V3/K101… Sternbilder erläutert – Zodiac Signs explained

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flagge de  STERNBILDER ERLÄUTERT

Gottes Revision – Die Sternbilder

Synonyme: Sternzeichen, Tierkreiszeichen, Zodiak

Im Beisein des Herrn, der Jünger und etlichen hundert Nachfolgenden erklärt Mathael an die noch tief abergläubischen Griechen Ouran und dessen Tocher Helena, woher die Namen der Sternbilder stammen und was sie ursprünglich bedeuteten. Diese wichtige Belehrung soll helfen, die Bindungen an “Mysterien” abzulegen …

… aus “Das Grosse Evangelium des Johannes”, Band 3, aus den Kapiteln 101 bis 105 und 107 (Jakob Lorber)

101,8. Helena frägt Mathael: “… Wer entdeckte zuerst den Zodiakus und gab den zwölf Bildern die Namen? Warum bekamen sie gerade diese Namen, die wir kennen, und warum keine andern nicht so sonderbarer Art und Gattung? Was hat der Löwe mit einer Jungfrau zu tun, was ein Krebs mit den Zwillingen, was ein Skorpion mit einer Waage, was ein Steinbock mit dem Schützen? Wie kommen ein Stier und ein Widder ans Firmament, wie ein Wassermann mit den Fischen?

101,9. Es ist überhaupt merkwürdig, dass sich im Tierkreise auch vier Menschenbilder und das Bild einer Sache befinden. – Kannst du mir davon irgendeinen Grund angeben, so wirst du mich dir sehr verbindlich machen!“

101,10. Sagt Mathael: “O holdeste Helena, nichts leichter als das! Habe du nur eine kleine Geduld während meiner Erklärung, und es wird dir die Sache hernach ganz klar sein!”

102,1. (Mathael:) „Die Erfinder des Zodiakus waren offenbar die Urbewohner Ägyptens, die fürs erste ein viel höheres Alter erreichten als wir, fürs zweite einen stets allerreinsten Himmel hatten und die Sterne viel leichter und anhaltender beobachten konnten als wir bei unserem öfters dichtumwölkten Himmel, und fürs dritte schliefen den heissen Tag hindurch fast die meisten Menschen und begaben sich erst abends ins Freie und verrichteten ihre Arbeiten die kühle Nacht hindurch, wo sie dann stets die Sternbilder im Angesichte hatten, sich die unveränderlichen Figuren derselben denn auch bald merkten und ihnen auch Namen gaben, die mit irgendeiner in einer bestimmten Zeit eintretenden Naturerscheinung oder mit einer Verrichtung dieses Landes übereinstimmten.

102,2. Vielfaches Betrachten des Zodiakus führte die Betrachter bald auf die Wahrnehmung, dass der Zodiakus ein grosser Kreis ist, der in zwölf nahe gleiche Teile geteilt, in jedem dieser Teile ein für sich stehendes Sternbild hat.

102,3. Schon die ältesten Menschen hielten die Sterne von der Erde entfernter als die Sonne und den Mond und liessen darum die Sonne samt dem Monde innerhalb des grossen Tierkreises bahnen.

102,4. Aber der Tierkreis bewegte sich auch also, dass die Sonne, die zwar alle Tage um die Erde kam, durch die grosse Tierkreisbewegung in dreissig Tagen unter ein anderes Zeichen zu stehen kam. Dass aber auch der Mond in ein paar Tagen stets unter ein anderes Zeichen kam, erklärten sie aus seinem langsameren täglichen Laufe um die Erde, wodurch er nie zur selben Zeit wie die Sonne auf dieselbe Stelle wieder kam, – daher man den Mond denn auch oft ,das saumselige Gestirn‘ nannte.

102,5. Es gab aber einige Weise, die vom Monde gerade das Gegenteil behaupteten; doch war die Lehre von des Mondes Saumseligkeit vorwiegender.

102,6. Sieh, so entstand der alte Zodiakus, und nun sollst du auch in aller Kürze noch erfahren, wie die bekannten zwölf Sternbilder zu ihren sonderbaren Namen kamen!

102,7. In der Jahreszeit der kürzesten Tage, die besonders in Ägypten stets vom Regen begleitet wird (und mit dieser als einer dadurch leicht merkbaren Zeit von dreissig Tagen liess man stets auch ein neues Jahr beginnen), befand sich nach der Rechnung der Alten die Sonne gerade unter dem Sternbild, das uns als ,Wassermann‘ bekannt ist; darum gab man dem Sternbild fürs erste eine Gestalt der eines Hirten ähnlich in dem Moment, so er mit seinem Wassereimer zum zur Tränke der Haustiere angefertigten Wasserkasten kommt und den vollen Wassereimer in den Tiertränkkasten ausschüttet. Die Alten nannten solch einen Menschen einen Wassermann (Uodan), und so benannten sie fürs zweite das Sternbild also und fürs dritte auch diese Zeit. Später machte die eitle Phantasie der Menschen auch bald einen Gott aus diesem an und für sich recht guten Sinnbild und erwies ihm eine göttliche Verehrung, weil er als der Beleber der verdorrten Natur angesehen ward. – Siehe, holdeste Helena, also bekamen das bewusste erste Sternbild und die erste dreissigtägige Regenzeit ihren Namen. Gehen wir nun zum zweiten Zeichen über, das man die ,Fische‘ nennt!“

102,8. Als Mathael dies zweite Zeichen zu erklären begann, sagte Simon Juda zu den andern Jüngern: „Des Mathaels Erläuterungen werden sehr belehrend, wir wollen sie näher behorchen!“

102,9. Sage Ich (der Herr): „Gehet hin und höret; denn Mathael ist einer der ersten Chronisten in dieser Zeit!“

102,10. Darauf drängen sich alle Jünger in die Nähe Mathaels hin, was den Mathael anfänglich ein wenig verlegen machte; aber Simon Juda sagte zu ihm: „Lieber Freund, fahre du nur fort! Denn wir kamen dir nur näher, um von dir etwas recht Nützliches zu erlernen!“

102,11. Sagt Mathael ganz bescheiden: „Für euch, meine lieben allweisesten Freunde dürfte meine Weisheit wohl noch ein wenig zu schwach sein; denn ihr seid schon alte Jünger des Herrn, und ich bin erst kaum sechzehn Stunden lang unter euch!“

102,12. Sagt Simon Juda: „Das beirre dich nur nicht; denn du hast schon Proben abgelegt, durch die wir in mancher Hinsicht schon sehr in den Hintergrund gestellt sind. Das aber kommt alles also vom Herrn. Was Er oft einem gibt in einem Jahre, das kann Er einem andern geben in einem Tage. Darum fahre du nur fort mit deiner Erklärung des Tierkreises!“

102,13. Sagt Mathael: „Mit eurer grossen Geduld und unter eurer ebenso grossen Nachsicht will ich gleichwohl fortfahren; und so vernimm mich denn weiter, du liebholdeste Tochter des Pontus (Helena)!

102,14. Nach dreissig Tagen hat der starke Regen in Ägypten gewöhnlich ein Ende, und es befinden sich da im noch stark angeschwollenen Nil sowie in den Seitenlehnen (Wasserläufe) stets eine grosse Menge von Fischen, die um diese Zeit gefangen werden müssen, wovon ein grosser Teil sogleich verzehrt, ein noch grösserer Teil aber eingesalzen und in der Luft, die in dieser Zeit in Ägypten stets heftig weht, getrocknet und also fürs ganze Jahr aufbewahrt wird.

102,15. Diese Manipulation mit den Fischen ist in dem erwähnten Lande von der Natur geboten und muss gehandhabt werden, bevor der Nil zu sehr sinkt und die vielen bedeutenden Seitenlehnen vertrocknen, wobei da eine grosse Masse von Fischen in die Verwesung übergehen müssten und dadurch die Luft mit dem übelsten Geruche verpesten würden.

102,16. Was in Ägypten noch jetzt Sitte ist, das war als eine Notwendigkeit schon bei den ältesten weisen Bewohnern dieses gesegneten, grossen Landes. Da aber solche Zeit schon im Anfange der Bewohnung dieses Landes zum Fischen verwendet ward und die Sonne gerade zu Anfang dieser Fischzeit unter ein neues Sternbild zu stehen kam, so nannte man dieses Sternbild das Zeichen der ,Fische‘, und man nannte dann auch die Zeit also und benamste sie Ribar, auch Ribuze.

102,17. Da aber die Menschen in dieser Zeit auch sehr leicht vom Fieber befallen wurden, teils wegen des Genusses der sehr fetten Fische, und teils auch infolge der mit vielen unreinen Dünsten geschwängerten Luft, so war diese Zeit späterhin auch die ,Fieberzeit‘ genannt, und die eitle Phantasie der Menschen machte aus dieser Zeitbeschaffenheit denn auch bald eine Göttin und erwies ihr für die Abwehr dieser Magenkrankheit gleich auch wieder eine Art von göttlicher Verehrung. – Nun hast du denn auch die ganz natur- und wahrheitsgetreue Geschichte von der Benamsung des zweiten Tierkreiszeichens; und so gehen wir nun zum dritten über!

102,18. Dies Zeichen heisst der ,Widder‘. Auf die Fischzeit wandten die Urbewohner dieses Landes die Sorge auf die Schafe. Die Männlein wurden lebendig, und es war Zeit, die Schafe zu scheren, man nahm ihnen die Wolle. Gut bei dreissig Tagen dauerte im ganzen hauptsächlich diese Arbeit. Natürlich verrichtete man in der Zwischenzeit auch manche andere tägliche Arbeit; aber die vorerwähnte war für die bezeichnete Zeit eine Hauptarbeit, und weil die Sonne da wieder unter ein neues Zeichen zu stehen kam, so nannte man dieses Zeichen den ,Widder‘ (Kostron).

102,19. In der Folge aber weihte man wegen der meisten Stürme in dieser Zeit, wo alles in einem Kampfe, ein Element gegen das andere und die Hitze gegen die Kälte oder besser Kühle dieses Landes sich befindet, diese Periode dem Kampfe, für dessen Erregung die menschliche Phantasie bald ein Sinnbild ersann, dem man später auch bald eine göttliche Verehrung erwies und es in den noch späteren Kriegszeiten gar zu einem Hauptgott machte. Zerlegen wir aber den Namen ,Mars‘, und wir bekommen das uralte Mar iza, auch Maor’ iza. Was besagt aber das? Nichts anderes als: Das Meer erwärmen.

102,20. In den vorhergehenden zwei Zeichenzeiten wird das Meer abgekühlt, was die Küstenbewohner gar wohl merken mussten; aber durch die grössere Kraft der Sonne, durch den Kampf der warmen Südluft mit der kalten Nordluft, dann durch die in dieser Zeit zumeist wach werdenden Vulkane und unterseeischen Feueradern wird das Meer nach und nach wärmer. Und weil dies als eine Folge der zu dieser Zeit vorkommenden Stürme angesehen ward, so bedeutet der Ausdruck maor izat auch so viel als ,kämpfen‘; und diese Zeit war, wie gezeigt, sinnbildlich dann auch als ein geharnischter Krieger dargestellt, den man später gar zu einem Gott machte. – Da hast du nun das dritte Himmelszeichen und kannst daraus klar entnehmen, was da hinter eurem Kriegsgott Mars steckt.“

103,1. (Mathael:) „Gehen wir nun aber zum vierten Zeichen über! Wieder sehen wir ein Tier, nämlich einen recht mutigen ,Stier‘. Nach der Besorgung der Schafe lenkten die alten Hirtenvölker ihre Sorge vor allem auf das Rindvieh. In dieser Zeit fingen die Kühe meist an zu mannen, und man schied da das Starke vom Schwachen und trug die Hauptsorge um eine gute Zucht.

103,2. Der Stier, der dem Ägypter über alles galt, ja sogar sein Schreibmeister war durch seine Natureigenschaft, weil er durch sein Blasen oft verschiedene Figuren in dem lockeren Sande formierte, ward in einer sehr mutigen Stellung, nahe auf den zwei Hinterbeinen stehend, dargestellt; und was war da natürlicher, als dass man das Sternbild, unter das die Sonne um die vorbenannte Zeit trat, und das dazu noch so ziemlich die äussersten Umrisslinien einer Stiergestalt vorwies, ,Stier‘ nannte!?

103,3. Selbst der römische Taurus stammt von da ab und ist durch Zeitenfolge nur abgekürzt von dem uralten T a our sat, oder Ti a our sat, was soviel besagt als: Des Stieres Zeit (sat) = auf den Hinterbeinen zu stehen.

103,4. Man nannte später diese Zeit, namentlich bei den Römern, auch Aprilis, was aber nach der altägyptischen Zunge wieder nichts anderes heisst als: A (der Stier) uperi (tue auf) liz oder lizu (das Gesicht), auch: ,Stier, öffne das Tor!‘ – der freien Weide nämlich. Dass mit der Zeit auch der alte Stier der Ägypter zu einem Gott ward, braucht kaum näher mehr noch durch etwas gezeigt zu werden. – So hätten wir nun auch die Entstehung des vierten Tierkreiszeichens naturgetreu und wahr vor uns, und wir wollen nun sehen, wie denn das fünfte Zeichen unter dem Namen und unter der Gestalt der ,Zwillinge‘ als Castor und Pollux entstanden ist!

103,5. Dieses wird sich sehr leicht verständlich dartun lassen, so wir bedenken, dass das alte Hirtenvolk Ägyptens mit der Besorgung des Rindviehes des Jahres Hauptsorge und Mühe hinter dem Rücken hatte. Nach dieser Zeit traten die Häupter der Gemeinden zusammen und wählten einen oder zwei Sachkundige und möglich verständigste Beurteiler und gleichsam Richter auf diese Zeit hindurch, die sich umzusehen und zu prüfen hatten, ob alle bisherige Mühe auch allenthalben gut und segenbringend vollbracht ward. Nach dem Amte war denn auch so ein Erkundiger benennet. ,Ka i e stor’?‘ war die Frage und hiess verdolmetscht: ,Was hat er getan?‘ Darauf folgte die ernste Mahnung mit dem gebietenden Satze: ,Po luxe men!‘ – auch ,Poluzce men!‘ – ,Gib mir darüber Licht, Aufklärung!‘

103,6. Daraus sind die späteren ,Zwillinge‘ entstanden; im Grunde aber waren die Zwillinge nur zwei Sätze, nämlich ein Fragesatz und darauf der Aufforderungssatz. Gingen auf solche Erkundigungen zwei solche Amtsboten in die Gemeinden aus, so hatte einer den Fragesatz und der andere den Aufforderungssatz zu stellen, natürlich nicht nur bloss dem Worte, sondern der Tat nach.

103,7. Da aber eben um solche Erkundigungs- und Nachsehezeit die Sonne gerade unter das bekannte Zweisternbild trat, so nannte man es auch ,Zwillinge‘ und nach römischer Zunge Gemini oder auch Castor et Pollux, die natürlich später durch die eitle Phantasie der Menschen ebenfalls vergöttert worden sind. –

103,8. Wir hätten nun das fünfte Tierkreisbild abermals ganz wie die früheren treu und wahr erläutert vor uns; aber nun kommen wir zum sechsten Zeichen, und da erblicken wir auf einmal den ,Krebs‘! Wie kam denn der in den grossen Gestirnkreis? Ich sage euch, ganz leicht und natürlich so wie die früheren!

103,9. Seht, in dieser Zeitperiode hat der Tag seine höchste und längste Dauer bekommen; darauf fängt er an, in seiner Dauer rückgängig zu werden, und die Alten verglichen diese rückgängige Dauer des Tages mit dem Gange eines Krebses. Zugleich aber war es diese sechste Zeitperiode von dreissig Tagen, in der zur Nachtzeit der Tau in diesem Lande besonders in der Nähe des Stromes sehr mächtig wird. In solcher Zeit entstiegen die Krebse zur Nachtzeit ihren Sumpflöchern und statteten den nahen gras- und taureichen Wiesen einen sie sehr erquickenden und nährenden Besuch ab. Das haben ganz leicht und natürlich die alten Einwohner des Landes am Nil bald bemerkt und waren anfangs bemüht, die ungeladenen Gäste von den fetten Wiesen zu vertreiben, was besonders für die ersten Bewohner dieses Landes keine leichte Arbeit war, da in der Zeit die Anzahl dieses grossen Schlamminsektes ins Zahllose überging. Mit Feuerbränden begegnete man ihnen zuerst, sammelte sie haufenweise und verbrannte sie, was aber für die grosse Menge dieser Tiere nichts ausgab. Beim Verbrennen gab es aber stets einen recht guten und sehr einladenden Geruch ab, und es meinten schon die Alten, dass die Tiere vielleicht gar zu essen wären. Aber es wollte dennoch keiner mit solchem Bratengenusse den Anfang machen.

103,10. Später siedete man sie in grossen Töpfen und fand die Brühe recht köstlich; aber es wollte sich doch niemand daran wagen. Man gab sie den Schweinen, die auch von den Alten schon gezüchtet wurden, und diese delektierten (ergötzten) sich daran und wurden sehr fett, was den alten Ägyptern eine sehr willkommene Erfindung war, denn sie benützten sehr das Fett dieser Tiere, sowie die Häute und die Gedärme; das Fleisch aber genossen sie nicht und gebrauchten es zum abermaligen Futter für die Schweine.

103,11. Als aber mit der Zeit arbeitsscheue Menschen anfingen auszuarten und sich zu versündigen an alten und weisen Gesetzen, die noch vom vorsündflutlichen Gotteslehrer Henoch herrührten, da erbaute man bald mächtige Gefängnisse und steckte die Übeltäter hinein. Diese wurden mit gesottenen Krebsen und abwechselnd mit gesalzenem und gebratenem Schweinefleisch und danebst nur mit wenig Brot gespeist. Man merkte aber, dass sich die Verbrecher bei dieser Kost sehr wohl befanden, und in einem schlechten Jahre versuchten später auch die freien Menschen die schrecklich scheinende Arrestantenkost und fanden, dass sie besser schmeckte als ihre altgebräuchliche Hauskost. Diese Wahrnehmung war dann bald Ursache, dass die ehemals so ungeheure Anzahl der grossen und fetten Nilkrebse sich bald sehr verringert hatte, da man auf sie zu viel Jagd machte.

103,12. Später assen auch die Griechen und die Römer dieses Schlamminsekt und befanden sich sehr wohl dabei; nur die Juden essen es noch bis zur Stunde nicht, obschon es ihnen Moses nicht gerade untersagt hat.

103,13. Aus alledem aber geht nun schon sicher mehr als handgreiflich hervor, dass die alten Ägypter für das Himmelszeichen dieser sechsten Zeitperiode von dreissig Tagen sicher kein besseres Sinnbild wählen konnten als eben dasjenige Tier, das ihnen in dieser Zeitperiode gar soviel zu schaffen machte. Es lässt sich auch bei dem Bilde von selbst denken, dass es mit der Zeit eine Art göttlicher Verehrung erhielt. Griechen und Römer weihten später diese Zeitperiode der Göttin Juno und benannten ihr zur Ehre auch diese Zeit also.

103,14. Aber es fragt sich nun, wie denn so ganz eigentlich diese Göttin erfunden worden ist, und wie sie zu ihrer göttlichen Persönlichkeit kam. Darüber bestehen bei den Weisen verschiedene Ansichten, die im Grunde eben nicht ganz ohne sind. Aber der eigentliche Grund ist dennoch der, welcher mit der Zeit ebenso wie die Persönlichkeiten des Castor et Pollux ausgeheckt wurde.

103,15. Eben um die Zeit der Krebse ward es für materielle Arbeiten schon zu heiss, und man schenkte darum diese Zeit geistigen Forschungen in grossen schattigen Tempeln, von denen etliche schon von den Urbewohnern dieses Landes erbaut worden sind.

103,16. Eine Hauptfrage des Beginnens aller geistigen Forschung bestand darin, ob die reine Gottheit auch irgend in einem materiellen Verbande zu suchen sei.

103,17. Wie alle Fragen der Weisen nur ganz kurz waren, aber eine sehr lange Antwort brauchten, so war es auch mit dieser gewichtigsten Frage der Fall. Sie lautete: ,Je U ∩ (un) o?‘ Verdolmetscht: ,Ist das einmal in sich getrennte Göttliche, so man es nebeneinander stellt, noch ein Ganzgöttliches?‘

103,18. Ihr fraget: Wie konnten denn diese einfachen Buchstaben den ausgesprochenen Satz bedeuten? Gleich sollet ihr den ganz natürlichen Grund davon erfahren! – Das U ward bei den alten Ägyptern mittels einer oben offenen und an diesen Enden gestreckten Halbkreislinie dargestellt (U) und bezeichnete auf diese Weise zugleich ein Aufnahmegefäss für alles Göttliche, das von oben zu den Menschen auf die Erde kommt. Es versteht sich von selbst, dass die weisen Alten darunter hauptsächlich geistige Gaben des Lichtes für die Seele des Menschen verstanden.

103,19. Das “n” ward durch einen ähnlichen, aber nach unten gekehrten Halbkreis (∩) dargestellt und bezeichnete die tote, an und für sich gänzlich geist- und lichtlose Materie. Die Runddächer so mancher Häuser und besonders der Tempel hatten darum die Gestalt eines umgekehrten Halbkreises und zeigten an, dass in solchen Orten das Göttliche sich mit der Materie verbindet, in ihr ein zeitweises Leben schafft und dem Menschen sich auf Momente offenbart. Daraus formulierte sich denn auch die alte, wichtige Frage: ,Je U ∩ o?‘, weil das O die volle Gottheit in ihrer Reinheit darstellte.

103,20. Die Antwort auf diese alte, gewichtige Frage lautete dahin, dass sich alle geschaffene Materie zu Gott nahe so verhalte wie ein Weib zu ihrem Manne und Gebieter. Gott zeugete in und durch die Materie in einem fort Seine Myriaden Kinder aller Art. Er befruchtete die Materie in einem fort mit Seinem göttlich- geistigen Einflusse, und die Materie gebärt Ihm dann in einem fort die zahllos in sie eingezeugten Kinder. – Das war doch sicher ein sehr erhabener Gedanke, den die alten Weisen auf die bekannte, gewichtige Frage als Antwort aufgestellt hatten!

103,21. Mit der Zeit, besonders bei den späteren nach aller Sinnlichkeit lüsternen Nachkommen, blieb kaum mehr ein Dunst von der alten ägyptischen Weisheit, und man machte aus dem Fragesatze Je un o und aus der erklärten Weiblichkeit aller Materie gleich lieber ein persönliches Gottweib und gab demselben gleich dumm und finster zur Genüge den Namen anfangs Jeu no, später bloss Juno, und vermählte sie mit dem ebenso nichtigen Gott Zeus.

103,22. Die alten Weisen hielten aus wohlweisen und ganz natürlichen Gründen die Materie für hart, unbeugsam, ungefügig und meinten, man könne ihr nur durch grossen Fleiss und durch grosse Mühen etwas abgewinnen. Die alten von den alten Weisen an der Materie entdeckten Unvollkommenheiten unterschoben die späteren Nachkommen dem Gottweibe Juno, mit dem darum Zeus stets seine Not hatte. – Begreift ihr nun eure Göttin Juno?“

103,23. Sagt Helena: „Ich bitte dich, du mein allerliebster Mathael, fahre du nur fort; ich könnte dich also tagelang ohne Unterbrechung anhören! Deine Erzählung ist zwar nicht so bilderreich und geschmückt wie die eines Homer; aber sie ist weise und wahr, und das ist mehr wert und anziehender um tausend Male als alle die zauberhafte Blumenschminke der grossen Volkssänger! Darum fahre du nur ungestört fort in deiner Erzählung!“

103,24. Sagt Mathael: „Sagst du mir doch keine Schmeichelworte!? Denn sieh, die Wahrheit will verstanden, aber nie geschmeichelt sein! Aber ich weiss es, dass du nicht mir, sondern nur der Wahrheit schmeichelst, die nicht von mir, sondern von Gott kommt, und so kann ich schon wieder fortfahren.“

104,1. (Mathael:) „Höre denn! Nach dem Krebse ersehen wir den ,Löwen‘ im grossen Zodiakus. Wie kommt denn diese wilde Bestie unter die Himmelszeichen? Ganz ebenso natürlich wie alles andere, das wir bis jetzt haben kennengelernt!

104,2. Nach der Krebsjagd, die ihre dreissig Tage anhielt und manchmal auch einen oder zwei Tage darüber – weil bei den alten Ägyptern nicht der Fischmonat (Februar), sondern der Krebsmonat (Juni) als Ausgleichungsmonat bestimmt war –, fing eine andere Kalamität an, die den Alten sehr viel Sorge und Kummer machte. Um diese Zeit werfen die Löwen gewöhnlich ihre Jungen und sind da, voll Hungers, am meisten auf den Raub bedacht und ziehen weit und breit über Wüsten, Berge und Täler in Gegenden hin, wo sie irgend fette Herden wittern.

104,3. Da des Löwen Vaterland eigentlich das heisse Afrika ist, auch das Hinterägypten schon häufig von diesem Tierkönige beherrscht wurde, so ist es begreiflich, dass es ihm gar nicht schwer war, bis nach Mittel- und Unterägypten vorzudringen, und dort Verheerungen unter den friedlich weidenden Herden anzurichten. Wie die Wölfe eine grosse Kälte in die von Menschen bewohnten Gegenden treibt, ebenso treibt des Julius (Juli) grosse Hitze den Löwen in die etwas kühleren nördlicheren Gefilde, wo es für ihn eine Beute abgeben kann.

104,4. In diesem Monate aber wird in Oberägypten die Hitze am stärksten und am unerträglichsten und treibt darum den Löwen oft bis zum Mittelmeere nordwärts, wo es da offenbar kühler ist als im Bereiche der glühheissen Sandwüsten. Kurz zu Anfang dieser Zeit bekommen die Bewohner Ägyptens stets Besuche von diesen gefürchteten Gästen und mussten sich gegen sie ganz tüchtig rüsten, um sie von den Herden abzuhalten. Und da die Sonne in dieser Zeit gerade unter ein Sternbild trat, das so wie jenes des Stieres mit seinen Sternen so ziemlich die Gestalt eines ergrimmten Löwen darstellt, so benamsten die Alten dieses Gestirn denn auch mit dem Namen eines Löwen, und in Ägypten nannte man diese Zeit auch mit den Namen: ,der Löwe‘ (Le o wa), Le der Böse oder des Bösen Abstämmling, im Gegensatze zum El der Gute oder des Guten Sohn, O die Gottessonne, wa, auch wai flieht; Le o wai heisst demnach: Der Arge flieht die Sonne.

104,5. Die Römer benannten ihrem Helden Julius Cäsar zu Ehren erst vor wenigen Dezennien diese Zeit mit dessen Namen, weil er so schlau und mutig zu kämpfen verstand wie ein Löwe. – Da habt ihr nun das siebente Himmels- oder Tierkreisbild, das bei den späteren Nachkommen ebenfalls in eine Art Vergöttlichung geriet.

