47. Vergebung, Schalksknecht & Die Bibel als Fundgrube & Lichtquelle – Forgiveness, Wicked Servant &The Bible as Source of Help & Light

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47. Predigt…Vergebung, Schalksknecht & Die Bibel als Fundgrube & Lichtquelle

Matthäus 18:23-35 – Gleichnis vom Schalksknecht
Darum ist das Himmelreich gleich einem König, der mit seinen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehntausend Pfund schuldig. Da er’s nun nicht hatte, zu bezahlen, hieß der Herr verkaufen ihn, sein Weib, seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an, und sprach: “Herr, habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen!” Da jammerte den Herrn des Knechtes, und er ließ ihn los, und die Schuld erließ er ihm auch. Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der war ihm hundert Groschen schuldig; und er griff ihn an, würgte ihn und sprach: “Bezahle mir, was du mir schuldig bist!” Da fiel sein Mitknecht nieder, bat ihn und sprach: “Habe Geduld mit mir, ich will dir alles bezahlen!” Er wollte aber nicht sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis daß er bezahlte, was er schuldi war. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrübt und kamen und brachten vor ihren Herrn alles, das sich begeben hatte. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: “Du Schalksknecht, alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest du denn dich nicht auch erbarmen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe?” Und sein Herr ward zornig und überantwortete ihn den Peinigern, bis daß er bezahlte alles, was er ihm schuldig war. – Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler.

01. Schon öfters habe Ich euch gesagt, daß Ich Meinen Jüngern und sonstigen Anhängern alles einzeln auslegen mußte, was in Meinen zwei Liebesgeboten gesagt und in den zehn Geboten Mosis noch deutlicher erklärt ist. Allein, da Ich mit Leuten zu tun hatte, die gern ausführliche Gebote wollten, damit sie genau wüßten, wie sie sich in verschiedenen Fällen zu benehmen hätten, so war Ich gezwungen, dieser Neigung wegen alles zu erläutern, ihnen bei allen Gelegenheiten die Gebote entweder durch nähere Erklärungen oder durch Gleichnisse so darzustellen, daß sie für jeden vorkommenden Fall im Leben einen Anhaltspunkt boten.

02. So findet ihr in diesem Kapitel vom Anfang bis zum Ende Verhaltungsmaßregeln, teils klar, teils in Bildern und Gleichnissen ausgesprochen, um Meine Jünger und künftigen Anhänger Meiner Lehre nicht im Zweifel zu lassen, wie sie sich bei allen vorkommenden Fällen benehmen sollten, und wie sie auch andere erfolgreich darüber belehren könnten.

03. Meine Jünger waren noch wie unmündige Kinder, die anfangs von Mir und Meinem Reich nicht die hohen Begriffe fassen konnten wie später nach dem Überkommen Meines Geistes. So findet ihr oft Fragen, so unschuldig und einfach, daß es zum Verwundern ist. Wie konnten Meine Jünger, stets unter dem Einfluß Meiner Gegenwart, Meiner Worte und Taten, noch fragen: “Wer ist der Größte im Himmel?” Wenn nun Meine Jünger noch so fragen konnten, so könnt ihr euch denken, wie erst die andern, minder Eingeweihten dachten. Deswegen ist auch die Antwort, die Ich ihnen darauf gab, und das Folgende in den anderen Versen einfach.

04. Ich verglich die Einfalt des Kindes mit dem Engelsinn Meiner Mir am nächsten stehenden Wesen. Wie Meine Engel nicht beleidigt werden sollen, so sollen auch die an Kindeseinfalt reichen Gemüter nicht erzürnt werden, weil in ihnen kein Falsch ist und die Kinder im allgemeinen mit vollem Vertrauen einem jeden entgegenkommen, der sich ihnen nähert. Deswegen ist es die größte Sünde, dieser Einfalt mit Falsch, Hohn, Spott und Haß entgegenzutreten. Darauf beziehen sich die andern Verse, in denen bildlich gesagt ist, daß, wenn eine Leidenschaft die Seele eines Menschen beherrscht, es besser ist, diese zu überwinden zu suchen, als daß die ganze Seele durch diese einzige Leidenschaft verlorengehe.

05. Diese Beispiele und Gleichnisse sind in Bildern der Sprache jener Zeit gegeben, wie auch heute noch im Orient die Bildersprache gang und gäbe ist.

06. Nachdem Ich Meinen Jüngern vorgestellt hatte, daß es besser sei, einen Teil des Ichs anstatt den ganzen Seelenmenschen zu opfern, deutete Ich ihnen in den nachfolgenden Versen die Freude an, die Ich als Schöpfer habe, wenn nichts verlorengeht, was Ich in die Welt hinausgesetzt habe, sondern alles einst gereinigt und vergeistigt zu Mir zurückkehrt. Das ist in den Gleichnissen vom Hirten und dem verlorenen Schaf zur Genüge ausgedrückt.

07. Um die Verlorenen zu gewinnen, gab Ich – wie die weiteren Verse berichten – Meinen Jüngern die Mittel an, wie sie die Verirrten und Fehlenden, ohne ihrer Eigenliebe zu nahe zu treten, bessern könnten. Ich gab ihnen Ratschläge, was bei verstockten Sündern oder minder hartnäckigen zu tun sei. Ich gab ihnen ferner die Versicherung, daß wenn zwei sich vereinigt haben, in ihren Ansichten eins geworden sind und Mich um Meinen Segen bitten, Ich ihnen diesen nie verweigern werde. Ich sagte ihnen, daß, wo zwei in Meinem Namen versammelt sind, Ich als Dritter, als Vereinigungs und Friedensgeist mitten unter ihnen sein werde. Ich stellte ihnen vor, daß dem reuigen Bruder seine Fehler nicht nur einmal, sondern unendliche Male vergeben werden sollen, um seine Besserung zu ermöglichen. Ich sagte ihnen auch: wenn sie, mit der Tugend der Duldung ausgerüstet, einem Bruder seine Fehler vergeben, so würden sie ihm auch von Mir vergeben und vergessen werden.

08. Ich führte ihnen das gleichnis vom Schalksknecht vor Augen. Mit diesem Gleichnisse wollte Ich sagen, was Ich schon in dem ihnen von Mir hinterlassenen Gebet lehrte, in welchem es heißt: “Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern!”, – daß sie in hartnäckigen Fällen nicht die Geduld verlieren, nicht verdammen, wo sie verzeihen, nicht fluchen, wo sie segnen sollten.

09. Ich stellte das Beispiel des Schalksknechts deshalb in so grellem Licht dar, damit sie keinen Grund finden sollten, hart zu sein – auch nicht in einzelnen Worten -, sei es aus übertriebenem Eifer, sei es aus wirklicher, falscher Beurteilung und Intoleranz gegenüber den menschlichen Fehlern. So lehrte Ich sie Meine Langmut und Meine unbegrenzte Geduld begreifen, so bewies Ich ihnen, warum Ich Meine Sonne über Gute und Böse aufgehen lasse, weil eben Mein Ich nur Liebe ist und Liebe nicht strafen, sondern nur bessern will.

10. In diesem Kapitel findet ihr das ganze menschliche Leben geschildert, wie es sein sollte: wie der Mensch, nur durch Liebe geleitet, vorerst wie ein Kind vertrauensvoll auf Mich blicken, alles ohne Falsch und ohne Hintergedanken tun und keinen andern Zweck im Auge haben soll, als nur Mir, seinem Vater, zu gefallen um so des Namens ,Mein Kind` würdig zu werden. Ferner wird gezeigt, wie der Mensch mit Kindeseinfalt stets wieder Liebe erwecken soll und es böse wäre, einem solchen mit aller Einfalt und Zutrauen entgegenkommenden Menschen das Gute, das er will, mit Bösem zu vergelten. Es wird gezeigt, wie der Mensch die Nächstenliebe verstehen und höchst zart und sanft versuchen soll, seinen Bruder auf seine Fehler aufmerksam zu machen und nur in den schlimmsten Fällen zu strengen Mitteln greifen, aber stets verzeihen, vergessen und sogar am Ende Böses mit Gutem vergelten soll.

11. In diesem Kapitel liegt die ganze geistige Mission des Menschen, wie er sich selbst zu dem Kinde erziehen soll, wie Ich es wünsche, und wie er auf seine Mitwelt einwirken soll, um auch sie Mir in die Arme zu führen, um dann im Jenseits als das dazustehen, was Ich bei Erschaffung des ersten Menschen gewollt habe, nämlich als Mein würdiges Ebenbild.

12. So sollt ihr Meine Evangelien lesen und auffassen, dann wird euch das Gnadenlicht erleuchten, und ihr werdet in den Gleichnissen nicht die harte Rinde des Lebensbaumes, sondern den hinter ihr versteckten Kern der göttlichen Wahrheit erkennen. Um dieses zu vermögen und zu verstehen, was dem profanen Auge verborgen ist, dazu gehören geistige Augen und ein tiefes Verständnis.

13. So wird die Bibel eine Fundgrube und eine Lichtquelle für alle menschlichen Verhältnisse, und der verständige Leser wird finden, daß schon seit mehr als tausend Jahren die höchsten Schätze in diesem Buch aufbewahrt liegen, um der Menschheit einziger Führer und Leiter zu sein, und ihr zu zeigen, wie Ich schon in jenen Zeiten gesorgt habe, daß nichts von dem verlorengehe, was für alle Zeiten und Ewigkeiten gesagt wurde.

14. Jetzt, da bald die Zeit herannaht, wo die Menschen strenger gefragt werden, ob sie denn eigentlich wissen, wozu sie auf der Welt sind, und ob sie auch wissen, warum Ich auf diese Erde kam, jetzt ist es an der Zeit, die Rinde des Buchstabens und Wortlauts Meiner Evangelien wegzunehmen und den Menschen unter dieser scheinbar harten Rinde den glänzenden Strom des göttlichen Lichts zu zeigen, damit sie in dieser letzten Zeit noch das Versäumte an sich und an anderen einholen und so ihre Mission erfüllen können. Deswegen Meine vielen Erläuterungen und Erklärungen an euch, deswegen diese ganze Reihe von Sonntagspredigten, damit ja niemand sagen kann, dieses oder jenes habe er nicht gewußt, nicht verstanden.

15. Ich bin der Gott des Lichts, der Liebe und der Weisheit. Wenn Ich einst wiederkomme, kann keine Finsternis neben Mir bestehen. Es muß deshalb in den Herzen aller Menschen Licht werden. Sie müssen alle lieben lernen, um diese Liebe, mit Weisheit verbunden, an ihren Nächsten anzuwenden.

16. Der Grund Meiner Worte, die Ursache Meiner Mahnungen und das Endziel Meines Strebens ist, euch auf diese Art zu Meinen Kindern zu machen und die Welt wieder in ein Paradies zu verwandeln, wie sie zur Zeit der ersten Menschen war, in dem kein Haß, kein Zorn, kein Spott, sondern Liebe, Friede und Ruhe alle Geschöpfe beseelte und der Mensch, das letzte Schöpfungswerk der Erde, alle die göttlichen Eigenschaften in sich vereinte.

17. So muß es kommen, und dahin muß alles streben! Trachtet danach – ihr und alle Menschen -, eure Mission zu erfüllen, indem ihr so gut als möglich werdet! Tragt aus allen Kräften dazu bei, euren Mitmenschen den Weg zu dem gleichen Ziel zu zeigen, dann sind Meine Worte an euch nicht verschwendet, und ihr werdet, des Namens Meiner Kinder würdig, auch den Vater im Jenseits finden, der hier schon mit so viel Liebe und Geduld Seine verirrten Schafe zu retten sucht! Amen.

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Sermon 47… Forgiveness, Wicked Servant &The Bible as Source of Help & Light
April 28, 1872

Matthew 18:23-35 – The Parable of the Wicked Servant
“Therefore is the kingdom of heaven likened unto a certain king, which would take account of his servants. And when he had begun to reckon, one was brought unto him, which owed him ten thousand talents. But forasmuch as he had not to pay, his lord commanded him to be sold, and his wife, and children, and all that he had, and payment to be made. The servant therefore fell down, and worshipped him, saying, Lord, have patience with me, and I will pay thee all. Then the lord of that servant was moved with compassion, and loosed him, and forgave him the debt. But the same servant went out, and found one of his fellow- servants, which owed him an hundred pence: and he laid hands on him, and took him by the throat, saying, Pay me that thou owest. And his fellowservant fell down at his feet, and besought him, saying, Have patience with me, and I will pay thee all. And he would not: but went and cast him into prison, till he should pay the debt. So when his fellowservants saw what was done, they were very sorry, and came and told unto their lord all that was done. Then his lord, after that he had called him, said unto him, O thou wicked servant, I forgave thee all that debt, because thou desiredst me: Shouldest not thou also have had compassion on thy fellowservant, even as I had pity on thee? And his lord was wroth, and delivered him to the tormentors, till he should pay all that was due unto him. So likewise shall my heavenly Father do also unto you, if ye from your hearts forgive not every one his brother their trespasses.”

On many occasions I mentioned to you that I had to interpret in detail for My disciples and other followers all that is said in My two commandments of love and explained even more clearly in the ten commandments of Moses. But since I was dealing with people who wanted detailed directions, so that they would know how to behave in various situations, I had to take every opportunity to either give full explanations of the commandments or illustrate them through parables in such a way that they could serve as a basis in all situations.

Therefore, you find in this chapter, from beginning to end, rules of conduct, partly clearly explained, partly in metaphors and parables, so as to make sure that My disciples and the future followers of My teaching would know beyond doubt how to behave in different situations and also how to successfully teach others about it.

In the beginning, My disciples were still like young children and unable to comprehend the high concepts concerning Me and My Kingdom as they did after I had poured out My Spirit over them. Thus you often find them asking surprisingly innocent and simple questions. How could My disciples, who were at all times under the influence of My presence, My words and deeds, still ask: “Who is the greatest in the Kingdom of Heaven?” If My disciples could still ask such questions, you can imagine how the others were thinking, who knew even less. Therefore, My answer and what is said in the following verses is plain.

I compared the simplicity of a child with the angelic minds of the beings closest to Me. Just as My angels should not be insulted, thus also those with the simple mind of a child must not be offended, since they are guileless, and children generally trust all who approach them. Therefore, it is the greatest sin to meet this simplicity with deceit, scorn, ridicule and hate. This is also referred to in the following verses, where it says allegorically that if a person’s soul is governed by a passion, it is better to make every effort to overcome it than to have the soul perish through this one passion.

These examples and parables are presented in the allegories of the language of that time, which is still today widely used in the orient.

After having pointed out to My disciples that it is better to sacrifice a part of one’s self than one’s whole soul, I told them in the subsequent verses about the joy I, as the Creator, experience if nothing of what I once set into the world is lost but everything eventually returns to Me, purified and spiritualized. This is clearly expressed in the parables about the shepherd and the lost sheep.

I also told My disciples how the lost can be saved by helping to better the erring and sinners without hurting their self-love. I gave them advice for the handling of the stubborn sinners as well as the not so stubborn. I further assured them that if two people who have become of one mind should ask for My blessing, I would never deny it to them. I told them that where two were together in My name I would be with them as the third, as the spirit of peace and unity. I pointed out to them that the penitent brother must be forgiven his sins, not just once but countless times to make his betterment possible. I told them that if they forgave a brother his sins in the spirit of tolerance, I, too, would forgive and forget them.

I gave them the parable of the unfaithful servant. With this parable I wanted to emphasize what I had already taught in the prayer I left them, wherein it says: “Forgive us our debts, as we forgive our debtors” – so that in the case of stubborn sinners they might not lose patience and condemn where they should forgive, or curse where they should bless.
I chose this extreme example of the unfaithful servant to prevent them from finding any excuse for being hard – not even with a single word, be it out of exaggerated zeal or genuine wrong judgment and intolerance where human errors are concerned. Thus I taught them to understand My forbearance and My boundless patience, proving to them why I let My sun rise above the good and the bad, because I am the essence of love and love does not want to punish but only to better.

In this chapter you find a full illustration of human life as it is meant to be: How man, guided solely by love, should look up to Me with childlike trust, act always without deceit and mental reservation, with no other purpose in mind than to please Me, his Father, thus to become worthy of being called “My child”. It is also shown how a person should keep awakening love with a child’s simplicity, and that it would be a sin to repay with evil the good intended by a person who approached you with simplicity and trust. It also demonstrates how the love of one’s neighbour is to be understood and how a person should endeavour to draw a brother’s attention to his errors very gently, resorting only in the worst cases to strict measures, but always forgive, forget and, finally, even return good for evil.

This chapter presents the entire spiritual mission of man, how he is to educate himself to become the child I want him to be, and how he is to influence his fellowmen and guide them to Me, so that in the beyond he will be what I had intended when I created the first man – My worthy image.

In this way you should read and understand My Gospels; then My grace will enlighten you, and in the parables you will not see the hard bark of the tree of life but recognize the core of divine truth concealed behind it. In order to achieve this and comprehend what is concealed from the profane eye, it requires spiritual vision and deep insight.

In this way the Bible becomes a source of help and light in all human circumstances, and the enlightened reader will find that for over a thousand years this book has preserved the greatest treasures to be mankind’s sole guide and prove how I had already made provision in those times, that nothing would be lost of what was said for all times and eternities.
Before long, people will be asked with greater severity whether they actually know what they are here for and whether they know why I came to this earth. Now the time has come to remove the “bark” of the letter and phrasing of My Gospels and to show men the brilliant stream of divine light under this seemingly hard bark, so that in these latter days they might still make up for their neglect of themselves and others to enable them to fulfil their mission. This is the reason for My numerous explanations and interpretations and for all these Sunday sermons, so that no one can say he had not known or undertood this or that.

I am the God of light, love and wisdom. One day, when I shall return, no darkness will be able to exist beside Me. Therefore, it must become light in the hearts of all men. They must all learn to love in order to be able to use this love, combined with wisdom, on their fellowmen.

The reason for My words, the purpose of My warnings and the ultimate goal of My striving is to make you into My children and change the world once more into a paradise -as it was at the time of the first men – where there is neither hate nor anger or mockery, but only love, peace and tranquility among all beings; and where man, the ultimate work of creation on earth, combines within him all the divine attributes.

Thus it shall be, and everything has to strive towards this! Aspire to fulfil your mission – you and all men – by perfecting yourselves as much as possible! Do all you can to direct also your fellowmen to the same goal, then My words will not be wasted on you and you shall become worthy of being called “My children” and in the world beyond find the Father Who is endeavouring with so much love and patience to save His lost sheep, already here! Amen.

 

44. Meistere deine Irrtümer & falschen Ansichten – Master your Errors & wrong Concepts… Matthew 9:1-8

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44. Predigt des Herrn… Meistere deine Irrtümer & falschen Ansichten
25. April 1872

Matthäus 9:1-8 – Heilung eines Gichtbrüchigen
Da trat Jesus in das Schiff, fuhr wieder herüber und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: “Sei getrost, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!” Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: ,Dieser lästert Gott.` Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: “Warum denkt ihr so Arges in euren Herzen? Welches ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, die Sünden zu vergeben (sprach er zu dem Gichtbrüchigen): Stehe auf, heb dein Bett auf und gehe heim!” Und er stand auf und ging heim. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und pries Gott, der solche Macht den Menschen gegeben hat.

01. Dieses Evangelium gibt wieder mehrere Wunder kund, die Ich wirkte, und erzählt, wie Ich die Einwürfe und Bemerkungen der Pharisäer abfertigte, mit welchen sie Meine Lehr und Handlungsweise stets kritisierten.

02. Schon das erste Wunder an dem Gichtbrüchigen störte sie in ihrem priesterlichen Eifer, weil Ich, ehe das Wunder der Heilung getan wurde, zu dem Kranken sagte: “Deine Sünden sind dir vergeben!” Ich vergab dem Gichtbrüchigen die Sünden seines Glaubens bzw. seiner sicheren Überzeugung wegen, welche er und seine Verwandten und Bekannten hatten, und dann vergab Ich ihm die Sünden, weil er – so wie die meisten Kranken, die sich die Übel selbst zuziehen, weil sie sich gegen ihre Natur versündigen – nun die Folgen davon tragen mußte.

03. Die Pharisäer und Hohenpriester glaubten, nur sie hätten das Recht Sünden zu vergeben; deswegen ihre Aufregung. Allein, Ich wollte ihnen zeigen, daß Ich nicht nur die Sünden vergeben kann – und das im wahrsten Sinn -, sondern daß Ich auch die Macht besitze, die Folgen der Sünden zu heilen, was sie nicht konnten.

04. Der Grund ihres Neides und Hasses war, daß Ich das Volk durch solch schlagende Beispiele von Wundertaten für Mich gewann und es nach und nach von ihnen entfernte.

05. Es war in jener Zeit notwendig, Meine Worte durch solche Taten zu beweisen und zu bekräftigen, weil die Masse des Volkes noch nicht auf jener religiösen Bildungsstufe stand, durch geistige Beweisgründe allein auf den rechten Weg des Heils gelangen zu können. Und so seht ihr in diesem Evangeliumsabschnitt, wie Ich die geistigen Krankheiten und falschen Ansichten Meiner Umgebung zu berichtigen suchte, und wie Ich durch Taten stets das als wahr bewies, was Ich eben gelehrt hatte. Es bestanden in jenen Zeiten unter den Priestern des Judenvolkes sehr viele Vorurteile, welche Ich erst beseitigen mußte, wollte Ich Meine Lehre allgemein machen; denn vor Mir waren alle Menschen gleich, alle hatten durch den in sie gelegten göttlichen Geist Anspruch auf Meine Kindschaft.

06. Ich mußte die falschen geistigen Ansichten durch Meine Worte widerlegen und durch die Tat die körperlichen Krankheiten zum Beweise Meiner Macht vertilgen. Daher seht ihr, wie Ich und Meine Jünger öfters gerade das Gegenteil von dem taten, was die religiösen Zeremonien der Juden vorschrieben, damit das Volk dadurch aufmerksam gemacht werde, daß die Haltung der Tempelgesetze dem Wortlaut nach noch nicht Religion, noch nicht dasjenige sei, was Moses, die Propheten und Ich wollten.

07. So arbeitete Ich daran, alle mißverstandenen Gebräuche auf ihren rechten Wert zurückzuführen, um Meiner rein geistigen Lehre Platz zu machen. Deswegen sprach Ich die Worte: “Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, aber die Kranken”. Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer!” – “Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen und nicht die Frommen!” – und bei dem Einwurfe wegen des Fastens: “Wie können die Hochzeitsleute Leid tragen, solange der Bräutigam unter ihnen ist? Es wird aber eine Zeit kommen, da der Bräutigam ihnen genommen wird, alsdann werden sie fasten!” – “Niemand flickt ein altes Kleid mit einem Fleck von neuem Tuche!” – “Man faßt nicht Most in alte Schläuche!” usw.

08. Aus all diesem erseht ihr, wie Ich unter verschiedenen Formen, durch Worte und Gleichnisse, die alten Vorurteile bekämpfte, damit Meine Lehre als geistig anerkannt werde, und damit man einsehe, daß sie nicht durch Zeremonien und Tempellauferei zu ersetzen sei und der Spruch zur Wahrheit werde: “Wer Mich anbeten will, der muß Mich im Geist und in der Wahrheit anbeten!”

09. Auch Meine Jünger erinnerte Ich daran. Ich zeigte ihnen die vielen verirrten Kinder und sagte ihnen, daß die Ernte groß, aber wenig Arbeiter seien. Deswegen ermahnte Ich sie: “Bittet den Herrn der Ernte, daß Er Arbeiter in Seine Ernte sende!”

10. Seht, Meine Kinder! Bei der Heilung des Gichtbrüchigen sagte Ich vorher zu ihm: “Deine Sünden sind dir vergeben!” Seine Krankheit rührte von Sünden gegen seinen eigenen Organismus her. Ich vergab ihm die Sünden; denn er wußte nicht, daß er sich dieses Übel durch die Jagd nach sinnlichen Genüssen zugezogen hatte. Ich sagte auch nicht zu ihm: “Gehe hin und sündige nicht mehr!”; denn er war noch weit davon entfernt, diese Sünden zu begreifen und zu bereuen.

11. Seine plötzliche Heilung bloß durch Mein Wort sollte ihn zum tieferen Nachdenken erwecken und ihm beweisen, daß nicht das, was ihm anfangs so viel Vergnügen und später so viel Leiden verursachte, das eigentliche Leben des Menschen ausmacht, sondern daß es noch etwas Höheres, Geistigeres im Menschen gibt, welches ihn in schönere Regionen ziehen will, in denen andere Reize als bloß schnöde Sinnenreize die Hauptsache sind.

12. Mit Meinen Worten wollte Ich diesen kranken Gichtbrüchigen erhöhen und den Stolz der Pharisäer erniedrigen, damit sie ihre Ohnmacht fühlen sollten, da sie nicht imstande waren, ihren Worten solchen Nachdruck zu geben. Worte verhallen, doch die Tat spricht fort! So waren Meine Bemerkungen, welche Ich bei verschiedenen Anlässen machte, dahin gerichtet, den aufgeblasenen, stolzen Menschenverstand in seine Grenzen zu weisen, damit er sich demütig vor der hohen Macht des Geistes beuge.

13. Alles, was Ich in jener Zeit bei dieser Gelegenheit geredet und getan habe, findet jetzt und in allen Zeiten seine Anwendung. Gichtbrüchige, Blinde, Lahme, ja Tote gibt es überall, wohin das Auge sich wenden mag. Überall herrscht mehr Finsternis als Licht, höchstens Dämmerung. Auch jetzt gibt es viele, die geistig lahm oder gelähmt sind ob der falschen Richtung ihrer Seele, und die sich an Dinge vergänglicher Natur hängend, das Geistige gänzlich verachten und hintansetzen. Die Folge dieser geistigen Lähmung ist die verkehrte Ansicht über Geist und Materie. Dies sind die Sünden, die Ich ihnen tagtäglich vergeben muß, wenn der größte Teil der Menschen nicht zugrunde gehen soll.

14. Auch jetzt geschehen Wundertaten in Menge in der Welt; aber die Menschen nehmen sie nicht als solche an. Sie suchen mit dem Verstand alle Naturereignisse und alle politischen Ereignisse auf ganz gewöhnliche Ursachen zurückzuführen und bemerken dabei nicht, wie Ich ihnen selbst aus der Schlinge helfe, wenn sie sich ob ihres Eigensinns in ein Labyrinth von Hypothesen und verhängnisvollen Ereignissen verwickelt haben.

15. Allein, wie Ich einst sagte, daß Ich die Kranken und nicht die Gesunden aufsuche, so geschieht es auch jetzt. Die Kranken, Schwachen, Gichtbrüchigen, Blinden und mit allerlei Übeln behafteten Seelen suche Ich auf und bestrebe Mich, sie zu heilen, indem Ich ihre eigenen Sünden zu ihrer Schule wähle, aus welcher sie womöglich gestärkt und gekräftigt hervorgehen sollen. So manchen heile Ich, weil er festen Glauben hat. Ich bringe ihn in Verhältnisse, die ihm Zeit geben, über seine Lebensbahn und über seine Irrtümer nachzudenken und sie zu berichtigen.

