33. Jede Sekte & Konfession hält sich für die Beste und Reinste – Each Sect & Denomination thinks of itself as the Best and Purest one

<= Zurück zur Übersicht                                                                Back to Overview =>
<= Kapitel / Chapter 32                                                            Kapitel / Chapter 34 =>

Schrifttexterklarungen Jakob Lorber deutsch-Johannes 16_32 Beste Sekte Beste Konfession Reine Wahrheit-Lehrgang von Jesus Scripture Explanations Jakob Lorber english-John 16_32 Best Sect Best Denomination-Pure Truth-Teaching from Jesus
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Mission Jesu & Seiner Apostel
=> Allmacht & Allgegenwart Gottes
=> Entstehung des neuen Testaments
=> Wüste & Kammern… Glaubt es nicht
=> Zu den Kirchen & Lehrern
=> Reiner und unverdorbener Glaube
=> Weniger Reden & Mehr Tun
=> Mich dürstet nach deiner Liebe
=> Ohne Liebe wirst du nicht vor Mir…
=> Zeigt Mir eure Liebe durch Gehorsam
=> Auferstehung in den Herzen
=> Die Bibel verstehen
=> Suche Mich bis du Mich findest
=> Komm, Liebe erwartet dich
Related Messages…
=> Mission of Jesus & His Apostles
=> God’s Omnipotence & Omnipresence
=> Development of the new Testament
=> Desert & Chambers…Do not believe it
=> To the Churches & Teachers
=> Pure and undefiled Faith
=> Less Talk & More Action
=> I thirst for your Love
=> Without Love you will not stand…
=> Show Me your Love by Obedience
=> Resurrection in the Hearts
=> Understanding the Bible
=> Seek Me until you find Me
=> Come, Love awaits you

flagge de Jede Sekte & Konfession hält sich für die Beste und Reinste

33. Jede Sekte & Konfession hält sich für die Beste und Reinste

Schrifttexterklärungen… Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 19.02.1844

Johannes 16, 32: »Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, da ihr euch zerstreuen werdet, jeder an seinen Ort, und Mich allein lassen! Und Ich bin nicht allein; denn der Vater ist mit Mir.«

1. »Siehe, es kommt die Stunde und ist schon gekommen, da ihr euch zerstreuen werdet, jeder an seinen Ort, und Mich allein lassen! Und Ich bin nicht allein; denn der Vater ist mit Mir.« (Johannes 16, 32)

2. Dieser Text besagt, was soeben vor euren Augen allenthalben offenkundig liegt und schon nach Meiner Auffahrt da war. Also ist denn auch dieser Text einer von den leichtesten, indem sein Sinn allenthalben mit Händen und Füßen zugleich zu greifen ist.

3. Nur solches muß hier bemerkt werden, welch ein Unterschied darin liegt zwischen dem, so es hie und da heißt: »Es kommt die Zeit …«, oder so es heißt: »Es kommt die Stunde …«. Unter der ,Zeit’ wird ein verzüglicher Termin verstanden, welcher kommen wird unter einem unbestimmten ,Wann’; unter der ,Stunde’ aber wird ein alsogleich eintretender Erfolgstermin der Aussage bezeichnet.

4. Hier und da dürftet ihr auch bei diesem Texte die Zeit anstatt der Stunde finden. Dann ist es aber falsch; denn es muß heißen: »Es kommt die Stunde …«, und das darum, weil da sogleich der Erfolg nach dieser prophetischen Aussage eintraf.

5. Was wird denn unter dieser Zerstreuung verstanden? Etwa die persönliche Auseinandergehung Meiner Jünger und Apostel, und zwar ein jeglicher an einen andern Ort? – O nein! Das war ja ihre Bestimmung, und zu dem habe Ich sie berufen, daß sie ausgehen sollen in alle Lande und predigen das Evangelium aller Kreatur!