104,6. Aber auf den Löwen sehen wir eine ,Jungfrau‘ folgen; das scheint auf das Frühere denn doch nicht so ganz zu passen?! O ja, es passt ganz und recht natürlich darauf! Mit der Besiegung der Löwenzeit waren die Hauptbeschwerden des Jahres gewisserart beendet, und man ergab sich hier einer grösseren Heiterkeit und veranstaltete Feste, die besonders dazu dienten, den braven und sittlich reinen Jungfrauen Geschenke zu machen, um sie dadurch zur ferneren Sittlichkeit anzueifern; auch war es in dieser Zeit Sitte, Hochzeit zu begehen. Nur eine als rein befundene Jungfrau konnte zum Weibe genommen werden; eine aber, die ihre Jungfräulichkeit nicht wohl bewahrt hatte, ward von der Ehe ausgeschieden und konnte im äusserst günstigen Falle nur mehr ein Kebsweib irgendeines Mannes, der schon ein oder mehrere ordentliche Weiber hatte, werden, – sonst aber blieb nur der verächtliche und niedere Sklavenstand übrig. Und so hatte diese Zeit eben auch eine gar gewichtige Bedeutung, und weil um diese Zeit wieder ein recht nettes Sternbild des Zodiakus über der Sonne zu stehen kam, so benannte man es die ,Jungfrau‘. Aber erst vor wenigen Jahren gaben die eitlen Römer, ihrem Kaiser Augustus zu Ehren, dieser Zeit auch des Kaisers Namen. – Und so weisst du, liebe Helena, nun auch, wie nach dem Löwen eine Jungfrau unter die Sterne kam. – Aber nun weiter!

104,7. Wir haben nun gesehen, wie da auch eine Jungfrau unter die Sternbilder des Zodiakus kam; aber nun kommt gar eine Sache hinein, wie wir das sogleich sehen werden. Eine ,Schalwaage‘ ersehen wir, wie sie die Krämer und Apotheker zum Abwiegen ihrer Spezies und Arzneien brauchen. Wie kam denn dieses Gewichtserprobungsinstrument unter die Sterne? Ich sage es euch: Ganz leicht und eben wieder also natürlich wie alle die früheren!

104,8. Seht, nach der Zeit der Jungfernerprobung und der Hochzeiten, durch die diese vorhergehende Zeit am meisten und ordnungsmässig ausgezeichnet war, kam die Zeit der Erprobung der meisten Ernte, des Getreides – dessen Anbau schon die ältesten Einwohner dieses Landes stark betrieben haben, natürlich neben der Viehzucht –, der Früchte, als der Feigen, der Datteln, des Öles, der Granatäpfel, der Orangen und dergleichen mehr.

104,9. Jede Gemeinde hatte ihren Ältesten zum Vorstande und Leiter aller Geschäfte und ebenso einen Priester, der sich bloss mit dem Geistigen zu beschäftigen hatte und zu unterrichten das Volk an den bestimmten Tagen und zu weissagen bei wichtigen Angelegenheiten. Dass sich der Priesterstand bald sehr vermehrte, braucht kaum näher erwähnt zu werden, wie auch, dass dieser Stand sich mit der groben, materiellen Arbeit eben nicht sehr abgab, ausser mit neuen Versuchen und Verbesserungen in jeder möglichen Hinsicht.

104,10. Der Priesterstand war es auch, der die Metalle der Erde erforschte, sie sammelte und zum Gebrauche tauglich machte. Zu allen den vielen technischen Dingen aber brauchte er auch viele Handlanger und wohlunterrichtete Werkführer, die alle keine Zeit hatten, sich mit dem Ackerbau und mit der Viehzucht abzugeben, und es mussten daher alle solche Menschen von den Gemeinden erhalten werden. Wie aber sollte das bemessen werden, auf dass ein jedes Gemeindeglied eine seiner Ernte entsprechende Gabe an die Priesterschaft und deren Helfer verabreiche?

104,11. Man bestimmte den Zehent, und jedes Gemeindeglied musste den zehnten Teil aller Ernte dem Priesterstande abliefern. Wie bemass man aber den Zehent? Ganz einfach: mit der Waage! Man hatte zu dem Behufe grosse und kleine Waagen in der Art, deren schon früher erwähnt wurde. Jede Gemeinde besass mehrere solche Waagen, und unter den Augen des Gemeindevorstandes wurde alle Ernte genau abgewogen in der Art, dass da stets beide Schalen vollgefüllt wurden; neunmal wurden die gefüllten Waagschalen in den Kasten des Gemeindegliedes ausgeleert, das zehnte Mal aber in den Kasten der Priesterschaft. Der Oberpriester war zugleich auch des ganzen Volkes Hüter oder Hirte mit dem Ausdruck Vara on (,er hütet‘ oder: ,er ist der Hirte‘). In der späteren Zeit wurden die Varaonen wirkliche Könige des Landes, unter deren Botmässigkeit auch das Priestertum stand.

104,12. Wir aber ersehen nun aus dieser geschichtlich wahren Darstellung, dass die Zeitperiode, als erste nach der der Jungfrau, hauptsächlich zum Abwiegen der Ernten wegen der Zehentabgaben an das Priestertum bestimmt war; und weil gerade um diese Zeit die Sonne abermals unter ein neues Zeichen trat, so nannte man dieses Zeichen im Zodiakus die ,Waage‘. Das wird jedermann einleuchtend sein, der nur einigermassen mit den Sitten und Gebräuchen der alten Ägypter ein wenig vertraut ist.

104,13. Dass man mit der Zeit der Waage allerlei entsprechende Bedeutungen beilegte, sie auch als Symbol der göttlichen wie der weltlichen Gerechtigkeit benützte, ja, dass man sie bei einigen noch tief unten stehenden Völkern sogar auf eine gleiche Weise anbetete, wie die Indier hie und da den Pflug, braucht wohl kaum näher beleuchtet zu werden. Die Phantasie der Menschen einesteils und die stets wachsende Gewinnsucht der sich immer mehrenden Priester und Volkslehrer andernteils vergöttlichte mit der Zeit, was ihr nur immer irgend altehrwürdig und für die gesamte Menschheit als nützlich vorkam. –

104,14. Wir hätten sogestaltig nun gesehen, wie auch ein menschliches Werkzeug in den grossen Zodiakus kam, und wollen darum auch weiter sehen, wie denn das höchst unansehnliche Insekt ,Skorpion‘ in den grossen Zodiakus kam!“

105,1. (Mathael:) „Nach der Zeit der Waage kam eine sozusagen recht müssige Periode. Die Herden begaben sich mehr und mehr zur Ruhe, das heisst, sie weideten wohl, sprangen aber auf den Weideplätzen nicht mehr also mutig herum wie im Frühjahre; auch die Fruchtbäume zeigten keine solche Tätigkeit mehr, als das im Frühjahre der Fall war; die Äcker lagen brach, und so hatten da auch die Menschen eine gewisse Arbeitsvakanz (Ferien, Ruhezeit). Sie würden da dem lieben Nichtstun sicher noch mehr gehuldigt haben, wenn der Herr Himmels und der Erde gerade in dieser Faulzeit sie nicht durch ein äusserst lästiges Insekt, dessen Heimat hauptsächlich Ägypten ist, ein wenig aufgestachelt hätte.

105,2. Die Skorpione fingen gleich zu Anfang dieser Zeit an, sich allenthalben zu zeigen und vermehrten sich bis gegen die Mitte dieser sonst faulen Zeit wie die Fliegen in einem Speisesaale. Bekanntlich aber ist der Schweifstich dieses Insektes nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch recht gefährlich, wenn man nicht sobald nach dem Stiche mit dem rechten Gegenmittel bei der Hand ist.

105,3. Da die alten Ägypter aber sowohl die Schädlichkeit als auch die Lästigkeit dieses Tierleins nur zu bald mussten kennengelernt haben, so fehlte es auch nicht, auf Mittel zu sinnen, durch die sie dieses Wesens wenigstens einigermassen Meister werden konnten. Allerlei Vertreibmittel wurden versucht; aber sie halfen alle zusammen wenig, bis man endlich auf die Rinde eines Nilgesträuchs kam, sie kochte und mit deren Dampf wenigstens die Zimmer von diesem stachligen Schmarotzer befreite. Auch befeuchtete man die Rinde des erwähnten Gesträuchs, streute sie am Boden aus und legte sie in die Betten, hielt dadurch das stachlige Geschmeiss fern und tötete es damit auch.

105,4. Nach diesem dies Insekt vertreibenden und tötenden Mittel nannte man auch das Insekt selbst, das natürlich früher keinen Namen hatte, Scoro (= Rinde) pi oder pie (= trinkt) on (= er).

105,5. Man machte durch diesen Namen die Nachkommen gleichsam wie durch ein Rezept aufmerksam, durch welches Mittel man dieser Plage am wirksamsten begegnet. Noch heutzutage bekommen wir sowohl aus Ägypten, aus Arabien und Persien ein Pulver, durch das man ohne den geringsten Schaden für die Gesundheit des Menschen nicht nur die Skorpione, sondern fast alle andern sehr lästigen Insekten vertilgen kann; und dieses Pulver wird nebst noch einigen Beigaben hauptsächlich aus der obberührten Rinde angefertigt. – Und nun wieder zu unserer Hauptsache!

105,6. Beim ersten Auftauchen des Skorpions in dieser Faulzeit trat die Sonne unter ein neues Sternbild im grossen Kreise, und man nannte es wie das lästige Insekt, das sich gerade in dieser Zeit am meisten ausbreitete und Vieh und Menschen belästigte. Diesem Zeichen erwies man bis jetzt noch am wenigsten irgendeine Verehrung, ausser dass man es gewisserart als ein altes Rezept gegen dies lästige Insekt stets als wirksam ehrte.

105,7. Die Faulenzzeit ging mit der Vertilgung der Skorpione zu Ende, auch die in dieser Zeitperiode in Ägypten häufig vorkommenden Donnerwetter, vor denen die Ägypter stets einen grossen Respekt hatten; denn sie sagten: ,Das Geschoss des Zeus ist schneller und sicherer treffend denn das elende der Menschen!‘

105,8. Um die Zeit nach dem Skorpion fing auch allerlei Wild an, sich in die Täler von den Bergen herabzumachen, darunter aller Art reissende Tiere, jedoch nicht von der schlimmsten Art.

105,9. Diese Erscheinung forderte die Menschen, und namentlich die Männer auf, den Bogen zu spannen und sich auf die Wildjagd zu begeben. Kaninchen, Hasen, Gazellen, kleine Bären, Dachse, Füchse, Panther, eine Menge Geier und Adler, auch das Krokodil und das Nilpferd (Hippopotamos; altägyptisch Je pa opata moz = das Nilpferd fängt an, seine Gewalt zu entfalten), fingen an sich zu rühren, und darum war da für die Jagd keine Zeit mehr zu verlieren; zur Vertilgung möglichst vieler Krokodile war auch ein ganz bedeutender Preis ausgesetzt.

105,10. Es gehört hier gar nicht weiter zur Sache, wie da die allerlei Jagden geführt wurden, sondern es genügt hier ganz vollkommen zu wissen, dass in Ägypten um diese Zeit allerlei Jagden geführt worden sind, und wir wissen alles, was wir zu wissen benötigen.

105,11. Um diese Jagdzeitperiode trat die Sonne schon wieder in ein neues Sternbild im grossen Zodiakus, und man nannte es den ,Schützen‘, weil diese Zeit eben den Schützen die meiste Beschäftigung bot. Dem Schützen ward mit der Zeit wohl auch eine Art göttlicher Verehrung zuteil, aber keine gar zu grosse, ausser dem Apollo, der auch als ein Gott der Jagd verehrt ward. –

105,12. Mit dem Schützen wären wir sonach auch fertig und kommen nun zum eigentlich seltensten Himmelszeichen im grossen Zodiakus! Siehe, ein Steinbock, der Bewohner der höchsten Felsspitzen, schimmert im südlichsten Teile des grossen Kreises! Wie kam denn dieser Bewohner der Hochgebirge in den grossen Sternenkreis? Ich sage es euch, eben also wie alle die früheren auf eine ganz natürliche Weise!

105,13. In dieser eines Jahres letzter Periode sucht alles Wild einmal die Täler heim, um da ein gewisses Nährfutter zu suchen, nach dem seine Natur ein Verlangen trägt.

105,14. Der Steinbock war für die Ägypter etwas zu Kostbares, als dass sie ihn so mir und dir nichts seinen kecken Talbesuch hätten gewähren lassen können! Kurz, da wurden allerlei Wachen ausgestellt, wie sich nur die Zeit zu nahen begann, in der dies Tier schon in früheren Zeiten öfter auf den einsamen Triften weidend und umherspringend entdeckt worden war. Sowie nur einer irgend bemerkt ward, da war nach den empfangenen Zeichen alles, was nur Füsse hatte, auf den Beinen.

105,15. Es war aber das kein leichtes Stück Arbeit, so einen Steinbock zu fangen, und es gab da manche Steinbockperiode, in der kein Steinbock gefangen worden war; wurden aber in einer günstigen Zeit etliche gefangen, so war das ein förmlicher Triumph für ganz Ägypten! Denn von so einem Steinbock war alles als eine wunderbarste Arznei angesehen, und man heilte mit einem Minimum schon einmal alle Krankheiten, und die Hörner waren selbst des Königs von Ägypten erste und kostbarste Zierde, mehr denn Gold und Edelgestein. Ja in der Urzeit taxierte man sogar den Wert eines Varaon nach der Anzahl der Steinbockhörner, die selbst die Oberpriester später zum Zeichen ihrer Hochweisheit und obersten Macht vergoldet bei sich trugen.

105,16. Da aber der Steinbock bei den Ägyptern in einem so grossen Ansehen stand, wie man sich in diesem Lande noch heutigentags überzeugen kann, so ist es wohl auch mehr als begreiflich, dass die alten Ägypter schon diese Zeitperiode, in der sie Besuch vom Steinbock bekamen, zuerst dem kostbaren Tiere weihten, sie auch danach benannten, sowie auch das Sternbild, unter das die Sonne in dieser Zeitperiode trat.

105,17. Und wir haben nun auf diese Weise alle zwölf Zeichen des grossen Zodiakus durchgesehen und nirgends etwas anderes als nur etwas ganz Natürliches gefunden, und haben danebst aber auch gesehen, wie und auf welche Art alle die vielen Heidengötter entstanden sind, und dass da hinter ihnen gar nichts steckt ausser das ganz Natürliche, das wir eben gesehen haben.

105,18. Und so wird es denn hoffentlich fürder nimmer schwer sein, den wahren Gott allein im rechten und wahrsten Lichte zu erkennen. Nie hat irgendeine erdichtete Gottheit etwas von all den Wunderdingen geleistet, die man ihr unterschob, und die wenigen weisescheinenden Worte, die von den Göttern an die Menschen sollen zu Zeiten gesprochen worden sein, haben die alten Weisen des grösseren Gewichtes wegen den nichtigen Göttern in den Mund geschoben.

105,19. Hier aber sind Taten zu sehen und Worte zu hören, die zuvor in der Wirklichkeit nie erlebt worden sind, – und da auch sind wir endlich einmal auf dem Platze angelangt, den wahren Gott in Hülle und Fülle kennenzulernen. …”

107,2. Mathael: “Nach altägyptischer Zunge bezeichnet die Silbe Zo oder Za soviel als ,für‘, dia auch diaia ,Arbeit‘ und kos ,ein Teil‘, auch die ,Teilung‘; und heisset ganz gut verdolmetscht Za diaia kos (auch kose) einmal wörtlich: für die Arbeit die Teilung, oder: Einteilung der Arbeit.

107,3. Du siehst nun, dass die Sache sich nie anders im Anfange hat verhalten können, und so muss meine dir nun gemachte Erklärung des Zadia-kos (Zodiakus) eine vollkommen richtige sein! Denn anfangs teilten die Alten den grossen Kreis nach dem periodischen Vorkommen ihrer Arbeiten ein; bei den späteren Nachkommen aber bestimmte hernach der schon eingeteilte Kreis die Arbeiten; denn jedes darin vorkommende Sternbild mahnte die Ägypter schon zum voraus, mit welcher Arbeit sie sich in der nächsten Periode würden zu beschäftigen haben. Und somit war die Benennung dieses Kreises auch eine ganz richtige, – aber nur nicht im falschen Sinne der Griechen und Römer.

107,4. So wie aber die Weisen diesen Kreis und seine Bilder ganz richtig benannten, also benannten sie auch viele, wenn auch nicht gar alle andern Sternbilder und waren auch die ersten Entdecker von den dir bekannten Planeten ausser dem Monde und der Sonne, die im Grunde, wenigstens für unsere Erde, durchaus kein Planet ist, indem nicht die Sonne sich um die Erde, sondern die andern Planeten samt der Erde sich nur um die grosse Sonne in verschiedenen Zeiträumen bewegen, darunter aber nicht die scheinbar tägliche Umlaufszeit, die von der Umdrehung der Erde selbst um ihre Mittelachse herrührt, zu verstehen ist, sondern jene, die die Erde binnen einem Jahre durchmacht, die Venus und der selten sichtbare Merkur in einer noch kürzeren Zeit; Mars, Jupiter und Saturn aber brauchen zu ihrem Umlaufe eine längere Zeit als die Erde.

107,5. Der Mond aber gehört ohnehin der Erde an und bewegt sich mit derselben im Jahre einmal um die Sonne, während er als steter Begleiter unserer Erde noch dazu alle 27 bis 28 Tage einmal um die Erde in einer Entfernung von einhunderttausend Stunden Weges sich bewegt.”

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flagge en  ZODIAC SIGNS EXPLAINED

God’s Revision – Zodiac Signs

…also known as Star Signs, Constellations, Zodiac

In the presence of the Lord, the disciple and several hundred successors, Mathael explained to the still superstitious Greeks Ouran and his daughter Helena, whence the names of the constellations originate and what they originally meant. This important instruction should help to remove the bonds to “mysteries” …

… From “The Great Gospel of John,” Volume 3, from Chapters 101 to 105 and 107 (Jacob Lorber)

101,8. Helena asks Malthael: “Who discovered first the zodiac and gave the twelve pictures their names? Why did they receive exactly these names that we know, and why no others of a particular type and sort? What has a lion to do with a virgin, a crab with the twins, a scorpion with a balance scales, an ibex with an archer? How do a bull and a ram get into the firmament, how a fisherman with the fish?

101,9. It is very strange that in the animal world there are also four human images and the image of an object. If you can give me some reason for this you will make me very connected to you!”

101,10. Mathael says, “Oh, most blessed Helena, nothing easier than this! Just have a little patience during my explanation and the issue will become quite clear to you!”

102,1. (Mathael:) “The discoverers of the zodiac were obviously the native residents of Egypt, who for one reached a much higher age than we do, secondly had always a most pure sky and could observe the stars much more easily and constantly than we with our often thickly clouded sky, and thirdly most people slept the whole hot day through. Only in the evenings did they go out into the open and completed their work in the cool of night. There they had constantly the constellations in sight, soon noticed the unchangeable figures and gave them names which corresponded with some natural event occurring at a particular time or with a duty of the land.

102,2. Multiple observance of the zodiac led the watchers soon to the belief that the zodiac is a great circle, which is divided into twelve almost equal parts. In each of these parts there is an individual constellation.

102,3. Even the peoples of antiquity considered the stars of this Earth to be further away than the sun and the moon and therefore they let the sun along with the moon move on a path inside the great zodiac.

102,4. But the zodiac also moved in a way that the sun, which rounds the Earth every day, stopped in another sign after thirty days due to the great movement of the zodiac. But that the moon always came into another sign every couple of days, they explained from its slower daily course around the Earth, by which it never comes to the same place at the same time like the sun – therefore they often called the moon the “tardy star”.

102,5. But there were some wise men who claimed exactly the opposite of the moon; yet the teaching of the tardyness of the moon prevailed.

102,6. You see, that’s how the zodiac was created, and now you should also soon learn how the twelve constellations got their peculiar names!

102,7. In the season of the shortest days, which especially in Egypt is always accompanied by rain, (and with this easy to remember time of thirty days one always let a new year begin) according to the calculations of the elders the sun was situated exactly under the constellation that is known to us as Aquarius; therefore the constellation was first given the form of a shepherd when he comes with his water bucket to the trough created to give the domestic animals something to drink and pours the whole bucket into the drinking trough. The elders called such a person the water sprite (Uodan) and secondly they named the constellation thus and thirdly also this time. Later the vain fantasy of people soon made a god out of this good image and gave him divine honor, because it was seen to revive the withered nature – See, most blessed Helena, thus the familiar first constellation received its name and the first thirty days of rain. Let’s go to the second sign that is called Pisces!”

102,8. When Mathael began to explain this second sign, Simon Judas said to the other disciples, “Mathael’s explanations are becoming very informative, we should listen to them more closely!”

102,9. I say (the Lord), “Go there and listen; for Mathael is one of the top chroniclers of this age!”

102,10. At this all the disciples pressed towards Mathael, which at the beginning made Mathael a little embarrassed; but Simon Judas said to him, “Dear friend, just carry on! For we only came closer to you to learn something very useful from you!”

102,11. Mathael says, very modestly, “For you, my dear very wise friends my wisdom must be a little weak; for you are already older disciples of the Lord, and I have hardly been with you for sixteen hours!”

102,12. Simon Judas says, “Do not let that confuse you; for you have already passed tests through which we have been placed somewhat in the background. But everything comes like this from the Lord. What he often gives one person in a year, He can give to another person in a day. Therefore just continue with your explanation of the zodiac!”

102,13. Mathael says, “With your great patience and under your likewise great care I will immediately continue; and so listen to me further, you most blessed daughter of the Pontus!

102,14. After thirty days the heavy rain in Egypt usually comes to an end, and in the heavy swollen Nile there are always a great quantity of fish to be found, as well as in the side streams, which have to be caught at this time, of which a great part is eaten immediately, an even greater part is salted and fried in the air which at this time blows very strongly in Egypt and is stored for the whole year.

102,15. This action with the fish is ordered in the mentioned land by nature and must be handled before the Nile sinks too much and the many significant side streams dry up, whereby a great mass of fish must rot and thereby poison the air with the most evil smells.

102,16. What is still tradition today in Egypt was a necessity for the oldest wise inhabitants of this blessed great land. But since such time was used for fishing by the inhabitants of this land right from the beginning and the sun came to stop at the start of this fishing season in a new constellation, this constellation was called the sign of the fish (pisces) and the time was also called thus, and it was named Ribar, also Ribuze.

102,17. But since the people at this time were very easily suffered from fever, partly because of the enjoyment of very fatty fish, and partly as a consequence of the air full with many impure smells, this time was later called the fevertime, and the vain fantasies of the people made from this time soon a goddess and showed her for the prevention of this stomach sickness another type of divine reverence – Now you have the whole natural and true story of the naming of the second zodiac sign, and so we progress to the third!

102,18. This sign is called Aries. After the fishing period the original inhabitants turned their worries to the sheep. The males became active and it was time to shear the sheep, their wool was taken from them. This whole task lasted a good thirty days. Naturally in the meantime one had some other daily tasks, but the previously mentioned was the main job for this time described and because the sun came to stop again under another sign, this sign was called the ram (Aries).

102,19. Later on as one has the most storms in this period, where everything was in battle, one element against another and the heat against the cold or rather the coolness of this land, this period was dedicated to battle, for whose occurrence the human fantasy soon saw a picture which was soon given a divine honor and made it into another main god in the later times of war. If we split up the name ‘Mars’ and we get the original ‘mar iza’, also ‘Maor’iza’. What does that mean? Nothing else but: warm the sea.

102,20. In the abovementioned two signs the sea cools down, which the coastal inhabitants must have noticed well; but throught the greater strength of the sun, through the battle of the warm air from the south with the cold northern air, then through the volcanoes that usually awoke in this period and the veins under the sea the sea became warmer and warmer. And because this was seen as a consequence of the storms occurring in this period, the expression ‘maor izat’ means as much as ‘to fight’, and this period was, as shown, represented in images as a harnished fighter who was later made into a god – There you have the third sign of the sky now, and you can easily see what is behind the your god of war, Mars.”

103,1. (Mathael:) “Let’s move on now to the fourth sign! Again we see an animal, namely a very courageous bull. After looking after the sheep the old shepherding tribes cared above all to the cattle. In this time the cows were mostly beginning to mate and the strong were divided from the weak and the main concern was for good breeding.

103,2. The bull, which the Egyptians valued above all, yes, even it was given the place as a scribe because he formed different figures in loose sand through his blowing, was represented standing almost on two back legs. So what was more natural than that the constellation, under which the sun entered this period and in addition the external circumference lines suggested the form of a bull, was called ‘taurus’?

103,3. Even the Roman taurus originates from this and through time was only shortened from the original ‘T a our sat’, or ‘Ti a our sat’, which means: Time (sat) of the bull = stand on the back legs.

103,4. Later this period was also called ‘Aprilis’, namely by the Romans, which however in the Egyptian tongue means nothing other than: A (the bull) uperi (open) liz or lizu (the face), also: Bull, open the gate! – of the open pasture. It hardly needs to be mentioned that in time the old bull was made into a god by the Egyptians. So we have now the creation of the fourth zodiac sign before us faithful to nature and true, and we want to see how the fifth sign was created under the name and form of the twins as Castor and Pollux!

103,5. This will be very easy to understand, if we think that the old shepherding nation of Egypt had a lot of care and effort of the year with the looking after of the cattle. After this time the heads of the community came together and chose one or two knowledgeable and possibly understanding judges and at the same time judges for this period, who had to look around and check whether all former effort was carried out uniformly well and beneficient. According to the position, an inquirer was named. ‘Ka I e stor?’ was the question and translated meant, ‘What has he done?’ Then followed the serious admonition with the demanded sentence: ‘Po luxe men!’, also ‘Poluzce men!’ – ‘Give me light on the matter, an explanation!’

103,6. These later became the twins; but basically the twins were only two sentences, namely a question and then the demand, naturally not only through words, but in deed.

103,7. But since around such a time of inquiry and checking the sun entered the familiar two-star constellation, they were called ‘twins’ and in the Roman tongue Gemini or also Castor and Pollux, which naturally later were also worshipped as gods through the vain fantasy of the people.

103,8. We have now got the fifth zodiac sign before us explained just like the previous signs faithfully and truthfully; but now we come to the sixth sign, and there we suddenly see the ‘crab’! How did it come to the great starry zodiac? I tell you, quite easily and naturally just like the previous ones!

