27. Ich wünsche Mir nicht Ehre, sondern Liebe… Johannes 5:41- I do not desire Honor, but Love… John 5:41

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27.  Ich wünsche Mir nicht Ehre, sondern Liebe

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 05.02.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. »Ich nehme nicht Ehre von Menschen.«

2. Dieser Text gibt in kurzen Worten kund, welchen Bund Ich mit den Menschen habe, nämlich keinen Bund der Ehre. Denn die Menschen, wie sie sind, sind Mir wirklich keine Ehre. Dazu habe Ich die Menschen auch nicht erschaffen, daß sie Mich ehren sollen.

3. Einen Bund aber habe Ich mit den Menschen, und dieser heißt Liebe und besagt ganz etwas anderes als die Ehrung!

4. Wer sind die, die sich ehren lassen? – Das sind die Fürsten und Großen der Welt.

5. Warum lassen sie sich ehren? – Weil sie mehr sein möchten als Menschen, obschon ihnen ihr Bewußtsein sagt, daß sie nicht mehr als Menschen sind.

6. Was ist die Ehre, die man jemandem erzeigt? – Sie ist nichts anderes als urgründlich die Furcht vor dem Stärkeren und Mächtigeren! Denn der Schwächere fürchtet die Schläge des Mächtigeren und dessen Unbarmherzigkeit; darum kriecht er vor ihm und ehrt ihn und betet ihn förmlich an, damit der Mächtigere, durch solche Schmeichelei bestochen, ihm die Schläge erlassen möchte. Je ehrfurchtsvoller aber der Schwächere gegen den Stärkeren wird, desto ehrsüchtiger und grausamer wird auch der Stärkere.

7. Frage hier: Ist solche Ehrung eine Frucht edlen oder bösen Samens? – Ich meine: Wie die Frucht, so wird auch der Same sein!

8. Meinet ihr aber demnach, daß Ich das von den Menschen nehmen sollte, was vor Mir ein Greuel und der scheußlichste Ekelgeruch ist?!

9. Aus welchem Grunde sollte Ich Mich von den Menschen ehren lassen? Etwa weil Ich Gott, und die Menschen Meine Geschöpfe sind?! Weil Ich allmächtig und alle Menschen gegen Mich gar nichts sind?!

10. Was würde Ich wohl haben von solch einer Ehre?! Werde Ich dadurch etwa mehr Gott, und wird dadurch Meine Allmacht größer?!

12. Könnte Ich durch die Ehrungen der Menschen wohl noch mehr werden?! – Ich meine kaum; daher habe Ich auch nirgends ein Gesetz erlassen: »Du sollst Gott, deinen Herrn, ehren über alles!«, sondern bloß nur lieben über alles. Darum heißt es denn auch im vorliegenden Verse, daß Ich nicht die Ehre bei den Menschen suche; denn da ist schon in Mir Einer, der Mich wahrhaft ehrt von Ewigkeit.

13. Welche Freude Ich aber darnach an den »ad majorem dei gloriam-Taten« (alles zur größeren Ehre Gottes) habe, oder wie man bei euch auf der Welt zu sagen pflegt: »Alles zur Ehre Gottes!«, das könnet ihr aus diesem Verslein leicht ersehen; denn der Mich nicht ehrt in seinem Herzen wie eine vor Liebe brennende Braut ihren Bräutigam, des Ehre ist vor Mir ein Greuel!

14. Was habe Ich von dem tausendfachen »Herr, wir ehren Dich!«, – wobei aber die Herzen voll Dreckes sind? – Auf eine solche Ehre soll von der ganzen Hölle aus geschmissen werden!

15. Denn alle, die Mich ehren auf solche zeremonielle Weise, sind die »Herr, Herr!« Rufer, und sie mögen Mir tausend Litaneien vorsumsen und sagen: »Herr, wir ehren Dich und preisen Deine Stärke!«,»Herr, wir bitten Dich, erhöre uns!« und »Herr, erbarme Dich unser!« und mögen tausendmal hinzusagen: »Ehre sei Gott dem Vater!« usw.

16. Ich aber werde ein solches Gewäsch dennoch nie erhören und werde allzeit zu den »Herr, Herr!« Sagenden sprechen: »Weichet von Mir; denn Ich habe euch noch nie erkannt! Ihr habt der Ehrgebete und Litaneien in großer Menge gehabt; warum aber habt ihr nicht auch eine Litanei erfunden, in der es lebendigermaßen heißen möchte – nicht: »Herr, wir ehren Dich!«, sondern: »Lieber, heiliger Vater, wir lieben Dich!«?!

17. Man wird hier freilich einwenden und sagen: »Die Ehre (Ehrung) Gottes muß sein! Denn sie ist eine edle Frucht der wahren Gottesfurcht; denn wer Gott nicht fürchtet, der ist aller bösen Taten fähig.«

18. Ich aber sage: Wennschon Gottesfurcht besser ist, als böse Taten üben, so aber wird dennoch aus einer solchen Gottesfurcht für niemanden ein ewiges Leben erwachsen, weil ein furchtsames Gemüt schon ein gerichtetes ist!

19. Denn wer das Schlechte nur aus Furcht vor Mir unterläßt, der wird eine harte Probe zu bestehen haben; denn in der Furcht vor Mir ist keines Menschen Geist einer Beseligung fähig, und es wird ihm zuvor die Furcht benommen werden, und es wird sich dann zeigen, was er ohne Furcht vor Mir tun wird.

20. Also sind wohl auf der Erde auch viele Sträflinge in den Kerkern durch die Furcht vor der Strafe in der gesetzlichen Ordnung erhalten; werden sie aber nach der Strafzeit auf freien Fuß gestellt, so sind sie zehnmal ärger denn früher.

21. Alle Höllengeister leben und bestehen in der größten Furcht vor Mir; Mich nur von ferne zu erschauen oder Meinen Namen zu vernehmen, ist für sie das Schrecklichste! Welcher Tor aber wird da behaupten, daß die Höllengeister darum gut seien, weil sie eine so große Furcht vor Mir haben?!

22. Ich setze aber ein Beispiel: Es gäbe irgend auf der Erde einen so überaus guten Menschen, der zwar überaus wohlhabend wäre, aber dabei die größte Liebe, Sanftmut und Zuvorkommenheit selbst, und jeder Mensch, der zu ihm käme – wes Standes er auch sein möchte, welcher Nation, ob Freund oder Feind, würde von ihm allezeit auf das liebreichste aufgenommen werden. Frage: Welcher Mensch müßte da wohl ein so großer Tor sein und möchte so einen Menschen fürchten ärger denn einen Scharfrichter?!

23. Welcher Mensch aber ist wohl besser, liebreicher und sanftmütiger als Ich?! Und dennoch will man sich lieber fürchten vor Mir, als Mich lieben mit der größten Zutraulichkeit!

24. Dennoch aber sage Ich: Die Mich fürchten und ehren, die scheinen das aus gutem Grunde zu tun; denn sie wissen, daß ihr Herz aller Liebe ledig ist. Darum wollen sie das durch die Furcht bei Mir ersetzen.

25. Aber es geht ihnen dabei wie einer Braut, die ihrem allergetreuesten Bräutigam untreu geworden ist und ward zu einer Hure. Warum ward sie das? – Weil sie die Liebe in ihrem Herzen zu ihrem Bräutigam vergab!

26. So aber der Bräutigam kommen wird, wird er die mit bebender Furcht erfüllte Braut auch also ansehen und annehmen, als so sie ihm flammenden Herzens wäre entgegengekommen? Wird er nicht etwa zu ihr sagen:

27. »Wie siehst du aus? Also habe ich dich nie gesehen! Warum bebst du vor mir, der dich über alles liebte? Wahrlich, in diesem Zustande mag ich dich nicht erkennen! Was habe ich dir je getan, daß du Mich fürchtest? Wie hat solche Furcht deine ehemalige Liebe verdrängen können? Wie soll ich dich nun glücklich machen, ich, den du nicht liebst, sondern fürchtest?! – Also muß ich weichen von dir aus Liebe zu dir, auf daß die Furcht vor mir in deinem Herzen dich nicht länger quäle!«

28. Sehet, in diesem Beispiele liegt das »Ich kenne euch nicht, ihr »Herr, Herr!«-Sager!« klar und deutlich erklärt, und darum will Ich nicht die Ehre der Menschen als die Frucht der Furcht, sondern die getreue kindliche Liebe will Ich.

29. Darnach trachtet ihr in euerm Herzen, so werde Ich Mich euch nahen können, aber nicht in eurer Ehrung und Furcht! Seid liebfreie (durch die Liebe frei gewordene), aber nicht durch Furcht gerichtete Täter Meines Wortes; darin werdet ihr das ewige Leben finden und Mich, euern Vater! Amen.

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27.  I do not desire Honor, but Love

Written down through Jacob Lorber on the 05.02.1844

1. I do not receive honor from men.

2. This text declares with a few words, what kind of Covenant I have with men, namely… no Covenant of honor. Because men, in the way they are, are truly no honor to Me. I also did not create men, that they should honor Me.

