Mose & Der brennende Dornbusch – Moses & The burning Thorn Bush

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Mathael erklärt… Moses und der brennende Busch

DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM Band 3, aus Kapitel 48 & 49
Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

48,9. Sagt Mathael: „Was leuchtet wohl so wunderhell aus einem an einer Grasspitze hängenden Tautropfen?

48,10. Seht, es ist das Bild der Sonne, das aus dem klaren Tropfen so wundersam hell schimmert! Aber das Bild der Sonne schimmert nicht nur, sondern es wirkt auch! Im Zentrum des Tropfens verdichtet sich das Licht des Sonnenbildes, der Tropfen geht in seinem Zentrum in eine grosse Lebenswärme über, löst sich in dieser Lebenswärme selbst am Ende ganz in das Element des Lebens auf und belebt also das mit dem Tode ringende Pflänzchen; aber darum ist das Bild im Tropfen noch lange nicht die Sonne selbst, sondern nur ein Ebenbild derselben, versehen mit einem Teilchen derselben Kraft und Wirkung, welche in der wirklichen, grossen Sonne selbst zu Hause ist!

48,11. Und siehe, solch ein Unterschied ist denn auch zwischen mir und dem Heiland aus Nazareth! Er ist die Lebenssonne selbst, und in mir als einem Tautröpfchen waltet nur wundersam hell das kleine Abbildchen jener ewig- wahren, grossen Sonne, aus der zahllose Myriaden solcher Tröpfchen, wie wir, ihre heilige Lebensnahrung saugen. – Verstehst du solches?“

48,12. Spricht Suetal: „O Gott, ist das eine heilig-grosse Sprache! Freund, du bist schon mehr denn ein Tropfen, du bist ein ganzes Meer! Oh, so weit werden wir alle es nie bringen; es ist zu ergreifend gross, heilig und erhaben! Aber bei solchen Umständen und zu sehr göttlichen Verhältnissen getrauen wir als noch gar zu grobe Sünder uns nicht, hier zu verweilen; denn dieser Ort fängt an, stets heiliger und heiliger zu werden!“

48,13. Auch die andern elf fangen darauf an, eine sehr demütige Sprache zu führen, und wollen sich auch irgend weiter von da wegziehen; aber Julius lässt solches nicht geschehen.

48,14. Suetal aber sagt: „Herr, als einst Moses auf dem Berge zum flammenden Dornbusche ging, um zu erfahren, was das sei, da sprach eine helle Stimme aus der Flamme: ,Moses, ziehe aus deine Schuhe; denn der Ort, da du stehest, ist heilig!‘ Hier ist nach der handgreiflich klaren Aussage das, was Moses auf dem Berge antraf; also ist auch dieser Ort heilig, und wir Sünder sind nicht wert, ihn zu betreten!“

Kapitel 49 – Erklärung der äusseren Vorgänge bei Moses

49,1. Sagt der nebenstehende Mathael auf Verlangen des Julius, der dem Suetal nichts Besonderes zu entgegnen wusste: „Wer sagt es euch denn, ob ihr wert seid, diesen Ort zu betreten, oder ob ihr das nicht wert seid? In welchem Buche irgendeiner Weisheit steht es denn geschrieben, dass je irgendein Kranker seines Arztes nicht wert sein soll? Wisst, solch eure Annahme kommt von der Lämmelweisheit des Tempels, die auch dem die Hände am Feuer braten lässt, der sich mit ungeweihter Hand irgend vergriffe an der Türschwelle, die ins Allerheiligste führt! Wenn aber die hohen Pharisäer gegen gute Bezahlung die Fremden alle Tage heimlich dahin führen und ihnen alles zeigen und geschichtlich erklären, so werden darauf den Fremden die Hände sicher nicht am Feuer gebraten werden!

49,2. Was wollte denn Gott eigentlich dem Moses dadurch sagen, dass Er ihn die Schuhe ausziehen hiess?

