15. Der Ritt zum wahren ewigen Leben … Jesus & Die Eselin – The Ride to the true eternal Life … Jesus & The Donkey

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flagge de  15. Der Ritt zum wahren ewigen Leben … Jesus & Die Eselin

Jesus erklärt Schrifttexte – 15. Kapitel – Matthäus 21:7
»Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider über dasselbe, und er setzte sich darauf«

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 13.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Schreibet nur, wie gewöhnlich euern Text nieder!

2. »Und sie führten das Füllen zu Jesus und legten ihre Kleider über dasselbe, und Er setzte Sich darauf.«

3. Kurz, aber gut ist der Text; den können wir gerade sehr gut brauchen, – denn er zeigt im lebendig-klaren Bilde, mit beiden Händen zugleich begreiflich, was da für unsere Sache taugt!

4. Sie führten die Eselin zu Ihm hin, belegten dann dieselbe mit ihren Kleidern, und dann erst setzte Sich der Herr auf die Eselin.

5. Die Eselin war angebunden, als sie die Jünger fanden, und war noch das Eigentum eines Menschen in der Welt. Was will das sagen? – Solches bezeichnet die gebundene Einfalt, Demut und Liebe, welche noch von der Welt gebunden ist, oder den Geist im Menschen, der noch nicht frei gemacht ward, obschon er seiner demütigen und liebevollen Beschaffenheit wegen völlig zum Herrn gewendet ist und somit seine ganze Bestimmung in und für den Herrn ist. Da aber der Herr sieht einen solchen Geist, da sendet Er alsbald Seine Diener hin, daß sie ihn frei machen und hinführen zum Herrn, und die Welt hat alsbald alles scheinbare Recht und alle Macht auf den verloren, zu dem der Herr spricht: »Ich bedarf seiner!«

6. Warum ist es denn aber eine Eselin und kein Esel? – Weil das Weiblein hier noch schärfer die tiefste Demut bezeichnet und die fruchtbare Liebe als das Männlein!

7. Nun befindet sich die Eselin beim Herrn; und die Jünger bedecken sie mit ihren Kleidern. – Dieses bezeichnet, wie die wahre Demut und fruchtbare Liebe, sobald sie zum Herrn gelangt ist, sogleich mit der wahren Weisheit bekleidet wird. Denn Kleider bezeichnen die Weisheit in ihrer Nutzwirkung. Je einfacher sie sind, einen desto höheren Grad der Weisheit aus dem Herrn bezeichnen sie auch; denn die alleinige Liebe und Demut ist nackt.

8. Wenn darüber sehr ausgezeichnete und prachtvolle Kleider kommen, so bezeichnet das, wie die Weisheit größer und stärker ist als die Liebe, darum auch z.B. die Engelsgeister in dem Weisheitshimmel mit übergroßer Pracht bekleidet sind; aber die Engelsgeister des höchsten Himmels, die pur Liebe zum Herrn sind, erscheinen höchst dürftig bekleidet, ja manchmal ganz nackt, besonders wenn ihre Liebe zum Herrn den möglich höchsten Grad erreicht hat.

9. Also bezeichnen auch hier die dürftigen Kleider der Jünger, mit denen die Eselin bedeckt ward, die reine göttliche Weisheit, und wenn solche fruchtbare Liebe aus ihrer Demut heraus mit solcher rein göttlichen Weisheit bekleidet wird, dann erst ist sie vollkommen tauglich, den Herrn aufzunehmen und zu tragen, und ist mit dem Herrn dann auch völlig eins.

10. Solche fruchtbare Liebe, mit der Weisheit bekleidet, trägt den Herrn; der Herr aber leitet sie Selbst, damit sie unmöglich je irgendeinen Fehltritt machen kann, und der Ritt geht dann schnurgerade auf die Stadt Gottes zu, welche bezeichnet das ewige Reich Gottes oder das wahre ewige Leben! – Hier ist das Bild und seine Bedeutung.

11. Man wird sagen: »Es ist alles richtig dargestellt; aber also, wie es da ist, sehen wir noch nicht recht ein, wie es für unsere Sache taugen sollte!«

12. Ich aber sage: Wenn das Licht einmal da ist, da möget ihr es stellen, wohin ihr wollet, und es paßt überall also hin, als wenn es schon von Ewigkeit für diesen Punkt bestimmt wäre!

13. Versuchet das nur einmal mit einer Kerze, so sie brennt! Stellet sie auf verschiedene Punkte in euerm Zimmer, und sie wird nirgends wie fremd und unheimlich erscheinen, sondern wird überall recht freundlich hinpassen.

14. Also wechseln ja auch die verschiedenen Sterne am Firmamente wenigstens scheinbar für euer Auge fortwährend den früheren Platz; könnet ihr aber sagen, ob sich etwa der Orion im Aufgange oder im Mittage oder im Abende des Firmamentes besser ausnimmt? Wo er steht, da erscheint er schon auch auf seinem eigentümlichsten Platze. Ebenso nimmt sich auch die Sonne überall gleich herrlich aus; und wo ihr Licht hinfällt, da verrichtet sie den gleichen Dienst.

15. Geradeso aber verhält es sich auch mit dem hell angefachten Lichte unseres Textes. Ihr könnet dasselbe hinsetzen, wohin ihr wollet, so wird es überherrlich also genau passen, als wäre es alleinig dafür gegeben. Ob es nun auch für unsere Sache paßt, wollen wir sogleich einen Versuch machen; wir werden es hinstellen, und es wird allda also sich ausnehmen, als wäre es nur einzig und allein dafür gegeben. Und so höret denn; wir wollen’s versuchen!

