38. Liebe deinen Nächsten… Wer ist das und wie liebe ich ihn? – Der barmherzige Samariter – Love your Neighbour… Who is that and how do I love him? – The Good Samaritan

PREDIGT / SERMON 38
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flagge de  38. Liebe deinen… Wen und wie genau? – Der barmherzige Samariter

38. Predigt des Herrn… Gleichnis vom barmherzigen Samariter
10.04.1872

Lukas 10, 25-37…
Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, versuchte Jesus und sprach: “Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe?” Jesus aber sprach zu ihm: “Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du?”

Er antwortete und sprach: “Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüte, und deinen Nächsten wie dich selbst!” Er aber sprach zu ihm: “Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du leben!” Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: “Wer ist denn mein Nächster?”

Da antwortete Jesus und sprach: “Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mörder. Die zogen ihn aus, schlugen ihn, gingen davon und liessen ihn halbtot liegen. Es begab sich aber ungefähr, dass ein Priester dieselbe Strasse hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorüber. Desgleichen auch ein Levit, da er kam zu der Stätte und sah ihn, ging er vorüber.

Ein Samariter aber reiste und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wunden, goss drein Öl und Wein, hob ihn auf sein Tier, führte ihn in die Herberge und pflegte sein. Des andern Tages reiste er, zog heraus zwei Groschen, gab sie dem Wirte und sprach zu ihm: ‘Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme’.

Welcher dünkt dich, der unter diesen dreien der Nächste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war?” Er sprach: “Der die Barmherzigkeit an ihm tat.” Da sprach Jesus zu ihm: “So gehe hin und tue desgleichen!”

So spricht der Herr:

1. Diese Verse erzählen euch das Gleichnis vom Samariter. Mit diesem handgreiflichen Bild wollte Ich dem Pharisäer auf seine Frage: “Wer ist mein Nächster zeigen, wer dieser sei, und wie das zweite Liebesgebot – ‘Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!’ – im geistigen Sinn verstanden werden solle.

2. Die Menschen machten und machen zu allen Zeiten zwischen Menschen, Bruder und Nächstenliebe, die alle in eine Liebe zusammenfliessen, einen grossen Unterschied, worüber Ich euch vor längerer Zeit ein ausführliches Wort gegeben habe, welches hier eingeschaltet werden könnte, wenn keine andere Erklärung möglich wäre.

3. Da man aber in jenen Zeiten, als Ich dieses Gleichnis gab, durch die Unterschiede der Stände oder Kasten, wie auch durch die Ansichten der Menschen weit von dem entfernt war, was Ich unter ‘Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!’ verstanden haben wollte – was auch aus der Antwort des Pharisäers hervorgeht, welcher erst fragen musste: “Wer ist denn eigentlich mein Nächster?” -, so war es ganz natürlich, dass Ich aus diesen triftigen Gründen ein Beispiel aufstellen musste, um zu zeigen, wer eigentlich der Nächste jedes Menschen sei. Es besteht in allen künftigen Zeiten über den Begriff ‘Nächster’ und über die Ausübung der Liebe zum Nächsten kein Zweifel mehr, denn mit einem Wohlwollen allein, oder mit frommen Wünschen ist dem Nächsten, der Menschheit und Mir am wenigsten geholfen.

4. Soviel schon über dieses zweite Liebesgebot geschrieben und geredet wurde, so haben doch die wenigsten Menschen eigentlich verstanden, was die Nächstenliebe und wer der Nächste ist.

5. Der allgemeine Schluss ist gleich gemacht: “Die ganze Menschheit ist mein Nächster, und durch das Gesetz, dass ich den Nächsten lieben soll wie mich selbst, ist auch der Massstab der Liebe bestimmt!”

6. Ganz recht, sage Ich; aber jetzt kommt es darauf an: “Inwiefern ist die Menschheit oder jeder Mensch mein Nächster, und was heisst: sich selbst – aber wohlgemerkt – im gerechten Mass lieben?”

7. In diesen beiden Begriffen liegt der Schlüssel zu Meinem Reich, weshalb Ich unter allen erdenklichen Geboten gerade dieses Gebot der Nächstenliebe zum zweiten Hauptgebot nicht allein für eure Erde, sondern für alle Welten und selbst für das grosse Geisterreich gemacht habe.

8. Es ist vor allem deshalb das Gebot der Liebe, weil es ohne Liebe keine Wärme, ohne Wärme kein Leben, ohne Leben keine Schöpfung – was immer für eine denkbare – gibt. Die Liebe ist der erste Trieb, welcher zur Tätigkeit anspornt; die Tätigkeit erzeugt entsprechend Wärme. Die Wärme – Ausdruck für Bewegung, Vibrieren – zeigt sich als Leben, und Leben ist Entstehen, Bestehen und Vergehen, als sichtbares Zeichen des Lebens oder der Schöpfung in ihrer ganzen Ausdehnung.

9. Die Liebe adelt alle Wesen, die sie fühlen und gegen andere ausüben. Ohne Liebe gäbe es keinen geistigen Massstab der Handlungen, und ohne Liebe bestände weder Ich, noch etwas Geschaffenes, das ein Bleibendes werden könnte.

10. Nun, wie die Liebe in Mir Meine Geister, die lebenden Wesen und selbst die Materie schuf und sie alle mit gleicher Glut umfängt, sie ernährt, erhält und leitet, zum grösstmöglichen, geistigen Ziel, zum Inbegriff der höchsten Liebe, – ebenso soll auch der Mensch seine Umgebung, die Welt, in welcher er leben muss, mit gleicher Liebe umfassen. Alles Geschaffene, aus Liebe und durch Meine göttliche Liebe erzeugt, soll steter Beweis sein, dass Ich ein liebender Vater erst dann bin, wenn Meine erschaffenen Wesen, Meine Nächsten, ihre Pflicht, ihre Mission so erfüllen, wie Ich sie Mir gedacht habe, und wie Ich sie aus freiem Antrieb und nicht durch Zwang ausgeführt haben möchte. Der freie Wille adelt das Geschöpf, im Gegensatz zu dem durch den Instinkt geführten Wesen, das so handeln muss und nicht anders kann.

11. Diese über alles sich ausbreitende Liebe soll der Massstab für die Menschenliebe sein, welche in jedes Menschen Brust ihren Wohnort aufschlagen und als bleibendes Denkmal einer höheren Abkunft auch alle Gedanken, Worte und Taten auf sie beziehen soll. Diese Liebe soll aber auch, wie die Meine, keinen andern Zweck kennen als den, alles zum Besten seiner Mitmenschen und seiner mitlebenden Wesen zu tun, wobei man natürlich dem Nächsten das von ihm Gewünschte nicht immer gewähren darf, sondern ihm auch manches versagen muss, so das Gewähren vielleicht Schaden statt Nutzen bringen würde.

12. Betrachtet Mich! Ich liebe euch Menschen alle – liebe euch mit einer Liebe, die ihr nicht begreifen, nicht fassen und nicht erwidern könnt, und doch sage Ich nicht zu allen Bitten, mit denen ihr Mich überhäuft: “Ja!”, sondern meistens das Gegenteil: “Nein!” Und warum? Weil ihr oft Dinge wünscht, die euch geistig schädlich wären! Und wenn diese Verweigerung dann Leiden und Kämpfe, Unglücks und Trauerfälle über euch und die Eurigen bringt, so ist sie doch nur Ausfluss der Liebe, der Liebe eures himmlischen Vaters, der euretwegen alles erschaffen, euretwegen so manches erduldet hat und euch stets Undank, Verhöhnung, Verleugnung mit Segen vergilt.

13. Hier seht ihr, wie die Liebe aufgefasst werden muss, wenn sie nicht Böses, sondern Gutes bewirken soll. So müsst auch ihr eure Menschen- oder Nächstenliebe auffassen! Wie ein Vater auf Erden seinen unmündigen Kindern nicht alles gewährt, was sie in ihrem Unverstand von ihm verlangen, sondern immer den höheren Erziehungszweck im Auge behält, ebenso sollt auch ihr nur dann eurem Nächsten Gutes tun, wenn ihr überzeugt seid, dass gemäss eurer Einsicht nicht etwa ein Laster genährt oder euer Nächster im Nichtstun bestärkt, statt zur Arbeit gewöhnt wird.