103,9. You see, in this period of time the day lasts longest; then it begins to become shorter in length, and the elders compared this returning length of the day with the movement of a crab. But at the same time it was the sixth period of thirty days, in which the dew in this country became very strong at night, particularly near to the river. At such a time the crabs climbed out of their marshy holes at night and paid the nearby grassy and dewy meadows a very refreshing and nutritional visit. The old inhabitants of the land on the Nile noticed this very easily and at the beginning made an effort to drive the uninvited guests out of the fat meadows, which particularly for the first inhabitants of this land was no easy job, since in this time the quantity of these great mud insects went into countlessness. At first they encountered them with burning torches, collected them in piles and burned them, which did nothing to the large number, however. In burning however there was always a very good and very inviting smell, and the elders soon thought that the animals were perhaps good to eat, But nonetheless no-one wanted to begin this sampleing of the roast.

103,10. Later they were boiled in great pots and the soup was found to be very tasty; but no-one wanted to dare. They were given to the pigs that had already been raised by the elders, and these gorged themselves on them and became very fat, which was a very welcome discovery to the Egyptians, for they used much fat from the animals, as well as the skin and the intestines; but they did not enjoy the meat and used it for the additional food for the pigs.

103,11. But when in time lazy people began to degenerate and to sin against old and wise laws which had come from the pre-flood religious leader Henoch, soon huge prisons were built and the criminals were placed inside. These were fed with boiled crabs and alternately with salted and roasted pork and only a little bread. But one noticed that the criminals thrived with this food and later on in a bad year the free people also tried the terrible-seeming prison food and found that it tasted better than their old traditional food. This realisation was then soon the cause that the enormous quantity of the great and fat Nile crabs soon decreased very much, since they were hunted too much.

103,12. Later the Greeks and Romans also ate this mud insect and thrived on it; only the Jews even today do not eat it, although Moses did not exactly forbid it.

103,13. But from all of that it can be more than tangibly seen that the old Egyptians could not choose any better image for the sign of this sixth period of thirty days than this animal that gave them so much work to do in this time period. This picture also lets us think that it received a type of divine honor. Greeks and Romans later dedicated this time period to the goddess Juno and named the time thus in her honor.

103,14. But now there is the question how this goddess was actually invented and how she received her divine personality. The wise men have different opinions which are basically not badly founded. But the real reason is nonetheless that which was hatched in time just as with the personlaities of Castor and Pollux.

103,15. Around the time of the crabs it became too hot for manual activities, and one therefore devoted this time to spiritual investigation in great shady temples of which then several were built by the original inhabitants of this land.

103,16. A main question at the beginning of all spiritual investigation was whether the pure divinity could also be sought in any material conjunction.

103,17. As all questions by the wise men were only very short, but needed a very long answer, thus was it with this weighty question the same case. They said, ‘Je U ∩ (un) o?’ translated: ‘Is that separate divinty, if put next to each other, still a whole divinity?’

103,18. You ask: How could then these simple letters mean this pronounced sentence? You shall learn the very natural reason right now! The U for the old Egyptians was represented by means of an open semicircle with extended ends, and meant in this way a receptacle for everything divine that comes from above to the people on Earth. It goes without saying that the wise elders understood by this mainly a spiritual gift of light for the soul of a person.

103,19. The N was represented by a similar semicircle but turned to face downwards (∩), and described dead matter, in itself completely spiritless and lightless. The round roofs of some houses and particularly the temple therefore had the form of an up-turned semi-circle and showed that in such places the divine was joined with the material, creates a temporal life and reveals itself to the people at times. From this was created the old, important question: ‘Je U ∩ o?’, because the O represented the full divinity in its purity.

103,20. The answer to this old weighty question then meant that all created matter relates to God almost as a wife to her husband and lord. God created in one movement in and through the material His myriads of children of all types. He pollinated the material in one movement with His divinely spiritual influence, and the material bore Him then the countless children conceived in it. That was certainly a very eminent thought which the old wise men had placed as an answer to the familiar, weighty question!

103,21. In time, particularly for the later descendents who were lusting after the senses, there was no longer any idea about the old Egyptian wisdom, and the question Je un o and the defined femininity of all material was made into a personal goddess and she was given the name at first ‘Jeu no’, then simply ‘Juno’, and she was married to the likewise non-existent god Zeus.

103,22. The old wise men then considered from wise and very natural reasons the material to be hard, unbending, unsubmissive and thought that one could only gain anything from it through great hard work and great effort. The old imperfections discovered by the old wise men in matter were foisted by later descendents to the god wife Juno, with whom Zeus constantly was lacking. Do you now understand your goddess Juno?”

103,23. Helena says, “I beg you, my very dearest Mathael, just continue; I could listen to you without interruption for days! Your explanation is not as pictorial and decorated as that of Homer, but it is wise and true, and that is of a thousand times more value and more attractive than all the magical flowery adornment of the great folk singers! Therefore just continue uninterrupted in your tale!”

103,24. Mathael says, “Are you telling me what I want to hear!? For look, the truth wants to be understood, but never flattered! But I know that you are not flattering me, only the truth, which does not come from me but from God, and so I can continue.”

104,1. (Mathael:) “Listen then! After the crab we see the lion in the great zodiac. How does this wild beast then come among the signs of the sky? Likewise just as naturally as everything else that we have got to know up to now!

104,2. After the crab hunt, which lasts its thirty days and sometimes also an extra one or two – because the month of the crab (June) and not the month of the fish (February) was decided as the month of balancing out by the old Egyptians – another calamity began which created a lot of cares and worry for the elders. Around this time the lions usually give birth and are there, full of hunger, concentrating most on the hunt and move far and wide over the deserts, the mountains and the valleys into areas where they scent some fat herds.

104,3. Since the fatherland of the lions is actually hot Africa, and Asia Minor is also often conquered by these kings of the animals, it is therefore understandable that it was not difficult for them to press forward to middle and lower Egypt and there cause devastation among the peacefully grazing herds. Just as a great cold drives the wolves into areas occupied by people, so the great heat of Julius (July) drives the lions into the somewhat cooler northern fields where there is a good prey.

104,4. But in this month in upper Egypt the heat is the strongest and most unbearable and therefore often drives the lions north to the Meditterranean where it is obviously cooler than in the area of the glowing hot sandy desert. In short, at the beginning of this period the inhabitants of Egypt constantly receive visits from these feared guests and must defend themselves quite efficiently against them in order to keep them from their herds. And since the sun at this time enters a constellation that just like that of the bull represents more or less the form of a furious lion, the elders called this heavenly body with the name of a lion, and in Egypt this time was also called the name ‘lion’ (Le o wa), ‘Le the evil one’ or ‘the descendent of evil one’, in contrast to’El’ the good one or ’the son of good one’, O the sun of god, wa, also wai flees; Le o wai therefore means: The evil one flees the sun.

104,5. The Romans named their hero Julius Caesar in honor just a few decades ago this time period with his name, because he knew how to fight as cunningly and bravely as a lion. There you have the seventh heavenly or zodiac sign which also became idolised in a way by the later descendents.

104,6. But after the lion we see a “virgin” follow; that seems not to suit what has happened before?! Oh yes, it suits it completely and quite naturally! With the conquering of the time of the lions, the main worries of the year were now in a way finished, and one turned here to a greater cheerfulness and put on festivals, which particularly served to give presents to the good and demurely pure virgins, in order to encourage them to further demureness; it was also tradition in this period to celebrate marriages. Only a virgin found to be pure could be taken as a wife; one who had not kept her virginity, however, was excluded from marriage and could only in the very best case become a concubine of some man who already had one or more proper wives – otherwise the only thing left for her was the despicable and low status of slave. And so this time had a very weighty importance, and because around this time another very nice constellation of the zodiac came to stop over the sun, it was called the “virgin”. But only several years ago did the vain Romans give this period the name of the Caesar, in the honor of Caesar Augustus. And so you know now also, dear Helena, how a virgin came after the lion in the stars. But now let’s move on!

104,7. We have now seen how a virgin also came among the constellations of the zodiac; but now something enters that we will soon see. We see a balance scales, as the grocers and pharmacists use for weighing their specimens and medicines. How did this instrument for testing weight come among the stars then? I tell you: Very easily and again just as naturally as all the earlier ones!

104,8. You see, after the time of the virgins’ test and the marriages, by which this previous time was mostly characterised, came the time of the testing of the most harvest, of the grain – which the oldest inhabitants of this land had farmed, of course alongside the cattle – of the fruits, the figs, the dates, the oil, the pomegrantes, the oranges and more of the same.

104,9. Every community had its elders as representatives and leaders of all business and likewise a priest who had only to occupy himself with the spiritual and to teach the people on certain days and to prophecy at important events. It does not need to be mentioned that the status of priest soon much increased, and this status did not have much to do with coarse, physical work, except with new attempts and improvements in every possible respect.

104,10. It was also the priests who explored the metals of the Earth, collected them and made them suitable for use. But for all the many technical things they needed as well many henchmen and well trained artisans who all had no time to devote themselves to farming and cattle-breeding, and thus such people had to be supported by the community. But how should that be measured, that every member of the community should give a corresponding part of his harvest to the priests and their helpers?

104,11. The tithe was decided, and every member of the community had to give the tenth part of all their harvest to the priests. But how was the tithe measured? Quite simply: with the scale! There were larger and smaller scales available for use in the way just mentioned. Every community owned several such scales, and before the eyes of the community council all harvests were exactly measured by filling both scale pans completely; the filled pans were emptied out nine times into the box of the community member, but the tenth time into the box of the priests. The high priest was at the same time the protector of the whole tribe or the shepherd with the expression ‘Vara on’ (‘he protects’ or ‘he is the shepherd’). In later times the Varaons became the genuine kings of the land under whose dominion the priests also stood.

104,12. But now we see from this historically true representation that the period of time just after that of the virgin was attributed mainly for the weighing of the harvests for the tithe-giving to the priesthood; and because at exactly this time the sun once again entered a new sign, this sign was therefore called in the zodiac ‘the scales’ (Libra). That will be clear to anyone who is even a little familiar with the traditions and habits of the ancient Egyptians.

104,13. It hardly needs to be mentioned that in the time of the scales all sorts of corresponding meanings were laid aside and it was used also as a symbol of the divine as well as the wordly justice, yes, that it is still worshipped in a way by some yet undeveloped peoples, as the Indians do to the plough here and there. On the one hand the fantasy of people and on the other hand the constantly growing profit-seeking of the ever increasing priests and teachers idolised in time whatever seemed time-honored and useful for all humanity.

104,14. In this way we have now seen how a human tool came into the great zodiac, and we therefore also want to see further how the highly dowdy insect “the scorpion” came to the great zodiac!”

105,1. (Mathael:) “After the period of the scales came a pretty lethargic period. The herds devoted themselves more and more to rest, that is, they grazed, but they did no longer bop around the pastures as boldly as in the spring; the fruit trees as well no longer showed such activity as was the case in spring; the fields lay fallow, and so the people had also a certain rest from work. They would certainly have embraced doing nothing for much longer if the Lord of heaven and Earth had not urged them on in this lazy time with an extremely annoying insect whose home is mainly Egypt.

105,2. The scorpions began at the beginning of this period to show themselves everywhere and increased their number until the middle of this otherwise lazy period like flies in a dining hall. The sting of this insect is known to be not only very painful, but also very dangerous if one does not have the correct antidote to hand immediately after the sting.

105,3. But since the old Egyptians must have learnt only too well both the danger as well as the annoyance of this little animal, it was also not difficult to think of a means through which they could become at least in some ways master over this being. All sorts of deterent were tried; but they all together helped little, until they finally came upon the bark of a Nile plant, cooked it, and with its steam at least freed the rooms from this spiky scrounger. Also they dampened the bark of the mentioned bush, spread it on the floor and laid it in the beds, kept the spiky vermin away killing at the same time.

105,4. After this method to drive away and kill the insect they called the insect itself, which of course had previously no name, ‘scoro’ (= bark) ‘pi’ or ‘pie’ (= drinks) ‘on’ (= he).

105,5. With this name the descendents were made aware as if by a recipe through which means one could counteract this pest most effectively. Even nowadays we receive from Egypt, from Arabia and Persia a powder through which one can destroy not only the scorpion but also almost every very annoying insect without the least damage to human health; and this powder is made alongside other ingredients mainly from that ground bark. And now back to the main issue!

105,6. At the first appearance of the scorpions in this lazy time the sun entered a new constellation in the great circle and it was called after the annoying insect that was spreading most in this period and annoyed cattle and people. This sign has until now been given the least divine reverence, except that is always honored as a very effective old recipe against this annoying insect.

105,7. The lazy period ended with the destruction of the scorpions, as well as the thunder storms that often occur in Egypt in this period, for which the Egyptians always had a great respect; for they said, “The shot from Zeus is always faster and more accurate than the pitiful shots of people!”

105,8. Around the time after the scorpion all sorts of wild animals began to come down to the valleys from the mountains, among them all types of rapacious animals, although not of the very worst type.

105,9. This appearance forced people, and namely the men, to span their bows and set off on the hunt. Rabbits, hares, gazelles, small bears, badgers, foxes, panthers, a number of vultures and eagles, also crocodiles and the hippopotamus (old Egyptian ‘Je pa opata moz’ = the horse of the Nile begins to exercise its strength), began to move, and thus there was no time to be lost for the hunt; there was also a very significant prize for the killing of as many crocodiles as possible.

105,10. It doesn’t belong here to say how all sorts of hunts were carried out, instead it is enough just to know that in Egypt around this time there were all sorts of hunts, and we know everything that we need to know.

105,11. Around this hunting period the sun entered a new constellation again in the great zodiac, and it was called Sagittarius the archer, because this time provided the most work for the archer. The archer was given in time a sort of divine honor, but not too much, except for Apollo, who was also honored as a god of the hunt.

105,12. We are then finished with the archer and now come to Capricorn, actually the strangest of the signs in the whole zodiac! You see, an ibex, the inhabitant of the highest clifftops, shimmers in the southernmost parts of the great cycle! How did this inhabitant of the high mountains then get into the great zodiac? I tell you, just like all the others, in a very natural way!

105,13. In this last period of the year all the wild animals search the valleys in order to find whatever food its nature demands.

105,14. The ibex was something too valuable for the Egyptians for them to let it enjoy its cheeky visit to the valley just like that! In short, all sorts of watches were set up as soon as the time began to draw near, in which this animal was discovered in earlier times more often grazing on the lonely fields and jumping around. As soon as one was noticed, after the signal was received everything that had legs was on his feet.

105,15. But it was no easy piece of work to catch such an ibex, and there were some ibex periods when no ibex were caught; but if several were caught in a good period, it was a positive triumph for the whole of Egypt! For everything about this ibex was a most wonderful medicine, and with just a little one could heal every illness, and the horns were the first and most valuable decoration for the king of Egypt himself, more than gold and jewels. Yes, in the antiquity the value of a Varaon was even juged by the number of ibex horns that even the high priests wore gilded ones on them as a sign of their high wisdom and highest power.

105,16. But since the ibex has such a high reputation for the Egyptians, as you can convince yourself even today in this country, it is more than understandable that the old Egyptians dedicated this period of time in which they had a visit from the ibex to the valuable animal, and then called it after the animal, as well as the constellation in which the sun entered in this period of time.

105,17. And now we have looked at all the twelve signs of the great zodiac in this way, and have found nowhere anything else but something very natural, and besides we have also seen how and in which way all the many pagan gods were created, and that there is nothing behind them but the very natural that we have just seen.

105,18. And so it will hopefully never be difficult in future to recognise the true God alone in the correct and truest light. Never has any fabricated divinity done anything of all the wonders that have been ascribed to it, and the few wise-seeming words that are supposed to have been said to the people by gods have been shoved into the mouths of the non-existant gods by the old wise men for the sake of greater weight.

105,19. But here are deeds to be seen and words to be heard which before have never been experienced in reality – and there we have finally reached the place where we can recognise the true God in completion. …”

107,2. Mathael: “According to the old Egyptian tongue, the syllable Zo or Za means “for”, dia or diaia “work” and kos “a part”, also the “separation”; and Za diaia kos (also kose)means when well translated : division for work.

107,3. you see now that the thing can never behaved differntly in the beginning, and so my explanation to you of the Zadia-kos (Zodiakus) must be completely correct! For in the beginning the elders divided the great cycle according to the periodic events in their work; but the later descendents decided afterwards their work according to the already divided cycle; for every constellation that occurred warned the egyptians in advance with which work they had to occupy themselves in the next period. And in this way the naming of the cycle was also quite correct – but only not in the false sense of the Greeks and Romans.

107,4. But the way that the elders named this cycle and its images corrcetly, they also named many, even if not all the other constellations, and also were the first discoverers of the planets known to you apart from the sun and the moon, which are basically, at least for our Earth, not at all planets, in that the sun does not go round the Earth, but the other planets along with the Earth go around the great sun in different spaces of time, under which we are not to understand the seemingly daily orbital time which stems from the turning of the Earth itself around its own axis, but that which the Earth makes in a year, which Venus and the rarely seen Mercury make in an even shorter time; but Mars, Jupiter and Saturn need a longer time for their orbit than the Earth.

107,5. But the moon in any case belongs to the Earth and moves with it once in a year around the sun, while as a constant companion of our Earth it moves in addition every 27 to 28 days once around the Earth at a distance of one hundred thousand hours away.

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V2-K147-149… Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs – Spiritual significance of a Sunrise

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 147-149… Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 147. Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

12. Und die beiden Essäer sagen: » …

13. Nun glauben es auch wir fest, daß dieser Nazaräer mehr denn allein ein vollkommenster Mensch ist. Er ist dem Leibe nach wohl ein Mensch wie unsereiner, aber in Seinen Eingeweiden und in Seinem Herzen wohnt alle Fülle der göttlichen Kraft und Macht, der die ganze Unendlichkeit gehorcht! Aber nun richten wir nach Seinem Worte unsere Augen nach dem Aufgange, um Wunder zu schauen!«

14. Sagt Petrus: »Ob gerade da ein besonderes Wunder zu ersehen sein wird, wissen wir kaum; aber wie uns schon jetzt die mit rotem Lichte umsäumten Wölkchen am fernen Horizonte verkünden, werden wir von dieser Höhe das schönste Schauspiel der Schöpfung Gottes erleben und werden daraus die Lehre nehmen können, wie ein gleicher Aufgang unserer Seele zuteil geworden ist und bleiben wird ewig!«

15. Sagt einer der Essäer: »Jawohl, ein Aufgang nicht nur uns, sondern der ganzen Erde, ja der ganzen Unendlichkeit! Denn es scheint uns, daß diese Menschwerdung des allerhöchsten Gottgeistes nicht bloß dieser Erde und ihrer Kreatur, sondern der ganzen Unendlichkeit gilt!

16. Daß der göttliche Geist sich besonders diese Erde erwählt hat, ist freilich ein etwas unergründliches Ding für unsern Geist, da Er – wie wir nun wissen – zahllose Myriaden der großherrlichsten Lichtwelten hat, auf denen Er mit Sich Selbst die eigene Menschwerdung hätte vornehmen können; aber Er wird es am besten wissen, warum Er gerade die Erde gewählt hat!

17. Früher, als wir noch der Meinung waren, daß diese Erde die einzige Welt im ganzen Universum sei, da wäre die Sache recht gut begreiflich gewesen; denn da wäre nach dem Naturgange der Dinge nichts anderes übriggeblieben. Diese Erde war die einzige, nach unsern Begriffen endlos große Welt, deren Wässer an die des Firmamentes reicheten, und wir glaubten, daß die Sonne, der Mond und die Sterne bloß darum da wären, um mit ihrem Lichte diese Welt zu erleuchten! Aber nun hat auf einmal alles ein ganz anderes Gesicht bekommen; wir wissen nun, was all die Sterne, der Mond und die Sonne sind, und wir wissen, wie klein unsere Erde gegen eine Sonnenerde ist.

18. Nun läßt sich’s denn wohl fragen und sagen: “Wie kam dieses Sandkörnchen, Erde genannt, zu dieser Gnade?” Wahrlich, diese Frage wird dereinst noch eine sehr gewichtige werden und wird vielen zu einem gewaltigen Anstoße werden! Darum wäre es wohl nach unserer Meinung nicht ganz überflüssig, auch über diesen Punkt eine genügende Aufhellung zu bekommen! – Was meint ihr, dürften wir Ihn darüber befragen?«

19. Sagt Petrus: »Versuchet es in eurem Herzen! Kommt eine Antwort, so wird es wohl und gut sein, und kommt darauf keine weitere Antwort zum Vorscheine, dann ist es ein Zeichen, daß wir für solch eine Belehrung noch nicht reif genug sind! – Aber nun sehet hin, die Sonne ist dem Aufgange schon sehr nahe; denn die Wölkchen des Morgens leuchten schon so stark, daß man sie kaum mehr anblicken kann!«

20. Sagt der Essäer: »Ja wahrlich! Oh, das ist ein unbeschreiblich herrlicher Anblick! Aber merket ihr es nicht, wie dort über den Wolken sich etwas bewegt? Es sieht beinahe so aus, als ob eben über den Wölkchen sich Sterne von besonderem Glanze hin und her bewegten! Was mag das doch sein?«

21. Sagt Petrus: »Was es eigentlich ist, das wird wohl nur der Herr allein wissen; aber wir Fischer nennen solche eben nicht selten vorkommenden Erscheinungen “Morgenfischlein”. Wenn diese zu sehen sind, dann läßt sich gut fischen im Wasser, und es kommt gen Abend hin sicher ein Wetter oder zum wenigsten ein starker Sturmwind. Obschon ich im Ernste gestehen muß, daß ich selbst dergleichen Fischlein in solcher Frische und Lebhaftigkeit noch nicht gesehen habe, so ist mir aber dennoch diese Erscheinung nicht fremd; nur läßt sich hier vielleicht, von dieser Höhe aus, diese Erscheinung besser ausnehmen als unten von der Tiefe!«

22. Sagt der Essäer: »Wißt ihr was, – gehen wir näher zum Herrn hin! Ich sehe, daß Er mit Ebahl und dessen Kindern spricht. Dort wird wieder vieles enthüllt werden; das müssen wir hören!«

Kapitel 148. Geistige Entsprechungen von Naturereignissen, Überwindung von Leidenschaften

1. Auf diesen Antrag des Essäers kommen alle mehr in Meine Nähe, und Ich berufe die beiden Essäer und sage, daß sie nun auf alles wohl acht haben sollen, was da beim Aufgange zu sehen sein werde; denn es werde daraus viel zu lernen sein!

2. Die beiden Essäer treten nun näher zu Mir und sagen: »Herr, Herr, daß daraus endlos viel zu lernen wäre, das dürfte wohl eine ewige Wahrheit sein; aber wo ist unsere Seele einer so hohen Lehre fähig?! Wir sehen wohl mit lüsternen Augen in die lichtvollen Tiefen Deiner Wunderschöpfungen und erstaunen über die Maßen in unserem Gemüte; aber wir sind viel zu blind, nur die Wunder eines Tautröpchens zu würdigen und zu begreifen, geschweige dann erst die, die in unmeßbaren Größen und Fernen leuchtend vor uns am Firmamente auf- und niedergehen! Auch über die über den Wölkchen hin- und herschwebenden Lichtpunkte haben wir schon mit dem Jünger Petrus geredet; aber er konnte uns darüber keinen genügenden Bescheid geben. – Wenn es Dir, o Herr, genehm wäre, so könntest Du uns darüber wohl ein paar Wörtlein kundtun!«

3. Sage Ich: »Das hat sehr wenig zu bedeuten und ist eine ganz natürliche Erscheinung, gleich der eines mäßig wogenden Meeres. So das Meer wogt und du dich auf irgendeinem rechten Punkte befindest, nach dem die gebrochenen Sonnenstrahlen hinfallen, so wirst du dort ein ähnliches Lichtspiel sehen.

4. Die Luft, die zum Einatmen für Menschen und Tiere tauglich ist, reicht nicht etwa bis zu den Sternen hin, sondern im äußersten Hochstande nur so weit über die Erde, als da ausmachete die vierfache Höhe dieses Berges, vom Meere an gerechnet; nach solcher Höhe ist dann die Erdluft scharf begrenzt, so wie das Wasser von der Luft, und hat gleich dem Wasser eine höchst glänzende, glatte Oberfläche, die gleich dem Meere sich in einem beständigen Wogen befindet.

5. Wenn nun das Licht der Sonne auf diese erwähnten Luftwogen fällt, so strahlt es wie aus einem Wasserspiegel zurück; gehen die Luftwogen stark, so werfen sie das aufgenommene Licht dann und wann auch zur Erde herab, und am leichtesten, wenn scheinbar die Sonne sich noch unter dem Horizonte befindet, wo ihre Strahlen gewisserart von unten her auf die Fläche des Luftmeeres fallen. Und so sind diese munter hin und her schwebenden Lichter nichts als Widerscheine der Sonne, und ihre Beweglichkeit rührt von der Beweglichkeit der Wogen der Luft her.

6. Daß sie aber jetzt, wo die Sonne kaum noch eine scheinbare Spanne unter dem Horizonte steht, besonders über den sehr lichten Wölkchen zu sehen sind, hat darin seinen Grund, daß die Luftwogen nun mehr das Licht von den von der Sonne schon stark beleuchteten Wölkchen aufnehmen und mit demselben gewisserart ein tändelndes Spiel treiben. – Seht, das ist die ganz natürliche Erklärung dieser Erscheinung!

7. Aber über all das hat diese Erscheinung auch eine geistige Bedeutung, und diese ist für euren Verstand begreiflich folgende:

8. Denkt und stellet euch also die geistige Sonne vor! Das von ihr ausgehende Licht wird von der stets wogenden Fläche des geschaffenen Lebensmeeres aufgenommen, und dieses spielt mit solchem Lichte, und es entstehen daraus allerlei Zerrbilder, die wohl noch den matten Glanz von sich strahlen lassen, aber dabei jede Spur der göttlichen Urform zerstören; also ist das ganze Heidentum und nun auch das Judentum ein solches Verzerren alles rein Göttlichen.

9. Wenn ihr aber sehet einen ganz ruhigen Wasserspiegel, und es scheint die Sonne darein, so wird sie aus dem Wasserspiegel in derselben Majestät und Wahrheit widerstrahlen, als wie ihr sie sehet am Himmel. Und ebenso gehört ein ruhiges, leidenschaftsfreies Gemüt, das nur durch eine gänzliche Selbstverleugnung, Demut, Geduld und reinste Liebe erreicht werden kann, dazu, damit das Ebenmaß Gottes im Geiste des Menschen ebenso rein und wahr widerstrahle wie die Erdsonne aus einem ruhigsten Wasserspiegel.

10. Ist das bei einem Menschen der Fall, so ist in ihm alles zur Wahrheit gediehen, und seine Seele ist dann fähig, ihren Blick in die Tiefen der Schöpfungen Gottes zu richten und alles schauen zu können in aller Fülle der reinsten Wahrheit. Aber sowie es in ihr zu wogen anfängt, so werden die Urbilder zerstört, und die Seele befindet sich dann schon notwendig auf dem Felde des Truges und der Täuschungen aller Art und Gattung und kann nicht zur reinen Anschauung gelangen, bis nicht in ihr die völlige Ruhe in Gott eingetreten ist.

