Jenseits der Schwelle Szene 7… Ein Papst stirbt – Beyond the Threshold Scene 7… A Pope is dying

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flagge de  7. Szene… Ein Papst stirbt

7. Szene… Ein Papst stirbt

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber am 11. August 1847

1. Bei diesem Exempel wollen wir sogleich beim Jenseits beginnen und einen Mann betrachten, der in der Welt eine sehr große Rolle gespielt hat und am Ende der Meinung war, die Welt sei bloß seinetwegen da und er könne mit ihr machen, was er wolle, da er sich die förmliche Stellvertreterschaft Gottes anmaßte, mehr noch als so mancher andere seines Gelichters. Aber er mußte dessenungeachtet dennoch »ins Gras beißen«, und es schützte ihn davor weder seine angemaßte Großmacht noch die Welt und ebensowenig die Gottesstellvertreterschaft.

2. Dort, seht hin, stark gegen Mitternacht wandelt langsamen Schrittes eine überaus hagere Mannesgestalt von sehr dunkler Farbe, blickt forschend um sich und späht bald dahin und bald wieder dorthin!

3. In seiner Gesellschaft seht ihr ein Männlein, gleich einem kohlschwarzen Affen, das sich um unsern Mann sehr geschäftig herumtummelt und tut, als hätte es mit diesem Manne gar überaus wichtige Sachen abzumachen. – Treten wir aber nur näher, damit ihr vernehmen könnt, was dieser Mann, der seinen Gesellschafter sowenig wie uns sieht, mit sich für sonderbare Gespräche führt.

4. Da sind wir schon in rechter Nähe; nun horcht, er spricht: »Alles Lüge, alles Trug, und der Betrogenste ist der Glücklichste; aber unglücklich der Betrüger, so er wissentlich ein Betrüger ist! Ist er aber unwissentlich ein Betrüger und lügt und betrügt, ohne zu wissen, daß er lügt und betrügt, da ist ihm zu gratulieren; denn da zieht ein Esel den andern, und beide sind mit dem schlechtesten Futter zufrieden. – Aber ich, was bin denn ich? – Ich war ein Oberhaupt, alle mußten glauben und tun, was ich anordnete; ich aber tat, was ich wollte, da ich die Schlüssel der Macht in meinen Händen hatte als einer, der sie nimmt ohne zu fragen, ob er sie wohl zu nehmen berechtigt ist. Ich wußte alles; ich wußte, daß da alles nur Lüge und Trug ist, und dennoch drang ich Lüge und Trug jedermann bei strenger Ahndung auf, der es nicht annehme und glaube, daß da alles, was von mir ausgeht, ob geschrieben oder nicht, als volle Wahrheit anzunehmen ist.

5. Ich meinte aber auf der Welt: Des Leibes Tod ist das Ultimatum allen Seins. Das war mein heimlicher, fester Glaube, und alle Weisheit der Welt hätte mir keinen andern Glauben geben können! Dies einzige hielt ich für Wahrheit, und sieh, auch das ist Lüge; denn ich lebe fort, obschon ich gestorben bin dem Leibe nach.

6. Himmel, Fegfeuer und Hölle ließ ich predigen auf vielen tausend Kanzeln, erteilte Ablässe und sprach eine Menge Verstorbener heilig und gebot Fasten, Gebet, Beichte und Kommunion, – und nun stehe ich selbst da und weiß nicht, wo aus und wo ein! Gäbe es ein Gericht, dann wäre ich schon gerichtet. Gäbe es einen Himmel, da hätte ich doch das erste Anrecht darauf, denn fürs erste mußte ich doch durch den Willen Gottes Statthalter der Kirche Christi werden; und was ich dann als solcher tat, war sicher auch nur ein allerhöchstes oberstes Wollen, denn ohne ein solches kann laut der Schrift ja kein Haar am Kopfe gekrümmt werden und kein Sperling vom Dache fliegen.

7. Also beichtete und kommunizierte ich auch nach der alten Vorschrift, obschon ich mich davon gar leicht hätte exemtieren können, indem ich die Macht hatte, die Beichte samt der strengen Kommunion für jedermann auf ewige Zeiten aufzuheben, was ich aber dennoch aus politischen Rücksichten nicht tun konnte und wollte. – Gäbe es eine Hölle, so wäre auch Grund genug vorhanden, mich darinnen zu befinden; denn vor Gott ist ein jeder Mensch ein Totschläger! – Wenigstens sollte ich mich im Fegefeuer befinden; denn das soll doch jedermann wenigstens auf drei Tage zuteil werden! Aber weder das eine noch das andere wird mir zuteil, – darum ist Gott, Christus, Maria, Himmel, Fegfeuer und Hölle nichts als Lug und Trug! Der Mensch aber lebt nur aus den Kräften der Natur und denkt und fühlt nur nach der eigenen Konzentration der verschiedenen Naturkräfte in ihm, die sich da wahrscheinlich zu einem ewig unzerstörbaren Eins verbinden und verknüpfen. Meine Aufgabe wird daher nun sein, diese Kräfte näher zu erforschen und mir dann mittels der genauesten Bekanntschaft mit ihnen einen Himmel zu gründen.