49,3. Seht, Gott sagte dadurch zu Moses: ,Ziehe aus dein Materiell-Sinnliches, schaffe von dir durch deinen Willen den alten Fleischadam und stehe als ein rein geistiger Mensch vor Mir, ansonst kannst du Meine Stimme nicht verstehen, und Ich kann dich nicht zum Führer Meines Volkes machen!‘

49,4. Was besagte aber die Besteigung des Berges?

49,5. Seht, Moses flüchtete sich vor der Verfolgung des Pharao wegen Ermordung eines hohen Beamten des Königs, welcher Beamte auch so gut wie ein Sohn des Königs war.

49,6. Moses galt zwar sehr viel beim Pharao, so dass es noch sehr zweifelhaft war, ob er nicht einmal gleich einem Joseph die Herrschaft Ägyptens auf sich bekäme und so sein Volk erhöbe.

49,7. Solches Emporstreben zeigte ihm Gott in der Wüste durch die Besteigung des Berges, dessen Spitze er aber dennoch nicht erreichen durfte; denn daran war er durch den flammenden Dornbusch verhindert.

49,8. Und es hiess da ferner nach unserem Sprachverständnisse: ,Du sollst wohl der Retter Meines Volkes werden, aber nicht auf die Art, wie du es glaubst, sondern wie Ich, dein Gott und dein Herr, es dir vorzeichnen werde!

49,9. Du sollst nicht König von Ägypten werden und Mein Volk, das Ich bisher in der Demut Mir erzogen habe, sinnlich, eigenliebig und hoffärtig machen, sondern das Volk muss dies Land verlassen und mit dir in diese Wüste ziehen! Da werde Ich dem Volke Gesetze geben, und Ich Selbst werde dieses Volkes Herr und Führer sein; und so es sich Mir treu erweisen wird, werde Ich ihm geben das Land Salems, in dessen Bächen Milch und Honig fliesst!‘

49,10. Seht, mit solchem Sinne in der Bildsprache damaliger Zeit wollte Gott dem Moses durchaus nicht sagen, dass er wirklich seine Fussbekleidung ausziehen solle, sondern den alten Adam nur oder die Begierlichkeit des äusseren sinnlichen Menschen, die sich zum eigentlichen Lebensmenschen gerade also verhält, wie die Schuhe an den Füssen eines Menschen, die auch das unterste, äusserste, letzte und am ehesten entbehrliche Kleid sind.

49,11. Der Ort aber, den Gott heilig nennt, ist nur ein demütigster Zustand der Seele, ohne den sie im Angesichte der ewigen Liebe, die ein wahrstes Lebenselementfeuer ist, nicht bestehen kann.

49,12. Der Dornstrauch aber, der da brennt, ist ein Zeichen, dass die Bahn des Propheten eine eben sehr dornige sein wird; aber seine grosse Liebe zu Gott und zu seinen Brüdern, die sich als Flamme über und durch den ganzen Dornstrauch zeigt, wird den Dornen des Strauches die Stacheln versengen und am Ende alles Dorngestrüppe verzehren und eine dornlose Bahn machen.

49,13. Sieh, das ist der Sinn dessen, was du ehedem angeführt hast! Wenn aber unfehlbar also, wie kannst du demnach irgendeinen irdischen Ort für mehr oder weniger heilig halten?