6. Wäre es nicht unsinnig gewesen von Mir, so Ich ihnen aus ihrem Berufe hätte wollen eine üble Prophezeiung machen? Denn auf diese Weise hätten sich die berufenen Austräger Meines Wortes, um nicht Übles zu tun, fortwährend müssen in einem Haufen zusammen aufhalten wie allenfalls in eurer Zeit so manche Orden, die in ihrer Wesenheit ebensowenig Ersprießliches für die Menschheit leisten als wie ein Haufen Meteorsteine im Grunde des Meeres, welche auch bei dem, der sie ins Meer stürzen sieht, großartige und furchtbare Wirkungen ahnen lassen; wenn sie aber einmal den ruhigen Grund des Meeres erreicht haben, so ruhen sie wirkungslos da und dienen höchstens einigen gefräßigen Polypen zur Unterlage.

7. Also von einer persönlichen und örtlichen Zerstreuung ist in dieser Vorhersage nicht die allerleiseste Spur vorhanden, wovon aber auch schon der Text selbst zeugt, da es heißt: »Wenn ihr Mich aber auch verlassen werdet, da werde Ich dennoch nicht allein sein; denn der Vater ist in Mir.«

8. Urteilet nun selbst: Kann Mich persönlicher- und örtlicherweise jemand verlassen? Wohin wohl sollte er gehen, daß er Mir ferner oder näher zu stehen komme? Wo wird er wohl weiter von Mir sein, ob er ist in Südamerika oder in Nordasien? – Ich meine, das wird für Mich, den Allgegenwärtigen, doch ganz sicher so ziemlich einerlei sein! Also von einer persönlichen und örtlichen Zerstreuung ist hier, wie schon gesagt, keine Rede.

9. Was für eine Zerstreuung wird denn aber hier gemeint? – Sehet hin auf die Sekten, die gegenwärtig vor euren Augen existieren und schon zu Meinen Lebzeiten kleinspurlich vorhanden waren, – aus welchem Grunde Ich auch diese Vorhersage gemacht habe! Und wenn ihr auf die Debatten zwischen Meinen zwei ersten Aposteln blicket, muß es euch um so klarer werden, was unter dieser Zerstreuung bezeichnet ward, und ihr werdet es, wie anfangs bemerkt, mit Händen und Füßen begreifen können, von welcher Zerstreuung Ich da Meinen Aposteln und Jüngern eine Vorsage gemacht habe.

10. In wenigen Jahrhunderten nach Meiner Auffahrt war die Zerstreuung schon so groß, daß da niemand mehr recht wußte, wer da Koch und Kellner ist! Man mußte zu großartigen Konzilien schreiten, blieb aber nach dem Konzil so, wie vor demselben, zerstreut.

11. Wie es jetzt aussieht, brauche Ich euch doch sicher nicht zu zeigen; denn wo ihr nur immer hinblicket, werdet ihr die Zerstreuung entdecken!

12. Es heißt: »Ein jeglicher an seinen Ort.« Das besagt soviel als: »Eine jede Sekte hält sich für die beste und reinste.« Bin Ich aber darum allein? – O nein! Der Vater ist ja in Mir, oder die erste Liebe!

13. An der Liebe erkenne Ich die Meinigen, aber nicht an der Sekte! Wer Mich liebt und hält Mein Wort, der hat die Liebe des Vaters in sich, wie Ich den Vater habe in Mir, – und der ist eins mit Mir, wie Ich eins bin mit dem Vater! Darum bin Ich nicht allein; denn wie der Vater in Mir ist, so bin Ich in einem jeden, und ein jeder ist also in Mir, der Mich liebt und Mir nachfolgt.

14. Da gibt die Sekte keinen Unterschied, und verflucht sei derjenige, der vorzugsweise aus weltlichen Rücksichten eine Sekte vor der andern bevorzugt! Denn in keiner Sekte ist Wahrheit und Leben; alles wird auf den Zwangsglauben und auf den Überredungsglauben, der um kein Haar besser ist, angelegt. Frage, wo bleibt da der freie Mensch?