8. Aber ich merke fortwährend ein gewisses Zupfen an meiner Toga pontificalis! Was sollte denn das sein, ist denn etwa doch irgend ein unsichtbarer Geist in meiner Nähe, oder tut so etwas etwa irgend ein Wind? Es ist im Ernste sonderbar in dieser unendlichen Wüste, denn man kann schon gehen, wohin man will, so bleibt man aber dennoch ewig ganz allein. Man kann rufen, schreien, schimpfen, schelten und fluchen – oder beten, zu wem man will, so rührt sich dennoch nichts und man bleibt vor – wie nachher ganz allein! Es mögen doch schon einige Jahre sein, da ich auf der Erde gestorben bin, und das auf eine sehr schmerzliche, höchst fatale Weise, – und ich bin dito allein, nichts als die ganz kahle Wüste unter den Füßen! Platz habe ich da wohl, das ist wieder eine Wahrheit, aber wo ich bin, was für die Zukunft aus mir werden soll werde ich also ewig fortleben oder doch etwa einmal ganz vergehen -, das ist ein unauflösliches Rätsel.

9. Also nur frisch an die Erforschung der Naturkräfte in mir, und es soll sich durch ihre nähere Bekanntschaft bald entwickeln, was da aus mir werden soll!«

10. Habt ihr ihn nun gehört, wie er räsoniert, er, der Stellvertreter Gottes auf Erden? Oh, er wird noch lange also solo räsonieren, wie es ihm sein unsichtbarer Begleiter einhaucht; denn solcher auf Erden höchstgestellter Menschen Los ist stets das gleiche, nämlich das Alleinsein, indem sie sich auf der Erde auch über alles hinaus isoliert haben.

11. Diese Isolierung ist aber dennoch eine große Gnade für sie; denn nur dadurch ist es möglich, sie wieder auf den rechten Weg zu bringen. Aber es geht das sehr lange; sie müssen in sich alle Grade der Nacht und Finsternis, der Not, auch des Schmerzes, wie er in der Hölle zu Hause ist, durchmachen.

12. Hat ein solcher Zelot diese Solo-Tour durchgemacht etwa in fünfhundert bis tausend, auch zehntausend Jahren -, dann erst kommt er in die Gesellschaft von strengen Geistern. Folgt er diesen nicht, so wird er wieder verlassen und ganz allein gestellt, wo ihm dann aber alle Greueltaten vorgeführt werden, die entweder unter ihm oder unter seinen Vorgängern verübt worden sind, bei welcher Gelegenheit er aber auch alle Schmerzen verkosten muß, die alle Verfolgten unter ihm oder unter seinen Vorgängern verkostet haben. Bringt ihn diese Kur noch nicht zurecht, so wird er belassen, wie er ist; bloß der Hunger wird ihm zur Begleitung gegeben und der Durst, welche zwei Hofmeister mit seltenster Ausnahme fast jeden mit der Zeit zurechtbringen.

13. Da habt ihr nun wieder ein Bild, aus dem ihr das Jenseits näher kennenlernen möget – und das »Wasser«, das ein solcher Häuptling zu durchschwimmen hat, bis er ans Ufer der Demut, Wahrheit und Liebe gelangt. Daher nun nichts mehr weiter von diesem Manne.

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Scene 7… A Pope is dying

Jesus Christus reveals thru Jakob Lorber on August 11th, 1847

1. In this instance we will begin at once with the beyond. We will observe a man, who had been playing a very great role, being finally of the opinion that the world existed only for his sake and that he could do as he liked. For he arrogated the actual stewardship of God, and that more than many another of his like. Notwithstanding all this, he had to “bite the dust”, and neither his presumed great power nor the world or the stewardship of God protected him against it.

2. Look over there, straight towards midnight, a very lean male figure of a very dark color is walking along slowly, looking around searchingly in all directions.

3. In his company you see a little man, like a pitch-dark monkey, who busies himself around our man and is acting as if he had some very important business with this man. Let us step closer, so that you may hear the strange monologue of this man, who is oblivious of both his company or us.

4. We are already close to him. Now listen, he says: “Everything a lie, everything deceit, and the deceived is the most fortunate; but unfortunate the deceiver, if he is knowingly a deceiver! However, if he is unknowingly a deceiver, lying and deceiving without realizing it, he can be congratulated. For in that case one donkey pulls another, and both are contented with the worst fodder. But I, what am I? I was a supreme head, all had to believe and do what I ordered. However, I did what I wanted, for I had the keys to power in my hands, like one who takes it without asking whether he is entitled to take it. I knew everything; I knew that everything is only a lie and deceit, but despite this fact I imposed falsehood and deceit under threat of punishment on everyone refusing to accept them and believing that everything issuing from me, written or not, has to be accepted as the full truth.

5. On the earth I thought: Physical death is the end of all existence. This was my secret, firm belief, and all the wisdom of the world could not have given me a different one! This alone I held to be the truth, and you see, also this is a falsehood; for I continue to live, although I have died in the body.

6. Heaven, purgatory and hell I had preached on many thousands of pulpits, issued letters of indulgence and canonized a great many deceased and ordered fasting, prayer, confession and Communion – and now I myself stand here, not knowing what is what! If there were a Judgment, I would be judged already. If there were a heaven, I should have the first right to it, for in the first place I had to become steward of Christ’s Church through the will of God. And what I then did as such was certainly also only a supreme will, for according to Scripture no hair of the head will be bent and no sparrow fly from the roof.