16. Auch euch, die ihr in vielem schon besser erkennt, was Ich eigentlich mit dem Menschen bezwecken will, und wozu Ich ihn auserkoren habe, muß Ich oft die Sünden vergeben, weil ihr euch dessen noch nicht ganz bewußt seid, woher so manche Mißhelligkeiten, die euer Dasein verbittern, kommen. Noch kann Ich zu euch nicht, wie zu der Ehebrecherin, sagen: “Gehe hin, und sündige nicht mehr!” denn nicht alle sind so weit zur Einsicht gekommen, daß sie trotz des besten Willens und der größten Aufopferung nur unnütze Knechte sind.

17. Auch jetzt seufzt so mancher unter dem Druck der Erkenntnis seiner Schwächen. So soll er nur, wie der Kranke im Evangelium, sich Mir nahen mit dem festen Glauben, daß Ich ihn heilen werde, und er wird bald in seinem Innern die Stimme hören, die ihm zuruft: “Deine Sünden oder Irrtümer sind dir vergeben! Nimm dein Bett und gehe heim!” Das will besagen: “Verlaß dich nicht auf andere, nicht auf kommende Ereignisse und bessere Verhältnisse, sondern wirf die Schwachheiten, in deren Bett du bis jetzt gelegen hast, von dir! Nimm deine falschen Ansichten und Irrtümer auf die Schulter, trage sie und gehe festen Fußes deiner Vervollkommnung entgegen! Deine Ansichten und Irrtümer, auf denen du seither wie ein Kranker gelegen bist, sollen dich, da dir jetzt leichter ist, nicht auf dem Weg nach vorwärts hindern, und du wirst sie fortschreitend auch gänzlich loswerden! Nur muß vorher das umgekehrte Verhältnis eintreten. Früher lagst oder ruhtest du auf ihnen, jetzt mußt du sie, wohlbewußt ihrer Bedeutung, selbst auf deine Schultern nehmen, ohne daß sie dir infolge ihrer Schwere lästig werden dürfen.”

18. So sollt auch ihr, die Ich vor vielen bevorzugt und mit Meiner Lehre vertraut gemacht habe, mit der Heilung bei euch selbst anfangen. Ich schicke euch dazu die Verhältnisse, unter welchen eure Seelenstärke erprobt und geübt werden soll; denn auch jetzt muß Ich die Kranken aufsuchen. Ich muß ihnen helfen, damit sie geheilt als gutes Beispiel für andere dienen können.

19. Auch Ich kann auf ein altes Sündenkleid keinen neuen Fleck heften und keinen neuen Most in alte Schläuche bringen. Beide halten das nicht aus. Das Kleid zerreißt, und der Schlauch zerspringt. Es muß also vorerst das alte Kleid oder der alte Schlauch beseitigt, der alte Adam ausgezogen werden, soll der neue an dessen Stelle treten. Es müssen zuvor die Sünden, die Urheber des Übels, vergeben, d.h. ausgemerzt werden, – dann erst kann der frühere Kranke als geheilt rüstig seine Wege weitergehen. Zu alldem muß aber jedes Wort, jede Tat, jedes Ereignis beitragen, um die Arbeiter zu vermehren, die zur Ernte nötig sind.

20. Schon einmal sagte Ich: “Viele sind berufen, doch wenige auserwählt!” Viele Lahme, Blinde und Gichtbrüchige gibt es noch. Sie müssen alle gesunden. Dazu bedarf es tüchtiger Arbeiter in Meinem Weinberge, und diese Arbeiter, sollen sie ihren Dienst erfüllen, müssen selbst jeder Arbeit gewachsen sein. Dies ist nur dann möglich, wenn auch sie durch die Schule der Erkenntnis, die sie andern bringen wollen, gegangen sind.

21. So bildet sich für sie eine Kette von Prüfungen, Leiden und Kämpfen, die als letztes Resultat das Abstreifen des Angewohnten und die Erneuerung mit dem Kleid der göttlichen Wahrheit haben sollen, damit auch sie alle dem Ruf folgen können: “Steh auf, nimm dein Bett und gehe heim!”

22. Ihr alle wart krank, mehr oder minder gichtbrüchig. Ich habe euch die Mittel zur Heilung in Fülle dargereicht. Wenn ihr ganz geheilt sein werdet, werdet ihr die Arbeiter zur Ernte sein, die binnen kurzem in größerem Maßstab als bis jetzt betrieben werden wird.

23. Trachtet daher danach, daß ein jeder von euch seine Pflicht, wie Ich sie von ihm verlangen kann und darf, auf seinem Platz recht erfülle, da es bei euch an Heilmitteln nicht fehlt! Amen.

flagge en  44th Sermon from the Lord… Master your Errors & wrong Concepts

44th Sermon from the Lord… Master your Errors & wrong Concepts
April 25, 1872

Matthew 9:1-8 – Healing of a Man Sick of the Palsy
And he entered into a ship, and passed over, and came into his own city. And, behold, they brought to him a man sick of the palsy, lying on a bed: and Jesus seeing their faith said unto the sick of the palsy; Son, be of good cheer; thy sins be forgiven thee. And, behold, certain of the scribes said within themselves, This man blasphemeth. And Jesus knowing their thoughts said, Wherefore think ye evil in your hearts? For whether is easier, to say, Thy sins be forgiven thee; or to say, Arise, and walk? But that ye may know that the Son of man hath power on earth to forgive sins, (then saith he to the sick of the palsy,) Arise, take up thy bed, and go unto thine house. And he arose, and departed to his house. But when the multitudes saw it, they marvelled, and glorified God, which had given such power unto men.”

This Gospel again speaks of several miracles I performed and tells how I dealt with the objections and remarks of the Pharisees with which they kept criticizing My teaching and My actions. Already the first miracle with the man sick of the palsy disturbed them in their priestly zeal because, prior to performing the miracle of healing, I said to the sick man: “Your sins are forgiven!” I forgave the sick man his sins because of his and his relatives’ faith, or firm conviction, and also because -like most of the sick who are themselves responsible for their sickness due to offences against their nature – he had now to bear the consequences of his actions.

The Pharisees and High Priests believed that they alone were entitled to forgive sins; that is why they were upset. However, I intended to show them that I not only could forgive sins – and that in the truest sense, – but that I also had the power to heal the consequences of sin which they were unable to do.

The reason for their envy and hate was the fact that through the striking examples of such miracles I won the people for Myself, thus gradually alienating them from the priests.

At that time it was necessary to prove and corroborate My words through such acts because the majority of the people was not yet on such a level of religious education that they could have entered upon the proper path to salvation solely with the help of spiritual arguments. And thus you see in this chapter of the Gospel how I sought to rectify the false ideas of the people around Me, and how I kept proving by acts the truth of what I had just taught them. In those times there existed many prejudices among the priests of the Jewish people which I had first to eliminate if I wanted to spread My teaching. For all men were equal before Me; through the divine spark within them they were all entitled to becoming My children.

To demonstrate My might, I had to prove their spiritual ideas false through My words, and I had to eliminate physical diseases by acts. And so you see how I and My disciples often acted contrary to the prescribed religious ceremonies in order to draw people’s attention to the fact that the literal observance of the laws of the temple was not yet religion in the sense that Moses, the Prophets and I meant it to be.

In this way, I endeavoured to reduce all the misinterpreted ceremonies to their true value so as to make room for My pure spiritual teaching. That is why I said: “They that be whole need not a physician, only they that are sick!” – “I will have mercy and not sacrifices!” – “I am not come to call the righteous, but the sinners to repentance!” – and to the objections regarding fasting: “Can the children of the bridechamber mourn as long as the bridegroom is with them? But the days will come when the bridegroom shall be taken from them, and then they shall fast.” – “No man putteth a piece of new cloth unto an old garment!” – “Neither do men put new wine in old bottles!” – and so on.

From all this you may see how I fought against the old prejudices in various ways, through words and parables, so that My teaching might be recognized as spiritual and people might understand that it cannot be replaced by ceremonies and the running into the temple, and that these words might come true: “Who ever worships Me, must worship Me in spirit and in truth!”

I reminded also My disciples of this, pointed to the many erring children, and said: “The harvest truly is plenteous, but the labourers are few. Pray ye therefore to the Lord of the harvest that he will send forth labourers into his harvest.”

Look, My children! Before healing the man sick of the palsy I said to him: “Thy sins are forgiven!” His sickness had been caused by sins against his own organism. I forgave him these sins, for he was unaware that he had contracted this disease through chasing after sensual pleasures. I did not say to him: “Go, and sin no more!”; for he was still far from comprehending and repenting these sins.

His sudden healing, solely through My word, was to make him ponder and prove to him that what initially gave him so much pleasure and eventually so much suffering did not constitute man’s true life, but that there is still something higher, more spiritual within man, which tends to draw him to better regions with values other than the base stimulation of the senses.

With My words I intended to exalt this sick man and to humiliate the pride of the Pharisees, to make them feel their impotence since they were unable to make their words as effective as I did Mine. Words fade away, but the deed continues to speak. Thus My remarks on various occasions were intended to show the arrogant human intellect its limitations in order to make it humble itself before the sublime power of the spirit.

Everything that I then said and did is also relevant for this and all times. Wherever you look, there are the sick of the palsy, the blind, the lame and even dead people. And everywhere there is more darkness than light, at best only twilight.
There are many who are spiritually lame or paralysed because of the wrong direction of their souls and who, hanging their hearts on transient things, completely scorn or neglect what is spiritual. The result of this spiritual palsy is the misconception regarding spirit and matter. These are the sins I have to forgive them daily if the majority of people is not to perish.

Still today, plenty of miracles happen in the world but people do not accept them as such. With their intellect they endeavour to explain all natural phenomena and political events as having quite ordinary causes, not noticing how I help them out of the noose when through their obstinacy they have got themselves entangled in a labyrinth of hypotheses and disastrous events.

However, I once said that I had come to the sick, and this still applies today. I seek out the ailing, weak, sick of the palsy, the blind and those souls that are afflicted with all kinds of maladies, and I endeavour to heal them by using their own sins as a school for them, from which they should go forth strengthened if possible. Many a person I heal because of his firm belief. I place him in circumstances that give him time to ponder his life and errors and to rectify them.

Even you, who in many ways already understand quite well what I have in mind with man and what I have chosen him for, I must often forgive your sins since you are not quite aware of what causes many a difficulty that embitters your life. I am still unable to say to you as I did to the adulteress: “Go, and sin no more!”, for not all have come to realize that they are only lazy servants, notwithstanding their good will and greatest devotion.

Also at the present time many a person sighs under the burden of realization of his weaknesses. Let him come to Me -like the sick man in the Gospel – in the firm belief that I shall heal him, and he will soon hear the voice in his heart calling to him: “Thy sins or errors are forgiven! Take up thy bed and go unto thine house!” This means to say: “Do not rely on others nor on coming events and better conditions, but cast off the weaknesses in whose bed you have been lying until now! Shoulder your wrong concepts and your errors, carry them and walk with firm steps towards your perfection. Your opinions and errors, on which you have until now been lying like a sick man, shall not hinder you in your progress now that your burden is lighter, and you shall gradually be rid of them completely. But first, the state of things has to be reversed. Formerly you lay and rested upon them, but now, well aware of their significance, you have to shoulder them without resenting their burden.”

Thus also you, whom I have preferred to many others and made familiar with My teaching, shall begin with your own healing. For this purpose I send you circumstances under which the strength of your soul is tested and trained; for now, too, I have to seek out the sick and help them so that they, when healed, may serve as a good example to others.

Even I cannot put a piece of new cloth on an old garment of sin nor can I fill new wine into old bottles. None of them could stand up to it. The garment wears out and the bottle bursts. Therefore, the old garment and the old bottle must first be put aside; the old Adam must be put off, if the new one is to replace him. Before all else, the sins which are the cause of all troubles must be forgiven, that is, eliminated. Only then can the former sick person go his way – healed. However, every word, every action, every event must also play its part in increasing the number of workers that are needed for the harvest.

Already once before had I said: “Many are called, but few are chosen.” There are still many lame, blind and sick of the palsy, and they must all become whole again. This requires efficient labourers in My vineyard and these, if they are to fulfil their duty, must be capable of any kind of work. This is only possible if they, too, have gone through the school of cognition which they want to bring to others.

Thus they have to face a chain of trials, suffering and battles which shall ultimately result in their putting off their old habits and changing into the garment of divine truth so that they, too, may follow the call: “Arise, take up thy bed and go unto thine house!”

All of you were sick, more or less sick of the palsy. I have given you plenty of aids for your healing. When you are completely healed, you will be the labourers for the harvest which will soon be followed up on a larger scale than has been up till now.

Therefore, make sure that every one of you fulfils his duty in his own field, as I can and may expect it of him, since you do not lack the remedies! Amen.

 

41. Menschheit, steige aus dem Sarg & Bekämpfe deine Fäulnis – Humanity, come out of your Coffin & Fight against your Decay

PREDIGT / SERMON 41
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PREDIGTEN DES HERRN Gottfried Mayerhofer-41-Lukas-7_11-17 Erweckung Juengling zu Nain-Bekaempfe die Faeulnis THE LORDS SERMONS Gottfried Mayerhofer-41-Luke-7_11-17 Raising of the Young Man of Nain Fight against Decay
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flagge de  41. Bekämpfe die Fäulnis… Erweckung des toten Jünglings zu Nain

Predigt 41 – Lukas 7:11-17 – Erweckung des toten Jünglings zu Nain
Bekämpfe die Fäulnis

Geoffenbart an Gottfried Mayerhofer
(22. April 1872)

Lukas 7:11-17
Und es begab sich danach, dass Jesus in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten heraus, der ein einziger Sohn seiner Mutter war, und sie war eine Witwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr.

Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselben, und er sprach zu ihr: ”Weine nicht!”, und trat hinzu und rührte die Bahre an, und die Träger standen. Und er sprach: “Jüngling, ich sage dir, stehe auf!” Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn seiner Mutter.

Und es kam sie alle eine Furcht an, und sie priesen Gott und sprachen: “Es ist ein grosser Prophet unter uns aufgestanden, und Gott hat sein Volk heimgesucht.” Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land und in alle umliegenden Länder.

So spricht der Herr:

1. Hier habt ihr wieder eine jener Wundertaten, die das Volk und Meine Jünger im Glauben bestärken sollten, dass Ich nicht nur ein gewöhnlicher Mensch, nicht nur ein Prophet, sondern etwas Grösseres sei, damit sie alle nach und nach williger in Meine Wege eingehen sollten und sich leichter führen liessen.

2. Auch die Essäer erweckten Tote; das ‘Wie’ aber habe Ich euch schon in dem Grossen Evangelium Johannes kundgegeben. Es war, wenn Ich ein Wunder wirken wollte, immer der Umstand zu bedenken, dass Meine Wunder auf eine andere Art gewirkt sein mussten als die Wunder anderer. Nur auf diesem Weg und nur durch die schlagendsten Beweise konnte Ich dieses in den Mosaischen Lehren und Zeremonien verrannte Volk eines Besseren belehren.

3. Eine Totenerweckung wie bei dem Jüngling zu Nain war ihnen noch nicht vorgekommen; daher ihr gerechtes Staunen ob Meiner Macht über Leben und Tod, welche sie bei Menschen noch nicht gesehen hatten.

4. So erzog Ich Meine Jünger und viele des Volkes, auch Heiden, zu Fortpflanzern Meiner Glaubens und Liebelehre. Die Echtheit Meiner Worte und die Wichtigkeit Meiner Sendung, den Grund, warum Ich auf diese Erde kam, und was das Ziel und der Zweck Meiner irdischen Laufbahn als Mensch war, das alles bewies Ich ihnen bald durch Gleichnisse, bald durch Reden, bald durch Wunder. Wenige verstanden Mich; aber doch war der Same in ihre Herzen gelegt, der nach und nach aufging und, wenngleich spärlich, doch Früchte zu tragen anfing. Überall passte Ich mich den Umständen an; entweder hielt Ich gewaltige Reden oder Ich wirkte Wundertaten, welche dazu beitragen mussten, den Menschensohn als das zu verkünden, was er eigentlich war.

5. Die Wundertat der Erweckung des Jünglings zu Nain ist aber, wenn sie als Predigt von Nutzen sein soll, geistig zu nehmen. Wir müssen den Akt des Natürlichen entkleiden, um seine für alle Zeiten gültige Bedeutung herauszufinden, damit ihr erkennt, dass in jeder Tat aus Meinen Lehrjahren etwas verborgen liegt, was für alle Ewigkeiten Geltung hat.

6. Hier in diesem Evangelium habt ihr ein einfaches Leichenbegräbnis vor euch, bei dem eine weinende Mutter dem Sarg ihres geliebten, einzigen Sohnes folgte. Ein gewöhnliches Vorkommnis, das euch täglich – entweder in eigener Familie oder bei Freunden und Bekannten begegnen kann. Überall werdet ihr einen starren Leichnam und weinende Nachfolgende treffen.

7. Um diesen Akt einer natürlichen Gesetzesfolge im menschlichen Leben geistig zu erklären, müsst ihr auch das, was einem Leichenbegängnisse vorangeht, geistig auffassen lernen.

8. Seht, jeder Todesfall ist ein Übergang von einem Extrem zum andern, vom Leben zum Tod, eine Verwandlung des festen Körpers in einfache Elemente, eine Scheidung des Geistigen vom Materiellen oder, wenn ihr es noch besser ausdrücken wollt, der Anfang des geistigen und das Ende des materiellen Lebens.

9. Es gibt in der Schöpfung einen materiell-scheinbaren und einen geistig wirklichen Tod. Insofern ist ein Begräbnis entweder als ein Begraben des Geistigen im Menschen oder als ein Verlassen alles Weltlichen anzusehen.

10. Hier in diesem Falle beweint eine Mutter ihren einzigen Sohn und folgt seinem Sarg. Zu dieser traurigen Schmerzensszene kam Ich hinzu. Die Mutter dauerte Mich. Ich liess die Träger anhalten und erweckte ihren Sohn, damit er noch ferner die Stütze seiner ihn liebenden Mutter bleibe.

11. Diese Handlung, geistig aufgefasst, will folgendes sagen: Jetzt und noch oft werden Eltern über ihre Kinder, die eine falsche Richtung eingeschlagen haben, weinen. Sie werden trauern, wenn sie sehen, wie diese – ungeachtet ihrer Mühen und Sorgen -, gleich einer materiellen Leiche nichts Geistiges mehr in sich bergend, nur der Welt und ihren Genüssen nachgehen und so dem geistigen Tod entgegeneilen.

12. Zu manchen solcher weinenden und trauernden Eltern trete Ich bei solchen Ereignissen, wo Vater und Mutter leider nur zu spät erkennen müssen, dass an dem frühen Geistestod ihres Kindes sie selbst auch Schuld tragen, hinzu und rufe die in Sünde und Laster versunkenen Kinder wieder ins Leben, ins geistige Leben zurück, indem Ich sie die Folgen ihres Lebenswandels in bitterster Weise verkosten lasse. Ich erwecke sie durch Leiden und Krankheiten, zerstöre ihre körperliche Gesundheit und ihre weltlichen Verhältnisse und gebe auf diese Weise dem zum Leichnam gewordenen Kind das Geistige wieder zurück, damit es von neuem anfangen möge, das Verlorene wiederzugewinnen, und so seinen Eltern durch reuige Umkehr die Selbstvorwürfe lindere und ihr Gewissen erleichtere.

13. Solche Leichenzüge gibt es täglich im gewöhnlichen wie auch im geistigen Leben. Auf eurer Erde ist jetzt mehr Fäulnis als geistiges Leben vorhanden; beinahe die ganze Menschheit liegt in materiellen Gelüsten vergraben, gleichsam unbeweglich im Sarge weltlicher Sorgen und Genüsse. Und die wenigen, welche noch geistiges Leben besitzen, sind die Leidtragenden, die hinter diesem Sarg einhergehen und zu Mir um Abhilfe und Rettung flehen, da sie die Toten, ihre Nächsten, bedauern, bemitleiden – und doch nicht retten können.

14. Dieser Leichenzug im Kleinen wie im Grossen, wie auch das Wehklagen der wenigen Besseren veranlasst Mich, zu diesem Sarg hinzutreten und die Schlafenden oder scheinbar Toten aufzuwecken, damit sie fürs geistige Leben nicht verlorengehen. Ich erwecke sowohl einzelne Menschen als auch ganze Völker durch Ereignisse und Unglücksfälle aller Art und lasse sie die Folgen ihres verkehrten Lebenswandels, da sie das Geistige so ganz ausser acht lassen, fühlen.

15. Seht, dieser grosse Leichenzug bewegt sich langsam an den Ort, an dem die Zersetzung des materiellen Körpers stattfindet. Der seelische Zustand vieler Menschen, wie auch der staatliche der Völker, fängt an, in Fäulnis überzugehen, und es manifestiert sich ein allgemeiner Zersetzungs, Reinigungs und Scheidungsprozess, wie es bei jedem Körper geschieht, der vom Leben verlassen und den natürlichen Gesetzen unterworfen, anderen Bildungen wieder als Grundlage und als Förderungsstoff dienen muss.

16. Mitten in diesem allgemeinen Auflösungsprozess der ganzen Menschheit, die – bildlich gesprochen – leblos im Sarg der Weltgenüsse liegt, trete Ich hinzu, lasse durch Meine Boten und Schreiber neues Leben, neue Kraft, neuen Geist in die Pulsadern der menschlichen Seele strömen und rufe den eingeschlafenen Weltmenschen, wie einst dem Jüngling zu Nain, zu: “Jüngling! Ich sage dir, stehe auf!”

17. Die Menschheit, wie sie jetzt ist, gleicht mit der kurzen Dauer ihres Prüfungslebens einem Jüngling, der seine Mission noch lange nicht erfüllt hat. Auch die Menschheit muss ins Mannes und dann ins Greisenalter übergehen, damit sie reif wird und sich anschickt, ihre alten Kleider halbvermoderter Weltansichten auszuziehen und ein geistiges, nie verwesendes Kleid anzuziehen, welches über dieses kurze Erdenleben hinaus auch fürs andere, grössere, ewige Leben tauglich ist. Dieser in die Verwesung übergehenden Menschheit rufe Ich zu: “Stehe auf; denn du bist nicht geschaffen, den langwierigen Weg der Materie, sondern den kürzeren des Geistes zu wandeln! Stehe auf und beachte Meinen Ruf, ehe der gänzliche Zerfall aller sozialen Bande dich nur zu bitter belehren wird, dass es noch eine ganz andere Welt gibt als die, an welche du bisher gedacht hast, und die nur aus lauter Spekulationen, Betrug und Machthaberei besteht!”

18. Seht, wie einst, so jammert Mich auch jetzt dieser Zustand der Fäulnis! Es jammern Mich die besseren Leidtragenden, aber auch die Toten, die – da sie Mein Wort nicht kennen – der Verwesung, dem geistigen Zersetzungsprozess unwiederbringlich anheimfallen würden und den langen und beschwerlichen Weg der Erkenntnis von innen heraus, freiwillig, antreten müssten. Mich jammert es, die Menschheit als Leiche vor Mir zu sehen, da Ich doch bei Erschaffung der Menschen einem jeden einen geistigen Funken Meines eigenen Wesens als Mitgift gab. Später durch Mein Herniedersteigen auf eure Erde habe Ich nicht allein diesen Funken wieder zur Wirkung gebracht, sondern – was Ich durch Demütigungen und Opfer bezahlen musste – euch Menschen vor so vielen anderen Geschöpfen auserkoren, Mich nicht nur als höchsten Geist, sondern auch als Vater zu erkennen und mit Mir und durch Mich zur Weiterbildung anderer Welten beizutragen, welchen ihr dann neue Seligkeiten und neue Wahrheiten bringen dürft. Das Geben derselben wird euch selbst noch grössere Seligkeiten bringen, und ihr werdet als Kinder Meiner Liebe erst empfinden, was es heisst, die Bevorzugten des allmächtigen Schöpfers und Herrn des ganzen Universums zu sein!

19. Darum jammert Mich dieser Leichenzug, und deswegen ertönt durch Meine Worte und Himmelsgaben, die Ich auf euch und die ganze Menschheit seit Jahren herniederströmen lasse, stets der Ruf: “Steht auf, erwacht von eurem weltlichen Schlaf! Erwacht zum geistigen, zum ewigen Leben; denn nur dort ist die Löse eurer eigenen Existenz! Dort allein ist der Anfang und das Ende des Menschengeschlechts! Ihr braucht euch nicht wie der materielle Körper aufzulösen, um anderen Formen, Wesen und Dingen anzugehören! Nein, ihr sollt eures einfachen Ursprungs wohl eingedenk, als unmündige Seelen das Knaben-, Jünglings- und Mannesalter durchleben, um im Greisenalter mit dem Bewusstsein schöner Taten und mit erhabenen Empfindungen in jene Welt übergehen zu können, wo keine Verwesung des Weltlichen mehr hinreicht, sondern wo alles Geist, alles Liebe, alles Licht ist, wo alles Wärme und ewiges Leben atmet, wo es keine Leidtragenden, sondern lauter freudige, jubelnde Geister gibt! Sie sollen mit und durch euch zum grossen Endziel, in Mein unendliches Geisterreich, geführt werden, und Ich werde als Vater Meiner Kinder die Erweckten zum ewigen Lichtborn des Lebens führen. Dann werden sie Mich als Vater erst ganz begreifen.

20. Diese Auferstehung aus dem Materiellen, dem weltlichen Sarg, will Ich mit all Meinen Worten bezwecken, wie Ich einst mit Meinen Wundertaten, Worten und Gleichnissen ebenfalls die damalige Welt beschützen und vorbereiten wollte, dass sie geistig nicht verwese.

21. In jener Zeit waren die Propheten, Meine Jünger und sonstige Gläubige die Leidtragenden; heutzutage seid ihr es, denen Ich das Wort des Heils und des ewigen Lebens gegeben habe, damit auch ihr, soviel wie möglich, zum Rettungswerk beitragen könnt!

22. Arbeitet zu diesem Zweck in euren eigenen Familienkreisen! Lasst dort keine Tote oder Verwesende aufkommen! Säet den Samen des Lebens, den dann Mein geistiger Wind, wie die Herbststürme den materiellen Samen auf zu befruchtende Felder, in die durch Leiden und Unglücksfälle zubereiteten Herzen führen wird, damit auch dort das Auferstehungsfest sich wiederhole! Dann wird vom ganzen leblosen Leibe der Menschheit nichts als der Sarg, die Welt selbst übrigbleiben, die sich dann – will sie dem Menschen nützlich sein – durch den Einfluss der vergeistigten Menschheit ebenfalls vergeistigen muss. So wird das einstige Paradies wieder erstehen, in welchem der Mensch, als geistiges Geschöpf Meiner Schöpferhand entstiegen, wieder geistiger Herr über alles Getier und selbst über die Elemente ist, – was nur der lebende, nicht aber der tote ‘Jüngling zu Nain’ vermögen wird. Amen.

flagge en  41. Fight against Decay… The Raising of the youn Man of Nain

Sermon 41 – Luke 7:11-17 – The Raising of the Young Man of Nain
Fight against decay

Revealed to Gottfried Mayerhofer
(April 22nd, 1872)
spoken by Pascal

Luke 7:11-17
And it came to pass the day after, that he went into a city called Nain; and many of his disciples went with him, and much people. Now when he came nigh to the gate of the city, behold, there was a dead man carried out, the only son of his mother, and she was a widow: and much people of the city was with her.

