Wahre Teufel… Echte Busse – True Devils… Real Repentance

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flagge de  Wahre Teufel… Echte Busse

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 6, die Kapitel 8 – 10

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Wahre Teufel, echte Busse – Jesus und die bekehrten Pharisäer

Kapitel 8 – Moses und Elias erscheinen auf des Herrn Geheiss. Mosis Anklage wider die Tempeljuden

8,1. Hierauf wandte Ich Mich zu den Juden und sagte: „Ihr wolltet nicht glauben, dass Moses und Elias schon jüngst vor Mir da waren; darum sollen sie selbst wohlkenntlich hierher treten und euch selbst sagen, wessen Geistes Kinder ihr seid!“

8,2. Sogleich standen die beiden Propheten mitten unter uns und beugten sich zuerst tief vor Mir.

8,3. Und Elias sagte laut: „Vor Dir und Deinem Namen müssen sich beugen alle Knie und Herzen im Himmel, auf Erden und unter der Erde!“

8,4. Hierauf sprach Moses zu den Juden: „Ihr Frevler im Tempel Salomos, ihr Kinder der Schlange, welcher Teufel hat denn euch gezeugt, dass ihr sagen möget: Abraham sei euer Vater, und ihr sässet auf meinem und Aarons Stuhle?! So ihr aber schon euch im höchsten Grade unberufen darauf gesetzt habt, um darauf das von Gott mir gegebene Gesetz den Völkern zu verkünden, wie möget ihr denn nun den Allererhabensten nicht erkennen, der mir eben auf Sinai das Gesetz auf zwei steinernen Tafeln gegeben hat?!

8,5. Ihr saget, dass ich und dieser Bruder Elias hätten zuvor kommen sollen, – und sehet, wir beide waren da! Wer von euch aber hat uns erkannt und wer an uns geglaubt?! Und habt ihr uns nicht ganz dasselbe angetan, was ihr beinahe allen Propheten und Heiligen des Herrn angetan habt?! Was ist denn das hernach, so ihr argen Heuchler euch vor meinem Namen bis zur Erde niederbeuget und mich selbst aber verfolget und zuletzt zwischen dem Altare und dem Allerheiligsten erwürget? Redet und gebet Antwort!“

8,6. Da sagte einer mit bebender Stimme: „O – grosser Prophet –, der, – der – da – erwürget worden ist –, der hiess ja nur Zacharias!“

8,7. Sprach Moses: „Du nun leibesalter Bösewicht warst aber Augen- und Ohrenzeuge, was ich da zu der Priesterversammlung, als Ich aus dem Allerheiligsten zurückkam, gesagt habe! Siehe, die Worte lauteten also: ,Höret, Brüder, Gott der Herr hat in Seiner grossen Gnade und Erbarmung mir mein Inneres aufgetan, und Mosis Geist trat in mich, und nun ist meine Seele und Mosis Geist ein Mensch, der nun vor euch steht, wie er einst vor Pharao und auf Sinai vor Gott stand! Ich war der erste, der diesen Stuhl gestellt und auf Gottes Geheiss sich darauf gesetzt hat, – und nun sitze ich als von Gott also beschieden als der Letzte darauf; denn in Zukunft wird der Herr allein, der schon in dieser Welt wunderbarsterweise das Fleisch der Menschen angenommen hat, mit diesem Stuhle machen, was Er wird wollen nach Seinem nie erforschlichen Rate!‘ Da ergrimmtet ihr ob solcher meiner wahrsten Weissagung, risset mich vom Stuhle und erwürgtet meinen Leib. Ist es nicht also geschehen?“

8,8. Sagte ein anderer, ebenfalls schon alter Jude noch kleinlauter: „Ja – also war es – fürwahr –; aber – wer hätte da so etwas glauben können?!“

8,9. Sagte Moses: „Warum haben es denn etliche Fromme geglaubt, die ihr darum aus dem Tempel in ferne Lande unter die Heiden vertrieben habt, deren etliche noch am Leben des Fleisches sind und wider euch zeugen können?“

8,10. Sagte wieder ein anderer alter Jude: „Ja, das mag schon sein, – diese müssen dafür ein Gesicht gehabt haben; aber wir haben kein Gesicht jemals gehabt!“

8,11. Sagte Moses: „Oh, du redest falsch und belügst dich selbst! Denn solches ist im Geiste allen bis zum allergeringsten Tempelknechte sieben Male nacheinander klar und verständlich in hellen Träumen angezeigt worden, und ihr alle habt sie euch untereinander noch wochenlang in der Zeit, als ich stumm war, ausgelegt. Wie kannst du nun sagen, dass ihr kein Gesicht dafür gehabt habt?“

8,12. Sagte abermals derselbe Jude: „Ja – war denn der Traum auch ein Gesicht? Da seht nun, da seht nun! Ja, – wer hätte damals so etwas ahnen können!?“

8,13. Sagte Moses: „O ihr weltschlauen Weltfüchse, ihr wusstet recht wohl aus vielen Exempeln aus der Schrift, was die lichten Träume zu bedeuten haben! Zum Beispiel Jakobs Traum, Josephs Träume, des Pharao Traum und dergleichen noch gar viele, diese haben euch gar wohl ins Ohr geraunt, was eure siebenmaligen Visionen zu bedeuten haben; aber euer Weltsinn, euer priesterlicher Hochmut, eure Lust zum unbeschreiblichen Wohlleben und zum stinkendsten Müssiggange und zur Hurerei aller Art und Gattung haben euch geblendet und betäubt, und so habt ihr euch sehr gefürchtet, laut solcher meiner Weissagung alle eure gar so angenehmen irdischen Lebensvorteile zu verlieren, habt, anstatt euch in den Willen Gottes zu fügen, lieber alles gegen ihn aufgeboten und habt bis zur Stunde, bis zu diesem Augenblicke, völlige Meuterer gegen Gott gemacht. Wie gefällt euch, ihr Würmer des Staubes, diese allerhöchst wahre Geschichte?!

8,14. Sehet, der Herrliche und der Allerhöchste, dessen Antlitz ich, Moses, nie würdig sein kann anzuschauen, hat es euch Selbst im Tempel gesagt: ,Nicht Ich, sondern Moses, auf den ihr hoffet, wird euch beim Vater anklagen!‘ Und seht, es ist seit der Zeit noch lange kein Tag vergangen, und des allerhöchsten Herrn Voraussage gehet bereits in Erfüllung, und ich, Moses, im Namen des Herrn euer aller Hauptprophet, klage euch nun vor Seinem heiligsten Angesichte alles dessen an, dessen ihr euch in der allerhimmelschreiendsten Weise schuldig gemacht habt! Was könnt ihr nun zu eurer Rechtfertigung sagen?“

8,15. Hier fangen die total in die engste Enge getriebenen Juden vor lauter Furcht und Entsetzen ganz wie sprachlos bloss nur bebend zu stammeln an, ohne ein verständliches Wort mehr über ihre armseligen Lippen zu bringen.

8,16. Nur ein Jüngerer unter ihnen sagte mit sehr bebender Stimme: „Mein Gott und Herr, fängt denn heute schon das erschrecklichste Jüngste Gericht an?“

8,17. Sagte Moses: „Meine Anklage stehet jeden Augenblick in meiner Hand; der Zorn und die Rache aber liegt in der Hand des allmächtigsten Herrn! Euer jüngster Tag aber ist dem Endziele nun schon um ein bedeutendes näher gerückt; aber nun hängt alles von dem Herrn ganz allein ab. Redet nun, wie ihr das alles versteht!“

8,18. Sagte ein alter Jude, vor Angst mit den Zähnen klappernd: „O du grosser Prophet Moses, sage es uns doch, ob wir etwa gar unrettbar in die Hölle kommen werden, und ob denn ein jeder Mensch seinen eigenen Jüngsten Tag hat!“

8,19. Sagte Moses: „Was die Hölle anbelangt, so brauchet ihr in eurer gegenwärtigen Lebensweise gar nicht zu fragen, ob ihr hineinkommen werdet; denn eure Denk- und Handlungsweise war ja schon seit lange her eine derartige, dass ihr bis jetzt in der Hölle waret, und ihr habt auch alles getan, was ihr (der Hölle) tauget. Ihr könnt daher nicht mehr in die Hölle kommen, weil ihr eigentlich schon darinnen seid.

8,20. Was aber den Jüngsten Tag betrifft, so werdet ihr nach der Ablegung eures Leibes in der andern Welt ebensogut einen jüngsten Tag haben, als ihr in dieser Welt auch einen letzten und ältesten haben werdet. Allein, solange ihr noch in dieser Welt lebet, könnet ihr, so ihr wollet, noch leicht aus der Hölle einen Ausweg finden; denn hier sitzet unter euch der grosse Führer und Erlöser, den höret, und handelt danach! – Ich habe geredet vor Dir, o Herr, und nun mag Elias an meine Stelle treten!“

Kapitel 9 – Die Anklage des Elias

9,1. Sagte Ich: „Elia, du Vorbereiter und Ebner Meiner Wege! Was weisst du vorzubringen gegen diese Diener des Tempels?“

9,2. Sagte Elias: „Herr, Moses hat alles gesagt! Mit ihm hat der Tempel aufgehört, ein Gotteshaus zu sein; er ist nun nichts denn eine Räuber- und Mördergrube geworden. Ich habe diesen das am Jordan haarklein und sonnenhell gezeigt und mit richtiger Rechnung bewiesen. Als sie aber sahen, dass sie mir nichts von nur irgendeiner Haltbarkeit entgegenzustellen imstande waren, und als sie wohl merkten, dass sie auf die unwiderlegbarste Weise vor dem Volke verraten und waren angeklagt jeder möglichen Ungerechtigkeit gegen Dich, o Herr, und gegen das Volk, da lachten sie offen, erklärten mich für einen frommen Narren, den man wohl, um sich zu erheitern, ein paar Stunden lang anhören kann, bedrohten aber dennoch das Volk geheim, meine Lehre für etwas mehr als nur für eine lächerliche Raserei zu halten.

9,3. Heimlich aber wurden sie voll Grimmes, da sie wahrnahmen, dass das Volk mich denn doch für einen Propheten hielt und ehrte, Busse tat und sich taufen liess. Diese argen Frevler im Heiligtume Gottes merkten nur zu bald, dass ihnen durch mich die Axt an die Wurzel gelegt war und dadurch ihrer schnöden Herrschaft Ende vor der Türe stehe. Da umringten sie den Herodes und bewiesen mit allerlei grundfalschen Gründen und schlechtesten Winkelzügen, wie seiner Herrschaft durch mich die grösste Gefahr drohe. Herodes konnte das zwar nicht einsehen, da er in festen Kontrakten mit Rom stand, denen er stets pünktlich nachkam, und daher bei was immer für widrigen Vorkommnissen unbedingt sogar so als bedingt auf den römischen Schutz rechnen konnte. Allein, das half aber alles nichts; sie bestürmten den Herodes so lange, bis er mich gefangennahm.

9,4. Als ich einmal gefangen war, aber meine Jünger dennoch den freien Zutritt zu mir hatten, da konnten sie den Herodes nicht mehr belästigen; doch aber merkten sie, dass meine Lehre durch meine Jünger gewaltig fortwuchere. Da stieg ihr Groll und Grimm von Stunde zu Stunde, und sie steckten sich hinter die arge Mutter der schönen Herodias, dass diese, so ihr Herodes sich eine Gnade von ihm zu erbitten bei seinem gewöhnlichen Eide das Fürstenwort geben werde, nichts als mein Haupt begehren solle. Dafür aber werde die Mutter geheim zehntausend Pfunde Goldes aus dem Schatze des Tempels erhalten. Der schönen Herodias aber dünkte diese Forderung zu arg, weil sie wohl wusste, dass Herodes geheim mich liebte; aber es fuhr ein böser Geist in die Alte und enthüllte ihr, dass ich dem Herodes das unlautere Verhältnis nicht billige und ihn davon abbringen wolle. Das machte denn auch die Herodias arg gegen mich also, dass sie dann am Feste auf ein nochmaliges Zureden ihrer geheim bestochenen Mutter mein Haupt verlangte, was zwar den Herodes sehr betrübte, – aber dieweil er einmal den Eid geschworen hatte, so musste er ihn auch halten, und ich ward denn auch im Gefängnisse enthauptet.

9,5. Als die Templer das erfuhren, da brach bei ihnen ein grosser Jubel aus, und sie fingen gleich an, das Volk, das an mich glaubte, nach Möglichkeit zu verfolgen. – Das, o Herr, ist, mit Hinweglassung aller Dir ohnehin nur zu bekannten Nebenumstände, der ganz einfache Grundzug ihrer gänzlichen Verworfenheit, und ich klage sie dessen nun vor Dir an! Du allein aber bist der Herr von Ewigkeit; Du richte sie nach Deiner unendlichen Macht, Weisheit und Gerechtigkeit! Dein allein heiliger Wille geschehe!“

9,6. Hierauf sagte Ich: „Ja, also ist es! Es gab dabei zwar noch so manche anderen Umstände, deren Ich Selbst bei Gelegenheit erwähnt habe, wie davon auch andere Augen- und Ohrenzeugen gesprochen haben vor Meinem Angesichte; aber das ist der eigentliche, innerste Kern ihrer überhöllischen Bosheit! Aber nun sage Ich zu euch, ihr Meine getreuesten Propheten und nun Engel Meiner Himmel, und frage euch, ob ihr diesen grossen Frevlern in Meinem Heiligtume vergeben könnet die grosse Unbill, die sie an euch begangen haben.“

9,7. Sagten beide: „Ja, Herr; denn Du allein bist ja unser aller Versöhnung! Nur wolle Du nach Deiner grossen Barmherzigkeit sie erleuchten, auf dass sie einsehen mögen, wie gross ihr Arges ist!“

9,8. Hierauf verschwanden die beiden auf Meinen geheimen Wink, und wir waren wieder allein.

Kapitel 10 – Die Selbstanklage der Priester

10,1. Es dauerte eine geraume Zeit, ehe sich jemand getraute, auch nur ein Wörtlein zu sprechen; denn die Erscheinung der beiden Propheten hatte alle tief ergriffen und die anwesenden Juden besonders tief erschüttert.

10,2. Nur der Wirt, der neben Mir auch ganz durch und durch ergriffen sass, sagte so halblaut zu Mir: „Herr, Herr, das zeigt mehr denn alles, dass Du in der höchsten Wahrheit das bist, als was Du Dich im Tempel vor dem ganzen Volke dargestellt hast!

10,3. Jetzt liegt es klar am Tage, dass die verheissene grosse Zeit der Zeiten herbeigekommen ist mit allen Gnaden, aber auch mit allen Gerichten aus den Himmeln. Oh, wenn ich doch nur würdig wäre, an den Gnaden einen kleinsten Teil zu nehmen!“

10,4. Sagte Ich: „Nicht nur einen kleinsten, sondern einen allergrössten Teil kannst du dir nehmen! Das kommt nur allein auf deinen Willen an, mit Freude und Lust zu wandeln nach Meiner Lehre, mit der du in Kürze vollauf vertraut werden wirst. – Aber nun wollen wir die Juden fragen, wie ihnen diese wahre Erscheinung gefallen hat!“

10,5. Hierauf wandte Ich Mich an die zwanzig Judenpriester und fragte sie, was sie zu dieser Erscheinung nun sagen.

10,6. Da erhob sich einer vom Sitze und fing an, also zu reden: „Dass die Erscheinung kein irgend hergezaubertes Blendwerk war, davon sind wir alle vollkommen überzeugt; denn eine pure Blenderscheinung, wie ich etliche einmal in Damaskus gesehen habe, hat keine Sprache und weiss nicht um die geheimsten Daten von Begebenheiten, die sich irgend vor kurz oder lang zugetragen haben. Aber weil die Erscheinung eben kein Blendwerk war, so hat sie auf uns alle sicher einen höchst unheilvollen Eindruck machen müssen, und das darum, weil wir daraus nur zu klar ersehen haben, dass wir ob unserer bösen Taten von Gott unmöglich je mehr eine Vergebung unserer zu grossen Sünden zu erwarten haben.

10,7. Es ist wahrlich eine höchst schwere Sache, auf der Welt ein Mensch zu sein! Man ist allen Verlockungen der Welt und der Teufel ausgesetzt, zweier Feinde des menschlichen Lebens, von denen man den minder schädlichen wohl sieht, aber den zweiten, der den Menschen in die Welt hinein verlockt und mit aller Gewalt zieht, sieht niemand, und es kann sich daher auch sehr schwer jemand ihm zur Gegenwehr stellen.

10,8. Dass wir zu grossen Sündern geworden sind, das sehen wir nun klar ein; aber wie wir so nach und nach dazu gekommen sind, das ist uns völlig unbegreiflich. Wir können nun nichts anderes sagen als: Herr, wenn es für uns in Dir noch eine Barmherzigkeit gibt, so erbarme Dich unser und richte uns wenigstens nicht zu hart!

10,9. Hätten wir damals das so eingesehen wie jetzt, so wäre Zacharias und nun später Johannes nicht also behandelt worden. Aber wir waren ja alle stockblind, von der Welt und vom Teufel geblendet, und so handelten wir denn auch rein nach unserer wahrlich echt teuflischen Blindheit und nach dessen ärgstem Willen.

10,10. Wie uns aber nun Moses und Elias ganz gerecht vor Dir, o Herr, angeklagt haben, so klagen wir denn nun vor Dir auch den Teufel, diesen ärgsten Feind der Menschen an, und Du wolle auch ihn vor Deinen Richterstuhl ziehen!“

10,11. Sagte Ich: „Was an euch des Teufels Anteil ist, das steht schon lange an seiner Rechnungstafel; aber Ich sage euch, dass es nun etliche im Tempel gibt, die schon lange den Teufel übertreffen und also mit der Menschheit handeln, dass sie darin von keinem Teufel übertroffen werden können.

10,12. Noch sage Ich euch, dass eben an den Verlockungen von seiten der Teufel lange nicht so viel liegt, als ihr in eurem törichten Glauben meinet! Der eigentliche Teufel ist der Mensch mit seinen Weltgelüsten selbst! Aus denen geht hervor die Selbstliebe – das ist ein Teufel –, die Sucht zum Wohlleben – ein zweiter Teufel –, die Ehrsucht, der Hochmut, die Herrschsucht, der Zorn, die Rache, der Neid, der Geiz, die Hoffart, die Hurerei und die Geringschätzung seines Nebenmenschen – das sind lauter Teufel, auf eigenem Grunde und Boden erzeugt! Darum sollet eben ihr keine so grosse Furcht vor dem Teufel haben und ihn auch nicht anklagen; aber euch selbst klaget in eurem Gewissen an, und bereuet es recht, und fasset den festen Entschluss, ganz andere Menschen zu werden, und werdet es dann auch!

10,13. Liebet Gott wahrhaft über alles und den armen Nächsten wie euch selbst, so werden euch auch eure vielen und grossen Sünden vergeben werden! Denn so ein Mensch die Sünde nicht völlig verlässt, so kann sie ihm auch nicht erlassen werden. Denn die Sünde ist ja des Menschen eigenstes Werk, weil sie hervorgeht aus seinem Fleische und aus dem Willen seiner Seele.

10,14. Die guten Werke nach dem Willen und nach dem Worte Gottes sind und bleiben eigentlich, wenn der Mensch sie auch tut aus freier Selbstbestimmung, eine Gnade von oben, ein Verdienst des Geistes Gottes im Menschenherzen, und der Mensch wird dessen teilhaftig eben durch die Gnade Gottes. – Nun wisset ihr, wie die Sachen stehen. Ihr seid frei und könnet tun, was ihr wollet!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 6 – Chapters 8 to 10

Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber
True Devils, real Repentance – Jesus and the converted Pharisees

Chapter 8 – Moses und Elijah appear at the Lord’s bidding. Moses’ accusation against the Temple Jews

8,1. Hereupon I turned to the Jews and said: “You did not want to believe that Moses and Elijah had recently been here before Me. Therefore, they shall, recognizable to you, appear here and tell you what kind of people you are.”

8,2. In an instant the two prophets stood in our midst bending their knees deeply before Me.

8,3. And Elijah said in a loud voice: “Before You and Your name all knees and hearts in heaven, on earth and below the earth must bow low!”

8,4. Thereupon Moses said to the Jews: “You blasphemers in the temple of Solomon, you children of the serpent, what devil has begotten you for you to say that Abraham is your father and you are sitting on my – and Aaron’s – chair? Having set yourselves up on it without in the least being called to it in order to proclaim to the peoples the law given to me by God, how can you fail to recognize the Most Sublime Who on Sinai gave me the law on two stone tablets?

8,5. You said that I and brother Elijah ought to have come earlier, – and behold, we were both there! Who of you recognized us and believed in us? And did you not do to us exactly what you did nearly to all the prophets and saints of the Lord? What, then, does it mean that you great hypocrites bow down before my name whilst persecuting and finally killing me between the altar and the Holy of Holies? Do speak and give answer!”

8,6. Said one in a trembling voice: “0 – great prophet -, he who, – who was – killed -, his name was only Zachariah.”

8,7. Said Moses: “You villain who are now old in the body were an eye- and ear-witness to the things I said to the congregation of priests when I came back from the Holy of Holies! Behold, these were my words: ‘Listen, brothers, the Lord God in His great grace and mercy has opened my innermost so that the spirit of Moses entered into me. Now my soul and the spirit of Moses are one man, standing before you, just as he once stood before Pharaoh and on Sinai before God. I was the first to establish this chair and sit on it at God’s bidding, -and now I am sitting on it as the last one thus told by God; for henceforth only the Lord Who, miraculously, has already taken on the flesh of men, will do with this chair according to His unfathomable counsel!’ You flew into a rage because of this my truest prophecy, pulled me down from the chair and killed my body. Is not this what happened?”

8,8. Said another, likewise old Jew, even more meekly: “Yes, so it was, truly -, but – who could have believed such a thing?”

8,9. Said Moses: “Why, then, did a few pious people believe it whom you banished for that reason from the temple to faraway lands among the heathens, some of whom are still in the flesh and able to testify against you?”

8,10. Said again another old Jew: “Yes, this may be true, they must have had a special vision for it; but we have never had a vision!”

8,11. Said Moses: “Oh, you talk dishonestly and deceive yourself! For this was told in spirit to everyone, down to the least servant of the temple, seven times successively, clearly and intelligibly in prophetic dreams, and you all were interpreting them amongst you for weeks, while I was silent. How can you now say that you had not had a vision for it?”

8,12. Replied again the same Jew: “Well – was the dream also a vision? There you see, there you see. Well, – who would at that time have thought anything of the kind?”

8,13. Said Moses: “O you worldly-wise foxes, you knew quite well from many examples in the Scriptures what prophetic dreams mean! For instance, Jacob’s dream, Joseph’s dreams, the dream of Pharaoh and many more have surely whispered into your ears what your seven visions signified. However, your worldliness, priestly pride, your inclination towards a life of pleasure, your exceeding idleness and harlotry of every kind and description blinded and stupefied you. Thus, you were afraid of losing all your pleasant advantages in life on account of this my prophecy and, instead of heeding God’s will, have done everything to defy Him and have been to this hour rebels against God. How do you worms of the dust like this absolutely true story?

8,14. Behold, the Glorious One, the Most High Whose face I, Moses, cannot ever be worthy to see, told you Himself in the temple: ‘Not I, but Moses who is your hope will accuse you before the Father!’ Look, not many days have passed since then and the prophecy of the Supreme Lord is already being fulfilled and I, Moses, in the name of the Lord your chief prophet, am now accusing you before His holy countenance of all the atrocities of which you have become guilty! What can you say for your justification?”

8,15. At this point the Jews, driven into a corner and full of fear and terror, become speechless and can only stammer, unable to utter an intelligible word.

8,16. Only a younger Jew among them said in a trembling voice: “My Lord God is the most terrifying Last Judgment already beginning today?”

8,17. Said Moses: “My accusation is at all times in my hand, but the wrath and revenge is in the hand of the Lord Almighty. Your Judgment Day has already come much nearer to its final aim, but everything depends now only on the Lord. Now speak up how you understand all this.”

8,18. Said an old Jew, his teeth chattering with fear: “O you great prophet Moses, do tell us whether we will go to hell and be lost for good, and whether everyone has his own Judgment Day.”

8,19. Said Moses: “As far as hell is concerned you need not, with your present way of living, ask whether you will go there. Your present way of thinking and your conduct have for a long time been of such a nature that you actually were in hell, and you have been doing everything that is fitting for hell. Since you are already in hell, you can no longer go there.

8,20. As concerns Judgment Day, you will in the next world after the shedding of your body have a youngest day*, just as you will in this world have a last and oldest. However, while you are still living in this world you can, if you want to, easily find a way out of hell, for here amongst you is sitting the great Guide and Redeemer. Listen to Him and act accordingly! – I have spoken before You, O Lord, and now may Elijah take my place.” *Translator’s Note: Doomsday or Judgment Day, in German “jüngster Tag” means literally “Youngest Day”

Chapter 9 – The accusation of Elijah

9,1. Said I: “Elijah, you forerunner and preparer of My ways, what have you to say against these servants of the temple?”

9,2. Said Elijah: “Lord, Moses has said everything. With him the temple has ceased to be a house of God. It has become nothing but a den of thieves and robbers. At the Jordan I clearly showed it to these men and also proved it in every detail. Yet when they saw that they were unable to refute my words with a single shred of evidence, well noticing that they were irrefutably found out and accused of every possible iniquity against You, O Lord, and against the people, they openly laughed and declared me a pious fool to whom one can for fun’s sake listen for a few hours. But secretly they threatened the people lest they see in my teaching more than the ridiculous ravings of a madman.

9,3. Secretly they were full of rage because they noticed that the people still considered me a prophet and honored me as such, repented and were baptized. Only too soon did these evil blasphemers in God’s holy place become aware that through me the axe had been put to their tree, threatening an end to their iniquitous rule. So they beset Herod and proved through all kinds of deceit and evil tricks how gravely his authority was threatened through me. Herod could not see their point since he had firm contracts with Rome to which he always meticulously stuck, so that he could as a matter of course in any adverse situations count on Roman protection. But all this was of no avail; they kept harassing Herod, so much so that in the end he had me imprisoned.

9,4. Once I was imprisoned and my disciples were allowed to visit me in prison, they could no longer harass Herod; but they could not fail to notice that my teaching kept spreading enormously through the efforts of my disciples. Their anger and wrath increased from hour to hour and they enlisted the help of the evil mother of the beautiful Herodias. If, besides his usual oath, Herod should give also his word as a prince when granting Herodias a favor, she was to ask for nothing else but my head. In return for this the mother was to secretly obtain ten thousand pounds of gold from the temple treasure. The beautiful Herodias, well knowing that Herod was secretly fond of me, considered this demand too harsh, but an evil spirit took possession of the old woman and revealed to her the fact that I did not approve of his adulterous relationship and was trying to dissuade him from it. This badly prejudiced also Herodias against me so that when, during the celebrations, she was again urged by her secretly bribed mother, she demanded my head, which greatly saddened Herod, – but, having sworn the oath he had to keep it, and so I was decapitated in prison.

9,5. When the Templers heard of this, they greatly rejoiced and began immediately wherever possible to persecute the people who believed in me. – This, in simple outline and without going into any details with which you are anyway familiar, is their whole depravity, O Lord, and I am now accusing them of it before You! You alone are the Lord of eternity. Do judge them according to Your infinite power, wisdom and justice. Your alone holy will be done.”

9,6. Hereupon I said: “Yes, so it is! There are, to be sure, a few other facts which I Myself have occasionally mentioned and other eye and ear witnesses have reported in My presence, yet this is the true, innermost core of their exceedingly hellish wickedness. But now I ask you, My most faithful prophets and now angels of My Heavens, whether you can forgive these great offenders in My holy place the great wrong they did to you.”

9,7. Said both: “Yes, Lord, for You alone are the reconciliation for all of us! If only You in Your great mercy would enlighten them so that they might see their great iniquity.”

9,8. At My secret sign the two then disappeared and we were alone again.

Chapter 10 – The self-accusation of the priests

10,1. It was a fairly long time before anyone dared to say even a word; for the appearance of the two prophets had moved everyone deeply and had particularly distressed the Jews present.

10,2. Only the innkeeper who sat beside Me also quite thoroughly moved said to Me, subdued: “Lord, Lord, that shows more than anything that You are in truth what You presented Yourself as before the whole nation in the Temple!

10,3. Now it is as clear as day that the promised great age of ages has come with all mercy, but also with all judgment from heaven. Oh, if only I were worthy to take even the smallest part of this mercy!”

10,4. I said: “You can take for yourself not only the smallest part, but the very greatest part! That depends only on your desire to walk with joy and delight according to My teaching, with which you will soon become fully acquainted. But now let us ask the Jews how they liked this true apparition!”

10,5. Thereupon I turned to the twenty Jewish priests and asked them what they thought of this apparition.

10,6. One of them stood up and began to speak as follows: “We are all fully convinced that the apparition was not some magic delusion because a mere phantom, the kind of which I once saw in Damascus, is without a language and does not know about the most secret dates of events which took place a short or long time ago. But because the appearance was certainly no illusion, it surely made a highly ominous impression on us all, and that is because we have seen only too clearly through this that, because of our evil deeds, we cannot possibly expect forgiveness from God for our too great sins.

10,7. It is truly a very difficult thing to be a man in this world! One is exposed to all the temptations of the world and the devil, the double enemy of human life, of which one can see the lesser evil indeed, but no-one sees the second, who entices a person to the world and pulls him with all force, and thus he can resist it only with great difficulty.

10,8. We now see clearly that we have become great sinners, but we cannot comprehend how we gradually came to end up like this. All we can now say is this: Lord, if You can still spare any mercy for us, do have mercy upon us and at least do not judge us too harshly.

10,9. If at the time we had understood this as we do now, Zachariah and, later, John would have been treated differently. But we all were stone-blind, blinded by the world and by the devil and, therefore, acted solely according to our truly devilish blindness and its most evil desire.

10,10. Just as Moses and Elijah have now quite justly accused us before You, O Lord, we now accuse before You the devil, this greatest enemy of mankind. Do summon him also before Your tribunal.”

10,11. Said I: “That part of you belonging to the devil has long since been charged to his account. Yet I tell you that there are now some in the temple who for a long time have been surpassing the devil, dealing with mankind in a way unsurpassed by any devil.

10,12. I also tell you that much less than you think in your foolish belief depends on the temptations through the devils. The true devil is man himself with his worldly desires. From these goes forth self-love – which is one devil -, the passion for a life of luxury – a second devil -, ambition, pride, lust for power, anger, revenge, envy, avarice, arrogance, harlotry and contempt for his fellowman -, all these are devils begotten on man’s own ground and soil. Therefore, you should not be so scared of the devil nor should you accuse him. However, do accuse yourselves in your conscience and do proper repentance and firmly resolve to become completely different men, and then carry it out!

10,13. Love God truly above all and the poor neighbour as yourselves, and your many and great sins will be forgiven. For as long as man does not completely give up sin he cannot be forgiven it, for sin is man’s own doing because it proceeds from his flesh and from the will of his soul.

10,14. The good works according to the will and the word of God, even if conducted by man out of free self-determination, are really always a grace from above, a merit of God’s Spirit within the human heart, and man shares in it by the very grace of God. – Now you know how things are. You are free and can do what you wish.”

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Hebe dich weg, Satan! – Jesu Erklärung an Petrus – Away with you, Satan! – Jesus’ Explanation to Peter

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flagge de  Hebe dich weg, Satan! – Jesu Erklärung an Petrus

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 5, die Kapitel 170 und 171
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Jesus erklärt Petrus “Hebe dich weg, Satan – du bist mir ärgerlich!” …
Matthäus 16, 20-28

Kapitel 170 – Des Petrus blinder Eifer und Sorge um den Herrn

170,1. Als wir aber schon weit draussen auf dem Meere uns befanden, sagte Ich abermals zu den Jüngern: „Wohin wir nun auch kommen mögen, da schweiget und verratet Mich nicht, dass Ich Jesus, der Christ, sei!“ (Matth.16,20)

170,2. Und Petrus trat zu Mir und fragte Mich, ob Ich noch nicht wüsste, wohin uns das Schiff bringen werde; denn er führte das Steuerruder und hätte gerne erfahren, wohin er lossteuern solle.

170,3. Ich aber sagte: „Lass es gehen, wohin es geht; der Vater weiss es schon, wohin wir diesmal zu kommen haben! Nun sind wir noch auf dem Lehrwege, und unsere Fahrt geht in die untere grosse Bucht, wo man der Stadt Cäsarea Philippi in den Rücken kommt, und dort werden wir uns einige Ruhe gönnen. Aber in ein paar Jahren werden wir auf diesem Schiffe gen Jerusalem hinauffahren, und da wird es sich um ganz etwas anderes handeln. – Nun aber kommen wir in einen Ort ganz nahe der vorbenannten Stadt, allda trotz unseres mehrtägigen Aufenthalts auf der Gegenseite der benannten Stadt dennoch kein Mensch von uns etwas vernommen hat. Selbst der grosse Brand der Stadt hat die Bewohner dieses Ortes nicht aus ihrer Fassung zu bringen vermocht. Aber es musste das also sein, damit ihr bei dieser Gelegenheit wieder eine andere Art Offenbarung erfahret.“

170,4. Petrus aber trat zu Mir und sagte: „Herr, um was wohl wird es sich handeln in Jerusalem, im Orte des grossen Verderbens? Denn von dort aus ist noch nie etwas Gutes und die Menschheit Beglückendes gekommen, und noch nie hat ein Ehrlicher in dieser Stadt etwas Tröstliches erfahren. Hochmut und Verfolgung sind darin stets vor allem zu Hause. Daher meine ich, es wäre besser gewesen, Du, o Herr, hättest Jerusalem also gezüchtiget wie diese kleine Stadt, die freilich die Strafe schon lange wohl verdient hatte. Vor acht Monaten ungefähr waren wir ohnehin in Jerusalem und haben uns überzeugt, dass mit seinen Bewohnern rein nichts zu machen ist bis auf ein paar Menschen, die aber als einzelne Schwalben auch noch lange keinen Sommer ausmachen. Daher wäre meine Meinung, wir sollen mit jener stolzen Greuelstadt, in der Johannes vor kurzem erst enthauptet ward, nicht viel Aufhebens machen und sie für alle Zeiten meiden. Denn solch eine Stadt ist ja doch ewig nicht würdig, dass Du sie betrittst mit Deinen heiligen Füssen. Das ist freilich nur so meine Meinung; gib mir auch die Deine kund!“

170,5. Von dieser Zeit an fing Ich an, ernstlicher mit Meinen Jüngern davon zu reden, dass Ich nach des Vaters Willen wohl werde nach Jerusalem gehen müssen und werde dort viel leiden von den Ältesten, Hohenpriestern und Schriftgelehrten, werde von ihnen getötet werden, aber am dritten Tage wieder vom Tode auferstehen. (Matth.16,21) Als ein Sieger über allen Tod und über alle Feinde des Lebens werde Ich dastehen dann für ewig, wie Ich schon auf dem Berge des Markus davon Erwähnung tat.

170,6. Da erschrak Petrus förmlich und sagte zu Mir, Mich beiseite ziehend, in einem gewissen gebieterisch-mahnenden Tone: „Herr, das geschehe Dir ja nicht, und Du bist uns und allen Menschen gegenüber verpflichtet, Deiner zu schonen!“ (Matth.16,22)

170,7. Aber Ich wandte Mich schnell um und sagte auch in einem ganz ernsten Ton: „Hebe dich, Satan, von Mir! Du bist Mir ärgerlich; denn du meinst nicht, was da göttlich, sondern nur, was da ganz gemein weltmenschlich ist!“ (Matth.16,23)

170,8. Hier erschrak Petrus ganz gewaltig, fiel vor Mir nieder, bat Mich um Vergebung und setzte weinend hinzu: „Herr, als wir auf eben diesem Meere dahin steuerten, wo wir uns nun mehrere Tage aufhielten, sagtest Du zu mir ob meines Glaubens (GEJ2-176, 17): ,Simon Juda, du bist Petrus, ein Fels, auf dem Ich Meine Kirche bauen werde, und alle Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen! Dir will Ich geben des Himmelreiches Schlüssel. Was du auf Erden lösen wirst, das soll auch im Himmel gelöst sein, und was du binden wirst auf Erden, das wird auch gebunden sein im Himmel!‘ Das, o Herr, waren buchstäblich Deine heiligen Worte aus Deinem heiligsten Munde, an mich armen Sünder gerichtet. Ich aber habe mich darum dennoch nie erhoben, und mich stets nur für den Geringsten unter uns gehalten, – und wegen einer freilich nur menschlichen, aber dennoch nur aus meiner grossen Liebe zu Dir erkeimenden Warnung hast Du mich zum Fürsten der Hölle gemacht! Herr, sei doch gnädig und barmherzig dem armseligen Fischer Petrus, der zuerst sein Netz ins Meer warf, Weib und Kinder verliess und Dir nachfolgte!“

Kapitel 171 – Das Wesen Satans und der Materie

171,1. Da wandte Ich Mich wieder freundlichst zu Petrus und sagte: „Darum habe Ich dich nicht im geringsten herabgesetzt, so Ich dir in der scharfen Anrede gezeigt habe dein Menschliches! Alles, was diesweltlich Menschliches am Menschen ist – als sein Fleisch und dessen verschiedenartige Bedürfnisse aus puren diesirdischen Rücksichten –, ist im Gerichte, darum Hölle und Satan, der da ist ein Inbegriff alles Gerichtes, alles Todes und aller Nacht und alles Truges; denn alles scheinbare Leben der Materie ist nur ein Trugleben, und all ihr Wert ist soviel wie gar keiner.

171,2. Welch ein Mensch immer in einen Sinn der Materie zurückfällt, ist insoweit dann auch Satan, inwieweit er irgend ein Heil in der Materie und in ihrem Scheinleben vertritt.

171,3. Will jemand aber des Satans noch in seinem Fleische ledig werden, so muss er das Kreuz, das Ich schon jetzt im Geiste trage, auf seine Schulter nehmen und Mir nachfolgen! (Matth.16,24) Denn Ich sage es euch: Wer sein (irdisch) Leben erhalten will, der wird es (das geistige) verlieren; wer aber sein (irdisch) Leben um Meinetwillen verlieren wird, der wird es (das geistige) finden! (Matth.16,25)

171,4. Was hülfe es denn einem Menschen, so er gewönne die ganze Welt mit allen ihren Schätzen, litte aber dabei Schaden an seiner Seele? Oder was kann ein Mensch geben, dass er dann wieder löse seine Seele aus den Banden der Materie, des Gerichtes und des Todes? (Matth.16,26)

171,5. Wohl wird es je einmal geschehen, dass Ich, als nun des Menschen Sohn, wiederkommen werde in der Herrlichkeit des Vaters mit allen Engeln, deren Macht ihr kennet, aber Er wird auch dann wie jetzt nur tun, helfen und vergelten können jedermann nach seinen höchsteigenen Werken. Wer tot befunden wird, der wird auch tot verbleiben bis zur Zeit jener grossen Erweckung auch aller derer, die in den Gräbern des Gerichtes verblieben sind, und auch da wird eines jeden Liebe, Willen und Gewissen Richter sein für immerdar! (Matth.16,27)

171,6. Aber die da leben nach Meinen Worten und verrichten die Werke der wahren Selbstverleugnung und innern freien Liebe, die werden den Tod nicht sehen und fühlen jemals. Wahrlich, zu Meiner und eurer grossen Freude kann Ich euch sagen, dass von euch etwelche dastehen, die keinen Tod schmecken und fühlen werden und Zeugen sein werden von allem, bis da sogar auch vorbesprochenermassen kommen wird des Menschen Sohn in Sein Reich, den sie sehen werden und mit dem sie herrschen werden ewig! Aber dazu wird sehr viel Liebe zu Gott und dem Nächsten erfordert.“ (Matth.16,28)

171,7. Wahrlich, so da ist irgend ein Vater oder eine Mutter, die da nur sorgen darum, dass ihre Kinder in dieser Welt wohl versorgt werden möchten, und achten nicht höher den Wert des Lebens der Seele ihrer Kinder, die haben sich und ihren Kindern ein Grab zum ewigen Tode gegraben; denn was immer der Welt ist, das ist des Satans, also des Gerichtes und des Todes der Materie!

171,8. Wohl ist die Materie ja bestimmt, erweckt zu werden durch die Kraft eines jenseitigen, reinen Geistes zur Auferstehung aus den langen Gerichten; aber dann muss die Materie nach der ihr wohl eingeprägten freien Intelligenz übergehen in die rechte Form und Wesenheit ihres jenseitigen Geistes, der ein Licht ist aus Gott. Geschieht das von der Materie nicht, so kehrt der jenseitige Geist in seinen Urquell zurück, und die für immer belebt werden sollende Materie fällt abermals in ihr altes Gericht und wird im selben lange zu harren haben, bis etwa einmal abermals ein jenseitiger Geist sie erwecken wird zu einer neuen Lebensprobe.

171,9. Weil die Sache aber einmal so und nicht anders ist und sein kann, so kam denn ja auch Ich Selbst von oben herab zu euch Menschen dieser Erde und zeige euch nun die volle Wahrheit aller Lebensgestaltungen und deren gute oder schlechte Verhältnisse. Und du, Mein Petrus, wirst nun hoffentlich auch im klaren sein darin, warum Ich ehedem zu dir gesagt habe: ,Hebe dich von Mir, Satan!‘ “ …

flagge en  Away with you, Satan! – Jesus’ Explanation to Peter

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 5, Chapters 170 and 171
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

Jesus explains to Peter… “Away with you, Satan!” …
(Matthew 16:20-28)

Chapter 170 – Peter’s blind enthusiasm and concern for the Lord

170,1. But once we were already far out on the sea, I said once again to the disciples, “Wherever we may now end up, be silent and do not reveal Me as Jesus, the Christ!” (Mt. 16:20)

170,2. And Peter came to Me and asked Me whether I did not yet know where the ship would bring us; for he was at the rudder and dearly wanted to know where he should be steering.

170,3. But I said, “Let it go wherever it will; the Father knows already where we will have to go this time! We are still on the path of learning, and our journey goes to the other great bay where the city of Caesarea Philippi is at our backs and there we will be able to afford ourselves some rest. But in a few years we will travel up to Jerusalem on this ship and then there will be something quite different to deal with. – But now we are coming to a place quite near to the previously-mentioned city, where, despite our stay of many days on the opposite side of this particular city, nonetheless no man has heard anything about us. Even the great fire of the city was not able to trouble the inhabitants of this place. But it had to be so, so that you all will experience yet another type of revelation at this opportunity.”

170,4. But Peter came to Me and said, “Lord, what will happen in Jerusalem, in the place of great perdition? For nothing good or happy for man has ever come from that place, and an honest man has never found anything comforting in this city. Above all, arrogance and persecution are always quite at home there. Therefore I think that it would have been better if You, oh Lord, had chastised Jerusalem like this little town, which has certainly long deserved this punishment. About eight months ago we were in any case in Jerusalem and convinced ourselves that nothing at all can be done with its inhabitants except for a few people who were single swallows, however, and that does not signal the arrival of summer. Therefore my opinion would be this: we should not make a great fuss about that proud city of abominations, in which John was recently beheaded, and avoid it for all time. For such a city is eternally unworthy that You should step on it with Your holy feet. That is of course only my humble opinion; let me know Yours as well!”

170,5. From this time on I began to speak more seriously with My disciples about the fact that I would have to go to Jerusalem according to My Father’s will and would suffer very much there from the elders, the high priests and scribes, would be killed by them, but that on the third day I would raise from the dead again (Mt. 16:21). I would then stand there as a victor over all death and over all enemies of life for eternity, as I had already mentioned on Mark’s mountain.

170,6. At this Peter became quite alarmed and, drawing Me aside, said in a commanding, admonishing tone: “Lord, this must never happen to You! You are obliged both to us and to all men to protect Yourself.” (Mt. 16,22)

170,7. But I turned around quickly and said in a very most serious tone: “Away with you, Satan; you are a stumbling-block to Me. You think as worldly men think, not as God thinks.” (Mt. 16, 23)

170,8. Here Peter was very powerfully shocked, fell down before Me, begged for forgiveness and added, sobbing, “Lord, when we were sailing on this sea to the place where we have now just spent several days, You said to me on account of my faith (GGJ2-176, 17): ‘Simon Juda, you are Peter the rock. And on this rock I will build My church, and the powers of death shall never conquer it. I will give you the keys of the Kingdom of Heaven. Whatsoever you shall bind on earth shall be bound in heaven, and what you shall loose on earth shall be loosed in heaven.’ These, oh Lord, were the holy words from Your most holy mouth, literally directed to me, a poor sinner. Yet I have never prided myself because of it but have always regarded myself as the least amongst us all, – and now You call me prince of darkness because I, driven by my great love for You, gave You a warning as a man. Lord, do have grace and mercy upon the poor fisherman Peter, who was the first to throw his net into the sea and leave his wife and children to follow You!”

Chapter 171 – The nature of Satan and matter

171,1. Here I turned again to Peter in the friendliest way and said, “I have not disparaged you in the least if I have shown you in the sharp speech your human side! Everything that is human in this world in a person – his flesh and its various needs from pure earthly considerations – is under judgment, therefore hell and Satan, who is the epitome of all judgment, death, night and falsehood, for the whole so-called life of matter is merely a phantom-life and of no value at all.

171,2. He who sinks back into some aspect of matter is also Satan, insofar as he seeks his salvation in matter and its phantom-life.

171,3. If anyone wishes to break free of Satan in his flesh, let him deny himself and take up this cross that I already carry in spirit and follow Me! (Mt.16:24) For I say to you: Whoever wishes to save his (earthly) life will lose it (spiritually); but whoever loses his (earthly) life for My sake shall find it (spiritually) ! (Mt.16:25)

171,4. For what will a man gain by winning the whole world with all its treasures while at the same time he loses his soul? Or what can a man give that will free his soul from the bonds of matter, judgment and death? (Mt. 16,26)

171,5. For indeed it will come to pass that I, now the Son of Man, shall at some future time return in the glory of the Father with all the angels, whose power you know. But then, as now, He will only be able to help and reward every man according to his own works. Whoever will be found dead will remain dead until such time when all those who have remained in the graves of judgment will be raised, too. Even then, every man’s judge will be forever his love, will and conscience. (Mt. 16:27)

171,6. But those who live according to My words and do deeds of true self-denial and inner free love will never see or feel death. Verily, to My great joy and yours I can say to you that there are some of those who are standing here who shall not taste or feel death and shall be witnesses of everything until they see the Son of Man coming in His kingdom with whom they will reign forever! But for that much love for God and for one’s fellow man is required.” (Mt.16:28)

171,7. Truly, if there is any father or mother here who only care about looking after their children well in this world, and do not pay attention to the higher value of the life of the soul of their children, have dug themselves and their children a grave for eternal death; for whatever is of the world is also of Satan, thus of judgment and the death of matter!

171,8. Truly all matter is determined to be awakened through the power of an other-worldly pure spirit to be resurrected from the long judgment; but then matter must transform according to its well-engrained free intelligence into the correct form and wisdom of its other-worldly spirit, which is a light from God. If this does not happen by the matter, the other-worldly spirit returns to its source and the matter that should have been awakened for ever falls back once again into its old judgment and will have to wait there until once again an other-worldly spirit awakens it to a new test life.

171,9. But because things are that way and not otherwise, nor can they be, I came Myself from above to you people of this Earth and am now showing you all the full truth of all forms in life and its good or bad conditions. And you, My Peter, will hopefully now be clear about why I have just said to you: ‘Away with you, Satan!’ – Now forward into the great bay!” …

Der Zorn Gottes… Jesus erläutert – The Wrath of God… Jesus elucidates

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Der Zorn Gottes-Jesus erklaert-Das Grosse Johannes Evangelium Jakob Lorber-Band 4 Kapitel 141-145 The wrath of God-Jesus explains-The Great Gospel of John Jacob Lorber-Volume 4 Chapter 141-145
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flagge de  Der Zorn Gottes… Jesus erläutert

DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES Band 4, die Kapitel 141 bis 145
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Der Zorn Gottes… Jesus erläutert…

Kapitel 141 – Der Zorn Gottes

141,1. Sagt Cyrenius, etwas verlegen: „Herr, es hat Dich ausser mir doch niemand um irgend etwas gefragt, und es hat den Anschein, als ob Du mir darum als Gott, als mein Herr und mein Erhalter gram geworden wärest!“

141,2. Sage Ich (der Herr): „Wie magst du Mich also verkehrt verstehen?! Wie kann Ich dir gram sein, so Ich dir vollernstlich und für ewig wahr zeige, was euch allen und jedem Menschen zum Leben das Notwendigste ist? Siehe, siehe, wie sehr kurz noch deine Urteilskraft ist! Wann wohl wird sie das rechte Mass erhalten? Wem kann die reinste Urliebe aller Liebe in Gott je gram werden?

141,3. So ihr leset von einem Zorne Gottes, da sollet ihr darunter verstehen den ewig stets gleichen und festesten Ernst Seines Willens; und dieser Ernst des Willens in Gott ist aber ja eben der innerste Kern der allerreinsten und allermächtigsten Liebe, aus der die Unendlichkeit und alle Werke in ihr wie die Küchlein aus dem Ei hervorgegangen sind, – und diese kann doch ewig niemandem gram werden! Oder meint aus euch wohl jemand, dass Gott gleich wie ein dummer Mensch zürnen könne?“

141,4. Tritt hier der alte Oberste Stahar einmal wieder zu Mir und sagt: „Herr, vergib es mir, so ich mir hier auch eine Bemerkung im Punkte des Zornes Gottes erlaube!

141,5. Wenn man, verbunden mit einem festen Glauben an Gott, die alte Welthistorie betrachtet, so kann man sich’s denn doch nicht ganz verhehlen, dass Gott zu Zeiten den Menschen, die zu unbändig geworden sind, Seinen Zorn und Seine Rache auf ganz besonders unerbittlich strenge Weise hat fühlen lassen.

141,6. ,Der Zorn ist Mein, und die Rache ist Mein!‘ spricht der Herr durch den Mund des Propheten. Dass es aber wohl also ist, beweisen die Vertreibung Adams aus dem Paradiese, die Sündflut zu den Zeiten Noahs, die Billigung des Fluches des Noah über einen seiner Söhne; später der Untergang von Sodom, Gomorra und der umliegenden zehn Städte, auf dem Punkte, da wir heute das Tote Meer bewundern; noch später die Plagen Ägyptens und die der Israeliten in der Wüste; dann die von Gott befohlenen allermörderischesten Kriege gegen die Philister, die babylonische Gefangenschaft und nun endlich die volle Unterjochung des Volkes Gottes durch die Macht der Heiden!

141,7. Herr, wer nun dieses Benehmen Jehovas gegen die Sünder, die niemand anders als eben wir Menschen sind, nur ein wenig ins Auge und ins Gemüt fasst, der kann ja doch unmöglich etwas anderes herausfinden als einen förmlichen Zorn und eine vollkommenste Rache Jehovas!

141,8. Freilich könnte man sagen: Also erzieht Gott mit dem vollsten Ernste Seine Menschen und ganze, grosse Völker mit der gehörigen Zuchtrute in der Hand! Aber die Hiebe und Schläge haben durchaus nicht das Ansehen, als kämen sie aus der Hand eines liebevollsten Vaters, sondern da schaut überall ein ganz entsetzlich zorniger, wenn auch in einer gewissen Hinsicht höchst gerechter Richter auf Leben und Tod und auf Pestilenz und Brand heraus!

141,9. Dies ist so meine Ansicht, das heisst, wenn die Welthistorie uns eine volle Wahrheit verkündet; sind aber alle die traurigen Aufzählungen dessen, was Gott gewirkt hat, nur eine Fiktion, dann mag das, was man Zorn und Rache Gottes nennt, immerhin der Kern Seiner ewigen und reinsten Liebe sein. Ich habe nun das nur so vorgebracht, da Du, o Herr, ehedem Selbst den Zorn und die Rache angezogen hast!

141,10. Es wird wohl immerhin schon also sein, wie Du, o Herr, es zuvor gesagt hast; aber merkwürdig bleibt es immer, dass mit dem angekündigten Zorne Gottes in den alten Zeiten, wenn die Menschheit sich nicht gebessert und wahre Busse gewirkt hat, auch die allermartialste Strafe erfolgt ist, und das im Grossen wie im Kleinen, und im Allgemeinen wie im Besonderen, ohne alle Schonung! Nun, wie sich dieses mit der allerreinsten, zorn- und rachelosesten Liebe vereinbart, das wäre wahrlich auch der Mühe wert, so es bei dieser Gelegenheit ein wenig näher beleuchtet werden wollte!“

Kapitel 142 – Vom ersten Menschenpaar

142,1. Sage Ich: „So wie du, Freund, nun geredet hast von Gottes Zorn und Rache, Gerechtigkeit und Liebe, ebenalso urteilt auch ein Stockblinder von der harmonischen Pracht der Farben im Regenbogen!

142,2. Hast du denn noch nicht aufgefasst, wie da alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten, Davids und Salomos Schriften nur auf dem Wege der inneren geistigen Entsprechung verstanden und begriffen werden können?!

142,3. Meinst du denn im Ernste, dass Gott den Adam aus dem Paradiese durch einen Engel, der ein flammendes Schwert als Vertreibungswaffe in seiner Rechten führte, vertreiben liess? Ich sage es dir: mag das auch dem Adam als Erscheinung vorgestellt worden sein, so war es aber nur eine Entsprechung von dem, was eigentlich in Adam selbst vorgegangen ist, und gehörte eben also zum Akte seiner Erziehung und zur Gründung der ersten Religion und Urkirche unter den Menschen auf Erden.

142,4. Auf der Erde aber gab es nirgends ein materielles Paradies, in dem dem Menschen die gebratenen Fische in den Mund geschwommen wären, sondern er musste sie so wie jetzt erst fangen und braten und dann erst mit Mass verzehren; war der Mensch aber tätig und sammelte sich die Früchte, die die Erde ihm trug, und hatte sich dadurch einen Vorrat erzeugt, so war jede Gegend der Erde, die der Mensch kultiviert hatte, ein rechtes irdisches Paradies!

142,5. Was wäre auch aus dem Menschen und seiner Geistesbildung geworden, wenn er in einem wahren Müssiggangs- und Fressparadiese sich um gar nichts zu kümmern und zu sorgen gehabt hätte, wenn ihm, wie gesagt, die besten Früchte in den Mund hineingewachsen wären, wenn er sich, auf weichstem Rasen liegend, nur hätte wünschen dürfen, und alles wäre schon da, so dass er nur den Mund aufzusperren brauchte, und die besten Bissen schöben sich ihm schon in den Mund?! Wann würde der Mensch bei solch einer Erziehungsweise denn zur bedingten Lebensselbständigkeit gelangen?! Ich sage dir, dass der Mensch nach deinem Begriffe vom Paradiese bis zur Stunde nichts anderes wäre und wüsste als ein ganz wohlbestellter Fressochse oder als ein Fresspolyp auf dem Meeresgrunde.

142,6. Was stellt demnach die Erscheinlichkeit des Engels mit dem Flammenschwerte vor? Was besagt dies Wortbild? Der Mensch war nackt; denn bis jetzt ist noch kein Mensch mit einem Kleide in die Welt getreten. Hatte er auch, ebensowenig wie diese Eselin hier (siehe Band 4, Kap.120), keine Kindheit dem Leibe nach durchzumachen gehabt, da er dem Leibe nach ebenso entstanden ist wie diese Eselin, und hatte er auch eine Grösse von mehr denn zwölf Schuhen, wie nicht viel minder auch die Eva, so war er aber in der ursprünglichen Erfahrung über die Beschaffenheit der Erde ja dennoch ein Kind und musste erst klug werden zumeist durch die Erfahrung.

142,7. Im warmen Frühjahre, Sommer und Herbste konnte er es schon mit der nackten Haut aushalten; aber im Winter fing er an, die Kälte sehr zu fühlen, und er selbst fragte sich in seinem Gefühle, das Gott in ihm stets mehr und mehr erweckte durch geistiges und naturmässiges Einfliessen: ,Wo bin ich denn? Was ist mit mir vorgegangen? Es war mir zuvor so angenehm, und nun friert es mich, und die kalten Winde tun wehe meiner Haut!‘ Offenbar musste er sich um eine vor dem Winde geschützte Wohnung umsehen und seinen Leib mit allerlei Laub der Bäume zu überdecken anfangen. Durch diese gezwungene Arbeit ward das Denken reger und ordnete sich auch bald.

142,8. Aber es fing ihn auch zu hungern an; denn gar viele Bäume und Gesträuche hatten leere Zweige. Er ging weit aus und suchte Nahrung und fand noch volle Bäume; er sammelte die Früchte und trug sie in die Grotte, die er als eine gute Wohnung auffand. Da sagte ihm sein schon mehr erfahrenes Gemüt abermals: ,In dieser Zeit liegt die Erde in einem Fluche, und du Mensch kannst dir nur im Schweisse deines Angesichts deine Kost sammeln!‘

142,9. Nachdem aber der erste Mensch dieser Erde einmal in der Grotte überwintert hatte auf den Höhen, die da begrenzen den nordöstlichen Teil des Gelobten Landes, zu dem auch unser Galiläa gehört, da hatte er Musse, mit seinem Weibe tiefer in sich hinein zu forschen und zu schauen. Da fand er auch ein Bedürfnis nach einer grösseren Gesellschaft. Im Traume ward er belehrt, was er zu tun hätte, um zu einer solchen, das heisst grösseren Gesellschaft zu gelangen, und nach solcher Belehrung fing er an, zu zeugen den Kain und dann bald darauf den Abel und den Seth.

142,10. Das Weib aber war es, das ihm den ersten Einschlag zur Zeugung gab; denn dem Weibe kam zuerst im Traume ein Gesicht, wie die Zeugung zu geschehen habe. Weiter wollen wir diese Sache nicht verfolgen, und Ich sage nun dir, Mein Freund Stahar: alles ging ganz natürlich zu, und es gab da nirgends etwas Widernatürliches. Aber Moses sah es dennoch, dass dies alles nur nach dem Wollen Jehovas geschehen konnte; er erkannte durch Gottes Geist, dass alle diese ganz natürliche Führung auf dem Wege gemachter Erfahrungen durch Mich, das heisst durch Meinen Geist, geleitet ward und stellte darum Gott durch entsprechende Bilder stets an die Seite dieses ersten Menschenpaares und personifizierte aber auch Meine Einwirkung in den kürzesten, aber doch entsprechendsten Bildern, wie sie damals allgemein üblich waren und auch sein mussten, weil überall zur Leitung des Volkes und der Völker solche Bilder notwendig waren.

142,11. Übrigens aber versteht es sich von selbst, dass Gott und die Engel es wohl wussten und auch verstanden, das erste Menschenpaar in einer der fruchtbarsten Gegenden der Welt werden und entstehen zu lassen.

142,12. Wenn spätere und eigens zugelassene Naturereignisse die ersten Menschen nötigten, ihren ersten Nährgarten zu verlassen und sich auf der Erde weiter umzusehen, so geschah das auch nicht etwa aus einer Art göttlichen Zornes, sondern nur aus Liebe zum Menschen, auf dass er von seiner träge gewordenen Sinnlichkeit wieder aufgeweckt würde und überginge zur Tätigkeit, und dass er mache ausgedehntere Erfahrungen.

142,13. Als Adam und sein Weib und seine Söhne es wahrnahmen, dass es auf der weiten Erde nahe überall etwas zu essen gab, fingen sie an, grössere Reisen zu unternehmen, wodurch sie mit Asien und Afrika so ziemlich vertraut wurden. Das bereicherte sie wieder mit allerlei Erfahrungen. Geheim vom Gottesgeiste geleitet, kamen sie in ihr erstes Eden zurück und blieben daselbst, von wo aus denn auch die Bevölkerung der ganzen Erde erging.

142,14. Sage Mir in deinem Gemüte: Schaut da irgendein Zorn oder eine Rache Gottes heraus?!

Kapitel 143 – Die Sündflut

143,1. (Der Herr:) „Ja, Gottes Weisheit kann wohl widerwillig werden, so schon gebildete und wenigstens zur Hälfte reif gewordene Menschen mutwillig und auch böswillig gegen die Ordnung Gottes sich auflehnen; aber dafür ist wieder die Liebe Gottes da, die in ihrer grossen Geduld stets jene tauglichen Mittel den verkehrten Bestrebungen der Menschen entgegenzustellen weiss und sie wieder auf den rechten Weg bringt, wodurch dann am Ende Mein Endzweck mit der Menschheit doch immer erreicht werden muss, ohne dass der Mensch durch irgendeine allmächtige Rache Gottes dazu gleich einer Maschine genötigt wird.

143,2. Aber selbst diese Mittel sind nicht als eine Folge der göttlichen Zornmacht anzusehen, sondern rein nur als eine Folge der verkehrten Handlungsweise der Menschen. Ja, die Welt und die Natur hat von Gott aus ihre notwendigen und unwandelbaren Mussgesetze, und zwar in der rechten Ordnung; dergleichen Gesetze aber hat auch der Mensch seiner Form und seinem leiblichen Wesen nach. Will der Mensch nun irgend wider diese Ordnung sich auflehnen und die Welt umgestalten, so wird er darum nicht von einem freiwilligen Zorne Gottes gestraft, sondern von der beleidigten, strengen und fixierten Gottesordnung in den Dingen selbst, die so sein müssen, wie sie sind.

143,3. Du sagst nun bei dir und fragst dich, ob die Sündflut auch als eine natürliche und notwendige Folge der verkehrten Handlungsweise anzusehen wäre. Und Ich sage es dir: Ja, das war sie! Mehr denn hundert Seher und Boten habe Ich erweckt und habe die Völker vor ihren natur- und gottesordnungswidrigen Handlungen gewarnt, und habe sie mehr denn hundert Jahre hindurch auf die für sie daraus notwendig entstehenden und leiblich und seelisch schrecklichen Folgen sehr ernstlich aufmerksam gemacht; aber ihr boshafter Mutwille ging so weit, dass sie in ihrer Blindheit die Boten nicht nur verhöhnten, sondern viele sogar töteten und mit Mir also einen förmlichen Kampf unternahmen. Aber darum ergrimmte Ich dennoch nicht vor Zorn und Rache, sondern liess sie handeln und die traurige Erfahrung machen, dass die Unvernunft und die Unkunde – als selbst schuld an dem, was sie sind – mit der grossen Natur und Ordnung Gottes durchaus nicht alles machen dürfen, was ihnen in ihrer Blindheit beliebt.

143,4. Siehe, es steht dir ja frei, auf jenen von hier gegen Süden gelegenen und bei fünfhundert Mannslängen hohen Felsen zu steigen und dich dann mutwillig häuptlings über die hohe Wand hinabzustürzen! Nach den notwendigen Gesetzen der Schwere aller Körper wird dir solch ein Mutwille doch offenbar sicher das Leben des Leibes kosten. Frage dich, ob dir das aus Meinem Zorne und aus Meiner Rache zugekommen ist!

143,5. Dort gegen Osten ersiehst du hohe Gebirgszüge, die ganz fest und dicht bewaldet sind. Gehe hin mit zehnmal hunderttausend Menschen, lege Feuer an und verbrenne alle die Wälder, dann werden die Berge ganz kahl dastehen! Was wird aber davon die Folge sein? Die vielen dadurch tatlos und nackt gewordenen Naturgeister werden dann in der freien Luft zu wüten und zu toben beginnen. Blitze in Unzahl, Wolkenbrüche von der fürchterlichsten Art und ein unausgesetzter Hagelschlag werden darauf die ganzen und weiten Umgegenden verheeren. Das alles ist eine ganz natürliche Folge jener waldverheerenden Handlung. Sage, ob auch da wieder der Zorn Gottes herausschaut und Seine Rache!

143,6. Wenn aber zehnmal Hunderttausende von Menschen sich ernstlich bestreben, Berge abzugraben und grosse Seen auszufüllen oder die allerbreitesten Heerstrassen anzulegen, um leichter Kriege zu führen; wenn Menschen ganze Bergketten tagereisenweit skarpieren auf vierhundert bis fünfhundert Mannslängen hoch oder stechen zweihundert bis dreihundert Mannslängen tiefe Gräben um die Berge und eröffnen dadurch der Erde inwendige Wasserschleusen, dass die Berge zu sinken beginnen in die leer gewordenen grossen Wasserbecken und das Wasser also zu steigen beginnt, dass es in Asien nahe über der höchsten Berge Spitzen wie ein Meer dahinzuwogen beginnt – dazu kommt noch, dass bei diesen grossen Bergezerstörungen viele hunderttausendmal Hunderttausende Morgen der kräftigsten Waldungen mit zerstört wurden, bei welcher Gelegenheit zahllose Myriaden von Erd- und Naturgeistern, die früher mit der schönsten und üppigsten Vegetation vollauf zu tun hatten, nun auf einmal frei und tatlos geworden sind –, frage dich selbst, welch einen Aufruhr die Geister in den Luftregionen mögen angefangen haben! Welche Stürme und welche massenhaften Wolkenbrüche, welche Hagelmassen und welch eine Unzahl von Blitzen hat es dadurch mehr denn vierzig Tage lang aus den Wolken auf die Erde herabgeschleudert, und welche Wassermassen werden sich da nahe über ganz Asien erhoben haben, und das alles aus lauter natürlichen Gründen! Sage, war das wieder Gottes Zorn und Seine nie versöhnbare Rache?!

143,7. Moses beschrieb diese Historie so wie alles andere in der damals üblichen Schreibweise, das heisst in Bildern, in denen er nach der Eingabe des göttlichen Geistes stets Meine Vorsehung vorwalten liess, was nur auf dem Wege echter und wahrer Entsprechungen herauszubringen ist.

143,8. Ist aber darum Gott ein Zorn- und Rachegott, so du und gar viele Seine grossen Offenbarungen noch nie verstanden haben?“

Kapitel 144 – Die Ursachen der Katastrophen

144,1. (Der Herr:) „Ich sage es dir: Nur fünfzig Jahre lang leben in der rechten Ordnung Gottes, – und ihr werdet von keiner Kalamität je etwas zu sehen, zu hören, zu schmecken und zu geniessen bekommen!

144,2. Ich sage euch: Alle Kalamität, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, grosse, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, grosse Stürme, grosse Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweisen der Menschen!

144,3. Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu grosse Kälte oder eine zu grosse Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu grosse Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben, um Heerstrassen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer grossen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, – ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!

144,4. Geizige und habsüchtige Menschen legen vor ihren Scheunen Schloss und Riegel an und obendrauf noch scharfe Wächter zu ihren über allen Überfluss steigenden Schätzen und Reichtümern, und wehe dem, der sich ihnen unbefugt nähern möchte; wahrlich, der bekäme augenblicklich einen scharfen Prozess!

144,5. Ich will damit nicht sagen, als sollte jemand sein mühsam erworbenes Eigentum nicht beschützen; Ich rede hier vom höchst unnötigen, ins Ungeheure gehenden Überfluss. Wäre es denn da nicht tunlich, auch solche Scheuern zu errichten, die da offen stünden für jeden Armen und Schwachen, wennschon unter der Aufsicht eines weisen Spenders, auf dass kein Armer sich mehr nähme, als was er für seine Nahrung bedarf? Würden sogestaltig die Habsucht und der Geiz von der Erde verschwinden, so würden auch – höret Mich wohl! – alle mageren Jahre von der Erde den Abschied nehmen.

144,6. Du fragst, wie solches denn möglich sei. Und Ich antworte darauf: Auf die natürlichste Art von der Welt, das heisst: wenn man auch nur ein wenig im innern Wirken der gesamten Natur bewandert ist, so muss man das nicht nur bald einsehen, sondern sogar mit Händen und Füssen begreifen!

144,7. Da stehen vor uns noch die Heilpflanze und dort, etwas weiter voran, die äusserst schädliche Giftpflanze! Nähren sich nicht beide vom ganz gleichen Wasser, von der ganz gleichen Luft, vom ganz gleichen Lichte und von dessen ganz gleicher Wärme? Und dennoch ist diese Pflanze voll Heilstoffes und die andere voll tödlichen Giftes!