49,14. Ziehet auch ihr vollends eure Weltschuhe aus und demütiget euch in allen Stücken des Lebens, so werdet ihr auch uns allen gleich würdig hier stehen; denn wir alle sind als Menschen hier vor Gott und dem Einen, der hier ist, ganz gleich, und es hat keiner einen Vorzug vor dem andern!“

49,15. Als Suetal von Mathael solche Rede vernimmt, sagt er: „Ja, wenn man einmal mit einem solchen Übermasse von aller Weisheit erfüllt ist, dann kann man freilich leicht ohne Furcht sein; denn ein Sehender hat leicht vorwärts schreiten, aber ein Blinder muss stets vorher forschen, ob sein nächster Schritt wohl ein sicherer sein wird, und bei aller Vorsicht und treu forschenden Behutsamkeit stösst man sich dennoch immer irgendwo an. Aber wenn man einen Wegweiser hat, wie du, lieber Bruder Mathael, einer bist, so kann man auch als Stockblinder noch vorwärts kommen! Oh, nun bleiben wir schon und freuen uns über alle Massen, ehest den näher kennenzulernen, dem du aus handgreiflich, klaren Gründen ein so grosses Zeugnis gegeben hast!“

49,16. Sagt Julius, den Mathael freundlichst bei der Hand drückend: „Ewig Dank dem Herrn, der dich und deine vier Brüder also mächtig geheilt hat! Was habe ich nun schon alles von dir gelernt, und nur so klar und leicht fasslich, und ich merke es bei mir, dass es nun in meiner Seele ganz bedeutend zu tagen beginnt; und geht das so fort, hoffe ich in kurzer Zeit auch in deine Fusstapfen zu treten!“

49,17. Sagt Mathael: „Kann ja auch gar nicht anders sein! Denn es gibt ja nur einen Gott, ein Leben, ein Licht, eine Liebe und nur eine ewige Wahrheit; unser diesseitiges Erdenleben ist der Weg dazu. Aus der Liebe und aus dem Lichte sind wir durch den Willen der ewigen Liebe in Gott hervorgegangen, um eine selbständige Liebe und ein selbständiges Licht zu werden; das können wir, das müssen wir!

49,18. Wie aber? Sieh, hoher Bruder: allein durch die Liebe zu Gott und durch ihre nimmer rasten könnende Tätigkeit! Denn unsere Liebe zu Gott ist ja die Liebe Gottes Selbst in uns und leitet unsere Seele in die stets erhöhte Tätigkeit des wahren, ewigen Lebens, das da in sich ist die vollste Wahrheit und das hellste Licht. Wenn es demnach in einer Menschenseele zu tagen beginnt, dann ist sie dem ewigen Lebensziele schon sehr nahe und kann nicht möglich mehr anders, als erreichen das Ziel des ewigen Lebens, das da in sich ist alles in allem, was das vollendete Leben in aller Freiheit und in der vollsten Selbständigkeit ewig je erreichen kann!

49,19. Darum sei froh und heiter, hoher Bruder, bald wird auch deine Seele zu schauen bekommen, was nun die meine in stets klarerem Lichte schaut! Am vollen Tage deiner Seele erst wirst du die Grösse Dessen begreifen, den du noch mit einiger Scheu den ,Heiland von Nazareth‘ nennst.

49,20. Als Mensch wohl ist Er dir und mir gleich – aber Sein Geist! Der durchdringt mit Seiner Kraft und mit Seinem Licht die ewige Unendlichkeit! – Hast du, hoher Bruder, mich wohl verstanden?“

49,21. Sagt Julius, ganz zu Tränen gerührt: „Ja, lieber und eigentlich viel höher als ich stehender Bruder; wahrlich, vor Liebe könnte ich dich gerade erdrücken, und den Heiland Jesus aus Nazareth kann ich nun ohne Liebetränen gar nicht mehr ansehen und begreife nun erst die grosse Liebe jenes Mägdleins, das eigentlich gar nicht mehr von Seiner Seite zu bringen ist!“

49,22. Sagt Suetal: „Gottlob, nun wird er für uns nicht mehr schwer zu erkennen sein! Wir dürfen nun nur darauf sehen, an wessen Seite das gewisse Mägdlein wandelt; der wird es auch sein!“ – Darauf gaben sie acht.