3. But I do have a Covenant with men, and that is called ‘Love’, which means something completely different than honor!

4. Who are those, who let themselves be honored? – These are the rulers, princes and great ones of the world.

5. Why do they let themselves be honored? – Because they want to be more than men, even though their conscience does tell them, that they are not more than men.

6. What is the honor, which one shows towards another? – It is nothing more than the basic fear of the stronger and mightier one! Because the weaker one fears the blows and the relentlessness of the stronger one. Therefore, the weaker one crawls before him and honors him and worships him literally, so that the mightier one, bribed by such flatteries, does not strike him. The more reverent the weaker one gets towards the stronger one, the more overambitious and cruel the stronger one also becomes.

7. Question… Is such a tribute a fruit of a good or evil seed? – I mean… Like the fruit, so must the seed be as well!

8. So do you think, that I should take that from men, which is an abomination and an atrocious and nasty smell before Me?!

9. For what reason should I let Myself be honored by men? Because I am God, and the human beings are My creatures?! Because I am Almighty and all men are nothing compared to Me?!

10. Of what use would this honor be to Me?! Will I become even more God, and will My Omnipotence become greater?!

11. Could I become even more God through the tributes of men?! – I don’t think so, that is why I have not issued any law… ‘You shall honor the Lord, your God above everything!’ – Instead, only ‘Love Me above everything’. That is why it says in the present text, that I am not looking for honor from men. Because there is already One in Me, who truly honors Me from all eternity.

12. Oh what joy do I get from the ‘ad majorem dei gloriam-deeds’ (all for the greater Honor and Glory of God) or, as you’re used to say in the world… ‘All Glory be to God!’. You can easily recognize that in this text. Because whosoever does not honor Me within his heart like a bride who loves her groom with a burning passion, that honor is an abomination before Me!

13. Of what use is the thousandfold ‘Lord, we honor you!’, – all the while their hearts are full of filth? – Such an honor shall be pelted at from the entire hell!

14. Because all those, who honor Me in such a ceremonial way, are those, who call to Me ‘Lord, Lord!’ and they may sing to Me a thousand litanies and say… ‘Lord, we honor You and praise Your strength!’ – ‘Lord, we beg You, answer our prayers!’ and ‘Lord, have mercy upon us!’ and they may add to that a thousand times… ‘Honor be to God our Father!’ etc.

15. But I will never listen to such nonsense and answer it, and I will always say to all these ‘Lord, Lord!’ Sayers… ‘Depart from Me, for I have never known you! You have had a lot of honoring prayers and litanies, but why haven’t you come up with a litany, in which it does not say… ‘Lord, we honor you!’, but instead… ‘Dear holy Father, we love you!?’

16. One will surely intervene here and say… ‘God must be honored!’ For it is the noble fruit of the true fear of God; because if one does not fear God, he is capable of every evil deed.

17. But I say… Although the fear of God is better, than doing evil deeds, but such a fear of God will still not give anybody an eternal life, because a fearful disposition is already a judged disposition!

18. Because if someone only refrains the bad things out of fear from Me, he will have to master a difficult test, because by fearing Me, no human spirit is capable of feeling any bliss, and he will be stripped of any fear, and then it will be revealed, what he will do before Me without fear.

19. So, on this earth many criminals in jail are kept in a legal order by the fear of the punishment. But once they are released after their time in jail, they will be ten times worse than before.

20. All spirits of hell live and consist in the greatest fear of Me. If they only see Me from afar or hear My Name, that is the most horrendous thing for them! But which fool will assert here, that these hellish spirits are good therefore, simply because they have such a great fear of Me?!

21. I will give you an example… Lets say there is an extremely good person somewhere on this earth, who might be very wealthy, but at the same time full of the greatest love, meekness and courtesy, and every human being, that would come to him, no matter what social status, which nation, friend or enemy, he would welcome him affectionately and take him in. Question… What human being would have to be such a big fool and be more afraid of such a person than of an executioner?!

22. But which human being is better, more affectionate and more gentle than Me?! And still, people rather fear Me instead of loving Me with the greatest trustfulness!

23. But I still say… The ones who fear and honor Me, seem to do it for a good reason, because they know, that their heart has no Love at all. That’s why they want to replace that with the fear of Me.

24. But they feel thereby like a bride, who has become unfaithful towards her most trustworthy bridegroom, and they became a whore. Why did they become a whore? – Because they have given away all their love, they had within their heart for their bridegroom!

25. So, when the bridegroom will come, do you think He will look at this trembling and fearfilled bride in the same way and accept her, as if she had been running towards Him with a flaming heart? Will He not probably say to her…

26. How do you look? I have never seen you this way! Why do you tremble before Me, who loved you above everything? Truly, I cannot recognize you in this state! What have I ever done to you, that you fear Me? How could such a fear suppress your former love? How am I supposed to make you happy now, I, whom you do not love, but fear?! – Therefore, I must depart from you, out of love for you, so that your fear of Me in your heart may no longer torture you!

27. Look, in this example, the ‘I do not know you’ who say to Me ‘Lord, Lord!’ is clearly explained, and that is why I do not want the honor of men as the fruit of fear, but rather I want the faithful childlike love.

28. Strive for that in your heart, and I will come closer to you, but not in your honoring and fear! Be doers, that were made free through love, but not doers of My Word, judged by fear. Therein you will find eternal life and Me, your father! Amen.

 

23. Oh ihr Blinden… Ihr siebt Mücken aus & Verschluckt Kamele… Matthäus 23:24 – Oh you Blind Ones… You strain out Gnats & Swallow Camels… Matthew 23:24

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23. Oh ihr Blinden… Ihr siebt Mücken aus & Verschluckt Kamele
Matthäus 23:24

»Ihr verblendeten Führer, die ihr die Mücken aussiebet, und verschlucket das Kamel!«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 27.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. »Ihr verblendeten Führer, die ihr die Mücken aussiebet (seiget), und verschlucket das Kamel!«

Zur Info: “seiget” oder “seihet” meint aussieben, ausfiltern – dieser und weitere alte Ausdrücke sind in Klammern gesetzt und das neuere Wort verwendet. Th

2. Das ist ebenfalls wieder ein Vers, der für alle Zeiten taugt, und dessen Sinn aber auch sogleich mit den Händen zu greifen ist, wie das auch bei anderen der Fall ist.

3. Wer sind denn diese verblendeten oder blinden Führer? – Das sind die sogenannten Kleinfehler-Drescher oder die Buchstabenreiter des Gesetzes. Da reinigen sie und plärren den ganzen Tag darauflos; die großen Fehler aber, von denen das ganze Heil und Leben des Menschen abhängt, kennen sie oft gar nicht, und wenn sie dieselben schon kennen, so drücken sie aus politischen Rücksichten die Augen zu, als wäre daran gar nichts gelegen.

4. Um diese Sache so klar als möglich zu machen, will Ich euch bloß nur Beispiele anführen! Wir wollen da vom Kleinen bis zum Großen aufsteigen, oder vom Sonderheitlichen zum Allgemeinen.

5. Sehen wir in eine Familie, also in ein einzeln Haus! Der Vater hat Kinder beiderlei Geschlechtes; die Knaben werden bei einem etwas vermöglicheren Hause emsig zum Studieren angehalten, und die Mädchen haben ebenfalls verschiedene Meister. Da lernen sie irgendeine fremde Sprache radbrechen, Zeichnen, Musik und daneben auch andere feine weibliche Arbeiten.

6. Die Söhne werden mit allem Eifer zum Studieren angehalten. Eminenter (ausgezeichnet) müssen sie sein, sonst gibt es üble Stunden; jede Vernachlässigung wird da mit Schärfe gerügt, und Strafen (Pönitenzen) bleiben nicht aus. Desgleichen werden auch die anderen sogenannten Wohlstandsregeln fest gehandhabt, und wehe dem Knaben, der sich leichtsinnigermaßen dagegen versündigt! Und es straft (penzt) da der Vater, der Instruktor und der öffentliche Lehrer tagtäglich.

7. Man wird fragen: »Ja, ist denn das gefehlt?« – Ich sage darauf nichts als: Hier werden ebenfalls Mücklein ausgesiebt (geseigt), das Kamel aber unbeachtet verschluckt!

8. Was ist denn aber hier das Kamel? – Das Kamel ist eben das Studieren selbst und die polierte Weltlichmachung eines jungen Menschen. Durch dieses verschluckte Kamel verliert der junge Mensch zuallermeist den letzten Tropfen dessen, was in ihm das Leben des Geistes hätte erwecken können, und wird dadurch ganz in die allerblankste Welt hinausgestoßen.

9. Desgleichen geht es auch mit den Mädchen! Die gestrenge Mutter redet sich den ganzen Tag beinahe die Zunge wund; denn die eine Tochter hat einen Stich etwas zu lang gemacht, bei der andern wird ein kleiner Fleck irgendwo entdeckt, die dritte hat ihre Lektion in dem oder dem Fache nicht gut genug gekonnt, die eine hat ihre Haare nicht recht in der Ordnung, – kurz und gut, jede schiefe Haltung und dergleichen noch eine Menge kaum beachtbare Fehler werden nicht selten mit einer Erbitterung gerügt, und es gibt da den ganzen Tag vollauf zu korrigieren, zu strafen (penzen) und anzueifern.