144,8. Ja, warum denn also? Weil die Heilpflanze vermöge ihres innern wohlgeordneten Charakters alle die sie umgebenden Naturlebensgeister nach ihrer guten Art stimmt und diese sich darauf ihr in aller Freundlichkeit und Friedsamkeit, sie ernährend, anschmiegen von aussen her, wie von innen heraus, und es wird dadurch dann alles Heilsamkeit in der ganzen Pflanze, und am Tage im Sonnenlichte wird ihre Ausdünstung und die sie recht weithin umgebenden Naturlebensgeister auf den Menschen wie auch auf viele Tiere einen ungemein heilsamen Einfluss ausüben.

144,9. Bei der Giftpflanze dort, deren Inneres einen höchst selbstsüchtigen und grimmig zornigen Charakter in sich fasst und einschliesst, aber werden die gleichen Naturlebensgeister vom selben Charakter ergriffen und somit total verkehrt; sie schmiegen sich dann ebenfalls, die Pflanze ernährend, ihr an, und ihr ganzer Charakter wird darauf ganz homogen mit dem ursprünglichen der Pflanze. Aber auch ihre Umgebung und gleichsam Ausdünstung ist giftig und der menschlichen Gesundheit schädlich, und die Tiere gehen ihr mit ihren reizbaren Nüstern nicht in die Nähe.

Kapitel 145 – Der Einfluss des Schlechten auf das Gute

145,1. (Der Herr:) „Eine ganz ausserordentlich grosse und weitaus wirkende Giftpflanze ist aber um so mehr ein geiziger und habgieriger Mensch. Seine ganze weithin reichende naturlebensgeistige Umgebung, seine Aushauchung, sein ganzer Aussenlebenskreis wird mit seinem Innern gleichen Charakters; seine schlecht gewordenen ihn umgebenden Naturlebensgeister aber verkehren stets von neuem die ihnen zuströmenden noch guten Naturlebensgeister in ihr Schlechtes, Geiziges und Habsüchtiges.

145,2. Da aber diese Naturlebensgeister nicht nur allein mit dem Menschen, sondern auch mit den Tieren, mit den Pflanzen, mit dem Wasser und mit der Luft in fortwährendem Konflikte stehen, so geben sie auch stets viel Anlass zu allerlei Kämpfen, Reibungen und unnötigen Bewegungen in der Luft, im Wasser, in der Erde, im Feuer und in den Tieren.

145,3. Wer dies so recht praktisch erfahren will, der gehe zu einem sehr guten Menschen, und es werden bei ihm auch alle Tiere einen viel sanfteren Charakter haben. Am ehesten merkt man das an den Hunden, die in kurzer Zeit ganz den Charakter ihres Herrn annehmen. Der Hund eines Geizigen wird sicher auch eine geizige Bestie sein, und wenn er frisst, wird es nicht ratsam sein, ihm in die Nähe zu treten. Gehe aber hin zu einem freigebigen, sanften Menschen, und du wirst merken, wenn er einen Hund hält, dass dieses Tier ganz gutmütigen Charakters sein wird; es wird eher von der Frassschüssel abstehen, als sich etwa mit einem ungeladenen Gaste in einen bissigen Kampf einzulassen. Auch alle anderen Haustiere einer sanften und gutherzigen Herrschaft werden um ein bedeutendes sanfter sein, ja sogar an den Pflanzen und Bäumen wird ein Scharffühler einen gar nicht unbedeutenden Unterschied wahrnehmen.

145,4. Betrachten wir aber auch die Dienerschaft eines Geizhalses, ob sie nicht zumeist auch knickerisch, neidisch und geizig und zu dem Behufe hinterlistig, falsch und betrügerisch wird! Selbst ein sonst ganz guter und freigebiger Mensch, wenn er längere Zeit in der Nähe eines Geizhalses ist, der im Golde und Silber bis über den Hals steckt, wird am Ende in ein recht sparsames System übergehen und im Ausüben der Wohltaten viel bedenklicher werden.

145,5. Nun kommt es auf der Erde aber auch noch darauf an, dass alles Schlechte das Gute mit viel geringerer Mühe in das seinige umwandelt, als das Gute etwas Schlechtes in sein Gutes!

145,6. Sehet einen so recht zornigen Menschen an, der alles um sich nur gleich aus lauter Grimm und Wut umbringen möchte! Tausend ganz gute Menschen, die ihn beobachten, werden am Ende selbst ganz grimmzornig und möchten sich gleich alle an dem einen Zornigen vergreifen und ihm seinen Zorn austreiben, wenn sie nur alle mit ihren scharf tatsüchtigen Händen Platz fänden an seiner Haut. Warum erregt hier ein Glühzorniger Tausende zum Gegenzorn, und warum nicht die tausend Gutmütigen an der Stelle den einen Glühzornigen zu der eminentesten Gutmütigkeit?

145,7. Alles auf Grund dessen, weil besonders auf dieser Erde, der Erziehung der Kinder Gottes wegen, der Reiz zum Schlechten und Bösen ein bei weitem grösserer ist, und auch sein muss, als wie zum Guten. Den Grund davon im allgemeinen habe Ich euch schon ehedem einmal gezeigt und brauche ihn hier nicht noch einmal zu wiederholen.

145,8. Da sehet euch noch einmal diese beiden Pflanzen an, und stellet euch einen sehr grossen ehernen Kessel vor! In diesem Kessel wollen wir tausend solcher Heilpflanzen zu einem heilsamen Tee sieden, und wer aus der Sphäre der Brustkranken davon trinken würde, der würde auch bald eine heilsame Wirkung davon wahrzunehmen anfangen; denn die guten Naturlebensgeister möchten die wenigen schlechteren in seiner Brust schon bald zurechtbringen.

145,9. Aber nehmen wir darauf diese besondere Giftpflanze und werfen sie auch in den Kessel, in welchem tausend Stück von der Heilpflanze zu einem Heiltranke kochen! Sehet, diese einzige Giftpflanze wird den ganzen Heilstoff in ihren tödlichen Giftstoff verkehren, und wehe dem Kranken, der es wagen würde, von dem Tee einen Trunk zu nehmen! Wahrlich, es würde ihn das unfehlbar das Leben kosten, und es könnte ihm auf natürlichem Wege nicht geholfen werden!

145,10. Nehmen wir aber nun den umgekehrten Fall! Kochen wir tausend Stück dieser Giftpflanzen im selben Kessel zu einem Tee zum Tode und legen am Ende nur eine von diesen Heilpflanzen in den Kessel zu den tausend Giftpflanzen! Oh, wie schnell werden alle ihre guten und heilsamen Naturgeister in das tödlichste Gift der tausend Giftpflanzen verwandelt sein!

145,11. Aus dem aber geht ja wieder sonnenhell hervor, dass eben auf dieser Erde aus dem bekanntgegebenen Grunde das Schlechte das Gute um vieles eher in sein Schlechtes zu verkehren imstande ist, denn umgekehrt.

145,12. Stelle dir nun eine Menge allerlei schlechter Menschen in einer Gegend vor, oder in einem ganzen Lande, und frage dich nach dem bereits Vernommenen, ob es da im Ernste von einem Gotteszorne abhängt, wenn so allerlei Übel über dasselbe kommen! Ich sage es euch, und besonders dir, Freund Stahar, dass alles das allein und lediglich von den Menschen, ihren Handlungen und Lebensweisen abhängt, und Gottes Zorn und Seine Rache hat damit ewig nichts zu tun, ausser das, dass Ich eine solche Ordnung in die Natur der Dinge gelegt habe, die natürlich, solange die Erde besteht, umwandelbar bleiben muss, ansonst sich die Erde auflösen würde und dem Menschen keine Wohnstätte für sein Probeleben bieten könnte.

145,13. Darum heisst es nun, all das Gute mit allem Ernste, mit aller Gewalt und aller Kraft an sich zu reissen, so man von dem vielen Schlechten nicht verschlungen werden will.

145,14. Suchet daher euer inneres Leben durch die tatsächliche Befolgung Meiner Lehre zu vollenden, so werden euch die Gifte der Welt keinen Schaden mehr zuzufügen imstande sein!“

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flagge en  The Wrath of God… Jesus elucidates

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 4, Chapters 141 to 145
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

The Wrath of God… Jesus elucidates…

Chapter 141 – The wrath of God

141,1. Then Cyrenius said, somewhat embarrassed: “Lord, I am the only one who has asked You anything, and it looks as if You, as My God, Lord and Creator, have some grudge against me as a result.”

141,2. I say (the Lord): “How can you misunderstand My words to this extent? How can I bear you a grudge when I continue to describe to you very seriously and very truthfully the essential things in life that all of you and every other human being should know? Consider just how limited your power of judgment is even now. When will it fully develop? How can the purest original love of all loves, which is in God, ever harbour a grudge?

141,3. Whenever you read about the wrath of God you should take these words to mean the eternally unchanging and inflexible seriousness of His Will; and this resolute will-power in God is the innermost core of that same very pure and mighty love which is the source of infinity and all its works in the same way that a baby chick hatches from an egg – surely, this love can never ever bear anyone a grudge in all eternity! Or does one of you think that God could be consumed by his anger, as a foolish man would be?”

141,4. The old senior chief Stahar comes to Me, saying: “Lord, forgive me if I permit myself to comment on one point regarding the wrath of God!

141,5. If a man endowed with a firm belief in God studies early world history, he could not completely escape the conclusion that God let mankind feel His wrath and His vengeance with quite pitiless severity if man broke the rules.

141,6. ‘Wrath and vengeance are Mine!’, says the Lord through the mouth of the prophet. That this is so, is amply demonstrated by Adam being cast out from Paradise, by the Great Flood in Noah’s time, God’s approval of Noah’s curse on one of his own sons as well as the later destruction of Sodom, Gomorrah and the ten cities at that locality which today we call the Dead Sea. At an even later date there were the plagues which befell the Egyptians and the Israelites in the desert; also the bloody wars ordained by God against the Philistines, the captives in Babylon and, finally, the total subjugation of the People of God under the thumb of the gentiles!

141,7. Lord, any one who even devotes a little of his attention and his mind to a consideration of God’s behaviour towards sinners, who are after all exactly as we are, can only reach one conclusion – than Jehovah has empowered Himself to exercise wrath and the utmost vengeance in the fullest measure!

141,8. Of course it could be said: This reflects the serious attitude which God adopts regarding His people’s upbringing and even entire nations, as He holds His disciplinary rod in His hand! These beatings and blows certainly do not appear to come from the hand of a very loving father, but rather seem to be inflicted by a punctilious judge granted power over life and death as well as pestilence and fire, even if the reproaches are in some ways quite justifiable!

141,9. This is just my opinion and its validity depends on whether world history tells us the full truth. However, if all the distressing stories of God’s deeds are only fictional, than this aspect we call “the wrath and vengeance of God” can indeed be at the core of His everlasting and most untarnished love. I only put this point forward since You Yourself, My Lord, have earlier drawn attention to the topic of wrath and vengeance!

141,10. It will most likely be as You, My Lord, have told us earlier. It is however strange that it frequently happened in times gone by if the wrath of God was predicted but people did not improve themselves and did not repent their sins, that the most merciless martial punishment was inflicted at both national and local levels, not just in a general way but in specific instances too. Now it would surely be helpful for us to be enlightened at this time as to how these actions can be reconciled with very pure love, devoid of wrath and vengeance!”

Chapter 142 – On the first human couple

142,1. I say: “My friend, the way you have just spoken about wrath and vengeance, justice and God’s love, is similar to the way a completely blind man speaks about the harmony and splendour of the colours of the rainbow!

142,2. “Have you really not yet understood that all five of the books of Moses, as well as all the prophecies and the writings of David and Solomon can only be understood and grasped by inner spiritual comparison?!

142,3. Do you seriously think that God drove Adam out of Paradise using an angel carrying a blazing sword in his right hand as a weapon to ensure his expulsion? I say to you that even if this was the spectacle which confronted Adam as an apparition, it was merely a comparative reflection of what actually took place in Adam’s own mind. It therefore amounted to a step in his upbringing as well as a move towards the establishment of the first religion and the primordial church of mankind on this earth.

142,4. However, on earth there was never a material Paradise where grilled fish swam into people’s mouths. Then as now they had first to be caught, cooked and only then eaten, but with moderation. However if man was industrious and collected the produce which the earth offered and retained the surplus in his storehouse, then every place which was cultivated by man was truly a Paradise on earth!

142,5. What would have been the outcome for the spiritual development of man, if he were to have lived in a truly lethargic, gastronomic paradise with no worries at all. The best fruit would fall into his mouth while he lay on the softest lawn and he would only have to wish and all his desires would immediately be granted. He had only to open his mouth and the tastiest morsels would drop into it?! When would a man with this upbringing reach his necessary independence in life?! I say this to you: According to your idea of paradise mankind until now would be nothing else and know nothing more than a herd of sizeable greedy oxen or a shoal of voracious polyps at the bottom of the sea.

142,6. What was therefore represented by the apparition of the angel with the flaming sword? What does this word picture mean? Man was naked and up to now no man has ever entered this world wearing clothes. Even if he, like this donkey here, had not lived through childhood years during which his body would develop and even if he was quite tall – Eve herself was not small in stature – he nevertheless remained a child regarding direct experience of the natural world on this earth and was therefore mainly taught by the lessons of life as he lived it.

142,7. During the warmer days in spring, summer and fall he was able to endure the weather in his nakedness but in winter he started to feel the cold, and he asked himself within his heart which God was increasingly arousing in him using both His spiritual and physical influence: ‘Where am I? What has happened to me? Earlier I felt so comfortable and now I am cold and the cold winds are painful to my skin!’ Obviously he had to look for shelter to protect his body from the winds and he began to cover himself with all kind of foliage from the trees. This enforced activity stimulated his thought processes and they progressively became more logical.

142,8. However, he also became hungry as the branches of many of the trees and bushes were now bare. He walked long distances as he searched for food and found trees which still offered plentiful supplies of food. He gathered the fruit and carried it to the cave which he had selected to be his home. He thought to himself with his greater fresh experience of life ‘At this time the earth is cursed and you as a man can only gather food by the sweat of your brow!’

142,9. However, after the first human being on this earth had endured one winter in the cave on these heights forming the north-easterly border of the Promised Land to which our Galilee also belongs, he and his wife found time to probe their own minds and examine themselves more closely. He felt the need for more companionship and in a dream he was told what to do and afterwards he began by fathering Cain and soon afterwards Abel and Seth.

142,10. It was Adam’s wife who first gave him the incentive to procreate as it was Eve who had a vision regarding the procedure. We do not wish to pursue this subject but I can tell you, My friend Stahar; that everything progressed quite normally and nothing supernatural occurred. Moses however still perceived that everything that had happened only took place because that was Jehovah’s wish. God’s spirit showed him that all the completely natural guidance in travelling along the path of experience was provided by Me and that means by My spirit. Moses therefore chose suitable images to illustrate that God was constantly at the side of the first pair of human beings and also personalized My influence by selecting very focussed, but nevertheless pertinent images, as was customary at that time but was also essential as these images offered necessary guidance to this nation and to mankind generally.

142,11. It is moreover readily understandable that God and the angels realized and fully appreciated that the first human couple should live and further the development of their lives in one of the most fertile places on earth.

142,12. When later natural phenomena, which were specifically planned, forced the first humans to leave their first garden to look for food supplies elsewhere on earth, this also did not happen as a result of any kind of divine wrath. The only motivation was love of humankind, and the effect was that man was again aroused from his increasingly lethargic sensuality so that he became active once more and went in search of wider experience.

142,13. When Adam and his wife and his sons discovered that nearly everywhere on earth there was some source of food, they started to journey further afield and in so doing became quite familiar with Asia and Africa. This enriched them by adding a wealth of experience in all aspects of their lives. Secretly guided by the spirit of God they returned to their first Garden of Eden remaining there as it became the starting point for the process of populating the world..

142,14. Tell Me from your heart: Do you detect any sign of the wrath or vengeance of God in all this?”

Chapter 143 – The Flood

143,1. (The Lord:) “God in His wisdom can certainly display antipathy if already fully grown and partially mature people should wantonly and wilfully rebel against His ordinances. However the love of God is again there to serve a specific purpose and with great patience love knows how to find suitable ways of opposing mankind’s perverse ambitions and how to guide men back to the path of righteousness. This means that My final goal for mankind must always remain attainable and there is no compulsion for man to react like a machine in his initial response to some almighty act of vengeance by His God.

143,2. Even these measures should not be regarded as a consequence of divine wrath, as they are only caused by man’s inappropriate behaviour. Yes, God set down for the world and for nature their necessary and incontrovertible “must” laws in His ordinances but man also has similar laws which govern his behaviour and his physical presence. Whenever man tries to rebel against this order of life and change the world, he is not punished by the spontaneous wrath of God, but by the stringent and rigid divine ordinances which he has failed to observe and which cover the very things which must remain as they are.

143,3. You are now asking yourselves whether the Great Flood should also to be regarded as a natural and necessary consequence of inappropriate behaviour. I tell you that it should! I instructed more than a hundred prophets and emissaries to warn the people not to act in any way which might conflict with natural or divine laws. For more than a hundred years I earnestly pointed out the terrible consequences of inappropriate behaviour in the flesh or in the spirit. Their wicked wantonness went so far that in their blindness they not only mocked the messengers but even killed many of them and so they formally declared war on Me. However, I did not become angry or vengeful as a result but merely allowed them to continue to follow their chosen course of action and in that way experience the sad fact that unreasonableness and ignorance – both in themselves responsible for what they are – can in no way oppose the greatness of nature and God’s ordinances if, in their blindness, they see fit to do so.

143,4. Look, you are free to climb the rock located there towards the south which is the height of five hundred men and then deliberately throw yourself head first over the edge! In accordance with the essential laws of gravity affecting all bodies, this impetuous act will most probably cost you your life. Ask yourself if that fate would befall you as a consequence of My wrath and My vengeance!

143,5. Over there towards the East you see high, densely wooded rock-strewn mountains. Take an army a million men strong and set fire to the trees, burn down all the forests so that the mountains will then be completely bald. What will the consequence be? The many spirits of nature that will now be naked and deprived of their active lives will begin to display their anger and go berserk in the free air. Innumerable flashes of lightning, very violent cloudbursts and incessant hailstorms will ravage the land far and wide. All this naturally follows deforestation. Tell me whether there is any evidence of the wrath and the vengeance of God!

143,6. When a million men seriously endeavour to level mountains or to fill in great lakes or to construct broad highways to facilitate warfare; when people clear the slopes of whole mountain ranges, over a distance that can only be covered in several day’s travel, to a height of a thousand metres or dig four to five hundred metre deep moats around the base of mountains, and in so doing tap into the earth’s hidden reservoirs so that the mountains begin to subside into the vast cavities which are now drained and the water begins to rise so that in Asia it rages like the sea, almost engulfing the highest summits – add to this the fact that, along with the mountains, many hundred thousand acres of the healthy forest land are destroyed, releasing myriads of earthly and natural spirits formerly fully occupied caring for beautiful, lush vegetation but now suddenly free and with no tasks to perform – ask yourself what an uproar there would be among the spirits in the air space above. What storms and what enormous cloud-bursts, what deluges of hailstones and what innumerable flashes of lightning were therefore discharged from the heavens onto the earth below for more than forty days, and what enormous quantities of water must have flooded nearly the whole of Asia – all of this for natural reasons! I ask again, was that also God’s wrath and His implacable vengeance?

143,7. Moses described this event, as he did everything else, in the manner then commonly used, that is, by way of pictorial images. In selecting these he was inspired by the Holy Spirit and always allowed My divine foresight to prevail but this can only be done by drawing genuine and tangible comparisons.

143,8. Can you continue to call God a God of wrath and vengeance, because you and many others have never understood His many important revelations?

Chapter 144 – The causes of catastrophies

144,1. (The Lord:) “I say this to you: Just live for fifty years always correctly respecting God’s divine ordinances – and you will never again have to see, hear, taste or endure any calamity!

144,2. I am telling you this: All calamities, epidemics, all manner of disease among humans and animals, bad weather, lean and unproductive years, devastating hailstorms, widespread destructive floods, gales, great storms, plagues of locusts and the like are merely consequences of inappropriate behaviour by mankind!

144,3. If man were, as far as possible, to live within the rules of the ordinances set down, he would not have any reason to expect any of these disasters. The years would pass by like a string of pearls, each one as blessed as any other. The habitable regions on earth would never be afflicted by too much cold or too much heat. However, there are always clever and exceedingly shrewd people who undertake projects far in excess of their needs, for instance, by erecting buildings which are too large, or undertaking unwarranted improvements, or levelling whole mountains in order to construct highways to make war, or destroying hundreds of thousands of acres of the finest forest land, or digging too far into mountains to extract gold or silver or, lastly, living in continual dispute and discord with each other, while, in contrast, they are constantly surrounded by hordes of intelligent natural spirits who take responsibility for the weather as well as for the purity and wholesomeness of the air, the water and the soil on earth. Is it then any wonder if this earth is visited more and more by an infinity of evils of every type and description?

144,4. Miserly and avaricious people fit locks and bolts to their barns and even keep armed guards who watch over their surfeit of treasures and possessions. Woe to the intruder who might approach them without any authorisation as he would certainly be punished immediately in a vicious way!

144,5. By this, I do not mean to imply that nobody should be allowed to protect his hard-earned property; I am speaking here of instances where there is an unnecessary or excessive surplus. Would it not be preferable to build barns which are open to all the poor and the weak, even if they were to be supervised by their wise benefactor to prevent anyone taking more than enough for his needs? If, in this way, avarice and acquisitiveness were to disappear from the earth – listen well to what I am saying – all the lean years would similarly vanish from our world.

144,6. You ask how this is possible. My answer is: In the most natural way in the world. Anyone in the least familiar with the inner workings of the whole of nature’s kingdom will not only quickly have the insight but will also grasp the facts with both hands.

144,7. There in front of us, we still have the health-giving plant and there, a little further on, the very harmful poisonous one. Do not both of them obtain their nourishment from the very same water, the very same air, the very same light and its warmth? And yet, one plant is full of healing properties and the other full of deadly poison!

144,8. Why is that so? Because the medicinal plant, with its well-ordered inner nature, is consistent with its own good qualities and influences all the adjacent natural spirits in such a way that they, in peace and harmony, nourish it and conform to it both within and without its being. In this way, the whole plant develops both wholesome and healing properties, and in the sunlight during the day the vapours which it gives off and the natural spirits which surround it for some distance, both exert a most beneficial influence on humans and animals.

144,9. With the poisonous plant, whose nature is of a selfish and desperately angry character, the surrounding natural spirits are contaminated by the same traits and become totally perverse. They then conform to the plant in a similar fashion and give it nourishment, their whole nature then becoming homogeneous with the plant’s original character. The surroundings and the vapours it exudes are also poisonous and harmful to man while animals, with their sensitive nostrils, keep away from them.”

Chapter 145 – The influence of evil on good

145,1. (The Lord:) “To an even greater extent, an avaricious and greedy man is an exceedingly large poisonous plant which has far-reaching influence. All the natural life spirits surrounding him for some great distance, the vapours exuding from his body and his whole external life sphere will conform to his inner nature. The corrupted natural life spirits around him will seek to convert to their own evil, avaricious and greedy ways, the natural life spirits which venture into their vicinity and are still untainted.

145,2. Since these natural life spirits remain in constant conflict, not only with man, but also with the animals and the plants, the water and the air, they invariably cause much friction, many disputes and unnecessary jockeying for position in the elements – air, water, earth and fire – and in the animal kingdom.

145,3. Anyone who wishes to consider a practical example of this should go to a very good man. All the animals surrounding that man will have much gentler natures. Dogs are the best example as within a short time they will fully adopt the character of their master. The dog owned by an avaricious man will certainly also be avaricious and when it is feeding it is not a good idea to approach it. Go to a generous, gentle person and you will notice, if he keeps a dog, that this animal will be very good-natured and it will prefer to abandon any claim to the food bowl rather than involve itself in a vicious battle with an uninvited guest. All the other domestic animals belonging to a gentle and kind-hearted owner will be significantly more compliant and, indeed, even with the plants and trees which he owns, other people with sharp senses will observe a significant difference.

145,4. On the other hand, consider the servants of a miser and judge whether or not they are in general becoming greedy jealous and parsimonious and for that matter back-stabbing, false and deceitful! Even an otherwise good, generous person, if he spends a long period in the company of a miser who is up to his ears in gold and silver, will finally also be convinced of the necessity to save money and start to think deeply before performing any charitable deed.

145,5. Add to this the fact that, on this earth, the effort required by the bad to change something that is good to conform to its own nature is much less significant than the other way round!

145,6. Consider a rather bad-tempered man who wants to destroy everything in his vicinity in his fury and anger! Thousands of quite placid people looking at him might finally become enraged themselves and begin to wish to take hold of the ill-tempered man and shake the anger out of him – if only their sharp, clutching fingers could find some place to grab his skin. Why does one furious person incite thousands of others to violent opposition and why are the thousands of well disposed people unable to influence the one exception to become eminently good-natured?

145,7. All of this is due to the fact that, especially on this earth with regard to the upbringing of children, the temptation to succumb to bad and evil influences is much greater than vice versa – and this must always be the case. The reason for that I have already explained to you in general terms and I do not need to repeat Myself.

145,8. Look again at these two plants and imagine that you have a very large brass cauldron in which you intend to prepare a brew of a health-giving tea using a thousand of these medicinal plants. The intention would be that anyone suffering from a chest complaint who drank from it would soon start to feel the beneficial effects as the good natural life spirits would soon put to rights the small number of evil ones in his body.

145,9. However if we take this particular poisonous plant and throw it into the cauldron where a thousand plants are being boiled to make a health drink, the effect is that this single poisonous plant will turn the entire remedial infusion into a deadly poisonous brew. Woe betide the invalid who dares to take a sip of this tea! The truth is that it would certainly cost him his life, and he would be beyond help in any natural way!

145,10. Consider also the opposite case! If we boil a thousand of the poisonous plants in the same cauldron to make a deadly tea and finally add just one of the remedial herbs to the brew with the thousand poisonous plants! How quickly all the good remedial natural spirits will be converted to the deadly toxicity of the other thousand!

145,11. The conclusion from all that is as clear as sunlight. On this earth it is true that,for the reasons given, evil much more frequently overturns good so that it conforms to its own evil nature than vice versa.

145,12. Imagine now a large number of bad people in a region, or even in a whole country, and ask yourself, bearing in mind what you have already heard, if in all seriousness it really depends on God’s wrath, if there are all kind of evil influences at work! I say to you, especially to my friend Stahar, that all of this uniquely depends on the way of life and the behaviour of the people in that place. The wrath and vengeance of God has nothing to do with it at any time, except that I have ordained the nature of things and that order must of course remain unaltered, as long as this earth exists. Otherwise our earth will dissolve and be unable to provide mankind with a place in which to dwell in his trial life.

145,13. The solution is therefore to embrace all the good things in life with serious intent and with all our power and strength, so that there is no way we can be swallowed up by the proliferation of evil.

145,14. Try therefore to perfect your inner life by the faithful observance of my teachings, so that the poisons of the world are no longer able to harm you!”

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V3/K101… Sternbilder erläutert – Zodiac Signs explained

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flagge de  STERNBILDER ERLÄUTERT

Gottes Revision – Die Sternbilder

Synonyme: Sternzeichen, Tierkreiszeichen, Zodiak

Im Beisein des Herrn, der Jünger und etlichen hundert Nachfolgenden erklärt Mathael an die noch tief abergläubischen Griechen Ouran und dessen Tocher Helena, woher die Namen der Sternbilder stammen und was sie ursprünglich bedeuteten. Diese wichtige Belehrung soll helfen, die Bindungen an “Mysterien” abzulegen …

… aus “Das Grosse Evangelium des Johannes”, Band 3, aus den Kapiteln 101 bis 105 und 107 (Jakob Lorber)

101,8. Helena frägt Mathael: “… Wer entdeckte zuerst den Zodiakus und gab den zwölf Bildern die Namen? Warum bekamen sie gerade diese Namen, die wir kennen, und warum keine andern nicht so sonderbarer Art und Gattung? Was hat der Löwe mit einer Jungfrau zu tun, was ein Krebs mit den Zwillingen, was ein Skorpion mit einer Waage, was ein Steinbock mit dem Schützen? Wie kommen ein Stier und ein Widder ans Firmament, wie ein Wassermann mit den Fischen?

101,9. Es ist überhaupt merkwürdig, dass sich im Tierkreise auch vier Menschenbilder und das Bild einer Sache befinden. – Kannst du mir davon irgendeinen Grund angeben, so wirst du mich dir sehr verbindlich machen!“

101,10. Sagt Mathael: “O holdeste Helena, nichts leichter als das! Habe du nur eine kleine Geduld während meiner Erklärung, und es wird dir die Sache hernach ganz klar sein!”

102,1. (Mathael:) „Die Erfinder des Zodiakus waren offenbar die Urbewohner Ägyptens, die fürs erste ein viel höheres Alter erreichten als wir, fürs zweite einen stets allerreinsten Himmel hatten und die Sterne viel leichter und anhaltender beobachten konnten als wir bei unserem öfters dichtumwölkten Himmel, und fürs dritte schliefen den heissen Tag hindurch fast die meisten Menschen und begaben sich erst abends ins Freie und verrichteten ihre Arbeiten die kühle Nacht hindurch, wo sie dann stets die Sternbilder im Angesichte hatten, sich die unveränderlichen Figuren derselben denn auch bald merkten und ihnen auch Namen gaben, die mit irgendeiner in einer bestimmten Zeit eintretenden Naturerscheinung oder mit einer Verrichtung dieses Landes übereinstimmten.

102,2. Vielfaches Betrachten des Zodiakus führte die Betrachter bald auf die Wahrnehmung, dass der Zodiakus ein grosser Kreis ist, der in zwölf nahe gleiche Teile geteilt, in jedem dieser Teile ein für sich stehendes Sternbild hat.

102,3. Schon die ältesten Menschen hielten die Sterne von der Erde entfernter als die Sonne und den Mond und liessen darum die Sonne samt dem Monde innerhalb des grossen Tierkreises bahnen.

102,4. Aber der Tierkreis bewegte sich auch also, dass die Sonne, die zwar alle Tage um die Erde kam, durch die grosse Tierkreisbewegung in dreissig Tagen unter ein anderes Zeichen zu stehen kam. Dass aber auch der Mond in ein paar Tagen stets unter ein anderes Zeichen kam, erklärten sie aus seinem langsameren täglichen Laufe um die Erde, wodurch er nie zur selben Zeit wie die Sonne auf dieselbe Stelle wieder kam, – daher man den Mond denn auch oft ,das saumselige Gestirn‘ nannte.

102,5. Es gab aber einige Weise, die vom Monde gerade das Gegenteil behaupteten; doch war die Lehre von des Mondes Saumseligkeit vorwiegender.

102,6. Sieh, so entstand der alte Zodiakus, und nun sollst du auch in aller Kürze noch erfahren, wie die bekannten zwölf Sternbilder zu ihren sonderbaren Namen kamen!

102,7. In der Jahreszeit der kürzesten Tage, die besonders in Ägypten stets vom Regen begleitet wird (und mit dieser als einer dadurch leicht merkbaren Zeit von dreissig Tagen liess man stets auch ein neues Jahr beginnen), befand sich nach der Rechnung der Alten die Sonne gerade unter dem Sternbild, das uns als ,Wassermann‘ bekannt ist; darum gab man dem Sternbild fürs erste eine Gestalt der eines Hirten ähnlich in dem Moment, so er mit seinem Wassereimer zum zur Tränke der Haustiere angefertigten Wasserkasten kommt und den vollen Wassereimer in den Tiertränkkasten ausschüttet. Die Alten nannten solch einen Menschen einen Wassermann (Uodan), und so benannten sie fürs zweite das Sternbild also und fürs dritte auch diese Zeit. Später machte die eitle Phantasie der Menschen auch bald einen Gott aus diesem an und für sich recht guten Sinnbild und erwies ihm eine göttliche Verehrung, weil er als der Beleber der verdorrten Natur angesehen ward. – Siehe, holdeste Helena, also bekamen das bewusste erste Sternbild und die erste dreissigtägige Regenzeit ihren Namen. Gehen wir nun zum zweiten Zeichen über, das man die ,Fische‘ nennt!“

102,8. Als Mathael dies zweite Zeichen zu erklären begann, sagte Simon Juda zu den andern Jüngern: „Des Mathaels Erläuterungen werden sehr belehrend, wir wollen sie näher behorchen!“

102,9. Sage Ich (der Herr): „Gehet hin und höret; denn Mathael ist einer der ersten Chronisten in dieser Zeit!“

102,10. Darauf drängen sich alle Jünger in die Nähe Mathaels hin, was den Mathael anfänglich ein wenig verlegen machte; aber Simon Juda sagte zu ihm: „Lieber Freund, fahre du nur fort! Denn wir kamen dir nur näher, um von dir etwas recht Nützliches zu erlernen!“

102,11. Sagt Mathael ganz bescheiden: „Für euch, meine lieben allweisesten Freunde dürfte meine Weisheit wohl noch ein wenig zu schwach sein; denn ihr seid schon alte Jünger des Herrn, und ich bin erst kaum sechzehn Stunden lang unter euch!“

102,12. Sagt Simon Juda: „Das beirre dich nur nicht; denn du hast schon Proben abgelegt, durch die wir in mancher Hinsicht schon sehr in den Hintergrund gestellt sind. Das aber kommt alles also vom Herrn. Was Er oft einem gibt in einem Jahre, das kann Er einem andern geben in einem Tage. Darum fahre du nur fort mit deiner Erklärung des Tierkreises!“

102,13. Sagt Mathael: „Mit eurer grossen Geduld und unter eurer ebenso grossen Nachsicht will ich gleichwohl fortfahren; und so vernimm mich denn weiter, du liebholdeste Tochter des Pontus (Helena)!

102,14. Nach dreissig Tagen hat der starke Regen in Ägypten gewöhnlich ein Ende, und es befinden sich da im noch stark angeschwollenen Nil sowie in den Seitenlehnen (Wasserläufe) stets eine grosse Menge von Fischen, die um diese Zeit gefangen werden müssen, wovon ein grosser Teil sogleich verzehrt, ein noch grösserer Teil aber eingesalzen und in der Luft, die in dieser Zeit in Ägypten stets heftig weht, getrocknet und also fürs ganze Jahr aufbewahrt wird.

102,15. Diese Manipulation mit den Fischen ist in dem erwähnten Lande von der Natur geboten und muss gehandhabt werden, bevor der Nil zu sehr sinkt und die vielen bedeutenden Seitenlehnen vertrocknen, wobei da eine grosse Masse von Fischen in die Verwesung übergehen müssten und dadurch die Luft mit dem übelsten Geruche verpesten würden.

102,16. Was in Ägypten noch jetzt Sitte ist, das war als eine Notwendigkeit schon bei den ältesten weisen Bewohnern dieses gesegneten, grossen Landes. Da aber solche Zeit schon im Anfange der Bewohnung dieses Landes zum Fischen verwendet ward und die Sonne gerade zu Anfang dieser Fischzeit unter ein neues Sternbild zu stehen kam, so nannte man dieses Sternbild das Zeichen der ,Fische‘, und man nannte dann auch die Zeit also und benamste sie Ribar, auch Ribuze.

102,17. Da aber die Menschen in dieser Zeit auch sehr leicht vom Fieber befallen wurden, teils wegen des Genusses der sehr fetten Fische, und teils auch infolge der mit vielen unreinen Dünsten geschwängerten Luft, so war diese Zeit späterhin auch die ,Fieberzeit‘ genannt, und die eitle Phantasie der Menschen machte aus dieser Zeitbeschaffenheit denn auch bald eine Göttin und erwies ihr für die Abwehr dieser Magenkrankheit gleich auch wieder eine Art von göttlicher Verehrung. – Nun hast du denn auch die ganz natur- und wahrheitsgetreue Geschichte von der Benamsung des zweiten Tierkreiszeichens; und so gehen wir nun zum dritten über!

102,18. Dies Zeichen heisst der ,Widder‘. Auf die Fischzeit wandten die Urbewohner dieses Landes die Sorge auf die Schafe. Die Männlein wurden lebendig, und es war Zeit, die Schafe zu scheren, man nahm ihnen die Wolle. Gut bei dreissig Tagen dauerte im ganzen hauptsächlich diese Arbeit. Natürlich verrichtete man in der Zwischenzeit auch manche andere tägliche Arbeit; aber die vorerwähnte war für die bezeichnete Zeit eine Hauptarbeit, und weil die Sonne da wieder unter ein neues Zeichen zu stehen kam, so nannte man dieses Zeichen den ,Widder‘ (Kostron).

102,19. In der Folge aber weihte man wegen der meisten Stürme in dieser Zeit, wo alles in einem Kampfe, ein Element gegen das andere und die Hitze gegen die Kälte oder besser Kühle dieses Landes sich befindet, diese Periode dem Kampfe, für dessen Erregung die menschliche Phantasie bald ein Sinnbild ersann, dem man später auch bald eine göttliche Verehrung erwies und es in den noch späteren Kriegszeiten gar zu einem Hauptgott machte. Zerlegen wir aber den Namen ,Mars‘, und wir bekommen das uralte Mar iza, auch Maor’ iza. Was besagt aber das? Nichts anderes als: Das Meer erwärmen.

102,20. In den vorhergehenden zwei Zeichenzeiten wird das Meer abgekühlt, was die Küstenbewohner gar wohl merken mussten; aber durch die grössere Kraft der Sonne, durch den Kampf der warmen Südluft mit der kalten Nordluft, dann durch die in dieser Zeit zumeist wach werdenden Vulkane und unterseeischen Feueradern wird das Meer nach und nach wärmer. Und weil dies als eine Folge der zu dieser Zeit vorkommenden Stürme angesehen ward, so bedeutet der Ausdruck maor izat auch so viel als ,kämpfen‘; und diese Zeit war, wie gezeigt, sinnbildlich dann auch als ein geharnischter Krieger dargestellt, den man später gar zu einem Gott machte. – Da hast du nun das dritte Himmelszeichen und kannst daraus klar entnehmen, was da hinter eurem Kriegsgott Mars steckt.“

103,1. (Mathael:) „Gehen wir nun aber zum vierten Zeichen über! Wieder sehen wir ein Tier, nämlich einen recht mutigen ,Stier‘. Nach der Besorgung der Schafe lenkten die alten Hirtenvölker ihre Sorge vor allem auf das Rindvieh. In dieser Zeit fingen die Kühe meist an zu mannen, und man schied da das Starke vom Schwachen und trug die Hauptsorge um eine gute Zucht.

103,2. Der Stier, der dem Ägypter über alles galt, ja sogar sein Schreibmeister war durch seine Natureigenschaft, weil er durch sein Blasen oft verschiedene Figuren in dem lockeren Sande formierte, ward in einer sehr mutigen Stellung, nahe auf den zwei Hinterbeinen stehend, dargestellt; und was war da natürlicher, als dass man das Sternbild, unter das die Sonne um die vorbenannte Zeit trat, und das dazu noch so ziemlich die äussersten Umrisslinien einer Stiergestalt vorwies, ,Stier‘ nannte!?

103,3. Selbst der römische Taurus stammt von da ab und ist durch Zeitenfolge nur abgekürzt von dem uralten T a our sat, oder Ti a our sat, was soviel besagt als: Des Stieres Zeit (sat) = auf den Hinterbeinen zu stehen.

103,4. Man nannte später diese Zeit, namentlich bei den Römern, auch Aprilis, was aber nach der altägyptischen Zunge wieder nichts anderes heisst als: A (der Stier) uperi (tue auf) liz oder lizu (das Gesicht), auch: ,Stier, öffne das Tor!‘ – der freien Weide nämlich. Dass mit der Zeit auch der alte Stier der Ägypter zu einem Gott ward, braucht kaum näher mehr noch durch etwas gezeigt zu werden. – So hätten wir nun auch die Entstehung des vierten Tierkreiszeichens naturgetreu und wahr vor uns, und wir wollen nun sehen, wie denn das fünfte Zeichen unter dem Namen und unter der Gestalt der ,Zwillinge‘ als Castor und Pollux entstanden ist!

103,5. Dieses wird sich sehr leicht verständlich dartun lassen, so wir bedenken, dass das alte Hirtenvolk Ägyptens mit der Besorgung des Rindviehes des Jahres Hauptsorge und Mühe hinter dem Rücken hatte. Nach dieser Zeit traten die Häupter der Gemeinden zusammen und wählten einen oder zwei Sachkundige und möglich verständigste Beurteiler und gleichsam Richter auf diese Zeit hindurch, die sich umzusehen und zu prüfen hatten, ob alle bisherige Mühe auch allenthalben gut und segenbringend vollbracht ward. Nach dem Amte war denn auch so ein Erkundiger benennet. ,Ka i e stor’?‘ war die Frage und hiess verdolmetscht: ,Was hat er getan?‘ Darauf folgte die ernste Mahnung mit dem gebietenden Satze: ,Po luxe men!‘ – auch ,Poluzce men!‘ – ,Gib mir darüber Licht, Aufklärung!‘

103,6. Daraus sind die späteren ,Zwillinge‘ entstanden; im Grunde aber waren die Zwillinge nur zwei Sätze, nämlich ein Fragesatz und darauf der Aufforderungssatz. Gingen auf solche Erkundigungen zwei solche Amtsboten in die Gemeinden aus, so hatte einer den Fragesatz und der andere den Aufforderungssatz zu stellen, natürlich nicht nur bloss dem Worte, sondern der Tat nach.

103,7. Da aber eben um solche Erkundigungs- und Nachsehezeit die Sonne gerade unter das bekannte Zweisternbild trat, so nannte man es auch ,Zwillinge‘ und nach römischer Zunge Gemini oder auch Castor et Pollux, die natürlich später durch die eitle Phantasie der Menschen ebenfalls vergöttert worden sind. –

103,8. Wir hätten nun das fünfte Tierkreisbild abermals ganz wie die früheren treu und wahr erläutert vor uns; aber nun kommen wir zum sechsten Zeichen, und da erblicken wir auf einmal den ,Krebs‘! Wie kam denn der in den grossen Gestirnkreis? Ich sage euch, ganz leicht und natürlich so wie die früheren!

103,9. Seht, in dieser Zeitperiode hat der Tag seine höchste und längste Dauer bekommen; darauf fängt er an, in seiner Dauer rückgängig zu werden, und die Alten verglichen diese rückgängige Dauer des Tages mit dem Gange eines Krebses. Zugleich aber war es diese sechste Zeitperiode von dreissig Tagen, in der zur Nachtzeit der Tau in diesem Lande besonders in der Nähe des Stromes sehr mächtig wird. In solcher Zeit entstiegen die Krebse zur Nachtzeit ihren Sumpflöchern und statteten den nahen gras- und taureichen Wiesen einen sie sehr erquickenden und nährenden Besuch ab. Das haben ganz leicht und natürlich die alten Einwohner des Landes am Nil bald bemerkt und waren anfangs bemüht, die ungeladenen Gäste von den fetten Wiesen zu vertreiben, was besonders für die ersten Bewohner dieses Landes keine leichte Arbeit war, da in der Zeit die Anzahl dieses grossen Schlamminsektes ins Zahllose überging. Mit Feuerbränden begegnete man ihnen zuerst, sammelte sie haufenweise und verbrannte sie, was aber für die grosse Menge dieser Tiere nichts ausgab. Beim Verbrennen gab es aber stets einen recht guten und sehr einladenden Geruch ab, und es meinten schon die Alten, dass die Tiere vielleicht gar zu essen wären. Aber es wollte dennoch keiner mit solchem Bratengenusse den Anfang machen.

103,10. Später siedete man sie in grossen Töpfen und fand die Brühe recht köstlich; aber es wollte sich doch niemand daran wagen. Man gab sie den Schweinen, die auch von den Alten schon gezüchtet wurden, und diese delektierten (ergötzten) sich daran und wurden sehr fett, was den alten Ägyptern eine sehr willkommene Erfindung war, denn sie benützten sehr das Fett dieser Tiere, sowie die Häute und die Gedärme; das Fleisch aber genossen sie nicht und gebrauchten es zum abermaligen Futter für die Schweine.

103,11. Als aber mit der Zeit arbeitsscheue Menschen anfingen auszuarten und sich zu versündigen an alten und weisen Gesetzen, die noch vom vorsündflutlichen Gotteslehrer Henoch herrührten, da erbaute man bald mächtige Gefängnisse und steckte die Übeltäter hinein. Diese wurden mit gesottenen Krebsen und abwechselnd mit gesalzenem und gebratenem Schweinefleisch und danebst nur mit wenig Brot gespeist. Man merkte aber, dass sich die Verbrecher bei dieser Kost sehr wohl befanden, und in einem schlechten Jahre versuchten später auch die freien Menschen die schrecklich scheinende Arrestantenkost und fanden, dass sie besser schmeckte als ihre altgebräuchliche Hauskost. Diese Wahrnehmung war dann bald Ursache, dass die ehemals so ungeheure Anzahl der grossen und fetten Nilkrebse sich bald sehr verringert hatte, da man auf sie zu viel Jagd machte.

103,12. Später assen auch die Griechen und die Römer dieses Schlamminsekt und befanden sich sehr wohl dabei; nur die Juden essen es noch bis zur Stunde nicht, obschon es ihnen Moses nicht gerade untersagt hat.

103,13. Aus alledem aber geht nun schon sicher mehr als handgreiflich hervor, dass die alten Ägypter für das Himmelszeichen dieser sechsten Zeitperiode von dreissig Tagen sicher kein besseres Sinnbild wählen konnten als eben dasjenige Tier, das ihnen in dieser Zeitperiode gar soviel zu schaffen machte. Es lässt sich auch bei dem Bilde von selbst denken, dass es mit der Zeit eine Art göttlicher Verehrung erhielt. Griechen und Römer weihten später diese Zeitperiode der Göttin Juno und benannten ihr zur Ehre auch diese Zeit also.

103,14. Aber es fragt sich nun, wie denn so ganz eigentlich diese Göttin erfunden worden ist, und wie sie zu ihrer göttlichen Persönlichkeit kam. Darüber bestehen bei den Weisen verschiedene Ansichten, die im Grunde eben nicht ganz ohne sind. Aber der eigentliche Grund ist dennoch der, welcher mit der Zeit ebenso wie die Persönlichkeiten des Castor et Pollux ausgeheckt wurde.

103,15. Eben um die Zeit der Krebse ward es für materielle Arbeiten schon zu heiss, und man schenkte darum diese Zeit geistigen Forschungen in grossen schattigen Tempeln, von denen etliche schon von den Urbewohnern dieses Landes erbaut worden sind.

103,16. Eine Hauptfrage des Beginnens aller geistigen Forschung bestand darin, ob die reine Gottheit auch irgend in einem materiellen Verbande zu suchen sei.

103,17. Wie alle Fragen der Weisen nur ganz kurz waren, aber eine sehr lange Antwort brauchten, so war es auch mit dieser gewichtigsten Frage der Fall. Sie lautete: ,Je U ∩ (un) o?‘ Verdolmetscht: ,Ist das einmal in sich getrennte Göttliche, so man es nebeneinander stellt, noch ein Ganzgöttliches?‘

103,18. Ihr fraget: Wie konnten denn diese einfachen Buchstaben den ausgesprochenen Satz bedeuten? Gleich sollet ihr den ganz natürlichen Grund davon erfahren! – Das U ward bei den alten Ägyptern mittels einer oben offenen und an diesen Enden gestreckten Halbkreislinie dargestellt (U) und bezeichnete auf diese Weise zugleich ein Aufnahmegefäss für alles Göttliche, das von oben zu den Menschen auf die Erde kommt. Es versteht sich von selbst, dass die weisen Alten darunter hauptsächlich geistige Gaben des Lichtes für die Seele des Menschen verstanden.

103,19. Das “n” ward durch einen ähnlichen, aber nach unten gekehrten Halbkreis (∩) dargestellt und bezeichnete die tote, an und für sich gänzlich geist- und lichtlose Materie. Die Runddächer so mancher Häuser und besonders der Tempel hatten darum die Gestalt eines umgekehrten Halbkreises und zeigten an, dass in solchen Orten das Göttliche sich mit der Materie verbindet, in ihr ein zeitweises Leben schafft und dem Menschen sich auf Momente offenbart. Daraus formulierte sich denn auch die alte, wichtige Frage: ,Je U ∩ o?‘, weil das O die volle Gottheit in ihrer Reinheit darstellte.

103,20. Die Antwort auf diese alte, gewichtige Frage lautete dahin, dass sich alle geschaffene Materie zu Gott nahe so verhalte wie ein Weib zu ihrem Manne und Gebieter. Gott zeugete in und durch die Materie in einem fort Seine Myriaden Kinder aller Art. Er befruchtete die Materie in einem fort mit Seinem göttlich- geistigen Einflusse, und die Materie gebärt Ihm dann in einem fort die zahllos in sie eingezeugten Kinder. – Das war doch sicher ein sehr erhabener Gedanke, den die alten Weisen auf die bekannte, gewichtige Frage als Antwort aufgestellt hatten!

103,21. Mit der Zeit, besonders bei den späteren nach aller Sinnlichkeit lüsternen Nachkommen, blieb kaum mehr ein Dunst von der alten ägyptischen Weisheit, und man machte aus dem Fragesatze Je un o und aus der erklärten Weiblichkeit aller Materie gleich lieber ein persönliches Gottweib und gab demselben gleich dumm und finster zur Genüge den Namen anfangs Jeu no, später bloss Juno, und vermählte sie mit dem ebenso nichtigen Gott Zeus.

103,22. Die alten Weisen hielten aus wohlweisen und ganz natürlichen Gründen die Materie für hart, unbeugsam, ungefügig und meinten, man könne ihr nur durch grossen Fleiss und durch grosse Mühen etwas abgewinnen. Die alten von den alten Weisen an der Materie entdeckten Unvollkommenheiten unterschoben die späteren Nachkommen dem Gottweibe Juno, mit dem darum Zeus stets seine Not hatte. – Begreift ihr nun eure Göttin Juno?“

103,23. Sagt Helena: „Ich bitte dich, du mein allerliebster Mathael, fahre du nur fort; ich könnte dich also tagelang ohne Unterbrechung anhören! Deine Erzählung ist zwar nicht so bilderreich und geschmückt wie die eines Homer; aber sie ist weise und wahr, und das ist mehr wert und anziehender um tausend Male als alle die zauberhafte Blumenschminke der grossen Volkssänger! Darum fahre du nur ungestört fort in deiner Erzählung!“

103,24. Sagt Mathael: „Sagst du mir doch keine Schmeichelworte!? Denn sieh, die Wahrheit will verstanden, aber nie geschmeichelt sein! Aber ich weiss es, dass du nicht mir, sondern nur der Wahrheit schmeichelst, die nicht von mir, sondern von Gott kommt, und so kann ich schon wieder fortfahren.“

104,1. (Mathael:) „Höre denn! Nach dem Krebse ersehen wir den ,Löwen‘ im grossen Zodiakus. Wie kommt denn diese wilde Bestie unter die Himmelszeichen? Ganz ebenso natürlich wie alles andere, das wir bis jetzt haben kennengelernt!

104,2. Nach der Krebsjagd, die ihre dreissig Tage anhielt und manchmal auch einen oder zwei Tage darüber – weil bei den alten Ägyptern nicht der Fischmonat (Februar), sondern der Krebsmonat (Juni) als Ausgleichungsmonat bestimmt war –, fing eine andere Kalamität an, die den Alten sehr viel Sorge und Kummer machte. Um diese Zeit werfen die Löwen gewöhnlich ihre Jungen und sind da, voll Hungers, am meisten auf den Raub bedacht und ziehen weit und breit über Wüsten, Berge und Täler in Gegenden hin, wo sie irgend fette Herden wittern.

104,3. Da des Löwen Vaterland eigentlich das heisse Afrika ist, auch das Hinterägypten schon häufig von diesem Tierkönige beherrscht wurde, so ist es begreiflich, dass es ihm gar nicht schwer war, bis nach Mittel- und Unterägypten vorzudringen, und dort Verheerungen unter den friedlich weidenden Herden anzurichten. Wie die Wölfe eine grosse Kälte in die von Menschen bewohnten Gegenden treibt, ebenso treibt des Julius (Juli) grosse Hitze den Löwen in die etwas kühleren nördlicheren Gefilde, wo es für ihn eine Beute abgeben kann.

104,4. In diesem Monate aber wird in Oberägypten die Hitze am stärksten und am unerträglichsten und treibt darum den Löwen oft bis zum Mittelmeere nordwärts, wo es da offenbar kühler ist als im Bereiche der glühheissen Sandwüsten. Kurz zu Anfang dieser Zeit bekommen die Bewohner Ägyptens stets Besuche von diesen gefürchteten Gästen und mussten sich gegen sie ganz tüchtig rüsten, um sie von den Herden abzuhalten. Und da die Sonne in dieser Zeit gerade unter ein Sternbild trat, das so wie jenes des Stieres mit seinen Sternen so ziemlich die Gestalt eines ergrimmten Löwen darstellt, so benamsten die Alten dieses Gestirn denn auch mit dem Namen eines Löwen, und in Ägypten nannte man diese Zeit auch mit den Namen: ,der Löwe‘ (Le o wa), Le der Böse oder des Bösen Abstämmling, im Gegensatze zum El der Gute oder des Guten Sohn, O die Gottessonne, wa, auch wai flieht; Le o wai heisst demnach: Der Arge flieht die Sonne.

104,5. Die Römer benannten ihrem Helden Julius Cäsar zu Ehren erst vor wenigen Dezennien diese Zeit mit dessen Namen, weil er so schlau und mutig zu kämpfen verstand wie ein Löwe. – Da habt ihr nun das siebente Himmels- oder Tierkreisbild, das bei den späteren Nachkommen ebenfalls in eine Art Vergöttlichung geriet.

104,6. Aber auf den Löwen sehen wir eine ,Jungfrau‘ folgen; das scheint auf das Frühere denn doch nicht so ganz zu passen?! O ja, es passt ganz und recht natürlich darauf! Mit der Besiegung der Löwenzeit waren die Hauptbeschwerden des Jahres gewisserart beendet, und man ergab sich hier einer grösseren Heiterkeit und veranstaltete Feste, die besonders dazu dienten, den braven und sittlich reinen Jungfrauen Geschenke zu machen, um sie dadurch zur ferneren Sittlichkeit anzueifern; auch war es in dieser Zeit Sitte, Hochzeit zu begehen. Nur eine als rein befundene Jungfrau konnte zum Weibe genommen werden; eine aber, die ihre Jungfräulichkeit nicht wohl bewahrt hatte, ward von der Ehe ausgeschieden und konnte im äusserst günstigen Falle nur mehr ein Kebsweib irgendeines Mannes, der schon ein oder mehrere ordentliche Weiber hatte, werden, – sonst aber blieb nur der verächtliche und niedere Sklavenstand übrig. Und so hatte diese Zeit eben auch eine gar gewichtige Bedeutung, und weil um diese Zeit wieder ein recht nettes Sternbild des Zodiakus über der Sonne zu stehen kam, so benannte man es die ,Jungfrau‘. Aber erst vor wenigen Jahren gaben die eitlen Römer, ihrem Kaiser Augustus zu Ehren, dieser Zeit auch des Kaisers Namen. – Und so weisst du, liebe Helena, nun auch, wie nach dem Löwen eine Jungfrau unter die Sterne kam. – Aber nun weiter!

104,7. Wir haben nun gesehen, wie da auch eine Jungfrau unter die Sternbilder des Zodiakus kam; aber nun kommt gar eine Sache hinein, wie wir das sogleich sehen werden. Eine ,Schalwaage‘ ersehen wir, wie sie die Krämer und Apotheker zum Abwiegen ihrer Spezies und Arzneien brauchen. Wie kam denn dieses Gewichtserprobungsinstrument unter die Sterne? Ich sage es euch: Ganz leicht und eben wieder also natürlich wie alle die früheren!

104,8. Seht, nach der Zeit der Jungfernerprobung und der Hochzeiten, durch die diese vorhergehende Zeit am meisten und ordnungsmässig ausgezeichnet war, kam die Zeit der Erprobung der meisten Ernte, des Getreides – dessen Anbau schon die ältesten Einwohner dieses Landes stark betrieben haben, natürlich neben der Viehzucht –, der Früchte, als der Feigen, der Datteln, des Öles, der Granatäpfel, der Orangen und dergleichen mehr.

104,9. Jede Gemeinde hatte ihren Ältesten zum Vorstande und Leiter aller Geschäfte und ebenso einen Priester, der sich bloss mit dem Geistigen zu beschäftigen hatte und zu unterrichten das Volk an den bestimmten Tagen und zu weissagen bei wichtigen Angelegenheiten. Dass sich der Priesterstand bald sehr vermehrte, braucht kaum näher erwähnt zu werden, wie auch, dass dieser Stand sich mit der groben, materiellen Arbeit eben nicht sehr abgab, ausser mit neuen Versuchen und Verbesserungen in jeder möglichen Hinsicht.

104,10. Der Priesterstand war es auch, der die Metalle der Erde erforschte, sie sammelte und zum Gebrauche tauglich machte. Zu allen den vielen technischen Dingen aber brauchte er auch viele Handlanger und wohlunterrichtete Werkführer, die alle keine Zeit hatten, sich mit dem Ackerbau und mit der Viehzucht abzugeben, und es mussten daher alle solche Menschen von den Gemeinden erhalten werden. Wie aber sollte das bemessen werden, auf dass ein jedes Gemeindeglied eine seiner Ernte entsprechende Gabe an die Priesterschaft und deren Helfer verabreiche?

104,11. Man bestimmte den Zehent, und jedes Gemeindeglied musste den zehnten Teil aller Ernte dem Priesterstande abliefern. Wie bemass man aber den Zehent? Ganz einfach: mit der Waage! Man hatte zu dem Behufe grosse und kleine Waagen in der Art, deren schon früher erwähnt wurde. Jede Gemeinde besass mehrere solche Waagen, und unter den Augen des Gemeindevorstandes wurde alle Ernte genau abgewogen in der Art, dass da stets beide Schalen vollgefüllt wurden; neunmal wurden die gefüllten Waagschalen in den Kasten des Gemeindegliedes ausgeleert, das zehnte Mal aber in den Kasten der Priesterschaft. Der Oberpriester war zugleich auch des ganzen Volkes Hüter oder Hirte mit dem Ausdruck Vara on (,er hütet‘ oder: ,er ist der Hirte‘). In der späteren Zeit wurden die Varaonen wirkliche Könige des Landes, unter deren Botmässigkeit auch das Priestertum stand.

104,12. Wir aber ersehen nun aus dieser geschichtlich wahren Darstellung, dass die Zeitperiode, als erste nach der der Jungfrau, hauptsächlich zum Abwiegen der Ernten wegen der Zehentabgaben an das Priestertum bestimmt war; und weil gerade um diese Zeit die Sonne abermals unter ein neues Zeichen trat, so nannte man dieses Zeichen im Zodiakus die ,Waage‘. Das wird jedermann einleuchtend sein, der nur einigermassen mit den Sitten und Gebräuchen der alten Ägypter ein wenig vertraut ist.

104,13. Dass man mit der Zeit der Waage allerlei entsprechende Bedeutungen beilegte, sie auch als Symbol der göttlichen wie der weltlichen Gerechtigkeit benützte, ja, dass man sie bei einigen noch tief unten stehenden Völkern sogar auf eine gleiche Weise anbetete, wie die Indier hie und da den Pflug, braucht wohl kaum näher beleuchtet zu werden. Die Phantasie der Menschen einesteils und die stets wachsende Gewinnsucht der sich immer mehrenden Priester und Volkslehrer andernteils vergöttlichte mit der Zeit, was ihr nur immer irgend altehrwürdig und für die gesamte Menschheit als nützlich vorkam. –

104,14. Wir hätten sogestaltig nun gesehen, wie auch ein menschliches Werkzeug in den grossen Zodiakus kam, und wollen darum auch weiter sehen, wie denn das höchst unansehnliche Insekt ,Skorpion‘ in den grossen Zodiakus kam!“

105,1. (Mathael:) „Nach der Zeit der Waage kam eine sozusagen recht müssige Periode. Die Herden begaben sich mehr und mehr zur Ruhe, das heisst, sie weideten wohl, sprangen aber auf den Weideplätzen nicht mehr also mutig herum wie im Frühjahre; auch die Fruchtbäume zeigten keine solche Tätigkeit mehr, als das im Frühjahre der Fall war; die Äcker lagen brach, und so hatten da auch die Menschen eine gewisse Arbeitsvakanz (Ferien, Ruhezeit). Sie würden da dem lieben Nichtstun sicher noch mehr gehuldigt haben, wenn der Herr Himmels und der Erde gerade in dieser Faulzeit sie nicht durch ein äusserst lästiges Insekt, dessen Heimat hauptsächlich Ägypten ist, ein wenig aufgestachelt hätte.

105,2. Die Skorpione fingen gleich zu Anfang dieser Zeit an, sich allenthalben zu zeigen und vermehrten sich bis gegen die Mitte dieser sonst faulen Zeit wie die Fliegen in einem Speisesaale. Bekanntlich aber ist der Schweifstich dieses Insektes nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch recht gefährlich, wenn man nicht sobald nach dem Stiche mit dem rechten Gegenmittel bei der Hand ist.

105,3. Da die alten Ägypter aber sowohl die Schädlichkeit als auch die Lästigkeit dieses Tierleins nur zu bald mussten kennengelernt haben, so fehlte es auch nicht, auf Mittel zu sinnen, durch die sie dieses Wesens wenigstens einigermassen Meister werden konnten. Allerlei Vertreibmittel wurden versucht; aber sie halfen alle zusammen wenig, bis man endlich auf die Rinde eines Nilgesträuchs kam, sie kochte und mit deren Dampf wenigstens die Zimmer von diesem stachligen Schmarotzer befreite. Auch befeuchtete man die Rinde des erwähnten Gesträuchs, streute sie am Boden aus und legte sie in die Betten, hielt dadurch das stachlige Geschmeiss fern und tötete es damit auch.

105,4. Nach diesem dies Insekt vertreibenden und tötenden Mittel nannte man auch das Insekt selbst, das natürlich früher keinen Namen hatte, Scoro (= Rinde) pi oder pie (= trinkt) on (= er).

105,5. Man machte durch diesen Namen die Nachkommen gleichsam wie durch ein Rezept aufmerksam, durch welches Mittel man dieser Plage am wirksamsten begegnet. Noch heutzutage bekommen wir sowohl aus Ägypten, aus Arabien und Persien ein Pulver, durch das man ohne den geringsten Schaden für die Gesundheit des Menschen nicht nur die Skorpione, sondern fast alle andern sehr lästigen Insekten vertilgen kann; und dieses Pulver wird nebst noch einigen Beigaben hauptsächlich aus der obberührten Rinde angefertigt. – Und nun wieder zu unserer Hauptsache!

105,6. Beim ersten Auftauchen des Skorpions in dieser Faulzeit trat die Sonne unter ein neues Sternbild im grossen Kreise, und man nannte es wie das lästige Insekt, das sich gerade in dieser Zeit am meisten ausbreitete und Vieh und Menschen belästigte. Diesem Zeichen erwies man bis jetzt noch am wenigsten irgendeine Verehrung, ausser dass man es gewisserart als ein altes Rezept gegen dies lästige Insekt stets als wirksam ehrte.

105,7. Die Faulenzzeit ging mit der Vertilgung der Skorpione zu Ende, auch die in dieser Zeitperiode in Ägypten häufig vorkommenden Donnerwetter, vor denen die Ägypter stets einen grossen Respekt hatten; denn sie sagten: ,Das Geschoss des Zeus ist schneller und sicherer treffend denn das elende der Menschen!‘

105,8. Um die Zeit nach dem Skorpion fing auch allerlei Wild an, sich in die Täler von den Bergen herabzumachen, darunter aller Art reissende Tiere, jedoch nicht von der schlimmsten Art.

105,9. Diese Erscheinung forderte die Menschen, und namentlich die Männer auf, den Bogen zu spannen und sich auf die Wildjagd zu begeben. Kaninchen, Hasen, Gazellen, kleine Bären, Dachse, Füchse, Panther, eine Menge Geier und Adler, auch das Krokodil und das Nilpferd (Hippopotamos; altägyptisch Je pa opata moz = das Nilpferd fängt an, seine Gewalt zu entfalten), fingen an sich zu rühren, und darum war da für die Jagd keine Zeit mehr zu verlieren; zur Vertilgung möglichst vieler Krokodile war auch ein ganz bedeutender Preis ausgesetzt.

105,10. Es gehört hier gar nicht weiter zur Sache, wie da die allerlei Jagden geführt wurden, sondern es genügt hier ganz vollkommen zu wissen, dass in Ägypten um diese Zeit allerlei Jagden geführt worden sind, und wir wissen alles, was wir zu wissen benötigen.

105,11. Um diese Jagdzeitperiode trat die Sonne schon wieder in ein neues Sternbild im grossen Zodiakus, und man nannte es den ,Schützen‘, weil diese Zeit eben den Schützen die meiste Beschäftigung bot. Dem Schützen ward mit der Zeit wohl auch eine Art göttlicher Verehrung zuteil, aber keine gar zu grosse, ausser dem Apollo, der auch als ein Gott der Jagd verehrt ward. –

105,12. Mit dem Schützen wären wir sonach auch fertig und kommen nun zum eigentlich seltensten Himmelszeichen im grossen Zodiakus! Siehe, ein Steinbock, der Bewohner der höchsten Felsspitzen, schimmert im südlichsten Teile des grossen Kreises! Wie kam denn dieser Bewohner der Hochgebirge in den grossen Sternenkreis? Ich sage es euch, eben also wie alle die früheren auf eine ganz natürliche Weise!

105,13. In dieser eines Jahres letzter Periode sucht alles Wild einmal die Täler heim, um da ein gewisses Nährfutter zu suchen, nach dem seine Natur ein Verlangen trägt.

105,14. Der Steinbock war für die Ägypter etwas zu Kostbares, als dass sie ihn so mir und dir nichts seinen kecken Talbesuch hätten gewähren lassen können! Kurz, da wurden allerlei Wachen ausgestellt, wie sich nur die Zeit zu nahen begann, in der dies Tier schon in früheren Zeiten öfter auf den einsamen Triften weidend und umherspringend entdeckt worden war. Sowie nur einer irgend bemerkt ward, da war nach den empfangenen Zeichen alles, was nur Füsse hatte, auf den Beinen.

105,15. Es war aber das kein leichtes Stück Arbeit, so einen Steinbock zu fangen, und es gab da manche Steinbockperiode, in der kein Steinbock gefangen worden war; wurden aber in einer günstigen Zeit etliche gefangen, so war das ein förmlicher Triumph für ganz Ägypten! Denn von so einem Steinbock war alles als eine wunderbarste Arznei angesehen, und man heilte mit einem Minimum schon einmal alle Krankheiten, und die Hörner waren selbst des Königs von Ägypten erste und kostbarste Zierde, mehr denn Gold und Edelgestein. Ja in der Urzeit taxierte man sogar den Wert eines Varaon nach der Anzahl der Steinbockhörner, die selbst die Oberpriester später zum Zeichen ihrer Hochweisheit und obersten Macht vergoldet bei sich trugen.

105,16. Da aber der Steinbock bei den Ägyptern in einem so grossen Ansehen stand, wie man sich in diesem Lande noch heutigentags überzeugen kann, so ist es wohl auch mehr als begreiflich, dass die alten Ägypter schon diese Zeitperiode, in der sie Besuch vom Steinbock bekamen, zuerst dem kostbaren Tiere weihten, sie auch danach benannten, sowie auch das Sternbild, unter das die Sonne in dieser Zeitperiode trat.

105,17. Und wir haben nun auf diese Weise alle zwölf Zeichen des grossen Zodiakus durchgesehen und nirgends etwas anderes als nur etwas ganz Natürliches gefunden, und haben danebst aber auch gesehen, wie und auf welche Art alle die vielen Heidengötter entstanden sind, und dass da hinter ihnen gar nichts steckt ausser das ganz Natürliche, das wir eben gesehen haben.