7. Thus I confessed and attended Communion according to the old rules, although I could easily have exempted myself. For I had the power to abolish confession, including the strict Communion for everyone, for all times, which, however, I could not and would not do for political reasons. Should there be a hell, I would have reason enough to be in it, for in God’s eyes every human being is a killer! At least I ought to be in purgatory, for this is said to be everybody’s lot for at least three days! But neither the one nor the other is my lot, therefore God, Christ, Mary, heaven, purgatory and hell are nothing but falsehood and deceit! Man lives only from the forces of nature and thinks and feels only according to the concentration of his inherent natural forces, which probably combine there to an eternally indestructible One. Therefore, it will now be my task to investigate these forces more closely and then, owing to my precise acquaintance with them, to found a heaven.

8. However, I notice a continual certain tugging at my toga pontificalis! What could that be, should there still be an invisible spirit in my vicinity, or is it done by some wind? In earnest, it is queer in this infinite desert, for no matter where one goes, one still remains forever completely alone. One can call, cry, call abuse, scold and curse – or pray to whom one wants, and yet nothing stirs and one remains all alone as before! It may well be several years since I died on the earth, and this in a very painful, utterly disagreeable manner, and I am just as alone, nothing beneath my feet but whole barren desert! I certainly have room to move, this again is a truth, but where I am, what shall become of me in the future shall I continue to live forever or still be totally annihilated in the future this is an insolvable riddle.

9. So get on with the investigation of the natural forces inherent in me, and through their closer acquaintance it shall soon become evident what shall become of me!”

10. Have you heard him, how he reasons, he, the steward of God on earth? Oh, he will continue for a long time to reason thus solo, as his invisible companion inspires him. For the lot of such people, who were on earth in the highest positions, is always the same, namely, being alone, inasmuch as they have excessively isolated themselves on earth.

11. However, this isolation turns out to be a great grace for them; for only in that way is it possible to then turn back onto the right path. But this takes a long time. They have to go through all degrees of night and darkness within, of distress, also of pain, as it is peculiar to hell.

12. Once such a zealot has absolved this solo journey – perhaps in five hundred to a thousand, also ten thousand years, he comes only then into the company of strict spirits. If he fails to follow them, he is again left alone and to his own devices. But then all the abominable deeds, carried out either under him or under his predecessors, will be brought home to him, at which occasion, however, he will have to taste all the pains, which all the persecuted had to taste under him or his predecessors. If this treatment fails to cure him, he is left as he is; as companions only hunger and thirst are given him, which two stewards with rare exceptions bring almost every one gradually onto the right road.

13. Here again you have a picture, from which you may learn more about the beyond – and the “water”, which such a leader has to swim through, until he reaches the shore of humility, truth and love. Therefore, nothing more of this man.

6. Sterbeszene… Ein Feldherr stirbt – Deathbed-Scene 6… A General is dying

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flagge de  6. Szene… Ein Feldherr stirbt

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber am 10. August 1847
Jenseits der Schwelle… Sterbe-Szenen

6. Szene… Ein Feldherr stirbt

1. Seht, wir befinden uns in einem königlichen Prachtgemach. Hier strotzt alles von Gold und Silber und von den kostbarsten Edelsteinen und – für die Welt – von den wertvollsten Gemälden. Der Boden des Gemachs ist mit den feinsten asiatischen Teppichen belegt, und die großen Spiegelglasfenster sind mit Gardinen behangen, von denen eine soviel kostet, daß davon tausend Arme einen ganzen Monat zu essen hätten. Kästen, Tische, Sofas, Stühle und noch eine Menge königlicher Einrichtungsstücke von großem Wert zieren es und allerlei Wohlgerüche durchduften das Krankengemach, und die berühmtesten Ärzte umgeben das reich mit Gold verzierte Bett, in welchem der irdisch hohe Kranke vergeblich der Genesung harrt.

2. Es wird ein Konsilium über das andere gehalten, und die Medikamente werden alle Stunde gewechselt. Im angrenzenden Gemach beten aus lateinischen, rot und schwarz gedruckten Büchern abwechselnd in einem fort zwei Mönche und wo nur ein Bethaus oder irgend eine Kapelle steht, wird für die Wiedergenesung unseres großen Feldherrn eine feierliche Messe gehalten. Aber das nützt alles nichts. Denn für diese Feldherrnkrankheit gibt es weder in der Apotheke noch im Breviarium und ebensowenig im Meßbuche irgendeine Hilfe mehr, sondern da heißt es einmal: »Komm und laß sehen, wie deine Werke beschaffen sind!«.

3. Seht nun den Kranken an, wie tapfer er sich hält! Aber diese Tapferkeit ist nur ein Schein, denn innerlich möchte unser Held vergehen vor Angst und Verzweiflung und verflucht dabei die stark schmerzende Krankheit wie ein Husar sein Pferd, das ihm keinen Gehorsam leisten will. – Die Geschichte geht hübsch zusammen: Dort beten die Mönche – freilich wohl mit einer Andacht, die ihresgleichen sucht, mit der heimlich auch noch ein ganz entgegengesetzter Wunsch vereinigt ist propter certum quoniam (einer gewissen Sache wegen) -, aber rar ist das immer, so der, für den wenigstens »aufs Aug« gebetet wird, flucht, daß es eine barste Schande ist!