11. Und das ist die wahre Sabbatruhe in Gott, und die Feier des Sabbats ist darum von Gott verordnet worden. Der Mensch soll sich da von jeder schweren, anstrengenden Arbeit enthalten, weil jede schwere Arbeit die Seele nötigt, dem Fleische ihre Kräfte zu leihen, und dabei mit demselben erregt wird, was den Spiegel ihres Lebenswassers in eine starke Bewegung versetzt, daß sie darum die rein göttliche Wahrheit in sich nimmer klar erkennen kann.

12. Die wahre Sabbatruhe besteht demnach in einer vernünftigen Feier von aller schweren Arbeit; ohne Not soll man nicht die Hand an sie legen, aber in der Not ist jeder Mensch verpflichtet, seinem Bruder zu helfen.

13. Mehr aber noch, als sich von aller schweren Arbeit enthalten, soll eine jede Seele jede Leidenschaft zur Seite schaffen! Denn die Leidenschaften sind Stürme der Seele; sie wühlen ihr Lebenswasser auf, und Gottes Ebenmaß wird dann in der Seele also zerrissen, wie das Ebenmaß der Sonne auf den Wogen des Meeres zerrissen wird. Es blitzt wohl das Bild der Sonne aus den Wogen, aber in welcher Verzerrtheit! Und so der Sturm lange währt, so entsteigen dem bewegten Meere bald schwere Dünste und füllen die Himmelsluft der Seele mit schweren Wolken; diese hindern dann das Licht der Geistessonne, völlig an das Lebensgewässer der Seele zu gelangen, – und die Seele wird finster, kann nicht mehr unterscheiden Wahres vom Falschen und hält das Blendwerk der Hölle für ein Himmelslicht.

14. Eine solche Seele ist dann aber auch schon soviel wie verloren! Es müßten denn starke Winde kommen, das heißt starke Prüfungen von oben, daß durch sie zerrissen würde das arge Gewölke der Seele, diese sich dann sogleich begäbe in die wahre Sabbatruhe und dadurch zur Ruhe brächte ihr Lebensmeer, – ansonst ist für sie keine Rettung!

15. Seht, das ist der für jedermann brauchbare Sinn geistig, den uns dieser schöne Sonnenaufgang in seinen sonst ganz natürlichen Erscheinungen zeigt! Wer ihn an sich beachten wird, der wird in der Wahrheit und in allem Lichte verbleiben, und das ewige Leben wird sein Anteil sein; wer aber diese Lehre in den Wind schlagen und sie nicht beachten wird, der wird sterben für ewig!«

Kapitel 149. Geistige Entsprechungen eines Sonnenaufgangs

1. (Der Herr:) »Nun aber gebet weiter acht! Die Sonne streckt gerade ihre Scheibe, besser ihre westlichste Kugelfläche, über den Horizont; was bemerket ihr nun?«

2. Sagen die Essäer: »Sonst wohl nichts als die lichte Fläche, die bedeutend schnell aus der lichten Tiefe heraussteigt; das Lichtfischleinspiel hat sich nun plötzlich verloren, und die Wölkchen werden dünner und verlieren sich ebenfalls eins nach dem andern. Und nun steht schon die ganze Scheibe oder Kugel über dem Horizonte, und nun kommt auch ein ziemlich kühles Lüftchen vom Morgen her zu uns. Das ist aber auch alles, was wir entdecken.«

3. Sage Ich: »Wendet eure Augen auch in die Ebenen und Täler der Erde hinab und saget, was ihr da sehet!«

4. Die beiden Essäer beschauen die Tiefen der Erde und sagen darauf: »Wir sehen die Täler angefüllt mit graulichten Nebeln, auch des Meeres Fläche ist mit einem graulichten Dunste überzogen; aus den Tälern aber hebt sich der Nebel und bedeckt hie und da schon die niederen Hügel. – Soll etwa das alles auch irgendeine geistige Bedeutung haben?«

5. Sage Ich: »Ganz sicher, umsonst und ohne geistige Anregung geschieht nichts auf der Erde! Wir aber wollen nun sehen, welch eine Bedeutung das hat!

6. Die Sonne entspricht völlig dem Wesen Gottes; die Erde mit ihren Tälern, Flächen, Hügeln, Bergen, Flüssen, Strömen, Seen und Meeresflächen aber entspricht völlig dem Außenmenschen.

7. Die Nebel, die sich zwischen die Sonne und die Erde stellen, entsprechen den mannigfachen leeren und kleinlichen Sorgen der Menschen, durch die das Licht der Sonne nur hie und da spärlich durchbrechen kann, und die Nebel steigen aufwärts und bedecken sogar die Berge; die Hügel und Berge aber entsprechen der besseren Einsicht der Menschen auf dieser Erde. Diese bessere Einsicht wird ebenfalls getrübt durch die kleinlichen und nichtigen Sorgen der halbblinden Menschen.

8. Darum kommen aber nun Morgenwinde und treiben die Nebel von den Bergen und Feldern, auf daß sie zunichte werden und die Berge und Felder von der Sonne frei beleuchtet und erwärmt werden können, auf daß ihre Früchte des Lebens zur Reife gelangen mögen. – Ich meine, diese Entsprechung werdet ihr wohl verstehen!?«

9. Sagen die beiden Essäer: »Ja Herr, die ist klar wie die Sonne dort! Oh, welch eine Herrlichkeit in dieser großen heiligsten Lehre! Oh, was alles wissen doch die Menschen nicht, das sie doch so wissen sollten, als sie wissen, daß sie leben! Herr, die uns nun gegebene Lehre von der wahren Sabbatruhe in Dir soll unsere Sache sein, sie einzuführen bei den Menschen. Diese übertrifft alles bisher Gesagte und von Dir Gelehrte; denn wir sehen in allen vorhergehenden Lehren nur eine Vorbereitung zur leichteren Beachtung dieser heiligsten Lehre! Wahrlich, dazu mußten sich auch alle Himmel auftun, auf daß den Menschen wiedergegeben werde diese heiligste Lehre der Lehren! – Aber nun kommt eine ganz andere Frage, und das an uns!

10. Wie sollen wir Dir, o Herr, aber denn würdig danken für diese rein überhimmlische Lehre? Wir fühlen in der tiefsten Tiefe unseres Herzens, daß wir ihrer eigentlich gar nicht wert sind; Deine alleinige Gnade und Liebe nur konnte sie uns geben! O Herr, gib uns doch ein Gebot, wie wir Dich darum loben und preisen sollen!«

11. Sage Ich, beiden Essäern Meine Hände auf die Achseln legend: »Meine lieben Freunde, tut danach, und ihr werdet Mir dadurch eine nicht mindere Freude machen, als Ich sie euch nun gemacht habe! Und euer Lohn wird kein geringer sein, so ihr auch die andern Menschen dazu bewegen werdet.«

*******

THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 147-149… Spiritual significance of a Sunrise

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Second Part of Chapter 147

12. And the two Essenes say: »…

13. Now we too believe that this Nazarene is more than just a most perfect human. He is indeed physically like none of us, but in His inner parts and heart dwells the fullness of Divine strength and power that is obeyed throughout infinity! – But now let us direct our attention to the sunrise, as commanded by Him, in order to behold wonders!«

14. Says Peter: »Whether a wonder is going to be seen precisely is hard to tell; but the way the red-rimmed little clouds on the distant horizon proclaim it, we shall experience upon this height the most beautiful play of God‘s Creation, and therefrom obtain instruction on how a similar sunrise has come to our soul, lasting forever!«

15. Says one of the Essenes: »Indeed, a sunrise not only for us, but the entire Earth and even the entire infinity! Because it seems to us that this Incarnation of the Highest God Spirit is meant not only for this Earth and its beings but for all of infinity!

16. It is of course somewhat unfathomable for our spirit, as to why the Divine Spirit has chosen this Earth in particular, since He has – as we now know it, – countless myriads of splendidly huge light-worlds, where He could have undertaken His Incarnation; but He will know best why He chose this Earth in particular!

17. When we previously still thought that this Earth was the only world in the entire universe, the thing would have been quite easy to grasp; for then there would have by the nature of things been nothing other. This Earth according to our concepts was the only, endlessly great world, whose waters reached to the firmament, and we believed that the sun, moon and stars were the only ones to light up this world with their light! But now suddenly, everything has assumed a different aspect: we now know what all the stars, moon and sun are, and know how small our Earth is in comparison to a solar earth.

18. Now it could of course be asked and said: How did this grain of sand called Earth come by such grace? Of a truth, this question shall once be a portentous one yet, and intensely offensive to many! Hence it would in our opinion not be entirely superficial to receive proper clarification on this point. What do you think, can we ask Him?«

19. Says Peter: »Try it in your heart! If an answer comes, then well and good; but if not, then it means that we are not yet sufficiently mature for such instruction! – But now look, the sun is about to rise, for the tiny morning clouds shine almost too brightly for beholding!«

20. Says the Essene: »Of a truth! This is an indescribably glorious sight! But don‘t you notice something moving above those clouds? It seems like brilliant stars moving about! What could this be?«

21. Says Peter: »What it is, only the Lord shall know, but we fishermen call such not too rare phenomenon “little morning fish”. When these appear, then it is good to fish in the water, and towards evening there is certain to be inclement weather, or at best a strong wind. Although I must admit to not having seen fish of such freshness and liveliness, this manifestation is not unfamiliar to me, although it is probably easier to make out from this height than from the depth below!«

22. Says the Essene: »You know what, let‘s move nearer to the Lord; I notice Him speaking with Ebahl and his children. Much shall be revealed there again; we must hear it!«

Chapter 148
Natural considerations and spiritual significance

1. Ins response to the Essene‘s suggestion, they all come a little closer to Me, and I summon the two Essenes, telling them to pay attention to everything that shall be seen with sunrise, for it shall be most instructive.

2. The two Essenes step up closer to Me, saying: »Lord Lord, that it shall be infinitely instructive is bound to be an eternal truth; but how will our soul be capable of such profound instructions?! We certainly gaze upon the brilliant depths of Your splendid Creations with lustful eyes and exceedingly astonished feelings, yet we are far to blind to do justice to even the wonders of a dew-drop, comprehendingly, let alone those rising and falling in immeasurable grandeur and distance, luminously upon the firmament! We furthermore have discussed the floating around of the luminous points above the tiny clouds with the disciple Peter, but he could not clarify it to us properly. – If it please You oh Lord, then You might spare us a few words about it!«

3. Say I: »This means very little, and is quite an ordinary thing, similar to the waving of the sea. When you find yourself in the right spot in relation to a moving sea, where the broken sun-beams are impacting, then you will see a similar light-play.

4. The air for human and animal breathing by no means reaches up to the stars, and no further than about four times the height of this mountain from sea-level; beyond such height there is a sharp cut-off, such as between water and air, with a water-smooth surface, constantly undulating like the sea.

5. On falling on such said undulating air, sunlight is reflected as from the water surface. If the air- movement is strong, then the occasional refraction is right down to Earth, and most easily so when the sun is still below the horizon, when its rays fall as it were unto the air-sea from below. And so these lively seesawing lights are nothing more than reflections of sunlight, their frequency depending on the air undulations.

6. But that they are more prominent right now when the sun appears a mere span below the horizon is because the air-waving is increasingly picking up the shining cloud-light, producing a kind of dallying to and fro game. – Behold, that is the relatively natural explanation of this phenomenon!

7. But beyond that, this phenomenon also has a spiritual significance, and for your comprehension it is this:

8. Think and imagine yourself also the spiritual sun! The outgoing light from it is adsorb by the continuously waving surface of the created life-sea, and this plays with such light, and thereby all kinds of caricatures occur which still let a matt luster radiate from them, however, destroying every trace of the divine primordial form; thus the whole heathenism and also Judaism is such contortion of everything purely divine.

9. However, if you look at a completely quiet water surface, and the sun shines thereupon, it will be reflected from the surface in the same majesty and truth as you can see it at the firmament. In the same manner it requires a quiet, desire-free heart, which can only be obtained by total abnegation, humility, patience and purest love, so that the likeness of God in the spirit of man reflects equally pure and true like the earth‘s sun from a most quiet water surface.

10. If this is the case in a person, everything in him has matured to truth and his soul is then able to direct its views into the depths of the creations of God and to view everything in all fullness of the purest truth. However, as soon as it begins to wave in her, the primordial pictures are getting distorted, and the soul necessarily finds herself on the road of deception and half-truths of all kinds and sorts and cannot reach a clear view until regaining the complete rest in God again.

11. And this is the true Sabbath-rest in God, and therefore God has ordered the celebration of the Sabbath. During the Sabbath man should abstain from every heavy, strenuous work, for every heavy work requires the soul to lend its strength to the flesh and thereby becomes excited with it, which stirs the mirror of her life-water into strong movement, so that she cannot recognize the pure divine truth in herself anymore.

12. The true Sabbath rest therefore constitutes in a reasonable celebration from all heavy work; without an emergency one should not lay hand on it, however, in need every person is obliged to help his brother.

13. Even more so then to withhold oneself from all heavy work, every soul should put aside all desires! Since desires are storms of the soul; they disturb the life-water and the likeness of God is torn in the soul, like the image of the sun is torn upon the waves of the sea. Indeed, the image of the sun flashes from the waves, however, in what distortion! And if the storm lasts for long, soon heavy fumes rise from the moving sea and fill the heavenly air of the soul with heavy clouds; they then obstruct the light of the spiritual sun to reach the life-waters of the soul, – and the soul becomes dark, cannot anymore distinguish true from false and regards the deceptions of hell as the light of heaven.

14. Such a soul is then as good as lost! There must come strong winds, this means strong trials from above, so to tear apart the evil clouds of the soul, who should then immediately retire to the true Sabbath rest and thereby bringing to rest her life-sea, – otherwise there is no rescue for her!

15. Behold, this is for everyone the useful spiritual meaning, which this beautiful sunrise shows us in its quite natural appearance! Who shall take note of it in himself, shall remain in truth and all light and the everlasting life shall become his inheritance; who, however, shall disregard this teaching and ignore it, shall die forever!«

Chapter 149
Concerning the sunrise and morning phenomena

1. (The Lord:) »But now continue to pay attention! The sun is just rising its disk, or rather its western half-globe, over the horizon; what do you notice?«

2. Say the Essenes: »Not much, apart from the bright area rising surprisingly fast from the bright depth; the luminous fish-play has now suddenly vanished, whilst the cloudlets are thinning out and also disappearing one by one. And now the entire disc or ball is posed above the horizon, and a fairly cold breeze is blowing from the morning (east). But that is all we note.«

3. Say I: »Cast a glance also down to the Earth‘s plains and valleys, and say what you see!«

4. The two Essenes look at the Earth‘s depths, saying: »We see the valleys filled with bright, grey fogs, whilst the sea surface also is covered with greyish mist. The fog is lifting from the valleys, covering the foothills. – Is this too, going to have some spiritual significance perhaps?

5. Say I: »Quite certainly, for nothing and without spiritual stimulation, nothing happens on earth! But we want to see what meaning this has!

6. The sun corresponds fully with the being of God; the earth with its valleys, flat areas, hills, mountains, rivers, lakes and sea areas fully corresponds with outer man.

7. The fog which rises between sun and earth, corresponds with the manifold empty and petty worries of man, through which the light of the sun can only sparely penetrate, and the fog rises upwards and even covers the mountains; the hills and mountains corresponds with the better comprehension of man on this earth. This better comprehension is likewise clouded by the petty and trifling worries of the half-blind people.

8. Therefore morning winds are coming and drive the fog from the mountains and fields so that they cannot be destroyed and the mountains and fields be freely illuminated and warmed by the sun, so that their fruit of life can become ripe. – I think that you are able to understand this correspondence!?«

9. Say the two Essenes: »Yes Lord, this is as clear as yonder sun! Ah, what a glory in this great, holiest doctrine! Oh, how much men are unaware of that they aught to know the way they know, that they live! Lord, this doctrine of the true Sabbath-rest just given us shall be our task to introduce to mankind. This surpasses everything said so far and taught by You; for we see in what preceded it only a preparation for the easier keeping of this holiest doctrine! Verily, all the heavens had to open for returning to men this holiest doctrine of all doctrines! – But now quite a different question arises, concerning us!

10. How can we properly thank You, oh Lord, for this purely superlative, heavenly doctrine? In the depths of our hearts we feel unworthy of it; only Your grace and love could give it to us ! Oh Lord, do command us on how we should laud and praise You for it!«

11. Say I, placing My hands on both Essenes‘ shoulders: »My dear friends, act accordingly and you shall give Me no lesser joy than I now gave you! And your reward shall not be inconsiderable if you spurn mankind unto it.«

V2 – K111… Das wahre Gebet – The true Prayer

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 111… Das wahre Gebet

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 111. Jesus erklärt, worin wahres Gebet besteht

1. Als wir uns alle wieder am Ufer befanden, da sprach der Hauptmann: »Herr, nun habe ich des Beweises in größter Menge, daß du entweder der allerhöchste Gott Selbst, oder ein Sohn desselben bist; denn das vermag kein Sterblicher!«

2. Darauf fielen alle vor Mir auf ihre Knie und wollten anfangen, Mich anzubeten.

3. Aber Ich behieß sie, sich vom Boden zu erheben, und sagte zu ihnen: »Höret, alles dessen bedarf Gott und Ich nicht, sondern das allein wahre Gebet besteht in der aufrichtigen Liebe zu Gott, dem Vater im Himmel, und gleichermaßen zu den Nebenmenschen, die eure Nächsten sind. Alles andere Gebet hat vor Gott keinen Wert, und vor Mir auch nicht.

4. Gott hat die Menschen auch nie gelehrt, Ihn *) mit den Lippen zu verehren und die Herzen kalt zu halten. Aber weil ein Samuel vor dem Volke laut gebetet hat, desgleichen mehrere Propheten, und weil David Gott dem Herrn seine Psalmen und Salomo sein Hoheslied sang, so kam das Volk zum leeren Lippengebet und zu den kalten Opfern.

*) Matthäus 6,7; Jesaja 1,15; Jesaja 29,13; 1. Könige 18,26; Sirach 7,15; jl.ev01.195,04; jl.ev02.111,04-07; jl.ev03.036,05; jl.ev03.112,08-10; jl.ev03.209,03-04; jl.ev04.001,13-15; jl.ev10.032,04-05

5. Aber vor Gott ist solch ein Beten und Opfern ein Greuel! Wer nicht im Herzen beten kann, der bete lieber gar nicht, auf daß er sich vor Gott nicht unanständig gebärde! Füße, Hände, Augen, Ohren und Lippen hat Gott dem Menschen nicht gegeben, daß er damit eitel und leer beten solle, sondern allein das Herz!

6. Aber dennoch kann ein jeder Mensch auch mit den Füßen, Händen, Augen, Ohren und Lippen beten; und zwar mit den Füßen: wenn er hingeht zu den Armen und ihnen Hilfe und Trost bringt; mit den Händen: wenn er den Notleidenden unter die Arme greift; mit den Augen: wenn er gerne die Armen ansieht; mit den Ohren: wenn er gern und tatwillig Gottes Wort anhört und dieselben vor den Bitten der Armen nicht verschließt; und am Ende mit den Lippen: wenn er sich gerne tröstend mit den armen, verlassenen Witwen und Weisen bespricht und für die Gefangenen nach seiner Macht und Kraft gern ein gutes Wörtlein einlegt bei denen, die die Armen oft schuldlos gefangenhalten, auf daß sie dieselben freiließen.

7. Also betet der Mensch mit den Lippen auch, wenn er die Unwissenden belehrt und sie zum wahren Glauben, zur rechten Erkenntnis Gottes und zu allerlei nützlicher Tugend beredet. Das alles ist dann auch ein Gott höchst wohlgefälliges Gebet.

8. So ihr aber nun das wißt, da tuet auch danach, – und ihr werdet an den Segnungen Gottes nie einen Mangel haben! Denn das heißt dann: Gott im Geiste und in aller Wahrheit anbeten.

9. Es steht zwar wohl geschrieben, daß der Mensch ohne Unterlaß beten soll, so er nicht in eine Versuchung fallen will; wie läppisch und vollkommen närrisch aber wäre es, so Gott von den Menschen ein unablässiges Lippengebet verlangen würde! Da müßten denn die Menschen, um Gott wohlgefällig zu werden, Tag und Nacht in einem fort auf den Knien liegen und unaufhörlich leere, herz- und sinnlose Lippengebete, gleich den Vögeln in der Luft, herschnattern! Wann aber würden sie dann sonst eine nötige Arbeit bestellen können? Aber so ihr mit Händen, Füßen, Augen, Ohren und Lippen in einem fort also tätig seid und liebet in euren Herzen allzeit Gott und eure armen Nächsten, so betet ihr wahr und in der Tat ohne Unterlaß zu Gott, der euch darum auch allzeit segnen und euch darum auch dereinst jenseits geben wird das allerglückseligste ewige Leben! – Habt ihr das wohl alles verstanden?«

10. Sagen alle: »Ja, Herr und Meister, das ist so klar und wahr, wie klar und wahr da ist das Licht der Sonne, und wir werden alle danach tun!«

11. Sage Ich: »Gut denn, Meine lieben Freunde, so lasset uns nun wieder in die Stadt heimziehen!«

12. Die acht Knechte aber behieß Ebahl, daß einige von ihnen mitgehen sollten; und er werde ihnen Brot, Wein, Fische und Früchte geben für ihren Unterhalt. – Da machen sich gleich sechs mit auf den Weg, und Ebahl versieht sie mit allem reichlich.

*******

THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 111… The true Prayer

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 111 – Jesus explains the true Prayer

1. When we all were back onshore, the Centurion said: »Lord, now I have abundance proof that You are either the highest God Himself or a Son of Him; for this no mortal could have done!«

2. Thereupon all fell on their knees and wanted to worship Me.

3. However, I instructed them to rise from the ground and said to them: »Listen, all this God and I do not need, since the only true prayer consists of the sincerest love for God, the Father in heaven and equally for your fellow-men who are your neighbours. All other prayers have no value before God and also not to Me.

4. God also never taught the people to honour Him with lips and keep their hearts cold. But since Samuel prayed audibly in front of the people, equally so several of the prophets, and because David sang to God the Lord his psalms and Salmo his High Song, the people came to empty lip prayer and to cold sacrifices.

5. However, before God such prayers and sacrifices are repulsive! Who cannot pray in the heart should rather not pray at all, so as to not behave improper before God. God did not give feet, hands, eyes, ears and lips to man to pray vainly and vacuously, but only the heart!

6. However, man still can pray with feet, hands, eyes, ears and lips; namely with feet if he goes to the poor and brings them assistance and consolation; with the hands if he grabs the needy under the arms; with the eyes if he loves looking at the poor; with the ears if it pleases him to listen to God‘s word actively and does not close them in front of the poor; and finally with the lips if it pleases him to talk to the poor, desolate widows and orphans in a comforting manner and according to his power and strength speaks a mitigating word on behalf of prisoners to those who often imprison innocent people, so that they can be released.

7. Thus man also prays with lips if he teaches the uneducated the true faith, the right recognition of God and all kinds of useful virtues. All this is then also a God pleasing prayer.

8. Since you know this now, do accordingly, – and there will never be any lack of blessings from God! For it says: worship God in the spirit and all truth.

9. It is, however, written that man should pray uninterruptedly, if he does not want to fall in temptation; but how foolish and completely clownish would it be if God would insist on an incessant lip prayer from man! For this man had to lie on his knees day and night and continually cackle empty, heartless and pointless lip prayers, just like the birds in the air! When would they perform a necessary work? But if you with hands, feet, eyes, ears and lips are constantly active and in your hearts always love God and your poor fellow-men, you pray truthfully and by action incessantly to God, Who therefore always will bless you and one day in the beyond will give you the most blissful, everlasting life! – Have you understood all this well?«

10. Say all: »Yes, Lord and Master, this is so clear and true how clear and true the light of the sun and we will do all accordingly!«

11. Says I: »Good then, my dear friend, let us return to the city!«

12. Ebahl asked some of the eight boatmen to come with us; he wants to give them bread, wine, fish and fruit for their stay. – Immediately six come along and Ebahl provides them with everything copiously.

V2 – K110… Krankenheilung, Wandeln auf dem See – Healing of Sicks, walk upon the Sea

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 110… Krankenheilung, Wandeln auf dem See

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 110. Krankenheilung auf einer von Jesus gesegneten Wiese – Jesu Wandeln auf dem See

1. Am nächsten Tage schon früh morgens war der ganze Platz schon wieder vollgefüllt von allerlei Kranken.

2. Ebahl kam zu Mir und bat Mich, daß Ich ihm helfe; denn sie verstellten den Platz vor seinem Hause schon derart, daß da kein Mensch mehr aus- und eingehen könne. Er habe auch schon den Hauptmann draußen gesehen, der ins Haus möchte, aber durch die Menge der dicht aneinandergereihten Kranken nicht durchzudringen vermöge!

3. Da begab Ich Mich an die Hausflur, hob Meine Hände über die Kranken, – und sie wurden alle auf einmal gesund, schrien vor Freude und lobten und priesen Gott in der Höhe, der dem Menschen solche Macht gäbe!

4. Ich aber gebot ihnen zu schweigen und sich nach Hause zu begeben und fortan zu meiden die Sünde! Und sie gehorchten alle und zogen heim.

5. Darauf aber sagte Ich zu Ebahl: So noch den Tag hindurch mehrere hier Hilfe suchen kämen, so sollen sie sich nicht auf der Straße, sondern auf der über der Straße liegenden großen Wiese lagern, dort werde ihnen geholfen sein; die sich aber auf der offenen Straße lagern würden, denen soll nicht geholfen werden! – Darauf segnete Ich die Wiese, worauf dann ein jeder, der als Kranker die Wiese betrat, sogleich gesund ward.

6. Es kamen aber an diesem Tage aus allen Städten, Märkten und Dörfern mehrere hundert Kranke, und darunter war nicht einer, der nicht geheilt worden wäre.

7. Die beiden Essäer machten von Stunde zu Stunde größere Augen, und die etlichen Pharisäer und Schriftgelehrten ärgerten sich auch von Stunde zu Stunde mehr, da ihr Ansehen eben auch von Stunde zu Stunde sich bis auf nichts verringerte; denn sie wurden gar nicht mehr angesehen und um nichts befragt, und des Ebahls Leute gaben ihnen hin und wieder sogar zu verstehen, daß sie im Hause nun vollends überflüssig seien und, da die Zeit schön sei, sie wohl nach Jerusalem ziehen könnten. – Aber sie nahmen solchen Rat nicht an, sondern blieben allhier.

8. Nach einer Weile trat einer der Pharisäer zu Mir und fragte Mich, ob diese Wiese fortan diesen Charakter behalten werde.