105,18. Und so wird es denn hoffentlich fürder nimmer schwer sein, den wahren Gott allein im rechten und wahrsten Lichte zu erkennen. Nie hat irgendeine erdichtete Gottheit etwas von all den Wunderdingen geleistet, die man ihr unterschob, und die wenigen weisescheinenden Worte, die von den Göttern an die Menschen sollen zu Zeiten gesprochen worden sein, haben die alten Weisen des grösseren Gewichtes wegen den nichtigen Göttern in den Mund geschoben.

105,19. Hier aber sind Taten zu sehen und Worte zu hören, die zuvor in der Wirklichkeit nie erlebt worden sind, – und da auch sind wir endlich einmal auf dem Platze angelangt, den wahren Gott in Hülle und Fülle kennenzulernen. …”

107,2. Mathael: “Nach altägyptischer Zunge bezeichnet die Silbe Zo oder Za soviel als ,für‘, dia auch diaia ,Arbeit‘ und kos ,ein Teil‘, auch die ,Teilung‘; und heisset ganz gut verdolmetscht Za diaia kos (auch kose) einmal wörtlich: für die Arbeit die Teilung, oder: Einteilung der Arbeit.

107,3. Du siehst nun, dass die Sache sich nie anders im Anfange hat verhalten können, und so muss meine dir nun gemachte Erklärung des Zadia-kos (Zodiakus) eine vollkommen richtige sein! Denn anfangs teilten die Alten den grossen Kreis nach dem periodischen Vorkommen ihrer Arbeiten ein; bei den späteren Nachkommen aber bestimmte hernach der schon eingeteilte Kreis die Arbeiten; denn jedes darin vorkommende Sternbild mahnte die Ägypter schon zum voraus, mit welcher Arbeit sie sich in der nächsten Periode würden zu beschäftigen haben. Und somit war die Benennung dieses Kreises auch eine ganz richtige, – aber nur nicht im falschen Sinne der Griechen und Römer.

107,4. So wie aber die Weisen diesen Kreis und seine Bilder ganz richtig benannten, also benannten sie auch viele, wenn auch nicht gar alle andern Sternbilder und waren auch die ersten Entdecker von den dir bekannten Planeten ausser dem Monde und der Sonne, die im Grunde, wenigstens für unsere Erde, durchaus kein Planet ist, indem nicht die Sonne sich um die Erde, sondern die andern Planeten samt der Erde sich nur um die grosse Sonne in verschiedenen Zeiträumen bewegen, darunter aber nicht die scheinbar tägliche Umlaufszeit, die von der Umdrehung der Erde selbst um ihre Mittelachse herrührt, zu verstehen ist, sondern jene, die die Erde binnen einem Jahre durchmacht, die Venus und der selten sichtbare Merkur in einer noch kürzeren Zeit; Mars, Jupiter und Saturn aber brauchen zu ihrem Umlaufe eine längere Zeit als die Erde.

107,5. Der Mond aber gehört ohnehin der Erde an und bewegt sich mit derselben im Jahre einmal um die Sonne, während er als steter Begleiter unserer Erde noch dazu alle 27 bis 28 Tage einmal um die Erde in einer Entfernung von einhunderttausend Stunden Weges sich bewegt.”

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flagge en  ZODIAC SIGNS EXPLAINED

God’s Revision – Zodiac Signs

…also known as Star Signs, Constellations, Zodiac

In the presence of the Lord, the disciple and several hundred successors, Mathael explained to the still superstitious Greeks Ouran and his daughter Helena, whence the names of the constellations originate and what they originally meant. This important instruction should help to remove the bonds to “mysteries” …

… From “The Great Gospel of John,” Volume 3, from Chapters 101 to 105 and 107 (Jacob Lorber)

101,8. Helena asks Malthael: “Who discovered first the zodiac and gave the twelve pictures their names? Why did they receive exactly these names that we know, and why no others of a particular type and sort? What has a lion to do with a virgin, a crab with the twins, a scorpion with a balance scales, an ibex with an archer? How do a bull and a ram get into the firmament, how a fisherman with the fish?

101,9. It is very strange that in the animal world there are also four human images and the image of an object. If you can give me some reason for this you will make me very connected to you!”

101,10. Mathael says, “Oh, most blessed Helena, nothing easier than this! Just have a little patience during my explanation and the issue will become quite clear to you!”

102,1. (Mathael:) “The discoverers of the zodiac were obviously the native residents of Egypt, who for one reached a much higher age than we do, secondly had always a most pure sky and could observe the stars much more easily and constantly than we with our often thickly clouded sky, and thirdly most people slept the whole hot day through. Only in the evenings did they go out into the open and completed their work in the cool of night. There they had constantly the constellations in sight, soon noticed the unchangeable figures and gave them names which corresponded with some natural event occurring at a particular time or with a duty of the land.

102,2. Multiple observance of the zodiac led the watchers soon to the belief that the zodiac is a great circle, which is divided into twelve almost equal parts. In each of these parts there is an individual constellation.

102,3. Even the peoples of antiquity considered the stars of this Earth to be further away than the sun and the moon and therefore they let the sun along with the moon move on a path inside the great zodiac.

102,4. But the zodiac also moved in a way that the sun, which rounds the Earth every day, stopped in another sign after thirty days due to the great movement of the zodiac. But that the moon always came into another sign every couple of days, they explained from its slower daily course around the Earth, by which it never comes to the same place at the same time like the sun – therefore they often called the moon the “tardy star”.

102,5. But there were some wise men who claimed exactly the opposite of the moon; yet the teaching of the tardyness of the moon prevailed.

102,6. You see, that’s how the zodiac was created, and now you should also soon learn how the twelve constellations got their peculiar names!

102,7. In the season of the shortest days, which especially in Egypt is always accompanied by rain, (and with this easy to remember time of thirty days one always let a new year begin) according to the calculations of the elders the sun was situated exactly under the constellation that is known to us as Aquarius; therefore the constellation was first given the form of a shepherd when he comes with his water bucket to the trough created to give the domestic animals something to drink and pours the whole bucket into the drinking trough. The elders called such a person the water sprite (Uodan) and secondly they named the constellation thus and thirdly also this time. Later the vain fantasy of people soon made a god out of this good image and gave him divine honor, because it was seen to revive the withered nature – See, most blessed Helena, thus the familiar first constellation received its name and the first thirty days of rain. Let’s go to the second sign that is called Pisces!”

102,8. When Mathael began to explain this second sign, Simon Judas said to the other disciples, “Mathael’s explanations are becoming very informative, we should listen to them more closely!”

102,9. I say (the Lord), “Go there and listen; for Mathael is one of the top chroniclers of this age!”

102,10. At this all the disciples pressed towards Mathael, which at the beginning made Mathael a little embarrassed; but Simon Judas said to him, “Dear friend, just carry on! For we only came closer to you to learn something very useful from you!”

102,11. Mathael says, very modestly, “For you, my dear very wise friends my wisdom must be a little weak; for you are already older disciples of the Lord, and I have hardly been with you for sixteen hours!”

102,12. Simon Judas says, “Do not let that confuse you; for you have already passed tests through which we have been placed somewhat in the background. But everything comes like this from the Lord. What he often gives one person in a year, He can give to another person in a day. Therefore just continue with your explanation of the zodiac!”

102,13. Mathael says, “With your great patience and under your likewise great care I will immediately continue; and so listen to me further, you most blessed daughter of the Pontus!

102,14. After thirty days the heavy rain in Egypt usually comes to an end, and in the heavy swollen Nile there are always a great quantity of fish to be found, as well as in the side streams, which have to be caught at this time, of which a great part is eaten immediately, an even greater part is salted and fried in the air which at this time blows very strongly in Egypt and is stored for the whole year.

102,15. This action with the fish is ordered in the mentioned land by nature and must be handled before the Nile sinks too much and the many significant side streams dry up, whereby a great mass of fish must rot and thereby poison the air with the most evil smells.

102,16. What is still tradition today in Egypt was a necessity for the oldest wise inhabitants of this blessed great land. But since such time was used for fishing by the inhabitants of this land right from the beginning and the sun came to stop at the start of this fishing season in a new constellation, this constellation was called the sign of the fish (pisces) and the time was also called thus, and it was named Ribar, also Ribuze.

102,17. But since the people at this time were very easily suffered from fever, partly because of the enjoyment of very fatty fish, and partly as a consequence of the air full with many impure smells, this time was later called the fevertime, and the vain fantasies of the people made from this time soon a goddess and showed her for the prevention of this stomach sickness another type of divine reverence – Now you have the whole natural and true story of the naming of the second zodiac sign, and so we progress to the third!

102,18. This sign is called Aries. After the fishing period the original inhabitants turned their worries to the sheep. The males became active and it was time to shear the sheep, their wool was taken from them. This whole task lasted a good thirty days. Naturally in the meantime one had some other daily tasks, but the previously mentioned was the main job for this time described and because the sun came to stop again under another sign, this sign was called the ram (Aries).

102,19. Later on as one has the most storms in this period, where everything was in battle, one element against another and the heat against the cold or rather the coolness of this land, this period was dedicated to battle, for whose occurrence the human fantasy soon saw a picture which was soon given a divine honor and made it into another main god in the later times of war. If we split up the name ‘Mars’ and we get the original ‘mar iza’, also ‘Maor’iza’. What does that mean? Nothing else but: warm the sea.

102,20. In the abovementioned two signs the sea cools down, which the coastal inhabitants must have noticed well; but throught the greater strength of the sun, through the battle of the warm air from the south with the cold northern air, then through the volcanoes that usually awoke in this period and the veins under the sea the sea became warmer and warmer. And because this was seen as a consequence of the storms occurring in this period, the expression ‘maor izat’ means as much as ‘to fight’, and this period was, as shown, represented in images as a harnished fighter who was later made into a god – There you have the third sign of the sky now, and you can easily see what is behind the your god of war, Mars.”

103,1. (Mathael:) “Let’s move on now to the fourth sign! Again we see an animal, namely a very courageous bull. After looking after the sheep the old shepherding tribes cared above all to the cattle. In this time the cows were mostly beginning to mate and the strong were divided from the weak and the main concern was for good breeding.

103,2. The bull, which the Egyptians valued above all, yes, even it was given the place as a scribe because he formed different figures in loose sand through his blowing, was represented standing almost on two back legs. So what was more natural than that the constellation, under which the sun entered this period and in addition the external circumference lines suggested the form of a bull, was called ‘taurus’?

103,3. Even the Roman taurus originates from this and through time was only shortened from the original ‘T a our sat’, or ‘Ti a our sat’, which means: Time (sat) of the bull = stand on the back legs.

103,4. Later this period was also called ‘Aprilis’, namely by the Romans, which however in the Egyptian tongue means nothing other than: A (the bull) uperi (open) liz or lizu (the face), also: Bull, open the gate! – of the open pasture. It hardly needs to be mentioned that in time the old bull was made into a god by the Egyptians. So we have now the creation of the fourth zodiac sign before us faithful to nature and true, and we want to see how the fifth sign was created under the name and form of the twins as Castor and Pollux!

103,5. This will be very easy to understand, if we think that the old shepherding nation of Egypt had a lot of care and effort of the year with the looking after of the cattle. After this time the heads of the community came together and chose one or two knowledgeable and possibly understanding judges and at the same time judges for this period, who had to look around and check whether all former effort was carried out uniformly well and beneficient. According to the position, an inquirer was named. ‘Ka I e stor?’ was the question and translated meant, ‘What has he done?’ Then followed the serious admonition with the demanded sentence: ‘Po luxe men!’, also ‘Poluzce men!’ – ‘Give me light on the matter, an explanation!’

103,6. These later became the twins; but basically the twins were only two sentences, namely a question and then the demand, naturally not only through words, but in deed.

103,7. But since around such a time of inquiry and checking the sun entered the familiar two-star constellation, they were called ‘twins’ and in the Roman tongue Gemini or also Castor and Pollux, which naturally later were also worshipped as gods through the vain fantasy of the people.

103,8. We have now got the fifth zodiac sign before us explained just like the previous signs faithfully and truthfully; but now we come to the sixth sign, and there we suddenly see the ‘crab’! How did it come to the great starry zodiac? I tell you, quite easily and naturally just like the previous ones!

103,9. You see, in this period of time the day lasts longest; then it begins to become shorter in length, and the elders compared this returning length of the day with the movement of a crab. But at the same time it was the sixth period of thirty days, in which the dew in this country became very strong at night, particularly near to the river. At such a time the crabs climbed out of their marshy holes at night and paid the nearby grassy and dewy meadows a very refreshing and nutritional visit. The old inhabitants of the land on the Nile noticed this very easily and at the beginning made an effort to drive the uninvited guests out of the fat meadows, which particularly for the first inhabitants of this land was no easy job, since in this time the quantity of these great mud insects went into countlessness. At first they encountered them with burning torches, collected them in piles and burned them, which did nothing to the large number, however. In burning however there was always a very good and very inviting smell, and the elders soon thought that the animals were perhaps good to eat, But nonetheless no-one wanted to begin this sampleing of the roast.

103,10. Later they were boiled in great pots and the soup was found to be very tasty; but no-one wanted to dare. They were given to the pigs that had already been raised by the elders, and these gorged themselves on them and became very fat, which was a very welcome discovery to the Egyptians, for they used much fat from the animals, as well as the skin and the intestines; but they did not enjoy the meat and used it for the additional food for the pigs.

103,11. But when in time lazy people began to degenerate and to sin against old and wise laws which had come from the pre-flood religious leader Henoch, soon huge prisons were built and the criminals were placed inside. These were fed with boiled crabs and alternately with salted and roasted pork and only a little bread. But one noticed that the criminals thrived with this food and later on in a bad year the free people also tried the terrible-seeming prison food and found that it tasted better than their old traditional food. This realisation was then soon the cause that the enormous quantity of the great and fat Nile crabs soon decreased very much, since they were hunted too much.

103,12. Later the Greeks and Romans also ate this mud insect and thrived on it; only the Jews even today do not eat it, although Moses did not exactly forbid it.

103,13. But from all of that it can be more than tangibly seen that the old Egyptians could not choose any better image for the sign of this sixth period of thirty days than this animal that gave them so much work to do in this time period. This picture also lets us think that it received a type of divine honor. Greeks and Romans later dedicated this time period to the goddess Juno and named the time thus in her honor.

103,14. But now there is the question how this goddess was actually invented and how she received her divine personality. The wise men have different opinions which are basically not badly founded. But the real reason is nonetheless that which was hatched in time just as with the personlaities of Castor and Pollux.

103,15. Around the time of the crabs it became too hot for manual activities, and one therefore devoted this time to spiritual investigation in great shady temples of which then several were built by the original inhabitants of this land.

103,16. A main question at the beginning of all spiritual investigation was whether the pure divinity could also be sought in any material conjunction.

103,17. As all questions by the wise men were only very short, but needed a very long answer, thus was it with this weighty question the same case. They said, ‘Je U ∩ (un) o?’ translated: ‘Is that separate divinty, if put next to each other, still a whole divinity?’

103,18. You ask: How could then these simple letters mean this pronounced sentence? You shall learn the very natural reason right now! The U for the old Egyptians was represented by means of an open semicircle with extended ends, and meant in this way a receptacle for everything divine that comes from above to the people on Earth. It goes without saying that the wise elders understood by this mainly a spiritual gift of light for the soul of a person.

103,19. The N was represented by a similar semicircle but turned to face downwards (∩), and described dead matter, in itself completely spiritless and lightless. The round roofs of some houses and particularly the temple therefore had the form of an up-turned semi-circle and showed that in such places the divine was joined with the material, creates a temporal life and reveals itself to the people at times. From this was created the old, important question: ‘Je U ∩ o?’, because the O represented the full divinity in its purity.

103,20. The answer to this old weighty question then meant that all created matter relates to God almost as a wife to her husband and lord. God created in one movement in and through the material His myriads of children of all types. He pollinated the material in one movement with His divinely spiritual influence, and the material bore Him then the countless children conceived in it. That was certainly a very eminent thought which the old wise men had placed as an answer to the familiar, weighty question!

103,21. In time, particularly for the later descendents who were lusting after the senses, there was no longer any idea about the old Egyptian wisdom, and the question Je un o and the defined femininity of all material was made into a personal goddess and she was given the name at first ‘Jeu no’, then simply ‘Juno’, and she was married to the likewise non-existent god Zeus.

103,22. The old wise men then considered from wise and very natural reasons the material to be hard, unbending, unsubmissive and thought that one could only gain anything from it through great hard work and great effort. The old imperfections discovered by the old wise men in matter were foisted by later descendents to the god wife Juno, with whom Zeus constantly was lacking. Do you now understand your goddess Juno?”

103,23. Helena says, “I beg you, my very dearest Mathael, just continue; I could listen to you without interruption for days! Your explanation is not as pictorial and decorated as that of Homer, but it is wise and true, and that is of a thousand times more value and more attractive than all the magical flowery adornment of the great folk singers! Therefore just continue uninterrupted in your tale!”

103,24. Mathael says, “Are you telling me what I want to hear!? For look, the truth wants to be understood, but never flattered! But I know that you are not flattering me, only the truth, which does not come from me but from God, and so I can continue.”

104,1. (Mathael:) “Listen then! After the crab we see the lion in the great zodiac. How does this wild beast then come among the signs of the sky? Likewise just as naturally as everything else that we have got to know up to now!

104,2. After the crab hunt, which lasts its thirty days and sometimes also an extra one or two – because the month of the crab (June) and not the month of the fish (February) was decided as the month of balancing out by the old Egyptians – another calamity began which created a lot of cares and worry for the elders. Around this time the lions usually give birth and are there, full of hunger, concentrating most on the hunt and move far and wide over the deserts, the mountains and the valleys into areas where they scent some fat herds.

104,3. Since the fatherland of the lions is actually hot Africa, and Asia Minor is also often conquered by these kings of the animals, it is therefore understandable that it was not difficult for them to press forward to middle and lower Egypt and there cause devastation among the peacefully grazing herds. Just as a great cold drives the wolves into areas occupied by people, so the great heat of Julius (July) drives the lions into the somewhat cooler northern fields where there is a good prey.

104,4. But in this month in upper Egypt the heat is the strongest and most unbearable and therefore often drives the lions north to the Meditterranean where it is obviously cooler than in the area of the glowing hot sandy desert. In short, at the beginning of this period the inhabitants of Egypt constantly receive visits from these feared guests and must defend themselves quite efficiently against them in order to keep them from their herds. And since the sun at this time enters a constellation that just like that of the bull represents more or less the form of a furious lion, the elders called this heavenly body with the name of a lion, and in Egypt this time was also called the name ‘lion’ (Le o wa), ‘Le the evil one’ or ‘the descendent of evil one’, in contrast to’El’ the good one or ’the son of good one’, O the sun of god, wa, also wai flees; Le o wai therefore means: The evil one flees the sun.

104,5. The Romans named their hero Julius Caesar in honor just a few decades ago this time period with his name, because he knew how to fight as cunningly and bravely as a lion. There you have the seventh heavenly or zodiac sign which also became idolised in a way by the later descendents.

104,6. But after the lion we see a “virgin” follow; that seems not to suit what has happened before?! Oh yes, it suits it completely and quite naturally! With the conquering of the time of the lions, the main worries of the year were now in a way finished, and one turned here to a greater cheerfulness and put on festivals, which particularly served to give presents to the good and demurely pure virgins, in order to encourage them to further demureness; it was also tradition in this period to celebrate marriages. Only a virgin found to be pure could be taken as a wife; one who had not kept her virginity, however, was excluded from marriage and could only in the very best case become a concubine of some man who already had one or more proper wives – otherwise the only thing left for her was the despicable and low status of slave. And so this time had a very weighty importance, and because around this time another very nice constellation of the zodiac came to stop over the sun, it was called the “virgin”. But only several years ago did the vain Romans give this period the name of the Caesar, in the honor of Caesar Augustus. And so you know now also, dear Helena, how a virgin came after the lion in the stars. But now let’s move on!

104,7. We have now seen how a virgin also came among the constellations of the zodiac; but now something enters that we will soon see. We see a balance scales, as the grocers and pharmacists use for weighing their specimens and medicines. How did this instrument for testing weight come among the stars then? I tell you: Very easily and again just as naturally as all the earlier ones!

104,8. You see, after the time of the virgins’ test and the marriages, by which this previous time was mostly characterised, came the time of the testing of the most harvest, of the grain – which the oldest inhabitants of this land had farmed, of course alongside the cattle – of the fruits, the figs, the dates, the oil, the pomegrantes, the oranges and more of the same.

104,9. Every community had its elders as representatives and leaders of all business and likewise a priest who had only to occupy himself with the spiritual and to teach the people on certain days and to prophecy at important events. It does not need to be mentioned that the status of priest soon much increased, and this status did not have much to do with coarse, physical work, except with new attempts and improvements in every possible respect.

104,10. It was also the priests who explored the metals of the Earth, collected them and made them suitable for use. But for all the many technical things they needed as well many henchmen and well trained artisans who all had no time to devote themselves to farming and cattle-breeding, and thus such people had to be supported by the community. But how should that be measured, that every member of the community should give a corresponding part of his harvest to the priests and their helpers?

104,11. The tithe was decided, and every member of the community had to give the tenth part of all their harvest to the priests. But how was the tithe measured? Quite simply: with the scale! There were larger and smaller scales available for use in the way just mentioned. Every community owned several such scales, and before the eyes of the community council all harvests were exactly measured by filling both scale pans completely; the filled pans were emptied out nine times into the box of the community member, but the tenth time into the box of the priests. The high priest was at the same time the protector of the whole tribe or the shepherd with the expression ‘Vara on’ (‘he protects’ or ‘he is the shepherd’). In later times the Varaons became the genuine kings of the land under whose dominion the priests also stood.

104,12. But now we see from this historically true representation that the period of time just after that of the virgin was attributed mainly for the weighing of the harvests for the tithe-giving to the priesthood; and because at exactly this time the sun once again entered a new sign, this sign was therefore called in the zodiac ‘the scales’ (Libra). That will be clear to anyone who is even a little familiar with the traditions and habits of the ancient Egyptians.

104,13. It hardly needs to be mentioned that in the time of the scales all sorts of corresponding meanings were laid aside and it was used also as a symbol of the divine as well as the wordly justice, yes, that it is still worshipped in a way by some yet undeveloped peoples, as the Indians do to the plough here and there. On the one hand the fantasy of people and on the other hand the constantly growing profit-seeking of the ever increasing priests and teachers idolised in time whatever seemed time-honored and useful for all humanity.

104,14. In this way we have now seen how a human tool came into the great zodiac, and we therefore also want to see further how the highly dowdy insect “the scorpion” came to the great zodiac!”

105,1. (Mathael:) “After the period of the scales came a pretty lethargic period. The herds devoted themselves more and more to rest, that is, they grazed, but they did no longer bop around the pastures as boldly as in the spring; the fruit trees as well no longer showed such activity as was the case in spring; the fields lay fallow, and so the people had also a certain rest from work. They would certainly have embraced doing nothing for much longer if the Lord of heaven and Earth had not urged them on in this lazy time with an extremely annoying insect whose home is mainly Egypt.

105,2. The scorpions began at the beginning of this period to show themselves everywhere and increased their number until the middle of this otherwise lazy period like flies in a dining hall. The sting of this insect is known to be not only very painful, but also very dangerous if one does not have the correct antidote to hand immediately after the sting.

105,3. But since the old Egyptians must have learnt only too well both the danger as well as the annoyance of this little animal, it was also not difficult to think of a means through which they could become at least in some ways master over this being. All sorts of deterent were tried; but they all together helped little, until they finally came upon the bark of a Nile plant, cooked it, and with its steam at least freed the rooms from this spiky scrounger. Also they dampened the bark of the mentioned bush, spread it on the floor and laid it in the beds, kept the spiky vermin away killing at the same time.

105,4. After this method to drive away and kill the insect they called the insect itself, which of course had previously no name, ‘scoro’ (= bark) ‘pi’ or ‘pie’ (= drinks) ‘on’ (= he).

105,5. With this name the descendents were made aware as if by a recipe through which means one could counteract this pest most effectively. Even nowadays we receive from Egypt, from Arabia and Persia a powder through which one can destroy not only the scorpion but also almost every very annoying insect without the least damage to human health; and this powder is made alongside other ingredients mainly from that ground bark. And now back to the main issue!

105,6. At the first appearance of the scorpions in this lazy time the sun entered a new constellation in the great circle and it was called after the annoying insect that was spreading most in this period and annoyed cattle and people. This sign has until now been given the least divine reverence, except that is always honored as a very effective old recipe against this annoying insect.

105,7. The lazy period ended with the destruction of the scorpions, as well as the thunder storms that often occur in Egypt in this period, for which the Egyptians always had a great respect; for they said, “The shot from Zeus is always faster and more accurate than the pitiful shots of people!”

105,8. Around the time after the scorpion all sorts of wild animals began to come down to the valleys from the mountains, among them all types of rapacious animals, although not of the very worst type.

105,9. This appearance forced people, and namely the men, to span their bows and set off on the hunt. Rabbits, hares, gazelles, small bears, badgers, foxes, panthers, a number of vultures and eagles, also crocodiles and the hippopotamus (old Egyptian ‘Je pa opata moz’ = the horse of the Nile begins to exercise its strength), began to move, and thus there was no time to be lost for the hunt; there was also a very significant prize for the killing of as many crocodiles as possible.

105,10. It doesn’t belong here to say how all sorts of hunts were carried out, instead it is enough just to know that in Egypt around this time there were all sorts of hunts, and we know everything that we need to know.

105,11. Around this hunting period the sun entered a new constellation again in the great zodiac, and it was called Sagittarius the archer, because this time provided the most work for the archer. The archer was given in time a sort of divine honor, but not too much, except for Apollo, who was also honored as a god of the hunt.

105,12. We are then finished with the archer and now come to Capricorn, actually the strangest of the signs in the whole zodiac! You see, an ibex, the inhabitant of the highest clifftops, shimmers in the southernmost parts of the great cycle! How did this inhabitant of the high mountains then get into the great zodiac? I tell you, just like all the others, in a very natural way!

105,13. In this last period of the year all the wild animals search the valleys in order to find whatever food its nature demands.

105,14. The ibex was something too valuable for the Egyptians for them to let it enjoy its cheeky visit to the valley just like that! In short, all sorts of watches were set up as soon as the time began to draw near, in which this animal was discovered in earlier times more often grazing on the lonely fields and jumping around. As soon as one was noticed, after the signal was received everything that had legs was on his feet.

105,15. But it was no easy piece of work to catch such an ibex, and there were some ibex periods when no ibex were caught; but if several were caught in a good period, it was a positive triumph for the whole of Egypt! For everything about this ibex was a most wonderful medicine, and with just a little one could heal every illness, and the horns were the first and most valuable decoration for the king of Egypt himself, more than gold and jewels. Yes, in the antiquity the value of a Varaon was even juged by the number of ibex horns that even the high priests wore gilded ones on them as a sign of their high wisdom and highest power.

105,16. But since the ibex has such a high reputation for the Egyptians, as you can convince yourself even today in this country, it is more than understandable that the old Egyptians dedicated this period of time in which they had a visit from the ibex to the valuable animal, and then called it after the animal, as well as the constellation in which the sun entered in this period of time.

105,17. And now we have looked at all the twelve signs of the great zodiac in this way, and have found nowhere anything else but something very natural, and besides we have also seen how and in which way all the many pagan gods were created, and that there is nothing behind them but the very natural that we have just seen.

105,18. And so it will hopefully never be difficult in future to recognise the true God alone in the correct and truest light. Never has any fabricated divinity done anything of all the wonders that have been ascribed to it, and the few wise-seeming words that are supposed to have been said to the people by gods have been shoved into the mouths of the non-existant gods by the old wise men for the sake of greater weight.

105,19. But here are deeds to be seen and words to be heard which before have never been experienced in reality – and there we have finally reached the place where we can recognise the true God in completion. …”

107,2. Mathael: “According to the old Egyptian tongue, the syllable Zo or Za means “for”, dia or diaia “work” and kos “a part”, also the “separation”; and Za diaia kos (also kose)means when well translated : division for work.

107,3. you see now that the thing can never behaved differntly in the beginning, and so my explanation to you of the Zadia-kos (Zodiakus) must be completely correct! For in the beginning the elders divided the great cycle according to the periodic events in their work; but the later descendents decided afterwards their work according to the already divided cycle; for every constellation that occurred warned the egyptians in advance with which work they had to occupy themselves in the next period. And in this way the naming of the cycle was also quite correct – but only not in the false sense of the Greeks and Romans.

107,4. But the way that the elders named this cycle and its images corrcetly, they also named many, even if not all the other constellations, and also were the first discoverers of the planets known to you apart from the sun and the moon, which are basically, at least for our Earth, not at all planets, in that the sun does not go round the Earth, but the other planets along with the Earth go around the great sun in different spaces of time, under which we are not to understand the seemingly daily orbital time which stems from the turning of the Earth itself around its own axis, but that which the Earth makes in a year, which Venus and the rarely seen Mercury make in an even shorter time; but Mars, Jupiter and Saturn need a longer time for their orbit than the Earth.

107,5. But the moon in any case belongs to the Earth and moves with it once in a year around the sun, while as a constant companion of our Earth it moves in addition every 27 to 28 days once around the Earth at a distance of one hundred thousand hours away.

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DIE HÖLLE… Eine höllisch falsche Vorstellung – THE HELL… A hell of a false Idea

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flagge de  Die Hölle… Eine höllisch falsche Vorstellung

TEIL 1

Eine höllisch falsche Vorstellung

Als Hölle bezeichnen die vom Herrn gegebenen Schriften den schlechten geistigen Zustand einer Seele, grob abgestuft in drei unterschiedliche Ebenen, wobei die unterste Hölle die “auswegloseste” darstellt. Eine örtliche Hölle – im materiellen Sinn – existiert nicht, doch da Materie eigentlich gebanntes Geistiges ist, so ist ein Zusammenhang ersichtlich, welcher geistig schlechte oder böse Aktivität selbst in der Materie verspüren lässt.

Grundsätzlich sind Bilder der Hölle aus einzelnen Visionen über arge Seelenzustände für unsere bildliche Vorstellung verantwortlich. Aus nachfolgender Sammlung sind viele Schreckensszenarien zu entnehmen. Es zeigt sich, dass die Darstellungen durchaus richtig sind, doch deren Deutung ohne die Weisheit des Herrn in die Irre gehen.

Die höllischen Zustände sind real – und der Hölle zu entrinnen ist theoretisch einfach: Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst – und die “Pforten der Hölle” werden auch dich nicht überwältigen können. Praktisch gesehen sprechen wir hier von der Haupt-Lebensaufgabe des Menschen…

Zitate des Herrn…

“Wie sieht dieser Schwerpunkt der Erde dann aus? Woraus besteht er? Ist er ein Diamantklumpen, oder ist er etwa pures Gold oder Eisen oder etwa gar Magnet? Oder ist er etwa gar ein hohler Raum, erfüllt mit nichts als einem ewig unerlöschlichen Feuer, und dient etwa wohl gar zum Aufenthalte der Verdammten und führt den respektablen Titel Hölle, von der die hie und da auf der Erde verstreuten feuerspeienden Berge gewisserart etwa Kamine sind? Da sage Ich: Von allem dem ist im Schwerpunkte der Erde keine Rede, ebensowenig wie physisch genommen bei dem Herzen eines Menschen von allem dem die Rede sein kann…”
(aus “Die Erde”)

“Ja, die göttliche wahre Liebe unterscheidet sich von der höllischen freilich ganz gewaltigst darin, dass die göttliche Liebe zwar auch raubet gleich der höllischen; aber sie gibt alles wieder her! Sie sammelt bloss des Wiedergebens willen, während die höllische Liebe bloss für den eigenen Rachen raubet und nichts wiederhergeben will.”
(aus dem “Grossen Evangelium des Johannes”)

“Warum oh ihr Menschen der Erde produziert ihr Ketten und legt sie dann sicher um eure eigenen Füsse?! Ich sage euch die Wahrheit, ihr seid alles Gefangene, Sklaven eurer eigenen, bösen Gedanken und Wünsche!… Deshalb gebt all diesen Wahnsinn auf und kommt zu Mir zurück! Ruft Meinen Namen an in Ernsthaftigkeit und Wahrheit und ihr seid wirklich frei! Denn Ich halte all die Schlüssel; sogar über den Tod und die Hölle habe Ich komplette Autorität!…”
(aus “Die Trompete Gottes”)

“Zum Beispiel gibt es Seelen, hätten sie Erfolg gehabt mit ihren beabsichtigten Plänen, würden sie am Ende ihres Lebens in die Hölle gehen. Aber weil Ich ein Eingreifen erlaubte, veränderte es den Kurs ihres Lebens komplett. Sie können es nicht sehen und so werden sie bitter.”

Aber wird jene Verbitterung sie nicht auch in die Hölle führen?

“Sie kann, wenn Niemand eingreift. Aber Ich bewege buchstäblich Himmel und Erde, um ihnen Jemand über ihren Weg zu senden, der ihre ganze Gesinnung verändert, viele Male am Ende ihres Lebens, wenn es ihre letzte Chance ist. Nicht dass Ich es nicht früher versuche! Aber Einige sind so verhärtet und stur, dass sie dem Tod gegenüber stehen müssen, um ihre Fehler zu realisieren.”
(aus Liebesbriefe von Jesus)

“Da aber der Geist zufolge notwendigster göttlicher Ordnung eine bestimmte Zeit in die Materie des Fleisches dieser Welt versenkt werden muss, auf dass er fest werde in seiner Freiheit und nahe völligen Unabhängigkeit von Gott, ohne die er Gott nie schauen könnte und noch weniger bestehen in, neben und bei Gott – (So der Geist aber eben in der Materie reift und sich festet in der Freiheit und Unabhängigkeit von Gott, steht er aber in der unmöglich vermeidbaren Gefahr, von der Materie selbst verschlungen und mit getötet zu werden, aus welchem Tode eine Erweckung zum Leben in Gott eine höchst schwere und leidende ist und sein muss) –, so sagte der Herr, wohl verstanden nicht zum Fleischmenschen, sondern zum Geistmenschen: ,So dich das Auge ärgert, da reisse es aus und wirf es von dir; denn es ist besser, mit einem Auge in die Himmel zu gehen – als mit beiden in die Hölle!‘, was soviel sagen will als: Wenn dich das Licht der Welt zu sehr verlockt, so tue dir Gewalt an und kehre dich ab von solchem Lichte, das dich in den Tod der Materie zöge! Benimm also dir selbst als Geist den leeren Genuss der Weltanschauung und wende dich mit deiner Sehe den rein himmlischen Dingen zu! Denn es ist dir besser, ohne alle Weltkunde in das Reich des ewigen Lebens einzugehen, als wie zu weltkundig einerseits und zu wenig geistkundig anderseits von dem Tode der Materie verschlungen zu werden!”
(aus dem “Grossen Evangelium des Johannes”)

“Meine Kinder, seid weise und wachsam; seid nicht getäuscht. Denn Ich sage euch die Wahrheit, von Anfang an war Satan ein Verführer und ein Mörder; er war niemals auf der Seite der Wahrheit. Von Anfang an versuchte er, Meine Leute zu verführen, indem er sagte “Ihr werdet nicht sicher sterben.” Und noch immer bis zu diesem Tag wird die Lüge weit verbreitet gesprochen und akzeptiert und sogar heftig verteidigt von den Kirchen der Menschen, um des Stolzes willen. Denn sie halten die Lüge hoch, indem sie lehren, dass egal ob Einer glaubt und Den Sohn akzeptiert oder ob Einer es unterlässt und Das Leben zurückweist, dass Alle ewiges Leben haben, im Himmel oder in der Hölle… GLAUBT IHNEN NICHT! Schaut mit einem grösseren Weitblick, denn Ich ändere nicht! Ich gewähre den Bösen kein ewiges Leben in irgendeiner Form, noch werden die im Herzen Bösen ewiges Leben sehen! Ihre Existenz wird von ihnen genommen sein; sie werden sicherlich ausgelöscht werden! Da gibt es kein Leben im Tod, noch gibt es Qual in Meinem Gewand, noch ist es Mir in den Sinn gekommen! … Geliebte, die Kirchen der Menschen sprechen Dummheiten, und ihre Führer vermitteln Lehren vom Teufel!…”
(aus “Die Trompete Gottes”)

“Durch dein Herz wirst du nach dem Tode deines Leibes hinaustreten in den endlosen Gottesraum, und nach der Art deines Herzens wirst du ihn entweder als Himmel oder als Hölle antreffen! … Denn es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel, noch irgendeine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen; und so bereitet sich ein jeder Mensch im Herzen, je nachdem er Gutes tut oder Böses, entweder den Himmel oder die Hölle, und wie er glaubt, will und handelt, also wird er auch seines Glaubens leben, aus dem heraus sein Wille genährt ward und ins Handeln überging. ”
(aus dem “Grossen Evangelium des Johannes”)

“Da wandte Ich Mich wieder freundlichst zu Petrus und sagte: „Darum habe Ich dich nicht im geringsten herabgesetzt, so Ich dir in der scharfen Anrede gezeigt habe dein Menschliches! Alles, was diesweltlich Menschliches am Menschen ist – als sein Fleisch und dessen verschiedenartige Bedürfnisse aus puren diesirdischen Rücksichten –, ist im Gerichte, darum Hölle und Satan, der da ist ein Inbegriff alles Gerichtes, alles Todes und aller Nacht und alles Truges; denn alles scheinbare Leben der Materie ist nur ein Trugleben, und all ihr Wert ist soviel wie gar keiner.”
(aus dem “Grossen Evangelium des Johannes”)

“Wenn der Geist irgendeines grossen Sünders sich von diesem materiellen Leben löst, um in das geistige Tal einzugehen, ist er erstaunt festzustellen, dass die Hölle, wie er sich diese vorstellte nicht existiert; und dass das Feuer, von dem man ihm in vergangenen Zeiten erzählte, nichts anderes als die geistige Auswirkung seiner Werke ist, wenn er dem unerbittlichen Richter gegenübersteht, welcher sein Gewissen ist. … Dieses jenseitige Gericht, diese Helligkeit, die inmitten der Finsternis anbricht, die jenen Sünder umgibt, brennt stärker als das heisseste Feuer, das ihr euch vorstellen könnt. Doch es ist keine Marter, die im voraus als eine Strafe für den, der Mich verletzt hat, vorbereitet wurde. Nein, diese Qual entspringt der Erkenntnis der begangenen Verfehlungen, dem Leid, den verletzt zu haben, der ihm das Dasein schenkte, einen schlechten Gebrauch von der Zeit und all den Gütern gemacht zu haben, die er von seinem Herrn empfing.”
(aus “Das Dritte Testament”)

TEIL 2

Die Hölle
Visionen und deren Entsprechungen

Visionen, Bilder, sind die einzige Möglichkeit, dem geistig blinden Menschen seelische Zustände darzustellen. Visionen der Hölle sind Schreckensbilder. Grundursachen für diese grässlichen Präsentationen sind die nicht weniger grässlichen geistigen Eigenschaften vieler Menschen.

Das “Bild” der Hölle soll aufrütteln – es soll Ekel erregen vor den eigenen  abscheulichen Verhaltensmustern. Damit hätten die Visionen ihren eigentlichen Zweck erfüllt. Doch… jeder soll SICH SELBST messen, nicht den Nachbarn…

Der Herr offenbart durch Seinen Jünger und Apostel Johannes in “Die geistige Sonne”:

(Band 2, Kap. 108)

11. …das ist .. der eigentliche Grund alles Lasters, .. sein Name ist – Herrschsucht!

12. Mit diesem Begriffe haben wir nun auch das ganze Wesen der untersten Hölle kennengelernt, und dieses Wesen entspricht der äusseren Erscheinlichkeit eines Weltkörpers. – Auf der Oberfläche ist der erste Grad der Hölle in der polypenartigen Genusssucht deutlich zu erkennen; denn da ist alles ein Fresser, was ihr nur ansehet. In der mehr inneren Rinde der Erde beurkundet sich das Fasten und Magerwerden; es besteht nirgends eine Vegetation. Wie im starren und rachebrütenden Tode liegt alles da; höchstens zeigen sich hier und da Feuerquellen und andere heisse Wasserquellen als entsprechende Bilder des schon überall durchblickenden Zornes der Geister dieser Hölle.

13. Gehen wir in das Inwendige der Erde, da entdecken wir nichts als ein fortwährendes mächtigstes Durcheinandergedränge. Ein Feuer weckt und erstickt das andere. Jeder Wassertropfen, der da hineingelangt, wird alsobald in glühenden Dampf verwandelt.

14. Je mehr aber hier vorgeht, desto grösser stellt sich die Reaktion über der Oberfläche der Erde dar und dämpft allezeit mit der grössten Leichtigkeit alle diese inneren Reaktionen. Und so ist es vom Herrn weise eingeleitet, dass Ihm auch alle diese Höllen trotz stärksten Widerwillens zur ewigen Erhaltung der Dinge dienen müssen. Und dieser Mussdienst, welcher den höllischen Geistern wohlbekannt ist, ist ihre grösste Qual, weil sie da sehen, wie trotz ihres Widerwillens all ihre Aktion im allgemeinen der göttlichen Ordnung auf ein Haar entsprechen muss. –

15. Das ist aber auch zugleich die unendliche Liebe und Weisheit des Herrn, denn auf diesem Wege ist es allein möglich, diesen argen Wesen in ihrer herrschsüchtigen Handlungsweise Schranken zu setzen. Denn sehen sie, dass Sich der Herr ihre bösesten Unternehmungen allzeit zugute machen kann, da werden sie erbost und tun garnichts mehr, – bis sie wieder einen neuen Plan gefasst haben, um ihn gegen den Herrn in Ausführung zu bringen. Welchen der Herr natürlich auch wie die früheren zu benützen weiss. – Das ist theoretisch betrachtet die Aktion und das Wesen der untersten Hölle.

16. Wie sich aber alles dieses in der Erscheinlichkeit kundgibt, dazu wollen wir in der Folge einige Betrachtungen machen, und zwar alle drei Höllen hindurch! –

(Band 2, Kap. 109)

1. Wie es erscheinlich in der ersten Hölle aussieht, das habt ihr schon einmal im Verlaufe der Mitteilungen aus der Sonne gesehen, wie auch die verschiedenartigen Eingänge in die erste Hölle. Nur muss ich das Wenige noch beisetzen, dass der Eifer eben derjenigen höllischen Geister, die ihr in der ersten Hölle geschaut habt, vorzugsweise nur ein Genuss- oder, wie ihr zu sagen pfleget, ein Fress-Eifer ist. Es gleicht dieser Zustand demjenigen auf der Erde, in welchem die Menschen auch alles Mögliche ergreifen, um, wie ihr zu sagen pfleget, zu einem Brote zu gelangen.

2. Die einen errichten verschiedenartige Gewerbe, die andern haschen nach Beamtenstellen, wieder andere nach irgendeiner guten Heirat. Aber das alles tun sie nicht etwa des Guten wegen, sondern rein nur ihrer selbst und des Brotes wegen. Sie kümmern sich in diesem Zustande wenig um irgendeine Herrlichkeit, sondern es liegt ihnen alles daran, eine gewisse Versorgung zu bekommen.

3. Nach himmlischer Art sorgt man sich um gar nichts ausser allein um die Liebe und die Erkenntnis Gottes. Für alles andere sorgt der Herr! Nach höllischer Art aber sorgt man sich gerade umgekehrt. Man will eine sichere Versorgung haben und denkt im besten Falle: Wenn ich erst für alle äusseren Bedürfnisse gedeckt bin, dann will ich sehen, ob der Geist mit dieser Versorgung zufrieden ist. Wenn aber dann jemand eine äussere Versorgung erlangt, welche gewöhnlich mit irgendeiner kleinen Herrlichkeit verbunden ist, so geht der Versorgte bald in einen seiner Herrlichkeit entsprechenden Hochmut über, den er durch einen gewissen Glanz stets mehr aufzurichten bemüht ist. Aus diesem Grunde fangen denn auch junge Beamte wie auch angetretene Gewerbsleute – versteht sich ein jeder in seiner Sphäre – sich mehr und mehr aufzublähen an. Gar bald wissen sie nicht mehr, wie sie sitzen, stehen, gehen, sehen, hören und reden sollen, damit man ihnen auf den ersten Augenblick anmerkt und gewisserart anerkennen und von der Nase ablesen soll, in welcher Herrlichkeit sie stecken und was für ein vielsagendes Amt sie bekleiden.

4. Sind solche Menschen auf diese Weise versorgt, da sollen sie sich um nichts mehr sorgen, denn sie haben ihr bestimmtes Einkommen und Brot erhalten. Sie sollten jetzt für das Geistige zu sorgen anfangen. Aber – ganz umgekehrt – jetzt ist mit der Versorgung das Glanz- und Herrschbedürfnis eingetreten. Darum sorgen sie jetzt mehr als je dafür, um nur höher und höher zu steigen, wie die Gewerbsleute, um nur reicher und reicher zu werden. In dieser Lage werden sie voll Neides und inneren Hasses gegen diejenigen, die ihnen irgend im Wege stehen.

5. Die Nächstenliebe geht bei ihnen so weit, dass so mancher Unterbeamte nichts sehnlicher wünscht als den Tod seines ihm vorgesetzten höheren Beamten, um bei solcher Gelegenheit dann die Stelle des Höheren einzunehmen. Der Gewerbsmann wünscht nichts sehnlicher als den geschäftlichen Ruin seiner Kollegen, damit er dann alles Geschäft an sich reissen könnte. Ja, seine Nächstenliebe geht so weit, dass er alle seine Geschäftsgenossen mit einem Tropfen Wasser umbringen möchte, wäre solches nur irgend möglich. Er unternimmt auch alles Erdenkliche, um, wo und wie nur immer möglich, seinen Nebengeschäftsmann zu ruinieren.

6. Wenn ihr dieses weltliche Benehmen nur ein wenig klar beleuchtet, so habt ihr schon die erste Hölle vollkommen in dem Fressbestreben und auch, wie diese in die zweite Hölle übergeht, im Hass, Zorn, Neid und Herrschbestreben auf ein Haar genau getroffen vor euch. Ihr brauchet hier nichts als die äusseren sittlichen und bürgerlichen Staatsgesetze hinwegzustreifen, und die erste wie die zweite Hölle sind buchstäblich und bildlich vor euch.

7. Was sich auf der Welt unter dem Deckmantel der sittlichen und bürgerlichen Gesetze noch in einer gewissen Dezenz ausnimmt, das tritt bei Hinwegnahme dieser Gesetze sogleich als Raub, Krieg und Mordbrennerei auf. Da habt ihr dann das vollkommene Bild der ersten Hölle.

8. Wollt ihr aber das Bild der zweiten Hölle, so tuet dasselbe. Ihr werdet sogleich allenthalben eine geheime Verschmitztheit zu entdecken anfangen, und nirgends werdet ihr Menschen oder Geister sich gegenüberstehend entdecken, die nicht gegenseitige Todfeinde wären. Begegnen sie sich auch äusserlich freundlich und voll Höflichkeit wie auch voll scheinbarer gegenseitiger Liebe, so ist aber alle diese Liebe dennoch nichts anderes als purer Hass. Denn alles das ist Politik, um den Gegner zum Frieden zu stimmen, ihn auf die feinste Art zu entwaffnen, um ihn dann desto sicherer ohne Widerstand überfallen zu können und bis in den Grund und Boden zu verderben.

9. Betrachtet nur auf eurer Erde die sogenannten Kriecher und Speichellecker. Das sind gewöhnlich die grössten Todfeinde derjenigen, vor denen sie kriechen. Sie erheben sie aus demselben Grunde wie ein Geier eine Schildkröte, um sie, wenn er mit ihr die rechte Höhe erlangt hat, auf das schmählichste fallen zu lassen und so durch ihren Fall noch mehr zu gewinnen.

10. Sehet, das ist wieder buchstäblich und bildlich die rein höllische Liebe des zweiten Grades. Daher werden in dieser Hölle auch schon allerlei Trugkünste gehandhabt, um sich gegenseitig zu fangen und zu verderben, in der tollen Meinung, durch den Fall anderer auf jede mögliche Weise stets mehr zu gewinnen. –

11. Auf diese Weise lernen auch unsere Schüler die Höllen zuerst theoretisch und dann praktisch erscheinlich durch und durch kennen. Und so hätten auch wir in möglichst gründlicher Kürze die ersten zwei Höllen erscheinlich beschaut. – Wer diese Darstellung nur ein wenig nachdenkend beachtet, der hat alles sonnenklar vor sich. Was aber die Erscheinlichkeit der dritten Hölle betrifft, so wollen wir derselben eine eigene Betrachtung widmen, denn diese muss am meisten erkannt sein, weil sie der Grund alles Lasters ist. –

(Band 2, Kap. 110, Die Visionen)

1. Ihr werdet euch denken, mehr aber noch so mancher andere, so er bei dieser Mitteilung gegenwärtig wäre: Es ist wohl recht löblich und auch moralisch nützlich, dergleichen Eröffnungen zu vernehmen, durch welche gewisserart bildlich das Grundböse dargestellt wird; aber es gibt nun bereits eine Unzahl Beschreibungen der Hölle auf Erden. Sie scheinen alle ähnlichen Ursprungs zu sein, aber wie verschieden sind sie voneinander! Bei dem einen ist die Hölle ein feuriger Schwefelpfuhl, bei dem andern ein nagender Glühwurm, wieder bei andern ein wütend Feuer, eine ewige Finsternis, ein ewiger Tod. Bei einigen werden die Verdammten gepeinigt, gesotten und gebraten, bei den andern sind sie barste Freiherren. Einige wieder erblicken in der Hölle nichts als eine entsetzliche Kälte, andere wieder den glühendsten Zorneifer. Einige erblicken darin elendeste, verkrüppelte und ausgehungerte Menschengestalten, andere wieder eine Vereinigung der sonderbarsten, scheusslichsten Gestalten, die nur je menschlicher Phantasie entstammen können. Und so hat man unter dem Begriffe der Hölle einen wahrhaften Proteus vor sich, den man unter keiner Gestalt festhalten kann.

2. Wird hier auch eine den menschlich reinen Begriffen vollkommen zusagende und für diese Zeit wohlbegreifliche Darstellung der Hölle gegeben, wer bürgt dafür, dass diese Darstellung mit der Zeit nicht wieder durch eine andere verdrängt wird? Denn nichts existiert so vielfach unter allerlei Gestalten unter den Menschen als eben dieser Schreckensort unter dem Begriff „die Hölle“.

3. Gut, sage ich euch, meine lieben Freunde! Euer bedenklicher Einwurf hat seinen guten Grund, denn er stützt sich vollkommen auf die Realität des vorhandenen Begriffes der Hölle. Darum aber will und muss auch ich euch hier die Hölle in einem solchen allgemeinen Lichte zeigen, in welchem jede mögliche, bis jetzt irgendwo auf der Erde vorhandene Darstellung der Hölle ihre vollkommene Rechtfertigung finden soll.

4. Wenn man die Hölle nur nach der Äusserlichkeit oberflächlich betrachtet, so ist es begreiflich, warum sie als ein wahrer Proteus in stets anderer Erscheinlichkeit auftritt. Aber ganz anders verhält es sich mit der Sache dann, wenn man sie vollkommen aus ihrem Grunde betrachtet.

5. Damit ihr aber solches klar einsehet, wollen wir durch kleine Beispiele diese sehr verfängliche Sache so beleuchten, dass sie vor jedermanns Augen unter der Beleuchtung der Sonne dastehen soll.

6. Nehmen wir einen Staat an, in dem es viele Tausende von Menschen gibt. Alle diese Menschen, Kretins, Trottel und unmündige Kinder ausgenommen, machen sich allerlei bunte Begriffe von der geheimen Staatspolitik. Wer solche näher kennenlernen will, darf sich darüber nur mit verschiedenen Menschen in ein Gespräch einlassen. Die einen sehen nichts als Krieg vor sich, die anderen nichts als geheime Verrätereien, wieder andere geheime Volksbetrügerei, andere wieder lauter Klugheit. Einige schreien laut über Ungerechtigkeit, andere können wieder nicht genug lobhudlerische Worte finden, um die Verfassung und die geheime staatskluge Politik über den grünen Klee zu loben.

7. Das wären aber noch lauter nüchterne Ansichten des gebildeteren Teiles im Volke über die geheim-politische Staatsverwaltung. Wer aber Lächerlichkeiten vernehmen will, der begebe sich in finstere Dorfstuben mancher Landbauern. Da darf er überzeugt sein, dass er in solchen Kabinetten alles vernehmen wird, was eine ungebildete, rohe menschliche Phantasie nur hervorzubringen imstande ist. Zum Beispiel, dass der Kaiser die Absicht habe, eine Stadt vergiften zu lassen, oder dass er in einem Lande die Pest dem Volke einimpfen lassen will, oder dass er mit einem fremden Monarchen einen Bund geschlossen habe, irgendein Landesvolk mit dem Schwert in einer Nacht umzubringen und die Güter der umgebrachten Untertanen auf diese gewalttätige Weise an sich zu reissen, an andere Albernheiten nicht zu denken, wonach der Monarch bei irgendeiner Gelegenheit entweder seine eigene Seele oder die Seelen seiner Untertanen zur Gewinnung eines grossen irdischen Vorteils dem Teufel leibhaftig verschrieben habe! Dass das alles sich so verhält, braucht keines näheren Beweises, indem es einem jeden freisteht, sich davon tagtäglich zu überzeugen.

8. Dass sich die Sache so verhält, unterliegt also keinem Zweifel, frage aber: Wer aus all diesen tausend und tausend politischen Begriffsaufstellern hat den rechten Begriff, den rechten Grund der geheimen Staatsverwaltung aufgestellt? Im Grunde keiner; aber dessen ungeachtet hält ein jeder mit geheimnisvoller, weise tuender Miene den seinen für den richtigen. Wie aber ist es möglich, über etwas begründete Begriffe aufzustellen, wovon man selbst keinen Begriff hat?

9. Sehet, der Grund davon liegt zum Teil in der äusseren Erscheinlichkeit wie in der Individualität dessen, der die Erscheinlichkeit betrachtet. Je weniger inneren geweckten Grund der Betrachtende hat, desto unsinnigere Begriffe kombiniert er sich von der Erscheinlichkeit. Und sehet, gerade also verhält es sich bis jetzt mit dem Begriffe der Hölle.

10. Nur äusserst wenigen Sehern ward es vergönnt, in den Grund dieses Ortes einen tieferen Blick zu tun, aber sehr vielen ward es gestattet, eines oder das andere Erscheinliche dieses Ortes zu erblicken. Und so hat die Darstellung des Erscheinlichen durch ihre voluminöse Masse stets den wahren Grund überboten. Aus diesem Grunde hat sich dann die Hölle unter so mannigfachen Gestalten vervielfacht und niemand wusste und weiss es bis jetzt vollkommen, wie er mit diesem Orte daran ist.

11. Frage aber weiter: Wer im Staate könnte wohl von der geheimen Staatsverfassung den richtigsten Grundbegriff aufstellen? Sicher niemand anderer als der kluge Monarch selbst.

12. Wenn sich die Sache unwiderlegbar so verhält, da wird diese Frage auch für das düstere jenseitige Verhältnis passen, und die Antwort wird keine andere sein, als dass nur derjenige über diesen Ort den richtigen und allgemein geltenden Grundbegriff aufstellen kann, der da ein Herr ist wie über alle Himmel, so auch über alle Höllen!

13. Wie aber jemand, der in den Grund der geheimen Staatsverwaltung eingeweiht ist, mit leichter Mühe den Grund aller im Volke kursierender Begriffe erschauen wird, so wird auch derjenige, der den wahren Grund dieses Ortes unter dem Begriffe der Hölle vom Herrn aus kennt, den Grund aller anderen albernen Begriffe darüber einsehen.

14. Ein jeder Mensch trägt nach seiner Individualität den Himmel wie die Hölle in sich.

15. Wird er nun durch einen gewissen Zustand seiner eigenen Individualität ansichtig, so wird er dadurch nur seiner eigenen unausgebildeten Hölle oder seines höchst unvollkommenen Himmels ansichtig. Auf diesem Wege können dann zahllosfache verschieden aussehende Höllen entstehen.

16. Ist aber das hernach schon als Grund anzunehmen? Sicher so wenig, als wenn einer, der am seichten Ufer mit einem Spazierstäbchen das Meer misst, wo es höchstens einen halben Schuh tief ist, dann im Ernste auftreten und fest behaupten möchte, das Meer sei nur einen halben Schuh tief, denn er selbst habe es gemessen. Ebenso gilt es auch hier von der Behauptung aller Seher, die da sagen: Ich habe die Hölle in diesem und jenem Zustande also gesehen. Wie wenig aber jemand das seichte Ufer, das wohl auch zum Meere gehört, als den eigentlichen Hauptgrund des Meeres ansehen kann, ebensowenig kann auch eine solche geschaute Erscheinlichkeit der Hölle als deren wahrer Grund angenommen werden.

17. Wie sich aber der eigentliche Grund finden und gründlichst beschauen lässt, solches wird die Folge zeigen. –

(Band 2, Kap. 112, Irdische Bilder der Fundamentalhölle)

1. Erstens. Stellet euch einen reichen Spekulanten vor. Beschauet diesen ewigen Nimmersatt recht. Was ist seine Liebe und was sein Wollen? Nichts anderes als sich auf jede mögliche, nur einigermassen bürgerlich gesetzlich erlaubte Art die Habseligkeiten eines ganzen Landes, endlich eines ganzen Reiches zu verschaffen, und ist ihm das gelungen, sich auch mehrerer Reiche, wenn nicht der ganzen Erdoberfläche zu bemächtigen. Es gelingt ihm solcher Plan freilich nicht ganz und gar, und er wird seine Idee schwerlich gänzlich realisieren. Trotzdem geht sie in ihm nicht zugrunde und wird heimlich also lauten: Hätte ich nur eine Kriegsmacht von wenigstens ein paar Millionen unbesiegbarer Krieger, so holte ich mir alles Gold und alles Silber, alle Edelsteine und alle Perlen der ganzen Welt auf einen Haufen zusammen.

2. Mancher hat auch diesen Wunsch: Wenn doch über ein ganzes Land eine Pest käme, welche bis auf mich alle Menschen ins Gras beissen liesse, so bliebe ich der natürliche Universalerbe des ganzen Landes. Und wenn dann Menschen irgendeines anderen Landes kämen und möchten mir meine Universalerbschaft streitig machen, da sollte sie gleich an der Grenze die Pest packen und erwürgen! –

3. Sehet, das ist ein Bild der Fundamentalhölle, das ihr tagtäglich unter den Menschen finden könnet, bei allen Klassen, angefangen vom gemeinsten Krämer bis hinauf zum grössten Grossspekulanten. Was hindert diese daran, dass sie solche löbliche Ideen nicht realisieren können? Nichts als die fatale Materie. Nehmen wir aber nun diese hinweg und betrachten darauf mit denselben Eigenschaften den absoluten Geist, und wir haben die Fundamentalhölle in bester Form vor uns. – –

4. Zweitens. Da steht ein geringer Offizier vor uns. Welcher Hauptgedanke wohnt in dessen Brust? Etwa der, dem Staate nützliche Dienste zu leisten? O nein, das ist der letzte. „Avancieren“, das ist der Hauptgedanke; wenn es möglich wäre, jede Stunde eine Stufe höher zu klimmen, in einem Jahre wenigstens ein General zu werden und als solcher so bald als möglich in die höheren Rangstufen aufzusteigen. Hat er, setzen wir den Fall, die höchste Stufe erreicht, so wird sein Plan, oder wenigstens sein Hauptgedanke sich darin aussprechen: Nun hinaus mit ungeheuren Kriegsscharen zur Besiegung aller Völker. Sind diese besiegt und habe ich die Macht in meinen Händen, dann müssen alle Kaiser, Könige und Fürsten vor meinem Schwerte zittern!

5. Wer hier die Herrschsucht in unserem Offiziere nicht erkennt, der muss mit siebenfacher Blindheit geschlagen sein. Was ist hier wieder der Unterschied, dass unser Offizier solches nicht zu realisieren vermag? Wie oben die materiellen, naturmässigen, beschränkenden Verhältnisse. Die Materie klopft unserem Helden auf die Finger, und er muss sich wohl oder übel seine geringe Offiziersstelle gefallen lassen. Dafür aber schimpft er nicht selten und sucht seine Herrschlust seinen Untergebenen so fühlbar als möglich zu machen. Das geringste Verschulden von seiten eines Untergebenen wird mit tyrannischer Unbarmherzigkeit geahndet. Nehmet bei diesem Offiziere die materiellen Hindernisse hinweg, und ihr habt ein zweites vollkommenes Bild der Fundamentalhölle in einer unübertrefflichen Form vor euch.

6. Auch dieses Bild könnet ihr vielfach finden, besonders in jener Menschenklasse, welche berechtigt ist, einen Degen zu tragen, wie auch bei derjenigen, die das Privilegium hat, ein sogenanntes adeliges Wappenzerrbild vor ihrem wenig sagenden Namen zu führen. Überall werdet ihr da die Herrschlust finden, und das im ausgeprägtesten Zustande. Und das ist ja eben der Grund der untersten aller Höllen, welcher unersättlich ist und seine Herrschlust und Gier bis ins Unendliche ausgedehnt haben will. – In der Folge der Bilder mehr! –

(GSO1, aus Kap. 18, Die jenseitige Gestaltung des Wuchers – Geldverleih und Industrie)

4. …Da ist schon ein geräumiges Fenster; seht einmal hinein und saget mir, was ihr da erblickt.

5. Oh, ihr fallet gleich beim ersten Hause schon zurück. Was wird es dann erst beim nächsten Hause mit euch für eine Bewandtnis haben? Ihr saget ganz erstaunt: Um Gotteswillen, das ist unerhört, unmenschlich, undenkbar! Im Hintergrunde sass auf einer breiten Bank ein menschliches Ungeheuer. Es hatte eine übermenschliche Dicke, einen mehr als das halbe Zimmer einnehmenden, abscheulich herabhängenden Bauch. Am Halse sass eine schmutzige Fettwulst auf der andern. Vor ihm standen eine Menge abgemagerter Skelettmenschen, drängten sich zu diesem allergrauslichsten Fettwanste hin und sie baten ihn, dass er sie auffressen möchte! – Und wirklich hatte dieses Ungeheuer auf einem starken Tisch vor sich mehrere schon ganz abgenagte Menschengerippe. Einige im Hintergrunde aber fluchten diesem Ungeheuer und wollten wütend auf dasselbe losstürzen. Doch sie wurden abgehalten von denjenigen, welchen das Ungeheuer versprach, von ihrem Fleische auch etwas zu verzehren und dasselbe in sein Fett zu verwandeln.

6. Ihr fraget nun freilich: Was soll es denn mit diesem sonderbaren greuelhaften Bilde für eine Bewandtnis haben? Solches mag begreifen, wer es will; wir begreifen es einmal nicht. Ich aber sage euch, meine lieben Brüder und Freunde, wenn ihr solches nicht auf den ersten Augenblick begreifet und fasset, so müsset ihr ja völlig blind auf eurer Erde herumwandeln.

7. Ist das nicht ein vortreffliches Bild eines Wucherers, und ganz besonders eines selbstsüchtigen Hauptindustrieritters, der sich zu seiner Lebensaufgabe gemacht hat, alles aufzuspeisen, was ihn nur immer zinserträglich umgibt? Bestimmet einmal die sättigende Grenze eines solchen Wucherers; geht seine Begierlichkeit nicht ins Unendliche? Würde er sich wohl nur das geringste Gewissen machen, so er die Schätze und Reichtümer der ganzen Welt an sich zu reissen vermöchte? Wird er wohl eine Träne vergiessen, wenn er das Leben aller Witwen und Waisen der Erde an sich reissend aufzehren könnte?

8. Ich sage euch: Die Armen laufen noch haufenweise zu ihm hin und opfern ihm all ihre Habe und Kräfte: für den schnödesten Sold lassen sie sich von ihm nahe gänzlich aufreiben und aufzehren. Andere tragen ihre wenigen Schätze zu ihm hin und preisen sich glücklich, so er dieselben nur gegen einen elenden Zins angenommen hat. Ja viele Betrogene gehen so weit, dass sie es förmlich für eine Notwendigkeit ansehen, dass sie von ihm nach Gestalt der Dinge ohne sein Verschulden haben geprellt werden müssen.

9. Einige ebenfalls Habsüchtige, aber dabei doch weltlich unkluge arme Teufel, die Lumperei dieses Reichen einsehend, drohen ihm mit der Vernichtung und mit dem Tode. Allein die Interessenten unseres Wucherers, erkennend, dass sie mit dem Tode desselben noch eher zugrunde gingen denn bei der vollkommenen Sättigung desselben, verhindern soviel als möglich einen solchen Gewaltstreich.

10. Nun, was sagt ihr denn zu diesem Bilde? Ist es nicht vortrefflich und zeigt dieses Laster im enthüllten Zustande, wie es ist? – Solches aber ist nur ein gutmütiger Anfang…

Ein weiteres Bild:

12. Ihr sahet hier ebenfalls im Hintergrunde ein scheusslich fett gemästetes Wesen. Dieses Wesen hatte einen entsetzlich aufgetriebenen Bauch, sein Kopf einen grossen Rachen gleich dem einer Hyäne, seine Arme waren gestaltet wie ein Paar kräftigste Riesenschlangen, seine Füsse waren gleich denen eines Bären. Auf seinem überaus grossen Bauche war eine Art Altar aufgerichtet. In der Mitte dieses Altars ging ein zweischneidiger Spiess in die Höhe. Auf diesem Spiesse erblicktet ihr eine Menge abgemagerter Menschenwesen aufgesteckt. Ein Schlangenarm war stets beschäftigt, die Gespiessten vom Spiesse herabzunehmen und sie dem Rachen des Vielfrasses zuzuführen. Ein anderer Schlangenarm griff nach allen Seiten umher nach den armseligen, in dieses schauerliche Gemach unglücklich verbannten Menschen, und den nächsten besten, den er ergriff, erdrückte er und schleuderte ihn dann auf den Spiess seines Bauchaltars. Das grosse Jammern der Unglücklichen machte seinen Arm nur um so tätiger. Sehet, das ist das Bild, das ihr geschaut habt.

13. Wie gefällt es euch? Ihr saget: Ganz entsetzlich schlecht! und ferner: Das ist denn doch etwas zu stark. Auf der Erde geht es zwar arg zu; aber was dieses Bild betrifft, so scheint es doch offenbar eine bedeutende Übertreibung zu sein!

14. Ich sage euch aber: Hier ist weder zuviel noch zuwenig, sondern allezeit die nackte Wahrheit. Blicket nur auf eurer Erde gewisse Handelsindustriehelden an. Nehmet einen Massstab und bemesset den Rachen der Habsucht an demselben. Dann prüfet seine Arme, wie dieselben beschaffen sind, und ihr werdet finden, ob sie nicht völlig diesen gleichen. Der eine ist beschäftigt, stets einzuscharren, der andere, auf allen Wegen durch Schlauheit, List oder Gewalt Beute zu machen. Wenn er gar einen Fang gemacht hat, so wird dieser sogleich als ein Opfer der Habsucht auf den euch schon bekannten Altar gesteckt.

15. Ihr fraget: Warum befindet sich denn dieser Altar gerade auf dem Bauche dieses Ungeheuers? Weil unter dem Bauche zu verstehen ist die allerschmutzigste Art der Habsucht, Selbstsucht und Eigenliebe. Der grosse Bauch bezeichnet die übermässige Art solcher Liebe, und der Altar auf dem Bauche bezeichnet das weltlich Ehrsame und Erhabene und somit die stolze und hochmütige Art derlei grossartiger Industrieritter.

16. Was bedeutet denn das aufgestellte zweischneidige Schwert oder der Spiess am Altare? Solches solltet ihr wohl auf den ersten Augenblick erraten; habt ihr denn noch nie etwas vom Handels oder Wechselrecht gehört? – Sehet, da ist es auf dem Altare! Daher darf sich nur irgendein armseliges Wesen fangen lassen, so wird es ergriffen, ohne alle Gnade, Schonung und Pardon auf das Recht hinaufgesteckt und somit mit solchem Rechte sogleich zu Tode gespiesst.