And when the Lord saw her, he had compassion on her, and said unto her, Weep not. And he came and touched the bier: and they that bare him stood still. And he said, Young man, I say unto thee, Arise. And he that was dead sat up, and began to speak. And he delivered him to his mother.

And there came a fear on all: and they glorified God, saying, That a great prophet is risen up among us; and, that God hath visited his people. And this rumour of him went forth throughout all Judaea, and throughout all the region round about.

Thus says the Lord…

1. Here again you have one of those miracles that were to strengthen the belief in people that I was not just an ordinary man, not just a prophet, but something greater, so as to make them more and more willing to follow My ways and make it easier to guide them.

2. The Essenes, too, raised from the dead; but how this was done I have already explained to you in the Great Gospel of John. If I wanted to perform a miracle, it had to be done in a different way. Only in this way and with compelling evidence could I set right these people who were so stubbornly attached to the Mosaic doctrine and ceremonies.

3. A raising from the dead, as took place with the young man of Nain, was quite new to them and so they were justly amazed at My power over life and death, the like of which they had not yet seen in a human being.

4. Thus I educated My disciples and many other people, including Gentiles, to be propagators of My teaching of faith and love. That My words were true and My mission essential, the reason why I came to this earth, and the object and purpose of My life as a man on earth – all that I proved to them through parables, talks and miracles. Only few understood Me, but the seed had been planted in the hearts. It gradually sprouted and began to bear fruit, even though the growth was sparse. I always adapted Myself to the circumstances; either I delivered powerful speeches or I performed miracles, which had to help proclaim the Son of man as that which He really was.

5. The miracle of the raising of the young man of Nain should, however, be interpreted in a spiritual sense if it is to be any use as a sermon. The significance of this act for all times must be found, so that you may recognize that in every one of My actions during the years of My ministry there is a hidden significance which is important for all times.

6. This Gospel describes an ordinary funeral where a weeping mother follows the coffin of her beloved only son. An ordinary event, one that you may any day experience, either in your own family or with your friends and acquaintances. In every case you will find a stiff corpse and weeping people following it.

7. To interpret this ordinary event spiritually, you must also understand spiritually that which precedes a funeral.

8. Every death is a transition from one extreme to the other, from life to death, a transformation of the solid body into primary elements, a separation of the spiritual from the material or, if you want to express it even better, the beginning of the spiritual and the end of the material life.

9. There exists in creation an apparent material death and a real spiritual death. In view of this, a funeral must be regarded either as the burial of the spiritual in a person or as an abandoning of all that is of the world.

10. Here in this case a mother mourns her only son and follows his coffin. I encountered this sad scene and felt pity for the mother. I stopped the coffin-bearers and raised the son that he might also in future continue to sustain his loving mother.

11. The spiritual interpretation of this act is as follows: Now, and still often, parents will weep over their children who have taken a wrong course. They will be sad if they see how their children – notwithstanding their parents’ care and efforts -like a material corpse that no longer holds anything spiritual, follow only the world and its pleasures, thus hurrying towards their spiritual death.

12. To many such weeping and mourning parents who only too late recognize that they themselves are responsible for the early spiritual death of their child, I step up and raise their children from sin and vice back into a spiritual life by allowing them to taste the bitter consequences of their way of life. I raise them through suffering and illness, ruin their physical health and their worldly circumstances, thus returning to the child who had turned into a corpse, his spiritual life so that he may start afresh to regain what was lost, thus through penitent reform relieving his parents’ conscience and self-reproaches.

13. Such funeral processions take place every day in material as well as in spiritual life. There is more decay on your earth these days than spiritual life. Practically all mankind is buried in material desires, as if lying motionless in a coffin of worldly cares and pleasures. And the few who still possess any spiritual life are the mourners who walk behind the coffin praying to Me for help and deliverance since they are sorry for the dead, their fellowmen, but cannot save them.

14. This funeral procession on a small and a large scale, as well as the laments of the few better ones, causes Me to step up to the coffin and awaken those sleeping or apparently dead, to prevent them from being lost for the spiritual life. I awaken individuals as well as entire nations through all kinds of events and calamities and let them experience the consequences of their wrong way of life and complete disregard of the spiritual.

15. Look, this large funeral procession moves slowly to the place where the decomposition of the material body takes place! The condition of the souls of many people, as well as the states of many nations, is beginning to decay, and a general process of decomposition, purification and separation is manifesting, as is the case with every body which has been abandoned by life and, subject to the laws of nature, has to serve again other forms as a basis and the stuff to further their development.

16. Amid this general process of decomposition of entire mankind which – figuratively speaking – is lying lifeless in the coffin of worldly pleasures, I step up to it and through My messengers and scribes cause new vigour, new life, a new spirit to fill the veins of the human soul, calling to the worldly people who have fallen asleep, as I once did to the young man of Nain: “Young man, I say unto thee, arise!”

17. Mankind as it is today, because of the short duration of its trial life, can be compared to a young man who is still far from having fulfilled his mission. Mankind, too, must proceed to manhood and then to old age so that it may mature and begin to shed its old clothes of partly decayed worldly opinions and put on a spiritual garment which does not ever decay but remains serviceable also beyond this short life on earth for the other, greater, eternal life. To this mankind, which is on the point of decomposition, I call: “Arise, for you were not created for the tedious road of matter, but for the shorter path of the spirit! Arise and pay attention to My call before the complete disintegration of all social ties will teach you the bitter truth that there still exists quite a different world from the one you had in mind until now, one which consists only of speculations, deception and despotism!”

18. Just as in the past, today I am also moved to compassion by this present state of decay. I pity the better kind of mourners, but also the dead who – not knowing My Word -would irrevocably fall victim to decay, the spiritual process of decomposition, and would have to start out voluntarily on the painful road of cognition from within. To see mankind as a corpse moves Me to compassion since, when I created men, I gave everyone a spiritual spark from My own being. Later on, through My descending to your earth, I not only reanimated this spark, but – for which I had to pay with humiliation and sacrifice – I chose you humans from among so many other beings to recognize Me not only as the Supreme Spirit, but also as the Father and with Me and through Me to help also other worlds towards perfection, thus bringing them new beatitudes and new truths. The giving of these will enhance your own bliss, and only as children of My love will you experience what it means to be privileged by the almighty Creator and Lord of the entire universe.

19. Therefore, I pity this funeral procession and as a result I have, through My words and gifts from heaven, kept calling to you already for years: “Arise, awake from your worldly sleep! Awake to the spiritual, eternal life; for only there is salvation for your own existence!” Only there is the beginning and the end of the human race. You do not have to disintegrate like the material body in order to become part of other forms, beings and things. No, you shall, aware of your origin, live as immature souls through the stages of childhood, youth and adulthood, so that in old age, conscious of good deeds and with a feeling of exaltation, you can pass into that world which is out of reach of worldly decay, that world where everything is spirit, love, light, where everything breathes warmth and eternal life, where there are no mourners but only happy, jubilant spirits. These shall be guided with and through you to the great goal, to My boundless realm of the spirit, and I, as the Father of My children, shall guide the awakened to the eternal light-source of life. Only then will they fully comprehend Me as a Father.

20. The purpose of all My words is this raising from the material, from the worldly coffin, just as I once wanted to protect and prepare the world of that time with My miracles, words and parables that it would not decay spiritually.

21. In those times, the prophets, My disciples and other believers were the mourners. Today, it is YOU whom I have given the Word of salvation and eternal life so that you may contribute as much as possible to the work of salvation.

22. Work in your own families toward this end. See that there is no one who is dead or decaying. Sow the seed of life which My spiritual wind, like the autumn winds that carry the material seed to the fields, will carry into the hearts duly prepared through suffering and calamities, so that the feast of resurrection may repeat itself there, too. Then, of mankind’s lifeless body there will remain only the coffin, the world itself which, if it wants to be of any use to mankind, will have to spiritualize too under the influence of spiritualized mankind. Thus the former paradise will return where man – a spiritual being out of My Creator’s hand – will once more be a spiritual lord over all beasts and even over the elements. This, however, can only be accomplished by the living, not by the dead “young man of Nain”. Amen.

 

49. Predigt von Jesus… Erweckung der toten Tochter des Jairus – 49th Sermon of Jesus… The Raising of Jairus’ Daughter

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49. PREDIGT von JESUS... Erweckung der toten Tochter des Jairus - Matthaeus 9_18-19, 23-25 - Gottfried Mayerhofer 49th Sermon of Jesus... The Raising of Jairus' Daughter
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49. Predigt von Jesus… Erweckung der toten Tochter des Jairus

Matthäus 9:18-19 & 23-25
Es kam der Obersten einer, fiel vor Jesus nieder und sprach: “Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben! Komm, und lege deine Hand auf sie so wird sie lebendig!” Und Jesus stand auf und folgte ihm nach und seine Jünger. Als er in des Obersten Haus kam und die Pfeifer und das Getümmel des Volks sah, sprach er zu ihnen: “Weichet; denn das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft!” Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand. Da stand das Mägdlein auf.

01. Dieses Kapitel handelt wieder von Heilungen, teils durch Auflegen der Hände, teils durch den festen Glauben der Leidenden; und unser Text behandelt sogar die Wiedererweckung der toten Tochter eines Obersten, der so viel Glauben und Vertrauen auf Meine Macht hatte, daß – wie das Evangelium sagt – er Mich bat, in sein Haus zu kommen, damit seine Tochter durch Auflegung Meiner Hände lebendig würde.

02. Seht, wo sich so viel Vertrauen zu Mir zeigt, da kann Ich nicht anders, als dem Flehenden seine Bitte zu gewähren, um allen zu zeigen, was man durch unbedingtes Vertrauen auf Mich erlangen kann. Wenn ein Kind mit Inbrunst seinen Vater um Erfüllung seiner Wünsche bittet, so erhört er es gewiß. Was vom rechten Glauben schon früher gesagt wurde, bezieht sich auch auf diesen Akt der Totenerweckung, und es wäre überflüssig, dasselbe zu wiederholen. Diese Beispiele zeigen euch alle nur zu deutlich, welchen Weg die Menschen einschlagen sollen, um der Erfüllung ihrer Wünsche – vorausgesetzt, daß sie gerecht sind – gewiß zu sein.

03. Wenngleich Ich in jenen Zeiten körperlich sichtbar diese Handlung vollbrachte, so kann nichtsdestoweniger jetzt das gleiche geschehen; denn der Körper gibt hier nicht den Ausschlag, sondern Mein Geist. Wie er dort unter Meinen Jüngern und Verehrern Meines Wortes weilte, so ist er auch bei euch. Nur die Sichtbarkeit Meiner Person mangelt; diese dürfte euch aber, die ihr wißt, wer Ich eigentlich bin, nur stören. Bei Meinen Jüngern und dem Mir nachfolgenden Volk war das anders, da sie in Mir wohl einen mächtigen Propheten oder den von ihnen erwarteten Messias, aber nicht den Herrn der Schöpfung, der alles erschaffen hat, zu sehen glaubten.

04. Was die Erweckung der Tochter des Obersten betrifft, so war sie der Lohn für den unbegrenzten Glauben des Vaters und zugleich ein Wegweiser und Fingerzeig für die erweckte Tochter.

05. Dieses körperliche Erwecken in jener Zeit ist dem geistigen der Jetztzeit entsprechend; denn was in jener Zeit durch Mich geschah, bewirkt und von Mir gesprochen wurde, das geht jetzt wieder vor sich, nur in geistiger Beziehung. In jenen Zeiten zog Ich von Stadt zu Stadt, von Dorf zu Dorf, predigte, heilte und tat Gutes, gab den halb Eingeschlafenen wieder Anregung und erweckte körperlich und geistig Tote. Und auch jetzt, schon seit langer Zeit geschieht das gleiche. Überall erwecke Ich durch einen unbewußten Trieb der Seelen innerste Eigenschaften, erwecke durch Verkettung von Verhältnissen, durch Unglücksfälle und Leiden aller Art die Menschen, auf daß sie nicht ganz vergessen, daß sie aus mehr als einer Substanz geformt sind, und damit sie das Geistig-Seelische nicht ganz hinwegleugnen. Überall treibe Ich, wie bei dem Obersten, die Pfeifer und Schmauser, welche einer Totenfeier sogar den Anschein einer fröhlichen Szene geben wollen, aus dem Hause. Das Leben und sein Zweck sind zu ernst, als daß man mit seinen Perioden und Wechselfällen wie mit Kinderspielsachen tändeln dürfte.

06. Es muß, ehe die wahre Einsicht kommt, im innern Hause stille werden, damit die Seele Zeit gewinnt, sich in ihrer Lage wieder zurechtzufinden, damit sie nach und nach darauf aufmerksam gemacht werden kann, wie wenig Gehalt und Dauer im Weltlichen ist, damit sie das Geistige vorzieht und keine Mühe und kein Opfer scheut, sich dieses anzueignen.

07. So erwecke Ich manchen von seinem geistigen Schlaf. Ich lege ihm Meine Hand auf oder rühre ihn nur mit einem Finger an, damit er nicht ganz verlorengehe und im Materiellen seinen geistigen Untergang finde; denn aus dieser Nacht ist nur ein langsames Erwachen möglich.

08. Wie Ich zu den Umstehenden sagte: “Das Mägdlein ist nicht tot, sondern es schläft nur!”, so zeige Ich auch jetzt den Menschen oft, daß manche, dem Anschein nach die verdorbensten Menschen, nur in den geistigen Schlaf versunken sind und es des rechten Weckrufs bedarf, um diese Lethargie zu beheben und aus dem Siebenschläfer einen tätigen Arbeiter in Meinem Weinberg zu machen.

09. Wie viele habe Ich schon erweckt, die es Mir jetzt tausendmal danken, wenngleich die Art und Weise des Erkennens nicht nach ihrem Geschmack war. Jedoch, gemäß der geistigen Individualität waren oft Reizmittel nötig, die allein den Endzweck zu fördern vermochten. Auch euch, die ihr alle in einen gemächlichen Geistesschlaf eingewiegt wart, indem ihr euch eure Glaubensanschauung so bequem wie möglich machtet, habe Ich durch verschiedene Mittel erweckt, um die ruhenden Eigenschaften der Seele wieder in Anregung zu bringen. Auch unter euch legte Ich so manchem Meine Hand auf, und manchen berührte Ich mit dem Finger, je nachdem der eine eine leise, der andere eine stärkere, einflußreichere Berührung nötig hatte, um zur Erkenntnis zu kommen, wo er eigentlich steht, und wieviel ihm noch fehlt, um zu dem angestrebten Ziel zu gelangen oder es wenigstens zu erkennen. Da Mein euch vorgestecktes Ziel nicht so nahe und nicht so leicht zu erreichen ist, so mußte Ich bei euch, so wie Ich einst die Musikanten bei Trauerfällen auswies, zuvor die alt angewöhnten Vorurteile ausmerzen, ehe zur Kenntnis Meiner Lehre geschritten werden konnte.

10. Was Ich bei euch in so verschiedener Weise bewirkte, das geschieht auch jetzt noch mit ganzen Völkern. Auch bei ihnen vertreibe Ich die lärmenden Musikanten, Pfeifer und Trommler, die selbst über Gräbern noch Freudentage anregen möchten. Ich mache die Völker durch Not nüchtern. Ich reiße sie aus dem Wahn heraus, daß die weltliche, nur nach Genuß strebende Sucht das erste sei, was der Mensch suchen müsse. Ich lehre sie – leider durch unangenehme Ereignisse – die Vergänglichkeit weltlichen Eigendünkels, weltlichen Ruhmes und weltlicher Glücksgüter und beweise ihnen nebenbei die ewige Dauer geistiger Schätze.

11. So ergeht es dem einzelnen, so den Völkern, so den Herrschern, so den Priestern. Allen zeige Ich, daß über ihnen noch ein anderer steht, der sie zwar machen läßt, was sie wollen, der aber die Fäden der Verkettung der Umstände und Verhältnisse allein in der Hand hält und alles – selbst das Schlechteste, von Menschen ausgeführt – zum Besten der Gesamtmenschheit wie auch des einzelnen zu verwerten weiß.

12. So geht der Entwicklungsprozeß zwar langsam vorwärts, nähert sich aber unaufhaltsam seinem Ziel. Ich erwecke alle Menschen, alle Völker, alle Könige und Priester. Alle sollen einsehen und begreifen, daß sie vorher geschlafen haben. Alle sollen aber auch erkennen, daß man nicht immer schlafen kann, und daß der Schlaf, nur dann gut und nützlich ist, wenn er dazu dient, die verbrauchten Kräfte wiederzuersetzen. Wo er aber dieses nicht bewirkt, ist er nutzlos, schädlich und verschlimmert nur. So ist der geistige Schlaf, in den viele eingelullt wurden oder sich selbst eingewiegt haben, nur als eine große Versäumnis auf der Bahn der geistigen Entwicklung zu betrachten. Daher ist das Erwecken nötig, umsomehr jetzt in dieser Zeit, in der die Lösung, der ganzen geistigen Bestimmungsfrage des Menschengeschlechts vor der Tür steht und die meisten Menschen sich so in das weltliche, egoistische Treiben hineingelebt haben, daß durch leise Berührung mit einem Finger fast niemand mehr erweckt werden kann, sondern für die so tief in den Schlamm der Welt Versunkenen zumeist Gewaltmittel angewendet werden müssen, um sie herauszuziehen.

13. Die Menschen sind jetzt so weit von ihrem eigentlichen Ziel abgekommen, daß keine menschliche Macht mehr imstande wäre, sie aus ihren Träumen zu erwecken und sie von ihrem Jagen nach Genuß abzubringen. Jetzt muß Ich Mich mehr als sonst ins Mittel legen, da auch die Herrscher wie ihre Völker, vom gleichen Wahn befangen sind. Eben deswegen ertönt überall und unter verschiedenen Formen der Weckruf sowohl an einzelne, als auch an ganze Völker.

14. Bis jetzt sind sich weder die Menschen noch die Völker darüber klar, was sie wollen. Doch, nur Geduld! Laßt erst die Musikanten vertrieben sein, dann wird die ernstere Stimmung, die Besinnung schon nachkommen! Die Verhältnisse werden sich klären, und das Unnatürliche, Ungesetzliche und Überspannte wird dem Reellen, dem Unvergänglichen Platz machen müssen. Des Sträubens von seiten vieler wir übergenug sein, – doch, die Arznei muß genommen und der Kelch des Bitteren bis auf die Hefe geleert werden!

15. Sind die Menschen einmal so weit vom rechten Weg abgekommen, so muß natürlich auch der Rückweg ein längerer sein, – aber umgekehrt muß werden! Sie müssen zur Einsicht kommen, daß es nur einen Gott und ein Geisterreich gibt, dem alles andere zum Fußschemel dienen muß, und daß das Materielle, mag es noch so verehrt werden, doch keinen bleibenden Gehalt hat und keinen bleibenden Genuß gewähren kann.

16. Tausende von Verirrten eilen auf dem Irrweg ins frühe Grab. Sie gehen unreif aus dieser Welt und kommen noch unreifer drüben an. Was soll aus solchen werden? Hier konnten sie nicht bleiben, und dort behagt es ihnen auch nicht. Oh, ihr kennt nicht die Qualen solcher Seelen, die unentschlossen umherirren! Das verlorene Irdische ist ihnen nicht mehr zugänglich, und das Geistige ist für ihre Ansichten und ihr Wesen nicht passend.

17. So geht es, wenn Menschen, ja ganze Völker ihr geistiges Glück mit Füßen treten, nur dem Weltlichen nachhängend und
am Ende, nachdem sie das Weltliche verloren haben, nicht fähig sind, sich das Geistige anzueignen. Es ist ihre eigene Schuld. – Dies ist der Grund des Erweckens Meinerseits. Nicht umsonst sagte Ich: “Wenn dich ein Auge ärgert, so reiße es aus; denn es ist besser, daß du mit einem Auge in einer besseren Welt ankommst, als daß du dich mit zwei Augen der größten, geistigen Qual aussetzest!”

18. Nehmt alle Ereignisse, wie und wann sie kommen mögen, als Gaben der Liebe an; denn Ich weiß am besten, wie, wann und womit Ich verwahrloste Menschen und verirrte Völker auf den rechten Weg bringen und sie so noch beizeiten vom gänzlichen Verfall retten kann!

19. Man lehrte euch ein Fegefeuer, worin die Seelen von den schlechten Leidenschaften gereinigt werden sollen, ehe sie ins Paradies oder in den Himmel aufgenommen werden könnten. Ich sage euch: So, wie man euch das Fegefeuer beschrieb, ist es ein wahrer Unsinn; aber geistig existiert es wohl, nämlich im Menschen selbst, Dort muß alles Schlechte erst weggefegt werden, bis man sich in besseren Verhältnissen heimisch fühlen kann, und zu diesem Wegfegen trage Ich durch Schickung von allerlei Kämpfen und Leiden bei. Ich erwecke dadurch die schlummernden guten Eigenschaften in der menschlichen Seele, damit sie sich ermannen und aufraffen soll, das Böse mit Energie zu bekämpfen und alles wegzufegen, was ihr Schaden bringen könnte.

20. Als Ich einst sagte: “Das Mägdlein ist nicht tot, es schläft nur!”, wurde Ich von den andern verlacht. Ebenso werde Ich auch heute von den wenigsten verstanden, wenn Ich sie erwecken will, obgleich es zu ihrem Besten ist. Daher trachtet danach, Meine Winke und Mahnungen zu verstehen, damit ihr es merkt, wenn Ich euch zu eurem Besten auch nur mit dem Finger berühre! Denn ein liebender Vater, dem es um das Wohl seiner Kinder zu tun ist, kann nur bessern, nie strafen. Dessen seid stets eingedenk! Amen.

*******

49th Sermon of Jesus… The Raising of Jairus’ Daughter
April 30, 1872

Matthew 9:18-19 & 23-25
“While he spake these things unto them, behold, there came a certain ruler, and worshipped him, saying, My daughter is even now dead; but come and lay thy hand upon her, and she shall live. And Jesus arose, and followed him, and so did his disciples.

And when Jesus came into the ruler’s house, and saw the minstrels and the people making a noise, He said unto them, Give place: for the maid is not dead, but sleepeth. And they laughed him to scorn. But when the people were put forth, he went in, and took her by the hand, and the maid arose.”

This chapter likewise deals with acts of healing, partly done by the laying on of My hands and partly through the strong belief of the sufferer. Our text deals with the raising of the dead daughter of a certain ruler who had put so much trust and belief in My might that – as it says in the Gospel – he begged Me to come to his house in order that his daughter might become alive again through the laying on of My hands.

Believe Me, where there is so much trust I cannot but grant the request of the supplicant in order to show all men what can be gained through unconditional trust in Me. When a child ardently begs his father to fulfill his wishes, the father is sure to listen to him. What I had already said earlier about true believing can also be applied to this act of raising the dead, and it would, therefore, be superfluous to repeat it. These examples reveal to you very clearly which way men should follow in order to be certain of the fulfillment of their whishes, provided they are just.

Although when in those times I performed this act I was in My visible body, the same can be achieved also in these days; for here it is not the body that is important, but My Spirit. My Spirit is also with you, just as it was in those days with My disciples and those who respected My Word. Now I am not visible to you as a person, which is better, for seeing Me might be disturbing to you – knowing Who I am in reality. It was a different situation with My disciples and the people who followed Me, since they saw in Me, perhaps, a mighty prophet or even the Messiah they had been waiting for, but certainly not the Lord of Creation who brought into being everything there is.

As regards the raising of the daughter of the ruler, it was the reward for her father’s unlimited belief and at the same time a guide and pointer for her.

This physical raising in those days corresponds to the spiritual awakening in the present time; for what happened and what was performed and spoken by Me then is also now taking place – spiritually. In those days I wandered from town to town, from village to village, preached, healed and did good works. I stimulated those who were half asleep, and awakened the physically and spiritually dead. And now, already for a long time, the same is happening. Everywhere I awaken the innermost qualities of the souls through an unconscious impulse; I awaken people through a linking of circumstances, through all kinds of accidents and suffering, so that they may not forget entirely that they are formed from more than one substance and that they do not completely deny what is of the spirit and soul. Everywhere, as it also was at the place of that certain ruler, I first drive out of the house the minstrels and diners who want to give the appearance of a cheerful scene even to a funeral. Life and its purpose is too serious; one should not play with its changes and vicissitudes as with children’s toys.

Before true insight can be gained, the inner house must be put in order to give the soul time to adjust itself, so that it can gradually be shown how little substance and permanence there is to be found in worldly things, to make it favour the spiritual and fear no effort or sacrifice to make the spiritual its own.

In such a way I arouse many a man from his spiritual sleep. I lay My hand upon him or touch him only with a finger, so that he may not be entirely lost or perish spiritually in materialism.

From such a night of the soul a person can only be awakened very slowly.

As I once said to the people standing around: “The maid is not dead, but sleeps!”, so also in these days I often show that people who sometimes appear to be most corrupt have merely sunk into a spiritual sleep and that only the right call is necessary to expel this lethargy and make of the sluggard an active laborer in My vineyard.

Many have I already awakened who now thank Me a thousand times, although the manner in which they came to recognition was not quite after their taste. However, depending on their spiritual individuality, stimulants were often needed by which alone the ultimate purpose could be furthered. All of you were likewise lulled into a comfortable spiritual sleep by rendering your religious faith as convenient as possible. I have awakened you by various means in order to arouse anew the inner qualities of your soul. Upon many a one of you I laid My hand and others I touched only with My finger according to the need, one requiring a gentle touch and another a stronger, more persuasive inducement in order to make him recognize where he actually stood and how much he still had to do so as to attain the goal, or at least to become aware of it. Since the goal I have set for you is not so near and not so easily attained, I had in your case first to eradicate your old traditional prejudices in the same way in which I once expelled the minstrels on the occasion of a death before the nature of My teaching could be understood.

What I achieved with you in so many different ways is still happening today with entire nations. There, too, I drive out the noisy musicians, the pipers and drummers, who are inclined to make merry even over graves. I sober up the nations through distress. I free them from the delusion that worldly desire, which seeks only pleasure, is man’s main pursuit. Through very unpleasant events, unfortunately, I teach them the instability of worldly pride, worldly glory and worldly possessions, and prove to them the eternal duration of spiritual treasures.

In this way fare individuals, whole nations, rulers and priests. To all of them I show that there is still another One above them, Who, although He suffers them to do what they choose, alone holds in His hands the threads of the linking of circumstances and relations, and Who knows how to utilize everything – even men’s most wicked acts – for the best of humanity as a whole and the individual as such.

Thus, the process of evolution progresses only slowly, yet irresistibly approaches its goal. I awaken all men, all nations, all kings and priests. All of them shall come to realize that they have been asleep, and they shall also understand that one cannot always sleep, that sleep is good and useful only when it serves to restore spent energies. Where this does not take place, sleep is useless, harmful, and only makes matters worse. Hence, the spiritual sleep into which many were lulled, or had lulled themselves, must be considered solely as a great delay on the road of spiritual evolution. Therefore, the awakening is necessary all the more so in these days when the solution of the question of mankind’s destiny is imminent, and when most people find themselves so steeped in worldly, selfish activities that hardly anyone can be awakened any more by the mere touch of a finger. On the contrary, in most cases forceful means have to be used in order to pull them out of the mire of this world into which they have sunk so deeply.