16. Frage: Hätte der Herr Sich nicht ebensogut können ein Pferd oder wenigstens einen wohl zugerittenen Esel statt der Eselin bringen lassen? – Sicher; jedes Tier hätte dem Herrn in diesem Falle unwiderstehlich denselben Dienst leisten müssen. Ein Löwe, ein Tiger, ein Panther, ein Kamel, ein Elefant, ein Pferd, ein Maulesel, alles das wäre fürs erste viel stärker gewesen und hätte dem Herrn der Unendlichkeit, dem allmächtigen Schöpfer aller Dinge, auf einen Wink gehorchen müssen; und dazu wäre ein solcher Ritt doch offenbar ansehnlicher gewesen als der auf einer schwachen Eselin.

17. Das wäre allerdings wahr, bloß ad hominem (menschlich) genommen; aber ad Dominum (beim Herrn) verhält sich die Sache anders. Derjenige, der die Grundordnung und Grundbedeutung aller Dinge ist, handelte nicht wie ein Mensch, dem es so oder so gleich ist, sondern bei Ihm war alles in der unverrückbarsten Ordnung vorbildend und für die Ewigkeit belehrend.

18. Diese kräftigeren Tiere bezeichnen zumeist Erkenntnisse und Weisheit für sich; aber es fehlt ihnen das Fruchtbare der Liebe und die Demut derselben in ihrer tiefsten Einfalt.

19. Hätte der Herr ein solches Tier gewählt, so hätte Er dadurch tatsächlich angezeigt, daß sich der Mensch nur vorzüglich auf die Bereicherung der Wissenschaften, auf alle möglichen Erkenntnisse und auf alle Weisheit daraus hinwerfen solle. Ja, Er hätte ihm dadurch angezeigt, daß er alle Bibliotheken der Welt oder wenigstens soviel als möglich durchstudieren solle; allein der Herr wußte, was Er tat, und es blieb hier derjenige Grundsatz feststehend, den der Herr schon im Anfange aufgestellt hat, indem Er sprach: »Sobald du vom Baume der Erkenntnis essen wirst, wirst du sterben!«

20. Aber eben dadurch, daß der Herr eine mit dürftigen Kleidern bedeckte Eselin ritt, zeigte der Herr bildlich und tatsächlich allen Menschen an, daß sie geistig dasselbe tun sollten und allein auf die fruchtbare wahre Liebe aus ihrer Demut heraus halten sollten; dann wird sie der Herr frei machen von aller Welt und wird sie mit Kleidern der wahren Weisheit bekleiden und Er Selbst wird sie also führen, wie sie Ihn trägt, solche Liebe nämlich, in ihrem Herzen und auf dem Rücken ihrer Demut.

21. Aber nicht Pferde, Elefanten, Kamele, Löwen, Panther und Tiger soll der Mensch reiten; oder auf deutsch: Nicht nach Erkenntnissen und nach Gelehrtheit und Weisheit soll der Mensch jagen – denn das alles ist Frucht des Erkenntnisbaumes, sondern in der wahren Liebe und Demut soll der Mensch des Herrn harren! Und wenn es zur rechten Zeit sein wird, wird der Herr kommen und wird ihn frei machen und wird segnen dann den Baum der Erkenntnis; oder die Eselin wird mit den Kleidern belegt, und der Mensch wird dann von diesem gesegneten Baume alle Frucht der wahren Weisheit für Ewigkeiten genießen können!

22. Nun frage Ich, ob das Licht dieses Textes für unsere Sache paßt oder nicht! – Ich meine, die Sache ist mit Händen zu greifen; aber darum dennoch nächstens um eine Zentralsonne weiter!

flagge en  15. The Ride to the true eternal Life … Jesus & The Donkey

15. Jesus explains Scripture – Matthew 21:7
They brought the donkey and the colt to Jesus, and laid their garments on them, and He sat on them.

Written down through Jacob Lorber on the 13.01.1844

1. Just write down your text, as usual!

2. They brought the donkey and the colt to Jesus, and laid their garments on them, and He sat on them.

3. This text is short, but good, we can use it very good indeed, because it shows with a living and clear picture, conceivable with both hands, of what use it is for our cause!

4. They guided the jennet to Him, covered her with their clothes, and only then the Lord sat onto the jennet.

5. The jennet was tied down, when the disciples found her, and she was still the possession of a man in the world. What does that mean? – Such describes the bound simplemindedness, humility and love, which is still bound by the world, or the spirit within man, that has not been freed yet, although it is completely dedicated to the Lord by his humble and loving nature, and thus his entire destiny is in and for the Lord. But when the Lord sees such a spirit, He soon sends His servants to him, to make him free und guide him to the Lord, and the world has soon lost all right and power over him, when the Lord speaks… ‘I need him!’

6. But why is it a jennet and not a donkey? – Because the female donkey describes this deepest humility and this most fruitful love even more clearly than the male donkey!

7. Now, the jennet is with the Lord, and the disciples cover her with their clothes. – This refers, how the true humility and fruitful love, as soon as she reached the Lord, was immediately clothed with the true Wisdom. For clothes denote the Wisdom in its effective benefit. The simpler they are, the higher the degree of wisdom from the Lord they denote, for the sole love and humility are naked.

8. When excellent and magnificent dresses are put on top of it, that describes, how the wisdom is greater and stronger than the love, therefore also, for example, the angelic spirits in the wisdom’s heaven are clothed with great splendor; but the angelic spirits of the highest heavens, which are pure love for the Lord, appear to be clothed very poor, yes sometimes they are even completely naked, especially if their love for the Lord has reached the highest possible degree.

9. In the same way describe the poor garments of the disciples, with which the jennet was covered, the pure, divine Wisdom, and if such a fruitful love is being clothed, out of her humility, with such pure and divine Wisdom, only then she is perfectly suitable to receive and wear the Lord, and then she is also completely one with the Lord.