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Mathael elucidates… Moses and the burning Thorn Bush

THE GREAT GOSPEL OF JOHN Volume 3, Chapter 48 & 49
Revealed from the Lord thru the Inner Word to Jacob Lorber

48,9. Mathael says, “What glistens so wonderfully brightly in a drop of dew hanging on a blade of grass?

48,10. You see, it is the image of the sun which shimmers so wonderfully brightly on the clear drop! But the image of the sun does not only shimmer, but it acts too! In the centre of the drop the light of the image of the sun condenses, the drop in its centre turns into a great warmth of life, in this warmth of life it turns into the element of life in the end and enlivens the little plant which is fighting with death; but the image in the drop is by no means the sun itself, but only a representation of the same, equipped with a little part of the same power and effect which is natural to the real, great sun itself!

48,11. And see, there is also such a difference between me and the Savior of Nazareth! He is the sun of life itself, and in me just as in a drop of dew the small image of the eternally true, great sun rules wonderfully brightly, out of which countless myriads of such drops as us suck their holy food of life. Do you understand that?”

48,12. Suetal says, “Oh God, that is a great and holy language! Friend, you are already more than a drop, you are a whole sea! Oh, we will never get so far; it is too movingly great, holy and eminent! But in such circumstances and in very divine circumstances we as very crude sinners do not dare to remain here; for this place begins to become holier and holier!”

48,13. The other eleven also begin to speak very humbly and also want to move away from there; but Julius does not allow this to happen.

48,14. But Suetal says, “Lord, once when Moses went to the burning thorn bush on the mountain to find out what was happening, a clear voice spoke from out of the flames: Moses, remove your shoes from your feet; for the place on which you are standing is holy ground! Here according to the tangibly clear statement is what Moses encountered on the mountain; therefore this place is holy and we sinners are not worthy to set foot on it!”

Chapter 49
Explanation of the outer occurrences with Moses

49,1. Mathael, standing nearby, says at the demand by Julius, who didn’t know how to respond to Suetal with anything special, “Who told you then whether you are worthy to set foot on this place, or whether you are not worthy? In which book of wisdom is it written then that any sick man is not worthy of his doctor? You know, such an assumption by you comes from the woolly wisdom of the temple which allows to be burned on the fire the hands of he who reaches with an unordained hand for the threshold which leads to the Holiest of Holies! But if the high Pharisees secretly lead the foreigners there every day for a good payment and show them everything and explain cleverly, the hands of the foreigners will certainly not be burnt on the fire!

49,2. What did God actually want to say to Moses in that he called him to take off his shoes?

49,3. You see, God said to Moses: Take off your material and sensual elements, cleave from yourself the old flesh-Adam through your will and stand as a purely spiritual person before Me, otherwise you cannot understand My voice and I cannot make you the leader of My people!

49,4. But what does the ascension of the mountain imply?

49,5. You see, Moses was fleeing from the persecution of Pharaoh because of the murder of a high official of the king, an official who was as good as a son to the king.

49,6. Moses also meant a lot to Pharaoh, so that it was still very doubtful whether he would not someday receive the reign over Egypt like Joseph and so would lift up his people.

49,7. God showed him such ambition in the desert through the ascension of the mountain, whose peak, however, he was not allowed to reach; for he was prevented in it by the burning bush.

49,8. And further it was said according to our linguistic understanding: You will become the savior of My people, but not in the way you believe, but as I, your God and your Lord, will describe to you!

49,9. You shall not become king of Egypt and make My people, who I have raised in humility before Me, sensual, self-loving and haughty, instead the people must leave this land and move into the desert with you! I will give the people laws and I Myself will be the Lord and leader of these people; and if they prove themselves true to Me, I will give them the land of Salem, in whose streams flow milk and honey!

49,10. You see, with such meaning in the picture language of that time God did not want to say to Moses that he should really take off his footwear, but the old Adam or the greed of an externally sensual person, which fulfils the same function to an actual man of life as the shoes to the foot of a person which are the lowest, most outer, last and most dispensable clothing.