15. Wann habe ich je jemanden zum Glauben genötigt? – Ich ließ es einem jeden frei! Wem meine Werke nicht genügten und seine eigene innere Überzeugung, der ward durch kein anderes Mittel gezwungen; denn Ich habe Meine Lehre nicht für den Glauben, sondern nur für die Tat gegeben.

16. Ich habe nicht gesagt: »Wer Mir glauben wird, aus dessen Lenden werden die Ströme lebendigen Wassers fließen!«, sondern Ich habe gesagt: »Wer nach Meinem Worte handeln wird, der wird es erfahren, ob Meine Lehre von Gott oder von Menschen ist!«

17. Was hätte aber auch eine Aufforderung zum Glauben genützt? Denn so viel mußte Ich denn doch voraussehen, daß ein und dasselbe Licht die Gegenstände, dahin es fällt, also verschieden beleuchtet, wie verschieden die Gegenstände selbst sind!

18. Also ist auch das Licht des Glaubens! Je nachdem es auf ein verschieden gefärbtes menschliches Gemüt fällt, also muß es dasselbe auch beleuchten. Eine Forderung aber, daß ein und dasselbe Licht von all den tausendfarbigen Gemütern vollkommen weiß nur zurückstrahlen soll, ist daher doch sicher die größte Torheit!

19. Die Wirkung des Lichtes muß ja verschieden sein; aber die Wirkung der Liebe bleibt dieselbe, wie an und für sich die Wärme nur eine Wirkung hat, nämlich sie erwärmt das Rot auf dieselbe Weise wie das Blau, und alles kann glühend gemacht werden, und die Farbe der wahren lebendigen Liebesglut ist ewig eine und dieselbe, und ein glühend Gold unterscheidet sich nicht von einem glühenden Stücke Eisen.

20. Sehet, das ist die Bedeutung dieses Textes! Zerstreuet euch daher nicht, sondern bleibet in der Liebe, so werdet ihr leben! Amen.

flagge en  Each Sect & Denomination thinks of itself as the Best and Purest one

33. Each Sect & Denomination thinks of itself as the Best and Purest one

Scripture Explanations… Jesus’ exposition of several different bible passages
Written down through Jacob Lorber on the 19.02.1844

John 16:32 “See, an hour is coming and has now come, that you are scattered, each to his own, and leave Me alone! Yet I am not alone, the Father is with Me.”

1. See, an hour is coming and has now come, that you are scattered, each to his own, and leave Me alone! Yet I am not alone, the Father is with Me. (John 16:32)

2. This text says what is openly displayed before you, and has been there already since My ascension. Therefore, this text is one of the easiest, for its meaning is simple and can be grasped by both hands and feet at the same time.

3. Only one thing needs to be explained, and that is, what difference lies between… The ‘time’ comes…, or when it says… The ‘hour’ comes…. With ‘time’ is meant a date, which will come under an unspecified ‘when’. But ‘hour’ is a definition of an immediate date of accomplishment of the pronounced statement.

4. Every now and then, you will find ‘time’ instead of ‘hour’ in this text. But that is wrong; for it must say… ‘The hour comes…’. And the reason for this is, the result of this prophetic statement arrived immediately thereafter.

5. What is meant with this scattering? Maybe the personal separation of My disciples and apostles, everyone to a different place? – Oh no! Because that was their destiny, and for that reason I have appointed them, to go out into all countries and preach the gospel to all creatures!

6. Wouldn’t it have been nonsense on My part, to make an evil prophecy of their profession? This way, the called messengers of My word would have to stay together in a bundle in order to not do anything evil, like some orders and congregations of your time are doing, which, in their substance, are doing as much good as a bunch of meteors would at the bottom of the ocean. It certainly would leave a great and terrible impression on the one, who sees them plunging into the sea; but once they have reached the steady ground of the ocean, they’d just rest there, doing nothing except being an underlayment for some hungry polyps.