10. Such fruitful love, clothed with Wisdom, is wearing the Lord; but the Lord directs her Himself, so that she cannot ever make any false step, and the ride then is headed straight towards the city of God, which refers to the eternal Kingdom of God or the true eternal life! – Here is the image and its meaning.

11. One will say… Everything is illustrated correctly, but also, as it is there, we do not yet see quite correctly, how it is suitable for our cause!

12. But I say… When the light has come, you may put it wherever you want, and it fits everywhere, as if it were determined from eternity for this purpose!

13. Just try it with a candle, once it burns! Put it into various locations in your room, and it will never appear strange or eerie, but it will fit in anywhere quite friendly.

14. In the same way change the stars on the firmament apparently all the time their position according to your eyes. But can you say, whether the Orion looks better at dawn, at noon or in the evening of the firmament? Wherever he stands, he appears to be on his most proper spot. And in the same way it is with the sun, it is superb everywhere, and wherever its light falls, it performs the same service.

15. It’s the same with the bright kindled light of our text. You can put it wherever you want, it will fit overly splendid, as if it were made solely for that. Whether it fits well for our cause, let’s try immediately. We will put it somewhere, and it will be, as if it were solely given for it. So listen and let’s try!

16. Question… Why did the Lord not just let them bring a horse or a well ridden donkey instead of a jennet? – For sure, each animal would have to render the same service to the Lord in this case. A lion, a tiger, a panther, a camel, an elephant, a horse, a mule, everything would have been much stronger for the time being and had to obey the Lord of infinity, the almighty Creator of all things, immediately; and for that matter, such a ride would have been much more appropriate, than that of a weak jennet.

17. Speaking from a humans perspective, that would be true; but speaking from the Lords perspective, it is an entirely different case. The one who is the basic order and fundamental meaning of all things, did not act like man, to which it is the same either way, but rather with Him, everything was set in an unshakeable order, modeling and edifying for eternity.

18. These stronger animals mostly arrogate understanding and wisdom for themselves, but they lack the fertility of love and its humility in their deepest simplemindedness.

19. If the Lord had chosen such an animal, He would thereby actually have stated, that humans only need to throw themselves into the enrichment of sciences, on all possible insights and on all wisdom springing forth from that. Yes, He would have shown man, that he should be studying all the libraries in the world, or at least as much as possible. But the Lord Himself knew, what He was doing, and that one principle remained, which the Lord had established from the beginning, as He spoke… ‘As soon as you eat from the tree of knowledge, you will die’.

20. But the very fact, that the Lord rode on a jennet, covered with poor clothes, the Lord showed to all people, visually and in reality, that they should do the same spiritually, and that they should hold onto the fruitful and true love, coming forth out of their humility, then the Lord will free them from all the world, and He will clothe them with the garments of true Wisdom and He Himself will guide them, like she wears Him, namely – such love within her heart and on the back of her humility.

21. But man shall not ride horses, elephants, camels, lions, panthers and tigers or in plain english… Man shall not pursue knowledge, learnedness or wisdom – because all of this is fruit from the tree of knowledge, instead, man should abide in true love and humility for the Lord! And when it will be the right time, the Lord will come and free him and then He will bless the tree of knowledge; or the jennet will be covered with the clothes, and man will be able to enjoy all the fruits of true wisdom from this blessed tree for all eternity!

22. Now I ask you, if the light of this text actually fits our cause or not! – I mean, you should be able to grasp it with your hands; and for this reason… Soon another central sun!

 

7. Der Glaube als Handlanger der Liebe bittet um den Leichnam Jesu – Faith as the Assistant of Love asks for the dead Body of Jesus

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flagge de  7. Der Glaube als Handlanger der Liebe bittet um den Leichnam Jesu

Der Glaube als Handlanger der Liebe bittet um den Leichnam Jesu

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 02.01.1844

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Wieder sei euch auch hier die freie Wahl gelassen, eine solche Zentralsonne aus dem Buche des Lebens zu zitieren; und also wählet einen Text! –

2. »Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.« Lukas 23:52

3. Ihr hättet den Text; aber Ich kann euch nicht helfen, wenn ihr gerade solche Texte wählet, die schnurgerade auf unsere Sache passen!

4. Joseph von Arimathia ging hin zum Pilatus und bat um des Herrn Leichnam, der ihm von Pilatus auch gegeben ward.

5. Dieser Joseph von Arimathia war ein Freund des Nikodemus und tat solches mehr im guten Namen seines Freundes als in seinem eigenen. Denn Nikodemus war ein großer geheimer Verehrer Christi, aber er getraute sich aus einer gewissen Furcht vor den Hohenpriestern und Pharisäern etwas solches nicht ganz offenbar zu unternehmen; daher übertrug er solches seinem Freunde, der ebenfalls auch ein großer Freund Christi war, aber ganz im geheimen. – Dieses kurze Prognostikon ist notwendig, damit man das Folgende klarer fasse.

6. Wie paßt denn aber demnach dieser Text und überhaupt diese kleine Begebenheit auf unsere Sache?

7. Stellet euch unter ,Nikodemus’ die verborgene Liebe zum Herrn vor; unter ,Joseph von Arimathia’ aber stellet euch den Glauben an den Herrn vor!

8. Was ist der Glaube bezüglich der Liebe? – Er ist derselben Handlanger! Also war auch Joseph von Arimathia hier ein Handlanger des den Herrn geheim liebenden Nikodemus.

9. Was verlangte aber der Glaube von Pilatus? – Er verlangte den Leichnam des Herrn, wickelte denselben, als er ihn vom Kreuze genommen hatte, in weiße Leinen, nachdem er den Leichnam zuvor mit köstlicher Spezerei gesalbt hatte, und legte ihn dann in ein frisches Felsengrab im eigenen Garten, in welchem Grabe noch nie jemand gelegen war.