49,11. But the place which God calls holy is only a humble state of the soul, without which in respect of eternal love, which is the truest fire of the element of life, it cannot exist.

49,12. But the thorn bush which is burning there is a sign that the way of a prophet will be a very thorny one; but his great love for God and for his brothers, which shows itself in flames over and through the whole bush, will scorch the thorns of the bush and in the end will consume it whole and make a thorn-less path.

49,13. You see, that is the meaning of what you mentioned before! But if it is unmistakably so, how can you then consider any earthly place to be more or less holy?

49,14. If you also completely take off your worldly shoes and humble yourselves in all aspects of life, you will also stand here as worthy as all the rest of us; for we as people are all quite equal before God and the One who is here, and no one has an advantage over the others!”

49,15. When Suetal hears such a speech from Mathael, he says, “Yes, once one is filled with such an abundance of all wisdom, one can then easily be without fear; for a seeing person can easily move forward, but a blind man must constantly feel beforehand whether his next step will be a safe one, and despite all care and faithfully investigating caution one nonetheless always collides with something. But if one has a guide such as you, dear brother Mathael, even a blind man can still move forward! Oh, now we will remain and are exceptionally excited about getting to know for what tangible and clear reasons you have given such a great testimony!”

49,16. Julius, who grasps Mathael’s hand in a most friendly manner, says, “Eternal thanks to the Lord, who has powerfully healed you and your four brothers! I have learnt so much from you, and it was so clear and easy to understand, and I notice that it is beginning to dawn in my soul; and if that continues I hope to walk in your footsteps very soon!”

49,17. Mathael says, “It cannot be otherwise! For there is only one God, one life, one light, one love and only one eternal truth; our present life on Earth is the path to it. We have proceeded out of love and out of light through the will of the eternal love in God in order to become an independent love and an independent light; we can do it, we must do it!

49,18. But how? You see, high brother, alone through love for God and through its never-resting activity! For our love for God is the love of God itself in us and directs our soul to the constantly rising activity of the true, eternal life, which is in itself the fullest truth and the brightest light. If accordingly it begins to dawn in a human soul, then it is already very near to the eternal goal of life and can impossibly do anything other than to achieve the goal of eternal life, which is all in all what the completed life in all freedom and in the fullest independence can ever achieve eternally!

49,19. Therefore be glad and cheerful, high brother, soon your soul will also get to see what mine now sees, in an ever clearer light! On the full day of your soul you will understand the greatness of Him whom you with some shyness still call the “Savior of Nazareth”.

49,20. As a person He is probably the same as you or I – but His spirit! It penetrates eternal infinity with His power and His light! Have you, high brother, understood me well?”

49,21. Julius says, quite moved to tears, “Yes, dear brother, you really stand much higher than I; truly, I could just squeeze you to death out of love, and I can now no longer look at the Savior Jesus of Nazareth without tears of love, and I understand only now the great love of the maiden who can actually no longer be led away from His side!”

49,22. Suetal says, “Praise the Lord, now he will no longer be difficult to recognize for us! We must only see at whose side this certain maiden walks; and it will be him!”

Das 5. Gebot… Du sollst nicht töten!

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Das 5. Gebot… Du sollst nicht töten!
Die geistige Sonne, Band 2

Jesu Mitteilungen über die geistigen Lebensverhältnisse des Jenseits.
Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber (1842-43).

Die Führung durch das “Reich der Kinder” erfolgt durch Johannes, den Apostel der Liebe. Klare Kenntnis und praktische Anwendung der 12 göttlichen Gebote (10 Gebote Moses und die beiden Gebote der Liebe) gehören zu den wichtigsten Ausbildungsbereichen der Kinderseelen. Die universelle Gültigkeit und die wahrhaftige Erläuterung sind augenblicklich einleuchtend.

Das 5. Gebot: „Du sollst nicht töten“.