4. Nun aber wird sein Schmerz stets ärger, ja beinahe unerträglich, und unser Patient, darob vor Grimm entbrannt, fährt nun zum Erstaunen seiner Umgebung ganz wütend auf und schreit aus vollem Halse: »O du verfluchtes Hurenleben! Kannst du, Schöpfer, so du irgend einer bist, es mir denn nicht auf eine schmerzlosere Art nehmen?! Auf ein solches Hurenleben sollen alle Teufel, so sie irgend sind, scheißen; und ich möchte es selbst, so ich’s nur vermöchte! He, ihr dümmsten Viecher von Ärzten, die ihr alle zusammen keinen Schuß Pulver wert seid, gebt mir eine scharf geladene Pistole her, auf daß ich selbst für dies Hunde- und Hurenleben mir eine Medizin durchs Hirn verschreibe, die dasselbe auf einen Knall von jeder ferneren Marter sicher befreien solle!«

5. Ein Protomedikus naht sich dem Krankenbett und will den Puls fühlen und bittet den Patienten um Ruhe. Aber der hohe Patient richtet sich auf und spricht: »Komm nur her, du Luder, du schlechter Hund von einem Arzte, damit ich an dir meine gerechte Wut kühlen kann! Fahr zu allen Teufeln, du dummes Luder! Möchtest mich nicht wieder mit Opium martern?! Schau, – wie gescheit diese Kanaillen sind; so sie nichts mehr wissen, da kommen sie sogleich mit Opium, auf daß der Kranke dann einschlafe und sie sich dadurch mehrere Stunden des gerechten Vorwurfs, den sie überaus wohl verdienen, entledigen und sich dabei brav ins Fäustchen lachen und schon Rechnung machen, wieviel da nach meinem Tode ein jeder für sich in der dritten Vergleichungsstufe wird verlangen können! Hahaha, gelt, ich durchschaue eure Pläne! Weg daher mit euch, ihr bösen Hunde, sonst bringe ich euch noch mit diesen meinen letzten Kräften um euer scheußliches Luderleben! – He, was sehe ich denn dort im Nebengemache für zwei schwarze Kanaillen?! Was tun denn diese Luder? – Ich glaube gar, sie beten für meine Seele? Wer hat sie denn dazu berufen?! – Hinaus mit ihnen, sonst stehe ich auf und schieße sie wie Hunde zusammen!« –

6. Seht, auf diese gewaltige oberfeldherrliche Detonation machen sich die Mönche recht behende aus dem Staube; die Ärzte zucken stets greller mit den Achseln, und der Patient verstummt und fängt unter den horrendesten Verzerrungen des Gesichts zu röcheln an. Wir aber begeben uns nun, da es hier an dem Patienten nichts mehr zu beobachten gibt, sogleich in die Geisterwelt und werden ganz kurz unsere Beobachtung machen, wie unser Held in die Geisterwelt eintreten wird. –

7. Seht, wir sind schon da, und dort auf gleichem Lager liegt der Patient in einem ganz gleich aussehenden Gemach. Noch röchelt er, wie ihr es leicht merken könnt, unter ganz entsetzlich schweren Atemzügen und zerbeißt sich die Zunge vor heimlicher Wut seiner ergrimmten Seele.

8. Dort aber, seht, ist schon der alleinige Würgengel in der Bereitschaft, die ergrimmte Seele unseres Helden von ihrem überstolzen und hochmütigsten Aristokratenfleische loszumachen. Mit einem flammenden Schwert ist der Engel bewaffnet – zum Zeichen seiner großen, ihm von Mir verliehenen Kraft und zum Zeichen seines Mutes und seiner gänzlichen Furchtlosigkeit vor solchen Großhelden der Erde wie vor der ganzen Hölle.

9. Sehet, nun ist in der Zeiturne das letzte Sandkörnchen für diesen Helden gefallen, und der Engel rührt ihn mit seinem Flammenschwerte an und spricht: »Erhebe dich, du matte Seele, und du, stolzer Staub, falle in das Meer deiner bodenlosen Nichtigkeit zurück!«

10. Seht, nun verschwindet der Leib, und nicht mehr zu sehen ist das Lager und das Gemach voll irdischer Pracht. Dafür erhebt sich eine, wie ihr es leicht merken könnt, ganz dunkelaschgraue, schmählichst verkümmerte Seele, stehend auf lockerem Sande, der sie zu verschlingen droht. Zornig, wirr und scheu blickt sie um sich – und erschaut nichts als sich selbst. Aber sie sieht sich ganz anders, als wir sie sehen, – sie ersieht sich noch als einen Feldherrn mit all ihren Orden und mit einem Degen geziert.

11. »Wo bin ich denn?« spricht nun der Held. »Welcher Teufel hat mich denn hierher gebracht? Nichts, und abermals nichts! Wohin ich schaue, ist überall nichts. Da seht, auch unter mir ist nichts!

12. Bin ich denn ein Nachtwandler – oder träume ich? – oder sollte ich denn wirklich gestorben sein? Ah, das ist ja doch ein verflucht dummer Zustand! Ich bin zwar recht gesund nun und fühle keinen Schmerz, erinnere mich an jede Kleinigkeit meines ganzen Lebens, – ich war ja höchst krank; ich habe die dummen Arzte gemustert, die zwei Heuchler zum Teufel verscheucht und habe auch, natürlich ob des zu starken, unerträglichen Schmerzes, dem Schöpfer einige derbe Grobheiten in meiner Aufwallung ins Gesicht gesagt, – alles dessen erinnere ich mich sehr wohl! Auch weiß ich, daß ich sehr zornig war und hätte alles zerreißen können vor Wut. Aber nun ist mir alles vergangen. Es wäre alles recht, wenn ich nur wüßte, wo ich so ganz eigentlich bin und was da mit mir vorgegangen ist?! Es ist wohl etwas licht um mich; aber je weiter hinaus ich meine Blicke richte, desto finsterer wird es, und ich sehe nichts, nichts, nichts und abermals nichts! Das ist doch verflucht! Wahrlich, wer da nicht des Teufels wird, der wird es in Ewigkeit nimmer!

