erdenleben hinaus auch fürs andere, größere, ewige Leben tauglich ist. Dieser in die Verwesung übergehenden Menschheit rufe Ich zu: “Stehe auf; denn du bist nicht geschaffen, den langwierigen Weg der Materie, sondern den kürzeren des Geistes zu wandeln! Stehe auf und beachte Meinen Ruf, ehe der gänzliche Zerfall aller sozialen Bande dich nur zu bitter belehren wird, daß es noch eine ganz andere Welt gibt als die, an welche du bisher gedacht hast, und die nur aus lauter Spekulationen, Betrug und Machthaberei besteht!”

18. Seht, wie einst, so jammert Mich auch jetzt dieser Zustand der Fäulnis! Es jammern Mich die besseren Leidtragenden, aber auch die Toten, die – da sie Mein Wort nicht kennen – der Verwesung, dem geistigen Zersetzungsprozeß unwiederbringlich anheimfallen würden und den langen und beschwerlichen Weg der Erkenntnis von innen heraus, freiwillig, antreten müßten. Mich jammert es, die Menschheit als Leiche vor Mir zu sehen, da Ich doch bei Erschaffung der Menschen einem jeden einen geistigen Funken Meines eigenen Wesens als Mitgift gab. Später durch Mein Herniedersteigen auf eure Erde habe Ich nicht allein diesen Funken wieder zur Wirkung gebracht, sondern – was Ich durch Demütigungen und Opfer bezahlen mußte – euch Menschen vor so vielen anderen Geschöpfen auserkoren, Mich nicht nur als höchsten Geist, sondern auch als Vater zu erkennen und mit Mir und durch Mich zur Weiterbildung anderer Welten beizutragen, welchen ihr dann neue Seligkeiten und neue Wahrheiten bringen dürft. Das Geben derselben wird euch selbst noch größere Seligkeiten bringen, und ihr werdet als Kinder Meiner Liebe erst empfinden, was es heißt, die Bevorzugten des allmächtigen Schöpfers und Herrn des ganzen Universums zu sein!

19. Darum jammert Mich dieser Leichenzug, und deswegen ertönt durch Meine Worte und Himmelsgaben, die Ich auf euch und die ganze Menschheit seit Jahren herniederströmen lasse, stets der Ruf: “Steht auf, erwacht von eurem weltlichen Schlaf! Erwacht zum geistigen, zum ewigen Leben; denn nur dort ist die Löse eurer eigenen Existenz! Dort allein ist der Anfang und das Ende des Menschengeschlechts! Ihr braucht euch nicht wie der materielle Körper aufzulösen, um anderen Formen, Wesen und Dingen anzugehören! Nein, ihr sollt eures einfachen Ursprungs wohl eingedenk, als unmündige Seelen das Knaben-, Jünglings- und Mannesalter durchleben, um im Greisenalter mit dem Bewußtsein schöner Taten und mit erhabenen Empfindungen in jene Welt übergehen zu können, wo keine Verwesung des Weltlichen mehr hinreicht, sondern wo alles Geist, alles Liebe, alles Licht ist, wo alles Wärme und ewiges Leben atmet, wo es keine Leidtragenden, sondern lauter freudige, jubelnde Geister gibt! Sie sollen mit und durch euch zum großen Endziel, in Mein unendliches Geisterreich, geführt werden, und Ich werde als Vater Meiner Kinder die Erweckten zum ewigen Lichtborn des Lebens führen. Dann werden sie Mich als Vater erst ganz begreifen.

20. Diese Auferstehung aus dem Materiellen, dem weltlichen Sarg, will Ich mit all Meinen Worten bezwecken, wie Ich einst mit Meinen Wundertaten, Worten und Gleichnissen ebenfalls die damalige Welt beschützen und vorbereiten wollte, daß sie geistig nicht verwese.

21. In jener Zeit waren die Propheten, Meine Jünger und sonstige Gläubige die Leidtragenden; heutzutage seid ihr es, denen Ich das Wort des Heils und des ewigen Lebens gegeben habe, damit auch ihr, soviel wie möglich, zum Rettungswerk beitragen könnt!

22. Arbeitet zu diesem Zweck in euren eigenen Familienkreisen! Laßt dort keine Tote oder Verwesende aufkommen! Säet den Samen des Lebens, den dann Mein geistiger Wind, wie die Herbststürme den materiellen Samen auf zu befruchtende Felder, in die durch Leiden und Unglücksfälle zubereiteten Herzen führen wird, damit auch dort das Auferstehungsfest sich wiederhole! Dann wird vom ganzen leblosen Leibe der Menschheit nichts als der Sarg, die Welt selbst übrigbleiben, die sich dann – will sie dem Menschen nützlich sein – durch den Einfluß der vergeistigten Menschheit ebenfalls vergeistigen muß. So wird das einstige Paradies wieder erstehen, in welchem der Mensch, als geistiges Geschöpf Meiner Schöpferhand entstiegen, wieder geistiger Herr über alles Getier und selbst über die Elemente ist, – was nur der lebende, nicht aber der tote ,Jüngling zu Nain` vermögen wird. Amen.

*******

41st Sermon from Jesus… The Raising of the Young Man of Nain
April 22, 1872

Luke 7:11-17
“And it came to pass the day after, that he went into a city called Nain; and many of his disciples went with him, and much people. Now when he came nigh to the gate of the city, behold, there was a dead man carried out, the only son of his mother, and she was a widow: and much people of the city was with her. And when the Lord saw her, he had compassion on her, and said unto her, Weep not. And he came and touched the bier: and they that bare him stood still. And he said, Young man, I say unto thee, Arise. And he that was dead sat up, and began to speak. And he delivered him to his mother. And there came a fear on all: and they glorified God, saying, That a great prophet is risen up among us; and, that God hath visited his people. And this rumour of him went forth throughout all Judaea, and throughout all the region round about.”

Here again you have one of those miracles that were to strengthen the belief in people that I was not just an ordinary man, not just a prophet, but something greater, so as to make them more and more willing to follow My ways and make it easier to guide them.

The Essenes, too, raised from the dead; but how this was done I have already explained to you in the Great Gospel of John. If I wanted to perform a miracle, it had to be done in a different way. Only in this way and with compelling evidence could I set right these people who were so stubbornly attached to the Mosaic doctrine and ceremonies.

A raising from the dead, as took place with the young man of Nain, was quite new to them and so they were justly amazed at My power over life and death, the like of which they had not yet seen in a human being.

Thus I educated My disciples and many other people, including Gentiles, to be propagators of My teaching of faith and love. That My words were true and My mission essential, the reason why I came to this earth, and the object and purpose of My life as a man on earth – all that I proved to them through parables, talks and miracles. Only few understood Me, but the seed had been planted in the hearts. It gradually sprouted and began to bear fruit, even though the growth was sparse. I always adapted Myself to the circumstances; either I delivered powerful speeches or I performed miracles, which had to help proclaim the Son of man as that which He really was.

The miracle of the raising of the young man of Nain should, however, be interpreted in a spiritual sense if it is to be any use as a sermon. The significance of this act for all times must be found, so that you may recognize that in every one of My actions during the years of My ministry there is a hidden significance which is important for all times.

This Gospel describes an ordinary funeral where a weeping mother follows the coffin of her beloved only son. An ordinary event, one that you may any day experience, either in your own family or with your friends and acquaintances. In every case you will find a stiff corpse and weeping people following it.

To interpret this ordinary event spiritually, you must also understand spiritually that which precedes a funeral.
Every death is a transition from one extreme to the other, from life to death, a transformation of the solid body into primary elements, a separation of the spiritual from the material or, if you want to express it even better, the beginning of the spiritual and the end of the material life.

There exists in creation an apparent material death and a real spiritual death. In view of this, a funeral must be regarded either as the burial of the spiritual in a person or as an abandoning of all that is of the world.

Here in this case a mother mourns her only son and follows his coffin. I encountered this sad scene and felt pity for the mother. I stopped the coffin-bearers and raised the son that he might also in future continue to sustain his loving mother.
The spiritual interpretation of this act is as follows: Now, and still often, parents will weep over their children who have taken a wrong course. They will be sad if they see how their children – notwithstanding their parents’ care and efforts -like a material corpse that no longer holds anything spiritual, follow only the world and its pleasures, thus hurrying towards their spiritual death.

To many such weeping and mourning parents who only too late recognize that they themselves are responsible for the early spiritual death of their child, I step up and raise their children from sin and vice back into a spiritual life by allowing them to taste the bitter consequences of their way of life. I raise them through suffering and illness, ruin their physical health and their worldly circumstances, thus returning to the child who had turned into a corpse, his spiritual life so that he may start afresh to regain what was lost, thus through penitent reform relieving his parents’ conscience and self-reproaches.

Such funeral processions take place every day in material as well as in spiritual life. There is more decay on your earth these days than spiritual life. Practically all mankind is buried in material desires, as if lying motionless in a coffin of worldly cares and pleasures. And the few who still possess any spiritual life are the mourners who walk behind the coffin praying to Me for help and deliverance since they are sorry for the dead, their fellowmen, but cannot save them.
This funeral procession on a small and a large scale, as well as the laments of the few better ones, causes Me to step up to the coffin and awaken those sleeping or apparently dead, to prevent them from being lost for the spiritual life. I awaken individuals as well as entire nations through all kinds of events and calamities and let them experience the consequences of their wrong way of life and complete disregard of the spiritual.

Look, this large funeral procession moves slowly to the place where the decomposition of the material body takes place! The condition of the souls of many people, as well as the states of many nations, is beginning to decay, and a general process of decomposition, purification and separation is manifesting, as is the case with every body which has been abandoned by life and, subject to the laws of nature, has to serve again other forms as a basis and the stuff to further their development. Amid this general process of decomposition of entire mankind which – figuratively speaking – is lying lifeless in the coffin of worldly pleasures, I step up to it and through My messengers and scribes cause new vigour, new life, a new spirit to fill the veins of the human soul, calling to the worldly people who have fallen asleep, as I once did to the young man of Nain: “Young man, I say unto thee, arise!”

Mankind as it is today, because of the short duration of its trial life, can be compared to a young man who is still far from having fulfilled his mission. Mankind, too, must proceed to manhood and then to old age so that it may mature and begin to shed its old clothes of partly decayed worldly opinions and put on a spiritual garment which does not ever decay but remains serviceable also beyond this short life on earth for the other, greater, eternal life. To this mankind, which is on the point of decomposition, I call: “Arise, for you were not created for the tedious road of matter, but for the shorter path of the spirit! Arise and pay attention to My call before the complete disintegration of all social ties will teach you the bitter truth that there still exists quite a different world from the one you had in mind until now, one which consists only of speculations, deception and despotism!”

Just as in the past, today I am also moved to compassion by this present state of decay. I pity the better kind of mourners, but also the dead who – not knowing My Word -would irrevocably fall victim to decay, the spiritual process of decomposition, and would have to start out voluntarily on the painful road of cognition from within. To see mankind as a corpse moves Me to compassion since, when I created men, I gave everyone a spiritual spark from My own being. Later on, through My descending to your earth, I not only reanimated this spark, but – for which I had to pay with humiliation and sacrifice – I chose you humans from among so many other beings to recognize Me not only as the Supreme Spirit, but also as the Father and with Me and through Me to help also other worlds towards perfection, thus bringing them new beatitudes and new truths. The giving of these will enhance your own bliss, and only as children of My love will you experience what it means to be privileged by the almighty Creator and Lord of the entire universe. Therefore, I pity this funeral procession and as a result I have, through My words and gifts from heaven, kept calling to you already for years: “Arise, awake from your worldly sleep! Awake to the spiritual, eternal life; for only there is salvation for your own existence!” Only there is the beginning and the end of the human race. You do not have to disintegrate like the material body in order to become part of other forms, beings and things. No, you shall, aware of your origin, live as immature souls through the stages of childhood, youth and adulthood, so that in old age, conscious of good deeds and with a feeling of exaltation, you can pass into that world which is out of reach of worldly decay, that world where everything is spirit, love, light, where everything breathes warmth and eternal life, where there are no mourners but only happy, jubilant spirits. These shall be guided with and through you to the great goal, to My boundless realm of the spirit, and I, as the Father of My children, shall guide the awakened to the eternal light-source of life. Only then will they fully comprehend Me as a Father.

The purpose of all My words is this raising from the material, from the worldly coffin, just as I once wanted to protect and prepare the world of that time with My miracles, words and parables that it would not decay spiritually.

In those times, the prophets, My disciples and other believers were the mourners. Today, it is YOU whom I have given the Word of salvation and eternal life so that you may contribute as much as possible to the work of salvation.

Work in your own families toward this end. See that there is no one who is dead or decaying. Sow the seed of life which My spiritual wind, like the autumn winds that carry the material seed to the fields, will carry into the hearts duly prepared through suffering and calamities, so that the feast of resurrection may repeat itself there, too. Then, of mankind’s lifeless body there will remain only the coffin, the world itself which, if it wants to be of any use to mankind, will have to spiritualize too under the influence of spiritualized mankind. Thus the former paradise will return where man – a spiritual being out of My Creator’s hand – will once more be a spiritual lord over all beasts and even over the elements. This, however, can only be accomplished by the living, not by the dead “young man of Nain”. Amen.

40. Predigt von Jesus… Der Herr warnt vor weltlicher Einstellung – 40th Sermon of Jesus… The Lord Warns against Worldly Thinking

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

40. PREDIGT von JESUS... Warnung Jesu vor weltlicher Einstellung - Matthäus 6_24-34 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 40th Sermon of Jesus... The Lord Warns against worldly Thinking
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO  => AUDIO…

40. Predigt von Jesus… Warnung Jesu vor weltlicher Einstellung
20. April 1872

Matthäus 6:24-34
“Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für euer Leben, was ihr essen und trinken werdet, auch nicht für euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung? Sehet die Vögel unter dem Himmel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist wie derselben eines. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: sollte er das nicht viel mehr euch tun, o ihr Kleingläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: ,Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden?` Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr des alles bedürft. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen. Darum sorget nicht für den andern Morgen; denn der morgende Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe.”

01. Diese Verse geben Verhaltungsmaßregeln für das Leben Meiner Jünger. Wörtlich genommen haben sie einen ganz speziellen Charakter, indem sie, dem Leben Meiner Jünger angepaßt, ihnen Vertrauen für die Zukunft, wenn Ich nicht mehr unter ihnen wandeln würde, einflößen sollten.

02. Das ganze sechste Kapitel enthält Maßregeln für das künftige Berufsleben, welchem Meine Jünger entgegengingen. Es waren die letzten väterlichen Ermahnungen, die Ich ihnen gab, damit sie Meine Worte in ihrem geistigen Sinn und nicht buchstäblich auffassen lernten, was oft geschah; denn sie mußten erst selbst darüber im klaren sein, ehe sie andere belehren und auf den Weg der wahren Erkenntnis führen konnten.

03. So enthält dieses Kapitel ausführliche Auseinandersetzungen über die Art und Weise, wie man Almosen geben, wie man beten und die kirchlichen Gebräuche geistig und zum Nutzen der Seele ausüben soll. Ferner ist darin der eigentliche Wert der zeitlichen, materiellen und der ewigen, geistigen Güter gezeigt und die Art, wie man die Lebenssorgen mit dem Vertrauen auf Mich verbinden kann. Letzteres war ein wichtiger Punkt, da Meine Jünger nach Meinem Hingang zwischen Geist und Welt oder – wie es dort geschrieben steht – zwischen Gott und Mammon zu wählen hatten.

04. Meine Jünger verließen alles, was sie an die Welt band, und folgten Mir, die weltlichen Güter und Bande den geistigen Gütern opfernd. Es war also wohlverständlich, daß, nachdem Ich ihnen so oft Meinen Hingang vorausgesagt hatte, in ihnen der Gedanke auftauchte: “Was wird aus uns werden? Es ist wahr, in Seiner Nähe hatten wir für nichts zu sorgen; aber wenn Er nicht mehr unter uns wandelt, – was dann?”

05. Auf diese sich oft einschleichenden Gedanken mußte Ich ihnen antworten, um ihre aufgeregten Gemüter nicht allein während Meines Erdenwandels, sondern auch für spätere Zeiten zu beruhigen, damit auch die Sorge um Nahrung und Kleidung nicht so schwer auf ihnen laste, wodurch ihre geistige Mission bedeutend gelitten hätte. Deswegen die väterlichen Worte, deswegen der Hinweis auf die Lilien des Feldes und darauf, daß der liebende Vater im Himmel nichts vergißt, was Er erschaffen hat, und Er aus diesem Grund auch sie, die Auserwählten für die höchsten Zwecke, nicht im Stich lassen werde!

06. Alle diese Worte, zu Meinen Jüngern gesprochen, hatten für sie in den Verhältnissen, in welchen sie lebten, eine wörtliche Bedeutung, sind aber für euch und alle künftigen Geschlechter geistig zu deuten; denn ihr lebt in anderen Verhältnissen und habt nicht nötig, euch von allem zu entledigen, um Mir geistig auf dem bezeichneten Weg zu folgen.

07. Wenn Ich in jenen Zeiten sagte: “Man kann nicht zwei Herren dienen!”, so wollte Ich damit sagen, daß man unmöglich zwei verschiedene Dinge mit dem gleichen Grade der Liebe umfassen kann. ,Entweder Gott oder dem Mammon dienen` will soviel sagen als: entweder das eine oder das andere als höchstes Ziel vor Augen haben; denn ,dienen` bedeutet: sich mit ganzer Seele dem hingeben, das man vor allem andern liebt.

08. In solchem Sinne gilt dieses Wort auch für euch und das lebende und kommende Menschengeschlecht. Wer ganz der Welt und ihren Genüssen lebt, nur nach Befriedigung derselben strebt und alle Mittel aufbietet, das zu erlangen, was ihm als Höchstes erscheint – d.h. das zeitliche Wohl -, der kann natürlich von Gott und geistigen Gütern nur einen mittelmäßigen Begriff haben, und diesen Begriff wird er stets den andern Begriffen unterordnen, weil nur weltliches Wohl und nicht Geitsiges sein höchstes Ziei, sein einziger Wunsch ist. In dieser Hinsicht ist das Wort wahr: “Man kann nicht Gott und dem Mammon dienen!”

09. Aber den Mammon, die weltlichen Güter zu geistigen Zwecken benützen und demselben keinen größeren Wert beilegen, als er wirklich hat, ihn zum eigenen und zum Besten seiner Nebenmenschen verwenden, zumal wenn Ich einzelne mit besonderen Glücksgütern beschenkt habe, das ist eine andere Sache!

10. Auch gab es Reiche, Begüterte und Hochgestellte, welche dennoch nur Mir anhingen und die Welt so betrachteten, wie Ich es wünschte. Die ihnen anvertrauten Güter waren daher nur Mittel zum Zweck, aber nicht ausschließlich das einzige Endziel all ihres Strebens.

11. Daher ist für diesen Satz: “Man kann nicht zwei Herren dienen!” das rechte Verständnis äußerst notwendig.
12. Auch die übrigen Trostworte, die Ich Meinen Jüngern gab, sind nicht im wörtlichen Sinn zu nehmen; denn bei den jetzigen Lebensverhältnissen ist es sogar Pflicht eines jeden, für die irdischen Bedürfnisse zu sorgen. Nur soll diese Sorge nicht so weit gehen, daß sie einen Menschen hindert, sein geistiges Ziel zu verfolgen und seinem Nebenmenschen Gutes zu tun!

13. Wahr ist es wohl: ,Die Vögel säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und der Vater im Himmel sorgt für sie`; allein die Tiere sind unmündig, und ihre Erhaltung bewirkt der Instinkt, durch den die Hungrigen zur Nahrung, die Durstigen zur Quelle geführt werden. Die meisten Tiere haben auch nur für sich allein oder für ihre kleine Familie zu sorgen, und für letztere nur auf kurze Zeit.

14. Nicht so ist es mit dem Menschen. Er ist frei. Nicht die Stimme der Natur, nicht der Instinkt, sondern sein Geist treibt ihn, mittels des Verstandes seine Lage derart zu verbessern, daß er nicht von Sorgen für seinen körperlichen Organismus gestört werde, an seinem geistigen Ich zu arbeiten. Er muß also für sein künftiges Leben, für sich und seine Familie sorgen, weil diese einer längeren Fürsorge bedarf als die der Tiere.

15. Der Hauptzweck seines Lebens muß allerdings das Reich Gottes und seine höhere, geistige Bestimmung sein, die nach diesem kurzen Prüfungsleben im Jenseits ewig fort gilt. Es ist also seine Pflicht, die ihm anvertrauten Geschenke – die Talente und Glücksgüter – so zu verwerten, daß er dabei nie sein geistiges Kleid für jene lange Lebensdauer einbüßt.

16. Es heißt wohl in diesen Worten: “Sorget nicht für den morgigen Tag; denn jeder Tag hat seine eigene Plage!”; aber dieses Wort war für Meine Jünger in anderem Sinn gesprochen, als es für euch jetzt gedeutet werden muß. Es will – wie auch alle vorhergehenden Verse nur soviel sagen, daß der Mensch seine Sorgen nicht zu weit ausdehnen und nicht in die Räder des Schicksals oder in die göttliche Führung des einzelnen eingreifen soll, weil hier sein Bereich aufhört.

17. Ihr Menschen sollt euren Sorgen und Anstrengungen nur so weit Raum geben, als sie durch Meine Lehre, durch Mein Wort gutgeheißen werden und einen Erfolg versprechen. Dann sind sie gerecht, aber auch nicht zu groß; denn stets werdet ihr den kleineren, Ich aber den größeren Teil eurer Wünsche zu erfüllen haben. Wenn ihr dabei noch bedenkt, daß eure Einsicht als endliche Wesen stets beschränkt, die Meinige als die des allmächtigen Herrn und Schöpfers aber unbeschränkt ist, so müßt ihr auch einsehen, daß das durch Flehen sehnlichst Erwünschte nicht immer erfüllt werden kann, sondern daß Ich dasselbe oft verweigern muß, weil Ich weitblickender bin, als ihr es seid.