7. Therefore, there isn’t even a single trace of a personal and local scattering contained in this prophecy, of which even the text itself already testifies, for it says… ‘But even if you will leave Me, I will still not be alone; for the Father is with Me.’

8. Now, judge for yourself… Can anybody leave Me – personally or locally? Where should he go, in order to stand closer to Me or further away? Where will he be further away from Me, in South America or in North Asia? – I mean, this is certainly one and the same for Me, as being the Omnipresent! So, as stated before, this is not about a local scattering.

9. But then, what kind of scattering are we talking about here? – Look at the sects, which currently exist right before your eyes, and even existed to some extent back in My days, – which was the reason I made this prophecy in the first place! And when you look at the debates between my first two apostles, it must become very clear to you, what kind of scattering was meant, and you will, like I’ve stated before, grasp it with your hands and feet, what I prophesized to My disciples and apostles.

10. Only a few centuries after My ascension the fragmentation was already that huge, that nobody knew anymore, who is the cook and who is the waiter! Great councils had to take place, but even after those, they were fragmented, just like before.

11. How it looks now, I surely do not need to explain to you, for wherever you look, you will see the fragmentation!

12. It says… ‘Everyone to his place.’ That means as much as… ‘Each sect thinks of itself as the best and purest one.’ Am I alone because of that? – Oh no! Because the Father, or the first love, is within Me!

13. I recognize My people by their love, but not by the sect! Whoever loves Me and keeps My word, carries the love of the Father within him; just like I have the Father within Me, – and He is one with Me, like I am one with Him! That is why I am not alone; for the Father is within Me, and in the same way, I am within everyone, and all, who love and follow Me, are within Me.

14. The sect does not make any difference, and cursed are those, who prefer one sect over the other out of a worldly deference! Because in no sect is truth and life, everything is based on a coerced faith and faith by persuasion, which is not a whit better. Question, where does the free man exist therein?

15. When have I ever compelled anyone to believe anything? – I left each one the choice to decide for themselves! Those, who were not satisfied by My works and their own inner conviction, they were not forced by any other means, for I have not given My teaching for the faith, but only for the deed.

16. I did not say… ‘If you believe in Me, then, out of your loins will flow rivers of living waters!’, but I said… ‘Whoever acts according to My word, will experience, if My teaching comes from God or from the men!’

17. What benefit would a demand to believe have brought? For I had certainly foreseen that much, that the light would illuminate the objects differently, in the same way, as the objects are different!

18. And it’s exactly the same with the light of faith! Depending on the way it falls on different coloured human minds, in that way it must illuminate it. However, a demand that one and the same light should reverberate from all the thousand coloured minds in a complete white, would be for sure the greatest folly!

19. The effect of the light must be various, but the effect of love is always the same, just like the warmth has only one effect, namely… it warms the red as much as the blue, and everything can be made to glow, and the color of the living love is forever one and the same, and glowing gold is no different than a glowing piece of iron.

20. Look, this is the meaning of this text! Therefore, don’t scatter yourselves, but abide in the love, and you will live! Amen.

 

Fruchtbares & Unfruchtbares Lesen & Die notwendige Vorbereitung des Herzensacker’s – Fruitful & Unfruitful Reading & The necessary Preparation of the Hearts Soil

<= Zurück zur Übersicht                                                                  Back to Overview =>
<= Kapitel / Chapter 1                                                                   Kapitel / Chapter 3 =>