78. Kapitel

78,1. Ihr sehet in diesem fünften Saale abermals eine Tafel angebracht, und auf dieser steht mit wohlleserlicher Schrift geschrieben: „Du sollst nicht töten“. – Wenn ihr dieses Gebot nur einigermaßen beim Lichte betrachtet und dazu die Geschichte des israelitischen Volkes mit in Augenschein nehmet, so müßten eure Augen mit mehr als dreifachem Stare behaftet sein, wenn ihr es nicht auf den ersten Augenblick ersehen würdet, daß es mit diesem Gebote einen sonderbaren Haken hat. „Du sollst nicht töten!“ Wie, wo, wann und was denn?

78,2. Was heißt „töten“ überhaupt? Heißt töten bloß den Leib lebensuntätig machen oder heißt es den Geist seiner himmlischen Lebenskraft berauben? Ist das Töten bloß auf den Leib des Menschen gesetzlich beschränkt, da kann die Tötung des Geistes doch unmöglich darunter gemeint sein; denn es heißt ja eben, daß gewissenart ein jeder Mensch sein Fleisch töten solle, um den Geist zu beleben, wie da auch der Herr Selbst spricht: „Wer sein Leben, d.h. das Leben des Fleisches, liebt, der wird es verlieren; wer es aber flieht um Meinetwillen, der wird es erhalten“.

78,3. Gleichermaßen zeigt sich dies auch in der Natur der Dinge. Wird bei einer Frucht die äußere Rinde oder Hülse nicht zum Sterben gebracht, so wird die Frucht zu keinem lebendigen Keime kommen. Also geht aber aus all dem hervor, daß eine Tötung des Fleisches nicht zugleich auch eine Tötung des Geistes sein kann. Wird aber unter diesem Gesetze bloß die Tötung des Geistes verstanden, wer ist dann wohl seines Leibeslebens sicher?

78,4. Im Gegenteil aber ist es auch zugleich jedermann bekannt, daß die besonders in gegenwärtiger Zeit vielfach vorkommenden Belebungen des Fleisches nichts als „Tötungen des Geistes“ sind. Betrachtet ihr gleich daneben die Geschichte des israelitischen Volkes, dem da gewisserart, wie ihr zu sagen pfleget, diese Gesetze frisch gebacken gegeben wurden, so findet ihr den merkwürdigen Kontrast, daß der Gesetzbringer Moses selbst zuerst eine Menge Israeliten hat töten lassen; und seine Nachfolger mußten mit den am Gesetze Schuldiggewordenen das Gleiche tun.

78,5. „Du sollst nicht töten“ – dieses Gesetz lag so gut wie alle anderen in der Bundeslade. Was tat aber das ganze israelitische Heer, als es ins Gelobte Land einzog, mit den früheren Bewohnern dieses Landes? Was tat selbst David, der Mann nach dem Herzen Gottes? Was der größte Prophet Elias? – Sehet, sie alle töteten, und das sehr vielfach und sogar oft auf ziemlich grausame Weise.

78,6. Wer da aus euch nüchternen und unbefangenen Geistes ist, muß der nicht in sich selbst das Urteil aussprechen und sagen: Was ist das für ein Gebot, wider das, wie sonst wider keines, selbst die ersten von Gott gestellten Propheten zu handeln genötigt waren?

78,7. Ein solches Gebot ist ja doch so gut wie gar keines. Auch in unseren Zeiten ist das Töten der Brüder im Kriege sogar eine Ehrensache! Ja, der Herr Selbst tötet Tag für Tag Legionen von Menschen dem Leibe nach; und doch heißt es: „Du sollst nicht töten!“ Und David mußte sogar einen Heerführer umbringen lassen, da er sich gegen einen zu vernichtenden Ort, freilich wohl meineidig, schonend benommen hatte.