18. Ihr seht aus der Deutung dieser Verse, wieviel Mißverständnis durch einseitige Auffassung dieser in jener Zeit ganz anders gemeinten Worte herbeigeführt werden kann. Damals waren sie dem künftigen Lebensberuf und der sozialen Stellung Meiner Jünger angepaßt; heutzutage sind sie zwar ebenfalls wahr – denn nur Wahrheit konnte ja aus Meinem Munde kommen -, jedoch muß mehr ihr geistiger Sinn der Leitstern eures Tuns und Lassens sein. Die Meinen ersten Jüngern gegebenen Trostworte müssen Meinen jetzigen, vielleicht letzten Jüngern, in ganz anderer Bedeutung erscheinen.

19. Wahr bleibt alles, was Ich sprach; aber der geistige Standpunkt eines jeden einzelnen motiviert das Verständnis der Wahrheit. Wenn sie stets den eigenen Verhältnissen angepaßt und auf Mich bezogen wird, so kann sie die Resultate bringen, die Ich einst beabsichtigte, und die Ich jetzt bei der geistigen Erklärung derselben wieder bezwecken will. Ich wiederhole hier, daß das rechte Verständnis Meiner Worte – die, weil von Mir herrührend, von ewiger Dauer und ewiger Schönheit sein müssen – euch Dinge offenbart, welche ihr oft in einzelnen Augenblicken ahnt, aber deren Schleier ihr nie gänzlich zu entfernen vermöget.

20. Befleißigt euch also, das geistige Verständnis zu erlangen, damit das in euch einstrahlende Licht in seiner ganzen Stärke eure Seelen erleuchten, erwärmen, beleben und mit Meinem Geist verbinden kann! Dann ist der Augenblick gekommen, wo die Decke der materiellen Schöpfung für euer Auge nicht mehr existiert, wo sie dem geistigen Auge gewichen ist und euch überall nur Geistiges und Mich als Herrn des Geistigen, als ewig liebenden Vater erkennen läßt.

21. Dort blüht euch der Friede und die Ruhe, als Endziel aller gerechten und eitlen Sorgen; dort ist die Vergeltung für alles bitter Erlebte, die Belohnung für alles gerecht Verdiente; dort sind die letzten Bausteine der materiellen Welt zu den ersten der geistigen umgewandelt, auf denen der ganze, große Bau einer nie endenden Geisterwelt ruht. Den materiellen Dingen wird ihr geistiger Platz und den geistigen Wesen ihr zur weiteren Läuterung nötiger Weg angewiesen, damit sie – von Stufe zu Stufe, von Welten zu Welten, von Sonnen zu Sonnen emporsteigend, stets mehr Fähigkeiten empfangen, stets mehr Seligkeiten genießen und als Endziel aller Mühen endlich die Stufe erreichen, wo der Vater, als der eine Hirte, von Seinen Kindern, als der einen Herde, umringt wird, deren Sammlung im körperlichen Leben angefangen und im geistig-höchsten geendet hat.

22. Das ist euer Ziel, und das ist der Zweck all Meiner Kundgebungen an euch! Ich tue, wie ihr seht und wohl ahnen könnt, Mein möglichstes. Es liegt nur an euch, Meine vielen Worte so aufzufassen, wie Ich, der Ich Geist bin, sie nur gemeint haben kann.

23. Befleißigt euch, deren Verständnis zu gewinnen, und das Endresultat wird euch beweisen, daß nur auf diesem Weg ein Vater seine Kinder zu solch einem Ziel führen konnte! Amen.

*******

40th Sermon of Jesus… The Lord Warns against Worldly Thinking
April 20, 1872

Matthew 6:24-34
“No man can serve two masters; for either he will hate the one, and love the other; or else he will hold to the one, and despise the other. Ye cannot serve God and mammon. Therefore I say unto you, Take no thought for your life, what ye shall eat, or what ye shall drink; nor yet for your body, what ye shall put on. Is not the life more than meat, and the body than raiment? Behold the fowls of the air: for they sow not, neither do they reap, nor gather into barns; yet your heavenly Father feedeth them. Are ye not much better than they? Which of you by taking thought can add one cubit unto his stature? And why take ye thought for raiment? Consider the lilies of the field, how they grow; they toil not, neither do they spin: And yet I say unto you, That even Solomon in all his glory was not arrayed like one of these. Wherefore, if God so clothe the grass of the field, which today is, and tomorrow is cast into the oven, shall he not much more clothe you, O ye of little faith? Therefore take no thought, saying, What shall we eat? or, What shall we drink? or. Wherewithal shall we be clothed? (For after all these things do the Gentiles seek:) For your heavenly Father knoweth that ye have need of all these things. But seek ye first the kingdom of God, and his righteousness; and all these things shall be added unto you. Take therefore no thought for the morrow: for the morrow shall take thought for the things of itself. Sufficient unto the day is the evil thereof.”

These verses give the rules of conduct for the lives of My disciples. Adapted to their lives, these rules were meant to instil into them faith in the future when I would no longer be walking among them.

The entire sixth chapter contains measures for the future missionary lives of My disciples. These were the last fatherly admonitions they received from Me and were meant to teach them to take My words in their spiritual sense and not literally, which was often done. Before they could teach others and guide them onto the road of true cognition, they had to have a clear understanding themselves.

Thus this chapter contains details about how to give alms, how to pray and how to practise the religious rites spiritually for the benefit of the soul. It also discusses the actual value of the temporal-material and the eternal-spiritual things and how life’s difficulties can be aligned with trust in Me. This last point was essential since, after My decease, My disciples had to choose between spirit and world or – as is written – between God and mammon.

My disciples had left everything that bound them to the world and followed Me, sacrificing worldly possessions and ties for the sake of spiritual values. Therefore, since I so often predicted My decease, it was understandable that the thought would arise in them: “What will become of us? It is true, in His presence we had no worries; but when He will no longer be with us, – what then?” I had to answer these thoughts that kept creeping in, to reassure their perturbed minds, not only during My presence on earth but also for later times, so that the concern about food and clothing did not burden them too much, which would have considerably interfered with their spiritual mission.

That was the reason for My fatherly words and My allusion to the lilies of the field, and that the loving Father in Heaven does not forget anything He has created and, therefore, would not forsake them, who had been chosen for a great task.
In the circumstances under which My disciples were living, what I spoke to them had for them a literal meaning; but for you and all future mankind it must be interpreted spiritually. For you live under quite different conditions and there is no need for you to forsake everything in order to follow Me spiritually on the designated path.

If in those times I said that no man can serve two masters, I meant to say that it is impossible to embrace two different things with the same degree of love. To “serve either God or mammon” means as much as to strive after either one or the other as a supreme goal; for “to serve” means: To devote oneself with all one’s soul to that which is one’s foremost love.

In this sense, this word applies also to you as well as present and future mankind. He who lives solely for the world and its pleasures, striving for their satisfaction and using all possible means of acquiring that which appears to be the most important thing, that is, temporal prosperity, – can naturally have only a very limited conception of God and spiritual values; and he will always subordinate this conception to all the others since his highest aspiration, his goal, is not spiritual but only worldly happiness. In this sense the words apply: “Ye cannot serve God and mammon.” However, it is quite a different thing to use mammon or worldly wealth for spiritual purposes, not regarding it as more than it really is. Then it may be used for one’s own benefit as well as that of one’s fellowmen, especially if I have provided a person with particular wealth.

There have been rich and wealthy people and those in high positions who have remained faithful to Me and looked upon the world the way I wanted them to. Therefore, the wealth entrusted to them was only a means to an end, not the sole purpose of all their striving.
In view of this it is extremely important to correctly understand the words: “No man can serve two masters.”

Thus, the other words of comfort I spoke to My disciples are not to be taken literally, for in the present living conditions it is even everybody’s duty to provide for his earthly needs. However, this care should not go so far as to prevent a man from striving for his spiritual goal and doing good to his fellowman!

It is true that “the birds do not sow, reap or gather into barns, but are looked after by the Father in Heaven”. However, animals are dependent and are supported by their instincts which lead the hungry to food and the thirsty to a spring. Most animals have but to care for themselves, or for only a short time for their small families.

With man it is different. He is free and not directed by the voice of nature or instinct but by his spirit which, with the help of his intellect, induces him to improve his condition so as to enable him to work on his spiritual self without being hindered by the care for his physical organism. Therefore, he must provide for his future life, for himself and his family which needs his care for a longer time than that of an animal.

The main purpose of his life must, however, be the Kingdom of God and his higher, spiritual destiny which, after the completion of this short trial life, continues forever in the beyond. Therefore, it is his duty to administer the gifts entrusted to him – the talents and worldly wealth – in such a way that he never loses his spiritual garment for that eternal life.

The words: “Take therefore no thought for tomorrow… sufficient unto the day is the evil thereof” were spoken to My disciples in a different sense than you would interpret them today. This – like all the preceding verses – only means that man should not extend his worries too much or put a spoke in the wheels of destiny, or interfere with the divine guidance of the individual; for here his sphere of action ends.

You humans should consider your cares and efforts only to such an extent as they are sanctioned by My teaching, My Word and promise to bring success. Then they are just, but also not too great; for you yourselves will always have to fulfil only the smaller part of your aspirations, and the fulfilment of the greater part will be up to Me. If you also take into consideration that as finite beings your insight is only limited whilst Mine, as that of the almighty Lord and Creator, is infinite, you will realize that what you ardently pray for cannot always be granted but that I, being more far-sighted, must often deny it to you.

From the interpretation of these verses you can see how, through narrow-minded conception, these words which had quite a different meaning in those times, can be misunderstood. At that time, they were adapted to the future mission and social position of My disciples. Today they are still true, for nothing but the truth can go forth from My mouth; but the guiding-star for your actions must be mainly their spiritual meaning. The words of comfort that I spoke to My first disciples must have a different significance for My present, maybe My last, disciples. Everything that I said remains true, but the comprehension of this truth is motivated by the spiritual level of each individual. If this truth is always adapted to the existent circumstances and related to Me, it can bring the results I once intended and which I now, once more, want to achieve through this spiritual interpretation. Therefore, make every effort to attain spiritual comprehension, so that the light that is shining upon you can, with its full strength, illumine, warm and animate your soul and unite it with My spirit. Then the moment will have come when the cover of material creation has ceased to exist for your eyes, when it will have made way for spiritual vision, enabling you to recognize only the spiritual everywhere and Me, as the Lord of the spiritual, an eternally loving Father.

There, peace and harmony is yours as the ultimate goal of all your anxieties, be they justified or futile. There is requital for every bitter experience and reward for all true merits. There, the last building stones of the material world have been transformed into the first spiritual ones, whereon rests the vast edifice of an infinite spirit world. Material things are assigned their spiritual place, and spiritual beings are shown the way to further purification so that they, ascending from stage to stage, from world to world, from sun to sun, may keep unfolding their abilities, enjoy ever growing bliss and, as the ultimate goal of their endeavours, may finally reach that state where the Father as the sole shepherd is surrounded by His children as the sole flock, whose salvation began in physical and ended in the highest spiritual life.

That is your destination and the purpose of all My messages to you! As you can see, I am doing My utmost, and it is only up to you to comprehend My words in the way I, Who am spirit, could only have meant them.

Make every effort to understand them, and the ultimate achievement will prove to you that this is the only way a father could have guided his children to such a goal! Amen.

39. Hättet ihr Glauben…So wäre euch das Unmögliche möglich – If you had Faith…The Impossible would be possible for you…The Healing of the Ten Lepers

PREDIGT / SERMON 39
<= Predigt / Sermon 38                                                           Predigt / Sermon 40 =>
<= Zurück zur Übersicht                                                              Back to Overview =>

PREDIGTEN DES HERRN-39-Gottfried Mayerhofer-Lukas-17_5-19_Heilung der zehn Aussaetzigen-Haettet ihr Glauben wie ein Senfkorn THE LORDS SERMONS-39-Gottfried Mayerhofer-Luke-17_5-19 Healing of ten Lepers-If you had faith like a mustard seed-1280
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Geistiger Aussatz ist ansteckend
=> Glaube, Vertrauen & Zuversicht
=> Die Formel für eine Heilung
=> Wenn ihr im Glauben hinaustretet
=> Seid dankbar & Hört auf zu jammern
=> Ihr Petrusse… Liebt ihr Mich?
=> Felsenfester Glaube…Frei von Zweifel
=> Glaube, Wahrheit & Erkenntnis
=> Sorgen & Vertrauen können nicht…
=> Der Unglaube ist das Schlimmste
Related Messages…
=> Spiritual Leprosy is contagious
=> Faith, Trust & Confidence
=> The formula for a Healing
=> When you step out in Faith
=> Be thankful & Stop complaining
=> You Peters… Do you love Me?
=> Steadfast Faith…Free of Doubt
=> Faith, Truth & Understanding
=> Worry & Faith cannot co-exist
=> Unbelief is the Worst

flagge de  39. Predigt von Jesus… Heilung der zehn Aussätzigen

39. Predigt von Jesus… Hättet ihr Glauben… So wäre euch das Unmögliche möglich – Heilung der zehn Aussätzigen

Lukas 17:5-19
Die Apostel sprachen zu dem Herrn:”Stärke uns den Glauben!” Der Herr aber sprach:”Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn und sagt zu diesem Maulbeerbaum: ,Reiße dich aus und versetze dich ins Meer!`, so wird er euch gehorsam sein. Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflügt oder das Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, daß er ihm sage: ,Gehe alsbald hin und setze dich zu Tische?` Ist’s nicht also daß er zu ihm sagt: ,Richte zu, was ich zu Abend esse, schürze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; danach sollst du auch essen und trinken?` Dankt er auch dem Knechte, daß er getan hat, was ihm befohlen war? Ich meine es nicht. Also auch ihr; wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so sprecht: ,Wir sind unnütze Knechte, wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren.”`Und es begab sich, da Jesus gen Jerusalem reiste, zog er mitten durch Samaria und Galiläa. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne und erhoben ihre Stimme und sprachen: “Jesus, lieber Meister, erbarme dich unser!” Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: “Gehet hin und zeiget euch den Priestern!” Und es geschah, als sie hingingen, wurden sie rein. Einer aber unter ihnen, da er sah, daß er gesund geworden war, kehrte um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete und sprach: “Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neune? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder umkehrte und gäbe Gott die Ehre, denn dieser Fremdling?” Und er sprach zu ihm: “Stehe auf, gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen!”

01. In diesen Versen wird erzählt, wie Ich durch Meinen Willen zehn Aussätzige heilte. Als sie sich, durch den Glauben an Meine Worte gestärkt, den Priestern zeigen wollten, verschwand beim Eintritt in den Tempel der Aussatz; denn mit Aussatz behaftet wäre ihnen der Eintritt in den Tempel verboten gewesen. Aus Gesundheitsrücksichten hielt sich jedermann, auch außerhalb des Gotteshauses, von Menschen fern, die von solchen Krankheiten befallen waren.

02. Diese Tat war ein Beweis, was der feste Glaube und das unerschütterliche Vertrauen vermögen, wenn die Seele davon ganz beherrscht wird. Ich wollte durch dieses Beispiel diese Kraft zeigen und sagte zu Meinen Jüngern – im gleichen Kapitel, Vers sechs – die Worte: “Wenn ihr Glauben habt, so groß nur wie ein Senfkorn, und sagt zu diesem Maulbeerbaum: ,Reiße dich aus und versetze dich ins Meer!`, so wird er euch gehorsam sein!”

03. Was diese Worte geistig bedeuten, das zeigte Ich kurz nachher durch die Heilung dieser zehn Männer. So folgte der Theorie die Praxis auf dem Fuß, damit Meine Jünger an anderen die Stärke des Glaubens beobachten könnten, welcher ihnen selbst bei so vielen Gelegenheiten mangelte.

04. Da Ich euch dieses Beispiel festen Glaubens als Sonntagspredigt gebe, wollen wir das Wort ,Glauben` ein wenig näher betrachten, damit ihr und viele andere verstehen lernt, was eigentlich ,Glauben` ist. Denn auch dieses Wort ist eins von denjenigen Wörtern, welche in vieler Mund, aber in weniger Herzen sind.

05. Ich muß diese Erklärung vorausschicken, sonst versteht ihr nicht einmal das Gleichnis vom Maulbeerbaum, das Ich den Jüngern gab, – um so weniger dann die Handlung mit den zehn Aussätzigen. Habt ihr erfaßt, was Ich unter ,Glauben` verstehe, dann erst können wir zu seiner Beziehung auf euch, auf die jetzigen, sowie künftigen Zustände übergehen, wobei auch des einen Samariters gedacht werden wird, welcher zurückkehrte, um Mir zu danken.

06. Alles hat seine natürliche Folge! Wer ein Haus baut, fängt nicht beim Dach, sondern bei den Grundmauern an. Wenn diese fest sind, ruht auch das Dach auf sicherer Grundlage. Wie im materiellen, so im geistigen Leben! Daher die vielen Erklärungen, die Ich euch gebe; daher die vielen Beleuchtungen oft ein und desselben Gegenstandes, damit ihr eure geistigen Ohren und Augen öffnet und es euch nicht geht wie einem Menschen, der an etwas denkt und sich dabei nicht bewusst ist, wie sich während dieser Zeit viele Tausende von Wundern Meiner Schöpfung auf der Netzhaut seines Auges abspiegeln, weil seine anderweitig beschäftigte Seele keine Notiz davon nimmt.

07. In der vorhergehenden Predigt erläuterte Ich die Selbstliebe und die Nächstenliebe. In der heutigen sollt ihr den wahren Sinn des Wortes ;Glauben` erfahren, desjenigen Wortes, welches so oft mißbraucht und gewiß unter Hunderten nicht von einem geistig in seiner höchsten Bedeutung aufgefaßt wird.

08. Seht, in jener Zeit wußten Meine Jünger nicht, was eigentlich ,Glauben` ist. Ich mußte es ihnen begreiflich machen, indem Ich,sie sichtbar und persönlich führte und vor ihnen Wunder tat, – und doch begriffen sie die Bedeutung des Wortes ,Glauben` nicht. Glaubt vielleicht ihr, die ihr von Mir fast täglich so viel Himmelsbrot erhaltet, daß ihr wißt, was ,Glauben` heißt? Ich muß euch sagen: Ihr begreift dieses Wort ebensowenig und zeigt täglich und stündlich, daß ihr sehr wenig Glauben habt, obgleich ihr meint, wenn auch im Lieben schwach, so doch im Glauben stark zu sein. Dieses euch zu beweisen, soll der Zweck Meiner Worte sein.

09. Was heißt eigentlich ,Glauben`?

10. Nun, die meisten von euch werden mit einer Antwort verlegen sein, oder sie wird so ausfallen: “Ich ,glaube` heißt soviel als: ich bin ,überzeugt’, daß dies oder jenes wirklich so ist, wie man es mir sagte oder mich lehrte.” -“Glauben stützt sich auf die Autorität desjenigen, welcher mir dies oder jenes sagt.” – “Ich glaube es, weil derjenige, der es mir sagt, davon überzeugt sein wird.”

11. Solche und ähnliche Antworten werdet ihr überall zu hören bekommen, die aber alle auf eins hinauslaufen und nur immer besagen, daß dieser Glaube auf so schwachen Füßen steht, daß der leiseste Windstoß ihn umwirft oder zunichte macht.

12. Einen solchen Glauben meinte Ich nie. Denn der Glaube, den Ich Meinen Jüngern in oben angeführtem Gleichnis – Vers sechs – erklärte, indem Ich sagte: “Wenn ihr glaubet, so heben sich die Berge hinweg!”, dieser Glaube bedeutet etwas ganz anderes, als man gewöhnlich annimmt, wenn es z.B. heißt: ,Der Glaube macht selig!` Jener Glaube bedeutet einen ganz anderen Zustand, als je durch Glauben, wie ihn die Priester dem Volke lehren, erreicht worden ist. Ich zweifle sehr, ob mit dem angewöhnten Glauben schon jemand selig geworden ist, wenn er ihn nicht nach Meinem Sinn, sondern nach dem der Priester aufgefaßt hat.

13. Der Glaube also, den Ich Meine Jünger lehrte, und den Ich ihnen durch die Heilung der zehn Aussätzigen zeigen und begreiflich machen wollte, ist eine weit mächtigere Kraft in der Geisterwelt, als ihr glaubt und wähnt; denn dieser Glaube ist die feste Überzeugung, daß dies oder jenes unwiderruflich geschehen muß, wie es sich bei Meinem Wort ereignete. Dieser Glaube ist ein Eingreifen in Meine Macht, eine Teilung Meiner Allmacht, die Ich gerne denjenigen Kindern zulasse, die wahrhaft diesen Namen verdienen, die aber auch – wohlgemerkt – diese ungeheure Kraft nie mißbrauchen werden, weil sie nur zu klar und deutlich einsehen, wie groß dieses Geschenk von seiten des allmächtigen Schöpfers ist, das nur ein liebendes Kind als Geschenk vom Vater erhalten kann.

14. Dieser Glaube war es, welchen die zehn Aussätzigen so fest erfaßt hatten, daß sie noch mit der Krankheit behaftet ruhig zu den Priestern hingingen, fest überzeugt, Mein Wort – als göttliches Wort – könne nicht trügen und müsse sich erfüllen, weil Ich es wollte und sie es glaubten und ganz darauf vertrauten.

15. Diese Art des Glaubens, wer hat sie von euch? Legt die Hand auf euer Herz und fragt euch selbst, und es wird euch wie Meinen Jüngern ergehen! Das Geständnis wird sein: “Solchen Glauben begreifen wir nicht! Solcher Glaube, solch feste, unwandelbare Überzeugung, solch festes Vertrauen in Deine göttlichen Verheißungen fehlt uns gänzlich; wir sind dessen nicht fähig!”

16. Und Ich antworte euch: “Ja, Ich weiß es, daß ihr solchen Glaubens noch lange nicht fähig seid; sonst würdet ihr die Seligkeit – wie es heißt: Glaube macht selig! – in euch verspüren, wenn ihr mit Gottesmacht ausgerüstete Götter in menschlichen Körpern wäret.” Welch großes Feld der Wirksamkeit sich da vor euch öffnen würde, wieviel Gutes ihr da stiften könntet, und wie erhaben ihr über dem niedrigen Getriebe der gewöhnlichen Welt stündet, das könnt ihr nicht begreifen. Da wäre jenes Wort erfüllt; denn ein solcher Glaube macht euch selig, überglücklich und zufrieden. Ihr würdet das langsame Aufgehen eures Ichs in dem Meinen gewahren, wenn ihr euch mit solcher Macht ausgestattet fühlen würdet, wie sie teilweise den ersten Menschen verliehen war, aber von ihnen selbst wieder verscherzt wurde.