14. Sonderbar, sonderbar, ich werde stets munterer, stets lebendiger, – aber auch stets leerer wird es um mich. Ich muß mich sicher in so einer Art Lethargie befinden? Aber die, so davon befallen, sollen alles hören und sehen, was um sie geschieht, – ich aber höre und sehe nichts außer mich, also kann das keine Lethargie sein.

15. Es ist hier weder kalt noch warm, noch völlig finster, obschon einen das Licht wahrlich nicht blendet! lch bin, was mir unbegreiflich ist, in diesem Solozustand dazu noch sehr heiter und aufgeräumt, daß ich darob einen Bajazzo abgeben könnte, – und doch, wie Figura zeigt, bin ich sicher im Mutterleibe nicht gesellschaftsloser gewesen als hier! Wahrlich, wenn ich hier ein Dingsda, eh, so ein Dings – nun, so ein Dings – ja, ja, so recht – so ich so ein ‘Menschchen’ bei mir hätte, wahchaftig, ich könnte mich sogar vergessen, daß ich – doch hol’s der Kuckuck, den Feldherrn samt seinen fünf Dutzend Großahnen! Wahrlich, für ein ‘Menschchen’ gemeinsten Standes wäre mir nun schon alles feil!

16. Wenn ich aber nur erfahren könnte, wo ich denn so ganz eigentlich bin?! Wenn die Sache noch lange dauern sollte, da dürfte einem dieser Zustand so hübsch verdammt langweilig werden! Hab’ ja einmal von einem Gott etwas gehört, – will mich doch einmal ernstlich an ihn wenden. Hab’ freilich ehedem mich etwas barsch benommen gegen ihn; aber er wird mir das, so er irgend einer ist, ja nicht so übel anrechnen. – Heda, mein Gott, mein Herr! So du irgend bist, hilf mir aus dieser sonderbar fatalen Lage!”

17. Nun seht, sogleich kommt ein Engel herbei und spricht: “Freund, in dieser Lage wirst du so lange verbleiben, bis der letzte Tropfen deines Hochmutes aus dir hinausgeschafft sein wird und dadurch bezahlt der letzte Blutstropfen von dem Blute, das du an vielen Tausenden deiner Brüder vergossen hast! Wirf all deine feldherrlichen Insignien von dir, und du wirst dann Boden und mehr Licht und auch Gesellschaft finden, – aber hüte dich vor deinesgleichen, sonst bist du verloren! Vor allem aber wende dich an den Herrn, so wird dein Weg kurz und leicht sein, amen.”

18. Seht, diesen Rat befolgt aber unser Held jetzt noch nicht. Daher verläßt ihn der Engel, und er wird noch einige hundert Jahre in solcher Schwebe verbleiben.

19. Daraus könnt ihr schon sein ‘Wasser’ merken, darum nichts weiter nun von ihm.

flagge en  Scene 6… A General

Jesus Christ reveals thru Jacob Lorber on August 10th, 1847
Beyond the Threshold… Deathbed Scenes

Scene 6… A General

1. Look, we are at present in a princely, luxurious chamber. Here, everything is full of gold and silver and of the most precious gems and – for the world – of the most precious paintings. The floor of the chamber is laid with the finest rugs and the great plate glass windows are hung with curtains, the cost of which would feed a thousand poor for a whole month. Cupboards, tables, sofas, chairs and a great many more princely furnishings of great value adorn the chamber, which is permeated by all sorts of aromatic scents, and the most renowned physicians are surrounding the bed, richly embossed with gold, in which the worldly prominent patient is waiting in vain for his recovery.

2. One conference after another is held and the medication is changed hourly. In the adjoining room, two monks are praying continuously, taking turns from Latin books in red and black print, and wherever there is a prayer house or some chapel, a solemn mass is held for the recovery of our great general. But it is all in vain. For neither in the pharmacy, the breviary nor in the missal is there any help, and here it says for once: “Come and let us see of what kind your deeds are!”

3. Look at the sick man, how courageous he is! But this courage is only a sham, for inwardly our hero could expire for fear and despair, cursing the very painful illness like a hussar who curses his horse, which refuses to obey him. It all fits nicely together. There the monks are praying – of course with a reverence which cannot be rivaled and added to, which is joined to quite a different wish propter certum quoniam (because of a certain matter). But it is always strange if the one for whom prayers are outwardly said, curses abominably.

4. Now his pain increases, becoming almost unbearable, and our patient, inflamed with anger, raises himself up to the astonishment of those surrounding him and shouts full of rage: “O you accursed life! Can you, Creator, if you exist, not take it from me in a more painless manner. On such a miserable life all the devils, if they exist, can defecate and I myself would, if I could! Hah, you silliest beasts of doctors, the whole lot of you are not worth a rap, give me a well-loaded pistol, so that I myself may write a medicine for this dog’s and whore’s life through the brain, with one report safely freeing the same of any further torment!”