10. Sehet, da werden ebenfalls wieder Mücklein gesiebt (geseigt); aber daß die Mädchen durch all diesen weltlichen Firlefanz rein für alles innere, geistige Leben getötet werden, ist das Kamel, das ohne alles Bedenken verschluckt wird.

11. Ich meine, diesem Beispiele braucht man keine Erklärung mehr hinzuzufügen, indem es sich selbst überaus klar ist. Gehen wir auf ein allgemeineres Beispiel:

12. Also wird von der Kirche, wie sie bei euch ist, überaus darauf gesehen, daß besonders von dem gemeinen (niederen) Teile des Volkes die sogenannten kirchlichen Satzungen bei Vorenthaltung der Absolution beachtet werden. Wer das beachtet, dem wird bei gewissen Gelegenheiten von kirchlicher Seite kein Anstand gemacht; dafür wird auch alle Sonn- und Feiertage scharfmöglichst gepredigt und einem armen Sünder an einer solchen kirchlichen Satzung wird die Hölle ganz entsetzlich heiß gemacht, und er hat zu tun, bis er sich wieder in die Gnade der Kirche gesetzt hat. Bei einem Reichen geht es freilich etwas leichter; aber der Arme hat seine Not!

13. Wie sieht es denn aber mit der lebendigen Bekanntmachung Meines Wortes und mit der Führung nach demselben aus? – Also: Wenn der Christ nur seine kirchlichen Pflichten erfüllt, da darf er sich auch an so manchem Meiner Gebote versündigen, und er darf versichert sein, daß er darob keine scharfe Buße bekommen wird!

14. Wenn er nur den Sonntag vormittags den kirchlichen Zeremonien ausweislich beigewohnt hat, so darf er dann nachmittags ohne Bedenken Spiel- und Wirtshäuser, wie auch Tanzböden besuchen. Er kann spielen und schwelgen, tanzen und huren die ganze Nacht hindurch; er kann auch noch mitunter betrügen, Leute verleumden (ausrichten), lügen, geizig sein, einem andern einen Schaden zufügen, freilich auf politisch-rechtlichem Wege.

15. Das alles geht bei der nächsten Beichte, besonders bei einem diskreten Beichtvater um fünf Vaterunser und Ave Maria und schon gar gewiß um eine bezahlte Messe hinweg. Hat sich unser Beichtkind etwa gar noch mit einem Ablasse auszuweisen, dann geht es wie eine Sonne makellos vom Beichtstuhle zum Tische des Herrn, und von da wie ein Engel aus der Kirche.

16. Wer wird in diesem Beispiele nicht ersehen die Aussiebung (Seigung) der Mücklein und die gar grobe Verschluckung des Kamels?!

17. Ich will das freilich wohl nicht allen Beichtigern zum Vorwurfe machen; denn es gibt auch hier und da mehrere, die es mit der Sache von der besseren Seite ernstlich meinen; aber nur im Allgemeinen ist das gewöhnlich der Fall.

18. Nikodemus gehörte auch zu den Pharisäern und Schriftgelehrten; aber er machte eine Ausnahme unter ihnen und war somit kein Mückenaussieber (Mückenseiger) und Kamelverschlucker; denn er kannte Mich und hielt auf Mein Wort. – Darin wird für genaue Beichter (Beichtiger) Entschuldigung genug sein. Und so gehen wir auf ein allgemeines großes Beispiel über!

19. Also geben die Fürsten der Welt eine Menge, ja eine schauerliche Menge Gesetze, deren Übertretung – ob wissentlich oder unwissentlich – nach den Paragraphen strenge geahndet wird; was aber da Meine Gesetze betrifft, so werden nur diejenigen als Staatsgesetze mit aufgenommen, durch die eine weltliche Sicherstellung bezweckt werden kann. Dergleichen sind vorzugsweise das siebente, das fünfte und in einem zu offenbar argen Treiben (Betriebe) das sechste Gebot; um die andern sieben kümmert sich der Staat nicht viel, – es müßten nur politische Rücksichten ihn dazu veranlassen. Also kümmert sich ein Staat um die Leitung der Völker nach Meinem Worte überaus wenig oder gar nicht und spricht dabei: »Das andere überlassen wir nur der Geistlichkeit!«

20. Da werden dann von beiden Seiten Mücklein geseigt und Kamele zu Tausenden verschluckt, und die Art der Pharisäer stirbt nie aus; denn fängt man sie auf der einen Seite, so macht sich die andere Seite um so mehr Luft, und man kann tun, wie man will, so kommt man zumeist vom Regen in die Traufe.

21. Die Welt will herrschen, und zu diesem Behufe kann sie sich alles tauglich machen; göttliche und weltliche Gesetze werden in ein Joch gespannt und müssen das Volk ins Verderben ziehen.

22. Was nützt es denn, wenn ein Mensch noch so poliert und staatstauglich dasteht?! Was nützt es, wenn der Mensch auch tagtäglich zur Beichte läuft?! Und was nützt es, wenn in einem Staate, weltlich genommen, die beste Verfassung ist, so aber dabei dennoch allezeit die Hauptsache, um die sich alles Leben des Geistes dreht, gänzlich unberücksichtigt gelassen wird?!

23. Ich meine aber, es wäre besser, so da jemand als ein weltlicher Krüppel zum Leben eingeht – als ein Weltpolierter in den ewigen Tod!

24. Mehreres darüber zu sagen, wäre unnötig. Sehet aber daher auch ihr nicht so sehr auf die Mücklein, sondern vielmehr darauf, daß ihr keine Kamele verschlucket, – so werdet ihr das ewige Leben haben! Amen.

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23. Chapter – Matthew 23:24
You blind leaders, who strain out a gnat and swallowing a camel!

Written down through Jacob Lorber on the 27.01.1844

1. You blind leaders, who strain out a gnat and swallowing a camel!

2. Now this is another verse that fits at all times, and its meaning can be grasped very easily with your hands, just like it is the case with others.

3. Who are these blind leaders? – These are the so-called nitpickers and literalists of the law. They clean and blare all day long; the great mistakes however, which the entire salvation and life of man depends on, they often don’t know, and if they know about them, they close their eyes out of political reasons, as if they would mean nothing.

4. To make this as clear as possible, I will give you only a few examples! We want to start with the small ones and work our way up to the big ones, or from the exceptional to the general.

5. Lets look into a family, a single household! The father has children of both genders. In a wealthier house, the boys are encouraged to diligently study, and the girls also have different masters. They learn some foreign language, drawing, music, and next to that, some other delicate female tasks.

6. The sons are encouraged to study diligently. They must be excellent, otherwise, severe hours will follow. Every neglect will be sharply reproved, and punishments are not absent. In the same way, the so-called prosperity rules are strictly managed, and woe to the boy who carelessly sins against them! And daily, the father, the instructor and the teacher punish him.

7. One will ask… ‘Is that wrong?’ – I’ll only say this… Here are also the gnats strained out, but the camel is swallowed up unnoticed!

8. But what is the camel here? – The camel is the studying itself, and the polished worldly transformation of a young person. Through this swallowed camel, the young person loses the very last drop of what could have awakened the spirit life within him, and by that he is thrown deep into the world.

9. It’s the same with the girls! The strict mother talks almost all day until she has a knot in her tongue; because one daughter has made a stitch too long, and with the other one, a stain has been discovered, and the third daughter wasn’t good enough in one subject or the other, and another does not have her hair in order. In short, every little misstep and every almost unnoticeable mistake is more often than not bitterly rebuked, the whole day is full of correcting, punishing and spurring.

10. Look, here again, gnats are filtered. But the fact, that the girls – through this whole worldly furbelows – are killed for any inner, spiritual life… That is the camel, which is swallowed up without qualms.

11. I mean, nothing must be added to this example, for it is absolutely clear in itself. Now, lets look at a more general example…

12. In the same manner, it is watched closely by the church, that the so-called ecclesial statutes are heeded especially by the little guys, by withholding the absolution. Whoever takes heed of that, he has nothing to fear from the church side. But on that account it is preached on every sunday and holyday as sharply as possible and the hell is proclaimed to be very hot for such a poor sinner and he has a lot to do until he has put himself back into the favor of the church. With a rich one of course, it is a little easier, but for the poor one it is very hard!

13. But how does it look with the proclamation of My Word and with the guidance according to that? – Meaning… If a Christian fulfills his duties in the church, he may sin against My Commandments, and he can be sure that he will not receive a strict penance!

14. If he only attended the sunday morning ceremonies, he may visit gambling houses, taverns and dance halls during the afternoon without qualms. He may gamble, revel, dance and whore the entire night; he may also occasionally cheat, slander people, lie, be stingy, and hurt someone else, however, of course in a politically correct manner.