14. Dies ist die Liebe, mit welcher Ich aus Meiner Weisheit heraus Meine Welten regiere. Ebenso sollt auch ihr mit euren Verstandeskräften den Trieb des Wohltuns bezähmen und regeln, damit nicht das entgegengesetzte Resultat die Folge eures, wenngleich edelsten Willens ist.

15. Der zweite zu erwägende Punkt ist: “Ihr sollt den Nächsten lieben wie euch selbst!”

16. Nun, auch hier sind so viele Begriffe möglich, wie es geistige Stufen der menschlichen Natur gibt, die von der Verleugnung einer Selbstliebe bis zum höchsten Egoismus steigen kann, – und so entsteht die Frage:

17. “Wann ist meine Selbstliebe die gerechte, die mir und andern nützliche?”

18. Nur nach Beantwortung dieser Frage weiss man, welche Liebe und wie sie anderen erwiesen werden soll! Ihr seht, dass, genaugenommen, die Worte ‘Liebe’ und ‘sich selbst’ ganz andere Begriffe ergeben als bei deren oberflächlicher Betrachtung.

19. Die Bedeutung der Selbstliebe muss erst klar vor euren Augen stehen; ihr müsst wissen, wie und was ihr an euch lieben sollt, um dann nach dieser Erkenntnis eure Liebe auf andere übertragen oder die Liebe, mit welcher ihr andere behandeln sollt, genau beurteilen zu können.

20. Es ist in jeden Menschen der Trieb gelegt, sein Leben zu erhalten, es zu verlängern und so angenehm wie möglich zu gestalten. Dieser nötige Erhaltungstrieb für die äussere Hülle oder Umkleidung des geistig-seelischen Menschen musste tief in ihn gelegt und eingepflanzt werden, damit er nicht bei den geringsten Misshelligkeiten während seiner irdischen Lebensbahn auf den Gedanken kommt, diesen hindernden Trieb zu unterdrücken und sich seines Körpers noch vor der Reife des inneren Menschen zu entledigen.

21. Dieser Erhaltungstrieb ist so mächtig und nötig, dass nur Menschen, welche auf alles Geistige verzichten, keinen Glauben und keine Religion im wahrsten Sinn haben oder durch verkehrte Weltansichten oder geistige Störungen in ihrem Lebensorganismus geschwächt sind, dahin kommen können, die so tief eingewurzelte Liebe zum Leben zu zerstören und ihrem Dasein von sich aus früher ein Ende zu machen, als es im Plane Meiner göttlichen, überall gültigen Gesetze bestimmt war.

22. Solche Selbstmörderseelen werden im Jenseits einen mit weit schwierigeren Umständen verknüpften Weg zur Ausreife zurückzulegen haben, weil sie unreif aus dieser Welt gegangen und ebenfalls unreif in eine andere eingetreten sind.

23. Die zweite Art der Selbstliebe ist eine höhere, nämlich der Erhaltungs und Vervollkommnungstrieb des Geistigen. Der Mensch sucht sein geistiges Ich soviel als möglich Dem gleich zu machen, der diesen Funken göttlichen Bewusstseins in ihn gelegt, ihn damit weit über die Materie erhoben und an die Grenze zweier Welten gestellt hat, so dass er der körperlichen Hülle nach der Materie und dem Geist nach der Geisterwelt angehört.

24. Sowohl im materiellen wie im geistigen Wesen des Menschen kann ein Mangel oder ein Überfluss an Selbstliebe vorhanden sein.

25. Der Mangel an materieller Selbstliebe gibt sich durch Lebensüberdruss kund, wobei der körperliche Erhaltungstrieb so gering wird, dass der Mensch oft wegen geringfügiger Unannehmlichkeiten des irdischen Lebens sein Körperleben vernichtet. Dieser Zustand wird häufig durch eine verkehrte Erziehung, durch Nichtglauben an einen Gott oder an ein Fortleben der Seele, oder durch geistige Störungen hervorgerufen.

26. Diesem Extrem des Mangels an Selbstliebe steht dann wieder ein Übermass an Eigenliebe gegenüber. Der Mensch, sein leibliches Wohl als Höchstes achtend, will nur dem fröhnen, was der schmutzigste Egoismus ist. Er ergreift alle Mittel, um seinen Zweck zu erreichen. Es gibt für ihn nichts als sein eigenes Ich, und er ist, jedes Band der Nächstenliebe verleugnend, stets nur allein sein Nächster. Diese Menschen stehen auf der untersten geistigen Stufe; denn sie entziehen sich aller Kämpfe und aller Aufopferungen. Sie wollen nur Genuss, und zwar nur für sich allein, und alle Mittel – erlaubte oder unerlaubte, gesetzliche oder ungesetzliche, göttliche oder teuflische – werden ergriffen, wenn sie nur zu ihrem angestrebten Ziel gelangen. Solche Eigenliebe schliesst alle Nächstenliebe gänzlich aus.

27. Eine Eigenliebe kann auch bestehen, wenn der Mensch nur seiner selbst willen seinen inneren Menschen so ausbilden, so vervollkommnen will, dass ihm selbst sein Körper zur Last wird und er sich desselben sobald wie möglich entledigt fühlen möchte.

28. Hier habt ihr die beiden Extreme: Mangel und Überfluss an Selbstliebe, sei es im materiellen, sei es im geistigen Wesen des Menschen. Wenn aber eine Mittelstrasse eingehalten werden soll, wo weder dem einen noch dem andern Extrem zu nahe gekommen werden darf, so fragt es sich, wie es mit der Nächstenliebe steht, die sich doch nach der Selbstliebe regeln soll.

29. Auch hier gilt das gleiche, was Ich schon im Anfang erklärte: Die gemässigte, durch den Verstand geleitete Liebe, die das eigentliche, geistige Ziel des Menschen und das Ziel seiner irdischen Laufbahn stets im Auge hat, diese Liebe soll die Eigenliebe in solche Bahnen lenken, dass der Körper nicht unter dem Einfluss des Geistes und der Geist nicht unter dem des Körpers leide oder gar verkümmere. Der Mensch soll stets bedenken, dass ihm auch sein Körper als ein Gut anvertraut wurde, und wie er einst von seiner Seele wird Rechenschaft geben müssen, so wird auch die Frage an ihn ergehen:”Hast du deinen Körper zu dem Zweck gebraucht, zu dem er bestimmt war, oder hast du ihn missbraucht?” So wird die Rechenschaft, die der Mensch über seinen Geist und die ihm anvertrauten Talente abzulegen hat, mit derjenigen, die er über das materielle Leben zu geben hat, zusammenfallen.

30. Beides, Geist und Körper so zu gebrauchen, so zu erziehen und derselben so Meister zu werden, dass alle Handlungen nur im Hinblick auf Mich, den Geber, geschehen und so den Stempel der Göttlichkeit tragen. Diese Art zu denken, zu handeln und zu wirken soll auch der Massstab dafür sein, wie ihr dem Nächsten eure Liebe angedeihen lassen sollt! Diese Liebe soll dem Nächsten alles Gute gewähren, insoweit es Meinen eigenen, sittlichen Grundsätzen entspricht.

31. Der Mensch muss vorerst an sich selbst erkennen, was er zu leisten imstande ist, um auch die Leistungsfähigkeit anderer zu bemessen. Er muss vorerst bei sich das Gute und Schlechte unterscheiden lernen. Er muss lernen, was dem Geist und was dem Körper nützt oder schadet, ehe er aus blinder Liebe anderen angedeihen lässt, was sie nur zum Ruin und nicht zum höheren Ziel führt.