10. Was bezeichnet wohl solches alles? – Das alles bezeichnet die Wißbegierde des Glaubens in ihrer Befriedigung. Diese an und für sich edle Wißbegierde sucht alles Erdenkliche auf, um in dem eine lebendige Befriedigung zu finden.

11. Zum Pilatus geht sie und erbittet sich die Erlaubnis; d.h. soviel als: Solche Wißbegierde geht zur Welt und sucht in derselben alles Mögliche auf, was ihr zur Bestätigung der Wahrheit dienen könnte.

12. Hat sie von der Welt alles empfangen, was sie suchte, dann wendet sie sich zu dem Gekreuzigten. Aber wie? Sie sucht da alle Worte und Erklärungen ins helle Licht zu stellen, alsonach zu befreien von den geheimnisvollen scheinbaren Widersprüchen, welche in der Heiligen Schrift vorkommen.

13. Dieses genügt ihr auch; sie hat den Leichnam richtig von dem Kreuze, das in seiner Gestalt eben einen Widerspruch darstellt, befreit. Aber was hat sie, diese edle Wißbegierde nämlich, nun vor sich? – Sehet, einen toten Leichnam, in dem nun kein Leben ist!

14. Diese edle Wißbegierde sieht das auch ein; aber sie ist dennoch in sich erfreut über diese glückliche Befreiung vom Kreuze. Sie salbt den Leichnam mit köstlichen Spezereien, wickelt ihn in weiße Leinen und legt dann denselben in ein neues Grab, darin noch nie jemand gelegen ist.

15. Was will das wohl besagen? – Durch solche gründliche Beleuchtung des Wortes in der Heiligen Schrift wird unfehlbar die Göttlichkeit desselben ersichtlich und wird auch also geachtet und hochgeehrt. Das ist die Salbung. Denn nicht selten drückt sich da jemand in den erhabensten Ausdrücken aus über die Würde und göttliche Hoheit der Heiligen Schrift; aber alles das ist die Salbung des Leichnams.

16. Der Mensch mit dieser edlen Wißbegierde umwickelt solche erkannte Wahrheit mit der höchsten und reinsten Hochachtung, – ja er erschaudert über die Größe der Weisheit in diesem Buche; und das ist nichts anderes als die Einwicklung des Leichnams in weiße Linnen. Wie unschuldsvoll und rein an und für sich solche Linnen sind, also auch ist eine gleiche demütige Erkenntnis; aber der Leichnam, die Salbe, wie die Linnen sind nicht lebendig und geben auch kein Leben.

17. Man wird aber nun diesen Leichnam in ein neues Grab legen. Was ist denn das? – Die Erkenntnisse, die der Mensch zufolge seiner edlen Wißbegierde sich zu eigen gemacht hat, geben ihm kein Leben, keine lebendige Überzeugung; daher faßt er sie alle zusammen und legt sie in das Grab seines tieferen Verstandes, legt da einen Stein darüber, was soviel beißt als: er legt über alle diese rein erkannten Wahrheiten einen recht schweren Zweifel; denn er spricht: »Alle diese Lösungen der verborgenen Geheimnisse in der Heiligen Schrift lassen sich wohl überaus gut hören; aber die anschauliche Überzeugung geben sie dennoch nicht!«

18. Und sehet nun, das ist ja der buchstäbliche Zustand eines jeden Viellesers! Er kann all das Gelesene noch so gut verstehen, vom naturmäßigen bis zum innersten geistigen Sinne; will er aber von all dem wohl Erkannten eine tatsächliche Probe, da erfährt er, daß sich nicht einmal ein Sonnenstäubchen vor seinem Willen beugt! Und will er das Leben des Geistes schauen, so begegnet ihm anstatt desselben allezeit die Grabesnacht, in die er den Leichnam gelegt hat; oder mit anderen Worten gesagt: er bekommt über das Jenseits keine in sich selbst anschauliche Gewißheit, sondern alles ist bei ihm eine Diktion (unbewiesene Behauptung) und durchaus nicht mehr, also ein Leichnam im Grabe.

19. Was aber ist ihm wohl damit geholfen? – Wenn er noch so viel gelesen hat, kann aber durch all das Gelesene zu keiner lebendigen Überzeugung gelangen, so gleicht er fortwährend einem Joseph von Arimathia, der wohl einen Leichnam um den andern vom Kreuze nimmt und salbt ihn und wickelt ihn in weiße Linnen, – aber der Leichnam bleibt Leichnam und wird allezeit ins Grab getragen.

20. Betrachten wir aber daneben wieder unsere Magdalena! Diese hat zwar auch aller dieser Aktion beigewohnt; aber sie wickelte den Leichnam oder das Wort nicht in Leinen und legte es nicht in das Grab, sondern in ihr liebeglühendes Herz; und als sie dann zum Grabe kam, war der Stein des Zweifels durch die Macht der Liebe hinweggewälzt. Die Leinen lagen gut geordnet zusammengelegt im Grabe, welches soviel sagt als: ihre Liebe hat das göttliche Wort in ihr lebendig geordnet. Sie fand keinen Leichnam mehr; aber dafür fand sie den Lebendigen, der aus dem Grabe auferstanden ist.

21. Was ist nun wohl besser: den Leichnam in das Grab legen – oder den Lebendigen über dem Grabe finden? – Ich meine, es wird offenbar das Zweite besser sein denn das Erste.

22. Warum aber fand die Magdalena, was Joseph von Arimathia nicht gefunden hat? – Weil sie wenig gelesen, aber viel geliebt hat; Joseph aus Arimathia aber hat viel gelesen – wie der Nikodemus, aber dafür weniger geliebt. Daher hatte er auch mit dem Leichnam zu tun, Maria Magdalena aber mit dem Lebendigen!