9. Sagte Ich: »Nur den heutigen Tag über, bis zum Untergange!«

10. Spricht der Pharisäer: »Warum denn nicht für immer?«

11. Sage Ich: »Weil es gewisse Menschen gibt, die eine solche Wiese nur zu bald und zu hoch einfrieden würden und dann von denen, die gesund werden möchten, viel Gold und Silber verlangen würden; und da Ich solches nicht will, so bleibt diese Wiese nur bis heute abend heilbringend, dieweil der Zudrang der Menschen zu groß ist. – Morgen, wo wenige der Heilung wegen hierherkommen werden, sollen sie durch ihren Glauben und durch ihr Vertrauen geheilt werden!«

12. Auf diese Erklärung kehrten Mir die Frager voll Ärger den Rücken und fragten Mich den ganzen Tag über um nichts mehr; dafür aber gaben sich die beiden Essäer desto emsiger mit Mir ab.

13. Der Hauptmann ward darob über die Essäer schon ärgerlich und hätte ihnen gerne gesagt, daß sie sich mit Mir wohl schon zur Genüge werden besprochen haben; aber er hielt sich Mir zuliebe dennoch mit aller Gewalt zurück.

14. Nachmittags verwies Ich die beiden aber an den Matthäus und an Meine andern Jünger, unter denen sie bald den Bartholomäus fanden und an ihm eine große Freude hatten, da er bekanntlich auch ein Essäer war. Mit den Jüngern besprachen sich die beiden dann bis Mitternacht über Meine Lehren, Meine Taten und über Meine göttliche Wesenheit.

15. Ich aber machte nachmittags mit dem Hauptmann und mit Ebahl und seiner Familie einen Ausgang an das Meer, wo die acht Schiffsknechte das Schiff bedienten und dasselbe, weil es hie und da schon etwas schadhaft war, recht gut und mit allem Fleiße ausbesserten. Als wir zu ihnen kamen, hatten sie eine große Freude und erzählten dem Hauptmanne, wie Ich auf dem Wasser gegangen sei. Denn diese Erscheinung ging den achten gar nicht aus dem Kopfe und aus dem Gemüt.

16. Als der Hauptmann solches vernahm, fragte er Mich, wie denn das möglich sei.

17. Sagte Ich zu ihm: »Ich habe dir’s ja gestern erzählt, welche Mächte Mir untertan sind und Mir dienen müssen! Wie magst du hernach fragen? Übrigens, so du dich getrauest, deine Füße aufs Wasser zu setzen, und Ich es will, so wirst auch du darauf umherwandeln können, solange Ich es will! Wenn es euch allen beliebt, so wollen wir gleich einen Versuch machen! Aber ihr müßt keinen Zweifel haben, sondern ihr müßt Mir ganz beherzt und mutig folgen!«

18. Sagt der Hauptmann: »Es wäre alles recht, wenn nur das Meer hier beim Ufer nicht gleich so tief wäre! Die längste Strecke von hier nach oben und unten geht es gleich senkrecht in die beinahe unergründliche Tiefe hinab! Es dürfte einem der erste Tritt möglicherweise denn doch mißlingen, – und man wäre da unten, wo die großen Molche und Salamander hausen!«

19. »Kleingläubiger«, sagte Ich, »meinst du denn, daß Ich es wagen möchte, tollkühn zu sein, wenn Ich nicht wüßte, wer ich bin, und wer alles Meinem Willen untertan sein muß? – Wer von euch Mut und Glauben hat, der folge Mir!«

20. Hierauf trat Ich auf des Meeres Fläche, – und sie trug Mich wie festes Land. Also schritt Ich zehn Schritte vom Ufer, wandte Mich um und lud die Gesellschaft ein, zu Mir zu kommen; aber sie getrauten sich nicht.

21. Da berief Ich das jüngste, zwölf Jahre alte Töchterchen des Ebahl, und das Mägdlein bekam Mut und setzte am Anfange den ersten Fuß ganz behutsam aufs Wasser. Als sie sich aber überzeugt hatte, daß das Wasser nicht wich, sondern dem Fuße so gut Widerstand leistete wie ein Steinboden, da fing sie gleich an, ganz munter zu Mir hinzuhüpfen, und hatte eine große Freude daran, daß das Wasser sie trug!

22. Nach dem Mädchen versuchten es denn auch die andern, bis auf den Hauptmann, und alle befanden sich recht wohl und munter auf dem nun freilich sehr ruhigen Wasserspiegel.

23. Der Hauptmann fragte Mich, voll Staunen und nun doch schon halb mutig: »Wie würde es denn dann gehen, wenn ein Sturm käme?«

24. Sage Ich: »Komm und überzeuge dich!«

25. Endlich versuchte auch der Hauptmann, einen Fuß auf das Wasser zu setzen, und da er sich überzeugte, daß das Wasser nicht wich, so setzte er endlich ganz behutsam auch den zweiten nach, ging, sich sehr leicht machend mit zurückgehaltenem Atem, die zehn Schritte zu Mir hin und war ganz glücklich, bei Mir auf einem, nie auf diese Weise betretenen Boden zu stehen.

26. Ich aber sagte: »Nun, da ihr überzeugt seid, daß den Festgläubigen auch das Wasser ein fester Boden ist, so wollen wir nun unsere Lustwandelschaft weiter fortsetzen!«

27. Der Hauptmann wäre zwar lieber auf den festen Boden des Ufers zurückgegangen; aber die überaus munteren sechs Töchter des Ebahl flößten ihm durch ihr munteres Hin- und Herlaufen Mut ein, so daß er dann auch mit uns bei fünftausend Schritte weit hinaus auf die schon ziemlich hohe See wandelte.

28. Da erhob sich aber ein ziemlich heftiger Wind und fing an, starke Wellen zu treiben. Es fing an, allen bange zu werden, und der Hauptmann bat Mich, daß Ich umkehren möchte.

29. Aber Ich sagte: »Fürchte dich nicht! Die Wellen kommen ja nur, um dich zu überzeugen, daß auch sie, samt dem Winde, der sie treibt, Mir gehorchen müssen.«

30. Aber nach einer Weile, als die Wellen stets mächtiger kamen, kehrte der Hauptmann um und lief, was er nur laufen konnte, erreichte bald ganz wohlbehalten das Ufer und war nach mehreren fieberhaften Leibesschüttlern überaus froh, wieder einen undurchsichtigen, festen Boden unter seinen Füßen zu haben. – Wir aber gingen bald darauf auch zurück und kamen zum erstaunten Hauptmann.

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 110… Healing of Sicks, walk upon the sea

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 110 – Healing of Sicks, walk upon the see

1. Early the next day the whole place was again filled with all kinds of sick people.

2. Ebahl came to Me and asked Me that I should help him; since they blocked the space in front of his house to such an extend that no person could enter or leave. He also has seen the Centurion outside, who wanted to enter the house but could not pass through the crowd of closely lined sick people!

3. I then walked to the front door, lifted my hands above the sick, – and at once all of them were healed, screamed of joy and praised God in heaven Who gave such power to the people!

4. But asked them to keep quiet and to go home and to avoid the sin in future! And they all obeyed and went home.

5. Thereupon I said to Ebahl: »If during the day still others are coming and looking for help, they should not occupy the street but settle on the large pasture on the other side of the street, where they will be helped; however, those who occupy the open street will not be helped! – Thereupon I blessed the pasture and everyone sick who stepped on to the pasture, was healed immediately.

6. On this day hundreds of sick came from all the towns, markets and villages and among them was not one who was not healed.

7. Both Essenes made from hour to hour bigger eyes and the group of Pharisees and scribes got more annoyed from hour to hour, since their status also decreased from hour to hour to nothing; for they were not looked at and were asked nothing and Ebahl‘s people made it clear to them that they became totally obsolete in the house and since it was a nice day they could travel back to Jerusalem. – However, they did not accepted such advice but stayed put.

8. After a while one of the Pharisees came to Me and asked Me if the pasture would keep its properties in future.

9. Said I: »Only for today until sundown!«

10. Says the Pharisee: »Why not forever?«

11. Says I: »Because there exist people who would fence off such pasture too soon too high and would demand a lot of gold and silver from those who would like to become healthy again; and since I do not want this to happen, the pasture will remain health-bringing only until evening since the throng of people is to large. – Tomorrow, if there are fewer people coming here to get cured, they will be healed by their faith and their trust!«

12. Upon this My explanation the questioners very annoyed turned their backs and for the rest of day did not ask Me anything further; instead the two Essenes dealt even more busily with Me.

13. Because of that the Centurion became annoyed with the two Essenes and would liked to have told them that they already had discussed enough with Me; however, out of love for Me, he controlled himself most forcefully.

14. In the afternoon however, I referred both of them to Matthew and to My other disciples, among whom they soon found Bartholomaei and were very happy about it, for he also was a Essene. They talked with the disciples until midnight about My teachings, My deeds and about My divine being.

15. In the afternoon I made a little excursion to the sea with the Centurion and with Ebahl and his family where the eight boatmen worked on the ship and diligently and properly repaired it, for it was already somewhat damaged. When we came to them they became very joyful and told the Centurion how I was walking on water. Because this phenomenon was not going to leave the heads and hearts of the eight.

16. When the Centurion heard this he asked Me how this was possible.

17. I said to him: »I have told you yesterday which powers have to obey and have to serve Me! So, how can you ask Me about it? By the way, if you dare to put your feet on the water and I want it, you also can walk on it for as long I want it! If all of you want to, we could make an attempt right now! However, you must not doubt but you have to follow Me bravely and courageously!«

18. Says the Centurion: »All would be alright if the sea would not have been so deep close to shore! For the longest stretch alongshore it goes vertically down into nearly unfathomable depth! Possibly one might fail with the first step, – and one goes down where the big salamanders and monsters live!«

19. »Fainthearted«, I said, »do you think I would dare to be reckless if I would not know who I am, and of everything that is subject to My will? – Who from you has courage and faith, follow Me!«

20. Thereupon I step onto the surface of the sea, – and it carried Me like solid land. I then walked ten steps off shore, turned around and invited the society to come to Me; but they did not dare!

21. I then called the youngest twelve year old daughter of Ebahl and the little maiden took courage and in the beginning put the first foot quite wearily onto the water. When she was convinced that the water did not gave way but the water resisted the foot quite steadily like a rock surface, she started to cheerfully run to Me and had a great joy about the fact that the water could carry her!

22. After the girl also the others tried it, except the Centurion and all were well and cheerful on the of course now very smooth surface of the water.

23. The Centurion asked Me, now somewhat more bravely: »What would happen if a storm came up?«

24. Says I: »Come and convince yourself!«

25. Finally also the Centurion attempted to put a foot on the water and when he was convinced that the water wasn‘t give way, he finally also set the second foot on the water and making himself light with holding his breath, he walked the ten steps to Me and was very happy reaching Me standing on a surface which never before have been walked on.

26. But I said: »Now, since you have been convinced that also to the firm believer the water is a steady surface, we want to extend our little excursion!«

27. The Centurion would have preferred to return to the steady surface of the shore; but the exceedingly happy daughters of Ebahl gave him courage by their cheerful walking up and down, so that he together with us walked for about five-thousand steps out onto the already considerable high sea.

28. Suddenly a quite strong wind came up and started to drive high waves. All started to become afraid and the Centurion asked Me to turn around.

29. But I Said: »Do not be afraid! The waves are only coming, together with the wind who drives them, to convince you that they also have to obey Me.«

30. However, after a while when the waves were getting higher, the Centurion turned around and ran as fast as he could to soon reach the shore and after several feverish body shakings he was very glad to have a none-transparent, firm ground under his feet again. – Soon afterwards we also returned to shore and caught up with the astonished Centurion.

V2 – K109 – Propheten… Gesandte Gottes – Prophets… Messengers of God

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DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES
BAND 2 – Kapitel 109… Propheten, Gesandte Gottes

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 109. Propheten, Gesandte Gottes – Unterschied zu Jesus

1. Während Ebahl, dem schon ein anderes Licht aufzugehen beginnt, noch so fort ratschlagt, kommt auch schon der Hauptmann wieder zurück und erzählt voll Freude und Verwunderung, wie er alles in der besten Ordnung angetroffen habe, und wie sich seine Unterkommandanten gewundert hätten, als er nach ihrer Aussage zum zweiten Male gekommen sei und gefragt habe, ob wohl alles in Ordnung sei, indem er doch um eine halbe Stunde zuvor selbst alles aufs beste bestellt und geordnet hätte! Er aber habe sich damit wieder herausgeputzt, daß er vorgab, hiermit nur eine kluge Nachrevision angestellt zu haben, womit denn auch alle ohne weitere Fragen vollkommen befriedigt waren.

2. Mich aber fragte er darauf höchst wißbegierig, wer denn sonach sein zweites Ich gewesen wäre, das seine Arbeit gar so lobenswert an seiner Statt verrichtet habe.

3. Sage Ich: »Habe Ich dir ja doch zuvor gesagt, daß Mir alle Mächte der Himmel und die Kräfte dieser Erde in jedem Augenblick zu Gebote stehen; du aber mochtest es nicht glauben! Nun aber wirst du es hoffentlich wohl glauben, daß Ich ewig keinen Tod zu fürchten habe, und daß auch Ich ein Herr bin, der etwas zu reden und zu gebieten hat!«

4. Sagt der Hauptmann: »Ja, Herr und Meister, du mußt ein Gott sein! Und es erscheint mir unsere römische Gotteslehre eben nicht mehr so fabelhaft wie ehedem; denn ich habe nun an dir ja die vollkommen lebendigste Überzeugung, daß dann und wann denn doch ein Gott seine Himmel verlassen hat und eine Zeitlang bald in der und bald in einer andern Art sich den sterblichen Kindern gezeigt und sie mit allerlei geistigen und irdischen Schätzen bereichert hat, auf daß die Sterblichen die sonst wüste Erde also kultivierten, daß sie dereinst auch ein Wohnsitz für unsterbliche Götter würde! – Habe ich recht oder nicht?«

5. Sage Ich: »Das ist nichts als eine eitel leere Dichtung, die recht heidnisch zart klingt, aber kein Fünklein von einer Wahrheit in sich enthält in der Art, wie du sie verstehst.

6. Ah, wenn du aber unter der ‘Erde’ die Erkenntnisse und den Willen der Menschen verstehst, dann könntest du wenigstens in einer der Wahrheit gut entsprechenden Art und Weise recht haben; aber Götter, die nicht und nirgends sind, haben wohl nie irgendwo der Erde Boden betreten. Jene Menschen, durch deren Mund der Geist Gottes zu den Menschen der Erde geredet hat, und durch deren Willen gar oft und gar viele Wunder geschehen sind, waren keine Götter, sondern Propheten, an und für sich gleichsogut Menschen wie du, und sind auch gestorben dem Fleische nach, – aber freilich der Seele und dem Geiste nach nicht.

7. In Mir aber betritt der Geist Gottes nun zum ersten Male die Erde! Das ist derselbe Geist, von dem alle die Urväter und alle die alten Weisen und alle die Propheten oft und oft in ihren reinen Gesichten geweissagt haben.«

8. Während Ich aber solches zum erstaunten Hauptmanne redete, kam ein Diener ins Zimmer und sagte, daß draußen im Freien schon wieder eine Menge Kranker auf die Hilfe harreten, und ob Ich ihnen helfen möchte.

9. Sage Ich zum Diener: »So geh hinaus und sage ihnen, daß sie getrost in ihre Heimat ziehen sollen!«

10. Und der Diener begab sich eiligst hinaus und erstaunte nicht wenig, als er alle, die ehedem vor der Hausflur jammerten und wehklagten, heiter, munter und fröhlich, Gott lobend, untereinander hin- und herwandelnd erblickte. Nach einer Weile erst sagte er zu den Geheilten das, was Ich ihm zu sagen gebot, – und die Geheilten zogen in ihre Heimat.

11. Es ward aber darauf und darüber noch bei zwei Stunden lang geredet, das mit dem, was man schon bei der früheren Heilung geredet hatte, von ein und demselben Geiste war und darum hier füglich übergangen werden kann. Wir nahmen während des Geredes Brot und Wein und begaben uns darauf zur Ruhe.

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 109… The prophets as messengers of God

And their distinction from the Lord’s nature

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 109 – The prophets as messengers of God and their distinction from the Lord’s nature

1. Whilst Ebahl, within whom a different light was already dawning is still reasoning thus, the Centurion is already returning and telling joyfully and in amazement how he had found everything in the best of order. And how his subordinates were astonished that according to their witness he had now come to them a second time asking if all was in good order, since he had already himself a half hour previously given orders to that effect! But he got himself out of the corner by pretending to just be checking up, after which all were at ease without further questions.

2. But filled with curiosity he asked who in that case had been his stand-in, carrying out his work so laudably in his stead.

3. Say I: »Did I not previously say unto you that all powers in heaven and forces upon earth were under My command every moment. Which however you were not willing to believe! Now however you surely shall believe that I eternally have no need of fearing death, and that I too am a Lord Who has something to say and command!«

4. Says the captain: »Yes, Lord and Master, You must be a God! And our Roman divine doctrine is no longer as mysterious to me as heretofore, for in Yourself I now have the most living proof that now and then a God left His heaven to show himself for a time to mortal children one way or another, enriching them with all kinds of spiritual and earthly treasures, so that he mortal may cultivate the otherwise barren earth for a future abode of immortal gods! – Am I right or not?«

5. Say I: »This is no more than empty conjecture of quite pagan subtlety but lacking even a single spark of truth the way you understand it.

6. Ah, if by ‘Earth’ You understand mens‘ cognition and will, then you could at least be right by some good correspondence of truth; but gods that are not and exist nowhere have never trodden the earth‘s soil anywhere. Those men, however, through whom God‘s spirit spoke to men of this earth, and through whose will many and quite frequent wonders took place, were no gods but prophets, humans more or less like yourself, and who too died physically, – but of course not according to soul and spirit.

7. In Me, however, the spirit of God for the first time sets foot on this earth! It is the same spirit about whom all the forefathers, all the old wise and all the prophets have over and over again prophesied in their pure visions.«

8. But even as I was speaking thus to the astonished Commander, a servant came into the room saying that out there in the open once again a large number of sick were waiting for help, and whether I was prepared to help them.

9. Said I do the servant: »Go and tell them that they can depart to their homes in good cheer!«

10. And the servant rushed outside and was not a little amazed at seeing all those, previously moaning and lamenting in the hallway, now cheerfully and gaily pacing about, praising God. Only after a while did he say to the healed what I told him, and the healed left for their respective homes.

11. Thereafter for nearly another two hours discussions of a similar nature as with the previous healing were conducted and therefore can be passed over here. During the conversations we enjoyed bread and wine and then took to our rest.

V2-K108… Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen – Relation of a Prophet to God and man

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DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM

BAND 2 – Kapitel 108… Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 108. Verhältnis eines Propheten zu Gott und den Menschen

1. Sage Ich: »Ein Prophet ist gerade solch ein ganz einfacher, natürlicher Mensch mit allerlei Schwächen behaftet wie du; aber da er ein verständiges Herz hat, in dem weder Zorn noch Rache, noch Mißgunst, noch Stolz, noch Ehebruch und allerartige Hurerei feste Wurzeln schlagen können, so reinigt der göttliche Geist dessen Herz von den mannigfachen Schlacken der Welt; und wenn das alleinige Herz also gereinigt ist, so gießt der göttliche Geist ein Licht aus den Himmeln in solch ein Herz.

2. Da der Prophet es leicht erkennt, daß dies ein Licht aus den Himmeln ist, das sich allzeit in klar vernehmbaren Worten ausspricht, so darf der sohin fertige Prophet dann nur mit der Stimme seines Mundes laut nachsprechen, was er in seinem Herzen klar und deutlich vernimmt, und er prophezeit dann schon im vollendet prophetischen Maße!

3. Wenn es nun notwendig ist, so wird des Propheten Wille von Gott aus angetrieben, das zu reden zu dem Volke, und desgleichen zu tun vor demselben, was er in seinem Herzen vernimmt, – und solches heißt dann eine vollwahre Prophezeiung oder Weissagung und ist ebensogut reines Gotteswort, als hätte Gott Selbst unmittelbar aus Seinem Munde zu den Menschen geredet.

4. Aber darum gilt ein solcher Prophet um kein Haar mehr vor Gott als jeder andere Mensch, dem diese Gabe ganz mangelt; denn der Prophet muß dann aus seinem höchst eigenen Willen ebenfalls das tun, was der Geist Gottes durch sein Herz und durch seinen Mund zu den Menschen geredet hat, sonst kommt über ihn so gut ein Gericht wie über jeden, der den Willen Gottes vernimmt, aber nicht danach tut, – und es ist da ein Prophet schlimmer daran denn ein anderer Mensch. So ein anderer in der Schwäche und Nacht seiner Seele es schwer glaubt, was der Prophet zu ihm spricht, so wird er ein minderes Gericht zu bestehen haben, dieweil er nicht glauben mochte, was der Prophet zu ihm geredet hat; aber für den Propheten selbst gibt es keine Entschuldigung, sowie auch für den nicht, der da geglaubt hat und dennoch aus Liebe zur Welt und deren Schätzen nicht tat, was ihm vom Propheten zu tun geboten ward.

5. Jedoch aber wird der Lohn eines Propheten dereinst größer sein denn der eines andern Menschen; denn ein Prophet muß allzeit siebenfach soviel tragen als ein jeder andere Mensch für sich. Alle, zu denen ein Prophet geredet hat, werden jenseits, die Guten wie die Schlechten, ihm übergeben, und er wird sie in Meinem Namen richten über jegliches Wort, das er vergeblich zu ihnen geredet hat!

6. Wer aber einen rechten Propheten aufnimmt in Meinem Namen und im Namen des Propheten selbst und verpflegt ihn und ist dessen Freund, der wird dereinst auch eines Propheten Lohn überkommen. Und wer einen Propheten unterstützt, daß es dem Propheten leichter geschieht in seiner schweren Arbeit, der wird auch eines Propheten Lohn überkommen; denn jenseits wird der Knecht des Propheten auf gleicher Stufe stehen neben dem Propheten und wird mithin richten die dem Propheten untergebenen Geister und herrschen über sie immerdar, und seines Reiches wird für ewig nimmer ein Ende sein!

7. Wehe aber denen, die einen Propheten verlassen der Welt wegen oder ihn gar verdächtigen hie und da und in einem und dem andern! Und noch mehr Wehe den Verfolgern eines Propheten; denn diese werden schwerlich ewig je zur Anschauung Gottes gelangen! Wer aber an einen Propheten die Hand legt, soll mit dem ewigen Feuer in der untersten Hölle bestraft werden! Denn eines Propheten Herz ist Gottes, und sein Mund ist Gottes, und so seine Hände, Füße, Augen und Ohren! Wo ein Prophet ist, da ist auch Gott; darum sollt ihr seine Wohnstätte mit tiefer Ehrfurcht betreten, denn der Ort, da er steht, ist heilig. Das soll beachtet sein im Herzen, zwar nicht des Propheten willen, der ein Mensch ist, sondern um Gottes willen, der im Herzen des Propheten redet und zeugt.

8. Daß aber ein rechter Prophet für die Welt nur ein Gericht ums andere verkündet, hat seinen Grund ganz einfach darin, weil Gott nur dann einen Propheten erweckt, wenn diese (d. i. die Welt) Gottes vergessen und sich in alle Laster eben der Welt hineingestürzt hat!

9. Sage Mir nun, Ebahl, ob du nun über das Wesen eines rechten Propheten im reinen bist!«

10. Sagt Ebahl: »Vollkommen, du mein überaus hochgeachteter Meister! Du bist demnach aber doch sicher auch ein Prophet!?«

11. Sage Ich: »Ich bin kein Prophet; denn es steht geschrieben: ‘Aus Galiläa steht kein Prophet auf!’ Aber Ich bin mehr denn ein Prophet! Denn in Meiner Brust wohnt ebenderselbe Geist, der durch den Mund der Propheten geredet hat und hinfort noch viel mehr reden wird. Denn die in der Folge Meinen Namen vollgläubig in ihrem Herzen tragen werden, denen wird auch der Geist der Weissagung innewohnen! Verstehst du solches?«

12. Sagt Ebahl: »Herr und Meister! Mir kommt es vor, daß so wie du kein gewöhnlicher Mensch reden kann! Hinter dir steckt ein anderer, den dein Rock und deine Haut vor unsern Augen verbirgt!«

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 108… Relation of a Prophet to God and man

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 108 – Relation of a Prophet to God and man

1. Says I: »A prophet is a simple, natural man just like you with all kinds of weaknesses. However, since he has a wise heart wherein neither anger nor vengefulness nor envy or pride or adultery or various kinds of harlotry can strike roots, the Divine Spirit cleanses his heart of the manifold dross of the world. And when the heart has been cleansed like that, the Divine Spirit pours a light from the heavens into such a heart.

2. Since the prophet easily recognises this to be a light from the heavens which always expresses itself in clearly audible words, the thus prepared prophet needs only to repeat with the voice of his mouth what he clearly and distinctly hears in his heart and is hereby already prophesying on a fully prophetic scale.

3. If this is necessary, the prophet‘s will is prompted by God to speak to the people and also do before them what he hears in his heart, – and this is then called a truthful prophecy or prediction and is quite as much God‘s word as if God Himself had spoken directly to the people.

4. However, because of this such a prophet is not a jot more important before God than any other person who does not possess this gift at all; for the prophet must of his very own will also practice what the Spirit of God has spoken through his heart and mouth to the people, otherwise a judgment will come upon him just as upon everyone who hears the will of God but does not follow it – and there a prophet is even worse off than another person. For if another one in the weakness and night of his soul has difficulty believing what the prophet speaks to him, his judgment for not believing what the prophet told him will be a lighter one. But for the prophet himself there is no excuse, and this applies also to the one who did believe but for love of the world and its treasures did not do what the prophet had bid him.

5. However, the reward of a prophet will once be greater than that of another person, for a prophet will once be greater than that of another person, for a prophet must always bear a sevenfold burden compared with that of any other person. All those to whom a prophet has spoken, the good as well as the bad, will in the beyond be handed over to the prophet and he will judge them in My name for every word he has spoken to them in vain.

6. But whoever in My name and the name of the prophet himself takes a true prophet into his house, provides for him and is his friend, will once also receive the reward of a prophet. And who supports a prophet to ease his difficult work will also receive a prophet‘s reward; for in the beyond a prophet‘s servant will be on the same level as the prophet himself and will, therefore, judge the spirits subordinate to the prophet and reign over them, and his kingdom will be everlasting.

7. But woe betide those who forsake a prophet and sometimes in one or the other thing even distrust him, and even greater woe to the persecutors of a prophet. For these will hardly ever come to see God. But whoever lays hands on a prophet shall be punished with eternal fire in the lowest hell. A prophet‘s heart is God‘s and so is his mouth, his hands, feet, eyes and ears. Where the prophet is, there is also God; therefore, you shall enter his dwelling place with deep reverence, for the place where he is standing is holy. That must be observed within the heart, not for the sake of the prophet who is a man, but for the sake of God Who speaks and testifies in the prophet‘s heart.

