Noah’s Trunkenheit & Fluch über Kanaan – Noah’s Drunkenness & Curse over Canaan

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Noah’s Trunkenheit und Fluch über Kanaan

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber – Die Haushaltung Gottes
Geschichte der Urschöpfung der Geister und Materie, der Urpatriarchen von Adam bis Abraham

aus Band 3, Kapitel 363 & 364

Der Herr spricht:

1. Nach einiger Zeit sah sich Noah um in seiner Gegend, dass er ein gutstämmig Holz fände zum Bau einer Wohnhütte; aber es war wenig oder nichts zu finden, da die Flut alle Wälder entweder versandet hatte mehrere Klafter tief, oder hatte sie – besonders von den Bergen – ganz abgeschwemmt und in den Tälern unter Schlamm und Geröll begraben.

2. Daher bat Noah den Herrn, dass Er ihm ein Holz anzeigen möchte, daraus er sich eine Hütte erbauen könnte.

3. Und es kam alsbald ein Bote aus der Gegend, dahin der Herr gezogen war, und führte den Noah auf einen Ort hin, da sich ein schöner Wald befand, und sprach zu ihm: „Siehe, Noah, diesen Wald hat der Herr unter dem Wasser für dich bewahrt! Daher sollst du dich hier in der Nähe dieses Waldes ansiedeln und dir hier eine Hütte erbauen nach deiner Notdurft! Also sollst du auch Äcker anlegen und anbauen allerlei Getreide, das du in dem Kasten hierher gebracht hast!

4. Und siehe, hier zu deinen Füssen ein buschiges Gewächs; es ist der Weinstock! Dessen Zweige verpflanze ordnungsmässig in die Erde; dünge und begrube sie sorglich, und sie werden dir gar süsse Trauben voll des besten Saftes bringen!

5. Diese Trauben presse du dann aus in ein gutes Gefäss, das zu verschliessen sein muss! Lass dann den Saft im Gefässe wohl ausgären; und wenn er rein wird, dann trinke davon mässig, und du wirst dadurch gestärkt und sehr heiter und fröhlich werden! Also will es der Herr; tue darnach, und du wirst sehr fröhlich und heiter sein dein Leben lang!“

6. Nach diesen Worten verliess der Bote den Noah, und der Noah setzte das alles alsbald ins Werk mit seinen Söhnen, die da hiessen Sem, Ham und Japhet; und so hatte Noah in sieben Jahren nach der Flut eine gute und feste Wohnhütte und viele Äcker, Wiesen und einen recht schönen Weingarten, der aber erst in zehn Jahren nach dem Willen des Herrn Früchte zu tragen begann.

7. Da sammelte Noah die Trauben und presste sie aus in ein tüchtiges Gefäss aus Zedernholz, liess dann den Saft wohl ausgären, und als der Saft rein ward, da kostete er ihn und fand ihn überaus köstlich, dass er darum eine tüchtige Portion zu sich nahm.

8. Da er aber die Wirkung dieses Saftes nicht kannte, so geschah es, dass er davon auch einen tüchtigen Rausch bekam und in einen tiefen Schlaf verfiel. Da aber ihm der Wein sehr viel Hitze im Leibe erzeugte, so entkleidete er sich und lag ganz nackt auf dem grünen Rasen unter einem schattigen Feigenbaume, um den die ohnedachige Wohnung erbaut war.

9. Als nun Ham, Kanaans Vater (Kanaan ward im zweiten Jahre nach der Flut geboren), in die offene Hütte kam, von Kanaan geführt, und ersah Noahs Scham, da ging er zu den Brüdern und erzählte das ihnen draussen.

10. Sem und Japhet aber nahmen einen Mantel, legten ihn über ihre Schultern, gingen rücklings in die Hütte zum Vater Noah und deckten ihres Vaters Scham zu; ihr Gesicht aber war abgewandt also, dass sie ihres Vaters Scham nicht sahen.