78,8. Gut, sage ich, also steht es mit dem Gebote auf der Erde. Hier aber sehen wir es im Reiche der Himmel, wo kein Wesen mehr das andere töten kann, und auch sicher nie jemand auch nur den allerleisesten Gedanken in sich fassen wird, jemanden zu töten. Wozu steht es also hier auf der Tafel geschrieben? Etwa aus rein historischer Rücksicht, damit die Schüler hier erlernen sollen, was es auf der Erde für Gebote gibt und gegeben hat? Oder sollen etwa diese allergutmütigsten Kindergeister dieses Gebotes wegen auf eine Zeitlang in eine Mordlust versetzt werden und diese dann gegenüber dem Gesetze in sich selbst bekämpfen? Das könnte man zwar annehmen; aber welchen Schluß oder welches Endresultat wird man daraus bekommen? Ich sage euch nichts anderes als: Wenn die Mordlust den Kindern am Ende doch wieder genommen werden muß, so sie sich als Mordlustige dem Gesetze gegenüber genügend bewährt haben, muß man ja auch annehmen, daß sie dabei weder etwas gewonnen noch verloren haben würden, so sie nie mit der Mordlust erfüllt gewesen wären.

78,9. Ich sehe aber, daß bei dieser gründlichen Darstellung der Sache ihr nun selbst nicht wisset, was ihr so ganz eigentlich aus diesem Gebote machen sollet. Sorget euch nicht; wenige Worte werden genügen, um euch alles bisher Zweifelhafte ins klarste Licht zu stellen, und das Gesetz wird gleich würdig wie auf der Erde also auch im Himmel wie eine Sonne am Himmel strahlen!

78,10. Damit ihr aber die nachfolgende Erklärung leicht und gründlich fasset, so mache ich euch nur darauf aufmerksam, daß in Gott die ewige Erhaltung der geschaffenen Geister die unwandelbare Grundbedingung aller göttlichen Ordnung ist. – Wisset ihr nun das, so blicket auf das Gegenteil, nämlich auf die Zerstörung; und ihr habt das Gebot geistig und körperlich bedeutungsvoll vor euch.

78,11. Saget demnach anstatt: Du sollst nicht töten – du sollst nicht zerstören, weder dich selbst, noch alles das, was deines Bruders ist; denn die Erhaltung ist das ewige Grundgesetz in Gott Selbst, demzufolge Er ewig ist und unendlich in Seiner Macht. Da aber auf der Erde auch des Menschen Leib bis zur von Gott bestimmten Zeit für die ewig dauernde Ausbildung des Geistes notwendig ist, so hat ohne ein ausdrückliches Gebot Gottes niemand das Recht, eigenwillig weder seinen eigenen Leib noch den seines Bruders zu zerstören.

78,12. Wenn hier also von der gebotenen Erhaltung die Rede ist, da versteht es sich aber dann auch von selbst, daß jedermann noch weniger berechtigt ist, den Geist seines Bruders wie auch seinen eigenen durch was immer für Mittel zu zerstören und für die Erlangung des ewigen Lebens untüchtig zu machen. Gott tötet freilich tagtäglich der Menschen Leiber; aber zur rechten Zeit, wenn der Geist entweder auf die eine oder die andere Weise irgendeine Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels, als fortwährende Diener Gottes, erwürgen in einem fort der Menschen Leiber auf Erden; aber nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf diejenige Art und Weise, wie es der Herr haben will.

78,13. Sonach aber erlernen auch die Kinder hier auf geistig praktischem Wege, worin die Erhaltung der geschaffenen Dinge besteht und wie sie vereint mit dem Willen des Herrn stets auf das Allersorglichste gehandhabt werden muß. Und wenn ihr dieses nun nur einigermaßen begriffen habt, so wird es sicher einleuchtend sein, fürs erste die große Würde dieses Gesetzes selbst zu erschauen, und fürs zweite, warum es auch hier im Reiche der himmlischen Kindergeister vorkommt.