15. However, during the next confession, especially with a discreet confessor, this is forgiven for five ‘our fathers’, and ‘Ave Maria’, and of course for a paid mass. Can our confessant show an indulgence, then he will simply proceed, like a sun, impeccable, from the confession chair to the Lord’s table and from there he will leave the church like an angel.

16. Who does not see the straining out of the gnats here and the gross swallowing up of the camel?!

17. Remember, I do not want to accuse every single confessor of this; for there are now and then some, who take this more sincerely, with good intentions. However, in general, it is as explained.

18. Nicodemus also belonged to the scholars and Pharisees; however, he was an exception among them, and he was neither a filterer of gnats nor a swallower of camels; for he knew Me and acted according to My word. – Therein should be enough pardon for accurate confessors. And now we move on to a general and great example!

19. So, the rulers of the world establish a great amount, yes, a horrifying amount of laws, which will be – if broken knowingly or unknowingly – severely punished according to the paragraphs. But regarding My laws, only those are incorporated as state laws, through which a worldly indemnity can be achieved. Those are preferably the seventh, the fifth, and, in apparent bad behaviour, the sixth commandment. The state does not care much for the other seven commandments. Only political concerns could cause such a thing. So, the state does not care much, or not at all, about leading the nation according to My word, and says the following… ‘We leave the rest to the clergy!’

20. On both sides, gnats are filtered and thousands of camels swallowed up, and the manner of the Pharisees never ceases. Because if you catch them on one side, the other side will take even more space, and one can do what he wants, he will come mostly from smoke to smother.

21. The world wants to rule, and for this purpose, it can make everything fit. Godly and worldly laws are stretched into a yoke and must drag the people into perdition.

22. What does it avail, when a person is so very well polished and stands there, fit for the society?! Of what use is it, when man runs to confess his sins daily before the confessor?! And of what use is it, if a state – looked at through worldly eyes – is in a great condition, but at the same time the main aspect, which all the spiritual life depends on, is completely ignored and pushed aside?!

23. I mean, it would be better, if a worldly cripple enters into life eternal, than a worldly polished one entering eternal death!

24. To say more would be unnecessary. Therefore, do not care so much about the gnats, but rather be careful, that you do not swallow up any camels. In this way, you will attain eternal life! Amen.

 

14. Nährt euch vom lebendigen Brot… Geht nicht in die Wüste oder Kammer! – Feed on the living Bread… Do not go into the Desert or Chamber!

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Schrifttexterklaerungen Jakob Lorber-14-Matthaeus 24 26_28-Wueste-Kammer-Glaubt es nicht-Aas-Adler-Feinschmecker Scripture Explanations Jakob Lorber-14-Matthew 24 26_28-Desert-Chamber-Do not believe them-Carrion-Eagle-Vulture-Gourmet
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flagge de  14. Wenn sie euch da sagen… ‘Siehe, er ist in der Wüste!’ oder…

14. Jesus erklärt Schrifttexte… Matthäus 24:26+28
»Wenn sie euch da sagen: siehe, er ist in der Wüste!, so geht nicht hinaus, – siehe, er ist in der Kammer!, so glaubt es nicht!«; »Wo ein Aas ist, da werden sich sammeln die Adler«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 12.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Schreibet nur hin, was ihr habt!

2. »Wenn sie euch da sagen: »Siehe, Er ist in der Wüste!«, so gehet nicht hinaus, – »Siehe, Er ist in der Kammer!«, so glaubet es nicht!« – »Wo ein Aas ist, da werden sich sammeln die Adler.«

3. Ihr habt gerade wieder solche Texte gewählt, die das, was wir für unsere Sache brauchen, als ein offenes Schild gerade auf der Nase tragen! Es wäre wirklich hoch zu verwundern, wenn ihr das sogar mit dem bloßen Verstande nicht auf den ersten Blick recht tüchtig wahrnehmen solltet!

4. Was ist denn eine Wüste? Eine Wüste ist ein Boden, da kein Leben ist. Was ist denn aber eine geistige Wüste? Sicher nichts anderes als ebenfalls ein Feld oder ein Boden, auf welchem Ich nicht wandle und darum auch niemals anzutreffen bin!

5. Wo ist aber dieses Feld oder dieser Boden, auf dem so häufig hinausgegangen wird, um allda zu finden die Wahrheit und den Grund des Lebens? Es ist dieser Boden und dieses Feld nichts anderes als die gesamte Literatur! Und demnach könnte dieser Text auch also heißen:

6. Wenn man zu euch sagen wird: »Siehe, die wahre Weisheit, die lebendige Wahrheit ist in den Büchern; leset sie, und ihr werdet sie finden!«, da sage Ich dann darauf: »Gehet nicht hinaus in diese Wüste; denn da ist weder Weisheit, noch die innere, lebendige Wahrheit zu finden!«, sondern Ich sage: »Gehet in die Liebe zu Mir und zu euerm Nächsten; suchet in der Tat Mein Reich, so wird euch alles andere in der höchsten Überfülle hinzugegeben werden!«

7. Ich meine, über diesen Text bedarf es wohl keiner weiteren Erklärung mehr, indem seine Bedeutung nur zu sehr mit den Händen zu greifen ist. So leicht aber der erste Teil ist, ebenso leicht ist auch der zweite, demzufolge niemand glauben soll, daß Ich in den Kammern sei, wenn man das von Mir aussagt.

8. Was sind denn diese ,Kammern’? – Kammern sind in naturmäßiger Sphäre geheime Gemächer, in denen nicht leichtlich etwas Offenkundiges zum Vorscheine kommt. Gewöhnlich sind sie die Werkstätten mehr oder weniger politischer Falschmünzerei. So hat auch ein jeder Mensch ein paar Herzenskammern und weiß nie, was in selben vorgeht. Nun wüßten wir so ziemlich die naturmäßige Bedeutung von einer Kammer. Selbst eine sogenannte Rumpelkammer enthält gewöhnlich Gegenstände, die von der Öffentlichkeit abgesperrt sind; und der Besitzer von einer solchen Rumpelkammer weiß oft selbst kaum, was all für unnützes Zeug in ihr der Vermoderung und dem Schimmel übergeben ist.

9. Was aber ist nach solchem naturmäßigen Vorbilde eine geistige Kammer? – Ich brauche euch dafür keine eigene Erklärung zu geben, sondern euch bloß einige solcher Kammern anzuführen, und ihr werdet auf der Stelle auf ein Haar wissen, wie ihr damit daran seid! Diese geistigen Kammern heißen: allerlei Konfessionen, Sekten, klösterliche Vereine, Konklaven, allerlei Mystizismen, Konzilien, Konsistorien. – Wir haben genug; denn ihr könnet euch selbst noch eine Menge derlei Vereine, Kongregationen und Brüderschaften hinzudenken. Diese passen alle hierher!

10. Demnach könnte der Text so heißen: »Wenn man euch sagen wird: »Das Reich Gottes oder die lebendige Wahrheit oder die reine Lehre Christi ist in dieser oder jener Konfession oder Sekte!« usw. oder: »Das ist die alleinseligmachende Kammer!«, so glaubet es nicht; denn der Herr ist nur bei denen, die Ihn lieben im Herzen und in Werken!«

11. Wo zwei oder drei in Meinem Namen oder in Meiner Liebe (es versteht sich von selbst) tätig beisammen sind, da bin Ich mitten unter ihnen; aber da sicher nicht, wo man sich anstatt über Mein Wort und Meine Liebe nur über weltliche, militärische und Geldangelegenheiten beratet, – wo diejenigen, die sich Meine Priester nennen, auch Festungsbau, Maschinenwesen und Eisenbahnen projektieren!

12. Auch hier, meine Ich wieder, daß der Text so klar gegeben ist, daß ihn wohl auch jedermann mit den Händen greifen kann, wie er genau für unsere Sache paßt, in der es ebenfalls nicht genügt, daß man bloß nur in ihr Geheimnis eingeht wie in eine Kammer, sondern daß man darnach tätig ist.

13. Das ist alles richtig; aber wir haben noch einen dritten Text! Wie werden wir diesen hierherbringen, daß er auch passe für unsere Sache? – Das wird noch leichter gehen als wie mit den zwei früheren!

14. »Wo ein Aas ist, da versammeln sich die Adler.«

15. Wer ist denn das ,Aas’ nun auf dieser Welt, vor dem sie sich ihre Nüstern verstopft und es sie ekelt, wenn man von diesem Aase spricht? – Dieses Aas habe Ich leider die Ehre Selbst zu sein!

16. Wer sind denn die freilich wohl etwas selten gewordenen ,Adler’? – Das sind die wenigen ganzen Liebhaber Dessen, der euch hier dieses kundgibt! Diese wenigen Liebhaber haben ein scharfes Gesicht und eine scharfe Nase; oder sie haben ein tiefes lebendiges Gefühl und demzufolge eine untrügliche Urteilskraft, was zusammengenommen ist der lebendige Glaube.

17. Warum versammeln sich denn die Adler, wo ein Aas ist? – Weil ihnen ihr Instinktgefühl sagt: »Da gibt’s für uns eine lebendige Kost!« Darum fliegen sie denn auch hin und sättigen sich zur Übergenüge.