11. Als aber Noah von der Weinbetäubung erwachte und dann erfuhr, was ihm der kleine Sohn Hams angetan hatte, da sprach er zum Ham: „Verflucht sei darum dein Sohn Kanaan; er bleibe durch alle Zeiten der Zeiten ein Knecht der Knechte und sei der Geringste unter den Brüdern, weil er dir zuerst meine Scham verriet!“

12. Darauf wandte er sich zu den zwei anderen Söhnen und sprach: „Gelobt sei Gott, und Er breite aus das Geschlecht Sems! Kanaan bleibe sein Knecht! Also breite Gott auch Japhet aus und lasse ihn wohnen in den Hütten Sems; Kanaan aber bleibe sein Knecht!“

13. Darauf segnete er Sem und Japhet; aber den Ham stiess er aus der Hütte samt Weib und Kindern.

Kapitel 364

1. Da ersah darauf Ham wohl, dass er unrecht und sehr lieblos gehandelt hatte vor seinem Vater und bereute es sehr.

2. Das merkten die beiden gesegneten Brüder und gingen zum Noah und erzählten ihm, wie der Ham bereue seine Sünde an ihm.

3. Noah aber sprach: „Höret, ihr meine geliebten Söhne, ich sehe den Ham ja wohl weinen; aber er weint nicht meines Vaterherzens wegen, sondern ob seiner Knechtschaft wegen weint er! Also bereut er wohl seinen Frevel an mir, weil er dadurch in die Knechtschaft verfallen ist; aber darum, dass er meinem Vaterherzen wehe hatte getan, bereut er seine Sünde nicht! Und so bleibe er ein Knecht, weil er nicht weiss, dass das lebendige Herz seines Vaters höher steht denn seine Knechtschaft! Gehet und hinterbringet ihm solches!“

4. Und Sem und Japhet hinterbrachten alsbald das dem Ham.

5. Dieser aber sprach: „Wahrlich, Brüder, hätte Noah ein lebendig Herz, nimmer hätte er mich verflucht zur ewigen Knechtschaft; aber da er kein lebendiges Vaterherz in seiner Brust trägt, so tat er dies!“

6. Da sprach Sem: „Wahrlich, da tust du dem Vater hohes Unrecht; denn also spricht die Eigenliebe nur aus dir! Das Herz lässt sich nur wieder mit dem Herzen finden, ob es eines oder keines ist!

7. Hättest du ein Herz zum Vater, da würdest du auch das seine finden; aber da du eben kein Herz zum Vater hast, so kannst du auch keines finden im Vater, und es ist begreiflich nun, warum der Vater in dir nichts findet, das da seines Herzens wäre!“

8. Diese Lehrrede aber verdross den Ham, dass er darob Weib und Kinder nahm und etliche Kühe, Ochsen und Schafe und zog von dannen hinauf in die Gegend des heutigen Sidon und Tyrus und nannte das Land nach seinem Sohne und sprach da:

9. „Nun, in Namen des Herrn, der auch mich gesegnet hat, will ich doch sehen, wie, wo und wann ich ein Knecht meiner beiden Brüder werde!

10. Wahrlich, es tat mir weh der Fluch Noahs, meines Vaters, obschon ich ihn wohl verdient habe! Darum auch will ich mich rächen am Vater und an meinen Brüdern; aber nicht durch Übles – nein, das sei ferne! – sondern durch Segen will ich meine Rache ausüben!

11. Die mich verflucht haben, die will ich segnen; und dieser Segen soll zu Glühkohlen werden über ihren Häuptern und soll erbrennen machen ihre Herzen! Und so soll das Land meines Sohnes nie ein Land des Fluches und der Knechtschaft, sondern ein Land der Herrlichkeit und des Segens heissen!

12. Also soll mein Stamm nie dahin kommen, dass er Dienste suche in den Hütten meiner Brüder Nachkommen; wohl aber werden sie kommen und werden in diesem gesegneten Lande und da in meinen Städten Wohnung suchen und nehmen! Amen.“

13. Da kam ein Bote aus Salem und sprach zum Ham: „Dies Land gehört nach Salem; wer es bewohnen will, muss nach Salem dem Könige der Könige den Zehent geben von allem!“

14. Ham aber sprach: „Herr, hier ist alles, was ich habe; nimm es, denn es ist ja Dein von Ewigkeit!“

15. Und der Bote sprach: „Weil so dein Wille, da sei gesegnet dies Land für die Kinder des Herrn; und du sollst ihr getreuer Knecht sein!“

16. Dies gefiel dem Ham wohl, und er gab von allem sogleich den Zehnt; aber er verstand es nicht, dass der Bote die Nachkommen Japhets als die Kinder des Herrn bezeichnete.