Men have now strayed so far from their real goal that no human power would ever be able to awaken them from their dreams and get them away from their hunt for pleasures. More than ever I must now intervene, since also the rulers are laboring under the same delusion as their people. For that reason, everywhere, and in various ways, the call to awake is sounding for both individuals and entire nations.

So far neither the individuals nor the nations know what they really want. But just wait! Let the minstrels first be driven out, then a more earnest disposition and greater awareness will follow. Conditions will clear up and the unnatural, the unlawful and the overstrained will have to make room for the real and the imperishable. There will be plenty of resistance on the part of many, yet the medicine must be taken and the bitter cup emptied to the very dregs.

Since mankind has strayed so far from the right path, the way back must, of course, be a long one, – but return he must!
It is necessary for him to understand that there is only one God and one realm of the spirits, and everything else is to serve as a footstool; and that material things, however devotedly revered, have no permanency and cannot yield lasting pleasure.

Thousands of erring are hurrying along the wrong path to an early death. Immature, they leave this world and arrive in the beyond even more so. What shall become of them? Here they could not remain, and there they do not like it either. Oh, you do not know the agony of such souls who are wandering around undecidedly! The temporal world, now lost to them, is no longer accessible to them, and the spiritual does not fit their ideas or their nature.

That is the way it goes, when people, even entire nations, utterly disregard their spiritual happiness, cling to the material things and, finally, having lost the material, are unable to make the spiritual their own. It is their own fault. – This is the reason for My awakening calls. Not in vain did I say: “If an eye offends you, pluck it out, for it is more profitable for you that you arrive with one eye in a better world than to expose yourself to the greatest spiritual agony with two eyes!” Accept all happenings as gifts of love, however and whenever they may come; for I know best how, when, and by what means I can set depraved people and erring nations on the right path and thus still save them in time from total ruin.

You were taught a purgatory where souls are said to be cleansed from their evil passions before they could be received into paradise or heaven. But I say to you: The way in which purgatory has been described to you is utter nonsense; spiritually, however, it does exist in man himself. There, everything that is evil must first be swept away before one can feel at home in better circumstances; and to this sweeping away I contrtibute much by sending all kinds of conflicts and sufferings. Thus I awaken the slumbering good qualities in the human soul in order that it may pull itself together to combat the evil with energy and sweep away all that could be detrimental to it. When I once said: “The maid is not dead, but sleeps!”, they laughed at Me. In the same way, also today, very few people understand Me when I want to arouse them, although it is in their best interest. Therefore, strive to understand My hints and admonitions, so that you may notice when I touch you only with My finger for your own good! A loving father who cares very much for the welfare of his children can only reform, but never punish. Of that be always mindful! Amen.

38. Liebe deinen Nächsten… Wer ist das und wie liebe ich ihn? – Der barmherzige Samariter – Love your Neighbour… Who is that and how do I love him? – The Good Samaritan

PREDIGT / SERMON 38
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flagge de  38. Liebe deinen… Wen und wie genau? – Der barmherzige Samariter

38. Predigt des Herrn… Gleichnis vom barmherzigen Samariter
10.04.1872

Lukas 10, 25-37…
Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte Jesus und sprach: “Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?” Jesus aber sprach zu ihm: “Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?”

Er antwortete und sprach: “Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!” Er aber sprach zu ihm: “Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben!” Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: “Wer ist denn mein Nächster?”

Da antwortete Jesus und sprach: “Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder. Die zogen ihn aus, schlugen ihn, gingen davon und liessen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Strasse hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit, da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.

Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, goss drein Öl und Wein, hob ihn auf sein Tier, führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des andern Tages reiste er, zog heraus zwei Groschen, gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: ‘Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme’.

Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?” Er sprach: “Der die Barmherzigkeit an ihm tat.” Da sprach Jesus zu ihm: “So gehe hin und tue desgleichen!”

So spricht der Herr:

1. Diese Verse erzählen euch das Gleichnis vom Samariter. Mit diesem handgreiflichen Bild wollte Ich dem Pharisäer auf seine Frage: “Wer ist mein Nächster zeigen, wer dieser sei, und wie das zweite Liebesgebot – ‘Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’ – im geistigen Sinn verstanden werden solle.

2. Die Menschen machten und machen zu allen Zeiten zwischen Menschen, Bruder und Nächstenliebe, die alle in eine Liebe zusammenfliessen, einen grossen Unterschied, worüber Ich euch vor längerer Zeit ein ausführliches Wort gegeben habe, welches hier eingeschaltet werden könnte, wenn keine andere Erklärung möglich wäre.

3. Da man aber in jenen Zeiten, als Ich dieses Gleichnis gab, durch die Unterschiede der Stände oder Kasten, wie auch durch die Ansichten der Menschen weit von dem entfernt war, was Ich unter ‘Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!’ verstanden haben wollte – was auch aus der Antwort des Pharisäers hervorgeht, welcher erst fragen musste: “Wer ist denn eigentlich mein Nächster?” -, so war es ganz natürlich, dass Ich aus diesen triftigen Gründen ein Beispiel aufstellen musste, um zu zeigen, wer eigentlich der Nächste jedes Menschen sei. Es besteht in allen künftigen Zeiten über den Begriff ‘Nächster’ und über die Ausübung der Liebe zum Nächsten kein Zweifel mehr, denn mit einem Wohlwollen allein, oder mit frommen Wünschen ist dem Nächsten, der Menschheit und Mir am wenigsten geholfen.

4. Soviel schon über dieses zweite Liebesgebot geschrieben und geredet wurde, so haben doch die wenigsten Menschen eigentlich verstanden, was die Nächstenliebe und wer der Nächste ist.

5. Der allgemeine Schluss ist gleich gemacht: “Die ganze Menschheit ist mein Nächster, und durch das Gesetz, dass ich den Nächsten lieben soll wie mich selbst, ist auch der Massstab der Liebe bestimmt!”

6. Ganz recht, sage Ich; aber jetzt kommt es darauf an: “Inwiefern ist die Menschheit oder jeder Mensch mein Nächster, und was heisst: sich selbst – aber wohlgemerkt – im gerechten Mass lieben?”

7. In diesen beiden Begriffen liegt der Schlüssel zu Meinem Reich, weshalb Ich unter allen erdenklichen Geboten gerade dieses Gebot der Nächstenliebe zum zweiten Hauptgebot nicht allein für eure Erde, sondern für alle Welten und selbst für das grosse Geisterreich gemacht habe.

8. Es ist vor allem deshalb das Gebot der Liebe, weil es ohne Liebe keine Wärme, ohne Wärme kein Leben, ohne Leben keine Schöpfung – was immer für eine denkbare – gibt. Die Liebe ist der erste Trieb, welcher zur Tätigkeit anspornt; die Tätigkeit erzeugt entsprechend Wärme. Die Wärme – Ausdruck für Bewegung, Vibrieren – zeigt sich als Leben, und Leben ist Entstehen, Bestehen und Vergehen, als sichtbares Zeichen des Lebens oder der Schöpfung in ihrer ganzen Ausdehnung.

9. Die Liebe adelt alle Wesen, die sie fühlen und gegen andere ausüben. Ohne Liebe gäbe es keinen geistigen Massstab der Handlungen, und ohne Liebe bestände weder Ich, noch etwas Geschaffenes, das ein Bleibendes werden könnte.

10. Nun, wie die Liebe in Mir Meine Geister, die lebenden Wesen und selbst die Materie schuf und sie alle mit gleicher Glut umfängt, sie ernährt, erhält und leitet, zum grösstmöglichen, geistigen Ziel, zum Inbegriff der höchsten Liebe, – ebenso soll auch der Mensch seine Umgebung, die Welt, in welcher er leben muss, mit gleicher Liebe umfassen. Alles Geschaffene, aus Liebe und durch Meine göttliche Liebe erzeugt, soll steter Beweis sein, dass Ich ein liebender Vater erst dann bin, wenn Meine erschaffenen Wesen, Meine Nächsten, ihre Pflicht, ihre Mission so erfüllen, wie Ich sie Mir gedacht habe, und wie Ich sie aus freiem Antrieb und nicht durch Zwang ausgeführt haben möchte. Der freie Wille adelt das Geschöpf, im Gegensatz zu dem durch den Instinkt geführten Wesen, das so handeln muss und nicht anders kann.

11. Diese über alles sich ausbreitende Liebe soll der Massstab für die Menschenliebe sein, welche in jedes Menschen Brust ihren Wohnort aufschlagen und als bleibendes Denkmal einer höheren Abkunft auch alle Gedanken, Worte und Taten auf sie beziehen soll. Diese Liebe soll aber auch, wie die Meine, keinen andern Zweck kennen als den, alles zum Besten seiner Mitmenschen und seiner mitlebenden Wesen zu tun, wobei man natürlich dem Nächsten das von ihm Gewünschte nicht immer gewähren darf, sondern ihm auch manches versagen muss, so das Gewähren vielleicht Schaden statt Nutzen bringen würde.

12. Betrachtet Mich! Ich liebe euch Menschen alle – liebe euch mit einer Liebe, die ihr nicht begreifen, nicht fassen und nicht erwidern könnt, und doch sage Ich nicht zu allen Bitten, mit denen ihr Mich überhäuft: “Ja!”, sondern meistens das Gegenteil: “Nein!” Und warum? Weil ihr oft Dinge wünscht, die euch geistig schädlich wären! Und wenn diese Verweigerung dann Leiden und Kämpfe, Unglücks und Trauerfälle über euch und die Eurigen bringt, so ist sie doch nur Ausfluss der Liebe, der Liebe eures himmlischen Vaters, der euretwegen alles erschaffen, euretwegen so manches erduldet hat und euch stets Undank, Verhöhnung, Verleugnung mit Segen vergilt.

13. Hier seht ihr, wie die Liebe aufgefasst werden muss, wenn sie nicht Böses, sondern Gutes bewirken soll. So müsst auch ihr eure Menschen- oder Nächstenliebe auffassen! Wie ein Vater auf Erden seinen unmündigen Kindern nicht alles gewährt, was sie in ihrem Unverstand von ihm verlangen, sondern immer den höheren Erziehungszweck im Auge behält, ebenso sollt auch ihr nur dann eurem Nächsten Gutes tun, wenn ihr überzeugt seid, dass gemäss eurer Einsicht nicht etwa ein Laster genährt oder euer Nächster im Nichtstun bestärkt, statt zur Arbeit gewöhnt wird.

14. Dies ist die Liebe, mit welcher Ich aus Meiner Weisheit heraus Meine Welten regiere. Ebenso sollt auch ihr mit euren Verstandeskräften den Trieb des Wohltuns bezähmen und regeln, damit nicht das entgegengesetzte Resultat die Folge eures, wenngleich edelsten Willens ist.

15. Der zweite zu erwägende Punkt ist: “Ihr sollt den Nächsten lieben wie euch selbst!”

16. Nun, auch hier sind so viele Begriffe möglich, wie es geistige Stufen der menschlichen Natur gibt, die von der Verleugnung einer Selbstliebe bis zum höchsten Egoismus steigen kann, – und so entsteht die Frage:

17. “Wann ist meine Selbstliebe die gerechte, die mir und andern nützliche?”

18. Nur nach Beantwortung dieser Frage weiss man, welche Liebe und wie sie anderen erwiesen werden soll! Ihr seht, dass, genaugenommen, die Worte ‘Liebe’ und ‘sich selbst’ ganz andere Begriffe ergeben als bei deren oberflächlicher Betrachtung.

19. Die Bedeutung der Selbstliebe muss erst klar vor euren Augen stehen; ihr müsst wissen, wie und was ihr an euch lieben sollt, um dann nach dieser Erkenntnis eure Liebe auf andere übertragen oder die Liebe, mit welcher ihr andere behandeln sollt, genau beurteilen zu können.

20. Es ist in jeden Menschen der Trieb gelegt, sein Leben zu erhalten, es zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser nötige Erhaltungstrieb für die äussere Hülle oder Umkleidung des geistig-seelischen Menschen musste tief in ihn gelegt und eingepflanzt werden, damit er nicht bei den geringsten Misshelligkeiten während seiner irdischen Lebensbahn auf den Gedanken kommt, diesen hindernden Trieb zu unterdrücken und sich seines Körpers noch vor der Reife des inneren Menschen zu entledigen.

21. Dieser Erhaltungstrieb ist so mächtig und nötig, dass nur Menschen, welche auf alles Geistige verzichten, keinen Glauben und keine Religion im wahrsten Sinn haben oder durch verkehrte Weltansichten oder geistige Störungen in ihrem Lebensorganismus geschwächt sind, dahin kommen können, die so tief eingewurzelte Liebe zum Leben zu zerstören und ihrem Dasein von sich aus früher ein Ende zu machen, als es im Plane Meiner göttlichen, überall gültigen Gesetze bestimmt war.

22. Solche Selbstmörderseelen werden im Jenseits einen mit weit schwierigeren Umständen verknüpften Weg zur Ausreife zurückzulegen haben, weil sie unreif aus dieser Welt gegangen und ebenfalls unreif in eine andere eingetreten sind.

23. Die zweite Art der Selbstliebe ist eine höhere, nämlich der Erhaltungs und Vervollkommnungstrieb des Geistigen. Der Mensch sucht sein geistiges Ich soviel als möglich Dem gleich zu machen, der diesen Funken göttlichen Bewusstseins in ihn gelegt, ihn damit weit über die Materie erhoben und an die Grenze zweier Welten gestellt hat, so dass er der körperlichen Hülle nach der Materie und dem Geist nach der Geisterwelt angehört.

24. Sowohl im materiellen wie im geistigen Wesen des Menschen kann ein Mangel oder ein Überfluss an Selbstliebe vorhanden sein.

25. Der Mangel an materieller Selbstliebe gibt sich durch Lebensüberdruss kund, wobei der körperliche Erhaltungstrieb so gering wird, dass der Mensch oft wegen geringfügiger Unannehmlichkeiten des irdischen Lebens sein Körperleben vernichtet. Dieser Zustand wird häufig durch eine verkehrte Erziehung, durch Nichtglauben an einen Gott oder an ein Fortleben der Seele, oder durch geistige Störungen hervorgerufen.

26. Diesem Extrem des Mangels an Selbstliebe steht dann wieder ein Übermass an Eigenliebe gegenüber. Der Mensch, sein leibliches Wohl als Höchstes achtend, will nur dem fröhnen, was der schmutzigste Egoismus ist. Er ergreift alle Mittel, um seinen Zweck zu erreichen. Es gibt für ihn nichts als sein eigenes Ich, und er ist, jedes Band der Nächstenliebe verleugnend, stets nur allein sein Nächster. Diese Menschen stehen auf der untersten geistigen Stufe; denn sie entziehen sich aller Kämpfe und aller Aufopferungen. Sie wollen nur Genuss, und zwar nur für sich allein, und alle Mittel – erlaubte oder unerlaubte, gesetzliche oder ungesetzliche, göttliche oder teuflische – werden ergriffen, wenn sie nur zu ihrem angestrebten Ziel gelangen. Solche Eigenliebe schliesst alle Nächstenliebe gänzlich aus.

27. Eine Eigenliebe kann auch bestehen, wenn der Mensch nur seiner selbst willen seinen inneren Menschen so ausbilden, so vervollkommnen will, dass ihm selbst sein Körper zur Last wird und er sich desselben sobald wie möglich entledigt fühlen möchte.

28. Hier habt ihr die beiden Extreme: Mangel und Überfluss an Selbstliebe, sei es im materiellen, sei es im geistigen Wesen des Menschen. Wenn aber eine Mittelstrasse eingehalten werden soll, wo weder dem einen noch dem andern Extrem zu nahe gekommen werden darf, so fragt es sich, wie es mit der Nächstenliebe steht, die sich doch nach der Selbstliebe regeln soll.

29. Auch hier gilt das gleiche, was Ich schon im Anfang erklärte: Die gemässigte, durch den Verstand geleitete Liebe, die das eigentliche, geistige Ziel des Menschen und das Ziel seiner irdischen Laufbahn stets im Auge hat, diese Liebe soll die Eigenliebe in solche Bahnen lenken, dass der Körper nicht unter dem Einfluss des Geistes und der Geist nicht unter dem des Körpers leide oder gar verkümmere. Der Mensch soll stets bedenken, dass ihm auch sein Körper als ein Gut anvertraut wurde, und wie er einst von seiner Seele wird Rechenschaft geben müssen, so wird auch die Frage an ihn ergehen:”Hast du deinen Körper zu dem Zweck gebraucht, zu dem er bestimmt war, oder hast du ihn missbraucht?” So wird die Rechenschaft, die der Mensch über seinen Geist und die ihm anvertrauten Talente abzulegen hat, mit derjenigen, die er über das materielle Leben zu geben hat, zusammenfallen.

30. Beides, Geist und Körper so zu gebrauchen, so zu erziehen und derselben so Meister zu werden, dass alle Handlungen nur im Hinblick auf Mich, den Geber, geschehen und so den Stempel der Göttlichkeit tragen. Diese Art zu denken, zu handeln und zu wirken soll auch der Massstab dafür sein, wie ihr dem Nächsten eure Liebe angedeihen lassen sollt! Diese Liebe soll dem Nächsten alles Gute gewähren, insoweit es Meinen eigenen, sittlichen Grundsätzen entspricht.

31. Der Mensch muss vorerst an sich selbst erkennen, was er zu leisten imstande ist, um auch die Leistungsfähigkeit anderer zu bemessen. Er muss vorerst bei sich das Gute und Schlechte unterscheiden lernen. Er muss lernen, was dem Geist und was dem Körper nützt oder schadet, ehe er aus blinder Liebe anderen angedeihen lässt, was sie nur zum Ruin und nicht zum höheren Ziel führt.

32. Daher regelt vorher eure Eigenliebe! Haltet darin gerechtes Mass und Gewicht, und es wird euch die rechte Selbstliebe am besten zur Nächstenliebe führen! Denn nur da, wo klare Ansichten herrschen, können auch vollgültige Taten das Resultat sein; sonst tappt ihr im Finstern herum, verkennt oder missbraucht eure Liebe zum Schaden anderer. Überall in der ganzen Welt sind die Extreme schädlich und führen zu nichts: im Lieben wie im Hassen, im Geben wie im Verweigern, im Reden wie im Schweigen.

33. Daher seid bei jeder Handlung eurer höheren Bestimmung eingedenk und vergesst dabei nicht, dass ihr Menschen und keine Götter seid, und dass zu grosse wie auch zu geringe Liebe für sich selbst ebenso zu schlechten Resultaten führt, wie zu hoch oder zu niedrig gespannte Begriffe von Nächstenliebe dem Nebenmenschen eher schaden als nützen können.

34. Erkennt zuerst eure eigenen Schwächen, um nachsichtig gegen die anderer zu sein! Prüft, ob die Gewährung einer Bitte bei euch Gutes oder Schlechtes hervorbringen möchte, und regelt danach eure Liebesgaben, eure Aufopferungen gegen euern Nächsten! Nirgends kann soviel Schaden gestiftet werden, als mit dem wörtlich genommenen Begriff der Nächstenliebe.

35. Seht, Ich bin euer Nächster und tue alles, damit ihr Meine Nächsten, Meine Brüder und Schwestern, ja, Meine Kinder werdet; und doch bin Ich trotz aller Liebe und Weisheit nicht so willfährig, den Menschen alles zu geben, was sie oft in ihrer Unmündigkeit von Mir verlangen, weil Ich als Geist, und zwar als höchster Geist, am besten weiss, was Meinen Kindern, Meinen geistigen Brüdern und Schwestern am zuträglichsten ist, und weil Ich sie erziehen und nicht verziehen will!

36. Daher nehmt euch ein Beispiel an Mir, wie Ich Meine ganze Schöpfung zusammenhalte und ihre Teile gemeinschaftlich zum grossen Ziel der Erlösung aus der Materie führe, und ihr werdet gewiss den rechten Weg zwischen Geben und Nehmen, zwischen Gewähren und Verweigern finden! Dann wird das zweite grosse Liebesgebot erst den eigentlichen geistigen Ausdruck nicht allein im Wort, sondern auch in der Tat finden, wenn ihr euern Nächsten das tut, was ihr – wärt ihr in der Lage und in den Verhältnissen eures Nebenmenschen – als geistige Wesen für euch selbst für das beste halten würdet.

37. Stets das Geistige hoch, ja höher als alles andere haltend, müsst ihr darin den Anfangs und Ausgangspunkt aller eurer Handlungen suchen, damit sie mit Meinen grossen Schöpfungsgedanken übereinstimmend, euch veredeln und adeln und ihr Mich dadurch als euern liebevollsten Vater stets mehr verklärt und als das erkennt, was Ich allen sein möchte, nämlich euer geistiger Führer, Leiter und Vater. Amen.

flagge en  38th Sermon of the Lord… The Parable of the Good Samaritan

38th Sermon of the Lord… The Parable of the Good Samaritan
(April 10, 1872)

Luke 10:25-37…
And behold, a certain lawyer stood up, and tempted him, saying, Master, what shall I do to inherit eternal life? He said unto him, What is written in the law? How readest thou?

And he answering said, Thou shalt love the Lord thy God with all thy heart, and with all thy soul, and with all thy strength, and with all thy mind; and thy neighbour as thyself. And he said unto him, Thou hast answered right: this do, and thou shalt live. But he, willing to justify himself, said unto Jesus, And who is my neighbour?

And Jesus answering said, A certain man went down from Jerusalem to Jericho, and fell among thieves, which stripped him of his raiment, and wounded him, and departed, leaving him half dead. And by chance there came down a certain priest that way: and when he saw him, he passed by on the other side. And likewise a Levite, when he was at the place, came and looked on him, and passed by on the other side.

But a certain Samaritan, as he journeyed, came where he was: and when he saw him, he had compassion on him, And went to him, and bound up his wounds, pouring in oil and wine, and set him on his own beast, and brought him to an inn, and took care of him. And on the morrow when he departed, he took out two pence, and gave them to the host, and said unto him, Take care of him; and whatsoever thou spendest more, when I come again, I will repay thee.

Which now of these three, thinkest thou, was neighbour unto him that fell among the thieves? And he said, He that shewed mercy on him. Then said Jesus unto him, Go, and do thou likewise.”

Thus says the Lord:

1. These verses tell you the parable of the Good Samaritan. With this very obvious illustration I wanted to answer the Pharisee’s question: “Who is my neighbour?”, showing him who his neighbour was and how the second commandment of love: “You shall love your neighbour as yourself!” has to be interpreted in the spiritual sense.

2. At all times men have considerably distinguished between love of one’s fellowman, brotherly love and love of one’s neighbour, all of which fuse into one love.

3. In those times, when I gave this parable, due to the differences in caste and position as well as to public opinion, people were still very far from what I wanted them to understand in My commandment: “Love your neighbour as yourself!” This fact becomes obvious in the Pharisee’s question as to who actually his neighbour was. Therefore, I had to show by an example who every person’s neighbour is. Thus there is no longer any doubt at all about the concept of “neighbour” and the practising of love on one’s neighbour, for from benevolence or good wishes alone neither the neighbour nor mankind nor, least of all, I can benefit in any way.

4. Although a great deal has been written and said about this second commandment of love, few people really understand the love of their neighbour, or who their neighbour actually is.

5. Generally they draw the conclusion: “All mankind is my neighbour, and the law that I should love my neighbour as myself, also determines the measure of love.”

6. Quite right, say I, but the important question is: In what way is all mankind or everyone my neighbour, and what does it mean to love oneself – but mind this – to the right extent?

7. In these two concepts there is the key to My Kingdom and, therefore, out of all imaginable commandments, I made this commandment of love of one’s neighbour the second chief commandment – and not only for your earth, but for all worlds, even for the great spirit realm.

8. It is, above all, the commandment of love, because without love there is no warmth, without warmth no life, without life no creation. Love is the foremost driving force that spurs to activity, and activity accordingly produces warmth. Warmth -the expression of motion, vibration – manifests as life, and life is “coming into being”, “existing” and “passing” as the visible sign of life or creation in its entirety.

9. Love exalts all beings who feel it and practise it towards others. Without love there would not exist any spiritual yardstick for actions; without love I would not exist nor would any created thing that could gain permanence.

10. Just as love within Me created My spirits, all living beings, and even matter, all of which it embraces with the same ardour, nourishes, supports and guides to the supreme spiritual goal, the quintessence of supreme love, – thus also man should embrace the world in which he has to live with the same love. Everything created, – produced out of love and through My divine love – is to be a constant proof that I am a loving Father only when My created beings, My neighbours, perform their duty, their mission, as intended by Me and as I want it performed, namely, of their own free will and not under compulsion. The free will exalts the created being, contrary to that being which is guided by instinct and compelled to act in a certain way.

11. This love that embraces everything is to be the standard for the love that should dwell in every man’s heart and as a permanent memorial of a higher origin should also rule all thoughts, words and actions. This love, as does Mine, should know no other purpose than acting for the benefit of its fel-lowmen and fellow beings. Naturally, one cannot grant all one’s neighbour’s requests, but must refuse some if their granting would be more damaging than useful.

12. Look at Me! I love all of you with a love which you can neither comprehend nor return, but I still do not say ‘Yes’ to your numerous requests, – more often ‘No’. Why? Because you often desire things that would be detrimental to you. And even if this refusal brings upon you suffering and struggles, misfortune or the loss of dear ones, it is still he result of love, of your heavenly Father’s love, Who has created everything for you, has suffered much for your sake, and keeps repaying ingratitude, mockery and disavowal with blessings.

13. This shows you how love must be understood if it is to lead to good instead of evil. This is how the love of your neighbour is to be understood. As a human father does not grant his immature children everything they desire in their lack of judgment, but always keeps in mind the higher purpose of education, thus you should also only do a good turn to your neighbour if you are convinced that, as far as you can judge, this would not promote some vice or encourage laziness in your neighbour instead of diligence.

14. This is the type of love with which I rule the world out of My wisdom. Thus you, too, should restrain and control with your intellectual power your urge to help, so that your noblest intentions may not have an adverse effect.

15. The second point that must be considered is: “You shall love your neighbour as yourself!”

16. This, too, can be interpreted in as many ways as there are spiritual stages in human nature, beginning with self-abnegation right to extreme egoism. And here arises the question:

17. “When is my self-love justified, useful to me and others?”

18. Only after this question has been answered, does it become clear which love is to be practised and how. You can see that, strictly speaking, the words “love” and “yourself” have quite different meanings than if looked at only superficially.

19. The meaning of self-love must first be quite clear to you; you must know what you are supposed to love in yourself and how. Only then can you transfer your love onto others, or be able to judge with what love you have to treat others.

20. The instinct of self-preservation, of prolonging one’s life and arranging it as pleasantly as possible, has been planted in every human being. This necessary instinct for the preservation of the external hull or casing for the spiritual man had to be planted deep within man, so that he would not, whenever he was in trouble during the course of his life, try to suppress this instinct and discard his body before the inner man had matured.

21. This instinct of self-preservation is so mighty and necessary that only people who disregard everything spiritual, have no faith and no religion in the true sense of the word or have been weakened through a false philosophy of life or spiritual disorders in their life-organism, can come to a state where they would destroy their deep-rooted love for life and end their existence earlier than destined in the plan of My divine, universally valid laws.