8. The reason why a true prophet announces judgment upon judgement on the world is simply the fact that God awakens a prophet only when the world has forgotten Him and has plunged into all the worldly vices.

9. Tell Me, Ebahl, whether you now do understand the nature of a true prophet?«

10. Says Ebahl: »Completely, you my highly regarded master. But judging from this you must surely be a prophet too?«

11. Say I: »I am not a prophet, for it is writhen: ‘No prophet will arise from Galilee!’ But I am more than a prophet. For in My bosom dwells that same Spirit whom spoke through the mouth of the prophets and will be speaking much more henceforth. For those who will be carrying My name in their heart, fully believing, will also have the spirit of prophecy within them. Do you understand this?«

12. Says Ebahl:»Lord and Master! It seems to me that as you no ordinary man can talk! Behind you lies another, which hides your skirt and your skin before our eyes!«

V2-K107… Jesus und der römische Hauptmann – Jesus and the Roman Captain

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DAS GROSSE JOHANNES EVANGELIUM
BAND 2 – Kapitel 107… Jesus und der römische Hauptmann

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Kapitel 107. Jesus und der römische Hauptmann

1. Sage Ich: »Du bist Mir wohl ein recht lieber Mann und Freund, und was du geredet hast, ist leider nur zu wahr; wäre Ich ein Mensch der Art, wie die Menschen der Erde sind, so würde Ich deinen Rat auch ohne weiteres befolgen, denn in deiner Brust pulst ein redliches Männerherz; aber Ich bin ein ganz anderer Mensch und ein ganz anderes Wesen, als für was du Mich hältst! Siehe, Mir müssen gehorchen alle Mächte der Himmel und dieser Erde; und Ich habe sonach nichts zu befürchten. Es wird wohl an Mir die Schrift bitter und schmerzlich erfüllet werden, aber nicht nach dem Willen dieser Welt, sondern nach dem Willen des Vaters im Himmel, der aber nun in Mir ist, wie Ich in Ihm bin von Ewigkeit her! Aber darum wird Meine Macht über Himmel und Erde nicht den allergeringsten Verlust erleiden. Denn wollte Ich es, so wäre diese Erde im schnellsten Augenblick in den nichtigsten Staub umgestaltet samt allem, was in und auf ihr ist, atmet, lebt und webt; aber da Mein Grund ‘Erhaltung’ heißt, so geschieht solches nicht!

2. Es kann geschehen, daß Ich als ein Aufwiegler des Volkes und Gotteslästerer angeklagt werde aus Ärger und neidigster Scheelsucht des Tempels und darob ans Querholz geheftet werde; aber alles das wird Meine Macht nicht brechen und Meiner Lehre bis zum Ende dieser Welt nicht den geringsten Eintrag tun.

3. Es werden zwar die eigentlichen Weltmenschen mit der Zeit aus Meiner Lehre zum größten Teile dasselbe machen, was die Ägypter, Griechen und Römer aus der Urlehre gemacht haben, die Adam und seine ersten Nachkommen erhielten; aber neben solcher Abgötterei werden dennoch viele sein, die Meine Lehre und Meine Macht geradeso rein erhalten und besitzen werden, wie sie nun kommt aus Meinem Munde, und damit werden sie auch gleichfort haben und besitzen die Macht, die ihnen durch den lebendigen Glauben an Mein Wort verliehen wird für zeitlich und jenseits für ewig! Ich bin also auch ein Herr und fürchte darum keinen Herrn und keine Gesetze desselben!«

4. Sagt der Hauptmann: »Freund, da ist mit wenig Worten viel gesprochen! Nach dem, was du hier geleistet hast, könnte ich es fast glauben, daß dir so etwas möglich sein dürfte, obschon mir ähnliche Heilungen – nur nicht in diesem überweit gedehnten Maße – nicht ganz fremd sind; denn es ist eine bekannte Sache, daß außerordentliche Erscheinungen auf die leibliche wie auch seelische Gesundheit eines Menschen, je nachdem sein Temperament beschaffen ist, einen oft wunderbar entschiedenen Einfluß haben. So zum Beispiel hat ein großer Schreck schon einem Taubstummen das Gehör und die Sprache wiedergegeben! Ich wüßte dir eine Menge ähnlicher Fälle zu erzählen, – aber es ist die Zeit zu kurz.

5. Ich will aber in aller Kürze dir damit nur das sagen, daß deine Heilart, so außergewöhnlich sie auch ist und zu wieviel Dank sie uns auch verpflichtet, mir aber dennoch die volle Überzeugung nicht verschaffen kann, daß dir darum jede andere Macht der Himmel und der Welt nichts anhaben könnte! Ich will dir die Möglichkeit nicht streitig machen, – bei Gott sollen ja alle Dinge möglich sein; aber Freund, es ist eine große Kluft zwischen der Möglichkeit und Wirklichkeit! So ich dich näher werde kennenlernen, werde ich vielleicht auch glaubensfester werden.

6. Aber nun, liebster, teuerster Freund, bitte ich dich, meine vielleicht ein bißchen zu anmaßende Rede ja nicht für ungut anzunehmen; denn ich habe nur geredet, wie ich es verstehe, nicht etwa aus bösem Herzen, sondern aus einem sicher guten Herzen! Mich aber rufen nun die Amtsgeschäfte, denen ich Folge leisten muß; morgen aber stehe ich dir den ganzen Tag zu Diensten!«

7. Sage Ich: »So du bleiben willst, kannst du auch bleiben; denn dein Dienst ist in deinem Namen verrichtet!«

8. Sagt der Hauptmann: »Es ist zwar schon ziemlich dämmerig geworden; ohne den Mond wäre es schon Nacht; ich werde aber gleich wieder hier sein, – nur muß ich zuvor noch einen Sprung ins Lager tun und sehen, ob die Nachtwachen wohl ordentlich ausgeteilt und aufgestellt sind.«

9. Mit diesen Worten verläßt der Hauptmann eilig das Zimmer, und Ebahl lobt ihn als einen Kommandanten, der wenige seinesgleichen haben dürfte, und daß Genezareth sich es für ein großes Glück rechnen könne, solch einen guten, in allen Dingen erfahrenen, gerechten und in seiner Sphäre äußerst klugen Militärchef zu haben!

10. Sage Ich: »Das ist er allerdings zur großen Beschämung vieler Juden, die Gottes Wort und Gottes Gebote haben, und deren ganzes Herz dennoch voll Lüge und voll Betrug, voll Zank, Zorn, Ehebruch und aller Hurerei ist. Darum auch wird es geschehen, daß den Juden das dem David verheißene Reich nach der Aussage Daniels hinweggenommen und den Heiden gegeben werden wird, und die Nachkommen des Sohnes der Hagar werden herrschen über die Nachkommen Isaaks, obschon alles Heil zu dieser Zeit über die ganze Erde ausgeht vom Stamme Juda.«

11. Sagt Ebahl: »Meister, du bist als Heiland besser denn als Prophet! Ich kann überhaupt noch immer nicht begreifen, warum die Propheten ohne Ausnahme gleichweg allzeit nur Schlechtes, nie aber etwas Gutes aussagten! Muß das also sein, oder glauben die Propheten, lediglich dadurch ihr mysteriöses Ansehen aufrechtzuerhalten, so sie den Menschen nichts als eine Gottesstrafe um die andere verkünden?

12. Lieber, herrlicher Meister, ich habe aus deinen Reden gemerkt, daß du neben dem Wunderheilande noch etwas anderes bist, nämlich ein Prophet gleich einem der vier großen Propheten, und so könntest du mir wohl über das sonderbare Wesen der Propheten irgendeine Aufklärung geben! Wie gesagt, mir sind die Propheten stets ein Rätsel gewesen, und so möchte ich etwas Näheres über sie von dir vernehmen!«

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THE GREAT GOSPEL OF JOHN
VOLUME 2 – Chapter 107… Jesus and the Roman Captain

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Chapter 107 – The Lord gives the Roman Captain hints about His nature and ministry

1. Say I: »You are indeed a truly dear man and friend, and what you said is unfortunately only too true; if I were a man like the people of this earth then I would follow your advice without hesitation, for there is an upright virile heart beating in your breast; but I am a completely different man and being than you take Me for! Behold, all power of the heavens and this earth must obey Me, and hence I have nothing to fear. The Scripture shall indeed be fulfilled in Me bitterly and painfully, but not according to this world‘s will but the Father in heaven, Who now is within Me nonetheless, as I am in Him from eternity. But My power shall not suffer the tiniest loss on that account. For if it was My will, then this earth would be transformed into minutest dust, together with everything in and upon it that breathes and strives; but since My motto is to maintain, this does not happen.

2. It is possible that I shall be accused of stirring up the people and of blaspheming against God, out of rage and the most jealous hypocrisy of the Temple, and then nailed to the cross; but none of this shall break My might nor make the least inroad upon My doctrine to the end of this world.

3. With time, worldly-minded men shall do with My doctrine what in the mainly the Egyptians, Greeks and Romans did with the primordial teaching which Adam and his first descendants received; but next to such idolatry there shall also be many who will maintain My doctrine and power in the same original state it went forth from My mouth and therewith possess the power that shall be given them through a living faith in My word, both temporally and in the beyond eternally. I therefore also am a Lord and hence fear no lord nor their laws.«

4. Says the Centurion: »Friend, with a few words a lot is said! After what you have achieved here, I almost could believe it that something like this is possible for you, although such healings – just not in this exceeding measure – are not altogether foreign; for it is a known matter, that extraordinary appearances often have a miraculous decisive influence on the bodily as well as psychological health of a person depending the composition of his temperament. It so happened for example that a great shock gave a deaf-mute person back his hearing and voice! I could tell you many similar cases, – but the time is too short.

5. In short I just want to tell you by this, that your healing method, however extraordinary it is and how much thanks we owe you, cannot provide me with the full conviction, that no other power in heaven and on earth can cause you any harm! I do not want to argue the possibility of it, – with God all things should be possible; however friend, there exists a large gap between possibility and reality! If I get to know you better, I perhaps will become a more firm believer.

6. But now, dearest, best friend, I beg you, do not regard my perhaps somewhat presumptuous speech as negative; since I only spoke as I understand it, not from a bad heart but from a surely good heart! But now official matters are calling to which I must attend; but tomorrow I will be at service to you for the whole day!«

7. Says I: »If you want to stay, you can stay; for your duties have been concluded in your name!«

8. Says the captain: »It is already quite dusk; without the moon it would already be dark; I will be back soon, – I quickly must hop into the camp and see whether the guards have been properly posted.«

9. With these words the captain hastily leaves the room and Ebahl praises him as a commandant without equal and that Genezareth can regard it as a great fortune, to have in all matters such an experienced, righteous and in his sphere very clever military chief!

10. Says I: »This he really is to the shame of many Jews who have Gods‘ words and Gods‘ commandments, but whose heart is nevertheless full of lies and full of deceptions, full of bickering, rage, adultery and all kinds of harlotry. Therefore it will come to pass, that the promised kingdom to David will according to the statement of Daniel be taken away from the Jews and given to the heathens, and the descendants of the son of Hagar will rule over the descendants of Isaac, although at this stage all salvation over the whole earth originates from the tribe Juda.«

11. Says Ebahl: »Master, you are as Saviour better than a prophet! I can still not understand it why the prophets without exception always state something bad but never something good! Must it be like this or do the prophets believe to sustain their mysterious reputation by it, if they announce to the people one judgement of God after another?

12. Dear, marvellous Master, I have noticed from your speeches, that besides being a miracle healer you are something else, namely a prophet similar to the four great Prophets, and as such you could give me some explanation about the unusual being of the prophets! As said, the prophets have always been a riddle to me, and therefore I would like to know something more about them from you!«

V1-K219-221… Die Nachtpredigt Jesu – The Night-Sermon of Jesus

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Das Grosse Johannes Evangelium - Kapitel 219-221 - Die Nachtpredigt Jesu The Great Gospel of John - Chapter 219-221 -The-Night-Sermon-of-Jesus - revealed through Jakob Lorber
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Die Nachtpredigt Jesu… Kapitel 219 – 221
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber

Einleitende Informationen
Diese Begebenheit wird in der Bibel nicht erwähnt. In einem Ort namens Kis heilt der Herr viele Kranke – alle zur gleichen Zeit. Die Pharisäer, welche die Kranken begleitet haben, sehen in Jesus – zumindest vorerst – einen Essäer, nicht jedoch den Herrn.

Kapitel 219. Der positive seelische Zweck von Not und Leiden

1. Nach dem Abendmahle sagte Ahab: „Herr, daß ich über Dich schon von Jesaira her in der klarsten Ordnung bin über Deine Wesenheit, das versteht sich mehr als von selbst, und es hätte meinetwegen solch ungeheurer Zeichen nicht bedurft, um mich und alle meinesgleichen zur Übergenüge zu überzeugen, daß Du Jehova Selbst bist, durch einen von dieser Erde gleichsam zur Leihe genommenen Menschenleib wirkend. Aber neugierig bin ich, ob die fünf Pharisäer aus Bethlehem, die sonst rechte Ehrenleute zu sein scheinen, davon im Ernste nichts merken sollen, wer Der sein dürfte, der ihre Kranken so überaus wunderbar geheilt hat. Wenn sie nur irgendeinen Dunst haben, so müssen sie ja doch schon nahe mit den Händen greifen, daß ein gewöhnlicher Mensch so was ewig nicht zu leisten imstande ist. Ich bin der Meinung, man solle sie so ein wenig auskosten gehen, und es würde sich da bald zeigen, was sie bei sich von Dir halten.“

2. Sage Ich: „Freund, daß Ich es ganz sicher weiß, was sie von Mir halten, daran wirst du hoffentlich auch keinen Zweifel haben; und da meine aber Ich, es sei nun gar nicht nötig, daß wir sie störten in ihren höchst eigenen Betrachtungen. Dazu ist denn ja morgen auch noch ein Tag, an dem sich noch so manches recht trefflich wird abmachen lassen. Lassen wir sie heute nacht nur recht durchgären! Denn wie beim neuen Most die Gärung nötig ist, auf daß aus dem Moste ein geistiger Wein werde, ebenalso ist jedem Menschen eine ähnliche Gärung in seinem Gemüte höchst notwendig, so er ins volle und wahre Geistige übergehen soll.

3. Sieh, so ein Mensch alles hat, was er benötigt, so fühlt er sich ganz behaglich; er sorgt sich um nichts, er arbeitet nichts, läßt sich bloß gut und bequem geschehen und fragt wenig danach, ob es einen Gott gibt, ob ein Leben nach dem Tode des Leibes, ob der Mensch mehr ist als ein Tier oder das Tier mehr als ein Mensch. Berge und Täler sind ihm einerlei, Winter und Sommer gehen ihn nichts an; denn im Sommer hat er Schatten und kühlende Bäder und für den Winter wohlerwärmende Kamine und warme Kleider.

4. Also ist ihm auch gleich, ob das Jahr fruchtbar war oder nicht; denn fürs erste ist er auf zehn Jahre mit Vorräten aller Art versehen und hat fürs zweite Geld in Menge, um sich irgend etwas Abgängiges beizuschaffen.

5. Sieh, ein solcher Mensch lebt dann gerade so gemächlich fort wie ein Mastochse im Stall und denkt auch nicht um vieles mehr als ein Ochse und ist sonach auch nichts als ein Genußtier in menschlicher Gestalt.

6. Wenn du zu einem solchen kämest, um ihm zu predigen das Evangelium vom Gottesreiche, so wird er dir gerade das tun, was der Ochs im Stalle einer Stechfliege tut, die ihn in seiner Freßbehaglichkeit stört: der Ochs schwingt seinen Schweif über den ihn störenden Gast, und dieser muß schnell Reißaus nehmen, um nicht erschlagen oder doch wenigstens stark beschädigt zu werden.

7. Und sieh, ein solcher mit keiner Sorge bedrängter Wohlfresser wird seiner Dienerschaft, die im Grunde auch nichts als des sorglosen Wohllebers Fliegen abtreibender und abwehrender Schweif ist, den Wink geben, dich fortzutreiben; du wirst offenbar so schnell als möglich das Weite suchen und wirst erst in einer bedeutenden Ferne darüber nachdenken können, welch eine Wirkung deine Evangeliumspredigt bei dem Wohlfresser gemacht hat.

8. Ich aber verstehe es, solchen Ochsen eine ganz andere Vorpredigt zu machen: Ich lasse ein irdisch Unglück ums andere über sie kommen; dadurch kommen sie in allerlei Sorgen und Angst und Furcht, fangen an zu denken, zu suchen und zu fragen, wie doch solches möglich sei, daß sie nun so von allen Seiten bedrängt werden, indem sie doch nie jemandem ein Unrecht zugefügt hätten und allzeit als ordentliche, wohlanständige Menschen gelebt haben!

9. Das geschieht ihnen aber nur der nötigen Gärung wegen.

10. Wenn solche Menschen dann so in eine rechte Gärung kommen, so sehnen sie sich nach Freunden, durch die sie wieder zu einer Ruhe gebracht werden könnten; dann gehe zu ihnen hin und predige ihnen das Evangelium, und sie werden dich hören und nimmer ihren stolzen und wütend um sich herumschwingenden Schweif wider dich erheben!

11. Und sieh, aus ebendem Grunde ist es gut, daß diese unsere Gäste durch diese Nacht hindurch so in irgendeine rechte Gärung kommen; durch diese werden sie in sich selbst geistiger, und wir werden morgen eine leichte Arbeit mit ihnen haben. Siehst du das nun ein?“

220. Kapitel – Jesu Aufforderung zur positiven Tat

1. Sagt Ahab: „O Weisheit, o Weisheit! Was für Hohes und Wahres fassest du in dir, und wie ungeheuer dumm ist unsereins dagegen! Es ist eine ewige Wahrheit, daß nirgends etwas entstehen kann, wenn zuvor nicht eine kämpfende Tätigkeit vorausgeht; und ich wollte doch nun sogleich zu den Bethlehemiten gehen und sie zu beleuchten anfangen! O ich Mittelpunkt aller Dummheit! Sagen doch die Weisen der Griechen: ,Jede Tätigkeit wird durch einen Kampf bedingt, und jeder Effekt ist die Folge dessen!‘, – und ich sah das nicht ein! Wie kommt es, daß ich’s nun einsehe?!

2. Ja, so beim Menschen in seinem Innern nicht ein rechter Kampf mit sich selbst und seinen verschiedenen Lebenselementen vorangeht, ist alles eitel, was man mit ihm von außen her vornimmt!

3. Ich bin nun völlig im klaren über die instruktiven Lebensverhältnisse des Menschen, und ich möchte hier beinahe einen Hauptlebensgrundsatz aufstellen und glaube, daß ich das Ziel eben nicht zu weit verfehlen dürfte!“ Sage Ich: „Laß ihn hören! Ich will ihn in Mir nicht eher beschauen, als bis du ihn ausgesprochen hast.“

4. Sagt Ahab: „Was sich der Mensch von seinen ihm vom Anbeginne verliehenen Eigenschaften nicht zuvor selbst gegeben hat, das kann, ohne ihn zu verderben, ihm kein Gott geben! Gott sind wohl alle Dinge möglich; aber der Mensch gewinnt dabei nichts!

5. Wer sich zuvor nicht selbst erkennt, wie soll er jemand andern und endlich gar Gott erkennen?! – Das wäre mein Grundsatz. Herr, bin ich weit vom Ziele?“

6. Sage Ich: „Nein, Freund Ahab, wahrlich, du hast nun den Nagel fest auf den Kopf getroffen; also ist es! Was sich der Mensch mit seinen ihm verliehenen Kräften nicht als selbsttätig verschafft, das kann und darf ihm auch Gott nicht verschaffen, ohne ihn zu richten!

7. Darum seid denn auch alle nicht eitel pure Hörer Meines Wortes, sondern eifrige Täter desselben, so werdet ihr erst dessen Segnungen in euch wahrzunehmen anfangen!

8. Denn das Leben ist ein Tun und kein Müßigstehen der Kräfte, durch die das Leben bedingt ist, und so muß das Leben auch durch die gleichfort währende Tätigkeit der sämtlichen Kräfte desselben sogar für ewig erhalten werden; denn in dem Sich-zur-Ruhe- Legen waltet kein bleibend Leben.

9. Das gewisse Wohlgefühl, das euch die Ruhe beut, ist nichts als ein teilweiser Tod der zum Leben erforderlichen Kräfte; wer dann stets mehr und mehr an der tatlosen Ruhe, besonders der geistigen Lebenskräfte, ein behagliches Wohlgefallen findet, der schiebt sich dadurch eben auch stets mehr dem wirklichen Tode in die Arme, aus denen ihn auch kein Gott gar zu leicht mehr befreien wird!

10. Ja, es gibt auch eine rechte Ruhe voll Lebens; aber die ist in Gott und ist für jeden Menschen ein unnennbar beseligendes Gefühl der Zufriedenheit, nach dem Willen Gottes tätig zu sein.

11. Dieses beseligendste Zufriedenheitsgefühl und die klarste Erkenntnis, wahrhaft nach der Ordnung Gottes gleichfort gehandelt zu haben, ist die bewußte rechte Ruhe in Gott, die allein voll Lebens ist, weil voll Tatkraft und Handlung darnach. Jede andere Ruhe, die in einem Aufhören der Lebenskräfte besteht, aber ist, wie schon gesagt, ein wahrer Tod insoweit, als inwieweit die verschiedenen Lebenskräfte sich der Tätigkeit entzogen haben und dieselbe nicht wieder ergreifen. – Verstehet ihr solches?“

12. Sagt Judas Ischariot: „Herr, wenn so, da sollte der Mensch den Schlaf fliehen wie eine Pestilenz; denn der Schlaf ist doch auch eine Ruhe von einer Anzahl, wennschon äußerer Lebenskräfte!“

13. Sage Ich: „Allerdings! Darum werden Langschläfer auch nie ein besonders hohes Alter erreichen. Wer seinem Leibe in der Jugend fünf Stunden und im Alter sechs Stunden Schlafruhe gönnt, der wird auch zumeist ein hohes Alter erreichen und wird lange ein jugendliches Aussehen behalten, während ein Langschläfer bald altert, ein faltiges Gesicht und graue Haare bekommt und im etwas vorgerückten Alter wie ein Schatten einhergeht.

14. Wie aber der Leib durch zu vielen Schlaf stets mehr und mehr tot wird, ebenso und noch bei weitem mehr wird es die Seele, wenn sie mehr und mehr nachläßt in ihrer Tätigkeit nach Meinem Worte und Willen.

15. Wo aber der Müßiggang sich einmal in eine Seele eingenistet hat, da nistet sich auch bald das Laster ein; denn der Müßiggang ist nichts als eine sich selbst wohltuende Liebe, die jede Tätigkeit für jemand anderen um so mehr flieht, weil sie im Grunde des Grundes nur das will, daß alle anderen zu ihren Gunsten und Nutzen arbeiten sollen!

16. Darum hütet euch auch insbesondere vor dem Müßiggang; denn dieser ist ein wahres Samenkorn für alle möglichen Laster!

17. Als Beispiel mögen euch die verschiedenen Raubtiere dienen. Sehet, diese Tiere setzen sich nur dann in eine verderbenbringende Tätigkeit, wenn sie ein brennender Hunger antreibt; haben sie einen Fraß erbeutet und ihren Hunger gestillt, so begeben sie sich alsbald wieder in ihre Höhlen und ruhen da oft tagelang, besonders die Schlangen.

18. Betrachtet nun einen Räuber und Mörder dagegen! Dieser sonst aller Arbeit scheue Mensch, eigentlich Teufel im Fleische, liegt tagelang in irgendeinem seiner Raubnester; nur wenn die Laurer ihm vermelden, daß eine reiche Karawane bei seinem Raubneste vorüberziehen werde, da erst setzt er sich mit seinen Gesellen auf die Mitlauer und fällt dann die kommende Karawane rücksichtslos an und raubt sie aus und ermordet die Kaufleute, auf daß er nicht verraten werden möchte! Und das ist eine Frucht des Müßiggangs.

19. Darum noch einmal gesagt: Hütet euch vor allem vor dem Müßiggang; denn er ist der Weg und die breite Tür zu allen erdenklichen Lastern!

20. Nach getaner Arbeit ist eine mäßige Ruhe gut den Gliedern des Leibes, aber dafür eine übermäßige schlechter als gar keine.“

221. Kapitel – Vom Segen der Aktivität

1. (Der Herr:) „So jemand einen weiten Weg zurückgelegt hat zu Fuß und erreicht endlich eine Herberge, so wird er, wenn er in der Herberge sich nicht alsobald zur Ruhe begeben wird, sondern kleine Bewegungen machen und am nächsten Tage schon vor dem Aufgange auf den Füßen sein wird, den ganzen Tag über von keiner Müdigkeit etwas verspüren, und je länger er also seine Reise fortsetzen wird, desto weniger müde wird sie ihn machen.

2. So aber jemand ebenso stark ermüdet vom Tagesmarsche auf eine Herberge kommt, sich sogleich auf ein Lager hinwirft und dasselbe gar erst am Mittag des nächsten Tages verläßt, so wird er mit völlig steifen Füßen und mit einem völlig betrunkenen Kopfe seine Weiterreise fortzusetzen anfangen und wird nach einer Strecke zurückgelegten Weges sich vor lauter Müdigkeit nach einer Ruhe sehnen, und es kann am Ende sogar geschehen, daß er am Wege liegenbleibt und allda verkümmert, so ihm niemand – was leicht möglich – zu Hilfe kommt.

3. Was aber schuldet daran? Seine eigene zu große Ruhelust und der mit derselben verbundene Wahn, daß die Ruhe den Menschen stärke.

4. So jemand in einer oder der andern Kunst, dazu Hand- und Fingergeschicklichkeit in hohem Grade erfordert werden, eine große, staunenerregende Fertigkeit erreichen will, Frage: Wird er diese erreichen, so er an der Stelle des unausgesetzten fleißigen Übens an jedem Tage seine Hände und Finger in die Taschen steckt und Tag für Tag fein müßig herumwandelt aus einer Art vorsichtiger Furcht, seine Hände und Finger nicht zu ermüden und sie für die anzustrebende Künstlerschaft ja etwa nicht zu steif und unfähig zu machen?

5. Wahrlich, da könnte Ich Selbst bei aller Meiner unbegrenzten Weisheit nicht einen Propheten machen und die Zeit festsetzen, in der solch ein Kunstjünger ein Virtuose wird! Daher, Meine lieben Freunde und Brüder, sage Ich euch wiederholt:

6. Nur Tätigkeit über Tätigkeit zum allgemeinen Wohle der Menschen! Denn alles Leben ist eine Frucht der beständigen und nie zu ermüdenden Tätigkeit Gottes und kann daher nur durch die wahre Tätigkeit erhalten und für eine ewige Dauer bewahrt werden, während aus der Untätigkeit nichts als der Tod zum Vorschein kommt und kommen muß.