Schrifttexterklaerungen Jakob Lorber-Herzensacker-Vorbereitung-Saat und Ernte-Lehrgang von Jesus Scripture Explanations Jakob Lorber-Soil of the Heart-Preparation-Sowing and Reaping-Teaching from Jesus
=> VIDEO   => AUDIO… => VIDEO   => AUDIO…
Verwandte Botschaften…
=> Der Sämann & Die Samen
=> Weg – Fels – Dornen – Acker
=> Lass von Meinem Brot nichts übrig
=> Befreie deinen Geist
=> Regel zum Lesen der Schriften
=> Das Grosse Abendmahl trennt…
=> Heilung durch Mein Wort & Licht
=> Zentrale Bedeutung von Barmherz…
=> Dein Herz ist Mein duftender Garten
=> Bring dein Herz vorwärts
=> Geheimnis der Selbstgestaltung
Related Messages…
=> The Sower & The Seeds
=> Path – Rock – Thorns – Field
=> Do not leave over any of My Bread
=> Free your Spirit
=> Rule for the Reading of Scriptures
=> The Great Supper separates…
=> Healing thru My Word & Light
=> Key Significance of Charity & Love
=> Your Heart is My fragrant Garden
=> Bring your Heart forward
=> Secret of Self-Development

flagge de  2. Fruchtbares & Unfruchtbares Lesen & Die notwendige Vorbereit…

2. Fruchtbares & Unfruchtbares Lesen &
Die notwendige Vorbereitung des Herzensacker’s

Fortsetzung Einleitung…Eine gute Regel – Ein Einwand und seine Widerlegung
Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 21.12.1843

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Es wird zwar jemand hier sagen: »Solches ist ganz richtig, daß man nur durch ein tatsächliches Lesen (Tätigwerden danach) die wahre Frucht des Lesens ernten kann; aber wenn jemandem so viel Material gegeben wird, so kann man es ja doch des Tuns wegen beiseite stellen und davon nur so viel lesen, wovon man überzeugt ist, daß man es in die Tätigkeit aufnehmen kann?!

2. »Man bedenke nur die große Masse des Gegebenen in der Heiligen Schrift des Alten wie des Neuen Testamentes, dann daneben die übergroße Masse wahrhaft geistig-exegetischer (erklärender) Bücher! Wenn man alles das nur nach dem Grade der Tätigkeit lesen würde, fürwahr, da möchte man wohl sein ganzes Leben hindurch im höchsten Falle kaum mit ein paar Kapiteln fertig werden!«

3. Ich aber sage: Die Sache von diesem Standpunkte betrachtet, hat der Einwender freilich wohl recht; denn wenn man nur so viel und nicht mehr lesen möchte, als von wieviel man umständlich überzeugt ist, es tatsächlich auszuüben, dann freilich wären noch ein paar Kapitel zuviel! Aber diese Sache von einem andern Standpunkte aus betrachtet, wird des gegebenen Materials nie zuviel, und der Leser kann alles Gelesene alsogleich in die Tatsächlichkeit umwandeln!

4. Denn man könnte ja auch beispielsweise sagen: So irgendein Landmann im Besitze eines großen Stückes guterdigen Ackers ist, der ihm eine hundertfältige Ernte abwirft, warum besät er denn den ganzen Acker?! Ein Zehntel desselben trägt ja so viel, was der Landmann für seinen Bedarf vonnöten hat!

5. Ich frage aber: Wenn dieser Landmann den ganzen Acker besät mit gutem Korne und der Acker bringt ihm hundertfältige Ernte, davon ein Zehntel zu seinem Unterhalte genügt, werden ihm darum die überflüssigen neun Zehnteile zum Schaden sein? – O sicher nicht! Denn die Hälfte von dem Überflusse kann er an Dürftige verteilen, die ihm dafür überaus dankbar sein werden, und die andere Hälfte des Überflusses kann er auf den Markt bringen; und da es ein gutes Getreide ist, so wird er viele Käufer finden, die es ihm um vorteilhafte Preise abnehmen werden, und er kann dann mit dem gewonnenen Gelde sein anderes Hauswesen bestellen und wird dadurch ein ansehnlicher und reicher Landmann werden.