17. Ihr fraget noch: Wer sind denn dann die vielen Armseligen, die da fleissig abgefangen werden, und warum ist der Spiess zweischneidig? Die vielen Armseligen sind allerlei Menschen. Ein Teil, die dem Fange zunächst ausgeliefert sind, sind die Kleinhändler, ein Teil die, welche ihre Produkte notgedrungen an einen solchen Grossspekulanten abliefern müssen, ein dritter Teil sind allerlei arme auswärtige Völker, die mit solch einem Hause in Handelsverbindungen stehen, ein vierter Teil sind andere kauflustige Menschen, ein fünfter Teil anderweitige Handelskompagnons, ein sechster Teil die dem Hause dienende Klasse und noch ein siebenter Teil sind solche, die unter allerlei Rücksichten und Beziehungen von einem solchen Hause abhängen. Für alle diese Klassen ist der zweischneidige Spiess in steter Bereitschaft. Aber wir hätten bald vergessen, was die doppelte Schneide des Spiesses bedeutet.

18. Solches ist ja doch auch leicht mit den Händen zu greifen. Die eine Seite bedeutet die kaufmännische Handelspolitik. Was bedeutet dann die zweite Schneide? Dasjenige, worauf sich die Handelspolitik stützt. Worauf stützt sie sich aber? Auf das ihr eingeräumte Recht, jeden Zweig ihrer Handlung so zu ergreifen, dass es ihr die sicheren Wucherprozente abwirft. Versteht ihr solches? Solltet ihr solches nicht genau verstehen, so schlaget irgend nach und sagt es mir, wo dem Handelsstande der Gewinn gesetzlich vorgeschrieben ist? Also schneidet der Spiess auf beiden Seiten; fürs erste durch die euch wohlbekannte kaufmännische Politik und auf der anderen Seite durch die unbeschränkte Gewinnsucht; und diese beiden Schneiden sind mit dem Handelsrechte so eng verbunden wie die zwei Schneiden mit einem Schwerte. Ist das Bild nicht treffend und zeigt, wie ich gesagt habe, nicht mehr und nicht weniger als die nackte Wahrheit?

19. Ihr saget nun: Das Bild ist richtig; aber hier bleibt uns auch kein Zweifel mehr übrig, dass es in die unterste Hölle gehört! – Im Grunde habt ihr nicht ganz unrecht, allein, es bleibt beim früheren Ausspruche. Denn dieses alles bezeichnet nur das Laster an sich, ohne auf diejenigen Personen abzusehen, welche solch ein Laster wirklich verüben. Daher ist es höllischer Art, aber nicht die Hölle selbst; denn würdet ihr solches in der wirklichen Hölle zu schauen bekommen, da erginge es euch ganz anders schon bei einem fernen Anblicke, als es euch hier ergeht in der vollen Nähe eines solchen Lasterbildes.

(GSO1, aus Kap. 19, Die jenseitige Gestaltung der Herrschsucht)

7. Ihr saget: O lieber Freund und Bruder! Schrecklich, überschrecklich, ja entsetzlich war der Anblick! Im Hintergrunde sahen wir ein Wesen kauern, dieses hatte das Aussehen eines allerscheusslichsten und schrecklichsten Drachens. Dieser Drache hatte wohl einen menschenähnlichen Kopf, aber anstatt der Haare war eine unzählige Menge der giftigsten Schlangen zu sehen, welche sich nach allen Seiten krümmten und herumschauten mit ihren feurigen Augen, ob sich kein Raub oder keine Beute dieser schauerlichen Wohnung nahe.

8. Mehr gegen den Vordergrund an den Wänden herum sahen wir dann wieder eine Menge elender menschlicher Gestalten, welche an Händen und Füssen mit Ketten geknebelt waren. Eine Menge freier Schlangen kroch um dieselben herum, biss ihnen die Adern auf und saugte ihnen das Blut aus. Das scheussliche Wesen im Hintergrunde aber hatte in seiner rechten, mit einer Schlange umwundenen Hand ein glühendes Schwert und in der andern Hand wie eine zusammengewundene Schriftrolle. Diese Rolle entblätterte nicht selten eine Schlange, die um seinen linken Arm gewunden war, und züngelte in der entblätterten Schriftrolle herum, als wollte sie das im Hintergrund sitzende Ungeheuer auf etwas ganz besonders aufmerksam machen. Nach solchem Akte sahen wir, dass aus einem finsteren Hintergrunde bald mehrere höchst unglücklich scheinende menschliche Wesen von einer Menge Schlangen hervorgezogen wurden. Über diese schwang das im Hintergrunde sitzende Ungeheuer alsbald sein glühendes Schwert, zerfleischte einige, andere liess es durch die Schlangen, die Menschenarme hatten, wieder mit Ketten belegen und den andern beigesellen. – Solches haben wir gesehen, und nicht mehr und nicht weniger.

9. Ich sage euch: Ihr habt recht gut geschaut und alles gehörig entdeckt, aber ihr saget nun: Lieber Freund und Bruder! Ein Laster unter diesem Schauerbilde kann es auf der Erde ja doch wohl nicht geben! Ich aber sage euch: Noch ums Unbegreifliche viel Ärgeres, als dieses Bild es bezeichnet, gibt es in eben dieser Hinsicht auf der Erde. Ratet aber nun einmal, was unter diesem Bilde für ein Laster steckt? Sehet, dieses Bild entspricht der weltlich tyrannischen Herrschsuchtspolitik. Alles, was sich der Herrschsucht nähert, nähert sich auch dem Inwendigen nach ganz charakteristisch diesem Bilde. Ihr dürfet aber darunter nicht etwa die weise Staatsklugheit gerechter, von Gott gesalbter Könige und Regenten verstehen, welche natürlicherweise ihre Völker überwachen müssen, damit die Völker durch ihre gegenseitige grosse Bosheit sich nicht allzusehr verderben oder gänzlich zugrunde richten. Unter dem Bilde wird nur diejenige höllische Verschmitztheit verstanden, wenn Menschen, was immer für eines Standes oder Ranges, sich auf dem Wege der schändlichsten Kriecherei suchen irgendeinen Herrschposten zu verschaffen…

Viele weitere Hinweise des Herrn…
Hier online lesen…

flagge en  The Hell… A hell of a false idea

PART 1

A hell of a false idea

The Scriptures, given by the Lord, describe the bad spiritual condition of a soul as hell, which is roughly divided in three different levels, whereby the lowest hell is the most desperate and inescapable one. A local hell – in the material sense – does not exist, but since matter actually is banned spirit, there is a visible connection, whose bad or evil activity can be felt even in the material world.

Basically are images of hell, that originate from individual visions of bad conditions of souls, responsible for our pictorial concept of it. The following collection of scriptures contain many horror scenarios. It shows, that the depictions are completely right, but their interpretation is mistaken without the Lord’s Wisdom.

The hellish conditions are real – and to escape hell ist theoretically easy… Love God above all and your neighbor as yourself – then, the portals of hell will not be able to overpower us. Practically, we are talking about the primary goal of a human life here…

Quotations of the Lord:

“What does the center of gravity of the Earth look like? Is it a rock full of diamonds, or iron, or perhaps a magnet? Or is it a hollow space, filled with an eternal, inextinguishable fire of which, perhaps, the volcanic mountains scattered over the Earth are but the chimneys? Of course, none of this is true.”
(from “The Earth”)

“Of course, the divine, true love differs from the hellish one quite considerably in so far as divine love is also on the prowl as is the hellish one, but it returns it all again. It only gathers for the sake of returning, whereas hellish love robs only for its own benefit and will not surrender anything.”
(from “The Great Gospel of John”)

“Why, O peoples of the earth, do you make shackles, And then secure them about your own feet?! I tell you the truth, you are all captives, Slaves to your own evil thoughts and desires!… Therefore, forsake all this madness and return to Me! Call on My name in sincerity and truth, and you shall truly be free! For I hold all the keys; even over death and Sheol do I have complete authority!… ”
(from “Trumpet Call of God”)

“For instance, there are those souls who, had they succeeded in their intended destiny, would have ended their lives going to Hell. But because I allowed an intervention it totally changed the course of their lives. They cannot see it, and so they become bitter.”

But… won’t that bitterness take them to Hell as well?

“It can if someone doesn’t intervene. But, I literally move Heaven and Earth to bring someone across their path that changes their whole attitude, many times at the very end of their lives, when it is their last chance. Not that I don’t try earlier! But some are so hardened and obstinate that it takes facing death to realize their mistake.”
(from “Loveletters from Jesus”)

“However, since the spirit, according to the most necessary divine order, has to be for a certain time imprisoned in the matter of the flesh of this world, so that it may become firm in its freedom and almost total independence of God without which it would never be able to see God, let alone exist in, beside and with God – (but when the spirit is maturing within matter and becoming firm in freedom and independence of God, it is exposed to the quite unavoidable danger of being swallowed up by matter and perishing together with it, from which death is an awakening to life in God and must be extremely hard and painful) – the Lord said, not to the physical man, of course, but to the spiritual man: “If your eye offends you, tear it out and fling it away, for it is better to enter the Heavens with one eye, than Hell with both,” which is to say as much as: If you find the light of the world too tempting, make an effort and turn away from such a light, which would draw you into the death of matter. Deprive yourself as spirit of the empty gratification that enjoyment of the world can offer and turn with your soul to the purely heavenly things, for it is better for you to enter the realm of eternal life without much worldly knowledge than be swallowed up by the death of matter – too worldly wise on the one hand and too little spiritually wise on the other hand.”
(from “The Great Gospel of John”)

“My children, be wise and vigilant; do not be deceived. For I tell you the truth, from the beginning satan was a deceiver and a murderer; he has never been on the side of truth. From the beginning he sought to ensnare My people, saying, “You will not surely die.” And still to this day, the lie is widely spoken of and accepted, even fiercely defended by the churches of men for the sake of pride. For they uphold the lie, teaching that whether one believes and accepts The Son, or whether one forbears and rejects The Life, all have eternal life in Heaven or in hell… BELIEVE THEM NOT! See with greater eyes, for I do not change! I do not grant eternal life to the wicked in any form, nor shall the evil of heart see everlasting life! Their existence shall be taken from them; they shall surely be blotted out! There is no life in death, nor is there torment in My vesture, nor did it enter My mind! … Beloved, the churches of men speak foolishness, And their leaders teach doctrines of devils!…”
(from “Trumpet Call of God”)

“After death of your body, through your heart you will step into the infinite space of God, and according to the state of your heart you will encounter it as either heaven or hell! … Since nowhere there exists a separately created heaven, nor a separately created hell, for everything comes out of the heart of man; and thus everyone prepares for himself either heaven or hell in his heart, depending on whether his actions are good or bad, and as he believes, wants and acts, he will live his believe, out of which his will was nourished and passed into action. ”
(from “The Great Gospel of John”)

“Here I turned again to Peter in the friendliest way and said, “I have not disparaged you in the least if I have shown you in the sharp speech your human side! Everything that is human in this world in a person – his flesh and its various needs from pure earthly considerations – is under judgment, therefore hell and Satan, who is the epitome of all judgment, death, night and falsehood, for the whole so-called life of matter is merely a phantom-life and of no value at all.”
(from “The Great Gospel of John”)

“When the spirit of some great sinner departs from this material life to enter the spiritual valley, it is surprised to discover that hell, as it had once imagined, does not exist; and the fire, of which it was previously told, is nothing more than the essence of its works harshly judged by its conscience. … That eternal judgment and enlightenment which exists in the midst of the darkness that surround the sinner, will be more painful than the strongest fire you could have imagined. But it is not a torture prepared beforehand as a punishment for the one who offended me. No, this torture originates when one begins to understand his own mistakes, when the spirit begins to feel great sorrow for having offended the One who created him and for not having made better use of its time and of the many gifts it received from its Lord.”
(from “The Third Testament”)

PART 2

The Hell – Visions and their equivalents

Visions and images are the only possibility, to illustrate a condition of a soul for the spiritually blind man. Visions of hell are horror scenes. The root cause for these dreadful presentations are those not less dreadful spiritual characteristics of many people.

The ‘Image’ of hell shall startle – it shall cause disgust for one’s own despicable behavior pattern. With that, those visions would have fulfilled their purpose. Yet… all of us shall measure themselves, not his neighbor…

The Lord reveals through His disciple and apostle John in the book ‘The spiritual Sun’…

(Vol. 2, Chap. 108)

11. …that is the actual base of all vices… its name is imperiousness, a lust for power

12. With this term we now have come to know the whole nature of the lowest Hell, and this nature corresponds to the outer appearance of a celestial body. On the surface the first degree of Hell in the polyp-like seeking for pleasure can clearly be recognized, for everything that you can see there is based on gluttony, for there, everything is a devourer, whatever you look at. In the more inner crust, the fasting and meagerness reveals itself. There is nowhere any vegetation. Everything lies there as in a rigid death that plans for revenge. At most you will see here and there some places of fire and hot water springs as corresponding images of the already visible anger of the spirits of this Hell.

13. Now let’s go to the inner part of the earth, there we only discover a continuous terrible and chaotic pushing and shoving. One fire ignites the other and stifles it again. Every drop of water, that ends up in here, is transformed immediately into a glowing vapor.

14. The greater action here the greater its reaction shows on the surface and this will always, with great ease, weaken all these internal actions. And in this manner, everything is wisely guided by the Lord, so that also all these Hells, despite their great abhorrence, must serve Him for the eternal preservation of things. And this forced servitude, which is well known to the hellish spirits, is their greatest torment, because they see that, despite their reluctance, all their activities must in general correspond with the Divine Order.

15. But this is also, at the same time, the eternal love and wisdom of the Lord, for only in this way, it is possible, to restrict the imperious actions of these evil beings. For if they see, that the Lord can always turn their most evil plans to good, then they become angry and do nothing anymore, – until they devise a new plan to act against the Lord. The Lord of course knows, how to use them all, just like the ones before. This is theoretically speaking the activity and nature of the lowest Hell.

16. How this reveals itself in an image, we now want to contemplate, going through all of the three Hells.

(Vol. 2, Chap. 109)

1. When you received information about the sun you saw what the image of the first Hell looks like, as well as the different ways by which one comes into the first Hell. I only have to add that the zeal of the hellish spirits that you saw in the first Hell is firstly set on pleasure and gluttony. This condition seems to be the same as the one on Earth in which men do also everything possible to – as you use to say – bring bread on the table.

2. Some set up different businesses, others look for a job as public officer, some look for a good marriage. They do not do all this for the sake of what is good, but exclusively for their own sake and the daily bread. In this condition they do not care much for one or the other glory but they are mostly interested in a certain livelihood.

3. In the heavenly manner one is solely concerned about love and to know God. The Lord will take care of all the rest. But in the hellish manner, one is particularly concerned about the opposite. They want to have a certain wellbeing, and at best they think: as long as I am first of all assured of all the external necessities, then I will see if the spirit is satisfied with this wellbeing. When he then possesses such external wellbeing, which usually goes together with some modest possession, he will soon become haughty, which is related to his possessions and which he continuously strengthens with a certain splendor. For this reason, also the young employees and new managers, each one of course in their own way, boast more and more. Soon they do not know anymore how to sit, stand, walk, look, listen or speak to immediately show and let recognize from their face how rich they are and what kind of important job they occupy.

4. Once such people are in this way provided with everything, they do not have to take care for anything anymore, for they have their fixed income and their daily bread. Now they can begin to take care of what is spiritual. But the opposite happens. Now, together with this wellbeing, the boasting and the lust for power come forward. That is why they strife more and more to move to the top and become even richer than the managers. In this situation they become filled with jealousy and inner hate towards those who stand somehow in their way.

5. Their neighborly love goes so far that many subordinate employee longs fervently for the death of the employee that is above him, so that is such situation he can take the place of the one who stands above him. The manufacturer’s most fervent desire is the bankruptcy of those who are in the same business, so that in this way he can draw the whole business to himself. Yes, his neighborly love goes so far that, if possible, he would like to drown all his competitors in a drop of water. He also undertakes everything, no matter where and how it can be done, to bring his next competitors to ruin.

6. If you look at this worldly behavior a little closer, you can see the first Hell with all its gluttony already completely before you, and you can also see very clearly represented how this changes into hate, anger, envy and lust for power in the second Hell. You only have to take away the outer moral and civilian laws of the state and you have the first and second Hell literally and figuratively before your eyes.

7. That which on the Earth stills testifies of a certain civilized society under the protection of moral and civilian laws will degenerate here when those laws will fall away, and turn immediately into war, lust for robbery and murder. Here you have the perfect image of the first Hell.

8. If you want the image of the second Hell, do the same. You will discover hidden cunningness everywhere and you nowhere will see people or spirits together who are not each others mutual deadly enemies. Even if they outwardly treat each other with kindness, great politeness and also hypocritical mutual love, this love is only pure hate, for this is only politics to bring the opponent in a peaceful mood and to nicely unarm him in order to then, without resistance, overtake him and bring him to ruin.

9. Look at your Earth at the so-called crawlers and bootlickers. These are usually the worst enemies of those for whom they crawl. They lift them up for the same reason as the vulture picks up the turtle in order to, once he has reached the right height with him, drop him down in a shameful manner and win in this way even more by their fall.

10. Look, this again is literally and figuratively the pure hellish love of the second degree. That is why in this Hell all kinds of deceitful arts are worked out in order to catch each other and bring them to ruin in the foolish supposition that they can win more and more with the fall of others, no matter in what way.

11. In this manner our disciples are thoroughly learning about the Hells, first theoretically and then practically. And so, in a very short time we took a closer look to the images of the first two Hells. He who will somehow think about this description, will have everything clearly before him. For what concerns the image of the third Hell, we will describe this separately, for this must be very well understood because it is the cause of every evil.

(Vol. 2, Chap. 110, Visions)

1. You will certainly think, and many others even more if they were present on this information: ‘It is praiseworthy and from a moral point of view also useful to hear such information by which the fundamental evil is as if visually represented. But there are now on Earth so many descriptions of Hell. They all seem to have the same origin, but how different they are from each other. For the one person, Hell is a pool of fire and sulfur, for the other a gnawing glowworm, again for another a raging fire, an eternal darkness, an eternal death. According to some the damned are tortured, cooked and fried, to others they are simply barons. Some see Hell as a terrible cold, again others as the fire of boiling anger. Some see in it miserable, malformed and starving human forms, again others a collection of the most strange, hideous forms that could have originated from a human form. And so, the notion of Hell became a real Proteus which cannot be compared to any form.

2. For the pure human reason this is a very acceptable and for this time very understandable image of Hell, but who can tell whether in the course of time this image will not be pushed aside by again a different one? For nothing was represented in so many multiple forms than actually this place of horror under the name of ‘Hell’.

3. Good, I say to you, my dear friends. Your worrisome objection has its good reasons, for it is completely based upon the reality of the common notions about Hell. Therefore, I want and must show you Hell in a general light in which every up to now common imagination of Hell, no matter where on Earth, becomes completely justified.

4. If we only look at Hell from the outer and superficially, it is understandable that it appears as a true Proteus with an ever changing image. But it is quite different when one wants to thoroughly understand it.

5. In order to make this more understandable to you, we will, with the means of little examples, bring this difficult question into the light so that it will become very clear for everyone.

6. Let us take a country where thousands of people are living. All these people, with the exception of those who are insane, idiots and infants, have all kinds of multi-colored ideas about the secret politics of the country. He who wants to know them more closely can speak with different people about this. The one sees only war, the other only secret treason, again another secret national deception, again others sheer wisdom. Some cry aloud about injustice, others lack words to praise the constitution and the secret politics of the country.

7. But only these are sheer opinions of the more developed part of the people about the secret political government. But whoever wants to hear foolishness should go to the dark chambers of the farmers in the countryside. Then he can be assured that he will hear anything that can come up in an undeveloped, rough human fantasy. For instance that the emperor is planning to poison his city or that he wants to contaminate a certain part of the country with the pest, or that he made a covenant with another king to kill in one night the people of another region with the sword to take possession of the goods of the citizens that he would kill, not to mention other stupidities, like for instance that the king personally sold his soul or the souls of his citizens to the devil in return for a great earthly advantage. It should not be proven any further that all this is true, for everyone is free to daily convince himself of this.

8. That this is so cannot not be doubted, but the question is: who among these thousands of people who expressed their political ideas has the right understanding of this and has thereby expressed the true meaning of the basic principles of the secret government of the country. How can one have a basic idea of something which he does not understand himself?

9. Look, the reason lies partly in the outer image, as well as in the personality of the one who looks upon the image. The less the observer himself is innerly awakened, the more senseless will be the ideas that he forms about the images. And look, this is precisely also the case with the ideas about Hell.

10. It was only granted to very few seers to receive a deeper notion in the nature of this place, but it was permitted to a lot to see one or the other image of this place. And so the idea of so many images always exceeded reality. For this reason the so many different forms about Hell have multiplied and nobody knew and knows precisely up to now what to think about that place.

11. Next question: who in the country could set up the best basic principles for the secret government? Certainly no other except the wise monarch himself.

12. When the matter is irrefutably so, then this question will also apply to the dark relations in the beyond. So the answer can only be: that only the Lord over all Heavens as well as over all Hells can set up the right and generally valid basic principles over this place.

13. But as someone who is initiated in the secret basic principles of the government will very easily perceive the cause of all the ideas that are spread around in the nation, so also will the one who knows from the Lord the true nature of that place that is called Hell, understand the cause of all the other foolish ideas about this.

14. Every person carries Heaven and Hell in himself according to his personality.

15. If he becomes aware of his own personality by a certain situation, then he only becomes aware of his own developed Hell or his highly imperfect Heaven. Numberless different ideas can develop along that way.

16. However, can this be already considered as the cause? Certainly not more than if someone would come and claim that the sea is only a half shoe deep because he measured it along the coast with a walking stick. The same is here also the case for all the seers who claim: I saw Hell in this or that situation. And also not more than if someone would take the shallow shore, although it also belongs to the sea, for the actual bottom of the sea, and neither can this visualized image be considered as the actual Hell.

17. But how the actual Hell can be found and thoroughly seen, we will see next.

(Vol. 2, Chap. 112, Visions)

1. Firstly, let us take a rich speculator as example. Look closer at this eternally insatiable one. What was the goal of his love and will? Only to acquire – although somehow lawful and permissible – the possessions of a whole country and finally of a whole kingdom, in no matter what way. And once he is successful in this, take also several kingdoms or the whole surface of the Earth. Although he will not completely succeed in such plan and he probably will not realize his idea completely, but he nevertheless does not let it go and he secretly thinks: ‘If I only had an army of at least a couple of million invincible soldiers, then I would gather all the gold, silver, and all the noble stones and pearls of the whole world and pile them up.’

2. Also, many have the following wish: ‘If only the pest could break out in the country that would kill everyone except me, then I would be the natural, universal heir of the whole country. And if then people would come from another country who would dispute my inheritance, the pest would immediately grab and strangle them at the border.’

3. Look, this is an image of the lowest Hell which you can daily notice among the people of all classes, starting with the simple stallholder to the greatest speculator. What prevents them from realizing such so-called praiseworthy ideas? Only the fatal matter. If we take that away and if we consider then the absolute spirit with the same qualities, then we have the lowest Hell in top condition before us.

4. Secondly: There is an officer with a lower rank before us. What is the most important thought which abides in his heart? Perhaps the thought to prove helpful services to the country? O no, that is the last one. ‘To promote’, that is the most important thought. If it were possible, climbing every hour one step higher. Be at least a general in one year and as such be promoted as soon as possible. Suppose he reaches the highest degree, then his plan will be, or at least his most important thought: ‘And now let us go out with great armies to conquer all nations. Once they are conquered and I have the power, then all emperors, kings and monarchs must tremble for my sword.’

5. The one who will not have recognized the lust for power in our officer must surely be struck with a sevenfold blindness. And also here, for what reason can our officer not make it happen? The same as above, the material, natural, limiting conditions. Matter restricts our hero and he must accept his subordinate degree as an officer, whether he likes it or not. That is why he scolds once and awhile and tries to let his subordinates feel his lust for power as much as possible. The least of offenses of a subordinate is punished with tyrannical mercilessness. Take away the material obstacles from this officer and you will have the second, perfect image of the fundamental Hell in an unsurpassed form before you.

6. You also will find this image very often, especially in those categories of people who are entitled to carry a sword and also with those who have the privilege to lead a caricature of a so-called noble weapon for their insignificant name. There you will see the lust for power everywhere in a form that really stands out. And this is now precisely the nature of the lowest of all Hells which is insatiable and which wants to extend its imperiousness and lust into infinity. More examples will follow.

(Vol. 1, from Chap. 18)

4. … Here is already a broad window, look in and tell me, what you have seen there.

5. Oh, you already fall back at the first house. So what will happen to you then at the next house? You say completely astonished… For God’s sake, that is incredible, inhuman, unthinkable! In the back ground on a wide bench, a human monster was sitting. It was fat beyond human nature, it had a disgusting sagging belly, which filled more than half of the room. At the neck there was one fat bulge atop another. And in front of him, a group of slimmed down skeletal human beings, which were pushing towards this most hideous blubberbut und begged him, that he would eat them up! – And indeed, this monster already had before him on a table several completely gnawed off human skeletons. But some in the background were cursing this monster and wanted to dart at it. But they were held back by those, to which this monster promised, to consume some of their flesh also and transform it into his fat.

6. You however ask now… What is the explanation of this strange and atrocious image? Such things may understand, whoever is able to, but we do not comprehend it. But I tell you, my dear brothers and friends, if you do not comprehend this at first glance, then you must walk around on earth completely blind.

7. Is this not an excellent image of an usurer, and in particular of a selfish industrial tycoon, which has made it his life’s mission, to consume everything, that surrounds him, which is profitable? Define the satiable boundary of such an usurer, is his concupiscence not infinite? Would he feel just slightly guilty, if he would be able to seize all treasures and riches of the whole world? Will he shed only one tear, if he might be able to seize and consume the life of all widows and orphans on earth?

8. I tell you… The poor walk to him in droves and sacrifice to him all they have and their energy and strength. For the most disdainful wage they let themselves almost completely consume by him. Others carry their few treasures to him and call themselves lucky, if he accepts them for a woeful interest. Yes, many deceived ones are going so far, that they see it truly as a necessity, that they had to be cheated, according to the stage of affairs, without his culpability.

9. Some other greedy ones, but yet imprudent poor worldly devils, realizing the dirty tricks of this rich one, threaten him with destruction and death. But the interested parties of our usurer, realizing, that they would perish even faster, if he died, as if he would be completely satisfied, so they prevent such a coup as much as possible.

10. Now, what do you say regarding this image? Is it not sublime and shows this vice in its stripped condition, how it really looks like? But such things are only an indulgent start…

Another Image…

12. You saw here also in the background an awful fatly crammed being. This being had a terrible bloated belly, his head a huge mouth like the one of a hyena, his arms looked like two strong giant snakes, his feet like those of a bear. On his big belly was kind of an altar erected. In the midst of this altar, a double-edged spear soared. On this spear you see many slimmed down human beings skewered. One of the snake arms was continually engaged to take the skewered ones down of the spear and to throw them into the mouth of the cormorant. Another snake arm grasped to all sides catching the poor and unhappy human beings, that were banned into this gruesome room, and the first one, he could grasp, he crushed and threw him onto the spear on his belly altar. The great wailing of the unhappy ones made his arm only more active. Look, that is the image, you beheld.

13. How do you like that? You say… Quite terrible and bad! And further… This is a little too hard. It is true, on the earth many bad things happen, but regarding this image, it seems, that it is obviously a major exaggeration!

14. But I say to you… Here there is not too much and also not too little, but always the naked truth. Just look on your earth at certain trade industry heroes. Take a measuring stick and measure his throat of avarice. Then examine his arms, how they are conditioned and you will find out, that they are completely equal with those here. One is busy, to continually bury and the other one plundering through cleverness, tricks or violence. If he has made a catch, it will immediately be skewered as a sacrifice of avarice on the already known altar.

15. You ask… Why is this altar situated on the belly of this monster? Because under the belly is to be understood the most dirty kind of avarice, greed, selfishness and self-love. The big belly indicates the excessive nature of such a love and the altar on the belly indicates the worldly honorable and exalted one and therefore the proud and arrogant nature of such magnificent industrial tycoons.

16. What does the erected double-edged sword or spear on the altar mean? Such things you should be able to guess at first glance. Have you never heard of the commercial law or exchange law? Look, there it is on the altar! Only a poor and miserable being may let himself be caught, and therefore it will be grasped without any mercy and pardon and be skewered by the law and thus be immediately skewered to death by such a law.

17. You ask… Who are all those many poor ones, which are diligently caught and why is the spear double-edged? Those many poor ones are all kinds of people. One part are the small merchants, which are at the mercy of the catch, one part are those, which must deliver their products out of necessity to such a great speculator, a third part are all kinds of foreign people, who stand in a commercial relation with such a house, a fourth part are other people, who are eager to buy, a fifth part are other trade partners, a sixth part is the people, who serve in the house and a seventh part are those, who depend on such a house under various deferences and relations. For all these groups, the double-edged spear is continually ready. But we almost forgot, what the double edge of the spear means.

18. But this is also easy to grasp with hands. One side means the commercial policy. But what does the second edge mean? It is that, by which the commercial policy is supported. But whereby ist it supported? By the conceded right, to grasp each branch of her deed, that it yields the reliable usury percentage to her. Do you understand such things? Should you not exactly understand this, start a research and tell me, where it is legally dictated to the merchant class, to make profit? Therefore, the spear cuts on both sides, firstly through the well-known commercial policy and on the other side through the unlimited profit seeking, and these both edges are so tightly connected with the commercial law as the edges with a sword. Is this image not appropriate and does it not show, as I have said, not more and not less as the naked truth?

19. Now you say… That image is correct, but there is also no doubt left, that it belongs into the lowest hell! – Basically, you are not wrong, but it remains, what was said previously. For all of this only indicates the vice itself, without aiming at the people, who actually practice such vices. Thus it is a hellish nature, but it is not hell itself, because if you would behold such things in the real hell, you would feel completely different already, looking at it from afar off – as you now experience it here, being very close to this vicious image.

(Vol. 1, from Chap. 19)

7. You say… O dear friend and brother! Terrible, yes dreadful was the sight! In the background we saw a crouching being, this had the appearance of a most atrocious and terrible dragon. This dragon had indeed a humanlike head, but instead of hair, there were an unaccountable amount of the most poisonous snakes visible, which bended and looked to all sides with their fiery eyes, if there is no prey approaching this gruesome dwelling.

8. More towards the foreground, close to the walls, we saw again a group of miserable beings with a human form, which were shackled at their hands and feet. Many free snakes crawled around them and bit their veins open, sucking out their blood. But the nasty being in the background had in his right hand, which was surrounded by a snake, a glowing sword and in the other hand something like a scroll. This scroll often defoliated a snake, which was wreathed around his arm and darting around in the scroll with its tongue, as if it wanted to draw the monster’s attention to something, which was sitting in the background. After such an act we saw, that from a dark background soon, several seemingly most unhappy human beings were pulled out by a crowd of snakes. Soon thereafter, the monster, sitting in the background, was waving his glowing sword over them, tearing some to pieces, others were shackled again by the snakes, who had human arms, and brought back to the other ones. – Such things we have seen, and not more or less.

9. I say to you… You have seen quite well and discovered everything, but now you say… Dear friend and brother! A vice resembling this gruesome image, can for sure not exist on earth! But I tell you… Even much more inconceivable and much worse things exist on earth, as this image illustrates. But now guess, what vice is hidden within this image? Look, this image represents the worldly tyrannical domineering policy. Everything, that is coming close to imperiousness, is also coming characteristically close to this image in the inward parts. But you may not understand by this the wise statemanship of righteous and by God anointed kings or rulers, which must naturally observe their people, so that the people will not corrupt themselves too much or even decay by their mutual and great malice. This image only shows that hellish roguery, when people, regardless of their status or rank, are trying to reach any kind of domineering position by nefarious groveling…

Many further references of the Lord…
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V3/K8-12… Wie folge ich Jesus nach? – How do I follow Jesus?

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Auszüge aus dem Grossen Evangelium des Johannes, Band 3, Kapitel 8 – 12; geoffenbart vom Herrn an Jakob Lorber

(…die alte Aussprache wurde sporadisch etwas vereinfacht – Theo)

aus dem 8. Kapitel (Die Bedingungen des Herrn bei der Aufnahme der Jünger)

8,1. Spricht einer von dreissig geretteten jungen Pharisäern: “…da wir vernommen haben, dass du zur Zeit auch Jünger annimmst, so möchten auch wir – wenn nicht für länger möglich, wenigstens auf eine kurze Zeit – deine Jünger sein!“

8,2. Sage Ich (der Herr): „Wäre alles gut; aber seht: Die Vögel haben ihre Nester und die Füchse ihre Löcher; aber Ich habe nicht, dahin Ich Mein Haupt legete! (Matthäus 8,20)

8,3. Derjenige, der Mein Jünger sein oder werden will, der muss eine starke Bürde auf seinen Rücken nehmen und Mir nachfolgen! Irdische Vorteile schauen bei Meinen Jüngern gar keine heraus, im Gegenteil – sie müssen sogar um Meines Namens und um Meiner Liebe willen die schon gehabten irdischen Vorteile und Besitztümer verlassen; nicht nur für eine Zeitlang, sondern für immer. Sogar Weiber und Kinder dürfen sie daran nicht hindern, wollen sie vollends wahre Jünger des Reiches Gottes werden.

8,4. Geld oder sonstige Weltschätze dürfen sie nicht haben, auch nicht zwei Röcke, zur Not nur Schuhe, keine Säcke zum Einstecken noch irgendeinen Stock oder Wanderstab, um sich gegen einen allfälligen Feind zu verteidigen.

8,5. Sie dürfen auf der Erde lediglich das verborgene Geheimnis des Reiches Gottes haben. Könnt ihr euch dazu bequemen, dann könnt ihr Meine Jünger sein!

8,6. Jeder Meiner Jünger muss – gleich Mir – voll Liebe, Sanftmut und Geduld gegenüber Jedem sein. Er muss seinen ärgsten Feind ebenso segnen wie seinen besten Freund, und muss, wenn sich Gelegenheit bietet, dem Gutes tun, der ihm zuvor geschadet hat – und beten für den, der ihn verfolgt.

8,7. Zorn und Rache müssen dem Herzen eines jeden, der Mein Jünger sein will, ferne sein. Über die bitteren Vorkommnisse auf dieser Erde darf er nicht klagen oder sogar anfangen, verärgert darüber zu murren.

8,8. Er muss alles ergötzliche, sinnliche Leben fliehen wie die Pest! Dafür aber soll er alles aufbieten, um sich durch Mein lebendiges Wort im eigenen Herzen einen neuen Geist zu schaffen um in diesem für ewig vollkommen fortzuleben in der Fülle aller geistigen Kraft.

8,9. Überdenkt diese Bedingungen, und sagt Mir, ob ihr damit einverstanden seid, und ob ihr euch dessen völlig unterziehen wollt!“

8,10. Darauf fangen die jungen Pharisäer gewisserart an, sich gewaltig hinter den Ohren zu kratzen, und es weiss keiner, was er Geeignetes darauf sagen sollte. Der gewöhnlich mit dem Julius, dem Hauptmann von Genezareth, verkehrende, aber nun noch bei Mir stehende junge Pharisäer sagt dann nach einer Weile, so halb zum Scherz: „Lieber, guter und unübertrefflichster Meister! Bedenkt man die Erreichung Deiner ausserordentlichen, gottähnlichen Eigenschaften – wenn auch nur von einigen -, so mögen die gestellten Bedingungen ja ganz gut sein; aber nur Wenige werden sich dazu bekennen und bequemen! Sollten dies alle Menschen tun, so würde die Erde bald so aussehen, wie sie gemäss Moses am zweiten oder dritten Schöpfungstage ausgesehen hatte: nämlich öde, wüst und leer! Weisst du, ‘Neubekehrte’ wirst du auf diesem Weg sehr selten zustande bringen! Ein paar, die dem sogenannten beschaulichen Leben absagen und schon gewisserart auf dieser Erde das erreichen wollen, was sie erst jenseits zu erreichen haben, werden sich wohl dazu bequemen; aber alle Menschen!? O Gott, wohin mit der Welt!?

8,12. Ich für mich allein will recht gerne dein Jünger werden, selbst wenn du mir noch schwerere Bedingungen gestellt hättest; aber ob sich alle meine Gefährten dazu bequemen werden, das ist eine ganz andere Frage! Sieh, der Tempel verlangt wahrlich sehr vieles; aber du verlangst gleich alles, – und dazu, Freund, dazu werden sehr wenige bereit sein!“

aus dem 9. Kapitel (Die Vorteile der Selbstverleugnung)

9,1. Sage Ich: „Das macht ja aber auch nichts; Ich zwinge ja niemanden! Wer Mir folgen will, der folge; wer aber nicht will und nicht kann, der bleibe daheim!

9,2. In diesen Tagen leidet das Reich Gottes Gewalt; und wer es nicht mit Gewalt an sich reisst, der wird es auch nicht besitzen.

9,3. Ich meine in Hinsicht auf Meine euch gestellten, allerdings etwas schweren Bedingungen: Wenn du einen alten und schon sehr zerlumpten Rock hast, mit dem es die barste Schande ist, unter die Menschen zu treten, und es kommt ein Mensch zu dir mit einem neuen, guten Rock und spricht zu dir: ‘Freund, zieh deinen alten Rock aus und vernichte ihn, weil er für die weitere Zukunft keinesfalls mehr zu gebrauchen ist, und ich gebe dir hier dafür einen neuen, der für alle Zeiten taugen wird, weil er aus einem Stoffe gewebt ist, dem keine Stürme etwas anhaben können!‘ – wirst du bei einem solchen Angebot wohl ein Narr sein und den alten, morschen Lumpenrock behalten?

9,4. Du und deine Gefährten wissen auch, dass dieses irdische Schul- und Probeleben nur eine äusserst kurze Zeit dauert und dahinter sogleich die endloseste Ewigkeit beginnt. Weisst du wohl, wie und ob du nach dem Leibestode noch irgendein Fortleben haben wirst? – Ich allein aber bin in der Lage, dir – wie jedermann – für dieses kurze und armselige Leben mit der höchsten Bestimmtheit das ewige, vollkommenste Leben eines Engels zu geben.

9,5. Hast du da auch noch Bedenken, Meinen Antrag anzunehmen, zumal Ich der einzige bin, der dir das ewige Leben bereiten und dir als Eigentum geben kann? Wahrlich, Ich verlange nur sehr Geringes – gebe dafür aber überaus vieles!

9,6. Meinst du denn, die Erde würde wüst und leer werden, wenn mit der Zeit – was einstens auch geschehen wird – alle Menschen den Anforderungen Meiner Lehre nachkämen? Oh, du kurzsichtiger Pharisäer!

9,7. Da, siehe diesen Meinen Engel (Raphael)! Er allein hat so viel Macht und Kraft aus Mir, dass er – so Ich es wollte – diese ganze Erde, die grosse Sonne, den Mond und alle die andern dir sichtbaren Sterne, gegen deren Weltgrösse diese ganze Erde kaum ein kleinstes Sandkörnchen zu nennen ist, in einem Augenblick ebensoschnell zunichte machen könnte, als wie er zuvor den Stein zunichte gemacht hat (siehe GEJ2-242). Wenn du aber glaubst, dass die Kultur des Erdbodens nur von den Menschen abhängt, so irrst du dich gewaltig!

9,8. Ich gebe dir ein Stück Feld, werde es aber zuvor mit Meinem Fluch belegen, und du magst dann darauf arbeiten, wie du willst, und es wird dir nicht einmal Dornen und Disteln zum Frasse deiner Würmer tragen! Wohl legt der Sämann das Korn in die gepflügte Erde; aber es müssen bei der Aussaat auch Meine Engel mitarbeiten und den Acker segnen, sonst wird er dir ewig keine Früchte tragen! – Verstehst du das?

9,9. Wenn aber die Hauptbearbeiter des Erdbodens zum Tragen irgendeiner Nährfrucht sowieso Meine Engel sind, dann könnten sie im günstigen Fall auch das Aussäen auf sich nehmen, wie sie dies auch an Stellen dieser Erde tun, die noch kein Menschenfuss betreten hat.

9,10. Da aber die Menschen im alten Fluch leiden und selbst für ihren Leib mit aller Gewalt arbeiten wollen, – nun, so können dann Meine Engel gut und gerne den gleichen alten Feiertag halten!“

aus dem 10. Kapitel (Bedürfnisse und deren Übel)

10,1. (Der Herr:) „Habt ihr nicht vom einstigen Eden der Erde gelesen, wo der erste Mensch erschaffen wurde? Dieses Eden war ein grosser Garten und bestens bestellt mit den erlesensten Früchten der ganzen Erde; und doch hatte ihn zuvor unmöglich irgendeine Menschenhand bearbeiten können! Auch hatten die ersten Menschen keine Häuser und Städte; sie hatten nur äusserst wenige Bedürfnisse, welche leicht zu befriedigen waren, blieben dabei auch gesund, erreichten stets ein sehr hohes Alter und hatten darum sehr viel Zeit, sich mit ihrer inneren Seelenbildung abzugeben und standen fast gleichfort im sichtbaren Verband mit den Mächten der Himmel.

10,2. Kain aber erbaute durch Eingebung des Satans seinem Sohne Hanoch schon eine Stadt gleichen Namens; und er hat dadurch den Grundstein zu allen Übeln der Erde gelegt.

10,3. Ich sage es euch: Der Mensch bedarf zum Leben auf dieser Erde gar nicht viel; aber die Arroganz (Hoffart), die Trägheit, der Hochmut, die Selbstsucht und Herrschlust des Menschen brauchen unbeschreibbar vieles  – und sind dennoch nie zu befriedigen!

10,4. Damit sind dann die Sorgen der meisten Menschen genährt, und sie haben in der Folge keine Zeit mehr, sich mit dem abzugeben, womit sie sich eigentlich abgeben sollten und wozu sie von Gott auf diese Welt gesetzt worden sind.

10,5. Von Adam bis Noah führten die Kinder der Berge nie einen Krieg, weil sie nur sehr geringe Bedürfnisse hatten und keiner mehr sein wollte, als was sein Bruder war. Die Eltern behielten ihr Ansehen gegenüber ihren Kindern dadurch stets auf die ansehnlichste Weise, und sie verblieben so als die weisen Führer, Lehrer und Ratgeber ihrer Kinder.

10,6. Doch in der Tiefe, wo die an Herz und Verstand blinden Menschen sich ihre Lehrer, Führer und Ratgeber prächtig zu schmücken begannen, deren Häupter salbten und mit Kronen zierten und ihnen des grösseren Ansehens wegen auch allerlei Macht und Gewalt einräumten, da war es dann aus mit dem Leben unter leichten und kleinen Bedürfnissen!

10,7. Die Pracht hat einen grossen Magen, welcher unmöglich zu sättigen ist. Die Erde konnte auf der zu kleinen Fläche nicht mehr genügend Nahrung aus dem Boden treiben, und die schwer zu sättigenden Prachtmenschen fingen an, sich weiter und weiter auszudehnen, nannten den besetzten Boden sogleich ihr volles Eigentum, sorgten darauf gleich für die Pracht und erweckten dadurch den Neid, die Eifersucht und dadurch auch bald Missgunst, Zank, Hader und Krieg. Der Stärkere bekam am Ende das Recht und wurde Herrscher über die Schwächeren und zwang sie, für ihn zu arbeiten und ihm in allem untertan zu sein. Die Widerspenstigen wurden gezüchtigt und sogar mit dem Tode zum unbedingtesten Gehorsam getrieben!

10,8. Seht, das war alles die Folge der äusseren Kultur der Erde, der Prachtliebe und des daraus hervorgehenden Hochmutes!

10,9. Wenn Ich nun aber in Meinem Geist aus den Himmeln komme, euch wieder auf den glücklichen Urzustand der ersten Menschen zurückführen will und euch die lange gänzlich verlorenen Wege ins Gottesreich zeige – wie könnt ihr da sagen, dass die von Mir gestellten Bedingungen, um Meine Jünger zu werden, zu hart und fürs Allgemeine nahezu unausführbar seien!

10,10. Ich sage es euch: Das Joch, das Ich auf eure Nacken lege, ist sanft, und die Bürde, die Ich euch zu tragen biete, ist federleicht gegen das, was ihr nun Tag für Tag tragt.

10,11. Wie weit hinaus in alle Welt sind eure Sorgen gerichtet! Tag und Nacht habt ihr keine Ruhe und keine Rast; und das allein nur wegen der Welt, und dass ihr ja nicht irgend eingeschränkt würdet in eurer eingebildeten Pracht und in eurem Wohlleben, und dies auf Kosten des oft blutigen Schweisses eurer schwachen Brüder und Schwestern!

10,12. Wie soll bei solch einem Sorgen die Seele noch irgend Zeit finden, für die Erweckung des Geistes Gottes in ihr auch noch etwas zu tun!?

10,13. Ja, eure Seelen und die Seelen von Millionen wissen nicht einmal mehr, dass sie Träger des Geistes Gottes sind. Ganz zu schweigen davon, dass sie bei ihren ins Endlose gehenden Weltsorgen zur Befreiung und Selbständigkeit desselben irgend etwas Erspriessliches tun könnten und möchten. Die arme und schwache Menschheit wird von euch zu sehr für eure Pracht- und Wohllebensliebe zu blutiger und rastloser Knechtsarbeit angetrieben und kann somit auch nicht für die Frei- und Selbständigwerdung ihres Geistes irgend etwas tun! Und so seid ihr samt euren Untertanen tot und seid wahrhaft Kinder des Satans und mögt Mein Wort nicht vernehmen, das euch ernstlich und wahr führt zum Leben, sondern ihr verteidigt euer Wort, aus dem für euch und für alle eure Untergebenen notwendigerweise der ewige Tod erfolgen muss!“

aus dem 11. Kapitel (Über den Grund der Sündflut)

11,1. (Der Herr:) „Man klagt noch Gott an und sagt: ‚Wie konnte Gott eine alles Leben erstickende Sündflut über den Erdboden kommen lassen und wie die Sodomiter und Gomorrhiten vernichten!?‘ Oh, nichts leichter als das! Denn wozu belebte und gezierte Fleischklumpen auf dem Boden einer Erde noch länger herumwühlen lassen, deren Seelen sich so weit von der alten Ordnung Gottes entfernt haben, dass in ihnen aber auch die letzte Spur sogar des Bewusstseins ihrer selbst vor lauter Sorge ums Fleisch entflohen ist!?

11,2. Kann es noch eine dickere Inkarnation (Verstofflichung) der Menschenseele geben als eine, in der die Seele nicht nur von dem göttlichen Geiste in ihr jeder Ahnung bar geworden ist, sondern sich am Ende selbst auch derart verliert, dass sie ihr eigenes Dasein im vollsten Ernste zu leugnen anfängt und nicht mehr zu der Überzeugung zu bringen ist, dass sie ist!?

11,3. Ja, wenn bei der Menschheit der Welt einmal der Zustand eintritt, da hat dann der Mensch auch vollends aufgehört, ein Mensch zu sein; er ist dann nur mehr ein instinktartig vernünftiges Tier und ist vorderhand für jede weitere Bildung der Seele und des Geistes total unfähig. Darum muss solch ein Fleisch getötet werden und verfaulen samt der zu intensiv inkarnierten (sehr verstofflichten) Seele, auf dass vielleicht nach vielen Jahrtausenden eine aller Inkarnation ledig gewordene Seele wieder den Weg ihrer Selbstbildung und Selbständigwerdung, entweder noch auf dieser Erde oder auf einer andern, betreten kann.

11,4. Dass es aber nun schon wieder gar häufig Menschen gibt, die von ihrer eigenen Seele vor lauter grossen Sorgen um der Welt und ihres Fleisches willen nichts mehr wissen, das könnt ihr zum Teil an euch selbst, zum Teil an den Sadduzäern und zum grössten Teile an allen Menschen ersehen; denn da weiss keiner mehr Bescheid zu geben, wer und was die Seele ist! Man spricht sie wohl aus und sagt: ‚Bei meiner Seele‘, und ‚in meiner Seele‘; fragt man aber dann jemanden und sagt: ‚Freund, wer und was ist denn etwa doch die Seele?‘, da steht dann der Befragte sofort gleich einem Ochsen am Berge und weiss nicht, wo aus und wo ein!

11,5. Wenn aber einmal eine Seele sich selbst nicht mehr kennt und am Ende sogar ganz vergisst, dass, was und wie sie ist, dann hört sich alles auf! Und Gott bleibt da nichts übrig, als das alte Menschenleiber-Vertilgungsmanöver von neuem über den Erdboden ergehen zu lassen, bald in grösserem und bald in kleinerem Masse, je nach dem Sachverhalte der Menschen, inwieweit diese von ihrem Geiste und ihrer Seele noch etwas oder gar nichts mehr wissen.

11,6. Solch reine Welt- und Fleischmenschen werden zwar der Aussenform nach oft sehr schön und üppig, besonders das weibliche Geschlecht; der leicht zu fassende Grund liegt in der stets grösseren Einigung der Seele mit ihrem Fleisch. Aber solche Menschen werden dadurch auch schwach und für alle argen physischen Eindrücke sehr empfänglich. Solche Leiber werden leicht krank, und ein leisester pesthaltiger Hauch bringt ihnen den unvermeidlichen Tod, während Menschen, die eine freie Seele und in ihr einen freien Geist haben, alle Gifte der Erde über sich kommen lassen können, und es wird ihnen auch nicht im geringsten zu schaden imstande sein; denn eine freie Seele und der freieste Geist in ihr haben Kraft und Mittel in Überfülle, jedem ohnmächtigen Feinde auf das wirksamste zu begegnen, während eine von ihrem verfluchten Fleisch an allen Lebensorten und Enden dickst geknebelte Seele einem eng gefesselten Riesen gleicht, der sich am Ende nicht einmal gegen eine ihn belästigende Fliege zur Wehr stellen kann und es sich gefallen lassen muss, wenn ihm ein ohnmächtiger Zwerg mit einem Messer schön langsam, aber dafür desto schmerzlicher den Kopf vom Rumpfe trennt.“

12. Kapitel (Missionswinke)

12,1. (Der Herr:) „Merkt euch das! So ihr in einen Ort kommt, wo es sehr schön gestaltete und herausgeputzte Menschen beiderlei Geschlechts gibt, da zieht unverzüglich weiter; denn da ist fürs Gottesreich kein Geschäft zu machen, weil mindestens das halbe Sodom und Gomorrha schon fertig ist! Von solch einem Orte ist auch das Strafgericht Gottes nicht mehr fern; denn solch verfleischte Seelen, die zum grössten Teile von ihrem höchst eigenen Dasein nahezu alles Bewusstsein in das Grab ihres Fleisches gelegt haben, sind zu sehr geknebelt. Und wird ihr schönes Fleisch von den bösen, rohen und noch höchst ungebildeten Naturgeistern der Luft nur ganz leise beschlichen, so können sich solch geknebelte Seelen zu keiner Wehr stellen und erliegen dann rasch samt ihrem Fleische, das, weil zu sehr seelendurchmengt, viel empfänglicher und empfindlicher ist als das Fleisch des Leibes einer freien Seele.

12,2. Gehet hin und ergreifet eine so recht zarte Stadtdame recht fest am Arm oder an einem sonstigen Leibesteile, und sie wird schreien vor Schmerz; geht hingegen aufs Land zu einem arbeitenden Landmanne, der nebst seiner Arbeit auch noch für seine und seiner Kinder Seelen gerecht sorgt, da könnt ihr die Hände des Landmannes und seiner Kinder so fest als ihr wollt ergreifen und schütteln, und sie werden kein zu grosses Schmerz- und Angstgeschrei erheben!

12,3. Ihr meint wohl, dass diese Unempfindlichkeit von der schweren Arbeit und von der dadurch bewirkten Abhärtung herrührt?! O nein, sage Ich euch; die grössere Unempfindlichkeit ist nur eine Folge der aus ihrem Fleische durch allerlei Selbstverleugnung freier gewordenen Seele, wodurch dann auch die rechte Abhärtung des Fleisches zustande gebracht wird.

12,4. Wo aber alle Sorge der “Zartmachung” des Fleisches gilt und sogar eigene Schulen bestehen, in denen der Leib durch allerlei Gymnastik möglichst ebenmässig und zu guter letzt durch allerlei Salben und Öle so zart als möglich gemacht wird, da gibt es keine freie und starke Seele mehr; und kommt dann nur ein leiser Gifthauch über solche ekelhaft schwachen Leiber, so hält dann leicht der Tod sein reichstes Erntefest.

12,5. Dann wird wieder gejammert und geklagt, und ein halbgläubiger Mensch nach dem andern macht seinen Mund auf und sagt: ‚Aber was kann Gott da bloss für ein Vergnügen haben, wenn Er die Menschen in einem fort mit allerlei Plagen heimsucht?!‘ Da schaue entweder gar kein Gott heraus, oder Gott sei zu erhaben und kümmere Sich nimmer um das Gewürm einer Erde, oder Gott sei opferhungrig und weihrauchlüstern geworden, man müsse Ihn wieder besänftigen durch reiche Opfer, magische Sprüche und durch Weihrauch! Oder Gott sei erzürnt worden und räche Sich nun an der harmlosen schwachen Menschheit; man müsse in Sack und Asche Busse tun und zum wenigsten zwölf Sündenböcke in den Jordan schmeissen!

12,6. Aber niemand denkt daran, dass all das Leiden, alle Krankheiten, Kriege, Teuerung, Hunger und Pest lediglich daher rühren, weil die Menschen anstatt für ihre Seele und ihren Geist getreu der Ordnung Gottes alles zu tun, nur alles für ihren Leib tun!

12,7. Man predigt wohl toten Seelen die Furcht vor Gott, an den aber der seelentote Prediger selbst schon lange nicht mehr glaubt, sondern nur an das, was er fürs Predigen bekommt, und zu welcher Ehre und zu welchem Ansehen ihn ein gut studiertes Predigertalent bringen könnte. Und so führt ein Blinder den andern, und so will ein Toter den andern Toten lebendig machen. Der erste predigt für seinen Leib, und der andere horcht auf die Predigt seines Leibes wegen. Was für ein Vorteil aber lässt sich da wohl für irgendeine im höchsten Grade kranke Seele denken und bewirken?

12,8. Ich bin ein Heiland; wie, fragen sich die toten und daher stockblinden Menschen, ist Mir solches bloss möglich? Und Ich sage es euch, dass Ich keines Menschen Fleisch heile, sondern wo irgendeine Seele noch nicht zu mächtig mit ihrem Fleisch vermengt ist, mache Ich nur die Seele frei und erwecke, insoweit es sich tun lässt, den in der Seele begrabenen Geist. Dieser stärkt dann sogleich die Seele, die frei wird, und es ist ihr dann ein leichtes, alle Gebrechen des Fleisches in einem Moment in die normale Ordnung zu setzen.

12,9. Das nennt man dann eine Wunderheilung, während das doch die allerordentlichste und natürlichste Heilung des Fleisches von der Welt ist! Was jemand hat, das kann er auch geben; was er aber nicht hat, das kann er auch nicht geben!

12,10. Wer eine lebendige Seele nach der Ordnung Gottes hat und einen freien Geist in ihr, der kann auch die Seele seines Bruders frei machen, wenn sie noch nicht zu sehr inkarniert (verfleischlicht) ist, und diese hilft dann gar leicht ihrem kranken Fleischleibe. So aber der Seelenarzt selbst eine überaus kranke Seele hat, die viel mehr tot als lebendig ist, wie sollte der hernach einer zweiten Seele geben, was ihm selbst völlig mangelt?! Darum überdenkt es euch!

12,11. Die Bedingungen, einer Meiner Jünger zu werden, habe Ich euch nun gezeigt – sowie die Übel der Welt bis auf ihren wahrsten und tiefsten Grund. Tut nun, was ihr wollt! Ich nehme euch weder als Meine Jünger auf, noch verwehre Ich euch, solche zu werden. Wollt ihr aber schon Meine Jünger werden, so müsst ihr vor allem eure Seelen frei und stark machen, sonst würde euch die Jüngerschaft Meiner Lehre nichts nützen!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 3, Chapter 8 to 12
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How do I follow Jesus & become His Disciple? Jesus explains…

Chapter 8 (The conditions of the Lord when accepting the disciples)

8,1. Says one of the saved 30 young  Pharisees to the Lord: “…Since we have heard that you take disciples at times, so we would like – even if it is only for a short while, if it cannot be for longer – to be your disciples!”

8,2. I say (the Lord), “That would be fine, but you see: The birds have their nests and the foxes their dens; but I have nowhere to lay my head! (Matthew 8:20)

8,3. Whoever wants to be or become my disciple must take a heavy burden onto his back and follow Me like that! Earthly advantages for my disciples there are none; on the contrary in My name and for the sake of My love they have to leave their earthly advantages and property not only for a time, but for ever; even wives and children must not hinder them if they want to become true disciples of the Kingdom of God.

8,4. They are not allowed to have money or other worldly treasures, not even two tunics, no shoes unless necessary, sacks to fill or a stick or hiking staff to defend themselves against a possible enemy.

8,5. They are not allowed to have anything on Earth but alone the hidden secret of the Kingdom of God. If you can bring yourself to accept this, then you can be My disciples!

8,6. Every one of My disciples must also be full of love, gentleness and patience towards every man, just as I am. He must bless his worst enemy just as much as his best friend and must, when the opportunity arises, do good to him who has done him harm beforehand, and pray for those who persecute him.

8,7. Anger and revenge must be far from the heart of anyone who wants to be My disciple; he must not complain about the bitter events on this Earth or even begin to grumble about it in annoyance.

8,8. He must flee all the pleasures of sensual life like the plague, but summon up everything to create a new spirit in his heart through My living word and finally for eternity live on completely in this spirit in the fullness of all spiritual power.

8,9. Think about these conditions and tell Me if you agree to them, and whether you want to bind yourself to all of them!”

8,10. The young Pharisees began to scratch behind their ears at My presentation, and no-one knew what he should say in return. The young Pharisee however who normally talks with Julius but who is now standing beside me says after a while, half jokingly, “Dear, good and unsurpassable Master! The conditions set us may be good in themselves in consideration of the achievement of even one of your extraordinary, divine characteristics; but there will surely be few who can accept them and live by them! And in general such a demand can never have any value; for if every man finally wanted to become your disciple then the Earth would soon look as it did after the second or third of Moses’ days of creation, namely barren, void and empty! Do you know, you will find very few proselytes (new converts) on this path! A few yes, which obey this so-called contemplative life and already in a certain way want to achieve on Earth what they will first achieve in the afterlife, will probably be able to accept this; but all people? O God, what is the world coming to?

8,12. I for my own self nonetheless want to become your disciple, even if you had asked even more difficult conditions; but whether all my comrades can accept this, that is a very meaningful question! For you see, the temple truly demands very much, but you demand everything – and to that, friend, very few will agree!”

Chapter 9 (The advantages of renunciation)

9,1. I say, “But that matters not; I force no one! Whoever wants to follow Me, he should follow; but whoever does not want to and cannot, he should stay at home!

9,2. But in these days the Kingdom of God suffers violence; and those who do not seize hold of it with violence, they will not possess it.[Matthew 11,12]

9,3. But in view of My rather difficult conditions that I have set you I say: If you have an old and tattered tunic, in which it is an embarrassment to walk amongst people, and a person comes to you with a new, good tunic and says to you, Friend, take off your old tunic and destroy it, because it cannot be used any more in future, and I will give you here a new one for it which will last for all time because it is woven from a material which no storm can ever destroy! – will you be an idiot at such a request and keep the old, rotten tattered tunic?

9,4. Further you know as well as your companions that this earthly schooling and time of testing lasts only an extremely short time and after it the endless eternity begins. Do you really know how and whether you will have any sort of afterlife following the death of this body? I alone am in the position to give you and any man the eternal, most perfect life of an angel in return for this short and pitiful life.

9,5. Will you really have some doubt to accept my offer, when I am the only one who can prepare for you eternal life and give it to you as yours? Truly, I ask very little – and in return give very much!

9,6. Do you think then, the Earth would be barren and empty if with time all people accepted the demands of My teaching, as will happen one day? Oh, you short-sighted Pharisee!

9,7. Here, look at my angel! He alone has so much power and strength from Me, that he, if I wanted, could destroy in one moment, as he destroyed the stone earlier, this whole Earth, the great sun, the moon and all the other visible stars in comparison with whose size this whole Earth can hardly be called a grain of sand. But if you believe that the cultivation of the Earth depends only on people, then you are severely mistaken!

9,8. I will give you a piece of land, but set My curse on it beforehand, and you may work in it as you will and it will never even bring you thorns to feed the worms! The sower may well lay the seed in the tilled ground; but My angels must work at the sowing and so bless the field, otherwise it will eternally bear no fruit for you! Do you understand that?

9,9. But if the head workers of the earth are also my angels, then they can take on the sowing in emergencies as they do in parts of the Earth which no man’s foot has yet touched.

9,10. But because the people suffer from an old curse and want to work themselves with all power for their own bodies, well, My angels can have the time off!”

Chapter 10 (Needs and their evil)

10,1. (The Lord) “Haven’t you read about the former Eden of the Earth where the first human was created? This Eden was a large garden and was planted with the best fruits of the whole Earth; and yet the hand of a person could not possibly have worked it before this! Thus the first people had no houses or towns; they had only extremely few needs which were easy to satisfy, but they remained healthy with it, always reached a ripe old age and therefore had a lot of time to devote themselves to their inner education of the soul and remained almost always in a visible conjunction with the powers of heaven.

10,2. But through the inspiration of Satan a certain Cain built his son Hanoch a city of the same name; and thereby laid the foundation stone for all the evil things on Earth.

10,3. I tell you: Man needs very little for life on this Earth; but the haughtiness, the lethargy, the arrogance, the greed and domineeringness of man need indescribably much and nonetheless can never be satisfied!

10,4. The worries of man are mostly fed on this, and people then quite naturally have no more time to concern themselves with what they should concern themselves because God placed them on this world for that reason only.

10,5. From Adam until Noah the children of the mountains never waged a war, because they had only very few needs and no-one wanted to be anything more than his brother, and the parents asserted themselves in the most respectable way before their children, because they always remained their children’s teachers and advisors.

10,6. But in the lowlands, where the people who were blind in their hearts and their minds began to decorate their teachers and leaders and advisors with too much splendor, anointed their heads, decorated them with crowns and gave them all power and sway for the sake of appearance, there it was the end of life with few and small needs!

10,7. Splendor has a great stomach which can never be filled. The earth in a small surface area could no longer bring forth enough food out of the ground and the people of splendor, who were hard to satisfy, began to spread themselves out over the ground, called the occupied land their full property, ensured splendor on it and thereby awoke jealousy and envy and through this also resentment, quarrels, discord and war and the stronger in the end became entitled to the law and ruler over the weaker, forced them to work for him and to be subservient in all things. The rebellious were castigated and even threatened into unconditional obedience on pain of death!

10,8. And see, all that was the consequence of the external cultivation of the Earth, of the love of splendor and of the arrogance stemming from it!

10,9. But if I now, coming in My spirit from heaven, want to lead you back to the happy condition of the original man and show you the long lost path to the Kingdom of God, how can you say that the conditions I set to become My disciples are too hard and too unfeasible in general!

10,10. I tell you: The yoke that I lay on your neck is soft, and the burden that I offer you to carry is as light as a feather in comparison with that which you carry day by day.

10,11. How far into the whole world reach your worries! Day and night you have no rest and no repose; and that is all for the sake of the world and so that you will not be held back at the cost of the often bloody sweating of your weak brothers and sisters!

10,12. With such worries, how should any time be found for the soul, to do anything for the awakening of the spirit of God in you?

10,13. Yes, your souls and the souls of millions of people no longer even know that they are the carriers of the spirit of God, not to mention that they could and should do something beneficial for becoming free and independent. For your love of splendor and comfortable life the poor and weak humanity is driven by you too strongly to bloody endless drudgery and therefore cannot do anything to liberate their spirit and so you are dead along with you subordinates and are truly children of Satan and will not hear My word, which earnestly and truly leads you to life. Instead you defend your word, from which eternal death for you and all your subordinates must necessarily follow!”

Chapter 11 (On the reason for the Flood)

11,1. (The Lord) “They even accuse God and say: How could God let a flood come over the Earth to drown all life and how could He destroy the Sodomites and the Gomorrites!?” Oh, nothing easier than that! For why let bustling and prim lumps of flesh crawl around the earth any longer, whose souls have strayed so far from the old order of God that even the last trace of self-awareness in them is gone out of pure concern for the flesh?

11,2. Can there be an even thicker incarnation of the human soul than that in which the soul has not only come into being from the divine spirit in its every representation but which also in the end loses itself so much that it begins to deny its own being quite seriously and can no longer be convinced that it exists?

11,3. Yes, when that situation occurs with the people of the world then man has completely stopped being human; he is then only an instinctively reasoning animal and above all incapable of any further education of the soul and the spirit. Thus such a body must be killed and decay along with the too intensively incarnated soul, so that maybe after many millennia a soul which has become free of all incarnation can enter the path to its self-education and independence, either on this Earth or on another.

11,4. That there are here, however, often people who no longer know anything about their own soul for pure concern about the world and their flesh, you can recognize partly in yourself, partly in the Sadducees and to a great part in all people; for no-one knows any longer who and what the soul is! One talks about it and says, “with heart and soul” and “he is my soul mate”; but if you ask someone “Friend, who and what is the soul?” the person questioned stands there like an ox on a mountainside not knowing what to say!

11,5. But once a soul does not recognize itself any longer and in the end even quite forgets what and how it is, then everything ends! And there is nothing left for God to do except the old process of destroying the people physically again on the face of the Earth, sometimes to a large degree, sometimes to a lesser degree, depending on the situation of the people whether they still know something about their soul and spirit or nothing at all.

11,6. Such pure worldly and fleshly people may look very beautiful and sumptuous, particularly the female sex; the easily understandable reason lies in the constant greater conjunction of the soul with the body. But such people also become weak through this and are very susceptive to all serious physical effects. Their bodies become sick easily and the slightest wind of a plague brings inevitable death, while people who have a free soul and a free spirit in it can let all the poisons of the Earth come over them and it will not harm them in the least; for a free soul and the freest spirit in it have power and means in abundance to face every enemy in the most effective way, while a soul gagged everywhere by its cursed flesh resembles a small tied-up giant who in the end cannot even defend himself against a fly and has to allow an insensible dwarf with a knife to slowly but painfully remove his head from his body.”

Chapter 12 (Suggestions for the mission)

12,1. (The Lord) “Remember this! If you come to a place where there are very beautifully-formed and dressed-up people of both sexes, it is best to move on; for there is no business for the Kingdom of God, because there at least half of Sodom and Gomorrah are in force! The punishment of God is never far from such a place; for such flesh linked souls, which for the greatest part have laid all their conscience in the grave of their bodies, are too bound up through and through. And if their beautiful flesh is touched even only very slightly by the evil, rough and still very uneducated natural spirits of the air, such bound up souls can muster no defense and succumb along with their flesh which is much more susceptible and thin-skinned than the flesh of the body of a free soul.

12,2. Go there and grab a tender town maid firmly by the arm or an any other body part and she will cry with pain; if you go out to the country however to a farmer who besides his work also takes care for his children’ souls and his own, there you can grab the hand of the man and those of his children as firmly as you want and shake it and he will let out no great cry of pain or fear!

12,3. You probably think that such insensitivity comes from heavy work and the hardening through it?! Oh no, I tell you; instead the hardiness is only a consequence of the soul freed from the flesh through self-denial, by which then the correct toughness of the flesh also comes into being.

12,4. But wherever all concern for the tenderness of the flesh exists and even some schools exist in which the body can be made as tender as possible through all sorts of gymnastics and as smooth through all sorts of ointments and oils, there is no free soul any longer; and if only a slight wind of poison comes over such terribly weak bodies then death reaps its harvest.