17. Dieser Glaube, diese feste Überzeugung war und ist es, was Meinen Jüngern fehlte und auch euch und allen Menschen mangelt; und eben deswegen will Ich euch diesen Glauben, der sich auf die Liebe zu Mir gründet, ans Herz legen, damit auch ihr danach streben sollt. Denn wenngleich er nicht so leicht zu erringen ist, da viel Beherrschung und große Sittenreinheit dazu gehört, so könnt ihr dessen doch teilweise und in Momenten der höchsten Begeisterung teilhaftig werden, wenn ihr einmal die Idee dieses mächtigen Werkzeugs Meiner göttlichen Macht und Liebe begriffen habt.

18. Ihr habt das Wort ,Ich will!` noch nicht begriffen; denn dieses Wort gründet sich auf den Glauben, daß das, was man will, auch geschehen muß. Diese Macht der Willenskraft ist derjenige Glaube, der Berge versetzt, der selbst der Natur ihre geheimsten Gesetze abringt, und durch den manches möglich ist, was bis jetzt zu den Unmöglichkeiten gezählt wird.

19. Allein – alles, was ihr wollt, muß erstens zu geistigen Zwecken und zweitens nur durch Mich und Meine Macht gewollt werden; denn ohne sie seid ihr ohnmächtig, und nur mit ihr allmächtig!

20. Was ist es denn beim Magnetismus anderes als die Willenskraft oder dieser Glaube, der fest und unerschütterlich auf Mich vertrauend, durch Auflegen der Hände Ubel in kurzer Zeit heilt, die sonst einen längeren Verlauf hätten!?

21. Diesem Glauben allein weicht alles! Nicht, daß das Bewirken außer dem Bereich der Naturgesetze läge, nein, sondern diese Gesetze, die sich bis jetzt der menschlichen Macht entzogen haben, werden dem Menschen dienstbar und gehorchen ihm als geistigem Wesen, als Abkömmling von Mir, während sie dem materiellen Menschen, seinem Grübeln und Forschen Hohn sprechen.

22. Sobald sich aber dieser Glaube in das Menschenherz, eingebürgert hat, so wird auch das als zweites im Evangelium Erwähnte, nämlich die Danksagung und Anerkennung für das erhaltene Geschenk von oben erfolgen.

23. Im Evangelium heißt es im fünfzehnten Vers: Einer der zehn Geheilten kehrte zurück und bedankte sich bei Mir.

24. Um es den Juden recht fühlbar zu machen, was Undank über empfangene Wohltaten bedeutet, mußte es gerade ein Samariter sein; denn diesen Stamm des jüdischen Volkes sahen die Juden als den verächtlichsten an, bei dem sie alle schlechten, aber keine guten Eigenschaften vorhanden glaubten.

25. Schon im vorigen Evangelium war es ein Samariter, welcher den Priestern und Pharisäern als Beispiel dafür dienen sollte, daß man Menschen nicht verachtet, welchen Stammes oder welcher Abkunft sie auch seien. Auch diesmal mußte wieder einer aus jenem verachteten Stamme die stolzen und sich besser dünkenden Juden beschämen, ihnen beweisen, daß niemand, weder Zöllner noch Samariter, so schlecht sei, daß er nicht Nächstenliebe üben könne, und daß man bei ihm nicht auch gute, ja oft bessere Eigenschaften antreffen könne als bei manchen sich hochrühmenden Kasten, – ein Beispiel für heutige Zeiten, in denen so mancher auf seine Mitmenschen wie jener Pharisäer auf den Zöllner oder ein Jude auf einen Samariter herabblickte!

26. Daß von den zehn Aussätzigen nur einer, und zwar derjenige zurückkehrte, von welchem man es am wenigsten erwartete, zeigt daß der wahre Glaube nur in ihm Wurzel geschlagen hatte und er, übermannt von der Gnade des Herrn, nicht anders konnte, als Dem die Ehre zu geben, von dem die Gnade ausgegangen war.

27. So wird es auch mit den Gnadenspenden im Leben aller Menschen sein. Nur diejenigen werden sich der schönen Resultate ihres festen Glaubens und Vertrauens auf Mich und ihre eigene Willenskraft zu erfreuen haben, welche offen und frei die Worte des zehnten Verses bekennen, der lautet: “Und wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so bekennet, daß ihr unnütze Knechte seid und nur getan habt, was ihr zu tun schuldig wart!”

28. Ich ließ es bei diesem Akt der Heilung zu, daß neben dem festen Glauben der Geheilten doch auch die größere Eigenschaft, die Dankbarkeit für die erhaltenen Wohltaten, nicht vergessen wurde. Eine empfangene Wohltat ohne Dankgefühl gegen den Geber ist eine halbe, ja oft gar keine Wohltat. Statt daß eine erteilte Gnade den Empfänger demütigt, macht ihn die Vernachlässigung des Dankes stolz. Das erste ist Ausdruck der Liebe, das andere Ausdruck des Hasses; das erste ist ein offenes Bekennen der eigenen Ohnmacht, das zweite ein Bereuen, daß Umstände es erheischen, anderen dankbar sein zu müssen; das erste ist himmlischer, das zweite höllischer Natur.

29. So wollte Ich in diesem Akt dem nachdenkenden Erforscher dieser Tat noch nach Jahrtausenden ins Gedächtnis zurückrufen, daß die Macht des Glaubens, so schön sie auch bis zur höchsten Steigerung sein kann, doch gleich null ist, wenn ihn nicht vor wie nach der Tat der Aufblick nach oben zuerst seine eigene Ohnmacht und danach die Allmacht Dessen begreifen läßt, der den Menschen als winzigen Wurm in der Schöpfung mit solchen Kraftmitteln ausstatten kann.

30. Dem Menschen, der sich seines göttlichen Ursprungs bewußt ist und nur nach oben blickt und alles von dort Geschenkte wieder demütig und dankend auf dem Altar der Liebe niederlegt, einem solchen Herzen wird die Kraft seines Wollens durch Meinen Willen verstärkt werden. In einem solchen Herzen lebt als eine Frucht der Überzeugung der rechte Glaube, welcher dem Menschen durch das Bewußtsein der Kraft die Seligkeit gibt, die nur ein Kind genießen kann, wenn es die Macht seines liebenden Vaters erkennt und sich derselben würdig fühlt.

31. Nach dieser Würde trachtet! Und wo dann die Dankbarkeit ist, da wird auch das Vollbringen des Gewollten eure Wünsche krönen!

32. So nehmt dieses Evangelium auf als Wegweiser durch das Labyrinth des Lebens. Baut auf einen soliden, festen Grund, und das Dach, welches dann das ganze Haus unter seine Obhut nehmen wird, wird Meine Geisterwelt sein, unter deren Schutz ihr, je nach Maßgabe eures Glaubens, von Stufe zu Stufe über höhere Wesen gestellt werdet und ihnen beibringen könnt, was Ich euch während eurer Lebens und Probezeit oft fühlen ließ, nämlich die unendliche Liebe als Vater und die unendliche Macht als Kinder, wenn ihr fest glauben und vertrauen gelernt habt! Amen.

flagge en  39th Sermon of Jesus… The Healing of the Ten Lepers

39th Sermon of Jesus… If you had Faith… The Impossible would be possible
The Healing of the Ten Lepers

(April 14, 1872)

Luke 17:5-19
“And the apostles said unto the Lord, Increase our faith. And the Lord said, If ye had faith as a grain of mustard seed, ye might say unto this sycamine tree, Be thou plucked up by the root, and be thou planted in the sea; and it should obey you. But which of you, having a servant plowing or feeding cattle, will say unto him by and by, when he is come from the field, Go and sit down to meat? And will not rather say unto him, Make ready wherewith I may sup, and gird thyself, and serve me, till I have eaten and drunken; and afterward thou shalt eat and drink? Doth he thank that servant because he did the things that were commanded him? I trow not. So likewise ye, when ye shall have done all those things which are commanded you, say, We are unprofitable servants: we have done that which was our duty to do.

And it came to pass, as he went to Jerusalem, that he passed through the midst of Samaria and Galilee. And as he entered into a certain village, there met him ten men that were lepers, which stood afar off: And they lifted up their voices, and said, Jesus, Master, have mercy on us. And when he saw them, he said unto them. Go shew yourselves unto the priests. And it came to pass, that, as they went, they were cleansed. And one of them, when he saw that he was healed, turned back, and with a loud voice glorified God, And fell down on his face at this feet, giving him thanks: and he was a Samaritan. And Jesus answering said, Were there not ten cleansed? but where are the nine? There are not found that returned to give glory to God, save this stranger. And he said unto him, Arise, go thy way: thy faith hath made thee whole.”

These verses tell how I healed ten lepers through My will. Strengthened by their faith in My word, they went to present themselves to the priests, and their leprosy vanished as they entered the temple. As lepers they would have been barred from entering the temple. Also outside the temple, everyone kept well out of the way of people who suffered from such diseases, for reasons of health.

This act proved what a firm belief and unshakable faith can achieve if the soul is completely dominated by it. Through this example I wanted to demonstrate this power and said to My disciples, in verse 6 of this chapter: – “If ye had faith as a grain of mustard seed, ye might say unto this sycamine tree, be thou plucked up by the root and be thou planted in the sea; and it should obey you.”

What these words meant spiritually I demonstrated soon afterwards through the healing of the ten men. Thus theory was promptly followed by practice so that My disciples could observe the power of faith in others, as they themselves lacked it on so many occasions.

Since I am giving you this example of an unshakable faith as a Sunday sermon, let us have a closer look at the word “faith”, so that you and many others may learn what “faith” actually is. For this, too, is one of the words that many carry in their mouths, but only few in their hearts.

This explanation must precede or you would not even understand the parable of the sycamine tree which I gave to the disciples, and even less what happened with the ten lepers. Only when you have comprehended what I mean by “faith”, can we proceed to its reference to you and to the present and future conditions, remembering also the one Samaritan who returned to thank Me. Everything has its natural sequence. He who builds a house does not start with the roof but with the foundations. Only when these are firm will the roof rest on a safe basis. This applies to material as well as spiritual life. That is the reason why I give you so many explanations. That is why so much light is thrown onto one and the same subject so that your spiritual ears and eyes may be opened and you do not fare like a man who is absorbed with something and does not realize how during that time thousands of wonders of My creation reflect on the retina of his eye because his preoccupied mind does not notice them.

In the previous sermon I explained self-love and the love of one’s neighbour. In today’s sermon, you are to learn the true sense of the word “faith”, that word which is so often misued and is probably not comprehended spiritually in its highest significance even by one out of hundreds. At that time My disciples did not know what “faith” actually was. I had to explain it to them through My visible and personal guidance and the performing of miracles. But they still did not understand the meaning of the word “faith”. Do you, who daily receive from Me so much bread from Heaven, believe that you know what “faith” means? I must tell you that you do not understand this word either, and you prove it every day and every hour that you have very little faith, although you think that though you are weak in love you are strong in faith. This I intend to prove to you.

What does “faith” actually mean?

Well, most of you will have a ready answer and say: ‘”I have faith’ means as much as ‘I am convinced’ that this or that is actually as I have been told or taught.” – “Faith leans on the authority of the person who told me this or that.” – “I believe it because the one who told it to me must be convinced of it.”

You will get to hear such and similar answers, but they all point to the fact that this faith is standing on such weak feet that the slightest breeze would upset or destroy it.

I never thought of such a faith. For the faith of which I spoke to My disciples, a faith that will “move mountains”, means something quite different from what is usually visualized in connection with the words: “Faith brings salvation!” That faith signifies quite a different state, one, as yet, never attained through a faith as taught by the priests. I very much doubt that with the indoctrinated faith anyone has ever attained everlasting beatitude, unless he interpreted it in My way and not in that of the priests.

The faith I taught My disciples and which I wanted to demonstrate and make comprehensible to them through the healing of the ten lepers, is a far greater power in the world of spirits than you can ever imagine. For this faith is the firm conviction that one or the other thing must irrevocably happen, as it did then through My Word. This faith is a participation in My might which I am happy to allow those children who really deserve that name and who – mind this – will never misuse this mighty power since they are fully aware of the greatness of this gift from the almighty Creator, one that only a loving child may receive from its father.

It was this faith which the ten lepers had embraced so firmly that they – while still suffering from the disease – calmly went to the priests firmly convinced that My Word, the Divine Word, could not deceive them and must be fulfilled because I wanted it so, and they believed and trusted it. Which of you has this kind of faith? Ask yourselves honestly and you will fare as did My disciples. You will have to admit: “Such a faith we do not comprehend. Such a faith, such a firm, unshakable conviction and trust in Your divine promises we lack completely, we are incapable of possessing.”

To which I reply: “Yes, I know that you are incapable of such a faith and still will be for quite a while yet, for if you were gods in human bodies equipped with the power of God, you would be feeling the bliss within you, since it says: Faith brings salvation! What a vast field of activity would then be opening up to you; how much good you could do and how superior you would be to the lowly bustle of the world, is inconceivable to you. Then that word would be fulfilled, for such a faith would make you happy and full of bliss. You would be aware of the gradual amalgamation of your self with Mine if you felt yourselves equipped with such power, a power the first men had possessed to a certain degree but lost through their own fault.

This faith, this firm conviction, was absent in My disciples and is also absent in you und all people. Therefore, I want to point out to you the importance of such a faith that is based on love for Me, so that you may strive after it. Although it is not easy to attain since it requires much self- control and moral purity, you could still acquire it partially and in moments of great exaltation, once you have comprehended the idea of this mighty tool of My divine might and love.
You have not yet comprehended the words “I will!”, for these words are based on the faith that what one wills must also happen. This might of the willpower is the faith that moves mountains, forces nature to reveal its most secret laws and makes possible many a thing that so far is considered an impossibility.

But whatever you want must firstly be wanted only for spiritual purposes and, secondly, only through Me and My might; for without this you are helpless, and only with it are you almighty. Thus with magnetism it is nothing else but the willpower or this faith which, trusting in Me firmly and unshakably, by the laying-on of hands, heals in a short time diseases that normally would take a much longer course.

To this kind of faith everything has to give in. Not as if this effect were outside the scope of the laws of nature. No, these laws which so far have evaded the human power, now serve and obey man as a spiritual being, as a descendant from Me, whilst they mock the materialist, his reasoning and exploring.

As soon as this faith has come to dwell in man’s heart, also the second factor mentioned in the Gospel, namely, the thanking and acknowledging of the gift received from above, will take place. In the Gospel it says in the 15th verse that one of the ten healed returned and thanked Me.

To particularly make it felt by the Jews what ingratitude for blessings obtained meant, the one who returned had to be a Samaritan; for the Jews despised this tribe of the Jewish people, which they credited with all the bad attributes, never with anything good.

Already in the previous Gospel it was a Samaritan who was given the priests and Pharisees as an example that no man must be despised to whatever nation he might belong. In this case again, one of that despised people had to shame the proud Jews who imagined themselves so much better, and to prove to them that no one, be he a publican or Samaritan, was so bad that he could not practise love of his neighbour and that one might not find him to possess good, often even better, qualities than some very conceited castes – an example for the present time when many a person looks down upon his fellow-men like that Pharisee on the publican and the Jews used to look down on the Samaritans.

That only one of the ten lepers returned, and at that the one of whom it would have been least expected, shows that in him alone the true faith had struck roots and that he, overwhelmed by the Lord’s grace, could not help but praise Him, from Whom this grace had come forth.

Thus it will be with the gifts of grace in the lives of all men. Only those will be able to enjoy the fine results of their firm faith and trust in Me and their own willpower, who openly and honestly confess, as the text in the 10th verse reads: “When ye shall have done all those things which are commanded you, say: We are unprofitable servants: We have done that which it was our duty to do!”

In this act of healing I conceded that besides the firm faith of the healed the greater quality, the gratitude for blessings received, was not forgotten. A favour received without the feeling of gratitude towards the giver makes it only half a favour, or sometimes none at all. Instead of making the recipient of a grace humble, the neglect of gratitude makes him proud. The first is the expression of love, the latter that of hate. The first is an honest admission of one’s own impotence, whilst the latter calls forth regret that circumstances have made it necessary to owe gratitude to others. The first is of a celestial, the latter of a hellish nature.

Thus I wanted to remind the reader of this event, still after millennia, that the might of faith, fine as it may be in its climax, is equal to naught if before and after the act man does not realize first his own impotence and then the omnipotence of Him who can endow man, a tiny mite in creation, with such powerful means.

That man who, conscious of his divine origin, keeps looking upwards, placing all the graces received with a humble and grateful heart on the altar of love, is strengthened in his willpower through My will. In such a heart there lives the right faith as a fruit of conviction, giving man through the awareness of the strength a happiness which only a child can enjoy when it recognizes its loving father’s power and feels worthy of it.

Strive for this worthiness! And where there is gratitude, accomplishment will be crowning your wishes.

Receive this Gospel as a guide through the labyrinth of life. Build on a solid, firm ground, and then the roof that is to protect the whole of the house will be My spirit world, under whose care, according to the measure of your faith, you will, from stage to stage, be set over higher beings and be able to teach them that which I let you experience often during your earth-life and period of trial, namely, the infinite love in the Father and the boundless might in the children, if you have learned to have a firm faith and trust. Amen.

 

50. Predigt des Herrn… Beilegung eines Sturmes – 50th Sermon from The Lord… The Stilling of the Tempest

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

50. PREDIGT von JESUS - Beilegung eines Sturmes - Matthaeus 08_23-27 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 50th Sermon of Jesus... The Stilling of the Tempest
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

50. Predigt des Herrn… Beilegung eines Sturmes
1. Mai 1872

Matthäus 8:23-27
Jesus trat in das Schiff, und seine Jünger folgten ihm. Und siehe, da erhob sich ein großes Ungestüm im Meer, also daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: “Herr, hilf uns, wir verderben!” Da sagte er zu ihnen: “Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam?” Er stand auf und bedrohte den Wind und das Meer. Da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: “Was ist das für ein Mann, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist?”

01. Dieses Evangelium erzählt davon, wie Ich einst in ein Schiff stieg und, als sich ein großer Sturm erhob und Ich eingeschlafen war, von Meinen Jüngern aufgeweckt wurde, damit Ich dem Sturm und dem Meer Ruhe gebieten möchte.

02. Diese Tat geschah nur vor den Augen Meiner Jünger, obwohl auch am Land stehende Menschen beobachtet hatten, wie auf Mein Geheiß die Wogen sich legten und der Sturm verstummte. So gab Ich Meinen Begleitern einen neuen Beweis, daß Ich nicht allein Herr des Todes und des Lebens, sondern auch Herr der ganzen sichtbaren Natur bin.

03. Obwohl diese Tat manchem hätte die Augen öffnen können, mit wem er es zu tun habe, begriffen doch wenige, daß Ich mehr als Mensch, daß Ich Gottes Sohn oder Gott selbst war. Meine Jünger verloren den Mut, als der Sturm seine Kraft vermehrte, und weckten Mich voll Angst, weil sie glaubten, ihr Ende sei nahe. Sie hätten das nicht denken sollen, da sie Mich so ruhig schlafen sahen. Aber ihnen war der Begriff ,Sohn Gottes` noch nicht klar, und deswegen seht ihr sie in verschiedenen Fällen verzagt und an Meiner Allmacht zweifeln, obgleich sie Mich erst einige Augenblicke vorher Taten verrichten sahen, die kein gewöhnlicher Mensch, sondern nur Der verrichten kann, der weit über alles Körperlich-Materielle hinaus die Fäden der ganzen Schöpfung fest in Seiner Hand hält. Meinen Jüngern zeigte Ich oftmals durch Wundertaten Meine Macht, und doch konnten sie sich nicht ganz mit dem Gedanken befreunden, daß sie es mit keinem gewöhnlichen Erden, – sondern mit einem Gottmenschen zu tun hätten. Stets ließ Ich die Umstände sich so gestalten, daß außer Meiner Lehre Meine Taten noch deutlicher von Dem zeugen sollten, der Mich gesandt hatte. Sogar nach Meinem Tode, bei Meinem Wiedererscheinen unter Meinen Jüngern, gab es noch Zweifler, wie Thomas zum Beispiel einer war.

04. Was in jenen Zeiten unter Meinem direkten, sichtbaren Einfluß so schwer war, ist jetzt, wo Ich entweder durch eigens dazu bestimmte Schreiber oder durchs Herz eines jeden Menschen mit ihm rede, noch schwerer und zweifelhafter geworden. Jetzt sollen und müssen Meine Worte genügen, da die Zeit des notgedrungenen Glaubens vorbei ist und keine Wundertaten mehr ausgeführt, noch durch Mitwirkung anderer Menschen zugelassen werden. Die meisten, welche jetzt an Mein Wort glauben, sind nicht im mindesten von der Unfehlbarkeit desselben überzeugt. Auch ihnen ergeht es bei der geringsten Gefahr wie den Jüngern, d.h. auch sie zweifeln an Meinen Versprechungen, an Meinen Worten.

05. Die Lage, als Ich mit Meinen Jüngern in einem Schiff weilte, entspricht bei einem jeden Menschen seinem eigenen Lebensschiff, in welchem Ich als göttlicher Funke schlummere, bis Unglücksfälle aller Art den Menschen drängen, seine Zuflucht bei Mir zu suchen.

06. Es geht den meisten Menschen wie Meinen Jüngern. Solange es ihnen nicht schlecht geht, kommen sie nicht zu Mir. Meine Jünger glaubten sich verloren und riefen Mich an. Der Mensch sucht in bedrängten Lagen, in denen ihm die Gebrechlichkeit alles Irdischen die Maske der nackten Wirklichkeit zeigt, im Innern seines Herzens Trost und Ruhe zu gewinnen, welche er von der Außenwelt umsonst erwartet. Bis dahin schlummerte Ich auch bei diesem Menschen. Er betrachtete Mich nicht als etwas Notwendiges und Wirkliches, sondern als etwas Eingebildetes, ihm von anderen, z.B. von Priestern Eingeredetes, das aller Realität entbehrend den Menschen nur aus dem Grunde gelehrt wurde, um die Macht der Priester zu vermehren, während das geistige Wohl der Menschen gar nicht in Betracht gezogen wurde.