22. The souls of such suicides will have a much harder road to perfection in the beyond because they were not mature when they left this world and entered the world beyond.

23. The second type of self-love is a higher one. It is the instinct to preserve and perfect the spiritual. Man seeks to adapt his spiritual self as much as possible to Him Who planted the spark of divine consciousness in him, thus raising him high above matter and placing him on the border of two worlds, so that with his physical body he belongs to matter and with his spirit to the spiritual world.

24. A lack or excess of self-love may be present in the material as well as in the spiritual nature of man.

25. The lack of material self-love expresses itself when a person is sick of life. Then the physical instinct of self-preservation weakens to such an extent that such a person often destroys his physical body when his earthly life presents some minor difficulties. This state is often called forth through the wrong upbringing, through non-belief in a God or a life of the soul after death, or through some mental disturbance.

26. The other extreme is an excess of self-love. Regarding his physical well-being as the most important factor in life, a man indulges only in the basest egoism. He makes use of all available means to achieve his purpose. For him nothing exists but his own ego and, denying any bond of neighbourly love, he is always only his own neighbour. Such people are on the lowest spiritual level, for they evade all struggles and sacrifices. They want only pleasures for themselves and use all means -whether they be permitted or prohibited, lawful or unlawful, divine or satanic – to achieve their end. Such self-love completely excludes all love of one’s neighbour.

27. It can also be self-love if a person strives to educate and perfect his inner man only for his own sake, so that even his body becomes a burden to him and he would like to get rid of it as soon as possible.

28. Here you have the two extremes: Lack and excess of self-love, in the material as well as in the spiritual nature of man. If, however, a middle course is to be steered where one is not allowed to come too close to either of the extremes, the question arises how this affects the love of one’s neighbour which should be guided by the self-love.

29. Here, too, the same applies which I explained at the beginning; moderate love, governed by reason, which keeps in mind the actual spiritual destination of man and the goal of his earthly life, is to steer self-love into such a course that the body may not suffer, or even become stunted under the influence of the spirit or the spirit under the influence of the body. Man should always keep in mind that his body has been entrusted to him, and just as he once will have to answer for his soul, he will also be asked: “Did you always use your body for what it was meant, or did you misuse it?” Thus man will not only be made responsible for his spirit and the talents entrusted to him, but simultaneously also for his material life.

30. Both spirit and body should be used, educated and controlled in such a way that I, the Giver, am considered in every action, thus branding it with the stamp of the divine. This way of thinking, acting and working shall also be the standard for the way you practise love towards your neighbour. This love shall grant the fellowman all that is good as far as it is in accordance with My own moral principles.

31. First of all, man must recognize in himself what he is capable of doing in order to be able to judge the capability of others. He must learn to distinguish in himself what is good and bad. He must learn what is of benefit or damaging to the spirit and what to the body, before he grants others out of blind love what could only ruin them instead of helping them to attain the higher goal.

32. Therefore, first of all, regulate your self-love! If you keep it in a proper measure, your self-love will best lead you to the love of your neighbour. Only where clear notions are ruling can fully valid actions result; otherwise you will grope in the dark and misunderstand or misuse your love for the detriment of others. Everywhere in the world extremes are detrimental and lead to nothing, be it in love or hate, in giving or refusing, in speaking or remaining silent.

33. Therefore, whatever you do, keep in mind your higher destination and do not forget that you are men and not gods and that too much as well as too little love for oneself may lead to just as bad results as would too high or too low concepts of the love of one’s neighbour be detrimental to one’s fellowman rather than beneficial.

34. First, recognize your own weaknesses in order to be tolerant towards others. Test whether the granting of a request would have a good or bad effect on you yourself, and then handle your charities, your sacrifices for your fellowman accordingly. Nowhere else can as much damage be done as when the concept of the love of one’s neighbour is taken literally.

35. Behold, I am your neighbour and I do everything to make you My neighbours, My brothers and sisters, even My children. However, notwithstanding all My love and wisdom, I am not prepared to give men all they ask of Me in their immaturity, since I, as a spirit, as the Supreme Spirit, know best what is good for My children, My spiritual brothers and sisters, because I want to educate and not spoil them.

36. Therefore, learn from Me how I am keeping together My entire creation, guiding all its parts together to the great goal of redemption from matter. Then, you will be sure to find the right way between giving and taking, granting and refusing. Then, the second great commandment of love will find its proper spiritual expression not only in the word but also in the deed, if you do to your neighbour what you – if you were in the same situation as your fellowman – as spiritual beings would consider best for yourselves.

37. Respecting the spiritual always more than anything else, you must seek therein the starting-point of all your actions that they, being in accordance with My great thoughts of creation, may ennoble and exalt you so that, more and more enlighthened, you may recognize Me, your most loving Father, as that which I want to be to all, namely, your spiritual Guide, Leader and Father. Amen.

 

34. Der ungerechte Haushalter… Ihr könnt nicht 2 Herren dienen – The unjust Steward… You cannot serve 2 Masters

PREDIGT / SERMON 34
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flagge de  34. Der ungerechte Haushalter… Ihr könnt nicht 2 Herren dienen

34. Predigt von Jesus… Gleichnis vom ungerechten Haushalter
(11.04.1872)

Lukas 16:1-13
Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: “Es war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berüchtigt, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: ,Wie höre ich das von dir? Tue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter sein!` Der Haushalter sprach bei sich selbst: ,Was soll ich tun? Mein Herr nimmt das Amt von mir. Graben kann ich nicht, so schäme ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen.` Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem ersten: ,Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?` Er sprach: ,Hundert Tonnen Öls.` Und er sprach zu ihm: ,Nimm deinen Brief, setze dich und schreibe flugs fünfzig!` Danach sprach er zu dem andern: ,Du aber, wieviel bist du schuldig?` Er sprach: ,Hundert Malter Weizen.` Und er sprach zu ihm: ,Nimm deinen Brief und schreibe achtzig!` Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich getan hatte; denn die Kinder dieser Welt sind klüger als die Kinder des Lichtes in ihrem Geschlecht. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten! Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist, der ist auch im Großen unrecht. So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhaftige vertrauen? Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer wird euch geben, das euer ist? Kein Knecht kann zwei Herren dienen: entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott samt dem Mammon dienen.”

01. Dieses Evangelium handelt von einem ungerechten Verwalter, welcher, nachdem sein Herr von seiner Untreue unterrichtet worden war, sich doch wenigstens die Hintertür sichern wollte, damit er nicht, der Not ausgesetzt, zum Darben verdammt würde oder durch schwere Handarbeit sein täglich Brot verdienen müsse.

02. Ich sagte dies Gleichnis den Pharisäern und Schriftgelehrten deswegen, weil sie am meisten dem Gelde oder dem Mammon huldigten und, um dasselbe in Fülle zu erwerben, sich keines Mittels schämten, ihren Zweck zu erreichen.

03. Was in diesem Gleichnis der ungerechte Haushalter getan hat, nämlich daß er Schuldverschreibungen seines Herrn von den Schuldnern auf die Hälfte herabsetzen ließ, um sich bei ihnen in größere Gunst zu setzen, das taten auch die Pharisäer in ihren Religionsgesetzen, indem sie den Reichen die Befolgung derselben erleichterten, wenn diese sehr gut dafür bezahlten. So waren sie mit den Armen streng und mit den Reichen nachsichtig, wie es eure Priesterschaft noch heute ist.

04. Die Lehren, welche Ich Meinen Jüngern gab: Meine Mahnung, sich mittels des Mammons Freunde zu erwerben, auf daß sie im Notfall nicht zu darben brauchen; dann der nächstfolgende Vers: “Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, der ist auch im Großen ungerecht!”; ferner: “So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch das Wahrhafte anvertrauen; und ferner: “So ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer will euch geben dasjenige, das euer ist?”; wie auch der folgende Vers: “Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen; entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder umgekehrt!”, was geistig auch heißt: “Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen!”; – alle diese Verse enthalten, mit nur wenig Unterschied, das gleiche; nur der neunte Vers steht in scheinbarem Widerspruch mit den folgenden, weil dort angeraten wird, sich mit dem Mammon Freunde zu machen, auf daß im Falle der Not eine Freundeshand uns unterstütze, während in den anderen Versen gerade mehr darauf hingewiesen wird, daß man nicht zwei Herren dienen könne, und im dreizehnten Vers es sogar deutlich gesagt ist: “Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen!” Denn wie kann sich jemand mit dem Mammon Freunde erwerben und dabei Gott dienen?

05. Ihr seht, hier bestehen dem Scheine nach Widersprüche; denn Gott und der Mammon, d.h. die materielle Welt, ihre Schätze und ihre Genüsse, sind doch gewiß entgegengesetzte Dinge, und es ist ganz natürlich, daß derjenige, der dem Mammon oder der Welt huldigt, nicht ebenfalls Gott lieben und Seinen Lebensregeln folgen kann.

06. Um die Widersprüche zu lösen, wollen wir diese Verse etwas näher betrachten und versuchen, trotz ihres scheinbaren Gegenüberstehens das gemeinsame Bewegen nach einem Ziel nachzuweisen.

07. Seht, wenn Ich in diesem Gleichnisse sagte, daß der schlechte Haushalter die Schuldverschreibungen seines Herrn bedeutend herabsetzen ließ, so bedeutet das geistig eigentlich nichts anderes, als daß die Fehler des Menschen, welche er gegen Mich als höchstes Wesen begangen hat in Rücksicht auf seine eigene Natur und auf die Verhältnisse, in welchen er leben muß, milder betrachtet werden. Wollte Ich ohne diese Berücksichtigung eure Taten beurteilen oder euch gar bestrafen, so stünde es wohl sehr schlecht um die ganze Menschheit. Das Ende müßte eine zweite Vernichtung des ganzen Menschengeschlechts, wie einst bei der Sündflut sein. Die Menschen wieder neu erschaffend, müßte Ich sie – wollte Ich nicht, daß sie in dieselben Fußstapfen fielen – zu Maschinen, aber nicht zu freien Menschen machen.

08. Wenn es heißt: “Erwerbt euch Freunde mit dem Mammon!”, so will das soviel sagen als: Erleichtert dem mit Sünden und Gewissensbissen Beladenen seine Last! Stellt ihm vor, daß seine Schuld gegen Mich zwar groß ist, aber von seiner Seite nicht als untilgbar angesehen werden soll! Beweist ihm, daß der Mensch ohne die Welt nicht auf Erden leben kann, sondern daß er mit seinen Nebenmenschen leben muß; nur soll er das Gute wirken, soviel in seinen Kräften steht, wenngleich er durch schlechte Einflüsse daran gehindert werden sollte. Lehrt ihn, daß er Mich nicht als höchsten, strengen Richter, sondern als liebenden Vater ansehen soll, welcher bei Vergehungen wohl weiß, wieviel eigene Schuld und wieviel Schuld der Welt in Anrechnung zu bringen ist!

09. Auf diese Art macht ihr selbst den Beunruhigten ihre Last leichter und versöhnt sie mehr mit der Welt, der sie sich vielleicht aus zu großem Eifer entziehen wollten. Indem ihr ihnen, sie so tröstend, guten Rat erteilt, entspricht euer Handeln den Worten: “Machet euch Freunde mit dem Mammon!” So gewinnt ihr die Herzen anderer, welche auf anderen Wegen, vielleicht verzweifelnd, entweder sich der Welt ganz in die Arme geworfen hätten oder an Gott, Ewigkeit und sogar an der Existenz ihrer eigenen Seele verzweifelt wären.

10. Der nächste, zehnte Vers, welcher besagt, daß derjenige, der im Geringsten treu ist, es auch im Größten sein wird, bedeutet: Wenn ein Gläubiger es einmal erfaßt hat, daß er mit seinen schwachen Kräften der Welt widerstehen kann, indem er sich von ihr nicht verleiten läßt, sondern allem nur den Wert zuerkennt, den es eigentlich hat, so wird er sich durch materiellen Glanz nicht blenden lassen und, sollten ihn die Verhältnisse einst weltlich höher stellen, auch dann seine Treue in bezug auf seine Grundsätze bewahren, wie er es bei geringen Kräften und in beschränktem Wirkungskreise früher ebenfalls getan hat.

11. Das bestätigt auch der zwölfte Vers; denn das ,Fremde` bedeutet eure materielle und das ,Eigene` eure geistige Bestimmung. Sich ganz dem einen oder dem andern hinzugeben, ist natürlich nur dann möglich, wenn man das eine ganz hintansetzt und
nur dem andern huldigt (was besagen will, daß man nicht zwei Herren dienen kann), während es doch angängig ist, daß man das eine benutzen kann, um im andern seinen Zweck vollends zu erreichen. Nur so ist es möglich, daß Menschen sich Mir nähern und ihre geistige Vervollkommnung anstreben können, nämlich wenn sie, wohl in der Welt lebend, diese und alle ihre Reichtümer und Schätze benützend, doch keinen andern Zwecks im Auge haben, als durch weise Anwendung des ihnen Anvertrauten dem Nächsten und durch ihn Mir selbst am meisten zu beweisen, wie sie Meine zwei Liebesgesetze aufgefaßt haben.

12. Das nachfolgende Gleichnis vom reichen Prasser und dem armen Lazarus sollte Meinen Zuhörern noch mehr zeigen, welche Folgen es hat, wenn man sich dem Mammon ganz hingibt, statt ihn zu geistigen Zwecken zu verwenden. Es sollte ihnen zeigen, daß auf diese Art der eine seinen Lohn schon auf Erden empfängt, während dem andern die Vergeltung für ein anderes, und zwar längeres Leben aufgespart wird, und daß das eine Leben von kurzer, das andere aber von ewiger Dauer sein wird. Der Weg zur Seligkeit wird dem weltlich Gesinnten ebenso unmöglich sein – außer aus seinem Innern heraus – wie dem schon Guten der Rückschritt zur Welt.

13. Daß der Reiche in seiner Qual gebeten hatte, wenigstens seine Brüder zu retten, worauf Abraham ihm antwortete, daß den, der seiner Religion und ihren Grundsätzen nicht glaubt, auch die Toten – kehrten sie auf die Welt zurück – nicht bekehren würden, will sagen, daß diejenigen, welche sich der Welt oder dem Mammon ganz hingegeben haben, wenig darauf achten würden, wenn selbst überirdische Einflüsse bei ihnen sich geltend machten, weil sie, selbst zu niedrig gesinnt, das Überirdische längst als nicht bestehend ansehen und durch Taten und Worte verleugnet haben.

14. Aus dem ganzen Evangelium vom ungerechten Haushalter geht also hervor, daß ihr Menschen – und besonders auch ihr, welche Ich mehr als andere in Meine Schöpfungsgeheimnisse und in Meine Lehre einführen will -, wollt ihr euch Freunde und Mir Kinder erwerben, ihr vorerst nicht durch zu überspannte Anforderungen den andern den Weg erschweren dürft, und daß ihr selbst bei euch, wenn ihr fehlet, es Meiner Gnade überlassen sollt, inwieweit Ich euch eure Fehler anrechne oder nicht.

15. Das Zuviel ist in keiner Hinsicht von Nutzen, sondern überall nur schädlich. Ihr müßt euch und andern den Weg zu Mir nicht erschweren, nicht Meine Geister sein wollen, während ihr noch schwache Menschen seid! Dieses Streben verträgt eure menschliche Natur nicht. Ihr könnt doch ganz Liebe für Mich, ganz Liebe gegen euren Nächsten sein und mitten in dem weltlichen Treiben eure sittliche Reinheit bewahren; ihr könnt Mir ganz dienen, ohne der Welt den Rücken wenden zu müssen.

16. Seht ihr denn nicht, wie Ich selbst die weltlichen Ereignisse benütze, um die Menschheit geistig zu erziehen? Ich selbst verachte nicht und kann nicht hassen, was Ich selbst geschaffen habe; nur ist dies der Unterschied, daß alles Gebaren der Menschen, so schlecht es auch von seiten des einen oder andern sein mag, Mir doch zur geistigen Vervollkommnung Meiner Kinder und der gesamten Menschheit dienen muß.

17. So wie Ich als höchster Richter und Regent verfahre, so sollt auch ihr tun! Ihr sollt die Umstände, Verhältnisse und Zusammenhänge, die euch auf eurem Lebensweg begegnen, ebenfalls so benutzen, daß ihr am meisten durch die Taten an euren Nebenmenschen Meinen Zweck fördern helft. Dann ist es nicht nötig, Verstorbene heraufzubeschwören – wie der Reiche im Gleichnis glaubte, verlangen zu sollen -, wenn ihr Lebenden die besten sichtbaren Zeugnisse dafür seid, daß mitten im Weltgetümmel die menschliche Seele, eingedenk ihrer hohen Mission, nicht zwei Herren, sondern nur einem Herrn, und zwar dem Herrn des ganzen Universums, nämlich Mir allein, dienen kann, ohne die Verhältnisse unbenützt zu lassen, die wohlweislich nur dazu da sind, um die große Aufgabe der Menschenkinder zu beschleunigen und glorreich zu Ende zu führen.

18. So erseht ihr aus einem Gleichnis, in dem die Ungerechtigkeit als Beispiel dient, wieviel Nutzen selbst aus Umständen gezogen werden kann, die dem Anscheine nach schlecht sind, deren Endresultat aber das Herrlichste ist, das Ich als Gott, als Jesus angestrebt habe, und das ihr als Meine Kinder mit vollenden helfen sollt! Amen.

flagge en  34. The unjust Steward… You cannot serve 2 Masters – Luke 16:1-13

34th Sermon of Jesus… The Parable of the unjust Steward
(April 11, 1872)

Luke 16:1-13
“And he said also unto his disciples, There was a certain rich man which had a steward; and the same was accused unto him that he had wasted his goods. And he called him, and said unto him, How is it that I hear this of thee? Give an account of thy stewardship; for thou mayest be no longer steward. Then the steward said within himself, What shall I do? for my lord taketh away from me the stewardship: I cannot dig; to beg I am ashamed. I am resolved what to do, that, when I am put out of the stewardship, they may receive me into their houses. So he called every one of his lord’s debtors unto him, and said unto the first, How much owest thou unto my lord? And he said, An hundred measures of oil. And he said unto him, Take thy bill, and sit down quickly and write fifty. Then said he to another, And how much owest thou? And he said, An hundred measures of wheat. And he said unto him, Take thy bill, and write fourscore. And the Lord commended the unjust steward, because he had done wisely: for the children of this world are in their generation wiser than the children of light. And I say unto you, Make to yourselves friends of the mammon of unrighteousness; that, when ye fail, they may receive you into everlasting habitations. He that is faithful in that which is least is faithful also in much: and he that is unjust in the least is unjust also in much! If therefore ye have not been faithful in the unrighteous mammon, who will commit to your trust the true riches? And if ye have not been faithful in that which is another man’s, who shall give you that which is your own?
No servant can serve two masters: for either he will hate the one, and love the other; or else he will hold to the one, and despise the other. He cannot serve God and mammon.”

This Gospel deals with an unjust steward who, after his lord had been told about his dishonesty, endeavoured to secure himself a loophole so as not to become destitute and be compelled to earn his living by hard labour.

I gave the Pharisees and scribes this parable because they, most of all, paid homage to the money or mammon and in order to obtain plenty of it were not ashamed to use any means to achieve their purpose.

What the unjust steward did in this parable, namely, reduce by half the debts owing to his lord so as to win favour with his lord’s debtors, was also done by the Pharisees in their religious laws. They were strict with the poor and lenient with the rich, as is still the case today with your priesthood.

The precepts I taught My disciples: My advice to win friends for themselves with the mammon so that they need not suffer hardship in times of need; also the following verses: ‘He that is faithful in that which is least is faithful also in much, and he that is unjust in the least is unjust also in much!’ ‘If therefore ye have not been faithful in the unrighteous mammon, who will commit to your trust the true riches?’ ‘If ye have not been faithful in that which is another man’s, who shall give you that which is your own?’ ‘No servant can serve two masters; for either he will hate the one and love the other; or the other way round’, which in the spiritual sense means: ‘You cannot serve God and mammon’, – all these verses contain – with only slight differences – one and the same. Only the ninth verse seems to contradict the ones following it because it advises to win friends with the mammon so that in times of need a friend may assist us, whereas in the other verses the emphasis is on the fact that one cannot serve two masters, with the thirteenth verse clearly stating: ‘Ye cannot serve God and mammon’. How can a person win friends with mammon and still serve God? You can see that there appear to be contradictions in this; for God and mammon – or the material world with its riches and pleasures – are surely quite opposite things, and it is obvious that he who pays homage to mammon and the world cannot at the same time love God and follow His precepts.

In order to clarify these contradictions, let us have a closer look at these verses and endeavour, notwithstanding their apparent contradiction, to find a common striving for the one goal.

In this parable I said that the bad steward considerably reduced the amounts his master’s debtors were owing. In a spiritual sense this means simply that the offences a person has committed against Me as the Supreme Being, are regarded with more leniency taking into consideration his own nature and the circumstances under which he has to live. If I judged your actions or even punished you without this consideration, all mankind would be in a hopeless situation. The end would have to be a second extermination of the entire human race, similar to that at the great deluge. And when creating new men, I would have to make them machines instead of free men, if I did not want them to follow in the same footsteps.

If it says: ‘Make to yourselves friends of the mammon’ this means as much as: Ease the burden of him who is burdened with sin and a bad conscience. Make it clear to him that his guilt is great before Me, but that he should not consider it as irredeemable. Prove to him that man cannot live on earth without the world, but that he has to live with his fellowmen. However, he should do as much good as he can, even if bad influences may put obstacles in his way. Teach him not to look upon Me as a supreme, severe judge, but as a loving Father, Who, with every sin committed, is quite aware to what extent the sinner himself is responsible and how much of it is due to the world.

In this way, you ease the burden of the worried and reconcile them with the world which they may want to forsake in their overzealousness. By thus comforting them with good advice, you act in accordance with the words: ‘Make to yourselves friends of the mammon.’ Thus you win the hearts of others who otherwise might have, in their despair, thrown themselves into the arms of the world, or despaired of God, eternity and even the existence of their own soul.

The next verse, the tenth, says that he who is faithful in the least will also be faithful in great things. This means: Once a believer has realized that he can resist the world with his limited strength by not giving in to it and seeing all things in their proper light, he will not be deceived by material splendour. And even if circumstances should place him in a higher position, he will remain faithful to his principles just the same as he did with less power and in a limited sphere of action.
This is also confirmed by the twelfth verse, for ‘another man’s’ denotes your material, and ‘your own’ denotes your spiritual destiny. To devote oneself completely to one or the other is, of course, only possible if one is completely neglected and homage is paid only to the other (which means that one cannot serve two masters), while it is possible to make use of the one to fully achieve one’s purpose in the other. Only in this way is it possible that men draw closer to Me and strive after their spiritual perfection, when they living in the world, use all its riches and treasures with the one object in mind, by cleverly using what has been entrusted to them to prove to their fellow- man, and through him to Me, how they have comprehended My two commandments of love.

The following parable of the rich man and the poor Lazarus was to show My listeners even more clearly the consequences that arise if a person fully surrenders to mammon instead of using it for spiritual purposes. It was to show them that in this way one receives his reward already on earth, whilst the reward for the other one is saved for another much longer life; the one life being-of a short duration, the other lasting forever. It will be quite as impossible for the worldly-minded to enter upon the road to beatitude – except if he does it from within -as it will be to the already perfected to return to worldly-mindedness.

That the rich man in his torment had asked to save at least his brothers, whereupon Abraham replied that even if the dead returned to the world, they would be unable to convert one who does not believe in his religion and its principles, means that those who have completely surrendered to the world, or to mammon, would take little notice even if supernatural influences would approach them, as they had long since ignored the supernatural as non-existent and denied it with words and deeds.

Hence it follows from this whole Gospel of the unjust steward that you people – and particularly those of you whom I, more than others, want to introduce to My secrets of creation and My teaching -, if you want to win friends for yourselves and children for Me, must not make the way more difficult for others by exaggerated demands, and as far as you are concerned, when you have sinned, you must leave it to Me to decide to what extent I shall make you responsible for your mistakes or not.

A “too much” is at all times detrimental. Neither for yourselves nor for others must you make the road to Me too difficult. Do not try to be My spirits while you are still weak humans! Your human nature cannot stand up to such aspirations. You can still be full of love for Me and your fellowmen and keep your moral purity in the bustle of the world; you can serve Me completely without having to turn your back on the world.

Don’t you see how I Myself, am using the worldly events towards the spiritual education of mankind? I do not despise and cannot hate what I, Myself, have created. And all human activity, bad as it may be on the part of one or the other, has still to serve Me towards the spiritual perfection of My children and all mankind.

Just as I, as the supreme judge and ruler, act, you should, too. You should also make use of the circumstances, situations and events, which you encounter during the course of your life, in such a way that you help to further My purpose mainly through your actions towards your fellowmen. Then it will be unnecessary to recall the dead – as the rich man in the parable asked – if you, the living, are the best visible witnesses for the fact that amid the bustle of life the human soul, remembering its high mission, cannot serve two masters, but only one, the Lord of the entire universe, Me alone, making use of the existing circumstances for the sole purpose of accelerating and successfully completing the great destiny of man.

Thus you see from a parable where injustice serves as an example, how useful even such circumstances can be that appear bad, but result in the most glorious thing that I, as God, as Jesus, have striven for and which you, as My children, are meant to help Me complete! Amen.

 

32. Lasst von Meinem Brot nichts übrig… Speisung der Viertausend – Do not leave over any of My Bread… Feeding of the Four Thousand

PREDIGT / SERMON 32
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flagge de  32. Predigt von Jesus… Die Speisung der Viertausend

32. Predigt von Jesus… Die Speisung der Viertausend
(07.04.1872)

Markus 8:1-9
Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen: “Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret und haben nichts zu essen. Wenn ich sie ungespeist von mir heimgehen ließe, würden sie auf dem Wege verschmachten; denn etliche sind von ferne kommen.” Seine Jünger antworteten ihm: “Woher nehmen wir Brot hier in der Wüste, daß wir sie sättigen?” Und er fragte sie: “Wieviel habt ihr Brote?” Sie sprachen: ,Sieben.” Und er gebot dem Volke, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, daß sie dieselbigen vorlegten. Und sie legten dem Volke vor. Und sie hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie aßen aber und wurden satt und huben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe voll. Und ihrer waren bei viertausend, die da gegessen hatten; und er ließ sie von sich.

01. Dieses Evangelium handelt wieder von einer Speisung des um Mich versammelten Volkes, und zwar von viertausend an der Zahl, wobei dann am Ende sieben Körbe voll Brot übrigblieben, während es anfangs nur sieben Brote und einige Fische waren.

02. Schon einmal verrichtete Ich ein ähnliches Wunder, indem Ich fünftausend Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen sättigte, wobei dann zwölf Körbe Brot übrigblieben. Was dort die fünf Brote und zwei Fische für geistige Bedeutung hatten, wißt ihr; auch bei diesem zweiten Male, bei dem Ich statt fünftausend nur viertausend Mann mit sieben Broten und einigen Fischlein speiste und dann sieben Körbe voll übrigblieben – wie dort zwölf -, hat alles eine geistige Bedeutung, welche Ich euch jetzt näher erklären will.