17. Und so lebten die Hamiten und die Kanaaniter bis zu den Zeiten Abrahams ungestört in diesem Lande darum, da Ham gesegnet hatte, die ihm den Fluch gegeben hatten.

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Noah’s Drunkenness and Curse over Canaan

Jesus Christ reveals thru Jacob Lorber – The Household of God
History of the primal creation of spirits and matter, the first patriarch from Adam to Abraham

Volume 3, Chapters 363 & 364

The Lord says:

1. After a while Noah explored his area to find some good wooden trunks for building a hut; but there was only little or nothing to find, because the flood had either buried all the forests under several fathoms of sand, or – especially from the mountains – were completely washed away and buried in the valleys under mud and debris.

2. Thus, Noah asked the Lord that He should show him some wood from which he could build a hut.

3. And soon a messenger arrived from the region where the Lord had moved to, and led Noah to a place where there was a beautiful forest, and said to him: “Behold, Noah, this forest the Lord has preserved for you under the water! Therefore you should settle here in the vicinity of this forest and build a hut for you in accordance to your needs! Thus you also should lay out fields to grow all kinds of crops, which you have brought here in the box!

4. And see, here at your feet a bushy plant; it is the vine! Plant its branches duly into the earth; fertilize and bury them carefully, and it will yield you sweet grapes full of the best juice!

5. Press these grapes in a good vessel which must be closed properly! Then let the juice in the vessel ferment fully; and when it becomes pure, drink it moderately, and you will be strengthened by it and become very cheerful and happy! Thus it is the will of the Lord; do accordingly and you will be very happy and cheerful for the rest of your life!”

6. After these words the messenger left Noah, and Noah soon complied with everything with the help of his sons, whose names were Sem, Ham and Japhet; and so, within seven years after the flood, Noah had a good and solid dwelling and many fields, pastures and a beautiful vineyard, which, however, only began to carry fruit after ten years, according to the will of the Lord.

7. Then Noah gathered the grapes and pressed them into a suitable container made of cedar wood, had the juice well fermented, and when the juice became clear, he tasted it and found it very delicious and thus drank quite a lot from it.

8. But since he did not know the effect of this juice, it happened that he became intoxicated by it and fell into a deep sleep. But because the wine caused a lot of heat in the body, he undressed and lay naked on the green grass under a shady fig tree, around which the dwelling without a roof was built.

9. And when Ham, the father of Canaan (Canaan was born in the second year after the flood), came into the open hut, led by Canaan, and saw Noah’s private parts, he went outside to his brothers and told them about it.

10. But Sem and Japhet took a cloak, put it over their shoulders, walked backwards into the hut to their Father Noah and covered their father’s nakedness; but their faces were turned away so that they could not see their father’s nakedness.

11. But when Noah awoke from the wine anesthesia and learned what the little son of Ham had done to him, he said to Ham: “Therefore your son Canaan is cursed; for all times of times he shall remain a servant of servants and be the least among the brethren, because he first told you about my nakedness!

12. Thereupon he turned to the two other sons and said: “Praise to God, may He spread the lineage of Sem! Canaan will remain his servant! Thus may God also spread Japhet, and let him dwell in the hut of Sem; but Canaan remains his servant!”

13. Thereupon he blessed Sem and Japhet; but he chased Ham out of the hut, along with his wife and children.

Chapter 364

1. Ham then realized that he had acted wrongly and without consideration in front of his father and regretted it very much.

2. This the two blessed brothers noted and went to Noah and told him how Ham repented for his sin against him.

3. And Noah said: “Listen, you my beloved sons, I also see Ham crying; but he does not cry for the sake of my father heart, but he cries because of his servitude! Thus he repents for his transgression against me, because he thereby has fallen into bondage; however, that he hurt my father heart, he does not repent for? And thus he remains a servant because he does not know that the living heart of his father stands higher than its bondage! Go and tell him such!”

4. And Sem and Japhet soon told Ham about this.

5. But he said: “Truly, brothers, if Noah had a living heart, he never would have cursed me to eternal servitude; but since he bears no living father heart in his chest, he did this to me!”