07. Wenn dann das Lebensschifflein, von weltlichen Stürmen gepeitscht, umhergeworfen wird, dann kommen Angst, Zweifel und Furcht. Man sucht alle Lehren hervor, die der Seele durch die Erziehung eingebleut wurden, erfährt aber mit Schaudern, daß alle diese Dogmen und schönen Sprüche nicht geeignet sind, der geängstigten Seele Ruhe und Frieden zu geben. Dann wendet sich der Mensch an den in ihm schlummernden göttlichen Geist. Dann sucht er in der bis dahin nicht beachteten Innenseite des menschlichen Lebens eine Stütze, damit er unter der Macht der Umstände nicht zugrunde gehe. Und wenn er diesen inneren Schatz gefunden hat, wenn er begriffen hat, wie wenig alles Materielle gegen einen einzigen Gedankenblitz aus diesem Heiligtum ausmacht, dann glätten sich die Wellen. Es schweigen die Winde der Leidenschaften, der Besorgnisse, und Ruhe und Frieden kehren mit ihm in die Außenwelt zurück; denn die Außenwelt selbst war nicht trüber, sondern nur der Blick in diese war getrübt. Da sagt dann der im Innern geweckte göttliche Funken zur geängstigten Seele: “Aber warum bist du denn so kleinmütig, wo du doch einen solchen Herrn über alles Leibliche in dir trägst?”

08. Seht, so hat diese Tat auf dem See ihre geistige Entsprechung im menschlichen Einzelleben.
09. Auch im Leben der Völker ist ein Funken göttlicher Triebkraft, welcher sie zuzeiten zum Denken anregt, damit ebenso wie der einzelne auch ein ganzes Volk sich seiner Mission auf dieser Erde bewußt werde. Denn alles, was auf dieser sichtbaren Welt vorgeht, ist nur ein einfaches Wirken der Liebe, um das Seelisch- Geistige im Menschen zur Geltung zu bringen.

10. Es geht dieser Prozeß aber auch im Leben der Tiere, Pflanzen und Steine vor sich, ist dort aber nur geistigen Augen sichtbar. Das Sich-Gestalten, Sich-Formen und Sich-wieder- Zersetzen aller Materie ist kein anderer Drang als der des erweckten Geistes, welcher in der Materie gebunden und schlummernd lag. Das Aufwärtsschreiten von Stufe zu Stufe, das Sich-Vervollkommnen könnte nicht stattfinden, wäre nicht im Innersten der Materie der durch äußere Umstände geweckte Geist.

11. Wie in jener Zeit das Schifflein mit Meinen Jüngern und mit Mir die ganze Welt ausmachte, welche auf dem beweglichen Element, dem Wasser, herumgeschleudert wurde, ebenso ist das durch äußere Einwirkung hervorgerufene Anregen des in der Materie liegenden Geistes das gleiche, das zum Fortschreiten und zur Vervollkommnung drängt. Meine Jünger mußten ebenfalls durch verschiedene Ereignisse zum Fortschreiten im Glauben und Vertrauen veranlaßt werden. Sie mußten erstarken, damit sie in den künftigen Lebensstürmen nicht zweifelten, sondern fest vertrauten.

12. Der Geist ist in der festen Materie ein unbewußter Trieb, offenbart sich beim Tier als Instinkt und ist beim Menschen der am höchsten ausgebildete göttliche Funken. Der Mensch soll erstarken in dem Bewußtsein, daß er nicht nur ein Erden, sondern auch ein Weltenbürger ist, der zwischen zwei Welten stehend auf dieser Erde zwar die materielle Überkleidung hat, dabei aber auch das geistige Ebenbild eines höchsten Wesens, des Schöpfers ist, der weit hinaus über alle Vergänglichkeit im Unendlichen wohnt. Er will Seine Abkömmlinge zu dem erziehen, wozu Er sie erschaffen hat, zu Veredlern der Materie, zu
Vergeistigern des Groben und Festen und zu ewigen Bewohnern eines Geisterreiches, in dem die Materie einst ihren ersten Ursprung genommen hat und ihr letztes Ende finden muß und wird.

13. Daher seid auch ihr beflissen, den göttlichen Funken im Innern zu wecken, zu kultivieren und zu verstehen, damit ihr auf des Lebens bewegten Wogen, unter den Stürmen der Leidenschaften, Verhältnisse und Ereignisse nicht den Mut verliert wie einst Meine Jünger im Schifflein, sondern stets dessen eingedenk seid, daß euer Vater bei euch ist. Wenn auch Seine Stimme nicht immer vernehmbar ist, so schläft Er doch nicht, sowenig als Mein göttlicher Geist in dem Schifflein Meiner Jünger geschlafen hat, sondern nur geduldig abwartete, bis eine neue Kleinmütigkeit die Schwäche Meiner Jünger offen an den Tag legte.

14. Dort gebot Ich den Winden und dem Meer Ruhe; ebenso wird der, welcher Mich in seinem Innern suchen wird, durch den in ihm geweckten göttlichen Geist auch Ruhe und Frieden – vorerst in seinem Innern – haben und dann diese Ruhe auch auf die Außenwelt übertragen können.

15. Dies merket euch, und verzweifelt nicht sogleich, wenn eure Wünsche nicht immer so erfüllt werden, wie ihr es gerne haben möchtet! Erstarket auch ihr im Glauben und im Vertrauen auf euren in euch gelegten göttlichen Geist! Amen.

*******

50th Sermon from The Lord… The Stilling of the Tempest
May 1, 1872

Matthew 8:23-27
“And when he was entered into a ship, his disciples followed him. And, behold, there arose a great tempest in the sea, insomuch that the ship was covered with the waves: but he was asleep. And his disciples came to him, and awoke him, saying, Lord, save use: we perish. And he saith unto them, Why are ye fearful, O ye of little faith? Then he arose, and rebuked the winds and the sea; and there was a great calm. But the men marvelled, saying, What manner of man is this, that even the winds and the sea obey him!”

This Gospel tells how I once had boarded a ship and fallen asleep, when a great tempest arose and My disciples woke me that I might still the tempest and the sea.

This happened only before the eyes of My disciples, although people on land, too, had observed how, upon My Word, the waves calmed down and the tempest ceased. Thereby I gave My companions another proof that I was not only the Lord of death and life but also the Lord of all visible nature.

Although this act should have opened the eyes of many as to Who I actually was, only few comprehended that I was more than a man, that I was the Son of God, or God Himself. As the storm kept growing in force, My disciples lost heart and woke Me full of fear, thinking that the end had come. They shouldn’t have thought that seeing Me sleeping so peacefully! However, the concept ‘Son of God’ was not clear to them as yet, and that is the reason why you see them on various occasions lose heart and doubt My omnipotence, notwithstanding the fact that they had only just seen Me perform deeds no ordinary man could perform, but only He Who, far above all that is physical-material, is firmly holding in His hand the threads of all creation.

I often revealed My power to My disciples through miracles, but they still could not quite get used to the idea that they were not dealing with an ordinary mortal, but with a divine man. At all times I arranged the circumstances in such a way that besides My teaching My deeds had to bear even clearer witness of Him Who had sent Me. Even when I returned after My death there were still doubters as, for instance, Thomas.

That which was already so difficult in those times under My direct, visible influence, has now, when I speak to you either through specially chosen scribes or through a person’s heart, become even more difficult and doubtful. Now My words shall and must suffice, since the time of compulsory belief is past and no more miracles are performed or allowed through the participation of other people. Most of those who now believe in My Word are not in the least convinced of its infallibility. At the slightest danger, that which happened to My disciples is also happening to them now, that is, they, too, doubt My promises, My words.

The situation as it was when I was on the ship with My disciples corresponds to everyone’s own ship of life, wherein I am asleep as the Divine Spark until all kinds of calamities compel a person to seek refuge with Me.

With most people it is the same as it was with My disciples: While they are not in danger, they do not come to Me. My disciples believed that they were lost and called to Me. In difficult situations, when the frailty of all earthly things reveals to him plain reality unmasked, man seeks comfort and peace within his heart, which he expects from the outer world in vain. Until then I had been lying asleep also within him. He did not regard Me as something essential and real, but as something imagined, unreal, a make-believe which others, usually priests, taught men for the sole reason of enhancing their own power, whilst man’s spiritual welfare was being ignored.

But when the little ship of life is tossed about by worldly storms, then worry, doubts and fears arise. All the doctrines that were drummed into a person through his education are then remembered, but he finds that neither dogmas nor nice aphorisms are of any use for bringing tranquility and peace to his frightened soul. Then man turns to the divine spirit dormant within him, seeking support in the so far ignored inner centre of human life, so as not to perish under the force of circumstances. And when he has discovered this inner treasure, when he has comprehended how little all material things are worth compared with a single flash of thought from this sanctuary, then the waves will calm, the winds of passions and anxieties will be stilled, and tranquility and peace will return to the external world. Acutally, this external world itself has not been disturbed, only the view of it. Then the divine spark awakened within man’s heart says to the frightened soul: “But why are you so faint-hearted when you are carrying within you such a Lord over all that is physical?”
Behold, this is the spiritual correspondence to the individual human life of that act on the sea. In the life of nations, too, there is a spark of the divine motivating force which at times causes them to think, so that just as the individual, also a whole nation may become conscious of its mission on this earth. For everything that happens in this visible world is only a simple effect of love destined to bring out that which is of the soul and spirit in man.

This process also takes place in the life of animals, plants and stones, where it is, however, visible only to the eyes of the spirit. The forming, shaping and dissolving of all matter is nothing but the impulse of the awakened spirit that had been lying bound and dormant in matter. The progression and self-perfection from stage to stage could not take place if there did not dwell within matter the spirit awakened through outer circumstances.

As in those times the little ship with My disciples and Myself constituted the whole world being tossed about on the water, the changeable element, thus the stirring up through external effects of the spirit within matter is that factor which urges toward progress and perfection. My disciples’ progress in faith and trust had to be brought about by various events. They had to become strong so that in the future storms of life they would not doubt but have firm trust.

In solid matter the spirit is an unconscious impulse which, in the animal, manifests as instinct and in man as the most highly developed divine spark. Man shall become more and more aware that he is not only a mortal, but a universal being which, standing between two worlds, has its material envelopment on this earth, but at the same time is also the spiritual image of a Supreme Being, the Creator, Who dwells in infinity high above all that is transient. He wants to educate His descendants to that for which He has created them, namely, purifiers of matter, spiritualizers of the coarse and the solid, and eternal dwellers in a realm of the spirit where matter once originated and where it must and will find its ultimate destination.

Therefore, you, too, must make every effort to awaken the divine spark within you, cultivate and understand it, so that on life’s rough seas and in the tempests of passions, circumstances and events, you do not lose courage as did once My disciples in the ship, but keep remembering that your Father is with you. His voice may not always be heard, but He is not asleep, just as My Divine Spirit was not asleep in My disciples’ little ship, but was waiting patiently for another faint- heartedness that would reveal the weakness of My disciples.

There I rebuked the winds and the sea, so that they became calm; thus the person who will seek Me within himself shall have, thanks to the divine spirit awakened within him, tranquility and peace – first in his own heart, and then he will be able to pass it on also to the external world. Remember this and do not despair the moment your wishes are not promptly fulfilled in the way you would like it! You, too, must become strong in faith and trust in the divine spirit within you! Amen.

51. Predigt von Jesus… Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker – 51st Sermon of Jesus… The Parable of the Tares in the Field

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

51. PREDIGT von JESUS... Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker - Matthaeus 13_24-30 - aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer 51st Sermon of Jesus preaching... The Parable of the Thorns in the Field
=> VIDEO  => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

51. Predigt von Jesus… Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker
2. Mai 1872

Matthäus 13:24-30
“Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: “Das Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: ,Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut?` Er sprach zu ihnen: ,Das hat der Feind getan.` Da sprachen die Knechte: ,Willst du denn daß wir hingehen und es ausjäten?` Er sprach: ,Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausjätet! Lasset beides miteinander wachsen bis zu der Ernte, und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheuer!`”

01. Die Gleichnisse dieses Kapitels enthalten die ganze Geschichte Meiner Lehre und die Geschichte Meiner Schöpfung vom Anfang bis zum Ende. Die Geschichte Meiner Lehre, weil sie euch zeigt, auf welch verschiedenen Boden Meine Lehre und Meine Worte fallen, und die Geschichte Meiner Schöpfung, weil sie euch klar vor Augen stellt, wie das göttliche Wort der höchsten Geistesweihe, von Stufe zu Stufe aufwärts steigend, in den Millionen von Welten seinen Ausdruck findet. Und wie der Eindruck, den Mein Wort auf Millionen von Menschen macht, bei jedem verschieden ist, so ist auch der Entwicklungsprozeß einer jeden Welt verschieden von dem einer anderen.

02. Diese Gleichnisse, wie Ich sie zum Volke Israel redete, waren dem gewöhnlichen Leben entnommen, damit sie die Zuhörer leicht verstehen konnten. Aber sie begriffen in dem Gleichnis, welches für diesen Sonntag bestimmt ist, trotzdem nicht, wer unter ihnen mit dem guten, wer mit dem steinigten Boden, und wer mit dem Wege, auf den der ausgestreute Samen fällt, zu vergleichen sei.

03. Dieses Gleichnis bezeugt, daß Ich wohl durch Taten und Worte die Leute zum Besseren bekehren möchte, daß aber der gute Same, da die Welt mit ihren Genüssen sich darein mengt, nur vereinzelt an manchen Stellen gedeiht, doch im allgemeinen nicht solche Frucht bringt, wie es den Worten aus Meinem Munde gemäß verlangt werden könnte. Es bezeugt euch, daß das Ende, die Ernte, Gutes vom Schlechten scheiden wird und die Guten den gerechten Lohn empfangen werden, die Halsstarrigen und Bösen aber den langen Weg der Materie werden durchmachen müssen, bis sie alles Unreine abgelegt haben und sich in Meinem Himmel und Geisterreich als ein geistiger Ton zur dort herrschenden Harmonie gesellen können.

04. Seht, seit dem Abfall Luzifers hat in der ganzen Schöpfung das Gute oder Leichte, Geistige – im Bösen oder Schweren, Materiellen seinen Gegensatz!

05. Die ungeheure Menge abgefallener Geister, welche mit Luzifer fielen und dann als Träger der Materie in ihr gebunden wurden, sie alle klassifizieren die ganze Weltenschöpfung nach dem geistigen Inhalt, und die Welten sind deswegen mehr oder minder moralischgeistig leicht oder schwer, was nichts anderes heißt als: Auf allen Welten ist das große Prinzip der höchsten Eigenschaften Meines eigenen Ichs als höchste Liebe mit allen von ihr abhängenden Eigenschaften ausgedrückt.

06. Wenn Ich Meine Jünger lehrte und selbst auf eure Erde kam, so hatte dies keinen andern Zweck, als allen geschaffenen Wesen Mein geistiges Reich, seine Gesetze und seine Grundprinzipien kundzugeben. Als Ich auf Erden lehrte, sagte Ich nichts Neues, sondern immer das gleiche, was Ich von Anbeginn der Welt all Meinen Geistern eingeprägt hatte, nämlich: was ihr endliches Ziel und ihr ganzes Streben sein soll. Selbst der Materie mit ihren in sie eingeschlossenen Geistern legte Ich den Trieb ein, nach Vervollkommnung zu ringen, um so die Außenseite, die Bestandteile der Materie zu vergeistigen, bis diese endlich, mit dem Innern in Übereinstimmung, sich zu höheren Potenzen der Lebensentwicklung, vom schweren Gestein bis zum sich seiner selbst bewußten Menschen aufschwingen kann, der dann – mit dem Berwußtsein seiner Mission – sein eigenes Materielles vergeistigen muß, bis er, wenn sein Äußeres mit seinem Inneren gleich geistig geworden ist, zur Aufnahme in Mein Reich reif ist.

07. Dem Durchlaufen dieser Phasen entsprechen die Gleichnisse mit dem Samen; denn der ausgestreute Samen wird, auf verschiedenes Erdreich fallend, verschiedene Produkte hervorbringen, je nachdem, was für Elemente er zu seinem Gedeihen dort vorfindet. Das Freigeben der menschlichen Natur, d.h. der freie Wille, bedingt diese verschiedene Auffassung Meiner Lehre, so wie Ich sie einst Meinen Jüngern predigte und jetzt nur wenigen auf dieser Erde wieder kundgebe. Die Menschen, mitten zwischen den beiden Polen von Gut und Böse stehend, mußten natürlich auch verschiedene Reaktionen zeigen, wie sie Meine Lehre auffassen wollten oder konnten.

08. Wie die Welten in Meiner ganzen Schöpfung millionenartig verschieden sind und dadurch bildlich das verschiedene Auffassen der reinen Wahrheit ausdrücken, ebenso verschieden mit Millionen von Abweichungen sind die Menschen, ein jeder einzelne als geistige Welt für sich betrachtet.

09. Ihr erseht also aus diesen Gleichnissen die weitgehende Bedeutung des Samens, des Wortes “Es werde!”, das Ich einst gesprochen habe, das heute noch fortwirkt und am Ende alle Geister in einem Geisterreich vereinen wird, wenngleich einzelne Welten und Individuen längere und andere kürzere Wege dahin zurücklegen müssen.

10. Mein Wort, oder der Ausdruck der Liebe in jeder Bedeutung, enthält die ganze Schöpfung und enthält Meine ganze Lehre. Das beweist, daß Ich nur Gesetze der Liebe, und zwar nur zwei, gegeben habe, die aber nur dann von Wert sind, wenn eins das andere ergänzt.

11. Diese Gesetze der Liebe sind der Same, den Ich materiell in Meiner ganzen Schöpfung und geistig in den Herzen aller vernünftigen Wesen gesät habe. Das Aufkeimen dieses Samens, je nach dem mehr oder minder großen Einfluß der materiellen
Welt, bedingt das Fortschreiten zum Guten oder das Zurückschreiten zum Bösen, zum Materiellen.

12. Eingedenk der Freiheit des Menschen und aller geschaffenen Geister mußte auch unterm guten Weizen Unkraut aufkeimen, wie Ich es im Gleichnis bildlich sagte. In diesem Fall werden die Menschen, welche nicht auf rechten Wegen gehen, erst am Ende ihrer irdischen Lebensbahn erkennen, wie weit sie von der eigentlichen Straße zu ihrem Heil abgekommen sind. In der andern Welt muß dann dieser Kampf, den so manche mit dem Ende auf dieser Welt beendet glaubten, unter anderen Verhältnissen und mit wenig Mitteln und großen Hindernissen von innen nach außen wieder neu begonnen werden.

13. Was für einen jeden Menschen als kleine geistige Welt der Körpertod ist, das ist für die Menschheit auf der Erde das Ende alles Materiellen, das Ende aller weltlichen Versuchungen, welches noch vor Meiner Wiederkunft eintreten wird, da nach derselben das geistige Reich auf eurer Erde seinen Anfang nehmen und Mein Same oder Mein Wort überall gleiche Früchte tragen wird.

14. Dahin zielen alle Meine Vorbereitungen in eurer Zeit; denn auf eurer Erde ist leider schon mehr das Unkraut als der gute Weizen vorherrschend, es ist beinahe nur noch steiniger und sandiger Boden zu finden, und Disteln und Dornen sind die Hauptgewächse, die die Oberfläche eurer Erde verunzieren. Meine Schnitter sind schon längst in Tätigkeit und rotten das wuchernde Unkraut mit allen Mitteln aus; aber es wird noch ärger kommen, weil eben der freie Mensch wirklich ein beinahe steinernes Herz bekommen hat, auf dem, wie auf einem harten Stein, eine Berührung keine Spur mehr zurückläßt, sondern über dessen Oberfläche alles spurlos weggleitet.

15. Seht euch vor, daß in euren Herzen nicht so manches Unkraut schlechter Leidenschaften, durch weltliche Einflüsse begünstigt, aufkeimt! Ich sage euch wie einst Meinen Zuhörern: “Wer Ohren hat, der höre, und wer Augen hat, der sehe!” Denn leider gibt es noch viele, die Ohren haben, aber den geistigen Wind, der durch die ganze Schöpfung geht, nicht hören, und die Augen haben und nichts bemerken von dem Lichtstrahl aus Meinem ewigen Geisterreich, welcher anfängt, nach und nach alle Winkel eurer finsteren Erde zu erleuchten, damit bei Meiner Ankunft als König des Lichts kein Schatten, keine Finsternis mehr vorhanden sei.

16. Viele gibt es noch, die, bloß weltlichen Genüssen und weltlichen Gütern nachjagend, keine geistige Welt, kein höheres geistiges Prinzip, keinen Gott als Schöpfer anerkennen wollen. Sie sind wie die Disteln und Dornen. Entfernt euch von ihnen! Ihre Stacheln lassen es euch wahrnehmen, daß ihr euch solchen Scheinphilosophen und Gelehrten nur mit Vorsicht nähern dürft. Sie werden, wie es geschrieben steht, ins Feuer geworfen, ins Feuer der Drangsal und Leiden. Dann erst, nach langem Kampf geläutert, werden sie an dem geistigen Reich teilnehmen können, das sie vorher so fest hinweggeleugnet haben.

17. Ihnen gelten die Naturereignisse und Epidemien, welche sie in Massen hinwegraffen. Andere werden durch den Verlust geliebter Personen daran gemahnt, daß es noch eine andere als nur diese natürlichmaterielle Welt gibt. Ihr Erwachen wird traurig sein, – und doch muß Ich sie erwecken, weil Ich nicht ein Atom, viel weniger eine Menschenseele, die Ich einst von innen wie außen nach Meinem Ebenbilde geschaffen habe, verlieren möchte.

18. Lernt auch ihr zu hören, aber mit geistigen Ohren, was Ich euch sage, was die Ereignisse der Welt euch sagen, und was die ganze Natur euch zuruft: ,Es ist ein Gott, und dieser ist ein Gott der Liebe!`

19. Unbekümmert um den Boden sät Er Seinen Samen aus, es mag die Heerstraße oder steiniger Boden oder auch zwischen Dornen und Disteln sein. Frei ist der Mensch, und der Same kann daher je nach der Individualität des einzelnen wirken; aber am Ende wird doch der Zweck erfüllt werden, den Ich als Sämann im Auge hatte.