03. Die zwölf übriggebliebenen Körbe des ersten Wunders bezeichneten sowohl die zwölf Stämme Israels, als auch die zwölf Gebote, die den Menschen nach Meinem Hinscheiden noch verbleiben sollten. Die sieben Körbe, welche das zweite Mal übrigblieben, bezeichnen Meine sieben Haupteigenschaften, welche den Menschen zur Festigung und zur Richtschnur verbleiben sollten, wenn sie Mich nicht mehr persönlich besitzen würden. Diese sieben Eigenschaften heißen: Liebe, Geduld, Demut, Vergebung, Beharrlichkeit, Aufopferung und Barmherzigkeit.

04. Als Ich dem jüdischen Volke predigte, mußte Ich ihnen manchmal zurufen: “Wer Ohren hat, der höre!” Dies war ein deutlicher Beweis dafür, daß eben bei ihnen vieles zum einen Ohr hinein und zum andern hinausging, und daß die Mehrzahl Meine Lehre nicht so auffaßte, wie Ich es wollte. Das bildlich zu deutende Speisewunder am Ende Meiner Ansprache an sie bezeugt das lÜbrigbleiben gerade des Wichtigsten. Wie sie das Brot und die Fische nur verzehrten, um ihren leiblichen Hunger zu stillen, und sieben Körbe Brot zurückließen, so faßten sie auch nur oberflächlich den Inhalt Meiner Rede und ließen den Hauptinhalt derselben, Meine sieben Grundeigenschaften, welche Ich ihnen durch Gleichnisse, Wunder und wirkliche Lehren einprägen wollte, unbeachtet.

05. Wenn auch all die Gleichnisse, Worte und verrichteten Wunder dem Volke die Augen öffnen sollten, so waren doch stets wieder Schriftgelehrte und Pharisäer genug da, welche alles mögliche taten, um jeden Eindruck, den Mein Handeln auf das Volk machte, abzuschwächen oder gar zu vernichten. So suchten sie darin, daß von Mir und Meinen Jüngern die zeremoniellen Gebräuche der Kirche – Waschungen usw. – nicht eingehalten wurden, einen Grund zur Verdächtigung. Sie nahmen oft Anstoß an guten Werken, an Heilungen Kranker und dergleichen, wenn sie am Sabbat oder sonst an einem kirchlich geweihten Tag geschah. Sie regten sich darüber auf, wenn Ich nicht die vorgeschriebenen Fasten hielt oder gar mit Menschen Mich abgab, die in ihren Augen grobe Sünder oder unehrliche Leute waren. So waren sie bemüht, alles zu verdächtigen, was von Mir gesprochen und getan wurde.

06. Daher die verschiedenen Mahnungen, welche Ich Meinen Jüngern und dem Mir zuhörenden und nachfolgenden Volk gab, womit Ich ihnen beweisen wollte, daß bei Mir nur Geistiges und nicht Materielles gilt! Daher die Worte: “Was in den Menschen eingeht, das kann ihn nicht gemein oder unrein machen, sondern das, was von ihm ausgeht, das ist es, was den Menschen erniedrigen kann!” Aus dem gleichen Grunde erging der Mahnruf an Meine Jünger, sich vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes zu hüten, und aus dem gleichen Anlaß führte Ich an, was ein früherer Prophet geweissagt hatte: “Dieses Volk ehrt Mich mit den Lippen; aber sein Herz ist ferne von Mir!”

07. Als Ich diese viertausend Mann mit sieben Broten und einigen Fischlein gespeist, sie also materiell gesättigt hatte, blieben sieben Körbe Brot übrig.Wenn sie dem Anscheine nach auch geistig gesättigt waren, so ließen sie doch die von Mir als die höchsten bezeichneten Eigenschaften unbeachtet. Jeder Korb mit seinem vielseitigen Inhalt von großen und kleinen Stücken Brot bezeichnet zur Genüge, in wie vielfältiger Weise diese Meine vorher genannten Eigenschaften im menschlichen Leben ausgeübt werden könnten, wenn nicht der Mensch seinen eigenen Lebenskorb meistens mehr mit anderen, weltlichen Dingen angefüllt hätte, worin dann Mein Brot und Meine Geisteseigenschaften keinen Platz mehr haben.

08. Wenige gibt es, die wie das Weib aus Syrophönizia denken, welche auf Meine Rede: “Man soll Mein Brot nicht den Hunden vorwerfen!” doch vertrauensvoll antwortete, daß es aber den Hunden doch erlaubt sei, sich von den Brosamen zu sättigen, welche die Kinder unter den Tisch fallen lassen, was mit anderen Worten heißt: Wenn auch die Schwachen, die noch Unmündigen nicht wert oder fähig sind, sich von direkter Himmelsspeise zu nähren, so möge es ihnen doch vergönnt sein, vom Abfall das herauszusuchen, was für ihren momentanen geistigen Zustand gedeihlich ist.

09. Solch gläubige Seelen gab es in jener Zeit nur vereinzelte, und jetzt sind sie gar zur höchsten Seltenheit geworden.

10. So wie Ich gegen alle herrschenden Ansichten, seien es weltliche oder kirchliche, kämpfen mußte und – wie Ich es manchmal selbst sagte von den Juden weniger als von den Heiden erhoffte, so ist es auch in jetziger Zeit, in der von jenen wenig zu erwarten ist, welche sich Katholiken nennen und glauben, es auch wirklich zu sein, wenn sie nur die vorgeschriebenen Gebräuche halten. Ja, gerade sie, die das beste und fruchtbarste Feld für Meine Lehre sein sollten, gerade sie sind die ärgsten Widersacher alles dessen, was sie aus ihrer so bequem eingerichteten Religionslehre aufweckt und Aufopferungen und Entsagungen fordert, denen sie nicht gewachsen sind, weil ihnen die moralische Kraft der Überwindung angewöhnter Gebräuche und Ideen fehlt.

11. Sie gleichen den meisten Zuhörern jener Zeit. Sie suchen Mich überall nur in den Kirchen, aber nicht auf dem Weg des Lebens, wo sie durch Taten beweisen sollen, was sie sooft in den Kirchen geloben. Sie sind auch hungrig wie jene, lassen aber den Hauptgrund Meiner Lehre, die sieben Körbe, ruhig stehen und verzehren bloß dasjenige, was ihnen für den Moment am meisten mundet.

12. Wenn Ich euch dieses Beispiel der Sättigung von viertausend Menschen mit sieben Broten und einigen Fischlein als Thema zu einer Sonntagspredigt anführe, so ergeht damit an jeden einzelnen, wie auch an alle Zuhörer Meines Wortes die Mahnung, sich nicht mit dem oberflächlichen Eindruck Meiner Worte zu begnügen, sondern die darin verborgen liegende Geistesspeise herauszufinden, sich nach dieser in seinen Handlungen zu richten und auch die anderen zu gleicher Ausübung anzueifern.

13. Daß in jener Zeit Meine Zuhörer wenig fruchtbare Äcker für Meine Lehre waren, das wußte Ich wohl; Ich wußte aber, daß Ich nicht nur für sie, sondern für die ganze Menschheit nach ihnen redete und handelte. Ich baute nicht nur für die Gegenwart, sondern Meine Pläne reichten weiter. Als die Pläne eines göttlichen, unendlichen Wesens waren sie von ewiger Dauer und Wirkung.

14. Selbst den Pharisäern und Schriftgelehrten antwortete Ich auf ihre Forderung nach einem Wunderzeichen, daß diesem Geschlecht kein Zeichen von Mir gegeben werde, was soviel sagen will, daß dort, wo Meine sichtbare Erscheinung das größte Wunderzeichen war, kein anderes, noch mehr beweisendes nötig sei, um Meine Göttlichkeit und die Wahrheit und die ewige Dauer Meiner Lehre zu beweisen.

15. Was Ich dort von den Pharisäern und Schriftgelehrten sagte, gilt auch heutzutage allen scheinheiligen Kirchenläufern und allen über die Materie philosophierenden Gelehrten eurer Zeit. Auch sie werden keine Zeichen sehen, weil sie das größte Zeichen, die Stimme eines Gottes und Vaters im eigenen Herzen nicht anerkennen wollen. Ebensowenig glauben viele eurer Gelehrten, trotz des steten Auffindens von Gesetzen in der Natur, daß es auch einen Gesetzgeber geben muß. Sie disputieren sich und andere lieber ihr eigenes Ich hinweg, als daß. sie sich durch tatsächliche Beweise vom Dasein Gottes für besiegt erklärten.

16. Auch in dieser Zeit tobt ein immerwährender Kampf zwischen Zeremonie und Geist, zwischen Trug und Wahrheit, der alle Gemüter in Aufregung bringt. Alle Sekten, alle Gläubigen mühen sich ab, das Neuauftauchende mit dem Alten, Angewöhnten zu verbinden und zu vermischen; aber es ist vergebens. Zwei Herren kann man nicht dienen, sondern: entweder der Materie oder dem Geist! Und weil sich viele nicht entscheiden können oder nicht wollen, so ist dies schuld daran, daß sie, soviel Ich auch die Menschen mit geistigem Brot sättigen will, bis auf wenige das Nebensächliche genießen, ja danach haschen, aber das Eigentliche, Wesentliche, geistig Wahre liegenlassen.

17. So müssen Meine Jünger der jetzigen Zeit, wie jene Meiner Lehrzeit, stets die übriggebliebenen Stücke Meiner Himmelslehre oder des geistigen Brotes wieder sammeln und dann bei anderen Hungrigen ihr Glück versuchen, bis endlich die sieben Körbe Meiner göttlichen Eigenschaften leer sind und in den großen Lebenskorb der Menschheit, wie auch jedes einzelnen, übergangen sind.

18. So ergeht auch an euch der Mahnruf: Befleißigt euch, Meine sieben Eigenschaften euch zu eigen zu machen! Nehmt die geistige Sättigung nicht so oberflächlich, daß ihr etwa glaubt, mit dem Hören oder Lesen genüge es schon! Weit davon entfernt!
Denn auch zu euch werde Ich einst den Sammler schicken und werde das Übriggebliebene in Körbe legen und für Bessere, Würdigere aufbewahren lassen, die eher fähig sind, den geistigen Inhalt zu verwerten, während ihr – im Wahn, schon alles zu wissen – nicht einmal die erste Stufe geistiger Erkenntnis erklommen habt.

19. Befleißigt euch daher, Meiner direkten Mitteilung – wie einst Meine Jünger – würdig zu werden! Werdet auch ihr, wie eben diese Apostel, Verbreiter Meines Wortes! Streut es aus, jedoch so, daß es nicht auf unfruchtbaren Boden falle! Seid immer eingedenk dessen, daß alles, was ihr jetzt in so reichlichem Maße von Mir erhaltet, nicht für euch allein, sondern durch euch einst auch für andere bestimmt ist! Den einen oder andern werden Verhältnisse überkommen, wo er das Gelesene und Gehörte erproben muß; er muß zeigen, inwiefern er es verstanden und sich zu eigen gemacht hat, um es eben auch anderen so wiederzugeben, wie Ich es ihm angedeihen ließ.

20. Laßt also von Meinen Broten nichts übrig! Verdaut sie geistig! Macht sie zu eurem eigenen Ich, damit ihr als lebendig wandelnde Beispiele nicht nur durchs Wort, sondern auch durch Taten beweisen könnt, daß Liebe, Geduld, Demut, Vergebung, Beharrlichkeit, Aufopferung und Barmherzigkeit die Grundfesten eures Glaubens, die sieben Körbe sind, in welche ihr eure guten Taten sammeln wollt, um sie im eigenen Lebenskorbe als Eigentum Dem zu überbringen, der euch stets mit so vielen Gnaden und so vielem Licht aus Seinen Himmeln überschüttet hat! Amen.

flagge en  32nd Sermon of Jesus… The Feeding of the Four Thousand

32nd Sermon of Jesus… The Feeding of the Four Thousand
April 7th, 1872

Mark 8:1-9
“In those days the multitude being very great, and having nothing to eat, Jesus called his disciples unto him, and saith unto them, I have compassion on the multitude, because they have now been with me three days, and have nothing to eat: And if I send them away fasting to their own houses, they will faint by the way: for divers of them came from afar.
And his disciples answered him, From whence can a man satisfy these men with bread here in the wilderness? And he asked them, How many loaves have ye? And they said, Seven. And he commanded the people to sit down on the ground: and he took the seven loaves, and gave thanks, and brake, and gave to his disciples to set before them; and they did set them before the people.
And they had a few small fishes: and he blessed, and commanded to set them also before them. So they did eat, and were filled: and they took up of the broken meat that was left seven baskets. And they that had eaten were about four thousand: and he sent them away.”

This chapter deals with another feeding of the multitude gathered around Me, namely, four thousand people. In the end seven baskets with bread are left over, whilst at the start there were only seven loaves of bread and some fish available.

Once before I worked a similar miracle, feeding five thousand people with five loaves of bread and two fishes, when twelve baskets with bread were left over. You already know the spiritual meaning of the five loaves and the two fishes. In this second instance, too, when instead of five thousand I fed only four thousand people with seven loaves of bread and some fish, whereby seven baskets full were left over – compared with twelve the first time, everything has its spiritual meaning, which I shall now explain to you.

The twelve baskets of leftovers from the first miracle denoted the twelve tribes of Israel as well as the twelve commandments which were to remain with men after I had gone. The seven baskets that were left the second time denote My seven main attributes which were to remain with men to strengthen them and serve as their guiding principle when they no longer had Me. These seven attributes are: Love, patience, meekness, forgiveness, perseverance, self-sacrifice and mercy.

When I preached to the Jewish people, I sometimes had to say to them: “Who hath ears to hear, let him hear!” This clearly pointed to the fact that with them much went in at one ear and out at the other, and that most of them did not understand My teaching as I wanted them to understand it.

The feeding miracle at the end of My address to them, which has to be interpreted metaphorically, shows how the most important thing is left over. Just as they consumed the bread and fish to satisfy their physical hunger and left seven baskets with bread, they grasped the contents of My words only superficially and ignored their essence, that is, My seven fundamental attributes which I wanted to impress upon them through parables, miracles and acutal teachings.

Although all My parables, teachings and the miracles I worked were to open the eyes of the people, there were always plenty of scribes and Pharisees present, who did their utmost to diminish or even destroy the impression My deeds had made upon the people. And the fact that I and my disciples did not observe the ceremonial customs of the temple, as the ablutions etc., – gave rise to insinuations on their part. They were scandalized by good works, the healing of the sick and other things, if they were performed on a Sabbath or any other day of religious observance. They became enraged if I did not observe the prescribed fasts or if I associated with people who, in their eyes, were great sinners or dishonest. Thus they were inclined to regard as suspicious everything I said and did.

This gave rise to the various admonitions I directed towards My disciples and the people who followed Me, to whom I wanted to prove that with Me only the spiritual counts, not the material. Therefore the words: “There is nothing from without a man, that entering into him can defile him; but the things which come out of him, those are they that defile the man!”

For the same reason I warned My disciples to beware of the leaven of the Pharisees and of the leaven of Herod and pointed out what a prophet had prophesied: “This people honoureth me with their lips, but their hearts are far from me!”

When I had fed these four thousand with seven loaves of bread and some fish, thus satisfying them materially, seven baskets full of bread were left over. Although they appeared to be also spiritually satisfied, they ignored the attributes I had denoted as the highest. Each basket with its various contents of large and small crumbs of bread clearly points to the diversity of ways in which My aforementioned attributes might be used in this life, if man did not’have his own life’s basket usually filled rather with other, worldly things leaving no room for My bread and my spiritual attributes.

There are not many who think like the Syrophenician woman who, when I said that My bread should not be cast unto the dogs, answered full of confidence that the dogs under the table were allowed to eat of the children’s crumbs, which means: If the weak, the still immature, are not worthy or able to partake of the food from heaven directly, they should be allowed to pick from the scraps whatever is beneficial for their particular spiritual state.

In those times there were not many such souls full of faith, and today they have become an extreme rarity.

As I had to fight against all the existing notions, whether they were worldly or religious ones, and – as I sometimes said Myself – I did not expect as much from the Jews as from the Gentiles, thus it is also in the present time, when not much can be expected of those who call themselves Christians and really believe themselves to be such if they only observe the prescribed church rites.

Especially those who were intended to be the most fertile field for My teaching, they above all others, are the worst opponents of all that which awakens them from their so very conveniently arranged religious doctrine, demanding self-sacrifice and self-abnegation which are beyond them because they lack the moral strength for overcoming the rites and ideas they have become accustomed to.

They resemble the majority of listeners of that time. They keep looking for Me everywhere int he churches, but not on the road of life where they are to prove by their deeds what they so often promise in the churches. They, too, are hungry like the others, but leave the essence of My teaching, the seven baskets, untouched, consuming only that which tastes best to them at the moment.

If I give you this example of the feeding of four thousand people with seven loaves of bread and a few small fishes as the subject for a Sunday sermon, it is meant as a warning to every listener to My Word not to content himself with the superficial impression of My words, but to find the spiritual nourishment contained therein, to act in accordance with it, and also encourage others to do the same.

That My listeners then were not very fertile soil for My teaching I was quite aware of; but I knew that I was not speaking and acting only for them, but for all mankind after them. I did not build for that time alone; My plans were reaching much farther. As the plans of a divine, infinite Being, they were everlasting and eternally effective.

To their request for a miraculous sign, I even answered to the Pharisees and scribes that this generation would not be given a sign by Me, which meant that where My visible appearance was the greatest miraculous sign, no additional proof of My deity and the truth and everlasting continuance of My teaching was needed.

And what I then told the Pharisees and scribes, applies also today to all hypocritical churchgoers and to all the scholars of your time developing their philosophies about matter. They, too, will not be seeing any signs because they do not want to accept the greatest sign, the voice of a God and Father in their own hearts. Thus many of your scientists, notwithstanding the constant discoveries of laws of nature, do not believe that there must also be a law-giver. They would rather dispute their own self away than admit defeat through factual evidence of the existence of God.

In this time, too, there is a constantly raging battle between ceremony and spirit, between delusion and truth, which excites all minds. All sects, all believers, are endeavouring to adapt the new ideas to the old and blend them into that which has become a habit; but in vain. It is not possible to serve two masters, – either it is matter or it is spirit! And because many cannot or do not want to make a decision, this is responsible for the fact that, much as I want to feed men with spiritual bread, they – with only few exceptions – enjoy that which is insignificant, even strain after it, leaving untouched the real, the essential, and the spiritually true.

Thus My disciples of the present time, just as those of the time of My ministry, have to keep gathering up the leftover crumbs of My celestial teaching, or of the spiritual bread, and try their luck with others who are hungry, until finally the seven baskets of my divine attributes have been emptied and passed into mankind’s big basket of life as well as that one of every individual.

You, too, are being admonished: Make every effort to adopt My seven attributes! Do not be superficial where spiritual food is concerned and do not think that listening and reading is sufficient! Not by far! For once I shall send the gatherer to you also and have what is left put in baskets and kept for the better and worthier who are more capable of making use of the spiritual contents, whereas you – in your illusion that you already know everything – have not even made the first grade in spiritual knowledge.

Therefore, take great pains to become worthy of My direct communication – as My disciples once did! You, too, as those disciples did, should spread My Word. Sow it, but in such a way that it does not fall upon stony ground. Remember that everything you now so richly receive from Me is not intended for you alone, but through you also for others. One or the other will meet with circumstances where he will have to test what he has read and heard; he will have to show to what extent he has comprehended and adopted it in order to pass it on to others, just as I gave it to him.

So do not leave over any of My bread! Digest it spiritually! Make it your own, so that you – as living evidence – can prove through deeds, not only with words, that love, patience, meekness, forgiveness, perseverance, self-sacrifice and mercy are the foundation of your faith, the seven baskets into which you want to gather your good deeds, so that in your own basket of life you can hand them to Him Who has always showered upon you many favours and a great deal of light from His heavens! Amen.

 

29. Vom verlorenen Schaf… Lukas 15:3-32 – About the Lost Sheep… Luke 15:3-32

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PREDIGTEN DES HERRN-29-DER HIRTE UND SEINE VERLORENEN UND VERIRRTEN SCHAFE-Lukas 15_3-32-Gottfried Mayerhofer The Lords Sermons-29-THE SHEPHERD AND HIS LOST AND STRAYING SHEEP Luke 15_3-32-Gottfried Mayerhofer
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flagge de  29. Predigt von Jesus… Vom verlorenen Schaf

29. Predigt von Jesus… Vom verlorenen Schaf
(30.03.1872)

Lukas 15:3-32
Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach: “Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und wenn er deren eines verliert, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wüste und hingehe nach dem verlornen, bis daß er’s finde? Und wenn er es gefunden hat, so legt er es auf seine Achseln mit Freuden. Und wenn er heimkommt, ruft er seinen Freunden und Nachbarn und spricht zu ihnen: ,Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf gefunden, das verloren war!` Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder welches Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, die nicht ein Licht anzünde und kehre das Haus und suche mit Fleiß, bis daß sie ihn finde? Und wenn sie ihn gefunden hat, ruft sie ihren Freundinnen und Nachbarinnen und spricht: ,Freuet euch mit mir; denn’ ich habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hatte!` Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße tut.” Und er sprach: “Ein Mensch hatte zwei Söhne. Und der jüngste unter ihnen sprach zu dem Vater: ,Gib mir, Vater, das Teil der Güter, das mir gehört!` Und er teilte ihnen das Gut. Und nicht lange danach sammelte der jüngste Sohn alles zusammen und zog ferne über Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen. Da er nun all das Seine verzehret hatte, ward eine große Teuerung durch dasselbige ganze Land, und er fing an zu darben und ging hin und hängte sich an einen Bürger des Landes; der schickte ihn auf seinen Acker, die Säue zu hüten. Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit Trebern, die die Säue aßen; und niemand gab sie ihm. Da schlug er in sich und sprach: ,Wieviel Taglöhner hat mein Vater, die Brot die Fülle haben, und ich verderbe im Hunger! Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir und bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße; mache mich zu einem deiner Taglöhner!` Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne von dannen war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn, lief und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn. Der Sohn aber sprach zu ihm: ,Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin hinfort nicht mehr wert, daß ich dein Sohn heiße.` Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: ,Bringet das beste Kleid hervor und tut es ihm an, und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und Schuhe an seine Füße, und bringet ein gemästetes Kalb her und schlachtet`s! Lasset uns essen und fröhlich sein; denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden.` Und sie fingen an fröhlich zu sein. Aber der älteste Sohn war auf dem Felde. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er das Gesänge und den Reigen. Und er rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wäre. Der aber sagte ihm: ,Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat ein gemästetes Kalb geschlachtet, daß er ihn gesund wieder hat.` Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. Er aber antwortete und sprach zum Vater: ,Siehe, so viel Jahre diene ich dir und habe dein Gebot noch nie übertreten; und du hast mir nie einen Bock gegeben, daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. Nun aber dieser dein Sohn gekommen ist, der sein Gut mit Huren verschlungen hat, hast du ihm ein gemästetes Kalb geschlachtet.` Er aber sprach zu ihm: ,Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist wieder gefunden!”

01. Dieses ganze Kapitel Meines Evangelisten Lukas handelt vom Verlorenen und von der Freude des Wiederfindens.

02. Es wurde den anwesenden Schriftgelehrten und Pharisäern in drei Gleichnissen erläutert, warum Ich nicht die Gesunden, sondern die Kranken, nicht die Guten und Gerechten, sondern die Sünder aufsuchte.

03. Um auch diese Gleichnisse im wahren Sinn aufzufassen, müssen wir – wie bei den meisten Texten – die wichtigsten Worte in desselben etwas näher erklären; denn obwohl ihr eine Sprache habt und euch ihrer Worte zum Ausdruck eurer Gedanken bedient, so muß Ich euch offen sagen, daß ihr von allen gebrauchten Worten die tiefe Bedeutung nicht versteht. Und so muß Ich sowohl als Belehrer und Erklärer Meines Evangeliums, wie auch als Sprachlehrer bei euch auftreten.

04. Hier in diesen drei Gleichnissen – vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und vom verlorenen Sohn – ist zu erklären:

05. Erstens: Was heißt ,verloren`?

06. Zweitens: Warum sehnt man sich so sehr danach, das Verlorene wiederzufinden?

07. Und drittens: Warum hat man eine solch außerordentliche Freude über das Wiedergefundene, eine Freude, die oft bei weitem größer ist als die über das vielleicht Wertvollere und Wichtigere, das man noch im Besitz hat?

08. Seht, diese drei Fragen müssen zuerst erörtert werden, ehe wir zur geistigen Erklärung und zur geistigen Anwendung auf euch, auf das ganze Menschengeschlecht, ja auf die ganze sichtbare Schöpfung schreiten können; denn wenn man um etwas fragt, so muß man erst genau und klar die Bedeutung der Frage und deren Wert kennen, indem dadurch die Antwort schon halb gegeben ist.

09. So wollen wir nun systematisch mit der ersten Frage beginnen, welche heißt:

10. Was bedeutet das Wort ,verloren`?

11. Seht, dieses Wort bezeichnet den Gedanken, welcher denjenigen überkommt, der etwas ihm Gehörendes oder Wertes, sei es eine Person oder eine Sache, seinem Wirkungskreise entrückt sieht und nicht mehr einen Gebrauch davon machen oder einen Genuß davon haben kann! Verloren ist jedes Ding, welches einer andern Bestimmung, einer andern Richtung als der ihm zugewiesenen gefolgt ist.

12. Wenn nun diese Bedeutung so tief in das Seelenleben des Menschen eingreifen kann, so entsteht daraus die zweite oben angeführte Frage, welche heißt:

13. Warum sehnt sich der Mensch so sehr nach dem Verlorenen?

14. Die Antwort darauf lautet: Weil die Seelenruhe des Menschen durch den Verlust gestört worden ist und der Mensch sich danach sehnt, das Gleichgewicht wiederzuerlangen. So hat das Verlorene für den Besitzer eigentlich einen geistigen Wert, der oft bei weitem größer ist als der materielle Wert desselben.

15. Der Mensch sehnt sich also danach, das Verlorene wieder in seinen Besitz, in seine Wirkungssphäre zu ziehen. Er wird sich beim Fund freuen, weil das Mangelnde wieder an seinen früheren Platz und an seine Stelle gelangt und er es wieder der Bestimmung zuführen kann, welche er für die beste erachtet hatte.

16. Aus diesem Sehnen entsteht der Eifer des Suchens oder die Anwendung aller möglichen Mittel, um sich wieder in den Besitz des Verlorenen zu setzen, eine Tätigkeit, welche oft mit Mühseligkeiten und Anstrengungen verbunden ist, daraus sich dann von selbst die dritte Frage löst, welche heißt:

17. Warum freut man sich des Wiedergefundenen mehr als dessen, was man schon im Besitz hat? Das läßt sich leicht erklären. Weil nämlich das Wiederfinden, resp. das Suchen, Mühe kostet und diese Anstrengung durch den Erfolg des Findens belohnt wurde!

18. Da nun aber eine Freude – welche auch immer – erst dann zur rechten Freude wird, wenn man sie mit anderen teilen kann, so sind eben diese angeführten Gleichnisse auch deshalb beachtenswert, weil sie auch diesen Seelengenuß nicht vergessen, sondern ihn mit erwähnen. Ebenso ist in diesen drei Gleichnissen, die Ich aus verschiedenen Lebensverhältnissen wählte, auch der Schmerz über etwas Verlorenes jedem Bild entsprechend ausgedrückt.