6. Nun sehet, aus diesem Beispiele geht klar hervor, daß, so jemand in sich einen guten Acker hat und hat dazu des guten Samens in großer Menge, da soll er in der Aussaat nicht sparsam sein! Denn wer reichlich sät, der wird auch reichlich ernten; wer aber sparsam sät, der wird sparsam ernten! Und was braucht es denn dazu? Wenn einmal nur das Erdreich des Ackers gut bearbeitet ist, so möget ihr auf demselben noch soviel guten Kornes aussäen, und es wird dennoch kein Korn zugrunde gehen in dem guten Erdreiche, sondern ein jedes Korn wird seinen reichlichen Halm schießen!

7. Also (ebenso) ist es auch in dieser Sache, was eben durch das Lesen die geistige Aussaat des Wortes betrifft!

8. Zur Bearbeitung des geistigen Bodens braucht der Mensch nicht mehr als die zwei Gebote der Liebe; mit diesen bearbeitet er gar leicht seinen geistigen Acker. Ist dieser bearbeitet, dann kann jeder so viel in desselben Erdreich säen, als er nur immer kann und mag; oder er kann so viel des guten Gegebenen lesen, als er nur irgend desselben sich in gerechter Menge verschaffen kann – die ganze Heilige Schrift und alle auf dieselbe Bezug habenden Erklärungen, und er wird nichts aus allem dem in sich aufnehmen, was ihm nicht eine reichliche Ernte abgeben sollte.

9. Denn der Unterschied zwischen dem unfruchtbaren und dem fruchtbaren Lesen besteht in dem:

10. So jemand z.B. sich durch das alleinige Lesen möchte bearbeiten und erwecken, so gleicht dieses Unternehmen gerade dem, als so da jemand möchte auf einem unbearbeiteten Acker, der weder gedüngt, noch gepflügt ist, den Samen ausstreuen. Werden da nicht alsbald die Vögel aus der Luft kommen und denselben in kurzer Zeit zum großen Teile auffressen?! Und wird ein geringer Teil, der unter das Unkraut den Ackers fiel, nicht alsbald von selbem erstickt werden, auf daß da am Ende zur Zeit der Ernte auch nicht ein Korn in einen Halm geschossen irgendwo zu erblicken sein wird?!

11. Da (wenn) aber der Sämann oder der Leser keine Ernte seiner Mühe erblickt, wird er da nicht mißmutig und verwünscht endlich den Acker und all das gesäte Korn, das ihm zu keiner Ernte ward?!

12. Auf deutsch gesagt; solche Menschen werden dann ungläubig, fallen von der ganzen guten Sache ab und halten sie an Ende für einen puren Betrug.

13. Aber ganz anders ist es, so da jemand früher (vorher) durch die wahre Liebe Mir und dem Nächsten seinen Geist lebendig oder vielmehr aus Mir heraus frei gemacht hat und hat eben dadurch seinen Acker gehörig gedüngt und gepflügt; der liest dann die Schriften Meiner Gnade und Erbarmung nicht, damit diese ihn zu einem guten Acker erst bearbeiten sollen, sondern er liest sie aus dem Grunde, um Mich, der Ich in ihm den Geist durch seine Liebe zu Mir erweckt habe, fortwährend von Angesicht zu Angesicht mehr und mehr zu beschauen und dadurch auch möglicherweise stets mehr und mehr zu wachsen in der Liebe zu Mir und daraus zum Nächsten.

14. Wird er in diesem Falle nicht jedes Wort von Mir lebendig finden und ewig wahr, so er in sich selbst vorher schon lebendig ist?! Ist er aber nicht vorher in sich selbst lebendig, wird da nicht selbst das lebendigste Wort in ihm ertötet werden?!

15. Werfet Goldstücke in eine stinkende Pfütze, und das grobe schweflige Salz der Pfütze wird die Goldstücke auflösen und sie ebenfalls in den schmutzigen Schlamm verwandeln; werfet aber im Gegenteil unedlere Metalle in eine echte Goldtinktur, so werden sie alle am Ende dem edlen Golde gleich werden!