20. Es wird trotz des verschiedenen Ackerbodens am Ende doch eine reichliche Ernte kommen, die Ewigkeit sichert Mir den Erfolg. Mein Wort, nachdem es alle Phasen durchlaufen hat, indem es von den einen mit Füßen getreten und von den andern mit freudigem Herzen begrüßt wurde, muß doch das gleiche Resultat hervorbringen; denn Mein Wort – der Same – ist göttliches Wort, und deswegen kann und muß es den Boden, worauf es fällt, verbessern und vergeistigen, wenn auch nicht auf dieser Erde, so doch gewiß jenseits.

21. Mein Streben und der Zweck dieser Mitteilung ist ja nur, den Menschen diesen Weg zu verkürzen und ihnen das Vorwärtsschreiten zu erleichtern. Daher der wiederholte Mahnruf in diesem Kapitel: “Wer Ohren hat zu hören, der höre!”

22. Versteht und faßt es wohl und handelt danach, und ihr werdet es an euch selbst verspüren, ob der Same auf guten oder steinigen Boden gefallen ist! Amen!

*******

51st Sermon of Jesus… The Parable of the Tares in the Field
May 2, 1872

Matthew 13:24-30
“Another parable put he forth unto them, saying, The kingdom of heaven is likened unto a man which sowed good seed in his field: But while men slept, his enemy came and sowed tares among the wheat, and went his way. But when the blade was sprung up, and brought forth fruit, then appeared the tares also. So the servants of the householder came and said unto him, Sir, didst not thou sow good seed in thy field? From whence then hath it tares? He said unto them, An enemy hath done this. The servants said unto him, Wilt thou then that we go and gather them up? But he said, Nay; lest while ye gather up the tares, ye root up also the wheat with them. Let both grow together until the harvest: and in the time of harvest I will say to the reapers, Gather ye together first the tares, and bind them in bundles to burn them: but gather the wheat into my barn.”

The parables of this chapter contain the whole history of My teaching and also the history of My creation from beginning to end. The history of My teaching, because they show you upon what different ground My teaching and My words fall; and the history of My creation, because they clearly reveal to you how the Divine Word of the highest spiritual consecration, rising from level to level, finds its expression in the millions of worlds. And as the impression which My Word makes upon millions of people is different with each individual, thus also the evolutionary process of each world is different from that of the others.

These parables, as I told them once to the people of Israel, were taken from ordinary life so that the listeners could easily understand them. But in spite of this, they did not comprehend in the parable which was chosen for this Sunday, who among them was compared to the good ground, who to the stony places and who to the wayside upon which some seeds had fallen.
This parable shows that I do want to convert people through acts and words, but that the good seed, since the world with its pleasures mixes with it, grows only sporadically in some places and does not generally bring forth the fruit that should result through the words from My mouth. It also reveals that the end, the harvest, will separate the good from the bad, and that the good will receive their just reward. The obstinate and evil, however, will have to experience the long road of matter until they have thrown off all impurities and can join the harmony prevailing in My heavenly kingdom of the spirit as a spiritual note.

Since the fall of Lucifer, in the whole of creation that which is good or light, which is the spiritual, has its opposite in that which is evil or heavy – the material or physical.

The immense multitude of apostatized spirits, who had fallen with Lucifer and were bound in matter as its carriers, classify all the created worlds according to their spiritual content, and that is why the worlds are more or less light or heavy from a moral and spiritual viewpoint. This means that on all the globes the great principle of the highest attributes of My own Inner Self is expressed as the greatest love with all the qualities arising therefrom.

The sole purpose of My coming to your earth and teaching My disciples was to reveal to all created beings My spiritual kingdom, its laws and its fundamental principles. When I taught on your earth I did not say anything new but always the same, which since the beginning of creation I had impressed upon all My spirits, namely, what their ultimate goal is to be and what they must strive for. Even into matter with its imprisoned spirits I put the impulse to strive for perfection, thus to spiritualize the external, the components of matter, until the latter, in harmony with its inner nature, can finally rise to higher potencies in the evolution of life, from a heavy rock up to man who is conscious of himself and who then -conscious of his mission – must spiritualize his own material nature until ultimately, when his outer nature has become equally spiritual with his inner man, he is ready to be received into My Kingdom.

The parables about the sowing of the seed correspond to the progress through these phases, for the seed sown, fallen upon various kinds of ground, will bring forth various fruit depending on the elements it finds there for its growth. The setting free of the human nature, that is, man’s free will, brings about this different conception of My teaching as I once taught it to My disciples and as I at present again reveal it to only a few on this earth. Men, standing midway between the two poles of good and evil, had of course to show different reactions in the way they would or could grasp My teaching.

As the countless worlds in My entire creation all differ, thus figuratively expressing the various ways of comprehending pure truth, so men also differ with millions of deviations, each individual considered as a spiritual world in itself.

Thus you can recognize in these parables the far-reaching significance of the seed. The word “Let there be!”, which was once spoken by Me, is still effective today and will ultimately unite all spirits within one spiritual realm, although individual worlds and individual men will have to cover longer or shorter distances to reach this destination.

My Word, or the expression of love in all its aspects, contains all of creation and My whole teaching. This proves that I have given only laws of love, that is, only two. These, however, are of value only if one complements the other.
These laws of love are the seed I have sown physically into My entire creation and spiritually into the hearts of all rational beings. The springing up of this seed, depending on the greater or lesser influence of the material world, will determine the progress towards the good or regress to the evil, the material.

In consideration of the liberty of man and all created spirits there also had to spring up tares among the good wheat, as I told it figuratively in the parable. In this case, those people who did not walk upon the right path will realize only at the end of their earthly pilgrimage how far they have strayed from the proper road to their salvation. Then this struggle, which so many believed to have ended with their departure from this world, will have to be taken up once more in the other world from within, under different conditions and with only few aids and great obstacles.

What physical death is for each individual, as a small spiritual world, is for mankind on earth the end of all that is material, of all worldly temptations, which will still come to pass prior to My Second Coming, since after that the spiritual kingdom on your earth will have its inception and My seed, or My Word, will bring forth equal fruit everywhere.
All My preparations in your time aim at that, for upon your earth, unfortunately, the tares already prevail over the good wheat. Hardly any but stony and sandy ground can be found and the principal growth consists in thistles and thorns which mar the surface of your earth. My reapers have already been in action for quite some time using every means to eradicate the rapidly growing tares, but things will be getting worse, since man in his freedom has developed an almost stony heart upon which, as upon a hard stone, a mere touch leaves no trace behind and over the surface of which everything passes without leaving an impression.

Make sure that no weeds of evil passions, favoured by worldly influences, spring up in your hearts! As I once said to My disciples, I say also to you: “Who has ears to hear, let him hear, and who has eyes to see, let him see!” Unfortunately, there are still many who have ears but do not hear the spiritual wind that blows through all creation, and who have eyes and do not perceive the ray of light from My eternal kingdom of the spirits which is beginning to illuminate progressively all nooks and corners of your dark earth so that, on My arrival as the King of Light, there will no longer be any shadow or darkness.

There are still many who, chasing only after worldly pleasures and values, do not want to recognize a spiritual world, a higher spiritual principle or a God as creator. They are like the thistles and thorns. Keep away from them! Their prickles cause you to see that you may approach such sham-philosophers and scholars only with caution. They shall be thrown into the fire, as is written; into the fire of tribulation and suffering. Only when purified after a long struggle, will they be able to participate in the spiritual kingdom which they had previously denied so steadfastly.

For them are meant the happenings in nature and the epidemics which rake them away in great numbers. Others will be reminded of the existence of still another world beyond the natural, material one through the loss of beloved persons. Theirs will be a sad awakening – and yet I have to awaken them since I do not want to lose even an atom, still less a human soul which I once created in My image internally and externally.

You, too, should learn to hear with spiritual ears what I am saying to you, what the happenings in the world are telling you and what all nature is calling to you: ‘There is a God, and He is a God of love!’

He sows His seed regardless of the ground, upon the highways or in the stony places, or among the thorns and thistles. Since man is free, the seed can work according to the nature of each individual, but in the end the objective which I, the Sower, had in mind, will be achieved. In spite of the different kinds of ground, there will ultimately be a rich harvest; eternity ensures My success. My Word, having passed through all the phases, trampled underfoot by some and joyfully saluted by others, must nevertheless yield the same result. For My Word – the Seed – is a Divine Word and, consequently, can and must improve and spiritualize the ground upon which it falls, if not on this earth then definitely in the beyond.

My aim and purpose with this message is but to shorten the road for men and to further their progress. Hence, the repeated admonition in this chapter: “Who has ears to hear, let him hear!” Understand and comprehend it well and act accordingly, and you will discover in yourselves, whether the seed has fallen upon good or stony ground! Amen.

Gott offenbart Schöpfungs-Geheimnisse… Kapitel 22 – Zur Schöpfungsgeschichte

<= Zurück zur ÜbersichtGOTT-OFFENBART-Schoepfungs-Geheimnisse-Zur-Schoepfungsgeschichte-Kapitel-22-Durch-Gottfried-Mayerhofer.=> VIDEO   => EBOOK   => AUDIO…

Der Schöpfer offenbart durch Gottfried Mayerhofer
16.04.1871 – 22. Kapitel – Zur Schöpfungsgeschichte

1. Nachdem dein Bruder so sehnlichst “von der Nacht – zum Licht”, wie er sich ausdrückt, gelangen möchte, so will Ich denn auch ihm diese Bitte gewähren und somit ihm den Weg zeigen, den er zwar schon längst geht, aber doch sich alles dessen nicht klar bewußt ist, was ihm auf diesem Wege schon gesagt und gelehrt worden ist.

2. Nun sieh, Mein lieber Sohn, da du schon lange in Meinem Garten arbeitest und unverdrossen den Samen ausstreust nach allen vier Weltgegenden – – siehe, schon manches ist dir unter die Hände gekommen und du hast es, wenngleich aufgefaßt, aber doch nicht so recht verstanden, wie Ich es will, und so ist auch diese Frage deines letzten Briefes wieder ein Beweis, daß du weder Meine Geister noch Welten noch Menschen-Erschaffung ganz richtig in ihrem tiefsten Sinn begriffen hast.

3. Um dir dieses alles deutlicher zu machen, um was du Mich jetzt bittest, muß Ich dir nichts Neues sagen, sondern nur das Alte, schon in verschiedenen Worten von Mir Gegebene näher erklären und dich an vergessene Stellen erinnern, welche dir dann den Leitfaden aus dem Labyrinth geben werden, damit du (auch darin) “von Nacht zum Lichte kommst”. Nun, so höre also:

4. Du wirst dich erinnern, daß schon in der “Haushaltung”, wo es von der Schöpfung der Geister und Materie-Welt handelt, Ich sagte, daß zuerst die Geister und aus und unter ihnen der größte – “Satana” oder Luzifer erschaffen wurde, welch letzterer aber statt Lichtträger, nebst seinen Gefährten von Mir abfallend, Träger und Vertreter der Finsternis geworden ist.

5. Du wirst dich ferner erinnern, daß Ich dann, um diesen abgefallenen Geistern einen Weg zur Rückkehr anzubahnen, die materielle Welt erschuf, dort sie in die Materie einkleidete und sie so wieder, obwohl unfreiwillig, die Schule der Demut und der Verleugnung durchzumachen nötigte.

6. Du wirst dich auch erinnern, daß, nachdem auf diese Weise die Bahn angedeutet wurde, auf welcher die Geister, von der härtesten Masse angefangen bis zum Menschen als letzte Stufe der materiellen Schöpfung, stets mehr sich läuternd emporsteigen können; daß aber im Menschen, wie du erwähnst, “drei Tage vor der Geburt ein kleines Bläschen von der feinsten, solidesten Seelensubstanz* den einst böse gewordenen Geist einschließt, in dessen Innerstem aber doch der eigentliche Gottesfunken der Liebe selbst seinen Sitz hat, welch letzterer dann diesem bösen Geistesfunken erstens die Möglichkeit gibt, sich für das Gute auszubilden, und zweitens ihn auch stets zu diesem antreibt”. (* Siehe “Die Erlösung” in “Der Weg zur Wiedergeburt”)

7. Nun siehe, wenn du das Vorausgesagte nur ein wenig überdenkst, so muß in dir die Frage aufsteigen: Wenn dieser Geist in dieses Bläschen erst drei Tage vor der Geburt eingelegt wird, wer bildet dann den Körper des Kindes bis dorthin aus? Wer sorgte für seine innere, wer für seine äußere Form und Beschaffenheit als Mensch, auf daß wenigstens doch die Mittel schon alle vorhanden sind, die dazu benötigt wären, einen Menschen nach Meinem Sinn daraus zu machen?

8. Siehe, hier muß Ich dir antworten:

9. Hast du denn vergessen, daß alle abgefallenen Geister in Materie gebunden die Materie selbst ausmachen!

10. Wer ist nun die Bildnerin des Kindes, vom Embryo angefangen bis zu dieser erwähnten Zeit vor der Geburt? Siehe, das sind die nämlichen namenlosen Geister-Parzellen, die – als seelischer Prozeß geführt durch die Mutter-Seele – selbst die Entwicklung, Aufbauung und Einrichtung des Kindesleibes betreiben, die aber wie in einer Pflanze oder sonst einem materiellen Produkt den materiellen Aufbau genauso wie dort gemäß ihrer Gattung vollziehen.

11. Das Kind, ehe es geboren wird, hat ein Pflanzen(vegetatives) und kein intellektuelles Leben noch Bewußtsein; es wird von den Geistern ausgebaut gemäß seiner Gattung wie jedes Tier im Mutterleibe oder im Ei. Sobald aber der Austritt aus dieser inneren Welt sich nähert und das Pflanzenleben des Kindes nicht mehr genügt, sondern eben der große Schritt getan werden muß, der den Menschen vom Tier unterscheidet, da wird diesem zu weiterem geistigen Aufbau fertigen Apparate der eigentliche Pulsator, Wecker und Weiterbeförderer in dieses Bläschen gelegt, das heißt ein Funke jenes großen Geistes, der hier im Kleinen das aus der Finsternis des Mutterleibes kommende unmündige Kind, wie du Mein Sohn es sagst, “von Nacht zum Licht” führen muß!

12. Dieser Funke des einst abgefallenen großen Lichtgeistes hat allerdings Tendenzen seines Ursprungs in sich, da der Weg der Menschen stets der nämliche ist, und zwar vom Schlechten zum Guten vorwärts zu schreiten, allein – wie auch im großen, gefallenen Geist nur Mein Liebesfunke lag, der von ihm verkannt, mißbraucht wurde, ebenso liegt in diesem kleinen einst abgefallenen Geistesfunken derjenige Strahl Meiner nie zu vernichtenden Liebe, wodurch dann mit dem Austreten des Kindes und seinem Trennen von dem Leben der Mutter sein eigenes beginnt, wo, wie im großen Luzifer, der Streit zwischen dem Guten und Bösen seinen Anfang (als menschliches Leben) nimmt, das nur das Produkt aus dem Kampfe dieser beiden sich entgegenwirkenden Prinzipien und Tendenzen (Neigungen) ist.

13. So auf diese Art ist der Zweck des Lebens und die geistige Vorwärtsschreitung gesichert, von Nacht – zum Licht! So besteht sie, und muß die Welt sich selbst erhalten.

14. Daß im Anfang, bei Erschaffung des ersten Menschen Adam nicht so zu Werke gegangen werden konnte, ist ganz natürlich. Denn wie die erste Pflanze, das erste Tier usw. ohne Samen, ohne Geburt nur aus Meinen Händen direkt hervorgehen mußte, das war auch beim Menschen der Fall. Auch er ging aus Meiner Hand direkt hervor, war nach Meinem Ebenbild geschaffen, hatte in dieser Erschaffungsperiode eine andere Organisation, eine andere Gestalt und andere Geistesvermögen, war für eine längere Lebensdauer bestimmt, wenn er seinen Bestimmungen gemäß leben würde, welche Ich auch den Geistern und Luzifer oder Satana selbst als “Sollte” und nicht als “Muß” vorgezeichnet hatte.

15. Dieses Alleinleben des ersten Menschen war nicht bedungen, sondern es war schon nicht allein vorausgesehen, sondern es lag selbst in Meinem eigenen Ich, daß Ich ihm ein Wesen beigeben mußte, das mit ihm fühlen, mit ihm denken sollte, und so Leid und Freud miteinander tragend, sie den Lebens und Prüfungsweg gemeinschaftlich fortwandeln sollten.

16. Auch Ich Selbst wollte nicht allein leben, nicht allein sein, bloß Meiner Macht Mir bewußt. Deswegen erschuf Ich Wesen, die dann an Meinen Schöpfungen sich ergötzend, sich freuend, Mir Meine Freude, Schöpfer zu sein, verdoppeln konnten.

17. So schuf Ich die Geister, schuf große, Mir würdige Ebenbilder – und was geschah mit dem Größten unter allen? Ihr wisset es, er fiel, fiel von Mir ab – und was geschah mit dem Menschen? Auch er fiel, fiel ebenfalls von Mir ab. Beide, Luzifer und Mensch, achteten nicht das Gesetz der Liebe, wollten als freie Wesen ihren eigenen Weg gehen, und so mußte das Gesetz der Liebe wohl auf anderen Wegen, aber doch zum gemeinschaftlichen Ziele führen.

18. Der Satan oder Luzifer verwandelte seine Liebe in Haß, Übermut und Stolz. – Die eigentlichen geistigen Eigenschaften des Mannes aber waren luziferischer Abkunft.

19. Um dem Menschen auf einer Seite zu erleichtern, auf der andern aber ihm mehr Gelegenheit zu geben, seine geistigen Fakultäten (Fähigkeiten) mehr auszubilden, sie zu stärken und auf diese Art eher Mir gleich zu werden, nahm Ich diese verkehrte Liebe, das ist die Eigenliebe, die mehr zum Bösen als zum Guten sich neigen wollte, aus dem Manne heraus und stellte sie ihm als Gefährtin, als Begleiterin und Fortpflanzerin seines eigenen Geschlechtes und seiner Gattung zur Seite.

20. So wurde das Weib geschaffen, ausgestattet mit allen körperlichen und innerlichen Reizen, die Ich einst in die Satana hineingelegt hatte, um als Typus ewiger Liebe in der Schöpfung zu glänzen; und so sollte auch das Weib, als selbständig, diese ihre eigene Eigenliebe dem Manne gegenüber bekämpfen, gehorchen, und dem Manne seine Last der Lebensbahn erleichtern. –

21. Das einzige, was Ich dem Menschen als Meinem Ebenbilde vorenthielt und es zum Eckstein des ganzen geistigen Weltgebäudes machte, war die sinnliche Zeugung.

22. Diese sollte nicht den Tieren gleich stattfinden, sondern den Geistes-Wesen gleich geschehen (Wie beispielsweise bei den Menschen im Saturn; siehe den Band “Der Saturn”). Allein frei gab Ich dem Menschen seinen Willen. Das in ihn gelegte Prinzip des Luzifers, das Prinzip der Opposition siegte, was Ich wohl vorauswußte und danach schon alles im voraus bestimmt hatte. – Allein Ich wollte, daß der Mensch und die Geister nie Mir die Schuld, sondern nur sich selbst beimessen sollten, wenn ihre gewünschte Glückseligkeit nicht auf dem Wege erreicht wurde, den sie, und nicht Ich, gehen wollten.

23. Die Satana benutzte diese von ihr in den Menschen gelegten Eigenschaften, verführte den Menschen, machte auch ihn zum Teil zum Mitschuldigen ihres eigenen Falles, um sich mit ihren gefallenen Geistern stets konsequent (beharrlich) als Gegenpol von Mir zu benehmen.

24. So wurde denn die Welt mit allen ihren Einrichtungen umgeändert, damit gerade dieser größte Schritt Luzifers, oder der Satana, zum größten Vorteil Meines geistigen Aufbaues werde: und zwar so, wie die abgefallenen Geister jetzt erst recht dazu beitragen müssen, Mein Reich zu befördern und ihre eigene Rückkehr zu erleichtern. Ich mußte, als freier Gott freie Wesen schaffend, ihnen auch diese Freiheit nicht schmälern. Und als endlich die Satana durch die Reize der Weiber und den Ehrgeiz der Männer die Menschheit so nach und nach von Mir abtrünnig machen wollte, mußte Ich durch eine teilweise Vernichtung des Menschengeschlechts dem Keim des Bösen Schranken setzen durch die Sündflut*; mußte die Menschen wieder erinnern, daß Ich der Herr und Satan nur Mein Diener ist und bleiben wird. (* Heute will man von einer Sündflut nichts mehr wissen, weil die gottentfremdete Menschheit auch das Wort “Sünde” nicht mehr kennen will und schreibt “Sintflut”. “Sint” bedeutet aber nur “große” Flut, die es öfter gegeben hat. Die Sündflut gab es aber nur einmal, und die ist in unserem Text gemeint. – Siehe hierzu den 3. Band “Die Haushaltung Gottes”.)

25. Als Satan Mir dann Versprechungen der Rückkehr machte und wenigstens dem Anscheine nach von seinem Treiben nachließ, da setzte Ich ihn auf die letzte Probe. Ich Selbst beschloß in Menschengestalt und im Ganz-Mensch-Sein Mich seinen Versuchungen auszusetzen, um durch tatsächlichen Beweis ihn zu überzeugen, daß all sein Bestreben umsonst, daß alles Ankämpfen gegen Meinen Willen und Meine heiligen Gesetze vergebens ist.

26. Ich wurde Mensch, predigte und lehrte, unter steter Einwirkung des Satans, Meine sanften Lehren; er nebenbei verleitete die Menschen bis zur tollsten und frechsten Sünde, nämlich daß sie ihren Schöpfer und Herrn leiblich töten sollten, was sie auch taten; und sie krönten gerade dadurch das größte Werk, das Ich als Gott schon längst vorausbestimmt und vorausgesehen hatte, um Meinen Geistern und Menschen mit dem Beispiel zu zeigen, was sie durch Worte nicht glauben wollten.