6. And Sem said: “Verily, you are causing father injustice; for only self-love is talking out of you! The heart can only be found with the heart again, whether it is one or none!

7. If you had a heart for the father, you would also find his; but since you have no heart for the father, you can also not find one in the father, and it is understandable now why the father cannot find anything in you that would be of his heart!”

8. However, this admonition vexed Ham, and he took his wife and children and some cows, oxen and sheep, and moved up to the region of today’s Sidon and Tyre and named the land after his son and said:

9. “Now, in the name of the Lord who also has blessed me, I just want to see how, where and when I will become a servant of my brothers!

10. Truly, the curse of Noah, my father, did hurt me, although I have deserved it! I thus want to take revenge against my father and my brothers; but not by evil – no, God forbid! – But by blessing them I will exert my revenge!

11. Those who cursed me, I want to bless; and this blessing will become glowing coals over their heads and will ignite their hearts! And thus the land of my son shall never be called a land of curse and bondage, but a land of glory and blessing!

12. And thus my tribe shall never get into the situation, where they have to seek services in the huts of my brother’s descendants; but they will come to this blessed land and will seek and take up residence in my cities! Amen.”

13. And a messenger came from Salem and said to Ham: “This land belongs to Salem; whoever wants to live in it, must give to the King of kings in Salem the tithe of everything!”

14. And Ham said: “Lord, here is everything that I have; take it, for it is Yours forever anyway!”

15. And the messenger said: “Because this is your will, this land is blessed for the children of the Lord; and you shall be their faithful servant!”

16. This pleased Ham a lot, and he gave a tithe of everything at once; but he did not understand that the messenger called the descendants of Japhet the Lord’s children.

17. And so the Hamites and the Canaanites lived undisturbed in this country until the times of Abraham, because Ham had blessed those, who had given him the curse.

36. Das Geistige ist verborgen vor der Welt & Ich allein bin die Tür… Lukas 4:20 – The Spiritual is hidden from the World & I alone am the Door… Luke 4:20

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Das Geistige ist verborgen vor der Welt & Ich allein bin die Tür

36. Kapitel – Lukas 4:20
»Als Er das Buch zugerollt hatte, gab Er’s dem Diener und setzte Sich. Und die Augen aller in der Synagoge waren auf Ihn gerichtet.«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 26.02.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. »Als Er das Buch zugerollt hatte, gab Er’s dem Diener und setzte Sich. Und die Augen aller in der Synagoge waren auf Ihn gerichtet.« (Lukas.04,20)

2. Meine lieben Kinder! In diesem Texte wird bloß eine natürliche Aktion dargestellt, die auf das frühere Werk des Vorlesens des Propheten Jesajas notwendigerweise folgen mußte. Da aber in jeder Tat des Herrn ein innerer und allerinnerster Grund liegt, so liegt auch in dieser höchst natürlich scheinenden Bewegung ein solcher Grund; und in diesem Grunde muß ebenfalls wieder ein untrügliches Kriterium liegen, durch welches die volle Göttlichkeit Christi und somit auch aller Seiner Handlungen für alle Zeiten und für alle Ewigkeit beurkundet wird.

3. Daß solche richtig ist, wollen wir sogleich durch eine kleine Betrachtung und Vergleichung dieses Textes mit den darauffolgenden Zeitverhältnissen so klar als nur möglich vor jedermanns Augen führen, und so höret denn:

4. Jesus las aus dem Propheten in einer Synagoge stehend vor. – Was bezeichnet dieses?

5. Die ,Synagoge’ ist die Welt. Der Herr, der da vorliest aus dem Propheten stehend, bezeichnet, daß Er allezeit wachend und alle Verhältnisse und Geheimnisse überschauend Sein Wort der Welt nicht enthüllt, sondern verhüllt im naturmäßigen Sinne gibt. Denn der ,Prophet’ bezeichnet das Verborgene in dem Naturmäßigen; und der Herr aber zeigt, daß all solches Verborgene nirgends anders enthüllt anzutreffen ist und auch nirgends anders erfüllt als nur in Ihm Selbst!

6. Als der Herr das Buch gelesen hatte, da rollte Er es zu, übergab es dem Diener; Er aber setzte Sich, und die Augen und Ohren aller waren auf Ihn gerichtet. – Was besagt wohl dieses?