32. Daher regelt vorher eure Eigenliebe! Haltet darin gerechtes Mass und Gewicht, und es wird euch die rechte Selbstliebe am besten zur Nächstenliebe führen! Denn nur da, wo klare Ansichten herrschen, können auch vollgültige Taten das Resultat sein; sonst tappt ihr im Finstern herum, verkennt oder missbraucht eure Liebe zum Schaden anderer. Überall in der ganzen Welt sind die Extreme schädlich und führen zu nichts: im Lieben wie im Hassen, im Geben wie im Verweigern, im Reden wie im Schweigen.

33. Daher seid bei jeder Handlung eurer höheren Bestimmung eingedenk und vergesst dabei nicht, dass ihr Menschen und keine Götter seid, und dass zu grosse wie auch zu geringe Liebe für sich selbst ebenso zu schlechten Resultaten führt, wie zu hoch oder zu niedrig gespannte Begriffe von Nächstenliebe dem Nebenmenschen eher schaden als nützen können.

34. Erkennt zuerst eure eigenen Schwächen, um nachsichtig gegen die anderer zu sein! Prüft, ob die Gewährung einer Bitte bei euch Gutes oder Schlechtes hervorbringen möchte, und regelt danach eure Liebesgaben, eure Aufopferungen gegen euern Nächsten! Nirgends kann soviel Schaden gestiftet werden, als mit dem wörtlich genommenen Begriff der Nächstenliebe.

35. Seht, Ich bin euer Nächster und tue alles, damit ihr Meine Nächsten, Meine Brüder und Schwestern, ja, Meine Kinder werdet; und doch bin Ich trotz aller Liebe und Weisheit nicht so willfährig, den Menschen alles zu geben, was sie oft in ihrer Unmündigkeit von Mir verlangen, weil Ich als Geist, und zwar als höchster Geist, am besten weiss, was Meinen Kindern, Meinen geistigen Brüdern und Schwestern am zuträglichsten ist, und weil Ich sie erziehen und nicht verziehen will!

36. Daher nehmt euch ein Beispiel an Mir, wie Ich Meine ganze Schöpfung zusammenhalte und ihre Teile gemeinschaftlich zum grossen Ziel der Erlösung aus der Materie führe, und ihr werdet gewiss den rechten Weg zwischen Geben und Nehmen, zwischen Gewähren und Verweigern finden! Dann wird das zweite grosse Liebesgebot erst den eigentlichen geistigen Ausdruck nicht allein im Wort, sondern auch in der Tat finden, wenn ihr euern Nächsten das tut, was ihr – wärt ihr in der Lage und in den Verhältnissen eures Nebenmenschen – als geistige Wesen für euch selbst für das beste halten würdet.

37. Stets das Geistige hoch, ja höher als alles andere haltend, müsst ihr darin den Anfangs und Ausgangspunkt aller eurer Handlungen suchen, damit sie mit Meinen grossen Schöpfungsgedanken übereinstimmend, euch veredeln und adeln und ihr Mich dadurch als euern liebevollsten Vater stets mehr verklärt und als das erkennt, was Ich allen sein möchte, nämlich euer geistiger Führer, Leiter und Vater. Amen.

flagge en  38th Sermon of the Lord… The Parable of the Good Samaritan

38th Sermon of the Lord… The Parable of the Good Samaritan
(April 10, 1872)

Luke 10:25-37…
And behold, a certain lawyer stood up, and tempted him, saying, Master, what shall I do to inherit eternal life? He said unto him, What is written in the law? How readest thou?

And he answering said, Thou shalt love the Lord thy God with all thy heart, and with all thy soul, and with all thy strength, and with all thy mind; and thy neighbour as thyself. And he said unto him, Thou hast answered right: this do, and thou shalt live. But he, willing to justify himself, said unto Jesus, And who is my neighbour?

And Jesus answering said, A certain man went down from Jerusalem to Jericho, and fell among thieves, which stripped him of his raiment, and wounded him, and departed, leaving him half dead. And by chance there came down a certain priest that way: and when he saw him, he passed by on the other side. And likewise a Levite, when he was at the place, came and looked on him, and passed by on the other side.

But a certain Samaritan, as he journeyed, came where he was: and when he saw him, he had compassion on him, And went to him, and bound up his wounds, pouring in oil and wine, and set him on his own beast, and brought him to an inn, and took care of him. And on the morrow when he departed, he took out two pence, and gave them to the host, and said unto him, Take care of him; and whatsoever thou spendest more, when I come again, I will repay thee.

Which now of these three, thinkest thou, was neighbour unto him that fell among the thieves? And he said, He that shewed mercy on him. Then said Jesus unto him, Go, and do thou likewise.”

Thus says the Lord:

1. These verses tell you the parable of the Good Samaritan. With this very obvious illustration I wanted to answer the Pharisee’s question: “Who is my neighbour?”, showing him who his neighbour was and how the second commandment of love: “You shall love your neighbour as yourself!” has to be interpreted in the spiritual sense.

2. At all times men have considerably distinguished between love of one’s fellowman, brotherly love and love of one’s neighbour, all of which fuse into one love.

3. In those times, when I gave this parable, due to the differences in caste and position as well as to public opinion, people were still very far from what I wanted them to understand in My commandment: “Love your neighbour as yourself!” This fact becomes obvious in the Pharisee’s question as to who actually his neighbour was. Therefore, I had to show by an example who every person’s neighbour is. Thus there is no longer any doubt at all about the concept of “neighbour” and the practising of love on one’s neighbour, for from benevolence or good wishes alone neither the neighbour nor mankind nor, least of all, I can benefit in any way.

4. Although a great deal has been written and said about this second commandment of love, few people really understand the love of their neighbour, or who their neighbour actually is.

5. Generally they draw the conclusion: “All mankind is my neighbour, and the law that I should love my neighbour as myself, also determines the measure of love.”

6. Quite right, say I, but the important question is: In what way is all mankind or everyone my neighbour, and what does it mean to love oneself – but mind this – to the right extent?

7. In these two concepts there is the key to My Kingdom and, therefore, out of all imaginable commandments, I made this commandment of love of one’s neighbour the second chief commandment – and not only for your earth, but for all worlds, even for the great spirit realm.

8. It is, above all, the commandment of love, because without love there is no warmth, without warmth no life, without life no creation. Love is the foremost driving force that spurs to activity, and activity accordingly produces warmth. Warmth -the expression of motion, vibration – manifests as life, and life is “coming into being”, “existing” and “passing” as the visible sign of life or creation in its entirety.

9. Love exalts all beings who feel it and practise it towards others. Without love there would not exist any spiritual yardstick for actions; without love I would not exist nor would any created thing that could gain permanence.

10. Just as love within Me created My spirits, all living beings, and even matter, all of which it embraces with the same ardour, nourishes, supports and guides to the supreme spiritual goal, the quintessence of supreme love, – thus also man should embrace the world in which he has to live with the same love. Everything created, – produced out of love and through My divine love – is to be a constant proof that I am a loving Father only when My created beings, My neighbours, perform their duty, their mission, as intended by Me and as I want it performed, namely, of their own free will and not under compulsion. The free will exalts the created being, contrary to that being which is guided by instinct and compelled to act in a certain way.

11. This love that embraces everything is to be the standard for the love that should dwell in every man’s heart and as a permanent memorial of a higher origin should also rule all thoughts, words and actions. This love, as does Mine, should know no other purpose than acting for the benefit of its fel-lowmen and fellow beings. Naturally, one cannot grant all one’s neighbour’s requests, but must refuse some if their granting would be more damaging than useful.

12. Look at Me! I love all of you with a love which you can neither comprehend nor return, but I still do not say ‘Yes’ to your numerous requests, – more often ‘No’. Why? Because you often desire things that would be detrimental to you. And even if this refusal brings upon you suffering and struggles, misfortune or the loss of dear ones, it is still he result of love, of your heavenly Father’s love, Who has created everything for you, has suffered much for your sake, and keeps repaying ingratitude, mockery and disavowal with blessings.