27. Jetzt geht die Welt wieder in ihrem satanischen Treiben so weit, daß sie mit Hilfe Satans nochmals die ganze Saat des Göttlichen ausrotten möchte; denn Satan kann von Meiner Langmut zwei Proben aufweisen – allein er weiß auch von Meinem Wiederkommen besonders auf diese Erde; er weiß, daß Ich Mich nicht umsonst vor tausend und so vielen Jahren kreuzigen ließ; er weiß, daß Ich Mein Mir vorgenommenes Werk nicht unvollendet lassen will; und so tut er jetzt noch alles mögliche, beraubt die Menschen alles Guten und Seligen und treibt sie ins materielle Elend, wo dann gerade Mein Reich als letzter Rettungsanker wieder leuchtend auftauchen und wo dann wieder nicht sein Plan, sondern Mein großes Friedenswerk gekrönt sein wird.

28. Denn die große Liebe wird wieder alle Verirrten in ihre Arme nehmen, wird ihnen mit Wohltaten vergelten, was sie Böses getan und besonders gegen Mich verübt zu haben glauben, und wird ihnen die Hand der Verzeihung darreichen; und alle Menschen werden dann begreifen, daß sie nicht Mir, sondern sich selbst den größten und schlechtesten Streich gespielt haben.

29. So wird Mein Triumph sein. So wird die Liebe, die einst die ersten Geister und Wesen schuf, wieder diese verirrten Wesen mit der nämlichen Liebe ans Vaterherz drücken wie einst die geschaffenen Geister; und Luzifer mit leeren Händen ausgehend, wird wieder eingestehen müssen, daß er wie die Menschen nicht Mir, sondern sich selbst am meisten geschadet hat.

30. Das ist der Triumph der Wahrheit und der Liebe und der mit ihr verbundenen Weisheit, daß aus all dem Preisgeben des eigenen Willens, aus all dem frei ausgeübten Bösen oder Guten doch nur stets das Endresultat das nämliche ist, das heißt der Schritt – “von Nacht zum Licht!”

31. Begreifst du jetzt, Mein Sohn, Meine Schöpfung der Geister, des Adams, Meine Menschwerdung und dein eigenes Heil! Sieh, Mein Kind, so mußt du diese Dinge auffassen.

32. In allen Meinen Worten liegt Unendliches, und wenn dir manchmal Zweifel aufsteigen, so nimm ein Wort von Mir zur Hand, und mit Nachdenken und Meiner Hilfe wirst du bald auch dort von Nacht zum Licht getrieben werden, wo du dann stets im Lichte deinen dich liebenden Vater mit ausgebreiteten Armen erblicken wirst, der dir und allen zuruft: “Kommet her, ihr alle, die ihr beladen seid, auf daß Ich euch eure Last abnehme und euch erquicke!” – Amen.

Gott offenbart Schöpfungs-Geheimnisse… Kapitel 19 – Ein Wasserfall

<= Zurück zur Übersicht

GOTT OFFENBART Schoepfungs-Geheimnisse - Ein Wasserfall - Durch Gottfried Mayerhofer
=> VIDEO   => EBOOK   => AUDIO…

Unser Schöpfer und Gott offenbart Schöpfungsgeheimnisse
durch Gottfried Mayerhofer am 29. Juni 1873

19. Kapitel – Ein Wasserfall

1. Du hast gestern abend eine Beschreibung des Niagarafalles gelesen und dabei Meiner und der Schönheit Meiner Natur gedacht.

2. Da aber in allem, was sichtbar vor euren Augen steht, ein noch tieferer Grund des Bestehens sowohl, als der Wirkung des Einzelnen auf das Ganze besteht, so will Ich dir hier wieder mit einigen Worten beweisen, daß in allem noch etwas ganz anderes steckt, als die Menschen oft wähnen.

3. Gut, der Beschreiber des Niagara-Falles hat Meine Natur, das heißt ein kleines Stück derselben bewundert; die Großartigkeit des Schauspiels, der Lärm, das Gebrause der Wasser hat in ihm Gefühle erregt, die er nicht umhinkonnte wiederzugeben, um auch andern einen Begriff zu machen von dem ewig gleichen Triebe, der in Meiner ganzen Natur herrscht und “Leben” heißt.

4. Hier bei diesem Wasserfall donnerte ihm die Wassersäule ins Ohr, was er bei einem leichten Säuseln des Windes oder bei einem Lichtstrahl aus fernen Sonnen ebenfalls hätte vernehmen können, wenn er Ohren dafür hätte. Allein der gewaltige Wassersturz übertäubt oder betäubt das menschlichirdische Gefühl, und unter diesem mächtigen Kampf von Wasser, Luft und Erde kam ihm der Mensch so winzig, so klein vor, daß er nicht umhinkonnte, Meine Macht, wenn er es gleich nicht wollte, doch als bestehend anzuerkennen.

5. Nun, solche Natur-Szenen haben immer das demütigende Gefühl zur Folge, welches den Menschen zwingt, seine eigene Größe in nichts zusammensinken zu sehen.

6. Erfreulich ist es doch, wenn auch nur wenigstens ein Ahnen eines geistigen Reiches anerkannt wird, welches durch dieses großartige Naturschauspiel hervorleuchtet und den Menschen zwingt zu gestehen, was er eben unter anderen Umständen nicht will, nämlich: daß es doch einen Gott geben muß, der dieses alles geschaffen hat, und zwar zum Nutzen und zur geistigen Sprache für den Menschen, damit er doch manchmal erinnert werde, daß alle seine Erfindungen, seine eingebildete Größe eine Null sind und bei Natur und Elementarereignissen er eben diese Nichtigkeit selbst eingestehen muß.

7. Dieses alles ist aber nicht der Zweck dieses Wortes, sondern Ich will den Niagara-Wasserfall zu etwas anderem benutzen, und zwar zur Frage:

8. Warum ist denn eigentlich ein Wasserfall, groß oder klein, da?

9. Hätte Ich nicht die Erde so gestalten können, daß sie keine Gebirge und keine Vertiefungen hätte, daß überall Flachland und die Bäche, Flüsse und Ströme ganz ruhig in ihrem Bett dem Meere zuliefen?

10. Auf diese Frage eine genügende, aber geistige Antwort zu geben, das soll der Zweck dieses Wortes sein, und Ich will euch wieder beweisen, wie viel des Tiefen, Geistigen, auch notwendig Materiellen dazu gehört, einen Weltkörper zu erschaffen, daß er sich dann selbst erhält, vervollkommnet und so seine Mission zu höheren Zwecken erfüllt.

11. Nun sehet, Meine Kinder, das Leben, sei es materielles, das heißt geistig gebundenes, oder freies, seelisches, kann sich überall nur so manifestieren, daß ein Entstehen, dann ein teilweises Verbleiben und dann ein endliches Vergehen seine Phasen der Entwicklung bezeichnet.

12. Das Leben im materiell Sichtbaren ist Reibung, Entwicklung der Wärme, des Lichtes, nach und nach langsam fortschreitendes Zersetzen oder Verwandeln in andere Formen, um so stufenartig zu höheren Bestimmungen sich tauglich zu machen.

13. So kennt ihr das Leben und sagt: “es bewegt sich, es lebt.”

14. Was Ruhe hat, scheint leblos, scheint tot.

15. Dieses Leben oder der immerwährende Kreislauf des Bestehens und Vergehens geht nach einmal festgesetzten Grundprinzipien in einem fort; “Leben” nennt ihr es, und “Kampf” heiße Ich es.

16. Kampf ums Bestehen, Kampf um den Fortschritt, Kampf, um zu einer höheren Stufe zu gelangen.

17. Nun, dieses Prinzip, welches im letzten Infusionstierchen wie in der größten Zentralsonne das gleiche ist – dieses Prinzip ist auch in den Elementen, welche in flüssigem Zustand sowohl die Atmosphäre der Welten als auch ihr Inneres ausmachen.

18. Ohne diesen Kampf würde alles verwesen, sich zersetzen und der Fäulnis oder dem materiellen Tod entgegengehen.

18. In eurer Atmosphäre zum Beispiel ist die Luft ein leichtbewegliches Element, das nie ruhig steht, so wie auf der Oberfläche der Erde das Wasser, welches als verdichtete Luft die nämliche Unruhe oder das Bestreben hat, stets dem Zuge der Schwere folgend, dorthin zu fließen, wo es einen Ruhepunkt erreichen kann!

20. Im Innern der Erde sind Metalle und Mineralien, verdichtete Gase und Licht-Elemente, welche wie das Wasser auf der Oberfläche zum Gedeihen derselben, jene im Innern denselben Prozeß vollführen müssen. Ruhe ist nirgends!

21. In der Luft, könntet ihr sie vor euren Augen sehen, sind” Luft-Fälle”, welche oft an Großartigkeit eure Wasserfälle bei weitem übertreffen. Dort ist ebendiese notwendige Bewegung euch als Wind fühlbar ebendasselbe, welches durch Bewegung die einzelnen Bestandteile der Luft in steter Tätigkeit erhält, sie zu Verbindungen anregt, sie bewegt, durch Bewegung erwärmt und lebendig erhält.

22. Was in der Luft geschieht, das ist im Wasser ebenso der Fall. Wasser ohne Bewegung verfault, zersetzt sich, löst seine Bestandteile, sonst so fruchtbringend und nützlich, in schädliche Dünste auf, sobald die Wirkung des Bewegens fehlt.

23. Wasser also, würde es nur so ruhig dahinfließen, hätte nicht die geeignete Lebenskraft, heilbringend auf Pflanzen, Tiere und Menschen einzuwirken, es muß durch Bewegung in steter Tätigkeit erhalten werden. Und wie in der Luft oft Stürme und heftige Winde diese Lebenskraft noch erhöhen müssen, so ist der Wasserfall eben dasselbe Ereignis, welches in großem oder kleinem Maßstab manchmal zugelassen oder voraus bestimmt ist, um einem Fluß oder Strom auf seinem langen Lauf bis ins Meer wieder neue Tatkraft, neues Leben beizubringen, damit er seinen Zweck erfüllen, fruchtbringend auf seine Umgebung einwirken kann.

24. Daher sind Wasserfälle, mit geistigen Augen angesehen, die Lebensretter, die das Bestehende vor dem Zerfall hüten und Leben und Tätigkeit um sich verbreiten; denn nicht allein der Fall des Wassers, sondern auch der Fall der über ihnen schwebenden Luft, die Reibung der einzelnen Teile beider Elemente, das Zersetzen, wieder Neu-Beleben sind es eigentlich, die dem Wasser neue Lebenskraft und so der Erde größere Tätigkeit bereiten.

25. Wie das Wasser als flüssiges Element an den starren Felsen sich stoßend, sich reibt, durch Reibung Lebenstätigkeit entwickelt, so sind die Gebirge als große Höhen oder einzelne Berge die Felsen im Luftstrom ; wo auch dieser dort anstoßend, sich reiben, seine Tätigkeit vermehren muß und so auf die Oberfläche der Erde und auf die lebenden Pflanzen und die Tierwelt seinen Einfluß ausübt. (Siehe “Der Großglockner”)

26. In der Luft, wo noch nebenbei Licht als zersetzender Faktor die einzelnen Atome zu Verbindungen anregt, steht das nämliche Gesetz fest wie in allem: “Leben” heißt bewegen, heißt kämpfen, heißt erzeugen und durch kosmische Prozesse wieder in andere Formen auflösen, so im Wasser. Das Wasser zerstört die ihm unterliegende feste Materie durch Reibung, zersetzt durch seine Bewegung bei Wasserfällen besonders die Luft seiner Umgebung und seine eigenen Bestandteile; und es ist also ein Strom der Träger des Lebens, der überall, wo er hinfließt, Ströme des Segens durch den ihn begleitenden Luftstrom ausströmt, bis er im Meere angekommen, seines Besten und Kräftigsten entledigt, statt untätig zu ruhen, durch die bitteren und salzigen Bestandteile des Ozeans wieder zu anderen Verbindungen, aber “unter der Erde” angeregt, seinen Kreislauf in anderen Formen und auf anderen Wegen wieder beginnen muß.

27. So sind die Gebirge als Aufnahmebehälter der neu belebten Wässer von unten “Ventilatoren des Luftstroms”, die auf der Oberfläche der Erde sich bewegenden Ströme mit ihren Katarakten (Wasserfällen) – “Ventilatoren des Wasser-Stromes”; und was ihr in der sichtbaren Natur, in der Luft oft mit Schrecken und an den Wasserfällen mit Staunen bewundert, das durchzieht auch das geistige Leben nach denselben Prinzipien und Grundsätzen, wo auch, um geistig fortzuschreiten, gekämpft und gestritten werden muß, damit das geistige Leben tauglich werde für eine Ewigkeit, nicht versaure oder gar in Fäulnis übergehe!

28. Denn sehet, wie die Luft in ihrem Dahinströmen auf Hindernisse stößt, welches die Gebirgsmassen als feste Gegenstände sind, oder wie das Wasser während seines Laufes auf Widerstände stößt, welche seinen Lauf beengen wollen und so Luft wie Wasser zu Kraftanstrengungen nötigen, ebenso im geistigen Leben die Hindernisse erst den geistigen Charakter erwecken, ihn stählen, ihn zur größeren Tätigkeit anfachen.

29. Wie es in der Luft unter Donner und Blitz brauset und die Windsbraut drohend einherzieht oder das Wasser auf einmal unter donnerndem Lärm in eine nicht vorgeahnte Tiefe fallen muß, dort wirbelnd und brausend sich zerstoßen und an festen Felsen sich reiben muß – so sind es die Hindernisse im menschlichen Leben, welche die Fälle verursachen, wo der Mensch, aus seiner geträumten Ruhe herausgeworfen, im Strudel des Lebens alle Kraft braucht, um aus dem Gewirr der Lebensfelsen herauszukommen.

30. Mit Gewalt muß gekämpft werden, und wenn, wie beim Wasser, oft ein Hindernis überwältigt ist, so droht vielleicht nach kurzem Verlauf ein neues, ebenso unvorhergesehen wie das erste. So geht es fort, das ruhig ersehnte Fließen zwischen blumenreichen Gestaden wird dem Menschen hier nicht zuteil, und kommt er auch am Ende in breiteres Stromgebiet, so geht es seiner geistigen Bestimmung entgegen, wo, wie das Wasser im Meer, er im geistigen Reich des ganzen Universums andere Gesetze, andere Verhältnisse antrifft, die ihn zwingen, alles Überflüssige wegzulassen und nur mit dem weiterzusegeln, was seiner Umgebung, als dem großen Geisterreich, anpassend ist. –

31. So ist ein Sturm in der Luft, ein Wasserfall zwischen hohen Ufern das geistige Symbol des menschlichen Lebens, wo überall eben nur durch Kampf das eigene und das Leben anderer bedingt ist.

32. Sehet den großen Strom an, wie langsam fließt er dahin; ebenso ein Leben ohne geistige Tätigkeit. Der Strom trägt zwar Schiffe, führt aber meistens Schlamm und nicht trinkbares Wasser mit sich; seine größte Lebenskraft ist von ihm gewichen, er eilt seiner Bestimmung zu, anderen mehr als sich selbst nützend. – So das menschliche Leben; auch hier, im Greisenalter, wo die Lebenstätigkeit auf weniges beschränkt nur noch dem vegetativen Fortgange dienen muß, geht der Greis wie der große Strom seiner Verwandlung entgegen.

33. Wohl beiden, wenn sie früher ihrer Umgebung viel genützt und Leben und Tätigkeit an andere gespendet haben!

34. Mit diesem Bewußtsein möge auch der Mensch dann ausrufen können: “Ich habe nicht umsonst gelebt!” Dann kann er ruhig abwarten, wenn ihn der große Ozean der Geisterwelt in seinen Schoß aufnimmt, wo nur der Lohn des Getanen ihn erwartet, und er durch das Vollbrachte geeignet ist, in höheren Stufen ein neues Vollbringen zu beginnen. –

35. So, Meine Kinder, nehmt euch das Beispiel an Meiner materiellen Natur, wie ihr in eurer geistigen alle Verhältnisse betrachten sollt, welche euch begegnen.

36. Wasserfälle! Das Wasser fällt von einer Höhe herab, zerstäubt sich, verdunstet und belebt sich neu. Wenn auch ihr oft von einer geträumten Höhe herabfallet, macht es wie das Wasser, erneuert eure Kraft, durchbrecht die Felsen alter Gewohnheiten, kämpfet und streitet, denn Kampf ist Leben! Und wie der rauschende Bergstrom frisches belebendes Wasser enthält, wie er eine fruchtbare Feuchtigkeit seiner Umgebung mitteilt, so sollt auch ihr, neu belebt durch eure Kraftanstrengung, euch frisch, das heißt lebensfähig erhalten, um eure Mission für euch selbst und die gegen eure Umgebung oder Mitmenschen zu erfüllen.

37. Wie in der Nähe eines Bergstroms alles schöner blüht, alles in schönerem Grün erglänzt und die Natur sich mehr zu entwickeln scheint, so soll auch eure Umgebung eure Gegenwart fühlen; ihr sollt auch auf sie die Lebenstätigkeit verbreiten, damit, wenn ihr in schönerem Glanze eines moralischen Bewußtseins frisch und kühn durchs Leben schreitet, auch alle Mitgehenden verstehen und begreifen mögen, wo die geistige Feuchtigkeit herkommt und wie sie es ist, die Licht und Farbenpracht im reichsten Maße erzeugen kann, wo ihre Wirksamkeit hinzudringen imstande ist.

38. So möge dir und allen anderen das schäumende Gebrause des Niagara oder jedes anderen Falles ein geistiges Beispiel sein, daß “Fallen” notwendig ist, um desto größer geistig wieder aufzustehen; und daß eben, wie bei Wasserfällen der Bogen des Friedens in den sieben Farben oft den bewundernden Zuschauer ergötzt, das Licht es ist, welches diesen Zauber bewirkt, wie bei einem moralischen Falle das Licht des göttlichen Wortes mit den sieben göttlichen Eigenschaften es ebenfalls ist, welches dem Gefallenen wieder aufhilft und zu seinem weiteren Verlaufe während der kurzen Lebenszeit stets behilflich sein wird, wie die Luft beim Wasser, an andere zu übertragen, was im eigenen Leben erfahren worden ist. –

39. O könntet ihr doch deutlicher in Meinem Buche der Natur lesen, wie viele lehrreiche Beispiele stehen dort geschrieben, deren geistige Entzifferung euch manchen seligen Genuß gewähren könnte, mehr als alles weltliche Vergnügen, und ihr würdet nebenbei noch sehen, wie im materiell Sichtbaren wie im geistig Unsichtbaren stets das nämliche Gesetz der Liebe, der Duldung, der Verzeihung herrscht, und wie auch bei anscheinlichen Zerstörungen doch nur ein liebender Zweck und Grund verborgen ist, der zwar viel Materielles vertilgt, um Geistiges zu retten! So soll euch dieses Wort wieder faktisch beweisen, wie viel geistiges Licht um euch her während des Tages schon ist, und wenn die Nacht hereinbricht, euch erinnern, daß über diesem kurzen Sonnenlicht eines verschwindenden Tages noch ein höheres, ewiges aus den Sternen euch entgegenleuchtet, welches ihr aber erst dann ganz verstehen werdet, wenn das irdische für euch für immer vergangen und euer Auge ganz fähig ist, nur geistiges, und zwar stetiges Licht aufzunehmen; während es hier im Prüfungsleben nur auf manche Momente, angeregt durch Naturereignisse, euch ahnen läßt, was hinter dem Sargdeckel für eine Sonne, für eine Welt ist, und was für ein Vater dort steht, der hier schon in so manchen großartigen Naturszenen euch begreiflich machen möchte, daß ihr nicht für dieses kurze, sondern für ein ewiges, nie endendes Leben geschaffen seid!

40. Betrachtet also Meine Natur! lernet in ihr lesen die heilige Schrift Meiner Liebe, die im Donner der Gewitterwolken oder eines stürzenden Wasserfalls oder im leisen Murmeln eines Baches oder im sanften Fächeln eines Lüftchens euch stets zuruft: Gott ist die Liebe! Lernet Ihn verstehen, und Ich versichere euch, auch ihr müsset Ihn lieben! –

41. Lerne auch du nun, der du dieses Wort für andere geschrieben hast, lerne auch du in der Natur, die dir bald gegenüberstehen wird, (G. Mayerhofer wurde damals durch Umstände veranlaßt, auf einige Zeit in die Alpen zu gehen.) lesen, wie groß und gut dein Vater und Herr ist, der dir solche Worte für andere und dir die Gelegenheit gibt, an Ort und Stelle geistig zu genießen, was du anderen eben schildern mußtest; lerne auch du begreifen, wie es eben dein Vater und Herr ist, welcher dich hinausschickt in Seine weite Natur, damit du neben deinem materiellen Interesse dein geistiges nicht vergissest; wo dir zwischen Bergen, Gletschern und brausenden Waldbächen jedes Geräusch derselben die nämlichen Worte zuflüstern möge, die du vorher hier auch für andere geschrieben hast!

42. Soviel für dich und das Vorhergehende für die andern zur Danachachtung und Kenntnisnahme! Amen.

53. Predigt von Jesus… Die Endzeit – 53rd Sermon of Jesus… The Latter Days

<= Zurück zur Übersicht                               <= Back to Overview

53. Predigt von Jesus - Die Endzeit - Matthaeus 24, 15-28 - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer

53rd Sermon of Jesus... The latter Days
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

53. Predigt von Jesus… Die Endzeit
04.05.1872

Matthäus 24:15-28
Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung, davon gesagt ist durch den Propheten Daniel, daß er steht an der heiligen Stätte, alsdann fliehe auf die Berge, wer im jüdischen Lande ist; wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem Hause zu holen; wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen. Wehe aber den Schwangeren und Säugerinnen zu der Zeit! Bittet aber, daß eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat! Denn es wird alsdann eine große Trübsal sein, wie sie nicht gewesen ist von Anfang der Welt bis her und auch nicht mehr werden wird. Und wo diese Tage nicht würden verkürzt, so würde kein Mensch selig: aber um der Auserwählten willen werden die Tage verkürzt. So alsdann jemand zu euch wird sagen: “Siehe, hier ist Christus!”, oder: “da!”, so sollt ihr’s nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in den Irrtum, wo es möglich wäre, auch die Auserwählten. Siehe, ich habe es euch zuvor gesagt! Darum, wenn sie zu euch sagen werden: “Siehe, er ist in der Wüste!”, so gehet nicht hinaus, – “Siehe, er ist in der Kammer!”, so glaubet nicht! Denn gleich wie der Blitz ausgeht vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des
Menschensohns. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.