12,5. Then people complain and moan and one half-believing person after the other opens his mouth and says: But what sort of pleasure can God have that He tries to kill the people with all sorts of torture?! Either there is no God, or God is too exalted and no longer cares for the creatures of the Earth, or God is hungry for sacrifices and incense, one has to satisfy Him with rich sacrifices, magical words and incense! Or God has become angry and is taking His revenge now on the harmless weak humanity; one has to do penance in full and cast at least twelve sacrificial goats in the Jordan each year!

12,6. But then no-one thinks that all this suffering, all sickness, all wars, all price increases, hunger and plague come from the fact that people do everything only for their bodies instead of for their souls and their spirit according to God’s order!

12,7. Yes, they preach the fear of God to dead souls, in whom (God) the preacher, soul dead himself, no longer believes. Because he only believes in what he gets for preaching and what honor and what reputation a well-studied position as preacher could bring. And so one blind leads the other and a dead man wants to make another dead man alive. The first preaches for his body, and the other obeys the teaching for the sake of his body. But what sort of advantage can there be for an extremely sick soul?

12,8. I am a savior; how, the dead and the blind people are asking, can this be possible? And I tell you that I do not heal the flesh of people, but instead wherever some soul is still left mixed with the flesh I make the soul free and awaken, as far as possible, the spirit buried in the soul. This immediately strengthens the soul which becomes free, and it is then an easy thing to set the correct order to the afflictions of the flesh in one moment.

12,9. That is what one calls a miracle healing, while it is only the most ordinary and natural healing of the flesh in the world! What someone has, that he can give; what he does not have, that he cannot give!

12,10. Whoever has a living soul according to the order of God and a free spirit in it, he can make his brother’s soul free if it is not too embodied, and this helps the sick fleshly body. If the doctor of souls himself has a very sick soul, which is more dead than alive, how could he give someone else’s soul what he is lacking himself?! Think about this!

12,11. I have now shown you the conditions for becoming my disciples, and the ills of the world down to its truest and deepest foundation. Now do what you want! I neither take you to be my disciples nor do I refuse you to become such. If you want to become my disciples you must first make your souls free and strong, otherwise the discipleship of my teaching will do you no good!”

Arche Noah – Der Herr erzählt die wahre Geschichte der Sintflut / Sündenflut – Noah’s Ark – The Lord tells the true Story of the Flood

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Arche Noah - Die Suendflut - Die wahre Geschichte Noahs Ark - The Lord tells the true Story of the Flood
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Arche Noah – Die wahre Geschichte der Sintflut / Sündenflut
HAUSHALTUNG GOTTES – Eine Lesung aus Band 3, die Kapitel 352 -357

Geschichte der Urschöpfung der Geister und Materie, der Urpatriarchen von Adam bis Abraham

Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber (15.03.1840-07.09.1844)
Gesprochen von Theo

Kapitel 352 – Trauer und Wehmut des Herrn

1. Also aber war es, als der Herr den Noah behieß in die Arche zu gehen:

2. Als der Himmel sich gar mächtig zu trüben und das Gewölk die nächsten Bergspitzen in eine dichte Nacht zu hüllen begann und die Tiefe über unabsehbare Fernen hin dampfte gleich einer brennenden Stadt, da kam der Herr zu Noah wie voll Wehmut und Trauer und sagte zu ihm:

3. „Noah, fürchte dich nicht; denn siehe, Ich, der Herr aller Kreatur und aller Dinge, bin bei dir, um dich zu schützen und zu schirmen vor jeglichem Ungemache, das Ich nun über die Welt werde kommen lassen darum, weil es die arg gewordenen Menschen also haben wollten!

4. Siehe, siehe, wie traurig es nun aussieht auf dieser alten Erde! Der Menschen Kunst hat ohne ihr Wissen und Wollen die argen gefangenen Urgeister dieser Erde vor der Zeit frei gemacht, wodurch ohne ein Gericht alle Himmel gefährdet würden. Daher ist nun der Raum von der Erde bis zum Monde mit solchen Geistern angefüllt. Und würde nicht durch ein örtliches Glühen der Wolken, in denen die freigewordenen argen Geister nun wüten und toben, eine Helle auf den Erdboden kommen, so wäre hier eine solche Nacht, in der alles Leben ersticken müßte; denn der Sonne Licht vermag nimmer durch solche Massen von Wolken und Dünsten zu dringen!

5. Aber die Menschen der Tiefe haben keine Furcht! Sie beleuchten ihre Städte mit Fackeln und großen Öllampen und sind lustig dabei; sie freien noch und lassen sich freien und halten Gastmähler, Spiel und Tanz, während Ich, ihr Schöpfer, um sie traure und ihnen nicht helfen kann, um sie nicht zu vernichten in ihrem Geiste auf ewig!

6. O du Mein Noah, das ist ein harter Stand für einen Vater, der Seine Kinder vor dem Abgrunde sieht und ihnen nicht helfen kann und darf – außer durch eine neue schroffste Gefangennehmung, welche da ist das bevorstehende nunmehr unausweichliche Gericht! – Was soll Ich dazu sagen?

7. Siehe, es gibt auf der Erde weit von hier entfernten Gebieten Nachkommen Kains! Diesen war eine schmutzige Offenbarung genug, und sie leben noch in Meiner Ordnung bis zur Stunde; und die wenigen unter ihnen, die mehr oder weniger manchmal durch eine Tat ihr Gewissen beschwert haben, diese ringen jetzt in dieser allgemeinen Nacht des herangekommenen Gerichtes die Hände zu Mir und flehen Mich an um Erbarmung!

8. Ich aber sage dir: Siehe, Ich will Mich ihrer auch erbarmen in ihrer Not; aber dieser große Erdkreis, den da bewohnen Meine Kinder im Gemische mit den Kindern der Welt, soll nun Mein unerbittlichstes Gericht erfahren!

9. Bevor Ich aber noch die Wasser aus den Wolken zur Erde fallen lasse, will Ich noch sieben Tage lang in der Tiefe die Menschen durch allerlei Erscheinungen schrecken und wo möglich sie dadurch nötigen, sich hierher zur Flucht zu begeben!

10. Sieben Tage wollen wir also noch harren hier in dieser Nacht, und Ich will eine schwache Helle ziehen von hier bis Hanoch und weiter noch, auf daß niemand den Weg hierher verfehlen solle, der sich noch retten will; und so jemand hierher kommen sollte, und wäre es Fungar-Hellan selbst, so soll er in die Arche aufgenommen werden!“

11. Nach dieser Rede ward es dämmerlich helle von der Höhe bis gen Hanoch und weiter; und der Herr öffnete dem Noah die geistige Sehe, daß er zugleich mit dem Herrn in alle Tiefen schauen konnte; aber man ersah niemanden zur Stadt hinausziehen.

12. Es geschahen gewaltige Rufe wie Donner; aber niemand kehrte sich daran. Es brachen in Hanoch Feuer aus und setzten viele in große Angst und Schrecken; aber dennoch wollte niemand aus der Stadt ziehen. Es brachen unterirdische Wasser aus und setzten Hanochs Plätze und Gassen mannstief unter Wasser; da flohen die Ärmeren wohl auf die naheliegenden Hügel, – aber die Reichen nahmen Boote und Kähne und fuhren jubelnd über Plätze und Gassen, und niemand begab sich mehr auf die Höhe.

13. Und solche Kalamitäten dauerten sieben Tage in der Tiefe; und dennoch kehrte sich niemand daran.

14. Da brach dem Herrn die Geduld, und Er führte den Noah zur Arche.

Kapitel 353 – Noah geht in die Arche, dann bricht die Erde auf

1. Als aber Noah mit dem Herrn bei der Arche anlangte, da sprach der Herr zu ihm: „Noah, gehe nun in den Kasten mit deinem ganzen Hause; denn Ich habe nun in dieser Zeit dich allein gerecht gefunden vor Mir!

2. Nimm aber vom reinen Viehe je sieben Stücke und vom unreinen Getiere nur je ein Paar; aber überall ein Männlein und ein Fräulein, – desgleichen auch von den Vögeln unter dem Himmel je sieben und sieben das Männlein und sein Fräulein, auf daß der Same lebendig bleibe auf dem ganzen Erdboden!

3. Denn nach sieben Tagen, von diesem Augenblicke angefangen, will Ich regnen lassen vierzig Tage und vierzig Nächte und vertilgen alles auf diesem Erdkreise, was da ein lebendiges Wesen hat, das Ich geschaffen habe!“

4. Noah fiel hier vor dem Herrn nieder und betete Ihn an ob der großen Gnade, die ihm der Herr erwiesen hatte.

5. Der Herr aber hob den Noah von der Erde und sprach wieder zu ihm: „Noah, du denkst nach, wie es sei, daß Ich dir schon ehedem einmal befohlen habe, ohne Unterschied von allem Getiere gattungsweise nur ein Paar zu dir in die Arche zu nehmen, nun aber von den reinen Tieren sieben paarweise von jeder Gattung, also auch vom Gevögel der Luft ohne Unterschied; nur bei den unreinen Tieren habe es bei einem Paare zu verbleiben!

6. Siehe, der Grund liegt darinnen: Damals gedachte Ich im Herzen mit Meiner abgewandten Allsehe: ,Es werden ja doch die Menschen aus der Tiefe kommen und werden hier Schutz suchen!‘

7. Und siehe, Ich wollte Mich nicht fragen in Meiner Allsehe, ob die Menschen, die Ich so oft gerufen habe, das tun werden! Da Ich sie aber nun angesehen habe, da ersah Ich keinen Willen mehr, da alle ihre Geister vom Fleische und von der Welt verzehrt waren, und Ich ersah auch, daß da keiner kommen werde!

8. Darum sollst du an die Stelle der unreinsten Menschen, die unter alles Getier hinabgesunken sind, mehr der reinen Tiere zu dir nehmen, und also auch mehr von dem Gevögel unter dem Himmel! Zudem wird dir auch das Getier auf der neuen Erde gut zustatten kommen!

9. Verstehst du nun dieses, so gehe und handle darnach! Nimm dir aber kein künstlich Licht in den Kasten; denn Ich Selbst werde dir den Kasten erleuchten aus Mir! Amen.“

10. Hier ging der Noah und tat alles, wie es ihm der Herr befohlen hatte; der Herr aber war mit ihm und half dem Noah alles verrichten.

11. Als Noah alles das mit des Herrn Hilfe in der größten Ordnung verrichtet hatte, da begab er sich in die Arche in seinem sechshundertsten Altersjahre, und zwar am siebzehnten Tage des andern Monats, welcher da war nach der jetzigen Zeitrechnung der 17. Februar.

12. Als der Noah also mit all den Seinen in der Arche sich befand und mit allem dem anbefohlenen Getiere, da nahm der Herr Selbst das große Tor der Arche und schloß dasselbe mit eigener Hand und segnete dadurch den Kasten; und also ward Noah nun gesichert, und der Herr Selbst bewachte den Kasten.

13. Als aber also der Noah gesichert war, da hob der Herr Seine allmächtige Hand auf und gebot den Wolken, den Regen in den mächtigsten Strömen von sich zu lassen auf die Erde, und also auch den mächtigen Brunnen in der Erde, daß sie ihre Gewässer herauftrieben auf der Erde Oberfläche. Da brachen auf die Brunnen in der großen Tiefe und taten sich auf die Schleusen der Himmel.

14. Da waren zahllose gar mächtige Springquellen auf dem Boden der Erde und trieben ihr Gewässer bis zu den Wolken, und von den Wolken fiel der Regen wie Wasserfälle von hohen Schneegebirgen, wodurch das Wasser über dem Erdboden so schnell wuchs, daß die Menschen nicht schnell genug auf die Berge sich flüchten konnten; und die da noch flohen auf die Berge, wurden von mächtig über Felsen herabstürzenden Fluten wieder zurückgerissen und ersäuft.

15. Nur gar wenigen gelang es mit der Verzweiflung Kraft, die Höhe Noahs zu erreichen. Als sie da ersahen unter beständigem Blitzen diesen mächtigen Rettungskasten, da schrien sie um Hilfe und Rettung; aber des Herrn Macht trieb sie von dannen, und sie eilten den höchsten Bergspitzen zu und klommen mit blutenden Händen hinauf. Aber Blitze rissen sie von den Wänden und stürzten sie hinab in die mächtig wachsenden Fluten.

Kapitel 354 – Die Flucht der Herren von Hanoch

1. Der gewaltige Regen aber trieb den Mahal wieder in die Grotte, in der er auf und ab ging und manchmal staunend und halb verzweifelnd hinaussah, wie die gewaltigsten Wasserströme über Felsen dahinstürzten, das Erdreich mit sich rissen, die größten Bäume entwurzelten und sie dann mit der entsetzlichsten Gewalt in die Tiefen hinabschleuderten und auch ganze Felsen lostrennten und sie dann mit Tausenddonnergetöse in die Gräben und Schluchten hinabrollten!

2. Er war zwar ein großer Freund von großen Naturspektakeln, aber diese waren ihm denn doch etwas zu stark; denn da ersah er, der sonst so heldenmütige Mahal, den offenbaren Untergang aller Welt und seiner selbst. Daher bebte er aus großer Furcht und sprach bei sich selbst:

3. „O Herr, – wahrlich, Deine Macht lernt man erst in Deinem gerechten Zorne kennen! Bist Du auch wunderbar groß, heilig und erhaben in Deinem Frieden, so aber achtet der durch die Gewohnheit stumpfe Mensch dennoch wenig darauf und kann Deiner, o Herr, wohl gar vergessen; aber so eine Szene Deiner Macht zeigt dem stumpfen und auf seine Dummheit stolz pochenden Wurm der Erde, daß Du, o Herr, sehr gewaltig endlos mehr bist als der in Deinem Frieden so hochtrabende Mensch!

4. Wenn ich nur nicht gar so allein hier stünde, da ließe sich diese Szene noch erbaulicher ansehen; aber so ganz verlassen von aller lebendigen Gesellschaft ist es wohl ganz verzweifelt schrecklich, also den sichern Untergang aller Dinge und also auch den eigenen zu erwarten!

5. O Herr, nimm mich von der Welt, und laß mich nicht länger Zeuge sein von diesem Deinem erschrecklichsten Gerichte! Dein heiliger Wille geschehe!“

6. Als der Mahal also sein Selbstgespräch beendet hatte, da kamen drei Flüchtlinge aus der Tiefe und suchten Schutz in dieser Grotte. Das war für den Mahal eine höchst erwünschte Erscheinung, daß er doch jemanden hatte, um sich ihm mitzuteilen in dieser seiner bedrängtesten Lage!

7. Er ging daher sogleich auf die drei Schutzsuchenden zu und bewillkommte sie und fragte sie, wer sie wären.

8. Und die drei sprachen: „Wir sind die drei größten Toren aus der Tiefe! Wir glaubten vor wenigen Tagen noch, die Herren von Hanoch und also auch von der ganzen Welt zu sein; aber nun hat uns der alte Gott gezeigt, daß nur Er allein der Herr ist! Wir flohen daher, von der schrecklichsten Wassernot getrieben, hierher und sind auch schon vielleicht die einzigen Lebendigen aus Hanoch; denn da ist alles schon viele Klafter tief unter Wasser und Schlamm! – Unsere Namen sind: Gurat, Fungar-Hellan und Drohuit!“

9. Hier schrie der Mahal auf und sprach: „O Herr, welch eine wunderbare Fügung! Deine größten Feinde hast Du hierher geführt und hast sie wie in meine Hand gegeben!

10. Wisset, wer ich bin?! – Sehet, ich bin Mahal, der ich gar oft zu euch von diesem Gerichte geredet habe! Aber eure Ohren waren verstopft! Nun ist es vor euren Augen euer eigenhändig Werk, das schrecklichste Gericht Gottes! Was saget ihr nun dazu? Wo ist nun eure Macht und Herrlichkeit?!“

11. Hier erschraken die drei und wollten wieder fliehen aus der Grotte; aber im Augenblicke trat der Herr in die Grotte und ließ Sich sogleich erkennen von all den vieren.

Kapitel 355 – Gericht

1. Mahal aber, als er den Herrn ersah, ging hin vor Ihn, fiel als ein reuiger Büßer nieder auf sein Angesicht und sprach:

2. „O Herr Himmels und der Erde, allmächtiger Gott, mein heiliger, liebevollster Vater! Ich habe mich schwer versündigt an Deinem Herzen in diesen meinen letzten Tagen; ja, an Deinem allerheiligsten Herzen, welches von der endlosesten ewigen Vaterliebe erfüllt ist, habe ich mich schwer versündigt! O Du heiliger Vater, Du ewige Liebe, – werde ich, ein elender Wurm des Staubes, des Nichts, wohl je wieder Erbarmung und Gnade finden vor Deinem allerheiligsten Angesichte?“

3. Der Herr aber sprach: „Mahal, Mein Sohn, der du verloren warst und dich nun wieder finden und von Mir ergreifen hast lassen, stehe auf! Denn Ich, dein ewiger, heiliger Vater, sage es dir: Vor Meiner ewigen und unendlichen Liebe ist niemand so weit gefallen von Mir, daß Ich ihn nicht annehmen möchte, so er käme zu Mir in der reuigen Erkenntnis seiner Sünde!

4. Aber wer da nicht kommt, der hat sich sein Urteil selbst an seine Stirne geschrieben; denn Ich hebe niemanden wider seinen freien, von Mir ihm eingehauchten Willen und ziehe niemanden wider solchen Willen!

5. Alles aber, was Ich, der Allmächtige, tue, ist, daß Ich Meine Kinder rufe, zu Mir zu kommen, als ein allein ewiger, wahrer Vater! Wohl denen, die den Ruf nicht überhören und so sie ihn hören, sich darnach kehren!

6. Also habe Ich bis jetzt bei zweitausend Jahre lang Meine Kinder gerufen, gelehrt und gewarnt; aber sie wollten sich solche Meine liebgerechte Warnung nimmer gefallen lassen, sondern legten ihr Ohr und Herz nur an den alten Lügenmund des Satans, und dieser hat ihnen die Wege zum Verderben gezeigt. Und sie wandelten so lange unermüdet auf diesen Wegen, bis sie sich darauf das erbeuteten, was nun über sie und über diesen ganzen Erdkreis gekommen!

7. Nicht Ich rief dieses Gericht über die Erde und bin nicht dessen Schöpfer, – sondern hier diese drei sind es! Diese wollten die Erde zerstören, und da ist nun ihr Werk vor ihren Augen!

8. Diese haben tollkühn aus Zorn gegen Mich, ihren Schöpfer, in die Erde gestochen, und der Satan führte sie geraden Weges auf jene Punkte der Erde, wo ihre Pulse am seichtesten liegen. Da rissen sie mit ihrer Beize und mit ihren Körnern aus der Hölle die feste Haut von den Adern der Erde, und die mächtigsten Dämpfe und Ströme fingen an emporzubrechen, genötigt von der Schwere der Oberhaut der Erde. Und diese alles verheerende und tötende Flut über diesen ihren Erdkreis ist nun die Frucht ihres Eifers für die Hölle!“

9. Bei diesen Worten fingen die drei ganz gewaltig an zu beben; denn sie merkten es wohl, daß ihr Frevel Millionen den Tod gebracht habe, und wie sie die fast alleinigen Schuldträger dieses Gerichtes wären.

10. Der Herr aber berief hier den Satan; und als dieser, vom Grimme entbrannt im Augenblicke dastand, da sprach der Herr zu ihm: „Elender Versucher Meiner Langmut, Liebe und Geduld! Siehe, hier stehen deine drei getreuesten Knechte; sie haben deinen Plan meisterhaft vollbracht! Welchen Lohn wirst du ihnen darum nun geben?“

11. Und der Satan sprach: „Hatten sie nicht auf der Erde alles, wonach ihr Herz dürstete?! Welchen Lohn sollen sie dann fürder noch haben wollen?! – Der Tod sei ihr Los!“

12. Hier sprach der Herr: „Habt ihr es nun vernommen, wie euer Meister seine Knechte lohnt? Seid ihr zufrieden damit?“

13. Hier fingen die drei zu heulen an vor Furcht und Angst und baten den Herrn um Hilfe.

14. Der Herr aber sprach: „Das tut nun die Angst in euch, und ihr habt keine Reue! Daher weichet von Mir, Satans Diener, und büßet mit ihm in seinem Feuer euren Frevel!“

15. Hier fuhr ein mächtiger Blitz durch die Grotte und tötete die drei, und des Herrn Macht trieb dann die vier Geister zur Hölle.

16. Mahal aber klammerte sich an den Herrn; der aber führte ihn alsbald aus der Grotte hin zur Arche.

Kapitel 356 – Das Ende Mahals – sein Geist als Seraph

1. Bei der Arche angelangt, bat der Mahal den Herrn um den Tod des Leibes, da er es nimmer ertragen möge, den so mächtigen Regen über seinen schwachen Leib sich ergießen zu fühlen und durch die große Kälte in allen seinen Fasern gefiebert zu werden.

2. Der Herr aber sprach: „Mahal, wie magst du über den Regen und über die Kälte dich beklagen in solcher Meiner außerordentlichen Nähe?! Bin es nicht Ich, der dem Cherub seine Glut, dem Seraph seinen Glanz, und allen Sonnen Feuer, Licht und Wärme gab aus Mir?!

3. Meinst du, dieser Regen würde dich nässen und gefrieren machen deine Glieder, wenn du völlig bei Mir wärest in deinem Herzen?!

4. Oh, mitnichten! Ich sage dir: Jeder Tropfen, der da auf dein Haupt fällt, würde dir also eine Labung sein, wie er es der müden und nun halb getöteten Erde ist, über die eben diese Flut kommen mußte, auf daß sie ja nicht sterbe und vergehe unter dem Frevel der Menschen!

5. Diese Fluten werden die Wunden der Erde wieder heilen und vernarben, und sie wird sich wieder erholen und wird genesen und wird wieder den Menschen und Tieren zur Wohnstätte dienen!

6. Also aber soll es auch mit dir der Fall sein! Auch über dich muß vorher durch die große Tätigkeit deiner Liebe und daraus hervorgehenden Reue eine Flut kommen; diese wird dich heilen und erwärmen zum ewigen Leben aus Mir in deinem Geiste!

7. Wie deine Liebe, so dein Geist! Ist deine Liebe lebendig in Mir, so wird auch dein Geist lebendig sein aus Mir; und das ist diejenige wahre Wärme, die nimmer erkältet werden kann durch alle Kälte, die der Tod in der ganzen Unendlichkeit ausgestreut hat durch die Macht der Lüge in ihm!“

8. Hier erbrannte Mahal und sprach aus der neu angefachten Glut seines Herzens: „O Du überheiliger, der allerhöchsten Liebe vollster Vater! Wie endlos gut mußt Du doch sein in Deinem Wesen, daß Du mit mir, einem nichtigsten Sünder, also liebevollst Dich abgeben kannst, als hättest Du sonst kein Wesen mehr in der ganzen Unendlichkeit!

9. O wie unbegreiflich reut es mich nun, daß ich Dich je also sehr habe verkennen können und habe allerundankbarst mit Dir, o Du heilige, ewige Liebe, hadern mögen, wie ein loser Bube mit seinesgleichen! – O Vater, Du heilige, ewige Liebe, ist es wohl möglich noch, daß Du mir vergäbest solchen Frevel?“

10. Hier rührte der Herr den Mahal mit einem Finger an, und im Augenblicke sank der sterbliche Leib in Staub und Asche zusammen; aber der verklärte Geist Mahals stand als ein leuchtender Seraph neben dem Herrn und lobte und pries mit unsterblichen Lippen die ewige Liebe des Vaters, die noch im Gerichte von gleicher endlosester Fülle ist, wie im Frieden der ewigen Ordnung.

Kapitel 357 – Mahals erster Auftrag als Schutzengel der Arche…
Von der Sündflut betroffene Gegenden

1. Als aber der Herr den Mahal erlöst hatte von seinem Leibe, da hatte die Sündflut schon sieben Tage gedauert, und das Wasser stieg mit solcher Raschheit, daß es in der Zeit von sieben Tagen nämlich schon die Stelle erreicht hatte, wo Mahal mit dem Herrn bei der Arche stand; und so war auch die Voraussage des Herrn am Mahal erfüllt, nach der er nicht eher seines Leibes ledig werden solle, als bis das Wasser seine Füße werde erreicht haben.

2. Als aber der erlöste Mahal dem Herrn die Ehre gegeben hatte, da sprach der Herr zu ihm: „Da du nun erlöst bist, so bestehe nun dein erster Engelsdienst darin, daß du diese kleine Welt leitest über die Fluten und sie nicht verlässest eher, als bis sich alle Flut wieder legen wird und Ich kommen und über die neue Erde spannen werde den Bogen des Friedens! – Von da an erst wird dir ein anderer Dienst werden! Mein Wille sei ewig deine Kraft!“

3. Darauf verschwand der Herr in Seiner außerordentlichen Persönlichkeit, und Mahal sah gleich den anderen Engelsgeistern dann nur die Sonne der Himmel, in der der Herr im unzugänglichen Lichte wohnt von Ewigkeit zu Ewigkeit.

4. Und also leitete der Mahal die Arche nach dem Willen des Herrn getreu.

5. Das Wasser aber stieg auf der Erde so sehr, daß es am siebenten Tage von der Erlösezeit Mahals an schon den Kasten hob und ihn zu tragen anfing. Da leitete dann Mahal den Kasten, auf daß er nicht wankete nach dem Schwunge der Wogen, sondern also ruhig dahinschwamm, wie da schwimmt ein Schwan auf dem ruhigsten wellenlosen Spiegel eines Sees.

6. Um sieben Tage später überflutete das Wasser schon die höchsten Berge dieses Erdkreises bis zum allerhöchsten Himalajagebirge, das da das Land der Sihiniten von dem ganzen andern Asien trennte.

7. Und dieses Gebirge allein ragte fünfzehn Ellen aus dem höchsten Wasserstande empor; alle anderen höchsten Berge aber waren wenigstens so tief unter dem Wasser. Natürlich waren nach dem verschiedenen Höhenverhältnisse manche niedere Berge wohl auch mehrere Hunderte von Klaftern unter dem Wasser.

8. Wie aber und wohin ergoß sich das Gewässer der Sündflut? – Der Hauptteil war das Mittelasien, allwo noch heute der Aralsee und das Kaspische Meer die Überbleibsel von der denkwürdigsten Art sind; denn wo nun das Kaspische Meer ist, da stand einst das übergroße und stolze Hanoch, und es ließen sich noch heutzutage Überreste von dieser Stadt finden, – aber freilich in einer Tiefe von mehr als tausend Klaftern.

9. Und an der Stelle des Aralsees stand einst jener See mit seinen Umgebungen und mit seiner Wassergottsinsel, den wir auch sehr wohl kennen; ebenso sind auch der Baikal- oder nun Balkaschsee und Tsanysee ähnliche, die sündigen Reste der Vorsündflutzeit in sich bergende Denkmäler.

10. Von diesen Hauptpunkten ergoß sich das Gewässer reichlichst nach Siberien, wie auch nach Europa, das aber damals noch nicht bewohnt war. Ein Teil brach gegen Süden nach dem heutigen Ostindien und am stärksten über Arabien; auch das nördliche Afrika wurde stark mitgenommen bis zum Hochlande, von wo ab dies Land dann nur kleine Überströmungen erlitt. Amerika ward nur von Siberien aus im Norden etwas mitgenommen; der Süden aber blieb ganz frei also, wie die meisten Inseln des großen Meeres.

flagge en  Noah’s Ark – The Lord tells the true Story of the Flood

Noah’s Ark – The True Story of the Flood

THE HOUSEHOLD OF GOD – A reading from Volume 3, Chapters 352 -357
History of the primordial creation of the spirits and matter,
the primate patriarchs from Adam to Abraham

Received through the inner word by Jakob Lorber in 1843/44
Spoken by Pascal

Chapter 352 – Sorrow and sadness of the Lord

1. This is what happened when the Lord instructed Noah to go into the ark:

2. When the sky became mightily cloudy and the clouds began to shroud the nearby mountain peaks in a thick night and the depths over immeasurable distances steamed like a burning city, the Lord, as full of melancholy and sadness, came to Noah and said to him:

3. “Noah, do not be afraid; for behold, I, the Lord of all creation and of all things, am with you to protect you against any hardship which I am now going to allow to come over the world, because the people who became evil want it like that!

4. See, see, how sad it looks now on this old earth! The people’s art has without their knowledge and volition, released the imprisoned, evil primordial spirits of this earth prematurely, whereby all heavens would be jeopardized, without a judgment. Therefore, the space from the earth to the moon is now filled with such spirits. And if it wasn’t for the locally glowing clouds, caused by the raging and roaring freed evil spirits in it, no light at all would reach the surface of the earth, and it would be here such dense night, that all life would suffocate; for the sun’s light can never penetrate through such masses of clouds and vapors!

5. But the people of the depths have no fear! They illuminate their cities with torches and big oil lamps and having fun doing it; they still court and let them be courted, and hold banquets, games and dances, while I, their Creator, mourn them and cannot help them, as to not destroy them in their spirits forever!

6. O you my Noah, this is a tough stand for a father who sees his children standing in front of the abyss, but cannot and may not help them, except through an anewed rugged imprisonment which there is the impending inevitable judgment! – What should I say to that?

7. See, on this earth in regions far away from here, there are living descendants of Cain! For them a dirty (tarnished, not directly from God) revelation was enough, and they are still living in My order until this very hour; and the few among them who more or less have sometimes ballasted their conscience by their faulty actions, are now wrenching their hands to Me and begging Me for mercy, in this global night of the approaching judgment!

8. But I tell you: Behold, I will have mercy on them in their hour of need; but this great region which is inhabited by My children mixed with the children of the world, will now experience My merciless judgment!

9. But before I will let the water fall from the clouds to the earth, I will still for seven days startle the people in the depths by all kinds of phenomena and where possible to compel them to escape to here!

10. We thus will wait here for seven days in this night, and I want to create a path of dim light from here to Hanoch and even further, so that no one should miss the way to here who still wants to save himself; and should someone come here, and even if it is Fungar-Hellan himself, he shall be accepted into the ark!”

11. After this speech a streak of dim light stretched from the heights to Hanoch and beyond; and the Lord opened the spiritual sight of Noah so that he could look at the depths together with the Lord; but they saw no one leaving the city.

12. Formidable cries occurred like thunder; but no one took note of it. In Hanoch fires erupted and many were in great fear and terror about it; but no one wanted to move out of town. Underground waters pushed upwards and put the squares and streets of Hanoch man deep under water; then the poor fled to the nearby hills, but the rich took boats and barges and sailed jubilantly on squares and streets, but no one went to the heights.

13. And such calamities lasted for seven days in the depths; and yet no one took note.

14. And then the Lord’s patience broke, and He led Noah to the ark.

Chapter 353 – Noah goes into the ark, then the earth breaks

1. But when Noah together with the Lord arrived at the ark, the Lord said to him: “Noah, go now into the box with your whole house; for I have found you as the only righteous before Me!

2. But take from the pure creatures each seven animals and from the unclean beasts only one pair; but everywhere a male and a female, – likewise also of the birds under the heavens each seven, the male and its female, so that the seed stays alive on the face of the earth!

3. For after seven days, starting from this moment, I will let it rain for forty days and forty nights, and destroy everything in this region of the earth, which has a living being, that I have created!”

4. Noah fell here before the Lord on his knees and worshiped Him for the great mercy which the Lord had bestowed on him.

5. But the Lord lifted Noah from the ground and said to him: “Noah, you thinking now, why it is so, that I’ve previously already ordered you to take from all beasts, without distinction, only one pair into the ark, but now from the clean animals seven pairs of every kind, including the fowls of the air without distinction; only with the unclean animals, it had to remain with a couple!

6. See, the reason lies therein: Previously I thought in My heart with my averted omniscience: ‘The people from the depths will come anyway and will be looking for protection here!’

7. And, behold, I did not wanted to ask Myself in My omniscience, if the people who I have called so many times, will do so! But since I have looked at them now, I saw no will anymore, for all their spirits were consumed by the flesh and the world, and I also saw that nobody will come!

8. Therefore you should instead of the impurest people who have sunk below all animals, take on more of the clean animals and also more of the birds under the heavens! In addition, the animals will come in handy on the new earth!

9. You now understand this, thus go and act accordingly! But do not take any artificial light into the box; for I Myself will illuminate your box out of Me! Amen.”

10. Here Noah went and did everything as the Lord had commanded him; but the Lord was with him and helped Noah to do everything.

11. When Noah had achieved everything in the greatest order with the help of Lord, he went into the ark in his six hundredth year of age, namely on the seventeenth day of the other month, which according to the current time calculation was the 17th of February.

12. When Noah with all his people and all the animals were inside the ark, the Lord Himself took the big gate of the ark and closed the same with His own hands, and blessed by the box; and thus Noah was safe now and the Lord Himself guarded the box.

13. But when Noah thus was save now, the Lord raised His almighty hand and commanded the clouds to let the rain come down on to the earth in mighty floods, and also the powerful fountains in the earth, to push the water from below to the surface of the earth. And the fountains opened in the great depths as well as the floodgates of the heavens.

14. There were countless mighty gushers on the surface of the earth which drove its waters to the clouds, and from the clouds the rain fell like waterfalls from high snow mountains, whereby the water level grew so quickly that the people could not flee on to the mountains; and those who still managed to flee on to the mountains, were flung back down by powerful floods crushing down over the rocks and drowned.

15. Only a few succeeded with the strength of despair to reach the heights of Noah. When they under constant lightning flashes saw this enormous rescue box, they cried for help and rescue; but the Lord’s power drove them away and they hurried to the highest mountain peaks and climbed with bleeding hands to the top. But lightning tore them from the walls and threw them down into fast growing floods.

Chapter 354 – The flight of the lords of Hanoch

1. But the terrible rain drove Mahal back into the cave where he walked up and down and sometimes looked in amazement and half in despair to the outside, how the most powerful water currents crushed over rocks, and tore the earth with it, uprooted the largest trees and then hurled them with appalling violence to the depths and even entire rocks came loose and with a thousand thunder bluster rolled down into the trenches and canyons!

2. Although he was a great friend of the great natural spectacles, this was a little too much for him; for now he saw, the otherwise heroic Mahal, the apparent demise all the world and of himself. He therefore trembled from great fear and said to himself:

3. “O Lord, – verily, Your power one only gets to know in Your righteous anger! Even if You are wonderfully great, holy and exalted in Your peace, the by routine dulled person pays little attention to it and may, Lord, easily forget about you; but such a scene of Your power, shows the blunted and in his stupidity proud throbbing worm of the earth, that You, Lord, are very formidable endlessly more than the, in your peace, so pompous man!

4. If only I would not be so alone here, this scene could be looked at in an edifying manner; but so completely forsaken by all living society, it is quite desperate horrible, to wait for the certain destruction of all things and also one’s own!

5. O Lord, takes me from this world, and let me no longer be a witness of this Your most terrifying judgment! Your holy will be done!”

6. When Mahal thus finished his soliloquy, three refugees came from the depths and sought shelter in this cave. This was for Mahal a highly desirable appearance, so that he had someone to share with him this most distressful situation!

7. He therefore immediately went to meet the three asylum seekers and welcomed them and asked them who they were.

8. And the three said, “We are the three biggest fools from the depths! A few days ago we still thought to be the masters of Hanoch and thus also of the whole world; but now the old God has shown us that only He is the Lord alone! We therefore fled to here, driven by the terrible water flood, and perhaps are already the only survivors from Hanoch; for there everything is already many fathoms deep under water and mud! – Our names are: – Gurat, Fungar-Hellan and Drohuit!”

9. Here Mahal screamed and said: “O Lord, what a wonderful providence! Your biggest enemies You have led here and have them given as in my hand!

10. Know who I am?! – Look, I am Mahal, who often spoke to you about this judgment! But your ears were clogged! Now you have your own work before your eyes, the terrible judgment of God! What are you now saying to this? Where is now your power and glory?!”

11. Here the three were frightened and tried to escape from the grotto; but at that moment the Lord stepped into the cave and was immediately recognized by all four. 12. Henceforth what further!

Chapter 355 – Judgment

1. But Mahal, when he saw the Lord, went before Him, fell as a repentant penitent on his face and said:

2. “O Lord of heaven and earth, almighty God, my holy, most loving Father! I have sinned greatly against your heart in these my last few days; yes, I have heavily sinned against Your most sacred heart, which is filled with the most endless, eternal, fatherly love! O You holy Father, You eternal love, will I, a miserable worm of the dust and of nothingness, ever again find mercy and grace before Your most holy countenance?”

3. And the Lord said: “Mahal, My son, who was lost and who now had let himself found again by Me, arise! For I, Your eternal, Holy Father, say to you: Nobody has fallen so far from My eternal and infinite love, that I will not accept him anymore, if he would come to me in the repentant knowledge of his sin!

4. But who does not come, has written his own judgment on his forehead; for I hold nobody against his free, by Me given will and draw no-one against such will!

5. The only thing that I, the Almighty, do, is to call My children to come to Me, the only, eternal, true Father! Blessed are those who hear the call, and once they hear it, convert themselves!

6. I now have called, taught and warned My children for two thousand years; but they did not wanted to heed those My loving, fair warnings, but only put their ears to the old lie mouth of Satan, and he has shown them the ways to perdition. And they walked for so long tirelessly on these ways, until they reached what now has come over them and over this whole region of the earth!

7. Not I called this judgment over the earth and I am not its creator, – but here these three are! They wanted to destroy the earth, and now they have their work in front of their eyes!

8. Out of rage against Me, their Creator, they foolhardily have stung holes into the earth, and Satan guided them straight to those points of the earth, where its pulses are lying the shallowest. There they tore with their acid and with their grains from hell, the tight skin off the veins of the earth, and the most powerful currents and vapors began to break through, compelled by the heaviness of the surface skin of the earth. And this now all devastating and killing tide over this their region of the earth is now the fruit of their zeal for hell!”

9. At these words the three began stupendously to tremble; for they knew quite well that their iniquity have brought death to millions, and how they were almost solely guilty of this judgment.

10. But at that point the Lord called Satan; and when he, burning of rage, stood there in an instant, the Lord said to him: “Miserable tempter of My forbearance, love and patience! Behold, here are standing your most faithful servants; they have accomplished your plan masterfully! What reward will you give them now for it?”

11. And Satan said: “Didn’t they had everything on earth for which their hearts thirsted?! What reward are they still expecting henceforth?! Death is their fate!”

12. Here, the Lord said: “Have you heard it, how your master rewards his servants? Are you satisfied with that?”

13. Here the three began to howl of fear and anxiety and asked the Lord for help.

14. And the Lord said: “That you only say due to the fear in you, but you have no regrets! Therefore depart from Me you servants of Satan, and suffer with him your wickedness in his fire!”

15. Here a powerful lightning struck through the cave and killed the three, and the Lord’s power then drove the four spirits to hell.

16. But Mahal clung to the Lord; and He led him out of the cave towards the ark. 17. Henceforth what further!

Chapter 356 – The end of Mahal – his spirit as Seraph

1. Arriving at the ark, Mahal asked the Lord for the death of the body, for he could not endure it an longer, for the mighty rain to pour over his weak body and to feel be terrible cold feverishly in all his fibers.

2. And the Lord said: “Mahal, how can you complain about the rain and coldness in such My extraordinary closeness?! Is it not Me who gave the cherub its glow, the seraph its luster, and all suns fire, light and heat out of Me?!

3. Do you think this rain would drench you and make your limbs freeze, if you would be completely near Me in your heart?!

4. Oh, not at all! I tell you: Every drop which falls on your head would be a refreshment to you, as it now is for the tired and semi-killed earth, over which this flood had to come so that it would not die and perishes under the abuse of the people!

5. These floods will cure and cicatrize the wounds of the earth again, and it will recover and heal and will once again serve the people and animals as a dwelling place!

6. Thus it should be the case with you too! Also over you must first come a flood through the great activity of your love and therefrom emerging repentance; this will heal you and warm you up to eternal life out of Me in your spirit!

7. As your love, so your spirit! Is your love alive in Me, also your spirit will be alive out of Me; and that is the true warmth which never can be made cold through all refrigerants, which death has spread throughout infinity by the power of the lie in it!”

8. Here Mahal ignited and spoke from the newly kindled fierceness of his heart: “O You most holy, most highest and loving Father! How endlessly good You must be in Your being, that You with me, a most trivial sinner, so lovingly can engage, as if You had no other being in the whole of infinity to care about!

9. Oh, how incomprehensibly, I repent it now to ever have You so much misunderstand and have so most ungratefully could have wrangled with You, You holy, eternal Love, like a loose jack with his peers! – O Father, You holy, eternal Love, is it still possible that You can forgive me such a sin?”

10. Here the Lord touched Mahal with one finger, and in that moment the mortal body slumped in dust and ashes; but the glorified spirit of Mahal stood as a shining seraph beside the Lord and glorified and praised with immortal lips the Father’s eternal love, which is still in judgment of the same endless fullness, as in peace of the eternal order.

Chapter 357
Mahal’s first order as a Guardian Angel for the Ark. Areas affected by the flood

1. But when the Lord had redeemed Mahal from his body, the Flood had lasted for seven days already and the water rose with such rapidity that it in the course of seven days had already reached the point where Mahal was standing with the Lord at the ark; and so also the prediction of the Lord with Mahal was met, after which he would not get rid of his body, until the water will have reached his feet.

2. When the redeemed Mahal had given the Lord the glory, the Lord said to him: “Since you now have been redeemed, your first duty as an angel lies therein that you guide this little world over the floods and will not leave it until all floods will have receded and I come and span over the new earth the arch of peace! – Only from then on, you will be assigned another duty! My will be eternally your strength!”

3. Thereupon the Lord vanished in His extraordinary personality, and Mahal saw, just like the other angels spirits, only the sun of the heavens, where the Lord dwells in the unapproachable light from eternity to eternity.

4. And thus Mahal guided the ark according to the Lord’s will.

5. The water, however, rose above the earth so much, that it had lifted the box after the seventh day of the redemption of Mahal and began to carry it. And then Mahal guided the box, so that it not started to roll with the sweep of the waves, but quietly drifted along like a swan swimming on the quietest, waveless mirror of a lake.

6. Already seven days later the water flooded the highest mountains of this region of the earth up to the highest Himalaya Mountains, which separated the country of Sihinites from all the rest of Asia.

7. And these mountains protruded only fifteen ell above the highest water level; all other highest mountains were at least the same length below the water. Of course, according to the different height ratios, some of the lower mountains were several hundred fathoms under the water.

8. But how and where did the waters of the Flood went? – The main part was Central Asia, where still today the Aral Sea and the Caspian Sea are the remains of the most memorable kind; because where now the Caspian Sea is located, there once stood the exceedingly great and proud Hanoch, and even today some remains of this city could be found, – but of course at a depth of more than a thousand fathoms.

9. And in the place of the Aral Sea was once that lake with its environment and with its water god island, which we also know quite well; also the Baikal- or now Balkhash Lake and Tsany Lake are similar, sinful remains of the pre Flood era in itself sheltering monuments.

10. From these main points the waters flowed mainly towards Siberia, as well as to Europe, which, however, was not inhabited at that stage. Part of it broke to the south, today’s East India, and strongest over Arabia; thus also northern Africa was strongly affected up to the Highlands, from where this land suffered only minor floods. America was only affected a little over Siberia at its northern tip; but the whole south remained entirely free like most of the islands of the great sea.

 

V2-K147-149… Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs – Spiritual significance of a Sunrise

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 147-149… Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 147. Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

12. Und die beiden Essäer sagen: » …

13. Nun glauben es auch wir fest, daß dieser Nazaräer mehr denn allein ein vollkommenster Mensch ist. Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner, aber in Seinen Eingeweiden und in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht, der die ganze Unendlichkeit gehorcht! Aber nun richten wir nach Seinem Worte unsere Augen nach dem Aufgange, um Wunder zu schauen!«

14. Sagt Petrus: »Ob gerade da ein besonderes Wunder zu ersehen sein wird, wissen wir kaum; aber wie uns schon jetzt die mit rotem Lichte umsäumten Wölkchen am fernen Horizonte verkünden, werden wir von dieser Höhe das schönste Schauspiel der Schöpfung Gottes erleben und werden daraus die Lehre nehmen können, wie ein gleicher Aufgang unserer Seele zuteil geworden ist und bleiben wird ewig!«

15. Sagt einer der Essäer: »Jawohl, ein Aufgang nicht nur uns, sondern der ganzen Erde, ja der ganzen Unendlichkeit! Denn es scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!

16. Daß der göttliche Geist sich besonders diese Erde erwählt hat, ist freilich ein etwas unergründliches Ding für unsern Geist, da Er – wie wir nun wissen – zahllose Myriaden der großherrlichsten Lichtwelten hat, auf denen Er mit Sich Selbst die eigene Menschwerdung hätte vornehmen können; aber Er wird es am besten wissen, warum Er gerade die Erde gewählt hat!

17. Früher, als wir noch der Meinung waren, daß diese Erde die einzige Welt im ganzen Universum sei, da wäre die Sache recht gut begreiflich gewesen; denn da wäre nach dem Naturgange der Dinge nichts anderes übriggeblieben. Diese Erde war die einzige, nach unsern Begriffen endlos große Welt, deren Wässer an die des Firmamentes reicheten, und wir glaubten, daß die Sonne, der Mond und die Sterne bloß darum da wären, um mit ihrem Lichte diese Welt zu erleuchten! Aber nun hat auf einmal alles ein ganz anderes Gesicht bekommen; wir wissen nun, was all die Sterne, der Mond und die Sonne sind, und wir wissen, wie klein unsere Erde gegen eine Sonnenerde ist.

18. Nun läßt sich’s denn wohl fragen und sagen: “Wie kam dieses Sandkörnchen, Erde genannt, zu dieser Gnade?” Wahrlich, diese Frage wird dereinst noch eine sehr gewichtige werden und wird vielen zu einem gewaltigen Anstoße werden! Darum wäre es wohl nach unserer Meinung nicht ganz überflüssig, auch über diesen Punkt eine genügende Aufhellung zu bekommen! – Was meint ihr, dürften wir Ihn darüber befragen?«

19. Sagt Petrus: »Versuchet es in eurem Herzen! Kommt eine Antwort, so wird es wohl und gut sein, und kommt darauf keine weitere Antwort zum Vorscheine, dann ist es ein Zeichen, daß wir für solch eine Belehrung noch nicht reif genug sind! – Aber nun sehet hin, die Sonne ist dem Aufgange schon sehr nahe; denn die Wölkchen des Morgens leuchten schon so stark, daß man sie kaum mehr anblicken kann!«

20. Sagt der Essäer: »Ja wahrlich! Oh, das ist ein unbeschreiblich herrlicher Anblick! Aber merket ihr es nicht, wie dort über den Wolken sich etwas bewegt? Es sieht beinahe so aus, als ob eben über den Wölkchen sich Sterne von besonderem Glanze hin und her bewegten! Was mag das doch sein?«

21. Sagt Petrus: »Was es eigentlich ist, das wird wohl nur der Herr allein wissen; aber wir Fischer nennen solche eben nicht selten vorkommenden Erscheinungen “Morgenfischlein”. Wenn diese zu sehen sind, dann läßt sich gut fischen im Wasser, und es kommt gen Abend hin sicher ein Wetter oder zum wenigsten ein starker Sturmwind. Obschon ich im Ernste gestehen muß, daß ich selbst dergleichen Fischlein in solcher Frische und Lebhaftigkeit noch nicht gesehen habe, so ist mir aber dennoch diese Erscheinung nicht fremd; nur läßt sich hier vielleicht, von dieser Höhe aus, diese Erscheinung besser ausnehmen als unten von der Tiefe!«

22. Sagt der Essäer: »Wißt ihr was, – gehen wir näher zum Herrn hin! Ich sehe, daß Er mit Ebahl und dessen Kindern spricht. Dort wird wieder vieles enthüllt werden; das müssen wir hören!«

Kapitel 148. Geistige Entsprechungen von Naturereignissen, Überwindung von Leidenschaften

1. Auf diesen Antrag des Essäers kommen alle mehr in Meine Nähe, und Ich berufe die beiden Essäer und sage, daß sie nun auf alles wohl acht haben sollen, was da beim Aufgange zu sehen sein werde; denn es werde daraus viel zu lernen sein!

2. Die beiden Essäer treten nun näher zu Mir und sagen: »Herr, Herr, daß daraus endlos viel zu lernen wäre, das dürfte wohl eine ewige Wahrheit sein; aber wo ist unsere Seele einer so hohen Lehre fähig?! Wir sehen wohl mit lüsternen Augen in die lichtvollen Tiefen Deiner Wunderschöpfungen und erstaunen über die Maßen in unserem Gemüte; aber wir sind viel zu blind, nur die Wunder eines Tautröpchens zu würdigen und zu begreifen, geschweige dann erst die, die in unmeßbaren Größen und Fernen leuchtend vor uns am Firmamente auf- und niedergehen! Auch über die über den Wölkchen hin- und herschwebenden Lichtpunkte haben wir schon mit dem Jünger Petrus geredet; aber er konnte uns darüber keinen genügenden Bescheid geben. – Wenn es Dir, o Herr, genehm wäre, so könntest Du uns darüber wohl ein paar Wörtlein kundtun!«

3. Sage Ich: »Das hat sehr wenig zu bedeuten und ist eine ganz natürliche Erscheinung, gleich der eines mäßig wogenden Meeres. So das Meer wogt und du dich auf irgendeinem rechten Punkte befindest, nach dem die gebrochenen Sonnenstrahlen hinfallen, so wirst du dort ein ähnliches Lichtspiel sehen.

4. Die Luft, die zum Einatmen für Menschen und Tiere tauglich ist, reicht nicht etwa bis zu den Sternen hin, sondern im äußersten Hochstande nur so weit über die Erde, als da ausmachete die vierfache Höhe dieses Berges, vom Meere an gerechnet; nach solcher Höhe ist dann die Erdluft scharf begrenzt, so wie das Wasser von der Luft, und hat gleich dem Wasser eine höchst glänzende, glatte Oberfläche, die gleich dem Meere sich in einem beständigen Wogen befindet.

5. Wenn nun das Licht der Sonne auf diese erwähnten Luftwogen fällt, so strahlt es wie aus einem Wasserspiegel zurück; gehen die Luftwogen stark, so werfen sie das aufgenommene Licht dann und wann auch zur Erde herab, und am leichtesten, wenn scheinbar die Sonne sich noch unter dem Horizonte befindet, wo ihre Strahlen gewisserart von unten her auf die Fläche des Luftmeeres fallen. Und so sind diese munter hin und her schwebenden Lichter nichts als Widerscheine der Sonne, und ihre Beweglichkeit rührt von der Beweglichkeit der Wogen der Luft her.

6. Daß sie aber jetzt, wo die Sonne kaum noch eine scheinbare Spanne unter dem Horizonte steht, besonders über den sehr lichten Wölkchen zu sehen sind, hat darin seinen Grund, daß die Luftwogen nun mehr das Licht von den von der Sonne schon stark beleuchteten Wölkchen aufnehmen und mit demselben gewisserart ein tändelndes Spiel treiben. – Seht, das ist die ganz natürliche Erklärung dieser Erscheinung!

7. Aber über all das hat diese Erscheinung auch eine geistige Bedeutung, und diese ist für euren Verstand begreiflich folgende:

8. Denkt und stellet euch also die geistige Sonne vor! Das von ihr ausgehende Licht wird von der stets wogenden Fläche des geschaffenen Lebensmeeres aufgenommen, und dieses spielt mit solchem Lichte, und es entstehen daraus allerlei Zerrbilder, die wohl noch den matten Glanz von sich strahlen lassen, aber dabei jede Spur der göttlichen Urform zerstören; also ist das ganze Heidentum und nun auch das Judentum ein solches Verzerren alles rein Göttlichen.

9. Wenn ihr aber sehet einen ganz ruhigen Wasserspiegel, und es scheint die Sonne darein, so wird sie aus dem Wasserspiegel in derselben Majestät und Wahrheit widerstrahlen, als wie ihr sie sehet am Himmel. Und ebenso gehört ein ruhiges, leidenschaftsfreies Gemüt, das nur durch eine gänzliche Selbstverleugnung, Demut, Geduld und reinste Liebe erreicht werden kann, dazu, damit das Ebenmaß Gottes im Geiste des Menschen ebenso rein und wahr widerstrahle wie die Erdsonne aus einem ruhigsten Wasserspiegel.

10. Ist das bei einem Menschen der Fall, so ist in ihm alles zur Wahrheit gediehen, und seine Seele ist dann fähig, ihren Blick in die Tiefen der Schöpfungen Gottes zu richten und alles schauen zu können in aller Fülle der reinsten Wahrheit. Aber sowie es in ihr zu wogen anfängt, so werden die Urbilder zerstört, und die Seele befindet sich dann schon notwendig auf dem Felde des Truges und der Täuschungen aller Art und Gattung und kann nicht zur reinen Anschauung gelangen, bis nicht in ihr die völlige Ruhe in Gott eingetreten ist.

11. Und das ist die wahre Sabbatruhe in Gott, und die Feier des Sabbats ist darum von Gott verordnet worden. Der Mensch soll sich da von jeder schweren, anstrengenden Arbeit enthalten, weil jede schwere Arbeit die Seele nötigt, dem Fleische ihre Kräfte zu leihen, und dabei mit demselben erregt wird, was den Spiegel ihres Lebenswassers in eine starke Bewegung versetzt, daß sie darum die rein göttliche Wahrheit in sich nimmer klar erkennen kann.

12. Die wahre Sabbatruhe besteht demnach in einer vernünftigen Feier von aller schweren Arbeit; ohne Not soll man nicht die Hand an sie legen, aber in der Not ist jeder Mensch verpflichtet, seinem Bruder zu helfen.

13. Mehr aber noch, als sich von aller schweren Arbeit enthalten, soll eine jede Seele jede Leidenschaft zur Seite schaffen! Denn die Leidenschaften sind Stürme der Seele; sie wühlen ihr Lebenswasser auf, und Gottes Ebenmaß wird dann in der Seele also zerrissen, wie das Ebenmaß der Sonne auf den Wogen des Meeres zerrissen wird. Es blitzt wohl das Bild der Sonne aus den Wogen, aber in welcher Verzerrtheit! Und so der Sturm lange währt, so entsteigen dem bewegten Meere bald schwere Dünste und füllen die Himmelsluft der Seele mit schweren Wolken; diese hindern dann das Licht der Geistessonne, völlig an das Lebensgewässer der Seele zu gelangen, – und die Seele wird finster, kann nicht mehr unterscheiden Wahres vom Falschen und hält das Blendwerk der Hölle für ein Himmelslicht.

14. Eine solche Seele ist dann aber auch schon soviel wie verloren! Es müßten denn starke Winde kommen, das heißt starke Prüfungen von oben, daß durch sie zerrissen würde das arge Gewölke der Seele, diese sich dann sogleich begäbe in die wahre Sabbatruhe und dadurch zur Ruhe brächte ihr Lebensmeer, – ansonst ist für sie keine Rettung!

15. Seht, das ist der für jedermann brauchbare Sinn geistig, den uns dieser schöne Sonnenaufgang in seinen sonst ganz natürlichen Erscheinungen zeigt! Wer ihn an sich beachten wird, der wird in der Wahrheit und in allem Lichte verbleiben, und das ewige Leben wird sein Anteil sein; wer aber diese Lehre in den Wind schlagen und sie nicht beachten wird, der wird sterben für ewig!«

Kapitel 149. Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

1. (Der Herr:) »Nun aber gebet weiter acht! Die Sonne streckt gerade ihre Scheibe, besser ihre westlichste Kugelfläche, über den Horizont; was bemerket ihr nun?«

2. Sagen die Essäer: »Sonst wohl nichts als die lichte Fläche, die bedeutend schnell aus der lichten Tiefe heraussteigt; das Lichtfischleinspiel hat sich nun plötzlich verloren, und die Wölkchen werden dünner und verlieren sich ebenfalls eins nach dem andern. Und nun steht schon die ganze Scheibe oder Kugel über dem Horizonte, und nun kommt auch ein ziemlich kühles Lüftchen vom Morgen her zu uns. Das ist aber auch alles, was wir entdecken.«

3. Sage Ich: »Wendet eure Augen auch in die Ebenen und Täler der Erde hinab und saget, was ihr da sehet!«

4. Die beiden Essäer beschauen die Tiefen der Erde und sagen darauf: »Wir sehen die Täler angefüllt mit graulichten Nebeln, auch des Meeres Fläche ist mit einem graulichten Dunste überzogen; aus den Tälern aber hebt sich der Nebel und bedeckt hie und da schon die niederen Hügel. – Soll etwa das alles auch irgendeine geistige Bedeutung haben?«

5. Sage Ich: »Ganz sicher, umsonst und ohne geistige Anregung geschieht nichts auf der Erde! Wir aber wollen nun sehen, welch eine Bedeutung das hat!

6. Die Sonne entspricht völlig dem Wesen Gottes; die Erde mit ihren Tälern, Flächen, Hügeln, Bergen, Flüssen, Strömen, Seen und Meeresflächen aber entspricht völlig dem Außenmenschen.

7. Die Nebel, die sich zwischen die Sonne und die Erde stellen, entsprechen den mannigfachen leeren und kleinlichen Sorgen der Menschen, durch die das Licht der Sonne nur hie und da spärlich durchbrechen kann, und die Nebel steigen aufwärts und bedecken sogar die Berge; die Hügel und Berge aber entsprechen der besseren Einsicht der Menschen auf dieser Erde. Diese bessere Einsicht wird ebenfalls getrübt durch die kleinlichen und nichtigen Sorgen der halbblinden Menschen.

8. Darum kommen aber nun Morgenwinde und treiben die Nebel von den Bergen und Feldern, auf daß sie zunichte werden und die Berge und Felder von der Sonne frei beleuchtet und erwärmt werden können, auf daß ihre Früchte des Lebens zur Reife gelangen mögen. – Ich meine, diese Entsprechung werdet ihr wohl verstehen!?«

9. Sagen die beiden Essäer: »Ja Herr, die ist klar wie die Sonne dort! Oh, welch eine Herrlichkeit in dieser großen heiligsten Lehre! Oh, was alles wissen doch die Menschen nicht, das sie doch so wissen sollten, als sie wissen, daß sie leben! Herr, die uns nun gegebene Lehre von der wahren Sabbatruhe in Dir soll unsere Sache sein, sie einzuführen bei den Menschen. Diese übertrifft alles bisher Gesagte und von Dir Gelehrte; denn wir sehen in allen vorhergehenden Lehren nur eine Vorbereitung zur leichteren Beachtung dieser heiligsten Lehre! Wahrlich, dazu mußten sich auch alle Himmel auftun, auf daß den Menschen wiedergegeben werde diese heiligste Lehre der Lehren! – Aber nun kommt eine ganz andere Frage, und das an uns!

10. Wie sollen wir Dir, o Herr, aber denn würdig danken für diese rein überhimmlische Lehre? Wir fühlen in der tiefsten Tiefe unseres Herzens, daß wir ihrer eigentlich gar nicht wert sind; Deine alleinige Gnade und Liebe nur konnte sie uns geben! O Herr, gib uns doch ein Gebot, wie wir Dich darum loben und preisen sollen!«

11. Sage Ich, beiden Essäern Meine Hände auf die Achseln legend: »Meine lieben Freunde, tut danach, und ihr werdet Mir dadurch eine nicht mindere Freude machen, als Ich sie euch nun gemacht habe! Und euer Lohn wird kein geringer sein, so ihr auch die andern Menschen dazu bewegen werdet.«

*******

THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 147-149… Spiritual significance of a Sunrise

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Second Part of Chapter 147

12. And the two Essenes say: »…

13. Now we too believe that this Nazarene is more than just a most perfect human. He is indeed physically like none of us, but in His inner parts and heart dwells the fullness of Divine strength and power that is obeyed throughout infinity! – But now let us direct our attention to the sunrise, as commanded by Him, in order to behold wonders!«

14. Says Peter: »Whether a wonder is going to be seen precisely is hard to tell; but the way the red-rimmed little clouds on the distant horizon proclaim it, we shall experience upon this height the most beautiful play of God‘s Creation, and therefrom obtain instruction on how a similar sunrise has come to our soul, lasting forever!«

15. Says one of the Essenes: »Indeed, a sunrise not only for us, but the entire Earth and even the entire infinity! Because it seems to us that this Incarnation of the Highest God Spirit is meant not only for this Earth and its beings but for all of infinity!

16. It is of course somewhat unfathomable for our spirit, as to why the Divine Spirit has chosen this Earth in particular, since He has – as we now know it, – countless myriads of splendidly huge light-worlds, where He could have undertaken His Incarnation; but He will know best why He chose this Earth in particular!

17. When we previously still thought that this Earth was the only world in the entire universe, the thing would have been quite easy to grasp; for then there would have by the nature of things been nothing other. This Earth according to our concepts was the only, endlessly great world, whose waters reached to the firmament, and we believed that the sun, moon and stars were the only ones to light up this world with their light! But now suddenly, everything has assumed a different aspect: we now know what all the stars, moon and sun are, and know how small our Earth is in comparison to a solar earth.

18. Now it could of course be asked and said: How did this grain of sand called Earth come by such grace? Of a truth, this question shall once be a portentous one yet, and intensely offensive to many! Hence it would in our opinion not be entirely superficial to receive proper clarification on this point. What do you think, can we ask Him?«

19. Says Peter: »Try it in your heart! If an answer comes, then well and good; but if not, then it means that we are not yet sufficiently mature for such instruction! – But now look, the sun is about to rise, for the tiny morning clouds shine almost too brightly for beholding!«

20. Says the Essene: »Of a truth! This is an indescribably glorious sight! But don‘t you notice something moving above those clouds? It seems like brilliant stars moving about! What could this be?«

21. Says Peter: »What it is, only the Lord shall know, but we fishermen call such not too rare phenomenon “little morning fish”. When these appear, then it is good to fish in the water, and towards evening there is certain to be inclement weather, or at best a strong wind. Although I must admit to not having seen fish of such freshness and liveliness, this manifestation is not unfamiliar to me, although it is probably easier to make out from this height than from the depth below!«

22. Says the Essene: »You know what, let‘s move nearer to the Lord; I notice Him speaking with Ebahl and his children. Much shall be revealed there again; we must hear it!«

Chapter 148
Natural considerations and spiritual significance

1. Ins response to the Essene‘s suggestion, they all come a little closer to Me, and I summon the two Essenes, telling them to pay attention to everything that shall be seen with sunrise, for it shall be most instructive.

2. The two Essenes step up closer to Me, saying: »Lord Lord, that it shall be infinitely instructive is bound to be an eternal truth; but how will our soul be capable of such profound instructions?! We certainly gaze upon the brilliant depths of Your splendid Creations with lustful eyes and exceedingly astonished feelings, yet we are far to blind to do justice to even the wonders of a dew-drop, comprehendingly, let alone those rising and falling in immeasurable grandeur and distance, luminously upon the firmament! We furthermore have discussed the floating around of the luminous points above the tiny clouds with the disciple Peter, but he could not clarify it to us properly. – If it please You oh Lord, then You might spare us a few words about it!«

3. Say I: »This means very little, and is quite an ordinary thing, similar to the waving of the sea. When you find yourself in the right spot in relation to a moving sea, where the broken sun-beams are impacting, then you will see a similar light-play.

4. The air for human and animal breathing by no means reaches up to the stars, and no further than about four times the height of this mountain from sea-level; beyond such height there is a sharp cut-off, such as between water and air, with a water-smooth surface, constantly undulating like the sea.

5. On falling on such said undulating air, sunlight is reflected as from the water surface. If the air- movement is strong, then the occasional refraction is right down to Earth, and most easily so when the sun is still below the horizon, when its rays fall as it were unto the air-sea from below. And so these lively seesawing lights are nothing more than reflections of sunlight, their frequency depending on the air undulations.

6. But that they are more prominent right now when the sun appears a mere span below the horizon is because the air-waving is increasingly picking up the shining cloud-light, producing a kind of dallying to and fro game. – Behold, that is the relatively natural explanation of this phenomenon!

7. But beyond that, this phenomenon also has a spiritual significance, and for your comprehension it is this:

8. Think and imagine yourself also the spiritual sun! The outgoing light from it is adsorb by the continuously waving surface of the created life-sea, and this plays with such light, and thereby all kinds of caricatures occur which still let a matt luster radiate from them, however, destroying every trace of the divine primordial form; thus the whole heathenism and also Judaism is such contortion of everything purely divine.

9. However, if you look at a completely quiet water surface, and the sun shines thereupon, it will be reflected from the surface in the same majesty and truth as you can see it at the firmament. In the same manner it requires a quiet, desire-free heart, which can only be obtained by total abnegation, humility, patience and purest love, so that the likeness of God in the spirit of man reflects equally pure and true like the earth‘s sun from a most quiet water surface.

10. If this is the case in a person, everything in him has matured to truth and his soul is then able to direct its views into the depths of the creations of God and to view everything in all fullness of the purest truth. However, as soon as it begins to wave in her, the primordial pictures are getting distorted, and the soul necessarily finds herself on the road of deception and half-truths of all kinds and sorts and cannot reach a clear view until regaining the complete rest in God again.

11. And this is the true Sabbath-rest in God, and therefore God has ordered the celebration of the Sabbath. During the Sabbath man should abstain from every heavy, strenuous work, for every heavy work requires the soul to lend its strength to the flesh and thereby becomes excited with it, which stirs the mirror of her life-water into strong movement, so that she cannot recognize the pure divine truth in herself anymore.

12. The true Sabbath rest therefore constitutes in a reasonable celebration from all heavy work; without an emergency one should not lay hand on it, however, in need every person is obliged to help his brother.

13. Even more so then to withhold oneself from all heavy work, every soul should put aside all desires! Since desires are storms of the soul; they disturb the life-water and the likeness of God is torn in the soul, like the image of the sun is torn upon the waves of the sea. Indeed, the image of the sun flashes from the waves, however, in what distortion! And if the storm lasts for long, soon heavy fumes rise from the moving sea and fill the heavenly air of the soul with heavy clouds; they then obstruct the light of the spiritual sun to reach the life-waters of the soul, – and the soul becomes dark, cannot anymore distinguish true from false and regards the deceptions of hell as the light of heaven.

14. Such a soul is then as good as lost! There must come strong winds, this means strong trials from above, so to tear apart the evil clouds of the soul, who should then immediately retire to the true Sabbath rest and thereby bringing to rest her life-sea, – otherwise there is no rescue for her!

15. Behold, this is for everyone the useful spiritual meaning, which this beautiful sunrise shows us in its quite natural appearance! Who shall take note of it in himself, shall remain in truth and all light and the everlasting life shall become his inheritance; who, however, shall disregard this teaching and ignore it, shall die forever!«

Chapter 149
Concerning the sunrise and morning phenomena

1. (The Lord:) »But now continue to pay attention! The sun is just rising its disk, or rather its western half-globe, over the horizon; what do you notice?«

2. Say the Essenes: »Not much, apart from the bright area rising surprisingly fast from the bright depth; the luminous fish-play has now suddenly vanished, whilst the cloudlets are thinning out and also disappearing one by one. And now the entire disc or ball is posed above the horizon, and a fairly cold breeze is blowing from the morning (east). But that is all we note.«

3. Say I: »Cast a glance also down to the Earth‘s plains and valleys, and say what you see!«

4. The two Essenes look at the Earth‘s depths, saying: »We see the valleys filled with bright, grey fogs, whilst the sea surface also is covered with greyish mist. The fog is lifting from the valleys, covering the foothills. – Is this too, going to have some spiritual significance perhaps?

5. Say I: »Quite certainly, for nothing and without spiritual stimulation, nothing happens on earth! But we want to see what meaning this has!

6. The sun corresponds fully with the being of God; the earth with its valleys, flat areas, hills, mountains, rivers, lakes and sea areas fully corresponds with outer man.

7. The fog which rises between sun and earth, corresponds with the manifold empty and petty worries of man, through which the light of the sun can only sparely penetrate, and the fog rises upwards and even covers the mountains; the hills and mountains corresponds with the better comprehension of man on this earth. This better comprehension is likewise clouded by the petty and trifling worries of the half-blind people.