7. »Der Herr rollt das Buch zusammen …« bezeichnet, daß Er auch für die Nachwelt den geistigen Sinn des Wortes verschließt. »Dann übergibt Er das zusammengerollte Buch dem Diener der Synagoge …« besagt so viel: Er übergibt die verborgene Weisheit dem, der in ihrem Tempel, welcher für die Zukunft das Herz des Menschen ist, arbeitet.

8. Darauf setzt Sich der Herr zur Ruhe, und aller Augen und Ohren sind auf Ihn gerichtet. – Dieser Akt ist vorbildend und entsprechend dem Zustande, welcher sich seit der Auffahrt bis zu dieser Zeit in der Welt bei den Menschen vorfindet, da auch der Herr für die Außenwelt ruht wie nach einer Arbeit.

9. Vieler Augen und Ohren sind auf Ihn gerichtet; aber Er schweigt und läßt Sich nicht erschauen wie in der Tätigkeit körperlich, sondern wie in Seinem Heiligtume langmütig ruhend, mit den Augen des Glaubens nur. Warum denn also? – Weil die Menschen nur ihre Augen und Ohren, oder ihre Wißbegierde, nicht aber ihre Herzen nach Ihm richten!

10. Der Herr aber spricht dennoch ein wenig durch die Worte, da Er sagt: »Nun ist es vor euren Augen erfüllt, was der Prophet gesprochen.« – Sehet, das ist soeben auch bei euch der Fall; denn nach der langen Ruhe ist Mein Geist auch über euch gekommen, da ihr Ihn gesucht habet, und enthüllt euch das zusammengerollte Buch, welches auch die Diener zu aller Zeit nur verhüllt in ihren Gemächern aufbewahrt hatten.

11. Diese Diener sind gleich demjenigen in naturmäßiger Bedeutung, dem das Buch zusammengerollt übergeben ward. Es sind darunter zu verstehen alle diejenigen, die ihr in was immer für einer Kirche mit dem Namen ‘Priester’ bezeichnet. Diese Diener werden das Buch nicht enthüllt bekommen, solange sie Diener der Synagoge sind.

12. Aber ein jeder Mensch, wenn er ein rechter Diener ist in der wahren, neuen Synagoge seines Herzens, bekommt auch zuerst das Buch zusammengerollt und nicht enthüllt. So er aber in diesem Tempel ein getreuer Diener ist und fegt und reinigt ihn und achtet die heilige Rolle, da kommt der Herr und setzt Sich in dieser Synagoge, und es wird Ruhe und Friede werden in dieser Synagoge. Und wenn allda aus allen Teilen des Herzens Aug’ und Ohr auf den Herrn gerichtet wird, da auch wird Er sagen: »Nun ist der Geist des Herrn über dir, und es ist enthüllt und erfüllt die heilige Rolle in deiner lebendigen Synagoge!«

13. Sehet, das ist der überklare Sinn dieses ganz unscheinbaren Textes!

14. Ich sage euch: Es mag jemand trachten und forschen, wie er will, um zu enthüllen diese Rolle; er mag alle Menschen, alle Geister und Engel fragen, so wird er aber dennoch nichts erreichen, – denn Ich allein bin die Tür!

15. Was nützt es dem Menschen, so er sich fragt: »Habe ich ein ewiges Leben in mir?« – und darauf die Antwort erhält: »Das ewige Leben ist nur ein Rätsel, ein Zweifel; nichts habe ich davon in mir als die Begierde nach demselben!«?

16. Frage: Wem kann wohl dieser Trost genügen? Ist er nicht gleichbedeutend mit jenem Philosophen, mit dem sich der Weltweise also tröstet: »Gibt es ein Fortbestehen meines denkenden Ichs, so gewinne ich, – und gibt es kein Fortbestehen, so gewinne ich auch; denn für das Nichtsein ist das plus und minus eine gleiche Größe.«

17. Ich aber frage wieder: Wem wohl kann solch ein Trost genügen, der den Wert des Lebens kennt?! Kann’s dem Lebendigen gleichgültig sein, ob er ist oder nicht ist?! Wie aber kann überhaupt ein Mensch, der da ist, das Nichtdasein rühmen, da er ja doch unmöglich wissen kann, wie der Zustand des Nichtseins irgend beschaffen ist?!