01. Dieses Wort ist das letzte Evangelium, welches Ich euch erklären will. Es behandelt die letzte Zeit des Judentums, sowie die letzten Zustände der Menschheit und endlich sogar die letzten Ereignisse am Ende der sichtbaren Welt, welche wieder, in andere Formen und in höhere Stufen übergehend, einen neuen Kreislauf beginnen wird.

02. Einst sagte Ich Meinen Jüngern den Untergang des Tempels in Jerusalem voraus, den ersten Akt des Endes der Juden als Volk. Sie hatten damals als solches ihre Rolle ausgespielt und waren nicht weiter wert, im Verbande miteinander auf diesem Erdboden ein Reich zu bilden, nachdem sie das größte Reich, welches es je gegeben, Mein ewiges, geistiges Reich zerstören wollten. So wie sie vom Anfang an auserkoren waren, durch ihre Religion und ihre Propheten dasjenige Volk zu sein, in dessen Mitte Ich Mein Darniederkommen auf diese eure Erde bewirken konnte, so untauglich zeigten sie sich später, diese Meine Lehre anzunehmen und weiterzuverbreiten.

03. Nur Meinen Jüngern und wenigen Auserwählten dieses Volkes ward das Licht der Wahrheit gegeben. Die übrigen verschmähten es und zogen ihm die Finsternis und das Festhalten am toten Buchstaben vor, eine Eigenschaft, die sie, obwohl sie unter allen Völkern zerstreut leben müssen, heutzutage noch nicht abgelegt haben.

04. Die Geschichte erzählt euch deutlich, daß alles, was Ich voraussagte, wirklich eingetroffen ist, und zwar kurze Zeit nach Meinem Hingange in Mein Reich. So endete mit dem Tempel, der geistig zwar schon längst zerstört war, auch die Geschichte eines Volkes, welches Ich aus vielen auserwählt hatte, Träger und Förderer Meiner ewigen Wahrheit zu werden.

05. Ich sagte Meinen Jüngern auch voraus, wie in der Folge Meine Religion, Meine Lehre, im Kampf mit dem Judentume sich nach und nach stets kräftigen und stets vorwärtsschreitend auch ihre Verehrer stets mehr fördern werde, während das Judentum mit seinem Kultus bis auf eure Zeiten, statt vorwärtszugehen, stehengeblieben ist und die an ihm Hängenden noch heute ihren Messias mit denselben weltlichen Ideen wie vor mehr als tausend Jahren erwarten. Über die Unrichtigkeit ihrer Vorstellungen suchte Ich sie schon damals aufzuklären; aber an der Halsstarrigkeit der Juden hatte Ich den größten Gegner.

06. Alles in Meiner Schöpfung schreitet vorwärts. Alles verändert sich und vervollkommnet sich in der Veränderung. Nur die Juden wollten keine Neuerung, keine Veränderung, und so müssen sie ihr jetziges Los sich selbst zuschreiben, indem sie, nur dem Niedrigsten auf Erden, dem Mammon allein huldigend, von allen andern Völkern verachtet sind. So straft sich, wer nach dem Materiellen und nicht nach dem Geistigen strebt; denn Mein Reich, obgleich es sichtbar Materie zu sein scheint, ist doch nur Geist und nicht Materie.

07. Was den Juden zur Zeit der Zerstörung Jerusalems begegnete, das wird sich auch als Ende der jetzt lebenden Menschheit wiederholen; denn die Greuel des Krieges und der Zerstörung werden wieder auftreten, nur in anderen Formen. Und wie in jenen Zeiten nur die wenigen, die an Mich glaubten, entweder ein besseres Los hatten, oder wenn es schon hart war, es leichter zu ertragen vermochten, weil sie im Glauben und im Vertrauen auf Mich nicht wankten, so wird es auch in der Zeit sein, die Meiner Wiederkunft vorausgeht. Auch dann werden Treue und Glauben auf Erden verschwunden sein, da die Menschheit oder wenigstens der größte Teil der Menschen; der Materie, der Welt und ihren Genüssen huldigt, wie ihr es jetzt schon überall bemerken könnt.

08. So muß die Reinigung und Läuterung des geistigen Seelenreichs vorgenommen werden, wie Ich es im Evangelium vom Feigenbaume sagte. Wenn er anfängt, seine Blätter zu treiben und saftig zu werden, so ist das die Vorzeit des Sommers, die Vorzeit der Entwicklungs und Fruchtbildungsperiode, welche uns geistig an die Scheidungs und Prüfungszeit erinnert, in der Rechenschaft über das den Menschen anvertraute geistige Gut gefordert werden wird.

09. Die Elementarereignisse, die Unglücksfälle und Krankheiten, welche dieser Zeit vorangehen, sind die letzten Versuche, noch zu retten, was zu retten möglich ist, damit nicht alle im Schlamm des Egoismus ersticken. Nur durch Unglüek und herbe Schicksalsschläge wird das stolze Menschenherz mürbe.

10. Die Wahrheit muß sich wie die Wirklichkeit nackt zeigen, damit keine Illussion sie verschönt. Nur so wirkt sie heilend. Und wenn die materielle Welt sich in ihrem eigentlichen Gewand der Vergänglichkeit und des Truges zeigt, wenn sie den Menschen mit Hohn zurückstößt und ihm, der sie liebkosen wollte, mit Verachtung den Rückcn wendet, dann erst – meist leider nur zu spät – beginnt das Geistige seinen Einfluß auszuüben, dann erst erwachen bessere Gedanken und reinere Gefühle. So muß Ich als liebender Vater den Menschen führen, damit er den wahren Wert der Dinge erkennt und Den findet, der die stete Ruhe ist.

11. Daß gegen diese sich steigernden Versuche, den Menschen in die Enge zu treiben, mit allen möglichen Mitteln gearbeitet wird, daß Spott, Rache und Verfolgung die Gläubigen treffen, daß falsche, aber auch wahre Propheten das Volk zu belehren suchen werden, daß am Ende bei den meisten eine gänzliche Verwirrung der Begriffe eintreten wird – das versteht sich von selbst. Alle Meine Mahnungen werden, wie vor der Sündflut, bei vielen fruchtlos bleiben, und nur wenige werden sich bekehren. Wenn die Ereignisse sich aber überstürzen, so wird doch die Mehrzahl geistig gerettet werden (krit. Anmerkung d. Hrsg.), und sie werden Mir danken, daß Ich sie durch solche strengen Mittel der allgemeinen Verderbnis entrissen habe.

12. Wenn all diese unglücklichen Ereignisse über die Menschheit hereinbrechen werden, wie einst bei den Juden die Zerstörung des Tempels und Jerusalems – wer ist dann schuld daran? Bin Ich ein Rachegott, der das Blut und das Elend von so vielen Tausenden will? Oder sind sie es nicht vielmehr selbst, die alles unter ihren Sinn beugen und selbst die großen Gesetze der materiellen und geistigen Welt – wenn es nur möglich wäre! – umstoßen möchten?

13. Seht, Ich lasse es hier niederschreiben, damit alle Welt es weiß! Wie Ich einst den Verfall des Judenvolkes voraussagte und derselbe auch wirklich eintraf, so habt ihr hier in 53 Predigten der Mahnungen und Voraussagungen genug, in denen Ich euch deutlich gesagt habe, was kommen wird, wie und wann es eintreffen muß, um Meine verirrten Kinder auf den rechten Weg zu bringen. Schon in jener Zeit sagte Ich zu Meinen Jüngern: “Es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reiche Gottes in der ganzen Welt!”, und dieses Evangelium ist dieses Werk, das Ich euch hier als Zeichen Meiner Liebe und Gnade überlasse.

14. Die Zeit der Greuel und der Verwüstung ist mehr geistig als materiell zu verstehen; denn was im Evangelium steht, wie z.B.: “Wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder!” usw., dies alles besagt: Laßt das Weltliche fahren und haltet euch an das Unverwesliche, Geistige! Dort ist der Anker, der euer Lebensschiff in den Stürmen des materiellen Unglücks und der geistigen Not festhalten kann! Ohne diesen Anker findet ihr keine Ruhe, keinen Frieden!

15. Deswegen sammelt euch um Mich und haltet fest an Mir und Meiner Lehre! Denn – wie geschrieben steht -: “Himmel und Erde werden vergehen!” Ja, Himmel und Erde werden vergehen; sie werden sich in andere Elemente auflösen, und aus ihnen werden andere Formen und andere Welten hervorgehen. Die ganze Schöpfung wird den gleichen Prozeß durchmachen, den auch das Judenvolk, welches mit seinen Traditionen und mit seiner Religion die Grundlage Meiner Lehre war, durchzumachen hatte.

16. Ich habe bei der Schöpfung in alles, auch in das geringste Atom, Meinen Geist hineingelegt, um die Materie fähig zu machen, sich zu etwas Größerem und Höherem zu entwickeln. Ebenso war das Judenvolk das geeignete Element, in welchem Ich Meine Darniederkunft bewerkstelligen und – ähnlich wie in der ganzen sichtbaren Schöpfung – Mein großes Geisteswerk vollenden konnte. Jedoch wie das Judenvolk nach seier Mission aufhörte ein Volk zu sein, und wie die Menschheit nach ihrer Läuterung aufhören wird, Träger aller egoistischen Leidenschaften zu sein, weil Besserem Platz gemacht werden muß, ebenso wird die ganze Schöpfung, die bis jetzt noch die Grundlage Meiner Liebe zu allen geschaffenen Wesen ist, einst auch aufhören müssen, der Ausdruck Meiner göttlichen Gedanken zu sein.

17. Wenn die Wesen der Schöpfung, der Vergeistigung reif, an dem Punkt angekommen sein werden, wo auch die feinste Materie noch als grob erscheinen muß, dann ist diese, mit so vielen Wundern und Schönheiten ausgestattete Welt ein zu grober Träger für das Rein-Geistige, und es muß dann die ganze Schöpfung als Wohnort den Wohnenden gemäß eingerichtet werden, was die Auflösung bedingt. Zu dieser Zeit wird der Menschensohn in aller Herrlichkeit erscheinen – wie Ich einst sagte -, weil auch die geschaffenen Wesen in einem geistigen Verfassungszustand sein werden, diesen Glanz und diese Herrlichkeit ertragen zu können. Dann werden die höchsten Geister und Engel die Auserwählten aus allen vier Winden und von einem Ende des Himmels zum andern sammeln.

18. Ja, so wird es noch oft geschehen, stets auf höheren Stufen und verbunden mit größeren Seligkeiten. Ich kann Mich Meinen Geistern immer nur so zeigen, wie sie Mich fassen können. Da Ich aber unendlich bin, so sind auch die Auffassungen von Mir unendlich, und Mein Reich wäre kein unendliches, wenn nicht eine stete Steigerung der geistigen Potenzen möglich wäre.

19. Dies alles sagte Ich in jener Zeit Meinen Jüngern in Bildern voraus, nicht nur damit sie es wissen, sondern damit bewiesen werde, daß Meine Worte nie vergänglich sind und stets wahr bleiben werden! Glaubt ja nicht, daß Ich für euch allein auf die Welt kam, daß Ich alles der kleinen Erde und ihrer Bewohner wegen erduldete, nein, Meine Taten sind Taten der Unendlichkeit! Auch die Bibel, worin zum Teil Meine Worte, die Ich während Meiner Erdenjahre sprach, geschrieben stehen, ist nicht für euch allein – sie gehört der ganzen Schöpfung.

20. Und wenn Millionen von Welten von Meiner Existenz bis jetzt noch nichts wissen, so wird doch die Zeit kommen, wo auch diese Worte Gottes zu ihnen dringen und von ihnen, entsprechend ihrer geistigen Bildung, verstanden werden. Dann wird bei den geistig vollkommen Wiedergeborenen die harte Rinde des Buchstabens und die wörtliche Auffassung verschwinden, und es wird der reine und tiefe Sinn der Worte Gottes, der Worte eines liebenden Vaters, klar und helleuchtend, der ganzen Schöpfung verständlich, allen zurufen: “Liebet, o liebet nur alle einander!” Denn aus Liebe habe Ich die Welt erschaffen, aus Liebe den größten Akt der Demut auf eurer Erde vollführt, aus Liebe die Menschheit geläutert durch Drangsale und Leiden, damit Meine Worte, die Ich einst sprach und in diesem Evangelium erklärte, stets wahr bleiben! Sie haben keinen anderen Zweck, als Meine Kinder wirklich zu dem zu machen, was viele nur dem Namen nach waren.

21. So soll nach dem Greuel der Verwüstung, wie nach Gewitter, Regen und Sturm, allen wieder die Gnadensonne in ihrem ganzen Glanze leuchten! Wenn die geistige Luft von allen schlechten Giften gereinigt sein wird, dann bereitet sich, wie die erfrischte Erde nach einem Gewitter, alles zu einem neuen, tätigen Leben vor. Amen.

*******

53rd Sermon of Jesus… The Latter Days
(May 4, 1872)

Matthew 24:15-28
“When ye therefore shall see the abomination of desolation, spoken of by Daniel the prophet, stand in the holy place, (whoso readeth, let him understand:) Then let them which be in Judaea flee into the mountains: Let him which is on the housetop not come down to take any thing out of his house: Neither let him which is in the field return back to take his clothes. And woe unto them that are with child, and to them that give suck in those days! But pray ye that your flight be not in the winter, neither on the sabbath day: For then shall be great tribulation, such as was not since the beginning of the world to this time, no, nor ever shall be. And except those days should be shortened, there should no flesh be saved: But for the elect’s sake those days shall be shortened. Then if any man shall say unto you, Lo, here is Christ, or there; believe it not. For there shall arise false Christs, and false prophets, and shall shew great signs and wonders; insomuch that, if it were possible, they shall deceive the very elect. Behold, I have told you before. Wherefore if they shall say unto you, Behold, he is in the desert; go not forth: behold, he is in the secret chambers; believe it not. For as the lightning cometh out of the east, and shineth even unto the west; so shall also the coming of the Son of man be. For wheresoever the carcase is, there will the eagles be gathered together.”

This is the last Gospel I shall explain to you. It deals with the latter days of Judaism, also the final conditions among mankind and even the last events at the end of the visible world which, transformed and rising to higher levels, will commence a new cycle.

I once predicted to My disciples the destruction of the temple in Jerusalem, the first act of the end of the Jews as a people. They had then lost their importance as a people and were no longer worthy of living together in a country of their own on this earth, after having endeavoured to destroy the greatest kingdom that has ever existed, My everlasting Spiritual Kingdom. They had been chosen from the very beginning through their religion and their prophets to become that nation into the midst of which I could descend to the earth, but afterwards they proved themselves quite unsuited to embrace and spread My teaching.

The light of truth was conveyed only to My disciples and a few elect of that nation. The others rejected it and preferred the darkness and sticking to the dead letter, a trait they have not got rid of to this day, altough they are compelled to live dispersed among all the other nations.

History tells you clearly how everything I predicted really came true soon after My ascension to My Kingdom. Thus ended with the temple, which spiritually had already been destroyed long ago, the history of a people I had chosen from among many to be the carrier and promoter of My eternal truth.

I had also predicted to My disciples how, in the course of time, My religion, My teaching, would keep growing stronger in its fight with Judaism, in its progress benefitting its followers more and more, whilst Judaism with its cult, instead of progressing, has remained stagnant and its followers are still today waiting for the Messiah with the same worldly ideas as they did almost two thousand years ago. Already then I had endeavoured to englighten them with regard to their wrong concepts, but their obstinacy was My greatest opposition.

Everything in My creation keeps progressing. Everything changes and in this change perfects itself. Only the Jews did not want any innovation or change, and so they can blame only themselves for their lot – being despised by all nations -since they serve only that which is the most inferior thing on earth, mammon. Thus he who strives after material instead of spiritual values punishes himself, for My Kingdom, even though it appears to be material in its visible form, is only spirit and not matter.

What happened to the Jews at the time Jerusalem was destroyed will happen again at the end of today’s mankind. There will again be the horrors of war and destruction, only in a different form. And just as in those times the few that believed in Me had a better lot or, if it was hard, were better able to bear it thanks to their firm faith in Me, thus it will be in the time preceding My Second Coming. Then, too, faith and trust will have disappeared on earth because mankind, or at least the majority of men, will be favouring the world and its pleasures, as can already be noticed everywhere.

Therefore, the purification of the spiritual sphere of the soul must be undertaken in accordance with what I said of the figtree in the Gospel. When it starts to come into leaf and develop sap, it is the time preceding the summer, the time prior to development and fructification, which spiritually compares with the time of testing and separation, when man has to account for the spiritual values entrusted to him.

Natural events, accidents and illnesses preceding this time are the last efforts to save whatever can be saved, that not all may suffocate in the mire of selfishness. The arrogant human heart can only be made pliable through misfortune and blows of fate.

Like reality, truth must present itself in a naked form, unembelished by illusions. Only thus can it have a healing effect. And when the material world presents itself undisguised in its transient and deceptive nature, when it rejects a man mockingly, scornfully turning its back on him who wanted to caress it, only then – usually too late – can the spiritual begin to effect its influence; only then are better thoughts and purer emotions awakened. Thus I, as a loving Father, have to guide man towards recognition of the true value of things so that he may find Him Who is permanent peace. It is obvious that these ever-increasing efforts are being opposed with all available means, that believers have to put up with ridicule, revenge and persecution, that false as well as true prophets will endeavour to teach the people and that, in the end, most will be totally confused. As it was before the deluge, My admonitions will be futile with many, and only few will mend their ways. However, when events precipitate, most people will be saved spiritually, and then they will thank Me that I have saved them through such severe measures from the general destruction.

When all these unfortunate happenings will befall mankind, as once happened to the Jews with the destruction of their temple and Jerusalem, – whose fault will it be? Am I a God of revenge, Who wants the blood and misery of so many thousands? Or are not they responsible who want to bend everything to their own will and would like – if at all possible -to upset even the great laws of the material as well as the spiritual world?

I have it written down here for all the world to know! As I once predicted the downfall of the Jewish people, which also came to pass, you have here in 53 sermons plenty of admonitions and predictions wherein I have made it quite clear to you what is going to happen, and how and when it will take place, in order to guide My erring children onto the right path. Already at that time I told My disciples: “The Gospel of the Kingdom of God will be preached in all the world!” – and it is this work which I now give you as a token of My love and grace.

The time of abomination and desolation is to be understood in a spiritual rather than a material sense, for what is said in the Gospel as, for instance: “Let him which is on the housetop not come down!” and so on, means: Let go all that is worldly and stick to that which is imperishable, spiritual! There you find the anchor that can securely hold the vessel of your life in the storms of material misfortune and spiritual distress! Without this anchor you will find no rest, no peace! Therefore, gather around Me and hold fast to Me and My teaching! For, as is written: “Heaven and earth shall pass away.” Yes, heaven and earth will pass away; they will dissolve into orther elements from which other forms and other worlds will arise. The whole of creation will go through the same process as the Jewish people, which with its traditions and its religion was the basis for My teaching.

I have put My Spirit into everything in creation, even the smallest atom, to enable matter to develop into something greater and higher. Thus the Jewish people was the best suited element within which I could descend to the earth and – as in the entire visible creation – complete My great spiritual task. However, just as the Jewish people, after its mission, ceased to be a nation and as mankind, after its purification, will cease to be a carrier of all the selfish desires, because there has to be made way for something better, the whole of creation, which so far is still the basis of My love for all created beings, also will one day have to cease being the manifestation of My divine thoughts.

When the created beings will have matured to a stage of spiritualization where even the finest matter must appear gross, then this world, so rich in wonders and beauty, will be too gross a carrier for the pure spiritual and must be dissolved. The entire creation must be adapted to those dwelling in it. At that time the Son of man will appear in glory – as I once stated – because also the created beings will have attained a spiritual condition that will make it possible for them to bear this brilliance and glory. Then the highest spirits and angels will be gathering the elect from the four winds and from one end of the universe to the other.

This will happen repeatedly, each time on a higher level involving greater beatitudes. I can reveal Myself to My spirits only to a point comprehensible to them. However, since I am infinite, conceptions of Me are infinite, too, and My Kingdom would not be infinite if a constant enhancement of the spiritual potencies were not possible.

All this I predicted to My disciples using parables, not only that they might know it, but to provide proof that My words are not transient and will remain true forever. Do not think that I came into the world for you alone and suffered only for the sake of the small earth and its inhabitants. My deeds are deeds of infinity! Also the Bible, which partly contains My words spoken during My years on earth, is not just for you, but belongs to all creation.

Even if millions of worlds do not yet know of My existence, the time will come when these words of God will reach them and be comprehended according to their spiritual level. Then those who are fully reborn in the spirit will shed the hard shell of the letter and literal interpretation, and the pure and profound meaning of God’s words, the words of a loving Father, will speak to all creation, clearly comprehensible: “All of you love, oh love one another!” For I created the world out of love, and out of love I performed the greatest act of meekness on your earth; out of love I am purifying mankind through distress and suffering, so that My words, which I once spoke and have now explained in this Gospel, shall remain true everlastingly. They have no other purpose than to make My children into that which many have been only in name.

As after a thunderstorm, so it will be after the abomination of desolation, and the sun of grace shall shine again for all in its full brilliance. As the spiritual atmosphere will have been cleansed from all the poisons, everything will be ready for a new, active life, just like the refreshed earth after a thunderstorm. Amen.

36. Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner… Lukas 18:9-14 – The Parable of the Pharisee and the Publican… Luke 18:9-14

PREDIGT / SERMON 36
<= Predigt / Sermon 35                                                           Predigt / Sermon 37 =>
<= Zurück zur Übersicht                                                              Back to Overview =>

PREDIGTEN DES HERRN-36-LukAS-18_9-14 Pharisaer und Zoellner-Hochmut und Demut-Gottfried Mayerhofer-1280 THE LORDS SERMONS-36-Luke-18_9-14 Pharisee and the Publican-Pride and Humility-Gottfried Mayerhofer-1280
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…

flagge de  36. Predigt… Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

Predigten des Herrn – Predigt 36
Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner

Geoffenbart an Gottfried Mayerhofer (April 1872)

Lukas 18:9-14…
Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis: “Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten; einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner.