23. Ich meine, das wird auch klar sein; aber nächstens dennoch wieder eine Zentralsonne mehr!

flagge en  7. Faith as the Assistant of Love asks for the dead Body of Jesus

Faith as the Assistant of Love asks for the dead Body of Jesus

Scripture Explanations Jesus’ Interpretation of several different Bible Passages

Written down by Jacob Lorber on the 02.01.1844
Translated and spoken by Pascal

Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.

1. Again, you have the free choice to quote such a central sun from the book of life; therefore, choose a text!

2. “He went to Pilatus and asked him for the Body of Jesus.” Luke 23:52

3. You would have the text; but I cannot help you, if you just choose exacly those texts, which are a perfect match for our cause!

4. Joseph of Arimathea went to Pilate and asked for the Lord’s Body, which was also given to him by Pilate.

5. Joseph of Arimathea was a friend of Nicodemus and he did this more in his friend’s good name than in his own. Because Nicodemus was a big secret admirer of Christ, but he did not dare to undertake something like that openly, because of a certain fear of the chief priests and pharisees. Therefore, he transferred that to his friend, who was also a great friend of Christ, but in complete secrecy. – This short prognostication is necessary in order to grasp the following more clearly.

6. But how does this text and this little incident fit in with our cause anyway?

7. Imagine ‘Nicodemus’ as being the hidden love for The Lord; and imagine ‘Joseph of Arimathea’ as the the Faith in the Lord!

8. What is the faith in relation to the love? – It is its assistant! So Joseph of Arimathea was also an assistant of Nicodemus, who secretly loved the Lord.

9. What did the Faith demand of Pilate? – He demanded the Body of the Lord, wrapped him in white linen after he had taken him down from the cross, after anointing the body with delicious spices, and then laid him in a fresh rock grave in the garden, a grave in which nobody has ever lain before.

10. What do all these things refer to? – All this refers to the curiosity of the faith in its satisfaction. This in and of itself noble curiosity examines everything possible to find a living satisfaction.

11. She (Curiosity) goes to Pilate and asks for permission; which means as much as… Such curiosity goes to the world and searches for everything possible, that could serve as confirmation of the Truth.

12. When she has received everything she was looking for from the world, then she turns to the Crucified, but how? She wants to put all the words and explanations into the bright light to free them from the mysterious and apparent contradictions, which occur in the Holy Scripture.

13. This is also enough for her; she has freed the body properly from the cross, which in its shape portrays a contradiction. But what has this noble curiosity now in front of herself? – Behold, a dead body, in which is no life anymore!

14. This noble curiosity does also realize that; but she is nevertheless delighted within herself over this happy liberation from the cross. She anoints the body with delicious spices, wraps him in white linen and then puts him into a new grave, in which nobody has ever lain before.

15. What does this mean? – Through such illumination of the Word in the Holy Scripture will the Divinity infallibly be visible and is therefore also well respected and highly honored. This is the anointing. More often than not someone expresses himself in the loftiest expressions about the Dignity and Divine Authority of the Holy Scripture; but all of that is the anointing of the Body.

16. The person with this noble curiosity wraps such discerned Truth with the highest and purest Esteem. – He cringes on account of the size of the Wisdom in this Book; and this is nothing else than the wrapping of the body in white linen. How innocent and pure such linen in itself are, so is an equal humble understanding; but the Body, the ointment, and the linen are not alive and also give no life.

17. But this body will now be put into a new grave. What is that? – The perceptions, which man made his own on account of his noble curiosity, bring him no life and no living conviction; therefore he sums it all together and puts it into the grave of his deeper intellect, and puts a stone on top of it, which means, he puts a very heavy doubt on all these pure and discerned truths; because he says… “All these solutions to the hidden mysteries in the Scripture sound very well; but they still don’t provide the vivid conviction!”

18. And now look, this is the literal state of each big reader! No matter how well he understands what he reads, from the nature sense to even the innermost spiritual sense; but if he wants an actual sample of all the discerned things, he will realize that not even a speck of dust of the sun will bow to his will! And if he wants to behold the life of the spirit, instead, he will always encounter the grave of the night, in which he laid the body; or in other words… He does not get any certainty about the beyond, instead, everything is a diction (unproven assertion) and certainly not more, therefore a body in the grave.

19. But what does he profit from that? – If he has read so much, but cannot grasp a living conviction from all he has read, does he not continually resemble a Joseph of Arimathea, who takes body after body from the cross, anoints it and then wraps it in white linen, – but the dead body stays a dead body and will always be carried into the grave.

20. But lets consider our Magdalena again! She has also witnessed all of these actions; but she wrapped the body or the word not in linen and she did not put it in the grave, but into her heart, which was glowing with love; and when she came to the tomb, the stone of doubt was rolled away by the power of love. The linens were folded well ordered in the grave, which says as much as… Her love has organized the Godly Word within her and brought it to Life. She did not find a dead body anymore; but instead, she found the living one, who is risen from the grave.

21. What is better now… to put the dead body in the grave – or to find the living one above the grave? – I mean, it is pretty clear that the second option is better than the first one.

22. But why did Magdalena find what Joseph of Arimathea did not find? – Because she had read little, but loved much; Joseph of Arimathea read a lot – like Nicodemus, but therefore loved less. That’s why he had to do with the dead body, but Mary Magdalena with the living one!

23. I mean, this will be clear too; however, soon again another central sun.

Ihr Petrusse … Liebt ihr Mich?… Einige beten Mich an & Einige zweifeln – You Peters … Do you love Me?… Some worship Me & Some doubt

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Ihr Petrusse … Liebe ihr Mich?… Einige beten Mich an & Einige zweifeln
6. Kapitel – Matthäus 28:17

Schrifttexterklärungen – Jesu Auslegung verschiedener Bibeltexte
Aufgezeichnet durch Jakob Lorber am 29.12.1843

Offenbarungen mit ausführlichen Erklärungen und Auslegungen zahlreicher wichtiger und bisher schwer deutbarer Bibelstellen durch Jesus selbst. Ein wichtiges Buch vor allem für jene, die Neuoffenbarungen auf ihre geistige Übereinstimmung mit der Bibel prüfen und die biblischen Texte besser verstehen wollen.