18. Ein jeder aber kann aus dem leicht ersehen, wie blind ein solcher Forscher sein muß, wenn er in der Mitte eines unendlichen Seins, in dem kein Nichtsein stattfinden kann, sich am Ende mit einem gänzlich unmöglichen Nichtsein vertrösten kann!

19. Meinet ihr, in Meinem unendlichen Sein ist irgend eine Vernichtung möglich oder irgend ein Platz, in dem das Nichts zu Hause wäre?!

20. Schon die naturmäßige Welt zeigt, so weit in die Tiefen Meiner Schöpfung euer Auge reicht, euch den schroffsten Gegensatz von irgendeinem Nichtsplätzchen; denn da erblicket ihr entweder Weltkörper, und den großen freien Raum aber erfüllt mit Lichtäther und mit kreuz und quer waltenden Kräften aus Mir! – Frage: Ist das Nichts?

21. Ich brauche diesen Satz nicht weiter auszudehnen, um zu zeigen die Torheit eines solchen Satzes. Aber für jeden will Ich sogleich hinzusetzen die echte Prüfung, wie er erforschen kann, ob irgend ein Nichts vorhanden ist, und sage:

22. Fliege mit deinen Gedanken durch die Räume der Unendlichkeit! Wo du einen Raum finden wirst, dahinein dein Gedanke nicht zu dringen vermag, da magst du das Nichts suchen! Daß dir aber solche Arbeit ewig und unmöglich je gelingen wird, des kannst du völlig versichert sein! Denn wo der Gedanke hinreicht, da ist Sein; wo aber wird es sein, wo der Gedanke nicht hinreicht?! Ich kenne dieses Wo nicht, – und so wird es ein Weltweiser sicher noch weniger kennen!

23. Haltet euch daher nicht ans eitle Forschen und törichte Erfahren; denn das wird euch nie Früchte bringen! Machet euch den Weg nicht vergeblich schwer, der so leicht ist, sondern ein jeglicher komme zu Mir, und er wird allda alles in der Fülle treffen, was er auf sonstigen Wegen in Ewigkeit nicht erreichen wird; denn Ich allein bin die Tür allezeit wie ewig! Amen.

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The Spiritual is hidden from the World & I alone am the Door

36. Chapter – Luke 4:20
And having rolled up the scroll, He gave it back to the servant and sat down. And the eyes of the whole synagogue were fixed upon Him.

Scripture explanations – Jesus’ exposition of several different bible passages
Written down through Jacob Lorber on the 26.02.1844

1. And having rolled up the scroll, He gave it back to the attendant and sat down. And the eyes of the whole congregation were fixed upon Him.

2. My dear children! This text only shows a natural action, which necessarily had to follow after the reading out of the prophet Isaiah. But since in every deed of the Lord also lies an inner and an innermost motive, so even within this seemingly natural action lies such a motive; and within this motive also must lie an unmistakable criterion, through which the full Divinity of Christ is certified, as well as all His deeds for all times and for all eternity.

3. That this is correct, we will now bring as clear as possible before everyone’s eyes through the contemplation and comparison of this text with the subsequent circumstances of time, and therefore listen…

4. Jesus read out of the prophet in a synagogue. – What does this mean?

5. The ‘Synagogue’ means the world. The Lord, who is standing and reading out of the prophet, states that He is always vigilantly guarding, as well as overlooking all circumstances and secrets, and that He is not revealing His Word to the world, but He is giving it in a veiled, natural sense. For the ‘Prophet’ means the hidden in the natural sense, and the Lord therefore shows, that all these hidden things cannot be found anywhere else revealed and fulfilled than in Himself!

6. As the Lord had read out of the scroll, He rolled it up, and gave it to the servant and sat down. But He sat down, and all the eyes and ears of the synagogue were fixed upon Him. – What does this mean?

7. The Lord rolled up the scroll means, that He also sealed the spiritual meaning of the Word for the posterity. ‘Then He gives the scroll to the servant of the synagogue’ means as much as… He gives the hidden wisdom to the one who is working in the temple, which in the future is the heart of man.

8. Thereafter, the Lord is sitting down to rest, and all eyes and ears are fixed upon Him. – This act stands as an example and corresponds to the state, which can be found with men in the world since the ascension up until now, since the Lord is resting for the outer world like after a work.