18. Also wissen es auch Meine wahrhaftigen Verehrer und Liebhaber, daß Ich ein wahres Brot des ewigen Lebens bin, und dieses Brot ist Meine Liebe; diese genießen sie in vollen Zügen und ernähren sich dadurch zu einem Leben, das ewig nimmer von ihnen genommen wird.

19. Also weiß es der Hungrige, daß er essen muß vom wahren Brote, wenn er gesättigt werden will. Wird er aber auch satt, so ihr ihm statt des Brotes ein Kochbuch zu lesen geben möchtet?

20. Oder was wird ein Adler in kurzer Zeit für ein Gesicht machen, so ihr ihn fangen und dann einsperren möchtet in eine Rumpelkammer? Wird er sich wohl sättigen an den verschimmelten und vermoderten Gegenständen? – Sicher nicht; er wird darinnen schwach werden, und der Tod wird über ihn kommen!

21. Also gehet auch ihr nicht in die Kammern, darinnen wohl ein Aas des Todes, ein Aas Balaams, ein Aas des Heiden- und Götzentums modert, sondern flieget mit den Adlern hinauf in die Höhe, und ihr werdet leicht gewahr, wo das Aas ist, das euch Leben bringt!

22. Die Höhe ist die reine Erkenntnis Meines Wortes, und das Aas ist das lebendige Wort, das der Welt zum Ekel geworden ist, und das die Welt flieht wie Pest, wo sie dasselbe wittert. Wollt ihr das erfahren, so fanget nur an, mit einem Weltmenschen Nr. 1 über die Bibel und dann Nr. 2 gar über die Möglichkeit eines inneren, lebendigen Wortes aus Mir zu reden, so wird er euch im besten Falle fürs Narrenhaus zeitig finden; oder wenn es etwas schlimmer geht, so wird er euch sogleich als staatsgefährliche Narren publik machen, und es wird bei euch hoch an der Zeit sein, sich aus seiner Sphäre zu begeben.

23. Aus dem aber geht doch etwa klar hervor, wer nun das ,Aas’ ist und wer die ,Adler’, und was die ,Kammern’, und was die ,Wüste’!

24. Gehet daher auch ihr weder in die Wüste, noch in die Kammern, sondern suchet in der Freiheit eures Geistes das Aas, so werdet ihr das wahre Leben finden!

25. Ich meine, das wird auch wieder klar sein; aber darum dennoch das nächste Mal wieder um eine Zentralsonne weiter!

flagge en  14. So, if they say to you… ‘Look, He is in the desert’…

14. Jesus explains Scripture… Matthew 24:26+28
So, if they say to you… ‘Look, He is in the desert’ do not go out, or ‘Look, He is in the inner rooms’ do not believe. For wherever the dead body is, there the eagles shall be gathered together.’

Written down through Jacob Lorber on the 12.01.1844
Translated and spoken by Pascal

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

The Lord says:

1. Just write down whatever you have!

2. So, if they say to you… ‘Look, He is in the desert’ do not go out, or ‘Look, He is in the inner rooms’ do not believe. For wherever the dead body is there the eagles shall be gathered together.

3. You have again chosen such texts, which carry, whatever we need for our cause, as an open shield right upon their nose! It would be very odd, if you couldn’t perceive it at first glance, even with your mere intellect!

4. What is a desert? A desert is a ground, where there is no life. But what is a spiritual desert? Certainly nothing else but a ground, on which I do not walk, and therefore, I will never be found there!

5. Where is this field or this ground, which is being traveled upon so much in order to find the truth and the reason of life? This soil and this place is nothing else than the whole literature! And therefore, this text could also say…

6. If one will say to you… ‘Behold, the true wisdom & the living truth is in the books; read them, and you will find it!’, and I then say… ‘Don’t go out into this desert, because there you can neither find wisdom nor the inner living truth! But go and enter into your Love for Me and for your brother, seek My Kingdom, and everything else will be added to you in great abundance!’

7. I mean, this text is in no need for further explanation, for you can grasp its meaning with your hands. As easy as the first part is, as easy is also the second part, according to which no one should believe, that I am in the inner rooms, if someone says this about Me.

8. What are these ‘inner rooms’? – Chambers are, naturally speaking, secret rooms, in which, nothing concrete will easily appear. Usually they are more or less workshops of political forgery. In the same way, each person has a few heart chambers, and he never knows, what is going on in them. Now we pretty much know the natural meaning of a chamber. Even a so-called junk room usually contains items, that are blocked for the public, and the owner of such a junk room often does not know himself, what useless items are being thrown in there to mold.

9. But what is a spiritual chamber, according to this natural example? – I do not need to give you an explanation, instead, I’ll just quote some of these chambers, and you will immediately know, what they are! These spiritual chambers are called… All kinds of denominations, sects, monastic associations, conclaves, all sorts of mysticism, councils, consistories. – We have enough; because you yourself can still add of a lot of these kinds of clubs, congregations and brotherhoods. These all fit here!

10. Therefore, the text could then mean… ‘If you are being told… The kingdom of God or the living truth or the pure doctrine of Christ is in this or that denomination or sect.’ etc., or… ‘That’s the only saving chamber!’ Do not believe it; because the Lord is only with those, who love Him with their hearts and with deeds!

11. Where two or three are ministering together in My Name and in My Love (this goes without saying), I will be in their midst, but certainly not where you, instead of discussing My Word and My love, only talk about worldly, military and financial matters. Where those, who call of themselves My Priests, also plan fortifications, mechanical engineering and railways!

12. Again, I mean, that this text is so clearly given, that probably everyone can grasp it with his hands, how it fits exactly our cause, in which it is also not enough that you just enter the secret place, like you enter a chamber, but to also act accordingly, afterwards.

13. That is all correct; but we still have a third text! How will we bring it here, so that it will also fit our cause? – This will be even easier than with the previous ones!

14. ‘Wherever a carrion is, the eagles shall be gathered together!’

15. Now, who is the carrion in this world, of which she (the world) clogs her nostrils and she is disgusted, whenever one speaks of this dead body? – Unfortunately, I myself have the honor to be this carrion (dead body)!

16. Who are the ‘eagles’, which have certainly become rarer? – These are the few complete lovers of Him, who makes this message known to you! These few lovers have a sharp face and a sharp nose; or they have a deep and living sense and therefore an infallible conviction, which, taken together, is the living faith.

17. Why do the eagles gather together, where a dead body is? – Because they feel their instinct telling them… ‘There’s living food for us.’ That’s why they fly there and satisfy themselves to the overflowing.

18. In the same way, My true and faithful Admirers and Lovers know, that I am a true bread of eternal life, and this bread is My Love; they enjoy it to the fullest, and thereby feed themselves to a life, that will never be taken from them.

19. In the same way, also the hungry one knows, that he has to eat of the true bread, if he wants to be satisfied. Will he also become full, if you may give him a cookbook to read, instead of the bread?

20. What kind of face would an eagle make, if you catch him and imprison him in a junk room? Will he satisfy himself with the moldy and rotten objects? – Certainly not, he will become weak, and death will come upon him!

21. In the same way, you also don’t go into the chambers, for therein molds a carrion of death, a carrion of Balaam, a carrion of paganism and idolatry, but rather fly up into the air with the eagles, and you will easily perceive where the carrion is, that will bring you life!

22. The height means the pure understanding of My Word, and the carrion is the Living Word, which has become discusting for the world, and the world flees from it like from a plague, wherever it perceives it. If you want to find out, just start to talk with a worldly person – Nr. 1 about the Bible and Nr. 2 about the possibility of an inner, living Word from Me. The only thing he’ll do, if things go well, is sign you up for a madhouse, or if it goes worse, he’ll make you publically known as a subversive fool, and it will be about time for you to leave his sphere.

23. From this you can clearly see, who the ‘carrion’ is and who the ‘eagles’ are, as well as the ‘chambers’ and the ‘desert’!

24. Therefore, do neither go into the desert, nor into the chambers, instead, search for the carrion in the freedom of your spirit, and you’ll find the true life!

25. I mean, this should also be clear; and for this reason, one more central sun next time!

8. Dieser Zimmermann ist Gott?… Seid nicht eitle Hörer… Geht & Tut es Mir gleich – This Carpenter is God?… Don’t be vain Listeners… Go & Do as I did

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flagge de  Jesus begann, als Er etwa dreissig Jahre alt war – Lukas 3:23

8. Kapitel – Lukas 3, 23…
»Und er, Jesus, war, als er begann, etwa dreissig Jahre alt, wie man dafür hielt, ein Sohn Josephs«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 03.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Setzet nur alsogleich wieder einen von euch gewählten Text an, und wir werden sehen, ob in ihm für unsere Sache irgendein Licht vorhanden ist!

2. »Und Er, Jesus, war, als Er begann, etwa dreißig Jahre alt, wie man dafür hielt, ein Sohn Josephs.«

3. Der Text ist gegeben und ein übermächtig strahlend Licht mit ihm! Fürwahr, bei diesem Texte solltet ihr sogar selbst auf den ersten Augenblick der Sache, die hier zum Zwecke taugt, auf den Grund schauen! Wir wollen aber sehen, ob ihr nach einer geringen Vorleitung nicht selbst das Licht erschauen möget.