16. Sehet, also ist es auch gerade hier der Fall! Durch das Lesen Meines Wortes, wie durch das Anhören desselben, kann ein jeder Mensch für sich und seine Brüder einen unermeßlichen Gewinn überkommen, wenn er sich selbst zuvor durch die Beachtung der zwei Gesetze zu einer Goldtinktur umgewandelt hat; wenn er aber noch eine Pfütze ist, da werden noch soviele in dieselbe geworfene Goldstücke sie (die Pfütze nämlich) sicher nicht zu einer Goldtinktur machen.

17. So heißt es ja auch: »Der da hat, dem wird’s gegeben werden, daß er in der Fülle habe; wer aber nicht hat, der wird aber auch (noch) verlieren, was er hat!« (Matthäus.13,12) Unter ‘haben’ wird hier verstanden: im Besitze eines guten, gedüngten und gepflügten Ackers sein oder in sich selbst sein ein vollkommenes Gefäß, voll der echten wahren Goldtinktur, welche da ist ein freier lebendiger Geist. Unter ‘nicht haben’ aber wird verstanden: einen Samen auf ein unbearbeitetes Feld streuen, wodurch der Sämann nicht nur keine Ernte zu erwarten hat, sondern er verliert auch den Samen, den er ausgestreut hat; oder es heißt auch: in sich eine grobschwefelsalzhaltige Pfütze sein, welche nicht nur nimmer zu einer Goldtinktur durch das hineingeworfene Gold umgewandelt werden kann, sondern es geht das Gold, das hineingeworfen wurde, noch obendrein rein verloren.

18. Ich meine, das dürfte doch so ziemlich klar sein, – oder wer beim Lichte dieser Fackel die Wahrheit noch nicht ersieht, der dürfte wohl schwerlich je von seinem Augenstare befreit werden! Da aber, wie schon gesagt, der blinde Mensch des Lichtes nie zu viel hat, so will Ich auch bei der Gabe dieser Sonne noch gegen das Ende das Licht aller Zentralsonnen auf einen Punkt zusammenziehen, damit sich in solchem allerheftigsten Lichte um so klarer wird entnehmen lassen, wer da im Ernste ganz vollkommen blind ist! – Nächstens darum solcher Nacherinnerungen mehr!

flagge en  2. Fruitful & Unfruitful Reading & The necessary Preparation of the…

2. Fruitful & Unfruitful Reading & The necessary Preparation of the Hearts Soil

Initiate Continuation… A good rule – An objection and its rebuttal
Scripture explanations – Jesus’ interpretation of several different bible passages
Written down through Jacob Lorber on the 21.12.1843

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. Someone will say here: “That is completely true. One can only harvest the true fruit of his readings, when he truly reads seriously and acts accordingly afterwards; but if one is offered so much material, he can put it aside in favor of active deeds and only read so much at the time, of which he is convinced, to be able to put it into practice?!”

2. “Just think of the great quantity of what was given in the Scriptures of the Old and New Testament, alongside the large amount of truly spiritual and explanatory Books! If one would read it all only to the degree of which he will act accordingly afterwards, indeed, one would barely finish a few chapters throughout his life time!”

3. “But I say, considering the matter from this standpoint, the objector is probably right, indeed. Because if you only read so much and then no longer want to read, as one is convinced to truly be able to act accordingly, then there would a few chapters be too much, but looking at this matter from another point of view, the given material is never too much, and the reader can immediately convert everything, he has read, into reality!”

4. “One could, for example, also say: If a farmer owns a big field with good soil, which provides him with a hundredfold harvest, why then does he sow upon the entire field?! One tenth of the same is enough to satisfy the need of the farmer!”

5. “But I ask you… If this farmer sows on the entire field with good grain seeds and then the field brings him a hundredfold harvest, one tenth of it enough to satisfy his needs, would the other nine tenths be harmful to him? – Of course not! Half of the abundance he can distribute to the needy people, which will surely be extremely grateful to him, and the other half of the abundance he can bring to the market, and because it is a good crop, he will find many buyers, who will take it from him at expedient prices. And with the money he gained he can organize his other household and he will become a respectable and wealthy farmer.