9. Many eyes and ears are fixed upon Him, but He is silent and cannot be seen in a bodily activity, but like in His Sanctuary patiently resting, He can only be seen with the eyes of faith. But why? – Because men only look at Him with their eyes and ears, or their intellectual curiosity, but not with their heart!

10. But the Lord still talks a little bit through the Words, for He says… ‘Now it has been fulfilled before your eyes, what the prophet had spoken of.’ – Look, this is also the case with you, for after the long rest My Spirit has also come upon you, because you have sought Him, and now He reveals to you the scroll, which the servants always had kept in their chambers, with its meaning concealed.

11. These servants are equal to the one in the natural meaning, to whom the rolled up scroll was given. This refers to all those, whom you call ‘priests’, no matter what church they belong to. These servants will not receive the scroll in a revealed manner, as long as they are servants of the synagogue.

12. But every human being, who is a true servant in the new temple of his heart, also gets the scroll in its sealed state and not revealed, but if He is a faithful servant in this temple, and sweeps and cleanses it and esteems the holy Scroll, there the Lord will come, and sit down in this temple, and there will be peace and tranquility. And if from all parts of the heart eyes and ears are fixed upon the Lord, He then will say… ‘Now the Spirit of the Lord has come upon you, and the holy Scroll is revealed and fulfilled in your living temple!”

13. Behold, this is the ever so simple and clear meaning of this very unremarkable text!

14. I tell you… One might strive and search as long as he wants, in order to unveil this Scroll; he may ask all men and angels, but still he will not accomplish anything, – for I alone am the door!

15. Of what use is it to man, if he asks himself… ‘Do I have an eternal life within me?’ – and then receives the answer to that…  ‘The eternal life is only a mistery, a doubt. I have nothing else within myself, than the desire for it.’

16. Question… Who can be satisfied with such a consolation? Is it not the same with that philosopher, with whom the worldly wise comfort themselves… ‘Does My thinking ‘I’ continue to exist, then I win, – and if there is no continuation, I also win; ’cause for the inexistence the plus and minus has the same size.’

17. But I ask again… Who can be satisfied with such a consolation, when one knows the value of life? Can it be indifferent to the living one, whether he is or not? But how can a human being, who exists, actually praise the inexistence anyway, because it is impossible, that he knows, how the inexistence is constituted?!

18. Everybody can easily recognize here, how blind such a scientist must be, if he consoles himself with a completely impossible inexistence in the middle of an infinite existence, in which no inexistence can occur!

19. Do you think, that within My infinite existence an annihilation is possible or a place, in which the nothingness is at home?!

20. Even the natural world shows, as far as you can see into the depths of My creation, that there is the exact opposite of a place of nothingness; for there you can either see other worlds, or great spaces filled with ether of light, and with criss-cross prevailing forces out of Me! – Question… Is that nothing?

21. I do not need to stretch this sentence any further, in order to show the foolishness of it. But now I will add the real challenge for everybody, how one can investigate, if a nothingness exists, and so I say…

22. Fly through the spaces of infinity with your thoughts! If you will find a space, into which you cannot enter with your thought, there you may look for the nothingness! But you can be absolutely sure that you will never ever succeed with this attempt! Because where your thoughts can go, there is existence; but where will be a place which the thoughts cannot reach?! I do not know this place, – and therefore, a worldly wise will know it even less!

23. Therefore, do not hold onto the vain searching and foolish experiencing. For that will never bear any fruit for you! Do not make your own path, which is so easy, more difficult in vain, but everyone shall come to Me and they will find everything in its fullness, which they will never achieve on any other path in all eternity; for I alone am the door, for all times as well as for eternity! Amen.

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Wer war Jakob Lorber…?