5. A protomedicus approaches the sickbed, trying to feel the pulse and calm down the patient. But the noble patient raises himself up and says: “Just come here, you rascal, you miserable dog of a doctor, so that I can vent my justified anger on you! Go to the devil, you silly rascal! Would you not like to torment me again with Opium? Look how clever these rascals are; as soon as they are at their wits’ end, they come with Opium. Then the sick man falls asleep and they do not have to fear the justified complaints lasting for hours. And they will laugh into their sleeve and calculate how much each of them will be able to charge according to the third table after my death! Ha ha ha, I certainly see through your plans! So away with you, you evil dogs, or I will rid you with my last strength of this miserable whores’ life! Hah, who are the two black rascals I can see in the adjoining room? What are these fellows doing? I almost believe they are praying for my soul! Who has ordered them to do it? Out with them, or I get up and shoot them down like dogs!”

6. Look, following this explosion on the part of the supreme commander, the monks make off at once. The physicians keep shrugging their shoulders more and more, the patient falls silent and amid the most horrid distortions of the face the death-rattle sets in. However, being unable to observe more in the patient, we proceed at once to the spirit world and shall make our brief observations as to how our hero will enter into the spirit world.

7. You see, we are already there, and there on the same bed lies the patient in an identically looking room. He is still gasping, as you can easily see, drawing air painfully and biting his tongue in the silent rage of his angry soul.

8. But there, you see, is already the sole death angel in readiness to liberate the enraged soul of our hero from its excessively proud and arrogant aristocratic flesh. The angel is armed with a flaming sword – as a sign of his great power lent him by Me and as a sign of his courage and his total lack of fear before such great heroes of the earth, as well as before the whole hell.

9. You see, now the last grain of sand in the urn of time has fallen for this hero, and the angel touches him with his flaming sword and speaks: “Rise, you feeble Soul, and you, proud dust, fall back into the ocean of your bottomless nothingness!”

10. Look, now the body disappears and the bed and the chamber full of earthly splendor are no longer visible. Instead, as you can easily see, a very dark ashen-gray, decrepit-looking soul rises, standing on loose sand, which threatens to swallow it. It looks around, angry, distraught and shy. However, it sees itself in a different way from how we see it – it sees itself still as a general decorated with all his medals and with a sword.

11. “Were am I?” the hero now says, “Which devil has taken me here? Nothing, and again nothing. Wherever I turn my eyes, there is nothing. Look down there, also below me there is nothing!

12. Am I a sleepwalker – or dreaming – or should I actually have died? Oh, this is truly an accursed, silly state! To be sure, I am quite well now and feel no pain, remember every little detail in my life. I was extremely sick. I have scrutinized the silly doctors, have sent the two hypocrites to the devil and have also, of course, owing to the strong, unbearable pain, said some rude things to the Creator; all this I very well remember! I also know that I was very angry and ready to tear everything apart in my rage. But now all this is past. It would be all right, if only I knew where I really am and what has gone on with me?!”

13. There is a little light around me, but the farther out I direct my gaze, the darker it becomes, and I see nothing, nothing, nothing, and again nothing! This is really accursed! Truly, he who does not go to the devil under these circumstances, win not do so in eternity!

14. Strange, strange, I keep becoming more wide-awake, more alive, but at the same time it keeps getting emptier around me. I must surely be in a sort of lethargy? However, those who are afflicted with it, are said to hear and see everything happening around them – but I hear and see nothing except myself; so this can be no lethargy.

15. It is here neither cold nor warm, nor totally dark, although the light is truly not blinding. What I find incomprehensible is that I am in this solo state very merry and in high spirits, so that I could be a clown; and yet, I have as Figura shows, surely not been more solitary in the womb than here. Truly, if I had here such a little thing, eh, such a thing – well, such a thing – yes, yes, all right – if I had such a harlot with me, I could even forget myself, that I – confound it, the general together with his five dozen ancestors! Truly, I would give anything for the most common harlot!

16. If only I could find out where I really am? If this state of affairs should last much longer, this condition could become damned boring! Have once heard something of a God, want to earnestly turn to Him. Have earlier behaved somewhat rudely towards Him. But, if He exists, He will not hold it against me. Hallo, my God, my Lord! If you exist, help me out of this queer, unfortunate situation!”

17. You see, at once an angel comes along and speaks: “Friend, you will remain in this situation until the last drop of your pride has been drained out of you, whereby the last drop of blood will be paid of the blood of many thousands of your brothers shed by you. Throw away all your insignia as a general, and you will find more ground and more light and also company – but beware of your own kind, or you will be lost! Above all, turn to the Lord, and your path will be short and easy. Amen.”

18. You see, at this stage our hero is not prepared to follow this advice. Therefore, the angel leaves him; he will be kept in suspension for several hundred years more.

19. From this you can draw your conclusions as to his “water”, and so nothing further of him.

5. Jesus erläutert Sterbeszenen… Eine Modenärrin stirbt – Jesus explains Deathbed-Scences… A young fashion lady is dying

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Jakob Lorber Jenseits der Schwelle Jesus erklaert Sterbeszenen 05 Eine Modenaerrin stirbt Jacob Lorber Beyond the Threshold Jesus explains Deathbed-Scenes 05-A young fashion lady is dying
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flagge de  5. Szene… Eine Modenärrin stirbt

Jesus Christus offenbart durch Jakob Lorber am 6. August 1847
Jenseits der Schwelle… Sterbe-Szenen

5. Szene… Eine Modenärrin stirbt

1. Hier folgt noch ein früher Tod, der einer jungen Modeheldin, die sich bei einem Ball zu sehr dem Tanze hingab, um sich irgend einen jungen und reichen Bräutigam zu ertanzen, sich statt dessen aber nur den frühen Tod ertanzt hat.