8. Therefore morning winds are coming and drive the fog from the mountains and fields so that they cannot be destroyed and the mountains and fields be freely illuminated and warmed by the sun, so that their fruit of life can become ripe. – I think that you are able to understand this correspondence!?«

9. Say the two Essenes: »Yes Lord, this is as clear as yonder sun! Ah, what a glory in this great, holiest doctrine! Oh, how much men are unaware of that they aught to know the way they know, that they live! Lord, this doctrine of the true Sabbath-rest just given us shall be our task to introduce to mankind. This surpasses everything said so far and taught by You; for we see in what preceded it only a preparation for the easier keeping of this holiest doctrine! Verily, all the heavens had to open for returning to men this holiest doctrine of all doctrines! – But now quite a different question arises, concerning us!

10. How can we properly thank You, oh Lord, for this purely superlative, heavenly doctrine? In the depths of our hearts we feel unworthy of it; only Your grace and love could give it to us ! Oh Lord, do command us on how we should laud and praise You for it!«

11. Say I, placing My hands on both Essenes‘ shoulders: »My dear friends, act accordingly and you shall give Me no lesser joy than I now gave you! And your reward shall not be inconsiderable if you spurn mankind unto it.«

V2 – K111… Das wahre Gebet – The true Prayer

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 111… Das wahre Gebet

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 111. Jesus erklärt, worin wahres Gebet besteht

1. Als wir uns alle wieder am Ufer befanden, da sprach der Hauptmann: »Herr, nun habe ich des Beweises in größter Menge, daß du entweder der allerhöchste Gott Selbst, oder ein Sohn desselben bist; denn das vermag kein Sterblicher!«

2. Darauf fielen alle vor Mir auf ihre Knie und wollten anfangen, Mich anzubeten.

3. Aber Ich behieß sie, sich vom Boden zu erheben, und sagte zu ihnen: »Höret, alles dessen bedarf Gott und Ich nicht, sondern das allein wahre Gebet besteht in der aufrichtigen Liebe zu Gott, dem Vater im Himmel, und gleichermaßen zu den Nebenmenschen, die eure Nächsten sind. Alles andere Gebet hat vor Gott keinen Wert, und vor Mir auch nicht.

4. Gott hat die Menschen auch nie gelehrt, Ihn *) mit den Lippen zu verehren und die Herzen kalt zu halten. Aber weil ein Samuel vor dem Volke laut gebetet hat, desgleichen mehrere Propheten, und weil David Gott dem Herrn seine Psalmen und Salomo sein Hoheslied sang, so kam das Volk zum leeren Lippengebet und zu den kalten Opfern.

*) Matthäus 6,7; Jesaja 1,15; Jesaja 29,13; 1. Könige 18,26; Sirach 7,15; jl.ev01.195,04; jl.ev02.111,04-07; jl.ev03.036,05; jl.ev03.112,08-10; jl.ev03.209,03-04; jl.ev04.001,13-15; jl.ev10.032,04-05

5. Aber vor Gott ist solch ein Beten und Opfern ein Greuel! Wer nicht im Herzen beten kann, der bete lieber gar nicht, auf daß er sich vor Gott nicht unanständig gebärde! Füße, Hände, Augen, Ohren und Lippen hat Gott dem Menschen nicht gegeben, daß er damit eitel und leer beten solle, sondern allein das Herz!

6. Aber dennoch kann ein jeder Mensch auch mit den Füßen, Händen, Augen, Ohren und Lippen beten; und zwar mit den Füßen: wenn er hingeht zu den Armen und ihnen Hilfe und Trost bringt; mit den Händen: wenn er den Notleidenden unter die Arme greift; mit den Augen: wenn er gerne die Armen ansieht; mit den Ohren: wenn er gern und tatwillig Gottes Wort anhört und dieselben vor den Bitten der Armen nicht verschließt; und am Ende mit den Lippen: wenn er sich gerne tröstend mit den armen, verlassenen Witwen und Weisen bespricht und für die Gefangenen nach seiner Macht und Kraft gern ein gutes Wörtlein einlegt bei denen, die die Armen oft schuldlos gefangenhalten, auf daß sie dieselben freiließen.

7. Also betet der Mensch mit den Lippen auch, wenn er die Unwissenden belehrt und sie zum wahren Glauben, zur rechten Erkenntnis Gottes und zu allerlei nützlicher Tugend beredet. Das alles ist dann auch ein Gott höchst wohlgefälliges Gebet.

8. So ihr aber nun das wißt, da tuet auch danach, – und ihr werdet an den Segnungen Gottes nie einen Mangel haben! Denn das heißt dann: Gott im Geiste und in aller Wahrheit anbeten.

9. Es steht zwar wohl geschrieben, daß der Mensch ohne Unterlaß beten soll, so er nicht in eine Versuchung fallen will; wie läppisch und vollkommen närrisch aber wäre es, so Gott von den Menschen ein unablässiges Lippengebet verlangen würde! Da müßten denn die Menschen, um Gott wohlgefällig zu werden, Tag und Nacht in einem fort auf den Knien liegen und unaufhörlich leere, herz- und sinnlose Lippengebete, gleich den Vögeln in der Luft, herschnattern! Wann aber würden sie dann sonst eine nötige Arbeit bestellen können? Aber so ihr mit Händen, Füßen, Augen, Ohren und Lippen in einem fort also tätig seid und liebet in euren Herzen allzeit Gott und eure armen Nächsten, so betet ihr wahr und in der Tat ohne Unterlaß zu Gott, der euch darum auch allzeit segnen und euch darum auch dereinst jenseits geben wird das allerglückseligste ewige Leben! – Habt ihr das wohl alles verstanden?«

10. Sagen alle: »Ja, Herr und Meister, das ist so klar und wahr, wie klar und wahr da ist das Licht der Sonne, und wir werden alle danach tun!«

11. Sage Ich: »Gut denn, Meine lieben Freunde, so lasset uns nun wieder in die Stadt heimziehen!«

12. Die acht Knechte aber behieß Ebahl, daß einige von ihnen mitgehen sollten; und er werde ihnen Brot, Wein, Fische und Früchte geben für ihren Unterhalt. – Da machen sich gleich sechs mit auf den Weg, und Ebahl versieht sie mit allem reichlich.

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 111… The true Prayer

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 111 – Jesus explains the true Prayer

1. When we all were back onshore, the Centurion said: »Lord, now I have abundance proof that You are either the highest God Himself or a Son of Him; for this no mortal could have done!«

2. Thereupon all fell on their knees and wanted to worship Me.

3. However, I instructed them to rise from the ground and said to them: »Listen, all this God and I do not need, since the only true prayer consists of the sincerest love for God, the Father in heaven and equally for your fellow-men who are your neighbours. All other prayers have no value before God and also not to Me.

4. God also never taught the people to honour Him with lips and keep their hearts cold. But since Samuel prayed audibly in front of the people, equally so several of the prophets, and because David sang to God the Lord his psalms and Salmo his High Song, the people came to empty lip prayer and to cold sacrifices.

5. However, before God such prayers and sacrifices are repulsive! Who cannot pray in the heart should rather not pray at all, so as to not behave improper before God. God did not give feet, hands, eyes, ears and lips to man to pray vainly and vacuously, but only the heart!

6. However, man still can pray with feet, hands, eyes, ears and lips; namely with feet if he goes to the poor and brings them assistance and consolation; with the hands if he grabs the needy under the arms; with the eyes if he loves looking at the poor; with the ears if it pleases him to listen to God‘s word actively and does not close them in front of the poor; and finally with the lips if it pleases him to talk to the poor, desolate widows and orphans in a comforting manner and according to his power and strength speaks a mitigating word on behalf of prisoners to those who often imprison innocent people, so that they can be released.

7. Thus man also prays with lips if he teaches the uneducated the true faith, the right recognition of God and all kinds of useful virtues. All this is then also a God pleasing prayer.

8. Since you know this now, do accordingly, – and there will never be any lack of blessings from God! For it says: worship God in the spirit and all truth.

9. It is, however, written that man should pray uninterruptedly, if he does not want to fall in temptation; but how foolish and completely clownish would it be if God would insist on an incessant lip prayer from man! For this man had to lie on his knees day and night and continually cackle empty, heartless and pointless lip prayers, just like the birds in the air! When would they perform a necessary work? But if you with hands, feet, eyes, ears and lips are constantly active and in your hearts always love God and your poor fellow-men, you pray truthfully and by action incessantly to God, Who therefore always will bless you and one day in the beyond will give you the most blissful, everlasting life! – Have you understood all this well?«

10. Say all: »Yes, Lord and Master, this is so clear and true how clear and true the light of the sun and we will do all accordingly!«

11. Says I: »Good then, my dear friend, let us return to the city!«

12. Ebahl asked some of the eight boatmen to come with us; he wants to give them bread, wine, fish and fruit for their stay. – Immediately six come along and Ebahl provides them with everything copiously.

V2 – K110… Krankenheilung, Wandeln auf dem See – Healing of Sicks, walk upon the Sea

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 110… Krankenheilung, Wandeln auf dem See

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 110. Krankenheilung auf einer von Jesus gesegneten Wiese – Jesu Wandeln auf dem See

1. Am nächsten Tage schon früh morgens war der ganze Platz schon wieder vollgefüllt von allerlei Kranken.

2. Ebahl kam zu Mir und bat Mich, daß Ich ihm helfe; denn sie verstellten den Platz vor seinem Hause schon derart, daß da kein Mensch mehr aus- und eingehen könne. Er habe auch schon den Hauptmann draußen gesehen, der ins Haus möchte, aber durch die Menge der dicht aneinandergereihten Kranken nicht durchzudringen vermöge!

3. Da begab Ich Mich an die Hausflur, hob Meine Hände über die Kranken, – und sie wurden alle auf einmal gesund, schrien vor Freude und lobten und priesen Gott in der Höhe, der dem Menschen solche Macht gäbe!

4. Ich aber gebot ihnen zu schweigen und sich nach Hause zu begeben und fortan zu meiden die Sünde! Und sie gehorchten alle und zogen heim.

5. Darauf aber sagte Ich zu Ebahl: So noch den Tag hindurch mehrere hier Hilfe suchen kämen, so sollen sie sich nicht auf der Straße, sondern auf der über der Straße liegenden großen Wiese lagern, dort werde ihnen geholfen sein; die sich aber auf der offenen Straße lagern würden, denen soll nicht geholfen werden! – Darauf segnete Ich die Wiese, worauf dann ein jeder, der als Kranker die Wiese betrat, sogleich gesund ward.

6. Es kamen aber an diesem Tage aus allen Städten, Märkten und Dörfern mehrere hundert Kranke, und darunter war nicht einer, der nicht geheilt worden wäre.

7. Die beiden Essäer machten von Stunde zu Stunde größere Augen, und die etlichen Pharisäer und Schriftgelehrten ärgerten sich auch von Stunde zu Stunde mehr, da ihr Ansehen eben auch von Stunde zu Stunde sich bis auf nichts verringerte; denn sie wurden gar nicht mehr angesehen und um nichts befragt, und des Ebahls Leute gaben ihnen hin und wieder sogar zu verstehen, daß sie im Hause nun vollends überflüssig seien und, da die Zeit schön sei, sie wohl nach Jerusalem ziehen könnten. – Aber sie nahmen solchen Rat nicht an, sondern blieben allhier.

8. Nach einer Weile trat einer der Pharisäer zu Mir und fragte Mich, ob diese Wiese fortan diesen Charakter behalten werde.

9. Sagte Ich: »Nur den heutigen Tag über, bis zum Untergange!«

10. Spricht der Pharisäer: »Warum denn nicht für immer?«

11. Sage Ich: »Weil es gewisse Menschen gibt, die eine solche Wiese nur zu bald und zu hoch einfrieden würden und dann von denen, die gesund werden möchten, viel Gold und Silber verlangen würden; und da Ich solches nicht will, so bleibt diese Wiese nur bis heute abend heilbringend, dieweil der Zudrang der Menschen zu groß ist. – Morgen, wo wenige der Heilung wegen hierherkommen werden, sollen sie durch ihren Glauben und durch ihr Vertrauen geheilt werden!«

12. Auf diese Erklärung kehrten Mir die Frager voll Ärger den Rücken und fragten Mich den ganzen Tag über um nichts mehr; dafür aber gaben sich die beiden Essäer desto emsiger mit Mir ab.

13. Der Hauptmann ward darob über die Essäer schon ärgerlich und hätte ihnen gerne gesagt, daß sie sich mit Mir wohl schon zur Genüge werden besprochen haben; aber er hielt sich Mir zuliebe dennoch mit aller Gewalt zurück.

14. Nachmittags verwies Ich die beiden aber an den Matthäus und an Meine andern Jünger, unter denen sie bald den Bartholomäus fanden und an ihm eine große Freude hatten, da er bekanntlich auch ein Essäer war. Mit den Jüngern besprachen sich die beiden dann bis Mitternacht über Meine Lehren, Meine Taten und über Meine göttliche Wesenheit.

15. Ich aber machte nachmittags mit dem Hauptmann und mit Ebahl und seiner Familie einen Ausgang an das Meer, wo die acht Schiffsknechte das Schiff bedienten und dasselbe, weil es hie und da schon etwas schadhaft war, recht gut und mit allem Fleiße ausbesserten. Als wir zu ihnen kamen, hatten sie eine große Freude und erzählten dem Hauptmanne, wie Ich auf dem Wasser gegangen sei. Denn diese Erscheinung ging den achten gar nicht aus dem Kopfe und aus dem Gemüt.

16. Als der Hauptmann solches vernahm, fragte er Mich, wie denn das möglich sei.

17. Sagte Ich zu ihm: »Ich habe dir’s ja gestern erzählt, welche Mächte Mir untertan sind und Mir dienen müssen! Wie magst du hernach fragen? Übrigens, so du dich getrauest, deine Füße aufs Wasser zu setzen, und Ich es will, so wirst auch du darauf umherwandeln können, solange Ich es will! Wenn es euch allen beliebt, so wollen wir gleich einen Versuch machen! Aber ihr müßt keinen Zweifel haben, sondern ihr müßt Mir ganz beherzt und mutig folgen!«

18. Sagt der Hauptmann: »Es wäre alles recht, wenn nur das Meer hier beim Ufer nicht gleich so tief wäre! Die längste Strecke von hier nach oben und unten geht es gleich senkrecht in die beinahe unergründliche Tiefe hinab! Es dürfte einem der erste Tritt möglicherweise denn doch mißlingen, – und man wäre da unten, wo die großen Molche und Salamander hausen!«

19. »Kleingläubiger«, sagte Ich, »meinst du denn, daß Ich es wagen möchte, tollkühn zu sein, wenn Ich nicht wüßte, wer ich bin, und wer alles Meinem Willen untertan sein muß? – Wer von euch Mut und Glauben hat, der folge Mir!«

20. Hierauf trat Ich auf des Meeres Fläche, – und sie trug Mich wie festes Land. Also schritt Ich zehn Schritte vom Ufer, wandte Mich um und lud die Gesellschaft ein, zu Mir zu kommen; aber sie getrauten sich nicht.

21. Da berief Ich das jüngste, zwölf Jahre alte Töchterchen des Ebahl, und das Mägdlein bekam Mut und setzte am Anfange den ersten Fuß ganz behutsam aufs Wasser. Als sie sich aber überzeugt hatte, daß das Wasser nicht wich, sondern dem Fuße so gut Widerstand leistete wie ein Steinboden, da fing sie gleich an, ganz munter zu Mir hinzuhüpfen, und hatte eine große Freude daran, daß das Wasser sie trug!

22. Nach dem Mädchen versuchten es denn auch die andern, bis auf den Hauptmann, und alle befanden sich recht wohl und munter auf dem nun freilich sehr ruhigen Wasserspiegel.

23. Der Hauptmann fragte Mich, voll Staunen und nun doch schon halb mutig: »Wie würde es denn dann gehen, wenn ein Sturm käme?«

24. Sage Ich: »Komm und überzeuge dich!«

25. Endlich versuchte auch der Hauptmann, einen Fuß auf das Wasser zu setzen, und da er sich überzeugte, daß das Wasser nicht wich, so setzte er endlich ganz behutsam auch den zweiten nach, ging, sich sehr leicht machend mit zurückgehaltenem Atem, die zehn Schritte zu Mir hin und war ganz glücklich, bei Mir auf einem, nie auf diese Weise betretenen Boden zu stehen.

26. Ich aber sagte: »Nun, da ihr überzeugt seid, daß den Festgläubigen auch das Wasser ein fester Boden ist, so wollen wir nun unsere Lustwandelschaft weiter fortsetzen!«

27. Der Hauptmann wäre zwar lieber auf den festen Boden des Ufers zurückgegangen; aber die überaus munteren sechs Töchter des Ebahl flößten ihm durch ihr munteres Hin- und Herlaufen Mut ein, so daß er dann auch mit uns bei fünftausend Schritte weit hinaus auf die schon ziemlich hohe See wandelte.

28. Da erhob sich aber ein ziemlich heftiger Wind und fing an, starke Wellen zu treiben. Es fing an, allen bange zu werden, und der Hauptmann bat Mich, daß Ich umkehren möchte.

29. Aber Ich sagte: »Fürchte dich nicht! Die Wellen kommen ja nur, um dich zu überzeugen, daß auch sie, samt dem Winde, der sie treibt, Mir gehorchen müssen.«

30. Aber nach einer Weile, als die Wellen stets mächtiger kamen, kehrte der Hauptmann um und lief, was er nur laufen konnte, erreichte bald ganz wohlbehalten das Ufer und war nach mehreren fieberhaften Leibesschüttlern überaus froh, wieder einen undurchsichtigen, festen Boden unter seinen Füßen zu haben. – Wir aber gingen bald darauf auch zurück und kamen zum erstaunten Hauptmann.

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 110… Healing of Sicks, walk upon the sea

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 110 – Healing of Sicks, walk upon the see

1. Early the next day the whole place was again filled with all kinds of sick people.

2. Ebahl came to Me and asked Me that I should help him; since they blocked the space in front of his house to such an extend that no person could enter or leave. He also has seen the Centurion outside, who wanted to enter the house but could not pass through the crowd of closely lined sick people!

3. I then walked to the front door, lifted my hands above the sick, – and at once all of them were healed, screamed of joy and praised God in heaven Who gave such power to the people!

4. But asked them to keep quiet and to go home and to avoid the sin in future! And they all obeyed and went home.

5. Thereupon I said to Ebahl: »If during the day still others are coming and looking for help, they should not occupy the street but settle on the large pasture on the other side of the street, where they will be helped; however, those who occupy the open street will not be helped! – Thereupon I blessed the pasture and everyone sick who stepped on to the pasture, was healed immediately.

6. On this day hundreds of sick came from all the towns, markets and villages and among them was not one who was not healed.

7. Both Essenes made from hour to hour bigger eyes and the group of Pharisees and scribes got more annoyed from hour to hour, since their status also decreased from hour to hour to nothing; for they were not looked at and were asked nothing and Ebahl‘s people made it clear to them that they became totally obsolete in the house and since it was a nice day they could travel back to Jerusalem. – However, they did not accepted such advice but stayed put.

8. After a while one of the Pharisees came to Me and asked Me if the pasture would keep its properties in future.

9. Said I: »Only for today until sundown!«

10. Says the Pharisee: »Why not forever?«

11. Says I: »Because there exist people who would fence off such pasture too soon too high and would demand a lot of gold and silver from those who would like to become healthy again; and since I do not want this to happen, the pasture will remain health-bringing only until evening since the throng of people is to large. – Tomorrow, if there are fewer people coming here to get cured, they will be healed by their faith and their trust!«

12. Upon this My explanation the questioners very annoyed turned their backs and for the rest of day did not ask Me anything further; instead the two Essenes dealt even more busily with Me.

13. Because of that the Centurion became annoyed with the two Essenes and would liked to have told them that they already had discussed enough with Me; however, out of love for Me, he controlled himself most forcefully.

14. In the afternoon however, I referred both of them to Matthew and to My other disciples, among whom they soon found Bartholomaei and were very happy about it, for he also was a Essene. They talked with the disciples until midnight about My teachings, My deeds and about My divine being.

15. In the afternoon I made a little excursion to the sea with the Centurion and with Ebahl and his family where the eight boatmen worked on the ship and diligently and properly repaired it, for it was already somewhat damaged. When we came to them they became very joyful and told the Centurion how I was walking on water. Because this phenomenon was not going to leave the heads and hearts of the eight.

16. When the Centurion heard this he asked Me how this was possible.

17. I said to him: »I have told you yesterday which powers have to obey and have to serve Me! So, how can you ask Me about it? By the way, if you dare to put your feet on the water and I want it, you also can walk on it for as long I want it! If all of you want to, we could make an attempt right now! However, you must not doubt but you have to follow Me bravely and courageously!«

18. Says the Centurion: »All would be alright if the sea would not have been so deep close to shore! For the longest stretch alongshore it goes vertically down into nearly unfathomable depth! Possibly one might fail with the first step, – and one goes down where the big salamanders and monsters live!«

19. »Fainthearted«, I said, »do you think I would dare to be reckless if I would not know who I am, and of everything that is subject to My will? – Who from you has courage and faith, follow Me!«

20. Thereupon I step onto the surface of the sea, – and it carried Me like solid land. I then walked ten steps off shore, turned around and invited the society to come to Me; but they did not dare!

21. I then called the youngest twelve year old daughter of Ebahl and the little maiden took courage and in the beginning put the first foot quite wearily onto the water. When she was convinced that the water did not gave way but the water resisted the foot quite steadily like a rock surface, she started to cheerfully run to Me and had a great joy about the fact that the water could carry her!

22. After the girl also the others tried it, except the Centurion and all were well and cheerful on the of course now very smooth surface of the water.

23. The Centurion asked Me, now somewhat more bravely: »What would happen if a storm came up?«

24. Says I: »Come and convince yourself!«

25. Finally also the Centurion attempted to put a foot on the water and when he was convinced that the water wasn‘t give way, he finally also set the second foot on the water and making himself light with holding his breath, he walked the ten steps to Me and was very happy reaching Me standing on a surface which never before have been walked on.

26. But I said: »Now, since you have been convinced that also to the firm believer the water is a steady surface, we want to extend our little excursion!«

27. The Centurion would have preferred to return to the steady surface of the shore; but the exceedingly happy daughters of Ebahl gave him courage by their cheerful walking up and down, so that he together with us walked for about five-thousand steps out onto the already considerable high sea.

28. Suddenly a quite strong wind came up and started to drive high waves. All started to become afraid and the Centurion asked Me to turn around.

29. But I Said: »Do not be afraid! The waves are only coming, together with the wind who drives them, to convince you that they also have to obey Me.«

30. However, after a while when the waves were getting higher, the Centurion turned around and ran as fast as he could to soon reach the shore and after several feverish body shakings he was very glad to have a none-transparent, firm ground under his feet again. – Soon afterwards we also returned to shore and caught up with the astonished Centurion.

V2 – K109 – Propheten… Gesandte Gottes – Prophets… Messengers of God

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 109… Propheten, Gesandte Gottes

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 109. Propheten, Gesandte Gottes – Unterschied zu Jesus

1. Während Ebahl, dem schon ein anderes Licht aufzugehen beginnt, noch so fort ratschlagt, kommt auch schon der Hauptmann wieder zurück und erzählt voll Freude und Verwunderung, wie er alles in der besten Ordnung angetroffen habe, und wie sich seine Unterkommandanten gewundert hätten, als er nach ihrer Aussage zum zweiten Male gekommen sei und gefragt habe, ob wohl alles in Ordnung sei, indem er doch um eine halbe Stunde zuvor selbst alles aufs beste bestellt und geordnet hätte! Er aber habe sich damit wieder herausgeputzt, daß er vorgab, hiermit nur eine kluge Nachrevision angestellt zu haben, womit denn auch alle ohne weitere Fragen vollkommen befriedigt waren.

2. Mich aber fragte er darauf höchst wißbegierig, wer denn sonach sein zweites Ich gewesen wäre, das seine Arbeit gar so lobenswert an seiner Statt verrichtet habe.

3. Sage Ich: »Habe Ich dir ja doch zuvor gesagt, daß Mir alle Mächte der Himmel und die Kräfte dieser Erde in jedem Augenblick zu Gebote stehen; du aber mochtest es nicht glauben! Nun aber wirst du es hoffentlich wohl glauben, daß Ich ewig keinen Tod zu fürchten habe, und daß auch Ich ein Herr bin, der etwas zu reden und zu gebieten hat!«

4. Sagt der Hauptmann: »Ja, Herr und Meister, du mußt ein Gott sein! Und es erscheint mir unsere römische Gotteslehre eben nicht mehr so fabelhaft wie ehedem; denn ich habe nun an dir ja die vollkommen lebendigste Überzeugung, daß dann und wann denn doch ein Gott seine Himmel verlassen hat und eine Zeitlang bald in der und bald in einer andern Art sich den sterblichen Kindern gezeigt und sie mit allerlei geistigen und irdischen Schätzen bereichert hat, auf daß die Sterblichen die sonst wüste Erde also kultivierten, daß sie dereinst auch ein Wohnsitz für unsterbliche Götter würde! – Habe ich recht oder nicht?«

5. Sage Ich: »Das ist nichts als eine eitel leere Dichtung, die recht heidnisch zart klingt, aber kein Fünklein von einer Wahrheit in sich enthält in der Art, wie du sie verstehst.

6. Ah, wenn du aber unter der ‘Erde’ die Erkenntnisse und den Willen der Menschen verstehst, dann könntest du wenigstens in einer der Wahrheit gut entsprechenden Art und Weise recht haben; aber Götter, die nicht und nirgends sind, haben wohl nie irgendwo der Erde Boden betreten. Jene Menschen, durch deren Mund der Geist Gottes zu den Menschen der Erde geredet hat, und durch deren Willen gar oft und gar viele Wunder geschehen sind, waren keine Götter, sondern Propheten, an und für sich gleichsogut Menschen wie du, und sind auch gestorben dem Fleische nach, – aber freilich der Seele und dem Geiste nach nicht.

7. In Mir aber betritt der Geist Gottes nun zum ersten Male die Erde! Das ist derselbe Geist, von dem alle die Urväter und alle die alten Weisen und alle die Propheten oft und oft in ihren reinen Gesichten geweissagt haben.«

8. Während Ich aber solches zum erstaunten Hauptmanne redete, kam ein Diener ins Zimmer und sagte, daß draußen im Freien schon wieder eine Menge Kranker auf die Hilfe harreten, und ob Ich ihnen helfen möchte.

9. Sage Ich zum Diener: »So geh hinaus und sage ihnen, daß sie getrost in ihre Heimat ziehen sollen!«

10. Und der Diener begab sich eiligst hinaus und erstaunte nicht wenig, als er alle, die ehedem vor der Hausflur jammerten und wehklagten, heiter, munter und fröhlich, Gott lobend, untereinander hin- und herwandelnd erblickte. Nach einer Weile erst sagte er zu den Geheilten das, was Ich ihm zu sagen gebot, – und die Geheilten zogen in ihre Heimat.

11. Es ward aber darauf und darüber noch bei zwei Stunden lang geredet, das mit dem, was man schon bei der früheren Heilung geredet hatte, von ein und demselben Geiste war und darum hier füglich übergangen werden kann. Wir nahmen während des Geredes Brot und Wein und begaben uns darauf zur Ruhe.

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 109… The prophets as messengers of God

And their distinction from the Lord’s nature

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 109 – The prophets as messengers of God and their distinction from the Lord’s nature

1. Whilst Ebahl, within whom a different light was already dawning is still reasoning thus, the Centurion is already returning and telling joyfully and in amazement how he had found everything in the best of order. And how his subordinates were astonished that according to their witness he had now come to them a second time asking if all was in good order, since he had already himself a half hour previously given orders to that effect! But he got himself out of the corner by pretending to just be checking up, after which all were at ease without further questions.

2. But filled with curiosity he asked who in that case had been his stand-in, carrying out his work so laudably in his stead.

3. Say I: »Did I not previously say unto you that all powers in heaven and forces upon earth were under My command every moment. Which however you were not willing to believe! Now however you surely shall believe that I eternally have no need of fearing death, and that I too am a Lord Who has something to say and command!«

4. Says the captain: »Yes, Lord and Master, You must be a God! And our Roman divine doctrine is no longer as mysterious to me as heretofore, for in Yourself I now have the most living proof that now and then a God left His heaven to show himself for a time to mortal children one way or another, enriching them with all kinds of spiritual and earthly treasures, so that he mortal may cultivate the otherwise barren earth for a future abode of immortal gods! – Am I right or not?«

5. Say I: »This is no more than empty conjecture of quite pagan subtlety but lacking even a single spark of truth the way you understand it.

6. Ah, if by ‘Earth’ You understand mens‘ cognition and will, then you could at least be right by some good correspondence of truth; but gods that are not and exist nowhere have never trodden the earth‘s soil anywhere. Those men, however, through whom God‘s spirit spoke to men of this earth, and through whose will many and quite frequent wonders took place, were no gods but prophets, humans more or less like yourself, and who too died physically, – but of course not according to soul and spirit.

7. In Me, however, the spirit of God for the first time sets foot on this earth! It is the same spirit about whom all the forefathers, all the old wise and all the prophets have over and over again prophesied in their pure visions.«

8. But even as I was speaking thus to the astonished Commander, a servant came into the room saying that out there in the open once again a large number of sick were waiting for help, and whether I was prepared to help them.

9. Said I do the servant: »Go and tell them that they can depart to their homes in good cheer!«

10. And the servant rushed outside and was not a little amazed at seeing all those, previously moaning and lamenting in the hallway, now cheerfully and gaily pacing about, praising God. Only after a while did he say to the healed what I told him, and the healed left for their respective homes.

11. Thereafter for nearly another two hours discussions of a similar nature as with the previous healing were conducted and therefore can be passed over here. During the conversations we enjoyed bread and wine and then took to our rest.

V2-K108… Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen – Relation of a Prophet to God and man

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=> HIER noch mehr über Propheten… EINST & HEUTE


DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM

BAND 2 – Kapitel 108… Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 108. Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen

1. Sage Ich: »Ein Prophet ist gerade solch ein ganz einfacher, natürlicher Mensch mit allerlei Schwächen behaftet wie du; aber da er ein verständiges Herz hat, in dem weder Zorn noch Rache, noch Mißgunst, noch Stolz, noch Ehebruch und allerartige Hurerei feste Wurzeln schlagen können, so reinigt der göttliche Geist dessen Herz von den mannigfachen Schlacken der Welt; und wenn das alleinige Herz also gereinigt ist, so gießt der göttliche Geist ein Licht aus den Himmeln in solch ein Herz.

2. Da der Prophet es leicht erkennt, daß dies ein Licht aus den Himmeln ist, das sich allzeit in klar vernehmbaren Worten ausspricht, so darf der sohin fertige Prophet dann nur mit der Stimme seines Mundes laut nachsprechen, was er in seinem Herzen klar und deutlich vernimmt, und er prophezeit dann schon im vollendet prophetischen Maße!

3. Wenn es nun notwendig ist, so wird des Propheten Wille von Gott aus angetrieben, das zu reden zu dem Volke, und desgleichen zu tun vor demselben, was er in seinem Herzen vernimmt, – und solches heißt dann eine vollwahre Prophezeiung oder Weissagung und ist ebensogut reines Gotteswort, als hätte Gott Selbst unmittelbar aus Seinem Munde zu den Menschen geredet.

4. Aber darum gilt ein solcher Prophet um kein Haar mehr vor Gott als jeder andere Mensch, dem diese Gabe ganz mangelt; denn der Prophet muß dann aus seinem höchst eigenen Willen ebenfalls das tun, was der Geist Gottes durch sein Herz und durch seinen Mund zu den Menschen geredet hat, sonst kommt über ihn so gut ein Gericht wie über jeden, der den Willen Gottes vernimmt, aber nicht danach tut, – und es ist da ein Prophet schlimmer daran denn ein anderer Mensch. So ein anderer in der Schwäche und Nacht seiner Seele es schwer glaubt, was der Prophet zu ihm spricht, so wird er ein minderes Gericht zu bestehen haben, dieweil er nicht glauben mochte, was der Prophet zu ihm geredet hat; aber für den Propheten selbst gibt es keine Entschuldigung, sowie auch für den nicht, der da geglaubt hat und dennoch aus Liebe zur Welt und deren Schätzen nicht tat, was ihm vom Propheten zu tun geboten ward.

5. Jedoch aber wird der Lohn eines Propheten dereinst größer sein denn der eines andern Menschen; denn ein Prophet muß allzeit siebenfach soviel tragen als ein jeder andere Mensch für sich. Alle, zu denen ein Prophet geredet hat, werden jenseits, die Guten wie die Schlechten, ihm übergeben, und er wird sie in Meinem Namen richten über jegliches Wort, das er vergeblich zu ihnen geredet hat!

6. Wer aber einen rechten Propheten aufnimmt in Meinem Namen und im Namen des Propheten selbst und verpflegt ihn und ist dessen Freund, der wird dereinst auch eines Propheten Lohn überkommen. Und wer einen Propheten unterstützt, daß es dem Propheten leichter geschieht in seiner schweren Arbeit, der wird auch eines Propheten Lohn überkommen; denn jenseits wird der Knecht des Propheten auf gleicher Stufe stehen neben dem Propheten und wird mithin richten die dem Propheten untergebenen Geister und herrschen über sie immerdar, und seines Reiches wird für ewig nimmer ein Ende sein!

7. Wehe aber denen, die einen Propheten verlassen der Welt wegen oder ihn gar verdächtigen hie und da und in einem und dem andern! Und noch mehr Wehe den Verfolgern eines Propheten; denn diese werden schwerlich ewig je zur Anschauung Gottes gelangen! Wer aber an einen Propheten die Hand legt, soll mit dem ewigen Feuer in der untersten Hölle bestraft werden! Denn eines Propheten Herz ist Gottes, und sein Mund ist Gottes, und so seine Hände, Füße, Augen und Ohren! Wo ein Prophet ist, da ist auch Gott; darum sollt ihr seine Wohnstätte mit tiefer Ehrfurcht betreten, denn der Ort, da er steht, ist heilig. Das soll beachtet sein im Herzen, zwar nicht des Propheten willen, der ein Mensch ist, sondern um Gottes willen, der im Herzen des Propheten redet und zeugt.

8. Daß aber ein rechter Prophet für die Welt nur ein Gericht ums andere verkündet, hat seinen Grund ganz einfach darin, weil Gott nur dann einen Propheten erweckt, wenn diese (d. i. die Welt) Gottes vergessen und sich in alle Laster eben der Welt hineingestürzt hat!

9. Sage Mir nun, Ebahl, ob du nun über das Wesen eines rechten Propheten im reinen bist!«

10. Sagt Ebahl: »Vollkommen, du mein überaus hochgeachteter Meister! Du bist demnach aber doch sicher auch ein Prophet!?«

11. Sage Ich: »Ich bin kein Prophet; denn es steht geschrieben: ‘Aus Galiläa steht kein Prophet auf!’ Aber Ich bin mehr denn ein Prophet! Denn in Meiner Brust wohnt ebenderselbe Geist, der durch den Mund der Propheten geredet hat und hinfort noch viel mehr reden wird. Denn die in der Folge Meinen Namen vollgläubig in ihrem Herzen tragen werden, denen wird auch der Geist der Weissagung innewohnen! Verstehst du solches?«

12. Sagt Ebahl: »Herr und Meister! Mir kommt es vor, daß so wie du kein gewöhnlicher Mensch reden kann! Hinter dir steckt ein anderer, den dein Rock und deine Haut vor unsern Augen verbirgt!«

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 108… Relation of a Prophet to God and man

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 108 – Relation of a Prophet to God and man

1. Says I: »A prophet is a simple, natural man just like you with all kinds of weaknesses. However, since he has a wise heart wherein neither anger nor vengefulness nor envy or pride or adultery or various kinds of harlotry can strike roots, the Divine Spirit cleanses his heart of the manifold dross of the world. And when the heart has been cleansed like that, the Divine Spirit pours a light from the heavens into such a heart.

2. Since the prophet easily recognises this to be a light from the heavens which always expresses itself in clearly audible words, the thus prepared prophet needs only to repeat with the voice of his mouth what he clearly and distinctly hears in his heart and is hereby already prophesying on a fully prophetic scale.

3. If this is necessary, the prophet‘s will is prompted by God to speak to the people and also do before them what he hears in his heart, – and this is then called a truthful prophecy or prediction and is quite as much God‘s word as if God Himself had spoken directly to the people.

4. However, because of this such a prophet is not a jot more important before God than any other person who does not possess this gift at all; for the prophet must of his very own will also practice what the Spirit of God has spoken through his heart and mouth to the people, otherwise a judgment will come upon him just as upon everyone who hears the will of God but does not follow it – and there a prophet is even worse off than another person. For if another one in the weakness and night of his soul has difficulty believing what the prophet speaks to him, his judgment for not believing what the prophet told him will be a lighter one. But for the prophet himself there is no excuse, and this applies also to the one who did believe but for love of the world and its treasures did not do what the prophet had bid him.

5. However, the reward of a prophet will once be greater than that of another person, for a prophet will once be greater than that of another person, for a prophet must always bear a sevenfold burden compared with that of any other person. All those to whom a prophet has spoken, the good as well as the bad, will in the beyond be handed over to the prophet and he will judge them in My name for every word he has spoken to them in vain.

6. But whoever in My name and the name of the prophet himself takes a true prophet into his house, provides for him and is his friend, will once also receive the reward of a prophet. And who supports a prophet to ease his difficult work will also receive a prophet‘s reward; for in the beyond a prophet‘s servant will be on the same level as the prophet himself and will, therefore, judge the spirits subordinate to the prophet and reign over them, and his kingdom will be everlasting.

7. But woe betide those who forsake a prophet and sometimes in one or the other thing even distrust him, and even greater woe to the persecutors of a prophet. For these will hardly ever come to see God. But whoever lays hands on a prophet shall be punished with eternal fire in the lowest hell. A prophet‘s heart is God‘s and so is his mouth, his hands, feet, eyes and ears. Where the prophet is, there is also God; therefore, you shall enter his dwelling place with deep reverence, for the place where he is standing is holy. That must be observed within the heart, not for the sake of the prophet who is a man, but for the sake of God Who speaks and testifies in the prophet‘s heart.

8. The reason why a true prophet announces judgment upon judgement on the world is simply the fact that God awakens a prophet only when the world has forgotten Him and has plunged into all the worldly vices.

9. Tell Me, Ebahl, whether you now do understand the nature of a true prophet?«

10. Says Ebahl: »Completely, you my highly regarded master. But judging from this you must surely be a prophet too?«

11. Say I: »I am not a prophet, for it is writhen: ‘No prophet will arise from Galilee!’ But I am more than a prophet. For in My bosom dwells that same Spirit whom spoke through the mouth of the prophets and will be speaking much more henceforth. For those who will be carrying My name in their heart, fully believing, will also have the spirit of prophecy within them. Do you understand this?«

12. Says Ebahl:»Lord and Master! It seems to me that as you no ordinary man can talk! Behind you lies another, which hides your skirt and your skin before our eyes!«

V2-K107… Jesus und der römische Hauptmann – Jesus and the Roman Captain

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DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM
BAND 2 – Kapitel 107… Jesus und der römische Hauptmann

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 107. Jesus und der römische Hauptmann

1. Sage Ich: »Du bist Mir wohl ein recht lieber Mann und Freund, und was du geredet hast, ist leider nur zu wahr; wäre Ich ein Mensch der Art, wie die Menschen der Erde sind, so würde Ich deinen Rat auch ohne weiteres befolgen, denn in deiner Brust pulst ein redliches Männerherz; aber Ich bin ein ganz anderer Mensch und ein ganz anderes Wesen, als für was du Mich hältst! Siehe, Mir müssen gehorchen alle Mächte der Himmel und dieser Erde; und Ich habe sonach nichts zu befürchten. Es wird wohl an Mir die Schrift bitter und schmerzlich erfüllet werden, aber nicht nach dem Willen dieser Welt, sondern nach dem Willen des Vaters im Himmel, der aber nun in Mir ist, wie Ich in Ihm bin von Ewigkeit her! Aber darum wird Meine Macht über Himmel und Erde nicht den allergeringsten Verlust erleiden. Denn wollte Ich es, so wäre diese Erde im schnellsten Augenblick in den nichtigsten Staub umgestaltet samt allem, was in und auf ihr ist, atmet, lebt und webt; aber da Mein Grund ‘Erhaltung’ heißt, so geschieht solches nicht!

2. Es kann geschehen, daß Ich als ein Aufwiegler des Volkes und Gotteslästerer angeklagt werde aus Ärger und neidigster Scheelsucht des Tempels und darob ans Querholz geheftet werde; aber alles das wird Meine Macht nicht brechen und Meiner Lehre bis zum Ende dieser Welt nicht den geringsten Eintrag tun.

3. Es werden zwar die eigentlichen Weltmenschen mit der Zeit aus Meiner Lehre zum größten Teile dasselbe machen, was die Ägypter, Griechen und Römer aus der Urlehre gemacht haben, die Adam und seine ersten Nachkommen erhielten; aber neben solcher Abgötterei werden dennoch viele sein, die Meine Lehre und Meine Macht geradeso rein erhalten und besitzen werden, wie sie nun kommt aus Meinem Munde, und damit werden sie auch gleichfort haben und besitzen die Macht, die ihnen durch den lebendigen Glauben an Mein Wort verliehen wird für zeitlich und jenseits für ewig! Ich bin also auch ein Herr und fürchte darum keinen Herrn und keine Gesetze desselben!«

4. Sagt der Hauptmann: »Freund, da ist mit wenig Worten viel gesprochen! Nach dem, was du hier geleistet hast, könnte ich es fast glauben, daß dir so etwas möglich sein dürfte, obschon mir ähnliche Heilungen – nur nicht in diesem überweit gedehnten Maße – nicht ganz fremd sind; denn es ist eine bekannte Sache, daß außerordentliche Erscheinungen auf die leibliche wie auch seelische Gesundheit eines Menschen, je nachdem sein Temperament beschaffen ist, einen oft wunderbar entschiedenen Einfluß haben. So zum Beispiel hat ein großer Schreck schon einem Taubstummen das Gehör und die Sprache wiedergegeben! Ich wüßte dir eine Menge ähnlicher Fälle zu erzählen, – aber es ist die Zeit zu kurz.

5. Ich will aber in aller Kürze dir damit nur das sagen, daß deine Heilart, so außergewöhnlich sie auch ist und zu wieviel Dank sie uns auch verpflichtet, mir aber dennoch die volle Überzeugung nicht verschaffen kann, daß dir darum jede andere Macht der Himmel und der Welt nichts anhaben könnte! Ich will dir die Möglichkeit nicht streitig machen, – bei Gott sollen ja alle Dinge möglich sein; aber Freund, es ist eine große Kluft zwischen der Möglichkeit und Wirklichkeit! So ich dich näher werde kennenlernen, werde ich vielleicht auch glaubensfester werden.

6. Aber nun, liebster, teuerster Freund, bitte ich dich, meine vielleicht ein bißchen zu anmaßende Rede ja nicht für ungut anzunehmen; denn ich habe nur geredet, wie ich es verstehe, nicht etwa aus bösem Herzen, sondern aus einem sicher guten Herzen! Mich aber rufen nun die Amtsgeschäfte, denen ich Folge leisten muß; morgen aber stehe ich dir den ganzen Tag zu Diensten!«

7. Sage Ich: »So du bleiben willst, kannst du auch bleiben; denn dein Dienst ist in deinem Namen verrichtet!«

8. Sagt der Hauptmann: »Es ist zwar schon ziemlich dämmerig geworden; ohne den Mond wäre es schon Nacht; ich werde aber gleich wieder hier sein, – nur muß ich zuvor noch einen Sprung ins Lager tun und sehen, ob die Nachtwachen wohl ordentlich ausgeteilt und aufgestellt sind.«

9. Mit diesen Worten verläßt der Hauptmann eilig das Zimmer, und Ebahl lobt ihn als einen Kommandanten, der wenige seinesgleichen haben dürfte, und daß Genezareth sich es für ein großes Glück rechnen könne, solch einen guten, in allen Dingen erfahrenen, gerechten und in seiner Sphäre äußerst klugen Militärchef zu haben!

10. Sage Ich: »Das ist er allerdings zur großen Beschämung vieler Juden, die Gottes Wort und Gottes Gebote haben, und deren ganzes Herz dennoch voll Lüge und voll Betrug, voll Zank, Zorn, Ehebruch und aller Hurerei ist. Darum auch wird es geschehen, daß den Juden das dem David verheißene Reich nach der Aussage Daniels hinweggenommen und den Heiden gegeben werden wird, und die Nachkommen des Sohnes der Hagar werden herrschen über die Nachkommen Isaaks, obschon alles Heil zu dieser Zeit über die ganze Erde ausgeht vom Stamme Juda.«

11. Sagt Ebahl: »Meister, du bist als Heiland besser denn als Prophet! Ich kann überhaupt noch immer nicht begreifen, warum die Propheten ohne Ausnahme gleichweg allzeit nur Schlechtes, nie aber etwas Gutes aussagten! Muß das also sein, oder glauben die Propheten, lediglich dadurch ihr mysteriöses Ansehen aufrechtzuerhalten, so sie den Menschen nichts als eine Gottesstrafe um die andere verkünden?

12. Lieber, herrlicher Meister, ich habe aus deinen Reden gemerkt, daß du neben dem Wunderheilande noch etwas anderes bist, nämlich ein Prophet gleich einem der vier großen Propheten, und so könntest du mir wohl über das sonderbare Wesen der Propheten irgendeine Aufklärung geben! Wie gesagt, mir sind die Propheten stets ein Rätsel gewesen, und so möchte ich etwas Näheres über sie von dir vernehmen!«

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 107… Jesus and the Roman Captain

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 107 – The Lord gives the Roman Captain hints about His nature and ministry

1. Say I: »You are indeed a truly dear man and friend, and what you said is unfortunately only too true; if I were a man like the people of this earth then I would follow your advice without hesitation, for there is an upright virile heart beating in your breast; but I am a completely different man and being than you take Me for! Behold, all power of the heavens and this earth must obey Me, and hence I have nothing to fear. The Scripture shall indeed be fulfilled in Me bitterly and painfully, but not according to this world‘s will but the Father in heaven, Who now is within Me nonetheless, as I am in Him from eternity. But My power shall not suffer the tiniest loss on that account. For if it was My will, then this earth would be transformed into minutest dust, together with everything in and upon it that breathes and strives; but since My motto is to maintain, this does not happen.

2. It is possible that I shall be accused of stirring up the people and of blaspheming against God, out of rage and the most jealous hypocrisy of the Temple, and then nailed to the cross; but none of this shall break My might nor make the least inroad upon My doctrine to the end of this world.

3. With time, worldly-minded men shall do with My doctrine what in the mainly the Egyptians, Greeks and Romans did with the primordial teaching which Adam and his first descendants received; but next to such idolatry there shall also be many who will maintain My doctrine and power in the same original state it went forth from My mouth and therewith possess the power that shall be given them through a living faith in My word, both temporally and in the beyond eternally. I therefore also am a Lord and hence fear no lord nor their laws.«

4. Says the Centurion: »Friend, with a few words a lot is said! After what you have achieved here, I almost could believe it that something like this is possible for you, although such healings – just not in this exceeding measure – are not altogether foreign; for it is a known matter, that extraordinary appearances often have a miraculous decisive influence on the bodily as well as psychological health of a person depending the composition of his temperament. It so happened for example that a great shock gave a deaf-mute person back his hearing and voice! I could tell you many similar cases, – but the time is too short.

5. In short I just want to tell you by this, that your healing method, however extraordinary it is and how much thanks we owe you, cannot provide me with the full conviction, that no other power in heaven and on earth can cause you any harm! I do not want to argue the possibility of it, – with God all things should be possible; however friend, there exists a large gap between possibility and reality! If I get to know you better, I perhaps will become a more firm believer.

6. But now, dearest, best friend, I beg you, do not regard my perhaps somewhat presumptuous speech as negative; since I only spoke as I understand it, not from a bad heart but from a surely good heart! But now official matters are calling to which I must attend; but tomorrow I will be at service to you for the whole day!«

7. Says I: »If you want to stay, you can stay; for your duties have been concluded in your name!«

8. Says the captain: »It is already quite dusk; without the moon it would already be dark; I will be back soon, – I quickly must hop into the camp and see whether the guards have been properly posted.«

9. With these words the captain hastily leaves the room and Ebahl praises him as a commandant without equal and that Genezareth can regard it as a great fortune, to have in all matters such an experienced, righteous and in his sphere very clever military chief!

10. Says I: »This he really is to the shame of many Jews who have Gods‘ words and Gods‘ commandments, but whose heart is nevertheless full of lies and full of deceptions, full of bickering, rage, adultery and all kinds of harlotry. Therefore it will come to pass, that the promised kingdom to David will according to the statement of Daniel be taken away from the Jews and given to the heathens, and the descendants of the son of Hagar will rule over the descendants of Isaac, although at this stage all salvation over the whole earth originates from the tribe Juda.«

11. Says Ebahl: »Master, you are as Saviour better than a prophet! I can still not understand it why the prophets without exception always state something bad but never something good! Must it be like this or do the prophets believe to sustain their mysterious reputation by it, if they announce to the people one judgement of God after another?

12. Dear, marvellous Master, I have noticed from your speeches, that besides being a miracle healer you are something else, namely a prophet similar to the four great Prophets, and as such you could give me some explanation about the unusual being of the prophets! As said, the prophets have always been a riddle to me, and therefore I would like to know something more about them from you!«

V7-K56… Das Wesen der Engel – The Nature of Angels

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 7
Kapitel 56… Das Wesen der Engel

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen
Der Herr befindet sich mit den Jüngern und ein paar hundert Menschen in der Herberge des Lazarus auf dem Ölberg. Nikodemus ist sehr erstaunt über Raphael und frägt den Herrn nach dessen Wesen und Herkunft…

Kapitel 56 – Das Wesen der Engel. Liebe und Weisheit, Herz und Verstand.

1. Wir ruhten und schliefen noch gar gut, als die Sonne schon über den fernen Horizont stieg. Da ward Lazarus und sein Wirt munter, und letzterer erhob sich alsbald vom Stuhle und ging hinaus, die Dienerschaft zu wecken, auf daß sie sich an die Zubereitung eines guten und reichlichen Morgenmahles mache. Es ward daher bald alles im ganzen Hause lebendig, und so erwachten denn auch wir, erhoben uns von unseren Plätzen und gingen hinaus ins Freie.

2. Es war aber vor dem Hause ein Brunnen, der ein gutes und reines Wasser hatte, und Ich sagte zu Lazarus: »Bruder, auf daß wir dem Nikodemus kein Ärgernis geben, so lasse Krüge bringen und sie mit Wasser füllen, auf daß wir uns die Hände waschen können und es nicht heiße, wir äßen das Brot mit ungewaschenen Händen!«

3. Dies geschah, und alle wuschen sich die Hände, das Gesicht und auch die Füße, worauf reine Tücher zum Abtrocknen der Haut gereicht wurden.

4. Als diese Waschung vorüber war, da kam auch unser Raphael wieder zu uns und berichtete dem Lazarus, daß die Jugend noch ganz wohl ruhe, schlafe und träume und daher vor ein paar Stunden noch nicht geweckt werden solle. Solches geschah denn auch, weil das für die durch die weite und schlechte Reise müde gewordene Jugend sehr notwendig war.

5. Jetzt aber bei Tage bemerkte Nikodemus erst so recht die blendende Schönheit Raphaels und konnte sich nicht satt sehen an ihm. Nach einer Weile des innern, tiefen Staunens sagte er zu Mir: »Aber Herr und Meister, wo ist denn dieser überirdisch schöne Jüngling her? Wie heißt er denn? Nein, ich habe noch nie eine ähnliche männliche Schönheit gesehen! Unweit von ihm steht zwar auch, wenn man es recht betrachtet, ein gar sehr liebliches Mädchen; aber wie irdisch ist es doch gegen diesen schon überhimmlisch schönen Jüngling! Seine Goldlocken, wie sie so schön geordnet über seinen ganz ätherisch weichen Nacken, der beinahe schneeweiß ist, herunterwallen! Welch eine unbeschreibliche Anmut in seinem Angesicht! Wie weich, voll und zart und sanft seine Arme und Füße! Es ist an ihm alles so geordnet und gewählt, wennschon ganz einfach, daß ich als ein Ältester der Stadt und des Tempels noch nie auch nur in einem Traume etwas Ähnliches gesehen habe. Wahrlich, dieser Jüngling kann kein Kind dieser Erde sein! Wenn er nach dem Muster der Cherube, die im Allerheiligsten des Tempels die Lade bewachen, Flügel hätte, so wäre er ein vollkommener Engel Gottes!«

6. Sagte Ich: »Meinst du denn wohl, daß die Engel Gottes Flügel haben müssen, um Engel zu sein? Da bist du noch in einer sehr großen Irre! Hatten die drei Männer, die zu Abraham kamen, Flügel?! Oder hatten das die Jünglinge, die den Lot retteten, oder der Engel, der den jungen Tobias führte? Mir ist es nicht bekannt, daß in der Schrift von ihren Flügeln irgend eine Erwähnung geschieht. Auch der Engel, der dem Abraham erschien, als er seinen einzigen Sohn Isaak opfern sollte, und ihn davon abhielt, hatte nach der Schrift keine Flügel.

7. Nur die beiden ehernen Cherube mußte Moses als vorbildlich dahin entsprechend mit Flügeln darstellen, für die damals noch sehr sinnlichen Juden anzudeuten, daß die reinen Geister aus den Himmeln Gottes sich in allem höchst schnell bewegen – im Denken, Beschließen, Handeln und Vollbringen. Nun kennt der natürliche Mensch auf der Erde keine schnellere Bewegung als den Flug der Vögel in der Luft mittels ihres Flügelpaares, und so hat denn auch Moses, um den Menschen die Schnelligkeit des Geistigen zu versinnlichen, den Cheruben die Flügel machen müssen nach der Anordnung Gottes. Sonst aber in der Wirklichkeit hat kein Engel Gottes je ein Paar Hügel gehabt.

8. Der Flügel bedeutet also nur den hohen Grad der Weisheit und Kraft alles rein Geistigen, aber nicht, als müßte ein reiner Geist sich auch gleich einem Vogel auf ein Geheiß Gottes vom Himmel auf die Erde herab- und von da wieder zurückbewegen. Übrigens gab es im wahren Himmel niemals irgendeinen Engel, der nicht zuvor ein Mensch auf irgendeiner Erde gewesen wäre. Das aber, was ihr euch unter den als reine Geister geschaffenen Engeln sehr irrig vorstellet, ist nichts als die auswirkenden Kräfte und Mächte Gottes, durch die Gottes Allgegenwart, in aller Unendlichkeit wirkend, bekundet wird, die sich aber kein Mensch unter einem Bilde vorstellen soll, weil das Unendliche aus Gott für jedes begrenzte Wesen der Wahrheit nach unvorstellbar ist, was hoffentlich doch nicht schwer zu begreifen ist.

9. Weil aber ein jeder Mensch seiner Seele nach berufen ist, ein wahrer Engel der Himmel Gottes zu werden, so kann dieser schöne und keuscheste Jüngling ja auch ebensogut ohne Flügel auf dieser Erde sein, wie Ich Selbst nun im Fleische als der alleinige Herr Himmels und der Erde bei euch bin und euch Selbst lehre und dabei dennoch die ganze Unendlichkeit erhalte. Übrigens steht es aber ja geschrieben: “Zu derselben Zeit werdet ihr die Engel Gottes auf und nieder steigen sehen, die dem Herrn dienen werden!” Und also kann dieser Jüngling auch ganz gut ein Engel sein. – Was ist da deine Meinung?«

10. Sagte Nikodemus: »Ja, ja, schön ist er offenbar mehr denn zur Übergenüge dazu; aber er steigt nicht auf und nieder zwischen Erde und Himmel!«

11. Sagte Ich: »O du große Blindheit der Menschen! Wie kannst du als ein vielerfahrener Mensch doch annehmen, daß Engel aus dem materiellen Himmel auf diese gleich materielle Erde und von da wieder zurück steigen werden und die Menschen das also sehen werden und auch, wie Mir solche Engel dienen möchten?! Das Auf- und Niedersteigen der Engel bedeutet ja nur: von der Liebe zur wahren Weisheit aufsteigen und mit der Weisheit wieder zur Liebe, welche der wahre, lebendige Geist aus Gott in euch ist, zurückkehren.

12. Wenn ein Mensch in seinem Herzen die Liebe zu Gott und zum Nächsten recht erweckt und fasset, so steigt er dadurch auf zur Weisheit oder zur rechten und tiefen Erkenntnis in allen Dingen. So ein Mensch aber solch eine Erkenntnis erlangt hat und Gottes unbegrenzte Liebe, Weisheit und Macht tiefer und tiefer erkannt und begriffen hat, so wird er voll Demut und voll der lebendigsten Liebe zu Gott. In diesem Falle steigt er dann wieder ins Herz, erleuchtet dasselbe noch heller und macht es glühender in der Liebe zu Gott.

13. “Aber”, sagst du bei dir, “stellt denn diese Erde die Liebe und der Himmel die Weisheit dar, da es doch auf der Erde gar so lieblos zugeht und vom Himmel nur Gutes kommt, – höchst selten irgend etwas minder Gutes?”

14. Ja, im Menschenherzen als dem Sitze der Liebe geht es zumeist auch sehr lieblos zu, und dennoch ist das Herz der Sitz der Liebe. Aber die pure Liebe im Herzen, als ganz allein für sich daseiend, würde ebensowenig Früchte des Lebens zustande bringen wie die Erde ohne das Licht der Sonne. Die Sonne des Himmels für das Herz im Menschen aber ist einmal sein natürlicher Verstand. Dieser steigt in geordneten, guten Gedanken, Ideen und Begriffen ins Herz oder auf die Erde im Menschen herab, erleuchtet sie und belebt die Keime zu guten und edlen Taten. Ist das Licht des Verstandes noch schwach gleich dem Lichte der Sonne im Winter, so wird dabei das Herz wohl verständiger und klüger; aber da es noch sehr in der Selbstliebe verharrt, so werden die edlen Keime in ihm nicht aufgehen, wachsen und lebensvolle Tatenfrüchte zur Reife bringen. Wenn aber ein Mensch durch Fleiß und rechte Verwendung seiner Talente und Fähigkeiten in seinem Verstande heller und heller wird, so wird des Verstandes Licht auch mächtiger erwecken die Lebenswärme im Herzen, und die in ihm ruhenden Samenkörner zu guten Taten werden zu keimen, zu wachsen, zu blühen anfangen und bald edle Tatenfrüchte zur reichen Lebensernte bringen und vollreif werden lassen.

15. Und so sind hier unter “Engel” einmal die Gedanken, Ideen und Begriffe des lichten Verstandes, der der Weisheitshimmel des Menschen ist freilich im kleinsten Maßstabe -, zu verstehen. Diese steigen auf und nieder und dienen dem noch verborgenen Geiste Gottes im Menschenherzen, und dieser Geist heißt Liebe zu Gott und Liebe zum Nächsten. Wie aber dieser lebendige Geist aus Gott im Menschenherzen von nur gar zu vielen Menschen nicht erkannt und beachtet wird – während doch das ganze Heil des Menschen in Hinsicht seines zeitlichen und ewigen Lebens von eben diesem Geiste abhängt -, also werde auch Ich Selbst als der Herr und der Urgrund alles Seins und Daseins von der Menschenwelt nicht erkannt, obwohl sie sehen, welche großen Gedanken, Ideen und Begriffe aus den Himmeln Gottes durch Mich auf diese Erde nieder- und wieder aufsteigen und das Herz hellst erleuchten und zur Tragung der lebendigen Tatenfrüchte erwärmen und beleben. Darum aber gibt es viele, die berufen sind, aber der Auserwählten gibt es wenige, die Meine Worte fassen, beherzigen und zur reichen und lebensvollen Tatenernte bringen.

16. Kennst du dich nun schon ein wenig heller aus, wer so ganz eigentlich in der ersten Instanz die Engel sind, die vom Himmel zur Erde nieder und wieder auf in den Himmel steigen und Mir als Gott von Ewigkeit und hier auf Erden, zeitlich für euch Menschen, die ihr als berufene Kinder Gottes eben Sein Herz und also Seine Erde seid, dienen?«

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 7
Chapter 56… The Nature of Angels

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Introductory information
The Lord currently resides in the hostel of Lazarus on top of the mount of olives together with his disciples and a few hundred people. Nicodemus is astonished about Raphael and asks the Lord about his being and origins…

Chapter 56 – The Nature of Angels. Love and wisdom, heart and mind.

1. When the sun came up over the far horizon we were still resting and sleeping well. Then Lazarus and his innkeeper awoke, and latter rose from his chair and went outside to awaken the servants, so that they could start with the preparation of a good and ample morning meal. Soon the whole house came to life, and so we also awoke, stood up from our places and went outside.

2. In front of the house was a well, which had good and pure water, and I said to Lazarus: “Brother, so that we do not cause Nicodemus any offense, bring jugs and fill them with water, so that we can wash our hands and then no one can say we eat bread with unwashed hands!”

3. This was done and all washed their hands, their face and also their feet, upon which clean cloths were passed to dry the skin.

4. When this washing was over, our Raphael came to us and informed Lazarus, that the youths were still resting, sleeping and dreaming and should not be awoken for another few hours. This was done, as the youths were very tired from the long and difficult journey.

5. Only now during the day did Nicodemus notice the blinding beauty of Raphael and could not turn his eyes away from him. After a while of inner, deep amazement he said to Me: “But Lord and Master, where does this beautiful celestial youth come from? What is his name? No, never have I seen such heavenly beautiful youth! Not far from him stands a girl who is also very lovely but how earthly is she compared to this already beyond heavenly beautiful youth! His golden locks, how beautiful they flow over his ethereal soft nape, which is nearly as white as snow! Which indescribable charm in his face! How soft, full and tender and light are his arms and feet! Everything of him is so ordered and selected, nevertheless very simple, that I as an elder of the temple have never, not even in a dream, seen anything similar. Verily, this youth cannot be a child of this earth! If he had wings according to the pattern of the cherubs, who guard the ark in the sanctum of the temple, he would be a perfect angel of God!”

6. Said I: “Do you think that the angels of God must have wings to be angels? There you are still very much mistaken! Did the three men who visited Abraham have wings?! Or did the youths who saved Lot, or the angel who led young Tobias? It is not known to Me, that wings were mentioned in the scriptures. Also the angel who appeared to Abraham, when he should sacrifice his only son Isaac, and prevented him from doing so, did not, according to the scriptures, have any wings.

7. Only the two brass cherubs had to be symbolically depicted with wings by Moses, to show to the, for that time very sensuous, Jews that the pure spirits from the heavens of God move in everything very fast – in thinking, deciding, acting and accomplishing. The natural person on earth does not know any quicker movement than the flight of birds in the air by means of a pair of wings, and thus did Moses, on instructions from God, give the cherubs a pair of wings to indicate to the people the speed of the spirit. But in reality no angel of God ever had a pair of wings.

8. The wings therefore only indicate the high degree of wisdom and strength of everything purely spiritual, but not that a pure spirit on God’s instructions must descend like a bird from heaven to earth and back again. By the way, there never ever existed any angel in the true heaven, who was not previously a person on any earth. That which you very mistakenly imagine as angels created as pure spirits, are nothing else other than the active forces and powers of God, by which the omnipresence of God, is in all infinity actively expressed, which no person should try to imagine in a form of a picture, because the infinity out of God is in truth unimaginable for every limited being, what hopefully is not too difficult to understand.

9. But because each person’s soul is called to become a true angel of the heavens of God, can this beautiful and most chaste youth just as well be on this earth without wings, just as I have been now in the flesh as the only Lord of heaven and earth with you, and teach you Myself but at the same time maintain the whole of infinity. By the way it is written: “At the same time you will see the angels of God descend to serve the Lord!” And thus this youth can very much be an angel. – What is your opinion about that?”

10. Said Nicodemus: “Yes, yes, apparently he is more beautiful than enough for that; but he does not climb up and down between earth and heaven!”

11. Said I: “O the great blindness of the people! How can you as a very experienced person assume, that angels from the material heaven will descend to this earth and will ascend back again and that the people should see this happening and also how those angels would serve Me?! The descending and ascending of the angels only means: to ascend from love to true wisdom and with wisdom back to love again, which is the true, living spirit out of God in you.

12. If a person properly awakens and understands in his heart the love for God and his neighbour, he then ascends thereby to wisdom or the right and deep cognition in all things. But if a person has obtained such knowledge and has more deeply recognized and comprehended the unlimited love, wisdom and power of God, he will become full of humility and full of the most living love for God. If this is the case he descends again into his heart, making it even brighter so that it can become more glowing with love for God.

13. ‘But’, you say to yourself, ‘does this earth represent love and heaven wisdom, since on this earth it is so loveless and from heaven comes only good, – very seldom something less good?”

14. Yes, in the heart of man which is the seat of love, most often it is also very loveless, and yet the heart is still the seat of love. But the pure love in the heart, being alone, by itself would bring forth just as little fruit as the earth without the light of the sun. The sun of heaven for the heart in man is his natural mind. This descends in ordered, good thoughts, ideas and concepts into the heart or down to the earth in man, gives it light and gives life to the seed for good and noble deeds. If the light of the mind is still weak like the sun in winter, the heart will still become more sensible and wiser; but because it is still very much in self-love, the noble seeds in it will not germinate, grow and bring to maturity living fruits of action. But if a person through diligence and the right use of his talents and abilities in his mind becomes brighter and brighter, the light of the mind will also awaken the warmth of life in the heart with more might, and the seeds resting in it will start to germinate, to grow, to blossom and soon bring noble fully ripe fruits of action to a rich harvest of life.

15. And thus by ‘angels’ are meant the thoughts, ideas and concepts of the enlightened mind, which is the heaven of wisdom in man in of course the smallest scale. Those descend and ascend and serve the still hidden spirit of God in the heart of man, and this spirit is called love for God and love for the neighbour. But just as this living spirit out of God in the heart of man is not recognized and considered by so many people – while, nevertheless, the salvation of man with respect to his temporal and eternal life is dependent on this very spirit -, also I Myself as the Lord and primordial foundation of all being and existence, am not recognized by the people of the world, although they see which great thoughts, ideas and concepts out of the heavens of God descend and again ascend through Me to and from this earth and which most brightly illuminate the heart and warm it up and revive it to carry living fruits of action. Therefore there are many who are called, but the chosen ones are only few, who accept and take to heart My word, and turn it into a rich and vigorous harvest of deeds.

16. Are you starting to understand a little who are actually in the first instance the angels, who descend from heaven to earth and again ascend to heaven to serve Me as the God from eternity and here on earth, temporally for you people, you who are called to be children of God, are His heart and also His earth?”

Erläuterungen zu den Amts- und Funktions-Anmassungen der Kirchen – Die geistige Sonne 1

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=> Erläuterungen Jesu über die Äussere Finsternis, wo Heulen und Zähneklappern ist

Erläuterungen zu den Amts- und Funktions-Anmassungen der Kirchen
Die geistige Sonne… Band 1 – Kapitel 83-85

Offenbarungen Jesu über die jenseitigen Lebensverhältnisse durch Jakob Lorber (1800-64)

Einleitende Informationen
Die Sphäre des Geistes des Evangelisten Markus führt in diverse Bereiche der geistigen Welt. Diese Bereiche entsprechen in sämtlichen “äusseren” Merkmalen dem Zustand der Seelen ihrer Bewohner.

Ab Kapitel 65 ist die seelische Errettung von Augustinermönchen geschildert. Es werden etliche (nicht bloss von der römisch-katholischen Kirche) gänzlich verkehrt aufgefassten Lehraussagen – seien sie biblischen oder gar menschlicher Vorstellung entsprungen – dargestellt und ins rechte Licht gerückt. Beispielsweise behandelt Kapitel 67 die Frage, ob Petrus der Gründer der römisch-katholischen Kirche ist.

In den Kapiteln 83, 84 und 85 geht es um die Frage nach der Sünde wider den Heiligen Geist und den “Auftrag” Jesu, die Sünden zu vergeben. Diese drei Kapitel sollen hier dargestellt werden.