13. This shows you how love must be understood if it is to lead to good instead of evil. This is how the love of your neighbour is to be understood. As a human father does not grant his immature children everything they desire in their lack of judgment, but always keeps in mind the higher purpose of education, thus you should also only do a good turn to your neighbour if you are convinced that, as far as you can judge, this would not promote some vice or encourage laziness in your neighbour instead of diligence.

14. This is the type of love with which I rule the world out of My wisdom. Thus you, too, should restrain and control with your intellectual power your urge to help, so that your noblest intentions may not have an adverse effect.

15. The second point that must be considered is: “You shall love your neighbour as yourself!”

16. This, too, can be interpreted in as many ways as there are spiritual stages in human nature, beginning with self-abnegation right to extreme egoism. And here arises the question:

17. “When is my self-love justified, useful to me and others?”

18. Only after this question has been answered, does it become clear which love is to be practised and how. You can see that, strictly speaking, the words “love” and “yourself” have quite different meanings than if looked at only superficially.

19. The meaning of self-love must first be quite clear to you; you must know what you are supposed to love in yourself and how. Only then can you transfer your love onto others, or be able to judge with what love you have to treat others.

20. The instinct of self-preservation, of prolonging one’s life and arranging it as pleasantly as possible, has been planted in every human being. This necessary instinct for the preservation of the external hull or casing for the spiritual man had to be planted deep within man, so that he would not, whenever he was in trouble during the course of his life, try to suppress this instinct and discard his body before the inner man had matured.

21. This instinct of self-preservation is so mighty and necessary that only people who disregard everything spiritual, have no faith and no religion in the true sense of the word or have been weakened through a false philosophy of life or spiritual disorders in their life-organism, can come to a state where they would destroy their deep-rooted love for life and end their existence earlier than destined in the plan of My divine, universally valid laws.

22. The souls of such suicides will have a much harder road to perfection in the beyond because they were not mature when they left this world and entered the world beyond.

23. The second type of self-love is a higher one. It is the instinct to preserve and perfect the spiritual. Man seeks to adapt his spiritual self as much as possible to Him Who planted the spark of divine consciousness in him, thus raising him high above matter and placing him on the border of two worlds, so that with his physical body he belongs to matter and with his spirit to the spiritual world.

24. A lack or excess of self-love may be present in the material as well as in the spiritual nature of man.

25. The lack of material self-love expresses itself when a person is sick of life. Then the physical instinct of self-preservation weakens to such an extent that such a person often destroys his physical body when his earthly life presents some minor difficulties. This state is often called forth through the wrong upbringing, through non-belief in a God or a life of the soul after death, or through some mental disturbance.

26. The other extreme is an excess of self-love. Regarding his physical well-being as the most important factor in life, a man indulges only in the basest egoism. He makes use of all available means to achieve his purpose. For him nothing exists but his own ego and, denying any bond of neighbourly love, he is always only his own neighbour. Such people are on the lowest spiritual level, for they evade all struggles and sacrifices. They want only pleasures for themselves and use all means -whether they be permitted or prohibited, lawful or unlawful, divine or satanic – to achieve their end. Such self-love completely excludes all love of one’s neighbour.

27. It can also be self-love if a person strives to educate and perfect his inner man only for his own sake, so that even his body becomes a burden to him and he would like to get rid of it as soon as possible.

28. Here you have the two extremes: Lack and excess of self-love, in the material as well as in the spiritual nature of man. If, however, a middle course is to be steered where one is not allowed to come too close to either of the extremes, the question arises how this affects the love of one’s neighbour which should be guided by the self-love.

29. Here, too, the same applies which I explained at the beginning; moderate love, governed by reason, which keeps in mind the actual spiritual destination of man and the goal of his earthly life, is to steer self-love into such a course that the body may not suffer, or even become stunted under the influence of the spirit or the spirit under the influence of the body. Man should always keep in mind that his body has been entrusted to him, and just as he once will have to answer for his soul, he will also be asked: “Did you always use your body for what it was meant, or did you misuse it?” Thus man will not only be made responsible for his spirit and the talents entrusted to him, but simultaneously also for his material life.

30. Both spirit and body should be used, educated and controlled in such a way that I, the Giver, am considered in every action, thus branding it with the stamp of the divine. This way of thinking, acting and working shall also be the standard for the way you practise love towards your neighbour. This love shall grant the fellowman all that is good as far as it is in accordance with My own moral principles.

31. First of all, man must recognize in himself what he is capable of doing in order to be able to judge the capability of others. He must learn to distinguish in himself what is good and bad. He must learn what is of benefit or damaging to the spirit and what to the body, before he grants others out of blind love what could only ruin them instead of helping them to attain the higher goal.

32. Therefore, first of all, regulate your self-love! If you keep it in a proper measure, your self-love will best lead you to the love of your neighbour. Only where clear notions are ruling can fully valid actions result; otherwise you will grope in the dark and misunderstand or misuse your love for the detriment of others. Everywhere in the world extremes are detrimental and lead to nothing, be it in love or hate, in giving or refusing, in speaking or remaining silent.

33. Therefore, whatever you do, keep in mind your higher destination and do not forget that you are men and not gods and that too much as well as too little love for oneself may lead to just as bad results as would too high or too low concepts of the love of one’s neighbour be detrimental to one’s fellowman rather than beneficial.

34. First, recognize your own weaknesses in order to be tolerant towards others. Test whether the granting of a request would have a good or bad effect on you yourself, and then handle your charities, your sacrifices for your fellowman accordingly. Nowhere else can as much damage be done as when the concept of the love of one’s neighbour is taken literally.

35. Behold, I am your neighbour and I do everything to make you My neighbours, My brothers and sisters, even My children. However, notwithstanding all My love and wisdom, I am not prepared to give men all they ask of Me in their immaturity, since I, as a spirit, as the Supreme Spirit, know best what is good for My children, My spiritual brothers and sisters, because I want to educate and not spoil them.

36. Therefore, learn from Me how I am keeping together My entire creation, guiding all its parts together to the great goal of redemption from matter. Then, you will be sure to find the right way between giving and taking, granting and refusing. Then, the second great commandment of love will find its proper spiritual expression not only in the word but also in the deed, if you do to your neighbour what you – if you were in the same situation as your fellowman – as spiritual beings would consider best for yourselves.

37. Respecting the spiritual always more than anything else, you must seek therein the starting-point of all your actions that they, being in accordance with My great thoughts of creation, may ennoble and exalt you so that, more and more enlighthened, you may recognize Me, your most loving Father, as that which I want to be to all, namely, your spiritual Guide, Leader and Father. Amen.

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Predica 38 – La parabola del buon samaritano

Nella dodicesima domenica dopo Pentecoste
( XIXa del Tempo Ordinario)

Luca 10, 25-37: «E vedi, un dottore della legge allora mise alla prova Gesù e disse: “Maestro, che devo fare perché io erediti la vita eterna?”. Ma Gesù gli disse: “Come sta scritto nella legge? Come leggi tu?”. Egli rispose e disse: “Devi amare Iddio, tuo Signore, di tutto cuore, con tutta l’anima, con tutte le forze e con tutto il sentimento ed il tuo prossimo come te stesso”. E Gesù gli disse: “Hai risposto bene: fa questo così vivrai”. Ma costui si voleva giustificare e disse a Gesù: “Chi è dunque il mio prossimo?”. Allora Gesù rispose e disse: “C’era un uomo che scendeva da Gerusalemme verso Gerico e cadde in mano ai briganti. Costoro lo spogliarono, lo percossero e poi se ne andarono e lo lasciarono a giacere mezzo morto. Ma per caso accadde che un sacerdote passò per quella stessa strada, e poiché lo vide, passò oltre. Altrettanto un levita che venne in quel luogo, lo vide e passò oltre. Un samaritano però, viaggiava e venne lì, poiché lo vide ne ebbe compassione. Andò da lui, gli fasciò le ferite, vi versò olio e vino e lo caricò sulla sua cavalcatura, lo portò nella locanda e si prese cura di lui. Il giorno seguente egli partì, estrasse due denari, li diede al locandiere e disse: ‘Abbi cura di lui e ciò che spenderai in più te lo pagherò quando ritorno’. – Chi di questi tre ti pare sia stato il prossimo di colui che era caduto nelle mani dei briganti?”. Ed egli rispose: “Chi ebbe compassione di lui”. Allora Gesù gli disse: “Va’ e fa altrettanto”.»