19. Voran geht der Vergleich mit einem Hirten, der ein verlorenes Schaf sucht. Dieses Gleichnis wendet sich gegen den Einwurf, daß Ich die Gesellschaft der in den Augen der Schriftgelehrten und Pharisäer mit Sünden behafteten Leute aufsuchte.

20. Was ist ein Hirte?

21. Seht, ein Hirte ist ein Mensch, dem eine gewisse Anzahl von Tieren anvertraut ist, die er auf die rechten Weideplätze führen und im Notfall vor allen Gefahren schützen soll. Der Hirte ist eben wegen dieses Auftrags seinem Herrn verantwortlich, daß keines seiner ihm anvertrauten Tiere Schaden leide, und daß sie stets genügend Futter haben, wozu der Hirte die geeigneten Plätze auszuwählen hat.

22. Wenn Ich mit Sündern aß und auf diese Weise bewies, daß Ich eben die Kranken gegenüber den Gesunden, die keines geistigen Arztes bedurften, bevorzugte, so war gerade dieses Gleichnis vom verlorenen Schafe am besten geeignet, Meinen Jüngern den Grund Meines Verhaltens einleuchtend zu machen; denn ein verlorenes, verirrtes Schaf ist – bildlich gesprochen – ebenfalls wie ein nichtbekehrter, nicht geistig geführter oder kranker Mensch.

23. Wie ein verirrtes Schaf Unglücksfällen ausgesetzt ist, Raubtieren zur Beute fallen oder in Abgründe stürzen kann, welche Gefahren zu beurteilen es oft nicht imstande ist, ebenso läuft ein verirrter, geistig kranker Mensch, der – von der Welt verführt – von seiner geistigen Bestimmung nichts weiß, Gefahr, seine eigentliche Bestimmung als Glied eines zukünftigen, ewigen Reiches ganz zu verfehlen, um erst nach langen Zeiträumen durch große Leiden und bittere Erfahrungen dahin zu gelangen, wohin Ich ihn auf dem kürzesten Wege führen wollte.

24. Ich sagte: Der Hirt ist verpflichtet, seine Schafe auf gute Weideplätze zu führen, und dies war ja auch Meine Pflicht, als Ich es unternahm, die Menschen von den Abwegen, auf welchen sie sorglos wandelten, wieder auf den wahren Lebenspfad, zu ihrer eigentlichen geistigen Bestimmung zurückzuführen.

25. Das Beispiel vom Hirten führte Ich deswegen an, weil es erstens den Menschen in jener Zeit am leichtesten begreiflich war, und weil es Meinem Berufe als Menschensohn am besten glich, indem Ich, die auf Erden herabgestiegene Weisheit, Meinem Vater die verlorenen Kinder, wie verlaufene Schafe eines Hirten, wieder zurückzubringen suchte.

26. Wie die Freude eines Hirten groß ist, der nach langem Suchen und Umherirren sein verlorenes Schaf, das ihm anvertraute Gut, wiederfindet, so ist auch Meine Freude groß über eine wiedergefundene Seele.

27. Um diesen Vergleich aber noch deutlicher zu machen, so wählte Ich das zweite Gleichnis, welches von einem Weibe erzählt, das einen Groschen verlor und alles aussuchte, um ihn wiederzufinden.

28. Ich wußte wohl, welchen Wert die Pharisäer und Gelehrten aufs Geld legten, und so war dies emsige Suchen des Weibes – eben ihrer eigenen Denksphäre entnommen – ihnen leicht begreiflich. Man kann ja auch um eine kleine Münze besorgt sein und so lange suchen, bis sie gefunden ist!

29. Ich folgte noch anderen Gründen, als Ich ihnen das Gleichnis vom verlorenen Schaf als seelischem Wesen zuerst, dann den Verlust materiellen Gutes von vermeintlichem Wert und endlich den Verlust der geistigen Würde im verlorenen Sohn zuletzt vortrug. Ich wollte ihnen damit sagen, daß seelische Verluste leicht, materielle schwerer und geistige am schwersten zu ersetzen sind.

30. Denn bei ersteren kann durch Umstände und Verhältnisse der Verirrte von seinen falschen Ansichten abgebracht werden, worauf er wieder den rechten Weg zu gehen anfängt. Materielle Verluste aber üben gewöhnlich einen solch starken Druck auf die Seele aus, daß sie im Vertrauen zu Mir wankt, ja ganz verzweifelt und wegen des gewohnten Lebens alles mögliche aufbietet, um die weltlichen Genüsse wiederzuerlangen. Das von Mir erwähnte Weib hätte sich mit den übrigen neun Groschen zufriedenstellen können; allein, der verlorene Groschen war ihr so ans Herz gewachsen, daß sie lieber alles durchstöberte, um ihn zu finden.

31. Daß Ich auch bei diesem Gleichnis nicht den materiellen Hergang, sondern nur das Geistige im Auge hatte, ist natürlich. Deshalb sagte Ich auch bei der Wiederfindung des verlorenen Groschens, als das Weib den Fund allen Nachbarinnen und Freundinnen mitteilte, daß im Himmel eine ebensolche Freude sein werde über einen Sünder, der Buße tut, d.h. über eine vom Untergang gerettete Seele.

32. Was das dritte Gleichnis, das vom verlorenen Sohn, betrifft, so hatte Ich Meine Zuhörer nun schon so weit in den Bereich Meiner geistigen Auffassung gezogen, daß Ich ihnen als größtes und letztes Beispiel eine Erzählung geben konnte, in welcher es sich nicht um materiellen Verlust, sondern um den Verlust der geistigen Würde eines Menschen handelt, welcher, uneingedenk seines eigenen Wertes, nur der Welt und ihren Genüssen fröhnt, alle anderen Bande, die ihn an Haus und Familie knüpften, zerreißt und in die Welt hinausstürmt, allen Leidenschaften die Zügel lassend, bis er, ermattet und geistig vernichtet, im größten Unglück erst die Tiefe des Abgrundes erkennt, in den er sich freiwillig stürzte.

33. Im ersten Beispiel war es ein Hirte, der ein tief unter ihm stehendes Wesen, ein Schaf, vom Verderben rettete, indem er es wieder zu den Seinen brachte. Im zweiten Fall war es ein Weib, welches, ihr materielles Gut wiederfindend, sich glücklich schätzte. In beiden Fällen ist nur Weltliches als Beispiel benützt. Im dritten Gleichnis kommt aber zu all diesen möglichen Verlusten noch die Vaterliebe hinzu, die einen noch größeren und wertvolleren Verlust erleidet. Dieses Gleichnis war in bezug auf Mich, als den Vater aller Kreaturen, am ehesten anwendbar, weil in ihm die Reue einer verlorenen Seele auf der einen Seite und die nie versiegende Barmliebe eines liebenden Vaters mit all ihren Folgen auf der andern Seite bildlich dargestellt ist.

34. Das Beispiel vom verlorenen Sohn war, dem menschlichen Leben entnommen, das allerwichtigste, weil Ich darin Meinen Zuhörern neben den Banden der Familie zeigte, wie ein Vater sein sollte, und wie es leider bei ihnen die wenigsten waren. Ich wollte ihnen an der Freude des Vaters über den zurückgekehrten Sohn zeigen, wie groß erst die Freude bei dem Schöpfer aller Wesen sein werde, wenn Er die Menschen, die Er frei in die Welt hinausstellte, dann freiwillig wieder zu sich zurückkehren sieht. Daß über einen solchen Zurückkehrenden die Freude in Meiner Geisterwelt noch größer ist als im Familienleben bei der Heimkehr eines längst vermißten Familiengliedes, konnte Ich ihnen in diesem Gleichnis dadurch begreiflich und verständlich machen, daß Ich bildlich von dem Feste sprach, das der Vater zur Wiederkehr seines schon längst tot geglaubten Sohnes anordnete.

35. So waren diese Gleichnisse drei Bilder aus dem Menschenleben, welche nicht nur in jenen Zeiten zu finden waren, sondern sich stets wiederholen und auch bei euch zu finden sind.

36. Um die verlorenen Schafe und Söhne wieder zu retten, die ersteren selbst heimzuführen und die letzteren zur freiwilligen Umkehr zu bewegen, scheue Ich keine Mühe. Mahnungen, Bedrängnisse aller Art, Krankheiten und Todesfälle sollen ihnen fortwährend vor Augen halten, daß es noch eine andere Welt als die eben sichtbare gibt. Nichts unterlasse Ich, und selbst die gesamte Schöpfung ist ja ein Beispiel dafür, auf welche Weise der verlorene Lohn nach und nach zu mir ,seinem Schöpfer und Vater, wieder zurückkehren muß. Schon seit Äonen Zeiträumen, geht dieser Prozeß auf anderen Welten vor sich. Auf dieser eurer Erde naht er sich bald einem Abschlusse. Dadurch wird ein großer Schritt vollendet sein, damit das gebundene Geistige sich leichter und schneller entwickeln kann, um zu der Bestimmung zu gelangen, zu welcher Ich diesen Erdball und seine Bewohner auserwählt habe.

37. Alles im ganzen Universum muß sich vergeistigen, muß aufwärtsschreiten; aber ihr Menschen, deretwegen Ich selbst zur Erde kam, habt eine größere Mission als Millionen anderer Geister auf anderen Welten vor euch; denn nicht ohne Grund und Zweck wählte Ich eure Erde und auf ihr Meine eigene Demütigung als Beispiel für Mein ganzes Geisterreich.

38. Deswegen seid ihr auch alle hier mehr von Versuchungen umgeben, weil der Preis eurer künftigen Existenz ein größerer ist als der vieler, auf anderen Welten lebender Wesen, welche langsam ihren Läuterungs- und Verwandlungsprozeß durchmachen, während ihr, mit dem großen Licht Meines Worts und Meines Beispiels ausgerüstet, bei starkem Willen in kurzer Zeit dahin kommen könnt, wohin andere Wesen erst nach undenklichen Zeiträumen gelangen. Hier auf dieser kleinen Erde muß der Vergeistigungsprozeß schneller vor sich gehen. Es sind nun alle Mittel vorhanden und alle Anordnungen getroffen, daß die Menschen, so wie sie sich selbst, ihre Seele und durch sie ihren Körper vergeistigen, auch rückwirkend die in finsterer Materie gebundenen Geister zum schnelleren Fortschreiten antreiben; denn für grob gebaute Seelen ist eine grobe, starre Materie, für feinere, geistig entwickelte Wesen auch eine leichtere Unterlage nötig. So wie sich also die Menschheit vergeistigt, so folgt ihr Schritt für Schritt auch ihre Welt nach, die ihr als Wohnort angewiesen ist.

39. Daher beeilt euch, zu diesem Vergeistigungsprozeß euer Möglichstes beizutragen! Fangt bei euch selbst an; denn je mehr ihr selbst das Weltliche entbehren könnt, desto mehr vergeistigt sich euer Inneres! Dieses leuchtet endlich durch die äußere Form hindurch und bildet damit eine Abspiegelung des inneren Gehaltes.

40. Dieses Fortschreiten, je mehr es sich vorerst bei einzelnen, später bei vielen kundgibt, wird die große Lösung Meiner geistigen Frage herbeiführen, wo Ich dann, als der eine Hirte, euch alle als Meine Schafe auf den fetten Triften des Himmelslichtes alles Geistige empfangen lassen werde, das ein liebender Vater euch seit Äonen von Zeiten vorbereitet hat.

41. Sorgt daher, diesem Zweck soviel als möglich nachzukommen! Gedenkt der Freude der Geister und Wesen, die an eurem Schicksal Anteil nehmen! Und wenngleich Leiden und Kämpfe aller Art dieses Fortschreiten begleiten müssen, so ist doch das Endziel aller dieser Mühen wert. Die eigene Freude, alle Mühen überstanden zu haben, die Freude der mit euch Jubelnden im Jenseits, die Belohnung mit Meiner ewigen Vaterliebe und die ewig dauernde Steigerung von Seligkeit zu Seligkeit, von Genuß zu Genuß, werden euch die leichten Unbilden eines kurzen Probelebens vergessen machen.

42. Daher folgt dem Hirten und verirrt euch nicht wieder auf andere Wege, nachdem Er sich so viele Mühe gegeben hat, euch den rechten Weg zum ewigen Leben und zu Seiner Kindschaft zu zeigen! Amen.

flagge en  29th Sermon of Jesus… About the lost Sheep

The Lord’s Sermons
Sermon 29… About the Lost Sheep – Luke 15:3-32

Revealed to Gottfried Mayerhofer
(March 30th, 1872)

Luke 15:3-32…
“And he spake this parable unto them, saying, What man of you, having a hundred sheep, if he lose one of them, doth not leave the ninety and nine in the wilderness, and go after that which is lost, until he find it? And when he hath found it, he layeth it on his shoulders, rejoicing. And when he Cometh home, he calleth together his friends and neighbours, saying unto them, Rejoice with me; for I have found my sheep which was lost. I say unto you, that likewise joy shall be in heaven over one sinner that repenteth, more than over ninety and nine just persons, which need no repentance. Either what woman having ten pieces of silver, if she lose one piece, doth not light a candle, and sweep the house, and seek diligently till she find it? And when she hath found it, she calleth her friends and her neighbours together, saying, Rejoice with me; for I have found the piece which I had lost. Likewise, I say unto you, there is joy in the presence of the angels of God over one sinner that repenteth.

And he said, A certain man had two sons: and the younger of them said to his father, Father, give me the portion of goods that falleth to me. And he divided unto them his living. And not many days after the younger son gathered all together, and took his journey into a far country, and there wasted his substance with riotous living. And when he had spent all, there arose a mighty famine in that land; and he began to be in want. And he went and joined himself to a citizen of that country; and he sent him into his fields to feed swine. And he would fain have filled his belly with the husks that the swine did eat; and no man gave unto him. And when he came to himself, he said. How many hired servants of my father’s have bread enough and to spare, and I perish with hunger! I will arise and go to my father, and will say unto him, Father, I have sinned against heaven, and before thee, And am no more worthy to be called thy son: make me as one of thy hired servants.

And he arose, and came to his father. But when he was yet a great way off, his father saw him, and had compassion, and ran, and fell on his neck, and kissed him. And the son said unto him, Father, I have sinned against heaven, and in thy sight, and am no more worthy to be called thy son. But the father said to his servants, Bring forth the best robe, and put it on him; and put a ring on his hand, and shoes on his feet: And bring hither the fatted calf, and kill it; and let us eat, and be merry: For this my son was dead, and is alive again; he was lost, and is found. And they began to be merry.

Now his elder son was in the field: and as he came and drew nigh to the house, he heard music and dancing. And he called one of the servants, and asked what these things meant. And he said unto him, Thy brother is come; and thy father hath killed the fatted calf, because he hath received him safe and sound. And he was angry, and would not go in: therefore came his father out, and intreated him. And he answering said to his father, Lo, these years do I serve thee, neither transgressed I at any time thy commandment: and yet thou never gavest me a kid, that I might make merry with my friends: But as soon as this thy son was come, which hath devoured thy living with harlots, thou hast killed for him the fatted calf. And he said unto him, Son, thou art ever with me, and all that I have is thine. It was meet that we should make merry, and be glad; for this thy brother was dead, and is alive again; and was lost, and is found.”

Thus says the Lord:

1. This entire chapter of my evangelist Luke deals with what was lost and the joy at finding it again.

2. The scribes and Pharisees who were present were shown in three parables why I did not look for the healthy, but the sick, not for the good and righteous, but the sinners.

3. In order to grasp the real meaning of these parables, we must first – as in the case of most texts – give a more detailed explanation of their most important words. Although you have a language and use its words to express your thoughts, I must frankly tell you that of all the words you use there is not one the deep meaning of which you understand. Hence, in addition to being your instructor and interpreter of My Gospel, I must be your language teacher as well.

4. Here in these three parables – of the lost sheep, the lost coin and the lost son – the following explanations must be given:

5. Firstly: What does “lost” mean?

6. Secondly: Why is one so anxious to find again what was lost?

7. And thirdly: Why does one have such an extraordinary joy in that which is found again, a joy which often is far greater than that in the more valuable and important things still in one’s possession?

8. Behold, these three questions must be discussed before we can proceed with the spiritual explanation and application upon you, all mankind and the entire visible creation; for, when asking about something one must first be clearly aware of the significance of the question and its value, whereby half the answer is already given.

9. So let us now systematically begin with the first question, namely:

10. What does the word “lost” mean?

11. Behold, this word signifies the thought that comes to a person who finds that something – be it a person or a thing -which belongs to him and is of value to him is no longer within his reach and cannot be used or enjoyed by him. Lost is everything that has followed another destination, a different direction from the one assigned to it.

12. Since this meaning can so deeply affect a man’s soul-life, this leads to the-second above- mentioned question, which is:

13. Why is one so anxious to find again what was lost?

14. The answer is this: Because man’s peace of mind has been disturbed through this loss and he is anxious to regain his equilibrium. Hence, what was lost has really a spiritual value for its owner which is often by far greater than its material value.

15. Therefore, man is anxious to regain possession of what was lost, to draw it back into his sphere of action. He will rejoice at finding it because what was missing is now returning to its former place and can once more be used for that purpose which he had deemed best for it.

16. From this longing arises the zeal to search or to use all available means to regain possession of what was lost, – an activity which is often associated with hardship and effort. Out of this then the third question finds its solution, namely:

17. Why does one rejoice more at the regaining of what was lost than at what one already possesses? This is easily explained, since the finding or searching cost effort, and this effort was rewarded by the success of finding.

18. Since any joy becomes a real joy only when it can be shared with others, these parables mention also this soul-enjoyment. Thus in these three parables, which I chose from different walks of life, the sorrow over having lost something is expressed accordingly in each picture.

19. First we have the shepherd who searches for a lost sheep. This parable is directed against the accusation that I sought the company of people who, in the eyes of the scribes and Pharisees, were burdened with sin.

20. What is a shepherd?

21. Behold, a shepherd is a man who has been entrusted with a certain number of animals which he is expected to lead to good pastures and, if necessary, to protect from all dangers. Thus the shepherd is responsible to his master that none of the animals entrusted to him comes to any harm and that they always have enough to eat, wherefore the shepherd has to pick suitable pastures for them.

22. If I ate with sinners, thereby proving that I preferred the sick to the healthy, who were not in need of a spiritual physician, this parable of the lost sheep was best suited to make My disciples understand the reason for My attitude; for a lost, erring sheep – figuratively speaking – is like a non-converted, spiritually not guided, or sick person.

23. Just as a lost sheep is exposed to all kinds of accidents, such as becoming the prey of wild beasts or falling down a cliff, which dangers it is often unable to recognize, thus an erring, spiritually sick man, who – seduced by the world – does not know anything of his spiritual destination, is in danger of completely failing his actual destiny as a member of a future eternal kingdom and may only, after long periods of time through great suffering and bitter experiences arrive at the point to which I wanted to lead him on the shortest road.

24. I said: The shepherd is obliged to lead his sheep to good pastures and so this was also My duty since I had undertaken to lead people away from the dangerous paths, on which they were thoughtlessly walking, back to the true path of life, to their real spiritual destiny.

25. I used the example of the shepherd, since for the people of those times it was easy to comprehend and came nearest to My calling as the Son of man, since I, the Wisdom that had descended upon earth, sought to bring back to My Father the lost children like the strayed sheep of a shepherd.

26. As the joy of a shepherd is great when after a long search he finds again his lost sheep, the property that had been entrusted to him, thus My joy is great when a soul has been recovered.

27. In order to make this comparison still clearer I chose the second parable about the woman who lost a coin and did all she could to find it again.

28. I knew very well what value the Pharisees and scribes attached to money and, therefore, they could easily understand the eager searching by the woman, since this was taken from their own sphere of thinking. One can worry even over a small coin and search until it is found.

29. I had still other reasons in mind when I told them first the parable of the lost sheep as a being with a soul, then about the loss of a material thing of supposed value and, finally, about the loss of spiritual dignity in the picture of the prodigal son. With this I wanted to tell them that it is easy to recover losses of the soul, not so easy to recover material losses and most difficult to recover spiritual losses.

30. In the first case, circumstances and conditions may help to get the erring person away from his wrong views and make him set out once again on the right path. Material losses, however, usually exert such a great pressure on the soul that it wavers in its faith in Me, even despairs and makes every effort to regain the worldly pleasures. The woman mentioned by Me could have been content with the remaining nine coins, but the lost one was so dear to her heart that she searched every corner to find it.

31. Of course, in this parable too, I had only the spiritual process in mind, not the material. Therefore, I said in connection with the recovery of the lost coin, when the woman announced her find to all friends and neighbours, that in heaven there will be just as much joy over a sinner who repents, that is, over a soul saved from perdition.

32. As regards the third parable – the one of the prodigal son -I had drawn My listeners already far enough into the reach of My spiritual conception so that I could give them as the greatest and last example a story that does not deal with a material loss, but with the loss of the spiritual dignity of a man, who – forgetful of his own worth – Becomes a slave to the world and its pleasures, breaks all ties that bind him to home and family, and rushes out into the world, giving full rein to his passions until, exhausted and spiritually defeated and only in the greatest misery he recognizes the depth of the abyss into which he has thrown himself of his own free will.

33. In the first example, it was a shepherd who saved a sheep from perdition, a creature far beneath him, by taking it back to its flock. In the second case it was a woman who considered herself lucky when she had found again her material possession. In both cases only worldly things were used as examples. But in the third parable there is added to all these losses fatherly love, which has suffered a greater and more valuable loss. This parable was best applicable to Me, the Father of all created beings, for it illustrates the repentance of a lost soul on the one hand and a loving father’s never-ending compassion with all its consequences on the other hand.

34. Taken from human life, the example of the prodigal son was the most important one, since therein I showed My listeners, besides the family ties, how a father should be and how, unfortunately, only very few of them actually are. By the father’s joy in the returned son, I wanted to show them how infinitely greater will be the joy of the Creator of all beings when He sees men, whom He had put out into the world as free beings, return to Him of their own accord. Through this parable I could make them understand that in My kingdom of spirits the joy over such a return is even greater than in the life of a family when a long missed member has returned, by figuratively speaking of the feast which the father ordered when his son, whom he had believed dead, came back.

35. Thus these parables presented three pictures from human life which applied not only for those times, but all times, including yours.

36. I spare no pains to save the lost sheep and sons, leading home the former and inducing the latter to return of their own free will. Admonitions, troubles of every kind, illness and bereavements shall keep reminding them that there is still another world besides the visible one. I do not overlook a thing, and actually the entire creation demonstrates to you in what way the prodigal son must gradually return to Me, his Creator and Father. For eons of time this process has been and still is taking place on other worlds. On your earth it is approaching its conclusion and a great step forward will have been accomplished, enabling the bound spiritual to evolve more easily and quickly towards the destination for which I have chosen this earth-globe and its inhabitants.

37. Everything in the entire universe must become spiritualized, must evolve upwards; but you people, for whose sake I Myself came to earth, have a greater mission before you than millions of other spirits of other worlds. For not without reason and purpose did I choose your earth and upon it My own humiliation as an example for My entire realm of spirits.

38. That is why all of you are here surrounded by more temptations, since the price of your future existence is greater than that of many beings upon other globes who go slowly through their process of purification and transformation whilst you, endowed with the great light of My Word and example, can – with a strong will – soon attain for what other beings need unimaginably longer periods of time. Here on this small earth the process of spiritualization must be faster. Everything has been arranged in such a way and all means are available for humans, as they spiritualize themselves, their soul and through it their body, to encourage retroactively also the spirits bound in dark matter towards faster progress. For, coarsely built souls need coarse, rigid matter, whereas finer, spiritually developed beings require also a lighter basis. Therefore, as mankind progresses in its spiritualization, the world in which it has to live follows it step by step.

39. In view of this, you should make every effort to promote this process of spiritualization. Begin with yourselves, for the more you can forgo the worldly things, the more your inner being will become spiritualized. It will eventually shine through the outer form producing a reflection of the inner content.

40. This progression, the more it manifests itself first with a few only but later on with many -, will bring about the great solution to My spiritual question, when I, as the one shepherd, will lead all of you as My sheep to the rich pastures of the celestial light, to receive all the spiritual things a loving Father has prepared for you from time immemorial.

41. Make therefore sure that you further this purpose as much as possible. Think of the joy of the spirits and beings that are so concerned with your destiny. And even if this progress must be accompanied by all kinds of suffering and struggles, the goal is worth all this trouble. Your own joy at having overcome all troubles, the joy of those who rejoice with you in the beyond, your reward with My everlasting fatherly love and the ever-growing advance from beatitude to beatitude, from enjoyment to enjoyment will make you forget the small hardships of a short trial- life.

42. Therefore, follow the Shepherd and do not stray again onto other roads after He has gone to so much trouble to show you the right way to everlasting life and His sonship! Amen.

 

28. Das Gleichnis vom grossen Abendmahle… Lukas 14:16-24 – The Parable of the Great Supper… Luke 14:16-24

PREDIGT / SERMON 28
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flagge de  28. Predigt von Jesus… Das Gleichnis vom großen Abendmahle

28. Predigt von Jesus… Das Gleichnis vom großen Abendmahle
(27.03.1872)

Lukas 14:16-24
Er aber sprach: “Es war ein Mensch, der machte ein groß Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahles, zu sagen den Geladenen: ,Kommt, denn es ist alles bereit!` Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: ,Ich habe einen Acker gekauft und muß hinausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.` Und der andere sprach: ,Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.` Und der dritte sprach: ,Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich nicht kommen.` Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: ,Gehe aus schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Armen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein!` Und der Knecht sprach: ,Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da.` Und der Herr sprach zu dem Knechte: ,Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune und nötige sie hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde! Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird!”`

01. Dieses Gleichnis zeigt euch Mein Streben, die Menschheit für Mich und Meine Lehre zu gewinnen, wie auch die vorhergehenden Verse in einem Gleichnis sagen, daß Ich nicht gekommen bin, die Gesunden, sondern die Kranken aufzusuchen und sie zu heilen. Ferner zeigte Ich in den früheren Versen dieses Kapitels, wie ein jeder beschaffen sein soll, der sich Mir oder Meinem Tische nähern will, daß nämlich Bescheidenheit oder Demut die erste Eigenschaft eines Menschen sein soll, der Mir nachfolgen will. Auch die weiteren Verse dieses Kapitels setzen klar auseinander, wie derjenige, der Mir nachfolgen will, sein Herz von allem abwenden und nur Mir untertan sein muß.

02. Es sollte sich daher ein jeder fragen, bevor er sich entschließt, Mir zu folgen, ob er auch Kraft und Ausdauer besitzt, sich stets unter jeglichen Umständen und Verhältnissen zum Banner Meiner Liebe und Glaubenslehre zu bekennen und dasselbe zu verteidigen. Daraus geht hervor – was Ich euch schon oft gesagt habe -, daß Mir zu folgen, Meine Worte zu vernehmen und auszuüben eine ernste Sache ist, die nicht leicht genommen werden darf, weil nur die im strengsten Sinne verantwortlich, also Sünder sind, welche das Gesetz oder Meinen Willen kennen und doch dagegen fehlen, wenngleich ihnen ihr Gewissen davon abrät. Deswegen heißt es auch am Schlusse dieses Kapitels: “Wer Ohren hat, der höre!”, was mit anderen Worten sagen will: Man lasse nicht Meine Worte zum einen Ohr hinein und zum andern hinausgehen, sondern nehme das Gehörte wohl in sein Herz auf, überdenke es und handle danach!