7. Leget eure Hände auf euer Herz und merket es, wie es in einem fort Tag und Nacht tätig ist! Von solcher Tätigkeit aber hängt ja das Leben des Leibes alleinig ab; so das Herz aber einmal stillzustehen anfängt, da – meine Ich – dürfte es etwa mit dem natürlichen Leben des Leibes wohl gar sein!

8. Wie aber die Ruhe des leiblichen Herzens offenbar der volle Tod des Leibes ist, also ist auch die gleiche Ruhe des Seelenherzens der Tod der Seele!

9. Das Herz der Seele aber heißt Liebe, und das Pulsen desselben spricht sich in wahrer und voller Liebtätigkeit aus.

10. Die unausgesetzte Liebtätigkeit ist demnach der nie zu ermüdende Pulsschlag des Seelenherzens. Je emsiger aber das Herz der Seele pulst, desto mehr Leben erzeugt sich in der Seele, und so dadurch ein hinreichend hoher Lebensgrad in der Seele sich erzeugt hat, so daß er dem göttlichen, allerhöchsten Lebensgrade gleichkommt, so weckt solch ein Lebensgrad der Seele das Leben des göttlichen Geistes in ihr.

11. Dieser – als pur Leben, weil die unermüdete höchste Tätigkeit selbst – ergießt sich dann in die ihm durch die Liebtätigkeit gleichgewordene Seele, und das ewig unverwüstbare Leben hat in der Seele seinen vollen Anfang genommen!

12. Und sehet, das kommt alles von der Tätigkeit, nie aber von einer faulen Ruhe her!

13. Daher fliehet die Ruhe und suchet die volle Tätigkeit, und euer Lohn wird sein das ewige Leben!

14. Glaubt ja nicht, daß Ich etwa gekommen sei, den Menschen auf dieser Erde den Frieden und die Ruhe zu bringen; o nein, sondern das Schwert und den Krieg!

15. Denn die Menschen müssen durch Not und Drangsale aller Art zur Tätigkeit angetrieben werden, ansonst sie zu trägen Mastochsen würden, die sich selbst mästeten zum Fraße für den ewigen Tod!

16. Not und Drangsal bewirken im Menschen ebenfalls eine Gärung um die andere, aus welcher sich am Ende doch etwas Geistiges entwickeln kann.

17. Man könnte freilich wohl sagen: ,Durch Not und Drangsal aber werden auch Zorn, Rache, Mord und Totschlag erzeugt und Neid, Hartherzigkeit und Verfolgung!‘ Das ist allerdings wahr; aber so arg alle diese Dinge sind, so sind sie dennoch ob des Erfolges besser als die faule Ruhe, die tot ist und weder etwas Gutes noch etwas Böses bewirkt.

18. Darum sage Ich euch: Entweder sei jemand gegen Mich vollends warm oder vollends kalt; denn einen Lauen will Ich aus Meinem Munde speien!

19. Ein energischer Feind ist Mir lieber als ein lauer Freund; denn der energische Feind wird Mich nötigen zu aller Tätigkeit, auf daß Ich ihn entweder gewinne oder die rechten Wege einschlage, um ihn für Mich durch alle Zeiten unschädlich zu machen; neben einem lauen Freunde aber werde Ich Selbst lau, und wenn Mich eine Not träfe, wird Mir der laue Freund zu etwas nütze sein?!

20. Darum ist auch ein lauer Regent eine Pest für sein Volk; denn da vermodert des Volkes Geist, und aus den Menschen werden lauter Freßochsen und Lastesel! Aber ein scharfer und sogar tyrannischer Regent macht das Volk lebendig, und es ist alles voll Tätigkeit, um nur in keine Strafe zu verfallen; und treibt es ein Tyrann zu toll, so wird das Volk sich endlich in Massen erheben und wird sich von seinem Peiniger befreien.

21. Ich meine nun, über den Wert der Tätigkeit hinreichend gesprochen zu haben, und bin überzeugt, daß ihr alle diese Lehre verstanden habt. Darum, so jemand will und in sich ein Bedürfnis zur Schlafruhe seines Leibes fühlt, der suche sich ein Lager; der aber mit Mir die Nacht über wachen will, der bleibe hier!“ Da sagten alle: „Herr, so Du wachest, wie könnten wir da schlafen?! – Nur die Mutter Maria scheint der Leibesruhe zu bedürfen, und so könntest Du sie wohl schlafen heißen.“

22. Aber die Maria, obschon sie hinter Mir auf einem Lehnstuhle ein wenig schlummerte, vernahm dennoch diese Rede, richtete sich auf und sagte zu dem Redner in aller Freundlichkeit: „Freund, der du gewöhnlich deinen Mund für alle deine Mitjünger auftust, ich sage dir, daß deine Sorge um mich ein wenig eitel ist; denn sieh, ich habe meinem Herrn zuliebe wohl schon mehrere Hunderte von schlaflosen Nächten durchwacht, und ich lebe noch – und werde noch so viele durchwachen und darob das Leben nicht verlieren, so es Sein Wille ist! Daher kümmert ihr euch alle um mich nicht; es ist genug, daß Einer meiner gedenkt!“

23. Es war aber dies der Thomas, an den diese Worte gerichtet waren. Dieser aber kam zur Maria und bat sie, daß sie ihm seine gute Meinung nicht ungütig aufnähme. Maria aber tröstete ihn und war sehr freundlich ob seiner Sorge um sie, und dem Thomas ward es wieder leichter ums Herz, daß er alsbald wieder ganz beruhigt seinen Platz einnahm.

24. Es trat nun auf eine Zeit eine Stille ein. Niemand redete ein Wort; denn sie alle dachten nun viel darüber nach und fanden die Wahrheit des Gesagten stets heller und heller leuchtend.

25. Nur Matthäus sagte nach einer Weile für sich selbst: „Morgen beim ersten Tagesanbruch wird diese Lehre von der Tätigkeit und von der Ruhe, so gut es geht, niedergeschrieben auf eine eigens bloß für diese Lehre bestimmte Platte; denn diese über alles wichtige Lehre darf um keinen Preis der Welt verlorengehen!“ Und als es dann bald darauf zu tagen begann, so hielt Matthäus auch sein Wort; und es hat sich diese Lehre für sich dann lange erhalten und ist durch Jonael und Jairuth auch nach Samaria überbracht worden, ward aber mit der Zeit sehr entstellt und ging darum auch verloren. Solange sie aber noch gang und gäbe war, kursierte sie unter dem Namen „die Nachtpredigt“ im Volke.

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The Night-Sermon of Jesus… Chapter 219 to 221
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – Volume 1

Revealed from Jesus Christ by the inner Word thru Jacob Lorber

Introductory information
This incident is not mentioned in the Bible. In a place called Kis the Lord heals many sick – all at the same time. The Pharisees, which have accompanied the sick see in Jesus – at least for now – an Essene, but not the Lord.

Chapter 219 – The positive spiritual purpose of distress and suffering

1. Said Ahab, after supper: ‘It goes without saying that I am clear about Your nature since Jesaira, and there would have been no need for such immense signs for either myself or the likes of me, to convince us all abundantly that You are Jehovah Himself, acting through a physical body, borrowed as it were from this Earth. But I am curious about whether the 5 Pharisees, seemingly upright people, in all earnest do not sense who might the One who healed their sick in a truly miraculous way. If they had but the faintest clue, they would have to be capable of grasping by hand that an ordinary human could not possibly accomplish this in all eternity. In my opinion, one should go and sniff them out a little and it should quickly transpire as to what they actually make of You.’

2. I said (Jesus): ‘Friend, you will surely not doubt that I know what they think of Me. So I don’t consider it necessary to interrupt them in their deliberations. Therefore, tomorrow is another day on which a few initiatives can be taken in that respect. Let us leave them to some real fermentation overnight. Because just as cider needs fermenting to become a spiritual wine, just so every man’s emotions need fermenting, if he is to transcend to the truly spiritual.

3. See, if a man has everything that he needs, then he feels quite snug. He cares about nothing, does no work, takes it easy and inquires little about the existence of God or life after physical death, or whether man is more than the animal, or vice versa. Mountains and valleys are the same to him, winter and summer don’t concern him, for in summer he has shade and cooling baths, and in winter well-heated fire-places and warm clothing.

4. Neither does he care whether the year was plentiful or not, for he is provided firstly with all stores for ten years and secondly with plenty of money for acquiring anything he lacks.

5. See, such a person then enjoys the leisure of a fattening ox in the stable, prone to little more thought than the ox, and is therefore no more than a hedonistic animal in human form.

6. If you came to such a man to preach the Gospel of the heavenly kingdom, he would do to you what the ox in the stable does to the blowfly, swinging his tail over it to make it take off or be killed or at least suffer considerable harm.

7. And see, such carefree glutton shall direct his servants, who also are no more than the carefree hedonists’ fly chasing and repelling tail, to chase you away. You obviously shall quickly turn on your heels, and at a safe distance contemplate the effect of your gospel on the glutton.

8. But I know how to give such oxen quite a different introductory sermon. I let one terrestrial accident after another overtake them. This fills them with all sorts of troubles and fears, causing them to think, seek to find out and ask how it is possible for them to now be beset by all sorts of extremities, since they had never been unjust to anyone, having always been orderly and respectable citizens.

9. This however is only on account of the necessary fermentation.

10. When such people then undergo a proper fermentation, they long for friends who could bring them comfort. Go to them then to preach the Gospel, and they shall hear you and not raise their furiously swinging tail against you.

11. And see, for this reason it is good for these guests to undergo real fermentation this night; this shall make them internally more spiritual, and your work shall be easy with them tomorrow. Do you follow this?’

Chapter 220 – Jesus call for positive action

1. Says Ahab: ‘O wisdom, o wisdom. See your grasp of the exalted and true, and how immensely stupid the likes of us. It is an eternal truth that nothing can arise without a struggle, yet I was going to hurry over to the people of Bethlehem to start enlightening them. O, centre of stupidity that I am. Do not the Greek wise men say: Every activity is generated from struggle, and every effect its outcome. Yet I did not see this. Why do I see it now?

2. Indeed, if there is no preceding contention between the inner life-elements in man, then all external efforts with man are futile.

3. I am now in the clear about human instruction, and could almost pronounce a life-fundamental, without straying too far afield.’ I said: ‘Let it be heard. I intend not to review it within Myself until you have voiced it.’

4. Ahab says: ‘What man has not initially acquired himself from the properties given him at the outset, no God can give him without ruining him. To God, of course, all things are possible, but thereby man does not gain anything.

5. Who does not know himself first, how can he know another and, finally, even God? That would be my principle. Am I far off the mark, Lord?’

6. I said: ‘No, friend Ahab, you have in truth hit the nail firmly on the head. Thus it is. What man does not acquire for himself independently with the abilities bestowed on him, God cannot and may not provide without judging him.

7. Therefore, all of you should not be just idle hearers of My Word, but diligent doers, only then will you begin to notice its blessings within you.

8. For life is action and not stagnation of the powers on which life depends. And so life must be preserved even for eternity through the constant activity of all its powers, for in the lying-down-to-rest there is no permanent life.

9. The certain feeling of well-being you gain from rest is nothing else but a partial death of the powers needed for living. The person who then increasingly enjoys the inactive rest, especially of the spiritual life-powers, thereby also slides ever more into the arms of actual death from which no God will easily free him.

10. O yes, there does also exist a proper rest full of life, but that is in God and for everyone an indescribably blissful feeling of contentment to be active in accordance with God’s will.

11. This most blissful feeling of contentment and the clearest realization to have always truly acted according to the order of God is that proper rest in god which alone is full of life because it is full of energy and respective action. Every other rest that consists in the ceasing of the life-powers is, as already mentioned, an actual death to the point to which the various life-forces have withdrawn from activity and no longer resumed it. Do you understand this?’

12. Says Judas Iscariot: ‘Lord, if so, then man should flee sleep like the pestilence, for also sleep is a rest of a number of life-forces, although external ones.’

13. I said: ‘Certainly. Because of that late-risers will never reach a particularly great age. Whoever grants his body 5 hours of sleep in his young days and 6 hours in his old age will usually reach a great age and look youthful for a long time, whereas a late-riser soon ages, gets a lined face and gray hair and at a somewhat advanced age walks around like a shadow.

14. And just as the body gradually dies off through too much sleep, in the same way, but on a larger scale this applies to the soul if it increasingly slackens in its activity according to My Word and will.

15. Once idleness has made itself at home in a soul there soon follows also depravity. For idleness is nothing else but a self-indulging love which all the more flees any activity for someone else’s sake because it basically want only one thing, namely that all others should work for its benefit.

16. Therefore, beware particularly of idleness, for this is an actual see for all kinds of vices.

17. The various beasts of prey may serve you as an example. Look, these beasts become destructively active only when driven by burning hunger. Once they have captured their prey and satisfied their hunger, they again return to their lairs where they rest often for days, especially snakes.

18. Now look at a robber or murderer. This man who shuns all work, who is actually a devil in the flesh, lies often for days in one of his dens. Only when his pies tell him that a rich caravan is due to pass his den, he lies in wait together with his accomplices, ruthlessly attacks and robs the caravan and kills the merchants to prevent them from betraying him. And that is a fruit of idleness.

19. Therefore, I say once more: Beware above all of idleness, for it is the road and the wide door to all imaginable vices.

20. After the work has been done moderate rest is good for the limbs of the body, but excessive rest is worse than none.’

Chapter 221 – The Blessing of Activity

1. If someone has walked a long distance and finally reaches a shelter he will, if he does not go to bed immediately, but continues with small movements and on the following day is on his feet already before sunrise, not feel any tiredness all day, and the longer he will thus continue his journey the less tired it will make him.

2. If, however, someone after a day’s march arrives quite as tired at a shelter, immediately throws himself on a bed and maybe leaves it only at noon on the following day, he will be continuing his journey on completely stiff feet and with a totally drunk head. After having covered a certain distance, he will from utter exhaustion long for a rest, and it can even happen that he collapses on the road and perishes there if no one comes to his aid, which can easily happen.

3. And what has caused it? His own too great desire for rest and the delusion that rest strengthens a person.

4. If someone wished to achieve a great, amazing accomplishment in one or the other art where a high degree of skillfulness of hands and fingers is required, then I ask you: will he achieve it if instead of constant diligent practice every day he idly strolls around day by day with his hands in his pockets motivated by a kind of anxious concern not to tire his hands and fingers to prevent them from getting stiff and unfit for the striven-for accomplishment?

5. Truly, even I Myself with all My boundless wisdom could not make a prophet and determine the time when such a disciple of art will become a virtuoso. Therefore, My dear friends and brothers, I repeat:

6. Only activity upon activity for the common good of people brings you salvation. For all life is the fruit of God’s constant, never tiring activity and therefore can only be maintained and preserved for eternity through proper activity whereas nothing but death does and must result from inactivity.

7. Place your hands on your heart and feel how it is constantly active day and night. The life of the body depends solely on such activity. Once the heart stops, that would mean the end of the natural life of the body, I should say.

8. And just as the rest of the physical heart obviously constitutes the total death of the body, this same rest of the soul’s heart is the death of the soul.

9. The heart of the soul, however, is called love, and its pulsating expresses itself in true and full love-activity.

10. Thus constant love-activity is the never wearying pulse-beat of the soul’s heart. The more actively the heart of the soul pulsates, the more life is generated in the soul and once thereby a sufficiently high degree of life, this awakens therein the life of the divine spirit.

11. This spirit – being pure life because it is the untiring supreme activity itself – then flows into the soul that has become equal to it through love activity, and everlasting imperishable life has fully begun within the soul.

12. And look, all this arises from activity, but never from idle rest.

13. Therefore, shun rest and seek full activity, and eternal life will be your reward.

14. Do not imagine that I have come to bring peace to mankind on this Earth. O no, only the sword and war instead.

15. For, men must be impelled to all kinds of activity through distress and hardships or they would become lazy, fatted oxen that fatten themselves for eternal death.

16. Distress and hardship bring about fermentation upon fermentation in man from which in the end something spiritual could develop.

17. One could, of course, say: “Through distress and hardship also anger, vengeance, murder and manslaughter arise, also envy, hardheartedness and persecution.” That is indeed true, but bad as all that is, the result is nevertheless better than from idle rest which is dead and brings neither good nor bad results.

18. Therefore I tell you: let a person be really warm or completely cold where I am concerned, but a lukewarm one I will spit out from My mouth.

19. I prefer an energetic enemy to a lukewarm friend, for the energetic enemy will challenge Me to full activity, so that I may either win him over or make provision to prevent him from harming Me. Beside a lukewarm friend, however, I become lukewarm Myself and if I should get into difficulties, will the lukewarm friend be of any use to Me?

20. Therefore, also a lukewarm ruler is a pest for his people, for then the nation’s spirit decays and the people all turn into voracious oxen and beasts of burden. But a severe and even tyrannical ruler causes the people to be alive and there is activity everywhere so as not to incur punishment. And if a tyrant goes too far the people will rise in great numbers and rid themselves of their tormentor.

21. I think I have now said enough about the value of activity and am convinced that all of you have understood this lesson. Therefore, if someone wants it and feels a need for a sleeping rest for his body, let him seek a bed, but who wants to sit up with Me through the night, let him remain here.’ There they all said: ‘Lord, how could we sleep when You are sitting up? Only the mother Mary seems to need a rest for her body, and so You could send her to bed.’

22. But Mary, although she had dozed a little in an armchair behind Me, heard these words, sat up and said with great friendliness to the speaker: ‘Friend, you who usually speak for your fellow-disciples, I tell you that your concern for me is rather futile. For, see, for the sake of my Lord I have sat up for probably hundreds of sleepless nights and am still alive – and if it is His will I will again go through as many sleepless nights and not lose my life. Therefore, do not concern yourselves about me all of you, it is sufficient that One looks after me.’

23. These words had been addressed to Thomas and he came to Mary and asked her not to regard his good intention unkindly. But Mary comforted him and was very kind about his concern for her, and Thomas felt easier in his mind and soon, quite relieved, resumed his seat.

24. For a while there was now silence. No one spoke, for they all pondered on what had been said and found the truth of it shining ever brighter.

25. Only Matthew said after a while to himself: ‘Tomorrow at daybreak this teaching about activity and rest will be recorded as best as possible on a special tablet, for this so extremely important lesson must on no account be lost to the world.’ And when soon it began to dawn, Matthew kept his word, and this lesson was preserved for a long time and through Jonael and Jairuth reached also Samaria, but in the course of time was considerably distorted and, therefore, also got lost. But while it was still around the people knew it under the name of “the night-sermon.”

V1-K17-22… Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus – The Lord’s Discussion with Nicodemus

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Das Nachtgespraech von JESUS mit Nikodemus - Grosses Johannes Evangelium Band 1 - Jakob Lorber The Lords discussion with Nicodemus - The Great Gospel of John Volume 1 - Jakob Lorber
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Das Nachtgespräch zwischen Jesus und Nikodemus… Kapitel 17-22
DAS GROSSE EVANGELIUM JOHANNES – BAND 1

Von Jesus Christus geoffenbart durch das Innere Wort an Jakob Lorber
Einleitende Informationen

Die Begebenheit mit Nikodemus, Pharisäer und Bürgermeister von Jerusalem, also einem “Obersten unter den Juden”, beleuchtet gleich mehrere, äusserst wichtige Themen. So wird offensichtlich, wie hinderlich das materielle Denken und die menschliche Weisheit für das Erkennen Jesu und Seiner Lehre sind.

Es wird dargestellt, was die eigentliche Bedeutung des Begriffes “Wiedergeburt aus Wasser und Geist” ist. Zu guter Letzt erstaunt die Einfachheit des Weges aus dieser scheinbar ausweglosen Situation, auf welche der Herr in seiner phantastischen Weisheit gelenkt hat.

Während im Evangelium Johannes gerade mal 21 Verse des dritten Kapitels die Begegnung beschreiben, ist diese im Grossen Evangelium ganze sechs Kapitel lang, was einerseits auf die Wichtigkeit und andererseits auf die Geduld Jesu hinweist.
Nachfolgend nun eine Sammlung der Schlüsselstellen:

Das Nachtgespräch Jesu mit Nikodemus (Kap.17-22) … Der Herr spricht …
17,3 … es kamen sozusagen bei Tag und Nacht in Masse Menschen aller Klassen aus der Stadt zu Mir. Die Armen kamen gewöhnlich am Tage, die Großen, Vornehmen und Reichen aber gewöhnlich in der Nacht, denn sie wollten sich vor ihresgleichen nicht schwach und verfänglich zeigen.

18,1 Es kam aber in der vorletzten Nacht Meines Aufenthaltes in der Nähe von Jerusalem ein gewisser Nikodemus ebenfalls in der Nacht zu Mir, weil er auch ein Vornehmer Jerusalems war; denn er war fürs erste ein Pharisäer, also ungefähr in Amt, Würde und Ansehen das, was gegenwärtig in Rom ein Kardinal ist, und fürs zweite war er als ein reichster Großbürger Jerusalems auch der Oberste der Juden in dieser Stadt; er war der oberste Bürgermeister über die ganze Stadt, von Rom aus dazu bestimmt.

18,2 (Ev.Joh.3,2) Dieser, als der Chef Jerusalems in bürgerlicher Hinsicht, kam also selbst in der Nacht zu Mir hinaus und sprach sogleich zu Mir: „Meister! Vergib es mir, daß ich so spät in der Nacht zu Dir komme und Dich störe in Deiner Ruhe; da ich aber vernahm, daß Du diese Gegend verlassen wirst schon des morgigen Tages, so konnte ich nicht umhin, Dir meine gebührende Achtung zu bezeugen. Denn siehe, ich und mehrere meines Amtes wissen es nun, nachdem wir Deine Taten beobachtet haben, daß Du als ein ganz echter Prophet, von Gott gesandt, zu uns gekommen bist! Denn die Zeichen, die Du tust, kann niemand verrichten, außer es ist Jehova mit ihm! Da Du sonach ein offenbarer Prophet bist und sehen mußt, wie sehr wir im argen liegen, uns aber dennoch durch Deine Vorgänger das Gottesreich verheißen ist, so sage mir gefälligst, wann dieses kommen wird, und so es kommt, wie man beschaffen sein muß, um in dasselbe zu gelangen?“

18,3 (Ev.Joh.3,3) Auf diese Frage des Nikodemus antwortete Ich ebenso kurz, wie es der Vers angibt, nämlich: „Wahrlich, wahrlich sage Ich dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, sonst kann er das Reich Gottes weder sehen und noch weniger in dasselbe kommen!“, was soviel sagen will als: „So du deinen Geist nicht durch Wege, die Ich dir mit Meiner Lehre und Tat zeige, erweckest, kannst du das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht einmal erkennen, geschweige in dessen lebengebende Tiefen eindringen!“

18,4 Daß der sonst biedere Nikodemus solche Meine Rede, wie der Verfolg es zeigen wird, nicht begriffen hat und sich an ihm alsogleich bewahrheitete, daß man nämlich das göttlich Lebendige Meines Wortes nicht von ferne hin fassen kann, so man nicht geweckten Geistes ist, zeigt klar und deutlich der nächste Vers, laut dem Mich Nikodemus, ganz verblüfft ob solcher Meiner Rede, fragt und sagt:

18,5 (Ev.Joh.3,4) „Aber, lieber Meister, was Sonderbares doch sprachst Du vor meinen Ohren? Wie möglich wohl kann ein Mensch noch einmal geboren werden? Kann denn ein Mensch, der groß, alt und steif geworden ist, durch das enge Pförtchen in seiner Mutter Leib steigen und sodann daraus zum zweiten Male geboren werden?! Sieh, sieh, lieber Meister, das ist eine völlig unmögliche Sache! Entweder weißt Du vom kommenden Gottesreiche nichts oder wenigstens nicht das Rechte, oder Du weißt darum und willst es aber mir nicht sagen aus Furcht, daß ich Dich aufgreifen und ins Gefängnis werfen ließe. Oh, des sei du völlig unbesorgt; denn ich habe noch nie jemanden seiner Freiheit beraubt, außer er war ein Mörder oder ein großer Dieb. – Du aber bist ein großer Wohltäter der armen Menschheit und hast nahe alle Kranken von Jerusalem geheilt, wunderbar durch die Kraft Gottes in Dir; wie sollte ich dann mich an Dir vergreifen können?!

18,6 Aber glaub es mir, lieber Meister, mir ist es ernst um das kommen sollende Gottesreich! Darum, so Du davon etwas Näheres kennst, sage es mir auf eine Weise, daß ich’s fassen kann! Gib Himmlisches mit himmlischen und Irdisches mit irdischen Worten, aber in wohlverständlichen Bildern, sonst nützt mir Deine Belehrung noch weniger als die altägyptische Vogelschrift (Hieroglyphen), die ich weder lesen und sonach noch weniger verstehen kann. Ich weiß es nur zu bestimmt aus meinen Berechnungen, daß das Reich Gottes schon da sein muß, nur weiß ich noch nicht, wo und wie man in dasselbe kommt und in dasselbe aufgenommen wird. Diese Frage möchte ich von Dir ganz verständlich und klar beantwortet haben.“

18,7 (Ev.Joh.3,5) Auf diese abermalige Frage gab Ich dem Nikodemus genau wieder die Antwort, wie sie in vorstehendem 5. Verse (von Joh.3) vorkommt; sie ist von der ersten nur dadurch unterschieden, daß es hier näher bestimmt wird, woraus man eigentlich wiedergeboren werden muß, um ins Gottesreich zu kommen, nämlich aus dem Wasser und aus dem Geiste, was soviel sagen will als:

18,8 Die Seele muß mit dem Wasser der Demut und Selbstverleugnung gereinigt werden (denn das Wasser ist das urälteste Symbol der Demut; es läßt alles aus sich machen, ist zu allem dienstfertig und sucht sich stets die niedersten Stellen der Erde aus und fliehet die Höhen) und dann erst aus dem Geiste der Wahrheit, die eine unreine Seele nie fassen kann, da eine unreine Seele gleich ist der Nacht, während die Wahrheit eine Sonne voll Lichtes ist, die allenthalben Tag um sich verbreitet.

18,9 Wer demnach in seine durch die Demut gereinigte Seele die Wahrheit aufnimmt und diese tatsächlich als solche erkennt, den macht dann ebensolche Wahrheit im Geiste frei, und diese Freiheit des Geistes oder das Eingehen des Geistes in solche Freiheit ist dann auch das eigentliche Eingehen in das Reich Gottes.