Anmerkung
Wer nicht erkannt hat, dass Der Herr persönlich durch den Propheten und Schreiber Jakob Lorber gewirkt hat, sollte das Lesen oder Hören eventuell besser bleiben lassen, denn dann hat das klarste Wasser keinen reinigenden und aufhellenden Effekt…

Die Begrüssung des Evangelist Markus und seiner Begleitung durch einen Mönch (aus Kapitel 67):

3. Christus, der Herr, hat Seine Kirche also gegründet, daß Er allein dem Petrus die Schlüssel zum Himmelreiche übergab. Unsere Kirche ist auf dem Felsen Petri erbaut, also von Petro gegründet, und ihr von ihm für alle Zeiten der Zeiten die Macht gegeben, selig zu machen oder zu verdammen. Denn daß der Kirche auch das Verdammungsrecht von Christo eingeräumt ist, erhellt klar aus jenen Texten, wo es einmal heißt: „Ihr werdet auf den Richterstühlen sitzen und mit Mir richten die zwölf Stämme Israels“; – und wieder heißt es: „Was ihr lösen werdet auf der Erde, das soll auch im Himmel gelöset werden, und was ihr binden werdet auf Erden, das soll auch im Himmel gebunden sein“, – und wieder heißt es: „Nehmet hin den Heiligen Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet, denen sollen sie auch im Himmel vorenthalten sein.“ – Und so stehen noch einige solche Texte, wo der Herr dem Petrus auf Erden alle Gewalt über das menschliche Geschlecht gegeben hat. Es ist demnach nicht dem geringsten Zweifel unterworfen, daß nur die römisch-katholische, von Petro selbst gegründete Kirche nach dem unwandelbaren Ratschlusse Gottes die alleinseligmachende ist.

4. Wenn ihr zweifelsohne auch aus dieser Kirche seid, so könnet ihr auch hier nur einzig und allein die Pforte des Himmels finden. Seid ihr aber nicht aus dieser Kirche, so werdet ihr gar leichtlich schließen, welch ein Los hier eurer harret. Denn es lautet ebenfalls in der Schrift: „Wer nämlich nicht an diese Kirche glaubt und nicht in ihr getauft wird, der soll verdammt werden.“…

Nun zum Kapitel 83 … In der Zwischenzeit haben viele Ereignisse die Mönche dazu bewogen, in sich zu gehen. Der Prior – der Vorsteher des Klosters – ist unterdessen der Hauptredner seiner versammelten Schar von Mönchen und befindet sich in Besprechung mit dem Evangelisten (vielleicht sollte man eher “Wortgefecht” sagen…)

Kapitel 83 – Das ewige Wort Gottes als der Richterstuhl Christi.

1. Wir wären nun schon auf gute Redeweite bei der Mönchsgesellschaft; und so will ich denn auch sogleich meine Fragen an diese Gesellschaft erneuern, damit wir daraus ersehen, inwieweit sich eben diese Gesellschaft zufolge unserer früheren Besprechung mit ihr gefunden hat. Ihr fraget zwar: Muß solches in dieser geistigen Welt auch allzeit wörtlich abgemacht werden? Steht es Geistern von deiner Vollkommenheit nicht zu, solche trügliche Geister ohne Wortwechsel auf den ersten Augenblick zu erkennen, wie sie inwendig beschaffen sind?

2. Ich sage euch: Solches steht jedem Geiste des obersten Himmels zu, und er kann somit auch jeden unvollkommenen Geist auf den ersten Blick durch und durch schauen. Aber dadurch ist dem unvollkommenen Geiste nicht viel geholfen, und es ist nahe derselbe Fall, als so auf der Erde irgendein Verbrecher eingefangen würde. Das Gericht ist zwar durch Zeugen beim ersten Verhöre völlig überzeugt, daß das eingefangene Individuum sich eines gewissen Verbrechens schuldig gemacht hat. Dessen ungeachtet aber kann es den Verbrecher dennoch nicht zur gesetzlichen Strafe verurteilen, und das so lange nicht, als bis sich der Verbrecher selbst seines Verbrechens entäußert hat. Das Wort aber ist das alleinige Mittel der inneren Entäußerung, oder, der Mensch wie der Geist gibt sich durch das Wort der äußerlichen Beschaulichkeit preis, also wie er beschaffen ist in seinem Inwendigen.

3. Daher nützt auch hier die alleinige Erkenntnis von meiner Seite hinsichtlich der innern Beschaffenheit dieser Geister, allein für sich genommen, so gut wie nichts. Aber ich kann zufolge dieser Erkenntnis die Geister so zur eigenen Äußerung leiten, daß sie mir, wie notgedrungen, nicht ausweichen können, und müssen daher ihr Inwendigstes eben durch ihr Wort nach außen kehren und es der allgemeinen Beschaulichkeit preisgeben.

4. Dadurch wird denn auch die Stelle in der Fülle der Wahrheit ersichtlich, da es heißt: „Von den Dächern wird man es euch laut verkündigen!“ Und wieder heißt es, wie Paulus spricht: „Wir müssen alle vor dem Richterstuhle Christi offenbar werden!“, welches alles soviel besagt als: Alles muß durch das Wort offenbar oder entäußert werden, denn das Wort ist der eigentliche Richterstuhl Christi. Und „vom Dache laut verkündigen“ besagt, daß sich ein jeder durch sein eigenes Wort wird richten oder, besser gesagt, sein Inneres völlig entäußern müssen. Denn wie das Dach sonst ein Schutzmittel des Hauses ist, so ist auch, geistig genommen, das Wort dasjenige eigenliebige und eigenschützende Mittel, durch welches der Mensch bei seinem Leibesleben sich so gut als möglich vor allen von außen her auf ihn einwirkenden Ungewittern beschützt. Da aber in diesem Sinne das Eigenwort in geistiger Beziehung gleich ist einem Hausdache, hier aber in der geistigen Welt durchaus keinen Schutz mehr gewähren kann, so heißt „vom Dache laut verkündigen“: durch das eigene Wort sich aller inwendigen Schalkheit entäußern. Ihr habt schon dergleichen Entäußerungen eine Menge gehört; dessen ungeachtet aber wird euch das Fernere nicht überflüssig sein.

5. Ich will daher meine schon vorbestimmte Frage aus dem euch nun bekanntgegebenen Grunde an diese Mönchsgesellschaft richten, und ihr werdet daraus ersehen, welch ein arger finsterer Kern noch in ihr verborgen liegt. Und so habet denn acht! Ich will nun meine Frage stellen und spreche:

6. Nun, wie ihr sehet, bin ich nach der Überwindung eures Himmels wieder hierhergekommen; wie sieht es nun mit eurer innern Erkenntnis aus und mit eurer Demütigung darnach? Haltet ihr euch noch für wirkliche Diener des Herrn? Oder haltet ihr euch vielmehr für eigenwillige betrogene Betrüger des Volkes?

7. Der Prior spricht: Wir haben uns geprüft und uns vollkommen der höllischen Strafe würdig befunden, da wir bei guter Betrachtung völlig erkannt haben, daß du ein wahrer Bote der göttlichen Gerechtigkeit und dazu mit einer Macht ausgerüstet bist, von welcher alle unsere Mauern und Türme wie nichtige Spreu zerfallen. Wir sind und bleiben dem Herrn ewige Schuldner, und ein jeder von uns trägt so viel von dieser Schuld auf seinem eigenen Nacken, daß sie ihm zufolge der göttlichen Gerechtigkeit ewig nimmer vergeben werden kann. Wir haben daher mit dir nichts Weiteres mehr zu reden, sondern bitten dich, wenn es dir möglich ist, nur um so viel göttliche Gnade und Erbarmung, daß du uns ob unserer Schuld nicht in den allerbittersten und allerschmerzlichsten Grad der Hölle verdammest.

8. Wäre hier zu beichten möglich, so wollten wir hundert Jahre lang beichten, um dadurch die Lossprechung von unserer Schuld nach dem Grade der mit der Beichte verbundenen Buße zu erlangen. Aber da hier solches nicht mehr möglich ist und wir nach Paulus liegen, wie wir gefallen sind, so bleibt uns ja nichts anderes übrig, als traurigst das Verdammungsurteil von dir zu erwarten.

9. Nun spreche ich: Also mit der Beichte, meint ihr, wäre es wohl möglich, sich von den Sünden loszumachen? Wenn euer Glaube dahin geht, da saget mir doch, bei welcher Gelegenheit denn der Herr auf der Erde die Beichte als ein sündenvergebendes Mittel eingesetzt hat?

10. Der Prior spricht: Lieber Freund! Solches wirst du doch wissen, wie der Herr Seinen Aposteln die Macht zu lösen und zu binden eingeräumt hat. Da ist ja doch sonnenklar erwiesen, daß der Herr die Beichte eingesetzt hat, auch spricht ausdrücklich der Apostel Jakobus: „Bekennet einander eure Sünden.“ Wenn man dieses alles wie noch so manches andere betrachtet, so ist es ja doch unmöglich in eine Abrede zu bringen, als hätte der Herr die Beichte nicht offenkundigst als ein sündenvergebendes Mittel eingesetzt.

11. Nun spreche ich: Höre, Freund und Bruder, wenn du das Wort Gottes so verstehst, da ist es kein Wunder, daß du dich hier im Grade der Verzweiflung befindest. Sage mir, welche Torheit könnte wohl größer sein als diese, so da wären zwei sich gegenseitig feindselige Menschen, also zwei gegenseitige Sünder oder Schuldner, einen jeden aber würde mit der Zeit dieser sündige Zustand im Gewissen zu drücken anfangen. Damit sich aber ein jeder dieses lästigen Zustandes entledige, da ginge er zu einem andern Menschen hin und möchte sich seines lästigen Zustandes dadurch entledigen, daß ihm dieser ganz fremde Mensch, den die gegenseitige Feindseligkeit der beiden nicht im geringsten angeht, die Schuld tilgte. Sage mir, wenn nun ein solcher fremde Mensch, den die ganze Schuld nicht im geringsten angeht, eine solche Schuldentilgung auf sich nimmt, was ist er da wohl? Ist er nicht ein allergröbster Betrüger? Du bejahst mir solches in deinem Gemüte. Gut, es soll dir aber die Sache noch klarer werden.

12. Nehmen wir an, der A wäre dem B tausend Pfund schuldig. Der A aber, anstatt dem B die tausend Pfund getreulich zurückzuzahlen, läßt sich von einem betrügerischen C verleiten, an diesen, dem der A nie einen Heller geschuldet hatte, die Schuldforderung des B anstatt mit tausend Pfund bloß mit hundert Pfund völlig zu tilgen. Was wird wohl der B zu dieser Schuldtilgung sagen, und wird dadurch wohl der A aufhören, dem B schuldig zu sein? Ich meine, solches können sogar die höllischen Geister nicht behaupten. Also können wir vom Herrn um so weniger solches behaupten, da Er doch in Sich die allerhöchste Liebe und Weisheit ist.

13. Daher werden deine angeführten Texte über die sündenvergebende Gewalt schon einer anderen Erklärung unterworfen werden müssen; denn mit deiner früheren kommst du auf keinen Fall durch. Ich will dir aber darum eine kurze Frist gönnen, damit du dich darüber gehörig erforschen und mir dann kundgeben sollst, wie du diese Sache nun gefunden hast, aber über sieben Minuten sollst du nicht darüber nachdenken. Und so denn erforsche dich im Geiste und in der Wahrheit. Amen.

Kapitel 84 – Von der Sünde wider den Heiligen Geist.

1. Sehet, unser Prior hat seine Erforschung schon gemacht und beginnt soeben, sich darüber vor uns zu entäußern. Also höret denn, er spricht: Lieber Freund, ich habe deine Beispiele und deine Frage in aller meiner Tiefe wohl erwogen und kann dir darüber nichts anderes sagen, als daß du vollkommen recht hast. Denn ich sehe jetzt zum erstenmal in meinem zweifachen Leben, daß die Beichte ein allergrößter Mißgriff sowohl in die göttlichen wie in die gegenseitig brüderlichen Rechte ist.

2. Man kann sich im Ernste nichts Tolleres denken, wie ich es jetzt einsehe, als daß sich zwei gegenseitige Schuldner dadurch zufriedenstellen müssen und ein jeder gegenseitig schuldlos wird, so ein dritter, den weder des einen noch des andern Schuld im geringsten angeht, einem oder dem anderen die Schuld nachläßt; oder wenn gar ein dritter zufolge der Annahme eines geringen Betrages, natürlich auf die ungerechteste Weise von der Welt, einen Schuldner dahin überzeugend bestimmen will, daß er dadurch dem Gläubiger die bedeutend größere Schuld vollkommen abgetragen hat. O Freund, das ist mir nun so klar wie diese überaus durchsichtige Luft hier. Aber nun kommt eine andere Frage:

3. Wenn es überzeugend und ungezweifelt also ist, welches Los erwartet da am Ende alle die törichten Beichtväter und welches die Beichtkinder? Wenn ich bedenke, daß das in meiner Kirche gerade die hauptsächlichste „Conditio sine qua non“ ist, da fährt’s mir nun eiskalt und wieder höllisch heiß durch mein ganzes Wesen.

4. Wie aber war es denn um Gottes, unseres Herrn, willen möglich, daß dieser entsetzliche Unsinn so tiefe und unausrottbare Wurzeln hat schlagen können? O Freund, ich will ja für meine Torheit gerne in der Hölle büßen, aber laß mich zuvor nur auf drei Jahre lang mit einem unsterblichen Leibe zur Erde gelangen. Ich will da der Kirche ein Licht anzünden, das für ihren Unsinn bei weitem gefährlicher werden soll als ein weißglühendes Stück Eisen einem Wassertropfen. Denn ich weiß nur zu gut, mit welcher entsetzlichen Hartnäckigkeit die Hohepriesterschaft dieser Kirche auf diesem allerunsinnigsten Betruge reitet und sehe es auch ein, wie sie nie auf dem gewöhnlichen, natürlichen Wege diesen Unsinn fahren lassen wird. Daher möchte ich, wie gesagt, mit einem unsterblichen und unzerstörbaren Leibe hinab, um diesem und noch so manchem andern nicht minder zu beachtenden Unsinne dieser Kirche ein Ende zu machen.

5. Nun spreche ich: Lieber Freund und Bruder, dessen hat der Herr nicht vonnöten. Erfasse aber die Sündenvergebung hier aus dem wahren Gesichtspunkte, und es werden sich dir millionenfach Gelegenheiten bieten, dieselbe hier ums Unaussprechliche besser und dienlicher in eine ersprießliche Anwendung zu bringen, als wenn es dir gestattet wäre, tausend Jahre auf der Erde mit aller Wundertätigkeit dagegen zu wirken.

6. Denn die Erde ist nicht ein Ort der Reinigung, sondern nur ein Ort der Prüfung des freien Willens, und da ist denn auch alles frei. Guter Sinn und Unsinn, Satan und Engel können nebeneinander einhergehen.

7. Damit aber der Wille des Geistes in seiner Freiheit sich üben kann, so müssen auf einem Weltkörper auch allerlei Reizungen vorhanden sein, welche unablässig dahin wirken, den Menschen von der Wahrheit abzuziehen und ihn ins Falsche zu leiten, wodurch dann ein jeder Mensch, wie ganze Gesellschaften, einen beständigen Kampf zu bestehen haben, durch welchen die Lebenskraft geübt und die Freiheit des Willens irgendeine bestimmte Richtung annehmen muß.

8. Wolltest du demnach deine Absicht auf einem Weltkörper, wie in einer kirchlichen Gesellschaft, in eine helleuchtend wirkende Werktätigkeit bringen, so müßtest du fürs erste alle Reizungen des Fleisches aufheben, und zwar den Geschlechtsreiz, dann das lebendige Gefühl und daneben auch alle Bedürfnisse des leiblichen Menschen rein vernichten. Wenn du aber solches tätest oder tun könntest, was wird wohl der Mensch auf einem Weltkörper dann sein?

9. Siehe, aus diesen lebendigen Reizungen aber geht ja das menschliche Geschlecht selbst hervor und sonach auch aller Tätigkeitstrieb des hervorgegangenen Menschengeschlechtes. Wenn es dir nun sicher klar sein wird, daß die Ausrottung des Falschen und damit verbundenen Argen bei den Menschen auf den Weltkörpern, im Vollmaße genommen, auf keine andere Weise denkbar möglich ist, als durch die Ausrottung des menschlichen Geschlechtes selbst, so wirst du doch auch einsehen, daß dein vermeintliches dreijähriges wundertätiges Sein auf einem Weltkörper noch bei weitem weniger fruchten wird für die Gegenwart wie für die Zukunft, als da zur völligen Umkehrung all des Falschen und Argen gefruchtet hat das Erdendasein des Herrn und das Leben vieler mit Seinem Geiste erfüllter Apostel und Jünger.

10. Ich will dir aber sagen, warum du eigentlich auf die Erde möchtest. Siehe, es sind zwei Gründe; der Hauptgrund heißt Rache und der andere Grund, um dadurch ganz irriger Weise durch ein falsches und schlechtes Mittel dem Herrn für deine eigene Torheit eine noch bei weitem törichtere Genugtuung zu leisten! Daher stehe du von deinem Vorhaben nur ganz lebendig ab und lasse statt der Rache in deinem Herzen die wahre Nächsten- und Bruderliebe aufkeimen, und du wirst dann bald in dir klarst erschauen, auf welch eine viel zweckmäßigere Weise man hier im Orte der eigentlichsten Reinigung (Purgatorium) nach dem allerhöchst weisen Liebeplane des Herrn den Torheiten der Welt begegnen kann.

11. Da du, wie ich es ersehe, solches auch samt deiner ganzen Gesellschaft begreifst und einsiehst, so muß ich dich nun darauf aufmerksam machen, daß du mir die eigentliche Antwort über die sündenvergebenden Texte in der Schrift noch schuldig bist. Wir können eher keinen weiteren Schritt vorwärts tun, als bis diese Sache völlig lebendig erörtert ward. Und so denn mache dich nur an die Beantwortung, und zwar zuerst an die in der Schrift vorkommende Lösungs- und Bindungsstelle im 18. Verse des 18. Kapitels Matthäus wie gleichlautend auch im 23. Verse des 20. Kapitels Johannis. Wirst du solches beantwortet haben, dann erst gehen wir auf Jakobum über. Und so denn rede!

12. Der Prior spricht: O lieber, erhabener Freund! In diesem Punkte wird es mir unaussprechlich schwer gehen, und du wirst es mir nicht verargen, so ich dich allerdemütigst darum bitte, denn von mir wirst du in dieser Hinsicht wohl schwerlich je eine genügende Antwort bekommen können, indem ja selbst der Tod nichts nehmen kann, wo nichts ist.

13. Nun spreche ich: Siehe, ich habe es ja gewußt, daß es auf das hinausgehen wird. Du wolltest auf die Erde gehen, deine Kirche zu bessern; sage mir, auf welche Art hättest du das wohl angestellt, so dir zu einer solchen Unternehmung das Allernötigste und Allerwesentlichste mangelt?

14. Der Prior spricht: O erhabener Freund, wahrlich, meine Torheit wächst wie ein wucherndes Unkraut auf einem gedüngten Boden. Ich sehe jetzt, auf diese deine Frage und Erörterung, daß ich nicht einmal für einen Sauhalter tauge, geschweige erst zu einem wundertätigen Kirchenverbesserer. O sage mir doch, wieviel des allergrößten Unsinns steckt noch in mir?

15. Spreche ich: Ich sage dir, es ist noch eine tüchtige Portion, aber die Beantwortung meiner Frage wird in dir Wunder tun. Daher habe acht, wie ich sie dir nun beantworten werde; und so höre denn.

16. Ich will dir den Johannes darlegen, da dieser die Erleuchtung des hl. Geistes voraussetzt: „Nehmet hin den Heiligen Geist; denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie auch im Himmel vergeben sein; denen ihr sie aber vorenthalten werdet, denen sollen sie auch im Himmel vorenthalten sein.“ – Also lautet der Text; wie aber ist sein Verständnis?

17. „Nehmet hin den hl. Geist“ – heißt so viel als: Werdet erleuchtet mit Meiner Wahrheit! – und heißt tiefer noch: Folget Mir in allem nach! – und am allertiefsten heißt es: „Liebet euch untereinander, wie Ich euch geliebet habe! Denn daraus wird man erkennen, daß ihr Meine wahrhaftigen Jünger seid, so ihr euch untereinander liebet.“ –

18. Siehe, das heißt: Nehmet hin den hl. Geist! Denn der Herr hat kein Gebot als das der Liebe gegeben, also kann Er auch unmöglich einen andern Geist als nur den der Liebe bieten und geben. Verstehst du diesen Text? Du bejahst es mir in deinem Herzen; gut, so gehen wir weiter.

19. „Denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie auch vergeben sein im Himmel“ – das heißt soviel als: Wenn wer immer aus euch nach Meinem Geiste der Liebe und Weisheit seinem Bruder die Schuld, welche dieser Bruder gegen ihn hat, erlassen wird, dann will auch Ich eben diese Schuld nicht nur dem schuldigen Bruder, sondern auch dem Erlasser der Schuld jegliche Schuld von Mir nachlassen. Wenn aber jemand im Gegenteile, was der zweite Teil des Textes besagt, seinem Bruder die Schuld nicht erlassen wird, dann will ich dafür auch dem Gläubiger seine Schuld vorenthalten. Wenn aber der Gläubiger sich dem, der gegen ihn gesündigt hat, versöhnen will, der Schuldner aber will die Versöhnung nicht annehmen, da werde auch Ich gegen den Schuldner unversöhnlich bleiben, solange er sich mit seinem Gegner nicht versöhnen wird.

20. Siehe, das ist die im Himmel alleingültige Erklärung dieser Texte. Was aber diejenigen Sünden betrifft, welche ein Mensch wider Gott und dann wider seinen eigenen Geist begeht, so kann diese Sünden ja doch niemand vergeben als derjenige nur, gegen dessen heilige Ordnung sie begangen wurden. Und die Sünde gegen den eigenen Geist kann doch auch sicher niemand anderer vergeben oder nachlassen, als eben der eigene Geist selbst, das heißt durch den vollernstlichen Willen, aus Liebe zum Herrn sich selbst zu verleugnen und solche Sünde fürder nimmer begehen zu wollen.

21. Was aber eine Sünde wider den göttlichen Geist betrifft, der an und für sich die auswirkende Liebe des Herrn ist, da wird es etwa doch klar sein, wenn jemand sich dem allerhöchst wirkenden Gnadenmittel eigenmächtig entgegenstellt, daß sich dann sehr bedeutungsvoll fragen läßt: durch welches Mittel solle der wohl rettbar sein, so er gegen das allerhöchste, über das keines mehr ist, allerfreventlichst ankämpft?

22. Siehe, das ist demnach die völlige bedeutungsvolle Erläuterung der sündenvergebenden Texte, welche gleichbedeutend in aller Kürze in dem erhabensten Gebete des Herrn allerklarst dargelegt ist, da es unwiderruflich heißt: „Vergib uns unsere Schuld, so wie wir vergeben unseren Schuldigern.“ Und es heißt nicht etwa: Vergib uns unsere Schuld nach dem Grade unserer Bußwerke, also wie wir gebeichtet, genug getan, dann kommuniziert haben, und wie uns der Beichtvater von unseren Sünden losgesprochen hat. Noch an einer andern Stelle wird dadurch von einer allgemeinen Sündenvergebung gesprochen, daß es heißt: „Seid barmherzig, so werdet ihr Barmherzigkeit erlangen.“ – Was wieder nicht heißt: Beichtet, so werden euch die Sünden erlassen.

23. Und im Gleichnis vom verlorenen Sohne zeigt der Herr doch mit dem Finger, welches das allergültigste Mittel ist, um zur Vergebung seiner Sünden zu gelangen, nämlich die wahre liebtätige, demütige und liebeerfüllte Umkehr zu Gott, dem allerbesten und allerliebevollsten Vater aller Menschen! – Verstehst du solches? Du bejahst es; also wollen wir uns an den Jakobus wenden.

Kapitel 85 – Das Wort des Herrn! Der eigentliche Richter.

1. Was den Jakobus betrifft, so sagt er mitnichten, daß die Gemeinde ihre allfälligen Sünden einem Ältesten der Gemeinde „beichten“ soll, sondern er will dadurch nur das sagen, daß kein Bruder in der Gemeinde vor dem andern etwas geheim haben soll und von der ganzen Gemeinde nicht wollen für besser gehalten werden, als er im Grunde wirklich ist. Und das ist der Grund, warum der Jakobus anempfiehlt, aber durchaus nicht bestimmt gebietet, daß man sich gegenseitig die Sünden oder Fehler bekennen soll.

2. Wenn aber alles dieses unwiderlegbar der Fall ist, was ist demnach die Ohrenbeichte in der katholischen Kirche? Ich sage dir, sie ist nichts anderes als eine zinstragende Sünden-Bank, wo die Menschen ihre Lebensobligationen und Schuldscheine versetzen. Durch dieses Versetzen machen sie sie durch den kirchlichen Wucher doppelt zinserträglich, einmal ein jeder für sich, zum andern, da er durch die Beichte sich zwar den Augen seiner Brüder und Nebenmenschen entzieht, auf daß sie ja nicht wissen sollen, wer er so ganz eigentlich seinem Inwendigen nach ist und ihn somit wenigstens nach der Beichte sogleich wieder für einen grundehrlichen Menschen ansehen sollen, während er doch nach der Beichte auf ein Haar derselbe Mensch bleibt, der er vor der Beichte war.

3. Also werden alle gebeichteten Sünden auf diese Art nur aufbewahrt, und jeglicher Eigentümer bekommt sie hier insoweit gut verzinst zurück, als er auf diese Weise erstens sich selbst und dann alle seine Nebenmenschen betrog! Sich selbst, weil er sich nun nach einer jeden Beichte für einen vollkommen der göttlichen Gnade würdigen Menschen ansah und zu dem Behufe auch allzeit ein gewissenerleichterndes Wohlgefallen an sich selbst hatte. Seine Nebenmenschen aber betrog er dadurch, daß diese nie wußten, wie sie so ganz eigentlich mit ihm daran sind und ihn daher auch notgedrungen für viel besser ansehen mußten, als er es von jeher war.

4. Das sind also die Zinsen, und sie heißen: doppelter Betrug! Und dieser Betrug wird noch zu einem Hauptbetruge, welcher darin besteht, daß der also Beichtende in den Wahn gerät, sich auch vor dem Herrn vollkommen gerechtfertigt zu haben.

5. Ich kann dich versichern, wenn Judas, der Verräter, eine christliche Gemeinde gestiftet hätte, sie wäre sicher besser ausgefallen als diese, welche nicht aus dem Christentume, sondern aus dem Heidentume dadurch hervorgegangen ist, daß man das Heidentum mit dem Christentume nur ein wenig gesalzen hat. Denn wie bei einer Speise das Salz den kleinsten Teil ausmacht, so macht auch in diesem Heidentume das Christentum den allerkleinsten Teil aus. Das wäre zwar noch erträglich, wenn es nur gut wäre. Aber ist das Salz selbst schal, wie soll es dann das reine Heidentum zu einem Christentume würzen?

6. Das Heidentum hatte viele Götter, darum mochte es auch mit der neuen Würze nicht bei dem einen Gott verbleiben, sondern machte drei aus Ihm. Und nach diesem dreigeteilten Gotte vergöttlichte es dann auch die Menschen, welche auf der Erde gelebt haben, um dadurch einen Ersatz für seine abgenützten „Halbgötter“ und „Hauslaren“ zu bekommen. Das alte Heidentum war den Priestern überaus einträglich, das reine Christentum aber war solcher Gewinnsucht gerade entgegen, nachdem es ausdrücklich heißt: „Umsonst habt ihr’s empfangen, umsonst sollt ihr’s auch wieder weitergeben.“

7. Solches konnte das Heidentum nicht brauchen, daher machte es lieber ein „Sündenregister“. Und weil nach dem Mosaischen Gesetze zu wenig gesündigt ward, so gab es noch eigenmächtige, schwer zu haltende Gesetze hinzu, konstruierte dann zu dem Sündenregister und dem sehr zahlreichen Gesetzbuche die sündenvergebende „Beichte“ und leitete durch diese Beichte die Menschheit auf allerlei einträgliche Bußwerke hin. Durch diese hat sich dann das alleinseligmachende Pontifikat mit Hilfe noch anderer einträglicher gottesdienstlicher Zeremonien zu einem Weltglanze emporgearbeitet, vor welchem alle Könige bebten!

8. Damit aber dieses alleinseligmachende Pontifikat sich noch unabhängiger und also auch unumschränkter wirkend aufstellen konnte, wußte es durch ein vortreffliches Mittel sich ein mächtiges stehendes Heer, über eine Million stark, zu bilden, welches allerorts die Burgen, Festungen, Städte und Länder der Kaiser, Könige und Fürsten unüberwindlich besetzte und somit alle Reiche sich botmäßig und zinspflichtig machte. Das Heer sind die „Priester“ und „Mönche“, und das Mittel ist der „Zölibat“. Auf diese Weise war die (neu) heidnische Kirchenmacht unüberwindbar begründet. Da aber jeder Herrscher, so er wissen will, wie es mit seinen Untertanen stehe, geheime Kundschafter haben muß, so waren solche geheime Kundschafter auch dem Pontifikate überaus notwendig. Wer sind aber diese Kundschafter? Siehe, das gesamte Priestertum.

9. Und wie heißt das Mittel, durch welches die geheimen Gesinnungen ausgekundschaftet wurden und noch werden? Es ist kein anderes als die „Beichte“. Und siehe, das auch ist der zweite Gewinn, und das für die Beichtiger, also für das gesamte finstere Priestervolk.

10. Und worin besteht dieser Gewinn? Ich sage dir, er besteht in nichts anderem, als daß für die Kirche alle die gebeichteten Sünden ganz als eigentümlich zugute geschrieben werden, zugleich aber auch noch in dem damit notwendig verbundenen eigennützigen Menschenbetruge, durch welchen sie in den Wahn gebracht werden, so oft vor Gott gerechtfertigt zu sein, als wie oft sie nur immer gebeichtet haben.

11. Und mit eben solchem „Gewinne“ ausgerüstet stehet nun ihr dahier, und es läßt sich nun abermals eine neue Frage setzen, welche also lauten soll: Was werdet ihr nun zur Verringerung oder wohl gar zur gänzlichen Tilgung solch eines allerbarsten Höllengewinnes vorbringen? Denn das muß ich euch sogleich hinzubemerken, daß durch ein pures unvermitteltes Erbarmen von seiten des Herrn ewig niemand zum Leben eingehen kann; denn wer nicht hat, dem wird noch genommen werden, was er hat.

usw…

Schlussbemerkung

Diese, vom Herrn gegebene Darstellung der Verhältnisse betreffend der römisch-katholischen Kirche ist, in ähnlicher Form, in jeder Kirche oder Konfession anzutreffen. Der Schlüssel zu der Erkenntnis ist zuerst das offene und ehrliche Suchen der Wahrheit aus Jesus Christus, danach denn auch die demütige Bitte um Verständnis des Willens des Herrn.

Zentrum der Lehre ist und bleibt die Liebe zu Gott und dem Nächsten. Amts- und Funktionsübertragungen von Jesus an die Menschen sind nur in Ausübung der Liebesgebote gegeben. Alles, was darüber ist, kommt nicht vom Herrn.

Der ungefärbte Wille Gottes und die wahre Jesulehre sind vielerorts aufgezeichnet und nachzulesen – sofern sich der Mensch ernsthaft darum bemühen will.

V1-K219-221… Die Nachtpredigt Jesu – The Night-Sermon of Jesus

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Das Grosse Johannes Evangelium - Kapitel 219-221 - Die Nachtpredigt Jesu The Great Gospel of John - Chapter 219-221 -The-Night-Sermon-of-Jesus - revealed through Jakob Lorber
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Die Nachtpredigt Jesu… Kapitel 219 – 221
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen
Diese Begebenheit wird in der Bibel nicht erwähnt. In einem Ort namens Kis heilt der Herr viele Kranke – alle zur gleichen Zeit. Die Pharisäer, welche die Kranken begleitet haben, sehen in Jesus – zumindest vorerst – einen Essäer, nicht jedoch den Herrn.

Kapitel 219. Der positive seelische Zweck von Not und Leiden

1. Nach dem Abendmahle sagte Ahab: „Herr, daß ich über Dich schon von Jesaira her in der klarsten Ordnung bin über Deine Wesenheit, das versteht sich mehr als von selbst, und es hätte meinetwegen solch ungeheurer Zeichen nicht bedurft, um mich und alle meinesgleichen zur Übergenüge zu überzeugen, daß Du Jehova Selbst bist, durch einen von dieser Erde gleichsam zur Leihe genommenen Menschenleib wirkend. Aber neugierig bin ich, ob die fünf Pharisäer aus Bethlehem, die sonst rechte Ehrenleute zu sein scheinen, davon im Ernste nichts merken sollen, wer Der sein dürfte, der ihre Kranken so überaus wunderbar geheilt hat. Wenn sie nur irgendeinen Dunst haben, so müssen sie ja doch schon nahe mit den Händen greifen, daß ein gewöhnlicher Mensch so was ewig nicht zu leisten imstande ist. Ich bin der Meinung, man solle sie so ein wenig auskosten gehen, und es würde sich da bald zeigen, was sie bei sich von Dir halten.“

2. Sage Ich: „Freund, daß Ich es ganz sicher weiß, was sie von Mir halten, daran wirst du hoffentlich auch keinen Zweifel haben; und da meine aber Ich, es sei nun gar nicht nötig, daß wir sie störten in ihren höchst eigenen Betrachtungen. Dazu ist denn ja morgen auch noch ein Tag, an dem sich noch so manches recht trefflich wird abmachen lassen. Lassen wir sie heute nacht nur recht durchgären! Denn wie beim neuen Most die Gärung nötig ist, auf daß aus dem Moste ein geistiger Wein werde, ebenalso ist jedem Menschen eine ähnliche Gärung in seinem Gemüte höchst notwendig, so er ins volle und wahre Geistige übergehen soll.

3. Sieh, so ein Mensch alles hat, was er benötigt, so fühlt er sich ganz behaglich; er sorgt sich um nichts, er arbeitet nichts, läßt sich bloß gut und bequem geschehen und fragt wenig danach, ob es einen Gott gibt, ob ein Leben nach dem Tode des Leibes, ob der Mensch mehr ist als ein Tier oder das Tier mehr als ein Mensch. Berge und Täler sind ihm einerlei, Winter und Sommer gehen ihn nichts an; denn im Sommer hat er Schatten und kühlende Bäder und für den Winter wohlerwärmende Kamine und warme Kleider.

4. Also ist ihm auch gleich, ob das Jahr fruchtbar war oder nicht; denn fürs erste ist er auf zehn Jahre mit Vorräten aller Art versehen und hat fürs zweite Geld in Menge, um sich irgend etwas Abgängiges beizuschaffen.

5. Sieh, ein solcher Mensch lebt dann gerade so gemächlich fort wie ein Mastochse im Stall und denkt auch nicht um vieles mehr als ein Ochse und ist sonach auch nichts als ein Genußtier in menschlicher Gestalt.

6. Wenn du zu einem solchen kämest, um ihm zu predigen das Evangelium vom Gottesreiche, so wird er dir gerade das tun, was der Ochs im Stalle einer Stechfliege tut, die ihn in seiner Freßbehaglichkeit stört: der Ochs schwingt seinen Schweif über den ihn störenden Gast, und dieser muß schnell Reißaus nehmen, um nicht erschlagen oder doch wenigstens stark beschädigt zu werden.

7. Und sieh, ein solcher mit keiner Sorge bedrängter Wohlfresser wird seiner Dienerschaft, die im Grunde auch nichts als des sorglosen Wohllebers Fliegen abtreibender und abwehrender Schweif ist, den Wink geben, dich fortzutreiben; du wirst offenbar so schnell als möglich das Weite suchen und wirst erst in einer bedeutenden Ferne darüber nachdenken können, welch eine Wirkung deine Evangeliumspredigt bei dem Wohlfresser gemacht hat.

8. Ich aber verstehe es, solchen Ochsen eine ganz andere Vorpredigt zu machen: Ich lasse ein irdisch Unglück ums andere über sie kommen; dadurch kommen sie in allerlei Sorgen und Angst und Furcht, fangen an zu denken, zu suchen und zu fragen, wie doch solches möglich sei, daß sie nun so von allen Seiten bedrängt werden, indem sie doch nie jemandem ein Unrecht zugefügt hätten und allzeit als ordentliche, wohlanständige Menschen gelebt haben!

9. Das geschieht ihnen aber nur der nötigen Gärung wegen.

10. Wenn solche Menschen dann so in eine rechte Gärung kommen, so sehnen sie sich nach Freunden, durch die sie wieder zu einer Ruhe gebracht werden könnten; dann gehe zu ihnen hin und predige ihnen das Evangelium, und sie werden dich hören und nimmer ihren stolzen und wütend um sich herumschwingenden Schweif wider dich erheben!

11. Und sieh, aus ebendem Grunde ist es gut, daß diese unsere Gäste durch diese Nacht hindurch so in irgendeine rechte Gärung kommen; durch diese werden sie in sich selbst geistiger, und wir werden morgen eine leichte Arbeit mit ihnen haben. Siehst du das nun ein?“

220. Kapitel – Jesu Aufforderung zur positiven Tat

1. Sagt Ahab: „O Weisheit, o Weisheit! Was für Hohes und Wahres fassest du in dir, und wie ungeheuer dumm ist unsereins dagegen! Es ist eine ewige Wahrheit, daß nirgends etwas entstehen kann, wenn zuvor nicht eine kämpfende Tätigkeit vorausgeht; und ich wollte doch nun sogleich zu den Bethlehemiten gehen und sie zu beleuchten anfangen! O ich Mittelpunkt aller Dummheit! Sagen doch die Weisen der Griechen: ,Jede Tätigkeit wird durch einen Kampf bedingt, und jeder Effekt ist die Folge dessen!‘, – und ich sah das nicht ein! Wie kommt es, daß ich’s nun einsehe?!

2. Ja, so beim Menschen in seinem Innern nicht ein rechter Kampf mit sich selbst und seinen verschiedenen Lebenselementen vorangeht, ist alles eitel, was man mit ihm von außen her vornimmt!

3. Ich bin nun völlig im klaren über die instruktiven Lebensverhältnisse des Menschen, und ich möchte hier beinahe einen Hauptlebensgrundsatz aufstellen und glaube, daß ich das Ziel eben nicht zu weit verfehlen dürfte!“ Sage Ich: „Laß ihn hören! Ich will ihn in Mir nicht eher beschauen, als bis du ihn ausgesprochen hast.“

4. Sagt Ahab: „Was sich der Mensch von seinen ihm vom Anbeginne verliehenen Eigenschaften nicht zuvor selbst gegeben hat, das kann, ohne ihn zu verderben, ihm kein Gott geben! Gott sind wohl alle Dinge möglich; aber der Mensch gewinnt dabei nichts!

5. Wer sich zuvor nicht selbst erkennt, wie soll er jemand andern und endlich gar Gott erkennen?! – Das wäre mein Grundsatz. Herr, bin ich weit vom Ziele?“

6. Sage Ich: „Nein, Freund Ahab, wahrlich, du hast nun den Nagel fest auf den Kopf getroffen; also ist es! Was sich der Mensch mit seinen ihm verliehenen Kräften nicht als selbsttätig verschafft, das kann und darf ihm auch Gott nicht verschaffen, ohne ihn zu richten!

7. Darum seid denn auch alle nicht eitel pure Hörer Meines Wortes, sondern eifrige Täter desselben, so werdet ihr erst dessen Segnungen in euch wahrzunehmen anfangen!

8. Denn das Leben ist ein Tun und kein Müßigstehen der Kräfte, durch die das Leben bedingt ist, und so muß das Leben auch durch die gleichfort währende Tätigkeit der sämtlichen Kräfte desselben sogar für ewig erhalten werden; denn in dem Sich-zur-Ruhe- Legen waltet kein bleibend Leben.

9. Das gewisse Wohlgefühl, das euch die Ruhe beut, ist nichts als ein teilweiser Tod der zum Leben erforderlichen Kräfte; wer dann stets mehr und mehr an der tatlosen Ruhe, besonders der geistigen Lebenskräfte, ein behagliches Wohlgefallen findet, der schiebt sich dadurch eben auch stets mehr dem wirklichen Tode in die Arme, aus denen ihn auch kein Gott gar zu leicht mehr befreien wird!

10. Ja, es gibt auch eine rechte Ruhe voll Lebens; aber die ist in Gott und ist für jeden Menschen ein unnennbar beseligendes Gefühl der Zufriedenheit, nach dem Willen Gottes tätig zu sein.

11. Dieses beseligendste Zufriedenheitsgefühl und die klarste Erkenntnis, wahrhaft nach der Ordnung Gottes gleichfort gehandelt zu haben, ist die bewußte rechte Ruhe in Gott, die allein voll Lebens ist, weil voll Tatkraft und Handlung darnach. Jede andere Ruhe, die in einem Aufhören der Lebenskräfte besteht, aber ist, wie schon gesagt, ein wahrer Tod insoweit, als inwieweit die verschiedenen Lebenskräfte sich der Tätigkeit entzogen haben und dieselbe nicht wieder ergreifen. – Verstehet ihr solches?“

12. Sagt Judas Ischariot: „Herr, wenn so, da sollte der Mensch den Schlaf fliehen wie eine Pestilenz; denn der Schlaf ist doch auch eine Ruhe von einer Anzahl, wennschon äußerer Lebenskräfte!“

13. Sage Ich: „Allerdings! Darum werden Langschläfer auch nie ein besonders hohes Alter erreichen. Wer seinem Leibe in der Jugend fünf Stunden und im Alter sechs Stunden Schlafruhe gönnt, der wird auch zumeist ein hohes Alter erreichen und wird lange ein jugendliches Aussehen behalten, während ein Langschläfer bald altert, ein faltiges Gesicht und graue Haare bekommt und im etwas vorgerückten Alter wie ein Schatten einhergeht.

14. Wie aber der Leib durch zu vielen Schlaf stets mehr und mehr tot wird, ebenso und noch bei weitem mehr wird es die Seele, wenn sie mehr und mehr nachläßt in ihrer Tätigkeit nach Meinem Worte und Willen.

15. Wo aber der Müßiggang sich einmal in eine Seele eingenistet hat, da nistet sich auch bald das Laster ein; denn der Müßiggang ist nichts als eine sich selbst wohltuende Liebe, die jede Tätigkeit für jemand anderen um so mehr flieht, weil sie im Grunde des Grundes nur das will, daß alle anderen zu ihren Gunsten und Nutzen arbeiten sollen!

16. Darum hütet euch auch insbesondere vor dem Müßiggang; denn dieser ist ein wahres Samenkorn für alle möglichen Laster!

17. Als Beispiel mögen euch die verschiedenen Raubtiere dienen. Sehet, diese Tiere setzen sich nur dann in eine verderbenbringende Tätigkeit, wenn sie ein brennender Hunger antreibt; haben sie einen Fraß erbeutet und ihren Hunger gestillt, so begeben sie sich alsbald wieder in ihre Höhlen und ruhen da oft tagelang, besonders die Schlangen.

18. Betrachtet nun einen Räuber und Mörder dagegen! Dieser sonst aller Arbeit scheue Mensch, eigentlich Teufel im Fleische, liegt tagelang in irgendeinem seiner Raubnester; nur wenn die Laurer ihm vermelden, daß eine reiche Karawane bei seinem Raubneste vorüberziehen werde, da erst setzt er sich mit seinen Gesellen auf die Mitlauer und fällt dann die kommende Karawane rücksichtslos an und raubt sie aus und ermordet die Kaufleute, auf daß er nicht verraten werden möchte! Und das ist eine Frucht des Müßiggangs.

19. Darum noch einmal gesagt: Hütet euch vor allem vor dem Müßiggang; denn er ist der Weg und die breite Tür zu allen erdenklichen Lastern!

20. Nach getaner Arbeit ist eine mäßige Ruhe gut den Gliedern des Leibes, aber dafür eine übermäßige schlechter als gar keine.“

221. Kapitel – Vom Segen der Aktivität

1. (Der Herr:) „So jemand einen weiten Weg zurückgelegt hat zu Fuß und erreicht endlich eine Herberge, so wird er, wenn er in der Herberge sich nicht alsobald zur Ruhe begeben wird, sondern kleine Bewegungen machen und am nächsten Tage schon vor dem Aufgange auf den Füßen sein wird, den ganzen Tag über von keiner Müdigkeit etwas verspüren, und je länger er also seine Reise fortsetzen wird, desto weniger müde wird sie ihn machen.

2. So aber jemand ebenso stark ermüdet vom Tagesmarsche auf eine Herberge kommt, sich sogleich auf ein Lager hinwirft und dasselbe gar erst am Mittag des nächsten Tages verläßt, so wird er mit völlig steifen Füßen und mit einem völlig betrunkenen Kopfe seine Weiterreise fortzusetzen anfangen und wird nach einer Strecke zurückgelegten Weges sich vor lauter Müdigkeit nach einer Ruhe sehnen, und es kann am Ende sogar geschehen, daß er am Wege liegenbleibt und allda verkümmert, so ihm niemand – was leicht möglich – zu Hilfe kommt.

3. Was aber schuldet daran? Seine eigene zu große Ruhelust und der mit derselben verbundene Wahn, daß die Ruhe den Menschen stärke.

4. So jemand in einer oder der andern Kunst, dazu Hand- und Fingergeschicklichkeit in hohem Grade erfordert werden, eine große, staunenerregende Fertigkeit erreichen will, Frage: Wird er diese erreichen, so er an der Stelle des unausgesetzten fleißigen Übens an jedem Tage seine Hände und Finger in die Taschen steckt und Tag für Tag fein müßig herumwandelt aus einer Art vorsichtiger Furcht, seine Hände und Finger nicht zu ermüden und sie für die anzustrebende Künstlerschaft ja etwa nicht zu steif und unfähig zu machen?

5. Wahrlich, da könnte Ich Selbst bei aller Meiner unbegrenzten Weisheit nicht einen Propheten machen und die Zeit festsetzen, in der solch ein Kunstjünger ein Virtuose wird! Daher, Meine lieben Freunde und Brüder, sage Ich euch wiederholt:

6. Nur Tätigkeit über Tätigkeit zum allgemeinen Wohle der Menschen! Denn alles Leben ist eine Frucht der beständigen und nie zu ermüdenden Tätigkeit Gottes und kann daher nur durch die wahre Tätigkeit erhalten und für eine ewige Dauer bewahrt werden, während aus der Untätigkeit nichts als der Tod zum Vorschein kommt und kommen muß.

7. Leget eure Hände auf euer Herz und merket es, wie es in einem fort Tag und Nacht tätig ist! Von solcher Tätigkeit aber hängt ja das Leben des Leibes alleinig ab; so das Herz aber einmal stillzustehen anfängt, da – meine Ich – dürfte es etwa mit dem natürlichen Leben des Leibes wohl gar sein!

8. Wie aber die Ruhe des leiblichen Herzens offenbar der volle Tod des Leibes ist, also ist auch die gleiche Ruhe des Seelenherzens der Tod der Seele!

9. Das Herz der Seele aber heißt Liebe, und das Pulsen desselben spricht sich in wahrer und voller Liebtätigkeit aus.

10. Die unausgesetzte Liebtätigkeit ist demnach der nie zu ermüdende Pulsschlag des Seelenherzens. Je emsiger aber das Herz der Seele pulst, desto mehr Leben erzeugt sich in der Seele, und so dadurch ein hinreichend hoher Lebensgrad in der Seele sich erzeugt hat, so daß er dem göttlichen, allerhöchsten Lebensgrade gleichkommt, so weckt solch ein Lebensgrad der Seele das Leben des göttlichen Geistes in ihr.

11. Dieser – als pur Leben, weil die unermüdete höchste Tätigkeit selbst – ergießt sich dann in die ihm durch die Liebtätigkeit gleichgewordene Seele, und das ewig unverwüstbare Leben hat in der Seele seinen vollen Anfang genommen!

12. Und sehet, das kommt alles von der Tätigkeit, nie aber von einer faulen Ruhe her!

13. Daher fliehet die Ruhe und suchet die volle Tätigkeit, und euer Lohn wird sein das ewige Leben!

14. Glaubt ja nicht, daß Ich etwa gekommen sei, den Menschen auf dieser Erde den Frieden und die Ruhe zu bringen; o nein, sondern das Schwert und den Krieg!

15. Denn die Menschen müssen durch Not und Drangsale aller Art zur Tätigkeit angetrieben werden, ansonst sie zu trägen Mastochsen würden, die sich selbst mästeten zum Fraße für den ewigen Tod!

16. Not und Drangsal bewirken im Menschen ebenfalls eine Gärung um die andere, aus welcher sich am Ende doch etwas Geistiges entwickeln kann.

17. Man könnte freilich wohl sagen: ,Durch Not und Drangsal aber werden auch Zorn, Rache, Mord und Totschlag erzeugt und Neid, Hartherzigkeit und Verfolgung!‘ Das ist allerdings wahr; aber so arg alle diese Dinge sind, so sind sie dennoch ob des Erfolges besser als die faule Ruhe, die tot ist und weder etwas Gutes noch etwas Böses bewirkt.

18. Darum sage Ich euch: Entweder sei jemand gegen Mich vollends warm oder vollends kalt; denn einen Lauen will Ich aus Meinem Munde speien!

19. Ein energischer Feind ist Mir lieber als ein lauer Freund; denn der energische Feind wird Mich nötigen zu aller Tätigkeit, auf daß Ich ihn entweder gewinne oder die rechten Wege einschlage, um ihn für Mich durch alle Zeiten unschädlich zu machen; neben einem lauen Freunde aber werde Ich Selbst lau, und wenn Mich eine Not träfe, wird Mir der laue Freund zu etwas nütze sein?!

20. Darum ist auch ein lauer Regent eine Pest für sein Volk; denn da vermodert des Volkes Geist, und aus den Menschen werden lauter Freßochsen und Lastesel! Aber ein scharfer und sogar tyrannischer Regent macht das Volk lebendig, und es ist alles voll Tätigkeit, um nur in keine Strafe zu verfallen; und treibt es ein Tyrann zu toll, so wird das Volk sich endlich in Massen erheben und wird sich von seinem Peiniger befreien.

21. Ich meine nun, über den Wert der Tätigkeit hinreichend gesprochen zu haben, und bin überzeugt, daß ihr alle diese Lehre verstanden habt. Darum, so jemand will und in sich ein Bedürfnis zur Schlafruhe seines Leibes fühlt, der suche sich ein Lager; der aber mit Mir die Nacht über wachen will, der bleibe hier!“ Da sagten alle: „Herr, so Du wachest, wie könnten wir da schlafen?! – Nur die Mutter Maria scheint der Leibesruhe zu bedürfen, und so könntest Du sie wohl schlafen heißen.“

22. Aber die Maria, obschon sie hinter Mir auf einem Lehnstuhle ein wenig schlummerte, vernahm dennoch diese Rede, richtete sich auf und sagte zu dem Redner in aller Freundlichkeit: „Freund, der du gewöhnlich deinen Mund für alle deine Mitjünger auftust, ich sage dir, daß deine Sorge um mich ein wenig eitel ist; denn sieh, ich habe meinem Herrn zuliebe wohl schon mehrere Hunderte von schlaflosen Nächten durchwacht, und ich lebe noch – und werde noch so viele durchwachen und darob das Leben nicht verlieren, so es Sein Wille ist! Daher kümmert ihr euch alle um mich nicht; es ist genug, daß Einer meiner gedenkt!“

23. Es war aber dies der Thomas, an den diese Worte gerichtet waren. Dieser aber kam zur Maria und bat sie, daß sie ihm seine gute Meinung nicht ungütig aufnähme. Maria aber tröstete ihn und war sehr freundlich ob seiner Sorge um sie, und dem Thomas ward es wieder leichter ums Herz, daß er alsbald wieder ganz beruhigt seinen Platz einnahm.

24. Es trat nun auf eine Zeit eine Stille ein. Niemand redete ein Wort; denn sie alle dachten nun viel darüber nach und fanden die Wahrheit des Gesagten stets heller und heller leuchtend.

25. Nur Matthäus sagte nach einer Weile für sich selbst: „Morgen beim ersten Tagesanbruch wird diese Lehre von der Tätigkeit und von der Ruhe, so gut es geht, niedergeschrieben auf eine eigens bloß für diese Lehre bestimmte Platte; denn diese über alles wichtige Lehre darf um keinen Preis der Welt verlorengehen!“ Und als es dann bald darauf zu tagen begann, so hielt Matthäus auch sein Wort; und es hat sich diese Lehre für sich dann lange erhalten und ist durch Jonael und Jairuth auch nach Samaria überbracht worden, ward aber mit der Zeit sehr entstellt und ging darum auch verloren. Solange sie aber noch gang und gäbe war, kursierte sie unter dem Namen „die Nachtpredigt“ im Volke.

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The Night-Sermon of Jesus… Chapter 219 to 221
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Introductory information
This incident is not mentioned in the Bible. In a place called Kis the Lord heals many sick – all at the same time. The Pharisees, which have accompanied the sick see in Jesus – at least for now – an Essene, but not the Lord.

Chapter 219 – The positive spiritual purpose of distress and suffering

1. Said Ahab, after supper: ‘It goes without saying that I am clear about Your nature since Jesaira, and there would have been no need for such immense signs for either myself or the likes of me, to convince us all abundantly that You are Jehovah Himself, acting through a physical body, borrowed as it were from this Earth. But I am curious about whether the 5 Pharisees, seemingly upright people, in all earnest do not sense who might the One who healed their sick in a truly miraculous way. If they had but the faintest clue, they would have to be capable of grasping by hand that an ordinary human could not possibly accomplish this in all eternity. In my opinion, one should go and sniff them out a little and it should quickly transpire as to what they actually make of You.’

2. I said (Jesus): ‘Friend, you will surely not doubt that I know what they think of Me. So I don’t consider it necessary to interrupt them in their deliberations. Therefore, tomorrow is another day on which a few initiatives can be taken in that respect. Let us leave them to some real fermentation overnight. Because just as cider needs fermenting to become a spiritual wine, just so every man’s emotions need fermenting, if he is to transcend to the truly spiritual.

3. See, if a man has everything that he needs, then he feels quite snug. He cares about nothing, does no work, takes it easy and inquires little about the existence of God or life after physical death, or whether man is more than the animal, or vice versa. Mountains and valleys are the same to him, winter and summer don’t concern him, for in summer he has shade and cooling baths, and in winter well-heated fire-places and warm clothing.

4. Neither does he care whether the year was plentiful or not, for he is provided firstly with all stores for ten years and secondly with plenty of money for acquiring anything he lacks.

5. See, such a person then enjoys the leisure of a fattening ox in the stable, prone to little more thought than the ox, and is therefore no more than a hedonistic animal in human form.

6. If you came to such a man to preach the Gospel of the heavenly kingdom, he would do to you what the ox in the stable does to the blowfly, swinging his tail over it to make it take off or be killed or at least suffer considerable harm.

7. And see, such carefree glutton shall direct his servants, who also are no more than the carefree hedonists’ fly chasing and repelling tail, to chase you away. You obviously shall quickly turn on your heels, and at a safe distance contemplate the effect of your gospel on the glutton.

8. But I know how to give such oxen quite a different introductory sermon. I let one terrestrial accident after another overtake them. This fills them with all sorts of troubles and fears, causing them to think, seek to find out and ask how it is possible for them to now be beset by all sorts of extremities, since they had never been unjust to anyone, having always been orderly and respectable citizens.

9. This however is only on account of the necessary fermentation.

10. When such people then undergo a proper fermentation, they long for friends who could bring them comfort. Go to them then to preach the Gospel, and they shall hear you and not raise their furiously swinging tail against you.

11. And see, for this reason it is good for these guests to undergo real fermentation this night; this shall make them internally more spiritual, and your work shall be easy with them tomorrow. Do you follow this?’

Chapter 220 – Jesus call for positive action

1. Says Ahab: ‘O wisdom, o wisdom. See your grasp of the exalted and true, and how immensely stupid the likes of us. It is an eternal truth that nothing can arise without a struggle, yet I was going to hurry over to the people of Bethlehem to start enlightening them. O, centre of stupidity that I am. Do not the Greek wise men say: Every activity is generated from struggle, and every effect its outcome. Yet I did not see this. Why do I see it now?

2. Indeed, if there is no preceding contention between the inner life-elements in man, then all external efforts with man are futile.

3. I am now in the clear about human instruction, and could almost pronounce a life-fundamental, without straying too far afield.’ I said: ‘Let it be heard. I intend not to review it within Myself until you have voiced it.’

4. Ahab says: ‘What man has not initially acquired himself from the properties given him at the outset, no God can give him without ruining him. To God, of course, all things are possible, but thereby man does not gain anything.

5. Who does not know himself first, how can he know another and, finally, even God? That would be my principle. Am I far off the mark, Lord?’

6. I said: ‘No, friend Ahab, you have in truth hit the nail firmly on the head. Thus it is. What man does not acquire for himself independently with the abilities bestowed on him, God cannot and may not provide without judging him.

7. Therefore, all of you should not be just idle hearers of My Word, but diligent doers, only then will you begin to notice its blessings within you.

8. For life is action and not stagnation of the powers on which life depends. And so life must be preserved even for eternity through the constant activity of all its powers, for in the lying-down-to-rest there is no permanent life.

9. The certain feeling of well-being you gain from rest is nothing else but a partial death of the powers needed for living. The person who then increasingly enjoys the inactive rest, especially of the spiritual life-powers, thereby also slides ever more into the arms of actual death from which no God will easily free him.

10. O yes, there does also exist a proper rest full of life, but that is in God and for everyone an indescribably blissful feeling of contentment to be active in accordance with God’s will.

11. This most blissful feeling of contentment and the clearest realization to have always truly acted according to the order of God is that proper rest in god which alone is full of life because it is full of energy and respective action. Every other rest that consists in the ceasing of the life-powers is, as already mentioned, an actual death to the point to which the various life-forces have withdrawn from activity and no longer resumed it. Do you understand this?’

12. Says Judas Iscariot: ‘Lord, if so, then man should flee sleep like the pestilence, for also sleep is a rest of a number of life-forces, although external ones.’

13. I said: ‘Certainly. Because of that late-risers will never reach a particularly great age. Whoever grants his body 5 hours of sleep in his young days and 6 hours in his old age will usually reach a great age and look youthful for a long time, whereas a late-riser soon ages, gets a lined face and gray hair and at a somewhat advanced age walks around like a shadow.

14. And just as the body gradually dies off through too much sleep, in the same way, but on a larger scale this applies to the soul if it increasingly slackens in its activity according to My Word and will.

15. Once idleness has made itself at home in a soul there soon follows also depravity. For idleness is nothing else but a self-indulging love which all the more flees any activity for someone else’s sake because it basically want only one thing, namely that all others should work for its benefit.

16. Therefore, beware particularly of idleness, for this is an actual see for all kinds of vices.

17. The various beasts of prey may serve you as an example. Look, these beasts become destructively active only when driven by burning hunger. Once they have captured their prey and satisfied their hunger, they again return to their lairs where they rest often for days, especially snakes.

18. Now look at a robber or murderer. This man who shuns all work, who is actually a devil in the flesh, lies often for days in one of his dens. Only when his pies tell him that a rich caravan is due to pass his den, he lies in wait together with his accomplices, ruthlessly attacks and robs the caravan and kills the merchants to prevent them from betraying him. And that is a fruit of idleness.

19. Therefore, I say once more: Beware above all of idleness, for it is the road and the wide door to all imaginable vices.

20. After the work has been done moderate rest is good for the limbs of the body, but excessive rest is worse than none.’

Chapter 221 – The Blessing of Activity

1. If someone has walked a long distance and finally reaches a shelter he will, if he does not go to bed immediately, but continues with small movements and on the following day is on his feet already before sunrise, not feel any tiredness all day, and the longer he will thus continue his journey the less tired it will make him.

2. If, however, someone after a day’s march arrives quite as tired at a shelter, immediately throws himself on a bed and maybe leaves it only at noon on the following day, he will be continuing his journey on completely stiff feet and with a totally drunk head. After having covered a certain distance, he will from utter exhaustion long for a rest, and it can even happen that he collapses on the road and perishes there if no one comes to his aid, which can easily happen.

3. And what has caused it? His own too great desire for rest and the delusion that rest strengthens a person.

4. If someone wished to achieve a great, amazing accomplishment in one or the other art where a high degree of skillfulness of hands and fingers is required, then I ask you: will he achieve it if instead of constant diligent practice every day he idly strolls around day by day with his hands in his pockets motivated by a kind of anxious concern not to tire his hands and fingers to prevent them from getting stiff and unfit for the striven-for accomplishment?

5. Truly, even I Myself with all My boundless wisdom could not make a prophet and determine the time when such a disciple of art will become a virtuoso. Therefore, My dear friends and brothers, I repeat:

6. Only activity upon activity for the common good of people brings you salvation. For all life is the fruit of God’s constant, never tiring activity and therefore can only be maintained and preserved for eternity through proper activity whereas nothing but death does and must result from inactivity.

7. Place your hands on your heart and feel how it is constantly active day and night. The life of the body depends solely on such activity. Once the heart stops, that would mean the end of the natural life of the body, I should say.

8. And just as the rest of the physical heart obviously constitutes the total death of the body, this same rest of the soul’s heart is the death of the soul.

9. The heart of the soul, however, is called love, and its pulsating expresses itself in true and full love-activity.

10. Thus constant love-activity is the never wearying pulse-beat of the soul’s heart. The more actively the heart of the soul pulsates, the more life is generated in the soul and once thereby a sufficiently high degree of life, this awakens therein the life of the divine spirit.

11. This spirit – being pure life because it is the untiring supreme activity itself – then flows into the soul that has become equal to it through love activity, and everlasting imperishable life has fully begun within the soul.

12. And look, all this arises from activity, but never from idle rest.

13. Therefore, shun rest and seek full activity, and eternal life will be your reward.

14. Do not imagine that I have come to bring peace to mankind on this Earth. O no, only the sword and war instead.

15. For, men must be impelled to all kinds of activity through distress and hardships or they would become lazy, fatted oxen that fatten themselves for eternal death.

16. Distress and hardship bring about fermentation upon fermentation in man from which in the end something spiritual could develop.

17. One could, of course, say: “Through distress and hardship also anger, vengeance, murder and manslaughter arise, also envy, hardheartedness and persecution.” That is indeed true, but bad as all that is, the result is nevertheless better than from idle rest which is dead and brings neither good nor bad results.

18. Therefore I tell you: let a person be really warm or completely cold where I am concerned, but a lukewarm one I will spit out from My mouth.

19. I prefer an energetic enemy to a lukewarm friend, for the energetic enemy will challenge Me to full activity, so that I may either win him over or make provision to prevent him from harming Me. Beside a lukewarm friend, however, I become lukewarm Myself and if I should get into difficulties, will the lukewarm friend be of any use to Me?

20. Therefore, also a lukewarm ruler is a pest for his people, for then the nation’s spirit decays and the people all turn into voracious oxen and beasts of burden. But a severe and even tyrannical ruler causes the people to be alive and there is activity everywhere so as not to incur punishment. And if a tyrant goes too far the people will rise in great numbers and rid themselves of their tormentor.

21. I think I have now said enough about the value of activity and am convinced that all of you have understood this lesson. Therefore, if someone wants it and feels a need for a sleeping rest for his body, let him seek a bed, but who wants to sit up with Me through the night, let him remain here.’ There they all said: ‘Lord, how could we sleep when You are sitting up? Only the mother Mary seems to need a rest for her body, and so You could send her to bed.’

22. But Mary, although she had dozed a little in an armchair behind Me, heard these words, sat up and said with great friendliness to the speaker: ‘Friend, you who usually speak for your fellow-disciples, I tell you that your concern for me is rather futile. For, see, for the sake of my Lord I have sat up for probably hundreds of sleepless nights and am still alive – and if it is His will I will again go through as many sleepless nights and not lose my life. Therefore, do not concern yourselves about me all of you, it is sufficient that One looks after me.’

23. These words had been addressed to Thomas and he came to Mary and asked her not to regard his good intention unkindly. But Mary comforted him and was very kind about his concern for her, and Thomas felt easier in his mind and soon, quite relieved, resumed his seat.

24. For a while there was now silence. No one spoke, for they all pondered on what had been said and found the truth of it shining ever brighter.

25. Only Matthew said after a while to himself: ‘Tomorrow at daybreak this teaching about activity and rest will be recorded as best as possible on a special tablet, for this so extremely important lesson must on no account be lost to the world.’ And when soon it began to dawn, Matthew kept his word, and this lesson was preserved for a long time and through Jonael and Jairuth reached also Samaria, but in the course of time was considerably distorted and, therefore, also got lost. But while it was still around the people knew it under the name of “the night-sermon.”

V1-K17-22… Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus – The Lord’s Discussion with Nicodemus

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Das Nachtgespraech von JESUS mit Nikodemus - Grosses Johannes Evangelium Band 1 - Jakob Lorber The Lords discussion with Nicodemus - The Great Gospel of John Volume 1 - Jakob Lorber
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Das Nachtgespräch zwischen Jesus und Nikodemus… Kapitel 17-22
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Einleitende Informationen

Die Begebenheit mit Nikodemus, Pharisäer und Bürgermeister von Jerusalem, also einem “Obersten unter den Juden”, beleuchtet gleich mehrere, äusserst wichtige Themen. So wird offensichtlich, wie hinderlich das materielle Denken und die menschliche Weisheit für das Erkennen Jesu und Seiner Lehre sind.

Es wird dargestellt, was die eigentliche Bedeutung des Begriffes “Wiedergeburt aus Wasser und Geist” ist. Zu guter Letzt erstaunt die Einfachheit des Weges aus dieser scheinbar ausweglosen Situation, auf welche der Herr in seiner phantastischen Weisheit gelenkt hat.

Während im Evangelium Johannes gerade mal 21 Verse des dritten Kapitels die Begegnung beschreiben, ist diese im Grossen Evangelium ganze sechs Kapitel lang, was einerseits auf die Wichtigkeit und andererseits auf die Geduld Jesu hinweist.
Nachfolgend nun eine Sammlung der Schlüsselstellen:

Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus (Kap.17-22) … Der Herr spricht …
17,3 … es kamen sozusagen bei Tag und Nacht in Masse Menschen aller Klassen aus der Stadt zu Mir. Die Armen kamen gewöhnlich am Tage, die Großen, Vornehmen und Reichen aber gewöhnlich in der Nacht, denn sie wollten sich vor ihresgleichen nicht schwach und verfänglich zeigen.

18,1 Es kam aber in der vorletzten Nacht Meines Aufenthaltes in der Nähe von Jerusalem ein gewisser Nikodemus ebenfalls in der Nacht zu Mir, weil er auch ein Vornehmer Jerusalems war; denn er war fürs erste ein Pharisäer, also ungefähr in Amt, Würde und Ansehen das, was gegenwärtig in Rom ein Kardinal ist, und fürs zweite war er als ein reichster Großbürger Jerusalems auch der Oberste der Juden in dieser Stadt; er war der oberste Bürgermeister über die ganze Stadt, von Rom aus dazu bestimmt.