2. Ein junges, dem Leibe nach überaus gefällig gestaltetes Mädchen von neunzehn Jahren wurde auf einen noblen Gesellschaftsball geladen, welche Einladung sie natürlich mit Einwilligung ihrer Eltern bereitwilligst annahm. Alsogleich wurden die Modekaufläden durchmustert, die zum Glück unter tausend Artikeln doch einen besaßen, der da unserer geladenen Holden anständig war. Nun ging’s zum ersten Modeschneider und zwar mit dem Bedeuten, das Kleid nicht nur nach der letzten Pariser oder Londoner, sondern womöglich nach der letzten Madrider oder New Yorker Mode zu verfertigen, damit man auf einem so glänzenden Ball doch mit etwas Außerordentlichem erscheinen könne, um dadurch das größte Aufsehen zu erregen und auch als eine außerordentliche Erscheinung betrachtet zu werden!

3. Der Schneider hatte keine kleine Angst ob solchen Auftrags, indem er seine Kundschaft schon kannte, mit wieviel Dutzend Kapricen sie bei solchen Gelegenheiten gesalbt war. Er nahm sich daher kreuzmöglichst zusammen und verfertigte wirklich ein Meisterstück von einem Ballkleid zur vollen Zufriedenheit seiner Kundschaft; denn das Kleid konnte ohne Schnürmieder angezogen werden und ob der vielen feinsten elastischen Bänder aber den Leib dennoch so eng zusammenziehen, daß unsere Heldin um die Leibesmitte dünner war als um ihren runden Hals.

4. Dieses New Yorker Modekleid aber war auch so ganz eigentlich die Ursache ihres frühen und nahe plötzlichen Todes; denn da sie auf dem Ball die Königin der Schönheit und Grazie war, so tanzte sie auch mit einem jungen, reichen Affen, der ihr sehr bedeutend in die Augen stach, so wütend viel, daß sie sich dadurch in der zu sehr gepreßten Lunge ein großes Blutgefäß sprengte und ob des dadurch gar starken Blutverlustes in wenigen Minuten eine Leiche war.

5. Als sie auf dem Tanzboden zusammenbrach und aus ihrem Rosenmund ein Blutstrom sich ergoß – zum Schauder aller zahlreich eben auch nicht zu locker geschnürten Mädchen und Damen -, da stürzten freilich wohl ihre Eltern, Verwandte und Ärzte herbei, rissen ihr die Kleider vom Leib und begossen sie mit eiskaltem Wasser und gaben ihr Medikamente, die sie aber, als schon vollkommen tot, natürlich nicht mehr einnehmen konnte.

6. Alles weinte und klagte laut. Die Eltern und der ritterliche Affe von einem Liebhaber rissen sich aus Verzweiflung die Haare vom Kopfe. Andere fluchten solch einem Geschick, wieder andere bedauerten die Unglückliche. Viele verließen den Tanzsaal und trugen ein Notabene mit nach Hause, aber natürlich um nicht viel besser als die Sperlinge, die ein Schuß vom Dache vertrieb.

7. Hier, bei diesem Falle, werden wir in der Geisterwelt eben nicht viel von Belang zu sehen bekommen; aber dessenungeachtet sollt ihr es sehen, wie sich derlei Übersiedlungen in der Geisterwelt ausnehmen.

8. Sehet, da liegt unsere Heldin noch zusammengekauert am mit ersichtlichem Blute besudelten Boden, und dort in einiger Ferne erseht ihr einen Engelsgeist mit über Kreuz geschlagenen Armen stehen! Sein Antlitz verrät Trübsinn, d.i. eine Art Wehmut, die ein solcher Schutzgeist bei solchen Fällen der krassesten Narrheit der Menschen empfindet, so er ihnen mit all seiner Sorge nicht zu helfen vermag.

9. Was aber wird nun dieser trauernde Engel hier tun? Seht, er naht sich dem auch in der Geisterwelt als Leiche ersichtlichen Mädchen! Nun ist er bei ihr und spricht: »O du unsinniges Wesen! Was soll ich nun erwecken bei dir, da alles tot ist an dir, dahin ich nur mein Auge wende?! O Herr, sieh gnädig herab! Hier langt die Kraft nicht aus, die Du mir verliehen; daher strecke Du Deine allmächtige Hand aus und tue mit dieser Törin nach Deinem Wohlgefallen!«

10. Nun seht, dort kommt schon ein anderer, ganz feuriger Engel! Nun ist er da, und seht, sein Feuer ergreift die Tote und verzehrt sie im Augenblick zu Asche. (In der Naturwelt kann das nicht bemerkt werden, weil dieser Akt nur den seelischen Leib betrifft.) Nun fängt in der Asche sich etwas zu rühren an. Der Engel betet über diese Asche. Seines Gebetes letzte Worte sind: »Herr, Dein Wille geschehe!«

11. Darauf verläßt der zweite Engel die sich stets mehr rührende Asche; aber der erste Engel bleibt. Dieses Rühren aber ist nichts anderes als ein neues Zusammenordnen der ganz zerstörten, zerstreuten und höchst zerrütteten Seelenspezifikalpartikel, was nun unmittelbar durch Meine Kraft geschieht. Nun aber wird sich auch sogleich zeigen, wieviel und was von dieser Mädchenseele noch übriggeblieben ist!

