Gebot 5 … Du sollst nicht töten – Commandment 5 … You shall not kill

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flagge de  Du sollst nicht töten … Du sollst nicht zerstören

Erklärung des 5. Gebotes… Du sollst nicht töten

Die geistige Sonne, Band 2
Jesu Mitteilungen über die geistigen Lebensverhältnisse des Jenseits.
Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber (1842-43).

Millionen und Millionen von Kinderseelen werden jenseits im “Reich der Kinder” betreut, gelehrt und versorgt (GSO Band2, Kapitel 67-101). Die Führung durch das “Reich der Kinder” erfolgt durch den Apostel der Liebe, Johannes.

Kapitel 78

1. Ihr sehet in diesem fünften Saale abermals eine Tafel angebracht, und auf dieser steht mit wohlleserlicher Schrift geschrieben: „Du sollst nicht töten“. – Wenn ihr dieses Gebot nur einigermassen beim Lichte betrachtet und dazu die Geschichte des israelitischen Volkes mit in Augenschein nehmet, so müssten eure Augen mit mehr als dreifachem Stare behaftet sein, wenn ihr es nicht auf den ersten Augenblick ersehen würdet, dass es mit diesem Gebote einen sonderbaren Haken hat. „Du sollst nicht töten!“ Wie, wo, wann und was denn?

2. Was heisst „töten“ überhaupt? Heisst töten bloss den Leib lebensuntätig machen oder heisst es den Geist seiner himmlischen Lebenskraft berauben? Ist das Töten bloss auf den Leib des Menschen gesetzlich beschränkt, da kann die Tötung des Geistes doch unmöglich darunter gemeint sein; denn es heisst ja eben, dass gewissenart ein jeder Mensch sein Fleisch töten solle, um den Geist zu beleben, wie da auch der Herr Selbst spricht: „Wer sein Leben, d.h. das Leben des Fleisches, liebt, der wird es verlieren; wer es aber flieht um Meinetwillen, der wird es erhalten“.

3. Gleichermassen zeigt sich dies auch in der Natur der Dinge. Wird bei einer Frucht die äussere Rinde oder Hülse nicht zum Sterben gebracht, so wird die Frucht zu keinem lebendigen Keime kommen. Also geht aber aus all dem hervor, dass eine Tötung des Fleisches nicht zugleich auch eine Tötung des Geistes sein kann. Wird aber unter diesem Gesetze bloss die Tötung des Geistes verstanden, wer ist dann wohl seines Leibeslebens sicher?

4. Im Gegenteil aber ist es auch zugleich jedermann bekannt, dass die besonders in gegenwärtiger Zeit vielfach vorkommenden Belebungen des Fleisches nichts als „Tötungen des Geistes“ sind. Betrachtet ihr gleich daneben die Geschichte des israelitischen Volkes, dem da gewisserart, wie ihr zu sagen pfleget, diese Gesetze frisch gebacken gegeben wurden, so findet ihr den merkwürdigen Kontrast, dass der Gesetzbringer Moses selbst zuerst eine Menge Israeliten hat töten lassen; und seine Nachfolger mussten mit den am Gesetze Schuldiggewordenen das Gleiche tun.

5. „Du sollst nicht töten“ – dieses Gesetz lag so gut wie alle anderen in der Bundeslade. Was tat aber das ganze israelitische Heer, als es ins Gelobte Land einzog, mit den früheren Bewohnern dieses Landes? Was tat selbst David, der Mann nach dem Herzen Gottes? Was der grösste Prophet Elias? – Sehet, sie alle töteten, und das sehr vielfach und sogar oft auf ziemlich grausame Weise.

6. Wer da aus euch nüchternen und unbefangenen Geistes ist, muss der nicht in sich selbst das Urteil aussprechen und sagen: Was ist das für ein Gebot, wider das, wie sonst wider keines, selbst die ersten von Gott gestellten Propheten zu handeln genötigt waren?

7. Ein solches Gebot ist ja doch so gut wie gar keines. Auch in unseren Zeiten ist das Töten der Brüder im Kriege sogar eine Ehrensache! Ja, der Herr Selbst tötet Tag für Tag Legionen von Menschen dem Leibe nach; und doch heisst es: „Du sollst nicht töten!“ Und David musste sogar einen Heerführer umbringen lassen, da er sich gegen einen zu vernichtenden Ort, freilich wohl meineidig, schonend benommen hatte.