Jakob Lorber (1800-1864) wurde am 15. März 1840, Sonntags, morgens ab 6 Uhr, Jakob Lorberals Schreiber der Offenbarung des Wort Gottes berufen. Er war der Knecht des Herrn zur Kundgabe Seines ewigen Reiches, das die Liebe Gottes ist. Aus sich war er nichts, aber alles im Namen des Herrn Liebe und Erbarmung. Wer daher Jakob Lorber im Namen des Herrn zu sich einlud, der hatte in ihm geistig und leibhaftig auch Jesus Christus eingeladen, denn in Seinem Knecht oder dem aufgenommenen Bruder wohnte Er Selbst wie in der Fülle der Kraft des Wortes aus Seiner ewigen Liebe und Weisheit, die zwar in der Welt auch in der Armut einhergeht, aber desto reicher ist im Geiste der ewigen Liebe aus dem Herrn. Wie er gab, also gab der Herr. Wer ihm etwas gab oder tat, der gab oder tat es unmittelbar dem Herrn Selbst. Wer hingegen Jakob Lorber schmähte und floh, der schmähte und floh auch den Herrn. Wer sich über ihn ärgerte, der ärgerte sich auch über den Herrn. Denn was aus ihm kam, das kam ja auch aus dem Herrn. (Vgl. Mt 25.31-46) War auch sein Fleisch sündhaft, wie alles Fleisch, so war dem Herrn aber dennoch geheiligt sein Geist, vor dem alle Schätze der Himmel erschlossen waren zur Kundgabe an die, welche in ihren Herzen danach trachten.
Nach einem vom Geist Gottes erfüllten Menschen, den die Mutter Jakob Lorbers 1842 antraf (lange bevor Jakob Lorber öffentlich bekannt wurde), gibt es eine alte Prophezeiung, nach der die Steiermark ein glückliches Land sei, in welchem seiner Zeit ein Mann aufstehen werde, aus dem der Geist Gottes sprechen wird. Dieser Mann ist Jakob Lorber.
PDF => Biographie von Jakob Lorber

Erneute Offenbarungen von Jesus durch Jakob Lorber

Jakob Lorber - Schreibknecht Gottes

PROPHETEN GOTTES - FRUEHER und HEUTE - Verleumdet und Verfolgt - Offenbart von Jesus durch Jakob Lorber
=> VIDEO   => BIOGRAPHIE PDF => PROPHETEN EINST & HEUTE

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Wer ist Gott Jesus Jehova Zebaoth

008 Mahn- und Warnpredigt
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Paulus Brief an die Gemeinde in Laodizea-Neuoffenbarung von Jesus an Jakob Lorber

Gottes Gebote-Geistige Sonne Jakob Lorber-Geistige Bedeutung-Gebote Moses-Liebesbebote Jesu
=> VIDEO   => TEXT/PDF/AUDIO => ÜBERSICHT GEBOTE GOTTES

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Die HAUSHALTUNG GOTTES-offenbart an Jakob Lorber https://jesus-comes.com/wp-content/uploads/2015/06/Titel-Kindheit-und-Jugend-Jesu.jpghttps://jesus-comes.com/wp-content/uploads/2015/06/Titel-Kindheit-und-Jugend-Jesu.jpg
=> HAUSHALTUNG GOTTES => ÜBERSICHT KINDHEIT JESU

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Titel Jesus offenbart Das Grosse Johannes Evangelium - Jakob Lorber Offenbarungen von Jesus Christus-Himmelsgaben Jakob Lorber
=> GROSSES JOHANNES EVANGELIUM => HIMMELSGABEN ÜBERSICHT

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Offenbarungen von Jesus Christus-Schrifttexterklaerungen Jakob Lorber Jakob Lorber-Geistige Sonne Band 1-Aeussere Finsternis-Heulen und Zaehneklappern
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Titel Jenseits der Schwelle - Jesus erlaeutert Sterbeszenen - Jakob Lorber 53 Predigten von Jesus - Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer
=> JENSEITS DER SCHWELLE => 53 PREDIGTEN von JESUS

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Titel Jesus offenbart Lebensgeheimnisse - Gottfried Mayerhofer Schoepfungsgeheimnisse von Jesus offenbart durch Gottfried Mayerhofer
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Geistige Sonne Jakob Lorber-Amtsanmassungen der Kirchen-Funktionsanmassungen der Kirchen-Im Jenseits Titel Lektionen - Lehrgaenge Erarbeitet aus den Werken Lorber und Mayerhofer - von Theo Hess
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 Jesus und der Zug der Kraniche
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Neuoffenbarungen von Jesus durch Jakob Lorber
Das Grosse Evangelium des Johannes – 10 Bände als PDF-EBooks

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