03. Um nun zum eigentlichen Gleichnis vom großen Abendmahl zurückzukehren, müssen wir wieder, wie in den meisten Fällen, mit der Worterklärung anfangen, wollen wir den tieferen Sinn Meiner Rede klar vor Augen haben.

04. Ich sagte also: Es gab jemand ein Abendmahl. Was ist nun unter einem ,Abendmahl` zu verstehen? – Das Wort ist zusammengesetzt aus ,Abend` und ,Mahl`. Es obliegt uns also zuerst, diese beiden Wörter einzeln näher zu erklären, dann auf die Bedeutung des zusammengesetzten Wortes und endlich auf seine Anwendung, wie Ich sie im Gleichnis machte, überzugehen.

05. ,Abend` ist das erste Wort und bezeichnet den letzten Teil eines Tages, wo die Arbeit aufgehört hat und man Ruhe und Stärkung in der folgenden Nacht bis zum andern Morgen sucht. Der Abend ist also eigentlich der Schlußstein alles Wirkens, das während des ganzen Tages vollbracht wurde. Und wenn der Abend Ruhe und Zufriedenheit bringen soll, so muß während des Tages natürlich alles das pflichtgemäß erfüllt worden sein, was man sich beim anbrechenden Morgen vorgenommen hatte, auszuführen.

06. Daß der Mensch, welcher den ganzen Tag geschafft und gearbeitet hat, sich am Abend auch danach sehnt, seine verbrauchten Kräfte wiederzuerlangen, um am morgigen Tag seinem Lebensberuf nachzugehen, versteht sich von selbst. Und da der Körper sowohl, als auch indirekt die Seele durch aufgenommene Nahrung das während des Tages Verbrauchte zu ersetzen sucht, führt das körperliche und seelische Bedürfnis die meisten Menschen zu einem Mahl, welches, weil es am Abend eingenommen wird, eben den Namen ,Abendmahl` erhalten hat zum Unterschied vom ,Mittagsmahl`, welches, inmitten des Tages eingenommen, denselben Bedürfnissen entspricht. Es hat aber nicht, wie das Abendmahl, das Ausruhen und die Wiedergewinnung der verbrauchten Kräfte zur Folge, sondern ihm folgt wieder nach kurzer Pause tätige Beschäftigung und Anstrengung. Das Mittagsmahl ist deswegen nur mit einem kleinen Ausruhen auf dem begonnenen Weg zu vergleichen, während das Abendmahl, als Schluß des Tages, außer zum Ausruhen auch noch nebenbei zum Überschauen des während des Tages Vollbrachten anregt, wobei nur demjenigen Ruhe und Zufriedenheit wird, welcher sich mit dem ruhigen Bewußtsein an den Tisch setzen kann, alles getan zu haben, was seine Pflicht oder sein Gewissen forderte.

07. Hiermit hätten wir die Bedeutung des Abendmahls, gemäß seinem tieferen Sinn, näher bezeichnet, und wir kommen nun zur zweiten Frage, nämlich warum – wie im Gleichnis angeführt wird – jemand Gäste zu seinem Abendmahl geladen hat.

08. Nun, hier ist wieder die Hauptsache der geistige Sinn dieser Handlung, welcher uns zum Verständnis dieses Bildes führt, das Ich in diesem Gleichnis Meinen Jüngern und den sonst Anwesenden ans Herz legen wollte.

09. Das Einladen anderer, um ein Mahl mit ihnen zu teilen, beruht auf der wichtigen Tatsache, daß der Mensch nicht allein Körper, sondern auch Geist ist, und daß, obgleich er oft nur Körperliches verrichtet, sein Geist und seine Seele dabei nicht vernachlässigt sein wollen. Es ist dies einer jener tiefen Beweise für die Doppelnatur des menschlichen Organismus, abgesehen von Meinem Gottesfunken, welchen Ich in euch gelegt habe. Selbst die Tiere fühlen dieses Bedürfnis des Beisammenlebens und sind nur im Sich-aneinander-Anschließen, also nur vereint, fröhlich und zufrieden.

10. Eure klugen Materialisten glauben, es sei die ganze Welt nur bewegt und erregt durch Kraft und bestehe aus Stoff – zwei Dinge, die sie aber selbst nicht recht erklären können. Sie sollten sich nur einmal bei einem einfachen Mahl selbst belauschen, dann würden sie leichter als bei allen anderen Forschungen erfahren, daß der Mensch zwei Seiten hat, aus Materiellem und Geistigem besteht, wobei das eine nur gedeiht und gesund ist, wenn das andere beteiligt wird. Sie würden sich überzeugen, daß eine Speise nur dann gedeihlich ist, wenn sie mit geistiger Nahrung, mit Liebe vermischt ist und so den beiden Hauptelementen des menschlichen Wesens entspricht.

11. Dieser unbewußte Drang der meisten Menschen, auch geistige Nahrung zu sich zu nehmen, ist der Grund, warum sie ein Mahl in Gesellschaft dem allein zu verzehrenden vorziehen, warum der Wunsch in jedem sich klar zeigt, auch andere zu einem Mahl einzuladen, und weshalb schon das Familienleben für die Gesellschaft bei der Mittags- und Abendtafel sorgt.

12. Daß auch dieses Bedürfnis nach fröhlichem Beisammensein ins Extreme ausarten kann, wobei der Mensch sein geistiges Ich ganz vergißt oder durch Berauschung sogar verliert, das gehört nicht in unsere Untersuchung, da Ich bloß von Menschen spreche, deren Geistiges noch die Oberhand über das Körperliche hat. Wir übergehen also diese beiden oft vorkommenden Fälle, in denen der geistig geschaffene Mensch, trotz seiner höheren Bestimmung, weit unter das Tier herabsinkt.

13. Wir sind an dem Punkt angekommen, wo wir das Abendmahl, sowie den Grund des Einladens erklärt hätten, und können nun zur näheren Betrachtung des Gleichnisses, wie Ich es Meinen Jüngern und den Pharisäern gegeben habe, schreiten.

14. In den vorangegangenen Versen dieses Kapitels wird euch gezeigt, wie Ich den Pharisäern und Höhergestellten einen kleinen Wink geben wollte, daß Bescheidenheit und nicht Stolz die Zierde des Menschen sei. Ich erwähnte da, daß es besser sei, sich als geladener Gast bei einem Mahle eher an den untersten als an den höchsten Platz zu begeben, damit einem nicht die Beschämung einer Zurechtweisung begegne. Ich sagte ihnen: “Wer sich selbst erhöht, soll erniedrigt werden, und wer sich erniedrigt, soll erhöht werden!”, was mit anderen Worten sagen will: Gebt nicht eurer Eigenliebe Gehör, um zu erfahren, was für einen moralisch- geistigen Wert ihr habt, sondern erwartet dieses Urteil von anderen, von Weiseren und Höhergestellten! So entgeht ihr jeder Zurechtweisung; denn wer sich auf diese Art selbst richtet, ist auch schon gerichtet.

15. Wenn Ich ihnen ferner sagte, daß ein Mensch, wenn er jemand einladet, mit dieser Einladung möglichst auch einen Akt der Bruderliebe verbinden soll, so tat Ich es, um ihnen zu zeigen, daß der Mensch bei jeder Handlung, auch bei der geringfügigsten, seines hohen geistigen Adels eingedenk sein soll. Deswegen sagte Ich ihnen: Verpflichte nicht andere zur Erwiderung eines Liebesdienstes; denn wurde dir ein solcher vergolten, so hört die Wirkung deiner guten Tat auf, gleichsam als hättest du keine getan. Darum handle so – wenn auch Undank dein Lohn sein sollte -, daß der Empfänger einer Wohltat sie dir nie oder höchstens schwach vergelten kann! Damit zeigst du, daß du höheren Grundsätzen als bloß weltlichen Interessen gefolgt bist.

16. Die Folgen dieser Einladungen, wie Ich sie im Gleichnis anführte, daß ein jeder geladene Gast mit Ausreden sich entschuldigte, sollten Meinen Zuhörern zeigen, wie wenig Dank und Anerkennung man erhält, wenn man Wohltaten und Begünstigungen an solche austeilt, die ihrer nicht bedürfen. So sah sich der, welcher das Abendmahl geben wollte, gezwungen, um es nicht umsonst bereitet zu haben, seinen Knecht nah und fern auf die Straßen zu schicken, um alle Armen, Lahmen und Durstigen zum Mahl zu sammeln, damit es nicht verlorenginge.

17. In diesem Falle hat der Hausherr freilich keinen Akt der Menschen oder Nächstenliebe ausgeübt – denn seine ursprüngliche Absicht war es nicht, solche Gäste an dem Tisch zu haben -; aber die Not zwang ihn zu solchem Schritt. Es hat ihm aber in der Folge zur Regel gedient, die geistigen Verhältnisse der Menschen mehr zu berücksichtigen und nicht mehr nach weltlichen Glücksgütern den Wert oder Unwert seines Nebenmenschen abzuwägen.

18. Dieses und noch mehr ließe sich aus diesem Kapitel erklären, da ein jedes Wort aus Meinem Munde Unendliches enthält. Wir wollen aber damit abbrechen und uns zu der Erklärung wenden, inwiefern dieses Gleichnis auf die jetzige Zeit oder auf die Menschheit überhaupt anwendbar ist, damit ihr einen geistigen, bleibenden Nutzen daraus ziehen könnt.

19. Das große Abendmahl, welches Ich der Menschheit gesonnen bin in Bälde zu geben, läßt sich aus allem Vorhergehenden leicht erklären. Ich lade und habe schon längst die ganze Menschheit zu diesem Mahl eingeladen, bei dem sie nach getaner Arbeit, zufrieden mit sich selbst, des vollbrachten Lebenswandels sich freuen soll und dann, nach der geistigen Ruhe, getrost dem neuen, anbrechenden Morgen eines nie endenden Tages entgegensehen kann.

20. Doch wie es dem Hausherrn im Gleichnis erging, so ergeht es auch Mir. Vor lauter Weltgeschäften entschuldigen sich die meisten und verschmähen oder scheuen Meine Tafel, auf der Mein geistiges Himmelsbrot der Liebe, Demut, Sanftmut und des unbedingten Vertrauens aufgetischt werden soll. Und warum? Weil sie auf ihrem ganzen Lebenswandel gerade den entgegengesetzten Neigungen gehuldigt haben.

21. So wird auch Mir nichts anderes übrigbleiben, als Meine Knechte und Diener, die Mir treu geblieben sind, in alle Welt hinauszuschicken, um unter den Armen, Krüppelhaften und Lahmen Tischgäste zu suchen, die auf ihrer Lebensbahn genug Gelegenheit hatten, wenn nicht Liebe, so doch Duldung und Sanftmut gegen ihre Mitbrüder auszuüben. Dadurch, daß ihnen weltliche Glücksgüter zum Teil unbekannt waren, oder daß sie wenig von ihnen genießen konnten, sind sie duldsamer und leichter zugänglich geworden und genießen die auf Meinem Tisch aufgesetzten Speisen mit Freuden, da ihnen in ihren körperlichen und seelischen Leiden dieses Abendmahl, am Ende einer mühsam durchwanderten Lebensbahn, doch wenigstens das Ende aller ihrer Duldungen und Entbehrungen ist.

22. Das ,Lahme` und ,Krüppelhafte` muß auch auf das geistige Seelenleben bezogen werden, da es doch bei weitem mehr geistige Krüppel gibt als körperliche. Auch ihnen wird geholfen werden, weil sie – verwahrlost, aber nicht verdorben – die reine, wahre, geistige Kost eher annehmen werden als jene, die in ihrem Eigendünkel sich aufgeklärt wähnen und glauben, keiner Belehrung zu bedürfen. Es wird ihnen bei Meinem Abendmahl ebenso ergehen wie den Juden, zu denen Ich einst, als sie Meine Worte nicht annehmen wollten, sagte, daß es ihnen entzogen und den Heiden gegeben werde.

23. So wird denn das große Abendmahl vor Meiner Wiederkunft die Würdigen von den Unwürdigen scheiden. Den einen wird der Weg zu Mir bedeutend verkürzt, während die anderen, auf lange zurückgewiesen, sich selbst überlassen werden, bis es auch in ihnen tagt. Erst wenn sie den ganzen Tag fleißig gearbeitet, gekämpft und gelitten haben, dann erst, nach langen Zeiträumen, ist auch bei ihnen ein Abendmahl möglich.

24. Auch jenes Abendmahl, welches Ich vor Meinem Hingang mit Meinen Jüngern hielt, hatte denselben Zweck, den die Auslegung dieses Gleichnisses euch sagt.

25. Während Meines Erdenwandels lud Ich das ganze Judenvolk, die Heiden und jeden, der Mich hören wollte, ein; allein die meisten entschuldigten sich, und es blieben Mir nur die Schwachen und Verwahrlosten übrig, die – obwohl nicht mit Glücks, so doch mit vielen Geistesgütern gesegnet – eher reif waren, Mein Brot, Meine Lehre in alle Welt auszutragen.

26. So seid auch ihr jetzt in den gleichen Verhältnissen. Noch hat kein Richter, kein Hochgestellter sich gemeldet, an Meine Tafel zu treten, auf der Ich ihm die Speisen einer großen Geisteswelt auftischen könnte. Sie wenden sich alle weg von Mir, und nur jene Hartgeprüften und von der Welt halb Verlassenen sind es, die Meinem Wort Gehör geben. Aus denen werde Ich auch Meine Arbeiterschar bilden, die für Mich auf den Landstraßen und hinter den Hecken die noch in stärkerem Grad Krüppelhaften und Bedürftigen suchen soll. Solche sind am leichtesten fürs Himmelreich zu gewinnen. Sie sind am leichtesten zu einem kindlichen Sinne und zum Vertrauen auf Mich zu führen, weil in ihnen während ihres Lebens nie der stolze Mannessinn erwacht ist, der gewöhnlich bei jenen zu finden ist, die durch Güter der Welt eine Stellung erhalten haben, in der sie glauben, das Geistige entweder verleugnen oder ganz entbehren zu können.

27. Nehmt auch ihr dieses Beispiel und Gleichnis aus Meinen Lehrjahren als Fingerzeig dafür, daß ihr erstens jeder Handlung einen geistigen Stempel aufdrücken sollt, und zweitens, daß ihr nur durch Liebe, Sanftmut und Geduld wieder Liebe, Zutrauen und Vertrauen erwecken könnt! Trachtet danach, daß Ruhe und Zufriedenheit euer Mahl würze und ihr nicht mit Angst und Bangen dem großen, heranbrechenden Morgen des ewigen Liebereiches entgegensehet, wenn euer Lebenstag abgelaufen ist und ihr euch zur Rechenschaft begebt! Handelt also alle Tage so, als müßtet ihr heute von dieser Erde scheiden! Zieht euer Gewissen jeden Abend zur Rechenschaft und fragt euch: “Wäre ich bereit, wenn jetzt der Herr, mein Gott, mich zum Abendmahl laden würde?” Nur so könnt ihr, alle Tage etwas verbessernd, langsam aber sicher euer Seelenhaus ausbauen, damit es dem Äußern wie dem Innern gemäß das Haus einer von Mir durch Meinen göttlichen Funken geadelten Seele werde, welche einst wert sein wird und mit Recht Anspruch darauf hat, Mein Kind, ein Kind des Herrn der ganzen Schöpfung, genannt zu werden.

28. So seht ihr jetzt, wie Ich euch helfe, durch jeden Text, durch jeden Vers euer Inneres zu vergeistigen und zu veredeln, damit ihr, vorerst selbst als Werkzeug tüchtig, Mir einst dienen könnt – und zwar mit Erfolg – zu der hohen Aufgabe, die Ich mit euch im Auge hatte, als Ich es zuließ, daß ihr, aus so vielen bevorzugt, die Gnade genießt, von Mir durch direkte Mitteilungen für Meinen Zweck und fürs große Geisterreich erzogen zu werden.

29. Merkt euch dieses! Ich kann es euch nicht oft genug wiederholen: Harret aus! Das Ende wird euch belehren, daß Meine Worte nicht Worte der Vergänglichkeit, sondern Worte der Ewigkeit sind, wie Ich selbst ewig war, bin und sein werde! Amen.

flagge en  28th Sermon of Jesus… The Parable of the Great Supper

28th Sermon of Jesus… The Parable of the Great Supper
(March 27, 1872)

Luke 14:16-24
“Then he said unto him, A certain man made a great supper, and bade many: and sent his servant at supper time to say to them that were bidden, Come; for all things are now ready. And they all with one consent began to make excuse. The first said unto him, I have bought a piece of ground, and I must needs go and see it: I pray thee have me excused. And another said, I have bought five yoke of oxen, and I got to prove them: I pray thee have me excused. And another said, I have married a wife, and therefore I cannot come. So that servant came, and shewed his lord these things. Then the master of the house being angry said to his servant, Go out quickly into the streets and lanes of the city, and bring in hither the poor, and the maimed, and the halt, and the blind. And the servant said. Lord, It is done as thou hast commanded, and yet there is room. And the lord said unto the servant, Go out into the highways and hedges, and compel them to come in, that my house may be filled. For I say unto you. That none of those men which were bidden shall taste of my supper.”

This parable shows to you My striving to win mankind for Myself and My teaching. On another occasion I said that I have not come to those who are whole, but to those who are sick so that they may be healed. I also showed what they must be like who want to approach Me and My table, that modesty or humility must be the predominant attribute of a person who wants to follow Me. Thus, the further verses of this chapter clearly point out that he who wants to follow Me, must free his heart from all that is of the world and wholly submit to Me.

Therefore, everyone, before he decides to follow Me, should ask himself whether he possesses strength and perseverance to confess and defend My teaching of love and faith under all circumstances. As I have repeatedly reminded you, – to follow Me, to hear My words and live accordingly, is a serious matter which must not be taken lightly, for only those who know the law, or My will, and still offend against it, although their conscience warns them, are responsible in the strictest sense and, therefore, sinners. In view of this, it also says at the end of this chapter: “Who has ears to hear, let him hear!” In other words: My words should not be heard and then disregarded, but should be taken to heart, pondered well, and then complied with!

Coming back now to the actual parable of the Great Supper, we have to begin, as in most cases, with the interpretation of the words, if the deeper meaning of My speech is to emerge clearly. I said: “A certain man made a great supper.” A supper is equivalent to an evening meal. What does that denote? First, we have to interpret these two words in more detail before we go into the meaning of the complete term as used by Me in the parable.

The word “evening” denotes the latter part of the day, when work has ended and rest and recuperation is sought during the night until the morning. Thus, the evening is actually the cope- stone for all the day’s activity. And if the evening is to bring rest and satisfaction, all that had been planned in the morning must have been dutifully completed during the day.

It is obvious that a man who has worked and been active all day long is anxious in the evening to regain his used-up strength so as to be able to follow his trade on the following day. And since the body, and indirectly also the soul, by taking in food seeks to replace what has been used up during the day, the physical need, as well as the mental, leads most people to a meal which, since it is taken in the evening, is described as an “evening meal”, distinguishing it from the “midday meal”, taken at noon and serving a similar need. And since this is not followed by a long rest and regaining of strength, but by further work, it can only be described as a small rest on the road, whereas the evening meal at the end of the day invites not only to a rest, but also to survey what has been accomplished during the day, giving relaxation and satisfaction only to him who can sit down at the table with the calm conviction of having done all that his duty or his conscience required him to do.

Having explained the deeper meaning of the evening meal, we are now coming to the second question, namely, why – as mentioned in the parable – someone invited guests to his evening meal. Here again, the spiritual meaning of this act is the substance that leads to the comprehension of what I wanted to point out through this parable to My disciples and the others present.
The inviting of others to share a meal is due to the important fact that man is not only physical but also spiritual and that, although he often is only concerned with the physical, his spirit and soul do not want to be neglected. This is one of the profound proofs for the duality of man, irrespective of My divine spark which I have placed within you. Even the beasts have this need for fellowship and are only merry and happy in such an association.

Your clever materialists believe that the whole world is only set in motion and stimulated through energy and that it consists of matter – two things they themselves cannot really explain. They should only observe themselves during a simple meal, then they would find out more easily than through any other kind of investigation that man has two sides, a material and a spiritual, each of which can only be well and healthy when the other takes part. They would convince themselves that food is of benefit only when mixed with spiritual nourishment, with love, thus corresponding to both main elements of man.

This unconscious desire of most people to partake also of spiritual nourishment, is the reason why they prefer a meal in company to a lonely one, why they have the wish to invite also others to a meal, and why family life provides company at the dinner and supper table.

That this need for merry company can degenerate into extremes and a person can completely forget, or through intoxication even lose, his spiritual self, is not part of our investigation, since I am speaking only of people whose spiritual still dominates their physical. Therefore, we shall skip both these frequently occurring cases where man, created as a spiritual being, sinks far below the animal, notwithstanding his higher destination.

We have now explained the evening meal as well as the reason for an invitation and can proceed to take a closer look at the parable as I gave it to My disciples and the Pharisees.

In the preceding verses of this chapter you were shown how I wanted to give the Pharisees and notables a hint that modesty -and not pride – is a credit to man. I mentioned that it is better for an invited guest to take a seat at the lower end of the table rather than risking being shamed through a rebuke. I said to them: “Whosoever exalteth himself shall be abased, and he that humbleth himself shall be exalted!” In other words: Do not let your self-love judge your moral-spiritual value, but wait for this to be judged by wiser and superior people. Thus you avoid being rebuked; for, whosoever judges himself in this way is already judged.

When I further told them that a man, when he invites people, should combine this invitation with an act of brotherly love, I intended to point out to them that a man should remember his great spiritual nobility in every one of his actions, even the most insignificant.

Therefore, I told them: Do not oblige others to return your act of kindness; for if you were recompensed for it, the effect of your good deed ceases, just as if it had never been done. Therefore, act in such a way – even if you should only earn ingratitude – that the recipient of a good deed can never recompense you, or only to a small degree. Thereby you show that you have followed higher principles and not only worldly interests.

The result of the invitations, as described in the parable, that every invited guest found an exuse not to attend, was to show My listeners how little gratitude and appreciation can be expected when kindness and favours are dispensed to those who do not need them. Thus the one who wanted to give the feast, so as not to have prepared it in vain, was compelled to send his servant into the streets to gather all the poor and lame and thirsty as guests for his feast that it would not be wasted. In this case, the master of the house did not perform an act of kindness to his fellowmen since he had not originally intended to have this type of guest at his table, but he was forced to this step. However, it taught him, in the future, to give more consideration to the spiritual state of people and not to evaluate his fellowman according to his worldly possessions.

This, and more, can be interpreted from this chapter since every word out of My mouth is infinite in its meaning. But we shall now turn to the explanation of how this parable is applicable to the present time, or mankind as such, so that you may derive a lasting spiritual benefit from it.

The Great Supper, which I intend soon to prepare for mankind, can easily be explained from what has already been said. I am inviting, and have already for a long time been inviting, all mankind to this evening meal at which, after their work has been done, they can be satisfied with their accomplishments and rejoice at their fulfilled life and, after a spiritual rest, confidently face the newly beginning morning of a never-ending day.

But as the landlord in the parable fared, so do I. Too occupied with their worldly business, most people excuse themselves and reject or avoid My table, where My spiritual celestial bread of love, meekness, gentleness and implicit trust shall be served. And why? Because during their whole life they have indulged in exactly the opposite.

Thus I, too, will have to send My servants who have remained faithful to Me, into the world to seek guests for My. table among the poor, the crippled and lame who, during the course of their life, had plenty of opportunity to practise towards their brothers, if not love, at least tolerance and kindness. Thanks to the fact that they possessed few or none of the good things of this world, they have become more tolerant and amenable and enjoy the foods on My table, since with their sufferings in body and soul this evening meal at the end of a difficult life means at least the end to all their sufferings and privations.

“Lame” and “crippled” must also be applied to the spiritual life of the soul, since there are by far more spiritual cripples than physical. They too will be helped, for these souls – neglected, but not depraved – are more likely to accept the pure, true, spiritual fare than those, who in their self- conceit imagine themselves enlightened and believe they do not need instruction. They will fare at My supper as did the Jews whom I once told, when they did not want to accept My Word, that it would be taken from them and given to the Gentiles.

Thus the Great Supper prior to My advent will separate the worthy from the unworthy. For some the road to Me will be considerably shortened whilst others will be rejected for a long time and left to themselves until their morning will dawn. And only after they will have worked diligently all through the day, after they will have struggled and suffered, after long lapses of time, – only then will a supper be possible for them, too.

The supper that I shared with My disciples before My departure, had the same purpose as described in the interpretation of this parable.

During My life on earth I invited the entire Jewish nation, the Gentiles and everyone who would listen to Me. However, most of them excused themselves, and I was left only with the weak and neglected who, although not with earthly goods, were blessed with spiritual wealth and better capable of carrying My bread, My teaching, into the world.

The same situation exists at the present time. So far, no judge nor any notable person has been ready to come to My table where I could serve him the food of a great spiritual world. They all turn their backs on Me, and only those who have suffered great tribulations and have been more or less deserted by the world, are the ones who listen to My Word. Out of their ranks I shall form My work team who will seek out for Me on the roads and behind the hedges those who are even more crippled and needy. Such people are easiest to win for the Kingdom of Heaven. It is easier to lead them to a childlike attitude and trust in Me, because during their life that pride never awakened within them which is usually found in those who, through worldly wealth, have gained a position wherein they think they can deny the spiritual, or do without it altogether.

You, too, should receive this example and parable from My years of teaching as an indication that, firstly, you should put a spiritual mark on every action and, secondly, that only through love, meekness and patience can you awaken trust and confidence. Make sure that peace and satisfaction allow you to enjoy your supper and that you do not have to await the dawning of the great morning of the eternal realm of love with fear and apprehension, when your life’s day has ended and you face the great reckoning. Therefore, act every day in such a way as if you would have to depart from the earth today. Ask your conscience every night: “Would I be prepared if the Lord, my God, were to invite me to His supper?” – Only in this way could you slowly, but surely, improving on it every day, build your spiritual house so that it may become, externally as well as internally, the house of a soul ennobled by Me through My divine spark, that will once be worthy and entitled to be called My child, a child of the Lord of the entire creation.

You can see how I am helping you with every text, every verse to spiritualize and refine your inner being so that you may serve Me as a good tool towards achieving the high purpose I had in mind with you when, privileged before so many others, I favoured you with direct instruction to educate you for My purpose and for the great realm of spirits.

Keep this in mind! I cannot repeat it often enough: Endure to the end! And the end will prove to you that My Words are not transient, but words of eternity as I Myself have been forever, am, and shall be! Amen.

 

53 Predigten von Jesus offenbart durch Gottfried Mayerhofer

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53 Predigten von Jesus offenbart – Aufgezeichnet von Gottfried Mayerhofer

“Die Zeichen der Zeit werden dann spurlos an euch vorübergehen,
wenn ihr euern Körper auf wenige leibliche Bedürfnisse habt beschränken lernen,
aber desto mehr auf das Aufbauen eures geistigen Seelenmenschen bedacht seid.”

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Jesus - YahuShua

Predigt 19 - 36 Predigt 37 - 53

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