4. Er war etwa dreißig Jahre alt, als Er das Lehramt antrat, und man hielt Ihn für den leiblichen Sohn Josephs, des Zimmermanns.

5. Wer ist der ,Er’? – Dieser ,Er’ ist der Herr Selbst, der von Ewigkeit war und ewig sein wird eben derselbe Herr!

6. Wie war Er aber etwa dreißig Jahre alt, Er, der ewig war? – Der Ewige erschuf Sich hier Selbst zum ersten und zum letzten Male zu einem Menschen, und als ein Mensch zählte auch Er an Sich die Zeit, die aus Ihm war von Ewigkeiten!

7. Er war nahezu dreißig Jahre. Was will denn das sagen? Konnte Er als Gott dreißig Jahre zählen? – Sicher nicht, denn Er war ewig; also nur als Mensch konnte Er das.

8. Er trat da Sein Lehramt an. Wie denn? Als Gott, oder als Mensch? – Durch den Beisatz: »Und man hielt Ihn für den leiblichen Sohn Josephs, des Zimmermanns«, wird hinreichend bezeugt, daß der kaum dreißigjährige ,Er’ nicht als Gott, sondern nur als Mensch Sein Lehramt angetreten hatte; denn der Gott in Ihm verhielt Sich zu dem kaum dreißigjährigen Zimmermannssohne, wie sich zu einem jeden Menschen verhält sein innerer Geist. Dieser muß zuvor durch entsprechende äußere Tätigkeit, welche aus der Liebe hervorgeht, erweckt werden, bis er dann erst als ein eigenmächtiges, selbsttätiges Wesen handelnd auftritt.

9. Dieser kaum dreißigjährige Sohn des Zimmermanns Joseph dem Außen nach trat demnach Sein Lehramt vollkommen als Mensch und durchaus nicht als Gott an. Die Gottheit trat in Ihm nur bei Gelegenheiten in dem Maße wirkend auf, als Er als Mensch durch Seine Taten dieselbe in Sich flott (frei) machte; aber ohne Taten tauchte die Gottheit nicht auf.

10. Frage aber: Wie konnte aber dieser kaum dreißigjährige Mensch ein Lehramt antreten, wozu doch eine große Gelehrtheit erforderlich ist, welche viel Studium und eine große Belesenheit voraussetzt? Woher kam denn diesem die Weisheit?

11. »Denn wir kennen ihn ja; er ist des Zimmermanns Sohn und hat die Profession (das Handwerk) seines Vaters oft genug vor unseren Augen betrieben! Wir wissen, daß er nie Schulen besucht hat; auch können wir uns nicht leichtlich erinnern, daß er irgend bei Zeit und Gelegenheit etwa das Buch in die Hand nahm und darinnen las. Er war ein gemeiner Handwerker bis zur Stunde beinahe, und sehet, der ist nun ein Lehrer, und Seine Lehre ist voll Salbung und voll tiefer Weisheit, obschon ihm sonst noch überall der Zimmermann herausschaut! Wie lange wird es denn sein, als er mit seinen Brüdern bei uns einen Eselsstall baute?! Sehet nur seine echt zimmermannsknoperigen (schwieligen) Hände an, und siehe da, er ist ein Lehrer und ein Prophet sogar, ohne je in die Prophetenschule der Essäer hineingeschmeckt zu haben! Wie sollen wir das nehmen?«

12. Sehet, das ist ein buchstäblich wahres Zeugnis, welches dem Zimmermannssohne zu Kapernaum (Lorber: Kapharnaum) gegeben ward! Aus diesem Zeugnisse aber geht klar hervor, daß in diesem kaum dreißigjährigen Zimmermanne eben nicht viel von der Gottheit hervorgeschaut haben muß; denn sonst müßte man ihn doch eines anderen Zeugnisses gewürdigt haben!

13. Woher aber nahm denn dieser ganz reine Mensch solche Lehramtsfähigkeit, da er weder studiert, noch irgend viel gelesen hatte? – Dieser Mensch hatte seine Lehramtsfähigkeit lediglich seinem Tun zu verdanken!

14. Sein Handeln ging lediglich aus seiner fortwährend großen Liebe zum göttlichen und ebenso auch aus der Liebe zu dem Nächsten hervor. Er opferte jede Handlung Gott auf und übte sie also, daß er dabei nie seinen Vorteil, sondern bloß den seines Nächsten vor Augen hatte. Daneben verwendete dieser Mensch tagtäglich eine Zeit von drei Stunden der allgemeinen Ruhe in Gott.

15. Dadurch erweckte er stets mehr und mehr die in ihm in aller ihrer Fülle schlummernde Gottheit und machte sie sich nach dem Maße und Grade seiner Tätigkeit zinspflichtig; und als er, wie gesagt, kaum das dreißigste Jahr erreicht hatte, war die Gottheit in ihm bis zu dem Grade erwacht, daß er durch ihren Weisheitsgeist diejenige erhabene Fähigkeit überkam, um das bekannte Lehramt, zu dem er berufen ward, anzutreten.

16. Nach dieser Vorleitung frage Ich euch, ob ihr in diesem Texte das überaus stark leuchtende Licht noch nicht erschauet. – Ja, ihr erschauet es schon und sehet auch, wo es hinaus will; daher werden wir uns im Nachsatze auch nur ganz kurz fassen, um der Sache eine nicht überflüssige Ausdehnung zu geben!

17. Wie soll denn aber demnach der Nachsatz heißen? – Sehet, ganz kurz also: »Gehet bin, und tuet desgleichen!«

18. Denket nicht, daß man nun durch ein vieles Lesen und Studieren den göttlichen Geist in sich erweckt; denn dadurch tötet man eher denselben und trägt ihn als einen Leichnam zu Grabe. Seid aber dafür tätig nach der Grundregel des Lebens, so wird euer Geist lebendig und wird in sich alles finden, was ihr sonst durch das Lesen von tausend Büchern sicher nicht gefunden hättet!

19. Wenn aber der Geist lebendig ist, so möget ihr auch lesen, und ihr werdet dann durch das Lesen oder durch das Anhören Meines Wortes Früchte sammeln, welche einen lebendigen Kern oder Grund haben. Ohne die frühere (vorhergegangene) Erweckung des Geistes aber erntet ihr nur leere Hülsen der Frucht, darin kein lebendiger Kern ist; der lebendige Kern aber ist das innere lebendige geistige Verständnis.

20. Woher aber sollte das kommen, wenn der Geist zuvor nicht freitätig und lebendig gemacht ward?! Der Leib ist eine äußere Hülse, welche abfällt und verwest; die Seele ist des Geistes Nahrung und Leib. So ihr aber bloß leset, um eure äußere naturmäßige Erkenntnis zu bereichern, was soll da auf den Geist kommen, der noch nicht im gerechten Maße lebenstätig ist und (darum nicht) jedem gelesenen Worte alsogleich mit seiner lebendigen geistigen Erkenntnis entgegenkommt und das von außen herein hülsenhaft gelesene Wort mit seinem lebendigen Kerne erfüllt und es dadurch erst lebendig und wirksam macht?!

21. Daher gilt immer der alte Grundsatz: Seid nicht eitle Hörer, sondern Täter des Wortes, so werdet ihr erst des Göttlichen desselben lebendig in euch bewußt werden!

22. Ich meine, das wird doch auch klar sein; aber da der Mensch, wie schon öfter gesagt, des Lichtes nie genug hat, so wollen wir abermals zu einer von euch gewählten Zentralsonne schreiten!

flagge en  Jesus began, when He was about thirty years old – Luke 3:23

Scripture Explanations
Jesus’ Interpretation of several different Bible Passages

Chapter 8 – Luke 3:23
“And when He, Jesus, began, He was about thirty years old, being as reckoned by law, son of Joseph.”

Written down by Jacob Lorber on the 03.01.1844
Translated and spoken by Pascal

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. “Now, lets bring up another text, selected by you, and we’ll see, if any light is present in it for our cause!”

2. “And when He, Jesus, began, He was about thirty years old being, as reckoned by law, son of Joseph.”

3. “The text is given and an overpowering and radiant light together with it! Surely, in this text, you should be able to immediately see the reason, why it is suitable for this purpose! But we want to take a look, if you can’t see the light yourself after a small prelude.”

4. “He was about thirty years old when He started His teaching ministry, and people thought of Him as being the biological son of Joseph, the carpenter.”

5. “‘Who is the ‘He’? – This ‘He’ is the Lord Himself who was from eternity and will forever be the same Lord!'”

6. “But how was He about thirty years old, He who was eternal? – The Eternal created Himself here, for the first and for the last time to be a man, and as a human being, He counted also the time for Himself, which also came from Him from all eternity!”

7. “He was almost thirty years old. What does this mean? Could He as God be thirty years old? – Certainly not because He was eternal; so He could only be that old as a human being.”