8. Gut, sage ich, also steht es mit dem Gebote auf der Erde. Hier aber sehen wir es im Reiche der Himmel, wo kein Wesen mehr das andere töten kann, und auch sicher nie jemand auch nur den allerleisesten Gedanken in sich fassen wird, jemanden zu töten. Wozu steht es also hier auf der Tafel geschrieben? Etwa aus rein historischer Rücksicht, damit die Schüler hier erlernen sollen, was es auf der Erde für Gebote gibt und gegeben hat? Oder sollen etwa diese allergutmütigsten Kindergeister dieses Gebotes wegen auf eine Zeitlang in eine Mordlust versetzt werden und diese dann gegenüber dem Gesetze in sich selbst bekämpfen? Das könnte man zwar annehmen; aber welchen Schluss oder welches Endresultat wird man daraus bekommen? Ich sage euch nichts anderes als: Wenn die Mordlust den Kindern am Ende doch wieder genommen werden muss, so sie sich als Mordlustige dem Gesetze gegenüber genügend bewährt haben, muss man ja auch annehmen, dass sie dabei weder etwas gewonnen noch verloren haben würden, so sie nie mit der Mordlust erfüllt gewesen wären.

9. Ich sehe aber, dass bei dieser gründlichen Darstellung der Sache ihr nun selbst nicht wisset, was ihr so ganz eigentlich aus diesem Gebote machen sollet. Sorget euch nicht; wenige Worte werden genügen, um euch alles bisher Zweifelhafte ins klarste Licht zu stellen, und das Gesetz wird gleich würdig wie auf der Erde also auch im Himmel wie eine Sonne am Himmel strahlen!

10. Damit ihr aber die nachfolgende Erklärung leicht und gründlich fasset, so mache ich euch nur darauf aufmerksam, dass in Gott die ewige Erhaltung der geschaffenen Geister die unwandelbare Grundbedingung aller göttlichen Ordnung ist. – Wisset ihr nun das, so blicket auf das Gegenteil, nämlich auf die Zerstörung; und ihr habt das Gebot geistig und körperlich bedeutungsvoll vor euch.

11. Saget demnach anstatt: Du sollst nicht töten – du sollst nicht zerstören, weder dich selbst, noch alles das, was deines Bruders ist; denn die Erhaltung ist das ewige Grundgesetz in Gott Selbst, demzufolge Er ewig ist und unendlich in Seiner Macht. Da aber auf der Erde auch des Menschen Leib bis zur von Gott bestimmten Zeit für die ewig dauernde Ausbildung des Geistes notwendig ist, so hat ohne ein ausdrückliches Gebot Gottes niemand das Recht, eigenwillig weder seinen eigenen Leib noch den seines Bruders zu zerstören.

12. Wenn hier also von der gebotenen Erhaltung die Rede ist, da versteht es sich aber dann auch von selbst, dass jedermann noch weniger berechtigt ist, den Geist seines Bruders wie auch seinen eigenen durch was immer für Mittel zu zerstören und für die Erlangung des ewigen Lebens untüchtig zu machen. Gott tötet freilich tagtäglich der Menschen Leiber; aber zur rechten Zeit, wenn der Geist entweder auf die eine oder die andere Weise irgendeine Reife erlangt hat. Auch die Engel des Himmels, als fortwährende Diener Gottes, erwürgen in einem fort der Menschen Leiber auf Erden; aber nicht eher, als bis sie vom Herrn den Auftrag haben, und dann nur auf diejenige Art und Weise, wie es der Herr haben will.

13. Sonach aber erlernen auch die Kinder hier auf geistig praktischem Wege, worin die Erhaltung der geschaffenen Dinge besteht und wie sie vereint mit dem Willen des Herrn stets auf das Allersorglichste gehandhabt werden muss. Und wenn ihr dieses nun nur einigermassen begriffen habt, so wird es sicher einleuchtend sein, fürs erste die grosse Würde dieses Gesetzes selbst zu erschauen, und fürs zweite, warum es auch hier im Reiche der himmlischen Kindergeister vorkommt. – Da wir aber solches wissen, so können wir uns auch sogleich in den sechsten Saal begeben. –

Zu diesem Gebot sagt der Herr auch im Grossen Johannes Evangelium, Band 7, Kapitel 31, 10-15:

10. Wenn ihr Meine Gesetze mit menschlichen Sinnen beurteilt, dann müsset ihr freilich wohl Lücken und Mängel darin entdecken. Wenn du deinen Nächsten liebst wie dich selbst, so wirst du ihn nicht hassen, nicht anfeinden und ihm keinen Schaden zufügen; tust du das aber, so wirst du ihn um so weniger je irgendwann weder leiblich und noch weniger seelisch durch allerlei Ärgernisse töten wollen.