(Il 10 aprile 1872)

1. Questi versetti vi riferiscono la parabola del samaritano dove, con un’immagine tangibile, Io volli rispondere alla domanda del fariseo: «Chi è il mio prossimo?», mostrando chi fosse costui, e come il secondo comandamento d’Amore – «Tu devi amare il tuo prossimo come te stesso!» – dovesse essere compreso nel senso spirituale.

2. In tutti i tempi gli uomini hanno fatto e fanno una grande differenziazione tra amore umano, amore fraterno e amore del prossimo, non considerando che tutti confluiscono in un unico Amore, sul quale Io vi ho dato non molto tempo fa una parola dettagliata che potrebbe essere inserita qui, se non fosse da tener presente un’altra spiegazione.

3. Ma poiché a quel tempo, quando diedi questa parabola, a causa delle diverse condizioni o caste, come anche per le vedute degli uomini, si era molto lontani da quello che Io volevo s’intendesse, con «Ama il prossimo tuo come te stesso!» –, e ciò risulta anche dalla risposta del fariseo, il quale pose ancora una domanda: «Chi dunque è veramente il mio prossimo?». – Per questo motivo, Io mostrai con un esempio, chi sarebbe dovuto essere veramente il prossimo di ogni uomo, e per tutti i tempi a venire non esisteranno più dubbi sul concetto di ‘prossimo’, né su come praticare l’amore per lo stesso; con benevolenza soltanto, infatti, oppure con buoni desideri, tale amore è poco d’aiuto al prossimo, poco all’umanità, e poco a Me.

4. Per quanto sia già stato scritto e detto molto su questo secondo comandamento d’Amore, pochissimi uomini hanno veramente compreso che cosa sia ‘l’amore per il prossimo’, e chi sia lo stesso ‘prossimo’.

5. La conclusione, in senso generale, è subito fatta: “L’intera umanità è il mio prossimo, e tramite la legge che mi indica di amare il prossimo come me stesso, è anche determinata la misura dell’amore!”.

6. “Giustissimo!”, dico Io; ma da questo, deriva: “Fino a qual punto l’umanità, oppure ogni uomo, è il mio prossimo? E che cosa significa: amare me stesso – nota bene, però – nella giusta misura?”.

7. In questi due concetti si trova la chiave del Mio Regno, perciò, tra tutti i comandamenti possibili, Io ho fatto proprio del comandamento dell’amore per il prossimo, il secondo in ordine d’importanza, non solo per la vostra Terra, ma per tutti i mondi, e perfino per il grande Regno dello spirito.

8. È innanzitutto per questo, il comandamento d’Amore: perché senza Amore non c’è Calore, senza Calore non c’è Vita, senza Vita non c’è Creazione, di qualsiasi genere si voglia immaginarla. L’Amore è il primo impulso che stimola all’attività; l’attività, genera conseguentemente Calore. Il Calore – espressione di movimento, di vibrazione – si manifesta come Vita, e la Vita è nascere, esistere e morire, il che è un segno visibile della vita o della Creazione nella sua intera estensione.

9. L’Amore nobilita tutti gli esseri che lo provano in sé, e lo esercitano verso altri. Senza Amore non ci sarebbe alcuna misura spirituale delle azioni, e senza Amore non esisterei Io, né qualcosa di creato che possa divenire permanente.

10. Ebbene, come l’Amore in Me creò i Miei spiriti, gli esseri viventi e perfino la materia, e continuamente li avvolge tutti con uguale ardore, li nutre, mantiene e guida alla meta spirituale più grande possibile, alla quintessenza del sublime Amore, altrettanto deve l’uomo avvolgere con lo stesso amore il suo ambiente, e il mondo nel quale egli vive. Tutto il Creato generato per Amore e mediante il Mio Amore divino, dovrà essere la costante testimonianza che Io sono un Padre amorevole, quando i Miei esseri creati e il Mio prossimo adempiono il loro dovere, la loro missione così come Io l’ho pensata, e come vorrei fosse compiuta per libero impulso e non per costrizione. La libera volontà nobilita la creatura, a differenza dell’essere guidato dall’istinto, che deve agire così e non può fare diversamente.

11. Quest’Amore, espandendosi su tutto, deve essere la misura dell’amore umano, e prendere dimora nel petto di ogni uomo, quale monumento perenne di un’origine superiore su cui dovranno richiamarsi anche tutti i suoi pensieri, le sue parole e le sue opere. Quest’amore, come il Mio, non dovrà conoscere nessun altro scopo, che quello di fare tutto per il bene dei propri simili e degli esseri con cui si condivide la vita, naturalmente considerando che, non sempre si deve concedere al prossimo, tutto ciò che desidera, se il concederlo potrebbe arrecare forse danno, anziché profitto.

12. Considerate Me! Io amo tutti voi! Vi amo con un Amore che non potete comprendere, né afferrare né contraccambiare; eppure, a tutte le preghiere con le quali voi Mi sommergete, non dico sempre: “Sì!”, ma nella maggior parte dei casi, il contrario: “No!”. E perché? Perché voi desiderate spesso cose che vi sarebbero spiritualmente dannose! E se questo diniego porterà poi sofferenze e lotte, sciagure e lutti su di voi e sui vostri cari, esso è comunque solamente un efflusso d’Amore, l’Amore del vostro Padre celeste che tutto ha creato per causa vostra, che ha sopportato così tanto, e che all’ingratitudine, allo scherno, al rinnegamento, vi ripaga sempre con benedizioni.

13. Da ciò voi vedete come deve essere inteso l’Amore, e anche il vostro amore umano, o per il prossimo, affinché provochi del bene e non del male. Come un padre sulla Terra non concede ai suoi figli immaturi tutto ciò che essi – nella loro mancanza di giudizio – pretendono da lui, ma tiene sempre d’occhio l’alto scopo educativo, altrettanto, voi dovete compiere il bene nei riguardi del vostro prossimo, solo quando siete persuasi che, a vostro giudizio, esso non alimenti forse un vizio, oppure non conduca alla poltroneria anziché all’azione.

14. Questo, è quell’Amore con il quale Io dalla Mia Sapienza governo i Miei mondi! Altrettanto, voi dovete moderare e regolare con le vostre forze di discernimento l’impulso a fare del bene, affinché il risultato opposto non sia la conseguenza della vostra, seppure nobilissima, volontà.

15. Il secondo punto da esaminare è: “Voi dovete amare il prossimo, come voi stessi!”.

16. Ebbene, anche qui sono possibili tante opportunità, quanti sono i gradini spirituali della natura umana, salendo dall’abnegazione dell’amor proprio fino all’egoismo supremo; e così sorge la domanda:

17. “Quando è giusto che io eserciti il mio amor proprio, e quanto esso è utile a me, e agli altri?”.

18. Solo dopo aver risposto a questa domanda, si determina di quale amore si tratti, e come questo debba essere dimostrato! Voi vedete che precisamente dalle parole ‘amore’ e ‘se stesso’, derivano concetti completamente diversi da quelli che risultano da una riflessione superficiale.

19. Il significato dell’amor proprio deve innanzitutto star chiaro dinanzi ai vostri occhi, affinché sappiate come e che cosa dovete amare in voi, per poi trasferire, secondo questa conoscenza, il vostro amore agli altri, oppure, poter giudicare con precisione il genere di amore da riservare a loro.