8. “Then He started His teaching ministry. But how? As God, or as a human being? – Through the admixture: “People thought of him as being the biological son of Joseph, the carpenter,” it was sufficiently testified, that the barely thirty year old ‘He’ was only seen as a human being, when He started to teach; because the God within Him behaved just like everyone else’s spirit towards the barely thirty year old carpenter son. This spirit had to be awakened first by appropriate external activity, which comes forth from the love, before he appears and acts on His own authority.”

9. “This barely thirty year old son of the carpenter Joseph apparently acceded His teaching ministry not as God at all, but as a human being only. The Deity within Him appeared only on certain occasions, operating to the degree, as He as a human being had released it within Him by His deeds; but without deeds the Deity did not surface.”

10. Question: “How could this barely thirty year old man accede His teaching ministry, wherefore great learning is necessary, which requires a lot of study and a great literacy? Where did His Wisdom come from?”

11. “For we know Him, He is the carpenter’s son and He has performed the profession (the handicraft) of his father before our eyes! We know that He has never attended schools; nor can we easily remember that He, at any time and opportunity, took the book into his hand and read in it. He was a normal craftsman almost up until the hour, and behold, now He is a teacher, and His teaching is full of anointing and deep wisdom, although the rest of Him still looks like a carpenter! How long is it, since He built for us a stable for the donkeys, together with his brothers?! Behold only His truly calloused hands, and behold, now He is a teacher and even a prophet, without ever having attended the prophetic school of the essene’s! How should we look at this?”

12. “Behold, this is a literal and true testimony which was given on behalf of the carpenter’s son at Capernaum! But this testimony reveals, that within this barely thirty year old carpenter, the Divinity was not truly visible; because otherwise, they would have honored Him with another testimony!”

13. “But from where did this mere man get such teaching skills, since He never studied and read much? – This man owed His teaching ability only to His deeds!”

14. “His activity originated only from His continual great love for the Divinity as well as from the love to His neighbor. He sacrificed every deed to God and also exercised it, so that He never had His own advantage in mind, but only the advantage for his neighbor. In addition to that, this man dedicated three hours a day to rest in God.”

15. “As a result of that, He awakened more and more the slumbering Divinity within Him in all its fullness, and He made it liable to interest, up to the extent and degree of His activity; and when He had almost reached the 30th year, the Deity within Him was awakened to such a degree, that He received that sublime Spirit of Wisdom, to step up to the known teaching ministry, to which He was called.”

16. “After this prelude I ask you, if you still haven’t beheld the exceedingly strong glowing light within this text. – Yes, you have seen it already, and you can also see, where it’s headed; therefore, we will summarize this very briefly in the afterword, in order to not expand this matter redundantly!”

17. “So what should this afterword contain? – Look, very briefly… Go, and do the same!.”

18. “Don’t think, that the Divine Spirit within ourselves can be awakened by simply reading and studying a lot; because by doing that, you rather kill it and carry it as a dead body to the grave. But act according to the basic principle of life, by that, your Spirit will become alive and he will find everything within himself, what you surely would not have found by reading a thousand books!”

19. “Once the Spirit is alive, you may read, and you will, by reading or by listening to My Word, collect fruits, which have a living kernel or base. Without the former awakening of the spirit, you will only reap empty shells of the fruit, in which is not one living kernel; the living kernel, however, is the inner living spiritual understanding.”

20. “But where should this come from, if the spirit would not have been acting freely and be made alive beforehand?! The body is an outer shell, which falls off and decays; the soul is the food and the body of the spirit. But if you only read to gather and enrich your outer natural understanding, what should the spirit profit from that, if he is not yet a living and active example up to the right measure, and therefore does not approach each read word immediately with his living, spiritual understanding to fill that from the outside shallowly read word with that living kernel, which only thereby is made alive and effective?!”

21. “Therefore, the old principle always applies… Do not be vain listeners, but doers of the word, only then you will truly become aware of the Divine Word within yourself!”

22. “I mean, this is also pretty clear; but since man cannot have enough of the light, as we have often said already, we will therefore proceed to another Central Sun, chosen by you!”

 

Der kluge und unkluge Bauherr… Hast du auf Fels oder Sand gebaut? – The wise and unwise Builder… Have you built on Rock or Sand?

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flagge de  3. Gleichnis vom klugen und unklugen Bauherrn

3. Kapitel – Matthäus 7, 24-27
Gleichnis vom klugen und unklugen Bauherrn

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 22.12.1843

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Im Neuen Testamente leset ihr ein Gleichnis folgenden Inhalts von einem klugen und wieder von einem unklugen Bauführer: Der eine baute sein Haus auf einen Felsen und der andere auf lockeren Sand. Und ein Sturmwind kam, und ein Platzregen fiel. Das Haus auf dem Felsen trotzte beiden; aber das Haus auf dem Sande ward zugrunde gerichtet.

2. Wer dieses Gleichnis nur von fernehin betrachtet, der muß ja auf der Stelle zwei Zentralsonnen auf einen Blick erschauen!

3. Wem gleicht denn wohl der kluge Bauführer? – Sicher demjenigen, der sich früher durch die bekannten zwei Gebote vollkommen fest gestellt hat! Und wenn dann die Stürme und die gewaltigen Regen kommen, so können sie dem Bauführer nicht nur nichts anhaben, sondern sie befestigen sogar sein Haus auf dem Felsen; denn die Winde trocknen das Gemäuer des Hauses recht aus und machen es durstig nach einer Befeuchtung. Kommt dann der Regen, so saugt er sich in die trockenen Wände des Hauses ein, löst hier und da an den Fugen die Teilchen auf, diese werden klebrig und verbinden bei öfterer Wiederholung solcher Szene das Mauerwerk immer fester und fester miteinander.

4. Naturmäßige Beispiele von dieser Wahrheit findet ihr an jeder alten Burgruine, welche oft Jahrhunderten trotzt; und wenn sie etwa irgend abgerissen werden sollte, da bricht man leichter ein frisches Gestein als ein solches Gemäuer ab. Die Ursache davon ist der Regen, der durch seine auflösende Kraft gewisse Teile des Steines in eine kalkig-klebrige Masse verwandelt und dadurch das ganze Mauerwerk mit der Zeit zu einem Ganzen verbindet.

5. Und sehet, also steht es auch mit einem durch die Gesetze der Liebe geweckten Menschen! Er ist ein Gebäude auf einem Felsen. Die Winde, die da kommen und ans Gebäude stoßen und dasselbe trocken und durstig machen, sind die edlen Begierden, stets mehr und mehr den Urheber aller Dinge zu erkennen, um in solcher Erkenntnis in der Liebe zu ihm wachsen zu können. Der darauf folgende Platzregen sind die Werke, die der Durstige zu lesen bekommt. Gar begierig saugt er diese in sich und wird allezeit darnach gewahr, wie durch deren Einfluß die noch leeren, unverbundenen Klüfte in ihm nach und nach ausgefüllt und zu einer Feste gemacht werden; und je mehr der Platzregen da auf dieses Gebäude niederfällt, desto fester auch wird nach einem jeden Platzregen das Gebäude.

6. Aber von welch ganz anderer Wirkung sind die Winde und Platzregen bei dem Gebäude, das da in der Tiefe auf lockerem Sande auferbaut ward! Wenn da die Winde kommen und stoßen an das locker stehende Gebäude und erschüttern dasselbe und dann das Gewässer kommt, welches der Platzregen verursachte, so ist es mit dem Gebäude auch zu Ende. Denn die Winde zerstoßen das häufig schon geritzte Gemäuer, an dessen Ritzen und Sprüngen der schlechte Grund die Ursache ist; und kommt dann das Gewässer, so reißt es das ganze Gebäude mit leichter Mühe nieder und spült es in irgendeinen nahen Strom des Verderbens.

7. Ich meine, das dürfte doch auch zentralsonnenhaft klar sein! Denn ein Mensch, der von einer geistigen Vorbereitung nicht einmal eine Ahnung hat, muß doch offenbar zugrunde gehen, wenn er aus der Absicht die geistigen Winde und den geistigen Platzregen über sich kommen läßt, damit diese aus ihm ein festes Gebäude oder einen festen, geistigweisen Menschen machen sollten!

8. Gebet einem entweder ganzen oder doch wenigstens halben Weltmenschen die Bibel in die Hand, und saget zu ihm: »Freund! Da lies fleißig darin, und du wirst das finden, was dir abgeht: einen verborgenen Schatz, nach dem du immer fragst, bestehend aus Gold, Silber und Edelsteinen, welcher ist ein vollkommenes Leben deiner Seele!«, – und dieser Freund wird auf dieses Anraten sich gleich irgendeiner Bibel bemächtigen und wird sie mit großer Aufmerksamkeit lesen.

9. Aber je begieriger und je aufmerksamer er dieses Werk lesen wird, auf desto mehr äußere Widersprüche wird er auch stoßen und wird bald zu seinem Freunde sagen: »Freund, ich habe nun das von dir angeratene Buch wenigstens schon sechs- bis siebenmal durchgelesen; aber je öfter und je aufmerksamer ich es durchlese, auf desto mehr Widersprüche und Unsinn komme ich auch! Was soll es mit all diesem bunten Firlefanz, was mit diesen mysteriösen Prophetien, die geradesoviel Zusammenhang zu haben scheinen als der Chimborasso in Amerika mit dem Himalajagebirge in Asien?