1. Auch hier habt ihr wieder die freie Wahl eines Textes; wählet daher, und wir wollen sehen, ob er auch als Zentralsonne für diese unsere vorliegende Sache taugt!

2. »Und da sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an; einige aber zweifelten.«

3. Ihr habt diesen Text bestimmt und habt damit auch schon wieder den Nagel auf den Kopf getroffen; fürwahr, es könnte dieser Text für eine Hauptzentralsonne angesehen werden!

4. »Als sie Ihn sahen, beteten sie Ihn an.« – Wen sahen sie denn, und womit sahen sie Ihn, und wie beteten sie Ihn an?

5. Sie sahen Mich, den Herrn. Womit denn? Mit ihren Augen. Und wie beteten sie Mich an? Mit ihrem Munde. Warum beteten sie Mich denn an? Weil sie durch das Wunder wußten, wer Ich bin; sie wußten nämlich, daß Ich der Herr bin. Woher wußten sie aber das? Sie wußten das durch Meine Lehre, durch Meine Taten und durch das Wunder Meiner Auferstehung.

6. Nun wollen wir sehen, ob ihr nicht desgleichen tuet!

7. Ihr sehet Mich zwar nicht mit euren Augen, – aber desto mehr sehet ihr Mich mit euren Ohren und mit den Augen der Seele, welche da sind euer gutes Verständnis; denn das Sehen mit den Augen ist wohl das wenigste, weil die Bilder, die in dasselbe fallen, sehr flüchtig sind und keinen Bestand nehmen. Das alte Sprichwort ist richtig: »Aus den Augen, aus dem Sinn!«

8. Aber was ihr wahrnehmet mit den Ohren, ist schon bleibender; denn ein vernommenes Wort könnet ihr zu jeder Zeit so getreu wiedergeben, wie ihr es vernommen habt. Aber versuchet dasselbe auch mit einem geschauten Objekte! Selbst einem sehr gewandten Bildner oder Maler wird es nicht leichtlich gelingen, ein geschautes Objekt so getreu wiederzugeben, als wie er es geschaut hat!

9. Aber Objekte, Bilder und Begriffe, die das Ohr aufgenommen hat, bleiben haften, und das überaus getreu; und dieser Treue zufolge könnet ihr reden, und das in verschiedenen Zungen, und könnet das einmal Gehörte oder Gelesene, ja selbst das Geschaute genau wiedergeben, wie ihr es gehört, gelesen und geschaut habet, und das nach längeren Zeiträumen noch ohne die geringste Verwischung des Eindruckes, – während ihr zufolge eures Augenlichtes nicht einmal ein vor euch liegendes Bild also getreu nachzuzeichnen imstande seid, wie ihr es erschauet.

10. Daraus aber geht doch klar hervor, daß das Schauen mit dem Ohre ums unvergleichliche bei weitem höher steht als das Schauen mit dem Auge. Also steht das auch viel höher, den Ton eines Wortes verständlich zu hören, als die äußere Form eines Bildes zu beschauen.

11. Ein Blinder kann gar wohl ein Weiser sein, – aber ein Stummer wird es nicht leichtlich dahin bringen; denn die Stummheit ist die gewöhnliche Folge der Taubheit. Und dennoch haben die Stummen gewöhnlich ein viel schärferes Auge als die, die da hören und darum nicht stumm sind!

12. Aus dem geht wieder hervor, daß das Schauen mit dem Ohre bei weitem höher steht als das Schauen mit dem Auge. Das Schauen mit dem Auge kann jemanden wohl entzücken und überraschen, besonders wenn Objekte von großer Seltenheit zum Vorschein kommen; aber die Lehre nimmt nur das Ohr auf.

13. Aus dem geht also wieder hervor, daß es besser ist, zu hören, als zu sehen. Denn was durch das Gehör eingeht, das erleuchtet und ordnet den Verstand; was aber durch das Auge eingeht, das verwirrt denselben nicht selten gar gewaltig.

14. Wenn z.B. das weibliche Geschlecht nur von ferneher von einer neuen Modekleidertracht etwas hören würde, aber davon nie etwas zu Gesichte bekäme, da bliebe der Sinn geordnet, und es ließe sich nicht leichtlich ein Frauenzimmer eine neue törichte Mode auf den Leib hängen; wenn sie aber dazu Bilder zu Gesichte bekommt, so verwirren diese den guten, einfachen Sinn und machen aus dem Weibe gar bald eine eitel-törichte Putzdocke (Puppe), die Mir ärgerlicher ist als zehntausend Tollhäusler.

15. Aus dem geht wieder hervor, um wie vieles in jeder Hinsicht das Hören besser ist als das Sehen.

16. Also aber sehet ihr Mich auch täglich, und das durch das Ohr eures Leibes, so ihr Mein Wort leset, und durch das Ohr eurer Seele, welches ist euer besseres Verständnis; und weil ihr Mich also sehet, wie Ich auch bei euch auferstehe, so erkennet ihr Mich gar wohl und betet Mich auch an, und das mit eurem Verständnisse und darnach auch mit eurem Munde.

17. Nun aber frage Ich: War das von Seite derjenigen, die Mich da nach der Auferstehung sahen und anbeteten, auch schon genug, um dadurch das ewige Leben zu überkommen?