18,2 (Ev.Joh.3,2) Dieser, als der Chef Jerusalems in bürgerlicher Hinsicht, kam also selbst in der Nacht zu Mir hinaus und sprach sogleich zu Mir: „Meister! Vergib es mir, daß ich so spät in der Nacht zu Dir komme und Dich störe in Deiner Ruhe; da ich aber vernahm, daß Du diese Gegend verlassen wirst schon des morgigen Tages, so konnte ich nicht umhin, Dir meine gebührende Achtung zu bezeugen. Denn siehe, ich und mehrere meines Amtes wissen es nun, nachdem wir Deine Taten beobachtet haben, daß Du als ein ganz echter Prophet, von Gott gesandt, zu uns gekommen bist! Denn die Zeichen, die Du tust, kann niemand verrichten, außer es ist Jehova mit ihm! Da Du sonach ein offenbarer Prophet bist und sehen mußt, wie sehr wir im argen liegen, uns aber dennoch durch Deine Vorgänger das Gottesreich verheißen ist, so sage mir gefälligst, wann dieses kommen wird, und so es kommt, wie man beschaffen sein muß, um in dasselbe zu gelangen?“

18,3 (Ev.Joh.3,3) Auf diese Frage des Nikodemus antwortete Ich ebenso kurz, wie es der Vers angibt, nämlich: „Wahrlich, wahrlich sage Ich dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes weder sehen und noch weniger in dasselbe kommen!“, was soviel sagen will als: „So du deinen Geist nicht durch Wege, die Ich dir mit Meiner Lehre und Tat zeige, erweckest, kannst du das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht einmal erkennen, geschweige in dessen lebengebende Tiefen eindringen!“

18,4 Daß der sonst biedere Nikodemus solche Meine Rede, wie der Verfolg es zeigen wird, nicht begriffen hat und sich an ihm alsogleich bewahrheitete, daß man nämlich das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht von ferne hin fassen kann, so man nicht geweckten Geistes ist, zeigt klar und deutlich der nächste Vers, laut dem Mich Nikodemus, ganz verblüfft ob solcher Meiner Rede, fragt und sagt:

18,5 (Ev.Joh.3,4) „Aber, lieber Meister, was Sonderbares doch sprachst Du vor meinen Ohren? Wie möglich wohl kann ein Mensch noch einmal geboren werden? Kann denn ein Mensch, der groß, alt und steif geworden ist, durch das enge Pförtchen in seiner Mutter Leib steigen und sodann daraus zum zweiten Male geboren werden?! Sieh, sieh, lieber Meister, das ist eine völlig unmögliche Sache! Entweder weißt Du vom kommenden Gottesreiche nichts oder wenigstens nicht das Rechte, oder Du weißt darum und willst es aber mir nicht sagen aus Furcht, daß ich Dich aufgreifen und ins Gefängnis werfen ließe. Oh, des sei du völlig unbesorgt; denn ich habe noch nie jemanden seiner Freiheit beraubt, außer er war ein Mörder oder ein großer Dieb. – Du aber bist ein großer Wohltäter der armen Menschheit und hast nahe alle Kranken von Jerusalem geheilt, wunderbar durch die Kraft Gottes in Dir; wie sollte ich dann mich an Dir vergreifen können?!

18,6 Aber glaub es mir, lieber Meister, mir ist es ernst um das kommen sollende Gottesreich! Darum, so Du davon etwas Näheres kennst, sage es mir auf eine Weise, daß ich’s fassen kann! Gib Himmlisches mit himmlischen und Irdisches mit irdischen Worten, aber in wohlverständlichen Bildern, sonst nützt mir Deine Belehrung noch weniger als die altägyptische Vogelschrift (Hieroglyphen), die ich weder lesen und sonach noch weniger verstehen kann. Ich weiß es nur zu bestimmt aus meinen Berechnungen, daß das Reich Gottes schon da sein muß, nur weiß ich noch nicht, wo und wie man in dasselbe kommt und in dasselbe aufgenommen wird. Diese Frage möchte ich von Dir ganz verständlich und klar beantwortet haben.“

18,7 (Ev.Joh.3,5) Auf diese abermalige Frage gab Ich dem Nikodemus genau wieder die Antwort, wie sie in vorstehendem 5. Verse (von Joh.3) vorkommt; sie ist von der ersten nur dadurch unterschieden, daß es hier näher bestimmt wird, woraus man eigentlich wiedergeboren werden muß, um ins Gottesreich zu kommen, nämlich aus dem Wasser und aus dem Geiste, was soviel sagen will als:

18,8 Die Seele muß mit dem Wasser der Demut und Selbstverleugnung gereinigt werden (denn das Wasser ist das urälteste Symbol der Demut; es läßt alles aus sich machen, ist zu allem dienstfertig und sucht sich stets die niedersten Stellen der Erde aus und fliehet die Höhen) und dann erst aus dem Geiste der Wahrheit, die eine unreine Seele nie fassen kann, da eine unreine Seele gleich ist der Nacht, während die Wahrheit eine Sonne voll Lichtes ist, die allenthalben Tag um sich verbreitet.

18,9 Wer demnach in seine durch die Demut gereinigte Seele die Wahrheit aufnimmt und diese tatsächlich als solche erkennt, den macht dann ebensolche Wahrheit im Geiste frei, und diese Freiheit des Geistes oder das Eingehen des Geistes in solche Freiheit ist dann auch das eigentliche Eingehen in das Reich Gottes.

18,10 Aber eine solche Erklärung gab Ich freilich dem Nikodemus nicht, und das darum nicht, weil er sie in seiner Erkenntnissphäre noch weniger begriffen hätte als den kurzen verhüllten Grundsatz selbst. Er fragte Mich daher auch wieder, wie solches zu verstehen wäre.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Sage Ich zu ihm: „Ich habe zu dir schon gesagt, daß du dich dessen nicht gar so wundern sollst, so Ich zu dir gesagt habe: Ihr müsset alle von neuem geboren werden!“

19,5 (Ev.Joh.3,8) „Denn sieh, der Wind wehet, wo er will, du hörest sein Sausen, aber du weißt es dennoch nicht, von wo er ursprünglich herkommt; also steht es auch mit einem jeden, der aus dem Geiste kommt und spricht dir gegenüber. Du siehst und hörest ihn wohl; aber da er in seiner geistigen Weise zu dir spricht, so fassest und verstehest du solches nicht, woher er’s hat und was er damit sagt und bezeichnet. Da du aber ein redlicher Weiser bist, so wird es dir zur rechten Zeit schon auch gegeben werden, daß du solche Dinge fassen und verstehen wirst.“

19,6 (Ev.Joh.3,9) Hier schüttelt Nikodemus bedenklich den Kopf und sagt nach einer Weile: „Da möchte ich es von Dir wohl erfahren, wie so etwas zugehen würde! Denn was ich weiß und verstehe, das weiß und verstehe ich in meinem Fleische; wird das Fleisch mir genommen, da werde ich wohl kaum mehr etwas fassen und verstehen! – – Wie, wie – werde ich als Fleisch zu einem Geist, und wie wird meinen Geist dann ein anderer Geist in sich aufnehmen und dann von neuem gebären?! – Wie, wie möglich wird das zugehen?!“

19,7 (Ev.Joh.3,10) Sage Ich zu ihm: „Aber – ein weisester Meister in Israel bist du und kannst solches nicht fassen und begreifen?! – Wenn aber du das nicht fassen kannst als ein Meister der Schrift, was soll dann erst mit vielen anderen werden, die von der Schrift kaum so viel wissen, daß es einst einen Abraham, Isaak und Jakob gegeben habe?“

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) (Der Herr:) „Sieh, niemand fährt gen Himmel als allein Der, Der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, Der gleichfort im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß auch des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben! Sage Mir, fassest du das?“

20,2 Sagt Nikodemus: „Lieber Meister! Wie sollte, wie könnte ich das?! In Dir ist eine eigene Art Weisheit; wie ich Dir schon einmal bemerkt habe, so könnte ich leichter die alte ägyptische Vögelschrift lesen als verstehen Deine Weisheit! Ich muß es Dir nun offen bekennen, daß ich, so mich nicht Deine gewaltigen Taten an Dich fesselten, Dich für einen Narren oder Streichmacher halten müßte; denn in Deiner Weise hat doch nie ein vernünftiger Mensch geredet! Aber Deine Taten zeigen, daß Du als ein Lehrer von Gott zu uns gekommen bist und in Dir eine Fülle göttlicher Macht und Weisheit vorhanden sein muß, ohne die es niemand möglich ist, solche Taten zu vollführen.

20,3 Wo aber das Eins rein göttlich ist, da muß auch das Zwei göttlich sein. Deine Taten, lieber Meister, sind göttlich, und so muß auch Deine Lehre vom Gottesreich auf Erden göttlich sein, ob ich sie fasse oder nicht! …

20,10 Sage Ich: „Du hast nun viele Worte gemacht und hast geredet wie ein Mensch, der von himmlischen Dingen keine Ahnung hat; aber es kann auch nicht anders sein, denn du bist in der Nacht der Welt und magst nicht erschauen das Licht, das aus den Himmeln gekommen ist, um zu erleuchten die Finsternis der Nacht dieser Welt. Einen Dämmerschein hast du wohl, aber dennoch erschauest du das nicht, was dir sozusagen auf der Nase sitzt!“

21,1 (Ev.Joh. 3,16) (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“

21,2 Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“

21,3 Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“

21,4 (Ev.Joh.3,17) „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“

21,11 „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten!

21,12 Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.

21,13 So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“

21,14 (Ev.Joh.3,21) „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!

21,15 Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.

21,16 Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.

21,17 Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“

22,3 Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.

22,4 Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“

22,5 Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann.

22,7 Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie ich’s in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“

22,8 Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast sein; dann sollst du alles erfahren!

22,9 Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an sie, und du wirst am Tage wandeln! …

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The Lord’s discussion with Nicodemus… Chapter 17-22
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – VOLUME 1

From Jesus Christ revealed through the Inner Word by Jakob Lorber

The Lord says …
17,3 … For a great number of people from all walks of life came to Me from the city by day and night. The poor came usually by day, the great, distinguished and rich mostly by night, for they did not want to appear weak and treacherous to their own kind.

18,1 During the last but one night of My stay in the vicinity of Jerusalem, a certain Nicodemus came to me, also by night because he was a person of high rank in Jerusalem. He was not only a Pharisee – who as far as his office, high rank and reputation were concerned could be roughly compared to what at the present time a cardinal in Rome stands for – but he was also a very rich citizen of Jerusalem and chief of the Jewish Council in this city. He was the lord mayor over the entire city, appointed for this office by Rome.

18,2 (Ev.Joh.3,2) This one, as the head of Jerusalem in civic matters, came personally to Me by night and said: ‘Master, forgive me that I come to you so late at night and disturb you in your rest, but when I heard that you will be leaving here tomorrow already, I did wish to pay my respects to you, because I and several of my colleagues, after observing your deeds, are now convinced that you have come to us as a true prophet sent by God, For no one can perform the signs you do, except Jehovah be with him. Therefore, since you are obviously a prophet and must see in what a bad way we are, although the Kingdom of God has been promised to us by your predecessors, would you be good enough to tell me when this will come and, if it does come, what will be required of one to enter it?’

18,3 (Ev.Joh.3,3) My answer to this question of Nicodemus was quite as brief as quoted in the verse, namely: ‘In truth, in very truth I tell you: unless a man has been born over again, he cannot see the Kingdom of God, least of all enter it’, which is to say: ‘If you do not awaken your spirit through ways I show you by My teaching and acts, you cannot even recognize the divine life within My Word, let alone penetrate into its life-giving depths.’

18,4 That the otherwise upright Nicodemus – as is shown in the following – did not understand My words and promptly proved them to be true, namely, that the divine life of My Word cannot be comprehended from a distance unless one’s spirit is wide-awake, is clearly and plainly shown by the next verse according to which Nicodemus asks Me, quite disconcerted by My words:

18,5 (Ev.Joh.3,4) ‘But dear Master, what a peculiar thing have you said? How is it possible for a man to be born again? Can a man who has grown tall, old and stiff enter his mother’s womb through the narrow little door and then be born a second time? This, dear Master, is quite impossible. Either you do not know anything about the coming Kingdom of God, at least not the right thing. or you know, but do not wish to tell me, fearing that I might have you seized and thrown into prison. Oh, do not fear that, for I have never yet had anyone deprived of his freedom, except a murderer or bad thief. You are a great benefactor of poor mankind and have healed almost all the sick in Jerusalem in a miraculous way through God’s power within you. How could I then lay violent hands upon you?

18,6 Do believe me, dear Master, I am, taking the expected Kingdom of God very seriously. Therefore, if you do know any details about it, tell me in a way I can understand. Present heavenly things with heavenly and earthly things with earthly words in well comprehensible pictures, otherwise your information is of less use to me than the ancient Egyptian hieroglyphs which I cannot read, let alone understand. I only know from my calculations that the Kingdom of God must already be here, but so far I do not know where and how one can enter it and be received into it. I would like you to answer this question for me quite clearly, so that I can understand it.’

18,7 (Ev.Joh.3,5) To this reiterated question I gave Nicodemus exactly the same answer as it appears in the above quoted fifth verse. It differs from the previous one only in that here it is stated out of what one must actually be reborn in order to enter the Kingdom of God, namely, out of water and spirit which means to say as much as:

18,8 The soul must be cleansed with the water of humility and self-denial (for water is the most ancient symbol of humility, it allows everything to be done with it, serves in all things and always seeks for itself the lowest places on Earth, fleeing the heights) and only then by the spirit of truth, which an impure soul cannot ever conceive. An impure soul is like the night, whereas truth is a sun full of light, which causes to be day all around it.

18,9 Therefore, whoever absorbs truth into his soul cleansed through humility and really recognizes this as such, is set free in spirit through this truth. This freedom of the spirit, or the entering of the spirit into such freedom, is then also the actual entering into the Kingdom of God.

18,10 But I did not give Nicodemus such an explanation, because in his sphere of cognition he would have comprehended it even less than the short, veiled principle itself. Therefore, he asked Me again how this was to be understood.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Say I to him: ‘I have already told you that you should not be so astonished when I say: You must all be born over again.

19,5 (Ev.Joh.3,8) For see, the wind blows where it will. You hear its sound, but you still do not know where it originally comes from. It is the same with everyone who comes from the spirit and speaks to you. You do see and hear him, but since he speaks to you in his spiritual way, you do not grasp it, nor do you understand from where he received it or what he actually says and means. But because you are an honest man of wisdom, it will be given you in due course that you can grasp and understand such things.’

19,6 (Ev.Joh.3,9) Here Nicodemus shakes his head doubtfully and says after a while: ‘Then I would like to hear from you how this is possible. For what I know and understand, I do know and understand in my flesh. Once my flesh has been taken from me, I shall hardly be able to grasp and understand anything any longer. How, oh how do I as flesh become a spirit, and how will another spirit then absorb my spirit and this be born again? How, oh how can this be possible at all?’

19,7 (Ev.Joh.3,10) Say I to him: ‘What? You are a wise master in Israel and cannot comprehend this? But if you, as a master of Scripture, cannot grasp this, what shall become of the many others who hardly know from the Scripture that there have once been an Abraham, Isaac and Jacob?

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) The Lord, ‘Behold, no one ascends to Heaven except the one who has come down from Heaven, namely, the Son of Man who resides in Heaven. And as Moses in the wilderness lifted up a serpent, thus also the Son of Man must be lifted up, so that all who believe in Him may not be lost, but have eternal life. Tell Me, do you understand this?’

20,2 Says Nicodemus: ‘Dear Master, how could I understand it? You possess a strange kind of wisdom. As I mentioned before, it might be easier for me to read the ancient Egyptian hieroglyphs than understand your wisdom. I must now honestly admit that if I were not captivated by your mighty deeds, I would have to regard you as a fool or one who likes to play tricks, for no sensible man has ever spoken the way you do. But your deeds show that you have come to us as a teacher from God, and you must possess an abundance of divine might and wisdom without which no one is able to perform such acts.

20,3 And where the ‘one’ is purely divine, also the ‘two’ must be of God. Your deeds, dear Master, are divine and so must also be your teaching about the Kingdom of God on Earth, whether I understand it or not! …

20,10 I say: ‘That was a lengthy discourse, and you have spoken like a man who knows nothing of heavenly things. But it cannot be any different, for you are in the night of the world and not inclined to see the light that has come from the Heavens to illumine the darkness of the world’s night. You do possess a slight gleam, but still do not recognize what is practically under your very nose.’

21,1 (Ev.Joh. 3,16) I say: ‘I tell you: God is love and the Son is His wisdom. And God loved the world so much that He gave His only-begotten son, that is, His wisdom, emanating from Him from eternity, into this world that all who believe in Him may not die but have eternal life. Tell Me, is this too incomprehensible to you?’

21,2 Says Nicodemus: ‘I have the feeling as if I should understand it, but then I really do not understand. If only I knew where the Son of Man fits in, then I should be all right. You also spoke of God’s only-begotten Son, whom God’s love gave into the world. Are the ‘Son of Man’ and ‘God’s only-begotten Son’ one and the same individual?’

21,3 I say: ‘Look here. I have a head, a body and hands and feet. The head, the body, hands and feet are flesh, and this flesh is the Son of Man, for what is flesh comes from the flesh. but in this Son of Man who is flesh there dwells God’s wisdom, and that is God’s only-begotten Son. Not God’s only-begotten Son, but only the Son of Man will,
like the brazen Moses-serpent in the wilderness, be lifted up, and many will be taking offence at that. Those who do not take offence but believe and will adhere to His name, to them He will give the power to be called children of God, and their life and kingdom will be everlasting.

21,4 (Ev.Joh.3,17) You must not expect some judgment of the world as for instance wars, floods or even a fire from the Heavens consuming all the heathens. For see, God did not send His only-begotten Son (divine wisdom) into the world (into this human flesh) to judge (destroy) this world, but to fully save it, that is, that also the flesh might not perish, but may rise to eternal life together with the spirit. (Under flesh in this case not so much the actual flesh of the body is to be understood, but rather the fleshly desires of the soul.) However, in order to attain to this, the material feelings of exaltation in the flesh must be eradicated by belief, namely belief in the Son of Man that He has come into the world, born from eternity out of God, so that all shall have eternal life who believe in His name and adhere to it.

21,11 See, all those who are ill-disposed and act accordingly are the ones whose works are bad. Whosoever loves and practices such acts is an enemy of the light, hates it and will do all in his power to avoid it, so that his evil works, which he knows are tabooed by the light and judged, should not in the light be recognized in their ugliness and punished.

21,12 And see, therein consists the actual judgment, but what you understand as judgment, is not the judgment, but only a punishment following the judgment.

21,13 If you enjoy walking in the night, that is already a judgment of your soul, since you prefer the night to the day. But if you then knock against something and hurt yourself badly or even fall into a hole or deep ditch, such a knocking or fall is not the judgment, but only the consequence of the judgment within you who love the night and hate the day.

21,14 (Ev.Joh.3,21) If, however, you are a friend of the light, the day and the truth out of God, you will also act in accordance with divine truth and will surely long for your works to come to the light and be revealed to everyone, for you know that your works, because they were done in the light of truth out of God, are good and righteous and thus deserve appreciation and visible reward.

21,15 Therefore, who is a friend of the light will not walk in the night but by day, and he will recognize the light immediately, because he is from the light, and this light is called – faith of the heart.

21,16 Thus, whoever believes in the Son of Man that Jew is a light out of God, has already life within him. But who does not believe, has already the judgment within him, and the judgment is the very unbelief.

21,17 I think you will have understood Me now.’

22,3 I tell you: if someone seeks the Son of Man by night, afraid to do so during the day in front of all the people, thus risking his reputation, he will not find what he is seeking, for you, as a very wise man among the Jews, will surely know that the night, whatever kind of night it may be, is not at all suitable for seeking and finding. Therefore, who seeks the Son of Man must seek him by day and not by night, then he will allow himself to be found.

22,4 Only that I tell you: go to John who because of the water is at present baptizing at Enon near Salim. He will tell you whether the only-begotten Son of God is already here or not. There you shall get to know him.’

22,5 Says Nicodemus: ‘Oh, oh, dear Master, that will not be easy, for all my days are too busy. Bear in mind that in the city and nearest surroundings there are dwelling, including aliens, over 800,000 people whom I, as there head, have in my care. In addition to that I have to attend daily to temple business which cannot be put off…

22,7 For see, a great change has taken place within me. I love, my dear Master, more than anything I have ever valued, and this love tells me in a way: You yourself are the One for whose sake you bade me to Enon to John. Maybe it is not as I feel it within me, but be that as it may, I love you with all my heart since I recognize in you a great Master of true divine wisdom. Your deeds, the likes of which no one before you has ever performed, have filled me with deepest wonder, but your great wisdom had captivated my heart even more for you, you dear Master. I love you. Do tell me whether my heart gives a right testimony about you?’

22,8 I say: ‘Have a little more patience and everything will become clear to you. In a short while I will return to you and be your guest, then you shall come to know everything.

22,9 But do follow the prompting of your heart, which will teach you in a moment more than all the five books of Moses and all the prophets. For see, nothing in man is true, except love. Therefore, adhere to it and you will be walking by day. …

 

V5-K58… Der reiche Jüngling – The rich Man

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JESUS OFFENBART der reiche Juengling aus dem Grossen Johannes Evangelium an Jakob Lorber The-rich-Man out of the Great Gospel of John - Volume 5 - Jakob Lorber
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Der reiche Jüngling… Kapitel 258
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 5

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber Einleitende Informationen Jesus wies durch Evangelist Johannes mehrmals darauf hin, daß die Evangelien längst nicht alle Lehren und Taten Jesu überliefern, u.a. weil die Menschen dies damals nicht verstanden und verkraftet hätten. (Johannes.20,30 | Johannes.21,25 | Johannes.16,13) Jesus verhieß aber im Johannesevangelium deutlich und klar, daß er später durch Propheten den gesamten Umfang (Johannes.14,26) seiner Lehren und Taten wiederoffenbaren werde. Es werde also eine ‘Neuoffenbarung’ erfolgen. Darauf wies u.a. auch Hildegard von Bingen hin. Diese spätere Wieder-Offenbarung der gesamten Lehre und Taten Jesu werde unverhüllt-offen (Johannes.16,25 | Johannes.14,21) geschehen und durch inneres Hören (durch wörtliche, innere Diktate) (Johannes.16,13) erfolgen. Alle diese biblischen Verheißungen Jesu über eine ‘Neuoffenbarung’ seiner ganzen Lehre und Taten treffen in vollem Umfang auf den Inhalt der 10 lebendig und spannend geschriebenen Bände des ‘Großen Evangeliums Johannes’ durch Jakob Lorber zu! Das nachfolgend wiedergegebene Kapitel 258 ist somit ein kleiner Ausschnitt mitten aus dem damaligen grossartigen Geschehen. Wer mehr wissen möchte, darf hier aus dem “Vollen” schöpfen…

258. Kapitel – Der reiche Jüngling (Matthäus 19, 16-26)
1. Als wir eine kleine Stunde Weges vom Orte, wo wir waren, entfernt waren, da kam uns ein junger Mensch aus ebendemselben Orte auf dem Wege entgegen. Er war auch am gestrigen Abende Zeuge gewesen von Meinen Taten und Lehren und war dazu für seine Jugend sogar ein ganz tüchtiger Schriftgelehrter, aber nicht von Profession. Als er Mich ersah und erkannte, da trat er Mir entgegen, hielt Mich auf und bat Mich, ihm zu erlauben, eine Frage an Mich zu stellen.

2. Ich tat das, und er sprach: „Guter Meister, was soll ich denn alles für Gutes tun, um dasjenige ewige Leben, von dem gestern deine Jünger bei dem griechischen Wirte Rauris gar soviel Wunderherrliches und sicher sehr Wahres erzählten, zu erlangen auf einem kürzeren Wege, als ihn deine Jünger bezeichneten? (Matth.19,16)

3. Ich aber sah ihn ernst an und sagte zu ihm: „Wie kannst du Mich, der Ich dir bekannt nur ein Mensch bin, als selbst ein Schriftgelehrter gut heißen? Weißt du denn nicht, daß außer Gott niemand gut ist? – So du aber zum ewigen Leben eingehen willst, da halte die Gebote!“ (Matth.19,17)

4. Hier fragte der Mensch weiter und sagte: „Welche Gebote denn?“ – Diese Frage aber stellte er darum, weil er meinte, daß Ich dafür etwa ganz neue und völlig unbekannte Gesetze habe.

5. Ich aber sagte zu ihm: „Die, welche Moses gegeben hat, als: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst kein falsches Zeugnis geben! (Matth.19,18) Ehre Vater und Mutter; und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ (Matth.19,19)

6. Hierauf fragte der Jüngling: „Wen aber soll oder kann ich als meinen Nächsten ansehen?“

7. Hierauf erzählte Ich ihm das bekannte Gleichnis vom barmherzigen Samariter, und er begriff nun, wer als sein Nächster anzusehen sei.

8. Als er aber solches von Mir vernommen und auch eingesehen hatte, da sagte er darauf: „Wenn also, da gebe ich dir die volle Versicherung, daß ich das alles schon von meinem Knabenalter an getan habe! Was fehlet mir noch?“ (Matth.19,20)

9. Und Ich erwiderte ihm: „So du aber ganz vollkommen sein willst, da gehe hin und verkaufe alle deine irdischen Güter und verteile sie unter die Armen, so wirst du dir damit einen Schatz im Himmel gründen! Darauf komme und folge Mir nach; da werde Mein Jünger und lerne von Mir die Geheimnisse des Himmelreiches kennen!“ (Matth.19,21)

10. Als der junge Mann aber solches von Mir vernommen hatte, da ward er traurig, dieweil er viele und große Güter hatte, kehrte Mir den Rücken und ging seines Weges weiter. (Matth.19,22)

11. Des wunderten sich die Jünger, und sie sagten: „Das ist aber doch sonderbar! Der Mensch schien recht gut dessen innezusein, daß aus Dir ein Gottesgeist redet; aber der eitlen Weltschätze wegen kehrte er dem allmächtigen Gottgeiste lieber den Rücken, als daß er Seiner Mahnung Folge geleistet hätte! Sonderbar, überaus sonderbar! Was ist dereinst mit einem solchen Menschen?“

12. Sagte Ich: „Ein Reicher wie dieser wird schwerlich ins Himmelreich kommen! (Matth.19,23) Habet acht darauf, was Ich euch da noch weiteres sage! Wahrlich, es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein solcher Reicher komme ins Reich Gottes!“ (Matth.19,24)

13. Da aber die Jünger auf dem Wege solches von Mir vernahmen, da entsetzten sie sich sehr und sagten: „O je, o weh, – wenn also, wer kann da ins Himmelreich kommen und selig werden?! (Matth.19,25)

14. Ich aber sah die sehr verlegen gewordenen Jünger freundlich an und gab ihnen damit einen Trost, daß Ich zu ihnen sagte: „Bei den Menschen wäre so etwas wohl freilich unmöglich; aber bei Gott sind alle Dinge möglich!” … usw.

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The rich man – Chapter 258
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 5

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber (Matthew 19:16-26)
1. When we were a short hour’s journey from the place where we had been, a young man from the very same place came to us along the path. He had also been a witness the evening before of My deeds and teaching and had been even a very competent scribe for his young age, but not by profession. When he saw and recognized Me, he stopped Me and asked Me to allow him to ask Me a question.

2. I did that and he spoke: “Good Master, what good thing shall I do that I may obtain eternal life, of which your disciples told so many wonderful and certainly very true things yesterday at the Greek innkeeper Rauris’, and achieve it on a shorter path than the one that your disciples described?” (Mt.19:16)

3. But I looked at him seriously and said to him, “Why are you calling Me, who as far as you know am only a man, as a scribe yourself, good? Do you not know that apart from God no-one is good? But if you want to enter into eternal life, then keep the commandments!” (Mt.19:17)

4. Then the man asked further and said, “Which commandments then?” But he asked this question because he thought that I had some very new and fully unknown commandments.

5. But I said to him, “Those which Moses gave: You shall not commit murder, you shall not commit adultery, you shall not steal, you shall not bear false witness! (Mt.19:18) Honor you father and mother, and you shall love your neighbor as yourself!” (Mt.19:19)

6. Then the young man asked, “But who should or can I see as my neighbor?”

7. At this I told him the familiar comparison of the compassionate Samaritan, and he now understood who was to be seen as his neighbor.

8. But when he had heard such things from Me and also accepted them, he then said, “If it is so, then I give you the fullest assurance that I have kept these things since my childhood! What am I still lacking?” (Mt.19:20)

9. And I answered him, “If you want to be complete, go and sell all your earthly possessions and give to the poor, and you shall have treasure in heaven; and come, follow Me; become My disciple and learn from Me the secrets of the kingdom of heaven! (Mt.19:21)

10. But when the young man had heard such a thing from Me, he became grieved, because he had many and great goods, turned his back to Me and went on his way. (Mt.19:22)

11. The disciples were surprised and they said, “But that is very strange! The man seemed to be very sure that the spirit of God was speaking from You; but for the sake of the vain treasures of the world he preferred to turn his back on the all-powerful spirit of God than to obey His command! Strange, extremely strange! What will happen to such a person one day?”

12. I said, “It is hard for a rich man like this to enter the kingdom of heaven! (Matth.19,23) Pay attention to what else I will say to you all! Truly, it is easier for a camel to go through the eye of a needle than for a rich man to enter the kingdom of God!” (Mt.19:24)

13. And when the disciples heard such a thing from Me, they were very astonished and said, “Oh dear – if it is so, then who can enter the kingdom of heaven and be saved?!” (Mt.19:25)

14. But I looked at the very embarrassed disciples in friendship and gave them comfort by saying, “With men such a thing would indeed be impossible; but with God all things are possible! …etc.

V1-K125-126… Menschenfreundlichkeit, Nächstenliebe und Gottes Segen – Philanthropy, Charity and God’s Blessing

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​DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Kapitel 125 & 126 – Menschenfreundlichkeit und Gottes Segen

Einleitende Informationen
GEJ1, Kapitel 120 bis 126, “Beim Zöllner Matthäus”
Ausführlicher Bericht über die Begebenheit im Evangelium Matthäus 9,9-13 (siehe auch Markus 2,13-17; Lukas 5,27-32)
“Die Berufung des Matthäus und das Mahl mit den Zöllnern
9,9 Und als Jesus von dort wegging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
9,10 Und es begab sich, als er zu Tisch saß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und saßen zu Tisch mit Jesus und seinen Jüngern.
9,11 Als das die Pharisäer sahen, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ißt euer Meister mit den Zöllnern und Sündern?
9,12 Als das Jesus hörte, sprach er: Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken.
9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): «Ich habe Wohlgefallen an Barmherzigkeit und nicht am Opfer.» Ich bin gekommen, die Sünder zu rufen und nicht die Gerechten.”

125. Kapitel – Der Herr bespricht sich mit den Johannesjüngern über die Essäer. Das Haus des Zöllners Matthäus als Beispiel der Menschenfreundlichkeit.

1. Sagen die Jünger Johannis: „Tun wir denn unrecht, so wir nach der Lehre Johannis leben? Johannes war doch sicher ein strenger Prediger, aber solche Lehre hat er uns nicht gegeben!

2. Siehe, der Orden der Essäer, den wir kennen, ist auch strenge, und Wahrhaftigkeit ist unter ihnen das erste Gesetz; aber was nützt ihnen alle ihre Wahrhaftigkeit und was ihre sonstigen strengen Regeln?! Wer achtet sie?! Sie gelten weder bei den Griechen noch bei uns Juden etwas, nur unter den Römern sollen sie einige wenige Anhänger haben. Möge ihre Lehre, nach der sie leben, an und für sich noch so gut und rein sein, so ist sie wohl für wenige Menschen, die sich von aller Welt zurückgezogen haben, sicher ganz vortrefflich, aber für die gesamte Menschheit völlig untauglich!

3. Was nützen uns alle noch so schönen und kräftigen Worte für die Sache des allgemeinen Brudersinnes?!

4. Sieh, dies Haus ist ein großes Haus, ist ein gastfreundliches Haus und ist ein Haus, das in der schönen Sache des Brudersinnes seinesgleichen sucht; kannst Du es ihm aber vernünftigermaßen zumuten, daß es stets bereit sein solle, alle Menschen, die doch sicher unsere Brüder sind, aufzunehmen und zu versorgen?! Wenn es dazu auch den besten Sinn und den besten Willen hätte, so fehlt es ihm doch sicher an den dazu erforderlichen Mitteln, wie am Raume, an Eßwaren und an dergleichen mehr.

5. Wenn ferner ein paar arme Menschen sich zur größten Not irgendeine Hütte erbaut und für den Winter einen sehr spärlichen Mundvorrat gesammelt haben, mit dem sie selbst nur mit der genauesten Not auslangen können bis dahin, daß die Erde wieder Früchte zu tragen beginnt, und es kommen nun aber zehn Menschen zu ihnen, das heißt zu den zweien, die selbst kaum Raum zur Genüge haben in ihrer Hütte, und diese zehn verlangen Einlaß, Herberge und Verpflegung, sage: kann irgend eine Lehre diesen zweien gebieten oder auch nur raten und sagen, daß es gut und segenvoll sei, dem Begehren der zehn Angekommenen zu willfahren und sich selbst dadurch bis zum letzten Lebenstropfen zugrunde zu richten?!“

6. Sage Ich: „Ein jeglicher Vogel singt und zwitschert, wie ihm der Schnabel gegeben ist, und ihr redet nach eurem Weltverstande und könnet nicht anders reden, weil ihr’s nicht anders verstehet! Und das ist aber auch schon alles, was Ich euch darauf antworten kann. Denn würde Ich euch schon auch etwas Höheres und völlig Wahres aus den Himmeln sagen, so würdet ihr Mich dennoch nicht verstehen; denn euren harten Herzen fehlt dazu der Verstand!

7. Ihr Toren! Wer läßt denn die Früchte wachsen und reif werden auf der Erde! Wer erhält sie selbst und gibt ihr fortwährend die Kraft dazu?! Glaubt ihr denn, Gott kann oder will nichts vergelten dem, der sich selbstverleugnend seinen dürftigen Brüdern opfert? Oder meinet ihr, daß Gott ungerecht ist und von den Menschen das Unmögliche verlangt?!

8. Aber Ich meine, ein wahrhaft redlich guter Wille und der sehnsüchtige Wunsch, womöglich dem armen Bruder Gutes zu tun, ist jedermann gar wohl möglich!

9. So ein jeder mit dem durch und durch beseelt wäre, da würde es auf der Erde auch keine so ärmliche Hütte mehr geben, die nur von zwei Menschen bewohnt werden kann.

10. Sehet, dies Haus Meines Freundes Matthäus hat heute viele Menschen gesättigt und gab seinen ganzen Vorrat aus wahrem, guten Herzen her, und so ihr es nicht glaubet, da gehet hinaus in die Speisekammer und gehet auf den Kornboden, und ihr werdet keinen Vorrat finden! Hier aber steht der Hausherr; fraget ihn, ob Ich die Unwahrheit rede!“

11. Matthäus bestätigt vollkommen Meine Aussage und spricht: „Herr, es ist heute leider also, und ich weiß nicht, woher ich für morgen die Gäste versorgen werde. Aber es ging mir schon oftmals so, und ich vertraute auf Gott, – und sieh, es kam doch wieder in Fülle, daß ich die Gäste gar wohl versorgen konnte!“

12. „Sehet“, sage Ich darauf, „so denkt und handelt ein rechter Mensch auf dieser Welt und beklagt sich nicht, daß ihn je Gott verlassen hätte! Und also ist es auch allzeit gewesen und wird ewig also sein!

13. Der auf Gott vertraut, dem traut auch Gott und verläßt ihn nicht und läßt ihn nicht zuschanden werden! Aber jene, die, wie ihr, wohl an Gott glauben, daß Er einer ist, aber sie trauen Ihm nicht völlig, weil ihnen ihr eigenes Herz sagt, daß sie einer Gotteshilfe unwert sind, diesen hilft Gott auch nicht; denn sie haben ja kein Vertrauen auf Gott, sondern allein auf ihre eigenen Kräfte und Mittel, die sie für förmlich heilig und unverletzlich halten und sagen: ,Mensch, willst du, daß dir geholfen sei, so hilf dir selbst; denn ein jeglicher Mensch ist sich selbst der Nächste und sorgt zuerst für sich!‘ Und bis er sich versorgt hat, geht der Hilfsbedürftige zugrunde!

14. Aber Ich sage: So ihr zunächst für euch sorgt, so seid ihr von Gott verlassen und ledig Seines Segens und Seiner sonst so über alles sichern Hilfe! Denn Gott hat die Menschen nicht aus Selbstsucht, sondern aus purer Liebe erschaffen, und so sollen die Menschen der Liebe, die ihnen das Dasein gab, in allem völlig entsprechen!

15. So ihr aber ohne Liebe und Vertrauen auf Gott lebt und handelt, da verkehrt ihr das Himmlische in euch freiwillig in Höllisches, wendet euch von Gott ab und werdet zu Dienern der Hölle, die euch dann am Ende auch den verdienten Lohn nicht vorenthalten wird, der da heißt der Tod im Zorne Gottes!

16. Ihr sagtet auch, daß die Essäer, die nach des Pythagoras Schule leben, wegen ihrer reinen Philanthropie von niemandem wohl gelitten werden, außer von einigen wenigen Römern.

17. Auch Ich achte sie nicht, da sie die Unsterblichkeit der Seele nicht anerkennen; aber dennoch ist der Schlechteste unter ihnen besser als der Beste unter euch!

18. Ich sage euch nun offen: Unter allen, die seit dem Beginn der Welt aus Weibern sind geboren worden, ist nie ein Größerer hervorgegangen denn Johannes; aber wer von nun an der Kleinste sein wird unter Meinen Jüngern im wahren Gottesreiche, der wird größer sein um vieles denn Johannes, den ihr euren Meister nennt, ihn aber noch nie verstanden habt! Denn er zeigte euch den Weg zu Mir und ebnete den Weg vor und zu Mir, aber die Welt in euch hat eure Herzen verblendet; darum auch möget ihr Mich nicht erkennen, ob ihr euch auch schon bei Mir befindet!

19. Gehet denn hin und sorget für eure Welt, für eure Weiber und Kinder, auf daß sie ja nicht nackt herumwandeln dürfen und kein Hunger und Durst je ihren Bauch beschleiche; es soll sich aber jedoch in Kürze zeigen, was für Gutes ihr ihnen dadurch verschafft habt! Das sage Ich euch, daß Gott für sie nicht sorgen wird! Und Ich kann euch das mit dem vollsten Rechte und in der tiefsten Wahrheit sagen:

20. Wer immer da hat ein Vermögen und einen Besitz und hat ein Gewerbe, das ihm vielen Gewinn verschaffen kann, spart aber den Gewinn für sich und seine Kinder und schaut mit bittergesinnten Augen und Herzen herab auf die armen Brüder und scheut sich vor den armen Kindern, die aus Mangel an allen irdischen Besitztümern Hunger, Durst und Kälte leiden, und schafft sie von sich, so sie zu ihm kommen und ihn bitten um ein Almosen, und wer da sagt zu einem Bruder: ,Komme in einigen Tagen oder Wochen zu mir, und ich werde dir da tun dies und jenes!‘, so aber dann der hoffende und darauf rechnende Bruder kommt und erinnert den Verheißer, daß er nun da sei, darum er bestellt ward, und der Verheißer entschuldigt sich, daß er auch nun nichts zu tun imstande sei, hat aber geheim doch das Vermögen dazu, wahrlich, wahrlich, sage Ich euch: der ist ein Feind Gottes! Denn wie will er Gott lieben, Den er nicht sieht, da er doch seinen Bruder nicht liebt, den er sieht vor sich und kennt dessen Not!?

21. Wahrlich, wahrlich, Ich sage euch: Wer seinen Bruder in der Not verläßt, der verläßt in einem – Gott und Himmel! Und Gott wird ihn verlassen, ehe er sich’s versehen wird!

22. Wer aber seine armen Brüder nicht verläßt, auch dann nicht, so ihn Gott in eine Prüfung zöge, der soll aber denn auch gesegnet werden, ehe er sich’s versehen wird, reichlicher zeitlich und ewig, als nun unseres Gastfreundes Speise- und Kornkammern gesegnet worden sind!“

23. Sagen die Jünger Johannis: „Das glauben wir recht gerne! Denn diese sind völlig leer!“

126. Kapitel – Ein Wein- und Speisewunder. Von der Treue und Unveränderlichkeit Gottes und von Seinem Segen.

1. Da kommt die Küchenmagd ganz außer Atem und sagt zum Matthäus: „Herr, Herr, komme und schaue! Soeben kamen eine Menge junger Männer und brachten allerlei Mundvorräte in solcher Menge, daß wir es in einem Jahre kaum verzehren werden! Und alles sieht so frisch und gut aus! Auch die Kornkammern sind von oben bis unten angefüllt, und die Schläuche im Keller sind voll des besten Weines! Herr, Herr, woher kam denn nun heute am Sabbate der Juden das alles?“

2. Matthäus und alle im Zimmer sind ganz wie von Sinnen über diese Kunde, und die Jünger Johannis, von denen sich ein paar früher völlig überzeugt hatten, daß die Speisekammern leer waren, fragten sogleich den Matthäus, ob er irgend dergleichen Alimente (Nahrungsmittel) bestellt habe.

3. Sagt Matthäus: „Ich nicht; denn da müßte natürlich ich ja vor allem davon etwas wissen. Und mein Weib auch nicht; denn diese ließ mir früher eben durch diese Magd sagen, daß unser geringer Vorrat so gut wie vollends aufgezehrt sei. Denn ich habe außer einem Garten und einigen gepachteten Äckern keinen Grund zum Anbau von Früchten in großer Menge und hätte zu diesem Geschäfte auch wenig Zeit, da ich fürs erste mit dem Zoll viel zu tun habe und daneben fürs zweite hier in diesem meinem Gasthause für die Bewirtung der Gäste sorgen muß. Ich habe daher gewöhnlich von Woche zu Woche dies mein Gasthaus mit Mundvorrat versehen und ließ mir diesen zumeist ums Geld von Kapernaum bringen, und mit Fischen habt ihr mich zumeist versehen; Wein und Getreide aber kaufte ich zumeist von meinen bisherigen Glaubensgenossen, den Griechen. Das ist in Kürze die Art und Weise, wie ich bisher mein Haus versah mit dem Nötigen; aber von dieser Bestellung weiß ich und mein Haus keine Silbe!

4. Es müßte denn sein, daß solches mir ein unbekannter großer Freund getan hätte, ansonst ist und bleibt es ein offenbares Wunder! Wo aber und wer dieser Freund ist, das natürlich weiß ich so wenig als ihr. Ich will aber nun alle meine Leute hereinrufen und sie vor euch fragen, ob sie von den Trägern wohl niemanden gekannt haben!“

5. Nun werden Weib und alle Mägde und Knechte gerufen und befragt, aber alle legen einstimmig das Zeugnis ab, daß sie niemanden auch nur von ferne hin gekannt hätten: „Die Männer sahen aus wie zartgebaute Jünglinge; denn nicht bei einem einzigen war irgend ein Bart wahrzunehmen gewesen, wohl aber hatten alle ein schöngelocktes langes Haar, und ihre Tracht glich mehr der römischen als der jüdischen. Ihrer waren viele gewesen, gleich in den Speisekammern wie auf dem Schüttboden und im Keller. Sie legten das Gebrachte schnell nieder und sagten: ,Dies ist eine Gabe an den Zöllner Matthäus, den heute der große Meister berief!‘ Dann entfernten sie sich eiligst, und wir sahen nicht, wohin sie sich vom Haus gewendet haben.“

6. Sagt dazu ein Pharisäer: „Die Sache klingt ganz ungewöhnlich seltsam und ist doch wahr!? Da wären wir wirklich sehr dafür, dieser Begebenheit auf den Grund zu kommen!“

7. Zum Matthäus gewendet spricht derselbe Pharisäer weiter und sagt: „Wirt, laß uns von den Weinen eine Kost bringen, und wir werden dir sagen, woher sie sind; denn wir wissen es aus dem Geschmack und aus der Farbe, wo er gewachsen ist!“

8. Man geht sogleich in den Keller und bringt alle Trinkgefäße voll. Und als die Pharisäer und Schriftgelehrten die Weine verkosten, sagen sie voll Staunens: „Nein, solch einen Wein, wie dieser ist, haben wir noch nie verkostet! Er ist von unbeschreiblicher Güte und Lieblichkeit! Wir haben doch alle Weine, die nur irgendwo auf der uns bekannten Erde wachsen, getrunken, die mitunter auch sehr gut und wohlschmeckend waren, aber gegen diesen Wein wären sie kaum ein laues Wasser zu nennen! Das ist sonach ein Rätsel und bleibt ein Rätsel!

9. Da du aber nun einen großen Vorrat von diesen unübertrefflich herrlichen Weinen hast, möchtest du denn uns nicht gegen Geld und gute Worte einige Schläuche zukommen lassen? Da würde es sich wahrlich der Mühe lohnen, dem Hohenpriester nach Jerusalem eine Sendung zu machen!“

10. Sagt Matthäus: „Umsonst habe ich’s empfangen und gebe es auch wieder also; aber dem Hohenpriester nach Jerusalem nicht einen Tropfen! Außer er käme zufällig als ein Gast hierher, so soll er bedient werden wie jeder andere; aber wohlgemerkt, nur als Mensch jedem andern gleich, nie aber als jüdischer Oberpriester, der für mich ein Greuel aller Verwüstung ist und ein Mörder des Geistes der Menschen, die seines Glaubens sind!“

11. Sagt ein Schriftgelehrter: „Freund, da beurteilst du den Oberpriester von Jerusalem wohl ganz falsch und hast keine Kenntnis von seinem Wesen und seinem Amte!“

12. Sagt Matthäus: „Lassen wir diese Sache ruhen, weil sie mich am ersten in eine wahrste und gerechteste Zornhitze bringt! Ihr seid seine Augen und sehet daher das am wenigsten, was euch am nächsten steht, nämlich die eigene Nase, Stirn und das ganze Gesicht; wir, die wir euch gegenüberstehen, sehen das alles nur zu gut und genau! Aber nun nichts Mehreres und Weiteres davon, sonst käme ich in die Hitze und möchte euch als nun meine gleichrespektierten Gäste nicht beleidigen!“

13. Sagt ein mehr gemütlicher Pharisäer: „Nun, nun, so lassen wir diese Sache ruhen und besprechen uns darum lieber mit dem Meister Jesus, der wird uns über diese Begebenheit vielleicht den besten Aufschluß zu geben imstande sein; denn er überragt uns alle hoch mit aller Wissenschaft und Weisheit!“ Zu Mir sich wendend: „Was sagst denn du zu dieser Geschichte? Denn du scheinst darüber wohl irgend einen Wind zu haben, weil dein vorheriges Gespräch mit den Jüngern Johannis nahe darauf hinzudeuten scheint. Denn nahe im selben Momente, als du den Jüngern Johannis sagtest, wie Gott für die sorge, die Ihn wahrhaft lieben und ganz lebendig auf Ihn vertrauen, und wie du die Häßlichkeit und Verwerflichkeit der Selbstsucht so recht durchstäuptest, geschah das, und so kommt es mir ganz heimlich vor, daß du darüber von irgendwoher Kunde eingezogen hast oder heimlich gar selbst der Urheber bist!“

14. Sage Ich: „Gut! So ihr das von Mir vermutet, so wendet eure Vermutung auch dahin, was Ich den Jüngern Johannis gesagt habe, und bekennet es in euren Herzen, daß Ich die vollste Wahrheit geredet habe!

15. Wer aus euch also handeln wird aus dem Grunde seines Herzens, der wird von Gott aus auch allzeit das erfahren, was nun unser Freund und Bruder Matthäus erfahren hat!

16. Denn glaubet es Mir: Gott bleibt Sich stets gleich in Seinem Herzen! Wie Er war, als am Firmamente noch lange keine Sonne, kein Mond und keine Sterne leuchteten, so ist Er noch in diesem Augenblicke und wird ewig also verbleiben!

17. Wer am rechten Wege Ihn sucht, der wird Ihn auch finden und wird gesegnet in alle Ewigkeiten der Ewigkeiten!“

18. Diese Worte gehen allen tief zu Herzen, und die Jünger Johannis fangen an, sehr in sich zu gehen und sagen: „Er muß denn doch ein bei weitem größerer Prophet sein, als da war unser Johannes! Denn wir waren zehn volle Jahre um ihn, aber so was haben wir an seiner Seite nicht erlebt! – Der Pharisäer hat recht, so er behauptet, dieser Nazaräer wisse davon! – Ich aber möchte nahe behaupten, daß das alles von und durch ihn auf einem uns unbekannten Wege herrühre, und das Ganze ist ein handgreiflicher Beweis gegen unsere nun ersichtliche Blindheit samt unserem großen Meister Johannes!“

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1
Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber
Chapter125./126. – Philanthropy and God’s blessing

Matthew 9:9-13: “Matthew the Tax Collector”

9 As Jesus passed on from there, He saw a man named Matthew sitting at the tax office. And He said to him, “Follow Me.” So he arose and followed Him.

10 Now it happened, as Jesus sat at the table in the house, that behold, many tax collectors and sinners came and sat down with Him and His disciples.

11 And when the Pharisees saw it, they said to His disciples, “Why does your Teacher eat with tax collectors and sinners?”

12 When Jesus heard that, He said to them, “Those who are well have no need of a physician, but those who are sick.

13 But go and learn what this means (Hosea 6, 6): ‘I desire mercy and not sacrifice.’ For I did not come to call the righteous, but sinners, to repentance.”

Chapter 125

1. Say John’s disciples: ‘Are we then doing wrong by living in accordance with John’s teaching? John surely was a severe preacher, yet he never gave us such teaching.

2. See, the Essene Order, with which we are familiar, also is strict and the first law among them is truthfulness, but of what use to them their truthfulness and their other strict rules? Who takes any notice of them? They are regarded by neither the Greeks nor us Jews and are supposed to have just a few adherents among the Romans. May the teaching by which they live be ever so good and pure, being excellent for those few who have separated themselves from the world, yet it is totally unfit for mankind at large.

3. Of what benefit to us ever so many nice and forceful words about the brotherhood of man?

4. See, this house is a big house, a hospitable house and second to none in the brotherhood spirit, but can you seriously expect of same to be at all times ready to receive and care for all men, who surely are our brethren as well? Even with the best of spirit and will, it surely lacks the necessary means, such as space, food and the like.

5. Furthermore, suppose some poor people struggled to build themselves a hut and gather a most meager provision for winter, barely sufficient for their own needs and 10 people suddenly come to this couple, who hardly have enough room to themselves, asking for admission, lodging and provision. Say, can any teaching demand of these two, or even advise them that it is good and a blessedness to meet the demands of the 10 newcomers, therewith to be ruined good and proper?’

6. I (Jesus) said: ‘Every bird sings and chirps in accordance with its beak and you talk in accordance with your worldly sense and cannot do otherwise, as you don’t know how to. Because even if I were to tell you something higher and fully true from the Heavens, you would still not understand Me, because your hard heart lacks the intellect.

7. Fools. Who is it that lets the fruit grow and ripen upon the Earth? Who maintains them constantly and gives them their consistency. Do you think that God cannot or will not reward him who sacrifices unselfishly for his brethren’s sake? Or do you think that God is unjust, demanding of man the impossible?

8. Yet I say that a truly honest goodwill and a keen desire to do a poor brother some good is easily possible for all.

9. If everyone were thus imbued through and through, then there also would be no more such meager huts upon Earth, inhabitable by just two people.

10. See, this My friend Matthew’s house has fed many people today and gave away its entire store from true goodness of heart, and if you don’t believe it, then go and see the larder and the granary and you shall find no provisions. Here however stands the landlord. Ask him whether I speak untruthfully.’

11. Matthew fully supports My statement, saying: ‘Lord, it unfortunately is so today and I don’t know how I shall sustain the guests tomorrow. But I have often fared that way and I trusted in God, and see, it was fully replenished, so that I could quite well provide the guests.’

12. ‘See,’ say I thereto, ‘thus acts a righteous person in this world and does not complain that God abandoned him. And so it has always been and eternally shall be!

13. If a person trusts in God, he is trusted also by God who does not forsake him and does not let him be confounded. But those who like you do believe in God’s existence, but do not fully trust Him because their own heart tells them that they are unworthy of His help, are not helped by God either, for they have no trust in God. They trust only their own powers and means, which they regard as holy and inviolable as it were, and say: “Man, if you wish to be helped, help yourself, for charity begins at home and thus you have to look after yourself first.” And by the time he has provided for himself, the one who needs help has perished.

14. But I say: If you provide for yourselves first, you are abandoned by God and are without His blessing and His otherwise so certain help. For God did not create men for selfish reasons, but out of pure love and, therefore, men must in everything fully correspond to the love that gave them their existence.

15. If, however, you live and act without love and trust in God, you voluntarily reverse the heavenly element within you into a hellish one, turn away from God and become servants of Hell, which in the end will not fail to give you the reward you have deserved, which is death in the wrath of God.

16. You also state that the Essenes, who live in accordance with Pythagoras’ school, are not with all their philanthropy, given any regard, other than by a few Romans.

17. I don’t have any regard for them either, because they don’t acknowledge the immortality of the soul, yet the meanest among them is better than the best among you.

18. I now say unto you openly: among all who were born of woman since the beginning of the world, no greater emerged than John, but from now on, the least of My disciples in the true Kingdom of God shall be greater by far than John whom you call your master, yet whom you have never understood. Because he showed you the way to Me and made straight the way before and to Me, but the world in you has blinded your heart, wherefore you are not capable of recognizing Me when you already find yourselves with Me.

19. Therefore go and care for your world, for your women and children, so that they would not go naked and not ever be plagued by hunger or thirst. But it shall soon emerge how well you provided them therewith. This I can tell you, by fullest right and deepest truth:

20. Whoever possesses property and has a trade which can give him a good profit, but saves the profit for himself and his children and looks with unkind eyes and heart down at the poor brothers and avoids the poor children who, because they lack all earthly goods, suffer hunger, thirst and cold and sends them away if they come to him asking for alms, and who says to a brother: “Come to me in a few days or weeks and then I will do this or that for you” and when the hopeful, on help relying brother comes and reminds the one who promised of his promise, the latter excuses himself that also now he could not possibly help, while actually having the means to do it, in truth, I tell you: that one is an enemy of God, for how will he love God whom he does not see if he does not love his brother whom he sees before him and is aware of his misery?

21. In truth, in very truth I tell you: whoever forsakes his brother in need simultaneously forsakes God and Heaven also. And God will forsake him in the twinkling of an eye.

22. However, who does not forsake his poor brothers, not even if God sent him trials, shall be unexpectedly blessed temporally and eternally more richly than here our host’s larder and granary have been blessed.’

23. Say John’s disciples: ‘This we should believe for sure. They are totally empty.’

Chapter 126

1. Here the kitchen-maid comes breathlessly, saying to Matthew: ‘Lord, lord, come and see! Lots of young men just came and brought all kinds of foodstuffs in such amounts that we would hardly consume them in a year! And everything appears so fresh and good! The granaries also are filled from top to bottom and the skins in the cellars filled with the best wine. Lord, lord, where did this come from today, on a Sabbath for the Jews?’

2. Matthew and everyone in the room are quite beside themselves and John’s disciples, of whom two had previously convinced themselves that the larders were empty, at once asked Matthew whether he had ordered such foodstuffs.

3. Says Matthew: ‘Not me, since I would have to be the first to know about it. And not my wife either, because she was the one who notified me through this maid that our small stock had been as good as consumed. Because apart from a garden and a few rented fields, I have no ground for the planting of much fruit and would also have very little time for it, being firstly busy with the toll and having to secondly host my guests in this guest-house. Therefore I stocked my guest-house week by week with rations, having them usually purchased and delivered for my own money from Capernaum, while having the fish supplied by you. The wine and grain however I usually bought off my own co-religionists, the Greeks. This in short is the way I usually kept my house stocked with necessities, but I and my house know not a thing about this order.

4. Some great unknown friend therefore would have to have done this for me, otherwise it obviously is a great miracle. Where and who this great friend should be however I know no more than yourselves. But I shall summon all my people in here and question them in your presence as to whether they recognized any of the delivery men.’

5. His wife and all the maids and servants are called in and asked, but they all deny with one voice ever having remotely recognized anyone: ‘The men looked like delicate youths, as none of them was bearded, but all had beautifully curled long hair and their garb was more Roman than that of the Jews. There were many of them, in the larder as well as in the loft and cellar. They laid down the deliveries quickly and said: ‘This is a gift for the tax-collector Matthew, who was called by the great Master this day.’ They then departed in haste and we did not see which way they turned.’

6. Says one Pharisee: ‘This thing sounds exceptionally rare and yet is true. In that case we should be most inclined to get to the bottom of it.’

7. Turning to Matthew, the same Pharisee says: ‘You host, let them bring us samples of wines and we shall tell you where they come from, for we can tell you by the flavor and color where it was grown.’

8. They send to the cellars and bring all the drinking vessels filled. And as the Pharisees and scribes sample the wines, they say full of astonishment: ‘No! Such wine as this we never tasted before. It is indescribably good and delightful. Have we not drunk of all the wines grown upon the known Earth, among these very good and flavorsome ones indeed, but they would have to be hardly lukewarm water by comparison to these. Therefore it is and remains a riddle.

9. But since you now have a great stock of these unsurpassable superb wines, how would you like to let us have some skins for money and a bit of persuading? It would be worth sending a consignment to the High Priest at Jerusalem.’

10. Says Matthew: ‘Free it came my way and thus will I give it, but not one drop to the High Priest in Jerusalem. Unless he were to come here by chance as a guest, then he shall be served like everyone else, but understood, only as a human equal to all others, but never as a Jewish High Priest, who is an abomination of the desolation to me and a murderer of the spirits of those men who are of his faith.’

11. Says one scribe: ‘Friend, here you quite misjudged the High Priest of Jerusalem, having no knowledge of his nature and office.’

12. Says Matthew: ‘Let’s leave this subject, for it gets me into a just heat under the collar. You are his eyes and therefore see least of all what is nearest to you, namely your own nose, brow and whole face. We who are situated opposite you see it only too well and truly. But no more about it, or I could get upset and be obliged to offend you, my respected guests.’

13. Says a more sedate Pharisee: ‘Now, let us indeed give the matter a rest and instead consult with the Master Jesus. He shall be the one most likely to clear this matter up for us, because he loftily exceeds us all in knowledge and wisdom.’ Turning to Me: ‘What do you actually say to this story? Because you seem to have some hint about it, as your foregoing conversation with John’s disciples almost pointed to it. Because this was occurring almost in the same moment you were telling John’s disciples how God provides for those who truly love Him and animatedly trust Him, and after you properly flogged the ugliness and repulsiveness of selfishness. And therefore it seems to me that from somewhere you received knowledge about it, or even secretly were the instigator of it.’

14. Say I: ‘Good. If you suppose that about Me, then apply it also to what I said to John’s disciples and admit it in your hearts that I spoke the fullest truth.’

15. He who among you shall act accordingly from the bottom of his heart shall experience with God what our friend and brother Matthew has just experienced.

16. For of a truth, believe Me: God in His heart steadily remains the Self-Same. As He was when no sun, moon or stars were shining yet for a long time upon the firmament, just so is He still this moment and shall be into all eternity.

17. He who seeks Him along the right path also shall find Him and be blessed into all eternity of eternities.’

18. These words stir their hearts and John’s disciples began to ponder deeply, saying: ‘He must be a far greater prophet than our John was. For we were around him a full 10 years, yet never felt like this. The Pharisee is right in saying this Nazarene knows about it. – I would maintain that all this originates from Him, along paths unknown to us and the whole thing is blatant proof of our blindness, including our great master John.’

37. Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch… Johannes 5:42 – You do not have the Love of God within you – John 5:42

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SCHRIFTTEXT-ERKLAERUNGEN Jakob Lorber-37-Johannes-5-42 Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch-Diamanten und Kieselsteine SCRIPTURE EXPLANATIONS JACOB LORBER-37-John-5-42 you do not have the love of God within you thus you cannot recognize Me
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flagge de  37. Die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch – Johannes 5:42

37. Kapitel – Johannes 5:42
Aber Ich kenne euch; die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch!

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 27.02.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Aber Ich kenne euch; die Liebe Gottes habt ihr nicht in euch!« – Dieser Vers paßt genau, wie gemessen auf den Schluß des Nachtrages.

2. Solches aber habe Ich zu den Juden geredet; denn in ihnen war der tote Buchstabe des Gesetzes. Das Werk der Zeremonie, das Werk des Scheines galt ihnen mehr als der Lebendige Selbst, der solches zu ihnen geredet hatte.

3. Darum aber waren sie auch mit Blindheit geschlagen und sahen in Dem, der ewig lebendig war, nichts als einen gewöhnlichen, ganz ordinären Menschen und wunderten sich höchstens über eine auffallende Wundertat, manchmal auch über ein weises Wort, wenn sie gerade zugegen waren, da solches geschah oder gesprochen ward; und waren sie nicht zugegen, so glaubten sie es nicht, daß Ich dieses oder jenes gewirkt oder gesprochen habe, und suchten auf alle mögliche Weise die Sache zu verdächtigen. Wo sie mit der Vernaturalisierung oder auch mit der gänzlichen Verleugnung nicht auslangten, da mußte Ich ein Besessener sein und durch die Macht des Teufels wirken.

4. Warum aber erkannten sie den Herrn des Lebens nicht, indem es doch der Wille und die Absicht des Herrn war, daß sie Ihn hätten erkennen sollen? – Der Grund liegt im Texte, der da spricht: »Und die Liebe ist nicht in euch!«

5. Warum kann man denn ohne die Liebe den Herrn nicht erkennen? – Das kann man ohne die Liebe aus demselben Grunde nicht, aus welchem ein Blinder nicht sehen kann, was ihn umgibt, und ein Tauber nicht hören kann die Stimme seines Freundes!

6. Denn die Liebe ist das Leben; das Leben aber kann ganz allein für sich nur sehen und hören, – denn der Tod vermag solches nicht. Also konnten denn auch die Juden den Herrn des Lebens unter sich nicht erkennen, weil sie kein Leben der Liebe in sich hatten, welches Leben da ist ein freies Leben aus Gott, während alles andere Leben nur ein gerichtetes ist, welches aber ist im Gegensatze des wahren Liebelebens der barste Tod.

7. Denn wer kein Liebeleben hat, der ist nichts als eine eitle Maschine, die lediglich von den Welttrieben in Bewegung gesetzt wird, und sein Schauen, Hören und Empfinden ist eitel mechanisch und kann sich nie über die gerichtete Sphäre der gerichteten Beschränkung erheben. Nur das wahre Liebeleben ist ein selbständig freies und kann darum aus sich heraus alle Schranken zertrümmern und sich zu Dem emporschwingen, der sein inwendigster Grund ist.

8. Niemand kann in seiner natürlichen Sphäre etwas erschauen, was er nicht ehedem in sich hat; wie könnte aber jemand Mein Wesen erschauen und erkennen, wenn er nichts davon in seinem Herzen birgt?!

9. Daher sage Ich zu euch: Lasset alles fahren, – allein die Liebe behaltet, so werdet ihr erkennen, was die Juden nicht erkannt haben, und erschauen, dafür ihre Augen keinen Schein hatten!

10. Es gibt jetzt ebenfalls gar viele in der Welt, in denen die Liebe nicht ist! Daher aber halten sie auch den Schatten, der nichts ist, für Wirklichkeit; Mich aber, der Ich unter ihnen allezeit bin und wandle, erschauen und erkennen sie nicht, weil sie keine Liebe haben!

11. Also gibt es auch unter euch welche, die da suchen, wo nichts zu finden ist; wo es aber lebendig vor ihnen einhergeht und leuchtet, mögen sie nicht erschauen und erkennen!

12. Diese wägen noch immer die Diamanten zugleich mit den Kieseln in einer Wagschale! Wozu aber des Kiesels Gewicht neben dem Diamanten? Warum den Mist aus der Ferne anstaunen und vor dem Gold im eigenen Hause gleichgültig vorüberzieben?

13. Es ist nicht genug, daß man den Goldwert kennt, – sondern man muß das Gold auch vor dem Miste, wenn er auch aus der Ferne kommt, lebendig zu würdigen verstehen! Das kann nur der, der die Liebe hat vollkommen; wer aber zwischen dieser hin und her schweift, der kann das noch nicht und wird es auch noch lange nicht können. Darum aber wird es ihm auch gehen wie den Juden, die den Herrn auch von einem ganz gewöhnlichen Menschen nicht zu unterscheiden vermochten.

14. Ich sage euch daher und erinnere euch, daß Ich euch viel gegeben habe; aber nur der wird es als eine reine Gabe von Mir erkennen, der die Liebe in sich hat!

15. Wer da rechnet in der Liebe und zählt, was er tut und gibt, dem will Ich desgleichen tun, – und der Rechner wird nicht frei und der Zähler nicht ledig werden so lange vor Mir, bis er das Rechnen und Zählen von sich verbannen wird! Also aber muß die Liebe frei sein und muß sich in ihrer innern Tätigkeit nicht zuvor Rates im Kopfe holen!

16. Den weisen Spender will Ich mit Weisheit belohnen; dem freien Liebespender aber werde Ich Selbst zum Lohne! Jeder aber, der nicht aus der freien Liebe tätig wird, wird das Angesicht des Herrn nicht eher erschauen, als bis er tätig wird aus der freien Liebe!

17. Das sage Ich, der ewig Getreue, der Wahrhaftige, der Erste und der Letzte, als Vater in aller Liebe zur vollkommenen Beachtung zu euch!

flagge en  37. You do not have the Love of God within you – John 5:42

37. Chapter – John 5:42
But I know you, that you do not have the love of God within you!

Written down through Jacob Lorber on the 27.02.1844

1. But I know you, that you do not have the love of God in you! – This verse fits the end of this addition perfectly.

2. This I said to the Jews, for within them was the dead letter of the law. The work of the ceremony, the work of pretence was more important to them than the Living one Himself, who was telling them such things.

3. That is why they were blinded and they saw in Him – who was living eternally – nothing else than an ordinary man and they at most marveled about a remarkable miracle, sometimes also about a wise word, if they were present to witness such things, when they happened or were spoken; and if they were not present, they didn’t believe, that I did or spoke this or that, and they tried to suspect everything one way or the other. Where it was not enough to naturalize or deny something, there I had to be a possessed one, who is working by the power of the devil.

4. Why did they not recognize the Lord of life, even though it was the will and intention of the Lord for them to recognize Him? – The reason for this lies in the text, which says… And the love is not within you!

5. Why can one not recognize the Lord without love? – One cannot recognize Him without love for the same reason, as a blind one cannot see what surrounds him, or why a deaf person cannot hear the voice of his friend!

6. For love is life, so only life itself can see and hear, because death is not able to do so. Therefore, the Jews could not recognize the Lord of life among them, because they did not have the life of love within them, the life which is a free life out of God, while every other life is only a judged life, which in comparison to the life of love is death in its purest form.

7. For whoever does not have a life of love is nothing but a vain machine, which is only set in motion by worldly desires, and its seeing, hearing and feeling is purely mechanical, and thus can never lift itself above the judged sphere of the judged limitations. Only the true life of love is an independent and free one, and it can therefore destroy all the barriers from within, so that it can swing upwards to Him, who is His innermost motive.

8. Nobody can see in their natural sphere, what they do not have withing themselves, how then could someone behold and recognize My Being, when they have nothing of Him in their heart?!

9. That is why I tell you… Let go of everything, keep the love only, then you will recognize what the Jews did not recognize, and behold, what their eyes couldn’t see!

10. There are many in this world, who don’t have love within themselves! Therefore, they think, that the shadow – which is nothing –  would be the reality. But they do not see and recognize Me, even though I am always among them, because they have no love!

11. Likewise, there are those among you, who seek, where there’s nothing to find; but where it walks in front of them in a living manner, shining, they cannot see or recognize it!

12. These people still weigh the diamonds together with the pebbles in one weighing pan! But what is the weight of the pebbles right next to the diamond? Why marvel at the rubbish from afar, and passing by the gold in one’s own house indifferently?

13. It’s not enough to only know the value of the gold, – but one must also learn to choose the gold above the rubbish, and know, how to honor it in a living manner! Only those, who have the love in its fullness, can do so; but whoever drifts back and forth, cannot do it and won’t be able to do it for a long time. Therefore, they will experience the same as the Jews did, who were also not able to distinguish the Lord from an ordinary man.

14. Therefore, I tell you and thus remind you, that I have given you a lot; but only those, who have the Love within themselves, will recognize it as a pure gift from Me!

15. Whoever calculates in the love and counts what he does and gives, to him I will do the same – and the calculator and counter will not become free before Me, until he has banned the calculating and counting from himself! In the same way, the love must be free and must not get advice from the head for its inner activities!

16. I want to reward the wise donor with wisdom; but for the free and loving donor, I Myself become the reward! But everyone, who does not become active out of free love, will not see the face of the Lord, until they become active out of free love!

17. This, I say, the eternally Faithful, the True, the First and the Last, as a Father, in all love, to your full attention!