6. Now, behold, in this example we can clearly see, if anyone’s got a good piece of land and has large quantities of good seeds, he should not sow sparingly! Whoever sows bountifully will also reap bountifully; but who sows sparingly, will reap sparingly, and what is needed for that? Only that the soil of the land has been well prepared, and then you may sow as many seeds as you want on that field, and no good grain will perish in that soil, instead, every grain will shoot its abundant straw!

7. So it is also in this case, which concerns the spiritual sowing of the word through reading!

8. To prepare the spiritual soil, man only needs the two commandments of love. With these he prepares his spiritual field very easily. Once the field has been prepared, everyone can sow as much as he wants on that field; or he can read as much of the given material, as he can get in any fair quantity – the entire Holy Scripture and all the explanations regarding it, and he won’t absorb any of this, without receiving an abundant harvest through it.

9. Because the difference between the infertile and fertile reading lies in this:

10. If any man wants to prepare and awaken himself by the sheer reading, it’s about the same undertaking as sowing all seeds onto an unprepared, unfertilized and unploughed field. Won’t there – shortly afterwards – the birds arrive from the air and eat a big part of the seeds in a short time?! And will the small amount, which has fallen beneath the weed of the field, not soon thereafter be choked by it, so that, at the end of the harvesting season, there won’t be one single grain visible, which shot its abundant straw?!

11. When the sower or the reader does not see any harvest of his labor, won’t he become discontented and curses his field and all the sown seeds, which yielded no harvest for him after all?!

12. In plain german… Such people will then become incredulous, and they are falling away from the whole good thing and in the end, they believe it’s a pure deception.

13. But it is completely different, if one has made his Spirit alive or rather it was made alive by Me, through his true Love for Me and his neighbour and by that, he has fertilized and ploughed his field properly. Thereafter he will not read the scripture of My Grace and Mercy, to prepare his field first and become a good soil, no, he is reading it, to see Me – who has awakened his Spirit through his Love for Me – from face to face and to continually behold more and more and possibly to grow even more in his Love for Me and as a result of this also towards his brother.

14. In this case, will he not recognize every word from Me being alive and eternally true, if he is already alive within himself?! But if he is not first alive within, won’t there even the most living word die within that man?!

15. Throw gold coins into a smelly puddle, and the gross, sulfurous puddle will dissolve the gold pieces and turn them into the same filthy mud; but on the contrary, throw any precious metals into a real gold tincture, and they will – in the end – become equal to the precious gold!

16. Look, it’s the same in this case right here! Through the reading of My Word, as well as by listening to it, every man can acquire an immense gain for himself and his brothers, if he has previously converted himself into a gold tincture by heeding the two laws; but if he is still a puddle, no amount of gold coins thrown into it will turn it (the puddle) into a gold tincture.

17. As the saying goes: “Whosoever has, to him it shall be given more, so that he shall have an abundance. But whoever does not have, from him it shall be taken, even what he has. (Matthew 13:12) With “have” – the following is meant… To be in possession of a good, fertilized and ploughed field or to be a perfect vessel within oneself, full of genuine and true gold tincture, which is a free living spirit. With “not have” the following is meant… Scattering seeds on an unprepared field, by which the sower cannot expect any harvest, but rather is also losing the seeds he has sown; which also means to be a grossly sulfuric puddle within oneself, which can not only never be converted into a gold tincture by throwing some gold coins into it, but rather all the gold, that has been thrown into it, will also be lost on top of that.”

18. I mean, this should be quite clear by now, or whoever does not see the Truth even in the light of this torch, this one will probably never get rid of his low vision! But, as already said, the blind man can never have too much light, so will I, during the end of the gift of this sun, pull together the light of all central suns towards one single point, so that in that most intense light, one can see much clearer, who actually in earnest is completely blind! – Therefore some more recollections soon!