11. Du sollst nicht töten! Das ist ganz richtig und wahr also gegeben im Gesetze. Aber warum? Weil unter ,töten‘ schon von uralters her Neid, Scheelsucht, Zorn, Hass und Rache verstanden ward.

12. ,Du sollst nicht töten!‘ heisst demnach soviel wie: Du sollst niemanden beneiden, sollst den Glücklicheren nicht mit scheelen Augen ansehen und sollst nicht im Zorn erbrennen wider deinen Nebenmenschen; denn aus dem Zorn entsteht der Hass, und aus dem Hass geht die böse, alles verheerende Rache hervor!

13. Es steht ja auch geschrieben: ,Mein ist der Zorn, und Mein ist die Rache, spricht der Herr.‘

14. Ihr Menschen aber sollet euch in aller Liebe achten, und es soll einer dem andern gute Dienste erweisen; denn ihr alle habt an Mir einen Vater und seid somit gleich vor Mir! Ihr sollet euch untereinander nicht ärgern und lästern und einer soll dem andern durch bösen Leumund nicht die Ehre abschneiden; denn wer das tut, der tötet die Seele seines Nebenmenschen!

15. Und seht, alles das ist kurz in dem Bilde ,Du sollst nicht töten!‘ ausgedrückt! Und die ersten Juden, auch noch die zu den Zeiten Salomos, verstanden dieses Gesetz nicht anders, und die Samariter als die Altjuden verstehen es heutzutage noch also. Wenn aber dieses Gesetz vom Fundamente aus nur also zu verstehen ist, – wie kann jemand da annehmen, dass durch dieses Gesetz dem Menschen die Notwehr gegen böse Menschen und sogar gegen reissende Tiere untersagt sei?“

flagge en  You shall not kill … You shall not destroy

   

Explanation of the 5th Commandment … You shall not kill

The Spiritual Sun, Vol. 2 – Messages of Jesus Christ on the spiritual life in the Beyond Given thru the inner word to Jakob Lorber (1842-43)

Millions and Millions of souls from children are mentored, taught and provided for in the ‘Kingdom of the Children’ (Spiritual Sun Volume 2, 67-101).

The Guidance through the ‘Children’s Kingdom’ takes place by the Apostle of Love, John.

Chapter 78

1. You once again see a tablet installed in this fifth hall, and on it is written in an easy readable script: “Thou shalt not kill.” If you consider this commandment only somewhat moderately and then consider the history of the Israelite people, your eyes would have to more than triple cross, if you would not see it at the first moment that there is a strange problem with this commandment “thou shalt not kill!” How, where, when, and what?

2. What does “kill” mean anyway? Does killing kill the body or deprive the spirit of its heavenly life force? If killing is restricted to the human body, the killing of the spirit cannot possibly be meant by it; for it is said that every man should certainly kill his flesh in order to enliven the spirit, just as the Lord Himself speaks: “Whoever loves his life, that is the life of the flesh, he will lose it; but whoever loses it for My sake, will receive it. ”

3. Likewise, this is also evident in the nature of things. If the outer bark or pod of a fruit would not die, the fruit will not come to any living germination. But it is clear from all this that the killing of the flesh cannot at the same time be the killing of the spirit. But if this law is understood merely as the killing of the spirit, then who is sure of his physical life?

4. It is in contrast, well known to all that the prevalent contemporary multifarious exaltation of the flesh, is nothing but the “killing of the spirit.” If you would compare it to the history of the Israelite people to whom, as you would say, these laws were freshly baked, you will find the strange contrast that the lawgiver Moses himself, was the first to have many Israelites killed; and his successors had to do the same with transgressors of the law.

5. “Thou shalt not kill “- this law was as good as all the others in the ark of the covenant. But what did the whole Israelite army do when it entered the Promised Land, with the former inhabitants of that land? What did even David do, the man after the heart of God? What about the greatest prophet Elijah? – See, they all killed, and very often, and often quite cruelly.