12. Seht, nun erhebt sich ein dunkelgraues Wölkchen! Das Wölkchen prägt sich stets mehr aus. – Und nun seht, da haben wir schon eine Gestalt! Ihr könnt sie wohl mit nichts Ähnlichem auf der Erde vergleichen! Der Kopf gleich dem einer Fledermaus, der Leib gleich dem einer Riesenheuschrecke, die Hände wie Gänsefüße, und die Füße gleich denen eines Storches! — Wie gefällt euch diese Mode nun als die Frucht jener weltlichen? – An der Mode aber läge so viel Außerordentliches nicht; aber daß diese Törin, als quasi Selbstmörderin, schwerlich je des Himmels Lichtgefilde betreten wird, das ist etwas anderes! —

13. Es werden wohl einige hundert Jahre vergehen, bis diese zur menschlichen Gestalt kommen wird, und das nur auf sehr schmerzliche Art! Nachher aber wird sie im Geisterreiche sein, was die Albinos auf der Erde sind, nämlich lichtscheu.

14. Weiter ist bei dieser nichts mehr zu sehen und zu lernen, darum nächstens ein anderes Exempel.

flagge en  Scene 5… A young fashion lady is dying

Jesus Christ reveals thru Jacob Lorber on August 6th, 1847

Beyond the Threshold – Deathbed Scenes

Scene 5… A young fashion lady is dying

1. Here follows another early death, that of a young lady of fashion, who during a ball indulged too much in dancing with a view to securing a young and rich bridegroom. Instead, she only gained an early death.

2. A young, physically very attractive girl of nineteen years was invited to attend a grand society ball, which invitation she gladly accepted, with the permission of her parents. At once the fashion stores were gone through, which luckily amongst a thousand articles still had one which found the approval of our invited beauty. Now came a visit to a first-class dressmaker with the intention of making the gown not only according to the latest Paris or London fashion, but if possible after the latest fashion of Madrid or New York. In this way she would appear at this glittering ball in an outstanding outfit, thereby arousing the greatest attention and being regarded as of extraordinary appearance.

3. The dressmaker, knowing his client and the dozens of capricious ideas cropping up on such occasions, was in quite a bit of trepidation on account of this order. Therefore, he did his utmost and actually made a masterpiece of a ball gown to the fullest satisfaction of his client; for the gown could be worn without a corset. However, the many fine elastic bands could compress the body to such an extent that our heroine’s waist became thinner than her round neck.

4. This gown according to the New York fashion was actually the cause of her early and very sudden demise. For, being the beauty queen of the ball, she danced with a young, rich dandy, who suited her fancy, so much so that a large blood vessel in her compressed lungs burst. Owing to the enormous loss of blood, she was dead in a few minutes.

5. When she broke down on the dance floor and a stream of blood gushed from her rosy mouth – to the horror of all girls and ladies, who were also tightly corseted -her parents, relatives and doctors came running, undressed her, poured icy cold water onto her and gave her medicine, which she, being totally dead, could no longer take.

6. Everybody wept and lamented loudly. The parents and the attentive dandy of a lover tore their hair in despair. Some cursed such a fate, others again pitied the unfortunate one. Many left the dance hall caring a reminder home, but of course not much better than the sparrows that are scattered by a shot from the roof.

7. In this case we shall not see much that is of interest in the spirit world. Notwithstanding all this, you shall see how such transitions proceed in the spirit world.

8. Look, there is our heroine still crouched down on the bloodspattered floor, and there at a little distance you see an angel spirit standing with crossed arms. His countenance shows dejection, meaning a kind of sadness, which such a guardian spirit feels in cases of extreme human folly, where he can no longer help the people with his loving care.

9. What will this mourning angel be doing here? You see, he approaches the girl, who is also in the spirit world recognizable as a corpse. Now he has reached her and says: “O you foolish being! What shall I now awaken in you, since everything is dead within, wherever I turn my eyes? O Lord, look graciously down! Here the strength is not sufficient with which you have endowed me; therefore, do stretch out Your almighty hand and do to this foolish girl according to Your liking!”

10. Now look, there comes another, fiery-looking angel! Now he is there, and look, his fire seizes the dead girl and consumes her instantly to ashes. (In the natural/material world this cannot be observed, since this act concerns only the soul/body or: psychic body.) Now something in the ashes begins to stir. The angel is praying over these ashes. The last words of his prayer are: “Lord, Your will be done!”

11. Now the second angel leaves the ashes, which are more and more stirred up, but the first angel remains. This stirring is nothing else but a new gathering together of the totally destroyed, scattered and utterly deranged soul specifica and is directly effected through My power. Now we shall see at once what is left over from this girl’s soul!

12. Look, a dark-gray little cloud is rising! The little cloud takes on more and more form. And now look, there we have a form! You can compare it with nothing else on earth. The head looks like that of a bat, the body like that of a giant grasshopper, the hands are like the feet of a goose and the feet like those of a stork! How do you like this fashion, being the fruit of that worldly one? The fashion is not what is so extraordinary; but it is a different matter that this foolish girl, quasi a suicide, will hardly ever enter the luminous realms of heaven!

13. It may take hundreds of years till she will attain a human form, and then only in a most painful manner. Afterwards she will be in the spirit-realm, as what the albinos are on earth, namely, she will shun the light.

14. With this one, nothing further can be seen and learnt, so another example next.