20. In ogni uomo è posto l’impulso a conservare la propria vita, allungarla e renderla il più gradevole possibile. Questo necessario impulso di conservazione dell’involucro – o rivestimento esteriore dell’uomo spirituale-animico – doveva essere posto e piantato in lui profondamente, affinché ai più piccoli dissensi, durante il suo corso della vita terrena, non sopravvenisse il pensiero di sopprimere quest’impulso ostacolante, e di sbarazzarsi del proprio corpo ancor prima della maturazione dell’uomo interiore.

21. Quest’impulso di conservazione è tanto potente e necessario, che soltanto quegli uomini che rinunciano a tutto lo spirituale e che non hanno nessuna fede e nessuna religione nel verissimo senso della parola, oppure che sono indeboliti da false vedute mondate o da disagi spirituali nel loro organismo vitale, possono giungere al punto di distruggere l’amore per la vita così profondamente radicato in sé, e mettere arbitrariamente e prematuramente fine alla propria esistenza, prima che ciò sia stato stabilito nel piano delle Mie divine e, ovunque, valide Leggi.

22. Tali anime suicide, nell’Aldilà hanno da percorrere per la maturazione una via connessa con condizioni ampiamente più difficili, poiché esse, immature sono andate via da questo mondo, e altrettanto immature sono entrate in un altro.

23. Il secondo tipo d’amor proprio è di natura più elevata, e riguarda l’impulso di conservazione e di perfezionamento dello spirituale. L’uomo cerca di rendere il proprio io spirituale quanto più somigliante possibile a Colui che pose, nel suo essere, questa Scintilla di consapevolezza divina, elevandolo con ciò ben oltre la materia, e ponendolo al confine tra due mondi, così che egli appartenga alla materia, secondo il suo involucro corporeo, e allo Spirito, secondo il mondo spirituale.

24. Tanto nel materiale, quanto nell’essere spirituale dell’uomo, possono essere presenti una mancanza oppure un eccesso d’amor proprio.

25. La mancanza nell’amor proprio materiale si manifesta attraverso il disgusto della vita, per cui l’impulso di conservazione del corpo diventa così scadente che spesso l’uomo, a causa d’insignificanti dispiaceri della vita terrena, distrugge la vita del proprio corpo. Questa condizione è spesso provocata da una falsa educazione attraverso mancanza di fede in un Dio, oppure in una continuazione della vita dell’anima oppure attraverso disturbi spirituali.

26. A quest’estremo della mancanza d’amor proprio, sta poi di fronte di nuovo un eccesso in amor proprio. L’uomo, stimando il suo benessere fisico come supremo, vuole abbandonarsi unicamente a ciò che soddisfa il suo più basso egoismo, e ricorre a tutti i mezzi, leciti o illeciti, divini o diabolici, pur di raggiungere il suo scopo. Per lui non c’è che il suo stesso io e, rinnegando ogni vincolo dell’amore per il prossimo, considera se medesimo sempre e unicamente il suo stesso prossimo. Questi uomini si trovano sul gradino spirituale più basso; essi, infatti, si sottraggono a tutte le lotte e a tutti i sacrifici, cercando solo godimento, e precisamente solo per se stessi, e perseguendo un tale amor proprio che preclude completamente qualsiasi amore per il prossimo.

27. Può anche esistere un amor proprio, in cui l’uomo solo per amor di se stesso vuole formare e perfezionare il proprio interiore, così che perfino il corpo gli diventa di peso, ed egli vorrebbe liberarsene il più presto possibile.

28. Qui avete i due estremi: mancanza ed eccesso in amor proprio, sia nel materiale, sia nella spirituale essenza dell’uomo. Se però deve essere mantenuta una via di mezzo, dove non ci si avvicini troppo né all’uno, né all’altro estremo, allora ci si deve domandare in che rapporti sia l’amore del prossimo, rispetto all’amor proprio.

29. Anche qui vale ciò che ho già spiegato in principio: l’amore moderato, guidato dalla ragione, che ha sempre di mira la vera e propria meta spirituale dell’uomo e lo scopo della sua carriera terrena, quest’amore deve guidare l’amor proprio per vie tali, che il corpo non soffra o addirittura si atrofizzi sotto l’influsso dello spirito, e lo spirito, sotto quello del corpo. L’uomo deve sempre ponderare che gli fu affidato anche il suo corpo come un bene, e come un giorno dovrà render conto della propria anima, allora gli sarà anche fatta la domanda: “Hai adoperato il tuo corpo allo scopo per cui esso era destinato, oppure ne hai fatto un uso improprio?”. Allora avverrà contemporaneamente la giustificazione che l’uomo dovrà sostenere sul suo spirito e i talenti a lui affidati, con quella giustificazione che dovrà dare sulla vita materiale.

30. Entrambi, spirito e corpo, sono da adoperare e da educare, divenendone noi stessi i maestri, così che tutte le azioni accadano, solamente con riguardo a Me, il Donatore, e portino così l’impronta della Divinità. Questo modo di pensare, di agire e di operare, deve essere per voi anche la misura di come elargire il vostro amore al prossimo! Ossia, concedendo ogni bene, sempre che questo corrisponda ai Miei principi morali.

31. L’uomo deve dapprima riconoscere in se stesso, cosa è in grado di fare, per misurare poi la capacità degli altri. Deve dapprima imparare in sé a distinguere il bene e male. E imparare cosa è utile o dannoso allo spirito, e cosa al corpo, prima di concedere agli altri, per cieco amore, ciò che li condurrebbe unicamente alla rovina e non alla meta suprema.

32. Quindi, regolate prima il vostro amor proprio! Mantenete in questo la giusta misura e il peso, e il giusto amor proprio vi guiderà meglio di tutti all’amore per il prossimo! Poiché solamente lì, dove regna chiarezza di vedute, possono anche esserci azioni pienamente valide; altrimenti brancolerete nelle tenebre, sottovalutando o abusando del vostro amore a danno degli altri. Ovunque, nel mondo intero, gli estremi sono dannosi e non approdano a nulla: nell’amore come nell’odio, nel dare come nel negare, nel parlare come nel tacere.

33. Perciò in ogni azione siate memori della vostra destinazione superiore, e non dimenticate inoltre che voi siete uomini e non dei, e che il troppo grande, come anche il troppo poco amore per se stessi, porta nella stessa misura a cattivi risultati, così come i concetti troppo elevati o troppo bassi dell’amore per il prossimo, possono nuocere più che giovare.

34. Riconoscete dapprima le vostre stesse debolezze, per essere indulgenti verso gli altri! Esaminate se il soddisfare una preghiera a voi fatta, può produrre del bene o del male, e regolate poi i vostri doni d’amore, il vostro spirito di sacrificio verso il vostro prossimo! Niente può essere fonte di tanto danno, come prendere alla lettera il concetto dell’amore per il prossimo.

35. Vedete: Io, sono il vostro prossimo, e faccio di tutto affinché voi, Mio prossimo, diventiate Miei fratelli e sorelle, anzi figli Miei; eppure nonostante tutto l’Amore e la Sapienza, Io non sono così arrendevole da dare agli uomini tutto ciò che essi spesso pretendono da Me nella loro età minore. Quale Spirito, e precisamente quale Spirito supremo, Io so meglio di tutti quello che è salutare ai Miei figli, ai Miei fratelli e sorelle spirituali, poiché Io li voglio educare, e non viziare!

36. Prendete perciò esempio da Me! Guardate come Io tengo unita la Mia intera Creazione e come guido le sue parti insieme, verso la grande meta della redenzione dalla materia, e voi certo troverete la giusta via tra dare e prendere, tra concedere e rifiutare! Solo allora il secondo grande comandamento d’Amore troverà la sua reale espressione spirituale, non solo nelle parole, ma anche nei fatti, allorquando farete al vostro prossimo, ciò che voi – se vi trovaste nella situazione e nelle condizioni del vostro prossimo – ritenete sia il meglio per voi stessi, quali esseri spirituali.