10. »Daß diese zwei Berge sicher auf einer und derselben Erde stehen, das ist klar; also (ebenso) stehen auch ähnliche Prophetien in einem und demselben Buche, das ist auch klar. Aber wie solche prophetischen Stellen sinnreich zusammenhängen, oder wie allenfalls der Chimborasso durch den ganzen Mittelpunkt der Erde mit dem Himalajagebirge in Asien zusammenhängt, solches zu ermitteln wird schwerlich einem irdischen Naturforscher gelingen, solange er noch das Feuer fürchtet und für seinen mäßigen Durst am großen Gewässer des Meeres einen zu mächtigen Löschapparat findet.

11. »Ich kann dir sagen, mein lieber Freund und Bruder, wie ich dieses Buch das erste Mal durchgelesen habe, da kam es mir im Ernste vor, als hätte es irgendeinen verborgenen weisen Sinn; aber je öfter und je kritischer aufmerksam ich es darauf wieder durchlas, desto mehr überzeugte ich mich auch, daß dieses ganze Buch nichts anderes ist als eine allerreichhaltigste Schatzkammer des allerkrassesten Unsinns! Denn abgerechnet einige praktikable alte Weisheitssprüche, drängt ein Unsinn den anderen, und die alleinigen wenigen Sprüche, welche geradewegs wohl auch nicht das reinste Gold sind, abgerechnet, ist dieses ganze Buch ganz dazu geeignet, der Dummheit der Menschen seiner mystischen Form wegen noch einen jahrhundertelangen Unterhalt zu verschaffen!«

12. Aus diesem Raisonnement (vernüftigen Erwägung) könnet ihr hinreichend entnehmen, was die Winde und dieser Platzregen aus der Bibel bei unserem weltlichen Sandgebäude für einen Effekt gemacht haben. Ist ein solcher Mensch von einem Sandgebäude aber einmal also zerstört, dann sammle ihn zusammen, wer ihn will; denn Ich und alle Meine Engel finden eine solche Arbeit als eine der allerschwierigsten, und es ist leichter, zehntausend Menschen von allen Gassen und Straßen zum großen Gastmahle des Lebens hereinzubekommen als einen einzigen solchen Menschen, der mit der Lesung der Bibel auf einen Ochsenkauf ausging.

13. Wie es sich aber mit der Lesung der Bibel verhält, geradeso verhält es sich mit der Lesung aller ihrer inneren, geistigen Exegesen (Auslegungen, Erklärungen). Denn da wird ein jeder sagen: »Wenn das ihr Sinn ist, warum ist sie denn nicht so abgefaßt?«

14. Und gebt ihr ihm den Grund ihrer bildlichen Form auch noch so klar an, so wird er euch dafür nur ins Gesicht lachen und wird sagen: »Nach der Tat läßt sich leicht prophezeien! Denn jeder Unsinn läßt sich drehen und wenden wie ein Teig, und man kann aus ihm formen, was man will; denn das Chaos ist der Grund aller Dinge, – aus ihm läßt sich mit der Zeit alles formen! Aber warum nicht eine Prophezeiung so geben, wie sie tatsächlich geschieht? Der Grund ist: weil man das im voraus nicht wissen kann; daher gibt man dann einen mystischen Unsinn, aus dem sich dann jede Tat formen läßt, die in der Zukunft erfolgt!«

15. Das ist dann auch das Endurteil, welches durch keine Zentralsonnenmacht mehr wohl erleuchtet aufgehoben werden kann. – Ich meine, das wird auch klar sein; aber dessenungeachtet wollen wir noch mehrere Zentralsonnen zusammenbringen. Nächstens darum wieder eine Zentralsonne mehr!

flagge en   3. Parable of the wise and unwise builder

3. Jesus explains Scripture…
Matthew 7:24-27 – Parable of the wise and unwise builder

Written down through Jacob Lorber on December 22nd, 1843

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. In the New Testament you can read the following parable about a wise and an unwise Builder: One built his house upon a rock and the other on loose sand. A whirlwind came and a downpour fell. The house on the rock defied both; but the house on the sand was ruined.

2. Whoever contemplates this parable from far away, must immediately recognize two central suns on the same spot!

3. Who is similar to the wise Builder? – Certainly that person, who has previously come to stand firm by the two known commandments! And when the storms and the massive rains come, they not only do not harm the Builder, but instead, they even reinforce his house on the rock; because the winds dry the walls of the house and make it pretty thirsty for humidification. Then the rain comes, and it soaks into the dry walls of the house, dissolves the particles here and there at the joints, which become sticky and splice – and with frequent repetition of such events – they connect the masonry tighter and tighter together.

4. Natural examples of this truth can be found at every old ruin of a castle, which often defy centuries; and if such a thing should ever be demolished, it would be easier to break a fresh rock instead of such a masonry. The reason for this is the rain. With its dissolving power it transformed certain parts of the stone into chalky gunk, thereby splicing all the masonry together over time.

5. And behold, it is the same with a person, who has been awakened by the commandments of love! He or she is a building on a rock. The winds that come and push against the building, and make it dry and thirsty, are the noble desires, recognizing the author of all things more and more, and by such recognition to grow in one’s Love towards Him. The following downpour are the writings, which the thirsty one gets to read. Eagerly, he absorbs it all and he will thereafter always be aware, how – through their influence – the empty, disconnected chasms in him gradually start to fill up, connect and become one big fortress; and the more rain falls down upon this building, the stronger it will become after every downpour.

6. But the effects of the winds and the downpour for the house, which was built in the depths upon the loose sand, are completely different! If the winds come and push against the loose-standing building and shake it, and then when the water comes, which the downpour has caused, then this building will have met its end. The winds crush the already scratched walls, whose crevices and cracks are the cause of a bad foundation. Then, when the water comes, it will dismantle the building with ease and pour it into any nearby river of perdition.

7. I mean, this should be clear like a central sun! Because a person – who does not even have a clue of what spiritual preparation is – has to perish, if his intention is, to let the spiritual winds and the spiritual downpour come upon him, to transform him into a steady building or a spiritually wise person.

8. Give the bible to a complete worldly or at least semi-worldly person and tell him: “Friend! Read diligently therein, and you’ll find what you’re missing: a hidden treasure, which you always ask for, consisting of gold, silver and precious gems, which is a fulfilled life of your soul” – and the friend will follow this advice, and acquire a bible and read in it with great alertness.

9. However, the more ambitious and attentive he will read it, the more external contradictions he will encounter and will soon say to his friend: “Friend, I have read that book, that you have recommended to me, at least six or seven times; but the more I read it through, the more contradictions and nonsense I find! What is it with all this colorful furbelows and these mysterious prophecies, that seem to have just as much in common as the Chimborazo in America with the Himalaya in Asia?

10. That these two mountains are located on one and the same earth, is clear. So are also similar prophecies in one and the same book, which is clear too. But how these different prophecies are associated with each other, or how the Chimborazo is connected through the center of the earth with the Himalaya in Asia, an earthly naturalist will have a difficult time to detect such a connection, if he still fears the fire and finds a too powerful distinguishing device, when he arrives at the waters of the sea, because of his still moderate thirst.

11. “I can tell you, my dear friend and brother, the first time I read this book it seemed to me, that it has some secret wise meaning; but the more critically and attentive I read it, the more I became convinced that this whole book is nothing more than a giant treasury of utter nonsense! Aside from a few wise sayings, one piece of rubbish follows the next. Aside the few phrases, which in itself are not really of pure gold either, this book is perfectly suitable, to entertain the stupid people for a few more centuries on account of its mystical form!”

12. From this reasoning, you can infer enough, what effect the winds and the rain of the bible have had on our worldly sand building. If such a person has been destroyed by a sandbuilding, then pick him up, whoever wants to do so; because I and all my angels see such a task as one of the most difficult ones, and it is easier to get together ten thousand people from all streets and alleyways for the large banquet of life than one single man, who went to seek after an ox with his reading of the Bible.

13. Just as it behaves with the reading of the bible, exactly the same it is with the reading of all of its inner, spiritual explanations and interpretations. Because everybody will say: “If that is its purpose, then why is it not written like that?”

14. And if you give him the reason for their allegory form ever so clearly, he will only laugh in your face and say: “After the exploit, one can easily prophesy! Because any nonsense can be twisted and turned like a dough, and one can form it into whatever one wants; because chaos is the source of all things – after some time, everything can be formed with it! So why not giving a prophecy the way it actually happens? The reason is: one cannot know it in advance; that is why one provides a mystical nonsense, out of which every exploit can be formed, which will happen in the future!”

15. This is the final judgment, which cannot be reversed by even the might and power of a central sun. – I mean, this will be clear too; but nevertheless, we want to bring together several more central suns. Therefore soon again another central sun!