18. Die drei Fragen, welche Petrus von Mir empfing, ob er Mich liebe, zeigen mehr als hinreichend, daß das alleinige Sehen und das Anbeten darnach noch nicht genügt, einzunehmen Mein Reich und das ewige Leben mit ihm, – so wie es nicht genügt, allein zu sagen: »Herr! Herr!«

19. Geradeso aber schauet auch ihr Mich, so ihr Mein Wort leset, und betet Mich auch an durch das Verständnis und durch die Aufmerksamkeit, mit welcher ihr Mein Wort leset. Also könnet auch ihr sagen: »Wir sehen Dich und beten Dich an!«

20. Aber Ich erscheine noch einmal und frage euch Petrusse nicht nur dreimal, sondern zu öfteren Malen: »Liebet ihr Mich?« – Da sagt euer Mund: »Ja!«; aber wenn Ich so recht genau in euer Herz blicke, da erschaue Ich dasselbe gar nicht selten wie einen verdrießlichen Herbsttag in allerlei schmutzige Weltnebel verhüllt, und Ich mag dann vor lauter Nebeln nicht erschauen, ob dieses Ja wohl im Ernste im Grunde eurer Herzen geschrieben steht mit glühender Schrift. Es mag ja sein, daß es darinnen geschrieben ist; aber warum so viele Nebel, die das Herz nicht selten so sehr verdüstern, daß man diese lebendige Inschrift der Liebe zu Mir nicht wohl ausnehmen kann?!

21. Weg also mit diesen Nebeln! Weg mit der alleinigen Anschauung und Anbetung, damit diese Inschrift, welche ein Werk der Tätigkeit nach dem Worte ist, vollends lebendig ersichtlich wird und Ich Selbst am Ende zufolge des stets heller werdenden Lichtes dieser geheiligten lebendigen Inschrift in eurem Herzen!

22. Was nützt sonach das viele Lesen und Verstehen, wenn die Tat ausbleibt? Was nützt Sehen und Anbeten, aber sich dabei fortwährend fragen lassen: »Petrus, liebst du Mich?«

23. Magdalena sah Mich auch; aber Ich fragte sie nicht: »Magdalena, liebst du Mich?« Ich mußte sie vor lauter Liebe nur abhalten; denn nur gar zu mächtig erwachte sofort beim ersten Anblick ihre Liebe zu Mir. »Rühre Mich nicht an!«, mußte Ich zu ihr sagen, deren Herz beim ersten Anblick in den hellsten Flammen aufloderte!

24. Aber zum Thomas mußte Ich sagen: »Lege deine Hände in Meine Wundmale!«, und den Petrus mußte Ich fragen, ob er Mich liebe. Da wäre das »Rühre Mich nicht an!« nicht wohl angewendet gewesen; denn weder im Petrus und noch weniger im Thomas pochte ein Herz Magdalenens Mir entgegen.

25. Ebenso brauche Ich auch zu euch nicht zu sagen: »Rühret Mich nicht an!«, sondern Ich sage zu euch mehr noch wie zu einem Thomas: »Leget gleichsam nicht nur eure Hände in Meine Wundmale, sondern leget eure Augen, Ohren, Hände und Füße in alle Meine Schöpfung, in alle Meine Himmel und in alle Meine euch enthüllten Wunder des ewigen Lebens, und glaubet dann, daß Ich es bin, der euch solches gibt, und Ich verlange darum nichts, als daß ihr Mich liebet!«

26. Aber da sehe Ich denn immer noch den Petrus am Ufer des Meeres in euch, der sich fortwährend fragen läßt: »Petrus, liebst du Mich?« Denn Petrusse seid ihr wohl in euerm Glauben, aber noch lange keine Magdalenen und keine Johannesse, den Ich auch nicht fragte, ob er Mich liebe; denn Ich wußte wohl, warum er Mir folgte, wenn Ich auch zu ihm nicht sagte wie zum Petrus: »Folge Mir!«

27. Petrus folgte Mir, weil Ich ihn Mir folgen hieß; Johannes aber folgte Mir, weil ihn sein Herz dazu trieb. – Was wohl dürfte hier besser sein?

28. Petrus ward eifersüchtig auf Johannes, weil er ihn für geringer achtete als sich selbst; Johannes aber ward von Mir verteidigt, und ihm ward auch in demselben Momente das Bleiben zugesichert, – und das ist mehr als das »Folge Mir!« Denn besser ist, zu dem Ich sage: »Bleibe, wie du bist!«, als daß Ich ihm gebiete, Mir zu folgen.

29. Ebenso ist auch die wahre, tätige Liebe besser als Glauben, Schauen und Anbeten und besser als von Mir viel lesen, aber dafür wenig lieben!

30. Ich meine, das wird auch wieder klar sein; aber darum dennoch nächstens der Zentralsonnen mehr!

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You Peters … Do you love Me?… Some worship Me & Some doubt
6. Chapter – Matthew 28:17

Scripture Explanations – Jesus’ Interpretation of several different Bible Passages
Written down by Jacob Lorber on the 29.12.1843

(Revelations with extensive explanations and interpretations of many important Bible passages by Jesus Himself, which have been difficult to interpret up until now. An important book, especially for those who compare the new revelations with the Bible, to check, if they correspond spiritually and for those who want to understand the bible scriptures better.)

1. “Here you have again the free choice of a text; therefore, choose, and then we want to see, if this text also suits as a central sun for the current matter!”

2. “And when they saw him, they worshipped him; but some doubted.”

3. “You have chosen this text and have thus again hit the nail on the head; indeed, this text could definitely be seen as a main central sun!”

4. “When they saw Him, they worshiped Him.” – Who did they see, and whereby did they see him, and how did they worship Him?”

5. “They saw Me, the Lord. What with? With their eyes. How did they worship Me? With their mouth. Why did they worship Me? Because they knew through the miracle, who I am; they knew, namely, that I am the Lord. But from where did they know that? They knew that through My Teaching, through My Deeds and through the miracle of My Resurrection.”