37. Tenendo lo spirituale sempre in alto, anzi più in alto di tutto il resto, dovete cercare in esso il punto d’inizio e la fine di tutte le vostre azioni, affinché esse concordino con i Miei grandi pensieri creativi, vi raffinino e nobilitino, e voi, in tal modo, Mi riconosciate come il vostro amorevolissimo Padre, sempre più glorificato e per quello che Io vorrei essere per tutti, vale a dire: la vostra Guida spirituale, Conduttore e Padre. – Amen!

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Copia da http://www.legamedelcielo.it/mayerhofer/prediche/predica_21.htm
4. August 2016 – hes – jesus-comes.com

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Flag-chinese-standard-mandarin-270x180px  第38章耶和華的寶典……好撒瑪利亞人的寓言

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38章耶和華的寶典……好撒瑪利亞人的寓言

(1872年4月10日)

路加福音10:25-37 ……

有一位律師站了起來,試探他說:「夫子,我該怎樣做才能承受永生?他對他說,法律上寫的是什麼?你最近怎麼樣?

他回答說:“你要盡心,盡性,盡力,盡意,愛主你的上帝。和你的鄰居如同你自己。他對他說,你的回答是對的,這樣做,你就會活下去。但他願意為自己辯解,對耶穌說,誰是我的鄰居呢?

耶穌回答說,有一個人從耶路撒冷下到耶利哥,落在竊賊身上,剝奪了他的衣服,傷了他,離開了,使他半死。偶然有一位牧師這樣下來:當他看到他時,他從另一邊經過。同樣,一個利未人在那裡的時候,來到他面前,看著他,從另一邊經過。

但有一個撒瑪利亞人在旅途中來到了他所在的地方,當他看到他時,他對他產生了憐憫,然後去了他的身邊,並且用傷口注入油和酒,並把他放在自己的野獸身上,並把他帶到一家旅館,並照顧他。第二天,當他走後,他拿出兩便士,把它們交給主人,對他說:照顧他;當我再來的時候,我會更多地回報你,我會償還你的錢。

這三個人中哪一個最近,與落在盜賊中間的人是鄰居?他說,那憐憫他的人。然後耶穌對他說:“去吧,你也是做的。”

這樣主說:“

這些經文告訴你好撒瑪利亞人的比喻。有了這個非常明顯的插圖,我想回答法利賽人的問題:“誰是我的鄰居?”,向他展示他的鄰居是誰以及愛的第二條誡命:“你應該愛你的鄰居如同你自己!”在精神意義。

2.在任何時候,男人都非常區分對同胞的愛,兄弟的愛和對鄰居的愛,所有這些融合成一種愛。

3.在那個時候,當我講這個比喻時,由於種姓和地位以及輿論的差異,在我的誡命中,人們仍然離我想讓他們理解的很遠:“愛你的鄰居如你自己! “這個事實在法利賽人的問題上變得明顯,他究竟問誰是他的鄰居。因此,我必須以每個人的鄰居為例來舉例說明。因此,對於“鄰居”的概念和對鄰居的愛的實踐,再也沒有任何懷疑,因為無論是鄰居還是人類,也不論最重要的是,我從任何方面都可以從中受益。

雖然已經寫了很多關於愛情的第二條命令,但很少有人真正了解他們的鄰居的愛,或者他們的鄰居是誰。

5.總的來說,他們得出這樣的結論:“全人類都是我的鄰居,我應該愛鄰居為我的法律也決定了愛的尺度。”.

6.說得很對,我說,但重要問題是:在什麼樣的方式全人類是我的鄰居,是人如愛自己 – 但請記住這一點 – 在正確的範圍內?

7.在這兩個概念中,我王國的關鍵,因此,出於一切可以想像的誡命,我將這條誡命愛鄰居作為第二條誡命 – 不僅是為了你的地球,而且是為了所有的世界,甚至是為偉大的精神境界。

8.最重要的是愛的命令,因為沒有愛,就沒有溫暖,沒有溫暖就沒有生命,沒有生命就沒有創造。愛是激勵活動的最重要的驅動力,因此活動會產生溫暖。溫暖 -表達 運動,振動 – 表現為生命,生命是“生成”“存在” ,“存在”和“傳遞”,作為整個生命或創造的可見標誌。

9.愛會讓所有感受到它的人感到高興,並將它實踐給別人。沒有愛,就不會有行動的精神尺度;沒有愛,我就不會存在,也不會有任何可以獲得永久性的創造物。

10.正如我內心的愛創造了我的靈魂,所有的众生物,甚至是物質,它所擁有的同樣的熱情,滋養,支持和引導最高的精神目標,至高無上的愛的精髓 – 也就是人應該擁抱他的必須以同樣的愛在他生活的世界。創造的一切 – 由愛和通過我神聖的愛產生 – 是要不斷地證明我是一位愛的父親,只有當我的創造的生命,我的鄰居,履行他們的責任,他們的使命,正如我所希望的和我想要的它的表現,即他自己的意志而不是強迫。自由將提升被創造的存在,與被本能引導並被迫以某種方式行事的存在相反。

11.這種包含一切的愛是成為每個人心中都應該存在的愛的標準,作為一個更高起源的永久性記憶也應該統治所有的思想,言語和行為。這種愛,就像我的一樣,除了為了其他它的存在和其他人的利益而行事之外,別無其他目的。自然,不能批准所有鄰居的請求,但如果他們的授予會害大與利,則必須拒絕。

12.看看我!我用一種你無法理解和回報的愛來愛你們所有人,但我仍然不會對你的許多要求說’是’,更多的時候是’不’。為什麼?因為你經常渴望對你有害的東西。即使這種拒絕帶來了你的苦難和掙扎,不幸或失去了親愛的人,它仍然是愛的結果,你的天父的愛,他為你創造了一切,為你而遭受許多的苦難,並常常回報忘恩負義,嘲笑和否認神的祝福。

13.這向你展示愛如何被理解,如果要導致好的而不是邪惡。這就是愛你的鄰居是如何被理解的。作為一個人類的父親,他沒有給予他的未成熟的孩子一切他們缺乏判斷力所渴望的東西,但是始終記住教育的更高目標,因此,行善,如果你確信,你的鄰居能夠轉向好的,正如你判斷的那樣,這不會促進一些惡習或鼓勵你的鄰居懶惰而不是勤勉。

14.這是我用我的智慧統治世界的那種愛。因此,你也應該用你的智力來抑制和控制你的求助慾望,以便你最崇高的意圖不會產生不利影響。

15.必須考慮的第二點是:“你應該愛你的鄰居如同你自己!”

16.這一點也可以用許多方式來解釋,就像人性中的精神階段一樣,從開始自我排斥權到極端的自我主義。產生了這樣一個問題:

17.“我的自我愛何時是合理的對我,和對其他人有用?”

18.只有在這個問題得到回答之後,才能明確哪一種愛是可被實踐的,以及如何實現。嚴格地說,你可以看到,“愛”和“你自己”這兩個詞的含義完全不同,如僅僅是表面上看。

19.自愛的意義首先必須清楚明白;你必須知道你自己應該怎樣愛你自己,以及如何。只有這樣,你才能將你的愛轉移到別人身上,或者能夠用你的愛來判斷怎樣對待別人。

20.自我保存的本能,即延長自己的生命,並儘可能愉快地安排自己的生活,已經植根於每一個人。這種為靈性人保存外部體或外殼所必需的本能必須深植在人的內部,這樣,當他在生命中遇到困難時,他不會試圖壓制這種本能,並放棄他的身體,在他內在人成熟之前。

21.這種自我保護的本能如此強大和必要,只有那些無視一切屬靈的人,沒有真正意義上的信仰或宗教信仰,或者在生活中通過虛假的生命哲學或精神障礙而被削弱可以達到一種狀態,在這種狀態下,他們會破壞他們對生命的深層次的愛,並且早於結束生存早於計劃中的命運我的上帝普遍有效的法則。