18,10 Aber eine solche Erklärung gab Ich freilich dem Nikodemus nicht, und das darum nicht, weil er sie in seiner Erkenntnissphäre noch weniger begriffen hätte als den kurzen verhüllten Grundsatz selbst. Er fragte Mich daher auch wieder, wie solches zu verstehen wäre.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Sage Ich zu ihm: „Ich habe zu dir schon gesagt, daß du dich dessen nicht gar so wundern sollst, so Ich zu dir gesagt habe: Ihr müsset alle von neuem geboren werden!“

19,5 (Ev.Joh.3,8) „Denn sieh, der Wind wehet, wo er will, du hörest sein Sausen, aber du weißt es dennoch nicht, von wo er ursprünglich herkommt; also steht es auch mit einem jeden, der aus dem Geiste kommt und spricht dir gegenüber. Du siehst und hörest ihn wohl; aber da er in seiner geistigen Weise zu dir spricht, so fassest und verstehest du solches nicht, woher er’s hat und was er damit sagt und bezeichnet. Da du aber ein redlicher Weiser bist, so wird es dir zur rechten Zeit schon auch gegeben werden, daß du solche Dinge fassen und verstehen wirst.“

19,6 (Ev.Joh.3,9) Hier schüttelt Nikodemus bedenklich den Kopf und sagt nach einer Weile: „Da möchte ich es von Dir wohl erfahren, wie so etwas zugehen würde! Denn was ich weiß und verstehe, das weiß und verstehe ich in meinem Fleische; wird das Fleisch mir genommen, da werde ich wohl kaum mehr etwas fassen und verstehen! – – Wie, wie – werde ich als Fleisch zu einem Geist, und wie wird meinen Geist dann ein anderer Geist in sich aufnehmen und dann von neuem gebären?! – Wie, wie möglich wird das zugehen?!“

19,7 (Ev.Joh.3,10) Sage Ich zu ihm: „Aber – ein weisester Meister in Israel bist du und kannst solches nicht fassen und begreifen?! – Wenn aber du das nicht fassen kannst als ein Meister der Schrift, was soll dann erst mit vielen anderen werden, die von der Schrift kaum so viel wissen, daß es einst einen Abraham, Isaak und Jakob gegeben habe?“

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) (Der Herr:) „Sieh, niemand fährt gen Himmel als allein Der, Der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, Der gleichfort im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß auch des Menschen Sohn erhöhet werden, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben! Sage Mir, fassest du das?“

20,2 Sagt Nikodemus: „Lieber Meister! Wie sollte, wie könnte ich das?! In Dir ist eine eigene Art Weisheit; wie ich Dir schon einmal bemerkt habe, so könnte ich leichter die alte ägyptische Vögelschrift lesen als verstehen Deine Weisheit! Ich muß es Dir nun offen bekennen, daß ich, so mich nicht Deine gewaltigen Taten an Dich fesselten, Dich für einen Narren oder Streichmacher halten müßte; denn in Deiner Weise hat doch nie ein vernünftiger Mensch geredet! Aber Deine Taten zeigen, daß Du als ein Lehrer von Gott zu uns gekommen bist und in Dir eine Fülle göttlicher Macht und Weisheit vorhanden sein muß, ohne die es niemand möglich ist, solche Taten zu vollführen.

20,3 Wo aber das Eins rein göttlich ist, da muß auch das Zwei göttlich sein. Deine Taten, lieber Meister, sind göttlich, und so muß auch Deine Lehre vom Gottesreich auf Erden göttlich sein, ob ich sie fasse oder nicht! …

20,10 Sage Ich: „Du hast nun viele Worte gemacht und hast geredet wie ein Mensch, der von himmlischen Dingen keine Ahnung hat; aber es kann auch nicht anders sein, denn du bist in der Nacht der Welt und magst nicht erschauen das Licht, das aus den Himmeln gekommen ist, um zu erleuchten die Finsternis der Nacht dieser Welt. Einen Dämmerschein hast du wohl, aber dennoch erschauest du das nicht, was dir sozusagen auf der Nase sitzt!“

21,1 (Ev.Joh. 3,16) (Der Herr:) „Ich sage es dir: Gott ist die Liebe und der Sohn ist Dessen Weisheit. Also aber liebte Gott die Welt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn, d.h. Seine aus Ihm Selbst von Ewigkeit hervorgehende Weisheit, in diese Welt gab, auf daß alle, die an Ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben sollen! – Sage Mir, verstehst du auch dieses nicht?!“

21,2 Sagt Nikodemus: „Es kommt mir wohl vor, als sollte ich es verstehen, aber im Grunde verstehe ich es doch nicht. Wenn ich nur wüßte, was ich aus dem Menschensohn machen sollte, da wäre ich dann schon so ziemlich in der Ordnung! Du sprachst nun auch vom eingeborenen Sohne Gottes, Den die Liebe Gottes in die Welt gab. Ist der Menschensohn und der eingeborene Gottessohn eine und dieselbe Individualität?“

21,3 Sage Ich: „Sieh her! Ich habe einen Kopf, einen Leib und Hände und Füße. Der Kopf, der Leib, die Hände und Füße sind Fleisch, und dieses Fleisch ist ein Sohn des Menschen; denn was da ist Fleisch, das kommt vom Fleische. Aber in diesem Menschensohne, Der Fleisch ist, wohnet Gottes Weisheit, und das ist der eingeborene Sohn Gottes. Aber nicht der eingeborene Sohn Gottes, sondern nur des Menschen Sohn wird gleich der ehernen Mosis-Schlange in der Wüste erhöhet werden, daran sich viele stoßen werden; die sich aber nicht stoßen, sondern glauben und sich halten werden an Seinen Namen, denen wird Er die Macht geben, Kinder Gottes zu heißen, und ihres Lebens und Reiches wird kein Ende sein fürder ewig.“

21,4 (Ev.Joh.3,17) „Du mußt aber nun nicht irgend ein Gericht dieser Welt erwarten, als etwa Kriege, Wasserflut oder gar ein alle Heiden verzehrendes Feuer aus den Himmeln; denn sieh, Gott hat Seinen eingeborenen Sohn (die göttliche Weisheit) nicht in die Welt (in dieses Menschenfleisch) gesandt, daß Er diese Welt richte (verderbe), sondern daß sie durch Ihn vollauf selig werde, das heißt, daß auch alles Fleisch nicht verderbe, sondern mit dem Geiste auferstehe zum ewigen Leben. (Unter Fleisch wird hier nicht so sehr das eigentliche Leibfleisch als vielmehr die fleischlichen Gelüste der Seele verstanden.) Aber um das zu erreichen, muß der Glaube in dem Fleische die materiellen Hoheitsgefühle zunichte machen, und zwar der Glaube an den Menschensohn, daß dieser aus Gott von Ewigkeit her geboren in diese Welt gekommen ist, auf daß alle das ewige Leben haben sollen, die an Seinen Namen glauben und halten werden!“

21,11 „Sieh, alle aber, die also gesinnt sind und also handeln, was da arg ist und böse, die sind es, deren Werke böse sind; wer immer solche Werke liebt und tut, der ist ein Feind des Lichtes und hasset dasselbe und wird darum sicher alles aufbieten, daß es mit ihm nicht ans Licht kommen möchte, damit seine argen Werke, von denen er es dennoch weiß, daß sie vom Lichte verpönt und gerichtet sind, nicht im Lichte in ihrer Häßlichkeit erkannt und bestraft werden möchten!

21,12 Und sieh, darin besteht das eigentliche Gericht; was du aber unter dem Gerichte verstehst, ist nicht das Gericht, sondern nur eine Strafe, die dem Gerichte folgt.

21,13 So du ein Liebhaber bist, in der Nacht zu wandeln, so ist schon das ein Gericht deiner Seele, daß du die Nacht mehr liebst als den Tag; so du darum aber leicht dich anstößt und dir gewaltig wehe tust oder gar in eine Grube oder in einen tiefen Graben fällst, so ist dann ein solcher Anstoß oder ein solcher Fall nicht das Gericht, sondern nur eine Folge des Gerichtes in dir, der du die Nacht liebst und den Tag hassest!“

21,14 (Ev.Joh.3,21) „Bist du aber ein Freund des Lichtes, des Tages, der Wahrheit aus Gott, so wirst du auch der göttlichen Wahrheit gemäß handeln und wirst sicher sehnlichst wünschen, daß deine Werke ans Licht vor aller Augen kommen möchten und offenbar werden vor jedermann; denn du weißt es, daß deine Werke, weil im Lichte der Wahrheit aus Gott getan, gut und gerecht sind und sonach Anerkennung und offenbare Belohnung verdienen!

21,15 Wer aber sonach ein Freund des Lichtes ist, der wird nicht in der Nacht, sondern am Tage wandeln und wird das Licht sogleich erkennen, weil er aus dem Lichte ist, und dieses Licht heißt – der Glaube des Herzens.

21,16 Wer demnach glaubet an den Menschensohn, daß Dieser ist ein Licht aus Gott, der hat schon das Leben in sich; wer aber nicht glaubt, der hat das Gericht schon in sich, und das Gericht ist eben der Unglaube selbst.

21,17 Ich meine, daß du Mich nun wohl begriffen haben wirst.“

22,3 Ich sage es dir: So jemand sucht den Menschensohn in der Zeitnacht, da er am Tage vor allen Menschen so etwas zu tun sich scheut, auf daß er bei ihnen nicht käme in einen Verruf, der wird das, was er sucht, nicht wohl finden. Denn das wirst du als Weisester der Juden wohl wissen, daß die Nacht, was immer für eine es auch sei, zum Suchen und Finden am wenigsten taugt. – Wer sonach den Menschensohn sucht, der muß Ihn am Tage und nicht in der Nacht suchen; dann wird sich Dieser schon finden lassen.

22,4 Nur das sage Ich dir: Gehe hin zu Johannes, der nun doch des Wassers wegen zu Enon nahe bei Salim tauft, der wird es dir sagen, ob der eingeborene Sohn Gottes schon da ist oder nicht! Dort sollst du Ihn kennenlernen!“

22,5 Sagt Nikodemus: „Ach, ach, lieber Meister, das wird schwerhalten! Denn ich habe tagtäglich Geschäfte über Hals und Kopf und kann davon nicht leichtlich abkommen! Bedenke, in der Stadt und in der nächsten Umgebung der Stadt leben samt den Fremden über achthunderttausend Menschen, für die ich als ihr Oberster viel und viel zu sorgen habe; dann harren nebst dem noch tägliche Tempelgeschäfte meiner, die ich nimmer zur Seite schieben kann.

22,7 Denn siehe, in mir ist eine große Veränderung vorgegangen! Ich liebe Dich, Du lieber Meister, mehr denn alles, was mir je teuer war, und diese Liebe sagt mir gewisserart: Du Selbst seiest eben Derselbe, dessentwegen Du mich ehedem nach Enon zu Johannes beschieden hast!? Es mag auch nicht also sein, wie ich’s in mir fühle; aber es sei da, wie ihm wolle, ich liebe Dich einmal aus meinem ganzen Herzen, indem ich in Dir einen großen Meister der echt göttlichen Weisheit erkenne. Haben auch Deine Taten, die vor Dir wohl niemand verrichtet hat, mich mit der tiefsten Verwunderung erfüllt, so hat mich aber Deine große Weisheit in meinem Herzen noch mehr gefangengenommen für Dich, Du lieber Meister! Ich liebe Dich! Sage es mir doch, spricht mein Herz ein rechtes Zeugnis über Dich aus?!“

22,8 Sage Ich: „Gedulde dich noch eine kleine Zeit, und es soll dir alles klar werden! In Kürze werde Ich wieder zu dir kommen und werde dein Gast sein; dann sollst du alles erfahren!

22,9 Folge aber dem Zuge deines Herzens, das wird dir in einem Augenblick mehr sagen als alle fünf Bücher Mosis und alle Propheten! Denn siehe, nichts ist wahr im Menschen als allein die Liebe! Halte dich daher an sie, und du wirst am Tage wandeln! …

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The Lord’s discussion with Nicodemus… Chapter 17-22
THE GREAT GOSPEL OF JOHN – VOLUME 1

From Jesus Christ revealed through the Inner Word by Jakob Lorber

The Lord says …
17,3 … For a great number of people from all walks of life came to Me from the city by day and night. The poor came usually by day, the great, distinguished and rich mostly by night, for they did not want to appear weak and treacherous to their own kind.

18,1 During the last but one night of My stay in the vicinity of Jerusalem, a certain Nicodemus came to me, also by night because he was a person of high rank in Jerusalem. He was not only a Pharisee – who as far as his office, high rank and reputation were concerned could be roughly compared to what at the present time a cardinal in Rome stands for – but he was also a very rich citizen of Jerusalem and chief of the Jewish Council in this city. He was the lord mayor over the entire city, appointed for this office by Rome.

18,2 (Ev.Joh.3,2) This one, as the head of Jerusalem in civic matters, came personally to Me by night and said: ‘Master, forgive me that I come to you so late at night and disturb you in your rest, but when I heard that you will be leaving here tomorrow already, I did wish to pay my respects to you, because I and several of my colleagues, after observing your deeds, are now convinced that you have come to us as a true prophet sent by God, For no one can perform the signs you do, except Jehovah be with him. Therefore, since you are obviously a prophet and must see in what a bad way we are, although the Kingdom of God has been promised to us by your predecessors, would you be good enough to tell me when this will come and, if it does come, what will be required of one to enter it?’

18,3 (Ev.Joh.3,3) My answer to this question of Nicodemus was quite as brief as quoted in the verse, namely: ‘In truth, in very truth I tell you: unless a man has been born over again, he cannot see the Kingdom of God, least of all enter it’, which is to say: ‘If you do not awaken your spirit through ways I show you by My teaching and acts, you cannot even recognize the divine life within My Word, let alone penetrate into its life-giving depths.’

18,4 That the otherwise upright Nicodemus – as is shown in the following – did not understand My words and promptly proved them to be true, namely, that the divine life of My Word cannot be comprehended from a distance unless one’s spirit is wide-awake, is clearly and plainly shown by the next verse according to which Nicodemus asks Me, quite disconcerted by My words:

18,5 (Ev.Joh.3,4) ‘But dear Master, what a peculiar thing have you said? How is it possible for a man to be born again? Can a man who has grown tall, old and stiff enter his mother’s womb through the narrow little door and then be born a second time? This, dear Master, is quite impossible. Either you do not know anything about the coming Kingdom of God, at least not the right thing. or you know, but do not wish to tell me, fearing that I might have you seized and thrown into prison. Oh, do not fear that, for I have never yet had anyone deprived of his freedom, except a murderer or bad thief. You are a great benefactor of poor mankind and have healed almost all the sick in Jerusalem in a miraculous way through God’s power within you. How could I then lay violent hands upon you?

18,6 Do believe me, dear Master, I am, taking the expected Kingdom of God very seriously. Therefore, if you do know any details about it, tell me in a way I can understand. Present heavenly things with heavenly and earthly things with earthly words in well comprehensible pictures, otherwise your information is of less use to me than the ancient Egyptian hieroglyphs which I cannot read, let alone understand. I only know from my calculations that the Kingdom of God must already be here, but so far I do not know where and how one can enter it and be received into it. I would like you to answer this question for me quite clearly, so that I can understand it.’

18,7 (Ev.Joh.3,5) To this reiterated question I gave Nicodemus exactly the same answer as it appears in the above quoted fifth verse. It differs from the previous one only in that here it is stated out of what one must actually be reborn in order to enter the Kingdom of God, namely, out of water and spirit which means to say as much as:

18,8 The soul must be cleansed with the water of humility and self-denial (for water is the most ancient symbol of humility, it allows everything to be done with it, serves in all things and always seeks for itself the lowest places on Earth, fleeing the heights) and only then by the spirit of truth, which an impure soul cannot ever conceive. An impure soul is like the night, whereas truth is a sun full of light, which causes to be day all around it.

18,9 Therefore, whoever absorbs truth into his soul cleansed through humility and really recognizes this as such, is set free in spirit through this truth. This freedom of the spirit, or the entering of the spirit into such freedom, is then also the actual entering into the Kingdom of God.

18,10 But I did not give Nicodemus such an explanation, because in his sphere of cognition he would have comprehended it even less than the short, veiled principle itself. Therefore, he asked Me again how this was to be understood.

19,4 (Ev.Joh.3,7) Say I to him: ‘I have already told you that you should not be so astonished when I say: You must all be born over again.

19,5 (Ev.Joh.3,8) For see, the wind blows where it will. You hear its sound, but you still do not know where it originally comes from. It is the same with everyone who comes from the spirit and speaks to you. You do see and hear him, but since he speaks to you in his spiritual way, you do not grasp it, nor do you understand from where he received it or what he actually says and means. But because you are an honest man of wisdom, it will be given you in due course that you can grasp and understand such things.’

19,6 (Ev.Joh.3,9) Here Nicodemus shakes his head doubtfully and says after a while: ‘Then I would like to hear from you how this is possible. For what I know and understand, I do know and understand in my flesh. Once my flesh has been taken from me, I shall hardly be able to grasp and understand anything any longer. How, oh how do I as flesh become a spirit, and how will another spirit then absorb my spirit and this be born again? How, oh how can this be possible at all?’

19,7 (Ev.Joh.3,10) Say I to him: ‘What? You are a wise master in Israel and cannot comprehend this? But if you, as a master of Scripture, cannot grasp this, what shall become of the many others who hardly know from the Scripture that there have once been an Abraham, Isaac and Jacob?

20,1 (Ev.Joh.3,13-15) The Lord, ‘Behold, no one ascends to Heaven except the one who has come down from Heaven, namely, the Son of Man who resides in Heaven. And as Moses in the wilderness lifted up a serpent, thus also the Son of Man must be lifted up, so that all who believe in Him may not be lost, but have eternal life. Tell Me, do you understand this?’

20,2 Says Nicodemus: ‘Dear Master, how could I understand it? You possess a strange kind of wisdom. As I mentioned before, it might be easier for me to read the ancient Egyptian hieroglyphs than understand your wisdom. I must now honestly admit that if I were not captivated by your mighty deeds, I would have to regard you as a fool or one who likes to play tricks, for no sensible man has ever spoken the way you do. But your deeds show that you have come to us as a teacher from God, and you must possess an abundance of divine might and wisdom without which no one is able to perform such acts.

20,3 And where the ‘one’ is purely divine, also the ‘two’ must be of God. Your deeds, dear Master, are divine and so must also be your teaching about the Kingdom of God on Earth, whether I understand it or not! …

20,10 I say: ‘That was a lengthy discourse, and you have spoken like a man who knows nothing of heavenly things. But it cannot be any different, for you are in the night of the world and not inclined to see the light that has come from the Heavens to illumine the darkness of the world’s night. You do possess a slight gleam, but still do not recognize what is practically under your very nose.’

21,1 (Ev.Joh. 3,16) I say: ‘I tell you: God is love and the Son is His wisdom. And God loved the world so much that He gave His only-begotten son, that is, His wisdom, emanating from Him from eternity, into this world that all who believe in Him may not die but have eternal life. Tell Me, is this too incomprehensible to you?’

21,2 Says Nicodemus: ‘I have the feeling as if I should understand it, but then I really do not understand. If only I knew where the Son of Man fits in, then I should be all right. You also spoke of God’s only-begotten Son, whom God’s love gave into the world. Are the ‘Son of Man’ and ‘God’s only-begotten Son’ one and the same individual?’

21,3 I say: ‘Look here. I have a head, a body and hands and feet. The head, the body, hands and feet are flesh, and this flesh is the Son of Man, for what is flesh comes from the flesh. but in this Son of Man who is flesh there dwells God’s wisdom, and that is God’s only-begotten Son. Not God’s only-begotten Son, but only the Son of Man will,
like the brazen Moses-serpent in the wilderness, be lifted up, and many will be taking offence at that. Those who do not take offence but believe and will adhere to His name, to them He will give the power to be called children of God, and their life and kingdom will be everlasting.

21,4 (Ev.Joh.3,17) You must not expect some judgment of the world as for instance wars, floods or even a fire from the Heavens consuming all the heathens. For see, God did not send His only-begotten Son (divine wisdom) into the world (into this human flesh) to judge (destroy) this world, but to fully save it, that is, that also the flesh might not perish, but may rise to eternal life together with the spirit. (Under flesh in this case not so much the actual flesh of the body is to be understood, but rather the fleshly desires of the soul.) However, in order to attain to this, the material feelings of exaltation in the flesh must be eradicated by belief, namely belief in the Son of Man that He has come into the world, born from eternity out of God, so that all shall have eternal life who believe in His name and adhere to it.

21,11 See, all those who are ill-disposed and act accordingly are the ones whose works are bad. Whosoever loves and practices such acts is an enemy of the light, hates it and will do all in his power to avoid it, so that his evil works, which he knows are tabooed by the light and judged, should not in the light be recognized in their ugliness and punished.

21,12 And see, therein consists the actual judgment, but what you understand as judgment, is not the judgment, but only a punishment following the judgment.

21,13 If you enjoy walking in the night, that is already a judgment of your soul, since you prefer the night to the day. But if you then knock against something and hurt yourself badly or even fall into a hole or deep ditch, such a knocking or fall is not the judgment, but only the consequence of the judgment within you who love the night and hate the day.

21,14 (Ev.Joh.3,21) If, however, you are a friend of the light, the day and the truth out of God, you will also act in accordance with divine truth and will surely long for your works to come to the light and be revealed to everyone, for you know that your works, because they were done in the light of truth out of God, are good and righteous and thus deserve appreciation and visible reward.

21,15 Therefore, who is a friend of the light will not walk in the night but by day, and he will recognize the light immediately, because he is from the light, and this light is called – faith of the heart.

21,16 Thus, whoever believes in the Son of Man that Jew is a light out of God, has already life within him. But who does not believe, has already the judgment within him, and the judgment is the very unbelief.

21,17 I think you will have understood Me now.’

22,3 I tell you: if someone seeks the Son of Man by night, afraid to do so during the day in front of all the people, thus risking his reputation, he will not find what he is seeking, for you, as a very wise man among the Jews, will surely know that the night, whatever kind of night it may be, is not at all suitable for seeking and finding. Therefore, who seeks the Son of Man must seek him by day and not by night, then he will allow himself to be found.

22,4 Only that I tell you: go to John who because of the water is at present baptizing at Enon near Salim. He will tell you whether the only-begotten Son of God is already here or not. There you shall get to know him.’

22,5 Says Nicodemus: ‘Oh, oh, dear Master, that will not be easy, for all my days are too busy. Bear in mind that in the city and nearest surroundings there are dwelling, including aliens, over 800,000 people whom I, as there head, have in my care. In addition to that I have to attend daily to temple business which cannot be put off…

22,7 For see, a great change has taken place within me. I love, my dear Master, more than anything I have ever valued, and this love tells me in a way: You yourself are the One for whose sake you bade me to Enon to John. Maybe it is not as I feel it within me, but be that as it may, I love you with all my heart since I recognize in you a great Master of true divine wisdom. Your deeds, the likes of which no one before you has ever performed, have filled me with deepest wonder, but your great wisdom had captivated my heart even more for you, you dear Master. I love you. Do tell me whether my heart gives a right testimony about you?’

22,8 I say: ‘Have a little more patience and everything will become clear to you. In a short while I will return to you and be your guest, then you shall come to know everything.

22,9 But do follow the prompting of your heart, which will teach you in a moment more than all the five books of Moses and all the prophets. For see, nothing in man is true, except love. Therefore, adhere to it and you will be walking by day. …

Jakob Lorber english ❤️ Revelations from Jesus Christ… The Great Gospel of John etc. ❤️ Available PDF’s

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Who was Jakob Lorber…?

Jakob Lorber was born in 1800, he was a simple and humble man.  At 40 years of Jakob Lorberage he received a series of dictations as a voice in his heart.  Following this he went to on write a number of volumes of spiritual texts which serve to clarify the teachings of the Bible for the modern age. In “A Guide for the Perplexed” the famous economist E.F Schumacher described these writings as the greatest written works in human history.  Lorber’s writings present Christ’s teachings as originally intended – free of translation errors and free of deliberate and unintentional corruptions that have occurred over time.  Lorber’s writings considerably expand upon the teachings available in the Bible.  Below are some elements of Christ’s teachings as presented in Lorber’s writings which are likely to address common modern misunderstandings due to the distortions of various churches and teachers over time.

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=> Jesus explains Scripture Passages (Bible)

Jakob Lorber - Schreibknecht Gottes Pauls-Letter-to-the-Assembly-of-Laodicea-Renewed-Revelation-by-Jesus-through-Jacob-Lorber
=> VIDEO => VIDEO   => PDF   => TEXT/AUDIO

Who is God Jesus Jevohah Lord of Hosts

The HOUSEHOLD Of GOD - revealed to Jakob Lorber
=> VIDEO   => TEXT & AUDIO => HOUSEHOLD OF GOD
BIRTH Of JESUS CHRIST - The Christmas-Story told by Jesus - revealed through Jakob Lorber Title Childhood of Jesus Christ - Jacob LorberTitle Childhood of Jesus Christ - Jacob Lorber
=> VIDEO   => TEXT & AUDIO => PDF
Title Jesus reveals The Great Gospel of John - Jakob Lorber Title Beyond the Threshold - Jesus explains Deathbed-Scenes - Jakob Lorber
=> THE GREAT GOSPEL OF JOHN => BEYOND THE THRESHOLD
53 Sermons of Jesus given to Gottfried Mayerhofer Title Jesus reaveals Secrets of Life - Gottfried Mayerhofer
=> 53 SERMONS FROM JESUS => SECRETS OF LIFE

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=> Paul’s Letter to the Laodicean Church
=> The Childhood of Jesus – Revealed by the Lord Jesus by direct Dictation
=> 3 Days in the Temple – New Revelation by Jesus Christ
=> The Household of God – Volume 1
=> The Household of God – Volume 2
=> The Household of God – Volume 3
=> From Hell to Heaven – Robert Blum Volume 1
=> From Hell to Heaven – Robert Blum Volume 2
=> Bishop Martin – Sunsets-Into-Sunrises
=> The shortest Way to Spiritual Rebirth
=> The Healing Power of Sunlight – A Revelation from the Spirit of God
=> Earth and Moon
=> Saturn
=> The Natural Sun
=> The Spiritual Sun – Part 2
=> The Fly – Revelation from Jesus through Jakob Lorber
=> The Whale of Jonah
=> A Day in the House of Joseph – Book 1 and 2 complete combined
=> Deathbed Scenes – Beyond the Threshold

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Revelations from Jesus through Jakob Lorber
The Great Gospel of John

=> The Great Gospel of John – Volume 1
=> The Great Gospel of John – Volume 2
=> The Great Gospel of John – Volume 3
=> The Great Gospel of John – Volume 4
=> The Great Gospel of John – Volume 5
=> The Great Gospel of John – Volume 6
=> The Great Gospel of John – Volume 7
=> The Great Gospel of John – Volume 8
=> The Great Gospel of John – Volume 9
=> The Great Gospel of John – Volume 10