6. “Now let’s see if you are not doing the same!”

7. “Indeed, you do not see Me with your eyes – but the more you do see Me with your ears and the eyes of the Soul, which are your good understanding; because seeing with the eyes is probably the least, because the images, which are seen with the eyes, are very fleeting and do not last. The old proverb is true: ‘Out of sight, out of mind!'”

8. “But whatever you perceive with your ears, is more lasting; because a heard word, you can faithfully recite at any time, as you have heard it. But try the same with a seen object! Even for a very skilled sculptor or painter, it will not be easy, to reproduce a seen object, as he has perceived it!”

9. “But objects, images and terms which the ear has heard, stick, and very accurately at that. And according to this constancy you can talk, and that in all kinds of different tongues. You can even reproduce the once heard or read, and even that which was seen exactly how you heard, read and saw it, even after long periods of time – without the slightest blurring of the impression – while according to your eyesight, you can’t even reproduce a picture, that lies before you, as accurately as you see it.”

10. “Yet from that, we can clearly see, that the perceiving with the ears is far more important than beholding something with the eye. Therefore, it is also much more important to clearly hear the tone of a word, as to behold the exterior form of a picture.”

11. “A blind man may very well be a wise man – but a mute man will not reach wisdom easily; because the muteness is the ordinary consequence of deafness. But however, the mute ones usually have a much sharper eye than those who hear.”

12. “From this, we can conclude, that perceiving with the ear is far more important than beholding with the eye. Viewing with the eye can delight and surprise someone, especially when objects of great rarity appear. But the Teaching can only be absorbed with the ear.”

13. “From this, we can conclude also, that it is better to hear than to see. Because what enters through the ear, illuminates and arranges the mind. But what enters through the eye, very often confuses the mind tremendously.”

14. For example, when the females would only hear something about a new fashion dress from afar, but never actually would get to see it, the mind would remain orderly, and there would not easily be found a woman, who would put a new, silly fashion on her body, but if she gets to see a picture of it, that confuses the good and simple mind and this very soon forms the woman into a vain and foolish fashion doll (chick), which is more annoying to Me than ten thousand madmen.

15. “From this, we can conclude, how much better it is to hear than to see.”

16. “You also see Me like that, every day, through the ear of your body, if you read My Word, and through the ear of your soul, which is your better understanding; and because you also see Me like that, as I arise in you, you recognize Me very well and you also worship Me with your understanding and thereafter also with your mouth.”

17. “But now I ask you… Was that, which came from those, who saw Me after the Resurrection and then worshipped Me, already enough to gain eternal life by that?”

18. “The three questions, which Peter has received from Me, if he loves me, show more than enough, that the mere seeing and worshipping thereafter, is not enough, to take hold of My kingdom and of the eternal life by it – just as it is not enough to only say… “Lord! Lord!”

19. “You behold Me exactly the same way, when you read My Word and worship Me through the understanding and attention, with which you read My Word. You could say… ‘We see You and worship You!'”

20. “But I appear once again and ask you Peters not only three times, but many more times… “Do you love Me?” – Then your mouth says… “Yes!” – But when I take a close look into your heart, it is not a rare thing, that I perceive it like an annoying day in autumn, shrouded with all sorts of filthy fogs of the world, and I am not able to behold, on account of the fogs, if this ‘Yes’ is earnestly written in your heart with a glowing inscription. It may very well be written therein, but why is there so much fog, which often darkens the heart so much, that one cannot recognize this living inscription of Love for Me?!”

21. “Remove those fogs therefore! Do away with the sole contemplation and worship, so that this inscription, which is a work of deeds according to the word, will be fully alive and visible and I Myself at the end too, on account of the constantly dawning light of this hallowed living inscription in your heart!”

22. “What good does all the reading and understanding do, if the deed never happens? What does the vision and worship avail, if you let yourself be asked continually… ‘Peter, do you love Me?'”

23. “Magdalena did see Me also; but I did not ask her… “Magdalena, do you love Me?” I had to keep her away on account of her love, because her Love for Me awoke immediately and in a very powerful way, as she beheld Me the first time. “Do not touch me!” I had to tell her, whose heart was on fire with the brightest flames at the first sight!”

24. “But to Thomas I had to say… “Put your hands in My scars” and I had to ask Peter, if he loves me. There – the “Do not touch Me!” – would not have been applied very well! For neither in Peter and even less in Thomas pounded a heart like Magdalena’s towards Me.”

25. And in the same way, I also do not need to tell you… “Do not touch Me!” – but rather I tell you even more than I told Thomas… “Put not only your hands on My scars, but put your eyes, ears, hands and feet in all of My creation, in all of My heavens and in all of My revealed miracles of eternal life, and then believe, that it is I, who gives you all of this, and I do not demand anything else, than that you love Me!”

26 “But I still see Peter within you – standing at the seashore – who continually lets himself ask… ‘Peter, do you love Me?’ For you are all Peters in your faith, but still nowhere near from being Magdalenas and Johns, whom I also didn’t ask, if he loves Me; because I knew well, why he followed Me, though I did not tell him like I did to Peter… ‘Follow Me!'”

27. “Peter followed Me, because I called him to follow Me, but John followed Me, because his heart told him so. – Which of these two ways may be the better way?”

28. “Peter became jealous of John, because he thought less of John than of himself. But John was defended by Me, and to him it was also assured in the same moment, that he can stay – and that is more than the ‘Follow Me!’. Because it is better, when I say to someone… ‘Stay as you are!’ instead of telling someone to ‘follow Me.'”

29. “Likewise, the true, active Love is better than Faith, Vision and Worship and better as reading a lot about Me, but therefor loving less!”

30. “I mean, this again is going to be very clear; but nevertheless some more central suns soon!”