6. Whoever is of a sober and unbiased spirit, does not have to pronounce the judgment in himself and say: What is this commandment, against which, as otherwise against none, even the first prophets appointed by God were obliged to act?

7. Such a commandment is as good as none. Even in our times, the killing of brothers in war is even a matter of honor! Yes, the Lord Himself kills legions of human beings day after day; and yet it says: “Thou shalt not kill!” and David had even had a military commander killed, for he had spared a place which had to be destroyed, despite the swearing of an oath.

8. Good, I say, so it is with the commandment on earth. But here we see it in the heavenly realm, where one being cannot kill the other anymore, and certainly no one will even remotely conceive the slightest thought of killing anyone. So why is it written here on the board? For example, from a purely historical point of view, so that the students should learn here, what commandments have been given on earth? Or should these very good-natured children’s spirits, for some time be brought into a lust for murder by this commandment, to then fight against it in themselves? You could indeed accept that; but what conclusion or end result will you get from this? I say to you nothing else than: If the murder-lust must finally be removed from the children, if they have proven themselves as sufficiently resistant against murder lust according to the law, one must assume also that they would not have gained or lost anything thereby, as if they had never been filled with the lust for murder.

9. But I see that in this thorough account of the matter you do not know what you are supposed to do with this commandment. Do not worry; just a few words will suffice to put everything that is doubtful in the clearest light before you, and the law will be just as worthy as on earth, even in heaven, as a sun shines in the sky!

10. But for you to grasp the following explanation easily and thoroughly, I only point out to you that in God the eternal preservation of the created spirits is the unchangeable basic condition of all Divine order. Now if you know that, look for the opposite, that is, for the destruction; and you have the full spiritual and physical implication of the commandment before you.

11. Instead of saying: Thou shalt not kill, one should say: thou shalt not destroy, neither thyself, nor all that which is thy brother’s; for preservation is the eternal basic law in God Himself, according to which He is eternal and infinite in His power. But since on the earth also the human body is necessary for the everlasting education of the spirit until God’s appointed time, without an explicit command of God, no one has the right to willfully destroy neither his own body nor that of his brother.

12. So, when we speak of the required preservation, it goes without saying that everyone is just as little entitled to destroy the spirit of his brother as his own by whatever means and make one unfit for the attainment of eternal life. God, of course, kills human bodies every day; but at the right time, when the spirit has matured in some or the other way. Even the angels of heaven, as perpetual servants of God, kill the bodies of men on earth; but not unless they are commanded by the Lord, and then only in the way the Lord wants it.

13. In this way do the children here learn in spiritually practical ways in which the preservation of created things consists, and how, united with the will of the Lord, it must always be handled with the utmost care. And if you have understood this only to some extent, it will certainly be plausible to see for yourself, firstly the great dignity of this law, and secondly why it also occurs here in the realm of the heavenly children’s spirits. But since we know such things, we can immediately go to the sixth room.

Regarding this Commandment, the Lord says in the great Gospel of John, Volume 7, Chapter 31:10-15

10. When you judge My laws with a human sense, then surely you must find gaps and shortcomings therein. If you love your neighbour as yourself, you will not hate him, not treat him with hostility and not harm him; but if you do this, even less so would you try to ever kill him, either physically or even to a lesser extend emotionally by all kinds of nuisances.

11. You shall not kill! This is absolutely correct and true stated in the law. But why? Because since primeval times under ‘kill’ is understood, jealousy, enviousness, rage, hatred and revenge.

12. ‘You shall not kill!’ therefore means: You should not envy anybody, you should not look at the more fortunate with askance eyes and you should not burn with anger against your fellow man; since anger breeds hate, and from hate arises the evil revenge destroying everything!

13. It also is written: “Mine is the anger and Mine is the revenge, says the Lord.”

14. But you people should respect each other in all love, and one should do good to the other; since you all have in Me one Father and are therefore equal before Me! You should not annoy and curse each other and the one should not through bad lies cut off the honour of the other; since who does that, kills the soul of his fellow man!

15. And see, all that is in short expressed with ‘You shall not kill!’ And the first Jews, also during the times of Solomon, did not understand this law any other way, and the Samaritans as the old Jews, still understand it today in the same manner. If this law from its foundation is understood only like this, – how can anyone assume that through this law man is forbidden to defend himself against evil people and even savage animals?”