22.這些自殺者的靈魂在完成後將會有一條更加艱難的道路,因為他們不成熟在離開這個世界時並進入之後的世界。

23.第二種類型的自愛是較高的一種。這是保持和完善精神的本能。人試圖盡可能地將自己的屬靈自我調整到祂在他身上植入神聖意識的火花,從而使他高於物質並將他置於兩個世界的邊界上,以便他的身體屬於物質,帶著他的精神走向精神世界。

24.自戀的缺乏或過度可能存在於物質以及人的屬靈性質中。

25.當一個人厭倦生活時,缺乏物質自愛。然後,自我保護的身體本能削弱到這樣的程度,以至於當他的塵世生活出現一些小的困難時,這樣的人往往會摧毀他的肉體。這種狀態通常是由於錯誤的教養,通過不信仰上帝或死後的靈魂生活,或者通過某種精神障礙而引發的。

26.另一個極端是過度的自愛。關於他的身體健康是生活中最重要的因素,一個男人只會沉迷於最基本的利己主義。他利用一切可用的手段來實現他的目的。對他來說,除了他自己的自我之外什麼都不存在,並且否認任何睦鄰愛的紐帶,他永遠只是他自己的鄰居。這些人處於最低的精神層面,因為他們迴避了所有的鬥爭和犧牲。他們只想為自己享受快樂,並使用各種手段 – 無論是允許還是禁止,合法或非法,神聖或撒旦 – 以達到目的。這種自愛完全排除了對鄰居的一切愛。

27.如果一個人只是為了自己的利益而努力教育和完善他的內心人,那麼他的身體也會成為他的負擔,並且他希望盡快擺脫它。

28.在這裡,你有兩個極端:缺乏和過度的自愛,在物質和人的精神本質上。然而,如果要讓一個中間路線在不允許過於接近兩個極端點的地方進行操縱,那麼這個問題會如何影響到應該以自愛為指導的鄰居的愛。

29.在這裡也是如此,我在開始時解釋過這一點;理性支配的溫和的愛情,它記住了人類的實際精神目的地和他的塵世生活的目標,就是將自愛引向這樣的一個過程,即身體不會受到痛苦,甚至不會受到影響在影響下的精神或精神。人應該永遠記住他的身體已經被託付給他,就像他曾經必須回答他的靈魂一樣,他也會被問到:“你是否總是用你的身體來表達你的意義,或者你是否濫用它?“因此,人不僅要為他的精神和賦予他的才能負責,同時也要為他的物質生活負責。

30.精神和身體都應該被使用,受教育和控制,以致我,奉獻者,在每一個行動中都被考慮到,因此將它標記為神聖的印記。這種思維方式,行事和工作也應該成為你對鄰居實施愛的方式的標準。這種愛應該根據我自己的道德原則給予同伴一切的善。

31.首先,人必須認識到他自己能夠做出判斷他人能力的能力。他必須學會自己區分什麼是好的和壞的。他必須知道什麼是有益的或者有害的東西,對精神和身體,在從他盲目的給與別人的愛授予之前,只能毀了他們,而不是幫助他們實現更高的目標。

32.因此,首先,調節你的自愛!如果你保持適當的措施,你的自愛最好引導你去愛你的鄰居。只有在明確的理念作出裁決的情況下,才能充分證實行為結果;否則你會在黑暗中摸索,誤解或誤用你的愛,損害別人的利益。世界上任何地方的極端事物都是有害的,沒有結果,無論它是在愛情還是在憎恨中,在給予或拒絕,說話或保持沉默。

33.因此,無論你做什麼,請記住你的高級目的地,不要忘記你是男性而不是神靈,對自己的太多和太少的愛可能會導致太低或太高的結果對鄰居的愛的概念不利於對方同胞而不是有益的。

34.首先,認識到自己的弱點,以便對他人寬容。測試一個請求的授予是否會對你自己產生好的或壞的影響,然後處理你的慈善事業,相應地為你的同胞做出犧牲。從字面上理解鄰居之愛的概念時,其他任何地方都沒有什麼損害可做。

35.看哪,我是你的鄰居,我盡力使你成為我的鄰居,我的兄弟姐妹,甚至我的孩子。然而,儘管我所有的愛和智慧都存在,但我並不准備給他們提出所有不成熟的要求,因為我作為一位精神,作為至尊主一樣,最清楚什麼對我的孩子最好,我的靈性兄弟和姐妹們,因為我想教育他們,而不是破壞他們。

36.因此,向我學習我如何將我的整個創作團結在一起,將它的所有部分一起引導到從物質中救贖的偉大目標。那麼,你一定會找到正確方式給予和接受,授予和拒絕。那麼,愛的第二大誡命不僅會在詞語中,而且在行動,在契約中會找到適當的精神表達,如果你對你的鄰居做了什麼 – 如果你是處於你的同胞同樣的狀況 – 就像精神生物會考慮最適合為你自己。

37.尊重精神永遠比任何事情都重要,你必須在其中尋找你的所有行動的出發點,他們與我的偉大的創造思想一致,可以使你變得高尚和崇高,這樣,你越來越明白,你可以認出我,你最愛的父親,因為我想成為所有的,即你的精神導師,領袖和父親。阿門。

 

53 Sermons of Jesus revealed through Gottfried Mayerhofer

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53 Sermons of Jesus – Revealed to Gottfried Mayerhofer

“The signs of the time will pass you by
when you have learned to adapt your body to a minimum of physical needs,
but instead are more concerned with the building up of your spiritual being. ”

Jesus - YahuShua

Sermon 27 - 53

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SERMONS OF THE LORD-13 - Matthew-4 1-11-Temptation of the Lord-Gottfried Mayerhofer THE LORDS SERMONS - 14 THE LORD Elucidates Matthew 17 1-13 THE TRANSFIGURATION OF JESUS
13 => TEXT, AUDIO & VIDEO 14 => TEXT, AUDIO & VIDEO
THE LORDS SERMONS-15-Luke-11_14-28 The Casting out of a Devil-Gottfried Mayerhofer SERMONS OF THE LORD-16-John-6_1-15-The Feeding of the Five Thousand-Gottfried Mayerhofer
15 => TEXT, AUDIO & VIDEO 16 => TEXT, AUDIO & VIDEO
THE LORDs SERMONS-17-John-8-59 The Jews Try to Stone Jesus-Stoning the Doctrine of Christ-Gottfried Mayerhofer THE LORDS SERMONS-18 - Matthew-21_1-9 Christ-s Entry into Jerusalem-Gottfried Mayerhofer
17 => TEXT, AUDIO & VIDEO  18 => TEXT, AUDIO & VIDEO
THE LORDS SERMONS-19 - Mark-16_1-8 The Resurrection of the Lord-Gottfried Mayerhofer THE LORDS SERMONS-20-John-20_19-31 The Lord Appears to His Disciples-Gottfried Mayerhofer
19 => TEXT, AUDIO & VIDEO 20 => TEXT, AUDIO & VIDEO
THE LORDS SERMONS-21 - John-10_1-16 Jesus the Good Shepherd and My Sheep know My Voice-Gottfried Mayerhofer SERMONS OF THE LORD-22-John-16_16-23 The Lord Refers to His Death-Do not turn away from Me-Gottfried Mayerhofer
21 => TEXT, AUDIO & VIDEO 22 => TEXT, AUDIO & VIDEO
THE LORDs SERMONS-23-John-16_5-6-The Eternal Destination-Gottfried Mayerhofer THE LORDS SERMONS-24 - John-16_23 The Proper Supplication-Gottfried Mayerhofer
23 => TEXT, AUDIO & VIDEO 24 => TEXT, AUDIO & VIDEO
The-Lords-Sermons-25-John-15_26-16_7-The-Promise-of-the-Comforter-Gottfried-Mayerhofer THE LORDS SERMONS-26 - John_14-23 - Jesus and His Children-The loving Father-Gottfried Mayerhofer
25 => TEXT, AUDIO & VIDEO 26 => TEXT, AUDIO & VIDEO

=> Page 2 – Sermons 27 to 53