Der Pharisäer stand und betete bei sich selbst also: ,Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie die andern Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich habe.`

Und der Zöllner stand von ferne, wollte seine Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: ,Gott, sei mir Sünder gnädig!`

Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.”

So spricht der Herr:

1. In mehreren Evangelien, die Ich bis jetzt erklärt habe, waren Gleichnisse, durch deren Vorkommnisse im gewöhnlichen Leben Meine Lehre oder eigentlich nur Meine zwei Liebesgebote erläutert wurden, und von denen noch mehrere folgen werden.

2. Diese Erklärungen haben vor allem den Zweck, anderen Deutungen vorzubeugen, wie auch Moses Meine Gebote in zehn anderen näher bezeichnete, weil die Menschen sich nur zu oft bloß an den Buchstaben haltend, des Wahnes sind und auch waren: was in den Gesetzen nicht besonders erwähnt werde, sei auch nicht verboten.

3. Da Ich während Meines Erdenwandels als Lehrer die Beschränktheit der Begriffe Meiner Jünger und sonstiger Zuhörer wohl kannte, wählte Ich öfters Beispiele, Gleichnisse und Vergleichungen von materiell Bestehendem mit geistig Unsichtbarem, um niemand in Zweifel zu lassen, wie er Meine Lehre auffassen und wie er die ihm schon früher gegebenen kirchlichen Gebote verstehen solle.

4. Hier in diesem Evangelium seht ihr wieder, wie Ich besonders den Pharisäern, welche stets im Eigendünkel lebten, als seien sie besser als das andere Volk, ein Gleichnis gab, welches ihre Fehler berührte; denn sie glaubten, wenn sie nur die religiösen Gebräuche hielten, so sei alles getan, und der Gott ihrer Religion könnte sich damit zufrieden geben.

5. Ich erzählte ihnen von zwei Menschen, von denen der eine, welcher die Satzungen seiner Religion in den verschiedenen Gebräuchen dem Anscheine nach hielt, so ganz mit Hochmut und Verachtung auf einen andern herabsah, welchen er weit unter sich glaubte, weil sein Lebensberuf einer von denjenigen war, die in jener Zeit nicht im besten Rufe der Redlichkeit standen.

6. Nun, dieser Vergleich des einen, der in seinem übermütigen Stolze glaubte, nie oder nur wenig gesündigt zu haben, mit dem andern, der in vollster Demut sich seiner Vergehen, die von der menschlichen Natur oft nur zu leicht begünstigt werden, bewußt ist, – dieser Vergleich war geeignet, den unbändigen Stolz der Pharisäer zu demütigen. Er gab auch Meinen Jüngern und Zuhörern über manche Meiner Taten, die gegen die gewöhnlichen Gebräuche der Juden verstießen, eine Aufklärung, damit sie alle erkennen sollten, was für ein Unterschied es ist, ein Gesetz dem Worte oder Buchstaben nach zu halten oder es im geistigen Sinne zu verstehen und zu befolgen.

7. Als Erklärung dieses Beispiels sagte Ich Meinen Jüngern: “Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden!”

8. In den folgenden Versen dieses Kapitels ist zum Ausdruck gebracht, daß ,gut` niemand genannt werden kann als nur Gott, wobei Ich Mich, als Menschensohn, selbst nicht ausnahm. Ich tat dies geflissentlich, damit sie alle hören und begreifen sollten, daß das Wort ,gut` als Eigenschaft nicht so leicht zu erwerben und zu verdienen ist, und daß viel, ja sehr viel dazu gehört, um auf eine solche Benennung Anspruch machen zu können; denn das Wort ,gut` hat hier auch die Bedeutung des Begriffes ,sündenfrei`.

9. In der weiteren Folge dieses Kapitels sagte Ich bei der Gelegenheit, als man die Kindlein zu Mir brachte, daß die Menschen, wollen sie auf Mein Reich Anspruch machen, den Kindern gleichen müssen in bezug auf die Einfalt ihres Herzens, ihre Unschuld und das unbeschränkte Vertrauen zu ihren Eltern. Denn nur derjenige, der diese Eigenschaften des Kindes besitzt, wird durch Beten und Bitten den Eingang in Mein Reich erzwingen können, – weswegen der erste Vers dieses Kapitels sagt, daß man stets beten und nicht davon ablassen, d.h. daß man alles im Hinblick auf Mich und Meine zwei einzigen Gebote vollführen solle. Um das aber tun zu können, muß man auch fähig sein, seine Lieblingsgewohnheiten, das am schwersten Entbehrliche nötigenfalls zu opfern, was Ich durch den Vorfall mit dem Obersten näher erklärte; denn von diesem Manne verlangte Ich gerade die Opferung dessen, was ihm am meisten ans Herz gewachsen war.

10. Das Gleichnis, daß ein Kamel (Schiffstau) leichter durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in den Himmel komme, will besagen, daß das erstere leichter zu bewirken sei – obwohl es zu den Unmöglichkeiten gehört -, als daß ein Mensch, der noch an weltlichen Dingen hängt, in Mein Reich des Geistes gelangen könne; denn nur, wenn alles Weltliche dem geistigen Zwecke untergeordnet wird, ist von der Stufe des Weltlichen ein Aufschwung ins Geistige möglich.

11. Das, was Petrus bei diesem Vorfall mit dem Obersten zu dem Schlusse veranlaßte, sie seien Meine Jünger, eben weil sie alles verlassen hätten und Mir nachgefolgt wären, zeigt klar, wie leicht die Menschen ihre gebrachten Opfer überschätzen und schon auf dieser Erde die Belohnung dafür erwarten, während diese ihnen vielleicht erst im Jenseits, in dem Bewußtsein erfüllter Pflicht, zuteil wird. Meine Jünger hatten davon deshalb eine andere Auffassung, weil sie alle noch sehr unter dem Einfluß Meiner sichtbaren Persönlichkeit standen und daher nicht zur eigenen Reife gelangen konnten. Ja, als Ich ihnen Meine Leidensgeschichte voraussagte, begriffen sie es nicht; denn sie glaubten, wenn ihnen schon wegen ihrer materiellen Aufopferungen hier und dort Seligkeiten versprochen würden, umsomehr müßte Ich, der sündlos und rein vor ihren Augen einherwandelte, deren teilhaftig werden.

12. Sie waren blind wie der Blinde am Wege gen Jericho, sie hörten Mich wohl, aber sie verstanden nicht den Sinn Meiner Worte. Und wie Ich diesen Blinden sehend machte, weil er fest an die Möglichkeit der Heilung durch Meine Hand glaubte, so ward auch ihnen mit der Ausgießung Meines Geistes über sie der geistige Star gestochen, und sie begriffen dann erst ganz und sahen im hellsten Licht, was Ich ihnen in vielen Gleichnissen und Bildern während Meiner dreijährigen Lehrzeit gesagt hatte. Da erst begriffen sie, wer Ich war, was Meine Lehre zu bedeuten habe, und was ihre eigene Mission sei.

13. Seht, dieses Evangelium sagt euch vom Anfang bis zum Ende mit wenig Worten immer das gleiche! Es sagt euch, wie im praktischen Leben das ,gut` oder ,ohne Sünde sein` so schwer ist, und wie die Aufopferungsfähigkeit so viele tausend verschiedene Abweichungen hat. Der Buchstabe des Evangeliums drückt eben nicht nur das vermeinte Eine aus, sondern der Sinn des Evangeliums zielt im ganzen darauf hin, den menschlichen Dünkel, man sei besser als der andere, herabzustimmen. Daher der Hinweis auf die Demut, wie sie im Zöllner als Tugend, dann beim Obersten als höchst Gefordertes, in den Kindlein als unbewußte Unschuld versinnbildlicht, Meinen Jüngern als künftige Belohnung verheißen und von Mir als irdischer Mensch auf Meinem letzten Leidensgange als höchstes Beispiel ausgelebt worden ist!

14. So seht ihr die Stufen der Demut vor euch, das Herabwürdigen der eigenen Natur vor dem zu erreichenden geistig höchsten Standpunkt, den Ich euch als Mensch als ewiges Beispiel zeigte.

15. Beachtet dieses Evangelium, in welchem der Lehren tiefste in Worten und in Meinem eigenen Lebensgang vor euren Augen stehen! Glaubt nicht, als wäret ihr schon etwas Besseres, weil euch Mein Wort vor vielen anderen zuteil wird und ihr gleichsam aus Meinem eigenen Munde erfahret, wie man es auffassen und im Leben ausüben soll!

16. Auch unter euch sind noch viele wie der Oberst. Wenn für euch die Stunde heranrücken wird, wo auch ihr dem Teuersten dieser Welt, welches ihr bis jetzt mit so vieler Ängstlichkeit bewahrt habt, entsagen müßt, da seid versichert, daß viele von euch traurig sein und sich von dannen schleichen werden wie der Oberste. Dann wird der Probierstein an eure menschliche Natur gesetzt, wieviel des Geistigen ihr aus Meinem euch so vielfach gespendeten Himmelsbrote mit eurem eigenen Ich vermischt und euch angeeignet habt. Deswegen geht auch an euch der Ruf des ersten Verses dieses Evangeliums: Betet und lasset nicht ab, damit euch stets Kraft genug bleibe, unter allen Umständen und Verhältnissen nicht zu wanken, sondern fest bei Mir zu stehen; denn nur den Ausharrenden werden im Jenseits ihre weltlichen Verluste vergütet werden, den Schwankenden und Zweifelnden aber nicht!

17. Betet ohne Unterlaß, daß euch in jeder Beziehung der Hochmut oder der Stolz verlasse, und zieht das Kleid der Demut an! Werdet wie die Kindlein! Glaubt vertrauensvoll an Meine Verheißungen; denn das, was Ich euch jetzt sage, ist ja nichts Neues! Schon vor mehr als tausend Jahren wurde es von Mir Meinen Jüngern und gläubigen Zuhörern gegeben! Schon lange liegt es, wie ihr sagt, schwarz auf weiß vor euren Augen; aber blind wie der Bettler von Jericho seht ihr nicht das Licht, das aus diesen Worten strahlt. In eurem Herzensdrange rufet auch ihr oft zu Mir: “O Herr, mach mich sehend!” Und es ergeht auch denjenigen unter euch, die vertrauensvoll wie der Blinde von Jericho sich Meinen Händen anvertrauen, so, wie es in diesem Evangelium heißt: “Wer ohne Unterlaß betet und bittet, den werde Ich erhören!”; denn auch ihnen wird ihr Glaube, wie jenem Blinden der seine, helfen.

18. Ihr bekommt jetzt in diesen Sonntagspredigten so viel Licht aus Meinen Himmeln, daß es unmöglich scheint, daß ihr über den eigentlichen Sinn Meines Wortes, wie es einst gesprochen wurde, noch Zweifel hegen könnt, ferner darüber, wie es ausgeführt werden soll, und daß es jetzt selbst in der sozialen und politischen Entwicklung eures gesamten Weltteils, dem Endresultat, der endlichen Vergeistigung der menschlichen Seele entgegengeht.

19. Ich sagte Meinen Jüngern Meine Leiden und Meinen Tod voraus, sagte ihnen aber nicht, daß eben diese Leiden und dieser Tod der größte Triumph, der größte Sieg des Geistigen über die menschliche Natur seien und bleiben würde. Ich verschwieg es, weil sie Mich nicht verstanden hätten; aber nun sage Ich es frei heraus, daß alles dahin drängt, zur Reife zu bringen, was Ich in jenen drei Lehrjahren als Samen ausgesät habe. Meine Lehre wird trotz aller blutigen und scheußlichen Vorgänge, denen sie in vielen Jahrhunderten als Deckmantel dienen mußte, am Ende doch siegend hervortreten, wenn die Menschheit durch Leiden und Trübsale gezwungen sein wird, sich all des Unflats zu entledigen, welcher ihr noch anklebt.

20. Was Mir in jenen Zeiten geschah – die Leiden und Kämpfe und selbst der Tod, der aber durch die Auferstehung und Himmelfahrt zum Sieg gekrönt wurde -, das geht jetzt mit der Menschheit vor. Was Ich damals als Mensch litt, wird jetzt die Menschheit leiden müssen.

21. Das Weltliche muß verspottet, verachtet, gekreuzigt werden, soll das Geistige im Menschen auferstehen, soll eine Annäherung mit Meinem Geisterreich möglich werden!

22. Ich ging in jener Zeit mit dem Beispiel voran, und die Menschen müssen jetzt nachfolgen. Wohl dem, der schon früh Hand anlegt und abstreift, was als weltlicher Ballast sein Aufschwingen in höhere Geistesstufen hindert! Er gewinnt viel im voraus, und die zu tief in der Materie stecken und Meinen Ruf zum Erwachen nicht vernehmen wollen, denen wird es ergehen wie den Mauern von Jericho, welche bei den Trompetenstößen einstürzten. Sie werden ihrer Vernichtung ebenfalls nicht entkommen, weil sie, nur Materie, in das Geistige Reich nicht aufgenommen werden können.

23. Nicht umsonst sind diese dreiundfünfzig Predigten für die Menschheit kundgegeben. Für euch und für alle die, welche einst durstig nach Lebenswasser lechzen werden, sind sie gegeben. Alle sollen sehen, welche Fülle von Liebe, Wahrheit und Lebenswärme in den von Meinen Jüngern aufgezeichneten Evangelien verborgen liegt, für welche aber bis jetzt noch das geistige Verständnis bei der Mehrzahl fehlte.

24. Um euch also die Evangelien, mit mehr als sieben Siegeln verschlossen, zu öffnen und durch diese Bücher den Weg zu Mir und Meinen Himmeln anzubahnen, sende Ich euch diese Erklärungen. Sollen sie Nutzen bringen, müssen sie nicht allein gelesen, sondern im Leben ausgeübt werden, damit Ruhe, Frieden und Trost denjenigen im vollsten Maße werde, welche es sich zum Ziel gesetzt haben, Meine Kinder zu werden. Amen.

flagge en  Sermon 36… Parable of the Pharisee and the Publican

The Lord’s Sermons… Sermon 36 – Luke 18:9-14
The Parable of the Pharisee and the Publican

Revealed to Gottfried Mayerhofer
(April 1872)
spoken by Pascal

Luke 18:9-14…
“And he spake this parable unto certain which trusted in themselves that they were righteous, and despised others: “Two men went up into the temple to pray; the one a Pharisee, and the other a publican.

The Pharisee stood and prayed thus with himself, God, I thank thee, that I am not as other men are, extortioners, unjust, adulterers, or even as this publican. I fast twice in the week, I give tithes of all that I possess.

And the publican, standing afar off, would not lift up so much as his eyes unto heaven, but smote upon his breast, saying, God be merciful to me a sinner.

I tell you, this man went down to his house justified rather than the other: for every one that exalteth himself shall be abased; and he that humbleth himself shall be exalted.”

Thus says the Lord…

1. A number of the Gospels which I have so far explained contained parables depicting events in everyday life through which My teaching, or rather My two commandments of love, are interpreted.

2. The main object of these explanations is to guard against other interpretations, since men, too often sticking only to the letter, think that what is not specifically mentioned in the commandments, is also not forbidden.

3. Since during My ministry on earth I was well aware of the narrowness of My disciples’ and other listeners’ concepts, I frequently chose examples, parables and analogies of material things with that which is spiritual and invisible, so as to leave no doubt in people’s minds how My teaching and the earlier religious commandments they had been given were to be understood.

4. This Gospel shows how I gave to the Pharisees, who in their self-conceit always considered themselves better than the others, a parable especially dealing with their faults; for they believed that as long as they observed their religious customs, they had done all that was required and their God could be satisfied with them.

5. I told them about two people, one of whom, seemingly observing the various laws and customs of his religion, looked down upon the other with pride and contempt as if he were far beneath him, because that man had an occupation which in those days was regarded as not particularly honest.

6. This comparison of the one, who in his arrogance thought he had not sinned or only very little, with the other, who in deep humility was quite conscious of his sins, as the result of human weakness, was apt to humble the mighty pride of the Pharisees. It also explained to My disciples and other listeners some of My actions that offended against the accepted customs of the Jews, showing them the difference between fulfilling a law according to the letter or understanding its spiritual meaning and observing it accordingly.

7. As an explanation of this example I said to My disciples: “For everyone that exaltheth himself shall be abased; and he that humbleth himself shall be exalted.”

8. In the following verses of this chapter, it is pointed out that no one may be called “good” except God, whereby I even did not make an exception of Myself as the Son of man. I did this to make them realize that the word “good” as an attribute is not easy to achieve and deserve, and that much, very much, is required to be able to lay claim to such a description; for in this case the word “good” would also mean “free from sin”.

9. Further in this chapter, when the children were brought to Me, I pointed out that men, if they want to claim My Kingdom, must be like children as regards the simplicity and innocence of heart and complete trust. For only he who possesses these characteristics of children will be able to force his way into My Kingdom with prayer. Therefore, the first verse of this chapter says that one should keep praying and persevere with it, which means that everything should be done with Me and My two sole commandments in mind. And to be able to do that, one must be capable of sacrificing if necessary one’s favourite habits, that which is hardest to do without. This I explained in the event with the ruler, for I asked of him to sacrifice that which was nearest to his heart.

10. The parable that it would be easier for a camel (a mooring rope) to go through a needle’s eye than for a rich man to enter into the Kingdom of God, means that it is impossible for a man who is still attached to worldly things, to enter My Kingdom of the spirit. For to rise from the material level to the spiritual is only possible when all worldly things are subordinated to the spiritual goal.

11. That Peter on this occasion drew the conclusion that because they had left everything they were My disciples, only shows how easily men over-estimate their sacrifices, expecting a reward already on earth, whereas they may receive this only in the other world in the consciousness of duties fulfilled. My disciples did not yet have the right understanding of this, because they still depended very much on My visible person and therefore had been unable to mature. When I talked to them about My impending suffering, they did not understand for they believed that if they had already been promised beatitudes here and in the beyond because of their material sacrifices, this would apply all the more to Me who walked before them free from sin and pure.

12. They were as blind as the blind man on the road to Jericho; they did listen to Me, but did not understand the meaning of My words. And as I gave the blind man his eyesight because he believed firmly that My hand could heal him, thus when I poured My spirit over My disciples, their spiritual blindness was cured and only then did they fully comprehend and see in the brightest light what I had told them in parables and analogies during the three years of My teaching ministry. Only then did they comprehend who I was, what My teaching meant, and what their own mission was.

13. This Gospel tells you from beginning to end, in a few words, always the same thing. It tells you that in practical life the “being good” or “being without sin” is so very difficult and that the capability for sacrifice is so varied. Generally this Gospel aims at abasing the human self-conceit of being better than others. Therefore, the reference to humility. In the publican it revealed itself was a virtue, in the ruler it was demanded as a supreme sacrifice, in the little children it was evident as unconscious innocence, promised to My disciples as a future reward, and demonstrated by Me in My life on earth as a supreme example in My final suffering.

14. Here you can see the various stages of humility, the mortification of one’s own nature to achieve the highest spiritual perfection as demonstrated by Me as an eternal example.

15. Take heed of this Gospel wherein the most profound precept has been brought to your attention in words as well as in the example of My own life. Do not imagine yourselves to be something better because you are receiving My Word before many others, and you learn as if from My mouth how it is to be understood and practised in life.

16. Also among you there are still many like the rich ruler. For you, too, the hour will come when you have to renounce that which has been dearest to you in this world and which so far you have guarded anxiously. Then you may be sure that many of you will be sorrowful and go their way like the rich ruler. Then the touchstone will be used on your human nature to see how much spiritual you have absorbed from the bread of heaven with which I have so generously supplied you. Therefore, the words of the first verse “to pray and not to faint” are also addressed to you, that you might always have sufficient strength not to waver under the most difficult conditions, but to stand firmly by Me. For only those who persevere will be recompensed for their worldly losses in the beyond, and not those who have wavered and doubted.

17. Pray continuously that every trace of arrogance and pride may be eliminated from you and do put on the garment of humility! Become as little children! Have trust in My promises, for what I am telling you now is nothing new. Almost two thousand years ago I told this to My disciples and believers. It has been before your eyes – black on white as you would say -for a long time; but you are as blind as the beggar of Jericho, and you do not see the light that shines from these words. In the distress of your heart you often call to Me: “O Lord, make that I can see!” And those who trustingly give themselves into My care do experience that “to those who pray incessantly I will grant their requests”, for their faith will help them as the blind man’s faith helped him.

18. In these Sunday sermons, you are now receiving so much light that you can no longer have any doubts regarding the meaning of the words I once spoke, nor how they should be applied, and that the social and political development in your part of the world is leading towards the ultimate goal, the eventual spiritualization of the human soul.

19. I told My disciples of My imminent suffering and death, but I did not tell them that this suffering and death would be and remain the greatest triumph of the spiritual over human nature. I did not tell them, because they would not have understood Me; but now I say it openly that everything presses on to bring to maturity the seeds that I sowed in those three years of My ministry. Notwithstanding all the bloody and abominable happenings which it served as a pretence over the centuries, My teaching will in the end beb victorious when man will be compelled through suffering and distress to rid himself of all the filth still attached to him.

20. What happened to Me in those days – the suffering, struggles and even death, which became a victory through resurrection and ascension – is also happening with mankind at the present time. What I then suffered as a man, now also mankind will have to suffer.

21. What is worldly must be mocked, despised, crucified, if the spiritual within man is to rise and mankind is to become able to draw closer to My spiritual kingdom.

22. In those days I led the way with My example and today men must follow it. Happy is he who starts early to rid himself of all worldly ballast which impedes his rising to higher spiritual levels! He has a good start, but those who are too deep in matter and do not want to hear My call to awake, they will fare like the walls of Jericho which collapsed at the sound of the trumpets. They will not escape their annihilation since they, as matter only, cannot be received into the spiritual kingdom.

23. These 53 sermons have not been given in vain. They have been given for you and all those who will one day be thirsting for the water of life. Everyone should realize what a wealth of love, truth and warmth of life is concealed in the Gospels once recorded by My disciples, for which, so far, the spiritual comprehension is still lacking with most people.

24. In order to reveal to you the Gospels which were sealed with more than seven seals and to build a road to Me and My heavens through these books, I am giving you these explanations. If they are to be of benefit they must not only be read but practised in life, so that the greatest measure of inner calm, peace, and comfort may come to those who aim at becoming My children. Amen.